Ernährung

Wie viele der Leser dieser Site bin ich mit Bodybuildingernährung aufgewachsen. Ich habe Championship Bodybuilding von Chris Aceto wie die Bibel gelesen, Arnolds Ecyclopedia wahrlich verschlungen und jeden Monat meine Lieblingsbodybuildingmagazine studiert.
Eine Ernährung im Bodybuilding Stil (sechs Mahlzeiten, spezifische Makronährstoffverhältnisse und Nährstoffverteilungsschema, usw.) ist einer der effektivsten Wege, um den Körper zu verändern, daran besteht kein Zweifel. Und jeder, der Dir etwas anderes erzählt, hat diese Art der Ernährung nie konsequent mit Hingabe und Disziplin durchgezogen.
Aber während ich mit mehr Menschen in der realen Welt gearbeitet habe, haben sich auch meine Theorien weiterentwickelt. Ich habe damit begonnen, mir drei Hauptfragen bezüglich dieses Ansatzes zu stellen:
1. Ist ein traditioneller maximaler Fettabbau/Wettkampfvorbereitungsplan längerfristig durchhaltbar?
Die Antwort für die Mehrzahl von uns lautet nein – und das gilt selbst für die echten hardcore Athleten unter uns. Viele Wettkampfathleten können dies aus erster Hand berichten: Fressgelage nach dem Wettkampf, ein schneller Wiederaufbau des verlorenen Gewichts und die negative hormonelle Rückkopplungsschleife, die mit extremen Trainings- und Ernährungsansätzen und/oder Dopingprogrammen in Verbindung steht.
Jeder kann sich auf eine gewisse Art und Weise ernähren, wenn die Motivation hoch ist – sei es für einen Wettkampf, ein neues Foto auf Facebook oder sogar einfach nur eine sommerliche Pool Party, bei der Du den Barkeeper kennst und an der Du schon seit Monaten teilnehmen möchtest.
Aber wie wird sich die Vorbereitung auf diesen einen großen Tag langfristig auf Deine stoffwechseltechnische und hormonelle Gesundheit und Deine Fähigkeit, auch beim nächsten Versuch wieder schlank zu werden, auswirken?
Ist ein vollständiger Verzicht auf Kohlenhydrate, die Ausführung von drei Stunden Cardio pro Tag und über die Persönlichkeit einer Schnecke und die Libido einer Leiche zu verfügen der einzige Weg, in Form zu kommen? Das ist kein Six-Pack der Welt wert.
Irgendjemand wird Masse- und Diätphasen als notwendig verteidigen, aber für viele ist dies ein simples Jo-Jo Szenario, auch wenn es einen festen Bestandteil des sportlichen Bereichs darstellt. So etwas ist weder auf Dauer praktikabel noch gut für Deine langfristigen Ziele oder Deine allgemeine Gesundheit. Ich habe ehemalige Wettkampfathleten gesehen, die durch diesen Jo-Jo Effekt fettleibig geworden sind, Diabetes vom Typ II entwickelt haben und für den Rest ihres Lebens mit ihrer Gesundheit und ihrer Körperkomposition zu kämpfen hatten.
Wenn diese Vorgehensweise für Dich ansprechend klingt, dann ist das in Ordnung, ziehe es durch. Jedem das seine. Ich bin mehr daran interessiert einen Plan zu finden, den ich für den Rest meines Lebens durchhalten kann und der es mir erlaubt, das ganze Jahr über in Form zu bleiben.
2. Ist es funktional?
Für Jahre hatte ich kein Problem damit, jeden zweiten Tag in den Supermarkt zu fahren, zweimal wöchentlich eine Wagenladung an Essen zu kochen, jeden Tag eine Tasche mit Tupperware Dosen zu packen, usw. Disziplin und Hingabe sind ein Teil meiner Persönlichkeit.
Als ich mit diesem Sport angefangen habe, hatte ich fälschlicherweise angenommen, dass dies bei jedem der Fall sei. Du möchtest in Form kommen? Dann tue das, was Du verdammt noch mal tun musst, um dieses Ziel zu erreichen.
Aber nachdem ich mit mehr und mehr Menschen in der realen Welt gearbeitet hatte, erkannte ich, dass dies für die meisten außerhalb der Fitnessindustrie weder funktional noch realistisch ist.
Hast Du je mit einem Silikon Valley Unternehmer gearbeitet, dessen Industrie sich mit tausend Tweets pro Sekunde voranbewegt? Hast Du je einen Arzt oder Rechtsanwalt beraten, der einen halben Tag am Stück im OP oder im Gerichtssaal sein kann? Oder einen College Schüler oder Studenten, der viele Kurse hat und halbtags arbeiten muss, um sich sein Studium zu verdienen und versucht genug Zeit zu finden, jemanden flachzulegen?
Für diese Bevölkerungsgruppen ist es ganz einfach unrealistisch, alle 2 Stunden eine Pause für Thunfisch und Brokkoli einzulegen.
Ist der Verzehr von 6 bis 8 kleinen Mahlzeiten pro Tag funktional und für das nächste Jahr, die nächsten 5 Jahre oder den Rest Deines Lebens machbar, wenn sich Deine Prioritäten verändern und Du anderen Karrierezielen hinterher jagst und trotzdem in Form bleiben möchtest?
Wenn Du eher in Richtung von „nicht wirklich“ tendierst, dann besteht die nächste Frage darin, ob so etwas absolut notwendig ist, um Resultate zu erzielen, oder ob es einen anderen Weg gibt.
3. Gibt es alternative Ansätze für die Mahlzeitenfrequenz für einen allgemeinen Fettabbau und eine Verbesserung des Körpers?
Ich spreche an dieser Stelle nicht von Bodybuilding Wettkampfdiäten, weshalb ich keinen Haufen wütender Bodybuilder brauche, die ihre verschwitzen Posingslips auf mich werfen – es sei denn, es handelt sich um Frauen.
Bereit für die Wettkampfbühne zu werden ist etwas anderes. Wenn das Dein Ziel ist, dann hoffe ich, dass Du einen gut durchdachten Ansatz und kein exotisches Protokoll für Freizeitbodybuilder befolgst. Im Zweifelsfall solltest Du mit einem guten Trainer zusammenarbeiten.
Ich spreche auch nicht von Masseaufbauphasen oder Leuten, die sich strikt dafür ernähren, ihre sportliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Wenn Dein Kalorienbedarf bei 5000+ kcal liegt, dann hast Du wahrscheinlich gar keine andere Wahl, als den 5 bis 6 Mahlzeiten pro Tag Weg einzuschlagen.
Dieser Artikel – und meine Artikel im Allgemeinen – zielen jedoch mehr auf die anderen 90% der nicht an Wettkämpfen teilnehmenden Kraftsportlerpopulation ab, die einfach nach einem aufrechterhaltbaren Ansatz dafür suchen, definiert zu werden und die dazu in der Lage sein möchten zu sagen „Ich sehe gut aus. Ich meine wirklich gut. Schaut her wie gut ich aussehe.“
Anedotenhafte Hinweise
Genauso, wie ich Dir raten würde, Dir Deine Ernährung nicht von einem ADA oder Paleo diktieren zu lassen, würde ich Dir empfehlen, Dir Dein Leben nicht durch ein Bodybuilding/Fitness Ernährungsdogma diktieren zu lassen. Wenn Du objektiv bist, dann besteht die Realität darin, dass es andere Methoden und Ansätze gibt, um eine hervorragende Form zu erreichen.
Der legendäre Bodybuilder Serge Nubret aß nur zwei Mahlzeiten pro Tag, die aus riesigen Mengen an Pferdefleisch mit Reis und Bohnen bestanden. Ich weiß, dass einige jetzt an Steroide denken werden, aber diese Art von Ernährung hat nicht nur bei ihm gut funktioniert. Auch viele seiner nicht-Bodybuilding Klienten berichteten von hervorragenden Transformationen ihrer Körperkomposition.
Der „drei Mahlzeiten pro Tag“ Ansatz wird im Bereich der Bodybuilding Industrie heruntergemacht und häufig als kontraproduktiv für den Fettabbau oder eine Verbesserung der Körperentwicklung kritisiert.
Dies ist jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit deshalb der Fall, weil die typische amerikanische Ernährung als repräsentative Kontrollgruppe für diesen Ansatz verwendet wird – Mokka und Kaffeestückchen zum Frühstück, Sandwichs und Chips zum Mittagessen, Pizza und Kekse zum Abendessen.
Dies ist für einen Vergleich problematisch, weil dies nicht die die typischen Mahlzeiten sind, die von jemandem verzehrt werden, der eine Veränderung seiner Körperkomposition anstrebt.
Es ist mehr die suboptimale Ernährungsauswahl, die das Problem darstellt und nicht das Schema der Mahlzeitenfrequenz selbst. Drei Mahlzeiten pro Tag können für einen Fettabbau gut funktionieren – immer vorausgesetzt, dass man gute Entscheidungen bezüglich der Nahrungsmittel trifft.
Im Gegensatz hierzu führt die traditionelle japanische Ernährung (Fisch, mageres Fleisch, Eier, Gemüse, Reis, Süßkartoffeln, wenig verarbeitete Nahrungsmittel, usw.) zu einer der niedrigsten Diabetes- und Fettleibigkeitsraten der Welt. Und fangt mir jetzt nicht mit dem Thema „Genetik“ an. Es gibt Studien, die zeigen, dass wenn gebürtige Japaner zu einem mehr westlichen Ernährungsschema übergehen, ihre Gesundheitsbiomarker dramatisch sinken und ihr Körperfettanteil gen Himmel schießt.
Ich versuche nicht jedem das Gefühl zu geben, dass er sich in einen Japaner verwandelt, aber Du kannst mit Sicherheit ein paar Dinge von diesem Ernährungsansatz lernen – genau wie von jedem effektiven Ansatz inklusive Paleo oder mediterraner Ernährung.
Während ich denke, dass eine Paleo Diät ein gutes Starttemplate für einen übergewichtigen, bewegungsarmen Büromenschen ist, denke ich, dass die traditionelle japanische Ernährung ein gutes Template für einen Kraftsportler ist, der nach einen gesunden kohlenhydratbasierten Ernährungsansatz für eine Verbesserung seiner Körperentwicklung sucht.
Hier ist ein typischer Tag. Ich habe die Werte so angepasst, dass sie besser zu einem 85 Kilo schweren Mann, als zu einer 45 Kilo leichten Geisha passen:
- Frühstück: 2 bis 3 ganze Eier, 120 Gramm Fisch, 1 Tasse Reis, Meeresgemüse*, grüner Tee.
- Mittagessen: 250 Gramm Teriyaki Hühnchen, 1 Tasse Reis, gemischtes Gemüse
- Abendessen: 350 Gramm Lachs oder Makrele, Miso Suppe, 1 Tasse Reis, Spinatsalat
- Dessert: 1 Stück Obst oder ½ Tasse pürierte Süßkartoffeln
Dies liefert einem 85 Kilo schweren Bodybuilder etwa 180 Gramm Protein, 180 Gramm Kohlenhydrate und 40 bis 50 Gramm Fett als Nebenprodukt der Proteinnahrungsmittel.
* Meeresgemüse ist im Grunde genommen nichts anderes als Seegras, was vielleicht nicht besonders lecker klingen mag, aber seit Jahrhunderten ein Grundnahrungsmittel im Bereich der japanischen Ernährung darstellt. Meeresgemüse bietet außerdem von allen Nahrungsmitteln eine der größten Bandbreiten an Mineralstoffen inklusive Eisen, Magnesium, Zink und insbesondere Jod. Der Name Meeresgemüse ist ein Sammelbegriff für eine Reihe unterschiedlicher Gemüsesorten wie Nori, Hijiki, Wakame, Arame, Kombu und Dulse.
Der nächste Schritt besteht darin, an Trainingstagen ein geeignetes Trainingsernährungsprotokoll hinzuzufügen. Für schlanke Menschen, die versuchen so viel Masse wie möglich aufzubauen, ist ein qualitativ hochwertiger Weight Gainer die effektivste natürliche Methode, die mir bisher über den Weg gelaufen ist.
Schwerere Jungs oder Sportler, die Gewichtsklassenbeschränkungen unterworfen sind, werden wahrscheinlich mit einem hochwertigen Proteinpulver und weniger Kohlenhydraten besser beraten sein, um signifikante, aber weniger dramatische Zuwächse an Kraft und Masse zu erzielen.
Cliffs Notes zur Mahlzeitenfrequenz
Als ich noch zur Schule ging, versuchte ich das, was ich während des Chemieunterrichts verpasste, weil ich von den paar heißen Mädels in meiner Klasse träumte, dadurch aufzuholen, dass ich mir die „Cliffs Notes“ – eine Reihe von Lehrbüchern mit komprimierten Informationen zu unterschiedlichen Themen – zum entsprechenden Thema durchlas. Hier ist meine Cliffs Notes Version zur Wissenschaft zum Thema Mahlzeitenfrequenz:
Eine von Bellisle und Kollegen durchgeführte Studie untersuchte die angeblichen Vorzüge von häufigen Mahlzeiten bezüglich der thermischen Wirkung der Nahrung (kurz TEF). Während die Wissenschaftler Hinweise darauf fanden, dass die thermische Wirkung der Nahrung bei häufigeren Mahlzeiten höher ausfiel, waren die gemessenen Unterschiede weder eindeutig noch signifikant, was sie zur Schlussfolgerung brachte, dass die Gesamtnahrungszufuhr bei der Gleichung der Energiebilanz immer noch am wichtigsten ist (1).
