Ernährung

Die Muskelproteinsynthese
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Alles, was Du über Proteinzufuhr und Konsum wissen musst, inklusive einer Behandlung des Protein Timings und Verbesserungen der Proteinsyntheseraten.

Was ist es? Wie wirkt es? Warum ist es wichtig?

Die Wissenschaft von Verdauung und Verwendung war schon immer verwirrend – nicht nur für den Laien, sondern auch für Wissenschaftler. Einige Dinge, die Du konsumierst, werden perfekt und sofort verdaut und tun das, was Du von ihnen willst. Anderes Zeug bleibt einfach liegen, tut nichts oder – was noch schlimmer ist – wird in Fett umgewandelt...oder es scheint zumindest so zu sein. Was ist hier los? Warum diese Unvorhersehbarkeit? Und was können wir tun, um zumindest sicherzustellen, dass die Nahrungsmittel und Supplements, die wir zu uns nehmen, Ihre Aufgaben erfüllen?

Unter Berücksichtigung der Probleme mit dem allgemeinen Nahrungskonsum und der Verdauung scheint es noch schwerer zu sein sicherzustellen, dass eine Proteinsynthese stattfindet. Die Wahrheit ist, dass es Unsicherheiten gibt, wenn es um die Bioverfügbarkeit der notwendigen Komponenten geht, aber wir werden besser darin zu verstehen wann und wie wir es geschehen lassen können. Um den gesamten Prozess besser verstehen zu können, müssen wir zurück zum Anfang gehen und uns ansehen, wie Nahrung von Deinem Mund zu Deinen Muskeln gelangt.

Auf die Plätze, fertig, essen!

Während ich diesen Artikel schreibe, esse ich einen 350 Gramm Brocken Putenbrust. Nein, ernsthaft, wirklich. Durch diese Menge an Putenbrust werde ich fast 80 Gramm Protein zu mir nehmen. Und auch wenn Pute als eines der proteinreicheren Nahrungsmittel angesehen wird (und gleichzeitig eine fettarme Fleischquelle darstellt), enthält sie nur etwa 22% ihres Gewichts an Protein. Dies bedeutet, dass 78% meines Mittagessens nichts enthalten, was ich wirklich will. Okay, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber ich muss all dies immer noch abbauen, um mein Protein zu bekommen. Auch wenn Du vielleicht aus anderen Gründen isst, esse ich dieses Stück Fleisch, um einen großen Proteinschub zu bekommen, während ich meinen Bauch fülle (insbesondere, da es nicht annähernd so lecker wie eine Familienpackung Lays Kartoffelchips ist). Wenn Du Dich fragst, wo dies hinführen soll, möchte ich erwähnen, dass dies schon bald klar werden sollte. Ich hoffe es zumindest... Die Pute wird zuerst gekaut und in meinem Mund teilweise durch Enzyme verdaut. Während sie sich auf dem Weg in meinen Magen befindet, wird sie von diesen Enzymen weiter verdaut und andere Enzyme werden auf dem Weg in den Magen aktiviert. Wenn die Pute meinen Magen erreicht, beginnt die eigentliche Zerlegung und wirkungsvollere Verdauungssäfte (Säuren) eilen herbei, um auszuhelfen. Die kleineren Fragmente werden kontinuierlich weiter getrennt, während der Putenbrei in den Verdauungstrakt transportiert wird, wo er weiterhin in handelbare Teile aufgebrochen wird. Und dies ist der Ort, an den der Spaß – oder der nicht so spaßige Teil – beginnt. Was als nächstes geschieht, ist reine Raterei (okay, ich mache nur Spaß). Ein Teil des Zeugs bleibt einfach dort und wartet, bis er gebraucht wird.

Dies ist einer der tollen und der nicht so tollen Aspekte von Protein – aber mehr hierzu etwas später. Der Rest wird in Zucker oder Fette (oder ihre Bestandteile) umgewandelt. Ach ja, ein Teil wird tatsächlich als Abfall ausgeschieden – aber unglücklicherweise kann dies nicht potentiell verhindern, dass Du fetter wirst. Von hier aus gelangen die jetzt verdauten Fragmente als Aminosäuren, Zucker und Fetten in den Blutkreislauf. Und von hier an findet die Reise eines jeden Moleküls entweder ein sicheres Ende an einer freundlichen Bindungsstelle und bekommt die Chance, das Zielgewebe zu penetrieren und etwas Sinnvolles zu tun, oder es landet im Chaos und wird zusammen mit all den anderen Molekülen aufgehäuft, die es nicht geschafft haben. Natürlich bezieht sich letzteres auf das Horten von Molekülen zur Herstellung einer größeren, komplexeren Substanz, die entweder als Glykogen (wenn Du Glück hast) oder Fett (was meistens der Fall ist) bekannt ist.

Wie Protein zu seinem Ziel gelangt

Kommen wir zurück zum Thema Protein und versuchen wir zu verstehen, was mein Absatz oben mit der Proteinsynthese zu tun hat. Zuerst einmal war beim oben beschriebenen Szenario die Zeit nie ein Thema, aber wenn Du Den Prozess genauer ansiehst, dann ist die Hoffnung, dass benötigte Moleküle das Zielgewebe penetrieren sowohl zeitabhängig, als auch bedarfsabhängig. Wenn diese beiden Faktoren nicht passen, dann befinden sich die Nährstoffe wieder auf der Wildwasserbahn des Blutkreislaufs, aber ihr Schicksal – der unglückselige Teil – ist jetzt sehr viel klarer. Bei Protein ist das Schicksal glücklicherweise geringfügig anders. Protein wird länger als die meisten anderen Nahrungskomponenten im Verdauungstrakt verbleiben, bevor es vollständig verdaut ist. Dies bedeutet, dass es eine bessere Chance hat, verwendet zu werden. Und nein, selbst wenn es nicht verwendet wird, wird es nicht in Fett umgewandelt werden (zumindest nicht ohne zuvor mehrere unterschiedliche Prozesse zu durchlaufen), da es schließlich aufgenommen und vom Körper für etwas anderes verwendet werden wird. Doch genau hier liegen die Probleme bezüglich des Timings und der Menge des Proteinkonsums.

Anhand der obigen Analogien sollte klar sein, dass umso weniger Abbau bzw. Aufbrechen notwendig ist, je reiner die verzehrte Proteinform ist. Deshalb wäre es vielleicht eine bessere Idee anstatt einen langweiligen, trockenen, sehnigen Brocken Pute herunter zu würgen, etwas schnell verdauliches Protein zu konsumieren. Zumindest können wir, wenn wir dies tun, grob abschätzen, dass die Absorption in 30 bis 45 Minuten oder weniger stattfinden wird und wir haben jetzt ein bekanntes Zeitfenster.

Es sollte jedoch angemerkt werden, dass der Körper nur maximal 10 Gramm Protein pro Stunde verarbeiten kann. Zusätzliches Protein könnte also eine Zeit lang in Deinem Dünndarm verbleiben, wenn Du zu viel davon konsumierst. Dies bringt zwei Probleme mit sich. Das erste ist, dass wenn Protein zu lange (mehrere Stunden) im Verdauungstrakt verbleibt, zu unangenehmen Begleiterscheinungen wie Blähungen und einem aufgeblähten Gefühl führen kann. Das Zweite Problem ist, dass es weiter verdaut, zur Leber transportiert und in Glukose verwandelt werden könnte, was bedeutet, dass es für den Aufbau von Muskelgewebe nicht mehr zur Verfügung steht.

Dies bedeutet, dass es besser ist, häufiger kleine Mengen an Protein (etwa 30 Gramm oder so) anstatt riesige Mengen proteinreicher Nahrungsmittel während einer Mahlzeit zu essen. Zusätzlich hiervon wirst Du, wenn Du schnell verdauliches Protein rund um den Zeitpunkt eines erhöhten Bedarfs (wie z.B. Dein Training im Fitnessstudio) konsumierst, bessere Resultate erzielen.

Die Muskelproteinsynthese

All das Protein, das die Muskeln benötigen, wird aus dem Verdauungstrakt in Form von Aminosäuren in den Blutkreislauf extrahiert. Diese Aminosäuren werden entweder für sich alleine verwendet oder zu irgendeiner Form von Peptidkette (mehrere Aminosäuren, die miteinander verbunden sind) kombiniert, die eine spezifische Funktion besitzt.

Dies ist der Punkt, an dem es weitere Probleme geben kann. Die exakte Peptidkombination, die notwendig ist, damit die Proteinsynthese stattfinden kann, bedeutet, dass die einzelnen Aminosäuren sich verbinden und eine aktive Bindung mit einem spezifischen Zielrezeptor eingehen müssen und erst dann kann die gewünschte Funktion stattfinden. Im Fall der Muskelproteinsynthese besteht die Hoffnung darin, zuerst eine Notwendigkeit für den Ablauf der Proteinsynthese durch einen geeigneten Stimulus (Training) zu generieren und dann die notwendige Kombination von Aminosäuren zur Verfügung zu stellen, damit der Prozess der Proteinsynthese stattfinden kann. Der Prozess selbst wird gut verstanden, aber was genau darüber entscheidet, ob er stattfinden kann oder nicht, ist immer noch ein wenig rätselhaft. Nehmen wir einmal an, dass die Proteine, die Du brauchst, es bis zum Ziel geschafft haben. Was ist, wenn sie nicht in der richtigen Form vorliegen? Was ist, wenn sie die falsche Kombination aufweisen? In beiden Fällen kann die Muskelproteinsynthese nicht stattfinden. Auch hier wird das Timing zum kritischen Bindeglied bei der Erfolgsrate der Muskelproteinsynthese.

Der detaillierte Prozess der Muskelproteinsynthese ist recht kompliziert. Es gibt einige bekannte Probleme und wir wissen, dass wir eine bessere Muskelproteinsynthese bekommen werden, wenn wir die Aktivität des MTORC1 und des ATK Pfadweges erhöhen können. Mache Dir keine Gedanken darüber, wenn Du nicht weißt, was diese Abkürzungen bedeuten, oder wie diese Pfadwege funktionieren – die meisten Menschen wissen dies nicht – aber es gibt adäquate Informationen für diejenigen, die sich wirklich hierfür interessieren. Wir wissen auch, dass bestimmte Substanzen die Zellmembran passieren können, während andere ein anderes Peptid aktivieren müssen, um in die Zelle gelangen zu können. Es gibt einige Faktoren, die voneinander abhängig sind, aber wir lernen noch, wie diese zusammenspielen und sich unterscheiden. Wenn Du eine Suche ausführst, um zu erfahren, wie die Muskelproteinsynthese auf zellularer Ebene abläuft, dann wirst Du interessanterweise mehrere unterschiedliche Variationen finden, welche jedoch alle dieselben Komponenten umfassen.

Dies bedeutet mit anderen Worten ausgedrückt, dass wir einige Unbekannte haben, aber alles in allem werden Zytokine und Wachstumsfaktoren benötigt um den Prozess zu starten und die notwendigen Substanzen durch die Membran zu bringen, wo die entsprechenden Zielrezeptoren bereit für diese sind. Sobald die Passage geöffnet ist, werden unterschiedliche Pfadwege aktiviert und ein zellularer Wiederaufbau findet statt. In allen Fällen ist es ein Muss, dass Protein, Aminosäuren und die Aktivator Bestandteile verfügbar sind. Und zu guter Letzt wird die Supplementwissenschaft weiter versuchen zu bestimmen, was die beste Kombination ist, um die Muskelproteinsynthese effektiv zu steigern.

Die wichtige Bedeutung des Timings

Ich habe das Timing im Rahmen dieser Abhandlung mehrmals erwähnt. Es ist eine essentielle Komponente der von Muskelentwicklung, Training, gesunder Ernährung und einer Reihe anderer Prozesse. Wäre es im Fall des Muskelaufbaus nicht schön zu wissen, was das beste Timing ist, um die Muskelproteinsynthese stattfinden zu lassen? Nun, von den wenigen Dingen, die wir wissen, ist dies eines hiervon.

