Ernährung

Was ist Intermittent Fasting?
Dieser Artikel wird die Vorzüge von Intermittent Fasting beleuchten und Dir einige einfache Mahlzeiten Templates liefern, um Dir den Start einfacher zu machen. Im Lauf der letzten Jahre hat die Menge an Informationen und Forschungsergebnissen zum Thema Ernährung, Mahlzeitentiming und Mahlzeitenfrequenz immer weiter zugenommen, während wir unsere Ernährungsgewohnheiten verändert haben, um sie an unsere Ziele anzupassen. Im Bereich der Bodybuilding- und Fitnesswelt wird von den meisten eine Ernährung empfohlen, die aus vielen über den Tag verteilten Mahlzeiten mit einem zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden besteht (für gewöhnlich 5 bis 6 Mahlzeiten pro Tag).
Heute werde ich Dir einen kleinen Einblick in einen sehr beliebten Ernährungslebensstil geben, der als Intermittent Fasting bezeichnet wird. Ich weiß, dass Du jetzt wahrscheinlich folgendes denken wirst: Fasten? Ist das wirklich etwas Gutes? Es klingt kontraproduktiv, wie kann das funktionieren? Was sind die Vorzüge des Fastens und wird es nützlich sein, wenn ich Muskelmasse aufbauen oder Fett verlieren möchte?
Lehn Dich zurück, entspanne Dich und genieße das, was Du lesen wirst. Für einige wird es magisch sein, für den Rest wird Intermittent Fastung vielleicht nicht zum individuellen Lebensstil passen. Die Botschaft dieses Artikels ist folgende: Intermittent Fasting eine Lifestyle Ernährung. Intermittent Fasting sollte zu Deinem Lebensstil passen und Dein Leben einfacher machen. Muss es jeder tun? Absolut nicht. Eine Menge Individuen, die mit Intermittent Fasting beginnen sehen diese im Nachhinein aufgrund der vielen Vorzüge, die Intermittent Fasting zu bieten hat, als die beste Entscheidung ihres Lebens an. Ich bin ein großer Fürsprecher der Aussage „Man sollte nichts reparieren, was nicht kaputt ist.“ Diejenigen, die es genießen fünf Mahlzeiten pro Tag zu essen und finden, dass dies besser zu ihren Zielen passt, sollten diesen Artikel jedoch zumindest lesen, da sie in ihm einige interessante Informationen finden werden.
Wo beginnen wir also mit Intermittent Fasting? Wie geht man bei Intermittent Fasting im Vergleich zum Verzehr von mehr über den Tag verteilten Mahlzeiten vor? Das Ganze ist eigentlich recht einfach. Intermittent Fasting (auch als IF bekannt) basiert auf einem 16:8 Fasten- zu Essfenster. Du fastest für 16 Stunden und isst nur während 8 Stunden des Tages etwas. Musst Du immer 16 Stunden fasten? Nein. Auch dies basiert auf Deinem Lebensstil. Der Erfinder von Intermittent Fasting. Martin Berkhan, verwendete diese Struktur als Ausgangspunkt. Martin sagt auch, dass Frauen basierend auf ihren Präferenzen von 14 bis 16 Stunden fasten können und auch Männer in diese Kategorie fallen können.
Die Prämisse ist folgende: dies ist eine Lifestyle Ernährung. Sie sollte zu Deinem Zeitplan passen. Solltest Du Dir Stress machen oder Dich aufregen, wenn Du aus irgendeinem Grund keine 16 Stunden fasten kannst? Absolut nicht. Es ist völlig in Ordnung, Dein Essfenster zu verlängern oder Dein Fastenfenster zu verkürzen, wenn die Gegebenheiten dies erforderlich machen. Musst Du immer innerhalb eines 8 Stunden Fensters essen? Absolut nicht. Wenn Du 20 Stunden lang fasten möchtest und nur während eines 4 Stunden Fensters essen möchtest, dann ist das in Ordnung. Hier dreht sich alles um persönliche Präferenzen und das, was am besten zu Deinem Lebensstil passt. Es mag vielleicht verrückt klingen, aber glaube mir, wenn Du die persönlichen Erfolge von Menschen siehst, die diesen Lebensstil befolgen, dann ist das wirklich atemberaubend. Intermittent Fasting funktioniert unabhängig von der Länge des Essfensters – sei es 8, 6 oder 4 Stunden lang. Intermittent Fasting kann Menschen mit einem sehr hektischen Lebensstil helfen, da sie es leichter finden könnten, nur während eines begrenzten Zeitfensters zu essen, anstatt X Mahlzeiten pro Tag vorzubereiten. Sie können dann essen, wenn sie Zeit haben und wann es am besten in ihren Zeitplan passt.
Wie sieht also ein Intermittent Fasting Tag aus? Dies kann stark variieren. Wie Martin Berkhan auf seiner Website sagt, hängt dies davon ab, wann Du das Fasten brichst (Deine erste Mahlzeit) und wann Du trainierst. Ich werde Dir deshalb mehrere mögliche Wege aufzeigen, auf die Du das Ganze angehen kannst.
Beispiele für Intermittent Fasting
Zuerst einmal kannst Du im Fastenzustand trainieren. Dies mag auf den ersten Blick vielleicht kontraproduktiv klingen, aber dem ist nicht so, wenn Du die zugrundeliegende Logik verstehst. Unabhängig davon, ob Definition, Masseaufbau oder eine Aufrechterhaltung Deiner bestehenden Muskelmasse Dein Ziel darstellen, werden Dir diese Richtlinien dabei helfen, Dein Training und Deine Ernährung zu planen.
Gehen wir davon aus, dass die fragliche Person in allen folgenden Beispielen ein Essfenster einhält, das von 12 Uhr mittags bis 20 Uhr abends andauert. Dies ist ein 8 Stunden Essfenster und die Fastenphase wird von 20 Uhr abends bis 12 Uhr Mittag am nächsten Tag andauern.
Training im Fastenzustand
Konsumiere 10 Gramm BCAAs vor und während Deinem Training, um eine Anregung der Muskelproteinsynthese zu fördern. Dies wird Deinem Körper dabei helfen in einem anabolen Zustand zu bleiben. Ja, BCAAs enthalten Kalorien (die aufgrund der Richtlinien für Nährwertangaben nicht auf dem Etikett angegeben sein müssen) aber diese Kalorien werden bei Deiner täglichen Gesamtkalorienzufuhr berücksichtigt.
Die erste Mahlzeit des Tages folgt auf Dein Training. Wie viele Mahlzeiten Du hiernach innerhalb Deines Essfensters zu Dir nimmst, liegt ganz bei Dir. Hier ist ein Beispiel:
- Fasten – Fasten von 20 Uhr am Vorabend bis 10 oder 11 Uhr morgens am Folgetag, worauf eine Einnahme von 10 Gramm BCAAs folgt
- Training – Gehe ins Fitnessstudio und ziehe Dein Training durch.
- Mahlzeit eins – 13 Uhr
- Mahlzeit zwei – 16 Uhr
- Mahlzeit drei – 19 Uhr
Schlüsselhinweise: Die BCAAs vor und während dem Training werden bei der täglichen Kalorienzufuhr mitgerechnet, was jedoch Dein Essfenster nicht startet. Wenn Du ein Pre-Workout Supplement verwendest, das Kohlenhydrate enthält, dann mach Dir deshalb keinen Stress. Martin Berkhan erlaubt bis zu 50 kcal innerhalb Deines Fastenfensters. Diese können von Milch oder Zucker im Kaffe oder einen Pre-Workout Supplement stammen. Mach Dir also keine Sorgen.
1-2 Pre-Workout Mahlzeiten
Sagen wir, dass Du nach dem Verzehr von ein oder zwei Mahlzeiten trainierst. Dein Setup könnte dann folgendermaßen aussehen:
- Erste Mahlzeit- 12 Uhr Mittags
- Training
- Mahlzeit zwei – 16 Uhr.
- Mahlzeit drei – 19/20 Uhr
Oder wenn Du zwei Mahlzeiten vor dem Training isst:
- Erste Mahlzeit- 12 Uhr Mittags
- Mahlzeit zwei – 15 Uhr
- Training
- Mahlzeit drei – 19/20 Uhr
Dies sind alles lediglich Vorschläge bezüglich dessen, was Du tun kannst. Wenn Du vier Mahlzeiten innerhalb von 8 Stunden essen willst, ist das völlig in Ordnung. Wenn Du zwei Mahlzeiten innerhalb von 4 Stunden essen willst, dann tue das. Es ist Deine Wahl. Obiges sind lediglich Beispiele, die Du befolgen kannst.
Was die Kalorien angeht, gibt es ein paar Dinge, die Martin Berkhan propagiert und die Du zur Kenntnis nehmen solltest:
- Die Mahlzeit nach dem Training sollte den größten Teil Deiner Kohlenhydrate und Kalorien umfassen. Eine gute Richtlinie besteht darin, mindestens 50 bis 60% Deiner täglichen Kalorien während dieser Mahlzeit zu konsumieren.
- Die Mahlzeiten vor dem Training sollten recht leicht sein. Doch auch dies ist lediglich eine persönliche Präferenz. Du weißt am besten, was Dein Magen verträgt. Ich erinnere mich daran, auf Martins Website gelesen zu haben, dass er Geflügel, etwas Obst und etwas Gemüse (400 bis 500 kcal) während einer solchen Mahlzeit zu sich nimmt. Optimal ist etwas kleines, das Dir etwas Protein liefert und Dir Energie für Deine Trainingseinheiten liefert. Wenn Du im Fastenzustand trainierst, dann vergiss diese Informationen.
- An Trainingstagen verwendet Martin Berkhan eine höhere Kohlenhydratzufuhr. Er verwendet gerne eine zyklische Kohlenhydrat- und Kalorienzufuhr. An trainingsfreien Tagen senkt er die Kalorienzufuhr und isst hierfür mehr Fett (auch das ist lediglich seine persönliche Präferenz). Spielt dies im Endeffekt eine Rolle? Absolut nicht. Wenn Du weißt, dass Du mit einer höheren Kohlenhydratzufuhr an jedem einzelnen Tag besser zurecht kommst, dann solltest Du dabei bleiben. Wenn Du jeden Tag dieselbe Menge an Kalorien essen möchtest, dann tue das. Tue das, was Dein Leben einfacher macht. Erinnere Dich immer daran, dass dies eine Lifestyle Ernährung ist, die zu Dir und Deinem Tagesablauf passen soll.
Nachdem wir jetzt eine generisches Verständnis davon haben, was Intermittent Fasting ist und wie wir einen Mahlzeitenplan basierend auf unserem Tagesablauf planen können, sollten wir uns als nächstes die Vorzüge von Intermittent Fasting ansehen.
Vorzüge von Intermittent Fasting
Begrenzt Intermittent Fasting den Muskelaufbau? Nicht wirklich. Du wirst keine Muskeln verlieren. Du isst ganz einfach Deine Kalorien innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne anstatt den ganzen Tag über kleinere Mahlzeiten zu Dir zu nehmen. Du wirst morgens fasten und Diätgetränke, Kaffee, Wasser, usw. trinken, bis es an der Zeit ist, Dein Fasten zu brechen. Was Du trinkst, ist Deine Wahl. Wie ich bereits erwähnt habe, kannst Du bis zu 50 kcal in Form von Milch/Zucker oder anderen Dingen zu Dir nehmen, wenn Dir dies dabei hilft, Deinen Appetit zu kontrollieren.
Zu Beginn kann Intermittent Fasting schwer sein, da Dein Körper an regelmäßige Mahlzeiten gewöhnt ist (was mit Ghrelin, dem Hungerhormon des Körpers zu tun hat), aber er wird sich im Lauf der Zeit anpassen.
Wenn Du mehr über das Hungerhormon lesen möchtest, dann kannst Du zahlreiche Artikel und Untersuchungen auf Martin Berkhans Seite Leangains.com finden. Ich erinnere mich gelesen zu haben, dass Martin folgendes über sein Schema des Ernährungs- und Fastenfensters gesagt hat:
"Ob Du es glaubst oder nicht – wir sind auch nur Tiere, wie der Rest der Welt. Wir sind nicht dafür gedacht aufzuwachen und gleich etwas zu essen. Wo würde dieses Essen herkommen? Wir würden jagen, um Nahrung zu finden und dann essen, ohne zu wissen, wann die nächste Mahlzeit folgt.“ Im Grunde genommen ist das wahr. Denke an Höhlenmenschen und wie sich diese ernährt haben. Waren einige von ihnen groß und stark? Mit Sicherheit. Gab es einige dürre Individuen mit nur wenig Muskeln? Ja. Aber das hängt im Endeffekt damit zusammen, wie viel Du insgesamt isst. Denke an Bodybuilder, die ihre Kalorien zählen und darauf achten jeden Tag ihre geplanten Mengen an Protein, Fett und Ballaststoffen zu bekommen. Wende dieses Schema auf einen kürzeren Zeitrahmen an. Genau das ist Intermittent Fasting.
