Gesundheit

Uns ist aufgefallen, dass in letzter Zeit eine Vielzahl von Fehlinformationen über die Immunfunktion und Erkrankungen der Atemwege wie COVID-19 verbreitet werden und finden, dass es an der Zeit ist, die Faktenlage richtigzustellen. Erkrankungen der Atemwege betreffen die Nasenschleimhäute, die Atemwege oder die Lunge und umfassen eine große Bandbreite von Erkrankungen, die von einfachen Erkältungen bis hin zu einer Lungenentzündung reichen. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk von Zellen, Körpergeweben und Organen, die zusammenarbeiten, um Deinen Körper auf täglicher Basis vor Infektionen wie den zuvor genannten schützen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass bestimmte Supplements das Risiko für eine Infektion und den Schweregrad der Symptome reduzieren können. In diesem Artikel werden wie auf Supplements eingehen, von denen wissenschaftlich bewiesen werden konnte, dass sie Dein Immunsystem auf sichere Art und Weise unterstützen können.
Wie immer gilt, dass es empfehlenswert ist, vor Beginn eines jeden Supplementprogramms einen Arzt zu konsultieren, wenn Du unter einer Krankheit leidest, vermutest unter einer Krankheit zu leiden oder irgendwelche Medikamente einnimmst.
Fermentierte Nahrungsmittel, Probiotika und Prebiotika können entzündungshemmende und antipathogene Wirkungen besitzen
Dein Verdauungstrakt enthält eine reichhaltige Gemeinschaft gesunder Mikroben, die gegen von außen eindringende Krankheitserreger kämpfen und als erste Verteidigungslinie des Körpers gegen Infektionen agieren. Zusätzlich hierzu verdauen sie im Rahmen eines Prozesses, der als Fermentation bezeichnet wird, Nährstoffe wie Ballaststoffe und andere Kohlenhydrate, die Du sonst nicht verdauen könntest, was in der Produktion von Nebenprodukten resultiert, die im menschlichen Körper viele wichtige Rollen spielen, die von einem Schutz des Darms bis hin zu einer Verbesserung der Insulinsensitivität reichen.
Aktuelle Untersuchungen haben herausgefunden, dass Deine Darmflora eine Schlüsselkomponente eines gesunden Immunsystems und der Fähigkeit Deines Körpers virale und bakterielle Infektionen zu bekämpfen, ist. Sowohl probiotische Supplements, als auch fermentierte Nahrungsmittel, welche eine Quelle für lebende Bakterien darstellen, können Dein Infektionsrisiko signifikant reduzieren, indem sie Krankheitserreger im Darm bekämpfen und zu entzündungshemmenden Pfadwegen im gesamten Körper beitragen.
Bestimmte Bakterienstränge besitzen stärkere vor Infektionen schützende und entzündungshemmende Wirkungen als andere. Lactobacillus plantarum, Bifidobacterium lactis, Lactobacillus casei und Lactobacillus rhamnosus (auch als Lactobasciullus GG bekannt) gehören zu den besten “Kämpfern” gegen Virusinfektionen im Allgemeinen und Infektionen der oberen Atemwege im Speziellen (1, 2, 3, 4).
Wenn Du in Betracht ziehst, ein probiotisches Supplement zu verwenden, dann solltest Du nach einem Produkt suchen, das mindestens einen oder zwei oder mehr der oben erwähnten Stränge probiotischer Bakterien enthält.
Auch Deine Ernährung kann ein wichtiges Werkzeug für die Unterstützung einer gesunden Darmflora sein. Fermentierte Nahrungsmittel wie Kimchi, Sauerkraut, Miso und Tempeh, sowie Joghurt und Kefir können Deinem Darm direkt gesunde Bakterien zuführen, während prebiotische Supplements und Nahrungsmittel wie Bohnen und kreuzblütiges Gemüse diesen Bakterien dabei helfen können, besser in Deinem Darm zu gedeihen.
Zink kann dazu beitragen, dass Infektionen weniger schwer ausfallen
Zink spielt bei der Immunfunktion eine wichtige Rolle, da es an der zellvermittelten und humoralen Immunreaktion – zwei Typen der Immunität, bei denen eine für einen bestimmten Krankheitserreger spezifische Immunreaktion generiert wird – beteiligt ist. Niedrige Zinkspiegel oder ein Zinkmangel können deshalb die Anzahl Deiner Immunzellen reduzieren, die zur Bekämpfung von in den Körper eindringenden Krankheitserregern zur Verfügung stehen.
Nach einer Untersuchung von 13 randomisierten, Placebo kontrollierten Studien zum Thema Zink und Erkältung kamen Wissenschaftler zur Schlussfolgerung, dass eine Einnahme von Zink innerhalb der ersten 24 Stunden nach den ersten Erkältungssymptomen die Erkältungsdauer reduzieren und die Symptome der Krankheit lindern können (5).
Männer brauchen etwa 11 mg und Frauen etwa 8 mg Zink pro Tag. Zink findet sich primär in rotem Fleisch und Meeresfrüchten – insbesondere Austern und Mollusken – wieder. Zink kommt auch in pflanzlichen Quellen wie Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten vor - wenn auch in geringeren Mengen. Zusätzlich wird Zink aus pflanzlichen Quellen vom Körper schlechter als Zink aus tierischen Quellen aufgenommen. Vegetarier und ältere Menschen weisen ein höheres Risiko für eine unzureichende Zinkzufuhr über die Nahrung auf.
Auch wenn es wichtig ist, Deinen täglichen Zinkbedarf zu decken, ist es genauso wichtig, es mit der Zinkzufuhr nicht zu übertreiben. Die maximale Menge an Zink, die Du pro Tag zu Dir nehmen solltest, liegt bei 40 mg. Eine höhere Zufuhr kann zu einem Kupfermangel und neurologischen Problemen führen (6, 20).
Wenn Du Probleme damit hast, Deinen täglichen Zinkbedarf zu decken oder die ersten Anzeichen einer Erkältung verspürst, kann es sinnvoll sein, 25 mg Zink pro Tag einzunehmen. Zink Supplements sollten am besten auf nüchternen Magen eingenommen werden.
Vitamin C kann das Immunsystem unterstützen
Man kann nicht über die Immunfunktion sprechen, ohne auf Vitamin C einzugehen. Genau wie Zink ist auch Vitamin C ein essentieller Mikronährstoff, der über die Nahrung zugeführt werden muss. Vitamin C spielt bei der Immunfunktion eine wichtige Rolle, indem es als Antioxidans agiert, die Funktion der Immunzellen verbessert und entzündungshemmende Pfadwege im Körper unterstützt.
Ein Vitamin C Mangel kann zu einer beeinträchtigten Immunfunktion und einer stärkeren Anfälligkeit für Infektionen führen. Ein Studienreview (19) betrachtete hunderte Studien, welche die Rolle von Vitamin C bei der Immunfunktion untersuchten. Die Wissenschaftler kamen zur Schlussfolgerung, dass eine Supplementation mit 100 bis 200 mg Vitamin C pro Tag Infektionen der Atemwege verhindern kann.
Viele Supplements enthalten 1.000 mg Vitamin C pro Tablette oder Kapsel. Die schlechte Nachricht ist, dass die Absorption von Vitamin C mit steigender Zufuhr sinkt. Bei einer hohen Zufuhr (etwa 1.200 mg) werden z.B. nur 16% absorbiert, während es bei einer niedrigen Zufuhr (< 20 mg) 98% sind. Sobald Du 1.000 mg erreichst, werden weniger als 50% des zugeführten Vitamin C über den Urin wieder ausgeschieden (20). Aus diesem Grund sollte Vitamin C am besten in zwei bis drei kleineren Dosierungen mit Mahlzeiten eingenommen werden.
Eine Toxizität kommt bei Vitamin C für gewöhnlich nicht vor, es können jedoch unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, wenn längerfristig die obere verträgliche Menge (2.000 mg pro Tag) überschritten wird (7).
Vitamin C kommt in frischen, vollwertigen Nahrungsmitteln wie Annanas, Kiwi und Brokkoli in den größten Mengen vor. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass ein mangelnder Verzehr frischer Nahrungsmittel neben anderen Ursachen mit dazu beigetragen, dass ein Vitamin C Mangel in der westlichen Welt einer der führenden Nährstoffmängel ist (19).
Als wasserlösliches Vitamin kann Vitamin C im Körper nicht gespeichert werden. Aus diesem Grund ist es wichtig darauf zu achten, jeden Tag Vitamin C reiche Nahrungsmittel zu verzehren, um den täglichen Bedarf zu decken.
Eine adäquate Vitamin C Zufuhr ist für eine korrekte Funktion des Immunsystems von entscheidender Bedeutung. Wenn Du befürchtest, die notwendige Vitamin C Menge nicht zu erreichen, solltest Du in Betracht ziehen täglich zwei bis drei kleinere Portionen (200 mg) Vitamin C einzunehmen.
Eine Vitamin D Supplementation kann die oberen Atemwege schützen
Studien zeigen, dass Menschen mit optimalen Vitamin D Spiegeln weniger anfällig für Erkältungen und andere Atemwegsinfektionen als die Menschen sind, die niedrige Vitamin D Spiegel aufweisen. Im Rahmen eines systemischen, randomisierten Reviews (der Goldstandard der wissenschaftlichen Untersuchungen) schien eine Vitamin D Supplementation vor akuten Infektionen der Atemwege wie Erkältungen zu schützen. Dies galt insbesondere für Menschen, die zuvor einen Vitamin D Mangel aufwiesen (8).
Darüber hinaus konnte beobachtet werden, dass sich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Infektionen der oberen Atemwege entgegengesetzt proportional zu den Serum (Blut) Spiegeln von Vitamin D verhielt. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion der Atemwege steigt, wenn Deine Vitamin D Spiegel sinken (9). Die Serum Vitamin D Spiegel sollten für eine optimale Gesundheit oberhalb von 32 ng/ml liegen.
Fazit ist, dass Dich optimale Vitamin D Spiegel vor Infektionen der Atemwege schützen könnten. Du solltest deshalb auf eine Zufuhr von mindestens 1.000 IU Vitamin D pro Tag abzielen, wobei viele Experten auch deutlich höhere Mengen im Bereich von 2.000 bis 4.000 IU pro Tag empfehlen.
Natürliche Nahrungsmittelquellen für Vitamin D umfassen Lebertran, fetten Fisch, Pilze und Eigelb. Abgesehen von Lebertran und natürlicher Sonneneinstrahlung bleibt jedoch aufgrund der geringen natürlichen Mengen an Vitamin D in der Nahrung nur eine Supplementation mit Vitamin D, um optimale Spiegel zu erreichen.
Ginseng kann Symptome von Infektionen der oberen Atemwege bei älteren Menschen lindern
Ginseng ist eine Wurzel mit starken antioxidativen Wirkungen, die zu reduzierten Entzündungen, einer Unterstützung der Immunfunktion und anderen Gesundheitsvorzügen beitragen. Mehrere Studien haben positive Wirkungen von Ginseng bei Erkältungen und Infektionen der Atemwege gezeigt.
