Ernährung

Klassischer Masseaufbau
Das erste, was mir in den Sinn kommt, wenn ich an eine Masseaufbauphase denke, ist ein 340 Pfund schwerer off-Season Ronnie Coleman oder ein Bild von Lee Priest, auf dem er so massig aussieht, dass es schon irreal erscheint. Auch wenn diese Beispiele mit Sicherheit das Extrem sind, repräsentieren sie doch die grundlegende Idee: werde so massig wie möglich innerhalb der kürzesten möglichen Zeit. Masseaufbau ist nichts, das dazu gedacht ist, schön auszusehen oder Dir den idealen Strandkörper zu verleihen (auch wenn viele magere Jungs gesünder aussehen würden, wenn sie ein paar Pfund Fett zusammen mit den Muskeln aufbauen würden). Eine Massephase ist so aufgebaut, dass sie es Dir erlaubt Muskeln zusammen mit einer akzeptablen Menge an Fett aufzubauen, das im Lauf einer anschließenden Definitionsphase wieder abgebaut werden kann. Für einige Menschen bedeutet eine Massephase tatsächlich Spaß, weil sie die Nahrungsmittel essen können, die sie normalerweise nicht konsumieren würden. Außerdem kann es gut sein, dass Du Dich durch die anabole Hormonreaktion, zu der Dir die exzessiven Kalorien verhelfen, durchsetzungsfähiger, mehr von Frauen angezogen (ist das möglich?) und selbstsicherer fühlen wirst und auch Dein allgemeines Wohlbefinden verbessert wird. Abgesehen hiervon ist diese einer der Trainingszyklen, während dem Du schnelle Resultate in Bezug auf die Gewichte die Du bewegen kannst und Dein Aussehen im Spiegel sehen wirst.
Auf der anderen Seite gibt es Leute, die den Masseaufbau hassen. Dies ist die Gruppe, die keinerlei Appetit verspürt, diejenigen, die der Ansicht sind, das das herunterwürgen größerer Mengen an Nahrung genauso schmerzhaft ist, wie zu beobachten, wie Lindsay Lohan dahinsiecht. Bereits der Gedanke an mehr Nahrung bereitet ihnen Unbehagen und sie benutzen jede mögliche Ausrede, um sich vor dem Essen drücken zu können. Sicher, sie trainieren hart und das macht die Situation nur noch schlimmer, weil sie nicht die Resultate erzielen, die sie anhand ihrer Zeit und Ihrer Anstrengungen am Eisen verdienen würden.
Es sind diese verzweifelten Seelen, denen ich Erlösung bieten kann. Durch Trial und Error habe ich eine Reihe von Tipps gefunden, die Dir dabei helfen werden, Muskeln mit einer schnelleren Rate aufzubauen. Die Tage des Masseaufbauterrors sind vorbei.
Warnung
Bevor Du diese Tipps in der Praxis verwendest, müssen wir ein paar grundlegende Regeln durchgehen, so dass wir sicher sind, dass wir von derselben Sache sprechen. Beim Folgenden geht es nicht um Gesundheit und Fitness. Dieser Artikel wird Dir nicht dabei helfen Gewicht für die nächste Familienfeier zu verlieren oder Deine Zeit auf 5000 Meter zu verbessern. Hier wirst Du nichts über die „Wunder“ von Soja oder wie Du Deine Serum Cholesterinspiegel senken kannst, lesen. In diesem Artikel geht es einfach nur darum muskulös zu werden. Viele von euch werden nicht mögen, was sie lesen werden, aber Tatsache ist, dass diese Tipps funktionieren. Aus diesem Grunde werde ich mich für nichts entschuldigen.
Ich sollte jedoch zumindest erwähnen, dass diese Tipps nicht für jeden geeignet sind. Sie sind auf diejenigen zugeschnitten, denen es schwer fällt, Gewicht aufzubauen (typischerweise ectomorphe Kraftsportler) und die nur sehr wenig Appetit haben. Darüber hinaus sind diese Tipps nicht dazu gedacht, Dich zu einer permanenten Veränderung Deines Lebens zu bringen, sondern stellen lediglich Tipps für eine 8 Wochen Phase dar, während der Du die traditionellen Regeln brichst und Masse aufbaust. Zu guter Letzt handelt es sich hierbei um Richtlinien und nicht um einen allumfassenden personalisierten Ernährungsplan.
1 – Konzentriere Dich auf Deine Ernährung und nicht Dein Training
Ich weiß nicht, warum die meisten von uns dazu neigen, sich während der Masseaufbauphase auf ihr Training und nicht ihre Ernährung zu konzentrieren. Dies ist der größte und gleichzeitig am weitesten verbreitete Fehler den Du während der Masseaufbauphase machen kannst. Sein wir ehrlich, die meisten dürren Jungs sind Anfänger. Und wenn Du neu beim Training mit Gewichten bist, dann bedarf es keines so großen Stimulus für ein Muskelwachstum. Du könntest zu Beginn auch ein schrecklich schlechtes Trainingsprogramm verwenden (und wer von uns hat das nicht auch getan) und dieses würde im Hinblick auf den Muskelaufbau trotzdem funktionieren. Wir haben dies im Rahmen von Studien wieder und wieder gesehen: das anfängliche Muskelwachstum während eines neuen Trainingsprogramms ist größer, als wenn dieses Programm bereits seit einiger Zeit verwendet wurde. Dies legt nahe, dass zu Beginn selbst ein suboptimales Trainingsprogramm funktionieren wird.
Ein anderer Grund dafür, dass das Training beim Masseaufbau keine so große Rolle spielt, ist der Intensitätsfaktor. Ich weiß aus Erfahrung, dass dürre Jungs und insbesondere Anfänger, sich im Kraftraum häufig fast umbringen. Auch wenn sie vielleicht nicht das beste Programm verwenden, wir ihr schieres Verlangen danach, Muskeln aufzubauen, sie dazu bringen, Schmerzbarrieren zu überwinden, die einen normalen Mann zum weinen bringen würden.
Mein eigenes Anfänger Trainingslog
Als ich mit meinem ersten “Bankdrücken und Bizeps“ Trainingsprogramm begann, trainierte ich an drei Tagen pro Woche mit demselben Programm. Ich führte acht Sätze Bankdrücken und Curls bis zum Muskelversagen aus. Zusätzlich hierzu führte ich nach jedem Satz einen absteigenden Satz aus und verwendete Supersätze mit fliegenden Bewegungen und Kurzhantelcurls. Ich war so sehr übertrainiert, dass ich jede Minute dieses Trainings hasste, aber meine Besessenheit ließ mich diese Trainingseinheiten trotzdem durchstehen. Traurigerweise taten die 1500 kcal, die ich pro Tag aß, nicht besonders viel, um mein Muskelwachstum zu unterstützen und ich baute den ganzen Sommer lang kein Pfund Muskeln auf. Die echte Tragödie ist, dass ich dachte, dass der Grund für die ausbleibenden Fortschritte eine inadäquate Trainingsintensität wäre.
Dies bringt uns zum wichtigsten Grund, sich auf die Ernährung zu konzentrieren, welche die schiere Menge an Zeit und Anstrengungen ist, die für diesen Aspekt der Hypertrophie benötigt werden. Jeder Idiot kann sich im Fitnessstudio für eine Stunde pro Tag selbst umbringen, aber es bedarf eines echten Fokus und einer echten Hingabe, um Deine ernährungstechnischen Bedürfnisse alle paar Stunden an jedem einzelnen Tag zu decken.
Füge hierzu noch die Tatsache hinzu, dass Du Dich wahrscheinlich zum Essen zwingen musst und es wird klar, dass Dein Fokus auf der Ernährung liegen muss.
2 – Vergiss, was Du über traditionelle Bodybuilding Ernährung weißt
Traditionell gesehen leben Bodybuilder praktisch von Hühnchenbrust, Eiklar und Haferflocken. Auch wenn diese „sauberen“ Nahrungsmittel toll für die Gesundheit sind, sind sie nicht für den Aufbau von Gewicht geeignet. Sie können ihren Platz in einem Masseaufbauprogramm haben, aber wenn Du Dich während des Masseaufbaus strikt an eine „saubere“ Ernährung hältst, dann nutzt Du nicht Dein volles Potential.
Erinnere Dich daran, dass diese Phase aus gutem Grund Masseaufbauphase genannt wird. Du solltest während dieser Phase beim Versuch eine anabole Reaktion anzuregen und das Muskelwachstum zu maximieren die Kalorienzufuhr nach oben fahren. Dies bedeutet natürlich nicht, dass Du Dich nur noch von Cheeseburgern und Kuchen ernähren solltest, aber wenn Du diese Nahrungsmittel verwenden kannst, um Dein Ziel zu erreichen, schnell massig zu werden, dann solltest Du diese konsumieren.
Auch wenn ultra fettreiche Ernährungspläne toll sind, sind diese für einen Steroidzyklus angemessener als für eine durch die Nahrung induzierte Massephase. Du kannst bei Deiner neu aufgebauten Körpermasse ein besseres Muskel zu Fett Verhältnis erreichen, wenn Du traditionelle Bodybuilding Nahrungsmittel mit einer höheren Kalorienzufuhr kombinierst. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass der Konsum von gesättigten Fetten mit höheren Testosteronspiegeln in Verbindung steht und außerdem toll für die Kalorienzufuhr ist. Es ist leichter Nahrungsmittel zu essen, die gesättigte Fette enthalten, da diese im Allgemeinen besser schmecken – ein Bonus für diejenigen unter uns, die keinen Appetit haben und trotzdem versuchen wollen, einen Kalorienüberschuss zu erreichen.
3 – Konsumiere flüssige Kalorien
Dies ist ein weit verbreiteter Tipp für den Masseaufbau, doch ich würde noch einen Schritt weiter gehen, indem ich sage, dass Du mindestens die Hälfte Deiner Mahlzeiten in flüssiger Form konsumieren solltest. Und nein, Pre- und Post-Workout Drinks zählen hierbei nicht, da sie ganz einfach nur das ersetzen, was Du während des Trainings verlierst. Flüssige Mahlzeiten sind perfekt für den Masseaufbau, weil sie im Allgemeinen eine hohe Kaloriendichte aufweisen (davon ausgehend, dass Du sie entsprechend zubereitest) und für ihre Verdauung und Absorption weniger Zeit benötigt wird. Dies bedeutet, dass Du schneller wieder für die nächste Mahlzeit bereit sein wirst, was gleichbedeutend mit einer höheren Kalorienzufuhr ist. Die Zugabe von Zucker kann den Geschmack dieser Mahlzeiten verbessern, was den Konsum leichter macht, wenn essen das letzte ist, was Du tun möchtest.
Dies beugt außerdem all den Entschuldigungen vor, die Leute verwenden, um nichts essen zu müssen. Sowohl die Zeit für die Zubereitung, als auch die für den Konsum benötigte Zeit dieser Mahlzeiten ist sehr kurz, so dass Du diese auch unterwegs trinken kannst! Ein Tipp besteht darin, diese Drinks im Voraus vorzubereiten. Hierdurch sind diese Drinks fertig, wenn Du sie willst (und nein, Du musst Dir keine Gedanken über eine Zersetzung des Proteins machen). Die Zubereitung eines solchen Drinks könnte nicht einfacher sein, so dass auch diejenigen, die bei ihrer Ernährung faul sind keinerlei Ausreden mehr haben werden, um sich vor dem Essen zu drücken. Und nach zwei flüssigen Mahlzeiten in Folge werden sich selbst Menschen, die generell keinen Appetit haben, nach einer festen Mahlzeit sehnen.
4 – Minimiere den Konsum von Obst und Gemüse
Wow, ist dies wirklich ein Tipp? Hast Du das Gefühl alleine durch das Lesen dieses Satzes Krebs zu bekommen?
Obst und Gemüse sind perfekt, wenn es um eine Reduzierung der Kalorien geht, da sie sehr gut sättigen und nur wenig Energie liefern. Wenn Du jedoch Probleme hast, Deinen Kalorienbedarf zu decken, kann der Konsum von Obst und Gemüse temporär ohne gravierende Folgen für die Gesundheit minimiert werden.
Auch wenn ich die Leute schon hören kann, die sich hierüber lautstark aufregen werden, solltest Du im Hinterkopf behalten, dass Du dadurch, dass Du die „10 Portionen pro Tag“ Regel für ein paar Monate ignorierst, nicht gleich Krebs bekommen wirst. Um es noch einmal zu wiederholen – wir sprechen hier von einer Masseaufbauphase und nicht von einem dauerhaften Lebensstil. Darüber hinaus kann der Mikronährstoffbedarf über einen kurzen Zeitraum auch mit Hilfe von Supplements wie Superfoods und durch die Fruchtsäfte, die Dir Kalorien liefern werden, gedeckt werden. Ich glaube, dass die wahre Gefahr dieses Tipps darin besteht, dass die Leute denken könnten, dass es sich hierbei um eine langfristige Veränderung ihrer Ernährung handelt, was natürlich unnötig und letztendlich auch schädlich ist. Da sich beim Essen das meiste um Gewohnheiten dreht und eine Reduzierung des Konsums von Obst und Gemüse keine Angewohnheit ist, die wir aufrechterhalten wollen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass Du Dir dieser Tatsache bewusst bist. Es ist außerdem wichtig zu verstehen, dass dieser Tipp, wenn er über einen kurzen Zeitraum verwendet wird, nicht schädlich ist und Dir dabei helfen kann, Deine Masseaufbauziele zu erreichen. Um es noch einmal zu wiederholen: dieser Tipp ist nur für den Fall gedacht, dass Du es nicht schaffst, Deinen augenblicklichen Kalorienbedarf zu decken. Er sollte für maximal zwei Monate in Verbindung mit einer geeigneten Supplementation eingesetzt werden.
