Training

CrossFit und olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen
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Hier ist eine kurze Zusammenfassung…

  1. Jede Übung, die schlecht ausgeführt wird, ist gefährlich.
  2. Es gibt bessere Konditionierungswerkzeuge als olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen wie das Ziehen oder Schieben eines Gewichtsschlittens.
  3. Sie sind nicht der beste Weg stark zu werden, aber wenn Du die Geschwindigkeit der Stange sorgfältig kontrollierst und genügend Training mit maximaler Anstrengung mit ihnen einplanst, dann können sie Dir helfen Kraft zu entwickeln.

Du kannst es an vielen Stellen in großen und fetten Buchstaben lesen: die olympischen

Gewichtheberübungen werden Dich stark und explosiv machen und Dir helfen einen monströsen Trapezius aufzubauen, aber sie sollten nicht mit hohen Wiederholungszahlen ausgeführt werden. Jeder Trainer oder jedes Fitness System, das etwas anderes behauptet ist falsch informiert. Olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen werden Dir letztendlich schaden und werden Dich niemals stark machen, aber ist dies wirklich eine faire Bewertung? Du kannst in jedes CrossFit Gym irgendwo in Amerika oder Europa gehen und Du wirst einige Variationen der olympischen Gewichtheberübungen sehen, die mit hohen Wiederholungszahlen und schrecklicher Technik ausgeführt werden, aber Du wirst wahrscheinlich auch etwas Training mit hohen Wiederholungszahlen von hoher Qualität sehen – ganz zu schweigen von einigen sehr gut durchtrainierten Körpern.

Und es ist ja auch nicht so, dass das Golds Gym ein Paradebeispiel für außergewöhnliche Trainingstechnik ist. Schau Dich um. Wie ist das Verhältnis von Leuten, die Kniebeugen mit Ego Gewichten ausführten im Vergleich zu Trainierenden, die Kniebeugen über den vollen Bewegungsraum ausführen? Zehn zu eins?

Ist das Ganze wirklich so klar und einfach?

Anstatt rhetorisch von unserem Krafttrainings- und Bodybuilding Elfenbeinturm zu predigen haben wir uns dazu entschlossen, beide Seiten ihre ehrliche Meinung zu diesem Thema vortragen zu lassen, so dass Du Dir Deine eigene Meinung zu diesem strittigen Thema bilden kannst.

Schlag 1

Olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen sind gefährlich

Übungen wie Reißen, High Pulls (https://www.youtube.com/watch?v=UFznMk35-EQ) und Stoßen stellen sehr technische Übungen da und bedürfen als solche deutlich mehr Übung und sportlicher Fähigkeiten als Langhantelcurls. Diese Übungen sind nicht inhärent gefährlich, aber in einem erschöpften Zustand – wie nach 10 Wiederholungen mit einem fordernden Gewicht – kann es langsam brenzlig werden, was insbesondere für Anfänger und Freizeitsportler gilt. „Wenn ein erfahrener olympischer Gewichtheber Reißen oder Stoßen zur Verbesserung seiner Kondition oder als Mutprobe verwenden möchte, dann stellt dies kein Problem dar,“ sagt der Mark Rippetoe, der Autor von Starting Strength. „Ihm wurde die richtige Rückenposition und die korrekte Technik lange genug eingehämmert, so dass diese Faktoren nicht so sehr nachlassen werden, wenn er müde wird.“

Der olympische Gewichtheber Trainer Will Fleming stimmt zu und sagt, dass der Kontext von entscheidender Bedeutung ist, wenn man CrossFit Athleten dabei beobachtet, wie sie eindrucksvolle Sätze bewältigen. „Schau Dir die CrossFit Games an und Du wirst dutzende Athleten sehen die kein Problem damit haben 30 Wiederholungen Stoßen oder 30 Wiederholungen Reißen innerhalb einer erstaunlichen Zeit zu absolvieren. „Dieselben Athleten schaffen jedoch wahrscheinlich auch 150+ Kilo bei einer Einzelwiederholung Stoßen. Diese Jungs sind stark, weshalb 70 Kilo für sie bei diesen Übungen nicht viel mehr als ein erweitertes Aufwärmen darstellen,“ sagt Fleming.

Gegenschlag

Jede schwere Übung, die schlecht ausgeführt wird, ist gefährlich

Eine technisch hoch anspruchsvolle Übung, die schlecht ausgeführt wird, ist ganz offensichtlich gefährlich, aber das trifft für jede schwere Übung im Kraftraum zu und nicht nur die olympischen Gewichtheberübungen. „Schlechte Technik kommt unabhängig von der eigentlichen Übung von einem schlechten Trainer.“ sagt Chris Matsui von Fusion Performance Training. „Nimm Kniebeugen als Beispiel. Wenn ein Trainierender eine schlechte Form der Übungsausführung verwendet und eine Maximalwiederholung ausführt, dann ist dies offensichtlich gefährlich. Es spielt keine Rolle, ob Du eine Maximalwiederholung, 3 Wiederholungen, 5 Wiederholungen oder 15+ Wiederholungen ausführst. Es geht letztendlich um die richtige Haltung.“ sagt Matsui. “Weil die Gewichte leicht sind, ist das, was wir am häufigsten bei olympischen Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen beobachten, ein Nachlassen der Technik und nicht notwendigerweise eine Verletzung,“ sagt er. „Es ist wie bei Kniebeugen, Kreuzheben, Drücken oder jeder anderen Übung, bei der die Wiederholungszahlen steigen. Du braucht eine gute Anleitung und eine gute technische Basis.“

Jacob Tsypkin von CrossFit Monterey verwendet gerne eine schrittweise Übungsprogression, so dass Anfänger nicht zu früh zu viel versuchen. Neue Klienten führen z.B. überhaupt keine Olympischen Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen aus, sondern verbringen ihre Zeit stattdessen damit, Reißen und Stoßen richtig zu lernen. Andere Modifikationen umfassen die Verwendung von Push Presses (Schulterdrücken stehend mit Schwung aus den Beinen) anstelle von Power Stoßen. „Wenn sie kompetenter werden, dann können sie etwas Reißen und Stoßen in ihre Trainingseinheiten aufnehmen, aber für gewöhnlich aus einer hängenden Position.“ sagt Tsypkin. „Sie führen während ihrer Trainingseinheiten keine vollständigen olympischen Gewichtheberübungen aus, bis sie bei diesen Übungen ausreichend kompetent sind.“

Schlag 2

Die Ausführung olympischer Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen fördert schlechte motorische Bewegungsschemata

Da die korrekte Form der Übungsausführung in Gegenwart von Erschöpfung nachzulassen neigt, wird der Körper dazu gezwungen andere Muskeln zu rekrutieren oder andere Kompensationsmechanismen zu entwickeln, um den Satz zu beenden. Dies fördert ein fehlerhaftes motorisches Schema, was dem Angewöhnen einer schlechten Angewohnheit ähnelt, und zu einer nach und nach schlechter werdenden Trainingstechnik führt. „Mit jedem Nachlassen der Technik, das bei olympischen Gewichtheberübungen zustande kommt, wird es ein kompensierendes Schema geben, das seine hässliche Fratze zeigt.“ sagt Will Fleming. „In diesem Fall sind vielleicht die Beine erschöpft und anstatt die Quadrizeps beim Anheben der Stange vom Boden zu rekrutieren, beginnt der Sportler mit einer Zugbewegung, die im unteren Rücken beginnt. Eine solche spinale Flexion gegen ein Gewicht – insbesondere ein Gewicht, das sich nicht direkt am Körper befindet – bedeutet mehr Schwerkräfte, die auf die Wirbelsäule einwirken, was schnell problematisch werden kann.“

Laut Dan Trink von Peak Performance NYC, trifft dies nicht nur auf Anfänger zu. „Selbst bei Kraftsportler auf hohem Leistungsniveau, die die korrekten Bewegungsschemata bereits durch tausende Wiederholungen verinnerlicht haben, lässt die Form der Übungsausführung nach, wenn sie diese Übungen mit hohen Wiederholungen ausführen.“ sagt er. „Wenn es Dir wichtig ist eine gute Trainingsform zu entwickeln und aufrecht zu erhalten, dann sind Trainingseinheiten mit hohen Wiederholungszahlen eine schlechte Idee.“

Gegenschlag

Schlechte Bewegungsschemata? Die Fähigkeit technisch anspruchsvolle Übungen mit schweren Gewichten auszuführen, ist eine wertvolle Fähigkeit.

Das Gegenargument geht in die Richtung, dass die Fähigkeit technisch anspruchsvolle Übungen mit relativ schweren Gewichten auszuführen, wenn man erschöpft ist, auch eine wertvolle Fähigkeit ist – eine Fähigkeit, die durch olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen sehr effektiv verbessert werden kann. „Die Langhantel erlaubt es uns, mehr Gewicht zu verwenden und mehr Muskeln zu aktivieren, als jedes andere Trainingsequipment, wodurch eine stärkere Trainingswirkung induziert wird.“ sagt Jacon Tsypkin. „Dies ist für eine echte Verbesserung der Kondition genauso wahr wie für den Aufbau maximaler Kraft.“

CrossFit Trainer Ron Turner von CrossFit V02 Max hebt hervor, dass das gesamte Konzept der motorischen Bewegungsschemata durch einfaches Coaching gemieden werden kann. „Olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen machen Dich nicht zu einem lausigen Kraftsportler – schlechte Technik und ein schlechter Trainer machen Dich zu einem lausigen Kraftsportler.“ sagt er. „Ich würde die allgemeine Beobachtung, das es während olympischer Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungen zu einem nachlassen der Form kommt, nicht bestreiten, aber es liegt in der Verantwortlichkeit des Trainers, das Gewicht korrekt zu wählen, so dass der Trainierende eine korrekte Form aufrecht erhalten kann.“

Ein Weg dies zu erreichen besteht darin, einen erfahrenen Trainer an seiner Seite zu haben, der die Übungsausführung überwacht und – was vielleicht noch wichtiger ist – eine Kultur zu entwickeln, bei der eine korrekte Form der Übungsausführung vor allem anderen kommt. „Wenn Du z.B. das „Grace“ WOD ausführst, solltest Du es nicht zulassen, dass Deine Form den Bach herunter geht. Versteife Deine Wirbelsäule, senke Deine Hüften und führe einen guten Zug vom Boden aus.“ erklärt Fleming. „Ich glaube, dass wenn das Ego an der Garderobe abgegeben wird und es nicht darum geht auf eine Zeit unter 1:30 zu kommen, dann kann diese Trainingseinheit auf relativ sichere Art und Weise ausgeführt werden.“

Schlag 3

Olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen sind ein schlechtes Konditionierungswerkzeug

Die Ausführung einer Tonne von Wiederholungen beim Reißen und Stoßen mit hohen Wiederholungszahlen und leichten Gewichten wird Deine Herzfrequenz bist in die Stratosphäre steigen lassen. Auch wenn dies wie eine hervorragende Sache für Sportler, denen ihre Kondition wichtig ist, zu sein scheint, gibt es auch kritische Stimmen. Das erste ist die Verbesserung der Kondition selbst. Laut Trainern wie Rippetoe sollte man nicht versuchen gleichzeitig stark zu werden und die Kondition zu verbessern – zumindest dann nicht, wenn man optimale Resultate erzielen möchte – da ein Konditionstraining die Kraftentwicklung beeinträchtigt.

„Wenn Dir eine Verbesserung Deiner Kondition wichtig ist, sollte stark zu sein wichtiger sein und stark zu werden wird länger dauern, wenn Du versuchst Deine Kondition zu steigern.“ sagt Rip. „Du hast später noch Zeit dafür, Deine Kondition zu steigern. Nachdem Du stark geworden bist.“ Die Lösung besteht laut Rippetoe darin, die olympischen Gewichtheberübungen überhaupt nicht für eine Verbesserung der Kondition zu verwenden. „Schiebe den Gewichtsschlitten, lauf ein paar Berge hoch oder absolviere ein paar Sprints.“ sagt Rip. „Diese Übungen sind leichter akkurat dosierbar und sie werden Dich nicht wie einen unerfahrenen Narren aussehen lassen.“

Gegenschlag

Und wen stört es, wenn olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen ein schlechtes Konditionierungswerkzeug sind? Es gibt sicherere und effektivere Konditionierungswerkzeuge – na und? Der durchschnittliche Trainierende will Fett verlieren und etwas stärker werden, weshalb eine Verbesserung der Kondition eine höhere Priorität hat. „Olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen können bei der normalen Bevölkerung für eine Verbesserung der Kondition sehr effektiv sein,“ sagt Tsypkin. Nur wenigen Leute macht das Schieben oder Ziehen eines Gewichtsschlittens Spaß und die meisten arbeitenden Menschen haben nicht die Zeit für mehrere tägliche Trainingseinheiten oder eine Vielzahl sportlicher Aktivitäten. Zusätzlich hierzu mögen die Leute diese Art des Trainings – was die Popularität von Fitness Systemen wie CrossFit bei Durchschnittsbürgen belegt – auch wenn sie wissen, dass diese nicht ideal ist.

„Olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungen sind etwas wie dem Ziehen eines Gewichtsschlittens unterlegen,“ sagt Turner. „So langweilig sie auch sein mögen, ermöglichen Gewichtsschlitten ein sichere, anspruchslose harte Arbeit, die eine starke Stoffwechselreaktion hervorruft.“

Schlag 4

Es wird Dich nicht zu einem besseren olympischen Gewichtheber machen

Olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen sind kontraproduktiv, wenn Dein Ziel darin besteht, an Wettkämpfen im olympischen Gewichtheben teilzunehmen. Diese Übungen gut genug ausführen zu können, um an Wettkämpfen teilnehmen zu können, bedarf eines perfekten Trainings und jede Wiederholung, die mit weniger als perfekter Form ausgeführt wird, wird diesem Ziel abträglich sein.

Tatsache ist, dass ein Kraftsportler mit einer hervorragenden Technik typischerweise einen stärkeren und explosiveren Kraftsportler mit schlechterer Technik schlagen kann. Wenn Dein Ziel also darin besteht, an Wettkämpfen teilzunehmen, ist jede Art von Training, die Deine Technik nicht verbessert, reine Zeitverschwendung.

Und bedenke folgendes: Gewichtheben ist ein spezifischer Sport, bei der ein Sportler zwei Übungen – Reißen und Soßen – ausführt und versucht, bei jeder einzelnen Wiederholungen die größte mögliche Menge an Gewicht zu bewegen. Olympisches Gewichtheben mit hohen Wiederholungszahlen ist also nicht wirklich Gewichtheben.

„Es wäre so, als ob man einen Satz Kniebeugen mit 10 bis 12 Wiederholungen als Powerlifting oder einen Marathon als Sprint bezeichnen würde,“ sagt Trink. „Nur weil die Übungen gleich aussehen bedeutet dies nicht, dass es sich um dieselbe Sportart handelt.“

Gegenschlag

Es spielt keine Rolle, dass Dich olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungazahlen nicht besser beim olympischen Gewichtheben machen – es ist eine Sportart! Die Ansicht, dass Dich olympische Gewichtheberübungen nicht zu einem besseren olympische Gewichtheber machen, ist so ziemlich das schwächste Argument gegen CrossFit. Olympische Gewichtheberübungen mit hohen Widerholungszahlen sind für CrossFit Wettkampfathleten eine absolute Notwendigkeit, weil sie essentiell für ihren Sport sind. CrossFit ist kein Gewichtheberwettkampf – es geht darum, die meisten Wiederholungen oder eine gegebene Zahl an Wiederholungen so schnell wie möglich auszuführen. Das ist der Sport. Nicht dafür zu trainieren würde das Gesetz der Spezifität verletzen – ganz zu schweigen davon, dass es absolut keinen Sinn machen würde.

„Wenn Du ein CrossFitter bist, dann ist CrossFit Dein Sport und Du solltest Dich auf diesen Sport wie auf jeden Sport vorbereiten.“ sagt Matsui. Fazit ist, dass das Ziel die Trainingsmethode diktieren sollte. Trainiere mit hohen Wiederholungszahlen, um bei CrossFit WODs oder Konditionssportarten glänzen zu können und trainiere mit den Standardparametern des olympischen Gewichthebens, wenn Du beim olympischen Gewichtheben glänzen willst.

„Wenn Du ein Gewichtheber auf Wettkampfniveau werden möchtest, dann werden Dir Reißen und Stoßen mit 30 Wiederholungen und 65 Kilo natürlich nicht weiterhelfen.“ sagt Tsypkin.

