Ernährung

Ich habe in letzter Zeit eine Menge über D-Asparaginsäure (DAA) und ihre Verwendung als Supplement zum Zweck der Hormonmanipulation geschrieben. Ich habe weitere Recherchen bezüglich der DAA und NMDA (N-methyl D-Aspartat) Rezeptor vermittelten Hormonregulation durchgeführt und je mehr ich las, desto aufgeregter wurde ich von den hiermit in Verbindung stehenden Möglichkeiten. Was Supplements zur Leistungssteigerung angeht, glaube ich, dass dieses Forschungsgebiet die größten Möglichkeiten besitzt, uns näher an steroidähnliche Resultate ohne die negativen Nebenwirkungen von Steroiden heranzubringen. Diesen Monat werde ich etwas detaillierter beschreiben, wie DAA genau auf molekularer Ebene wirkt und dem Leser dann eine aufregende Endeckung vorstellen, die ich kürzlich gemacht habe und die die Wirkung von DAA Supplements dramatisch steigern könnte.
Um das Gedächtnis des Lesers aufzufrischen, sei erwähnt, dass DAA wirkt, indem sie an den NMDA Rezeptor anbindet und diesen aktiviert. NMDA Rezeptoren finden sich überall im Gehirn wieder und sind an unterschiedlichen regulativen Prozessen, die unter anderem die Speicherung von Erinnerungen und die Gemütslage betreffen, beteiligt. Was DAA als Supplement anbetrifft, sind die NMDA Rezeptoren im Endokrinen Gewebe wie dem Hypothalamus, der Hypophyse und den Hoden von primärem Interesse. Wenn DAA verzehrt wurde, wird sie ins Blut aufgenommen und bevorzugt von den zuvor erwähnten endokrinen Gewebetypen aufgenommen. Dort stimuliert sie die NMDA Rezeptoren. Im Hypothalamus führt die Stimulation der NMDA Rezeptoren zur Produktion des GnR-Hormons. GnRH regt die Hypophyse dazu an, das Luteinizing Hormon (LH) und das Follikel stimulierende Hormon (FSH) auszuschütten. LS und FSH werden zu den Hoden transportiert, um den Prozess der Steroidogenese zu initiieren, welche zur Ausschüttung von Testosteron in den Blutkreislauf führt.
Der Schlüssel ist hier also der NMDA Rezeptor. Je mehr man diesen Rezeptor im Hypothalamus aktiviert, desto stärker wird die GnRH Ausschüttung und letztendlich auch die Testosteronausschüttung ausfallen. Der NMDA Rezeptor ist in gewisser Weise einzigartig, da er einer Aktivierung durch zwei Ligande bedarf. Im Hypothalamus ist D-Asparaginsäure der primäre Ligand für den NMDA Rezeptor. Der sekundäre Ligand (oder Co-Aktivator) ist die Aminosäure Glyzin. Sowohl DAA als auch Glyzin besitzen am NMDA Rezeptor spezifische Bindungsbereiche.
Die Verabreichung von DAA führt zu seiner Aufnahme in den Hypothalamus und dort zu einer Stimulation des NMDA Rezeptors. Eine maximale Stimulation bedarf jedoch auch adäquater Mengen des Liganden, der an der Glyzin Bindungsstelle des Rezeptors anbindet. Man könnte denken, dass der Verzehr von Glyzin in Form eines Supplements eine Glyzin Co-Aktivierung sicherstellen sollte. Die wissenschaftliche Literatur hat jedoch gezeigt, dass diese Methode nur eine limitierte Effizienz aufweist.
Der Grund dafür, dass eine Glyzin Administration bezüglich der Stimulierung der NMDA Rezeptor Aktivierung nicht sehr effektiv ist, ist nicht eindeutig, doch einer der Gründe hängt damit zusammen, dass Glyzin von den Synapsen effizient durch den Wiederaufnahme Regulator Glyzin Transporter 1 (GT1) entfernt wird.
Interessanterweise drehen sich viele der wissenschaftlichen Untersuchungen, die zum Thema der Stimulierung der NMDA Rezeptor Aktivität veröffentlicht wurden, um die Theorie, dass eine NMDA Rezeptor Hypoaktivität ein verursachender Faktor bei einer Schizophrenie ist. Über Jahre haben Wissenschaftler Wege untersucht, die NMDA Aktivität zum Zweck der Behandlung schizophrener Patienten anzuregen. Als eine der effektivsten Strategien hat sich ein Abzielen auf das GT1 Protein herausgestellt. Und einer der effizientesten Wege dies zu erreichen, ist die Supplementation mit einer relativ einfachen Aminosäure.
Willkommen in der Welt von Sarcosin
Die einfache Aminosäure, von der ich spreche, ist Sarcosin. Sarcosin wird auch als N-methyl Glyzin bezeichnet. Von einer Verabreichung von 2 Gramm Sarcosin pro Tag konnte gezeigt werden, dass sie die NMDA Rezeptoraktivität recht effektiv steigert und diese Dosierung scheint zu einer eindrucksvollen Reduzierung von sowohl positiven als auch negativen Symptomen bei schizophrenen Patienten zu führen.
Natürlich geht es uns hier nicht um die Behandlung von Schizophrenie, sondern vielmehr um eine maximale Stimulation der natürlichen Testosteronproduktion. Doch der fragliche Mechanismus ist für beide Zwecke exakt derselbe. Durch eine Blockierung der Wiederaufnahme von Glyzin erhöht man die Konzentration von Glyzin in den NMDA Synapsen der Neuronen und steigert somit die NMDA Nerventransmission. Auf dieselbe Art und Weise wirken einige Antidepressiva oder selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRIs), wobei hier das Ziel in einer erhöhten Transmission der serotonergen oder dopaminergen Neuronen und nicht der NMDA Neuronen besteht.
Die Blockierung der Glyzin Wiederaufnahme ist nicht der einzige Mechanismus über den Sarcosin die DAA Aktivität anregt. Sarcosin kann auch selbst an die Glyzin Bindungsstelle des NMDA Rezeptors anbinden. Es bindet dort sogar mit einer höheren Affinität als Glyzin an. Wenn man all dies weiß, dann erkennt man, dass Sarcosin im Vergleich zu Glyzin oder anderen endogenen Liganden für den Glyzin Rezeptor wie z.B. D-Serin, eine recht dramatisch ausfallende Auswirkung auf die NMDA Nerventransmission besitzt.
Die Zukunft
Ich werde damit fortfahren neue Wege zu untersuchen, den erstaunlichen NMDA Pfadweg für eine Erhöhung der Hormonspiegel und eine Steigerung der Leistungsfähigkeit zu untersuchen. Ich vertraue darauf, dass sich Aminosäure basierte Supplements zum Zweck der Hormonmanipulation außerhalb der Reichweite eines Eingriffs durch die Behörden befinden und deshalb nicht das gleiche Schicksal wie Prohormone und steroidal basierte Östrogenblocker in der Vergangenheit ereilen werden.
Ich bin natürlich nicht so naiv zu denken, dass irgendein effektiver Testosteron Booster bzw. ein effektives Supplement zum Zweck der Leistungssteigerung nicht den Zorn der Dopingtest Organisationen und fehlgeleiteter Sport und Fitness Puristen auf sich ziehen wird. Wenn jedoch der Tag kommt, an dem Leute auf ihre Aminosäurespiegel hin getestet werden und Firmen von Polizisten mit Durchsuchungsbefehlen für solche Produkte Besuch bekommen, dann wird dies der Tag sein, an dem sich die Supplement Industrie langsam Sorgen machen sollte! Doch es sind schon seltsamere Dinge geschehen – man wird also nie wissen, was noch kommen wird!

