Ernährung

Intermittent Fasting ist mehr als eine bewusste Entscheidung dafür, sich mies zu fühlen – ganz im Gegenteil, viele Menschen fühlen sich mit Intermittent Fasting besser als je zuvor und trainieren auch besser als je zuvor! Hier ist eine kleine Einführung zu den wichtigsten Ansätzen von Intermittent Fasting und ein Weg zu testen, ob Intermittent Fasting das Richtige für Dich sein könnte. Wenn Du etwas Zeit damit verbracht hast im Web auf Fitness- und Ernährungswebsites zu surfen, dann hast Du wahrscheinlich schon etwas von Intermittent Fasting (unterbrochenes/phasenweises Fasten) gehört. Beim ersten Mal wirst Du vielleicht über dieses Konzept gelacht haben. Ich meine fasten wir nicht immer phasenweise, wenn wir nicht gerade Nahrung im Mund haben? Wenn man ein bisschen tiefer gräbt ist es jedoch schwer nicht von dieser Idee des Fastens fasziniert zu sein – und wenn es nur deshalb ist weil die Leute, die es lieben, dieses Konzept wirklich zu lieben scheinen während diejenigen, die es nicht lieben, es als unvorstellbar ansehen. Die Anhänger von Intermittent Fasting sagen, dass sie sich besser als je zuvor fühlen und weisen auf eine große Bandbreite besserer Gesundheitsmarker hin. Die Gegner dieses Konzepts spotten. Die Intensität ist auf beiden Seiten so hoch, dass sich viele fragen, auf welche Seite sie sich schlagen würden, wenn sie sich für eine Seite entscheiden müssten.
Doch wo fängt man am besten an? Wie unterscheiden sich die unterschiedlichen Varianten von Fastensystemen? Würde man nicht auf Dauer gesehen verhungern?
Wenn man alle Intermittent Fasting Systeme auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bringen würde, dann wäre dies wahrscheinlich folgender: manchmal isst Du und manchmal nicht. Aber Du verbringst mehr Zeit damit nicht zu essen, als zu essen. Das ist der eigentliche Punkt. Diese Voraussetzung könnte schon genug für viele sein, das kleine rote x anzuklicken und diesen Artikel verschwinden zu lassen.
Wenn Du nicht zu dieser Gruppe gehörst, dann lies weiter, während wir einen näheren Blick auf Anziehungskraft, Risiken und unterschiedliche Interpretationen des „Esszeitfensters“ werfen.
Warum ist Intermittent Fasting so beliebt?
Der vielleicht wichtigste Grund hinter der zunehmenden Beliebtheit von Intermittent Fasting bei Männern und Frauen ist, dass diese Ernährungsstrategie bequem ist. Denk einmal darüber nach: Du wachst morgens auf und anstatt Zeit in der Küche zu verbringen, kannst Du in Ruhe Deinen Kaffee genießen und dann direkt zur Arbeit gehen. Du musst kein Essen zubereiten, nicht aufräumen und nichts gerät Deiner Produktivität in die Quere. Zusätzlich hierzu berichten viele Menschen davon, dass der Fastenzustand ihnen ein Hochgefühl verleiht. Sie sagen, dass sie sich energiegeladener und aufmerksamer fühlen und demzufolge besser dazu in der Lage sind, ihre Aufgaben zu erledigen.
Hebe Deine Hand, wenn Du jemand bist, der gerne abends etwas knabbert. Das dürften die meisten von uns sein. Und jetzt behalte Deine Hand oben, wenn Du Dich häufig abends in der Küche wiederfindest und Schränke und Schubladen in der Hoffung öffnest, dass unterschiedliche Snacks auf magische Art und Weise vor Deinen Augen auftauchen. Wenn Du Dein Essfenster nach hinten verschiebst bedeutet dies, dass Du abends mehr essen kannst, wenn Deine Willensstärke am schwächsten ist. Warum ist das toll? Normale Schwäche wird in eine Stärke verwandelt. Macht es denn wirklich Sinn, Dir während Momenten der Schwäche Dinge vorzuenthalten, die Du wirklich willst? So muss es nicht sein.
Einige Menschen versuchen durch den Verzehr von Leckereien und vollwertigen Nahrungsmittel einfach einen Zustand der Sättigung zu erreichen. Andere sehnen sich insbesondere nach Kohlenhydraten und haben ein Verlangen nach Reis, Süßkartoffeln, Brot und ähnlichem. Wieder andere greifen nach Gummibärchen und wünschen sich nichts mehr, als sich mit einer Schüssel Eiscreme ins Bett zu kuscheln, bevor sie ins Reich der Träume abschweifen. Intermittent Fasting bietet Dir die Freiheit Deinen Gelüsten in einem gewissen Rahmen Freiraum zu gewähren, anstatt sie den ganzen Tag über zu bekämpfen und hierdurch nur weiter zu verstärken. Viele Menschen können – in vernünftigem Rahmen – immer noch essen, was sie wollen und trotzdem schlank bleiben. Bei ziemlich allen Intermittent Fasting Systemen kannst Du mit vollem Magen und einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht einschlafen und trotzdem Deine Makros für diesen Tag einhalten.
Dies bedeutet, dass Du Fett verlieren kannst, ohne das Gefühl zu haben, auf Diät zu sein. Im Allgemeinen wirst Du bei Deiner Lebensmittelauswahl im täglichen Leben mit viel weniger Widerständen konfrontiert werden.
Für wen ist Intermittent Fasting geeignet?
Du könntest Intermittent Fasting mögen, wenn Du in eine oder mehrere der folgenden Kategorien fällst:
- Du führst ein sehr hektisches Leben
- Du hast einen Beruf, der regelmäßiges Essen zu einem echten Problem macht
- Du bist eher faul, was Kochen angeht
- Du hast einen sehr großen Appetit
- Du hasst Tupperware Schüsseln und kannst nie die passenden Deckel finden
- Du hast bereits auf rationale Art und Weise mit Intermittent Fasting experimentiert und hast positive Erfahrungen gemacht
Woher weiß ich, welches System das Richtige für mich ist?
Auf den ersten Blick wirst Du es nicht wissen. Auf den zweiten Blick wirst Du erkennen, dass Dich eine Variante ein wenig mehr als die anderen ansprechen wird und dass Du Dich hierfür etwas tiefer in die Materie einlesen musst. Ich weiß, dass es Dir am liebsten wäre, wenn ich Dir genau sagen würde, was Du tun sollst. Du willst die Antworten und natürlich wird Dir der Erfinder einer jeden dieser Methoden sagen, dass seine Variante die Beste ist. Aber von einem nicht finanziell beeinflussten Standpunkt aus gesehen, kann ich Dir sagen, dass unterschiedliche Ansätze für unterschiedliche Menschen am besten geeignet sind. Der Trick besteht darin, die beste Methode für Dich zu finden.
Hier ist ein sehr knapper Überblick über einige der beliebtesten Intermittent Fasting Methoden. Dies sind nur sehr, sehr rudimentäre Zusammenfassungen, weshalb ich Dich dazu ermutigen möchte, ein wenig im Internet zu recherchieren und mehr über jeden dieser Ansätze herauszufinden. Jeder diese Ansätze besitzt eine andere Vorgehensweise, wenn es darum geht, wie Du Dich während der „Eingewöhnungsphase“ verhalten solltest, was Du im Hinterkopf behalten solltest, wenn Du weitere Recherchen anstellst.
Lean Gains von Martin Berkhan
- Umfasst ein 16/8 Protokoll (was bedeutet, dass Du 16 Stunden pro Tag fastest und während 8 Stunden essen darfst)
- Makronährstoffe und Gesamtkalorienzufuhr werden im Lauf der Woche zyklisch verändert. Du konsumierst an Trainingstagen mehr Kalorien und an trainingsfreien Tagen weniger.
- Käsekuchen und andere Leckereien sind mehrmals pro Woche während spezifischer Zeitfenster erlaubt.
Website: https://www.leangains.com/
Eat Stop Eat von Brad Pilon
- Du fastest einmal pro Woche für 24 Stunden und ernährst Dich während der restlichen Woche normal
- Dir ist völlig freigestellt, wie und was Du an den nicht-Fastentagen essen darfst
Website: https://www.eatstopeat.org/
Die Renegade Diät von Jason Ferruggia
- 16/8 Protokoll (14/10 für Frauen), wobei die Mehrzahl der Kohlenhydrate abends konsumiert wird.
- Sehr stark Gesundheitsorientiert: vollwertige Bionahrungsmittel, wobei die Liste der erlaubten Nahrungsmittel recht kurz ist.
Website: https://www.renegadedietbook.com/
Die folgenden zwei Ernährungsformen werden häufig in die Kategorie der Intermittent Fasting Ernährungsansätze mit einsortiert, auch wenn sie eine begrenzte Nahrungszufuhr während des Tages erlauben. Somit wirst Du nicht einen Teil Deines Tages in einem Fastenzustand verbringen, der im Allgemeinen 8 bis 12 Stunden nach Deiner letzten Mahlzeit beginnt.
Die Warrior Diät von Ori Hofmekler
- 20/4 Mahlzeitenschema: Du isst während des Tages kaum etwas, isst aber dafür abends umso mehr.
- Das Zeitfenster der begrenzten Nahrungszufuhr kann begrenzte Mengen an rohem Obst und Gemüse, Eier, Joghurt, Kaffee und Tee umfassen.
- Erlaubt den freien Verzehr aller Nahrungsmittelgruppen während des Essfensters bis Du satt bist.
Website: https://www.warriordiet.com/
Card Backloading von John Kiefert
- Bei Kiefers 18/6 Protokoll konsumierst Du während des Tages Protein und Fett und hebst Dir die meisten Deiner Kohlenhydrate und Kalorien für den Abend nach dem Training auf.
- Erlaubt und propagiert den Konsum hochglykämischer Nahrungsmittel während der Mahlzeit nach dem Training, inklusive Donuts und Pizza.
Website: https://www.carbbackloading.com/
Worauf Du achten solltest
Du wirst Dir vielleicht die Liste oben ansehen und das Gefühl haben, dass einer dieser Ansätze für Dich funktionieren muss. Doch auch wenn ich bei meinen Klienten große Erfolge mit unterschiedlichen Varianten des Intermittent Fasting hatte, möchte ich doch darauf hinweisen, dass diese Ernährungsweise nicht für jeden geeignet ist.
Als Allererstes muss Dir folgendes klar sein: Fasten ist nicht nur eine Ausrede dafür nicht zu essen. Ich kenne Frauen, die davon berichtet haben dass Intermittent Fasting einen großen Teil ihrer chronischen Essstörungen eliminiert hat, während andere Frauen mit zunehmender Häufigkeit von Fressgelagen, Angstzuständen und Neurosen bezüglich der Nahrung genau das Gegenteil erlebt haben.
Auf rein körperlicher Ebene werden sich einige einfach nur beschissen fühlen und nicht dazu in der Lage sei, die Morgenstunden ohne deutlich spürbaren Hunger durchzustehen. Andere werden sich bei Intermittent Fasting groggy, lethargisch und energielos fühlen. Einige werden einen Weg finden, die Regeln des Intermittent Fastings zu missbrauchen. Es kann sein, dass Du versuchen wirst, Deine weiterhin von Junkfood dominierte Ernährung damit zu rechtfertigen, da Du Dein Essen jetzt in ein 8 Stunden Zeitfenster gepackt hast, als ob dies es irgendwie besser machen würde, wenn Du Müll konsumierst (was nicht der Fall ist). Vielleicht wirst Du auch mehr vom Essen besessen werden: Du schaust öfter auf die Uhr, zählst die Sekunden, bis Dein Fastenfenster vorbei ist, usw.
Wenn irgendetwas hiervon eintreten sollte, dann versuche nicht, Dich in etwas hineinzuzwängen, was Dir nicht passt. Es ist nichts falsch daran, kleinere, häufigere Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt zu essen, wenn dies besser für Dich funktioniert. Keine der beiden Methoden ist notwendigerweise falsch. Was falsch ist, ist ein Sklave Deiner Diät zu sein, oder völlig die Kontrolle zu verlieren.