Schlag 5

Olympisches Gewichtheben mit hohen Wiederholungszahlen wird Dich nicht stark machen Olympisches Gewichtheben mit hohen Wiederholungszahlen wird Dich vielleicht in Form bringen und etwas Fett verbrennen, aber es wird Dich nicht stark machen. Dies geht auf die grundlegende Theorie des Gewichthebens zurück. “Der Schlüssel zur Kraftqualität des Gewichthebens ist die maximale Freisetzung von Kraft – nichts, was Du mit Sätzen mit niedrigen Gewichten und hohen Wiederholungszahlen, bei denen Du keine große Menge an Gewicht bewegst und bei denen die Geschwindigkeit mit zunehmender Erschöpfung nachlässt, erreichen wirst,“ sagt Trink.

Trainer Fleming stimmt zu. „Bei den olympischen Gewichtheberübungen geht es darum, Kraft freizusetzen, während es bei Sätzen, die 6 oder mehr Wiederholungen umfassen, weniger um die Kraftfreisetzung und mehr um eine Kontrolle der Energiesysteme geht. Eine Kontrolle der Energiesysteme ist etwas, in dem erfahrene olympische Gewichtheber nicht inhärent gut sind und Menschen, die gut darin sind, ihre Energiesysteme zu kontrollieren, sind typischerweise keine Menschen, die extrem stark sind,“ sagt er.

Gegenschlag

Kraft ist nicht immer das Ziel, weshalb es okay ist, wenn olympisches Gewichtheben Dich nicht stark machen wird

„Dies ist ein toter Punkt.“ sagt Turner. „Ich habe nie gehört, dass ein Experte behauptet hat, dass olympisches Gewichtheben mit hohen Wiederholungszahlen besser als Einzelwiederholungen mit dem Maximalgewicht ist, wenn es um den Aufbau von Kraft geht.“ „Wenn Du jedoch die korrekte Geschwindigkeit der Stange und das korrekte Gewicht auf der Stange erreichst und die richtige Position aufrecht erhältst, dann kannst Du auch mit hohen Wiederholungszahlen stärker werden – wenn dieses Training mit dem richtigen Volumen von Training mit maximaler Anstrengung kombiniert wird.“

„Ich sehe olympisches Gewichtheben mit hohen Wiederholungszahlen als dynamische Komponente des Krafttrainings an, wenn es korrekt eingesetzt wird,“ sagt Turner. „Aber egal wie schnell Du Reißen mit einer 65 Kilo schweren Langhantel ausführst, wirst Du nicht plötzlich auf magische Art und Weise 130 Kilo reißen.“ Aber wie Tsypkin hervorhebt gibt es viele sehr starke CrossFitter. „Rich Froning (der dreifache Sieger bei den CrossFit Games) stößt 170 Kilo und reißt 140 Kilo bei einem Körpergewicht von 98 Kilo – und die meisten Menschen reden Blödsinn darüber, dass CrossFitter nicht stark sind.“

Die Zusammenfassung

Fassen alles für diejenigen zusammen, die noch unentschlossen sind:

  • Wenn Du bei CrossFit Wettkämpfen oder Wettkämpfen im olympischen Gewichtheben mit hohen Wiederholungszahlen teilnimmst, dann trainiere mit olympischen Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen.
  • Die olympischen Gewichtherübungen sind für Trainierende, die über eine gute Technik verfügen, nicht inhärent gefährlich. Sie sind jedoch schrecklich für Trainierende mit schlechter Technik und an einem gewissen Punkt werden selbst sehr gute Kraftsportler die gute Technik vergessen.
  • Irgendetwas halbherzig oder in stark erschöpftem Zustand auszuführen, ist gefährlich. Also höre auf damit diejenige zu hassen, die sich dafür entschieden haben so zu trainieren und spiele nicht den Besserwisser, der ständig hervorheben muss, wie gefährlich dies ist.
  • Der beste Ansatz würde darin bestehen, mit einem qualifizierten olympischen Gewichthebertrainer zusammenzuarbeiten, um eine korrekte Form der Übungsausführung zu erlernen. Du solltest fanatisch auf eine gute Technik achten und nicht einmal darüber nachdenken diese Übungen mit hohen Wiederholungszahlen auszuführen, bevor Deine Technik solide ist.
  • Wenn Du anstrebst an Wettkämpfen im olympischen Gewichtheben teilzunehmen, dann führe überhaupt keine olympischen Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen aus.
  • Du kannst mit olympischen Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen stark werden, aber dies ist nicht die ideale Methode. Das Beste aus beiden Welten wäre ein periodisierter oder gemischter Ansatz, der hohe Wiederholungszahlen und Training mit maximaler Anstrengung kombiniert.
  • Wenn Du nicht gerade ein CrossFitter bist, der an Wettkämpfen teilnimmt, dann solltest Du damit aufhören olympische Gewichtheberübungen mit hohen Wiederholungszahlen zu verwenden, um Deine Kondition zu verbessern. Dies ist das Risiko nicht wert und es gibt viele andere sicherere und effektivere Alternativen.
  • Wenn Du wirklich olympische Gewichtheberübungen als Teil Deines Konditionsprogramms verwenden möchtest, besteht eine andere Alternative, die von Will Fleming bevorzugt wird, darin, diese Übungen in Form von Komplexen auszuführen. Führe zuerst die Übungen mit den höchsten technischen Anforderungen aus und beende den Komplex mit etwas einfachem wie Kniebeugen oder Ausfallschritten.

tVon Bryan Krahn
Quelle: https://www.t-nation.com/training/crossfit-and-high-rep-olympic-lifting

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9 Dinge
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Eines Morgens, während ich auf meine 21 Jahre des Bodybuildings zurückblickte, dachte ich „Wenn ich in der Zeit zurück gehen könnte und mir selbst das beibringen könnte, was ich jetzt über Bodybuilding Training weiß, dann würde ich innerhalb eines Bruchteils der Zeit dorthin gelangen, wo ich jetzt bin.“. Ist das nicht ein perfekter Weg Deinen Tag mit einem völlig depressiven Gedanken zu beginnen? Tränen beiseite, ich möchte nicht, dass Du so lange warten musst, um ein klügerer Trainierender zu werden. Das ist der Grund dafür, dass ich mit Dir die neun wichtigsten Dinge, von denen ich wünschte, dass ich sie meinem 16 jährigen Ich beibringen könnte, teilen möchte, so dass Du aus meinen Erfahrungen lernen kannst.

1. Trainiere in allen Wiederholungsbereichen

Jeder entwickelt eine Präferenz, in einem bestimmten Wiederholungsbereich zu trainieren. Vielleicht magst Du die Kraft und die Muskeldichte, die mit einem schweren Training mit niedrigen Wiederholungszahlen einhergeht. Oder vielleicht bevorzugst Du den Pump und die Muskelfülle, die ein höherer Wiederholungsbereich mit sich bringt. Wie auch immer, Du solltest erkennen, dass jeder Wiederholungsbereich seine Vorzüge hat, was insbesondere dann gilt, wenn es um einen Muskelaufbau geht.

Um größere Muskeln zu entwickeln solltest Du holistisch trainieren. Eine gute Faustregel ist, etwa 1/3 Deiner Trainingszeit in einem Wiederholungsbereich von 2 bis 6 Wiederholungen, 1/3 Deiner Trainingszeit in einem Wiederholungsbereich von 7 bis 13 Wiederholungen und das andere Drittel in einem Wiederholungsbereich von 13 oder mehr Wiederholungen zu verbringen. Dies wird sicherstellen, dass Du auf jede Art und Weise wachsen wirst, auf die ein Muskel wachsen kann, inklusive myofibrillarer Hypertrophie, welche durch die Verwendung schwerer Gewichte und niedriger Wiederholungszahlen zustande kommt UND sarkoplasmatischer Hypertrophie, die durch höhere Wiederholungszahlen mit einem moderateren Gewicht angeregt wird.

2. Trainiere nicht die ganze Zeit über bis zum Muskelversagen

Du hast Dein ganzes Leben lang gesagt bekommen, dass sich harte Arbeit auszahlen wird. Auch wenn dies meistens wahr ist, ist hier mein Trainingsmantra: Es ist besser intelligent zu trainieren, statt hart zu trainieren. Ein Training bis zum Muskelversagen kann vorteilhaft sein, aber es fordert auch den Körper sehr stark, was insbesondere für das Nervensystem gilt. Spezifischer ausgedrückt ist ein Training bis zum Muskelversagen in Hinblick auf Muskelausdauer und sogar Masse hilfreich, aber es ist weniger effektiv, wenn es um Kraftzuwächse geht.

Deshalb solltest Du, wenn Du Sätze a 2 bis 6 Wiederholungen ausführst, ein oder zwei Wiederholungen vor Erreichen des Muskelversagens aufhören. Bei Sätzen mit 7 oder mehr Wiederholungen (bei denen das Ziel darin besteht, den Muskel stoffwechseltechnisch zu fordern) kannst Du bei den letzten ein bis zwei Sätzen bis zum Muskelversagen gehen. Kurz gesagt ist ein Training bis zum Muskelversagen ein konzentrierter Stimulus, der den Körper innerhalb einer kurzen Zeitspanne einer Menge Stress aussetzt. Dies ist eine hilfreiche, aber gnadenlose Technik.

3. Behalte Kniebeugen in Deinem Trainingsprogramm

Selbst wenn Du kein Powerlifter bist, sollest Du so ziemlich das ganze Jahr über Kniebeugen ausführen. Die Vorzüge hiervon sind zu vielfältig, um etwas anderes zu tun. Kniebeugen weisen einen hohen Level von Kraftübertrag auf andere Muskelgruppen auf. Im Allgemeinen kannst Du, wenn Du viel Gewicht beim Kniebeugen bewegen kannst, auch beim Beinpressen viel Gewicht bewegen, aber nur weil Du viel Gewicht beim Beinpressen bewegen kannst, bedeutet dies nicht notwendigerweise, dass Du auch viel Gewicht bei Kniebeugen bewegen kannst. Aufgrund der spezifischen Kraftanforderungen von Kniebeugen musst Du diese trainieren, um gut bei ihnen zu sein.

Einer der Gründe dafür, dass Kniebeugen ein dauerhafter Bestandteil Deines Beintrainings sein sollten, besteht darin, dass sie Muskeln trainieren, die ansonsten wahrscheinlich nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen würden. Dir wurde wahrscheinlich erzählt, dass Du Kniebeugen, weil sie eine schwere Grundübung darstellen, immer als Erstes bei Deinem Training und mit schweren Gewichten/niedrigen Wiederholungszahlen ausführen solltest. Auch wenn dies sicherlich wahr ist, wenn Du ein Powerlifter bist, müssen Kniebeugen für Bodybuildingzwecke nicht immer zuerst oder mit schweren Gewichten ausgeführt werden. Du kannst Kniebeugen auch am Ende Deines Beintrainings mit leichterem Gewicht ausführen und trotzdem von den wichtigsten Vorzügen dieser Übung profitieren. Egal ob es traditionelle Kniebeugen, Frontkniebeugen oder Safety-Bar Kniebeugen sind, solltest Du Kniebeugen in Deinem Programm behalten – Du wirst sowohl optisch, als auch funktional hiervon profitieren.

4. Führe Buch

Ein Koch schreibt seine Rezepte auf, so dass er etwas reproduzieren kann, das gut funktioniert hat. Als Bodybuilder solltest Du dasselbe tun. Egal ob es etwas ist, das Du gelesen hast oder etwas, das Du Dir selbst ausgedacht hast, wirst Du im Laufe Deiner Trainingskarriere über Dinge stolpern, die sehr gut für Dich funktioniert haben – und an irgendeinem Zeitpunkt wirst Du diese Dinge wahrscheinlich erneut ausprobieren wollen. Du kannst dies jedoch nur dann tun, wenn Du genau weißt, was Du damals getan hast! Führe über jeden Satz und jede Wiederholung, die Du ausführst, Buch. Dies mag zu Beginn etwas mühsam erscheinen, aber es dauert nur 3 bis 5 Sekunden, dies nach jedem Satz zu tun. Irgendwann wird sich Dein Trainingstagebuch als etwas herausstellen, das sein Gewicht in Gold wert ist. Du solltest Dir außerdem kurze (oder auf Wunsch auch ausführliche) Notizen über andere Dinge wie Trainingsvariationen oder Modifikationen, die Du magst, Verletzungen, unter denen Du leidest, Schmerzen, die Du verspürst, usw. machen. Eine gute Faustregel ist, so lange ein detailliertes Trainingstagebuch zu führen, bis Du keinen Raum mehr für Verbesserungen hast. Es wird Dir ohne den Schatten eines Zweifels zeigen, was für Dich funktioniert und was nicht.

5. Bei den ersten Anzeichen einer Sehnenscheidenentzündung solltest Du etwas unternehmen!

Dasselbe gilt für Verletzungen. Aber insbesondere Sehnenscheidenentzündungen können sich zu einem sehr hartnäckigen Problem entwickeln. Die Sehnen sind im Grunde genommen spezialisierte „Enden“ der Muskeln, die den Muskel fest mit dem Knochen verbinden. Aus diesem Grund wirst Du unweigerlich Deine Sehnen und Deine Muskeln jedes Mal belasten, wenn Du mit Gewichten trainierst. Ich bin mir sicher, dass Du, wenn Du Dir einen Muskel zerren würdest, diesen nicht weiter durch hartes Training belasten würdest – weshalb belasten wir Bodybuilder dann weiterhin eine Sehne, die bereits entzündet ist?

Wenn sich erst einmal eine Entzündung an einer Sehne entwickelt hat, dann neigt diese dazu sich wie ein Buschfeier auszubreiten und wird nur selten von alleine wieder verschwinden – und praktisch niemals, wenn Du die Sehne weiter belastest. Wenn Du Dich jedoch frühzeitig um eine Sehnenscheidenentzündung kümmerst, dann wird dieses Problem recht schnell der Vergangenheit angehören.

Einige der am weitesten verbreiteten Sehnenscheidenentzündungen, die bei Bodybuildern auftreten, umfassen

  • Eine Bizeps Sehnenscheidenentzündung — spürbar in der vorderen Schulterregion
  • Eine medaiale Epikondylitis — alias Golferellenbogen, die an der Innenseite des Ellenboggens spürbar ist
  • Eine seitliche/lazerale Epikondylitis — alias Tennisellenbogen, die an der Außenseite des Ellenboggens spürbar ist
  • Eine Trizeps Sehnenscheidenentzündung — spürbar am distalen Trizeps (direkt über dem Ellenbogen auf der Rückseite des Armes)
  • Eine Patellarsehnenscheidenentzündung — spürbar am – oder direkt oberhalb des – Knochenvorsprungs des Tibiakopfes (direkt unterhalb der Kniescheibe)

Der Spruch “Vorbeugung ist besser als heilen“ trifft auf eine Sehnenscheidenentzündung perfekt zu – erinnere Dich immer hieran! Anstatt zu versuchen ein Macho (alias dumm) zu sein und durch den Schmerz hindurch zu trainieren, solltest Du eine Kombination aus Eis, Ruhe, usw. verwenden, um eine Sehnenscheidenentzündung bereits bei den ersten Anzeichen zu stoppen.

6. Baue eine gute Kraftbasis auf und halte diese aufrecht

Ein Training für das körperliche Erscheinungsbild kann die Dinge etwas verwirrend machen, was greifbare Trainingsziele angeht. Da Du nicht notwendigerweise stark sein musst oder eine gute Ausdauer besitzen musst, hast Du nichts anderes als die Waage und den Spiegel, um Deine Fortschritte zu kontrollieren.

Doch auch wenn Kraft nicht Dein Endziel per se ist, kann bei bestimmten Schlüsselübungen (oder Bewegungsschemata) stark zu sein, es Dir sehr viel leichter machen Muskelzuwächse zu erzielen. Hier ist das, was ich als die typischen Bodybuilding Schlüsselübungen ansehen würde, die als Indikator für Deine Kraft dienen:

  • Horizontales Drücken (d.h. Bankdrücken)
  • Rudern
  • Vertikales Drücken (d.h. Schulterdrücken)
  • Vertikal Ziehen (d.h. Klimmzüge)
  • Hüftextensionen (d.h. Kniebeugen, Kreuzheben *)

* Auch wenn Kreuzheben und Kniebeugen als Optionen zur Entwicklung der Kraft der Hüftstrecker aufgelistet sind, sind sie in Hinblick auf die Muskelrekrutierung unterschiedlich genug, dass es mit Sicherheit nützlich wäre, bei beiden dieser Bewegungsschemata stark zu sein. Während sich Deine Körperentwicklung verbessert, kann es sinnvoll sein sicherzustellen, dass Du auch bei folgenden unterstützenden Bewegungsschemata über ausreichende Kraft verfügst:

  • Ellenbogenflexion (d.h. Bizepscurls)
  • Ellenbogenextension (d.h. Trizepsdrücken liegend, Trizepsdrücken am Kabelzug)
  • Knieflexion (d.h. Beincurls)

Darüber hinaus solltest Du Deine Kraft beim Rudern (alias horizontales Ziehen) auf Ruderbewegungen des oberen Rückens (Schultern um 60 bis 90 Grad abduziert) und Latissimus Rudern (Schultern um 0 bis 30 Grad abduziert) unterteilen.

