Gesundheit

Der menschliche Körper enthält etwa 60% Wasser, welches bei allen Aspekten des Lebens eine Schlüsselrolle spielt (1). Überschüssige Wassereinlagerungen – auch als Ödeme bekannt – sind jedoch eine weit verbreitete Nebenwirkung chronischer Entzündungen (2). Wassereinlagerungen können jedoch auch die Folge von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, einer schlechten Ernährung, Toxinen und Krankheiten wie eine Niereninsuffizienz sein. Frauen können außerdem während der Lutealphase ihres Menstrualzyklus und während der Schwangerschaft unter verstärkten Wassereinlagerungen leiden.
Für die meisten Menschen stellen überschüssige Wassereinlagerungen kein ernsthaftes Gesundheitsproblem dar. Diese Wassereinlagerungen können jedoch trotzdem sowohl optisches Erscheinungsbild, als auch die Lebensqualität beeinträchtigen.
Hier sind 13 Wege, Wassereinlagerungen auf schnelle und sicherer Art und Weise zu reduzieren:
1. Trainiere auf regelmäßiger Basis
Sportliches Training könnte einer der besten Wege sein, kurzfristig Wassereinlagerungen zu reduzieren. Jede Form von Sport regt das Schwitzen an, was bedeutet, dass Du Wasser verlieren wirst. Der durchschnittliche Flüssigkeitsverlust während einer Stunde Training liegt zwischen 0,5 und 2 Liter und ist abhängig von Faktoren wie Außentemperatur, Kleidung und natürlich auch der Intensität des Trainings (3, 4, 5).
Während des Trainings verlagert Dein Körper außerdem eine Menge Wasser in Deine Muskeln. Dies kann dabei helfen, Wassereinlagerungen außerhalb der Zelle zu verringern und dieses „weiche“ Aussehen zu reduzieren, von dem Menschen berichten, die unter exzessiven Wassereinlagerungen leiden (6). Du musst allerdings weiterhin reichlich Wasser während Deines Trainings trinken, um einer Dehydration entgegen zu wirken.
Eine weitere gute Option das Schwitzen und die Wasserausscheidungen zu steigern, besteht in einem Besuch in der Sauna, den Du nach Deiner Trainingseinheit im Fitnessstudio anhängen könntest. Fazit: Regelmäßiges Training kann Dir dabei helfen, ein natürliches Gleichgewicht der Körperflüssigkeiten aufrecht zu erhalten und übermäßiges gespeichertes Wasser auszuschwitzen.
2. Schlafe mehr
Wissenschaftliche Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass Schlaf genauso wichtig wie Training und Ernährung ist (7, 8, 9). Schlaf kann außerdem die sympathischen Nerven in den Nieren beeinflussen, welche das Natrium- und Wassergleichgewicht regulieren (10).
Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass Dein Körper wenn Du schläfst wie ein Abwassersystem funktioniert und Toxine aus dem Gehirn spült (11). Adäquater Schlaf könnte außerdem dabei helfen, die Hydrationsspiegel zu kontrollieren und Wassereinlagerungen zu minimieren.
Ziele darauf ab, eine gesunde Menge an Schlaf pro Nacht zu bekommen, was bei den meisten etwa 7 bis 9 Stunden entsprechen dürfte.
Fazit: Ein guter nächtlicher Schlaf könnte Deinem Körper dabei helfen, sein Natrium- und Wassergleichgewicht besser zu regulieren und so langfristig Wassereinlagerungen reduzieren.
3. Weniger Stress
Langfristiger Stress kann die Spiegel des Stresshormons Kortisol erhöhen, welcher einen direkten Einfluss auf Wassereinlagerungen und Wassergewicht besitzt (12). Dies hängt damit zusammen, dass Stress und Kortisol die Spiegel eines Hormons erhöhen, das als antidiuretisches Hormon (kurz ADH) bekannt ist und das Flüssigkeitsgleichgewicht des Körpers kontrolliert (13). ADH wirkt, indem es den Nieren signalisiert, wie viel Wasser sie zurück in den Körper pumpen sollen (12).
Wenn Du Deine Stresslevel kontrollierst, dann wirst Du normale ADH- und Kortisolspiegel aufrecht erhalten, was für das Flüssigkeitsgleichgewicht, die langfristige Gesundheit und ein reduziertes Risiko für Krankheiten wichtig ist (5, 13).
Fazit: Stress erhöht die Spiegel von Kortisol und ADH, was einen direkten Einfluss auf das Flüssigkeitsgleichgewicht Deines Körpers besitzt.
4. Nimm Elektrolyte zu Dir
Elektrolyte sind Mineralstoffe mit einer elektrischen Ladung wie Magnesium und Kalium. Diesel Mineralstoffe spielen in Deinem Körper viele wichtige Rollen, zu denen auch die Regulierung des Wasserhaushaltes gehört (14).
Wenn die Elektrolytspiegel in Deinem Körper zu niedrig oder zu hoch ausfallen, dann kann dies zu Verschiebungen des Flüssigkeitsgleichgewichts führen. Dies kann gesteigerte Wassereinlagerungen zur Folge haben (14).
Du solltest Deine Elektrolytzufuhr an Deine Flüssigkeitszufuhr anpassen. Wenn Du große Mengen an Wasser trinkst, dann wirst Du mehr Elektrolyte benötigen (15).
Wenn Du täglich trainierst oder in einem feuchten oder heißen Klima lebst, dann wirst Du zusätzliche Elektrolyte benötigen, um das wieder auszugleichen, was Du über den Schweiß verlierst (16). Große Mengen an Elektrolyten in Form von Supplements oder salzigen Nahrungsmitteln können in Kombination mit einer niedrigen Flüssigkeitszufuhr genau die entgegengesetzte Wirkung besitzen und Wassereinlagerungen verstärken.
Fazit: Elektrolyte kontrollieren das Flüssigkeitsgleichgewicht und die Zellhydration. Elektrolyt Supplements können von Vorteil sein, wenn Du viel Wasser trinkst, viel Sport treibst, in einem heißen Klima lebst oder keine salzigen Nahrungsmittel isst.
5. Kontrolliere Deinen Salzkonsum
Natrium, welches Du durch Deinen täglichen Salzkonsum zu Dir nimmst, ist eines der im menschlichen Körper am häufigsten vorkommenden Elektrolyte. Es spielt bei der Hydration des Körpers eine wichtige Rolle. Wenn Deine Natriumspiegel zu niedrig oder zu hoch ausfallen, wird dies zu Ungleichgewichten im Körper und Wassereinlagerungen führen.
