Ernährung

Granatapfel: Die harten Fakten
F: Granatapfel wurde kürzlich als “natürliches Viagra” bezeichnet. Was hat es damit auf sich?
A: Was es damit auf sich hat? Ratten, die im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments mit Granatapfelextrakt gefüttert wurden, zeigten ein spontanes gesteigertes sexuelles Verhalten. Die Wissenschaftler glauben, dass der hohe Gehalt an Antioxidantien in Granatapfelsaft dabei helfen könnte, vor körperlichen Schäden zu schützen, die eine erektile Dysfunktion hervorrufen können. Eine von Christopher Forest an der University of California in Los Angeles durchgeführte Humanstudie zeigte, dass Männer, die einen Monat lang täglich 250 ml Granatapfelsaft tranken, leichter dazu in der Lage waren, eine Erektion zu erreichen, was vielleicht damit zusammenhängen könnte, dass Granatapfelsaft die Blutversorgung der männlichen Genitalien verbessern könnte. Er bewirkt dies dadurch, dass er die Stickstoffoxydspiegel erhöht, welche Muskeln der Wände der Blutgefäße entspannen.
Fruktosereicher Maissirup
F: Es sieht so aus, als ob fruktosereicher Maissirup einen PR Schub erhält. Ist fruktosereicher Maissirup wirklich die „süße Überraschung“, als die er angepriesen wird, oder ist er so schlecht, wie wir bisher geglaubt haben?
A: Die Hersteller von fruktosereichem Maissirup kämpfen in der Tat seit Jahren gegen die schlechte Publicity. Die Werbung ist überall. Einer dieser Werbespots, in dem ein heißes Mädel einem dümmlichen Typen einen Eislolly anbietet und er so etwas wie „Aber das enthält doch so etwas wie fruktosereichen Maissirup“ stammelt, ist leider nicht mehr online, was wirklich schade ist. Ich mag den Teil besonders, in dem sie ihm in ihrem besten „ich spreche mit einem etwas zurückgebliebenen Erwachsenen“ Tonfall erklärt, dass fruktosereicher Maissirup etwas Natürliches ist, da er aus Mais hergestellt wird. Und dass er in moderaten Mengen konsumiert völlig in Ordnung ist. Dummer Junge.
Nun, wenn mir dieses verführerische Mädel einen Knollenblätterpilz anbieten würde, würde ich vielleicht auch auf sie hereinfallen, aber das verändert die Fakten nicht – und fruktosereicher Maissirup ist immer noch dieser hundsmiserable Müll, der er schon immer gewesen ist. Aber da dieses Thema so viel Verwirrung verursacht, werde ich versuchen etwas Licht ins Dunkel zu bringen und die Dinge aufzuklären. Hier kommen mehrere Probleme ins Spiel, die sich gegenseitig überlappen.
Das erste zuerst: Am Anfang gab es einfachen Tafelzucker, der auch unter dem wissenschaftlichen Namen Sucrose bekannt ist. Sucrose ist ein Disaccharid, was bedeutet, dass er sich aus zwei einfachen Sacchariden oder Zuckern zusammensetzt, bei denen es sich um Glukose und Fruktose handelt. Nimm ein Molekül Glukose und ein Molekül Fruktose, verbinde diese mit einer chemischen Bindung und Du erhältst ein Molekül Sucrose. Packe ein paar dieser Moleküle in eine Schüssel, stelle diese Schüssel mit einem kleinen Löffel auf den Tisch und Du bist im Geschäft. Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass ein hoher Zuckerkonsum schlecht für Dich ist und eine Liste aller Gründe hierfür würde diesen Artikel sprengen. Heben wir uns dies für einen anderen Tag auf. Was für unsere Zwecke interessant ist, ist die Tatsache, dass eine große Menge an Studien durchgeführt wurde, die detailliert untersucht haben, welche der beiden Komponenten von Tafelzucker schlechter für Dich ist – und Fruktose ist der eindeutige „Sieger.“ Versteh mich nicht falsch: Die Fruktose, die sich natürlich in einem Apfel wiederfindet, ist völlig in Ordnung. Aber der Unterschied zwischen der Fruktose in einem Apfel und der Fruktose in Erfrischungsgetränken ist derselbe Unterschied wie der Unterschied zwischen einem wunderschönen Pelz an einem wilden Fuchs und demselben Pelz am Rücken einer fetten Lady in der Oper. Er ist an seinem ursprünglichen Besitzer wunderschön – an der fetten Lady nicht so sehr. In ihrer ursprünglichen Umgebung ist Fruktose von gesunden Nährstoffen, Phytochemikalien und Ballaststoffen umgeben. Wenn sie extrahiert und in einen flüssigen Süßstoff verwandelt wird, ist dies ein Alptraum.
Interessanterweise erhöht Fruktose den Blutzuckerspiegel nicht sehr stark, was zu der absolut hirnrissigen Idee geführt hat, dass Fruktose ein guter Zucker für Diabetiker ist. Inzwischen konnte jedoch im Rahmen von Studien gezeigt werden, dass Fruktose zu Insulinresistenz führt. Sie ist gleichzeitig auch der Zucker, der die Triglyzeridspiegel am stärksten erhöht, was einen ernsthaften Risikofaktor für Herzkrankheiten darstellt. Kurz gesagt sind das schlechte Nachrichten. Es gibt noch etwas anderes, das man berücksichtigen sollte: Tafelzucker ist teuer. Der Durchschnittsbürger kann sich Zucker leisten, aber für Nahrungsmittelhersteller, die ihre Produkte süßen möchten, ist Tafelzucker ein hochpreisiges Produkt. Diese hohen Kosten waren einer der Gründe dafür, dass Du Zucker nicht in jedem Nahrungsmittel finden konntest, das Du kaufen konntest.
Aufgrund von Situationen, die alle Arten von politischem Geklüngel umfassten und in hohen Zuckerpreisen und Maissubventionen resultierten, waren die Nahrungsmittelhersteller hoch motiviert, eine Lösung für das Problem des teuren Zuckers zu finden. Willkommen in der Welt des fruktosereichen Maissirups.
Nimm ein subventioniertes Getreide wie Mais, führe ein paar chemische Operation aus und voila hast Du etwas, das sogar süßer als Sucrose ist und nur einen Bruchteil kostet. Es kann zu nahezu allem hinzugefügt werden und macht diese Nahrungsmittel schmackhafter und natürlich auch profitabler. An dieser Stelle wird das ganze etwas komplizierter. Chemisch gesehen unterscheidet sich fruktosereicher Maissirup nicht so sehr von normalem Tafelzucker. Für den Fall, dass Du heute Morgen Dein Ginkgo nicht genommen hast und den ersten Abschnitt dieser Geschichte schon wieder vergessen hast, sei noch einmal wiederholt, dass Sucrose zu 50 Prozent aus Fruktose und zu 50 Prozent aus Glukose besteht. Fruktosereicher Maissirup – zumindest die am weitesten verbreitete Variante, die Du in Erfrischungsgetränken findest – besteht zu 55 Prozent aus Fruktose und zu 45 Prozent aus Glukose.
Das ist kein riesiger Unterschied, aber das Problem besteht darin, dass Du fruktosereichen Maissirup überall wiederfindest – auch in Nahrungsmitteln, die zuvor nie gesüßt wurden. Es ist das in Erfrischungsgetränken am häufigsten verwendete Süßungsmittel (es wird z.B. seit 1985 in Coca Cola verwendet), und macht einen zweistelligen Prozentsatz der Kalorien aus, die wir konsumieren. Eine Form von fruktosereichen Maissirup, der in Backwaren verwendet wird, enthält sogar einen noch höheren Prozentsatz Fruktose.
Somit konsumieren wir heute mehr Fruktose als je zuvor. Auch wenn fruktosereicher Maissirup prozentual gesehen nur geringfügig mehr Fruktose als Tafelzucker enthält, können Menschen, die eine Menge Erfrischungsgetränke konsumieren, leicht 20 bis 30 Gramm zusätzliche flüssige Fruktose pro Tag konsumieren.
Die Werbekampagne der Vereinigung, die die Verwendung von fruktosereichem Maissirup propagiert, umfasst zwei Argumente:
- Fruktosereicher Maissirup ist nicht schlimmer als Zucker. Okay, vielleicht stimmt das ja, aber genauso könnte man sagen, dass Marlboro Zigaretten nicht schlimmer als Camel Zigaretten sind.
- Fruktosereicher Maissirup ist etwas natürliches, da er aus Mais hergestellt wird. Das mag so sein, aber dasselbe gilt auch für Ethanol und den trinke ich auch nicht.
Vitamin D
F: Die Informationen über Vitamin D aus Deinem ersten Interview mit T-Nation waren faszinierend. Was sind Deine Empfehlungen? Müssen wir im Winter mehr Vitamin D supplementieren? Und wie viel Sonne ist im Sommer sicher und unbedenklich?
A: Wenn Du ein Model bist, das den ganzen Tag im August am Pool des Delano Hotel in South Beach herumhängt, dann kannst Du an diesem Tag wahrscheinlich auf Deine Vitamin D Tablette verzichten. Aber für den Rest von uns halte ich selbst im Sommer eine Vitamin D Supplementation für eine gute Idee.
Studien haben klar gezeigt, dass 2.000 IU Vitamin D pro Tag völlig sicher und unbedenklich sind und selbst das sehr konservative Institute of Medicine sieht 2.000 IU als sichere obere Grenze an. Nebenbei erwähnt sind viele Ernährungsexperten der Ansicht, dass die sichere obere Grenze sehr viel höher liegt. Letztendlich kann der Körper leicht 10.000 bis 20.000 IU pro Tag mit Hilfe der Sonneneinstrahlung selbst herstellen, ohne dass dies toxische Auswirkungen auf den Körper besitzt. Aber aus juristischen und politischen Gründen wird offiziell nicht mehr empfohlen, als von offizieller Stelle als völlig sicher und unbedenklich angesehen wird. Sind wir also konservativ und rechnen wir mit den 2.000 IU. Die möglichen Vorzüge sind so vielfältig und die potentiellen Risiken so gering (und sowieso eher rein theoretischer Natur), dass ich auch im Sommer keinen Grund dafür sehe, auf die Einnahme von Vitamin D zu verzichten, wenn Du nicht jeden Tag sehr viel Zeit in der Sonne verbringst.
Wenn es darum geht, wie viel Sonne „sicher“ ist, hängt die Antwort davon ab, wen Du fragst. Auf der einen Seite hast Du die Mainstream Medizin, die Dir dringend dazu rät, Dir selbst dann einen Lichtschutzfaktor 50 auf die Haut zu klatschen, wenn Du nur schnell zu Starbucks gehst, wenn Du nicht an Hautkrebs sterben möchtest. Auf der anderen Seite gibt es viele Stimmen, die sagen, dass wir zu viel Angst vor der Sonne haben. Ich neige dazu, mit der zweiten Gruppe überein zu stimmen. Aber bilde Dir Deine eigene Meinung. Lies das Buch The UV Advantage von Michael Holick, einem Professor der Medizin und Dermatologen, der von der Boston University nach der Veröffentlichung seines Buches gefeuert wurde.
Oder lies das Buch Your Best Health Under the Sun, von Al Sears, M.D. Keiner dieser Experten propagiert zurück zu der Zeit zu gehen, in der wir den ganzen Tag ohne Schutz in der Sonne verbracht haben, aber beide sind der Ansicht, dass wir es mit unserer Angst vor etwas Sonnenbestrahlung etwas übertreiben.
