Gesundheit

Wir hören ständig etwas davon, wie wichtig Vitamine und Mineralstoffe sind, aber was braucht Dein Körper wirklich und warum?
Vielen sind die physiologischen Rollen und die wichtige Bedeutung von Vitaminen und Mineralstoffen nicht bekannt. Viele Trainierende kaufen die neusten, super fortschrittlichen, den Muskelaufbau maximierenden Pillen und Pülverchen, die proprietäre Mischungen von schick klingenden schrottigen Inhaltsstoffen enthalten, aber nur wenige investieren ihr Geld in gesündere Nahrungsmittel oder ein gutes Multivitaminprodukt.
Die wachsende Beliebtheit von IIFYM (if it fits your macros) hat den Verzehr von Junkfood beliebt gemacht, wobei viele der Fürsprecher die Nährstoffseite der Ernährung vollständig vernachlässigen. Nun, Tatsache ist, dass Dein Körper eine große Bandbreite an Vitaminen und Mineralstoffen benötigt, um die Millionen physiologischer Prozesse am Laufen zu halten, die Dich am Leben und gesund halten. Hierbei handelt es sich um einen grundlegenden Bedarf wie den Bedarf an Protein, Kohlenhydraten, Fetten und Wasser und wenn dieser Bedarf vernachlässigt wird, können Gesundheit und Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt werden.
In diesem Artikel möchte ich darauf eingehen, was Vitamine und Mineralstoffe sind, welche hiervon warum für Deinen Körper am wichtigsten sind und wie Du sicherstellen kannst, dass Du Deinem Körper gibst, was er braucht.
Aber beginnen wir zuerst mit der Definition einiger Begriffe.
Was sind Vitamine und Mineralstoffe genau?
Vitamine sind Substanzen, die lebende Organismen benötigen, damit ihre Zellen korrekt funktionieren, wachsen und sich entwickeln können. Organismen können Vitamine in der Regel nicht selbst herstellen, weshalb diese über die Nahrung zugeführt oder mit Hilfe von Sonneneinstrahlung oder Darmbakterien produziert werden müssen.
Bestimmte Vitamine sind wasserlöslich, was bedeutet, dass sie sich leicht in Wasser auflösen und auch leicht wieder über den Urin ausgeschieden werden können (was der Körper mit überschüssigen Mengen dieser Vitamine tut) (1). Es gibt 9 wasserlösliche Vitamine: 8 B Vitamine und Vitamin C.
Andere Vitamine sind fettlöslich, was bedeutet, dass der Körper für ihre Aufnahme Nahrungsfette benötigt. Fettlösliche Vitamine können vom Körper nicht so leicht wie wasserlösliche Vitamine wieder ausgeschieden werden, weshalb eine übermäßige Zufuhr (welche ohne Supplements nur schwer erreichbar ist) zu einer Vitaminvergiftung alias Hypervitaminose führen kann. Es gibt 4 Typen von fettlöslichen Vitaminen: Vitamin A, D, E und K.
Mineralstoffe sind Substanzen, die im Gegensatz zu Vitaminen keine Kohlenstoffatome enthalten und natürlich in der Erde vorkommen. Dein Körper benötigt Mineralstoffe für viele unterschiedliche physiologische Funktionen inklusive der Knochenbildung, der Herstellung von Hormonen und der Regulierung des Herzschlages.
Beispiele für Mineralstoffe, die Dein Körper braucht, sind Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlorid und Schwefel. Diese Mineralstoffe sind auch als Makromineralstoffe bekannt, da Dein Körper relativ große Mengen benötigt, um korrekt funktionieren zu können.
Spurenelemente sind hingegen Typen von Mineralstoffen, die Dein Körper nur in geringen Mengen benötigt und die Eisen, Mangan, Kupfer, Jod, Zink, Kobalt, Fluoride und Selen umfassen.
Die Vitamine und Mineralstoffe, die Dein Körper braucht – und wofür er diese braucht
Werfen wird nun einen Blick auf die wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe.
Zuvor sollten wir jedoch noch ein paar Begrifflichkeiten klären. Hierzu gehören die unterschiedlichen Mengenangaben:
- Empfohlene tägliche Zufuhr: Dieser Wert bezieht sich auf die durchschnittliche tägliche Zufuhr, die für eine gute Gesundheit benötigt wird. Diese Werte werden in der Regel von wissenschaftlichen Autoritäten wie Gesundheitsbehörden anhand wissenschaftlicher Daten ermittelt.
- Obere tolerable Grenze: Dieser Wert bezieht sich auf die maximale tägliche Zufuhr, die für die Durchschnittsperson im Allgemeinen als sicher angesehen wird. Eine tägliche Zufuhr unterhalb dieser Menge wird eine Überdosierung von Vitaminen und Mineralstoffen verhindern, die unterschiedliche Gesundheitsprobleme zur Folge haben kann.
Bevor wir auf die einzelnen Vitamine und Mineralstoffe eingehen, solltest Du wissen, wie die Mengen von Vitaminen und Mineralstoffen gemessen werden.
- Größere Mengen werden in Milligramm (mg) angegeben. Ein Milligramm entspricht 1/1000 Gramm.
- Kleinere Mengen werden in Mikrogramm (mcg) angegeben. Ein Mikrogramm entspricht 1/1000 Milligramm.
- Einige Vitamine wie Vitamin D und A werden in internationalen Einheiten (IU) gemessen, eine Maßeinheit, die basierend auf der genauen Substanz und deren Wirkungen im Körper variiert.
Der unten angegebene Tagesbedarf basiert auf den offiziellen Empfehlungen des US amerikanischen Institute of Medicine für Erwachsene ab 18 Jahren.
Zink
Zink ist ein Spurenelement, das für die Bildung von Enzymen, Proteinen und Zellen benötigt wird. Es wird außerdem verwendet, um Vitamin A aus der Leber freizusetzen und es verbessert die Funktion des Immunsystems.
- Tagesbedarf:
- Männer 11 mg
- Frauen 8 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Rindfleisch (2 mg pro 30 g), Austern (13mg pro Auster), Milch (2 mg pro Tasse), Truthahn (1,5 mg pro 30 g) und Chashews (1,5 mg pro 30 g)
- Oberes tolerables Limit: 40 mg pro Tag
Biotin (Vitamin B7 oder Vitamin H)
Wie andere B Vitamine spielt auch Biotin beim Wachstum der Zellen und der Verstoffwechslung von Nahrung (der Prozess, bei dem der Körper die Nahrung, die Du isst, in verwertbare Energie aufbricht) eine wichtige Rolle.
- Tagesbedarf: 30 mcg
- Gute Nahrungsmittelquellen Biotin: Lachs (4-5 mcg pro 30 g), Vollkornbrot (0,025-5 mcg pro Scheibe), Eier (15-25 mcg pro großes Ei), Avocados (2-5 mcg pro Avocado).
- Oberes tolerables Limit: Nicht bekannt
Kalzium
Kalzium ist ein Makromineralstoff, der an der Entwicklung von Zähnen und Knochen beteiligt ist und auch bei Muskelfunktion, Nervenkommunikation, Hormonproduktion und Blutdruck eine wichtige Rolle spielt.
- Tagesbedarf: 1.000 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Milchprodukte (Milch und Joghurt liefern jeweils 300 mg pro Tasse und Käse etwa 300 mg pro 50 Gramm, Bok Choy (80 mg pro ½ Tasse), Tofu (260 mg pro ½ Tasse), Rhabarber (175 mg pro ½ Tasse), Spinat (115 mg pro ½ Tasse).
- Oberes tolerables Limit: 2.500 mg
Vitamin E
Vitamin E ist ein Antioxidans, das zellulare Schäden verhindert und freie Radikale unter Kontrolle hält.
- Tagesbedarf: 15 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Mandeln (7.5 mg pro 30 g), Olivenöl (2 mg pro Esslöffel), Avocados (3 mg pro Avocado), Rapsöl (2.5 mg pro Esslöffel), Haselnüsse (4 mg pro 30 g).
- Oberes tolerables Limit: 1.000 mg
Kalium
Kalium ist ein Makromineralstoff, der Nerven und Muskeln bei der Kommunikation hilft und dabei hilft, Wasser und Nährstoffe in die Zellen und Abfallprodukte aus den Zellen zu transportieren.
- Tagesbedarf: 4.700 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Bananen (über 400 mg pro mittelgroße Banane), Artischocken (340 mg pro mittelgroße Artischocke), Pflaumen (640 mg pro ½ Tasse), Baked Potatoes (930 mg pro mittlere Kartoffel), Rosinen (600 mg pro ½ Tasse).
- Oberes tolerables Limit: Nicht bekannt
Natrium
Natrium ist ein Teil von Natriumchlorid (Tafelsalz). Es ist ein Makromineralstoff, der für die Aufrechterhaltung des zellularen Flüssigkeitsgleichgewichts, die Nerven Signalweiterleitung, die Muskelkontraktion, die Verdauung, die Regulierung des Blutdrucks und vieles mehr wichtig ist. Der durchschnittliche Natriumkonsum ist in der westlichen Welt zu hoch, da unsere Nahrung zu viele salzhaltige Nahrungsmittel wie Fertigprodukte, Wurstwaren, Saucen und Dressings und Käse ist und darüber hinaus 1 Teelöffel Tafelsalz bereits 2.300 mg Natrium liefert.
- Tagesbedarf: 1.500 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Der beste Weg Natrium in seine Ernährung aufzunehmen besteht darin, Speisen nur leicht zu salzen, da bereits 2/3 eines Teelöffels Salz alles sind, was Du an Natrium brauchst.
- Oberes tolerables Limit: 2.300 mg
Phosphor
Phosphor ist ein Makromineralstoff, der für Aufbau und Schutz von Knochen und DNA benötigt wird und am Stoffwechsel der Nahrung, sowie dem Transport von Nährstoffen zu den Organen beteiligt ist.
- Tagesbedarf: 700 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Milchprodukte (Milch enthält 250 mg pro Tasse, Joghurt 400 mg pro Tasse und Käse über 130 mg pro 30 g), Lachs (80 mg pro 30 g), Eier (100 mg pro großes Ei), Hühnchen (50 mg pro 30 g).
- Oberes tolerables Limit: 4.000 mg
Vitamin K
Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das für Wundheilung und Knochenentwicklung essentiell ist.
- Tagesbedarf:
- Männer: 120 mcg
- Frauen: 90 mcg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Broccoli (220 mcg pro Tasse), Kohl (550 mcg pro Tasse), Petersilie (250 mcg pro ¼ Tasse), Mangold (300 mcg pro Tasse).
- Oberes tolerables Limit: Nicht bekannt
Vitamin D
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das für die allgemeine Immunfunktion, die Funktion des Nervensystems und die Knochendichte essentiell ist.
Der menschliche Körper kann Vitamin D unter Sonnenbestrahlung selbst herstellen. Wenn unsere Haut UVB Strahlung ausgesetzt ist, interagiert diese mit einer Form von Cholesterin, um Vitamin D zu bilden. Je mehr Haut der Sonne ausgesetzt ist und je stärker die Sonnenbestrahlung ausfällt, desto mehr Vitamin D wird produziert.
- Tagesbedarf: laut offiziellen Angaben sollen 600 bis 800 mg pro Tag ausreichen, aber diese Zahlen werden von Wissenschaftlern, die sich auf Vitamin D spezialisiert haben, scharf kritisiert. Über 125 wissenschaftlichen Studien zufolge ist diese Menge zu niedrig und kann wahrscheinlich sogar zu einem Vitamin D Mangel führen. Die amerikanische Endocrine Soiciety kam zur Schlussfolgerung, dass 600 – 1.000 IU pro Tag für Personen unter 18 Jahren und 1.500 bis 2.000 IU pro Tag für Personen über 18 Jahren bessere Werte darstellen.
- Gute Nahrungsmittelquellen Vitamin D: Es ist schwer ausreichende Mengen an Vitamin D alleine über die Nahrung zu sich zu nehmen. Gute Vitamin D Quellen umfassen Lachs (150 IU pro 30 g), Thunfisch aus der Dose (50 IU pro 30 g), Eigelb (40 IU pro Eigelb).
- Oberes tolerables Limit: Eine Überdosierung ist erst bei sehr hohen Dosierungen im Bereich von 40,000 IU pro Tag über mehrere Monate oder 300,000 IU innerhalb von 24 Stunden wahrscheinlich.
Vitamin C
Vitamin C ist ein Antioxidans, das dabei hilft, Körpergewebe, Zähne und Zahnfleisch gesund zu halten, das die Wundheilung fördert und die Funktion des Immunsystems verbessert.
- Tagesbedarf:
- Männer: 90 mg
- Frauen: 75 mg
- (Raucher sollten zusätzliche 35 mg zu sich nehmen)
- Gute Nahrungsmittelquellen: Orangen (50 mg pro kleine Orange), Grapefruit (80 mg pro mittelgroße Frucht), Erdbeeren (85 mg pro Tasse), Tomaten (15 mg pro mittelgroße Tomate), rote Paprika (100 mg pro ½ Tasse), Broccoli (50 mg pro ½ Tasse).
- Oberes tolerables Limit: 2.000 mg
Cholin
Cholin ist ein wasserlösliches B Vitamin, das für die Produktion des Neurotransmitters Acetylcholin benötigt wird, der für die Gehirnaktivität, Muskelkontraktionen und den Nahrungsmittelstoffwechsel benötigt wird.
