Gesundheit

Experten untersuchen, ob ein Vitamin D Mangel mit schweren Covid-19 Symptomen in Verbindung steht. Hier ist ein kurzer Überblick:
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Mehrere Studien haben einen Vitamin D Mangel sowohl mit Coronavirus Infektionen, als auch mit schwereren Krankheitsverläufen bei einer Codid-19 Erkrankung in Verbindung gebracht
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Wissenschaftler untersuchen, ob eine Einnahme von Vitamin D dabei helfen könnte, vor schweren Covid-19 Symptomen zu schützen
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Auch bevor diese Studien abgeschlossen sind, gibt es gute Gründe dafür, die Verwendung eines Vitamin D Supplements in Betracht zu ziehen
Da bisher noch kein Coronavirus Impfstoff verfügbar ist, wenden sich viele Menschen Vitaminen und anderen Supplements zu, um ihr Immunsystem zu schützen und diesem dabei zu helfen, Covid-19 fern zu halten.
Auch wenn viele Posts in den sozialen Medien diese Supplements als persönliches Schutzschild propagieren, sagen Experten wie der amerikanische Virologe und Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases Dr. Fauci, dass die meisten dieser das Immunsystem anregenden Supplements nicht viel bewirken werden.
Es gibt jedoch ein Supplement, das für unser Immunsystem von Nutzen sein kann – Vitamin D, auch als Sonnenscheinvitamin bekannt. Wenn Du unter einem Vitamin D Mangel leidest, beeinflusst dies Deine Anfälligkeit für Infektionen. Aus diesem Grund empfehlen auch Experten wie Dr. Fauci die Einnahme von Vitamin D Supplements.
Auch wenn diese Aussagen oft nicht direkt im Zusammenhang mit Covid-19 getroffen werden, darf man die allgemeine Rolle von Vitamin D bei der Unterstützung des Immunsystems und insbesondere dessen Vorzüge für Menschen, die unter einem Vitamin D Mangel leiden, nicht unterschätzen.
Auch wenn es bisher laut Aussage der amerikanischen Gesundheitsbehörde noch keine eindeutigen Beweise dafür gibt, dass Vitamin D vor Covid-19 schützen kann, gibt es so viele Hinweise, dass Wissenschaftler intensiv die möglichen Vorzüge von Vitamin D und anderen Supplements im Zusammenhang mit Coronaviren untersuchen.
Ein Vitamin D Mangel wird mit COVID-19 in Verbindung gebracht
Frühe Untersuchungen haben gezeigt, dass Vitamin D das Risiko für Infektionen der Atemwege (zu denen auch COVID-19 gehört) reduzieren kann (1). Die Vorzüge variierten zwischen diesen Studien, aber eine Vitamin D Supplementation schien für die Menschen hilfreicher zu sein, die an einem Vitamin D Mangel leiden.
Neuere Untersuchungen legen nahe, dass ein Vitamin D Mangel das Risiko für eine Coronavirus Infektion erhöhen und den Schweregrad einer COVID-19 Erkrankung verschlimmern kann.
Dr. Luigi Gennari, ein Professor der Abteilung für Medizin und Neurowissenschaften an der Universität von Sienna in Italien, hat vor kurzem bei einem Meeting der American Society for Bone and Mineral Research Daten präsentiert, die eine mögliche Beziehung zwischen niedrigen Vitamin D Spiegeln und einem erhöhten Risiko für schwerere COVID-19 Verläufe aufzeigen.
Der amerikanische Wissenschaftler sagte, dass Menschen, die im Santa Luca Krankenhaus in Mailand mit schweren COVID-19 Symptomen auf die Intensivstation kamen, niedrigere 25-Hydroxyvitamin D Spiegel und höhere Interleukin 6 Spiegel (ein Protein, das im Körper im Zusammenhang mit Entzündungen produziert wird) als Patienten aufwiesen, die mildere Symptome aufwiesen und nicht auf die Intensivstation kamen.
Menschen, die in diesem Krankenhaus an COVID-19 starben, wiesen durchschnittlich niedrigere Vitamin D Spiegel auf als Patienten, die überlebten.
Einige Studien haben z.B. herausgefunden, dass die Anzahl der COVID-19 Todesfälle in Ländern, die sich weiter vom Äquator entfernt befinden, höher ausfallen (2), wo viele Menschen aufgrund einer reduzierten Sonneneinstrahlung besonders im Winter, unter einem Vitaminmangel leiden (3).
Unser Körper stellt selbst Vitamin D her, wenn die Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt ist und bei vielen Menschen kann sich im Winter bei reduzierter Sonnenbestrahlung leicht ein Defizit entwickeln.
Es ist zwar möglich, dass auch andere Faktoren zu den höheren COVID-19 Fallzahlen in nördlichen Ländern beitragen können, jedoch unterstütze eine kürzlich im JAMA Network veröffentlichte Studie die wichtige Bedeutung von Vitamin D für ein gesundes Immunsystem (4).
„Im Rahmen unserer Studie wiesen Patienten mit niedrigeren Vitamin D Spiegeln ein höheres Risiko für einen positiven COVID-19 Test auf“, sagte der Studienautor Dr. David Meltzer von der University of Chicago Medicine.
Dieser Trend hielt auch dann weiter an, wenn die Wissenschaftler versuchten, andere Faktoren wie Alter, Fettleibigkeit oder andere Erkrankungen zu kontrollieren, die eine COVID-19 Erkrankung verschlimmern können und mit niedrigen Vitamin D Spiegeln in Verbindung stehen.
Andere Studien zeigen, dass Patienten mit niedrigeren Vitamin D Spiegeln, bei denen COVID-19 diagnostiziert wurde, dazu neigen, eine schlechtere Prognose für den Krankheitsverlauf aufzuweisen.
Eine dieser Studien wurde kürzlich im Magazin PLoS ONE veröffentlicht (5). Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen, die aufgrund von COVID-19 ins Krankenhaus eingewiesen worden waren und einen Vitamin D Mangel aufwiesen, mit größerer Wahrscheinlichkeit schwere COVID-19 Symptome entwickelten oder starben.
Doch nicht alle Untersuchungen unterstützen diese Verbindung zwischen Vitamin D und COVID-19. Eine kürzlich im Magazin Diabetes & Metabolic Syndrome: Clinical Research & Reviews veröffentlichte Studie konnte z.B. keine Verbindung zwischen Vitamin D Spiegeln und Coronavirus Erkrankungen finden (6).
Meltzer und seine Kollegen hoben jedoch in ihrer Veröffentlichung hervor, dass die Autoren der Studie die Vitamin D Spiegel bis zu 14 Jahre vor den COVID-19 Tests durchgeführt hatten und nicht nachgefragt hatten, ob die Probanden in der Zwischenzeit mit Vitamin D behandelt worden waren. Dies könnte die Beobachtungen bezüglich der nicht erkennbaren Verbindung zwischen Vitamin D und COVID-19 schwächen.
Wissenschaftler untersuchen auch andere Nährstoffe als potentielle Behandlung für COVID-19, zu denen unter anderem Zink und Vitamin C gehören, die für ihre positiven Eigenschaften bei Erkältungen bekannt sind.
Im Rahmen einer Studie aus Spanien berichteten Wissenschaftler, dass Patienten mit niedrigen Zink Blutspiegeln ein höheres Sterberisiko durch Covid-19 aufwiesen (7).
Studien untersuchen die Vorzüge von Vitamin D
Bei diesen Studien handelt es sich um Observationsstudien, was bedeutet, dass Wissenschaftler im Laufe der Zeit Daten von Menschen sammelten, anstatt die Probanden in unterschiedliche Behandlungsgruppen einzuteilen. Dies macht es unmöglich eine direkte Ursache-Wirkungsbeziehung zwischen Vitamin D und COVID-19 zu zeigen.
Für letzteres bedarf es randomisierter, kontrollierter Untersuchungen, dem „Goldstandard“ klinischer Untersuchungen, von denen sich bereits einige in der Planung oder Durchführung befinden.
Im Rahmen einer spanischen Studie verabreichten Wissenschaftler 50 mit COVID-19 ins Krankenhaus eingewiesenen Patienten Calcifediol – eine aktive Form von Vitamin D (8). Eine andere Gruppe von 26 Patienten bekam kein Vitamin D.
Alle Patienten wurden gleichermaßen mit Hydroxychloroquin und Azithromycin behandelt. Nur einer der mit Vitamin D behandelten Patienten landete auf der Intensivstation, während die Hälfte der unbehandelten Patienten auf der Intensivstation endete.
Einer der Autoren der Studie kam zu folgender Schlussfolgerung: “Unsere Pilotstudie hat gezeigt, dass die Gabe von hohen Vitamin D Dosierungen in Form von Calcifediol oder 25-Hydroxyvitamin D die Notwendigkeit für Behandlungen auf der Intensivstation für COVID-19 Patienten signifikant reduzieren kann.“
Diese Studie weist zwar ein paar Einschränkungen auf - sie ist nicht besonders groß und es gab ein leichtes Ungleichgewicht zwischen den Gruppen – aber sie ist trotzdem recht eindrucksvoll.
Während diese Studie Vitamin D verwendete um Menschen zu behandeln, die bereits an COVID-19 erkrankt waren, glauben Wissenschaftler, dass Vitamin D genauso gut funktionieren könnte, wenn es darum geht zu verhindern, dass Menschen überhaupt erst ins Krankenhaus kommen.
Eine Möglichkeit könnte darin bestehen, dass Vitamin D zwar COVID-19 nicht verhindert, aber zur Folge hat, dass Menschen, die infiziert sind, nur so minimale Symptome zeigen, dass sie nie getestet werden und die Erkrankung nicht diagnostiziert wird.
Es bedarf jedoch weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um herauszufinden, ob dies tatsächlich der Fall ist.
Zwei randomisierte, kontrollierte Studien, die an der University of Chicago durchgeführt werden, sollten einige Antworten liefern. Bei beiden Studien werden Patienten mit Vitamin D behandelt und dann beobachtet, ob sie sich mit COVID-19 anstecken und wie schwer ihre Symptome ausfallen.
Eine Studie konzentriert sich auf Angestellte des Gesundheitswesen, während die andere „Normalbürger“ mit Betonung auf Menschen afroamerikanischer und hispanischer Abstammung, welche sowohl ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin D Mangel, als auch ein erhöhtes COVID-19 Risiko aufweisen.
An der Cleveland Klinik suchen Wissenschaftler Probanden für eine Studie, die untersuchen soll, ob Vitamin C oder Zink – oder eine Kombination von beidem – die Dauer von COVID-19 Symptomen reduzieren kann. Patienten bei dieser Studie bekommen die Supplements, nachdem sie positiv auf COVID-19 getestet wurden.
Solltest Du Vitamin D Supplements verwenden?
Selbst vor Beendigung dieser Studien gibt es gute Gründe eine Einnahme eines Vitamin D Supplements in Betracht zu ziehen.
