Training

Die 5/10/20 Methode
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Ist Dein augenblickliches Trainingsprogramm fade? Dann kannst Du mit der 5/10/20 Methode Deine Ausdauer steigern, Plateaus durchbrechen und einen erstaunlichen Pump erzielen.

Supersatz


Nomen

  • Ein Satz, der einen oder mehrere andere Sätze umfasst
  • Eine Kombination von Übungen, die ohne Pause hintereinander ausgeführt werden
  • Der beste Weg, um einen massiven Pump zu erzielen

Seitdem ich als Teenager mit dem Training mit Gewichten begonnen habe, liebe ich die Verwendung von Supersätzen in meinem Trainingsprogramm.

Per Definition gibt es zwei primäre Wege, einen Supersatz aufzubauen. Der erste besteht darin, Übungen miteinander zu kombinieren, die auf dieselben Muskeln abzielen. Ein Beispiel hierfür wäre ein Supersatz aus Frontheben und Seitheben für die Schultern.

Die zweite Methode für die Zusammenstellung eines Supersatzes besteht darin, zwei Übungen zu verwenden, die antagonistisch sind, was bedeutet, dass sie entgegengesetzte Muskelgruppen trainieren. Ein Beispiel hierfür wäre einen Satz Kurzhantelcurls (Bizeps) im Supersatz mit einem Satz Langhantel Trizepsdrücken liegend (Trizeps) auszuführen.

Das Tolle an beiden Methoden besteht darin, dass Du im Fitnessstudio mehr innerhalb derselben Zeitspanne erreichen kannst und dass Deine Herzfrequenz aufgrund der geringeren Pausenzeiten hoch bleibt.

Doch mit diesen Vorzügen geht auch ein Nachteil einher – einige Trainierende verwechseln schweres Atmen mit hart trainieren und ohne eine solide Struktur wirst Du wahrscheinlich nicht so viel aus Deinen Supersätzen herausholen, wie Du denkst. Aufgrund des Cardio Effekts und der unvermeidlichen Muskelerschöpfung ist es für viele Menschen normal, die Anstrengungen etwas zurückzuschrauben. Hierunter leidet die Form und Sätze a 8 Wiederholungen werden zu Sätzen mit vielleicht 6 Wiederholungen.

Doch heute werden wir dieses Problem lösen!

Vor Jahren habe ich ein Wiederholungsschema für Supersätze entwickelt, das als 5/10/20 Methode bekannt ist. In seiner einfachsten Form stellt es einen Supersatz aus drei Übungen für eine einzige Muskelgruppe dar, bei dem Du von der ersten Übung 5 Wiederholungen, von der zweiten Übung 10 Wiederholungen und von der letzten Übung 20 Wiederholungen ausführst.

Ich beginne typischerweise mit einer schweren Mehrgelenksübung, die die gesamte Zielmuskelgruppe trainiert. Sofort nach der Grundübung gehe ich zu 10 Wiederholungen einer Isolationsübung über. Um den Supersatz zu beenden, verwende ich gerne eine nur mit dem Körpergewicht durchgeführte Übung mit 20 mörderischen Wiederholungen, die die initiale Powerübung nachahmen.

Die Übungsreihenfolge ist hierbei nicht in Stein gemeißelt – ich verwende oft Klimmzüge als zweite Übung da 20 Wiederholungen dieser Übung zu schwer als letzter Satz wären. So lange Du immer zuerst eine schwere Übung mit 5 Wiederholungen ausführst und hiernach 2 ergänzende Übungen ausführst, bist Du im grünen Bereich.

Indem Du beim vorgegebenen Wiederholungsschema bleibst, wirst Du einen erstaunlichen Pump erzielen, Deine Ausdauer steigern und alle Trainingsplateaus durchbrechen, an denen Du fest hängst. Ohne weiteres Herumgerede ist hier ein 3 Tage Killersplit, der ausschließlich aus Supersätzen mit der 5/10/20 Methode besteht.

 

Tag 1: Drücken

Übung

Wiederholungen

Kurzhantel Bankdrücken

5

Fliegende Bewegungen

10

Liegestütze

20

5 Durchgänge

Übung

Wiederholungen

Kurzhantel Schulterdrücken

5

Seitheben

10

Hintere Schultermuskeln am Kabelzug

20

5 Durchgänge

 

Übung

Wiederholungen

Trizepsdrücken über Kopf

5

Trizepsdrücken am Kabel

10

Skull Crushers mit dem eigenen Körpergewicht (https://www.youtube.com/watch?v=Hq0Mf8vAXu8)

20

3 Durchgänge

Tag 1 ist die “Drück”-Trainingseinheit, während der Du Brust, Schultern und Trizepsübungen ausführst. Der erste 5/10/20 Supersatz beginnt mit 5 Wiederholungen Kurzhantel Bankdrücken (führe 1 bis 2 Aufwärmsätze Drücken aus, um Dich zu einem höheren Gewicht hochzuarbeiten, bevor Du mit der ersten Runde Supersätze beginnst). Sobald Du die fünfte Wiederholung beendet hast, greifst Du Dir ein leichteres Paar Kurzhanteln und führst 10 Wiederholungen fliegende Bewegungen aus, wobei Du diese Übung auch an Kabelzügen ausführen kannst.

Konzentriere Dich darauf, die Brustmuskeln bei jeder Wiederholung stark anzuspannen und beende den Supersatz mit 20 Liegestützen. Pausiere mindestens 2 Minuten lang, bevor Du den nächsten von insgesamt 5 Supersätzen ausführst. Wenn die 20 Liegestütze bei späteren Durchgängen schwer werden, teile sie auf mehrere Minisätze auf, um 20 Wiederholungen auszuführen.

Das nächste ist ein Supersatz für die Schultern, der mit 5 schweren Wiederholungen Kurzhantel Schulterdrücken stehend beginnt. Greife Dir nach dem Satz Schulterdrücken mittelschwere Kurzhanteln für 10 Wiederholungen Seitheben, bevor Du den Supersatz mit 20 Wiederholungen für die hinteren Schultermuskeln am Kabelzug beendest.

Dieser 5/10/20 Supersatz trainiert alle 3 Muskelköpfe der Schultermuskeln und nach 5 Durchgängen sollten Deine Schultern ziemlich am Ende sein.

Tag 1 endet mit Supersätzen für Trizeps, die mit schwerem Kurzhantel Schulterdrücken über Kopf als Powerübung beginnen. Stelle sicher, dass Du ein ausreichend schweres Gewicht wählst, mit dem Du gerade so 5 Wiederholungen schaffst. Als nächstes gehst Du zu Schulterdrücken am Kabelzug mit 10 Wiederholungen über und beendest den Supersatz mit 20 Wiederholungen Skull Crushers mit dem eigenen Körpergewicht. Während der weiteren Durchgänge wirst Du die Skull Crushers unter Umständen mit einem steileren Winkel ausführen, da Deine Trizeps ermüden. Führe 3 solche Supersätze aus, womit das Training beendet wäre.

 

Tag 2: Ziehen

Übung

Wiederholungen

Latziehen

5

Klimmzüge

10

Rudern sitzend

20

5 Durchgänge

Übung

Wiederholungen

T-Bar Rudern

5

Inverses Rudern (https://www.youtube.com/watch?v=1G28qN9FCKE)

10

Latziehen mit gestreckten Armen

20

5 Durchgänge

 

Übung

Wiederholungen

Langhantelcurls

5

Klimmzüge im Untergriff 1/4 Wiederholungen

10

Hammer Curls

20

3 Durchgänge

Tag 2 ist Deine Zug Trainingseinheit, die aus Rücken- und Bizepsübungen besteht. Der erste Supersatz beginnt mit 5 Wiederholungen schwerem Latziehen, bevor Du 10 Klimmzüge ausführst. Wenn Klimmzüge als zweite Übung zu schwer für Dich sind, dann kannst Du auch die Reihenfolge der Übungen vertauschen und Klimmzüge als erste Übung verwenden. Unabhängig davon, welche Übung Du zuerst ausführst, beendest Du den Supersatz mit 20 Wiederholungen Rudern sitzend. Von diesem Supersatz führst Du 5 Durchgänge aus, wobei Du zwischen den Durchgängen mindestens 2 Minuten lang pausieren solltest.

Als nächstes folgt ein weiter Supersatz für den Rücken. Dieser 5/10/20 Satz beginnt mit T-Bar Rudern, gefolgt von 10 Wiederholungen inversem Rudern. Um inverses Rudern auszuführen, platzierst Du eine Hantelstange in einem Power Rack, legst Dich unter die Stange und greifst diese mit einem weiten Griff, wobei nur Deine Füße den Boden berühren. Halte Deinen Körper gerade und ziehe Dich nach oben, bis Deine Brust die Stange berührt, wobei Du die Schulterblätter am höchsten Punkt der Bewegung fest zusammenziehst.

Beende den Satz mit 20 Wiederholungen Latziehen mit gestreckten Armen und führe 5 Durchgänge aus. Der letzte 5/10/20 Supersatz dieses Tages wird Deine Bizeps, die durch die Klimmzügen und das Rudern bereits aufgepumpt sind, regelrecht vernichten. Beginne mit 5 schweren Wiederholungen Langhantelcurls, direkt gefolgt von 10 Viertelwiederholungen Klimmzügen. Bei den Klimmzügen führst Du nur das obere Viertel der Bewegung aus, um den Bizeps maximal zu belasten. Kontrahiere den Bizeps am höchsten Punkt bewusst maximal. Beende den Supersatz mit 20 Wiederholungen Kurzhantel Hammercurls und führe insgesamt 3 Durchgänge dieses Supersatzes aus.

 

Tag 3: Unterkörper / Körpermitte

Übung

Wiederholungen

Bulgarische Splitkniebeugen (pro Bein)

5

Sissy Kniebeugen (https://www.youtube.com/watch?v=Et5EcOFC2RQ)

10

Ausfallschritte

20

5 Durchgänge

Übung

Wiederholungen

Frontkniebeugen

5

Glute Ham Raises

10

Step Ups

20

3 Durchgänge

 

Übung

Wiederholungen

Walk Outs (https://www.youtube.com/watch?v=2gYLJSdPWCk)

5

Ab Wheels (https://www.youtube.com/watch?v=Q5MT5omGNJI)

10

Stability Alternates (pro Seite) https://www.youtube.com/watch?v=G8ILCyZ4FeA

20

2 Durchgänge

Der Beintag beginnt mit bulgarischen Splitkniebeugen als Powerübung. Nimm Dir ein Paar Kurzhanteln und führe 5 Wiederholungen pro Bein aus. Anschließend führst Du an einem Power Rack 10 Sissy Kniebeugen aus.

