Ernährung

Ein Glutamin Ratgeber
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Einige bezeichnen es als Basissupplement, das in keinem Bodybuilding Supplementplan fehlen darf, wogegen andere sagen, dass es seinem Hype nicht gerecht wird. Im Rahmen dieses Artikels soll deshalb etwas genauer betrachtet werden, welche Vorzüge Glutamin für den Anwender tatsächlich haben kann.

In der Nahrung kommt Glutamin in praktisch allen tierischen Produkten vor und macht durchschnittlich über 5 % der Aminosäuren aus, die in tierischen Proteinquellen wie Fleisch, Milchprodukten und Eiern enthalten sind.

Glutamin ist die im Körper am häufigsten vorkommende Aminosäure, die nicht nur im Muskelgewebe, sondern praktisch überall im Körper zu finden ist und eine Unzahl wichtiger Rollen bei allen möglichen Prozessen im Körper spielt. Glutamin ist so etwas wie der „Hans Dampf in allen Gassen“ unter den Aminosäuren.

Intuitiv würde man wahrscheinlich denken, dass eine Aminosäure, die so wichtig ist, eine essentielle Aminosäure sein muss. Dem ist jedoch nicht so, da der Begriff essentielle Aminosäure ausschließlich Aminosäuren bezeichnet, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Der Körper kann Glutamin jedoch bei Bedarf synthetisieren, weshalb Glutamin rein technisch gesehen nur eine bedingt essentielle Aminosäure ist. Bedingt essentiell bedeutet, dass der Körper unter normalen Umständen genug Glutamin produzieren kann, um seinen Bedarf zu decken. Es gibt jedoch Situationen, in denen der Glutaminbedarf so hoch ist, dass die Glutamin Eigenproduktion des Körpers nicht ausreicht, um diesen Bedarf zu decken. In solchen Situationen muss zusätzliches Glutamin über die Nahrung zugeführt werden.

Als Supplement hat Glutamin sehr viele Anhänger. Es gibt jedoch auch zahlreiche Skeptiker, die sagen, dass eine Glutamin Supplementation nutzlos ist, wenn man nicht gerade ein Brandopfer ist, das sich von seinen Verbrennungen erholt. Im Folgenden werden wir einige Eigenschaften von Glutamin Reihe und wissenschaftliche Untersuchungen betrachten, um dem Leser die Entscheidung zu erleichtern, ob er nun Glutamin supplementieren sollte, oder nicht.

 

Welche Aufgaben besitzt Glutamin im Körper?

Glutamin wird im Körper gebildet, wenn die nichtessentielle Aminosäure Glutaminsäure abgebaut wird und sich mit stickstoffhaltigen Ammoniak Molekülen verbindet. Man kann sich Glutamin als eine Art Stickstoffschwamm vorstellen, der Ammoniak aufsaugt und Stickstoff zwischen unterschiedlichen Gewebetypen hin und her transportiert, wo dieser für das Zellwachstum, die Gewebereparatur und viele andere Funktionen verwendet werden kann. Man hat berechnet, dass zwischen 30 und 50% allen Stickstoffes, der durch einen Abbau von Protein entsteht, in Form von Glutamin transportiert wird. Zusätzlich hierzu kann Glutamin auch wieder zu Glutaminsäure abgebaut werden, wodurch Glutamin im Körper zu einer entscheidenden Quelle für Ammoniak und Stickstoff wird.

Etwa 70% des im Körper vorhandenen Glutamins wird in der Skelettmuskulatur produziert, von wo aus es in den Dünndarm, die Nieren und die weißen Blutkörperchen gelangt. Dies sind die dominanten Orte, an denen Glutamin verwendet wird.

Die internen Siegel dieser Aminosäure variieren abhängig von unterschiedlichen Faktoren. Schwangerschaft und Stillzeit entleeren die Glutaminspeicher genauso wie erschöpfendes Training, Krankheiten, Hungern oder Fasten, rapides Wachstum und rapide Entwicklung, sowie Zustände extremer physiologischer Belastungen. Dies sind einige Umstände, bei denen eine Erhöhung der Glutaminzufuhr oder die Verwendung eines Glutamin Supplements angemessen wäre.

Glutamin ist außerdem wie keine andere Aminosäure an der Regulierung der Proteinsynthese und des Proteinabbaus beteiligt. Doch da ist noch mehr. Glutamin beeinflusst den BCAA Stoffwechsel, die Aufrechterhaltung der Darmwandbarriere, die normale Immunfunktion, die Glukosebildung, den Wassertransport, die Nervenreizweiterleitung und vieles mehr in signifikantem Umfang.

Die Nieren sind die primären Verbraucher von Glutamin. In den Nieren wird das Ammoniak vom Glutamin abgespaltet, um das Säure-Basen Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Überall im Körper, wo man Ammoniak findet, wird man auch Glutamin finden. Wenn die stoffwechseltechnische Azidose (Übersäuerung) zunimmt, wie dies z.B. in Reaktion auf ein intensives Training oder eine proteinreiche Ernährung geschieht, steigt die Aufnahme von Glutamin durch die Nieren stark an. Eine Studie konnte z.B. zeigen, dass nur vier Tagen einer protein- und fettreichen Ernährung ausreichten, um eine Reduzierung der Glutaminspiegel im Plasma und den Muskeln um 25% zu verursachen.

Wenn der Verbrauch durch all diese konkurrierenden Glutamin Verwendungen damit beginnt, die Fähigkeit des Körpers Glutamin zu produzieren zu überschreiten, dann können Symptome es Glutaminmangels sichtbar werden, die unter anderem Muskelabbau, mangelnde Energie und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen umfassen.

 

Welche Anwendungsbereiche gibt es für Glutamin im Bereich des Sports?

Trotz der vielen unterschiedlichen Funktionen von Glutamin gibt es nur wenige Hinweise darauf, dass die Verwendung von Glutamin bei normalen, gesunden Menschen direkt in einer Steigerung der Muskelmasse, einer Reduzierung des Körperfetts oder in Kraftzuwächsen resultiert. Wenn man jedoch berücksichtigt, wie stark ein intensives Training den menschlichen Körper belastet, können Sportler bestimmte Vorzüge aus einer Supplementation mit signifikanten Mengen an Glutamin oder der Kombination von Glutamin mit anderen Supplements ziehen.

Eine Studie fand heraus, dass supplementiertes Glutamin bei Sportlern, die unter einer leichten Dehydration litten, die Trainingsleistung verbesserte und die Flüssigkeits- und Elektrolytaufnahme steigerte, wenn es mit Glukose und einem Elektrolytgetränk kombiniert wurde. Es konnte weiterhin gezeigt werden, dass eine Glutamin Supplementation die Wachstumshormonspiegel in Reaktion auf ein Radtraining, das bis zur Erschöpfung durchgeführt wurde, erhöhen kann.

Von den extrazellularen Glutaminkonzentrationen konnte gezeigt werden, dass sie den mTOR Signalpfadweg aktivieren, der für ein Muskelwachstum über eine Anregung der Proteinsynthese verantwortlich ist. In diesem Zusammenhang war es jedoch – wie so häufig – notwendig, dass neben der Glutamin Supplementation noch weitere Faktoren erfüllt waren. Der mTOR Signalpfadweg scheint zusätzlich die Gegenwart von BCAAs – und insbesondere von Leucin – sowie ein Mindestmaß an zellularer Hydration zu benötigen.

In Rahmen einer anderen Untersuchung konnten bei Leichtathleten, die über einen Zeitraum von 8 Wochen 4 Gramm Glutamin pro Tag in Verbindung mit einer Kreatin Ladephase und Erhaltungsdosis zu sich nahmen, größere Zuwächse an fettfreier Körpermasse als bei Sportlern, die nur Kreatin verwendeten, beobachtet werden. Dies klingt signifikant, doch es ist schwer nach nur acht Wochen und einer so niedrigen Dosierung eindeutige Schlussfolgerungen zu ziehen. Interessant wäre die Antwort auf die Frage, ob eine höhere Glutamin Dosierung und/oder eine längere Studiendauer in signifikant besseren Ergebnissen resultiert hätte.

 

Welche Unterschiedlichen Glutaminformen gibt es und mit was sollte man Glutamin kombinieren?

Einer der wichtigsten Faktoren, den man bei der Wahl eines Glutamin Produkts berücksichtigen sollte, ist das Zuliefersystem. Wenn man ein Pulver, Kapseln oder Tabletten kauft, dann stellt freies L-Glutamin die beste Wahl dar. Da Kreatin in Flüssigkeit gelöst instabil ist, sollte man Getränke und auch Riegel meiden, die Glutamin enthalten sollen.

Wenn man fertige Getränke oder Riegel bevorzugt, dann sollte man nach Produkten Ausschau halten, die peptidgebundenes Glutamin wie L-Alanyl-L-Glutamin, Glycyl-L-Glutamin Hydrat oder ein anderes Glutaminpeptid enthalten, welches deutlich stabiler als freies Glutamin sind. Man sollte bei der Dosierung dieser Produkte jedoch bedenken, dass die Menge an reinem Glutamin bei solchen Peptidformen typischerweise nur bei 65 bis 70% liegt. Mit anderen Worten ausgedrückt enthalten 10 Gramm Glutaminpeptide nur 6,5 bis 7 Gramm Glutamin.

Produkte, die n-Acetyl-L-Glutamin oder Alpha-Ketoisocaproyl-Glutamin (alias aKIC-Glutamin) enthalten, sollte man besser meiden. Auch wenn diese beiden Glutaminformen stabil zu sein scheinen, gibt es Hinweise darauf, dass sie schlechte Glutamin Zulieferformen sind.

Unabhängig von der Glutaminform werden bis zu 90% des oral zugeführten Glutamins während des so genannten First Pass durch die Leber, durch die Zellen des Verdauungstraktes oder die Immunzellen im Verdauungssystem eliminiert. Somit wird nur ein Bruchteil des konsumierten Glutamins letztendlich im Blutkreislauf ankommen.

Nach der Wahl einer Glutaminform ist es an der Zeit sich Gedanken darüber zu machen, mit was man Glutamin kombinieren kann, um seine Wirkung zu verbessern und/oder Synergien zu nutzen. Am wichtigsten ist die Zufuhr ausreichender Mengen an Natrium und Elektrolyten, da der Glutamintransport unter Verwendung eines Natrium abhängigen Mechanismus von statten geht. Es konnte gezeigt werden, dass Glutamin das Zellvolumen, die Elektrolytaufnahme und die Hydration signifikant steigern kann. Dies kann sowohl für Ausdauersportler als auch für Kraftsportler von Vorteil sein. Insbesondere für Kraftsportler ist eine Erhöhung des Zellvolumens interessant, da ein größeres Zellvolumen einer der Aspekte ist, der die Muskelhypertrophie fördert. Darüber hinaus kann eine Reduzierung des Zellvolumens den mTOR Signalpfadweg hemmen, welcher für die Anregung der Proteinsynthese und den Muskelaufbau essentiell ist.