Die 6 Mahlzeiten Theorie basierte darauf, eine kontinuierliche Zufuhr von Aminosäuren und Protein sicherzustellen. Das funktioniert natürlich, aber wenn Dein Körper ständig Nahrung/Kalorien verbrennt, dann verbrennt er nicht immer auch Fett und arbeitet auch nicht immer daran, Dich schlank zu halten. Die Gesamtkalorien sind das, was die größte Rolle spielt – und nicht wie Du sie isst. Die Wahrheit ist, dass der Verzehr von 6 Mahlzeiten pro Tag im Vergleich zu Intermittent Fasting keine Vorzüge mit sich bringt, wenn es um die Aufrechterhaltung von fettfreier Körpermasse, die Fettverbrennung, Zuwächse an Muskelmasse, eine Erhöhung der natürlichen körpereigenen Wachstumshormonausschüttung, eine Erhöhung der Serotoninspiegel, usw. geht. Martin Berkhan behandelt alle entsprechenden Studien im Detail, aber ich möchte Dir an dieser Stelle nur einen kurzen Überblick über diese Ernährungsform und was sie zu bieten hat, geben. Hier ist ein weiterer Grund dafür, dass ich glaube, dass weniger Mahlzeiten besser sind. Layne Norton hat eine berüchtigte Muskelproteinsynthesestudie durchgeführt. Im Rahmen seiner Studie zeigte Layne, wie der Verzehr von Mahlzeiten mit einem zeitlichen Abstand von 4 bis 6 Stunden in Kombination mit Leucin (welches sich in BCAA Produkten wiederfindet) die Muskelproteinsynthese maximieren kann.
Wie ist dies möglich? Nun, häufiger zu essen ist in der Tat kontraproduktiv für den Muskelaufbau und eine Anregung der Muskelproteinsynthese, da die Proteinspiegel nie die Chance bekommen, wieder auf ihren Ausgangspunkt abzusinken, bevor sie wieder erhöht werden. Im Grunde genommen hilft die längere Pause zwischen den Mahlzeiten dabei, die Muskelproteinsynthese zu maximieren und die Verwendung von BCAAs zwischen den Mahlzeiten, um die Proteinspiegel zu erhöhen erlaubt einen längeren Abstand zwischen den Mahlzeiten. Ist dies ein weiteres Argument gegen regelmäßiges Essen? Absolut, und es gibt mehr Untersuchungen, die Intermittent Fasting untersuchen. Wir haben noch nicht einmal Alan Aragon und seine Untersuchungen, die er in seinem Buch „Girth Control“ beschrieben hat, erwähnt. Dieses Buch stellt zusammen mit den Büchern von Lyle McDonald eine gute Lektüre da.
Intermittent Fasting und Supplements
Benötigen wir wirklich Supplements? Ich würde die Verwendung von BCAAs unabhängig davon, ob Du im Fastenzustand trainierst oder nicht, in Betracht ziehen. Ich bin ein Anhänger von BCAAs, da diese im Vergleich zu vollwertiger Nahrung oder Wheyprotein, welche über mehrere Stunden verdaut werden, praktisch sofort verdaut werden.
Was verlieren wir während des Trainings? Glutamin und Aminosäuren, falls Du im Fastenzustand trainierst. Diese sind essentiell, wenn Du nüchtern trainierst. Wenn Du vor dem Training eine Mahlzeit zu Dir nimmst, würde ich sie zumindest als optimal ansehen, aber ich bin auch jemand, der lieber auf Nummer Sicher geht. Ich würde zusätzlich zu BCAAs folgende grundlegende Supplements empfehlen:
- Wheyprotein
- Ein Multivitaminpräparat
- Fischöl
- Kreatin
Diese Supplements sollten auf täglicher Basis konsumiert werden. Du solltest sie während Deines Essfensters zu Dir nehmen.
Hier sind noch ein paar Empfehlungen, die ich bezüglich Training und Cardio hervorheben möchte. Martin Berkhan ist ein großer Befürworter von Cardiotraining mit gleichbleibender niedriger Intensität, was Aktivitäten wie Gehen oder Ähnliches umfasst. Er propagiert diese Form des Cardiotrainings (z.B. 20 bis 30 Minuten schnelles Gehen) während des Fastenfensters. Dies könnte mehrmals pro Woche (2 bis 3 Mal wöchentlich) erfolgen. Nichts Verrücktes was Geschwindigkeit oder Steigung angeht (falls Du willst, kannst Du auch ein Laufband verwenden) – bringe einfach Deinen Kreislauf etwas in Wallung. Wenn Du HIIT Training (hochintensives Intervalltraining) ausführen möchtest, empfiehlt Martin Berkhan die Einnahme von BCAAs vor dem HIIT oder eine Ausführung während des Essfensters. Abhängig von Deinen Zielen (Definition/Masseaufbau/Körperrekompositionierung) wird die Menge an Cardiotraining variieren. Was das Training angeht hat Martin Berkhan eine gute Beschreibung von RPT (reverses Pyramidentraining) auf seiner Website veröffentlicht. Aber im großen Schema der Dinge ist Intermittent Fasting eine Lifestyle Ernährungsform, was bedeutet, dass Du das Training verwenden solltest, das am besten zu Dir passt.
Fazit
Es gibt ein paar weitere Schlüsselpunkte, die ich adressieren möchte, bevor ich diesen Artikel abschließe. Wenn etwas wie eine Einladung zum Essen oder andere soziale Ereignisse Deinem Fastenfenster in die Quere kommen, dann lebe einfach Dein Leben und mache Dich nicht zum Sklaven Deiner Ernährung.
Intermittent Fasting für einen Tag oder eine Mahlzeit zu unterbrechen, wird nicht über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Hake es ab und mache am nächsten Tag wie gewohnt weiter. Zähle Deine Kalorien, wenn Du kannst und mache weiter. Manchmal ist das Leben wichtiger als eine Mahlzeit. Tiefgreifendere Informationen bezüglich Studien und Untersuchungen, sowie weitere Informationen zu Intermittent Fasting kannst Du auf Martin Berkhans Website www.leangains.com finden. Diese Seite ist mit tollen Artikeln vollgepackt, die seine Aussagen zum Training im Fastenzustand, Cardio im Fastenzustand und Fettabbau unterstützen und viele weitere Aspekte von Intermittent Fasting betrachten. Dieser Artikel ist lediglich als allgemeine Einführung gedacht, um Dir eine Vorstellung von Intermittent Fasting und wie Du es in Dein Leben integrieren könntest, zu geben. Intermittent Fasting basiert auf einem 16 Stunden Fastenfenster und einem 8 Stunden Essfenster. Ob eine Person diese 16 Stunden fasten oder die Fastenphase erweitern möchte, ist eine Sache persönlicher Präferenzen. Einige Menschen erweitern Ihr Fastenfenster auf 20 stunden und genießen 2 bis 3 große Mahlzeiten innerhalb eines sehr kurzen Essfensters, während andere die 8 Stunden Zeitspanne voll nutzen, um ihre Mahlzeiten über ein größeres Zeitfenster zu verteilen. Ich kann jedem nur wärmstens empfehlen, ein Programm zur Kontrolle der Nahrungszufuhr zu verwenden, das Dir dabei hilft, Deine Kalorienzufuhr zu berechnen und zu überwachen. Ein solches Programm wird Dir außerdem dabei helfen, Deine Protein-, Kohlenhydrat- und Fettzufuhr zu überwachen.
Der nächste Schritt besteht darin, Dein Essfenster festzulegen (wie ich dies im Beispiel oben von 12 bis 20 Uhr getan habe). Wenn Du ein spätes Mittagessen um sagen wir 14:00 Uhr hattest, könnte dies den Anfang Deines Essfensters markieren. Das Essfenster könnte dann bis 22 Uhr andauern oder basierend auf dem, was in Deinem Leben vor sich geht, auch früher beendet werden. Es gibt eine Menge Spekulationen bezüglich des Themas der Mahlzeitenfrequenz, des Timings der Mahlzeiten und der Ernährung, doch Martin Berkhan vertritt hier einen festen Standpunkt, der auf seinen Erfahrungen und den Erfahrungen seiner Klienten basiert. Diejenigen, die diesen befolgen, profitieren von den Vorzügen und werden auch in Zukunft weiter „predigen“, dass dies das Beste ist, was sie jemals für ihr Leben und ihren Körper getan haben.
Einige Menschen genießen Fasten mit größeren Mahlzeiten, während andere es bevorzugen viele über den Tag verteilte Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Im Endeffekt muss jeder für sich selbst herausfinden, was das Beste für ihn ist. Gib Intermittent Fasting für 8 bis 10 Wochen eine Chance und entscheide dann basierend auf Deiner Stimmung, Deiner Energie und Deinem Training.
Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/understanding-intermittent-fasting

Gewicht zu verlieren muss kein Geheimnis sein. Die folgenden Fettabbautipps liefern Dir praktische Ratschläge aus der realen Welt, die Dir dabei helfen können, noch heute auf den richtigen Weg zu kommen.
Möchtest Du Fett verlieren?
Fettabbau kann wie ein Mysterium und manchmal nahezu unmöglich erscheinen und wenn Du ihn einmal erreicht hast, kann es genauso schwer scheinen, diese Erfolge aufrecht zu erhalten. Und die meisten von uns möchten nicht einfach nur Fett verlieren, sondern gleichzeitig auch gut aussehen und einen hohen Grad an Muskeldefinition erreichen. Die folgenden Fettabbautipps können Dir dabei helfen Gewicht zu verlieren, Muskeln aufrecht zu erhalten, oder sogar hart und definiert zu werden und diesen Sixpack zu erreichen, nach dem Du strebst.
100 Fettabbau Tipps
1) Anstatt einfach einen Diätplan auszuwählen, solltest Du Dich darauf konzentrieren, einen neuen Lebensstil zu entwickeln. Wenn Dein Ernährungsplan nicht dauerhaft aufrechterhaltbar ist, wenn Du einmal Fett verloren hast, dann ist das Risiko groß, dass Du schnell wieder das Meiste von dem zunimmst, was Du abgenommen hast, da Du wieder in alte Gewohnheitsmuster verfällst.
2) Eliminiere so viel raffinierten weißen Zucker aus Deiner Ernährung, wie möglich. Hierzu gehören auch verarbeitete Nahrungsmittel mit zugesetztem raffiniertem weißem Zucker.
3) Eliminiere so viel weißes Mehl aus Deiner Ernährung, wie möglich. Hierzu gehören auch verarbeitete Nahrungsmittel, die weißes Mehl enthalten.
4) Verwende keine Hungerkur um abzunehmen. Eine Hungerkur ist der schlechteste Weg, Gewicht zu verlieren. Du wirst nicht nur wertvolle Muskelmasse verlieren, sondern riskierst auch substantielle Mengen des verlorenen Gewichts wieder zuzunehmen, sobald diese Hungerkur einmal vorbei ist. Männer sollten nicht weniger als 1800 kcal pro Tag zu sich nehmen und Frauen nicht weniger als 1200 kcal pro Tag.
5) Essen spät am Abend ist in Ordnung und wird auch Deinen Fettabbau nicht verlangsamen, wenn Deine tägliche Gesamtkalorienzufuhr vernünftig ist und sich im Einklang mit Deinen Fettabbauzielen befindet.
6) Du brauchst kein Cardiotraining, um Fett zu verlieren. Auch wenn Cardiotraining nützlich ist, um die allgemeine Gesundheit zu verbessern, musst Du nicht zwingend Cardiotraining ausführen, wenn sich Deine tägliche Gesamtkalorienzufuhr im Einklang mit Deinen Fettabbauzielen befindet.
7) Wenn Du mit einem Gewichtsabbauplan beginnst, solltest Du Dich nicht zu tief in Dein Training stürzen und versuchen an jedem Tag der Woche zu trainieren. Beginne langsam mit Trainingseinheiten mit niedriger Intensität und steigere Umfang und Intensität langsam, wenn Du bisher keinen oder wenig Sport getrieben hast. Wenn Du zu Beginn einen zu starken Muskelkater bekommst, oder ständig erschöpft bist, dann riskierst Du, schnell Deine Motivation zu verlieren.
8) Erlaube Dir eine Schummelmahlzeit oder eine Stunde pro Woche, während der Du etwas essen darfst, das sich nicht auf Deinem Diät Ernährungsplan befindet – natürlich in vernünftigem Umfang! Iss nicht gleich eine Familientüte Chips und eine Großpackung Eiscreme.
9) Fette Nahrungsmittel machen Dich nicht fett – exzessive Mengen an täglich konsumierten Kalorien werden Dich fett machen. Stelle sicher, dass Du im Rahmen Deines Diäternährungsplanes mindestens 20% Deiner Kalorien in Form von gesunden Fetten zu Dir nimmst.