Sissy Kniebeugen sind eine Old-School Quadrizeps Übung, die nur mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt wird. Greife eine Seite des Power Racks und lehne dich langsam nach hinten, während Du Deine Knie beugst. Wenn Dein Körper fast parallel zum Boden verläuft, streckst Du Deine Beine und bewegst Dich zurück in die Ausgangsposition. Beende den Supersatz nach 10 Wiederholungen dieser Übung mit 20 Ausfallschritten. Pausiere 2 Minuten lang und führe insgesamt 5 Durchgänge aus.

Der nächste 5/10/20 Supersatz beginnt mit 5 schweren Medizinball Frontkniebeugen (Du kannst den Medizinball bei Bedarf auch durch eine Langhantel ersetzen), auf die 10 Glute Ham Raises oder Beincurls folgen. Beende den Supersatz mit 20 Step Ups mit dem Körpergewicht pro Bein.

Nach zermürbenden 3 Durchgängen dieses Supersatzes ist es an der Zeit die Trainingseinheit mit etwas Training für die Körpermitte zu beenden. Nach 5 Walk Outs (aus knieender Position oder im Stehen, falls Du weiter fortgeschritten bist, nimmst Du ein Ab Wheel und führst 10 Wiederholungen Roll Outs aus. Beende den Supersatz mit 20 Stability Alternates pro Seite, die Du falls notwendig auf mehrere Untersätze aufteilen kannst. Führe 2 Durchgänge aus.

Nimm Dir, nachdem Du Tag 1 bis 3 hinter Dich gebracht hast, den vierten Tag als Ruhetag, an dem sich Dein Körper wieder erholen kann und führe danach einen weiteren 3 Tage Zyklus durch.

 

Verändere Dein Training für optimale Resultate

Ich weiß, was Du denkst. Kein Kreuzheben? Wo sind die klassischen Kniebeugen? Ich muss kein Bankdrücken ausführen?

Easy, Easy. Aufgrund der erschöpfenden Natur der 5/10/20 Methode verwende ich nicht gerne eine der schweren Langhantelübungen, bei denen Du eine Menge Gewicht verwendest, sondern bevorzuge es, bei Kurzhantelübungen zu bleiben. Diese Übung wird nicht nur Deinem Körper einen Schock versetzen, sondern Dir auch eine Auszeit von den „großen 3“ Grundübungen geben.

Verwende dieses Programm für ein oder zwei Wochen und gehe dann wieder zu Deinem normalen Programm über. Ich garantiere Dir, dass Du dazu in der Lage sein wirst, Dein normales Training mit neuer Energie und Ausdauer anzugehen, nachdem Du Deinen Körper mit diesen extremen Supersätzen herausgefordert hast.

Du kannst die 5/10/20 Struktur auch für einen abschließenden Supersatz am Ende einer Trainingseinheit verwenden, anstatt das komplette Programm auszuführen, sei kreativ. Dies ist ein Werkzeug in Deinem Arsenal, das Du immer dann verwenden kannst, wenn die Dinge langweilig und fade werden.

Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/5-10-20-method-supersets

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Verbrenne Fett wie ein Bodybuilder (Ohne Muskeln zu verlieren!)
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Einen niedrigen Körperfettanteil zu erreichen erfordert harte Arbeit und Disziplin, aber zu wissen, wie Du Deine Kohlenhydratzufuhr steuerst, kann dabei helfen, diesen Prozess leichter zu machen. Es gibt eine schier unbegrenzte Anzahl von Strategien, um hartnäckiges Körperfett zu verbrennen. Alle Arten von Fettabbau Trainingsprogrammen, Ernährungsprogrammen und neusten Techniken überfluten täglich das Internet und machen Versprechungen, die sie nicht halten können.

Bist auch Du ein Opfer dieser Reizüberflutung? Weißt Du, wo Du die richtigen Informationen finden kannst? Du brauchst nicht weiter als bis zu Wettkampfbodybuildern schauen, wenn es darum geht, Fett zu verlieren und Deine hart erarbeiteten Muskeln zu behalten. Bodybuilder haben eine einzigartige Perspektive, wenn es darum geht, unerwünschte Pfunde zu verlieren – sie müssen es tun. Es ist nichts, was sie sich wünschen oder wovon sie träumen, es ist etwas, das sie tun müssen, um ihr ultimatives Ziel zu erreichen – so gut wie möglich bei einem Wettkampf abzuschneiden. Es ist so etwas wie ihr Beruf. Tue das, was notwendig ist, um Fett zu verlieren und Deine Muskeln zu erhalten. Wir alle können ein oder zwei Dinge von der traditionellen Bodybuilding Diät lernen, doch betrachten wir zuerst das, was der typische Bodybuilder tut, um einen so niedrigen Körperfettanteil zu erreichen.

Wie Bodybuilder Fett verbrennen

Die Wettkampfvorbereitung ist nichts, das man auf die leichte Schulter nehmen kann und mit ein paar oberflächlichen Vorschlägen, die leicht ausführbar sind, hinter sich bringen kann. Es handelt sich vielmehr um einen sehr durchdachten Plan, der aus genau getimten Mahlzeiten, angepassten Makronährstoffen und einer arbeitsaufwendigen Konsistenz besteht. Unten findest Du einige der Schlüsselkonzepte einer traditionellen Bodybuilding Fettabbaudiät:

  • Alle Makronährstoffe (Protein, Kohlenhydrate und Fett) werden sorgfältig basierend auf Körpergewicht, Körperkomposition und ultimativem Ziel zusammengestellt. Die Wasserzufuhr wird hoch gehalten.
  • Die Proteinzufuhr wird in einem Bereich gehalten, der für Muskelzuwächse und die Verhinderung eines Muskelabbaus optimal ist.
  • Gesunde Fette sind für das Hormongleichgewicht und zum Zweck der Energieversorgung von entscheidender Bedeutung.
  • Kohlenhydrate werden in Form komplexer Kohlenhydrate konsumiert und häufig zyklisch für einen stärkeren Fettabbau eingesetzt.
  • Ein Minimum von 12 bis 16 Wochen wird benötigt, um das Ziel zu erreichen.
  • Das Training wird weiterhin mit schweren Gewichten durchgeführt und Cardiotraining wird für einen beschleunigten Fettabbau zum Trainingsprogramm hinzugefügt.
  • Die Fortschritte werden auf wöchentlicher Basis sorgfältig überwacht. Bei Bedarf werden Anpassungen vorgenommen.
  • Auf Ruhe und Regeneration wird mit größtmöglicher Disziplin geachtet, um sicherzustellen, dass alle Körpersysteme korrekt funktionieren.
  • Schummelmahlzeiten werden – falls überhaupt – mit Absicht und selten eingeplant.
  • Konsistenz ist der beste Freund des Bodybuilders.

Es bedarf Arbeit – und viel davon

Einer der wichtigsten - wenn nicht sogar der wichtigste Faktor für den Erfolg ist die Konsistenz. Auf Kurs zu bleiben und nicht zu schwanken oder nach Ausreden zu suchen ist der sicherste Weg, das Ziel zu erreichen. Bodybuilding Diäten sind nicht voll von netten kleinen Wegen bekannt flexibel oder leicht zu sein – sie stellen disziplinierte und bewusste Pläne konsistenter Aktionen dar, die alle auf ein Ziel abzielen – Dich hart und definiert zu machen. Es ist kein leichter oder angenehmer Prozess, aber wenn Dein Ziel darin besteht Fett zu verlieren und Du es hiermit ernst meinst, dann könnte der Bodybuilder Ansatz genau das sein, was Du brauchst.

Was Du tun kannst, um Fett wie ein Bodybuilder zu verbrennen

Unten findest Du einige Wege, um Bodybuilding Diätplane für Dich funktionieren zu lassen. Sie wurden so präsentiert, dass Du sie leicht für Deinen persönlichen Erfolg in die Praxis umsetzen kannst.

Mache Dir einen Plan

Der wichtigste Teil eines erhabenen Unterfangens besteht darin, einen umfassenden und durchdachten Aktionsplan zu haben. Wenn Du neu auf diesem Gebiet bist, besteht der Trick darin, Dich nicht sofort kopfüber in dieses Unterfangen hineinzustürzen, sondern im Lauf der Zeit schrittweise eine gewisse Konsistenz aufzubauen. Muskeln aufzubauen und Fett zu verlieren bedarf seiner Zeit, weshalb Du dieselbe Denkweise auch auf Deine Langzeitdiätziele anwenden solltest. Gehe schrittweise zu einer sauberen Ernährung über, werde schrittweise konsistenter bei Deinen Mahlzeiten und verbessere schrittweise Deine Disziplin. Dies wird ein solides und stabiles langfristiges Fundament schaffen, das Du jede Woche weiter ausbaust. Mache Dir einen Plan und baue auf diesem auf.

Halte die Proteinzufuhr hoch

Du hast von diesem Grundsatz bereits zuvor gehört, aber setzt Du ihn auch wirklich in die Tat um? Beginne damit, ein wenig Protein zu jeder Mahlzeit hinzuzufügen. Dies kann das Hinzufügen von 50 Gramm Fleisch oder ein oder zwei Eier oder Eiklar pro Mahlzeit umfassen. Der erste Schritt besteht darin sicherzustellen, dass Du mindestens zwei Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu Dir nimmst. Später kann es notwendig werden, diese Menge leicht auf 2,5 oder 3 oder sogar 4 Gramm pro Kilo zu erhöhen. Der Schlüssel besteht darin, eine konsistente Menge an Protein zu Dir zu nehmen, um das Risiko zu reduzieren, während des Fettabbaus Muskeln zu verlieren.