Fertig? Nicht so schnell…
Anstatt Dich kopfüber in reines Intermittent Fasting zu stürzen, würde ich Dir dringend empfehlen, eine 2 bis 3 Wochen lange Akklimatisierungsphase einzulegen, bevor Du mit einem der beschriebenen Systeme beginnst. Es ist nicht unüblich während der Einführungsphase einige recht unangenehme Hungerattacken zu verspüren, weshalb ich denke, dass es eine gute Idee ist, Dein Essfenster langsam zu verkleinern, anstatt direkt von 14 zu 8 Stunden zu springen. Du kannst z.B. versuchen während Deiner ersten Woche Dein Essfenster von sagen wir 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends auf 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends zu verkürzen. Das ist dann ein 12 Stunden Fenster, mit dem Du arbeitest. Das erscheint machbar, nicht wahr? Hungeranfälle werden bestenfalls völlig ausbleiben und schlimmstenfalls mild ausfallen.
Was die Nahrungsmittelauswahl angeht, solltest Du weiterhin das essen, was Du bisher gegessen hast, oder abhängig von der Form des Intermittent Fastings, für die Du Dich entschieden hast, langsam damit beginnen, bestimmte Nahrungsmittel aus Deiner Ernährung zu eliminieren und durch andere zu ersetzen. Vielleicht verzichtest Du ja auf diese süßen Frühstückszerealien oder hebst Dir diese für Deine Mahlzeit nach dem Training auf. Du könntest auch Butter beim Kochen durch Kokosöl ersetzen. Oder Du könntest mehr Fisch oder Fischöl in Deine Ernährung integrieren. Während Woche 2 gehst Du einen Schritt weiter und isst von 10 bis 20 Uhr. Sieh das Ganze einfach als spätmorgendliches Frühstück an und das Abendessen ist immer noch Dein Abendessen. Woche drei ist die finale Phase Deiner Eingewöhnungsperiode, während Du Dein erstes 8 Stunden Essfenster erreichst. Herzlichen Glückwunsch, Du hast jetzt Deine Intermittent Fasting Jungfräulichkeit verloren.
Am Ende dieser Drei Wochen besteht eine gute Chance, dass Du weißt, ob Intermittent Fasting (oder zumindest der Ansatz, den Du ausprobiert hast) gut zu Dir passt. Es gibt keinen besseren Lehrer als die Erfahrung, nicht wahr?
Ich weiß, dass einige Leser ungeduldig sind und es nicht erwarten können sich gleich voll hineinzustürzen. Ihr glaubt, dass ihr zu hardcore seid, um irgendeine Weichei Akklimatisierungsphase zu benötigen. In diesem Fall steht es euch natürlich frei, sofort zu einem 8 Stunden Essfenster überzugehen. Aber sagt nachher nicht, dass ich euch nicht gewarnt hätte.
FAQ
Ich bin ein Schichtarbeiter. Kann ich trotzdem Intermittent Fasting praktizieren?
Technisch gesehen kannst Du das natürlich, aber wenn sich Dein Essfenster ständig verändert, dann kann dies verheerende Auswirkungen auf Deinen Stoffwechsel besitzen. Es ist weit entfernt davon, ideal zu sein. Arbeite mit dem, was Du hast, aber tue Dein bestes, um zumindest in etwa zu den selben Zeiten pro Tag zu essen.
Muss ich während des Intermittent Fastings Makronährstoffe zählen?
Nein, musst Du nicht, Dir sollte jedoch auch klar sein, dass Du nur deshalb, weil sich Dein Essfenster verkürzt hat, nicht plötzlich alles in jeder Menge essen kannst. Du wirst weiterhin an Gewicht zunehmen, wenn Du konsistent mehr Kalorien isst, als Du verbrauchst – egal wie eng Dein Essfenster auch ist. Intermittent Fasting ist zwar etwas tolles, aber es ist keine Magie.
Was ist, wenn ich mein Essfenster verpasse? Was ist, wenn mein typisches Essfenster zwischen 10 Uhr morgens und 8 Uhr abends liegt, aber ich an einem Abend bis 10 Uhr etwas esse. Muss ich dann am nächsten Tag mein Essfenster anpassen?
Es wird unweigerlich Tage geben, an denen so etwas passiert, da Dir das Leben in die Quere kommt. Der Zug kann Verspätung haben, Du hast mit Deinem Baby zu kämpfen oder Du hast ganz einfach vergessen etwas zu essen. So etwas geschieht. Iss einfach dann, wenn Du kannst und iss am nächsten Tag wieder während der gewohnten Zeiten. Mach Dir nichts draus. Versuche einfach so konsistent wie möglich zu bleiben.
Wie wird Intermittent Fasting meine Trainingseinheiten beeinflussen?
Du musst nicht notwendigerweise die Art und Weise, auf die Du trainierst, verändern, nur weil Du jetzt Intermittent Fasting machst. Einige Methoden verlangen nach einen spezifischen Training und wenn dies der Fall sein sollte, dann befolge das entsprechende Trainingsprotokoll. Ansonsten mach einfach mit dem weiter, was Du gerade im Fitnessstudio machst.
Was ist, wenn ich früh am Morgen trainiere?
Wenn Du früh am Morgen oder zu einem anderen Zeitpunkt vor Beginn Deines Essfensters trainierst, dann ist es eine gute Idee, ein paar BCAAs zu Dir zu nehmen, während Du trainierst. Unterschiedliche Programme haben unterschiedliche Meinungen zu Supplements, aber ich persönlich habe Aminosäuren als hilfreich empfunden. Du kannst entweder direkt nach dem Training mit Deinem Essfenster beginnen oder das Fasten mit mehr BCAAs fortsetzen, bis es an der Zeit ist, etwas zu essen.
Wie würde ein typischer Tag aussehen, wenn ich morgens trainieren würde?
Es gibt viele Wege, dies anzugehen. Hier ist nur eines von vielen möglichen Beispielen, bei dem BCAAs zum Einsatz kommen:
- 6:00 Uhr morgens.: 10 g BCAAs mit Wasser
- 6:30 bis 7:30 Uhr.: Training + 10 g BCAAs mit Wasser
- 8:00 Uhr: 10 g BCAAs Mit Wasser
- 10:00 Uhr: Mahlzeit 1
- 14:00 Uhr: Mahlzeit 2
- 18:00 Uhr: Mahlzeit 3
Das Timing und die Makronährstoffzufuhr jeder Mahlzeit werden sich unweigerlich basierend darauf unterscheiden, welches Intermittent Fasting Protokoll Du befolgst, aber im Allgemeinen funktioniert ein solches Schema recht gut. Wenn wir über Cardiotraining sprechen, dann brauchst Du wahrscheinlich keine BCAAs, wenn es sich nicht gerade um ein hochintensives Cardiotraining handelt,
Wird meine Kraft nachlassen?
Eine Menge Menschen berichten davon, dass Sie im Fitnessstudio sogar eine Steigerung ihrer Leistungen beobachten können, was ziemlich cool ist, oder?
Ich habe Intermittent Fasting ausprobiert, aber ich fühle mich schrecklich damit. Was kann ich tun? Der Sinn und der Zweck davon, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu ernähren, besteht darin, dass es Deine Ernährung leichter macht – und nicht schwerer. Wenn Du Dich wirklich so schlecht damit fühlst, dann mache etwas anderes. So einfach ist das.
Von Sohee Lee
https://www.bodybuilding.com/fun/to-eat-or-not-to-eat-your-fast-guide-to-fasting.html

Hier ist eine kurze Zusammenfassung:
- Die ultimative Paleo Ernährung für Kraftsportler ist eine auf der Ernährung der Höhlenmensch basierende Ernährung, in die ein paar stärkehaltige Kohlenhydrate und Trainingsernährung aufgenommen wurden, um ein Training mit Gewichten zu unterstützen.
- So etwas wie essentielle Kohlenhydrate gibt es nicht, aber erzähle das mal jemandem, der große Mengen von anaerobem Training mit einer kohlenhydratfreien Ernährung kombiniert und dessen Glockenspiel seit einem Jahr leblos ist.
- Der Pfadweg der anaeroben Energieproduktion läuft mit Glukose/Kohlenhydraten. Hochintensive Muskelkontraktionen benötigen Glukose.
- Der wahre Wert eines Ernährungsansatzes, der auf der Ernährung unserer Vorfahren basiert, ist das, was dieser Ansatz aus der Ernährung der Durchschnittsperson entfernt.
Machen wir es einfach. Der optimale Ernährungsansatz für eine Kombination aus Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Verbesserung der Körperentwicklung ist das Befolgen einer Höhlenmenschenernährung – tierisches Protein und Gemüse, kein Müll – mit der Aufnahme von ein paar wenigen ausgewählten stärkehaltigen Kohlenhydraten und einer geeigneten Trainingsernährung zur Unterstützung eines Trainings mit Gewichten – das ist alles.
Es ist ein „Aufmotzen“ der klassischen „iss keinen Müll, passe die Makronährstoffe an die Anforderungen deines Sports an“ Ernährungsplanes. Und auch wenn sich dieser Ansatz langsam zu einem Mainstream Ansatz entwickelt, was sich an den Legionen neuer Paleo Konvertiten zeigt, die darüber nachdenken, ob ein Höhlenmensch Zugang zu Reiskeksen oder Quinoa hatte, hat sich der Staub noch lange nicht gelegt. Viele Büromenschen befolgen immer noch eine kohlenhydratreiche Ernährung, die besser für Sportler geeignet wäre und viele Kraftsportler befolgen eine kohlenhydratfreie Ernährung, die besser für bewegungsarme Populationen geeignet wäre.
Das Prinzip der Spezifität ist beim Pochen auf Dogmen verloren gegangen und die Leute sind durch die Bank verwirrt.
Paleo Grübeleien
Was bei all diesem intellektuellen Gerede und akademischen Posieren verloren gegangen ist, ist das, was das wahre Ziel eines jeden Pädagogen sein sollte – den Menschen einfache, effektive, befolgbare Strategien zu geben, die ihnen dabei helfen werden, in der realen Welt Resultate zu produzieren.
Überlassen wir es also den Gurus, dies zum Zweck der ernährungstechnischen Vorherrschaft auszudiskutieren. Du solltest Dich darauf konzentrieren, den effektivsten Weg für Deine individuelle Situation und Deine individuellen Ziele zu finden.
Der Paleo Weg
Das Höhlenmenschen Thema ist einfach. Es funktioniert für praktisch jeden vom fortgeschrittenen Sportler, der von der Fitnessindustrie mit Informationen überladen wurde, bis hin zum völligen Anfänger, der nicht viel über Ernährung weiß (oder dem die Ernährung ziemlich egal ist) und einen einfachen Ansatz für den Anfang benötigt.
Paleo vereinfacht das übermäßig Komplizierte und gibt den Menschen praktikable Schritte, anstatt sie durch hochtrabende wissenschaftliche Debatten hoffnungslos zu überfordern. Lass verarbeiteten Müll weg und iss mehr Pflanzen und Tiere. Ich würde wetten, dass die für 90% der Menschen 90% aller Zweifel beseitigt.
Paleo sch...t auf die „Gesundheitsindustrie“, die von uninformierten Konsumenten lebt. Biologischer Müll ist immer noch Müll. Glutenfreier Müll ist immer noch Müll. Glutenfreie Biokekse sind immer noch Kekse und sind nicht gut für Deine Gesundheit oder Deine Ziele bezüglich Deiner Körperkomposition. Auch Wildlachs und Spinat sind glutenfrei.
Aber in einigen elitären sportlichen oder akademischen Kreisen darfst Du Wörter wie „Paleo“ oder „Höhlenmensch“ nicht einmal erwähnen. Wenn Du dies tun würdest, würde es Dich weniger innovativ oder fortgeschritten erscheinen lassen und Dir garantiert keinen Zugang zu V.I.P Partys ermöglichen, wo sich jeder an seinen eigenen Qualifikationen aufgeilt. Wir haben also eine blumige Sprache, unnötig technische Ernährungsstrategien und eine Besessenheit von unwichtigen Details. Bist Du nicht mehr daran interessiert, etwas gebacken zu kriegen?
