Ernährung

Höre auf zu raten und beginne zu rechnen. Dieser Ratgeber zur Berechnung des Kalorienbedarfs umfasst zahlreiche Formeln zur Berechnung Deines Grundumsatzes und Ratschläge zur Makronährstoffzufuhr.
Das Ziel dieses Artikels besteht darin, Dir Richtlinien zu liefern, die Dir dabei helfen werden, nicht nur zu bestimmen, wie viel Nahrung Du pro Tag essen solltest, sondern auch wie Du Deine drei Makronährstoffe – Protein, Kohlenhydrate und Fette – aufteile solltest.
Wir werden allgemeine Begriffe und Definitionen in Kombination mit Formeln behandeln, die Dir helfen können, den richtigen Weg zu finden. Bevor wir mit diesen Informationen beginnen, würde ich Dir raten Dir ein oder zwei Wochen Zeit zu nehmen und Deine augenblicklichen Ernährungsgewohnheiten zu untersuchen. Schreibe alles auf, was Du isst und finde heraus, wie viele Kalorien, wie viel Protein, wie viele Kohlenhydrate und wie viel Fett Du jeden Tag zu Dir nimmst.
Dies wird Dich etwas Zeit und Arbeit kosten, aber es ist notwendig. Wenn Du die Portionsgrößen und die Kalorien und Nährstoffzusammensetzungen der Nahrungsmittel, die Du isst, nicht kennst, dann werden die Informationen im Rest dieses Artikels weder eine Rolle spielen, noch helfen.
Kalorienverbrauch – vom Grundumsatz bis zum täglichen Gesamtkalorienverbrauch
Der Grundumsatz (BMR)
Der Grundumsatz ist im Grunde genommen die Menge an Kalorien, die Du täglich benötigen würdest, wenn Du Dich den ganzen Tag über nicht bewegen würdest und nur minimale Mengen an Energie benötigen würdest.
Der Grundumsatz wird häufig mit der Menge an Kalorien verwechselt, die Du täglich zu Dir nehmen solltest. Dies ist nicht der Fall, wenn Du nicht gerade bettlägerig bist. Der Grundumsatz ist ein Basiswert, wenn Du keinerlei körperliche Aktivitäten ausführst.
NEAT
Der Begriff NEAT steht für non-Exercise Activity Thermogenesis (übersetzt in etwa nicht trainingsbedingte Thermogenese) und beschreibt die Menge an Kalorien, die Du auf täglicher Basis durch nicht geplante Bewegungen verbrauchst. Der NEAT umfasst Dinge wie während der Arbeit herumzulaufen, Einkaufen zu gehen oder Aktivitäten im Haushalt zu verrichten. Der NEAT umfasst nicht geplantes Cardiotraining oder Trainingseinheiten mit Gewichten.
Du hast typischerweise die Kontrolle über die verbrauchten Kalorien, die zum NEAT gehören. Du kannst Dich dafür entscheiden nicht einkaufen zu gehen oder das Haus nicht sauber zu machen, usw.
Die trainingsinduzierte Thermogenese (EAT)
Die trainingsinduzierte Thermogenese beschreibt die Menge der täglich durch geplante Trainingseinheiten verbrannten Kalorien. Die trainingsinduzierte Thermogenese umfasst Aktivitäten wie Einkaufen gehen oder Gehen während der Arbeit nicht. Hier werden also nur Dein Cardiotraining, Dein Training mit Gewichten, Zumba Trainingseinheiten, usw. toleriert.
Die thermische Wirkung der Nahrung (TEF)
Die thermische Wirkung der Nahrung ist die Menge an Energie, die direkt durch die Nahrungszufuhr und die Verdauung verbrannt wird. Die thermische Wirkung der Nahrung wird basierend auf dem Ballaststoffgehalt und die Makronährstoffzusammenstellung der Mahlzeit variieren.
Die thermische Wirkung der Nahrung wird als Prozentsatz der Gesamtkalorien einer Mahlzeit angegeben. Die thermische Wirkung der Nahrung einer typischen Mahlzeit liegt bei etwa 15%. Eine reine Proteinmahlzeit kann eine thermische Wirkung von bis zu 25% aufweisen, während die thermische Wirkung von Fett typischerweise bei unter 5% liegt. Kohlenhydrate fallen irgendwo in die Mitte und können von 5 bis 25% reichen. Auch Ballaststoffe weisen eine hohe thermische Wirkung auf.
Der tägliche Gesamtkalorienverbrauch
Der Gesamtkalorienverbrauch ist die Kombination aus Grundumsatz, NEAT, trainingsinduzierter Thermogenese und thermogener Wirkung der Nahrung. Dies ist die Gesamtmenge an Kalorien, die Du an einem gegebenen Tag verbrennst.
Gesamtkalorienverbrauch = BMR + NEAT + EAT + TEF
Faktoren, die Grundumsatz und täglichen Gesamtkalorienverbrauch beeinflussen
Hier sind einige der wichtigsten Faktoren, die Deinen täglichen Gesamtkalorienverbrauch beeinflussen:
- Testosteronspiegel – Langfristig abnehmende Testosteronspiegel können Deinen Grundumsatz senken.
- Geschlecht – Männer haben in der Regel einen höheren Grundumsatz als Frauen.
- Gesundheit – Wenn Du krank oder verletzt bist, bewegst Du Dich typischerweise nicht so viel
- Pubertät – Wenn Du schnell wächst, dann verbrauchst Du wahrscheinlich mehr Kalorien als normalerweise.
- Schwangerschaft – Eine Schwangerschaft wird Deinen Kalorienverbrauch erhöhen.
- Gewicht – Je schwerer Du bist, desto mehr Energie wirst Du verbrauchen, um Dein Gewicht aufrecht zu erhalten.
- Muskelgewebe – Zusätzliches Muskelgewebe erhöht die Menge an Kalorien, die Du täglich verbrauchst.
- Beruf – Hast Du einen Schreibtischjob oder bist Du ständig auf den Füßen und bewegst Dich viel?
- Training – Sportliches Training beeinflusst ganz offensichtlich die trainingsinduzierte Thermogenese.
- Nährstoffzusammenstellung – Die Zusammenstellung Deiner Ernährung beeinflusst die thermische Wirkung der Nahrung (TEF), welche Deinen täglichen Gesamtkalorienverbrauch erhöhen oder reduzieren kann.
- Nicht geplante körperliche Aktivitäten – Bist Du ein Mensch, der sich viel bewegt oder sitzt Du den ganzen Abend vor dem Fernseher?
- Körpertemperatur – Je höher Deine Körpertemperatur ist, desto mehr Energie verbrennst Du.
- Schilddrüsenhormonspiegel – Hohe Schilddrüsenhormonspiegel erhöhen den Grundumsatz.
- Koffein und Tabak – Koffein- und Tabakkonsum kann Deinen Grundumsatz erhöhen.
- Klima – Wenn du in einer Umgebung arbeitest oder schläfst, die etwas wärmer oder kühler als normalerweise ist, wird dies zu einem höheren Energieverbrauch führen.
- Stress – Wenn Du gestresst bist, dann kommt es für gewöhnlich zu einer Erhöhung des Energieverbrauchs.
Abschätzung Deines Grundumsatzes
Unten sind mehrere Methoden aufgelistet, die zur Bestimmung des täglichen Kalorienbedarfs verwendet werden.
Katch-McArdle BMR Formel
Die Katch-McArdle Methode wird als verlässliche Methode zur Abschätzung Deines täglichen Grundumsatzes angesehen, wenn Du relativ schlank bist und über eine recht akkurate Abschätzung Deines Körperfettanteils verfügst. Die Gleichung lautet:
Grundumsatz = 370 + (21.6 x fettfreie Körpermasse)
Die fettfreie Körpermasse in Kilo entspricht Deinem Gesamtgewicht minus Deinem Fettgewicht und berechnet sich nach der Formel
Fettfreie Körpermasse = Gewicht – ((Körperfettanteil in % /100) * Gewicht)
Cunningham Formel für den Grundumsatz
Dies ist eine andere Formel, die voraussetzt, dass Du Deinen Körperfettanteil kennst.
Grundumsatz = 500 + (22 x fettfreie Körpermasse)
Aktivitätsmultiplikator – Berechnung Deines Gesamtkalorienverbrauchs
Nachdem Du jetzt Deinen Grundumsatz berechnet hast, kannst Du diesen nun basierend auf Deinem Aktivitätslevel mit einem der folgenden Faktoren multiplizieren, um Deinen Gesamtkalorienverbrauch zu erhalten.
- Bewegungsarm - Grundumsatz x 1,2: Du bekommst nicht viel Bewegung auf der Arbeit – Schreibtischjob. Nach der Arbeit verbringst Du den Abend auf der Couch vor dem Fernseher.
- Geringfügig aktiv - Grundumsatz x 1,375: Etwas tägliche Aktivität plus etwas Sport an 1 bis 3 Tagen pro Woche.
- Moderat aktiv - Grundumsatz x 1,55: Eine angemessene Menge an täglicher Aktivität plus Sport an 3 bis 5 Tagen pro Woche.
- Sehr aktiv - Grundumsatz x 1,725: Du bist sehr aktiv und Du trainierst an 6 bis 7 Tagen pro Woche.
- Hochaktiv - Grundumsatz x 1,9: Du bist extrem aktiv, inklusive bis zu zwei Trainingseinheiten pro Woche und/oder ein körperlich sehr anstrengender Beruf.
Diese Zahlen dienen lediglich dazu, Dir eine grobe Abschätzung zu liefern. Die ersten 2 Wochen auf einem neuen Kalorienlevel können in einer abnormalen Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme resultieren, da Dein Körper aufgrund von Veränderungen der Natrium- und Kohlenhydratzufuhr entweder Wasser einlagern oder ausscheiden kann. Mache Dir über das Gewicht, das Du während der ersten 2 Wochen einer Masse- oder Definitionsphase zunimmst oder verlierst keine Gedanken, so lange diese Veränderungen nicht ungewöhnlich sind.
Nach diesen 2 Wochen solltest Du Dein Gewicht überwachen und basierend auf Deinen Zielen geringfügige Anpassungen vornehmen.
Makronährstoffzufuhr
Nachdem Du jetzt weißt, wie viele Kalorien Du pro Tag essen wirst, ist es an der Zeit, die Makronährstoffzusammensetzung Deiner Ernährung zu bestimmen. Bei diesen Makronährstoffen handelt es sich im Protein, Fett und Kohlenhydrate.
- Protein – Enthält 4 kcal pro Gramm
- Fett - Enthält 9 kcal pro Gramm
- Kohlenhydrate - Enthält 4 kcal pro Gramm
Fettzufuhr
Fett wird Dich nicht fett machen. Dein Körper benötigt eine vernünftige Menge an Fett für die allgemeine Gesundheit. Die Gesamtfettzufuhr sollte 20 bis 35% Deiner Gesamtkalorienzufuhr ausmachen.
Wenn Du das Gefühl hast, mit höheren Mengen an Kohlenhydraten zu funktionieren, dann könnte eine Fettzufuhr im Bereich von 20 bis 25% der Gesamtkalorienmenge eine Option darstellen. Wenn Du Probleme damit hast, genug Nahrung zu Dir zu nehmen oder wenn Du schlecht auf Kohlenhydrate reagierst, dann ist eine höhere Fettmenge empfehlenswert.
Proteinzufuhr
Die Proteinzufuhr kann ein kontroverses Thema sein. Einige Leute behaupten, dass Du nie mehr als 150 Gramm pro Tag essen solltest. Auch wenn die Effektivität des Konsums von über 150 Gramm Protein pro Tag für den Muskelaufbau fraglich ist, gibt es mit Sicherheit eine Reihe weiterer Gründe dafür, mehr als 150 Gramm zu essen.
Eine höhere Proteinzufuhr ist absolut sicher und unbedenklich, wenn Du nicht an einer Erkrankung der Nieren leidest. Wenn Du untergewichtig bist oder gerade eine Massephase ausführst und schnell Muskeln aufbaust, dann empfehle ich abhängig von Deinem Kalorienverbrauch 200 bis 250 Gramm Protein pro Tag.
Wenn Du eine Tonne Kalorien pro Tag isst, dann solltest Du Deine Proteinzufuhr auf 250 Gramm hochfahren. Wenn Deine Kalorienzufuhr bei etwa 3000 kcal liegt, dann könnten 200 bis 220 Gramm Protein pro Tag eine gute Option darstellen. Ich möchte außerdem anmerken, dass es, wenn Du bereits eine Menge an fettfreier Muskelmasse aufgebaut hast oder eine Diät durchführst, sinnvoll sein kann, etwas mehr Protein als normalerweise zu essen.
Für Trainierende, die Muskeln mit moderater Geschwindigkeit aufbauen und eine Art langsame und saubere Masseaufbauphase durchführen, sind 180 bis 220 Gramm Protein pro Tag eine gute Wahl. Im Endeffekt solltest Du Deine Proteinzufuhr basierend auf Deinem Kalorienbedarf und/oder Deinen ernährungstechnischen Präferenzen anpassen.
Frauen sollten eine Proteinzufuhr von 100 bis 120 Gramm pro Tag in Betracht ziehen. Wenn Du eine jüngere und/oder hochaktive Frau bist, solltest Du 120 Gramm Protein pro Tag zu Dir nehmen.
Kohlenhydratzufuhr
Nachdem Du jetzt Deine Protein- und Fettzufuhr bestimmt hast, kannst Du Deinen Kohlenhydratbedarf recht einfach berechnen, indem Du die Menge an Protein und Fettkalorien von Deiner Gesamtkalorienzufuhr abziehst und das Ergebnis durch 4 teilst.
Behalte im Hinterkopf, dass Du diese Werte bei Bedarf basierend auf dem anpassen kannst, was dein Körper Dir sagt. Ich habe mit mehr Kohlenhydraten besser funktioniert, als ich jünger war und funktioniere in meinen Vierzigern besser mit mehr Fett.
Auf Deinen Körper zu hören ist sehr wichtig. Erinnere Dich daran, kleine, schrittweise Veränderungen vorzunehmen, so dass Du Deine zukünftigen Bedürfnisse leichter abschätzen kannst.

Gesund oder nicht? 12 Getränke auf dem Prüfstand
Hier ist eine kurze Zusammenfassung...
- Mandelmilch gibt Dir keinen der Vorzüge von Mandeln und besitzt darüber hinaus auch nicht die Vorzüge regulärer Milch.
- Bier ist ein nährstoffreiches Getränk, das - in moderaten Mengen genossen - etwa so gesund wie Wein ist.
- Wasser aus der Flasche ist nicht besser als Leitungswasser. Solange es sich bei Leitungswasser um hartes Wasser handelt und Du einen Filter verwendest, kann dieses gesünder als Wasser aus der Flasche sein.
- Brühe und Kaffee besitzen dieselben Gesundheitsvorzüge, auch wenn Paleo Anhänger einen übertriebenen Hype um Brühe machen.
- Gatorade ist kein legitimer Regenerationsdrink für Kraftsportler.
- Grüner Tee könnte das eine Getränk sein, das seinem Hype gerecht wird.
- Begrenze Säfte auf geringe Mengen, die mit Wasser verdünnt werden sollten.
- Rohmilch ist etwas Tolles, wobei Du Dir jedoch potentieller hygienischer Probleme bewusst sein solltest.
- Kein ernsthafter Kraftsportler würde Schokoladenmilch als vernünftigen Regenerationsdrink ansehen.
Potente Getränke
Es ist leicht, Menschen zum Konsum bestimmter Getränke zu verleiten. Alles was Du tun musst, ist eine vage Assoziation mit einer Frucht, einer Gemüsesorte, einer Heilpflanze oder einem Hauch einer Verbindung mit der Natur herzustellen und Du hast einen hierfür empfänglichen, durstigen Markt.
Hausiererei ist im Bereich der Getränkeindustrie wahrscheinlich weiter als im Bereich der restlichen Nahrungsmittelindustrie verbreitet, weshalb wir einen näheren Blick darauf werfen werden, welche Getränke gesund sind, und welche nicht.
1 – Mandelmilch
Die Idee hinter Mandelmilch klingt toll. Püriere ein paar Mandeln. Filtere den Abfall raus. Genieße reine, nussige Nährstoffe, Aromen, Proteine und Fettsäuren.
Zu dumm, dass das ganze so nicht funktioniert.
Mandelmilch gibt Dir nichts (oder kaum etwas) von den Vorzügen von Mandeln, welche Protein und gesunde Fette liefern, während sie Dir auch nichts von den Vorzügen regulärer Milch liefert, da es ihr an Kalzium mangelt.
Wenn Du das unlösliche Zeugs aus der „Milch“ herausfilterst, dann verlierst Du das Meiste von dem Zeug, wegen dem Du Mandeln eigentlich überhaupt erst essen würdest.
Natürlich fügen die Hersteller von Mandelmilch für gewöhnlich Kalzium und die Vitamine A, D und B12 hinzu, aber Du bekommst trotzdem nur sehr wenig Protein – etwa 1 Gramm pro Tasse, im Vergleich zu 8 Gramm bei Kuhmilch.
Es ist wahr, dass Mandelmilch im Allgemeinen 50% weniger Kalorien als Milch liefert, was darauf beruht, dass es ihr an signifikanten Mengen an Fett fehlt und da es sich nicht um ein tierisches Produkt handelt, enthält Mandelmilch auch weder gesättigte Fette noch Cholesterin (falls das überhaupt eine Rolle spielt).