Warum so kompliziert? Um die bekannte Analogie zu verwenden, ist es schwer ein Haus auf Sand zu bauen. Genauso ist es schwer einen muskulösen, massigen Körper auf einem Körper aufzubauen, der nicht über eine gute Kraft bei allen grundlegenden Bewegungsschemata verfügt. Tue Dir selbst einen Gefallen und entwickle eine solide Kraftbasis. Wenn Deine Kraft bei irgendeinem der grundlegenden Bewegungsschemata jemals zu niedrig ausfallen sollte, solltest Du trainieren, um diese Kraftbasis wieder aufzubauen. Kurz gesagt ist der Versuch muskulös zu werden, wenn Du schwach bist so ähnlich wie der Versuch mit einem Notrad schnell zu fahren.

7. Verwende eine Auswahl von Techniken und Programmen

Es gibt hunderte unterschiedlicher Trainingsansätze, die Dir zur Verfügung stehen, aber sobald Du auch nur zwei Trainingstypen ausprobiert hast, wirst Du bereits eine Präferenz für einen hiervon entwickelt haben. Gut, das ist die menschliche Natur, aber dies kann Dich auch aufhalten. Zu lange bei einem Typ des Trainings zu bleiben wird Deine Fortschritte früher oder später zum Stillstand bringen. Stattdessen musst Du Deinen Körper regelmäßig neuen und einzigartigen Stimuli aussetzen. Dies ist der einzige Weg, um sicherzustellen, dass alle Komponenten Deiner Muskeln stimuliert und hierdurch zu einer Anpassung gezwungen werden. Der offensichtlichste Weg den Stimulus zu verändern, ist eine Veränderung des Wiederholungsbereichs, was wir bereits unter Punkt 1 behandelt haben. Ein weniger offensichtlicher Typ der Veränderung, von dem Bodybuilder profitieren werden, ist Powertraining. Kraft ist definiert als die Menge an Arbeit, die innerhalb einer Zeiteinheit verrichtet wird, aber in einem mehr bodybuildingfreundlichen Kontext würde ich sagen, dass Power die Fähigkeit ist, ein Gewicht schnell zu bewegen.

Plyometrische Übungen sind ein perfektes Beispiel hierfür. Auch olympische Gewichtheberübungen wie Power Reißen sind gute Beispiele für Powerübungen – und darüber hinaus ein Beispiel für eine Übung, von der wir Bodybuilder wirklich profitieren können. Wenn Du Dir 4 bis 6 Wochen Zeit nimmst, um Dich auf Powertraining zu konzentrieren, dann wirst Du eine bessere Rekrutierung der schnell kontrahierenden motorischen Einheiten entwickeln. Diese verbesserte Rekrutierung wird es Dir ermöglichen, Deine schnell kontrahierenden Muskelfasern schneller zu rekrutieren, was in einem stärkeren Muskelwachstum resultieren wird. Aber wenn es um Abwechslung geht, dann spreche ich nicht nur von Powertraining – selbst etwas völlig anderes wie Joga kann Vorzüge für Deine Körperentwicklung mit sich bringen. Ich möchte hiermit natürlich nicht sagen, dass Du Dein Training mit Gewichten vier bis fünfmal wöchentlich durch Joga ersetzen solltest, aber recht regelmäßig etwas Joga auszuführen wird Wunder bewirken, wenn es um eine Verbesserung Deiner Beweglichkeit und Deines Bewegungsraumes geht. Dein Körper ist ein komplexer und dynamischer Organismus – setze ihn nicht auf Kosten andere Stimuli immer und immer demselben Stimulus aus. Verwende stattdessen Dinge wie Powerlifting. Yoga, Sprints, usw. um Deine Bodybuilding Anstrengungen zu unterstützen.

8. Entwickle kein Trainings ADHS

Der Hauptgrund dafür, dass Menschen mit einem Trainingsprogramm keine Resultate erzielen besteht ganz einfach darin, dass sie diesem nicht die Zeit geben, zu wirken. Mit anderen Worten ausgedrückt leiden sie unter Training ADHS und können sich nicht lange genug auf ein Programm konzentrieren, bis dieses Resultate produzieren kann. Es ist natürlich, dass Du nach ein paar Wochen mit einem neuen Trainingsprogramm etwas anderes ausprobieren möchtest. Dies könnte daran liegen, dass Du das neue Programm langweilig findest, dass es Dir keinen tollen Pump verleiht, dass es zu hart ist, dass es zu leicht ist, oder dass Du etwas über ein anderes tolles Trainingsprogramm gelesen hast. Widerstehe dieser Versuchung. Auch wenn es normal sein kann, dass Dir ein Programm langweilig wird, ist es nicht normal, diesen Gefühlen der Langweile alle ein bis zwei Wochen nachzugeben – und ideal ist so etwas auch nicht. Genauso wie es länger dauern würde gleichzeitig Spanisch, Französisch oder Englisch zu lernen, wird es länger dauern, bis Du Resultate durch ein Trainingsprogramm erzielst, wenn Du ständig zwischen diesem Programm und zwei anderen hin und her wechselst. Ich habe unter Punkt 7 gesagt, dass Du eine Auswahl unterschiedlicher Techniken verwenden solltest, aber das bedeutet nicht, dass Du diese Woche ein Programm, nächste Woche ein anderes Programm und übernächste Woche ein drittes Programm verwenden solltest. Der Schlüssel zum Erfolg ist folgender: Verwende eine Vielzahl von Programmen und Techniken, aber sobald Du Dich für ein Programm entschieden hast, solltest Du für mindestens vier Wochen bei diesem Programm bleiben, wobei acht Wochen die Norm sein sollten. Dies wird diesem Programm Zeit geben, „seine Arbeit zu verrichten“ und die Veränderungen Deines Körpers hervorzurufen, die es bewirken kann.

Es ist besser, bei einem brauchbaren Trainingsprogramm zu bleiben und alles aus diesem Programm heraus zu holen, als unter Trainings ADHS zu leiden und zwischen hervorragenden Programmen hin und her zu springen.

9 Habe Spaß beim Training

Auf den ersten Blick mag dieser Tipp dämlich klingen, aber es ist in Wirklichkeit der wichtigste Tipp dieses Artikels!

Wenn Dir Dein Training nicht zumindest auf gewisse Art und Weise Spaß macht, dann wirst Du entweder Ausreden finden, nicht zu trainieren oder nur halbherzig trainieren. Und hierdurch wirst Du nichts erreichen. Spaß beim Training zu haben könnte mit vielen der obigen Tipps kollidieren, doch es liegt an Dir zu entscheiden, welche Regel die andere trumpft. Sagen wir z.B., dass Du für 6 Wochen ein Powerlifting Programm absolvierst, um Deine Maximalkraft zu steigern. Aber nach drei Wochen hasst Du dieses Training, da Du ein Training mit niedrigen Wiederholungszahlen langweilig findest und Du diesen förmlich die Haut sprengenden Killerpump vermisst, den Dir hohe Wiederholungszahlen und mehr Volumen bescheren. Wenn Du Dein Training so sehr hasst, dass Du Trainingseinheiten ausfallen lassen willst, dann ist es wahrscheinlich an der Zeit, etwas zu verändern – egal wie lange Du eigentlich bei diesem Programm bleiben solltest. Sei einfach ehrlich zu Dir selbst, Deinen Gefühlen dem Training gegenüber und Deinen Zielen.

Es ist völlig in Ordnung bestimmte Typen des Trainings zu mögen und andere zu hassen. Du solltest jedoch reif genug sein, Verantwortung für Deine Entscheidungen zu übernehmen. Wenn Du sagst, dass Du mehr als alles andere muskulöser werden willst, es aber hasst, die Art des Trainings zu absolvieren, die notwendig ist, um dies zu erreichen, dann hast Du ein Problem. Die Realität ist, dass Du wahrscheinlich kein Profibodybuilder werden wirst. Und wenn Bodybuilding nicht Deinen Lebensunterhalt bestreiten wird, dann führst Du es zum Spaß aus. Stelle also sicher, dass es auch Spaß macht. Und erinnere Dich immer an Folgendes...

Das BESTE Trainingsprogramm ist das, dass Du auch wirklich ausführen wirst!

Von Clay Hyght, DC | 10/09/10
Quelle: https://www.t-nation.com/training/9-things-i-wish-i-knew-when-i-started-bodybuilding

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Monster Aufbau (Aufbauprogramm)
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Monster Aufbau

Teil 3

3 Monate auf dem Weg zu persönlichen Bestleistungen und neuer Muskelmasse

Spiegelzeit!

Während der letzten 2 Monate unseres Monster Trainingsprogramms haben wir uns hauptsächlich auf eine Stärkung des Nervensystems und der Muskeln auf Kosten eines ausgewogenen Muskelwachstums für ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild konzentriert. Das ist okay. Seien wir ehrlich, schweres grundlegendes Training wird eine Tonne Gesamtmasse aufbauen, aber es kann zu einer unausgewogenen Entwicklung führen.

Warum? Dadurch, dass wir hauptsächlich Mehrgelenksübungen verwenden, neigen wir dazu, uns mehr auf unsere Stärken, als auf unsere Schwächen zu konzentrieren. Und dies liegt daran, dass unser Körper für Überleben gemacht wurde – und nicht um am Strand gut auszusehen.

Wenn Du einen Satz Bankdrücken ausführst, dann weiß Dein Körper nicht, dass Du große Brustmuskeln aufbauen willst – er weiß nur, dass sich ein verdammt schweres Stück Eisen in einer gefährlichen Position über Deiner Brust befindet und dass es, wenn Du es nicht nach oben drückst, Deinen Brustkorb zerschmettern wird.

Aufgrund seines Überlebensinstinkts verlässt sich Dein Körper auf die Muskeln, die am besten dazu geeignet sind, diese Aufgabe zu erfüllen. Wenn Deine Trizeps und Deine Schultermuskeln stärker als Deine Brustmuskeln sind, dann werden diese mehr der Arbeit verrichten und mehr als Deine Brust zum Wachsen angeregt werden.

Phase 3 des Monster Aufbauprogramms wird auf mehr als einem Weg die Spiegelphase sein. Als erstes wird diese Phase das Spiegelbild von dem, was wir bisher getan haben: das Training, das wir verwenden werden, wird das genaue Gegenteil der anderen Phasen sein (niedrigere Frequenz, mehr Volumen pro Muskelgruppe, höhere Wiederholungszahlen, mehr intensive Trainingstechniken, weniger Pausen). Diese Phase wird auch die Spiegelphase sein, weil dies die Phase ist, während der wir trainieren, um gut auszusehen.

 

Der Trainingssplit

Wie ich in den vorhergehenden Teilen dieses Programms erwähnt habe, wirst Du, wenn Du hauptsächlich für ein Muskelwachstum trainierst, jede Muskelgruppe weniger oft, aber mit einem höheren Trainingsvolumen trainieren. Wenn Du hingegen für neuronale Verbesserungen trainierst, dann ist es am besten die Frequenz, mit der Du jede Muskelgruppe trainierst, zu erhöhen, während Du gleichzeitig das tägliche Volumen reduzierst.

Da sich diese Phase nur auf eine Maximierung des Muskelwachstums konzentriert, wird jede Muskelgruppe einmal pro Woche, aber mit mehr Volumen (etwa 12 bis 16 Sätze pro Muskelgruppe) trainiert.

Um das Meiste aus diesem Programm zu machen, werden wir einen antagonistischen Split mit alternierenden Sätzen verwenden. Dies umfasst das Training entgegengesetzter Muskelgruppen während derselben Trainingseinheit, wobei alternierend je ein Satz für jeden dieser Antagonisten ausgeführt wird. Wenn Du an Tag 1 z.B. Brust und Rücken trainierst, dann könnte die erste Übungspaarung aus Kurzhantel Schrägbankdrücken (A1) und Klimmzügen mit Zusatzgewicht (A2) bestehen. In diesem Fall würdest Du einen Satz von Übung A1 (Drücken) alternierend mit einem Satz von Übung A2 (Klimmzüge) ausführen, was folgendermaßen aussehen könnte:

Erster Satz von A1
60 Sekunden Pause
Erster Satz von A2
60 Sekunden Pause 
Zweiter Satz von A1
60 Sekunden Pause
Zweiter Satz von A2
60 Sekunden Pause 
Dritter Satz von A1
60 Sekunden Pause
Dritter Satz von A2
...usw.

 

Der Trainingssplit wird dann folgendermaßen aussehen:

Tag 1: Torso (Brust und Rücken)
Tag 2: Unterkörper
Tag 3: Trainingsfrei
Tag 4: Arme (Bizeps und Trizeps)
Tag 5: Trainingsfrei
Tag 6: Schultern (vordere/seitliche Schultern und hintere Schultern/Trapezius)
Tag 7: Trainingsfrei

 

Die Vorteile dieses Typs von Trainingssplits sind die Folgenden:

  • Es stellt eine ausgewogene Entwicklung der gegenüberliegenden Muskelgruppen sicher. Dies reduziert das Verletzungsrisiko, während es gleichzeitig Dein Aussehen zum Positiven verändert.
  • Es erlaubt eine stärkere neuronale Aktivierung der trainierten Muskelgruppen. Einen Muskel zu kontrahieren, nachdem sein Antagonist kontrahiert wurde, erhöht den neuronalen Antrieb und maximiert somit die Muskelfaserrekrutierung. Dies führt zu einem größeren Kraftproduktionspotential und einer stärkeren Anregung des Muskelwachstums.
  • Es minimiert die reziproke Hemmung. Wenn Du eine Muskelgruppe erschöpfst, dann wird sie nicht so viel Widerstand darstellen, wenn Du ihren Antagonisten trainierst. Wenn Du z.B. einen Curl ausführst, dann kämpfst Du nicht nur gegen den Widerstand des Gewichts, sondern auch gegen die partielle Aktivierung des Trizeps. Wenn Du den Trizeps erschöpfst, dann wird er stärker ermüdet sein und somit nicht so viel Widerstand für den Bizeps darstellen.
  • Es erhöht die Trainingsdichte (mehr Volumen innerhalb von weniger Zeit) ohne die Regenerationszeit der trainierten Muskelgruppen zu beeinflussen. Dies fördert das Einsetzen eines anabolen Zustands, der einem Muskelwachstum zuträglich ist.

 

Die verwendeten Methoden

Jede Trainingseinheit umfasst 3 Übungen für jede der Zielmuskelgruppen. Die erste Übung ist die Grundübung, die wir mit relativ schwerem Gewicht ausführen. Letztendlich stimulieren kraftvolle Kontraktionen das Muskelwachstum und wir wollen ja auch stark sein und nicht nur stark aussehen. Ganz zu schweigen davon, dass schweres Training den myogenen Tonus erhöht, was Deine Muskeln selbst im Ruhezustand dichter und härter aussehen lassen wird.

Die erste Übungspaarung ist recht schwer. Wir verwenden ein wellenförmiges 7/5/3 Lastschema für 6 Sätze (ein Satz a 7 Wiederholungen, ein Satz a 5 Wiederholungen, ein Satz a 3 Wiederholungen, ein Satz a 7 Wiederholungen, ein Satz a 5 Wiederholungen, ein Satz a 3 Wiederholungen).

Unsere zweite Übungspaarung umfasst die primären Unterstützungsübungen, wobei es sich immer noch um Grundübungen und nicht um Isolationsübungen handelt. Hierfür werden wir eine reverse Pyramide aus 5 Sätzen verwenden. Zwei Sätze a 10 Wiederholungen, zwei Sätze a 8 Wiederholungen und einen Satz a 6 Wiederholungen).