5 – Das 80 Gramm Kasein Protokoll
Den meisten Menschen würde bei der Idee, 80 Gramm auf einmal zu konsumieren schaudern, aber nach Tipp #4 sollte dies kein Problem mehr sein. Die häufigsten Fragen (oder eher Statements) bezüglich des Konsums von so viel Protein haben etwas mit den angeblichen Problem zu tun, diese Menge an Protein zu verdauen oder zu absorbieren. Traurigerweise hält sich der Mythos, dass Du nur 30 Gramm Protein pro Mahlzeit verwerten kannst, genauso hartnäckig wie der Mythos, dass sich Muskeln in Fett verwandeln.
Wir sollten uns weniger Gedanken über Verdauung und Absorption machen, da der limitierende Faktor bezüglich der Menge an Protein, die wir in Muskeln umwandeln können, in der Oxidation besteht bzw. wie viel Protein wir verbrennen, anstatt es zu verwenden. Dies bedeutet, dass es bezüglich der Menge an Protein, die wir verdauen oder absorbieren können, keine Grenze gibt. Die Oxidierung von Aminosäuren ist eine Funktion der Konzentration der Aminosäuren in unserem Blutkreislauf. Umso mehr Aminosäuren sich im Blutkreislauf befinden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese verbrannt werden. Die Blutkonzentration von Aminosäuren wird durch die Menge an Protein, die wir konsumieren und die Freisetzungsrate von Aminosäuren bestimmt. Je schneller die Aminosäuren in den Blutkreislauf gelangen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie verbrannt werden. Dies ist der Grund dafür, dass wir keine 60 Gramm freie Aminosäuren auf einmal zu uns nehmen. Die „vorverdauten“ Aminosäuren gelangen so schnell in unseren Blutkreislauf, dass der größte Teil hiervon verbrannt und somit verschwendet würde.
Kasein: Verhinderung der Oxidation
Am anderen Ende des Spektrums der Geschwindigkeit befindet sich Kasein. Wir wissen, dass dieses Protein toll ist, wenn es direkt vor dem zu Bett Gehen konsumiert wird, da es die ganze Nacht über eine langsame Zufuhr von Aminosäuren in unseren Blutkreislauf sicherstellen wird. Dies ist wichtig, weil Schlaf im Gegensatz zur allgemeinen Meinung für unseren Körper die katabolste Zeit darstellt. Warum? Weil wir fasten. Unser Körper muss damit beginnen Muskeln abzubauen, um seinen Bedarf an Energie und Aminosäuren zu decken.
In einer normalen Situation stellt der Konsum von 40 Gramm Kasein vor dem zu Bett gehen einen hervorragenden Weg dar, diesen Katabolismus zu minimieren. Wenn wir jedoch Masse aufbauen wollen, dann versuchen wir nicht einfach nur, einen Katabolismus zu minimieren – wir versuchen so lange wie möglich in einem anabolen Zustand zu bleiben.
Das ist der Grund dafür, dass 80 Gramm Kasein (und insbesondere micellares Kasein) vor dem zu Bett Gehen die perfekte Ergänzung für Deine Masseaufbauphase ist. Die enthaltenen Aminosäuren werden langsam genug in den Blutkreislauf freigesetzt, um einer Oxidation zu entgehen, während die höhere Dosierung dabei helfen wird, die ganze Nacht über einen anabolen Zustand aufrecht zu erhalten.
6 – Es ist nicht vorbei, bevor es vorbei ist
Selbst wenn die 8 Wochen Massephase vorbei sind, kannst Du immer noch nicht aufhören. Ich weiß, dass Du direkt nach der Massephase damit beginnen möchtest Fett zu verlieren, um der Welt Deine neuen Muskeln zeigen zu können, doch dies ist das Schlimmste, was Du tun kannst. Genauso wie ein Kraftsportler nach der Verwendung anaboler Steroide eine Absetzphase (Post-Cycle Therapy) durchführt, muss auch nach einer Massephase eine ausreichend lange Zeit vergehen, bevor Du zu einer Definitionsphase übergehen kannst. Du musst Deinem Körper erlauben, sich an die neue Menge an Muskelmasse zu gewöhnen, bevor Du damit beginnst, mit einer niedrigen Kalorienzufuhr herumzuspielen.
Denke einmal darüber nach. Unser Körper ist darauf ausgelegt, Veränderungen zu widerstehen und er passt sich nur dann an, wenn dies notwendig ist. Wenn Du gerade erst 10 Pfund Muskeln innerhalb von zwei Monaten aufgebaut hast, stellt dies eine signifikante Abweichung vom Set-Point Deines Körpers dar. Dies bedeutet, dass Dein Körper glücklich darüber wäre, die kostspielige und energietechnisch ineffiziente Muskelmasse, für die Du so hart gearbeitet hast, wieder abbauen zu können. Um diesen Rückschritt zum ursprünglichen Set-Point zu verhindern, musst Du Deinem Körper die Chance geben, sich an die neue Menge an Muskelmasse zu gewöhnen. Die kann über eine Ernährung zur Aufrechterhaltung Deines Gewichts mit Deinem vollen Anteil an Obst und Gemüse erreicht werden. Halte die Trainingsgewichte im schweren Bereich, aber achte mehr auf ein mögliches Übertraining. Du wirst Dich nicht mehr in dem anabolen Zustand befinden, in dem Du Dich während Deiner Massephase befunden hast und wirst deshalb wahrscheinlich anfälliger für ein Übertraining sein. Mache beim Training langsamer, wenn Du das Gefühl hast, dass dies notwendig ist und mach Dir nicht zu viele Gedanken darüber, plötzlich Gewicht zu verlieren – es ist nicht so wie nach einen Steroid Anwendungszyklus.
Vergiss nicht, dass aufgrund Deiner neu aufgebauten Muskelmasse Deine Erhaltungskalorienmenge höher als zuvor ausfallen wird.
4 Häufig gestellte Fragen
1 – Werde ich bei Befolgung dieser Tipps Fett aufbauen?
Ich hoffe doch. Das ist der Grund dafür, dass wir von einer Massephase und nicht von einem behutsamen Aufbau fettfreier Muskelmasse reden.
2 – Warum sollten wir Fett aufbauen wollen?
Wenn Du langsam ein wenig Fett aufbaust, dann bedeutet dies, dass Du Dich in einem optimalen anabolen Zustand für ein Muskelwachstum befindest. Wenn Du zu schnell Fett aufbaust, dann musst Du analysieren, was Du tust und entsprechende Anpassungen vornehmen. Ganz davon abgesehen können es sich die meisten dürren Jungs erlauben, etwas Fett aufzubauen.
3 – Warum bauen wir nicht ausschließlich fettfreie Körpermasse auf?
Aus eigener Erfahrung und Erfahrungen mit Klienten ist es leichter und schneller durch eine klassische Masseaufbauphase eine gute Menge an Muskeln aufzubauen und dann eine Definitionsphase durchzuführen. Wenn Du versuchst Muskeln ohne Fett aufzubauen, dann wirst Du weniger erreichen.
4 – Was ist mit Supplements?
Das ist das Erste, das Anfänger fragen, was daran liegt, dass sie nicht verstehen, wie Muskeln wachsen. Sobald sie verstanden haben, dass für den Aufbau von Muskeln eine enorme Menge an Energie nötig ist, erkennen sie, dass Supplements als Sahnehäufchen auf dem Kuchen gedacht sind und nicht die Ursache für einen Muskelaufbau darstellen.
Wie bereits erwähnt wurde, stellen ein gutes micellares Protein und gute Pre- und Post-Workout Supplements eine hervorragende Ergänzung dar.
Fazit
Diese Tipps sind Beispiele dafür, was Du tun kannst, um einen Aufbau von Gewicht zu unterstützen. Wenn Du diese in Verbindung mit Deinem Training- und Ernährungsprogramm verwendest, dann wirst Du mit Leichtigkeit mindestens ein Pfund pro Woche zunehmen. Bleibe fokussiert, trainiere schwer und vergiss nicht, warum das Ganze als Massephase bezeichnet wird!

Du hast wahrscheinlich schon von Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren gehört. Der Verzehr von zu viel Omega-6 haltigen Nahrungsmitteln kann zu Krebs, Herz-Kreislauf Erkrankungen und exzessiven Entzündungen führen. Und der Verzehr von Omega-3 Fettsäuren ist wichtig, weil er diese Entzündungen unter Kontrolle halten kann. Aber es gibt bei den Omega-6 Fettsäuren eine Ausnahme und das ist Gamma-Linolensäure, kurz GLA.
Was ist GLA?
GLA wird als essentielle Fettsäure angesehen. Wann immer ein Nährstoff als “essentiell“ bezeichnet wird bedeutet dies, dass Du ihn essen musst, um ihn zu bekommen. Dein Körper kann diesen Nährstoff nicht selbst herstellen, wie er dies mit vielen anderen Dingen tun kann. Die zwei essentiellen Fettsäuren, die Du über die Nahrung zu Dir nehmen musst, sind Omega-3 und Omega-6 Fettsäure. Du solltest es jedoch nicht übertreiben und tonnenweise Omega-6 Fettsäuren essen. Das ist das, was die meisten Amerikaner tun und es ist die Ursache für einige Probleme. GLA ist eine Omega-6 Fettsäure, aber eine spezielle. Wenn Du mit den Omega-3 Fettsäuren vertraut bist, dann kennst Du ihre Fähigkeit, Entzündungen zu regulieren. Und aufgrund dieser Tatsache nimmst Du vielleicht auch Fischölkapseln ein. Nun, das was GLA so besonders macht, ist die Tatsache, dass es sich bei GLA um eine Omega-6 Fettsäure handelt, die keinen Entzündungen hervorruft. Genau genommen reduziert GLA Entzündungen.
Ist GLA ein Fatburner?
Es gibt viele Behauptungen, was die Wirkungen von GLA angeht, inklusive seiner Fähigkeiten Fett zu verbrennen. Einige gehen sogar so weit zu sagen, dass GLA das Nahrungsfett ist, das Fett verbrennt. Warum? Weil sie glauben, dass GLA das so genannte braune Fettgewebe aktiviert. Hierzu musst Du wissen, dass der Körper über zwei unterschiedliche Arten von Fettgewebe verfügt: braunes Fettgewebe und weißes Fettgewebe. Das braune Fettgewebe wird als stoffwechseltechnisch aktives Gewebe angesehen, was bedeutet, dass es zur Thermoregulierung des Körpers und hiermit auch zum Energieverbrauch beiträgt. Klingt recht cool, nicht wahr? Aber Moment, bevor Du jetzt auf Google nach all den Dingen suchst, die die Aktivität des braunen Fettgewebes erhöhen könnten, solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass Du wahrscheinlich nicht so weit kommen wirst.
Säugetiere, die Winterschlaf halten, verfügen über mehr braunes Fettgewebe als Menschen, da dieses Fettgewebe für die Thermoregulierung während des langen Winter Nickerchens benötigt wird. Natürlich verfügen auch Menschen über braunes Fettgewebe, doch beim Menschen ist dies hauptsächlich ein Phänomen während des Babyalters. Es dient als Schutzmechanismus, um Babys warm zu halten, da diese nicht über die notwendige Muskulatur verfügen, um zu zittern und hierdurch Wärme zu produzieren. Wenn wir älter werden, nimmt die Menge an braunem Fettgewebe ab und die verbleibende Menge variiert von Mensch zu Mensch. Du wirst also immer noch über braunes Fettgewebe verfügen, aber nicht über so viel wie früher und Du wirst auch vielleicht nicht dazu in der Lage sein, diese Menge zu steigern. Eine Studie, die im Journal of Obesity veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass braunes Fettgewebe bei erwachsenen Menschen, die zwei Stunden der Kälte ausgesetzt wurden, indem ihre Beine auf einen Eisblock gelegt wurden, identifiziert werden konnte. Nachdem die Probanden diesen Prozess durchlaufen hatten, konnte eine Aktivierung des braunen Fettgewebes in den supraclavicularen und paraspinalen Regionen beobachtet werden.
Der Schwachpunkt der Studie liegt jedoch darin, dass sie nur dreizehn Probanden umfasste und nur sechs hiervon eine Aktivierung des braunen Fettgewebes zeigten. Solange Du Dich nicht für zwei Stunden auf einen Eisblock legst und eine Menge an Geld für die entsprechenden Auswertungen ausgibst, wirst Du nicht wissen, über wie viel braunes Fettgewebe Du verfügst, oder wie aktiv dieses bei Dir ist. Und es besteht wahrscheinlich eine 50% Chance, dass Du im Erwachsenenalter nicht mehr über viel braunes Fettgewebe verfügst.