Weitere Wirkstoffe bzw. Supplements, die mit Glutamin kombiniert werden können, umfassen unter anderem Folgende:

  • BCAAs: Es gibt gleich zwei Gründe dafür, dass die Kombination von Glutamin mit verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs) größere Zuwächse an Muskelmasse und eine größere Steigerung der Leistungsfähigkeit fördern kann. Der erste ist die Ammoniakkonzentration, die von Glutamin beeinflusst werden kann, wodurch Glutamin eine direkte Auswirkung auf den BCAA Stoffwechsel besitzt. Der zweite Grund ist, dass für die Aktivierung des mTOR Signalpfadweges durch extrazellulares Glutamin als erstes die Aufnahme von BCAAs und primär von Leucin notwendig ist.
  • Citrullin: Glutamin agiert als Vorläuferstoff für Arginin und die Stickstoffoxydsynthese, indem es Citrullin zwischen den einzelnen Gewebetypen hin und her transportiert. Die Verwendung von Glutamin in Kombination mit Citrullin könnte die Fähigkeit von Citrullin steigern, die Produktion von Stickstoffoxyd anzuregen, was zu einer besseren Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr zu den Muskeln führen kann. Eine bessere Versorgung der Muskeln mit Nährstoffen und Sauerstoff kann eine bessere Regeneration und ein schnelleres Muskelwachstum bedeuten.
  • Alpha Ketoglutarat: Genau wie Glutamin dient auch Alpha Ketoglutarat (AKG) als Vorläuferstoff für Glutaminsäure und es konnte gezeigt werden, dass AKG den Glutaminabbau dosisabhängig reduziert und gleichzeitig die Aktivität des mTOR Signalpfadweges sowie die Aktivität von Glutathion erhöht. Dies bedeutet, dass die Kombination von Glutamin und AKG das Potential für das Muskelwachstum und die Produktion des stärksten körpereigenen Antioxidans – Glutathion – steigern kann.
  • Glukose: Wenn es dem Körper an Glukose fehlt, dann reduziert dies die Glutaminaufnahme und beeinträchtigt das Zellwachstum.
  • N-Acetylglukosamin: Wenn man eine kohlenhydratarme Ernährung befolgt, dann scheint das Glykoprotein N-Acetylglukosamin dazu in der Lage zu sein, die durch einen Glukosemangel beeinträchtigte Glutaminaufnahme und den Glutaminstoffwechsel wiederherzustellen und hierdurch potentiell die Regeneration und die Zellfunktion zu verbessern.

 

Wie sollte man Glutamin einnehmen und besitzt Glutamin irgendwelche Nebenwirkungen?

Um eine signifikante Erhöhung der Glutamin Plasmakonzentration erreichen zu können, muss die tägliche Glutaminzufuhr relativ hoch ausfallen und sollte bei mindestens 20 bis 30 Gramm Glutamin pro Tag liegen.

Als Vergleich sollte erwähnt werden, dass schwer kranke Patienten für gewöhnlich eine konstante intravenöse Infusion von 20 bis 30 Gramm Glutamin pro Tag bekommen, wobei die Bioverfügbarkeit von Glutamin in Form einer Infusion bei 100% liegt. Im Vergleich hierzu liegt die Bioverfügbarkeit von oral zugeführtem Glutamin gerade einmal bei 30%. Um die Menge an Glutamin zu bekommen, die schwer kranke Patienten erhalten, müsste man also etwa 70 bis 100 Gramm Glutamin pro Tag oral zuführen.

Die empfohlene Menge von 20 bis 30 Gramm Glutamin pro Tag sollte auf mehrere gleichmäßig über den Tag verteilte Gaben aufgeteilt werden, die vorzugsweise mit Mahlzeiten oder Snacks konsumiert werden sollten, die Kohlenhydrate enthalten, um die Glutaminaufnahme und Verwendung zu unterstützen.

An Trainingstagen sollte man Glutamin vor oder während dem Training und nach dem Training zu sich nehmen, um Hydration, Elektrolyttransport, BCAA Stoffwechsel und Regeneration zu unterstützen. Man kann hierbei entweder jeweils 10 Gramm Glutamin vor, während und nach dem Training zu sich nehmen oder diese Dosierungen auf jeweils 5 Gramm Glutamin reduzieren und die restlichen 15 Gramm Glutamin über den Tag verteilt während der Stunden vor und nach dem Training einnehmen.

An trainingsfreien Tagen sollte man in regelmäßigen Abständen 5 Gramm Glutamin alle 2 bis 3 Stunden zu sich nehmen, um eine erhöhte Glutamin Plasmakonzentration aufrecht zu erhalten.

Eine zyklische Einnahme mit einnahmefreien Phasen ist bei Glutamin nicht notwendig. Es gibt vielmehr Hinweise, die die Notwendigkeit einer Glutamin Daueranwendung während Phasen starker körperlicher Anstrengungen unterstützen.

Was potentielle Nebenwirkungen von Glutamin angeht, gibt es eine Vielzahl von Untersuchungen, die bei Glutamin Dosierungen von bis zu 30 Gramm pro Tag keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen zeigten. Eine aktuelle Toxizitätsstudie über eine Dauer von 13 Wochen kann zu dem Ergebnis, dass selbst bei der höchsten verwendeten Glutaminmenge bei männlichen und weiblichen Ratten keine Nebenwirkungen beobachtet werden konnten. Auf den Menschen umgerechnet entsprechen die bei dieser Studie verwendeten Glutamindosierungen 0,6776 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, was bei einem 80 Kilogramm schweren Sportler 54 Gramm Glutamin pro Tag entsprechen würde.

 

Zusammenfassung

Glutamin spielt bei einer Vielzahl von Prozessen und Körperfunktionen, die einen dramatischen Einfluss auf die Fähigkeit besitzen, eine allgemeine gute Gesundheit aufrecht zu erhalten und die individuellen Fitnessziele zu erreichen, eine Schlüsselrolle. Wenn man sich jedoch ausschließlich auf Glutamin verlässt oder nicht genug Glutamin verwendet, dann kann es gut sein, dass man enttäuscht wird.

Wie bei allen Supplements muss man auch bei Glutamin seinen Kopf verwenden, um die Wirkungen zu maximieren. Wenn man nicht hart trainiert, dann wird der Körper seinen Glutaminbedarf wahrscheinlich ohne Unterstützung durch Supplements decken können. Wenn man jedoch zu den Trainierenden gehört, die regelmäßig bis an ihre Grenzen gehen, dann kann der richtige Einsatz von Glutamin dabei helfen, die Leistungen auf ein hohes Niveau zu bringen und dort zu halten.

Quelle: http://www.bodybuilding.com/fun/all-about-glutamine-your-expert-guide.html

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Welche Vorzüge hat Protein?
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Welche Vorzüge hat Protein?

Beim Wort Protein denken Bodybuilder fast automatisch an ein Muskelwachstum. Doch Protein besitzt neben den allseits bekannten positiven Auswirkungen auf das Muskelwachstum noch eine ganze Reihe weiterer Vorzüge. Dieser Artikel wird einen Blick auf die wichtigsten Vorzüge werfen, die Protein für Bodybuilder und andere Sportler besitzen kann.

http://www.bodybuilding.com/fun/protein2.htm#1

Protein ist für den Muskelaufbau essentiell

Protein ist der einzige Nährstoff, der direkt für den Muskelaufbau verantwortlich ist. Protein besteht aus Aminosäuren, die in Protein in Form von Aminosäureketten vorliegen. Da Protein dem Körper die Aminosäuren liefert, die für den Aufbau körpereigenen Proteins benötigt werden, ist Protein für das Muskelwachstum und die Regeneration essentiell. Wenn man Muskeln aufbauen möchte, dann muss man die richtige Menge an qualitativ hochwertigem Protein zu den richtigen Zeiten zu sich nehmen.

 

Protein hält einen eines anabolen Zustand aufrecht

Durch das regelmäßige Training steigt der Proteinbedarf von Bodybuilder und anderen Sportler im Vergleich zum Durchschnittsbürger signifikant an. Der Verzehr proteinreicher Mahlzeiten, die ausreichende Mengen an qualitativ hochwertigem Protein liefern, kann ein anaboler Zustand des Körpers aufrecht erhalten, wodurch das Muskelwachstum gefördert und beschleunigt wird.

 

Protein erhöht die Wachstumshormonspiegel und die IGF-1 (Insulin-like Growth Factor-I) Spiegel

Das körpereigene Wachstumshormon ist ein Proteinhormon, das aus 190 Aminosäuren besteht und bei der Kontrolle unterschiedlicher komplexer physiologischer Prozesse, zu denen auch Muskelwachstum und Stoffwechsel gehören, eine wichtige Rolle spielt.

Wachstumshormone erhöhen die Kalziumeinlagerung, stärken und mineralisieren die Knochen, erhöhen die Muskelmasse und steigern die Proteinsyntheserate, was in einer positiven Stickstoffbilanz resultiert. Eine der wichtigsten Rollen von Wachstumshormonen besteht darin, die Leber und andere Gewebe des Körpers dazu anzuregen, IGF-1 auszuschütten. IGF-1 ist das primäre Protein, das an der Reaktion der Zellen auf Wachstumshormone beteiligt ist. Da IGF-1 beim Muskelwachstum durch eine Anregung der Aminosäureaufnahme und der Proteinsynthese eine Schlüsselrolle spielt, ist dieses Hormon für Bodybuilder von entscheidender Bedeutung.

Zusätzlich hierzu erhöhen Wachstumshormone die Verwendung von Fett zum Zweck der Energieversorgung des Körpers, indem sie den Abbau von Triglyzeriden und die Verbrennung der hierbei entstehenden Fettsäuren anregen, was in einer Reduzierung des Körperfetts resultiert.

Faktoren, die die körpereigene Wachstumshormonausschüttung hemmen, umfassen unter anderem über die Nahrung zugeführte Kohlenhydrate, während Schlaf, Training, ein niedriger Blutzuckerspiegel und über die Nahrung zugeführtes Protein die körpereigene Wachstumshormonausschüttung anregen. Mit anderen Worten ausgedrückt kann also eine Erhöhung der Proteinzufuhr auch die Wachstumshormonausschüttung erhöhen.

Zusätzlich hierzu kann ein erhöhter Proteinkonsum oder das Ersetzen von Kohlenhydraten durch Protein dabei helfen, die Insulinspiegel unter Kontrolle zu halten. Niedrige Insulinspiegel bedeuten ein der Wachstumshormonausschüttung förderliches Umfeld. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass der Konsum von Protein die IGF-1 Reaktion auf Training und Essen erhöhen kann

Die thermische Wirkung von Protein

Protein weist von allen Nährstoffen die höchste thermische Wirkung auf. Dies bedeutet in der Praxis, dass proteinreiche Nahrungsmittel die Stoffwechselrate um bis zu 30% erhöhen können, da der Körper härter als bei Fetten und Kohlenhydraten arbeiten muss, um Protein zu verdauen und zu verwenden.

50 Gramm Protein liefern dem Körper rein rechnerisch etwa 200 kcal, doch aufgrund der thermischen Wirkung von Protein verbraucht der Körper bei der Verdauung dieser Menge an Protein etwa 60 kcal, so dass nach der Verdauung von den ursprünglich zugeführten 200 kcal nur noch 140 kcal übrig bleiben.

Es gibt eine ganze Reihe von Studien, die dies unterstützen. Eine dieser Studien betrachtete den Proteinumsatz und die Thermogenese in Reaktion auf eine proteinreiche und eine kohlenhydratreiche Ernährung bei Männern. Bei dieser Studie bekamen 7 Männer isokalorische Mahlzeiten – also Mahlzeiten mit derselben Kalorienmenge -, die entweder einen hohen Proteingehalt oder einen hohen Kohlenhydratanteil aufwiesen.

