Ernährung

Reverses Diäten für Schlankheit & Zuwächse
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Hier ist eine kurze Zusammenfassung:

  1. Eine progressive Überlastung ist auch auf die Ernährung anwendbar. Genau wie bei einem Training mit Gewichten, wird Dir eine schrittweise Erhöhung der Kalorienzufuhr dabei helfen, die Kontrolle über Deine Zuwächse zu bekommen, ohne exzessive Mengen an Fett aufzubauen.
  2. Wenn Du gerade eine Diät beendet hast, solltest Du keine traditionelle Massephase beginnen. Wenn Du Deinen Körper mit überschüssigen Kalorien bombardierst, nachdem er sich in einem Kaloriendefizit befand, wird dies zu Zuwächsen an Körperfett führen.
  3. Der Körper möchte ein Gleichgewicht aufrechterhalten, weshalb schnelle Erhöhungen oder Reduzierungen der Kalorienzufuhr zu Problemen führen werden.
  4. Verwende reverses Diäten, um Muskeln aufzubauen. Egal ob Du von Deiner Erhaltungskalorienmenge oder einer Diät beginnst, kannst Du hiermit Deine Nahrungszufuhr erhöhen, um Muskeln und nicht Fett aufzubauen.

Eine Masseaufbauphase muss nicht bedeuten, dass Du Dich von Deinen Bauchmuskeln verabschieden musst. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass Du, wenn Du während einer Massephase Deinen Körperfettanteil um mehr als 5% erhöhst, etwas falsch machst.

Ja, Du solltest mehr Kalorien zu Dir nehmen, wenn Du Muskeln aufbauen möchtest. Aber es stellt ein Problem dar, wenn Du zu schnell von 0 auf 100 gehst – und die meisten Menschen tun genau das. Sie fügen praktisch über Nacht hunderte von Kalorien zu ihrer Ernährung hinzu, weil sie glauben, dass sie hiermit mehr Muskeln aufbauen können. Das ist jedoch nicht wirklich der Fall. Sie werden hierdurch einfach nur fett.

Eine langsamere Erhöhung der Kalorienzufuhr kann einen riesigen Unterschied machen. Du wirst weiterhin Muskeln aufbauen, wenn Du richtig trainierst, aber Du wirst gleichzeitig auch schlank bleiben. Das Ganze funktioniert folgendermaßen:

 

Die progressive Überlastung des Essens

Das Prinzip der progressiven Überlastung ist ein fundamentales Prinzip des Trainings mit Gewichten. Progressive Überlastung bedeutet, dass Du Deine Trainingsgewichte oder Dein Trainingsvolumen konsistent und schrittweise erhöhst. Jedes Trainingsprogramm, das auch nur ansatzweise vernünftig aufgebaut ist, verwendet eine Form der progressiven Überlastung. Diese Überlastung ist dafür verantwortlich, dass Du Fortschritte erzielst. Wenn es jedoch um die Ernährung geht, dann spricht niemand von einer progressiven Überlastung. Eine progressive Überlastung funktioniert, wenn Du das Gewicht auf der Stange erhöhst und sie funktioniert auch dann, wenn Du Muskeln aufbauen möchtest, ohne exzessive Mengen an Körperfett aufzubauen.

 

Wie Diäten schief laufen kann

Sagen wir, dass Deine Erhaltungskalorienmenge bei 2500 kcal liegt und Du Dich dazu entschließt, Deine Kalorienzufuhr zu reduzieren. Es läuft gut, Du verlierst Fett, Du kannst Deine Muskeln aufrechterhalten und Du wirst definiert. Hervorragend. Dann ist es an der Zeit wieder zu Deiner Erhaltungskalorienmenge überzugehen und Deine ursprüngliche 2500 kcal Ernährung zu befolgen, richtig? Da Du jedoch Gewicht verloren hast, ist auch Deine Stoffwechselrate gesunken. Und wenn Du jetzt sofort wieder dazu übergehst, 2500 kcal pro Tag zu Dir zu nehmen, dann kann dies dazu führen, dass Du Fett aufbaust.

Diese Herunterregulierung der Stoffwechselrate ist der Grund dafür, dass man so viele Leute sieht, die nach Beendigung einer super strengen Diät Kiloweise Fett aufbauen. Sie erreichen bald wieder ihr Ausgangsgewicht oder werden sogar noch fetter. Wenn bereits ein schneller Übergang zur Erhaltungskalorienmenge dies verursachen kann, dann stelle Dir einmal vor, was passieren wird, wenn Du direkt nach einer Diät zu einer extremen Massephase übergehst...

 

Homöostase und Stoffwechselrate

Dein Körper arbeitet kontinuierlich daran, ein Gleichgewicht – auch als Homöostase bekannt – aufrecht zu erhalten. Dies ist ein natürlicher Prozess. Und dieser Prozess ist auch der Schuldige, wenn es um eine Herunterregulierung Deiner Stoffwechselrate während einer Diät geht. Wie? Indem dieser Prozess Deine Stoffwechselrate bei dem Versuch, die Lücke, die durch Dein Kaloriendefizit verursacht wurde, zu schließen, Deine Stoffwechselrate senkt.

Einer der wichtigsten Spieler bei diesem Prozess ist das Hormon Leptin. Leptin reguliert Deinen Stoffwechsel. Wenn die Leptinspiegel hoch sind, dann wird auch Deine Stoffwechselrate hoch sein. Wenn die Leptinspiegel jedoch sinken, wie dies der Fall ist, wenn Du Dich in einem Kaloriendefizit befindest, dann sinkt auch Deine Stoffwechselrate. Selbst wenn Du versuchst Deine Leptinspiegel strategisch mit Refeeds und Schummelmahlzeiten zu manipulieren, werden Deine Leptinspiegel während einer Diät sinken. Ist Dir jemals aufgefallen, dass Deine Diät nach dem ersten Monat weniger effektiv wird? Dies hängt damit zusammen, dass Dein Körper daran arbeitet, den Zustand der Homöostase wiederherzustellen, indem er die Leptinspiegel herunterreguliert und hierdurch seine Stoffwechselrate senkt.

Auch wenn Du Dich nach einer strengen Diät bereit für eine Tonne mehr Nahrung fühlst, ist Dein Körper nicht bereit hierfür. Und wenn Du von einem Zustand des Kaloriendefizits zu einer zügellosen Massephase übergehst und Deinen langsamen Stoffwechsel mit einem Überfluss an Kalorien bombardierst, dann kann das nur schief gehen – es sei denn, Du machst es richtig.

 

Reverses Diäten für fettfreie Massezuwächse

Reverses Diäten bedeutet, eine konsistente und inkrementelle Erhöhung der Kalorienzufuhr zu verwenden, um überragende Muskelaufbauresultate zu erzielen. Du isst schrittweise mehr ohne Fett aufzubauen. Ich habe mit Leuten gearbeitet, die fettfreie Körpermasse im zweistelligen Pfundbereich aufgebaut haben, ohne ihren Körperfettanteil auch nur um 1% zu erhöhen. Einige haben ihre reverse Diät sogar schlanker als zu Beginn der Diät beendet.

Der zentrale Punkt der reversen Diät ist die progressive Überlastung im Kalorienbereich. Anstatt Deinen Körper mit zu vielen Kalorien auf einmal zu überfordern, isst Du einfach konsistent immer ein bisschen mehr. Es muss keine Tonne an Nahrung sein, um genug zu sein. Unter der Annahme, dass Dein Training eine Hypertrophie anregt, können ein paar wenige zusätzliche Kalorien jede Woche Wunder bewirken.

Es dauert seine Zeit, bis Dein Körper, Leptin und Dein Stoffwechsel aufholen (Stichwort Homöostase), wenn Du beginnst mehr zu essen. Es ist genauso, wie wenn Du diätest, um Fett zu verlieren – Dein Körper stellt sein Gleichgewicht nicht über Nacht wieder her. Eine korrekt geplante reverse Diät nutzt diese Tatsache zu ihrem Vorteil.

Wenn Du chronisch mehr isst, als Dein Stoffwechsel verbraucht, dann wirst Du Fett aufbauen – so einfach ist das. Aber wenn Du Deine Kalorienzufuhr strategisch jede Woche erhöhst, dann konditionierst Du Deinen Körper darauf, seine Stoffwechselrate langsam zu erhöhen. Während Du mehr und mehr isst, wird Deine Stoffwechselrate steigen und Du wirst fettfreie Masse ohne einen exzessiven Aufbau von Körperfett aufbauen.

Dies zu tun ist in der Praxis sehr viel schwerer als es klingen mag. Deine Augen werden hungriger als Deine reverse Diät sein. Du musst Dich während des Programms an Deine Zahlen halten, um das Meiste aus diesem herauszuholen. Es bedarf Selbstkontrolle mehr zu essen ohne zu viel zu essen.

 

Die Planung einer reversen Diät

Die Planung ist einfach. Beginne beim Basiswert – Deine augenblickliche Menge an Makronährstoffen und Kalorien – und erhöhe die Zufuhr von hier aus. Dieser Ansatz funktioniert unabhängig davon, ob Du gerade eine Diät beendet hast, oder nicht. Wenn Du jedoch nicht gerade diätet hast, solltest Du Woche 1 weglassen.

Verwende Woche 1 nur dann, wenn Du unterhalb Deiner Erhaltungskalorienmenge gegessen hast. Warum? Wenn Du nicht aus einem Kaloriendefizit kommst, benötigst Du diese zusätzliche Erhöhung um 10% ausgehend vom Basiswert nicht. Du wirst stattdessen mit einer schrittweisen Erhöhung der Kalorien um jeweils 2 bis 5% ausgehend vom Basiswert beginnen, was Dir dabei helfen wird zu verhindern, die Kalorien zu schnell zu erhöhen.

Du musst außerdem Deine Erhaltungskalorienmenge kennen, um dieses Programm befolgen zu können. Wenn Du bereits Deine Kalorienzufuhr überwachst, dann hast Du alles, was Du brauchst. Wenn nicht, dann dokumentiere Deine Nahrungszufuhr für ein bis zwei Wochen, um Deine tägliche Makronährstoffzufuhr und Deine durchschnittliche Kalorienzufuhr für Deine Erhaltungskalorienmenge zu berechnen. Wenn es um die Erhaltungskalorienmenge geht, dann ist jeder etwas anders, weshalb Du Deine Nahrungszufuhr kontrollieren und Deine Durchschnittswerte berechnen solltest, anstatt einfach eine Formel oder einen Rechner auf irgendeiner Website zu verwenden.

 

Woche 1

Dies ist der Startpunkt für jemanden, der sich in einem Kaloriendefizit befunden hat.

  • Protein: Behalte dieselbe Menge an Protein aufrecht. Eine allgemeine Faustregel liegt bei etwa 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.
  • Fette: Erhöhe die Fettzufuhr im Vergleich zum Ausgangswert um 10%.
  • Kohlenhydrate: Erhöhe die Kohlenhydratmenge im Vergleich zum Ausgangswert um 10%.
  • Behalte die bisherige Proteinmenge bei. Gegen Ende der reversen Diät kannst Du eine leichte Erhöhung der Proteinzufuhr in Betracht ziehen. Dies kann Dir dabei helfen, Deine Makronährstoffverhältnisse aufrecht zu erhalten, ist aber nicht unbedingt notwendig.
  • Erhöhe Deine Fettzufuhr jede Woche im Vergleich zur Vorwoche um 2 bis 5%. Dieser Bereich gibt Dir die Möglichkeit Deinen Plan basierend auf Deinem Körpertyp und darauf, wie aggressiv Du vorgehen willst, anzupassen. Wenn Du das bis, was man traditionell als Endomorph bezeichnen würde, dann wird Dein Körper wahrscheinlich gut auf eine fettreiche Ernährung ansprechen. Eine Erhöhung der Fettzufuhr um 5% wäre in diesem Fall also eine gute Wahl.
  • Erhöhe Deine Kohlenhydratzufuhr jede Woche im Vergleich zur Vorwoche um 2 bis 5%. Auch dieser Bereich gibt Dir die Möglichkeit Deinen Plan zu personalisieren. Wenn Du ein Ectomorph bist, dem es schwer fällt, Muskeln aufzubauen, solltest Du z.B. mehr Kohlenhydrate essen. Eine Erhöhung der Kohlenhydratzufuhr um 5% wäre in diesem Fall also eine gute Wahl.

 

Jede folgende Woche

Befolge die reverse Diät bis Du beginnst zu viel Körperfett aufzubauen („Zu viel Körperfett“ bedeutet für jeden etwas anderes). Wenn Du diesen Punkt erreicht hast, bleiben Dir zwei Optionen:

  1. Passe Dein Programm so an, dass es etwas weniger aggressiv ist und bewerte Deinen Status neu.
  2. Beende das Programm und behalte Deine Kalorienzufuhr bei.