Unterstütze Dein Training

Wenn wir gerade beim Thema Protein sind, sei erwähnt, dass Du sicherstellen solltest, Dein Training mit qualitativ hochwertigen Proteinquellen zu unterstützen. Natürlich musst Du mehrere proteinreich, qualitativ hochwertige Mahlzeiten pro Tag essen, aber Du solltest auch darauf achten, Dein Training mit ausreichenden Mengen von Aminosäuren zu versorgen. Aus Gründen der Bequemlichkeit kann ein Wheyprotein Pulver ideal sein. 20 bis 30 Gramm Wheyprotein vor und 40 bis 50 Minuten nach dem Training werden sicherstellen, dass Dein Regenerationsprozess auf Hochtouren läuft, so dass Du maximal vom Lohn Deiner Trainingseinheiten profitieren kannst. Wenn Du vollwertige Proteinquellen bevorzugst, stellen leicht verdauliche Proteine wie Eier und Fisch brauchbare Optionen dar.

Fette können bleiben – erhöhe ihre Menge, falls notwendig

Es werden ständig neue Untersuchungen veröffentlicht, die die Vorzüge gesunder Fette zeigen. Gesunde Fette stellen nicht nur eine exzellente Energiequelle dar, wenn die Kohlenhydratzufuhr niedrig gehalten wird (während einer Diät), sondern es konnte auch gezeigt werden, dass sie bei der Regulierung von Schlüsselhormonen wie Testosteron und Wachstumshormonen eine Schlüsselrolle spielen, die für den Prozess der Fettverbrennung entscheidend sein können. Gesunde Fette wie Avocados, Nüsse und Olivenöl sollten normalerweise 20 bis 30% Deiner Kalorienzufuhr ausmachen. An extrem kohlenhydratarmen Tagen kann die Fettzufuhr leicht erhöht werden, um den Mangel an Energie zu kompensieren.

Die Typen der Kohlenhydrate zählen

Es versteht sich von selbst, dass Du komplexe Kohlenhydrate zu Dir nehmen solltest. Brauner und weißer Reis, Süßkartoffeln, normale Kartoffeln, Haferflocken und Quinoa sind nur einige Beispiele für ideale Energiequellen. Als erstes solltest Du stark verarbeitete Kohlenhydrate wie Süßspeisen, Nudeln, die meisten Brotsorten und Snack Nahrungsmittel aus Deiner Ernährung verbannen. Diese Kohlenhydrate werden Dich nicht nur dick machen, sondern auch Deine Blutzuckerspiegel verrückt spielen lassen. Ziele auf 2 bis 4 Gramm qualitativ hochwertige, komplexe Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht als Basiswert ab. Später wirst Du wissen, wo Du bezüglich Deiner Energiespiegel, der Veränderungen Deines Körpergewichts und Deiner Trainingsleistungen stehst.

Verwende eine zyklische Kohlenhydratzufuhr

Und hier kommt der Trick. Die meisten erfolgreichen Bodybuilding Diätpläne werden Dich Deine Kohlenhydratzufuhr auf die eine oder andere Art und Weise manipulieren lassen. Aus meiner Erfahrung scheint eine zyklische Kohlenhydratzufuhr ein effektiver und schneller Weg zu sein, Fett zu verlieren, Deine Muskelmasse aufrecht zu erhalten und Deine Energiespiegel für Deine Trainingseinheiten hoch zu halten. Wie ich es sehe gibt es zwei Wege, dies anzugehen, wobei Du bei beiden Ansätzen Deine Kohlenhydratzufuhr durch eine zyklische Entleerung und Wiederauffüllung Deiner Glykogenspeicher manipulierst.

  1. Du kannst Deine Kohlenhydrate für die kohlenhydratarme Phase auf 2 Gramm pro Kilogramm Deines Zielgewichts senken und Deine Kohlenhydratzufuhr an Trainingstagen auf 4 Gramm pro Kilogramm erhöhen. Außerdem hast du einen Tag pro Woche (vorzugsweise einen schweren Trainingstag), an dem Du 6 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht zu Dir nimmst. Dieser Tag wird auch als Schummeltag oder Cheat Day bezeichnet.
  2. Du kannst festgelegte Tage pro Woche haben, an denen Du die Kohlenhydratzufuhr reduzierst oder erhöhst, wie z.B. 4 kohlenhydratarme Tage, gefolgt von einem kohlenhydratreichen Tag. Dieser 5 Tage Ansatz würde zyklisch durchgeführt.

Schummle diskret

“Schummeln” während Deiner Diät ist kein Freibrief völlig auszuflippen und alles, was Du willst, in beliebigen Mengen zu essen. Für die wenigen Disziplinierten bedeutet es ganz einfach nur, mehr von denselben Bodybuilding-freundlichen Nahrungsmitteln zu essen. Bei einer zyklischen Kohlenhydratzufuhr dient der kohlenhydratreiche Tag den meisten als Schummeltag. Für diejenigen, die es sich leisten können, kann auch eine wöchentliche Schummelmahlzeit eine Option darstellen. Aber mache Dir nichts vor. Wenn Du nicht mindestens ein oder zwei Pfund Fett pro Woche verlierst, dann hast Du keine Berechtigung jede Woche kalorienreiche Mahlzeiten zu essen.

Habe Geduld und Disziplin

Alles was erstrebenswert ist, erfordert harte Arbeit. Resultate kommen nicht über Nacht, von Tag zu Tag oder wöchentlich zustande. Dein Körper ist keine Maschine. Es spricht nicht auf lineare Art und Weise mit gleichmäßig verteilten Zuwächsen oder Gewichtsverlusten auf Deine Anstrengungen an. Insbesondere während Plateaus und Phasen mit minimalen oder ausbleibenden Fortschritten ist Geduld eine Voraussetzung auf Deinem Weg zu einem schlanken Körper. Wie bereits erwähnt wurde, wird Disziplin genau wie Dein Körper im Lauf der Zeit aufgebaut. Zu versuchen alles auf einmal von Anfang an perfekt zu machen, stellt das perfekte Rezept für ein Scheitern dar.

Ein Beispiel Bodybuilding Diätplan

Unten findest Du einen Beispieldiätplan für den durchschnittlichen 90 Kilo Kraftsportler, der Fett wie ein Bodybuilder verlieren möchte. Verwende die kohlenhydratarmen und kohlenhydratreichen Tage je nach Bedarf und persönlichen Präferenzen – entweder als kohlenhydratarme trainingsfreie Tage und kohlenhydratreiche Trainingstage oder als Zyklen aus 3 bis 4 kohlenhydratarmen Tagen in Folge, auf die ein kohlenhydratreicher Tag folgt.

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16 bewährte Wege Muskeln aufzubauen
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Hier ist eine kurze Zusammenfassung:

  1. Hast Du mit einer mangelnden Motivation oder einer schwachen Libido zu kämpfen oder sprichst Du einfach nicht länger auf Dein Training oder Deine Ernährung an, obwohl Du das Gefühl hast, alles richtig gemacht zu haben?
  2. Du kannst Dich unwohl fühlen und unter einer stoffwechseltechnischen Dysfunktion leiden, ohne offenkundig unter einer Krankheit zu leiden.
  3. „Iss weniger und trainiere mehr“ kann selbst einen erfahrenen Kraftsportler in einen Zustand der Stoffwechselschädigung führen.
  4. Dein Stoffwechsel funktioniert nicht wie ein Taschenrechner. Er arbeitet wie ein Thermostat.
  5. Es gibt abhängig davon, auf welcher Stufe des Hungermodus Du Dich befindest, drei Wege Deinen Stoffwechsel zu reparieren.

Hungermodus, Stoffwechselschäden, Gewichtsabbauresistenz, adrenale Erschöpfung. Aus irgendeinem Grund gehen diese Begriffe den Leuten unter die Haut. Du hörst ständig „dies ist ein Mythos“ oder „das ist ein Mythos“ und warum diese Dinge erfunden sind. Dies erinnert mich an einen Spruch von Osho, meinem Lieblingsphilosophen: „Je weniger eine Person weiß, desto hartnäckiger weiß sie es.“

Es handelt sich bei all diesen Konzepten nicht um Mythen und zahlreiche Menschen haben mit diesen Problemen zu kämpfen. Wenn Du einer dieser Menschen Anfang 20 mit großer Energie, einem perfekten Körper, aber wenig echter Lebenserfahrung bist, dann wirst Du diesen Artikel wahrscheinlich von vorne herein ignorieren oder nicht für voll nehmen. Aber tue mir einen Gefallen: merke Dir den Link zu diesem Artikel. Es könnte gut sein, dass Du ihn irgendwann brauchst. Wenn Du hingegen jemand bist, der mit einem Mangel an Motivation, einer niedrigen Libido, Übertraining oder Krankheiten zu kämpfen hat oder nicht mehr so wie früher auf Dein Training oder Deine Ernährung ansprichst, obwohl Du das Gefühl hast, alles richtig zu machen, dann ist dies ein Artikel für Dich.

Die zugrunde liegende Terminologie

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wo diese Begriffe herstammen. Wie viele Dinge im Bereich von Gesundheit und Fitness, waren dies Begriffe, die irgendwo verwendet wurden und dann Teil des Wörterbuchs geworden sind.
Ich bin integrativer Mediziner. Ich und viele Ärzte wie ich, haben seit Jahren mit dem Problem der Stoffwechselschädigung zu tun. Wir haben es nur nie als „Stoffwechselschäden“ oder „Hungermodus“ bezeichnet. Wir bezeichnen es als neuroindokrine Immundysfunktion. Oder wir bezeichnen es anhand einiger seiner Manifestationen wie „adrenale Erschöpfung.“ Manchmal, wenn eine tatsächliche Diagnose gestellt werden kann, bezeichnen wir es als Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto oder „adrenale Insuffizienz.“

Ich habe den Begriff „Stoffwechselschaden“ übernommen, da er anschaulicher und leichter verständlich als neuroindokrine Immundysfunktion ist.

Dysfunktion vs. Krankheit

Hier ist ein Einblick in den Bereich von Medizin und Gesundheit, der für das weitere Verständnis wichtig ist. Eine Person kann sich unwohl fühlen und unter einer stoffwechseltechnischen Dysfunktion leiden, ohne sich in einem offenkundigen Krankheitszustand zu befinden. Es macht für die meisten Menschen Sinn, dass man bereits lange bevor man eine Stoffwechselerkrankung entwickelt, unter einer stoffwechseltechnischen Dysfunktion leiden kann. Und die traditionelle Medizin hat nicht viel zu bieten, so lange es keine Diagnose gibt. Dies ist der Grund dafür, dass der Bereich der funktionalen Medizin ins Leben gerufen wurde.