Im Rahmen eines systemischen Reviews, das mehrere Studien betrachtete, kamen die Wissenschaftler zur Schlussfolgerung, dass ein Ginsengextrakt die Dauer einer Erkältung reduzieren kann (10). Dieselben Ergebnisse konnten im Rahmen einer randomisierten Doppelblindkontrollstudie repliziert werden, bei der Probanden vier Monate lang ein Ginsengextrakt bekamen (11). Von besonderer Relevanz ist, dass Ginseng sowohl das Risiko für, als auch die Dauer von Symptomen im Bereich der Atemwege bei älteren Menschen um 48 bzw. 55% reduzieren konnte (12).
Ginseng könnte also für ältere Menschen besonders hilfreich sein. Es wirkt am besten, wenn es innerhalb eines zwei Stunden Fensters um eine Mahlzeit eingenommen wird. Eine optimale Dosierung liegt bei 2.000 mg Ginsengextrakt pro Tag.
Knoblauch kann mit der Immunfunktion in Verbindung stehende Gene aktivieren und die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung reduzieren
Knoblauch wurde bereits in der Vergangenheit von vielen unterschiedlichen Kulturen verwendet, um Infektionskrankheiten zu bekämpfen, da er antimikrobielle, antifungale und antivirale Eigenschaften besitzt (13). Moderne Studien haben gezeigt, dass Knoblauch Gene des Immunsystems aktivieren und sowohl Schweregrad, als auch das Risiko für Erkältungen reduzieren kann.
Im Rahmen einer randomisierten Doppelblindstudie bekamen Probanden von November bis Februar – die Grippe- und Erkältungssaison – über einen Zeitraum von 12 Wochen ein Knoblauchsupplement oder ein Placebo. Die Gruppe, die Knoblauch erhalten hatte, wies weniger Krankheitsfälle auf und erholte sich auch schneller wieder von Erkältungskrankheiten als die Placebogruppe (14).
Im Rahmen eines ähnlichen Studiendesigns zeigten Probanden im nach 45 Tagen einer Supplementierung mit Knoblauch im Vergleich zur Placebogruppe eine signifikant verbesserte Funktion von NK- und T-Zellen auf, welche beide an der Immunfunktion beteiligt sind. Nach 90 Tagen wies die Knoblauch Gruppe außerdem weniger Erkältungssymptome, Krankheitstage und Anzahl an Erkältungserkrankungen als die Placebogruppe auf (15). Zu guter Letzt fand eine andere Studie heraus, dass eine Zugabe von Knoblauch zu Mahlzeiten Gene aktivierte, die mit der Immunfunktion in Verbindung stehen (16).
Du kannst Knoblauch entweder in seiner natürlichen Form zu Deiner Ernährung hinzufügen, oder Supplements verwenden, welche Knoblauchextrakte in konzentrierter Form enthalten und darüber hinaus keinen Knoblauchgeruch verursachen. Eine gute Dosierung liegt bei zweimal 500mg Knoblauchextrakt täglich mit dem Frühstück und dem Abendessen.
Die Faktenlage zu Holunder und Echinacea ist noch nicht eindeutig
Holundersirup ist in letzter Zeit als natürlicher Weg zur Unterstützung des Immunsystems im Rampenlicht erschienen. Die Blüten und Beeren der Sambucus nigra Spezies wurden am häufigsten untersucht und in Tee oder Sirup verwendet.
Bis jetzt wurde jedoch nur eine Handvoll kleiner Studien (etwa vier) durchgeführt. Auch wenn die Resultate positiv waren – eine Supplementation mit Holunder kann Dauer und Schweregrad von Symptomen der oberen Atemwege reduzieren – unterschieden sich die verwendeten Mengen von Studie zu Studie (17).
Bei einer Studie kamen z.B. 300 mg Holunderbeerextrakt zum Einsatz, während im Rahmen einer anderen Studie 60 ml Holundersirup an fünf aufeinanderfolgenden Tagen verwendet wurden. Sambucol, eines der beliebtesten kommerziell erhältlichen Holundersirupprodukte enthält lediglich 3,8 mg Holunder pro Portion a 10 ml – und ganze 8 Gramm Zucker. Selbst bei einer mehrmals täglichen Einnahme würde dies nicht ausreichen, um die im Rahmen klinischer Studien verwendeten Mengen zu erreichen.
Und jetzt etwas zu Echinacea. Im Rahmen einer Metaanalyse, die 24 randomisierte, kontrollierte Untersuchungen betrachtete, kamen die Wissenschaftler zur Schlussfolgerung, dass nicht gezeigt werden konnte, dass Echinacea Vorzüge bei der Behandlung von Erkältungen besitzt.
Darüber hinaus machte im Jahr 2003 eine Studie Schlagzeilen, in deren Rahmen Wissenschaftler 59 unterschiedliche Echinacea Supplements untersuchten, die auf dem Markt erhältlich waren. Sie fanden heraus, dass nur 52% der getesteten Produkte die auf dem Etikett angegebenen Mengen an Echinacea enthielten und 19% keinerlei Echinacea enthielten (18).
Aufgrund der mangelnden Studienlage bei Holunder und den nicht schlüssigen Resultaten bei Echinacea, können diese beiden Pflanzenextrakte zum augenblicklichen Zeitpunkt nicht zur Behandlung von Erkältungen oder zur Unterstützung des Immunsystems empfohlen werden.
Welche Supplements können also das Immunsystem unterstützen?
Wissenschaftler, die die Wirksamkeit unterschiedlicher Supplements zur Bekämpfung von Erkältungen, Grippe, Atemwegsinfektionen und anderen verwandten Symptomen untersucht haben, sind sich weitestgehend einig: täglich eingenommen werden die folgenden Supplements mit einem reduzierten Risiko für Infektionen, einer reduzierten Dauer und einem reduzierten Schweregrad der Symptome in Verbindung gebracht, wobei jedes dieser Supplements andere einzigartige Eigenschaften besitzt, die das Immunsystem unterstützen können:
- Probiotika
- Zink
- Vitamin C
- Vitamin D
- Ginseng
- Knoblauch
Wir hoffen, dass Dir diese Zusammenfassung dabei helfen wird, eine weise Wahl zu treffen und Dich in die beste Position bringen wird, Dich vor einer Ansteckung mit COVID-19 oder anderen Atemwegserkrankungen zu schützen.
Referenzen:
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- Groff. Advanced Nutrition and Human Metabolism. Australia: Wadsworth/Cengage Learning, 2009. Print.
Quelle: https://blog.insidetracker.com/supplements-support-immunity-against-respiratory-infection

In Deinem Körper befinden sich etwa 40 Billionen Bakterien, von denen sich die meisten in Deinem Darm wiederfinden. Zusammen sind diese als Deine Darmflora bekannt und sie sind für Deine Gesundheit außerordentlich wichtig. Bestimmte Bakterien in Deinem Darm können jedoch auch zu vielen Krankheiten beitragen.
Seit langem ist bekannt, dass die Darmflora die Funktion des Immunsystems stark beeinflussen kann und neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben herausgefunden, dass die Bakterien, die in Deinem Darm leben sogar einen signifikanten Einfluss auf Deinen Stoffwechsel besitzen und mit darüber entscheiden können, ob Du Fett aufbaust oder abnimmst.
Interessanterweise beeinflusst die Nahrung, die Du isst, in großem Umfang die Typen von Bakterien, die in Deinem Körper leben. Hier sind einige wissenschaftlich basierte Wege, die Darmflora zu verbessern.
1. Iss eine große Bandbreite unterschiedlicher Nahrungsmittel
Es gibt hunderte unterschiedliche Spezies von Bakterien in Deinem Darm. Jede Spezies spielt bei Deiner Gesundheit eine andere Rolle und braucht andere Nährstoffe, um zu wachsen. Allgemein gilt, dass eine vielfältige Darmflora als eine gesunde Darmflora angesehen wird. Dies hängt damit zusammen, dass eine größere Anzahl unterschiedlicher Bakterien zu einer größeren Anzahl von Gesundheitsvorzügen beitragen kann (1, 2, 3, 4).
Eine Ernährung, die aus unterschiedlichen Typen von Nahrungsmitten besteht, kann zu einer abwechslungsreicheren Darmflora beitragen (5, 6, 7). Unglücklicherweise ist die westliche Ernährung nicht sehr abwechslungsreich und reich an Fett und Zucker. Man schätzt, dass 75% der Nahrung auf der Welt aus 12 Pflanzen und 5 Tierspezies hergestellt wird (5).
Die Ernährung in bestimmten ländlichen Gegenden ist jedoch abwechslungsreicher und reicher an Pflanzen aus unterschiedlichen Quellen. Einige Studien haben gezeigt, dass die Diversität der Darmflora bei Menschen in ländlichen Regionen in Afrika und Südamerika sehr viel größer als bei Europäern oder Nordamerikanern ist (8, 9).
Zusammenfassung: Eine abwechslungsreiche Ernährung, die reich an vollwertigen Nahrungsmitteln ist, kann zu einer abwechslungsreicheren Darmflora führen, was sich positiv auf die Gesundheit auswirken wird.
2. Iss viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Bohnen und Obst
Obst und Gemüse sind die besten Quellen an Nährstoffen für gesunde Darmbakterien. Sie sind reich an Ballaststoffen, die der Körper nicht verdauen kann. Diese Ballaststoffe können jedoch von bestimmten Darmbakterien verdaut werden, was deren Wachstum anregt. Auch Bohnen und Hülsenfrüchte enthalten große Mengen an Ballaststoffen.
Einige sehr ballaststoffreiche Nahrungsmittel, die gut für Deine Darmbakterien sind, umfassen:
- Himbeeren
- Artischocken
- Grüne Bohnen
- Brokkoli
- Kichererbsen
- Linsen
- Bohnen (weiße Bohnen, Pinto Bohnen und Kidneybohnen)
- Vollkorngetreideprodukte
Eine Studie fand heraus, dass eine Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, das Wachstum von einigen krankheitserregenden Bakterien verhindern kann (10). Von Äpfeln, Artischocken, Heidelbeeren, Mandeln und Pistazien konnte außerdem gezeigt werden, dass sie das Wachstum von Bifidobakterien beim Menschen anregen können (11, 12, 13, 14). Bifidobakterien werden als nützliche Bakterien angesehen, da sie dabei helfen können, Darmentzündungen zu verhindern und die Darmgesundheit zu verbessern (15).
Zusammenfassung: Viele Obst- und Gemüsesorten sind reich an Ballaststoffen. Ballaststoffe fördern das Wachstum nützlicher Darmbakterien inklusive Bifidobakterien.
3. Iss fermentierte Nahrungsmittel
Fermentierte Nahrungsmittel sind Nahrungsmittel, die durch Bakterien verändert wurden. Der Prozess der Fermentierung umfasst für gewöhnlich Bakterien oder Hefen, die Zucker in Nahrungsmitteln in organische Säuren oder Alkohol umwandeln. Beispiele für fermentierte Nahrungsmittel umfassen:
- Joghurt
- Kimchi
- Sauerkraut
- Kefir
- Kombucha
- Tempeh
Viele dieser Nahrungsmittel sind reich an Lactobazillen, ein Bakterientyp, der die Darmgesundheit fördern kann. Menschen die viel Joghurt essen, weisen mehr Lactobazillen in ihrem Darm auf. Diese Menschen haben außerdem weniger Enterobacteriaceae im Darm – ein Bakterium, das mit Entzündungen und einer Reihe chronischer Erkrankungen in Verbindung gebracht wird (16).