Ein hoher Salzkonsum – für gewöhnlich aufgrund einer Ernährung, die reich an verarbeiteten Nahrungsmitteln ist – kann Wassereinlagerungen fördern. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine solche Ernährung mit einer niedrigen Flüssigkeitszufuhr und wenig Sport kombiniert wird (17, 18, 19, 20).
Dies scheint jedoch von der individuellen augenblicklichen Natriumzufuhr und den Blutspiegeln abzuhängen. Eine Studie, die dies untersucht hat, kam zu dem Ergebnis, dass Du wahrscheinlich nur dann überschüssiges Wasser speichern wirst, wenn Du Deine Natriumzufuhr drastisch erhöhst oder Deine gewohnheitsmäßige Natriumzufuhr veränderst (21).
Fazit: Salz oder Natrium spielen beim Flüssigkeitsgleichgewicht eine Schlüsselrolle. Versuche extreme Veränderungen wie eine exzessive Salzzufuhr oder das Eliminieren von Salz aus der Ernährung zu vermeiden.
6. Verwende ein Magnesium Supplement
Magnesium ist ein weiteres Schlüsselelektrolyt, das sich in letzter Zeit zu einem sehr beliebten Supplement für Gesundheit und sportliche Leistungsfähigkeit entwickelt hat. Es gibt sehr ausführliche und umfassende Untersuchungen, die zeigen, dass Magnesium im menschlichen Körper über 600 unterschiedliche Rollen spielt (22).
Es gibt eine Menge Hinweise darauf, dass Magnesium Wassereinlagerungen und prämenstruale Symptome (PMS) reduzieren kann (23, 24). Diese Veränderungen kommen zustande, weil Magnesium eine integrative Rolle mit anderen Elektrolyten wie Natrium und Kalium spielt. Zusammen helfen diese Mineralstoffe dabei, das Flüssigkeitsgleichgewicht des Körpers zu kontrollieren.
Fazit: Die Magnesiumzufuhr sollte optimiert werden, da Magnesium bei der Hydration und dem Wassergehalt des Körpers eine Schlüsselrolle spielt.
7. Verwende ein Brennnessel Supplement
Die Brennnessel, lateinischer Name Taraxacum officinale, wird im Bereich der alternativen Medizin zur Behandlung von Wassereinlagerungen verwendet (25). In den letzten Jahren sind Brennnesselprodukte auch bei Bodybuildern und Sportlern, die aus ästhetischen Gründen oder um eine bestimmte Gewichtsklasse erreichen zu können, Wasser verlieren möchten, zunehmend beliebter geworden.
Brennnessel Supplements können dabei helfen Wasser auszuscheiden, indem sie den Nieren das Signal geben, mehr Urin und Salz oder Natrium auszuscheiden. Im Rahmen von Humanstudien konnte eine Brennnessel Supplementation die Frequenz des Urinierens während einer 5 Stunden Phase erhöhen (26). Doch auch wenn Brennnesselprodukte sich bereits einer hohen Beliebtheit erfreuen, bedarf es definitiv weiterer Untersuchungen.
Fazit: Die Brennnessel ist eine beliebte Heilpflanze, die häufig von Bodybuildern und Sportlern verwendet wird, die Wassergewicht verlieren müssen.
8. Trinke mehr Wasser
Interessanterweise kann eine gute Hydration Wassereinlagerungen reduzieren (27). Dein Körper versucht kontinuierlich ein gesundes Gleichgewicht herzustellen, was zur Folge hat, dass Dein Körper, wenn Du konstant dehydriert bist, dazu neigt, mehr Wasser einzulagern, um zu verhindern, dass die Wasserspiegel zu stark absinken.
Eine optimale Wasserzufuhr zu erreichen kann auch für die Gesundheit von Leber und Nieren wichtig sein, was auf lange Sicht Wassereinlagerungen reduzieren könnte (28, 29). Doch die Vorzüge davon, mehr Wasser zu trinken, hören hier noch nicht auf. Andere Studien zeigen, dass eine ausreichende Wasserzufuhr auch für Gesundheit, Fettabbau, Gehirnfunktion und mehr wichtig ist (30, 31, 32, 33, 34). Wie immer ist auch hier das richtige Gleichgewicht entscheidend. Wenn Du exzessive Mengen an Flüssigkeit zu Dir nimmst, kann auch dies Wassereinlagerungen erhöhen.
Trinke ganz einfach dann, wenn Du durstig bist und höre auf zu trinken, wenn Du Dich gut hydriert fühlst. Du solltest außerdem bei hohen Temperaturen oder während des Trainings mehr trinken. Du kannst außerdem die Farbe Deines Urins kontrollieren, um Deine Hydration abzuschätzen. Dein Urin sollte leicht gelblich oder recht klar sein, was ein guter Indikator dafür ist, dass Du gut hydriert bist. Fazit: Sowohl eine Dehydration, als auch eine übermäßige Hydration können zu Wassereinlagerungen führen. Stelle deshalb sicher, dass Du ausgewogene Mengen an Flüssigkeit zu Dir nimmst.
9. Konzentriere Dich auf diese Nahrungsmittel
Es gibt einige Nahrungsmittel, die Du in Deine Ernährung aufnehmen kannst, um Wassereinlagerungen zu bekämpfen. Häufig werden kaliumreiche Nahrungsmittel empfohlen, da Kalium dabei helfen kann, die Natriumspiegel auszubalancieren und die Urinproduktion zu erhöhen, was beides dabei helfen kann, überschüssiges Wasser auszuscheiden (35).
Dunkelgrünes blättriges Gemüse, Bohnen, Bananen, Avocados, Tomaten und Joghurt oder andere Milchprodukte sind alle gesund und reich an Kalium. Auch Magnesium Supplements und magnesiumreiche Nahrungsmittel werden empfohlen. Diese umfassen dunkle Schokolade, Nüsse und Vollkorngetreide.
Die folgenden Nahrungsmittel und Kräuter werden im Bereich der alternativen Medizin häufig zur Reduzierung von Wassereinlagerungen empfohlen und ihre Wirkung wird auch durch einige klinische Untersuchungen unterstützt:
- Maisgrannen (36).
- Schachtelhalm (37).
- Petersilie (38).
- Hibiskus (39).
- Knoblauch (40, 41).
- Fenchel (42).
- Nessel (43).