Die ungesüßte Variante ist sogar noch kalorienärmer, aber achte auf das Etikett um sicherzustellen, dass Du wenigstens das mit Kalzium und Vitaminen angereicherte Zeugs bekommst.
Trotz der guten Absichten ist Mandelmilch also ein Getränk, das lediglich okay ist – es trägt nicht viel zu Deiner Gesundheit bei, aber es fügt Dir auch keinen Schaden zu.
Mandelmilch Bewertung: B-
2 – Bier vs. Rotwein
Interessanterweise handelt es sich bei Bier um ein recht nährstoffreiches Getränk, aber es ist wahrscheinlich das stereoptypische Bild des Bier saufenden Proleten, das es schwer macht, dieses Getränk mit etwas Gesundem in Verbindung zu bringen.
Rotwein befindet sich definitiv auf der gesunden Seite, solange er in Maßen genossen wird, aber die häufig wohlhabenden Snobs, die ihn trinken, sind ein wenig zu verzweifelt, wenn es darum geht, Rotwein in das Getränk der Götter zu verwandeln. Es handelt sich lediglich um verrottete Weintrauben, verdammt noch mal.
Trotzdem genießt Wein aufgrund seines Gehalts an Polyphenolen, die angeblich herzschützende Vorzüge mit sich bringen Ansehen, aber auch Bier enthält Polyphenole – sie stammen lediglich aus der Gerste statt aus Trauben.
Man sagt Wein außerdem nach, dass er das Risiko von Blutgerinnseln senkt, aber es ist wahrscheinlich eher der Alkohol, der hierfür verantwortlich ist und auch Bier enthält Alkohol.
Was die individuellen Nährstoffe angeht, gibt es keinen klaren Sieger. Bier enthält mehr Niacin, Vitamin B5, Vitamin B12, Folat, Selen und Silikon, während Wein mehr Kalzium, Eisen, Magnesium, Kalium, Zink und Mangan enthält.
Kalorientechnisch gewinnt Bier (es ist kalorienärmer), aber das hängt primär damit zusammen, dass Wein mehr Alkohol enthält.
Die einzige Kategorie in der Wein wirklich gewinnt, ist der Östrogen blockierende, Blutzucker senkende und angeblich das Leben verlängernde Nährstoff Resveratrol. Bier enthält diesen Nährstoff überhaupt nicht.
Natürlich sind die Vorzüge davon, Dein Resveratrol über Wein zuzuführen zweifelhaft, da Du nicht nur etwa 15 Flaschen Wein pro Tag trinken müsstest, um eine vernünftige Menge an Resveratrol zu bekommen, sondern dieser Nährstoff auch schlecht vom Körper aufgenommen wird. Es ist also besser sich auf Supplements zu verlassen, wenn es darum geht den Bedarf an Resveratrol zu decken.
Bier Bewertung: B
Wein Bewertung: B
3 – Knochen Brühe
Was alt ist, kommt wieder in Mode.
Es gibt wahrscheinlich keine Kultur, die nicht zu irgendeiner Zeit Füße, Knöchel, Sehnen und Knochen von Schweinen, Kühen, Hühnern und Fisch gekocht hat und die Brühe getrunken hat.
Und Brühe ist – vielleicht aufgrund des Paleo Hypes – als gesundes Elixier des neuen Jahrtausends wieder auf der Bildfläche erschienen. Sie soll angeblich Wunden heilen, das Immunsystem stärken und Knochen wiederaufbauen.
Das Problem ist, dass es nicht wirklich irgendwelche Studien gibt, die diese angeblichen Gesundheitsvorzüge belegen oder widerlegen. Genauso wenig gibt es nur ein Rezept für Brühe. Sie alle verwenden unterschiedliche Tierknochen, einige mit fettigem Knochenmark, andere ohne.
Einige verwenden unterschiedliche Gewürze und Kräuter und auch die Zeit des Kochens variiert enorm von 5 bis hinzu 24 Stunden.
Wir können jedoch eine wissenschaftliche Einstellung verwenden, um dies zu untersuchen. Zuerst einmal ist der Glaube daran, dass das Kollagen in der Knochenbrühe in unseren Gelenken eine neue Heimat findet ziemlich weit hergeholt, da die Hitze das Kollagen in einzelne Aminosäuren aufbricht. Selbiges gilt auch für die enthaltenen Enzyme und Vitamine – sie alle werden durch die Hitze in ihre Bestandteile zerlegt.
Aber es gibt zumindest zwei die Gesundheit betreffende Behauptungen, die wasserdicht sind. Eine im Jahr 2000 im medizinischen Journal „Chest“ veröffentlichte Studie berichtete, dass Menschen, die Hühnersuppe aßen, Linderung bezüglich der Symptome einer Infektion der oberen Atemwege verspürten.
Und Knochenbrühe im Allgemeinen könnte einen gewissen Wert als Sport Regenerationsgetränk haben, wie Mitglieder der LA Lakers kürzlich behaupteten. Die Brühe würde Elektrolyte ersetzen - aber Kool-Aid, Zucker und Salz würden dasselbe tun.
Es scheint keinen Grund dafür zu geben keine Brühe zu trinken und sie könnte auch ein paar Nährstoffe enthalten, die nützlich sein können. Wir wissen es jedoch bis jetzt noch nicht mit Sicherheit.
Knochenbrühe Bewertung: B
4 – Tafelwasser / Mineralwasser
Die meisten Menschen trinken Wasser aus Flaschen aus Bequemlichkeit, weil es angeblich gesund ist oder aus einer Kombination von beiden Gründen.
Ja, es ist bequem, aber stellen wir eines klar: Wasser aus der Flasche ist in den meisten Fällen völliger Humbug.
Eric Goldstein, Co-Direktor des amerikanischen National Resources Defense Council, sagte einmal "...Niemand sollte denken, dass Wasser aus der Flasche besser reguliert, reiner oder sicherer als Leitungswasser ist.“
Ein Teil des Wassers kommt aus Quellen oder anderen jungfräulichen Gegenden, die ohne Zweifel nur von Feen und Elfen bewohnt werden, aber mehr als 25% stammt aus den selben Quellen, aus denen auch unser Leitungswasser stammt. Es wird behandelt, gereinigt, in Flaschen abgefüllt und uns als „durch die Schenkel einer Jungfrau gefiltert“ oder als irgendein anderer grüner, Bio oder Bäume umarmender Schwachsinn verkauft.
In einem bekannt gewordenen Fall wurde Wasser aus einem Brunnen in der Nähe einer verseuchten Müllhalde als Quellwasser verkauft. In einem anderen wurde Wasser als reines Gletscherquellwasser aus Alaska verkauft, wobei es sich in Wirklichkeit lediglich um Leitungswasser aus Alaska handelte.
Im Jahr 1999 wurden in Amerika von offizieller Stelle 103 Marken Wasser untersucht und man fand heraus, dass auch wenn dieses Wasser im Allgemeinen unbedenklich war, mindestens ein Drittel aller Proben Bakterien oder chemische Verunreinigungen inklusive Karzinogenen enthielt, die die Grenzwerte für Leitungswasser überschritten.
Und mindestens zwei Marken enthielten Phthalate, welche das endokrine System durcheinanderbringen können und potentiell zur Entwicklung von Föten mit den Reproduktionsorganen von Eichhörnchen führen könnten. Auch wenn die Tester nicht glauben, dass die Flaschen selbst unter Verwendung von Phthalaten hergestellt wurden/werden, könnten diese Chemikalien beim Abfüllen in die Flaschen gelangt sein.
Die meisten Flaschen werden aus Polyethylen Terephthalat hergestellt, was anhand der Angabe PET oder PETE auf der Flasche erkennbar ist. Diese Flaschen sind wahrscheinlich sicher und unbedenklich, solange sie nicht bei warmen Temperaturen wie z.B. im Becherhalter Deines Hondas im Sommer gelagert werden.
In diesem Fall könnten toxische Chemikalien wie Antimon aus der Flasche ins Wasser übertreten. Bis jetzt ist sich niemand über die möglichen Langzeitfolgen dieser Chemikalien sicher.
Auch BisphenolA, eine Chemikalie, die sich in Polycarbonat wiederfindet, stellt ein Problem dar, da sie neurologische und verhaltenstechnische Probleme bei Föten, Babys und Kindern hervorrufen kann. Auch wenn BPA bei der Herstellung von PET nicht verwendet wird, findet es sich oft in Polycarbonat wieder, welches verwendet wird, um Plastikbecher und andere Hartplastikgegenstände herzustellen.
Die amerikanische Gesundheitsbehörde überwacht die BPA Werte und inzwischen beginnen die Hersteller im Zuge einer gewissen Selbstregulierung die BPA Werte zu senken, da dieser Schadstoff inzwischen bei der Bevölkerung recht bekannt geworden ist.
Was Wasser in Flaschen angeht besteht das große Problem darin, dass dieses weniger stark als Trinkwasser aus der Wasserleitung überwacht und reguliert wird.
Die Sicherheitsempfehlungen für Wasser aus Plastikflaschen sind recht einfach:
- Meide Wasser aus Wasserspendern, die aus Polycarbonat bestehen
- Transportiere Wasser in Glas- oder Metallbehältern
- Schütze Plastikwasserflaschen vor Hitze
- Ziehe Leitungswasser als Alternative in Betracht. Es ist wahrscheinlich sicherer und auch deutlich billiger.
Bewertung Wasser in Flaschen: A
5 – Schokoladenmilch
Wer auch immer auf die Idee gekommen ist, Schokoladenmilch als Post-Workout Getränk zu vermarkten, ist mit Sicherheit der bei Milchproduzenten beliebteste Typ. Sie haben ihm wahrscheinlich sogar ein Denkmal gebaut.
Ich werde folgendes sagen: Schokoladenmilch ist ein brauchbarer Regenerationsdrink, wenn Du ein Badminton Spieler bist, der nach einem „harten“ Match ein wenig Schweiß unter den Armen verspürt.
Und Schokoladenmilch ist wahrscheinlich als Post-Workout Getränk genauso gut wie Gatorade – wahrscheinlich sogar besser, da sie ein wenig Protein enthält.
Doch das alleine macht Schokoladenmilch mit Sicherheit nicht zu einem guten Post-Workout Drink für einen ernsthaften Sportler, der bei seinem Sport seine Muskeln wirklich benutzt.
Schokoladenmilch enthält einfach nicht genug Protein und wenn Sucrose das funktionalste Kohlenhydrat wäre, das die moderne Ernährung zu bieten hat, dann könnten Ernährungsforscher und Biochemiker ihre Zeit genauso gut darauf verwenden, Warzen zu heilen oder etwas zu tun, das für die Menschheit tatsächlich von Nutzen ist.
Aber Du würdest das basierend auf der Publicity, die Schokoladenmilch in Fitness Blogs und Men's Health-Typ Magazinen bekommt, gar nicht mitbekommen. Natürlich unterscheiden diese Quellen im Allgemeinen nicht zwischen regulären Sportgetränken und ernsthaften Post-Workout Formeln, wie diese von Kraftsportlern verwendet werden.
Es gibt eine ganze Reihe von Studien, die bezüglich der Effizienz von Schokoladenmilch als Post-Workout Drink durchgeführt wurden. Etwa die Hälfte dieser Studien kommt zu dem Ergebnis, dass Schokoladenmilch nicht besser als ein Standard Kohlenhydrat-Elektrolyt Getränk ist, während eine Studie zu dem Ergebnis kam, dass Schokoladenmilch besser ist, aber diese Studie wurde auch von der milchproduzierenden Industrie finanziert.
In keiner der Studien wurde Schokoladenmilch mit irgendetwas verglichen, das Protein enthielt, was die Ergebnisse dieser Studien recht fragwürdig macht.
Trinke sie wegen ihres Geschmacks – wenn es sein muss – aber kein ernsthafter Kraftsportler würde Schokoladenmilch ernsthaft als Regenerationsgetränk in Betracht ziehen.
Schokoladenmilch Bewertung: D
6 – Kaffee
Obwohl Kaffee über 1000 biologisch aktive Verbindungen enthält und ein sehr komplexes Getränk darstellt, bekommt Kaffee nicht viel Respekt für seine gesundheitsfördernden Wirkungen.
Und anders als bei den angeblichen Gesundheitsvorzügen, mit denen andere Getränke propagiert werden, gibt es bei Kaffee tatsächlich wissenschaftliche Untersuchungen, die diese Vorzüge unterstützen.
Studien unterstützen z.B., dass Kaffee die DNA schützen könnte, während er gleichzeitig Melanome, Brustkrebs und Endometrialkrebs bekämpft und das Risiko für Diabetes vom Typ 2 senkt. Kaffeetrinker leiden außerdem seltener an verstopften Arterien.
All dies scheint jedoch stark von der täglich konsumierten Menge an Kaffee abzuhängen, da der Konsum großer Mengen an Kaffee einige der positiven Wirkungen wieder negieren kann. Wie bei den meisten Dingen scheint auch bei Kaffee eine moderate Menge am besten zu funktionieren.
Und natürlich sollten wir auch die anregenden Wirkungen von Kaffee und dass er uns besser, länger und härter trainieren lässt, nicht vergessen.
Kaffee Bewertung: A-
7 – Gatorade
Es wurde noch nie so viel Werbung für – und so viel Geld mit – so ziemlich nichts gemacht.
Du hast die Werbung gesehen und hast Dir vielleicht sogar ein paar Flaschen gekauft, um die gefürchtete Dehydrierung zu verhindern und Deine erschöpften Elektrolytreserven wieder aufzufüllen.
Ja, es ist wahr, dass der menschliche Körper Wasser siebenmal schneller absorbiert, wenn es mit den in Gatorade enthaltenen Kohlenhydraten kombiniert wurde, aber es gibt keine Hinweise darauf, dass Dein Körper dazu in der Lage ist, dieses Wasser einzubehalten.
Man kann es einfach testen. Du nimmst zwei Gruppen und wiegst diese. Dann trinkt die eine Gruppe Gatorade und die andere reines Wasser. Dann wiegst Du beide nach einiger Zeit erneut. Wenn die Menschen in beiden Gruppen davor und danach dasselbe wiegen, dann wird Gatorade vom Körper nicht besser als Wasser einbehalten.
Robert Robergs, ein Sportphysiologe an der UNM, führte genau dieses Experiment durch und Gatorade konnte die Marketingversprechungen nicht erfüllen.
„Wenn unsere Probanden Gatorade und Wasser tranken, mussten sie genauso schnell auf die Toilette“, erklärte Robergs.
Aber wer könnte es Dir verübeln ein Elektrolytgetränk wie Gatorade zu trinken? Wenn wir gerade von Elektrolytgetränken sprechen – wenn Du irgendwelche Aktivitäten ausführst, bei denen Du über eine Stunde lang schwitzt, kann es tatsächlich notwendig sein, Deine Elektrolyte wiederaufzufüllen und Du kannst dies tun, indem Du ein Elektrolytgetränk, Zucker und Salz kombinierst.
Genauso gut könntest Du einfach ein paar Tütchen Salz aus irgend einem Fast-Food Laden in einen Tetrapack Orangensaft schütten...
Doch egal wie sehr Du Deine Fantasie auch anstrengst, kannst Du Gatorade nicht als legitimen Regenerationsdrink für irgendeine Kraftsportart ansehen.
Gatorade Bewertung: C
8 – Grüner Tee
Grüner Tee könnte das eine Getränk sein, das den Hype erfüllt, der um dieses Getränk gemacht wird – oder zumindest einen großen Teil hiervon.
Dieses Getränk, das aus den getrockneten Blättern der Camellia sinensis hergestellt wird, ist angeblich für jedes Organsystem im menschlichen Körper von Vorteil. Es könnte vor Krebs schützen, die Leber schützen, die Arterien sauber halten, Krebs bekämpfen, Diabetes entgegenwirken und sogar Fett verbrennen.
Es enthält bescheidene Mengen an Koffein, aber es enthält auch Chemikalien wie Theobromin, welche den Blutdruck senken und Theophyllin, welches die Atemwege entspannt und das Herz etwas anregt.
Das Endergebnis ist eine nette leichte anregende Wirkung, die anders und weniger stark ausgeprägt als die Wirkung von Koffein ist. Aber auch wenn er anregend wirkt, besitzt Grüner Tee milde angstlösende Eigenschaften, was eine perfekte Kombination von Eigenschaften zu sein scheint.
Zu guter Letzt könnte Grüner Tee auch die Verwertung von Kohlenhydraten blockieren, was in Kombination mit seinen fettverbrennenden, den Stoffwechsel anregenden Wirkungen der Grund dafür ist, dass Grüner Tee seit langem als moderat wirksamer Fatburner angepriesen wird. Unglücklicherweise könnten einige seiner fettverbrennenden Eigenschaften abgeschwächt werden, wenn Du bereits viel Kaffee trinkst.
Die fettverbrennende Chemikalie ist Epigallocatechin-3-gallate, oder EGCG. Eine Tasse grüner Tee enthält etwa 50 mg, aber Du brauchst etwa 400 bis 500 mg, um eine fettverbrennende Wirkung zu spüren.
Um die fettverbrennende Reaktion zu verstärken, kannst Du grünen Tee mit etwas Fischöl kombinieren.
Grüner Tee Bewertung: A
9- Saft
Saft – insbesondere das Zeugs aus dem Supermarkt – stellt den ultimativen Widerspruch dar.