Zuerst einmal findet die Muskelproteinsynthese als Resultat einer Zerstörung, eines Abbaus oder einer Belastung von Muskelgewebe statt. Jede Form, von über das Normale hinaus gehende Muskelkontraktion verursacht Stress (nebenbei bemerkt, tun dies auch normale Muskelkontraktionen, aber in sehr viel geringerem Umfang). Mit „über das Normale hinaus gehend“ meine ich ein Training mit Gewichten vs. den Aktivitäten des täglichen Lebens. Zweitens bringt das Training das Muskelgewebe dazu mit einer höheren, stärkeren und schnelleren Rate als normalerweise zu kontrahieren, was dazu führt, dass Proteinstrukturen innerhalb des Muskels beschädigt werden. Wir wissen jetzt also, wann die Muskelproteinsynthese stattfinden könnte. Und dass wenn wir etwas Protein im Muskel zur Verfügung haben, dieses wahrscheinlich im Rahmen der Muskelproteinsynthese für die Reparatur des beschädigten Muskelgewebes verwendet wird. Somit ist die Zeit rund um das Training – entweder vor, während oder direkt nach dem Training oder zu allen drei Zeiten – eine gute Zeit, um sicherzustellen, dass Du genug Protein (und Aminosäuren) im Blut hast.

Wir wissen außerdem, dass während der 24 Stunden nach dem Training zusätzliches Protein im Blut zu haben auch von Vorteil ist, da die Muskelproteinsynthese so lange weiter abläuft, bis der Prozess beendet ist. Und was bedeutet dies für all diejenigen, die täglich trainieren? Nun, ihr müsst immer Protein konsumieren, sei es in Form von vollwertigen Nahrungsmitteln oder in Form von Supplements. Verpasse das anabole Zeitfenster nicht, weil Du nicht darauf vorbereitet bist. Bei so vielen Unbekannten im Bereich des Trainings solltest Du alles nutzen, das Du mit Sicherheit weißt.

Zusammenfassung von Teil 1

Auch wenn dieser Blick auf die Proteinsynthese weder vollständig noch wissenschaftlich detailliert ist, gibt er doch einen soliden Überblick über den Prozess und sollte Dich über Wege nachdenken lassen, Deine Fähigkeit Protein zu synthetisieren zu verbessern und diese zu verwenden, um Deine sportlichen Leistungen und die Größe Deiner Muskeln zu steigern. In der nächsten Sektion werden wir über einige Methoden zur Steigerung der Muskelproteinsynthese und Trainingsstrategien sprechen, um sicherzustellen, dass Du Deine Resultate maximierst, während Du all diese komplizierte Verarbeitung von Nahrung minimierst.

Die Muskelproteinsynthese – Anwendung der Theorie in der Praxis

Können wir die Proteinsynthese steigern? Können wir die Verwendung von Aminosäuren verbessern? Die Muskelproteinsynthese ist für einen Sportler – insbesondere einen Bodybuilder – oder jeden, der seine Körperentwicklung verbessern möchte, so ziemlich das wichtigste, was der menschliche Körper tun kann, um sicherzustellen, das Ziele erreicht werden und bisherige Bestleistungen übertroffen werden. Stelle Dir vor, dass wir dazu in der Lage wären, diesen Prozess zu kontrollieren und die Rate und Frequenz der Muskelproteinsynthese beeinflussen könnten. Nun, auch wenn ich keine Wunder versprechen kann, kann ich doch versprechen, dass Du, wenn Du einige der einzigartigen Eigenschaften dieses Phänomens verstehst, schnellere Resultate als je zuvor beobachten wirst. Aber ich möchte Dich im Voraus warnen – komm nicht heulend zu mir und beschwere Dich, wenn Deine Hemden im Bereich von Brust und Armen zu eng werden und die Leute im Fitnessstudio damit beginnen, Dich anzustarren.

Wenn Du den ersten Teil dieses Artikels gelesen hast, dann solltest Du über ein laienhaftes Verständnis darüber verfügen, was notwendig ist, um den Körper dazu zu bringen Protein zu verarbeiten und es für die Reparatur beschädigter Muskeln und den Aufbau neuen Muskelgewebes zu verwenden. Wenn Du Teil 1 nicht gelesen hast, dann wirst Du den zweiten Teil trotzdem verstehen – abgesehen davon ist dies sowieso der Teil, der mehr Spaß macht. In Teil 1 haben wir über den Prozess gesprochen und behauptet, dass es noch einer Menge an Untersuchungen bedarf, um die Details wirklich zu verstehen. Nun, wir wissen, dass dies der Fall sein muss, denn wenn es einfach wäre vorauszusagen, wann und wie die Proteinsynthese wirklich abläuft, würden Wissenschaftler nicht weiterhin große Anstrengungen unternehmen, um zu versuchen die beste Formel zu finden, um die Dinge besser und schneller funktionieren zu lassen.

Die Theorie

Die Idee der Verbesserung oder der Steigerung der Fähigkeit der Muskeln Protein zu synthetisieren ist seit Jahrzehnten ein integraler Bestandteil der Supplementforschung. Während wir erst während der letzten Jahre dazu in der Lage waren, ein klareres Bild von einigen der Möglichkeiten zu bekommen, waren die Versuche neuartige Produkte zu entwickeln noch nie so umfangreich wie heute. Ist es möglich dies zu tun? Ich glaube schon, aber wenn ich ehrlich bin, dann denke ich, dass wir noch etwas Zeit brauchen werden, um alle Punkte zu verbinden. Wir wissen jedoch schon ein paar Dinge, die mit Sicherheit helfen können. Identifizieren wir also einige der Schlüsselspieler auf dem Feld und ihre spezifischen Rollen. Danach werden wir auf die Frage zurück kommen, wie man diese als Team zusammenarbeiten lassen kann.

Die Schlüsselspieler bei der Muskelproteinsynthese

Die Muskelproteinsynthese wird durch die Notwendigkeit für den Wiederaufbau beschädigter Proteine initiiert. Auch wenn es mehrere Mechanismen gibt, die Teil des Signalprozesses sind, kommt der beständigste Ruf nach „Hilfe“ von Zytokinen. Hierbei handelt es sich um spezifische Moleküle, die Hormonen ähneln, aber ein anderes System mit der Absicht initiieren, Probleme innerhalb einer Zelle zu reparieren oder zu bekämpfen, die Beschädigungen verursacht haben, wie dies bei Muskelbeschädigungen der Fall ist.

Als nächstes werden Pfadwege wie mTOR und AKT stimuliert, um den Prozess der Proteinsynthese zu starten. mTOR – was für Mammalian Target of Rapamyacin (was auch für mich nicht viel bedeutet, also keine Sorge) – steht, ist die funktionale Einheit, die Nährstoff- und Sauerstoffspiegel in Zellen wahrnimmt, aber auch die Wirkung von Wachstumsfaktoren und Aminosäuren integriert. Der mTOR Pfadweg hat in letzter Zeit einiges an Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da seine Auswirkungen auf die Muskelproteinsynthese von entscheidender Bedeutung sind. Noch wichtiger ist jedoch, dass er bis zu einem gewissen Grad kontrolliert werden kann – insbesondere durch Supplements. ATK trägt seinen Namen aus einem Grund, der nichts mit seiner Funktion zu tun hat, weshalb wir uns einfach nur seine Funktion ansehen werden. Wirklich, es ist nichts, was es wert wäre, näher darauf einzugehen. (Nein, ernsthaft, schlage es selbst nach und Du wirst es sehen). Funktional gesehen ist ATK jedoch der primäre Signalpfadweg für die Transkription und die Zellproliferation, was die eigentliche Proteinentwicklung darstellt. Somit ist AKT der Schlüsselfaktor, der die Muskelproteinsynthese für eine Zunahme an Muskelmasse und Kraft induziert.

Der AKT Pfadweg besitzt somit profunde Auswirkungen auf trainingsspezifische Anpassungen. Der Aufbauprozess beginnt und die Gesamtstruktur und Architektur des Muskels verändert sich basierend auf den Anforderungen, die an ihn gestellt werden. Auch wenn es hier nicht um Trainingsanpassungen geht, sollte trotzdem angemerkt werden, dass Du, da Du den Typ des Trainings, den Du ausführst, kontrollierst, auch die Anpassungen kontrollieren kannst, die ein Muskel durchläuft. Wenn Du also Deine Muskelmasse steigern möchtest, dann musst Du dementsprechend trainieren. Und wenn Du Geschwindigkeit, Schnellkraft oder sogar Ausdauer verbessern möchtest, dann liegt es bei Dir den Stimulus zu wählen, der Deine Muskeln Deinen Wünschen entsprechend reagieren lässt.

Mögliche Wege Prozesse zu verbessern

Wir haben einige Teile isoliert, die für die Muskelproteinsynthese verantwortlich sind. Es würde weise erscheinen, Möglichkeiten zu untersuchen, diese Komponenten miteinander in Verbindung zu bringen und die Aktivität des Pfadweges zu steigern. Wir wissen, dass es Bausteine gibt, die den Prozess positiv beeinflussen können und das ist der Punkt, an dem die Diskussion beginnt. Es gibt jedoch einen Vorbehalt: die wissenschaftlichen Untersuchungen sind in diesem Bereich noch unvollständig, weshalb das, was wir heute sagen, sich schon morgen ändern kann. Von Mainstream Interesse sind die scheinbar kraftvollen Auswirkungen von Leucin auf die mTOR Funktion. Bisher weiß man noch nicht genau, ob Leucin eine direkte Wirkung auf mTOR besitzt (auch wenn viele Menschen der Meinung sind, dass dies der Fall ist) oder ob es weitere Faktoren gibt. Leucin scheint auch eine sekundäre Wirkung über einen Peptid Bindeglied namens elF4G zu besitzen, welcher die Muskelproteinsynthese direkt und nicht über mTOR beeinflusst. Die Tatsache, dass Leucin multiple Funktionen besitzt, schreit geradezu nach der Frage, ob auch andere Aminosäuren bei der Unterstützung der Muskelproteinsynthese eine spezifische Rolle spielen. Mein erster Instinkt sagt ja, aber die Zeit wird diese Frage beantworten. Im Augenblick kann eine Supplementierung mit Leucin nicht schaden, aber wieviel optimal ist und welche anderen Kombinationen von Aminosäuren effektiv sein könnten, wird noch heiß diskutiert.

Der mTOR Pfadweg läuft natürlich innerhalb der Zelle ab, wo sich Aminosäuren ansammeln können, da sie unbehindert durch die Zellmembran zu ihrem Ziel gelangen können. Trotzdem bedeuten hohe Spiegel von Aminosäuren in der Zelle nicht automatisch, dass die Muskelproteinsynthese optimal sein wird. Darüber hinaus ist mTOR nur einer der Pfadwege, die an der Muskelproteinsynthese beteiligt sind – es gibt noch weitere Wege, die Muskelproteinsynthese anzuregen. Viele der an der Muskelproteinsynthese beteiligten Schlüsselspieler müssen immer noch in die Zelle gelangen und benötigen eine Passage durch die Membrankanäle. Diese Aktivatoren binden an ihren Zielrezeptor RTK (Receptor Tyrosine Konase) an, der sich in der Zellwand befindet und einen Pfadweg öffnet, der AKT, mTOR und andere Pfadwege direkt beeinflusst, indem er PI3K (Phosphatidylinositol 3-Kinase) dazu bringt, seine Aufgabe zu erfüllen.