Während die solch komplizierten Ansätzen zugrundeliegende Wissenschaft irre komplex ist und es ein Leben lang dauern könnte, sie zu meistern, sind die effektivsten Ernährungs- und Trainingsprogramme oft auch die einfachsten.
Hör auf Müll in Dich hinein zu stopfen
Lass Dir von jemandem, der mit Klienten aller Altersstufen und ehemaligen Athleten, die ihren Körper mit uninformierten und extremen Methoden durcheinander gebracht haben, gearbeitet hat etwas sagen: Die kumulative Wirkung Deiner Ernährung über den Verlauf Deines Lebens ist das, was wirklich eine Rolle spielt – und nicht irgendein 10 Wochen Zeitfenster. Serge Nubret hat einmal gesagt „Jede Krankheit kommt durch Nahrung“. Ich glaube, dass auch die Genetik und die Umwelt eine Rolle spielen, aber die Nahrung ist der Teil, den Du kontrollieren kannst.
Wenn wir die Theorie, Marketingmaterial, endlose Diskussionen mit Studien und Gegenstudien und das Zeigen auf diesen einen genetisch gesegneten Typen, der damit durchkommt außen vorlassen, dann kannst Du mir nicht erzählen, dass Du, wenn Du einen Schritt zurück trittst und einfach nur Deinen gesunden Menschenverstand verwendest, denkst, dass es gut für Deine langfristige Gesundheit sein kann, wenn Du jeden Tag irgendwelchen Müll in Dich hineinstopfst.
Es gibt viele Sportler, die äußerlich gut aussehen, aber innerlich Wracks sind. Sie sind extrem ungesund und haben mit Nebenwirkungen wie Schlafstörungen, Depressionen, einem erhöhten Krankheitsrisiko, Stoffwechselschäden und Verdauungsstörungen zu kämpfen.
Ob Du es magst oder nicht – die Auswahl der richtigen Nahrungsmittel ist für eine Optimierung der allgemeinen Gesundheit wichtig. Wenn Du weiterhin jeden Tag Pizza und Kuchen essen willst, dann kannst Du das natürlich tun.
Low Carb ist für Stubenhocker
Der Paleo Ansatz ist mit Sicherheit nicht der einzige Weg und er ist definitiv auch nicht die einzige Methode, die ich verwende, aber er ist für bestimmte Bevölkerungsgruppen effektiv.
Eine bewegungsarme Person trainiert nicht und wird ihre Muskelglykogenspeicher (300 bis 500 Gramm) mit Sicherheit nicht entleeren, weshalb sie sich keine Gedanken darüber machen muss, diese auf täglicher Basis wieder aufzufüllen. Kohlenhydratreiche Ernährungsformen (300 Gramm und mehr pro Tag) sind angemessener für Sportler und regelmäßig trainierende Menschen, die eine zyklische Entleerung und Wiederauffüllung ihrer Muskelglykogenspeicher durchlaufen.
Bewegungsarme Menschen müssen sich lediglich darum kümmern, ausreichende Mengen an Kohlenhydraten zu sich zu nehmen, um ihre Leberglykogenspeicher ausreichend gefüllt zu halten, welche die normalen Blutzuckerspiegel regulieren und Gehirn und Nervensystem mit Energie versorgen. Dies kann mit etwa 100 Gramm Kohlenhydraten pro Tag erreicht werden. Du musst Dir nichts hiervon merken – erinnere Dich lediglich daran, dass Sportler mit mehr Kohlenhydraten zurecht kommen können als Menschen mit einem Bürojob.
Das ist der Grund dafür, dass wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass kohlenhydratärmere, Höhlenmenschen Ernährungsansätze den besten Ansatz für eine Verbesserung der Körperkomposition und der Biomarker der Gesundheit für übergewichtige, insulinresistente und bewegungsarme Menschen darstellen können.
Das Fazit
Wenn Du stark übergewichtig, insulinresistent und/oder bewegungsarm bist, dann könnte eine Ernährung im Paleo Stil für Dich zum augenblicklichen Zeitpunkt den besten Ansatz darstellen. Halte ein Kaloriendefizit ein, iss adäquate Mengen an Protein, nimm etwa 100 Gramm Kohlenhydrate in Form von Gemüse und Obst zu Dir und nimm Deine restlichen Kalorien in Form von gesunden Fetten zu Dir.
Wo all die sektenhaften Fanatiker falsch liegen
Sprechen wir über die Paleo Ernährung in Form ihrer allgemein akzeptierten, gut bekannten Version – die kohlenhydratarme, proteinreiche und fettreiche Version (iss tierisches Protein, nicht stärkehaltiges Gemüse, Obst und gesunde Fette).
Es gibt nicht „die eine“ Paleo Ernährung und die Auswahl der Nahrungsmittel und die prozentuale Verteilung der Makronährstoffe variieren abhängig von der betrachteten Zeit und der betrachteten Region (Inuit vs. Kitavan, usw.). Ich weiß, dass dies der Paleo Bewegung gegenüber nicht fair ist, aber in diesem Artikel geht es darum, die Dinge zu vereinfachen, den Menschen anwendbare Strategien zu geben und diese mit Begriffen zu erklären, die sie kennen.
Spezifität spielt eine Rolle
Die Probleme beginnen, wenn ein Ernährungsansatz zu einem pseudoreligiösen Kult wird – fanatische Lehrer predigen ihn als den einzigen Weg ohne mögliche Modifikationen basierend auf individuellen Zielen, hardcore Anhänger verdammen alle anderen Methoden, einer Gehirnwäsche unterzogene Schüler, die unter Umständen ihre Fortschritte hemmen oder sich selbst dadurch Schaden zufügen könnten, dass sie die Lehren eines inflexiblen Systems befolgen verbreiten die Furcht, dass wenn auch nur einmal ein stärkehaltiges Kohlenhydrat jemals Deine Lippen berühren wird, der Zorn der vier Winde Dein Dorf zerstören wird.
Du wirst mich niemals davon überzeugen, dass ein 150 Kilo schwerer, fettleibiger, insulinresistenter, bewegungsarmer Büroarbeiter, der versucht sein Leben zu retten, dasselbe wie ein Sportler, der eine maximale Leistungsfähigkeit erreichen möchte, essen sollte. Doch das ist genau das, was Du glauben musst, wenn Du dogmatisch eines dieser „eine Größe passt für alle“ Systeme befolgst.
Der wahre Wert eines Höhlenmenschen Ernährungsansatzes besteht in dem, was er aus der Ernährung des Durchschnittsmenschen entfernt – fruktosereichen Maissirup und Tafelzucker, Transfette, ungesunde Öle – und nicht in einem religiösen Befolgen des einen spezifischen Makronährstoffverteilungsschemas unabhängig von individuellen Aktivitätsleveln, Stoffwechselzustand oder Zielen.
Warum? Weil 100% Paleo (so wie es für gewöhnlich definiert ist) ganz einfach nicht auf die Unterschiede bezüglich individueller Aktivitätslevel, individueller Stoffwechselfaktoren, allgemeine Gesundheit und die Unterschiede zwischen Durchschnittsbürger und Elitesportlern eingeht.
Stärkehaltige Kohlenhydrate und vermeiden des „Skinny-Fat“ Syndroms
Tiere und Pflanzen versorgen uns mit den essentiellen Aminosäuren, essentiellen Fettsäuren und Makronährstoffen, die wir zum Überleben und für eine normale Funktion benötigen. Bei allem Weiteren dreht es sich darum, uns mit der Energie zu versorgen, die wir für unsere täglichen Aktivitäten benötigen.
„Zugesetzte Fett“ sind eine Energiequelle und kein essentieller Nährstoff. Dies kann abhängig von Deinem Gesamtkalorienbedarf und Deinen Zielen, dem Typ und der Menge Deines Trainings, sowie der Zusammenstellung Deiner restlichen Ernährung etwas Gutes oder Schlechtes sein. Ein gesunder und aktiver menschlicher Körper ist anpassungsfähig und kann mit beidem gut zurecht kommen.
Kohlenhydratarme Ernährungsformen sind für bestimmte Bevölkerungsgruppen – bewegungsarm, insulinresistent, usw. – gut geeignet und sollten die Standardernährung für wahrscheinlich 70% unserer Bevölkerung ausmachen.
Training generiert jedoch ein einzigartiges stoffwechseltechnisches Umfeld - einen veränderten physiologischen Zustand – und verändert die Art und Weise, auf die Dein Körper Nährstoffe sowohl während Aktivitäten, als auch bis zu 48 Stunden nach einer Trainingseinheit verarbeitet. Wen Du an drei oder mehr Tagen pro Woche intensiv trainierst, dann befindet sich Dein Körper praktisch während 100% der Zeit in einem Regenerationsmodus. Er befindet sich zu 100% der Zeit in einem veränderten Zustand und seine Nährstoffbedürfnisse unterscheiden sich vollständig von denen eines untätigen Stubenhockers.
In einem Sporternährungskontext werden Kohlenhydrate deshalb als essentiell angesehen. Ich weiß, dass es so etwas wie essentielle Kohlenhydrate nicht gibt, aber erzähle das mal dem Typen, der große Mengen an anaerobem Training mit null Kohlenhydraten kombiniert und dessen Gehänge seit einem Jahr leblos ist, oder dem Mädel, dessen Schilddrüsenhormonspiegel und Stoffwechsel zerschossen sind.
Ich bin der Ansicht, dass der Konsum stärkehaltiger Kohlenhydrate direkt mit hochintensiven, Glykogen verbrennenden Aktivitätsleveln in Verbindung stehen sollte. Fette sollten entsprechend nach oben oder unten reguliert werden, so dass Du innerhalb Deiner benötigten Kalorienmenge bleibst. Wenn das Training anders ist, dann sollte auch die Ernährung anders sein. Dies ist ganz einfach gesunder Menschenverstand, der über dogmatische Glaubensbekenntnisse hinaus geht.
Der anaerobe Energiepfadweg läuft mit Glukose/Kohlenhydraten. Er kann weder Fette noch Ketone verwenden. Während der Körper im Ruhezustand Fettsäuren als Energielieferant verwenden kann (und das Gehirn Ketone) und sich selbst diejenigen, die nur in der aeroben Zone trainieren, an Fett als Energiequelle anpassen können, benötigen intensive Muskelkontraktionen Glukose.
Deshalb kann ein chronischer Entzug von Kohlenhydraten in Kombination mit anaerobem Training die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und schließlich zu einem Muskelabbau führen – dem skinny-fat Syndrom, d.h. man ist dünn, aber trotzdem schwabbelig. Der Körper wird Aminosäuren als Reserveenergielieferant aufbrechen, um die notwendige Glukose zu bekommen, die er für hochintensive Aktivitäten benötigt. Du weißt, dass gesagt wird, dass Fette und Ketone die Muskeln besser als Kohlenhydrate schützen? Nicht notwendigerweise, wenn anaerobes Training mit im Spiel ist.
Und kohlenhydratarme Diäten mit konsistenter hochintensiver Aktivität können eine Menge stoffwechseltechnischer, hormoneller und physiologischer Nachteile mit sich bringen, die unter anderem eine beeinträchtigte Schilddrüsenhormonproduktion, niedrige Testosteronspiegel und einen niedrigen Sexualtrieb, eine Reduzierung der Stoffwechselrate, Muskelabbau, das skinny-fat Syndrom, Schlaflosigkeit, Depressionen, Reizbarkeit und eine reduzierte Immunfunktion umfassen können.