Zusätzlich dazu, diese Nahrungsmittel auszuprobieren, solltest Du außerdem den Verzehr von Nahrungsmitteln, die ein aufgeblähtes Gefühl oder andere Unverträglichkeitserscheinungen hervorrufen, begrenzen oder temporär ganz auf diese Nahrungsmittel verzichten. Dies umfasst stark verarbeitete Nahrungsmittel, Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffen und manchmal auch Bohnen und Milchprodukte. Du kannst außerdem versuchen bei low-FOODMAP Nahrungsmitteln zu bleiben, und schauen, ob dies hilft.
Fazit: Bestimmte Nahrungsmittel und Kräuter können als Diuretika agieren und Wassereinlagerungen reduzieren. Kombiniere diese mit leicht verdaulichen Nahrungsmitteln, die nicht aufblähen und keine Unverträglichkeiten hervorrufen.
10. Reduziere Deine Kohlenhydratzufuhr
Eine Reduzierung der Kohlenhydratzufuhr ist eine weit verbreitete Strategie, um schnell überschüssiges Wasser loszuwerden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber in Form von Glykogen gespeichert, aber Glykogen speichert auch Wasser. Für jedes Gramm Glykogen, das Du speicherst, speicherst Du 3 bis 4 Gramm Wasser. Dies erklärt, warum Menschen einen sofortigen Verlust an Wassergewicht erleben, wenn sie zu einer kohlenhydratarmen Ernährung übergehen, da hierdurch die Glykogenspeicher reduziert werden.
Kohlenhydrate führen außerdem zu einer Erhöhung der Spiegel des Hormons Insulin, welches eine Erhöhung der Natriumeinbehaltung und eine Wideraufnahme von Wasser in den Nieren bewirken kann (44, 45). Kohlenhydratarme Diäten führen zu einem Abfall der Insulinspiegel, was zu einer Ausscheidung von Natrium und Wasser aus den Nieren führt.
Im Gegensatz hierzu kann eine kohlenhydratreiche Mahlzeit im Rahmen einer kohlenhydratarmen Diät zusätzliches Wasser in Deine Muskeln ziehen und das Wassergewicht erhöhen. Dies kann auch einen visuellen Unterschied bewirken, da Wasser in die Muskeln gezogen und gleichzeitig übermäßige Wassereinlagerungen unter der Haut reduziert werden (46).
Versuche Deine Kohlenhydratzufuhr zu verändern und finde heraus, was für Dich am besten funktioniert.
Fazit: Eine kohlenhydratarme Ernährung kann aufgrund reduzierter Glykogenspeicher und niedriger Insulinspiegel zu einer rapiden Reduzierung des Wassergewichts führen.
11. Probiere Koffein Supplements aus oder trinke Tee und Kaffee
Tee und Kaffee sind gut bekante Diuretika, die primär aufgrund ihres hohen Koffeingehalts effektiv sind. Von Koffein konnte gezeigt werden, dass es die kurzfristige Urinausscheidung erhöht und das Wassergewicht leicht reduziert (47, 48).
Im Rahmen einer Studie wurde Probanden ein Glas Wasser mit oder ohne Koffein in Dosierungen von 4,5 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht verabreicht. Bei den Probanden, die Wasser mit Koffein zu sich nahmen, stieg das Urinvolumen signifikant an (49).
Und auch wenn Koffein eine milde diuretische Wirkung besitzt, führt es auch bei gewohnheitsmäßigen Kaffeetrinkern nicht zu einer Dehydration.
Fazit: Moderate Mengen an Koffein aus Kaffee, Tee oder Koffein Supplements könnte Dir dabei helfen, überschüssiges Wasser zu verlieren.
12. Verändere Deine Gewohnheiten
Eine der besten Veränderungen, die Du vornehmen kannst, besteht darin, Deinen Konsum von verarbeiteten Nahrungsmitteln und exzessiven Mengen an Salz zu reduzieren. Du solltest außerdem vermeiden, den ganzen Tag über oder für lange Zeiträume zu sitzen, da dies die Blutzirkulation reduzieren kann. Körperliche Aktivitäten können dabei helfen, die Durchblutung zu verbessern und Dir dabei helfen, überschüssiges Wasser auszuschwitzen (50).
Auch bestimmte Medikamente können Wassereinlagerungen hervorrufen, weshalb Du Deinen Arzt konsultieren solltest, wenn Du täglich Medikamente einnimmst und unter exzessiven Wassereinlagerungen leidest (50).
Es ist außerdem ratsam auf die Nahrung zu achten, die Du isst und sicherzustellen, dass diese keine Verdauungsprobleme oder Entzündungen hervorruft (50).
Zu guter Letzt kann auch ein zu hoher oder niedriger Konsum von Wasser, Alkohol, Mineralstoffen, Koffein und Salz Wassereinlagerungen hervorrufen. Versuche deshalb ein gesundes Gleichgewicht zu finden.
Fazit: Kontrolliere Deine Ernährung auf exzessive Mengen an verarbeiteten Nahrungsmitteln, Salz, Koffein und Alkohol.
13. Ziehe die Verwendung verschreibungspflichtiger Entwässerungsmittel in Betracht
Verschreibungspflichtige Diuretika und Entwässerungstabletten werden manchmal verschrieben, um exzessive Wassereinlagerungen zu behandeln (51). Diese Medikamente wirken, indem sie die Nieren dazu anregen, exzessives Wasser und Salz über den Urin auszuscheiden.
Diese Diuretika werden häufig Menschen mit Herz- oder Lungenproblemen, sowie zur unterstützenden Behandlung bei hohem Blutdruck, zur Verhinderung von Ödemen und zur Reduzierung von Schwellungen verschrieben.
Es ist hierbei wichtig, den Unterschied zwischen verschreibungspflichtigen Diuretika und rezeptfreien Entwässerungsmitteln zu unterscheiden. Verschreibungspflichtige Diuretika wurden klinisch auf ihre langfristige Sicherheit getestet, während es rezeptfreien Entwässerungsmitteln an klinischen Tests mangeln kann und diese nicht immer auf ihre Sicherheit hin getestet wurden.
Beide Typen von Produkten können dabei helfen, medizinisch diagnostizierte Ödeme oder exzessive Wassereinlagerungen zu bekämpfen. Sprich zunächst mit Deinem Arzt, bevor Du diese ausprobierst. Fazit: Wenn Du über eine Verwendung von diuretischen Medikamenten nachdenkst, solltest Du die Verwendung dieser Produkte mit Deinem Arzt absprechen und verschreibungspflichtige Medikamente nur unter ärztlicher Überwachung verwenden.