Die große Mehrheit der Menschen in unseren Breiten weist einen Vitamin D Mangel auf und könnte deshalb von einer ausreichenden Vitamin D Supplementation profitieren. In Amerika weisen z.B. schätzungsweise 41% aller Erwachsenen einen Vitamin D Mangel auf und in Mitteleuropa sehen die Werte auch nicht besser aus (9).
Menschen mit dunklerer Hautfarbe weisen ein noch höheres Risiko auf, was sich darin widerspiegelt, dass in Amerika 63% aller hispanisch stämmigen Einwohner und 82% aller afroamerikanisch stämmigen Einwohner niedrige Vitamin D Spiegel aufweisen.
Andere Faktoren für ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin D Mangel umfassen Alter, begrenzte Sonnenbestrahlung, Fettleibigkeit und bestimmte Erkrankungen.
Darüber hinaus ist es schwer Vitamin D über die Nahrung zu sich zu nehmen, da selbst die reichhaltigsten Nahrungsmittelquellen nur Spuren dieses Vitamins enthalten.
Zink kann auch hilfreich sein, wenn Du Symptome einer sich ankündigenden Erkältung verspürst. In diesem Fall empfehlen einige Ärzte eine Einnahme zwischen 12 und 25 mg Zink alle zwei Stunden, so lange Du Erkältungssymptome verspürst, aber nicht länger als zwei Wochen.
Genau wie bei Vitamin D ist auch bei Zink noch nicht zu 100% bekannt, ob es COVID-19 Symptome reduzieren kann.
Während die meisten Menschen genug Zink über die Nahrung zu sich nehmen, weisen einige Personengruppen wie Vegetarier, Menschen mit Erkrankungen im Bereich des Verdauungstraktes und Menschen, die Alkohol missbrauchen, ein höheres Risiko für einen Zinkmangel auf und sollten deshalb die Einnahme eines Zink Supplements in Betracht ziehen.
Eine aktuelle Metaanalyse von 40 wissenschaftlichen Studien kam zu dem Ergebnis, dass tägliche, langfristige Vitamin D Dosen gegen akute Infekte der Atemwege schützen (10).
Wie Vitamin D hilft
Vitamin D spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht uns gesund zu halten und Krankheiten auf die am wenigsten destruktive Methode zu bekämpfen, indem es die Immunreaktion reguliert ohne dass eine Überreaktion des Immunsystems wie ein Zytokinsturm provoziert wird, die häufig mit schweren COVID-19 Erkrankungen in Verbindung steht.
Vitamin D steuert das Immunsystem von hochentzündlichen Pfadwegen weg, hin zu Pfadwegen, die regulierter ablaufen.
Auch wenn es am besten ist, Vitamin D aus natürlichen Quellen zu bekommen, können auch Supplements effektiv sein, wenn es darum geht, das Immunsystem zu unterstützen.
Gesundheitsexperten empfehlen außerdem, die körpereigen Vitamin D Spiegel ärztlich testen zu lassen. In Zeiten wie diesen ist es wichtiger als je zuvor, was in Deinem Körper vor sich geht. Vitamin D könnte dabei helfen zu verhindern, dass COVID-19 Dir oder anderen Menschen Schaden zufügt.
Referenzen:
- https://www.bmj.com/content/356/bmj.i6583
- https://nutrition.bmj.com/content/early/2020/06/14/bmjnph-2020-000110
- https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.3402/ijch.v67i2-3.18258
- https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2770157
- https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0239799
- https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1871402120301156
- https://www.eurekalert.org/pub_releases/2020-09/esoc-lzl092220.php
- https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960076020302764
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6075634/
- https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.07.14.20152728v1

Uns ist aufgefallen, dass in letzter Zeit eine Vielzahl von Fehlinformationen über die Immunfunktion und Erkrankungen der Atemwege wie COVID-19 verbreitet werden und finden, dass es an der Zeit ist, die Faktenlage richtigzustellen. Erkrankungen der Atemwege betreffen die Nasenschleimhäute, die Atemwege oder die Lunge und umfassen eine große Bandbreite von Erkrankungen, die von einfachen Erkältungen bis hin zu einer Lungenentzündung reichen. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk von Zellen, Körpergeweben und Organen, die zusammenarbeiten, um Deinen Körper auf täglicher Basis vor Infektionen wie den zuvor genannten schützen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass bestimmte Supplements das Risiko für eine Infektion und den Schweregrad der Symptome reduzieren können. In diesem Artikel werden wie auf Supplements eingehen, von denen wissenschaftlich bewiesen werden konnte, dass sie Dein Immunsystem auf sichere Art und Weise unterstützen können.
Wie immer gilt, dass es empfehlenswert ist, vor Beginn eines jeden Supplementprogramms einen Arzt zu konsultieren, wenn Du unter einer Krankheit leidest, vermutest unter einer Krankheit zu leiden oder irgendwelche Medikamente einnimmst.
Fermentierte Nahrungsmittel, Probiotika und Prebiotika können entzündungshemmende und antipathogene Wirkungen besitzen
Dein Verdauungstrakt enthält eine reichhaltige Gemeinschaft gesunder Mikroben, die gegen von außen eindringende Krankheitserreger kämpfen und als erste Verteidigungslinie des Körpers gegen Infektionen agieren. Zusätzlich hierzu verdauen sie im Rahmen eines Prozesses, der als Fermentation bezeichnet wird, Nährstoffe wie Ballaststoffe und andere Kohlenhydrate, die Du sonst nicht verdauen könntest, was in der Produktion von Nebenprodukten resultiert, die im menschlichen Körper viele wichtige Rollen spielen, die von einem Schutz des Darms bis hin zu einer Verbesserung der Insulinsensitivität reichen.
Aktuelle Untersuchungen haben herausgefunden, dass Deine Darmflora eine Schlüsselkomponente eines gesunden Immunsystems und der Fähigkeit Deines Körpers virale und bakterielle Infektionen zu bekämpfen, ist. Sowohl probiotische Supplements, als auch fermentierte Nahrungsmittel, welche eine Quelle für lebende Bakterien darstellen, können Dein Infektionsrisiko signifikant reduzieren, indem sie Krankheitserreger im Darm bekämpfen und zu entzündungshemmenden Pfadwegen im gesamten Körper beitragen.
Bestimmte Bakterienstränge besitzen stärkere vor Infektionen schützende und entzündungshemmende Wirkungen als andere. Lactobacillus plantarum, Bifidobacterium lactis, Lactobacillus casei und Lactobacillus rhamnosus (auch als Lactobasciullus GG bekannt) gehören zu den besten “Kämpfern” gegen Virusinfektionen im Allgemeinen und Infektionen der oberen Atemwege im Speziellen (1, 2, 3, 4).
Wenn Du in Betracht ziehst, ein probiotisches Supplement zu verwenden, dann solltest Du nach einem Produkt suchen, das mindestens einen oder zwei oder mehr der oben erwähnten Stränge probiotischer Bakterien enthält.
Auch Deine Ernährung kann ein wichtiges Werkzeug für die Unterstützung einer gesunden Darmflora sein. Fermentierte Nahrungsmittel wie Kimchi, Sauerkraut, Miso und Tempeh, sowie Joghurt und Kefir können Deinem Darm direkt gesunde Bakterien zuführen, während prebiotische Supplements und Nahrungsmittel wie Bohnen und kreuzblütiges Gemüse diesen Bakterien dabei helfen können, besser in Deinem Darm zu gedeihen.
Zink kann dazu beitragen, dass Infektionen weniger schwer ausfallen
Zink spielt bei der Immunfunktion eine wichtige Rolle, da es an der zellvermittelten und humoralen Immunreaktion – zwei Typen der Immunität, bei denen eine für einen bestimmten Krankheitserreger spezifische Immunreaktion generiert wird – beteiligt ist. Niedrige Zinkspiegel oder ein Zinkmangel können deshalb die Anzahl Deiner Immunzellen reduzieren, die zur Bekämpfung von in den Körper eindringenden Krankheitserregern zur Verfügung stehen.
Nach einer Untersuchung von 13 randomisierten, Placebo kontrollierten Studien zum Thema Zink und Erkältung kamen Wissenschaftler zur Schlussfolgerung, dass eine Einnahme von Zink innerhalb der ersten 24 Stunden nach den ersten Erkältungssymptomen die Erkältungsdauer reduzieren und die Symptome der Krankheit lindern können (5).
Männer brauchen etwa 11 mg und Frauen etwa 8 mg Zink pro Tag. Zink findet sich primär in rotem Fleisch und Meeresfrüchten – insbesondere Austern und Mollusken – wieder. Zink kommt auch in pflanzlichen Quellen wie Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten vor - wenn auch in geringeren Mengen. Zusätzlich wird Zink aus pflanzlichen Quellen vom Körper schlechter als Zink aus tierischen Quellen aufgenommen. Vegetarier und ältere Menschen weisen ein höheres Risiko für eine unzureichende Zinkzufuhr über die Nahrung auf.
Auch wenn es wichtig ist, Deinen täglichen Zinkbedarf zu decken, ist es genauso wichtig, es mit der Zinkzufuhr nicht zu übertreiben. Die maximale Menge an Zink, die Du pro Tag zu Dir nehmen solltest, liegt bei 40 mg. Eine höhere Zufuhr kann zu einem Kupfermangel und neurologischen Problemen führen (6, 20).
Wenn Du Probleme damit hast, Deinen täglichen Zinkbedarf zu decken oder die ersten Anzeichen einer Erkältung verspürst, kann es sinnvoll sein, 25 mg Zink pro Tag einzunehmen. Zink Supplements sollten am besten auf nüchternen Magen eingenommen werden.
Vitamin C kann das Immunsystem unterstützen
Man kann nicht über die Immunfunktion sprechen, ohne auf Vitamin C einzugehen. Genau wie Zink ist auch Vitamin C ein essentieller Mikronährstoff, der über die Nahrung zugeführt werden muss. Vitamin C spielt bei der Immunfunktion eine wichtige Rolle, indem es als Antioxidans agiert, die Funktion der Immunzellen verbessert und entzündungshemmende Pfadwege im Körper unterstützt.
Ein Vitamin C Mangel kann zu einer beeinträchtigten Immunfunktion und einer stärkeren Anfälligkeit für Infektionen führen. Ein Studienreview (19) betrachtete hunderte Studien, welche die Rolle von Vitamin C bei der Immunfunktion untersuchten. Die Wissenschaftler kamen zur Schlussfolgerung, dass eine Supplementation mit 100 bis 200 mg Vitamin C pro Tag Infektionen der Atemwege verhindern kann.
Viele Supplements enthalten 1.000 mg Vitamin C pro Tablette oder Kapsel. Die schlechte Nachricht ist, dass die Absorption von Vitamin C mit steigender Zufuhr sinkt. Bei einer hohen Zufuhr (etwa 1.200 mg) werden z.B. nur 16% absorbiert, während es bei einer niedrigen Zufuhr (< 20 mg) 98% sind. Sobald Du 1.000 mg erreichst, werden weniger als 50% des zugeführten Vitamin C über den Urin wieder ausgeschieden (20). Aus diesem Grund sollte Vitamin C am besten in zwei bis drei kleineren Dosierungen mit Mahlzeiten eingenommen werden.