Der Begriff Proteinsynthese ist ein Begriff, dem man häufig begegnen wird, wenn man Artikel liest, die sich mit dem Aufbau von Muskeln befassen. Doch was genau ist die Proteinsynthese? Einfach ausgedrückt beschreibt der Begriff Proteinsynthese den Aufbau von neuen Körperproteinen, zu denen auch das Muskelprotein gehört.
Wenn dieser Aufbau von Muskelprotein in größerem Umfang geschieht, spricht man auch von einer Hypertrophie oder einem Muskelwachstum und dies ist der Prozess, durch den unsere Muskeln größer werden. Dieser Artikel beschäftigt sich damit, inwiefern die Aminosäure Leucin die Skelettmuskelproteinsynthese nach dem Training reguliert.
Welche Rolle spielt das Training?
Unterschiedliche Formen des Trainings beeinflussen den Muskelproteinumsatz auf unterschiedliche Art und Weise. Ausdauertraining beeinflusst den Muskelproteinumsatz durch eine Reduzierung der Rate der Skelettmuskelproteinsynthese und eine Erhöhung der Rate des Protein- bzw. Muskelabbaus.
Ein Training mit Gewichten, das auch als Widerstandstraining bezeichnet wird, ist bezüglich der Auswirkung auf den Proteinumsatz der Muskeln im Vergleich zu anderen Trainingsformen einzigartig, da eine Trainingseinheit mit Gewichten sowohl die Skelettmuskelproteinsyntheserate und gleichzeitig auch die Rate des Abbaus von Skelettmuskelprotein erhöht. Die Gesamtwirkung ist sowohl beim Ausdauertraining als auch beim Widerstandstraining eine negative Nettoproteinbilanz bzw. ein Muskelabbau.
Auf kurze Sicht resultiert ein Training also in beiden Fällen in einem katabolen Zustand. Auf lange Sicht wird ein Widerstandstraining jedoch mit der Aufrechterhaltung oder einer Erhöhung der Muskelmasse in Verbindung gebracht.
Die Rolle von Leucin
Es konnte gezeigt werden, dass für eine positive Proteinbilanz nach dem Training Protein und insbesondere die Aminosäure L-Leucin konsumiert werden muss und dass die Proteinbilanz so lange negativ bleiben wird, bis Protein und Leucin konsumiert werden.
Leucin ist eine der drei verzweigtkettigen Aminosäuren, die auch unter der Bezeichnung BCAAs bekannt sind. Leucin ist bezüglich seiner Fähigkeit, die Skelettmuskelproteinsynthese anzuregen, einzigartig. In der Tat besitzt Leucin eine um den Faktor 10 größere Auswirkung auf die Proteinsynthese als jede andere Aminosäure.
Doch wie genau regt Leucin die Skelettmuskelproteinsynthese an? Um diese zu verstehen, muss man zuerst den Pfadweg kennenlernen, den Leucin aktiviert. Es konnte gezeigt werden, dass Leucin einen der wichtigsten Komplexe des anabolen Pfadwegs aktiviert, der als Mammalian Target of Rapamycin (mTOR) bekannt ist.
mTor ist ein Proteinsyntheseregulator, ein Energiesensor und ein Nährstoffsensor für die Verfügbarkeit von Aminosäuren – insbesondere der Aminosäure Leucin. mTor wird aktiviert, wenn die ATP Spiegel hoch sind und wird blockiert, wenn die ATP Spiegel sinken. Die Aktivierung von mTOR ist für die Hypertrophie der Skelettmuskulatur von entscheidender Bedeutung.
Man kann sich mTOR als den Aminosäuresensor der Zelle vorstellen, der empfindlich auf höhere Leucin Konzentrationen reagiert. Sinkende Leucin Konzentrationen signalisieren mTOR, dass nicht genug Nahrungsprotein vorhanden ist, um neues Skelettmuskelprotein zu synthetisiere, was zur Folge hat, dass mTOR deaktiviert wird. Wenn die Leucin Konzentrationen steigen, dann signalisiert dies mTOR, dass ausreichend Nahrungsprotein für die Synthese von Skelettmuskelprotein vorhanden ist und mTOR wird aktiviert.
Die Aktivierung von mTOR
Auch wenn die Wissenschaft noch nicht weiß, wie genau Leucin mTOR aktiviert, konnte gezeigt werden, dass mTOR empfindlich auf die Leucin Konzentration und die ATP Spiegel reagiert. Sinkende ATP Spiegel können genau wie niedrige Leucin Konzentrationen die Aktivierung von mTOR reduzieren. Eine Aktivierung von mTOR steht mit einer Erhöhung der Proteinsyntheserate in enger Verbindung. mTor erhöht die Proteinsyntheserate über zwei unterschiedliche Mechanismen:
Mechanismus Nummer 1
mTOR phosphoryliert ein Bindungsprotein namens 4E-BP1 und deaktiviert dieses. Wenn 4E-BP1 aktiviert wird, bindet es ein Protein mit der Bezeichnung eIF4E und verhindert, dass sich dieses mit einem anderen Protein namens eIF4G verbindet, um den eIF4E*eIF4G Komplex zu bilden. Die Bildung dieses Komplexes ist für die Fortsetzung der Proteinsynthese ein kritischer Faktor
Kurz gesagt sorgt mTOR durch eine Deaktivierung von 4E-BP1 dafür, dass der eIF4E*eIF4G Komplex gebildet werden kann und hierdurch die Proteinsynthese fortgesetzt wird.
Mechanismus Nummer 2
mTOR aktiviert ein Protein namens Ribosomales Protein S6 (alias rpS6 oder p70 S6). rpS6 erhöht die Synthese von Komponenten des Proteinsynthesepfadweges. mTOR erhöht also nicht nur die Proteinsyntheserate, sonder erhöht auch die Kapazität für die Proteinsynthese.
Ein Analogon, das dabei helfen kann, diesen Mechanismus besser zu verstehen, wäre der Vergleich mit einer Baufirma, die einen neuen Wolkenkratzer baut. Die Baufirma wäre mTOR und der Wolkenkratzer das Protein, das man zu synthetisieren versucht. Die Baumaschinen, die man für den Bau des Wolkenkratzers benötigt, wären die Komponenten des Proteinsynthesepfadweges und Leucin wäre das Geld, das benötigt wird, um das Projekt zu finanzieren.
Wenn genug Geld zur Verfügung steht (steigende Leucin Konzentrationen), dann kann die Baufirma nicht nur damit beginnen, den Wolkekratzer zu bauen (Muskelprotein zu synthetisieren), sondern auch mehr Maschinen kaufen (Erhöhung der Menge der Komponenten des Proteinsynthesepfadweges), um die Kapazität und die Geschwindigkeit, mit der der Wolkenkratzer gebaut wird (das Muskelprotein, das synthetisiert wird) zu steigern.
Leucin steigert die Proteinsyntheserate auch durch eine Erhöhung der Verfügbarkeit von eIF4G für die Bildung des eIF4E*eIF4G Komplexes durch eine Steigerung der Phosphorylierung von eIF4G.