Studien haben außerdem gezeigt, dass ein Konsum von Joghurt die Darmflora auf positive Art und Weise modifizieren und sowohl bei Kleinkindern, als auch bei Erwachsenen Symptome einer Laktoseintoleranz lindern kann (17, 18, 19). Bestimmte Joghurtprodukte könnten außerdem die Menge bestimmter krankheitserregender Bakterien bei Menschen mit Reizdarmsyndrom reduzieren.
Zwei Studien konnten zeigen, dass Joghurt Funktion und Zusammenstellung der Darmflora verbessern kann (20). Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass bestimmte Joghurtprodukte – insbesondere Joghurt mit Geschmack – große Mengen an Zucker enthalten können. Aus diesem Grund ist es am besten auf Naturjoghurt zurückzugreifen. Dieser Joghurt wird nur aus Milch und Bakterienmischungen hergestellt, welche manchmal als „Starterkulturen“ bezeichnet werden.
Darüber hinaus kann fermentierte Sojamilch das Wachstum nützlicher Bakterien wie Bifidobakterien und Lactobazillen fördern, während sie gleichzeitig die Mengen anderer, krankheitserregender Bakterien reduzieren kann. Auch Kimchi könnte eine gesunde Darmflora fördern (21, 22).
Zusammenfassung: Fermentierte Nahrungsmittel – und insbesondere Naturjoghurt – können eine gesunde Darmflora fördern, indem sie deren Funktion verbessern und die Mengen an krankheitserregenden Bakterien im Darm reduzieren.
4. Iss nicht zu viele künstliche Süßstoffe
Künstliche Süßstoffe werden häufig als Ersatz für Zucker verwendet. Einige Studien haben gezeigt, dass sie die Darmflora negativ beeinflussen können. Eine mit Ratten durchgeführte Studie konnte zeigen, dass Aspartam – ein künstlicher Süßstoff – zwar einerseits eine Gewichtszunahme reduzierte, aber andererseits auch die Blutzuckerspiegel erhöhte und die Immunreaktion beeinträchtigte (23).
Die Ratten, die mit Aspartam gefüttert wurden, wiesen höhere Mengen von Clostridium und Enterobacteriaceae in ihrem Darm auf, die beide mit Krankheiten in Verbindung gebracht werden, wenn sie in großen Mengen vorhanden sind.
Eine andere Studie fand bei Menschen und Mäusen ähnliche Resultate. Sie zeigte, dass Veränderungen der Darmflora dazu führten, dass künstliche Süßstoffe negative Auswirkungen auf die Blutzuckerspiegel hatte (24).
Zusammenfassung: Künstliche Süßstoffe könnten aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Darmflora negative Auswirkungen auf die Blutzuckerspiegel besitzen.
5. Iss prebiotische Nahrungsmittel
Prebiotika sind Nahrungsmittel, die das Wachstum der nützlichen Bakterien im Darm fördern. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Ballaststoffe oder komplexe Kohlenhydrate, die von menschlichen Zellen nicht verdaut werden können. Stattdessen bauen bestimmte Bakterien diese ab und verwenden sie als Nahrung.
Viele Obst-, Gemüse- und Vollkornprodukte enthalten Prebiotika, doch diese kommen auch für sich alleine vor. Auch resistente Stärke kann ein Prebiotikum sein. Dieser Typ von Stärke wird im Dünndarm nicht absorbiert, sondern gelangt intakt in den Dickdarm, wo er von den Darmbakterien abgebaut wird.
Viele Studien haben gezeigt, dass Prebiotika das Wachstum vieler gesunder Bakterien inklusive Bifidobakterien fördern können. Viele dieser Studien wurden mit gesunden Menschen durchgeführt, aber einige Studien haben auch gezeigt, dass Prebiotika für Menschen mit bestimmten Krankheiten nützlich sein können. So können bestimmte Prebiotika bei fettleibigen Menschen Insulin-, Triglyzerid- und Cholesterinspiegel senken (25, 26, 27, 28, 29, 30, 31).
Diese Resultate legen nahe, dass Prebiotika die Risikofaktoren für viele Erkrankungen inklusive Herzkrankheiten und Diabetes reduzieren können, die mit Fettleibigkeit in Verbindung gebracht werden.
Zusammenfassung: Prebiotika fördern das Wachstum nützlicher Bakterien – insbesondere von Bifidobakterien. Dies könnte dabei helfen Symptome des metabolischen Syndroms bei fettleibigen Menschen zu reduzieren.
6. Stille mindestens 6 Monate lang
Die Darmflora eines Babys beginnt ab dem Zeitpunkt der Geburt sich zu entwickeln. Einige aktuelle Studien legen jedoch nahe, dass Babys bereits vor der Geburt einigen Bakterien ausgesetzt sein könnten (32). Während der ersten zwei Jahre des Lebens entwickelt sich die Darmflora eines Kleinkindes kontinuierlich weiter und ist reich an Bifidobakterien, die den in der Muttermilch enthaltenen Zucker verdauen können (33).
Viele Studien haben gezeigt, dass Kinder, die mit Babynahrung ernährt wurden, weniger Bifidobakterien in ihrem Darm aufwiesen, als dies bei Kindern der Fall war, die gestillt wurden (33, 34, 35). Stillen wird außerdem mit einer geringeren Rate von Allergien, Fettleibigkeit und anderen Krankheiten in Verbindung gebracht, die mit einer unterschiedlichen Zusammensetzung der Darmflora in Verbindung stehen könnten (36).
Zusammenfassung: Stillen hilft Kleinkindern dabei, eine gesunde Darmflora zu entwickeln, welche dabei helfen könnte später im Leben vor bestimmten Krankheiten zu schützen.
7. Iss Vollkorngetreide
Vollkorngetreide enthält eine Menge Ballaststoffe und nicht verdauliche Kohlenhydrate wie Beta-Glucan. Diese Kohlenhydrate werden nicht im Dünndarm absorbiert und gelangen in den Dickdarm. Im Dickdarm werden diese Kohlenhydrate von den Darmbakterien aufgebrochen und fördern das Wachstum bestimmter nützlicher Bakterien.
Vollkorngetreide kann das Wachstum von Bifidobakterien, Lactobazillen und Bacteriotetes im menschlichen Darm fördern (37, 38, 39, 40, 41). Im Rahmen dieser Studien steigerte Vollkorngetreide außerdem das Sättigungsgefühl und reduzierte Entzündungen und Risikofaktoren für Herzkrankheiten bestehen.
Zusammenfassung: Vollkorngetreide enthält nicht verdauliche Kohlenhydrate, die das Wachstum nützlicher Bakterien im Darm fördern können. Diese Veränderungen der Darmflora können bestimmte Aspekte der Stoffwechselgesundheit verbessern.
8. Iss eine pflanzenbasierte Ernährung
Ernährungsformen, die tierisch basierte Nahrungsmittel umfassen, fördern das Wachstum anderer Bakterien als Ernährungsformen, die pflanzlich basiert sind (42, 43). Eine Reihe von Studien konnte zeigen, dass vegetarische Ernährungsformen positive Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Darmflora besitzen können. Dies könnte mit dem hohen Ballaststoffgehalt dieser Ernährungsformen zusammenhängen.
Eine kleine Studie fand heraus, dass eine vegetarische Ernährung bei fettleibigen Menschen zu reduzierten Spiegeln krankheitserregender Bakterien führte und außerdem Gewicht, Entzündungen und Cholesterinspiegel reduzierte (44). Eine andere Studie fand heraus, dass eine vegetarische Ernährung die Mengen krankheitserregender Bakterien wie E. Coli signifikant reduzierte (45).
Es ist jedoch noch unklar, ob diese Vorzüge einer vegetarischen Ernährung bezüglich der Darmflora auf einer fehlenden Fleischzufuhr basieren, da Vegetarier häufig auch zu einem gesünderen Lebensstil als Nichtvegetarier neigen.
Zusammenfassung: Vegetarische und vegane Ernährungsformen könnten die Darmflora positiv beeinflussen. Es ist jedoch unklar, ob diese Vorzüge einer vegetarischen Ernährung bezüglich der Darmflora auf einer fehlenden Fleischzufuhr basieren.
9. Iss Nahrungsmittel, die reich an Polyphenolen sind
Polyphenole sind Pflanzenverbindungen, die viele Gesundheitsvorzüge mit sich bringen, zu denen unter anderem Reduzierungen des Blutdrucks, eine Reduzierung von Entzündungen, eine Senkung der Cholesterinspiegel und eine Reduzierung von oxidativem Stress gehören (46).
Polyphenole können von menschlichen Zellen nicht verdaut werden. Da sie nicht effizient absorbiert werden können, gelangen sie unverändert in den Darm, wo sie von Darmbakterien verdaut werden können (47, 48).
Gute Quellen für Phenole umfassen:
- Kakao und dunkle Schokolade
- Trauben (-schalen)
- Grüner Tee
- Mandeln
- Zwiebeln
- Heidelbeeren
- Brokkoli
Polyphenole aus Kakao können beim Menschen die Menge der Bifidobakterien und Lactobazillen erhöhen und die Menge an Clostridia Bakterien reduzieren. Darüber hinaus werden diese Veränderungen der Darmflora mit niedrigeren Spiegeln von Triglyzeriden und C-reaktiven Proteinen – einem Marker für Entzündungen – in Verbindung gebracht (49). Die in Rotwein enthaltenen Polyphenole besitzen ähnliche Wirkungen (50).
Zusammenfassung: Polyphenole können vom menschlichen Körper nicht effizient verdaut werden, aber Darmbakterien können diese effizient aufbrechen. Polyphenole könnten Entzündungen reduzieren und Risikofaktoren für Herzkrankheiten reduzieren.
10. Verwende ein probiotisches Supplement
Probiotika sind lebende Mikroorganismen – für gewöhnlich Bakterien – die spezifische Gesundheitsvorzüge mit sich bringen, wenn sie verzehrt werden. Probiotika kolonisieren den Darm in den meisten Fällen nicht permanent. Sie können die Gesundheit jedoch fördern, indem sie die Zusammensetzung der Darmflora verändern und den Stoffwechsel unterstützen (51).
Ein Review von sieben Studien kam zu dem Ergebnis, dass Probiotika bei gesunden Menschen nur geringe Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Darmflora besitzen. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Probiotika die Darmflora bei bestimmten Erkrankungen verbessern können (52).
Ein Review von 63 Studien fand durchwachsene Resultate, was die Effizienz von Probiotika bei der Veränderung der Darmflora angeht. Ihre stärkste Wirkung scheint jedoch in der Wiederherstellung einer gesunden Darmflora zu bestehen, falls diese beeinträchtigt ist (53).
Auch einige andere Studien zeigen, dass Probiotika keinen großen Einfluss auf das Gesamtgleichgewicht der Bakterien im Darm gesunder Menschen hat. Trotzdem haben einige Studien gezeigt, dass Probiotika die Funktion bestimmter Darmbakterien verbessern können und einen Einfluss darauf besitzen können, welche Typen von Chemikalien diese Bakterien produzieren (54).
