Gesundheit

7 Tipps gegen einen Blähbauch
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Themen rund um die Verdauung sind sicherlich nicht die beliebtesten Inhalte, über die man sich unterhalten kann. Dennoch betreffen sie uns alle. Immerhin sind Blähungen und ein Blähbauch inzwischen zu einer „Volkskrankheit“ geworden. Besonders auch Bodybuilder leiden unter diesen Symptomen. Oftmals sind große Essensmengen daran Schuld. Doch auch einzelne Lebensmittel können vermehrt für Blähungen sorgen.

Frauen neigen dazu ihren Blähbauch als „Fettzunahme“ abzustempeln. Dabei ist das in den meisten Fällen absolut nicht korrekt. Schließlich leiden viele Menschen auch zu Blähbäuchen, wenn sie sich in einem Kaloriendefizit befinden. Schuld daran sind Gase, die sich in unserem Verdauungstrakt bilden. Doch wie kann man das am besten vermeiden?

7 Tipps gegen einen Blähbauch

Es kann wahrlich frustrierend sein, wenn man in den Spiegel schaut und das Gefühl hat, im 3. Monat schwanger zu sein. Doch nicht nur optisch, sondern auch mental sind Blähungen für die meisten eine echte Herausforderung. Schließlich ist das Körperbild dadurch nicht unbedingt besser. Man fühlt sich unwohl, bekommt miese Laune und sorgt damit nicht wirklich für Besserung. Falls Du das nächste mal also mit einem Blähbauch zu kämpfen hast, versuche unsere 10 besten Tipps!

#1 Apfelessig mit Zitrone

Wer morgens ein Glas Apfelessig mit Zitrone und warmem Wasser trinkt, der wird weniger häufig von Blähungen betroffen sein. Besonders wenn Du den Trunk auf nüchternen Magen zu Dir nimmst, soll der Effekt am größten sein. Tatsächlich kann die Kombination Deinem Darm nämlich auf die Sprünge helfen und verhindert so unschöne Gasansammlungen.

#2 Größe der Mahlzeiten

Wenn Du dazu neigst recht große Essensmengen auf einmal zu Dir zu nehmen, kann das eine Ursache für Völlegefühle sein. Schließlich muss Dein Verdauungssystem große Mengen lange bearbeiten. Oftmals ist diese Belastung zu groß und resultiert in einem Blähbauch.

#3 Auswahl der Lebensmittel

Es gibt einige Nahrungsmittel, die gerne für vermehrte Gasbildung im Verdauungssystem sorgen. Allen voran seien hier Hülsenfrüchte und Bohnen zu nenne. Falls Du oft einen Blähbauch hast, wäre es ratsam darauf zu verzichten. Dennoch solltest du immer schauen, dass Du genug Ballaststoffe aus Obst und Gemüse zu Dir nimmst. Das wiederum hilft Deiner Verdauung!

#4 Alkohol und Koffein

Blähbauch nach einer durchzechten Nacht? Das ist leider keine Überraschung. Alkohol bringt das Milieu in unserem Verdauungssystem durcheinander und kann deshalb noch Tage nach dem Konsum für Blähungen sorgen. Gleiches gilt übrigens für Koffein! Zu viel kann hier ebenfalls zu Gasansammlungen führen.

#5 Probiotika und Verdauungsenzyme

Falls sich Deine Probleme einfach nicht bessern sollten, können Probiotika und Verdauungsenzyme wahre Wohltaten bewirken. Dadurch bekommt Dein Darm Unterstützung und kann die Lebensmittel besser verdauen. Oft ist das bakterielle Milieu im Verdauungstrakt nicht im Gleichgewicht, wenn häufig Blähungen entstehen. Nahrungsergänzungsmittel können in diesem Fall enorm helfen.

#6 Stress und Schlaf

Ein enorm wichtiger Punkt ist Stress und Schlafmangel. Oftmals kann zu wenig Schlaf Verdauungsprobleme begünstigen. Schließlich hat der Körper weniger Zeit um Nahrung zu verarbeiten. Zudem hat Schlafmangel einen großen Einfluss auf die Hormone, insbesondere das Stresshormon Kortisol. Vermehrte Kortisolansammlung führt nicht nur zu Wassereinlagerungen, sondern kann auch eine Gasbildung fördern. Ausreichend Ruhe sind deshalb absolut entscheidend!

#7 Bewegung

Auch wenn man sich mit seinem Blähbauch am liebsten irgendwo verstecken würde, ist die bessere Variante Bewegung. Dadurch werden die Gasansammlungen deutlich schneller verschwinden! Immerhin kann Bewegung den Stoffwechsel und die Verdauung in Fahrt bringen und die überschüssige Luft aus dem Körper transportieren!

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Die epidemische Verbreitung zu niedriger Testosteronspiegel bei Frauen
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Hier ist eine kurze Zusammenfassung:

  1. Der Prozentsatz der Frauen zwischen 18 und 59 Jahren, die unter einer “sexuellen Dysfunktion” leiden, liegt bei fast 50%. Viel von dieser sexuellen Dysfunktion hängt mit einem Testosteronmangel zusammen.
  2. Frauen mit niedrigen Testosteronspiegeln finden es häufig schwieriger Muskeln aufzubauen oder Fett zu verbrennen.
  3. Es gibt mehrere potentielle Ursachen für einen solchen Testosteronmangel, zu denen unter anderem die Verwendung der Antibabypille, die Einnahme von Antidepressiva, der Konsum von Sojamilch, eine vegetarische Ernährung oder sogar psychologische Faktoren gehören.
  4. Auch wenn es für Frauen problematisch sein kann, eine Testosteron Ersatztherapie zu erhalten, gibt es unterschiedliche mögliche Vorgehensweisen, zu denen pharmazeutische Ansätze, die Verwendung von Supplements, Veränderungen der Ernährung und einige einfache Veränderungen des Lebensstils gehören.

Hast Du es?

Sportlerinnen, die auf höchstem Niveau an sportlichen Wettkämpfen teilnehmen, Strafverteidigerinnen, Geschäftsführerinnen der größten 500 Firmen: alle von ihnen haben es wahrscheinlich. Vielleicht kennst Du ja auch einige der Frauen aus Deinem täglichen Leben, die es haben. Sie sind diejenigen, die sich vielleicht etwas auffallender oder sogar extravagant kleiden. Im Fitnessstudio scheinen sie schneller Muskeln aufzubauen und leichter Fett zu verlieren als viele andere Frauen und es scheinen immer ein, zwei oder drei Männer da zu sein, die sie anzumachen versuchen. Vergleiche dies mit Frauen, die es nicht haben. Ihnen mangelt es vielleicht an Ambitionen und sie bevorzugen es unter Umständen, andere ihre Entscheidungen treffen zu lassen. Sie kleiden sich vielleicht etwas unauffälliger und hoffen in der Masse zu verschwinden, anstatt hervorzustechen. Sie werden vielleicht all den Trara um Sex nicht verstehen, und wenn sie sich doch einmal dazu bereit erklären (sie ergreifen nur selten die Initiative), erleben sie für gewöhnlich keine Befriedigung. Und wenn es um Training geht, dann finden sie es schwer, Fett zu verlieren oder kurvenreiche Muskeln aufzubauen und sie scheinen nie die Resultate zu erzielen, auf die sie hoffen.

Das „es“ von dem ich hier spreche, sind hohe oder zumindest normale Testosteronspiegel. Während eine Testosteronersatztherapie für Männer sich zu einem großen Geschäft entwickelt hat, scheint sich niemand wirklich für die Rolle zu interessieren, die Testosteron bei Frauen spielt – zumindest was premenopausale oder sogar junge Frauen angeht.

Vor diesem Hintergrund sollte man sich in Erinnerung rufen, dass einige Studien davon berichten, dass der Prozentsatz von Frauen zwischen 18 und 59 Jahren, die unter einer „sexuellen Dysfunktion“ leiden, bei fast 50% liegt. Diese Dysfunktion wird für gewöhnlich einer zugrundeliegenden Depression zugeschrieben, was zu schnellen Überweisungen an Psychiater oder Psychotherapeuten führt, aber mehr und mehr Wissenschaftler und Ärzte beginnen damit, einen weiblichen Testosteronmangel als Schuldigen anzusehen – und sie liegen vielleicht richtig, denn Testosteron spielt im Bereich der Physiologie, der Psyche und der Sexualität von sowohl Frauen, als auch Männern eine große Rolle.

Hyänen, Eierstöcke, and Adrenaldrüsen, meine Güte!

Einer der Gründe dafür, dass Testosteron bei Diskussionen über die weibliche Gesundheit so wenig Beachtung findet, hängt damit zusammen, dass Frauen einfach nicht viel davon produzieren, aber gerade hierin liegt einer der Gründe dafür, dass das ganze Thema so oft falsch verstanden wird. Sicher, Männer produzieren für gewöhnlich 8 bis 10 mal mehr Testosteron als Frauen, aber das bedeutet nicht, dass der durchschnittliche gesunde Mann 8 bis 10 mal maskuliner als die durchschnittliche Frau ist. Nein, bei Frauen ist Testosteron nur ein Teil eines komplizierten chemischen Profils, was darin resultiert, dass sie sehr viel empfindlicher als Männer auf die Wirkungen von Testosteron reagieren. Somit wird eine geringe Menge eine große Wirkung besitzen. Und auch wenn Östrogen bei Frauen von vielen als das einzig wichtige Sexualhormon angesehen wird, sind die Testosteronspiegel bei gesunden Frauen zehnmal höher als ihre Östrogenspiegel. Ganz offensichtlich ist das hormonelle Gesamtbild sehr viel komplizierter, als von vielen angenommen wird. Etwa ein Viertel der weiblichen Testosteronproduktion stammt von ihren Eierstöcken, während ein anderes Viertel von den Adrenaldrüsen produziert wird. Die verbleibende Hälfte wird im peripheren Gewebe aus unterschiedlichen chemischen Vorläuferstoffen hergestellt, die in den Eierstöcken und den Adrenaldrüsen produziert werden. Der primäre Vorläuferstoff ist Androstenedion. Ein großer Teil dieses Androstenedions wird in Östron – eine Form von Östrogen – umgewandelt, aber ein Teil kann auch in Testosteron umgewandelt werden.

Wenn Du ein Beispiel für die Kraft dieser chemischen Vorläuferstoffe aus dem realen Leben brauchst, dann denke an eine Hyäne – eine matriarchische Spezies, in der die Weibchen den Ton angeben. Normalerweise verfügen Hyänen über perfekt brauchbare Spiegel eines Enzyms, dass Androstenedion in Östrogen umwandelt. Während der Schwangerschaft kommt es jedoch zu einem Abfall der Spiegel dieses Enzyms, so dass eine Menge des Androstenedions stattdessen in Testosteron umgewandelt wird.

Die resultierenden hohen Testosteronspiegel beeinflussen die Babys so stark, dass Weibchen bei der Geburt vermännlichte externe Genitalien mit einer penisähnlichen Klitoris und einem leeren Hodensack aufweisen, den sie wahrscheinlich verwenden könnten, um Rabattmarken, Wechselgeld oder Hyänen Make-Up aufzubewahren. Das Resultat ist ein weibliches Säugetier, das rücksichtslos mit den unglücklichen Hyänen Männchen umgeht.

Offensichtlich geschieht so etwas beim Menschen nicht, aber trotzdem kommt es zu einer gewissen Umwandlung von Androstenedion in Testosteron. All dies ist wichtig, da alle diese Faktoren zur weiblichen Gesundheit beitragen. Ohne ausreichende Spiegel von Testosteron (und somit auch dessen Vorläuferstoffen) können Frauen unabhängig von ihrem Alter unter abnehmenden Energiespiegeln und einem schlechteren Wohlbefinden leiden.