Eine Toxizität kommt bei Vitamin C für gewöhnlich nicht vor, es können jedoch unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, wenn längerfristig die obere verträgliche Menge (2.000 mg pro Tag) überschritten wird (7).
Vitamin C kommt in frischen, vollwertigen Nahrungsmitteln wie Annanas, Kiwi und Brokkoli in den größten Mengen vor. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass ein mangelnder Verzehr frischer Nahrungsmittel neben anderen Ursachen mit dazu beigetragen, dass ein Vitamin C Mangel in der westlichen Welt einer der führenden Nährstoffmängel ist (19).
Als wasserlösliches Vitamin kann Vitamin C im Körper nicht gespeichert werden. Aus diesem Grund ist es wichtig darauf zu achten, jeden Tag Vitamin C reiche Nahrungsmittel zu verzehren, um den täglichen Bedarf zu decken.
Eine adäquate Vitamin C Zufuhr ist für eine korrekte Funktion des Immunsystems von entscheidender Bedeutung. Wenn Du befürchtest, die notwendige Vitamin C Menge nicht zu erreichen, solltest Du in Betracht ziehen täglich zwei bis drei kleinere Portionen (200 mg) Vitamin C einzunehmen.
Eine Vitamin D Supplementation kann die oberen Atemwege schützen
Studien zeigen, dass Menschen mit optimalen Vitamin D Spiegeln weniger anfällig für Erkältungen und andere Atemwegsinfektionen als die Menschen sind, die niedrige Vitamin D Spiegel aufweisen. Im Rahmen eines systemischen, randomisierten Reviews (der Goldstandard der wissenschaftlichen Untersuchungen) schien eine Vitamin D Supplementation vor akuten Infektionen der Atemwege wie Erkältungen zu schützen. Dies galt insbesondere für Menschen, die zuvor einen Vitamin D Mangel aufwiesen (8).
Darüber hinaus konnte beobachtet werden, dass sich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Infektionen der oberen Atemwege entgegengesetzt proportional zu den Serum (Blut) Spiegeln von Vitamin D verhielt. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion der Atemwege steigt, wenn Deine Vitamin D Spiegel sinken (9). Die Serum Vitamin D Spiegel sollten für eine optimale Gesundheit oberhalb von 32 ng/ml liegen.
Fazit ist, dass Dich optimale Vitamin D Spiegel vor Infektionen der Atemwege schützen könnten. Du solltest deshalb auf eine Zufuhr von mindestens 1.000 IU Vitamin D pro Tag abzielen, wobei viele Experten auch deutlich höhere Mengen im Bereich von 2.000 bis 4.000 IU pro Tag empfehlen.
Natürliche Nahrungsmittelquellen für Vitamin D umfassen Lebertran, fetten Fisch, Pilze und Eigelb. Abgesehen von Lebertran und natürlicher Sonneneinstrahlung bleibt jedoch aufgrund der geringen natürlichen Mengen an Vitamin D in der Nahrung nur eine Supplementation mit Vitamin D, um optimale Spiegel zu erreichen.
Ginseng kann Symptome von Infektionen der oberen Atemwege bei älteren Menschen lindern
Ginseng ist eine Wurzel mit starken antioxidativen Wirkungen, die zu reduzierten Entzündungen, einer Unterstützung der Immunfunktion und anderen Gesundheitsvorzügen beitragen. Mehrere Studien haben positive Wirkungen von Ginseng bei Erkältungen und Infektionen der Atemwege gezeigt.
Im Rahmen eines systemischen Reviews, das mehrere Studien betrachtete, kamen die Wissenschaftler zur Schlussfolgerung, dass ein Ginsengextrakt die Dauer einer Erkältung reduzieren kann (10). Dieselben Ergebnisse konnten im Rahmen einer randomisierten Doppelblindkontrollstudie repliziert werden, bei der Probanden vier Monate lang ein Ginsengextrakt bekamen (11). Von besonderer Relevanz ist, dass Ginseng sowohl das Risiko für, als auch die Dauer von Symptomen im Bereich der Atemwege bei älteren Menschen um 48 bzw. 55% reduzieren konnte (12).
Ginseng könnte also für ältere Menschen besonders hilfreich sein. Es wirkt am besten, wenn es innerhalb eines zwei Stunden Fensters um eine Mahlzeit eingenommen wird. Eine optimale Dosierung liegt bei 2.000 mg Ginsengextrakt pro Tag.
Knoblauch kann mit der Immunfunktion in Verbindung stehende Gene aktivieren und die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung reduzieren
Knoblauch wurde bereits in der Vergangenheit von vielen unterschiedlichen Kulturen verwendet, um Infektionskrankheiten zu bekämpfen, da er antimikrobielle, antifungale und antivirale Eigenschaften besitzt (13). Moderne Studien haben gezeigt, dass Knoblauch Gene des Immunsystems aktivieren und sowohl Schweregrad, als auch das Risiko für Erkältungen reduzieren kann.
Im Rahmen einer randomisierten Doppelblindstudie bekamen Probanden von November bis Februar – die Grippe- und Erkältungssaison – über einen Zeitraum von 12 Wochen ein Knoblauchsupplement oder ein Placebo. Die Gruppe, die Knoblauch erhalten hatte, wies weniger Krankheitsfälle auf und erholte sich auch schneller wieder von Erkältungskrankheiten als die Placebogruppe (14).
Im Rahmen eines ähnlichen Studiendesigns zeigten Probanden im nach 45 Tagen einer Supplementierung mit Knoblauch im Vergleich zur Placebogruppe eine signifikant verbesserte Funktion von NK- und T-Zellen auf, welche beide an der Immunfunktion beteiligt sind. Nach 90 Tagen wies die Knoblauch Gruppe außerdem weniger Erkältungssymptome, Krankheitstage und Anzahl an Erkältungserkrankungen als die Placebogruppe auf (15). Zu guter Letzt fand eine andere Studie heraus, dass eine Zugabe von Knoblauch zu Mahlzeiten Gene aktivierte, die mit der Immunfunktion in Verbindung stehen (16).
Du kannst Knoblauch entweder in seiner natürlichen Form zu Deiner Ernährung hinzufügen, oder Supplements verwenden, welche Knoblauchextrakte in konzentrierter Form enthalten und darüber hinaus keinen Knoblauchgeruch verursachen. Eine gute Dosierung liegt bei zweimal 500mg Knoblauchextrakt täglich mit dem Frühstück und dem Abendessen.
Die Faktenlage zu Holunder und Echinacea ist noch nicht eindeutig
Holundersirup ist in letzter Zeit als natürlicher Weg zur Unterstützung des Immunsystems im Rampenlicht erschienen. Die Blüten und Beeren der Sambucus nigra Spezies wurden am häufigsten untersucht und in Tee oder Sirup verwendet.
Bis jetzt wurde jedoch nur eine Handvoll kleiner Studien (etwa vier) durchgeführt. Auch wenn die Resultate positiv waren – eine Supplementation mit Holunder kann Dauer und Schweregrad von Symptomen der oberen Atemwege reduzieren – unterschieden sich die verwendeten Mengen von Studie zu Studie (17).
Bei einer Studie kamen z.B. 300 mg Holunderbeerextrakt zum Einsatz, während im Rahmen einer anderen Studie 60 ml Holundersirup an fünf aufeinanderfolgenden Tagen verwendet wurden. Sambucol, eines der beliebtesten kommerziell erhältlichen Holundersirupprodukte enthält lediglich 3,8 mg Holunder pro Portion a 10 ml – und ganze 8 Gramm Zucker. Selbst bei einer mehrmals täglichen Einnahme würde dies nicht ausreichen, um die im Rahmen klinischer Studien verwendeten Mengen zu erreichen.
Und jetzt etwas zu Echinacea. Im Rahmen einer Metaanalyse, die 24 randomisierte, kontrollierte Untersuchungen betrachtete, kamen die Wissenschaftler zur Schlussfolgerung, dass nicht gezeigt werden konnte, dass Echinacea Vorzüge bei der Behandlung von Erkältungen besitzt.
Darüber hinaus machte im Jahr 2003 eine Studie Schlagzeilen, in deren Rahmen Wissenschaftler 59 unterschiedliche Echinacea Supplements untersuchten, die auf dem Markt erhältlich waren. Sie fanden heraus, dass nur 52% der getesteten Produkte die auf dem Etikett angegebenen Mengen an Echinacea enthielten und 19% keinerlei Echinacea enthielten (18).
Aufgrund der mangelnden Studienlage bei Holunder und den nicht schlüssigen Resultaten bei Echinacea, können diese beiden Pflanzenextrakte zum augenblicklichen Zeitpunkt nicht zur Behandlung von Erkältungen oder zur Unterstützung des Immunsystems empfohlen werden.
Welche Supplements können also das Immunsystem unterstützen?
Wissenschaftler, die die Wirksamkeit unterschiedlicher Supplements zur Bekämpfung von Erkältungen, Grippe, Atemwegsinfektionen und anderen verwandten Symptomen untersucht haben, sind sich weitestgehend einig: täglich eingenommen werden die folgenden Supplements mit einem reduzierten Risiko für Infektionen, einer reduzierten Dauer und einem reduzierten Schweregrad der Symptome in Verbindung gebracht, wobei jedes dieser Supplements andere einzigartige Eigenschaften besitzt, die das Immunsystem unterstützen können:
- Probiotika
- Zink
- Vitamin C
- Vitamin D
- Ginseng
- Knoblauch
Wir hoffen, dass Dir diese Zusammenfassung dabei helfen wird, eine weise Wahl zu treffen und Dich in die beste Position bringen wird, Dich vor einer Ansteckung mit COVID-19 oder anderen Atemwegserkrankungen zu schützen.
Referenzen:
- 19747410 Consumption of a fermented dairy product containing the probiotic Lactobacillus casei DN-114001 reduces the duration of respiratory infections in the elderly in a randomised controlled trial. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19747410
- 20803023 Randomised, double-blind and placebo-controlled study using new probiotic lactobacilli for strengthening the body immune defence against viral infections. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20803023
- 23020819 Effect of Lactobacillus rhamnosus LGG® and Bifidobacterium animalis ssp. lactis BB-12® on health-related quality of life in college students affected by upper respiratory infections. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23020819
- 25927096 Probiotics for preventing acute upper respiratory tract infections. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25927096
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3273967/
- https://ods.od.nih.gov/factsheets/Zinc-HealthProfessional/
- https://ods.od.nih.gov/factsheets/VitaminC-HealthProfessional/
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- https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/215276
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29099763
- Groff. Advanced Nutrition and Human Metabolism. Australia: Wadsworth/Cengage Learning, 2009. Print.
