Ernährung

Verliere Fett und nicht einfach nur Gewicht, indem Du lernst, die am weitesten verbreiteten Diätfehler wie den Verzehr "falscher" gesunder Nahrungsmittel, eine zu starke Kalorienrestriktion und die Wahl der falschen Nahrungsmittel vermeidest.
1. Du ignorierst das Offensichtliche
Männer neigen dazu, nach obskuren fehlenden Komponenten in ihrer Ernährung und ihrer Supplementation zu suchen, anstatt einen Schritt zurück zu treten und zu analysieren, was die wahren Probleme sein könnten. Viele würden eher nach der neusten Fettabbaudiät googeln als sich mit der sehr realen Möglichkeit anzufreunden, dass ihre Ernährungsgewohnheiten absolut beschissen sind.
Du ignorierst die Möglichkeit, dass es die 12 Bier sein könnten, die Du jeden Freitag Abend nach der Arbeit während der Happy Hour in Dich hineinschüttest. Und es können auch unmöglich die 4 Tiefkühlpizzen gewesen sein, die Du im Lauf der Woche gegessen hast.
Du liest irgendwo, dass Snacks gut für Dich sind und knabberst deshalb den ganzen Tag lang gesalzene Nüsse und fettfreie Salzbrezeln. "Das ist nicht das Problem." denkst Du. Es muss die Tatsache sein, dass Du keinen Fatburner verwendest...
Du weißt bereits, was Deine Laster sind. Höre auf damit so zu tun, als ob sie keine Rolle spielen würden. Es fasziniert mich immer wieder, wie viel Männer darüber wissen, was sie in Bezug auf ihre Ernährung tun sollten, aber es trotzdem ganz einfach nicht tun. Du musst damit aufhören so verdammt faul zu sein. Manchmal brauchen wir einfach nur einen Tritt in den Hintern, um aufzuwachen und die Dinge in die richtige Spur zu bekommen.
- Die Lösung: Sei ehrlich zu Dir selbst. Zu kontrollieren und aufzuschreiben, was Du isst, stellt den besten Weg dar, dieses Problem zu lösen. Du kannst nicht kontrollieren, was Du nicht aufschreibst. Dies wird Dir einen Überblick darüber geben, was Du im Vergleich zu dem, was Du zu essen glaubst, wirklich isst.
2. Du isst "falsche" gesunde Nahrungsmittel
Du wurdest angelogen.
Das Hauptziel von großen Nahrungsmittelmarken in den Supermärkten besteht darin, die Nahrungsmittel zu verkaufen, die gesund zu sein scheinen. Der Grund hierfür? Es ist heute zutage trendig, gesund zu sein. Wenn etwas als trendig angesehen wird, dann geben Menschen Geld dafür aus.
Häufiger als nicht sind diese Nahrungsmittel mit Zucker vollgepackt. Aber diese Firmen werden Dir das niemals sagen. Sie sind so clever geworden, dass sie sogar diese kleinen Zucker Köstlichkeiten in eine gesund erscheinende, natürliche Verpackung stecken.
Gehe in einen Supermarkt Deiner Wahl und sieh es Dir an. Alles ist als natürlich, Bio, glutenfrei, fettfrei, Herz gesund und ballaststoffreich etikettiert. Diese Nahrungsmittel sind typischerweise nährstoffarm und besitzen keinen substantiellen Nährwert.
Im besten Fall werden Sie Dir ein wohlig warmes Gefühl geben. Du denkst, dass Du eine gesündere Version eines Schokoriegels kaufst, indem Du diesen durch einen Ballaststoffriegel ersetzt. Rate mal. All diese Nahrungsmittel können Dich fett machen und verheerende Auswirkungen auf Deine Diät und Deinen Körper besitzen.
- Die Lösung: Iss echte Nahrung. Wenn Du darauf fixiert bist Nährstoffe zu bekommen, indem Du Ballaststoffriegel und Vollkornkekse kaufst, haben wir Neuigkeiten für Dich: Du kannst all diese Nährstoffe ohne den verarbeiteten Müll zu einem Bruchteil des Preises in Form von ECHTER Nahrung bekommen. Verzichte auf diese „gefälschten“ Health Foods und konzentriere Dich auf Nahrungsmittel, die keine 27 Zutaten enthalten.
3. Du bist darauf fixiert Gewicht zu verlieren
Wenn ein Mann sagt, dass er Gewicht verlieren möchte, dann ist das, was er tatsächlich sagen will, dass er Fett verlieren möchte. Kein Mann will zerbrechlich, dürr und schwach sein. Aber mit einer „Gewichtsabbau“ Einstellung, ist das genau das, worauf Du zusteuern wirst.
Muskeln sind das, was Deinen Körper solide, wie aus Stein gemeißelt und athletisch aussehen lässt. Das Problem ist, dass Dir die Waage, wenn Du eine „Gewichtsabbau“ Geisteshaltung hast, nicht sagen wird, wie viel des verlorenen Gewichts Fett ist und wie viel des Gewichts aus Muskeln besteht. Deshalb wirst Du es wahrscheinlich als gute Neuigkeit ansehen, wenn Du ein paar Pfund abnimmst.
Aber nicht jeder Gewichtsverlust ist gut, dies ist der Grund dafür, dass Männer frustriert werden. Sie verlieren etwas Gewicht, sehen aber trotzdem nicht besser aus. In manchen Fällen sehen sie sogar schlechter aus. Dies hängt damit zusammen, dass Du, wenn Du Fett verlierst, auch eine unverhältnismäßige Menge an Muskelmasse verlieren wirst. Dürr zu werden sollte nicht das Ziel sein. Nicht fett zu sein, ist Dein Ziel.
- Die Lösung: Wenn Du Körperfett verlieren und Deine Muskelmasse aufrecht erhalten oder sogar zusätzliche Muskelmasse aufbauen möchtest, musst Du hart trainieren. Und deshalb wirst Du mehr Protein als eine körperlich inaktive Person benötigen. Als Basiswert für die Proteinzufuhr solltest Du täglich mindestens 2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu Dir nehmen.
4. Du isst nicht genug
Eine sehr starke Reduzierung der Gesamtkalorienzufuhr zur Induzierung eines Fettabbaus ist eine weit verbreitete Praxis. Dies ist bei Frauen ein gut bekanntes Problem, aber auch Männer machen diesen Fehler.
Es ist ein gut bekanntes Konzept, dass Du Gewicht verlieren wirst, wenn Du weniger isst. Aber erinnere Dich daran, dass wir nicht notwendigerweise auf einen Gewichtsverlust aus sind. Verdammt, mit etwas einfacher Manipulation des Wasserhaushaltes und einer Kohlenhydratrestriktion kannst Du leicht bis zu 5 Kilo Gewicht verlieren. Aber sobald Du Wasser und Kohlenhydrate wieder zu Deiner täglichen Ernährung hinzunimmst, wirst Du dieses Gewicht sofort wieder aufbauen. Auch wenn eine Reduzierung der Gesamtkalorienzufuhr ein Schritt in die richtige Richtung ist, sind die beiden am weitesten verbreiteten Probleme, die ich bei diesem Ansatz sehe, die folgenden:
- Die Kalorienzufuhr wird zu stark reduziert
- Es werden keine ausreichenden Mengen der richtigen Makronährstoffe konsumiert
Eine gute allgemeine Regel besteht darin, damit zu beginnen, deine Kalorienzufuhr um 200 kcal pro Tag zu reduzieren. Dies wird ein ausreichendes Kaloriendefizit erlauben, um einen Fettabbau zu induzieren, während Du weiterhin über genug Energie für körperliche Aktivitäten und eine Aufrechterhaltung Deiner fettfreien Muskelmasse verfügen wirst.
Dies gilt natürlich unter der Annahme, dass Du bereits von vorne herein genug isst, um Dein normales Körpergewicht aufrecht zu erhalten. Diese Menge wird als täglicher Kalorienverbrauch angesehen.
Wenn wir versuchen, unsere Körperkomposition zu verbessern, sollten wir uns außerdem darauf konzentrieren, etwas fettfreie Muskelmasse aufzubauen. Wie oben bereits erwähnt wurde, musst Du, um dies zu erreichen, ausreichende Mengen an Protein zu Dir nehmen. Zwei Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht sind der Basiswert für den Aufbau fettfreier Muskelmasse.
- Die Lösung: Iss nicht wie ein Vögelchen. Wenn du dies tust, wirst Du auch so aussehen. Zwei Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und etwa 20 bis 25% der täglichen Kalorienzufuhr in Form von Fett stellen einen guten Startpunkt dar. Der Rest Deiner Kalorienzufuhr sollte aus Kohlenhydraten bestehen.
5. Du trinkst zu viele koffeinhaltige Erfrischungsgetränke
Ein paar Dosen Erfrischungsgetränke pro Woche (ein paar bedeutet 2 oder 3 und nicht 14 bis 15) werden Dir wahrscheinlich nicht weh tun, wenn dies das ist, worauf Du Lust hast. Aber wenn Du den Tag nicht durchstehen kannst, ohne ein paar Dosen zu trinken, dann ist das eine rote Fahne. Eine Dose koffeinhaltiger Erfrischungsgetränke enthält etwa so viel Koffein wie ein Espresso. Dieses Koffein wird Dir erst einen Energieschub geben, worauf ein Einbruch Deiner Energie folgt, der Dich schlapper und müder als vor diesem Koffeinschub zurücklassen wird.
Eine regelmäßige Koffeinzufuhr wird im Lauf der Zeit eine immer schwächere Wirkung zeigen. Früher oder später wirst Du eine Art Abhängigkeit von koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken entwickeln. Dies wird zur Folge haben, dass Du immer mehr von diesen Getränken trinken wirst, um dieselbe anregende Wirkung zu erreichen. Doch wenn Du zu viele koffeinhaltige Erfrischungsgetränke konsumierst, dann kann dies zu Schlafstörungen führen und ein gestörter Schlaf ist dafür bekannt, dass er Hormone wie Kortisol negativ beeinflusst, welche einen Fettaufbau – insbesondere im Bauchbereich – fördern.
Wenn Du kalorienarme Erfrischungsgetränke konsumierst, dann riskierst Du früher oder später unter dem „Big Mac und Cola Light Phänomen“ zu leiden. Die Leute beginnen Light Getränke zu trinken und dies aktiviert einen mentalen Trigger. Sie denken, dass sie jetzt alles essen können, was sie wollen, da sie durch die Light Getränke Kalorien einsparen.
Unzählige Menschen ernähren sich fett- und zuckerreich, während sie gleichzeitig light Getränke trinken. Zusätzlich hierzu beginnen viele damit Light Getränke zu trinken, wenn sie beginnen zuzunehmen, da sie hoffen, dass dies helfen könnte. Wenn sich jedoch der Lebensstil und das Verhalten, die für die Gewichtszunahme verantwortlich sind, nicht ändern, dann wird ein Umsteigen auf Light Getränke nicht viel helfen. Es ist nicht der Konsum von Light Getränken, der Dich fett macht, es ist das typischerweise hiermit in Verbindung stehende Verhalten, dass Menschen entwickeln, die Light Getränke zu einem festen Bestandteil ihrer Ernährung machen.
- Die Lösung: Sei ein Mann und höre auf damit, so viel von diesem Müll zu trinken. Wenn Du ein ernsthaftes Problem hiermit hast, dann begrenze Deinen Konsum auf eine Dose pro Tag oder wähle bessere Koffeinquellen wie Bio Kaffee oder grünen Tee.
Behalte im Hinterkopf, dass Koffein eine nicht zu vernachlässigende Halbwertszeit im Körper aufweist. Wenn Du mittags 200 mg Koffein zu Dir nimmst, dann werden sich 6 bis 8 Stunden später abhängig von deiner Empfindlichkeit gegenüber Koffein durchschnittlich immer noch 100 mg Koffein in Deinem Körper befinden.