Niedrige Testosteronspiegel spielen (genauso wie bei Männern) auch bei der Gewichtszunahme und der Fähigkeit Muskeln aufzubauen eine Rolle und sie können auch bei der Libido eine große Rolle spielen. In der Tat ist eines der sichersten Anzeichen für niedrige weibliche Testosteronspiegel eine HSDD – auch als hypoaktive sexuelle Luststörung bekannt – die durch „anhaltend oder wiederkehrend mangelnde oder abwesende sexuelle Gedanken und Fantasien und/oder abwesendes Verlangen nach oder abwesende Empfänglichkeit für sexuelle Aktivität gekennzeichnet wird und persönlichen Kummer oder interpersonelle Schwierigkeiten hervorruft.“

Eine der frühesten Studien, die eine Verbindung zwischen dem weiblichen sexuellen Verlangen und reduzierten Testosteronspiegeln zeigte, wurde im Jahr 1959 veröffentlicht, doch die Akzeptanz fiel recht niedrig aus. Ich schätze, dass dies nicht allzu überraschend ist, da damals noch nicht einmal wissenschaftlich bewiesen war, dass Frauen Orgasmen haben, bis Masters und Johnson damit begannen, die Sexualorgane von Frauen mit Elektroden auszustatten.

Glücklicherweise ist die Verbindung zwischen Testosteron und dem weiblichen Sexualtrieb heute recht gut etabliert. Studien haben z.B. gezeigt, dass die weiblichen Testosteronspiegel während des Eisprungs steigen und dass es eine korrespondierende Zunahme der Frequenz des Geschlechtsverkehrs innerhalb dieses Zeitraums gibt. Auch wenn Frauen während des Eisprungs nicht immer den Sex initiieren, sind sie zumindest empfänglicher für sexuelle Annährerungen. Man sollte außerdem berücksichtigen, dass verhaltenstechnische Endokrinologen bemerkt haben, dass sich Frauen während der Phase des Eisprungs ein wenig aufreizender kleiden, um vermeintliche Sexualpartner auf sich aufmerksam zu machen, wobei dies wahrscheinlich auf unterbewusster Ebene geschieht.

Unglücklicherweise gibt es nicht viele Daten darüber, wie hoch „normale“ weibliche Testosteronspiegel ausfallen, aber unsere augenblicklich beste Schätzung besagt, dass ein Gesamtplasmaspiegel von unter 25 ng/dl bei Frauen unter 50 Jahren als ein Testosteronmangel angesehen werden kann. Das Problem besteht darin, dass Ärzte die Testosteronspiegel von Frauen typischerweise nicht messen. In der Tat ist historisch gesehen der einzige Zeitpunkt, zu dem Ärzte über weibliche Testosteronspiegel nachdachten der war, wenn sie vermuteten, dass die Testosteronspiegel einer Frau zu hoch sein könnten, was sich vielleicht in Form von exzessives Haarwachstum im Gesicht, Haarausfall, Unfruchtbarkeit oder Akne manifestierte.

Doch die Dinge beginnen sich zu verändern und es ist höchste Zeit, da die Zahl der Frauen mit reduzierter Libido (und wahrscheinlich auch vielen der anderen Symptome niedriger Testosteronspiegel) alleine in Amerika auf 10 bis 15 Millionen geschätzt wird und sich nicht alle dieser Frauen in ihren Vierzigern oder darüber befinden. In der Tat befinden sich viele in ihren Zwanzigern oder Dreißigern. Wenn dies wahr ist, dann stellt dies mit Sicherheit eine Epidemie niedriger Testosteronspiegel dar, aber was könnte diese Epidemie ausgelöst haben?

Die Ironie der Antibabypille

Im Jahr 1950 tat sich eine Frau Namens Margaret Sanger mit einer reichen, gleichgesinnten Feministin Namens Katherine Dexter McCormick zusammen und initiierten und finanzierten die Entwicklung der ersten Antibabypille. Dies war ein Durchbruch für Frauen überall auf der Welt. Es befreite sie sexuell, aber paradoxerweise trug die Antibabypille auch stark dazu bei die weibliche Libido zu senken und den weiblichen Orgasmus zu hemmen oder sogar ganz zu verhindern. Auch wenn Frauen jetzt sexuell frei waren, nutzen sie diese Freiheit nicht so sehr zu ihrem Vorteil. Die Verkäufe von Katzen, Garn und Stricknadeln stiegen dramatisch an. Eine Nebenwirkung der Antibabypille (und auch einer Östrogentherapie) besteht darin, dass sie die Testosteronproduktion der Eierstöcke reduziert und gleichzeitig die Produktion einer Chemikalie namens Steroidhormon bindendes Globulin (SHBG) um den Faktor 10 erhöht. SHBG bindet einen großen Teil des verbleibenden Testosterons, so dass dies dem Körper nicht zur Verfügung steht. Das Resultat ist ein abnehmender Sexualtrieb und die Manifestation anderer Symptome niedriger Testosteronspiegel. Noch besorgniserregender ist jedoch die Tatsache, dass die Antibabypille lange anhaltende Auswirkungen auf die weibliche Libido haben kann. Im Rahmen einer Studie mit 125 jungen Frauen aus einer Klinik zur Behandlung sexueller Dysfunktion konnte gezeigt werden, dass Frauen, die die Pille bereits seit einem Jahr abgesetzt hatten, im Vergleich zu Frauen, die die Pille nie verwendet hatten, immer noch um den Faktor 7 höhere SHBG Spiegel aufwiesen. In Amerika verwenden etwa 11 Millionen Frauen die Antibabypille, aber es gibt noch zahlreiche andere Medikamente, die auch die Testosteronspiegel beeinflussen. Tragischerweise erwähnen Ärzte bei diesen Medikamenten nur selten – oder überhaupt nicht – niedrige Testosteronspiegel als Nebenwirkungen, was insbesondere dann gilt, wenn diese Medikamente an Frauen verabreicht werden.

Diese Medikamente umfassen Antidepressiva – insbesondere selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRI), Antihistaminika, Blutdruckmedikamente, Antibiotika, Magen-Darm Medikamente und Schlafmittel. (Auch Freizeitdrogen und Alkohol können die Testosteronspiegel senken).

Frauen, die diese Medikamente verwenden, berichten häufig von verzögerten oder ausbleibenden Orgasmen, aber viele leiden wahrscheinlich auch unter einigen der anderen Auswirkungen niedriger Testosteronspiegel (mangelnde Energie, Gewichtszunahme, eine Unfähigkeit Muskeln aufzubauen, usw.), die sie vielleicht nicht mit niedrigen Spiegeln dieses Hormons in Verbindung bringen. Aber es gibt auch nicht-pharmazeutische Ursachen für niedrige Testosteronspiegel bei Frauen, die mit der Ernährung zu tun haben.

Sojamilch und vegetarische Ernährungsformen

Ich weiß nicht, ob es die Werbefritzen, die Müslifresser oder eine Massenverschwörung, die von einer Horde teuflischer Yogalehrer waren, die Frauen davon überzeugt haben, dass der tägliche Konsum von Sojamilch gesund ist. Die Wahrheit scheint zu sein, dass in Sojamilch enthaltene Chemikalien, die als Isoflavone bezeichnet werden, mit dem Hormonspiegel bei Frauen (und Männern) herumspielen. Auch wenn es sicher zu sein schein, dass Soja bei Frauen in der Menopause einige Vorzüge besitzen kann, da sie einige Wirkungen von Östrogen nachahmt und hierdurch Symptome der Menopause lindern kann, haben einige Wissenschaftler gezeigt, dass Soja ähnlich wie die Antibabypille die SHBG Spiegel erhöht und die Testosteronspiegel bei jüngeren Frauen negativ beeinflusst. Darüber hinaus gibt es einige Hinweise darauf, dass eine vegetarische Ernährung im Allgemeinen – unabhängig davon, ob sie Soja enthält, oder nicht – auch die Testosteronspiegel beeinträchtigen könnte. Viele Pflanzen enthalten Chemikalien wie Daidzein (das sich auch in Soja wiederfindet), Enterolacton und Equol, welche an die Hormonrezeptoren andocken und diese für Testosteron (und auch Östrogen) blockieren. Ein Teil des Grundes für niedrige Testosteronspiegel könnte auch mit einem Zinkmangel zu tun haben, der häufig bei Vegetariern beobachtet werden kann, da niedrige Spiegel dieses Mineralstoffes häufig mit niedrigen Testosteronspiegeln korrelieren. Während Medikamente und Ernährung klare potentielle Ursachen für niedrige Testosteronspiegel bei Frauen sein können, könnten auch einfach nur übergewichtig zu sein oder ein Verzicht auf Sport niedrige Testosteronspiegel hervorrufen. Darüber hinaus gibt es auch psychologische und emotionale Korrelationen und einfach nur in keiner liebevollen Beziehung zu leben und/oder unter einem chronischen Mangel an Intimitäten zu leiden, könnt bereits ausreichen, um die Testosteronspiegel zu senken.

Und natürlich gibt es auch zahlreiche medizinische Ursachen – einige weniger ernst, einige ernster – zu denen unter anderem eine Insuffizienz der Adrenaldrüsen, eine Hypophysenunterfunktion und ein vorzeitiges Versagen der Eierstöcke gehören.

Wie Du Dein Testosteron Mojo zurück bekommen kannst

Der pharmazeutische Ansatz

Zugegebenermaßen ist eine Behandlung niedriger Testosteronspiegel bei Frauen in ihren Zwanzigern und Dreißigern umstritten, aber wenn man die wichtige Bedeutung berücksichtigt, die dieses Hormon für das körperliche und mentale Wohlbefinden hat könnte es angesichts der zahlreichen pharmazeutischen, ernährungstechnischen oder mit dem Lebensstil in Verbindung stehenden Faktoren, die zu niedrigen Testosteronspiegeln beitragen können, eine Überlegung wert sein. Im pharmazeutischen Bereich gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Produkte, die von Ärzten zur Behandlung von niedrigen Testosteronspiegeln eingesetzt werden können. Diese umfassen unter anderem Cremes, Pflaster, Injektionslösungen und Pellets, die unter der Haut eingepflanzt werden. Klassische Testosteron Injektionen haben zahlreiche Nachteile, die unter anderem mit der verbreiteten Phobie vor Injektionsnadeln und den regelmäßigen Besuchen beim Arzt alle 2 bis 6 Wochen zusammenhängen. Darüber hinaus verstoffwechseln einige Frauen die Depotlösung schneller als andere, was häufigere Injektionen notwendig machen würde.

Auch die Dosierungen sind ein wenig problematisch, da es noch keine definierten Standards gibt. Einige Ärzte könnten 75 bis 100 mg eines Depot Testosterons alle 4 bis 6 Wochen injizieren, während andere Frauen besser mit lediglich 15 mg alle 2 Wochen zurecht kommen könnten. Das Finden der perfekten Dosierung würde einiges an Trial and Error und eine perfekte Kooperation zwischen Arzt und Patientin erforderlich machen.

Eine andere Alternative besteht in der Verwendung von Testosteron Cremes, die eigentlich für eine Testosteron Ersatztherapie bei Männern entwickelt wurden. Hierfür kommen Produkte, die eine niedrige Menge an Testosteron von 1% enthalten und die nach dem Duschen auf Schultern, Oberarme oder Bauch aufgetragen werden in Frage. Diese Cremes liefern eine konstante zufuhr an Testosteron für etwa 24 Stunden.