Die besten Nüsse für gesunde Nüsse
F: Gibt es eine beste Nuss? Ich habe gehört, dass Erdnüsse aufgrund von Allergenen am schlechtesten sind. Sind Walnüsse, Mandeln oder Macadamia Nüsse am besten?
A: Erdnüsse sind streng genommen keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte. Und sie sind völlig in Ordnung für Dich, so lange Du nicht allergisch auf sie reagierst. Wenn Du unter einer ernsthaften Allergie leidest, können sie Dich sogar umbringen. Abgesehen hiervon sind sie völlig in Ordnung. Sie enthalten etwas Kalium, ein paar Gramm Ballaststoffe, etwas Eisen und sogar etwas Resveratrol – die Anti-Aging Verbindung, die in Rotwein und Traubenschalen in den höchsten Konzentrationen vorkommt (ganz zu schweigen von einigen hochkonzentrierten Supplements). Walnüsse, Mandeln, Macadamias, Pistazien, Cashews, Haselnüsse und Pekanüsse sind alle echte Nüsse und alle hiervon sind toll für Dich, wenn Du nicht zu den Menschen gehörst, die allergisch auf Nüsse reagieren. Alle diese Nüsse weisen ein exzellentes Nährstoffprofil auf, auch wenn sich diese Profile von Nusssorte zu Nusssorte unterscheiden.
Walnüsse sind eine gute Quelle für Omega-3 Fettsäuren. Das Meiste des Fettes in den anderen Nüssen und auch in Erdnüssen ist einfach ungesättigt und stellt dieselbe Art von Fett dar, die sich in großen Mengen in der typischen Mittelmeerernährung wiederfindet. Haselnüsse enthalten Beta-Sitosterol, ein Pflanzensterol, das die Symptome einer gutartigen Prostatahyperplasie lindern kann. Cashews sind mit Mineralstoffen überladen und enthalten respektable 5 Gramm Protein pro 30 Gramm. Pekanüsse enthalten eine Tonne an Mineralstoffen in Verbindung mit drei Gramm Ballastsstoffen pro Portion. Pistazien enthalten eine der höchsten Konzentrationen an Phytosterolen von allen Snack Nahrungsmitteln und fördern außerdem die Funktion des Immunsystems. Paranüsse stellen eine der besten Quellen für Selen dar. Selen ist ein Superstar Mineralstoff und ein wirkungsvolles Antioxidans, das mit einer reduzierten Krebsrate in Verbindung gebracht wird.
Das Fazit zu Nüssen ist folgendes: Sie sind alle gut. Mehrere der wichtigsten Langzeituntersuchungen inklusive der Iowa Women's Health Study und der Nurses Health Study zeigen konsistent ein um 30 bis 50 Prozent niedrigeres Risiko von Herzkrankheiten, wenn mehrmals wöchentlich Nüsse konsumiert werden. Orientiere Dich an Deinen geschmacklichen Vorlieben. Erinnere Dich jedoch daran, dass Nüsse sehr kalorienreich sind, weshalb es wichtig ist, auf Deine Portionsgrößen zu achten.
Die andere Art von Saft
F: Im Lauf der Jahre habe ich mehrmals versucht mehr Saft zu trinken, doch am Ende habe ich immer wieder damit aufgehört, weil ich den Geschmack nicht mochte. Was hältst Du von Saft? Und hast Du irgendwelche Lieblingsrezepte?
A: Ich denke, dass Saft ein schneller und schmerzfreier Weg ist, eine Tonne an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Phytochemikalien und andere gute Dinge zu Dir zu nehmen, die Du ohne Saft nicht bekommen würdest.
Wenn Du clever bist, dann kannst Du einige der Geschmäcker, die Du nicht magst, überdecken. Verwende z.B. etwas Apfel oder Birne als Basis und Du kannst leicht den Geschmack von etwas nährstoffreichem Brokkoli überdecken. Das einzige, was Du verlierst, wenn Du Saft verwendest, sind die Ballastsstoffe, die sich in Obst und Gemüse befinden. Das ist ein großer Verlust, aber Du kannst diesen durch Deine Ernährung und Supplements ausgleichen. Dies ist aufgrund der erstaunlichen Nährstoffkonzentration in einem Glas frischem Saft für viele Menschen ein guter Kompromiss. (Stelle sicher, dass der Saft wirklich frisch ist. Die ernährungstechnischen Komponenten zersetzen sich schnell, weshalb Du Deinen Saft direkt nach der Zubereitung trinken solltest.) Etwas anderes, dass Du bedenken solltest, wenn Du Diabetiker bist oder unter einer Insulinresistenz leidest ist, dass Säfte, die reich an Obst oder Karotten sind, Deinen Blutzuckerspiegel stark erhöhen können.
Zu guter Letzt solltest Du Dich daran erinnern, dass Obst und Gemüse Carotenoide und andere wertvolle Phytochemikalien enthalten, welche mit etwas Fett am besten absorbiert werden. Nimm also ein paar Fischölkapseln mit Deinem Obst- und Gemüsesaft ein oder füge einen Schuss Bio Leinöl zu Deinem Saft hinzu. Dir wird der Geschmack nicht auffallen und Du wirst die Nährstoffe besser aufnehmen.
Meine Lieblingskombinationen umfassen:
- Birne, Sellerie, Gurke, Ingwer
- Apfel, Spinat, Karotte, Ingwer
- Paprika, Apfel, Rettich, Tomate, gefrorene Cranberries
Mische und experimentiere.
Die magische Frucht ...
F: Ich habe Bohnen aufgrund ihres Kohlenhydratgehalts bisher immer gemieden. Aber in Deinem Buch The 150 Healthiest Foods on Earth erwähnst Du, dass Bohnen der ultimative Blutzuckerregulator sind. Sind Bohnen also gut oder nicht? Und gibt es eine beste Sorte von Bohnen?
A: Bohnen sind etwas Tolles. Erinnere Dich daran, dass es nicht nur um den Kohlenhydratgehalt geht, sondern auch darum, ob es sich um schnell oder langsam verdauliche Kohlenhydrate handelt. Bohnen enthalten so langsam verdauliche Kohlenhydrate, dass Dein Blutzuckerspiegel, wenn Du montags morgens Bohnen isst, erst am Dienstagabend steigt. Okay, das war natürlich übertrieben, aber die in Bohnen enthaltenen Kohlenhydrate werden langsamer als die meisten anderen Kohlenhydrate verdaut. Ein Teil hiervon ist auf den hohen Ballaststoffgehalt, der zwischen 11 und 17 Gramm pro Portion liegt, zurückführbar.
Bohnen enthalten alle Arten von Verbindungen, die Krebszellen an einer Vermehrung hindern oder Deine Zellen vor bestimmten Arten von genetischen Schäden schützen, die zu Krebs führen können. Eine Studie konnte zeigen, dass die Männer, die die meisten Bohnen konsumierten, ein um 38 Prozent niedrigeres Prostatakrebsrisiko aufwiesen. Im Rahmen der Nurses Health Study konnte gezeigt werden, dass die Frauen, die die meisten Bohnen oder Linsen aßen, ein signifikant reduziertes Brustkrebsrisiko aufwiesen. Und es bedurfte nur zwei oder mehr Portionen pro Woche, um von diesen Vorzügen zu profitieren.
Ich sehe unterschiedliche Arten von Bohnen aus ernährungstechnischer Sicht als mehr oder weniger gegeneinander austauschbar an, auch wenn einige Bohnen wie Adzukobohnen mehr Ballaststoffe als andere Bohnen enthalten. Alle Arten von Bohnen sind gut, aber wenn Du Bohnen in Dosen kaufst, dann solltest Du das Etikett auf zugesetzten Zucker und zugesetztes Salz hin untersuchen. Einige Marken sind mit beidem überladen. Eine abweichende Meinung zu Bohnen im Allgemeinen, die von meinem angesehenen Kollegen Loren Cordain, Autor der Bücher The Paleo Diet und The Paleo Diet for Athletes stammt ist erwähnenswert. Er macht sich Sorgen über Substanzen, die in Bohnen enthalten sind und unter dem Sammelbegriff Lektine bekannt sind. Lektine sind eine Mischung aus Protein und Kohlenhydraten, die nicht verdaut und abgebaut wird und sich mit Gewebetypen des Körpers verbinden kann, was bei hierfür anfälligen Menschen zu Problemen führen kann. Deshalb befinden sich alle Arten von Bohnen zusammen mit Getreide auf seiner Liste der zu meidenden Nahrungsmittel.
Ich halte Cordain für einen sehr klugen Kopf, aber ich stimme nicht mit all seinen Empfehlungen überein. Offensichtlich könnten einige Menschen Probleme mit Bohnen haben, aber wenn Du nicht zu diesen Menschen gehörst, brauchst Du Dir meiner Meinung nach keine Gedanken hierüber zu machen. (Auf Cordains Liste der zu meidenden Nahrungsmittel befinden sich übrigens auch Eier.) Ein abschließender Gedanke: Der Verzehr von Bohnen ist eine ernährungstechnische Gewohnheit, die von Menschen in dreien der vier „blauen“ Zonen geteilt wird – die Teile der Welt, in der die Menschen am längsten leben. Diese Information stammt aus dem Buch von Dan Buettner, der die Ernährungsgewohnheiten und den Lebensstil von Menschen untersucht hat, die in diesen Regionen leben und die das längste und gesündeste Leben auf unserem Planeten führen.
Referenzen
1. Khan, MS, PhD, Alam, Safdar, MS, Mahpara, Ali Khan, MS, PhD, Mohammad Muzaffar, Khattak, MS, Khan Nawaz, and Anderson, PhD, Richard A. "Cinnamon Improves Glucose and Lipids of People With Type 2 Diabetes." Diabetes Care 26(2003): 3215-3218.

Masseaufbauernährung
F: Die meisten Kraftsporttrainer stimmen darin überein, dass man zusätzliche Kalorien benötigt, um Muskeln aufzubauen. Die Frage ist jedoch, wie viele zusätzliche Kalorien? Auf der einen Seite hat man die diejenigen, die sagen, dass man ein paar hundert Kalorien mehr als die Erhaltungskalorienmenge zu sich nehmen sollte und auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die sagen, dass man eine Tonne an Nahrung essen und hart trainieren sollte. Was ist Deiner Meinung nach für einen Mann, der Muskeln aufbauen möchte, am besten?
Dr. Bowden: "Trainiere hart und iss eine Tonne an Nahrung” klingt nach einer tollen Philosophie... wenn Du darauf hin arbeitest, ein Sumoringer zu werden.
Ich denke, dass der „iss eine Tonne an Nahrung und trainiere hart“ Ansatz in etwa so ist, als ob Du Tontaubenschießen mit einer Augenbinde trainieren würdest. Es kann sein, dass Du das Ziel triffst, aber vielleicht triffst Du auch einen der anderen Schützen. Ich glaube dass es sehr viel intelligenter ist, mit einer kontrollierten Menge an zusätzlichen Kalorien zu beginnen und zu schauen, ob diese Menge ausreicht um das Ziel zu erreichen. Frage Dich selbst, wie Deine Leistungen aussehen, wie Deine Energielevel aussehen und ob Du die Resultate im Spiegel magst. Wenn Du mit den Resultaten nicht zufrieden bist, dann passe die Kalorien so lange weiter an, bis Du zufrieden bist.