Diejenigen, die sich während ihrer Fettabbauphasen vor Kohlenhydraten fürchten, sollten sich daran erinnern, dass die Gesamtkalorien immer noch der wichtigste Faktor sind. Wenn Du mit Gewichten trainierst, während Du ein relatives Kaloriendefizit aufrecht erhältst, kannst Du immer noch ein paar stärkehaltige Kohlenhydrate mit in Deine Diät aufnehmen, während Du trotzdem signifikante Mengen an Körperfett verlierst.
Der Hybrid Ansatz
Verwende die Paleo Ernährung als Basisvorlage für Deine Nahrungsmittelauswahl – verzichte auf verarbeitete Nahrungsmittel und bevorzuge Tiere und Pflanzen. Nimm ein paar stärkehaltige Kohlenhydrate in Deine Ernährung auf, um Dein Training mit Gewichten zu unterstützen. Versuche Zucker, Gluten, Antinährstoffe und toxische Verbindungen zu minimieren. Was Dir übrig bleibt sind Wurzelgemüse (Yams, Süßkartoffeln, reguläre Kartoffeln) und weißer Reis. Vielleicht sind Gluten oder Milchprodukte für Dich okay, aber ein großer Prozentsatz der Menschen kommt nicht gut damit zurecht. Teste es aus und schau, was am besten funktioniert.
Für eine einfache lehrreiche Vorlage, das Du Dir so leicht wie die Paleo Ernährung merken kannst, empfehle ich Dir die traditionelle ländliche japanische Ernährung, die aus Fisch und Fleisch, nicht stärkehaltigem Gemüse, Obst, Reis und Wurzelgemüse besteht.
Mir ist es egal, ob dies historisch oder anthropologisch akkurat ist (d.h. was in einem Dorf im Jahr 1678 im Vergleich zu einem Dorf in einer anderen Region im Jahr 1594 gegessen wurde). Dieser Ansatz ist nur als einfaches Werkzeug gedacht, um den Leuten realisierbare Strategien zu geben.
Wenn Du Dich nicht so fühlen möchtest, als ob Du Dich in einen Japaner verwandelst, dann sind die urische Bauerndiät (Fleisch und Kartoffeln), die Okinawa Ernährung (Schwein, Gemüse und Süßkartoffeln) und die Kitavana Ernährung (Fisch, Obst und Wurzelgemüse) andere gute Beispiele und Vorlagen. Kohlenhydratbasierte Ernährung minus verarbeitetem Müll ist hier das gemeinsame Thema.
Das Fazit
Der natürliche Bodybuilding Standard aus einem Kaloriendefizit, einer ausreichenden Proteinzufuhr, Gemüse und Obst für Mikronährstoffe, moderate Mengen an Fett als Nebenprodukt tierischer Proteinquellen und etwas Stärke, um anaerobes Training zu unterstützen, in Kombination mit einem Hypertrophie basierten Krafttraining sind für den Fettabbau weitaus besser als die augenblicklichen kohlenhydratarmen, fettreichen Diäten in Kombination mit Crosstraining und Boot Camps.
Finde einen Weg um zu gewinnen
Ich möchte Dich dazu ermutigen, etwas Verantwortung zu übernehmen und selbst zu experimentieren, um herauszufinden, was am besten für Dich funktioniert. Sei nicht wie ein Küken, das darauf wartet mit dem gefüttert zu werden, was Deine Mama als angemessen für Dich ansieht.
Vielleicht siehst Du dies als keinen Standpunkt zu vertreten an. Vielleicht siehst Du es als Bro-Science an. Ich würde es als herausfinden, was funktioniert bezeichnen. Und was die wahre Anwendung der wissenschaftlichen Methode angeht, geben Dir selbst wissenschaftliche Forschungsstudien nur die Schritte eins bis drei: Frage, Hypothese und Prognose. Jede Person muss die Schritte vier und fünf für sich selbst durchführen – testen und analysieren.
Du solltest die Wissenschaft und Systeme verwenden, um einen gut informierten Startpunkt zu finden, aber Du solltest Dich unabhängig von der Quelle nicht dogmatisch an irgendetwas klammern. Finde ganz einfach einen Weg zu gewinnen.
Von Nate Miyaki | 01/14/14
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/paleo-hybrid-

Einige Fettabbau Mythen scheinen niemals zu sterben. Auch wenn sie Deine Fortschritte vielleicht nicht verlangsamen, können diese Mythen trotzdem Deine Zeit verschwenden. Maximiere Deinen Fettabbau, indem Du diese 9 Mythen meidest. Es scheint so, als ob alte Mythen niemals sterben. Obwohl wir in einem Zeitalter mit einem unerreichten Informationsaustausch leben, werden die meisten der alten Fettabbaumythen weiter herumgereicht.
Die meisten dieser unbegründeten Ratschläge sind recht harmlos, können aber Deine Zeit mit unnötigen Praktiken verschwenden. Die folgenden Fettabbau Mythen herrschen immer noch vor. Ich sehe regelmäßig, dass sie weiter verbreitet werden. Ich habe kürzlich sogar eine Spam Mail bekommen, die jeden der folgenden Mythen enthielt.
9 Fettabbau Mythen
Mythos #1 – Regelmäßiges essen erhöht die Stoffwechselrate
Es scheint, als ob diese Vorstellung niemals sterben wird.
Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise, die darauf hindeuten, dass regelmäßige, bzw. häufige Mahlzeiten die Stoffwechselrate erhöhen. Ein Review relevanter Studien kam zu dem Ergebnis, dass der tägliche Gesamtkalorienverbrauch unabhängig von der verwendeten Mahlzeitenfrequenz immer gleich ausfiel (1).
Die Frequenz der Mahlzeiten reichte bei dieser Metastudie von einer bis siebzehn Mahlzeiten pro Tag. Die Wissenschaftler kamen zu folgendem Ergebnis: „Studien, die eine Ganzkörperkalorimetrie und doppelt markiertes Wasser verwendeten, um den Energieverbrauch über 24 Stunden zu bestimmen, konnten keinen Unterschied zwischen vielen kleinen und wenigen großen Mahlzeiten feststellen.“ Seit 1997 haben alle neueren Forschungsstudien diese Schlussfolgerung unterstützt.
Mythos #2 – Du musst zu jeder Mahlzeit Protein essen
Eine angemessene Proteinzufuhr ist für einen Fettabbau essentiell. Sie hilft Deinem Körper dabei, wertvolle Muskelmasse aufrecht zu erhalten und hilft Dir dabei, Deine Körperkomposition zu verbessern, während Du Gewicht verlierst. Auch wenn es nicht schlecht ist, Protein zu jeder Mahlzeit zu essen, ist dies nicht notwendig. So lange Du eine ausreichende tägliche Proteinzufuhr erreichst, spielt es im Allgemeinen keine Rolle, wann und wie Du Dein Protein isst.
Verfalle nicht in Panik, wenn Du eine Proteinmahlzeit verpasst. Du wirst nicht katabol werden und all Deine Muskelzuwächse verlieren. Dieser zwanghafte Glaube hat schon vielen den Tag verdorben.
Mythos #3 – Du solltest nach 14:00 Uhr keine Kohlenhydrate mehr essen
Dies ist ein weiterer hartnäckiger Mythos. So lange Du Deine tägliche Kalorienzufuhr unter Kontrolle hast und Du relativ zu Deinen anderen Makronährstoffen nicht übermäßige Mengen an Kohlenhydraten zu Dir nimmst, wird es keine Rolle spielen, wann Du diese Kohlenhydrate isst. Es ist nichts Magisches an einem Kohlenhydratkonsum am späten Nachmittag oder am Abend. Der menschliche Körper verfügt über keinen magischen Schalter, der nach 14:00 Uhr plötzlich alle Kohlenhydrate in Fett verwandelt.
Die Annahme, die diesem Mythos zugrunde liegt ist, dass sich die Stoffwechselrate während des Schlafes verlangsamt. Dies ist im Allgemeinen jedoch nicht der Fall, auch wenn die menschliche Stoffwechselrate nach dem Einschlafen zunächst um 35% verlangsamt (2), steigt sie später signifikant an, wenn Du den REM Schlaf erreichst.
Das Endresultat ist, dass Deine Stoffwechselrate während des Schlafes nicht niedriger ausfällt, als wenn Du während des Tages inaktiv bist (3, 4). Darüber hinaus sollte angemerkt werden, dass das Training während des Tages auch zu einer Erhöhung Deiner nächtlichen Stoffwechselrate führen wird (5).
Mythos #4 – Du musst endlose Stunden Cardiotraining absolvieren
Falsch, falsch und falsch. Auch wenn 3 bis 4 Cardiotrainingseinheiten von 20 bis 30 Minuten Dauer pro Woche toll für die allgemeine Gesundheit sind, ist Cardo selbst kein effizientes Fettabbau Werkzeug – die Ernährung ist effektiver.
Sagen wir, dass Du 5 Kilometer pro Stunde gehst. 1,5 Kilometer verbrennen etwa 100 kcal. Du müsstest also über 50 Kilometer pro Woche gehen, um ein Pfund Fett zu verbrennen. Und selbst wenn Du so viel gehen würdest, würdest Du kein Fett verlieren, wenn Du Deine Ernährungsgewohnheiten nicht unter Kontrolle hast.
Übertreibe es mit dem Cardio nicht. Verwende einen strukturierten Diätplan und das Gewicht wird schwinden. Führe jede Woche etwas Cardiotraining für eine bessere Gesundheit und Kondition aus.
Mythos #5 – Du solltest Sofort Deine Kalorien reduzieren
Einfach blind die Kalorien zu reduzieren adressiert weder schlechte Ernährungsgewohnheiten, noch hilft es dabei einen neuen Lebensstil zu formen. Ohne die Ernährungs- (und Trink-) Gewohnheiten zu adressieren, die Dich überhaupt erst in diesen Schlamassel gebracht haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du erneut versagen und Dein verlorenes Gewicht wieder aufbauen wirst.
Bevor Du vorschnell einfach Deine Kalorien reduzierst, solltest Du Deine Ernährung ernsthaft bewerten. Versuche 90% von Folgendem zu entfernen:
- Zuckerhaltige Getränke und Obstsäfte (Obstsaft ist wie Obst ohne all die guten Nährstoffe, die sich in Fruchtfleisch und Schale wiederfinden.
- Verarbeitete Nahrungsmittel (Fertigmahlzeiten, die meisten gefrorenen Nahrungsmittel, usw.) • Junk Food Snacks (Kekse, Cracker und Süßigkeiten)
Sobald Du all diesen ernährungstechnischen Müll aus Deiner Ernährung entfernt hast, kannst Du stattdessen gesündere Optionen wählen. An diesem Punkt ist es an der Zeit damit zu beginnen, die Kalorien zu kontrollieren.
Mythos #6 – Ein rapider Gewichtsverlust ist immer etwas Gutes
Während es für stark übergewichtige Menschen, die versuchen ihre Gesundheit so schnell wie möglich zu verbessern notwendig sein kann, 4 bis 5 Pfund pro Woche zu verlieren, ist dies nicht der beste Weg, um Gewicht zu verlieren, wenn Du gut aussehen willst, wenn Du fertig bist. Lassen wir extrem fettleibige Menschen außen vor und sprechen wir über Dich. Die meisten von uns müssen maximal etwa 20 bis 40 Pfund Fett verlieren. Wenn dies der Fall ist, und Du, wenn der Fettabbauprozess beendet ist, so gut wie möglich aussehen willst, dann solltest Du auf einen Fettabbau von 1,5 bis 2 Pfund pro Woche abzielen.
Diese Rate des Gewichtsverlustes wird es Dir erlauben so viel Muskelmasse wie möglich aufrecht zu erhalten, während Du Fett verlierst. Das ist das, was Du willst. Wenn Du schnell Gewicht verlierst, dann wirst Du Muskelmasse und Fett verlieren und riskieren dünn, aber trotzdem weich und irgendwie schwabbelig auszusehen.
Mythos #7 – Cardiotraining im Fastenzustand ist für den Fettabbau am besten
Das stimmt nicht. Ohne auf all diese Diskussionen über unterschiedliche Typen von Cardio und die optimale Zeit des Cardiotrainings einzugehen, möchte ich etwas gesunden Menschenverstand verwenden.