6. Du lässt die Zügel am Wochenende zu sehr schleifen
Bei Männern kann Alkohol die Testosteronspiegel um bis zu 23% senken. Zusätzlich hierzu sinkt die Fähigkeit Deines Körpers Fett zu verbrennen nach 2 Drinks um etwa 75%. Dein Körper wird weniger effizient darin, Kohlenhydrate und Fett zum Zweck der Energieversorgung zu verbrennen, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Kalorien, die Du konsumierst, in Form von Fett gespeichert werden.
Ich bin nicht hier, um Dich zu bemuttern. Wenn Du es jedoch ernst damit meinst, Deinen Körper in Form zu bringen, dann kann ich Dir versichern, dass Deine wöchentlichen Vodka Red Bull oder Jacky Cola Orgien, gefolgt von Burgern und Pizza um 2 Uhr Morgens Deinen Zielen alles andere als zuträglich sein werden.
- Die Lösung: Triff eine Entscheidung. Mache weiter wie bisher und lasse am Wochenende die Sau raus oder verändere ein paar Parameter in Deinem Leben, die Dir dabei helfen werden, Deine Ziele zu erreichen. Deine Entscheidung.
7. Du verzichtest auf Gemüse
Dies ist bei Männern ein sehr viel weiter verbreitetes Problem als bei Frauen. Es wird häufig als feminin angesehen, Salat und Gemüse zu essen oder grüne Smoothies zu trinken. Es ist an der Zeit, dieses Dogma zu Grabe zu tragen.
Die schlanksten Menschen der Welt (Bodybuilder, Körper- und Figur Athleten) wissen, dass eine Ernährung, die reich an ballaststoffreichem Gemüse ist, beim Erreichen eines schlanken Körpers eine entscheidende Rolle spielt. Selbst wenn Du nicht planst, auf die Bühne zu gehen, trifft dieses Prinzip für Dich zu.
Diese Typen von Gemüse enthalten tonnenweise Ballaststoffe, welche die Verdauung der Nahrung verlangsamen und Dich länger satt halten. Dies ist ein Schlüsselfaktor, wenn Du Dich in einem Kaloriendefizit befindest. Darüber hinaus wird häufig übersehen, dass der Konsum von Gemüse dabei hilft Entzündungen zu kontrollieren.
Wenn Du hart trainierst, dann bist Du von einer Azidose betroffen – ein Zustand, in dem sich der pH Wert Deines Körpers in den sauren Bereich verschiebt (was sowohl durch den Trainingsstress, der unvermeidbar ist, als auch durch die Nahrungsmittel, die Du isst – und die Du kontrollieren kannst – hervorgerufen wird). Indem Du große Mengen an Gemüse in Deine Ernährung einbaust, wirst Du Deinen Körper gleichzeitig mit basischen Nahrungsmitteln versorgen, welche Deine Regeneration und Deine Energiespiegel unterstützen und Deinem Körper dabei helfen, einen Zustand einer extremen Übersäuerung zu vermeiden, indem sie einen ausgewogenen pH Wert in Deinem Körper fördern.
- Die Lösung: Mache es zu einem Deiner Ziele, einen grünen Smoothie Tag einzulegen und iss außerdem zu jeder Mahlzeit etwas Gemüse.
8. Du fürchtest Dich vor Kohlenhydraten
Hier ist die Wahrheit: Kohlenhydrate sind für Dein Leben essentiell. Wenn Du vollständig auf Kohlenhydrate verzichtest oder zu lange eine kohlenhydratarme Diät befolgst, dann wirst Du verrückt werden (im wahrsten Sinn des Wortes).
Es scheint so, als ob eine ganze Industrie durch den Low-Carb Wahn geboren worden wäre, aber gleichzeitig wird uns nicht genug über Kohlenhydrate beigebracht. Das Resultat? Kohlenhydrate wurden verteufelt und als der Bösewicht gebranntmarkt, der daran Schuld ist, dass Du fett wirst. Dies ist nicht die ganze Wahrheit.
Vollwertige Nahrungsmittel wie Reis, Quinoa, Buchweizen, Kartoffeln und Hafer stehen seit Jahrtausenden auf unserem Speiseplan. Diese Nahrungsmittel gehören zu den Grundnahrungsmitteln vieler Bevölkerungsgruppen. Hier ist eine interessante Perspektive, die man in Betracht ziehen sollte: frage Dich, warum 1,73 Milliarden Asiaten, die sich primär von Reis und Gemüse ernähren, nicht mit Übergewicht, Herzkrankheiten und Diabetes vom Typ 2 zu kämpfen haben, wie es in der westlichen Welt der Fall ist.
In ländlichen Gegenden von Japan, China, den Philippinen, Thailand und Indonesien sehen wir nur sehr wenige Menschen, die unter den ernährungsbedingten Krankheiten leiden, die bei uns so weit verbreitet sind. Diese Menschen essen hauptsächlich Kohlenhydrate. In ländlichen Gegenden von Mexiko machen Mais, Bohnen und Speisekürbis (welche alle primär aus Kohlenhydraten bestehen) den größten Teil der Ernährung aus. Und auch diese Menschen leiden nur selten unter ernährungsbedingten Erkrankungen.
Wenn die Menschen in diesen ländlichen Gegenden nicht mit den ernährungsbedingten Erkrankungen zu kämpfen haben, unter denen wir leiden, warum fürchten wir im Westen dann Kohlenhydrate so sehr? Es ist die typische westliche Ernährung, die mit raffiniertem Zucker überladen ist und mit ungesunden fettmachenden Kohlenhydraten vollgepackt ist, die das Problem darstellt.
Die Typen von Kohlenhydraten, von denen die Menschen in den erwähnten ländlichen Gegenden leben, sind hauptsächlich vollwertige, unverarbeitete komplexe Kohlenhydrate. Sie enthalten wenig oder überhaupt keinen Zucker und werden sehr viel langsamer als die Oreos und Pommes verdaut, die wir im Westen verschlingen.
Die Botschaft ist, dass Kohlenhydrate etwas Gutes für Dich sind. Schlechte Kohlenhydrate (verarbeitete und mit Zucker und Fett überladene Kohlenhydrate) sind die Kohlenhydrate die Dich fett machen werden.
- Die Lösung: Eliminiere Kohlenhydrate nicht aus Deiner Ernährung, sondern lege einfach weniger Betonung auf sie. Zusätzlich hierzu solltest Du wissen, welche Kohlenhydrate Du essen solltest und welche Du meisten solltest.
9. Du trinkst nicht genug Wasser
Etwa 75% aller Menschen sind dehydriert. Gleichzeitig bestehen 85% Deines Gehirns, 80% Deines Blutes und 70% Deiner Muskeln aus Wasser, was häufig schmerzlich übersehen wird.
Wasser ist für die grundlegende Funktion unseres Körpers und eine gute Gesundheit essentiell. Ohne diese beiden ist die Entwicklung eines definierten Körpers unmöglich.
Der Ernährungsberater und Autor Chris Aceto erklärt dies folgendermaßen:
"Der Konsens in der Bodybuilding Gemeinschaft ist, dass eine große Wasserspeicherung innerhalb der Muskeln als anaboler Faktor agiert. Dies erlaubt es den Muskel eine positive Stickstoffbilanz aufrecht zu erhalten, welche das Muskelwachstum direkt beeinflusst.
Genau wie Pflanzen brauchen auch unsere Muskeln Wasser, um zu wachsen.
- Die Lösung: Trinke mindestens Dein Körpergewicht * 30 ml in Form von Wasser, was bei einer 100 Kilo schweren Person 3 Litern entspricht.
10. Du befolgst die Formel eines anderen bis ins Detail
Bio-Individualität kann nicht ignoriert werden. Jeder ist anders.
Trainer und Mentoren haben bestimmte Programme, die sie propagieren – typischerweise, weil sie mit diesen Programmen in der Vergangenheit quantifizierbare Erfolge erzielen konnten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Programme für jeden funktionieren werden.
Verallgemeinerung ist gut, aber Individualisierung ist besser. Einige Ernährungsregeln sind universell gültig. Sie treffen auf jeden zu. Aber an einem gewissen Punkt, nachdem die Grundlagen abgedeckt wurden, musst Du Deine eigene Formel entwickeln, die für Dich und Deinen Körper funktioniert.
Einfachheit, Richtlinien und Flexibilität sollten die Grundlage Deiner Diät darstellen.
- Die Lösung: Wenn es um Ernährung und Diät geht, „Akzeptiere, was nützlich ist und verzichte auf das, was nutzlos ist.“ - Bruce Lee
Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/10-mistakes-men-diet

Versuchst Du die Menge an Protein zu erhöhen, die Du jeden Tag zu Dir nimmst?
Vielleicht solltest Du einen dieser 5 Typen von Proteinpulver zu Deinem Supplementarsenal hinzufügen.
Proteinpulver hat sich aufgrund seiner zahlreichen Gesundheitsvorzüge und seiner Vorzüge im Bereich der Regeneration nach dem Training zu einer Grundlage im Ernährungsplan eines jeden ernsthaften Bodybuilders entwickelt.
Wenn Du hart und definiert werden willst, dann wirst Du definitiv ein gutes Proteinpulver benötigen.
Aber welche Art von Proteinpulver solltest Du verwenden? Wir werden Dir bei dieser Entscheidung im Rahmen dieses Ratgebers helfen.
Welche Alternativen hast Du?
Es gibt eine große Auswahl an unterschiedlichen Typen von Proteinpulver, aber jedes Proteinpulver hat seine eigenen, individuellen Vorzüge.
Einige Menschen werden aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse einen Typ von Proteinpulver besser als einen anderen finden.
Um Dir einen schnellen Überblick über einige weit verbreitete Typen von Proteinpulver zu geben, ist hier eine kurze Liste inklusive besonderer Eigenschaften und Vorzüge:
1. Wheyprotein
Wheyprotein mag reich an Protein sein, aber es enthält auch Laktose – eine Zuckerart, die natürlich in Milch vorkommt. Während der Verarbeitung wird die Menge an Laktose jedoch reduziert. Bei einem Wheyprotein Isolat fällt die Menge an verbleibender Laktose deutlich geringer als bei einem Wheyprotein Konzentrat aus. Menschen, die unter einer Laktoseintoleranz leiden, sollten bei einer Verwendung von Wheyprotein trotzdem vorsichtig sein (1).
Wheyprotein ist reich an Leucin, einer verzweigtkettigen Aminosäure (BCAA), die bei der Entwicklung von Muskeln im menschlichen Körper hilft. Es ist die Gegenwart von Leucin in Wheyprotein, die diese Art von Protein zu einer so guten Wahl für eine Unterstützung des Muskelaufbaus macht. Leucin ist besonders effektiv, wenn es um eine Anregung der Proteinsynthese geht (2), was insbesondere für die Proteinsynthese im Bereich der Skelettmuskulatur gilt.
Aus diesem Grund wird Wheyprotein Sportlern zur Unterstützung einer schnelleren Regeneration nach einem Krafttraining empfohlen. Da Wheyprotein dabei hilft, ein Muskelwachstum zu fördern, kann es auch beim Abbau von Körperfett helfen, was primär auf einer Erhöhung der Stoffwechselrate im Ruhezustand basiert.
Wenn Du Dich für Wheyprotein entscheidest, dann solltest Du versuchen, ein Produkt zu finden, das aus der Milch von mit Gras gefütterten Kühen hergestellt wird. Das Gras, das diese Kühe essen, ist nicht mit synthetischen Pestiziden verunreinigt und wird auch nicht mit irgendeiner Form von anorganischen, künstlichen Düngern gedüngt.
Warum solltest Du Wheyprotein verwenden?
- Unterstützung des Muskelaufbaus: Leucin wird als die anabolste aller Aminosäuren angesehen. Da Wheyprotein reich an Leucin ist, erleben Anwender von Wheyprotein in der Regel eine starke Zunahme des Muskelwachstums.