Die Auswirkungen einer Leucin Supplementation in der Praxis
Nachdem wir nun die trockene Wissenschaft hinter uns gebracht haben, stellt sich die Frage, was diese uns sagt. Ist es von Vorteil, wenn man zusätzliches Leucin supplementiert, oder reicht eine proteinreiche Ernährung aus, um genügend Leucin zu liefern? Es gibt einige Hinweise darauf, dass supplementiertes Leucin selbst bei ausreichender Proteinzufuhr Vorzüge besitzen kann.
Vor kurzem haben Wissenschaftler ein Experiment durchgeführt, in dessen Verlauf Probanden ein 45 Minuten andauerndes Widerstandstraining durchführten und danach mit Kohlenhydraten, Kohlenhydraten & 30 Gramm Protein oder Kohlenhydraten & Protein & Leucin supplementierten.
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass das Kohlenhydrat/Protein/Leucin Supplement den Proteinabbau stärker reduzierte und die Skelettmuskelproteinsynthese stärker erhöhte, als dies beim Kohlenhydrat/Protein Supplement und beim reinen Kohlenhydrat Supplement der Fall war.
Eine mögliche Erklärung für diese Resultate könnte in der rapiden Erhöhung der Plasma Leucinspiegel bestehen, die mit Hilfe des Leucin Supplements erreicht werden kann. Vollständige Proteine verweilen länger im Magen und im Darm, bevor die enthaltenen Aminosäuren in den Blutkreislauf gelangen. Dies hat zur Folge, dass die Leucin Plasmaspiegel langsamer steigen und ein Plateau erreichen.
Selbst bei schnellverdaulichem Protein wie Wheyprotein kann es Stunden dauern, bis das enthaltene Leucin aus dem Protein freigesetzt wird und in den Blutkreislauf gelangt. Aus diesem Grund werden die Leucin Plasmaspiegel niemals hohe Spitzenwerte erreichen können.
Ein isoliertes Leucin Supplement wird hingegen schnell absorbiert und gelangt schnell in den Blutkreislauf, wodurch es zu einem starken Anstieg der Plasma Leucinspiegel und einer dramatischen Erhöhung der intrazellularen Leucin Konzentrationen kommt, wodurch die weiter oben beschriebenen anabolen Pfadwege aktiviert werden.
Fazit
Nach der Lektüre dieses Artikels sollte es jedem klar geworden sein, dass Leucin die Proteinsynthese über eine Erhöhung der Aktivität von mTOR und die Phosphorylierung von eIF4G steigert.
Leucin besitzt auf die Proteinsynthese eine weitaus stärkere anregende Wirkung als jede andere Aminosäure und es konnte gezeigt werden, dass die Proteinsynthese auf eine relativ geringe Menge an Leucin ähnlich stark wie in Reaktion auf eine vollwertige Proteinmahlzeit reagiert.
Es konnte weiterhin gezeigt werden, dass die Zugabe von Leucin zu einer proteinreichen Mahlzeit die Rate der Skelettmuskelproteinsynthese weiter steigert.
Es sind jedoch noch weitere Untersuchungen nötig, um zu zeigen, ob Sportler bezüglich einer zusätzlichen Erhöhung der Muskelmasse langfristig von einer Supplementation mit Leucin zusätzlich zu einer proteinreichen Mahlzeit profitieren können.

Was ist das Besondere an der Regeneration nach dem Training und diesem Produkt? Hierfür müssen wir uns zunächst das Zeitfenster nach dem Training und die besonderen Eigenschaften dieses speziellen hochmolekularen Kohlenhydrats ansehen.
Das Zeitfenster direkt nach dem Training, das auch als „anaboles/antikataboles Zeitfenster“ bezeichnet wird, ist ohne Zweifel das kritische Zeitfenster für jeden, der Muskeln aufbauen und seine Leistungsfähigkeit verbessern möchte. Die Nährstoffe, die man während dieses Zeitraums zu sich nimmt, können enorme Auswirkungen auf die Körperentwicklung und die allgemeine Gesundheit besitzen. Auf dem Supplementmarkt findet man unzählige Produkte, die speziell auf die Verwendung direkt nach dem Training zugeschnitten sind, von denen einige besser und andere weniger gut für diesen Einsatzweck geeignet sind.
Bereits in den Sechzigern begannen Wissenschaftler damit, die Auswirkungen eines Ladens mit Kohlenhydraten zu untersuchen. Diese Untersuchungen gipfelten irgendwann in der Entwicklung eines völlig neuen Kohlenhydratprodukts, das den meisten anderen Kohlenhydraten bei der Anwendung nach dem Training deutlich überlegen ist.
Was unterscheidet Vitargo® von anderen Kohlenhydratquellen?
Bei Vitargo handelt es sich um ein patentiertes hochmolekulares Kohlenhydrat, das aus einer speziellen Gerstenstärke hergestellt wird. Die eigentliche Ausgangssubstanz ist hierbei eher zweitrangig und man könnte ein Produkt wie Vitargo prinzipiell auch aus wachsartiger Maisstärke, Reisstärke oder Kartoffelstärke herstellen, da das besondere Extraktionsverfahren für die besonderen Eigenschaften des fertigen Endprodukts hauptsächlich verantwortlich ist. Dieser Extraktionsprozess sorgt für den speziellen molekularen Fingerabdruck von Vitargo. Da dieser Herstellungsprozess durch Patente geschützt wird, kann nicht jede Firma ein Produkt wie Vitargo herstellen.
Inzwischen gibt es zahlreiche Studien, die die besonderen Eigenschaften von Vitargo nachweisen konnten. Diese Studien zeigen, dass Vitargo nach dem Training konventionellen Kohlenhydratquellen wie Maltodextrin oder Einfachzuckern wie Dextrose weit überlegen ist. Hierbei handelt es sich nicht um wenig aussagekräftige Tierstudien, sondern mit Sportlern durchgeführte Humanstudien. Zusätzlich zu diesen Studien zeigen die praktischen Erfahrungen unzähliger Sportler die Vorzüge von Vitargo.
Doch was unterscheidet Vitargo neben dem besonderen Herstellungsprozess von anderen Kohlenhydratquellen wie Kohlenhydratgetränken wie Gatorade oder einfachem Weißbrot? Der Schlüssel zur Effektivität von Vitargo liegt in seiner Osmolalität, seinem Molekulargewicht und der Verzweigung der Stärkeketten.
Die Osmolalität bezieht sich darauf, wie viel Wasser um ein spezifisches Objekt gezogen wird. Da Vitargo eine niedrige Osmolalität aufweist, wird nur sehr wenig Wasser in den Magen gezogen, was zur Folge hat, dass Vitargo nach dem Verzehr nicht zu einem aufgeblähten Bauch führt. Kein Aufblähen des Magens bedeutet, dass es den Magen schnell passiert, was wünschenswert ist, da die Regeneration nicht im Magen, sondern in den Muskeln stattfindet. Eine längere Magenverweildauer der nach dem Training verzehrten Kohlenhydrate bedeutet, dass man das kritische Zeitfenster nach dem Training nicht optimal nutzen kann.
Die kurzen Magenverweildauer und die schnelle Magenpassage machen Vitargo so effektiv. Vitargo gelangt doppelt so schnell wie konventionelle Kohlenhydrate durch den Magen und in den Blutkreislauf. Je schneller ein Kohlenhydratprodukt durch den Magen und ins Blut gelangt, desto schneller kann es während des Trainings verbrauchtes Muskel- und Leberglykogen ersetzen. So lange sich Kohlenhydrate im Magen befinden, können sie nichts bewirken.