Quelle: https://blog.insidetracker.com/supplements-support-immunity-against-respiratory-infection

- Coronaviren verursachen Erkrankungen der Atemwege, weshalb für gewöhnlich zuerst die Lunge betroffen ist
- Frühe Symptome umfassen Fieber, Husten und Kurzatmigkeit. Diese Symptome können bereits 2 Tage oder aber erst auch 14 Tage nach Kontakt mit dem Virus auftreten
- Schäden können jedoch auch in anderen Bereichen des Körpers auftreten, was insbesondere während schweren Krankheitsverläufen vorkommen kann
Es gibt immer noch eine Menge Dinge, die wir über den neuartigen Coronavirus nicht wissen, der bereits über 500.000 Menschen weltweit infiziert und Tausende getötet hat.
Eines ist jedoch klar – in schweren Fällen kann der Virus verheerende Auswirkungen auf den Körper besitzen und weitaus mehr als nur die Lunge betreffen. Hier ist das, was wir bisher darüber wissen, wie sich COVID-19 auf unterschiedliche Systeme des Körpers auswirken kann.
COVID-19 betrifft die Lunge
Wie andere Coronavirus Erkrankungen inklusive SARS und MERS ist auch COVID-19 eine Atemwegserkrankung, weshalb die Lunge für gewöhnlich zuerst betroffen ist.
Frühe Symptome umfassen Fieber, Husten und Kurzatmigkeit. Diese Symptome können bereits 2 Tage nach der Erstinfektion oder aber erst auch 14 Tage danach auftreten (1).
Der Schweregrad einer COVID-19 Erkrankung reicht von milden oder keinen Symptomen bis hin zu schweren und manchmal tödlichen Krankheitsverläufen. Erste Daten aus China kamen zu dem Ergebnis, dass etwa 81 der Erkrankten einen milden Krankheitsverlauf aufwiesen, während die restlichen Fälle einen schweren oder kritischen Verlauf aufwiesen (2).
Ältere Menschen oder Menschen, die unter chronischen Erkrankungen leiden, weisen ein höheres Risiko für einen ernsthaften Krankheitsverlauf auf (3).
Diese Variabilität zeigt sich auch darin, wie COVID-19 die Lunge beeinflusst. Einige Menschen weisen nur milde Symptome im Bereich der Atemwege auf, während andere eine nicht lebensbedrohliche Lungenentzündung entwickeln (4). Es gibt jedoch auch eine Untergruppe von Patienten, bei denen sich schwere Lungenschäden entwickeln.
„Was wir regelmäßig bei Patienten sehen, die ernsthaft an COVID-19 erkrankt sind, ist ein Zustand, der als akutes respiratorisches Distresssyndrom – kurz ARDS – bezeichnet wird“, sagt Dr. Laura E. Evens, ein Mitglied der Society of Critical Care Medicine Leadership Council am University of Washington Medical Center in Seattle.
ARDS tritt jedoch nicht nur bei COVID-19 auf. Eine ganze Reihe von Ereignissen inklusive Infektionen, Traumata und Sepsis kann dieses Syndrom auslösen (5).
ARDS verursacht Lungenschäden, was dazu führt, das Flüssigkeit aus den kleinen Blutgefäßen in der Lunge leckt. Diese Flüssigkeit sammelt sich in den Luftsäcken der Lunge an, was es der Lunge schwer macht, Sauerstoff aus der Luft ins Blut zu transferieren.
Auch wenn es noch nicht genügend Informationen über den Typ von Lungenschäden gibt, der in der Lunge während einer COVID-19 Erkrankung auftritt, legt ein aktueller Bericht nahe, dass diese Schäden denen ähneln, die bei SARS und MERS beobachtet wurden (6).
Eine aktuelle Quelle, die 138 Patienten betrachtete, die aufgrund von COVID-19 im Krankenhaus behandelt wurden, kam zu dem Ergebnis, dass die Patienten durchschnittlich 5 Tage nach den ersten Symptomen begannen, unter Atembeschwerden zu leiden (7). ARDS entwickelte sich durchschnittlich 8 Tage nach dem Auftreten der Symptome.
Die Behandlung von ARDS umfasst eine Sauerstoffzufuhr und eine mechanische Beatmung, mit dem Ziel, mehr Sauerstoff ins Blut zu bekommen (8).
Es gibt keine spezifische Behandlung für ARDS. Man versucht einfach den Patienten durch diesen Prozess so gut wie möglich zu unterstützen und es dem Körper zu ermöglichen zu heilen, während das Immunsystem die zugrundeliegende Ursache bekämpft.
Andere Organe, die von COVID-19 angegriffen werden
Die Lunge ist das primäre Organ, das von COVID-19 angegriffen wird, aber in ernsten Krankheitsfällen kann auch der Rest des Körpers betroffen sein. Von den Patienten, die ernsthaft krank werden, entwickelt ein guter Teil auch Dysfunktionen im Bereich anderer Organsysteme. Dies kann jedoch bei jeder ernsten Infektion der Fall sein.
Die Schäden an diesen Organen werden nicht immer direkt durch die Infektion verursacht, sondern können auch aus der Reaktion des Körpers auf die Infektion resultieren.
Magen und Darm
Einige Menschen mit COVID-19 berichten von Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit oder Durchfall, auch wenn diese Symptome weniger weit als Probleme mit der Lunge verbreitet sind (9).
Auch wenn es Coronaviren sehr viel einfacher zu fallen scheint, über die Lunge in den Körper zu gelangen, ist auch der Verdauungstrakt für diese Viren nicht außer Reichweite.
Frühere Berichte identifizierten die Viren, die SARS und MERS hervorrufen in Darmbiopsieproben und Stuhlproben (11, 12).
Zwei aktuelle Studien berichten, dass Stuhlproben von einigen Menschen mit COVID-19 positiv auf den Virus getestet wurden (11, 12).
Die Wissenschaftler wissen bisher jedoch noch nicht, ob eine Übertragung von COVID-19 über Fäkalien möglich ist.
Herz und Blutgefäße
COVID-19 kann auch das Herz und die Blutgefäße angreifen. Dies kann sich durch Symptome wie Herzrhythmusstörungen, eine unzureichende Durchblutung des Körpergewebes oder einen sehr niedrigen Blutdruck, der einer Behandlung bedarf, zeigen.
Bis jetzt gibt es jedoch noch keine Indikationen dafür, dass der Virus das Herz direkt schädigen kann (14).
Leber und Nieren
Wenn Leberzellen entzündet oder beschädigt sind, dann können sie höhere Mengen an Enzymen als normalerweise in den Blutkreislauf freisetzen. Erhöhte Leberenzymwerte sind nicht immer ein Zeichen für ein ernsthaftes Problem, aber diese Laborergebnisse wurden auch bei Menschen mit SARS oder MERS beobachtet (15).
Ein aktueller Bericht fand bei einer Person mit COVID-19 Zeichen von Leberschäden (16). Arzte sagen, dass jedoch nicht klar ist, ob der Virus oder die zur Behandlung verwendeten Medikamente waren, die diese Schäden verursacht haben.
Einige mit COVID-19 ins Krankenhaus eingelieferte Patienten wiesen außerdem akute Nierenschäden auf, die so gravierend waren, dass in einigen Fällen eine Nierentransplantation notwendig wurde (17). Dies trat auch bei SARS und MERS auf (18, 19).
Während des SARS Ausbruchs fanden Wissenschaftler den Virus, der diese Krankheit hervorruft, sogar in den Nierenkanälen.
Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es jedoch nur wenige Hinweise, die zeigen, dass der Virus direkt Nierenschäden hervorrief (20).
Dr. James Cherry, ein Professor im Bereich der Kinderheilkunde an der David Geffen School of Medicine der UCLA sagt, dass die Nierenschäden auf anderen Veränderungen beruhen könnten, die während einer Coronavirusinfektion zustande kommen. So zirkuliert z.B. weniger Sauerstoff im Körper, wenn man unter einer Lungenentzündung leidet und dies kann die Nieren schädigen.
Immunsystem
Bei jeder Infektion reagiert das Immunsystem des Körpers damit, den fremden Virus oder das fremde Bakterium zu attackieren. Doch auch wenn dass Immunsystem den Körper von Infektionen befreien kann, kann es manchmal auch Kollateralschäden im Körper hervorrufen.
Dies kann in Form einer intensiven Entzündungsreaktion zustande kommen, die manchmal auch als „Zytokinsturm“ bezeichnet wird. Die Immunzellen produzieren Zytokine, um die Infektion zu bekämpfen, doch wenn zu viele Zytokine freigesetzt werden, kann dies im Körper Probleme verursachen.
Eine Menge des Schadens, der im Körper während einer COVID-19 Erkrankung auftritt, beruht auf komplexen Immunreaktionen. Die Infektion selbst kann eine intensive Entzündungsreaktion im Körper hervorrufen, welche die Funktion multipler Organsysteme im Körper beeinträchtigen kann.
Eine andere interessante, das Immunsystem betreffende Sache ist, dass es im Augenblick fast keine Fälle von COVID-19 bei Kindern unter 9 Jahren gibt (21). Die Wissenschaftler sind sich nicht sicher, ob Kinder sich nicht infizieren können, oder ob ihre Symptome so mild sind, dass sie niemandem auffallen.
Es ist bekannt, dass Kinder auch bei anderen Arten von Infektionen inklusive Masern und Pneumokokken unter weniger schweren Krankheitsverläufen als Erwachsene leiden. Dies könnte daran liegen, dass Kinder eine geradlinigere Immunreaktion aufweisen, während es bei älteren Menschen manchmal zu einer Überreaktion kommen kann. Es ist diese exzessive Immunreaktion, die einige der während einer Infektion auftretenden Schäden hervorruft.
Es gibt Hinweise darauf, dass dies bei SARS der Fall war und Wissenschaftler vermuten, dass es auch bei COVID-19 der Fall sein könnte.
Was Du tun kannst, um gar nicht erst krank zu werden….
Besser als jede Behandlung und Heilung ist natürlich immer, erst gar nicht krank zu werden – was bei einer Krankheit wie COVID-19, für die es noch keine wirkliche Behandlung gibt - besonders wichtig.
Im Fall von Viruserkrankungen sollte hierbei die Förderung einer optimalen Funktion des Immunsystems an allererster Stelle stehen, welche durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird. Wichtig für eine optimale Funktion des Immunsystems sind unter anderem ausreichend Schlaf, möglichst wenig Stress und natürlich Sport. Bei Sport ist die richtige „Dosierung“ wichtig, da zu extremes Training, welches den Körper sehr stark belastet und seine Regenerationsfähigkeit bis an ihre Grenzen fordert, die Immunfunktion für mehrere Stunden nach dem Training reduzieren kann.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die möglichst viel frisches Obst und Gemüse umfasst. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Supplements, die nachgewiesenermaßen die Immunfunktion fördern und verbessern können. Hier ist ein kurzer Überblick:
Probiotika
Die Darmflora spielt bei der Funktion Immunsystems eine wichtige Rolle. Probiotische Supplements liefern dem Körper gesunde Darmbakterien und können Studien zufolge das Risiko für Erkrankungen der Atemwege, zu denen auch COVID- 19 gehört, reduzieren (22, 23, 24, 25). Um das Wachstum der zugeführten gesunden Bakterien zu fördern, empfiehlt sich die Verwendung eines Pebiotika Produkts, welches diesen Bakterien als Nahrung dient und ihre Vermehrung fördert.