Wir haben bereits gesehen, dass die Diät bzw. Ernährung den Fettabbau antreibt und dass Cardio nur einen minimalen Einfluss hat (wenn Du nicht gerade genug Zeit hast, um jeden Tag stundenlang zu trainieren). Wenn Du dies verstanden hast, würde ich Dir dringend empfehlen, ganz einfach nur Folgendes auszuführen:
- Den Typ von Cardiotraining, der Dir Spaß macht.
- Den Typ von Cardiotraining, der für Dein Alter, Deine Gesundheit und Deinen Grad an Kondition angemessen ist.
- Cardiotraining zu der Zeit des Tages, die für Dich am meisten Sinn macht.
Auch wenn HIIT Cardio auf dem Papier die beste Form von Cardiotraining sein mag, könnte HIIT auch riskant für Dich sein. Gehe, schwimme oder gehe Bowling spielen. Bewege Dich einfach. Wenn Du einmal damit angefangen hast, Deine Fitness und Deine Kondition zu verbessern, dann kannst Du bei Bedarf forderndere Formen von Cardiotraining ausführen. Und es ist weitaus sinnvoller Cardiotraining zu einer Zeit des Tages auszuführen, während der Du weder unter Zeitdruck stehst, noch müde bist. Du wirst Dein Cardiotraining so wahrscheinlich mehr genießen und dabei bleiben, ohne eine Trainingseinheit zu verpassen. Zurückkommend auf das Thema Cardiotraining im Fastenzustand ist hier ein Zitat von Schoenfeld zum Thema:
Zusammenfassend unterstützt die Literatur die Effizienz eines Trainings früh am Morgen auf leeren Magen als Taktik, den Körperfettanteil zu reduzieren, nicht. Im besten Fall wird der Netto Fettabbaueffekt, der mit einem solchen Ansatz in Verbindung gebracht wird, nicht besser als bei einem Training nach einer Mahlzeit ausfallen und möglicherweise wird letzteres sogar bessere Resultate produzieren (6).
Mythos #8 – Wähle fettarme Nahrungsmittel um Fett zu verlieren
Fett zu essen macht Dich nicht fett. Dies ist einer der am häufigsten zitierten aber gleichzeitig auch lächerlichsten Ernährungsmythen. Dieser Mythos muss sterben und ich möchte Dich dazu ermutigen, bei diesem Prozess zu helfen. Überschüssige Kalorien machen Dich fett. Süßigkeiten, Kekse, Chips, Cracker, kalorienreiches Fastfood, Fertigmahlzeiten, zuckerhaltige Getränke... die meisten Menschen konsumieren zu viele dieser Nahrungsmittel, während sie gleichzeitig zu wenige echte, vollwertige Nahrungsmittel mit hoher Nährstoffdichte konsumieren. Fettarme Produkte enthalten häufig Zucker für den Geschmack oder sind von vorne herein irreführend. Wie oft hast du schon auf einer Packung Süßigkeiten oder Kekse den Begriff „fettarm“ gesehen? Natürlich sind diese Nahrungsmittel fettarm – da sie fast nur aus Zucker bestehen! Ein „fettarm“ Etikett auf einem Nahrungsmittel ist häufig bedeutungslos. Dieses Nahrungsmittel kann trotzdem sehr reich an Kalorien.
Eine kalorienreiche Ernährung lässt Dich an Gewicht zunehmen. Kontrolliere Deine Kalorien und Du kontrollierst auch Dein Gewicht. Fett wird nicht dazu führen, dass Du an Gewicht zunimmst, wenn Deine Ernährungsgewohnheiten vernünftig und ausgewogen sind.
Mythos #9 – Meide Obst während des Fettabbauprozesses
Dies ist ein weiterer törichter Fettabbaumythos. Ja, Obst enthält etwas Zucker, aber nein, Obst weist alles andere als eine hohe Kaloriendichte auf und es ist schwer, sich an Obst zu überfressen. Zusätzlich hierzu ist Obst mit Vitaminen und Mineralstoffen vollgepackt. Wir werden hier wieder ins selbe Horn stoßen: die Gesamtkalorienzufuhr ist der wichtigste Faktor, wenn es um eine Gewichtszunahme geht. Ich habe bis heute noch keinen einzigen Menschen getroffen, der dadurch fett geworden ist, zu viele Erdbeeren, Äpfel oder Orangen gegessen zu haben. Eine vernünftige Menge an natürlichem Zucker und Kohlenhydraten, die sich in Obst wiederfindet, wird keinen großen Unterschied machen und mit Sicherheit nicht dafür sorgen, dass Dein Bauch wächst, wenn Du Deine Gesamtkalorienmenge unter Kontrolle hast. Wenn Du Fett verlieren willst, ist es am Besten jede Woche eine Auswahl an Obst und Gemüse zu essen. Dies erlaubt es Dir, ein größeres Spektrum an Vitaminen und Mineralstoffen zu Dir zu nehmen und ist toll für die allgemeine Gesundheit.
Fettabbau Zusammenfassung
Hier ist eine Zusammenfassung:
- Iss Mahlzeiten, die zu Deinem Tagesablauf und Deinen Bedürfnissen passen. Es gibt keinen dringenden Grund dafür alle 2 bis 3 Stunden zu essen. Dies wird Deine Stoffwechselrate nicht erhöhen, könnte aber dazu führen, dass Du eine Menge Zeit damit verschwendest, Dir zu überlegen, was Du bei 6 bis 10 Mahlzeiten pro Tag essen sollst.
- Es ist in Ordnung eine Mahlzeit zu essen, die wenig oder überhaupt kein Protein umfasst. Dies wird weder Deinen Fettabbau, noch die Aufrechterhaltung Deiner Muskeln beeinträchtigen. Ziele auf eine Minimalmenge an Protein pro Tag ab. Es wird keinen großen Unterschied machen, wann Du dieses Protein isst.
- Nach 14:00 Uhr Kohlenhydrate zu essen ist in Ordnung, so lange Du Deine Gesamtkalorien unter Kontrolle hast. Diese Kohlenhydrate werden nicht direkt in Fett umgewandelt.
- Dein Ernährungsplan ist Dein primärer Fettabbaumechanismus. Verwende Cardio zur Unterstützung der allgemeinen Gesundheit und zur Verbesserung Deiner Kondition, aber nicht als primäres Werkzeug für Deinen Fettabbau. Cardiotraining in Kombination mit einer schlechten Ernährung wird keinen Fettabbau bewirken.
- Bevor Du vorschnell Deine Kalorien reduzierst, solltest Du Deine schlechten Ernährungsgewohnheiten analysieren. Wenn Du keine Schritte unternimmst, um diese Gewohnheiten zu ändern, dann riskierst Du erneut fett zu werden, wenn Deine Diät vorüber ist.
- Um Deine Muskelmasse während des Fettabbaus zu maximieren, solltest Du auf einen Gewichtverlust von 1,5 bis 2 Pfund pro Woche abzielen. Dies wird Dir dabei helfen, Dein bestmögliches Aussehen zu erreichen, wenn Deine Diät beendet ist.
- Wann und wie Du Cardiotraining ausführst, spielt keine große Rolle. Wähle eine Form von Cardio, die Dir Spaß macht und führe sie zu einer Tageszeit aus, während der Du wahrscheinlich über die meiste Energie verfügen wirst.
- Fett zu essen macht Dich nicht Fett. Eine überhöhte Kalorienzufuhr macht Dich fett. Fettarme Nahrungsmittel sind nicht inhärent kalorienarm. Sie sind häufig mit Zucker überladen. Sei vorsichtig.
- Iss jede Woche eine große Bandbreite an Obst. Die geringen Mengen an Zucker und Kohlenhydraten, die in Obst enthalten sind werden keinen Einfluss auf Deinen Fettabbau haben, so lange sich Deine Gesamtkalorienmenge in einem vernünftigen Bereich befindet.
Referenzen
- Bellisle F, McDevitt R, Prentice AM. Meal frequency and energy balance. Br J Nutr. 1997 Apr;77 Suppl 1:S57-70.
- Seale JL, Conway JM. Relationship between overnight energy expenditure and BMR measured in a room-sized calorimeter. Eur J Clin Nutr. 1999 Feb;53(2):107-11.
- Zhang K, Sun M, Werner P, Kovera AJ, Albu J, Pi-Sunyer FX, Boozer CN. Sleeping metabolic rate in relation to body mass index and body composition. Int J Obes Relat Metab Disord. 2002 Mar;26(3):376-83.
- Mischler I, Vermorel M, Montaurier C, Mounier R, Pialoux V, Pequignot JM, Cottet-Emard JM, Coudert J, Fellmann N. Prolonged daytime exercise repeated over 4 days increases sleeping heart rate and metabolic rate. Can J Appl Physiol. 2003 Aug;28(4):616-29.
- Biston P, Van Cauter E, Ofek G, Linkowski P, Polonsky KS, Degaute JP. Diurnal variations in cardiovascular function and glucose regulation in normotensive humans. Hypertension. 1996 Nov;28(5):863-71.
- Brad Schoenfeld, MSc, CSCS, NSCA-CPT. Does Cardio After an Overnight Fast Maximize Fat Loss? http://www.lookgreatnaked.com/articles/does_cardio_after_an_overnight_fast_maximize_fat_loss.pdf
Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/9-fat-loss-myths

Email Nummer 54 – Mehr vom selben
"Hey Roman, ich möchte definiert werden und ich weiß, dass dies Dein Fachgebiet ist. Ich führe 5/3/1 aus und erziele hiermit recht gute Kraftzuwächse. Ich möchte jedoch innerhalb von 8 Wochen 25 Pfund verlieren. Wie kann ich das Programm modifizieren und welche Diät sollte ich verwenden?"
Mein Mauszeiger kreist kurz über dem "Löschen" Button, doch da ich jede Email, die ich erhalte, auch beantworte, tippte ich dieselbe Antwort ein, die ich schon 53 mal zuvor gegeben hatte.
"Wenn Du nahezu alles richtig machst, Deine Ernährung perfekt ist und Du regelmäßig intensives Cardiotraining ausführst, dann kannst Du mit fast jedem vernünftigen Trainingsplan Fett verlieren."
Dann gab ich ihm spezifische Instruktionen.
Und auch wenn ich bereits viel Übung darin hatte, diese Frage zu beantworten, wünschte ich mir, diese besser zu verstehen.
Warum in aller Welt sollte jemand auf diese Art und Weise Fett verlieren wollen?
Sicher, es ist möglich, aber mit Sicherheit nicht optimal. Und bei mir dreht sich alles um optimale Ansätze.
Ein besserer Weg
Ich habe fünf Prinzipien für Fettabbauprogramme, die ich unten mit Dir teilen werde und keines hiervon ist wirklich kompliziert. Noch unkompliziert ist die übergreifende Theorie, mit der ich Pläne für einen extremen Fettabbau entwerfe. Es handelt sich um die grobe Grundidee, wenn Du so willst. Diese lautet folgendermaßen:
Alle Facetten des Programms müssen auf einen Fettabbau abzielen.
Und jetzt sprechen wir über radikalen Fettabbau - und nicht über dieses halbherzige "ich will nur ein paar Pfund verlieren." Wenn Du schnelle Resultate willst, dann ist es nicht ausreichend, Deine Ernährung zu modifizieren und etwas zusätzliches Cardiotraining auszuführen. Verdammt, wenn es so einfach wäre, dann würden sehr viel mehr Leute mit einer vernünftigen Muskelentwicklung und sichtbaren Bauchmuskeln herumlaufen.
Extremer Fettabbau ist etwas, mit dem ich jeden Tag zu tun habe. Meine Klienten wollen innerhalb der kürzesten möglichen Zeit schlank werden und deshalb zielen meine Programme genau hierauf ab. Damit dies möglich ist, ist ein vollständiger und umfassender Ansatz notwendig. Unter Berücksichtigung der Grundidee, die ich oben erwähnt habe, bedeutet dies, dass alle Aspekte von Ernährung, Cardiotraining, Supplementation und Training mit Gewichten auf dieses spezifische Ziel ausgerichtet sein müssen.