Wenn Du ein Bodybuilder bist, dann wirst Du sowieso hart trainieren, weshalb es lediglich darum geht, wie viel Du essen solltest, um zu erreichen, dass die meisten der zusätzlichen Kalorien für den Aufbau von Muskeln anstatt für den Aufbau von Fett verwendet werden. „Iss eine Tonne an Nahrung“ ist für die meisten Bodybuilder von heute viel zu unwissenschaftlich.
Wie gesund ist Fasten?
F: Was hältst Du von Intermittent Fasting? Ich habe etwas über Pläne gelesen, die periodisch eine 24 Stunden andauernde Fastenphase umfassen. Andere Pläne umfassen ein Fasten an alternierenden Tagen. Es wird behauptet, dass diese Art des Fastens unter anderem die Insulinsensitivität verbessern und die Lebenserwartung verlängern kann. Was sind Deine Gedanken zu diesem Thema?
Dr. Bowden: Die Idee des Fastens als Strategie zur Verbesserung der Gesundheit ist seit den Tagen des Hippokrates – dem Mann, der als der Vater der modernen Medizin angesehen wird – weit verbreitet. Fasten wird im religiösen Bereich als spirituelle Disziplin verwendet und viele Kurkliniken verwenden irgendeine Form des Fastens – die häufig als Entgiftungsprogramm bezeichnet wird – als Teil ihres Behandlungsprogramms.
„Fasten und Entgiftung sind die fehlenden Teile der westlichen Ernährung,“ sagt mein Freund Dr. Elson Haas, Autor des Buches „The New Detox Diet.” Haas verwendet seit über 30 Jahren Entgiftungsprogramme als Teil seiner medizinischen Behandlungen. „Fasten ist die mit Abstand beste natürliche Heilungstherapie, die ich kenne,“ sagte er mir. „Die Leute brauchen eine Auszeit von dem, was sie täglich zu sich nehmen. Fasten kann dem Körper eine Pause geben, während der er sein Gleichgewicht wiederherstellen kann.“ Aber echtes Fasten – selbst für nur einen Tag – kann für den Körper wirklich hart sein. „Eine weiter verbreitete und lockerere Definition des Fastens umfasst Säfte von frischem Obst und Gemüse, sowie pflanzliche Tees,“ sagt Haas. „Frische Säfte werden vom Körper leicht aufgenommen und bedürfen nur einer minimalen Verdauung, während sie trotzdem viele Nährstoffe liefern. Sie können den Körper dazu anregen, Abfallprodukte auszuscheiden. Saftfasten ist gesünder als Wasserfasten, da es den Körper nährstofftechnisch unterstützt, während es den Körper reinigt und Deine Energiespiegel aufrecht erhält.“
Du hast wahrscheinlich aufgrund einiger an der University of California in Berkeley mit Mäusen durchgeführter Experimente von diesem ganzen Fasten an alternierenden Tagen gehört. Die Wissenschaftler ließen die armen Mäuse an alternierenden Tagen hungern und erlaubten ihnen an den Tagen dazwischen zu essen, was immer sie wollten. „Wir haben herausgefunden, dass Fasten die Proliferationsrate der Zellen im Bereich von Haut und Brust reduzieren kann,“ hat mir die führende Wissenschaftlerin Krista Varady erzählt. "Dies resultierte in einem reduzierten Brust- und Hautkrebsrisiko.”
Ich möchte Dich nicht mit den Details der Untersuchungen langweilen, sondern lediglich erwähnen, dass die Wissenschaftler auch herausgefunden haben, dass Du an den Fastentagen nicht vollständig auf jegliche Nahrungszufuhr verzichten musst. Du kannst an diesen Tagen 25 Prozent Deiner normalen Nahrungszufuhr aufrecht erhalten – was etwa einer Mahlzeit entspricht – und trotzdem von den Vorzügen profitieren.
Aber verwende Fasten nicht als Gewichtsabbaustrategie. Das funktioniert niemals. Selbst bei den Mäuseexperimenten überkompensierten die Tiere ihre Fastentage durch eine höhere Nahrungszufuhr an den Nicht-Fastentagen und konsumierten letztendlich dieselbe Menge an Kalorien wie bei einer normalen Ernährung.
Da die einzige Strategie zur Lebensverlängerung, die jemals im Labor funktioniert hat, in einer Kalorienrestriktion besteht und einige Theoretiker davon ausgehen, dass eine Herunterregulierung der Insulinsignalisierung ein Teil des Grundes hierfür sein könnte, macht der Konsum von weniger Kalorien im Kontext einer nährstoffreichen Ernährung Sinn. Wenn Du Dir gelegentlich einen Tag lang Auszeit von Deiner regulären Ernährung gönnst und Deinem Verdauungssystem eine Pause gönnst, ist dies also keine schlechte Idee.
Nahrungsmittelallergien und die Eliminationsdiät
F: Ist es wahr, dass man, wenn man ständig ein bestimmtes Nahrungsmittel zu sich nimmt, eine Allergie auf dieses Nahrungsmittel entwickeln kann?
Dr. Bowden: Es ist wahr, dass sich sowohl Allergien, als auch eine Überempfindlichkeit (welche sehr viel weiter verbreitet ist) auch später im Leben entwickeln können und dies auch bei Nahrungsmitteln der Fall sein kann, die Du über eine lange Zeit ohne offensichtliche Reaktionen essen konntest. Dieses Problem scheint bei Nahrungsmitteln weiter verbreitet zu sein, die Inhaltsstoffe (wie z.B. Weizen) enthalten, die sich überall wiederfinden und die wir in weitaus größeren Mengen als je zuvor in der Geschichte der menschlichen Ernährung zu uns nehmen. Ein sehr guter Weg herauszufinden, ob Dein Körper auf ein bestimmtes Nahrungsmittel reagiert, oder um einen möglichen „Verdächtigen“ zu identifizieren, ist die Verwendung einer so genannten Eliminationsdiät, die ich in meinem Buch “The Most Effective Natural Cures on Earth” näher beschrieben habe.
Eine solche Eliminationsdiät stellt einfache Detektivarbeit dar. Du eliminierst ganz einfach ein potentiell unverträgliches Nahrungsmittel für ein paar Wochen aus Deiner Ernährung. Wenn bestimmte Symptome wie z.B. Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen oder Müdigkeit hierdurch verschwinden, dann hast Du den Schuldigen hierfür identifiziert. Es ist hierbei häufig möglich dieses Nahrungsmittel periodisch wie z.B. einmal alle vier Tage ohne Probleme wieder in Deine Ernährung aufzunehmen.
Ein alternativer Süßstoff?
F: Ich habe kürzlich gelesen, dass Xylit Pulver als Süßstoff verwendet werden kann. Was ist Xylit und empfiehlst Du es?
Dr. Bowden: Xylit wird häufig auch als Birkenzucker bezeichnet und wird aus Birkenrinde hergestellt. Es ist mein Lieblingssüßstoff, der einen recht spezifischen Geschmack besitzt. Xylit hat keine wirklichen Nachteile – außer, dass es für Haustiere tödlich sein kann. Es schmeckt wie Zucker, hat aber 40 Prozent weniger Kalorien. Xylit kann in Heißgetränken wie Kaffee verwendet werden und besitzt praktisch keine glykämische Auswirkung. Es hat außerdem den zusätzlichen Vorteil, dass es verhindern kann, dass bestimmte Bakterien an Körpergewebe anhaften können, was es zum perfekten Süßstoff für gesunden Kaugummi macht. Du kannst Xylit auch zum Backen verwenden, wobei Du dieselbe Menge wie bei Zucker verwendest. Dies macht Xylit zum perfekten Zuckerersatz für Diabetiker und im Rahmen einer kohlenhydratarmen Ernährung.
Versucht meine Mikrowelle mich umzubringen?
F: Ist eine Mikrowelle wirklich gefährlich oder ist das nur eine weitere Verschwörungstheorie?
Dr. Bowden: Ich bin bei dieser Frage hin- und hergerissen. Die allgemeine Meinung ist, dass Mikrowellengeräte absolut sicher sind, aber das sagt man auch über Handys...und ich glaube, dass das letzte Wort zu diesem Thema noch nicht gesprochen wurde. Unter den Anhängern einer natürlichen Ernährung gilt es als eine Art gegebene Tatsache, dass ein Erhitzen in der Mikrowelle, die „energetische“ Natur der Nahrung verändert, doch so etwas ist nur sehr schwer nachweisbar und leicht als Geschwafel der Aluhut Fraktion abzutun. Es gab im Jahr 1991 eine Klage im Fall eines Hüftoperationspatienten, der nach einer einfachen Bluttransfusion starb, nachdem eine Krankenschwester das Blut in der Mikrowelle erwärmt hatte. (Blut wird vor einer Transfusion normalerweise erwärmt, aber nicht in der Mikrowelle). Dies hat der Argumentation, das beim Erhitzen in der Mikrowelle mehr geschieht, als wir zuvor geglaubt haben, neuen Auftrieb gegeben. Aber wer weiß das schon? Es ist schwer, wirklich gute Informationen zu diesem Thema zu bekommen – ähnlich wie bei Handystrahlung. Die meisten der Argumente gehen auf obskure europäische Studien zurück, die nahezu unmöglich zu finden sind, aber trotzdem ist das Ganze ein wenig unheimlich. Ich bin der Ansicht, dass in der Mikrowelle zubereitetes Essen ziemlich scheußlich schmeckt. Wenn Hitze aus jeder Quelle dieselbe wäre, dann müsste eine in der Mikrowelle erhitzte Kartoffel genauso wie eine gebackene Kartoffel schmecken, was jedoch nicht der Fall ist – und dies unterstützt die Vermutung, dass hier mehr vor sich geht, als wir erkennen. Du kannst dies selbst ausprobieren, indem Du eine Süßkartoffel in der Mikrowelle zubereitest. Scheußlich.
Ich persönlich verwende nur selten eine Mikrowelle zum Kochen.
Fischöl gegen Depressionen
F: Hilft Fischöl wirklich gegen Depressionen? Ich leide nicht unter klinischen Depressionen, aber wer könnte nicht von einem Stimmungsaufheller profitieren?
Dr. Bowden: Es gibt einige laufende Untersuchungen von Dr. Andrew Stoll an der Harvard University bezüglich der Verwendung von Fischöl gegen Depressionen bei Menschen, die unter bipolaren Störungen leiden. Bei diesen Untersuchungen werden wirklich hohe Dosierungen – 10 Gramm – verwendet, aber auch geringere Dosierungen zeigen eine Wirkung, was insbesondere dann gilt, wenn sie mit Nährstoffen wie Folsäure und einer zuckerarmen Ernährung kombiniert werden. Das ist gut für eine Menge Dinge, aber auch bei Depressionen? Es scheint so zu sein. Auch wenn es kein Beweis ist, ist es eine Tatsache, dass bei nahezu jeder Verhaltensstörung oder kognitiven Störung, die untersucht wurde, wirklich niedrige Spiegel von Omega-3 Fettsäuren im Blutkreislauf festgestellt wurden.
Da Omega-3 Fettsäuren in die Zellmembrane eingebaut werden und diese poröser und flexibler machen, könnte es für Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin, die eine stimmungsaufhellende Wirkung besitzen, leichter werden, in die Zellen zu gelangen, was sich in einer bessere Stimmungslage widerspiegeln würde.
Alli zur Unterstützung des Fettabbaus
F: Meine Frau besteht darauf, dieses Alli Gewichtabbaumedikament auszuprobieren, nachdem es jetzt rezeptfrei erhältlich ist. Mir scheint dies ziemlicher Müll zu sein. Was ist wirklich dran an Alli?