- Tagesbedarf:
- Männer: 550 mg
- Frauen: 425 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Eier (125 mg pro Ei), Milch (40 mg pro Tasse), Broccoli, Blumenkohl und Rosenkohl (alle etwa 60 mg pro Tasse), Rindfleisch (20 mg pro 30 g).
- Oberes tolerables Limit: 3.500 mg
Chrom
Chrom ist ein Spurenelement, das dafür bekannt ist, dass es die Wirkung von Insulin im Köper erhöht und auch am Nahrungsmittelstoffwechsel beteiligt zu sein scheint.
- Tagesbedarf:
- Männer: 35 mcg
- Frauen: 25 mcg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Broccoli (20 mcg pro Tasse), Kartoffeln (3 mcg pro Tasse), Knoblauch (3 mcg pro Teelöffel), Vollkornweizenprodukte (4 mcg pro Brötchen).
- Oberes tolerables Limit: Nicht bekannt
Jod
Jod ist ein Spurenelement, das der Körper zur Herstellung von Schilddrüsenhormonen benötigt, welche den Stoffwechsel des Körpers, die Körpertemperatur, die Muskelfunktion und das allgemeine Wachstum und die Entwicklung kontrollieren.
- Tagesbedarf: 150 mcg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Kabeljau (30 mcg pro 30 g), Shrimps (10 mcg pro 30 g), Thunfisch aus der Dose (15 mcg pro halbe Dose), Milch (60 mcg pro Tasse), Baked Potatoes (60 mcg pro mittlere Kartoffel), Seetang (über 18,000 mcg pro 30 g–ja, Du hast richtig gelesen!).
- Oberes tolerables Limit: 1.100 mcg
Molybden
Molybden ist ein Spurenelement, das an unterschiedlichen Körperprozessen beteiligt ist, zu denen die Energieproduktion in den Zellen, die Entwicklung des Nervensystems und die Verarbeitung von Abfallprodukten und in den Nieren.
- Tagesbedarf: 45 mcg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Hülsenfrüchte wie schwarze Bohnen (130 mcg pro Tasse), Erdnüsse (40 mcg pro Tasse), Schälerbsen (150 mcg pro Tasse), Nüsse wie Mandeln und Haselnüsse (alle etwa 40 mcg pro Tasse).
- Oberes tolerables Limit: 2.000 mcg
Vitamin B6
Vitamin B6 ist an über 100 biologischen Prozessen im Körper beteiligt, die hauptsächlich mit der Verstoffwechslung von Nahrung, der Produktion von Hormonen und der Bildung roter Blutkörperchen zusammenhängen.
- Tagesbedarf: 1,3 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Lachs (0,15 mg pro 30 g), Hühnchen (0,15 mg pro 30 g), Bananen (0,4 mg pro mittelgroße Banane), Kartoffeln mit Schale (0,7 mg pro mittlere Kartoffel), Haselnüsse (0,2 mg pro 30 g), gekochter Spinat (0,5 mg pro Tasse).
- Oberes tolerables Limit: 100 mg
Eisen
Eisen ist eines der am häufigsten auf der Erde vorkommenden Metalle. Beim Menschen ist es ein wichtiger Bestandteil des Proteins, das Sauerstoff transportiert und auch für das Zellwachstum essentiell.
- Tagesbedarf:
- Männer: 8 mg
- Frauen: 18 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Rindfleisch (0,8 mg pro 30 g), Austern (1 mg pro mittlere Auster), Rosinen (0,8 mg pro kleine Packung), Kartoffeln (2 mg pro mittlere Kartoffel), gekochte Linsen (3 mg pro halbe Tasse), Tofu (2 mg pro ¼ Block), Cashews (2 mg pro 30 g).
- Oberes tolerables Limit: 45 mg
Pantothensäure (Vitamin B5)
Pantothensäure ist ein wasserlösliches B Vitamin, das eine wichtige Rolle bei der Verstoffwechslung von Nahrung, der Entwicklung des Nervensystems, der Produktion bestimmter Hormone, der Bildung roter Blutkörperchen und mehr spielt.
- Tagesbedarf: 5 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Hühnchen (0,3 mg pro 30 g), Eier (.6 mg pro großes Ei), Vollkornprodukte (0,2 mg pro Scheibe Vollkornweizenbrot), Pilze (0,5 mg pro half Tasse), Süßkartoffeln (0,9 mg pro mittlere Kartoffel), Avocados (2 mg pro Avocado), Jogurt (1.5 mg pro Tasse).
- Oberes tolerables Limit: Nicht bekannt
Selen
Selen ist ein Spurenelement, das an der Aufrechterhaltung der reproduktiven Gesundheit, dem Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone, der Synthese der DNA und dem Schutz des Körpers vor freien Radikalen und Infektionen beteiligt ist.
- Tagesbedarf: 55 mcg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Paranüsse (550 mcg pro 6 Nüsse), Shrimps (3 mcg pro Shrimp), Krabbenfleisch (13 mcg pro 30 g), Lachs (13 mcg pro 30 g), Rindfleisch (5 mcg pro 30 g), Schweinefleisch (10 mcg pro 30 g).
- Oberes tolerables Limit: 400 mcg
Vitamin A
Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das für die Aufrechterhaltung einer guten Seekraft, der Funktion des Immunsystems, der Aufrechterhaltung der reproduktiven Gesundheit und die normalen Funktion von Herz, Lunge, Nieren und anderen Organen wichtig ist.
- Tagesbedarf:
- Männer: 900 mcg
- Frauen: 700 mcg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Grünkohl (440 mcg pro ½ Tasse), Eier (90 mcg pro großes Ei), Lebertran (1,350 mcg pro Teelöffel), Karotten (540 mcg pro ½ Tasse), Süßkartoffeln (950 mcg pro ½ Tasse), Cantaloupe Melone (470 mcg pro ½ Melone), Mango (80 mcg pro Frucht), Butternut Kürbis (570 mcg pro ½ Tasse).
- Oberes tolerables Limit: 3.000 mcg
Vitamin B12
Vitamin B12 ist ein wasserlösliches B Vitamin, das dabei hilft, Nervensystem und Blutzellen gesund zu halten und an der Produktion der DNA und dem Stoffwechsel der Nahrung beteiligt ist.
- Tagesbedarf: 2,4 mcg
- Gute Nahrungsmittelquellen:
- Muscheln (25 mcg pro 30 g), Rindfleisch (0,7 mcg pro 30 g), Lachs (0,8 mcg pro 30 g), Eier (.5 mcg pro großes Ei), Milch (1 mcg pro Tasse).
- Oberes tolerables Limit: Nicht bekannt
Kupfer
Kupfer ist ein Spurenelement, das für die Bildung roter Blutkörperchen und zellularer Energie, sowie für die Funktion von Immun- und Nervensystem verwendet wird.
- Tagesbedarf: 900 mcg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Austern (670 mcg pro mittlere Auster), Krabbenfleisch (200 mcg pro 30 g), Cashews (630 mcg pro 30 g), Pilze (350 mcg pro Tasse), Halbbitterschokolade (200 mcg pro 30 g).
- Oberes tolerables Limit: 10,000 mcg
Magnesium
Magnesium ist ein Makromineralstoff, der zusammen mit Kalzium an über 300 biologischen Prozessen inklusive der Muskelkontraktion, Proteinsynthese, Nervensystem, Blutgerinnung, Regulierung des Blutdrucks und Aufbau gesunder Knochen beteiligt ist.
- Tagesbedarf:
- Männer: 400 mg
- Frauen: 310 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Haferkleie (200 mg pro Tasse), Mandeln (80 mg pro 30 g), brauner Reis (90 mg pro Tasse), Spinat (160 mg pro Tasse), Bananen (30 mg pro Banane).
- Oberes tolerables Limit: Nicht bekannt
Niacin (Vitamin B3)
Wie andere wasserlösliche B Vitamine ist Niacin für die Umwandlung von Nahrung in zellulare Energie essentiell. Es hilft auch bei der Aufrechterhaltung gesunder Haut, gesunder Haare, gesunder Augen, einer gesunden Leber und einer gesunden Funktion des Immunsystems.
- Tagesbedarf:
- Männer: 16 mg
- Frauen: 14 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Erdnüsse (4 mg pro 30 g), Hühnchen (2 mg pro 30 g), Lachs (3 mg pro 30 g), Kaffee (0,5 mg pro Tasse).
- Oberes tolerables Limit: 35 mg
Mangan
Mangan ist ein Spurenelement, das für die Verstoffwechslung von Nahrung und das Knochenwachstum wichtig ist.
- Tagesbedarf:
- Männer: 2.3 mg
- Frauen: 1.8 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Erdnüsse (1,5 mg pro Tasse), Pekanüsse (1,3 mg pro 30 g), Haferflocken (1,5 mg pro Tasse), brauner Reis (2 mg pro Tasse), grüner Tee (0,5-1,5 mg pro Tasse).
- Oberes tolerables Limit: 11 mg
Folsäure (Folat)
Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin, das für eine korrekte Entwicklung des Fötus ist und bei der Bildung und der korrekten Funktion der Zellen eine wichtige Rolle spielt.
- Tagesbedarf: 400 mcg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Spargel (20 mcg pro Spargel), Spinat (250 mcg pro Tasse), Linsen (350 pro Tasse), weißer Reis (180 mcg pro Tasse), Broccoli (100 mcg pro Tasse).
- Oberes tolerables Limit: 1.000 mcg
Riboflavin (Vitamin B2)
Riboflavin ist ein wasserlösliches B Vitamin, das dabei hilft Nahrung in Energie umzuwandeln, die Gesundheit von Haaren, Haut, Muskeln, Augen, Immunsystem und Gehirn aufrecht zu erhalten.
- Tagesbedarf:
- Männer: 1.3 mg
- Frauen: 1.1 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Milch (0,3 mg pro Tasse), Mandeln (0,25 mg pro 30 g), Käse (0,1 mg pro 30 g), Eier (0,3 mg pro großes Ei), Mandeln (1.5 mg pro Tasse), Lachs (0,4 mg pro 30 g).
- Oberes tolerables Limit: Nicht bekannt
Thiamin (Vitamin B1)
Thiamin ist ein wasserlösliches Vitamin, das bei der Verstoffwechslung von Nahrung hilft und auch bei der Nerven-Signalweiterleitung und der Muskelkontraktion eine Rolle spielt.
- Tagesbedarf:
- Männer: 1,2 mg
- Frauen: 1,1 mg
- Gute Nahrungsmittelquellen: Milch (0,10 mg pro Tasse), Linsen (0,4 mg pro Tasse), Cantaloupe Melone (0,2 mg pro Frucht), Pekanüsse (0,2 mg pro 30 g), Sonnenblumenkerne (0,75 mg pro Tasse), Schweinefleisch (0,3 mg pro 30 g)
- Oberes tolerables Limit: Nicht bekannt
Ist ein Multivitamin Supplement sein Geld wert?
Idealerweise solltest Du alle Vitamine und Mineralstoffe, die Du brauchst, über die Nahrung zu Dir nehmen, was jedoch leichter gesagt als getan ist.
- Als erstes ist da das Problem der ständig abnehmenden Qualität von Böden und Nahrungsmitteln (selbst in der Welt der Bio Nahrungsmittel), die es schwerer macht, adäquate Mengen an Nährstoffen über die Nahrung aufzunehmen.
- Und dann ist da die Tatsache, dass die Aufrechterhaltung einer optimalen Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen etwas geplante Nahrungsvielfalt notwendig macht, was zwar machbar ist, aber auch zeitaufwändig sein kann.
Aus diesen Gründen kann ein Multivitamin- und Multimineralstoffprodukt sinnvoll sein.
Referenzen:
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18635909
Quelle: https://www.muscleforlife.com/guide-to-vitamins-and-minerals/
Von Michael Matthews

F: Ist Trap Bar Kreuzheben weniger fordernd für das zentrale Nervensystem als Kreuzheben mit einer Langhantel?
A: Das ist eine gute Frage. Werfen wir zunächst einen Blick darauf, was beim Training wahrscheinlich die Belastung für das ZNS erhöhen wird.
- Das bewegte Gewicht: Je mehr Gewicht Dein Körper (Sehnen, Skelettsystem, Muskeln) ausgesetzt wird, desto höher werden die Anforderungen an das ZNS ausfallen.
- Die verrichtete Arbeit: Ich spreche hier nicht strikt vom Volumen, sondern mehr über die Menge an Arbeit, die Du während einer Bewegung absolvierst. Die verrichtete Arbeit ist Kraft mal Distanz. Aus diesem Grund ist eine Teilwiederholung häufig selbst dann weniger fordernd für das ZNS, wenn Du mehr Gewicht bewegst.
- Die Menge an beteiligten Muskeln: Wenn zur selben Zeit mehr Muskeln involviert sind, wird das ZNS stärker gefordert. Dies geschieht zum Teil deshalb, weil mehr beteiligte Muskeln normalerweise schwerere Gewichte bedeuten, kann aber auch damit zusammenhängen, dass der Körper schwerer arbeiten muss, um all diese Muskeln zu koordinieren.
- Die Komplexität und die notwendige Koordination: Je schwieriger die Technik ist, desto härter wird das ZNS arbeiten.
- Die technische Effizienz: Je weniger effizient Deine Technik ist, desto schwerer muss Dein Nervensystem arbeiten, um die Bewegung auszuführen. Ein besser eingespieltes motorisches Schema und eine effizientere Bewegung sind ökonomischer was die Ressourcen angeht. Das ist einer der Gründe dafür, dass olympische Gewichtheber mit perfekter Technik jeden Tag Reißen und Stoßen trainieren können.