 

Aggressive und konservative Beispiele

Sagen wir, dass Bob gerade eine Diät beendet hat und 175 Gramm Protein, 125 Gramm Kohlenhydrate, 85 Gramm Fett und 1965 Gesamtkalorien zu sich nimmt. Bob möchte jetzt Muskeln aufbauen ohne Fett anzusetzen. Unten findest Du zwei Beispiele der Berechnungen für eine reverse Diät für Bob.

Beispiel 1 ist ein aggressiveres Programm mit einer Erhöhung von Fett- und Kohlenhydratzufuhr um jeweils 5% pro Woche. Beispiel 2 ist ein konservativeres Programm mit einer Erhöhung von Fett- und Kohlenhydratzufuhr um jeweils 2% pro Woche.

Dies sind lediglich 8 Wochen. Eine echte reverse Diät würde für gewöhnlich länger andauern. Behalte außerdem im Hinterkopf, dass es sich lediglich um einfache Beispiele handelt. Baue Dein Programm unter Verwendung der Richtlinien oben so auf, wie es am besten zu Dir passt.

 

Beispiel 1 – Aggressiv

 

Protein

Kohlenhydrate

Fett

Gesamtkalorien

Start

175

125

85

1965

Woche 1

175

138

94

2092

Woche 2

175

144

98

2161

Woche 3

175

152

103

2234

Woche 4

175

159

108

2311

Woche 5

175

167

114

2391

Woche 6

175

175

119

2476

Woche 7

175

184

125

2565

Woche 8

175

193

132

2658

 

Beispiel 2 – Vorsichtig

 

Protein

Kohlenhydrate

Fett

Gesamtkalorien

Start

175

125

85

1965

Woche 1

175

138

94

2092

Woche 2

175

140

95

2119

Woche 3

175

143

97

2148

Woche 4

175

146

99

2177

Woche 5

175

149

101

2206

Woche 6

175

152

103

2236

Woche 7

175

155

105

2267

Woche 8

175

158

107

2298

 

Reverse Diät vs. Traditioneller Masseaufbau

Beginne heute damit, den Körper aufzubauen, den Du morgen haben möchtest. Wenn Du kiloweise Muskeln aufbauen möchtest, dann probiere eine Reverse Diät aus, anstatt planlos mehr zu essen, als Dein Körper verwenden kann. Du wirst muskulös und stark enden, aber Du wirst gleichzeitig auch schlank bleiben.

Lasset die Spiele beginnen.

 

Von Benjamin Johnson 

Quelle https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/how-to-bulk-and-keep-your-abs

Weiterlesen
Bestimmung der optimalen Proteinzufuhr für das Muskelwachstum
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Der natural Bodybuilder Cliff Wilson geht näher auf die so genannte “Protein Change Theorie“ (auf Deutsch in etwa Proteinveränderungstheorie) und darauf wie Du Deine augenblickliche Proteinzufuhr anpassen kannst, so dass sie zu Deinem augenblicklichen Entwicklungsstand passt, ein.

Eine Untersuchung der Protein Change Theorie und des oberen Limits für die Proteinzufuhr

Es gibt eine Frage, die im Lauf der Jahre immer wieder von sowohl Wissenschaftlern, als auch Laien gestellt wird, wobei die Antwort auf diese Frage weiterhin nicht wirklich abschließend geklärt ist. Nein, es handelt sich hierbei nicht um die Frage nach dem Sinn des Lebens? Es gibt wichtigere Sachen über die man sich Gedanken machen sollte. Das, was die Leute wirklich wissen wollen ist „Wie viel Protein sollte ich zu mir nehmen, um Muskeln aufzubauen?“

Die Antwort auf diese Frage wird abhängig davon, wen Du fragst, unterschiedlich ausfallen. Ich habe all diese Antworten bereits gehört. Einige sagen 2,75 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, andere sagen 2 Gramm pro Pfund Körpergewicht und dann ist da noch die immer beliebte Antwort, die besagt, dass Du 2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu Dir nehmen solltest. Dies sind drastisch unterschiedliche Zahlen, doch woher stammen sie und welche ist die Richtige – wem solltest Du glauben?

Es gibt viele Studien, die sich das Ziel gesetzt haben herauszufinden, wie viel Protein genau für ein optimales Wachstum benötigt wird. Unglücklicherweise hatte die wissenschaftliche Gemeinschaft in der Vergangenheit Antworten, die genauso unterschiedlich wie die Zahlen aus der Bodybuilding Gemeinschaft waren. Unterschiedliche Studien zeigen unterschiedliche Raten des Muskelwachstums bei drastisch unterschiedlichen Werten für die Proteinzufuhr. Wie kann das sein?

Nun, aktuelle Untersuchungen zeigen, dass die Proteinzufuhr nicht so klar definierbar ist, wie viele glauben. Was sagen diese Untersuchungen bezüglich der optimalen Proteinzufuhr? Die einfache Antwort könnte einfach folgende sein...mehr als Du im Augenblick zu Dir nimmst.

Protein Spread und Protein Change Theorien

In einem vor kurzem im The Journal of the International Society of Sports Nutrition veröffentlichen Studienreview haben Bosse und Dixon Protein Spread und Protein Change Theorien (Proteinverteilungs- und Proteinveränderungstheorien) untersucht. Dies ist ein exzellentes Review, das nicht nur Erklärungen für die inkonsistenten Ergebnisse unterschiedlicher Studien zum Thema Proteinzufuhr gibt, sondern auch einen Einblick in die Art und Weise gibt, auf die wir die Proteinzufuhr im Allgemeinen betrachten sollten.

Die Protein Spread Theorie besagt, dass es bei Studien zur Proteinzufuhr während der Intervention ausreichend große prozentuale Unterschiede bezüglich der Proteinzufuhr in Gramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zwischen den Gruppen geben muss, damit Unterschiede bezüglich Muskelwachstum und Kraftzuwächsen sichtbar werden (1).

Wenn Studien eine hohe Proteinzufuhr mit einer niedrigen Proteinzufuhr vergleichen, ist der Unterschied bezüglich der konsumierten Menge an Protein zwischen der Gruppe mit niedriger Proteinzufuhr und der Gruppe mit hoher Proteinzufuhr nicht groß genug, um einen signifikanten Vorteil von zusätzlichem Protein zu zeigen. Dies hilft dabei, einige der Inkonsistenzen bei Untersuchungen zur Proteinzufuhr zu erklären.

Die Protein Change Theorie ist das, was den Durchschnittsbodybuilder /Trainierenden am meisten interessieren sollte. Die Protein Change Theorie besagt, dass für Zuwächse an Kraft und Muskelmasse eine signifikante Erhöhung der Proteinzufuhr von der gewohnheitsmäßigen Proteinzufuhr zur Proteinzufuhr während der Studie stattfinden muss (1). Dies bedeutet, dass eine ausreichende Varianz (Protein Spread) sichergestellt wurde, weiterhin sichergestellt werden muss, dass die Probanden deutlich mehr Protein als vor Beginn der Studie zu sich nehmen.

Dieses Review zieht Daten aus vielen unterschiedlichen Studien und zeigt, dass die Resultate nicht so chaotisch sind, wie sie vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mögen. Dieses Review stellt das bisher überzeugendste Argument für Protein Spread und Protein Change Theorien dar. Ich kann jedem nur wärmstens empfehlen, sich dieses Review selbst durchzulesen.

Auch wenn sowohl Protein Spread, als auch Protein Change Theorien signifikant sind, möchte ich Deine Aufmerksamkeit auf die Protein Change Theorie lenken, da diese die größte Relevanz in Bezug auf praktische Anwendungen besitzt und uns darüber hinaus sagt, wie unser Körper auf Protein und Aminosäuren reagiert.

Die Protein Change Theorie

Die Protein Change Theorie zeigt, dass der menschliche Körper sich im Grunde genommen an eine gegebene Menge an Protein gewöhnen kann und dass für eine weitergehende Anregung eines Anabolismus zusätzliches Protein benötigt wird. Wenn es um die Proteinzufuhr geht, kann man nicht einfach Gramm pro Kilo pro Tag vergleichen. Vielmehr müssen Veränderungen im Vergleich zum Basiswert in Betracht gezogen werden.

Sagen wir z.B., dass wir zwei völlig identische Bodybuilder haben, die beide 200 Pfund (ca. 90 Kilo wiegen). Unser erster Bodybuilder hat in der Vergangenheit 200 Gramm Protein pro Tag konsumiert. Unser zweiter Bodybuilder hat 275 Gramm Protein pro Tag konsumiert.

Nehmen wir an, dass unser erster Bodybuilder seine Proteinzufuhr auf 275 Gramm pro Tag erhöht. Unser zweiter Bodybuilder belässt seine Proteinzufuhr bei 275 Gramm pro Tag. Wie Du unten sehen kannst, nehmen unsere beiden Bodybuilder dieselbe Menge an Protein zu sich. Der Hauptunterschied besteht darin, dass es einen Unterschied bezüglich der prozentualen Erhöhung der Proteinzufuhr gibt – und die Protein Change Theorie sagt uns, dass dies wichtig ist.

Basis Proteinzufuhr und Erhöhung der Proteinzufuhr in %

  • Bodybuilder #1 - 200 Gramm  275 Gramm 37,5%
  • Bodybuilder #2 - 275 Gramm  275 Gramm 0%

Obwohl diese beiden Bodybuilder in jeder Hinsicht völlig identisch sind und dieselbe Menge an Protein konsumieren, wird der Bodybuilder mit der größten Erhöhung der Proteinzufuhr wahrscheinlich mit einer schnelleren Rate Muskeln aufbauen.

Es gibt jedoch eine Sache, die man zu diesem Beispiel anmerken muss. Auch wenn der erste Bodybuilder wahrscheinlich mit einer schnelleren Rate zu wachsen beginnen wird, wird dies nicht für immer so bleiben. Der Körper wird letztendlich damit beginnen, sich an die höhere Proteinzufuhr anzupassen und die Rate des Anabolismus wird sich verlangsamen. Dies erklärt, warum Menschen mit ähnlicher Proteinzufuhr unterschiedliche Raten des Muskelwachstums über einen bestimmten Zeitraum aufweisen. Die Protein Change Theorie demonstriert stoffwechseltechnische Anpassungen in Reinkultur.

Stoffwechseltechnische Anpassungen

Der menschliche Stoffwechsel umfasst eine Unmenge an chemischen Reaktionen im Körper und ist erstaunlich komplex. Die Protein Change Theorie macht es notwendig, dass wir die Stoffwechselanpassungen berücksichtigen, wenn wir die optimale Proteinzufuhr bestimmen. In früheren Artikeln und Videos bin ich bereits näher auf das Thema der stoffwechseltechnischen Anpassungen in Bezug auf den Fettabbau eingegangen, aber diese Stoffwechselanpassungen sind auch beim Muskelwachstum und der Proteinzufuhr ein bestimmender Faktor. Der Körper wird unabhängig von den Umständen IMMER eine Homöostase anstreben.

Eine Sache, die nur sehr wenige Menschen berücksichtigen ist, dass der menschliche Stoffwechsel nicht statisch ist. Es gibt viele Dinge wie Größe, Alter, Geschlecht und bestimmte Hormone, die den Stoffwechsel beeinflussen und die sich außerhalb unserer Kontrolle befinden. Auch Dinge, die wir kontrollieren können wie Kalorien- und Makronährstoffzufuhr, körperliche Aktivität und Körpergewicht/fettfreie Körpermasse veranlassen den Körper dazu, Veränderungen bezüglich der Stoffwechselrate vorzunehmen, um ein Gleichgewicht zu erreichen. Eine weit verbreitete Ansicht besagt, dass sich der Körper fast wie eine Bank verhält, bei der wir Kalorien einzahlen und auszahlen lassen können. Die typische „Kalorienzufuhr vs. Kalorienverbrauch“ Argumentation in Bezug auf den Fettabbau und das Muskelwachstum ist ein perfektes Beispiel für diese Sichtweise. Diese Argumentation besagt, dass wir mehr Kalorien verbrauchen müssen, als wir zu uns nehmen, um Gewicht zu verlieren und dass wir mehr Kalorien zu uns nehmen müssen, als wir verbrauchen, um an Gewicht zuzunehmen.

Die Wahrheit ist, dass dies nur ein Teil des Gesamtbildes ist. Der menschliche Körper ist weniger wie eine Bank und mehr wie eine Aktienbörse. Wir können Einzahlungen und Auszahlungen vornehmen, aber der Markt ist Schwankungen unterworfen, die damit zusammenhängen, was hineingesteckt wird und was entnommen wird, Wie beim Aktienmarkt müssten wir den Status des Marktes berücksichtigen, bevor wir entscheiden, was wir einzahlen oder auszahlen lassen. Viele Menschen können noch nicht verstehen, wie Protein Gegenstand der stoffwechseltechnischen Anpassungen des Körpers sein kann. Die allgemeine Meinung bezüglich Protein ist, dass Du ganz einfach sicherstellen musst, dass dem Körper ausreichende Mengen von Aminosäuren für den Muskelaufbau zur Verfügung stehen. Auch wenn dies wahr ist, ist dies in Bezug auf Protein nicht die ganze Geschichte und vereinfacht außerdem die Rolle von Aminosäuren und Proteinen im Körper zu sehr.