Die funktionale Medizin ist eine medizinische Spezialität, die sich mit dem Graubereich der Dysfunktion zwischen Gesundheit und Krankheit befasst. Dies ist der Typ von Medizin, den ich praktiziere – und dies ist auch der Bereich, aus dem nicht-diagnostische Begriffe wie „adrenale Erschöpfung stammen.

Lass mich Dir ein greifbares Beispiel für dieses Problem geben. Sagen wir, dass Du Dich nicht so gut fühlst – Du bist die ganze Zeit über hungrig, Du urinierst häufiger als normalerweise und Du nimmst zu. Wenn Du mit diesen Symptomen zu einem traditionellen Arzt gehst, wird er einen Blutzuckertest durchführen, um Diabetes auszuschließen. Wenn Dein Blutzuckerspiegel im Fastenzustand unter 119 liegt, dann leidest Du nicht unter Diabetes, aber wenn er 120 erreicht, dann schon. Siehst Du, wie lächerlich dies ist? Lange bevor Du einen Nüchternblutzucker von 120 erreichst, wirst Du unter einer ernsthaften Dysfunktion leiden. Aber niemand ist sich sicher, als was er dies bezeichnen soll. Die Medizin hat viele Namen hierfür, zu denen Blutzucker Dysregulierung, glykämische Beeinträchtigung, Prediabetes, usw. gehören. Aber nichts hiervon stellt eine akzeptierte Diagnose dar. Es handelt sich ganz einfach um beschreibende Begriffe, die eine messbare Störung beschreiben, die sich noch nicht zu einer Krankheit entwickelt hat. Die Begriffe Stoffwechselschäden, Hungermodus leiden unter demselben Problem. Sie beschreiben eine funktionale Störung, die mit einer bestimmten Krankheit in Verbindung stehen könnte, oder nicht.

Lange bevor eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung, polyzystisches Ovariensyndrom, Fibromyalgie und chronisches Erschöpfungssyndrom zu medizinischen Diagnosen wurden, hat am sie als Mythen bezeichnet und ihre Existenz wurde bestritten. Gleichzeitig haben vorausdenkende Ärzte damit begonnen, diese Leiden zu behandeln und ihre Charakteristika zu definieren. Zu sagen, dass Stoffwechselschäden oder Hungermodus ein Mythos sind, ist so, als ob man sagen würde, dass Prediabetes ein Mythos ist. Zu sagen, dass eine adrenale Erschöpfung nicht existiert, ist wie zu sagen, dass Übertraining nicht existiert. Dies sind funktionale Störungen, die klinische Anzeichen und Symptome aufweisen, die bei körperlichen Untersuchungen und im Rahmen von Blutuntersuchungen festgestellt werden können.

Diese Störungen mögen vielleicht kein diagnostisches Etikett haben, doch das bedeutet nicht, dass sie nicht existieren. Dies ist der Graubereich zwischen optimaler Gesundheit und Krankheit – der Bereich, in dem Funktionen damit beginnen, beeinträchtigt zu werden.

Was ist also der Hungermodus genau?

Hungermodus und Stoffwechselschäden sind real. Um die Behandlung dieses Themas einfacher zu machen, werde ich dieses Konzept von dieser Stelle an als Hungermodus bezeichnen (Du wirst in Kürze sehen, wie sich Stoffwechselschäden einfügen). Das Lustige ist, dass Du, wenn Du siehst, was der Hungermodus wirklich ist, wahrscheinlich sehr schnell verstehen wirst, wovon wir hier sprechen. Ich habe herausgefunden, dass die Verwirrung bezüglich dieser Themen für gewöhnlich auf dem fehlenden organisierenden Grundgerüst zum Verständnis der Dinge beruht.

In der Realität ist der Hungermodus zweifelsohne das am meisten akzeptierte Geschehnis in allen Diätuntersuchungen. Aber Wissenschaftler bezeichnen es nicht als „Hungermodus“, sie nennen es adaptive Thermogenese. Ich nenne es das Gesetz der Stoffwechselkompensation. Ich bezeichne es als „Gesetzt“, weil es sich um ein verlässliches und vorhersagbares Phänomen handelt, das in jedem Diätszenario auftritt. Es ist nur der Grad, der variiert. Du kannst Dir dies als natürlichen Schutzmechanismus vorstellen, den der Stoffwechsel über Millionen von Jahren entwickelt hat. Dieser Schutzmechanismus ist das, was uns vom Verhungern abhielt, wenn die nächste Mahlzeit niemals garantiert war. Egal ob Du ein schlanker Bodybuilder, ein Elitesportler oder der Durchschnittsmensch, der versucht Gewicht zu verlieren, bist – Du wirst von der Stoffwechselkompensation Deines Körpers betroffen sein.

Stoffwechselschäden: Ein Beispiel

Gehen wir dies am Beispiel durch. Die Dinge beginnen mit einer Diät. Mit Diät meine ich eine Kombination aus weniger essen und mehr Training. Am Anfang scheinst Du gute Fortschritte zu erzielen. Du verlierst schnell ein paar Pfund. So weit so gut. Nach einer Woche dieser Diät wirst Du beginnen Hunger zu verspüren, während Deine Energiespiegel fallen und Du Gelüste auf salzige, fettige und süße Nahrungsmittel verspürst. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Du beginnst in den Zustand einer Stoffwechselkompensation zu rutschen. Stelle Dir dies als Hungermodus Stufe 1vor.

Aufgrund dieser Kompensation wirst Du feststellen, dass sich Dein Fettabbau verlangsamt. Vielleicht kommt er auch völlig zum Stillstand. Und wenn Du zu den Menschen gehörst, bei denen es zu einer deutlichen Senkung der Stoffwechselrate kommt, dann kann es sogar sein, dass Du beginnst an Gewicht zuzunehmen. Und der Hunger und die Probleme bezüglich Energie und Gelüsten werden schlimmer.

Aber Du spielst keine Spielchen. Du bist stolz auf Deinen eisernen Willen und Deine solide Arbeitsethik. Du verdoppelst Deine Anstrengungen, indem Du Deine Kalorien weiter reduzierst und Deine Zeit im Fitnessstudio nach oben schraubst. Schön. Jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache. Dein Gewicht sinkt um weitere ein bis zwei Pfund. Aber dieser Trend hält nicht an. Ein paar Wochen später hängst Du auf dem nächsten Plateau fest. Diesmal sind der Hunger und die Gelüste noch schlimmer und Deine Energie ist den Bach hinunter gegangen. Dein Stoffwechsel läuft nicht wie zuvor weiter. Deine Stoffwechselrate verlangsamt sich noch weiter. Vielleicht strengst Du Dich noch stärker an, aber Dein Körper wird nicht nachgeben. Du scheinst alles richtig zu machen, aber Dein Stoffwechsel schaltet auf stur. Du hast den Zustand der Stoffwechselresistenz erreicht. Dies ist Hungermodus Stufe 2.

Du verstehst nicht, was hier zum Teufel abläuft, aber Du weißt wie Du damit umzugehen hast. Alles was Du tun musst, ist noch härter zu arbeiten. Du schaust Dir Conan der Barbar an und drehst die Titelmusik von Rocky auf volle Lautstärke. Du vervierfachst Deine Anstrengungen! Du wirst diesmal nur wenig für Deine Anstrengungen bekommen. Du diätest seit Wochen und Du fühlst Dich erschlagen. Und jetzt hast Du andere Beschwerden. Du leidest unter Blähungen und fühlst Dich aufgebläht. Das Protein, das Du früher sehr gut vertragen hast, bereitet Dir jetzt Verdauungsbeschwerden. Du bekommst auch Sodbrennen. Wenn Du eine Frau bist, dann wird Dein Zyklus unregelmäßig oder Du hast überhaupt keine Menstruation mehr. Wenn Du ein Mann bist, dann ist Deine Libido im Keller. Dein Schlaf ist unterbrochen und unberechenbar. Du hast dieses seltsame Gefühl von innere Unruhe, aber äußerlicher Müdigkeit. Du beginnst Dich krank und unwohl zu fühlen. Du kannst ängstlich, deprimiert oder beides sein. Und Du nimmst langsam zu, siehst trotz einer kohlenhydratarmen Diät aufgeschwemmt aus und kannst Dein Training nicht länger aufrecht erhalten. Dies ist ein Stoffwechselschaden Stufe 3 und die letzte Stufe des Hungermodus.

Was Du nicht tun solltest

Du holst Dir jetzt Hilfe. All diese Aussagen, dass Stoffwechselschäden nur ein Mythos sind, kommen zurück und verfolgen Dich. Du gehst also zu einem Trainer. Du erzählst ihm, was vor sich geht und er sagt Dir „Du befindest Dich im Hungermodus. Du musst mehr essen und beim Training zurückstecken.“ Er wird Dir sagen, dass Du Deine Kalorienzufuhr verdoppeln sollst und dass Du Dein irres Trainingsprogramm langsamer angehen sollst. Rate mal, was geschehen wird? Du wirst aufgehen wie ein Hefekloß. Während Dein Stoffwechsel sich langsam wie eine Schnecke bewegt, hast Du genau das Falsche getan. Das war kein kluger Schachzug. Du nimmst innerhalb von 6 Tagen 15 Pfund zu (Ich habe diese Art von Wirkung bei mehreren Patienten gesehen)! Natürlich ist es physiologisch unmöglich innerhalb einer so kurzen Zeitspanne so viel Fett aufzubauen – es ist fast alles Wasser, aber es ist ein Zeichen dafür, dass Dein Stoffwechsel nicht sonderlich gut funktioniert.

Du willst Antworten, weshalb Du zu einem Arzt gehst. Vielleicht wird dieser eine Schilddrüsenunterfunktion oder ein anderes Problem diagnostizieren oder aber er wird sagen, dass alles in Ordnung mit Dir ist. Ganz offensichtlich wird er keine Antworten haben. Wenn Du wirklich Pech hast, dann wird er Dir raten, zu Deinem Ansatz weniger zu essen und mehr zu trainieren zurückzugehen. Aber dieser Ansatz wird weiterhin nicht funktionieren und Du wirst nur noch weiter in die Abwärtsspirale gelangen und Deiner Physiologie und Deiner Psyche weitere Schäden zufügen.