- Unterstützung eines Gewichtsabbaus: Wheyprotein ist nicht nur gut zur Unterstützung eines Muskelwachstums und der Regeneration nach dem Training geeignet, sondern stellt auch ein hervorragendes Supplement für all diejenigen dar, die versuchen ihr Gewicht aufrecht zu erhalten oder Gewicht zu verlieren, da Wheyprotein eine den Appetit unterdrückende Wirkung besitzt.
- Unterstützung einer Linderung von Stress: Wheyprotein enthält eine aktive Komponente namens Alpha-Lactalbumin, welche die Spiegel des Stresshormons Kortisol senkt und die Spiegel des Neurotransmitters Serotonin erhöht, welcher die Stimmungslage beeinflusst. Dies führt zu weniger Stress und einer geringeren Neigung zu Depressionen.
- Verbesserung der Funktion des Immunsystems: Neben Leucin enthält Wheyprotein auch die Aminosäure Cystein, welche die Produktion von Glutathion anregt. Glutathion agiert in den Zellen und Geweben des Körpers als Antioxidans. Die Glutathionspiegel sind direkt proportional zur Fähigkeit des Immunsystems den Körper vor Krankheiten zu schützen.
2. Casein
Sowohl Casein, als auch Wheyprotein werden aus Milch hergestellt, doch anders als Wheyprotein wird Casein nicht so schnell verdaut. Der Körper benötigt mehr Zeit, um diesen Typ von Protein vollständig zu absorbieren. Aus diesem Grund hilft Casein dabei, den Abbau von Protein im Körper zu reduzieren.
Dieses Protein unterbricht die Absorption von Aminosäuren, so dass die Muskeln besser vor einem Abbau geschützt sind. Wenn es jedoch um Proteinsynthese und Kraft geht, dann ist Wheyprotein effizienter als Casein. In den Fällen, in denen die Kalorienzufuhr einer Person reduziert wird, ist Casein häufig effektiver als Wheyprotein, wenn es um die Körperkomposition und den Muskelschutz geht.
Warum solltest Du Casein verwenden?
- Es halt länger im Körper vor: Die Länge der Zeitspanne, während der ein Protein im Körper verbleibt, hängt vom Typ des Proteins ab. Das Gute an Casein ist, dass es im Vergleich zu anderen Typen von Protein länger im Körper verbleibt. Da es langsam verdaut wird, setzt es über einen längeren Zeitraum eine gleichmäßige Menge von Aminosäuren in den Blutkreislauf frei.
- Es fördert die Kraft: Casein ist für seine antikatabolen Eigenschaften bekannt. Es kann die Wirkungen von Wheyprotein verdoppeln, wenn es um eine Steigerung der Kraft in den Beinen, in der Brust und in den Schultern geht. Wenn die Muskelfasern des Körpers nach einer Trainingseinheit beschädigt sind, dann versorgt Casein den Körper mit den Aminosäuren, die er benötigt, um stärkere Muskeln aufzubauen.
- Es ist gut für die Zähne: Eine Erosion des Zahnschmelzes ist einer der Gründe für Zahnarztbesuche. Ein regelmäßiger Konsum von Casein kann eine solche Erosion reduzieren oder sogar vollständig verhindern. Wie andere Milchprodukte auch enthält Casein Kalzium, Phosphat und Hydroxide, die dabei helfen, die Zähne zu stärken.
3. Kollagen
Kollagen ist besser als Inhaltsstoff von Beauty Produkten und Anti-Aging Lösungen bekannt. Dies hängt mit der Fähigkeit von Kollagen zusammen, die Stärke und Elastizität der unterschiedlichen Gewebetypen des Körpers aufrecht zu erhalten.
Kollagen ist ein Typ von Protein, der im Körper natürlich hergestellt wird. Dieses Protein findet sich in der Haut, in den Gelenken und den Muskeln wieder. Die Aminosäuren, die sich in diesem Protein befinden, umfassen unter anderem Lysin, Prolin und Glycin. Diese Aminosäuren helfen dabei, die Haut und das Haar gesund zu halten.
Die Fähigkeit von Kollagen, Gewebetypen des Körpers elastisch und stark zu halten ist der Grund dafür, dass dieses Protein für die Regeneration von Gelenken und Muskeln essentiell ist. Dieser Typ von Protein ist besonders für ältere Menschen empfehlenswert, die Anzeichen des Alterns umkehren möchten.
Warum solltest Du Kollagen verwenden?
- Förderung gesunder Knochen: Der tägliche Konsum von Kollagenpeptiden kann den Knochenstoffwechsel fördern. Menschen, die unter Krankheiten leiden, die aus einem Mangel an Kalzium resultieren, können von Kollagen profitieren, da dieses die Zellen stimuliert, die für das Knochenwachstum verantwortlich sind.
- Förderung einer ausgeglichenen Hormonproduktion: Aminosäuren wie Arginin, Glutamin, Glycin und Prolin werden für eine ausgeglichene Produktion von Hormonen im Körper benötigt. Kollagen ist reich an diesen Aminosäuren. Dieses Protein hemmt außerdem die Produktion von Kortisol – einem Stresshormon.
- Unterstützung einer gesunden Verdauung: Kollagen fördert die Produktion der Salzsäure im Magen, was eine leichtere Verdauung fördert. Kollagen absorbiert außerdem Wasser, wodurch es dabei hilft, Nahrung in den Verdauungstrakt zu transportieren.
4. Insektenprotein
Insektenprotein stellt für einige Menschen nicht wirklich die erste Wahl dar. Nicht jeder kann mit der Vorstellung umgehen, Insekten als Proteinquelle zu essen, wenn es Alternativen gibt. Trotz dieser Tatsache, beginnen viele Menschen, die Vorzüge von Insektenprotein zu erkennen.
Insektenprotein ist typischerweise in Form eines Multivitaminpulvers erhältlich. Es enthält doppelt so viel Protein wie Rindfleisch. Grillenprotein wird als sehr nahrhafter Typ von Insektenprotein angesehen, da es Eisen, Magnesium, Zink und Omega-3 Fettsäuren enthält.
Warum solltest Du Insektenprotein verwenden?
- Es liefert die notwendigen Nährstoffe: Die Menge an Protein, die sich in rohem Rindfleisch wiederfindet, entspricht der Menge von Protein, die sich in Heuschrecken und Grashüpfern wiederfindet. Das Protein, das Kalzium, das Zink und das Eisen, das sich in tierisch basierten Produkten wiederfindet, kommt hauptsächlich von Insekten.
- Es stellt ein geringeres Gesundheitsrisiko dar: Aufgrund der Distanz zwischen Insekten und Menschen, besteht eine geringere Wahrscheinlichkeit, dass Insekten Krankheiten übertragen. Vieh wie Kühe ist trotz der von Menschen verwendeten Vorsichtsmaßnahmen immer noch anfällig für unbekannte Krankheiten.
5. Veganes Protein
Veganes Protein enthält für gewöhnlich Protein aus Erbsen, Soja, Amaranth und andere Proteine, die sich in Pflanzen wiederfinden. Der größte Nachteil dieses Typs von Protein besteht darin, dass die enthaltenen Aminosäuren die notwendige Proteinzufuhr einer Person in der Regel nicht vollständig decken.
Veganes Protein ist nicht so hochwertig wie andere erhältliche Proteintypen. Dies ist der Grund dafür, dass Wheyprotein und Kasein Protein von vielen bevorzugt werden.
Warum solltest Du Veganes Protein verwenden?
- Es besitzt entzündungshemmende Vorzüge: Veganes Protein ist eine gute Quelle für Chlorophyll. Dies resultiert in entzündungshemmenden Vorzügen. Insbesondere Hanfprotein liefert diese Vorzüge selbst für Menschen, die unter Lebensmittelallergien leiden
- Reduzierung des Blutdrucks: Die am wenigsten allergenen veganen Proteinsorten wie Hanfprotein und Protein aus braunem Reis enthalten Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe, die den Cholesterinspiegel und den Blutdruck senken.
Schlussfolgerung
Es gibt unterschiedliche Typen von Proteinpulver für unterschiedliche Bedürfnisse. Auch Faktoren wie Preis und Proteinquelle sollten bei der Wahl des richtigen Proteinpulvers in Betracht gezogen werden.
Tierisch basierte Proteinpulver enthalten in der Regel mehr Protein als pflanzenbasierte Produkte. Aus diesem Grund wird Wheyprotein – insbesondere von mit Gras gefütterten Rindern – im allgemeinen Menschen empfohlen, die ihre Gesundheit verbessern und Muskeln aufbauen wollen.
Wie sieht es mit Dir aus? Was glaubst Du, welches Proteinpulver Du brauchst?
Referenzen:
- Healthy Living With Lactose Intolerance
- Leucine Supplementation Accelerates Connective Tissue Repair of Injured Tibialis Anterior Muscle
Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/5-protein-powder-types

Wie viele der Leser dieser Site bin ich mit Bodybuildingernährung aufgewachsen. Ich habe Championship Bodybuilding von Chris Aceto wie die Bibel gelesen, Arnolds Ecyclopedia wahrlich verschlungen und jeden Monat meine Lieblingsbodybuildingmagazine studiert.
Eine Ernährung im Bodybuilding Stil (sechs Mahlzeiten, spezifische Makronährstoffverhältnisse und Nährstoffverteilungsschema, usw.) ist einer der effektivsten Wege, um den Körper zu verändern, daran besteht kein Zweifel. Und jeder, der Dir etwas anderes erzählt, hat diese Art der Ernährung nie konsequent mit Hingabe und Disziplin durchgezogen.
Aber während ich mit mehr Menschen in der realen Welt gearbeitet habe, haben sich auch meine Theorien weiterentwickelt. Ich habe damit begonnen, mir drei Hauptfragen bezüglich dieses Ansatzes zu stellen:
1. Ist ein traditioneller maximaler Fettabbau/Wettkampfvorbereitungsplan längerfristig durchhaltbar?
Die Antwort für die Mehrzahl von uns lautet nein – und das gilt selbst für die echten hardcore Athleten unter uns. Viele Wettkampfathleten können dies aus erster Hand berichten: Fressgelage nach dem Wettkampf, ein schneller Wiederaufbau des verlorenen Gewichts und die negative hormonelle Rückkopplungsschleife, die mit extremen Trainings- und Ernährungsansätzen und/oder Dopingprogrammen in Verbindung steht.
Jeder kann sich auf eine gewisse Art und Weise ernähren, wenn die Motivation hoch ist – sei es für einen Wettkampf, ein neues Foto auf Facebook oder sogar einfach nur eine sommerliche Pool Party, bei der Du den Barkeeper kennst und an der Du schon seit Monaten teilnehmen möchtest.
Aber wie wird sich die Vorbereitung auf diesen einen großen Tag langfristig auf Deine stoffwechseltechnische und hormonelle Gesundheit und Deine Fähigkeit, auch beim nächsten Versuch wieder schlank zu werden, auswirken?
Ist ein vollständiger Verzicht auf Kohlenhydrate, die Ausführung von drei Stunden Cardio pro Tag und über die Persönlichkeit einer Schnecke und die Libido einer Leiche zu verfügen der einzige Weg, in Form zu kommen? Das ist kein Six-Pack der Welt wert.
Irgendjemand wird Masse- und Diätphasen als notwendig verteidigen, aber für viele ist dies ein simples Jo-Jo Szenario, auch wenn es einen festen Bestandteil des sportlichen Bereichs darstellt. So etwas ist weder auf Dauer praktikabel noch gut für Deine langfristigen Ziele oder Deine allgemeine Gesundheit. Ich habe ehemalige Wettkampfathleten gesehen, die durch diesen Jo-Jo Effekt fettleibig geworden sind, Diabetes vom Typ II entwickelt haben und für den Rest ihres Lebens mit ihrer Gesundheit und ihrer Körperkomposition zu kämpfen hatten.
Wenn diese Vorgehensweise für Dich ansprechend klingt, dann ist das in Ordnung, ziehe es durch. Jedem das seine. Ich bin mehr daran interessiert einen Plan zu finden, den ich für den Rest meines Lebens durchhalten kann und der es mir erlaubt, das ganze Jahr über in Form zu bleiben.