Zusammenfassung
Wenn die Probleme anhalten, sich zu verschlimmern scheinen oder plötzlich schlimmer werden, dann ist es immer am besten, einen Arzt zu konsultieren. In einigen Fällen können Wassereinlagerungen durch ernsthafte Erkrankungen hervorgerufen werden.
Am Ende des Tages besteht der beste Weg exzessive Wassereinlagerungen zu bekämpfen darin, die zugrunde liegende Ursache zu finden und zu behandeln. Diese Ursachen könnten eine exzessiver Salzkonsum, ein Mangel an Elektrolyten, Inaktivität, exzessiver Stress oder der regelmäßige Konsum verarbeiteter oder entzündungsfördernder Nahrungsmittel sein.
Einige dieser Dinge gehören auch zu den primären Faktoren, die mit einer schlechten Gesundheit und Krankheiten in Verbindung gebracht werden, was ein noch wichtiger Grund sein könnte, diese zu meiden.
Referenzen:
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2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8748884
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Quelle: https://www.healthline.com/nutrition/13-ways-to-lose-water-weight

Hier ist eine kurze Zusammenfassung:
- Kortisol wird trotz des schlechten Rufes, den es im Bereich von Kraftsport und Bodybuilding hat, für die Aufrechterhaltung einer optimalen Gesundheit benötigt und kann unter den richtigen Umständen sogar Fett verbrennen.
- Sowohl chronisch erhöhte, als auch kontinuierlich unterdrückte Kortisolspiegel können destruktiv sein. Das richtige Gleichgewicht ist der Schlüssel.
- Während des Trainings sollten die Kortisolspiegel hoch sein, da Kortisol während dieser Phase mit Deinen anderen fettverbrennenden Hormonen zusammenarbeitet, um die Freisetzung von Fett zu steigern.
- Kortisol kann Gelüste nach Junkfood hervorrufen, während es gleichzeitig die zielorientierten Bereiche des Gehirns herunterfährt und die Belohnungszentren des Gehirns aktiviert. Dies stellt eine schlechte Kombination für Diätende dar.
- Die drei besten Wege die Kortisolspiegel zu kontrollieren sind Ernährung, Sport und Lebensstil. Die drei einfachsten Wege herauszufinden, ob Deine Kortisolspiegel ausgeglichen sind, bestehen darin, auf Hunger, Energie und Gelüste (kurz HEC, was für „Hunger, Energy and Cravings“ steht) zu achten.
Wie viele Kalorien hat Stress?
Ich gebe zu, dass dies eine blödsinnige Frage ist. Du kannst Stress nicht essen! Aber diese Frage spricht einen entscheidenden Punkt an, den die gesamte Gesundheits- und Fitnesswelt zu übersehen scheint: nicht die Kalorien kontrollieren Deinen Stoffwechsel, sondern Deine Hormone. Und wenn es um Hormone geht, dann ist das Stresshormon Kortisol von entscheidender Bedeutung.
Stresshormone können nicht nur beeinflussen, wie viele Kalorien Du an einem Tag isst – sie können auch die Qualität der Kalorien, die Du isst, beeinflussen und einen Einfluss darauf haben wo diese Kalorien gespeichert oder verbrannt werden. Doch wenn all dies wahr ist, wie funktioniert das Ganze eigentlich? Und was kannst Du tun, um dies zu beeinflussen?
Was genau ist Kortisol?
Der beste Weg sich Hormone vorzustellen besteht darin, sie als zellulare Botenstoffe zu sehen. Sie liefern Zellen innerhalb des Körpers Informationen darüber, was außerhalb des Körpers geschieht. Ein guter Weg, sich Kortisol vorzustellen besteht darin, sich dieses Hormon als 110-Hormon vorzustellen. Es sendet ein Signal an Einsatzkräfte wie Feuerwehr und Polizei, die in Notfällen als erste aktiviert werden. Kortisol spielt sowohl eine schützende, als auch eine adaptive Rolle. Es wirkt Entzündungen entgegen und setzt Energie aus den Glykogen- (Zucker) und Fettspeichern des Körpers frei, um den durch Stress erhöhten Energiebedarf zu decken. Alles was eine potentielle Bedrohung für den Körper darstellt, wird in einer Kortisolausschüttung resultieren.
Dr. Jekyll & Mr. Hyde
Ich bezeichne Kortisol gerne als Jekyll & Hyde Hormon. Wie Du Dich wahrscheinlich erinnerst, war Dr. Jekyll ein freundlicher, aufrechter Bürger, der von Zeit zu Zeit von dunklen Gedanken geplagt wurde. Diese sorgten ihn, weshalb er ein Serum entwickelte, das ihn von seinen dunklen Impulsen trennte. Dies funktionierte jedoch nur teilweise und spaltete seine Persönlichkeit, wodurch sein teuflisches Alterego Mr. Hyde geboren wurde. Die Geschichte handelt vom Kampf der guten, ausgeglichenen Seite Dr. Jekyll und der bösen, extremen Seite Mr. Hyde.
Dies ist gleichzeitig ein guter Weg sich Kortisol vorzustellen. Viele Menschen sehen Kortisol als ein böses Hormon an, das Fett speichert und ihre Muskeln schrumpfen lässt. Tatsache ist jedoch, dass dieses Hormon für eine optimale Gesundheit benötigt wird und unter den richtigen Umständen sogar Fett verbrennen kann. Es steht außer Frage, dass Kortisol in bestimmten Situationen destruktiv werden kann, was unter anderem dann der Fall ist, wenn seine Spiegel chronisch erhöht sind oder es anhaltend unterdrückt wird. Wenn die Kortisolspiegel zu hoch oder zu niedrig ausfallen, dann verwandelt es sich in den teuflischen Mr. Hyde. Wenn seine Spiegel ausgeglichen sind, dann ist es mehr wie der hilfreiche Dr. Jekyll.
Hormonelle Geselligkeit
Hormone sind wie Menschen – sie verhalten sich abhängig von ihrem Umfeld und den Menschen/Hormonen, die sie umgeben, unterschiedlich. Hohe Kortisolspiegel in einem Zustand niedriger Kalorienzufuhr werden z.B. andere Auswirkungen als hohe Kortisolspiegel in einem Zustand einer hohen Kalorienzufuhr besitzen. Etwas Ähnliches gilt auch für das Training – während des Trainings sind hohe Kortisolspiegel von Vorteil, während zu anderen Zeiten niedrigere Kortisolspiegel wünschenswert sind.