Wie man Stoffwechselschäden behebt

Hier ist das, was Du über Deinen Stoffwechsel wissen musst. Er arbeitet nicht wie ein Taschenrechner – er arbeitet wie ein Thermostat. Und Dein Thermostat ist jetzt defekt. Wenn der “iss weniger, trainiere mehr” Ansatz zur Veränderung des Körpers ins Extreme getrieben wird, ist dies wie ein Tauziehen, das Du nie gewinnen kannst. Du ziehst und Dein Stoffwechsel zieht zurück. Du strengst Dich noch mehr an und Dein Stoffwechsel lacht und reißt Dich fast von Deinen Füßen. Was ist der einzige Weg ein Tauziehen gegen ein Team zu gewinnen, das stärker als Du ist? Lass das Seil los, wenn sie ziehen und lasse sie hilflos auf den Boden fallen. Das ist der Ausweg aus dem Hungermodus.

Wie Du wieder aus dem Hungermodus herauskommst

Unabhängig davon, in welcher Phase Du Dich befindest, besteht der erste Schritt darin, damit aufzuhören weniger zu essen und mehr zu trainieren. An diesem Punkt hast Du zwei Möglichkeiten: Du kannst entweder weniger essen und weniger trainieren oder mehr essen und mehr trainieren. Dies ist der einzige Weg, den Stress für Deinen Stoffwechsel zu reduzieren, ohne an Gewicht zuzunehmen. Wenn Du jedoch bereits Stufe 3 erreicht hast, dann besteht Deine einzige Option darin, weniger zu essen und weniger zu trainieren.

Wie Du Deinen Stoffwechsel wieder in Ordnung bringst

1. Stoffwechselkompensation:

Mit dieser Phase kannst Du einfach zurecht kommen. Gehe zu einem „iss weniger, trainiere weniger“ oder einem „iss mehr und trainiere mehr“ Ansatz über. Beides wird funktionieren. Solange Du von dem „iss weniger, trainiere mehr“ Ansatz weg kommst, wirst Du Dich innerhalb von einer Woche wieder auf dem richtigen Weg befinden.

2. Stoffwechselresistenz

Auch hiermit zurecht zu kommen wird nicht so schwer sein. Verwende einfach eine zyklische Ernährung. Verbringe 2 bis 3 Wochen in einer „iss weniger, trainiere weniger“ Phase und gehe dann zu einem„iss mehr, trainiere mehr“ Ansatz über. Du wirst unter Umständen noch ein paar weitere Schritte gehen müssen. Dies könnte eine Priorisierung der Ruhe und der Regeneration umfassen. Gehen, Massage, Saunatherapie, Nickerchen, Sex/körperliche Zuneigung, Lachen, Zeit mit Haustieren, usw. – im Grunde genommen alles, was die Spiegel Deiner Stresshormone senkt und Dein neuroendokrines System wieder ins Gleichgewicht bringt. Erwarte innerhalb von 1 bis 3 Monaten wieder auf dem richtigen Weg zu sein.

3. Stoffwechselschäden:

Wenn Du einmal an diesem Punkt angelangt bist, dann hast Du keine große Auswahl an Optionen. „Iss weniger, trainiere weniger“ ist Die einzige Wahl, die Du hast. Du musst Dich voll und ganz auf Ruhe und Regeneration konzentrieren. Gehen und ein paar wenige traditionelle Trainingseinheiten mit Gewichten werden wahrscheinlich alles sein, wozu Du in der Lage sein wirst. Einen Arzt zu konsultieren, der sich auf funktionale Medizin spezialisiert hat, wäre eine gute Idee. Ein solcher Arzt wird dazu in der Lage sein, Schilddrüsenfunktion, Adrenalfunktion und die Funktion der Geschlechtsdrüsen auszuwerten. Dies liegt außerhalb des Fokus eines Trainers. Es ist möglich, dass Supplements und Hormone benötigt werden. Mit der richtigen Hilfe kannst Du innerhalb von 3 bis 15 Monaten wieder auf dem richtigen Weg sein.

Das ideale Szenario? Versuche erst gar nicht in eine solche Situation zu geraten.

Referenzen

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  2. Jason, et al. Chronic fatigue syndrome versus neuroendocrineimmune dysfunction syndrome:differential attributions. Journal of Health & Social Policy 2003;18(1):43-55. PUBMED
  3. Muller, et. al. Adaptive thermogenesis with weight loss in humans. Obesity. Feb;21(2):218-228. PUBMED
  4. Rosenbaum, et. al. Long-term persistence of adaptive thermogenesis in subjects who have maintained a reduced body weight. American Journal of Clinical Nutrition. 2008;88(4): 906-912. nutrition.org
  5. Camps, et. al. Weight loss, weight maintenance, and adaptive thermogenesis. American Journal of Clinical Nutrition. 2013;97(5):990-994. PUBMED
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  8. Miller, et. al. Resistance to slimming: adaptation or illusion? Lancet. 1975;1(7910):773-775. PUBMED
  9. Winsier, et. al. Do adaptive changes in metabolic rate favor weight regain in weight-reduced individuals? An examination of the set-point theory. American Journal of Clinical Nutrition. 2000;72(5):1088-94. PUBMED

Von Dr. Jade Teta
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/truth-about-metabolic-damage

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CrossFit und Starting Strength
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Hier ist eine kurze Zusammenfassung

  1. Bevor Du ein Trainingsprogramm wählst, solltest Du sicherstellen, dass Deine Ziele zu dem passen, was Dir dieser Plan liefern kann.
  2. Das beliebte Starting Strength Programm wird einen Anfänger bei den Grundübungen stärker machen, während es ihm gleichzeitig eine exzellente Technik beibringt.
  3. Die immer wieder anderen CrossFit Trainingseinheiten halten das Training interessant, aber es gibt nur wenig, das in Richtung geplanter Progression geht, wenn Du nur das WOD (Workout of the Day = Trainingseinheit des Tages) ausführst. Diese Art des Trainings ist für alle die etwas Fett verlieren und trainieren möchten eine gute Wahl aber nicht die beste Wahl für diejenigen, die wirklich trainieren und Fortschritte erzielen möchten.

Wir investieren Stunden im Fitnessstudio und erwarten, dass sich dies auch auszahlt. Wenn unser Training uns nicht das bringt, was wir uns wünschen, dann müssen wir uns fragen, ob es an unserem Plan oder an uns liegt. Das Befolgen des falschen Trainingsprogramms kann in massenweise verschwendeter Zeit und Energie resultieren. Selbst ein bewährter, verlässlicher Plan, der schon vielen zum Erfolg verholfen hat, kann die falsche Wahl darstellen, wenn die Ziele des Trainierenden nicht mit dem übereinstimmen, was dieser Plan liefern kann. Du würdest ja auch kein auf die Kraftentwicklung fokussiertes Programm mit niedrigem Volumen verwenden, wenn Fettabbau Dein primäres Ziel darstellt und Du würdest kein Trainingsprogramm befolgen, das nur aus mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführten Übungen besteht, wenn Dein Ziel darin besteht, die 250 Kilo Marke beim Kreuzheben zu knacken. Betrachten wir zwei beliebte Trainingsprogramme, um zu sehen, ob sie wirklich die beste Wahl für diejenigen darstellen, die sie verwenden.

Starting Strength

Mark Rippetoes Starting Strength Programm wird seit fast einem Jahrzehnt als ein gradliniges Programm gepriesen, das Anfängern das Training im Kraftrau näher bringt. Und Rippetoe würde argumentieren, dass Du, wenn Du Dich noch nie wirklich auf die Grundübungen, die Verwendung seiner Methode und eine grundlegende lineare Periodisierung konzentriert hast, wahrscheinlich bezüglich der Zuwächse, die Du erzielen kannst, immer noch ein Anfänger bist, auch wenn Du schon seit Jahren „trainierst“.

Das Kniebeugen zentrierte Programm lässt Trainierende an drei Tagen pro Woche trainieren, wobei jeder Trainingseinheit mit Kniebeugen beginnt, worauf entweder Flachbankdrücken, Kreuzheben oder Schulterdrücken und Power-Umsetzen folgen. Ein relativ niedriges Volumen bei jeder Trainingseinheit (3 x 5 bei den meisten Übungen nach dem Aufwärmen) hilft dem Trainierenden dabei, sich auf das technische Meistern einer jeden Übung zu konzentrieren, während es gleichzeitig eine ausreichende Regeneration zwischen den Trainingseinheiten erlaubt. Die Progression der Gewichte ist gradlinig. Bei jeder Trainingseinheit wird das Gewicht um 5 bis 10 Pfund pro Übung unter Verwendung einer linearen Progression erhöht, um dem Anfänger, während er sich wie erwartet langsam und kontinuierlich an das Training anpasst, kontinuierliche Fortschritte zu ermöglichen. Diese konsistente, progressive Last erlaubt es dem Trainierenden enorme Fortschritte zu machen, indem er die neue Erfahrung des Trainings mit Gewichten mit signifikanter Regenerationszeit kombiniert. Auch wenn einige Anfänger von Trainingseinheiten mit höherem Volumen profitieren können argumentiert Rippetoe, dass die Regeneration (was ausreichend Nahrung und Ruhe bedeutet) hilfreicher ist, als einfach nur schwerere Trainingseinheiten zu absolvieren.

Ein anderer Schlüsselvorzug von Starting Strength besteht darin, dass der Trainierende, indem er die Anzahl seiner Arbeitssätze auf ein niedrigeres Volumen begrenzt, Kraft und eine perfekte Technik bei den wichtigsten Grundübungen aufbaut. Das Priorisieren dieser beiden fundamentalen Aspekte von Tag eins an kann dem Trainierenden zu einem Vorsprung vor seinen Kameraden verhelfen. Es ist jedoch eine unglückliche Tatsache, dass eine sichere und effiziente Trainingstechnik nur selten weit oben auf der Prioritätenliste von Anfängern zu finden ist. Zusätzlich zur extrem gründlichen Analyse und Beschreibung der Technik der Übungsausführung erlaubt es Starting Strength dem Trainierenden sich auf lediglich fünf Wiederholungen auf einmal konzentrieren zu müssen. Führe fünf perfekte Wiederholungen aus, pausiere, führe weitere 5 Wiederholungen aus, pausiere und führe noch einmal fünf Wiederholungen aus und das war es auch schon. Es ist schwer, einen Satz a fünf Wiederholungen zu vermasseln. Es ist möglich, aber es ist schwer. Nach mehreren Monaten Starting Strength wird ein Trainierender im Allgemeinen schwerere Gewichte mit einer besseren Form als ein Trainierender mit ähnlicher Erfahrung, der keinen ähnlichen Plan befolgt hat, arbeiten.

