Ernährung

Steigern Sie Ihr Muskelwachstum mit Phosphatidsäure
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Alle wissenschaftlichen Untersuchungen deuten darauf hin, dass Phosphatidsäure die Muskelmasse über eine Aktivierung des muskelaufbauenden Enzyms mTOR erhöht, während sie potentiell den Abbau von Muskelprotein reduziert.

Phosphatidsäure ist eine Verbindung, die aus einem Glyzerin Rückgrat mit zwei Fettsäureketten, die mit dem ersten und zweiten Kohlenstoffatom verbunden sind, und einer Phosphatgruppe, die mit dem dritten Kohlenstoffatom des Glyzerin Rückgrats verbunden ist, besteht. Phosphatidsäure ist ein Phospholipid, das sich typischerweise in der Zellmembran befindet, wo es als sekundärer Botenstoff agiert, der an vielen unterschiedlichen zellularen Signalkaskaden beteiligt ist (1). Durch diese zellulare Signalkapazität kann Phosphatidsäure eine anabole Reaktion in den Muskelzellen hervorrufen.

Man glaubt in der Tat, dass Muskelkontraktionen bestimmte Enzyme aktivieren, die eine Biosynthese von Phosphatidsäure in den Muskelzellen bewirken, wodurch die Phosphatidsäure Spiegel und eine Aktivierung der mTOR angeregten Proteinsynthese erhöht werden, was das Muskelwachstum fördert. Eine der Studien von Cleland und Kollegen (2) zeigte, dass elektrisch stimulierte Muskelkontraktionen bei Ratten zu einer Verdopplung der Phosphatidsäure Konzentrationen führten. Andere Untersuchungen von O’Neil und Kollegen (3) zeigten, dass Erhöhungen der Phosphatidsäure Konzentrationen in Reaktion auf exzentrische Kontraktionen zustande kommen und dass diese Erhöhungen der Phosphatidsäure Spiegel die mTOR Signalisierung für mehr als 12 Stunden erhöhten.

Von einer oralen Einnahme von Phosphatidsäure konnte gezeigt werde, dass sie die Phosphatidsäure Plasmakonzentrationen bereits 30 Minuten nach der Einnahme erhöhte, und dass die Phosphatidsäure Konzentrationen für bis zu sieben Stunden erhöht blieben (4). In Kombination sollte die Erhöhung der Phosphatidsäure Spiegel im Körper durch eine orale Supplementation in Verbindung mit der endogenen Produktion durch ein Training mit Gewichten in einer stärkeren Muskelhypertrophie im Vergleich zu Widerstandstraining alleine resultieren.

 

Phosphatidsäure steigert Muskelwachstum und Kraft

Aufgrund des Potentials einer Phosphatidsäure Supplementation für ein Muskelwachstum haben mehrere Gruppen seine muskelaufbauende Kapazität untersucht. Eine bahnbrechende Studie von Hoffman und Kollegen (5) untersuchte bei 16 Probanden mit signifikanter Trainingserfahrung mit Gewichten den Einfluss, von aus Soja gewonnener Phosphatidsäure auf Muskelwachstum und Kraft. Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt, von der eine 750 mg Phosphatidsäure pro Tag konsumierte, während die andere lediglich ein Placebo erhielt. Während des Experiments trainierten alle Probanden viermal wöchentlich mit Gewichten und verwendeten hierbei während der gesamten achtwöchigen Untersuchungsphase 70 Prozent ihres Maximalgewichts für eine Wiederholung (1RM) bei allen Übungen.

Am Ende der Studie wurden Kraft und Körperkomposition bei allen Probanden untersucht. Die Resultate zeigten, dass Probanden, die Phosphatidsäure verwendet hatten, eine Steigerung der Kraft bei Kniebeugen um 12,7 Prozent und eine Zunahme an Muskelmasse um 2,6 Prozent aufwiesen, während die Probanden, die ein Placebo eingenommen hatten, ihre Kraft bei Kniebeugen nur um 9,3 Prozent und ihre Muskelmasse nur um 0,1 Prozent erhöhen konnten. Die Resultate dieser Studie deuten stark darauf hin, dass eine Einnahme von Phosphatidsäure in Kombination mit einem Widerstandstraining Muskelmasse und Kraft steigerte.