- Die Geschwindigkeit der Ausführung: Sowohl Geschwindigkeit (präziser gesagt die Beschleunigung des Gewichts), als auch die bewegte Masse werden die Anforderungen an die Kraftproduktion erhöhen. Kraft ist Masse mal Beschleunigung. Und je mehr Kraft Du produzieren musst, desto größer fallen die Anforderungen an das ZNS aus.
- Die gefühlten Belastungen: Wenn der Körper eine Übung als potentiell gefährlich ansieht – entweder bewusst oder unterbewusst -, dann wird er mehr Kortisol produzieren, was zu einer gesteigerten Adrenalinproduktion führt. Eine höhere Adrenalinproduktion kann zu dem führen, was wir fälschlicherweise als „ZNS Erschöpfung“ bezeichnen. Dies beruht entweder auf einer Entleerung der Dopaminreserven (Adrenalin wird aus Dopamin hergestellt) oder auf einer Desensibilisierung der adrenergenen Rezeptoren aufgrund einer Überstimulation.
Unter Verwendung dieser Informationen können wir jetzt die beiden Übungen miteinander vergleichen.
Traditionelles Kreuzheben vs. Trap Bar Kreuzheben
- Das bewegte Gewicht: So ziemlich jeder wird beim Trap Bar Kreuzheben mehr Gewicht bewegen, was insbesondere dann gilt, wenn die Position mit den hohen Griffen verwendet wird. Wenn wir von der Verwendung eines Prozentsatzes Deines Maximalgewichts sprechen – sagen wir 85% Deines Maximalgewichts für diese Übung -, dann „gewinnt“ die Trap Bar diesen Vergleich.
- Die verrichtete Arbeit: Wen Du das niedrigere Setting der Trap Bar verwendest, dann wird die lineare Distanz dieselbe wie bei traditionellem Kreuzheben sein. Der Weg der Stange ist beim Trap Bar Kreuzheben jedoch viel gradliniger. Auch wenn die Distanz von A nach B dieselbe ist, wird der Pfad beim konventionellen Kreuzheben somit länger ausfallen und die Muskeln werden geringfügig länger unter Last stehen. Diesen Punkt würde ich an das traditionelle Kreuzheben geben.
- Die Menge der involvierten Muskeln: Der gesunde Menschenverstand würde uns sagen, dass beim Trap Bar Kreuzheben mehr Muskeln beteiligt sind, da Du bei dieser Übung mehr hebst. Das ist jedoch nicht der Fall. Du bewegst hauptsächlich aufgrund der besseren Hebelverhältnisse mehr Gewicht: das Zentrum der Masse befindet sich auf einer Linie mit Deinem Körper, während es sich beim konventionellen Kreuzheben vor Dir befindet. Und aus diesem Grund trainiert konventionelles Kreuzheben die hintere Muskelkette etwas mehr. Die Trap Bar wird hingegen die Quadrizeps etwas mehr trainieren. Ich würde sagen, dass das konventionelle Kreuzheben dazu neigt, geringfügig mehr Muskeln zu rekrutieren, wenn es korrekt ausgeführt wird. Warum? Weil es den unteren und den oberen Rücken etwas mehr rekrutiert. Ich vergebe diesen Punkt deshalb auch an das konventionelle Kreuzheben.
- Die Komplexität und die benötigte Koordination: Diesen Punkt muss ich an das konventionelle Kreuzheben geben. Technisch gesehen handelt es sich aufgrund des Pfades der Stange um die kompliziertere Übung. Du musst das Gewicht in einem Bogen nach oben und nach hinten bewegen, um es korrekt an den Knien vorbei zu bewegen. Beim Trap Bar Kreuzheben bewegst Du das Gewicht hingegen auf einer geraden Linie. Unter der Annahme, dass beide Übungen korrekt ausgeführt werden, ist Trap Bar Kreuzheben viel einfacher als konventionelles Kreuzheben.
- Technische Effizienz: Dieser Punkt hängt ganz vom Trainierenden ab. Wenn Du beim konventionellen Kreuzheben ein Meister der Technik bist, wird diese Übung (in dieser Kategorie) nicht fordernder als Trap Bar Kreuzheben sein. Aber da Trap Bar Kreuzheben so viel einfacher ist und die meisten Menschen eine sehr ineffiziente Technik beim konventionellen Kreuzheben haben, geht dieser Punkt normalerweise auch an das konventionelle Kreuzheben. Wenn Deine Technik beim konventionellen Kreuzheben jedoch weltklasse ist, dann sind beide Übungen in dieser Hinsicht gleich.
- Ausführungsgeschwindigkeit: Diese ist nicht wirklich übungsspezifisch – sie hängt vielmehr von der Last und dem Versuch zu beschleunigen ab. Wenn Du ganz pedantisch sein willst, könnte es geringfügig leichter sein, die Trap Bar zu beschleunigen, weil der Pfad der Bewegung gerader ist. Beide Übungen sind bei dieser Variable ähnlich mit vielleicht einem ganz knappen Sieg für die Trap Bar.
- Die wahrgenommene Belastung: Die wahrgenommene Belastung wird beim konventionellen Kreuzheben signifikant höher als beim Trap Bar Kreuzheben ausfallen. Das konventionelle Kreuzheben wird die Wirbelsäule deutlich stärker als Trap Bar Kreuzheben belasten. Dies liegt daran, dass sich die Last vor dem Körper und nicht wie bei der Trap Bar auf einer Linie mit dem Körper befindet. Die axiale Belastung der Wirbelsäule ist einer der größten Stressoren, denen das Nervensystem ausgesetzt sein kann.
Wie Du sehen kannst, stellt das Trap Bar Kreuzheben niedrigere neurologische Anforderungen als konventionelles Kreuzheben an Dein Nervensystem. Diese Belastung wird jedoch höher als bei Kniebeugen ausfallen.
Wie die Länge der Gliedmaßen das Training beeinflusst
F: Du hast einmal gesagt, dass Frontkniebeugen für Menschen mit langen Beinen eine bessere Übung als klassische Kniebeugen sind. Wie kann die Länge der Gliedmaßen sonst noch bei der Übungsausführung eine Rolle spielen?
A: Die Übungsauswahl ist die wichtigste Trainingsvariable. Stell Dir vor, dass Du als Patient beim Arzt bist und die Konversation wie folgt abläuft:
- Arzt: Ich werde Ihnen 200 mg pro Tag verschreiben.
- Patient: 200 mg wovon?
- Arzt: Was würden sie bevorzugen? Welches Medikament möchten sie einnehmen?
Das macht keinen Sinn, oder? Nun, beim Training ist es genauso. Sieh Sätze, Wiederholungen und Trainingsmethoden als die Dosierung und die Übungen als die Medizin an.
Auch wenn jeder seinen Körper und seine Leistungsfähigkeit verbessern wird, indem er bei den großen Grundübungen stärker wird, wird eine ausschließliche Verwendung dieser Übungen bestimmte Muskeln stärker als andere betonen und Dir unter Umständen nicht zu den Resultaten verhelfen, die Du gerne hättest.
Einige Menschen werden alleine mit Bankdrücken eine hervorragende Entwicklung der Brustmuskeln erreichen, während andere mit dieser Übung lediglich ihre Schultern und ihre Trizeps aufbauen werden. Einige werden durch klassische Kniebeugen hervorragende Quadrizeps aufbauen, während andere mir dieser Übung größere Gesäßmuskeln aufbauen werden.
Die Länge der Gliedmaßen relativ zum Körper ist einer der Hauptfaktoren, der bestimmen wird, welche Muskeln die meiste Stimulation erhalten werden.
Hier ist ein allgemeiner Überblick:
Körpertyp 1 – Lange Gliedmaßen/kurzer Torso
- Neigt dazu, bei Zugübungen schneller als bei Druckübungen Fortschritte zu erzielen
- Hat es leichter, bei Kreuzheben/Hüftscharnierübungen als bei Kniebeugen stärker zu werden
Oberkörper Druckübungen
- Die Brustmuskeln sind am leichtesten zu entwickeln
- Die Schultern kommen an zweiter Stelle
- Die Trizeps sind am schwersten zu entwickeln
Oberkörper Zugübungen
- Der Latissimus ist am leichtesten zu entwickeln
- Rautenmuskel und hintere Schultermuskeln kommen an zweiter Stelle
- Bizeps kommen an dritter Stelle
- Der obere Trapezius ist am schwersten zu entwickeln
Unterkörpertraining
- Der Gluteus ist am leichtesten zu entwickeln
- Die Beinbeuger kommen an zweiter Stelle
- Die Quadrizeps kommen an dritter Stelle
- Die Waden sind am schwersten zu entwickeln
Körpertyp 2 – Kurze Gliedmaßen/langer Torso
- Neigt dazu, schneller bei Druckübungen als bei Zugübungen Fortschritte zu erzielen
- Hat es leichter, bei Kniebeugen als bei Kreuzheben/Hüftscharnierübungen stärker zu werden
Oberkörper Druckübungen
- Die Trizeps sind am leichtesten zu entwickeln
- Die Schultern kommen an zweiter Stelle
- Die Brustmuskeln sind am schwersten zu entwickeln
Oberkörper Zugübungen
- Der obere Trapezius ist am leichtesten zu entwickeln
- Die Bizeps kommen an zweiter Stelle
- Rautenmuskel und hintere Schultermuskeln kommen an dritter Stelle
- Der Latissimus ist am schwersten zu entwickeln
Unterkörpertraining
- Der Quadrizeps ist am leichtesten zu entwickeln
- Die Waden kommen an zweiter Stelle
- Die Beinbeuger kommen an dritter Stelle
- Der Gluteus ist am schwersten zu entwickeln
All dies ist die meiste Zeit über wahr, aber es gibt einige Ausnahmen. Arnold verfügte z.B. über lange Gliedmaßen und hatte trotzdem enorme Bizeps.
Diese Information erlaubt es Dir, Deine unterstützenden Übungen auszuwählen, indem es Dir sagt, welche Muskeln zusätzliches direktes Training benötigen. Ich habe z.B. kurze Beine, weshalb ich kein zusätzliches unterstützendes direktes Training für die Quadrizeps brauche. Sie wachsen alleine durch Kniebeugen gut genug und ich bevorzuge es meine Zeit in Übungen zu investieren, die tatsächlich benötigt werden, um einen Schwachpunkt zu korrigieren. Ich brauche z.B. direktes Training für den Gluteus und die Beinbeuger.
Du brauchst nicht so viel (oder gar kein) direktes Training für die Muskeln, die am leichtesten zu entwickeln sind, aber Du wirst eine Menge mehr für die Muskeln benötigen, die am schwersten zu entwickeln sind.
Dies zu wissen kann uns auch dabei helfen, die Variationen der großen Grundübungen für unsere Trainingseinheiten auszuwählen. Wenn ich über lange Beine verfüge, dann werden für die allgemeine Entwicklung der Beine Frontkniebeugen besser als klassische Kniebeugen sein. Warum? Weil ich mit klassischen Kniebeugen primär den Gluteus und zu gewissem Grad die Beinbeuger trainieren werde, während ich mit Frontkniebeugen die Quadrizeps stimulieren werde. Klassische Kniebeugen mit erhöhten Fersen wären eine weitere Option.
Auch wenn an guten, intelligenten Programmen, die Du im Internet findest, nichts falsch ist, solltest Du Dir selbst etwas Freiraum bei der Übungsauswahl geben: Du kannst den Geist eines Programms akzeptieren, während Du gleichzeitig bessere Übungen wählst.
Schultern aufbauendes Seitheben
F: Wenn ich Seitheben ausführe, dann merke ich diese Übung hauptsächlich in meinem Trapezius. Wie kann ich diese Übung verändern, um sie effektiver für meine Schultermuskeln zu machen?
Willkommen im Club! Ich habe natürlich schmale Schultern und kurze Arme, was dazu neigt, die Entwicklung des Trapezius gegenüber den Schultermuskeln zu bevorzugen. Aber ich habe ein paar Tricks, wenn es um Seitheben geht.
Bevor ich auf die drei Übungen eingehe, muss ich einen Punkt hervorheben: um Seitheben bezüglich der Rekrutierung der Schultermuskeln effektiver zu machen, musst Du Dich darauf konzentrieren, die Kurzhanteln weg zu drücken anstatt darauf, sie anzuheben. Versuche die Kurzhanteln so weit wie möglich zur Seite zu bewegen. Dieser Tipp alleine sollte bereits die Rekrutierung des Trapezius minimieren.
1. Rucksack Seitheben (Seitheben mit Bändern über den Schultern)
https://www.youtube.com/watch?v=Eyt-nmtpAmI
Nein, Du wirst kein Seitheben mit einem Rucksack auf dem Rücken ausführen (auch wenn das wahrscheinlich auch funktionieren würde), sondern mit Widerstandsbändern um Deine Schultern gelegt, um sie unten zu halten.
Der Trapezius kommt dann ins Spiel, wenn die Schultern angehoben werden, anstatt einfach nur zu rotieren. Die Bänder helfen Dir dadurch, dass sie die Schultern unten halten dabei, Dich besser auf die Schultermuskeln zu konzentrieren.
Um Dich auf diese Übung vorzubereiten, stellst Du Dich auf das Band und legst das andere Ende um Deine Schulter. Dann machst Du dasselbe mit einem zweiten Band auf der anderen Seite.
Die Position der Bänder auf den Schultern ist wichtig. Du solltest sie auf dem Schultereckgelenk und nicht auf dem Trapezius platzieren. Wenn sich das Band auf dem Trapezius befindet, dann wird dies die Rekrutierung des Trapezius sogar noch erhöhen, indem es eine stärkere Geist-Muskel Verbindung mit diesem Muskel herstellt und durch den Druck eine reaktive Kontraktion generiert.