Es gibt Millionen ernährungstechnisch Minderbemittelte, die dieses Zeug jeden Morgen in sich hinein schütten und mit jeder Faser ihres Körpers glauben, dass sie ihrem Körper hierdurch etwas Gutes tun. Sie glauben, dass sie einen großen Teil ihrer ernährungstechnischen Bedürfnisse durch ein großes Glas Orangensaft decken können.
Doch leider liegen sie hiermit falsch. Alles, was sie bekommen, ist eine geringe Menge an Vitamin C, das ohne Zweifel hinzugefügt wurde, nachdem der Saft verarbeitet wurde in Kombination mit einer Überholspur auf dem Weg zu Diabetes vom Typ 2.
Hier ist das Problem: Saft aus dem Supermarkt ist größtenteils gefiltert und pasteurisiert und erinnert in dieser Hinsicht an raffinierten Zucker und weißes Mehl. Dem Endprodukt fehlt es so ziemlich an allem Guten, was die Natur uns zugedacht hat – abgesehen von dem Zeug, das die Hersteller später wieder hinzufügen.
Zusätzlich hierzu enthält ein Glas Saft aus dem Supermarkt so viel Zucker wie ein Schokoriegel.
Wenn Du ganz einfach nur vollwertiges Obst essen würdest, dann würde irgendwann Dein natürliches Sättigungsgefühl eintreten und wenn Du nicht gerade ein nach Obst gierender Baumaffe aus Borneo bist, würdest Du nach ein oder zwei Stück Obst aufhören. Bei Saft bekommst Du jedoch die konzentrierte Süße – das Äquivalent von mehreren Stück Obst in lediglich ein paar Schlücken.
Deshalb die Kalorie. Deshalb das Übergewicht. Deshalb die Überholspur in Richtung Diabetes vom Typ 2.
Auch Gemüsesäfte können, selbst wenn sie nicht so schlimm wie Obstsäfte sind, eine Menge Zucker enthalten und sie können sogar ein Ungleichgewicht im Säure-Basen Haushalt hervorrufen, wenn Du an dieses Zeugs glaubst.
Trinke ruhig Deinen Saft, aber begrenze die Menge und verdünne den Saft mit Wasser, so dass Du nicht mehr Zucker als durch ein Stück Obst zu Dir nimmst.
Was Gemüsesäfte angeht, bist Du meist auf der sicheren Seite, wenn sie recht schlecht schmecken. Wenn sie schlecht schmecken ist dies für gewöhnlich ein Zeichen, dass sie nicht viel Zucker enthalten.
Saft Bewertung: C+
10 – Kombucha Tee
Die Idee hinter Kombucha Tee ist verlockend. Es handelt sich letztendlich um Tee aus einer antioxidative, Phytochemikalien enthaltenden Pflanze, zu dem Zucker, ein Pilz und Bakterien hinzugefügt wurden.
Du trinkst ein lebendes Getränk, das letztendlich mit allen Arten von Mikroorganismen und probiotischen Nährstoffen gefüllt ist, die angeblich das Immunsystem anregen und gegen Krebs wirken. Wen stört es da, dass das ganze wie Bilgewasser der U.S.S. Dysentery aussieht?
Unglücklicherweise gibt es nur wenige Beweise, die die angeblichen Gesundheitsvorzüge unterstützen. Zugegebenermaßen enthält Kombucha Tee mehr Antioxidantien als jeder andere Tee, aber er ist wahrscheinlich zu problematisch, um zur „Must-Have“ Getränkeliste der meisten Menschen hinzugefügt zu werden.
Das Problem rührt von der Tatsache her, dass die meisten, die diesen Tee brauen im Allgemeinen keine Mikrobiologen sind. Der Tee wird häufig zu Hause unter nicht sterilen Bedingungen hergestellt und fermentiert unter Umständen zu lange.
Das Ergebnis ist manchmal eine giftige Brühe, die Magenverstimmungen, Infektionen, allergische Reaktionen und vielleicht auch, wobei die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, den Tod als ultimative Nebenwirkung zur Folge haben kann.
Industriell hergestellter, in Flaschen abgefüllter Kombucha Tee, der in Supermärkten und Bioläden verkauft wird, ist wahrscheinlich sicher und unbedenklich, aber aufgrund seiner dubiosen Auswirkungen auf die Gesundheit, liegt in seinem Konsum nicht viel Magie.
Kombucha Tee Bewertung: B-
11 – Milch
Von allen Getränken, die wir konsumieren, ist Milch vielleicht das verwirrendste.
In ihrer rohen, nicht pasteurisierten köstlichen Form, direkt von der Kuh, ist sie ein ernährungstechnisches Wunder. Aber schlechte hygienische Bedingungen und (legitime) Angst vor Rindertuberkulose haben am Anfang des 20. Jahrhunderts zu Gesetzen geführt, die ein Pasteurisieren von Milch erzwangen.
Unglücklicherweise scheint das Pasteurisieren der Milch einen Teil ihres Nährwertes zu nehmen, und sie als Getränk noch paradoxer zu machen. Zum einen tötet das Pasteurisieren die Milchsäure produzierenden Bakterien in der Milch ab, denen man nachsagt, dass sie vor Pathogenen wie Salmonellen schützen.
Paradoxerweise stammten die meisten Milch induzierten Salmonellenausbrüche von pasteurisierter Milch, aber das könnte eine unfaire Aussage sein, da die Anzahl der Menschen, die Rohmilch trinken, im Vergleich zur Anzahl der Menschen, die pasteurisierte Milch trinken, verschwindend gering ist.
Zu den anderen Nachteilen einer Pasteurisierung gehören die Zerstörung von Lysin und Thyrosin, was den gesamten Proteinkomplex der Milch für die menschliche Verdauung schlechter verfügbar macht. Die Pasteurisierung zerstört außerdem 50% des enthaltenen Vitamin C und 89% der anderen Vitamine.
Auch der Gehalt an Kalzium, Magnesium und Kalium sinkt und man muss auch die vollständige Zerstörung der Enzyme berücksichtigen, die dem Körper normalerweise dabei helfen würden, all diese den Körper aufbauenden Faktoren aufzunehmen.
Milchhersteller fügen der Milch nach dem Pasteurisieren wieder Vitamin D zu, aber wenn Du nicht gerade Vollmilch trinkst, oder Milch mit einem fetten Essen kombinierst, wird das fettlösliche Vitamin D nicht gut aufgenommen.
Was die industrialisiert gezüchteten Rinder im Allgemeinen angeht, werden diese mit Soja anstelle von Gras gefüttert, welches ihre natürliche Nahrung darstellen würde, und dies reduziert den Gehalt an CLA, der sich normalerweise in Milch wiederfinden würde, stark. Dies ist tragisch, da von CLA gezeigt werden konnte, dass es bei der Bekämpfung von Fettleibigkeit, Herzkrankheiten und sogar Krebs eine Rolle spielen kann.
Industrialisiert produzierte, pasteurisierte Milch enthält brauchbare Mengen an Protein, auch wenn dieses aufgrund der bereits erwähnten Zerstörung der Enzyme etwas schwerer verdaulich sein kann.
Wenn man all dies berücksichtigt, dann scheint Rohmilch die bessere Wahl zu sein. Es ist jedoch schwer, Rohmilch uneingeschränkt zu empfehlen, da der Mikrobiologe in mir immer noch etwas skeptisch wegen möglicher schlechter hygienischer Bedingungen ist.
Wenn Du jedoch Rohmilch von einer vertrauenswürdigen Quelle beziehen kannst, dann könnte diese es Wert sein, auf Deine Speisekarte der gesunden Getränke aufgenommen zu werden.
Rohmilch Bewertung: B+
Vollmilch Bewertung: B-
12 – Leitungswasser
Leitungswasser ist im Allgemeinen sicher und sauber und wenn Du auf Nummer Sicher gehen möchtest, kannst Du zusätzlich einen Wasserfilter verwenden.
Was den Unterschied zwischen hartem und weichem Wasser angeht, ist weiches Wasser ärmer an Mineralstoffen und einige sagen, dass hartes Wasser besser ist, da die enthaltenen Mineralien die Gesundheit fördern.
Einige epidemiologische Untersuchungen kommen sogar zu dem Ergebnis, dass die Rate der Herzkrankheiten in den Bereichen am niedrigsten ist, in denen hartes Leitungswasser vorherrscht. Auch viele Gesundheitsseiten teilen diese Ansicht.
Ob dies letztendlich wahr ist, ist fraglich, aber es klingt zumindest plausibel.
Glücklicherweise belassen die meisten Filter die Mineralien im Wasser und entfernen lediglich Schwermetalle, Chlor, Tote Verbrecher und andere Verunreinigungen.
Leitungswasser Bewertung: A
Von TC Luoma
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/drink-this-not-that

Man könnte diesen Artikel genauso gut „die Top Ten Diätmythen widerlegt“ nennen, was genauso gut passen würde. Viele dieser Diätmythen (Mahlzeitenfrequenz, Auslassen des Frühstücks, usw.) werden jedoch auch mit Intermittent Fasting in Verbindung gebracht.
Jeder, der sich über Ernährung unter Verwendung der „üblichen Kanäle“ informiert – seien es Fitness Magazine, Mainstream Diätbücher oder Internetforen – wird mit dem augenblicklich als allgemeingültig angesehenen „Glaubenssystem“ bezüglich dem konfrontiert, was eine gute Ernährung darstellen soll.
Auch wenn spezifische Ernährungsempfehlungen geringfügig davon abhängen, wem Du zuhörst, gibt es viele gemeinsame Nenner und „Regeln“, von denen Du gesagt bekommst, dass Du sie befolgen musst. Nenne es Hörensagen, Inkompetenz oder Ignoranz – im Endeffekt läuft alles auf dasselbe hinaus. Wir waren alle schon in dieser Situation und wir haben auch schon alle diese Regeln befolgt. Auch wenn diese Diätmythen primär in der Bodybuilding und Fitness Gemeinschaft grassieren, werden viele hiervon auch in den Mainstream Medien bis zum Erbrechen propagiert. Bei genauerer Betrachtung fehlt es der großen Mehrzahl dieser Mythen jedoch an einer wissenschaftlichen Basis. Sie wurden aus Halbweisheiten, falschen Schlussfolgerungen aus schlecht durchgeführten Studien oder in einem falschen Kontext zitierten Studien geboren. Manchmal ist das, was behauptet wird, genau das Gegenteil von dem, was wirklich auf physiologischer Ebene stattfindet. Viele Menschen glauben z.B., dass Alkohol stärker als jeder andere Makronährstoff fett macht. Wenn man sich jedoch anschaut, wie ineffizient der Körper Ethanol in Fett umwandelt, ist es genau anders herum. In diesem Zusammenhang sollte außerdem erwähnt werden, dass die angeblichen negativen Auswirkungen von Alkohol auf das Muskelwachstum in der wissenschaftlichen Fachliteratur nirgendwo erwähnt werden.
Du wirst in diesem Artikel ähnliche Beispiele sehen. Es wird z.B. häufig behauptet, dass durch kurzzeitiges Fasten die Stoffwechselrate sinkt – wenn man sich jedoch Studien zum Thema ansieht, ist genau das Gegenteil der Fall.
Die Mythen, die ich heute widerlegen möchte, werden durch Folgendes am Leben gehalten:
- Wiederholung: Wiederhole etwas oft genug und es wird die Wahrheit. Wenn jeder dasselbe sagt, dann muss es wahr sein. Es besteht keine Notwendigkeit es zu hinterfragen und selbst zu denken. Die Tatsache, dass Bodybuilder und Fitness Stars diese Mythen weiter propagieren, hilft auch nicht. Die meisten Menschen glauben, dass wenn diese Menschen es tun, es toll sein muss. Unglücklicherweise könnten Bodybuilder und Fitness Stars die letzten Menschen auf der Erde sein, auf die Du hören solltest, wenn Du objektive und akkurate Meinungen zum Thema Ernährung willst.
- Kommerzielle Kräfte: Die Supplementindustrie profitiert stark von Menschen, die daran glauben, dass regelmäßige Mahlzeiten einen stoffwechseltechnischen Vorteil mit sich bringen. Die Leute haben nicht die Zeit, sechs gekochte Mahlzeiten pro Tag zu essen. Stattdessen wenden sie sich Mahlzeitenersatzpulvern, Shakes und Proteinriegeln zu. Die Getreideindustrie profitiert stark davon, die Vorzüge des Frühstücks für die Gewichtskontrolle, die Gesundheit und den Fettabbau zu predigen. Es gibt keine kommerziellen Vorteile davon, den Menschen zu erzählen, dass es ihnen mit drei vollwertigen Mahlzeiten genauso gut gehen würde.
- Nur wenige Menschen verfügen über das Wissen oder das Interesse wissenschaftliche Studien zu interpretieren und ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen: Um dies zu tun, bräuchtest Du einen akademischen Hintergrund, der kritische Untersuchungen von Studien und Studien Methodologien als Teil des Lernprozesses umfasst.
Ein akademischer Hintergrund oder eine existierende Bildung im Bereich von Ernährung oder Physiologie scheint jedoch meiner Erfahrung nach im Bereich der Ernährung nur selten mit Objektivität und Ehrlichkeit zu korrelieren. Die Ratschläge und Behauptungen, die ich von vielen registrierten Ernährungsberatern gesehen habe, waren so schamlos falsch, dass ich wenig Vertrauen in das habe, was sie sagen. Dasselbe gilt für viele „Ernährungsgurus“ und so genannte Gesundheitsexperten mit einer soliden Liste akademischer Referenzen.
Dass diese Menschen, die es besser wissen sollten, weiter dieselben Mythen wiederholen ist verwunderlich und seltsam. Vielleicht haben sie das Interesse daran verloren, auf dem neusten Stand der Forschung zu bleiben. Was wir heute wissen unterscheidet sich letztendlich mehr als ein wenig von dem, was wir vor 20 Jahren wussten. Oder vielleicht haben sie auch Angst davor, dass ihre Glaubwürdigkeit in Frage gestellt werden könnte, wenn sie die Ratschläge, die sie seit Jahren gegeben haben, revidieren? Ich denke schon lange über dieses Thema nach. Aber ich weiche ab. Zurück zum Thema.
Die Top Ten (Intermittent) Fasten Mythen widerlegt
Die Ernährungsempfehlungen und Ratschläge, die uns die Mainstream Medien und die meisten Foren geben werden Dich glauben lassen, dass Fasten eine ungesunde Praxis ist. Zusätzlich dazu, dass es Deinen Stoffwechsel ruiniert, solltest Du unkontrollierbaren Hunger, einen Fettaufbau, einen Muskelverlust und ernsthafte mentale Beeinträchtigungen erwarten. Zumindest wird Dir das erzählt. Es ist nicht notwendig zu erwähnen, dass die Menschen, die Leangains und das Intermittent Fasting Konzept zum ersten Mal sehen, viele Ängste haben, die sie zweimal darüber nachdenken lassen, ob sie es wirklich ausprobieren möchten. Ängste, die auf Jahren der ernährungstechnischen Indoktrination basierend auf falschen Ideen und Lügen beruhen. Wir kennen das alle.
Ich habe unten die zehn am weitesten verbreiteten Fasten- und Diätmythen aufgelistet, die existieren, um die Menschen resistent gegen Intermittent Fasting zu machen. Ich habe erklärt, warum sie falsch sind und Studien und andere Quellen für diejenigen verlinkt, die detaillierte Informationen zum Thema suchen. Ich habe auch die Herkunft - oder die von mir vermutete Herkunft - dieser Mythen beschrieben.
Ich habe mich mit all diesen Mythen bereits zuvor befasst, aber ich dachte, dass es gut wäre, alles an einem Ort zu haben. Selbst wenn Du meinen Artikeln bereits eine Zeit lang folgst, wirst Du hier einige neue Informationen finden, über die ich in der Vergangenheit noch nicht gesprochen habe. Dies wird ein langer Artikel, aber er ist die Zeit wert.
1. Mythos: Iss regelmäßig, um das Stoffwechselfeuer zu entfachen.
Die Wahrheit
Jedes Mal wenn Du etwas isst, dann steigt Deine Stoffwechselrate für ein paar Stunden leicht an. Paradoxerweise bedarf es Energie, um Energie aufzubrechen und zu absorbieren. Dies ist die so genannte thermische Wirkung der Nahrung. Die Menge an Energie, die Du hierbei verbrauchst ist direkt proportional zur Menge an Kalorien und Nährstoffen, die Du während dieser Mahlzeit konsumierst.
Nehmen wir an, dass wir die thermische Wirkung der Nahrung über 24 Stunden bei einer Ernährung mit 2700 kcal, die aus 40% Protein, 40% Kohlenhydraten und 20% Fett besteht, messen. Wir führen drei unterschiedliche Durchgänge durch, bei denen der einzige Faktor, der sich ändert, die Mahlzeitenfrequenz ist.
- A) Drei Mahlzeiten: 900 kcal pro Mahlzeit.
- B) Sechs Mahlzeiten: 450 kcal pro Mahlzeit.
- C) Neun Mahlzeiten: 300 kcal pro Mahlzeit.