10) Wenn Du während des Fettabbaus so viel Muskelmasse wie möglich aufrecht erhalten willst, dann gehe NICHT zu leichteren Gewichten und höheren Wiederholungszahlen über. Trainiere stattdessen mit derselben Intensität und denselben Gewichten wie vor der Diät. Wenn Du Deinem Körper zu verstehen gibst, dass er nicht all seine Kraft braucht, über die er im Augenblick verfügt, dann ermutigst Du ihn dazu, Muskelmasse abzubauen.
11) Menschen, die spät abends viel essen, sollten Intermittent Fasting in Betracht ziehen. Bei dieser Ernährungsstrategie isst Du 16 bis 20 Stunden pro Tag lang nichts und konsumierst den Großteil Deiner Kalorien während der verbleibenden 4 bis 8 Stunden. Dies erlaubt große abendliche Mahlzeiten, so lange Du innerhalb Deines täglichen Kalorienlimits bleibst.
12) Definierte Bauchmuskeln werden in der Küche gemacht. Endlose Mengen an Crunches und Situps auszuführen wird keinen Sixpack formen. Nur ein Gewichtsabbau wird dies bewirken und dieser macht eine geringere Kalorienzufuhr pro Tag notwendig. Trainiere Deine Bauchmuskeln wie jede andere Muskelgruppe – mit einer vernünftigen Anzahl von Sätzen.
13) Erlaube es Dir, Dein wöchentliches Schummelzeitfenster um gesellschaftliche Ereignisse und Ereignisse Deines Lebens zu planen, so dass Du es Dir nicht verkneifen musst, ein wenig mit Deiner Familie oder mit Freunden zu feiern.
14) Stelle sicher, dass Du reichlich trinkst und hydriert bleibst.
15) Süchtig nach Eiscreme? Probiere zuckerfreien Pudding, der mit fettarmer Milch zubereitet wurde aus, wenn Du diese Gelüst auf Eiscreme bekommst.
16) Du hasst Gemüse? Spinat lässt sich gut in den meisten Nahrungsmitteln „verstecken.“ Platziere einfach geschnittenen Spinat mit einer geringen Menge an Öl in einer Teflonpfanne und erhitze ihn vorsichtig, bis er zusammenschrumpft. Füge dann diesen Spinat zu Deiner Lieblingsmahlzeit hinzu. Er ist nahezu geschmacksneutral und wird eine Tonne an Nährstoffen zu Deiner Ernährung hinzufügen.
17) Versuche nicht einfach nur Fett zu verlieren, arbeite daran, Muskeln aufzubauen. Zusätzliche Muskelmasse erhöht Deine Stoffwechselrate, was Dir erlaubt jeden Tag ein wenig mehr zu essen, ohne zuzunehmen.
18) Stelle sicher, dass Du reichlich Protein zu Dir nimmst, was insbesondere dann gilt, wenn Du trainierst. Männer sollten auf mindestens 150 Gramm pro Tag und Frauen auf mindestens 100 Gramm pro Tag abzielen.
19) Es ist besser einfach zu versuchen gesünder zu essen, als einfach irgendeine Modediät durchzuführen.
20) Versuche auf alle Getränke mit Kalorien zu verzichten. Kalorien aus Getränken summieren sich schnell auf.
21) Säfte aus dem Supermarkt stellen keine besonders gesunde Wahl dar. Ihnen fehlt es am Fruchtfleisch. Im Fruchtfleisch befindet sich der größte Teil des Nährwertes von Obst, was bedeutet, dass Du primär Zucker und leere Kalorien trinkst. Du bist besser damit beraten, einfach Obst zu essen.
22) Lust auf Süßes? Erdbeeren und Blaubeeren haben nur wenige Kalorien. Du kannst von diesen Nahrungsmitteln im Lauf des Tages fast so viel essen, wie Du willst, ohne Dir Gedanken darüber machen zu müssen, Fett aufzubauen.
23) Trinke direkt vor jeder größeren Mahlzeit 350 ml Wasser. Zusätzlich solltest Du auch während der Mahlzeit Flüssigkeit zu Dir nehmen. Dies wird dabei helfen, Deinen Magen zu füllen und Deinen Drang danach zu reduzieren zu viel zu essen.
24) Findest Du Stairmaster Cardio todlangweilig? Du musst Dich nicht zum Sklaven der Maschinen machen lassen. Formen des Trainings, die Spaß machen, werden fast genauso viele Kalorien verbrennen, wenn nicht sogar mehr. Gehe mit dem Hund spazieren, spiele Minigolf, habe Sex, schwimme oder spiele mit den Kindern.
25) Du solltest wissen, dass Cardiotraining keine magische Silberkugel für einen Gewichtsverlust ist. Wenn Du 3 Kilometer auf dem Laufband läufst, wirst Du nicht einmal die Kalorien eines Schokoriegels verbrennen. Du bist besser damit beraten, zuerst Deine Ernährung in den Griff zu bekommen, bevor Du Cardiotraining mit in Deinen Plan aufnimmst.
26) Bereite Deine wöchentlichen Arbeitsmahlzeiten im Voraus zu. Dies wird es weit weniger wahrscheinlich machen, dass Du Dir Fastfood aus dem Automaten oder der Kantine holst.
27) Nimm gesunde Snacks wie Obst, Käse, Mandeln, usw. mit zur Arbeit.
28) Habe immer eine Packung zuckerfreien Kaugummi auf der Arbeit, im Auto und zu Hause zur Hand. Kaue einen Kaugummi für 15 Minuten, wenn Du Gelüste nach einem Snack bekommst. Dies wird Dir etwas anderes geben, auf das Du Dich konzentrieren kannst.
29) Erlaube Dir 10% Deiner täglichen Kalorien in Form von „Junkfood“ zu Dir zu nehmen. Ein kleines Bisschen Schokolade kann unter Umständen genau das sein, was Du brauchst, um durch einen schlechten Tag zu kommen.
30) Habe immer etwas dunkle Schokolade zur Hand und erlaube Dir genau ein Stück davon zu essen, wenn Du Gelüste auf etwas Süßes bekommst.
31) Supplementiere mit einem guten Multivitaminprodukt.
32) Supplementiere mit Fischöl. Fischöl unterstützt die Gesundheit der Gelenke, die Gehirnfunktion und vieles mehr.
33) Verwende Proteinsupplements als Hilfe, um Deinen täglichen Proteinbedarf zu decken. Diese sind sehr kalorienarm und bequem.
34) Gehe abends früher zu Bett. Je früher Du schlafen gehst, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Du Dich an mehr Snacks vergreifst.
35) Gibt ein Kollege im Büro etwas aus? Gehe nicht einmal in die Nähe der Nahrung. Schaue Dir das Essen nicht einmal an. Halte Dich komplett fern davon!
36) Wenn Du die Wahl zwischen Getreide und Obst und Gemüse hast, dann bist Du besser damit beraten, das Obst und das Gemüse zu essen.
37) Umgib Dich mit positiven und erfolgreichen Menschen, die auf dieselben Ziele wie Du hinarbeiten oder die bereits das erreicht haben, was Du zu erreichen versuchst.
38) Engagiere einen guten, erfahrenen persönlichen Trainer, der Erfahrung mit Bodybuilding oder Athleten der Figurklasse hat. Sie sind Meister der Disziplin und werden Dir viel beibringen können.
39) Analysiere Situationen oder Orte, die Dich dazu bringen, zu viel zu essen und versuche diese zu meiden.
40) Wirst Du langsam verrückt und planst ein Fressgelage? Wähle ein Steak, endlose Mengen an Nüssen und/oder Obst anstelle von Junkfood. Es ist weitaus besser, sich an gesunden Nahrungsmitteln zu überfressen, als zu viel Junkfood in sich hinein zu stopfen.
41) Bringe keine Nahrungsmittel mit nach Hause, die Dich in Versuchung bringen können. Niemals. Keine Ausreden.
42) Versuche, wenn möglich immer dann am Tag zu trainieren, wenn Du die meiste Energie hast. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Motivation verlierst und überhaupt nicht trainierst, wird viel geringer sein.
43) Verwende bei Deinen Trainingseinheiten die effektivsten Übungen – primär Mehrgelenksübungen. Mehrgelenksübungen sind am intensivsten und geben Dir den meisten Gegenwert für Deine Anstrengungen.
44) keine Zeit für Cardiotraining? Reduziere die Pausenlänge zwischen Deinen Trainingssätzen mit Gewichten auf 15 bis 30 Sekunden. Dies wird Deine Herzfrequenz nach oben bringen und Kalorien verbrennen.
45) Verlängere für einen Intensitätsschub bei Deinem Training mit Gewichten die Dauer Deiner Wiederholungen auf 4 Sekunden. Dies wird jeden Satz sehr fordernd machen.
46) Ziehe ein hochintensives Intervalltraining (HIIT Cardio) anstelle Deines regulären Cardiotrainings auf dem Laufband in Betracht. Studien deuten darauf hin, dass HIIT ein sehr effektiver Fatburner ist.
47) Nimm überall die Treppe statt den Aufzug.
48) Parke möglichst weit von Deinem Ziel weg - überall.
49) Vermeide verarbeitete Nahrungsmittel so weit wie möglich. Verwende folgende Regel, wenn Du Nahrungsmittel kaufst: je weniger Zutaten und Chemikalien, desto besser!
50) Meide Margarine. Sie ist ein „Fake Food.“ Du bist besser damit beraten eine kleine Portion Butter zu essen. Butter weist eine hohe Nährstoffdichte auf und kann bei angemessener Verwendung viel zum Nährwert einer Gewichtsabbaudiät beitragen.
51) Verzichte auf Alkohol. Das sind nur verschwendete Kalorien.
52) Ziehe in Betracht, 3 Ganzkörpertrainingseinheiten pro Woche auszuführen. Diese sind intensiver, als sie auf den ersten Blick erscheinen werden, da sie Deinen ganzen Körper anstelle von lediglich ein oder zwei Muskelgruppen trainieren.
53) Achte darauf, genug Schlaf zu bekommen! Mache Nickerchen, wenn Du die Möglichkeit dazu hast. Du wirst eher dazu neigen zu viel oder das Falsche zu essen, wenn Du müde und schwach bist.
54) Ein Training am Morgen könnte genau das sein, was Du brauchst, um Deinen langsamen Stoffwechsel in Schwung zu bringen.
55) Während der ersten Woche wird der Gewichtsverlust außergewöhnlich hoch ausfallen. Dein Körper scheidet aufgrund der niedrigeren Kohlenhydrat- und Natriumzufuhr und der geringeren Anforderungen an die Verdauung überschüssiges Wasser aus. Erwarte nicht auch während der nächsten Wochen weiterhin Gewicht mit dieser Geschwindigkeit zu verlieren.
56) Kontrolliere Deinen Gewichtsverlust während der ersten zwei oder drei Wochen Deiner Diät. Wenn Du nicht schnell genug Gewicht verlierst, dann reduziere die tägliche Kalorienzufuhr um 200 kcal und halte die Kalorienzufuhr für zwei weitere Wochen stabil, bevor Du erneut Anpassungen vornimmst.
57) Eine zyklische Kohlenhydratzufuhr kann eine effektive Vorgehensweise zur Unterstützung des Fettabbaus sein. Nachdem Du Deine tägliche Proteinzufuhr bestimmt hast und 20 bis 30% Deiner täglichen Kalorien für gesunde Fette abgezogen hast, kannst Du Deine durchschnittliche tägliche Kohlenhydratzufuhr bestimmen und dann Tage mit hoher, moderater und niedriger Kohlenhydratzufuhr im Lauf der Woche so einplanen, dass Du im Wochendurchschnitt bei dieser durchschnittlichen täglichen Kohlenhydratzufuhr bleibst. Verwende diese Tage zyklisch.
58) Diätpillen werden Deine Ernährungsgewohnheiten nicht verändern. Du musst Dir einen neuen Ernährungsstil angewöhnen – vorzugsweise einen, der sich auf eine gesunde Ernährung konzentriert.
59) Steigere Deine Trainingsleistungen mit Kreatin. Kreatin ist eines der am besten untersuchten Supplements auf diesem Planeten und es ist darüber hinaus auch relativ kostengünstig.
60) Pre-Workout Booster können Dir die notwendige Energie verleihen, um eine mittelmäßige Trainingseinheit zu einer hardcore Trainingseinheit zu machen. Wenn Du Dich während des Trainings müde fühlst oder Dir der notwendige Drive fehlt, dann probiere ein paar unterschiedliche Pre-Workout Formeln aus.
61) Iss kleinere, häufigere Mahlzeiten. Hierdurch wird Deine nächste Mahlzeit nicht zu weit weg sein, wenn Du beginnst, Dich hungrig zu fühlen.
62) Verwende ein getestetes und bewährtes Trainingsprogramm. Geh nicht einfach ins Fitnessstudio und tue das, was Dir gerade in den Sinn kommt. Je fokussierter Du auf Dein Training bist, desto besser werden Deine Resultate ausfallen.
63) Schaue Dir, bevor Du essen gehst, die Speisekarte online an und suche Dir im Voraus einige gesunde Optionen aus.