Protein und Aminosäuren als Signalmoleküle

Du wirst es inzwischen wahrscheinlich schon eine Million Mal gehört haben – Proteine setzen sich aus Aminosäuren zusammen und Aminosäuren sind die Bausteine des Muskelgewebes...usw., usw. Ich habe diesen Satz schon eine Million Mal in Magazinen und Artikeln gelesen. Dies ist für gewöhnlich der Punkt, an dem die Informationen über Aminosäuren in den meisten Artikeln enden. Dies verleitet viele Menschen zu der Vorstellung, dass es eine magische Menge an Protein gibt, die ausreichend oder optimal ist. Wenn Aminosäuren nur als Substrate verwendet werden, dann würde uns dies dazu bringen zu denken, dass man einfach genügend Substrate zuführen muss, um die Arbeit zu erledigen. Das Ganze funktioniert jedoch nicht ganz so.

Auch wenn wahr ist, dass Aminosäuren lange einfach nur als Substrate für die Proteinsynthese angesehen wurden, konnte in letzter Zeit gezeigt werden, dass sie auch als Modulatoren für intrazellulare Signaltransduktionspfadwege agieren, die typischerweise mit wachstumsfördernden Hormonen wie Insulin und IGF-1 in Verbindung stehen. Dies bedeutet, dass bestimmte Aminosäuren nicht nur als Substrate für die Proteinsynthese dienen, sondern diesen Prozess auch regulieren (2). Dies gilt insbesondere für die Aminosäure Leucin und deren Regulierung des mTOR Pfadweges. Wenn Aminosäuren Signalmoleküle und nicht einfach nur Substrate sind, dann wird dies sie zum Gegenstand stoffwechseltechnischer Anpassungen des Körpers machen. Der Körper scheint im Lauf der Zeit weniger empfindlich auf die anabole Reaktion von Aminosäuren zu reagieren, weshalb mehr Protein notwendig sein wird, um weitere Veränderungen voranzutreiben. Dies bedeutet, dass die optimale Proteinzufuhr nicht länger eine statische Zahl ist.

Protein Synthese und Netto Anabolismus

Dies ist immer noch nicht die ganze Geschichte der Proteinzufuhr. Während Aminosäuren als Modulatoren der Proteinsynthese agieren, gibt es eine Grenze bezüglich des Umfangs der Proteinsynthese, die angeregt werden kann, weshalb es einen anderen Weg geben muss, auf den Protein ein Wachstum signalisieren kann. Mehrere Studien haben gezeigt, dass eine Anregung der fraktionalen Syntheserate des Muskelproteins bei einer Proteinzufuhr von lediglich 20 bis 30 Gramm ihren Maximalwert erreicht. (3).

Wenn man bestimmen möchte, was für das Muskelwachstum am besten ist, ist es töricht nur die Proteinsyntheserate zu betrachten. Auch eine Proteinzufuhr, die sich oberhalb der Maximalmenge befindet, die benötigt wird, um die Proteinsynthese anzuregen, kann immer noch von Vorteil sein. Eine unter Bodybuildern vorherrschende Ansicht ist, dass wenn Du zu viel Protein auf einmal zu Dir nimmst, die überschüssigen Aminosäuren ganz einfach verschwendet sind. Dies ist recht dumm, wenn man darüber nachdenkt. Vor den modernen Zeiten hatte der Mensch keinen Zugang zu einer kontinuierlichen Proteinzufuhr. Der Homo Sapiens tötete gelegentlich ein Tier und stopfte sich dann bis an die Grenzen seiner Aufnahmefähigkeit mit Fleisch voll.

Es gab keinen Weg, sich Protein zur Seite zu legen und für später aufzuheben, unsere Vorfahren mussten es sofort essen. Es wäre für den Körper recht ineffizient, diese Aminosäuren zu verschwenden, da zwischen Mahlzeiten mit signifikantem Proteingehalt Tage zu diesen Zeiten vergehen konnten.

Das Gesamtmuskelwachstum ist nicht einfach nur das Resultat der Proteinsynthese. Stattdessen müssen wir den Netto Anabolismus betrachten. Um den Netto Anabolismus zu bestimmen, müssen wir sowohl Proteinsynthese, als auch den Muskelproteinabbau betrachten. Im Gegensatz zu dem, was Du vielleicht denken wirst, befindet sich der Körper in einem kontinuierlichen Zustand von Synthese und Abbau. Wenn die Synthese schneller als der Proteinabbau vonstatten geht, dann sprechen wir von einem Anabolismus und wenn der Proteinabbau die Synthese übertrifft, dann sprechen wir von einem Katabolismus.

Eine zusätzliche Proteinzufuhr, nachdem eine maximale Proteinsyntheserate erreicht wurde, kann trotzdem den Netto Anabolismus durch eine Reduzierung des Proteinabbaus anstatt über eine weitere Erhöhung der Proteinsyntheserate erhöhen. Wenn Protein in großen Mengen konsumiert wird, beginnt die Proteinsyntheserate zu steigen – aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Sobald die maximale Proteinsyntheserate erreicht wurde, werden die intrazellularen Aminosäurespiegel zu steigen beginnen.

Wenn die Proteinzufuhr weiter steigt, wird auch der Gesamtanabolismus ohne korrespondierende Erhöhung der Proteinsyntheserate weiter steigen. Diese Reaktion scheint zustande zu kommen, weil die kontinuierliche Erhöhung der intrazellularen Aminosäurespiegel dem Körper das Signal sendet, dass er die Rate des Proteinabbaus begrenzen soll (4).

Man glaubt, der Grund dafür, dass dieses Signal den Proteinabbau reduziert auf der Wirkung von Insulin basiert und nach oben keine Grenze besitzt, da der Proteinabbau mit jeder Erhöhung der Proteinzufuhr weiter abnimmt (5, 6). Dies geschieht bei einer einzelnen Proteinmahlzeit, weshalb es realistisch ist anzunehmen, dass dies auf jede Proteinmahlzeit im Lauf des Tages anwendbar ist. Dies zeigt nicht nur, dass die zusätzliche tägliche Proteinzufuhr zu einem Muskelwachstum führen wird, sondern auch, dass es keine obere Grenze dafür gibt, wie groß eine einzelne Portion Protein ausfallen kann oder sollte. Mit anderen Worten ausgedrückt, liegt jeder falsch, der sagt, dass Du während einer Mahlzeit nicht mehr als eine bestimmte Menge an Protein aufnehmen kannst.

Kernaussagen und Implikationen

Die Protein Change Theorie liefert einige interessante Kernaussagen und Implikationen, was die Proteinzufuhr betrifft. Untersuchen wir die drei wichtigsten Kernaussagen dieser neuen Untersuchungen.

Es gibt keine obere Grenze oder maximale Proteinmenge, ab der eine weitere Erhöhung der Proteinzufuhr nicht zu weiterem Wachstum führen wird

Wir wissen, dass es keine realistische obere Grenze für die Proteinzufuhr während einer Mahlzeit oder eines Tages gibt. Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass es eine maximale Menge an Protein gibt, die innerhalb des Körpers von Nutzen ist. Die Proteinzufuhr und ihre Auswirkungen auf das Muskelwachstum werden dadurch diktiert, wie viel Protein im Augenblick konsumiert wird und wie viel Protein zu diesem Basiswert hinzugefügt wird. Dies bedeutet, dass zusätzliches Protein mit großer Wahrscheinlichkeit ein zusätzliches Wachstum anregen wird und es scheint keinen Punkt zu geben, an dem dies nicht mehr zutrifft. ABER das bedeutet nicht, dass Du sofort mit 600 Gramm Protein pro Tag beginnen solltest, was mich zu Kernaussage Nummer 2 bringt.

Die Proteinzufuhr muss hoch gehalten werden, aber an den individuellen Stoffwechsel angepasst werden.

Die Protein Change Theorie zeigt, dass es keine feste optimale Proteinzufuhr gibt, die für jeden richtig ist. Dies bedeutet, dass es keine magische Menge an Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht gibt, die als Schema für jeden verwendet werden könnte. Auch wenn es oberflächlich so aussehen mag, als ob mehr Protein immer besser sei, ist dies nicht notwendigerweise der Fall. Es ist wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass nichts beim menschlichen Stoffwechsel isoliert ist und dass alles in Relation zu allem anderen funktioniert. Unterschiedliche Menschen werden einen unterschiedlichen Makronährstoffbedarf aufweisen und es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass Kohlenhydrate und Fette ihre eigenen Vorzüge in Hinblick auf die Leistungsfähigkeit besitzen. Wenn die Proteinzufuhr zu hoch ausfällt, dann müssen kohlenhydrat- und Fettzufuhr inakzeptabel niedrig gehalten werden, um zu verhindern, dass die Kalorienzufuhr den Kalorienbedarf übersteigt.

Auf lange Sicht wird dies letztendlich das Muskelwachstum behindern. Auf der anderen Seite wird die Kalorienzufuhr über den Bedarf steigen, wenn die Proteinzufuhr zu hoch angesetzt wird, ohne gleichzeitig die Zufuhr von Kohlenhydraten und Fetten zu reduzieren, was zur Folge hat, dass die Körperfettspiegel stark ansteigen werden.

Menschen mit einem endomorphen Körpertyp werden eine sehr viel andere Makronährstoffzusammenstellung als diejenigen mit ektomorphen Qualitäten benötigen. Das Ziel für jeden Stoffwechseltypen sollte also darin bestehen, so viel Protein wie möglich zu konsumieren, ohne Deinen Kalorienbedarf zu überschreiten und ohne die notwendige Zufuhr anderer Makronährstoffe zu beeinträchtigen.

Mir ist klar, dass dies recht vage ist, aber etwas mehr über den individuellen Stoffwechsel zu erfahren, ist kein einfacher Prozess. Wenn ich mit Klienten arbeite, kann es mehrere Wochen dauern, bis diese ihren Stoffwechsel wirklich kennen.

Es kann sein, dass die Proteinzufuhr im Lauf einer Bodybuildingkarriere langsam erhöht werden muss Wenn die Protein Change Theorie der Realität entspricht, dann hat dies zur Folge, dass die durchschnittliche Proteinzufuhr eines Trainierenden im Lauf der Zeit erhöht werden sollte. Da der Körper im Lauf der Zeit anscheinend weniger empfindlich gegenüber den Wirkungen von Aminosäuren werden kann, wäre es plausibel höhere und höhere Mengen an Protein zu konsumieren, um weiterhin ein Wachstum anzuregen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Du 1000 Gramm Protein zu Dir nehmen solltest, wenn Du irgendwann in Deinen Fünfzigern bist. Eine Erhöhung der Proteinzufuhr sollte die Zufuhr anderer notwendiger Makronährstoffe nicht beeinträchtigen, aber eine leichte Erhöhung der durchschnittlichen Proteinzufuhr im Lauf einer Bodybuilding Karriere könnte eine gute Idee darstellen.

Und wie geht es weiter?

Es sollte angemerkt werden, dass es bezüglich der Proteinzufuhr viele weitere Faktoren gibt, die das Muskelwachstum beeinflussen. Diese umfassen die gewählten Proteinquellen, das Timing der Proteinzufuhr und die Aminosäurezusammensetzung. Diese Themen öffnen weiteren komplexen Vorgängen Tür und Tor, über die man eigene Artikel schreiben könnte. Für den Augenblick können wir die neuen Informationen verwenden, um unsere Proteinzufuhr entsprechend anzupassen. Es bedarf noch reichlich weiterer Untersuchungen, aber unser Wissen über Protein und Aminosäuren ist im Lauf der letzten Jahre dramatisch gewachsen. Die Protein Change Theorie stellt immer noch eine relativ neue Idee dar und die Details sind bis jetzt noch nicht vollständig bekannt, aber Ideen wie diese könnten uns zu einem besseren Verständnis der Proteinzufuhr als Ganzes verhelfen. Jede neue Entdeckung macht die Dinge für uns in der Bodybuilding Welt klarer. Wer weiß, vielleicht werden wir in einigen Jahren alles wissen, was es über Protein und Aminosäuren zu wissen gibt. Dann können wir uns endlich um die Frage nach dem Sinn des Lebens kümmern.