 

Aus Soja gewonnene Phosphatidsäure treibt das Muskelwachstum voran

Während Phosphatidsäure bei der Anregung des von mTOR angetriebenen Muskelwachstums ganz klar eine entscheidende Rolle spielt, weisen unterschiedliche Phosphatidsäure Quellen, wie Soja oder Eier, geringfügig unterschiedliche chemische Zusammensetzungen auf, bei denen die Level ungesättigter oder gesättigter Fettsäureketten an der ersten und zweiten Kohlenstoffposition des Glyzerin Rückgrats variieren. Diese Variationen der chemischen Zusammensetzung von Phosphatidsäure könnten den Einfluss auf das Muskelwachstum beeinflussen. Man glaubt, dass Phosphatidsäuren mit einer gesättigten und einer ungesättigten Fettsäure, wie aus Soja gewonnene Phosphatidsäure, mit größerer Wahrscheinlichkeit zellulare Signalereignisse wie ein mTOR aktiviertes Muskelwachstum fördern, als dies bei Phosphatidsäuren der Fall ist, die wie aus Eiern gewonnene Phosphatidsäure zwei gesättigte Fettsäuren enthalten und die offensichtlich als Signalverbindung biochemisch weniger aktiv sind (6).

Um nach effizienteren muskelaufbauenden Formen von Phosphatidsäure zu suchen, untersuchte eine Studie von Joy und Kollegen (7) den unterschiedlichen Einfluss unterschiedlicher Arten von Phospholipiden inklusive aus Soja und Eiern gewonnener Phosphatidsäure auf Muskelwachstum und Kraft. Die Studie umfasste zwei voneinander unabhängige Experimente, von denen das erste Experiment die Fähigkeit von aus Soja und Eiern gewonnener Phosphatidsäure bezüglich der Aktivierung von mTOR in isolierten Muskelzellen im Reagenzglas (in vitro) untersuchte und das zweite Experiment die Muskelwachstumsraten bei Menschen maß, die 750 mg aus Soja gewonnener Phosphatidsäure täglich einnahmen, während sie ein achtwöchiges, periodisiertes Trainingsprogramm mit Gewichten absolvierten.

Beim ersten Experiment, das von Joy und Kollegen durchgeführt wurde, fanden die Wissenschaftler heraus, dass von allen untersuchten Phospholipiden aus Soja gewonnene Phosphatidsäure relativ zu den anderen Phospholipiden inklusive aus Eiern gewonnener Phosphatidsäure die stärkste Erhöhung der mTOR Aktivität hervorrief. Das zweite Experiment bestätigte die Resultate des ersten Experiments, da aus Soja gewonnene Phosphatidsäure auch eine deutliche Zunahme an Muskelmasse von 5 Pfund relativ zur Placebo Gruppe produzierte. Dieses Experiment zeigte außerdem bei der Gruppe, die Phosphatidsäure einnahm, eine statistisch signifikante Steigerung der Kraft beim Beinpressen um 115 Pfund, während die Mitglieder der Placebogruppe ihre Kraft nur um 50 Pfund steigern konnten.

Zusammengenommen zeigt diese Studie effektiv, das aus Soja gewonnene Phosphatidsäure mTOR stärker aktiviert und Muskelmasse und Maximalkraft steigert, wenn sie mit einem Widerstandstraining kombiniert wird. Diese Resultate unterstützen die Hypothese, dass eine ungesättigte Fettsäure, die sich in aus Soja gewonnener Phosphatidsäure wiederfindet, überlegene Zuwächse an Masse und Kraft fördert. Demzufolge scheint aus Soja gewonnene Phosphatidsäure im Vergleich zu aus Eiern gewonnener Phosphatidsäure die bessere Quelle für Phosphatidsäure zu sein, wenn es um eine Steigerung der Auswirkungen eines Widerstandstrainings auf Muskelmasse und Kraft geht.