64) Iss langsam und genieße den Geschmack Deines Essens. Dies wird außerdem verhindern, dass Du mehr isst, als Du brauchst, um satt zu werden, da Dein Gehirn mehr Zeit haben wird, mitzubekommen, wann Dein Magen voll ist.
65) Verwende einen kleineren Teller oder eine kleinere Schüssel. Es ist dann leichter, diesen zu überladen.
66) Iss nicht mehr als eine Portion eines spezifischen Nahrungsmittels auf einmal. Eine Portion ist nicht größer als Deine geballte Faust.
67) Verwende bei Deinen Hauptmahlzeiten, die „ein Drittel“ Regel. Fülle Deinen Teller mit einem Drittel Gemüse, einem Drittel Kohlenhydraten und einem Drittel Fleisch/Protein.
68) Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass Glutamin dabei helfen könnte einen Muskelabbau zu verhindern und je mehr Muskeln Du während einer Diät aufrechterhältst, desto besser.
69) Ziehe eine CLA Supplementation in Betracht. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass dieses dabei helfen könnte Körperfett zu reduzieren und es ist außerdem toll für die allgemeine Gesundheit.
70) Stelle Dir Deine eigene Speisekarte zusammen – eine Speisekarte, die gesunde Beilagen und gesunde Dessert Variationen umfasst. Stelle sicher, dass Du alle Zutaten für diese Gerichte zu Hause hast, so dass Du Dir auf Wunsch alles hiervon zu jeder Zeit zubereiten kannst.
71) Miste Deine Schränke aus. Wirf alles weg, was Du nicht länger essen wirst. Dies ist so etwas wie ein kleiner „Reset“ Knopf.
72) Probiere etwas neues und anderes wie Hot Yoga, Wandern oder Spinning Kurse aus.
73) Schaue Dir Gewichtabbauprogramme wie Biggest Loser im Fernsehen an, um Dich zu motivieren.
74) Lies Erfolgsberichte, die Du auf vielen Sport und Bodybuilding Seiten finden kannst. Diese sind nicht nur motivierend, sondern können auch einige praktische Tipps enthalten.
75) Führe ein Trainingstagebuch. Du kannst Deine Fortschritte inzwischen auch über Handy Apps oder online auf zahlreichen Fitness Sites protokollieren und überwachen.
76) Führe ein Ernährungstagebuch. Dies wird Dir dabei helfen, Deine Kalorien und Deine Makronährstoffe (Protein, Kohlenhydrate und Fett) genau zu kontrollieren.
77) Nimm Dir für jede Stunde, die Du fernsiehst, 5 Minuten Zeit und führe irgendeine Art von Training aus – Kettlebell Schwingen, Situps, Laufband, usw. Dies kann sich pro Woche leicht auf 2 bis 3 Cardio Trainingseinheiten aufsummieren.
78) Versuche Deinen Partner dazu zu überzeugen mitzumachen. Fettabbau ist leichter, wenn Dein Partner mit Dir zusammen arbeitet.
79) Iss mehr Ballaststoffe. Diese helfen dabei, die Verdauung zu verlangsamen und werden Dich länger satt halten.
80) Fährst Du in Urlaub? Dann plane ein paar Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren.
81) Sei bei fettarmen Nahrungsmitteln vorsichtig, da diese häufig zugesetzten Zucker enthalten, um sie schmackhafter zu machen.
82) Sei bei zuckerarmen Nahrungsmitteln vorsichtig, da diese häufig zugesetztes Fett enthalten, um sie schmackhafter zu machen.
83) Iss mehrere Portionen Obst pro Tag. Diese Snacks können Dir dabei helfen, Phasen mit Gelüsten nach Süßigkeiten oder Snacks besser durchzustehen.
84) Du hasst Fisch? Probiere Talapia aus. Er ist nahezu geschmacksneutral und Du findest ihn in vielen Supermärkten.
85) Führe Cardiotraining nach dem Training mit Gewichten und nicht davor aus. Die Aufrechterhaltung Deiner Muskelmasse sollte immer höchste Priorität haben – nicht nur für Dein Aussehen, sondern auch für Deinen Stoffwechsel. Trainiere immer dann mit Gewichten, wenn du die meiste Energie hast.
86) Sei realistisch...Du wirst auch schlechte Tage haben. Lass Dich von 1 bis 2 schlechten Tag nicht aus der Bahn werfen. Gehe danach wieder mit neuem Elan an die Sache.
87) Hast Du Probleme damit, Portionsgrößen richtig abzuschätzen? Verwende Messbecher und kaufe Dir eine Küchenwaage.
88) Verzichte auf Light Getränke und trinke stattdessen Wasser oder Wheyprotein Shakes. Die Süße der Light Getränke kann bei einigen Menschen zu verstärkten Gelüsten nach Zucker beitragen.
89) Lerne Dein fades Essen zu würzen und schmackhaft zu machen. Es gibt eine ganze Welt von Gewürzen, die sowohl gesund, als auch schmackhaft sind. Stöbere in Online Sammlungen von kalorienarmen Rezepten und beginne mit neuen Gewürzen und Kräutern zu experimentieren.
90) Vergiss Deinen augenblicklichen Joghurt und probiere fettarmen griechischen Joghurt aus. Dieser ist proteinreicher und stellt insgesamt eine bessere Wahl dar. Griechischer Joghurt kann außerdem als Ersatz für Creme Fraiche verwendet werden.
91) Lerne, wie man eine Gemüsesuppe zubereitet. Verwandle langweiliges Gemüse in eine leckere Suppe, von der Du gerne mehr essen würdest. Die meisten Gemüsesuppen sind kalorienarm, was es Dir erlaubt, einen Teller voll ohne Schuldgefühle zu essen.
92) Meide Buffets und All-you-can-Eat Restaurants um jeden Preis. Hier gibt es keine Ausnahmen.
93) Lasse den Käse bei Sandwiches weg und verwende stattdessen Gemüse – sauer eingelegtes Gemüse, frische Zwiebeln, Tomatenscheiben, Paprika, Spinatblätter, usw.
94) Bist Du Dir nicht sicher, wo Du mit den gesunden Fetten anfangen sollst? Ein wenig Butter stellt eine gute Wahl dar. Auch Nüsse, Samen, Avocados und Eier sind gute Fettquellen.
95) Lust auf eine Salatbar? Meide Obstsalate, da diese für gewöhnlich Sirup oder Zucker enthalten. Des Weiteren solltest Du Speckhäppchen, Käse, Croutons und die meisten Salatdressings meiden. Verwende als Dressing eine geringe Menge an Essig und Öl Dressing.
96) Verwende mehr Salsa. Salsa ist im Grunde genommen ein leichter Weg, etwas Geschmack zu faden Lebensmitteln von gebackenen Kartoffeln bis hin zu Hühnchenbrust, hinzuzufügen.
97) Verwende einen Schmortopf. Du kannst Fleisch und Gemüse den ganzen Tag lang kochen lassen und große Mahlzeiten ohne große Mühe zubereiten.
98) Kaufe Dir einen Dampfgarer und dünste Dein Gemüse, Dein Geflügel und Deinen Fisch.
99) Dein Gewicht auf der Waage kann aus unzähligen Gründen stark schwanken – unregelmäßiger Stuhlgang, Tage mit hohem Kohlenhydrat- oder Salzkonsum, usw. Verfalle nicht in Panik, wenn Du Dich mit Deiner Ernährung auf dem richtigen Weg befindest, Du aber eine temporäre Gewichtszunahme auf Deiner Waage beobachtest.
100) Hasst Du es zu frühstücken? Mische einen Obst Smoothie mit einem Messlöffel Deines Lieblingsproteinpulvers und etwas Joghurt.
Quelle bhttps://www.muscleandstrength.com/articles/100-fat-loss-tips

Intermittent Fasting ist mehr als eine bewusste Entscheidung dafür, sich mies zu fühlen – ganz im Gegenteil, viele Menschen fühlen sich mit Intermittent Fasting besser als je zuvor und trainieren auch besser als je zuvor! Hier ist eine kleine Einführung zu den wichtigsten Ansätzen von Intermittent Fasting und ein Weg zu testen, ob Intermittent Fasting das Richtige für Dich sein könnte. Wenn Du etwas Zeit damit verbracht hast im Web auf Fitness- und Ernährungswebsites zu surfen, dann hast Du wahrscheinlich schon etwas von Intermittent Fasting (unterbrochenes/phasenweises Fasten) gehört. Beim ersten Mal wirst Du vielleicht über dieses Konzept gelacht haben. Ich meine fasten wir nicht immer phasenweise, wenn wir nicht gerade Nahrung im Mund haben? Wenn man ein bisschen tiefer gräbt ist es jedoch schwer nicht von dieser Idee des Fastens fasziniert zu sein – und wenn es nur deshalb ist weil die Leute, die es lieben, dieses Konzept wirklich zu lieben scheinen während diejenigen, die es nicht lieben, es als unvorstellbar ansehen. Die Anhänger von Intermittent Fasting sagen, dass sie sich besser als je zuvor fühlen und weisen auf eine große Bandbreite besserer Gesundheitsmarker hin. Die Gegner dieses Konzepts spotten. Die Intensität ist auf beiden Seiten so hoch, dass sich viele fragen, auf welche Seite sie sich schlagen würden, wenn sie sich für eine Seite entscheiden müssten.
Doch wo fängt man am besten an? Wie unterscheiden sich die unterschiedlichen Varianten von Fastensystemen? Würde man nicht auf Dauer gesehen verhungern?
Wenn man alle Intermittent Fasting Systeme auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bringen würde, dann wäre dies wahrscheinlich folgender: manchmal isst Du und manchmal nicht. Aber Du verbringst mehr Zeit damit nicht zu essen, als zu essen. Das ist der eigentliche Punkt. Diese Voraussetzung könnte schon genug für viele sein, das kleine rote x anzuklicken und diesen Artikel verschwinden zu lassen.
Wenn Du nicht zu dieser Gruppe gehörst, dann lies weiter, während wir einen näheren Blick auf Anziehungskraft, Risiken und unterschiedliche Interpretationen des „Esszeitfensters“ werfen.
Warum ist Intermittent Fasting so beliebt?
Der vielleicht wichtigste Grund hinter der zunehmenden Beliebtheit von Intermittent Fasting bei Männern und Frauen ist, dass diese Ernährungsstrategie bequem ist. Denk einmal darüber nach: Du wachst morgens auf und anstatt Zeit in der Küche zu verbringen, kannst Du in Ruhe Deinen Kaffee genießen und dann direkt zur Arbeit gehen. Du musst kein Essen zubereiten, nicht aufräumen und nichts gerät Deiner Produktivität in die Quere. Zusätzlich hierzu berichten viele Menschen davon, dass der Fastenzustand ihnen ein Hochgefühl verleiht. Sie sagen, dass sie sich energiegeladener und aufmerksamer fühlen und demzufolge besser dazu in der Lage sind, ihre Aufgaben zu erledigen.
Hebe Deine Hand, wenn Du jemand bist, der gerne abends etwas knabbert. Das dürften die meisten von uns sein. Und jetzt behalte Deine Hand oben, wenn Du Dich häufig abends in der Küche wiederfindest und Schränke und Schubladen in der Hoffung öffnest, dass unterschiedliche Snacks auf magische Art und Weise vor Deinen Augen auftauchen. Wenn Du Dein Essfenster nach hinten verschiebst bedeutet dies, dass Du abends mehr essen kannst, wenn Deine Willensstärke am schwächsten ist. Warum ist das toll? Normale Schwäche wird in eine Stärke verwandelt. Macht es denn wirklich Sinn, Dir während Momenten der Schwäche Dinge vorzuenthalten, die Du wirklich willst? So muss es nicht sein.
Einige Menschen versuchen durch den Verzehr von Leckereien und vollwertigen Nahrungsmittel einfach einen Zustand der Sättigung zu erreichen. Andere sehnen sich insbesondere nach Kohlenhydraten und haben ein Verlangen nach Reis, Süßkartoffeln, Brot und ähnlichem. Wieder andere greifen nach Gummibärchen und wünschen sich nichts mehr, als sich mit einer Schüssel Eiscreme ins Bett zu kuscheln, bevor sie ins Reich der Träume abschweifen. Intermittent Fasting bietet Dir die Freiheit Deinen Gelüsten in einem gewissen Rahmen Freiraum zu gewähren, anstatt sie den ganzen Tag über zu bekämpfen und hierdurch nur weiter zu verstärken. Viele Menschen können – in vernünftigem Rahmen – immer noch essen, was sie wollen und trotzdem schlank bleiben. Bei ziemlich allen Intermittent Fasting Systemen kannst Du mit vollem Magen und einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht einschlafen und trotzdem Deine Makros für diesen Tag einhalten.
Dies bedeutet, dass Du Fett verlieren kannst, ohne das Gefühl zu haben, auf Diät zu sein. Im Allgemeinen wirst Du bei Deiner Lebensmittelauswahl im täglichen Leben mit viel weniger Widerständen konfrontiert werden.
