Ernährung

8 Fragen zum Thema Protein
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Dieser Artikel soll drei Zwecken dienen:

Der erste Zweck ist eine Art Auffrischungskurs für erfahrene Trainierende. Sicher, tief in Deinem Inneren wirst Du alles hier Präsentierte bereits wissen, aber da es schon lange her ist, dass Du erstmals etwas hierüber gelesen hast, hast Du vielleicht einige der Begründungen hierfür vergessen. Der zweite Zweck ist die Bereitstellung von Informationen für die Leser, die sich gerade erst von den Magazinen, die Du an Zeitungskiosken findest, weiterentwickelt haben. Vielleicht haben diese Leser während der letzten Jahre nichts anderes als „Muscle and Fitness“ und ähnliche Magazine gelesen und wissen somit recht wenig über Wissenschaft, die diesem Sport zugrunde liegt – abgesehen vielleicht von der „Wissenschaft“ des Gesäßmuskeltrainings des ehemaligen Mr. Olympia Ronnie Coleman. Zu guter Letzt ist dieser Artikel auch für völlige Anfänger gedacht, die aus Versehen auf dieser Site gelandet sind und zunächst gedacht haben, dass sie auf einem seltsamen Planeten mit Gewichten trainierender Wissenschaftler gelandet sind, die gelegentlich einen Surfer Slang verwenden. Durch das Lesen dieses Artikels können sich Neulinge langsam an die anspruchsvolle Atmosphäre gewöhnen, ohne gleich geblendet zu werden.

Wenn das Sprichwort zutrifft und ich bin, was ich esse, dann bin ich ein Massemonster aus Proteinpulver, Hühnchenbrust, rohem Lachs, hart gekochten Eiern, Putenburgern und gelegentlichen Steaks. Anstelle von Haaren habe ich Streifen von Beef Jerky auf dem Kopf. Anstelle von Händen habe ich Schweinshaxen. Mein Hintern? Zwei Stücke Klasse A Lendensteaks. Ja, Protein ist meine Leidenschaft, mein Kamerad. Auch wenn Fett und Kohlenhydrate auch wichtig sind, sind sie doch häufig nur Begleiterscheinungen meiner Futtersuche. Es ist der Proteingehalt, der jede meiner Mahlzeiten bestimmt – jede Wahl von der Speisekarte und jeden Griff in den Kühlschrank oder in die Speisekammer.

Wenn es keine brauchbare Menge an Protein enthält, dann wird es nicht das Vergnügen haben, mit meinem Verdauungstrakt Bekanntschaft zu machen. Ich bin mir sicher, dass dies bei so ziemlich allen anderen Kraftsportlern und Bodybuildern ähnlich ist. Protein ist der King, aber wie viele Könige zuvor, wird es missverstanden und es befinden sich Gerüchte im Umlauf. Deshalb dieser Artikel, der 8 der am häufig gestellten Fragen über Protein beantwortet.

Wie viel Protein kann ich auf einmal essen?

Lies irgendeines dieser Bodybuilding- oder Fitness Magazine (der Unterschied zwischen diesen beiden Kategorien von Magazinen besteht darin, dass Bodybuilding Magazine auf diejenigen abzielen, die so aussehen, als ob sie trainieren, während Fitnessmagazine auf diejenigen abzielen, die nicht so aussehen, als ob sie trainieren) und Du wirst die eine „Wahrheit“ bezüglich der Ernährung sehen, die die Zeiten überdauert hat „Du kannst nur 30 Gramm Protein pro Mahlzeit verdauen.“ Iss mehr Protein auf einmal und Du wirst Dein armes Verdauungssystem überlasten. Deine Eingeweide werden rebellieren und das zusätzliche Protein wird wie ein verknitterter Geldschein von einem zickigen Colaautomaten wieder ausgespuckt werden. Es ist etwas Absolutes – wie die Lichtgeschwindigkeit.

Das Problem ist jedoch, dass es absolut keine wissenschaftlichen Daten gibt, die nahe legen, dass diese 30 Gramm Grenze wirklich existiert. Wo diese Zahl herstammt, ist eine Frage, die wohl niemand abschließend beantworten kann.

Die Wahrheit ist, dass niemand weiß, wo diese Grenze wirklich liegt – es könnten 30 Gramm oder aber auch 60 oder 80 oder sogar 100 und mehr Gramm sein – und ob eine solche Grenze überhaupt existiert. Vieles hängt wahrscheinlich von Dingen wie Zeit für die Passage des Verdauungstraktes (im Allgemeinen gilt, je langsamer, desto besser), Länge des Verdauungstraktes und vielleicht sogar Enzymeffizienz ab.

Anhand dem, was die meisten von uns gesehen und erlebt haben, gibt es jedoch keinen Grund zu glauben, dass Dein Körper Probleme damit haben könnte, mit Mengen von bis zu 60 Gramm pro Mahlzeit zurecht zu kommen – was insbesondere dann gilt, wenn diese 60 Gramm in flüssiger Form konsumiert werden (wodurch das Protein leichter verdaulich als bei einem großen Stück Rindfleisch wird).

Sind Proteinriegel gute Proteinquellen?

Nun, sie könnten es sein, wenn die Hersteller etwas mehr Anstrengungen und Intelligenz in ihre Produkte stecken würden, was jedoch bei vielen leider nicht der Fall ist. Die meisten von uns schnappen sich einen Proteinriegel, wenn sie unterwegs sind und eine Shakerflasche mit sich herumzuschleppen unpraktisch wäre. Es gibt viele Wahlmöglichkeiten für Snacks und unsere Wahl wird in der Regel am stärksten dadurch beeinflusst, wie viel Protein ein solcher Snack liefert. In der Tat hat sich ein regelrechter Wettstreit um die Menge an Protein in Gramm entwickelt und jede Firma versucht die anderen dahingehend zu übertreffen, so viel Protein wie möglich in ihre Riegel zu packen.

Zuerst gab es den 10 Gramm Riegel, dann den 20 Gramm Riegel, dann den 30 Gramm Riegel und schließlich sogar den 40 und den 50 Gramm Riegel. Bald wird es Riegel auf dem Markt geben, die mit einem dieser Dinger ausgeliefert werden, mit dem man früher Schießpulver in das Rohr einer Kanone gepresst hat.

Das Problem besteht hierbei darin, dass es nicht ganz so einfach ist, immer mehr Protein in einen Riegel zu packen. Dieses Protein agiert wie Sägemehl dahingehend, dass es Feuchtigkeit aufsaugt, was häufig zu einem Riegel führt, der an das erinnert, das man im Hinterhof eines nachlässigen Hundebesitzers findet, nachdem dies ein paar Tage in der Sonne gelegen hat. Deshalb haben Riegelhersteller um dieses Problem zu umgehen damit begonnen, Gelatine in ihre Riegel zu packen. Diese liefert Feuchtigkeit und wird von den Lebensmittelbehörden als Proteinquelle anerkannt.

Leider besteht Gelatine aus einem unvollständigen Protein, das weder zur Proteinsynthese beiträgt, noch einen Proteinabbau verhindert und dem abgesehen von einer allgemein schlechten Aminosäurebilanz eine essentielle Aminosäure völlig fehlt (Methionin). Wenn Du also auf die Liste der Zutaten Deines Lieblingsproteinriegels schaust und Gelatine an zweiter, dritter oder auch vierter Stelle der Zutatenliste siehst, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dieser Riegel 20 bis 30% oder mehr des enthaltenen Proteins in Form von wertloser Gelatine enthält.

Sollte ich ein Protein mit zeitversetzter Freisetzung vor dem Zubettgehen verwenden?

Wir hatten einmal gedacht, dass Proteine mit zeitversetzter Freisetzung die Welt des Bodybuildings verändern würden. Unsere Theorie bestand darin, dass Du durch die Verwendung dieser Produkte vor dem Zubettgehen diesem ganzen „zwei Schritte nach vorne, ein Schritt zurück“ Tango entkommen könntest, des normalerweise während des Schlafes stattfindet. Die 6 – 8 Stunden, die Du nachts schlafend verbringst, stellen die längste Phase des Tages dar, während der Du nichts isst – und insbesondere auch kein Protein. Sagen wir, dass Du ein guter Bodybuilder warst und etwas Protein vor dem Zubettgehen gegessen hast. Das ist toll, doch nach etwa 4 Stunden wird Dein Körper damit beginnen, gespeicherte Nährstoffe zur Energieversorgung zu verwenden. Dein Körper beginnt damit, auf die Glykogenspeicher von Leber und Deine Muskeln zurückzugreifen, um seinen Bedarf an Glukose und Aminosäuren zu decken – und dies geht so lange weiter, bis Du aufstehst und frühstückst.

In unserer Naivität dachten wir deshalb, dass ein Protein mit zeitversetzter Freisetzung, das den Körper die ganze Nacht über mit Aminosäuren versorgt, eine tolle Idee wäre. Nun, wir haben uns des eindimensionalen Denkens schuldig gemacht. Anstatt über den Horizont hinaus zu schauen, haben wir nur einen kleinen Teil des Gesamtbildes gesehen. Und deshalb haben viele Hersteller versucht, ein Protein mit zeitversetzter Freisetzung unter Verwendung einer Liposomaltechnologie zu entwickeln. Irgendwann haben wir dies schließlich geschafft, aber nachdem es so weit war erkannten wir, dass wir etwas hatten, das eigentlich unnötig ist.

Etwas, das wir nicht bedacht hatten, veränderte unsere Denkweise. Sagen wir, dass Du jemandem über einen längeren Zeitraum von vielleicht 6 Stunden Dauer intravenös Aminosäuren verabreichst. Nun, die Proteinsyntheserate wird von der 30 Minuten Marke bis zur zwei Stunden Marke steigen. Hiernach wird die Proteinsyntheserate wieder auf den Ausgangswert sinken. Übersetzung: Die Proteinzufuhr konstant erhöht zu halten, wird nicht zu einer erhöhten Proteinsyntheserate führen. Wenn Du hingegen eine Portion Protein zum Zeitpunkt null isst und dann eine weitere Portion 4 Stunden später, dann bekommst Du zweimal eine starke Erhöhung der Proteinsynthese.

Zweite Übersetzung: Du brauchst alle paar Stunden große, phasenartige Proteinschübe, um die Proteinsynthese zu maximieren.

Auch wenn es schön wäre, ein Proteinsupplement zu haben, das wie eine Proteinzeitbombe alle 4 Stunden nach dem Verzehr eine große Menge an Protein freisetzt, befindet sich dies im Augenblick noch außerhalb von dem, was mit heutigen Technologien möglich ist. Was sollte ein Proteinliebhaber also tun? Nun, Du hast eigentlich nur eine Möglichkeit und die besteht darin, einen Proteinshake vor dem Zubettgehen zu trinken und nach etwa vier Stunden aufzuwachen und einen weiteren Proteinshake zu trinken.

Aber wenn Dir das zu umständlich oder zu pedantisch ist, dann kannst Du etwas langsam verdauliches Protein wie Hüttenkäse vor dem Zubettgehen essen oder einen Proteinshake trinken, der aus Kasein und Wheyprotein besteht. Mit beidem wirst Du dasselbe erreichen, wie mit den auf dem Markt erhältlichen Proteinen mit zeitversetzter Freisetzung – jedoch zu einem deutlich günstigeren Preis.

Wie viel Protein sollest Du essen?

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt, dass Du nur 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht benötigst. Diese Empfehlung trifft auch für Grashüpfer, Toaster und Baumstümpfe zu. Wie Du wahrscheinlich schon richtig vermutet hast, stimmen wir nicht mit dieser Empfehlung überein. Hier ist der Grund dafür: diese Empfehlungen treffen per Definition auf grob 95% der Bevölkerung zu. Bei den über 80 Millionen Menschen in Deutschland bedeutet dies, dass es wahrscheinlich eine ganze Menge von Menschen, die mehr Protein brauchen – sehr viel mehr – und die meisten dieser Menschen werden als Sportler bezeichnet.

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung und andere offizielle Stellen scheinen jedoch vor kurzem so etwas wie eine göttliche Eingebung bekommen zu haben und geben seitdem zähneknirschend zu, dass Sportler unter Umständen etwas mehr Protein benötigen könnten. Sie haben die Skala etwas erweitert und empfehlen nun, dass Ausdauersportler zwischen 1,2 und 1,4 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Kraftsportler zwischen 1,4 und 1,75 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu sich nehmen.

Nun, das ist schon mal nicht schlecht, aber diejenigen von uns, die schon etwas länger dabei sind, haben im Allgemeinen beobachtet, dass profunde Dinge geschehen, wenn Du Deine Proteinzufuhr auf 3 bis 4,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht erhöhst. Die Muskelbäuche werden runder, der Fettabbau nimmt zu, die Börsenkurse steigen und Regenschauer verschwinden. Okay, die letzten beiden Punkte sind natürlich nicht ernst gemeint, die ersten beiden jedoch schon.