Letztendlich muss jedoch der behandelnde Arzt über die richtige Form einer potentiellen Testosteron Ersatztherapie entscheiden.

Der Supplement Ansatz

Ein anderer möglicher Ansatz ist die Einnahme von Testosteron Vorläuferstoffen in Supplementform. Doch auch wenn es zahlreiche Supplements gibt, die bei Männern die Testosteronspiegel erhöhen können, wirken nahezu all diese Supplements dadurch, dass sie die Hoden entweder direkt oder indirekt dazu anregen, mehr Testosteron zu produzieren. Bei Frauen existiert jedoch nichts Äquivalentes, um die Eierstöcke oder die Adrenaldrüsen dazu zu bringen, mehr Testosteron zu produzieren.

Frauen haben jedoch die Option DHEA zu verwenden. Bei dieser Substanz handelt es sich um ein Hormon, das von den Adrenaldrüsen ausgeschüttet wird und das einen Vorläuferstoff von Östrogen und Testosteron darstellt. Wie bei Testosteron auch erreichen die Spiegel dieses Hormons in den Zwanzigern ihren höchsten Wert und beginnen danach, jedes Jahrzehnt weiter zu sinken. Die Verwendung eines DHEA Supplements kann jedoch unzureichende Testosteronspiegel schnell erhöhen. Eine im Jahr 2002 mit Frauen zwischen 35 und 55 Jahren durchgeführte Studie berichtete von einem gesteigerten Verlangen, einer gesteigerten Erregung, einer gesteigerten Feuchtigkeit und intensiveren Orgasmen bei Frauen, die täglich 50 mg DHEA einnahmen.

Ein im Jahr 2002 im World Journal of Urology veröffentlichter Artikel legt nahe, dass Frauen mit niedrigen Testosteronspiegeln mit einer Einnahme von 50 mg DHEA jeden Morgen beginnen sollten. Wenn es nach 2 bis 3 Monaten zu keinen Verbesserungen kommt (die Autoren empfehlen natürlich eine Messung der Testosteronspiegel durch einen Arzt), kann die Dosierung bei Bedarf auf 75mg oder sogar 100 mg pro Tag erhöht werden.

DHEA ist zwar kein Allheilmittel für niedrige Testosteronspiegel. Es kann genauso gut vorkommen, dass es die Testosteronspiegel nicht signifikant erhöht, oder dass der größte Teil dieser Chemikalie in Östrogen anstatt in Testosteron umgewandelt wird.

Der Lifestyle Ansatz

Es gibt mehrere recht einfache Veränderungen ihres Lebensstils, die eine Frau durchführen kann und die ihre Testosteronspiegel erhöhen könnten. Der offensichtlichste hiervon besteht darin, die Einnahme der Antibabypille zu beenden und eine andere Methode der Empfängnisverhütung zu verwenden, wenn eine Frau das Gefühl hat, dass ihre Antibabypille ein Problem verursachen könnte. Sie könnte außerdem die Notwendigkeit für eine Verwendung der unterschiedlichen Medikamente, die ich erwähnt habe, überprüfen und vielleicht mit ihrem Arzt über Alternativen sprechen, die keine Auswirkungen auf die Testosteronspiegel besitzen. Es gibt z.B. Hinweise darauf, dass einige Antidepressiva die weibliche Libido steigern können, wobei bisher noch nicht bekannt ist, ob dies mit einer Erhöhung der Testosteronspiegel oder einem anderen Mechanismus zusammenhängt.

Von Training – genauer gesagt einem Training mit Gewichten – wird auch berichtet, dass es die Testosteronspiegel bei Männern und Frauen erhöht. Diese Erhöhung ist jedoch nicht von langer Dauer und hält nur für ein paar Stunden an, aber selbst eine vorübergehende Erhöhung der Testosteronspiegel könnte, wenn sie nahezu jeden Tag stattfindet, weitreichende Auswirkungen besitzen.

Auch Sex selbst kann die Testosteronspiegel erhöhen, doch ob diese Erhöhung bei Frauen, die sich in einer stabilen Beziehung befinden, stärker als bei Frauen ausgeprägt ist, die nur einen One Night Stand haben, ist nicht bekannt. Es ist jedoch bekannt, dass Frauen, die sich in einer festen Beziehung befinden, häufig eine Erhöhung der Testosteronspiegel erleben, während die Testosteronspiegel bei Männern, die sich in einer solchen Beziehung befinden, häufig deutlich sinken (vielleicht um sicherzustellen, dass der Mann nicht fremdgeht).

Es gibt außerdem etwas weniger klare psychologische Ansätze zur Erhöhung der Testosteronspiegel bei Frauen. Männer erleben häufig nach einem Sieg bei einem Wettkampf jeglicher Art eine Erhöhung der Testosteronspiegel. Auch wenn Männer ein stressfreies Leben führen und mit sich selbst zufrieden sind, steigen die Testosteronspiegel dementsprechend.

Selbstachtung scheint auch bei den Testosteronspiegeln bei Frauen eine Rolle zu spielen und auch wenn es nicht so viele Untersuchungen gibt, die dies unterstützen, lassen meine Erfahrungen mich glauben, dass dies bei Frauen genauso ist. Der Sieg bei einem Wettstreit sollte auch bei Frauen zu einer – wenn auch nur flüchtigen – Erhöhung der Testosteronspiegel führen. In der Tat dürfte alles, was das Gefühl verstärkt, eine „Gewinnerin“ zu sein, in diese Richtung wirken.

Es ist an der Zeit, die wichtige Rolle, die Testosteron bei Frauen spielt, anzuerkennen

Wie immer man es auch betrachtet ist Testosteron trotz seines Rufes in der Literatur, der Folklore und Populärkultur nicht allein etwas für verschwitze Männer, für die Grunzen mehrere hundert Wörter ersetzt hat. Es spielt auch bei der weiblichen Gesundheit, Psyche und Libido genau wie bei Männern eine wichtige Rolle.

FAQ zu einer Testosteronersatztherapie bei Frauen

F: Von welchen spezifischen Vorzügen könnte ich bei einer Testosteron Ersatztherapie profitieren, wenn meine natürlichen Testosteronspiegel niedrig sind?

A: Im Allgemeinen können Frauen, die ihre Testosteronspiegel erhöhen, eine Zunahme an Knochen- und Muskelmasse, einen Abbau von exzessivem Körperfett und ein gesteigertes sexuelles Verlangen, sowie eine gesteigerte sexuelle Befriedigung zusammen mit mehr Energie, mehr Ehrgeiz und mehr Lebensfreude erleben.

F: Gibt es irgendwelche Gefahren und Risiken, die mit einer Verwendung von Prohormonen oder Testosteron in Verbindung gebracht werden?

A: Wenn eine Frau zu viel Testosteron oder Testosteron Vorläufer verwendet, kann dies in unerwünschtem Wachstum der Körperbehaarung und in extremen Fällen (bei einer Verwendung von zu viel Testosteron über einen längeren Zeitraum) in einer Vertiefung der Stimme, einem Wachstum der Klitoris, Akne, schrumpfenden Brüsten, Haarsausfall und gesteigerter Aggression resultieren. Eine solche Überdosierung kann auch in ernsthafteren Nebenwirkungen resultieren, wie dies oft geschieht, wenn man Mutter Natur zu stark herausfordert. Im Rahmen von Studien mit Frauen, bei denen Testosteron in klinischen Mengen zum Einsatz kam, konnten jedoch im Allgemeinen keine unerwünschten Nebenwirkungen bezüglich Blutfettwerten, Kohlenhydratstoffwechsel, Blutdruck oder der Herz-Kreislauf Gesundheit im Allgemeinen beobachtet werden. Genauso wenig gibt es irgendwelche Berichte über ein mit einer Testosteron Ersatztherapie in Verbindung stehendes erhöhtes Brustkrebsrisiko.

F: Kann Testosteron Frauen dabei helfen Muskeln aufzubauen und Körperfett zu verbrennen?

A: Ja, Frauen mit niedrigen Testosteronspiegeln finden es häufig schwerer Muskeln aufzubauen, Fett zu verbrennen oder erfolgreich beim Sport zu sein. Man sollte auch bedenken, dass Bodybuilderinnen, Athletinnen der Figurklasse und selbst Bikini Athletinnen unterschiedliche Mengen anaboler Steroide verwenden, die letztendlich nicht viel mehr als synthetische Testosteron Derivate darstellen. Offensichtlich verwenden fast alle Bodybuilderinnen Mengen von Steroiden, die gesellschaftlich unerwünschte und im Allgemeinen irreversible körperliche Veränderungen, wie die oben genannten, hervorrufen.

F: Kann eine Verwendung von Testosteron meine Fruchtbarkeit beeinträchtigen?

A: Dies kann nur dann geschehen, wenn die Testosteronspiegel hierdurch über einen längeren Zeitraum über ihren normalen Wert angehoben werden. Eine Testosteron Ersatztherapie könnte jedoch sehr wohl das Geschlecht des Kindes beeinflussen. Zumindest eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass Frauen, die Berufe haben, die typischerweise mit hohen Testosteronspiegeln korrelieren – z.B. Strafverteidigerinnen – zu 58% männliche Kinder bekommen. Im Gegensatz hierzu bekommen Frauen mit Berufen, die typischerweise mit hohen Östrogenspiegeln und niedrigen Testosteronspiegeln korrelieren – wie z.B. Schönheitsköniginnen – für gewöhnlich doppelt so viele weibliche Babys wie männliche Babys.

F: Gibt es Frauen, die unter keinen Umständen eine Testosteron Ersatztherapie in Betracht ziehen sollten?

A: Frauen, die schwanger sind oder schwanger werden könnten, sollten auf jegliche Art einer Testosteron Ersatztherapie verzichten. Selbiges gilt für Frauen, die unter hohen Cholesterinspiegeln, Erkrankungen von Herz oder Leber oder unter Brust- oder Gebärmutterkrebs leiden. Unabhängig hiervon sollte eine Testosteron Ersatztherapie nur unter ärztlicher Überwachung stattfinden.

Von TC Luoma
Quelle: https://www.t-nation.com/training/female-low-testosterone-epidemic

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Machen Deine Darmbakterien Dich fett?
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Hier ist eine kurze Zusammenfassung:

  1. Die Bakterien in Deinem Darm beeinflussen Deine Fähigkeiten schlank und gesund zu werden.
  2. Dein Verdauungstrakt enthält mehr als 100 Sorten von Bakterien, die insgesamt etwa 1 Kilo wiegen. Sie stellen Deine Darmflora dar und sind wichtig.
  3. Diejenigen mit einer niedrigen mikrobiellen Vielfalt weisen höhere Raten des Übergewichts auf. Sie fühlen sich auch schlechter.
  4. Studien haben gezeigt, dass einige Darmbakterien Übergewicht hervorrufen und andere Darmbakterien hiervor schützen können. „Schlechte“ Darmbakterien können Gelüste und Heißhunger hervorrufen, die Deine Diät zum Scheitern bringen können.
  5. Die Einnahme von Probiotika reicht bei den meisten Menschen nicht aus und eine Einnahme von Antibiotika kann die guten Darmbakterien abtöten.
  6. Du kannst Deine Darmflora durch bestimmte Nahrungsmittel, Supplements und Ernährungsstrategien optimieren.