Für wen ist Intermittent Fasting geeignet?
Du könntest Intermittent Fasting mögen, wenn Du in eine oder mehrere der folgenden Kategorien fällst:
- Du führst ein sehr hektisches Leben
- Du hast einen Beruf, der regelmäßiges Essen zu einem echten Problem macht
- Du bist eher faul, was Kochen angeht
- Du hast einen sehr großen Appetit
- Du hasst Tupperware Schüsseln und kannst nie die passenden Deckel finden
- Du hast bereits auf rationale Art und Weise mit Intermittent Fasting experimentiert und hast positive Erfahrungen gemacht
Woher weiß ich, welches System das Richtige für mich ist?
Auf den ersten Blick wirst Du es nicht wissen. Auf den zweiten Blick wirst Du erkennen, dass Dich eine Variante ein wenig mehr als die anderen ansprechen wird und dass Du Dich hierfür etwas tiefer in die Materie einlesen musst. Ich weiß, dass es Dir am liebsten wäre, wenn ich Dir genau sagen würde, was Du tun sollst. Du willst die Antworten und natürlich wird Dir der Erfinder einer jeden dieser Methoden sagen, dass seine Variante die Beste ist. Aber von einem nicht finanziell beeinflussten Standpunkt aus gesehen, kann ich Dir sagen, dass unterschiedliche Ansätze für unterschiedliche Menschen am besten geeignet sind. Der Trick besteht darin, die beste Methode für Dich zu finden.
Hier ist ein sehr knapper Überblick über einige der beliebtesten Intermittent Fasting Methoden. Dies sind nur sehr, sehr rudimentäre Zusammenfassungen, weshalb ich Dich dazu ermutigen möchte, ein wenig im Internet zu recherchieren und mehr über jeden dieser Ansätze herauszufinden. Jeder diese Ansätze besitzt eine andere Vorgehensweise, wenn es darum geht, wie Du Dich während der „Eingewöhnungsphase“ verhalten solltest, was Du im Hinterkopf behalten solltest, wenn Du weitere Recherchen anstellst.
Lean Gains von Martin Berkhan
- Umfasst ein 16/8 Protokoll (was bedeutet, dass Du 16 Stunden pro Tag fastest und während 8 Stunden essen darfst)
- Makronährstoffe und Gesamtkalorienzufuhr werden im Lauf der Woche zyklisch verändert. Du konsumierst an Trainingstagen mehr Kalorien und an trainingsfreien Tagen weniger.
- Käsekuchen und andere Leckereien sind mehrmals pro Woche während spezifischer Zeitfenster erlaubt.
Website: https://www.leangains.com/
Eat Stop Eat von Brad Pilon
- Du fastest einmal pro Woche für 24 Stunden und ernährst Dich während der restlichen Woche normal
- Dir ist völlig freigestellt, wie und was Du an den nicht-Fastentagen essen darfst
Website: https://www.eatstopeat.org/
Die Renegade Diät von Jason Ferruggia
- 16/8 Protokoll (14/10 für Frauen), wobei die Mehrzahl der Kohlenhydrate abends konsumiert wird.
- Sehr stark Gesundheitsorientiert: vollwertige Bionahrungsmittel, wobei die Liste der erlaubten Nahrungsmittel recht kurz ist.
Website: https://www.renegadedietbook.com/
Die folgenden zwei Ernährungsformen werden häufig in die Kategorie der Intermittent Fasting Ernährungsansätze mit einsortiert, auch wenn sie eine begrenzte Nahrungszufuhr während des Tages erlauben. Somit wirst Du nicht einen Teil Deines Tages in einem Fastenzustand verbringen, der im Allgemeinen 8 bis 12 Stunden nach Deiner letzten Mahlzeit beginnt.
Die Warrior Diät von Ori Hofmekler
- 20/4 Mahlzeitenschema: Du isst während des Tages kaum etwas, isst aber dafür abends umso mehr.
- Das Zeitfenster der begrenzten Nahrungszufuhr kann begrenzte Mengen an rohem Obst und Gemüse, Eier, Joghurt, Kaffee und Tee umfassen.
- Erlaubt den freien Verzehr aller Nahrungsmittelgruppen während des Essfensters bis Du satt bist.
Website: https://www.warriordiet.com/
Card Backloading von John Kiefert
- Bei Kiefers 18/6 Protokoll konsumierst Du während des Tages Protein und Fett und hebst Dir die meisten Deiner Kohlenhydrate und Kalorien für den Abend nach dem Training auf.
- Erlaubt und propagiert den Konsum hochglykämischer Nahrungsmittel während der Mahlzeit nach dem Training, inklusive Donuts und Pizza.
Website: https://www.carbbackloading.com/
Worauf Du achten solltest
Du wirst Dir vielleicht die Liste oben ansehen und das Gefühl haben, dass einer dieser Ansätze für Dich funktionieren muss. Doch auch wenn ich bei meinen Klienten große Erfolge mit unterschiedlichen Varianten des Intermittent Fasting hatte, möchte ich doch darauf hinweisen, dass diese Ernährungsweise nicht für jeden geeignet ist.
Als Allererstes muss Dir folgendes klar sein: Fasten ist nicht nur eine Ausrede dafür nicht zu essen. Ich kenne Frauen, die davon berichtet haben dass Intermittent Fasting einen großen Teil ihrer chronischen Essstörungen eliminiert hat, während andere Frauen mit zunehmender Häufigkeit von Fressgelagen, Angstzuständen und Neurosen bezüglich der Nahrung genau das Gegenteil erlebt haben.
Auf rein körperlicher Ebene werden sich einige einfach nur beschissen fühlen und nicht dazu in der Lage sei, die Morgenstunden ohne deutlich spürbaren Hunger durchzustehen. Andere werden sich bei Intermittent Fasting groggy, lethargisch und energielos fühlen. Einige werden einen Weg finden, die Regeln des Intermittent Fastings zu missbrauchen. Es kann sein, dass Du versuchen wirst, Deine weiterhin von Junkfood dominierte Ernährung damit zu rechtfertigen, da Du Dein Essen jetzt in ein 8 Stunden Zeitfenster gepackt hast, als ob dies es irgendwie besser machen würde, wenn Du Müll konsumierst (was nicht der Fall ist). Vielleicht wirst Du auch mehr vom Essen besessen werden: Du schaust öfter auf die Uhr, zählst die Sekunden, bis Dein Fastenfenster vorbei ist, usw.
Wenn irgendetwas hiervon eintreten sollte, dann versuche nicht, Dich in etwas hineinzuzwängen, was Dir nicht passt. Es ist nichts falsch daran, kleinere, häufigere Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt zu essen, wenn dies besser für Dich funktioniert. Keine der beiden Methoden ist notwendigerweise falsch. Was falsch ist, ist ein Sklave Deiner Diät zu sein, oder völlig die Kontrolle zu verlieren.
Fertig? Nicht so schnell…
Anstatt Dich kopfüber in reines Intermittent Fasting zu stürzen, würde ich Dir dringend empfehlen, eine 2 bis 3 Wochen lange Akklimatisierungsphase einzulegen, bevor Du mit einem der beschriebenen Systeme beginnst. Es ist nicht unüblich während der Einführungsphase einige recht unangenehme Hungerattacken zu verspüren, weshalb ich denke, dass es eine gute Idee ist, Dein Essfenster langsam zu verkleinern, anstatt direkt von 14 zu 8 Stunden zu springen. Du kannst z.B. versuchen während Deiner ersten Woche Dein Essfenster von sagen wir 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends auf 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends zu verkürzen. Das ist dann ein 12 Stunden Fenster, mit dem Du arbeitest. Das erscheint machbar, nicht wahr? Hungeranfälle werden bestenfalls völlig ausbleiben und schlimmstenfalls mild ausfallen.
Was die Nahrungsmittelauswahl angeht, solltest Du weiterhin das essen, was Du bisher gegessen hast, oder abhängig von der Form des Intermittent Fastings, für die Du Dich entschieden hast, langsam damit beginnen, bestimmte Nahrungsmittel aus Deiner Ernährung zu eliminieren und durch andere zu ersetzen. Vielleicht verzichtest Du ja auf diese süßen Frühstückszerealien oder hebst Dir diese für Deine Mahlzeit nach dem Training auf. Du könntest auch Butter beim Kochen durch Kokosöl ersetzen. Oder Du könntest mehr Fisch oder Fischöl in Deine Ernährung integrieren. Während Woche 2 gehst Du einen Schritt weiter und isst von 10 bis 20 Uhr. Sieh das Ganze einfach als spätmorgendliches Frühstück an und das Abendessen ist immer noch Dein Abendessen. Woche drei ist die finale Phase Deiner Eingewöhnungsperiode, während Du Dein erstes 8 Stunden Essfenster erreichst. Herzlichen Glückwunsch, Du hast jetzt Deine Intermittent Fasting Jungfräulichkeit verloren.
Am Ende dieser Drei Wochen besteht eine gute Chance, dass Du weißt, ob Intermittent Fasting (oder zumindest der Ansatz, den Du ausprobiert hast) gut zu Dir passt. Es gibt keinen besseren Lehrer als die Erfahrung, nicht wahr?
Ich weiß, dass einige Leser ungeduldig sind und es nicht erwarten können sich gleich voll hineinzustürzen. Ihr glaubt, dass ihr zu hardcore seid, um irgendeine Weichei Akklimatisierungsphase zu benötigen. In diesem Fall steht es euch natürlich frei, sofort zu einem 8 Stunden Essfenster überzugehen. Aber sagt nachher nicht, dass ich euch nicht gewarnt hätte.
FAQ
Ich bin ein Schichtarbeiter. Kann ich trotzdem Intermittent Fasting praktizieren?
Technisch gesehen kannst Du das natürlich, aber wenn sich Dein Essfenster ständig verändert, dann kann dies verheerende Auswirkungen auf Deinen Stoffwechsel besitzen. Es ist weit entfernt davon, ideal zu sein. Arbeite mit dem, was Du hast, aber tue Dein bestes, um zumindest in etwa zu den selben Zeiten pro Tag zu essen.
Muss ich während des Intermittent Fastings Makronährstoffe zählen?
Nein, musst Du nicht, Dir sollte jedoch auch klar sein, dass Du nur deshalb, weil sich Dein Essfenster verkürzt hat, nicht plötzlich alles in jeder Menge essen kannst. Du wirst weiterhin an Gewicht zunehmen, wenn Du konsistent mehr Kalorien isst, als Du verbrauchst – egal wie eng Dein Essfenster auch ist. Intermittent Fasting ist zwar etwas tolles, aber es ist keine Magie.
Was ist, wenn ich mein Essfenster verpasse? Was ist, wenn mein typisches Essfenster zwischen 10 Uhr morgens und 8 Uhr abends liegt, aber ich an einem Abend bis 10 Uhr etwas esse. Muss ich dann am nächsten Tag mein Essfenster anpassen?
Es wird unweigerlich Tage geben, an denen so etwas passiert, da Dir das Leben in die Quere kommt. Der Zug kann Verspätung haben, Du hast mit Deinem Baby zu kämpfen oder Du hast ganz einfach vergessen etwas zu essen. So etwas geschieht. Iss einfach dann, wenn Du kannst und iss am nächsten Tag wieder während der gewohnten Zeiten. Mach Dir nichts draus. Versuche einfach so konsistent wie möglich zu bleiben.
Wie wird Intermittent Fasting meine Trainingseinheiten beeinflussen?
Du musst nicht notwendigerweise die Art und Weise, auf die Du trainierst, verändern, nur weil Du jetzt Intermittent Fasting machst. Einige Methoden verlangen nach einen spezifischen Training und wenn dies der Fall sein sollte, dann befolge das entsprechende Trainingsprotokoll. Ansonsten mach einfach mit dem weiter, was Du gerade im Fitnessstudio machst.
Was ist, wenn ich früh am Morgen trainiere?
Wenn Du früh am Morgen oder zu einem anderen Zeitpunkt vor Beginn Deines Essfensters trainierst, dann ist es eine gute Idee, ein paar BCAAs zu Dir zu nehmen, während Du trainierst. Unterschiedliche Programme haben unterschiedliche Meinungen zu Supplements, aber ich persönlich habe Aminosäuren als hilfreich empfunden. Du kannst entweder direkt nach dem Training mit Deinem Essfenster beginnen oder das Fasten mit mehr BCAAs fortsetzen, bis es an der Zeit ist, etwas zu essen.
Wie würde ein typischer Tag aussehen, wenn ich morgens trainieren würde?