Meine Empfehlungen:
Ernährung
Das Finden des exakten Gleichgewichts von Makronährstoffen, das Dir dabei helfen wird erfolgreich zu sein, kann etwas kniffelig sein. Dieses ist nicht nur höchst individuell, sondern es ist auch wichtig zu erkennen, dass keine Kalorienformel perfekt ist. Um bei meinen Klienten einen radikalen Fettabbau zu erreichen, muss ich irgendwo beginnen. Hier sind ein paar allgemeine Empfehlungen, um die Kalorienzufuhr festzulegen.
Um die Erhaltungskalorienmenge zu bestimmen, verwende ich folgende Formel:
| Augenblicklicher Körperfettanteil | Caloric Intake |
| 6%-12% | 37 kcal pro Kilo fettfreie Körpermasse |
| 12%-15% | 35 kcal pro Kilo fettfreie Körpermasse |
| 15.1%-19% | 33 kcal pro Kilo fettfreie Körpermasse |
| 19.1%-22% | 31 kcal pro Kilo fettfreie Körpermasse |
| 22.1% und darüber | 29 kcal pro Kilo fettfreie Körpermasse |
Der offensichtliche Grund für diese Struktur ist die Rate des Fettabbaus. Je mehr Fett Du auf den Rippen hast, desto schneller kannst Du es verlieren und desto mehr kannst Du verlieren, ohne fettfreie Körpermasse zu opfern. Aus diesem Grund kannst du weniger Kalorien zu Dir nehmen und trotzdem eine brauchbare Rate des Fettabbaus aufrecht erhalten, ohne hierbei die stoffwechseltechnischen Prozesse zu beeinträchtigen, die für Fettabbau und Muskelaufbau verantwortlich sind.
Was die Makronährstoffe angeht, wird die Proteinzufuhr zwischen 2,5 und 3,3 Gramm pro Kilogramm fettfreie Körpermasse angesetzt. Es gibt hierbei nicht wirklich so etwas wie eine magische Zahl. So lange Du etwas mehr als 2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu Dir nimmst, solltest Du Dich im grünen Bereich befinden. Der Grund für eine Bereichsangabe besteht darin, etwas Raum für individuelle Anpassungen zu lassen, wobei die Sättigung der bestimmende Faktor sein sollte. Wenn Du mit einer niedrigeren Proteinzufuhr beginnst und Dich hungrig fühlst, dann kannst Du die Proteinzufuhr bis auf 3,3 Gramm pro Kilogramm fettfreie Körpermasse erhöhen. Dies erlaubt Dir mehr Flexibilität bei der Größe der Mahlzeiten und der Auswahl der Nahrungsmittel.
Was die Kohlenhydrate angeht, solltest Du die Zufuhr auf 1,1 Gramm pro Kilogramm fettfreie Körpermasse begrenzen, falls Du insulinresistent bist oder nicht gut mit Kohlenhydraten zurecht kommst. Wenn Du hingegen gut mit Kohlenhydraten zurecht kommst, dann kannst Du bis auf 1,6 Gramm pro Kilogramm fettfreie Körpermasse hoch gehen.
Der Rest Deiner täglichen Kalorienzufuhr sollte aus Fett bestehen. Von diesem Fett solltest Du 1 Gramm Fischöl pro Prozent Körperfett zu Dir nehmen. Wenn Dein Körperfettanteil bei 10% liegt, wären das also 10 Gramm Fischöl.
Das Wichtigste ist an dieser Stelle, dass Du keine radikale Reduzierung der Kalorienzufuhr brauchst, um eine radikale Reduzierung des Körperfetts zu erreichen. Auch wenn ein Kaloriendefizit von 400 kcal sowohl was Sättigung als auch was die Energiespiegel angeht nicht unbemerkt bleiben wird, werden die Auswirkungen in dieser Hinsicht nicht extrem sein. Für einen Fettabbau ohne das Opfern von Muskelmasse ist es sehr viel effizienter ein höheres Defizit über einen gesteigerten Level der Aktivität zu generieren.
Cardio
Führe mindestens einmal wöchentlich hochintensives Intervalltraining (vorzugsweise Sprints oder Seilspringen) oder Komplexe aus. In den meisten Fällen lasse ich meine Klienten eine HIIT Trainingseinheit und eine Trainingseinheit mit Komplexen pro Woche ausführen. Ich sehe Komplexe als Cardiotraining und nicht als Training mit Gewichten an.
Supplementierung
Ich empfehle die Verwendung von Fischöl und eines Fatburners.
Training mit Gewichten:
Warum ist ein Training mit Gewichten für Fettabbauresultate von entscheidender Bedeutung? Ich habe 3 Gründe hierfür:
- Es generiert einen höheren Kalorienverbrauch als ein Cardiotraining von gleicher Dauer.
- Es erhöht die Aktivität von Stoffwechselprozessen, die am Fettabbau beteiligt sind, über einen längeren Zeitraum.
- Es ist besser für eine Aufrechterhaltung der bestehenden Muskelmasse geeignet, welche den Grundumsatz hoch hält.
Nachdem wir die Grundlagen behandelt haben, möchte ich näher darauf eingehen, wie man ein perfektes Trainingsprogramm mit Gewichten für einen Gewichtsabbau zusammenstellt.
1 – Du musst oft trainieren
Wenn Du Fett verlieren willst, dann musst Du trainieren - und Du musst häufig trainieren. In nahezu allen Fällen ist es effektiver, Deine Aktivitäten über einen längeren Zeitraum zu verteilen (während Du trotzdem ausreichend Ruhe bekommst). Für den Fettabbau bevorzuge ich zwei Trainingseinheiten pro Tag, wobei ich die Trainingseinheiten auf ein Training mit Gewichten und Cardiotraining aufteile.
Natürlich ist ein zweimal tägliches Training für einige Menschen nicht möglich und in diesem Fall erlaube ich es ihnen, ihr Training mit Gewichten und ihr Cardiotraining direkt nacheinander auszuführen, solange sie sicherstellen, dass das Training mit Gewichten zuerst kommt.
Die hohe Trainingsfrequenz stellt eine konsistent erhöhte Stoffwechselrate, eine starke und konstante Erhöhung des EPOC (Excess Post Exercise Oygen Consumption – auf Deutsch so viel wie erhöhter Sauerstoffkonsum nach dem Training) und eine hieraus resultierende Erhöhung des Energieverbrauchs sicher.
Hier ist ein Beispiel für einen dreiwöchigen Trainingsplan, den ich für einen meiner Klienten erstellt habe, dessen Ziel darin bestand, innerhalb von 8 Wochen 18 Pfund zu verlieren.
Woche A
| Morgens | Nachmittags | |
| Montag | Sprint HIIT Trainingseinheit | Trainingseinheit mit Gewichten #1 gefolgt von 15 Min Seilspringen |
| Dienstag | 20 min. kontinuierliches Seilspringen | Trainingseinheit mit Gewichten #2 gefolgt von 10 Min. Gehen auf dem Laufband |
| Mittwoch | Komplexe ohne Gewichte | Trainingsfrei |
| Donnerstag | Trainingsfrei | Trainingseinheit mit Gewichten #3 |
| Freitag | Trainingseinheit mit Gewichten #1 gefolgt von 15 Min Seilspringen | Trainingsfrei |
| Samstag | Zu beliebiger Zeit: Training mit dem eigenen Körpergewicht | |
| Sonntag | Trainingsfrei | Trainingsfrei |
Woche B
| Morgens | Nachmittags | |
| Montag | Trainingseinheit mit Gewichten #2 | 20 min. HIIT Seilspringen |
| Dienstag | Trainingsfrei | Komplexe |
| Mittwoch | Trainingseinheit mit Gewichten #3 | Gehen auf dem Laufband |
| Donnerstag | Trainingsfrei | Trainingsfrei |
| Freitag | Trainingseinheit mit Gewichten #1 direkt gefolgt von einer HIIT Sprint Trainingseinheit | Trainingsfrei |
| Samstag | Trainingsfrei | Trainingsfrei |
| Sonntag | Zu beliebiger Zeit: Training mit dem eigenen Körpergewicht gefolgt von 15 Min. auf dem Laufband |
Woche C
| Morgens | Nachmittags | |
| Montag | Trainingsfrei | Trainingsfrei |
| Dienstag | Irgendeine Art von HIIT Training | Trainingseinheit mit Gewichten #3 |
| Mittwoch | Komplexe | Trainingseinheit mit Gewichten #1 |
| Donnerstag | Trainingsfrei | 20 min. Steady Jump Rope Work |
| Freitag | Trainingseinheit mit Gewichten #2 | |
| Samstag | Training mit dem eigenen Körpergewicht gefolgt von 10 Min. Seilspringen | HIIT Sprint Trainingseinheit |
| Sonntag | Trainingsfrei | Trainingsfrei |
Dieser Klient trainierte 23 mal innerhalb von 21 Tagen oder durchschnittlich 7,6 mal pro Woche.
In der Tat trainierte dieser Klient fünfmal innerhalb von 60 Stunden! Dies mag verrückt klingen, aber wenn Du Dir das Trainingsprogramm genauer ansiehst, dann wirst Du sehen, dass auf Phasen mit viel Training ausreichende Ruhephasen folgen.
Wenn Dir dies immer noch als zu viel vorkommt, dann lies weiter.
2 – Die Trainingseinheiten müssen kurz sein
Wenn man ein Trainingsprogramm erstellt, das auf einen Fettabbau abzielt, dann ist es wichtig sich daran zu erinnern, dass Du jede Trainingseinheit mit einem durch Deine Diät generierten moderaten Energiedefizit beginnen wirst. Jede Trainingseinheit ist dazu gedacht, dieses Energiedefizit so stark wie möglich zu steigern, ohne Dich hierbei umzubringen.
Lange Trainingseinheiten (alles über 45 Minuten) sind für radikale Fettabbauprogramme ungeeignet. Unter Berücksichtigung der reduzierten Kalorien und der Struktur der Trainingseinheiten würdest Du hierdurch das perfekte Rezept für Übertraining, Verletzungen und Stagnationen erhalten. Ich bin mit Sicherheit ein Fürsprecher davon, sich hart anzutreiben, aber es gibt nur einen schmalen Grat zwischen gut gemeinter Intensität und Dummheit und die Trennlinie zwischen diesen beiden kann dadurch definiert werden, wie lange Du während eines Fettabbauprogramms trainierst.
Zusätzlich hierzu ist die Abnahme der Leistungsfähigkeit gegen Ende einer 45 Minuten Trainingseinheit basierend auf dem, was ich bei hunderten von Klienten beobachtet habe, so stark, dass es im Grunde genommen sinnlos ist, weitere Zeit mit dem Training zu verbringen. Wenn Du nicht gerade über eine außergewöhnliche Arbeitskapazität verfügst (und in diesem Fall stellt sich die Frage, warum Du zum Teufel fett bist und ein radikales Programm brauchst), sind 30 bis 45 Minuten genug.
Du glaubst mir nicht? Warte ab, bis Du die Trainingseinheiten ausprobiert hast, die ich für Dich zusammengestellt habe.
Wie ich bereits erwähnt habe, werden kurze Trainingseinheiten einen ausreichenden Stimulus generieren, da die Frequenz der Trainingseinheiten hoch ist.
3 – Die Trainingseinheiten müssen mit einem schnellen Tempo absolviert werden
Einer der Aspekte des Trainings, über den am wenigsten gesprochen wird, ist die Trainingsdichte, welche als die Menge an Arbeit definiert ist, die Du innerhalb einer gegebenen Zeitspanne absolvierst. Je höher Deine Trainingsdichte ausfällt, desto höher wird auch Dein Kalorienverbrauch ausfallen.