Dr. Bowden: Nun, bisher hat mich noch niemand als Eheberater bezeichnet und auch mit Sicherheit nicht als jemand, der sich immer politisch korrekt ausdrückt, weshalb ich ganz offen und direkt sein werde: Du liegst richtig und Deine Frau falsch. Alli ist totaler Müll. Aber es stellt eine Lehrstunde für uns dar. Verkäufer – inklusive der Verkäufer im Bereich der Medikamentenhersteller – lieben es, mit Prozentsätzen um sich zu werfen, da diese gleichzeitig akkurat und unehrlich sein können.
Sagen wir z.B., dass es eine Chance von 1 zu 10 Millionen gibt, in der Lotterie zu gewinnen und ich über ein System verfüge, mit dem ich Dir garantieren kann, Deine Chancen in der Lotterie zu gewinnen, um 100% zu erhöhen. Hierdurch erhöhe ich Deine Chancen zu Gewinnen jedoch lediglich von 1 zu 10 Millionen auf 2 zu 10 Millionen! Denke hieran, wenn Du das nächste Mal etwas darüber liest, dass Menschen die ein bestimmtes Gewichtsabbaumedikament eingenommen habe „43 Prozent mehr Gewicht verloren haben.“ Oder dass jemand, der ein bestimmtes Bodybuilding Supplement eingenommen hat, „37 Prozent mehr Muskeln aufgebaut hat. Das kann akkurat aber trotzdem Blödsinn sein. Häufig bedeutet dies, dass die Kontrollgruppe ein Pfund Gewicht pro Monat verloren hat, während die Gruppe, die das Medikament verwendet hat, 1,43 Pfund pro Monat verloren hat.
Alli ist nichts anderes als eine rezeptfreie, schwächere Version des seit langem erhältlichen Medikaments Xenical (der generische Name des Wirkstoffs ist Orlistat). Es hat bereits als Xenical mit voller Stärke nicht besonders gut gewirkt. Ich bin mir nicht sicher, warum eine Veränderung des Namens und eine Reduzierung der Dosierung dieses Problem lösen könnte, aber was weiß ich schon... Alli ist ein Mitglied der Gruppe von Gewichtsabbaumedikamenten, die als Verdauungshemmer bezeichnet werden. Es verhindert, dass ein Teil des Fettes, das Du isst, verdaut und von Deinem Körper aufgenommen wird. Dies geschieht über eine Hemmung des Verdauungsenzyms Lipase, welches Fett aufbricht.
Das Resultat? Etwa 30 Prozent des Fettes, das Du isst, landet nicht auf Deinen Hüften. Eine Nebenwirkung dieses Medikaments wird euphemistisch als „Anal Leckage“ bezeichnet und beschreibt, was mit dem Fett geschieht, das Du nicht verdaust. Noch Fragen? Was wäre mit dieser: „Was geschieht mit dem Fett, das sich bereits an Deiner Hüfte befindet?“ Die Antwort lautet: nichts.
Die erste große Studie, die Xenical bekannt machte, war eine über zwei Jahre andauernde europäische Studie, die zeigte, dass Patienten, die Xenical verwendeten, zwischen zwei und drei Prozent mehr Gewicht als die Mitglieder der Placebogruppe verloren. Eine zweite zwei Jahre andauernde Studie setzte übergewichtige Patienten auf eine kalorienreduzierte Diät und verabreichte diesen 120 mg Xenical dreimal täglich. Am Ende des Jahres hatten diese Patienten 9 Pfund mehr als die Kontrollgruppe verloren. Betrachte diese Werte genau. Neun Pfund innerhalb eines Jahres – das entspricht einem dreiviertel Pfund pro Monat. Eine ähnliche Studie aus den USA produzierte einen Gewichtsverlust von 1,5 Pfund pro Monat bei Anwendern von Xenical.
Menschen verlieren Gewicht, wenn Sie Xenical oder Alli verwenden, da diese Medikamente im Grunde genommen die Kalorienzufuhr automatisch reduzieren. Wenn Du z.B. 2.500 kcal pro Tag zu Dir nimmst und 30 Prozent diese Kalorien aus Fett bestehen, dann nimmst Du normalerweise 750 kcal in Form von Fett zu Dir. Durch die Einnahme von Xenical wir ein Drittel dieser Fettkalorien nicht aufgenommen, so dass aus 750 kcal theoretisch gesehen 500 kcal werden. Du sparst also 250 kcal ein, während Du dieselben Mahlzeiten isst (Man beachte das Wort „theoretisch“). Bleibe eine Woche bei diesem Plan und Du hast 250 kcal mal sieben oder 1.750 kcal oder etwa ein halbes Pfund Fett eingespart.
Natürlich könntest Du auch ganz einfach ungesunde Kalorien und ungesunde einfache Kohlenhydrate einsparen und auf Alli verzichten, aber diese Idee wird nicht durch ein 150 Millionen Dollar Marketing Budget unterstützt.
Stellt Alli also die Antwort dar? Eher nicht, wenn du nicht gerade Aktien von Glaxo besitzt.
Ist brauner Reis gesund?
F: Ich komme nicht gut mit Kohlenhydraten zurecht, weshalb ich die Kohlenhydrate meiner Ernährung streng kontrolliere. Ich habe jedoch darüber nachgedacht, braunen Reis zu meiner Ernährung hinzuzufügen. Was ist die wahre Geschichte hinter braunem Reis: ist er gut für mich oder wird er überbewertet?
Dr. Bowden: Brauner Reis ist nicht das Schlechteste, aber er wird überbewertet. Der glykämische Index und die glykämische Last von braunem und weißem Reis sind sehr ähnlich und brauner Reis ist nährstofftechnisch gesehen recht dürftig. Er enthält mehr Ballaststoffe, was gut ist – 3,5 Gramm pro Tasse im Vergleich zu einem halben Gramm bei weißem Reis – und geringfügig weniger Kohlenhydrate und Kalorien. Angesehen hiervon gibt es keine so großen Unterschiede. Ernährungsberater lieben braunen Reis, aber sie lieben ja auch Vollkornweizenbrot, was so ziemlich derselbe Müll wie Weißbrot ist. Brauner Reis ist nicht das Schlechteste auf der Welt. Wenn Du ein paar Kohlenhydrate zu Deiner Ernährung hinzufügen möchtest, sind kleine Portionen in Ordnung – insbesondere wenn er nicht den Hauptgang darstellt und mit Fett, Protein und Gemüse in einer relativ kalorienarmen Mahlzeit kombiniert wird.
Apfelessig: Quacksalberei?
F: Ist irgend etwas Wahres an all dem Hype um Apfelessig dran? Ich habe alles von Gewichtabbauvorzügen bis hin zur Verhinderung von Akne gehört.
Dr. Bowden: Ah, Apfelessig. Du kannst Dir sicher sein, dass dieses Zeug, wenn es zur Zeit des Multi-Level Marketings entwickelt worden wäre, für 40 Dollar pro Flasche mit Behauptungen, die von der Heilung von Krebs bis hin zu neuem Haarwachstum bei Menschen mit Glatze reichen würden, verkauft würde.
Ich habe auch in meinem Buch “The 150 Healthiest Foods on Earth” über Apfelessig geschrieben. Warum? Weil Nahrungsmittel (oder Medikamente), die ihrem Ruf seit hunderten oder manchmal sogar tausenden von Jahren gerecht werden, Beachtung finden sollten – auch dann, wenn es keine „harten“ Beweise für ihren Wert gibt. Wenn es keine Beweise für eine Wirkung gibt, ist dies kein Beweis dafür, dass etwas keine Wirkung besitzt.
Es sieht also wie folgt aus: Apfelessig ist wahrscheinlich etwas Gutes, aber es gibt kaum wissenschaftliche Beweise für seine Wirkungen. Dies bedeutet nicht, dass Apfelessig wertlos ist. Zuerst einmal handelt es sich um etwas echtes, das aus natürlicher Nahrung hergestellt wird und mit vielen der Phenole überladen ist, die man auch in Äpfeln findet.
Zweitens legt eine im Journal Diabetes Care veröffentlichte Studie nahe, dass Apfelessig gesunde Blutzuckerspiegel fördern könnte. Ein Freund von mir, Dr. Jeff Volek, ein hoch respektierter Wissenschaftler, ist der Meinung, dass Salat mit Apfelessig zu Beginn einer jeden Mahlzeit das Potential besitzt, bei der Kontrolle der Blutzuckerspiegel zu helfen. Nicht pasteurisierter Essig ist mit Nährstoffen überladen und enthält abhängig vom Ausgangsmaterial seiner Herstellung bis zu 50 unterschiedliche Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren. Ist Apfelessig ein Allheilmittel? Wahrscheinlich nicht und er ist auch definitiv kein Heilmittel gegen Übergewicht. Aber ich habe trotzdem immer eine Flasche Apfelessig im Kühlschrank. Wenn Du Apfelessig kaufst, solltest Du auf Begriffe wie nicht pasteurisiert, ungefiltert, traditionell fermentiert oder etwas in diese Richtung achten. Der Prozess der Pasteurisierung zerstört viele der hitzeempfindlichen Vitamine und Enzyme, die Apfelessig so gesund machen.
von Jonny Bowden, PhD
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/question-of-nutrition-2

Was für eine Last
F: Ich habe gelesen, dass der glykämische Index überbewertet ist und das, worauf wir wirklich achten sollten, die glykämische Last ist. Was ist der Unterschied zwischen den beiden?
A: Der glykämische Index wird überbewertet. Du solltest Dich stattdessen auf die glykämische Last konzentrieren. Hier gibt es einen großen Unterschied:
Der glykämische Index ist ein Weg zur Messung des Einflusses, die eine gegebene Menge an Kohlenhydraten auf Deinen Blutzuckerspiegel besitzt – etwas, was Dich auf jeden Fall interessieren sollte. Um jedoch einen fairen Vergleich durchführen zu können, muss eine fixierte Menge an Kohlenhydraten verwendet werden. Im Fall des glykämischen Index ist es eine Standardmenge von 50 Gramm Kohlenhydrate in Form eines Nahrungsmittels. Das Problem besteht jedoch darin, dass nur sehr wenige Kohlenhydratnahrungsmittel im echten Leben in einer Portionsgröße von 50 Gramm Kohlenhydraten verzehrt werden. Stelle Dir vor, dass Du in ein Geschäft gehst, um Gewürze zu kaufen und des gibt dort ein Gewürz, das 500 Euro pro Pfund kostet, was natürlich nach einer Menge Geld klingt. Wenn Du jedoch nur einen halben Teelöffel von diesem Zeugs kaufst, dann ist dieser Preis recht irrelevant. Was Dich interessiert ist, was Du an der Kasse bezahlst und nicht notwendigerweise, was es kosten würde, wenn Du ein Pfund kaufen würdest.
Genauso dürfte es Dich recht wenig interessieren, welchen Einfluss 50 Gramm eines Nahrungsmittels auf Deinen Blutzucker haben – Dich interessiert der Einfluss der Menge, die Du tatsächlich isst. Die glykämische Last beruht auf einer anspruchsvolleren Formel, die die Menge an Kohlenhydraten in Gramm, die Du isst, mit berücksichtigt – also die Portionsgröße. Der glykämische Index von Karotten ist hoch, weshalb eine Menge Menschen denken, dass man nie Karotten essen sollte, was natürlich eine dumme Schlussfolgerung ist. Tatsache ist, dass die durchschnittliche Karotte nur 3 Gramm Kohlenhydrate enthält. Du müsstest also schon Karotten wie ein Riesenkaninchen essen, bis diese einen signifikanten Einfluss auf Deine Blutzuckerspiegel zeigen würden. Die glykämische Last einer Karotte liegt hingegen nur bei 3, was sie zu einem sehr niederglykämischen Nahrungsmittel macht – so lange Du keinen reinen Karottensaft trinkst oder 13 Karotten auf einmal isst.