Die niedrige Osmolalität, die mit der Molekulargröße von Vitargo zusammenhängt, ist jedoch nicht der einzige Grund dafür, dass Vitargo schneller als andere Kohlenhydrate in den Blutkreislauf gelangt. Der Zweite Grund ist der hohe Grad der Verzweigung der Stärkeketten. Alle Stärkeprodukte mit niedriger Osmolalität können dazu in der Lage sein, den Magen schnell zu passieren und schnell in den Dünndarm zu gelangen, wo sie verdaut und absorbiert werden, doch was hilft ein Produkt, das zwar schnell in den Darm gelangt, aber dort nur langsam verdaut und aufgenommen wird?
Zusätzlich dazu, dass Vitargo doppelt so schnell wie dieselbe Menge an Maltodextrin oder Einfachzucker in den Dünndarm gelangt, wird es dort auch schneller verdaut und absorbiert. Die massive Verzweigung des Vitargo Moleküls ermöglicht, dass es doppelt so schnell wie andere Kohlenhydrate verdaut und in den Blutkreislauf gelangt. Dies wurde im Rahmen klinischer Humanstudien eindeutig nachgewiesen.
Dadurch, dass Vitargo den Magen doppelt so schnell passiert und im Dünndarm doppelt so schnell verdaut wird und in den Blutkreislauf gelangt, wird Vitargo sehr viel effektiver als andere Kohlenhydrate.
Der Insulinvorteil
Bis jetzt haben wir einen Weg, Glukose mit Rekordgeschwindigkeit in den Blutkreislauf zu bringen, ohne dass es hierbei zu einem Aufblähen des Magens kommt.
Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie konnte darüber hinaus gezeigt werden, dass der Insulinspiegel nach dem Training nur 10 Minuten nach der Einnahme von 100 Gramm Vitargo um den Faktor 1,8 stärker und schneller als nach dem Verzehr einer gleichwertigen Menge an Maltodextrin oder Zucker anstieg.
Insulin ist bei der Regeneration nach dem Training von besonderer Bedeutung, da es die Muskelzellen für die Zufuhr von Glukose, Aminosäuren und anderen Nährstoffen öffnet. Darüber hinaus ist Insulin das primäre antikatabole Hormon des menschlichen Körpers, das den verstärkten Abbau von Muskelprotein, der auf ein intensives Widerstandstraining folgt, beendet.
Der Enorme Anstieg der Insulinspiegel, den Vitargo hervorruft, erklärt, warum es die Muskelglykogenspeicher 1,7 mal schneller als dieselbe Menge anderer Kohlenhydrate wiederauffüllt. Insulin aktiviert die Glukoseaufnahme in die Muskeln und die Speicherung in Form von Glykogen.
Neuste Untersuchungen könnten einen Weg aufweisen, wie man die Wirkung von Vitargo weiter verbessern kann. Eine kürzlich durchgeführte Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine Kombination von Vitargo mit L-Carnitin die Carnitinspeicher in den Muskeln dramatisch vergrößern kann. Dies hat zur Folge, dass mehr Kohlenhydrate für ein gesteigertes Wachstum und eine bessere Regeneration gespeichert werden, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass immer noch Fett verbrannt wird.
Wenn man mit Gewichten trainiert oder andere Sportarten mit hoher Intensität betreibt, dann wird man sich von diesen Trainingseinheiten umso schneller erholen, je schneller man Nährstoffe aufnehmen und die Glykogenspeicher nach dem Training wiederauffüllen kann. Wenn man den auf das Training folgenden Muskelkatabolismus schneller beenden kann, dann wird man darüber hinaus schnellere Zuwächse an Muskelmasse und eine schnellere Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit erreichen.
Warum sind gut gefüllte Glykogenspeicher so wichtig
Wenn es dem Körper während des Trainings an Glykogen mangelt, dann wird es schwer, die Trainingsintensität aufrecht zu erhalten und einen Muskelpump zu erreichen. Darüber hinaus ist Glukose die bevorzugte Energiequelle des Gehirns. Diese Glukose kann direkt aus der Verdauung der Nahrung, die man isst oder dem Abbau von in der Leber gespeichertem Glykogen stammen.
Ohne ausreichende Mengen an Glukose, um das Gehirn optimal zu versorgen, kann es zu Lethargie und Erschöpfung kommen, während ein Glukosemangel in den Muskeln einen Einbruch der Trainingsintensität zur Folge hat. Um dem Vorzubeugen, kann man Vitargo vor, während und nach dem Training zu sich nehmen, ohne dass das Training durch einen aufgeblähten Magen behindert wird.
Die nächste Stufe – Vitargo S2
Dieses Produkt zeichnet sich durch eine sehr viel bessere Löslichkeit in Wasser und anderen Flüssigkeiten aus. Im Allgemeinen lösen sich Stärkeprodukte nicht besonders gut in Wasser, was beim ursprünglichen Vitargo nicht viel anders ist. Doch Vitargo S2 ist anders.
Die Wahrheit über wachsartige Maisstärke
Die ersten Studien, die die besondere Wirkung eines mit dem speziellen, bei Vitargo verwendeten Herstellungsprozess hergestellten Produkts untersuchten, verwendeten ein Produkt, das aus Kartoffelstärke oder wachsartiger Maisstärke hergestellt wurde. Die Ergebnisse dieser Studien führten dazu, dass einige Supplementhersteller ganz einfach wachsartige Maisstärke auf den Markt brachten und von dieser behaupteten, dass sie ähnliche Wirkungen wie Vitargo besitze.
Angeblich sollen diese Produkte den Magen schneller passieren, eine schnellere und bessere Wiederauffüllung der Glykogenspeicher bewirken, eine höhere Insulinausschüttung hervorrufen und die Regeneration beschleunigen, doch in Wirklichkeit wirken sie nicht besser als einfaches Weißbrot. Der einzige Vorteil, den wachsartige Maisstärke für den Hersteller besitzt ist, dass dieses Produkt in der Herstellung sehr billig ist und deshalb eine hohe Gewinnspanne ermöglicht.
Eine Humanstudie, die wachsartige Maisstärke mit einer Mischung aus Maltodextrin und Sucrose sowie mit Weißbrot verglich, kam zu dem Ergebnis, dass wachsartige Maisstärke und Weißbrot den Körper gleich schnell mit Glukose versorgen, während die Mischung aus Maltodextrin und Sucrose doppelt so schnell Glukose in den Blutkreislauf freisetzt.
Zusätzlich hierzu produzierte die Mischung aus Maltodextrin und Zucker eine dreimal stärkere und Weißbrot eine doppelt so starke Insulinreaktion wie wachsartige Maisstärke, was zeigt, dass es sich bei wachsartiger Maisstärke eher um eine langsam verdauliche Kohlenhydratquelle handelt.
Da das Ziel nach dem Training in einer schnellstmöglichen Wiederauffüllung der Muskel- und Leberglykogenspeicher und einer starken Insulinreaktion besteht und man während des Trainings über eine möglichst hohe Menge an schnell verfügbaren Kohlenhydraten verfügen möchte, sprechen diese Resultate nicht unbedingt für wachsartige Maisstärke.