Referenzen

  1. J. Bosse, B. Dixon. Dietary protein to maximize resistance training: a review and examination of protein spread and change theories
. J Int Soc of Sports Nutr 2012,
Published: 8 September 2012
  2. S.R. Kimball, L.S. Jefferson. Role of amino acids in the translational control of protein synthesis in mammals. Seminars in Cell and Developmental Biology; 2005 Feb; V. 16 Issue 1, p. 21-27
  3. Symons TB, Sheffield-Moore M, Wolfe RR, Paddon-Jones D. A moderate serving of high-quality protein maximally stimulates skeletal muscle protein synthesis in young and elderly subjects. J Am Diet Assoc. 2009 Sep;109(9):1582–1586PubMed PMID:19699838. Pubmed Central PMCID: 3197704. Epub 2009/08/25. Eng
  4. Wolfe RR, Miller SL. Amino acid availability controls muscle protein metabolism. Diabetes Nutr Metab. 1999 Oct;12(5):322–328PubMed PMID: 10741346. Epub 2000/03/31. Eng
  5. Pennings B, Groen B, de Lange A, Gijsen AP, Zorenc AH, Senden JM, et al. Amino acid absorption and subsequent muscle protein accretion following graded intakes of whey protein in elderly men. Am J Physiol Endocrinol Metab. 2012 Apr 15;302(8):E992–E999PubMed PMID: 22338070
  6. Elango R, Humayun MA, Ball RO, Pencharz PB. Protein requirement of healthy school-age children determined by the indicator amino acid oxidation method. Am J Clin Nutr. 2011 Dec;94(6):1545–1552PubMed PMID: 22049165
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Die Leute hassen das Thema Ernährung

Was ich hiermit meine ist, dass sie mit der Ernährung in Verbindung stehende Themen nicht so aufregend finden – zumindest nicht so aufregend, wie heiße, neue Trainingsprogramme. Ich weiß dies, da ich früher nicht anders war. Ich liebte es hart zu trainieren und etwas über neue Übungen und Techniken zu lesen aber das Thema Ernährung interessierte mich nicht wirklich. Ich dachte, dass Ernährung etwas Langweiliges ist. Stattdessen wollte ich lieber etwas über das neuste bulgarische Bizeps Masseprogramm lesen. Du weißt schon, das Zeug, das Spaß macht. Das war ein großer Fehler.

Die Ernährung spielt beim Muskelaufbau eine sehr viel größere Rolle als ich es je für möglich gehalten hätte. Kurz gesagt machen die Nahrungsmittel, die Du isst einen Unterschied. Du kannst schlechte Ernährungsgewohnheiten nicht durch Training ausgleichen. Wenn also Deine Fortschritte zum Stillstand gekommen sind, dann könnte Dein Ernährungs- und Supplementansatz hieran schuld sein.

Mit dieser Information im Hinterkopf habe ich einige der führenden Ernährungs- und Supplementexperten zu ein paar heißen Themen befragt und ihre Antworten zu praktischen Informationen zusammengefasst, die Du noch heute in die Tat umsetzen kannst. Klingt das cool? Gut, legen wir los.

Aminos um Mitternacht

"Wache mitten in der Nacht auf und trinke einen Proteinshake.”

Ich würde wetten, dass Du das schon einmal gehört hast. Die Idee hinter diesem Ratschlag ist, dass wir während der Nacht, wenn unserem Körper die Energie ausgeht, etwas an Muskelmasse abbauen. Um dies zu verhindern soll man mitten in der Nacht ein paar Aminosäuretabletten oder sogar einen Proteinshake zu sich nehmen, um seine Muskeln aufrecht zu erhalten und vielleicht sogar etwas mehr Muskelmasse aufzubauen.

Aber funktioniert dies in der Praxis? Und wenn es funktioniert, wird die Wirkung dann stark genug sein um spürbare Zuwächsen hervorrufen zu können? Wie stark würde die Wirkung ausfallen, wenn ein Trainierender für sagen wir sechs Monate jede Nacht eine Handvoll Aminos oder einen Proteinshake zu sich nehmen würde? Wir haben die Experten befragt. „Ich glaube nicht hieran.“ sagte der Elite Kraftsporttrainer Charles Poliquin. „Schlaf ist zum schlafen da. Sobald Du für mehr als 3 Sekunden aufwachst, bringst Du die Melatonin Produktion durcheinander und Melatonin ist Teil der hormonellen Kaskade, die Muskeln aufbaut. Zusätzlich hierzu ist das Verdauungssystem dafür gemacht, nachts zu ruhen.“

Und wie sieht es mit der Einnahme einer Handvoll Aminosäuren vor dem zu Bett gehen aus? Poliquin sagte, „Eine Menge Menschen finden dies zu stark anregend und wachen mitten in der Nacht auf.“ Stattdessen ist das Beste, was Du vor dem zu Bett gehen zu Dir nehmen kannst etwas, das Deinen Blutzuckerspiegel konstant halten wird. Kasein – ein langsam verdauliches Protein – stellt hier eine gute Wahl dar.

Das ist ein Schlag gegen Mahlzeiten mitten in der Nacht. Als nächstes haben wir Christopher Mohr, PhD, RD gefragt. „Ein optimales Schlafschema ist effektiver als eine Störung des Schlafes, um ein paar Aminosäuren zu schlucken.“ sagte er. „Es gibt sehr solide Daten zu Schlafqualität, Hormonspiegeln und deren Auswirkungen auf den Körper. Die meisten Trainierenden bekommen sowieso schon nicht genug qualitativ hochwertigen Schlaf und acht Stunden erholsamer Schlaf werden mehr für Regeneration und Erholung tun, als eine Störung des Schlafes, um ein paar Aminos zu schlucken.“ Okay, und was ist mit der Nahrungszufuhr vor dem zu Bett gehen? „Wenn Du Dir wirklich Sorgen hierüber machst,“ sagte Dr. Mohr, „dann iss etwas Hüttenkäse und ein paar rohe Nüsse – zwei langsam verdauliche Nahrungsmitteloptionen - als Snack vor dem zu Bett gehen.“

Mike Roussell, Ernährungsexperte und Doktorand in Ernährungswissenschaften fügte folgendes hinzu: „Ich denke, dass die Auswirkungen geringfügiger ausfallen, als die meisten Menschen zugeben würden.“ Aus Sicht des Muskelaufbaus wirst Du viel mehr von einem ungestörten Schlaf, als von einem Aminosäureschub, den Du durch einen Snack mitten in der Nacht bekommst, profitieren. Die Leute bekommen meist sowieso nicht genug Schlaf, weshalb Du das bisschen Schlaf, das Du bekommst, nicht auch noch Gewaltsam unterbrechen solltest, um etwas Protein zu Dir zu nehmen. Okay, den Wecker auf 3 Uhr Morgens zu stellen, um ein paar Aminos oder etwas Protein zu sich zu nehmen ist also keine gute Idee, aber was ist, wenn Du nachts sowieso aufwachst, weil Du auf die Toilette musst? Kannst Du in dieser Situation ein paar „Bonus Nährstoffe“ zu Dir nehmen, um jeden möglichen Katabolismus zu verhindern?

Roussel sagte, „Auch wenn die Wirkung wahrscheinlich sehr gering ausfallen wird, bin ich immer dafür zu haben, eine Menge kleiner Dinge zu tun, die sich dann zu einer stärkeren Wirkung aufsummieren. Wenn Du also sowieso nachts aufwachst, dann kann es nicht schaden, ein paar BCAAs oder einen Proteinshake mit zugesetztem Leucin zu Dir zu nehmen.“ Zu guter Letzt haben wir Dr. Lonnie Lowery gefragt, der uns davor gewarnt hat, dass all dies angesichts der fehlenden mit gesunden, mit Gewichten trainierenden Menschen ermittelten Daten, recht spekulativ ist. Er merkte jedoch an, dass die Glukosetoleranz nachts während wir schlafen sinkt, weshalb BCAAs oder ein kleiner Proteinshake mit 10 bis 20 Gramm Protein von Vorteil sein könnten, wenn man sowieso wach wird.

„Dieser Snack liefert muskelschonende Aminosäuren, die nicht zu viele Kalorien liefern und auch den Blutzuckerspiegel nicht zu einer Zeit ansteigen lassen werden, zu der die Muskeln insulinresistenter sind.“ sagte er. Wie Poliquin war auch Dr. Lowery der Ansicht, dass eine gewisse “Ruhepause“ für den Verdauungstrakt notwendig sein könnte.

Fazit: Was ist basierend auf diesen Meinungen die finale Antwort? Nun, wir ermutigen immer zum experimentieren, da jeder anders reagiert, aber hier sind einige allgemeine Ratschläge:

  1. Wache nicht mit Absicht mitten in der Nacht auf, nur um einen Proteinshake oder ein paar BCAAs zu Dir zu nehmen. Die Vorzüge eines ungestörten Schlafes übertreffen die Vorzüge einer nächtlichen Nahrungszufuhr.
  2. Wenn Du sowieso aufwachst, weil Du auf die Toilette musst, oder den Hund rauslassen musst, dann können ein kleiner Proteinshake (ein halber bis ein Messlöffel Proteinpulver) oder eine Portion Aminosäuren (z.B. BCAAs) nicht schaden. Platziere einfach ein Glas Wasser und die Aminos auf Deinem Nachttisch oder im Badezimmer. Wenn Du Dich für die Proteinshake Option entscheidest, dann platziere das Pulver in einem leeren Glas mit einem Löffel. Fülle nachts einfach etwas Wasser hinzu und trinke die Mischung. Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen kleinen Proteinshake mit etwas Eis anzumischen und auf dem Nachttisch zu platzieren. Tue all dies jedoch nicht, wenn es Deinen Schlaf stören würde.
  3. Eine bessere Methode als eine Nahrungszufuhr mitten in der Nacht besteht in der intelligenten Wahl Deiner letzten Mahlzeit vor dem zu Bett gehen. Der Konsum einer kaseinhaltigen Mahlzeit wie Hüttenkäse oder eines Kasein Proteinshakes wird jeglichen möglichen nächtlichen Katabolismus verhindern, wenn Du nach dem Aufwachen ein gutes Frühstück zu Dir nimmst, das eine adäquate Menge an Protein enthält. (Das Risiko für einen Muskelabbau resultiert in der Regel aus einem Verzicht auf das Frühstück und nicht durch das Auslassen der Mahlzeit um 3 Uhr morgens. Trinke also einfach 30 bis 60 Minuten vor dem zu Bett gehen einen Kasein Proteinshake mit 2 Messlöffeln Kasein Proteinpulver. Mische diesen Shake mit so wenig wie möglich Wasser an, so dass Du nachts nicht zu oft auf die Toilette musst. Aus dem Proteinpulver einen dicken Pudding (viel Eis, sehr wenig Wasser) anzurühren, ist eine gute Idee.

Diejenigen, die Diäten und streng jede einzelne Kalorie kontrollieren, sollten direkt vor dem zu Bett gehen – und direkt nach dem Aufwachen morgens - ein paar BCAAs zu sich nehmen. Auch wenn Poliquin sagt, dass eine Aminosäurezufuhr vor dem zu Bett Gehen den Schlaf stören könnte, sind wir der Ansicht, dass die meisten Menschen mit einer moderaten Dosis keine Probleme haben werden. Wird all dies zu mehr Muskeln führen? Nun, es kann zumindest nicht schaden, so lange der Schlaf hierdurch nicht gestört wird. Aber in der Realität wirst Du während der Nacht wahrscheinlich sowieso nicht verkümmern.

So lange Du nach dem Aufwachen ein gutes, proteinreiches Frühstück zu Dir nimmst, musst Du wahrscheinlich nicht aufgrund eines nächtlichen Katabolismus in Panik verfallen. Wenn Du beim Nährstofftiming wirklich pedantisch werden möchtest, dann solltest Du Deine Anstrengungen auf die Ernährung rund um das Training konzentrieren. Zu diesen Zeiten werden Dein Fleiß und Deine Konsistenz den größten Einfluss haben.

Die Wahrheit über Taurin in Energy Drinks

Taurin: Es ist der Standard Inhaltsstoff von so ziemlich jedem Energy Drink. Aber was ist Taurin und was bewirkt es?

Laut Wikipedia konnte nicht bewiesen werden, dass Taurin Energie liefert. Warum ist es dann in Energy Drinks enthalten? Es gibt einige Verschwörungstheorien, die besagen, dass Taurin in Wirklichkeit ein Energieräuber ist, der nur zu dem Zweck enthalten ist, einen Energieeinbruch hervorzurufen, so dass Du den nächsten Red Bull brauchst. Wenn man sich die Beliebtheit von Energy Drinks ansieht, dann könnte Taurin, das am häufigsten verwendete Supplement auf diesem Planeten sein – und trotzdem wissen die meisten Menschen nicht einmal, warum es in den meisten Energy Drinks enthalten ist, oder was es angeblich für die Energie tun soll.

Finden wir es also heraus. Als erstes haben wir Dr. Jonny Bowden gefragt. "Taurin ist eine wichtige bedingt essentielle Aminosäure und seine Spiegel sind bei hart trainierenden Sportlern definitiv reduziert. Aber die Idee, diese Aminosäure zu einem Getränk hinzuzufügen, um Dir zusätzliche Energie zu liefern, ist absoluter Blödsinn.“ sagte er.