Du wirst Dich weiterhin darauf konzentrieren müssen, die Kurzhanteln vom Körper weg zu drücken, anstatt sie anzuheben, aber die Bänder werden es sehr viel leichter machen.
2. Handschellen Seitheben mit einem mechanischen absteigenden Satz (Seitheben mit Bändern)
https://www.youtube.com/watch?v=zuHWiQZyJZc
Für diese Übung verwendest Du ein kurzes Widerstandsband, das Du Dir wie Handschellen um die Handgelenke legst. Verwende ein Band mit nur einem geringen Widerstand. Es ist nicht notwendig, es mit dem Widerstand zu übertreiben, da Du diesen lediglich dazu verwendest, die Spannung zu den seitlichen Schultermuskeln hin zu verschieben.
Wähle Kurzhanteln, die etwas leichter als Kurzhanteln sind, mit denen Du normalerweise 10 saubere Wiederholungen ausführen würdest. Dies könnte ein Gewicht sein, mit dem Du normalerweise 12 bis 15 saubere Wiederholungen Seitheben ausführen könntest.
- Der erste Schritt des mechanischen absteigenden Satzes besteht darin, Teilwiederholungen Seitheben mit den Bändern und Kurzhanteln auszuführen. Bewege die Kurzhanteln so weit nach oben, wie es die Bänder erlauben, was etwa einem Drittel bis der Hälfte der Bewegung entspricht. Führe so viele saubere Wiederholungen wie möglich aus.
- Lege danach die Bänder weg und führe sofort und ohne Pause Seitheben nur mit Kurzhanteln aus. Ziele auf 8 bis 10 Wiederholungen ab.
- Lege danach die Kurzhanteln zur Seite und lege das Widerstandsband wieder an und führe Teilwiederholungen (wie bei Schritt eins) nur mit dem Band aus.
Pausiere zwischen den einzelnen Schritten des mechanischen absteigenden Satzes nicht. Wenn Du Deine seitlichen Schultermuskeln in Brand setzen willst, dann ist dies die richtige Übung für Dich.
3. Seitheben auf der Schrägbank
https://www.youtube.com/watch?v=oneoO9B8xqs
Dies ist die weniger coole Option aber eine Option, die ich seit mindestens 15 Jahren erfolgreich bei Trainierenden verwende, die einen dominanten Trapezius haben.
Die Ausführung ist einfach: setze Dich auf eine Schrägbank mit etwa 30 Grad Schräge und führe Seitheben in dieser Position aus. Konzentriere Dich weiterhin darauf, die Kurzhanteln zur Seite zu drücken und nicht einfach nach oben zu bewegen. Dies reduziert die Aktivierung des Trapezius deutlich.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-56
https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-57
Von Christian Thibaudeau

Insulin ist ein essentielles Hormon, das Deine Blutzuckerspiegel kontrolliert. Es wird in Deiner Bauchspeicheldrüse hergestellt und hilft dabei, Blutzucker aus dem Blut zum Zweck der Speicherung in Deine Zellen zu transportieren. Wenn Deine Zellen insulinresistent sind, dann können sie Insulin nicht effizient verwenden, so dass Deine Blutzuckerspiegel hoch bleiben.
Wenn Deine Bauchspeicheldrüse hohe Insulinspiegel wahrnimmt, dann produziert sie mehr Insulin, um diese Resistenz zu überwinden und die Blutzuckerspiegel zu senken. Mehr Insulin bedeutet eine gesteigerte Fettspeicherung, da Insulin auch eine Fetteinlagerung in den Fettzellen fördert und die Fettzellen bei einer Insulinresistenz weiterhin empfindlich auf Insulin reagieren.
Im Laufe der Zeit kann dies die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse überlasten, was bei Diabetes vom Typ II weit verbreitet ist und zu einer Einstellung der Insulinproduktion führen kann. Darüber hinaus können dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel Nerven und Organe schädigen. Dein Risiko für eine Insulinresistenz steigt, wenn Du bereits eine Prädiabetes aufweist, Diabetes in Deiner Familie gehäuft vorkommt oder wenn Du übergewichtig oder fettleibig bist.
Der Begriff Insulinsensitivität bezieht sich darauf, wie gut Deine Zellen auf Insulin ansprechen. Eine Verbesserung der Insulinsensitivität kann dabei helfen eine Insulinresistenz und das Risiko für viele Krankheiten inklusive Diabetes zu reduzieren.
Hier sind 14 natürliche, wissenschaftlich unterstützte Wege zur Verbesserung Deiner Insulinsensitivität.
1. Achte auf ausreichend Schlaf
Ausreichend guter Schlaf ist wichtig für Deine Gesundheit. Ein Mangel an Schlaf kann hingegen schädlich sein und Dein Risiko für Infektionen, Herzkrankheiten und Typ II Diabetes erhöhen.
Mehrere Studien haben schlechten oder zu wenig Schlaf auch mit einer reduzierten Insulinsensitivität in Verbindung gebracht (1). Eine Studie mit 9 gesunden Probanden fand z.B. heraus, dass 4 Stunden Schlaf in einer Nacht die Insulinsensitivität und die Fähigkeit zur Regulierung der Blutzuckerspiegel im Vergleich zu 8,5 Stunden Schlaf reduzierte (4).
Glücklicherweise kann ein Nachholen des verpassten Schlafes die Auswirkungen von schlechtem Schlaf auf die Insulinsensitivität wieder ausgleichen (3).
2. Treibe mehr Sport
Regelmäßiges Training ist einer der besten Wege die Insulinsensitivität zu steigern. Sport hilft dabei Zucker zum Zweck der Speicherung in die Muskeln zu transportieren und fördert eine sofortige Erhöhung der Insulinsensitivität, die abhängig vom Training für 2 bis 48 Stunden anhalten kann (4).
Eine Studie fand z.B. heraus, dass 60 Minuten Radfahren mit moderater Geschwindigkeit bei gesunden Probanden die Insulinsensitivität für 48 Stunden erhöhte (5).
Auch ein Training mit Gewichten hilft dabei, die Insulinsensitivität zu erhöhen. Viele Studien haben herausgefunden, dass es bei Männern und Frauen mit oder ohne Diabetes die Insulinsensitivität verbessert (6, 7).
Während sowohl aerobes Training, als auch ein Training mit Gewichten die Insulinsensitivität verbessert, scheint eine Kombination von beidem am effektivsten zu sein (8)
3. Reduziere Stress
Stress beeinträchtigt die Fähigkeit des Körpers die Blutzuckerspiegel zu regulieren. Er bringt den Körper dazu, in einen „Flucht oder Kampf“ Modus überzugehen, der die Produktion von Stresshormonen wie Kortisol und Glukagon anregt. Diese Hormone brechen Glykogen, eine Form von gespeichertem Zucker, in Glukose auf, welche in den Blutkreislauf gelangt und von Deinem Körper als schnelle Energiequelle verwendet werden kann.
Unglücklicherweise hält anhaltender Stress Deine Stresshormonspiegel hoch, was einen Abbau von Nährstoffen und eine Erhöhung der Blutzuckerspiegel anregt (9).
Stresshormone machen Deinen Körper auch resistenter gegen Insulin. Dies verhindert eine Speicherung von Nährstoffen und macht diese im Blutkreislauf besser zur Verwendung als Energielieferant zugänglich. In der Tat haben viele Studien herausgefunden, dass hohe Spiegel von Stresshormonen die Insulinsensitivität reduzieren (10).
Dieser Prozess mag vielleicht für unsere Vorfahren nützlich gewesen sein, die zusätzliche Energie brachten, um lebenswichtige Aktivitäten auszuführen. Für Menschen von heute, die chronischem Stress ausgesetzt sind, kann eine reduzierte Insulinsensitivität jedoch schädlich sein.
Aktivitäten wie Meditation, Training und Schlaf sind hervorragende Wege, um Stress zu reduzieren und hierdurch die Insulinsensitivität zu verbessern (11).
4. Nimm ein paar Kilo ab
Überschüssiges Gewicht – insbesondere im Bauchbereich – reduziert die Insulinsensitivität und erhöht das Risiko für Diabetes vom Typ II. Bauchfett kann dies auf vielen Wegen bewirken, zu denen unter anderem die Produktion von Hormonen gehört, die eine Insulinresistenz in Muskeln und Leber fördern.
Viele Studien unterstützen die Verbindung zwischen höheren Mengen an Bauchfett und einer niedrigeren Insulinsensitivität (12).
Glücklicherweise ist ein Gewichtsverlust ein effektiver Weg Bauchfett zu verlieren und die Insulinsensitivität zu erhöhen. Ein Gewichtsverlust könnte auch das Risiko für Diabetes vom Typ II reduzieren, wenn Du bereits unter einer Prädiabetes leidest.
Eine an der Johns Hopkins University durchgeführte Studie fand z.B. heraus, dass Menschen mit Prädiabetes, die im Verlauf von 6 Monaten 5 bis 7% ihres Gesamtgewichts verloren hatten, ihr Risiko für Typ II Diabetes während der folgenden 3 Jahre um 54% reduzieren konnten (13).
Glücklicherweise gibt es viele Wege Gewicht durch Ernährung, Sport und Lebensstil zu reduzieren.
5. Iss mehr lösliche Ballaststoffe
Ballaststoffe können in zwei Kategorien eingeteilt werden: lösliche und unlösliche Ballaststoffe. Unlösliche Ballaststoffe agieren als Quellstoffe, die dabei helfen, den Stuhl durch den Verdauungstrakt zu transportieren.
Lösliche Ballaststoffe sind für viele der Vorzüge verantwortlich, die mit Ballaststoffen in Verbindung gebracht werden, zu denen eine Senkung der Cholesterinspiegel und eine Reduzierung des Appetits gehören (14, 15).
Mehrere Studien haben eine Verbindung zwischen einem hohen Konsum an löslichen Ballaststoffen und einer gesteigerten Insulinsensitivität gefunden (16, 17). So fand eine mit 264 Frauen durchgeführte Studie z.B. heraus, dass diejenigen, die mehr lösliche Ballaststoffe aßen, signifikant geringere Level einer Insulinresistenz aufwiesen (18).
Lösliche Ballaststoffe helfen den freundlichen Darmbakterien, welche mit einer Erhöhung der Insulinsensitivität in Verbindung gebracht werden (19).
Nahrungsmittel, die reich an löslichen Ballaststoffen sind, umfassen Hülsenfrüchte, Haferflocken, Leinsamen, Obst und Gemüse.
6. Füge mehr buntes Obst und Gemüse zu Deiner Ernährung hinzu
Obst und Gemüse ist nicht nur nahrhaft, sondern besitzt auch die Gesundheit fördernde Wirkungen. Insbesondere buntes Obst und Gemüse ist reich an Verbindungen, die antioxidative Eigenschaften besitzen. Antioxidantien binden und neutralisieren Moleküle, die als freie Radikale bezeichnet werden und körperweit schädliche Entzündungen hervorrufen können.
Viele Studien haben herausgefunden, dass eine Ernährung, die reich an Pflanzenverbindungen ist, zu einer höheren Insulinsensitivität führt (20, 21).
Wenn Du Obst in Deine Ernährung aufnimmst, dann bleibe bei normalen Portionsgrößen und begrenze Deinen Konsum auf zwei Stück Obst pro Portion und 2 bis 5 Portionen pro Tag.
7. Bereichere Deine Ernährung um Gewürze und Kräuter
Kräuter und Gewürze wurden bereits lange vor ihrer Verwendung in der Küche aufgrund ihrer medizinischen Eigenschaften verwendet. Die Wissenschaft hat jedoch erst während der letzten Jahrzehnte damit begonnen, deren gesundheitsfördernde Wirkungen zu untersuchen.
Kräuter und Gewürze wie Bockshornklee Samen (Fenugreek), Kurkuma, Ingwer und Knoblauch zeigen vielversprechende Resultate, wenn es um eine Erhöhung der Insulinsensitivität geht:
- Bockshornklee Samen (Fenugreek): Diese Samen sind reich an löslichen Ballaststoffen, was dabei hilft, Insulin effektiver zu machen. Ein Verzehr von ganzen Samen oder Extrakten könnte dabei helfen, die Blutzuckerkontrolle und die Insulinsensitivität zu verbessern (22).
- Kurkuma: Kurkuma enthält eine aktive Verbindung namens Curcumin, welche starke antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Sie scheint die Insulinsensitivität über eine Reduzierung von freien Fettsäuren und Zucker im Blut zu verbessern (23).
- Ingwer: Dieses beliebte Gewürz wird mit einer erhöhten Insulinsensitivität in Verbindung gebracht. Studien haben herausgefunden, dass seine aktive Verbindung Gingerol die Zuckerrezeptoren an den Muskelzellen besser verfügbar macht, wodurch die Zuckeraufnahme steigt (24).
- Knoblauch: Im Rahmen von mit Tieren durchgeführten Untersuchungen scheint Knoblauch die Insulinausschüttung zu verbessern und es scheint antioxidative Eigenschaften zu besitzen, welche die Insulinsensitivität steigern (25, 26).
Diese Forschungsergebnisse zu Kräutern und Gewürzen sind vielversprechend. Die meisten Untersuchungen sind jedoch noch relativ neu und wurden mit Tieren durchgeführt. Es bedarf weiterer Humanstudien, um genauer zu untersuchen, ob Kräuter und Gewürze wirklich die Insulinsensitivität verbessern können.