Eine andere von Burke und Kollegen durchgeführte Studie betrachtete eine identische Kohlenhydratzufuhr innerhalb von 24 Stunden, die entweder auf Mahlzeiten alle vier Stunden oder stündliche Mahlzeiten aufgeteilt wurde. Es konnte kein signifikanter Unterschied bezüglich der Speicherung von Muskelglykogen zwischen den beiden Gruppen beobachtet werden (2).
Zu guter Letzt kam eine von Norton durchgeführte Studie zu dem Ergebnis, dass auch wenn eine häufige Zufuhr von Aminosäuren eine weit verbreitete Praxis darstellt, es unwahrscheinlich ist, dass der Verzehr einer weiteren Mahlzeit 2 bis 3 Stunden nach der ersten Mahlzeit ausreichend ist, um eine weitere Erhöhung der Proteinsynthese hervorzurufen, da die Aminosäurespiegel/Leucinspiegel bereits erhöht sind.
Norton kam zur Schlussfolgerung, dass es deshalb nützlicher sein könnte, größere Mengen an Protein während einer Mahlzeit zu konsumieren und länger als die 2 bis 3 Stunden zwischen den Proteindosierungen zu warten, die typischerweise im Bereich der Bodybuilding Gemeinschaft empfohlen werden (3).
Wenn man eine persönliche Voreingenommenheit oder die Traditionen außen vor lässt und sich die wissenschaftlichen Daten objektiv ansieht, dann besteht ganz klar kein großer Unterschied zwischen kleineren, häufigeren Mahlzeiten und größeren Mahlzeiten mit einem größeren zeitlichen Abstand, wenn es um einen Fettabbau und stoffwechseltechnische Faktoren, die mit einem Fettabbau in Verbindung stehen (nahrungsinduzierte Thermogenese, Energieverbrauch über 24 Stunden, usw.), geht.
Einige werden diese wissenschaftlichen Studien verwenden, um „zu hören, was sie hören wollen“ und gegen eine Bodybuilding Ernährung wettern. „Ich wusste es. Drei Mahlzeiten pro Tag sind einem Ansatz mit sechs Mahlzeiten pro Tag überlegen. Bodybuilder sind obsessive, zwanghafte Idioten.“
Doch das ist nicht das, was die Wissenschaft sagt. Sie sagt, dass beide Ansätze mehr oder weniger gleich gut sind. Übersetzung? Beide können in der realen Welt effektiv sein.
Erinnere Dich an die Hierarchie des Fettabbaus: Eine optimale Nahrungsmittelauswahl, Gesamtkalorien und zielgerichtete Makronährstoffverhältnisse basierend auf individuellen Faktoren sind die wichtigsten Schritte beim Entwurf einer effektiven Fettabbaudiät. Wenn diese Variablen kontrolliert werden, spielt die Mahlzeitenfrequenz keine so große Rolle.
Das optimale Schema der Mahlzeitenfrequenz für Dich ist das Schema, das Dir am besten dabei hilft, Deine Diät einzuhalten. Der am besten einhaltbare und funktionalste Ansatz in Deiner Welt ist der beste Ansatz für Dich.
Mit anderen Worten ausgedrückt spielt die Physiologie der Mahlzeitenfrequenz keine so große Rolle. Sowohl die Wissenschaft, als auch anekdotenhafte Erfahrungen beweisen dies. Es sind die psychologischen und sozialen Faktoren, die bei Deinen Entscheidungen die wichtigsten Variablen darstellen.
Dies bedarf natürlich etwas Experimentieren deinerseits. Wie passt eine Mahlzeitenfrequenz in Deinen Tagesablauf, wie passt sie zu den Anforderungen Deiner Karriere, Deinem Lebensstil und Deinem Sozialleben?
Einige haben für sich selbst herausgefunden, dass der Verzehr kleinerer, häufigerer Mahlzeiten ihnen eine bessere Blutzuckerkontrolle ermöglicht, ihnen mehr Energie verleiht und sie weniger anfällig für Fressanfälle und Diätausrutscher macht. Auch wenn sie kleinere, kalorienkontrollierte Mahlzeiten essen, mögen sie auf psychologischer Ebene die Idee, dass eine weitere Mahlzeit in Kürze folgen wird. Sie mögen es, dem Hunger immer einen Schritt voraus zu sein, oder dieses Gefühl, sich niemals hungrig und niemals zu satt zu fühlen.
Wenn sie eine längere Phase ohne Nahrung durchstehen müssen und hungrig sind, dann fällt ihnen eine gute Nahrungsmittelauswahl sehr schwer. Sie enden damit, sich an Junkfood zu überfressen. Ein traditioneller Fitness/Bodybuilding Ansatz könnte bei dieser Gruppe besser funktionieren.
Viele Fitnesssportler leiden unter der Angst, dass ihr Körper, wenn sie jemals länger als drei Stunden lang nichts essen, damit beginnen wird, sich selbst zu „kanibalisieren“ und dass sie all ihre hart erarbeitete Muskelmasse verlieren werden. Diese Leute haben eine „füttere die Maschine“ Mentalität. Unabhängig von den physiologischen Wahrheiten ist die Psychologie die Schlüsselkomponente des ernährungstechnischen Erfolges. Kleinere, häufigere Mahlzeiten könnten auch für diese demographische Gruppe den besten Ansatz darstellen.
In einem vielbeschäftigten Berufsleben und einer Abneigung davor, Nahrung einzupacken und jeden Tag in Tupperwaredosen mit sich herum zu tragen, finden einige, dass der Verzehr von 6 bis 8 Mahlzeiten pro Tag sehr unpraktisch und unrealistisch für ihren Lebensstil ist. Sie schaffen es nicht, sechs ausgewogene und vollständige Mahlzeiten in ihren Tagesablauf zu packen. Sie enden deshalb damit, ein paar feste Mahlzeiten zu essen und dann einfach auf Snack Nahrungsmittel zurück zu greifen – für gewöhnlich die stark verarbeiteten, kohlenhydratreichen ungesunden Snacks.
Darüber hinaus bevorzugen Sie es, wenn sie essen, eine volle, sättigende Mahlzeit zu essen. Die kleinen Mahlzeiten im Stil der Fitnessernährung befriedigen ihren Appetit nicht, was zur Folge hat, dass sie ständig hungrig sind und Gelüste haben. Aus psychologischer Sicht verleiht ihnen ein solcher Ernährungsansatz das Gefühl, dass sie sich ständig etwas vorenthalten oder ständig auf Diät sind.
Zu guter Letzt sind da noch diejenigen, deren Karriere oder Lebensstil sehr gut zum traditionellen „3 Mahlzeiten pro Tag“ Ansatz passt. Letztendlich ist dies das Schema, das die Gesellschaft und die Zivilisation in den meisten Gesellschaftsformen als normale Struktur definiert hat. Wir haben unsere Frühstücksmeetings, unsere Mittagspausen und unsere abendlichen Verabredungen zum Essen.
Drei ausgeglichene Mahlzeiten könnten den am einfachsten zu befolgenden Ansatz für die arbeitende Bevölkerung darstellen, die keine Profisportler sind. Sich abzuschuften, um zu versuchen in einen Fitnessansatz mit acht kleinen Mahlzeiten pro Tag zu passen, könnte unrealistisch und kontraproduktiv sein.
Erinnere Dich einfach daran, dass die Nahrungsmittelauswahl entscheidend ist. Drei ausgeglichene Mahlzeiten pro Tag mit einer guten Nahrungsmittelauswahl werden andere Resultate als drei Mahlzeiten, die aus Junkfood und den typischen Nahrungsmitteln der westlichen Ernährung bestehen, hervorrufen.
Referenzen
- Bellisle et al. 1997. Meal frequency and energy balance. Br J Nutr Apr;77 Suppl 1:S57-70.
- Burke, et al. 1996. Muscle glycogen storage after prolonged exercise: effect of the frequency of carbohydrate feedings. Am J Clin Nutr 64(1): 115-119.
- Norton, L. 2008. Optimal protein intake and meal frequency to support maximal protein synthesis and muscle mass. SlideShare.
Von Nate Miyaki
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/deep-meal-frequency-thoughts

Hier ist eine kurze Zusammenfassung:
- Jeder der sagt, dass Kalorien keine Rolle spielen ist völlig unglaubwürdig. Aber jeder, der behauptet, dass Kalorien alles sind, was eine Rolle spielt, ist sogar noch unglaubwürdiger.
- Bringe Deinen Stoffwechsel ins Gleichgewicht und mache Dir erst dann Gedanken über die Kalorien, falls dies notwendig ist. Hunger, Energie und Gelüste sind von entscheidender Bedeutung, um den Stoffwechsel zu verstehen und mit ihm, anstatt gegen ihn zu arbeiten.
- Die Kombination aus Zucker, Fett und Salz wird Deine Appetitzentren kurzschließen und diese „Schummelmahlzeit“ in eine Schummelwoche oder Schlimmeres verwandeln.
- Die Idee, dass ein Kalorienüberschuss immer zu einer Zunahme an Körperfett und eine Kalorienreduktion immer zu einem Fettabbau führen werden, ist nicht akkurat.
- Der Standard „iss weniger, trainiere mehr“ Ansatz für eine Diät führt zu einem Verlust von etwa 20 bis 50% an fettfreiem Gewebe.
- Die Qualität der Nahrung, die Du isst, kann direkt die zukünftige Effizienz Deines Stoffwechsels beeinflussen.
Ich bin bei diesem Gesundheit und Fitness Marktanalyse Ding. Es sind alle Arten von erfolgreichen Autoren, Medizinern, Gesundheitsbloggern und andere Experten anwesend. Es dauert nicht lange, bis ich mich in einer kleinen Gruppendiskussion über Kalorien und Gewichtsabbau wiederfinde.
Da ist das „Kalorien sind alles“ Lager und das „Hormone sind alles“ Lager. Ich denke für mich, „Dies ist genauso, als ob man darüber diskutiert, was wichtiger für das Fahren eines Autos ist, das Lenkrad oder das Gaspedal.“ Es grenzt an etwas Lächerliches. Ich schaue ihnen eine Zeit lang still zu und stelle dann eine Frage: „Einfach nur so aus Interesse, was würdet ihr Jungs einem Klienten empfehlen, der versucht Gewicht zu verlieren?“
Plötzlich gibt es einen Konsens. Jeder stimmt zu, dass die Diät zum größten Teil aus Protein und Gemüse bestehen würde, dass ein Training mit Gewichten die dominierende Form der Aktivität wäre und dass Schlaf- und Stressmanagement von entscheidender Bedeutung sind. Dann fragte ich, „warum die höhere Proteinzufuhr? Warum nicht Kohlenhydrate? Beide Nährstoffe liefern dieselbe Menge an Kalorien. Und warum ein Training mit Gewichten Cardiotraining vorziehen? Cardio würde mehr Kalorien verbrennen. Und warum legen wir Wert auf Schlaf- und Stressmanagement? Nichts von beidem hat Kalorien.“
Und von da an gerät die Diskussion erneut außer Kontrolle, wobei die Kalorienzähler und die Kalorienverneiner ihre Position einnehmen. Es ist eine Schande. Sie haben nicht verstanden, woraus ich hinaus wollte.
Ist eine Kalorie gleich eine Kalorie?
Jeder der sagt, dass Kalorien keine Rolle spielen ist völlig unglaubwürdig. Aber jeder, der behauptet, dass Kalorien alles sind, was eine Rolle spielt, ist sogar noch unglaubwürdiger.
Es gibt zwei Dinge, die für einen kontinuierlichen, anhaltenden Fettabbau notwendig sind: ein Kaloriendefizit und ein ausgeglichener Stoffwechsel. Jeder kann eine Zeit lang Gewicht verlieren, aber wenn Du dies auf die falsche Art und Weise tust, dann riskierst Du all das Gewicht wieder zuzunehmen, so wie dies bei 95% aller Diätenden der Fall ist. Und Du wirst wahrscheinlich sogar noch mehr Fett aufbauen, als Du ursprünglich hattest. Dies geschieht bei 66% aller Diätenden.
Aber warum? Die meisten Menschen glauben, dass der Stoffwechsel folgendermaßen funktioniert:
Reduziere die Kalorien → verliere Gewicht → Habe einen ausgeglichenen Stoffwechsel
Das Ganze funktioniert aber folgendermaßen::
Erreiche einen ausgeglichenen Stoffwechsel → reduziere die Kalorien auf natürliche Art und Weise → verliere ohne Anstrengungen Gewicht
Kalorien sind ein Teil beider Gleichungen – es ist der Grad ihrer Wichtigkeit, der sich unterscheidet. Um zu verstehen, wie dies funktioniert, musst Du verstehen, was ich als die 3 Gesetze des Stoffwechsels bezeichne. Hierbei handelt es sich lediglich um allgemeine Richtlinien, aber ich bezeichne sie aufgrund ihrer zentralen Bedeutung beim Verständnis des Stoffwechsels als Gesetze.