 

Phosphatidsäure verhindert einen Muskelabbau

Die Fähigkeit von Phosphatidsäure, das Muskelwachstum anzuregen, könnte auch mit ihrer kürzlich entdeckten Kapazität, einen Muskelabbau zu hemmen, zusammenhängen, welche letztendlich zu einer Hypertrophie führt, da ein reduzierter Muskelproteinabbau dazu neigt, die Muskelproteinspiegel zu erhöhen, wodurch das Muskelwachstum gefördert wird.

Der erste Hinweis darauf, dass Phosphatidsäure einen Muskelproteinabbau hemmen könnte, kam von einer Studie, die zeigte, dass eine Erhöhung der Menge eines der Enzyme, das Phosphatidsäure im Körper synthetisiert – PDL1 – in isolierten Muskelzellen die Phosphatidsäure Spiegel erhöhte. Diese Erhöhung der Phosphatidsäure Spiegel reduzierte schnell die Expression einer Reihe von Genen, die einen Abbau von Muskelprotein fördern. (8) Diese Studie zeigte weiterhin, dass dieselben muskelabbauenden Gene auch dann abgeschaltet wurden, wenn die Muskelzellen direkt Phosphatidsäure ausgesetzt wurden.

Interessanterweise können einige der Gene, die am proteinabbauenden Pfadweg beteiligt sind und durch Phosphatidsäure abgeschaltet werden, durch das extrem wirkungsvolle muskelabbauende Molekül Myostatin aktiviert werden, was nahelegt, dass Phosphatidsäure einige der negativen Auswirkungen von Myostatin auf das Muskelwachstum verhindern könnte.

Auch wenn diese Resultate sehr faszinierend sind, bedarf es mit Sicherheit weiterer Untersuchungen, da die antikatabolen Wirkungen von Phosphatidsäure bisher nur in vitro an Muskelzellen gezeigt werden konnten. Somit müssen weitere Studien, die die Auswirkungen von Phosphatidsäure bei Menschen untersuchen, ausgeführt werden, um diese Ergebnisse vollständig zu bestätigen.

Zusammengefasst deuten all diese wissenschaftlichen Erkenntnisse darauf hin, dass Phosphatidsäure die Muskelmasse über eine Aktivierung des muskelaufbauenden Enzyms mTOR steigert, während sie potentiell den Muskelproteinabbau reduziert. Ein solcher voraussichtlich doppelter Einfluss wie der von Phosphatidsäure auf die Muskelproteinspiegel wirkt sich typischerweise sehr vorteilhaft auf das Muskelwachstum aus, da er nicht nur einen effektiven Weg zur Anregung der Proteinsynthese darstellt, sondern auch einen Weg liefert, den häufig unterschätzten katabolen Einfluss, den ein intensives Training mit Gewichten auf das Muskelgewebe besitzt, abzumildern.

Der positive Einfluss von Phosphatidsäure ist sogar noch ausgeprägter, wenn dieses Supplement optimal mit Trainingseinheiten mit Gewichten koordiniert verwendet wird. Das optimale Supplement Protokoll für Phosphatidsäure sollte mindestens 750 mg aus Soja gewonnener Phosphatidsäure direkt nach dem Training eingenommen umfassen, da Phosphatidsäure bereits 30 Minuten nach einer oralen Einnahme für den Körper verfügbar ist und für mindestens sieben Stunden verfügbar bleibt. Dieses Zeitfenster von sieben Stunden nach dem Training ist natürlich der Zeitraum, während dem sich die katabolen Wirkungen eines Trainings mit Gewichten in der Nähe ihres Maximums befinden und so schnell und stark wie möglich gehemmt werden sollten, um einen potentiellen Muskelabbau zu verhindern, was letztendlich zu überlegenen Zuwächsen an Muskelmasse und Kraft führen wird.