Gibt es irgendwelche Studien, die diese deutlich höheren Empfehlungen unterstützen? Nein. Das, was am nächsten an diese Werte herankommt, sind einige rumänische Studien, die nahe legen, dass 3,5 bis 4 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht bei Kugelstoßern gut funktionieren könnten. Andere Studien, wie die von Tarnopolsky durchgeführten Studien legen nahe, dass Ausdauersportler – aber nicht Bodybuilder etwa das 1,7-fache der offiziell empfohlenen täglichen Proteinzufuhr benötigen.

Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass das, was Wissenschaftler als „Bodybuilding“ bezeichnen mit dem übereinstimmt, was Du oder ich als Aufwärmtraining bezeichnen würden. Mit anderen Worten ausgedrückt entsprechen die drei Sätze Bankdrücken, die Wissenschaftler häufig als Trainingsprogramm verwenden nicht exakt dem, was die meisten von uns im Fitnessstudio tun überein, was zur Folge hat, dass solche Untersuchungen nicht zu irgendwelchen realistischen Resultaten führen werden.

Unabhängig hiervon, wirst Du, sobald Du wieder und wieder beobachtest, dass eine gesteigerte Proteinzufuhr zu größeren und stärkeren Muskeln führt, fast zwangsläufig zu der Schlussfolgerung kommen, dass mehr – zumindest bis zu einem gewissen Punkt – besser ist. Unsere allgemeine Empfehlung für normale Phasen des Trainings liegen bei mindestens 2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und 3,5 bis 4,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht während schweren Trainingsphasen, während denen Du schnelle Fortschritte erzielen möchtest.

Sollte ich Sojaprotein essen?

Die amerikanische Gesundheitsbehörde scheint zu glauben, dass Du dies tun solltest. Sie erlauben auf Sojaprodukten die folgende Aussage:

„25 Gramm Sojaprotein pro Tag als Teil einer Ernährung, die arm an gesättigten Fetten und Cholesterin ist, könnten das Risiko für Herzkrankheiten reduzieren.“

Unglücklicherweise weiß die amerikanische Gesundheitsbehörde nicht – oder traut es sich augrund der finanziellen Interessen einflussreicher Sojahersteller nicht es uns zu sagen – dass Soja wahrscheinlich nicht ganz so toll ist, wenn es in Mengen ab 35 Gramm pro Tag konsumiert wird. Die Aussage zu den Auswirkungen von Soja auf die Gesundheit sollte vielleicht eher wie folgt lauten: „25 Gramm Sojaprotein pro Tag als Teil eines allgemein bescheidenen Lebensstils kann zu einer unteraktiven Schilddrüse, erhöhten Östrogenspiegeln, reduzierter Spermienzahl, dem Tod der Zellen der Hoden und reduzierten Testosteronspiegeln führen.“

Ach ja, was ist eigentlich mit dieser Behauptung bezüglich der Reduzierung des Herzinfarktrisikos? Zumindest eine Studie hat gezeigt, dass Soja bei gesunden Männern die HDL Spiegel (also die Spiegel des guten Cholesterins) senken und die Lipoproteinspiegel erhöhen kann (die Lipoproteinspiegel werden als Indikator für ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen angesehen). Der Hauptschuldige hierfür sind mit größter Wahrscheinlichkeit die Isoflavone, die sich in Sojaprotein wieder finden: Daidzein und Genistein. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine Firma den komplizierten und teuren Versuch unternehmen würde, diese Isoflavone aus ihrem Produkt zu entfernen. Wenn eine Firma dies tun würde, dann wäre das Produkt wahrscheinlich so teuer, dass es niemand kaufen würde. Abgesehen hiervon kann Sojaprotein, was die anabolen Eigenschaften angeht, Proteinen wie Wheyprotein oder Kasein nicht das Wasser reichen. Wenn Du eine Frau bist, die ihre Menopause bereits hinter sich gelassen hat, dann kannst Du Sojaprotein essen, ohne Dir zu viele Gedanken hierüber zu machen. Alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen.

Was ist besser: Kasein oder Wheyprotein

Nun, Kasein gewinnt häufig Kopf an Kopf Rennen in Forschungsstudien, aber es spielt wahrscheinlich keine so große Rolle, ob Du jetzt Kasein oder Wheyprotein zu Dir nimmst, um Deine Muskelaufbauanstrengungen zu unterstützen. Ich bin der Ansicht, dass Du keine großen Unterschiede beobachten würdest, wenn Du 10 Klone nehmen würdest, die ein Jahr lang auf dieselbe Art und Weise trainieren und leben, wenn der einzige Unterschied darin besteht, welches Protein sie verwenden.

Ich gebe jedoch zu, dass Studien gezeigt haben, dass der Verzehr von Kasein zu einer stärkeren Proteineinlagerung als der Konsum von Wheyprotein führt. Kasein verhindert einen Proteinabbau auch bis zu einem gewissen Grad besser als Wheyprotein. Wenn Du Kasein zu Dir nimmst, bildet dies offensichtlich ein gelartige Masse in Deinem Magen, was zur Folge hat, dass Dein Körper länger braucht, um das Protein aufzunehmen, was einen recht lange anhaltenden konstanten Zufluss von Aminosäuren in Deinen Blutkreislauf sicherstellt.

Im Gegensatz hierzu verläuft die Magenpassage von Wheyprotein sehr viel schneller, was zu einer Erhöhung der Proteinsyntheserate führt, ohne den Proteinabbau zu verändern. Unterschiedliche Studien haben außerdem gezeigt, dass Kasein im Vergleich zu Wheyprotein zu überlegenen Zuwächsen an Kraft führt. Darüber hinaus enthält Kasein die größte Menge an Glutamin von allen für gewöhnlich von Kraftsportlern konsumierten Proteinquellen. Wheyprotein hat jedoch trotzdem seine Daseinsberechtigung. Wie bereits erwähnt wurde, ist Wheyprotein schnell verdaulich und bewirkt eine rapide Erhöhung der Proteinsyntheserate, was Wheyprotein zur idealen Proteinquelle für den Verzehr direkt nach dem Training macht. Der beste Rat, den wir geben können, besteht darin, sowohl Kasein, als auch Wheyprotein im Rahmen Deiner Bodybuilding Anstrengungen zu verwenden.

Es gibt so viele Typen von Wheyprotein. Welcher ist der Beste?

Der durchschnittliche Wheyprotein Konsument wird wahrscheinlich drei unterschiedliche Typen von Wheyprotein begegnen, die sich dadurch voneinander unterscheiden, wie das Protein verarbeit wurde.

Der erste dieser Typen ist Wheyprotein Hydrolysat. Als Hydrolysat wird ein Protein bezeichnet, bei dem lange Ketten von Aminosäuren in entweder kleine Gruppen von Aminosäuren oder einzelne, freie Aminosäuren aufgebrochen wurden. Wenn Du irgendein Protein isst, wird es letztendlich in Deinem Verdauungstrakt durch die entsprechenden Verdauungsenzyme hydrolysiert, da Dein Körper über den Darm keine vollständigen Proteinmoleküle, sondern lediglich freie Aminosäuren oder Peptide (Proteinbausteine), die aus maximal 2 bis 3 Aminosäuren bestehen, aufnehmen kann. Wenn Du Dein Protein in hydrolysierter Form zu Dir nimmst, bedeutet dies, dass Deinem Verdauungstrakt eine Menge Arbeit abgenommen wurde. Aus diesem Grund werden diese Typen von Proteinen sehr viel schneller als nicht hydrolysierte Proteine von Deinem Körper aufgenommen. Der zweite Typ von Wheyprotein, den Du auf dem Markt finden wirst, sind Wheyprotein Isolate und Konzentrate. Wheyprotein Isolate und Konzentrate werden unter Verwendung von Keramikfiltern aus Molke hergestellt. Das Endprodukt ist ein hochwertiges Protein, das bei seiner Verarbeitung keiner Hitze ausgesetzt wurde und deshalb noch über seine vollständigen, das Immunsystem unterstützenden Eigenschaften verfügt. Der primäre Unterschied zwischen Isolaten und Konzentraten besteht in einem auf dem genauen Herstellungsprozess basierenden unterschiedlich hohen Gehalt an Protein, Laktose und Fett. Während Wheyprotein Konzentrate zwischen 60 und 75% Protein enthalten und bis zu 20% Kohlenhydrate enthalten können, kann der Proteingehalt bei besonders hochwertigen Isolaten bei nahe 90% liegen, während der Kohlenhydratanteil unter 5% liegen kann. Der dritte Typ von Wheyprotein, den man auf dem Markt findet, wird als ionengetauschtes Wheyprotein bezeichnet. Hierbei handelt es sich um ein Wheyprotein, das durch eine Veränderung der chemischen Ladungen des Proteins hergestellt wird. Um dies zu erreichen, werden Chemikalien eingesetzt, was zur Folge hat, dass das Protein im Vergleich zu seinem natürlichen Zustand geringfügig chemisch verändert bzw. denaturiert wird, doch hierfür stellt das Endprodukt das reinste aller Wheyproteine mit dem höchsten Proteingehalt und dem niedrigsten Anteil von Fett und Kohlenhydraten dar.

Spielt es eine Rolle, welchen Typ von Wheyprotein Du verwendest?

Wahrscheinlich nicht, außer während der Phase direkt nach dem Training. Dies ist der Zeitraum, während dem ein schnell und leicht verdauliches Protein wie ein Wheyprotein Hydrolysat von Vorteil ist.

Ich höre immer wieder von angeblichen Ernährungsexperten, dass ein exzessiver Proteinkonsum zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen kann. Ist das wahr?

Wir hören so etwas ständig von College Anfängern, die gerade ihren ersten Ernährungskurs besuchen. Die meisten dieser Behauptungen haben etwas damit zu tun, dass ein hoher Proteinkonsum angeblich die Nieren schädigen soll. Diese Schlussfolgerung ist jedoch das Resultat einer fehlgeleiteten Logik. Es ist zwar wahr, dass eine proteinreiche Ernährung für Menschen, die unter Erkrankungen der Nieren leiden nicht gesund ist, aber es gibt keinen Grund dafür, hieraus zu schließen, dass dieselbe hohe Proteinzufuhr die Nieren gesunder Männer und Frauen schädigen könnte. Betrachte das Ganze einmal von folgender Warte: wenn proteinreiche Ernährungsformen wirklich die Nieren schädigen würden, sollten wir dann nicht ein gehäuftes Auftreten von Nierenschäden bei Sportlern sehen, die in den Fünfzigern, Sechzigern und Siebzigern mit dem Training mit Gewichten und einer proteinreichen Ernährung begonnen haben? Dies ist jedoch nicht der Fall. Proteinreichen Ernährungsformen wird außerdem nachgesagt, dass sie zur Folge haben, dass Kalzium aus den Knochen gelöst wird. Das ist wahr. Der Konsum eines einzigen Glases Milch pro Tag (oder die Einnahme einer äquivalenten Menge an Kalzium aus anderen Quellen) würde jedoch bereits genügend Kalzium liefern, um die Menge an Kalzium zu ersetzen, die durch eine proteinreiche Ernährung verloren geht.

Und zu guter Letzt wird behauptet, dass eine proteinreiche Ernährung mit dem Auftreten von Herzkrankheiten korreliert. Das mag vielleicht zu den Zeiten wahr gewesen sein, bevor Proteinpulver existierten und Kraftsportler sich ausschließlich auf große Mengen an tierischem Protein verlassen mussten, das oft reich an gesättigten Fetten ist, aber dies ist heute nicht mehr der Fall. Es gibt wahrscheinlich noch viele weitere häufig gestellte Fragen zum Thema Protein, aber wir glauben, dass wir die wichtigsten behandelt haben.

Von TC Luoma
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/8-questions-about-protein

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Eine Frage der Ernährung - Teil 4
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Thunfisch und Quecksilber?

F: Was ist das letzte Wort zum Thema Thunfisch und Quecksilber? Thunfisch ist ein Bodybuilding Grundnahrungsmittel, doch ich beginne mir Sorgen darüber zu machen, dass ich zu viel davon esse.

A: Die kurze Antwort: mach Dir keine Sorgen hierüber. Ich sage dies als jemand, der sich so viele Sorgen wie jeder andere über die toxischen Auswirkungen von Quecksilber macht – ganz zu schweigen von den halbherzigen Anstrengungen der Regierung, dieses Problem zu kontrollieren. Es besteht kein Zweifel daran, dass sich Quecksilber in vielen Fischen wiederfindet. Kompliziert wird es dann, wenn wir versuchen die Menge zu definieren, ab der es wirklich eine Gefahr für unsere Gesundheit darstellt. Dies hängt von einer Menge unterschiedlicher Faktoren ab. Eine schwangere Frau und der sich entwickelnde Fötus sind sehr viel anfälliger für die toxischen Wirkungen von Quecksilber, als dies beim durchschnittlichen Bodybuilder der Fall ist. Viele der Warnungen aufgrund von hohen Quecksilbermengen in Fisch zielten in der Tat auf diese Population (schwangere Frauen und nicht Bodybuilder) ab.