Die letzte Übungspaarung ist der Feinschliff – das Isolationstraining, das darauf abzielt sicherzustellen, dass die Zielmuskeln richtig stimuliert werden. Für diese Paarung werden wir eine spezielle Trainingstechnik verwenden. Abhängig von der Übung könnten dies reguläre Sätze bis zum Muskelversagen plus zusätzliche Teilwiederholungen, doppelte Kontraktionswiederholungen oder isodynamische Kontrast Wiederholungen sein. Von dieser Übungspaarung werden drei Sätze ausgeführt.

 

Das Programm

Dies ist eine Programmempfehlung. Du kannst Ersetzungen vornehmen, so lange sie sich in Einklang mit der Philosophie des Programms befinden (mit anderen Worten ausgedrückt, solltest Du Bankdrücken nicht durch Kabelzüge über Kreuz ersetzen).

 

Tag 1: Torso

 

Übung

Sätze

Pause

A1

Kurzhantel Schrägbankdrücken

6

7/5/3/7/5/3

75 Sek.

A2

Klimmzüge mit Zusatzgewicht und Parallelgriff

6

7/5/3/7/5/3

75 Sek.

B1

Bankdrücken mit weitem Griff

2/2/1

10/8/6

75 Sek.

B2

Einarmiges Kurzhantelrudern

2/2/1

10/8/6

75 Sek.

C1

Butterflys: reguläre Wdh. + Teilwiederholungen

3

10-12

1 Min.

3 x 10-12 vollständige Wiederholungen, dann Teilwiederholungen über die letzte Hälfte der Bewegung bis zum Muskelversagen, dann Teilwiederholungen über die erste Hälfte der Bewegung bis zum Muskelversagen

C2

Pulldowns mit gestreckten Armen (https://www.youtube.com/watch?v=z6TfGZF3F38), doppelte Kontraktion

3

10-12

1 Min.

Ziehe den Griff bis zur unteren Position, bewege ihn danach wieder halb nach oben und ziehe ihn anschließend wieder in die unterste Position. Dies ist eine Wiederholung.

 

Tag 2: Unterkörper

 

Übung

Sätze

Pause

A1

Frontkniebeugen

6

7/5/3/7/5/3

2 Min.

A2

Rumänisches Kreuzheben

6

7/5/3/7/5/3

2 Min.

B1

Kreuzheben mit weitem Griff und engem Fußabstand auf einer Erhöhung stehend

2/2/1

10/8/6

90 Sek.

B2

Gehende Ausfallschritte mit großen Schritten

2/2/1

10/8/6

90 Sek.

C1

Beinpressen, volle Wiederholungen plus Teilwiederholungen

3

10-12

90 Sek.

3 x 10-12 vollständige Wiederholungen, dann Teilwiederholungen über die letzte Hälfte der Bewegung bis zum Muskelversagen.

C2

Beincurls liegend, doppelte Kontraktionen

3

8-10

90 Sek.

Bewege das Gewicht bis ganz nach oben, senke es bis zur Hälfte ab und bewege es dann wieder ganz nach oben. Das ist eine Wiederholung.

 

Tag 3: Trainingsfrei

Tag 4: Arme

 

Übung

Sätze

Pause

A1

Scottcurls mit engem Griff

6

7/5/3/7/5/3

75 Sek.

A2

Bankdrücken mit engem Griff

6

7/5/3/7/5/3

75 Sek.

B1

Schrägbank Hammercurls

2/2/1

10/8/6

75 Sek.

B2

Trizepsdrücken auf der reversen Schrägbank mit einer SZ Stange

2/2/1

10/8/6

75 Sek.

C1

Scottcurls mit weitem Griff und eingestellten Ellenbogen: reguläre Wiederholungen plus Teilwiederholungen

3

10-12

1 Min.

3 x 10-12 vollständige Wiederholungen, dann Teilwiederholungen über die letzte Hälfte der Bewegung bis zum Muskelversagen, dann Teilwiederholungen über die erste Hälfte der Bewegung bis zum Muskelversagen

C2

Trizepsdrücken am Kabel mit einem Seilgriff: doppelte Kontraktionen

3

10-12

1 Min.

Drücke das Seil nach unten in die tiefste Position, bewege es halb nach oben und drücke es wieder ganz nach unten. Das ist eine Wiederholung.

 

Tag 5: Trainingsfrei

Tag 6: Schultern

 

Übung

Sätze

Pause

A1

Push Press (Schulterdrücken mit Schwung aus den Beinen)

6

7/5/3/7/5/3

75 Sek.

A2

Langhantel Power Schulterheben (Shrugs)

6

7/5/3/7/5/3

75 Sek.

B1

Kurzhantel Schulterdrücken sitzend mit einem Hammergriff

2/2/1

10/8/6

75 Sek.

B2

Rudern aufrecht

2/2/1

10/8/6

75 Sek.

C1

Seitheben am Kabel: Reguläre Wiederholungen plus Teilwiederholungen

3

10-12

1 Min.

3 x 10-12 vollständige Wiederholungen, dann Teilwiederholungen über die letzte Hälfte der Bewegung bis zum Muskelversagen, dann Teilwiederholungen über die erste Hälfte der Bewegung bis zum Muskelversagen

C2

Hintere Schultermuskeln an der Maschine: doppelte Kontraktionen

3

10-12

1 Min.

Bewege das Gewicht bis zur maximalen Kontraktion nach oben, senke es bis zur Hälfte ab und bewege es dann wieder ganz nach oben. Das ist eine Wiederholung.

 

Cardio und Bauchmuskeltraining

Ich kann es jetzt schon hören:

"Kann ich bei diesem Programm Cardiotraining ausführen?"
"Ist HIIT okay?"
"Kann ich weiterhin meine Bauchmuskeln trainieren?"

Die Antworten sind: ja, ja und ja, so lange dies nicht auf Kosten Deiner Ziele dieses Programms geschieht.

Wenn es um Cardio geht, solltest Du verstehen, dass es Dir um so schwerer fallen wird viele Muskeln aufzubauen, je mehr Cardiotraining Du ausführst. Dieses 12 Wochen Programm ist kein Fettabbauprogramm – es ist ein Muskelaufbauprogramm. Wenn Dein Hauptziel darin besteht, Fett zu verlieren und definiert zu werden, dann ist dies kein Programm für Dich. Um zu wachsen brauchst Du eine Menge an Nährstoffen, die über die Grundbedürfnisse Deines Körpers hinausgehen. Um optimal Fett zu verlieren, musst Du ein Defizit generieren.

Diese beiden Ziele schließen sich deshalb gegenseitig aus. Du kannst gleichzeitig Fett verlieren und Muskeln aufbauen, was insbesondere dann gilt, wenn Du von einer bescheidenen Ernährung zu einer guten Ernährung übergehst. In diesem Fall wird der einfache Übergang von Junkfood mit wenig Protein zu einer Ernährung mit viel Protein und qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln es Dir erlauben, gleichzeitig Muskeln aufzubauen und Fett zu verlieren – zumindest eine Zeit lang. Das richtige Supplementprogramm kann Deine Chancen erhöhen, Muskeln aufzubauen, während Du Fett verlierst.

Wenn Du jedoch eine große Menge an Muskeln aufbauen willst, dann kannst Du keine signifikante Menge an Fett verlieren. Alles was Du tust um Fett zu verlieren (Kaloriendefizit, tonnenweise Cardio, usw.) wird Deine Chancen für den Aufbau neuer Muskeln drastisch reduzieren. Da der einzige Zweck dieses Systems darin besteht, so viele Muskeln wie möglich aufzubauen, dann ist exzessives Cardio etwas Dummes. Wenn Du öfter als zweimal wöchentlich Cardiotraining ausführst, dann wird dies die Vorzüge dieses Programms dramatisch negativ beeinflussen.

Was ein Bauchtraining angeht, kannst Du während jeder Trainingseinheit etwas Training für die Bauchmuskeln ausführen. Entweder am Ende der Trainingseinheit (in diesem Fall würde ich ein Bauchmuskel Zirkeltraining verwenden) oder zwischen den Sätzen des geplanten Trainings verteilt.

 

Supplements zur Unterstützung dieser Phase

Wie ich bereits in den ersten beiden Teilen dieser Artikelserie erwähnt habe, können Supplements, auch wenn sie nicht zwingend notwendig sind, die Effizienz jeder Trainingsphase drastisch steigern.

In Phase 3, der letzten Phase unseres 12 Wochen Programms, besteht das Ziel in einer maximalen Hypertrophie. Während dieser Phase solltest Du weiterhin die grundlegenden Supplements (Fischöl, ein qualitativ hochwertiges Proteinpulver, schnell verdauliche Kohlenhdrate und BCAAs nach dem Training) verwenden, die ich eher als konzentrierte Nahrung denn als Supplements ansehen würde.

Während dieser Phase ist es von großem Vorteil die körpereigenen Testosteronspiegel für eine Maximierung des Muskelwachstums zu erhöhen. Hierfür bietet sich ein hochwertiger Testosteron Booster an.

Zusätzliches Magnesium hat sich während dieser Phase auch als extrem effektiv erwiesen. Eine Einnahme am Abend und nachts stellt hierbei die beste Strategie dar (90 bis 95% aller hart trainierenden Individuen leiden unter einem Magnesiummangel und dies kann Regeneration, Insulinsensitivität und Testosteronspiegel stark beeinträchtigen).

Ich sage es noch einmal: Du musst diese Supplements nicht unbedingt verwenden, um zu wachsen, aber wenn Du es ernst damit meinst, Dein Potential voll auszuschöpfen, dann solltest Du diese als effektive Waffen in Deinem Arsenal ansehen.

 

Fazit

Wie ich bereits in Teil 2 erwähnt habe, wurde das in diese Artikelserie beschriebene Programm als 12 Wochen Programm entwickelt und es wird Dir, wenn es so verwendet wird, die bestmöglichen Resultate bringen. Wenn Du willst, kannst Du diese dritte Phase jedoch auch für sich alleine verwenden. Dir sollte jedoch klar sein, dass es sich in diesem Fall bei den meisten Zuwächsen um Hypertrophie Zuwächse handeln wird. Wenn Du daran interessiert bist sowohl Deine Kraft, als auch Deine Muskelmasse zu maximieren, dann solltest Du das gesamte Programm ausführen und auch die für ein Wachstum notwendigen Nährstoffe verwenden.

Von Christian Thibaudeau 

Quelle: https://www.t-nation.com/training/beast-building-part-3

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Monster Aufbau (Trainingsprogramms)
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Monster Aufbau

Teil 2

3 Monate auf dem Weg zu persönlichen Bestleistungen und neuer Muskelmasse

Bei Phase 1 unseres Trainingsprogramms drehte sich alles um eine Optimierung der Funktion des Nervensystems: eine Steigerung Deiner Kapazität zur Rekrutierung der motorischen Einheiten mit hoher Reizschwelle und eine Hemmung der schützenden Mechanismen, die verhindern, dass Du ein echtes Monster werden kannst.

In der zweiten Phase werden wir die neuronalen Verbesserungen, die Du im Lauf der vorhergehenden vier Wochen erreicht hast, zu unserem Vorteil nutzen. Du wirst jetzt dazu in der Lage sein, die motorischen Einheiten mit hoher Reizschwelle, die das größte Potential für Zuwächse an Muskelmasse und Kraft aufweisen, leichter zu rekrutieren. Und stärker und muskulöser zu werden, war ja der Grund, aus dem wir mit diesem Programm begonnen haben, richtig?

In der ersten Phase haben wir den Fokus nahezu vollständig auf das ZNS gelegt, was eine sehr hohe Trainingsfrequenz bei einem niedrigen Trainingsvolumen für jede Muskelgruppe notwendig gemacht hat. In der zweiten Phase wird der Fokus gleichmäßig auf ZNS und Muskelsystem aufgeteilt (während der letzten Phase unseres Trainings wird das Muskelsystem im Zentrum stehen), was immer noch eine relativ hohe Trainingsfrequenz notwendig macht.

Diese Frequenz wird jedoch niedriger als während Phase 1 ausfallen, um es uns zu ermöglichen, die Menge an Arbeit, die pro Trainingseinheit für eine Muskelgruppe ausgeführt wird, zu steigern. In Phase 1 wurde jeder Muskel direkt oder indirekt an vier Tagen pro Woche unter Verwendung eines Ganzkörperansatzes trainiert. Während Phase 2 werden wir weiterhin an vier Tagen pro Woche trainieren, wobei jedoch jede Muskelgruppe nur zweimal wöchentlich trainiert wird, da wir einen Oberkörper/Unterkörper Split verwenden.

Ein grundlegendes Prinzip im Hinblick auf die Frequenz des Trainings (wobei wir uns auf die Frequenz pro Muskelgruppe und nicht die Gesamtzahl der wöchentlichen Trainingseinheiten beziehen) ist das Folgende:

Je mehr Betonung auf die Entwicklung des neuronalen Systems gelegt wird, desto höher muss die Frequenz ausfallen und umso niedriger muss das Volumen der täglichen Arbeit für den Muskel/das Bewegungsschema ausfallen. Je mehr Betonung auf eine Anregung des Muskelwachstums gelegt wird, desto höher muss das tägliche Volumen für den Muskel ausfallen und desto niedriger sollte die Frequenz sein.

Mit anderen Worten ausgedrückt solltest Du, wenn Du den neuronalen Aspekt verbessern willst, einen Muskel oft trainieren, aber nicht zu sehr erschöpfen. Wenn Du die Größe des Muskels erhöhen willst, dann musst Du den Muskel bei jeder Trainingseinheit stärker belasten, ihm aber gleichzeitig auch mehr Zeit für die Erholung zur Verfügung stellen.

Die folgende Grafik illustriert dieses Konzept:

Die zweite Phase des Trainings wird “gemischt” sein, was bedeutet, dass die Trainingsfrequenz reduziert wird, während gleichzeitig die Arbeitslast/der strukturelle Trainingsstress erhöht wird.

Freut euch, ihr Freunde der dicken Oberarme, wir werden einige eurer geliebten Isolationsübungen in diese Trainingsphase aufnehmen. Aber freut euch nicht zu sehr, da diese nur einen relativ kleinen Teil des Gesamttrainings ausmachen werden. Unser Ziel besteht weiterhin darin, ein Fundament aus Gesamtkörperkraft und Masse aufzubauen und das bedeutet mehr schwere Mehrgelenksübungen.

 

Der wöchentliche Trainingsplan

Wie ich bereits gesagt habe, werden wir bei dieser Phase einen Oberkörper/Unterkörper Split verwenden, bei dem jede Muskelgruppe zweimal wöchentlich trainiert wird. Eine dieser Trainingseinheiten wird mehr neuromuskulärer Natur sein, während die zweite Trainingseinheit etwas mehr Betonung auf die Muskelentwicklung legen wird, während sie weiterhin in signifikantem Umfang auf Kraftzuwächse abzielt.

Der Trainingsplan wird folgendermaßen aussehen:

  • Montag: Unterkörper/neuromuskulare Betonung 
  • Dienstag: Oberkörper/neuromuskulare Betonung  
  • Mittwoch: Trainingsfrei 
  • Donnerstag: Unterkörper/ Muskelwachstum und Kraft  
  • Freitag: Trainingsfrei 
  • Samstag: Oberkörper/Muskelwachstum und Kraft  
  • Sonntag: Trainingsfrei 

 

Unterkörper: Trainingseinheit mit neuromuskularer Betonung

Auch wenn neuromuskulare Verbesserungen mit dem richtigen Trainingsprogramm schnell von statten gehen und es wahrscheinlich ist, dass die erste Phase dieses Programms bereits zu ernsthaften Zuwächsen an neuronaler Effizienz geführt hat, wollen wir weiterhin die Entwicklung des Nervensystems maximieren. Erinnere Dich daran, dass unser Ziel darin besteht, die Kapazität des Nervensystems zur Rekrutierung der motorischen Einheiten mit hoher Reizschwelle zu verbessern, da dies die wichtigsten Muskelfasern sind, wenn es um Zuwächse an Masse und Kraft geht.

Wenn wir weiterhin neuronale Verbesserungen anregen wollen, dann müssen wir jetzt natürlich einen Gang hoch schalten. Willkommen beim Beast Komplex, der eine Modifikation der bulgarischen Komplex Methode darstellt.

Beim bulgarischen Komplex verwendest Du 4 bis 5 Übungen, die auf ähnliche Muskelgruppen oder Bewegungsschema abzielen. Jede dieser Übungen betont eine andere körperliche Kapazität des Kraftspektrums (Maximalkraft, Kraftgeschwindigkeit, Schnellkraft, ballistische Kraft, reaktive Kraft, usw.). Bei diesem Komplex beginnst Du mit der schwersten Übung (Maximalkraft) und arbeitest Dich nach unten.