2. Ist es funktional?
Für Jahre hatte ich kein Problem damit, jeden zweiten Tag in den Supermarkt zu fahren, zweimal wöchentlich eine Wagenladung an Essen zu kochen, jeden Tag eine Tasche mit Tupperware Dosen zu packen, usw. Disziplin und Hingabe sind ein Teil meiner Persönlichkeit.
Als ich mit diesem Sport angefangen habe, hatte ich fälschlicherweise angenommen, dass dies bei jedem der Fall sei. Du möchtest in Form kommen? Dann tue das, was Du verdammt noch mal tun musst, um dieses Ziel zu erreichen.
Aber nachdem ich mit mehr und mehr Menschen in der realen Welt gearbeitet hatte, erkannte ich, dass dies für die meisten außerhalb der Fitnessindustrie weder funktional noch realistisch ist.
Hast Du je mit einem Silikon Valley Unternehmer gearbeitet, dessen Industrie sich mit tausend Tweets pro Sekunde voranbewegt? Hast Du je einen Arzt oder Rechtsanwalt beraten, der einen halben Tag am Stück im OP oder im Gerichtssaal sein kann? Oder einen College Schüler oder Studenten, der viele Kurse hat und halbtags arbeiten muss, um sich sein Studium zu verdienen und versucht genug Zeit zu finden, jemanden flachzulegen?
Für diese Bevölkerungsgruppen ist es ganz einfach unrealistisch, alle 2 Stunden eine Pause für Thunfisch und Brokkoli einzulegen.
Ist der Verzehr von 6 bis 8 kleinen Mahlzeiten pro Tag funktional und für das nächste Jahr, die nächsten 5 Jahre oder den Rest Deines Lebens machbar, wenn sich Deine Prioritäten verändern und Du anderen Karrierezielen hinterher jagst und trotzdem in Form bleiben möchtest?
Wenn Du eher in Richtung von „nicht wirklich“ tendierst, dann besteht die nächste Frage darin, ob so etwas absolut notwendig ist, um Resultate zu erzielen, oder ob es einen anderen Weg gibt.
3. Gibt es alternative Ansätze für die Mahlzeitenfrequenz für einen allgemeinen Fettabbau und eine Verbesserung des Körpers?
Ich spreche an dieser Stelle nicht von Bodybuilding Wettkampfdiäten, weshalb ich keinen Haufen wütender Bodybuilder brauche, die ihre verschwitzen Posingslips auf mich werfen – es sei denn, es handelt sich um Frauen.
Bereit für die Wettkampfbühne zu werden ist etwas anderes. Wenn das Dein Ziel ist, dann hoffe ich, dass Du einen gut durchdachten Ansatz und kein exotisches Protokoll für Freizeitbodybuilder befolgst. Im Zweifelsfall solltest Du mit einem guten Trainer zusammenarbeiten.
Ich spreche auch nicht von Masseaufbauphasen oder Leuten, die sich strikt dafür ernähren, ihre sportliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Wenn Dein Kalorienbedarf bei 5000+ kcal liegt, dann hast Du wahrscheinlich gar keine andere Wahl, als den 5 bis 6 Mahlzeiten pro Tag Weg einzuschlagen.
Dieser Artikel – und meine Artikel im Allgemeinen – zielen jedoch mehr auf die anderen 90% der nicht an Wettkämpfen teilnehmenden Kraftsportlerpopulation ab, die einfach nach einem aufrechterhaltbaren Ansatz dafür suchen, definiert zu werden und die dazu in der Lage sein möchten zu sagen „Ich sehe gut aus. Ich meine wirklich gut. Schaut her wie gut ich aussehe.“
Anedotenhafte Hinweise
Genauso, wie ich Dir raten würde, Dir Deine Ernährung nicht von einem ADA oder Paleo diktieren zu lassen, würde ich Dir empfehlen, Dir Dein Leben nicht durch ein Bodybuilding/Fitness Ernährungsdogma diktieren zu lassen. Wenn Du objektiv bist, dann besteht die Realität darin, dass es andere Methoden und Ansätze gibt, um eine hervorragende Form zu erreichen.
Der legendäre Bodybuilder Serge Nubret aß nur zwei Mahlzeiten pro Tag, die aus riesigen Mengen an Pferdefleisch mit Reis und Bohnen bestanden. Ich weiß, dass einige jetzt an Steroide denken werden, aber diese Art von Ernährung hat nicht nur bei ihm gut funktioniert. Auch viele seiner nicht-Bodybuilding Klienten berichteten von hervorragenden Transformationen ihrer Körperkomposition.
Der „drei Mahlzeiten pro Tag“ Ansatz wird im Bereich der Bodybuilding Industrie heruntergemacht und häufig als kontraproduktiv für den Fettabbau oder eine Verbesserung der Körperentwicklung kritisiert.
Dies ist jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit deshalb der Fall, weil die typische amerikanische Ernährung als repräsentative Kontrollgruppe für diesen Ansatz verwendet wird – Mokka und Kaffeestückchen zum Frühstück, Sandwichs und Chips zum Mittagessen, Pizza und Kekse zum Abendessen.
Dies ist für einen Vergleich problematisch, weil dies nicht die die typischen Mahlzeiten sind, die von jemandem verzehrt werden, der eine Veränderung seiner Körperkomposition anstrebt.
Es ist mehr die suboptimale Ernährungsauswahl, die das Problem darstellt und nicht das Schema der Mahlzeitenfrequenz selbst. Drei Mahlzeiten pro Tag können für einen Fettabbau gut funktionieren – immer vorausgesetzt, dass man gute Entscheidungen bezüglich der Nahrungsmittel trifft.
Im Gegensatz hierzu führt die traditionelle japanische Ernährung (Fisch, mageres Fleisch, Eier, Gemüse, Reis, Süßkartoffeln, wenig verarbeitete Nahrungsmittel, usw.) zu einer der niedrigsten Diabetes- und Fettleibigkeitsraten der Welt. Und fangt mir jetzt nicht mit dem Thema „Genetik“ an. Es gibt Studien, die zeigen, dass wenn gebürtige Japaner zu einem mehr westlichen Ernährungsschema übergehen, ihre Gesundheitsbiomarker dramatisch sinken und ihr Körperfettanteil gen Himmel schießt.
Ich versuche nicht jedem das Gefühl zu geben, dass er sich in einen Japaner verwandelt, aber Du kannst mit Sicherheit ein paar Dinge von diesem Ernährungsansatz lernen – genau wie von jedem effektiven Ansatz inklusive Paleo oder mediterraner Ernährung.
Während ich denke, dass eine Paleo Diät ein gutes Starttemplate für einen übergewichtigen, bewegungsarmen Büromenschen ist, denke ich, dass die traditionelle japanische Ernährung ein gutes Template für einen Kraftsportler ist, der nach einen gesunden kohlenhydratbasierten Ernährungsansatz für eine Verbesserung seiner Körperentwicklung sucht.
Hier ist ein typischer Tag. Ich habe die Werte so angepasst, dass sie besser zu einem 85 Kilo schweren Mann, als zu einer 45 Kilo leichten Geisha passen:
- Frühstück: 2 bis 3 ganze Eier, 120 Gramm Fisch, 1 Tasse Reis, Meeresgemüse*, grüner Tee.
- Mittagessen: 250 Gramm Teriyaki Hühnchen, 1 Tasse Reis, gemischtes Gemüse
- Abendessen: 350 Gramm Lachs oder Makrele, Miso Suppe, 1 Tasse Reis, Spinatsalat
- Dessert: 1 Stück Obst oder ½ Tasse pürierte Süßkartoffeln
Dies liefert einem 85 Kilo schweren Bodybuilder etwa 180 Gramm Protein, 180 Gramm Kohlenhydrate und 40 bis 50 Gramm Fett als Nebenprodukt der Proteinnahrungsmittel.
* Meeresgemüse ist im Grunde genommen nichts anderes als Seegras, was vielleicht nicht besonders lecker klingen mag, aber seit Jahrhunderten ein Grundnahrungsmittel im Bereich der japanischen Ernährung darstellt. Meeresgemüse bietet außerdem von allen Nahrungsmitteln eine der größten Bandbreiten an Mineralstoffen inklusive Eisen, Magnesium, Zink und insbesondere Jod. Der Name Meeresgemüse ist ein Sammelbegriff für eine Reihe unterschiedlicher Gemüsesorten wie Nori, Hijiki, Wakame, Arame, Kombu und Dulse.
Der nächste Schritt besteht darin, an Trainingstagen ein geeignetes Trainingsernährungsprotokoll hinzuzufügen. Für schlanke Menschen, die versuchen so viel Masse wie möglich aufzubauen, ist ein qualitativ hochwertiger Weight Gainer die effektivste natürliche Methode, die mir bisher über den Weg gelaufen ist.
Schwerere Jungs oder Sportler, die Gewichtsklassenbeschränkungen unterworfen sind, werden wahrscheinlich mit einem hochwertigen Proteinpulver und weniger Kohlenhydraten besser beraten sein, um signifikante, aber weniger dramatische Zuwächse an Kraft und Masse zu erzielen.
Cliffs Notes zur Mahlzeitenfrequenz
Als ich noch zur Schule ging, versuchte ich das, was ich während des Chemieunterrichts verpasste, weil ich von den paar heißen Mädels in meiner Klasse träumte, dadurch aufzuholen, dass ich mir die „Cliffs Notes“ – eine Reihe von Lehrbüchern mit komprimierten Informationen zu unterschiedlichen Themen – zum entsprechenden Thema durchlas. Hier ist meine Cliffs Notes Version zur Wissenschaft zum Thema Mahlzeitenfrequenz:
Eine von Bellisle und Kollegen durchgeführte Studie untersuchte die angeblichen Vorzüge von häufigen Mahlzeiten bezüglich der thermischen Wirkung der Nahrung (kurz TEF). Während die Wissenschaftler Hinweise darauf fanden, dass die thermische Wirkung der Nahrung bei häufigeren Mahlzeiten höher ausfiel, waren die gemessenen Unterschiede weder eindeutig noch signifikant, was sie zur Schlussfolgerung brachte, dass die Gesamtnahrungszufuhr bei der Gleichung der Energiebilanz immer noch am wichtigsten ist (1).
Eine andere von Burke und Kollegen durchgeführte Studie betrachtete eine identische Kohlenhydratzufuhr innerhalb von 24 Stunden, die entweder auf Mahlzeiten alle vier Stunden oder stündliche Mahlzeiten aufgeteilt wurde. Es konnte kein signifikanter Unterschied bezüglich der Speicherung von Muskelglykogen zwischen den beiden Gruppen beobachtet werden (2).
Zu guter Letzt kam eine von Norton durchgeführte Studie zu dem Ergebnis, dass auch wenn eine häufige Zufuhr von Aminosäuren eine weit verbreitete Praxis darstellt, es unwahrscheinlich ist, dass der Verzehr einer weiteren Mahlzeit 2 bis 3 Stunden nach der ersten Mahlzeit ausreichend ist, um eine weitere Erhöhung der Proteinsynthese hervorzurufen, da die Aminosäurespiegel/Leucinspiegel bereits erhöht sind.
Norton kam zur Schlussfolgerung, dass es deshalb nützlicher sein könnte, größere Mengen an Protein während einer Mahlzeit zu konsumieren und länger als die 2 bis 3 Stunden zwischen den Proteindosierungen zu warten, die typischerweise im Bereich der Bodybuilding Gemeinschaft empfohlen werden (3).
Wenn man eine persönliche Voreingenommenheit oder die Traditionen außen vor lässt und sich die wissenschaftlichen Daten objektiv ansieht, dann besteht ganz klar kein großer Unterschied zwischen kleineren, häufigeren Mahlzeiten und größeren Mahlzeiten mit einem größeren zeitlichen Abstand, wenn es um einen Fettabbau und stoffwechseltechnische Faktoren, die mit einem Fettabbau in Verbindung stehen (nahrungsinduzierte Thermogenese, Energieverbrauch über 24 Stunden, usw.), geht.