Eine Zusammenfassung der Vorzüge von Vitargo
- Der spezielle patentierte Herstellungsprozess ist für die besonderen Eigenschaften von Vitargo verantwortlich
- Vitargo gelangt doppelt so schnell wie Maltodextrin und Zucker durch den Magen und in den Blutkreislauf
- Vitargo füllt die Glykogenspeicher von Muskeln und Leber um den Faktor 1,7 schneller als Maltodextrin und Zucker wieder auf
- Vitargo bewirkt eine um den Faktor 1,8 stärkere und schnellere Insulinausschüttung als Maltodextrin und Zucker, wodurch die Wiederauffüllung der Glykogenspeicher beschleunigt wird
- Vitargo passiert den Magen aufgrund seiner niedrigen Osmolalität und seinem hohen Molekulargewicht besonders schnell und bewirkt kein Aufblähen des Magens
- Eine Kombination aus Vitargo und Carnitin kann die Carnitin- und Glykogenspeicher der Muskeln vergrößern, während der Körper weiterhin Fett verbrennt

L- Carnitin ist im Körper eine natürlich vorkommende chemische Verbindung, die aus den
Aminosäuren L- Lysin & L- Methionin synthetisiert wird. Viele Sportler supplementieren L- Carnitin
als Fettverbrenner, da dieses den Fettstoffwechsel erhöhen kann. Es bindet die langkettigen
Fettsäuren an sich und transportiert diese dann zu den Mitochondrien (Kraftwerke in den Zellen),
die das Fettmolekül dann letztendlich verbrennen
Doch es gibt weitere Vorteile für die Verwendung von L- Carnitin.
1) L- Carnitin kann dabei helfen, neue Muskelmasse aufzubauen!
Dies gilt vor allem für Hardgainer. Durch die Verwendung von Carnitin können sie ihre Maximalkraft
verbessern und höhere Gewichte verwenden. Und wenn sie höhere Gewichte verwenden, werden
ihre Muskeln zweifelsohne auch größer….
2) L- Carnitin kann dabei helfen, die Knochenmasse im Alter aufrecht zu erhalten!
Osteoporose (Knochmasseabbau) ist bei älteren Menschen ein häufig anzutreffendes Problem.
Das führt dazu, das die Knochen nicht mehr die Stabilität aufweisen und schneller brechen können.
L- Carnitin kann diesen Vorgang des Knochenmasseabbaus verlangsamen, da es die
Knochenstruktur stärkt.
3) L- Carnitin kann Herzerkrankungen vorbeugen!
Mehrere Studien haben gezeigt, das die Verwendung von L- Carnitin nach einem Herzinfarkt das
Risiko für einen weiteren Infarkt senken kann.
4) L- Carnitin kann männliche Unfruchtbarkeit bekämpfen!
Männer, die keine Kinder zeugen können, können ebenfalls von Carnitin profitieren. Es erhöht die
Anzahl der Spermien und deren Qualität
5) L- Carnitin kann bei Typ 2 Diabetes hilfreich sein!
Menschen, die unter Typ 2 Diabetes leiden, können ebenfalls von Carnitin profitieren, da es zu
einer Erhöhung der Glukoseoxidation, Glukoseaufnahme und der Glukoseeinlagerung verhilft.
6) L- Carnitin stärkt das Immun System!
Carnitin dient im Körper als Antioxidant und kann aus diesem Grund Schäden an gesunden Zellen
durch freie Radikale abmildern. Das hilft bei Erkältungen oder auch bei Allergien.
7) L- Carnitin verbessert kognitive Leistung bei Alzheimer!
In zahlreichen klinischen Untersuchungen konnte bestätigt werden, dass Carnitin bei Alzheimer die
kognitiven Leistungen positiv beeinflusst. Obwohl es noch keine Langzeitstudien gibt, dürfte eine
längerfristige Einnahme zu einer Steigerung der Langzeitgedächtnisleistung führen.
Wieviel L- Carnitin soll ich pro Tag einnehmen?
Die Empfehlungen bewegen sich zwischen 2- 4gr / Tag.
Wenn sie Acetyl Carnitin verwenden, reichen hier 0,5- 1gr völlig aus.
Für alle die kein Carnitin supplementieren, eigenen sich folgende Nahrungsmittel mit hohem
Carnitin- Gehalt:
- rotes Fleisch
- Milchprodukte
- Nüsse
- Samen
- Spargel
- Brokkoli
- Senf
- Bananen

Kreatin ist wahrscheinlich das mit Abstand am besten und am häufigsten untersuchte Produkt in der Geschichte der ernährungstechnischen Supplements. Sich alle mit Kreatin durchgeführte Untersuchungen und Studien genauer anzusehen, wäre aufgrund der schieren Anzahl von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu diesem Wirkstoff nahezu unmöglich.
Auch wenn es sich bei Kreatin selbst nicht um eine Aminosäure handelt, wird Kreatin im Körper aus den Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin hergestellt. Kreatin findet sich in der Skelettmuskulatur in Form von Kreatinphosphat – welches auch unter der Bezeichnung Phosphokreatin bekannt ist – wieder und seine primäre Aufgabe besteht im Körper darin, ein anorganisches Phosphation für die Resynthese von ATP während hochintensiven Aktivitäten zu liefern, die typischerweise für 10 Sekunden oder weniger andauern. Typische sportliche Aktivitäten, auf die diese Beschreibung zutrifft, sind das Bewegen schwerer Trainingsgewichte oder kurze Sprints. Mit zunehmender Anzahl von Untersuchungen und Studien scheint sich jedoch herauszukristallisieren, dass Kreatin auch für andere Arten von sportlichen Aktivitäten Vorzüge besitzen könnte. Darüber hinaus konnte sogar gezeigt werden, dass Kreatin bei der Behandlung bestimmter Krankheitszustände Vorzüge mit sich bringen kann.
Der Körper produziert normalerweise etwa 1 Gramm Kreatin pro Tag und ein weiteres Gramm wird für gewöhnlich durch die Nahrung zugeführt. Studien haben wiederholt gezeigt, dass die Kreatinspeicher in der Muskulatur durch Verwendung unterschiedlicher Kreatin Dosierungsprotokolle übersättigt werden können. Vom Konzept her entspricht das Laden mit Kreatin der Idee des Kohlenhydratladens, durch das man die Glykogenspeicher der Muskulatur überfüllt, um die sportliche Leistungsfähigkeit zu steigern.
Auch wenn es inzwischen eine ganze Reihe unterschiedlicher Kreatinformen auf dem Markt gibt, ist Kreatin Monohydrat immer noch das primär verwendete Kreatinsupplement. Gleichzeitig ist Kreatin Monohydrat auch die Form von Kreatin, die bei weit über 90 % der unzähligen Kreatinstudien der letzten Jahrzehnte verwendet wurde.
Eine Supplementation mit Kreatin kann die sportliche Leistungsfähigkeit über eine ganze Reihe von unterschiedlichen Mechanismen beeinflussen. Der direkteste Mechanismus ist hierbei eine Vergrößerung der Kreatinphosphat Speicher der Muskeln, welche während hochintensiver Aktivitäten von kurzer Dauer verwendet werden, um ATP zu resynthetisieren. Kreatin kann darüber hinaus dabei helfen, Veränderungen des pH Wertes in der Muskulatur und eine Übersäuerung der Muskulatur abzupuffern und Glykogen während körperlicher Aktivitäten von kurzer Dauer zu sparen.
Kreatin scheint den aeroben Stoffwechsel nicht zu beeinflussen. Somit kann man erwarten, dass eine Kreatin Supplementation positive Auswirkungen auf körperliche Aktivitäten besitzt, die zwischen 10 Sekunden und 2 Minuten Dauer liegen, wogegen nur geringfügige oder keine Vorzüge bei länger andauernden Aktivitäten zu erwarten sind. Des Weiteren scheint Kreatin die Erholung zwischen kurzen wiederholten hochintensiven Aktivitäten wie Sprints oder einem Intervalltraining zu verbessern.