Aber was ist, wenn ich zu den 50% gehöre, die über aktivierbares braunes Fettgewebe verfügen?
Gehen wir einmal davon aus, dass Du zu den Menschen gehörst, die über etwas braunes Fettgewebe verfügen. Dann wärst Du der Typ von Mensch, der durch eine Verwendung von GLA eine Tonne an Fett verbrennen könnte, oder? Auf gewisse Art und Weise, ja.
Die Studie, auf die sich die meisten in diesem Zusammenhang beziehen, stammt aus Japan und wurde im Journal of Comparative Biochemistry and Physiology veröffentlicht. Diese Studie konnte zeigen, dass bei einer Gruppe, die GLA verabreicht bekam, das braune Fettgewebe aktiviert wurde und dass diese Gruppe von Probanden weniger Körperfett als die Kontrollgruppe aufbaute. Ist dies ein Beweis dafür, dass GLA wirkt? Nicht unbedingt, denn es gibt ein paar Dinge, die Du wissen solltest. Zuerst einmal wurde diese Studie mit Ratten als Studienobjekten durchgeführt. Mit Tieren durchgeführte Untersuchungen werden als erster Schritt verwendet, um herauszufinden, ob es Gründe dafür gibt zu glauben, dass ein Nährstoff beim Menschen therapeutische Wirkungen zeigt. Wenn dies der Fall ist, wird eine Studie mit Menschen als Probanden durchgeführt. Und manchmal können bei Ratten Resultate beobachtet werden, die später bei Menschen nicht beobachtet werden können. Hier handelt es sich also lediglich um eine Übertragung der Daten von Ratten auf Menschen. Aber es gibt auch einige Studien, die zeigen, dass GLA beim Menschen zu einem Fettabbau beitragen kann. Tatsache ist jedoch, dass es bei diesen Studien ein paar Probleme gibt. Das größte Problem besteht in der Art von Probanden, die verwendet wurde.
Eine im Journal of Nutrition veröffentlichte Studie konnte z.B. zeigen, dass GLA eine Gewichtszunahme bei früher stark übergewichtigen Menschen reduzieren kann. Wenn Du eine ehemals fettleibige Person bist, dann könnte dies auch auf Dich zutreffen. Wenn Du jedoch eine reguläre fitte Person bist, die niemals fettleibig war, muss dies nicht unbedingt auf Dich zutreffen. Von GLA konnte gezeigt werden, dass es dabei helfen könnte, eine Gewichtszunahme zu verhindern, aber das bedeutet nicht zwangsweise, dass es einer bereits recht schlanken Person dabei helfen kann, ihren Körperfettanteil von zwölf auf sechs Prozent zu reduzieren. Hierfür bedarf es guter alter harter Arbeit und einer intelligenten Ernährung.
Fazit: Solange es keine weiteren, mit Menschen durchgeführten Untersuchungen gibt, ist nicht klar, in welchem Umfang GLA zu einem Fettabbau bei sportlich trainierten Menschen beitragen kann. Eine Einnahme von GLA kann nicht schaden, da GLA gesundheitlich unbedenklich ist und andere Gesundheitsvorzüge besitzt, aber niemand kann im Voraus sagen, in welchem Umfang es bei Dir einen Fettabbau unterstützen kann.
Besser nachgewiesene Vorzüge von GLA
Graben wir etwas tiefer in der Wissenschaft. Das Endziel Deines Körpers besteht darin, Dihomo Gamma-Linolensäure (DGLA) zu bekommen, welche ein Derivat von GLA darstellt. DGLA kann Entzündungen auf zwei Wegen reduzieren. Erstens wird sie in PGE1 umgewandelt, welches entzündungshemmende Wirkungen besitzt. Zweitens kann sie über den 15-Lipoxygenase Pfadweg in 15- HETrE umgewandelt werden, welches die Fähigkeit besitzt, die Bildung von 5-Lipoxygenase zu hemmen, das zur Bildung von entzündungsfördernden Stoffwechselprodukten führen kann.
Wenn Du Dir das Diagramm oben ansiehst, kannst Du erkennen, dass Linolsäure in GLA und anschließend in DGLA umgewandelt werden kann. An diesem Punkt kann DGLA eine direkte entzündungshemmende Wirkung entfalten, indem es PGE1 produziert, oder eine indirekte Wirkung über die Produktion von 15-HEtrE zeigen. Du wirst jetzt vielleicht denken, dass es völlig ausreichen müsste, mehr Linolsäure (eine Omega-6 Fettsäure) zu konsumieren, um über mehr GLA und infolgedessen auch über mehr DGLA zu verfügen.
Doch was auf dem Papier gut aussehen mag, funktioniert nicht immer auch im echten Leben wie gewünscht. Wenn es um die Umwandlung bestimmter Nährstoffe geht, werden Enzyme benötigt. In diesem Fall braucht der Körper ein Enzym namens Delta-6-Desaturase (D6D). Dieses Enzym wandelt Linolsäure in GLA um. Dies muss geschehen, damit letztendlich DGLA produziert werden kann. Das Problem ist jedoch, dass die D6D Spiegel mit steigendem Alter und durch Stress, Strahlung, Zucker, Koffein, Transfette, Diabetes und Alkohol sinken.
Wir können also mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass viele von uns unter abnehmenden D6D Spiegeln leiden. Selbst wenn Du keinen Zucker isst und keinen Alkohol trinkst, wirst Du wahrscheinlich unter etwas Stress leiden, einer gewissen Menge an Strahlung ausgesetzt sein und natürlich älter werden, wodurch die Fähigkeit Deines Körpers GLA zu produzieren, abnimmt. Das ist der Grund dafür, dass Du mit einer GLA Supplementation den die Rate der GLA Produktion limitierenden D6D Pfadweg umgehen kannst, um Deine Spiegel an GLA zu erhöhen, welches schnell in DGLA umgewandelt werden kann.
Wer sollte eine Supplementation mit GLA in Betracht ziehen?
Ich würde GLA in Betracht ziehen, wenn ich ein älterer Kraftsportler wäre. Dies ist ein anderer Pfadweg, der dabei hilft, Entzündungen im Zaum zu halten und die Regeneration zu verbessern. Für die Kraftsportler da draußen, die mit der Verwendung von nichtsteroidalen Entzündungshemmern zur Behandlung von Gelenkschmerzen zu kämpfen haben, könnte GLA einen sinnvollen Ansatz darstellen. Eine im Journal of Rheumatic Disease veröffentlichte Studie konnte zeigen, dass GLA Vorzüge für Probanden mir rheumatischer Arthritis besitzt. Diese Studie umfasste 3 Gruppen:
- Eine Kontrollgruppe
- Eine Gruppe, die Nachtkerzenöl einnahm
- Eine Gruppe, die Nachtkerzenöl und Fischöl einnahm
GLA findet sich in pflanzlichen Samenölen wie Nachtkerzenöl und Borretschöl wieder. Nach zwölf Monaten der Supplementation konnten 11 von 15 Probanden aus der Nachtkerzenöl Gruppe und 12 von 15 Probanden aus der Nachtkerzenöl und Fischöl Gruppe ihre Schmerzmedikamente absetzen. Nur 5 von 15 Probanden aus der Kontrollgruppe konnte ihre Verwendung von Schmerzmitteln reduzieren. Das sind verdammt gute Resultate für ein Pflanzenöl! Du magst vielleicht nicht unter Arthritis leiden, aber die Ursache weit verbreiteter Probleme wie rheumatischer Arthritis, Osteoarthritis und Gelenkschmerzen sind Entzündungen. GLA ist ein Weg, eine entzündungshemmende Wirkung zu schaffen.
Abhängig davon, welches Öl Du wählst, werden die GLA Spiegel variieren. Die Dosierung, die bei den meisten Studien verwendet wurde, lag bei etwa 540 mg GLA pro Tag. Du brauchst also keine Unmengen an GLA, um von seinen positiven Wirkungen profitieren zu können. Das Fazit ist, dass GLA im Hinblick auf einen Fettabbau nicht super vielversprechend ist. Wenn Du aber ein bisschen Stress hast, viel Kaffee trinkst oder älter wirst, dann stellt GLA eine gute Wahl dar, wenn es darum geht Entzündungen unter Kontrolle zu halten.
Von Robert Yang
Quelle: https://www.t-nation.com/supplements/fat-burner-or-money-waster

Frage Deinen Arzt. Frage Deinen Ernährungsberater. Frage die Gesundheitsbehörde. Sie werden Dir alle dasselbe sagen:
Du brauchst wahrscheinlich keine Supplements. Iss einfach vollwertige Nahrungsmittel. Diese sind viel besser. Und Supplements – nun, diese sind sowieso auf eine gewisse Art und Weise fragwürdig. Hast Du nichts von diesem Wrestler gehört, der an Steroid Kreatin gestorben ist? Trinke einfach Deinen fettfreien Maissirup und hör auf nach Supplements zu fragen, Okay? Und jetzt geh weiter. Nun, mit allem nötigen Respekt meinem Arzt gegenüber (der an der Uni vor 25 Jahren eine ganze Stunde damit verbracht hat, etwas über Supplements zu lernen) und meinem Ernährungsberater gegenüber (der unpassenderweise irgendwie speckig ist) und meiner Regierung gegenüber (die dem übergewichtigen Teil der Bevölkerung immer noch empfiehlt, viel Brot zu essen) werden wir nicht einfach weitergehen, wir werden Fragen stellen.
Und wer wäre eine bessere Anlaufstelle für diese Fragen, als Dr. Lonnie Lowery, der ein renomierter Ernährungsberater, Bodybuilder und Akademiker ist, der seit dem Jahr 1989 an der Erforschung von Supplements beteiligt ist.
Ich habe ihn vor ein paar Tagen angerufen und ihm eine scheinbar einfache Frage gestellt: „Sind vollwertige Nahrungsmittel Supplements immer überlegen?“
Hier ist das, was er zu sagen hatte:
Vorwort
“Lasse mich zuerst das Offensichtliche sagen, “ begann er. “Vollwertige Nahrungsmittel sollten den größten Teil der langfristigen Ernährung ausmachen. Sportler müssen lernen, wie sie diese in ihren Lebensstil integrieren. Wir Menschen haben uns mit unverarbeiteten pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln über hunderttausende von Jahre entwickelt und unsere Biochemie ist darauf ausgerichtet, diese Nahrungsmittel zu konsumieren.“
„Aber Begriffe wie ‚natürlich’ wurden bis zu dem Punkt hin missbraucht, an dem die Gesundheitsbehörden Warnungen bezüglich einer Überinterpretation dieser Begriffe veröffentlicht hat. Verteidigen wir der Einfachheit halber Supplements, weil so wenige Autoritäten dies tun.“ Und so begannen wir.
Proteinshakes vs. reguläre Mahlzeiten
Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber es gibt einige verrückte Leute da draußen, die Proteinshake Diäten durchführen. Nein, wirklich. Und während man erwarten würde, dass gelernte Akademiker hierüber spotten würden, sagte Dr. Lowery, dass sich die Zeiten ändern. „Ich habe drei Studien gesehen, die die Idee unterstützen, dass Mahlzeitenersatzshakes für den Fettabbau effektiv sind und besser als traditionelle Diäten sein könnten,“ merkte er an. Eine Idee besteht darin, eine gesunde Ernährung mit einer Proteinshake Diät zu beginnen, rapide Resultate zu erzielen und dann zu einem gesunden Ernährungsplan mit festen Nahrungsmitteln überzugehen. „Protein hält Deine Stoffwechselrate hoch und hilft dabei, Muskelgewebe zu schützen“, sagte Lowery. „Die medizinische Gemeinschaft verwendet seit Jahren Diäten, die primär aus Proteinshakes bestehen in klinischen Umgebungen: das Protein-sparing modified Fast (PSMF, auf Deutsch in etwa proteinsparendes modifiziertes Fasten). Ich denke, dass es irgendwie seltsam ist, dass bestimmte Gesundheitsorganisationen versuchen Proteindrinks zu verteufeln und diese gleichzeitig zu verwenden, um krankhaft übergewichtige Menschen zu behandeln. Lowery merkte außerdem an, dass ein großer Teil der Effizienz von Proteinshakes mit der leichten Einhaltbarkeit dieser Diätpläne zusammenhängt. Trinke mehrere Proteinshakes pro Tag und Du wirst weniger hungrig als der typische Diätende sein. Shakes kann man außerdem leicht mitnehmen, sie schmecken gut, wenn sie vom richtigen Hersteller stammen und es gibt weniger Raum für Fehler während der Diät (Deine Mahlzeiten sind praktisch, Du kannst sie überall mit hin nehmen, Du musst keine Kalorien zählen, Du musst keine Etiketten lesen und Du musst keine Entscheidungen treffen). Lowery hob außerdem hervor, dass Proteinshakes häufig vollwertigen Nahrungsmitteln überlegen sind, wenn es darum geht, einen Kalorienüberschuss zu erreichen. „Das ist das, was notwendig ist, um Muskeln aufzubauen – ein Überschuss an Kalorien, etwa 2800 kcal, um ein Pfund Muskeln aufzubauen“, sagt Lowery. „Mit Shakes ist dies sehr einfach, da Du einfach das hinzufügen kannst, was Du willst. Ich habe sogar schon Schokoladenshakes mit Graham Crackern zubereitet!“ Studien bestätigen häufig das, was wir Bodybuilder seit Jahren wissen: das Trinken zusätzlicher Kalorien ist einfacher, als diese zu kauen. Das Problem bei Mahlzeiten aus festen Nahrungsmitteln besteht darin, dass der nach einem Muskelaufbau strebende Kraftsportler nach ein oder zwei dieser Mahlzeiten, die zusätzliche Nahrungszufuhr später am Tag häufig durch einen geringeren Nahrungskonsum kompensiert. Er ist ganz einfach satt. Flüssigkeiten passieren den Magen hingegen sehr viel schneller.