Darmbakterien: Wo Du sie herbekommst und was sie bewirken

Bakterien beginnen ab dem Zeitpunkt Deiner Geburt Deinen Darm zu kolonisieren. Wenn Du auf natürlichem Weg geboren wurdest, gestillt wurdest, rohes Obst und Gemüse gegessen hast und in mikrobiellem Dreck spielen durftest, dann hast Du Dein Leben wahrscheinlich mit einer gesunden, vielfältigen Darmflora begonnen. Aber was ist, wenn Du per Kaiserschnitt geboren wurdest, mit Babynahrung und Babymilch gefüttert wurdest und in der Stadt aufgewachsen bist?

Nun, dann könntest Du ein höheres Risiko für Allergien und Autoimmunkrankheiten aufweisen, Stoffwechselstörungen entwickeln und fettleibig werden. Du hast außerdem ein höheres Risiko an Diabetes zu erkranken und wirst an mehr systemischen Entzündungen leiden. Glücklicherweise können die Entscheidungen, die Du als Erwachsener triffst, diese Probleme lösen oder verhindern.

Fettaufbau und Darmbakterien

Was geschieht, wenn Du Mäuse züchtest, die völlig frei von Bakterien sind und diese in einem sterilen, bakterienfreien Umfeld aufziehst? Sie profitieren von einem überraschenden Vorzug: Sie werden nicht fett – selbst dann nicht, wenn Du ihnen Futter gibst, das gewöhnliche Mäuse fett macht: fettreich, reich an Fruktose oder reich an Sucrose.

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Nimm ein paar Bakterien von den übergewichtigen Mäusen und verabreiche diese an die bakterienfreien Mäuse. Diese werden danach auch fett werden – selbst dann, wenn sie gesundes Futter bekommen. Und nimm als letzten Schritt Darmbakterien von schlanken Mäusen und verabreiche diese an obige Mäuse, während Du sie weiterhin mit gesundem Futter fütterst. Sie werden wieder schlank werden. Im Rahmen anderer Untersuchungen wurden vier eineiige menschliche Zwillingspaare gefunden, bei denen ein Zwilling fettleibig und der andere Zwilling schlank war. Keimfreie Mäuse wurden mit den Darmbakterien diese Zwillinge kolonisiert. Die Mäuse, die mit den Darmbakterien der schlanken Zwillinge kolonisiert wurden, blieben schlank.

Die Mäuse, die mit den Darmbakterien der fettleibigen Zwillinge kolonisiert wurden, wurden auch fettleibig. Hiernach wurden die resultierenden schlanken und fettleibigen Mäuse zusammen gehalten, so dass sie in gewissem Umfang Bakterien untereinander austauschen konnten. Nachdem die fettleibigen Mäuse mit den schlanken Mäusen mit ihren „schlanken“ menschlichen Bakterien in Kontakt kamen, wurden auch diese Mäuse schlank.

Diese Experimente zeigen, dass einige Bakterien Übergewicht verursachen können und andere vor Übergewicht schützen können.

Das überraschende Resultat von Magenbypass Operationen

Es stellte sich heraus, auch wenn die Nahrungszufuhr durch diese Operationen reduziert wird, die Vorzüge weit über das hinausgehen, was bei Menschen beobachtet werden kann, die sich identisch ernährten und sich keiner solchen Operation unterzogen hatten. Wissenschaftler fanden heraus, dass sich die Bakterienpopulation des Verdauungstraktes mit der Magenbypass Operation dramatisch veränderte. Ein Resultat hiervon sind eine Heilung oder zumindest eine deutlich Verbesserung bei Diabetes vom Typ II. Diese Veränderungen kommen vor dem Gewichtsabbau zustande anstatt eine Folge hiervon zu sein.

Ein weiterer Vorzug ist ein gesteigerter Energieverbrauch relativ zur Kalorienzufuhr. Beim oben erwähnten Vergleich zwischen Probanden mit oder ohne Magenbypassoperation waren Nahrungszufuhr und Absorption gleich. Der Schlüsselunterschied scheint die Bakterienpopulation des Darmes zu sein.

Können Antibiotika Übergewicht hervorrufen?

Auf der anderen Seite verursacht die Einnahme von Antibiotika häufig Übergewicht bei zuvor nicht übergewichtigen Patienten. Stuhlproben zeigen, dass durch die Einnahme von Antibiotika die Menge an nützlichen Bakterien stark reduziert wird und dafür die Menge an Bakterien, die dafür bekannt sind, Übergewicht fördern zu können, stark zunimmt. Darüber hinaus werden unterschiedliche Bakterien des Verdauungstrakts mit übergewichtigen Menschen anstatt mit schlanken Menschen in Verbindung gebracht, was selbst dann gilt, wenn die Ernährung identisch ist.

Es gibt nachgewiesene biochemische Mechanismen für diese Kausalität. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass diese Bakterien zu einem erhöhten Körperfettanteil, einer Beeinträchtigung des Stoffwechsels, Insulinresistenz und adipös bedingten Entzündungen beitragen, wenn kein ausreichendes Gleichgewicht mit nützlichen Bakterien vorherrscht.

Wie machen diese Bakterien Dich fett?

Wissenschaftler glauben, dass sowohl eine exzessive Zunahme an Körperfett, als auch Probleme beim Abbau von Körperfett zu einem großen Teil eine Konsequenz adipöser Entzündungen sind. Diese Entzündung hat zur Folge, dass Fettzellen stärker dazu neigen, zu wachsen und hormonelle Signale zu senden, die eine Beeinträchtigung des Stoffwechsels und eine reduzierte Insulinsensitivität im Muskel zur Folge haben. Ein Weg, auf dem dies geschieht ist, dass gramnegative Bakterien wie Enterobacter, Shigella, Klebsiella, Desulfovibrionaceae und Escherichia (inklusive E. Coli) das Endotoxin LPS freisetzen können, welches systemische Entzündungen und Übergewicht fördern kann. Ein anderer Mechanismus, der zu einer Zunahme an Körperfett beitragen kann, hängt damit zusammen, dass einige Darmbakterien das Endocannabinoidsystem aktivieren können. Indem sie dies tun, verursachen sie beim Wirt (das bist Du) ein Hungergefühl, was zur Folge hat, dass die Bakterien mehr Nahrung erhalten. Diese Endocannabinoidsystem Signalisierung besitzt außerdem negative Auswirkungen auf Muskelzellen, Fettzellen und Insulinsensitivität. Darüber hinaus können Darmbakterien die Fettspeicherung in den Fettzellen durch eine Unterdrückung von FIAF (Fasting-induced Adipocyte Factor) steigern.

All diese Aktionen tragen dazu bei, ein Individuum auf dem Weg in Richtung adipöser Entzündungen und Beeinträchtigung des Stoffwechsels voran zu bringen. Sie können letztendlich auch zu Übergewicht und/oder Diabetes führen. Wenn das Gleichgewicht der Bakterien im Verdauungstrakt unvorteilhaft ist, besitzen Darmbakterien die notwendigen Werkzeuge, um einem Fettabbau effektiv entgegen zu wirken oder einen Fettaufbau zu fördern, sowie eine Beeinträchtigung des Stoffwechsels weiter zu verschlimmern. Das sind schlechte Nachrichten für Menschen mit einem unvorteilhaften Verhältnis von „schlechten“ zu wünschenswerten Darmbakterien, die auf einen schlanken, muskulösen Körper abzielen.

Darmbakterien können Dich wie eine Marionette kontrollieren

Stoffwechseltechnisch unvorteilhafte Darmbakterien können Gelüste nach Junkfood hervorrufen, welches die beste Nahrung für sie darstellt. Sie können bewirken, dass Du Dich schlecht fühlst, wenn Du ihnen ihre Lieblingsnahrungsmittel entziehst. Dies wird nicht nur über das Endocannabinoidsystem, sondern auch über ihre Fähigkeit erreicht, einen starken Einfluss auf den Vargus Nerv und das enterische Nervensystem auszuüben. Das ist nicht lustig. Die Gelüste und die schlechten Gefühle können wirkungsvolle Motivatoren für eine Vernachlässigung Deines Diätplanes oder sogar einen Abbruch Deiner Diät darstellen. Die gute Nachricht ist, dass Du Dich ihrer Kontrolle recht schnell entziehen kannst, indem Du nicht nachgibst. Wenn Du konsistent nicht nachgibst, nimmt die Anzahl dieser Bakterien ab, Deine Stoffwechselgesundheit wird besser und Du wirst Dich auch besser fühlen – keine Gelüste, keine schlechten Gefühle.

Ich glaube, dass einer der Gründe dafür, dass Diätpläne wie die Velocity Diät oder die Paleo Diät so gut funktionieren, darin besteht, dass sie diesen Zyklus durchbrechen, was eine bessere Stoffwechselgesundheit zur Folge hat.

Wie können Dir gute Darmbakterien bei einer Verbesserung Deiner Körperkomposition helfen?

Nützliche Darmbakterien können Dir dabei helfen, Deine Körperkomposition und Deine Stoffwechselgesundheit zu verbessern, indem sie andere Bakterien – oder besser gesagt deren Vermehrung – unterdrücken, die die oben beschriebenen negativen Wirkungen besitzen, indem sie die Integrität Deiner Darmschleimhaut verbessern und indem sie kurzkettige Fettsäuren produzieren. Kurzkettige Fettsäuren reduzieren systemische Entzündungen, tragen zum Sättigungsgefühl bei, regulieren die Genexpression von Leptin nach oben, reduzieren stressinduzierte Kortikosteroidspiegel, verbessern die Insulinsensitivität in den Muskeln und reduzieren die Insulinsensitivität im Fettgewebe durch eine Aktivierung von FFAR2 (Free Fatty Acid Receptor 2.)

Wie kann ich meine Darmflora verbessern?

Es gibt eine sehr starke Korrelation zwischen der Vielfältigkeit Deiner Darmbakterien und Deiner Stoffwechselgesundheit. Je mehr Bakterientypen sich in Deinem Darm wiederfinden, desto besser – zumindest im Hinblick auf Bakterien, die Du auf natürlichem Weg zu Dir genommen hast. Ein Weg zu Verbesserung der Darmflora besteht also darin, eine größere Vielfalt von Bakterien zu erreichen. Ein anderer Weg besteht darin, Deine Ernährung auf eine Art und Weise zu verändern, die die Funktion der nützlichen Darmbakterien unterstützt und das Gleichgewicht zu Gunsten dieser Bakterien verschiebt.

Du kannst auch ernährungstechnische Supplements zu Dir nehmen, die in Richtung einer Verbesserung des Bakteriengleichgewichts in Deinem Darm hinarbeiten und/oder die Produktion kurzkettiger Fettsäuren erhöhen.

Vergiss den Joghurt und iss etwas “schmutziges” Gemüse

So bequem es auch wäre, einfach ein paar Kapseln oder eine Großpackung Joghurt zu kaufen – dies wird die Vielfalt Deiner Darmbakterien nicht sehr viel vergrößern. Wie viele Bakterienstämme befinden sich in Joghurt? Vielleicht sechs? Im Gegensatz hierzu hast Du wahrscheinlich tausende oder mehr Typen von Bakterien, die Deinen Darm kolonisiert haben. Sechs weitere Typen von Bakterien würde prozentual gesehen nur eine minimale Vergrößerung dieser Vielfalt darstellen.

Der einzige Weg, die mikrobielle Vielfalt wirklich zu erhöhen, ist der natürliche Weg, denn alle Menschen eigentlich schon immer nutzen. Nimm diese Bakterien über die Nahrung und Deine Umwelt auf.