8. Füge eine Prise Zimt hinzu
Zimt ist ein schmackhaftes Gewürz das mit Pflanzenverbindungen vollgepackt ist. Es ist auch für seine Fähigkeit bekannt, die Blutzuckerspiegel zu senken und die Insulinsensitivität zu steigern (27).
Eine Meta Studie kam z.B. zu dem Ergebnis, dass der Konsum von ½ bis 3 Teelöffeln (1 bis 6 Gramm) Zimt pro Tag, die Kurzzeit- und Langzeitblutzuckerspiegel signifikant reduzierte (28).
Studien legen nahe, dass Zimt die Insulinsensitivität dadurch erhöht, dass er den Glukose Rezeptoren der Muskelzellen dabei hilft, besser verfügbar und effizienter beim Transport von Zucker in die Zellen zu werden (29).
Interessanterweise haben einige Studien herausgefunden, dass Zimt Verbindungen enthält, die Insulin nachahmen können und direkt an den Zellen agieren (30)
9. Trinke mehr grünen Tee
Grüner Tee ist ein exzellentes Getränk für Deine Gesundheit. Er stellt außerdem eine gute Wahl für Menschen dar, die unter Diabetes vom Typ II leiden oder ein erhöhtes Risiko für diese Krankheit aufweisen. Mehrere Studien haben herausgefunden, dass der Konsum von grünem Tee die Insulinsensitivität verbessern und die Blutzuckerspiegel senken kann (31).
Eine Analyse von 17 Studien untersuchte z.B. die Auswirkungen von grünem Tee auf Blutzuckerspiegel und Insulinsensitivität. Sie kam zu dem Ergebnis, dass der Konsum von grünem Tee die Nüchternblutzuckerspiegel signifikant reduzierte und die Insulinsensitivität erhöhte (32).
Diese Vorzüge von grünem Tee könnten auf seinem wirkungsvollen Antioxidans Epigallocatechin Gallate (EGCG) basieren, von dem viele Studien zeigen konnten, dass es die Insulinsensitivität erhöhen kann (33).
10. Probiere Apfelessig aus
Essig ist eine vielseitige Flüssigkeit. Du kannst ihn unter anderem zur Nahrungsmittelzubereitung oder als Reinigungsmittel verwenden. Er ist außerdem der Schlüsselinhaltsstoff von Apfelessig, einem in Gesundheitskreisen sehr beliebtem Getränk.
Essig könnte über eine Reduzierung der Blutzuckerspiegel und einer Verbesserung der Effektivität von Insulin dabei helfen, die Insulinsensitivität zu erhöhen (34). Er schein außerdem die Verweildauer von Nahrung im Magen zu erhöhen, bevor diese in den Darm gelangt, was dem Körper mehr Zeit dafür gibt, Zucker in den Blutkreislauf aufzunehmen (35).
Eine Studie fand heraus, dass der Konsum von Apfelessig die Insulinsensitivität nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit bei Menschen, die unter einer Insulinresistenz leiden, um 34% und bei Menschen, die unter einer Diabetes vom Typ II leiden um 19%erhöhen kann (36).
11. Reduziere die Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind der primäre Stimulus, der für eine Erhöhung der Blutzuckerspiegel verantwortlich ist. Wenn der Körper Kohlenhydrate zu Zucker verdaut und diesen Zucker in den Blutkreislauf freisetzt, dann schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus, um den Zucker aus dem Blut in die Zellen zu transportieren.
Eine Reduzierung der Kohlenhydratzufuhr könnte dabei helfen, die Insulinsensitivität zu verbessern. Dies hängt damit zusammen, das kohlenhydratreiche Ernährungsformen dazu neigen, zu starken schubweisen Erhöhungen der Blutzuckerspiegel zu führen, welche mehr Druck auf die Bauchspeicheldrüse ausüben, diesen Zucker aus dem Blut zu entfernen (37)
Deine Kohlenhydratzufuhr gleichmäßig über den Tag zu verteilen ist ein anderer Weg, die Insulinsensitivität zu erhöhen. Wenn Du gleichmäßig über den Tag verteilt kleiner Portionen Kohlenhydrate isst, bekommt der Körper mit jeder Mahlzeit weniger Zucker, was den Job von Insulin einfacher macht. Dies wird durch wissenschaftliche Untersuchungen unterstützt, die zeigen, dass regelmäßiges Essen sich positiv auf die Insulinsensitivität auswirkt (38).
Auch die Art der Kohlenhydrate, die Du wählst, ist wichtig. Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischem Index (GI) sind am besten, da sie die Freisetzung von Kohlenhydraten in den Blutkreislauf verlangsamen, was Insulin mehr Zeit gibt, effizient zu arbeiten (39).
Kohlenhydratquellen mit niedrigen Index umfassen Süßkartoffeln, braunen Reis, Quinoa und einige Varianten von Haferflocken.
12. Meide Transfette
Wenn irgendetwas es wert ist, aus der Ernährung verbannt zu werden, dann sind dies Transfette. Anders als andere Fette bieten sie keine Gesundheitsvorzüge und erhöhen das Risiko für viele Krankheiten (40).
Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen einer hohen Transfettzufuhr auf die Insulinsensitivität sind durchwachsen. Einige Humanstudien konnten schädliche Auswirkungen beobachten, andere nicht (41).
Tierstudien geben jedoch starke Hinweise auf eine Verbindung zwischen einer hohen Transfettzufuhr und einer schlechten Blutzuckerkontrolle und einer Insulinresistenz (42).
Da die Ergebnisse von Humanstudien gemischter Natur sind, können Wissenschaftler nicht mit Sicherheit sagen, dass der Verzehr von Transfetten die Insulinresistenz erhöht. Transfette stellen jedoch einen Risikofaktor für viele andere Krankheiten inklusive Diabetes dar, weshalb es Sinn macht, sie zu meiden.
Nahrungsmittel, die typischerweise Transfette enthalten, umfassen fertige Kuchen, Donuts und frittierte Nahrungsmittel. Künstliche Transfette finden sich typischerweise in stärker verarbeiteten Nahrungsmitteln wieder.
13. Reduziere Deinen Konsum von zugesetztem Zucker
Es besteht ein großer Unterschied zwischen zugesetztem und natürlichem Zucker. Natürlicher Zucker findet sich in Quellen wie Pflanzen und Gemüse, welche beide eine Menge Nährstoffe liefern.
Im Gegensatz hierzu findet sich zugesetzter Zucker in der Regel in stärker verarbeiteten Lebensmitteln vor. Die beiden primären Typen von Zucker, die während des Produktionsprozesses hinzugegeben werden, sind Tafelzucker, der auch als Sucrose bekannt ist, und fruktosereicher Maissirup. Beide enthalten etwa 50% Fructose.
Viele Studien haben herausgefunden, dass eine höhere Fruktosezufuhr bei Menschen mit Diabetes die Insulinresistenz erhöhen kann (43). Die Auswirkungen von Fructose auf die Insulinresistenz scheinen auch Menschen zu betreffen, die nicht unter Diabetes leiden, wie eine Analyse von 29 Studien mit insgesamt 1.0005 normalgewichtigen, übergewichtigen und fettleibigen Menschen berichtete.
Die Resultate dieser Analyse zeigten, dass ein Konsum von viel Fruktose über einen Zeitraum von weniger als 60 Tagen die Insulinresistenz der Leber unabhängig von der Gesamtkalorienzufuhr erhöhte (44).
Nahrungsmittel die viel zugesetzten Zucker enthalten, sind auch reich an Fruktose, Dies schließt Süßigkeiten, mit Zucker gesüßte Getränke, Kuchen und Kekse mit ein.
14. Probiere ein Supplement aus
Die Idee natürliche Supplements zu verwenden, um die Insulinsensitivität zu steigern, ist noch recht neu. Viele unterschiedliche Supplements könnten die Insulinsensitivität, aber Chrom, Berberin, Magnesium und Resveratrol werden von den konsistentesten wissenschaftlichen Daten unterstützt.
- Chrom: Chrom ist ein Mineralstoff, der am Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel beteiligt ist. Studien haben herausgefunden, dass eine Einnahme von Chromium Picolinate Supplements in Dosierungen von 200 bis 1000 mcg die Fähigkeit der Insulinrezeptoren verbessern könnte, die Blutzuckerspiegel zu senken (45)
- Magnesium: Magnesium ist ein Mineralstoff, der mit den Insulinrezeptoren zusammenarbeitet, um Blutzucker zu speichern. Studien haben herausgefunden, dass niedrige Magnesiumspiegel im Blut mit einer Insulinresistenz in Verbindung gebracht werden. Eine Einnahme von Magnesium könnte dabei helfen, die Insulinsensitivität zu verbessern (46).
- Berberin: Berberin ist ein Pflanzenmolekül, das aus einer Reihe von Pflanzen inklusive der Pfflanze Berberis hergestellt wird. Seine Auswirkungen auf das Insulin sind nicht genau bekannt, aber einige Studien haben herausgefunden, dass es die Insulinsensitivität erhöht und die Blutzuckerspiegel senkt (47).
- Resveratrol: Resveratrol ist ein Polyphenol, das sich in der Haut von roten Trauben und anderen Beeren wiederfindet. Es kann die Insulinsensitivität erhöhen, was insbesondere bei Menschen mit Diabetes vom Typ II gilt, wobei seine genaue Funktion noch nicht gut verstanden wird (49).
Wie bei allen Supplements besteht auch hier ein Risiko, dass sie mit der augenblicklichen Medikation interagieren könnten. Aus diesem Grund ist es im Zweifelsfall immer am besten, eine Verwendung von Supplements im Voraus mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.
Faziz
Insulin ist ein wichtiges Hormon, das im Körper viele wichtige Rollen spielt. Wenn Deine Insulinsensitivität niedrig ist, setzt dies die Bauchspeicheldrüse unter Druck, die Insulinproduktion zu steigern, um den Blutzucker aus dem Blut zu entfernen.
Eine niedrige Insulinsensitivität kann auch in chronisch hohen Blutzuckerspiegeln resultieren, welche das Risiko für zahlreiche Krankheiten inklusive Diabetes und Herzkrankheiten erhöhen können.
Glücklicherweise gibt es viele Dinge, die Du tun kannst, um Deine Insulinsensitivität zu verbessern. Probiere einige der Vorschläge dieses Artikels aus, um Deine Insulinsensitivität zu verbessern und Dein Krankheitsrisiko zu reduzieren.
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Quelle: https://www.healthline.com/nutrition/improve-insulin-sensitivity

Kortisol ist wie ein Schreckgespenst. Um Trainierende davon abzuschrecken extreme Dinge zu tun sagen wir ihnen, dass Kortisol ihre Zuwächse auffressen wird. Auch wenn diese Aussage einen wahren Kern hat, repräsentiert sie nicht das Gesamtbild.
Ob Du es glaubst oder nicht- im Körper gibt es kein einziges Hormon, dessen Aufgabe darin besteht, den Körper zu zerstören. Kortisol besitzt viele Schlüsselfunktionen, aber manchmal verursacht dieses Hormon ein paar Kollateralschäden, wenn es darum geht, nackt gut auszusehen. Werfen wir einen näheren Blick auf dieses Hormon.
Die Funktionen von Kortisol
Ich bezeichne Kortisol als das “Bereitschaftshormon” anstatt es Stresshormon zu nennen. Seine Hauptaufgabe besteht darin sicherzustellen, dass Du dazu bereit bist, mit jeder potentiell bedrohlichen Situation fertig zu werden.
- Es steigert Wachsamkeit, Fokus, Energie und Antrieb. Es tut dies, indem es Deine Adrenalinspiegel erhöht. Kortisol steigert Spiegel und Aktivität eines Enzyms namens Phenylethanolamin-N-Methyltransferase (PNMT). Dieses Enzym wandelt Noradrenalin in Adrenalin um. Über diese Aktion erhöht Kortisol die Adrenalinspiegel, was einen direkten Einfluss auf Deinen Bewusstseinszustand hat.
- Kortisol erhöht Schlagfrequenz und Kontraktionskraft des Herzens. Dies unterstützt den Sauerstofftransport zu den Muskeln und den Abtransport von Stoffwechselabfallprodukten. Auch dies geschieht über eine Erhöhung der Adrenalinspiegel
- Er erhöht die kontraktile Kraft der Muskeln. Dies ist die dritte Auswirkung erhöhter Adrenalinspiegel.
- Es mobilisiert gespeicherte Energie. Es tut dies um zu verhindern, dass dir die Energie ausgeht, wenn Du gegen einen Säbelzahntiger kämpfst oder vor ihm fliehst. Dies ist ein unselektiver Prozess, was bedeutet, dass alle potentiellen Energiequellen durch Kortisol aufgebrochen und mobilisiert werden: Muskel- und Leberglykogen, Fettsäuren aus Körperfett und Aminosäuren aus dem Muskelgewebe.
- Es hilft dabei stabile Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. Es erhöht den Blutzucker, wenn dieser zu niedrig ist (zusammen mit Glukagon und Wachstumshormonen).
- Es hemmt das Immunsystem. Dies geschieht, um sicherzustellen, dass Du über mehr Ressourcen verfügst, um den Feind zu bekämpfen. Genauso wie bei Star Trek, wenn der Captain während einer Schlacht sagt „Alle verfügbare Energie auf die Schilde umleiten!“, tut der Körper dasselbe, wenn ihm Kortisol sagt, dass er einem Feind gegenübersteht. Während Zeiten des Kampfes wird das Immunsystem gehemmt und sobald die Kortisolspiegel wieder sinken, wird es wieder vollständig hochgefahren, um die Schäden des Kampfes zu reparieren.