Das Gesetz der stoffwechseltechnischen Kompensation
Wenn Du weniger isst und mehr trainierst, dann wird es Dir leicht fallen, ein Kaloriendefizit zu generieren, aber du wirst auch einen unausgeglichenen Stoffwechsel schaffen. Dies ist einer der am besten verstandenen und am wenigsten kontroversen Aspekte der Gewichtsabbauforschung. Iss weniger und Du wirst hungrig. Trainiere mehr und Du wirst hungrig und entwickelst Gelüste. Tue beides in extremem Umfang und Deine Motivation wird schwinden und Deine Energie wird stark sinken.
Etwas anderes, was geschehen wird ist, dass sich Deine Stoffwechselrate verlangsamt. Im Bereich der Gewichtsabbauforschung wird dies als adaptive Thermogenese bezeichnet, welche von Person zu Person stark variiert. Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass diese Verlangsamung der Stoffwechselrate im Durchschnitt bei 300 kcal liegt, aber bei einigen auch bei bis zu 500 bis 800 kcal liegen kann, während sie bei anderen sehr niedrig ausfällt. Dies ist nicht nur das Resultat eines Verlustes an Körpermasse. Eine Person, die 90 Kilo wiegt und diätet, verbrennt durchschnittlich 300 kcal weniger als eine Person mit demselben Gewicht, die nicht diätet.
Sagen wir, dass Du zu mir in meine Klinik kommst und mich um Hilfe beim Fettabbau bittest. Ich verwende den reinen Kalorienansatz und sage Dir, dass Du Deine tägliche Kalorienzufuhr durch eine Kombination aus reduzierter Nahrungszufuhr und mehr Training um 500 kcal reduzieren musst. Du befolgst meine Anweisungen und verlierst während der ersten Wochen Gewicht.
Dann kommt das Gesetz der Stoffwechselkompensation zum Tragen. Du beginnst, Dich die ganze Zeit über hungrig zu fühlen. Deine Energiespiegel fallen und werden weniger vorhersehbar. Du beginnst nächtliche Gelüste nach salzigen, fettigen und zuckerhaltigen Nahrungsmitteln zu entwickeln. Aber Du verfügst über einen eisernen Willen und lebst einfach hiermit. Aber dann kommt die adaptive Thermogenese ins Spiel. Und sagen wir, dass Du einer dieser Menschen bist, der hoch adaptiv ist und dass sich Dein Stoffwechsel um etwa 500 bis 800 kcal pro Tag verlangsamt.
Jetzt hörst Du nicht nur auf Gewicht zu verlieren, sondern könntest sogar damit beginnen, an Gewicht zuzunehmen. Ganz zu schweigen davon, dass Du perfekt darauf vorbereitet bist, mit einer dreimonatigen Fressorgie zu beginnen, da Dich Dein Stoffwechsel nach salzigen, fettigen und zuckerhaltigen Nahrungsmitteln, die reich an Kalorien sind, gieren lässt.
An diesem Punkt hast Du die Wahl zwischen mehreren Optionen. Du kannst Deine Anstrengungen verdoppeln und die Dinge noch schlimmer machen. Du könntest einfach aufgeben und wieder normalen Ernährung übergehen, was zur Folge hätte, dass Du aufgehst wie ein Hefekloß. Oder Du kannst versuchen, die Dinge etwas intelligenter anzugehen, indem Du zuerst versuchst, Deinen Stoffwechsel auszubalancieren.
Ein Ausbalancieren des Stoffwechsels durch eine Beurteilung des HEC
Ich hoffe, dass Du erkannt hast, warum ein „Kalorien zuerst Ansatz“ einige Leute in Probleme bringen kann. Es ist leicht zu sehen, warum ein solcher Ansatz ansprechend ist. Kalorien sind leicht, da Du sie zählen kannst. Und wenn Du die Kalorien reduzierst, dann wirst Du für gewöhnlich einige kurzfristige Vorzüge sehen. Die anfänglichen Resultate sind verlockend und halten viele Diätende bei der Stange.
Du kannst Dir dies wie eine stoffwechseltechnische Kreditkarte vorstellen. Du bekommst einige kurzfristige Gutschriften, aber es gibt langfristige Zinsen, die Du später zahlen musst. Hunger, Energie und Gelüste (Hunger, Energy and Cravings, was ich auch als HEC bezeichne) ist der Schlüssel zum Verstehen des Stoffwechsels und wie man mit ihm, anstatt gegen ihn arbeitet.
Wenn dein HEC unter Kontrolle ist, dann kannst Du ziemlich sicher sein, dass Dein Stoffwechselsystem ausgeglichen ist. Und wenn es dies ist, dann wird es leichter für Dich ein Kaloriendefizit zu erreichen, ohne dass Du Dich hierfür anstrengen musst. Es geht also nicht darum, auf Kalorien zu verzichten, sondern darum zuerst den Stoffwechsel auszubalancieren und sich dann um die Kalorien zu kümmern, falls dies nötig ist.
Unterschiedliche Kalorien beeinflussen den HEC auf unterschiedliche Art und Weise. Die Unterschiede zwischen einem Donut und einer Hähnchenbrust verdeutlichen diesen Punkt recht gut. Beide haben 250 kcal, aber welches der beiden Nahrungsmittel wird es wahrscheinlicher machen, dass der HEC unter Kontrolle bleibt? Und ja, verlässliche mit Menschen durchgeführte Interventionsstudien haben gezeigt, dass das Ersetzen gleicher Mengen von Kohlenhydratkalorien durch Proteinkalorien zu einem stärkeren Gewichtsabbau, einem größeren Fettabbau, einer besseren Aufrechterhaltung der Muskelmasse und einem geringeren Risiko für eine Wiederzunahme des verlorenen Gewichts führt.
Ich bin nicht der Typ, der Dich mit einer großen Menge an obskuren Studienreferenzen bombardieren wird, die vage unterstützen, was ich sage. Ich werde Dir eine sehr gute Referenz aus einem hoch respektablen Journal geben und eine, die Dich beim Gesetz der Stoffwechselkompensation schnell auf den neusten Stand bringen wird. Diese Studie validiert so ziemlich alles, was ich gerade gesagt habe.
Kalorienkombinationen
Ein anderer Teil der Stoffwechselkompensation ist der Weg, auf dem Kalorienkombinationen den HEC beeinflussen. Ein sich entwickelndes Verständnis ist die Art und Weise, auf die die Kombination von Zucker, Fett und Salz (die so genannte Fastfood Ernährung) Deine Appetitzentren kurzschließen. Mit Tieren durchgeführte Untersuchungen zeigen, dass diese Nahrungsmittelkombinationen nicht nur den Nahrungsmittelkonsum bei der augenblicklichen Mahlzeit erhöhen, sondern auch bei zukünftigen Mahlzeiten gesteigerte Gelüste nach derselben Kombination von kalorienreichen Nahrungsmitteln hervorrufen.
Ein 250 kcal Donut wird also nicht nur zur Folge haben, dass Du jetzt mehr Donuts essen willst, sondern er verursacht auch weitere Gelüste nach mehr Donuts in der Zukunft. Es gibt keinen Grund, der nahelegt, dass dies nicht auch bei Menschen der Fall ist. Dies könnte die regelmäßige Beobachtungen bei meinen klinischen Patienten erklären, die Schummelmahlzeiten zu sich nehmen und sich dann mitten in einer Schummelwoche wiederfinden, während der sie nicht dazu in der Lage sind, Hunger, Energie und Gelüste zu regulieren.
Das Gesetz des stoffwechseltechnischen Multitaskings
Der Körper ist beim Multitasking nicht besonders gut. Er mag es entweder zu verbrennen oder aufzubauen, aber nicht beides. Es gibt einige Ausnahmen von dieser Regel, aber die beiden großen Ausnahmen sind Anfänger und diejenigen, die anabole Hormone verwenden.
Ein anderer Name für dieses Gesetz ist Gesetz des stoffwechseltechnischen Bedarfs. Der Körper reagiert auf das, was Du im aussetzt. Dies ist eine weitere wichtige Erkenntnis bezüglich des Kalorienarguments. Die Idee, dass überschüssige Kalorien immer zu einer Zunahme an Körperfett und eine Kalorienrestriktion immer zu einem Fettabbau führen, ist nicht akkurat. Du kannst Deine Kalorien reduzieren und Gewicht verlieren, aber das verlorene Gewicht muss nicht zwangsläufig hauptsächlich aus Körperfett bestehen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen uns, dass der Standard „iss weniger, trainiere mehr“ Ansatz für eine Diät dazu führt, dass 20 bis 50% des verlorenen Gewichts aus fettfreier Körpermasse (Wasser, Glykogen, Muskeln) besteht. Das ist wichtig, weil die Basisstoffwechselrate (BMR) für über zwei Drittel der im Ruhezustand verbrannten Kalorien verantwortlich ist und über die Hälfte Deiner Basisstoffwechselrate durch Deine Muskelmasse bestimmt wird.
Du kannst also Deine Kalorienzufuhr erhöhen und Gewicht aufbauen, aber dieses Gewicht muss nicht unbedingt ausschließlich aus Fett bestehen. Du könntest stattdessen auch fettfreies Gewebe (Wasser, Glykogen, Muskeln) aufbauen und wenn Du dies tust, dann tust Du Deinem Stoffwechsel einen Gefallen. Die Anforderungen, die Du an Deinen Körper stellst, werden bestimmen, ob überschüssige Kalorien zu Fett oder Muskeln werden und ob eine Reduzierung der Kalorien in einem Verlust an Fett oder Muskeln resultieren wird.
Dies ist der Grund dafür, dass all diese Experten darin übereinstimmten, dass ein Training mit Gewichten die dominierende Form von Aktivitäten während eines Fettabbauprogramms sein sollte. Es handelt sich hierbei um die einzige Art von Bewegung, die darin resultieren kann, dass zusätzliche Kalorien zu einem Aufbau von Muskeln anstelle eines Aufbaus von Fett verwendet werden. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine Form von Training, die einen hohen Kalorienverbrauch mit sich bringt.
Es gibt eine Studie, die diesen Punkt recht gut veranschaulicht. Sie wurde im April 1999 im Journal of the American College of Nutrition veröffentlicht und betrachtete zwei Gruppen von Probanden, die identische kalorienarme Diäten durchführten. Eine Gruppe führte ein aerobes Trainingsprogramm (gehen, Rad fahren, Joggen viermal wöchentlich) durch. Die andere Gruppe führte dreimal wöchentlich ein Widerstandstraining aus und führte keinerlei aerobes Training aus.
Nach 12 Wochen hatten beide Gruppen Gewicht verloren. Die Gruppe, die aerobes Training ausgeführt hatte, verlor 37 Pfund, von denen 27 Pfund aus Fett und 10 Pfund aus Muskeln bestanden. Die Gruppe, die ein Widerstandstraining ausgeführt hatte, verlor 32 Pfund, von denen 32 Pfund aus Fett und 0 Pfund aus Muskeln bestanden. Als die Stoffwechselrate im Ruhezustand untersucht wurde, stellten die Wissenschaftler fest, dass die Gruppe, die aerobes Training ausgeführt hatte, pro Tag 210 kcal weniger als zu Beginn der Diät verbrannte, während die Gruppe, die ein Widerstandstraining ausgeführt hatte, ihre Stoffwechselrate um 63 kcal pro Tag erhöht hatte.
Was Du tust hat einen direkten Einfluss darauf, ob eine Kalorie gleich einer Kalorie ist. Du kannst Kalorien nicht vom Lebensstil trennen.
Das Gesetz der stoffwechseltechnischen Effizienz
So etwas wie eine perfekt effiziente Maschine gibt es nicht und auch der menschliche Körper stellt hier keine Ausnahme dar. Hier ist das zweite Gesetz der Thermodynamik an der Arbeit. Nebenbei erwähnt zitieren viele das erste Gesetz der Thermodynamik um zu beweisen, dass „eine Kalorie eine Kalorie ist.“ Die Wahrheit ist jedoch, dass das erste Gesetz der Thermodynamik auf offene Systeme wie den menschlichen Körper nicht zutrifft. Das zweite Gesetz der Thermodynamik trifft hierauf jedoch zu.
Hier ist ein stark vereinfachtes Beispiel, um dies zu verdeutlichen: Diesel vs. reguläres bleifreies Benzin. Beide Treibstoffe besitzen eine unterschiedliche Effizienz. Fahre ein Diesel Auto und Du wirst mehr Kilometer pro Liter Treibstoff zurücklegen können. Bei Dieseln wird die Energie effizienter in Bewegung umgesetzt und es gehr weniger Energie in Form von Wärme verloren. Reguläres bleifreies Benzin weist eine geringere Effizienz auf, da mehr Energie in Form von Wärme verloren geht.
Protein ist wie bleifreies Benzin – mehr seiner Energie geht in Form von Wärme verloren. Kohlenhydrate sind mehr wie Diesel – weniger Energie wird in Wärme umgewandelt. Und Fett? Fett ist der effizienteste aller Makronährstoffe.
Sowohl Kohlenhydrate als auch Protein liefern 4 kcal pro Gramm, aber Dein Körper wird weniger dieser Kalorien verwenden können, wenn Du Protein anstelle von Kohlenhydraten verbrennst. Und ja, dies wurde wissenschaftlich untersucht und nachgewiesen. Ersetze eine bestimmte Menge an Kohlenhydraten durch die gleiche Menge an Protein und Du wirst beobachten, dass Deine Körpertemperatur steigt und dass Du mehr Gewicht verlierst.