Curcumin
Curcumin, der aktive Inhaltsstoff von Kurkuma ist ein weiterer natürlicher Wirkstoff, der neben vielen weiteren positiven Auswirkungen auf die Gesundheit aufgrund seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen die Funktion des Immunsystems verbessern kann.
Antioxdantien
Antioxidantien, zu denen auch Vitamin C zählt, unterstützen die Funktion des Immunsystems über unterschiedliche Mechanismen. Dies ist auch der Grund dafür, dass frisches Obst und Gemüse, das reich an Antioxidantien ist, das Immunsystem stärkt und die Anfälligkeit für Krankheiten reduziert.
Vitamin D
Auch wenn Vitamin D von den meisten Menschen primär mit gesünderen Knochen in Verbindung gebracht wird, spielt es auch bei einer optimalen Funktion des Immunsystems eine wichtige Rolle. Studien zeigen, dass das Risiko für Infektionen der Atemwege bei einem Vitamin D Mangel oder einer unzureichenden Versorgung mit Vitamin D steigt, was im Umkehrschluss bedeutet, dass Dich eine optimale Vitamin D Versorgung weniger anfällig für diese Krankheiten macht (28, 29).
Zink
Auch Zink spielt an vielen Aspekten der Immunfunktion eine wichtige Rolle, was zur Folge hat, dass ein Zinkmangel die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen kann. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass Zink, wenn es zu Beginn einer Erkrankung der Atemwege eingenommen wird, deren Dauer und Schweregrad reduzieren kann (26)
Ginseng
Ginseng unterstützt nicht nur eine optimale Funktion des Immunsystems, sondern kann auch bei bereits bestehenden Infektionen der Atemwege sowohl Dauer, als auch Schweregrad der Erkrankung reduzieren (30, 31, 32). Dies gilt sowohl für Panax Ginseng, als auch sibirischen Ginseng, der traditionell in osteuropäischen Ländern zur Vorbeugung vor Erkältungen eingesetzt wird.
Vitamin C
Vitamin C ist nicht ohne Grund der Klassiker unter den Supplements zur Unterstützung der Immunfunktion, was unter anderem auf seinen antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen basiert. In der Tat kam ein Studienreview, das über hundert Einzelstudien betrachtete zu dem Ergebnis, dass bereits eine Supplementation mit 100 bis 200 mg Vitamin Infektionen der Atemwege verhindern kann (27).
Knoblauchextrakte (Garlicin)
Knoblauch besitzt antimikrobielle und antivirale Eigenschaften und kann bestimmte Gene des Immunsystems aktivieren, was in einer signifikanten Verbesserung der Funktion von NK- und T-Zellen des Immunsystems resultiert (33, 36). Mehrere Studien konnte zeigen, dass eine Knoblauch Supplementation sowohl das Risiko für Erkrankungen der Atemwege reduziert, als auch die Krankheitsdauer reduzieren kann (34, 35). Um von diesen Vorzügen ohne lästigen Knoblauchgeruch profitieren zu können, empfehlen sich Supplements, die den aktiven Inhaltstoff von Knoblauch – Garlicin – in konzentrierter Form enthalten.
Grünteeextrakt
Grüner Tee ist reich an Flavonoiden – insbesondere Epigallocatechin Gallate, kurz EGCG. EGCG besitzt ausgeprägte antioxidative Wirkungen und kann Studien zufolge die Immunfunktion verbessern. Zusätzlich hierzu unterstützt das in grünem Tee enthaltene Theanin die Produktion keimtötender Verbindungen in den T-Zellen des Immunsystems.
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Die Beliebtheit von CBD boomt. Die meisten Menschen verwenden dieses Öl, um Schmerzen zu lindern, die durch Arthritis, multiple Sklerose, Migräne und Reizdarmsyndrom hervorgerufen werden. Aber werden diese Anwendungsbereiche durch die Wissenschaft unterstützt? Und welche Art der Zufuhr bietet die schnellste und effektivste Schmerzlinderung? Dieser Artikel wird Dir Antworten auf diese Fragen geben.
Was ist CBD Öl?
CBD Öl ist ein therapeutisches Öl, das aus der aus Cannabis hergestellten Verbindung Cannabidiol oder CBD hergestellt wird. Anders als THC wirkt CBD nicht berauschend.
Menschen verwenden für gewöhnlich CBD und THC enthaltendes medizinisches Cannabis zur Schmerzlinderung. Bei zwei Umfragen mit über 3.500 Menschen, die diese Medikamente verwenden, berichteten über 50% davon, unter unterschiedlichen krankheitsbedingten Schmerzen zu leiden. Die am häufigsten mit CBD – und anderen Cannabis Produkten – behandelten Krankheiten umfassen:
- Arthritis (rheumatische Arthritis und Osteoarthritis)
- Multiple Sklerose
- Kopfschmerzen (Migräne, Cluster Kopfschmerzen und medikamentenbedingte Kopfschmerzen)
- Schmerzen im unteren Rücken
- Krebsschmerzen
- Fibromyalgie
- Nervenschmerzen
- Reizdarmsyndrom Schmerzen
Aus Hanf gewonnenes CBD Öl ist in vielen Ländern legal, während aus Marihuana gewonnenes Öl höhere THC Spiegel enthalten kann und deshalb strenger reguliert wird.
CBD Öl zur Schmerzlinderung
Wie wirkt es?
Interaktionen mit dem endokrinen System
Das Endocannabinoid System besteht aus zwei Rezeptoren: CB1 und VB2. Die Cannabinoide, die der Körper selbst produziert – unter anderem Anandamid -, binden an diese Rezeptoren an. CB1 Rezeptoren befinden sich primär in den Hirnzellen, während die CB2 Rezeptoren am häufigsten in den Immunzellen vorkommen.
Cannabinoide im Allgemeinen – inklusive Anandamid und THC – reduzieren Schmerzen, indem sie diese Rezeptoren aktivieren. In der Tat wird ein Mangel am Anandamid mit schmerzhaften Leiden wie Migräne, Fibromyalgie und Reizdarmsyndrom in Verbindung gebracht (1).
CBD bindet mit geringerer Wahrscheinlichkeit an CB Rezeptoren und blockiert diese, anstatt sie zu aktivieren. CBD erhöht jedoch indirekt die Menge an Cannabinoiden im Körper: Es stoppt den Abbau und Ausscheidung von Anandamid. Dies erklärt wahrscheinlich, warum es die schmerzlindernden Wirkungen von THC verstärkt (2, 3).
CBD und Cannabis Produkte sind jedoch nicht der einzige Weg, Deine Cannabinoidspiegel zu erhöhen. Es gibt noch mindestens 49 weitere Wege, die uns bekannt sind.
Entzündungshemmende Mechanismen
CBD Öl ist ein starker Entzündungshemmer, was wahrscheinlich erklärt, warum es Schmerzen verhindern und lindern kann. Wenn man sich seine Wirkungen auf zellularer Ebene ansieht, dann sehen wir, dass es über ein Dutzend entzündungshemmende Mechanismen und Moleküle beeinflusst. Zum einen aktiviert CBD Rezeptoren, welche die Empfindlichkeit für Entzündungen (TRPV1 and TRPA1) und Nervenschmerzen (5HT1A und Glyzin Rezeptoren) reduzieren (4, 5, 6).
Es blockiert außerdem den primären Schmerzknotenpunkt NF-kB, aktiviert entzündungshemmendes PPAR-gamma und verhindert den Abbau von entzündungshemmendem Adenosin. Im Gegenzug reduziert CBD die Produktion vieler entzündungsfördernder Botenstoffe (IL-1beta, IL-6, TNF-alpha, IFN-Gamma und Prostaglandine (7, 8, 9).
Darüber hinaus erhöht CBD die Spiegel der entzündungshemmenden Zytokine IL-4 und IL-19 (10). Zu guter Letzt verstärkt CBD die schmerzlindernden Wirkungen von Opioiden wie Morphin (11).
Als nächstes werden wir betrachten, ob CBD Öl bei einer Reihe von Schmerzleiden wirkt.
Wann wirkt CBD?
1) Multiple Sklerose
Bei multipler Sklerose werden die Schmerzen durch unfreiwillige Muskelkontraktionen und Beschädigungen von Nerven, Muskeln und Gelenken hervorgerufen. THC, CBD und eine Kombination von beidem waren im Rahmen einer kleinen Studie mit 24 Probanden mit multipler Sklerose ähnlich effektiv, wenn es um eine Reduzierung von unfreiwilligen Muskelkontraktionen und Schmerzen ging (12).
Bei Mäusen mit multipler Sklerose reduzierte CBD Entzündungen und Nervenschäden, was das Voranschreiten der Krankheit verlangsamte. Seine Wirkungen können variieren, wenn CBD mit anderen aus Hanf gewonnenen Cannabinoiden kombiniert wird. THC bietet eine zusätzliche Linderung während eine andere Verbindung (Palmitoylethanolamid) die positiven Wirkungen von CBD blockierte (13, 14).
Ein Mundspray mit ähnlichen Mengen von THC und CBD namens Nabiximol wird jedoch für gewöhnlich bei diesem Leiden verwendet.
Zusammenfassung: Extrakte, die THC und CBD enthalten, lindern Schmerzen, die durch multiple Sklerose hervorgerufen werden, während es einige Hinweise darauf gibt, dass auch CBD alleine effektiv sein kann.
2) Nervenschmerzen (Neuropathie)
CBD reduzierte bei Ratten und Mäusen Nervenschmerzen, die durch Verletzungen des Gehirns, wiederholten Nervenstimulationen, Krebsmedikamenten und Diabetes verursacht wurden. Es aktivierte drei Rezeptoren, die die Schmerzempfindlichkeit reduzieren (TRPV1, 5-HT1A und Glyzinrezeptoren), senkte die Spiegel entzündungsfördernder Zytokine und hinderte T Zellen daran, die Nerven anzugreifen (15, 16, 17). Darüber hinaus verstärkte CBD bei Mäusen die schmerzlindernden Wirkungen von THC (18).
Wie bereits bei Multipler Sklerose testeten klinische Studien bei schwer zu behandelnden Nervenschmerzen häufiger erfolgreich ein Spray, das THC und CBD enthielt.
Zusammenfassung: Extrakte mit CBD und THC reduzieren schwer zu behandelnde Nervenschmerzen. Auch CBD alleine könnte helfen, doch es bedarf klinischer Untersuchungen, um dies zu bestätigen.