Was wir sehen werden, ist ein unterschiedliches Schema der thermischen Wirkung der Nahrung. Beispiel „A“ würde eine stärkere und länger anhaltende Erhöhung der Stoffwechselrate hervorrufen, die bis zur nächsten Mahlzeit langsam nachlassen würde. Die thermische Wirkung der Nahrung würde ein wellenförmiges Schema aufweisen. Beispiel „C“ hätte eine schwache, aber konsistente Erhöhung der Stoffwechselrate zur Folge, während Schema „B“ irgendwo in der Mittel liegen würde. Am Ende der 24 Stunden Phase – oder so lange wie es dauern würde, diese Nährstoffe aufzunehmen – gäbe es keinen Unterschied bezüglich der thermischen Wirkung der Nahrung. Die Gesamtmenge an Energie, die durch die thermische Wirkung der Nahrung verbraucht wird, wäre bei jedem Szenario identisch. Die Mahlzeitenfrequenz beeinflusst die thermische Gesamtwirkung der Nahrung nicht. Du kannst den Körper nicht dazu überlisten, mehr oder weniger Kalorien zu verbrennen, indem Du die Mahlzeitenfrequenz manipulierst.
Das ausgiebigste Studienreview zum Thema Mahlzeitenfrequenz und thermische Wirkung der Nahrung wurde im Jahr 1997 veröffentlicht. Dieses Review betrachtete viele unterschiedliche Studien, die die thermische Wirkung der Nahrung bei unterschiedlichen Mahlzeitenfrequenzen verglichen, die von einer bis 17 Mahlzeiten pro Tag reichten und kam zu folgender Schlussfolgerung: „Studien, die eine Ganzkörperkalorimetrie und doppelt markiertes Wasser verwendeten, um den Gesamtenergieverbrauch über 24 Stunden zu betrachten, fanden keinen Unterschied zwischen andauerndem Mümmeln und einer großen Mahlzeit pro Tag.“ Seit damals hat keine Studie dies widerlegt.
Gerade erst kürzlich wurde eine neue Studie zum Thema veröffentlicht. Wie erwartet konnte diese Studie keine Unterschiede zwischen einer niedrigeren (3 Mahlzeiten) und einer höheren (6 Mahlzeiten) Mahlzeitenfrequenz finden. Diese Studie erregte etwas Aufmerksamkeit in den Massenmedien und es war schön zu sehen, dass die New York Times diesen Ernährungsmythos widerlegte.
Die Herkunft des Mythos
Wenn man sich ansieht, wie schlüssig und klar die Studienlage zum Thema Mahlzeitenfrequenz ist, wirst Du Dich vielleicht fragen, warum einige Menschen, sehr häufig sogar Ärzte und Ernährungsberater, den Mythos über das Entfachen des Stoffwechselfeuers wiederholen und den Verzehr kleiner regelmäßiger Mahlzeiten empfehlen. Ich vermute, dass sie die thermische Wirkung der Nahrung irgendwie falsch verstanden haben. Letztendlich liegen sie technisch gesehen richtig, wenn sie sagen, dass Du Deine Stoffwechselrate erhöht hältst, wenn Du regelmäßig isst. Sie vergessen jedoch den kritischen Teil, bei dem erklärt wird, dass die thermische Wirkung der Nahrung sich proportional zur Kalorienmenge der jeweils verzehrten Mahlzeit verhält. Eine andere Vermutung ist, dass sie ihre Ratschläge auf einige epidemiologische Studien basieren, die eine inverse Korrelation zwischen Mahlzeitenfrequenz und Körpergewicht bei der allgemeinen Bevölkerung aufzeigen. Dies bedeutet, dass sich Wissenschaftler die Ernährungsschemata von tausenden Individuen betrachten und herausfinden, dass diejenigen, die häufiger essen, dazu neigen weniger als Menschen zu wiegen, die weniger oft essen. Es ist wichtig hervorzuheben, dass diese Untersuchungen bezüglich der Kalorienzufuhr nicht kontrolliert waren und mit Durchschnittspersonen durchgeführt wurden (d.h. normale Menschen, die keine Kalorien zählen und wie die meisten Menschen spontan essen).
Es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass Korrelation keine kausalen Zusammenhänge impliziert und dies rechtfertigt weitere Erklärungen, da es auch viele andere Ernährungsmythen und Fehlinterpretationen erklärt. Nur weil es eine Verbindung zwischen einer niedrigen Mahlzeitenfrequenz und einem höheren Körpergewicht gibt, bedeutet dies nicht, dass eine niedrige Mahlzeitenfrequenz eine Gewichtszunahme hervorruft.
Diese Studien zeigen wahrscheinlich, dass Menschen, die dazu neigen, weniger oft zu essen, schlecht regulierte Ernährungsschemata aufweisen – der Typ von Persönlichkeit, der das Frühstück zu Gunsten eines Donuts im Auto auf dem Weg zur Arbeit ausfallen lässt, während des Tages zu wenig isst und am Abend zu viel isst. Dieser Typ von Mensch macht sich weniger Gedanken um seine Gesundheit und seine Ernährung als der Typ von Mensch, der häufiger isst.
Eine andere plausible Erklärung für die Verbindung zwischen einer niedrigen Mahlzeitenfrequenz und einem höheren Körpergewicht besteht darin, dass ein Auslassen von Mahlzeiten häufig als Gewichtsabbaustrategie verwendet wird. Menschen, die übergewichtig sind, sind mit größerer Wahrscheinlichkeit auf einer Diät und essen weniger Mahlzeiten. Die Verbindung zwischen einer niedrigeren Mahlzeitenfrequenz und einem höheren Körpergewicht in der allgemeinen Öffentlichkeit und umgekehrt steht mit Verhaltensschemata in Verbindung – und nicht mit dem Stoffwechsel.
2. Mythos: Iss häufiger kleinere Mahlzeiten, um Deinen Hunger besser kontrollieren zu können
Die Wahrheit
Unter Berücksichtigung der Tatsache, wie wichtig es wäre, das beste Mahlzeitenschema zur Kontrolle von Hunger und Appetit zu finden, gibt es einen überraschenden Mangel an Studien zu diesem Thema. Die am häufigsten zitierte Studie ist eine, bei der übergewichtige Männer 33% ihres täglichen Kalorienbedarfs entweder auf einmal oder in Form von 5 getrennten Mahlzeiten erhielten, bevor es ihnen erlaubt wurde 5 Stunden später so viel zu essen, wie sie wollten. A: Eine einzelne Mahlzeit wurde konsumiert. 5 Stunden später stand es den Probanden frei, im „Buffet Stil“ so viel zu essen, wie sie wollten. B: Selbes Setup wie zuvor. Die einzelne Mahlzeit wurde jetzt jedoch auf 5 kleinere Mahlzeiten aufgeteilt, die jede Stunde bis zu der Mahlzeit konsumiert wurden, bei denen die Probanden so viel essen konnten, wie sie wollten.
Die Resultate zeigten, dass Probanden aus Szenario „A“ 27% mehr Kalorien zu sich nahmen, wenn sie so viel essen konnten, wie sie wollten. Dasselbe Setup wurde von denselben Wissenschaftlern mit schlanken Männern durchgeführt und kann zu ähnlichen Ergebnissen. Bei näherer Betrachtung wird jedoch recht schnell klar, wie wenig diese Szenarien auf die reale Welt übertragbar sind. Die Makronährstoffkomposition der einen bzw. der 5 Mahlzeiten vor der freien Mahlzeit war 70% Kohlenhydrate, 15% Fett und 15% Protein in Form von Nudeln, Eiscreme und Orangensaft. Die geschaffene Situation war äußerst künstlich und abnormal. Wer sitzt herum und isst Nudeln und Eis und trinkt Orangensaft zu jeder Stunde vor einer regulären Mahlzeit? Die aktuellsten Untersuchungen, die unter Konditionen durchgeführt wurden, die einem Szenario aus der realen Welt mehr ähnelten, zeigen genau das gegenteilige Ergebnis. Im Rahmen dieser Studie führten drei proteinreiche Mahlzeiten zu einer stärkeren Sättigung und einer besseren Appetitkontrolle als sechs proteinreiche Mahlzeiten. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Mahlzeitenfrequenz höchst individuell ist. Absolute Aussagen, die behaupten, dass kleinere Mahlzeiten bezüglich Hunger und Appetitkontrolle besser sind, entsprechen ganz einfach nicht der Wahrheit und basieren auf Studien, die Methoden verwenden, die sich stark von Situationen aus dem wirklichen Leben unterscheiden. Aktuelle Untersuchungen mit normalen Mahlzeitenschemata und normaler Proteinzufuhr, die dem näher kommen, was man im Rahmen einer nicht völlig verblödeten Ernährung beobachten kann, legen eine bessere Appetitkontrolle beim Verzehr einer geringeren Anzahl größerer Mahlzeiten nahe.
Die Herkunft des Mythos
Dieser Mythos könnte seinen Ursprung in der begrenzen Menge an Daten von Studien zum Thema Mahlzeitenfrequenz und Appetitkontrolle haben. Es ist außerdem wahrscheinlich, dass es sich hier um einen weiteren Fall einer Verwechslung von Korrelation und kausaler Ursache aus Studien und Mahlzeitenfrequenzen und höheren Körpergewichten handelt - wenn Menschen, die oft essen, weniger wiegen, dann muss dies bedeuten, dass sie ihren Hunger besser kontrollieren können, usw.
3. Mythos: Iss kleinere Mahlzeiten, um Deine Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu halten
Die Wahrheit
Laut Legionen von Ernährungs- und Gesundheits-“experten“ wird der häufigere Verzehr kleinerer Mahlzeiten dabei helfen Hungerattacken zu vermeiden, Dir zu über den Tag gesehen stabileren Energiespiegeln verhelfen und Dich mental leistungsfähig halten. Doch im Gegensatz zu dem, was viele Menschen glauben, wird der Blutzucker bei gesunden Menschen extrem gut reguliert und innerhalb eines schmalen Bereichs gehalten. Er schwankt nicht wild nach oben und nach unten und er wird auch nicht stark abfallen, wenn Du ein paar Stunden lang nichts isst. Dies wird selbst bei einem Tag oder sogar einer ganzen Woche ohne Nahrung nicht der Fall sein. Die Leute scheinen zu glauben, dass sie unter extremem Hunger und extremen mentalen Beeinträchtigungen leiden werden, wenn sie nicht so oft essen. Denke für einen Moment über die evolutionären Konsequenzen für das menschliche Überleben nach, wenn dies wahr wäre. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass regelmäßige Fastenphasen und sogar Hungersnöte ein natürlicher Bestandteil des Lebens in der Vergangenheit waren, ist es unwahrscheinlich, dass wir heute hier wären, wenn wir nicht dazu in der Lage gewesen wären zu funktionieren, wenn das Finden von Nahrung am kritischsten war. Ich habe gesunde junge Männer – in den meisten Fällen Bodybuilder – gesehen, die über Lethargie und eine beeinträchtigte mentale Funktion geklagt haben, wenn sie nur ein paar Stunden lang nichts gegessen hatten. Das ist völlig absurd. Aber ich schweife ab...
Die Aufrechterhaltung der Blutzuckerspiegel ist von sehr hoher Priorität und wir haben effiziente Pfadwege entwickelt, die dies selbst unter extremen Umständen sicherstellen. Wenn Du 23 Stunden lang fasten würdest und dann 90 Minuten bei 70 -75% Deines VO2max laufen würdest, dann hätte Dein Blutzucker nach dem Lauf denselben Wert wie davor. Es würde nicht weniger als 84 Stunden des Fastens bedürfen, um Blutzuckerspiegel zu erreichen, die niedrig genug wären, um Deinen mentalen Zustand zu beeinflussen – und auch dies wäre nur temporärer Natur, da sich Dein Gehirn an die Verwendung von Ketonen anpassen würde. Während 48 Stunden des Fastens oder einer ernsthaften Kalorienrestriktion wird der Blutzucker innerhalb eines normalen Bereichs bleiben und kein Marker der kognitiven Leistungsfähigkeit wird beeinträchtigt sein.
Was ist mit dem Zusammenhang von Blutzucker und Hunger? Der Blutzucker ist einer der vielen kurzfristigen Rückkopplungsmechanismen, die verwendet werden, um den Hunger zu kontrollieren und die vorherrschende Vorstellung, dass ein niedriger Blutzuckerspiegel Hunger hervorruft, ist inkorrekt. Niedrig bedeutet lediglich innerhalb des unteren normalen Bereichs. Dies ist von vielen Faktoren abhängig, zu denen gewohnheitsmäßige Ernährung, Energiezufuhr und genetische Veranlagungen zählen.
Am wichtigsten ist wahrscheinlich das Thema der antrainierten Mahlzeitenschema, die durch Ghrelin und andere Stoffwechselhormone reguliert werden. Im Grunde genommen bedeutet dies, dass der Blutzucker dem Mahlzeitenschema folgt, das Du gewöhnt bist. Dies ist für diejenigen relevant, die sich vor Blutzuckerproblemen und Hunger durch regelmäßige Phasen des Fastens fürchten, da es erklärt, warum sich Menschen leicht an regelmäßige Phasen des Fastens ohne negative Auswirkungen anpassen können.
Die Herkunft des Mythos
Ich bin mir nicht sicher, wie die Leute darauf kamen zu glauben, dass das Auslassen von Mahlzeiten sie negativ beeinflussen würde. Es liegt etwas Wahrheit in den Aussagen zu Blutzucker und Hunger, aber dies wird häufig aus dem Kontext gerissen. Es besteht keine Notwendigkeit regelmäßig zu essen, um die Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten, da sich diese sehr gut selbst regulieren und sich an jedes Mahlzeitenschema anpassen, das Du wählst.
4. Mythos: Fasten bringt den Körper in einen “Hungermodus“
Die Wahrheit
Effiziente Anpassungen an Hungersnöte waren für das Überleben während harter Zeiten unserer Evolution wichtig. Eine Reduzierung der Stoffwechselrate während des Hungerns erlaubte es uns länger zu überleben und erhöhte die Wahrscheinlichkeit, dass wir rechtzeitig etwas zu essen finden. Hungern bedeutet in diesem Zusammenhang jedoch Verhungern im wahrsten Sinn des Wortes. Es bedeutet nicht eine Mahlzeit auszulassen oder 24 Stunden lang nichts zu essen. Oder sogar drei Tage lang nichts zu essen. Die Ansicht, dass das Auslassen von Mahlzeiten oder ein kurzfristiges Fasten einen „Hungermodus“ auslöst, ist deshalb so lächerlich und absurd, dass ich bei solchen Aussagen am liebsten aus dem Fenster springen würde.
Nach Betrachtung zahlreicher Studien zu diesem Thema, kam es frühestens nach 60 Stunden des Fastens zu einer Reduzierung der Stoffwechselrate im Ruhezustand um 8%. Andere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Stoffwechselrate erst nach 72 bis 96 Stunden ohne Nahrung beeinflusst wird.
Scheinbar paradoxerweise steigt die Stoffwechselrate sogar während eines kurzzeitigen Fastens an. Einige Studien haben eine Erhöhung der Stoffwechselrate von 3,6 bis 10% nach 36 bis 48 Stunden beobachtet (Mansell PI, et al, and Zauner C, et al).
Dies macht aus evolutionärer Sicht Sinn. Epinephrin und Norepinephrin (Adrenalin und Noradrenalin) schärfen den Geist und machen uns aktiver. Dies sind wünschenswerte Eigenschaften, die uns dazu anregen nach Nahrung zu suchen, wodurch die Wahrscheinlichkeit des Überlebens steigt. An einem Punkt nach mehreren Tagen ohne Nahrung ist dieser Vorzug nicht länger nützlich für das Überleben und würde wahrscheinlich mehr schaden als nutzen. Stattdessen hat sich eine Anpassung, die ein Sparen von Energie bevorzugt, als vorteilhaft herausgestellt. Deshalb ist die Stoffwechselrate bei kurzzeitigem Fasten (bis zu 60 Stunden) erhöht.
Ich habe auch extreme Beispiele gewählt, um zu zeigen, wie absurd der Mythos des „Hungermodus“ ist – insbesondere wenn man berücksichtigt, dass das genaue Gegenteil in dem Kontext der Fall ist, in dem mit diesem Begriff herumgeworfen wird.
Die Herkunft des Mythos
Ich schätze einmal, dass irgendein Genie gelesen hat, dass Fasten oder Verhungern zur Folge hat, dass die Stoffwechselrate sinkt und hieraus geschlossen hat, dass bereits das Auslassen einer Mahlzeit oder ein Verzicht auf Nahrung für ein oder zwei Tage einen Hungermodus des Stoffwechsels zur Folge hat.
5. Mythos: Halte eine kontinuierliche Versorgung mit Aminosäuren aufrecht, indem Du alle 2 bis 3 Stunden Protein isst. Der Körper kann nur 30 Gramm Protein pro Mahlzeit absorbieren
Die Wahrheit
Wann immer Du etwas wirklich Verrücktes hörst, solltest Du Dich selbst fragen, ob es aus evolutionärer Sicht Sinn macht. Dies ist ein hervorragender Weg schnell herauszufinden, ob etwas wahr ist oder ob es mehr so etwas wie ein dampfender Haufen Pferdescheiße ist. Dieser Mythos ist ein hervorragendes Beispiel für letzteres. Glaubst Du, dass wir heute hier wären, wenn unser Körper nur 30 Gramm Protein pro Mahlzeit nutzen könnte?