Nudeln haben hingegen nur einen moderaten glykämischen Index, aber sie werden fast nie in kleinen Portionen gegessen. Wenn Du die Portionsgröße einer typischen Portion Nudeln berücksichtigst, dann wird Dein Blutzuckerspiegel hierdurch gen Himmel schießen und eine Woche lang dort bleiben. Es überrascht deshalb nicht, dass die glykämische Last von Nudeln sehr hoch ist. Die technische Formel für die glykämische Last ist der GI (glykämische Index), multipliziert mit der Menge an Kohlenhydraten der Portion in Gramm, wonach das Ergebnis durch 100 geteilt wird. Eine niedrige glykämische Last liegt zwischen 1 und 10, eine mittlere glykämische Last liegt zwischen 10 und 20 und alles über 20 wird als sehr hohe glykämische Last angesehen. Bei all diesen Betrachtungen solltest Du jedoch auch bedenken, dass sowohl der glykämische Index, als auch die glykämische Last sich nur auf ein alleine für sich verzehrtes Nahrungsmittel beziehen. Füge etwas Fett oder Protein hinzu und der Gesamteinfluss wird sinken. Und viele hochglykämische Nahrungsmittel sind gut für Dich (z.B. Karottensaft), während viele niederglykämische Nahrungsmittel dies nicht sind (z.B. frittierte Donuts).
Du solltest also die glykämische Last in Betracht ziehen, Dich aber nicht zum Sklaven hiervon machen lassen. Sie ist lediglich ein Wert, den Du berücksichtigen solltest, wenn Du Deine Ernährung planst. Sportler, die intensiv trainieren können sogar von hochglykämischen Nahrungsmitteln profitieren, was insbesondere dann gilt, wenn du zweimal täglich trainierst. Aber Frau Schmitt mit dem metabolischen Syndrom... bitte nicht so viel!
Das beste Fettabbau Supplement
F: Du hast einmal geschrieben, dass Ballaststoffe das beste Supplement für den Fettabbau sind. Wie meinst Du das? Und wie viele Ballaststoffe braucht der durchschnittliche sportliche Mann pro Tag?
A: Hohe Blutzuckerspiegel und Insulin sind der Feind des Fettabbaus und eine ballaststoffreiche Ernährung hilft dabei, die Blutzuckerspiegel (und die Insulinspiegel) in einem gesunden Bereich zu halten. Je mehr Ballaststoffe Du isst, desto geringer ist der glykämische Einfluss der Nahrung. Und je langsamer der Zucker in Deinen Blutkreislauf gelangt, desto weniger Schaden wird er wahrscheinlich anrichten.
Ballaststoffe halten Dich außerdem länger satt, was zur Folge hat, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dich beim Essen völlig gehen lässt, niedriger ausfällt. Und da Ballaststoffe Deine Blutzuckerspiegel in einem netten komfortablen Bereich halten, wirst Du mit geringerer Wahrscheinlichkeit unter nächtlichen Heißhungerattacken leiden. Und dann ist da noch die zusätzliche Tatsache, dass Ballaststoffe sich primär in Nahrungsmitteln wiederfinden, die dazu neigen, reich an Antioxidantien und entzündungshemmenden Verbindungen zu sein.
So toll Protein und Fett auch sein mögen – beide liefern null Ballaststoffe. Nahezu alle von uns – inklusive Sportler – bräuchten mehr Ballaststoffe, als sie typischerweise zu sich nehmen. Unsere paleolytischen Vorfahren – ein gutes Populationsmodell für die ideale Ernährung – aßen zwischen 50 und 100 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Der durchschnittliche Amerikaner und Westeuropäer nimmt hingegen gerade einmal 4 bis 11 Gramm Ballaststoffe pro Tag zu sich. Für gewöhnlich stimme ich nicht mit den etablierten konventionellen Gesundheitsorganisationen überein, wenn es um Ernährungsratschläge geht, aber in diesem Fall liegen die meisten von ihnen richtig. Die amerikanische Gesundheitsbehörde empfiehlt zwischen 25 und 38 Gramm Ballaststoffe pro Tag, wobei die empfohlene Menge für „aktive“ Menschen sogar noch höher liegt. Aktive Männer zwischen 14 und 50 Jahren sollten z.B. zwischen 42 und 45 Gramm Ballaststoffe pro Tag zu sich nehmen.
Wenn Du nicht gerade Unmengen an Gemüse und Bohnen isst, dann bedeutet dies wahrscheinlich, dass Du von einem Ballaststoff Supplement wie Zellulosefasern, Flohsamenschalen oder Kleie profitieren könntest.
Wenn Du Deine Ballaststoffzufuhr erhöhst, solltest Du jedoch darauf achten, mehr Wasser zu trinken. Wenn du dies nicht tust, dann solltest Du Dich besser schon einmal an Verstopfung gewöhnen.
Kurkuma: Das Supergewürz
F: Du hast in Deinem Buch 150 Healthiest Foods on Earth (die 150 gesündesten Nahrungsmittel der Welt) geschrieben, dass das Gewürz Kurkuma ein ganzes Buch für sich alleine verdient hätte. Was ist so toll an diesem Zeugs – abgesehen davon, dass es indisches Essen so lecker macht?
A: Der aktive Inhaltsstoff von Kurkuma ist Kurkumin, ein Mitglied der Klasse der Pflanzenchemikalien, die unter dem Namen Curcuminoide bekannt ist. Kurcumin besitzt Anti-Krebs Eigenschaften und selbst die sehr konservative American Cancer Society sagt auf ihrer Website, dass Kurkumin „einige Antikrebswirkungen demonstriert hat.“
Unterschiedliche Typen von Krebszellen wurden im Labor durch Kurkumin gehemmt und es konnte die Ausbreitung von Krebs bei einigen Tierstudien verlangsamen. Es ist ein wirkungsvolles Antioxidans mit stark entzündungshemmender Wirkung und da Entzündungen eine Komponente von nahezu jeder degenerativen Erkrankung dieses Planeten darstellen, ist dies ein recht beeindruckendes Resume.
Und als ob dies noch nicht genug wäre, ist Kurkumin eine der leberfreundlichsten Verbindungen auf diesem Planeten, was einer der Gründe dafür ist, dass man Kurkumin in nahezu jedem Entgiftungssupplement für die Leber wiederfindet.
Die besten Öle
F: Wir alle wissen, dass extra virgines Olivenöl sehr gesund ist und nachdem ich Dein Interview auf T-Nation gelesen habe, habe ich damit begonnen auch Kokosöl zu verwenden. Welche weiteren Öle empfiehlst Du außerdem noch?
A: Ich bin froh zu hören, dass Du begonnen hast Kokosöl zu verwenden, welches das meiner Meinung nach am stärksten unterbewertete Öl darstellt. Ich verbrauche jeden Monat mindestens ein Glas Biokokosöl. Okay, ich übertreibe, aber ich verwende es für alles vom Braten von Gemüse und Shrimps bis hin zu Rühreiern.
Auch wenn ich ein Kochbuch mit dem Titel „Die gesündesten Mahlzeiten der Welt“ geschrieben habe, bin ich nicht so sehr der Koch, aber ich kann Dir sagen, dass zum Braten mit hohen Temperaturen Macadamiaöl – welches sogar noch mehr, Ölsäure als Olivenöl enthält -, Avocadoöl und Haselnussöl am besten geeignet sind.
Extra virgines Olivenöl bis zu einer Temperatur zu erhitzen, bei der es zu rauchen beginnt, ist keine besonders gute Idee. Dies zerstört die empfindlichen Verbindungen, die beim kalten Pressen des Öles erhalten bleiben – und welchen Sinn mach es dann noch, extra virgines Olivenöl zu verwenden? Erdnussöl beginnt erst bei einer sehr hohen Temperatur zu rauchen, was aus Sicht des Kochens sehr gut ist, aber Erdnussöl enthält leider auch einen sehr hohen Anteil an Omega-6 Fettsäuren. Omega-6 Fettsäuren sind nicht notwendigerweise schlecht, aber wir nehmen in der Regel sowieso schon zu viele Omega-6 Fettsäuren und nicht genügend Omega-3 Fettsäuren zu uns, weshalb die Verwendung von Erdnussöl zum Braten weiter zu diesem Ungleichgewicht beitragen kann.
Ernährung und Akne
F: Ich befinde mich in meinen späten Zwanzigern und leide immer noch unter Akne. Ich habe seit Jahren immer wieder gehört, dass unsere Ernährung keinen Einfluss auf Akne hat. Ist das wahr?
A: Das ist ungefähr genauso wahr wie die Aussage, dass Du beim ersten Mal nicht schwanger werden kannst.
Die Ansicht, dass die Ernährung nichts mit Akne zu tun hat, ist ein Ammenmährchen, das durch einige sehr zweifelhafte Studien in die Welt gesetzt wurde, die Ende der Sechziger Jahre von der Schokoladenindustrie finanziert wurden.
Ich habe in meinem Buch “The Most Effective Cures on Earth“ über einige der Ursachen von Akne gesprochen, wobei das Fazit war, dass zur Zeit der Jäger und Sammer Gesellschaften nur sehr wenige Menschen unter Akne gelitten haben, während ein großer Prozentsatz der Menschen, die eine westliche Ernährung einhalten, unter Akne leiden.
Und im Jahr 2002 hat Loren Cordain, PhD der These, dass es keine Verbindung zwischen Ernährung und Akne gibt mit einer Studie den finalen Todesstoß versetzt, bei der bei zwei Gesellschaften, die sich nicht im Stil der westlichen Ernährung ernährten, kein einziger Fall von Akne gefunden werden konnte. Diese Menschen ernährten sich von Knollen, Obst, Fisch und Kokosnüssen. Mit anderen Worten ausgedrückt ist die paleolithische Ernährung unserer Jäger und Sammler Vorfahren, die beste Ernährung für Menschen, die unter Akne leiden. Diese Ernährung umfasst das, was ich als die vier Nahrungsmittelgruppen bezeichne: Nahrungsmittel, die Du fischen, jagen, sammeln und pflücken kannst.
Fazit ist, dass die westliche Ernährung mit all ihrem Zucker und ihrer Stärke und weißen schrottigen Kohlenhydraten dieselben Gene aktivieren und dieselben Hormone nach oben regulieren kann, die Akne verschlimmern können. Du kannst das leicht selbst testen: Wenn Deine Nahrung nicht irgendetwas ähnelt, dass Dir in der Savanne in Afrika begegnen könnte, dann solltest Du es nicht essen.
Die Wahrheit über Kartoffeln
F: Wie sieht es mit normalen Kartoffeln aus? Handelt es sich hierbei um gesundes Gemüse? Sind Süßkartoffeln besser?
A: Normale Kartoffeln sind Müll.