Einige werden diese wissenschaftlichen Studien verwenden, um „zu hören, was sie hören wollen“ und gegen eine Bodybuilding Ernährung wettern. „Ich wusste es. Drei Mahlzeiten pro Tag sind einem Ansatz mit sechs Mahlzeiten pro Tag überlegen. Bodybuilder sind obsessive, zwanghafte Idioten.“
Doch das ist nicht das, was die Wissenschaft sagt. Sie sagt, dass beide Ansätze mehr oder weniger gleich gut sind. Übersetzung? Beide können in der realen Welt effektiv sein.
Erinnere Dich an die Hierarchie des Fettabbaus: Eine optimale Nahrungsmittelauswahl, Gesamtkalorien und zielgerichtete Makronährstoffverhältnisse basierend auf individuellen Faktoren sind die wichtigsten Schritte beim Entwurf einer effektiven Fettabbaudiät. Wenn diese Variablen kontrolliert werden, spielt die Mahlzeitenfrequenz keine so große Rolle.
Das optimale Schema der Mahlzeitenfrequenz für Dich ist das Schema, das Dir am besten dabei hilft, Deine Diät einzuhalten. Der am besten einhaltbare und funktionalste Ansatz in Deiner Welt ist der beste Ansatz für Dich.
Mit anderen Worten ausgedrückt spielt die Physiologie der Mahlzeitenfrequenz keine so große Rolle. Sowohl die Wissenschaft, als auch anekdotenhafte Erfahrungen beweisen dies. Es sind die psychologischen und sozialen Faktoren, die bei Deinen Entscheidungen die wichtigsten Variablen darstellen.
Dies bedarf natürlich etwas Experimentieren deinerseits. Wie passt eine Mahlzeitenfrequenz in Deinen Tagesablauf, wie passt sie zu den Anforderungen Deiner Karriere, Deinem Lebensstil und Deinem Sozialleben?
Einige haben für sich selbst herausgefunden, dass der Verzehr kleinerer, häufigerer Mahlzeiten ihnen eine bessere Blutzuckerkontrolle ermöglicht, ihnen mehr Energie verleiht und sie weniger anfällig für Fressanfälle und Diätausrutscher macht. Auch wenn sie kleinere, kalorienkontrollierte Mahlzeiten essen, mögen sie auf psychologischer Ebene die Idee, dass eine weitere Mahlzeit in Kürze folgen wird. Sie mögen es, dem Hunger immer einen Schritt voraus zu sein, oder dieses Gefühl, sich niemals hungrig und niemals zu satt zu fühlen.
Wenn sie eine längere Phase ohne Nahrung durchstehen müssen und hungrig sind, dann fällt ihnen eine gute Nahrungsmittelauswahl sehr schwer. Sie enden damit, sich an Junkfood zu überfressen. Ein traditioneller Fitness/Bodybuilding Ansatz könnte bei dieser Gruppe besser funktionieren.
Viele Fitnesssportler leiden unter der Angst, dass ihr Körper, wenn sie jemals länger als drei Stunden lang nichts essen, damit beginnen wird, sich selbst zu „kanibalisieren“ und dass sie all ihre hart erarbeitete Muskelmasse verlieren werden. Diese Leute haben eine „füttere die Maschine“ Mentalität. Unabhängig von den physiologischen Wahrheiten ist die Psychologie die Schlüsselkomponente des ernährungstechnischen Erfolges. Kleinere, häufigere Mahlzeiten könnten auch für diese demographische Gruppe den besten Ansatz darstellen.
In einem vielbeschäftigten Berufsleben und einer Abneigung davor, Nahrung einzupacken und jeden Tag in Tupperwaredosen mit sich herum zu tragen, finden einige, dass der Verzehr von 6 bis 8 Mahlzeiten pro Tag sehr unpraktisch und unrealistisch für ihren Lebensstil ist. Sie schaffen es nicht, sechs ausgewogene und vollständige Mahlzeiten in ihren Tagesablauf zu packen. Sie enden deshalb damit, ein paar feste Mahlzeiten zu essen und dann einfach auf Snack Nahrungsmittel zurück zu greifen – für gewöhnlich die stark verarbeiteten, kohlenhydratreichen ungesunden Snacks.
Darüber hinaus bevorzugen Sie es, wenn sie essen, eine volle, sättigende Mahlzeit zu essen. Die kleinen Mahlzeiten im Stil der Fitnessernährung befriedigen ihren Appetit nicht, was zur Folge hat, dass sie ständig hungrig sind und Gelüste haben. Aus psychologischer Sicht verleiht ihnen ein solcher Ernährungsansatz das Gefühl, dass sie sich ständig etwas vorenthalten oder ständig auf Diät sind.
Zu guter Letzt sind da noch diejenigen, deren Karriere oder Lebensstil sehr gut zum traditionellen „3 Mahlzeiten pro Tag“ Ansatz passt. Letztendlich ist dies das Schema, das die Gesellschaft und die Zivilisation in den meisten Gesellschaftsformen als normale Struktur definiert hat. Wir haben unsere Frühstücksmeetings, unsere Mittagspausen und unsere abendlichen Verabredungen zum Essen.
Drei ausgeglichene Mahlzeiten könnten den am einfachsten zu befolgenden Ansatz für die arbeitende Bevölkerung darstellen, die keine Profisportler sind. Sich abzuschuften, um zu versuchen in einen Fitnessansatz mit acht kleinen Mahlzeiten pro Tag zu passen, könnte unrealistisch und kontraproduktiv sein.
Erinnere Dich einfach daran, dass die Nahrungsmittelauswahl entscheidend ist. Drei ausgeglichene Mahlzeiten pro Tag mit einer guten Nahrungsmittelauswahl werden andere Resultate als drei Mahlzeiten, die aus Junkfood und den typischen Nahrungsmitteln der westlichen Ernährung bestehen, hervorrufen.
Referenzen
- Bellisle et al. 1997. Meal frequency and energy balance. Br J Nutr Apr;77 Suppl 1:S57-70.
- Burke, et al. 1996. Muscle glycogen storage after prolonged exercise: effect of the frequency of carbohydrate feedings. Am J Clin Nutr 64(1): 115-119.
- Norton, L. 2008. Optimal protein intake and meal frequency to support maximal protein synthesis and muscle mass. SlideShare.
Von Nate Miyaki
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/deep-meal-frequency-thoughts

Hier ist eine kurze Zusammenfassung:
- Jeder der sagt, dass Kalorien keine Rolle spielen ist völlig unglaubwürdig. Aber jeder, der behauptet, dass Kalorien alles sind, was eine Rolle spielt, ist sogar noch unglaubwürdiger.
- Bringe Deinen Stoffwechsel ins Gleichgewicht und mache Dir erst dann Gedanken über die Kalorien, falls dies notwendig ist. Hunger, Energie und Gelüste sind von entscheidender Bedeutung, um den Stoffwechsel zu verstehen und mit ihm, anstatt gegen ihn zu arbeiten.
- Die Kombination aus Zucker, Fett und Salz wird Deine Appetitzentren kurzschließen und diese „Schummelmahlzeit“ in eine Schummelwoche oder Schlimmeres verwandeln.
- Die Idee, dass ein Kalorienüberschuss immer zu einer Zunahme an Körperfett und eine Kalorienreduktion immer zu einem Fettabbau führen werden, ist nicht akkurat.
- Der Standard „iss weniger, trainiere mehr“ Ansatz für eine Diät führt zu einem Verlust von etwa 20 bis 50% an fettfreiem Gewebe.
- Die Qualität der Nahrung, die Du isst, kann direkt die zukünftige Effizienz Deines Stoffwechsels beeinflussen.
Ich bin bei diesem Gesundheit und Fitness Marktanalyse Ding. Es sind alle Arten von erfolgreichen Autoren, Medizinern, Gesundheitsbloggern und andere Experten anwesend. Es dauert nicht lange, bis ich mich in einer kleinen Gruppendiskussion über Kalorien und Gewichtsabbau wiederfinde.
Da ist das „Kalorien sind alles“ Lager und das „Hormone sind alles“ Lager. Ich denke für mich, „Dies ist genauso, als ob man darüber diskutiert, was wichtiger für das Fahren eines Autos ist, das Lenkrad oder das Gaspedal.“ Es grenzt an etwas Lächerliches. Ich schaue ihnen eine Zeit lang still zu und stelle dann eine Frage: „Einfach nur so aus Interesse, was würdet ihr Jungs einem Klienten empfehlen, der versucht Gewicht zu verlieren?“
Plötzlich gibt es einen Konsens. Jeder stimmt zu, dass die Diät zum größten Teil aus Protein und Gemüse bestehen würde, dass ein Training mit Gewichten die dominierende Form der Aktivität wäre und dass Schlaf- und Stressmanagement von entscheidender Bedeutung sind. Dann fragte ich, „warum die höhere Proteinzufuhr? Warum nicht Kohlenhydrate? Beide Nährstoffe liefern dieselbe Menge an Kalorien. Und warum ein Training mit Gewichten Cardiotraining vorziehen? Cardio würde mehr Kalorien verbrennen. Und warum legen wir Wert auf Schlaf- und Stressmanagement? Nichts von beidem hat Kalorien.“
Und von da an gerät die Diskussion erneut außer Kontrolle, wobei die Kalorienzähler und die Kalorienverneiner ihre Position einnehmen. Es ist eine Schande. Sie haben nicht verstanden, woraus ich hinaus wollte.
Ist eine Kalorie gleich eine Kalorie?
Jeder der sagt, dass Kalorien keine Rolle spielen ist völlig unglaubwürdig. Aber jeder, der behauptet, dass Kalorien alles sind, was eine Rolle spielt, ist sogar noch unglaubwürdiger.
Es gibt zwei Dinge, die für einen kontinuierlichen, anhaltenden Fettabbau notwendig sind: ein Kaloriendefizit und ein ausgeglichener Stoffwechsel. Jeder kann eine Zeit lang Gewicht verlieren, aber wenn Du dies auf die falsche Art und Weise tust, dann riskierst Du all das Gewicht wieder zuzunehmen, so wie dies bei 95% aller Diätenden der Fall ist. Und Du wirst wahrscheinlich sogar noch mehr Fett aufbauen, als Du ursprünglich hattest. Dies geschieht bei 66% aller Diätenden.
Aber warum? Die meisten Menschen glauben, dass der Stoffwechsel folgendermaßen funktioniert:
Reduziere die Kalorien → verliere Gewicht → Habe einen ausgeglichenen Stoffwechsel
Das Ganze funktioniert aber folgendermaßen::
Erreiche einen ausgeglichenen Stoffwechsel → reduziere die Kalorien auf natürliche Art und Weise → verliere ohne Anstrengungen Gewicht
Kalorien sind ein Teil beider Gleichungen – es ist der Grad ihrer Wichtigkeit, der sich unterscheidet. Um zu verstehen, wie dies funktioniert, musst Du verstehen, was ich als die 3 Gesetze des Stoffwechsels bezeichne. Hierbei handelt es sich lediglich um allgemeine Richtlinien, aber ich bezeichne sie aufgrund ihrer zentralen Bedeutung beim Verständnis des Stoffwechsels als Gesetze.
Das Gesetz der stoffwechseltechnischen Kompensation
Wenn Du weniger isst und mehr trainierst, dann wird es Dir leicht fallen, ein Kaloriendefizit zu generieren, aber du wirst auch einen unausgeglichenen Stoffwechsel schaffen. Dies ist einer der am besten verstandenen und am wenigsten kontroversen Aspekte der Gewichtsabbauforschung. Iss weniger und Du wirst hungrig. Trainiere mehr und Du wirst hungrig und entwickelst Gelüste. Tue beides in extremem Umfang und Deine Motivation wird schwinden und Deine Energie wird stark sinken.