„Die Zusammenfassung ist an dieser Stelle, dass Proteinshakes sowohl für Diätphasen, als auch für Masseaufbauphasen funktionieren und dass sie aus Sicht der Einhaltung eines Ernährungsplanes häufig besser als feste Nahrungsmittel funktionieren,“ sagte Lowery. „Ich sage nicht, dass Du Dich für immer von Flüssigkeiten ernähren solltest, aber diese Shakes können verwendet werden, um einen Fettabbauplan zu beginnen oder die Kalorienzufuhr bei einem Masseaufbauplan zu steigern.“ Für einen langfristigen Bodybuildingplan, sei auf den Rat von Lowerys altem Mentor, Dr. Peter Lemon verwiesen, der empfahl, dass seine Probanden nicht mehr als 50% ihrer Kalorien in Form von flüssigen Supplements zu sich nehmen.
Bodybuilding Supplements sind schlecht! Supplements für alte Menschen sind gut!
Wenn wir gerade von Mahlzeitenersatzshakes sprechen – ist Dir jemals aufgefallen, dass viele Medizinier Proteinshakes verteufeln und dann im nächsten Atemzug Drinks wie Ensure oder Carnation Instant Breakfast empfehlen?
Fertig zubereitete Shakes wie diese versprechen eine „vollständige und ausgewogene Ernährung“ und die Ensure Website rät „Es ist Deine Gesundheit, kümmere Dich darum!“ Betrachten wir die Liste der Inhaltsstoffe... Die primären Zutaten stammen aus Maissirup, Zucker, Maltodextrin und Sojaprotein.
Was zum Teufel geht hier vor sich? Dr. Lowery klärt uns auf:
„Wenn Ärzte in Krankenhäusern ihren Patienten die die gewöhnlichen ‚klinischen’ Supplement Drinks verabreicht haben, dann haben sie kranke Menschen mit Zucker und/oder Pflanzenöl vollgepumpt. Warum? Ich habe sie gefragt. Sie sagten, dass dies daran liegt, dass diese Drinks gut schmecken und kranke Menschen sowieso zu wenig essen. Meine Antwort war ‚Warum machen wir dann nicht gute Ernährung, die besser schmeckt?’“ Pflanzenöl (wie Färberdistelöl, Palmöl oder Sojaöl) gemischt mit Zucker ist laut Dr. Lowery eine der am dickmachensten und entzündungsförderndsten Mischungen, die man zu sich nehmen kann. Ich würde wetten, dass diese Leute mit Produkten aus dem Bereich der Sportsupplementindustrie besser beraten wären, welche von denselben klinischen Ärzten dämonisiert werden. „Sie würden Sporternährungsdrinks wahrscheinlich lieben, wenn man das Etikett ändern würde und ihnen nicht sagen würde, dass es sich um ein Bodybuilding Supplement handelt,“ fügte Lowery hinzu.
Das Problem mit der Verderblichkeit
Protein Nahrungsmittel verderben schnell, was bei Proteinpulver nicht der Fall ist. Einfach ausgedrückt vermehren sich Bakterien in trockenen Nahrungsmitteln deutlich langsamer als in feuchten Nahrungsmitteln.
„Das Beste was Du tun kannst, ist Proteinpulver trocken und ohne Wasser in eine Shakerflasche zu füllen und diese dann mitzunehmen. Später kannst Du dann Wasser hinzufügen,“ sagte Lowery. Dr. Lowery arbeitet viel mit Collegesportlern zusammen, von denen die meisten Mahlzeiten auslassen. „Es ist schrecklich,“ sagte er, „ich stehe ständig vor der Herausforderung, sie dazu zu bringen Proteinnahrungsmittel zu sich zu nehmen, wenn sie den ganzen Tag lang unterwegs sind. Proteinnahrungsmittel werden schnell schlecht, wenn Du nicht gerade zwischen zwei Kursen Thunfisch direkt aus der Dose isst. In dieser Situation sind Proteinpulver sehr gut geeignet. Einige nehmen ihr Proteinpulver in trockener Form in einer Shakerflasche mit sich und mischen es mit Wasser, wenn sie es brauchen. Hierdurch verschwenden sie nicht all ihre Anstrengungen im Kraftraum, indem sie Mahlzeiten auslassen.“
Unglücklicherweise können Dr. L und NCAA Programme im Allgemeinen keine Drinks direkt verabreichen, die mehr als 30% Protein enthalten. Ja, Du hast richtig gehört. Trotz aller Kontroversen gilt diese Regel weiterhin. Traurigerweise ist dies eine Regel, die ein häufig benötigtes Werkzeug aus dem Ernährungsarsenal von Sportlern verbannen kann. Auch Supplements, die Fett enthalten, können vollwertige Nahrungsmittel schlagen, wenn es um die Verderblichkeit geht. Langkettige, ungesättigte Fette wie Fischöl oder Leinöl werden bei Raumtemperatur schnell ranzig, doch dies geschieht nicht so schnell, wenn diese Öle in Kapseln verfüllt werden, da der Sauerstoff dann nicht an das gute Zeugs kommt. „Viele Menschen in der Gesundheitsindustrie scheinen zu denken, dass ein Nährstoff zu etwas Schlechtem wird, sobald man ihn in Kapseln packt. Aber Du veränderst einen Nährstoff nicht, nur weil Du ihn in Kapseln packst,“ sagte Dr. Lowery. Verderblichkeit mag vielleicht nicht wie ein großes Problem erscheinen, aber zu einer Zeit, in der sich die meisten Menschen von zu Hause entfernt befinden, kürzere Frühstückspausen einlegen, längere Anfahrten zur Arbeit haben und allgemein beschäftigter als je zuvor sind, ist es entscheidend über ‚portable’ Nahrungsmittel zu verfügen, die nicht schlecht werden, was insbesondere dann gilt, wenn Du ein Bodybuilder oder Sportler bist, der viel unterwegs ist.
Nährstoffgehalt: Pille vs. Gabel
"Man kann enorme Mengen an EPA/DHA in Fischöl Gelkapseln packen – mehr als Du wahrscheinlich je durch den Konsum von Fisch zu Dir nehmen wirst”, sagte Dr. Lowery. Und wenn Du so viel Fisch essen würdest, solltest Du Dich daran erinnern, dass wir in einer Welt voller Umweltverschmutzung leben. Egal ob es sich um Zuchtfisch oder wild gefangenen Fisch handelt, ist dieser häufig mit Schwermetallen oder organischen Pestiziden kontaminiert. Ich würde lieber ein hochkonzentriertes, reines Fischölsupplement verwenden, dem ich vertraue.“ Lowery merkte an, dass er nichts gegen den Verzehr von Lachs, Kabeljau und anderen Fisch hat, aber ein Bodybuilder kann ganz einfach nicht genug von dem guten Zeugs bekommen, wenn er nur Fisch isst und kein Fischöl Supplement zu sich nimmt. Und selbst wenn er es könnte, besteht da noch das erwähnte Kontaminierungsproblem, über das man sich Gedanken machen sollte, wenn die tägliche Fischmenge hoch ist.
„Und es ist nicht nur Fischöl,“ sagte Lowery, „sondern auch Dinge wie CLA. Du kannst leicht ein paar Gramm CLA in Form von Supplements pro Tag zu Dir nehmen, aber Du müsstest gigantische, unrealistische Mengen an Milch, Rindfleisch und Pute zu Dir nehmen, um diese Mengen zu konsumieren.“
Kreatin fällt in dieselbe Kategorie. Es bedürfte etwa 10 Pfund rohem Steak, um die Menge an Kreatin zu bekommen, die Du für eine Kreatin Ladephase benötigst. Mit Sicherheit sind Kreatin Supplements vollwertigen Nahrungsmitteln in dieser Hinsicht überlegen (und kosten nur etwa 10 Cent pro Portion). Vitamin D? Hier gilt dasselbe. Du kannst einfach nicht genug mit Vitamin D angereicherte Milch trinken, um Deine Vitamin D Blutspiegel in einen gesunden Bereich zu bringen. Die meisten von uns supplementieren. „Dies gilt insbesondere für diejenigen von uns, die in Bereichen leben, in denen die Sonne im Augenblick ganz einfach keine Option ist“, fügte der blassweiße Lowery hinzu. Nun, falls es da draußen irgendwelche Ärzte, Ernährungsberater oder Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden gibt, die uns sagen, dass wir 45 Liter Milch pro Tag trinken sollten, anstatt eine Vitamin D Pille für vier Cent einzunehmen, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.
Aber Supplements sind verarbeitet! Und verarbeitet ist immer schlecht, richtig?
Nicht notwendigerweise. Fischölsupplements werden z.B. verarbeitet, um all das schlechte Zeugs wie Quecksilber zu entfernen. Milchprotein Supplements werden verarbeitet, um all die Laktose und das andere Zeugs, das wir nicht wollen, zu entfernen, während all das gute Zeugs, das wir wollen, erhalten bleibt.
„Der Begriff ‚verarbeitet’, wie er auf Supplements zutrifft, bedeutet nicht, dass wichtige Bestandteile entfernt werden, wie dies häufig der Fall ist, wenn wir von verarbeiteten Nahrungsmitteln sprechen (bei denen z.B. irrsinnige Mengen an Natrium hinzugefügt werden). Die Absicht bei einer Verarbeitung besteht in diesem Fall darin, etwas besser zu machen“, sagte Lowery. Trotzdem hört Dr. Lowery häufig Kritik in Bezug auf ernährungstechnische Supplements. „Der einzige Zeitpunkt, zu dem dies Sinn macht, ist, wenn wir über ein unvollständiges Protein oder Aminosäuresupplement sprechen, aber kein halbwegs vernünftiger Proteinkonsument würde sich nur von einer unvollständigen Proteinquelle oder Aminosäuretabletten ernähren.“ „Versteht mich nicht falsch“, fügte Lowery hinzu, „einige Proteinsupplements sind voller Müll. Ich habe z.B. ein Proteinpulver gesehen, dass 10.000 mg peptidgebundener Aminosäuren enthielt. Aber das sind nur 10 Gramm Protein. Dies entspricht einer Tasse Milch! Man misst Protein nicht in Milligramm ab.”
Und Proteinriegel? Fang gar nicht erst damit an. „Sportler müssen sich darüber im Klaren sein, dass die 25 Gramm Protein auf dem Etikett zum größten Teil wertlos sein könnten. Einige Firmen fügen biologisch wertloses Kollagen und Gelatine zu ihren Riegeln hinzu, um die Werte zu verbessern. Bitte Leute, schaut euch das genauer an. Lest euch die Zutatenliste eures Proteinriegels durch und stellt sicher, dass er keine dieser wertlosen unnützen Proteinquellen weit vorne in der Zutatenliste enthält“, rät Lowery. Zusammengefasst gilt, dass legitim verarbeitete Supplements kein Problem darstellen. Sie sind verarbeitet, um das Zeugs zu entfernen, das wir nicht wollen. Und verarbeitete Kohlenhydratnahrungsmittel? Nicht so gut. Bei diesen Nahrungsmitteln entfernen Nahrungsmittelhersteller Zeugs, das wir wollen, wie z.B. Ballaststoffe.
Nährstofftiming
Supplements können noch weitere Vorteile gegenüber vollwertigen Nahrungsmitteln haben: präzises Nährstofftiming. Während Nahrungsmittel die Dinge, die wir wollen, langsam zuführen, können Supplements diese Inhaltsstoffe genau dann in den präzisen Mengen liefern, die Du willst, wenn Du diese willst.