Dann ist da die Frage, wie wir eine „sichere“ Menge definieren. Viele Menschen glauben, dass die offiziellen Standards zu lasch sind. Für sie ist dies so, als ob man sagen würde, dass rasen erst dann ein Problem wird, wenn man über 180 km/h schnell ist. Wenn dies der Standard ist, dann fahren fast alle von uns sicher. Aber betrachten wir das ganze aus einer anderen Richtung. Wenn Du aufhörst Fisch zu essen, dann zahlst Du einen Preis hierfür. Die meisten Experten glauben, dass die Folgen für die allgemeine Gesundheit davon, völlig auf Fisch zu verzichten, weitaus gravierender als mögliche Probleme sind, die durch Quecksilber in unserem Körper hervorgerufen werden können. Es gibt zwei Dinge, die Du tun kannst: Erstens solltest Du reichlich Selen zu Dir nehmen, welches eine chelierende Auswirkung auf Quecksilber zu haben scheint. Zweitens kannst Du versuchen Thunfisch zu finden, der weniger Quecksilber enthält.

Insgesamt bin ich der Ansicht, dass die Vorzüge von Kaltwasserfisch wie Thunfisch und Lachs, welche solch hervorragende Quellen für Protein und Omega-3 Fettsäuren sind, die möglichen Gefahren mehr als aufwiegen. Wenn Du schwanger bist, dann wird mein Rat etwas anders aussehen, aber auch nicht so sehr viel anders.

Iss viel, stirb jung?

F: Ich habe ein Problem. Ich möchte so viele Muskeln wie möglich aufbauen und das bedeutet viel zu essen und hart zu trainieren. Aber ich möchte auch lange leben und es scheint so, als ob eine Kalorienrestriktion hierbei helfen könnte. Funktioniert eine Kalorienrestriktion? Sterben Bodybuilder wie ich jung?

A: Gute Frage und ich wünschte, ich hätte eine perfekte Antwort. Wie in vielen Bereichen des Lebens muss die beste Strategie für ein Ziel (Training für einen Marathon oder die Arnold Classics) nicht notwendigerweise auch die beste Strategie für ein anderes Ziel (so lange wie die Soja liebenden Menschen aus Okinawa zu leben) sein. Ich kenne keine Studie, die untersucht hat, wie lange Profibodybuilder leben, aber es könnte Sinn machen, sich ein paar Beispiele anzusehen. Du wirst Dich vielleicht noch an Chris Dickerson, den Gewinner des Mr. Olympia Titels aus dem Jahr 1982 erinnern.

Als ich Mitte der Neunziger in New York lebte, trainierte ich im selben Fitnessstudio, in dem Chris als Trainer arbeitete. Er sah natürlich nicht mehr so wie 1982 auf der Bühne aus, aber er sah fit, gesund und robust aus. Und ein Freund von mir, der ehemalige Mr. America Tom Terwilliger ist das Paradebeispiel für eine gute Gesundheit. Er ist ein erfolgreicher Motivationstrainer, aber er ist nur noch ein schmales Abbild von dem Mann, der einst das Titelbild von Muscular Development zierte. Auch wenn ich nicht für diese Jungs sprechen kann, gehe ich davon aus, dass keiner von ihnen weiterhin dasselbe „Supplement Programm“ von früher verwendet oder weiterhin so hart trainiert. Selbiges gilt für Lee Labrada. Aber diese Jungs sind sehr gut in Form und leben einen gesunden und aktiven Lebensstil. Es ist schwer einen Grund zu finden, warum sie früh sterben sollten. Ganz im Gegenteil.

Abgesehen hiervon zeigt die Wissenschaft, dass eine Kalorienrestriktion eine potentiell wirkungsvolle Strategie zur Lebensverlängerung ist. Eine Reduzierung um 25 bis 33 Prozent scheint hierfür auszureichen. Das ist nicht die Art von Strategie, die man befolgen würde, wenn man Muskeln aufbauen möchte, aber Du musst nicht wie eine vegane Bohnenstange aussehen, um von den Vorzügen profitieren zu können. Ich persönlich würde sagen, dass so lange Deine Kalorien aus wirklich guten Quellen stammen, Du Deinen Körper nicht missbrauchst (Du weißt, was ich meine), Du adäquate Mengen an Ruhe, Sonne und Schlaf bekommst und Dein Leben ausgeglichen ist, alles in Ordnung sein sollte. Und erinnere Dich daran, dass sich unsere Ziele verändern, wenn wir älter werden. Wenn Du auf die 60 zugehst, wird es für Dich wahrscheinlich nicht mehr so wichtig sein, wie Dorian Yates auszusehen. Dir werden vermutlich ein niedriger Körperfettanteil, reichlich Energie, eine nette Muskulatur und gut funktionierende Sexualorgane völlig ausreichen. Der muskulöseste Mann im Viertel zu sein wird weniger wichtig sein, als am Leben und gesund zu sein.

Chia

F: Ich habe Behauptungen gesehen, dass Chia Samen besser als Leinsamen oder sogar Fischöl sein sollen. Was denkst Du hierüber?

A: Ich würde mal raten: Du hast diese Behauptungen von jemandem gehört, der versucht hat, Dir Chia zu verkaufen. Chia scheint ein gutes Nahrungsmittel und ein brauchbarer Ersatz für Leinsamen als Quelle für pflanzliche Omega-3 Fettsäuren zu sein. Die USDA Datenbank zeigt, dass Chia Samen etwas mehr Ballaststoffe und etwas mehr Kalzium und Phosphor enthalten, während Leinsamen etwas mehr Protein und mehr undifferenzierte mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Alles in Allem unterscheiden sie sich nicht so stark voneinander. In den Mengen, die Du wahrscheinlich konsumieren wirst – ein paar Esslöffel hier und da – sollte es abgesehen von der Bequemlichkeit keinen großen Unterschied machen, ob Du Leinsamen oder Chia Samen verwendest. Leinsamen müssen geschrotet werden, da sie eine harte Schale haben, während dies bei Chia Samen nicht der Fall ist.

Um fair zu sein, sollte erwähnt werden, dass es ein paar Studien zu Chia – einem Mitglied der Familie der Minze mit dem lateinischen Namen Slavia Hispanica L. – gibt, die zeigen, dass Chia den Blutdruck senken, Entzündungen lindern und die Blutzuckerkontrolle bei Diabetikern verbessern kann. Aber es gibt auch viele Untersuchungen bezüglich der Vorzüge von Leinsamen. Etwas, das Leinsamen Chia Samen voraus haben, ist die Gegenwart von Lignanen, welche zahlreiche Gesundheitsvorzüge inklusive einer Anti-Krebs Wirkung aufweisen. Es gibt eine Menge Presseberichte über eine besondere Marke von Chia Samen namens Salba, deren Hersteller behauptet, dass sie regulären Chia Samen weit überlegen sind. Diese Salba Chia Samen wurden auch bei der oben erwähnten Studie verwendet.

Aber Wayne Coates, ein Professor an der University of Arizona und Autor eines Buches zum Thema (Chia: Rediscovering a Forgotten Crop of the Aztecs) glaubt, dass das Marketing von Salba nicht mehr als reines Marketing ist, da Salba nichts anderes als gewöhnlicher weißer Chia ist. Seine Website vergleicht weißen und schwarzen Chia und man sieht auf den ersten Blick, dass es keinen Unterschied gibt. Es besteht also kein Grind dafür, einen höheren Preis für Salba zu zahlen. Was den Vergleich von Chia mit Fischöl angeht, ist dieser völlig lächerlich. Chia Samen und Leinsamen sind Quellen für Alpha-Linolensäure, eine pflanzliche Omega-3 Fettsäure, weshalb es nicht fair ist, Chia mit Fischöl zu vergleichen. Fischöl enthält EPA und DHA, zwei völlig andere Omega-3 Fettsäuren, die nicht mit Alpha-Linolensäure vergleichbar sind. Der Körper wird EPA und DHA aus Alpha-Linolensäure herstellen, wobei die Umwandlungsrate jedoch nicht besonders hoch ausfällt. Wenn Alpha-Linolensäure Deine einzige Quelle für Omega-3 Fettsäuren ist, dann solltest Du sicherstellen, jeden Tag mindestens einen oder besser mehrere Esslöffel Leinöl oder ein paar Esslöffel Leinsamen oder Chia Samen zu Dir zu nehmen. Auf der anderen Seite kannst Du Chia Samen auch auf eine dämliche kleine Tonfigur kleben und diese jemandem zu Weihnachten schenken, der keine Videospiele kennt.

Gestresst? Wie wäre es mit L-Theanin

F: Ist es wahr, dass mit die Aminosäure Theanin beim Entspannen helfen kann?

A: Ich habe in meinem Buch The Most Effective Natural Cures on Earth etwas über die Aminosäure Theanin geschrieben, von der gesagt wird, dass sie die Fähigkeit besitzt innere Unruhe und Ängstlichkeit zu lindern, was sie auch tut.

Bei Theanin handelt es sich um eine nicht in normalem Nahrungsprotein vorkommende Aminosäure, die sich in grünem Tee wiederfindet, was einer der Gründe dafür sein könnte, dass grüner Tee trotz seines Koffeingehalts keine innere Unruhe hervorruft. Ich finde Theanin sehr hilfreich und habe immer etwas davon zur Hand, wenn ich mit Verlegern und Redakteuren zu tun habe. Theanin blockiert die Bindung von L-Glutamatsäure, einem anregenden Neurotransmitter, an die Glutamatrezeptoren im Gehirn. Wenn Du Dir Glutamatsäuremoleküle als Lampen und die Rezeptoren als elektronische Anschlüsse an einer Wand vorstellst, dann schaltet Theanin einige dieser Anschlüsse ab. Weniger Lampen werden eingeschaltet, es gibt weniger helles Licht und das Gehirn wird weniger stark „erregt“. Macht das Sinn?

Eine Studie aus dem Jahr 1999 untersuchte die Gehirnaktivität von Freiwilligen, denen 50 bis 200 mg L-Theanin verabreicht wurden. Das Supplement half dabei, Alpha-Wellen im Gehirn zu generieren, welche entspannend wirken. Theanin erhöhte außerdem die Spiegel des beruhigenden Neurotransmitters GABA.

Macht Cola Light dick?

F: Werden mich Light Getränke fett machen, wie einige Studien behaupten? Wie kann etwas ohne Kalorien diese Wirkung besitzen?

A: Wir wissen nicht mit Sicherheit, dass sie Dich dick machen werden, aber sie werden auf mehreren Wegen mit Übergewicht in Verbindung gebracht.

Vor zwei Jahren fand eine Studie des University of Texas Health Science Center heraus, dass es pro konsumierte Dose Light Getränke ein um 41 Prozent erhöhtes Risiko gab, übergewichtig zu werden. „Wir beobachteten, dass die Wahrscheinlichkeit Gewicht aufzubauen um so höher lag, je mehr Light Getränke eine Person trinkt,“ sagte Sharon Fowler, ein Epidemiologe, der die American Diabetes Association repräsentiert.

Wir wissen nicht, warum dies geschieht, aber wir haben einige Theorien. Eine ist psychologischer Natur. Viele Menschen konsumieren unbewusst mehr Nahrung, weil sie denken, dass dies in Ordnung ist, da sie Cola Light trinken. Ich bezeichne dies als Disneyland Theorie – fahre ins Disneyland und beobachte die Leute mit einer riesigen Portion Pommes in einer Hand und einem Light Getränk in der anderen.

Eine zweie Theorie ist, dass der süße Geschmack eine Insulinreaktion durch eine klassische Konditionierung – wie beim Pavlovschen Hund – hervorrufen könnte, auch wenn das Getränk in Wirklichkeit keine Kalorien liefert. (Anmerkung des Übersetzers: diese Theorie wurde durch zahlreiche Studien eindeutig widerlegt, da zumindest beim Menschen eine Insulinausschüttung ausschließlich als Reaktion auf eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels zustande kommen kann. Tierstudien sind hierbei nicht aussagekräftig, da bei einigen Spezies die Insulinausschüttung auch durch andere Faktoren angeregt werden kann.) Die vielversprechendste Theorie ist jedoch, dass kalorienfreie Getränke, die so schmecken, als ob sie Kalorien liefern sollten, auf irgendeine Art und Weise die Regelmechanismen des Gehirns für eine Kontrolle von Appetit und Kalorienkontrolle stören.