Etwas anderes, was geschehen wird ist, dass sich Deine Stoffwechselrate verlangsamt. Im Bereich der Gewichtsabbauforschung wird dies als adaptive Thermogenese bezeichnet, welche von Person zu Person stark variiert. Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass diese Verlangsamung der Stoffwechselrate im Durchschnitt bei 300 kcal liegt, aber bei einigen auch bei bis zu 500 bis 800 kcal liegen kann, während sie bei anderen sehr niedrig ausfällt. Dies ist nicht nur das Resultat eines Verlustes an Körpermasse. Eine Person, die 90 Kilo wiegt und diätet, verbrennt durchschnittlich 300 kcal weniger als eine Person mit demselben Gewicht, die nicht diätet.
Sagen wir, dass Du zu mir in meine Klinik kommst und mich um Hilfe beim Fettabbau bittest. Ich verwende den reinen Kalorienansatz und sage Dir, dass Du Deine tägliche Kalorienzufuhr durch eine Kombination aus reduzierter Nahrungszufuhr und mehr Training um 500 kcal reduzieren musst. Du befolgst meine Anweisungen und verlierst während der ersten Wochen Gewicht.
Dann kommt das Gesetz der Stoffwechselkompensation zum Tragen. Du beginnst, Dich die ganze Zeit über hungrig zu fühlen. Deine Energiespiegel fallen und werden weniger vorhersehbar. Du beginnst nächtliche Gelüste nach salzigen, fettigen und zuckerhaltigen Nahrungsmitteln zu entwickeln. Aber Du verfügst über einen eisernen Willen und lebst einfach hiermit. Aber dann kommt die adaptive Thermogenese ins Spiel. Und sagen wir, dass Du einer dieser Menschen bist, der hoch adaptiv ist und dass sich Dein Stoffwechsel um etwa 500 bis 800 kcal pro Tag verlangsamt.
Jetzt hörst Du nicht nur auf Gewicht zu verlieren, sondern könntest sogar damit beginnen, an Gewicht zuzunehmen. Ganz zu schweigen davon, dass Du perfekt darauf vorbereitet bist, mit einer dreimonatigen Fressorgie zu beginnen, da Dich Dein Stoffwechsel nach salzigen, fettigen und zuckerhaltigen Nahrungsmitteln, die reich an Kalorien sind, gieren lässt.
An diesem Punkt hast Du die Wahl zwischen mehreren Optionen. Du kannst Deine Anstrengungen verdoppeln und die Dinge noch schlimmer machen. Du könntest einfach aufgeben und wieder normalen Ernährung übergehen, was zur Folge hätte, dass Du aufgehst wie ein Hefekloß. Oder Du kannst versuchen, die Dinge etwas intelligenter anzugehen, indem Du zuerst versuchst, Deinen Stoffwechsel auszubalancieren.
Ein Ausbalancieren des Stoffwechsels durch eine Beurteilung des HEC
Ich hoffe, dass Du erkannt hast, warum ein „Kalorien zuerst Ansatz“ einige Leute in Probleme bringen kann. Es ist leicht zu sehen, warum ein solcher Ansatz ansprechend ist. Kalorien sind leicht, da Du sie zählen kannst. Und wenn Du die Kalorien reduzierst, dann wirst Du für gewöhnlich einige kurzfristige Vorzüge sehen. Die anfänglichen Resultate sind verlockend und halten viele Diätende bei der Stange.
Du kannst Dir dies wie eine stoffwechseltechnische Kreditkarte vorstellen. Du bekommst einige kurzfristige Gutschriften, aber es gibt langfristige Zinsen, die Du später zahlen musst. Hunger, Energie und Gelüste (Hunger, Energy and Cravings, was ich auch als HEC bezeichne) ist der Schlüssel zum Verstehen des Stoffwechsels und wie man mit ihm, anstatt gegen ihn arbeitet.
Wenn dein HEC unter Kontrolle ist, dann kannst Du ziemlich sicher sein, dass Dein Stoffwechselsystem ausgeglichen ist. Und wenn es dies ist, dann wird es leichter für Dich ein Kaloriendefizit zu erreichen, ohne dass Du Dich hierfür anstrengen musst. Es geht also nicht darum, auf Kalorien zu verzichten, sondern darum zuerst den Stoffwechsel auszubalancieren und sich dann um die Kalorien zu kümmern, falls dies nötig ist.
Unterschiedliche Kalorien beeinflussen den HEC auf unterschiedliche Art und Weise. Die Unterschiede zwischen einem Donut und einer Hähnchenbrust verdeutlichen diesen Punkt recht gut. Beide haben 250 kcal, aber welches der beiden Nahrungsmittel wird es wahrscheinlicher machen, dass der HEC unter Kontrolle bleibt? Und ja, verlässliche mit Menschen durchgeführte Interventionsstudien haben gezeigt, dass das Ersetzen gleicher Mengen von Kohlenhydratkalorien durch Proteinkalorien zu einem stärkeren Gewichtsabbau, einem größeren Fettabbau, einer besseren Aufrechterhaltung der Muskelmasse und einem geringeren Risiko für eine Wiederzunahme des verlorenen Gewichts führt.
Ich bin nicht der Typ, der Dich mit einer großen Menge an obskuren Studienreferenzen bombardieren wird, die vage unterstützen, was ich sage. Ich werde Dir eine sehr gute Referenz aus einem hoch respektablen Journal geben und eine, die Dich beim Gesetz der Stoffwechselkompensation schnell auf den neusten Stand bringen wird. Diese Studie validiert so ziemlich alles, was ich gerade gesagt habe.
Kalorienkombinationen
Ein anderer Teil der Stoffwechselkompensation ist der Weg, auf dem Kalorienkombinationen den HEC beeinflussen. Ein sich entwickelndes Verständnis ist die Art und Weise, auf die die Kombination von Zucker, Fett und Salz (die so genannte Fastfood Ernährung) Deine Appetitzentren kurzschließen. Mit Tieren durchgeführte Untersuchungen zeigen, dass diese Nahrungsmittelkombinationen nicht nur den Nahrungsmittelkonsum bei der augenblicklichen Mahlzeit erhöhen, sondern auch bei zukünftigen Mahlzeiten gesteigerte Gelüste nach derselben Kombination von kalorienreichen Nahrungsmitteln hervorrufen.
Ein 250 kcal Donut wird also nicht nur zur Folge haben, dass Du jetzt mehr Donuts essen willst, sondern er verursacht auch weitere Gelüste nach mehr Donuts in der Zukunft. Es gibt keinen Grund, der nahelegt, dass dies nicht auch bei Menschen der Fall ist. Dies könnte die regelmäßige Beobachtungen bei meinen klinischen Patienten erklären, die Schummelmahlzeiten zu sich nehmen und sich dann mitten in einer Schummelwoche wiederfinden, während der sie nicht dazu in der Lage sind, Hunger, Energie und Gelüste zu regulieren.
Das Gesetz des stoffwechseltechnischen Multitaskings
Der Körper ist beim Multitasking nicht besonders gut. Er mag es entweder zu verbrennen oder aufzubauen, aber nicht beides. Es gibt einige Ausnahmen von dieser Regel, aber die beiden großen Ausnahmen sind Anfänger und diejenigen, die anabole Hormone verwenden.
Ein anderer Name für dieses Gesetz ist Gesetz des stoffwechseltechnischen Bedarfs. Der Körper reagiert auf das, was Du im aussetzt. Dies ist eine weitere wichtige Erkenntnis bezüglich des Kalorienarguments. Die Idee, dass überschüssige Kalorien immer zu einer Zunahme an Körperfett und eine Kalorienrestriktion immer zu einem Fettabbau führen, ist nicht akkurat. Du kannst Deine Kalorien reduzieren und Gewicht verlieren, aber das verlorene Gewicht muss nicht zwangsläufig hauptsächlich aus Körperfett bestehen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen uns, dass der Standard „iss weniger, trainiere mehr“ Ansatz für eine Diät dazu führt, dass 20 bis 50% des verlorenen Gewichts aus fettfreier Körpermasse (Wasser, Glykogen, Muskeln) besteht. Das ist wichtig, weil die Basisstoffwechselrate (BMR) für über zwei Drittel der im Ruhezustand verbrannten Kalorien verantwortlich ist und über die Hälfte Deiner Basisstoffwechselrate durch Deine Muskelmasse bestimmt wird.
Du kannst also Deine Kalorienzufuhr erhöhen und Gewicht aufbauen, aber dieses Gewicht muss nicht unbedingt ausschließlich aus Fett bestehen. Du könntest stattdessen auch fettfreies Gewebe (Wasser, Glykogen, Muskeln) aufbauen und wenn Du dies tust, dann tust Du Deinem Stoffwechsel einen Gefallen. Die Anforderungen, die Du an Deinen Körper stellst, werden bestimmen, ob überschüssige Kalorien zu Fett oder Muskeln werden und ob eine Reduzierung der Kalorien in einem Verlust an Fett oder Muskeln resultieren wird.
Dies ist der Grund dafür, dass all diese Experten darin übereinstimmten, dass ein Training mit Gewichten die dominierende Form von Aktivitäten während eines Fettabbauprogramms sein sollte. Es handelt sich hierbei um die einzige Art von Bewegung, die darin resultieren kann, dass zusätzliche Kalorien zu einem Aufbau von Muskeln anstelle eines Aufbaus von Fett verwendet werden. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine Form von Training, die einen hohen Kalorienverbrauch mit sich bringt.
Es gibt eine Studie, die diesen Punkt recht gut veranschaulicht. Sie wurde im April 1999 im Journal of the American College of Nutrition veröffentlicht und betrachtete zwei Gruppen von Probanden, die identische kalorienarme Diäten durchführten. Eine Gruppe führte ein aerobes Trainingsprogramm (gehen, Rad fahren, Joggen viermal wöchentlich) durch. Die andere Gruppe führte dreimal wöchentlich ein Widerstandstraining aus und führte keinerlei aerobes Training aus.
Nach 12 Wochen hatten beide Gruppen Gewicht verloren. Die Gruppe, die aerobes Training ausgeführt hatte, verlor 37 Pfund, von denen 27 Pfund aus Fett und 10 Pfund aus Muskeln bestanden. Die Gruppe, die ein Widerstandstraining ausgeführt hatte, verlor 32 Pfund, von denen 32 Pfund aus Fett und 0 Pfund aus Muskeln bestanden. Als die Stoffwechselrate im Ruhezustand untersucht wurde, stellten die Wissenschaftler fest, dass die Gruppe, die aerobes Training ausgeführt hatte, pro Tag 210 kcal weniger als zu Beginn der Diät verbrannte, während die Gruppe, die ein Widerstandstraining ausgeführt hatte, ihre Stoffwechselrate um 63 kcal pro Tag erhöht hatte.
Was Du tust hat einen direkten Einfluss darauf, ob eine Kalorie gleich einer Kalorie ist. Du kannst Kalorien nicht vom Lebensstil trennen.
Das Gesetz der stoffwechseltechnischen Effizienz
So etwas wie eine perfekt effiziente Maschine gibt es nicht und auch der menschliche Körper stellt hier keine Ausnahme dar. Hier ist das zweite Gesetz der Thermodynamik an der Arbeit. Nebenbei erwähnt zitieren viele das erste Gesetz der Thermodynamik um zu beweisen, dass „eine Kalorie eine Kalorie ist.“ Die Wahrheit ist jedoch, dass das erste Gesetz der Thermodynamik auf offene Systeme wie den menschlichen Körper nicht zutrifft. Das zweite Gesetz der Thermodynamik trifft hierauf jedoch zu.
Hier ist ein stark vereinfachtes Beispiel, um dies zu verdeutlichen: Diesel vs. reguläres bleifreies Benzin. Beide Treibstoffe besitzen eine unterschiedliche Effizienz. Fahre ein Diesel Auto und Du wirst mehr Kilometer pro Liter Treibstoff zurücklegen können. Bei Dieseln wird die Energie effizienter in Bewegung umgesetzt und es gehr weniger Energie in Form von Wärme verloren. Reguläres bleifreies Benzin weist eine geringere Effizienz auf, da mehr Energie in Form von Wärme verloren geht.