Als Spezies haben wir uns daran gewöhnt, einer sehr substantielle Menge von Bakterien ausgesetzt zu sein, die von Pflanzen und Dreck – und insbesondere dem Dreck, in dem unsere Nahrungspflanzen wachsen – stammen.

Es ist historisch gesehen abnormal, dass Gemüse gekocht, gebacken, frittiert oder bis zu einem Punkt nahe einer vollständigen Sterilisation gereinigt wurde, wie es bei kommerziellen Produkten von heute der Fall ist.

Durch einen gesteigerten Konsum von lokal gewachsenem Gemüse, das z.B. auf einem Wochenmarkt gekauft wurde, das zum größten Teil roh gegessen werden sollte, wird die Vielfalt der Bakterien, der Du ausgesetzt bist, eher dem entsprechen, an das sich der Mensch im Lauf der Evolution angepasst hat.

Eine Fermentierung dieses Gemüses, die Du leicht zu Hause durchführen kannst, kann den Wert dieses Gemüses sogar noch weiter steigern. (Kommerziell fermentierte Nahrungsmittel enthalten häufig keinerlei nützliche Bakterien). Und fürchte Dich nicht vor ein bisschen Schmutz aus einer guten Quelle. Gemüse von einem Bauern Deines Vertrauens muss nicht zu Tode geschrubbt werden. Ein leichtes Abwaschen wird ausreichen. Unsere Vorfahren hatten immer etwas Dreck auf ihrem Essen und Naturvölker überall auf der Welt haben keine Angst davor, ihr Essen in einem recht natürlichen Zustand zu essen. Studien zeigen, dass ihre Darmflora eine größere Vielfalt als unsere aufweist.

Nützliche Ernährungsstrategien

Zusätzlich hierzu werden einige Ernährungstechniken wahrscheinlich die Anzahl der in Deinem Darm lebenden Bakterientypen erhöhen:

Verbessere die Qualität Deiner Kohlenhydratzufuhr

Versuche Produkte, die raffiniertes Weizenmehl enthalten durch langsam gekochte Haferflocken, Buchweizen, Süßkartoffeln, Pastinaken, Karotten, Rüben, Speisekürbis, Kartoffeln, Roggen, braunem Reis oder Parboiled Reis.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten und Du wirst durch eine Veränderung Deiner Auswahl echte Vorzüge erleben.

Nimm eine Auswahl unterschiedlicher Makronährstoffkompositionen zu Dir, anstatt Mahlzeiten, die alle eine recht ähnliche Makronährstoffkombination aufweisen

Indem Du einige Mahlzeiten isst, die aus Protein  und Fett bestehen und kohlenhydratarm sind und andere, die aus Protein und Kohlenhydraten bestehen und fettarm sind, werden unterschiedliche Bakterien mit unterschiedlichen Nahrungspräferenzen und unterschiedliche Gallensäuretoleranz alle ihre Chance bekommen. Plane Phasen ohne oder nur mit geringer Nahrungszufuhr ein, wie eine 10 oder 12 Stunden Pause zwischen der letzten Mahlzeit des Tages und dem Frühstück oder gelegentliche Tage mit reduzierter Kalorienzufuhr ein.

Ein Grund hierfür besteht darin, dass bestimmte nützliche Bakterien im Gegensatz zu anderen Bakterien, während dieser Zeiten gedeihen.

Wie ernähre ich meine guten Bakterien?

Eine Ernährung für eine gute Gesundheit des Verdauungstrakts bedarf keiner spezifischen Makronährstoffverhältnisse. Menschen überall auf der Welt haben die Nahrungsmittel gegessen, die ihnen zur Verfügung standen und waren gesund. Menschen und ihre Darmbakterien sind flexibel und können bei einer großen Bandbreite von Ernährungsstilen gesund sein. Die meisten vernünftigen Verhältnisse können in Ordnung sein – alles außer kohlenhydratreich kombiniert mit fettreich – wenn die Kohlenhydrate aus traditionellen Quellen stammen und die Fette nicht reich an Linolsäure sind.

Wenn es darum geht, die nützlichen Darmbakterien besser zu ernähren, besitzen Ballaststoffe aus Gemüse, Obst, Knollen und Vollkorngetreide eine exzellente Wirkung in Richtung einer Erhöhung der Anzahl dieser Bakterien und einer Unterstützung der Produktion kurzkettiger Fettsäuren. Auch Polyphenole, Phenolsäure und Anthocyanine aus Obst und Gemüse sind für die Gesundheit des Verdauungstrakts sehr nützlich.

Was ist mit Probiotika und fermentierten Nahrungsmitteln?

Viele im Augenblick erhältliche probiotische Produkte enthalten keine ausreichenden Mengen an Bakterien oder nicht genügend unterschiedliche Typen von Bakterien, um einen großen Unterschied zu dem zu machen, über was Du bereits verfügst. Zusätzlich hierzu enthalten viele dieser Produkte nur Bakterien, die potentiell für den Dünndarm geeignet sind, obwohl auch die Bakterien des Dickdarms von entscheidender Bedeutung sind. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass viele auf diese Art und Weise verabreichte Bakterien es typischerweise nicht schaffen, den Darm zu kolonisieren und bereits nach 3 Stunden nicht mehr nachweisbar sind.

Man sollte außerdem bedenken, dass wenn es sich um Bakterien handelt, die Deinen Darm bereits besiedelt haben, da Du ihnen bereits zuvor ausgesetzt warst, werden diese Bakterien bereits in einem von Deiner Ernährung abhängigen natürlichen Gleichgewicht in Deinem Darm vorhanden sein. Warum also mehr davon verabreichen, wenn nicht gerade eine Notwendigkeit besteht, dieses Gleichgewicht zu verschieben?

Dies könnte erklären, warum viele auf dem Markt erhältliche Probiotika für den Durchschnittsmenschen recht wenig tun.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Einige probiotische Bakterienstämme können bei Durchfall, Verstopfung, Reizdarmsyndrom, Pouchitis, Infektionen des Harntrakts, Clostridium difficile Infektion, Enteropathie und Ekzemen helfen. Wenn Du unter einem dieser Probleme leidest, dann könnte Dir ein geeignetes Produkt helfen.

Wenn Du in Betracht ziehst, ein Produkt zur Behandlung einer Krankheit zu verwenden, dann solltest Du sicherstellen, dass es denselben Bakterienstamm enthält, der in der zugrundeliegenden Studie verwendet wurde. Wenn die Spezies dieselbe ist, sich der Bakterienstamm jedoch unterscheidet, dann ist die Studie irrelevant. Unglücklicherweise zitieren viele Hersteller von Probiotika irrelevante Studien.

Prebiotika, Anthocyanine und andere Supplements

Die erste Kategorie von Supplements, die wir betrachten werden, sind Prebiotika oder Ballaststoffe, welche nützliche Bakterien unterstützen. Wenn Du bereits reichlich Gemüse und etwas Obst zu Dir nimmst, dann ist es nicht notwendig Prebiotika zu supplementieren. Deine nützlichen Bakterien werden bereits bekommen, was sie brauchen.

Wenn Du jedoch weniger von diesen Nahrungsmitteln zu Dir nimmst, als der Mensch traditionell zu sich genommen hat, dann macht eine Supplementation Sinn. Ich empfehle eine Kombination aus Inulin und Arabinogalactose in einer Gesamtmenge von 6 Gramm pro Portion. Du kannst diese Ballaststoffe mehrmals täglich, am besten mit Mahlzeiten zu Dir nehmen. Ich möchte hervorheben, dass eine Supplementation mit Prebiotika alleine im Allgemeinen keinen profunden Unterschied machen wird. Sie sollte vielmehr Teil eines Gesamtplans sein. Ein anderer Weg besteht in einer Anthocyanin Supplementation. Greens und Superfood Mischungen liefern reichlich Polyphenole und Phenolsäure, die positive Auswirkungen auf die Darmflora besitzen. Wenn Du ein spezifisches Polyphenol anstelle einer Kombination von Extrakten verwenden möchtest, dann stellt Quercetin eine exzellente Wahl dar. Auch Polyphenole aus Rotwein sind sehr effektiv. Resveratrol besitzt keine großen Auswirkungen auf die Darmbakterien, aber wenn es vor einer Mahlzeit mit substanziellen Mengen von Fett und Kalorien eingenommen wird, blockiert es die entzündungsfördernde TLR-4 Signalisierung, die von einigen Bakterien in Reaktion auf solche Mahlzeiten produziert wird.

Auch Berberin, ein Pflanzenextrakt, besitzt einige außergewöhnliche Eigenschaften, wenn es um eine Modulierung der Darmbakterien geht. Es wirkt zum Teil über eine Hemmung entzündungsfördernder Bakterien und verschiebt das Gleichgewicht der Darmflora in Richtung nützlicher Bakterien. Es wirkt so gut, dass häufig deutliche Reduzierungen des Blutzuckers bei Menschen mit einer beeinträchtigten Insulinsensitivität beobachtet werden können und häufig kommt auch ein substanzieller Fettabbau zustande.

Zu guter Letzt beeinträchtigt ein Magnesiummangel, das Gleichgewicht der Darmflora. Hier können ein Magnesium Supplement oder ein ZMA® Produkt helfen.

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Von Bill Roberts | 07/28/15
https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/is-gut-bacteria-making-you-fat

Weiterlesen
Der perfekte Körperfettanteil
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Hier ist eine kurze Zusammenfassung:

  1. Es gibt vier Dinge, die Du in Betracht ziehen musst, wenn Du versuchst Muskeln aufzubauen: Hormone, Psychologie, Gesundheit und Kraft.
  2. Masse aufzubauen, wenn Du bereits übergewichtig bist, kann Deine Fähigkeit Muskeln aufzubauen beeinträchtigen und eine zu starke Gewichtszunahme kann unterschiedliche Übungen beeinträchtigen.
  3. Endomorph veranlagte Trainierende sollten keine Masseaufbauphase durchführen, wenn sie einen Körperfettanteil von über 15% haben und sie müssen langsam Muskeln aufbauen. Ectomorph Veranlagte müssen bei ihrer Massephase und ihrer Kalorienzufuhr aggressiver sein.
  4. Verwende Spiegel, um Deine Fortschritte zu beurteilen, anstatt Deinen Körperfettanteil messen zu lassen

Bleibe schlank während Du versuchst Masse aufzubauen

Wie schlank solltest Du werden, bevor Du mit einer Massephase beginnst? Gibt es einen Punkt, ab dem Du zu fett für den Masseaufbau bist? Und wenn wir gerade beim Thema sind, wie schlank kannst Du bleiben, während Du weiterhin dazu in der Lage bist, Muskeln aufzubauen?

Das sind große Fragen. Hier sind die Antworten.

4 Faktoren der Hypertrophie

Trainiere mit Gewichten, ernähre Dich gut, regeneriere Dich und wiederhole das Ganze. Das „Wie“ des Aufbaus von Muskeln ist kein großes Geheimnis. Die Fragen kommen bei den Details.

Beim Aufbau von Muskeln sind 4 primäre Faktoren beteiligt: Deine Hormone, Dein mentales Wohlbefinden, Deine körperliche Gesundheit und Deine Körperstruktur.

Keine zwei Individuen sind gleich und auch keine zwei Bodybuilding Programme sollten gleich sein. Untersuchen wir die Faktoren und entwickeln wir dann einen Schlachtplan für Dich.