Einer der größten Kritikpunkte bezüglich Starting Strength ist jedoch die begrenzte Übungsauswahl. Es ist wahr, dass die fünf Grundübungen – Kniebeugen, Flachbankdrücken, Kreuzheben, Schulterdrücken und Power Umsetzen – Arme oder Waden nicht direkt trainieren und auch Brust, Schultern, Rücken und Beinbeugern nur begrenzte Aufmerksamkeit widmen. Auch wenn Rippetoe über unterstützende Übungen wie rumänisches Kreuzheben und Langhantelcurls spricht, werden sie nicht als essentiell für das grundlegende Starting Strength Programm angesehen. Die Absicht besteht darin, dass sich der Anfänger voll und ganz darauf konzentrieren kann, sich bei nur einer kleinen Handvoll großer Grundübungen zu verbessern.

Diese Idee hat sicherlich ihren Wert, wie Unmengen erfolgreicher Starting Strength Anhänger beweisen, aber es gibt auch einige Individuen, deren Muskelentwicklung aufgrund besonderer Längenverhältnisse der Gliedmaßen, variierender Hebelverhältnisse oder einer schlechten Muskelaktivierung im Endeffekt nicht so sehr von einem Programm profitieren wird, dass sich ausschließlich auf ein paar schwere Grundübungen konzentriert. 80 Kilo beim Schulterdrücken, 125 Kilo beim Bankdrücken und 200 Kilo beim Kreuzheben zu erreichen sollten jedoch dabei helfen, ein paar recht gut entwickelte Arme aufzubauen, was insbesondere dann gilt, wenn der Trainierende ein oder zwei dutzend Pfund aufgebaut hat, während er dieses Kraftlevel erreicht hat, aber das wird sicherlich nicht bei jedem der Fall sein.

Würde es schaden, ein paar Langhantelcurls und etwas Trizepsdrücken liegend mit in das Programm aufzunehmen? Wahrscheinlich nicht, aber dann bist Du nahe dran, eine rote Linie zu überschreiten. Warum nicht noch ein paar Sätze Seitheben und Kabelrudern hinzufügen? Und zum Abschluss ein paar Sätze Beincurls und Wadenheben. Ehe Du Dich versiehst wirst Du während einer einzigen Trainingseinheit mehr Sätze als während einer ganzen Woche klassischem Starting Strength ausführen.

Wenn Du Starting Strength befolgst und den Drang verspürst mehr Übungen mit in Dein Programm aufzunehmen, dann ist dies ein guter Indikator dafür, dass eine Kombination aus Deiner Selbstdisziplin, Deiner Willenskraft und/oder Deiner Aufmerksamkeitsspanne ihre Grenzen erreicht hat. Und an diesem Punkt angekommen ist es definitiv an der Zeit zu überdenken, ob Deine Aktionen wirklich zu Deinen Zielen passen. Ein anderer häufiger Kritikpunkt bei Starting Strength ist die Idee, jeden Tag vier Liter Vollmilch zu trinken. Dies ist eine Jahrzehnte alte Methode zu Steigerung des muskularen Körpergewichts. Wenn Du 2.400 kcal zu deiner Ernährung hinzufügst, dann wirst Du zunehmen. Aber zunehmen ist nicht immer besser – nicht einmal in der Welt des Gewichttrainings.

Starting Strength wurde gleichbedeutend mit diesem kalorienreichen Ernährungstipp und wird als Schuldiger für mehr als ein paar zusätzliche Zentimeter an Körperfett angesehen. Das Problem hiermit besteht jedoch darin, dass nirgendwo bei Starting Strength gesagt wird, dass jeder Trainierende, der diese Trainingsmethode befolgt, auch diese vier Liter Vollmilch pro Tag trinken muss. In der Tat hat Rippetoe, der immer wieder betont, dass dieser spezielle Ernährungstipp für untergewichtige Anfänger gedacht ist, die grundlegende empfohlene Ernährung klar beschrieben: „Viel Protein, Gemüse, Obst und saubere Kohlenhydrate. Es sollten jedoch keine Anstrengungen unternommen werden, um die Fettzufuhr zu reduzieren, aber achte auf minderwertige Kohlenhydrate und Zucker.“

Einfach? Ja. Muskelfreundlich? Ja. Leicht falsch zu verstehen? Traurigerweise ja. Vier Liter Milch plus drei oder vier Mahlzeiten pro Tag können einem Trainierenden dabei helfen Masse aufzubauen, aber stellen definitiv nicht für jeden Trainierenden, der sich an Starting Strength versucht den idealen Ernährungsplan dar, der auf jeden Fall befolgt werden sollte.

CrossFit

Im Jahre 1916 sagte Alan Calvert, der Gründer der Milo Barbell Company und Herausgeber des Strength Magazins, dass ein Trainierender, der seine Trainingsratschläge befolgt, „dazu in der Lage sein wird, eine 70 Kilo Langhantel über dem Kopf nach oben zu drücken oder zwei Stapel Spielkarten zu zerreißen...Ich erwarte außerdem, dass er über genug Kraft und Ausdauer verfügt, um Folgendes zu schaffen: einen 5 Fuß hohen Zaun mit einem Sprung zu überwinden, 500 bis 600 Pfund totes Gewicht zu bewegen und mehrere Meilen zu rudern, zu gehen oder zu schwimmen ohne sich stark anstrengen zu müssen oder zu ermüden.“ Für fast ein ganzes Jahrhundert, war die Idee eines in jeder Hinsicht sportlichen Kraftsportlers ein beliebtes Ziel, das dazu diente, den „alles nur Show“ Stereotyp zu vermeiden. Die aktuellste und bekannteste Trainingsmethode, die dieses Konzept propagiert, ist CrossFit. CrossFit Training ist offiziell als ein Training definiert, bei dem konstant variierende funktionale Übungen mit hoher Intensität ausgeführt werden. Das mag nach einer willkürlichen Ansammlung von Adjektiven klingen, stellt aber eine akkurate Zusammenfassung der zentralen CrossFit Methodologie dar.

Keine zwei Trainingseinheiten sind identisch – Trainierende können länger als einen Monat trainieren, bevor sie eine Trainingseinheit exakt wiederholen. Trainingseinheiten bauen in dem Sinne auf „funktionalen Übungen“ auf, dass sie schwere Langhantelgrundübungen mit grundlegenden oder auch nicht so grundlegenden Übungen, die nur mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführt werden, kombinieren und sie werden mit nahezu konstant hoher Intensität ausgeführt, indem sie auf Zeit ausgeführt werden und darauf abgezielt wird, eine maximale Menge an Trainingsvolumen innerhalb einer festgelegten Zeitspanne zu absolvieren. Wenn die konstant variierenden WODs (Trainingseinheiten des Tages, die regelmäßig auf der CrossFit Homepage veröffentlich werden) etwas gemeinsam haben, dann ist dies, dass während jeder Trainingseinheit regelmäßig unterschiedliche körperliche Attribute trainiert werden – meistens Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Schnellkraft und anaerobe Ausdauer. Man könnte argumentieren, dass diese Eigenschaften für die sportliche Leistungsfähigkeit entscheidend, wenn nicht sogar fundamental sind und dass ein regelmäßiges Training dieser Eigenschaften ein todsicherer Weg ist, einen Sportler zu schaffen, der immer bereit ist, eine Runde Basketball zu spielen, an einen „Spaßlauf“ durch den Matsch teilzunehmen oder Freunden beim Umzug zu helfen.

Mit Variationen der olympischen Gewichtheberübungen, Langhantelgrundübungen (alles von Flachbankdrücken bis hin zu kontroversen Übungen wie Sumo Kreuzheben High Pull), klassischen mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführten Übungen (Liegestütze, Klimmzüge, Kniebeugen, Handstand Training) und einem Hang zu Rudermaschinen und Springseilen verbrennen CrossFit Trainingseinheiten eine Menge Kalorien – was insbesondere deshalb gilt, da diese Trainingseinheiten in Form eines Zirkeltrainings mit nur sehr wenigen Pausen ausgeführt werden. Kombiniere die intensiven Trainingseinheiten mit den grundlegenden CrossFit Ernährungsratschlägen – basiere Deine Ernährung auf Gemüse und insbesondere grünes Gemüse, mageres Fleisch, Nüsse und Samen, nur wenig Stärke und keinen Zucker - und es ist leicht zu erkennen, warum CrossFit den Ruf hat, Fett zu verbrennen. Zusätzlich hierzu wird CrossFit heute zutage häufig mit einer Paleo- oder Steinzeiternährung in Verbindung gebracht. So umstritten eine Paleo Ernährung auch sein mag, ist die Idee, die Ernährung auf Fleisch, Gemüse und gesunde Fette zu konzentrieren ein todsicherer Weg zur Verbesserung der Körperentwicklung.

Die bei CrossFit inhärente Willkürlichkeit der WODs ist jedoch auch ein Kritikpunkt. „Regelmäßige uneinheitliche“ Trainingseinheiten können es schwierig machen, die Fortschritte zu bewerten. Selbst mit einem detaillierten Trainingstagebuch stellt dies eine Herausforderung dar, wenn es lange dauert, bis man eine bestimmte Übung oder einen bestimmten Wiederholungsbereich erneut verwendet. Wenn man einfach nur mit den WODs trainieren würde, bei denen jede Trainingseinheit eine Überraschung darstellt, gibt es keinen wirklichen Weg vorherzusehen, was kommen wird – außer dass auf drei Trainingstage ein Ruhetag folgt, dass jede Trainingseinheit aus einer neuen Serie von Übungen mit neuen Wiederholungsbereichen besteht und dass diese Trainingseinheiten oft, aber nicht immer irgend einen Typ von Cardiotraining / Konditionstraining wie Rudern, Laufen oder Seilspringen umfassen.