Die Übungen werden als Zirkel durchgeführt. Du beginnst mit einem Satz der ersten Übung, pausierst für die angegebene Zeitspanne, führst einen Satz der zweiten Übung aus, pausierst für dieselbe Zeitspanne, führst einen Satz der dritten Übung aus, usw. bis Du einen Satz von jeder Übung ausgeführt hast. Danach beginnt der Komplex von vorne.

Hier ist ein Beispiel:

Unterkörper: Bulgarischer Komplex

Übung 1: Kniebeugen
3-5 Wiederholungen mit 85-95% Deines 1RM Gewichts
Pause 2-3 Minuten

Übung 2: Power Reißen oder Power Umsetzen  
2-3 Wiederholungen mit 85-95% Deines 1RM Gewichts
Pause 2-3 Minuten

Übung 3: Sprungkniebeugen 
10 Wiederholungen mit 15-20% Deines 1RM bei Kniebeugen
Pause 2-3 Minuten

Übung 4: Tiefensprünge 
10 Wiederholungen von 0,5 m
Pause 2-3 Minuten

Übung 5: Vertikale Sprünge
So viele Sprünge wie möglich innerhalb von 15 Sekunden
Pause 2-3 Minuten

Aufgrund der hohen Anzahl von Übungen, solltest Du diesen Komplex nur 2 bis 3 Mal pro Trainingseinheit ausführen.

 

Modifizierter bulgarischer Komplex, alias. Beast Complex

Auch wenn der Komplex, den wir verwenden werden, von der Original bulgarischen Komplexmethode inspiriert wurde, werden wir nur drei Übungen pro Komplex verwenden. Eine dieser Übungen wird eine funktionale isometrische Übung sein, die zweite wird eine Maximalkraftübung sein und die letzte wird eine explosive Übung sein.

Wir werden während dieser Trainingseinheit zwei unterschiedliche Komplexe ausführen: einer wird Quadrizeps dominant sein und der zweite wird hüftdominant/hintere Muskelkette dominant sein.

 

Übung 1: Funktionale Isometrische Übung

Das frühere Mitglied des olympischen Gewichtsheberteams Bill March experimentierte mit einem Typ des Trainings, der als „funktionales isometrisches Training“ bezeichnet wird und dieses verbesserte seine Leistungen beim Gewichtheben mit einer erstaunlichen Rate. Natürlich legen die Daten auch nahe, dass March eines von Dr. John Zieglers ersten Versuchskaninchen für die Verwendung von Dianabol war. Aufgrund dieser Tatsache wurde funktionales isometrisches Training nicht weiter beachtet, da man davon ausging, dass Marchs Zuwächse auf dem Steroid und nicht seiner Trainingsmethode basierten. Das war meiner Meinung nach ein großer Fehler!

Zuerst einmal nahm March lediglich 5 bis 10 mg Dianabol pro Tag ein. Das ist eine extrem niedrige Dosis – insbesondere wenn man bedenkt, dass eine Verwendung der zehn bis zwanzigfachen Menge in Verbindung mit anderen Wirkstoffen von den meisten Bodybuildern von heute als „normaler“ Steroidzyklus angesehen wird! Auch wenn die 5 bis 10 mg Dianabol pro Tag wahrscheinlich einen Unterschied gemacht haben, können sie deshalb die absolut phänomenalen Zuwächse von March nicht alleine erklären.

Was ist funktionales isometrisches Training? Erinnere Dich daran, dass sich isometrisches Training auf das Freisetzen von Kraft ohne Bewegung bezieht. Die klassische Form des isometrischen Trainings ist das Ziehen oder Drücken an einem unbeweglichen Gewicht. Wir haben diese Art von isometrischen Übungen während Phase 1 verwendet.

Weil Du während einer isometrischen Aktion mehr motorische Einheiten als während einer konzentrischen Aktion rekrutierst, ist es denkbar, dass isometrische Übungen zu einer größeren Kraftstimulation führen können. Es gibt jedoch einige Probleme mit überwindendem isometrischem Training:

  1. Es ist nicht möglich, die Fortschritte zu quantifizieren. Da Du kein Gewicht bewegst, weißt Du nicht, ob Du Dich verbesserst oder überhaupt eine maximale Anstrengung erbringst. Dies kann sicherlich Progression und Motivation reduzieren.
  2. Isometrisches Training ist positionsspezifisch, was bedeutet, dass Du nur in den Bereichen des Bewegungsraumes an Kraft zunimmst, die trainiert werden (mit nur 15 bis 20 Grad Übertrag der Kraftzuwächse).

Funktionales isometrisches Training ist etwas anders. Du übst immer noch Kraft ohne Bewegung aus, aber Du bewegst ein Gewicht. Das Ganze funktioniert folgendermaßen:

Beginne mit der Stange auf einer spezifischen Höhe und bewege es 5 bis 7 Zentimeter gegen einen zweiten Satz von Sicherheitspins im Rack. Halte diese Position dann für sechs bis neun Sekunden. Erhöhe das Gewicht so lange weiter, bis Du es nicht mehr nach oben bewegen kannst. Halte die Stange fest gegen den zweiten Satz von Sicherheitspins für mindestens sechs Sekunden, während Du eine gute Trainingshaltung aufrecht erhältst.

Funktionales isometrisches Setup beim Bankdrücken

Auf diesem Weg bewegst Du ein Gewicht und kannst Deine Fortschritte quantifizieren. Darüber hinaus kommt es aufgrund der kurzen Phase der dynamischen Bewegung zu einem größeren Übertrag der gesteigerten Kraft auf die tatsächliche dynamische Aktion.

Du kannst funktionales isometrisches Training entweder an einem Schwachpunkt im Bewegungsraum verwenden (der zweite Satz von Sicherheitspins wird an Deinem Schwachpunkt im Bewegungsraum platziert, so dass die Bewegung 5 bis 7 Zentimeter vor Deinem Schwachpunkt im Bewegungsablauf beginnt) oder an einem sehr starken Punkt im Bewegungsraum (nahe der Position mit gestreckten Armen beim Bankdrücken oder oberhalb des Punktes in der Mitte der Bewegung).

Im ersten Fall (Schwachpunkt der Bewegung) besteht der Vorzug offensichtlich darin, dass ein schwaches Glied in der Kette gestärkt wird. Im Zweiten Fall (nahe dem höchsten Punkt der Bewegung) besteht das Ziel darin, das Nervensystem so gut wie möglich vorzubereiten: nahe am höchsten Punkt der Bewegung, wo die Kraftproduktion am größten ist, was eine stärkere potenzierende Wirkung als alle anderen Positionen haben wird.

Wenn Du nicht gerade versuchst einen spezifischen Schwachpunkt zu verbessern (wenn Du z.B. ein Powerlifter bist), dann empfehle ich für den Beast Komplex die Verwendung der Position nahe des höchsten Punkts der Bewegung.

Für den ersten Komplex dieser Trainingseinheit (quadrizepsdominant) empfehle ich funktionale isometrische Frontkniebeugen, wenn Du über die notwendige Beweglichkeit im Bereich von Schultern, Rücken und Handgelenken verfügst. Ansonsten kannst Du auch klassische Kniebeugen verwenden.

Funktionales Isometrische Kniebeugen

Erinnere Dich daran, dass die Stange auf einem ersten Satz von Sicherheitspins liegt und Du sie gegen einen zweiten Satz Sicherheitspins drückst, der sich 5 bis 7 Zentimeter über dem ersten befindet. Du arbeitest Dich zum maximalen Gewicht hoch, das Du für mindestens 6 Sekunden gegen die oberen Sicherheitspins drücken kannst.

Für den zweiten Komplex dieser Trainingseinheit empfehle ich funktionales isometrisches Kreuzheben. Aber weil wir mehr Betonung auf die gesamte hintere Muskelkette legen wollen, werden wir für das Kreuzheben die Position unterhalb der Knie verwenden. Die oberste Position des Kreuzhebens zielt nur auf den unteren Rücken, den oberen Rücken und den Trapezius ab.

Funktionales isometrisches Kreuzheben

Übung 2: Maximalkraft

Dies ist recht gerade heraus: gutes altes schweres Training! Wir werden einfach eine Übung verwenden, die auf dieselben Bewegungsschemata oder Muskeln abzielt, die durch das funktionale isometrische Training stimuliert wurden und führen Sätze a 2 bis 3 Wiederholungen aus. Fordere Dich selbst heraus. Verwende ein schweres Gewicht und versuche stärker und stärker zu werden. Bleibe hierbei jedoch innerhalb der Grenzen einer perfekten Form der Übungsausführung.

Erinnere Dich daran, dass das Ziel des gesamten Programms darin besteht, Masse und Kraft aufzubauen und nicht Dich auf einen Krafttest oder einen Wettkampf vorzubereiten. Sätze a 2 bis 3 Wiederholungen mit 87 bis 90% Deines Maximalgewichts sind mehr als genug, dieses Ziel zu erreichen, selbst wenn Du noch ein oder zwei Wiederholungen im Tank hast.

Offensichtlich solltest Du eine Übung verwenden, die der ersten Übung im Komplex ähnlich ist. Dies bedeutet entweder klassische Kniebeugen oder Frontkniebeugen beim quadrizepsdominanten Komplex und Kreuzheben, Sumo Kreuzheben oder rumänisches Kreuzheben für den hüftdominanten/hintere Muskelkette dominanten Komplex.

 

Übung 3: Explosive Kraft

Für diese dritte Übung dieses Komplexes hast Du die Wahl zwischen mehreren Alternativen. Verwende eine dieser Übungen frei nach Deiner Wahl:

Traditionelle Übungen mit einer maximalen Beschleunigung: z.B. Speed Kniebeugen (a la Westside Barbell) mit 45 bis 55% Deines Maximalgewichts bei Kniebeugen. Du kontrollierst die absenkende Bewegung und beschleunigst während der exzentrischen Phase so stark wie möglich. Sätze a 3 bis 5 Wiederholungen sind empfehlenswert.

Olympische Gewichtheberübungen: Diese werden nur für den Hüft-/hintere Muskelkette Komplex ausgeführt. Hierzu zählen unterschiedliche Variationen von Power Umsetzen und Power Reißen mit 70 bis 80% Deines Maximalgewichts und 3 bis 5 Wiederholungen.

Ballistische Übungen: dies bezieht sich auf Springen mit Zusatzgewicht. Ein Beispiel wären Sprungkniebeugen, die Du mit 20 bis 30% Deines Maximalgewichts ausführst. Sprungkniebeugen sind eine hervorragende Übung für den quadrizepsdominanten Komplex.

Sprungkniebeugen

Für den hüftdominanten/hintere Muskelkette dominanten Komplex kannst Du Sprungausfallschritte oder Sprungkreuzheben ausführen. Bei Sprungausfallschritten verwendest Du etwa 10 bis 20% Deines Körpergewichts und springst aus der Ausfallschrittposition nach oben (tausche die Beine nicht in der Luft, sondern auf dem Boden). Je weiter Dein Stand ist, desto mehr werden Gluteus und Beinbeuger belastet.

Sprungkreuzheben ist recht einfach: verwende 15 bis 20% Deines Maximalgewichts bei Kreuzheben. Senke die Stange so ab, als ob Du rumänisches Kreuzheben ausführen würdest und aus dieser Position führst Du einen vertikalen Sprung so hoch wie möglich aus. Erinnere Dich daran, Deine Hüften nach hinten zu drücken, um die Beinbeuger zu dehnen, wenn Du die Stange zu Deinen Knien absenkst.

Ballistische Übungen werden am besten mit Sätzen a 8 bis 10 Gesamtwiederholungen ausgeführt (dies bedeutet nur 4 bis 5 Wiederholungen pro Bein bei den Sprungausfallschritten).

 

Und so sieht das Gesamtprogramm aus:

Komplex A: Quadrizepsdominant

 

Übung

Sätze

Pause

A1

Funktional isometrische Frontkniebeugen oder klassische Kniebeugen *

4-5

6 Sek.

2 Min.

A2

Frontkniebeugen oder klassische Kniebeugen

4-5

2-3

2 Min.

A3

Sprungkniebeugen oder Speed Kniebeugen

4-5

8-10 / 3-5

2 Min.

* Isometrische Kniebeugen — Maximales Gewicht.

 

Komplex B: Hüftdominant / hintere Muskelkette Dominant

 

Übung

Sätze

Pause

B1

Funktionales isometrisches Kreuzheben

4-5

6 Sek.

2 Min.

B2

Kreuzheben oder Sumo-/rumänisches Kreuzheben

4-5

2-3

2 Min.

B3

Power Umsetzen aus hängender Position oder Speed Kreuzheben oder Sprungausfallschritt/-Kreuzheben

4-5

3-5

2 Min.

* Isometrisches Kreuzheben — Maximales Gewicht.

 

Oberkörper: Trainingseinheit mit neuromuskulärer Betonung

Okay, nachdem wir jetzt all das wissenschaftliche Zeugs aus dem Weg geschafft haben, können wir direkt zu den Details dieses Trainingstages kommen. Die Struktur der Trainingseinheit ist im Grunde genommen dieselbe, wie die der vorhergehenden Trainingseinheit. Wir werden auch hier zwei Komplexe haben: einen Zug Komplex und einen Druck Komplex. Der einzige Unterschied besteht in der isometrischen Methode, die für den Zugkomplex verwendet wird. Es ist nahezu unmöglich korrekte isometrische Übungen für ziehende Muskeln auszuführen. Deshalb werden wir stattdessen einen dynamischen/isometrischen Kontrast verwenden.

Hierfür führst Du eine Wiederholung mit nahezu maximalem Gewicht bei einer Ruderübung aus und spannst dann Deine Rückenmuskeln so hart wie menschenmöglich an.

Gute Übungen für isometrisches Halten umfassen: T-Bar Rudern mit unterstützter Brust, Kurzhantelrudern mit unterstützter Brust, Rudern sitzend und Klimmzüge mit Zusatzgewicht.

Für die isometrischen Oberkörperdruckübungen bleibst Du bei funktionalen isometrischen Übungen, wobei Du entweder Bankdrücken, Schrägbankdrücken oder Schulterdrücken verwendest. Erinnere Dich an das Konzept: zwei Sätze von Sicherheitspins mit einem Abstand von 5 bis 7 Zentimetern, die Stange beginnt ihre Bewegung am ersten Satz Sicherheitspins und Du drückst die Stange für 6 bis 9 Sekunden gegen den zweiten Satz Sicherheitspins. Du kannst das Gewicht so lange erhöhen, wie Du dazu in der Lage bist, die Stange mindestens 6 Sekunden lang gegen die Sicherheitspins zu drücken.

 

Die Trainingseinheit würde also folgendermaßen aussehen:

Komplex A, Option 1: Oberkörper horizontales Drücken dominant

 

Übung

Sätze

Pause

A1

Funktionales isometrisches Bankdrücken oder Schrägbankdrücken *

4-5

6 Sek.

2 Min.

A2

Bankdrücken oder Schrägbankdrücken

4-5

2-3

2 Min.

A3

Speed Bankdrücken oder ballistisches Bankdrücken

4-5

3-5

2 Min.

Ballistisches Bankdrücken wird an einer Multipresse ausgeführt. Du verwendest ein Gewicht, das 20 bis 30% Deines Maximalgewichts beim Bankdrücken entspricht und wirfst die Stange 8 bis 10 Mal nach oben.

* Maximales Gewicht

  

 

Komplex A, Option 2: Oberkörper vertikales Drücken dominant

 

Übung

Sätze

Pause

A1

Funktionales isometrisches Schulterdrücken stehend oder sitzend *

4-5

6 Sek.

2 Min.

A2

Schulterdrücken stehend oder sitzend

4-5

2-3

2 Min.

A3

Push Press (Schulterdrücken stehend mit Schwung aus den Beinen)

4-5

3-5

2 Min.

* Isometrisches Drücken — maximales Gewicht.

Anmerkung: Während einer Trainingseinheit wählst Du nur eine dieser beiden Optionen. Du führst also entweder vertikales oder horizontales Drücken, aber nicht beides aus.

 

Komplex B, Option 1: Oberkörper horizontales Ziehen dominant

 

Übung

Sätze

Pause

B1

Iso/dynamischer Kontrast Rudern mit unterstützter Brust oder Rudern sitzend

4-5

 

2 Min.

Verwende fast Dein Maximalgewicht und halte die kontrahierte Position so lange wie möglich.