Hormone: Faktor #1:

Wir alle haben unterschiedliche Stoffwechsel und Hormonprofile und darüber hinaus auch unterschiedliche ernährungstechnische Bedürfnisse. Wenn wir über Bodybuilding sprechen, spielen diese Unterschiede eine große Rolle dabei, wenn es darum geht, wie schnell wir Muskeln aufbauen und wie fett wir bei diesem Prozess werden.

Ein genetischer Ectomorph (ein dürrer Typ mit einem schmalen Körperbau) wird offensichtlich andere ernährungstechnische Bedürfnisse und Reaktionen als ein genetischer Endomorph (Typen mit einem grobknochigen Körperbau, die leicht Fett aufbauen) aufweisen.

Wenn der Endomorph versucht so schlank wie der Ectomorph zu bleiben, während er versucht Muskeln aufzubauen, wird er eine Menge Zeit verschwenden und keine Fortschritte erzielen.

Hormone wie Testosteron, Östrogen, Kortisol, Schilddrüsenhormone und Insulin spielen beim Prozess der Manipulation der Körperentwicklung alle sehr wichtige (und unabhängige) Rollen. Wenn wir jedes Hormon isoliert betrachten, bekommen wir Folgendes:

Hormone

Zu viel

Zu wenig

Testosteron

Selten ein Problem

Zunahme an Körperfett, Abnahme an Muskelmasse

Östrogen

Zunahme an Körperfett

Gelenkprobleme, Gesundheitsprobleme, langsamere Muskelzuwächse

Kortisol

Langsamerer Stoffwechsel, Abnahme an Muskelmasse, gesteigerter Fettaufbau

Selten ein Problem

Schilddrüsen Hormone

Schwierigkeiten bei der Gewichtszunahme, Muskelschwäche, Erschöpfung

Langsamerer Stoffwechsel, Müdigkeit, gesteigerter Körperfettanteil

Insulin

Insulinresistenz, Zunahme an Körperfett, erhöhter Blutdruck

Typ-I Diabetes

Für Männer basierend auf Ernährung und Körperfett:

  • Hohe Körperfettspiegel: Korrespondieren typischerweise mit einer Erhöhung der Östrogenspiegel, der Insulinspiegel und der Kortisolspiegel.
  • Optimale Körperfettspiegel: Abgesehen von irgendwelchen Abnormalitäten ist dies der Bereich, in dem bei den Meisten die Hormonspiegel ausgeglichen und optimiert sind.

  • Sehr niedrige Körperfettspiegel: Bei den meisten werden sehr niedrige Körperfettspiegel in suboptimalen Hormonspiegeln resultieren – wie reduzierte Testosteronspiegel und erhöhte Kortisolspiegel – die die langfristigen Muskelzuwächse beeinträchtigen werden.

Ganz offensichtlich werden Wettkampfbodybuilder für ihre Wettkämpfe sehr viel schlanker als dies, doch dies ist nichts, was sie das ganze Jahr über aufrecht erhalten werden – insbesondere dann, wenn sie versuchen muskulöser zu werden.

Und bedenke, dass Hormone miteinander in Verbindung stehen. Verändere ein Hormon und Du veränderst gleichzeitig auch eine Reihe anderer Hormone. Wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät kann dies eine hormonelle Kaskade zur Folge haben, die in einer Vielzahl von Problemen resultiert, was das Erreichen von Resultaten schwer machen kann.

Es kann aufgrund der Welleneffekt Natur von Hormonen außerdem schwer sein, die Wurzel des Problems herauszufinden.

Psychologie: Faktor #2:

Du musst auch den mentalen und sozialen Aspekt der Gewichtszunahme berücksichtigen. Wenn Du ein Ectomorph bist, der sich unwohl dabei fühlt, wenn er 6000 kcal pro Tag essen muss, dann kann Dein Leben hart sein. Du musst die Dinge einigermaßen angenehm halten, wenn Du planst, dieses Spiel langfristig zu spielen.

Gesundheitliche Erwägungen: Faktor #3:

Es mit dem Masseaufbau zu übertreiben und fett zu werden, wird potentiell Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte (Cholesterin und Triglyzeride) erhöhen.

Mache den Masseaufbau zu Deinem Lebensstil und diese Probleme können zu Diabetes, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Nierenproblemen und anderen ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Sie werden außerdem hormonelle Ungleichgewichte hervorrufen, die Deine Zuwächse verlangsamen können.

Dies ist eine Situation, in der Du nur verlieren kannst. Du bist außer Form, Deine Gesundheit leidet und Du behinderst Deine Bodybuildingziele.

Erinnere Dich daran, dass Bodybuilding mehr so etwas wie ein Marathon als ein Sprint ist. Die Jungs mit der größten Langlebigkeit haben die größten Erfolge. Ronnie Coleman hat seinen letzten Mr. Olympia Titel im Alter von 41 Jahren gewonnen. Drei der sieben Gewinner der letzten nationalen Meisterschaften waren über 40 Jahre alt.

Wenn Du Deine Gesundheit ignorierst, indem Du zu fett wirst, dann könnte Dein Körper auf Dauer zu kaputt sein, um den Hypertrophie Marathon zu laufen.

Kraft und Hebelverhältnisse: Faktor #4:

Im Allgemeinen gilt, dass Du um so stärker bist, je massiger Du bist. Ein gesteigertes Körpergewicht hilft nicht nur aus muskularer Sicht, sondern auch aus mechanischer Sicht.

Die Hebelverhältnisse sind bei den meisten Trainierenden optimaler, wenn sie massiger sind und eine massige Körpermitte wird Dir bei Übungen wie Kniebeugen (zur Stabilisierung) und Bankdrücken (durch eine Reduzierung des Bewegungsraumes) helfen.

Eine Übung, die für gewöhnlich unter einer Gewichtszunahme leidet, ist das Kreuzheben. Bei den meisten Trainierenden werden die Hebelverhältnisse bei dieser Übung schlechter, wenn sie zunehmen. Eine schlankere Körpermitte hilft dabei, bei Kreuzheben in Position zu kommen, so dass mehr Kraft aus den Beinen verwendet werden kann und es leichter wird „hinter die Stange“ zu kommen.

Wir wissen also, dass man im Allgemeinen stärker wird, wenn man massiger wird – und stärker zu werden ist ein hervorragender Weg Muskeln aufzubauen – aber ab welchem Punkt werden die Vorteile beginnen nachzulassen?

Ganz offensichtlich werden die zehn Pfund extra, die Du beim Bankdrücken und bei Kniebeugen zusätzlich bewegst nicht viel bedeuten, wenn Du gleichzeitig Dein hormonelles Gleichgewicht durcheinander bringst – insbesondere dann, wenn die Zeit kommt, zu der Du den ganzen Speck wieder wegdiätest und siehst, was sich darunter verbirgt.

Wenn Du kontinuierlich höheren Gewichten auf der Stange und auf der Waage hinterher jagst, ohne den Spiegel und Deine Gesundheit zu berücksichtigen, dann werden Deine Zuwächse sehr kurzlebig sei. Auch hängende Haut ist nicht besonders cool.

Schlankheit das ganze Jahr über

Auch wenn exzessives Körperfett mit Sicherheit optimale Muskelzuwächse beeinträchtigen kann, bin ich auch kein Fürsprecher davon, das ganze Jahr über in Wettkampfform zu bleiben. Wenn  Du Angst davor hast, Deinen Sixpack zu verlieren und etwas zusätzliches Gewicht aufzubauen, dann wirst Du nicht viel weiter kommen.

Ein Mittelweg zwischen den beiden Extremen ist am besten. Baue genug Gewicht auf, um konsistente, realistische Zuwächse an Kraft und Muskelmasse zu erlauben, ohne hierbei Deine Gesundheit zu beeinträchtigen oder Dein endokrines System zu stören.

Aber erinnere Dich hierbei daran, dass es keine „eine für alle“ Strategie gibt, die für jeden optimal ist. Vieles hängt hierbei von Deinem natürlichen Körpertyp ab.

Ein Ratgeber für die großen, massigen Jungs (endomorper Körpertyp):

Versuchen zu schlank zu bleiben, wird Deine Zuwächse sabotieren. Zu versuchen zu viel Gewicht zu schnell aufzubauen, wird auch nach hinten losgehen. Du wirst Fett mit einer erstaunlichen Rate aufbauen.

Endomorph veranlagte Kraftsportler sollten eine Gewichtszunahme von einem halben bis einem Pfund pro Woche anstreben, um sicherzustellen, dass der größte Teil der Zuwächse qualitativ hochwertiger Natur ist. Aufgrund von Schwankungen im Bereich von Glykogen und Wasser wird es sich hierbei nicht immer um lineare Zuwächse handeln, aber versuche den Trend bei einem Pfund oder weniger pro Woche zu halten.

Schwerere Individuen (über 115 Kilo) können eine geringfügig höhere Rate der Gewichtszunahme anstreben, wobei ich hier von einem bis eineinhalb Pfund pro Woche spreche.

Warnung: Wenn Dein Körperfettanteil über 15% liegt, musst Du zunächst diesen unter Kontrolle bekommen, bevor Du darüber nachdenkst Gewicht aufzubauen. Ich empfehle den Körperfettanteil während der Aufbauphase zwischen 10 und 15% zu halten.

Eine gute Methode besteht darin, eine Aufbauphase zu verwenden – durchschnittlich etwa ein Pfund pro Woche – bis Du Deine obere Grenze des Körperfettanteils für Deinen Körpertyp erreicht hast und danach eine Zeit lang (intelligent) zu diäten, bis Du wieder ans untere Ende des Bereichs kommst.

Baue also so lange auf, bis Du einen Körperfettanteil von 15% erreichst, diäte dann auf 10% herunter und wiederhole das Ganze.

Der Ratgeber für dürre Typen (ectomorpher Körpertyp):

Wenn Du ein Ectomorph bist, solltest Du einen etwas aggressiveren Ansatz verwenden. Ein Ectomorph wird typischerweise aufgrund seines schnelleren Stoffwechsels nicht nur mehr Kalorien für ein Muskelwachstum benötigen, sondern auch Fett schneller verbrennen, weshalb es für ihn kein großes Problem darstellen sollte, etwas mehr Speck anzusetzen.

Ectomorph veranlagte Kraftsportler sollten auf schnellere Zuwächse als endomorph Veranlagte abzielen – abhängig von der Situation vielleicht ein bis zwei Pfund pro Woche oder mehr. Die Wahrheit ist, dass ihr schneller Stoffwechsel dies für gewöhnlich sowieso schwer machen wird, solange sie ihre Kalorienzufuhr nicht wirklich deutlich erhöhen.

Wie bei endomorph Veranlagten ist eine Gewichtszunahme von einem halben bis einem Pfund das, was wir in der Regel in der Praxis sehen werden. Es kommt selten vor, dass man endomorph veranlagte Kraftsportler sieht, die einen Körperfettanteil von mehr als 12% erreichen, weshalb ihr Ziel darin bestehen sollte, ihre Masseaufbauphase zu verwenden, bis sie einen Körperfettanteil von 12% erreichen – bei einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von einem Pfund pro Woche – und dann langsam auf 8 bis 10% Körperfett herunter zu diäten.

Wir hassen euch – Kein Ratgeber für mesomorph veranlagte Kraftsportler:

Mesomorph veranlagte Kraftsportler sind diejenigen, die eine Langhantel nur ansehen müssen, um zu wachsen. Und sie bleiben unabhängig von ihrer Ernährung einigermaßen schlank. Wenn Du diesen Artikel liest, dann bist Du wahrscheinlich keiner von diesen Sportlern.