Protein ist nicht nur weniger effizient und stärker thermogen, sondern sättigt auch besser. Und es wird mit größerer Wahrscheinlichkeit in einer Aufrechterhaltung Deiner Muskelmasse im Rahmen eines Kaloriendefizits resultieren. Dies bedeutet, dass es eines der besten Werkzeuge ist, die uns zur Verfügung stehen, um alle drei Gesetze zu kontrollieren. Sind 4kcal in Form von Protein also dasselbe wie 4 kcal in Form von Kohlenhydraten? Nein!
POPs und Darmflora
Diese Diskussion wäre ohne die Betrachtung zweier anderer Aspekte des Stoffwechsels, die dessen Effizienz beeinflussen, unvollständig: POPs und Darmflora. POPs ist ein Akronym für persistente organische Giftstoffe (persistent organic pollutants). Diese Giftstoffe sind in der Luft, die wir atmen, der Nahrung, die wir essen und dem Wasser, das wir trinken, enthalten. Sie reichern sich im Körper an und werden im Fettgewebe gespeichert.
Wenn wir Gewicht verlieren, dann werden diese Giftstoffe aus unserem Fett freigesetzt und machen unseren Stoffwechsel effizienter darin, Nährstoffe zu speichern. (Erinnere Dich daran, dass Du für einen Gewichtsabbau eine weniger effiziente Maschine möchtest, die viel mehr Wärme freisetzt.) Sie tun dies, da sie unsere Stoffwechselhormone – und insbesondere unsere Schilddrüsenhormone – kurzschließen. Von diesen Verbindungen konnte gezeigt werden, dass sie sogar eine stärkere Korrelation mit einem Wiederaufbau von Gewicht aufweisen, als dies beim Hormon Leptin der Fall ist.
Dies stellt die Weisheit davon in Frage, nicht auf die Nahrungsqualität zu achten. Die Qualität der Nahrung, die Du isst, kann die zukünftige Effizienz Deines Stoffwechsels direkt beeinflussen. Diese Verbindungen reichern sich auch im Fett der Tiere an, die wir essen. Eine fettärmere Ernährung und Biofleisch könnten bei zukünftigen Fettabbauversuchen eine Rolle spielen.
Und dann ist da noch das Thema der Darmflora. Die Darmflora ist ein Begriff, den wir in der Welt der funktionalen Medizin verwenden, um die Bakterienpopulation zu beschreiben, die in unserem Darm lebt (alias Probiotika). In Deinem Darm leben mehr Bakterien als Dein Körper Zellen hat. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass bestimmte Bakterienkolonien die Effizienz beeinflussen, mit der wir Kalorien verdauen und absorbieren.
Du kannst Dir diese Bakterien wie einen nervigen Freund vorstellen, der Dir Pommes Frites von Deinem Teller klaut. Diese Bakterien reduzieren Deine Kalorienzufuhr, weil sie Dir Energie rauben. Dies ist ein sehr aufregendes Forschungsgebiet. Eine zwölfwöchige Studie konnte einen signifikanten Gewichtsverlust (2 Pfund) und eine signifikante Reduzierung des Taillenumfangs (mehr als einen Zentimeter) beobachten, wenn ein probiotisches Supplement zur Ernährung hinzugefügt wurde. Kein schlechtes Ergebnis dafür, dass Du nicht mehr tun musst, als jeden Tag ein paar Bakterien zu schlucken.
Die richtigen Fragen
Die Frage “ist eine Kalorie gleich eine Kalorie“ ist also nicht die richtige Frage. Die richtige Frage ist, wie wichtig Kalorien kurzfristig und langfristig bei der Fettabbaugleichung sind und welche anderen Faktoren beeinflussen, wie Kalorien verbraucht und gespeichert werden. Wenn wir mit unserem Stoffwechsel anstatt gegen unseren Stoffwechsel arbeiten möchten, müssen wir verstehen, dass Quantität und Qualität untrennbar und verbunden sind.
Referenzen
- Tackling overweight and obesity: does the public health message match the science? PUBMED 23414295
- Medicare's search for effective obesity treatments: diets are not the answer. PUBMED 17469900
- "A calorie is a calorie" violates the second law of thermodynamics. PUBMED PMC506782
- A free-choice high-fat high-sugar diet induces changes in arcuate neuropeptide expression that support hyperphagia. PUBMED 20029382
- January 2007 issue of Sports Medicine (vol. 37 # 1)
- Effects of resistance vs. aerobic training combined with an 800 calorie liquid diet on lean body mass and resting metabolic rate. PUBMED 10204826
- Postprandial Thermogenesis Is Increased 100% on a High-Protein, Low-Fat Diet versus a High-Carbohydrate, Low-Fat Diet in Healthy, Young Women. JohnstonThermogenesis2002
- Dietary protein - its role in satiety, energetics, weight loss and health. PUBMED 23107521
- Thermogenesis and weight loss in obese individuals: a primary association with organochlorine pollution. PUBMED 15148504
- Regulation of abdominal adiposity by probiotics (Lactobacillus gasseri SBT2055) in adults with obese tendencies in a randomized controlled trial. PUBMED 20216555
Von Dr Jade Teta
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/a-calorie-is-sometimes-not-a-calorie

Eine zyklische Kohlenhydratzufuhr für den Fettabbau
Es kommt für nahezu jeden Trainierenden eine Zeit zu der er definiert werden möchte.
Wenn Du bereits regelmäßig mit Gewichten trainierst, dann wird eine Veränderung Deines Trainingsprogramms wahrscheinlich keinen dramatischen Abbau von Körperfett bewirken. Wie Du trainierst, wird den größten Einfluss auf Deine Leistungen haben, aber wie Du isst ist das, was wirklich darüber entscheiden wird wer Dir aus dem Spiegel entgegenblickt.
Mit anderen Worten ausgedrückt musst Du Dich auf die Ernährung konzentrieren, wenn Du schlank werden möchtest und eine zyklische Kohlenhydratzufuhr ist einer der effektivsten Ansätze, den Du finden wirst.
Eine zyklische Kohlenhydratzufuhr bedeutet, dass Du die Menge an Kohlenhydraten und/oder Kalorien, die Du an einem gegebenen Tag konsumierst, variierst.
Bodybuilder wissen seit langem, dass Kohlenhydrate von den drei Makronährstoffen den signifikantesten Einfluss auf die Körperkomposition zu besitzen scheinen. Infolgedessen gibt es hunderte verschiedene Ansätze für eine zyklische Kohlenhydratzufuhr, von denen jeder diese beliebte Fettabbaustrategie etwas variiert.
Auch wenn ich mehr ein „Sätze & Wiederholungen“ orientierter Autor bin, habe ich meine eigene Variante der zyklischen Kohlenhydratzufuhr. Es handelt sich um eine Strategie, die ich bei vielen Athleten inklusive mir selbst erfolgreich eingesetzt habe. Im letzten Jahr habe ich mein Gewicht unter Verwendung des Planes, den ich hier vorstellen werde, von 105 auf 85 Kilo für einen Wettkampf reduziert.
Wie auch meine Trainingsprogramme ist dieser Plan nicht leicht aber einfach und gerade heraus und er funktioniert – wenn Du die Disziplin hast, ihn zu befolgen.
Der plan besteht aus den folgenden vier Phasen:
1 – Super Streng
Wie der Name bereits nahelegt, ist dies eine sehr strenge Diätphase. Sie sollte zu Beginn einer Diät als Kickstart oder am Ende der Diät als effektiver Weg, das letzte bisschen Fett zu verlieren, verwendet werden. Dies ist eine harte, brutale Diät und sie sollte, wie ich noch näher erklären werde, nur für einen kurzen Zeitraum befolgt werden.
Während dieser Phase sind die Kohlenhydrate am stärksten begrenzt: Du darfst 50 Gramm Kohlenhydrate pro Tag essen und die signifikante Mehrzahl dieser Kohlenhydrate müssen in Form von Gemüse konsumiert werden. Während dieser Phase sind weder traditionelle Stärke noch Zucker erlaubt.
2 – Normal
Dies ist die Hauptphase dieses Plans. Sie ist kohlenhydratarm und reich an natürlichem Protein und Fett. Du darfst 100 Gramm Kohlenhydrate pro Tag essen, von denen die meisten in Form von Gemüse konsumiert werden, wobei eine geringe Menge an Obst und Stärke erlaubt ist, aber kein Junkfood.
Einer der Gründe dafür, dass ich diese Phase als „Normal“ bezeichne ist, dass ich die Einstellung der Menschen ändern möchte. Viele Menschen glauben, dass kohlenhydratreiche Tage normal sind und dass wir täglich 500 bis 600 Gramm Kohlenhydrate zu uns nehmen sollten. Kohlenhydrate sind nicht böse, aber Du musst sie Dir trotzdem durch Aktivitäten verdienen. Die meisten Menschen sind körperlich recht inaktiv und somit sollte ihre Kohlenhydratzufuhr begrenzt werden.
Bei der neuen ernährungstechnischen Grundeinstellung sollte eine kohlenhydratarme Ernährung „normal“ sein und eine höhere Kohlenhydratzufuhr als verschwenderisches Gelage angesehen werden.
3 – Kohlenhydratreich
Eine niedrige Kohlenhydratzufuhr ist gut für den Fettabbau, aber häufig nicht ideal für die Leistungsfähigkeit. Die meisten Leser werden hart und schwer trainieren, weshalb ein gelegentlicher Kohlenhydratschub notwendig ist und dies ist der Punkt, an dem der kohlenhydratreiche Tag ins Spiel kommt.
An den kohlenhydratreichen Tagen solltest Du eine große Menge an Kohlenhydraten im Bereich von 400 bis 800 Gramm pro Tag zu Dir nehmen. Der Zweck hiervon besteht darin, die Glykogenspeicher des Körpers wieder aufzufüllen, eine anabole Reaktion durch eine Insulinausschüttung anzuregen und Deinem Geist eine Pause von der moderat restriktiven Phase der Diät zu geben.
Die grundlegende Idee besteht darin, eine Menge Gemüse zu essen und hierzu eine unbegrenzte Menge an Obst und natürlichen unverarbeiteten Kohlenhydraten, sowie – falls notwendig – eine geringe Menge an verarbeiteten Kohlenhydraten hinzuzufügen. Auch Kohlenhydrate aus Milchprodukten sind erlaubt.
4 – Ferien
Du kannst an diesen Tagen Deiner Phantasie freien Lauf lassen. Ich glaube im Allgemeinen bei den meisten Dingen an Moderation – inklusive einer Moderation der Moderation selbst – weshalb Du Dich während Deiner Ferien frei fühlen kannst, zu schlemmen. Der Schock für Dein System durch die Zufuhr der Nährstoffe kann sogar etwas Gutes sein, wenn es auf gelegentlicher Basis geschieht. Du entscheidest über Deine eigenen Ferien (ich habe meine unten aufgelistet), aber im Allgemeinen sollten es weniger als 21 Tage pro Jahr sein.
Der Diätplan Phase für Phase
(Die Zahlen geben die Anzahl der Portionen pro Tag für das gegebene Nahrungsmittel an.)
|
Nahrungsmittel |
Super Streng |
Normal |
kohlenhydratreich |
Ferien |
|
Gemüse |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Obst |
0 |
0-2 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Eier |
1-4 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Natürliches Protein |
2-4 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Natürliches Fett |
2-4 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Käse |
0-1 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Milch |
0 |
0-2 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Protein Shake |
0 |
0-2 |
0-4 |
Unbegrenzt |
|
Nüsse |
0-1 |
0-2 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Natürliche Stärke |
0 |
0-1 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Tee oder Kaffee mit Zucker |
0 |
0-2 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Jogurt |
0 |
0 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Verarbeitete Kohlenhydrate |
0 |
0 |
0-4 |
Unbegrenzt |
|
Desserts |
0 |
0 |
0-1 |
Unbegrenzt |
|
Verarbeitetes Fleisch |
0 |
0 |
0-1 |
0-4 |
|
Zuckerhaltige Getränke |
0 |
0 |
0 |
Unbegrenzt |
|
Wein |
0 |
0 |
0-2 |
Unbegrenzt |
|
Anderer Alkohol |
0 |
0 |
0 |
Unbegrenzt |
Nahrungsmittel werden in der bevorzugten Reihenfolge nach Kategorie aufgelistet:
- Natürliches Protein: Fisch (jeder, aber wild gefangener Fisch sollte bevorzugt werden), Hühnchen, Rindfleisch, Pute, Lamm. Schwein, Meeresfrüchte
- Natürliche Fette: Olivenöl, Biobutter, Haut von Geflügel
- Natürliche Stärke: Süßkartoffeln, Kartoffeln, Reis, Haferflocken
- Verarbeitete Kohlenhydrate: Wraps, Pitafladen, Alle Sorten von Brot (je mehr Ballaststoffe, desto besser), Nudeln, Popcorn, Cracker, Müsliriegel, Früchteriegel
- Desserts: Eiscreme, Kuchen, Brownies, Kekse, Schokoriegel
- Verarbeitetes Fleisch: Frühstücksfleisch, Hausgemachte Hamburger, Peperoni Wurst, Hot Dogs, Bacon, Wurst
Gewichtsabbausystem
- Für einen rapiden Gewichtsverlust: Befolge die super strenge Phase für 3 bis 14 Tage, um einen signifikanten Gewichtsabbau zu fördern und gehe dann zur normalen Gewichtsabbau- oder Aufrechterhaltungsphase über.