Es gibt viele Wege, dies anzugehen. Hier ist nur eines von vielen möglichen Beispielen, bei dem BCAAs zum Einsatz kommen:
- 6:00 Uhr morgens.: 10 g BCAAs mit Wasser
- 6:30 bis 7:30 Uhr.: Training + 10 g BCAAs mit Wasser
- 8:00 Uhr: 10 g BCAAs Mit Wasser
- 10:00 Uhr: Mahlzeit 1
- 14:00 Uhr: Mahlzeit 2
- 18:00 Uhr: Mahlzeit 3
Das Timing und die Makronährstoffzufuhr jeder Mahlzeit werden sich unweigerlich basierend darauf unterscheiden, welches Intermittent Fasting Protokoll Du befolgst, aber im Allgemeinen funktioniert ein solches Schema recht gut. Wenn wir über Cardiotraining sprechen, dann brauchst Du wahrscheinlich keine BCAAs, wenn es sich nicht gerade um ein hochintensives Cardiotraining handelt,
Wird meine Kraft nachlassen?
Eine Menge Menschen berichten davon, dass Sie im Fitnessstudio sogar eine Steigerung ihrer Leistungen beobachten können, was ziemlich cool ist, oder?
Ich habe Intermittent Fasting ausprobiert, aber ich fühle mich schrecklich damit. Was kann ich tun? Der Sinn und der Zweck davon, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu ernähren, besteht darin, dass es Deine Ernährung leichter macht – und nicht schwerer. Wenn Du Dich wirklich so schlecht damit fühlst, dann mache etwas anderes. So einfach ist das.
Von Sohee Lee
https://www.bodybuilding.com/fun/to-eat-or-not-to-eat-your-fast-guide-to-fasting.html

Hier ist eine kurze Zusammenfassung:
- Die ultimative Paleo Ernährung für Kraftsportler ist eine auf der Ernährung der Höhlenmensch basierende Ernährung, in die ein paar stärkehaltige Kohlenhydrate und Trainingsernährung aufgenommen wurden, um ein Training mit Gewichten zu unterstützen.
- So etwas wie essentielle Kohlenhydrate gibt es nicht, aber erzähle das mal jemandem, der große Mengen von anaerobem Training mit einer kohlenhydratfreien Ernährung kombiniert und dessen Glockenspiel seit einem Jahr leblos ist.
- Der Pfadweg der anaeroben Energieproduktion läuft mit Glukose/Kohlenhydraten. Hochintensive Muskelkontraktionen benötigen Glukose.
- Der wahre Wert eines Ernährungsansatzes, der auf der Ernährung unserer Vorfahren basiert, ist das, was dieser Ansatz aus der Ernährung der Durchschnittsperson entfernt.
Machen wir es einfach. Der optimale Ernährungsansatz für eine Kombination aus Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Verbesserung der Körperentwicklung ist das Befolgen einer Höhlenmenschenernährung – tierisches Protein und Gemüse, kein Müll – mit der Aufnahme von ein paar wenigen ausgewählten stärkehaltigen Kohlenhydraten und einer geeigneten Trainingsernährung zur Unterstützung eines Trainings mit Gewichten – das ist alles.
Es ist ein „Aufmotzen“ der klassischen „iss keinen Müll, passe die Makronährstoffe an die Anforderungen deines Sports an“ Ernährungsplanes. Und auch wenn sich dieser Ansatz langsam zu einem Mainstream Ansatz entwickelt, was sich an den Legionen neuer Paleo Konvertiten zeigt, die darüber nachdenken, ob ein Höhlenmensch Zugang zu Reiskeksen oder Quinoa hatte, hat sich der Staub noch lange nicht gelegt. Viele Büromenschen befolgen immer noch eine kohlenhydratreiche Ernährung, die besser für Sportler geeignet wäre und viele Kraftsportler befolgen eine kohlenhydratfreie Ernährung, die besser für bewegungsarme Populationen geeignet wäre.
Das Prinzip der Spezifität ist beim Pochen auf Dogmen verloren gegangen und die Leute sind durch die Bank verwirrt.
Paleo Grübeleien
Was bei all diesem intellektuellen Gerede und akademischen Posieren verloren gegangen ist, ist das, was das wahre Ziel eines jeden Pädagogen sein sollte – den Menschen einfache, effektive, befolgbare Strategien zu geben, die ihnen dabei helfen werden, in der realen Welt Resultate zu produzieren.
Überlassen wir es also den Gurus, dies zum Zweck der ernährungstechnischen Vorherrschaft auszudiskutieren. Du solltest Dich darauf konzentrieren, den effektivsten Weg für Deine individuelle Situation und Deine individuellen Ziele zu finden.
Der Paleo Weg
Das Höhlenmenschen Thema ist einfach. Es funktioniert für praktisch jeden vom fortgeschrittenen Sportler, der von der Fitnessindustrie mit Informationen überladen wurde, bis hin zum völligen Anfänger, der nicht viel über Ernährung weiß (oder dem die Ernährung ziemlich egal ist) und einen einfachen Ansatz für den Anfang benötigt.
Paleo vereinfacht das übermäßig Komplizierte und gibt den Menschen praktikable Schritte, anstatt sie durch hochtrabende wissenschaftliche Debatten hoffnungslos zu überfordern. Lass verarbeiteten Müll weg und iss mehr Pflanzen und Tiere. Ich würde wetten, dass die für 90% der Menschen 90% aller Zweifel beseitigt.
Paleo sch...t auf die „Gesundheitsindustrie“, die von uninformierten Konsumenten lebt. Biologischer Müll ist immer noch Müll. Glutenfreier Müll ist immer noch Müll. Glutenfreie Biokekse sind immer noch Kekse und sind nicht gut für Deine Gesundheit oder Deine Ziele bezüglich Deiner Körperkomposition. Auch Wildlachs und Spinat sind glutenfrei.
Aber in einigen elitären sportlichen oder akademischen Kreisen darfst Du Wörter wie „Paleo“ oder „Höhlenmensch“ nicht einmal erwähnen. Wenn Du dies tun würdest, würde es Dich weniger innovativ oder fortgeschritten erscheinen lassen und Dir garantiert keinen Zugang zu V.I.P Partys ermöglichen, wo sich jeder an seinen eigenen Qualifikationen aufgeilt. Wir haben also eine blumige Sprache, unnötig technische Ernährungsstrategien und eine Besessenheit von unwichtigen Details. Bist Du nicht mehr daran interessiert, etwas gebacken zu kriegen?
Während die solch komplizierten Ansätzen zugrundeliegende Wissenschaft irre komplex ist und es ein Leben lang dauern könnte, sie zu meistern, sind die effektivsten Ernährungs- und Trainingsprogramme oft auch die einfachsten.
Hör auf Müll in Dich hinein zu stopfen
Lass Dir von jemandem, der mit Klienten aller Altersstufen und ehemaligen Athleten, die ihren Körper mit uninformierten und extremen Methoden durcheinander gebracht haben, gearbeitet hat etwas sagen: Die kumulative Wirkung Deiner Ernährung über den Verlauf Deines Lebens ist das, was wirklich eine Rolle spielt – und nicht irgendein 10 Wochen Zeitfenster. Serge Nubret hat einmal gesagt „Jede Krankheit kommt durch Nahrung“. Ich glaube, dass auch die Genetik und die Umwelt eine Rolle spielen, aber die Nahrung ist der Teil, den Du kontrollieren kannst.
Wenn wir die Theorie, Marketingmaterial, endlose Diskussionen mit Studien und Gegenstudien und das Zeigen auf diesen einen genetisch gesegneten Typen, der damit durchkommt außen vorlassen, dann kannst Du mir nicht erzählen, dass Du, wenn Du einen Schritt zurück trittst und einfach nur Deinen gesunden Menschenverstand verwendest, denkst, dass es gut für Deine langfristige Gesundheit sein kann, wenn Du jeden Tag irgendwelchen Müll in Dich hineinstopfst.
Es gibt viele Sportler, die äußerlich gut aussehen, aber innerlich Wracks sind. Sie sind extrem ungesund und haben mit Nebenwirkungen wie Schlafstörungen, Depressionen, einem erhöhten Krankheitsrisiko, Stoffwechselschäden und Verdauungsstörungen zu kämpfen.
Ob Du es magst oder nicht – die Auswahl der richtigen Nahrungsmittel ist für eine Optimierung der allgemeinen Gesundheit wichtig. Wenn Du weiterhin jeden Tag Pizza und Kuchen essen willst, dann kannst Du das natürlich tun.
Low Carb ist für Stubenhocker
Der Paleo Ansatz ist mit Sicherheit nicht der einzige Weg und er ist definitiv auch nicht die einzige Methode, die ich verwende, aber er ist für bestimmte Bevölkerungsgruppen effektiv.
Eine bewegungsarme Person trainiert nicht und wird ihre Muskelglykogenspeicher (300 bis 500 Gramm) mit Sicherheit nicht entleeren, weshalb sie sich keine Gedanken darüber machen muss, diese auf täglicher Basis wieder aufzufüllen. Kohlenhydratreiche Ernährungsformen (300 Gramm und mehr pro Tag) sind angemessener für Sportler und regelmäßig trainierende Menschen, die eine zyklische Entleerung und Wiederauffüllung ihrer Muskelglykogenspeicher durchlaufen.
Bewegungsarme Menschen müssen sich lediglich darum kümmern, ausreichende Mengen an Kohlenhydraten zu sich zu nehmen, um ihre Leberglykogenspeicher ausreichend gefüllt zu halten, welche die normalen Blutzuckerspiegel regulieren und Gehirn und Nervensystem mit Energie versorgen. Dies kann mit etwa 100 Gramm Kohlenhydraten pro Tag erreicht werden. Du musst Dir nichts hiervon merken – erinnere Dich lediglich daran, dass Sportler mit mehr Kohlenhydraten zurecht kommen können als Menschen mit einem Bürojob.
Das ist der Grund dafür, dass wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass kohlenhydratärmere, Höhlenmenschen Ernährungsansätze den besten Ansatz für eine Verbesserung der Körperkomposition und der Biomarker der Gesundheit für übergewichtige, insulinresistente und bewegungsarme Menschen darstellen können.
Das Fazit
Wenn Du stark übergewichtig, insulinresistent und/oder bewegungsarm bist, dann könnte eine Ernährung im Paleo Stil für Dich zum augenblicklichen Zeitpunkt den besten Ansatz darstellen. Halte ein Kaloriendefizit ein, iss adäquate Mengen an Protein, nimm etwa 100 Gramm Kohlenhydrate in Form von Gemüse und Obst zu Dir und nimm Deine restlichen Kalorien in Form von gesunden Fetten zu Dir.
Wo all die sektenhaften Fanatiker falsch liegen
Sprechen wir über die Paleo Ernährung in Form ihrer allgemein akzeptierten, gut bekannten Version – die kohlenhydratarme, proteinreiche und fettreiche Version (iss tierisches Protein, nicht stärkehaltiges Gemüse, Obst und gesunde Fette).
Es gibt nicht „die eine“ Paleo Ernährung und die Auswahl der Nahrungsmittel und die prozentuale Verteilung der Makronährstoffe variieren abhängig von der betrachteten Zeit und der betrachteten Region (Inuit vs. Kitavan, usw.). Ich weiß, dass dies der Paleo Bewegung gegenüber nicht fair ist, aber in diesem Artikel geht es darum, die Dinge zu vereinfachen, den Menschen anwendbare Strategien zu geben und diese mit Begriffen zu erklären, die sie kennen.
Spezifität spielt eine Rolle
Die Probleme beginnen, wenn ein Ernährungsansatz zu einem pseudoreligiösen Kult wird – fanatische Lehrer predigen ihn als den einzigen Weg ohne mögliche Modifikationen basierend auf individuellen Zielen, hardcore Anhänger verdammen alle anderen Methoden, einer Gehirnwäsche unterzogene Schüler, die unter Umständen ihre Fortschritte hemmen oder sich selbst dadurch Schaden zufügen könnten, dass sie die Lehren eines inflexiblen Systems befolgen verbreiten die Furcht, dass wenn auch nur einmal ein stärkehaltiges Kohlenhydrat jemals Deine Lippen berühren wird, der Zorn der vier Winde Dein Dorf zerstören wird.
Du wirst mich niemals davon überzeugen, dass ein 150 Kilo schwerer, fettleibiger, insulinresistenter, bewegungsarmer Büroarbeiter, der versucht sein Leben zu retten, dasselbe wie ein Sportler, der eine maximale Leistungsfähigkeit erreichen möchte, essen sollte. Doch das ist genau das, was Du glauben musst, wenn Du dogmatisch eines dieser „eine Größe passt für alle“ Systeme befolgst.
Der wahre Wert eines Höhlenmenschen Ernährungsansatzes besteht in dem, was er aus der Ernährung des Durchschnittsmenschen entfernt – fruktosereichen Maissirup und Tafelzucker, Transfette, ungesunde Öle – und nicht in einem religiösen Befolgen des einen spezifischen Makronährstoffverteilungsschemas unabhängig von individuellen Aktivitätsleveln, Stoffwechselzustand oder Zielen.
Warum? Weil 100% Paleo (so wie es für gewöhnlich definiert ist) ganz einfach nicht auf die Unterschiede bezüglich individueller Aktivitätslevel, individueller Stoffwechselfaktoren, allgemeine Gesundheit und die Unterschiede zwischen Durchschnittsbürger und Elitesportlern eingeht.