Niemand kennt bis jetzt die wahren Gründe. Es könnte sich alles als Zufall herausstellen – fette Menschen trinken einfach mehr Light Getränke. Ich bezweifle dies jedoch. Wie auch immer, es gibt noch zahlreiche weitere Gründe auf die Chemikalien und künstlichen Süßstoffe in Light Getränken zu verzichten – unabhängig davon, ob sie tatsächlich einen Einfluss auf das Gewicht besitzen.

Ist alles für den Abfluss?

F: Ich höre in letzter Zeit immer öfter, dass Vitamine und andere Supplements nicht mehr bewirken, als “teuren Urin” zu generieren. Ist das wahr? Pinkle ich wirklich alles wieder aus?

A: Wenn Dir das nächste Mal irgend ein Idiot so etwas erzählt, dann bitte ihn darum, das Konzept des Kokainsüchtigen zu erklären, der einen Wochenlohn für Koks ausgibt oder eines Mr. Olympia Teilnehmers, dessen Medizinschrank voll von Deca und Dianabol ist.

Wenn einer dieser Jungs in einen Becher pinkelt, dann wirst Du Spuren seiner Drogen bzw. Medikamente finden. Bedeutet dies, dass diese Wirkstoffe zwischen Einnahme und Ausscheidung nichts bewirken? Natürlich nicht. Wenn keine Spuren dieser Drogen in der Urinprobe auftauchen würden, dann hätten die Dealer etwas zu erklären.

Teurer Urin? Verschon mich mit so einem Blödsinn.

Von Jonny Bowden
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/question-of-nutrition-4

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Eine Frage der Ernährung - Granatapfel
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Granatapfel: Die harten Fakten

F: Granatapfel wurde kürzlich als “natürliches Viagra” bezeichnet. Was hat es damit auf sich?

A: Was es damit auf sich hat? Ratten, die im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments mit Granatapfelextrakt gefüttert wurden, zeigten ein spontanes gesteigertes sexuelles Verhalten. Die Wissenschaftler glauben, dass der hohe Gehalt an Antioxidantien in Granatapfelsaft dabei helfen könnte, vor körperlichen Schäden zu schützen, die eine erektile Dysfunktion hervorrufen können. Eine von Christopher Forest an der University of California in Los Angeles durchgeführte Humanstudie zeigte, dass Männer, die einen Monat lang täglich 250 ml Granatapfelsaft tranken, leichter dazu in der Lage waren, eine Erektion zu erreichen, was vielleicht damit zusammenhängen könnte, dass Granatapfelsaft die Blutversorgung der männlichen Genitalien verbessern könnte. Er bewirkt dies dadurch, dass er die Stickstoffoxydspiegel erhöht, welche Muskeln der Wände der Blutgefäße entspannen.

Fruktosereicher Maissirup

F: Es sieht so aus, als ob fruktosereicher Maissirup einen PR Schub erhält. Ist fruktosereicher Maissirup wirklich die „süße Überraschung“, als die er angepriesen wird, oder ist er so schlecht, wie wir bisher geglaubt haben?

A: Die Hersteller von fruktosereichem Maissirup kämpfen in der Tat seit Jahren gegen die schlechte Publicity. Die Werbung ist überall. Einer dieser Werbespots, in dem ein heißes Mädel einem dümmlichen Typen einen Eislolly anbietet und er so etwas wie „Aber das enthält doch so etwas wie fruktosereichen Maissirup“ stammelt, ist leider nicht mehr online, was wirklich schade ist. Ich mag den Teil besonders, in dem sie ihm in ihrem besten „ich spreche mit einem etwas zurückgebliebenen Erwachsenen“ Tonfall erklärt, dass fruktosereicher Maissirup etwas Natürliches ist, da er aus Mais hergestellt wird. Und dass er in moderaten Mengen konsumiert völlig in Ordnung ist. Dummer Junge.

Nun, wenn mir dieses verführerische Mädel einen Knollenblätterpilz anbieten würde, würde ich vielleicht auch auf sie hereinfallen, aber das verändert die Fakten nicht – und fruktosereicher Maissirup ist immer noch dieser hundsmiserable Müll, der er schon immer gewesen ist. Aber da dieses Thema so viel Verwirrung verursacht, werde ich versuchen etwas Licht ins Dunkel zu bringen und die Dinge aufzuklären. Hier kommen mehrere Probleme ins Spiel, die sich gegenseitig überlappen.

Das erste zuerst: Am Anfang gab es einfachen Tafelzucker, der auch unter dem wissenschaftlichen Namen Sucrose bekannt ist. Sucrose ist ein Disaccharid, was bedeutet, dass er sich aus zwei einfachen Sacchariden oder Zuckern zusammensetzt, bei denen es sich um Glukose und Fruktose handelt. Nimm ein Molekül Glukose und ein Molekül Fruktose, verbinde diese mit einer chemischen Bindung und Du erhältst ein Molekül Sucrose. Packe ein paar dieser Moleküle in eine Schüssel, stelle diese Schüssel mit einem kleinen Löffel auf den Tisch und Du bist im Geschäft. Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass ein hoher Zuckerkonsum schlecht für Dich ist und eine Liste aller Gründe hierfür würde diesen Artikel sprengen. Heben wir uns dies für einen anderen Tag auf. Was für unsere Zwecke interessant ist, ist die Tatsache, dass eine große Menge an Studien durchgeführt wurde, die detailliert untersucht haben, welche der beiden Komponenten von Tafelzucker schlechter für Dich ist – und Fruktose ist der eindeutige „Sieger.“ Versteh mich nicht falsch: Die Fruktose, die sich natürlich in einem Apfel wiederfindet, ist völlig in Ordnung. Aber der Unterschied zwischen der Fruktose in einem Apfel und der Fruktose in Erfrischungsgetränken ist derselbe Unterschied wie der Unterschied zwischen einem wunderschönen Pelz an einem wilden Fuchs und demselben Pelz am Rücken einer fetten Lady in der Oper. Er ist an seinem ursprünglichen Besitzer wunderschön – an der fetten Lady nicht so sehr. In ihrer ursprünglichen Umgebung ist Fruktose von gesunden Nährstoffen, Phytochemikalien und Ballaststoffen umgeben. Wenn sie extrahiert und in einen flüssigen Süßstoff verwandelt wird, ist dies ein Alptraum.

Interessanterweise erhöht Fruktose den Blutzuckerspiegel nicht sehr stark, was zu der absolut hirnrissigen Idee geführt hat, dass Fruktose ein guter Zucker für Diabetiker ist. Inzwischen konnte jedoch im Rahmen von Studien gezeigt werden, dass Fruktose zu Insulinresistenz führt. Sie ist gleichzeitig auch der Zucker, der die Triglyzeridspiegel am stärksten erhöht, was einen ernsthaften Risikofaktor für Herzkrankheiten darstellt. Kurz gesagt sind das schlechte Nachrichten. Es gibt noch etwas anderes, das man berücksichtigen sollte: Tafelzucker ist teuer. Der Durchschnittsbürger kann sich Zucker leisten, aber für Nahrungsmittelhersteller, die ihre Produkte süßen möchten, ist Tafelzucker ein hochpreisiges Produkt. Diese hohen Kosten waren einer der Gründe dafür, dass Du Zucker nicht in jedem Nahrungsmittel finden konntest, das Du kaufen konntest.

Aufgrund von Situationen, die alle Arten von politischem Geklüngel umfassten und in hohen Zuckerpreisen und Maissubventionen resultierten, waren die Nahrungsmittelhersteller hoch motiviert, eine Lösung für das Problem des teuren Zuckers zu finden. Willkommen in der Welt des fruktosereichen Maissirups.

Nimm ein subventioniertes Getreide wie Mais, führe ein paar chemische Operation aus und voila hast Du etwas, das sogar süßer als Sucrose ist und nur einen Bruchteil kostet. Es kann zu nahezu allem hinzugefügt werden und macht diese Nahrungsmittel schmackhafter und natürlich auch profitabler. An dieser Stelle wird das ganze etwas komplizierter. Chemisch gesehen unterscheidet sich fruktosereicher Maissirup nicht so sehr von normalem Tafelzucker. Für den Fall, dass Du heute Morgen Dein Ginkgo nicht genommen hast und den ersten Abschnitt dieser Geschichte schon wieder vergessen hast, sei noch einmal wiederholt, dass Sucrose zu 50 Prozent aus Fruktose und zu 50 Prozent aus Glukose besteht. Fruktosereicher Maissirup – zumindest die am weitesten verbreitete Variante, die Du in Erfrischungsgetränken findest – besteht zu 55 Prozent aus Fruktose und zu 45 Prozent aus Glukose.

Das ist kein riesiger Unterschied, aber das Problem besteht darin, dass Du fruktosereichen Maissirup überall wiederfindest – auch in Nahrungsmitteln, die zuvor nie gesüßt wurden. Es ist das in Erfrischungsgetränken am häufigsten verwendete Süßungsmittel (es wird z.B. seit 1985 in Coca Cola verwendet), und macht einen zweistelligen Prozentsatz der Kalorien aus, die wir konsumieren. Eine Form von fruktosereichen Maissirup, der in Backwaren verwendet wird, enthält sogar einen noch höheren Prozentsatz Fruktose.

Somit konsumieren wir heute mehr Fruktose als je zuvor. Auch wenn fruktosereicher Maissirup prozentual gesehen nur geringfügig mehr Fruktose als Tafelzucker enthält, können Menschen, die eine Menge Erfrischungsgetränke konsumieren, leicht 20 bis 30 Gramm zusätzliche flüssige Fruktose pro Tag konsumieren.

Die Werbekampagne der Vereinigung, die die Verwendung von fruktosereichem Maissirup propagiert, umfasst zwei Argumente:

  1. Fruktosereicher Maissirup ist nicht schlimmer als Zucker. Okay, vielleicht stimmt das ja, aber genauso könnte man sagen, dass Marlboro Zigaretten nicht schlimmer als Camel Zigaretten sind.
  2. Fruktosereicher Maissirup ist etwas natürliches, da er aus Mais hergestellt wird. Das mag so sein, aber dasselbe gilt auch für Ethanol und den trinke ich auch nicht.

Vitamin D

F: Die Informationen über Vitamin D aus Deinem ersten Interview mit T-Nation waren faszinierend. Was sind Deine Empfehlungen? Müssen wir im Winter mehr Vitamin D supplementieren? Und wie viel Sonne ist im Sommer sicher und unbedenklich?

A: Wenn Du ein Model bist, das den ganzen Tag im August am Pool des Delano Hotel in South Beach herumhängt, dann kannst Du an diesem Tag wahrscheinlich auf Deine Vitamin D Tablette verzichten. Aber für den Rest von uns halte ich selbst im Sommer eine Vitamin D Supplementation für eine gute Idee.

Studien haben klar gezeigt, dass 2.000 IU Vitamin D pro Tag völlig sicher und unbedenklich sind und selbst das sehr konservative Institute of Medicine sieht 2.000 IU als sichere obere Grenze an. Nebenbei erwähnt sind viele Ernährungsexperten der Ansicht, dass die sichere obere Grenze sehr viel höher liegt. Letztendlich kann der Körper leicht 10.000 bis 20.000 IU pro Tag mit Hilfe der Sonneneinstrahlung selbst herstellen, ohne dass dies toxische Auswirkungen auf den Körper besitzt. Aber aus juristischen und politischen Gründen wird offiziell nicht mehr empfohlen, als von offizieller Stelle als völlig sicher und unbedenklich angesehen wird. Sind wir also konservativ und rechnen wir mit den 2.000 IU. Die möglichen Vorzüge sind so vielfältig und die potentiellen Risiken so gering (und sowieso eher rein theoretischer Natur), dass ich auch im Sommer keinen Grund dafür sehe, auf die Einnahme von Vitamin D zu verzichten, wenn Du nicht jeden Tag sehr viel Zeit in der Sonne verbringst.

Wenn es darum geht, wie viel Sonne „sicher“ ist, hängt die Antwort davon ab, wen Du fragst. Auf der einen Seite hast Du die Mainstream Medizin, die Dir dringend dazu rät, Dir selbst dann einen Lichtschutzfaktor 50 auf die Haut zu klatschen, wenn Du nur schnell zu Starbucks gehst, wenn Du nicht an Hautkrebs sterben möchtest. Auf der anderen Seite gibt es viele Stimmen, die sagen, dass wir zu viel Angst vor der Sonne haben. Ich neige dazu, mit der zweiten Gruppe überein zu stimmen. Aber bilde Dir Deine eigene Meinung. Lies das Buch The UV Advantage von Michael Holick, einem Professor der Medizin und Dermatologen, der von der Boston University nach der Veröffentlichung seines Buches gefeuert wurde.

Oder lies das Buch Your Best Health Under the Sun, von Al Sears, M.D. Keiner dieser Experten propagiert zurück zu der Zeit zu gehen, in der wir den ganzen Tag ohne Schutz in der Sonne verbracht haben, aber beide sind der Ansicht, dass wir es mit unserer Angst vor etwas Sonnenbestrahlung etwas übertreiben.