Zusammenfassung: Probiotika verändern die Darmflora bei gesunden Menschen nicht signifikant. Bei kranken Menschen oder Menschen mit einer gestörten Darmflora können sie jedoch dabei helfen, Funktion und Gesundheit der Darmflora wiederherzustellen.
Fazit
Deine Darmbakterien sind für viele Aspekte der Gesundheit extrem wichtig. Viele Studien haben gezeigt, dass eine gestörte Darmflora zu zahlreichen chronischen Krankheiten führen kann.
Der beste Weg eine gesunde Darmflora aufrecht zu erhalten besteht darin, einer große Bandbreite an frischen vollwertigen Nahrungsmitteln aus primär pflanzlichen Quellen wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Bohnen und Vollkorngetreide zu essen.
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Quelle: https://www.healthline.com/nutrition/improve-gut-bacteria#section11

Cholesterin wird in Ihrer Leber hergestellt und hat viele wichtige Funktionen. Zum Beispiel, Es hilft, die Wände Ihrer Zellen flexibel zu halten und wird benötigt, um mehrere Hormone zu machen.
Jedoch, wie alles im Körper, zu viel Cholesterin oder Cholesterin an den falschen Stellen schafft Probleme.
Wie Fett löst sich Cholesterin nicht in Wasser auf. Stattdessen hängt sein Transport im Körper von Molekülen ab, die Lipoproteine genannt werden, die Cholesterin, Fett und fettlösliche Vitamine im Blut tragen.
Verschiedene Arten von Lipoproteinen haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Zum Beispiel führen hohe Konzentrationen von Low-Density-Lipoprotein (LDL) zu Cholesterinablagerungen in den Wänden der Blutgefäße, was zu verstopften Arterien, Schlaganfällen, Herzinfarkten und Nierenversagen führen kann
Im Gegensatz dazu hilft High-Density-Lipoprotein (HDL) Cholesterin von Gefäßwänden wegzutragen und hilft, diese Krankheiten zu verhindern
Dieser Artikel wird 10 natürliche Möglichkeiten, um die "gute" HDL-Cholesterin zu erhöhen und senken die "schlechte" LDL-Cholesterin.
Die Verbindung zwischen Diät- und Blutcholesterin
Die Leber produziert so viel Cholesterin, wie der Körper braucht. Es verpackt Cholesterin mit Fett in Lipoproteinen mit sehr geringer Dichte (VLDL).
Da VLDL Fett an Zellen im ganzen Körper liefert, ändert es sich in das dichtere LDL, oder Low-Density-Lipoprotein, das Cholesterin trägt, wo immer es benötigt wird.
Die Leber setzt auch High-Density-Lipoprotein (HDL), das ungenutztes Cholesterin zurück in die Leber trägt. Dieser Prozess wird reverse Cholesterintransport genannt, und schützt vor verstopften Arterien und anderen Arten von Herzerkrankungen.
Einige Lipoproteine, insbesondere LDL und VLDL, sind anfällig für Schäden durch freie Radikale in einem Prozess namens Oxidation. Oxidierte LDL und VLDL sind noch schädlicher für die Gesundheit des Herzens (3).
Obwohl Lebensmittelunternehmen oft Produkte als cholesterinarm bewerben, hat diätetische Cholesterin tatsächlich nur einen geringen Einfluss auf die Menge an Cholesterin im Körper.
Dies liegt daran, dass die Leber die Menge an Cholesterin ändert, die sie macht, je nachdem, wie viel Sie essen. Wenn Ihr Körper mehr Cholesterin aus Ihrer Ernährung absorbiert, macht es weniger in der Leber.
Zum Beispiel, eine Studie nach dem Zufallsprinzip zugewiesen 45 Erwachsene mehr Cholesterin in Form von zwei Eiern täglich zu essen. Am Ende, diejenigen, die mehr Cholesterin zu essen hatte nicht höhere Gesamt-Cholesterinspiegel oder Veränderungen in Lipoproteinen, im Vergleich zu denen, die weniger Cholesterin
Während diätetische Cholesterin hat wenig Einfluss auf den Cholesterinspiegel, andere Lebensmittel in Ihrer Ernährung kann sie verschlechtern, wie Familiengeschichte, Rauchen und einen sitzenden Lebensstil.
Ebenso können mehrere andere Lebensstilentscheidungen dazu beitragen, die vorteilhafte HDL zu erhöhen und die schädliche LDL zu verringern. Im Folgenden sind 10 natürliche Möglichkeiten, um Ihren Cholesterinspiegel zu verbessern.
1. Konzentrieren Sie sich auf einfach ungesättigte Fette
Im Gegensatz zu gesättigten Fetten haben ungesättigte Fette mindestens eine doppelte chemische Bindung, die die Art und Weise ändert, wie sie im Körper verwendet werden. Einfach ungesättigte Fettsäuren haben nur eine Doppelbindung.
Obwohl einige empfehlen eine fettarme Ernährung für die Gewichtsabnahme, eine Studie von 10 Männern fand eine 6-Wochen, fettarme Ernährung reduziert Niveaus der schädlichen LDL, sondern auch reduzierte vorteilhafte HDL
Im Gegensatz dazu reduzierte eine Ernährung mit hohem Gehalt an einfach ungesättigten Fetten schädliche LDL, schützte aber auch höhere Mengen an gesunder HDL.
Eine Studie mit 24 Erwachsenen mit hohem Cholesterinspiegel im Blut kam zu dem gleichen Ergebnis, wo eine Ernährung mit hohem Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren erhöhte vorteilhafte HDL um 12%, im Vergleich zu einer Diät mit wenig gesättigten Fettsäuren
Einfach ungesättigte Fettsäuren können auch die Oxidation von Lipoproteinen reduzieren, was zu verstopften Arterien beiträgt. Eine Studie mit 26 Personen ergab, dass der Ersatz von mehrfach ungesättigten Fetten durch einfach ungesättigte Fette in der Ernährung die Oxidation von Fetten und Cholesterin reduzierte
Insgesamt sind einfach ungesättigte Fettsäuren gesund, weil sie schädliches LDL-Cholesterin verringern, gutes HDL-Cholesterin erhöhen und schädliche Oxidation reduzieren (9Vertrauenswürdige Quelle).
Hier sind ein paar große Quellen von einfach ungesättigten Fetten. Einige sind auch gute Quellen für mehrfach ungesättigte Fettsäuren:
Oliven und Olivenöl
Rapsöl
Nüsse, wie Mandeln, Walnüsse, Pekannüsse, Haselnüsse und Cashews
Avocados
ZUSAMMENFASSUNG
Einfach ungesättigte Fettsäuren wie in Olivenöl, Rapsöl, Nüssen und Avocados reduzieren die "schlechte" LDL, erhöhen die "gute" HDL und reduzieren die Oxidation, die zu verstopften Arterien beiträgt.
2. Verwenden Sie mehrfach ungesättigte Fette, insbesondere Omega-3s
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben mehrere Doppelbindungen, die sie im Körper anders verhalten als gesättigte Fette. Untersuchungen zeigen, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren "schlechtes" LDL-Cholesterin reduzieren und das Risiko für Herzerkrankungen verringern.
So ersetzte eine Studie acht Wochen lang gesättigte Fette in 115 Erwachsenendiäten durch mehrfach ungesättigte Fette. Am Ende wurden der Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegel um etwa 10 % gesenkt
Eine weitere Studie umfasste 13.614 Erwachsene. Sie ersetzten gesättigte Fettsäuren mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren und lieferten etwa 15% der Gesamtkalorien. Ihr Risiko für koronare Herzkrankheit sank um fast 20%
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren scheinen auch das Risiko für metabolisches Syndrom und Typ-2-Diabetes zu reduzieren.
Eine andere Studie veränderte die Ernährung von 4.220 Erwachsenen und ersetzte 5% ihrer Kalorien aus Kohlenhydraten durch mehrfach ungesättigte Fette. Ihr Blutzucker- und Fasteninsulinspiegel sank, was auf ein verringertes Risiko für Typ-2-Diabetes
Omega-3-Fettsäuren sind eine besonders herzgesunde Art von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie sind in Meeresfrüchten und Fischöl Ergänzungen gefunden
Omega-3-Fette finden sich in hohen Mengen in fetthaltigen Fischen wie Lachs, Makrele, Hering und Tiefseethunfisch wie Blauflossen- oder Albacore und in geringerem Maße in Schalentieren einschließlich Garnelen (15).
Andere Quellen von Omega-3-Fettsäuren sind Samen und Nüsse, aber nicht Erdnüsse.
ZUSAMMENFASSUNG
Alle mehrfach ungesättigten Fette sind herzgesund und können das Diabetesrisiko verringern. Omega-3-Fettsäuren sind eine Art von mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit zusätzlichen Herzvorteilen.
3. Vermeiden Sie Trans-Fette
Transfette sind ungesättigte Fette, die durch ein Verfahren namens Hydrierung modifiziert wurden.
Dies geschieht, um die ungesättigten Fette in pflanzlichen Ölen stabiler als Zutat zu machen. Viele Margarine und Verkürzungen bestehen aus teilweise hydrierten Ölen.
Die resultierenden Transfette sind nicht vollständig gesättigt, sondern bei Raumtemperaturen fest. Aus diesem Grund haben Lebensmittelunternehmen Transfette in Produkten wie Aufstrichen, Gebäck und Keksen verwendet – sie bieten mehr Textur als ungesättigte, flüssige Öle.
Leider werden teilweise hydrierte Transfette im Körper anders gehandhabt als andere Fette, und das nicht in guter Weise. Transfette erhöhen das Gesamtcholesterin und LDL, verringern aber die vorteilhafte HDL um bis zu 20 %
Eine Studie über globale Gesundheitsmuster, die geschätzt entransfette Fettsäuren schätzen, könnte für 8 % der Todesfälle durch Herzkrankheiten weltweit verantwortlich sein. Eine andere Studie schätzte, dass ein Gesetz zur Beschränkung von Transfetten in New York die Zahl der Todesfälle bei Herzerkrankungen um 4,5 % senken wird
In den Vereinigten Staaten und einer wachsenden Zahl anderer Länder sind Lebensmittelunternehmen verpflichtet, die Menge an Transfetten in ihren Produkten auf Nährwertetiketten aufzulisten.
Diese Etiketten können jedoch irreführend sein,da sie abrunden dürfen, wenn die Menge an Transfett pro Portion weniger als 0,5 Gramm beträgt. Dies bedeutet, dass einige Lebensmittel Transfette enthalten, obwohl ihre Etiketten "0 Gramm Transfett pro Portion" sagen.
Um diesen Trick zu vermeiden, lesen Sie die Zutaten zusätzlich zum Nährwertetikett. Wenn ein Produkt "teilweise hydriertes" Öl enthält, hat es Transfette und sollte vermieden werden.
ZUSAMMENFASSUNG
Lebensmittel mit "teilweise hydriertem" Öl in den Inhaltsstoffen enthalten Transfette und sind schädlich, auch wenn das Etikett behauptet, dass das Produkt "0 Gramm Transfett pro Portion" hat.
4. Lösliche Faser essen
Lösliche Ballaststoffe sind eine Gruppe verschiedener Verbindungen in Pflanzen, die sich in Wasser auflösen und die der Mensch nicht verdauen kann.