Die einfache Wahrheit ist, dass mehr Protein ganz einfach mehr Zeit benötigt, um verdaut und verwendet zu werden. Die Verdauung einer Standardmahlzeit ist z.B. auch nach 5 Stunden nicht abgeschlossen. Es werden immer noch Aminosäuren in den Blutkreislauf freigesetzt und von den Muskeln absorbiert. Du befindest Dich immer noch in einem anabolen Zustand. Dies war bei einer Durchschnittsmahlzeit der Fall: 600 kcal, 75 Gramm Kohlenhydrate, 37 Gramm Protein und 17 Gramm Fett. Und das Beste von allem? Dies war nach dem Verzehr einer Pizza – einem verarbeiteten Nahrungsmittel, das relativ schnell absorbiert werden sollte.
Was denkst Du, wie lange es dauert, bis ein großes Steak mit der doppelten Menge an Protein und ein großer Berg Gemüse verdaut würden? Mehr als 10 Stunden, so viel ist sicher. Die Mahlzeitenzusammenstellung spielt bei der Absorptionsgeschwindigkeit eine große Rolle – insbesondere wenn es um die Aminosäuren geht. Der Typ des Proteins, die Ballaststoffe, die Kohlenhydrate und vorhergehende Mahlzeiten beeinflussen alle, wie lange Aminosäuren nach einer Mahlzeit freigesetzt und vom Körpergewebe aufgenommen werden.
Die Herkunft des Mythos
Ich denke, dass der “30 Gramm Protein” Blödsinn nach der klassische Studie von Boirie und Kollegen aus dem Jahr 1997 zu kursieren begann. Diese Studie mit dem Titel “Slow and fast dietary proteins differently modulate postprandial protein accretion” war die erste Studie, die die Absorptionsrate von Whey- und Casein Protein quantifizierte und die Geburtsstunde des Konzepts der schnell und langsam verdaulichen Proteine darstellt. Hiernach wurde Wheyprotein für seine Fähigkeit bekannt, die Aminosäurespiegel im Blutkreislauf rapide zu erhöhen, während Casein dafür bekannt wurde, dass es eine lange anhaltende Freisetzung von Aminosäuren generiert- Wheyprotein war anabol und Casein war antikatabol.
Aufgrund der Tatsache, dass 30 Gramm Wheyprotein innerhalb von 3 bis 4 Stunden absorbiert wurden vermute ich, dass einige Leute glaubten, dass dies bedeutet, dass vom Körper nur 30 Gramm Protein pro Mahlzeit verwendet werden können. Oder dass Du alle 3 bis 4 Stunden essen musst, um „anabol“ zu bleiben. Unglücklicherweise haben die Leute ein paar Fakten übersehen, die diese Forschungsergebnisse für Szenarien aus der realen Welt irrelevant machen. Zuerst einmal betrachtete diese Studie die Absorptionsrate von Wheyprotein im Fastenzustand. Für sich alleine und ohne vorhergehende Mahlzeiten werden 30 Gramm Wheyprotein innerhalb von lediglich 3 bis 4 Stunden vollständig absorbiert. Wenn früher am Tag bereits Mahlzeiten verzehrt wurden oder wenn Du einen Wheyprotein Shake nach einer Mahlzeit absorbierst, wird die Absorption viel langsamer stattfinden. Zweitens ist Wheyprotein das Protein mit der schnellsten Verdauungsrate und wird mit einer Geschwindigkeit von 10 Gramm pro Stunde verdaut. Casein wird sehr viel langsamer verdaut. Im Rahmen der Boirie Studie wurde Casein immer noch absorbiert, als das Experiment nach 7 Stunden beendet wurde. Die meisten vollwertigen Proteinquellen werden mit einer Rate von 3 bis 6 Gramm pro Stunde verdaut. Füge weitere Makronährstoffe hinzu und das Ganze wird noch länger dauern.
6. Mythos: Fasten verursacht einen Muskelverlust
Die Wahrheit
Dieser Mythos hängt mit dem Glauben vieler Menschen daran zusammen, dass es wichtig ist, einen kontinuierlichen Zufluss von Aminosäuren zu haben, um keine Muskeln zu verlieren. Wie ich bereits zuvor erklärt habe, wird Protein mit einer sehr langsamen Rate absorbiert. Nach einer großen proteinreichen Mahlzeit tröpfeln über mehrere Stunden Aminosäuren in den Blutkreislauf. Bisher hat keine Studie dies in einem Kontext betrachtet, der für die meisten von uns relevant ist – z.B. durch eine Untersuchung der Veränderungen der Aminosäurespiegel im Blut und der Aminosäureverwendung durch das Körpergewebe nach einem großen Steak mit Gemüse, gefolgt von Hüttenkäse mit Beeren als Nachtisch. Das sind leicht 100 Gramm Protein und stellt eine typische Mahlzeit für diejenigen dar, die den Leangains Ansatz befolgen. Wir müssen unsere Schlussfolgerungen basierend auf dem ziehen, was wir wissen – das eine geringe Menge von Casein, die in flüssiger Form konsumiert wurde, nach 7 Stunden immer noch Aminosäuren freisetzt. Mit dieser Information im Hinterkopf ist es nicht weit hergeholt anzunehmen, dass 100 Gramm Protein als Teil einer gemischten Mahlzeit am Ende des Tages für 16 bis 24 Stunden nach dem Verzehr Aminosäuren freisetzt.
Nur wenige Studien haben die Auswirkungen von regulärem Fasten auf die Aufrechterhaltung der Muskelmasse untersucht und diese mit einer kontrollierten Ernährung verglichen. Keine von diesen Studien sind dafür relevant wie die meisten Menschen fasten und einige stecken voller Fehler und Mängel bezüglich Studiendesign und Methodologie. Eine Studie zeigte z.B. eine Zunahme an Muskelmasse und einen Fettabbau ohne Training oder eine Veränderung der Kalorienzufuhr, sondern lediglich durch eine Veränderung der Mahlzeitenfrequenz. Auch wenn ich diese Studie liebend gerne als Beweis für die Vorzüge von Intermittent Fasting zitieren würde, wurde die Körperkomposition mit Hilfe einer bioelektrischen Impedanzmessung bestimmt, welche notorisch ungenau ist. Nur bei länger andauerndem Fasten wird der Proteinkatabolismus zu einem Problem. Dies geschieht, wenn die Leberglykogenspeicher entleert werden. Um die Blutzuckerspiegel aufrecht zu halten, muss dann eine Umwandlung von Aminosäuren in Glukose stattfinden, welche als die novo Glukogenese oder Glukoneogenese bekannt ist. Dies geschieht schrittweise und wenn keine über die Nahrung zugeführten Aminosäuren zur Verfügung stehen, muss Protein aus Körperspeichern wie den Muskeln verwendet werden.
Cahill betrachtete den Beitrag von Aminosäuren zur Glukoneogenese nach einem Laden mit 100 Gramm Glukose. Er fand heraus, dass die Aminosäuren aus den Muskeln nach 16 Stunden zu 50% und nach 28 Stunden (nachdem die Leberglykogenspeicher völlig entleert waren) zu 100% zur Aufrechterhaltung der Blutzuckerspiegel beitrugen. Wenn man eine proteinreiche Mahlzeit vor Beginn des Fastens isst, dürfte dies jedoch kein Problem darstellen, da dann während des Fastens reichlich Aminosäuren aus der Nahrung zur Verfügung stehen werden.
Die Herkunft des Mythos
Dieser Mythos ist ein gutes Beispiel für eine starke Übertreibung physiologischer und wissenschaftlicher Fakten, die für jemanden, der keine längeren Fasten- oder Hungerphasen durchmacht, völlig irrelevant sind.
7. Mythos: Das Auslassen des Frühstücks ist schlecht und wird Dich fett machen
Die Wahrheit
Ein Auslassen des Frühstücks wird von vielen mit einem höheren Körpergewicht in Verbindung gebracht. Die Erklärung ähnelt der bezüglich einer niedrigeren Mahlzeitenfrequenz und einem höheren Körpergewicht. Menschen die das Frühstück auslassen, haben schlecht regulierte Ernährungsgewohnheiten und achten weniger auf ihre Gesundheit. Menschen die aufs Frühstück verzichten führen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit gerade eine Diät durch und sind deshalb wahrscheinlich auch per Default schwerer als nicht Diätende. Man sollte hierbei im Hinterkopf behalten, dass die meisten Menschen, die aufs Frühstück verzichten nicht der Typ von Mensch sind, der herumsitzt und etwas über Ernährung liest. Es handelt sich vielmehr mit einer höheren Wahrscheinlichkeit um Menschen, die planlos diäten. Der Typ von Mensch, der eine 800 kcal Crashdiät durchführt und danach schnell das verlorene Gewicht wieder aufbaut.
Ein gelegentlich zitiertes Argument für das Frühstück ist, dass wir morgens eine höhere Insulinsensitivität aufweisen. Das ist wahr, nach einer nächtlichen Fastenphase wird die Insulinsensitivität immer höher ausfallen. Anders ausgedrückt wird Dein Körper bei der ersten Mahlzeit des Tages immer die höchste Insulinsensitivität aufweisen, da die Insulinsensitivität nach einer Entleerung der Glykogenspeicher steigt. Wenn Du 8 bis 10 Stunden lang nichts gegessen hast, dann sind Deine Leberglykogenspeicher leicht entleert. Dies erhöht die Insulinsensitivität – und nicht die magische Zeitphase der Morgenstunden. Dasselbe gilt für das Training. Die Insulinsensitivität ist so lange erhöht, wie Deine Muskelglykogenspeicher nicht voll sind.
Die Herkunft des Mythos
Als erstes haben wir die großen epidemiologischen Studien, die eine Verbindung zwischen einem Auslassen des Frühstücks und einem höheren Körpergewicht bei der allgemeinen Bevölkerung zeigen. Ein Forscher, der an einer dieser Studien beteiligt war, hat die Verbindung zwischen einem Auslassen des Frühstücks oder der Nahrungsmittelauswahl während des Frühstücks wie folgt kommentiert: „Diese Gruppe scheint Menschen zu repräsentieren, die „auf dem Sprung“ sind und morgens nur Süßkram oder süße Getränke zu sich nehmen oder sich ein Glas Milch oder ein Stück Käse schnappen. Ihr hoher BMI scheint die Vorstellung zu unterstützen, dass ‚dysregulierte’ Ernährungsgewohnheiten und nicht die Gesamtenergiezufuhr per se mit Übergewicht in Verbindung stehen.“ Kellogs und planlose Ernährungsberater und Ärzte lieben es, diese Studien wieder und wieder zu zitieren, was die Leute dazu bringt daran zu glauben, dass das Frühstück einzigartige stoffwechseltechnische und mit der Gesundheit in Verbindung stehende Vorzüge besitzt. In Wirklichkeit zeigen diese Studien lediglich, dass Menschen, die frühstücken allgemein bessere Ernährungsgewohnheiten haben.
Andere regelmäßig zitierte Studien, die behaupten, dass das Frühstück sich positiv auf die Insulinsensitivität auswirkt, stecken voller Fehler und Mängel und weisen größtenteils ein nicht kontrolliertes Studiendesign auf. Bei einer oft zitierten Studie wurden Probanden dazu ermutigt, die meisten Mahlzeiten unter „freilebenden Bedingungen“ zu essen. Die Gruppe, die das Frühstück ausließ, aß mehr und nahm an Gewicht zu, was unterschiedliche Gesundheitsmarker negativ beeinflusste. Hier ist ein Ausschnitt aus dem Abstract der Studie „Die berichtete Energiezufuhr war während der Frühstücksperiode signifikant geringer (P=0,001) und der Energieverbrauch im Ruhezustand unterschied sich nicht signifikant während der beiden Zeitphasen.“ Im Grunde genommen konnten Menschen, die frühstückten, ihre Energiezufuhr während des restlichen Tages besser kontrollieren. Sie nahmen nicht zu, während die Gruppe, die auf das Frühstück verzichtete, zunahm. Eine Zunahme an Körperfett beeinträchtigt immer die Insulinsensitivität und besitzt auch negative Auswirkungen auf andere Gesundheitsparameter. Die Leute interpretierten diese Studie dahingehend, dass das Frühstück gesund ist und die Insulinsensitivität verbessert, was jedoch nicht das war, was die Studie zeigte.
8. Mythos: Fasten erhöht die Kortisolspiegel
Die Wahrheit
Kortisol ist ein Steroidhormon, das den Blutdruck aufrecht erhält, das Immunsystem reguliert und dabei hilft Protein, Glukose und Fette abzubauen. Kortisol ist ein Hormon, das im Bereich der Fitness- und Gesundheitsgemeinschaft einen schlechten Ruf bekommen hat, aber Kortisol existiert aus gutem Grund. Der morgendliche Kortisolschub bringt uns dazu aufzusehen und aktiv zu werden. Eine abgeschwächte Kortisolausschüttung am Morgen wird mit Lethargie und Depressionen in Verbindung gebracht.
Die Kortisolspiegel sind auch während des Trainings erhöht, was dabei hilft Fett zu mobilisieren, die Leistungsfähigkeit zu steigern und ein Gefühl der Euphorie während und nach dem Training zu verspüren. Der Versuch akute Erhöhungen der Kortisolspiegel während des Trainings oder während des normalen Tagesrhythmus zu unterdrücken, ist töricht. Chronisch erhöhte Kortisolspiegel, die aus psychologischem und/oder physiologischem Stress resultieren, sind etwas anderes und zweifelsohne schlecht für die Gesundheit – sie erhöhen den Proteinabbau und den Appetit und können zu Depressionen führen.
Kurzzeitiges Fasten hat keine Auswirkungen auf die durchschnittlichen Kortisolspiegel und dies ist ein Bereich, der ausgiebig im Kontext des Fastens während des Fastenmonats Ramadan untersucht wurde. Die Kortisolspiegel folgen typischerweise dem Tagesrhythmus, was bedeutet, dass sie morgens gegen 8 ihren höchsten Wert aufweisen und am Abend abnehmen. Was sich während des Ramadan verändert, ist lediglich der Kortisolrhythmus, während die durchschnittlichen Kortisolspiegel über 24 Stunden unverändert bleiben.
Im Rahmen einer mit Rugbyspielern durchgeführten Studie verloren die Probanden Fett, während sie gleichzeitig ihre Muskelmasse gut aufrechterhalten konnten. Und sie schafften dies trotz eines Trainings in einem dehydrierten Zustand ohne Proteinzufuhr vor oder nach dem Training und einer niedrigeren allgemeinen Proteinzufuhr. Hier ist ein Zitat aus der Studie: “Die Körpermasse sank signifikant und progressiv im Verlauf der 4 Wochen Phase, es wurde Fett abgebaut, aber die fettfreie Körpermasse wurde aufrecht erhalten...“ „...Die Plasma Harnstoffkonzentration sank während des Ramadan, was die Ansicht unterstützt, dass es zu keiner Erhöhung des endogenen Proteinstoffwechsels kam, um die reduzierte Proteinzufuhr zu kompensieren.“
Im Rahmen einer Studie zum Thema Intermittent Fasting konnte bei der Fastengruppe eine signifikante Reduzierung der Kortisolspiegel beobachtet werden. Diese Studie sollte jedoch mit Vorsicht betrachtet werden, da sie einige Mängel bezüglich des Designs aufwies. Zusammengefasst gibt es keine wissenschaftlichen Daten, die die Ansicht unterstützen, dass Fasten die Kortisolspiegel erhöht, welche dann alle Arten von Unfug wie einen Muskelabbau verursachen könnten.
Die Herkunft des Mythos
Länger andauerndes Fasten oder eine ernsthafte Kalorienrestriktion bewirkt erhöhte Kortisolspiegel. Dies geschieht in Verbindung mit einer Entleerung der Leberglykogenspeicher, da Kortisol die Glukoneogenese beschleunigt, welche notwendig ist, um die Blutzuckerspiegel in Abwesenheit von über die Nahrung zugeführten Kohlenhydraten, Protein oder gespeichertem Glykogen aufrecht zu erhalten. Auch hier scheint jemand nachgeschlagen zu haben, was während des Verhungerns passiert und hieraus geschlossen zu haben, dass auch kurzzeitiges Fasten schlecht ist.
9. Mythos: Training im Fastenzustand taugt nichts. Du wirst Muskeln verlieren und keine Kraft haben.
Die Wahrheit
Eine große Anzahl an Untersuchungen zum Thema sportliche Leistungsfähigkeit während des Ramadan kam zu dem Ergebnis, dass aerobe Aktivitäten wie 60 Minuten Laufen geringfügig beeinträchtigt werden. Einer der Hauptschuldigen hierfür ist jedoch eine Dehydration, da Ramadan Fasten eine Restriktion der Flüssigkeitszufuhr umfasst. Anaerobe Aktivitäten wie ein Training mit Gewichten werden hingegen nur in sehr viel geringerem Umfang beeinträchtigt. Relevantere und aussagekräftigere Studien, welche keine Restriktion der Flüssigkeitszufuhr umfassen, zeigen hingegen, dass Kraft und Ausdauer im weniger intensiven Bereich selbst nach 3,5 Tagen des Fastens nicht beeinflusst werden. Neue Untersuchungen zum Thema Training im Fastenzustand unterstützen dies. Wenn Du mein Review zu dieser Studie liest, wirst Du sehen, dass der einzige Parameter, der bei der Gruppe, die nicht fastete, besser ausfiel, eine Verbesserung des VO2max war, welche wahrscheinlich durch die Tatsache erklärt werden kann, dass die erlaubten Kohlenhydrate es den Mitgliedern dieser Gruppe erlaubten, mit einer höheren Intensität zu trainieren. Eine andere Studie zum selben Thema zeigte hingegen keinerlei Auswirkungen von Fasten auf Ausdauer oder VO2max. Dies kann durch eine niedrigere Intensität erklärt werden. Zusammengefasst beeinträchtigt ein Training im Fastenzustand Deine Leistungsfähigkeit während des Trainings mit Gewichten nicht, was das sein dürfte, was die Leser dieses Artikels wahrscheinlich am meisten interessieren dürfte. Ein Training in einem völligen Fastenzustand ist jedoch nichts, was ich für optimale Fortschritte empfehlen würde. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen ein recht klares Bild, was die Vorzüge einer Proteinzufuhr vor und nach dem Training für eine Maximierung der Proteinsynthese angeht. Aus diesem Grund empfehle ich eine Supplementation mit 10 Gramm BCAAs vor einem Training im Fastenzustand.