Protein ist wie bleifreies Benzin – mehr seiner Energie geht in Form von Wärme verloren. Kohlenhydrate sind mehr wie Diesel – weniger Energie wird in Wärme umgewandelt. Und Fett? Fett ist der effizienteste aller Makronährstoffe.
Sowohl Kohlenhydrate als auch Protein liefern 4 kcal pro Gramm, aber Dein Körper wird weniger dieser Kalorien verwenden können, wenn Du Protein anstelle von Kohlenhydraten verbrennst. Und ja, dies wurde wissenschaftlich untersucht und nachgewiesen. Ersetze eine bestimmte Menge an Kohlenhydraten durch die gleiche Menge an Protein und Du wirst beobachten, dass Deine Körpertemperatur steigt und dass Du mehr Gewicht verlierst.
Protein ist nicht nur weniger effizient und stärker thermogen, sondern sättigt auch besser. Und es wird mit größerer Wahrscheinlichkeit in einer Aufrechterhaltung Deiner Muskelmasse im Rahmen eines Kaloriendefizits resultieren. Dies bedeutet, dass es eines der besten Werkzeuge ist, die uns zur Verfügung stehen, um alle drei Gesetze zu kontrollieren. Sind 4kcal in Form von Protein also dasselbe wie 4 kcal in Form von Kohlenhydraten? Nein!
POPs und Darmflora
Diese Diskussion wäre ohne die Betrachtung zweier anderer Aspekte des Stoffwechsels, die dessen Effizienz beeinflussen, unvollständig: POPs und Darmflora. POPs ist ein Akronym für persistente organische Giftstoffe (persistent organic pollutants). Diese Giftstoffe sind in der Luft, die wir atmen, der Nahrung, die wir essen und dem Wasser, das wir trinken, enthalten. Sie reichern sich im Körper an und werden im Fettgewebe gespeichert.
Wenn wir Gewicht verlieren, dann werden diese Giftstoffe aus unserem Fett freigesetzt und machen unseren Stoffwechsel effizienter darin, Nährstoffe zu speichern. (Erinnere Dich daran, dass Du für einen Gewichtsabbau eine weniger effiziente Maschine möchtest, die viel mehr Wärme freisetzt.) Sie tun dies, da sie unsere Stoffwechselhormone – und insbesondere unsere Schilddrüsenhormone – kurzschließen. Von diesen Verbindungen konnte gezeigt werden, dass sie sogar eine stärkere Korrelation mit einem Wiederaufbau von Gewicht aufweisen, als dies beim Hormon Leptin der Fall ist.
Dies stellt die Weisheit davon in Frage, nicht auf die Nahrungsqualität zu achten. Die Qualität der Nahrung, die Du isst, kann die zukünftige Effizienz Deines Stoffwechsels direkt beeinflussen. Diese Verbindungen reichern sich auch im Fett der Tiere an, die wir essen. Eine fettärmere Ernährung und Biofleisch könnten bei zukünftigen Fettabbauversuchen eine Rolle spielen.
Und dann ist da noch das Thema der Darmflora. Die Darmflora ist ein Begriff, den wir in der Welt der funktionalen Medizin verwenden, um die Bakterienpopulation zu beschreiben, die in unserem Darm lebt (alias Probiotika). In Deinem Darm leben mehr Bakterien als Dein Körper Zellen hat. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass bestimmte Bakterienkolonien die Effizienz beeinflussen, mit der wir Kalorien verdauen und absorbieren.
Du kannst Dir diese Bakterien wie einen nervigen Freund vorstellen, der Dir Pommes Frites von Deinem Teller klaut. Diese Bakterien reduzieren Deine Kalorienzufuhr, weil sie Dir Energie rauben. Dies ist ein sehr aufregendes Forschungsgebiet. Eine zwölfwöchige Studie konnte einen signifikanten Gewichtsverlust (2 Pfund) und eine signifikante Reduzierung des Taillenumfangs (mehr als einen Zentimeter) beobachten, wenn ein probiotisches Supplement zur Ernährung hinzugefügt wurde. Kein schlechtes Ergebnis dafür, dass Du nicht mehr tun musst, als jeden Tag ein paar Bakterien zu schlucken.
Die richtigen Fragen
Die Frage “ist eine Kalorie gleich eine Kalorie“ ist also nicht die richtige Frage. Die richtige Frage ist, wie wichtig Kalorien kurzfristig und langfristig bei der Fettabbaugleichung sind und welche anderen Faktoren beeinflussen, wie Kalorien verbraucht und gespeichert werden. Wenn wir mit unserem Stoffwechsel anstatt gegen unseren Stoffwechsel arbeiten möchten, müssen wir verstehen, dass Quantität und Qualität untrennbar und verbunden sind.
Referenzen
- Tackling overweight and obesity: does the public health message match the science? PUBMED 23414295
- Medicare's search for effective obesity treatments: diets are not the answer. PUBMED 17469900
- "A calorie is a calorie" violates the second law of thermodynamics. PUBMED PMC506782
- A free-choice high-fat high-sugar diet induces changes in arcuate neuropeptide expression that support hyperphagia. PUBMED 20029382
- January 2007 issue of Sports Medicine (vol. 37 # 1)
- Effects of resistance vs. aerobic training combined with an 800 calorie liquid diet on lean body mass and resting metabolic rate. PUBMED 10204826
- Postprandial Thermogenesis Is Increased 100% on a High-Protein, Low-Fat Diet versus a High-Carbohydrate, Low-Fat Diet in Healthy, Young Women. JohnstonThermogenesis2002
- Dietary protein - its role in satiety, energetics, weight loss and health. PUBMED 23107521
- Thermogenesis and weight loss in obese individuals: a primary association with organochlorine pollution. PUBMED 15148504
- Regulation of abdominal adiposity by probiotics (Lactobacillus gasseri SBT2055) in adults with obese tendencies in a randomized controlled trial. PUBMED 20216555
Von Dr Jade Teta
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/a-calorie-is-sometimes-not-a-calorie

Eine zyklische Kohlenhydratzufuhr für den Fettabbau
Es kommt für nahezu jeden Trainierenden eine Zeit zu der er definiert werden möchte.
Wenn Du bereits regelmäßig mit Gewichten trainierst, dann wird eine Veränderung Deines Trainingsprogramms wahrscheinlich keinen dramatischen Abbau von Körperfett bewirken. Wie Du trainierst, wird den größten Einfluss auf Deine Leistungen haben, aber wie Du isst ist das, was wirklich darüber entscheiden wird wer Dir aus dem Spiegel entgegenblickt.
Mit anderen Worten ausgedrückt musst Du Dich auf die Ernährung konzentrieren, wenn Du schlank werden möchtest und eine zyklische Kohlenhydratzufuhr ist einer der effektivsten Ansätze, den Du finden wirst.
Eine zyklische Kohlenhydratzufuhr bedeutet, dass Du die Menge an Kohlenhydraten und/oder Kalorien, die Du an einem gegebenen Tag konsumierst, variierst.
Bodybuilder wissen seit langem, dass Kohlenhydrate von den drei Makronährstoffen den signifikantesten Einfluss auf die Körperkomposition zu besitzen scheinen. Infolgedessen gibt es hunderte verschiedene Ansätze für eine zyklische Kohlenhydratzufuhr, von denen jeder diese beliebte Fettabbaustrategie etwas variiert.
Auch wenn ich mehr ein „Sätze & Wiederholungen“ orientierter Autor bin, habe ich meine eigene Variante der zyklischen Kohlenhydratzufuhr. Es handelt sich um eine Strategie, die ich bei vielen Athleten inklusive mir selbst erfolgreich eingesetzt habe. Im letzten Jahr habe ich mein Gewicht unter Verwendung des Planes, den ich hier vorstellen werde, von 105 auf 85 Kilo für einen Wettkampf reduziert.
Wie auch meine Trainingsprogramme ist dieser Plan nicht leicht aber einfach und gerade heraus und er funktioniert – wenn Du die Disziplin hast, ihn zu befolgen.
Der plan besteht aus den folgenden vier Phasen:
1 – Super Streng
Wie der Name bereits nahelegt, ist dies eine sehr strenge Diätphase. Sie sollte zu Beginn einer Diät als Kickstart oder am Ende der Diät als effektiver Weg, das letzte bisschen Fett zu verlieren, verwendet werden. Dies ist eine harte, brutale Diät und sie sollte, wie ich noch näher erklären werde, nur für einen kurzen Zeitraum befolgt werden.
Während dieser Phase sind die Kohlenhydrate am stärksten begrenzt: Du darfst 50 Gramm Kohlenhydrate pro Tag essen und die signifikante Mehrzahl dieser Kohlenhydrate müssen in Form von Gemüse konsumiert werden. Während dieser Phase sind weder traditionelle Stärke noch Zucker erlaubt.
2 – Normal
Dies ist die Hauptphase dieses Plans. Sie ist kohlenhydratarm und reich an natürlichem Protein und Fett. Du darfst 100 Gramm Kohlenhydrate pro Tag essen, von denen die meisten in Form von Gemüse konsumiert werden, wobei eine geringe Menge an Obst und Stärke erlaubt ist, aber kein Junkfood.
Einer der Gründe dafür, dass ich diese Phase als „Normal“ bezeichne ist, dass ich die Einstellung der Menschen ändern möchte. Viele Menschen glauben, dass kohlenhydratreiche Tage normal sind und dass wir täglich 500 bis 600 Gramm Kohlenhydrate zu uns nehmen sollten. Kohlenhydrate sind nicht böse, aber Du musst sie Dir trotzdem durch Aktivitäten verdienen. Die meisten Menschen sind körperlich recht inaktiv und somit sollte ihre Kohlenhydratzufuhr begrenzt werden.
Bei der neuen ernährungstechnischen Grundeinstellung sollte eine kohlenhydratarme Ernährung „normal“ sein und eine höhere Kohlenhydratzufuhr als verschwenderisches Gelage angesehen werden.
3 – Kohlenhydratreich
Eine niedrige Kohlenhydratzufuhr ist gut für den Fettabbau, aber häufig nicht ideal für die Leistungsfähigkeit. Die meisten Leser werden hart und schwer trainieren, weshalb ein gelegentlicher Kohlenhydratschub notwendig ist und dies ist der Punkt, an dem der kohlenhydratreiche Tag ins Spiel kommt.
An den kohlenhydratreichen Tagen solltest Du eine große Menge an Kohlenhydraten im Bereich von 400 bis 800 Gramm pro Tag zu Dir nehmen. Der Zweck hiervon besteht darin, die Glykogenspeicher des Körpers wieder aufzufüllen, eine anabole Reaktion durch eine Insulinausschüttung anzuregen und Deinem Geist eine Pause von der moderat restriktiven Phase der Diät zu geben.
Die grundlegende Idee besteht darin, eine Menge Gemüse zu essen und hierzu eine unbegrenzte Menge an Obst und natürlichen unverarbeiteten Kohlenhydraten, sowie – falls notwendig – eine geringe Menge an verarbeiteten Kohlenhydraten hinzuzufügen. Auch Kohlenhydrate aus Milchprodukten sind erlaubt.
4 – Ferien
Du kannst an diesen Tagen Deiner Phantasie freien Lauf lassen. Ich glaube im Allgemeinen bei den meisten Dingen an Moderation – inklusive einer Moderation der Moderation selbst – weshalb Du Dich während Deiner Ferien frei fühlen kannst, zu schlemmen. Der Schock für Dein System durch die Zufuhr der Nährstoffe kann sogar etwas Gutes sein, wenn es auf gelegentlicher Basis geschieht. Du entscheidest über Deine eigenen Ferien (ich habe meine unten aufgelistet), aber im Allgemeinen sollten es weniger als 21 Tage pro Jahr sein.