Um tiefer in die Wissenschaft einzutauchen, stellten wir Dr. Lowery unsere Frage. Er merkte an, dass Taurin enthaltende Energy Drinks auch andere Inhaltsstoffe wie Koffein oder sogar Kreatin enthalten und dass dies die Untersuchungen verwässert. „Ein dänisches Studien Review betrachtete neun Jahre von Untersuchungen der National Library of Medicine's Datenbank und kam zu dem Ergebnis, dass die Energie steigernden Wirkungen der meisten generischen Energie Drinks hauptsächlich auf Koffein basieren. Sie kamen zur Schlussfolgerung, dass die „weniger bekannten Inhaltsstoff“ von Energy Drinks – inklusive Taurin – weiterer Untersuchungen bedürfen.“

Dr. Lowery erzählte uns von einer anderen Studie, die von Hoffman und Kollegen im JSCR veröffentlich wurde und eine Erhöhung der Gesamtwiederholungszahlen, sowie eine stärkere Insulin- und Wachstumshormonausschüttung nach Kniebeugen zeigte, wenn ein taurinhaltiges Supplement vor dem Training konsumiert wurde. Aber dieses Supplement enthielt neben weiteren Zutaten auch Kreatin, BCAAs und Koffein. Auch hier ist keine klare Schlussfolgerung möglich. Mike Roussell fügte Folgendes hinzu: “Bei all den Verbindungen, die Du in einen Energy Drink packen kannst, bin ich mir nicht sicher, warum sich so viele Firmen für Taurin entschieden haben. Eine aktueller Artikel, der eine ganze Reihe von Aminosäuren und ihre Funktionen untersuchte, listete als Hauptfunktionen von Taurin „eine antioxidative Wirkung, eine Regulierung des zellularen Redox Status und eine osmolytische Wirkung“ auf. Von einer Energie liefernden Wirkung wurde nichts erwähnt.“ Und was ist mit den Verschwörungstheorien? Roussel sagte, „eine Studie aus dem Jahr 1996 fand heraus, dass 6 Gramm Taurin pro Tag zu einer niedrigeren Norepinephrin Ausscheidung führte, was den Aussagen der Wissenschaftler zufolge eine Unterdrückung des sympathischen Nervensystems impliziert.“ Ist das nicht das Gegenteil von dem, was wir zu erreichen versuchen?

„Von Red Bull konnte gezeigt werden, dass es Leistungsfähigkeit und mentale Funktion verbessert, aber ich würde sagen, dass diese Wirkungen mehr auf dem enthaltenen Koffein und Zucker als auf anderen Inhaltsstoffen basiert.“

Wofür ist Taurin also gut?

Taurin kommt in den Muskeln in großen Mengen vor und es agiert als Osmolyt, was bedeutet, dass es zellvoluminisierende Wirkungen besitzen könnte, die denen von Kreatin ähneln. Roussel merkte jedoch an, dass Du, wenn Du Geld für eine Supplementierung mit spezifischen Aminosäuren ausgeben willst, lieber Leucin und nicht Taurin wählen solltest. Fazit: Die meisten Hersteller von Energy Drinks packen Taurin wahrscheinlich einfach deshalb in ihre Getränke, weil Red Bull dies zuerst getan hat und das Getränk ein kommerzieller Erfolg wurde. Wenn es um das Marketing geht, dann sind einige Firmen lieber auf der sicheren Seite und kopieren den Platzhirsch, anstatt etwas Eigenes zu entwickeln. Dies wird bei vielen Herstellern als Risiko angesehen. Und auch wenn Red Bull Süchtige idiotische Dinge sagen wie „Ich brauche morgens mein Taurin“, fühlen sie wahrscheinlich einfach nur die Wirkungen des guten alten Koffeins.

Taurin mag für einige hart trainierende Sportler oder Bodybuilder ein paar Vorzüge besitzen, aber im Vergleich zu hochwirksamen Aminosäuren wie L-Leucin spielt es nur eine kleine Nebenrolle.

Das “Halten” der Muskelmasse nach einer Masseaufbauphase

Bevor Du mit einer Fettabbaudiät beginnst, sollest Du eine Zeit lang versuchen das Gewicht, das Du während der Masseaufbaudiät aufgebaut hast, zu halten, so das die neuen Zuwächse an Muskeln „hängen bleiben.“ Das ist der Ratschlag, den Du häufig in Bodybuilding Foren hören wirst, aber ist hieran etwas Wahres dran? Und ist es ein Eigentor praktisch über Nacht zu einer Gewichtsabbaudiät überzugehen? Lassen wir die Experten zu Wort kommen.

“Ich sehe keine Effizienz darin, ein paar Wochen lang fett zu bleiben, um die Muskeln zu ‘halten,’” sagte Mike Roussell. Er fügte hinzu, „ich bin erstaunt darüber, dass die Leute immer noch daran glauben, dass sie während eines Fettabbauplans Muskeln verlieren werden. Der Bereich des Fettabbaus hat sich bis zu einem Punkt entwickelt, an dem Leute, die während einer Diät Muskeln verlieren, die Ausnahme und nicht die Regel sind.

„Wenn Du ein Leser dieser Site bist und trotzdem kiloweise Muskeln während der Diät verlierst, dann sollte man Dir eins mit einem großen Laptop überziehen, weil Du ganz offensichtlich das, was Du liest, nicht anwendest! Wenn Dein Fettabbauprogramm stoffwechseltechnisch fordernd ist und Deine Ernährung kohlenhydratarm ist und adäquate Mengen an Protein (und nur zur Sicherheit hinzugefügte Aminosäuren) umfasst, dann wirst Du während der Diät keine Muskeln verlieren – Punkt.“

Dr. Mohr stimmte zu und merkte an „Wichtiger ist, wie Du dieses Fett verlierst. Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass Muskeln „hängen bleiben“, wenn sie länger da waren. Wenn Deine Masse wirklich fettfreie Körpermasse und nicht Fett ist, dann wird sie auch da bleiben.“ Und Folgendes scheint wichtig zu sein: der Verlust an wirklicher Muskelmasse vs. dem gefühlten Verlust an Muskelmasse. Bei einer kohlenhydratärmeren Diät kann der Diätende einen temporären Verlust an Muskelglykogen erleben, der zu einem unbefriedigenden Pump im Fitnessstudio führt, aber dies ist kein Verlust an Muskelmasse.

Viele Bodybuilder verfallen außerdem in Panik, dass sie etwas Oberarmumfang verlieren könnten, wenn sie auf Diät gehen, aber auch in den Armen wird Fett gespeichert. Wenn alles, was Du verlierst, Fett ist, dann werden Deine Arme auf lange Sicht muskulöser aussehen – immer vorausgesetzt, dass sich unter dem Fett ein paar Muskeln befinden. Hey, fette Menschen haben einen großen Oberarmumfang... aber sie sehen nicht so aus, als ob sie trainieren. Das Wichtigste ist, sich nicht zu sehr von den reinen Zahlen beeinflussen zu lassen. Ein großer Brustumfang ist toll – aber nicht wenn 10 Zentimeter hiervon eine Fettschicht sind, die Dir das Aussehen einer Hängebrust anstatt von kraftvollen Brustmuskeln verleiht. Bei der Diskussion über eine Aufrechterhaltung der Muskelmasse ist es wichtig, das Verhältnis von echter fettfreier Muskelmasse zu Fettmasse im Hinterkopf zu behalten.

Eine Botschaft, die wir von unseren Experten bekommen haben ist, dass eine Fettabbaudiät nicht zu einem Muskelabbau führen muss, wenn sie richtig durchgeführt wird. „Richtig“ bedeutet eine Reduzierung der Kalorien, aber keine irrsinnig hohe Reduzierung. Es bedeutet, dass Du immer noch reichlich Protein zu Dir nimmst und mit muskelerhaltenden Supplements supplementierst. Eine Fettabbaudiät bedeutet auch, dass Du die Nährstoffdrinks rund um Dein Training nicht vergisst, deren zusätzlichen Kohlenhydrate nicht zu einer Fettspeicherung führen werden, wenn sie im zeitlichen Rahmen rund um eine Trainingseinheit mit Gewichten konsumiert werden. Die richtige Ernährung rund um Dein Training kann stark bei der Aufrechterhaltung Deiner Muskelmasse während einer Diät helfen.

Und wie sieht es aus, wenn Du sehr schnell von einer höheren Kalorienzufuhr zu einer niedrigeren Kalorienzufuhr übergehst – z.B. von einer Masseaufbauphase direkt zu einer Diätphase? Roussell sagte, „Was den direkten Übergang von einer Masseaufbauphase zu einem Fettabbauprogramm angeht, war ich nie ein großer Fan von sehr drastischen Veränderungen der Kalorienzufuhr. „Wenn Du z.B. am Sonntag 4000 kcal isst und dann am Montagmorgen mit 2000 kcal pro Tag beginnst, ist das dumm, da Du wahrscheinlich auch mit 3250 bis 3500 kcal beginnen könntest Gewicht zu verlieren. Verändere Dein Trainingsprogramm so, dass es stoffwechselbasiert ist, reduziere Deine Kalorien ein wenig und schaue, was passiert. Wenn Du Fett verlierst, während Du 3250 kcal pro Tag isst, würdest Du dann lieber nur 2000 kcal pro Tag zu Dir nehmen?“ Seine Empfehlung? „Gehe langsam zu Deiner Fettabbaudiät über,“ fügte Roussell hinzu. “Konzentriere Dich darauf, was die höchste Menge an Nahrung ist, die Du essen kannst, während Du trotzdem Fett verlierst und nicht, wie wenig Du essen kannst, ohne Dich aufhängen zu wollen.” Dr. Mohr stimmt bei diesem Ansatz des langsamen Übergangs zu: „Diäte, aber diäte intelligent. Gehe nicht von 5000 kcal an einem Tag zu 1200 kcal am nächsten Tag über. Sicher wirst Du auf diese Art und Weise eine Menge Masse verlieren, aber mit Sicherheit nicht nur Körperfett.“ Aber Dr. Lowery denkt etwas anders über diese Themen. „Das Konzept eines (neuen) Setpoints der Körpermasse existiert seit Jahren und es wird ohne Zweifel durch genetische und hormonelle Faktoren gesteuert. Ich wünschte ich könnte sagen, dass jemand sein Gewicht für X Monate (oder Jahre) halten sollte, bevor er versucht eine dramatische Veränderung zu erreichen, aber es gibt so viel ich weiß keine definitiven Daten zu diesem Thema.“

# Auch wenn Dr. Lowery ein Wissenschaftler ist und nicht gerne ohne Daten spekuliert, haben wir ihn gebeten, genau dies zu tun. Seine Antwort: „Ich denke, dass die Idee, es mit dem Masseaufbauzyklus etwas zu übertreiben und dann über mehrere Monate ‚in das neue Gewicht hineinzuwachsen’ interessant ist. Meine eigenen Mesozyklen sind aus ähnlichen Gründen (vollständigere und hoffentlich permanente Anpassungen) auf sechs Monate angewachsen.“ „Man könnte dasselbe über das Diäten sagen.“ fügte Dr. Lowery hinzu. „Ohne Körpermasseverluste von über 10% (sagen wir 15 bis 20 Pfund), könnte es am besten sein, das neue Körpergewicht für viele Monate zu halten, bevor man versucht weiter zu gehen. Dies ist lediglich ein pragmatischer Vorschlag, der auf dem basiert, was ich bei Klienten/Patienten gesehen habe und was ich über endokrinologische Veränderungen weiß.“

Von diesem Punkt an kann das Thema theoretisch und kontrovers werden. Dr. Lowery merkte an, dass selbst die Wissenschaftler nicht miteinander übereinstimmen. Und dies basiert wahrscheinlich auf der menschlichen Variabilität. Ein Faktor könnte sein, wo Du Dich aus körperlicher Sicht befunden hast, als Du mit Deiner Masseaufbauphase oder Deiner Fettabbauphase begonnen hast. „Fortschritte während einer Masseaufbau- oder Diätphase könnten von Deiner spezifischen Körperkomposition zu Beginn – und nicht davon, wie lange Du diesen Zustand aufrecht erhalten hast – abhängen.“ sagte Lowery.

Das Konzept des „Körperkompositionsgedächtnisses“ – Fett vs. Muskelmasse zu Beginn einer Phase der Veränderung beeinflussen die folgenden Fortschritte - existiert mindestens seit den Neunzigern (siehe Untersuchungen von Dulloo und Forbes) „Einige Wissenschaftler berichten, dass ein Überschuss an Körperfett während einer Diät zuerst oxydiert wird (d.h. fette Menschen verlieren mehr Fett und weniger Muskelmasse als schlankere Menschen, wenn sie mit einer Diät beginnen.) Dies könnte auch für „überschüssige“ Muskelmasse (d.h. Menschen mit sehr viel Muskelmasse verlieren mehr Protein als Menschen mit weniger Muskelmasse) gelten.“ sagte Lowery.