Ich hatte diese Diskussion mit Dr. John McDougall von Vegetarian-Diet Fame und ich habe ihm gesagt, dass der „Körper“ eine Schüssel weiße Kartoffeln genauso wie eine große Portion Zucker ansieht. Er argumentierte, dass dies Blödsinn sei und ich sagte ihm, dass er noch einmal seinen Biochemie Kurs wiederholen sollte. Doch um fair zu sein, können Kartoffeln natürlich ein Bestandteil einer „gesunden Gesamternährung“ sein, wie es diese Idioten der Amerikanischen Ernährungsgesellschaft American Dietetic Association nennen würden. Aber sie würden das auch über M&Ms sagen.
Und natürlich sind sie besser als Twinkies und natürlich enthalten sie auch geringe Mengen gesunder Dinge. Aber größtenteils stellen sie ein ernährungstechnisches Leichtgewicht dar und jeder, der unter Blutzuckerproblemen leidet, sollte sich von Kartoffeln fern halten. Die Tatsache, dass sie zumindest in Amerika meist mit minderwertigen Käseprodukten und Speck serviert werden, macht das Ganze nicht unbedingt besser.
Süßkartoffeln stellen definitiv eine bessere Wahl dar. Zumindest enthalten diese gute Nährstoffe. Natürlich sind sie aus Sicht des Blutzuckerspiegels nicht viel besser, aber dies muss nicht für jeden Grund zur Sorge sein – insbesondere nicht für Bodybuilder. Falls doch, bist Du besser damit beraten auch auf Süßkartoffeln zu verzichten oder zumindest kleinere Portionen davon zu essen.
Nächtliches Essen
F: Was hältst Du von der Idee, ab einer bestimmten Zeit des Tages mit dem Essen aufzuhören, wenn es um den Fettabbau geht? Ich habe von Menschen gelesen, die nach 17:00 Uhr nichts mehr essen, während andere ab 20:00 Uhr mit dem Essen aufhören. Ist Essen vor dem Zubettgehen etwas Schlechtes, wenn man Fett abbauen möchte?
A: Adele Davis, einer der frühen Pioniere der Ernährung und der erste, der die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln unterstützte, hatte ein Motto: “frühstücke wie ein König, iss zu Mittag wie ein Fürst und iss abends wie ein Bettler.”
Was, wie Du weißt, das exakte Gegenteil von dem ist, wie sich die meisten Menschen ernähren. Während diese Neandertaler der American Dietetic Association behaupten, dass es keinen Unterschied macht, wann Du isst, ist erwähnenswert, dass Sumoringer eine große Mahlzeit essen, bevor sie schlafen gehen. Auch wenn ich nicht glaube, dass es irgendetwas Magisches bezüglich der exakten Zeit (17:00 Uhr, 19:00 Uhr oder 21:00 Uhr) gibt, stellt das Konzept nicht mit vollem Magen zu Bett zu gehen, wenn deine Bauchspeicheldrüse Deinen Körper mit fettspeicherndem Insulin überflutet, eine sehr gute Idee dar.
Anstatt zu sehr von der exakten Zeit besessen zu sein, solltest Du ganz einfach ein paar Stunden Abstand zwischen Deiner letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen lassen. Und iss abends etwas leichteres.
Der perfekte Snack
F: Ich brauche einen Snack für das abendliche Fernsehen, der einige der gesündesten Nahrungsmittel überhaupt umfasst. Hast Du irgendwelche Ideen?
A: Gefrorene Blaubeeren und ein wenig vollfetter Joghurt oder Rohmilch (falls Du diese irgendwo finden kannst), wären eine gute Idee. Die Rohmilch oder der Joghurt friert über den Blaubeeren leicht an und Du hast ein fantastisches antioxidantienreiches Dessert, das wie ein Sorbet schmeckt. Streue als krönenden Abschluss noch ein paar Mandelsplitter über das Ganze.
Die Bestrahlungsdebatte
F: Was ist Deine Meinung zur Bestrahlung von Lebensmitteln?
A: Ich bilde mir zu diesem Thema gerade noch meine Meinung. Wenn Du mir versprichst, mir später nichts von dem vorzuwerfen, dass ich heute sage, bevor ich mich weiter mit dem Thema beschäftigt habe, werde ich Dir etwas zu meinen augenblicklichen Eindrücken zu diesem Thema erzählen.
- Das Ganze ist weitaus komplizierter, als es auf den ersten Blick zu sein scheint. Ökonomische, politische und soziale Themen sind involviert und es geht nicht nur um die offensichtlichen Themen, die Nährwert und Gesundheit betreffen (so ist z.B. der Handel betroffen).
- Bestrahlung zerstört eine große Menge an in der Nahrung enthaltenen Pathogenen. Aber es ist auch ein bisschen so, als ob man Parfüm über Müll schütten würde. Du kannst einige Mikroben abtöten, aber Du änderst nichts an den schlechten Zuständen, die für die Entwicklung dieser Mikroben verantwortlich sind wie Fäkalstoffe, Jauche und andere landwirtschaftliche Kontaminationen.
- Und bestrahltes Fleisch ist – auch wenn es frei von bestimmten Pathogenen sein mag – immer noch dasselbe minderwertige Produkt, das Steroide, Hormone, Antibiotika und mehr Zusatzprodukte aus dem Bereich der Massentierhaltung enthält. Es ist einfach nur frei von E-Coli Bakterien. Toll...
- Und dann sind da natürlich noch all die Unbekannten. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich so gefährlich ist, wie die Kritiker behaupten, aber ich bin mir auch sicher, dass es nicht so unbedenklich und sicher ist, wie die amerikanische Gesundheitsbehörde behauptet. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte und ich würde mir wünschen, dass wir das Ganze noch etwas vertagen könnten, bis wir zumindest etwas mehr wissen.
von Jonny Bowden, PhD | 09/09/08
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/question-of-nutrition-1

Bist Du einer dieser Rapsöl Typen, der nichts essen würde, das ein Gesicht hat? Oder bist Du eine Fisch essende Maschine, das so ziemlich jedes Tier essen würde, das kein Flohhalsband trägt?
Unabhängig von Deinem Standpunkt was fleisch- vs. pflanzenbasierte Ernährungsformen angeht, wirst Du wahrscheinlich, wenn Dein Ziel darin besteht, nackt gut auszusehen, irgend eine Art von essentiellen Fettsäuren in Supplementform zu Dir nehmen.
Leinöl und Fischöl sind die am häufigsten konsumierten Formen von essentiellen Fettsäuren und viele werden diese beiden Quellen essentieller Fettsäuren als untereinander austauschbar ansehen, aber diese beiden Öle unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht deutlich voneinander.
Während beide Öle reich an Omega-3 Fettsäuren sind, gibt es deutliche Unterschiede, die über die Tatsache hinaus gehen, dass Leinöl für Vegetarier geeignet ist, während dies bei Fischöl nicht der Fall ist. Gehen wir zunächst auf ein paar Grundlagen zum Thema essentielle Fettsäuren ein. Die beiden primären essentiellen Fettsäuren (EFAs) sind Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Diese Fettsäuren werden als essentiell angesehen, da Dein Körper sie nicht selbst herstellen kann und sie deshalb über die Nahrung zugeführt werden müssen.
|
Natürliche mehrfach ungesättigte Omega-3 Fettsäuren |
Mehrfach ungesättigte Omjega-6 Fettsäuren |
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Alpha-Linolensäure (LNA) |
Linolsäure (LA) |
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Stearidonsäure (SA) |
Gamma-Linolsäure (GLA) |
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Eicosapentaensäure (EPA) |
Arachidonsäure (AA) |
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Docosahexaensäure (DHA) |
|
Tabelle 1: Übernommen aus Fats that Heal, Fats that Kill von Udo Erasmus
Laut Untersuchungen von Simopoulos umfasst die typische westliche Ernährung etwa 20 Mal so viele Omega-6 wie Omega-3 Fettsäuren. Wenn man dies mit dem von Wissenschaftlern als ideal angesehenen Verhältnis von 2:1 vergleicht, wird schnell klar, wie suboptimal unsere Ernährung in dieser Hinsicht ist.
Es gibt drei Gründe für dieses ungesunde Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren in unserer Ernährung:
- Ein Mangel an Omega-3 Fettsäuren
- Ein exzessiver Konsum von Omega-6 Fettsäuren
- Eine Unfähigkeit des Körpers, über die Nahrung zugeführte Omega-3 Fettsäuren in vom Körper verwertbare Omega-3 Fettsäuren umzuwandeln
Der dritte Punkt ist der Knackpunkt: Kann Leinöl seine Aufgabe als Omega-3 Lieferant erfüllen?
Leinöl ist keine optimale Quelle für Omega-3 Fettsäuren
Vor 12 Jahren habe ich mich mit den Wirkungen von Fischöl näher beschäftigt, als ein Trainer in meinem Fitnessstudio über exzessiv trockene Haut an den Händen während der Winterzeit klagte. Seine Hände sahen so aus, als ob sie mit kleinen Schnitten übersäht wären, von denen einige sogar bluteten. Als ich ihn fragte, ob er Omega-3 Fettsäuren zu sich nehmen würde, sagte er mir, dass er täglich drei Esslöffel Leinöl einnehmen würde.
Bezug nehmend auf das, was ich damals gelesen hatte, empfahl ich ihm, das Leinöl durch Fischöl zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen zu ersetzen. Und das Resultat? Innerhalb weniger Tage heilten seine Hände vollständig ab – keine Risse und keine Blutungen mehr.
Warum konnte Leinöl seine Aufgabe nicht erfüllen?
Leinöl ist zwar eine der reichhaltigsten Quellen für Alpha-Linolensäure (ALA) und enthält über 50% ALA, weshalb es häufig als eine der besten Quellen für Omega-3 Fettsäuren bezeichnet wird. Das Problem besteht jedoch darin, dass die in Leinöl enthaltenen Omega-3 Fettsäuren im Körper nur unzureichend in die eigentlich wichtigen „Spieler“ umgewandelt werden kann. Bei den in Leinöl enthaltenen Omega-3 Fettsäuren handelt es sich um einfaches ALS, welches einen Vorläufer der magischen EPA und DHA Omega-3 Fettsäuren darstellt. Doch nur weil Leinöl die ALA Spiegel im Blut erhöht, bedeutet dies nicht, dass Dein Körper dieses ALA auch in EPA und DHA umwandeln wird. Als Bestätigung zeigte eine über 12 Wochen andauernde Studie, dass Leinöl nicht effizient in DHA umgewandelt wurde. Eine andere über 4 Wochen andauernde Studie zeigte, dass die EPA Konzentrationen, die mit Hilfe von Leinöl erreicht werden konnten, nur halb so hoch wie bei einer Verwendung von Fischöl ausfielen.
Die unzureichende Umwandlung von ALA in EPA und DHA hängt mit einer konkurrierenden Enzymhemmung zusammen. Basierend auf dem Fettsäure Flusschart unten gibt es eine Reihe von Zwischenschritten, die durchlaufen werden müssen, bevor ALA in EPA und anschließend in DHA umgewandelt werden kann.
Ein sehr wichtiges Enzym namens Delta-6-Desaturase (D6D) wird für diese Umwandlung benötigt.
Alpha-Linolensäure (Leinsamen)
↓
Δ-6 Desaturase
↓
Octadecatetraensäure
↓
Elongase Enzym
↓
Eicosatetraensäure
↓
Δ5 Desaturase
↓
Eicosapentaensäure (EPA)
↓
Elongase Enzym
↓
Docosapentaensäure
↓
Δ4 Desaturase
↓
Docosahexaensäure (DHA)
Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass die Menge an D6D abnimmt, während wir altern. Auch wenn wir nicht viel an den Zahlen auf unserer Geburtsurkunde ändern können, sollte angemerkt werden, dass auch Diabetes, Transfette, Alkohol und radioaktive Strahlung als Ursachen für sinkende D6D Spiegel identifiziert wurden.