Die Herkunft des Mythos
Es ist in der Tat intuitiv, dass eine große Mahlzeit vor dem Training die Leistungsfähigkeit unterstützen sollte, weshalb es nicht überraschend ist, dass so viele Menschen ihre Zweifel haben, was ein Training auf leeren Magen angeht.
10. Mythos: “Frühstücke wie ein Kaiser, iss mittags wie ein König und iss abends wie ein Bettler.”
Die Wahrheit
Mit diesem Sprichwort steht die Vorstellung in Verbindung, dass Du die Kohlenhydrate am Abend reduzieren solltest, da diese mit einer größeren Wahrscheinlichkeit als Fett gespeichert werden. Auch wenn dies auf dem Papier gut klingen mag, gibt es keine wissenschaftlichen Daten, die dies unterstützen und viele, die zeigen, dass dies falsch ist.
Das stärkste Argument gegen dies sind die zahlreichen verfügbaren Studien zum Thema Körperkomposition und Gesundheit nach dem Ramadan Fasten. Dieses Mahlzeitenschema des regelmäßigen Fastens besitzt neutrale oder positive Auswirkungen auf den Körperfettanteil und andere Gesundheitsmarker. Dies ist ein recht extremes und aussagekräftiges Beispiel. Die Leute stopfen sich nachts mit Kohlenhydraten und Leckereien regelrecht voll, ohne dass dies negative Auswirkungen besitzt. Und trotzdem machen sich die Leute in der bizarren Welt des Bodybuildings und der Fitness darüber Gedanken, ob es in Ordnung ist, während der letzten Mahlzeit des Tages 50 Gramm Kohlenhydrate zu essen.
Wenn die wissenschaftlichen Daten zum Ramadan Fasten nicht genug sind, gibt es reichlich andere Studien, die zeigen, dass Essen später am Tag keine Auswirkungen auf Gewichtsabbau oder Gewichtsabnahme hat.
Im Rahmen einer Studie, die zwei Mahlzeitenschemata verglich und bei der eine Gruppe mehr Kalorien früher am Tag aß, während die andere Gruppe die meisten Kalorien später am Tag zu sich nahm wurden bei der Gruppe, die abends große Mahlzeiten aß, wünschenswertere Resultate beobachtet.
Während diejenigen, die morgens mehr aßen, mehr Gewicht verloren, verloren sie dieses Gewicht in Form von Muskelmasse. Die spät abends Essenden konnten ihre Muskelmasse besser aufrecht erhalten, was in einer stärkeren Reduzierung des Körperfettanteils resultierte.
Die Herkunft des Mythos
Genau wie das Auslassen des Frühstücks mit einem höheren Körpergewicht bei der allgemeinen Bevölkerung in Verbindung gebracht wird, gilt dies auch für essen später am Abend. Wenn Du den Artikel bis hierhin gelesen hast, wirst Du den logischen Fehlschluss verstehen, der der Aussage zugrunde liegt, dass essen spät am Abend basierend auf Populationsstudien eine Gewichtszunahme hervorrufen muss. Menschen, die spät abends essen und Chips beim Fernsehen knabbern werden mit einer größeren Wahrscheinlichkeit mehr als andere wiegen. Es ist jedoch nicht die Tatsache, dass sie spät am Abend etwas essen, die hierfür verantwortlich ist - es ist ihr Lebensstil. Keine kontrollierten Studien konnten zeigen, dass größere abendliche Mahlzeiten die Körperkomposition im Vergleich zu früher am Tag verzehrten Mahlzeiten negativ beeinflussen.
Manchmal werden mit Schichtarbeitern durchgeführte Studien zitiert, um zu behaupten, dass essen spät am Abend schlecht ist. Diese Studien sind alle nicht kontrolliert (in Bezug auf die Kalorienzufuhr) und solche Beobachtungsstudien werden außerdem durch die Tatsache verfälscht, dass Schichtarbeit ihre eigenen, unabhängigen negativen Auswirkungen auf einige Gesundheitsparameter wie Glukosetoleranz und Blutfettwerte besitzt. Du solltest dies im Hinterkopf behalten. Der Kontext ist immer relevant.
Auch wenn ich normalerweise keine mit Tieren durchgeführte Studien zitiere, habe ich kürzlich einen Artikel über eine Studie gelesen, die den Mythos, das spätabendliches essen dick macht, am Beispiel von Rhesusaffen widerlegt hat. Diese Studie ist deshalb erwähnenswert, da Affen dem Menschen stoffwechseltechnisch näher als Nagetiere sind. Zusammenfassend würde ich sagen, dass ich diesen Artikel schon viel früher hätte schreiben sollen – das hätte mir sehr viel Zeit gespart.
Ich würde es zu schätzen wissen, wenn Du diesen Artikel anderen unglücklichen Menschen empfehlen würdest, die irregeleitet wurden, an einen Teil dieses Blödsinns zu glauben, der da draußen verbreitet wird. Basierend auf meinen Erfahrungen und den Erfahrungen anderer haben diese falschen Vorstellungen viele Menschen zu obsessiven Ernährungsschemata getrieben, die dem körperlichen und geistigen Wohlbefinden einiges an Schaden zufügen können. Versuchen wir, dies zu beenden und Menschen vor diesem Schicksal zu bewahren.
Quelle: https://leangains.com/top-ten-fasting-myths-debunked-major-update-nov-4th/

Was ist Intermittent Fasting?
Dieser Artikel wird die Vorzüge von Intermittent Fasting beleuchten und Dir einige einfache Mahlzeiten Templates liefern, um Dir den Start einfacher zu machen. Im Lauf der letzten Jahre hat die Menge an Informationen und Forschungsergebnissen zum Thema Ernährung, Mahlzeitentiming und Mahlzeitenfrequenz immer weiter zugenommen, während wir unsere Ernährungsgewohnheiten verändert haben, um sie an unsere Ziele anzupassen. Im Bereich der Bodybuilding- und Fitnesswelt wird von den meisten eine Ernährung empfohlen, die aus vielen über den Tag verteilten Mahlzeiten mit einem zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden besteht (für gewöhnlich 5 bis 6 Mahlzeiten pro Tag).
Heute werde ich Dir einen kleinen Einblick in einen sehr beliebten Ernährungslebensstil geben, der als Intermittent Fasting bezeichnet wird. Ich weiß, dass Du jetzt wahrscheinlich folgendes denken wirst: Fasten? Ist das wirklich etwas Gutes? Es klingt kontraproduktiv, wie kann das funktionieren? Was sind die Vorzüge des Fastens und wird es nützlich sein, wenn ich Muskelmasse aufbauen oder Fett verlieren möchte?
Lehn Dich zurück, entspanne Dich und genieße das, was Du lesen wirst. Für einige wird es magisch sein, für den Rest wird Intermittent Fastung vielleicht nicht zum individuellen Lebensstil passen. Die Botschaft dieses Artikels ist folgende: Intermittent Fasting eine Lifestyle Ernährung. Intermittent Fasting sollte zu Deinem Lebensstil passen und Dein Leben einfacher machen. Muss es jeder tun? Absolut nicht. Eine Menge Individuen, die mit Intermittent Fasting beginnen sehen diese im Nachhinein aufgrund der vielen Vorzüge, die Intermittent Fasting zu bieten hat, als die beste Entscheidung ihres Lebens an. Ich bin ein großer Fürsprecher der Aussage „Man sollte nichts reparieren, was nicht kaputt ist.“ Diejenigen, die es genießen fünf Mahlzeiten pro Tag zu essen und finden, dass dies besser zu ihren Zielen passt, sollten diesen Artikel jedoch zumindest lesen, da sie in ihm einige interessante Informationen finden werden.
Wo beginnen wir also mit Intermittent Fasting? Wie geht man bei Intermittent Fasting im Vergleich zum Verzehr von mehr über den Tag verteilten Mahlzeiten vor? Das Ganze ist eigentlich recht einfach. Intermittent Fasting (auch als IF bekannt) basiert auf einem 16:8 Fasten- zu Essfenster. Du fastest für 16 Stunden und isst nur während 8 Stunden des Tages etwas. Musst Du immer 16 Stunden fasten? Nein. Auch dies basiert auf Deinem Lebensstil. Der Erfinder von Intermittent Fasting. Martin Berkhan, verwendete diese Struktur als Ausgangspunkt. Martin sagt auch, dass Frauen basierend auf ihren Präferenzen von 14 bis 16 Stunden fasten können und auch Männer in diese Kategorie fallen können.
Die Prämisse ist folgende: dies ist eine Lifestyle Ernährung. Sie sollte zu Deinem Zeitplan passen. Solltest Du Dir Stress machen oder Dich aufregen, wenn Du aus irgendeinem Grund keine 16 Stunden fasten kannst? Absolut nicht. Es ist völlig in Ordnung, Dein Essfenster zu verlängern oder Dein Fastenfenster zu verkürzen, wenn die Gegebenheiten dies erforderlich machen. Musst Du immer innerhalb eines 8 Stunden Fensters essen? Absolut nicht. Wenn Du 20 Stunden lang fasten möchtest und nur während eines 4 Stunden Fensters essen möchtest, dann ist das in Ordnung. Hier dreht sich alles um persönliche Präferenzen und das, was am besten zu Deinem Lebensstil passt. Es mag vielleicht verrückt klingen, aber glaube mir, wenn Du die persönlichen Erfolge von Menschen siehst, die diesen Lebensstil befolgen, dann ist das wirklich atemberaubend. Intermittent Fasting funktioniert unabhängig von der Länge des Essfensters – sei es 8, 6 oder 4 Stunden lang. Intermittent Fasting kann Menschen mit einem sehr hektischen Lebensstil helfen, da sie es leichter finden könnten, nur während eines begrenzten Zeitfensters zu essen, anstatt X Mahlzeiten pro Tag vorzubereiten. Sie können dann essen, wenn sie Zeit haben und wann es am besten in ihren Zeitplan passt.
Wie sieht also ein Intermittent Fasting Tag aus? Dies kann stark variieren. Wie Martin Berkhan auf seiner Website sagt, hängt dies davon ab, wann Du das Fasten brichst (Deine erste Mahlzeit) und wann Du trainierst. Ich werde Dir deshalb mehrere mögliche Wege aufzeigen, auf die Du das Ganze angehen kannst.
Beispiele für Intermittent Fasting
Zuerst einmal kannst Du im Fastenzustand trainieren. Dies mag auf den ersten Blick vielleicht kontraproduktiv klingen, aber dem ist nicht so, wenn Du die zugrundeliegende Logik verstehst. Unabhängig davon, ob Definition, Masseaufbau oder eine Aufrechterhaltung Deiner bestehenden Muskelmasse Dein Ziel darstellen, werden Dir diese Richtlinien dabei helfen, Dein Training und Deine Ernährung zu planen.
Gehen wir davon aus, dass die fragliche Person in allen folgenden Beispielen ein Essfenster einhält, das von 12 Uhr mittags bis 20 Uhr abends andauert. Dies ist ein 8 Stunden Essfenster und die Fastenphase wird von 20 Uhr abends bis 12 Uhr Mittag am nächsten Tag andauern.
Training im Fastenzustand
Konsumiere 10 Gramm BCAAs vor und während Deinem Training, um eine Anregung der Muskelproteinsynthese zu fördern. Dies wird Deinem Körper dabei helfen in einem anabolen Zustand zu bleiben. Ja, BCAAs enthalten Kalorien (die aufgrund der Richtlinien für Nährwertangaben nicht auf dem Etikett angegeben sein müssen) aber diese Kalorien werden bei Deiner täglichen Gesamtkalorienzufuhr berücksichtigt.
Die erste Mahlzeit des Tages folgt auf Dein Training. Wie viele Mahlzeiten Du hiernach innerhalb Deines Essfensters zu Dir nimmst, liegt ganz bei Dir. Hier ist ein Beispiel:
- Fasten – Fasten von 20 Uhr am Vorabend bis 10 oder 11 Uhr morgens am Folgetag, worauf eine Einnahme von 10 Gramm BCAAs folgt
- Training – Gehe ins Fitnessstudio und ziehe Dein Training durch.
- Mahlzeit eins – 13 Uhr
- Mahlzeit zwei – 16 Uhr
- Mahlzeit drei – 19 Uhr
Schlüsselhinweise: Die BCAAs vor und während dem Training werden bei der täglichen Kalorienzufuhr mitgerechnet, was jedoch Dein Essfenster nicht startet. Wenn Du ein Pre-Workout Supplement verwendest, das Kohlenhydrate enthält, dann mach Dir deshalb keinen Stress. Martin Berkhan erlaubt bis zu 50 kcal innerhalb Deines Fastenfensters. Diese können von Milch oder Zucker im Kaffe oder einen Pre-Workout Supplement stammen. Mach Dir also keine Sorgen.
1-2 Pre-Workout Mahlzeiten
Sagen wir, dass Du nach dem Verzehr von ein oder zwei Mahlzeiten trainierst. Dein Setup könnte dann folgendermaßen aussehen:
- Erste Mahlzeit- 12 Uhr Mittags
- Training
- Mahlzeit zwei – 16 Uhr.
- Mahlzeit drei – 19/20 Uhr
Oder wenn Du zwei Mahlzeiten vor dem Training isst:
- Erste Mahlzeit- 12 Uhr Mittags
- Mahlzeit zwei – 15 Uhr
- Training
- Mahlzeit drei – 19/20 Uhr
Dies sind alles lediglich Vorschläge bezüglich dessen, was Du tun kannst. Wenn Du vier Mahlzeiten innerhalb von 8 Stunden essen willst, ist das völlig in Ordnung. Wenn Du zwei Mahlzeiten innerhalb von 4 Stunden essen willst, dann tue das. Es ist Deine Wahl. Obiges sind lediglich Beispiele, die Du befolgen kannst.
Was die Kalorien angeht, gibt es ein paar Dinge, die Martin Berkhan propagiert und die Du zur Kenntnis nehmen solltest:
- Die Mahlzeit nach dem Training sollte den größten Teil Deiner Kohlenhydrate und Kalorien umfassen. Eine gute Richtlinie besteht darin, mindestens 50 bis 60% Deiner täglichen Kalorien während dieser Mahlzeit zu konsumieren.
- Die Mahlzeiten vor dem Training sollten recht leicht sein. Doch auch dies ist lediglich eine persönliche Präferenz. Du weißt am besten, was Dein Magen verträgt. Ich erinnere mich daran, auf Martins Website gelesen zu haben, dass er Geflügel, etwas Obst und etwas Gemüse (400 bis 500 kcal) während einer solchen Mahlzeit zu sich nimmt. Optimal ist etwas kleines, das Dir etwas Protein liefert und Dir Energie für Deine Trainingseinheiten liefert. Wenn Du im Fastenzustand trainierst, dann vergiss diese Informationen.
- An Trainingstagen verwendet Martin Berkhan eine höhere Kohlenhydratzufuhr. Er verwendet gerne eine zyklische Kohlenhydrat- und Kalorienzufuhr. An trainingsfreien Tagen senkt er die Kalorienzufuhr und isst hierfür mehr Fett (auch das ist lediglich seine persönliche Präferenz). Spielt dies im Endeffekt eine Rolle? Absolut nicht. Wenn Du weißt, dass Du mit einer höheren Kohlenhydratzufuhr an jedem einzelnen Tag besser zurecht kommst, dann solltest Du dabei bleiben. Wenn Du jeden Tag dieselbe Menge an Kalorien essen möchtest, dann tue das. Tue das, was Dein Leben einfacher macht. Erinnere Dich immer daran, dass dies eine Lifestyle Ernährung ist, die zu Dir und Deinem Tagesablauf passen soll.
Nachdem wir jetzt eine generisches Verständnis davon haben, was Intermittent Fasting ist und wie wir einen Mahlzeitenplan basierend auf unserem Tagesablauf planen können, sollten wir uns als nächstes die Vorzüge von Intermittent Fasting ansehen.
Vorzüge von Intermittent Fasting
Begrenzt Intermittent Fasting den Muskelaufbau? Nicht wirklich. Du wirst keine Muskeln verlieren. Du isst ganz einfach Deine Kalorien innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne anstatt den ganzen Tag über kleinere Mahlzeiten zu Dir zu nehmen. Du wirst morgens fasten und Diätgetränke, Kaffee, Wasser, usw. trinken, bis es an der Zeit ist, Dein Fasten zu brechen. Was Du trinkst, ist Deine Wahl. Wie ich bereits erwähnt habe, kannst Du bis zu 50 kcal in Form von Milch/Zucker oder anderen Dingen zu Dir nehmen, wenn Dir dies dabei hilft, Deinen Appetit zu kontrollieren.