Solltest Du basierend auf diesen Ideen nach einer Masseaufbauphase, während der Du sowohl Muskelmasse, als auch Körperfett aufgebaut hast, auf eine strikte Diät gehen? „Das hängt ganz davon ab.“ sagte Lowery. „Du wärst zu Beginn der Diät fetter, was helfen könnte, aber Du würdest auch wahrscheinlich über weniger fettverbrennende Maschinerie (z.B. Mitochondrien) verfügen.“ „Es gibt weitere divergente Interpretationen unter spekulativen Gurus, die sagen, dass eine Diätphase in einem recht schlanken Zustand beginnen sollte. Diese Verwirrung basiert auf genetischen und hormonell bedingten Unterschieden zwischen verschiedenen Menschen.“ Während unser Kopf bereits kurz vor dem Platzen stand, baten wir Dr. Lowery etwas spezifischer zu werden. „Ich wünschte ich könnte spezifischer sein, aber Nutrigenomik ist eine Realität.“ antwortete er. „Nicht jeder baut gut auf oder verliert gut Fett. Aus diesem Grund ist jeder Plan, den jemand strikt basierend auf Deiner Ausgangskörperkomposition erstellt, zum größten Teil spekulativ. Du musst für Dich selbst herausfinden, wie gut Du auf einen Masseaufbauplan oder einen Diätplan ansprichst und ob eine Aufrechterhaltungsphase dazwischen liegen sollte.“

Lowery äußerte danach eine Meinung, die von vielen Ernährungs- und Hypertrophieexperten geteilt wird: Werde während der Masseaufbauphasen nicht zu fett – besonders wenn Bodybuilding Dein Ziel ist.

Zusammenfassung

  1. Die meisten, aber nicht alle Experten stimmen darin überein, dass es keinen Grund gibt, die Gesamtkörpermasse nach einer Masseaufbauphase zu „halten“, um die neuen Muskeln dazu zu bringen „kleben“ zu bleiben. Ein langsamer Übergang zu einer Diätphase ist jedoch besser, als von einem großen Kalorienüberschuss direkt zu einem großen Kaloriendefizit überzugehen. Senke die Kalorienzufuhr langsam
  2. Deine Resultate können variieren. Der Typ, der von 30% Körperfett auf 15% Körperfett herunter diätet wird mit geringerer Wahrscheinlichkeit Muskeln während der Diät verlieren, als ein anderer, der von 10% Körperfett auf 6% herunter diätet. Genauso muss der sehr muskulöse, steroidfreie Bodybuilder den Fettabbau wahrscheinlich intelligenter als ein Bodybuilder angehen, der über weniger Muskelmasse verfügt. Die Verwendung von Supplements wie L-Leucin wird Dir dabei helfen, eine Aufrechterhaltung Deiner Muskelmasse sicherzustellen. Probiere vier Portionen a 5 Gramm pro Tag mit Mahlzeiten. Aufgrund genetischer Variation besteht jedoch letztendlich der einzige Weg herauszufinden, was am besten für Dich ist darin, unterschiedliche Strategien auszuprobieren.
  3. Werde erst gar nicht zu fett und Du musst Dir über nichts hiervon zu viele Gedanken machen. Denke immer daran, dass ein hoher Kalorienüberschuss Dir nicht dabei hilft schneller Muskeln aufzubauen, als bei einer idealen Kalorienzufuhr. Ein solcher Überschuss wird Dir lediglich dabei helfen Fett aufzubauen und das ist wahrscheinlich nicht die Art von Masse, auf die Du aus bist).

Die "Energiewirkung" von Superfoods

Superfood Mischungen sind seit längerem auf dem Markt erhältlich und die Leute berichten von einem Gefühl von sauberer Energie, wenn sie diese Produkte verwenden. Sie würden dies nicht als eine anregende Wirkung sondern eher als ein allgemeines gutes Gefühl beschreiben. Bestimmte Arten von Superfoods mögen vielleicht minimale Mengen an natürlich vorkommendem Koffein enthalten, doch diese Mengen sind so gering, dass sie nicht für dieses Gefühl der Energie verantwortlich sein können.

Was ist also die Ursache hierfür? Wir haben die Experten befragt:

„Den meisten von uns fehlt es so sehr an Nährstoffen, dass es Sinn macht, dass wir uns besser fühlen, wenn wir ‚saubere’ Nahrung zu uns nehmen.“ sagte Dr. Jonny Bowden. „Superfoods sind wirklich gute Produkte, die gesundheitsfördernde bioaktive Wirkstoffe wie Anthocyanine und Phenole enthalten. Ein Gefühl der Energie ist wissenschaftlich nur schwer messbar, aber es überrascht mich nicht, wenn sich Menschen besser fühlen, wenn sie etwas Gesundes zu sich nehmen.“ Dies macht Sinn und vielleicht sollen wir uns ja von Natur aus energiegeladen und gut fühlen, wenn wir gut mit Nährstoffen versorgt oder sogar überversorgt sind. Die meisten von uns fühlen sich nicht so, weil es unserer Ernährung an diesen wirkungsvollen Nahrungsmitteln mangelt. Lowery fügte hinzu, dass einige dieser Superfoods Methylxanthine enthalten, welche eine die Energie steigernde Wirkung besitzen. Beeren und grüner Tee, welche häufig in Superfood Supplements enthalten sind, besitzen kognitive und neuronale/motorische Vorzüge.

„In der Tat konnte von Blaubeer-, Spinat- und Erdbeertrockenextrakten gezeigt werden, dass sie einen neuronalen Verfall nicht nur verhindern, sondern sogar umkehren können.“, sagte Dr. Lowery. „Ich denke, dass diese Faktoren wahrscheinlich etwas mit dem Gefühl von gesteigerter Energie, einer verbesserten Stimmungslage und einer verbesserten kognitiven Funktion zu tun haben, von dem viele Anwender von Superfoods berichten.“

Fazit: Nahrungsmittel können medikamentenähnliche Wirkungen besitzen. Einige dieser Wirkungen, wie eine positivere Stimmungslage und eine mentale Anregung können bei Superfoods spürbar sein.

Von Chris Shugart
Quelle https://www.t-nation.com/supplements/hardball-nutrition-for-muscle

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10 Diätfehler, die Männer machen & wie Du diese verhinderst
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Verliere Fett und nicht einfach nur Gewicht, indem Du lernst, die am weitesten verbreiteten Diätfehler wie den Verzehr "falscher" gesunder Nahrungsmittel, eine zu starke Kalorienrestriktion und die Wahl der falschen Nahrungsmittel vermeidest.

1. Du ignorierst das Offensichtliche

Männer neigen dazu, nach obskuren fehlenden Komponenten in ihrer Ernährung und ihrer Supplementation zu suchen, anstatt einen Schritt zurück zu treten und zu analysieren, was die wahren Probleme sein könnten. Viele würden eher nach der neusten Fettabbaudiät googeln als sich mit der sehr realen Möglichkeit anzufreunden, dass ihre Ernährungsgewohnheiten absolut beschissen sind.

Du ignorierst die Möglichkeit, dass es die 12 Bier sein könnten, die Du jeden Freitag Abend nach der Arbeit während der Happy Hour in Dich hineinschüttest. Und es können auch unmöglich die 4 Tiefkühlpizzen gewesen sein, die Du im Lauf der Woche gegessen hast.

Du liest irgendwo, dass Snacks gut für Dich sind und knabberst deshalb den ganzen Tag lang gesalzene Nüsse und fettfreie Salzbrezeln. "Das ist nicht das Problem." denkst Du. Es muss die Tatsache sein, dass Du keinen Fatburner verwendest...

Du weißt bereits, was Deine Laster sind. Höre auf damit so zu tun, als ob sie keine Rolle spielen würden. Es fasziniert mich immer wieder, wie viel Männer darüber wissen, was sie in Bezug auf ihre Ernährung tun sollten, aber es trotzdem ganz einfach nicht tun. Du musst damit aufhören so verdammt faul zu sein. Manchmal brauchen wir einfach nur einen Tritt in den Hintern, um aufzuwachen und die Dinge in die richtige Spur zu bekommen.

  • Die Lösung: Sei ehrlich zu Dir selbst. Zu kontrollieren und aufzuschreiben, was Du isst, stellt den besten Weg dar, dieses Problem zu lösen. Du kannst nicht kontrollieren, was Du nicht aufschreibst. Dies wird Dir einen Überblick darüber geben, was Du im Vergleich zu dem, was Du zu essen glaubst, wirklich isst.

 

2. Du isst "falsche" gesunde Nahrungsmittel

Du wurdest angelogen.

Das Hauptziel von großen Nahrungsmittelmarken in den Supermärkten besteht darin, die Nahrungsmittel zu verkaufen, die gesund zu sein scheinen. Der Grund hierfür? Es ist heute zutage trendig, gesund zu sein. Wenn etwas als trendig angesehen wird, dann geben Menschen Geld dafür aus.

Häufiger als nicht sind diese Nahrungsmittel mit Zucker vollgepackt. Aber diese Firmen werden Dir das niemals sagen. Sie sind so clever geworden, dass sie sogar diese kleinen Zucker Köstlichkeiten in eine gesund erscheinende, natürliche Verpackung stecken.

Gehe in einen Supermarkt Deiner Wahl und sieh es Dir an. Alles ist als natürlich, Bio, glutenfrei, fettfrei, Herz gesund und ballaststoffreich etikettiert. Diese Nahrungsmittel sind typischerweise nährstoffarm und besitzen keinen substantiellen Nährwert.

Im besten Fall werden Sie Dir ein wohlig warmes Gefühl geben. Du denkst, dass Du eine gesündere Version eines Schokoriegels kaufst, indem Du diesen durch einen Ballaststoffriegel ersetzt. Rate mal. All diese Nahrungsmittel können Dich fett machen und verheerende Auswirkungen auf Deine Diät und Deinen Körper besitzen.

  • Die Lösung: Iss echte Nahrung. Wenn Du darauf fixiert bist Nährstoffe zu bekommen, indem Du Ballaststoffriegel und Vollkornkekse kaufst, haben wir Neuigkeiten für Dich: Du kannst all diese Nährstoffe ohne den verarbeiteten Müll zu einem Bruchteil des Preises in Form von ECHTER Nahrung bekommen. Verzichte auf diese „gefälschten“ Health Foods und konzentriere Dich auf Nahrungsmittel, die keine 27 Zutaten enthalten.

 

3. Du bist darauf fixiert Gewicht zu verlieren

Wenn ein Mann sagt, dass er Gewicht verlieren möchte, dann ist das, was er tatsächlich sagen will, dass er Fett verlieren möchte. Kein Mann will zerbrechlich, dürr und schwach sein. Aber mit einer „Gewichtsabbau“ Einstellung, ist das genau das, worauf Du zusteuern wirst.

Muskeln sind das, was Deinen Körper solide, wie aus Stein gemeißelt und athletisch aussehen lässt. Das Problem ist, dass Dir die Waage, wenn Du eine „Gewichtsabbau“ Geisteshaltung hast, nicht sagen wird, wie viel des verlorenen Gewichts Fett ist und wie viel des Gewichts aus Muskeln besteht. Deshalb wirst Du es wahrscheinlich als gute Neuigkeit ansehen, wenn Du ein paar Pfund abnimmst.

Aber nicht jeder Gewichtsverlust ist gut, dies ist der Grund dafür, dass Männer frustriert werden. Sie verlieren etwas Gewicht, sehen aber trotzdem nicht besser aus. In manchen Fällen sehen sie sogar schlechter aus. Dies hängt damit zusammen, dass Du, wenn Du Fett verlierst, auch eine unverhältnismäßige Menge an Muskelmasse verlieren wirst. Dürr zu werden sollte nicht das Ziel sein. Nicht fett zu sein, ist Dein Ziel.

  • Die Lösung: Wenn Du Körperfett verlieren und Deine Muskelmasse aufrecht erhalten oder sogar zusätzliche Muskelmasse aufbauen möchtest, musst Du hart trainieren. Und deshalb wirst Du mehr Protein als eine körperlich inaktive Person benötigen. Als Basiswert für die Proteinzufuhr solltest Du täglich mindestens 2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu Dir nehmen.

 

4. Du isst nicht genug

Eine sehr starke Reduzierung der Gesamtkalorienzufuhr zur Induzierung eines Fettabbaus ist eine weit verbreitete Praxis. Dies ist bei Frauen ein gut bekanntes Problem, aber auch Männer machen diesen Fehler.