Hinweis: Du kannst Kortisol von keiner seiner Funktionen trennen. Wenn es erhöht ist, werden all diese 6 Dinge geschehen.
Kortisol ist also ein notwendiges und recht wichtiges Hormon. Es ist essentiell die Kortisolspiegel zu erhöhen, wenn Du gegen einen Tiger kämpfst, eine neue persönliche Bestleistung beim Kreuzheben aufstellst oder versuchst beim Football in Ballbesitz zu kommen. Wenn die Kortisolspiegel jedoch zu lange erhöht sind, dann kann dies negative Auswirkungen besitzen.
Werfen wir einen Blick darauf, wie dies unser Muskelwachstum, unseren Fettabbau unsere Regeneration und unser Wohlbefinden beeinflusst.
Kortisol und Muskelwachstum
Wenn die Kortisolspiegel chronisch erhöht sind, kann dies Dein Muskelwachstum über mehrere Mechanismen beeinträchtigen:
- Kortisol erhöht den Muskelabbau direkt. Die Menge an Muskeln, die Du aufbaust, hängt vom Unterschied zwischen Proteinabbau (Katabolismus) und Proteinsynthese (Anabolismus) ab. Wenn Du den Proteinabbau erhöhst (was Kortisol tut), dann wird es deutlich schwerer werden Muskel aufzubauen.
- Kortisol reduziert die Nährstoffaufnahme durch die Muskeln. Dies macht es schwerer Aminosäuren und Glukose in die Muskeln zu schleusen, um Muskelgewebe aufzubauen und die Muskelglykogenspeicher wiederaufzufüllen.
- Es erhöht die Myostatinspiegel. Myostatin ist ein Myokin (Protein), das von den Muskeln ausgeschüttet wird und das Muskelwachstum hemmt. Je mehr Myostatin Dein Körper produziert, desto weniger Muskeln kannst Du aufbauen. Durch eine Erhöhung der Myostatinspiegel werden chronisch erhöhte Kortisolspiegel Dein Wachstumspotential begrenzen.
- Im Laufe der Zeit kann Kortisol die Testosteronspiegel senken. Testosteron und Kortisol werden beide aus Pregnenolon hergestellt. Wenn Dein Körper zu viel Kortisol produziert kann dies die Menge an verfügbarem Pregnenolon reduzieren, das zur Herstellung von Testosteron zur Verfügung steht.
- Es verlangsamt die Muskelreparatur. Die Reparatur von beschädigtem Muskelgewebe nach einer Trainingseinheit hängt stark von Deinem Immunsystem ab. Chronisch erhöhte Kortisolspiegel schwächen das Immunsystem wodurch die Muskelreparatur weniger effizient wird.
Nach einer Trainingseinheit ist die Proteinsyntheserate für 24 bis 36 Stunden erhöht (wenn auch nur für 24 bis 30 Stunden signifikant). Dies ist das Zeitfenster das Du hast, um die Muskelschäden zu reparieren und neues Muskelgewebe aufbauen. Wenn Dein Immunsystem geschwächt ist, dann kann es sein, dass Dein Körper diesen Zeitraum vollständig dafür braucht, um einfach nur die verursachten Schäden zu reparieren. Dies bedeutet, dass Du während dieses Zeitfensters keine Zeit hast Muskeln aufzubauen. Dies ist ein Dilemma, das Deinen Muskelaufbau sehr langsam machen kann.
Kortisol und Fettabbau
Wenn Du mit dem Körperkompositionsanalyseansatz (Biosignatur, Bioprint, Stoffwechselanalysen) vertraut bist, dann weißt Du, dass das System behauptet, dass überschüssiges Kortisol zu einer Fettspeicherung im Bauchbereich führt.
Wenn Du Dich daran erinnerst, was die Funktionen von Kortisol sind, dann wirst Du hier vielleicht einen Widerspruch sehen. Letztendlich besteht eine der Funktionen von Kortisol darin, gespeicherte Energie (inklusive Fett) zu mobilisieren – und nicht zu speichern.
Genauer gesagt ist Kortisol ein Fettabbauhormon – zumindest wenn es pulsartg ausgeschüttet wird. Doch das bedeutet nicht, dass chronisch erhöhte Kortisolspiegel es nicht schwerer machen können Fett zu verlieren. Während eine kurzzeitige Erhöhung der Kortisolspiegel am Fettabbau beteiligt ist, kann eine chronische Erhöhung der Spiegel dieses Hormons den Fettabbauprozess schwerer machen.
Wie? Auf 2 Wegen…
1. Kortisol kann die Umwandlung von T4 in T3 reduzieren
T3 ist das Schilddrüsenhormon, das den größten Einfluss auf Deine Stoffwechselrate besitzt. Wenn die T3 Spiegel höher ausfallen, dann steigt Deine Stoffwechselrate und Du verbrennst auf täglicher Basis mehr Kalorien.
Wenn die T3 Spiegel sinken, dann sinkt auch Deine Stoffwechselrate. T4 besitzt hingegen keinen so großen Einfluss auf die Stoffwechselrate. Dein Körper produziert T4 und wandelt es in der Menge in T3 um, in der er es als sicher für das Überleben des Körpers ansieht.
Wenn es Dir jedoch chronisch an Energie mangelt, wird Dein Körper die Umwandlung von T4 in T3 herunterfahren, wodurch die Stoffwechselrate sinkt. Wenn während unserer Evolution die Kortisolspiegel chronisch erhöht waren bedeutete dies, dass wir nicht dazu in der Lage waren Nahrung zu finden und als Resultat hiervon mussten die Kortisolspiegel hoch gehalten werden, um die Blutzuckerspiegel stabil zu halten und gespeicherte Energie zu mobilisieren.
Der Körper passte sich hieran an, indem er die T3 Spiegel reduzierte um Energie zu sparen. Damals benötigten wir diese Anpassung. Heute zutage können chronisch erhöhte Kortisolspiegel durch viele Stressoren ausgelöst werden und selbst wenn wir uns nicht im Zustand eines Energiemangels befinden, wird das chronische Kortisolproblem trotzdem zu einer reduzierten Umwandlung von T4 zu T3 führen.
2. Chronisch erhöhte Kortisolspiegel können zu einer Insulinresistenz führen
Kortisol erhöht die Blutzuckerspiegel. Als wir noch Höhlenmenschen waren, war das kein großes Problem, da die Kortisolspiegel nur dann stiegen, wenn wir körperlich aktiv sein mussten (kämpfen oder weglaufen) oder wenn es uns an Nahrung mangelt. Wir verwendeten die freigesetzte Glukose also zur Energieversorgung des Körpers.
Wenn Deine Blutzuckerspiegel jedoch steigen, wenn Du inaktiv bist, dann bleiben sie erhöht, was zu einer Hyperglykämie führt. Dein Körper will dies nicht und er wird Insulin ausschütten, um die Blutzuckerspiegel wieder in den normalen Bereich zu bringen. Alles ist gut, nicht wahr? Nicht wirklich.
Wenn die Kortisolspiegel chronisch erhöht sind, dann bedeutet dies, dass es kontinuierlich die Blutzuckerspiegel erhöht, was im Gegenzug zu einer regelmäßigen Insulinausschüttung führt. Dies kann wiederum zu einer Insulinresistenz führen.
Sowohl eine reduzierte Stoffwechselrate, als auch eine Insulinresistenz können es schwerer machen Fett zu verlieren. Nein, sie setzten die Gesetze der Thermodynamik nicht außer Kraft. Das Erreichen eines Kaloriendefizits ist immer noch das Wichtigste, wenn es um den Abbau von Fett geht. Wenn Kortisol jedoch die Stoffwechselrate senkt, dann bedeutet dies, dass es schwerer werden wird, ein Kaloriendefizit zu erreichen (und leichter wird, einen Kalorienüberschuss zu erreichen).
Du solltest im Hinterkopf behalten, dass Insulin alleine Dich nicht fett machen wird. Es kann lediglich die Nährstoffe speichern, die Du isst – es generiert keine neuen Nährstoffe. Wenn Du ein Kaloriendefizit einhältst und über hohe Insulinspiegel verfügst, dann wirst Du kein Fett aufbauen.
Insulin kann es jedoch schwerer machen gespeichertes Fett zu mobilisieren. So lange Insulin über den Basiswert hinaus erhöht ist, wird es schwerer sein, Fett effizient zu mobilisieren. Wenn Du insulinresistent bist, bedeutet des, dass Deine Zellen nicht gut auf Insulin reagieren. Als Resultat hiervon musst Du mehr Insulin produzieren, um dieselbe Aufgabe zu erfüllen. Wenn Du mehr Insulin produzierst, dann dauert es länger, bis die Insulinspiegel wieder sinken. Wenn diese länger erhöht bleiben, dann verbringst Du mehr Zeit in einem Zustand, in dem die Fettmobilisierung weniger effizient ist.
Kortisol ist kein Fettaufbauhormon, aber eine chronische Erhöhung der Kortisolspiegel kann es schwerer machen, im Laufe der Zeit Fett zu verlieren.
Kortisol und die Regeneration
Kortisol wird einen negativen Einfluss auf Deine Regeneration besitzen, wenn es chronisch erhöht ist.
- Kortisol führt zu erhöhten Adrenalinspiegeln. Das ist vor einer Trainingseinheit toll, aber nicht so gut, wenn Du zu Bett gehen willst.
- Es hemmt Deine Wachstumshormonproduktion. Seltsamerweise haben in vitro Studien (im Reagenzglas ausgeführte Studien) gezeigt, dass Kortisol die Wachstumshormonspiegel erhöhen kann, aber in vivo Studien (Studien mit lebenden Menschen) haben gezeigt, dass Kortisol die Wachstumshormonproduktion senkt. Wenn Deine Kortisolspiegel nachts erhöht sind – wenn Deine normale Wachstumshormonproduktion am stärksten ausfällt – dann wird dies Deinen Regenerationsprozess und Deine Fortschritte ernsthaft beeinträchtigen.
- Es reduziert die Glykogenspeicherung, welche einen wichtigen Teil Deiner Regeneration nach dem Training darstellt.
- Es kann Deine Muskelreparatur verlangsamen. Dies geht darauf zurück, wie Kortisol das Muskelwachstum beeinflusst…siehe oben.
Kortisol und das Wohlbefinden
Chronisch erhöhte Kortisolspiegel beeinträchtigen das Wohlbefinden – insbesondere das mentale Wohlbefinden. Das Ganze ist jedoch etwas komplizierter, weil Kortisol die Neurotransmitter beeinflusst. Der Schlüsselpunkt, an den Du Dich in diesem Zusammenhang erinnern solltest ist, dass Kortisol zu einer Erhöhung der Adrenalinspiegel führt. Wenn Kortisol chronisch erhöht ist, führt dies zu Folgendem:
- Kortisol kann zu einer Entleerung der Noradrenalinspeicher führen. Adrenalin wird aus Noradrenalin hergestellt. Wenn zu viel Noradrenalin in Adrenalin umgewandelt wird, kann dies zu einer Entleerung der Noradrenalinspeicher führen. Letzteres führt zu einem reduzierten Fokus, einem niedrigen Blutdruck und potentiell zu Depressionen und Ängstlichkeit.
- Es kann zu einer Entleerung der Dopaminreserven führen. Noradrenalin wird aus Dopamin hergestellt. Wenn es zu einer Adrenalin Überproduktion kommt, dann riskierst Du eine Entleerung der Dopaminspeicher. Symptome niedriger Dopaminspiegel umfassen einen Mangel an Motivation, einen Mangel an Vergnügen, Depressionen und Antriebslosigkeit.
- Es kann die beta-adrenergenen Rezeptoren desensibilisieren. Wenn Dein Körper zu viel Adrenalin produziert – und insbesondere wenn dies rund um die Uhr geschieht, wie dies bei chronisch erhöhten Kortisolspiegeln der Fall ist – dann riskierst Du eine Desensibilisierung Deiner beta-adrenergenen Rezeptoren. Der Körper mag es nicht, rund um die Uhr durch Adrenalin angeregt zu werden, da dies nicht sicher ist. Chronisch erhöhte Adrenalinspiegel können zu hohem Blutdruck führen, was ernsthafte Folgen für das Herz-Kreislaufsystem haben kann. Eine Desensibilisierung der Rezeptoren ist ein Schutzmechanismus hiergegen. Dein Körper hört also auf damit auf Adrenalin zu reagieren (oder die Reaktion fällt schwächer aus). Dies führt zu reduzierter Energie, Motivationslosigkeit, mangelndem Antrieb, einer niedrigeren Leistungsfähigkeit, Faulheit und Depressionen.
- Es kann die Produktion und die Transmission von Glutamat erhöhen (1). Auch wenn dies Dein Arbeitsgedächtnis in einer stressigen Situation effektiver machen kann, kann eine exzessive Erhöhung der Glutamatspiegel zu Stimmungsschwankungen, Depressionen und übermäßige Emotionen, sowie dazu, dass Du alles persönlich nimmst, führen. Ganz zu schweigen davon, dass exzessives Glutamat neurotoxisch sein kann.
Die Wirkungen von Kortisol sind noch viel weitreichender als dies, aber das ist die Essenz des Ganzen. Das Fazit? Kurze Schübe an Kortisol zur rechten Zeit (am Morgen und wenn Du trainierst) sind sehr nützlich, aber eine chronische Erhöhung kann schnell problematisch werden, wenn Du gut aussehen und Dich gut fühlen willst.