Während des Trainings arbeitet Kortisol mit Deinen anderen fettverbrennenden Hormonen – den Katecholaminen (Adrenalin und Noradrenalin) und Wachstumshormonen – zusammen, um die Freisetzung von Fett zu steigern. Und was ist mit hohen Kortisolspiegeln, wenn Du gerade nicht trainierst? Das ist eine völlig andere Geschichte. Wenn Kortisol ein geselliges Zusammensein mit Insulin feiert, dann hat dies genau die entgegengesetzte Wirkung.
Kortisol & Insulin
Diese hormonellen Interaktionen zu verstehen ist wichtig. Technisch gesehen ist Kortisol sowohl ein fettspeicherndes, als auch ein fettverbrennendes Hormon. Dies hängt damit zusammen, dass es die Aktivität der Lipoprotein Lipase (LPL) – des primären fettspeichernden Hormons des Körpers – erhöht. Aber es erhöht auch die Aktivität der hormonsensitiven Lipase (HSL), welche das primäre Fett freisetzende Enzym des Körpers darstellt.
Wachstumshormone und Katecholamine, deren Spiegel während des Trainings und während Fastenphasen erhöht sind, verstärken das fettverbrennende Potential von Kortisol, während sie gleichzeitig dessen fettspeicherndes Potential unterdrücken. Im nicht Fastenzustand, wenn Insulin in hohen Mengen präsent ist, wird die HSL Aktivität deutlich herunterreguliert, während die LPL Aktivität erhöht wird. Auf diesem Weg verstärkt Insulin die fettspeichernden Eigenschaften von Kortisol, während es gleichzeitig dessen fettverbrennende Aktivität blockiert.
Kortisol und Insulin blockieren außerdem gegenseitig die Aktionen des jeweils anderen Hormons durch eine Reduzierung der Sensitivität der jeweiligen Rezeptoren. Dies bedeutet, dass essen nicht der einzige Weg ist, insulinresistent zu werden – auch Stress kann eine Insulinresistenz hervorrufen. Kortisol ist also anders als Dir immer erzählt wird nicht wirklich ein Bauchfett speicherndes Hormon. Insulin und Kortisol in Kombination mit einer kalorienreichen Ernährung sind die wahre Ursache einer Fettspeicherung im Bauchbereich.
Kortisol & die Schilddrüse
Eine weitere duale Aktion von Kortisol ist die Art und Weise, auf die es mit der primären stoffwechseltechnischen Fettverbrennungsmaschine – der Schilddrüse – interagiert. Kortisol und die Katecholamine sensibilisieren die Schilddrüsenrezeptoren. Niedrige Kortisolspiegel können also zu einer niedrigen Schilddrüsenfunktion führen. Hohe Kortisolspiegel blockieren hingegen die normale Umwandlung von inaktiven Schilddrüsenhormonen (T4) in aktive Schilddrüsenhormone (T3). Im Endeffekt sollten die Kortisolspiegel also weder zu hoch, noch zu niedrig, sondern genau im richtigen Bereich liegen.
Kortisol & Hunger
Für einen Fettabbau werden zwei Dinge benötigt – ein Kaloriendefizit und ein hormonelles Gleichgewicht. Kortisol beeinflusst das hormonelle Gleichgewicht, aber es beeinflusst auch die Kalorien. Kortisol beeinflusst mehrere Hormone, die für Hunger und Gelüste verantwortlich sind. Diese umfassen Leptin, Insulin und Neuropeptid Y (NPY).
Das Kommando- und Kontrollzentrum Deines Stoffwechsels ist ein Bereich des Gehirns, der als Hypothalamus bezeichnet wird. Dies ist das Zentrum Deines Stoffwechselsensors/Thermostats. Dieser Bereich muss die Signale „hören“ können, die von den peripheren Hormonen wie Leptin und Insulin gesandt werden, welche beide unter normalen Umständen den Hunger abschalten. Chronisch erhöhte Kortisolspiegel führen zu einer Herunterregulierung der Hormonrezeptoren, was eine Hormonresistenz zur Folge hat.
Stelle Dir vor, dass Du in einen Raum mit einem strengen Geruch kommst und Dir Deine Nase und Deinen Mund zuhältst – nur um später zu bemerken, dass Du den Gestank nicht länger riechen kannst. Dies ist das, was Kortisol mit Deinem Gehirn macht. Es dämpft die eine Sättigung wahrnehmenden Mechanismen. Dies macht es sehr viel unwahrscheinlicher, dass Du Dich nach einer Mahlzeit gesättigt und befriedigt fühlst und sehr viel wahrscheinlicher, dass Du bei der augenblicklichen und zukünftigen Mahlzeit mehr isst. Kortisol & Gelüste
Kortisol ist auch an Gelüsten beteiligt. Durch Mechanismen, die man bis jetzt noch nicht vollständig versteht, erhöht Kortisol zusammen mit anderen Stresshormonen (d.h. den Katecholaminen) das Verlangen nach schmackhafteren Nahrungsmitteln mit einer höheren Kaloriendichte. Es tut dies, während es gleichzeitig die zielorientierten Zentren des Gehirns abschaltet und die Belohnungszentren des Gehirns aktiviert. Dies ist eine schlechte Kombination, wenn Du Deine Diät bzw. Ernährungsweise einhalten willst. Mit anderen Worten ausgedrückt gibt es einen Grund dafür, dass wir den dreistöckigen Burger bei Mc Doof anstelle von der Hühnchenbrust und dem Brokkoli, die sich bereits im Kühlschank befinden, wollen, wenn wir gestresst sind. Und Kortisol könnte ein Teil dieses Grundes sein.
Wie Dich Stress fett macht
Wenn Du ein cleverer Fitnessenthusiast bist, dann denkst Du, wenn Du an Stress denkst, an Kortisol. Wenn Du Dich wirklich auskennst, dann wirst Du auch an Katecholamine denken. Aber es gibt noch ein weiteres Hormon, dass bei Stress ausgeschüttet wird, über das selbst die meisten fortgeschrittenen Experten nicht viel wissen – NPY.
NPY ist, wie oben bereits erwähnt wurde, am Hunger im Gehirn beteiligt. Aber Kortisol beeinflusst nicht nur die NPY Spiegel im Gehirn, sondern auch die NPY Spiegel im Körper. Wenn Du akuten Stress ausgesetzt bist, dann schüttet Dein Körper Katecholamine und Kortisol aus. Wenn Du chronischem Stress ausgesetzt bist, dann schüttet Dein Körper mehr NPY aus. Wenn Katecholamine und Kortisol sich zusammentun, dann helfen sie Dir dabei, Fett zu verbrennen. Aber NPY lässt Dich Fett ansetzen – insbesondere dann, wenn es mit Kortisol „abhängt“.