PI3K spielt eine entscheidende Rolle, die viele der Pfadwege beeinflusst, die für Proliferation, Wachstum und Funktion der Zelle verantwortlich sind. PI3K wird primär durch Wachstumsfaktoren aktiviert, aber durch Signalmechanismen kontrolliert, die als Zytokine und G-Protein gekoppelte Rezeptoren bekannt sind. Zusätzlich hierzu spielen auch Insulin und insbesondere der Einfluss von IGF-1 (Insulin-Like Growth Factor-1) bei der Rezeptoraktivierung eine Rolle. Alles in allem gibt es mehrere unterschiedliche externe Faktoren, die für eine optimale Muskelproteinsynthese aktiviert werden müssen.

Bist Du verwirrt? Wir sind es alle. Dies ist ein komplizierter Prozess, der einer präzisen Sequenzierung bedarf, wobei wir noch nicht genau wissen, welche Sequenzen involviert sein könnten. Die Muskelproteinsynthese ist außerdem vom richtigen Timing abhängig, weshalb ein Teil der Herausforderung darin besteht, alle Spieler am Start und bereit zu haben. Wir glauben jedoch auch, dass es Wege geben könnte, diese Sequenzen durch den Verzehr bioaktiver Peptide (kleinere funktionale Einheiten innerhalb von Proteinen) wie Wachstumsfaktoren und Prolin reiche Peptide (ein Typ von Zytokin), welche aus größeren Proteinen durch eine spezielle Verarbeitung extrahiert werden können, zu verbessern. Die Herstellung der feineren bioaktiven Peptide ist übrigens nichts Neues und wird seit Jahrzehnten bei der Produktion von Formeln für Kleinkinder und Produkten zur Verbesserung der Immunfunktion eingesetzt. Aber erst jetzt hat man damit begonnen diese wirkungsvollen Bestandteile für den Muskelaufbau und Anwendungen im Bereich des Sports in Betracht zu ziehen.

Die gute Nachricht ist: Wenn Du Proteine und/oder Aminosäuren und/oder bioaktive Peptide in Kombination mit solidem, konsistentem Training konsumierst, dann könntest Du die Muskelproteinsynthese positiv beeinflussen. Während die Wissenschaft die Prozesse weiter untersucht und besser zu verstehen beginnt und die Praxis weiterhin positive Resultate zeigt, ist mit einer Explosion an sowohl neuen Produkten, als auch Untersuchungen zum Thema bioaktive Peptide und Optimierung der Muskelproteinsynthese zu rechnen.

Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/muscle-protein-synthesis-timing-enhancement

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Anaboles Nährstofftiming
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Anaboles Nährstofftiming

Dieser Artikel befasst sich mit einem optimalen Timing der Makronährstoffe, das Sportlern dabei helfen kann, die Resultate ihres Trainings durch eine gezielte Nährstoffzufuhr zu verbessern. Dieses spezielle Timing kann Sportlern zu vollen, optimal hydrierten und mit Nährstoffen und Glykogen überladenen Muskeln verhelfen.

 

Kohlenhydrate und Insulin

Wenn man als Sportler Kohlenhydrate zu den richtigen Zeiten zu sich nimmt, kann dieser Makronährstoff dabei helfen, optimale Leistungen zu erbringen. Kohlenhydrate dienen dazu, die Glykogenspeicher in der Leber und in den Muskeln wiederaufzufüllen, während sie den Körper gleichzeitig mit ausreichenden Mengen an Blutzucker für sofort verfügbare Energie versorgen. Kohlenhydrate wirken in Verbindung mit Insulin.

Insulin ist eines der wirkungsvollsten Hormone des menschlichen Körpers. Wenn Kohlenhydrate richtig verwendet werden und das Timing der Kohlenhydratzufuhr stimmt, dann können tolle Dinge bezüglich der Kohlenhydrat-Insulin Beziehung geschehen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig sich darüber im Klaren zu sein, dass Timing alles ist, wenn es um Insulin geht.

Wenn man seine Bauchspeicheldrüse dazu bringt, Insulin zu einem Zeitpunkt auszuschütten, an dem die Insulinsensitivität niedrig ist, dann schafft man hierdurch ein Umfeld im Körper, das alles andere als vorteilhaft ist. Eine niedrige Insulinsensitivität beschreibt einen Zustand, in dem die Muskeln nicht darauf vorbereitet sind, Glukose aufzunehmen und zu speichern.

Dies ist bei körperlich inaktiven Personen, die zu viele Kohlenhydrate zu sich nehmen, leider ein alltägliches Szenario. Wenn dieses Szenario regelmäßig über einen längeren Zeitraum zustande kommt, dann kann es in einer permanenten Insulinresistenz resultieren. Wenn dies geschieht, dann reagieren die Zellen der Muskeln und anderer Gewebetypen des Körpers nicht mehr auf die Gegenwart von Insulin im Blut. Dieser Zustand steht mit pathologischem Übergewicht und Diabetes in Verbindung.

Eine Zunahme an Muskelmasse beruht auf einer komplexen Interaktion, die Muskeln, Leber und Blut umfasst. Darüber hinaus ist auch die Menge an Aminosäuren, die innerhalb des Muskelgewebes präsent ist, ein wichtiger Faktor.

Um Muskelwachstum und sportliches Potential zu maximieren, muss ein Sportler jede Gelegenheit nutzen, die es ihm ermöglicht, das innere Umfeld des Körpers auf einen Anabolismus (Muskelaufbau) auszurichten. Wenn man eine Mahlzeit konsumiert, dann bedeutet dies nicht notwendigerweise, dass das, was man durch diese Nährstoffzufuhr erreichen will, auch tatsächlich geschehen wird. Der Verzehr von Protein bedeutet z.B. nicht automatisch, dass die in der zugeführten Nahrung enthaltenen Nährstoffe und Aminosäuren auch für das Muskelwachstum verwendet werden.

 

Wie man seinen Körper in einem anabolen Zustand hält

Den Kern eines anabolen Nährstofftimings bilden Insulin und eine Manipulation der Nährstoffzufuhr, welche die Bauchspeicheldrüse dazu anregt, das wirkungsvolle Hormon Insulin auszuschütten. Wenn man diese Technik meistert, dann wird man dazu in der Lage sein, die Stoffwechselpfadwege des Körpers in einem anabolen Zustand zu halten.

Wheyprotein ist, was Proteinsupplements angeht, die am weitesten verbreitete Form von Protein, die darüber hinaus einige Vorzüge gegenüber anderen Proteinformen besitzt, wenn es um anabole Pfadwege im Körper geht. Wheyprotein kann in Verbindung mit einer Insulinausschüttung verwendet werden, um sicherzustellen, dass der Körper die bestehende Muskelmasse aufrecht erhält und neue Muskelmasse aufbaut. Die Steuerung der Menge an Insulin, die im Blutkreislauf vorhanden ist, ist beim anabolen Nährstofftiming der Schlüssel zum Erfolg.

Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse in den Blutkreislauf ausgeschüttet, wenn die Nahrung, die man zu sich nimmt, die Ausschüttung dieses Hormons anregt. Insulin wird nicht in Reaktion auf jedes Nahrungsmittel in signifikanten Mengen ausgeschüttet. Es wird primär in Reaktion auf kohlenhydratreiche Nahrungsmittel ausgeschüttet, wobei Nahrungsmittel mit einem höheren glykämischen Index eine höhere Insulinausschüttung als Nahrungsmittel mit einem niedrigen glykämischen Index bewirken.

Insulin unterstützt den Körper bei der Wiederauffüllung der Glykogenspeicher durch einen aktiven Transport von Nährstoffen in die Muskelzellen über die Natrium-Kalium Pumpe, die sich an der Oberfläche der Zellen des Muskelgewebes befindet. Hierdurch hilft Insulin dabei, den Körper in einem anabolen Zustand zu halten und verhindert gleichzeitig einen katabolen Abbau von Muskelgewebe.

Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass die Gegenwart von Insulin nicht nur den Anabolismus der Muskelzellen, sondern auch den allgemeinen Zellanabolismus fördert. Dies hat zur Folge, dass wenn die Muskelzellen nicht bereit dafür sind Nährstoffe aufzunehmen, da ihre Glykogenspeicher vollständig gefüllt sind oder das physiologische Umfeld nicht das richtige ist, die Fettzellen immer offen für eine Einlagerung von Energie in Form von Körperfett sind.

Es gibt zwei wichtige Aspekte, wenn man von einer Manipulation der Insulinausschüttung spricht. Der erste Aspekt ist das richtige Timing des Konsums hochglykämischer Kohlenhydrate, die die Insulinausschüttung anregen. Der zweite Aspekt betrifft die Zugabe von Protein zu den Kohlenhydraten während des vorteilhaften physiologischen Zeitfensters.

Der Proteinkonsum versorgt den Körper mit dem richtigen Baumaterial für optimales Muskelwachstum und optimale Regeneration. Wenn die Speicher der Muskeln durch ein erschöpfendes Widerstandstraining entleert wurden, dann brauchen die Muskelzellen dringend Aminosäuren.

Wenn die Insulinspiegel im Blut hoch sind, dann wird Insulin das Protein in die Muskelzellen transportieren. Insulin besitzt die Fähigkeit Protein und Kohlenhydrate ins Muskelgewebe zu transportieren, doch der Verzehr von Protein alleine wird keine nennenswerte Insulinausschüttung anregen.

Wenn man die Richtlinien des anabolen Nährstofftimings befolgt, wird man hierdurch die Aufnahme von Protein, das man mit den Mahlzeiten nach dem Training zu sich nimmt, erhöhen. Zusätzlich hierzu ist es wichtig zu wissen, dass einige Proteine eine höhere biologische Wertigkeit als andere aufweisen und deshalb nicht alle Proteine gleich sind.

Wheyprotein versorgt den Blutkreislauf mit einem schnellen Schub an Aminosäuren, der direkt nach dem Training benötigt wird. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Wheyprotein bei niedrigen Insulinspiegeln im Blut zum Zweck der Energieversorgung verwendet wird, was natürlich nicht der gewünschte Zustand ist. Das Aminosäureprofil von Wheyprotein weist einen hohen Anteil glykoneogener Aminosäuren auf, die leicht zum Zweck der Energiegewinnung verwendet werden können.

Dies mag Wheyprotein auf den ersten Blick wie eine schlechte Proteinwahl erscheinen lassen, doch genau diese Aminosäuren sind gleichzeitig auch für die Anregung der Proteinsynthese, die für das Muskelwachstum und die Reparatur der Muskeln notwendig ist, von entscheidender Bedeutung. Der Unterschied zwischen der Verwendung des zugeführten Proteins als Energiequelle oder für die Proteinsynthese besteht in der richtigen Manipulation der Insulinspiegel im Blut.

 

Die Zufuhr von Protein mit Kohlenhydraten nach dem Training

Um sicherzustellen, dass das zugeführte Protein korrekt verwendet wird und der Anabolismus gefördert wird, sollte man es dann verwenden, wenn die Insulinspiegel im Blut möglichst hoch sind. Wenn Insulin in großen Mengen präsent ist, dann sind die Spiegel der Vorläuferstoffe, die eine Glukoneogenese ermöglichen, drastisch reduziert.

Der Verzehr hochglykämischer Kohlenhydrate zur richtigen Zeit in Kombination mit Protein schafft das optimale anabole Umfeld. Einfach nur Protein zu sich zu nehmen ist keine Garantie dafür, dass die so zugeführten Aminosäuren für die Reparatur des Muskelgewebes verwendet werden und der Verzehr von Kohlenhydraten ist alleine noch keine Garantie dafür, dass diese Kohlenhydrate die Glykogenspeicher wieder auffüllen und Energie liefern werden.

Sportler müssen ihre Kohlenhydrate nach dem Training konsumieren, um die Insulinspiegel im Blut schnell ansteigen zu lassen, während der Stoffwechselpfadweg einen Anabolismus unterstützt.