Der Diätplan Phase für Phase
(Die Zahlen geben die Anzahl der Portionen pro Tag für das gegebene Nahrungsmittel an.)
|
Nahrungsmittel |
Super Streng |
Normal |
kohlenhydratreich |
Ferien |
|
Gemüse |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Obst |
0 |
0-2 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Eier |
1-4 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Natürliches Protein |
2-4 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Natürliches Fett |
2-4 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Käse |
0-1 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Milch |
0 |
0-2 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Protein Shake |
0 |
0-2 |
0-4 |
Unbegrenzt |
|
Nüsse |
0-1 |
0-2 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Natürliche Stärke |
0 |
0-1 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Tee oder Kaffee mit Zucker |
0 |
0-2 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Jogurt |
0 |
0 |
Unbegrenzt |
Unbegrenzt |
|
Verarbeitete Kohlenhydrate |
0 |
0 |
0-4 |
Unbegrenzt |
|
Desserts |
0 |
0 |
0-1 |
Unbegrenzt |
|
Verarbeitetes Fleisch |
0 |
0 |
0-1 |
0-4 |
|
Zuckerhaltige Getränke |
0 |
0 |
0 |
Unbegrenzt |
|
Wein |
0 |
0 |
0-2 |
Unbegrenzt |
|
Anderer Alkohol |
0 |
0 |
0 |
Unbegrenzt |
Nahrungsmittel werden in der bevorzugten Reihenfolge nach Kategorie aufgelistet:
- Natürliches Protein: Fisch (jeder, aber wild gefangener Fisch sollte bevorzugt werden), Hühnchen, Rindfleisch, Pute, Lamm. Schwein, Meeresfrüchte
- Natürliche Fette: Olivenöl, Biobutter, Haut von Geflügel
- Natürliche Stärke: Süßkartoffeln, Kartoffeln, Reis, Haferflocken
- Verarbeitete Kohlenhydrate: Wraps, Pitafladen, Alle Sorten von Brot (je mehr Ballaststoffe, desto besser), Nudeln, Popcorn, Cracker, Müsliriegel, Früchteriegel
- Desserts: Eiscreme, Kuchen, Brownies, Kekse, Schokoriegel
- Verarbeitetes Fleisch: Frühstücksfleisch, Hausgemachte Hamburger, Peperoni Wurst, Hot Dogs, Bacon, Wurst
Gewichtsabbausystem
- Für einen rapiden Gewichtsverlust: Befolge die super strenge Phase für 3 bis 14 Tage, um einen signifikanten Gewichtsabbau zu fördern und gehe dann zur normalen Gewichtsabbau- oder Aufrechterhaltungsphase über.
- Für einen normalen Gewichtsabbau: Kombiniere 5 bis 6 Tage der normalen Phase mit 1 bis 2 Tagen der kohlenhydratreichen Phase. Wenn Du zu schnell Gewicht verlierst, füge einen halben bis einen weiteren kohlenhydratreichen Tag hinzu. Wenn Du nicht schnell genug an Gewicht verlierst, reduziere die kohlenhydratreiche Phase um einen halben Tag.
- Zur Aufrechterhaltung des Gewichts: Kombiniere 4 bis 5 Tage der normalen Phase mit 2 bis 3 Tagen der kohlenhydratreichen Phase.
- Für eine Gewichtszunahme: Kombiniere 3 bis 4 Tage der normalen Phase mit 3 bis 4 Tagen der kohlenhydratreichen Phase.
Ich kategorisiere Ferien als Folgendes:
- Mahlzeiten nach einem Wettkampf
- Alle Urlaube (bis zu einer Woche Länge)
- Die folgenden Feiertage: Weihnachten, Neujahr, Ostern, Dein Geburtstag
- Optional: Der Geburtstag Deiner Partnerin/Deines Partners, Jahrestage
Ein konkretes Beispiel
Unten befindet sich ein Beispiel für die Nahrungszufuhr an einem Tag von jeder der drei Hauptphasen (ich gehe davon aus, dass Du bei der Planung Deiner Nahrungszufuhr in den Ferien / an Feiertagen keine Hilfe benötigst)
|
Super Streng |
Normal |
kohlenhydratreich |
|
|
|
Banane und/oder Tee mit Zucker nach dem Aufwachen |
|
2 hart gekochte Eier |
3 hart gekochte Eier |
4 Rühreier |
|
1/2 Portion Karotten |
1/2 Portion Karotten |
1 gebackene Kartoffel mit Butter und Sauercreme |
|
Wasser |
250 ml Biovollmilch |
1 Jogurt Smoothie |
|
6 Stücke Thunfisch Sashimi – dick |
200g Hühnchenbrust |
1 Bagel |
|
1/2 Gurke |
1 Portion Erbsen |
120g Thunfisch |
|
Eine Scheibe Zitrone |
1 Esslöffel Olivenöl |
Tomatenscheiben |
|
Wasser |
Wasser |
2 Scheiben Käse |
|
|
|
1 fettarmer Fruchtjoghurt |
|
1/2 gegrilltes Hähnchen mit Haut* |
Putenwrap: |
Chipotle Hühnchen Burito mit Reis und Vinaigrette Sauce, Toppings nach Wunsch |
|
2 Portionen Broccoli |
Wasser |
Wasser |
|
Wasser |
|
|
|
|
2 Portionen Beef Jerky |
1 Proteinriegel |
|
|
Wasser |
250 ml Biovollmilch |
|
|
Tee – mit Zucker, wenn nötig |
2 Portionen geröstete Nüse |
* Was die Haut des gegrillten Hähnchens angeht, solltest Du darauf achten, mit was diese bestrichen wurde. Ich bevorzuge eine hausgemachte Version, die nur aus Gewürzen besteht. Du solltest keine Gewürzmischung mit Zucker verwenden.
An den kohlenhydratreichen Tagen kannst Du vor, während und nach dem Training Pre-Workout, Intra-Workout und Post Workout Supplements verwenden, die schnell verdauliche Kohlenhydrate enthalten, um Deine Trainingsleistungen zu steigern und Deine Regeneration nach dem Training zu beschleunigen.
An den super strengen und an den normalen Tagen solltest Du ausschließlich kohlenhydratfreie Pre-Workout, Intra-Workout und Post Workout Supplements wie BCAAs, Leucin und schnell verdauliches Protein wie Wheyprotein oder Wheyprotein Hydrolysate verwenden.
Ich gehe davon aus, dass ausschließlich Bioeier von freilaufenden Hühnern verwendet werden und dass es sich bei allen Milchprodukten um Bioprodukte handelt, die vorzugsweise von mit Gras gefütterten Kühen stammen. Der Rest der Mahlzeiten kann größtenteils zuhause im Voraus zubereitet werden.
An den kohlenhydratreichen Tagen versuche ich Nahrungsmittel in meine Ernährung aufzunehmen, die weit verbreitet und leicht verfügbar sind, auch wenn dies vielleicht auf Kosten der Auswahl der absolut idealen Nahrungsmittel geht.
Das Gute, das Schlechte und das Potthäßliche
Alle Ernährungspläne haben ihre Vor und Nachteile. Ich sage nicht, dass dies der einzige Weg ist, einen Fettabbau zu erreichen, aber ich glaube, dass es ein vernünftiger und funktionierender Weg ist.
Für mich hat dieses System die folgenden Vor- und Nachteile:
Die Vorteile des Programms:
- Es ist relativ leicht zu befolgen. Du wachst auf, du weißt welcher Tag an der Reihe ist und Du tust Dein Bestes, um Dich an die Richtlinien für diesen Tag zu halten.
- Es funktioniert gut im realen Leben. Wenn Du mit Freunden unterwegs bist oder an einem gesellschaftlichen Ereignis teilnehmen willst, dann machst Du den entsprechenden Tag zu einem kohlenhydratreichen Tag. Das System erlaubt es Dir außerdem während Deiner Ferien zu schlemmen. Wenn Du Dir Tag für Tag im Fitnessstudio und in der Küche den Arsch aufreißt, dann musst Du ganz einfach gelegentlich die Zügel locker lassen.
- Wenn Du dieses System einmal verinnerlicht hast, dann kannst Du es für eine Reihe unterschiedlicher Ziele modifizieren, indem Du die Anzahl der kohlenhydratreichen Tage erhöhst oder reduzierst. Wenn Du Gewicht aufbauen, aber gleichzeitig relativ schlank bleiben möchtest, dann probiere diesen Plan mit 3 bis 4 kohlenhydratreichen Tagen aus. Wenn Du Fett nicht mit der gewünschten Geschwindigkeit verlierst, dann reduziere die Anzahl der kohlenhydratreichen Tage schrittweise um einen halben Tag pro Woche, bis Du die gewünschte Fettabbaurate erreicht hast.
- Dieses Programm konzentriert sich auf natürliche, unverarbeitete, vollwertige Nahrungsmittel, die das Fundament eines jeden erfolgreichen Ernährungsplans bilden sollten. Du kannst natürlich Nahrungsmittel durch andere gleichwertige Nahrungsmittel ersetzen – wenn Du kein Geflügel magst, dann ersetze es durch Lachs, usw.
- Dieses Programm erlaubt Gelüste und verbietet diese nicht kontinuierlich, was eine Prüfung für die Willenskraft darstellen kann und Dich nicht unbedingt zur beliebtesten Person machen wird.
- Dieses Programm funktioniert. Genug gesagt.
Nachteile des Programms:
- Es kann leicht sein, den kohlenhydratreichen Tag in einen ausgewachsenen Schummeltag zu verwandeln. Du siehst Chips und denkst „Oh, es ist ein kohlenhydratreicher Tag“ und Du isst sie, gefolgt von einem Schokoriegel, zwei Tellern Spaghetti, usw. Du kannst eine Menge Kohlenhydrate essen, aber diese müssen zumindest einigermaßen natürlich und gesund sein. Wenn Du zwei gebackene Kartoffeln zu Deinem Steak willst, ist das in Ordnung, aber zwei Portionen Pommes Frites sind nicht dasselbe.
- Der Konsum von Kohlenhydraten nach einigen kohlenhydratarmen Tagen kann manchmal die Gelüste auf Kohlenhydrate verstärken, anstatt diese zu reduzieren. Ich habe für mich herausgefunden, dass das erste Frühstück nach einem kohlenhydratreichen Tag hart sein kann, da ich mich an eine höhere Kohlenhydratzufuhr gewöhnt habe. Der zweite und der dritte Tag sind leichter, da ich die kleinere Mahlzeit nicht mit den großen Mahlzeiten des kohlenhydratreichen Tages vergleiche.
- Es kann hart sein, an den kohlenhydratarmen Tagen eine intensive Trainingseinheit durchzuführen. Die Lösung hierfür besteht darin, Deine kohlenhydratreichen Tage so zu planen, dass sie auf die Tage mit Deinen härtesten Trainingseinheiten – oder zumindest auf den Tag davor – fallen, so dass Du über genügend Glykogen für Deine Trainingseinheiten verfügst. Ich lege meine kohlenhydratreichen Tage für gewöhnlich auf Montag und Freitag, aber Du kannst Deine so planen, wie sie am besten zu Deinem Trainingsprogramm passen.
- Dein Körpergewicht wird bei diesem Plan etwas mehr als normalerweise schwanken. Es sollte relativ stark von einem kohlenhydratarmen Tag zum nächsten fallen, kann aber nach einem kohlenhydratreichen Tag aufgrund der gefüllten Glykogenspeicher und des begleitenden Wassers und Salzes deutlich steigen. Wenn Du Dein Gewicht überwachst wirst Du jedoch eine kontinuierliche Abnahme des Gewichts in Kombination mit einer vergleichbaren Abnahme an Körperfett beobachten.
Abschließende Worte
Für mich sind alle Nachteile verkraftbar und kontrollierbar und werden von den Vorzügen dieses Programms mehr als aufgewogen. Du trainierst hart im Fitnessstudio und jetzt ist es an der Zeit die Ergebnisse dieser harten Arbeit zu zeigen! Wenn Du von den Resultaten einer gewöhnlichen Kalorienrestriktion frustriert bist und etwas Neues ausprobieren möchtest, dann solltest Du diesem Programm eine Chance geben. Du hast nichts zu verlieren – außer Körperfett.
Von Tim Henriques
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/carb-cycling-for-fat-loss