Zu Beginn kann Intermittent Fasting schwer sein, da Dein Körper an regelmäßige Mahlzeiten gewöhnt ist (was mit Ghrelin, dem Hungerhormon des Körpers zu tun hat), aber er wird sich im Lauf der Zeit anpassen.
Wenn Du mehr über das Hungerhormon lesen möchtest, dann kannst Du zahlreiche Artikel und Untersuchungen auf Martin Berkhans Seite Leangains.com finden. Ich erinnere mich gelesen zu haben, dass Martin folgendes über sein Schema des Ernährungs- und Fastenfensters gesagt hat:
"Ob Du es glaubst oder nicht – wir sind auch nur Tiere, wie der Rest der Welt. Wir sind nicht dafür gedacht aufzuwachen und gleich etwas zu essen. Wo würde dieses Essen herkommen? Wir würden jagen, um Nahrung zu finden und dann essen, ohne zu wissen, wann die nächste Mahlzeit folgt.“ Im Grunde genommen ist das wahr. Denke an Höhlenmenschen und wie sich diese ernährt haben. Waren einige von ihnen groß und stark? Mit Sicherheit. Gab es einige dürre Individuen mit nur wenig Muskeln? Ja. Aber das hängt im Endeffekt damit zusammen, wie viel Du insgesamt isst. Denke an Bodybuilder, die ihre Kalorien zählen und darauf achten jeden Tag ihre geplanten Mengen an Protein, Fett und Ballaststoffen zu bekommen. Wende dieses Schema auf einen kürzeren Zeitrahmen an. Genau das ist Intermittent Fasting.
Die 6 Mahlzeiten Theorie basierte darauf, eine kontinuierliche Zufuhr von Aminosäuren und Protein sicherzustellen. Das funktioniert natürlich, aber wenn Dein Körper ständig Nahrung/Kalorien verbrennt, dann verbrennt er nicht immer auch Fett und arbeitet auch nicht immer daran, Dich schlank zu halten. Die Gesamtkalorien sind das, was die größte Rolle spielt – und nicht wie Du sie isst. Die Wahrheit ist, dass der Verzehr von 6 Mahlzeiten pro Tag im Vergleich zu Intermittent Fasting keine Vorzüge mit sich bringt, wenn es um die Aufrechterhaltung von fettfreier Körpermasse, die Fettverbrennung, Zuwächse an Muskelmasse, eine Erhöhung der natürlichen körpereigenen Wachstumshormonausschüttung, eine Erhöhung der Serotoninspiegel, usw. geht. Martin Berkhan behandelt alle entsprechenden Studien im Detail, aber ich möchte Dir an dieser Stelle nur einen kurzen Überblick über diese Ernährungsform und was sie zu bieten hat, geben. Hier ist ein weiterer Grund dafür, dass ich glaube, dass weniger Mahlzeiten besser sind. Layne Norton hat eine berüchtigte Muskelproteinsynthesestudie durchgeführt. Im Rahmen seiner Studie zeigte Layne, wie der Verzehr von Mahlzeiten mit einem zeitlichen Abstand von 4 bis 6 Stunden in Kombination mit Leucin (welches sich in BCAA Produkten wiederfindet) die Muskelproteinsynthese maximieren kann.
Wie ist dies möglich? Nun, häufiger zu essen ist in der Tat kontraproduktiv für den Muskelaufbau und eine Anregung der Muskelproteinsynthese, da die Proteinspiegel nie die Chance bekommen, wieder auf ihren Ausgangspunkt abzusinken, bevor sie wieder erhöht werden. Im Grunde genommen hilft die längere Pause zwischen den Mahlzeiten dabei, die Muskelproteinsynthese zu maximieren und die Verwendung von BCAAs zwischen den Mahlzeiten, um die Proteinspiegel zu erhöhen erlaubt einen längeren Abstand zwischen den Mahlzeiten. Ist dies ein weiteres Argument gegen regelmäßiges Essen? Absolut, und es gibt mehr Untersuchungen, die Intermittent Fasting untersuchen. Wir haben noch nicht einmal Alan Aragon und seine Untersuchungen, die er in seinem Buch „Girth Control“ beschrieben hat, erwähnt. Dieses Buch stellt zusammen mit den Büchern von Lyle McDonald eine gute Lektüre da.
Intermittent Fasting und Supplements
Benötigen wir wirklich Supplements? Ich würde die Verwendung von BCAAs unabhängig davon, ob Du im Fastenzustand trainierst oder nicht, in Betracht ziehen. Ich bin ein Anhänger von BCAAs, da diese im Vergleich zu vollwertiger Nahrung oder Wheyprotein, welche über mehrere Stunden verdaut werden, praktisch sofort verdaut werden.
Was verlieren wir während des Trainings? Glutamin und Aminosäuren, falls Du im Fastenzustand trainierst. Diese sind essentiell, wenn Du nüchtern trainierst. Wenn Du vor dem Training eine Mahlzeit zu Dir nimmst, würde ich sie zumindest als optimal ansehen, aber ich bin auch jemand, der lieber auf Nummer Sicher geht. Ich würde zusätzlich zu BCAAs folgende grundlegende Supplements empfehlen:
- Wheyprotein
- Ein Multivitaminpräparat
- Fischöl
- Kreatin
Diese Supplements sollten auf täglicher Basis konsumiert werden. Du solltest sie während Deines Essfensters zu Dir nehmen.
Hier sind noch ein paar Empfehlungen, die ich bezüglich Training und Cardio hervorheben möchte. Martin Berkhan ist ein großer Befürworter von Cardiotraining mit gleichbleibender niedriger Intensität, was Aktivitäten wie Gehen oder Ähnliches umfasst. Er propagiert diese Form des Cardiotrainings (z.B. 20 bis 30 Minuten schnelles Gehen) während des Fastenfensters. Dies könnte mehrmals pro Woche (2 bis 3 Mal wöchentlich) erfolgen. Nichts Verrücktes was Geschwindigkeit oder Steigung angeht (falls Du willst, kannst Du auch ein Laufband verwenden) – bringe einfach Deinen Kreislauf etwas in Wallung. Wenn Du HIIT Training (hochintensives Intervalltraining) ausführen möchtest, empfiehlt Martin Berkhan die Einnahme von BCAAs vor dem HIIT oder eine Ausführung während des Essfensters. Abhängig von Deinen Zielen (Definition/Masseaufbau/Körperrekompositionierung) wird die Menge an Cardiotraining variieren. Was das Training angeht hat Martin Berkhan eine gute Beschreibung von RPT (reverses Pyramidentraining) auf seiner Website veröffentlicht. Aber im großen Schema der Dinge ist Intermittent Fasting eine Lifestyle Ernährungsform, was bedeutet, dass Du das Training verwenden solltest, das am besten zu Dir passt.
Fazit
Es gibt ein paar weitere Schlüsselpunkte, die ich adressieren möchte, bevor ich diesen Artikel abschließe. Wenn etwas wie eine Einladung zum Essen oder andere soziale Ereignisse Deinem Fastenfenster in die Quere kommen, dann lebe einfach Dein Leben und mache Dich nicht zum Sklaven Deiner Ernährung.
Intermittent Fasting für einen Tag oder eine Mahlzeit zu unterbrechen, wird nicht über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Hake es ab und mache am nächsten Tag wie gewohnt weiter. Zähle Deine Kalorien, wenn Du kannst und mache weiter. Manchmal ist das Leben wichtiger als eine Mahlzeit. Tiefgreifendere Informationen bezüglich Studien und Untersuchungen, sowie weitere Informationen zu Intermittent Fasting kannst Du auf Martin Berkhans Website www.leangains.com finden. Diese Seite ist mit tollen Artikeln vollgepackt, die seine Aussagen zum Training im Fastenzustand, Cardio im Fastenzustand und Fettabbau unterstützen und viele weitere Aspekte von Intermittent Fasting betrachten. Dieser Artikel ist lediglich als allgemeine Einführung gedacht, um Dir eine Vorstellung von Intermittent Fasting und wie Du es in Dein Leben integrieren könntest, zu geben. Intermittent Fasting basiert auf einem 16 Stunden Fastenfenster und einem 8 Stunden Essfenster. Ob eine Person diese 16 Stunden fasten oder die Fastenphase erweitern möchte, ist eine Sache persönlicher Präferenzen. Einige Menschen erweitern Ihr Fastenfenster auf 20 stunden und genießen 2 bis 3 große Mahlzeiten innerhalb eines sehr kurzen Essfensters, während andere die 8 Stunden Zeitspanne voll nutzen, um ihre Mahlzeiten über ein größeres Zeitfenster zu verteilen. Ich kann jedem nur wärmstens empfehlen, ein Programm zur Kontrolle der Nahrungszufuhr zu verwenden, das Dir dabei hilft, Deine Kalorienzufuhr zu berechnen und zu überwachen. Ein solches Programm wird Dir außerdem dabei helfen, Deine Protein-, Kohlenhydrat- und Fettzufuhr zu überwachen.
Der nächste Schritt besteht darin, Dein Essfenster festzulegen (wie ich dies im Beispiel oben von 12 bis 20 Uhr getan habe). Wenn Du ein spätes Mittagessen um sagen wir 14:00 Uhr hattest, könnte dies den Anfang Deines Essfensters markieren. Das Essfenster könnte dann bis 22 Uhr andauern oder basierend auf dem, was in Deinem Leben vor sich geht, auch früher beendet werden. Es gibt eine Menge Spekulationen bezüglich des Themas der Mahlzeitenfrequenz, des Timings der Mahlzeiten und der Ernährung, doch Martin Berkhan vertritt hier einen festen Standpunkt, der auf seinen Erfahrungen und den Erfahrungen seiner Klienten basiert. Diejenigen, die diesen befolgen, profitieren von den Vorzügen und werden auch in Zukunft weiter „predigen“, dass dies das Beste ist, was sie jemals für ihr Leben und ihren Körper getan haben.
Einige Menschen genießen Fasten mit größeren Mahlzeiten, während andere es bevorzugen viele über den Tag verteilte Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Im Endeffekt muss jeder für sich selbst herausfinden, was das Beste für ihn ist. Gib Intermittent Fasting für 8 bis 10 Wochen eine Chance und entscheide dann basierend auf Deiner Stimmung, Deiner Energie und Deinem Training.
Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/understanding-intermittent-fasting

Gewicht zu verlieren muss kein Geheimnis sein. Die folgenden Fettabbautipps liefern Dir praktische Ratschläge aus der realen Welt, die Dir dabei helfen können, noch heute auf den richtigen Weg zu kommen.
Möchtest Du Fett verlieren?
Fettabbau kann wie ein Mysterium und manchmal nahezu unmöglich erscheinen und wenn Du ihn einmal erreicht hast, kann es genauso schwer scheinen, diese Erfolge aufrecht zu erhalten. Und die meisten von uns möchten nicht einfach nur Fett verlieren, sondern gleichzeitig auch gut aussehen und einen hohen Grad an Muskeldefinition erreichen. Die folgenden Fettabbautipps können Dir dabei helfen Gewicht zu verlieren, Muskeln aufrecht zu erhalten, oder sogar hart und definiert zu werden und diesen Sixpack zu erreichen, nach dem Du strebst.
100 Fettabbau Tipps
1) Anstatt einfach einen Diätplan auszuwählen, solltest Du Dich darauf konzentrieren, einen neuen Lebensstil zu entwickeln. Wenn Dein Ernährungsplan nicht dauerhaft aufrechterhaltbar ist, wenn Du einmal Fett verloren hast, dann ist das Risiko groß, dass Du schnell wieder das Meiste von dem zunimmst, was Du abgenommen hast, da Du wieder in alte Gewohnheitsmuster verfällst.
2) Eliminiere so viel raffinierten weißen Zucker aus Deiner Ernährung, wie möglich. Hierzu gehören auch verarbeitete Nahrungsmittel mit zugesetztem raffiniertem weißem Zucker.
3) Eliminiere so viel weißes Mehl aus Deiner Ernährung, wie möglich. Hierzu gehören auch verarbeitete Nahrungsmittel, die weißes Mehl enthalten.
4) Verwende keine Hungerkur um abzunehmen. Eine Hungerkur ist der schlechteste Weg, Gewicht zu verlieren. Du wirst nicht nur wertvolle Muskelmasse verlieren, sondern riskierst auch substantielle Mengen des verlorenen Gewichts wieder zuzunehmen, sobald diese Hungerkur einmal vorbei ist. Männer sollten nicht weniger als 1800 kcal pro Tag zu sich nehmen und Frauen nicht weniger als 1200 kcal pro Tag.
5) Essen spät am Abend ist in Ordnung und wird auch Deinen Fettabbau nicht verlangsamen, wenn Deine tägliche Gesamtkalorienzufuhr vernünftig ist und sich im Einklang mit Deinen Fettabbauzielen befindet.
6) Du brauchst kein Cardiotraining, um Fett zu verlieren. Auch wenn Cardiotraining nützlich ist, um die allgemeine Gesundheit zu verbessern, musst Du nicht zwingend Cardiotraining ausführen, wenn sich Deine tägliche Gesamtkalorienzufuhr im Einklang mit Deinen Fettabbauzielen befindet.
7) Wenn Du mit einem Gewichtsabbauplan beginnst, solltest Du Dich nicht zu tief in Dein Training stürzen und versuchen an jedem Tag der Woche zu trainieren. Beginne langsam mit Trainingseinheiten mit niedriger Intensität und steigere Umfang und Intensität langsam, wenn Du bisher keinen oder wenig Sport getrieben hast. Wenn Du zu Beginn einen zu starken Muskelkater bekommst, oder ständig erschöpft bist, dann riskierst Du, schnell Deine Motivation zu verlieren.
8) Erlaube Dir eine Schummelmahlzeit oder eine Stunde pro Woche, während der Du etwas essen darfst, das sich nicht auf Deinem Diät Ernährungsplan befindet – natürlich in vernünftigem Umfang! Iss nicht gleich eine Familientüte Chips und eine Großpackung Eiscreme.
9) Fette Nahrungsmittel machen Dich nicht fett – exzessive Mengen an täglich konsumierten Kalorien werden Dich fett machen. Stelle sicher, dass Du im Rahmen Deines Diäternährungsplanes mindestens 20% Deiner Kalorien in Form von gesunden Fetten zu Dir nimmst.
10) Wenn Du während des Fettabbaus so viel Muskelmasse wie möglich aufrecht erhalten willst, dann gehe NICHT zu leichteren Gewichten und höheren Wiederholungszahlen über. Trainiere stattdessen mit derselben Intensität und denselben Gewichten wie vor der Diät. Wenn Du Deinem Körper zu verstehen gibst, dass er nicht all seine Kraft braucht, über die er im Augenblick verfügt, dann ermutigst Du ihn dazu, Muskelmasse abzubauen.
11) Menschen, die spät abends viel essen, sollten Intermittent Fasting in Betracht ziehen. Bei dieser Ernährungsstrategie isst Du 16 bis 20 Stunden pro Tag lang nichts und konsumierst den Großteil Deiner Kalorien während der verbleibenden 4 bis 8 Stunden. Dies erlaubt große abendliche Mahlzeiten, so lange Du innerhalb Deines täglichen Kalorienlimits bleibst.
12) Definierte Bauchmuskeln werden in der Küche gemacht. Endlose Mengen an Crunches und Situps auszuführen wird keinen Sixpack formen. Nur ein Gewichtsabbau wird dies bewirken und dieser macht eine geringere Kalorienzufuhr pro Tag notwendig. Trainiere Deine Bauchmuskeln wie jede andere Muskelgruppe – mit einer vernünftigen Anzahl von Sätzen.
13) Erlaube es Dir, Dein wöchentliches Schummelzeitfenster um gesellschaftliche Ereignisse und Ereignisse Deines Lebens zu planen, so dass Du es Dir nicht verkneifen musst, ein wenig mit Deiner Familie oder mit Freunden zu feiern.
14) Stelle sicher, dass Du reichlich trinkst und hydriert bleibst.
15) Süchtig nach Eiscreme? Probiere zuckerfreien Pudding, der mit fettarmer Milch zubereitet wurde aus, wenn Du diese Gelüst auf Eiscreme bekommst.
16) Du hasst Gemüse? Spinat lässt sich gut in den meisten Nahrungsmitteln „verstecken.“ Platziere einfach geschnittenen Spinat mit einer geringen Menge an Öl in einer Teflonpfanne und erhitze ihn vorsichtig, bis er zusammenschrumpft. Füge dann diesen Spinat zu Deiner Lieblingsmahlzeit hinzu. Er ist nahezu geschmacksneutral und wird eine Tonne an Nährstoffen zu Deiner Ernährung hinzufügen.
17) Versuche nicht einfach nur Fett zu verlieren, arbeite daran, Muskeln aufzubauen. Zusätzliche Muskelmasse erhöht Deine Stoffwechselrate, was Dir erlaubt jeden Tag ein wenig mehr zu essen, ohne zuzunehmen.
18) Stelle sicher, dass Du reichlich Protein zu Dir nimmst, was insbesondere dann gilt, wenn Du trainierst. Männer sollten auf mindestens 150 Gramm pro Tag und Frauen auf mindestens 100 Gramm pro Tag abzielen.
19) Es ist besser einfach zu versuchen gesünder zu essen, als einfach irgendeine Modediät durchzuführen.
20) Versuche auf alle Getränke mit Kalorien zu verzichten. Kalorien aus Getränken summieren sich schnell auf.