Die Reaktion auf diese Nahrungszufuhr wurde mit der Reaktion auf eine kurze Fastenphase verglichen. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die thermische Reaktion über 9 Stunden nach wiederholten proteinreichen Mahlzeiten signifikant höher als bei den kohlenhydratreichen Mahlzeiten ausfiel. Auch die Rate des Ganzkörperstickstoffumsatzes stieg über diese 9 Stunden insbesondere bei der Proteingruppe signifikant.

Diese und ähnliche Studien unterstützen die Tatsache, dass die thermische Wirkung von Protein einer der primären Gründe dafür ist, dass eine proteinreiche Diät effektiver für den Fettabbau als eine kohlenhydratreiche oder eine fettreiche Diät ist. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass diese Wirkung nur mit Protein aus vollwertigen Nahrungsmitteln und nicht mit vorverdauten Proteinsupplements erreicht werden kann

Protein steigert die Fettmobilisierung

Ein Proteinkonsum erhöht die Plasmakonzentration des Hormons Glukagon, welches im Fettgewebe die entgegengesetzte Wirkung von Insulin besitzt.

Erhöhte Glukagonspiegel führen zu einer stärkeren Fettmobilisierung, während sie gleichzeitig die Menge und die Aktivität von Enzymen reduzieren, die für die Bildung und Speicherung von Fett in den Fettzellen und den Leberzellen verantwortlich sind. Studien haben gezeigt, dass es durch eine Senkung der Spiegel dieser die Fetteinlagerung fördernden Enzyme während Aktivitäten zu einem größeren Fettabbau und beim Verzehr überschüssiger Kalorien zu einer geringeren Fettspeicherung kommt.

 

Proteine fördern die Sättigung

Ein weiterer interessanter Aspekt einer Erhöhung des Proteinkonsums besteht in einer besseren Sättigung. Menschen, die eine proteinreiche Ernährung befolgen, fühlen sich bei gleicher Kalorienmenge satter. Proteinreiche Nahrungsmittel verlangsamen den Transport von Nahrung aus dem Magen in den Darm. Eine langsamere Magenentleerung bedeutet, dass man sich länger satt fühlt und später hungrig wird. Eine Verlangsamung der Kohlenhydratverdauung reduziert außerdem die Insulinausschüttung, wodurch ein für die Wachstumshormonausschüttung vorteilhafteres Umfeld geschaffen wird.

 

Protein senkt die Insulinspiegel im Blut

Der Verzehr von Protein in Verbindung mit Kohlenhydraten reduziert die Insulinreaktion. Dies ist für die Kontrolle der Energiespiegel extrem wichtig und spielt auch beim Versuch einen schlankeren Körper zu erreichen, eine wichtige Rolle. Höhere Insulinkonzentrationen im Blutkreislauf aktivieren Fett speichernde Enzyme und fördern den Transport von Triglyzeriden im Blutkreislauf zum Zweck der Speicherung in die Fettzellen und hemmen Enzyme, die den Abbau von gespeichertem Fett fördern.

Eine Kontrolle der Insulinreaktion ist auch deshalb wichtig, da sie das Risiko für eine Insulinresistenz – eine Krankheit, bei der Patienten gegenüber Insulin unempfindlich werden – senkt. Studien haben gezeigt, dass hohe Blutzuckerspiegel und hohe Insulinspiegel mit einer Vielzahl von Krankheiten wie Diabetes, hohen Cholesterinspiegeln, hohem Blutdruck, Herzerkrankungen und Krebs in Verbindung stehen.

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Die zeitbeschränkte Diät Plus
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Die zeitbeschränkte Diät Plus

Von TC Luoma | 01/01/16

Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/time-restricted-plus-diet

Hier ist das, was Sie wissen müssen...

  1. Trainierende springen häufig zwischen Masseaufbau und Diät hin und her. Als Resultat hiervon verbringen sie die meiste Zeit ihres Lebens irgendwo zwischen definiert und bullig.
  2. Die Antwort liegt darin, eine extrem einfache Ernährungsstrategie zu übernehmen, die es Ihnen ermöglicht, zur selben Zeit definierter zu werden und Muskeln aufzubauen.
  3. Wissenschaftler haben vor kurzem eine erhellende Studie veröffentlicht, die die Vorzüge einer Restriktion der Nahrungszufuhr auf Phasen von 9 bis 12 Stunden pro Tag hervorhebt.
  4. Auch wenn diese Strategie bei Mäusen gut funktioniert hat und sehr wahrscheinlich auch bei normalen Menschen gut funktionieren wird, benötigt sie ein oder zwei Modifikationen, bevor sie von Kraftsportlern übernommen werden kann.
  5. Kraftsportler sind gut damit beraten einen modifizierten Ansatz zu verwenden, bei dem sie ihre Nahrungszufuhr auf eine 9 bis 12 Stunden Phase beschränken, aber die Phasen „ohne Nahrungszufuhr“ mit spezifischen Proteinen aufpeppen, um eine anhaltende Muskelproteinsynthese sicherzustellen.

 

Sollte ich Masse aufbauen oder diäten?

So ziemlich jeder, dem seine Körperentwicklung wichtig ist, hat ständig mit einem Dilemma zu kämpfen:

„Soll ich mehr essen, so dass ich Muskeln aufbauen kann, wobei ich möglicherweise im Lauf dieses Prozesses etwas Fett aufbaue? Oder esse ich weniger, so dass ich definierter werden kann, wobei ich riskiere, etwas Muskelmasse zu verlieren?“

In der einen Woche sehen wir einen massigen Powerlifter, der eine erstaunliche Kraftleistung erbringt und wir spielen mit dem Gedanken, wie ein Powerlifter zu essen und zu trainieren. In der nächsten Woche sehen wird ein Bild von einem Typen, der so außergewöhnlich definiert und muskulös ist, dass er aussieht, als ob er aus den Seiten eines Marvel Comics gestiegen wäre, um das Böse zu bekämpfen.

Nahezu sofort werden wir mit dem Powerlifting-Zeugs aufhören und beginnen damit zu trainieren und zu essen, um definiert zu werden, so dass auch wir die Welt retten können.

Durch das Hin- und Herspringen zwischen diesen beiden Positionen und dadurch, dass wir uns nie wirklich für einen Körperstil oder Lebensstil entscheiden, leben wir in der ewigen Hölle gut, aber nicht toll auszusehen.

Es gibt jedoch einen Weg, beide Ihrer Sehnsüchte zu kombinieren und dieser Weg besteht in einer relativ einfachen Anpassung der Ernährung. Diese Strategie wird es Ihnen erlauben definiert zu werden und zu bleiben, ohne Muskelmasse zu verlieren. Sie werden wahrscheinlich sogar Muskelmasse mit einer befriedigenden Rate aufbauen.

 

Der Intermittent Fasting Kobold

Werfen wir zuerst einen ernährungstechnischen Kobold aus diesem Artikel, bevor dieser zu einer störenden Ablenkung wird.

Ich mag Intermittend Fastig (IF) nicht – zumindest dann, wenn es sich um konventionelles Intermittent Fasting handelt. Auch wenn dieses wahrscheinlich eine gute Idee für Menschen ist, die unter Diabetes vom Typ II leiden, ist diese Strategie für Menschen, die daran interessiert sind, ihrem Körper die Form einer griechischen Statue zu verleihen, nicht so toll.

IF wird Sie vielleicht definiert machen und es wird wahrscheinlich auch Ihre Insulinsensitivität verbessern, aber es gibt Hinweise darauf, dass es auch Ihre Muskelzuwächse beschränkt.

 

Eine neue Studie und ein neuer Weg Fett zu verlieren

Nachdem dies gesagt wurde, möchte ich eine interessante Studie betrachten, die die Runde macht. Es handelt sich um eine vertiefende Folgestudie einer ähnlichen Studie, die im Jahr 2012 veröffentlicht wurde und zu ähnlichen Resultaten führte. Diese Studie umfasste einen Typ von Intermittent Fasting, der mir einen Hinweis darauf gab, wie sich Superhelden im Training ernähren sollten.

Gut, diese Studie wurde mit kleinen Mäuschen durchgeführt, aber in vielen Fällen ist Säugetierphysiologie unabhängig von der involvierten Spezies gleich Säugetierphysiologie.

Wissenschaftler des Salk Institute in La Jolla, Kalifornien fütterten Mäuse über einen Zeitraum von 38 Wochen mit vier unterschiedlichen isokalorischen Ernährungsprogrammen:

  • Fettreich
  • Fruktosereich
  • Fettreich und Fruktosereich
  • Reguläres Mäusefutter

Einige Mäuse durften essen, wann immer sie wollten, während andere nur während 9, 12 oder 15 Stunden Phasen essen durften, aber es gab noch eine interessante Besonderheit.

Einige Mäuse in den Gruppen mit einer auf einen bestimmten Zeitraum begrenzten Nahrungszufuhr durften am Wochenende „schummeln“ und essen, wann immer sie wollten. Des Weiteren wurden einige Mäuse in der Gruppe, die essen durfte, wann immer sie wollte, in der Mitte der Studie auf eine Ernährung mit zeitbeschränkter Nahrungszufuhr umgestellt.

Einige der Resultate waren vorhersehbar, während andere völlig überraschend waren:

  • Die Mäuse, die essen konnten, wann sie wollten, wurden krank und übergewichtig und ihre Hosen mussten weiter gemacht werden.
  • Mäuse, die in einem 9 bis 12 Stunden Zeitfenster aßen, blieben schlank und gesund – und das selbst dann, wenn es ihnen erlaubt wurde, am Wochenende zu schummeln.
  • Die Mäuse, die essen konnten, wann sie wollten und im der Mitte der Studie auf eine zeitbeschränkte Nahrungszufuhr umgestellt wurden, verloren das Gewicht, das Sie zugenommen hatten (die zeitbeschränkte Nahrungszufuhr verhinderte nicht nur Übergewicht, sondern kehrte den Gewichtsaufbau sogar um).
  • Wenn Mäuse, die essen konnten, wann sie wollten, zu einer zeiteschränkten Nahrungszufuhr übergingen, verloren Sie innerhalb weniger Tage 5% ihres Körpergewichts.
  • Die Mäuse mit zeitbeschränkter Nahrungszufuhr verfügten außerdem über mehr fettfreie Muskelmasse, als ihre Freunde mit laxerer Ernährungsweise.

Das Meiste hiervon ist recht interessant, aber es ist wahrscheinlich das letzte Resultat, dass unseren Muskelaufbau Spiderman-Sinn zum Klingeln bringt. Ja, die Mäuse mit zeitbegrenzter Nahrungszufuhr hatten mehr Muskeln, aber um die Wahrheit zu sagen, wissen die Wissenschaftler noch nicht, ob diese Mäuse wirklich Muskeln aufgebaut haben oder einfach nur die Muskelmasse aufrecht erhalten haben, die sie bei einer freien Nahrungszufuhr verloren haben könnten.

 

Von Fettspeicherung zu Fettverbrennung

Die Wissenschaftler glauben, dass es sich um eine epigenetische Reaktion handelte, bei der sie glauben, dass die Nahrung die innere Uhr des Körpers beeinflusst und diese innere Uhr die Funktion der Gene beeinflusst, die am Stoffwechsel beteiligt sind.

Doch wahrscheinlich hat das Ganze auch etwas mit der Insulinsensitivität zu tun. Die Mäuse mit zeitbeschränkter Nahrungszufuhr verbesserten ihre Insulinsensitivität in großem Umfang, während die Mäuse, die essen konnten, wann sie wollten, weiter im Land der Insulinresistenz verweilten.