Die besten Nüsse für gesunde Nüsse

F: Gibt es eine beste Nuss? Ich habe gehört, dass Erdnüsse aufgrund von Allergenen am schlechtesten sind. Sind Walnüsse, Mandeln oder Macadamia Nüsse am besten?

A: Erdnüsse sind streng genommen keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte. Und sie sind völlig in Ordnung für Dich, so lange Du nicht allergisch auf sie reagierst. Wenn Du unter einer ernsthaften Allergie leidest, können sie Dich sogar umbringen. Abgesehen hiervon sind sie völlig in Ordnung. Sie enthalten etwas Kalium, ein paar Gramm Ballaststoffe, etwas Eisen und sogar etwas Resveratrol – die Anti-Aging Verbindung, die in Rotwein und Traubenschalen in den höchsten Konzentrationen vorkommt (ganz zu schweigen von einigen hochkonzentrierten Supplements). Walnüsse, Mandeln, Macadamias, Pistazien, Cashews, Haselnüsse und Pekanüsse sind alle echte Nüsse und alle hiervon sind toll für Dich, wenn Du nicht zu den Menschen gehörst, die allergisch auf Nüsse reagieren. Alle diese Nüsse weisen ein exzellentes Nährstoffprofil auf, auch wenn sich diese Profile von Nusssorte zu Nusssorte unterscheiden.

Walnüsse sind eine gute Quelle für Omega-3 Fettsäuren. Das Meiste des Fettes in den anderen Nüssen und auch in Erdnüssen ist einfach ungesättigt und stellt dieselbe Art von Fett dar, die sich in großen Mengen in der typischen Mittelmeerernährung wiederfindet. Haselnüsse enthalten Beta-Sitosterol, ein Pflanzensterol, das die Symptome einer gutartigen Prostatahyperplasie lindern kann. Cashews sind mit Mineralstoffen überladen und enthalten respektable 5 Gramm Protein pro 30 Gramm. Pekanüsse enthalten eine Tonne an Mineralstoffen in Verbindung mit drei Gramm Ballastsstoffen pro Portion. Pistazien enthalten eine der höchsten Konzentrationen an Phytosterolen von allen Snack Nahrungsmitteln und fördern außerdem die Funktion des Immunsystems. Paranüsse stellen eine der besten Quellen für Selen dar. Selen ist ein Superstar Mineralstoff und ein wirkungsvolles Antioxidans, das mit einer reduzierten Krebsrate in Verbindung gebracht wird.

Das Fazit zu Nüssen ist folgendes: Sie sind alle gut. Mehrere der wichtigsten Langzeituntersuchungen inklusive der Iowa Women's Health Study und der Nurses Health Study zeigen konsistent ein um 30 bis 50 Prozent niedrigeres Risiko von Herzkrankheiten, wenn mehrmals wöchentlich Nüsse konsumiert werden. Orientiere Dich an Deinen geschmacklichen Vorlieben. Erinnere Dich jedoch daran, dass Nüsse sehr kalorienreich sind, weshalb es wichtig ist, auf Deine Portionsgrößen zu achten.

Die andere Art von Saft

F: Im Lauf der Jahre habe ich mehrmals versucht mehr Saft zu trinken, doch am Ende habe ich immer wieder damit aufgehört, weil ich den Geschmack nicht mochte. Was hältst Du von Saft? Und hast Du irgendwelche Lieblingsrezepte?

A: Ich denke, dass Saft ein schneller und schmerzfreier Weg ist, eine Tonne an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Phytochemikalien und andere gute Dinge zu Dir zu nehmen, die Du ohne Saft nicht bekommen würdest.

Wenn Du clever bist, dann kannst Du einige der Geschmäcker, die Du nicht magst, überdecken. Verwende z.B. etwas Apfel oder Birne als Basis und Du kannst leicht den Geschmack von etwas nährstoffreichem Brokkoli überdecken. Das einzige, was Du verlierst, wenn Du Saft verwendest, sind die Ballastsstoffe, die sich in Obst und Gemüse befinden. Das ist ein großer Verlust, aber Du kannst diesen durch Deine Ernährung und Supplements ausgleichen. Dies ist aufgrund der erstaunlichen Nährstoffkonzentration in einem Glas frischem Saft für viele Menschen ein guter Kompromiss. (Stelle sicher, dass der Saft wirklich frisch ist. Die ernährungstechnischen Komponenten zersetzen sich schnell, weshalb Du Deinen Saft direkt nach der Zubereitung trinken solltest.) Etwas anderes, dass Du bedenken solltest, wenn Du Diabetiker bist oder unter einer Insulinresistenz leidest ist, dass Säfte, die reich an Obst oder Karotten sind, Deinen Blutzuckerspiegel stark erhöhen können.

Zu guter Letzt solltest Du Dich daran erinnern, dass Obst und Gemüse Carotenoide und andere wertvolle Phytochemikalien enthalten, welche mit etwas Fett am besten absorbiert werden. Nimm also ein paar Fischölkapseln mit Deinem Obst- und Gemüsesaft ein oder füge einen Schuss Bio Leinöl zu Deinem Saft hinzu. Dir wird der Geschmack nicht auffallen und Du wirst die Nährstoffe besser aufnehmen.

Meine Lieblingskombinationen umfassen:

  • Birne, Sellerie, Gurke, Ingwer
  • Apfel, Spinat, Karotte, Ingwer
  • Paprika, Apfel, Rettich, Tomate, gefrorene Cranberries

Mische und experimentiere.

Die magische Frucht ...

F: Ich habe Bohnen aufgrund ihres Kohlenhydratgehalts bisher immer gemieden. Aber in Deinem Buch The 150 Healthiest Foods on Earth erwähnst Du, dass Bohnen der ultimative Blutzuckerregulator sind. Sind Bohnen also gut oder nicht? Und gibt es eine beste Sorte von Bohnen?

A: Bohnen sind etwas Tolles. Erinnere Dich daran, dass es nicht nur um den Kohlenhydratgehalt geht, sondern auch darum, ob es sich um schnell oder langsam verdauliche Kohlenhydrate handelt. Bohnen enthalten so langsam verdauliche Kohlenhydrate, dass Dein Blutzuckerspiegel, wenn Du montags morgens Bohnen isst, erst am Dienstagabend steigt. Okay, das war natürlich übertrieben, aber die in Bohnen enthaltenen Kohlenhydrate werden langsamer als die meisten anderen Kohlenhydrate verdaut. Ein Teil hiervon ist auf den hohen Ballaststoffgehalt, der zwischen 11 und 17 Gramm pro Portion liegt, zurückführbar.

Bohnen enthalten alle Arten von Verbindungen, die Krebszellen an einer Vermehrung hindern oder Deine Zellen vor bestimmten Arten von genetischen Schäden schützen, die zu Krebs führen können. Eine Studie konnte zeigen, dass die Männer, die die meisten Bohnen konsumierten, ein um 38 Prozent niedrigeres Prostatakrebsrisiko aufwiesen. Im Rahmen der Nurses Health Study konnte gezeigt werden, dass die Frauen, die die meisten Bohnen oder Linsen aßen, ein signifikant reduziertes Brustkrebsrisiko aufwiesen. Und es bedurfte nur zwei oder mehr Portionen pro Woche, um von diesen Vorzügen zu profitieren.

Ich sehe unterschiedliche Arten von Bohnen aus ernährungstechnischer Sicht als mehr oder weniger gegeneinander austauschbar an, auch wenn einige Bohnen wie Adzukobohnen mehr Ballaststoffe als andere Bohnen enthalten. Alle Arten von Bohnen sind gut, aber wenn Du Bohnen in Dosen kaufst, dann solltest Du das Etikett auf zugesetzten Zucker und zugesetztes Salz hin untersuchen. Einige Marken sind mit beidem überladen. Eine abweichende Meinung zu Bohnen im Allgemeinen, die von meinem angesehenen Kollegen Loren Cordain, Autor der Bücher The Paleo Diet und The Paleo Diet for Athletes stammt ist erwähnenswert. Er macht sich Sorgen über Substanzen, die in Bohnen enthalten sind und unter dem Sammelbegriff Lektine bekannt sind. Lektine sind eine Mischung aus Protein und Kohlenhydraten, die nicht verdaut und abgebaut wird und sich mit Gewebetypen des Körpers verbinden kann, was bei hierfür anfälligen Menschen zu Problemen führen kann. Deshalb befinden sich alle Arten von Bohnen zusammen mit Getreide auf seiner Liste der zu meidenden Nahrungsmittel.

Ich halte Cordain für einen sehr klugen Kopf, aber ich stimme nicht mit all seinen Empfehlungen überein. Offensichtlich könnten einige Menschen Probleme mit Bohnen haben, aber wenn Du nicht zu diesen Menschen gehörst, brauchst Du Dir meiner Meinung nach keine Gedanken hierüber zu machen. (Auf Cordains Liste der zu meidenden Nahrungsmittel befinden sich übrigens auch Eier.) Ein abschließender Gedanke: Der Verzehr von Bohnen ist eine ernährungstechnische Gewohnheit, die von Menschen in dreien der vier „blauen“ Zonen geteilt wird – die Teile der Welt, in der die Menschen am längsten leben. Diese Information stammt aus dem Buch von Dan Buettner, der die Ernährungsgewohnheiten und den Lebensstil von Menschen untersucht hat, die in diesen Regionen leben und die das längste und gesündeste Leben auf unserem Planeten führen.

Referenzen

1. Khan, MS, PhD, Alam, Safdar, MS, Mahpara, Ali Khan, MS, PhD, Mohammad Muzaffar, Khattak, MS, Khan Nawaz, and Anderson, PhD, Richard A. "Cinnamon Improves Glucose and Lipids of People With Type 2 Diabetes." Diabetes Care 26(2003): 3215-3218.

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Eine Frage der Ernährung - Kalorien
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Masseaufbauernährung

F: Die meisten Kraftsporttrainer stimmen darin überein, dass man zusätzliche Kalorien benötigt, um Muskeln aufzubauen. Die Frage ist jedoch, wie viele zusätzliche Kalorien? Auf der einen Seite hat man die diejenigen, die sagen, dass man ein paar hundert Kalorien mehr als die Erhaltungskalorienmenge zu sich nehmen sollte und auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die sagen, dass man eine Tonne an Nahrung essen und hart trainieren sollte. Was ist Deiner Meinung nach für einen Mann, der Muskeln aufbauen möchte, am besten?

Dr. Bowden: "Trainiere hart und iss eine Tonne an Nahrung” klingt nach einer tollen Philosophie... wenn Du darauf hin arbeitest, ein Sumoringer zu werden.

Ich denke, dass der „iss eine Tonne an Nahrung und trainiere hart“ Ansatz in etwa so ist, als ob Du Tontaubenschießen mit einer Augenbinde trainieren würdest. Es kann sein, dass Du das Ziel triffst, aber vielleicht triffst Du auch einen der anderen Schützen. Ich glaube dass es sehr viel intelligenter ist, mit einer kontrollierten Menge an zusätzlichen Kalorien zu beginnen und zu schauen, ob diese Menge ausreicht um das Ziel zu erreichen. Frage Dich selbst, wie Deine Leistungen aussehen, wie Deine Energielevel aussehen und ob Du die Resultate im Spiegel magst. Wenn Du mit den Resultaten nicht zufrieden bist, dann passe die Kalorien so lange weiter an, bis Du zufrieden bist.

Wenn Du ein Bodybuilder bist, dann wirst Du sowieso hart trainieren, weshalb es lediglich darum geht, wie viel Du essen solltest, um zu erreichen, dass die meisten der zusätzlichen Kalorien für den Aufbau von Muskeln anstatt für den Aufbau von Fett verwendet werden. „Iss eine Tonne an Nahrung“ ist für die meisten Bodybuilder von heute viel zu unwissenschaftlich.

Wie gesund ist Fasten?

F: Was hältst Du von Intermittent Fasting? Ich habe etwas über Pläne gelesen, die periodisch eine 24 Stunden andauernde Fastenphase umfassen. Andere Pläne umfassen ein Fasten an alternierenden Tagen. Es wird behauptet, dass diese Art des Fastens unter anderem die Insulinsensitivität verbessern und die Lebenserwartung verlängern kann. Was sind Deine Gedanken zu diesem Thema?

Dr. Bowden: Die Idee des Fastens als Strategie zur Verbesserung der Gesundheit ist seit den Tagen des Hippokrates – dem Mann, der als der Vater der modernen Medizin angesehen wird – weit verbreitet. Fasten wird im religiösen Bereich als spirituelle Disziplin verwendet und viele Kurkliniken verwenden irgendeine Form des Fastens – die häufig als Entgiftungsprogramm bezeichnet wird – als Teil ihres Behandlungsprogramms.