B2

Kurzhantelrudern mit unterstützter Brust oder T-Bar Rudern, Rudern sitzend oder Rudern vorgebeugt

4-5

2-3

2 Min.

B3

Speed Kurzhantelrudern vorgebeugt

4-5

3-5

2 Min.

 

Komplex B, Option 2: Oberkörper vertikales Ziehen dominant

 

Übung

Sätze

Pause

B1

Iso/Dynamischer Kontrast Klimmzüge

4-5

 

2 Min.

Verwende fast Dein Maximalgewicht und halte die kontrahierte Position so lange wie möglich.

B2

Klimmzüge mit Zusatzgewicht oder Latziehen

4-5

2-3

2 Min.

B3

Speed Klimmzüge

4-5

3-5

2 Min.

Verwende eine Bank oder eine andere Erhöhung und “schummle”, indem Du gleichzeitig springst und Dich so schnell wie möglich nach oben ziehst.

Anmerkung: Während einer Trainingseinheit wählst Du nur eine dieser beiden Optionen. Entweder Du führst horizontales Ziehen oder vertikales Ziehen aus, aber nicht beides. Verwende die Option, die das direkte Gegenteil Deiner gewählten Druckoption darstellt.

 

Unterkörper: Muskelwachstum und Kraft

Zu guter Letzt etwas Normales! Bei dieser dritten (und vierten) Trainingseinheit der Woche werden wir zurück zum guten alten regulären Krafttraining gehen! Wir werden in der Hypertrophiezone und der funktionalen Hypertrophiezone trainieren.

Hier ist die entsprechende Trainingseinheit

 

Übung

Sätze

Pause

A1

Frontkniebeugen

4-5

4-6

90 Sek.

A2

Rumänisches Kreuzheben

4-5

4-6

90 Sek.

B1

Beinpressen

3-4

6-8

90 Sek.

B2

Pull-Through oder Reverse Hyper

3-4

6-8

90 Sek.

C1

Wadenheben stehend

3-4

6-8

90 Sek.

C2

Beincurls liegend

3-4

6-8

90 Sek.

 

Oberkörper: Muskelwachstum und Kraft

 

Übung

Sätze

Pause

A1

Kurzhantelrudern mit unterstützter Brust

4-5

4-6

90 Sek.

A2

Bankdrücken

4-5

4-6

90 Sek.

B1

Klimmzüge (wenn möglich mit Zusatzgewicht)

4-5

6-8

90 Sek.

B2

Kurzhantel Schrägbankdrücken (45° bis 60°)

4-5

6-8

90 Sek.

C1

Scottcurls

4-5

6-8

90 Sek.

C2

SZ Trizepsdrücken auf der reversen Schrägbank

4-5

6-8

90 Sek.

 

Supplementierung zur Steigerung der Effizienz des Programms

Diese Supplements, die während dieser zweiten Phase des Trainings sinnvoll sind, ähneln den Supplements von Phase 1, da ein Teil des Fokus dieser Phase weiterhin auf dem Nervensystem liegt.

Wenn Du nicht bereits Kreatin verwendest, dann ist diese Phase ein guter Zeitpunkt, mit einer Kreatinsupplementation zu beginnen, da Kreatin besonders hilfreich sein wird, wenn es darum geht diese letzten Wiederholungen während der dritten und vierten Trainingseinheit der Woche herauszuholen.

 

Eine kurze Fußnote

Ich weiß, dass einige Leute diesen Artikel lesen werden und das Programm für sich alleine, ohne die vorhergehende Phase 1, ausführen werden wollen. Kann man dies tun? Sicher. Auch wenn diese Artikelserie als 12 Wochen Programm gedacht ist, das darauf abzielt Masse und Kraft zu maximieren, kann jede Phase für sich alleine verwendet werden. Im Fall dieser zweiten Phase gilt, dass diese besser für diejenigen geeignet ist, die Kraft und Masse in gleichem Umfang aufbauen möchten.

Phase 1 ist, wenn sie für sich alleine ausgeführt wird, am besten für diejenigen geeignet, die sich hauptsächlich auf ihre Kraftentwicklung konzentrieren möchten. Phase 3 wird eine gute Option für diejenigen präsentieren, die hauptsächlich an Massezuwächsen interessiert sind. Wenn es jedoch um optimale Zuwächse an sowohl Kraft, als auch Muskelmasse geht, dann ist der Gesamtplan die beste Option.

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/beast-building-2

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Monster Aufbau (Muskelmasse)
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Monster Aufbau

Teil 1

3 Monate auf dem Weg zu persönlichen Bestleistungen und neuer Muskelmasse

Vor einiger Zeit habe ich gesagt, dass ich es hasse Artikel über spezifische Programme zu schreiben. Ich bin der Ansicht, dass ein besserer Ansatz für mich als Trainer darin besteht, Konzepte und Techniken zu erklären, anstatt einfach nur die Umsetzung zu zeigen.

Nun, ich werde mir selbst widersprechen, denn dieser Artikel ist der erste Teil einer Miniserie, die Dich innerhalb von 3 Monaten in ein muskulöses, wildes Monster verwandeln wird. Bereite Dich darauf vor neue T-Shirts und mehr Gewichtsscheiben zu benötigen.

Als zusätzlichen Bonus wird der erste Teil dieser Artikelserie eine Menge interessanter Informationen umfassen, so dass Du, auch wenn Du dich dafür entscheidest, dieses Programm nicht sofort auszuführen, immer noch das Gefühl haben wirst, etwas gelernt zu haben.

Kommen wir also ohne jegliche weitere Umschweife direkt zum Thema.

 

Phase 1

Das Ziel dieser ersten Phase besteht darin, Deinen Körper auf die nachfolgenden Trainingsphasen vorzubereiten. Im Grunde genommen wollen wir die Effizienz Deines Nervensystems steigern, so dass Du sehr viel besser darin sein wirst, die so wichtigen motorischen Einheiten mit hoher Reizschwelle (HTMUs) zu rekrutieren, die manchmal auch als schnell kontrahierende Fasern bezeichnet werden.

Diese Phase hat außerdem das Ziel, deine Sehnen zu stärken. Stabilität und Integrität der Sehnen können einen limitierenden Faktor Deines Trainings darstellen. Da die Sehnen die Strukturen sind, durch die Deine Muskeln mit Deinen Knochen verbunden sind, werden schwache Sehnen normalerweise ein Muskelwachstum über einen gewissen Grad hinaus verhindern und auch die Menge an Kraft begrenzen, die Du produzieren kannst. Wir sollten dies als Schutzmechanismus des Körpers ansehen, der Verletzungen verhindert.

Zu guter Letzt wollen wir die Aktivierungsreizschwelle der schützenden Reflexe des Körpers erhöhen, was insbesondere für die Golgi Sehnenorgane gilt. Diese hemmen die Kraftproduktion eines Muskels, wenn sie feststellen, dass die Menge an produzierter Kraft das überschreitet, was Du ohne Schaden zu nehmen vertragen kannst. Dieser Schutzmechanismus ist jedoch leider etwas übervorsichtig, was der Grund dafür ist, dass der Durchschnittsmensch nur etwa 30% seines Kraftpotentials nutzen kann.

Ja, es ist wichtig, dass Du Dich vor Muskelrissen aufgrund einer übermäßigen Kraftproduktion schützt, aber wenn der Schutzmechanismus bereits in der Sicherheitszone eingreift, dann verschenkst Du einen großen Teil Deines Kraftpotentials.

Du solltest nach dieser ersten Phase also rapide Kraftzuwächse aufgrund einer Verbesserung der neuronalen Faktoren, die an der Kraftproduktion beteiligt sind, erwarten können. Wenn es um die Muskelmasse geht, sollte Dir klar sein, dass der Aufbau von Muskelmasse sehr viel länger als die Verbesserung der Funktion des Nervensystems dauert, da hierfür neue Strukturen aufgebaut werden müssen. Diese Phase wird jedoch zu einer gesteigerten Muskeldichte und Muskeldicke, sowie einem gesteigerten myogenen Tonus führen.

Mit einfachen Worten ausgedrückt wirst Du mehr wie eine Ziegelwand als ein schwabbeliger Becher Schmiere aussehen.

 

Charakteristika der Trainingsphase

Wenn ich Seminare gebe, dann erzähle ich häufig, dass Du eine Muskelgruppe umso öfter trainieren musst, je mehr Du die Betonung auf die Entwicklung des zentralen Nervensystems legen willst. Und je mehr Betonung Du auf die Entwicklung einer Muskelgruppe legen willst, desto weniger oft solltest Du jeden Muskel trainieren.

Der Grund hierfür ist einfach: Die Entwicklung des ZNS ähnelt dem motorischen lernen und nicht dem strukturellen Umbau. Im Bereich des Krafttrainings kann die Entwicklung des ZNS dadurch beschrieben werden, zu lernen wie Du Deine Muskeln optimal verwendest.

Wenn Du ein besserer Golfer werden möchtest, dann musst Du Deinen Schlag trainieren. Wenn Du pro Woche 700 Bälle schlagen darfst, dann ist es sehr viel effektiver jeden Tag 100 Bälle anstatt 700 Bälle einmal wöchentlich zu schlagen. Dies ist die erste Regel des motorischen Lernens: die Häufigkeit des Trainings ist der Schlüssel dazu, eine Fähigkeit zu erlernen.

Dir muss klar werden, dass die Aktivierung Deiner Muskeln, das Sicherstellen optimaler Rekrutierungsschemata und eine Optimierung der intramuskulären Koordination eine Fähigkeit und keine körperliche Kapazität darstellen. Um dies optimal zu verbessern, musst Du es wie den Prozess des Erlernens einer Fähigkeit behandeln – und dies bedarf einer hohen Frequenz des Trainings.

Die Muskelentwicklung bedarf hingegen des Hervorrufens signifikanter Mengen von Muskelbeschädigungen, sowie die Anregung einer gesteigerten Ausschüttung anaboler Hormone und Wachstumsfaktoren. Es dauert seine Zeit, bis diese Muskelbeschädigungen repariert sind und die Reaktion des Körpers hierauf, die darin besteht, die Muskelfasern stärker und größer zu machen, bedarf sogar noch mehr Zeit. Aus diesem Grund kannst Du Deine Muskeln nicht so häufig trainieren.

Kommen wir zurück zum ZNS. Einer der Grundsätze des motorischen Lernens besteht in der Ausführung so vieler spezifischer und technisch korrekter Wiederholungen mit dem Zielmuskel, wie ohne eine signifikante Akkumulation der Erschöpfung möglich ist.

Die früheren sowjetischen Gewichthebertrainer haben herausgefunden, dass Übungen, die mit weniger als 80% des Maximalgewichts ausgeführt werden, ein anderes Rekrutierungsschema als Übungen mit maximalen Gewichten aufweisen. Dies bedeutet, dass Du, wenn Du das motorische Lernen im Kontext der Steigerung der Kraft maximieren möchtest, mit 80% oder mehr Deines Maximalgewichts bei den entsprechenden Übungen arbeiten musst.

Und um das motorische Lernen zu maximieren, muss jede Wiederholung mit so wenig akkumulierter Erschöpfung wie möglich ausgeführt werden. Dies bedeutet, dass Du jeden Satz vor Erreichen des Muskelversagens beenden solltest. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Wahl von Trainingsmethoden, die eine Betonung auf das Nervensystem legen, die beteiligten Strukturen bereits stark belasten. Bis zum Muskelversagen zu gehen, was nebenbei bemerkt für eine optimale neuronale Entwicklung unnötig ist, stellt lediglich einen weiteren Stressfaktor für das ZNS dar. In diesem spezifischen Fall wird ein Training bis zum Muskelversagen es sehr viel schwerer machen, während dieser Phase Fortschritte zu erzielen.

Versteh mich nicht falsch, das Muskelversagen muss nicht immer gemieden werden, sondern nur dann, wenn der Fokus auf der Entwicklung des ZNS liegt.

 

Die drei Typen der Folter

Diese Phase umfasst drei unterschiedliche Trainingseinheiten, von denen eine zweimal pro Woche ausgeführt wird. Die erste wird „erwerben motorischer Fähigkeiten“ bezeichnet und dreht sich um die Ausführung einer großen Anzahl von Wiederholungen mit 80% oder mehr Deines Maximalgewichts bei einer gegebenen Übung.

Der zweite Typ des Trainings wird als isometrische/explosive Kontrast Trainingseinheit bezeichnet. Isometrische und explosive Übungen erhöhen die Aktivierung motorischer Einheiten über unterschiedliche Mechanismen.

Der letzte Typ von Trainingseinheit ist der Überlastungs- und Sehnenstärkungstag, bei dem das Ziel darin besteht, die hemmende Reaktion, die einen hohen Grad der Kraftproduktion verhindert, langsam zu reduzieren.

 

Trainingseinheit 1 und 3 – Erwerben motorischer Fähigkeiten

Dieser erste Typ des Trainings wird zweimal wöchentlich ausgeführt. Idealerweise sollten diese beiden Tage Montag und Donnerstag sein. Das Ziel besteht darin, mit einem Gewicht von 80% oder mehr Deines Maximalgewichts so viele Wiederholungen wie möglich auszuführen. Dies wird jedoch ohne Hervorrufen einer signifikanten Akkumulation der Erschöpfung getan.

Wir werden das verwenden, was ich als gigantisches Cluster bezeichne. Hierbei hast Du ein bestimmtes Zeitfenster (in unserem Fall 20 Minuten) zur Verfügung und Dein Ziel besteht darin, innerhalb dieses Zeitfensters so viele Wiederholungen wie möglich auszuführen. Die Anzahl der Wiederholungen pro Satz werden abhängig von der verwendeten Last variieren.

 

Woche 1: 

Du verwendest 80% Deines Maximalgewichts und führst innerhalb von 20 Minuten so viele Sätze a 3 Wiederholungen wie möglich aus. Ich habe herausgefunden, dass Sätze a 3 Wiederholungen bei 80% des Maximalgewichts optimal sind. Bei mehr Wiederholungen pro Satz kommt es zu einer schnelleren Akkumulation der Erschöpfung, was zur Folge hat, dass Du längere Pausen zwischen den Sätzen einlegen musst und weniger Gesamtwiederholungen ausführen kannst. Weniger als 3 Wiederholungen werden nicht zu einer signifikanten Reduzierung der Erschöpfung beitragen und im Allgemeinen auch die Gesamtzahl an ausgeführten Wiederholungen nicht erhöhen (vielleicht die Gesamtzahl an Sätzen, aber nicht die Gesamtzahl an Wiederholungen).

 

Woche 2: 

Du erhöhst das Gewicht auf 85% Deines Maximalgewichts und führst innerhalb von 20 Minuten so viele Sätze a 2 Wiederholungen wie möglich aus. Aufgrund der Erhöhung des Gewichts ist es notwendig, die Anzahl der Wiederholungen auf zwei zu reduzieren, um eine hohe Qualität des Trainings bei einer hohen Leistungsfreisetzung aufrecht zu erhalten.

 

Woche 3: 

Du erhöhst das Gewicht auf 90% Deines Maximalgewichts und führst innerhalb von 20 Minuten so viele Sätze a 1 Wiederholung wie möglich aus. Da es sich hierbei um nahezu maximale Anstrengungen handelt, würde eine Ausführung von mehr als einer Wiederholung pro Satz die Qualität der Übungsausführung reduzieren, was inakzeptabel ist, wenn der Fokus auf dem motorischen Lernen liegt.

 

Woche 4: 

Dies ist eine Entladewoche. Du hältst die Intensität hoch (90%), aber anstatt zu versuchen möglichst viele Sätze innerhalb von 20 Minuten auszuführen, führst Du einfach die Hälfte der Wiederholungen aus, die Du in Woche 3 erreicht hast. Wenn Du z.B. in Woche drei dazu in der Lage warst 12 Sätze auszuführen, führst Du in Woche 4 6 Sätze mit 90% Deines Maximalgewichts aus. Du kannst auch längere Pausen verwenden.

Wie viele Sätze solltest Du genau ausführen? Dies hängt von Deiner Kondition, Deiner Arbeitskapazität und Deiner Muskelfaserzusammensetzung ab, aber irgendetwas zwischen 8 bis 12 Sätze innerhalb von 20 Minuten ist die Norm. Wirklich effiziente Athleten werden dazu in der Lage sein, 12 bis 15 Sätze zu erreichen. Das Wichtigste ist jedoch, dass jede Wiederholung perfekt ausgeführt wird.