Schließlich beobachtet man auch bei Menschen immer wieder, dass bereits ein paar Stunden des Fastens die Insulinsensitivität erhöht und den Körper von einem Fettspeichermodus in einen Fettverbrennungsmodus umschaltet.

 

Die Muskelproteinsynthese muss weitergehen!

Die Insulinsensitivität ist – ob Sie es glauben oder nicht – einer der Gründe dafür, dass konventionelles Intermittent Fasting bei Kraftsportlern und Nichtsportlern so beliebt ist.

Diese Art des Fastens führt zu einer höheren Insulinsensitivität und einer gesteigerten Fettverbrennung, aber Nachteil bestand schon immer darin, dass es sehr viel schwerer, wenn nicht sogar unmöglich ist, während Intermittent Fasting Muskeln aufzubauen, weil Sie ihrem Körper nicht nur Kalorien, sondern auch Protein vorenthalten.

Aufgrund dieser Proteinknappheit gibt es große Teile des Tages oder der Nacht, während denen die Muskelproteinsynthese zu einem völligen Stillstand kommt.

Die Lösung zeitbeschränktes Diäten, Fettverbrennung und Muskelaufbau zu kombinieren, besteht darin, konventionelle Nahrungszufuhr auf einen vorbestimmten Zeitraum zu begrenzen und dann auf irgendeine Art und Weise sicherzustellen, dass genug Protein im Körper zirkuliert, um die Muskelproteinsynthese während des Restes des Tages und der Nacht am Laufen zu halten.

Unglücklicherweise würde der Verzehr großer Mengen an Protein – die Mengen, die eine adäquate Proteinsynthese auslösen würden – auch genügend Kalorien und die Insulinspiegel erhöhende Aminosäuren liefern, um die Insulinspiegel zu erhöhen und die Gründe für eine zeitbeschränkte Diät zunichte machen.

Abgesehen davon könnten Sie Ihre Ernährung nicht als intermittent Fasting oder eine zeitbeschränkte Diät bezeichnen, wenn Sie Proteinmahlzeiten außerhalb der Grenzen der zeitbeschränkten Phasen der Nahrungszufuhr verzehren würden – dies würde man einfach als das normale Leben eines Kraftsportlers bezeichnen.

Es gibt einen Weg, diese Probleme zu umgehen und dieser umfasst die Kombination von zeitbeschränktem Essen und Schübe von stark hydrolysiertem Protein, das primär aus Di- und Tripeptiden besteht.

Dieser Ansatz ist vielleicht der einfachste von allen und meine menschlichen Versuchskaninchen konnten mit diesem hervorragende Resultate erzielen.

 

Wie funktioniert dieser Ernährungsansatz?

Zuerst bestimmen wir den Grad unserer “Fettheit”.

  • Wenn Sie eine nennenswerte Menge an Körperfett mit sich herumtragen, dann beschränken Sie Ihre Nahrungszufuhr auf ein 9 Stunden Zeitfenster.
  • Wenn Sie nur noch etwas Feintuning benötigen, da Sie zumindest einen Schatten Ihrer Bauchmuskeln oder ein paar Venen bei Ihren Muskeln sehen können, dann begrenzen Sie Ihre Nahrungszufuhr auf ein 12 Stunden Zeitfenster.
  • Die Gruppen verzehren während der Zeiten ohne reguläre Nahrungszufuhr ein bis zwei Portionen (20 Gramm) stark hydrolysiertes Protein, das primär aus Di- und Tripeptiden besteht.

 

Die 9 Stunden Gruppe

Sagen wir, dass Sie zur 9 Stunden Gruppe gehören und Ihre erste Mahlzeit um 7 Uhr morgens zu sich nehmen. Dies bedeutet, dass Sie alle ihre konventionellen Mahlzeiten bis 16:00 Uhr verzehrt haben müssen.

Um Ihre Proteinsynthese aufrecht zu erhalten, konsumieren Sie um 19:00 und vor dem zu Bett gehen je eine Portion stark hydrolysiertes Protein, das primär aus Di- und Tripeptiden besteht.

 

Die 12 Stunden Gruppe

Essen Sie Ihre erste Mahlzeit um 7 Uhr morgens. Dies bedeutet, dass Sie alle ihre konventionellen Mahlzeiten bis 19:00 Uhr verzehrt haben müssen.

Um Ihre Proteinsynthese aufrecht zu erhalten, konsumieren Sie vor dem zu Bett gehen eine Portion stark hydrolysiertes Protein, das primär aus Di- und Tripeptiden besteht.

 

Optionen

Jede Gruppe kann außerdem eine zusätzliche Portion stark hydrolysiertes Protein, das primär aus Di- und Tripeptiden besteht, in der Mitte der Nacht zu sich nehmen, wenn Sie zu den wenigen engagierten Kraftsportlern gehören, denen es nichts ausmacht, mitten in der Nacht aufzuwachen, um ein paar Nährstoffe zu sich zu nehmen.

Darüber hinaus können beide Gruppen die Dinge am Wochenende etwas laxer angehen, ohne hierdurch Ihre Diät in signifikantem Umfang zu beeinträchtigen.

 

Fragen und Antworten

Ich weiß, ich weiß, Sie haben Fragen. Z.B. wie eine solche vergleichbar geringe Menge an Protein (20 Gramm stark hydrolysiertes Protein, das primär aus Di- und Tripeptiden besteht) Ihre Muskelproteinsynthese am Leben erhalten kann.

Wird dieses Protein nicht auch eine Insulinausschüttung hervorrufen? Warum kann ich nicht irgendein Protein verwenden, um dasselbe zu erreichen?

 

Sofort in den Blutkreislauf, Bumm!

Eine Portion stark hydrolysiertes Protein, das primär aus Di- und Tripeptiden besteht – 20 Gramm Protein – regt die Proteinsynthese um ein Vielfaches stärker als eine ähnliche Menge konventionelles Protein an.

Aufgrund seiner starken Wirkung müssen Sie nicht viel Protein zu sich nehmen, was nicht nur eine Menge Kalorien liefern, sondern auch Ihre Insulinspiegel stark erhöhen würde – beides würde den Zweck einer zeitbeschränkten Ernährung zu Nichte machen.

Der Grund dafür, dass stark hydrolysiertes Protein so wirkungsvoll ist, besteht darin, dass es primär aus Di- und Tripeptiden besteht, die nicht weiter aufgebrochen oder verdaut werden müssen. Als solche werden sie direkt in den Blutkreislauf transportiert, Bumm!

Und diese Peptidstrukturen weisen biologische Aktivitäten auf, die weit über reguläre Aminosäuren hinausgehen, wodurch sie so effektiv bezüglich der Anregung der Muskelproteinsynthese werden.

Wenn Sie das Ganze noch effektiver machen möchten, sollten Sie ein stark hydrolysiertes Protein verwenden, das mit Leucin angereichert ist. Leucin ist der Schlüsselfaktor für die Anregung der Muskelproteinsynthese nach einer Mahlzeit. Keine andere essentielle Aminosäure oder verzweigtkettige Aminosäure regt die Muskelproteinsynthese so stark wie Leucin an.

Wissenschaftler haben in der Tat herausgefunden, dass eine geringe Menge an Leucin (6,25 Gramm, um genau zu sein), die Muskelproteinsynthese bei trainierenden jungen Männern genauso stark wie viermal so viel Wheyprotein (25 Gramm) anregte.

Eine Einnahme einer großen Dosis Leucin für sich alleine ist potentiell problematisch, da diese in niedrigeren zirkulierenden Konzentrationen der beiden anderen verzweigtkettigen Aminosäuren Isoleucin und Valin resultieren könnte.

Das ist der Grund dafür, dass wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben, dass der Konsum aller BCAAs eine bessere Idee darstellt, wenn es um eine Maximierung der Muskelproteinsynthese geht.

 

Halten Sie das Ganze einfach

Verpfuschen wir diesen einfachen Ernährungsplan nicht zu sehr.

Sie begrenzen Ihre vernünftige und gesunde Ernährung abhängig von Ihrer Menge an Körperfett entweder auf ein 9 oder ein 12 Stunden Zeitfenster. Während den Phasen ohne reguläre Nahrungszufuhr konsumieren Sie eine, zwei oder sogar 3 Portionen mit Leucin angereichertes stark hydrolysiertes Protein, das primär aus Di- und Tripeptiden besteht.

An den Wochenenden können Sie das ganze etwas lockerer angehen und auch außerhalb Ihrer zeitlichen Begrenzungen essen.

Das ist alles. Es muss nicht extra erwähnt werden, dass Sie nicht alles, was Sie wollen, in unbegrenzten Mengen essen können. Kein Ernährungs- oder Diätplan kann einer solchen Idiotie standhalten.

Des Weiteren sollten Sie wissen, wie sich Ihre Makronährstoffe zusammensetzen sollten und was eine gesunde Ernährung ausmacht. Sie brauchen mich nicht, um Ihnen zu sagen, dass Sie etwas Obst und Gemüse essen müssen.

 

Studien

  1. Chaix, et al, "Time-Restricted Feeding is a Preventative and Therapeutic Intervention against Diverse Nutritional Challenges," Cell Metabolism, Volume 20, Issue 6, p991-1005, 2 December, 2014.
  2. Churchward-Venne, et al, "Leucine supplementation of a low-protein mixed macronutrient beverage enhance myofibrillar protein synthesis in young men: a double-blind, randomized trial," Am J Clin Nutr, 2014;99:1-12.

 

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Das Puls Schlemmen
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Das Puls Schlemmen

Von Christian Thibaudeau | 01/13/11

Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/pulse-feast

Der Autor dieses Artikels ist über den heiligen Gral der Körpertransformation gestolpert: eine Ernährungsstrategie, die es ihm erlaubt, Muskeln aufzubauen und definierte, sichtbare Bauchmuskeln aufrecht zu erhalten - und all dies ohne dass er sich über die Nahrung Sorgen machen muss.

Doch dies ist nicht das, was Sie vielleicht denken werden. Wie bei der Geschichte mit dem blinden Mann, der sich mit einem Elefanten in einem Raum befand, haben wir Teile dieser Strategie bereits zuvor entdeckt. Aber jetzt hat jemand diese Teile zu einem einfachen Plan zusammengesetzt, der schockierend gut funktioniert.

Ach ja, Sie können abends schlemmen. Bonus!

Diese Ernährungsstrategie ist das nächste große Ding im Bereich der Muskelaufbauernährungswissenschaft.

 

Das Puls Schlemmen

Das Problem: wenn ich Nahrungsmittel da habe, dann esse ich sie!

Als ehemaliger fetter Junge fasziniert mich Diäten bereits mein ganzes Leben lang. Ich hatte immer eine Hassliebe Beziehung mit Nahrung und ich suche immer nach Wegen, um gleichzeitig schlank zu werden und glücklich zu bleiben. Und letzteres ist wirklich wichtig.

Als ich für Bodybuildingzwecke trainiert habe, verwendete ich einen kohlenhydratarmen Ansatz mit sechs Mahlzeiten pro Tag und wurde hiermit wirklich super schlank. Aber ich hatte zwei Probleme damit, mich so zu ernähren. Auch wenn ich hierdurch schlank wurde, habe ich mich die ganze Zeit über schlecht gefühlt. Ich hätte am liebsten jeden umgebracht und ich hatte kein Gesellschaftsleben. Mir wurden alle Freuden des Lebens geraubt.

Das zweite Problem bestand darin, dass ich nach einem Bodybuilding Wettkampf sprungartig wieder zunahm. Auch wenn ich es besser wusste, war ich ein Jo-Jo Diätender.