Der einfachste Weg um die Trainingsdichte zu erhöhen besteht darin, die Pausenintervalle zu verkürzen. Ich mag Pausenintervalle generell nicht besonders und empfehle selbst bei meinen Hypertrophieprogrammen keine langen Pausen, aber für den Fettabbau ist es absolut notwendig, die Pausenintervalle kurz zu halten, was auch die Trainingseinheiten selbst kurz und unerbärmlich machen wird.
Hier ist ein Beispiel:
| Typen von Übungen | Beispiele | Pause (Sek.) |
| Zwischen konkurrierenden Oberkörper Muskelgruppen | Brust and Schultern | 20 oder weniger |
| Zwischen nicht konkurrierenden „großen“ Oberkörper Muskelgruppen | Brust and Rücken | 15 oder weniger |
| Zwischen nicht konkurrierenden „kleinen“ Oberkörper Muskelgruppen | Bizeps and Trizeps | 5 oder weniger |
| Zwischen nicht konkurrierenden Oberkörper Muskelgruppen „gemischter Größe“ | Brust and Bizeps | 10 oder weniger |
| Zwischen gradlinigen Sätzen von Kniebeugen oder Kreuzheben | Kniebeugen, Kreuzheben | 45-60 |
| Zwischen Kniebeugen oder Kreuzheben alternierend mit Unterkörper Übungen | Kniebeugen und reverse Ausfallschritte | 30 oder weniger |
| Zwischen Kniebeugen oder Kreuzheben alternierend mit Oberkörper Übungen | Kreuzheben und Bankdrücken | 25 oder weniger |
| Zwischen nicht konkurrierenden Unterkörper Übungen | Ausfallschritte und Wadenheben | 20 oder weniger |
| Zwischen Unterkörper Übungen alternierend mit „kleinen“ Oberkörper Muskelgruppen | Ausfallschritte und Bizeps | 10 oder weniger |
| Zwischen Unterkörper Übungen alternierend mit „großen“ Oberkörper Muskelgruppen | Rumänisches Kreuzheben und Brust | 25 oder weniger |
| Zwischen gradlinigen Sätzen explosiver Übungen | Umsetzen, Sprünge Kniebeugen, Push Press | 35-45 |
| Zwischen Explosiven Übungen alternierend mit „kleinen“ Übungen | Umsetzen und Curls | 15 oder weniger |
| Zwischen Explosiven Übungen alternierend mit „großen“ Übungen | Push Press und Ausfallschritte | 25 oder weniger |
Diese Richtlinien sind grob und fortgeschritten. Ich verwende sie als Ausgangspunkt und versuche die Pausenzeiten weiter zu reduzieren, wo ich nur kann. Wenn Deine Kondition schlecht ist, dann wirst Du wahrscheinlich die Zeiten oben verlängern müssen. Es muss wahrscheinlich nicht extra erwähnt werden, dass Du das Gewicht bei vielen Übungen reduzieren musst.
Zusätzlich hierzu möchte ich erwähnen, dass diese Zahlen selbst für die fortgeschritteneren unter meinen Klienten nur während der ersten Hälfte der Trainingseinheit realistisch sind. Hiernach müssen wir im Allgemeinen ein paar Sekunden hinzufügen.
4 – Die Trainingseinheiten müssen sich auf die für einen Fettabbau effektivsten Übungen konzentrieren
Nicht alle Übungen sind gleich. Genauso wie Kreuzheben für den Masseaufbau im Bereich der Beinbeuger besser als Beincurls ist, sind einige Übungen für den Fettabbau deutlich überlegen.
Meine Fettabbau Programme basieren auf einer a-List von Übungen, zu denen wir andere Übungen hinzufügen. Allgemein gesehen bestehen meine Fettabbau Trainingseinheiten aus zwei bis vier Zirkeln, wobei jeder dieser Zirkel aus vier bis sechs Übungen besteht. Zumindest zwei dieser Übungen stammen aus der A-Liste.
Ohne Frage sind folgende Übungen die Top Übungen für den Fettabbau:
- Ausfallschritte (alle Variationen)
- Step-up
- Push Press (Schulterdrücken stehend mit Schwung aus den Beinen
- Umsetzen
- Einbeinige Kniebeugenvariationen
- Ganzkörper Zugübungen (Klimmzüge, inverses Rudern)
Diese Übungen dienen als Basis eines jeden Zirkels, wobei mindestens zwei dieser Übungen in einem Zirkel auftauchen werden. Die verbleibenden Übungen sind weitere Mehrgelenksübungen, gelegentliche Isolationsübungen und für gewöhnlich mindestens eine Übung für die vordere oder hintere Körpermitte.
Hier ist ein Beispiel für einen Trainingstag bei einem meiner Fettabbauprogramme.
Anmerkung: Bei Verwendung des obigen Trainingsplanes würde dies die "Trainingseinheit mit Gewichten #1" darstellen. Es gäbe dann noch zwei weitere Trainingseinheiten während der gegebenen Woche.
Zirkel A
Set Up: Führe A1, A2, A3, A4 und A5 nacheinander aus und halte Dich an die angegebenen Pausen. Zwischen zwei Zirkeln pausierst Du 30 Sekunden. Führe den Zirkel zweimal durch. Pausiere nach dem zweiten Zirkel für 60 Sekunden und fahre mit Zirkel B fort.
| Übung | Wdh./Zeit | Pause (Sek.) | |
| A1 | Push Press | 12 | 25 oder weniger |
| A2 | Alternierende Ausfallschritte nach vorne | 15 / Seite | 15 oder weniger |
| A3 | Klimmzüge mit engem Griff | 10-12 | 25 oder weniger |
| A4 | Side Plank | 25 Sek. / Seite | 5 oder weniger |
| A5 | Swiss Ball Rollouts | 15 | N/A |
Zirkel B
Set Up: Führe B1, B2, B3 und B4 nacheinander aus und halte Dich an die angegebenen Pausen. Führe diesen Zirkel einmal aus. Pausiere nach dem Zirkel für 90 Sekunden und fahre mit Zirkel C fort.
| Übung | Wdh./Zeit | Pause (Sek.) | |
| B1 | Langhantelrudern vorgebeugt | 8-10 | 25 oder weniger |
| B2 | Kreuzheben mit gestreckten Beinen | 6-10 | 15 oder weniger |
| B3 | Springende Ausfallschritte | 15 / Seite | 5 oder weniger |
| B4 | Bulgarische Splitkniebeugen | 10-12 / Seite | N/A |
Zirkel C
Set Up: Führe C1, C2, C3, C4 und C5 nacheinander aus und halte Dich an die angegebenen Pausen. Pausiere zwischen zwei Zirkeln für 45 Sekunden. Führe den Zirkel dreimal durch.
| Übung | Wdh./Zeit | Pause (Sek.) | |
| C1 | Step-Up auf eine Bank | 12 / Seite | 15 oder weniger |
| C2 | Dips auf einer Bench | 6-10 | 10 oder weniger |
| C3 | Hampelmänner | 15 | 5 oder weniger |
| C4 | Seitheben vorgebeugt | 10-12 / Seite | 10 oder weniger |
| C5 | Superman Halten | 20-30 Sek. | N/A |
Wie Du gesehen hast, ist jeder Zirkel intensiv und wird mit einem hohen Tempo durchgeführt. Der Schlüssel besteht darin, den Zirkel so schnell wie möglich unter Beibehaltung einer guten Form auszuführen, während Du ein Gewicht verwendest, das Du hinsichtlich Kraft und Kraftausdauer fordernd findest.
5 – Während einer einzelnen Trainingswoche müssen multiple Trainingsvariablen manipuliert werden
Dies ist die Veränderung, durch die meine Programme für einen radikalen Fettabbau ein wenig mehr Spaß als alle anderen Programme machen, die ich ausprobiert habe. Und um ehrlich zu sein denke ich, dass sie hierdurch auch effektiver werden. Der Grund für den Unterschied ist eine lange Betrachtung des Trainings aus der Perspektive von jemandem, der so ziemlich auf jede Art und Weise des Trainings ausprobiert hat.
Die meisten Fettabbau Gurus werden sagen, dass das Ziel des Trainingsprogramms nicht darin besteht, Kraft oder Ausdauer zu steigern. Das sind weniger wichtige Dinge und ich stimme hierbei zu.
Das primäre Ziel besteht darin, schnell Fett zu verlieren. Für mich ist es jedoch wichtig, dass der Trainierende das Programm in einem besseren Zustand beendet, als er es begonnen hat. Schlank zu werden ist das primäre Ziel und ich bestehe darauf, dass alle Gedanken an Kraft und Hypertrophie zurückgestellt werden.
Ich stelle jedoch auch sicher, dass niemand nach Beendigung des Fettabbauprogramms schwächer als zu Beginn des Programms ist oder weniger Muskeln als zu Beginn hat.
Der rotierende Wechsel von Trainingsstilen – unter der Vorraussetzung, dass man bei diesen die Grundidee des Gesamtprogramms im Hinterkopf behält – dient zwei Zwecken.
Als erstes erlaubt es Dir dieser rotierende Wechsel schneller Fett zu verlieren, da Dein Körper kontinuierlich unterschiedliche Stimuli erfährt und es schwer für ihn ist, sich hieran anzupassen. Diese mangelnde Anpassung ist das, was die Rate des Fettabbaus im Vergleich zu anderen Programmen erhöht.
Ich hasse es Trainingsklischees und umgangssprachliche Bodybuilding Ausdrücke wie „lasse den Körper raten“ zu verwenden, aber der Adaptionskurve immer einen Schritt voraus zu sein, ist besser für die Fortschritte. Aus diesem Grund füge ich für gewöhnlich ein sekundäres Trainingsprotokoll zum Trainingsprogramm hinzu. Im obigen Beispiel ist es das Training mit dem eigenen Körpergewicht. Indem ich dies tue, halte ich das Training abwechslungsreich und den Klienten motiviert, während ich gleichzeitig seine Fortschritte beschleunige.
Zweitens mag ich rotierende Trainingsstile während der Woche, weil diese mir die Gelegenheit geben, ein Auge auf Faktoren zu haben, die für den Fortschritt des Programms wichtig sein werden. Konventionelle Fettabbauprogramme stehen für gewöhnlich ein bisschen im Einklang mit dem, was ich oben aufgezählt habe – zumindest in der Theorie. Das Problem besteht jedoch darin, dass diese Programme darin versagen, die Kraft zu adressieren. Spezifischer gesagt macht der schnelle Trainingsrhythmus, der bei den meisten Fettabbauprogrammen zum Einsatz kommt, die Verwendung leichter Gewichte notwendig.
Weißt Du, was ein Training nur mit leichten Gewichten während Du Dich in einem Kaloriendefizit befindest, innerhalb von sechs Wochen bewirken wird? Es wird Dich wirklich gut darin machen, leichte Gewichte zu bewegen, aber sehr schlecht darin machen, schwere Gewichte zu bewegen. Und für mich ist so etwas inakzeptabel.
Deshalb sollte mindestens ein Tag pro Woche der Verwendung schwerer Gewichte (85 bis 95% des 5 RM Gewichts) gewidmet sein. Diese Trainingseinheit wird immer noch ein hohes Tempo aufweisen und intensiv sein, aber es wird Dich auch stark halten. Und jeder Kraftsportler, der diesen Namen verdient weiß, dass ein schweres Training haushoch überlegen ist, wenn es darum geht, die bestehende Muskelmasse während einer Diät aufrecht zu erhalten.
Ich hatte hierüber Diskussionen mit einigen anderen Trainern, die sich auf einen Fettabbau spezialisiert haben und ein Argument, das ich häufig höre ist, dass es in Wirklichkeit etwas Gutes ist, sich während eines Fettabbauprogramms eine Auszeit von schwerem Training zu nehmen. Sie werden erzählen, dass dies Dich dekonditionieren wird, so dass Du ein stärkeres Wachstum erleben wirst, wenn Du wieder mit schwerem Training beginnst und sie verschleiern dies mit Begriffen wie Superkompensation.
Ich nenne so etwas Bullshit. Für mich besteht kein Vorteil darin, schwächer zu werden.