Wenn man sich ein zufälliges Beispiel von 6 Wochen WODs ansieht, dann stellen 50, 21, 15, AMRAP (so viele Wiederholungen wie möglich) Wiederholungen und Einzelwiederholungen zum Test der Kraft die häufigsten Wiederholungsbereiche dar. Auch wenn häufig empfohlen wird, die WODs basierend auf Deinen Kapazitäten anzupassen oder hohe Wiederholungsbereiche bei Bedarf in kleinere Häppchen aufzubrechen, weisen diese Trainingseinheiten zwei Extreme auf. Du führst entweder Training mit hohen oder sehr hohen Wiederholungszahlen aus oder verwendest die schwersten möglichen Gewichte, während nur wenig Training im Bereich zwischen diesen Extremen ausgeführt wird. Dieser Mangel an Training mit schwereren Gewichten ist ein weiterer häufig geäußerter Kritikpunkt. Reines Krafttraining fehlt bei den meisten WODs und auch wenn die Trainingsgewichte eine der wichtigsten Variablen darstellen, die das Programmdesign beeinflussen (alles von Übungsauswahl über Volumen bis hin zu wöchentlicher Regeneration), ist ein Training mit schweren Gewichten eine weiteres unbestreitbares Fundament eines erfolgreichen Sportlers.

Der Sport CrossFit kann im Vergleich zu CrossFit Training eine etwas verschwommene Kontur aufweisen, aber dies ist mit wettkampfmäßigem Powerlifting vergleichbar. Auch wenn X, Y und Z am Tag des Wettkampfes notwendig sind, muss der Trainierende nicht notwendigerweise ausschließlich X, Y und Z während seiner Trainingseinheiten ausführen. Dies wird am Beispiel vieler erfolgreicher CrossFit Wettkampfsportler ersichtlich, die WODs modifizieren oder vollständig auf diese verzichten, wenn sie sich auf einen CrossFit Wettkampf vorbereiten. Wenn die Besten der Besten bei den CrossFit Games nicht strikt das CrossFit Trainingsprogramm befolgen, um beim Sport CrossFit gute Leistungen zu erbringen, dann kann dies bei Freizeitsportlern zu Verwirrung und Unsicherheit führen. Für den Nicht-Wettkampfsportler kann das befolgen der WODs mit angemessenen Anpassungen basierend auf den persönlichen Fähigkeiten eine verlässliche und gute Methode darstellen, um das altmodische Ziel „in Form zu kommen“ zu erreichen. Eine Falle, in die Trainierende manchmal tappen, besteht darin, dass sich dieses Ziel schrittweise in das Ziel verwandelt, gut bei CrossFit zu werden oder zu trainieren, um beim Training besser zu werden.

Aber unterscheidet sich dies stark von einem Hobby Powerlifter, der nicht an Wettkämpfen teilnimmt und dessen primärer Fokus darauf besteht, seine Gewichte bei Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben zu steigern? Auch das ist eine verschwommene Linie. Ein Ziel zu haben, das Dich ins Fitnessstudio zurückkehren lässt, wird Dir immer dabei helfen voran zu kommen, anstatt einfach nur auf der Stelle zu treten und nichts zu erreichen.

Passt Dein Plan zu Deinen Zielen?

Wenn Du diesen Artikel aufmerksam gelesen hast, dann wird Dir aufgefallen sein, dass nahezu jedes „Problem“, das mit einem gegebenen Trainingsprogramm in Verbindung gebracht wird, genauso die Schuld des Trainierenden ist. Dies hängt damit zusammen, dass der menschliche Faktor immer den Ausschlag dafür geben wird, ob ein Programm zu Fortschritten führt, Dich auf der Stelle treten lässt, oder sogar zu Rückschritten führt.

Einige Menschen, die trainieren, sind bereits damit zufrieden, an ein paar Tagen die Woche einfach etwas im Fitnessstudio zu tun. Bei diesen Menschen spielt das Programm, das sie befolgen, keine Rolle, da die „Resultate“ fast immer dieselben sein werden. Andere Menschen versuchen sich bei jeder Trainingseinheit im Vergleich zur vorhergehenden Trainingseinheit zu verbessern, während sie insgesamt weiterkommen. Dies sind die Trainierenden, die mentale Energie investieren, das richtige Programm zu wählen oder zu entwerfen, das ihnen dabei hilft, ihren Zielen näher zu kommen. Und einige Menschen trainieren für etwas Bestimmtes – im Allgemeinen für einen Sport oder um ein bestimmtes Ziel zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erreichen. Dies sind die Trainierenden, die am meisten davon profitieren können, regelmäßig ihre Fortschritte zu bewerten und ihren Trainingsplan entsprechend anzupassen. Zu welcher Gruppe gehörst Du?

Von Chris Colucci

Quelle: https://www.t-nation.com/training/crossfit-and-starting-strength

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Den Muskel spüren vs. das Gewicht bewegen
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Hier ist eine kurze Zusammenfassung:

  1. Bevor Du mit dem Training beginnst, solltest Du entscheiden, was Dein Hauptziel ist. Das Ziel ein spezifisches Aussehen zu erreichen bedarf eines anderen Trainingsansatzes als das Ziel, ein besserer Leistungssportler zu werden.
  2. Diejenigen, die trainieren, um ihre sportliche Leistungsfähigkeit zu verbessern, sind mehr darauf bedacht ein möglichst schweres Gewicht am effizientesten von Punkt A nach Punkt B zu bewegen.
  3. Diejenigen, die trainieren, um ein spezifisches Aussehen zu erreichen, sollten sich darauf konzentrieren, die Zielmuskeln arbeiten zu spüren. Ein Gewicht von A nach B zu bewegen ist hierbei sekundär.
  4. Die Menge an Gewicht, die Du verwendest, die Geschwindigkeit Deiner Wiederholungen und Dein mentaler Fokus werden basierend auf Deinem Hauptziel unterschiedlich ausfallen.

Es ist Deine Entscheidung

Vor Beginn eines jeden Trainingsatzes musst Du eine wichtige Entscheidung treffen. Es ist nicht die Menge an Gewicht, die Du auf die Stange packst oder die Anzahl der Wiederholungen, die Du schaffen willst. Es ist etwas Abstrakteres, das jedoch genauso wichtig ist. Du musst Dich entscheiden, ob Dein Hauptziel darin besteht, das Gewicht zu bewegen oder den Muskel zu spüren.

Mit anderen Worten ausgedrückt musst Du Dich fragen, ob Dein primäres Ziel eine objektive, messbare Leistung ist, wie die maximale Anzahl an Wiederholungen mit einem bestimmten Gewicht auszuführen, oder ob Dein Ziel darin besteht, den Muskel wirklich arbeiten zu spüren. Dies sind sehr unterschiedliche Ziele. Sätze, die mit diesen unterschiedlichen Zielen ausgeführt werden, werden sehr unterschiedlich aussehen – der eine wird schwerer und explosiver sein, während der andere leichter und kontrollierter ausfallen wird.

Welcher Ansatz ist besser? So unterschiedlich diese beiden Ansätze auch sein mögen, ist keiner inhärent besser als der andere – sie dienen lediglich unterschiedlichen Zwecken. Werfen wir also einen Blick auf beide Ansätze, um herauszufinden, welcher am besten wann verwendet werden sollte.

Bewegung vs. Muskeln

Sportler, die power- und bewegungsbasierte Sportarten betreiben (MMA, American Football, Powerlifting), sollten sich im Allgemeinen darauf konzentrieren Bewegungen zu trainieren, während Sportler, denen es um die optische Entwicklung ihres Körpers geht, sich darauf konzentrieren sollten, Muskeln zu trainieren.

Sportler, die bewegungsbasierte Sportarten betreiben müssen dazu in der Lage sein, sich besser zu bewegen, um ihre Leistungen zu verbessern. Ein MMA Kämpfer muss sich keine Gedanken über die Größe seiner Brustmuskeln machen. Stattdessen muss er sich Gedanken über seine Fähigkeit machen, mit seinen Brustmuskeln schnell und wiederholt eine maximale Kraft freizusetzen, was es ihm ermöglicht, Schläge gegen seinen Gegner auszuführen.

Genauso wird sich ein BMX Radfahrer keine Gedanken darüber machen, ob seine Beine gut in seiner Unterwäsche aussehen. Nein, ihm ist es wichtiger, dass seine Beine eine maximale Kraft freisetzen können, die ihn so schnell wie möglich machen wird.

Am anderen Ende des Spektrums befinden sich Sportler wie Bodybuilder, die mehr daran interessiert sind, das Aussehen ihrer Muskulatur zu verbessern und die sich nicht so viele Gedanken über ihre Leistungsfreisetzung oder ihre Ausdauerkapazität machen. Ihnen ist es am wichtigsten, wie ihre Muskeln als Resultat ihres Trainings letztendlich aussehen werden.
Bodybuildern und anderen Körpersportlern ist es egal, wie ihre vertikale Sprunghöhe ausfällt, oder wie viel Gewicht sie bei Kniebeugen bewegen können – ihnen geht es ausschließlich darum, volle, gleichmäßig entwickelte Quadrizeps mit einer guten sichtbaren Teilung zwischen den drei sichtbaren Quadrizepsköpfen zu haben.

Und einer Figurathletin wird es auch nicht wichtig sein, eine maximale Anzahl an Klimmzügen innerhalb der kürzesten möglichen Zeitspanne ausführen zu können. Sie will eine maximale Latissimusentwicklung, die ihre Taille und Hüfte schmaler erscheinen lassen wird. Obwohl es recht eindeutig ist, dass Sportler und Bodybuilder letztendlich unterschiedliche Trainingsziele haben, neigt diese Tatsache dazu, in Vergessenheit zu geraten, sobald wir im Kraftraum zu trainieren beginnen. Betrachten wir ein paar praktische Wege auf denen Sportler und Bodybuilder ihr Training feinabstimmen können, um das gewünschte Ergebnis zu maximieren.

Training der Bewegungen: 3 Faktoren

Es gibt eine ganze Reihe von Wegen, auf denen ein Sportler sein Training anpassen kann, um seine Leistungen zu maximieren.

1 – Wiederholungsgeschwindigkeit

Eine gute Faustregel ist, dass Du, wenn Du dazu in der Lage sein möchtest, Dich schnell zu bewegen, auch schnell trainieren musst. Einfach gesagt wirst Du besser bei dem, was Du tust. Um Kraft und Geschwindigkeit zu maximieren, musst Du dazu in der Lage sein, eine maximale Anzahl an Muskelfasern zu rekrutieren und die Nerven, die diese Fasern ansteuern, dazu bringen, so starke Nervenimpulse wie möglich abzufeuern. Mit anderen Worten ausgedrückt, solltest Du, wenn Du ein Kraftsportler bist, darauf abzielen, Deine Rekrutierung motorischer Einheiten und Dein neuronales Coding zu maximieren. Ein Weg dies zu erreichen besteht darin, die Geschwindigkeit der Wiederholungen zu steigern. Eine Wiederholung explosiv auszuführen, wird sowohl die Rekrutierung motorischer Einheiten, als auch das neuronale Coding maximieren.