Wenn NPY in großen Mengen ausgeschüttet wird, dann bewirkt es, dass unreife Fettzellen zu ausgereiften Fettzellen heranreifen. Chronisch erhöhte Kortisolspiegel machen den Körper anfälliger für diese fettspeichernde Aktion von NPY. Mit anderen Worten ausgedrückt steigert NPY das Wachstum der Fettzellen und Kortisol macht es hierbei effizienter. Wenn Du jetzt verwirrt bist, ist hier noch einmal das, was ich gerade gesagt habe:
- Kortisol in Kombination mit Katecholaminen – wie dies bei kurzzeitigem Stress der Fall ist – hilft uns dabei, Fett zu verbrennen.
- Kortisol in Kombination mit NPY – wie dies bei chronischem Stress der Fall ist – ist gleichbedeutend mit einer gesteigerten Fettspeicherung.
Bauchfett ist ein Parasit
Kortisol wird zum größten Teil in der Nebennierenrinde produziert, aber es gibt noch einen anderen Ort, an dem es hergestellt werden kann – Bauchfett. Das tief im Bauchraum sitzende Fett, das auch als viszerales Fett bezeichnet wird, enthält ein Enzym namens 11-beta Hydroxysteroid Dehydrogenase (11-HSD). Dies ist ein Enzym, dass das inaktives Kortison in Kortisol umwandelt. Dies bedeutet, dass Bauchfett sein eigenes Kortisol produzieren kann!
Und im Rahmen einer anderen Wendung im Zusammenhang mit der komplizierten Beziehung zwischen Insulin und Kortisol erhöht Insulin die 11-HSD Aktivität, welches die Kortisolspiegel erhöht, welche dann eine gesteigerte Insulinresistenz hervorrufen. Auf diesem Weg agiert Bauchfett wie ein Parasit, der sein Wachstum auf Kosten der Gesundheit seines Wirts sicherstellt. Ich erwähne dies, weil es viele Situationen gibt, in denen hartnäckiges Bauchfett trotz der besten Anstrengungen im Bereich von Ernährung und Sport nicht schwinden will. Manchmal könnte deshalb eine zusätzliche Stunde im Bett zur Senkung der Kortisolspiegel eine bessere Strategie als eine zusätzliche Stunde auf dem Laufband darstellen.
Kortisolmanagement
Es gibt noch viel mehr, was man zum Thema Kortisol erzählen könnte, aber betrachten wir lieber einige Dinge, die Du tun kannst, um Deine Kortisolspiegel zu kontrollieren. Die drei besten Wege zur Kontrolle von Kortisol sind Ernährung, Sport und Lebensstil. Und die drei einfachsten Wege festzustellen, ob sich Deine Kortisolspiegel im Gleichgewicht befinden, bestehen darin, auf Hunger, Energie und Gelüste (kurz „HEC“ für „hunger, energy and cravings“) zu achten. Wenn Dein HEC unter Kontrolle ist, dann ist dies ein grober Indikator dafür, dass selbiges auch für Dein Kortisol zutrifft.
Mahlzeitenfrequenz
Erinnere Dich daran, dass Kortisol ein Alarmhormon ist. Es mag Dich überraschen zu erfahren, dass sowohl zu essen, als auch nicht zu essen, die Kortisolspiegel erhöhen kann. Wenn Du Mahlzeiten auslässt, kann dies die Kortisolspiegel erhöhen, da Dein Gehirn eine konstante Versorgung mit Glukose benötigt. Bei einigen wird das Auslassen von Mahlzeiten Blutzuckerschwankungen hervorrufen, die eine Kortisolreaktion zur Folge haben. Wenn diese Menschen zu häufig Mahlzeiten auslassen, kann dies viele der oben erwähnten negativen Auswirkungen zur Folge haben. Doch auch zu essen kann die Kortisolspiegel erhöhen. Kortisol ist – wie bereits erwähnt wurde – ein Alarmhormon, das unter anderem dabei hilft, die Immunreaktion zu regulieren. Bei denjenigen, die empfindlich auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren, kann diese Wirkung ausgeprägt sein.
Wenn es um die Mahlzeitenfrequenz geht, solltest Du Dich nicht zu sehr von dem beeinflussen lassen, was Dir die Wissenschaftszombies erzählen. Lasse wissenschaftliche Untersuchungen Deinen Ansatz verfeinern – und nicht definieren. Es gibt viele Ansätze, die funktionieren können. Iss regelmäßig, um Deinen HEC unter Kontrolle zu halten. Für einige kann dies viele kleine, häufige Mahlzeiten bedeuten. Für andere kann es hingegen weniger häufige, größere Mahlzeiten bedeuten.
Es gibt hier keinen Ansatz, der für alle optimal ist. Erinnere Dich einfach daran, dass eine gesunde, kalorienarme Mahlzeit weder gesund noch kalorienarm ist, wenn Du am Ende des Tages einen halben Käsekuchen verschlingst. Und auch wenn es in letzter Zeit viele Kontroversen bezüglich des Mahlzeitentimings gibt, besteht ein potentieller Vorzug eines Post-Workout Regenerationsdrinks in einer schnellen Unterdrückung der nach dem Training erhöhten Kortisolspiegel.
Kortisol und Training
Kurzes intensives Training oder ein Training mit Gewichten und langsames und entspannendes Training sind was die Kortisolausschüttung angeht, am besten. Im Fall von kurzen, intensiven Trainingseinheiten werden die Kortisolspiegel zusammen mit den Spiegeln von Katecholaminen und Wachstumshormonen erhöht. Dies ist gut für die Fettverbrennung. Zusätzlich hierzu bedeutet eine kürzere Trainingsdauer weniger kompensatorischen Hunger später und ein geringeres Risiko für einen katabolen Zustand.
Bei länger andauerndem moderatem und intensivem Training kann Kortisol leicht über die ein Wachstum fördernden Hormone dominieren und wird mit Hunger und Gelüsten nach dem Training, sowie einem geringeren anabolen Potential in Verbindung gebracht. Ist dies der Grund dafür, dass Sprinter und Marathonläufer so unterschiedlich aussehen? Wahrscheinlich nicht vollständig, aber nach einer Berücksichtigung der genetischen Veranlagungen, ist es kein großer Sprung zu vermuten, dass dieser Mechanismus mit eine Rolle spielt.