Niedrige Blutzuckerspiegel und niedrige Insulinspiegel verursachen eine Ausschüttung kataboler Hormone, was ein für Sportler nicht unbedingt wünschenswertes Szenario darstellt. Das Zeitfenster nach dem Training wird eine Wiederauffüllung der Glykogenspeicher und der Blutzuckerspiegel ermöglichen, wenn es richtig genutzt wird. Es ist dieser entscheidende Zeitraum, während dem das Aufladen mit Nährstoffen aus physiologischer Sicht die höchste Priorität hat.

Um diesen wertvollen Moment optimal zu nutzen, sollte man eine Portion einfache Kohlenhydrate zu sich nehmen. Diese Kohlenhydrate sollten in flüssiger Form zugeführt werden, um die Verdauung zu erleichtern. Man sollte direkt nach dem Training etwa 0,5 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen, was bei einem 80 Kilo schweren Sportler etwa 40 Gramm Kohlenhydrate entspricht.

Wenn man versucht die Insulinspiegel im Blut zu erhöhen, dann sollte man vorzugsweise Saft verwenden, der ein hohes Sucrose zu Fructose Verhältnis aufweist. Traubensaft und Orangensaft sind Beispiele für flüssige Kohlenhydratquellen, auf die diese Beschreibung zutrifft. Anstelle von Saft kann man auch Maltodextrin, DextroseVitargo oder eine Mischung aus diesen Kohlenhydratquellen verwenden. Die Kohlenhydrate, die in diesen Säften und Kohlenhydratprodukten enthalten sind, bewirken einen schnellen und signifikanten Anstieg der Blutzuckerspiegel. Auch Sportgetränke wie Gatorade, die mehr als 10% Sucrose und Maltodextrin enthalten, werden die Blutzuckerspiegel effektiv erhöhen.

Das anabole Nährstofftiming besteht aus zwei Schritten. Der erste Schritt ist beendet, wenn die Blutzuckerspiegel und die Insulinspiegel durch den Konsum des zuvor beschriebenen Kohlenhydratdrinks erhöht wurden. Wenn die Insulinspiegel ihren Maximalwert erreichen, ist das Protein an der Reihe, welches den zweiten Schritt darstellt.

Durch die Zugabe von Protein zum Kohlenhydratgetränk versorgt man die Muskeln mit Aminosäuren, wobei man sich den Vorteil des Insulinschubs zu Nutze macht. Durch die Zugabe von Wheyprotein, welches ein sehr leicht und schnell verdauliches Protein darstellt, zum Kohlenhydratgetränk wird ein optimales anaboles Umfeld geschaffen. Diese Kombination liefert den durch das Training erschöpften und ausgelaugten Muskel eine höchst wirkungsvolle Nährstoffmischung, die aus Glukose und Aminosäuren besteht.

Darüber hinaus bewirkt diese Kombination eine Erhöhung der Insulinspiegel im Blut, was in einer maximalen Aufnahme von Glukose und Protein resultiert. Die Glukose wird in die Muskelzellen transportiert und dort in Form von Glykogen eingelagert, welches den Energiespeicher der Muskelzellen darstellt.

Das Protein regt die Proteinsynthese in den Mitochondrien der Muskelzellen an. Bei den Mitochondrien handelt es sich um die so genannten Kraftwerke der Zellen, die die Energie für jede menschliche Aktivität liefern. Je mehr Mitochondrien eine Zelle besitzt, desto mehr Ausdauer wird sie haben. Ein Widerstandstraining erhöht die Anzahl der Mitochondrien in den Muskelzellen.

Als kumulatives Resultat der flüssigen Mischung aus Kohlenhydraten und Protein wird der trainingsinduzierte Muskelkatabolismus gestoppt und der Muskelanabolismus gesteigert. Dieser flüssige Protein-Kohlenhydrat Drink ist die erste der vier Mahlzeiten, die man nach dem Training konsumieren sollte, um einen maximalen Muskelaufbau und eine bestmögliche Regeneration zu erreichen.

 

Die zweite Mahlzeit nach dem Training

Die zweite Mahlzeit nach dem Training sollte etwa 30 Minuten nach der initialen flüssigen Mischung aus Kohlenhydraten und Protein konsumiert werden. Diese zweite Mahlzeit sollte fettarm sein, um die Magenverweildauer zu minimieren und leicht absorbierbare Kohlenhydrate in Verbindung mit einer fettarmen Proteinquelle enthalten.

Die zweite Mahlzeit nach dem Training ähnelt bezüglich der Zusammenstellung der Makronährstoffe der ersten, doch die Wahl der Nahrungsmittel ist eine etwas andere. Zu dieser Zeit sind die besten Kohlenhydratquellen Nahrungsmittel wie Kartoffeln, weißer Reis, gekochte Haferflocken oder Nudeln.

Im Gegensatz zur ersten Mahlzeit, die aus einem Protein-Kohlenhydratgetränk besteht, sollte es sich bei der zweiten Mahlzeit um eine feste Mahlzeit handeln. Bei der zweiten Mahlzeit könnte es sich um gegrilltes Hühnchen oder gegrillter Fisch mit Reis oder um mageres Fleisch mit Nudeln handeln. Diese Mahlzeit stellt sicher, dass die Aminosäuren aus dem Wheyprotein, das man während der ersten Mahlzeit zu sich genommen hat, für den Muskelanabolismus und nicht für die Wiederherstellung der Blutzuckerspiegel verwendet werden.

Die zweite Mahlzeit nach dem Training sollte nicht zu umfangreich ausfallen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass zellulare anabole Mechanismen für bis zu drei Stunden nach einem intensiven Widerstandstraining aufrecht erhalten bleiben. Man sollte sich nach der zweiten Mahlzeit zwar gesättigt, aber nicht übermäßig voll fühlen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat man einen Drink direkt nach dem Training und eine kleine Mahlzeit 30 Minuten später zu sich genommen. Natürlich muss man den Nährstoffen die Chance geben, den Magen zu passieren. Die erwähnten Mahlzeiten werden absichtlich klein aber reich an Nährstoffen gehalten, um eine zu lange Magenverweildauer und eine hierdurch verzögerte Verdauung zu vermeiden. Nach diesen beiden Mahlzeiten hat man immer noch weitere zweieinhalb Stunden, um das anabole Zeitfenster nach dem Training zu seinem Nutzen zu verwenden.

 

Die dritte und vierte Mahlzeit nach dem Training

Nach dem Verzehr der zweiten Mahlzeit nach dem Training sollte man etwa eine Stunde warten, bis man die dritte von vier Mahlzeiten zu sich nimmt. Wenn man das Gefühl hat, dass eine feste Mahlzeit zu diesem Zeitpunkt den Verdauungstrakt zu stark belasten würde, dann kann man auch eine weitere Portion Wheyprotein und eine kleine gebackene Kartoffel oder etwas Ähnliches essen.

Bei der Wahl der Kohlenhydrate kann man kreativ sein, so lange man darauf achtet, dass die dritte Mahlzeit eine kleine Mahlzeit bleibt. Man hat jetzt noch eineinhalb Stunden für den Verzehr der vierten und letzten anabolen Mahlzeit. Beim Zeitpunkt der vierten Mahlzeit sollte man sich ganz auf sein Gefühl verlassen, wobei man diese Mahlzeit jedoch auf jeden Fall innerhalb der letzten halben Stunde des anabolen Zeitfensters konsumieren sollte.

Innerhalb des 3 Stunden Zeitfensters nach dem Training verzehrt man also vier kleine Mahlzeiten. Die initiale flüssige Mahlzeit und die drei festen Mahlzeiten sollten jeweils 40 Gramm Protein und 20 bis 30 Gramm Kohlenhydrate enthalten. Die Verwendung des anabolen Nährstofftimings ermöglicht einen kontinuierlichen Fluss von Aminosäure, der den Muskelanabolismus gezielt fördert. Das anabole Nährstofftiming ist ein hervorragendes Werkzeug, das jeden Sportler mit Sicherheit bei seinen Fortschritten unterstützen wird.

http://www.bodybuilding.com/fun/pierce34.htm

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Sojaprotein: Mythen und reale Vorzüge
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Sojaprotein: Mythen und reale Vorzüge

Wenn man der Mundpropaganda und einigen wissenschaftlichen Studien glauben will, dann besitzen sojabasierte Nahrungsmittel östrogenähnliche Eigenschaften, die anabole Prozesse und Wachstumsprozesse bei Bodybuildern ausbremsen. Unglücklicherweise besteht das Problem bei Informationen darin, dass es zwei Arten von Informationen gibt: Informationen und Fehlinformationen.

Dieser Artikel wird sich mit den Vor- und Nachteilen sojabasierter Nahrungsmittel befassen und wissenschaftliche Studien sowie Experteninformationen zu Rate ziehen, um zu klären, ob Soja ein Freund oder ein Feind des Bodybuilders ist.

Häufig basieren neue Trends im Bereich der Fitnessindustrie auf einer Verdrehung der Tatsachen. Man kann z.B. einen positiven Aspekt finden und diesen so interpretieren, dass hieraus etwas Gutes wird. Ein gutes Beispiel hierfür wäre Übergewicht, welches sich bekannterweise negativ auf das allgemeine Wohlbefinden auswirkt. Man könnte jedoch auch argumentieren, dass Übergewicht einen effektiven Schutz vor Osteoporose darstellt. Dieselben Verdrehungen von Tatsachen kann man auch bei Soja beobachten.

Gegner von Sojaprotein behaupten, dass Pflanzenöstrogene, die auch als Phytoöstrogene bezeichnet werden, die Testosteronspiegel senken und bringen hiermit in Verbindung, dass Soja die femininen Charakteristika bei Männern durch überhöhte Östrogenspiegel zum Vorschein bringt.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich bei vielen dieser Zyniker nicht um steroidfreie Bodybuilder handelt, was deshalb lustig ist, weil überschüssiges Testosteron (oder andere anabole Steroide) Studien zufolge bei Männern für das Hervortreten femininer Charakterzüge verantwortlich ist.

Darüber hinaus ist es bestenfalls eine moderne Legende, dass sojabasierte Nahrungsmittel oder irgendwelche anderen Nahrungsmittel östrogene Eigenschaften besitzen, die mit femininen Charakteristika oder hormonellen Veränderungen in Verbindung stehen.

Die Unterstützung für diese magische Nahrungsmittelquelle, die dieser Artikel liefern wird, ist wissenschaftlich, logisch und rational basiert und der eine oder andere Leser wird überrascht sein, wie gut Sojanahrungsmittel in der Realität sein können.

Die folgenden Abschnitte stellen die unvoreingenommene Sicht aus beiden Seiten dar, was insofern ungewöhnlich ist, als dass die meisten Artikel und selbst wissenschaftliche Betrachtungen sich nur auf Unterstützungen ihrer Aussagen konzentrieren werden.

 

Mythos 1: Soja unterdrückt die Testosteronproduktion

Einige Studien haben gezeigt, dass der Verzehr von Sojaprodukten mit einer Reduzierung der Testosteronspiegel in Verbindung stehen könnte. Es gibt jedoch auch eine ganze Reihe von Studien, die keine Veränderungen des Testosteronspiegels beim Verzehr von Sojaprodukten zeigen. Hier ist eine kleine Auswahl von Studien zum Thema:

Eine Studie (1), die die starke Verbindung des Verzehrs von Sojaprotein mit einem reduzierten Risiko für Prostatakrebs durch eine Modulation der Serum Hormone beobachtete, konnte zwar eine geringfügige Reduzierung der Testosteronspiegel beobachten, doch diese geringfügige Reduzierung wurde nicht mit femininen Veränderungen oder negativen Folgen für die Gesundheit in Verbindung gebracht.