Sagen wir, dass Du einen Satz Kniebeugen ausführst. Es würde Sinn machen, den konzentrischen Teil der Bewegung (die Aufwärtsbewegung) so schnell wie möglich auszuführen. Indem Du dies regelmäßig tust, wirst Du dazu in der Lage sein, eine maximale Kraft zu jedem gegebenen Zeitpunkt freizusetzen.

Auch wenn man vorsichtig sein sollte, wenn man etwas anderes als kontrollierte exzentrische Bewegungen ausführt, wird eine schnelle Ausführung des konzentrischen Teils der Bewegung bei Kniebeugen auch dazu dienen, die Rekrutierung motorischer Einheiten zu maximieren. Dies trifft besonders auf den Teil der Bewegung zu, an dem Du den Punkt der Wiederholung erreichst, an dem der Schwung der rapiden exzentrischen Abwärtsbewegung schnell abgebremst werden muss, um dann rapide die Bewegungsrichtung zu ändern, indem eine schnelle konzentrische Kontraktion generiert wird.

Durch ein explosives Training entwickelst Du also die Fähigkeit, Dich schneller zu bewegen.

2 – Die Wahl des Gewichts

Wettkampfsportler können ihre Fähigkeit, bestimmte Bewegungsschemata auszuführen dadurch verbessern, dass sie diese regelmäßig gegen einen schweren Widerstand ausführen. Ein Kampfsportler, der Bankdrücken trainiert, wird eine bessere explosive Duckkraft entwickeln, die ihm dabei helfen wird, einen Gegner wegzustoßen. Wenn Du ein Sportler bist, dann wirst Du von einer Verwendung relativ schwerer Gewichte (ein hoher Prozentsatz Deines 1RM Gewichts) profitieren, wenn Du Bankdrücken ausführst, um die Verbesserungen der Rekrutierung motorischer Einheiten und des neuronalen Codings zu maximieren. Wenn du also ein Sportler bist, der sich in der Mitte eines Satzes schweren Bankdrückens befindet, dann solltest Du Dich darauf konzentrieren, das schwere Gewicht so explosiv wie möglich zu bewegen – und nicht Deine Brustmuskeln arbeiten zu spüren.

Und dies bringt uns zum letzten Unterschied zwischen dem Training von Bewegungen vs. des Trainings von Muskeln – den mentalen Fokus.

3 – Der mentale Fokus

Wo Du Deinen mentalen Focus während eines Satzes platzierst, ist der mit Abstand wichtigste Faktor, wenn es darum geht, welche Resultate dieser Satz produzieren wird. Beobachte einen CrossFitter, der einen Satz Klimmzüge ausführt und vergleiche dies mit einem Bodybuilder, der einen Satz Klimmzüge ausführt – diese beiden Sätze werden unterschiedlich aussehen – fast so, als ob es sich nicht einmal um dieselbe Übung handeln würde. Der Grund hierfür ist die Grundeinstellung des Trainierenden bzw. der Zweck seines Trainings. Eine Person, die CrossFit betreibt, wird sich mehr Gedanken darüber machen, die größtmögliche Anzahl von Klimmzügen innerhalb der kürzestmöglichen Zeitspanne auszuführen. Und deshalb wird diese Person die Wiederholungen auf eine Art und Weise ausführen, die Leistungen und Effizienz maximiert. Den Muskeln arbeiten zu spüren ist in diesem Fall unwichtig. Ein Bodybuilder, der Klimmzüge ausführt, wird sich hingegen ausschließlich darauf konzentrieren, seine Muskeln arbeiten zu spüren.

Wenn Du einen Satz einer gegebenen Übung beginnst wird der Aspekt, auf den Du Deinen Fokus legst, bestimmen, welche Leistungen Du erbringst und welche Leistungen Du erbringst, wird darüber bestimmen, welche Adaptionen stattfinden werden.

Das Training der Muskeln: Drei Faktoren

Wirf einen Blick darauf, wie dieselben drei Faktoren für jemanden, dem es mehr um das Erscheinungsbild seines Körpers geht, anders ausfallen werden.

1 – Wiederholungsgeschwindigkeit

Das Wichtigste, das Du Dir über die Wiederholungsgeschwindigkeit für ein Bodybuildingtraining merken musst, ist dies: trainiere langsam genug, dass Du sicherstellen kannst, dass der Zielmuskel den größten Teil der Arbeit verrichtet. Die Wiederholungsgeschwindigkeit ist weniger wichtig, als den richtigen Muskel zu stimulieren. Auch wenn es keine schlechte Idee ist, gelegentlich mit einer höheren Wiederholungsgeschwindigkeit zu trainieren, um die Rekrutierung motorischer Einheiten zu maximieren, dreht sich ein Training für Hypertrophie im Allgemeinen mehr darum, sicherzustellen, dass der Zielmuskel trainiert und für eine optimale Zeit unter Spannung gehalten wird. Bei der Hypertrophie geht es genauso sehr um die Zeit unter Spannung wie um eine Maximierung der Anzahl der stimulierten Muskelfasern.

Ein Bodybuilder muss zuerst sicherstellen, dass die Wiederholungsgeschwindigkeit, die er verwendet, es ihm erlaubt, die Spannung auf dem Zielmuskel gleichmäßig zu halten. Dies wird für gewöhnlich eine sehr viel niedrigere Wiederholungsgeschwindigkeit sein, als man sie bei einer Person beobachten wird, die trainiert, um ihre sportlichen Leistungen zu verbessern. Insbesondere die exzentrische oder negative Phase der Wiederholung wird langsamer und kontrollierter ausgeführt werden. Der konzentrische Teil der Bewegung kann und sollte etwas explosiver ausgeführt werden, um die maximale Anzahl motorischer Einheiten zu rekrutieren – selbst bei denjenigen, die für eine Hypertrophie trainieren.

2 – Die Wahl der Gewichte

Die Wahl des richtigen Gewichts befolgt beim Bodybuilding ein ähnliches Protokoll wie die Wiederholungsgeschwindigkeit. Als erstes stellst Du sicher, dass Du auf den richtigen Muskel abzielst und dann kannst Du gerne ein relativ schweres Gewicht wählen, so lange Du das Gefühl für das Arbeiten des Zielmuskels nicht verlierst. Das ist eine Sache, die für Bodybuilding und Hypertrophietraining so einzigartig ist: mit hohem Widerstand und/oder hoher Wiederholungsgeschwindigkeit wie ein Powersportler zu trainieren kann mit Sicherheit nützlich sein, insbesondere aufgrund der bereits erwähnten neurologischen Veränderungen, die stattfinden werden. Aber dies zu tun, ohne die richtigen Muskeln zu stimulieren, wird nicht zu einem Wachstum in den richtigen Bereichen führen.

Sagen wir z.B., dass Du ein Bodybuilder bist, der Langhantel Bankdrücken ausführt, um seine Brustmuskeln zu entwickeln. Wenn Du darauf abzielst so viel Gewicht wie möglich zu verwenden und das Gewicht explosiv bewegst, dann wirst Du ohne Zweifel bessere „Leistungen“ erbringen, aber wenn dies dazu führt, dass Du einen guten Teil der Arbeit von Deinen Brustmuskeln hin zu Deinen vorderen Schultermuskeln verlagerst, dann raubst Du Deinen Brustmuskeln die Stimulation, die sie benötigen, um zu wachsen.

Du kannst nicht zwei Dinge auf einmal erledigen. Versuche nicht, auf Kosten Deiner Muskelzuwächse bessere Leistungen zu erbringen. Dies bringt uns zu unserem Letzten und gleichzeitig signifikantesten Unterschied zwischen der Art und Weise, auf die Bodybuilder und Sportler trainieren sollten.

3 – Mentaler Fokus

Wenn Du für ein Muskelwachstum trainierst, dann musst Du Dich auf den Zielmuskel konzentrieren. Wenn Du Dich nicht auf den Muskel konzentrierst, den Du aufbauen möchtest, dann wird der Körper das machen, worin er gut ist – nämlich diese Muskeln „schlafen“ zu lassen und auf die bereits übermäßig entwickelten Muskeln zurückgreifen, die die Muskeln umgeben, die Du eigentlich trainieren willst.

Eine Übung auszuführen, ohne den Zielmuskel arbeiten zu spüren, wird nicht nur Deine Fortschritte verlangsamen, sondern kann Dich sogar zurückwerfen, indem Muskelungleichgewichte weiter verschlimmert werden.

Wenn Du einen Muskel trainierst, den Du nicht arbeiten spürst, dann ist es für Deinen Körper nur natürlich, um diesen ineffizienten, schläfrigen Muskel herum zu arbeiten, indem er das motorische Programm so verändert, dass effizientere, arbeitsbereitere Muskeln rekrutiert werden. Der einzige Weg sicherzustellen, dass Du das aus einer Übung herausholst, was Du willst, besteht darin, den kraftvollen Muskel zwischen Deinen Ohren zu verwenden. Stelle sicher, dass Du die richtigen Muskeln von der ersten bis zur letzten Wiederholung so stark wie möglich arbeiten spürst. Manipuliere Deine Form der Übungsausführung, ändere Deine Wiederholungsgeschwindigkeit ein wenig (für gewöhnlich indem Du die Übung etwas langsamer ausführst) oder denke darüber nach, eine Technik wie isometrisches Halten zu verwenden – insbesondere in der kontrahierten Position – um sicherzustellen, dass Du die Belastung durch die Übung an der richtigen Stelle spürst.

Wofür entscheidest Du Dich?

Bodybuilder können davon profitieren, wie ein Sportler zu trainieren und anders herum. Aber genauso, wie Du Deine Aufmerksamkeit darauf konzentrieren musst, eine Sprache zu lernen, wenn dies das ist, was Du lernen willst, musst Du Dich vor jedem Satz entscheiden, was Dein primäres Ziel ist – und dann entsprechend trainieren.

Von Clay Hyght
Quelle: https://www.t-nation.com/training/feeling-the-muscle-vs-moving-the-weight

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