 

Referenzen:

  1. Wang X, Devaiah SP, et al. Signaling functions of phosphatidic acid. Prog Lipid Res 2006; 45, 250-278.
  2. Cleland PJ, Appleby GJ, et al. Exercise induced translocation of protein kinase C and production of diacylglycerol and phosphatidic acid in rat skeletal muscle in vivo. Relationship to changes in glucose transport. J Biol Chem 1989: 246, 17704-17711.
  3. O’Neil TK, duffy LR, et al. The role of phosphoinositide 3-kinase and phosphatidic acid in the regulation of mammalian target of rapamycin following eccentric contractions. J Physiol 2009; 587, 3691-3701
  4. Purpura M, Jager R, et al. Effect of oral administration of soy-derived phosphatidic acid on concentrations of phosphatidic acid and lyso-phosphatidic acid molecular species in human plasma. J Int Sports nutr 2013; 10, 22
  5. Hoffman JR, Stout JR, et al. Efficacy of phosphatidic acid ingestion on lean body mass, muscle thickness and strength gains in resistance-trained men. J Int Soc Sports Nutr 2012; 9, 47
  6. Foster DA. Regulation of mTOR by phosphatidic acid? Cancer Res 2007; 67, 1-4
  7. Joy JM, Gundermann DM, et al. Phosphatidic acid enhances mTOR signaling and resistance exercise induced hypertrophy. Nutr Metab (Lond) 2014; 11, 29
  8. Jaafar R, De Larichaudy J, et al. Phospholipase D regulates the size of skeletal muscle cells through the activation of mTOR signaling. Cell Commun Signal 2013; 11, 55

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Omega-3 Fettsäuren verbessern den Proteinstoffwechsel bei älteren Erwachsenen...
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Omega-3 Fettsäuren, die sich in Fischöl wiederfinden, gehören zu den beliebtesten Supplements unseres Planeten. Menschen verwenden diese, um einen frühzeitigen Tod zu verhindern, die Herz-Kreislauf Gesundheit zu verbessern und Krebs zu verhindern, doch nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen unterstützen diese Wirkungen.

Omega-3 Fettsäure Supplements schützen Menschen mit einer Vorgeschichte von Herz-Kreislauf Erkrankungen vor Herzinfarkten und plötzlichem Herztod. Sie könnten außerdem die mentale Gesundheit durch eine Verhinderung von Depressionen und Entzündungen im Gehirn fördern. Des Weiteren könnten Omega-3 Fettsäuren einen Muskelverlust im Alter verhindern.

Schottische Wissenschaftler verabreichten älteren Erwachsenen sechs Gramm Fischöl pro Tag oder ein Placebo (falsches Fischöl) über einen Zeitraum von neun Monaten. Omega-3 Fettsäuren förderten die Muskelproteinsynthese und halfen älteren Menschen dabei, ihre Muskelmasse aufrecht zu erhalten, doch sie besaßen keine Auswirkungen auf die Blutzuckerregulation.

(British Journal of Nutrition, online am 5 November 2015 veröffentlicht)

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Aktivieren Sie das braune Fett für einen schnelleren Gewichtsverlust...
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Der menschliche Körper enthält kleine Mengen eines kalorienverbrennenden Gewebes, das als braunes Fettgewebe bezeichnet wird und Nahrungsenergie in Wärme umwandelt. Weißes Fett tut das Gegenteil – es speichert Energie. Das braune Fettgewebe ist bei Tieren, die Winterschlaf halten, ein wichtiges Wärme generierendes Gewebe. Es fördert eine nicht mit Zittern in Verbindung stehende Thermogenese, die Wärme generiert und Tieren und Menschen dabei hilft, sich an die Kälte anzupassen. Braunes Fettgewebe macht bei Menschen, die in Ländern mit einem kalten Klima wie z.B. Nordfinnland leben, bis zu 10 Prozent der Gesamtfettmasse aus. Individuelle Unterschiede bezüglich der Menge an braunem Fett und der Aktivität spielen bei der menschlichen Fettsucht eine wichtige Rolle.

Braunes Fettgewebe wird durch das sympathische Nervensystem aktiviert, welches das „Kamp oder Flucht“ System des Körpers darstellt, das für den Umgang mit Stress und Notfällen zuständig ist. Eine gesteigerte Aktivierung des braunen Fettgewebes hilft Menschen dabei, mehr Kalorien zu verbrauchen und mehr Fett zu verbrennen. Schlüsselnährstoffe wie L-ArgininL-Citrullin und L-Glutamin können die Aktivität des braunen Fettgewebes steigern, was den Kalorienverbrauch erhöht und die Fettverbrennung fördert. Klassen von Medikamenten, von denen angenommen wird, dass sie den Stoffwechsel des braunen Fettgewebes verändern, umfassen die Thiazolidinedione (TZD) Klasse von Peroxisome Proliferator-activated Receptor Gamman Agonisten, und Fibroblast Growth Factor 21 (FGF21) Analoga. Diese Medikamente befinden sich jedoch noch in der Erforschung.