Auch eine weitere Studie (2) kam zu dem Ergebnis, dass Soja Vorzüge beim Schutz vor Prostataerkrankungen und Herzerkrankungen besitzt. Auf die Idee, dass die geringfügigen Reduzierungen der Testosteronspiegel Männer weniger männlich oder weniger Muskulös machen könnten, kam hier niemand.

Eine Studie (3) konnte zwar eine Verbindung zwischen Sojaverzehr und reduzierten Testosteronspiegeln beobachten, doch die Autoren der Studie kamen zu der Schlussfolgerung, dass diese Beziehung nur von geringer Signifikanz ist. Bei einer Folgestudie desselben Forscherteams (4) konnten keine Veränderungen der Testosteronspiegel bei einem Verzehr von Sojaprodukten beobachtet werden.

Eine genauere Betrachtung der Studien, die eine leichte Reduzierung der Testosteronspiegel beobachteten, zeigt, dass diese Reduzierung als Korrelation klassifiziert wurde. Dies bedeutet nicht, dass das Ergebnis auf der Ursache basiert, sondern nur, dass es einen Zusammenhang gibt, aber die diesem Zusammenhang zugrundeliegende Logik noch nicht vollständig geklärt ist.

Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass diese niedrigeren Testosteronspiegel genauso gut eine andere Ursache wie z.B. einer Ernährung, die weniger gesättigte Fette und mehr Ballaststoffe umfasste, haben könnten. Es ist gut bekannt, dass fettarme und/oder ballaststoffreiche Ernährungsformen mit niedrigeren Testosteronspiegeln in Verbindung stehen.

Bei einem Bodybuilder, der eine Vielzahl unterschiedlicher Proteinquellen wie mageres rotes Fleisch, Milchprodukte und Geflügel in moderaten Mengen in Verbindung mit einem intensiven Training konsumiert, würden die geringfügigen, die Testosteronspiegel senkenden Eigenschaften von Soja höchstwahrscheinlich wieder ausgeglichen, während er trotzdem von den positiven Auswirkungen auf die Prostata und anderen Gesundheitsvorzügen profitieren könnte.

Ein weiterer Faktor, den man bei den Behauptungen bezüglich einer Unterdrückung der Testosteronproduktion näher betrachten sollte, ist die Methodologie der unterstützenden Studie. Bei einigen dieser Studien verzehrten die Probanden ausschließlich Sojaprodukte oder verwendeten zumindest sehr hohe Mengen von Sojaprodukten, um die Wirkungen von Soja zu isolieren.

In der realen Welt würden sich die meisten Menschen nicht ausschließlich von Sojaprodukten ernähren, wodurch die Resultate dieser Studien nicht wirklich auf die reale Welt übertragbar sind.

Bei der Behauptung, dass Sojaprotein die Testosteronspiegel reduziert, gibt es also einige Probleme:

  1. Eine verzerrte und voreingenommene Sichtweise, um Fleisch- oder Milchprotein besser verkaufen zu können.
  2. Studien, die das Gegenteil zeigen, werden ignoriert
  3. Insignifikante Ergebnisse werden extrapoliert, um eine irrelevante Behauptung zu unterstützen
  4. Eine Verzerrung der Tatsachen und eine einseitige Konzentration auf hormonelle Veränderungen, während alle gesundheitsfördernden Aspekte ignoriert werden.

 

Mythos 2: Sojaprotein unterstützt das Muskelwachstum nicht

Eine mit Schweinen durchgeführte Studie legte nahe, dass der Verzehr von Sojaprotein einen Proteinabbau induzierte. Andere Studien zeigen jedoch etwas anderes. Hier ist ein kleiner Überblick über einige Studien:

Eine mit Ratten durchgeführte Studie (5) konnte zeigen, dass Sojaprotein einen Proteinabbau verhinderte. Aussagekräftiger dürfte jedoch eine Humanstudie (6) sein, die zeigte, dass es keine signifikanten Unterschiede bezüglich Kraft, Hypertrophie, Muskelquerschnittsfläche oder Muskelkreatinspiegel gab, wenn man den Verzehr von Fleischprotein mit Sojaprotein jeweils in Kombination mit einem Widerstandstraining verglich.

Man mag es kaum glauben, doch es gibt tatsächlich einen Anti-Soja Artikel, der genau diese Studie zitiert und behauptet, dass es beim Verzehr von Fleischprotein im Vergleich zu Sojaprotein zu einer Erhöhung der Muskelquerschnittsfläche um 30% kommt. Woher diese Behauptung kommt, ist nicht nachvollziehbar, da die Autoren der Studie in der Volltextversion sowohl graphisch als auch statistisch zeigten, dass es keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Muskelquerschnittsfläche gab und zur Schlussfolgerung kamen, dass der Schlüsselfaktor bei der Regulierung von Muskelkraft und Hypertrophie eine adäquate Proteinzufuhr unabhängig von der Proteinquelle ist (6). Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass man nicht blind auf zitierte Studien vertrauen darf.

Auch eine weitere Humanstudie (7), die Wheyprotein und Sojaprotein in Verbindung mit einem Widerstandstraining verglich, kam zur Schlussfolgerung, dass eine Proteinsupplementation Muskelkraft und Muskelmasse unabhängig von der verwendeten Proteinquelle erhöht.

Eine Studie (8), die die Wirkungen einer Whey- und Sojaprotein ergänzten Ernährung bei Mäusen betrachtete, kam zu dem Ergebnis, dass beide Proteinquellen positive Auswirkungen auf den antioxidativen Status hatten und in einer besseren Körperkomposition resultierten.

Eine andere Studie (9) zeigte, dass fettarme Milch im Vergleich zu Sojaprotein zu einem größeren Muskelwachstum führte, wobei jedoch auch gezeigt werden konnte, dass sowohl Milch als auch Sojaprotein zu einer positiven Proteinbilanz führten.

Natürlich ist fettarme Milch eine hervorragende Proteinquelle, die ihren Platz in jeder Ernährung haben sollte, doch dasselbe gilt auch für Sojaprotein. Eine Studie (10), die Wheyprotein- und Sojaproteinriegel und ihren Einfluss auf die fettfreie Körpermasse bei College Sportlern in einer Gewichtstrainingsklasse verglich, kam zu dem Ergebnis, dass beide Proteinquellen zu größeren Zuwächsen an fettfreier Körpermasse führten, wobei jedoch nur bei Sojaprotein eine deutliche positive antioxidative Funktion beobachtet werden konnte, während Wheyprotein dem trainingsinduzierten oxidativen Stress nicht annähernd so effektiv entgegenwirkte.

Man sollte sich daran erinnern, dass es, wenn es um die Zuwächse im Fitnessstudio geht, nicht notwendigerweise das Training selbst ist, das das Wachstum fördert – Trainingseinheiten regen das Wachstum an, während Nährstoffe bestimmen, wie effektiv die Reaktion auf diesen Stimulus ausfällt. Somit könnte man mit Hilfe von Sojaprotein eine bessere und schnellere Regeneration erreichen, was bedeuten würde, dass man bessere Zuwächse im Fitnessstudio sehen kann.

Ist Soja anderen Proteinquellen bezüglich des Muskelaufbaus überlegen? Natürlich nicht. Studien zeigen, dass Wheyprotein und Casein Protein vom menschlichen Körper am besten absorbiert werde und die besten Resultate liefern, während Sojaprotein als pflanzliches Protein nicht genauso gut verdaut und absorbiert wird und bezüglich einiger Aminosäuren gewisse Defizite aufweist.

Wenn man Sojaprotein jedoch mit Wheyprotein oder Casein kombiniert, dann ist der Mangel an bestimmten essentiellen Aminosäuren nicht länger ein Problem (11). Worauf ich hinaus will ist, dass die Aufnahme von Sojaprotein als Proteinquelle in den Speiseplan eine Bereicherung darstellen kann.

 

Die Vorzüge von Sojaprotein

Für den Zweck dieser Diskussion werde ich Sojamilch als beispielhaftes Referenznahrungsmittel für Sojaprodukte und Milch als beispielhaftes Referenznahrungsmittel für tierische Proteinquellen verwenden. Dies ist ein wichtiger Vergleich, der für das Konzept dieses Artikels relevant ist.

Während der letzten Jahre wurde Milch immer als hervorragendes Nahrungsmittel hervorgehoben. Die Medien erwähnten immer wieder, dass Milch gut für den Körper ist, dass Milch gut für die Knochen ist und dass man durch Milch groß und stark wird. Ich möchte in keinster Weise behaupten, dass Wheyprotein und Casein keine guten Proteinquellen sind oder dass Milch in Maßen nicht gut ist. Ich verwende die beiden oben erwähnten Nahrungsmittel als Analogie, wobei Soja symbolhaft für diejenigen steht, die Soja unterstützen und Milch für diejenigen steht, die gegen Sojaprodukte sind.

Nebenbei sollte angemerkt werden, dass selbst Arnold Schwarzenegger davon überzeugt ist, dass ein Vegetarier große Muskeln aufbauen und ein Bodybuilding Champion werden kann. Bei diesem Vegetarier handelt es sich um keinen geringeren als Bill Pearl. Eine lustige Anekdote ist Arnolds Antwort im Film Pumping Iron auf die Frage, ob er Milch trinkt: „Nein, ich trinke keine Milch. Milch ist für Babys. Wenn man erwachsen wird, dann muss man Bier trinken.“

 

Eine gute Proteinquelle für Bodybuilder

Sojamilch enthält eine gute Menge an Protein, die bei etwa 7 Gramm pro Tasse liegt. Wenn man sich die Nährstoffzusammensetzung von Sojaprodukten ansieht, dann wird man in den meisten Fällen ein wundervolles Makronährstoffprofil vorfinden, das hauptsächlich aus Protein, komplexen Kohlenhydraten, gesunden Fetten und Ballaststoffen besteht.

Zusätzlich gibt es unterschiedliche Marken von Sojamilch, die unterschiedliche Mengen an Kohlenhydraten, Fett, Kalorien und Ballaststoffen enthalten. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Marken mit weniger Kohlenhydraten und mehr Ballaststoffen einen niedrigeren glykämischen Index und einen geringeren Insulinindex aufweisen.

 

Niedriger glykämischer Index & Insulinindex und die fettverbrennenden Eigenschaften von Soja

Viele Menschen wissen, dass fettarme Milch einen niedrigen glykämischen Index hat, aber nicht viele wissen, dass fettarme Milch einen hohen Insulinindex aufweist. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass Milch den Insulinspiegel ansteigen lässt, obwohl der Blutzuckerspiegel im normalen Berech bleibt. Erinnern wir uns an dieser Stelle kurz daran, dass Insulin ein wirkungsvoller Hemmer der Fettoxidation ist. Von Sojamilch konnte hingegen gezeigt werden, dass sie sowohl einen niedrigen glykämischen Index als auch einen niedrigen Insulinindex aufweist (12), wodurch es Sojamilch ermöglicht, dass man länger im Fettabbaumodus bleiben kann.

Zusätzlich hierzu gibt es Studien, die zeigen, dass ein Verzehr von Sojaprotein mit einer Verbesserung der Marker der Fettoxidation in Verbindung steht. Es konnte sogar gezeigt werden, dass Sojaprotein zu einer größeren Reduzierung des Körperfettanteils und der Blutzuckerspiegel als Casein oder Wheyprotein führt (13, 14).

 

Antioxidative Kapazität und gesunde Fette:

Sojamilch und andere Sojaprodukte enthalten Isoflavone, welche positive Auswirkung auf die Reduzierung des Risikos für Prostatakrebs und Herzerkrankungen besitzen und den Cholesterinspiegel senken können. Zusätzlich hierzu enthält Sojamilch außerdem Alpha-Liponsäure. Der Gehalt an Alpha-Liponsäure liegt bei einigen Sojamilchprodukten bei bis zu 300 mg, während Milch nur etwa 20 mg Alpha-Liponsäure pro Portion liefert. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Alpha-Liponsäure beim Kampf gegen freie Radikale und oxidativen Stress hilft.