Nehmen wir einen von Lowerys Favoriten: Koffein. Wenn Du einen schnellen Schub von genau 200 mg Koffein willst, dann kannst Du einfach eine Koffeintablette schlucken. Kaffee Trinken ist in Ordnung, aber „unpräzise“. Du kannst ihn nicht auf Ex wegtrinken, er wirkt nicht so schnell und der exakte Koffeingehalt kann variieren. Zusätzlich hierzu klingt Kaffee, wenn es sich nicht gerade um Eiskaffee handelt, an einem heißen Sommertag vor Kniebeugen nicht besonders verlockend. „Die Leute neigen dazu, Kaffee zu trinken, wie sie rauchen. Er wird den ganzen Tag über schlückchenweise getrunken,“ sagt Lowery. „Ich bin mir nicht sicher, ob niedrige Koffeinmengen über den Tag verteilt viel bewirken werden. Sie werden zumindest im Hinblick auf die Leistungen nicht viel bringen. Um die Leistungsfähigkeit zu steigern, brauchst Du einen größeren Schub Koffein zu einem genau definierten Zeitpunkt. Die meisten Untersuchungen empfehlen sechs Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht (wahrscheinlich weniger, wenn es um eine Anregung der Fettverbrennung geht). Und erinnert euch daran, dass Koffein nicht exakt dasselbe wie Kaffee ist.“ Auch wenn er seinen Kaffee liebt, kommt Lowery zu der Schlussfolgerung, dass es wahrscheinlich gesünder und effektiver ist, Koffein als Supplement zu dosieren, als den ganzen Tag über Tasse für Tasse Kaffee zu trinken. Mit anderen Worten ausgedrückt verwendest Du die Substanz Deiner Wahl taktisch.
Ballaststoffe ohne Kohlenhydrate
Was ist das erste, was Dir auffällt, wenn Du mit einer strengen kohlenhydratarmen Diät beginnst? Dir wird auffallen, dass Du Deine Seele für einen Dorito verkaufen würdest. Was ist das zweite, was Dir auffallen wird? Ja, manchmal ist es schwer die Kohlenhydrate zu reduzieren und trotzdem ausreichende Mengen an Ballastsstoffen zu bekommen. Auch hier können Supplements von Vorteil sein. „Es gibt reichlich Nahrungsmittel, die Dir reichlich Ballaststoffe liefern können, während Du die Kohlenhydrate niedrig hältst. Denke an ballaststoffreiches Gemüse wie Brokkoli und Blumenkohl,“ sagt Lowery. „Mir wäre es lieber zu sehen, wenn die Leute sich für vollwertige Nahrungsmittel entscheiden würden, wenn sie diesen Weg auch einhalten können. Gemüse ist auf jeden Fall besser als Ballaststoffsupplements. Aber sein wir realistisch, einige Menschen mögen einfach kein Gemüse oder haben nicht die Zeit oder das Verlangen, Gemüse zuzubereiten.“ Somit kommen wir zurück zum Thema der Einhaltung einer bestimmten Ernährungsweise. Ja, es ist möglich adäquate Mengen an Ballaststoffen im Rahmen einer kohlenhydratarmen Ernährung zu konsumieren, aber ist es auch leicht für einen Diätenden, der den ganzen Tag über im Büro arbeitet oder Kurse hat? In diesen Fällen kann der Konsum eines Ballastsstoffsupplements oder die Zugabe von Ballaststoffen zu etwas, das Du sowieso bereits trinkst, wahrscheinlich realistischer als das Dünsten eines Pfundes Brokkoli am Schreibtisch in der Kaffeepause sein. Und erinnere Dich daran, dass es einige kohlenhydratarme Diäten gibt, bei denen zu Beginn kein Gemüse erlaubt ist. In diesen Fällen können Ballaststoffsupplements sehr praktisch sein. Vollwertige Nahrungsmittel sind definitiv besser, wenn es um die Ballaststoffzufuhr geht. Die Zufuhr all der Krebs bekämpfenden Phytochemikalien, die Du in Verbindung mit Deinen Ballaststoffen bekommst, ist einfach unschlagbar. Aber Ballaststoffsupplements sind ein schneller und bequemer Teil des Gesamtbildes, wenn Du Probleme mit der Einhaltung einer perfekten Ernährung hast.
Phytochemikalien: Hier gewinnen vollwertige Nahrungsmittel
Bis zu diesem Punkt haben wir häufig übersehene Vorzüge von Supplements hervorgehoben. Aber es gibt Fälle, in denen und die Natur einfach zu weit voraus ist, was Zeit und Erfahrung angeht und in denen vollwertige Nahrungsmittel ganz einfach gewinnen. „Obst und Gemüse enthalten gesunde Phytochemikalien, die stoffwechseltechnisch in unbekannten Kombinationen zusammenarbeiten,“ sagt Lowery. „Supplements wirken nicht immer auf dieselbe Art und Weise, auf die vollwertige Nahrungsmittel in dieser Hinsucht wirken.“ Hier ist ein Beispiel: Die berühmte Studie zum Thema Beta-Karotin und Rauchen. Im Grunde genommen hat man herausgefunden, dass Raucher, die viele Beta-Karotin reiche Obst- und Gemüsesorten essen, nicht so schnell an Lungenkrebs erkranken. Die klugen Jungs im Laborkittel führten eine klinische Untersuchung durch, in deren Rahmen sie Rauchern ausschließlich Beta-Karotin in Supplementform verabreichten. Zur Überraschung der Wissenschaftler stieg die Lungenkrebsrate bei den Probanden, die Beta-Karotin nur in Form von Supplements konsumierten.
„Dies ist ein klassisches Beispiel dafür, warum wir Mutter Natur und einem Ansatz mit vollwertigen Nahrungsmitteln trauen sollten,“ sagte Lowery.
Supplements vs. Nahrungsmittel: Das Fazit
Trotz der Warnungen vor Pillen und Pulvern durch Ärzte und abgehalfterte Ernährungsberater können Supplements eine Menge Dinge bewirken, die vollwertige Nahrungsmittel nicht bewirken können. Gute Beispiele umfassen Kreatin, Fischöl, CLA, Vitamin D und andere Dinge wie Resveratrol, von denen Du ganz einfach nicht genug in Form von vollwertiger Nahrung zu Dir nehmen kannst, um eine medizinische oder leistungssteigernde Wirkung zu erzielen. Selbst Proteinpulver werden heute von der wissenschaftlichen Gemeinschaft als Supplements mit strategischen Vorzügen gegenüber vollwertigen Nahrungsmitteln angesehen.
Auch die Einhaltung einer Ernährungsweise spielt hier eine große Rolle. Auch wenn der tägliche Verzehr von tonnenweise grünem Biogemüse und exotischen Beeren eine Menge Vorzüge mit sich bringt, werden wir in der Realität wahrscheinlich eher eine Ernährung mit einem Superfood Supplement befolgen. Dieses spart ganz einfach Zeit und Geld. Aber im Kontext gesehen ist Mutter Natur eine weise Braut und sie weiß mehr über das magische Zusammenspiel von Phytochemikalien und menschlicher Physiologie als wir. Sagt Dr. Lowery, dass Du vollwertige Nahrungsmittel durch Supplements ersetzen solltest? Natürlich nicht. Aber er sagt, dass Supplements manchmal gegenüber vollwertigen Nahrungsmitteln klare Vorzüge besitzen können. Die Wissenschaft holt auf. Dies bedeutet, dass Ernährungsberater und selbst die Regierung in 15 bis 20 Jahren aufholen werden. Bis dahin solltest Du Deine vollwertigen Nahrungsmittel essen und Deine Pillen und Pulver einnehmen.
von Chris Shugart
Quelle: https://www.t-nation.com/supplements/supplements-vs-whole-foods

Wheyprotein Pulver:
Ein vollständiger A-Z Ratgeber für alle Typen von Wheyprotein Supplements
Wheyprotein wird als Basissupplement angesehen, das von Sportlern, Bodybuildern und Fitnessenthusiasten verwendet wird, um Muskelregeneration, den Aufbau von fettfreier Muskelmasse und die allgemeine Gesundheit zu unterstützen.
Dieser Ratgeber wird Dich folgendes lehren:
- Was Wheyprotein ist und wo es herkommt.
- Wer von einer Verwendung von Wheyprotein Supplements profitieren kann.
- Wie Du das richtige Wheyprotein Supplement wählst.
- Wie viel Wheyprotein Du verwenden solltest und was die besten Zeiten sind.
Was ist Wheyprotein?
Wheyprotein ist ein Begriff, der verwendet wird, um eine Gruppe von Milchproteinen zu beschreiben, die aus Molke isoliert werden, welche als Nebenprodukt während der Gerinnung von Milch im Rahmen der Herstellung von Käse abfällt. Die meisten Menschen denken, dass Wheyprotein einfach eine Mischung der typischen Aminosäuren darstellt, die wir kennen, aber in Wirklichkeit enthält Wheyprotein viele weitere Moleküle.
Die Mischung aus Proteinen enthält für gewöhnlich etwa 65% Beta-Lactoglobulin, 25% Alpha-Lactalbumin, 8% Rinder Serumalbumin und geringe Mengen an Immunoglobulinen, Laktose und Fett.
Wie wird Wheyprotein hergestellt?
Wheyprotein kann direkt aus Milch oder sogar Käse hergestellt werden, doch fast alle bekannten Marken von Wheyprotein werden direkt aus Milch hergestellt.
Als erstes wird das Wheyprotein von der Milch unter Verwendung eines Siebverfahrens getrennt. Das Resultat ist ein flüssiges Wheyprodukt. Danach besteht der erste Schritt in einer Pasteurisierung unter Verwendung eines Verfahrens mit einer ultra hohen, kurzen Erhitzung.
Im Grunde genommen wird das Produkt für 15 Sekunden auf die notwendige Minimaltemperatur von 161 °F erhitzt. Milch wird pasteurisiert, um jegliche schädlichen Bakterien abzutöten, die in der Milch enthalten sein könnten.
Der nächste Schritt besteht in einer Isolation des Proteins aus der flüssigen Molke. Die kann durch einen Ionenaustausch oder durch eine mechanische Filtration erreicht werden.
Das Ionenaustauschverfahren bedarf häufig der Verwendung von Säuren (z.B. Salzsäure) oder Basen (z.B. Natriumhydroxyd), was zu einer Denaturierung des Proteins führen kann.
Während das chemisch basierte Verfahren des Ionenaustauschs billiger ist und häufig mehr Aminosäuren isoliert werden können, besteht der Nachteil dieses Verfahrens darin, dass einige der anderen wichtigen in Wheyprotein enthaltenen Verbindungen wie Lactoferrin und viele der Immunoglobuline verloren gehen.
Der mechanische Filterungsprozess, der häufig auch als Cross-Flow Filtrierung bekannt ist, ist ein physikalischer Prozess, der häufig in einem besseren Produkt resultiert. Dieser Prozess kann jedoch teurer und aufwändiger sein.
Die Art und Größen der Filter, die verwendet werden und die Anzahl der aufeinanderfolgenden Filtrierungsschritte sind der Schlüssel dazu, welcher Typ von Wheyprotein produziert wird. Je feiner der Filter ist und je häufiger das Produkt gefiltert wird, desto reiner wird das Endprodukt. Mit jedem Filtrierungsschritt wird die Menge an Laktose, Fett, Asche und anderer kleiner Verunreinigungen im Endprodukt geringer.
Die Art des Filters und die Anzahl der Filtrierungsschritte sind der primäre Unterschied bei der Herstellung unterschiedlicher Arten von Wheyprotein (primär Isolate und Konzentrate)
Typen von Wheyprotein
Es gibt drei Haupttypen von kommerziell erhältlichen Wheyproteinen: Wheyprotein Isolat, Wheyprotein Konzentrat und Wheyprotein Hydrolysat. Betrachten wir diese im Detail:
Wheyprotein Isolat
Wheyprotein Isolat wird als die reinste erhältliche Form von Wheyprotein angesehen. Es enthält zwischen 90 und 95% Wheyprotein, sehr wenig Fett (0,5 bis 1%) und sehr wenig Laktose (0,5 bis 1%). Dies macht Wheyprotein Isolat zu einer guten Proteinquelle für Menschen, die unter einer Laktoseintoleranz oder anderen Problemen bei der Verdauung von Laktose leiden.
Eine Sache, die erwähnt werden sollte ist, dass es Wheyprotein Isolat häufig an einer Menge der anderen vorteilhaften Verbindungen von Wheyprotein inklusive Immunoglobulinen und anderen kleinen Molekülen, die für die Gesundheit nützliche Eigenschaften besitzen, mangelt. Wenn Du Dich also für Wheyprotein Isolat entscheidest, dann kann es sein, dass Dir ein Teil der Magie entgeht.
Wheyprotein Konzentrat
Wheyprotein Konzentrat weist einen niedrigeren Proteingehalt auf, der typischerweise von 25 bis 98% reicht, wobei die meisten kommerziell erhältlichen Konzentrate zwischen 70 und 80% Protein enthalten. Wheyprotein Konzentrat enthält häufig zwischen 4 und 8% Laktose, Fett und andere Mineralstoffe.
Diese Art von Wheyprotein findet sich außerdem häufig in Proteinriegeln und anderen Nahrungsmittelprodukten wieder.