21) Säfte aus dem Supermarkt stellen keine besonders gesunde Wahl dar. Ihnen fehlt es am Fruchtfleisch. Im Fruchtfleisch befindet sich der größte Teil des Nährwertes von Obst, was bedeutet, dass Du primär Zucker und leere Kalorien trinkst. Du bist besser damit beraten, einfach Obst zu essen.
22) Lust auf Süßes? Erdbeeren und Blaubeeren haben nur wenige Kalorien. Du kannst von diesen Nahrungsmitteln im Lauf des Tages fast so viel essen, wie Du willst, ohne Dir Gedanken darüber machen zu müssen, Fett aufzubauen.
23) Trinke direkt vor jeder größeren Mahlzeit 350 ml Wasser. Zusätzlich solltest Du auch während der Mahlzeit Flüssigkeit zu Dir nehmen. Dies wird dabei helfen, Deinen Magen zu füllen und Deinen Drang danach zu reduzieren zu viel zu essen.
24) Findest Du Stairmaster Cardio todlangweilig? Du musst Dich nicht zum Sklaven der Maschinen machen lassen. Formen des Trainings, die Spaß machen, werden fast genauso viele Kalorien verbrennen, wenn nicht sogar mehr. Gehe mit dem Hund spazieren, spiele Minigolf, habe Sex, schwimme oder spiele mit den Kindern.
25) Du solltest wissen, dass Cardiotraining keine magische Silberkugel für einen Gewichtsverlust ist. Wenn Du 3 Kilometer auf dem Laufband läufst, wirst Du nicht einmal die Kalorien eines Schokoriegels verbrennen. Du bist besser damit beraten, zuerst Deine Ernährung in den Griff zu bekommen, bevor Du Cardiotraining mit in Deinen Plan aufnimmst.
26) Bereite Deine wöchentlichen Arbeitsmahlzeiten im Voraus zu. Dies wird es weit weniger wahrscheinlich machen, dass Du Dir Fastfood aus dem Automaten oder der Kantine holst.
27) Nimm gesunde Snacks wie Obst, Käse, Mandeln, usw. mit zur Arbeit.
28) Habe immer eine Packung zuckerfreien Kaugummi auf der Arbeit, im Auto und zu Hause zur Hand. Kaue einen Kaugummi für 15 Minuten, wenn Du Gelüste nach einem Snack bekommst. Dies wird Dir etwas anderes geben, auf das Du Dich konzentrieren kannst.
29) Erlaube Dir 10% Deiner täglichen Kalorien in Form von „Junkfood“ zu Dir zu nehmen. Ein kleines Bisschen Schokolade kann unter Umständen genau das sein, was Du brauchst, um durch einen schlechten Tag zu kommen.
30) Habe immer etwas dunkle Schokolade zur Hand und erlaube Dir genau ein Stück davon zu essen, wenn Du Gelüste auf etwas Süßes bekommst.
31) Supplementiere mit einem guten Multivitaminprodukt.
32) Supplementiere mit Fischöl. Fischöl unterstützt die Gesundheit der Gelenke, die Gehirnfunktion und vieles mehr.
33) Verwende Proteinsupplements als Hilfe, um Deinen täglichen Proteinbedarf zu decken. Diese sind sehr kalorienarm und bequem.
34) Gehe abends früher zu Bett. Je früher Du schlafen gehst, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Du Dich an mehr Snacks vergreifst.
35) Gibt ein Kollege im Büro etwas aus? Gehe nicht einmal in die Nähe der Nahrung. Schaue Dir das Essen nicht einmal an. Halte Dich komplett fern davon!
36) Wenn Du die Wahl zwischen Getreide und Obst und Gemüse hast, dann bist Du besser damit beraten, das Obst und das Gemüse zu essen.
37) Umgib Dich mit positiven und erfolgreichen Menschen, die auf dieselben Ziele wie Du hinarbeiten oder die bereits das erreicht haben, was Du zu erreichen versuchst.
38) Engagiere einen guten, erfahrenen persönlichen Trainer, der Erfahrung mit Bodybuilding oder Athleten der Figurklasse hat. Sie sind Meister der Disziplin und werden Dir viel beibringen können.
39) Analysiere Situationen oder Orte, die Dich dazu bringen, zu viel zu essen und versuche diese zu meiden.
40) Wirst Du langsam verrückt und planst ein Fressgelage? Wähle ein Steak, endlose Mengen an Nüssen und/oder Obst anstelle von Junkfood. Es ist weitaus besser, sich an gesunden Nahrungsmitteln zu überfressen, als zu viel Junkfood in sich hinein zu stopfen.
41) Bringe keine Nahrungsmittel mit nach Hause, die Dich in Versuchung bringen können. Niemals. Keine Ausreden.
42) Versuche, wenn möglich immer dann am Tag zu trainieren, wenn Du die meiste Energie hast. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Motivation verlierst und überhaupt nicht trainierst, wird viel geringer sein.
43) Verwende bei Deinen Trainingseinheiten die effektivsten Übungen – primär Mehrgelenksübungen. Mehrgelenksübungen sind am intensivsten und geben Dir den meisten Gegenwert für Deine Anstrengungen.
44) keine Zeit für Cardiotraining? Reduziere die Pausenlänge zwischen Deinen Trainingssätzen mit Gewichten auf 15 bis 30 Sekunden. Dies wird Deine Herzfrequenz nach oben bringen und Kalorien verbrennen.
45) Verlängere für einen Intensitätsschub bei Deinem Training mit Gewichten die Dauer Deiner Wiederholungen auf 4 Sekunden. Dies wird jeden Satz sehr fordernd machen.
46) Ziehe ein hochintensives Intervalltraining (HIIT Cardio) anstelle Deines regulären Cardiotrainings auf dem Laufband in Betracht. Studien deuten darauf hin, dass HIIT ein sehr effektiver Fatburner ist.
47) Nimm überall die Treppe statt den Aufzug.
48) Parke möglichst weit von Deinem Ziel weg - überall.
49) Vermeide verarbeitete Nahrungsmittel so weit wie möglich. Verwende folgende Regel, wenn Du Nahrungsmittel kaufst: je weniger Zutaten und Chemikalien, desto besser!
50) Meide Margarine. Sie ist ein „Fake Food.“ Du bist besser damit beraten eine kleine Portion Butter zu essen. Butter weist eine hohe Nährstoffdichte auf und kann bei angemessener Verwendung viel zum Nährwert einer Gewichtsabbaudiät beitragen.
51) Verzichte auf Alkohol. Das sind nur verschwendete Kalorien.
52) Ziehe in Betracht, 3 Ganzkörpertrainingseinheiten pro Woche auszuführen. Diese sind intensiver, als sie auf den ersten Blick erscheinen werden, da sie Deinen ganzen Körper anstelle von lediglich ein oder zwei Muskelgruppen trainieren.
53) Achte darauf, genug Schlaf zu bekommen! Mache Nickerchen, wenn Du die Möglichkeit dazu hast. Du wirst eher dazu neigen zu viel oder das Falsche zu essen, wenn Du müde und schwach bist.
54) Ein Training am Morgen könnte genau das sein, was Du brauchst, um Deinen langsamen Stoffwechsel in Schwung zu bringen.
55) Während der ersten Woche wird der Gewichtsverlust außergewöhnlich hoch ausfallen. Dein Körper scheidet aufgrund der niedrigeren Kohlenhydrat- und Natriumzufuhr und der geringeren Anforderungen an die Verdauung überschüssiges Wasser aus. Erwarte nicht auch während der nächsten Wochen weiterhin Gewicht mit dieser Geschwindigkeit zu verlieren.
56) Kontrolliere Deinen Gewichtsverlust während der ersten zwei oder drei Wochen Deiner Diät. Wenn Du nicht schnell genug Gewicht verlierst, dann reduziere die tägliche Kalorienzufuhr um 200 kcal und halte die Kalorienzufuhr für zwei weitere Wochen stabil, bevor Du erneut Anpassungen vornimmst.
57) Eine zyklische Kohlenhydratzufuhr kann eine effektive Vorgehensweise zur Unterstützung des Fettabbaus sein. Nachdem Du Deine tägliche Proteinzufuhr bestimmt hast und 20 bis 30% Deiner täglichen Kalorien für gesunde Fette abgezogen hast, kannst Du Deine durchschnittliche tägliche Kohlenhydratzufuhr bestimmen und dann Tage mit hoher, moderater und niedriger Kohlenhydratzufuhr im Lauf der Woche so einplanen, dass Du im Wochendurchschnitt bei dieser durchschnittlichen täglichen Kohlenhydratzufuhr bleibst. Verwende diese Tage zyklisch.
58) Diätpillen werden Deine Ernährungsgewohnheiten nicht verändern. Du musst Dir einen neuen Ernährungsstil angewöhnen – vorzugsweise einen, der sich auf eine gesunde Ernährung konzentriert.
59) Steigere Deine Trainingsleistungen mit Kreatin. Kreatin ist eines der am besten untersuchten Supplements auf diesem Planeten und es ist darüber hinaus auch relativ kostengünstig.
60) Pre-Workout Booster können Dir die notwendige Energie verleihen, um eine mittelmäßige Trainingseinheit zu einer hardcore Trainingseinheit zu machen. Wenn Du Dich während des Trainings müde fühlst oder Dir der notwendige Drive fehlt, dann probiere ein paar unterschiedliche Pre-Workout Formeln aus.
61) Iss kleinere, häufigere Mahlzeiten. Hierdurch wird Deine nächste Mahlzeit nicht zu weit weg sein, wenn Du beginnst, Dich hungrig zu fühlen.
62) Verwende ein getestetes und bewährtes Trainingsprogramm. Geh nicht einfach ins Fitnessstudio und tue das, was Dir gerade in den Sinn kommt. Je fokussierter Du auf Dein Training bist, desto besser werden Deine Resultate ausfallen.
63) Schaue Dir, bevor Du essen gehst, die Speisekarte online an und suche Dir im Voraus einige gesunde Optionen aus.
64) Iss langsam und genieße den Geschmack Deines Essens. Dies wird außerdem verhindern, dass Du mehr isst, als Du brauchst, um satt zu werden, da Dein Gehirn mehr Zeit haben wird, mitzubekommen, wann Dein Magen voll ist.
65) Verwende einen kleineren Teller oder eine kleinere Schüssel. Es ist dann leichter, diesen zu überladen.
66) Iss nicht mehr als eine Portion eines spezifischen Nahrungsmittels auf einmal. Eine Portion ist nicht größer als Deine geballte Faust.
67) Verwende bei Deinen Hauptmahlzeiten, die „ein Drittel“ Regel. Fülle Deinen Teller mit einem Drittel Gemüse, einem Drittel Kohlenhydraten und einem Drittel Fleisch/Protein.
68) Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass Glutamin dabei helfen könnte einen Muskelabbau zu verhindern und je mehr Muskeln Du während einer Diät aufrechterhältst, desto besser.
69) Ziehe eine CLA Supplementation in Betracht. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass dieses dabei helfen könnte Körperfett zu reduzieren und es ist außerdem toll für die allgemeine Gesundheit.
70) Stelle Dir Deine eigene Speisekarte zusammen – eine Speisekarte, die gesunde Beilagen und gesunde Dessert Variationen umfasst. Stelle sicher, dass Du alle Zutaten für diese Gerichte zu Hause hast, so dass Du Dir auf Wunsch alles hiervon zu jeder Zeit zubereiten kannst.
71) Miste Deine Schränke aus. Wirf alles weg, was Du nicht länger essen wirst. Dies ist so etwas wie ein kleiner „Reset“ Knopf.
72) Probiere etwas neues und anderes wie Hot Yoga, Wandern oder Spinning Kurse aus.
73) Schaue Dir Gewichtabbauprogramme wie Biggest Loser im Fernsehen an, um Dich zu motivieren.
74) Lies Erfolgsberichte, die Du auf vielen Sport und Bodybuilding Seiten finden kannst. Diese sind nicht nur motivierend, sondern können auch einige praktische Tipps enthalten.
75) Führe ein Trainingstagebuch. Du kannst Deine Fortschritte inzwischen auch über Handy Apps oder online auf zahlreichen Fitness Sites protokollieren und überwachen.
76) Führe ein Ernährungstagebuch. Dies wird Dir dabei helfen, Deine Kalorien und Deine Makronährstoffe (Protein, Kohlenhydrate und Fett) genau zu kontrollieren.
77) Nimm Dir für jede Stunde, die Du fernsiehst, 5 Minuten Zeit und führe irgendeine Art von Training aus – Kettlebell Schwingen, Situps, Laufband, usw. Dies kann sich pro Woche leicht auf 2 bis 3 Cardio Trainingseinheiten aufsummieren.
78) Versuche Deinen Partner dazu zu überzeugen mitzumachen. Fettabbau ist leichter, wenn Dein Partner mit Dir zusammen arbeitet.
79) Iss mehr Ballaststoffe. Diese helfen dabei, die Verdauung zu verlangsamen und werden Dich länger satt halten.
80) Fährst Du in Urlaub? Dann plane ein paar Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren.
81) Sei bei fettarmen Nahrungsmitteln vorsichtig, da diese häufig zugesetzten Zucker enthalten, um sie schmackhafter zu machen.
82) Sei bei zuckerarmen Nahrungsmitteln vorsichtig, da diese häufig zugesetztes Fett enthalten, um sie schmackhafter zu machen.
83) Iss mehrere Portionen Obst pro Tag. Diese Snacks können Dir dabei helfen, Phasen mit Gelüsten nach Süßigkeiten oder Snacks besser durchzustehen.
84) Du hasst Fisch? Probiere Talapia aus. Er ist nahezu geschmacksneutral und Du findest ihn in vielen Supermärkten.
85) Führe Cardiotraining nach dem Training mit Gewichten und nicht davor aus. Die Aufrechterhaltung Deiner Muskelmasse sollte immer höchste Priorität haben – nicht nur für Dein Aussehen, sondern auch für Deinen Stoffwechsel. Trainiere immer dann mit Gewichten, wenn du die meiste Energie hast.
86) Sei realistisch...Du wirst auch schlechte Tage haben. Lass Dich von 1 bis 2 schlechten Tag nicht aus der Bahn werfen. Gehe danach wieder mit neuem Elan an die Sache.
87) Hast Du Probleme damit, Portionsgrößen richtig abzuschätzen? Verwende Messbecher und kaufe Dir eine Küchenwaage.
88) Verzichte auf Light Getränke und trinke stattdessen Wasser oder Wheyprotein Shakes. Die Süße der Light Getränke kann bei einigen Menschen zu verstärkten Gelüsten nach Zucker beitragen.
89) Lerne Dein fades Essen zu würzen und schmackhaft zu machen. Es gibt eine ganze Welt von Gewürzen, die sowohl gesund, als auch schmackhaft sind. Stöbere in Online Sammlungen von kalorienarmen Rezepten und beginne mit neuen Gewürzen und Kräutern zu experimentieren.
90) Vergiss Deinen augenblicklichen Joghurt und probiere fettarmen griechischen Joghurt aus. Dieser ist proteinreicher und stellt insgesamt eine bessere Wahl dar. Griechischer Joghurt kann außerdem als Ersatz für Creme Fraiche verwendet werden.
91) Lerne, wie man eine Gemüsesuppe zubereitet. Verwandle langweiliges Gemüse in eine leckere Suppe, von der Du gerne mehr essen würdest. Die meisten Gemüsesuppen sind kalorienarm, was es Dir erlaubt, einen Teller voll ohne Schuldgefühle zu essen.
92) Meide Buffets und All-you-can-Eat Restaurants um jeden Preis. Hier gibt es keine Ausnahmen.
93) Lasse den Käse bei Sandwiches weg und verwende stattdessen Gemüse – sauer eingelegtes Gemüse, frische Zwiebeln, Tomatenscheiben, Paprika, Spinatblätter, usw.
94) Bist Du Dir nicht sicher, wo Du mit den gesunden Fetten anfangen sollst? Ein wenig Butter stellt eine gute Wahl dar. Auch Nüsse, Samen, Avocados und Eier sind gute Fettquellen.
95) Lust auf eine Salatbar? Meide Obstsalate, da diese für gewöhnlich Sirup oder Zucker enthalten. Des Weiteren solltest Du Speckhäppchen, Käse, Croutons und die meisten Salatdressings meiden. Verwende als Dressing eine geringe Menge an Essig und Öl Dressing.
96) Verwende mehr Salsa. Salsa ist im Grunde genommen ein leichter Weg, etwas Geschmack zu faden Lebensmitteln von gebackenen Kartoffeln bis hin zu Hühnchenbrust, hinzuzufügen.
97) Verwende einen Schmortopf. Du kannst Fleisch und Gemüse den ganzen Tag lang kochen lassen und große Mahlzeiten ohne große Mühe zubereiten.
98) Kaufe Dir einen Dampfgarer und dünste Dein Gemüse, Dein Geflügel und Deinen Fisch.
99) Dein Gewicht auf der Waage kann aus unzähligen Gründen stark schwanken – unregelmäßiger Stuhlgang, Tage mit hohem Kohlenhydrat- oder Salzkonsum, usw. Verfalle nicht in Panik, wenn Du Dich mit Deiner Ernährung auf dem richtigen Weg befindest, Du aber eine temporäre Gewichtszunahme auf Deiner Waage beobachtest.
100) Hasst Du es zu frühstücken? Mische einen Obst Smoothie mit einem Messlöffel Deines Lieblingsproteinpulvers und etwas Joghurt.
Quelle bhttps://www.muscleandstrength.com/articles/100-fat-loss-tips