Jedoch, die nützlichen Bakterien, die in Ihrem Darm leben, können lösliche Ballaststoffe verdauen. In der Tat, sie benötigen es für ihre eigene Ernährung. Diese guten Bakterien, auch Probiotika genannt, reduzieren beide schädlichen Arten von Lipoproteinen, LDL und VLDL
In einer Studie mit 30 Erwachsenen, Einnahme von 3 Gramm lösliche Faser Ergänzungen täglich für 12 Wochen verringert lDL um 18%
Eine andere Studie von angereichertem Frühstückscerealien ergab, dass die zugesetzte lösliche Faser aus Pektin LDL um 4 % reduzierte und Die Ballaststoffe aus Psyllium die LDL um 6 % reduzierten
Lösliche Ballaststoffe können auch helfen, die Cholesterin-Vorteile der Einnahme eines Statin-Medikament zu erhöhen.
Eine 12-wöchige Studie hatte 68 Erwachsene hinzufügen 15 Gramm des Psyllium-Produkt Metamucil zu ihrer täglichen 10-mg-Dosis des Lipid senkenden Medikaments Simvastatin. Dies erwies sich als ebenso wirksam wie die Einnahme einer größeren 20-mg-Dosis des Statins ohne Ballaststoffe
Der Nutzen von Löslichen Fasern reduziert das Krankheitsrisiko. Eine umfangreiche Überprüfung mehrerer Studien ergab, dass hohe Faserzufuhren sowohl von löslichen als auch von unlöslichen Fasern das Sterberisiko über 17 Jahre um fast 15 % reduzierten
Eine weitere Studie mit über 350.000 Erwachsenen ergab, dass diejenigen, die die meisten Ballaststoffe aus Getreide und Getreide zu sich nahmen, länger lebten, und sie waren 15–20% seltener, während der 14-jährigen Studie zu sterben
Zu den besten Quellen löslicher Ballaststoffe gehören Bohnen, Erbsen und Linsen, Obst, Hafer und Vollkornprodukte. Faser Ergänzungen wie Psyllium sind auch sicher und preiswerte Quellen.
ZUSAMMENFASSUNG
Lösliche Faser nährt gesunde probiotische Darmbakterien und entfernt Cholesterin aus dem Körper, Verringerung von LDL und VLDL. Gute Quellen sind Bohnen, Erbsen, Linsen, Obst, Psyllium und Vollkornprodukte einschließlich Hafer.
5. Übung
Bewegung ist eine Win-Win-Situation für die Herzgesundheit. Es verbessert nicht nur die körperliche Fitness und hilft, Fettleibigkeit zu bekämpfen, sondern reduziert auch schädliche LDL und erhöht die vorteilhafte HDL
In einer Studie reduzierten zwölf Wochen kombinierte aerobic- und Resistenzübung die besonders schädliche oxidierte LDL bei 20 übergewichtigen Frauen
Diese Frauen übten drei Tage pro Woche mit jeweils 15 Minuten aeroben Aktivität, einschließlich Walking- und Jumping Jacks, Widerstandsbandtraining und koreanischem Tanz mit geringer Intensität.
Während selbst Übungen mit geringer Intensität wie Gehen HDL erhöhen, erhöht sich der Nutzen
Basierend auf einer Überprüfung von 13 Studien, 30 Minuten Aktivität fünf Tage die Woche ist genug, um Cholesterin zu verbessern und das Risiko von Herzerkrankungen zu reduzieren.
Im Idealfall sollte die aerobe Aktivität die Herzfrequenz auf etwa 75% des Maximums erhöhen. Widerstandstraining sollte 50% des maximalen Aufwands betragen.
Aktivität, die die Herzfrequenz auf 85% der maximalen erhöht HDL erhöht und auch LDL verringert. Je länger die Dauer, desto größer die Auswirkungen
Widerstandsübungen können LDL auch bei bescheidener Intensität verringern. Bei maximalem Aufwand erhöht es auch HDL. Die Erhöhung der Anzahl von Sätzen oder Wiederholungen erhöht den Nutzen
ZUSAMMENFASSUNG
Jede Art von Bewegung verbessert Cholesterin und fördert die Gesundheit des Herzens. Je länger und intensiver die Übung, desto größer der Nutzen.
6. Gewicht verlieren
Diät beeinflusst die Art und Weise, wie Ihr Körper Cholesterin absorbiert und produziert.
Eine zweijährige Studie von 90 Erwachsenen auf eine von drei zufällig zugewiesenen Gewichtsverlust Diäten festgestellt Gewichtsverlust auf einer der Diäten erhöhte die Aufnahme von Cholesterin aus der Ernährung und verringerte die Schaffung von neuem Cholesterin im Körper
In diesen zwei Jahren nahm die "gute" HDL zu, während sich die "schlechte" LDL nicht änderte, wodurch das Risiko für Herzerkrankungen verringert wurde.
In einer anderen ähnlichen Studie mit 14 älteren Männern verringerte sich auch die "schlechte" LDL, was einen noch höheren Herzschutz
Eine Studie mit 35 jungen Frauen zeigte eine verminderte Bildung von neuem Cholesterin im Körper während der Gewichtsabnahme über sechs Monate
Insgesamt, Gewichtsverlust hat einen doppelten Vorteil auf Cholesterin durch die Erhöhung der vorteilhaften HDL und Verringerung der schädlichen LDL.
ZUSAMMENFASSUNG
Gewichtsverlust reduziert das Gesamtcholesterin, zum Teil durch die Verringerung der Bildung von neuem Cholesterin in der Leber. Gewichtsverlust hatte verschiedene, wenn auch im Allgemeinen vorteilhafte, Auswirkungen auf HDL und LDL in verschiedenen Studien.
7. Nicht rauchen
Rauchen erhöht das Risiko für Herzerkrankungen in mehrfacher Hinsicht. Eine davon ist, indem sie ändert, wie der Körper mit Cholesterin umgeht.
Die Immunzellen bei Rauchern sind nicht in der Lage, Cholesterin von Gefäßwänden ins Blut für den Transport in die Leber zurück. Diese Schäden beziehen sich auf Tabakteer und nicht auf Nikotin
Diese dysfunktionalen Immunzellen können zur schnelleren Entwicklung verstopfter Arterien bei Rauchern beitragen.
In einer großen Studie mit mehreren tausend Erwachsenen in Pacific Asia war Rauchen mit einem verringerten HDL-Spiegel und erhöhtem Gesamtcholesterin
Glücklicherweise kann das Aufgeben des Rauchens diese schädlichen Auswirkungen umkehren
ZUSAMMENFASSUNG
Rauchen scheint schlechte Lipoproteine zu erhöhen, verringern "gute" HDL und behindern die Fähigkeit des Körpers, Cholesterin zurück in die Leber zu senden, um gespeichert oder abgebaut werden. Rauchen zu beenden kann diese Effekte umkehren.
8. Alkohol in Maßen verwenden
Bei Maßen erhöht das Ethanol in alkoholischen Getränken HDL und reduziert das Risiko von Herzerkrankungen.
Eine Studie mit 18 erwachsenen Frauen ergab, dass das Trinken von 24 Gramm Alkohol aus Weißwein täglich HDL um 5% verbesserte, verglichen mit dem Trinken gleicher Mengen an weißem Traubensaft
Alkohol verbessert auch den "umgekehrten Cholesterintransport", was bedeutet, dass Cholesterin aus Blut und Gefäßwänden entfernt und in die Leber zurückgebracht wird. Dies reduziert das Risiko von verstopften Arterien und Herzerkrankungen
Während ein mäßiger Alkoholkonsum das Herzkrankheitsrisiko reduziert, schadet zu viel Alkohol der Leber und erhöht das Abhängigkeitsrisiko. Die empfohlene Grenze beträgt zwei Getränke täglich für Männer und eines für Frauen
ZUSAMMENFASSUNG
1–2 Getränke pro Tag können hdL-Cholesterin verbessern und das Risiko von verstopften Arterien reduzieren. Jedoch, schwerer Alkoholkonsum erhöht herzkranke Risiko und schadet der Leber.
9. Betrachten Sie Pflanzensterole und Stanole
Mehrere Arten von Ergänzungen zeigen Versprechen für die Verwaltung von Cholesterin.
Pflanzenstanole und Sterole sind pflanzliche Versionen von Cholesterin. Da sie Cholesterin ähneln, werden sie aus der Ernährung wie Cholesterin absorbiert.
Da sich Teile ihrer Chemie jedoch von menschlichem Cholesterin unterscheiden, tragen sie nicht zu verstopften Arterien bei.
Stattdessen senken sie den Cholesterinspiegel, indem sie mit menschlichem Cholesterin konkurrieren. Wenn Pflanzensterole aus der Ernährung absorbiert werden, ersetzt dies die Aufnahme von Cholesterin.
Kleine Mengen an Pflanzenstanolen und Sterolen sind natürlicherweise in pflanzlichen Ölen zu finden, und werden auch zu bestimmten Ölen und Butterersatzstoffen hinzugefügt.
Eine Studie von 60 Männern und Frauen fand den Verzehr von Joghurt mit einem Gramm Pflanzenstanole reduziert LDL um etwa 15%, im Vergleich zu einem Placebo. Eine andere Studie zeigte, dass sie die LDL um 20 % verringerten
Trotz dieser Vorteile für Cholesterin, verfügbare Studien haben nicht bewiesen, dass Stanole oder Sterole das Risiko von Herzerkrankungen verringern. Die höheren Dosen in Nahrungsergänzungsmitteln sind nicht so gut getestet wie die kleinen Dosen in pflanzlichen Ölen
ZUSAMMENFASSUNG
Pflanzenstanole und Sterole in Pflanzenöl oder Margarinen konkurrieren mit der Cholesterinaufnahme und reduzieren LDL um bis zu 20%. Sie sind nicht erwiesen, um Herzerkrankungen zu reduzieren.
10. Versuchen Sie Ergänzungen
Es gibt starke Beweise dafür, dass Fischöl und lösliche Ballaststoffe Cholesterin verbessern und die Gesundheit des Herzens fördern. Eine weitere Ergänzung, Coenzym Q10, zeigt Versprechen bei der Verbesserung des Cholesterins, Obwohl seine langfristigen Vorteile sind noch nicht bekannt.
Fischöl
Fischöl ist reich an den Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA).
Eine Studie von 42 Erwachsenen fand heraus, dass die Einnahme von 4 Gramm Fischöl täglich reduzierte die Gesamtmenge an Fett im Blut getragen. In einer anderen Studie, Einnahme von 6 Gramm Fischöl täglich erhöhte HDL
Eine Studie mit über 15.000 Erwachsenen ergab auch, dass Omega-3-Fettsäuren, auch aus Fischöl-Ergänzungen, das Risiko für Herzerkrankungen und eine längere Lebenserwartung reduzierten
Psyllium
Psyllium ist eine Form von löslichen Faser als Ergänzung zur Verfügung.