- Für einen normalen Gewichtsabbau: Kombiniere 5 bis 6 Tage der normalen Phase mit 1 bis 2 Tagen der kohlenhydratreichen Phase. Wenn Du zu schnell Gewicht verlierst, füge einen halben bis einen weiteren kohlenhydratreichen Tag hinzu. Wenn Du nicht schnell genug an Gewicht verlierst, reduziere die kohlenhydratreiche Phase um einen halben Tag.
- Zur Aufrechterhaltung des Gewichts: Kombiniere 4 bis 5 Tage der normalen Phase mit 2 bis 3 Tagen der kohlenhydratreichen Phase.
- Für eine Gewichtszunahme: Kombiniere 3 bis 4 Tage der normalen Phase mit 3 bis 4 Tagen der kohlenhydratreichen Phase.
Ich kategorisiere Ferien als Folgendes:
- Mahlzeiten nach einem Wettkampf
- Alle Urlaube (bis zu einer Woche Länge)
- Die folgenden Feiertage: Weihnachten, Neujahr, Ostern, Dein Geburtstag
- Optional: Der Geburtstag Deiner Partnerin/Deines Partners, Jahrestage
Ein konkretes Beispiel
Unten befindet sich ein Beispiel für die Nahrungszufuhr an einem Tag von jeder der drei Hauptphasen (ich gehe davon aus, dass Du bei der Planung Deiner Nahrungszufuhr in den Ferien / an Feiertagen keine Hilfe benötigst)
|
Super Streng |
Normal |
kohlenhydratreich |
|
|
|
Banane und/oder Tee mit Zucker nach dem Aufwachen |
|
2 hart gekochte Eier |
3 hart gekochte Eier |
4 Rühreier |
|
1/2 Portion Karotten |
1/2 Portion Karotten |
1 gebackene Kartoffel mit Butter und Sauercreme |
|
Wasser |
250 ml Biovollmilch |
1 Jogurt Smoothie |
|
6 Stücke Thunfisch Sashimi – dick |
200g Hühnchenbrust |
1 Bagel |
|
1/2 Gurke |
1 Portion Erbsen |
120g Thunfisch |
|
Eine Scheibe Zitrone |
1 Esslöffel Olivenöl |
Tomatenscheiben |
|
Wasser |
Wasser |
2 Scheiben Käse |
|
|
|
1 fettarmer Fruchtjoghurt |
|
1/2 gegrilltes Hähnchen mit Haut* |
Putenwrap: |
Chipotle Hühnchen Burito mit Reis und Vinaigrette Sauce, Toppings nach Wunsch |
|
2 Portionen Broccoli |
Wasser |
Wasser |
|
Wasser |
|
|
|
|
2 Portionen Beef Jerky |
1 Proteinriegel |
|
|
Wasser |
250 ml Biovollmilch |
|
|
Tee – mit Zucker, wenn nötig |
2 Portionen geröstete Nüse |
* Was die Haut des gegrillten Hähnchens angeht, solltest Du darauf achten, mit was diese bestrichen wurde. Ich bevorzuge eine hausgemachte Version, die nur aus Gewürzen besteht. Du solltest keine Gewürzmischung mit Zucker verwenden.
An den kohlenhydratreichen Tagen kannst Du vor, während und nach dem Training Pre-Workout, Intra-Workout und Post Workout Supplements verwenden, die schnell verdauliche Kohlenhydrate enthalten, um Deine Trainingsleistungen zu steigern und Deine Regeneration nach dem Training zu beschleunigen.
An den super strengen und an den normalen Tagen solltest Du ausschließlich kohlenhydratfreie Pre-Workout, Intra-Workout und Post Workout Supplements wie BCAAs, Leucin und schnell verdauliches Protein wie Wheyprotein oder Wheyprotein Hydrolysate verwenden.
Ich gehe davon aus, dass ausschließlich Bioeier von freilaufenden Hühnern verwendet werden und dass es sich bei allen Milchprodukten um Bioprodukte handelt, die vorzugsweise von mit Gras gefütterten Kühen stammen. Der Rest der Mahlzeiten kann größtenteils zuhause im Voraus zubereitet werden.
An den kohlenhydratreichen Tagen versuche ich Nahrungsmittel in meine Ernährung aufzunehmen, die weit verbreitet und leicht verfügbar sind, auch wenn dies vielleicht auf Kosten der Auswahl der absolut idealen Nahrungsmittel geht.
Das Gute, das Schlechte und das Potthäßliche
Alle Ernährungspläne haben ihre Vor und Nachteile. Ich sage nicht, dass dies der einzige Weg ist, einen Fettabbau zu erreichen, aber ich glaube, dass es ein vernünftiger und funktionierender Weg ist.
Für mich hat dieses System die folgenden Vor- und Nachteile:
Die Vorteile des Programms:
- Es ist relativ leicht zu befolgen. Du wachst auf, du weißt welcher Tag an der Reihe ist und Du tust Dein Bestes, um Dich an die Richtlinien für diesen Tag zu halten.
- Es funktioniert gut im realen Leben. Wenn Du mit Freunden unterwegs bist oder an einem gesellschaftlichen Ereignis teilnehmen willst, dann machst Du den entsprechenden Tag zu einem kohlenhydratreichen Tag. Das System erlaubt es Dir außerdem während Deiner Ferien zu schlemmen. Wenn Du Dir Tag für Tag im Fitnessstudio und in der Küche den Arsch aufreißt, dann musst Du ganz einfach gelegentlich die Zügel locker lassen.
- Wenn Du dieses System einmal verinnerlicht hast, dann kannst Du es für eine Reihe unterschiedlicher Ziele modifizieren, indem Du die Anzahl der kohlenhydratreichen Tage erhöhst oder reduzierst. Wenn Du Gewicht aufbauen, aber gleichzeitig relativ schlank bleiben möchtest, dann probiere diesen Plan mit 3 bis 4 kohlenhydratreichen Tagen aus. Wenn Du Fett nicht mit der gewünschten Geschwindigkeit verlierst, dann reduziere die Anzahl der kohlenhydratreichen Tage schrittweise um einen halben Tag pro Woche, bis Du die gewünschte Fettabbaurate erreicht hast.
- Dieses Programm konzentriert sich auf natürliche, unverarbeitete, vollwertige Nahrungsmittel, die das Fundament eines jeden erfolgreichen Ernährungsplans bilden sollten. Du kannst natürlich Nahrungsmittel durch andere gleichwertige Nahrungsmittel ersetzen – wenn Du kein Geflügel magst, dann ersetze es durch Lachs, usw.
- Dieses Programm erlaubt Gelüste und verbietet diese nicht kontinuierlich, was eine Prüfung für die Willenskraft darstellen kann und Dich nicht unbedingt zur beliebtesten Person machen wird.
- Dieses Programm funktioniert. Genug gesagt.
Nachteile des Programms:
- Es kann leicht sein, den kohlenhydratreichen Tag in einen ausgewachsenen Schummeltag zu verwandeln. Du siehst Chips und denkst „Oh, es ist ein kohlenhydratreicher Tag“ und Du isst sie, gefolgt von einem Schokoriegel, zwei Tellern Spaghetti, usw. Du kannst eine Menge Kohlenhydrate essen, aber diese müssen zumindest einigermaßen natürlich und gesund sein. Wenn Du zwei gebackene Kartoffeln zu Deinem Steak willst, ist das in Ordnung, aber zwei Portionen Pommes Frites sind nicht dasselbe.
- Der Konsum von Kohlenhydraten nach einigen kohlenhydratarmen Tagen kann manchmal die Gelüste auf Kohlenhydrate verstärken, anstatt diese zu reduzieren. Ich habe für mich herausgefunden, dass das erste Frühstück nach einem kohlenhydratreichen Tag hart sein kann, da ich mich an eine höhere Kohlenhydratzufuhr gewöhnt habe. Der zweite und der dritte Tag sind leichter, da ich die kleinere Mahlzeit nicht mit den großen Mahlzeiten des kohlenhydratreichen Tages vergleiche.
- Es kann hart sein, an den kohlenhydratarmen Tagen eine intensive Trainingseinheit durchzuführen. Die Lösung hierfür besteht darin, Deine kohlenhydratreichen Tage so zu planen, dass sie auf die Tage mit Deinen härtesten Trainingseinheiten – oder zumindest auf den Tag davor – fallen, so dass Du über genügend Glykogen für Deine Trainingseinheiten verfügst. Ich lege meine kohlenhydratreichen Tage für gewöhnlich auf Montag und Freitag, aber Du kannst Deine so planen, wie sie am besten zu Deinem Trainingsprogramm passen.
- Dein Körpergewicht wird bei diesem Plan etwas mehr als normalerweise schwanken. Es sollte relativ stark von einem kohlenhydratarmen Tag zum nächsten fallen, kann aber nach einem kohlenhydratreichen Tag aufgrund der gefüllten Glykogenspeicher und des begleitenden Wassers und Salzes deutlich steigen. Wenn Du Dein Gewicht überwachst wirst Du jedoch eine kontinuierliche Abnahme des Gewichts in Kombination mit einer vergleichbaren Abnahme an Körperfett beobachten.
Abschließende Worte
Für mich sind alle Nachteile verkraftbar und kontrollierbar und werden von den Vorzügen dieses Programms mehr als aufgewogen. Du trainierst hart im Fitnessstudio und jetzt ist es an der Zeit die Ergebnisse dieser harten Arbeit zu zeigen! Wenn Du von den Resultaten einer gewöhnlichen Kalorienrestriktion frustriert bist und etwas Neues ausprobieren möchtest, dann solltest Du diesem Programm eine Chance geben. Du hast nichts zu verlieren – außer Körperfett.
Von Tim Henriques
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/carb-cycling-for-fat-loss

10 Wege Diätnahrungsmittel leckerer zu machen
Eine kurze Zusammenfassung
- Entferne die Kalorien aus Deiner Erdnussbutter, während Du trotzdem denselben Geschmack für Desserts, Saucen und Dips erhältst, indem Du entfettetes Erdnussmehl verwendest.
- Ersetze faden, kohlenhydratarmen pürierten Blumenkohl mit püriertem Eichelkürbis.
- Brate "gekochte" Eier, bereite Dir Ketchup ohne Zucker zu und koche Bacon im Ofen anstatt ihn in der Pfanne zu braten.
- Mache Hühnchen mit Senf und Prosciutto leckerer. Tausche gelegentlich Deine Haferflocken gegen heiße Reiszerealien... während Du schläfst.
- Verwende essentielles Pfefferminzöl, um Deine Gelüste zu reduzieren. Verwende Avocadocreme für eine neue Geschmacksnote bei deinen fettarmen Proteinquellen
Vergiss Salat
"Ich muss gesund essen und etwas Gewicht verlieren, aber ich mag ganz einfach keinen Salat. Außerdem habe ich keine Zeit, um zu kochen."
Wir hören so etwas andauernd und fragen uns Folgendes:
Warum denken die meisten Menschen, dass gesunde Ernährung gleichbedeutend mit Schüsseln voller Blätter und Zweige ist? Und warum denken andere, dass man fürs Kochen Stunden der Vorbereitung benötigt?
Es ist an der Zeit über den Rand der Salatschüssel hinaus zu schauen. Hier sind einige geniale Wege eine Vielzahl gesunder Nahrungsmittel in Deine Ernährung zu integrieren.
1. Backe deinen Schinken und iss ihn zu faden Mahlzeiten
Der Harvard Ernährungsexperte Mat Lalonde hat den Begriff Nährstoffdichte durch eine Berücksichtigung von Nährstoffen, die für die menschliche Gesundheit entscheidend sind, neu definiert. Glücklicherweise befindet sich Schweinefleisch weit oben auf der Liste.
Hier ist also Deine Ausrede dafür, mehr Bacon zu essen.
Hast Du halb verbrannten, halb rohen Bacon, der vor Fett trieft satt? Dann backe Deinen Bacon - insbesondere dann, wenn Du ihn knusprig magst. Und als zusätzlichen Bonus musst Du Dich bei dieser unkonventionellen Methode der Zubereitung nicht über eine spritzende Pfanne beugen.
- Heize den Ofen auf 200 Grad vor.
- Nimm eine Ofenform mit einem Rost, lege diese für eine leichtere Reinigung mit Backpapier aus und platziere den Rost darauf.
- Lege Bacon auf den Rost (Puten Bacon geht auch...wenn es unbedingt sein muss.)
- Schiebe das Ganze in den Ofen und stelle einen Wecker auf 20 Minuten. Abhängig von Deinem Ofen und wie knusprig Du Deinen Bacon magst, kann es 17 bis 23 Minuten dauern, bis Dein Bacon fertig ist.
Wenn Du am Sonntag etwas Bacon auf Vorrat machst, hast Du einen Vorrat für die ganze Woche. Ein Streifen Bacon, der zu einer "Diätmahlzeit" hinzugefügt wird, kann bezüglich der Sättigung einen deutlichen Unterschied machen.
2. Die Lösung für Erdnussbuttersüchtige
Wie viele Portionen befinden sich in einem Glas Erdnussbutter? Nur zwei...wenn Du süchtig nach Erdnussbutter bist. Glücklicherweise können Gelüste nach Erdnussbutter mit entfettetem Erdnussmehl befriedigt werden - minus einer großen Menge an Kalorien und Fett.