„Fasten und Entgiftung sind die fehlenden Teile der westlichen Ernährung,“ sagt mein Freund Dr. Elson Haas, Autor des Buches „The New Detox Diet.” Haas verwendet seit über 30 Jahren Entgiftungsprogramme als Teil seiner medizinischen Behandlungen. „Fasten ist die mit Abstand beste natürliche Heilungstherapie, die ich kenne,“ sagte er mir. „Die Leute brauchen eine Auszeit von dem, was sie täglich zu sich nehmen. Fasten kann dem Körper eine Pause geben, während der er sein Gleichgewicht wiederherstellen kann.“ Aber echtes Fasten – selbst für nur einen Tag – kann für den Körper wirklich hart sein. „Eine weiter verbreitete und lockerere Definition des Fastens umfasst Säfte von frischem Obst und Gemüse, sowie pflanzliche Tees,“ sagt Haas. „Frische Säfte werden vom Körper leicht aufgenommen und bedürfen nur einer minimalen Verdauung, während sie trotzdem viele Nährstoffe liefern. Sie können den Körper dazu anregen, Abfallprodukte auszuscheiden. Saftfasten ist gesünder als Wasserfasten, da es den Körper nährstofftechnisch unterstützt, während es den Körper reinigt und Deine Energiespiegel aufrecht erhält.“

Du hast wahrscheinlich aufgrund einiger an der University of California in Berkeley mit Mäusen durchgeführter Experimente von diesem ganzen Fasten an alternierenden Tagen gehört. Die Wissenschaftler ließen die armen Mäuse an alternierenden Tagen hungern und erlaubten ihnen an den Tagen dazwischen zu essen, was immer sie wollten. „Wir haben herausgefunden, dass Fasten die Proliferationsrate der Zellen im Bereich von Haut und Brust reduzieren kann,“ hat mir die führende Wissenschaftlerin Krista Varady erzählt. "Dies resultierte in einem reduzierten Brust- und Hautkrebsrisiko.”

Ich möchte Dich nicht mit den Details der Untersuchungen langweilen, sondern lediglich erwähnen, dass die Wissenschaftler auch herausgefunden haben, dass Du an den Fastentagen nicht vollständig auf jegliche Nahrungszufuhr verzichten musst. Du kannst an diesen Tagen 25 Prozent Deiner normalen Nahrungszufuhr aufrecht erhalten – was etwa einer Mahlzeit entspricht – und trotzdem von den Vorzügen profitieren.

Aber verwende Fasten nicht als Gewichtsabbaustrategie. Das funktioniert niemals. Selbst bei den Mäuseexperimenten überkompensierten die Tiere ihre Fastentage durch eine höhere Nahrungszufuhr an den Nicht-Fastentagen und konsumierten letztendlich dieselbe Menge an Kalorien wie bei einer normalen Ernährung.

Da die einzige Strategie zur Lebensverlängerung, die jemals im Labor funktioniert hat, in einer Kalorienrestriktion besteht und einige Theoretiker davon ausgehen, dass eine Herunterregulierung der Insulinsignalisierung ein Teil des Grundes hierfür sein könnte, macht der Konsum von weniger Kalorien im Kontext einer nährstoffreichen Ernährung Sinn. Wenn Du Dir gelegentlich einen Tag lang Auszeit von Deiner regulären Ernährung gönnst und Deinem Verdauungssystem eine Pause gönnst, ist dies also keine schlechte Idee.

Nahrungsmittelallergien und die Eliminationsdiät

F: Ist es wahr, dass man, wenn man ständig ein bestimmtes Nahrungsmittel zu sich nimmt, eine Allergie auf dieses Nahrungsmittel entwickeln kann?

Dr. Bowden: Es ist wahr, dass sich sowohl Allergien, als auch eine Überempfindlichkeit (welche sehr viel weiter verbreitet ist) auch später im Leben entwickeln können und dies auch bei Nahrungsmitteln der Fall sein kann, die Du über eine lange Zeit ohne offensichtliche Reaktionen essen konntest. Dieses Problem scheint bei Nahrungsmitteln weiter verbreitet zu sein, die Inhaltsstoffe (wie z.B. Weizen) enthalten, die sich überall wiederfinden und die wir in weitaus größeren Mengen als je zuvor in der Geschichte der menschlichen Ernährung zu uns nehmen. Ein sehr guter Weg herauszufinden, ob Dein Körper auf ein bestimmtes Nahrungsmittel reagiert, oder um einen möglichen „Verdächtigen“ zu identifizieren, ist die Verwendung einer so genannten Eliminationsdiät, die ich in meinem Buch “The Most Effective Natural Cures on Earth” näher beschrieben habe.

Eine solche Eliminationsdiät stellt einfache Detektivarbeit dar. Du eliminierst ganz einfach ein potentiell unverträgliches Nahrungsmittel für ein paar Wochen aus Deiner Ernährung. Wenn bestimmte Symptome wie z.B. Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen oder Müdigkeit hierdurch verschwinden, dann hast Du den Schuldigen hierfür identifiziert. Es ist hierbei häufig möglich dieses Nahrungsmittel periodisch wie z.B. einmal alle vier Tage ohne Probleme wieder in Deine Ernährung aufzunehmen.

Ein alternativer Süßstoff?

F: Ich habe kürzlich gelesen, dass Xylit Pulver als Süßstoff verwendet werden kann. Was ist Xylit und empfiehlst Du es?

Dr. Bowden: Xylit wird häufig auch als Birkenzucker bezeichnet und wird aus Birkenrinde hergestellt. Es ist mein Lieblingssüßstoff, der einen recht spezifischen Geschmack besitzt. Xylit hat keine wirklichen Nachteile – außer, dass es für Haustiere tödlich sein kann. Es schmeckt wie Zucker, hat aber 40 Prozent weniger Kalorien. Xylit kann in Heißgetränken wie Kaffee verwendet werden und besitzt praktisch keine glykämische Auswirkung. Es hat außerdem den zusätzlichen Vorteil, dass es verhindern kann, dass bestimmte Bakterien an Körpergewebe anhaften können, was es zum perfekten Süßstoff für gesunden Kaugummi macht. Du kannst Xylit auch zum Backen verwenden, wobei Du dieselbe Menge wie bei Zucker verwendest. Dies macht Xylit zum perfekten Zuckerersatz für Diabetiker und im Rahmen einer kohlenhydratarmen Ernährung.

Versucht meine Mikrowelle mich umzubringen?

F: Ist eine Mikrowelle wirklich gefährlich oder ist das nur eine weitere Verschwörungstheorie?

Dr. Bowden: Ich bin bei dieser Frage hin- und hergerissen. Die allgemeine Meinung ist, dass Mikrowellengeräte absolut sicher sind, aber das sagt man auch über Handys...und ich glaube, dass das letzte Wort zu diesem Thema noch nicht gesprochen wurde. Unter den Anhängern einer natürlichen Ernährung gilt es als eine Art gegebene Tatsache, dass ein Erhitzen in der Mikrowelle, die „energetische“ Natur der Nahrung verändert, doch so etwas ist nur sehr schwer nachweisbar und leicht als Geschwafel der Aluhut Fraktion abzutun. Es gab im Jahr 1991 eine Klage im Fall eines Hüftoperationspatienten, der nach einer einfachen Bluttransfusion starb, nachdem eine Krankenschwester das Blut in der Mikrowelle erwärmt hatte. (Blut wird vor einer Transfusion normalerweise erwärmt, aber nicht in der Mikrowelle). Dies hat der Argumentation, das beim Erhitzen in der Mikrowelle mehr geschieht, als wir zuvor geglaubt haben, neuen Auftrieb gegeben. Aber wer weiß das schon? Es ist schwer, wirklich gute Informationen zu diesem Thema zu bekommen – ähnlich wie bei Handystrahlung. Die meisten der Argumente gehen auf obskure europäische Studien zurück, die nahezu unmöglich zu finden sind, aber trotzdem ist das Ganze ein wenig unheimlich. Ich bin der Ansicht, dass in der Mikrowelle zubereitetes Essen ziemlich scheußlich schmeckt. Wenn Hitze aus jeder Quelle dieselbe wäre, dann müsste eine in der Mikrowelle erhitzte Kartoffel genauso wie eine gebackene Kartoffel schmecken, was jedoch nicht der Fall ist – und dies unterstützt die Vermutung, dass hier mehr vor sich geht, als wir erkennen. Du kannst dies selbst ausprobieren, indem Du eine Süßkartoffel in der Mikrowelle zubereitest. Scheußlich.

Ich persönlich verwende nur selten eine Mikrowelle zum Kochen.

Fischöl gegen Depressionen

F: Hilft Fischöl wirklich gegen Depressionen? Ich leide nicht unter klinischen Depressionen, aber wer könnte nicht von einem Stimmungsaufheller profitieren?

Dr. Bowden: Es gibt einige laufende Untersuchungen von Dr. Andrew Stoll an der Harvard University bezüglich der Verwendung von Fischöl gegen Depressionen bei Menschen, die unter bipolaren Störungen leiden. Bei diesen Untersuchungen werden wirklich hohe Dosierungen – 10 Gramm – verwendet, aber auch geringere Dosierungen zeigen eine Wirkung, was insbesondere dann gilt, wenn sie mit Nährstoffen wie Folsäure und einer zuckerarmen Ernährung kombiniert werden. Das ist gut für eine Menge Dinge, aber auch bei Depressionen? Es scheint so zu sein. Auch wenn es kein Beweis ist, ist es eine Tatsache, dass bei nahezu jeder Verhaltensstörung oder kognitiven Störung, die untersucht wurde, wirklich niedrige Spiegel von Omega-3 Fettsäuren im Blutkreislauf festgestellt wurden.

Da Omega-3 Fettsäuren in die Zellmembrane eingebaut werden und diese poröser und flexibler machen, könnte es für Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin, die eine stimmungsaufhellende Wirkung besitzen, leichter werden, in die Zellen zu gelangen, was sich in einer bessere Stimmungslage widerspiegeln würde.

Alli zur Unterstützung des Fettabbaus

F: Meine Frau besteht darauf, dieses Alli Gewichtabbaumedikament auszuprobieren, nachdem es jetzt rezeptfrei erhältlich ist. Mir scheint dies ziemlicher Müll zu sein. Was ist wirklich dran an Alli?

Dr. Bowden: Nun, bisher hat mich noch niemand als Eheberater bezeichnet und auch mit Sicherheit nicht als jemand, der sich immer politisch korrekt ausdrückt, weshalb ich ganz offen und direkt sein werde: Du liegst richtig und Deine Frau falsch. Alli ist totaler Müll. Aber es stellt eine Lehrstunde für uns dar. Verkäufer – inklusive der Verkäufer im Bereich der Medikamentenhersteller – lieben es, mit Prozentsätzen um sich zu werfen, da diese gleichzeitig akkurat und unehrlich sein können.

Sagen wir z.B., dass es eine Chance von 1 zu 10 Millionen gibt, in der Lotterie zu gewinnen und ich über ein System verfüge, mit dem ich Dir garantieren kann, Deine Chancen in der Lotterie zu gewinnen, um 100% zu erhöhen. Hierdurch erhöhe ich Deine Chancen zu Gewinnen jedoch lediglich von 1 zu 10 Millionen auf 2 zu 10 Millionen! Denke hieran, wenn Du das nächste Mal etwas darüber liest, dass Menschen die ein bestimmtes Gewichtsabbaumedikament eingenommen habe „43 Prozent mehr Gewicht verloren haben.“ Oder dass jemand, der ein bestimmtes Bodybuilding Supplement eingenommen hat, „37 Prozent mehr Muskeln aufgebaut hat. Das kann akkurat aber trotzdem Blödsinn sein. Häufig bedeutet dies, dass die Kontrollgruppe ein Pfund Gewicht pro Monat verloren hat, während die Gruppe, die das Medikament verwendet hat, 1,43 Pfund pro Monat verloren hat.

Alli ist nichts anderes als eine rezeptfreie, schwächere Version des seit langem erhältlichen Medikaments Xenical (der generische Name des Wirkstoffs ist Orlistat). Es hat bereits als Xenical mit voller Stärke nicht besonders gut gewirkt. Ich bin mir nicht sicher, warum eine Veränderung des Namens und eine Reduzierung der Dosierung dieses Problem lösen könnte, aber was weiß ich schon... Alli ist ein Mitglied der Gruppe von Gewichtsabbaumedikamenten, die als Verdauungshemmer bezeichnet werden. Es verhindert, dass ein Teil des Fettes, das Du isst, verdaut und von Deinem Körper aufgenommen wird. Dies geschieht über eine Hemmung des Verdauungsenzyms Lipase, welches Fett aufbricht.

Das Resultat? Etwa 30 Prozent des Fettes, das Du isst, landet nicht auf Deinen Hüften. Eine Nebenwirkung dieses Medikaments wird euphemistisch als „Anal Leckage“ bezeichnet und beschreibt, was mit dem Fett geschieht, das Du nicht verdaust. Noch Fragen? Was wäre mit dieser: „Was geschieht mit dem Fett, das sich bereits an Deiner Hüfte befindet?“ Die Antwort lautet: nichts.