Ein anderer hervorragender Weg, die Kortisolspiegel zu senken besteht darin, das Training mit langsamen entspannenden Bewegungen wie gemütlichem Gehen abzuschließen. Ich bin mir nicht sicher, warum es nicht häufiger zum Einsatz kommt, aber langsames Gehen ist einer der besten Ansätze zur Senkung der Kortisolspiegel. Und es konnte gezeigt werden, dass es in dieser Hinsicht sogar noch wirkungsvoller ist, wenn es in der freien Natur ausgeführt wird.
Ruhe basiertes Leben
Und falls Du Kortisol wirklich schlagen willst, solltest Du einen neuen Ansatz für das entwickeln, was ich als Ruhe basiertes Leben bezeichne. Finde so viele Möglichkeiten, um Deine Ruhe- & Regenerationstrainingseinheiten auszuführen. Diese umfassen Nickerchen, Sex/körperliche Nähe, Massage, Faszienrollenmassage, Lachen, Zeit mit Haustieren, gemütliches Gehen, Saunabesuche, heiße Bäder, Wechselduschen, Meditation, usw. Alle diese Aktivitäten können eingesetzt werden, um die Kortisolspiegel zu senken.
Referenzen
- Schwabe, et al. Simultaneous glucocorticoid and noradrenergic activity disrupts the neural basis of goal-directed action in the human brain. Journal Neuroscience. July 2012;32(30):10146-55.
- Epel, et al. Stress may add bite to appetite in women: a laboratory study of stress-induced cortisol and eating behavior. Psychoneuroendocrinology. January 2001;26(1):37-49.
- Newman, et al. Daily hassles and eating behaviour: the role of cortisol reactivity status. Psychoneuroendocrinology. February 2007;32(2):125-32.
- Adam, et al. Stress, eating and the reward system. Physiology & Behavior. July 2007;91(4):449-58
- Kuo, et al. Chronic stress, combined with a high-fat/high-sugar diet, shifts sympathetic signaling toward neuropeptide Y and leads to obesity and the metabolic syndrome. Annals of the New York Academy of Sciences. December 2008;1148:232-237.
- Tsunetsugu, et al. Physiological effects of Shinrin-yoku (taking in the atmosphere of the forest) in an old-growth broadleaf forest in Yamagata Prefecture, Japan. Journal of Physiological Anthropology. March 2007;26(2):135-142.
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/two-faces-of-cortisol
Von Dr Jade Teta

Vitamine und Mineralstoffe stellen heute zutage die beliebtesten auf dem Markt erhältlichen Supplements dar, aber brauchen wir diese wirklich?
Wenn Du Dich ausgewogen ernährst und ausreihende Mengen an Nahrung isst, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du die täglich empfohlene Zufuhr der notwendigen Vitamine und Mineralstoffe zu Dir nimmst. Unter der Annahme, dass Du unter keinem Mangel an einem dieser zahlreichen Mikronährstoffe leidest, dann wird eine zusätzliche Einnahme eines Multivitaminprodukts keine zusätzlichen Vorzüge mit sich bringen, da Dein Körper einen Überschuss der meisten dieser Mikronährstoffe nicht für eine spätere Verwendung speichern kann.
Wenn Du hingegen dazu neigst, eine Menge der selben Nahrungsmittel zu essen (wie dies Bodybuilder häufig tun) oder wenn Du diätest und Deine Kalorienzufuhr unter Deiner Erhaltungskalorienmenge liegt, dann besteht eine gute Chance, dass ein Mikronährstoff Mangel vorliegt. Vitamine und Mineralstoffe sind für Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden essentiell und werden auch für Dein Training und die Fähigkeit Deines Körpers Fett zu verbrennen benötigt. Sie fördern den Energietransfer, verhindern Krankheiten und agieren als Co-Enzyme zur Unterstützung vieler chemischer Reaktionen. Ein signifikanter Mangel an jedem dieser Mikronährstoffe kann zu ernsthaften Krankheiten führen.
Ich persönlich empfehle meinen Klienten unabhängig von ihren Ernährungsgewohnheiten täglich einen Multivitamin- und Mineralstoffkomplex zu verwenden. Der einzige Weg festzustellen, ob es einer Person an irgendeinem diese Mikronährstoffe mangelt, besteht in einer Blutuntersuchung. Ein gutes Multivitaminprodukt kann als eine Art Versicherungspolice gegen mögliche Defizite dienen – und es gibt keine Nachteile: die Kosten sind minimal und Mikronährstoffe, die von Deinem Körper nicht verwendet werden, scheidet dieser ganz einfach und ohne negative Folgen über den Urin wieder aus.
Zusätzlich zu Vitaminen und Mineralstoffen gibt es eine Klasse an Mikronährstoffen, die als Antioxidantien bezeichnet werden und die einer zusätzlichen Supplementation bedürfen. Für Antioxidanten existieren keine offiziellen Empfehlungen bezüglich der täglichen Einnahme, was primär damit zusammenhängt, dass diese offiziellen Empfehlungen aufgestellt wurden, um Defizite zu verhindern und nicht um die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden zu verbessern - und Antioxidantien besitzen Vorzüge, die weit über die grundlegenden Funktionen des Körpers hinausgehen.
Antioxidantien
Antioxidantien sind so etwas wie die “Straßenkehrer” Deines Körpers, die diesem dabei helfen, sich vor Schäden zu schützen, die durch freie Radikale (instabile Moleküle, die Zellen und Gewebe des Körpers beschädigen können) hervorgerufen werden. Jedes Mal wenn wir atmen, verursacht die Sauerstoffaufnahme eine Produktion freier Radikale. Auch Umweltfaktoren wie Schadstoffe, Rauch und bestimmte Chemikalien tragen zur Bildung freier Radikale bei. Wenn diese nicht kontrolliert werden, dann können sie in Deinem Körper Chaos und Verwüstung anrichten und eine Vielzahl von Leiden inklusive Arthritis, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Demenz und Krebs verursachen.
Dieser Prozess läuft folgendermaßen ab: Unser Körper besteht aus Milliarden von Zellen, die durch eine Reihe von Elektronenbindungen zusammengehalten werden. Diese Elektronenbindungen sind paarweise ausgerichtet, so dass ein Elektron das andere stabilisiert. In Reaktion auf unterschiedliche Ereignisse, wie z.B. den Sauerstoffkonsum, kann ein Molekül eines seiner Elektronenpaare verlieren, wodurch es zu einem instabilen freien Radikal wird. Diese freien Radikale versuchen dann, ihre verlorenen Elektronen zu ersetzen, indem sie ein Elektron von einem anderen Molekül „stehlen.“ Dies löst eine Kettenreaktion aus, bei der das zweite Molekül zu einem freien Radikal wird und ein drittes Molekül „attackiert“, welches dann seinerseits zu einem freien Radikal wird und ein viertes Molekül attackiert, usw.