Wheyprotein Hydrolysate
Wheyprotein Hydrolysate – die auch als hydrolysiertes Wheyprotein bekannt sind – bestehen aus Wheyprotein, das enzymatisch behandelt wurde, um lange Proteinketten in kürzere aufzubrechen. Dieser Prozess macht das Wheyprotein leichter durch den Körper absorbierbar und reduziert häufig das Potential für allergische Reaktionen und Verdauungsprobleme. Als solches wird es häufig in Produkten für Kleinkinder, Sportprodukten und medizinischen Ernährungsprodukten verwendet.
Eine direkte Gegenüberstellung der primären Typen von Wheyprotein
|
Typ von Wheyprotein |
Proteinkonzentration |
Andere Verbindungen |
Allergene |
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Wheyprotein Isolat |
90 – 95% Wheyprotein |
Nur Spuren von Fett, Laktose oder anderen Mineralstoffen |
Niedrig bei Laktoseintoleranz, hoch bei einer Milchproteinallergie |
|
Wheyprotein Konzentrat |
25-89% Wheyprotein. Typische in kommerziellen Produkten enthaltene Konzentrationen liegen bei 80% |
Enthält etwas Fett, Laktose und andere Mineralstoffe. Typischerweise sinkt die Menge dieser Inhaltsstoffe mit steigender Proteinkonzentration. |
Hoch bei Laktoseintoleranz, hoch bei einer Milchproteinallergie |
|
Wheyprotein Hydrolysat |
80 – 90% Wheyprotein, wobei die Konzentration von Produkt zu Produkt stark variiert |
Von Produkt zu Produkt stark variabel |
Hoch bei Laktoseintoleranz, niedrig bei einer Milchproteinallergie |
Die Vorzüge von Wheyprotein
Eine Wheyprotein Supplementation erfreut sich unter Sportlern einer hohen Beliebtheit, da es Berichten zufolge die sportliche Leistungsfähigkeit steigern kann. Wheyprotein ist ein beliebtes Proteinsupplement, das aufgrund seines hohen Anteils an essentiellen Aminosäuren und verzweigtkettigen Aminosäuren, was in einer höheren biologischen Wertigkeit resultiert (1-4), dazu gedacht ist, eine gesteigerte Muskelkraft und eine verbesserte Körperkomposition zu liefern.
Zusätzlich hierzu konnte von einer Wheyprotein Supplementation gezeigt werden, dass sie oxidativen Stress durch eine Erhöhung der endogenen Glutathion Produktion reduziert und eine mit intensivem Training in Verbindung stehende kompromittierte Gesundheit des Verdauungstrakts verbessert (5-8).
Während die meisten in diesem Artikel behandelten Themen für Wheyprotein Supplement spezifisch sind, möchte ich jeden daran erinnern, dass vollwertige Nahrungsmittelquellen von Wheyprotein im Hinblick auf ernährungstechnische Synergien einer Wheyprotein Supplementation überlegen sein könnten.
Gesteigerte Kraft und fettfreie Körpermasse
Die meisten Sportereignisse sind auf die Kraftproduktion der Muskeln angewiesen, wobei eine höhere Fähigkeit Kraft zu produzieren mit einer gesteigerten Leistung in Verbindung steht. Da Kraft gleich Masse mal Beschleunigung (F = M * A) ist, ist eine Erhöhung der Muskelmasse der am weitesten verbreitete Weg, auf dem Sportler darauf abzielen ihre Kraftproduktion zu steigern.
Eine Hypertrophie der Skelettmuskulatur bedarf es des richtigen Widerstandstrainings und des richtigen Ernährungsstatus, in dem die Muskelproteinsynthese den Muskelproteinabbau übersteigt.
Eines der Hauptkonzepte in der Literatur, die sich mit der Skelettmuskelhypertrophie beschäftigt, ist die Idee der Netto Proteinbilanz. Die Netto Proteinbilanz ist als Muskelproteinsynthese minus Muskelproteinabbau definiert. Es wird somit zu einer Skelettmuskelhypertrophie kommen, wenn die Muskelproteinsynthese höher als der Muskelproteinabbau ausfällt (9).
Einer der kritischen Faktoren, der Muskelproteinsynthese und Muskelproteinabbau beeinflusst, ist die Verfügbarkeit von Aminosäuren (10, 11). Eine Wheyprotein Supplementation stellt eine Quelle von Aminosäuren mit hoher biologischer Wertigkeit dar und ihr wird nachgesagt, dass sie Muskelmasse und Kraft steigert.
Es gibt eine große Menge an wissenschaftlichen Untersuchungen, die die Effizienz einer Wheyprotein Supplementation in Bezug auf eine Erhöhung von Kraft und Muskelmasse untersucht haben. Die Resultate dieser Untersuchungen sind nicht vollständig übereinstimmend, aber eine große Menge an Hinweisen legt nahe, dass eine Wheyprotein Supplementation sowohl Kraft, als auch Muskelmasse steigert (12 – 15).
Zusätzlich hierzu konnten Wissenschaftler vor Kurzem zeigen, dass Inhaltsstoffe von Wheyprotein die Zellsignalpfadwege – spezifisch mTOR – heraufregulieren, die für die Muskelproteinsynthese und die Muskelhypertrophie verantwortlich sind (16).
Wheyprotein und Glutathion
Oxidativer Stress steht für ein Ungleichgewicht zwischen antioxidativem Verteidigungssystem und der Produktion reaktiver Sauerstoffspezies (17). Der Sauerstoffkonsum während eines schweren Trainings kann auf den bis zu 100-fachen Wert der normalen Spiegel im Ruhezustand ansteigen, wodurch die Produktion freier Radikale steigt, was in oxidativem Stress resultiert.
Auch wenn die Daten nicht eindeutig sind, zeigen existierende Studien nach einem schweren Widerstandstraining eine gesteigerte Produktion freier Radikale und gesteigerte zelluläre Schäden (18).
Sportler weisen aufgrund der gesteigerten pro-oxidativen Prozesse, denen sie sich selbst aussetzen, ein höheres Risiko für oxidativen Stress als ihre körperlich inaktiven Gegenstücke auf (19). Die erhöhten Spiegel oxidativer Sauerstoffspezies, die während eines schweren Trainings produziert werden, müssen durch das körpereigene antioxidative System reduziert werden, um ein oxidatives Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.
Glutathion, das im Körper am häufigsten vorkommende und wichtigste Antioxidans, ist ein Tripeptid, das aus den Aminosäuren L-Cysteine, L-Glutaminsäure und Glycin synthetisiert wird (20). Glutathion spielt bei der antioxidativen Verteidigung, dem Nährstoffstoffwechsel und der Regulierung von für die Homöostase des Körpers essentiellen Pfadwegen eine entscheidende Rolle (21).
Zusätzlich hierzu dient Glutathion bei der Aktivierung der Lymphozyten des Immunsystems als regulierende Verbindung (22).
Es ist offensichtlich, dass Glutathion eine für die Aufrechterhaltung der Gesundheit entscheidende Verbindung darstellt und ein Mangel an Glutathion wurde mit zahlreichen pathologischen Zuständen inklusive Krebs, neurodegenerativer Störungen, zystischer Fibrose, HIV und dem Altern in Verbindung gebracht (23). Glutathion ist für Sportler von besonderem Interesse, da die Glutathion Konzentration als Resultat ernährungstechnischer Limitierungen, Training und oxidativem Stress stark variiert.
Die immensen körperlichen Anforderungen des Sports setzen den Körper des Sportlers einer hohen Menge an physiologischem Stress aus. Glutathion spielt bei der Aufrechterhaltung eines normalen Redox Status während des Trainings eine entscheidende Rolle (24, 25). Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass erschöpfendes Training den Glutathion Status reduziert (24, 25, 26).
Dies weist auf die Notwendigkeit erhöhter Glutathionspiegel bei Sportlern hin. Wissenschaftler haben gezeigt, dass die Aminosäure Cystein der die Rate limitierende Faktor bei der Glutathion Synthese ist (27, 28). Aus diesem Grund könnte sich die Aufnahme einer Cystein reichen Proteinquelle in die Ernährung als effizient erweisen, wenn es um eine Erhöhung der Rate der Glutathion Resynthese durch die Verfügbarkeit ausreichender Mengen von Cystein im Aminosäurepool geht.
Eine Supplementation mit freiem Cystein ist jedoch nicht empfehlenswert, da es spontan oxidiert wird und von einer solchen Supplementation gezeigt werden konnte, dass sie toxisch wirkt (29). Nahrungsquellen von Cystein in Form von Cystin (zwei Cystein Moleküle, die über eine Disulfidbindung miteinander verbunden sind) sind stabiler als freies Cystein und werden korrekt verdaut. Wheyprotein Supplements inklusive Wheyprotein Isolat und Wheyprotein Konzentrat sind reich an Cystein und führen den Zellen des Körpers Cystein über normale stoffwechseltechnische Pfadwege zu (30, 31).
Durch die Zufuhr einer ausreichenden Menge von Cystein erlaubt eine Wheyprotein Supplementation den Zellen eine Synthese von Glutathion und eine Wiederauffüllung der Glutathion Reserven ohne unerwünschte Nebenwirkung (31). (Somit könnte eine Wheyprotein Supplementation dazu dienen, die endogene Produktion von Glutathion zu steigern und den oxidativen Stress bei Sportlern zu lindern).
Die Verwendung einer Wheyprotein Supplementation zur Linderung einer trainingsinduzierten Abnahme der Glutathionspiegel im Blut wurde ausgiebig untersucht. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Wheyprotein Supplement hilfreich ist, wenn es um die Aufrechterhaltung normaler physiologischer Glutathionspiegel bei sportlichen und unsportlichen Populationen in Reaktion auf ein Training geht (32-24).
Darüber hinaus haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass Wheyprotein die Fähigkeit eines Sportlers mit akutem oxidativem Stress zurecht zu kommen verbessert und Wheyprotein könnte deshalb als sichere und effektive Alternative Quelle für Antioxidantien zur Verhinderung von Sportverletzungen und Krankheiten dienen, die durch exzessive Mengen an reaktiven Sauerstoffspezies verursacht werden (35).
Die Untersuchungen im Hinblick auf Wheyprotein Supplements und Glutathionstatus unterstützen die Verwendung von Wheyprotein zur Verbesserung des Gesundheitsstatus bei Sportlern durch eine Verstärkung des endogenen antioxidativen Systems.
Wheyprotein und die Immunfunktion
Anstrengendes Training und schwere Trainingsprogramme werden mit einer Unterdrückung der Immunzellfunktion in Verbindung gebracht (36 – 40). Darüber hinaus kann eine inadäquate oder unangemessene Ernährung den negativen Einfluss von starker Belastung auf die Immunkompetenz verstärken. Eine Unterdrückung der Immunfunktion setzt die entsprechende Person einem erhöhten Risiko für Infektionen aus.
Sportler erhöhen während bestimmter Phasen der Saison sowohl Volumen, als auch Intensität ihres Trainings, was in einem Zustand des Overreachings oder des Übertrainings resultieren kann. Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Immunfunktion in der Tat empfindlich auf Erhöhungen von Trainingsvolumen und Intensität reagiert.
Auch wenn diese Untersuchungen nicht gezeigt haben, dass Sportler während dieser Phasen einer unterdrückten Immunfunktion klinisch immungeschwächt sind, könnte dieser Zustand trotzdem ausreichen, um das Risiko für weit verbreitete Infektionen zu erhöhen.
Da die Komponenten des Immunsystems stark von Aminosäuren abhängig sind, können endogene und über die Nahrung zugeführte Aminosäuren den Status des Immunsystems beeinflussen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Wheyproteine im Vergleich zu anderen Proteinquellen bezüglich ihrer Fähigkeit der Förderung einer starken Immunfunktion über zahlreiche nützliche Verbindungen inklusive Glutamin, α-Lactalbumin und β-Lactoglobulin und kleine Proteinfraktionen wie Serum Proteine, Lactoferrin und eine Reihe von Immunoglobulinen einzigartig sind (41 – 43).
Wheyprotein und die Gesundheit des Verdauungstrakts
Intensives körperliches Training führt zu einem reduzierten Blutfluss zu den inneren Organen, einer Minderdurchblutung des Verdauungstraktes und erhöhten Temperaturen im Darm (4). Ein reduzierter Blutfluss zum Darm und hohe Temperaturen im Darm während des Trainings können zu einer Dysfunktion der Darmbarriere durch eine gesteigerte Durchlässigkeit der undurchlässigen Verbindungen führen (5, 8).
Diese gesteigerte Durchlässigkeit der Darmwand führt zu einer Invasion gramnegativer Darmbakterien und/oder ihrer toxischen Bestandteile (Endotoxine) in die Blutzirkulation (45 – 47). Endotoxine sind hoch toxische Lipopolysaccharide der äußeren Zellwand gramnegativer Bakterien. Lipopolysaccharide sind in vivo ein primärer Auslöser für eine Immunreaktion über eine Induzierung des Zytokinnetzwerks (45). (Jeukendrup, et al., 2000).
Dieser als Enditomäxie bezeichnete Prozess kann aufgrund einer Absorption von Pathogenen/Toxinen in Blutkreislauf und Gewebe in einer gesteigerten Anfälligkeit für Infektionen und Autoimmunerkrankungen resultieren (48).