Set Point Betrachtungen

Der menschliche Körper verfügt über zahlreiche interne thermostatähnliche Regelprozesse, die ihm dabei helfen, den Zustand der Homöostase aufrecht zu erhalten. Er versucht einen einigermaßen „normalen“ Zustand der Körperprozesse aufrecht zu erhalten und es kann recht schwierig sein, diesen so genannten Setpoint zu verändern.

Ist Dir jemals aufgefallen, dass Dein Körper nach Beendigung einer Diät versucht wieder das Gewicht zu erreichen, mit dem Du begonnen hast? Es ist das, was Dein Körper gewöhnt ist und er versucht diesen Zustand wieder zu erreichen.

Ein Weg, der dabei helfen könnte, diesen Setpoint zu verschieben besteht darin, das neue Gewicht über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten, um zu versuchen Deinen Körper dazu zu bringen, dieses Gewicht als seinen neuen Setpoint zu übernehmen.

Das Verschieben Deines Setpoints kann Monate dauern. Anstatt also Dein Gewicht auf einen bestimmten Wert zu bringen und dann sofort wieder herunter zu diäten, könnte es deshalb sinnvoll sein, dieses neue Gewicht für sechs Monate oder länger zu halten. Dies wird Dir dabei helfen mehr dieser neuen Muskelmasse aufrecht zu erhalten, wenn Du letztendlich wieder diätest.

Dies bedeutet natürlich nicht fett zu werden und fett zu bleiben! Es bedeutet Muskeln aufzubauen, Deinen Körperfettanteil unter Kontrolle zu halten und dann das neue Gewicht eine Zeit lang zu halten, bevor Du langsam wieder schlanker wirst.

Die Wettkampfform

Für diejenigen, die regelmäßig in einer Körpersportart wie Bodybuilding an Wettkämpfen teilnehmen ist es noch wichtiger, während der Off-Season in Form zu bleiben. Es bedarf zu viel Zeit, um dieses überschüssige Gewicht vor einem Wettkampf wieder zu verlieren und Du riskierst im Verlauf dieses Prozesses zu viel Muskelmasse zu verlieren.

Und zu oft sehe ich Jungs, die bis zu 25 Kilo über ihr Wettkampfgewicht gehen, weil sie denken, dass sie massive Fortschritte machen (klar sehen sie in einem Sweatshirt massiv aus). Dann diäten sie herunter und treten im nächsten Jahr mit demselben Gewicht wie zuvor an.

Der Schwachsinn hört auf, wenn sie das Sweatshirt ausziehen. Wenn Du auf regelmäßiger Basis an Wettkämpfen teilnimmst – mindestens einmal pro Jahr – dann ist es ein Muss, Dein Körperfett zu kontrollieren, wenn Du vorhast Dich von Jahr zu Jahr zu verbessern und die Wettkampfleiter nach oben zu klettern.

Abschätzung der Fortschritte

Verwende Spiegel, um Deine Fortschritte zu bewerten. Sicher, der Körperfettanteil ist wichtig. Aber um ehrlich zu sein, kann es teuer und unbequem sein, Deinen Körperfettanteil regelmäßig exakt messen zu lassen. Anstatt mich an spezifischen Zahlen zu orientieren, verwende ich deshalb lieber den Spiegel und mache Fotos, um meine Fortschritte zu bewerten.

Dein unterer Rücken und Deine Körpermitte lügen für gewöhnlich nicht. Sie werden Dir sagen, ob Du zu viel Fett aufbaust. Sobald Deine Speckröllchen den Punkt erreichen, an den sie seitlich über den Gürtel hängen, bist Du zu weit gegangen.

Etwas extra Schwabbel ist okay und vieles, was sich im Lauf des Tages ansammelt, ist Wasser, aber Du solltest niemals den Punkt erreichen, an dem Du eine Speckfalte von mehr als 2,5 Zentimetern Dicke messen kannst.

Und was Deine Körpermitte angeht solltest Du immer dazu in der Lage sein, zumindest grobe Konturen Deiner Bauchmuskeln (keine großen Details, nur die allgemeinen Konturen) zu sehen und immer einen sichtbaren Serratus haben.

Stresskontrolle und Schlaf

Es ist leichter gesagt als getan, aber eine Reduzierung des Stresses in Deinem Leben kann Dir bei Deinen Muskelaufbaubestrebungen enorm weiterhelfen. Viel Stress erhöht die Spiegel des Hormons Kortisol, welches Deine Muskelzuwächse begrenzt und einen Fettaufbau fördert. Versuche reichlich Schlaf zu bekommen und Dich nicht zu sehr über unwichtige Dinge aufzuregen.

Fazit

Es gibt keine magische Zahl, was den optimalen Körperfettanteil für den Muskelaufbau angeht. Durch die Verwendung der Richtlinien aus diesem Artikel kannst Du Deine persönliche beste Methode für eine optimale Hypertrophie, während der Du gesund und fit bleibst, entwickeln.

Von Shelby Starnes 

Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/perfect-body-fat-percentage

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Ist Koffein gut oder schlecht?
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Der komplette Ratgeber zum Thema Koffein:

  • Was ist Koffein?
  • Wie wirkt es?
  • Wie beeinflusst es das ZNS?
  • Was sind die Risiken und was die Vorzüge?
  • Wie sehen optimale Dosierung und Timing aus?

In unserer von Starbucks geprägten Welt ist es keine Überraschung, dass Koffein das am häufigsten verwendete (oder missbrauchte) frei verkäufliche Stimulans ist. Geh in irgendeine Tankstelle und Du wirst wahrscheinlich ein ganzes Regal finden, das ausschließlich für Energy Drinks reserviert ist: Rockstar, Red Bull, Jolt, usw. Ach ja, mach Dir keine Sorgen, wenn Du dieses Regal übersehen hast, denn an der Kasse wird Dich eine ganze Reihe von Energy Shots erwarten (Ersetze den Begriff Energy mit Koffein und Du hast das, was auf der Liste der am häufigsten verwendeten Stimulanzien ganz oben steht.).

Die meisten Menschen sind sich ihres Koffeinkonsums nicht einmal bewusst – sie befolgen einfach die gesellschaftlichen Normen einer morgendlichen Tasse Kaffee und geben der Versuchung nach, das Nachmittagstief im Büro zu bekämpfen...Doch dann geschieht es. Du wachst auf, trinkst einen dreifachen Espresso und fühlst nicht diesen gewohnten Schub, nach dem Du Dich sehnst. Dein Herz beginnt zu klopfen, Du fühlst Dich lethargisch, unmotiviert, reizbar und fragst Dich warum... Nun, im generischen Sinn unterscheidest Du Dich nicht von einem Heroin Junkie, der Entzugserscheinungen durchmacht. Du bist abhängig geworden. Für die meisten Menschen stellt dies kein großes Problem dar, weil sie den ganzen Tag lang nur am Schreibtisch sitzen und sich wahrscheinlich mehr Gedanken darüber machen, wer im Büro Geburtstag haben könnte, so dass sie eine Ausrede dafür haben, Kuchen zu essen. Für Kraftsportler und Fitnessenthusiasten kann dies jedoch ein Desaster für die Leistungsfähigkeit bedeuten.

Versteh mich nicht falsch, ich habe nicht vor Koffeinkonsum zu verteufeln, sondern möchte Dir vielmehr einen Eindruck davon geben, wie dieses weit verbreitete Stimulans bei korrekter Verwendung Deine sportlichen Leistungen auf eine völlig neue Stufe heben kann.

Koffein: Was es ist und wie es wirkt

Eine kurze Zusammenfassung:

Koffein (manchmal auch als 1,3,7-Trimethylxanthin bezeichnet) ist eine organische, alkalische Substanz und ein Derivat von Xanthin. Es findet sich primär in Teeblättern, Kaffeebohnen, Guarana, unterschiedlichen Früchten und anderen Quellen wieder. Seine Homolog -- Theobromin (alias 3,7-Dimethylxanthin) und Theophyllin (alias 1,3-Dimethylxanthin) – finden sich primär in Kolanüssen und der Kakaopflanze wieder. Während Koffein in der Leber zu seinen Homologen verstoffwechselt wird (wenn auch nicht in substantiellen Mengen), welche beim Menschen geringfügig andere Wirkungen entfalten, werden wir uns primär auf die physiologischen Wirkungen konzentrieren, die Koffein bezüglich der sportlichen Leistungsfähigkeit entfaltet.

Methylxanthine dienen als Stimulanzien des zentralen Nervensystems und des myokardialen Systems und werden aufgrund ihrer die Bronchien weitenden Eigenschaften häufig therapeutisch verwendet, um Erkrankungen wie COPD und Asthma zu behandeln. Sie agieren als Acetylcholinesterase und Phosphodiesterase (PDE) Hemmer, wobei aus Sicht der Leistungsfähigkeit letzteres von beiden für uns am interessantesten ist. PDE Enzyme dienen dazu Phosphodiester-Bindungen wie die in zyklischem Adenosin Monophosphat (cAMP) und zyklischem Guanosin Monophosphat (cGMP) aufzubrechen. Somit verhindert (verzögert) eine Hemmung der PDE Enzyme den Abbau von cAMP und cGMP. Dies ist ein wichtiger Mechanismus, da cAMP und cGMP beide als sekundäre Botenstoffe in Signaltransduktionskanälen dienen. Kurz gesagt übertragen cAMP und cGMP Signale von unterschiedlichen Hormonen und anderen Substraten von Zellmembranrezeptoren an intrazellulare Zielmoleküle. Wenn diese Signale durch cAMP und cGMP verstärkt werden, laufen Stoffwechselprozesse, die wir weiter unten betrachten werden, schneller ab.

Eine kurze Einführung – Was geschieht, wenn Dein zentrales Nervensystem (ZNS) stimuliert wird Das ZNS besteht beim Menschen aus dem Gehirn und dem Rückenmark und stellt den Pfadweg für das Senden und Empfangen von Signalen zwischen allen Teilen des Körpers dar. Wenn die Neuronen des ZNS stimuliert werden und cAMP/cGMP aktiviert werden, dann werden unterschiedliche Körperfunktionen in eine Art Turbomodus geschaltet. Die primären akuten Auswirkungen hiervon sind:

  • Eine gesteigerte Herzfrequenz
  • Eine Verengung der Adern
  • Eine Psychostimulation
  • Eine Anregung des Stoffwechsels
  • Eine gesteigerte Harnausscheidung

Einige dieser Wirkungen sind in der Tat vorteilhaft für sportliche und körperliche Ziele. Viele Studien haben die Vorzüge von Koffein bezüglich des Cardiotrainings und eines Widerstandstrainings und wie Koffein die aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit steigern kann, untersucht. Es scheint hierbei mehrere Mechanismen zu geben, über die Koffein als leistungssteigernde Verbindung wirken kann. Hierzu gehören unter anderem:

  • Ein gesteigerter exogener Kohlenhydratstoffwechsel
  • Eine gesteigerte Fettsäureoxidation
  • Erhöhte Epinephrin (Adrenalin) Spiegel
  • Eine Weitung der Bronchien
  • Reduzierte interstitielle Muskelkaliumspiegel

All dies wären wünschenswerte Vorzüge für jeden, der seine sportliche Leistungsfähigkeit und seinen Fettabbau steigern wollte. Einfach ausgedrückt erlaubt ein gesteigerter Kohlenhydratstoffwechsel eine effizientere Verwendung von Kohlenhydraten zur Energieversorgung. Eine gesteigerte Fettsäureoxidation bedeutet, dass mehr von Deinen Rettungsringen für Dein Training verwendet wird, erhöhte Epinephrinspiegel geben Dir dieses „Wolke 7“ Gefühl und können einen psychologischen Schub darstellen, eine Weitung der Bronchien ermöglicht eine gesteigerte Sauerstoffaufnahme und die reduzierten interstitiellen Muskelkaliumspiegel könnten den Eintritt der Erschöpfung während intensiver körperlicher Anstrengungen hinauszögern.