Wie Du Deine Kortisolspiegel unter Kontrolle halten kannst
Ich werde auf die Voodoo Empfehlungen wie „Mache Deinen Frieden mit dem Universum“ verzichten. Stattdessen werde ich Trainings- Ernährungs- und Supplementstrategien betrachten.
Training
Es gibt drei Hauptkomponenten des Trainings, die die Kortisolausschüttung beeinflussen. Um diese zu kontrollieren, solltest Du vermeiden, einen hohen Level von 2 (oder allen 3) dieser die Kortisolausschüttung erhöhenden Faktoren zu kombinieren.
- Trainingsvolumen: Je mehr Arbeit Du verrichtest, desto mehr Energie benötigst Du. Je mehr Energie Du benötigst, desto mehr Kortisol wirst Du ausschütten, um die notwendigen Energiequellen zu mobilisieren.
- Notwendige Anstrengung: Je höher Du auf der Skala der Rate der empfundenen Anstrengung gehst, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Satz eine Menge Kortisol ausschütten wird. Wenn Du bis zum Muskelversagen gehst, dann ist es wahrscheinlicher, dass Du eine Menge Kortisol produzierst, als wenn Du den Satz 3 bis 4 Wiederholungen vor Erreichen des Muskelversagens beendest.
- Psychologischer Stress: Wenn ein Satz oder eine Übung als sehr stressig empfunden werden, dann wird Dein Körper eine Menge Kortisol ausschütten. Wen Du z.B. versuchst bei Kniebeugen einen neuen persönlichen Rekord aufstellen willst, dann wird dies in einem starken Kortisolschub resultieren.
Auch komplexe Übungen wie Kniebeugen, Kreuzheben oder die Übungen des olympischen Gewichthebens werden mehr Kortisol als Curls oder Maschinentraining ausschütten. Weniger Komplexität bedeutet weniger psychologischen Stress. Und wenn Du eine neue Übung lernst, dann kann dies zu einem signifikanten Kortisolschub führen – insbesondere dann, wenn diese Übung komplex ist.
Ich habe Leute gesehen, die beim ersten üben von Snatch Griff High Pulls mit der leeren Stange schweißgebadet waren. Das Schwitzen kommt von der Adrenalinausschüttung die durch Kortisol angeregt wird.
Wenn Du dies verstanden hast, dann kannst Du Dir leicht eine Strategie zu Minimierung der Kortisolausschüttung zusammenstellen. Hier sind einige Schritte zur Vorsicht, an die Du Dich halten solltest:
- Wenn Du ein hohes Arbeitsvolumen verwendest, dann solltest Du Dich bei den einzelnen Sätzen nicht bis an Deine Grenzen fordern.
- Reduziere das Gesamtvolumen, wenn Du eine Menge komplexe Übungen ausführst.
- Meide es, bei schweren Mehrgelenksübungen bis zum Muskelversagen zu gehen.
- Halte das Volumen niedrig, wenn Du sehr schweres Training (im Bereich von 92,5%+ des 1RM Gewichts) mit in Dein Trainingsprogramm aufnimmst.
- Wenn Du eine neue Übung in Dein Programm aufnimmst, dann reduziere das Gesamtvolumen, bis Du diese Übung beherrschst.
- Wenn Du Dich selbst härter antreibst oder eine gute Menge an Volumen verwendest, dann solltest Du Deine Übungen nicht zu oft wechseln und nicht zu viele Übungen während einer Trainingseinheit verwenden.
- Wenn Du 2 (oder alle 3) die Kortisolausschüttung erhöhende Faktoren kombinierst, dann reduziere die Anzahl der Trainingseinheiten, die Du pro Woche ausführst. Ziele auf eine niedrige Trainingsfrequenz (3 Trainingseinheiten pro Woche) ab, oder Du wirst regelmäßige Entladewochen benötigen.
Ernährung
Eine Funktion von Kortisol ist die Aufrechterhaltung stabiler Blutzuckerspiegel. Kortisol erhöht diese, wenn sie zu niedrig sind. Ein Weg zur Minimierung der Kortisolspiegel besteht darin, Kohlenhydrate zu essen. Oder genauer gesagt stabile Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten.
Das ist der Grund dafür, dass ich bei Menschen, die chronisch gestresst sind, keine sehr kohlenhydratreichen Ernährungsformen mag. Sicher, Du der Körper kann Glukose aus Aminosäuren herstellen, um stabile Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. Und nur weil Du Dich ketogen ernährst muss das nicht bedeuten, dass Dein Körper mit Kortisol überflutet wird. Aber fast keine Kohlenhydrate zu essen wird, wenn Du sehr aktiv bist, wahrscheinlich zu höheren Kortisolspiegeln führen.
Eine super kohlenhydratreiche Ernährung ist jedoch auch nicht besser, da sie zu starken Blutzuckerschwankungen führen kann. Wenn Du aber etwa 30% Deiner Kalorien in Form von Kohlenhydraten zu Dir nimmst – idealerweise aus niederglykämischen Quellen - dann wird dies dabei helfen, Deine Kortisolspiegel unter Kontrolle zu halten.
Ich esse Kohlenhydrate gerne rund um meine Trainingseinheiten und am Abend um meine Kortisolspiegel (und meine Adrenalinspiegel) zu senken. Erinnere Dich daran, dass Du Deine Kortisolspiegel am Abend senken solltest, um Schlaf und Regeneration zu fördern.
Supplements
Es gibt viele Strategien die Du verwenden kannst, um Kortisol unter Kontrolle zu halten. Du solltest Deine Kortisolspiegel jedoch nicht völlig auslöschen – Du brauchst sie, um hart trainieren zu können. Du musst allerdings dazu in der Lage sein sie wieder zu senken, wenn dies notwendig ist.
- Verwende die richtige Trainingssupplementation. Leicht verdauliche Kohlenhydrate während dem Training können die Kortisolspiegel senken, indem sie Energie liefern. Wenn Deinem Körper ausreichend Kohlenhydrate zur Verfügung stehen, dann muss er nicht so viel gespeicherte Energie mobilisieren, was bedeutet, dass er weniger Kortisol produzieren muss. Dies ist besonders effektiv, wenn Du einen hochvolumigen Trainingsplan befolgst.
- Verwende Vitamin D. Dies ist während stressiger Phase besonders wichtig. Vitamin D reduziert den Einfluss von Kortisol auf die Umwandlung von Noradrenalin in Adrenalin. Auch wenn dies die Kortisolspiegel nicht direkt reduziert, verhindert es eine exzessive Adrenalinproduktion, was dabei helfen kann, eine Erschöpfung des ZNS zu verhindern.
- Verwende Magnesium nach dem Training und am Abend. Magnesium reduziert die Bindung von Adrenalin an den adrenergenen Rezeptor und kann dabei helfen, Dich zu beruhigen, während es Deine adrenergenen Rezeptoren schützt (indem es sie empfindlich hält).
- Verwende Rhodiola am Morgen. Rhodiola hilft dabei, die stimulierenden und hemmenden Neurotransmitter im Gleichgewicht zu halten und kann darüber hinaus die Kortisolspiegel senken.
- Ich verwende gerne Glycin nach dem Training und am Abend. Glycin ist ein neurologischer Hemmer. Es reduziert die Aktivität des Nervensystems, wenn dieses zu stark angeregt ist und reduziert darüber hinaus Kortisol und Adrenalin. Des Weiteren erhöht Glycin die Menge an zirkulierendem Serotonin (der Wohlfühlneurotransmitter, der auch die Stimmungslage ins Gleichgewicht bringt) und aktiviert mTOR, was die Proteinsynthese nach dem Training erhöhen wird.
- Verwende ein gutes Schlafsupplement mit Inhaltsstoffen wie GABA und 5-HTP, welches die Serotonin und GABA Spiegel im Gehirn erhöht. Diese beiden hemmenden Neurotransmitter werden es Dir erlauben einen erholsameren Schlaf zu bekommen, was es Dir ermöglicht einen normalen Kortisol Tag-Nacht Rhythmus wiederherzustellen.
Fazit
Kortisol ist nicht per se böse. Es wird für das Überleben und um in stressigen Situationen funktionieren zu können benötigt. Wenn die Kortisolspiegel jedoch chronisch erhöht sind, kann dieses Hormon zu einem Feind für Körperkomposition und Gesundheit werden. Während wir es nicht vollständig eliminieren wollen, ist es doch wichtig, die Spiegel dieses Hormons unter Kontrolle zu halten, um Deine Ziele zu erreichen, was insbesondere dann gilt, wenn Du ein stressiges Leben führst.
Referenzen
1. Popoli M, Yan Z, McEwen BS, Sanacora G. The Stressed Synapse: The Impact of Stress and Glucocorticoids on Glutamate Transmission. Nat Rev Neurosci. 2011;13(1):22–37. Published 2011 Nov 30. Doi:10.1038/nrn3138
Quelle: https://www.t-nation.com/training/the-best-damn-cortisol-article-ever
Von Christian Thibaudeau

Hier ist etwas, das Du von Strongmen Wettkämpfern lernen kannst und das Du auch auf den Rest Deines Lebens anwenden kannst.
Hänge nicht Ereignissen aus der Vergangenheit hinterher
Wenn Du bei Deinem letzten Wettkampf schlecht abgeschnitten hast, dann musst Du dies hinter Dir lassen. Wir alle haben Zeiten, zu denen die Dinge nicht so laufen, wie wir es gerne hätten. Wenn Du etwas verpfuscht hast, bei dem Du erwartet hattest zu brillieren, dann ist es leicht wütend zu werden oder in Selbstmitleid zu versinken. Das Problem bei einem Strongman Wettkampfes hiermit besteht darin, dass Du Dich auf andere Disziplinen während des selben Wettkampfes vorbereiten musst. Wenn Du Dich an dieser einen schlechten Leistung festbeißt und immer wieder auf sie zurück kommst, dann ist es völlig ausgeschlossen, dass Du Deinen Kopf frei bekommst und nach vorne schauen kannst.
Je länger Du diese Last mit Dir herumträgst, desto erschöpfter und gestresster wirst Du werden. Nichts hiervon wird dazu beitragen, dass Du während des restlichen Tages Deine besten Leistungen erbringen wirst.
Natürlich solltest Du Deinen Misserfolg nicht so behandeln, als ob nichts gewesen wäre. Werde wütend, schreie, wenn Du musst, stampfe mit den Füßen auf und schimpfe mit Dir selbst. Aber dann lasse es gut sein. Du hast noch genügend Zeit Dich hiermit zu befassen, wenn der Tag vorüber ist, aber jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt hierfür. Tue was Du tun musst und gehe dann wieder dazu über, professionell zu sein. Du wirst niemals weiter kommen und Fortschritte erzielen, wenn Du dieses Verhaltensmuster nicht sofort änderst.
Tue stattdessen Folgendes: Box Atmung
Wenn das nächste Mal etwas schief läuft, dann nimm Dir ein paar Minuten, um Deinem Ärger Luft zu machen, aber tue dies für Dich alleine. Nimm anschließend 5 langsame Atemzüge auf diese Art und Weise:
- Atme die Luft langsam durch die Nase in den Bauch, während Du in Gedanken “eintausend und eins, eintausend und zwei, eintausend und drei“ zählst.
- Halte die Luft genauso lange ein, wie Du eingeatmet hast.
- Atme langsam über denselben Zeitraum durch den Mund aus.
- Halte weitere 3 Sekunden inne, bevor Du wieder einatmest.
- Wiederhole das Ganze dreimal.
Das mag vielleicht nach Hippie Blödsinn klingen, doch diese Atemtechnik wird von vielen Menschen von Football Profis, über Navy Seals und Firmenbossen bis hin zu von ihren schreienden Babys gestressten Müttern verwendet. Diese Art der Atmung wird Deine Herzfrequenz und Deinen Blutdruck senken und Deinen Fokus auf zwei Dinge lenken, die Du kontrollieren kannst: Deine Atmung und Deine innere Einstellung.
Du hast es versaut? Trage es mit Fassung. Lasse Dich nicht dazu hinreißen, dass es Dich kontrolliert. Je früher Du Deine Emotionen wieder herunterfährst und damit beginnst, diese negative Energie in positiven Fokus auf Deine nächste Herausforderung zu verwandeln, desto bessere Leistungen wirst Du erbringen.
Tipp: Finde heraus, ob Du insulinsensitiv bist
Kontrolliere dieses Hormon um sicherzustellen, dass Du schlank bleibst und nur Muskeln aufbaust
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/tip-find-out-if-youre-insulin-sensitive
Von John Berardi, PhD
Insulin ist ein sehr anaboles Hormon. Es ist das Hormon, das für die Zufuhr von Kohlenhydraten und Aminosäuren zu den Muskeln für Regeneration und Wachstum verantwortlich ist. Du brauchst also Insulin, aber Du musst es kontrollieren.
Die Insulinsensitivität scheint der wichtigste Faktor zu sein, der diktiert, wie der Körper mit Kohlenhydraten umgeht. Eine chronische Erhöhung der Insulinspiegel kann die Rate des Transports von Fett und Kohlenhydraten in die Fettzellen erhöhen. Auch wenn Insulin zunächst Nährstoffe in die Muskelzellen transportiert, wird eine chronische Erhöhung der Insulinspiegel dazu führen, dass Deine Muskeln insulinresistent werden und sich weigern, Nährstoffe aufzunehmen. Das Fettgewebe wird jedoch weiterhin gierig Nährstoffe mit einer hohen Rate aufnehmen.