(Frontiers in Endocrinology, 6: Artikel 174, 2015)

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Whey: das „klassische“ Protein fördert einen Fettabbau im Bauchbereich.
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Der klassische Körper wird durch große Muskelbäuche, die durch schlanke Gelenke akzentuiert werden und – was am wichtigsten ist – eine schmale Taille, die praktisch frei von Bauchfett ist, charakterisiert. Der Routine Ansatz, um diesen klassischen Look zu erreichen, umfasst ein hardcore Training mit Gewichten, um Muskeln aufzubauen, in Kombination mit einer reduzierten Kalorienzufuhr, um Körperfett zu verbrennen. Kalorienarme Diäten können zermürbend sein, was insbesondere dann gilt, wenn die verzehrten Kalorien den Hunger nicht lindern und den Körper nach einem intensiven Training mit Gewichten nicht wieder ausreichend mit Nährstoffen auffüllen. Eine Reduzierung der Nahrungszufuhr neigt außerdem dazu, die Stoffwechselrate zu reduzieren, was primär auf einer Reduzierung der Muskelmasse beruht, die es scheinbar unmöglich macht, Muskeln aufzubauen, während man das Körperfett reduziert. Der Konsum der richtigen Nährstoffe wie z.B. Wheyprotein, welches über eine erstaunliche Kapazität verfügt, gleichzeitig den Hunger zu reduzieren, Fett zu verbrennen und selbst während einer Diät ein Muskelwachstum anzuregen, sollte jedoch den Prozess des Kreierens des Aussehens eines klassisch Körpers beschleunigen.

 

Eliminieren Sie Fett mit Wheyprotein

Der Konsum größerer Mengen von Protein fördert typischerweise einen Verlust von Körperfett. Es ist eine Tatsache, dass Diäten mit einer täglichen Proteinzufuhr von 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht den Gewichtsabbau (1, 2) und den Abbau von Körperfett (2, 3) steigern. Vom Verzehr bestimmter Typen von Protein wie Wheyprotein, die mit der verzweigtkettigen Aminosäure Leucin vollgepackt sind, konnte in der Tat gezeigt werden, dass er bezüglich einer Anregung des Fettabbaus sogar noch effektiver als der Verzehr von Proteinen mit einem geringeren Leucin Gehalt ist. Eine von Baer und Kollegen durchgeführte Studie, die dieses Resultat demonstrierte, zeigte, dass der Konsum von 56 Gramm Wheyprotein pro Tag für 23 Wochen im Vergleich zu einer anderen Gruppe dieser Studie, die eine äquivalenten Kalorienmenge in Form von Kohlenhydraten anstelle von Wheyprotein zu sich nahm, einen um 5 Pfund höheren Verlust an Fettmasse generierte. Die Gruppe, die das Wheyprotein konsumierte, verlor außerdem ganze 2,5 cm mehr an Hüftumfang als die Kohlenhydratgruppe, was darauf hindeutet, dass es sich bei einem großen Teil des abgebauten Fettes um Bauchfett handelte.

 

Verbrennen Sie mit Wheyprotein noch mehr Fett

Ein fettverbrennender Schlüsselmechanismus, der durch die Verwendung von Wheyprotein angeregt wird, ist die nahrungsinduzierte Thermogenese. Dieser Prozess umfasst die Energiekosten, die mit der Verstoffwechslung spezifischer Nährstoffe in Verbindung gebracht werden. Eine häufig verwendete Abschätzung für die thermische Wirkung der Nahrung liegt bei grob 10 Prozent der Kalorienzufuhr, auch wenn dieser Prozentsatz abhängig vom Typ der Makronährstoffe substantiell variieren kann, wobei eine Proteinzufuhr mit etwa 23 Prozent die meisten Kalorien verbrennt, während dieser Wert bei Kohlenhydraten nur bei 6 und bei Fetten nur bei 3 Prozent liegt (5, 6). Die überlegene thermogene Reaktion auf einen Proteinkonsum relativ zum Verzehr von Kohlenhydraten und Fett macht die Proteinzufuhr zur besten Wahl zur Anregung eines thermogenen Fettabbaus.