Wie ich bereits erwähnt habe, führst Du zwei dieser Trainingseinheiten pro Woche aus. Bei jeder dieser Trainingseinheiten verwendest Du drei primäre Übungen, was zu einer Gesamttrainingsdauer von 60 Minuten führt. Du hast zwei Möglichkeiten: entweder Du verwendest bei jeder Trainingseinheit dieselben drei Übungen oder Du verwendest unterschiedliche Übungen.

Die erste Option (dieselben Übungen während beiden Trainingseinheiten) ist optimal, wenn Du versuchst Deine Kraft bei diesen drei Übungen zu maximieren. Es ist ein wenig wie bulgarisches Gewichtheben – diese Athleten trainieren nur Reißen, Stoßen und Kniebeugen. Je weniger Übungen Du hast, desto mehr Übung hast Du bei diesen und desto effizienter wirst Du werden. Es ist wie bei jemandem, der ein guter Tennisspieler werden möchte. Er wird bei seinem Sport besser werden, wenn er sich nur auf Tennis konzentriert, anstatt Tennis Raquetball und Squash zu spielen.

Die zweite Option (unterschiedliche Übungen) ist effektiver, wenn Du mehr an einer allgemeineren Steigerung der Kraft interessiert bist. Die meisten Menschen sind mit der zweiten Option besser beraten, während Powerlifter und olympische Gewichtheber im Allgemeinen besser mit der ersten Option fahren.

Unabhängig davon, für welche Option Du Dich entscheidest, werden die Übungen, die Du wählst, für die vier Wochen des Trainings dieselben bleiben:

Wenn Du die Drei Übungen wählst dann musst Du folgende Übungen auswählen:

  • Eine Oberkörper Druckübung
  • Eine Unterkörperübung
  • Eine Oberkörper Zugübung

Ein gutes Beispiel ware:

  1. Schrägbankdrücken
  2. Sumo Kreuzheben
  3. Langhantelrudern vorgebeugt

Ja, ich bin mir der Tatsache bewusst, dass Langhantelrudern vorgebeugt als Masseaufbauübung für den oberen Rücken einen schlechten Ruf bekommen hat. Dies liegt daran, dass der neuronale Antrieb des Latissimus und der Rhomboidmuskeln reduziert wird, da Du auch den unteren Rücken rekrutieren musst, um eine gute Haltung aufrecht zu erhalten. Dies ist ein Nachteil für eine Muskelaufbauphase, aber für eine Phase, bei der es um die Entwicklung des ZNS geht ist dies ein Vorteil, da es zu einem stärkeren neuronalen Gesamtoutput führt.

 

Hier ist eine Liste von exzellenten Übungen, aus der Du wählen kannst:

Oberkörper Druckübungen: 

Bankdrücken, Schrägbankdrücken, Reverses Schrägbankdrücken, Schulterdrücken stehend, Push Press, Kurzhantel Bankdrücken, Kurzhantel Schrägbankdrücken, Reverses Kurzhantel Schrägbankdrücken.

Reverses Schrägbankdrücken ist in diesem spezifischen Fall etwas unterlegen, da aufgrund der relativen Inaktivität der Schultermuskeln im Vergleich zu anderen Druckübungen nicht so viel Gesamtmuskelmasse involviert ist.

 

Unterkörperübungen:

Sumo Kreuzheben, Snatch Grip Kreuzheben, Kreuzheben auf einer Erhöhung stehend, konventionelles Kreuzheben, klassische Kniebeugen, Frontkniebeugen, Kniebeugen mit der Stange über Kopf.

Ich ziehe Kreuzheben im Allgemeinen Kniebeugen vor, da mehr Muskelgruppen – insbesondere Unterkörpermuskelgruppen – involviert sind. In diesem Fall sind Sumo Kreuzheben, Snatch Grip Kreuzheben und Kreuzheben auf einer Erhöhung die bessere Wahl, da sie den Unterkörper stärker als andere Varianten des Kreuzhebens trainieren. Hiermit möchte ich nicht sagen, dass Kniebeugen keine gute Wahl darstellen, ganz im Gegenteil. Du könntest z.B. Kreuzheben am Montag und Kniebeugen am Donnerstag trainieren.

 

Oberkörper Zugübungen:

Langhantelrudern vorgebeugt, einarmiges Kurzhantelrudern, T-Bar Rudern, Rudern vorgebeugt mit Kurzhanteln, Rudern mit unterstützter Brust, T-Bar Rudern mit unterstützter Brust, Klimmzüge mit Zusatzgewicht.

Normalerweise wählst Du eine Zugübung, die die Antagonisten der gewählten Druckübung trainieren. Wenn Du eine horizontale Druckübung gewählt hast (Bankdrücken), dann bist Du besser mit einer horizontalen Zugübung (Rudern vorgebeugt) beraten. Genauso ist es am besten eine vertikale Druckübung (Schulterdrücken stehend) mit einer vertikalen Zugübung (Klimmzüge) zu kombinieren. Wenn Du eine Druckübung auf einer Schrägbank wählst, dann sind beide Varianten von Zugübungen akzeptabel.

 

Eine spezielle Anmerkung zur Frequenz

Ein Training der motorischen Fähigkeiten ist nicht übermäßig fordernd, da keiner der Sätze fordernd ist. Das ist das Ziel. Da es sich nicht um eine sehr fordernde Trainingseinheit handelt, kannst Du ein solches Training sogar zweimal täglich absolvieren, wenn zwischen den beiden Trainingseinheiten 6 Stunden liegen.

Füge jedoch keine zusätzlichen Trainingstage hinzu, da dies das Design der Trainingswoche durcheinanderbringen würde.

 

Vorzüge isometrischer Übungen

Da unser zweiter Typ von Trainingseinheit die Verwendung isometrischer Übungen umfasst, werden wir zuerst auf die Wissenschaft hinter ihrer Effektivität eingehen. Hier ist ein Auszug aus meinem letzten Buch High Threshold Muscle Building:

  • Die Isometrische Kraft, oder die Kapazität Kraft während einer statischen Muskelaktion zu produzieren, fällt höher als die konzentrische (anhebende) Kraft aus. Bei den meisten Menschen ist die isometrische Kraft um 10 bis 15% höher als die konzentrische Kraft (Schmidtbleicher, 1995). Diese Kraftproduktion kann verwendet werden, um positive neuronale Anpassungen anzuregen, die zu einer signifikanten Steigerung der Kraft führen können. Erinnere Dich daran, dass umso mehr motorische Einheiten mit hoher Reizschwelle rekrutiert werden, je mehr Kraft Du produzierst.

  • Bei den meisten Menschen werden während einer maximalen isometrischen Aktion mehr motorische Einheiten mit hoher Reizschwelle als während einer regulären Trainingsbewegung rekrutiert. Dies gilt insbesondere für Anfänger. In dieser Hinsicht kann isometrisches Training verwendet werden, um die Kapazität des Nervensystems zu entwickeln, diese motorischen Einheiten mit hoher Reizschwelle zu rekrutieren. Wenn Dein ZNS effizienter darin wird, während isometrischer Aktionen mehr motorische Einheiten mit hoher Reizschwelle zu rekrutieren, steigt auch die Gesamtkapazität für die Verwendung dieser kraftvollen Fasern. Als Resultat hiervon wirst Du letztendlich effizienter darin werden motorische Einheiten mit hoher Reizschwelle während regulärer Muskelaktionen zu rekrutieren. Mehr rekrutierte motorische Einheiten mit hoher Reizschwelle sind gleichbedeutend mit einem stärkeren Muskelwachstum und höheren Kraftzuwächsen.

  • Isometrische Übungen können als potenzierende Methode verwendet werden. Unter Potenzieren versteht man in diesem Zusammenhang die Vorgehensweise eine Übung effizienter zu machen, indem man sie mit einer vorhergehenden Aktivität kombiniert. Eine Potenzierung kann entweder durch eine explosive Bewegung oder durch eine maximale Kontraktion angeregt werden. Letzteres wird auch als Post-tetanische Potenzierung bezeichnet. Tetanisch bezieht sich hierbei auf einen Status der Muskelaktivierung, der während einer langen oder einer sehr intensiven Muskelkontraktion zustande kommt. Die tetanische Kontraktion kann als Aufsummierung aller verfügbaren motorischen Einheiten erklärt werden.

Es wurde herausgefunden, dass die Kontraktionskraft einer Muskelfaser nach einer kurzen maximalen isometrischen Kontraktion zunimmt. Dieser Effekt ist selbst 5 Minuten nach der Kontraktion noch vorhanden (O'Leary et al. 1997, Gullich und Schmidtbleicher 1995). Während einer sieben Sekunden andauernden maximalen isometrischen Kontraktion sinkt die Fähigkeit Kraft aufzuwenden um 15%, wogegen diese Kapazität eine Minute nach der Kontraktion um 28%, zwei Minuten danach um 33% und fünf Minuten danach um 25% erhöht ist (O'Leary et al. 1997). Die Kapazität Kraft zu produzieren scheint also zwei bis drei Minuten nach Beendigung der isometrischen Kontraktion höher auszufallen.

Diese Erhöhung der Kapazität Kraft zu produzieren, die auf eine bestimmte Stimulation folgt, wird als Post-tetanische Potenzierung (PTP) bezeichnet. Der effektivste Weg eine starke PTP zu fördern besteht darin, einen Muskel intensiv durch eine maximale Anstrengung/maximale Kontraktion von 5 bis 10 Sekunden Dauer zu stimulieren (Brown und von Euler, 1938, Vandervoort et al. 1983).

Die PTP kann die Kontraktionskraft erhöhen, was insbesondere für die schnell kontrahierenden Muskelfasern gilt (Bowman et al. 1969, Standeart, 1964). Die PTO verbessert außerdem die Rate der Kraftentwicklung (Abbate et al, 2000). Somit kann sie verwendet werden, um sowohl schweres Training, als auch explosive Bewegungen zu potenzieren (Gullich und Schmidtbleicher 1997).

Die PTP wirkt über eine Steigerung der Phosphorylierung der leichten Myosinketten, was die Aktin-Myosin Verbindungen empfindlicher gegenüber Kalzium bei der nachfolgenden Kontraktion macht (Grange et al. 1993, Palmer und Moore 1989, O'Leary et al. 1997). Es ist nicht so wichtig, dass Du alle Details kennst, aber wenn Du Dich hierfür interessierst, dann kannst Du in der wissenschaftlichen Fachliteratur mehr zur Filamentgleittheorie der Muskelkontraktion finden, um zu sehen, wie dies die Kapazität der Kraftproduktion erhöhen kann.

Um das Ganze etwas abzukürzen, scheinen maximale isometrische Kontraktionen aus einer ganzen Reihe von Gründen den besten Weg darzustellen, das PTP Phänomen zu Deinem Vorteil zu nutzen:

  1. Die Kraftproduktion ist während einer isometrischen Aktion höher. Mehr produzierte Kraft ist gleichbedeutend mit einer stärkeren Potenzierung.
  2. Isometrische Übungen sind weniger erschöpfend als reguläre konzentrische Übungen. Als Resultat hiervon wird die Potenzierung (welche die Leistungsfähigkeit verbessert) gesteigert, während die Erschöpfung (welche die Leistungsfähigkeit reduziert) nicht signifikant erhöht wird. Das Endergebnis ist eine stärkere Verbesserung des Potenzials Kraft zu produzieren.
    Um diese Methode zu Deinem Vorteil zu nutzen, solltest Du 5 bis 10 Sekunden andauernde maximale isometrische Aktionen etwa zwei bis drei Minuten vor einem schweren (oder explosiven) Satz einer regulären Übung ausführen. Diese potenzierende Wirkung kann verwendet werden, um Zuwächse an Kraft, Schnellkraft und Muskelmasse weiter zu steigern.
  3. Isometrische Übungen können verwendet werden, um an einem Schwachpunkt bei einer Übung stärker zu werden. Die Kraft, die Du durch eine isometrische Übung aufbaust, ist positionsspezifisch, was bedeutet, dass Du die Kraft hauptsächlich an der trainierten Position steigerst (es gibt einen Übertrag von etwa 15 Grad). Dies kann sowohl als Limitierung, als auch als Vorzug angesehen werden. Es handelt sich um eine Limitierung da Du, um die Kraft über den gesamten Bewegungsraum zu steigern, mindestens drei Positionen der Bewegung isometrisch trainieren musst. Der Vorzug besteht hingegen darin, dass isometrische Übungen verwendet werden können, um die Kraft an einem spezifischen Schwachpunkt im Bewegungsablauf zu steigern.
    Wenn Dein Schwachpunkt beim Bankdrücken z.B. im mittleren Bereich der konzentrischen Bewegung liegt, dann kannst Du isometrisches Training in dieser spezifischen Position ausführen, um Deinen Schwachpunkt zu stärken, ohne die Erschöpfung zu steigern oder die notwendige Regenerationszeit nach dem Training signifikant zu verlängern.
  4. Isometrische Kraft ist für mehrere sportliche Aktionen wichtig. Jede Bewegung, bei der ein Sportler eine vorbestimmte Position halten muss (z.B. die Position mit gebeugten Knien bei alpinen Skifahrern) bedarf einer großen isometrischen Kraft. Aktionen, bei der es zu einer rapiden Umkehr von exzentrischer zu konzentrischer Bewegung kommt (Rennen, ändern der Richtung) bedürfen auch isometrischer Kraft, da bevor diese Umkehr stattfinden kann der entsprechende Widerstand überwunden werden muss, was sowohl exzentrischer, als auch isometrischer Kraft bedarf.
  5. Bei dynamischen Übungen wird eine maximale intramuskuläre Spannung nur für einen kurzen Zeitraum erreicht. Dies basiert hauptsächlich auf der Tatsache, dass der Widerstand eine Geschwindigkeits- und Beschleunigungskomponente umfasst. Mit isometrischen Übungen kannst Du diese maximale Spannung jedoch über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten.
    Anstatt z.B. eine maximale intramuskuläre Spannung für 0,25 bis 0,5 Sekunden beim konzentrischen Teil einer dynamischen Bewegung aufrecht zu erhalten, kannst Du diese Spannung während einer isometrischen Übung für 3 bis 6 Sekunden aufrecht erhalten. Die Kraft wird stark von der Zeit unter Spannung beeinflusst. Wenn Du pro Trainingseinheit zehn bis zwanzig Sekunden maximaler intramuskulärer Spannung hinzufügen kannst, dann erhöhst Du hierdurch Dein Potential für Kraft und insbesondere Massezuwächse.

 

Trainingseinheit 2 – Isometrischer/explosiver Kontrast

Kommen wir zurück zu unserem Trainingsprogramm. Durch die Verwendung isometrischer Übungen kannst Du die Rekrutierung motorischer Einheiten und Deine Kraft bei den darauffolgenden Übungen steigern.

Diese Trainingseinheit mit isometrischem/explosivem Kontrast wird entweder am Tag nach der ersten Trainingseinheit (Dienstag) oder zwei Tage danach ausgeführt. In letzterem Fall hast Du einen Ruhetag zwischen den beiden Trainingseinheiten. Ich empfehle nur dann diese Trainingseinheit am Tag nach der ersten Trainingseinheit der Woche auszuführen, wenn du am Tag zuvor nur eine Trainingseinheit ausgeführt hast. Wenn du am ersten Trainingstag zwei Trainingseinheiten ausgeführt hast, dann solltest Du mit dieser Trainingseinheit bis Mittwoch warten.

Der wöchentliche Trainingsplan könnte folgendermaßen aussehen:

  • Montag: Erlernen motorischer Fähigkeiten (eine Trainingseinheit) 
  • Dienstag: Isometrischer/explosiver Kontrast 
  • Mittwoch: Trainingsfrei 
  • Donnerstag: Erlernen motorischer Fähigkeiten 
  • Freitag: Trainingsfrei 
  • Samstag: Überlastung 
  • Sonntag: Trainingsfrei 

Oder so:

  • Montag: Erlernen motorischer Fähigkeiten (zwei Trainingseinheiten) 
  • Dienstag: Trainingsfrei 
  • Mittwoch: Isometrischer/explosiver Kontrast 
  • Donnerstag: Erlernen motorischer Fähigkeiten 
  • Freitag: Trainingsfrei 
  • Samstag: Überlastung 
  • Sonntag: Trainingsfrei 

Es sei darauf hingewiesen, dass die Trainingseinheiten mit isometrischem/explosivem Kontrast keine Muskelbeschädigungen hervorrufen, weshalb sie am Tag vor oder am Tag nach einer anderen Trainingseinheit ausgeführt werden können.