Wenn Du ein regelmäßiger Leser dieser Site bist, dann dürftest Du wissen, wie wichtig die Blutzuckerkontrolle ist, weshalb Diabetes wahrscheinlich keinen Grund zur Sorge darstellen dürfte. Und wenn nackt gut auszusehen sich irgendwo auf Deiner Agenda befindet, wird Dein Transfettkonsum wahrscheinlich minimal und Dein Alkoholkonsum unterhalb der Level von Lindsay Lohan liegen.
Was die radioaktive Strahlung angeht, ist diese überall. Es gibt jedoch Wege, sie zu minimieren. Es gibt außerdem einige Schlüsselnährstoffe, die Du supplementieren kannst, um Deine D6D Kapazitäten aufzubauen und zu denen unter anderem Zink und Magnesium gehören. Die meisten von uns weisen einen Mangel an diesen beiden Supermineralstoffen auf, die für viele Aspekte der allgemeinen Gesundheit von entscheidender Bedeutung sind.
(Ein Tipp zu Magnesium: wenn Du die ganze Zeit über Gelüste nach Schokolade hast, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass Du unter einem Magnesiummangel leiden könntest. Wenn du also gerade Deinem Kind die Geburtstagstorte weggefressen hast, solltest Du Dir vielleicht etwas ZMA® besorgen.)
Eine zweite Chance für Leinsamen?
Auch wenn Leinöl wahrscheinlich kein effizientes Hilfsmittel darstellt, um die Mengen an EPA und DHA zu bekommen, die Dein Körper so dringend benötigt, besitzt Leinsamen trotzdem einige Vorzüge. Leinsamen sind in drei Darreichungsformen erhältlich: ganze Leinsamen, geschrotete Leinsamen und Leinöl. Ich bevorzuge es, wenn meine Klienten ganze Leinsamen oder geschrotete Leinsamen zu sich nehmen, da beide eine exzellente Quelle für Ballaststoffe darstellen. Ballaststoffe helfen dabei, den Darm zu reinigen und unterstützen die Blutzuckerkontrolle, was zu niedrigeren Körperfettspiegeln führen kann.
Ganze Leinsamen enthalten außerdem Lignane, von denen gezeigt werden konnte, dass sie die Östrogenspiegel beeinflussen. Viele meiner Klienten weisen Symptome hoher Östrogenspiegel auf und wenn ich Hormonuntersuchungen bei ihnen durchführen lasse, dann haben 90% von ihnen erhöhte Östradiolspiegel.
Es gibt zwei primäre Gründe hierfür. Nummer eins sind Östrogen nachahmende Verbindungen, die sich in unserer Umwelt wiederfinden und die als Xenoöstrogene bezeichnet werden. Wir werden zunehmend mit Xenoöstrogenen in Form von kontaminiertem Wasser und kontaminierten Nahrungsmitteln, Chemikalien wie Pestiziden und Herbiziden und Plastik, das Bisphenol A enthält, bombardiert. Das Hässliche an diesen kleinen Monstern ist, dass sie die Umwandlung von Cholesterin in Steroidhormone verändern.
Grund Nummer zwei ist die hohe Aktivität des Enzyms Aromatase. Die Aromatase ist ein Enzym, das Androgene wie Testosteron und Androstenedion in Östrogen umwandelt. Erinnerst Du Dich noch an all den Hype um Prohormone in den späten Neunzigern? Jeder hatte Visionen davon, den Spind von Mark McGuire zu knacken und Bic Macs Proportionen zu erreichen. Unglücklicherweise ist dies ein Paradebeispiel für etwas, das auf dem Papier gut aussah, aber im menschlichen Körper nicht funktionierte.
Das Hauptproblem bei Androstenedion bestand darin, dass es sowohl in Testosteron, als auch in Östrogen umgewandelt werden kann. Während einige Jungs also durch dieses Zeugs muskulöser und stärker wurden, wuchsen anderen Brüste und sie begannen ihre Trainingspartner zu fragen, ob ihre Trainingshosen ihren Po größer erscheinen lassen.
Um die Menge an Xenoöstrogenen, der Du ausgesetzt bist, zu reduzieren, ist das erste, was Du tun musst, die Menge an Xenoöstrogenen, der Du ausgesetzt bist, zu reduzieren. Begrenze die Verwendung von Plastik, bewahre Dein Essen in Glasbehältern anstelle von Plastik oder Tupperware auf und erhitze niemals Nahrungsmittel in einer Plastikverpackung in der Mikrowelle. Hierdurch gibst Du Deinem Körper regelrechte Xenoöstrogeninjektionen.
Was die Aromatase angeht ist dies die Stelle, an der die Lignane in ganzen Leinsamen ins Spiel kommen. Leinsamen stellen die reichhaltigste Quelle des Pflanzenlignans Secoisolariciresinol Diglucosid (SDG0) dar – ein Typ eines Phytoöstrogens, das von seiner Struktur endogenen Sexualhormonen ähnelt.
Nach dem Verzehr verstoffwechselt die Darmflora SDG zu Enterodiol (ED) und Enterolacton (EL), welche auch als Säugetier Lignane bezeichnet werden. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass ED und EL beide das Aromataseenzym hemmen.
Auch wenn ich Leinöl nicht als Quelle für Omega-3 Fettsäuren empfehle, würde ich den Verzehr von Leinsamen in geschroteter Form oder sogar als ganze Leinsamen zur Hemmung der Wirkungen des Aromataseenzyms empfehlen.
Nutze beide zu Deinem Vorteil
In unserer Welt von Frankenstein Nahrungsmitteln und toxischen Fetten ist es eine intelligente Idee Omega-3 Fettsäuren zu einer Top Priorität zu machen – aber sich hierbei auf Leinöl zu verlassen ist keine so gute Idee. Egal ob Dein Ziel darin besteht Muskeln aufzubauen, Fett zu verlieren oder Deine Leistungsfähigkeit zu steigern, ist eine tierische Quelle für essentielle Fettsäuren wie Fischöl sehr viel effektiver als Leinöl.
Aber schütte die Leinsamen nicht mit dem Fettsäurebadewasser aus. Ganze oder geschrotete Leinsamen haben immer noch wichtige Gesundheitsvorzüge zu bieten. Versuche ein qualitativ hochwertiges Fischölsupplement zu verwenden, um Deinen EPA und DHA Bedarf zu Decken und verwende etwas ballaststoffreiche ganze Leinsamen aufgrund ihrer Vorzüge bei Blutzuckerkontrolle und Aromatasehemmung. Auch wenn Dir dies vielleicht nicht dabei helfen wird, bei einer veganen Freundin zu landen, würde ich mich sehr wundern, wenn es Dir mit mehr Muskeln, weniger Fett und einer besseren allgemeinen Gesundheit schwer fallen würde, eine Fleischfresserin zu finden, die Dir Gesellschaft leistet.
Referenzen
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- Shimp JL, Bruckner L, Kinsella JE. The effects of dietary trilinoelaidin on fatty acid and acyl desaturases in rat liver. J Nutr. 1982 Apr;112(4):722-35.
Von Robert Yang

Wie Du eine Diät beendest ohne anschließend fett zu werden
Du hast Deine Bauchmuskeln gefunden – und jetzt?
Eine Diät zu machen ist eine Herausforderung, aber die nächste Phase wird sogar noch schwerer. Wenn Du nicht vorsichtig bist, dann können die Dinge recht schnell ziemlich hässlich werden. Einige bezeichnen es als „reverses Diäten“. Es ist die Phase nach der Diät und nach Beendigung der Kalorienrestriktion. Revers bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Du schrittweise wieder damit beginnst, Deine Kalorienzufuhr zu steigern. Das klingt einfach, aber Dein Körper arbeitet gegen Dich.
Das Stoffwechselproblem
Nach einer Fettabbaudiät besteht das Ziel darin, eine neue Erhaltungskalorienmenge zu finden. Diese Kalorienzufuhr ist die Menge an Kalorien, die Du benötigst, um Dein neues Körpergewicht aufrecht zu erhalten. Wie findest Du diese Kalorienmenge? Indem Du Deine Kalorien im Vergleich zu Deiner Kalorienzufuhr während der Diät langsam erhöhst. Aber da gibt es ein großes Problem.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sich Deine Stoffwechselrate nach einer länger andauernden Kalorienrestriktion verlangsamt. Aufgrund dieser reduzierten Stoffwechselrate bevorzugt Dein Körper auf physiologischer Ebene einen fettspeichernden Zustand. Nicht gut. Wenn Du Deinem Körper plötzlich wieder die Menge an Kalorien zuführst, die Du vor Beginn Deiner Diät zu Dir genommen hast, wird Du Körperfett aufbauen.
Es ist leicht sich für spezifische Mengen an Kalorien und Makronährstoffen zu entscheiden, auf die Du abzielen möchtest, aber der Hunger kann hierbei leicht ein Eigenleben entwickeln und Deine guten Vorsätze zu Nichte machen. Ein Löffel Eiscreme kann leicht zu einer ganzen Packung werden. Wenn dieses Szenario zur Gewohnheit wird, dann wirst Du einen rapiden Fettaufbau erleben, der von einem weicheren Erscheinungsbild, Verdauungsproblemen, mangelnder Energie und nachlassender Motivation begleitet wird.
Die Hungerspiele
Eine länger andauernde Kalorienrestriktion wird zu gesteigertem Hunger, einer reduzierten Stoffwechselrate und einer Abnahme der Aktivität führen.
Ein großer Teil hiervon hängt mit hormonellen Reaktionen wie Erhöhungen der Ghrelinspiegel – auch als Hungerhormon bekannt – und Reduzierungen der Spiegel von Stoffwechselhormonen wie T3 und T4 zusammen. Wissenschaftler haben dies beim Männern und Frauen aller Altersgruppen und Körpertypen, sowie bei Bodybuildern während der Wettkampfvorbereitung beobachtet.
Dr. David Ludwig sagt hierzu Folgendes „Irgendetwas hat unsere Fettzellen dazu gebracht, in einen Kalorien speichernden Turbomodus zu schalten, was zur Folge hat, dass sie zu viele Kalorien aufsaugen. Aus diesem Grund befinden sich zu wenige Kalorien im Blutkreislauf. Das Gehirn tut deshalb das, was es tun soll – es macht Dich hungrig.“
Nach einer Diät behaupten viele Menschen hungriger als während der eigentlichen Diät zu sein. Wenn Du Gewicht verlierst, nimmt Dein Hunger zu, während Dein Energieverbrauch durch eine Reduzierung der nicht trainingsinduzierten Thermogenese (NEAT, ein Maß für durch unbewusste Bewegungen verbrannte Kalorien) sinkt.
Das Gegenteil ist der Fall, wenn sich Dein Gewicht oberhalb seines “Set Points” befindet und Du über einen längeren Zeitraum mehr Kalorien zu Dir nimmst, als Du verbrauchst: Dein Appetit nimmt ab und Deine thermische Aktivität steigt.
Was können wir dagegen tun?