Die erste große Studie, die Xenical bekannt machte, war eine über zwei Jahre andauernde europäische Studie, die zeigte, dass Patienten, die Xenical verwendeten, zwischen zwei und drei Prozent mehr Gewicht als die Mitglieder der Placebogruppe verloren. Eine zweite zwei Jahre andauernde Studie setzte übergewichtige Patienten auf eine kalorienreduzierte Diät und verabreichte diesen 120 mg Xenical dreimal täglich. Am Ende des Jahres hatten diese Patienten 9 Pfund mehr als die Kontrollgruppe verloren. Betrachte diese Werte genau. Neun Pfund innerhalb eines Jahres – das entspricht einem dreiviertel Pfund pro Monat. Eine ähnliche Studie aus den USA produzierte einen Gewichtsverlust von 1,5 Pfund pro Monat bei Anwendern von Xenical.

Menschen verlieren Gewicht, wenn Sie Xenical oder Alli verwenden, da diese Medikamente im Grunde genommen die Kalorienzufuhr automatisch reduzieren. Wenn Du z.B. 2.500 kcal pro Tag zu Dir nimmst und 30 Prozent diese Kalorien aus Fett bestehen, dann nimmst Du normalerweise 750 kcal in Form von Fett zu Dir. Durch die Einnahme von Xenical wir ein Drittel dieser Fettkalorien nicht aufgenommen, so dass aus 750 kcal theoretisch gesehen 500 kcal werden. Du sparst also 250 kcal ein, während Du dieselben Mahlzeiten isst (Man beachte das Wort „theoretisch“). Bleibe eine Woche bei diesem Plan und Du hast 250 kcal mal sieben oder 1.750 kcal oder etwa ein halbes Pfund Fett eingespart.

Natürlich könntest Du auch ganz einfach ungesunde Kalorien und ungesunde einfache Kohlenhydrate einsparen und auf Alli verzichten, aber diese Idee wird nicht durch ein 150 Millionen Dollar Marketing Budget unterstützt.

Stellt Alli also die Antwort dar? Eher nicht, wenn du nicht gerade Aktien von Glaxo besitzt.

Ist brauner Reis gesund?

F: Ich komme nicht gut mit Kohlenhydraten zurecht, weshalb ich die Kohlenhydrate meiner Ernährung streng kontrolliere. Ich habe jedoch darüber nachgedacht, braunen Reis zu meiner Ernährung hinzuzufügen. Was ist die wahre Geschichte hinter braunem Reis: ist er gut für mich oder wird er überbewertet?

Dr. Bowden: Brauner Reis ist nicht das Schlechteste, aber er wird überbewertet. Der glykämische Index und die glykämische Last von braunem und weißem Reis sind sehr ähnlich und brauner Reis ist nährstofftechnisch gesehen recht dürftig. Er enthält mehr Ballaststoffe, was gut ist – 3,5 Gramm pro Tasse im Vergleich zu einem halben Gramm bei weißem Reis – und geringfügig weniger Kohlenhydrate und Kalorien. Angesehen hiervon gibt es keine so großen Unterschiede. Ernährungsberater lieben braunen Reis, aber sie lieben ja auch Vollkornweizenbrot, was so ziemlich derselbe Müll wie Weißbrot ist. Brauner Reis ist nicht das Schlechteste auf der Welt. Wenn Du ein paar Kohlenhydrate zu Deiner Ernährung hinzufügen möchtest, sind kleine Portionen in Ordnung – insbesondere wenn er nicht den Hauptgang darstellt und mit Fett, Protein und Gemüse in einer relativ kalorienarmen Mahlzeit kombiniert wird.

Apfelessig: Quacksalberei?

F: Ist irgend etwas Wahres an all dem Hype um Apfelessig dran? Ich habe alles von Gewichtabbauvorzügen bis hin zur Verhinderung von Akne gehört.

Dr. Bowden: Ah, Apfelessig. Du kannst Dir sicher sein, dass dieses Zeug, wenn es zur Zeit des Multi-Level Marketings entwickelt worden wäre, für 40 Dollar pro Flasche mit Behauptungen, die von der Heilung von Krebs bis hin zu neuem Haarwachstum bei Menschen mit Glatze reichen würden, verkauft würde.

Ich habe auch in meinem Buch “The 150 Healthiest Foods on Earth” über Apfelessig geschrieben. Warum? Weil Nahrungsmittel (oder Medikamente), die ihrem Ruf seit hunderten oder manchmal sogar tausenden von Jahren gerecht werden, Beachtung finden sollten – auch dann, wenn es keine „harten“ Beweise für ihren Wert gibt. Wenn es keine Beweise für eine Wirkung gibt, ist dies kein Beweis dafür, dass etwas keine Wirkung besitzt.

Es sieht also wie folgt aus: Apfelessig ist wahrscheinlich etwas Gutes, aber es gibt kaum wissenschaftliche Beweise für seine Wirkungen. Dies bedeutet nicht, dass Apfelessig wertlos ist. Zuerst einmal handelt es sich um etwas echtes, das aus natürlicher Nahrung hergestellt wird und mit vielen der Phenole überladen ist, die man auch in Äpfeln findet.

Zweitens legt eine im Journal Diabetes Care veröffentlichte Studie nahe, dass Apfelessig gesunde Blutzuckerspiegel fördern könnte. Ein Freund von mir, Dr. Jeff Volek, ein hoch respektierter Wissenschaftler, ist der Meinung, dass Salat mit Apfelessig zu Beginn einer jeden Mahlzeit das Potential besitzt, bei der Kontrolle der Blutzuckerspiegel zu helfen. Nicht pasteurisierter Essig ist mit Nährstoffen überladen und enthält abhängig vom Ausgangsmaterial seiner Herstellung bis zu 50 unterschiedliche Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren. Ist Apfelessig ein Allheilmittel? Wahrscheinlich nicht und er ist auch definitiv kein Heilmittel gegen Übergewicht. Aber ich habe trotzdem immer eine Flasche Apfelessig im Kühlschrank. Wenn Du Apfelessig kaufst, solltest Du auf Begriffe wie nicht pasteurisiert, ungefiltert, traditionell fermentiert oder etwas in diese Richtung achten. Der Prozess der Pasteurisierung zerstört viele der hitzeempfindlichen Vitamine und Enzyme, die Apfelessig so gesund machen.

von Jonny Bowden, PhD

 
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/question-of-nutrition-2

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Eine Frage der Ernährung
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Was für eine Last

F: Ich habe gelesen, dass der glykämische Index überbewertet ist und das, worauf wir wirklich achten sollten, die glykämische Last ist. Was ist der Unterschied zwischen den beiden?

A: Der glykämische Index wird überbewertet. Du solltest Dich stattdessen auf die glykämische Last konzentrieren. Hier gibt es einen großen Unterschied:

Der glykämische Index ist ein Weg zur Messung des Einflusses, die eine gegebene Menge an Kohlenhydraten auf Deinen Blutzuckerspiegel besitzt – etwas, was Dich auf jeden Fall interessieren sollte. Um jedoch einen fairen Vergleich durchführen zu können, muss eine fixierte Menge an Kohlenhydraten verwendet werden. Im Fall des glykämischen Index ist es eine Standardmenge von 50 Gramm Kohlenhydrate in Form eines Nahrungsmittels. Das Problem besteht jedoch darin, dass nur sehr wenige Kohlenhydratnahrungsmittel im echten Leben in einer Portionsgröße von 50 Gramm Kohlenhydraten verzehrt werden. Stelle Dir vor, dass Du in ein Geschäft gehst, um Gewürze zu kaufen und des gibt dort ein Gewürz, das 500 Euro pro Pfund kostet, was natürlich nach einer Menge Geld klingt. Wenn Du jedoch nur einen halben Teelöffel von diesem Zeugs kaufst, dann ist dieser Preis recht irrelevant. Was Dich interessiert ist, was Du an der Kasse bezahlst und nicht notwendigerweise, was es kosten würde, wenn Du ein Pfund kaufen würdest.

Genauso dürfte es Dich recht wenig interessieren, welchen Einfluss 50 Gramm eines Nahrungsmittels auf Deinen Blutzucker haben – Dich interessiert der Einfluss der Menge, die Du tatsächlich isst. Die glykämische Last beruht auf einer anspruchsvolleren Formel, die die Menge an Kohlenhydraten in Gramm, die Du isst, mit berücksichtigt – also die Portionsgröße. Der glykämische Index von Karotten ist hoch, weshalb eine Menge Menschen denken, dass man nie Karotten essen sollte, was natürlich eine dumme Schlussfolgerung ist. Tatsache ist, dass die durchschnittliche Karotte nur 3 Gramm Kohlenhydrate enthält. Du müsstest also schon Karotten wie ein Riesenkaninchen essen, bis diese einen signifikanten Einfluss auf Deine Blutzuckerspiegel zeigen würden. Die glykämische Last einer Karotte liegt hingegen nur bei 3, was sie zu einem sehr niederglykämischen Nahrungsmittel macht – so lange Du keinen reinen Karottensaft trinkst oder 13 Karotten auf einmal isst.

Nudeln haben hingegen nur einen moderaten glykämischen Index, aber sie werden fast nie in kleinen Portionen gegessen. Wenn Du die Portionsgröße einer typischen Portion Nudeln berücksichtigst, dann wird Dein Blutzuckerspiegel hierdurch gen Himmel schießen und eine Woche lang dort bleiben. Es überrascht deshalb nicht, dass die glykämische Last von Nudeln sehr hoch ist. Die technische Formel für die glykämische Last ist der GI (glykämische Index), multipliziert mit der Menge an Kohlenhydraten der Portion in Gramm, wonach das Ergebnis durch 100 geteilt wird. Eine niedrige glykämische Last liegt zwischen 1 und 10, eine mittlere glykämische Last liegt zwischen 10 und 20 und alles über 20 wird als sehr hohe glykämische Last angesehen. Bei all diesen Betrachtungen solltest Du jedoch auch bedenken, dass sowohl der glykämische Index, als auch die glykämische Last sich nur auf ein alleine für sich verzehrtes Nahrungsmittel beziehen. Füge etwas Fett oder Protein hinzu und der Gesamteinfluss wird sinken. Und viele hochglykämische Nahrungsmittel sind gut für Dich (z.B. Karottensaft), während viele niederglykämische Nahrungsmittel dies nicht sind (z.B. frittierte Donuts).

Du solltest also die glykämische Last in Betracht ziehen, Dich aber nicht zum Sklaven hiervon machen lassen. Sie ist lediglich ein Wert, den Du berücksichtigen solltest, wenn Du Deine Ernährung planst. Sportler, die intensiv trainieren können sogar von hochglykämischen Nahrungsmitteln profitieren, was insbesondere dann gilt, wenn du zweimal täglich trainierst. Aber Frau Schmitt mit dem metabolischen Syndrom... bitte nicht so viel!

Das beste Fettabbau Supplement

F: Du hast einmal geschrieben, dass Ballaststoffe das beste Supplement für den Fettabbau sind. Wie meinst Du das? Und wie viele Ballaststoffe braucht der durchschnittliche sportliche Mann pro Tag?

A: Hohe Blutzuckerspiegel und Insulin sind der Feind des Fettabbaus und eine ballaststoffreiche Ernährung hilft dabei, die Blutzuckerspiegel (und die Insulinspiegel) in einem gesunden Bereich zu halten. Je mehr Ballaststoffe Du isst, desto geringer ist der glykämische Einfluss der Nahrung. Und je langsamer der Zucker in Deinen Blutkreislauf gelangt, desto weniger Schaden wird er wahrscheinlich anrichten.

Ballaststoffe halten Dich außerdem länger satt, was zur Folge hat, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dich beim Essen völlig gehen lässt, niedriger ausfällt. Und da Ballaststoffe Deine Blutzuckerspiegel in einem netten komfortablen Bereich halten, wirst Du mit geringerer Wahrscheinlichkeit unter nächtlichen Heißhungerattacken leiden. Und dann ist da noch die zusätzliche Tatsache, dass Ballaststoffe sich primär in Nahrungsmitteln wiederfinden, die dazu neigen, reich an Antioxidantien und entzündungshemmenden Verbindungen zu sein.