 

Zusammenfassung

Wenn man mich fragt, dann klingt Sojamilch (und natürlich auch andere Sojaprodukte) basierend auf ihren Vorzügen und ihrem Nährwert wie ein Freund des Bodybuilders:

  • Niedriger Natrium und hoher Kaliumgehalt, wodurch Soja zu einem guten Nahrungsmittel für die Wettkampfvorbereitung wird. Interessanterweise weist Sojamilch ein nahezu perfektes Verhältnis dieser beiden Elektrolyte auf.
  • Niedriger Kaloriengehalt, der im Berech von fettfreier Milch liegt.
  • Niedriger glykämischer Index und niedriger Insulinindex, was bedeutet, dass man länger in einem fettverbrennenden Zustand mit niedrigem Insulinspiegel und höherem Glukagonspiegel bleibt.
  • Hoher Proteingehalt, was für Bodybuilder wichtig ist.
  • Fördert die Herz-Kreislauf Gesundheit, was in einer Welt, in der Bodybuilding häufig nicht ohne Grund aufgrund der Verwendung zahlreicher ungesunder leistungssteigernder Pharmazeutika mit einer schlechten Gesundheit in Verbindung gebracht wird, nur von Vorteil sein kann.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, dass man alles in Maßen verwendet, was letztendlich zu einem Gleichgewicht führt. Natürlich sind Wheyprotein und Casein mit die besten Proteinquellen und auch mageres Fleisch und Milchprodukte besitzen viele Vorzüge, weshalb man all diese Proteinquellen auf regelmäßiger Basis konsumieren sollte. Das eigentliche Thema dieses Artikels war jedoch zu verstehen, dass auch Sojaprotein eine Reihe von Vorzügen besitzt und deshalb eine gute regelmäßige Bereicherung der Ernährung eines Bodybuilders darstellen kann. Wenn man also das nächste mal im Fitnessstudio hört, dass Sojaprotein angeblich die Zuwächse behindern soll, dann weiß man, dass eine abwechslungsreiche Ernährung, die auch Sojaprotein und Sojaprodukte umfasst, etwas Gutes für Körper und Gesundheit ist, während man gleichzeitig trotzdem Bodybuilding Wettkämpfe gewinnen kann.

 

Quellen:

  1. Dillingham et al. (2005). Soy protein isolates of varying isoflavone content exert minor effects on serum reproductive hormones in healthy young men, Journal of Nutrition, 135(3), 584-591.
  2. Gardner-Thorpe et al. (2003). Dietary supplements of soya flour lower serum testosterone concentrations and improve markers of oxidative stress in men, European Journal of Clinical Nutrition, 57(1), 100-106
  3. Nagata et al. (2000). Inverse association of soy product intake with serum androgen and estrogen concentrations in Japanese men, Nutrition and Cancer, 36(1), 14-18.
  4. Nagata et al. (2001). Effect of Soymilk Consumption on Serum Estrogen and Androgen Concentrations in Japanese Men, Cancer Epidemiology, Biomarkers, and Prevention, 10(3), 179-184.
  5. Nikawa et al. (2002). Effects of a Soy Protein Diet on Exercise-Induced Muscle Protein Catabolism in Rats, Nutrition, 18(6), 490-495.
  6. Haub et al. (2002). Effect of Protein Source on Resistive-Training-Induced Changes in Body Composition and Muscle Size in Older Men, American Journal of Clinical Nutrition, 76(3), 511-517.
  7. Candow et al. (2006). Effect of Whey and Soy Protein Supplementation Combined With Resistance Training in Young Adults, International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism, 16(3), 233-244.
  8. Elia et al. (2006). Effect of Soy- And Whey Protein-Isolate Supplemented Diet on the Redox Parameters of Trained Mice, European Journal of Nutrition, 45(5), 259-266.
  9. Wilkinson et al. (2007). Consumption of Fluid Skim Milk Promotes Greater Muscle Protein Accretion After Resistance Exercise Than Does Consumption of an Isonitrogenous and isoenergetic Soy-Protein Beverage, American Journal of Clinical Nutrition, 85(4), 1031-1040.
  10. Brown et al. (2004). Soy Versus Whey Protein Bars: Effects on Exercise Training Impact on Lean Body Mass and Antioxidant Status, Nutrition Journal, 3, 22.
  11. Margen et al. (1991). University of California, Berkley: The Wellness Encyclopedia. Houghton Mifflin Company, Boston, MA.
  12. Manore & Thompson. (2000). Sport Nutrition for Health and Performance. Human Kinetics, Champaign, IL.
  13. Morifuji et al. (2006). Dietary Soya Protein Intake and Exercise Training Have an Additive Effect on Skeletal Muscle Fatty Acid Oxidation Enzyme Activities and mRNA Levels in Rats, British Journal of Nutrition, 96(3), 469-475.
  14. Nagasawa et al. (2002). Effects of Soy Protein Diet on Expression of Adipose Genes and Plasma Adiponectin, Hormone and Metabolic Research, 34(11-12), 635-639.

http://www.bodybuilding.com/fun/ivan3.htm

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10 vergessene muskelaufbauende Nahrungsmittel
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10 vergessene muskelaufbauende Nahrungsmittel

Ahh, die “schlanke” Masseaufbauernährung – sagen Sie über die Vorzüge des Versuchs Muskeln ohne den Aufbau eines Gramms von Körperfett was Sie wollen, aber als Ernährungsberater kann ich Ihnen eines sagen: einige dieser „schlanken“ Masseaufbauernährungspläne sind die akribischsten, sich ständig wiederholenden Dinge, die die Welt je gesehen hat.

Auch ich bin für eine gute Nahrungsvorbereitungsroutine – sie macht die Dinge einfach und bequem und es ist sehr viel leichter die Resultate zu überwachen und zu vermeiden, dass man vom Weg abkommt, wenn Sie genau wissen, was Sie bei jeder Mahlzeit essen.

Das Problem ist, dass sich die Leute so sehr in einer solchen Routine festfahren, dass Sie keinerlei Abwechslung bekommen und es ihnen vielleicht sogar an einer Menge Nährstoffen fehlt – ganz zu schweigen von den Kalorien – die zu ihrer Gesundheit und ihrem Muskelwachstum beitragen können.

So Bodybuilding freundlich sie auch erscheinen mag, wird eine Ernährung, die auf Eiklar, Hähnchenbrust, braunem Reis und Brokkoli basiert, Ihre Bedürfnisse nicht decken – das kann ich Ihnen versichern. Auch wenn es sich hierbei um eine „saubere“ Ernährung handelt, ist diese mit Sicherheit nicht optimal.

Bodybuilder waren nicht immer so verdammt langweilig. Es gibt viele Nahrungsmittel, auf die Old-School Kraftsportler für den Masseaufbau geschworen haben und die ihre Nachfolger scheinbar vergessen oder zur Seite geschoben haben, was hauptsächlich auf schlechte Ernährungsempfehlungen und eine kindische Angst vor gesättigten Fetten zurückgeführt werden kann.

Heute werde ich einige dieser Nahrungsmittel mit der Hoffnung wiederbeleben, dass Sie dies dazu inspirieren wird, einige Veränderungen an Ihrer Ernährung vorzunehmen – Veränderungen, die zum Aufbau von etwas Masse führen können, die Ihnen durch Ihre ultra „saubere“ Ernährung entgangen ist.

Milchprodukte von mit Gras gefütterten Kühen

Auch wenn ich aufgrund der schlechten Verarbeitungsprozesse, der schlechten Qualität, dem Verlust wichtiger Fettsäuren und dem hohen Östrogengehalt kein großer Fan von Milchprodukten bin, stellen Milchprodukte von mit Gras gefütterten Rindern etwas völlig anderes dar.

Da es diesen Kühen tatsächlich erlaubt wird das zu fressen, was ihnen von Mutter Natur als Nahrung zugedacht war, ist die Qualität ihrer Milch deutlich überlegen. Ihre Milch enthält mehr Nährstoffe wie Vitamin A, Vitamin K (in der wirkungsvolleren Form K2), Omega-3 Fettsäuren und CLA. In der Tat wurde festgestellt, dass Milch von mit Gras gefütterten Rindern bis zu 500% mehr CLA als Milch von konventionell gefütterten Kühen enthält.

Ihnen wird vielleicht aufgefallen sein, dass all diese Nährstoffe entweder Fettsäuren oder fettlösliche Vitamine sind. Das ist richtig, viele der Vorzüge von Milchprodukten basieren auf ihrem Fettgehalt – und zwar trotz der Tatsache, dass dieses Fett zum größten Teil gesättigt ist.

Spotten Sie so viel Sie wollen, aber dies sind sehr wichtige Unterschiede. CLA hat sich als wirkungsvoller Verbündeter beim Kampf gegen Krebs herausgestellt und konnte bei Tieren das Tumorwachstum stark reduzieren, was möglicherweise auch bei Menschen der Fall sein könnte.

Im Rahmen einer finnischen Studie konnte gezeigt werden, dass Frauen mit dem höchsten CLA Anteil in ihrer Ernährung ein um 60% niedrigeres Brustkrebsrisiko als Frauen mit dem niedrigsten CLA Gehalt der Ernährung aufwiesen. Einfach von Milch und Fleisch von konventionell gefütterten Rindern auf entsprechende Produkte von mit Gras gefütterten Tieren umzusteigen, hätte alle Frauen in die Kategorie mit dem niedrigsten Risiko gebracht.

Der beste Teil könnte Vitamin K (in Form von K2-MK4) sein. Mehrere Studien haben herausgefunden, dass eine höhere Vitamin K2 Zufuhr mit einem niedrigeren Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Auftreten von Krebs, Sterblichkeit an Krebs und allgemeiner Sterblichkeit resultiert. Männer mit der höchsten Vitamin K2 Zufuhr wiesen im Vergleich zu Männern mit der niedrigsten Vitamin K2 Zufuhr ein um 51% niedrigeres Risiko auf, an Herzinfarkten zu sterben und ein um 26% niedrigeres allgemeines Sterblichkeitsrisiko auf.

Einer der Wege über die Vitamin K2 die Herz-Kreislauf Gesundheit verbessert, ist seine Fähigkeit eine Verkalkung der Adern um 30 bis 40% zu reduzieren. Und dies sind nur die Auswirkungen von Vitamin K2 auf die Herz-Kreislauf Gesundheit. Vitamin K2 ist außerdem für eine korrekte Entwicklung des Fötus und die Knochengesundheit von entscheidender Bedeutung, um nur einige der weiteren Vorzüge zu nennen.

Und zu guter Letzt gibt es etwas, das über die Gesundheitsvorzüge hinaus geht und die meisten von Ihnen ansprechen wird – das Muskelwachstum. Wissenschaftler haben fettarme Milch mit Vollmilch während der Phase nach dem Training verglichen, um zu sehen, welche Variante die stärkeren anabolen Wirkungen besitzt. Sie verglichen 400 ml fettarme Milch mit 240 ml Vollmilch, um die gleiche Kalorienmenge zu erreichen. Theoretisch hätte fettarme Milch besser abschneiden müssen, da sie 6 Gramm mehr Protein lieferte. Doch die Untersuchung zeigte, dass Vollmilch trotz ihres niedrigeren Proteingehalts effektiver als fettarme Milch war. Ein weiterer Punkt von vollfett gegen fettarm.

Warum sollten Sie also, wenn Sie sich den Arsch aufreißen, um etwas Masse aufzubauen, die fettarme oder die fettfreie Option wählen? Sie versuchen den Kaloriengehalt Ihrer Ernährung zu erhöhen und nicht zu senken. Vollfette Versionen sind – insbesondere wenn Sie von mit Gras gefütterten Kühen stammen – bezüglich Gesundheit und Muskelwachstum weitaus überlegen.