Die große Mehrzahl der Kreatinstudien untersuchten die Auswirkungen von Kreatin auf kurze intensive Anstrengungen wie ein Training mit Gewichten oder Sprints. Auch wenn nicht alle Studien eine positive Wirkung finden konnten, zeigte eine überwältigende Mehrheit der Studien signifikante positive Wirkungen von Kreatin. Eine Metastudie, die 22 Kreatinstudien verglich, kam zu dem Ergebnis, dass bei Probanden der Kreatingruppe eine durchschnittliche Steigerung der Maximalkraft um durchschnittlich 8% und eine Erhöhung der Anzahl der Wiederholungen, die mit einem submaximalen Gewicht durchgeführt werden konnten, um durchschnittlich 14% beobachtet werden konnten.
Eine andere Metastudie kam zu dem Ergebnis, dass 70% der betrachteten Kreatinstudien von Vorzügen von Kreatin bei einem hochintensiven Training berichteten, während bei keiner Studie nachteilige Wirkungen beobachtet werden konnten. Die verbleibenden 30% der Studien konnten keinerlei Wirkung feststellen. Bei den Studien konnte eine durchschnittliche Steigerung der Kraft und eine durchschnittliche Erhöhung der Anzahl der Wiederholungen bis zum Eintritt des Muskelversagens von 5 bis 15%, eine Steigerung der Sprintleistungen von 1 bis 5% und eine Steigerung der während wiederholten Sprints verrichteten Arbeit um 5 bis 15% beobachtet werden.
Zusätzlich hierzu legen wissenschaftliche Untersuchungen nahe, dass Kreatin in Verbindung mit Training die Zuwächse an Muskelmasse steigern kann. Studien haben routinemäßig eine Erhöhung der fettfreien Körpermasse bei einer Kreatin Supplementation gezeigt, auch wenn diese Erhöhung der fettfreien Körpermasse mit großer Wahrscheinlichkeit eine kurzfristige erhöhte Wassereinlagerung repräsentierte. Über einen längeren Zeitraum verwendet, könnte Kreatin jedoch potentielle positive Auswirkungen auf die Zuwächse an Muskelmasse besitzen.
Diese Wirkungen könnten ganz einfach indirekter Natur sein. Indem es Kreatin dem Trainierenden ermöglicht mit schwereren Gewichten zu trainieren oder mit einem gegebenen Gewicht mehr Wiederholungen auszuführen, kann es zu einem stärkeren Stimulus für ein Muskelwachstum und größeren Zuwächsen an Muskelmasse kommen.
Einige Untersuchungen legen jedoch auch direktere Auswirkungen von Kreatin auf die Muskelmasse nahe, zu denen unter anderem eine gesteigerte Expression der Gene, die am Muskelwachstum beteiligt sind, sowie eine gesteigerte Expression der Myosinketten gehören. Kreatin könnte außerdem den Stoffwechsel der Zellen durch einer Vergrößerung des Zellvolumens beeinflussen, da die Menge an Wasser, die sich innerhalb der Zelle befindet, eine Reihe biologischer Prozesse beeinflusst, zu denen auch die Proteinsynthese und der Abbau von Protein gehören.
Eine Studie zeigte, dass 5 Tage des Ladens mit Kreatin die Leucin Oxidation – ein Marker für den Proteinabbau – reduzierten, aber keinen Einfluss auf die Proteinsynthese besaßen. Interessanterweise konnte diese Wirkung nur bei männlichen Probanden beobachtet werde. Auch andere Studien beobachteten geschlechtsspezifische Unterschiede bezüglich der Reaktionen auf Kreatin. So nehmen Frauen z.B. typischerweise durch eine Kreatin Supplementation weniger an Körpermasse als Männer zu. Wenn es jedoch um die Vorzüge von Kreatin bezüglich der sportlichen Leistungsfähigkeit geht, dann sind diese bei Männern und Frauen gleich stark ausgeprägt.
Nicht alle Studien zeigen eine vorteilhafte Auswirkung von Kreatin auf Proteinsynthese und Proteinabbau. Eine Reihe von Studien, die von denselben Wissenschaftlern durchgeführt wurden, konnten weder nach einem Widerstandstraining noch im Ruhezustand Auswirkungen von Kreatin auf Proteinsynthese und Proteinabbau beobachten. Zum augenblicklichen Zeitpunkt sind sich die Wissenschaftler noch nicht darüber einig, ob Kreatin direkte Auswirkungen auf das Muskelwachstum besitzt oder nicht, wobei die Auswirkungen einer Kreatinsupplementation auf Kraft und Leistungsfähigkeit im Grunde genommen unbestritten sind.
Mit einer möglichen Ausnahme ist Kreatin wahrscheinlich eines der sehr wenigen essentiellen Sportsupplements für Kraft- und Powersportler, die daran interessiert sind, ihre Leistungsfähigkeit zu maximieren.
Kreatin ist kostengünstig, gut verfügbar und über tausend wissenschaftliche Studien haben positive Auswirkungen dieses Supplements für Sportler nachgewiesen. Die einzige mögliche Ausnahme, die bereits angedeutet wurde, sind Sportler, die in einer bestimmten Gewichtsklasse antreten möchten und bei denen eine Gewichtszunahme, die durch verstärkte Wassereinlagerungen verursacht wird, Probleme bereiten könnte. Doch selbst diese Sportler können Kreatin während des Trainings verwenden, so lange sie die Einnahme mehrere Wochen vor einem anstehenden Wettkampf beenden, so dass dem Körper genügend Zeit bleibt, um das durch die Kreatinsupplementation eingelagerte Wasser wieder auszuscheiden.
Während die Vorzüge von Kreatin für Kraft- und Powersportler gut belegt sind, ist die Rolle vom Kreatin bei Ausdauersportlern strittiger. Basierend auf den Wirkungsmechanismen von Kreatin gibt es eigentlich keinen Grund zu erwarten, dass Kreatin Supplements spürbare Ausdauervorzüge oder Vorzüge bei Anstrengungen, die länger als drei Minuten andauern, besitzen könnten. Zum größten Teil haben wissenschaftliche Untersuchungen auch bestätigt, dass Kreatin keine wirkliche Auswirkung auf die Ausdauerleistung besitzt.
Einige frühe Untersuchungen haben sogar nahegelegt, dass Kreatin die Leistungen von Schwimmern und Läufern verschlechtern könnte, was mit großer Wahrscheinlichkeit auf der Erhöhung des Körpergewichts beruhte. Bei Sportarten, bei denen das Körpergewicht gestützt wird, wie z.B. Radfahren oder Rudern, konnte gelegentlich eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit beobachtet werden, wobei diese Resultate jedoch inkonsistent waren.
Studien, die die unterbrochene Ausdauerleistung bei einem Intervalltraining untersuchten, haben einige Vorzüge von Kreatin gezeigt, was aufgrund der Wirkmechanismen von Kreatin auch zu erwarten war. Wenn man die Verwendung von Intensitäts- und Intervalltraining bei Ausdauersportlern berücksichtigt, dann könnte Kreatin bei der Verbesserung der allgemeinen Trainingsleistung und der Adaption an das Training auch bei Ausdauersportlern eine Rolle spielen.
Es gibt andere Untersuchungen, die nahelegen, dass Kreation für Ausdauersportler von Vorteil sein könnte, doch diese Daten sind unvollständig. Eine mit Ruderern durchgeführte Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine Kreatin Supplementation keine Auswirkung auf den aeroben Stoffwechsel besaß, jedoch eine Erhöhung der Laktatschwelle mit zunehmendem Training förderte.