Es ist ein gut bekanntes Konzept, dass Du Gewicht verlieren wirst, wenn Du weniger isst. Aber erinnere Dich daran, dass wir nicht notwendigerweise auf einen Gewichtsverlust aus sind. Verdammt, mit etwas einfacher Manipulation des Wasserhaushaltes und einer Kohlenhydratrestriktion kannst Du leicht bis zu 5 Kilo Gewicht verlieren. Aber sobald Du Wasser und Kohlenhydrate wieder zu Deiner täglichen Ernährung hinzunimmst, wirst Du dieses Gewicht sofort wieder aufbauen. Auch wenn eine Reduzierung der Gesamtkalorienzufuhr ein Schritt in die richtige Richtung ist, sind die beiden am weitesten verbreiteten Probleme, die ich bei diesem Ansatz sehe, die folgenden:

  • Die Kalorienzufuhr wird zu stark reduziert
  • Es werden keine ausreichenden Mengen der richtigen Makronährstoffe konsumiert

Eine gute allgemeine Regel besteht darin, damit zu beginnen, deine Kalorienzufuhr um 200 kcal pro Tag zu reduzieren. Dies wird ein ausreichendes Kaloriendefizit erlauben, um einen Fettabbau zu induzieren, während Du weiterhin über genug Energie für körperliche Aktivitäten und eine Aufrechterhaltung Deiner fettfreien Muskelmasse verfügen wirst.

Dies gilt natürlich unter der Annahme, dass Du bereits von vorne herein genug isst, um Dein normales Körpergewicht aufrecht zu erhalten. Diese Menge wird als täglicher Kalorienverbrauch angesehen.

Wenn wir versuchen, unsere Körperkomposition zu verbessern, sollten wir uns außerdem darauf konzentrieren, etwas fettfreie Muskelmasse aufzubauen. Wie oben bereits erwähnt wurde, musst Du, um dies zu erreichen, ausreichende Mengen an Protein zu Dir nehmen. Zwei Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht sind der Basiswert für den Aufbau fettfreier Muskelmasse.

  • Die Lösung: Iss nicht wie ein Vögelchen. Wenn du dies tust, wirst Du auch so aussehen. Zwei Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und etwa 20 bis 25% der täglichen Kalorienzufuhr in Form von Fett stellen einen guten Startpunkt dar. Der Rest Deiner Kalorienzufuhr sollte aus Kohlenhydraten bestehen.

 

5. Du trinkst zu viele koffeinhaltige Erfrischungsgetränke

Ein paar Dosen Erfrischungsgetränke pro Woche (ein paar bedeutet 2 oder 3 und nicht 14 bis 15) werden Dir wahrscheinlich nicht weh tun, wenn dies das ist, worauf Du Lust hast. Aber wenn Du den Tag nicht durchstehen kannst, ohne ein paar Dosen zu trinken, dann ist das eine rote Fahne. Eine Dose koffeinhaltiger Erfrischungsgetränke enthält etwa so viel Koffein wie ein Espresso. Dieses Koffein wird Dir erst einen Energieschub geben, worauf ein Einbruch Deiner Energie folgt, der Dich schlapper und müder als vor diesem Koffeinschub zurücklassen wird.

Eine regelmäßige Koffeinzufuhr wird im Lauf der Zeit eine immer schwächere Wirkung zeigen. Früher oder später wirst Du eine Art Abhängigkeit von koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken entwickeln. Dies wird zur Folge haben, dass Du immer mehr von diesen Getränken trinken wirst, um dieselbe anregende Wirkung zu erreichen. Doch wenn Du zu viele koffeinhaltige Erfrischungsgetränke konsumierst, dann kann dies zu Schlafstörungen führen und ein gestörter Schlaf ist dafür bekannt, dass er Hormone wie Kortisol negativ beeinflusst, welche einen Fettaufbau – insbesondere im Bauchbereich – fördern.

Wenn Du kalorienarme Erfrischungsgetränke konsumierst, dann riskierst Du früher oder später unter dem „Big Mac und Cola Light Phänomen“ zu leiden. Die Leute beginnen Light Getränke zu trinken und dies aktiviert einen mentalen Trigger. Sie denken, dass sie jetzt alles essen können, was sie wollen, da sie durch die Light Getränke Kalorien einsparen.

Unzählige Menschen ernähren sich fett- und zuckerreich, während sie gleichzeitig light Getränke trinken. Zusätzlich hierzu beginnen viele damit Light Getränke zu trinken, wenn sie beginnen zuzunehmen, da sie hoffen, dass dies helfen könnte. Wenn sich jedoch der Lebensstil und das Verhalten, die für die Gewichtszunahme verantwortlich sind, nicht ändern, dann wird ein Umsteigen auf Light Getränke nicht viel helfen. Es ist nicht der Konsum von Light Getränken, der Dich fett macht, es ist das typischerweise hiermit in Verbindung stehende Verhalten, dass Menschen entwickeln, die Light Getränke zu einem festen Bestandteil ihrer Ernährung machen.

  • Die Lösung: Sei ein Mann und höre auf damit, so viel von diesem Müll zu trinken. Wenn Du ein ernsthaftes Problem hiermit hast, dann begrenze Deinen Konsum auf eine Dose pro Tag oder wähle bessere Koffeinquellen wie Bio Kaffee oder grünen Tee.

Behalte im Hinterkopf, dass Koffein eine nicht zu vernachlässigende Halbwertszeit im Körper aufweist. Wenn Du mittags 200 mg Koffein zu Dir nimmst, dann werden sich 6 bis 8 Stunden später abhängig von deiner Empfindlichkeit gegenüber Koffein durchschnittlich immer noch 100 mg Koffein in Deinem Körper befinden.

 

6. Du lässt die Zügel am Wochenende zu sehr schleifen

Bei Männern kann Alkohol die Testosteronspiegel um bis zu 23% senken. Zusätzlich hierzu sinkt die Fähigkeit Deines Körpers Fett zu verbrennen nach 2 Drinks um etwa 75%. Dein Körper wird weniger effizient darin, Kohlenhydrate und Fett zum Zweck der Energieversorgung zu verbrennen, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Kalorien, die Du konsumierst, in Form von Fett gespeichert werden.

Ich bin nicht hier, um Dich zu bemuttern. Wenn Du es jedoch ernst damit meinst, Deinen Körper in Form zu bringen, dann kann ich Dir versichern, dass Deine wöchentlichen Vodka Red Bull oder Jacky Cola Orgien, gefolgt von Burgern und Pizza um 2 Uhr Morgens Deinen Zielen alles andere als zuträglich sein werden.

  • Die Lösung: Triff eine Entscheidung. Mache weiter wie bisher und lasse am Wochenende die Sau raus oder verändere ein paar Parameter in Deinem Leben, die Dir dabei helfen werden, Deine Ziele zu erreichen. Deine Entscheidung.

 

7. Du verzichtest auf Gemüse

Dies ist bei Männern ein sehr viel weiter verbreitetes Problem als bei Frauen. Es wird häufig als feminin angesehen, Salat und Gemüse zu essen oder grüne Smoothies zu trinken. Es ist an der Zeit, dieses Dogma zu Grabe zu tragen.

Die schlanksten Menschen der Welt (Bodybuilder, Körper- und Figur Athleten) wissen, dass eine Ernährung, die reich an ballaststoffreichem Gemüse ist, beim Erreichen eines schlanken Körpers eine entscheidende Rolle spielt. Selbst wenn Du nicht planst, auf die Bühne zu gehen, trifft dieses Prinzip für Dich zu.

Diese Typen von Gemüse enthalten tonnenweise Ballaststoffe, welche die Verdauung der Nahrung verlangsamen und Dich länger satt halten. Dies ist ein Schlüsselfaktor, wenn Du Dich in einem Kaloriendefizit befindest. Darüber hinaus wird häufig übersehen, dass der Konsum von Gemüse dabei hilft Entzündungen zu kontrollieren.

Wenn Du hart trainierst, dann bist Du von einer Azidose betroffen – ein Zustand, in dem sich der pH Wert Deines Körpers in den sauren Bereich verschiebt (was sowohl durch den Trainingsstress, der unvermeidbar ist, als auch durch die Nahrungsmittel, die Du isst – und die Du kontrollieren kannst – hervorgerufen wird). Indem Du große Mengen an Gemüse in Deine Ernährung einbaust, wirst Du Deinen Körper gleichzeitig mit basischen Nahrungsmitteln versorgen, welche Deine Regeneration und Deine Energiespiegel unterstützen und Deinem Körper dabei helfen, einen Zustand einer extremen Übersäuerung zu vermeiden, indem sie einen ausgewogenen pH Wert in Deinem Körper fördern.

  • Die Lösung: Mache es zu einem Deiner Ziele, einen grünen Smoothie Tag einzulegen und iss außerdem zu jeder Mahlzeit etwas Gemüse.

 

8. Du fürchtest Dich vor Kohlenhydraten

Hier ist die Wahrheit: Kohlenhydrate sind für Dein Leben essentiell. Wenn Du vollständig auf Kohlenhydrate verzichtest oder zu lange eine kohlenhydratarme Diät befolgst, dann wirst Du verrückt werden (im wahrsten Sinn des Wortes).

Es scheint so, als ob eine ganze Industrie durch den Low-Carb Wahn geboren worden wäre, aber gleichzeitig wird uns nicht genug über Kohlenhydrate beigebracht. Das Resultat? Kohlenhydrate wurden verteufelt und als der Bösewicht gebranntmarkt, der daran Schuld ist, dass Du fett wirst. Dies ist nicht die ganze Wahrheit.

Vollwertige Nahrungsmittel wie Reis, Quinoa, Buchweizen, Kartoffeln und Hafer stehen seit Jahrtausenden auf unserem Speiseplan. Diese Nahrungsmittel gehören zu den Grundnahrungsmitteln vieler Bevölkerungsgruppen. Hier ist eine interessante Perspektive, die man in Betracht ziehen sollte: frage Dich, warum 1,73 Milliarden Asiaten, die sich primär von Reis und Gemüse ernähren, nicht mit Übergewicht, Herzkrankheiten und Diabetes vom Typ 2 zu kämpfen haben, wie es in der westlichen Welt der Fall ist.

In ländlichen Gegenden von Japan, China, den Philippinen, Thailand und Indonesien sehen wir nur sehr wenige Menschen, die unter den ernährungsbedingten Krankheiten leiden, die bei uns so weit verbreitet sind. Diese Menschen essen hauptsächlich Kohlenhydrate. In ländlichen Gegenden von Mexiko machen Mais, Bohnen und Speisekürbis (welche alle primär aus Kohlenhydraten bestehen) den größten Teil der Ernährung aus. Und auch diese Menschen leiden nur selten unter ernährungsbedingten Erkrankungen.

Wenn die Menschen in diesen ländlichen Gegenden nicht mit den ernährungsbedingten Erkrankungen zu kämpfen haben, unter denen wir leiden, warum fürchten wir im Westen dann Kohlenhydrate so sehr? Es ist die typische westliche Ernährung, die mit raffiniertem Zucker überladen ist und mit ungesunden fettmachenden Kohlenhydraten vollgepackt ist, die das Problem darstellt.

Die Typen von Kohlenhydraten, von denen die Menschen in den erwähnten ländlichen Gegenden leben, sind hauptsächlich vollwertige, unverarbeitete komplexe Kohlenhydrate. Sie enthalten wenig oder überhaupt keinen Zucker und werden sehr viel langsamer als die Oreos und Pommes verdaut, die wir im Westen verschlingen.

Die Botschaft ist, dass Kohlenhydrate etwas Gutes für Dich sind. Schlechte Kohlenhydrate (verarbeitete und mit Zucker und Fett überladene Kohlenhydrate) sind die Kohlenhydrate die Dich fett machen werden.

  • Die Lösung: Eliminiere Kohlenhydrate nicht aus Deiner Ernährung, sondern lege einfach weniger Betonung auf sie. Zusätzlich hierzu solltest Du wissen, welche Kohlenhydrate Du essen solltest und welche Du meisten solltest.

 

9. Du trinkst nicht genug Wasser

Etwa 75% aller Menschen sind dehydriert. Gleichzeitig bestehen 85% Deines Gehirns, 80% Deines Blutes und 70% Deiner Muskeln aus Wasser, was häufig schmerzlich übersehen wird.

Wasser ist für die grundlegende Funktion unseres Körpers und eine gute Gesundheit essentiell. Ohne diese beiden ist die Entwicklung eines definierten Körpers unmöglich.

Der Ernährungsberater und Autor Chris Aceto erklärt dies folgendermaßen:

"Der Konsens in der Bodybuilding Gemeinschaft ist, dass eine große Wasserspeicherung innerhalb der Muskeln als anaboler Faktor agiert. Dies erlaubt es den Muskel eine positive Stickstoffbilanz aufrecht zu erhalten, welche das Muskelwachstum direkt beeinflusst.

Genau wie Pflanzen brauchen auch unsere Muskeln Wasser, um zu wachsen.

  • Die Lösung: Trinke mindestens Dein Körpergewicht * 30 ml in Form von Wasser, was bei einer 100 Kilo schweren Person 3 Litern entspricht.

 

10. Du befolgst die Formel eines anderen bis ins Detail

Bio-Individualität kann nicht ignoriert werden. Jeder ist anders.

Trainer und Mentoren haben bestimmte Programme, die sie propagieren – typischerweise, weil sie mit diesen Programmen in der Vergangenheit quantifizierbare Erfolge erzielen konnten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Programme für jeden funktionieren werden.