3) Arthritis
Als Arthritis werden Beschädigungen des Gelenkknorpels durch Abnutzung (Osteoarthritis) oder Autoimmunreaktionen (rheumatische Arthritis) bezeichnet. Bei einer Umfrage mit fast 3.500 Personen, die medizinisches Cannabis verwendeten, gaben 21% an, dies zur Behandlung von Arthritis zu verwenden und berichteten häufig von guten Resultaten.
Auch wenn die einzige bisher durchgeführte klinische Untersuchung ein Spray mit THC und CBD untersuchte, befindet sich eine Folgestudie in Arbeit, die die Wirkung von CBD alleine auf Gelenkschmerzen bei Menschen mit rheumatischer Arthritis untersuchen soll (19).
Sowohl oral eingenommenes, als auch auf die Haut aufgetragenes CBD linderte bei Hunden und Ratten mit Osteoarthritis Schmerzen und Entzündungen. Es war auch bei Mäusen und Ratten mit rheumatischer Arthritis effektiv (20, 21).
Zusammenfassung: CBD lindert in Kombination mit THC Gelenkschmerzen. Studien, die die schmerzlindernden Wirkungen von CBD alleine bei Arthritisschmerzen testen sollen, befinden sich in Arbeit.
4) Fibromyalgie
Fibromyalgie kann weit verbreitete Schmerzen verursachen, die möglicherweise darauf beruhen, dass das Gehirn empfindlicher auf Schmerzsignale reagiert (22).
Im Rahmen einer klinischen Untersuchung reduzierte ein Vape, das gleiche Mengen von THC und CBD enthielt, Fibromyalgieschmerzen geringfügig. Vapes mit mehr von der einen oder der anderen Verbindung erwiesen sich hingegen als ineffektiv (23).
Direkt in die Muskeln injiziertes CBD könnte bei der Behandlung von Fibromyalgie effektiver sein, da es Schmerzen bei Ratten mit einer ähnlichen Störung (Myofaszialschmerzen) linderte (24).
5) Reizdarmsyndrom und entzündliche Darmerkrankungen
Ein Reizdarmsyndrom und entzündliche Darmerkrankungen verursachen Schmerzen, Krämpfe und Durchfall oder Verstopfung. Auch wenn beide Leiden ähnlich sind, führen entzündliche Darmerkrankungen zu stärkeren Entzündungen und Beschädigungen der Darmschleimhaut.
Eine Umfrage zeigte, dass fast 4% aller Konsumenten von medizinischem Cannabis dieses zur Behandlung von Reizdarmsyndrom und entzündliche Darmerkrankungen verwendeten und eine andere Umfrage unter Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen zeigte, dass 22% diese Krankheit mit Cannabisöl behandelten.
CBD wurde bisher noch nicht bei Menschen mit Reizdarmsyndrom getestet. Diese Krankheit verursacht Schmerzen vermutlich über eine Erhöhung der Produktion von TRPV1 Rezeptoren im Darm. TRPV1 löst Entzündungsschmerzen aus und eine Anregung dieser Rezeptoren mit CBD (oder anderen Verbindungen wie Chilipfeffer oder Capsaicin) reduziert das Schmerzempfinden, was erklären könnte warum CBD bei einem Reizdarmsyndrom eine Schmerzlinderung bewirken könnte (25, 4).
Entzündungen des Darms erhöhen die Durchlässigkeit der Darmbarriere, was ein Reizdarmsyndrom verschlimmert. Im Rahmen einer klinischen Untersuchung mit 30 gesunden Männern reduzierte CBD die Durchlässigkeit der Darmbarriere und verhinderte, dass entzündungsfördernde Zytokine in die Zellen der Darmschleimhaut gelangten (26).
Alternativ reduzierte eine CB1 Aktivierung durch Anandamid und andere Cannabinoide Entzündungen der Zellen der Darmwand. CBD bindet zwar primär an andere Rezeptoren, könnte aber indirekt die CB1 Rezeptoren aktivieren und somit Entzündungen des Darms über eine Erhöhung der Anandamidspiegel reduzieren (27).
Trotzdem zeigte CBD im Rahmen von 2 Untersuchungen mit 80 Probanden nur geringe oder keine Auswirkungen auf Symptome des Reizdarmsyndroms (28, 29).
Bei Ratten und Mäusen mit Reizdarmsyndrom war CBD jedoch effektiver. CBD linderte Entzündungen und Gewebeschäden, reduzierte Schmerzen und steigerte die entzündungshemmenden Wirkungen von THC (30).
Zusammenfassung: CBD Öl könnte die natürlichen Cannabinoidspiegel erhöhen und mit dem Reizdarmsyndrom in Verbindung stehende Entzündungen lindern. Klinische Untersuchungen fehlen jedoch noch.
6. Rückenschmerzen
Im Rahmen einer klinischen Untersuchung mit 11 Probanden, die trotz operativer Eingriffe unter Rückenschmerzen litten, reduzierte ein Cannabisöl mit CBD und THC als begleitende Therapie Schmerzen und verbesserte die Lebensqualität. Das Öl enthielt jedoch mehr THC als CBD (31).
Bei einer anderen Studie mit 200 Personen mit chronischen Schmerzen, von denen 19% unter Schmerzen im unteren Rücken litten, reduzierte medizinischer Cannabis (mit THC und CBD) Schmerzen und Opioidverwendung (32).
Zusammenfassung: Nur Produkte mit CBD und THC scheinen Rückenschmerzen zu lindern. Es gibt bisher noch keine Untersuchungen mit CBD alleine, auch wenn es Berichte über eine erfolgreiche Anwendung gibt.
7. Kopfschmerzen und Migräne
Cannabis wird häufig zur Behandlung aller Arten von Kopfschmerzen eingesetzt. Bei einer Studie mit 100 Migränepatienten, die medizinisches Cannabis verwendeten, berichteten 85% von reduzierten Schmerzen und einer reduzierten Migränefrequenz (33).
Auch wenn eine Aktivierung des CB1 Rezeptors durch THC für den größten Teil dieser Wirkung verantwortlich sein dürfte, könnte CBD dabei helfen Migräneanfälle durch eine Anregung der Serotoninausschüttung zu verhindern, welche Migräneschmerzen reduziert (34).
Auf der anderen Seite könnte CBD jedoch auch Migräneanfälle über eine Aktivierung des TRPV1 Rezeptors und eine Ausschüttung von CGRP (ein Protein, das die Blutgefäße im Gehirn weitet) auslösen (35).
Zusammenfassung: CBD alleine wird Migräne und Kopfschmerzen wahrscheinlich nicht reduzieren, wogegen THC mit größerer Wahrscheinlichkeit helfen wird.
8. Schmerzen nach medizinischen Prozeduren
Eine HPV Impfung kann eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen hervorrufen, zu denen starke Schmerzen, Erschöpfung und Schlafstörungen gehören. Im Rahmen einer kleinen Studie mit 12 Probandinnen, die diese Symptome nach der Impfung entwickelten, half ein mit CBD angereichertes Hanföl dabei, die Schmerzen zu lindern und Vitalität und Wohlbefinden zu steigern (35).
Chronische Schmerzen sind eine Nebenwirkung bei Nierentransplantationen, die normalerweise mit Schmerzmitteln behandelt wird, welche die Nieren schädigen können. Im Rahmen einer kleinen Studie mit 7 Transplantationspatienten reduzierte CBD bei allen bis auf einen Patienten diese Schmerzen (36).
Injiziertes CBD reduzierte bei Ratten postoperative Schmerzen. Auch ein orales Cannabis Produkt das jedoch mehr THC als CBD enthielt reduzierte bei einer klinischen Untersuchung postoperative Schmerzen (75).
Zusammenfassung: CBD scheint Schmerzen nach medizinischen Prozeduren zu reduzieren.
9. Andere Arten von Schmerzen
Einige Fallstudien berichten von einer erfolgreichen Schmerzlinderung mit CBD (oft in Kombination mit THC) bei Menschen mit:
- Endometriose
- Gutartigen Tumoren in den Nerven
- Zwei Typen von seltenen entzündlichen Erkrankungen der Haut (Epidermolysis bullosa und Pyoderma gangrenosum)
Limitierungen
Viele der Humanstudien verwendeten CBD in Kombination mit variierenden Mengen an THC. Mit Tieren durchgeführte Untersuchungen legen jedoch nahe, dass auch CBD alleine Schmerzen lindern kann.
CBD Öl Dosierungen zur Schmerzlinderung
Die einzige klinische Studie mit CBD zur Schmerzlinderung nach Nierentransplantationen verwendete recht hohe Dosierungen: man begann mit 100 mg pro Tag und erhöhte die Dosierung über 3 Wochen auf 300 mg pro Tag (38).
- Die inoffiziellen Dosierungen fallen niedriger aus und basieren auf Empfehlungen von Herstellern und Anwendern. Die optimale Dosierung hängt von folgenden Faktoren ab:
- Körpergewicht: schwerere Menschen benötigen eine höhere Dosierung, um eine Schmerzlinderung zu erleben.
- Art der Schmerzen: schwere und chronische Schmerzen bedürfen in der Regel höherer Dosierungen als schwache Schmerzen.
- Gewöhnung: bei Menschen, die regelmäßig CBD verwenden, kann sich im Lauf der Zeit ein Gewöhnungseffekt einstellen, wodurch höhere Dosierungen notwendig werden. Mit diesen Informationen im Hinterkopf liegen die Empfehlungen von CBD Dosierungen (ein bis dreimal täglich eingenommen) in folgenden Bereichen:
- Leichte Menschen (unter 60 Kilo): 10 bis 17 mg
- Mittelschwere Menschen (60 Kilo bis 90 Kilo): 15 bis 25 mg
- Schwere Menschen (über 90 Kilo): 22 bis 45 mg
Beginne mit der niedrigsten Dosierung und beobachte Deine Reaktion. Wenn Du CBD Öl gut verträgst kannst Du die Dosis schrittweise erhöhen, bis Du die gewünschte Wirkung erreichst.
Art der Einnahme
CBD Öl ist in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich:
- Öl Tinkturen
- Kapseln und Tabletten
- Tees
- Mundsprays
- Liquids für E-Zigaretten
- Lotionen, Salben und Cremes zum Auftragen auf die Haut
- Pflaster
Die Wahl der Darreichungsform kann vom Typ der Schmerzen abhängen:
- Kapseln und Tees setzen CBD langsamer frei, aber ihre Wirkungen halten dafür auch länger an. Diese Darreichungsformen sind gut für chronische Schmerzen geeignet.
- Liquids für E-Zigaretten, Mundsprays und Öl Tinkturen werden schneller absorbiert und somit gut für akute Schmerzen geeignet.
- Auf die Haut aufgetragene Darreichungsformen werden hauptsächlich bei Muskel- und Gelenkschmerzen verwendet.