Das Problem, dass ich mit einer traditionellen Bodybuildingernährungsweise hatte – sechs bis acht kleine Mahlzeiten pro Tag – besteht darin, dass mein psychologisches Profil mir die Neigung zu Fressgelagen verleiht. Ich kann mich selbst dazu zwingen, für zwei oder drei Tage nichts zu essen, kein Problem. So lange ich nicht mit dem Essen beginne, habe ich kein psychologisches Verlangen danach zu essen.

Wenn jedoch einmal Nahrung in meinen Mund gelangt – egal ob dies auf einer neurologischen Reaktion oder einer hormonellen Reaktion (weil ich zu viel Insulin produziere) basiert – kann ich einfach nicht aufhören zu essen. Wenn Nahrung verfügbar ist, dann werde ich sie definitiv essen.

Der Verzehr von sechs kleinen Mahlzeiten pro Tag war in etwa so, wie sechsmal täglich von einer attraktiven Frau gereizt zu werden und nicht dazu in der Lage zu sein, sie zu berühren. Ich war ständig am Leiden. Dies machte mich wütend auf Nahrung und wütend auf das Leben.

Es wurde so schlimm, dass ich, um zu verhindern aus der Spur zu geraten, praktisch kein Essen zu Hause hatte. Ich ging wirklich sechsmal am Tag einkaufen, um die Zutaten für jede einzelne Mahlzeit getrennt zu kaufen! Was hätte ich sonst tun können? Wenn ich sechs Mahlzeiten gleichzeitig zu Hause gehabt, dann hätte ich all diese Nahrungsmittel auf einmal gegessen.

Wie Sie sehen können war es für mich unmöglich sechs kleine Mahlzeiten am Tag zu essen und geistig gesund zu bleiben. Ich verlor Körperfett, aber ich habe mich miserabel gefühlt. Ich begann also nach Wegen zu suchen schlank zu bleiben, während ich gleichzeitig das Leben genießen konnte.

Sein wir ehrlich, es ist eine Sache für eine Woche im Jahr super schlank zu werden und es ist eine andere Sache, das ganze Jahr über einigermaßen schlank zu bleiben. Ich persönlich hätte lieber das ganze Jahr über einen Körperfettanteil von 8% und wäre glücklich, als mich mies zu fühlen, um für einen Monat auf einen Körperfettanteil von 4% zu kommen und dann für den Rest des Jahres bis auf 14% Körperfett zuzunehmen. Ich musste ein Lösung finden!

 

Meine Experimente

Experiment 1 – Definiert, aber Verluste an Muskelmasse

Die erste Strategie, die ich ansprechend fand, war Ori Hofmeklers Warrior Diet. Die Grundidee dieser Ernährungsstrategie besteht darin, den ganzen Tag über zu fasten (keine Nahrung zu essen) und dann am Abend eine Menge zu essen.

Ich fand diese Strategie ansprechend, da sie die ultimative Lösung zu sein schien: ich konnte essen, was immer ich wollte und trotzdem schlank bleiben. Diese Ernährung passte zu meinem psychologischen Profil. Ich musste 18 Stunden lang nichts essen, was diese Ernährungsstrategie recht leicht für mich machte.

Ich begann mit dieser Ernährung direkt nach einem Bodybuildingwettkampf. Ich wollte in Wettkampfform bleiben und trotzdem alles essen, was ich wollte. Ich blieb sehr schlank, hatte viel Energie, aber ich verlor etwas Muskelmasse.

Der Plan passte die ganze Zeit über zu meinen Bedürfnissen, doch ich wusste, dass ein langsam voranschreitender Muskelabbau nicht das war, was ich langfristig wollte.

 

Experiment 2 – Schlank mit Aufrechterhaltung der Muskelmasse

Ich probierte mehrere unterschiedliche Strategien, um die grundlegende “fasten und dann essen” Idee zu verbessern. Ich nahm den Tag über BCAAs zu mir, um einen katabolen Zustand zu verhindern. Ich baute immer noch keine Muskelmasse auf, aber das Hinzufügen der BCAAs schien einen Muskelabbau zu verhindern und außerdem blieb meine Kraft hoch.

Diese neue Strategie war besser als der Originalplan. Sie funktionierte, aber sie hatte ihre Limitierungen. Die Aufrechterhaltung der Muskeln war toll, aber das war mir immer noch nicht genug. Ich wollte Muskeln aufbauen.

 

Experiment 3 – Definiert mit Muskelzuwächsen!

Nicht lange danach las ich etwas über Proteinhydrolysat mit einem hohen Hydrolysegrad und einem hohen Anteil an Di- und Tripeptiden. Alles was ich tun musste, war über den Tag verteilte Proteinhydrolysat Pulse zu verwenden

Nachdem ich mir ein solches Proteinhydrolysat besorgt hatte, begann ich damit, während des Tages pulsartige Proteinschübe einzusetzen und dann abends zu schlemmen. Zusätzlich hierzu kombinierte ich die pulsartigen Proteinschübe jeweils mit einer guten Portion Kreatin.

Dies war das erste Mal, dass ich dazu in der Lage war zu essen, was ich wollte, schlank zu bleiben und tatsächlich Kraft und Muskelmasse aufzubauen.

Im Lauf des letzten Jahres habe ich unterschiedliche Proteinpuls Strategien während des Tages verwendet und nur eine große Mahlzeit am Ende des Tages gegessen. Jetzt esse ich fast jeden Tag so und die Resultate sind besser, als ich je erwartet hätte – und ich fühle mich toll hierbei!

 

Die perfekte stoffwechseltechnische Effizienz

Die Puls Gelage Strategie – zwei große pulsartige Proteinschübe während des Tages und eine große Mahlzeit am Abend – macht Sie in Kombination mit einer Anregung der anabolen Physiologie stoffwechseltechnisch effizient. Und mit fortgesetzter Verwendung werden Sie dazu in der Lage sein, Muskeln und Kraft aufzubauen, schlank zu bleiben, geistig gesund zu bleiben und damit aufzuhören, von Nahrung besessen zu sein.

Die meisten Menschen wollen gar nicht auf eine Bodybuildingbühne schreiten. Aber nahezu jeder möchte schlank aussehen und sich nicht schlecht dabei fühlen, schlank zu werden und zu bleiben. Sie wollen außerdem über die Energie und den mentalen Fokus verfügen, um Sport zu betreiben oder an allen sportlichen Aktivitäten teilzunehmen, an denen sie teilnehmen wollen. Und mit diesem Plan können Sie all dies haben – ohne dass sich Ihr gesamter Zeitplan um Ihre Ernährung drehen muss.

Kein weiteres Packen von Tupperwaredosen, die Sie überall mit hin nehmen und kein weiteres Ausflippen, wenn Sie nicht alle drei Stunden feste Nahrung zu sich nehmen können.

Nehmen Sie ein paar pulsartige Proteinhydrolysat Schübe während des Tages zu sich und essen Sie abends praktisch alles, was sie wollen. Es ist einfach, es ist stressfrei und es ist die effektivste Strategie, die ich je für den Aufbau von Muskeln und um schlank zu werden verwendet habe.

 

Analysieren wir die Strategie.

Phase 1 – pulsartige Proteinschübe am Morgen und am Nachmittag

Von dem Zeitpunkt an, an dem Sie morgens aufstehen, bis etwa 19:00 Uhr abends werden Sie zwei große pulsartige Proteinschübe zu sich nehmen, was einem Schub am Morgen und einem Schub vier oder fünf Stunden später entspricht.

Jeder Proteinschub besteht aus 30 Gramm Proteinhydrolysat. Diese beiden Proteinschübe nehmen Sie zusätzlich zu Ihrem Ernährungsprotokoll rund um Ihr Training zu sich. An Trainingstagen bekommen Sie also einen dritten Schub anabole Nährstoffe durch Ihre Trainingsernährung.

Ich habe diesem Dosierungsprotokoll sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet. Ich habe die gesamte verfügbare wissenschaftliche Literatur durchstöbert, das Protokoll mit unterschiedlichen Wissenschaftlern durchgesprochen und mit allen Variablen experimentiert.

Zusammengefasst passt die Wissenschaft zu meinen persönlichen Erfahrungen –dass zusätzlich zur Ernährung rund um das Training zwei große pulsartige Proteinschübe, die durch vier oder fünf Stunden voneinander getrennt werden, am besten funktionieren. Hier ist die Erklärung hierfür:

Das Ziel besteht darin, den Blutkreislauf mit massiven Mengen an Dipeptiden, Tripeptiden und Aminosäuren zu überschwemmen, diese Nährstoffe aus dem Blut und in die Muskelzellen und andere Zielgewebe zu transportieren und danach die Aminosäurekonzentration des Blutkreislaufs mindestens eine Stunde vor dem nächsten Proteinpuls wieder auf den Basiswert zu bringen.

Um den Körper weiterhin maximal auf die Wirkungen der pulsartigen Proteinschübe reagieren zu lassen, müssen Sie Phasen haben, während denen der Blutkreislauf auf seinem Aminosäure Basiswert „pausiert“. Und mit den zwei großen pulsartigen Proteinschüben liefert das Dosierungsprotokoll mit zwei Portionen gerade genug Zeit, um all dies funktionieren zu lassen.

Mit anderen Worten ausgedrückt bedarf eine pulsartige Proteinzufuhr mit zwei Proteinschüben mehr Zeit, bis die Aminosäurekonzentration des Blutkreislaufs wieder auf den Ausgangswert gefallen ist und Sie haben gerade genug Zeit, um zwei pulsartige Proteinschübe einzusetzen und trotzdem einen weiteren großen Proteinpuls während einer Trainingseinheit zu verwenden.

Meiner Erfahrung nach, produziert dieses Dosierungsprotokoll maximale anabole Vorzüge, während es gleichzeitig den Körper den Wirkungen gegenüber hochempfindlich hält.

 

Hier ist das, was ich tue:

Ich trainiere für gewöhnlich um 17:00 Uhr, weshalb ich einen Proteinschub kurz nach dem Aufstehen morgens und einen weiteren Proteinschub am frühen Nachmittag zu mir nehme. Um 17:00 Uhr, wenn ich trainiere, verwende ich für mein Ernährungsprotokoll rund um das Training einen weiteren Schub Proteinhydrolysat in Kombination mit ein paar funktionalen Kohlenhydraten.

 

Phase 2 – Schlemmen!

Nach 19:00 Uhr beginnt das Schlemmen. Es gibt jedoch abhängig von Ihren Zielen ein paar Regeln, die Sie beachten müssen:

 

Ziel – Schlank werden oder bleiben

Wenn Ihr Hauptziel ein Körperfettanteil im einstelligen Bereich ist, dann besteht Ihr abendliches Schlemmen aus einer Mahlzeit. Auch wenn Sie im Grunde genommen alles essen können, was Sie wollen, muss Ihr Schlemmen für ultimative Schlankheit etwas strukturierter ausfallen.

Beginnen Sie das Schlemmen mit einem Fokus auf tierische Nahrungsmittel und Gemüse. Beginnen Sie mit anderen Worten ausgedrückt mit Protein (Fleisch, Fisch, Eier, usw.) und fügen Sie dann etwas Gemüse hinzu. Und wenn Sie hiernach immer noch essen wollen, dann können Sie Obst essen.

Faustregel: Je fetter Sie sind, desto restriktiver müssen Sie bei Ihrer Nahrungsmittelauswahl sein. Schlemmen Sie, aber achten Sie auf die Kohlenhydrate.