Du musst keine fettarme Diät durchführen, um entfettetes Erdnussmehl zu verwenden. Du musst einfach nur Erdnussbutter so sehr lieben, dass es nur Sinn macht, das Öl und die überschüssigen Kalorien zu entfernen.
Was übrig bleibt ist ein Pulver mit Erdnussgeschmack, zu dem Du nur etwas Wasser und Salz hinzufügen musst, um einen Ersatz für Erdnussbutter zu erhalten, mit dem Du auch kochen und backen kannst. Hier sind 5 Dinge, die Du mit entfettetem Erdnussmehl ausprobieren kannst:
- Verwende es als proteinreiches und glutenfreies Mehl zum Backen von Brot, Keksen und Waffeln.
- Verwende es, um asiatische Saucen anzudicken und asiatischen Speisen zusätzliches Aroma zu verleihen.
- Mische es mit Haferflocken und Proteinpulver für ein leckeres Frühstück.
- Mische es mit Wasser und einer Prise Salz, um eine Light Version von Erdnussbutter zu erhalten.
- Mische es mit in Scheiben geschnittenen gefrorenen Bananen, Vanille Proteinpulver und ungesüßter Mandelmilch, um Erdnussbutter Bananeneiscreme zu erhalten.
Dir wird wahrscheinlich aufgefallen sein, dass oben keine Mengenangaben für Erdnussmehl gemacht wurden. Dies hängt damit zusammen, dass Erdnussbutter bisher nicht oft als Backzutat verwendet wird. Experimentiere. Verwende für Suppen, cremige Desserts und andere Speisen so viel Erdnussmehl wie notwendig ist, um die gewünschte Konsistenz und den gewünschten Geschmack zu erreichen.
Tipp: Vergiss das gezuckerte Zeugs, dass Du gelegentlich in Supermärkten findest. Es ist überteuert. Kaufe Online die Großpackung, die nur einen Inhaltsstoff enthält: Erdnüsse.
3. Bereite Dir Ketchup für Erwachsene zu
Hier ist das Geheimnis wie Du dieselben alten Proteine neu und köstlich machen kannst: Saucen, Dips, Dressings, Gewürze und Beilagen.
Hier ist ein Rezept für rustikalen Ketchup, der so schmeckt, als ob er tatsächlich aus Tomaten hergestellt wurde und nicht aus einem Süßwarenladen stammt:
- Mische 200 Gramm Tomatenpaste (nicht Tomatensauce) mit 2 bis 3 Esslöffeln Essig. Apfelessig ist am besten, aber es geht auch jeder andere Essig.
- Gib eine viertel Tasse Wasser hinzu und verrühre das Ganze, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
- Schmecke den Ketchup mit etwas Senfmehl, Zimt und Salz ab. Du kannst auch Cayenne Pfeffer, Gewürznelken und Gewürzmischungen verwenden.
- Stelle den fertigen Ketchup für eine halbe Stunde in den Kühlschrank.
Wenn Du diesen Ketchup mit regulärem, mit Zucker überladenem Ketchup vergleichst, wirst Du ihn wahrscheinlich nicht mögen. Aber wenn Du ihn als echte Originalversion von Ketchup ansiehst, dann wirst Du ihn lieben.
4. Eichelkürbis, das ultimative pürierte Kohlenhydrat
Befindest Du Dich gerade in einer Fettabbauphase? Dein bestes Werkzeug ist Nahrung, die dich satt macht und von der Du jeden Bissen genießen kannst. Das ist genau das, was Du mit Kürbis erreichen kannst...wenn Du ihn richtig zubereitest.
Probiere pürierten Eichelkürbis. Er schmeckt wie süße, pürierte Kartoffeln mit einer leichten Zwiebelnote und lässt pürierten Blumenkohl geschmacklich alt aussehen. Ja, Eichelkürbis enthält Kohlenhydrate, aber er wird Dich satt machen, bevor Du die Gelegenheit hast, viel davon zu essen.
- Halbiere einen Eichelkürbis und entferne die Samen.
- Backe den Kürbis bei 200 Grad für 20 bis 25 Minuten oder bis er weich ist. Lasse ihn danach abkühlen.
- Entferne das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale, gib es in einen Topf und püriere es mit einem Kartoffelstampfer.
- Erhitze den Topf und gib Knoblauchpulver, Pfeffer und Salz hinzu. Verdünne das Ganze mit etwas Hühnerfond, Wasser, ungesüßter Kokosmilch oder saurer Sahne, bis Du die gewünschte Konsistenz erreichst.
- Iss dieses Püree zu jeder Proteinquelle, die Du langsam nicht mehr sehen kannst.
5. Mache Dein Gekochtes oder Hühnchen aufregender
Es gibt einen Grund dafür, dass Diätende irgendwann keine Hähnchenbrust ohne Haut mehr sehen können: sie verfeinern sie nicht. Ja, Hühnchenbrust ist mager, was aber auch bedeutet, das sie trockener als andere Fleischsorten ist. Und nein, Hühnchenbrust ist nicht von Natur aus mit Geschmack vollgepackt.
Die Lösung? Gib Dinge hinzu, die Hähnchenbrust weniger trocken und aromatischer machen. Probiere mit Prosciutto umwickeltes Dijon Hühnchen aus. Oder auch Dijon Hühnchen ohne Prosciutto.
- Heize den Ofen auf 200 Grad vor.
- Schneide die Hähnchenbrust der Länge nach fast vollständig durch.
- Platziere die Hähnchenstücke in einer Ofenform und salze und pfeffere sie von jeder Seite.
- Streiche die Hähnchenbrust auf der Oberseite großzügig mit Dijon Senf ein.
- Rolle jede Hähnchenbrust in eine Scheibe Prosciutto ein.
- Backe die Hähnchenbrüste für 15 bis 20 Minuten im Ofen.
6. Heiße Kürbis Reis Zerealien als Frühstück
Frühstück kann mehr als Haferflocken und Eiklar sein. Wie wäre es mit etwas mit Nährstoffen überladenem Kürbis?
Ja, das mag seltsam klingen, aber wir sprechen hier von dem Zeugs, mit dem andere Leute Kürbiskuchen backen.
- Mische in Deinem Slow Cooker 3 Tassen Wasser und eine Tasse Zerealien aus braunem Reis. Dies ergibt 4 bis 5 Portionen.
- Rühre eine 450 Gramm Dose 100% reinen Kürbis ein.
- Gib Zimt, Muskat, Gewürznelken und andere Gewürze nach Geschmack hinzu oder verwende eine fertige Kürbiskuchen Gewürzmischung.
- Stelle Deinen Slow Cooker vor dem zu Bett gehen auf 6 bis 7 Stunden auf niedriger Stufe ein, so dass Dein Frühstück fertig ist, wenn Du morgens aufstehst.
- Rühre nach dem Kochen oder Wiederaufwärmen ein bis zwei Messlöffel Proteinpulver ein.
Variationen: Ersetze die Reiszerealien durch Haferflocken. Ersetze den Kürbis durch zwei Bananen oder Äpfel
7. Proteinreiches Eis am Stiel
Du weißt, dass Du Dich im Sommer nach kühlen Sachen sehnst. Du weißt, dass Du mehr Protein brauchst. Und Du weißt, dass Beeren gut für Dich sind. Warum kombinieren wir nicht all dies zu einem leckeren Nachtisch?
- Besorge Dir ein paar billige Eis am Stil Formen. Wenn Du keine zur Hand hast, kannst Du auch kleine Pappbecher und Plastiklöffel als Stiele verwenden.
- Mische 2 Tassen griechischen Joghurt, 2 Tassen Beeren Deiner Wahl, eine drittel Tasse Kokosmilch aus der Dose und einen Messlöffel Vanille Proteinpulver.
- Fülle diese Mischung in die Eisförmchen und stelle diese für ein paar Stunden in den Gefrierschrank.
Variationen: Ersetze die Beeren durch Ananas oder Bananen. Verwende unterschiedliche Geschmacksrichtungen beim Proteinpulver. Verwende bei Bedarf kalorienarmen Süßstoff.
8. Gekochte Eier aus dem Ofen, die keine Blähungen verursachen
Hart gekochte Eier sind eine praktische Proteinquelle für Unterwegs. Das Problem besteht jedoch darin, dass die meisten Menschen diese falsch zubereiten.
Wenn deine gekochten Eier eine Heugrüne Haut um den Dotter haben, dann wurden sie zu lange gekocht. Es ist okay diese Eier zu essen, aber eisenhaltiger Schwefel schmeckt und riecht nicht so gut.
Hie ist eine praktische Lösung, die Dir außerdem das Aufräumen nach dem Kochen erleichtert:
- Heize den Backofen auf 160 Grad vor.
- Platziere ein Dutzend rohe Eier in einem Muffin Blech.
- Backe die Eier etwa 30 Minuten lang.
- Gib die Eier nach dem Backen in eine Schüssel mit Eiswasser. Dies beendet den Kochprozess - Keine Hulk grünen Eier und keine Schwefelblähungen mehr.
9. Verwende essentielles Pfefferminzöl
Auch wenn es sich hierbei aus technischer Sicht nicht um ein Nahrungsmittel handelt, sind essentielle Öle so ziemlich das Coolste, was Du zur Hand haben kannst. Aber sei vorsichtig, hierbei handelt es sich um sehr wirkungsvolles Zeugs.
Ein Tropfen auf einen Liter Wasser ist reichlich. Oder gib ein bis zwei Tropfen Pfefferminzöl zu Deinem Schokoladenproteinshake für ein dezentes After Eight Aroma hinzu.
Warum solltest Du es verwenden? Pfefferminzöl ist für seine den Appetit unterdrückenden Wirkungen bekannt. Natürlich solltest Du essen, wenn Du hungrig bist, aber wenn Du einfach nur um den Kühlschrank herumstreichst, weil Du Dich langweilst, dann solltest Du etwas mit Pfefferminzöl versetztes Wasser ausprobieren und Dich woanders entspannen.
Pfefferminzöl besitzt außerdem eine kühlende Auswirkung auf den Gaumen und es kann gut sein, dass die Snacks, nach denen Du zuvor Gelüste hattest, jetzt etwas weniger appetitanregend sind.
Zusätzlich hierzu wird Pfefferminzöl nachgesagt, dass es die Energie steigern und Magenschmerzen lindern kann.
10. Gib zu allem Avocadocreme hinzu
Wenn Tzatziki und Guacamole ein Baby hätten, dann würde es so aussehen.
Avocado Creme passt gut zu Fisch, Geflügel, gebackenen Kartoffeln, Gemüse und Sandwichs.
- Zerdrücke eine Avocado und mische eine viertel Tasse saure Sahne darunter.
- Gib großzügige Mengen an getrocknetem Dill, Zwiebelpulver, Knoblauch und Salz für den Geschmack hinzu.
Variationen: Gib 5 bis 6 gewürfelte Oliven und eine halbe Dose grob gehackte Artischockenherzen hinzu.
Bonus! Eine kalorienarme Alternative zu Kaffeesahne
Kaffeesahne im Kaffee schmeckt köstlich. Sie ist außerdem nahezu frei von Laktose und Kohlenhydraten. Aber eine Portion aus 1 oder 2 Esslöffeln ist reich an Fett und Kalorien. Das Problem ist, dass diese ungesüßten Variationen von Nussmilch nicht so cremig wie Kaffeesahne sind.
Warum sollte man nicht beides kombinieren?
- Nimm eine Flasche und fülle sie zur Hälfte mit Bio Kaffeesahne.
- Fülle den Rest der Flasche mit ungesüßter Cashew- oder Mandelmilch.
Wenn Du ein andereres Verhältnis als 1:1 willst, dann gib einfach mehr oder weniger von einer der Zutaten hinzu.
Und dann genieße eine große, cremige Tasse Kaffee.
Von Dani Shugart, Chris Shugart | 04/21/15
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/10-ways-to-un-suck-diet-food

Der erste Teil dieser Artikelserie umfasste eine Beschreibung der drei Makronährstoffe in Kombination mit einigen sehr nützlichen Informationen über Fettsäuren, Kortisol und die Basisstoffwechselrate. In diesem Artikel wurde auch darüber gesprochen, welche Nahrungsmittel Du essen und welche Du meiden solltest.
Der zweite Teil dieser Artikelserie umfasst 13 ernährungstechnische Goldstücke und gibt Dir einige konkrete Hinweise darauf, wie Du nahezu jedes Ziel bezüglich der Körperentwicklung erreichen kannst, nach dem Du strebst.
Warum hatte ich nicht etwas wie dies, als ich mit dem Training angefangen habe?
Ernährungstechnische Goldstücke
Hier sind einige zusätzliche ernährungstechnische Richtlinien, die unter den meisten Umständen anwendbar sind. Diese einfachen Dinge werden es Dir erlauben, diese ganze Ernährungssache besser zu verstehen und optimale Resultate bei Deiner Körpertransformation zu erreichen.
1 – Miss alles ab und schreibe alles auf – zumindest am Anfang
Bei einem guten Ernährungsprogramm dreht sich alles um Qualität und Quantität. Du solltest eine bestimmte Menge an Nahrung essen, um Deine Bedürfnisse zu decken und einen tollen Körper aufzubauen. Wenn Du drastisch zu wenig isst, dann riskierst Du Muskeln und Kraft zu verlieren. Wenn Du zu viel isst, dann wirst Du mehr Fett als Muskeln aufbauen. Wenn Dein Ziel darin besteht, Muskeln aufzubauen, dann musst Du genug essen, um ein maximales Wachstum zu stimulieren, aber nicht so viel, dass Du fett wirst. Wenn Du es bevorzugst hart und definiert zu werden, dann benötigst Du ein ausreichend großes Kaloriendefizit, so dass Dein Körper auf seine Fettreserven zur Deckung seines Energiebedarfs zurückgreifen muss, wobei Du jedoch auch nicht so wenig essen solltest, dass Du damit endest, Muskeln zu verlieren.