Der Forschungsbereich der Durchlässigkeit der Darmwand ist noch relativ neu und prospektive Langzeitstudien müssen zukünftig erst noch die potentiellen Gesundheitsrisiken einer chronischen niedergradigen Durchlässigkeit der Darmwand identifizieren.
Aktuelle Untersuchungen haben jedoch eine Verbindung zwischen Durchlässigkeit der Darmwand und einer Reihe von Autoimmunerkrankungen inklusive Morbus Chron, Hashimoto, Lupus Erythmatosis, Schuppenflechte und rheumatischer Arthritis hergestellt (49 – 53). Zusätzlich hierzu wurde eine Durchlässigkeit der Darmwand mit mentalen Erkrankungen inklusive Schizophrenie und Depressionen in Verbindung gebracht (54, 55).
Wie bereits erwähnt wurde, stellen undurchlässige Verbindungen eine der Hauptkomponenten der Funktion der Darmbarriere dar und agieren als physikalische und funktionale Barriere gegen parazellulare Penetrationen durch Makromoleküle aus dem Lumen (56, 57). Aus diesem Grund ist die Regulierung der Durchlässigkeit undurchlässiger Verbindungen für die Aufrechterhaltung der Integrität und eine Reduzierung des Eintritts von Endotoxinen in den Körper von entscheidender Bedeutung.
Die Aminosäure Glutamin ist für die Aufrechterhaltung dieser undurchlässigen Verbindungen von entscheidender Bedeutung (56). Glutamin ist die im Blut am häufigsten vorkommende Aminosäure und wird als bedingt essentielle Aminosäure angesehen (56). Unter normalen Umständen wird Glutamin vom Körper in ausreichenden Mengen produziert, um die normalen physiologischen Funktionen aufrecht zu erhalten.
In stressigen Situationen wie einem körperlichen Training, kann die endogene Glutaminproduktion unzureichend sein, so dass sich der Körper auf exogene (von außen zugeführte) Glutaminquellen verlassen muss, um seinen Bedarf zu decken.
Von einer Glutamin Supplementation konnte gezeigt werden, dass sie die Durchlässigkeit der Darmwand, die durch eine Reihe von physiologischen Stressoren beeinträchtigt wurde, über eine Wiederherstellung der Integrität der undurchlässigen Verbindungen normalisiert (58-60). Zusätzlich hierzu hat sich eine Glutamin Supplementation als effektiv erwiesen, wenn es um eine Reduzierung einer trainingsinduzierten gesteigerten Durchlässigkeit der Darmwand geht (61).
Wheyprotein ist eine reichhaltige Glutaminquelle und Wissenschaftler konnten zeigen, dass eine Wheyprotein Supplementation dazu in der Lage ist, eine gesteigerte Durchlässigkeit der Darmwand zu reduzieren (62, 63). Aus diesem Grund könnte Wheyprotein nützlich sein, wenn es um eine Reduzierung einer trainingsinduzierten gesteigerten Durchlässigkeit der Darmwand und des Risikos für eine Endotoxämie und Autoimmunstörungen geht.
Zusammenfassung
Wheyprotein ist eine exzellente Quelle für eine große Bandbreite an Aminosäuren und zusätzlichen Nährstoffen, die sich vorteilhaft auf die Gesundheit auswirken. Es konnte gezeigt werden, dass Wheyprotein in Verbindung mit einem Widerstandstraining die fettfreie Körpermasse erhöht, den Glutathionstatus verbessert, immunmodulatorische Wirkungen besitzt und die Gesundheit des Verdauungstrakts verbessert.
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann mit Wheyprotein entweder über vollwertige Nahrungsmittelquellen oder einer gelegentlichen Verwendung von Wheyprotein Supplements aufgewertet werden.
Wie und wann solltest Du Wheyprotein verwenden?
Es gibt keine festen Regeln dafür, wie und wann Du Wheyprotein verwenden solltest, da es sich bei Wheyprotein im Grunde genommen genau wie bei Käse und Joghurt um ein Nahrungsmittelprodukt handelt. Es gibt jedoch einige intelligente Wege, Wheyprotein zu verwenden!
Wheyprotein wird häufig nach dem Training verwendet, da es schnell verdaulich ist und gezeigt werden konnte, dass es die Muskelproteinsynthese fördert und einen Abbau von Muskelprotein nach dem Training hemmt. Die typische nach dem Training konsumierte Menge liegt zwischen 20 und 40 Gramm.
Du kannst dieselbe Wirkung auch mit niedrigeren Dosierungen erreichen, welche diese Wirkung jedoch nicht zu maximieren scheinen und mehr als 40 Gramm werden diese Wirkung nicht deutlich weiter steigern. Du kannst Dein Wheyprotein nach dem Training mit Wasser oder Milch gemischt konsumieren. Du kannst es auch mit gefrorenen Früchten als Smoothie zubereiten oder es zu anderen Nahrungsmitteln hinzufügen, um den Proteingehalt Deiner Post-Workout Mahlzeit zu erhöhen.
Wheyprotein kann auch als Proteinquelle für eine Mahlzeit oder als Snack für unterwegs verwendet werden. Wenn Du z.B. morgens Wheyprotein unter Deine Haferflocken mischst, dann kannst Du hierdurch den Proteingehalt Deines Frühstücks erhöhen oder Du kannst Wheyprotein mit zur Arbeit nehmen und es als Snack trinken.
Nebenwirkungen von Wheyprotein
Wheyprotein kann eine Reihe geringfügiger den Verdauungstrakt betreffende Nebenwirkungen inklusive Verstopfung, Blähungen und einem aufgeblähten Gefühl besitzen. Menschen, die allergisch auf Milchprotein reagieren, können nach dem Verzehr von Wheyprotein allergische Reaktionen erleben und sollten deshalb vor dem Verzehr von Wheyprotein oder bei Anzeichen für allergische Reaktionen ihren Arzt konsultieren.
Da Wheyprotein einen von Produkt zu Produkt variierenden Gehalt an Laktose aufweist, kann es bei Menschen, die unter einer Laktoseunverträglichkeit leiden, zu Unverträglichkeitserscheinungen kommen. Diese Menschen sollten ein hochwertiges Isolat mit möglichst geringem Laktose/Kohlenhydratgehalt verwenden oder ganz auf Wheyprotein verzichten.
Nahrungsmittel, die Wheyprotein enthalten
Milchprodukte wie Milch, Käse, Butter und Joghurt enthalten Wheyprotein. (Eine lustige Tatsache: die Flüssigkeit, die sich auf einem Joghurt ansammelt, enthält Wheyprotein – schütte Deine Zuwächse also nicht in den Ausguss!).
Wheyprotein wird außerdem bei der Herstellung von industriell produzierten Nahrungsmittelprodukten verwendet, da es einen sehr vielseitigen Inhaltsstoff darstellt. Es wird häufig als Emulgator bei gebackenen Produkten, in Eiscrememischungen und in Dressings verwendet. Es wird außerdem verwendet, um die Löslichkeit von Zubereitungen zu verbessern und findet sich auch in gefrorenen Desserts und sogar Suppen und Saucen wieder.
Typischerweise wird Dir die in diesen Produkten enthaltene Menge nicht beim Aufbau von Muskelmasse helfen, aber Wheyprotein ist mit ziemlicher Sicherheit enthalten.
Andere Proteinquellen im Vergleich zu Wheyprotein
Sojaprotein
Sojaprotein ist eine Proteinquelle, die aus Sojabohnen hergestellt wird. Die Fähigkeit von Sojaprotein, dem Aminosäurepool des Körpers Aminosäuren zur Verfügung zu stellen ist gut dokumentiert und es wird als schnell verdauliches Protein angesehen. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass Sojaprotein im Vergleich zu einem Placebo die Muskelproteinsynthese stärker erhöht.
Unglücklicherweise scheint Sojaprotein im Vergleich zu Wheyprotein eine unterlegene Proteinquelle darzustellen. Der Verzehr von 30 Gramm Wheyprotein oder Sojaprotein resultierte z.B. in einer äquivalenten p70S6K Phosphorylierung (ein Molekül, das an der Proteinsynthese beteiligt ist) 2 Stunden nach dem Training, aber Sojaprotein konnte anders als Wheyprotein keine lange anhaltende Phosphorylierung von p70S6K für bis zu 4 Stunden nach dem Training aufrecht erhalten.
Im Rahmen einer anderen Studie fiel die thermische Wirkung von Wheyprotein um 14,54% höher als bei Sojaprotein aus, was daraufhin deutet, dass Wheyprotein für den Gewichtsabbau besser geeignet ist. Bei derselben Studie lag der durchschnittliche Maximalwert der Sauerstoffaufnahme bei Wheyprotein bei 29,94% und bei Sojaprotein nur bei 23,98%. Sojaprotein scheint schneller verdaulich zu sein, könnte aber im Hinblick auf die Muskelproteinsynthese unterlegen sein.
Kasein
Milchprotein besteht aus Wheyprotein und Kasein Protein. Kasein wird häufig als „das andere“ Protein angesehen. Ähnlich wie Wheyprotein ist Kasein eine reichhaltige Quelle für Aminosäuren und liefert ein biologisch gesehen vollständiges Aminosäureprofil.
Kasein wird langsamer als Wheyprotein verdaut und setzt deshalb über eine längere Zeitspanne Aminosäuren in den Blutkreislauf frei. Dies hat zu der Hypothese geführt, dass Kasein für den Muskelaufbau überlegen sein könnte, da es eine längere Versorgung mit Aminosäuren zur Verfügung stellt, was insbesondere dann nützlich ist, wenn es abends vor dem zu Bett Gehen verwendet wird.
Auch wenn es substantielle Behauptungen bezüglich der Überlegenheit von Kasein gibt, halten dieser einer genaueren wissenschaftlichen Betrachtung nicht stand. Worauf wir uns jedoch wirklich verlassen können ist, dass Kasein wahrscheinlich vor den zu Bett Gehen eine bessere Wahl als Wheyprotein darstellt, wogegen Wheyprotein wahrscheinlich nach dem Training besser ist.
Aus Sicht des Gewichtsabbaus könnte Kasein einen leichten, wenn auch indirekten Vorsprung vor Wheyprotein haben. Ein potentieller Vorteil von Kasein gegenüber Wheyprotein ist die bessere Sättigungswirkung von Kasein. Da es langsamer verdaulich ist, resultiert es häufig in einer länger anhaltenden Sättigung nach dem Verzehr. Dies könnte dabei helfen, die Gesamtkalorienzufuhr zu reduzieren und den Fettabbau besser als Wheyprotein zu fördern.
Wheyprotein im Vergleich zu anderen Proteinsorten
Die beiden beliebtesten Methoden zur Bestimmung der Qualität/Effizienz einer Proteinquelle sind die biologische Wertigkeit (BV) und der Protein Digestibility corrected Amino Acid Score (PDCAAS). Die biologische Wertigkeit bezieht sich auf eine praktische Messung, die den Grad bestimmt, bis zu dem ein Tier dazu in der Lage ist, das entsprechende Protein zu verwenden. Sie wird anhand einer Analyse der Stickstoffeinbehaltung nach dem Verzehr des zu testenden Proteins berechnet.
Der PDCAAS ist eine Zahl zwischen 0 und 1 und bewertet die Proteinqualität basierend auf ihren Aminosäuregehalt relativ zum menschlichen Bedarf an diesen Aminosäuren. Im Grunde genommen gilt, dass eine Proteinquelle umso besser vom entsprechenden Tier (ja, auch wir Menschen sind Tiere) verwendet werden kann, je höher ihre biologische Wertigkeit oder ihr PCDAAS ausfällt. Die Tabelle unten gibt einen Überblick über biologische Wertigkeit und PDCAAS unterschiedlicher weit verbreiteter Proteinquellen:
|
Proteinquellen |
||
|
Protein |
BV |
PDCAAS |
|
Wheyprotein Konzentrate und Isolate |
104 bis 159 |
1,00 |
|
Vollei |
100 |
1,00 |
|
Milch |
91 |
1,00 |
|
Eiklar |
88 |
1,00 |
|
Hüttenkäse |
84 |
1,00 |
|
Tunfisch |
83 |
? |
|
Fisch |
82 |
? |
|
Rind |
80 |
0,92 |
|
Hühnchen |
79 |
? |
|
Soja |
74 |
0,91 |
|
Kasein |
71 |
1,00 |
|
Erdnüsse |
68 |
0,52 |
|
Jogurt |
68 |
? |
|
Haferflocken |
58 |
0,57 |
|
Weizen |
54 |
0,42 |
FAQ
Wie viel Wheyprotein sollte ich verwenden?
Es gibt keine wirkliche Richtlinie dafür, wie viel Wheyprotein Du zu Dir nehmen solltest. Nachdem dies gesagt wurde, gibt es ein paar Dinge, die Du in Betracht ziehen solltest. Es scheint gute Gründe dafür zu geben, nach dem Training auf 20 bis 30 Gramm Wheyprotein abzuzielen, um die Muskelwachstumsreaktion nach dem Training zu verbessern. Einige Menschen werden mehr oder weniger Wheyprotein benötigen, um dies zu optimieren, aber es gibt keinen festen Wert. Die optimale Menge hängt immer vom Typ des Proteins ab, da der Leucin Gehalt des Proteins die Muskelwachstumsreaktion bestimmen wird.