 

Ziel – Aufrechterhaltung des augenblicklichen Zustands

Ich mag den Begriff “Aufrechterhaltung” nicht. Auch wenn ich nicht spezifisch versuche super schlank zu werden oder schnell große Mengen an Muskelmasse aufzubauen, strebe ich doch immer danach, mich zu verbessern.

Nennen wir dies der Einfachheit halber „Aufrechterhaltung“. Dies ist das, wo Sie sich während der meisten Zeit des Jahres befinden werden. Ich verwende diese Strategie selbst für etwa 80% des Jahres.

Während der „Aufrechterhaltung“ essen Sie im Grunde genommen während einer vorher festgelegten Phase des Fastens was Sie wollen. Ich bevorzuge 19:00 bis 23:00 Uhr. Beginnen Sie auch hier mit Protein und Gemüse und essen Sie erst danach Nudeln, Getreideprodukte oder sogar Nachtisch, wenn Sie dies wollen.

 

Ziel – Muskelmasse

Wenn Ihr Hauptziel in einem Aufbaue fettfreier Muskelmasse besteht, erhöhen Sie die Kohlehydratzufuhr und die Gesamtnahrungszufuhr während Ihrer abendlichen Stunden des Schlemmens. Sie müssen Ihr Schlemmen immer noch mit Protein beginnen, aber hiernach haben Sie mehr Freiraum als diejenigen, deren Ziel darin besteht, sehr schlank zu werden.

 

Die Psychologie der Nährstoffpartitionierung

Ich glaube daran, dass der psychologische Zustand, in dem Sie sich befinden, wenn Sie essen, die Nährstoffpartitionierung beeinflusst. Wenn Sie gestresst sind oder eine negative Meinung über Ihre Nahrung haben, dann könnte es sein, dass Sie mehr Nährstoffe als Fett speichern.

Das Puls Schlemmen ist eine stressfreie Methode zu essen. Sie müssen sich nicht schuldig fühlen, wenn Sie schlemmen, weil Schlemmen ein Teil des Plans ist und sogar notwendig ist.

Dies könnte mit der „geizigen Gene“ Hypothese in Verbindung stehen. Der Körper ist so aufgebaut, dass er in Zyklen mit hoher Aktivität und niedriger Nahrungszufuhr, gefolgt von niedriger Aktivität und hoher Nahrungszufuhr funktioniert. Mit anderen Worten handelt es sich um fasten und schlemmen.

Wenn Sie sich in einem hochaktiven Modus befinden, dann sind Sie nicht in einem Zustand Nährstoffe korrekt aufzunehmen und als verwendbare Energie zu speichern – Sie sind nicht so effizient. Wenn Sie stressgeplagt sind – psychologisch oder körperlich – dann werden Sie bei Ihrer Ernährung nicht so effizient sein.

Bei diesem Plan werden Sie Ihre Mahlzeit genießen, weil Sie wissen, dass Ihr Körper darauf vorbereitet ist, die Nährstoffe zu verwenden. Sie haben für 18 Stunden in Kombination mit anabolen Proteinschüben gefastet, weshalb Sie nicht fett werden. Das Fehlen von Stress und Sorge wird zur positiven Wirkung dieser Strategie beitragen. Sie können Ihre Mahlzeit ohne Stress und Schuldgefühle genießen und bessere Resultate bezüglich der Entwicklung Ihrer Körperkomposition erzielen.

 

Die Puls Schlemmen Einführungsphase

Wenn Sie während der letzten 20 Jahre Bodybuilding und Fitness Magazine gelesen haben, dann wurden Sie darauf trainiert, alle drei Stunden etwas zu essen. Doch dies ist ein psychologisches Bedürfnis und kein körperliches. Was ich für mich selbst herausgefunden habe ist, dass dies eine schlechte Angewohnheit ist und für ein Muskelwachstum oder ein Hochleistungstraining nicht notwendig ist.

Um Ihnen dabei zu helfen, sich diese Angewohnheit wieder abzugewöhnen, könnten Sie ein traditionelles Puls Fasten verwenden, bevor Sie mit dem Puls Schlemmen beginnen. Das Puls Fasten besteht aus einem kurzen Fasten für 36 Stunden, während denen Sie hauptsächlich pulsartige Schübe an Proteinhydrolysat plus etwas Ernährung rund um Ihr Training zu sich nehmen.

Das Puls Fasten wird Ihren Körper auf den kraftvollen stoffwechseltechnischen Reboundeffekt und auf Muskelzuwächse anstelle einer Fettspeicherung vorbereiten. Darüber hinaus wird Ihnen diese Einführungsphase zeigen, dass Sie nicht den ganzen Tag über essen müssen, um zu wachsen. Und Sie müssen keine Panik davor haben, in einen katabolen Zustand zu gelangen, wenn Sie nicht jede Minute des Tages einen Mund voll Hühnchen und Reis zu sich nehmen.

Ich würde Ihnen empfehlen, einige nicht aufeinanderfolgende Tage Puls Fasten hinter sich zu bringen, bevor Sie mit der Strategie des Puls Schlemmens beginnen.

 

Puls Schlemmen Zusammenfassung

Zusammengefasst ist hier das, was Puls Schlemmen bewirkt:

Das Puls Schlemmen...

  • Regt die anabole Physiologie für maximale Zuwächse an fettfreier Muskelmasse an, während es gleichzeitig einen Fettaufbau verhindert.
  • Treibt Nährstoffe in die Muskeln und beendet eine Fettspeicherung.
  • Verbessert die Funktion des Verdauungssystems und macht dieses effizienter darin, Nahrung aufzubrechen und die enthaltenen Nährstoffe zu verwenden.
  • Entfernt Stress und Schuldgefühle vom Essen.
  • Gibt Ihnen Morgens und Nachmittags mehr Zeit – kein weiteres Packen von Nahrungsmittel für überall, wo Sie hingehen und keine Panik, wenn Sie nicht alle zwei oder drei Stunden essen können.
  • Macht Essen wieder angenehm und tut dies zu der Zeit des Tages, zu der Sie mehr Freiheiten haben, sich zu entspannen, gute Nahrungsmittel zuzubereiten und diese mit Ihrer Familie und Freunden zu genießen.
  • Trainiert Ihren Körper darauf, stoffwechseltechnisch effizienter zu werden, wenn Sie „normal“ essen, wie während eines Urlaubs, so dass Sie nicht fett werden.

 

Puls Schlemmen Beispielplan

Zeit

Training am Abend

Training am späten Vormittag

Training am frühen Morgen

Trainingsfreier Tag

7:00 Uhr

Proteinpuls

Proteinpuls

Training

Proteinpuls

8:00 Uhr

 

 

 

 

9:00 Uhr

 

 

 

 

10:00 Uhr

 

 

 

 

11:00 Uhr

 

Training

Proteinpuls

Proteinpuls

12:00 Uhr

Proteinpuls

 

 

 

13:00 Uhr

 

 

 

 

14:00 Uhr

 

 

 

 

15:00 Uhr

 

Proteinpuls

Proteinpuls

Proteinpuls

16:00 Uhr

 

 

 

 

17:00 Uhr

Training

 

 

 

18:00 Uhr

 

 

 

 

19:00 Uhr

Schlemmen

Schlemmen

Schlemmen

Schlemmen

 

Instruktionen für die pulsartige Proteinzufuhr

Jeder pulsartige Proteinschub besteht aus 30 Gramm Proteinhydrolysat mit einem hohen Hydrolysegrad und einem hohen Anteil von Di- und Tripeptiden. Sie können beide Portionen am Vorabend oder am Morgen vorbereiten, um diese zu den angegebenen Zeiten trinken zu können. Die fertige Mischung sollte am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden.

 

Es ist einfach und hocheffektiv

Verwenden Sie eine pulsartige Proteinzufuhr mit einem hochwertigen Proteinhydrolysat während des Tages und essen Sie abends was Sie wollen.

Weniger Stress, weniger Körperfett, mehr Muskeln?

Was könnten Sie sich mehr wünschen?

 

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Was müssen Sie dazu wissen...

  1. Sojaprotein ist für eine Anregung der Muskelproteinsynthese praktisch nutzlos.
  2. Eine Entgiftung der Leber oder eine „Reinigung“ des Darms durch Kaffeeeinläufe ist mehr als dümmlich.
  3. Hören Sie auf damit, sich Gedanken über Wachstumshormone in Milch zu machen.
  4. Sie können Krebs nicht verhungern lassen, indem Sie Zucker aus Ihrer Ernährung eliminieren.
  5. Sie müssen nicht alle Ihre Mikronährstoffe an einem Tag zu sich nehmen. Stattdessen können Sie Ihre Ernährung in Blöcken von zwei oder drei Tagen oder sogar wochenweise betrachten.
  6. Das „hormonfrei“ Label auf Geflügel ist unnötig und irreführend.
  7. Menschen, die entrahmte Milch trinken, bauen mehr Fett als Menschen auf, die Vollmilch trinken.
  8. Hören Sie auf damit, wegen Fruktose neurotisch zu sein.
  9. Der Verzehr von Pute wird Sie nicht schläfrig machen.

 

1 – Hey, Soja wird vielleicht Ihre Eier zum Schrumpfen bringen, aber zumindest handelt es sich um gutes Protein!

Vor etwa 15 Jahren habe ich in der Welt des Körpersports die Neuigkeit verbreitet, dass einige Studien gezeigt hatten, dass Soja in einer Schrumpfung der Hoden und niedrigeren Testosteronspiegeln resultiert. Trotzdem sind einige Leute immer noch hartnäckig der Ansicht, dass Sojaprotein zumindest ein gutes Muskelaufbauprotein ist.

Sie hatten zumindest ein Argument hierfür, auch wenn dieses nicht besonders stichhaltig war. Ihre Begründung bestand darin, dass Sojaprotein sich von Soja dadurch unterscheidet, dass die Isoflavone, die für die Senkung der Testosteronspiegel und die Hodenschrumpfung verantwortlich gemacht werden, beim Herstellungsprozess von Sojaprotein entfernt werden und deshalb im Endprodukt nicht mehr vorhanden sind.

Dies mag wahr sein, oder auch nicht, da einige Berichte darauf hinweisen, dass Isoflavone in der Tat in einigen Sojaprotein Produkten vorhanden sind. Unabhängig davon, welche Position Sie unterstützen, geben aktuelle Untersuchungen uns einen völlig anderen Grund dafür, Soja zu meiden.

Eine Studie der McMaster University fand heraus, dass Sojaprotein, wenn es um die Muskelproteinsynthese geht, nicht besser als Wasser ist. Die Wissenschaftler gaben 30 Männern 0 Gramm Protein, 20 Gramm Soja oder 40 Gramm Soja im Ruhezustand und nach einem Widerstandstraining. Dann verglichen Sie die Resultate mit einer Gruppe von Männern, die stattdessen 20 oder 40 Gramm Wheyprotein verwendet hatten.

Während 40 Gramm Soja die Muskelproteinsynthese geringfügig erhöhten, wirkten 20 Gramm Soja genauso gut wie 0 Gramm Soja. Bei den Gruppen, die 20 oder 40 Gramm Wheyprotein zu sich genommen hatten, war die Muskelproteinsynthese hingegen signifikant erhöht. Die Wissenschaftler theoretisierten, dass Wheyprotein so gut (und Soja nicht so gut) wirkte, weil Wheyprotein einen sehr viel höheren Anteil an Leucin – die primäre Aminosäure für den Muskelaufbau – als Sojaprotein enthält.