Zusätzlich zum Konsum von mehr Protein zur Anregung des thermogenen Energieverbrauchs kann auch eine Veränderung der Proteinquelle einen effektiven Weg darstellen, um einen zusätzlichen Fettabbau anzuregen, da bestimmte Typen von Protein die Thermogenese stärker anregen. In der Tat berichten aktuelle Studien, die die thermogenen Wirkungen isokalorischer proteinreicher Mahlzeiten verglichen, die entweder Wheyprotein, Casein oder Sojaprotein enthielten, davon, dass Wheyprotein eine sehr viel stärkere thermogene Reaktion hervorrief. Wheyprotein steigerte außerdem die Fettoxidation in größerem Umfang als Casein oder Sojaprotein (7), wodurch Wheyprotein klar zum Protein der Wahl wird, wenn es um einen Abbau von Körperfett geht.

 

Verlieren Sie mehr Fett und halten Sie dieses Fett durch eine Unterdrückung des Appetits mit Wheyprotein fern

Nahrungsproteine können durch eine Unterdrückung des Appetits einen entscheidenden Einfluss auf die Körperfettlevel besitzen. Der Appetit unterdrückende Einfluss des Proteinverzehrs kann basierend auf dem einzigartigen Einfluss, den unterschiedliche Typen von Protein nach dem Verzehr auf bestimmte Hormone besitzen, variieren. Es konnte z.B. vor Kurzem gezeigt werden, dass die Produktion des Glucagon-Like Peptide 1 (GLP-1) – ein Hormon des Verdauungstrakts, das den Hunger reduziert – in Reaktion auf den Verzehr von Wheyprotein deutlich anstieg, während andere Proteine wie Sojaprotein keinen Einfluss auf die GLP-1 Spiegel besaßen (8). Die gesteigerte Produktion von GLP-1 wird dadurch unterstützt, dass von einem Verzehr von Wheyprotein gezeigt werden konnte, dass er den Hunger effektiver als ein Verzehr von Sojaprotein reduzierte.

Die durch den Konsum von Wheyprotein gesteigerte GPL-1 Konzentration wird wahrscheinlich bis zu einem gewissen Grad dadurch verursacht, dass Wheyprotein das Enzym Dipeptidyl Peptinase-4 hemmt, welches normalerweise GLP-1 abbaut. Somit erhöht die Fähigkeit von Wheyprotein dieses Enzym zu hemmen letztendlich die GLP-1 Spiegel, wodurch die Hunger reduzierenden Wirkungen dieses Hormons verlängert werden (9). Zusätzlich hierzu ist Wheyprotein mit der Aminosäure Leucin überladen, welche die Fähigkeit besitzt, das Energie „messende“ Hormon AMPK im Gehirn vollständig zu deaktivieren. Diese Deaktivierung von AMPK im Gehirn reduziert direkt den Hunger, wodurch die Nahrungszufuhr weiter reduziert wird, was in einem stärkeren Fettabbau resultiert (10).

 

Aufrechterhaltung der Muskelmasse während einer Diät mit Wheyprotein

Zu diäten, um Körperfett und keine Muskelmasse zu verlieren, scheint fast unmöglich zu sein, was primär darauf beruht, dass der Körper dazu neigt, Muskelgewebe in Energie umzuwandeln, um das Kaloriendefizit auszugleichen, das durch die reduzierte Nahrungszufuhr zustande kommt. Der Konsum von qualitativ hochwertigem Wheyprotein kann diesen Proteinabbau insbesondere während einer Diät verhindern. Diese Wirkung beruht auf der Fähigkeit einer Proteinzufuhr das Enzym mTOR zu aktivieren, welches direkt die Level der Muskelproteinsynthese erhöht, während es einem Abbau von Muskelprotein entgegenwirkt.