Im Kontext des täglichen Konsums wäre es weise, Wheyprotein als Supplement zu verwenden und nicht den gesamten Tagesbedarf an Protein durch Wheyprotein zu decken. 1 bis 2 Portionen Wheyprotein pro Tag wären eine allgemeine Richtlinie.
Ich leide unter einer Laktoseintoleranz. Kann ich trotzdem ein Wheyprotein Supplement verwenden?
Der Grad der Magen- und Darmreaktionen auf Wheyprotein kann von Person zu Person stark variieren. Typischerweise enthält Wheyprotein Isolat die geringste Menge an Laktose und weist deshalb eine niedrigere Wahrscheinlichkeit auf, dass eine Person mit irgendwelchen Verdauungsbeschwerden auf diese Proteinquelle reagiert. Wenn Du nicht dazu in der Lage bist, ein Wheyprotein zu finden, das für Deine individuelle Laktoseintoleranz geeignet ist, dann könnte Reisprotein die nächstbeste Alternative für Dich darstellen.
Ich reagiere allergisch auf Milch. Ist ein Wheyprotein Supplement für mich sicher und unbedenklich?
Der Typ einer Allergie auf Milch und der Grad der allergischen Reaktion auf Milch variiert von Allergiker zu Allergiker. Wenn Du allergisch auf die Milchproteine bist, dann könntest Du unter Umständen dazu in der Lage sein, hydrolysiertes Wheyprotein oder reines Wheyprotein Isolat zu konsumieren, da bei diesem viele der allergenen Verbindungen entfernt werden.
Wenn Du unter einer Laktoseintoleranz leidest, kannst Du Wheyprotein Isolat ausprobieren, welches häufig nahezu frei von Laktose ist und für viele Menschen, die unter einer Laktoseintoleranz leiden, kein Problem darstellt. Es ist natürlich weise, zuerst Deinen Arzt zu konsultieren und kleine Portionen Wheyprotein Isolat oder hydrolysiertes Wheyprotein zu konsumieren und zu beobachten, wie Dein Körper hierauf reagiert.
Ist es wahr, dass Wheyprotein schlecht für die Nieren ist?
Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass Wheyprotein bei gesunden Menschen, die keine Vorgeschichte von Nierenerkrankungen haben und eine normale Nierenfunktion aufweisen, irgendeine messbare negative Auswirkung auf die Nieren besitzt.
Ist es wahr, dass Wheyprotein schlecht für meine Knochen ist?
Dies ist eine gute Frage. Eines der häufigsten Argumente gegen eine proteinreiche Ernährung – spezifisch proteinreiche Ernährungsformen, die viel tierisches Protein umfassen – besteht darin, dass diese sich verheerend auf die Knochengesundheit auswirkt. Werfen wir deshalb einen Blick darauf, was die Wissenschaft zu diesem Thema zu sagen hat.
Wusstest Du, dass proteinreiche Ernährungsformen die Kalziumabsorption im Verdauungstrakt erhöhen und dass es zahlreiche Hinweise gibt, die die Hypothese unterstützen, dass die gesteigerte Kalziumabsorption im Darm bei proteinreichen Ernährungsformen die Knochengesundheit sogar verbessern könnte?
In einem vor kurzen veröffentlichen Paper der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet von Protein und Knochengesundheit kommen die Autoren zu folgendem Ergebnis „Aktuelle epidemiologische, isotopische und Meta-Analyse Studien legen nahe, dass Nahrungsprotein synergistisch mit Kalzium zusammenwirkt, um Kalziumeinlagerungen und Knochenstoffwechsel zu verbessern.
Die Empfehlung, die Proteinzufuhr über die Nahrung zu reduzieren, um die Knochengesundheit zu verbessern, ist unberechtigt und für Personen, die inadäquate Mengen an Protein konsumieren sogar potentiell gefährlich.“ (64).
Ich denke, dass die Idee, dass proteinreiche Ernährungsformen aufgrund der Netto Säurelast einen negativen Einfluss auf die Knochengesundheit besitzen, hinreichend widerlegt wurde. Proteinreiche Ernährungsformen sind nicht nur sicher, was die Knochengesundheit angeht, sondern könnten in der Tat sogar sehr nützlich sein, was insbesondere für ältere Menschen und Menschen mit einem erhöhten Risiko für Osteoporose gilt.
Dies war mein etwas langwieriger Weg zu sagen, dass Wheyprotein in Wirklichkeit gut für Deine Knochen ist!
Kann ich Wheyprotein Supplements mit meinen anderen Supplements in Pulverform wie Kreatin, Glutamin, usw. kombinieren?
Natürlich! Du kannst Kreatin mit Deinem Wheyprotein mischen, während die Zugabe von Glutamin etwas von einem Overkill hätte, da Wheyprotein bereits eine substantielle Menge an Glutamin enthält. Auch Greens in Pulverform stellen eine exzellente Zugabe dar, die zusätzliche Mikronährstoffe liefert.
Spielt es eine Rolle, welche Flüssigkeit ich verwende, um mein Wheyprotein damit zu mischen?
Ja und nein. Die Flüssigkeit verändert Komposition und Textur Deines Shakes. Wasser ergibt häufig einen sehr dünnen Shake, während Milch den Shake dicker und cremiger macht.
Aus Sicht der Absorption könnte man argumentieren, dass ein Konsum von Wheyprotein mit Milch oder anderen Kohlenhydraten und Natrium die Rate der Aufnahme erhöhen könnte, doch dies wird mit höchster Wahrscheinlichkeit keinen großen oder auch nur spürbaren Unterschied bezüglich der insgesamt absorbierten Proteinmenge und ihrer Auswirkungen auf die Muskelproteinsynthese machen.
Denaturiert kochen oder backen das Protein?
Ja, kochen oder backen denaturiert das Protein. Dies besitzt jedoch praktisch keine Auswirkungen auf die Muskelaufbaukapazitäten des Proteins, da diese in den Aminosäuren selbst liegt. Der Denaturierungsprozess kann einen Teil der Bioaktivität der anderen Komponenten von Wheyprotein reduzieren, aber das ist nichts, was es Wert währe, sich zu viele Gedanken darüber zu machen.
Stehen mit dem Konsum von Wheyprotein irgendwelche Gefahren in Verbindung?
Es gibt einige Gefahren bei einer Einnahme von Wheyprotein. Die erste ist eine allergische Reaktion auf milchbasierte Proteine. Einige Menschen reagieren auf Milchprotein allergisch und bei diesen Menschen kann es zu allergischen Reaktionen auf Wheyprotein kommen.
Es gibt auch potentielle Gefahren, wenn ein Wheyprotein von einer nichtseriösen Quelle oder einer Firma mit schlechter Qualitätskontrolle verwendet wird. Wie jedes Nahrungsmittelprodukt kann auch Wheyprotein, wenn es schlecht hergestellt oder verarbeitet wird, Gefahren mit sich bringen. Diese potentiellen Gefahren sind jedoch so unbedeutend, dass für die meisten Menschen die potentiellen Vorzüge bei weitem überwiegen.
Ist Wheyprotein für Teenager sicher und unbedenklich?
Basierend auf den augenblicklich verfügbaren Daten (und es gibt eine fast schon obszöne Menge an mit Wheyprotein durchgeführten Studien), gibt es keine Hinweise darauf, dass Wheyprotein für Teenager schädlich sein könnte. Es könnte für Teenager sogar von Vorteil sein, da viele der Komponenten von Wheyprotein das Wachstum des Körpers unterstützen.
Sollten Frauen Wheyprotein anders als Männer verwenden?
Es gibt keinen wirklichen Grund dafür, dass Frauen Wheyprotein anders als Männer verwenden sollten. Da Frauen häufig weniger als Männer wiegen, können sie unter Umständen einen niedrigeren täglichen Gesamtproteinbedarf haben, was bedeutet, dass sie vielleicht etwas weniger Wheyprotein benötigen, aber es gibt keine speziellen Notwendigkeiten für Frauen in Bezug darauf, wie und wann sie Wheyprotein konsumieren sollten.
Sollte ich nur Wheyprotein Isolat verwenden, da dieses die höchste Menge an Protein enthält??
Wheyprotein Isolat weist in der Tat die höchste Reinheit und die größte Menge an Protein pro Portion auf, was es zu einer hervorragenden Wahl für den Muskelaufbau macht.
Bei der Herstellung von Wheyprotein Isolat werden jedoch auch einige der anderen wichtigen bioaktiven Verbindungen wie Alpha-Lactalbumin, Beta-Lactalbumin, Immunoglobuline, Glycomacropeptide und Lactoferrin herausgefiltert, um nur einige zu nennen. Es könnte also eine gute Idee darstellen sowohl Wheyprotein Isolat, als auch Wheyprotein Konzentrat in Dein Supplementprogramm zu integrieren.
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Quelle: https://www.muscleandstrength.com/expert-guides/whey-protein

Wie Eisen die Trainingsleistung bei Frauen steigert
Gehe in irgendeinen Supplement Laden und Du wirst von der Vielfalt an verfügbaren Supplements überwältigt werden. Es gibt Dutzende von Marken, Typen und Geschmacksrichtungen bei Proteinpulvern und noch viel mehr Pre-Workout Produkte, Post-Workout Produkte, BCAA Produkte, Fettverbrennungsprodukte und den Schlaf fördernde Produkte. Du wirst vielleicht gar nicht wissen, welche hiervon effektiv sind und welche Geldverschwendung sind.
Hier ist ein Supplement, das seine Wirkung bewiesen hat: Eisen. Untersuchungen der University of Melbourne haben gezeigt, dass Eisen eine wichtige Erweiterung Deines Supplementprogramms ist. Im Jahr 2014 führten australische Wissenschaftler eine systematische Analyse und ein Review der Studien zu einer Eisensupplementation bei Frauen im gebärfähigen Alter durch. Ihre Untersuchungen führten zu einer faszinierenden Schlussfolgerung: Eisen kann Dir dabei helfen, Leistungen mit einer höheren Effizienz und einer niedrigeren Herzfrequenz zu erbringen.
Frauen, die zu Beginn der Studie einen Eisenmangel aufwiesen oder anämisch waren, zeigten die sichtbarsten Resultate, aber alle Frauen, die ein Eisensupplement verwendeten, erlebten eine deutliche Verbesserung ihrer körperlichen Leistungen. Dank dem Eisen waren die Frauen tatsächlich dazu in der Lage, ihre maximale Kapazität zu erreichen (100% Anstrengung). Doch nicht nur das, sie sahen selbst auf submaximalem Level eine Verbesserung der Trainingseffizienz. Einfach gesagt waren sie dazu in der Lage sich härter zu fordern, höhere Leistungen zu erbringen und länger durchzuhalten.
Warum ist Eisen ein für die Trainingsleistung so wichtiges Supplement? Es läuft alles darauf hinaus, dass Eisen bei der Bildung neuer roter Blutkörperchen eine wichtige Rolle spielt. Diese roten Blutkörperchen sind für den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen durch den Blutkreislauf, sowie den Abtransport von Milchsäure (Laktat) aus den Muskeln verantwortlich. Dank dieser Erhöhung der Mengen an Sauerstoff und Nährstoffen, die aus der Erhöhung der Eisenzufuhr resultiert, kannst Du Deine Leistungen auf dem Spielfeld, im Fitnessstudio oder auf der Aschenbahn steigern.
Wenn Du im Fitnessstudio oder bei Deinen Trainingseinheiten nicht das geben kannst, was Du gerne würdest, dann ist es an der Zeit, dass Du Deine Eisenzufuhr untersuchst. Laut dieser Studie kann ein Eisenmangel Deine Trainingsleistungen spürbar beeinträchtigen. Ein Eisenmangel kann zu Erschöpfung und Lethargie führen – ganz zu schweigen von einer Erhöhung des Risikos für eine Anämie.
“Es kann sinnvoll sein, Frauen – inklusive Frauen, die als Elitesportler trainieren – auf einen Eisenmangel hin zu untersuchen und sicherzustellen, dass sie angemessene Vorbeugungs- und Behandlungsstrategien erhalten. Sportler – insbesondere Frauen – weisen aufgrund ihrer Ernährung und durch exzessives Training hervorgerufene Entzündungen ein erhöhtes Risiko für einen Eisenmangel auf,“ sagte der führende Wissenschaftler Dr. Sant-Rayn Pasricha von der Melbourne School of Population and Global Health.
Referenzen:
1. S.-R. Pasricha, M. Low, J. Thompson, A. Farrell, L.-M. De-Regil. "Iron Supplementation Benefits Physical Performance in Women of Reproductive Age: A Systematic Review and Meta-Analysis." Journal of Nutrition, 2014; DOI: 10.3945/jn.113.189589.
Von Andy Peloquin
Quelle: https://breakingmuscle.com/fitness/how-iron-boosts-exercise-performance-in-women