Bei Menschen mit einer guten Insulinsensitivität reagiert der Körper mit kleinen Insulinschüben auf eine Kohlenhydrataufnahme. Auch wenn diese Insulinschübe winzig sind, reagieren die Zellen sehr empfindlich auf geringe Mengen an Insulin, was in einem anabolen Umfeld resultiert. Da viel Insulin den Fettabbau hemmen kann, besteht das ideale Szenario darin, eine hohe Insulinsensitivität zu entwickeln, so dass nur geringe Mengen an Insulin für den Anabolismus benötigt werden und diese geringen Mengen den Fettabbau nicht verhindern.
Einige Experten verwenden sehr simplifizierende Empfehlungen für Tests der Insulinsensitivität – Methoden, mit denen ich nicht übereinstimme. Ich habe z.B. schon gehört, dass Du, wenn Du eine apfelförmige Körperform aufweist oder nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit müde wirst, insulinresistent bist. Diese Empfehlungen sind zu unspezifisch und sagen Dir nur sehr wenig über Deinen Nährstoffbedarf oder ob Du Fortschritte machst. Ich empfehle Methoden, die auch wenn sie zeitaufwändiger sind, objektiv sind.
Objektive Tests
Der erste Test ist ein oraler Glukosetoleranztest. Für diesen benötigst Du ein Blutzuckermessgerät, ein paar Glukose Teststreifen und ein Standardglukosegetränk (frage Deinen Apotheker, denn hierbei handelt es sich um eine spezifische Mischung. Cola wird nicht funktionieren). Sobald Du all diese Dinge zur Verfügung hast, planst Du Deinen Test.
Nachdem Du mindestens 24 Stunden lang nicht trainiert hast (Du führst diesen Test also am besten nach einem trainingsfreien Tag aus), nimmst Du morgens, nachdem Du für mindestens 12 Stunden nichts gegessen hast, eine Blutprobe von Deiner Fingerspitze. Schreibe Dir den Blutzuckerwert auf. Dann trinkst Du das Glukosegetränk und misst 15, 30, 60, 90 und 120 Minuten danach Deinen Blutzuckerspiegel. Schreibe Dir all diese Werte auf.
Insulinsensitivität und Glukosetoleranz
Die folgende Tabelle gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie Du Deine Werte deuten kannst:
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|
Normal |
Exzellent |
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Nüchternblutzucker |
<100mg/dl |
<70mg/dl |
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Maximaler Blutzuckerspiegel |
<180mg/dl |
<130mg/dl |
|
Zeit bis zum maximalen Blutzuckerwert |
30-60 min. |
15-30 min. |
|
Zeit bis zum Erreichen des Nüchternblutzuckerwertes |
30-60 min. |
60-90 min. |
Blutzucker- und Insulinspiegel im Fastenzustand
Der zweite Test ist eine Bestimmung des Blutzuckerspiegels und des Insulinspiegels im Fastenzustand. Für diesen Test brauchst Du Deinen Arzt, der Dir in nüchternem Zustand Blut abnimmt und zur Untersuchung in ein Labor schickt, welches Blutzucker- und Insulinspiegel misst.
Unter Verwendung der folgenden Gleichungen kannst Du einen Wert für die Insulinsensitivität und die Reaktionsfähigkeit Deiner Bauchspeicheldrüse bestimmen:
Insulinsensitivität =
- Insulinspiegel im Fastenzustand (mU/L) / 22,5 x E zu X e-ln(Blutzuckerspiegel im Fastenzustand (mmol/L))
- oder
- Insulinspiegel im Fastenzustand (pmol/L) x (Blutzuckerspiegel im Fastenzustand (mmol/L) / 135)
Betazellfunktion der Bauchspeicheldrüse =
- (20 x Insulinspiegel im Fastenzustand (mU/L)) / (Blutzuckerspiegel im Fastenzustand (mmol/L)-3,5)
- oder
- (3,33 x Insulinspiegel im Fastenzustand (pmol/L) / (Blutzuckerspiegel im Fastenzustand (mmol/L)-3,5)
Wenn Dir diese Berechnungen zu kompliziert sind, dann lasse Deinen Arzt diese Werte berechnen. Wenn Du diese Werte hast, dann kannst Du diese wie folgt einschätzen:
Insulinsensitivität:
• Je niedriger der Wert, desto besser die Insulinsensitivität
• Normale Insulinsensitivität: der Wert sollte unter 2 liegen
• Exzellente Insulinsensitivität: ein Wert im Bereich von 0,5
Betazellfunktion der Bauchspeicheldrüse:
• Je höher der Wert, desto besser die Funktion der Bauchspeicheldrüse und die Insulinausschüttung
• Normale Funktion Bauchspeicheldrüse: der Wert sollte bei etwa 100 liegen
• Exzellente Insulinsensitivität: ein Wert oberhalb von 200.
Sobald Du diese Werte hast, wirst Du eine bessere Vorstellung von der Art von Ernährung haben, die Du zu Dir nehmen solltest. Führe diese Tests mindestens einmal alle paar Monate durch, um zu sehen, wie Dein Training und Deine Ernährung Deine Insulinsensitivität beeinflussen.
Verbessere Deine Insulinsensitivität
Gehen wir einmal davon aus, dass Du dieses Tests durchgeführt hast und mit den Resultaten nicht zufrieden bist. Du bist insulinresistent und das gefällt Dir gar nicht. Nun, anstatt zu resignieren und Dich für den Rest Deines Lebens mit Deiner schwabbeligen Körpermitte abzufinden, gibt es ein paar Dinge, die Du tun kannst, um Deine Insulinsensitivität zu verbessern.
Sowohl aerobes Training als auch ein Training mit Gewichten kann Deine Insulinsensitivität über eine ganze Reihe von Mechanismen deutlich verbessern. Nimm also beide Typen des Trainings mit in Dein Programm auf. Ich habe eine enorme Verbesserung der Insulinsensitivität durch drei bis vier Trainingseinheiten mit Gewichten von 60 bis 90 Minuten Dauer pro Woche gesehen. Diese Trainingseinheiten sollten von mindestens drei oder vier aeroben Trainingseinheiten von 30 Minuten Dauer pro Woche begleitet werden. Um Deine Insulinsensitivität wirklich zu verbessern, solltest Du aerobes Training und Widerstandstraining getrennt voneinander ausführen.
Zusätzlich hierzu können auch Supplements wie Omega-3 Fettsäuren, Alpha-Liponsäure und Chrom die Insulinsensitivität verbessern. Beginne mit 600 mg Alpha-Liponsäure und 6 bis 10 Gramm EPA und DHA (die aktiven Omega-3 Fettsäuren in Fischöl) pro Tag.
Auf der anderen Seite können Stimulanzien wie Ephedrin und Koffein die Insulinsensitivität aufgrund ihrer Auswirkungen auf den Stoffwechsel reduzieren. Auch kohlenhydratarme und fettreiche Ernährungsformen können die Insulinsensitivität senken.
Tipp: Baue Deine Brustmuskeln mit Bändern und Eisen auf
Dies wird wirklich weh tun, aber Du wirst die Resultate lieben, die Du beim Wachstum von Brustmuskeln und Trizeps sehen wirst.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-build-your-chest-with-bands-iron
Michael Warren
Langhantel Bankdrücken hat seinen Platz in Deinem Trainingsprogramm, aber Kurzhantel Bankdrücken hat im Vergleich zu Langhantel Bankdrücken ein paar Vorteile. Kurzhantel Bankdrücken erlaubt es Dir Deine stabilisierenden Muskeln zu trainieren, die beim Langhantel Bankdrücken ignoriert werden. Die Kurzhantel Variante gibt Dir die Möglichkeit, Deine Brustmuskeln am höchsten Punkt einer jeden Wiederholung mit Hilfe bestimmter Variationen hart zu trainieren. Möchtest Du die Intensität bei Kurzhantel Bankdrücken wirklich steigern? Dann verwende Bänder.
Kurzhantel Bankdrücken mit Bändern
https://www.youtube.com/watch?v=W4YmxaHB2Eo
Verwende diese Variante, um Kraftplateaus zu überwinden. Deine Trizeps und Deine Brustmuskeln werden eine starke Belastung erfahren, da die Spannung der Bänder bei jedem Zentimeter der Aufwärtsbewegung steigen wird.
Kurzhantel Bankdrücken mit rechts und links neben der Bank verankerten Bändern
Bei regulärem Kurzhantel Bankdrücken agiert der Pectoralis Major gegen das Gewicht, um den Oberarmknochen näher zur Körpermitte zu bewegen. Das Gewicht wirkt vertikal zum System aus Brustmuskeln, Trizeps und Schulter.
Bei der hier beschriebenen Variation fügen wir einen Kraftvektor hinzu, der diagonal wirkt und Arme und Kurzhanteln von der Körpermitte weg zieht. Wie Du Dir vorstellen kannst, wird Dich diese Kraft zwingen damit zu kämpfen, die Kurzhanteln auf ihrem vertikalen Pfad zu halten, was Deine Muskelkoordination stärker fordert, was insbesondere dann gilt, wenn Du die Kurzhanteln am höchsten Punkt der Bewegung gegeneinander drückst.
Tipp: Stelle Dich zwei Kniebeugen Herausforderungen
Zwei Typen von Kniebeugen, 20 Wiederholungen, etwas Schmerz und eine Menge Zuwächse. Bist Du bereit hierfür?
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-take-the-two-squat-challenge
Von Ben Bruno
Dies ist eine neue Variante der klassischen 20 Kniebeugen Methode, die Frontkniebeugen und klassische Kniebeugen miteinander kombiniert.
- Wähle ein Gewicht, mit dem Du 8 bis 10 Wiederholungen Frontkniebeugen ausführen kannst.
- Führe so viele Frontkniebeugen aus, wie Du kannst, bevor Du das Gewicht kurz ablegst, um die Position für klassische Kniebeugen einzunehmen.
- Jetzt beginnt der Spaß. Führe so viele Wiederholungen klassische Kniebeugen aus, bis Du insgesamt 20 Wiederholungen Kniebeugen absolviert hast. Wenn Du z.B. 8 Wiederholungen Frontkniebeugen geschafft hast, musst Du also 12 Wiederholungen klassische Kniebeugen ausführen.
Kniebeugen Combo für 20 Wiederholungen
Das Gewicht wird niedriger als das Gewicht ausfallen, das Du für 20 klassische Kniebeugen verwenden würdest, aber diese Combo ist mindestens genauso brutal und Du wirst sie mehr in Deinen Quadrizeps fühlen, ohne den schmerzhaften Pump im unteren Rücken zu erreichen.
Bei schweren Kniebeugen neigt der untere Rücken dazu, der limitierende Faktor zu sein und die Kniebeugen neigen dazu, mehr in Richtung von Good Mornings auszuarten. Wenn Du Deine Quadrizeps jedoch bereits mit Frontkniebeugen erschöpft hast, wird es leichter sein, eine gute Form der Übungsausführung aufrecht zu erhalten und Du wirst die Kniebeugen mehr dort spüren, wo Du sie spüren willst – und weniger dort, wo Du sie nicht spüren willst.
Tipp: Führe Kreuzheben mit einem Kniebeugenstand aus
Ist konventionelles Kreuzheben oder Sumo Kreuzheben besser? Für die meisten von uns ist eine Kombination von beidem am besten.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-the-squat-stance-deadlift
Von Joel Seedman, PhD
Kreuzheben mit Kniebeugenstand kombiniert die besten Elemente von konventionellem Kreuzheben und Sumo Kreuzheben. Diese Variante hat keinen so genannten „sticking Point“. Und anders als die beiden anderen Kreuzheben Stile, wird bei dieser Variation die Spannung über den gesamten Bewegungsraum aufrecht erhalten.
Dieser Kreuzheben Stil hat auch einen Übertrag auf Kniebeugen. Jedes Mal, wenn Du Kreuzheben auf diese Art und Weise trainierst, trainierst Du auch Kniebeugen. Kreuzheben im Kniebeugen Stand ist außerdem therapeutischer Natur. Es fördert eine optimale Bewegung, während es dabei hilft, Dysfunktionen zu eliminieren.
Hier ist ein kurzes Tutorial:
Kreuzheben mit einem Kniebeugenstand
https://www.youtube.com/watch?v=gKVw0y4OxRo
- Halte die Füße relativ gerade. Diese Position wird die größten Kraftzuwächse produzieren.
- Verwende eine Position, die sich irgendwo zwischen einem normalen Kniebeugenstand (etwa schulterweit) und 20% weiter als ein normaler Kniebeugenstand befindet.
- Ähnlich wie bei Sumo Kreuzheben sollten sich Deine Arme und Dein Griff zwischen Deinen Beinen befinden. Es sollte sich so anfühlen, als ob sich die Stange zwischen Deinen Füßen und Deinen Beinen anstatt vor diesen befindet.
- Deine Unterkörpermechanik sollte nahezu identisch wie bei Low-Bar Kniebeugen sein. Konzentriere Dich darauf, die Knie nach außen zu drücken und halte die Hüfte so weit wie möglich hinten, während Du weiterhin die Brust hoch hältst. Dein Rücken sollte eine natürliche, nicht exzessive Beugung der Wirbelsäule aufweisen und Dein Kopf sollte sich in einer neutralen Position befinden.
- Nachdem Du die Muskulatur durch ein lockeres Ziehen an der Stange und Vorspannung versetzt hast, solltest Du Dich darauf konzentrieren, die Wirbelsäule in Position zu halten, indem Du Deinen Latissimus hart anspannst.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-use-box-breathing-to-regain-focus
Von Brian Alsruhe