Zusätzlich hierzu wird ein höherer Prozentsatz der Aminosäuren in Sojaprotein – inklusive Leucin – oxidiert, wodurch sie für die Proteinsynthese nicht zur Verfügung stehen.

Wenn Sie Muskeln aufbauen wollen, dann ist es sicherlich am besten, Sojaprotein zu meiden, so lange nicht das unwahrscheinliche Ereignis eintritt, dass eine Wunderstudie uns davon überzeugt, dass alle mit Soja in Verbindung stehenden Probleme gelöst wurden.

 

2 – Ihre Leber ist ein Müllabladeplatz! Entgiften Sie sie!

Irgendwann ist irgendein wohlmeinender Naturheilkundler, Kräuterarzt oder Analfetischist auf die Idee gekommen, dass unser Körper periodische Reinigungen benötigt.

Die Fürsprecher dieser Idee argumentieren damit, dass Luft, Wasser und Nahrung, die wir atmen und verzehren, mit toxischen Chemikalien überladen sind. Der Naturheilkundler und der Kräuterarzt empfehlen, dass wir gelegentlich auf den Verzehr von fester Nahrung verzichten und stattdessen eine eklige Mischung aus Kohl, Sellerie und Rüben schlürfen, um uns von diesen Toxinen zu reinigen.

Der Analfetischist argumentiert, dass wir stattdessen den Hintereingang verwenden sollten und unseren Darm mit Wasser, Kaffee oder Katzenstreu (Bentonite) spülen sollten, um die Toxine herauszuspülen.

Nun, sie haben alle halb recht.

Die Luft, das Wasser und die Nahrung, die wir atmen oder verzehren, sind in der Tat mit toxischen Chemikalien belastet, doch der Körper verfügt über ein recht effizientes Entgiftungssystem, das unsere Leber, unsere Nieren und unsere Milz umfasst. Darüber hinaus gibt es keine allgemein akzeptierten Hinweise darauf, dass Saft diesen Organen dabei hilft, ihre Aufgabe effizienter zu erfüllen.

Diese Systeme benötigen jedoch eine Unterstützung durch Nährstoffe. Paradoxerweise entzieht Fasten der Leber Aminosäuren (Cystein, Glutamin, Glycin), die für diesen natürlichen Entgiftungsprozess benötigt werden. Des Weiteren machen Aminosäuren Toxine wasserlöslicher, wodurch es möglich wird, diese über die Gallensäure abzutransportieren.

Und die Darmreinigung? Das ist einfach zu lächerlich und dumm, um überhaupt näher darauf einzugehen.

 

3 – Die in Milch enthaltenen Wachstumshormone werden Ihnen einen zweiten Kopf wachsen lassen!

Hören Sie endlich mit dieser Wachstumshormonphobie auf. Ja, einige Bereiche der Milchindustrie verwenden Wachstumshormone, um die Milchproduktion zu steigern und ja, etwas hiervon scheint in die Milch zu gelangen, die wir zu uns nehmen. Große Sache.

Wachstumshormone sind riesige Proteinmoleküle, die nach dem Verzehr im Verdauungstrakt in ihre Aminosäurebestandteile aufgebrochen werden – so wie Milch und andere Proteine, die den wilden Ritt durch Ihr Verdauungssystem durchlaufen müssen.

Abgesehen hiervon handelt es sich um Wachstumshormone für Kühe und wenn nicht gerade einer Ihrer Elternteile ein Wiederkäuer mit vier Mägen war, der eine Glocke um den Hals trug, werden diese Wachstumshormone sowieso keine Auswirkungen auf Sie besitzen.

 

4 – Krebs ernährt sich vom Gummibärchen!

Im Jahr 2007 verbreitete irgendein Bastard einen Internet Hoax mit dem Titel “Krebs Update von John Hopkins.” Neben anderen Dingen erklärte dieser Artikel, dass sich Krebs von bestimmten Nahrungsmitteln wie Zucker ernährt.

Dies ängstigte Krebspatienten überall auf der Welt zu Tode und brachte viele von ihnen dazu, Zucker zu meiden. Die Dinge wurden noch schlimmer, als die ehrenwerte Sendung 60 Minutes im Jahr 2012 eine Sendung über einen Arzt ausstrahlte, der so ziemlich dieselbe Behauptung aufstellte.

Von Angst getriebene Krebspatienten begannen damit, ihre Schränke von allem zu reinigen, was Zucker enthalten könnte. Das Problem hierbei besteht darin, dass viele Dinge Zucker enthalten und wenn Sie etwas über Krebspatienten wissen, dann wissen Sie, dass eines der größten Probleme, mit dem diese konfrontiert werden, darin besteht, genügend Kalorien und Nährstoffe zu sich zu nehmen, was primär damit zusammenhängt, dass sie häufig ihren Appetit durch eine Chemotherapie verlieren.

Es gibt mehrere offensichtliche Probleme, die mit einer unzureichenden Nahrungszufuhr in Zusammenhang stehen, aber eines hiervon ist besonders gravierend. Studien aus den Achtzigern, die eine Unterernährung bei AIDS Patienten untersucht haben, sagen uns, dass wir unabhängig von allem anderen, was in unserem Körper vor sich geht, sterben, sobald unser Körpergewicht auf unter 66% unseres Idealgewichts fällt. Deshalb müssen Krebspatienten alles essen, was möglich ist, um ihre Kalorienzufuhr ausreichend hoch zu halten.

Abgesehen hiervon ernährt sich Krebs nicht von Zucker per se. Sicher, er wird Zucker verwenden, doch seit Adolf Krebs, der den berühmten Krebszyklus entdeckte, damit begann Taubenbrüste in seinem Labor zu zerhacken, wissen wir, dass das geläufige stoffwechseltechnische Zwischenprodukt für jeglichen Energiebedarf Zuckermoleküle mit 6 Kohlenstoffatomen sind, was alle Kohlenhydrate und nicht nur Zucker umfasst.

Können Sie Krebszellen verhungern lassen, indem Sie auf alle Kohlenhydrate verzichten? Vielleicht, aber alles andere wird leiden, bevor der Krebs verhungert ist. Dieser Krebs/Zucker Mythos ist also ein Mythos, der so schnell wie möglich aus der Welt geschafft werden sollte.

Ach ja, die Leute sollten sich vielleicht daran erinnern, dass ein einfacher Auftritt im Fernsehen der entsprechenden Person nicht automatisch einen echten Expertenstatus verleiht. Produzenten buchen Menschen basierend auf Kontroversen und Modeerscheinungen, wobei ihnen die Konsequenzen egal sind.

 

5 – Oh Nein! Riesige Hühner mit Gyno werden kommen und uns holen!

Ich vermute, dass es lobenswert ist, dass Mütter, die es gut meinen, in der Tiefkühlsektion des Supermarktes herumwühlen und nach Hühnchen suchen, das als „hormonfrei“ oder „natürlich“ gekennzeichnet ist, aber dies ist verschwendete Mutterliebe.

Das „hormonfrei“ Label ist überflüssig und manipulativ, da die Verwendung von Hormonen im Bereich der Geflügelzucht sowieso verboten ist. Was das Label „natürlich“ angeht, bedeutet dies lediglich, dass keine künstlichen Zusatzstoffe oder Konservierungsstoffe im Hühnchen enthalten sind, aber das gilt für nahezu jedes Geflügel in jedem Supermarkt.

Und weil wir gerade beim Thema Etiketten sind: Das Label „aus freilaufender Haltung“ legt nahe, dass die Hühner ein idyllisches Leben leben und in der Prärie nach Grashüpfern und dem Sinn des Lebens suchen.

Unglücklicherweise bedeutet dieses Etikett in Wirklichkeit lediglich, dass Sie einen Zugang nach draußen haben, was jedoch auch nur bedeuten kann, dass sich ein Loch in der Wand befindet, durch das sie sich theoretisch nach draußen zwängen könnten oder dass sie vielleicht Zugang zu einem kleinen eingezäunten betonierten Bereich haben, der sich direkt neben einer Autobahn befindet.

 

6 – Oh Nein! Ich habe meinen Tagesbedarf an Riboflavin nicht bekommen!

Ich habe darüber geschrieben, dass Menschen, die nur Nahrungsmittel mit einer hohen Nährstoffdichte essen, theoretisch so viel essen können, wie sie wollen, ohne an Gewicht zuzunehmen. Der „Trick“ besteht natürlich darin, dass Nahrungsmittel mit einer hohen Nährstoffdichte für gewöhnlich nicht besonders kalorienhaltig sind und Sie sich somit automatisch an kalorienarmen Nahrungsmitteln satt essen, so dass Sie nicht zunehmen.

Ich habe jedoch herausgefunden, dass es eine Untermenge von Menschen gibt, die es trotz einer „gesunden“ Ernährung schaffen, fett zu werden. Sie haben offensichtlich ein Hintertürchen in meiner Argumentation gefunden und nutzen dieses schamlos aus.

Hier ist das, was geschieht: Sie werden frühstücken. Die bestellen Eier und Vollkorntoast mit Biobutter. Und etwas Joghurt. Und Granola. Ach ja, etwas Orangensaft und eine Schüssel Obst. Und Speck. Ich hätte fast den Speck vergessen.

Sie haben die Idee der vollständigen Ernährung und Nahrungsmitteln mit hoher Nährstoffdichte verinnerlicht, aber sie haben diese auf ein absurdes Extrem gehoben, indem sie versuchen alle ihre Nährstoffe bei jeder Mahlzeit zu bekommen. Als Resultat hiervon ist ihre Kalorienzufuhr jenseits von gut und böse. Trotz ihrer vernünftigen Wahl von Nahrungsmitteln werden sie fetter und fetter.

Sie haben vernachlässigt, dass sie nicht alle ihre Nährstoffe bei jeder Mahlzeit bekommen müssen. Es ist so wie die alte Bohnen und Reis Sache, die von Vegetariern praktiziert wurde. Reis mangelt es an den Aminosäuren Lysin und Threonin, so dass Sie Reis mit Bohnen kombinieren müssen, um ein vollständiges Protein zu erhalten, da Bohnen das Lysin und das Threonin enthalten, an dem es dem Reis mangelt.

Nun, das ist soweit richtig, aber Sie müssen diese Nahrungsmittel nicht im Rahmen derselben Mahlzeit essen. Sie können Ihren Reis essen und später am Tag etwas lysinhaltige Nahrung zu sich nehmen.

Sie müssen nicht einmal all ihre Mikronährstoffe an einem Tag bekommen. Stattdessen können Sie Ihre Ernährung in Blöcken a zwei oder drei Tagen oder sogar in Wochenblöcken betrachten. Auch wenn es für viele Vitamine einen täglichen Bedarf gibt, werden viele andere für eine spätere Verwendung gespeichert.

Ein extremes Beispiel ist der Tagebedarf an Vitamin B12, der etwa der Größe des Punktes am Ende dieses Satzes entspricht. Der Körper recycelt jedoch einen Teil des Vitamin B12 und die Speicher können für einen Zeitraum von 5 Monaten bis hin zu 30 Jahren ausreichen, bevor irgendein Mangel offensichtlich wird.

Essen Sie Nahrungsmittel mit einer hohen Nährstoffdichte, aber es besteht keine Notwendigkeit, jeden Makronährstoff, jedes Vitamin, jeden Mineralstoff, jede Phytochemikalie oder jedes Antioxidans mit jeder Mahlzeit zu sich zu nehmen, Sie fetter Bastard in spe.