Bei diesen Trainingseinheiten werden wir eine Kombination von zwei Übungen verwenden – eine isometrische und eine explosive Übung pro Bewegungsschema. Die erste Übung (isometrisch) wird verwendet, um die Rekrutierung der motorischen Einheiten zu steigern und die Leistungen bei der folgenden explosiven Übung zu steigern. Die explosive Übung wird verwendet, um Kraft und neuronale Effizienz zu entwickeln.

Idealerweise würdest Du folgende Bewegungsschemata in Deine Trainingseinheit integrieren:

  • Oberkörper Druckübung
  • Unterkörperübung
  • Oberkörper Zugübung

Bei dieser Reihenfolge kann es jedoch recht schwer sein, eine korrekte explosive Übung nach einer isometrischen Übung auszuführen. In der Realität würde ich deshalb folgendes Schema empfehlen:

  • Ganzkörperübung
  • Unterkörperübung
  • Oberkörper Druckübung

Die Ganzkörper Sektion macht es notwendig, dass Du dazu in der Lage bist, die Übungen des olympischen Gewichthebens zumindest einigermaßen effizient auszuführen. Falls Du hierzu nicht in der Lage bist kannst Du Kurzhantelschwingen verwenden.

Einige meiner Lieblingsübungspaarungen sind:

  • Konventionelles Kreuzheben als isometrisches Halten und Power Umsetzen aus der hängenden Position
  • Kniebeugen als isometrisches Halten und Sprungkniebeugen mit 20 bis 30% Deines Maximalgewichts bei Kniebeugen
  • Bankdrücken als isometrisches Halten und Speed Bankdrücken mit 45 bis 55% Deines Maximalgewichts beim Bankdrücken

Falls Du eine vertikale Druckübung bevorzugst, kannst Du auch folgendes tun:

  • Schulterdrücken stehend als isometrisches Halten und Push Press (Schulterdrücken stehend mit etwas Schwung aus den Beinen) mit 65 bis 75% Deines Maximalgewichts bei Schulterdrücken stehend

Von der isometrischen Übung werden Sätze von 6 bis 9 Sekunden Dauer ausgeführt, wobei Du so stark wie menschenmöglich drückst. Gehe nicht über die 10 Sekunden Schwelle hinaus, da die ATP-CP Speicher nach 10 bis 12 Sekunden recht stark entleert sein werden, was zu einem Abfall der maximalen Kraftproduktion führen wird. Dies ist schlecht für die neuronale Entwicklung. Längere Phasen des isometrischen Haltens können jedoch während Hypertrophiephasen verwendet werden.

Bei der explosiven Übung besteht das Ziel darin, bei jeder Wiederholung einen sehr hohen Grad an Beschleunigung zu erreichen. Aus diesem Grund solltest Du die Anzahl der Wiederholungen auf folgende Werte begrenzen:

  • 3 bis 5 bei den Varianten der olympischen Gewichtheberübungen und den Speed Versionen der traditionellen Kraftsportübungen (Bankdrücken, Kniebeugen, usw.)
  • 6 bis 8 bei Sprungübungen mit Zusatzgewicht (Sprungkniebeugen, Sprungausfallschritte, usw.)
  • 8 bis 10 bei regulären Sprungübungen, Medizinballwürfen und plyometrischen Liegestützen

Jede Übungspaarung wird als “Komplex” bezeichnet und wird mit 90 bis 120 Sekunden Pause zwischen der ersten und der zweiten Übung ausgeführt. Hier ist ein Beispiel:

  • A1. isometrisches Bankdrücken Halten
    maximale Kraft für 6 bis 9 Sekunden, 90 bis 120 Sekunden Pause
  • A2. Speed Bankdrücken
    3 bis 5 Wiederholungen mit maximaler Beschleunigung, 90 bis 120 Sekunden Pause

Jeder Komplex wird 6 bis 8 Mal ausgeführt

 

Trainingseinheit 4 – Überlastung und Sehnenstärkung

Der dritte Typ von Trainingseinheit der Woche ist gleichzeitig auch der Forderndste. Dies ist der Grund dafür, dass diese Trainingseinheit nach einem Ruhetag ausgeführt wird und dass Du danach einen weiteren Ruhetag einlegen sollst. Hierdurch liegt diese Trainingseinheit zwischen zwei Ruhetagen.

Das Ziel dieser Trainingseinheit besteht darin, schwerere Gewichte zu verwenden, als Du normalerweise beim Training grundlegender Bewegungsschemata verwendest. Dies wird durch die Ausführung von Teilwiederholungen und betonten exzentrischen Wiederholungen erreicht.

Eine andere Methode, die an diesem Tag zum Einsatz kommt, sind Sätze mit super hohen Wiederholungszahlen. Die Sehnen können durch eine supramaximale Last gestärkt werden, aber sie bedürfen einer sehr hohen Anzahl an Wiederholungen, um sich optimal an das Training anzupassen. Dies hängt damit zusammen, dass die Sehnen nur mit sehr wenig Blut versorgt werden. Osteuropäische Athleten verwenden seit Jahrzehnten Sätze mit super hohen Wiederholungszahlen (100 bis 200), um die strukturelle Integrität und die Regeneration ihrer Sehnen zu verbessern.

Alles in allem wird diese Trainingseinheit Deine hemmenden Reflexe desensibilisieren, was es Dir erlauben wird, einen höheren Prozentsatz Deiner Kraft zu nutzen. Sie wird außerdem die strukturelle Integrität Deiner Sehnen, sowie die Effizienz Deines Nervensystems verbessern.

Der erste Teil der Trainingseinheit umfasst das eigentliche Überlastungstraining. Genau wie beim erlernen motorischer Fähigkeiten wirst Du diese grundlegenden Bewegungsschemata trainieren:

  • Oberkörper drücken
  • Unterkörper
  • Oberkörper ziehen

Dieses Mal verwenden wir jedoch zwei Übungen pro Bewegungsschema. Die zwei Übungen müssen vom selben Bewegungsschema sein (z.B. horizontales Drücken: Bankdrücken), wobei die erste Übung mit Teilwiederholung trainiert wird, während bei der zweiten Übung die exzentrische Bewegung betont wird. Beide Übungen werden alternierend ausgeführt (d.h. ein Satz von Übung A1, zwei Minuten Pause, ein Satz von Übung A2, zwei Minuten Pause, ein Satz von Übung A1, usw.)

 

Gute Übungspaarungen umfassen:

Oberkörper drücken:

Partielles Bankdrücken im Power Rack (die Stange befindet sich zu Beginn der Bewegung oberhalb des kritischen Punkts der Bewegung) plus manuelles exzentrisches Bankdrücken

Bei der manuellen exzentrischen Technik verwendest Du 70 bis 80% Deines Maximalgewichts. Dein Trainingspartner übt während der exzentrischen/absenkenden Phase der Bewegung Druck auf die Stange aus. Das Ziel besteht darin, die Stange innerhalb von 5 Sekunden abzusenken. So lange Du die Stange in 5 Sekunden absenken kannst, kann Dein Partner Druck ausüben. Wenn sich die Stange schneller nach unten bewegt, sollte er den Druck reduzieren. Am Ende der exzentrischen Phase lässt Dein Trainingspartner los und Du drückst sie zurück in die Ausgangsposition. Bei manuellen exzentrischen Wiederholungen werden drei Sätze a 5 Wiederholungen ausgeführt. Dein Trainingspartner passt den Widerstand abhängig von Deinem Grad der Erschöpfung an.

 

Unterkörper:

Partielles Sumo Kreuzheben im Powerrack (die Stange kann sich am Ausgangspunkt der Bewegung irgendwo von der Mitte des Schienbeins bis kurz oberhalb des Knies befinden) plus reine exzentrische Wiederholungen Kreuzheben

Die reinen exzentrischen Wiederholungen beim Kreuzheben waren eine der Lieblingsübungen des olympischen Gewichthebertrainers Pierre Roy. Verwende ein Gewicht im Bereich von 90 bis 110% Deines Maximalgewichts beim Kreuzheben. Schwerere Gewichte sind gefährlich und auch nicht produktiver. Du nimmst die Stange von einem Paar Blöcken (so dass Du die Stange kaum anheben musst, um sie in die Startposition der Bewegung zu bringen) und machst zwei Schritte nach hinten, um von den Blöcken weg zu kommen. Dann senkst Du die Stange so langsam wie menschenmöglich bis zum Boden ab. Ziele auf eine mindestens 5 Sekunden andauernde exzentrische Bewegung ab, wobei sieben bis zehn Sekunden besser sind. Es ist sehr wichtig, dass Du die Stange unter Verwendung einer perfekten Körperposition und Technik absenkst – gewölbter unterer Rücken, Brust heraus, hüften nach hinten und unten. Du kannst entweder einen Sumostand oder einen konventionellen Stand verwenden. Bei dieser Art von Übung wird nur eine Wiederholung ausgeführt.

 

Oberkörper ziehen:

Partielle Klimmzüge und negative Klimmzüge

Bei den partiellen Klimmzügen beginnst Du in der tiefsten Position und ziehst Dich so weit wie Du kannst nach oben. Wähle ein Gewicht (wenn Du mit Zusatzgewicht arbeitest), das es Dir lediglich erlaubt, Dich den halben Weg nach oben zu ziehen.

Verwende bei den negativen Klimmzügen etwa 10% mehr Gewicht als bei den partiellen Klimmzügen. Verwende eine Bank, um in die obere Position eines Klimmzuges zu gelangen und lasse Dich so langsam wie menschenmöglich in die untere Position von Klimmzügen ab. Da diese Übung aus technischer Sicht leichter als exzentrisches Kreuzheben ist, solltest Du darauf abzielen, Dich innerhalb von mindestens zehn Sekunden abzusenken, wobei 15 Sekunden besser sind. Wenn Du Dich kontrolliert in 15 Sekunden absenken kannst, dann verwende mehr Gewicht. Auch hier wird nur eine Wiederholung ausgeführt. Bei der partiellen Übung führst Du Sätze a 3 bis 5 Wiederholungen mit so viel Gewicht wie möglich aus. Hiernach pausierst Du 90 bis 120 Sekunden, bevor Du zur exzentrischen Übung übergehst.

Von jeder Paarung (Komplex) werden vier bis fünf Sätze ausgeführt.

Der zweite Teil der Trainingseinheit ist sehr viel einfacher. Du wählst eine Übung für die obigen Bewegungsschemata und führst 100 bis 200 Gesamtwiederholungen aus. Das ist alles.

Diese Wiederholungen müssen nicht notwendigerweise ohne Pause ausgeführt werden. Du kannst Dir kurze Pausen a fünf bis zehn Wiederholungen während des Satzes erlauben. Für diese Übungen solltest Du ein sehr leichtes Gewicht wählen. Das Ziel besteht nicht darin, ein Muskelversagen zu erreichen, da es sich hier nicht um eine Muskelaufbauübung handelt. Der Zweck der Übung besteht ganz einfach darin, die Durchblutung zu steigern und die Integrität der Sehnen zu verbessern.

Du könntest folgende Übungen wählen:

  • Oberkörper Druckübung: Bankdrücken, reverses Schrägbankdrücken, Kurzhanteldrücken, Kurzhantel Schrägbankdrücken, Drücken an der Brustmaschine (wähle eine Übung)
  • Unterkörper: Kniebeugen ohne Zusatzgewicht, Beinpressen, Hackenschmidt Kniebeugen, Kniebeugen ohne Zusatzgewicht mit weitem Fußabstand (wähle eine Übung)
  • Oberkörper Zugübung: Rudern sitzend am Kabel, Rudern an der Maschine, T-Bar Rudern mit unterstützter Brust, Kurzhantelrudern mit unterstützter Brust, Latziehen (wähle eine Übung)

 

Was ist mit Isolationstraining?

Es ist recht leicht zu erkennen, wie diese erste Phase des Trainings eine Menge Kraft aufbauen wird. Es ist außerdem für die meisten recht offensichtlich, dass dieser Steigerung der Kraft außerdem zu Zuwächsen an allgemeiner Muskeldicke und Muskeldichte führen wird. Aber was ist mit den Armen? Sicher, es gibt kein Isolationstraining für die Bizeps (oder andere Muskelgruppen), aber keine Angst, Isolationsübungen werden in Phase II und insbesondere in Phase III ein Comeback feiern.

In der Zwischenzeit wirst Du bei diesem Programm keine Masse an den Armen verlieren. Verdammt, Du wirst viermal pro Woche schwere Gewichte ziehen und drücken! Ist das genug, um die Arme zum Wachsen zu bringen? Bei einigen Menschen, ja, bei anderen, nein. Aber eins ist sicher, es ist genug, um Deine Armmasse für die Dauer dieser Phase aufrecht zu erhalten.

Wenn Du jedoch einer dieser Menschen bist, der verrückt wird, wenn er seine Curls nicht bekommt, dann kannst Du gerne 10 bis 15 Minuten „Strandtraining“ ans Ende der zweiten Trainingseinheit zum Erlernen motorischer Fähigkeiten anfügen.

Der Plan würde dann folgendermaßen aussehen:

  • Montag: Erlernen motorischer Fähigkeiten (eine Trainingseinheit) 
  • Dienstag: Isometrischer/explosiver Kontrast 
  • Mittwoch: Trainingsfrei 
  • Donnerstag: Erlernen motorischer Fähigkeiten plus 10 bis 15 Minuten Strandtraining 
  • Freitag: Trainingsfrei 
  • Samstag: Überlastung 
  • Sonntag: Trainingsfrei 

Oder

  • Montag: Erlernen motorischer Fähigkeiten (zwei Trainingseinheiten) 
  • Dienstag: Trainingsfrei 
  • Mittwoch: Isometrischer/explosiver Kontrast 
  • Donnerstag: Erlernen motorischer Fähigkeiten plus 10 bis 15 Minuten Strandtraining  
  • Freitag: Trainingsfrei 
  • Samstag :Überlastung 
  • Sonntag: Trainingsfrei 

Während dieser Zeit kannst Du jede Übung oder Trainingstechnik verwenden, die zu Deinen Zielen passt. Du darfst diese Zeitspanne aber unter keinen Umständen verlängern (ja, verwende einen Timer). Wenn Du es mit dem Isolationstraining übertreibst, wird dies die Effizienz dieser ersten Phase beeinträchtigen.

 

Supplements zur Unterstützung dieser Phase des Trainings

Diese Phase des Trainings verlässt sich stark auf das Nervensystem und schweres Training belastet Deine Gelenke. Aus diesem Grund sind die besten Supplements für diese Phase die folgenden:

  • Ein Pre-Workout Supplement mit schnell verdaulichem Protein oder Aminosäuren und schnell verdaulichen Kohlenhydraten vor und während dem Training, um Deine Muskeln mit Schlüsselnährstoffen zu versorgen
  • Acetyl-L-Tyrosin vor dem Training, um Dein Nervensystem anzuregen
  • Ein Fischöl Supplement zur Unterstützung einer Reduzierung von Entzündungen
  • Schnell verdauliches Protein und schnell verdauliche Kohlenhydrate nach dem Training zu Unterstützung der Regeneration
  • Kreatin zur Steigerung der Rate der ATP-CP Regeneration. Kreatin ist an den Trainingstagen, die auf eine Verbesserung der motorischen Fähigkeiten abzielen, besonders effektiv, da dieses Supplement es Dir erlauben wird, mehr Qualitätssätze auszuführen.

 

Es muss gesagt werden

Ich weiß, dass irgendjemand fragen wird, ob dies ein gutes Programm für eine Definitions- und Diätphase ist. Meine Antwort lautet „Glaubst Du, dass Du schneller laufen kannst, als die Schrotladung, die ich Dir in den Arsch schießen werde?“

Dies wäre wahrscheinlich das Dümmste, was Du tun könntest. Dieses Dreimonatsprogramm wurde mit dem Ziel entwickelt, Dich in eine wandelnde Ziegelsteinmauer zu verwandeln. Um dies zu erreichen musst Du Berge von Gewichten bewegen und Deinem Körper ausreichend Nährstoffe zum Wachsen zuführen. Einfach ausgedrückt kann dieses Programm nicht für eine Diätphase verwendet werden.

 

Bis zum nächsten Mal

Wie Du im nächsten Teil dieser Artikelserie sehen wirst, ist jede Phase die Stufe zur nächsten Phase. Und diese erste Phase ist das Fundament des gesamten Programms – Dein Endergebnis wird davon abhängen, wie gut diese Phase gelaufen ist.

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/beast-building-1

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