Stärkehaltige Kohlenhydrate und vermeiden des „Skinny-Fat“ Syndroms
Tiere und Pflanzen versorgen uns mit den essentiellen Aminosäuren, essentiellen Fettsäuren und Makronährstoffen, die wir zum Überleben und für eine normale Funktion benötigen. Bei allem Weiteren dreht es sich darum, uns mit der Energie zu versorgen, die wir für unsere täglichen Aktivitäten benötigen.
„Zugesetzte Fett“ sind eine Energiequelle und kein essentieller Nährstoff. Dies kann abhängig von Deinem Gesamtkalorienbedarf und Deinen Zielen, dem Typ und der Menge Deines Trainings, sowie der Zusammenstellung Deiner restlichen Ernährung etwas Gutes oder Schlechtes sein. Ein gesunder und aktiver menschlicher Körper ist anpassungsfähig und kann mit beidem gut zurecht kommen.
Kohlenhydratarme Ernährungsformen sind für bestimmte Bevölkerungsgruppen – bewegungsarm, insulinresistent, usw. – gut geeignet und sollten die Standardernährung für wahrscheinlich 70% unserer Bevölkerung ausmachen.
Training generiert jedoch ein einzigartiges stoffwechseltechnisches Umfeld - einen veränderten physiologischen Zustand – und verändert die Art und Weise, auf die Dein Körper Nährstoffe sowohl während Aktivitäten, als auch bis zu 48 Stunden nach einer Trainingseinheit verarbeitet. Wen Du an drei oder mehr Tagen pro Woche intensiv trainierst, dann befindet sich Dein Körper praktisch während 100% der Zeit in einem Regenerationsmodus. Er befindet sich zu 100% der Zeit in einem veränderten Zustand und seine Nährstoffbedürfnisse unterscheiden sich vollständig von denen eines untätigen Stubenhockers.
In einem Sporternährungskontext werden Kohlenhydrate deshalb als essentiell angesehen. Ich weiß, dass es so etwas wie essentielle Kohlenhydrate nicht gibt, aber erzähle das mal dem Typen, der große Mengen an anaerobem Training mit null Kohlenhydraten kombiniert und dessen Gehänge seit einem Jahr leblos ist, oder dem Mädel, dessen Schilddrüsenhormonspiegel und Stoffwechsel zerschossen sind.
Ich bin der Ansicht, dass der Konsum stärkehaltiger Kohlenhydrate direkt mit hochintensiven, Glykogen verbrennenden Aktivitätsleveln in Verbindung stehen sollte. Fette sollten entsprechend nach oben oder unten reguliert werden, so dass Du innerhalb Deiner benötigten Kalorienmenge bleibst. Wenn das Training anders ist, dann sollte auch die Ernährung anders sein. Dies ist ganz einfach gesunder Menschenverstand, der über dogmatische Glaubensbekenntnisse hinaus geht.
Der anaerobe Energiepfadweg läuft mit Glukose/Kohlenhydraten. Er kann weder Fette noch Ketone verwenden. Während der Körper im Ruhezustand Fettsäuren als Energielieferant verwenden kann (und das Gehirn Ketone) und sich selbst diejenigen, die nur in der aeroben Zone trainieren, an Fett als Energiequelle anpassen können, benötigen intensive Muskelkontraktionen Glukose.
Deshalb kann ein chronischer Entzug von Kohlenhydraten in Kombination mit anaerobem Training die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und schließlich zu einem Muskelabbau führen – dem skinny-fat Syndrom, d.h. man ist dünn, aber trotzdem schwabbelig. Der Körper wird Aminosäuren als Reserveenergielieferant aufbrechen, um die notwendige Glukose zu bekommen, die er für hochintensive Aktivitäten benötigt. Du weißt, dass gesagt wird, dass Fette und Ketone die Muskeln besser als Kohlenhydrate schützen? Nicht notwendigerweise, wenn anaerobes Training mit im Spiel ist.
Und kohlenhydratarme Diäten mit konsistenter hochintensiver Aktivität können eine Menge stoffwechseltechnischer, hormoneller und physiologischer Nachteile mit sich bringen, die unter anderem eine beeinträchtigte Schilddrüsenhormonproduktion, niedrige Testosteronspiegel und einen niedrigen Sexualtrieb, eine Reduzierung der Stoffwechselrate, Muskelabbau, das skinny-fat Syndrom, Schlaflosigkeit, Depressionen, Reizbarkeit und eine reduzierte Immunfunktion umfassen können.
Diejenigen, die sich während ihrer Fettabbauphasen vor Kohlenhydraten fürchten, sollten sich daran erinnern, dass die Gesamtkalorien immer noch der wichtigste Faktor sind. Wenn Du mit Gewichten trainierst, während Du ein relatives Kaloriendefizit aufrecht erhältst, kannst Du immer noch ein paar stärkehaltige Kohlenhydrate mit in Deine Diät aufnehmen, während Du trotzdem signifikante Mengen an Körperfett verlierst.
Der Hybrid Ansatz
Verwende die Paleo Ernährung als Basisvorlage für Deine Nahrungsmittelauswahl – verzichte auf verarbeitete Nahrungsmittel und bevorzuge Tiere und Pflanzen. Nimm ein paar stärkehaltige Kohlenhydrate in Deine Ernährung auf, um Dein Training mit Gewichten zu unterstützen. Versuche Zucker, Gluten, Antinährstoffe und toxische Verbindungen zu minimieren. Was Dir übrig bleibt sind Wurzelgemüse (Yams, Süßkartoffeln, reguläre Kartoffeln) und weißer Reis. Vielleicht sind Gluten oder Milchprodukte für Dich okay, aber ein großer Prozentsatz der Menschen kommt nicht gut damit zurecht. Teste es aus und schau, was am besten funktioniert.
Für eine einfache lehrreiche Vorlage, das Du Dir so leicht wie die Paleo Ernährung merken kannst, empfehle ich Dir die traditionelle ländliche japanische Ernährung, die aus Fisch und Fleisch, nicht stärkehaltigem Gemüse, Obst, Reis und Wurzelgemüse besteht.
Mir ist es egal, ob dies historisch oder anthropologisch akkurat ist (d.h. was in einem Dorf im Jahr 1678 im Vergleich zu einem Dorf in einer anderen Region im Jahr 1594 gegessen wurde). Dieser Ansatz ist nur als einfaches Werkzeug gedacht, um den Leuten realisierbare Strategien zu geben.
Wenn Du Dich nicht so fühlen möchtest, als ob Du Dich in einen Japaner verwandelst, dann sind die urische Bauerndiät (Fleisch und Kartoffeln), die Okinawa Ernährung (Schwein, Gemüse und Süßkartoffeln) und die Kitavana Ernährung (Fisch, Obst und Wurzelgemüse) andere gute Beispiele und Vorlagen. Kohlenhydratbasierte Ernährung minus verarbeitetem Müll ist hier das gemeinsame Thema.
Das Fazit
Der natürliche Bodybuilding Standard aus einem Kaloriendefizit, einer ausreichenden Proteinzufuhr, Gemüse und Obst für Mikronährstoffe, moderate Mengen an Fett als Nebenprodukt tierischer Proteinquellen und etwas Stärke, um anaerobes Training zu unterstützen, in Kombination mit einem Hypertrophie basierten Krafttraining sind für den Fettabbau weitaus besser als die augenblicklichen kohlenhydratarmen, fettreichen Diäten in Kombination mit Crosstraining und Boot Camps.
Finde einen Weg um zu gewinnen
Ich möchte Dich dazu ermutigen, etwas Verantwortung zu übernehmen und selbst zu experimentieren, um herauszufinden, was am besten für Dich funktioniert. Sei nicht wie ein Küken, das darauf wartet mit dem gefüttert zu werden, was Deine Mama als angemessen für Dich ansieht.
Vielleicht siehst Du dies als keinen Standpunkt zu vertreten an. Vielleicht siehst Du es als Bro-Science an. Ich würde es als herausfinden, was funktioniert bezeichnen. Und was die wahre Anwendung der wissenschaftlichen Methode angeht, geben Dir selbst wissenschaftliche Forschungsstudien nur die Schritte eins bis drei: Frage, Hypothese und Prognose. Jede Person muss die Schritte vier und fünf für sich selbst durchführen – testen und analysieren.
Du solltest die Wissenschaft und Systeme verwenden, um einen gut informierten Startpunkt zu finden, aber Du solltest Dich unabhängig von der Quelle nicht dogmatisch an irgendetwas klammern. Finde ganz einfach einen Weg zu gewinnen.
Von Nate Miyaki | 01/14/14
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/paleo-hybrid-

Einige Fettabbau Mythen scheinen niemals zu sterben. Auch wenn sie Deine Fortschritte vielleicht nicht verlangsamen, können diese Mythen trotzdem Deine Zeit verschwenden. Maximiere Deinen Fettabbau, indem Du diese 9 Mythen meidest. Es scheint so, als ob alte Mythen niemals sterben. Obwohl wir in einem Zeitalter mit einem unerreichten Informationsaustausch leben, werden die meisten der alten Fettabbaumythen weiter herumgereicht.
Die meisten dieser unbegründeten Ratschläge sind recht harmlos, können aber Deine Zeit mit unnötigen Praktiken verschwenden. Die folgenden Fettabbau Mythen herrschen immer noch vor. Ich sehe regelmäßig, dass sie weiter verbreitet werden. Ich habe kürzlich sogar eine Spam Mail bekommen, die jeden der folgenden Mythen enthielt.
9 Fettabbau Mythen
Mythos #1 – Regelmäßiges essen erhöht die Stoffwechselrate
Es scheint, als ob diese Vorstellung niemals sterben wird.
Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise, die darauf hindeuten, dass regelmäßige, bzw. häufige Mahlzeiten die Stoffwechselrate erhöhen. Ein Review relevanter Studien kam zu dem Ergebnis, dass der tägliche Gesamtkalorienverbrauch unabhängig von der verwendeten Mahlzeitenfrequenz immer gleich ausfiel (1).
Die Frequenz der Mahlzeiten reichte bei dieser Metastudie von einer bis siebzehn Mahlzeiten pro Tag. Die Wissenschaftler kamen zu folgendem Ergebnis: „Studien, die eine Ganzkörperkalorimetrie und doppelt markiertes Wasser verwendeten, um den Energieverbrauch über 24 Stunden zu bestimmen, konnten keinen Unterschied zwischen vielen kleinen und wenigen großen Mahlzeiten feststellen.“ Seit 1997 haben alle neueren Forschungsstudien diese Schlussfolgerung unterstützt.
Mythos #2 – Du musst zu jeder Mahlzeit Protein essen
Eine angemessene Proteinzufuhr ist für einen Fettabbau essentiell. Sie hilft Deinem Körper dabei, wertvolle Muskelmasse aufrecht zu erhalten und hilft Dir dabei, Deine Körperkomposition zu verbessern, während Du Gewicht verlierst. Auch wenn es nicht schlecht ist, Protein zu jeder Mahlzeit zu essen, ist dies nicht notwendig. So lange Du eine ausreichende tägliche Proteinzufuhr erreichst, spielt es im Allgemeinen keine Rolle, wann und wie Du Dein Protein isst.
Verfalle nicht in Panik, wenn Du eine Proteinmahlzeit verpasst. Du wirst nicht katabol werden und all Deine Muskelzuwächse verlieren. Dieser zwanghafte Glaube hat schon vielen den Tag verdorben.
Mythos #3 – Du solltest nach 14:00 Uhr keine Kohlenhydrate mehr essen
Dies ist ein weiterer hartnäckiger Mythos. So lange Du Deine tägliche Kalorienzufuhr unter Kontrolle hast und Du relativ zu Deinen anderen Makronährstoffen nicht übermäßige Mengen an Kohlenhydraten zu Dir nimmst, wird es keine Rolle spielen, wann Du diese Kohlenhydrate isst. Es ist nichts Magisches an einem Kohlenhydratkonsum am späten Nachmittag oder am Abend. Der menschliche Körper verfügt über keinen magischen Schalter, der nach 14:00 Uhr plötzlich alle Kohlenhydrate in Fett verwandelt.
Die Annahme, die diesem Mythos zugrunde liegt ist, dass sich die Stoffwechselrate während des Schlafes verlangsamt. Dies ist im Allgemeinen jedoch nicht der Fall, auch wenn die menschliche Stoffwechselrate nach dem Einschlafen zunächst um 35% verlangsamt (2), steigt sie später signifikant an, wenn Du den REM Schlaf erreichst.
Das Endresultat ist, dass Deine Stoffwechselrate während des Schlafes nicht niedriger ausfällt, als wenn Du während des Tages inaktiv bist (3, 4). Darüber hinaus sollte angemerkt werden, dass das Training während des Tages auch zu einer Erhöhung Deiner nächtlichen Stoffwechselrate führen wird (5).