Als erstes solltest Du Nahrungsmittel essen, die Dir dabei helfen, Deinen Hunger zu minimieren. Nach einer Diät übersehen die Menschen die Nahrungsmittelquellen, die sie wählen und die Kaskade der hormonellen Reaktionen, die diese Nahrungsmittel hervorrufen. Die glykämische Last einer Mahlzeit hat eine Auswirkung auf den Hunger (Anmerkung: die glykämische Last beschreibt die Quantität und die Qualität von Kohlenhydraten in einem Nahrungsmittel oder einer Mahlzeit. Ein Stück Wassermelone und ein Donut haben denselben glykämischen Index aber eine sehr unterschiedliche glykämische Last.)
Denke einmal über Folgendes nach. Während einer Diät wählen die Menschen qualitativ hochwertigere, minimal verarbeitete Nahrungsmittel, die reich an Ballaststoffen sind und ein großes Volumen aufweisen. Sie tendieren zu Kohlenhydraten mit einem niedrigeren Glykämischen Index (z.B. Süßkartoffeln, grünes Gemüse, Vollkornhaferflocken) und versuchen mit weniger Kalorien und durch den Verzehr von Nahrungsmitteln mit einem höheren Mikronährstoffgehalt satt zu werden.
Doch nachdem er sich während der Diät so ernährt hat, scheint der Diätende zu vergessen, was ihm dabei geholfen hat, diesen Körper überhaupt erst zu erreichen und er wird sich unter Umständen sogar als dazu berechtigt ansehen, die Nahrungsmittel zu essen, auf die er während seiner Diät verzichtet hat.
Auch wenn der Diätende seine Fett- und Kohlenhydratmakronährstoffe mit Absicht erhöht hat, um die strenge Diät zu beenden, kann dieser Versuch, seine ernährungstechnische Situation wieder zu „normalisieren“ dazu führen, dass er mehr Hunger als zuvor verspürt. Dies ist ein Teil des Grundes dafür, dass der Verzehr stark verarbeiteter Nahrungsmittel, die einen rapiden Anstieg der Insulinspiegel bewirken, zu einer gesteigerten Fettspeicherung und mehr Hunger nach der Mahlzeit führen wird.
Um dies zu verstehen, müssen wir einen näheren Blick auf unsere Hormone werfen. Ein entscheidender Aspekt der Reaktion Deines Körpers auf eine Mahlzeit ist das, was mit den Hormonen Insulin und Glukagon geschieht. Insulin wird als anabol angesehen. Es transportiert Nährstoffe in Deine Leber, Deine Muskeln und unglücklicherweise auch in Deine Fettzellen. Glukagon wird als katabol angesehen. Es hilft dem Körper dabei, gespeicherte Nährstoffe wie Glykogen und Fett aufzubrechen.
Eine von Dr. Ludwig durchgeführte Studie untersuchte die Auswirkungen des glykämischen Index und die Hungerreaktionen. Die drei Untergruppen von Probanden bekamen unterschiedliche Mahlzeiten, die alle denselben Kaloriengehalt aufwiesen, doch eine Gruppe aß eine Mahlzeit mit niedriger glykämischer Last, eine Gruppe aß eine Mahlzeit mit mittlerer glykämischer Last und die dritte Gruppe aß eine Mahlzeit mit hoher glykämischer Last.
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Mahlzeit mit niedriger glykämischer Last |
Mahlzeit mit mittlerer glykämischer Last |
Mahlzeit mit hoher glykämischer Last |
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55g Vollei |
63,9g Vollkornhaferflocken |
60,9g Instant Haferflocken |
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45g Eiklar |
180g Milch (2%Fett) |
180g Milch (2%Fett) |
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40g fettarmer Käse |
15g Sahne |
15g Sahne |
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200g Spinat |
16g Fruktose |
19g Dextrose |
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30g Tomate |
0g Saccharin |
0,2g Saccharin |
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185g Grapefruit |
397g Wasser |
397g Wasser |
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115g Apfelscheiben |
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Makronährstoffe (% Kohlenhydrate/Protein/Fett) |
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40/30/30 |
64/16/20 |
64/16/20 |
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Energiedichte (KJ/g) |
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2,46 |
2,52 |
2,52 |
Bei der Gruppe mit hohem GI kam es zum stärksten Anstieg der Insulinspiegel, auf den ein Einbruch folgte. Bei dieser Gruppe kam es außerdem zur schwächsten Glukagon Reaktion. Dies ist ein Rezept für eine Fettspeicherung.
Ein anderes interessantes Resultat war die signifikante Erhöhung der Adrenalinspiegel bei der Mahlzeit mit hohem GI im Vergleich zu den Mahlzeiten mit niedrigem und mittlerem GI. Diese Insulinreaktion trägt stark zu einer Zunahme des Hungers bei, da sie eine Reaktion auf eine Situation des (Ver-) Hungerns nachahmt.
Das Coolste an dieser Studie ist, dass sie uns sagt, warum die Menschen ihre Kalorien- und Nährstoffziele trotz guter Absichten bei einem spezifischen Plan zu bleiben, überschreiten. Die Mitglieder der Gruppe, die die Mahlzeit mit dem höchsten glykämischen Index konsumierte, nahmen während der auf die Mahlzeit folgenden 5 Stunden sehr viel mehr Kalorien (600 bis 700 kcal mehr) als die Mitglieder der beiden anderen Gruppen zu sich. Gute Ernährungsgewohnheiten bei einer Mahlzeit aufrecht zu erhalten kann die Wahrscheinlichkeit, dass Du bei der nächsten Mahlzeit im Plan bleibst, also drastisch erhöhen.
Eine andere Studie zeigte sehr ähnliche Resultate. Bei dieser Studie handelte es sich um eine Doppelblindstudie im über Kreuz Design, bei der alle Gruppen dieselben Mengen an Makronährstoffen zu sich nahmen. Die Mahlzeiten unterschieden sich lediglich durch den GI der konsumierten Kohlenhydrate. Die Gruppe, die Kohlenhydrate mit einem höheren GI konsumierte, berichtete von mehr Hunger als die Gruppe, die Kohlenhydrate mit einem niedrigen GI konsumierte.

Das erstaunlichste Resultat war, dass bei der Gruppe, die die Kohlenhydrate mit hohem GI konsumierte, die Aktivität des Nucleus Accumbens signifikant erhöht war. Dieser Teil des Gehirns steht mit Abhängigkeit und Sucht in Verbindung. In diesem Bereich schüttet Dein Gehirn Dopamin aus, weshalb dieser Bereich auch als Wohlfühlzentrum des Gehirns bezeichnet wird. Diese Daten geben uns einen Hinweis darauf, warum viele Menschen das Gefühl haben, dass sie dem Drang zu essen nicht länger widerstehen können.
Wenn Dir also gesagt wird, dass alle Kohlenhydrate gleich sind und es egal ist, ob Du Deine Kohlenhydrate in Form von Süßkartoffeln oder Donuts zu Dir nimmst, dann solltest Du Dich daran erinnern, dass Dein Körper unabhängig von den Kalorien unterschiedlich auf diese Kohlenhydrate reagieren wird.
Wie Du den Wiederaufbau von Fett bekämpfen kannst
Iss Mahlzeiten mit einer niedrigen glykämischen Last. Wähle ballaststoffreiches Gemüse, Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischem Index und bleibe bei einer ausgewogenen Ernährung. Dies wird die hormonelle Kaskade nach einer Mahlzeit optimieren und Deine Gelüste reduzieren, so dass Du länger satt bleibst. Mit Deinem Körper anstatt gegen Deinen Körper zu arbeiten wird Dir dabei helfen, besser in der Spur zu bleiben.
Wenn Du unbedingt stark verarbeitete Nahrungsmittel in Deine tägliche Ernährung aufnehmen möchtest, dann iss diese vor dem Training. Dies mag vielleicht nicht optimal für die Leistungen sein, aber es wird Deinem Körper ermöglichen diese Glukose während des Trainings zu verwenden und die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass diese Glukose in Form von Fett gespeichert wird. Dies wird die negativen Reaktionen verhindern, die man sonst beobachten würde.
Ein anderer Tipp: Von unterschiedlichen Supplements wie Chromium Picolinate, Zimtextrakt und sogar Kurkuma konnte gezeigt werden, dass sie dabei helfen, die Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Dies kann die Art und Weise, auf die zusätzliche Kohlenhydrate in Deiner Ernährung verarbeitet und verwendet werden, verbessern, während gleichzeitig das Risiko für eine Fetteinlagerung minimiert wird.
Wie solltest Du Deine Kalorien erhöhen?
Du musst aus dem Kaloriendefizit herauskommen und versuchen herauszufinden, was Deine neue Erhaltungskalorienmenge ist. Der beste Ansatz hierfür wird abhängig davon variieren, wie schlank Du bleiben möchtest und wie Dein Körper auf eine Erhöhung der Kalorienzufuhr anspricht. Für einige wird es völlig in Ordnung sein, die tägliche Kalorienzufuhr um 500 kcal zu erhöhen, während andere einen konservativeren Ansatz wählen müssen.
Was diese Phase kompliziert macht ist die Tatsache, dass Du mehrere Kilo auf der Waage zunehmen kannst, ohne dass Du Fett aufbaust. Dies ist häufig lediglich das Resultat einer Wiederauffüllung der Glykogenspeicher und ein Wiederaufbau von intramuskulären Triglyzeriden. Du solltest Dir dieser Tatsache bewusst sein.
Du solltest Dich außerdem daran erinnern, dass es, auch wenn es wichtig ist, auf die Makronährstoffe zu achten, mindestens genauso wichtig ist, eine intelligente Nahrungsmittelauswahl zu treffen, die Deinen Hunger minimiert, so dass Du auf dem richtigen Weg bleibst.
Was ist mit Cardiotraining?
Der beste Weg Cardiotraining auszuführen wird von Person zu Person basierend auf zahlreichen unterschiedlichen Faktoren variieren: wie viel Cardiotraining Du früher ausgeführt hast, welche Art von Cardio, welche Intensität, usw. Die Verwendung von hochintensivem Intervalltraining (HIIT) als primäre Form des Cardiotrainings stellt nach einer Idee eine hervorragende Wahl dar.
HIIT wird Deinen EPOC (post-Exercise Oxygen Consumption) – auch als Nachbrenneffekt bekannt – signifikant erhöhen, was bedeutet, dass es Deinen in seiner Rate beeinträchtigten Stoffwechsel auf Touren bringen wird. Du wirst während des restlichen Tages mehr Kalorien verbrennen und besser mit den zusätzlichen Kalorien zurecht kommen, die Du nach der Diät zu Dir nimmst.
HIIT wird außerdem im Vergleich zu Cardiotraining mit niedriger Intensität Deine Kraftanpassungen an Dein Training mit Gewichten deutlich weniger stark bis überhaupt nicht beeinträchtigen. Wenn Du während Deiner Diät einen Kraftverlust erlebt hast, dann ist das letzte, was Du willst, dieses Kraftdefizit mit zu viel falschem Cardiotraining weiter zu verschlimmern.
HIIT kann Dir außerdem dabei helfen, Deine Muskelmasse aufrecht zu erhalten und konnte im Rahmen einiger Studien sogar eine Hypertrophiereaktion hervorrufen, während Cardiotraining mit gleichbleibender geringerer Intensität die Proteinsynthesereaktion (Muskelwachstum) auf ein Training mit Gewichten abschwächen kann.
Während sich Dein Stoffwechsel im Lauf der Zeit wieder erholt, solltest Du die Anzahl der Cardiotrainingseinheiten und deren Dauer reduzieren.
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Von Christopher Barakat
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/ditch-your-diet-stay-ripped