Eine von Hector und Kollegen durchgeführte Studie zeigte in der Tat unmissverständlich, dass eine zweimal täglich Supplementation mit je 27 Gramm Wheyprotein während kalorienarmen Diäten die Muskelproteinsyntheserate effektiver als 27 Gramm Sojaprotein oder 25 Gramm des Kohlenhydrats Maltodextrin erhöhte. Dieses Resultat zeigt, dass eine Wheyprotein Zufuhr bezüglich der Erhaltung des Muskelproteins und somit auch der Muskelmasse während einer niedrigen Kalorienzufuhr effektiver ist. Die Autoren der Studie schlugen vor, dass der während dieser Untersuchung beobachtete überlegene Einfluss von Wheyprotein auf die Muskelproteinlevel mit größter Wahrscheinlichkeit durch den höheren Leucingehalt von Wheyprotein verursacht wurde, da Leucin den primären Antrieb der mTOR Aktivierung darstellt, welche die Muskelproteinsynthese erhöht und einen Muskelabbau verhindert, wodurch die fettfreie Körpermasse selbst während einer Diät aufrechterhalten wird.

 

Wheyprotein und Carnitin passen nicht zusammen

Carnitin wirkt, indem es Fettsäuren in die Mitochondrien transportiert, wo diese zum Zweck der Energieversorgung des Körpers verbrannt werden. Trotz der zentralen Rolle, die Carnitin bei der Fettsäureoxidation spielt, konnte gezeigt werden, dass eine Supplementierung mit Carnitin keinen Einfluss auf die Fettverbrennung oder den Fettabbau besitzt, wenn es für sich alleine konsumiert wird (12). Eine aktuelle Untersuchung von Wall und Kollegen (13) demonstrierte jedoch einen Weg, die Muskelcarnitinspiegel zu erhöhen, welche tatsächlich die Fettsäureoxidation und den Fettabbau steigern. Im Rahmen dieser Studie gaben die Wissenschaftler den Probanden Carnitin, während gleichzeitig Insulin und Glukose verabreicht wurden. Diese Behandlung generierte eine signifikante Erhöhung der Carnitinspiegel, welche die Fettsäureoxidation während eines hochintensiven, submaximalen Trainings anregte. Diese Resultate legen nahe, dass die zellulare Aufnahme von Carnitin erhöht wird, wenn dieses zusammen mit einer glukosereichen Mahlzeit eingenommen wird, welche die Insulinausschüttung anregt und Carnitin in die Muskelzellen transportiert.

Da die Erhöhung des Carnitingehalts der Muskeln eine verlockende Intervention für Diabetes vom Typ 2 und Fettleibigkeit repräsentiert, untersuchte eine andere Studie von Shannon und Kollegen, ob Wheyprotein in Kombination mit einer Kohlenhydratzufuhr den Gesamtbedarf an Kohlenhydraten zur Anregung einer Insulin vermittelten Carnitin Aufnahme ins Muskelgewebe reduzieren könnte, da Wheyprotein reich an Leucin ist, welches die Insulinausschüttung wirkungsvoll anregt. Darüber hinaus macht die Fähigkeit von Wheyprotein einen Fettabbau zu fördern und die fettfreie Körpermasse zu erhöhen, Wheyprotein für diese Aufgabe zu einer besseren Wahl als Kohlenhydrate, was insbesondere für Menschen mit Diabetes vom Typ 2 und fettleibige Menschen gilt. Trotz dieser Voraussetzungen zeigten die Resultate dieser Studie überraschenderweise, dass der Verzehr von Wheyprotein mit einer niedrigeren Menge an Kohlenhydraten die Carnitin Aufnahme vollständig verhinderte, anstatt sie zu erhöhen – und dies trotz einer Erhöhung der Insulinspiegel, die mit der Erhöhung der Insulinspiegel bei der Gruppe vergleichbar war, die nur Kohlenhydrate konsumiert hatte. Die Schlussfolgerung dieser Untersuchung ist, dass die kombinierte Verwendung von Protein und Kohlenhydraten zur Erhöhung der Carnitinspiegel zum Zweck des Fettabbaus wahrscheinlich ineffizient ist und deshalb nicht empfohlen werden kann.