Eine vierwöchige Studie mit 33 Erwachsenen ergab, dass mit 8 Gramm Psyllium angereicherte Kekse das Gesamtcholesterin und das LDL-Cholesterin um fast 10 % reduzierten
Eine andere Studie fand ähnliche Ergebnisse mit einem 5-Gramm-Psyllium Ergänzung zweimal täglich. LDL und Gesamtcholesterin verringerten sich über einen längeren Zeitraum von 26 Wochen um ca. 5%
Coenzym Q10
Coenzym Q10 ist eine Lebensmittelchemikalie, die Zellen hilft, Energie zu produzieren. Es ist ähnlich wie ein Vitamin, außer dass der Körper sein eigenes Q10 produzieren kann, um Mangel zu verhindern.
Auch wenn es keinen Mangel, zusätzliche Q10 in Form von Ergänzungen können Vorteile in einigen Situationen haben.
Mehrere Studien mit insgesamt 409 Teilnehmern fanden Coenzym Q10 Ergänzungen reduziert Gesamtcholesterin. In diesen Studien änderten sich LDL und HDL nicht
Coenzym Q10 Ergänzungen können auch vorteilhaft bei der Behandlung von Herzinsuffizienz sein, Obwohl es unklar ist, ob sie das Risiko der Entwicklung von Herzinsuffizienz oder Herzinfarkte reduzieren
ZUSAMMENFASSUNG
Fischöl Ergänzungen und lösliche Ballaststoffe Ergänzungen wie Psyllium verbessern Cholesterin und reduzieren das Risiko von Herzerkrankungen. Coenzym Q10 Ergänzungen reduzieren den Gesamtcholesterinspiegel, aber es ist unklar, ob dies Herzerkrankungen verhindert.
Das Fazit
Cholesterin hat wichtige Funktionen im Körper, kann aber verstopfte Arterien und Herzerkrankungen verursachen, wenn es außer Kontrolle gerät.
Lipoprotein mit geringer Dichte (LDL) ist anfällig für Schäden durch freie Radikale und trägt am meisten zu Herzerkrankungen bei. Im Gegensatz dazu schützt High-Density-Lipoprotein (HDL) vor Herzerkrankungen, indem es Cholesterin von Gefäßwänden weg und zurück zur Leber trägt.
Wenn Ihr Cholesterin aus dem Gleichgewicht ist, sind Lifestyle-Interventionen die erste Behandlungslinie.
Ungesättigte Fette, lösliche Ballaststoffe und Pflanzensterole und Stanole können gute HDL erhöhen und schlechte LDL verringern. Bewegung und Gewichtsverlust können auch helfen.
Transfette und Rauchen zu essen ist schädlich und sollte vermieden werden.
Wenn Sie über Ihren Cholesterinspiegel besorgt sind, lassen Sie sie von Ihrem Arzt überprüfen. Eine einfache Blutentnahme, die nach einer Fastennacht aufgenommen wird, ist alles, was erforderlich ist.

In Deinem Körper leben Billionen von Bakterien, Viren und Pilzen. Diese sind als Mikrobiom bekannt. Während einige Bakterien mit Krankheiten in Verbindung gebracht werden, sind andere extrem wichtig für Dein Immunsystem, Dein Herz, Dein Gewicht und viele andere Aspekte der Gesundheit.
Dieser Artikel wird das Darm Mikrobiom, welches auch als Darmflora bekannt ist, näher betrachten und erklären, warum dieses so wichtig für Deine Gesundheit ist.
Was ist die Darmflora?
Bakterien, Viren, Pilze und andere mikroskopisch kleine lebende Dinge werden als Mikroorganismen oder Mikroben bezeichnet. Billiarden dieser Mikroben leben in Deinem Darm und auf Deiner Haut. Die meisten der Mikroben in Deinem Darm finden sich in einer „Tasche“ des Dickdarms wieder, die besser unter der Bezeichnung Blinddarm bekannt ist. Die Summe dieser Mikroben wird als Darmflora bezeichnet.
Auch wenn viele unterschiedliche Mikroben in Deinem Darm leben, wurden die dort lebenden Bakterien bis jetzt am besten untersucht. In der Tat befinden sich in Deinem Körper mehr Bakterienzellen als menschliche Körperzellen. Dein Körper gesteht aus grob geschätzt 30 Billiarden Zellen, beherbergt aber grob 40 Billiarden Bakterien. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass Du mehr Bakterie als Mensch bist (1, 2).
Die menschliche Darmflora besteht aus bis zu 1.000 unterschiedlicher Spezies von Bakterien und jede dieser Spezies spielt in Deinem Körper eine andere Rolle. Die meisten dieser Bakterien sind für Deine Gesundheit extrem wichtig, während andere Krankheiten hervorrufen können (3).
Zusammen wiegen diese Mikroben etwa 1 bis 2 Kilo, was grob dem Gewicht Deines Gehirns entspricht. Zusammen agieren sie als eine Art zusätzliches Organ in Deinem Körper und spielen bei Deiner Gesundheit eine sehr wichtige Rolle.
Wie beeinflusst die Darmflora Deinen Körper?
Der Mensch hat sich vor Millionen von Jahren dahingehend entwickelt, mit Mikroben zu leben. Während dieser Zeit haben Mikroben sich dahingehend entwickelt, wichtige Rollen im menschlichen Körper zu spielen. Dies geht so weit, dass es Dir schwer fallen dürfte, ohne Deine Darmflora zu überleben.
Die Darmflora beginnt ab dem Zeitpunkt der Geburt den Körper zu beeinflussen. Der Mensch kommt zum ersten Mal mit Mikroben in Kontakt, wenn er den Geburtkanal der Mutter passiert. Neuere Untersuchungen legen jedoch nahe, dass Babys bereits im Mutterleib mit einigen Mikroben in Kontakt kommen könnten (4, 5, 6).
Während das Baby heranwächst, beginnt die Darmflora sich zu entwickeln, wobei die Anzahl unterschiedlicher Spezies von Mikroben steigt. Eine größere Vielfalt an unterschiedlichen Mikrobenspezies wird als gut für die Gesundheit angesehen (7).
Interessanterweise beeinflusst auch die Nahrung, die Du zu Dir nimmst, die Vielfalt Deiner Darmbakterien.
Während die Darmflora wächst, beginnt sie den Körper auf eine Reihe unterschiedlicher Wege zu beeinflussen. Hierzu gehören:
- Die Verdauung von Muttermilch: Einige der Bakterien, die als erste im Darm von Babys wachsen, werden als Bifidobakterien bezeichnet. Sie verdauen Zucker aus der Muttermilch, die für das Wachstum wichtig ist (8, 9, 10).
- Verdauung von Ballaststoffen: Bestimmte Bakterien verdauen Ballaststoffe und produzieren hierbei kurzkettige Fettsäuren, welche für die Gesundheit des Darms wichtig sind. Ballaststoffe könnten dabei helfen eine Gewichtszunahme, Diabetes und Herzkrankheiten zu verhindern und das Krebsrisiko senken (11, 12, 13, 14, 15, 16, 17).
- Unterstützung der Kontrolle des Immunsystems: Die Darmflora kontrolliert, wie Dein Immunsystem arbeitet. Durch eine Kommunikation mit Immunzellen können die Darmmikroben kontrollieren, wie Dein Körper auf Infektionen reagiert (18, 19).
- Unterstützung der Gesundheit des Gehirns: Neue Untersuchungen legen nahe, dass die Darmflora auch das zentrale Nervensystem beeinflussen könnte, welches die Gehirnfunktion kontrolliert (20).
Es gibt also eine ganze Reihe von unterschiedlichen Wegen, auf denen die Darmflora Schlüsselfunktionen des Körpers und Deine Gesundheit beeinflussen kann.
Die Darmflora könnte Dein Gewicht beeinflussen
Es gibt tausende unterschiedlicher Typen von Bakterien in Deinem Darm, von denen die meisten Deine Gesundheit fördern. Wenn Du jedoch zu viele ungesunde Bakterien im Deinem Darm hast, dann kann dies zu Krankheiten führen.
Ein Ungleichgewicht von gesunden und ungesunden Mikroben wird manchmal als Dysbiose bezeichnet und könnte zu einer Gewichtszunahme beitragen (21).
Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Darmflora sich bei eineiigen Zwillingen, von denen einer fettleibig und der andere gesund war, völlig voneinander unterschied. Dies zeigt, dass Unterschiede im Bereich der Darmflora nicht genetisch bedingt sind (22, 23).
Interessanterweise konnte im Rahmen einer Studie, bei der die Darmflora des fettleibigen Zwillings auf Mäuse übertragen wurde, beobachtet werden, dass diese Mäuse mehr an Gewicht zunahmen als die Mäuse, die die Darmflora des schlanken Zwillings erhalten hatten, obwohl beide Gruppen von Mäusen dieselbe Ernährung befolgten (22).
Diese Studien zeigen, dass eine Dysbiose der Darmflora bei der Gewichtszunahme eine Rolle spielen könnte.
Glücklicherweise sind Probiotika gut für die Gesundheit der Darmflora und können bei einem Gewichtsabbau helfen. Wissenschaftliche Untersuchungen legen jedoch nahe, dass die Auswirkungen von Probiotika auf den Gewichtsverlust wahrscheinlich recht gering ausfallen, wobei Probanden weniger als 1 Kilo verloren (24).
Zusammenfassung: Eine Dysbiose der Darmflora könnte zu einer Gewichtszunahme führen, doch Probiotika können potentiell die Gesundheit des Darms wiederherstellen und dabei helfen, das Gewicht zu senken.
Die Darmflora beeinflusst die Gesundheit des Verdauungstrakts
Die Darmflora kann auch die Gesundheit des Darms beeinflussen und könnte bei Darmkrankheiten wie Reizdarmsyndrom und entzündlichen Darmerkrankungen eine Rolle spielen (25, 26, 27).
Das aufgeblähte Gefühl, die Krämpfe und die Bauchschmerzen, die Menschen, die unter dem Reizdarmsyndrom leiden, verspüren, könnten auf einer Dysbiose der Darmflora beruhen. Dies liegt daran, dass Mikroben eine Menge Gas und andere Chemikalien produzieren, welche zu unerwünschten Symptomen im Bereich des Darms beitragen können (28).
Bestimmte Bakterien der Darmflora können jedoch auch die Gesundheit des Darms verbessern. Bestimmte Bifidobakterien und Lactobazillen, welche sich in Probiotika und Joghurt wiederfinden, können dabei helfen, Lücken zwischen Darmzellen zu schließen und die Entwicklung einer pathologisch durchlässigen Darmwand zu verhindern.
Diese Spezies können außerdem verhindern, dass sich krankheitserregende Bakterien in der Darmwand einnisten (29, 30). In der Tat können bestimmte Probiotika, die Bifidobakterien und Lactobazillen enthalten, Symptome eines Reizdarms reduzieren (31).
Zusammenfassung: Eine gesunde Darmflora kontrolliert die Gesundheit des Darms, indem sie mit den Darmzellen kommuniziert, bestimmte Nahrungsmittel verdaut und krankheitserregende Bakterien daran hindert, sich in der Darmwand einzunisten.
Die Darmflora könnte Auswirkungen auf die Gesundheit des Herzens besitzen
Interessanterweise könnte die Darmflora sogar die Herzgesundheit beeinflussen (32). Eine aktuelle Studie mit 1.500 Personen fand heraus, dass die Darmflora eine wichtige Rolle bei der Förderung gesunder Spiegel des „guten“ HDL Cholesterins und der Triglyzeride im Blut spielte (33).