Im Rahmen einer anderen Studie verbesserte Kreatin die anaerobe Leistungsfreisetzung bei Triathleten um 18%, ohne eine Auswirkung auf den aeroben Stoffwechsel zu besitzen. Eine Kreatin Supplementation für 5 Tage reduzierte außerdem Marker für Muskelentzündungen und Muskelbeschädigungen nach einem 30 Kilometer Lauf.
Kann Kreatin also die Ausdauerleistung verbessern? Die Antwort lautet vielleicht. Kreatin könnte während Phasen des Intervalltrainings von Vorteil sein, um die Qualität des Trainings zu verbessern und könnte ähnlich wie bei Kraft- und Powersportlern eine bessere Adaption an das Training anregen. Da zusätzlich hierzu viele Ausdauersportereignisse hochintensive Anstrengungen umfassen, wie z.B. ein Ausbruchsversuch bei einem Radrennen, könnte Kreatin auch hier einige Vorzüge mit sich bringen.
Jegliche Verbesserungen der anaeroben Leistungen müssen jedoch gegen eine mögliche Gewichtszunahme abgewogen werden, die zustande kommen kann, da die Erhöhung des Körpergewichts leicht die Verbesserungen bezüglich der Kraftfreisetzung wieder zunichte machen kann. Die Daten bezüglich der Muskelbeschädigungen sind zwar interessant, doch es handelt sich hierbei lediglich um vorläufige Daten, die noch durch weitere Untersuchungen bestätigt werden müssen.
Wenn Kreatin die Muskelregeneration nach ausgiebigen Ausdauertrainingseinheiten durch eine Reduzierung der Muskelbeschädigungen verbessern könnte, dann wäre dies ein weiterer Vorteil für Ausdauersportler. Dies gilt insbesondere für Läufer, bei denen aufgrund der starken Stoßbelastung ihrer Sportart Muskelbeschädigungen in größerem Umfang auftreten können. Kreatin könnte Ausdauersportlern darüber hinaus auch durch eine Erhöhung der Glykogenspeicherung Vorteile bringen.
Auch wenn wissenschaftliche Untersuchungen konsistent eine Leistungssteigerung durch eine Kreatin Supplementation gezeigt haben, scheint es einige Menschen zu geben, die nicht auf Kreatin ansprechen und es scheint ein biologisches Profil zu geben, das mit der ausbleibenden Reaktion auf Kreatin einhergeht.
Menschen, die auf Kreatin ansprechen, neigen dazu, die niedrigsten Kreatin Ausgangsspiegel, einen höheren Anteil an Muskelfasern vom Typ II, eine größere Muskelquerschnittsfläche und eine größere Menge an fettfreier Körpermasse aufzuweisen. Menschen, die nicht auf Kreatin ansprechen, weisen hingegen höhere Kreatin Ausgangsspiegel, weniger Muskelfasern vom Typ II, eine geringere Muskelquerschnittsfläche und weniger fettfreie Körpermasse auf.
Ein Thema, über das sich die Experten streiten ist, ob Koffein eine potentiell negative Auswirkung auf eine Kreatinsupplementation hat. Zwei Studien, die unterschiedliche Leistungstests verwendeten, konnten zeigen, dass hohe Koffein Dosierungen im Bereich von 5 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht die leistungssteigernden Wirkungen von Kreatin negierten.
Kreatin scheint die Muskelentspannungszeit nach einer Muskelkontraktion zu reduzieren, was für Aktivitäten wie Sprints wichtig ist. Hohe Koffein Dosierungen scheinen hingegen diese Wirkung zu negieren. Wie die Auswirkungen niedriger Koffein Dosierungen ausfallen, ist zurzeit noch nicht bekannt. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass bei frühen Kreatinstudien Kreatin in Tee aufgelöst verabreicht wurde und trotz des niedrigen Koffeingehalts von Tee eine Leistungssteigerung beobachtet werden konnte. Darüber hinaus ist nicht bekannt, ob Koffein die Vorzüge von Kreatin bei anderen Arten von Aktivitäten als Sprints wie z.B. einem Krafttraining negieren kann.
Potentielle negative Auswirkungen einer Kreatin Supplementation
Es gibt eine Reihe potentieller negativer Nebenwirkungen von Kreatin, die entweder im Rahmen von Studien untersucht wurden, oder theoretisch auftreten könnten. Diese sollen an dieser Stelle näher betrachtet werden. Die ersten Kreatinprodukte, die häufig bezüglich ihrer Konsistenz an Sand erinnerten und nur schlecht in Flüssigkeit löslich waren, verursachten – insbesondere bei höheren Dosierungen – häufig Magenprobleme. Dies ist heute zutage kein Thema mehr, da sich moderne Kreatinprodukte in der Regel gut in Flüssigkeit auflösen. Die wenigen Studien, die zu diesem Thema durchgeführt wurden, legen nahe, dass Kreatin keine Magenprobleme verursacht.
Einige Anwender berichten jedoch trotzdem von Magenproblemen bei einer Kreatin Einnahme, was insbesondere dann der Fall ist, wenn sie während einer so genannten Ladephase hohe Dosierungen verwenden. Typischerweise wird während einer solchen Ladephase eine tägliche Menge von 20 bis 25 Gramm Kreatin für eine Dauer von 5 Tagen eingenommen und die schiere Menge an Kreatin kann hier Probleme bereiten. Im nächsten Abschnitt werden zwei alternative Ladeschemata vorgestellt, die man verwenden kann, wenn eine traditionelle Ladephase zu Magenproblemen führt.
Eine weitere potentielle negative Nebenwirkung von Kreatin ist der Einfluss von Kreatin auf Leber und Nieren. Mit gesunden Personen durchgeführte Untersuchungen konnten keine negativen Auswirkungen von Kreatin auf die Funktion von Leber und Nieren feststellen, es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass es bei Personen mit bereits zuvor bestehenden Leber- oder Nierenerkrankungen zu Problemen kommen kann. Eine Kreatin Supplementation erhöht die Kreatinausscheidung, was zu einem auffälligen Befund bei einer Blutuntersuchung führen kann. Dies ist jedoch unproblematisch, da es sich um eine völlig normale Reaktion des Körpers handelt.
In den frühen Jahren der Kreatinsupplementation gab es viele anekdotenhafte Berichte über Muskelkrämpfe, wobei direkte Untersuchungen diese Art von Nebenwirkungen nicht unterstützen. Krämpfe rühren mit viel größerer Wahrscheinlichkeit von der hochintensiven Natur des Trainings und/oder einem Elektrolytungleichgewicht her. Auch eine adäquate Flüssigkeitszufuhr während einer Kreatin Ladephase stellt einen Schlüsselfaktor dar. Eine mit College Footballspielern durchgeführte Studie kam sogar zu dem Ergebnis, dass Kreatin das Auftreten von Krämpfen und Verletzungen reduziert.
Eine letzte potentiell negative Nebenwirkung von Kreatin ist die Erhöhung des Körpergewichts, welche jedoch zum größten Teil auf Wassereinlagerungen basieren dürfte. Diese Gewichtszunahme kann von 1 bis 2,5 Kilo während der ersten Wochen der Kreatin Einnahme reichen, wobei eine solche Gewichtszunahme bei Frauen geringer als bei Männern ausfällt.