In beiden Fällen gibt es eine Konstante: Du musst eine bestimmte Menge an Kalorien innerhalb eines bestimmten Bereichs essen, um die Resultate zu erzielen, die Du willst. Wie kannst Du dies tun, wenn Du nicht einmal weißt, wie viele Kalorien und wie viele Gramm Protein, Kohlenhydrate und Fett Du zu Dir nimmst? Du magst vielleicht denken, dass Du 3000 kcal pro Tag zu Dir nimmst, obwohl Du in Wirklichkeit nur 2000 kcal oder weniger isst (oder Du könntest das Gegenteil tun und Deine Kalorienzufuhr drastisch unterschätzen).
Wenn Du keine gute Vorstellung davon hast, wo Du Dich befindest, wie kannst Du dann sagen, wo Du sein musst? Das ist der Grund dafür, dass Du über die Nahrung, die Du täglich zu Dir nimmst, Buch führen und Deine Kalorienzufuhr berechnen musst. In einer idealen Welt würdest Du immer Deine Nahrungszufuhr berechnen, um exakt zu wissen, was Du bekommst. Wenn Du dies tust, dann ist es recht einfach, schnelle Anpassungen vorzunehmen. Ich kann verstehen, wenn Du dies nicht das ganze Jahr über tun willst, da es nach einer Weile langweilig wird und der Tag nur eine gewisse Anzahl von Stunden hat. Du solltest es jedoch zumindest während des ersten Monats Deiner „Körperkompositionsernährungsphase“ tun. Hierdurch wirst Du zumindest eine recht gute Vorstellung davon bekommen, wie viele Kalorien und Nährstoffe Deine Lieblingsnahrungsmittel enthalten.
2. Verwende die 10-20 Regel
Wenn Du eine Fettabbauphase durchführst, dann solltest Du zwischen 10 und 20% weniger Kalorien essen, als Du verbrauchst (ein höheres Defizit wird zu einem Muskelabbau führen). Wenn Du eine Masseaufbauphase durchführst, solltest Du zwischen 10 uns 20% mehr Kalorien zu Dir nehmen, als Du verbrauchst (Du brauchst nicht mehr als das, um Muskeln aufzubauen und mehr wird zu mehr Fett- als Muskelzuwächsen führen). Wenn Dein Kalorienverbrauch also bei 3000 kcal liegt, dann solltest Du zwischen 2400 und 2700 kcal pro Tag zu Dir nehmen, wenn Du versuchst Fett zu verlieren und 3300 bis 3600 kcal, wenn Du versuchst Muskeln aufzubauen.
3. Je weniger Körperfett Du mit Dir herumträgst, desto mehr Kohlenhydrate kannst Du essen, ohne Fett aufzubauen
Schlankere Menschen verfügen über eine bessere Insulinsensitivität, weshalb sie nicht dazu neigen, Kohlenhydrate so leicht wie fettere Menschen in Form von Fett zu speichern. Die Kohlenhydratzufuhr sollte am unteren Ende des Spektrums verbleiben, solange Dein Körperfettanteil nicht unter 10% liegt. Dies bedeutet nicht, dass Du überhaupt keine Kohlenhydrate zu Dir nehmen solltest (auch wenn dies zu Fettabbauzwecken ein sehr effektiver Weg zu essen ist), aber Du solltest Deine Kohlenhydratzufuhr zumindest minimieren.
Wenn Du Dich dazu entschließt Kohlenhydrate in Deiner Ernährung zu belassen, dann solltest Du sicherstellen, dass Du nur „gute Kohlenhydrate“ (Gemüse und etwas Obst, insbesondere Beeren. Kohlenhydrate nach dem Training in Form eines Shakes sind auch akzeptabel) zu Dir nimmst. Stelle sicher, dass Du diese Kohlenhydrate zu den angemessenen Zeiten isst. Wie bereits erwähnt wurde, sind die „sichersten“ Zeiten für einen Verzehr von Kohlenhydraten das Frühstück und direkt nach dem Training. Zu diesen Zeiten weisen Deine Muskeln von Natur aus eine höhere Insulinsensitivität auf, was zur Folge hat, dass diese Kohlenhydrate mit größerer Wahrscheinlichkeit in Form von Muskelglykogen anstelle von Fett gespeichert werden.
4. Bevorzuge vollwertige Nahrung
Je näher sich ein Nahrungsmittel an seinem natürlichen Zustand befindet, desto besser ist es für Dich. Dies gilt sowohl zu Gesundheits- als auch zu Körperkompositionszwecken. Unter den meisten Umständen gilt: wenn es aus einer Schachtel kommt, solltest Du es nicht essen.
5. Schummelmahlzeiten
Wenn Du mit einer “muskelfreundlichen” Ernährung beginnst, dann solltest Du 14 bis 21 Tage bis zur ersten Schummelmahlzeit warten. Es dauert mindestens so lange, bis Du Dich an ein neues Ernährungsschema gewöhnt hast. Wenn Du zu häufig schummelst, dann wirst Du bei Deinen alten Gewohnheiten bleiben. Eine gute Ernährung einzuhalten wird immer wie eine lästige Pflicht erscheinen, die Disziplin erfordert und das Gefühl von Entbehrung mit sich bringt, anstatt eine Lebensweise zu sein, die angenehm ist.
6. Laden/Schummeln
Sobald Du gute Ernährungsgewohnheiten etabliert hast, solltest Du abhängig von Deinem Körperfettanteil eine “Ladephase/Schummelphase“ einplanen, die von einer Mahlzeit bis zu einem vollen Tag alle 5 bis 14 Tage dauern kann. Wenn Du (nach Körperkompositionsstandards) fett bist und einen Körperfettanteil von 15% oder mehr aufweist, dann solltest Du Dich auf 1 bis 3 Schummelmahlzeiten (ein halber Tag) alle 10 bis 14 Tage beschränken. Wenn Dein Körperfettanteil zwischen 10 und 15% liegt, dann kannst Du alle 7 Tage einen halben Schummeltag einplanen und wenn Dein Körperfettanteil unter 10% liegt, dann kannst Du einen vollen Schummeltag alle 7 Tage oder einen halben Schummeltag alle 5 Tage einplanen.
7. Versuche nicht eine ungeplante Völlerei durch das Auslassen von Mahlzeiten auszugleichen
Eine Menge Menschen werden eine ungeplante Mahlzeit essen, sich schuldig fühlen und dann entweder für den Rest des Tages nichts essen oder am nächsten Tag extra restriktiv sein. Noch schlimmer ist es, wenn sie Lust darauf haben, später am Tag Junkfood zu essen und deshalb vorher überhaupt nichts essen (und um Grunde genommen fast den ganzen Tag über fasten), weil sie denken, dass dies eine Zunahme an Fett verhindern wird. Das ist dumm. In der Tat sind diese beiden Fehler schlimmer als das ungeplante Schlemmen selbst. Vor einer großen Junkfood Mahlzeit eine längere Zeit lang nichts zu essen (und 10 Stunden lang zu hungern), wird Deinen Körper in einen Fettspeichermodus versetzen und Du wirst mit einer größeren Wahrscheinlichkeit dieses Junkfood als Körperfett ansetzen, als wenn Du zuvor nicht gefastet hättest. Darüber hinaus wirst Du, wenn Du zuvor gehungert hast, wahrscheinlich noch mehr Müll essen, weil Du hungriger bist, als wenn Du Deine normalen Mahlzeiten gegessen hättest.
Mahlzeiten nach einem ungeplanten Fressgelage auszulassen, ist nicht besser, was insbesondere dann gilt, wenn Du Dich dafür entscheidest, am Tag nach dem Schlemmen zu fasten, um das Schlemmen wieder auszugleichen. Dies kann leicht zu einem Teufelskreis führen: indem Du hungerst verstärkst Du das Gefühl des Hungers und Du wirst enorme Gelüste nach Junkfood entwickeln. Du wirst diesen Gelüsten dann vielleicht durch ein weiteres Fressgelage nachgeben, wonach Du Dich wieder schuldig fühlen wirst, was zur Folge hat, dass Du wieder hungerst, usw. Nach einer ungeplanten Schummelmahlzeit solltest Du sofort wieder zu Deiner regulären Ernährung übergehen. Akzeptiere Deinen Fehler, lebe mit ihm und tu Dein Bestes, um zu verhindern, dass so etwas erneut geschieht. Verschlimmere einen Fehler nicht dadurch, dass Du versuchst, ihn durch einen anderen Fehler wieder auszugleichen.
8 – Poliquins Axiom
Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit bei einer Präsentation des Trainers Charles Poliquin anwesend zu sein, bei der er über die Ernährung sprach. Er erklärte sein grundlegendes Ernährungsprinzip: „Wenn es nicht fliegt, schwimmt oder läuft oder kein grünes Gemüse ist, dann iss es nicht.“ Ein dummer Zuhörer fragte „Und was ist mit Bagels?“ Auch wenn ich dachte, dass dem Trainer gleich ein Blutgefäß im Kopf platzt, antwortete dieser lediglich „Fliegen Bagels? Rennen Sie oder schwimmen sie? Sind sie grün? Nein? Nun, dann iss sie nicht!”.
9. Es ist wichtig eine große Vielfalt an Nahrungsmitteln zu essen
Wenn Du ein spezifisches Nahrungsmittel zu oft isst – z.B. Hühnchen viermal täglich, jeden Tag – dann wirst Du irgendwann eine Allergie oder eine Unverträglichkeit gegenüber diesem Nahrungsmittel entwickeln. Vor ein paar Jahren trainierte ich ein Gewichtheberteam bei den Quebec Games. Diese Veranstaltung fand in einem abgelegenen Teil der Provinz statt und wir saßen für eine Woche am Wettkampfort fest. Die gaben uns 5 Nahrungsmitteltickets für jede Cafeteria Mahlzeit (3 pro Tag). Für jedes Ticket bekamen wir eines der verfügbaren Lebensmittel. Für die meisten Menschen wäre dies ein Getränk, eine Hauptspeise (normalerweise Nudeln), eine Beilage (Gemüse, Sauce), ein Dessert und ein Stück Obst gewesen.
Kaum eines dieser Nahrungsmittel enthielt Protein, weshalb ich mich eine Woche lang von 5 Packs Milch dreimal täglich ernährte, um mein Protein zu bekommen. Am Ende der Woche hatte ich eine ernsthafte Laktoseintoleranz entwickelt.
Du wirst vielleicht keine voll ausgeprägte Nahrungsmittelallergie entwickeln, aber selbst eine milde (die Du vielleicht nicht einmal spürst) kann negative Einflüsse auf Deinen Körper besitzen. Wenn Du auch nur eine milde Intoleranz gegenüber einem Nahrungsmittel aufweist, dann bedeutet der Verzehr dieses Nahrungsmittels Stress für Deinen Körper. Wenn Du dieses Nahrungsmittel isst, werden also Deine Kortisolspiegel steigen. Und wie Du Dich vielleicht erinnerst, kann Kortisol zu einem Katabolismus (Muskelabbau und Muskelverlust) führen und außerdem die Speicherung von Fett im Bauchbereich fördern. Das ist doppelt schlecht.
Aus diesem Grund solltest Du Deine Nahrungsmitteauswahl rotieren. Dies gilt insbesondere für Proteinquellen, da unterschiedliche Nahrungsmittel unterschiedliche Aminosäureprofile aufweisen. Beschränke Dich nicht auf gekochte Hühnchenbrust: iss Rind, Schwein, Lachs, Büffel, Strauss, Känguru, usw.... ich glaube Du weißt, worauf ich hinaus will.
10. Kleine regelmäßige Mahlzeiten sind besser als große unregelmäßige Mahlzeiten
Ich hatte wirklich gedacht, dass die meisten Menschen dies heute zutage wüssten, aber wenn ich mit neuen Klienten spreche, bin ich immer wieder verblüfft darüber, dass sie es nicht wissen. Es ist recht einfach, wirklich. Dein Körper kann Nährstoffe besser absorbieren, wenn Du diese in kleinen, regelmäßigen Portionen zu Dir nimmst. Dies fördert außerdem eine positive Nährstoffpartitionierung (es werden mehr Nährstoffe in den Muskeln und weniger Nährstoffe im Fettgewebe gespeichert).
Der Verzehr kleinerer, regelmäßigerer Mahlzeiten verhindert Schwankungen und Einbrüche des Blutzuckers und sorgt für gleichmäßigere Blutzuckerspiegel, verhindert ein aufgeblähtes Gefühl nach großen Mahlzeiten und verhindert Heißhungerattacken, die dann zustande kommen, wenn Du eine Zeit lang nicht gegessen hast. Fazit ist, dass für Körperkompositionszwecke und Gesundheit kleinere, häufigere Mahlzeiten (5 bis 8 Mahlzeiten pro Tag) den Weg der Wahl darstellen.