Nachdem ich mir viel Mühe gegeben habe, den allgemeinen Wert von vollfetten Milchprodukten von mit Gras gefütterten Kühen hervorzuheben, sind hier ein paar spezifische Nahrungsmittelempfehlungen:

 

Vollmilch

Vollmilch war einmal eine Grundlage der Ernährung der Old-School Bodybuilding Gemeinschaft und wurde von unzähligen Männern erfolgreich bei Ihrem Streben nach Masse verwendet. Sie liefert eine Menge leicht konsumierbarer Kalorien, eine nette Mischung von Wheyprotein und Kasein und eine gute Dosis Elektrolyte – Kalzium, Kalium, Magnesium und etwas Natrium. Sie stellt außerdem eine gute Quelle für Vitamin A, Vitamin D und ein paar B Vitamine dar.

 

Vollfetter Käse – Cheddar, Hüttenkäse, usw.

Diese sind auch sehr kalorienreich – insbesondere Cheddar. Cheddar ist aufgrund des Fermentierungsprozesses eine der besten Quellen für Vitamin K2 und liefert ähnliche Mengen an Protein und Fett ohne jegliche Kohlenhydrate. Hüttenkäse ist eine erstaunliche Proteinquelle und die vollfetten Versionen weisen eine höhere Kaloriendichte auf.

 

Sahne

Sahne – und insbesondere Schlagsahne – weist eine außergewöhnliche Kaloriendichte auf. Sie kann eine hervorragende Zugabe zu Smoothies darstellen, da sie den Geschmack und die Cremigkeit verbessert und eine Tonne Kalorien liefert.

 

Missverstandene Kohlenhydrate

Es gibt da draußen viele fantastische Kohlenhydratquellen, die scheinbar aus dem Fokus von Bodybuildern verschwunden sind. Zwei perfekte Beispiele sind Kartoffeln, die durch Süßkartoffeln ersetzt wurden und Wildreis, der durch braunen Reis ersetzt wurde.

Auch die neuen Alternativen sind natürlich gute Nahrungsmittel, aber sind sie wirklich besser als die Nahrungsmittel, die sie ersetzen? Nicht wirklich.

 

Kartoffeln

Kartoffeln haben in letzter Zeit eine Menge ungerechtfertigte Kritik erfahren – hauptsächlich aufgrund ihres hohen glykämischen Index, der höher als bei den beliebten Süßkartoffeln ausfällt. Aber wen interessiert das wirklich? Sie essen eine Kartoffel nicht für sich alleine, weshalb das T-Bone Steak und das gedünstete Gemüse, das Sie zusammen mit den Kartoffeln essen, die Verdauung sowieso verlangsamen wird, was den glykämischen Index recht irrelevant macht.

All das Gerede über die schlechten Kartoffeln und die heiligen Süßkartoffeln geht etwas zu weit. Süßkartoffeln sind toll, aber gewöhnliche Kartoffeln enthalten mehr Eisen, Magnesium und Kalium als Süßkartoffeln und sie sind eines der am besten sättigenden Nahrungsmittel auf diesem Planeten.

Sie packen eine Menge Kalorien in ein kleines Paket, waren ein Grundnahrungsmittel der Old-School Gemeinschaft und haben tausenden von Trainierenden dabei geholfen ernsthafte Masse aufzubauen. Sie sind außerdem eine gute Quelle für 12 Vitamine und Mineralstoffe und liefern je 7 Gramm Ballaststoffe und vollständiges Protein in einer großen Portion.

 

Wildreis

Wildreis hat sich heute zutage zu einem selten ausgesprochenen Wort in der Bodybuildingwelt und selbst in gesundheitsbewussten Kreisen entwickelt. Ist brauner Reis wirklich besser? Sie sind beide eine gute Quelle für 8 Vitamine und Mineralstoffe. Wildreis enthält 3 Gramm Ballaststoffe und 7 Gramm Protein in einer Tasse gekochtem Reis, während brauner Reis 4 Gramm Ballaststoffe und 5 Gramm Protein liefert. Sieht irgendjemand hier einen signifikanten Unterschied? Ich würde sagen, dass Wildreis genauso gut ist und gleichzeitig eine nette Variation für die stark vernachlässigten Geschmacksknospen darstellt. Und hat etwas Abwechslung jemals geschadet?

 

Old School Protein

Seien wir ehrlich, wie viele von Ihnen genießen es wirklich jeden Tag, mehrmals täglich Hühnchenbrust ohne Haut und Knochen zu essen? Auch wenn es sich hierbei um ein gutes Nahrungsmittel handelt, gibt es so viele andere hervorragende Proteinquellen da draußen, die mit dem explosiven Anstieg des Konsums von Hähnchenbrust zum größten Teil in Vergessenheit geraten sind.

Diese Proteinquellen enthalten Mikronährstoffe, Fettsäuren und mehr, was Hähnchenbrust nicht enthält und sie bringen außerdem mehr Geschmack und Abwechslung, sowie mehr Kalorien in Ihren Speiseplan, um dabei zu helfen, dem Muskelwachstum auf die Sprünge zu helfen. Sie könnten es sogar genießen, wieder Fleisch zu essen.

 

Ganzes Hähnchen

Viele Old-School Bodybuilder aßen ganze Hähnchen in rauen Mengen. Ganze Hähnchen, Vollmilch und Kartoffeln waren die Devise und diese Nahrungsmittel haben mit Sicherheit funktioniert. Warum essen wir also heute zutage nur Hühnchenbrust ohne Haut und Knochen?

Ich stimme Ihnen zu, dass diese recht bequem und leicht zuzubereiten sind ,zu nahezu allem passen und mehrere Tage lang (oder für die Mutigeren auch bis zu einer Woche) in gekochtem Zustand im Kühlschrank haltbar sind. Was jedoch den Preis pro Kalorie angeht sind ganze Hähnchen verdammt billig, liefern mehr Gesamtkalorien und schmecken sehr viel besser.

 

Pute

Brust, Schenkel oder das ganze verdammte Ding. Pute ist ein stark unterbewertetes Fleisch, das zu Thanksgiving in Mode kommt, aber während des restlichen Jahres nahezu vollständig ignoriert wird. Pute ist eine fantastische Proteinquelle, eine gute Quelle für 11 Vitamine und Mineralstoffe, zu denen auch eine gute Portion Krebs bekämpfendes Selen gehört. Zusätzlich hierzu stellt Pute eine nette Abwechslung dar, wenn man nicht die ganze verdammte Zeit über Hähnchen essen möchte.

 

Thunfisch

Thunfisch war früher einmal eines der Standbeine der Bodybuildingernährung, auch wenn Thunfisch in letzter Zeit in Vergessenheit geraten ist. Niemand spricht darüber und noch weniger Menschen scheinen ihn zu essen. Thunfisch ist nicht länger das hübsche Mädchen auf dem Ball und wurde durch den sexieren Lachs ersetzt. Auch wenn Lachs mehr Omega-3 Fettsäuren und das kraftvolle Antioxidans Astaxanthin enthält, ist Thunfisch trotzdem keine Niete.

Thunfisch ist eine bessere Proteinquelle, enthält pro Dose über 1 Gramm Omega-3 Fettsäuren (die Menge variiert von Typ zu Typ) und ist eine gute Quelle für 7 Vitamine und Mineralstoffe. Er ist außerdem eine hervorragende Selenquelle und enthält dreimal so viel Selen wie Pute! Zu guter Letzt ist Thunfisch eine der billigsten erhältlichen Proteinquellen, wobei ich die light Variante aufgrund des deutlich reduzierten Quecksilbergehalts empfehlen würde.

 

Ganze Eier

Eier scheinen in letzter Zeit ein Comback zu erleben, aber ich kann Ihnen nicht sagen, wie viele Jungs ich kenne, die versuchen an Gewicht zuzunehmen und immer noch Kistenweise Eiklar essen. Zwei ganze Eier mit sechs Eiklar kommen nicht einmal in die Nähe des Kaloriengehalts oder des Nährwerts von fünf ganzen Eiern.

Ganze Eier enthalten die für die Gehirnfunktion wichtigen und entzündungshemmenden Inhaltsstoffe Cholin und Lutein, Zeaxanthin für die Gesundheit der Augen, Vitamin A, Vitamin D, B Vitamine, Selen, Jod für eine korrekte Schilddrüsenfunktion und mehr. Ganze Eier sind eines der besten Nahrungsmittel von Mutter Natur, weshalb sich die Frage stellt, warum Sie nur das verdammte Eiklar essen. Wenn Sie immer noch denken, dass gesättigte Fette und Cholesterin zu Herzkrankheiten beitragen – das glaubt doch niemand mehr, oder doch?

 

Schweinekotelett

Schweinekoteletts waren etwas, mit dem ich aufgewachsen bin und trotzdem scheinen sie größtenteils aus der amerikanischen Ernährung verschwunden zu sein – wahrscheinlich aufgrund der Angst vor Fetten in den Achtzigern und Neunzigern. Schweinekoteletts enthalten zwar mehr Fett als Hähnchen oder Pute, aber wen interessiert das? Der größte Teil des Fetts besteht aus einfach ungesättigter Öleinsäure – dasselbe Fett wie in Olivenöl – und Schweinekoteletts sind außerdem eine gute Quelle für 10 Vitamine und Mineralstoffe.

Schweinekoteletts sind eine exzellente Quelle für mehrere B Vitamine und das die Gehirnfunktion fördernde, entzündungshemmende Cholin. Zusätzlich hierzu sind sie lecker, was kein Verbrechen ist – egal was diese Jungs, die täglich 6 Mahlzeiten aus Tupperware Dosen essen, Ihnen erzählen mögen.

 

Auf zum Supermarkt

Konsistenz ist der Schlüssel zu jedem erfolgreichen Bodybuildingplan, was jedoch nicht bedeutet, dass Sie versuchen sollten, sich ausschließlich von einem Dutzend “sauberer” Nahrungsmittel zu ernähren. Es gibt viele leckere und nahrhafte Nahrungsmittel, die Ihnen dabei helfen können ein paar ernsthafte Kalorien und Nährstoffe zu sich zu nehmen, während Sie gleichzeitig etwas Abwechslung auf Ihren Teller bringen.

Hühnchenbrust, brauner Reis, Brokkoli und Eiklar sind alle gute Nahrungsmittel, aber sie stellen nicht die einzige Wahl dar – und insbesondere nicht tagein, tagaus. Geben Sie einigen dieser vergessenen Nahrungsmittel eine Chance. Was haben Sie zu verlieren?

 

Referenzen:

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  10. Spronk HM, Soute BA, Schurgers LJ, et al. Tissue-specific utilization of menaquinone-4 results in the prevention of arterial calcification in warfarin-treated rats. J Vasc Res. 2003 Nov-Dec;40(6):531-7.
  11. Elliot TA, Cree MG, Sanford AP, Wolfe RR, Tipton KD. Milk ingestion stimulates net muscle protein synthesis following resistance exercise. Med Sci Sports Exerc. 2006 Apr;38(4):667-74.

    Von Brian St Pierre | 10/01/10

    Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/10-forgotten-muscle-building-foods

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Unterschiedliche Typen von Produkten für den Fettabbau
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Unterschiedliche Typen von Produkten für den Fettabbau

Rettungsringe, Reiterhosen, usw. – wir alle kennen diese Begriffe und wir hassen sie. Sie beziehen sich auf die letzten 5 bis 10 Kilo Fett an einem ansonsten schon relativ schlanken Körper, die frustrierend sind und die wir so schnell wie möglich loswerden wollen. Für gewöhnlich hängen die letzten überschüssigen Pfunde an den hartnäckigsten Stellen. Bei Männern ist die meist am Bauch und bei Frauen sind es die Hüften, der Po und die Oberschenkel. An diesen Bereichen setzt man zuerst Fett an, wenn man zunimmt und an diesen Stellen verliert man das Fett als letztes.