 

7 – Vollmilch ist das, was sie verwendet haben, um Rasputin umzubringen!

Über Jahre hat Amerika Vollmilch so behandelt, als ob es ein flüssiges Medium wäre, das verwendet wird, um das Ebola Virus zu transportieren. Die Leute dachten, dass Vollmilch sie fett macht, den Cholesterinspiegel erhöht und die Arterien verhärtet, weshalb sie fettarme oder fettfreie Milch wählten, welche so etwas wie das Klaustaler der Milch ist – d.h. gefärbtes Wasser.

Überaschenderweise sind zahlreiche Hinweise zutage getreten, die zeigen, dass diejenigen, die Vollmilch getrunken hatten (und allgemein fettreiche Milchprodukte gegessen hatten), weniger als diejenigen dazu neigten, fett zu werden, die die fettarmen Versionen verzehrt hatten.

Die Studien scheinen stimmig und signifikant zu sein – kein drei Personen Pool von Probanden und keine Studien, die von einer Firma finanziert wurden, die ein finanzielles Interesse an einem bestimmten Studienergebnis hatte. Eine der Studien überwachte Männer, die fettreiche Milchprodukte aßen, über einen Zeitraum von 12 Jahren und die andere Studie war eine Metaanalyse, die 16 Studien umfasste. Beide zeigten, dass eine fettreiche Ernährung mit einem niedrigeren Risiko für Übergewicht in Verbindung stand.

Die noch zu beweisende Theorie ist, dass fettreiche Milch irgendeine bioaktive Substanz enthält, die den Stoffwechsel auf eine Art und Weise verändert, die dabei hilft, Fett zu verwenden und zum Zweck der Energieversorgung des Körpers zu verbrennen. Natürlich könnte es sich bei dieser „bioaktiven Substanz“ lediglich um konjugierte Linolsäure (CLA) handeln – eine Fettsäure, die seit langem als Fatburner bekannt ist.

Was die Gesundheitsbedenken angeht, erkennen nur wenige Menschen, dass Vollmilch neben gesättigten Fettsäuren – deren Rolle bei Herzerkrankungen inzwischen als minimal bis nicht existent angesehen wird – auch Oleinsäure bzw. Ölsäure enthält – die Fettsäure, die Olivenöl aus Sicht von Ernährungsexperten so wertvoll macht.

Von zusätzlicher Bedeutung ist das Vitamin Paradoxon, das von fettarmer oder fettfreier Milch repräsentiert wird. Milch enthält fettlösliche Vitamine wie Vitamin A, D, E und K. Wenn Sie jedoch das Fett aus einem Milchprodukt entfernen, dann entfernen Sie auch den größten Teil der fettlöslichen Vitamine, die danach wieder zugesetzt werden müssen.

So lange Sie jedoch kein Fett mit ihrer fettfreien Milch konsumieren oder nicht vor kurzem etwas Fett gegessen haben oder planen, bald nach Ihrem Glas Milch etwas Fett zu essen, werden viele der Vitamine in Ihrem Verdauungstrakt herumschwimmen und vergeblich darauf warten, abgeholt und im Körper verteilt zu werden, anstatt die Schande zu erleben, ausgeschieden zu werden und in der Toilette zu landen.

Wenn Sie ein Kalorienzähler sind, dann werden Sie wahrscheinlich weiterhin fettarme oder fettfreie Milch wählen. Andere werden vielleicht Vollmilch eine Chance geben wollen.

 

8 – Natürlich sind Sie Fett, haben einen unangenehmen Körpergeruch und leiden unter Akne! Sie haben etwas Fruktose gegessen!

Der menschliche Körper bevorzugt Glukose als seine Energiequelle. Er wird jedoch auch bereitwillig Fruktose akzeptieren.

Nach dem Verzehr wird Fruktose in die Leber transportiert (wenn Sie nicht gerade unter einem echten Energiemangel leiden) und dann zu den Leber Mitochondrien weitergeleitet, welche die Fruktose entweder als Glykogen für eine kurzfristige Nutzung oder als Fett speichern.

Auch wenn dieser Prozess reversibel ist, ist er für Gesundheit und Funktion der Leber nicht gut, falls er länger anhält. Einige Wissenschaftler sind sogar so weit gegangen, Fruktose als „Alkohol ohne den Rausch“ zu bezeichnen.

Unglücklicherweise hat die Tatsache, dass Fruktose als Fett gespeichert werden kann und potentiell die Leber schädigt, eine unverhältnismäßige Furcht vor Fruktose hervorgerufen – eine Krankheit, die ich als „Fruktose Wahnvorstellungssyndrom“ bezeichne.

Die Wissenschaft unterstützt diese Ängste nicht. John Sievenpiper, ein Ernährungswissenschaftler am St. Michaels Hospital in Toronto, Kanada, untersuchte 41 mit Menschen durchgeführte Studien und merkte an, dass Menschen, die dieselbe Menge an Kalorien zu sich nahmen, unabhängig davon, ob diese Kalorien in Form von Fruktose oder einer anderen Kohlenhydratquelle zugeführt wurden, dieselbe Menge an Gewicht zunahmen.

Und Sie können auch leicht eine empirische Betrachtung durchführen und sehen, dass trotz des massenhaften Meidens von allen Dingen, die Fruktose enthalten, die Rate des Übergewichts weiter zugenommen hat.

Doch wenden wir etwas Logik auf die Situation an. Die „wirkungsvollste“ Fruktosemischung – der von vielen gefürchtete fruktosereiche Maissirup – weist einen Fruktosegehalt von 55% auf, während die restlichen 45% aus Glukose bestehen. Vergleichen Sie dies mit Sucrose alias Tafelzucker, welcher aus einer Mischung aus 50% Fruktose und 50% Glukose besteht.

Dies bedeutet, dass Sie, wenn Sie 100 Gramm fruktosereichen Maissirup pro Tag konsumieren würden, was etwas mehr als die Menge ist, die in drei Dosen Cola enthalten ist, 5 Gramm mehr Fruktose zu sich nehmen würden, als wenn Sie die gleiche Menge an Sucrose konsumieren würden.

Dieser Unterschied ist nicht wirklich der Rede wert...

 

9 – Essen Sie keine Pute, wenn Sie noch fahren müssen!

Einige Menschen glauben, dass Pute Sie schläfrig machen wird, weil sie die Aminosäure Tryptophan enthält, welche ein Vorläufer des Entspannungs- und Wohlfühlhormons Serotonin ist.

Ja, Pute enthält Tryptophan, aber dasselbe gilt auch für alle anderen vollständigen Proteinquellen. Abgesehen hiervon ist Tryptophan eine große, schwerfällige Aminosäure, der es schwer fällt, ihr Molekulargerüst durch die engen Türen der Blut-Hirn Schranke zu zwängen.

Wenn Tryptophan als Teil eines vollständigen Proteins konsumiert wird, erreichen einige der anderen kleineren und wendigeren Aminosäuren die Blut-Hirn Schranke zuerst und blockieren Tryptophans behäbige Versuche, diese zu überwinden.

Wenn Sie Tryptophan jedoch für sich alleine verzehren, sieht das Ganze völlig anders aus. Ohne Konkurrenten könnte Tryptophan es schaffen, sich in größeren Mengen durch die Blut-Hirn Schranke zu quetschen und sein Serotonin Ding zu tun. Aber die Behauptung, dass Pute Sie schläfrig macht, ist völliger Blödsinn.

Was Sie an Thanksgiving oder Weihnachten in der Soßenpfütze auf Ihrem Teller zum Einschlafen bringt, ist eher die enorme mit Fett und Kohlenhydraten überladene 3000 kcal Mahlzeit, die Sie gerade gegessen haben.

 

10 – Normales Salz wird Ihren Kopf zum Explodieren bringen!

Ich werde nicht darüber sprechen, warum die Verbindung zwischen Natriumkonsum und Bluthochdruck im besten Fall dürftig ist. Stattdessen werde ich über etwas weitaus Heimtückischeres sprechen, das etwas damit zu tun hat, was der „Salz ist schlecht“ Mythos den meisten von uns ernährungstechnisch gesehen angetan hat.

Sie sind sich der Tatsache bewusst, dass der Körper Jod benötigt, richtig? Der Körper verwendet Jod, um die Schilddrüsenhormone T3 und T4 herzustellen. Wenn Ihre Ernährung nicht genug Jod enthält, können Sie Knötchen in Ihren Schilddrüsen oder sogar einen monströsen Kropf an Ihrem Hals entwickeln.

Ein milderer Mangel kann es Ihnen schwer machen schlank zu bleiben oder Sie mit mysteriöser Erschöpfung, Depressionen, unerklärlichen Autoimmunkrankheiten, einer psychiatrischen Störung, fibrozystischen Brusterkrankungen oder sogar Krebs plagen. Andere weniger ernsthafte Symptome können trockene Haut oder Verstopfung umfassen.

Wenn Sie am Meer wohnen, bekommen Sie wahrscheinlich reichlich Jod (vorausgesetzt, sie essen lokal angebaute Nahrungsmittel). Je weiter Sie jedoch vom Meer entfernt leben, desto schwerer wird es für Sie, ausreichend Jod zu bekommen.

Glücklicherweise begannen die klugen Leute der Morton Salt Company im Jahr 1924 damit, Jod zu ihrem Salz hinzuzufügen. Dies löste das Problem eines Jodmangels in den USA, da Menschen in Kansas jetzt genauso viel Jod durch ihre Ernährung zu sich nahmen, wie Menschen in Massachusetts.

Doch dann kamen die Ärzte. Sie begannen damit, den Leuten zu sagen, dass sie ihren Salzkonsum begrenzen sollten, da sie ansonsten hohen Blutdruck entwickeln und ein Herzversagen fördern würden. Die Leute hörten auf die Ärzte. Als Resultat hiervon begannen sie, einen Jodmangel zu entwickeln.

Doch es gibt auch andere Faktoren, die es statistisch gesehen wahrscheinlich machen, dass Sie unter einem Jodmangel leiden. Im Trinkwasser enthaltene Chemikalien wie Chlor und Fluor konkurrieren mit Jod um dieselben Rezeptoren im Körper. Dann gibt es Leute, die viel Sport treiben und eine Menge wertvolles Jod über den Schweiß verlieren.

Was übrig bleibt, ist eine Gesellschaft, in der nach einigen Schätzungen bis zu 74% der Erwachsenen unter einem Jodmangel leiden.

Womit viele wieder beginnen müssen, ist die Verwendung von Jodsalz. Denken Sie nicht, dass Sie vom Haken sind, nur weil Sie viel Salz essen, wenn Sie in Restaurants essen oder viel Nahrung aus Konserven oder Doritos essen. Restaurants oder Hersteller von verarbeiteten Nahrungsmitteln verwenden kein Jodsalz.

Genauso enthalten Meersalz und das rosa Gourmet Salz aus der Wüste Gobi, das Ihre Kosmetik und Deodorant meidende naturalistische Freundin verwendet, nur magere Mengen an Jod.

Holen Sie sich etwas altmodisches Jodsalz, lassen Sie den Salzstreuer auf dem Esstisch stehen und verwenden Sie ihn freizügig (natürlich immer vorausgesetzt, dass Sie nicht unter mit Natrium in Verbindung stehendem Bluthochdruck leiden).

 

Von TC Luoma | 12/08/14

Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/10-dumbest-diet-myths

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