Natürlich könnten ungesunde Spezies in der Darmflora auch zu Herzkrankheiten beitragen, da sie Trimethylamin N-oxide (TMAO) produzieren. Hierbei handelt es sich um eine Chemikalie, die zu einer Verstopfung der Arterien beiträgt, was zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen kann.
Bestimmte Bakterien der Darmflora wandeln Cholin und L-Carnitin, welche sich in rotem Fleisch und anderen Nahrungsmittelquellen wiederfinden, in TMAO um und können so potentiell das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen (34, 35, 36).
Andere Bakterien der Darmflora – insbesondere Lactobazillen – könnten dabei helfen, die Cholesterinspiegel zu senken, wenn sie als Probiotika eingenommen werden (37).
Zusammenfassung: Bestimmte Bakterien der Darmflora können Chemikalien produzieren, die die Arterien blockieren und zu Herzkrankheiten führen können. Andererseits könnten Probiotika dabei helfen, die Cholesterinspiegel und das Risiko für Herzkrankheiten zu senken.
Die Darmflora könnte dabei helfen, die Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und das Diabetesrisiko zu senken
Die Darmflora könnte auch dabei helfen, die Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, was das Risiko für Diabetes vom Typ 1 und Typ 2 beeinflussen könnte.
Eine aktuelle Studie untersuchte 33 Kleinkinder, die ein genetisch bedingtes hohes Risiko für die Entwicklung von Typ 1 Diabetes aufwiesen. Diese Studie fand heraus, dass die Vielfalt der Darmflora vor dem Einsetzen einer Typ 1 Diabetes plötzlich abnahm. Sie fand außerdem heraus, dass die Spiegel einer Reihe ungesunder Bakterienspezies direkt vor dem Einsetzen einer Typ 1 Diabetes anstiegen (38).
Eine andere Studie fand heraus, dass bei unterschiedlichen Menschen, die exakt dieselben Nahrungsmittel aßen, die Blutzuckersiegel stark variieren können. Dies könnte mit den unterschiedlichen Typen von Bakterien im Darm dieser Menschen zusammenhängen (39).
Zusammenfassung: Die Darmflora spielt bei der Kontrolle der Blutzuckerspiegel eine Rolle und könnte bei Kindern auch das Einsetzen einer Diabetes von Typ 1 beeinflussen.
Die Darmflora könnte die Gesundheit des Gehirns beeinflussen
Die Darmflora könnte sich auf unterschiedlichen Wegen positiv auf die Gesundheit des Gehirns auswirken. Zuerst einmal können bestimmte Spezies dabei helfen, Neurotransmitter im Gehirn zu produzieren. Serotonin ist z.B. ein Neurotransmitter mit antidepressiver Wirkung, der hauptsächlich im Darm produziert wird (40, 41).
Zweitens ist der Darm physikalisch über Millionen von Nerven mit dem Gehirn verbunden. Somit könnte die Darmflora auch die Gesundheit des Gehirns beeinflussen, indem sie dabei hilft, die Nachrichten zu kontrollieren, die über diese Nerven ans Gehirn gesendet werden (42, 43).
Eine Reihe von Studien hat gezeigt, dass Menschen mit unterschiedlichen psychologischen Störungen im Vergleich zu gesunden Menschen unterschiedliche Spezies von Bakterien in ihrem Darm aufweisen. Dies legt nahe, dass die Darmflora die Gesundheit des Gehirns beeinflussen könnte (44, 45).
Es ist jedoch unklar, ob dies nicht ganz einfach nur auf unterschiedlichen Ernährungs- und Lebensstilgewohnheiten basiert.
Eine kleine Anzahl von Studien konnte außerdem zeigen, dass bestimmte Probiotika Symptome von Depressionen und andere mentale Störungen lindern können (46, 47).
Zusammenfassung: Die Darmflora könnte die Gesundheit des Gehirns durch die Produktion von Gehirnchemikalien und eine Kommunikation mit Nerven, die mit dem Gehirn verbunden sind, beeinflussen.
Wie kannst Du Deine Darmflora verbessern?
Es gibt viele Wege, die Darmflora zu verbessern. Hier ist eine kleine Auswahl:
- Iss eine große Bandbreite unterschiedlicher Nahrungsmittel: Dies kann zu einer größeren Bandbreite der Bakterien der Darmflora führen, welche ein Indikator für eine gute Gesundheit des Darms ist. Insbesondere Hülsenfrüchte, Bohnen und Obst enthalten große Mengen an Ballaststoffen und können das Wachstum gesunder Bifidobakterien fördern (48, 49, 50, 51).
- Iss fermentierte Nahrungsmittel: Fermentierte Nahrungsmittel wie Joghurt, Sauerkraut und Kefir enthalten gesunde Bakterien – hauptsächlich Lactobazillen – und können die Menge an krankheitserregenden Spezies im Darm reduzieren (52). Sauerkraut sollte nicht gekocht werden, da Hitze die gesunden Bakterien abtötet.
- Begrenze Deinen Konsum künstlicher Süßstoffe: Es gibt Hinweise darauf, dass künstliche Süßstoffe wie Aspartam den Blutzucker über eine Anregung des Wachstums ungesunder Bakterien wie Enterobacteriaceae im Darm erhöhen könnten (53).
- Iss prebiotische Nahrungsmittel: Prebiotika sind ein Typ von Ballaststoffen, die das Wachstum gesunder Bakterien anregen. Nahrungsmittel, die reich an Prebiotika sind, umfassen Artischocken, Bananen, Spargel, Hafer und Äpfel (54).
- Stille für mindestens 6 Monate: Stillen ist für die Entwicklung der Darmflora sehr wichtig. Kinder, die für mindestens sechs Monate gestillt wurden, haben mehr nützliche Bifidobakterien im Darm, als Kinder, die mit der Flasche gefüttert wurden (55).
- Iss Vollkornprodukte: Vollkornprodukte enthalten reichlich Ballaststoffe und nützliche Kohlenhydrate wie Beta-Glucane, welche von den Darmbakterien verdaut werden und positive Auswirkungen auf Gewicht, Krebsrisiko, Diabetes und andere Erkrankungen besitzen können (56, 57).
- Probiere eine pflanzenbasierte Ernährung aus: Vegetarische Ernährungsformen könnten dabei helfen, die Spiegel krankheitserregender Bakterien wie E. Coli zu senken, sowie Entzündungen zu reduzieren und die Cholesterinspiegel zu senken (58, 59).
- Iss Nahrungsmittel, die reich an Polyphenolen sind: Polyphenole sind Pflanzenverbindungen, die sich in Rotwein, grünem Tee, dunkler Schokolade, Olivenöl und Vollkorngetreide wiederfinden. Polyphenole werden von den Darmbakterien abgebaut, um das Wachstum gesunder Bakterien zu fördern (60, 61).
- Nimm probiotische Supplements ein: Probiotika sind lebende Bakterien, die dabei helfen können, nach einer Dysbiose einen gesunden Zustand der Darmflora wiederherzustellen. Sie bewirken dies, indem sie gute Darmbakterien zuführen, die sich im Darm vermehren (62).
- Nimm Antibiotika nur dann, wenn sie notwendig sind: Antibiotika töten viele schlechte und gute Bakterien im Darm ab, was möglicherweise zu einer Gewichtszunahme und einer Antibiotikaresistenz beitragen kann. Deshalb solltest Du nur dann Antibiotika verwenden, wenn dies wirklich notwendig ist (63).
Fazit
Deine Darmflora besteht aus Billiarden von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroben. Die Darmflora spielt bei Deiner Gesundheit eine sehr wichtige Rolle, indem sie dabei hilft, die Verdauung zu kontrollieren und positive Auswirkungen auf das Immunsystem und viele weitere Aspekte der Gesundheit besitzt.
Ein Ungleichgewicht ungesunder und gesunder Mikroben im Verdauungstrakt könnte zu einer Gewichtszunahme, hohen Blutzuckerspiegeln, hohen Cholesterinspiegeln und anderen Störungen beitragen.
Zur Unterstützung einer gesunden Darmflora, solltest Du eine große Bandbreite an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und fermentierten Nahrungsmitteln essen.
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Intermittent Fasting ist ein Ernährungsschema, bei dem man periodisch zwischen Fastenphasen und Essphasen hin und her wechselt. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass diese Ernährungsweise deutliche Vorzüge für Körper und Gehirn besitzen kann.
Hier sind 10 wissenschaftlich basierte Gesundheitsvorzüge von Intermittent Fasting.
1. Intermittent Fasting verändert die Funktion von Zellen, Genen und Hormonen
Wenn Du eine Zeit lang nichts isst, geschehen mehrere Dinge in Deinem Körper. Unter anderem initiiert Dein Körper wichtige zellulare Reparaturprozesse und verändert seine Hormonspiegel, um gespeichertes Fett leichter zugänglich zu machen.
Hier sind einige der Veränderungen, die in Deinem Körper während des Fastens stattfinden:
- Insulinspiegel: Die Insulin Blutspiegel sinken signifikant, was die Fettverbrennung fördert (1).
- Wachstumshormone: Die Blutspiegel von Wachstumshormonen können um das Fünffache ansteigen (2, 3). Höhere Spiegel dieses Hormons fördern die Fettverbrennung und den Aufbau von Muskelgewebe und besitzen zahlreiche weitere Vorzüge (4, 5).
- Zellulare Reparatur: Der Körper induziert wichtige zellulare Reparaturprozesse, die unter anderem einen Abtransport von Abfallprodukten aus den Zellen umfassen (6).
- Genexpression: Es kommt zu vorteilhaften Veränderungen in unterschiedlichen Genen und Molekülen, die mit der Langlebigkeit und dem Schutz vor Krankheiten in Verbindung stehen (7, 8).
Viele der Vorzüge von Intermittent Fasting stehen mit Veränderungen von Hormonen, Genexpression und Funktion der Zellen in Verbindung.
Zusammenfassung: Wenn Du fastest, sinken Deine Insulinspiegel, während Deine Wachstumshormonspiegel ansteigen. Darüber hinaus initiieren Deine Zellen wichtige zellulare Reparaturprozesse und Veränderungen in den Genen.
2. Intermittent Fasting kann Dir dabei helfen, Gewicht und Bauchfett zu verlieren
Viele der Menschen, die Intermittent Fasting praktizieren, tun dies, um Gewicht zu verlieren (9). Im Allgemeinen wird Intermittent Fasting dazu führen, dass Du weniger Mahlzeiten pro Tag zu Dir nimmst. Solange Du dies nicht dadurch kompensierst, dass Du bei den anderen Mahlzeiten mehr isst, wirst Du damit enden, dass Du weniger Kalorien zu Dir nimmst.
Zusätzlich hierzu verbessert Intermittent Fasting die Hormonfunktion, um einen Gewichtsabbau zu fördern. Niedrigere Insulinspiegel, höhere Wachstumshormonspiegel und gesteigerte Mengen von Norepinephrin (Noradrenalin) steigern alle den Abbau von Körperfett und fördern dessen Verwendung zur Energieversorgung des Körpers.