Genau hier liegt das Problem. Man kann die Kalorienzufuhr nicht endlos lang extrem niedrig halten, da ansonsten der Stoffwechsel einschläft und der Kalorienverbrauch immer weiter sinkt und man kann auch nicht beliebig viel Cardiotraining ausführen. Dies ist der Punkt, an dem sich Supplements als hilfreich erweisen können.

 

Supplements für Männer und Frauen

Männer und Frauen weisen unterschiedliche hormonelle Profile und Körpertypen auf und unterscheiden sich deshalb bezüglich der Wahl der idealen Produkte für den Fettabbau. Hierbei gibt es 6 Facetten, die sich bei Männern und Frauen unterscheiden und die adressiert werden sollten: Stress, Energie, Hormone, Wasserhaushalt, Appetit und Stoffwechsel.

Frauen benötigen Fatburner, die spezifisch auf die Bedürfnisse des weiblichen Körpers abgestimmt sind. Sie benötigen Fatburner, die speziell entwickelt wurden, um ihre spezifischen physiologischen und hormonellen Barrieren bezüglich des Fettabbaus zu überwinden.

Männer können etwas stärkere Stimulanzien als Frauen vertrage, da ihr Körper in der Regel weniger empfindlich als der weibliche Körper ist. Im Allgemeinen haben es Männer beim Fettabbau leichter als Frauen, da sie über einen schnelleren Stoffwechsel verfügen und den schlankeren Körpertyp aufweisen. Darüber hinaus fördert Testosteron den Fettabbau, während Östrogen die Fettspeicherung und Wassereinlagerungen fördert. Doch auch Männer haben ihre Problemzonen wie z.B. den unteren Bauchbereich und den unteren Rücken. Hier kann ein Produkt mit Yohimbin helfen, Fett in diesen Bereichen schneller zu verlieren.

 

Unterschiedliche Typen von Fettabbauprodukten

Thermogene Supplements:

Thermogene Supplements sind Fatburner im wahrsten Sinn des Wortes, da sie die Fettverbrennung durch eine Steigerung der Thermogenese - die Verbrennung von Nährstoffen zur Generierung von Wärme – anregen. Sie helfen dem Körper dabei, die Körpertemperatur zu erhöhen, wofür der Körper zusätzliche Kalorien verbraucht. Wirkstoffe, mit deren Hilfe man eine solche Wirkung erzielen kann, sind unter anderem Koffein und Synephrin. Darüber hinaus gibt es Inhaltsstoffe wie Yohimbin, die Fettzellen an den Problemzonen dazu bringen, Fettsäuren in den Blutkreislauf freizusetzen, so dass diese zum Zweck der Energieversorgung des Körpers verbrannt werden können.

Es gibt bestimmte Inhaltsstoffe, die man in vielen Fatburnern finden kann, da sie sich als effektiv erwiesen haben, wenn es darum geht, den Körper in den Fettverbrennungsmodus zu bringen. Hier sind einige Inhaltsstoffe, nach denen man auf dem Etikett eins Fatburners, der hält was er verspricht, suchen sollte:

  1. Synephrin (der aktive Inhaltsstoff von Bitterorange)
  2. Koffein
  3. Yohimbin (der aktive Inhaltsstoff von Yohimbe)
  4. Capsicum

Stimulanzienfreie Fatburner:

Klassische Inhaltsstoffe von Fatburnern wie Koffein, Synephrin und in gewisser Hinsicht auch Yohimbin gehören zur Gruppe der Stimulanzien – Wirkstoffe, die die Aufmerksamkeit und Wachsamkeit steigern und eine anregende Wirkung besitzen. Einige Stimulanzien können darüber hinaus ein Gefühl der Euphorie hervorrufen, was insbesondere auf Stimulanzien zutrifft, die das zentrale Nervensystem anregen.

Auch wenn sich Stimulanzien als sehr effektive Inhaltsstoffe von Fatburnern erwiesen haben, gibt es viele Menschen, die empfindlich auf Stimulanzien reagieren und bei Verwendung solcher Substanzen über innere Unruhe und Schlaflosigkeit klagen. Für diese Personengruppe gibt es stimulanzienfreie Fatburner, die keine zentral anregenden Inhaltsstoffe enthalten.

 

Fettblocker:

Fettblocker verhindern, dass ein Teil der über die Nahrung aufgenommenen Fette vom Körper aufgenommen und verwertet werden kann. Der häufigste Inhaltsstoff von Fettblockern ist Chitosan, ein Extrakt aus Krabbenschalen, das Fett bindet. Durch Chitosan gebundenes Fett kann nicht vom Körper aufgenommen werden und wird unverdaut wieder ausgeschieden. Chitosan ist die in Form von Supplements frei verkäufliche Alternative zu apotheken- oder rezeptpflichtigen Produkten wie Alli, welche das Enzym blockieren, das für die Fettverdauung benötigt wird, wobei Chitosan zugegebenermaßen nicht ganz so effektiv wie die in Apotheken erhältlichen Fettblocker ist. Ein Problem bei der regelmäßigen Einnahme von Fettblockern besteht darin, dass neben Fett unter Umständen auch fettlösliche Vitamine und bestimmte Mineralstoffe vom Körper nicht mehr in ausreichenden Mengen aufgenommen werden.

 

Kohlenhydratblocker:

Kohlenhydratblocker enthalten Inhaltsstoffe, die bestimmte Enzyme im Körper hemmen, die für die Verdauung von Kohlenhydraten und die Absorption von Kohlenhydraten im Verdauungstrakt verantwortlich sind. Dies hat zur Folge, dass ein Teil der zugeführten Kohlenhydrate unverdaut wieder ausgeschieden wird. In der Regel funktioniert dies nur bei Kohlenhydraten aus stärkehaltigen Produkten, da für die Verdauung von Zucker die von Kohlenhydratblockern blockierten Enzyme nicht benötigt werden.

Kohlenhydratblocker werden häufig nach sogenannten Schummelmahlzeiten verwendet, um zu verhindern, dass die zusätzlichen, in Form von Kohlenhydraten konsumierten Kalorien, als Körperfett gespeichert werden.

Appetithemmer:

Appetithemmer sind Supplements, die den Appetit reduzieren, was zur Folge hat, dass man weniger isst. Im Gegensatz zu verschreibungspflichtigen Appetithemmern, die häufig eine ganze Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen besitzen können, sind Appetithemmer Supplements, deren Wirkung auf natürlichen Inhaltsstoffen wie Hoodia basiert, gesundheitlich unbedenklich und in der Regel frei von unerwünschten Nebenwirkungen.

Hoodia ist eine afrikanische Pflanze, die von afrikanischen Ureinwohnern seit Jahrhunderten während längerer Jagdzüge eingesetzt wird, um den Hunger zu bekämpfen. Auch wenn es noch keine ausführlichen wissenschaftlichen Studien zur Wirkung von Hoodia während einer Diät gibt, berichten viele Anwender von einer deutlichen Reduzierung des Appetits.

Schilddrüsenregulatoren:

Die Schilddrüse kontrolliert unter anderem, wie schnell der Körper Energie produziert, wie schnell er Proteine aufbaut und wie empfindlich der Körper auf andere Hormone reagiert.

Die Funktion der Schilddrüse ist während einer Diät von besonderem Interesse, da sie, bzw. die von ihr produzierten Schilddrüsenhormone für die Stoffwechselrate verantwortlich sind. Leider beginnen die Schilddrüsenfunktion und die Produktion von Schilddrüsenhormonen während einer strengen und/oder länger andauernden Diät abzunehmen, was zur Folge hat, dass der Körper weniger Kalorien verbraucht. Dies hat zur Folge, dass man im Lauf einer Diät entweder immer weniger essen muss, um weiter Fortschritte zu erzielen, oder aber, dass die Diätfortschritte zum Stillstand kommen.

An dieser Stelle kommen Schilddrüsenregulatoren ins Spiel, welche die Schilddrüsenfunktion anregen und so verhindern können, dass die Diätfortschritte mit zunehmender Dauer einer Diät zum Erliegen kommen.

Kortisolblocker:

Kortisol ist ein Hormon, das von der Nebennierenrinde ausgeschüttet wird. Kortisol wird auch als Stresshormon bezeichnet, da es in Reaktion auf körperlichen und geistigen/emotionalen Stress ausgeschüttet wird, Dieses Hormon erhöht den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel, während es gleichzeitig das Immunsystem unterdrückt und so das Infektionsrisiko erhöht.

Auch wenn es sich bei Kortisol um ein lebenswichtiges Hormon handelt, besitzen überhöhte Kortisolspiegel, wie sie während einer kalorienreduzierten Diät häufig zustande kommen, einige weniger wünschenswerte Wirkungen. Neben seiner katabolen, den Abbau von Muskelprotein fördernden Eigenschaften steigert Kortisol den Appetit, während es gleichzeitig die Einlagerung von Körperfett – insbesondere im Bauchbereich – fördert. An dieser Stelle kommen Kortisolblocker ins Spiel, welche eine übermäßige Erhöhung der Kortisolspiegel samt ihrer unerwünschten Auswirkungen verhindern, ohne die Ausschüttung dieses lebenswichtigen Hormons völlig zu unterdrücken.

Ein paar abschließende Worte zur Vorsicht

Auch wenn Fatburner in moderaten Mengen über einen begrenzten Zeitraum eingenommen während einer Diät recht hilfreich sein können, sollte man trotzdem nicht allzu sorglos mit diesen Supplements umgehen.

Es ist völlig normal, dass der Körper mit zunehmender Einnahmedauer immer weniger auf Fatburner reagieren wird. Dies hängt damit zusammen, dass Fatburner das zentrale Nervensystem anregen und sich der Körper nach und nach immer mehr an diese Anregung gewöhnt, bis sie für ihn völlig normal ist. Natürlich ist die Versuchung groß, die Dosierung mit zunehmender Einnahmedauer immer weiter zu erhöhen, um erneut die Wirkung zu erreichen, die diese Supplements zu Beginn der Einnahme hatten.

Dies sollte man jedoch auf keinen Fall tun, da man hierdurch leicht in einen Teufelskreis gelangen kann, der in einer Überstimulierung das Körpers resultiert und zu einem Einbruch der Funktionen der Nebennierenrinde (Adrenaldrüse) und der Schilddrüsenhormonproduktion führen kann – ganz zu schweigen von dem tiefen Loch, in das man fallen wird, wenn man diese Wirkstoffe schließlich doch irgendwann absetzt. Stattdessen ist es ratsam eine Einnahmepause einzulegen, wenn man einen Gewöhnungseffekt bemerkt, so dass der Körper wieder für eine spätere erneute Einnahmephase sensibilisiert wird.

Darüber hinaus sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Fatburner kein Ersatz für eine Reduzierung der Kalorienzufuhr oder Sport sind, sondern nur eine Ergänzung für eine bereits funktionierende Diät darstellen, welche diese Diät effektiver macht.

Zu guter letzt sollte man sich bei Fatburnern wie bei allen anderen Supplements auch, an die Einnahmeempfehlungen des Herstellers halten und die maximale empfohlene Dosierung nicht überschreiten. Gerade zentral anregende Stimulanzien können bei einer Überdosierung unerwünschte oder sogar gefährliche Nebenwirkungen besitzen. Selbst wenn man Stimulanzien gewöhnt ist, sollte man bei jedem Fatburner mit der geringsten möglichen Dosierung beginnen und diese langsam steigern, um zu testen, wie der Körper auf das entsprechende Produkt reagiert.

Quellen: http://www.bodybuilding.com/fun/fat_loss_supplements.htm

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