Dies ist insbesondere für Sportler von Interesse, die in einer bestimmten Gewichtsklasse antreten wollen, da die durch das Kreatin verursachte Erhöhung des Körpergewichts den Start in der gewünschten Gewichtsklasse verhindern kann. Darüber hinaus könnte eine Erhöhung des Körpergewichts bei bestimmten Sportarten wie Langstreckenlauf, bei denen das zu bewegende Körpergewicht die Leistung beeinflussten kann, da mehr zu bewegende Masse einen höheren Energieverbrauch bedeutet, die durch Kreatin erzielten Leistungsvorzüge mehr als wettmachen.
Die richtige Verwendung von Kreatin
Wie bereits erwähnt wurde, kommt Kreatin natürlich in Nahrungsmitteln wie Fleisch vor, welches etwa 4 bis 5 Gramm Kreatin pro Kilogramm enthält. Eine typische Tagesdosis liegt während einer standardmäßigen Kreatin Ladephase bei etwa 20 Gramm Kreatin pro Tag, was einer Fleischmenge von 4 bis 5 Kilo pro Tag entsprechen würde.
Bei fast allen Kreatinstudien wurde Kreatin Monohydrat als Kreatinsupplement verwendet, auch wenn es inzwischen eine Vielzahl weiterer Kreatinformen auf dem Markt gibt. Mit diesen alternativen Kreatinformen wurden nur wenige oder überhaupt keine wissenschaftlichen Untersuchungen durchgeführt, weshalb es keine Beweise dafür gibt, dass sie effektiver oder wirkungsvoller als Kreatin Monohydrat sind.
Unabhängig von der verwendeten Kreatinform oder dem verwendeten Ladeschema werden die Kreatinspiegel in der Muskulatur irgendwann ihren Maximalwert erreichen und alles, was an Kreatin über diese Menge hinaus zugeführt wird, wird unverwendet über den Urin wieder ausgeschieden. Die einzigen Vorteile, die eine andere Kreatinform gegenüber Kreatin Monohydrat besitzen könnte, wären eine schnellere Füllung der Kreatinspeicher der Muskeln oder geringere Magenprobleme bei Menschen, die empfindlich auf hohe Mengen an Kreatin reagieren.
Das am weitesten verbreitete Ladeschema besteht aus der Einnahme von 20 Gramm Kreatin Monohydrat pro Tag für eine Dauer von 5 Tagen und dieses Schema wurde auch bei den meisten wissenschaftlichen Untersuchungen verwendet. Es gibt jedoch auch mögliche alternative Ladeschemata, die aus unterschiedlichen Gründen bevorzugt werden können. Sowohl die Einnahme von 10 Gramm Kreatin pro Tag für 10 Tage als auch die Einnahme von 3 bis 5 Gramm Kreatin pro Tag für einen Monat können effektiv sein. Am Ende der jeweiligen Zeitspanne werden die Kreatinspeicher maximal gefüllt sein und der einzige Unterschied zwischen den beschriebenen Schemata ist die Zeit, die bis zum Erreichen dieses maximalen Füllstandes vergeht.
Es scheint so, als ob Insulin für die Aufnahme von Kreatin wichtig ist und die Einnahme von Kreatin mit einfachen Kohlenhydraten oder Kohlenhydraten und Protein könnte die Aufnahme steigern. Auch die Einnahme von Alpha-Liponsäure in einer Dosierung von bis zu 1000 mg pro Tag in Verbindung mit Kohlenhydraten könnte die Aufnahme und Speicherung von Kreatin steigern. Darüber hinaus ist die Kreatinaufnahme nach einem Ausdauertraining erhöht. Sportler, die ihre Kohlenhydratzufuhr begrenzen möchten, können deshalb ihr Kreatin nach dem Training einnehmen.
Nach der Ladephase wird in der Regel eine Erhaltungsdosis von etwa 5 Gramm Kreatin pro Tag zur Aufrechterhaltung des Füllstandes der Kreatinspeicher der Muskeln empfohlen, doch selbst ohne weitere Kreatinzufuhr nach der Ladephase würden die Kreatinspiegel noch für mindestens 6 Wochen nach dem Laden erhöht bleiben.
Wie bereits erwähnt wurde, kommt Kreatin natürlich in Fleisch und insbesondere in rotem Fleisch vor. Bei Vegetariern wurden, wie zu erwarten war, niedrigere Kreatinspiegel in den Muskeln gemessen und diese Personen scheinen aufgrund des niedrigeren Ausgangswertes der Kreatinspiegel größere Vorzüge aus einer Kreatin Supplementation ziehen zu können. Im Gegenzug können Sportler, die viel Fleisch essen und bereits über relativ hohe Kreatinspiegel verfügen, weniger stark von einer Kreatinsupplementation profitieren.
Kreatin Monohydrat ist ein weißes, geschmacksneutrales Pulver, das sich recht gut in Flüssigkeit löst. Es kann mit beliebigen Flüssigkeiten gemischt werden und wie bereits erwähnt wurde, verbessert die Kombination von Kreatin mit Kohlenhydraten und Protein die Kreatin Aufnahme. Selbiges gilt für die Zufuhr nach einem Ausdauertraining. Zurzeit ist noch nicht bekannt, ob auch eine Kreatin Einnahme nach einem Widerstandstraining die Kreatin Aufnahme verbessert.
Gelegentlich wird empfohlen, Kreatin zyklisch zu verwenden, um eine mögliche negative Auswirkung einer Kreatin Daueranwendung auf die Kreatin Transporter oder die normale Kreatinsynthese zu verhindern. In der Praxis sind solche Bedenken eher unbegründet. Es konnte zwar gezeigt werden, dass eine Kreatin Supplementation bei Tieren die Kreatintransporter herunterreguliert, dies scheint einer Studie zufolge jedoch beim Menschen nicht der Fall zu sein. Auch eine theoretisch mögliche Herunterregulierung der körpereigenen Kreatinsynthese durch ein Kreatinsupplementation sollte kein Thema sein, denn so lange weiterhin eine Erhaltungsdosis von Kreatin eingenommen wird, bleiben über den Normalwert erhöhte Kreatinphosphat Spiegel in den Muskeln aufrechterhalten.
Abschließende Worte
Wie bereits erwähnt wurde, ist Kreatin das wahrscheinlich mit Abstand am besten untersuchte Sportsupplement in der Geschichte der Supplementindustrie. Aufgrund seiner gut dokumentierten Wirkung ist es insbesondere für Kraft- und Powersportler ein Muss. Darüber hinaus könnten Kreatin auch einige Vorzüge für Ausdauersportler besitzen.
Ob man eine typische Ladephase mit 20 Gramm Kreatin pro Tag für 5 Tage oder einen längerfristigen Ansatz mit 10 Gramm Kreatin pro Tag für 10 Tage oder 3 bis 5 Gramm Kreatin pro Tag für 30 Tage verwendet, ist irrelevant, da am Ende einer jeden dieser Ladephasen die Kreatinspeicher der Muskeln maximal gefüllt sein werden. Während der Ladephase wird die Tagesdosis auf mehrere Gaben a 3 bis 5 Gramm aufgeteilt, wovon eine mit dem Protein- Kohlenhydrat Shake nach dem Training konsumiert werden sollte. Nach der Ladephase wird eine Erhaltungsdosis von 3 bis 5 Gramm Kreatin pro Tag verwendet, die an Trainingstagen nach dem Training und an trainingsfreien Tagen mit einer beliebigen Mahlzeit eingenommen werden sollte.