Die Vorzüge und Risiken von Koffein vor dem Training

Koffein stellt in der Tat eine nützliche Zugabe zu Deinem Pre-Workout Arsenal dar, aber letztendlich hängt dies von Deinen Zielen und den Umständen ab. Freizeitbodybuilder und Wettkampfbodybuilder können durch eine korrekte Verwendung von Koffein viele Vorzüge erzielen. Vor dem Cardiotraining eingenommen, wird es die Fettoxidation, die Verwendung von Kohlenhydraten und Deinen mentalen Fokus verbessern und Dir dabei helfen, mit höherer Intensität zu trainieren. All dies ist auch für die anaerobe Leistungsfähigkeit wünschenswert, weshalb Koffein auch vor einem Training mit Gewichten seine Berechtigung hat. Bestimmte sportspezifische Fähigkeiten bedürfen jedoch einer präzisen motorischen Koordination und Technik, weshalb Koffein die sportlichen Leistungen während eines Wettkampfes beeinträchtigem könnte. Aus diesem Grund solltest Du bei einer Verwendung von Koffein vor Sportereignissen vorsichtig sein, wenn Koffein bei Dir innere Unruhe hervorruft.

Wenn dies einige der positiven und ausgeprägten Wirkungen von Koffein auf die sportliche Leistungsfähigkeit sind, wirst Du Dich vielleicht fragen, ob Koffein eine Art Wundermittel ist. Koffein kann jedoch auch zahlreiche Nebenwirkungen besitzen, die typischerweise dosisabhängig sind (d.h. diese Nebenwirkungen fallen umso stärker aus, je mehr Koffein konsumiert wird). Solche Nebenwirkungen umfassen:

  • Dehydration und Krämpfe
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Schwindel und Benommenheit
  • Verdauungsbeschwerden
  • Häufiger Harndrang
  • Herzklopfen
  • Erhöhten Blutdruck
  • Mentale Probleme wie Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Nervosität, Depressionen, usw.
  • Reduzierte feinmotorische Fähigkeiten
  • Erhöhte Plasma Kortisolspiegel (auch wenn diese Wirkung bei gesunden Individuen reduziert wird)

Nachdem Du diese möglichen Nebenwirkungen gesehen hast, könntest Du daran denken, eine Anti-Koffein Kampagne zu starten. Doch bevor Du diesen Wirkstoff als etwas abschreibst, das mehr Schaden anrichtet, als es nutzt, solltest Du Dich an das alte Sprichwort erinnern: der Unterschied zwischen Medizin und Gift ist die Dosis. Wie bei den meisten Dingen im Leben ist auch hier maßvoll der Schlüssel. Die gute Nachricht ist, dass die meisten dieser Nebenwirkungen vermeidbar sind, wenn Du Koffein richtig einsetzt.

Die richtige Verwendung von Koffein im Rahmen Deines Trainingsprogramms

Koffein ist etwas komplizierter als andere Supplements, wenn es um eine Optimierung der Vorzüge bei gleichzeitiger Minimierung der Nebenwirkungen geht. Die meisten Studien kamen zu dem Ergebnis, dass es keine signifikante dosisabhängige Verbindung gibt, wenn es um Koffein und die Leistungsfähigkeit geht. Die Erhöhung der Koffeindosierung über einen bestimmten Punkt hinaus liefert keine zusätzlichen Leistungsvorzüge und kann stattdessen zu mehr Nebenwirkungen führen. Der Schlüssel zur richtigen Verwendung von Koffein besteht darin, den Punkt der optimalen Dosierung zu finden und Koffein zyklisch zu verwenden, um des ZNS zu resensibilisieren.

Dosierung und Timing

Die allgemeine Dosierungsempfehlung zur Steigerung der Leistungsfähigkeit durch Koffein liegt bei 1 bis 3 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem 80 Kilo schweren Sportler entspricht dies einem Dosierungsbereich von 80 bis 240 mg. Innerhalb dieses Bereichs muss jeder Sportler durch Trial und Error - abhängig von seinen Zielen und seiner Empfindlichkeit gegenüber Koffein - seine persönliche optimale Dosierung herausfinden. Koffein ist ein relativ schnell wirkender Wirkstoff mit einer kurzen Halbwertszeit von 4 bis 6 Stunden (unter der Annahme, dass Deine Leber korrekt arbeitet) weshalb im Allgemeinen empfohlen wird, Koffein 30 bis 60 Minuten vor Training oder Wettkampf einzunehmen. Wenn Du Koffein auf nüchternen Magen einnimmst, kann es sogar ausreichen Koffein 10 bis 15 Minuten vor dem Training einzunehmen, da Nahrung die Absorptionsrate geringfügig reduzieren wird. Wenn Du jemand bist, der es bevorzugt eine vernünftige Pre-Workout Mahlzeit zu sich zu nehmen, würde ich darauf abzielen, Koffein ein bis zwei Stunden nach dieser Mahlzeit einzunehmen. Der Hauptgrund hierfür besteht darin, dass diese Vorgehensweise dabei helfen sollte mögliche Verdauungsbeschwerden durch die Kombination des Koffeins mit Deiner Pre-Workout Mahlzeit zu minimieren.

Wenn Du morgens vor Deiner ersten Mahlzeit trainierst, kannst Du Koffein auch mit etwas Wheyprotein/Casein und/oder verzweigtkettigen Aminosäuren kombinieren und diese Mischung auf dem Weg ins Fitnessstudio konsumieren (wenn Du Kohlenhydrate brauchst, kannst Du zusätzlich etwas Gatorade oder ein paar einfache Kohlenhydrate zum Mix hinzufügen). Auch hier werden Timing und Dosierung etwas Feintuning bedürfen bis Du weißt, wie Du auf Koffein reagierst.

Die beste Koffeinquelle

Da es sich bei Koffein um eine isolierte Chemikalie handelt, wird es keinen großen Unterschied machen, ob Du Koffein in seiner natürlichen Form (d.h. Kaffee, Tee, Schokolade, usw.) oder in Form vom synthetischen Quellen (Tabletten, Pulver, Energy Drinks, Supplements, koffeinhaltige Erfrischungsgetränke, usw.) zu Dir nimmst. Ich persönlich nehme mein Koffein gerne in Form von Pre-Workout Supplements zu mir, die Koffein in Form von wasserfreiem Koffein auf dem Etikett aufführen.

Wenn es darum geht, die Dosierung zu kontrollieren, neige ich dazu, Koffein in Supplementform natürlichen Koffeinquellen vorzuziehen, da der Koffeingehalt von Kaffeebohne zu Kaffeebohne und von Teeblatt zu Teeblatt variieren kann. Wenn Du hingegen einer dieser alles-nur-bio Freaks bist (nicht böse gemeint), dann genieße Deinen Kaffee.

Wie man mit einer Desensibilisierung umgeht

Die gefürchteteste Eigenschaft von Koffein ist, dass es abhängig macht und dass die Dosierung, die notwendig ist, um Leistungsvorzüge zu erzielen, schrittweise zunimmt, wenn Du Dich an Koffein gewöhnst. Dies ist der Grund dafür, dass die meisten Kaffeetrinker einen dreifachen Espresso hinunterkippen können ohne etwas zu fühlen – oder sie bekommen einen kurzlebigen Energieschub, auf den 20 Minuten später ein Einbruch folgt.

Wenn Du einen solchen Punkt erreicht hast, dann würde ich Dir dringend empfehlen, Deinen Kaffeekonsum schrittweise oder cold Turkey (wenn Du für ein paar Tage mit den Entzugserscheinungen leben kannst) zu reduzieren. Die Zeitspanne, die notwendig ist, um eine Desensibilisierung zu erreichen, ist umstritten, da die Anzahl der Variablen, die mit ins Spiel kommen, zu groß ist. Eine allgemeine Empfehlung besteht darin, dass Du Dir für alle 8 bis 12 Wochen, die Du Koffein verwendet hast, 1 bis 2 Wochen Auszeit von Koffein (und anderen rezeptfreien Stimulanzien) nehmen solltest.

Dies wird ein weiterer Fall von Trial and Error sein. Wenn Du jedoch herausfindest, dass Du gut mit Koffein zurecht kommst und auch nach 4 bis 5 Monaten in Folge noch positive Wirkungen erzielst, dann höre auf Deinen Körper und verwende weiterhin Koffein. Wenn Du Dich hingegen nach 3 Wochen einer Supplementation mit Koffein (oder ohne Deine tägliche Dosis) schrecklich fühlst, dann ist es an der Zeit, Deinen Ansatz zu überdenken und Deinen Koffeinkonsum für einige Zeit zu unterbrechen.

Die Zeit, die es dauert, bis Dein Körper wieder empfindlich auf Koffein reagiert, wird dadurch beeinflusst, wie oft Du Koffein verwendet hast und wie viel Du verwendet hast. Wenn Du es nur zwei bis dreimal wöchentlich in moderater Dosierung verwendest, dann kannst Du es wahrscheinlich unendlich lange – oder so lange, bis Du Dich etwas schlaff ohne es fühlst (d.h. Du brauchst Koffein, um zu funktionieren) – verwenden. Wenn Du der Typ von Mensch bist, der gerne bis an die Grenzen geht, da kann es sein, dass Du innerhalb von wenigen Wochen unempfindlich gegenüber den Wirkungen von Koffein wirst. Im Allgemeinen wirst Du es wahrscheinlich merken, wenn es an der Zeit ist, Dir eine Auszeit zu gönnen, da Du viele der bereits erwähnten Nebenwirkungen verspüren wirst: Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Lethargie, reduzierte Motivation, usw.

An diesem Punkt angekommen ist es an der Zeit Deinem ZNS und Deiner Nebennierenrinde eine Pause zu gönnen (ziehe auch in Betracht, Deine Trainingsintensität zu reduzieren, so dass diese mit Deinen Koffeinzyklen in Einklang ist).

Ist Koffein etwas für Dich?

Wie bei jedem anderen Supplement auch muss jeder für sich selbst durch Recherche oder anekdotenhafte Erfahrungen herausfinden, ob die Vorzüge ihm dabei helfen werden, seine Ziele zu erreichen oder nicht. Wenn Du von Natur aus der energiegeladene Typ bist, der nicht das Gefühl hat, dass er mehr Anregung durch exogene Quellen braucht, dann bin ich der Ansicht, dass Du kein Koffein benötigst. Ich denke jedoch auch, dass die meisten sportlichen Anstrengungen durch eine Koffein Supplementation unterstützt werden können. Letztendlich muss der Anwender wissen, ob er die Art und Weise, auf die ihn Koffein beeinflusst, mag oder nicht.

Einige Menschen vertragen Koffein nicht besonders gut, weshalb es sich verheerend auf ihre Leistungen auswirken würde und es unsinnig wäre, diesen Menschen eine Verwendung von Koffein zu empfehlen. Jugendliche und Menschen, die unter einer Krankheit leiden, sollten vor der Verwendung von Stimulanzien wie Koffein ihren Arzt konsultieren. Und ja, Koffein kann in ausreichend hohen Mengen (> 5 Gramm) tödlich wirken, weshalb es wie jedes andere Medikament behandelt und nicht missbraucht werden sollte.

Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/caffeine-good-bad-risks-benefits

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