Um während eines Fettabbauprogramms stark zu bleiben, solltest Du an einem Tag der Woche schwer trainieren. Akzeptable Programme umfassen ein abgekürztes 5x5 Training oder etwas mit niedrigen Wiederholungszahlen und schweren Gewichten unter Verwendung der Methode der perfekten Wiederholung.
Abschließende Gedanken
Vergib mir, wenn ich mich wiederhole, aber ich muss es noch einmal sagen:
Alle Facetten des Programms müssen auf einen Fettabbau abzielen.
Ich beginne jeden Tag mit der Hoffnung, dass diese Nachricht in die Welt durchgedrungen ist.
Wenn Du mit einem Fettabbauprogramm beginnen willst, solltest Du darauf achten, auch wirklich mit einem Fettabbauprogramm zu beginnen.
Dies bedeutet, dass Du Dir während der nächsten sechs Wochen keine Gedanken darüber machen solltest, Muskeln aufzubauen. Du wird aufhören, Dich um die Menge an Gewicht zu kümmern, die Du bewegst.
Stattdessen wirst Du Dich auf einen Fettabbau konzentrieren – aber mit der umfassendsten Aufmerksamkeit für Dein ultimatives Ziel.
Wirst Du Muskeln aufbauen? Wahrscheinlich nicht. Wirst Du stärker werden? Es ist möglich, aber unwahrscheinlich. Du wirst jedoch extrem schnell extrem schlank werden. Zusätzlich hierzu wirst Du eine außergewöhnliche Kondition, eine außergewöhnliche Kraftausdauer und eine gesteigerte Arbeitskapazität davontragen. Wenn Du wieder mit einem Training für Masse und Kraft beginnst, werden diese Verbesserungen von unschätzbarem Wert sein, wenn es darum geht, Deine Körperentwicklung auf die nächste Stufe zu heben.
Wenn Du meiner Anleitung folgst, dann verspreche ich Dir, dass Du schlank werden wirst ohne Muskeln zu verlieren und ohne zu einem schwachen Schatten deines früheren Ichs zu werden.
Von John Romaniello
Quelle: https://www.t-nation.com/workouts/five-principles-of-radical-fat-loss

Du hast die furchterregende Wahrheit gehört. Das Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis der typischen westlichen Welt ist so stark in Richtung Omega-6 Fettsäuren verschoben (10:1 oder sogar 20:1), dass viele von uns nicht viel mehr als wandelnde Leichen sind.
Zu viel Omega-6 im Vergleich zu Omega-3 führt zu katastrophalen Spiegeln systemischer Entzündungen, die Deine Gelenke in Flammen aufgehen lassen und Dich fett machen werden, während sie gleichzeitig dafür sorgen, dass Du frühzeitig Besuch vom Sensenmann in Form einer Herzkrankheit bekommst.
Dies ist eine altmodische, furchterregende Gutenachtgeschichte. Aber das ist auch schon alles, was es ist – eine Geschichte.
Die berühmteste nationale Gutenachtgeschichte
Genauso wie Robert Southey die Geschichte "Goldlöckchen und die drei Bären" als Hilfsmittel für Eltern geschrieben hat, die ihren Kindern beibringen wollen, die Privatsphäre und den Besitz anderer zu respektieren, wurde das Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis dazu benutzt, Menschen Angst vor Kuchen, Keksen und anderen stark verarbeiteten, dickmachenden Produkten zu machen. Auch wenn ich zustimme, dass viele Menschen vom Nachtischbuffet zurücktreten sollten, gibt es viele valide Gründe hierfür, die wirklich einen Einfluss auf die menschliche Physiologie haben.
Omega-6 Fettsäuren und Entzündungen
In einem früheren Artikel habe ich die biochemische Basis davon behandelt, wie Omega-6 Fettsäuren wie Linolsäure und Arachidonsäure in entzündungsfördernde Verbindungen umgewandelt werden. Wie in diesem Artikel erwähnt wurde kann der Verzehr von Omega-6 Fettsäuren sogar entzündungshemmende Wirkungen besitzen – insbesondere dann, wenn wir über Gamma-Linolsäure (GLA) sprechen. Das ist das Problem Nummer eins für die Omega-6:Omega-3 Verhältnis Schwarzmalerei – Omega-6 Fettsäuren sind nicht automatisch entzündungsfördernd.
Biochemie Lehrbücher vs. Dein Körper
Den nächsten Bereich, den wir uns ansehen müssen, wenn es um das Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis geht, ist der Unterschied zwischen Lehrbüchern und Deinem Körper. Biochemie Lehrbücher vermitteln den Eindruck, dass die Umwandlung von Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren sehr einfach und gerade heraus ist. Nun, ich bin hier um Dir zu sagen, dass dies nicht der Fall ist. Die Biochemie ist im echten Leben chaotisch, reguliert, kontrolliert, gehemmt und kleingeteilt. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass wenn Du eine handvoll Walnüsse isst, die enthaltene Linolsäure nicht automatisch in die „Entzündungsfabrik“ des Körpers transportiert wird, wo sie in stark entzündungsfördernde, die Figur zerstörende Prostaglandine umgewandelt wird – so läuft das nicht. Damit Linolsäure für entzündungsfördernde Zwecke verwendet werden kann, muss sie in Arachidonsäure umgewandelt werden. Was jedoch viele überraschen wird, ist die Tatsache, dass Linolsäure – selbst wenn sie in den Mengen konsumiert wird, die der westlichen Ernährung entsprechen – nicht in Arachidonsäure umgewandelt wird. In der Realität gelangt der größte Teil der Linolsäure (die primäre Omega-6 Fettsäure in unserer Ernährung), die Du isst nicht zu den entzündungsfördernden Pfadwegen Deines Körpers.
Ein längliches Review, das im Nutrition & Metabolism unter dem Titel “Increasing dietary linoleic acid does not increase tissue arachidonic acid content in adults consuming Western-type diets: a systematic review” (Eine Erhöhung der Zufuhr von Linolsäure über die Ernährung verändert den Arachidonsäuregehalt im Gewebe von Erwachsenen, die eine westliche Ernährung befolgen, nicht) veröffentlicht wurde, kam zur Schlussfolgerung, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Veränderungen des Liniolsäuregehalts der Ernährung den Arachidonsäuregehalt des Gewebes bei Erwachsenen, die eine typische westliche Ernährung konsumieren, verändern wird. Eine westliche Ernährung ist in dieser Situation ein gutes Modell, da sie reich an Linolsäure ist.
Ernährungsempfehlungen, die für Dich relevant sind
Als Leser dieser Site werden die meisten Mainstream Ernährungsratschläge für Dich einfach nicht relevant sein. Du wirst keine 3 „anständige Mahlzeiten“, die vor Getreide strotzen und denen es an Protein mangelt, pro Tag essen. Du meidest Mayonnaise und Nahrungsmittel, die mit Maisöl, Distelöl und Sojaöl überladen sind. Daten über eine Ernährung, die reich an Linolsäure ist, beeindrucken Dich nicht, da Du dieses Zeug sowieso nicht isst. Du befolgst eine kohlenhydratkontrollierte Ernährung, die reich an Eiern, Gemüse und einer Vielzahl unterschiedlicher leckerer Tiere ist. In Deinem Fall stellen pseudonegativen Auswirkungen von Linolsäure kein Problem dar. Arachidonsäure kann jedoch ein potentielles Problem darstellen. Bei Arachidonsäure ist keine Umwandlung in eine andere Fettsäure notwendig – sie muss nur in Deine Zellmembran eingebaut werden und kann sofort hierfür verwendet werden.
Die gute Nachricht ist, dass Dein Körper Dich wahrscheinlich schützen wird. Eine Untersuchung der University of Connecticut, die im Jahr 2010 im Paper Lipids veröffentlicht wurde, zeigte, dass es bei einer kohlenhydratarmen Ernährung, die höhere Arachidonsäurespiegel bewirkte, zu erhöhten Membran Arachidonsäurespiegeln kam, aber diese Anreicherung der Membrane mit Arachidonsäure nicht zu einer Erhöhung der Spiegel der entzündungsfördernden Arachidonsäure Stoffwechselprodukte führte.
Die Autoren schlossen basierend auf den Resultaten dieser und anderer Studien, dass kohlenhydratarme Ernährungsformen die Membran Arachidonsäurespiegel aufrecht erhalten kann.
Gehe in die Fettsäureoffensive
Deine Omega-6 Fettsäuren über Deine Ernährung anzupassen, um Entzündungen zu reduzieren (wenn wir nicht gerade über GLA sprechen) ist also Zeitverschwendung, doch was kannst Du stattdessen tun?
Nummer ein ist mit Fischöl in die Offensive zu gehen. Erhöhungen der über die Nahrung zugeführten Mengen an EPA und DHA führen zu erhöhten EPA und DHA Spiegeln in Deinen Membranen. Dr. Harris bezeichnet den Prozentsatz von Fettsäuren, bei denen es sich um EPA und DHA handelt, als den Omega-3 Index. Dieser Index ist ein verlässlicher Gesundheitsmarker, der die direkten Veränderungen durch eine erhöhte EPA und DHA Zufuhr in biochemischen Bereichen zeigt, die für Entzündungen relevant sind.
Du kannst Dir das Ganze folgendermaßen vorstellen: Deine Zellmembrane sind voll von Omega-3 und Omega-6 Fetten. Wenn es darum geht, Eicosanoide (entzündungshemmende oder entzündungsfördernde Moleküle) zu bilden, wird eine Fettsäure aus der Zellmembran entfernt und umgewandelt.
Je mehr Omega-3 Fettsäuren Du also in Deine Zellmembrane packen kannst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Omega-3 Fettsäure ausgewählt und aus der Membran entfernt wird, was zur Bildung von entzündungshemmenden (oder im schlimmsten Fall entzündungsneutralen) Verbindungen führt. Dies ist der Grund dafür, dass die absolute Menge an Omega-3 Fettsäuren in Deinen Zellmembranen das ist, was wirklich eine Rolle spielt. Das ist richtig. Das so wichtige Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren Deiner Ernährung überträgt sich nicht auf Deine zellularen Membrane – der Ort, an dem Deine entzündungshemmenden Waffen geschmiedet werden. Und eine Ernährung zu befolgen, die reich an Linolsäure ist, führt nicht zu Veränderungen der Arachidonsäurespiegel – zumindest nicht zu solchen Veränderungen, die zu gesteigerten Entzündungen führen.
Was wirklich eine Rolle spielt, ist die Menge an langkettigen Omega-3 Fettsäuren (EPA und DHA) in Deiner Ernährung. Konzentriere Dich für gute 15 Sekunden pro Tag hierauf, wenn Du Dein Fischölsupplement einnimmst und Du hast alles getan, was notwendig ist.
Das Fazit
Höre auf Deine Zeit damit zu verschwenden, das Verhältnis zweier Unterklassen von Fettsäuren, die im großen Schema der Dinge keine Rolle spielen, tabellarisch zu kontrollieren. Du bist kein typischer Westeuropäer oder Nordamerikaner, Du bist ein Kraftsportler und abgesehen von Walnüssen und dem gelegentlichen Teelöffel gerösteter Sesamsamen in Deiner Pfanne, würdest Du keinen zweiten Blick auf eine der wichtigsten 25 Quellen für Omega-6 Fettsäuren in der typischen Ernährung oder die Nahrungsmittel, in denen diese sich befinden, werfen. Und selbst wenn Du tonnenweise Walnüsse essen und täglich einen Schuss Sesamöl konsumieren würdest, würde über die Nahrung zugeführte Linolsäure nicht sofort ihren Weg zu den biochemischen Pfadwegen finden, mit deren Hilfe sie in entzündungsfördernde Verbindungen umgewandelt werden kann.
Nimm also Deine 4 bis 8 Fischölkapseln pro Tag zu Dir und hebe ein paar schwere Gewichte.
Von Mike Roussell, PhD | 01/25/13
Quelle: https://www.t-nation.com/supplements/omega-6-vs-omega-3-who-cares