Aus diesem Grund erhöht kurzzeitiges Fasten Deine Stoffwechselrate um 3,6 bis 14%, was Dir dabei hilft, mehr Kalorien zu verbrennen (10, 11). Mit anderen Worten ausgedrückt wirkt Intermittent Fasting auf beiden Seiten der Kaloriengleichung. Es erhöht Deine Stoffwechselrate (gesteigerter Kalorienverbrauch) und reduziert die Menge an Nahrung, die Du isst (reduzierte Kalorienzufuhr).
Laut einem Studienreview aus dem Jahr 2014 kann Intermittent Fasting einen Gewichtsverlust von 3 bis 8% innerhalb von 3 bis 24 Wochen bewirken (12), was eine enorme Menge ist (12). Die Probanden dieser Studien verloren außerdem 4 bis 7% ihres Taillenumfangs, was darauf hindeutet, dass sie eine Menge Bauchfett verloren haben. Bauchfett ist das schädliche Fett im Bauchraum, das zahlreiche Krankheiten fördern kann.
Ein Studienreview konnte außerdem zeigen, dass Intermittent Fasting weniger Muskelverluste als eine kontinuierliche Kalorienrestriktion zur Folge hatte (13).
Alles in Allem kann Intermittent Fasting ein sehr effektives Gewichtsabbauwerkzeug sein. Zusammenfassung: Intermitten Fasting kann Dir dabei helfen weniger Kalorien zu Dir zu nehmen, während es gleichzeitig die Stoffwechselrate erhöht. Es stellt außerdem ein effektives Hilfsmittel für den Abbau von Bauchfett dar.
3. Intermittent Fasting kann eine bestehende Insulinresistenz reduzieren und das Risiko für Typ 2 Diabetes reduzieren.
Diabetes vom Typ 2 hat sich während der letzten Jahrzehnte zu einer weit verbreiteten Krankheit entwickelt. Diese Leiden umfasst hohe Blutzuckerspiegel im Kontext einer Insulinresistenz. Alles was eine bestehende Insulinresistenz reduzieren kann, sollte dabei helfen, die Blutzuckerspiegel zu senken und vor Typ 2 Diabetes zu schützen.
Interessanterweise konnte gezeigt werden, dass Intermittent Fastring bei einer bestehenden Insulinresistenz große Vorzüge mit sich bringt und zu einer eindrucksvollen Senkung der Blutzuckerspiegel führen kann (12). Im Rahmen von Humanstudien zum Thema Intermittent Fasting sanken die Blutzuckerspiegel um 3 bis 5%, während die Insulinspiegel im Fastenzustand um 20-31% sanken (12).
Im Rahmen einer Studie, die mit diabetischen Ratten durchgeführt wurde, konnte gezeigt werden, dass Intermittent Fasting vor Nierenschäden schützen kann, welche eine der schwersten Komplikationen von Diabetes darstellen (13).
All dies impliziert, dass Intermittent Fasting Menschen mit einem erhöhten Diabetesrisiko vor der Entwicklung von Diabetes Typ 2 schützen könnte. Hier könnte es jedoch einige Unterschiede zwischen den Geschlechtern geben. Eine Studie, die mit weiblichen Probanden durchgeführt wurde, zeigte, dass sich die Blutzuckerkontrolle nach 22 Tagen Intermittent Fasting verschlechtert hatte (14).
Zusammenfassung: Intermittent Fasting kann zumindest bei Männern - eine bestehende Insulinresistent reduzieren und die Blutzuckerspiegel senken.
4. Intermittent Fasting kann oxidativen Stress und Entzündungen im Körper reduzieren
Oxidativer Stress ist einer der Schritte in Richtung Altern und zahlreicher chronischer Erkrankungen (14). Er umfasst instabile Moleküle, die als freie Radikale bezeichnet werden und mit anderen wichtigen Molekülen (wie z.B. Proteinen der DNA) reagieren und diese beschädigen können (15).
Mehrere Studien konnten zeigen, dass Intermittent Fasting die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen oxidativen Stress steigern könnte (16, 17). Zusätzlich hierzu zeigen Studien, dass Intermittent Fasting dabei helfen kann, Entzündungen zu bekämpfen, welche eine weitere treibende Kraft bei allen Arten von weit verbreiteten Krankheiten darstellen (17m, 18, 19).
Zusammenfassung: Studien zeigen, dass Intermittent Fasting oxidative Schäden und Entzündungen reduzieren kann. Dies sollte Vorzüge beim Schutz vor dem Altern und der Entwicklung zahlreicher Krankheiten besitzen.
5. Intermittent Fasting könnte sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken
Herzkrankheiten sind die weltweit häufigste Todesursache (20). Es ist bekannt, dass unterschiedliche Gesundheitsmarker (sogenannte Risikofaktoren) mit entweder einem erhöhten oder einem reduzierten Risiko für Herzkrankheiten in Verbindung stehen.
Es konnte gezeigt werden, dass Intermittent Fasting zahlreiche Risikofaktoren inklusive Blutdruck, Gesamt- und LDL Cholesterin, Blutfettwerte, Entzündungsmarker und Blutzuckerspiegel reduzieren kann (12, 21, 22, 23).
Eine Menge dieser Resultate basieren jedoch auf mit Tieren durchgeführten Studien. Die Auswirkungen von Intermittent Fasting auf die Herzgesundheit bei Menschen muss deshalb noch weiter untersucht werden, bevor Empfehlungen getroffen werden können.
Zusammenfassung: Studien zeigen, dass Intermittent Fasting zahlreiche Risikofaktoren für Herzkrankheiten reduzieren könnte.
6. Intermittent Fasting induziert zahlreiche zellulare Reparaturprozesse
Wenn wir fasten, dann initiieren die Zellen in unserem Körper einen zellularen Abfallbeseitigungsprozess, der als Autophagie bezeichnet wird (7, 24). Dieser Prozess umfasst den Abbau und die Verstoffwechslung defekter und dysfunktionaler Proteine, die sich im Lauf der Zeit innerhalb der Zellen ansammeln.
Eine gesteigerte Autophagie könnte einen Schutz vor zahlreichen Krankheiten inklusive Krebs und Alzheimer bieten (25, 26).
Zusammenfassung: Fasten regt einen stoffwechseltechnischen Pfadweg namens Autophagie an, der Abfallprodukte aus den Zellen entfernt.
7. Intermittent Fasting könnte dabei helfen, vor Krebs zu schützen
Krebs ist eine schwere Krankheit, die durch ein unkontrolliertes Wachstum der Zellen gekennzeichnet wird. Es konnte gezeigt werden, dass Fasten mehrere positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel besitzt, die zu einem reduzierten Krebsrisiko führen könnten.
Auch wenn noch weitere Humanstudien benötigt werden, deuten vielversprechende Resultate von mit Tieren durchgeführten Untersuchungen darauf hin, dass Intermittent Fasting dabei helfen könnte, vor Krebs zu schützen (27, 28, 29, 30).
Es gibt außerdem Hinweise aus Untersuchungen mit Krebspatienten, die darauf hindeuten, dass Fasten einige Nebenwirkungen einer Chemotherapie reduzieren könnte (31).
Zusammenfassung: Es konnte im Rahmen von Tierstudien gezeigt werden, dass Intermittent Fasting dabei helfen könnte, vor Krebs zu schützen. Humanstudien deuten auf eine Reduzierung von Nebenwirkungen einer Chemotherapie durch Intermittent Fasting hin.
8. Intermittent Fasting ist gut für das Gehirn
Was gut für den Körper ist, ist häufig auch gut für das Gehirn. Intermittent Fasting verbessert unterschiedliche stoffwechseltechnische Eigenschaften, die dafür bekannt sind, dass sie wichtig für die Gesundheit des Gehirns sind. Dies umfasst eine Reduzierung von oxidativem Stress, reduzierte Entzündungen, eine Senkung der Blutzuckerspiegel und eine Reduzierung einer bestehenden Insulinresistenz.
Mehrere mit Ratten durchgeführte Studien haben gezeigt, dass Intermittent Fasting das Wachstum von Nervenzellen fördern könnte, was positive Auswirkungen auf die Gehirnfunktion besitzen sollte (32, 33). Intermittent Fasting erhöht außerdem die Spiegel des Brain-derived Neurotrophic Factor (BDNF) (32, 34, 35). Ein Mangel an BDNF wird mit Depressionen und unterschiedlichen weiteren Problemen im Bereich des Gehirns in Verbindung gebracht (36).
Mit Tieren durchgeführte Untersuchungen zeigen darüber hinaus, dass Intermittent Fasting auch vor Gehirnschäden aufgrund von Schlaganfällen schützen könnte (37).
Zusammenfassung: Intermittent Fasting könnte wichtige Vorzüge für die Gesundheit des Gehirns mit sich bringen. Es könnte das Wachstum von Neuronen steigern und vor Gehirnschäden schützen.
9. Intermittent Fasting könnte dabei helfen, Alzheimer zu verhindern
Alzheimer ist die weltweit am weitesten verbreitete neurodegenerative Erkrankung. Es gibt bisher keine Heilung, weshalb eine Vermeidung der Krankheit von vorne herein entscheidend ist.
Eine mit Ratten durchgeführte Studie konnte zeigen, dass Intermittent Fasting die Entwicklung von Alzheimer hinauszögern oder den Schweregrad der Erkrankung reduzieren kann (38). Im Rahmen einer Reihe von Fallstudien war eine Intervention, die tägliches kurzzeitiges Fasten umfasste, dazu in der Lage, bei 9 von 10 Patienten die Symptome ihrer Alzheimer Erkrankung signifikant zu verbessern (39).
Mit Tieren durchgeführte Studien legen außerdem nahe, dass Fasten auch vor anderen neurodegenerativen Erkrankungen inklusive Parkinson und der Huntingtonschen Krankheit schützen könnte (40, 41).
In allen erwähnten Fällen bedarf es jedoch weiterer Humanstudien, bevor definitive Aussagen getroffen werden können.
Zusammenfassung: Mit Tieren durchgeführte Studien legen nahe, dass Intermittent Fasting vor neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer schützen könnte.
10. Intermittent Fasting könnte Dir dabei helfen, länger zu leben
Eine der aufregendsten Anwendungen von Intermittent Fasting könnte dessen Fähigkeit sein, die Lebensspanne zu verlängern.
Mit Ratten durchgeführte Studien haben gezeigt, dass Intermittent Fasting die Lebensspanne auf ähnlichem Weg wie eine kontinuierliche Kalorienrestriktion verlängern könnte (42, 43). Bei einigen dieser Studien waren die Auswirkungen recht dramatisch. Im Rahmen einer Studie lebten Ratten, die über den Tag fasteten, um 83% länger als Ratten, die nicht fasteten (44).
Auch wenn wir noch weit davon entfernt sind, dies beim Menschen nachzuweisen, ist Intermittent Fasting bei Anti-Aging Anhängern sehr beliebt geworden. Unter Berücksichtigung der bekannten Vorzüge im Bereich des Stoffwechsels und bei allen Arten von Gesundheitsmarkern macht es Sinn, dass Intermittent Fasting Dir dabei helfen könnte, ein längeres und gesünderes Leben zu leben.
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Quelle: https://www.healthline.com/nutrition/10-health-benefits-of-intermittent-fasting