11. Iss zu jeder Mahlzeit Protein
Protein ist der Baustein, aus dem Deine Muskeln bestehen. Je mehr Protein Du aufnimmst und verwendest, desto mehr Muskeln wirst Du aufbauen. Eine regelmäßige Proteinzufuhr wird eine optimale Proteinabsorption erlauben. Sie wird außerdem Deinen Muskelaufbau optimieren, da eine konstante Versorgung mit Aminosäuren gewährleistet wird. Wenn kein Protein verfügbar ist, kommt der Muskelaufbauprozess zum Stillstand. Um das Muskelwachstum zu maximieren solltest Du sicherstellen, dass Du jedes Mal, wenn Du etwas isst, zumindest etwas Protein zu Dir nimmst.
12. Isst Dein Frühstück
Wenn es um die Körperkomposition geht, dann ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages (ja, ich weiß, Du hast das schon einmal gehört). Zuerst einmal ist es wichtig, das nächtliche Fasten zu beenden: Abhängig davon, wann Du Deine letzte Mahlzeit gegessen hast, hast Du, wenn Du morgens aufwachst seit 8 bis 12 Stunden oder mehr nichts mehr gegessen. Dies führt zu einem katabolen (muskelabbauenden) Zustand oder beendet zumindest den Muskelaufbau. Um Deinen Muskelaufbau zu maximieren, musst Du dieses Fasten so schnell wie möglich unterbrechen. Dies bedarf eines guten Frühstücks. Wenn Du nicht frühstückst, wird Dein Muskelaufbauprozess stagnieren und es kann sogar zu einem Muskelabbau aufgrund erhöhter Spiegel des Stresshormons Kortisol kommen (Hungern ist eine weitere Form von Stress für den Körper). Chronisch erhöhte Kortisolspiegel werden es praktisch unmöglich machen Muskeln aufzubauen und bewirken außerdem einen Fettaufbau im Bauchbereich. Das sind schlechte Nachrichten.
Wenn es um einen Fettabbau geht, hat das Auslassen des Frühstücks einen weiteren Nachteil: es konnte gezeigt werden, dass diejenigen, die das Frühstück auslassen, dazu neigen, im Lauf des Tages eine größere Menge an Kalorien zu sich zu nehmen. Mit anderen Worten ausgedrückt regt das Auslassen des Frühstücks den Hunger während des restlichen Tages an, was zu einer übermäßigen Nahrungsaufnahme führen kann. Auf der anderen Seite reduziert ein gutes Frühstück den Hunger und die Nahrungszufuhr während des restlichen Tages drastisch.
Fazit ist: wenn Du schlank und muskulös sein willst, dann verzichte nicht auf Dein Frühstück!
13. Vernachlässige das anabole Zeitfenster nach dem Training nicht
Die zweitwichtigste Mahlzeit an Deinem Muskelaufbautag ist die Mahlzeit direkt nach dem Training. Einfach gesagt kann kein Muskelwachstum stattfinden, bevor der Regenerationsprozess beginnt. Um das Einsetzen dieses Prozesses zu beschleunigen, musst Du Deine Muskeln so schnell wie möglich mit Nährstoffen versorgen. Je schneller die benötigten Nährstoffe zum Muskel transportiert werden, desto schneller wirst Du Dich erholen und desto mehr Muskeln wirst Du aufbauen. Direkt nach dem Training solltest Du deshalb Protein und Kohlenhydrate (mehr oder weniger Kohlenhydrate abhängig von Deiner augenblicklichen Ernährungsphase) mit einer Expresszustellung zu Deinen Muskeln senden, so dass diese sofort wachsen können.
Auch wenn feste Nahrung nach dem Training besser als gar nichts ist, ist diese nicht das, was Deine Muskeln brauchen. Feste Nahrung muss verdaut werden, weshalb es 2 oder mehr Stunden dauern kann, bevor die enthaltenen Nährstoffe zu Deinen Muskeln transportiert werden. Schnell absorbierbare Nährstoffe in Form eines Shakes nach dem Training können innerhalb von 15 bis 30 Minuten für den Muskelaufbau zur Verfügung stehen. Nach dem Training haben wir ein 45 bis 60 Minuten langes anaboles Zeitfenster für einen gesteigerten Muskelaufbau. Verpasse es nicht. Erinnere Dich immer daran, dass echte Nahrung die meiste Zeit über besser als Pulver ist – abgesehen von direkt nach dem Training. Gönne Dir deshalb einen Post-Workout Shake.
Die besten Diäten für einen Fettabbau
Es gibt drei primäre Diätstrategien für einen Fettabbau:
- Kohlenhydratdominante Diäten, bei denen die Fettzufuhr minimiert wird
- Fettdominante Diäten, bei denen die Kohlenhydratzufuhr minimiert wird
Als Faustregel gilt, dass fettere Menschen und natürliche endomorphe Körpertypen („kräftige“ Menschen) besser auf einen kohlenhydratarmen Ansatz ansprechen werden, während schlankere Individuen und natürliche ectomorphe Körpertypen („dürre“ Menschen) mit einer hohen Kohlenhydratzufuhr besser fahren werden. Mesomophe Körpertypen – Menschen, die von Natur aus schlank und muskulös sind – kommen mit allen Arten von Diäten gut zurecht, scheinen aber am besten auf einen ausgewogenen Ansatz anzusprechen.
Die unterschiedlichen Diättypen können etwa so aussehen:
Kohlenhydratarm
- Die Kalorienzufuhr wird auf 10 bis 20% unterhalb des Kalorienverbrauchs festgelegt
- Die Proteinzufuhr wird auf 2,7 bis 3,3 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt
- Fett stellt 90 bis 100% der Energienährstoffe dar
- Kohlenhydrate stellen 10% der Energienährstoffe dar
Wenn jemand 90 Kilo schwer ist und einen Energiebedarf von 3000 kcal aufweist, dann ergibt dies Folgendes:
- Eine Kalorienzufuhr von 2400 bis 2700 kcal
- Ca 250 bis 300g Protein (90 Kilo x 2,7 bis 3,3) = 1000 bis 1200 kcal
- Er hat jetzt noch 1200 bis 1500 für Energienährstoffe (Kalorienzufuhr minus Protein Kalorien) übrig
- Die Fettzufuhr würde auf 1100 bis 1400 kcal (122 bis 155 Gramm) festgelegt
- Die Kohlenhydratzufuhr würde bei unter 30 Gramm liegen
Fettarm
- Die Kalorienzufuhr wird auf 10 bis 20% unterhalb des Kalorienverbrauchs festgelegt
- Die Proteinzufuhr wird auf 2,7 bis 3,3 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt
- Fett macht etwa 10 bis 20% der Energienährstoffe aus
- Kohlenhydrate machen 80 bis 90% der Energienährstoffe aus
Wenn jemand 90 Kilo schwer ist und einen Energiebedarf von 3000 kcal aufweist, dann ergibt dies Folgendes:
- Eine Kalorienzufuhr von 2400 bis 2700 kcal
- 250 bis 300 Gramm Protein (90 Kilo x 2,7 bis 3,3) = 1000 bis 1200 kcal
- Er hat jetzt noch 1200 bis 1500 für Energienährstoffe (Kalorienzufuhr minus Protein Kalorien) übrig
- Die Kohlenhydratzufuhr würde auf 1000 bis 1350 kcal (250 bis 335 Gramm) festgelegt
- Die Fettzufuhr würde auf 200 bis 400 kcal (etwa 40 bis 50 Gramm) festgelegt
Ausgewogen
- Die Kalorienzufuhr wird auf 10 bis 20% unterhalb des Kalorienverbrauchs festgelegt
- Die Proteinzufuhr wird auf 2,7 bis 3,3 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt
- Fette und Kohlenhydrate liefern beide etwa 50% der Energienährstoffe
- Fette und Kohlenhydrate sollten niemals in einer Mahlzeit kombiniert werden (iss nur Protein + Kohlenhydrate oder Protein + Fett Mahlzeiten, normalerweise je drei von jeder dieser Mahlzeiten)
Wenn jemand 90 Kilo schwer ist und einen Energiebedarf von 3000 kcal aufweist, dann ergibt dies Folgendes:
- Eine Kalorienzufuhr von 2400 bis 2700 kcal
- 250 bis 300 Gramm Protein (90 Kilo x 2,7 bis 3,3) = 1000 bis 1200 kcal
- Er hat jetzt noch 1200 bis 1500 für Energienährstoffe (Kalorienzufuhr minus Protein Kalorien) übrig
- Die Kohlenhydratzufuhr würde auf 600 bis 750 kcal oder 150 bis 185 Gramm festgelegt
- Die Fettzufuhr würde auf etwa 600 bis 750 kcal oder 65 bis 85 Gramm festgelegt
Ratschläge für den Muskelaufbau
Meiner Meinung nach wirst Du die besten Zuwächse erzielen, wenn Du Dich das ganze Jahr über sauber ernährst. Ich finde es idiotisch, wenn die Leute während der Massephase Junkfood in sich hinein stopfen, nur um ihr Gewicht zu erhöhen. Beim Versuch Muskeln aufzubauen solltest Du Dich genauso ernähren, als wenn Du Fett verlieren wolltest, aber Deine Kalorienzufuhr auf 10 bis 20% über Deinen Kalorienbedarf erhöhen.
Nehmen wir dasselbe Beispiel wie oben (ca. 90 Kilo Gewicht und einen täglichen Kalorienverbrauch von 3000 kcal).
Kohlenhydratarm
- Die Kalorienzufuhr wird auf 10 bis 20% oberhalb des Kalorienverbrauchs festgelegt
- Die Proteinzufuhr wird auf 2,7 bis 3,3 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt
- Fett stellt 90 bis 100% der Energienährstoffe dar
- Kohlenhydrate stellen 10% der Energienährstoffe dar
Wenn jemand 90 Kilo schwer ist und einen Energiebedarf von 3000 kcal aufweist, dann ergibt dies Folgendes:
- Eine Kalorienzufuhr von 3300 bis 3600 kcal
- 250 bis 300 Gramm Protein (90 Kilo x 2,7 bis 3,3) = 1000 bis 1200 kcal
- 2000 bis 2600 kcal in Form von Energienährstoffen (Kalorienzufuhr minus Proteinkalorien)
- Die Fettzufuhr würde auf 1800 bis 2600 kcal (200 bis 290 Gramm) festgelegt
- Die Kohlenhydratzufuhr würde bei unter 30 Gramm liegen
Fettarm
- Die Kalorienzufuhr wird auf 10 bis 20% oberhalb des Kalorienverbrauchs festgelegt
- Die Proteinzufuhr wird auf 2,7 bis 3,3 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt
- Fett macht etwa 10 bis 20% der Energienährstoffe aus
- Kohlenhydrate machen 80 bis 90% der Energienährstoffe aus
Wenn jemand 90 Kilo schwer ist und einen Energiebedarf von 3000 kcal aufweist, dann ergibt dies Folgendes:
- Eine tägliche Kalorienzufuhr von 3300 bis 3600 kcal
- 250 bis 300 Gramm Protein (90 Kilo x 2,7 bis 3,3) = 1000 bis 1200 kcal
- 2000 bis 2600 kcal in Form von Energienährstoffen (Kalorienzufuhr minus Proteinkalorien)
- Die Kohlenhydratzufuhr würde auf 1600 bis 2300 kcal (400 bis 575 Gramm) festgelegt
- Die Fettzufuhr würde auf 500 bis 600 kcal (etwa 60 bis 70 Gramm) festgelegt
Ausgewogen
- Die Kalorienzufuhr wird auf 10 bis 20% oberhalb des Kalorienverbrauchs festgelegt
- Die Proteinzufuhr wird auf 2,7 bis 3,3 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt
- Fette und Kohlenhydrate liefern beide etwa 50% der Energienährstoff
- Fette und Kohlenhydrate sollten niemals in einer Mahlzeit kombiniert werden (iss nur Protein + Kohlenhydrate oder Protein + Fett Mahlzeiten, normalerweise je drei von jeder dieser Mahlzeiten)
Wenn jemand 90 Kilo schwer ist und einen Energiebedarf von 3000 kcal aufweist, dann ergibt dies Folgendes:
- Eine Kalorienzufuhr von 3300 bis 3600 kcal
- 250 bis 300 Gramm Protein (90 Kilo x 2,7 bis 3,3) = 1000 bis 1200 kcal
- 2000 bis 2600 kcal in Form von Energienährstoffen (Kalorienzufuhr minus Proteinkalorien)
- Die Kohlenhydratzufuhr würde auf 1000 bis 1300 kcal (250 bis 325 Gramm) festgelegt
- Die Fettzufuhr würde auf etwa 1000 bis 1300 kcal (110 bis 145 Gramm) festgelegt
Fazit
Training ist leicht für uns, da es unsere Leidenschaft ist, aber das, was diejenigen, die es ernst mit ihrem Versuch meinen, ihren Körper zu verändern, von denen unterscheidet, die es nicht so ernst meinen, ist die Qualität des Ernährungsprogramms. Das Training bedarf 3 bis 5 Stunden Anstrengung pro Woche, während die richtige Ernährung den ganzen Prozess in einen Vollzeitjob verwandelt. Doch es ist diese Menge an Hingabe, die uns wirklich zeigt, wer die erfolgreichen Menschen sein werden. Wirst Du einer von ihnen sein?
Von Christian Thibaudeau | 11/06/07
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/nutrition-for-newbies-2