Mythos #4 – Du musst endlose Stunden Cardiotraining absolvieren
Falsch, falsch und falsch. Auch wenn 3 bis 4 Cardiotrainingseinheiten von 20 bis 30 Minuten Dauer pro Woche toll für die allgemeine Gesundheit sind, ist Cardo selbst kein effizientes Fettabbau Werkzeug – die Ernährung ist effektiver.
Sagen wir, dass Du 5 Kilometer pro Stunde gehst. 1,5 Kilometer verbrennen etwa 100 kcal. Du müsstest also über 50 Kilometer pro Woche gehen, um ein Pfund Fett zu verbrennen. Und selbst wenn Du so viel gehen würdest, würdest Du kein Fett verlieren, wenn Du Deine Ernährungsgewohnheiten nicht unter Kontrolle hast.
Übertreibe es mit dem Cardio nicht. Verwende einen strukturierten Diätplan und das Gewicht wird schwinden. Führe jede Woche etwas Cardiotraining für eine bessere Gesundheit und Kondition aus.
Mythos #5 – Du solltest Sofort Deine Kalorien reduzieren
Einfach blind die Kalorien zu reduzieren adressiert weder schlechte Ernährungsgewohnheiten, noch hilft es dabei einen neuen Lebensstil zu formen. Ohne die Ernährungs- (und Trink-) Gewohnheiten zu adressieren, die Dich überhaupt erst in diesen Schlamassel gebracht haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du erneut versagen und Dein verlorenes Gewicht wieder aufbauen wirst.
Bevor Du vorschnell einfach Deine Kalorien reduzierst, solltest Du Deine Ernährung ernsthaft bewerten. Versuche 90% von Folgendem zu entfernen:
- Zuckerhaltige Getränke und Obstsäfte (Obstsaft ist wie Obst ohne all die guten Nährstoffe, die sich in Fruchtfleisch und Schale wiederfinden.
- Verarbeitete Nahrungsmittel (Fertigmahlzeiten, die meisten gefrorenen Nahrungsmittel, usw.) • Junk Food Snacks (Kekse, Cracker und Süßigkeiten)
Sobald Du all diesen ernährungstechnischen Müll aus Deiner Ernährung entfernt hast, kannst Du stattdessen gesündere Optionen wählen. An diesem Punkt ist es an der Zeit damit zu beginnen, die Kalorien zu kontrollieren.
Mythos #6 – Ein rapider Gewichtsverlust ist immer etwas Gutes
Während es für stark übergewichtige Menschen, die versuchen ihre Gesundheit so schnell wie möglich zu verbessern notwendig sein kann, 4 bis 5 Pfund pro Woche zu verlieren, ist dies nicht der beste Weg, um Gewicht zu verlieren, wenn Du gut aussehen willst, wenn Du fertig bist. Lassen wir extrem fettleibige Menschen außen vor und sprechen wir über Dich. Die meisten von uns müssen maximal etwa 20 bis 40 Pfund Fett verlieren. Wenn dies der Fall ist, und Du, wenn der Fettabbauprozess beendet ist, so gut wie möglich aussehen willst, dann solltest Du auf einen Fettabbau von 1,5 bis 2 Pfund pro Woche abzielen.
Diese Rate des Gewichtsverlustes wird es Dir erlauben so viel Muskelmasse wie möglich aufrecht zu erhalten, während Du Fett verlierst. Das ist das, was Du willst. Wenn Du schnell Gewicht verlierst, dann wirst Du Muskelmasse und Fett verlieren und riskieren dünn, aber trotzdem weich und irgendwie schwabbelig auszusehen.
Mythos #7 – Cardiotraining im Fastenzustand ist für den Fettabbau am besten
Das stimmt nicht. Ohne auf all diese Diskussionen über unterschiedliche Typen von Cardio und die optimale Zeit des Cardiotrainings einzugehen, möchte ich etwas gesunden Menschenverstand verwenden.
Wir haben bereits gesehen, dass die Diät bzw. Ernährung den Fettabbau antreibt und dass Cardio nur einen minimalen Einfluss hat (wenn Du nicht gerade genug Zeit hast, um jeden Tag stundenlang zu trainieren). Wenn Du dies verstanden hast, würde ich Dir dringend empfehlen, ganz einfach nur Folgendes auszuführen:
- Den Typ von Cardiotraining, der Dir Spaß macht.
- Den Typ von Cardiotraining, der für Dein Alter, Deine Gesundheit und Deinen Grad an Kondition angemessen ist.
- Cardiotraining zu der Zeit des Tages, die für Dich am meisten Sinn macht.
Auch wenn HIIT Cardio auf dem Papier die beste Form von Cardiotraining sein mag, könnte HIIT auch riskant für Dich sein. Gehe, schwimme oder gehe Bowling spielen. Bewege Dich einfach. Wenn Du einmal damit angefangen hast, Deine Fitness und Deine Kondition zu verbessern, dann kannst Du bei Bedarf forderndere Formen von Cardiotraining ausführen. Und es ist weitaus sinnvoller Cardiotraining zu einer Zeit des Tages auszuführen, während der Du weder unter Zeitdruck stehst, noch müde bist. Du wirst Dein Cardiotraining so wahrscheinlich mehr genießen und dabei bleiben, ohne eine Trainingseinheit zu verpassen. Zurückkommend auf das Thema Cardiotraining im Fastenzustand ist hier ein Zitat von Schoenfeld zum Thema:
Zusammenfassend unterstützt die Literatur die Effizienz eines Trainings früh am Morgen auf leeren Magen als Taktik, den Körperfettanteil zu reduzieren, nicht. Im besten Fall wird der Netto Fettabbaueffekt, der mit einem solchen Ansatz in Verbindung gebracht wird, nicht besser als bei einem Training nach einer Mahlzeit ausfallen und möglicherweise wird letzteres sogar bessere Resultate produzieren (6).
Mythos #8 – Wähle fettarme Nahrungsmittel um Fett zu verlieren
Fett zu essen macht Dich nicht fett. Dies ist einer der am häufigsten zitierten aber gleichzeitig auch lächerlichsten Ernährungsmythen. Dieser Mythos muss sterben und ich möchte Dich dazu ermutigen, bei diesem Prozess zu helfen. Überschüssige Kalorien machen Dich fett. Süßigkeiten, Kekse, Chips, Cracker, kalorienreiches Fastfood, Fertigmahlzeiten, zuckerhaltige Getränke... die meisten Menschen konsumieren zu viele dieser Nahrungsmittel, während sie gleichzeitig zu wenige echte, vollwertige Nahrungsmittel mit hoher Nährstoffdichte konsumieren. Fettarme Produkte enthalten häufig Zucker für den Geschmack oder sind von vorne herein irreführend. Wie oft hast du schon auf einer Packung Süßigkeiten oder Kekse den Begriff „fettarm“ gesehen? Natürlich sind diese Nahrungsmittel fettarm – da sie fast nur aus Zucker bestehen! Ein „fettarm“ Etikett auf einem Nahrungsmittel ist häufig bedeutungslos. Dieses Nahrungsmittel kann trotzdem sehr reich an Kalorien.
Eine kalorienreiche Ernährung lässt Dich an Gewicht zunehmen. Kontrolliere Deine Kalorien und Du kontrollierst auch Dein Gewicht. Fett wird nicht dazu führen, dass Du an Gewicht zunimmst, wenn Deine Ernährungsgewohnheiten vernünftig und ausgewogen sind.
Mythos #9 – Meide Obst während des Fettabbauprozesses
Dies ist ein weiterer törichter Fettabbaumythos. Ja, Obst enthält etwas Zucker, aber nein, Obst weist alles andere als eine hohe Kaloriendichte auf und es ist schwer, sich an Obst zu überfressen. Zusätzlich hierzu ist Obst mit Vitaminen und Mineralstoffen vollgepackt. Wir werden hier wieder ins selbe Horn stoßen: die Gesamtkalorienzufuhr ist der wichtigste Faktor, wenn es um eine Gewichtszunahme geht. Ich habe bis heute noch keinen einzigen Menschen getroffen, der dadurch fett geworden ist, zu viele Erdbeeren, Äpfel oder Orangen gegessen zu haben. Eine vernünftige Menge an natürlichem Zucker und Kohlenhydraten, die sich in Obst wiederfindet, wird keinen großen Unterschied machen und mit Sicherheit nicht dafür sorgen, dass Dein Bauch wächst, wenn Du Deine Gesamtkalorienmenge unter Kontrolle hast. Wenn Du Fett verlieren willst, ist es am Besten jede Woche eine Auswahl an Obst und Gemüse zu essen. Dies erlaubt es Dir, ein größeres Spektrum an Vitaminen und Mineralstoffen zu Dir zu nehmen und ist toll für die allgemeine Gesundheit.
Fettabbau Zusammenfassung
Hier ist eine Zusammenfassung:
- Iss Mahlzeiten, die zu Deinem Tagesablauf und Deinen Bedürfnissen passen. Es gibt keinen dringenden Grund dafür alle 2 bis 3 Stunden zu essen. Dies wird Deine Stoffwechselrate nicht erhöhen, könnte aber dazu führen, dass Du eine Menge Zeit damit verschwendest, Dir zu überlegen, was Du bei 6 bis 10 Mahlzeiten pro Tag essen sollst.
- Es ist in Ordnung eine Mahlzeit zu essen, die wenig oder überhaupt kein Protein umfasst. Dies wird weder Deinen Fettabbau, noch die Aufrechterhaltung Deiner Muskeln beeinträchtigen. Ziele auf eine Minimalmenge an Protein pro Tag ab. Es wird keinen großen Unterschied machen, wann Du dieses Protein isst.
- Nach 14:00 Uhr Kohlenhydrate zu essen ist in Ordnung, so lange Du Deine Gesamtkalorien unter Kontrolle hast. Diese Kohlenhydrate werden nicht direkt in Fett umgewandelt.
- Dein Ernährungsplan ist Dein primärer Fettabbaumechanismus. Verwende Cardio zur Unterstützung der allgemeinen Gesundheit und zur Verbesserung Deiner Kondition, aber nicht als primäres Werkzeug für Deinen Fettabbau. Cardiotraining in Kombination mit einer schlechten Ernährung wird keinen Fettabbau bewirken.
- Bevor Du vorschnell Deine Kalorien reduzierst, solltest Du Deine schlechten Ernährungsgewohnheiten analysieren. Wenn Du keine Schritte unternimmst, um diese Gewohnheiten zu ändern, dann riskierst Du erneut fett zu werden, wenn Deine Diät vorüber ist.
- Um Deine Muskelmasse während des Fettabbaus zu maximieren, solltest Du auf einen Gewichtverlust von 1,5 bis 2 Pfund pro Woche abzielen. Dies wird Dir dabei helfen, Dein bestmögliches Aussehen zu erreichen, wenn Deine Diät beendet ist.
- Wann und wie Du Cardiotraining ausführst, spielt keine große Rolle. Wähle eine Form von Cardio, die Dir Spaß macht und führe sie zu einer Tageszeit aus, während der Du wahrscheinlich über die meiste Energie verfügen wirst.
- Fett zu essen macht Dich nicht Fett. Eine überhöhte Kalorienzufuhr macht Dich fett. Fettarme Nahrungsmittel sind nicht inhärent kalorienarm. Sie sind häufig mit Zucker überladen. Sei vorsichtig.
- Iss jede Woche eine große Bandbreite an Obst. Die geringen Mengen an Zucker und Kohlenhydraten, die in Obst enthalten sind werden keinen Einfluss auf Deinen Fettabbau haben, so lange sich Deine Gesamtkalorienmenge in einem vernünftigen Bereich befindet.
Referenzen
- Bellisle F, McDevitt R, Prentice AM. Meal frequency and energy balance. Br J Nutr. 1997 Apr;77 Suppl 1:S57-70.
- Seale JL, Conway JM. Relationship between overnight energy expenditure and BMR measured in a room-sized calorimeter. Eur J Clin Nutr. 1999 Feb;53(2):107-11.
- Zhang K, Sun M, Werner P, Kovera AJ, Albu J, Pi-Sunyer FX, Boozer CN. Sleeping metabolic rate in relation to body mass index and body composition. Int J Obes Relat Metab Disord. 2002 Mar;26(3):376-83.
- Mischler I, Vermorel M, Montaurier C, Mounier R, Pialoux V, Pequignot JM, Cottet-Emard JM, Coudert J, Fellmann N. Prolonged daytime exercise repeated over 4 days increases sleeping heart rate and metabolic rate. Can J Appl Physiol. 2003 Aug;28(4):616-29.
- Biston P, Van Cauter E, Ofek G, Linkowski P, Polonsky KS, Degaute JP. Diurnal variations in cardiovascular function and glucose regulation in normotensive humans. Hypertension. 1996 Nov;28(5):863-71.
- Brad Schoenfeld, MSc, CSCS, NSCA-CPT. Does Cardio After an Overnight Fast Maximize Fat Loss? http://www.lookgreatnaked.com/articles/does_cardio_after_an_overnight_fast_maximize_fat_loss.pdf
Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/9-fat-loss-myths