Verallgemeinerung ist gut, aber Individualisierung ist besser. Einige Ernährungsregeln sind universell gültig. Sie treffen auf jeden zu. Aber an einem gewissen Punkt, nachdem die Grundlagen abgedeckt wurden, musst Du Deine eigene Formel entwickeln, die für Dich und Deinen Körper funktioniert.

Einfachheit, Richtlinien und Flexibilität sollten die Grundlage Deiner Diät darstellen.

  • Die Lösung: Wenn es um Ernährung und Diät geht, „Akzeptiere, was nützlich ist und verzichte auf das, was nutzlos ist.“ - Bruce Lee

Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/10-mistakes-men-diet

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5 Typen von Proteinpulver, die Du ausprobieren solltest
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Versuchst Du die Menge an Protein zu erhöhen, die Du jeden Tag zu Dir nimmst?

Vielleicht solltest Du einen dieser 5 Typen von Proteinpulver zu Deinem Supplementarsenal hinzufügen.

Proteinpulver hat sich aufgrund seiner zahlreichen Gesundheitsvorzüge und seiner Vorzüge im Bereich der Regeneration nach dem Training zu einer Grundlage im Ernährungsplan eines jeden ernsthaften Bodybuilders entwickelt.

Wenn Du hart und definiert werden willst, dann wirst Du definitiv ein gutes Proteinpulver benötigen.

Aber welche Art von Proteinpulver solltest Du verwenden? Wir werden Dir bei dieser Entscheidung im Rahmen dieses Ratgebers helfen.

Welche Alternativen hast Du?

Es gibt eine große Auswahl an unterschiedlichen Typen von Proteinpulver, aber jedes Proteinpulver hat seine eigenen, individuellen Vorzüge.

Einige Menschen werden aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse einen Typ von Proteinpulver besser als einen anderen finden.

Um Dir einen schnellen Überblick über einige weit verbreitete Typen von Proteinpulver zu geben, ist hier eine kurze Liste inklusive besonderer Eigenschaften und Vorzüge:

1. Wheyprotein

Wheyprotein mag reich an Protein sein, aber es enthält auch Laktose – eine Zuckerart, die natürlich in Milch vorkommt. Während der Verarbeitung wird die Menge an Laktose jedoch reduziert. Bei einem Wheyprotein Isolat fällt die Menge an verbleibender Laktose deutlich geringer als bei einem Wheyprotein Konzentrat aus. Menschen, die unter einer Laktoseintoleranz leiden, sollten bei einer Verwendung von Wheyprotein trotzdem vorsichtig sein (1).

Wheyprotein ist reich an Leucin, einer verzweigtkettigen Aminosäure (BCAA), die bei der Entwicklung von Muskeln im menschlichen Körper hilft. Es ist die Gegenwart von Leucin in Wheyprotein, die diese Art von Protein zu einer so guten Wahl für eine Unterstützung des Muskelaufbaus macht. Leucin ist besonders effektiv, wenn es um eine Anregung der Proteinsynthese geht (2), was insbesondere für die Proteinsynthese im Bereich der Skelettmuskulatur gilt.

Aus diesem Grund wird Wheyprotein Sportlern zur Unterstützung einer schnelleren Regeneration nach einem Krafttraining empfohlen. Da Wheyprotein dabei hilft, ein Muskelwachstum zu fördern, kann es auch beim Abbau von Körperfett helfen, was primär auf einer Erhöhung der Stoffwechselrate im Ruhezustand basiert.

Wenn Du Dich für Wheyprotein entscheidest, dann solltest Du versuchen, ein Produkt zu finden, das aus der Milch von mit Gras gefütterten Kühen hergestellt wird. Das Gras, das diese Kühe essen, ist nicht mit synthetischen Pestiziden verunreinigt und wird auch nicht mit irgendeiner Form von anorganischen, künstlichen Düngern gedüngt.

Warum solltest Du Wheyprotein verwenden?

  1. Unterstützung des Muskelaufbaus: Leucin wird als die anabolste aller Aminosäuren angesehen. Da Wheyprotein reich an Leucin ist, erleben Anwender von Wheyprotein in der Regel eine starke Zunahme des Muskelwachstums.
  2. Unterstützung eines Gewichtsabbaus: Wheyprotein ist nicht nur gut zur Unterstützung eines Muskelwachstums und der Regeneration nach dem Training geeignet, sondern stellt auch ein hervorragendes Supplement für all diejenigen dar, die versuchen ihr Gewicht aufrecht zu erhalten oder Gewicht zu verlieren, da Wheyprotein eine den Appetit unterdrückende Wirkung besitzt.
  3. Unterstützung einer Linderung von Stress: Wheyprotein enthält eine aktive Komponente namens Alpha-Lactalbumin, welche die Spiegel des Stresshormons Kortisol senkt und die Spiegel des Neurotransmitters Serotonin erhöht, welcher die Stimmungslage beeinflusst. Dies führt zu weniger Stress und einer geringeren Neigung zu Depressionen.
  4. Verbesserung der Funktion des Immunsystems: Neben Leucin enthält Wheyprotein auch die Aminosäure Cystein, welche die Produktion von Glutathion anregt. Glutathion agiert in den Zellen und Geweben des Körpers als Antioxidans. Die Glutathionspiegel sind direkt proportional zur Fähigkeit des Immunsystems den Körper vor Krankheiten zu schützen.

2. Casein

Sowohl Casein, als auch Wheyprotein werden aus Milch hergestellt, doch anders als Wheyprotein wird Casein nicht so schnell verdaut. Der Körper benötigt mehr Zeit, um diesen Typ von Protein vollständig zu absorbieren. Aus diesem Grund hilft Casein dabei, den Abbau von Protein im Körper zu reduzieren.

Dieses Protein unterbricht die Absorption von Aminosäuren, so dass die Muskeln besser vor einem Abbau geschützt sind. Wenn es jedoch um Proteinsynthese und Kraft geht, dann ist Wheyprotein effizienter als Casein. In den Fällen, in denen die Kalorienzufuhr einer Person reduziert wird, ist Casein häufig effektiver als Wheyprotein, wenn es um die Körperkomposition und den Muskelschutz geht.

Warum solltest Du Casein verwenden?

  1. Es halt länger im Körper vor: Die Länge der Zeitspanne, während der ein Protein im Körper verbleibt, hängt vom Typ des Proteins ab. Das Gute an Casein ist, dass es im Vergleich zu anderen Typen von Protein länger im Körper verbleibt. Da es langsam verdaut wird, setzt es über einen längeren Zeitraum eine gleichmäßige Menge von Aminosäuren in den Blutkreislauf frei.
  2. Es fördert die Kraft: Casein ist für seine antikatabolen Eigenschaften bekannt. Es kann die Wirkungen von Wheyprotein verdoppeln, wenn es um eine Steigerung der Kraft in den Beinen, in der Brust und in den Schultern geht. Wenn die Muskelfasern des Körpers nach einer Trainingseinheit beschädigt sind, dann versorgt Casein den Körper mit den Aminosäuren, die er benötigt, um stärkere Muskeln aufzubauen.
  3. Es ist gut für die Zähne: Eine Erosion des Zahnschmelzes ist einer der Gründe für Zahnarztbesuche. Ein regelmäßiger Konsum von Casein kann eine solche Erosion reduzieren oder sogar vollständig verhindern. Wie andere Milchprodukte auch enthält Casein Kalzium, Phosphat und Hydroxide, die dabei helfen, die Zähne zu stärken.

3. Kollagen

Kollagen ist besser als Inhaltsstoff von Beauty Produkten und Anti-Aging Lösungen bekannt. Dies hängt mit der Fähigkeit von Kollagen zusammen, die Stärke und Elastizität der unterschiedlichen Gewebetypen des Körpers aufrecht zu erhalten.

Kollagen ist ein Typ von Protein, der im Körper natürlich hergestellt wird. Dieses Protein findet sich in der Haut, in den Gelenken und den Muskeln wieder. Die Aminosäuren, die sich in diesem Protein befinden, umfassen unter anderem Lysin, Prolin und Glycin. Diese Aminosäuren helfen dabei, die Haut und das Haar gesund zu halten.

Die Fähigkeit von Kollagen, Gewebetypen des Körpers elastisch und stark zu halten ist der Grund dafür, dass dieses Protein für die Regeneration von Gelenken und Muskeln essentiell ist. Dieser Typ von Protein ist besonders für ältere Menschen empfehlenswert, die Anzeichen des Alterns umkehren möchten.

Warum solltest Du Kollagen verwenden?

  1. Förderung gesunder Knochen: Der tägliche Konsum von Kollagenpeptiden kann den Knochenstoffwechsel fördern. Menschen, die unter Krankheiten leiden, die aus einem Mangel an Kalzium resultieren, können von Kollagen profitieren, da dieses die Zellen stimuliert, die für das Knochenwachstum verantwortlich sind.
  2. Förderung einer ausgeglichenen Hormonproduktion: Aminosäuren wie Arginin, Glutamin, Glycin und Prolin werden für eine ausgeglichene Produktion von Hormonen im Körper benötigt. Kollagen ist reich an diesen Aminosäuren. Dieses Protein hemmt außerdem die Produktion von Kortisol – einem Stresshormon.
  3. Unterstützung einer gesunden Verdauung: Kollagen fördert die Produktion der Salzsäure im Magen, was eine leichtere Verdauung fördert. Kollagen absorbiert außerdem Wasser, wodurch es dabei hilft, Nahrung in den Verdauungstrakt zu transportieren.

4. Insektenprotein

Insektenprotein stellt für einige Menschen nicht wirklich die erste Wahl dar. Nicht jeder kann mit der Vorstellung umgehen, Insekten als Proteinquelle zu essen, wenn es Alternativen gibt. Trotz dieser Tatsache, beginnen viele Menschen, die Vorzüge von Insektenprotein zu erkennen.

Insektenprotein ist typischerweise in Form eines Multivitaminpulvers erhältlich. Es enthält doppelt so viel Protein wie Rindfleisch. Grillenprotein wird als sehr nahrhafter Typ von Insektenprotein angesehen, da es Eisen, Magnesium, Zink und Omega-3 Fettsäuren enthält.

Warum solltest Du Insektenprotein verwenden?

  1. Es liefert die notwendigen Nährstoffe: Die Menge an Protein, die sich in rohem Rindfleisch wiederfindet, entspricht der Menge von Protein, die sich in Heuschrecken und Grashüpfern wiederfindet. Das Protein, das Kalzium, das Zink und das Eisen, das sich in tierisch basierten Produkten wiederfindet, kommt hauptsächlich von Insekten.
  2. Es stellt ein geringeres Gesundheitsrisiko dar: Aufgrund der Distanz zwischen Insekten und Menschen, besteht eine geringere Wahrscheinlichkeit, dass Insekten Krankheiten übertragen. Vieh wie Kühe ist trotz der von Menschen verwendeten Vorsichtsmaßnahmen immer noch anfällig für unbekannte Krankheiten.

5. Veganes Protein

Veganes Protein enthält für gewöhnlich Protein aus Erbsen, Soja, Amaranth und andere Proteine, die sich in Pflanzen wiederfinden. Der größte Nachteil dieses Typs von Protein besteht darin, dass die enthaltenen Aminosäuren die notwendige Proteinzufuhr einer Person in der Regel nicht vollständig decken.

Veganes Protein ist nicht so hochwertig wie andere erhältliche Proteintypen. Dies ist der Grund dafür, dass Wheyprotein und Kasein Protein von vielen bevorzugt werden.

Warum solltest Du Veganes Protein verwenden?

  1. Es besitzt entzündungshemmende Vorzüge: Veganes Protein ist eine gute Quelle für Chlorophyll. Dies resultiert in entzündungshemmenden Vorzügen. Insbesondere Hanfprotein liefert diese Vorzüge selbst für Menschen, die unter Lebensmittelallergien leiden
  2. Reduzierung des Blutdrucks: Die am wenigsten allergenen veganen Proteinsorten wie Hanfprotein und Protein aus braunem Reis enthalten Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe, die den Cholesterinspiegel und den Blutdruck senken.

Schlussfolgerung

Es gibt unterschiedliche Typen von Proteinpulver für unterschiedliche Bedürfnisse. Auch Faktoren wie Preis und Proteinquelle sollten bei der Wahl des richtigen Proteinpulvers in Betracht gezogen werden.

Tierisch basierte Proteinpulver enthalten in der Regel mehr Protein als pflanzenbasierte Produkte. Aus diesem Grund wird Wheyprotein – insbesondere von mit Gras gefütterten Rindern – im allgemeinen Menschen empfohlen, die ihre Gesundheit verbessern und Muskeln aufbauen wollen.

Wie sieht es mit Dir aus? Was glaubst Du, welches Proteinpulver Du brauchst?

Referenzen:

  1. Healthy Living With Lactose Intolerance
  2. Leucine Supplementation Accelerates Connective Tissue Repair of Injured Tibialis Anterior Muscle

Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/5-protein-powder-types

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