Wie lange dauert es, bis die Wirkung eintritt?
Die Zeitspanne die vergeht, bis Du schmerzlindernde Wirkungen verspürst, hängt von der Methode der Zufuhr ab, welche die Rate bestimmt, mit der CBD in Deinen Blutkreislauf freigesetzt wird (39, 40):
- Liquid für E-Zigaretten: 5-15 min
- Mundsprays und orale Tinkturen, die über die Schleimhäute aufgenommen werden: 15-30 min
- Orale Kapseln und Tees: 30-180 min
- Auf die Haut aufgetragene Formen: 30-120 min
Erfahrungsberichte
Die meisten Menschen verwenden CBD Öl für schmerzhafte Leiden wie Multiple Sklerose, Arthritis, Nervenschmerzen, Fibromyalgie, Reizdarmsyndrom und Rückenschmerzen. Für gewöhnlich sind die Anwender zufrieden und die meisten von ihnen berichten von einer Schmerzlinderung.
In einigen Fällen haben sich Anwender darüber beschwert, dass das Öl bei ihnen nicht gewirkt hat. Abhängig von der Art des Produkts und der Art der Zufuhr haben sich einige Anwender auch über den schlechten Geschmack beschwert.
Mögliche Nebenwirkungen von CBD Öl:
CBD Öl ist im Allgemeinen gut verträglich und besitzt nur wenige, normalerweise milde Nebenwirkungen. Die häufigsten Nebenwirkungen, von denen Menschen berichteten, die CBD zur Schmerlinderung verwendeten umfassten (41):
- Mundtrockenheit
- Euphorie
- Hunger
- Schwindel
- Benommenheit und Müdigkeit
- Übelkeit
Fazit:
CBD Öl kann Schmerzen durch eine Erhöhung der Anandamidspiegel – das natürliche Cannabinoid Molekül des menschlichen Körpers – bewirken. Anders als THC wirkt es nicht direkt über die Cannabinoid Rezeptoren und besitzt auch keine berauschende Wirkung.
CBD ÖL kann bei milden Multiple Sklerose Schmerzen, Nervenschmerzen, Arthritis und Reizdarmsyndrom helfen. Sine Nebenwirkungen sind mild und die meisten Menschen vertragen CBD Öl gut.
Wenn Du eine schnelle Schmerzlinderung brauchst, dann verwende ein Liquid für E-Zigaretten. Für eine länger andauernde Schmerzlinderung sind Kapseln besser. Bei lokalen Schmerzen wie Rückenschmerzen oder Knieschmerzen kannst Du von Cremes oder anderen CBD Formeln zum Auftragen auf die Haut profitieren.
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Quelle: https://selfhacked.com/blog/can-cbd-oil-relieve-pain/

Triglyzeride sind ein Typ von Fett, der sich in Deinem Blut wiederfindet. Nachdem Du etwas gegessen hast, wandelt Dein Körper die Kalorien, die Du nicht brauchst, in Triglyzeride um und speichert sie für eine spätere Verwendung in Deinen Fettzellen.
Auch wenn Du Triglyzeride brauchst, um Deinen Körper mit Energie zu versorgen, können zu viele Triglyzeride in Deinem Blut das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen.
Etwa 25% aller Menschen der westlichen Welt weisen erhöhte Triglyzeridspiegel von über 200 mg/dL (2,26 mmol/L) auf. Fettleibigkeit, eine unkontrollierte Diabetes, regelmäßiger Alkoholkonsum und eine kalorienreiche Ernährung können alle zu hohen Triglyzeridspiegeln im Blut beitragen.
Dieser Artikel zeigt Dir 13 Wege, um Deine Triglyzeridspiegel im Blut auf natürliche Art und Weise zu senken.
1. Verliere etwas Gewicht
Wann immer Du mehr Kalorien zu Dir nimmst, als Du brauchst, verwandelt Dein Körper die überschüssigen Kalorien in Triglyzeride und speichert diese in den Fettzellen. Aus diesem Grund stellt ein Gewichtsverlust einen effektiven Weg dar, Deine Triglyzeridspiegel im Blut zu senken. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits ein Verlust von 5 bis 10% Deines Körpergewichts Deine Triglyzeridspiegel im Blut um bis zu 40 mg/dL (0,45 mmol/L) senken kann (1).
Auch wenn ein langfristig anhaltender Gewichtsverlust das Ziel sein sollte, haben Studien herausgefunden, dass ein Gewichtsverlust selbst dann eine anhaltende Auswirkung auf die Triglyzeridspiegel im Blut besitzen kann, wenn Du wieder etwas des verlorenen Gewichts zunimmst. Eine Studie konzentrierte sich auf Probanden, die aus einem Gewichtsmanagement Programm ausgestiegen waren. Obwohl sie wieder etwas des verlorenen Gewichts zugenommen hatten, blieben ihre Triglyzeridspiegel im Blut um 24 bis 26% niedriger als vor dem Gewichtsverlust (2).
2. Begrenze Deinen Zuckerkonsum
Zugesetzter Zucker ist eines der Hauptprobleme bei der Ernährung vieler Menschen. Die American Heart Association empfiehlt nicht mehr als 6 bis 9 Esslöffel zugesetzten Zucker pro Tag zu konsumieren, doch der durchschnittliche Konsum liegt bei knapp 20 Teelöffeln. Versteckter Zucker verbirgt sich in Süßigkeiten, Erfrischungsgetränken und Fruchtsäften.
Überschüssiger Zucker in der Ernährung wird in Triglyzeride umgewandelt, welche neben anderen Risikofaktoren für Herzkrankheiten die Triglyzeridspiegel im Blut erhöhen können.
Eine 15 Jahre alte Studie zeigte, dass diejenigen, die mindestens 25% ihrer Kalorien in Form von Zucker zu sich nahmen, im Vergleich zu denjenigen, die weniger als 10% ihrer Kalorien in Form von Zucker zu sich nahmen, ein doppelt so hohes Risiko aufwiesen, an einem Herzinfarkt zu sterben (3).
Eine andere Studie fand heraus, dass der Konsum von zugesetztem Zucker bei Kindern zu höheren Triglyzeridspiegeln im Blut führten (4).
Glücklicherweise haben mehrere Studien gezeigt, dass Ernährungsformen, die arm an Kohlenhydraten und zugesetztem Zucker sind, zu niedrigeren Triglyzeridspiegeln im Blut führen können (5, 6). Selbst das Ersetzen von mit Zucker gesüßten Getränken durch Wasser könnte die Triglyzeridspiegel im Blut um fast 29 mg/dL (0,33 mmol/L) senken (7).
3. Befolge eine kohlenhydratarme Ernährung
Ähnlich wie zugesetzter Zucker können auch zusätzliche Kohlenhydrate in Triglyzeride umgewandelt und in den Fettzellen gespeichert werden. Es ist somit nicht überraschend, dass kohlenhydratarme Ernährungsformen mit niedrigeren Triglyzeridspiegeln im Blut in Verbindung gebracht werden.
Eine Studie aus dem Jahr 2006 betrachtete wie unterschiedliche Mengen an Kohlenhydraten die Triglyzeridspiegel beeinflussen können. Diejenigen, die sich kohlenhydratarm ernährten und etwa 26% ihrer Kalorien in Form von Kohlenhydraten zu sich nahmen, einen stärkeren Abfall der Triglyzeridspiegel im Blut als diejenigen aufwiesen, die sich kohlenhydratreicher ernährten und bis zu 54% ihrer Kalorien in Form von Kohlenhydraten zu sich nahmen (6).
Eine andere Studie betrachtete die Auswirkungen einer kohlenhydratarmen und einer kohlenhydratreichen Ernährung über den Zeitraum eines Jahres. Die Gruppe, die sich kohlenhydratarm ernährte, verlor nicht nur mehr Gewicht, sondern erlebte auch eine stärkere Reduzierung der Triglyzeridspiegel im Blut (5).
Zu guter Letzt verglich eine Studie aus demselben Jahr fettarme und kohlenhydratarme Ernährungsformen. Nach 6 Monaten fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Triglyzeridspiegel bei der kohlenhydratarmen Gruppe um 38 mg/dL (0,43 mmol/L) gefallen waren, während die fettarme Gruppe lediglich eine Reduzierung um 7 mg/dL (0,08 mmol/L) verzeichnen konnte (8).
4. Iss mehr Ballaststoffe
Ballaststoffe finden sich in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten wieder. Andere gute Quellen umfassen Nüsse und Hülsenfrüchte. Mehr Ballaststoffe in Deine Ernährung zu integrieren kann die Absorption von Fett im Dünndarm reduzieren, was dabei hilft, die Menge an Triglyzeriden im Blut zu senken (9).
Im Rahmen einer Studie zeigten die Wissenschaftler, dass eine Supplementierung mit Reiskleie bei Diabetikern die Triglyzeride im Blut um 7 bis 8% senkte (10).
Eine andere Studie betrachtete, wie ballaststoffreiche und ballaststoffarme Ernährungsformen die Triglyzeridspiegel im Blut beeinflussen. Die ballaststoffarme Ernährung ließ die Triglyzeridspiegel innerhalb von 6 Tagen um 45% ansteigen, doch während der ballaststoffreichen Phase sanken die Triglyzeridspiegel unter den Ausgangswert ab (11).
5. Treibe regelmäßig Sport
Das gute HDL Cholesterin steht in einer umgekehrten Beziehung zu den Triglyzeridspiegeln, was bedeutet, dass hohe HDL Cholesterinspiegel dabei helfen können, die Triglyzeridspiegel zu senken. Aerobes Training kann die HDL Cholesterinspiegel im Blut erhöhen, welche dann die Triglyzeridspiegel senken können. Studien zeigen, dass aerobes Training In Kombination mit einem Gewichtsverlust besonders effektiv ist, wenn es um eine Senkung der Triglyzeridspiegel geht (12). Beispiele für aerobes Training umfassen Gehen, Joggen, Radfahren und Schwimmen.
Was die Menge an aerobem Training angeht, empfehlen Gesundheitsexperten mindestens 30 Minuten an 5 Tagen pro Woche.
Die Vorzüge von Sport auf die Triglyzeridspiegel werden bei langfristigen Trainingsprogrammen am offensichtlichsten. Eine Studie konnte zeigen, dass 2 Stunden Joggen pro Woche über einen Zeitraum von 4 Monaten zu einer signifikanten Senkung der Triglyzeridspiegel im Blut führte (13).
Andere Untersuchungen haben herausgefunden, dass Training mit höherer Intensität über einen kürzeren Zeitraum effektiver als längeres Training mit moderater Intensität ist (14).
6. Meide Transfette
Künstliche Transfette sind der Typ von Fett, der zu verarbeiteten Lebensmitteln hinzugefügt wird, um deren Haltbarkeit zu verlängern. Transfette finden sich für gewöhnlich in frittierten und gebackenen Nahrungsmitteln wieder, die mit teilweise hydrierten Fetten hergestellt wurden.