 

Referenzen

  1. Piatti PM, Monti F, et al. Hypocaloric high-protein diet improve glucose oxidation and spares lean body mass: comparison to hypocaloric high-carbohydrate diet. Metabolism 1995; 43, 1481 - 1487
  2. Skov AR, Toubro S, et al. Randomized trial in protein vs carbohydrate in ad libitum fat reduced diet for treatment of obesity. Int J Obes Relat Metab Disord 1999; 23, 528 - 536
  3. Parker B, Noakes M, et al. Effect of a high-protein, high-mononunsaturated fat weight loss diet on glycemic control and lipid levels in type 2 diabetes. Diabetes Care 2002; 25, 425 – 430
  4. Baer DJ, Stote KS, et al. Whey protein but not soy protein supplementation alters body weight and composition in free-living overweight and obese adults. J Nutr 2011; 141, 1489 – 1494
  5. Tappy L, Jequier E and Acheson K. Thermic effect of infused amino acids in healthy humans and in subjects with insulin resistance. Am J Clin Nutr 1993; 57, 912 – 916
  6. Acheson KJ, Ravussin E, et al. Thermic effect of glucose in man. Obligatory and facultative thermogenesis. J Clin Invest 1984; 74, 1572 – 1580
  7. Acheson KJ, Blondel-Lubrano A, et al. Protein choices targeting thermogenesis and metabolism. Am J Clin Nutr 2011; 93, 525 – 534
  8. Veldhorst MA, Nieuwenhuizen AG, et al. Dose dependant satiating effect of whey relative to casein or soy. Physiol Behav 2009; 96, 675 – 682
  9. Gunnarsson PT, Winzell MS, et al. Glucose-induced incretin hormone release and inactivation are differently modulated by oral fat and Protein in mice. Endocrinology 2006; 147, 3173 – 3180
  10. Saha AK, Xu XJ, et al. Downregulation of AMPK accompanies leucine- and glucose-induced increases in protein synthesis and insulin resistance in rat skeletal muscle. Diabetes 2010; 59, 2426 – 2434
  11. Hector AJ, Marcotte GR, et al. Whey protein supplementation preserves postprandial myofibrillar protein synthesis during short-term energy restriction in overweight and obese adults. J Nutr 2015; 145, 246 -252
  12. Villani RG, gannon J, et al. L-Carnitin supplementation combined with aerobic training does not promote weight loss in moderately obese women. Int J Sport Nutr Exerc Metab 2000; 10, 100 – 207
  13. Wall BT, Stephens FB, et al. Chronic oral ingestion of L-carnitine and carbohydrate increases muscle carnitine content and alters muscle fuel metabolism during exercise in humans. J Physiol 2011; 589, 963 – 973
  14. Shannon CE, Nixon AV, et al. Protein ingestion acutely inhibits insulin-stimulated muscle carnitine uptake in healthy young men. Am J Clin Nutr 2016; 103, 276 – 282
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Eine proteinreiche Ernährung und ein Training mit Gewichten verbessern die Körperkomposition
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Das U.S. Department of Agriculture empfiehlt eine tägliche Proteinzufuhr von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Aktive Menschen könnten von bis zu 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht profitieren.

Jose Antonio und Kollegen von der Nova Southeastern University in Florida fanden heraus, dass eine hohe Proteinzufuhr (3,4 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag) in Kombination mit einem periodisierten Trainingsprogramm mit Gewichten über einen Zeitraum von 8 Wochen in einer größeren Reduzierung des Körpergewichts, des Körperfettanteils und der Fettmasse als 2,3 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht resultierte. Es gab keine Unterschiede bezüglich der fettfreien Masse.

Frühere Studien haben gezeigt, dass eine sehr hohe Proteinzufuhr ohne ein Training mit Gewichten die Körperkomposition nicht veränderte. Die Wissenschaftler kamen zur Schlussfolgerung, dass intensiv trainierende Sportler von einer Proteinzufuhr profitieren würden, die höher als zwei Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag ausfällt.

(Journal International Society Sports Nutrition, 13: 3, 2016)

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