So toll Protein und Fett auch sein mögen – beide liefern null Ballaststoffe. Nahezu alle von uns – inklusive Sportler – bräuchten mehr Ballaststoffe, als sie typischerweise zu sich nehmen. Unsere paleolytischen Vorfahren – ein gutes Populationsmodell für die ideale Ernährung – aßen zwischen 50 und 100 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Der durchschnittliche Amerikaner und Westeuropäer nimmt hingegen gerade einmal 4 bis 11 Gramm Ballaststoffe pro Tag zu sich. Für gewöhnlich stimme ich nicht mit den etablierten konventionellen Gesundheitsorganisationen überein, wenn es um Ernährungsratschläge geht, aber in diesem Fall liegen die meisten von ihnen richtig. Die amerikanische Gesundheitsbehörde empfiehlt zwischen 25 und 38 Gramm Ballaststoffe pro Tag, wobei die empfohlene Menge für „aktive“ Menschen sogar noch höher liegt. Aktive Männer zwischen 14 und 50 Jahren sollten z.B. zwischen 42 und 45 Gramm Ballaststoffe pro Tag zu sich nehmen.

Wenn Du nicht gerade Unmengen an Gemüse und Bohnen isst, dann bedeutet dies wahrscheinlich, dass Du von einem Ballaststoff Supplement wie Zellulosefasern, Flohsamenschalen oder Kleie profitieren könntest.

Wenn Du Deine Ballaststoffzufuhr erhöhst, solltest Du jedoch darauf achten, mehr Wasser zu trinken. Wenn du dies nicht tust, dann solltest Du Dich besser schon einmal an Verstopfung gewöhnen.

Kurkuma: Das Supergewürz

F: Du hast in Deinem Buch 150 Healthiest Foods on Earth (die 150 gesündesten Nahrungsmittel der Welt) geschrieben, dass das Gewürz Kurkuma ein ganzes Buch für sich alleine verdient hätte. Was ist so toll an diesem Zeugs – abgesehen davon, dass es indisches Essen so lecker macht?

A: Der aktive Inhaltsstoff von Kurkuma ist Kurkumin, ein Mitglied der Klasse der Pflanzenchemikalien, die unter dem Namen Curcuminoide bekannt ist. Kurcumin besitzt Anti-Krebs Eigenschaften und selbst die sehr konservative American Cancer Society sagt auf ihrer Website, dass Kurkumin „einige Antikrebswirkungen demonstriert hat.“

Unterschiedliche Typen von Krebszellen wurden im Labor durch Kurkumin gehemmt und es konnte die Ausbreitung von Krebs bei einigen Tierstudien verlangsamen. Es ist ein wirkungsvolles Antioxidans mit stark entzündungshemmender Wirkung und da Entzündungen eine Komponente von nahezu jeder degenerativen Erkrankung dieses Planeten darstellen, ist dies ein recht beeindruckendes Resume.

Und als ob dies noch nicht genug wäre, ist Kurkumin eine der leberfreundlichsten Verbindungen auf diesem Planeten, was einer der Gründe dafür ist, dass man Kurkumin in nahezu jedem Entgiftungssupplement für die Leber wiederfindet.

Die besten Öle

F: Wir alle wissen, dass extra virgines Olivenöl sehr gesund ist und nachdem ich Dein Interview auf T-Nation gelesen habe, habe ich damit begonnen auch Kokosöl zu verwenden. Welche weiteren Öle empfiehlst Du außerdem noch?

A: Ich bin froh zu hören, dass Du begonnen hast Kokosöl zu verwenden, welches das meiner Meinung nach am stärksten unterbewertete Öl darstellt. Ich verbrauche jeden Monat mindestens ein Glas Biokokosöl. Okay, ich übertreibe, aber ich verwende es für alles vom Braten von Gemüse und Shrimps bis hin zu Rühreiern.

Auch wenn ich ein Kochbuch mit dem Titel „Die gesündesten Mahlzeiten der Welt“ geschrieben habe, bin ich nicht so sehr der Koch, aber ich kann Dir sagen, dass zum Braten mit hohen Temperaturen Macadamiaöl – welches sogar noch mehr, Ölsäure als Olivenöl enthält -, Avocadoöl und Haselnussöl am besten geeignet sind.

Extra virgines Olivenöl bis zu einer Temperatur zu erhitzen, bei der es zu rauchen beginnt, ist keine besonders gute Idee. Dies zerstört die empfindlichen Verbindungen, die beim kalten Pressen des Öles erhalten bleiben – und welchen Sinn mach es dann noch, extra virgines Olivenöl zu verwenden? Erdnussöl beginnt erst bei einer sehr hohen Temperatur zu rauchen, was aus Sicht des Kochens sehr gut ist, aber Erdnussöl enthält leider auch einen sehr hohen Anteil an Omega-6 Fettsäuren. Omega-6 Fettsäuren sind nicht notwendigerweise schlecht, aber wir nehmen in der Regel sowieso schon zu viele Omega-6 Fettsäuren und nicht genügend Omega-3 Fettsäuren zu uns, weshalb die Verwendung von Erdnussöl zum Braten weiter zu diesem Ungleichgewicht beitragen kann.

Ernährung und Akne

F: Ich befinde mich in meinen späten Zwanzigern und leide immer noch unter Akne. Ich habe seit Jahren immer wieder gehört, dass unsere Ernährung keinen Einfluss auf Akne hat. Ist das wahr?

A: Das ist ungefähr genauso wahr wie die Aussage, dass Du beim ersten Mal nicht schwanger werden kannst.

Die Ansicht, dass die Ernährung nichts mit Akne zu tun hat, ist ein Ammenmährchen, das durch einige sehr zweifelhafte Studien in die Welt gesetzt wurde, die Ende der Sechziger Jahre von der Schokoladenindustrie finanziert wurden.

Ich habe in meinem Buch “The Most Effective Cures on Earth“ über einige der Ursachen von Akne gesprochen, wobei das Fazit war, dass zur Zeit der Jäger und Sammer Gesellschaften nur sehr wenige Menschen unter Akne gelitten haben, während ein großer Prozentsatz der Menschen, die eine westliche Ernährung einhalten, unter Akne leiden.

Und im Jahr 2002 hat Loren Cordain, PhD der These, dass es keine Verbindung zwischen Ernährung und Akne gibt mit einer Studie den finalen Todesstoß versetzt, bei der bei zwei Gesellschaften, die sich nicht im Stil der westlichen Ernährung ernährten, kein einziger Fall von Akne gefunden werden konnte. Diese Menschen ernährten sich von Knollen, Obst, Fisch und Kokosnüssen. Mit anderen Worten ausgedrückt ist die paleolithische Ernährung unserer Jäger und Sammler Vorfahren, die beste Ernährung für Menschen, die unter Akne leiden. Diese Ernährung umfasst das, was ich als die vier Nahrungsmittelgruppen bezeichne: Nahrungsmittel, die Du fischen, jagen, sammeln und pflücken kannst.

Fazit ist, dass die westliche Ernährung mit all ihrem Zucker und ihrer Stärke und weißen schrottigen Kohlenhydraten dieselben Gene aktivieren und dieselben Hormone nach oben regulieren kann, die Akne verschlimmern können. Du kannst das leicht selbst testen: Wenn Deine Nahrung nicht irgendetwas ähnelt, dass Dir in der Savanne in Afrika begegnen könnte, dann solltest Du es nicht essen.

Die Wahrheit über Kartoffeln

F: Wie sieht es mit normalen Kartoffeln aus? Handelt es sich hierbei um gesundes Gemüse? Sind Süßkartoffeln besser?

A: Normale Kartoffeln sind Müll.

Ich hatte diese Diskussion mit Dr. John McDougall von Vegetarian-Diet Fame und ich habe ihm gesagt, dass der „Körper“ eine Schüssel weiße Kartoffeln genauso wie eine große Portion Zucker ansieht. Er argumentierte, dass dies Blödsinn sei und ich sagte ihm, dass er noch einmal seinen Biochemie Kurs wiederholen sollte. Doch um fair zu sein, können Kartoffeln natürlich ein Bestandteil einer „gesunden Gesamternährung“ sein, wie es diese Idioten der Amerikanischen Ernährungsgesellschaft American Dietetic Association nennen würden. Aber sie würden das auch über M&Ms sagen.

Und natürlich sind sie besser als Twinkies und natürlich enthalten sie auch geringe Mengen gesunder Dinge. Aber größtenteils stellen sie ein ernährungstechnisches Leichtgewicht dar und jeder, der unter Blutzuckerproblemen leidet, sollte sich von Kartoffeln fern halten. Die Tatsache, dass sie zumindest in Amerika meist mit minderwertigen Käseprodukten und Speck serviert werden, macht das Ganze nicht unbedingt besser.

Süßkartoffeln stellen definitiv eine bessere Wahl dar. Zumindest enthalten diese gute Nährstoffe. Natürlich sind sie aus Sicht des Blutzuckerspiegels nicht viel besser, aber dies muss nicht für jeden Grund zur Sorge sein – insbesondere nicht für Bodybuilder. Falls doch, bist Du besser damit beraten auch auf Süßkartoffeln zu verzichten oder zumindest kleinere Portionen davon zu essen.

Nächtliches Essen

F: Was hältst Du von der Idee, ab einer bestimmten Zeit des Tages mit dem Essen aufzuhören, wenn es um den Fettabbau geht? Ich habe von Menschen gelesen, die nach 17:00 Uhr nichts mehr essen, während andere ab 20:00 Uhr mit dem Essen aufhören. Ist Essen vor dem Zubettgehen etwas Schlechtes, wenn man Fett abbauen möchte?

A: Adele Davis, einer der frühen Pioniere der Ernährung und der erste, der die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln unterstützte, hatte ein Motto: “frühstücke wie ein König, iss zu Mittag wie ein Fürst und iss abends wie ein Bettler.”

Was, wie Du weißt, das exakte Gegenteil von dem ist, wie sich die meisten Menschen ernähren. Während diese Neandertaler der American Dietetic Association behaupten, dass es keinen Unterschied macht, wann Du isst, ist erwähnenswert, dass Sumoringer eine große Mahlzeit essen, bevor sie schlafen gehen. Auch wenn ich nicht glaube, dass es irgendetwas Magisches bezüglich der exakten Zeit (17:00 Uhr, 19:00 Uhr oder 21:00 Uhr) gibt, stellt das Konzept nicht mit vollem Magen zu Bett zu gehen, wenn deine Bauchspeicheldrüse Deinen Körper mit fettspeicherndem Insulin überflutet, eine sehr gute Idee dar.

Anstatt zu sehr von der exakten Zeit besessen zu sein, solltest Du ganz einfach ein paar Stunden Abstand zwischen Deiner letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen lassen. Und iss abends etwas leichteres.

Der perfekte Snack

F: Ich brauche einen Snack für das abendliche Fernsehen, der einige der gesündesten Nahrungsmittel überhaupt umfasst. Hast Du irgendwelche Ideen?

A: Gefrorene Blaubeeren und ein wenig vollfetter Joghurt oder Rohmilch (falls Du diese irgendwo finden kannst), wären eine gute Idee. Die Rohmilch oder der Joghurt friert über den Blaubeeren leicht an und Du hast ein fantastisches antioxidantienreiches Dessert, das wie ein Sorbet schmeckt. Streue als krönenden Abschluss noch ein paar Mandelsplitter über das Ganze.

Die Bestrahlungsdebatte

F: Was ist Deine Meinung zur Bestrahlung von Lebensmitteln?

A: Ich bilde mir zu diesem Thema gerade noch meine Meinung. Wenn Du mir versprichst, mir später nichts von dem vorzuwerfen, dass ich heute sage, bevor ich mich weiter mit dem Thema beschäftigt habe, werde ich Dir etwas zu meinen augenblicklichen Eindrücken zu diesem Thema erzählen.

  • Das Ganze ist weitaus komplizierter, als es auf den ersten Blick zu sein scheint. Ökonomische, politische und soziale Themen sind involviert und es geht nicht nur um die offensichtlichen Themen, die Nährwert und Gesundheit betreffen (so ist z.B. der Handel betroffen).
  • Bestrahlung zerstört eine große Menge an in der Nahrung enthaltenen Pathogenen. Aber es ist auch ein bisschen so, als ob man Parfüm über Müll schütten würde. Du kannst einige Mikroben abtöten, aber Du änderst nichts an den schlechten Zuständen, die für die Entwicklung dieser Mikroben verantwortlich sind wie Fäkalstoffe, Jauche und andere landwirtschaftliche Kontaminationen.
  • Und bestrahltes Fleisch ist – auch wenn es frei von bestimmten Pathogenen sein mag – immer noch dasselbe minderwertige Produkt, das Steroide, Hormone, Antibiotika und mehr Zusatzprodukte aus dem Bereich der Massentierhaltung enthält. Es ist einfach nur frei von E-Coli Bakterien. Toll...
  • Und dann sind da natürlich noch all die Unbekannten. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich so gefährlich ist, wie die Kritiker behaupten, aber ich bin mir auch sicher, dass es nicht so unbedenklich und sicher ist, wie die amerikanische Gesundheitsbehörde behauptet. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte und ich würde mir wünschen, dass wir das Ganze noch etwas vertagen könnten, bis wir zumindest etwas mehr wissen.

von Jonny Bowden, PhD | 09/09/08

 
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/question-of-nutrition-1

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