Aufgrund ihrer entzündungsfördernden Eigenschaften werden Transfette mit vielen Gesundheitsproblemen inklusive erhöhter LDL Cholesterinspiegel und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Der Verzehr von Transfetten kann außerdem die Triglyzeridspiegel im Blut erhöhen.
Eine Studie zeigte, dass die Triglyzeridspiegel signifikant höher lagen, wenn die Probanden eine Ernährung befolgten, die hohe oder moderate Mengen an Transfetten enthielten, als dies bei einer Ernährung der Fall war, die reich an ungesättigter Ölsäure der Fall war (15).
Eine andere Studie kam zu ähnlichen Ergebnissen. Das Befolgen einer dreiwöchigen Ernährung, die reich an Transfetten war, resultierte in höheren Triglyzeridspiegeln als eine Ernährung, die reich an ungesättigten Fetten war (16).
7. Iss zweimal wöchentlich fetten Fisch
Fetter Fisch ist für seine Vorzüge bezüglich der Herzgesundheit und für seine Fähigkeit, die Triglyzeridspiegel im Blut senken zu können, bekannt. Dies hängt größtenteils mit seinem hohen Gehalt an Omega-3 Fettsäuren zusammen – ein Typ von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, der als essentiell angesehen wird, was bedeutet, dass er über die Nahrung zugeführt werden muss.
Die Richtlinien der American Heart Association empfehlen zwei Portionen fetten Fisch pro Woche. Dies kann Studien zufolge das Risiko für Herzkrankheiten um bis zu 36% reduzieren (17).
Eine Studie konnte außerdem zeigen, dass der Verzehr von Lachs zweimal wöchentlich die Triglyzeridspiegel im Blut signifikant senken kann (18).
Lachs, Hering, Sardinen, Thunfisch und Makrelen sind einige Arten von Fischen, die besonders reich an Omega-3 Fettsäuren sind.
8. Erhöhe Deinen Konsum von ungesättigten Fetten
Studien zeigen, dass einfach und mehrfach ungesättigte Fette die Triglyzeridspiegel im Blut senken können, was insbesondere dann gilt, wenn sie andere Typen von Fett in der Ernährung ersetzen. Einfach ungesättigte Fette finden sich in Nahrungsmitteln wie Olivenöl, Avocados und Nüssen wieder. Mehrfach ungesättigte Fette kommen in Pflanzenölen und fettem Fisch vor.
Eine Studie analysierte, was 452 Erwachsene während der letzten 24 Stunden gegessen hatten, wobei der Fokus auf unterschiedlichen Typen von gesättigten und mehrfach ungesättigten Fetten lag. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Konsum von gesättigten Fetten mit erhöhten Triglyzeridspiegeln in Verbindung stand, während der Konsum von mehrfach ungesättigten Fetten mit niedrigeren Triglyzeridspiegeln im Blut in Verbindung stand (19).
Im Rahmen einer anderen Studie bekamen ältere Probanden täglich über einen Zeitraum von 6 Wochen 4 Esslöffel extra virgines Olivenöl pro Tag. Während der Dauer der Studie war dies die einzige Quelle für zugesetzte Fette in der Ernährung. Die Resultate zeigten im Vergleich zur Kontrollgruppe eine signifikante Abnahme der Triglyzeridspiegel und der LDL Cholesterinspiegel (20).
Um die Triglyzeridspiegel senkenden Vorzüge von mehrfach ungesättigten Fetten zu maximieren, solltest Du ein gesundes Fett wie Olivenöl wählen und es verwenden, um andere Typen von Fetten wie Transfette oder stark verarbeitete Pflanzenöle in Deiner Ernährung zu ersetzen (16).
9. Halte Dich an ein regelmäßiges Mahlzeitenschema
Eine Insulinresistenz ist ein weiterer Faktor, der hohe Triglyzeridspiegel im Blut hervorrufen kann. Nachdem Du eine Mahlzeit gegessen hast, bekommen die Zellen Deiner Bauchspeicheldrüse das Signal Insulin in den Blutkreislauf auszuschütten. Insulin ist für den Transport von Glukose in Deine Zellen zum Zweck der Energieversorgung verantwortlich.
Wenn Du zu viel Insulin im Blut hast, kannst Du resistent gegenüber Insulin werden, was die effektive Verwendung von Insulin schwieriger macht. Dies kann zu einer Ansammlung von sowohl Glukose, als auch Triglyzeriden im Blut führen.
Glücklicherweise kann die Einhaltung eines regelmäßigen Mahlzeitenschemas eine Insulinresistenz und hohe Triglyzeridspiegel im Blut verhindern. Eine zunehmende Zahl an Untersuchungen zeigt, dass unregelmäßige Mahlzeitenschemata zu einer reduzierten Insulinsensitivität und einer Erhöhung von Risikofaktoren für Herzkrankheiten wie hohe LDL und Gesamtcholesterinspiegel führen kann (21, 22).
Die Studienergebnisse sind jedoch durchwachsen, wenn es um die Mahlzeitenfrequenz geht. Eine Studie aus dem Jahr 2013 zeigte, dass der Verzehr von 3 Mahlzeiten pro Tag im Vergleich zum Verzehr von 6 Mahlzeiten pro Tag die Triglyzeridspiegel signifikant senkte (23). Eine andere Studie zeigte hingegen, dass der Verzehr von 6 Mahlzeiten pro Tag zu einer stärkeren Erhöhung der Insulinsensitivität als der Verzehr von 3 Mahlzeiten pro Tag führte (24).
Unabhängig davon, wie viele Mahlzeiten Du pro Tag isst, können regelmäßige Mahlzeiten Deine Insulinsensitivität verbessern und Deine Triglyzeridspiegel im Blut senken.
10. Limitiere Deinen Alkoholkonsum
Alkohol ist reich an Kalorien und sehr oft auch reich an Zucker. Wenn diese Kalorien unverwendet bleiben, dann können sie in Triglyzeride umgewandelt und in den Fettzellen gespeichert werden. Auch wenn hier eine Vielzahl von Faktoren ins Spiel kommt, zeigen einige Studien, dass ein moderater Alkoholkonsum die Triglyzeridspiegel selbst dann um bis zu 53% erhöhen kann, wenn die Triglyzeridspiegel zu Beginn normal waren (25).
Andere Untersuchungen haben leichten bis moderaten Alkoholkonsum hingegen mit einem reduzierten Risiko für Herzkrankheiten in Verbindung gebracht, während ein hoher Alkoholkonsum dieses Risiko erhöhte (26, 27).
11. Füge Sojaprotein zu Deiner Ernährung hinzu
Soja ist reich an Isoflavonen – Pflanzenkomponenten mit zahlreichen Gesundheitsvorzügen. Letzteres gilt insbesondere dann, wenn es um eine Senkung der Cholesterinspiegel geht (28, 29).
Insbesondere von Sojaprotein konnte gezeigt werden, dass es die Triglyzeride im Blut senken kann. Eine Studie aus dem Jahr 2004 verglich wie Sojaprotein und tierische Proteine die Triglyzeridspiegel beeinflussten. Nach 6 Wochen konnte beobachtet werden, dass Sojaprotein die Triglyzeridspiegel um 12,4% mehr als tierisches Protein senkte (30).
Auch eine Analyse von 23 Studien kam zu dem Ergebnis, dass Sojaprotein mit einer Reduzierung der Triglyzeridspiegel um 7,3% in Verbindung gebracht werden konnte (31).
Sojaprotein findet sich in Nahrungsmitteln wie Sojabohnen, Tofu, Edamame und Sojamilch wieder.
12. Iss mehr Nüsse
Nüsse liefern eine konzentrierte Dosis Ballaststoffe, Omega-3 Fettsäuren und ungesättigte Fettsäuren, die alle zusammenwirken, um die Triglyzeridspiegel im Blut zu senken.
Eine Analyse von 61 Studien zeigte, dass jede Portion Nüsse die Triglyzeridspiegel um 2,2 mg/dL (0,02 mmol/L) senkte (32). Eine andere Studie mit 2226 Probanden kam zu ähnlichen Ergebnissen und zeigte, dass der Konsum von Nüssen mit einer geringfügigen Reduzierung der Triglyzeridspiegel im Blut einherging (33).
Nüsse, denen diese Vorzüge zugeschrieben werden, umfassen unter anderem:
- Mandeln
- Pekanüsse
- Walnüsse
- Cashews
- Pistazien
- Macadamia Nüsse
- Paranüsse
Behalte jedoch im Hinterkopf, dass Nüsse reich an Kalorien sind. Eine Portion Mandeln oder 23 Mandeln liefert 163 kcal, was bedeutet, dass Moderation der Schlüssel ist.
Die meisten Studien haben die größten Gesundheitsvorzüge bei Personen beobachtet, die 3 bis 7 Portionen Nüsse pro Woche konsumierten (34, 35).
13. Verwende ein natürliches Supplement
Eine ganze Reihe von Supplements könnte das Potential besitzen, die Triglyzeridspiegel im Blut zu senken. Die folgende Liste enthält die wichtigsten Supplements, die wissenschaftlich untersucht wurden:
- Fischöl: Fischöl ist für seine starken positiven Auswirkungen auf die Herzgesundheit bekannt und eine Studie konnte außerdem zeigen, dass Fischöl Supplements die Triglyzeridspiegel um 48% senkte (36).
- Fenugreek: Auch wenn es traditionell zu anderen Zwecken eingesetzt wird, konnte gezeigt werden, dass Fenugreek effektiv die Triglyzeridspiegel im Blut senken kann (37).
- Knoblauchextrakt: Mehrere mit Tieren durchgeführte Studien haben gezeigt, dass Knoblauchextrakt dank seiner entzündungshemmenden Eigenschaften die Triglyzeridspiegel senken kann (38).
- Guggul: Dieses pflanzliche Supplement hat sich als vielversprechend zur Senkung der Triglyzeridspiegel erwiesen, wenn es bei einer Ernährungstherapie bei Patienten mit hohen Cholesterinspiegeln eingesetzt wird (39).
- Curcumin: Eine Studie aus dem Jahr 2012 fand heraus, dass eine Supplementierung mit niedrigen Dosierungen von Curcumin zu einem signifikanten Abfall der Triglyzeridspiegel im Blut führen kann (40).
Fazit
Ernährung und Faktoren des Lebensstils besitzen einen großen Einfluss auf Deine Cholesterinspiegel. Die Wahl von gesunden, ungesättigten Fetten anstelle von Transfetten, eine Reduzierung der Kohlenhydratzufuhr und regelmäßiges Training können dabei helfen, Deine Triglyzeridspiegel im Blut schnell zu senken.
Mit ein paar einfachen Änderungen des Lebensstils kannst Du Deine Triglyzeridspiegel senken und gleichzeitig Deine allgemeine Gesundheit verbessern.
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Quelle: https://www.healthline.com/nutrition/13-ways-to-lower-triglycerides