Um eine Amok laufende Produktion freier Radikale zu verhindern, besitzt Dein Körper ein ausgeklügeltes internes Antioxidantiensystem. Unterschiedliche antioxidative Enzyme helfen zusammen mit Antioxidantien aus der Nahrung, die wir zu uns nehmen, dabei, freie Radikale im Zaum zu halten. Wenn die Spiegel freier Radikale jedoch einen kritischen Level erreichen, wird dieses System überlastet und es kommt zu Schäden im Bereich des zellularen Gewebes.
Körperliche Aktivitäten und Training verschlimmern diese Situation weiter. Aufgrund des gesteigerten Sauerstoffverbrauchs schießt die Produktion freier Radikale während des Trainings gen Himmel (auf bis zur zwanzigfachen Menge im Vergleich zum Ruhezustand), wodurch das körpereigene Verteidigungssystem überwältigt wird. Wenn diese extreme Produktion freier Radikale nicht kontrolliert wird, resultiert sie in einer Entzündung des Muskelgewebes, einer beeinträchtigten Muskelfunktion und einer verlangsamten Regeneration. Aktive Menschen weisen also einen noch größeren Bedarf für eine Supplementation mit Antioxidantien auf.
Auch wenn es Dutzende bekannte Antioxidantien gibt, sind zwei hiervon absolut unverzichtbar: Vitamin C und Vitamin E. Diese Vitamine sind Partner der Verteidigung – sie weisen eine synergistische Beziehung auf und arbeiten auf eine Art und Weise zusammen, bei der ihre kombinierten Wirkungen höher als einfach nur die Summe ihrer Einzelwirkungen ausfallen. Andere Antioxidantien wie Alpha-Liponsäure, Coenzyme Q10, Selen und Caroteinoide sind auch hilfreich – sie besitzen nicht nur bereits für sich alleine wichtige Gesundheitsvorzüge, sondern können auch dabei helfen, die Aktivität von Vitamin C und E zu regenerieren.
Antioxidantien können zwar über die Nahrung aufgenommen werden, aber es ist nahezu unmöglich nur über natürliche Nahrungsmittelquellen adäquate Mengen zu sich zu nehmen. Du müsstest z.B. 11 Gläser Orangensaft trinken, um Deinen Tagesbedarf an Vitamin C zu decken und drei Pfund Mandeln essen, um die notwendige Menge an Vitamin E zu Dir zu nehmen. Und da gezeigt werden konnte, dass Antioxidantien in niedrigen Dosierungen (bei Vitamin C und E sogar oberhalb der offiziell empfohlenen Mindestzufuhr) keinen adäquaten Schutz vor Gebrechen bieten können, ist eine Supplementierung keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Nebenwirkungen bei den empfohlenen Einnahmemengen praktisch nichtexistent sind, sind die Risiken minimal, während die potentiellen Vorzüge enorm sind.
Vitamine, Mineralstoffe und der Sportler
Für eine lange Zeit hat man geglaubt, dass der Körper nur Proteine, Fette, Kohlenhydrate und eine Reihe von Mineralstoffen benötigt, um fit und gesund zu bleiben. Dann wurde jedoch entdeckt, dass diese Nahrungskomponenten nicht genug sind – zusätzlich hierzu ist eine Reihe weiterer Mikronährstoffe essentiell, um die Funktion des Körpers aufrecht zu erhalten. Diese vitalen Nahrungsbestandteile bekamen den Namen Vitamine.
Was sind Vitamine?
Vitamine sind organische Verbindungen, die dabei helfen, den Fett-, Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsel im Körper zu regulieren. Sie können vom Körper nicht selbst hergestellt werden und müssen über die Nahrung, die wir essen, zugeführt werden. Glücklicherweise benötigen wir nur winzige Mengen dieser Vitamine.
Vitamine stellen keine Energiequelle dar, aber sie spielen bei der Freisetzung der Energie, die in der Nahrung, die wir essen, gespeichert ist, eine entscheidende Rolle. Zusätzlich hierzu sind unser Enzym-, Nerven-, Hormon- und Immunsystem für ihre Regulierung und Kontrolle von Vitaminen abhängig. Deshalb sind Vitamine für eine gute Gesundheit, das Wohlbefinden und das Wachstum essentiell.
Vitamine werden in zwei Klassen unterteilt:
- Wasserlösliche Vitamine: Diese Vitamine können im Körper nicht gespeichert werden und müssen deshalb regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden.
- Fettlösliche Vitamine: Diese Vitamine können im Körper gespeichert werden und umfassen Vitamin A, D, E und K. Doch auch wenn diese Vitamine gespeichert werden können, sollten sie trotzdem ein Bestandteil einer guten Ernährung sein.
Was sind Mineralstoffe?
Mineralstoffe sind anorganische Elemente, die bei der Funktion des Körpers viele wichtige Rollen spielen. Neben ihren gut bekannten Rollen bei der Bildung starker Knochen und Zähne, helfen sie außerdem bei der Kontrolle des Nervensystems, des Flüssigkeitsgleichgewichts im Körpergewebe, der Muskelkontraktionen, einiger hormoneller Funktionen und der Enzymausschüttung.
Mineralstoffe sind genau wie Vitamine essentiell und können – wie auch Vitamine – vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Alle Mineralstoffe unseres Körpers müssen über die Nahrung zugeführt werden.
Wo bekommen wir unsere Vitamine und Mineralstoffe her und welche Rollen spielen diese?
Vitamin A: Vitamin A findet sich in zwei Formen in der Nahrung wieder: Retinol und Beta Karotin. Es ist wichtig für die Sehfähigkeit bei dämmrigem Licht, eine gesunde Haut und gesunde Oberflächengewebe – insbesondere solche, die Schleim absondern, wie z.B. die Verdauungsorgane, die Lunge und die Vagina. Zusätzlich hierzu schützt es vor Infektionen und ist für die Funktion des Immunsystems notwendig.
- Nahrungsmittelquellen:Fischleberöl wie z.B. Lebertran, Leber, Karotten, mit Vitamin A angereicherte Margarine, Käse und dunkelgrünblättriges Gemüse.
Vitamin D: Vitamin D kommt in zwei Formen vor: Cholecalciferol und Ergocalciferol. Es ist für das Wachstum und die Aufrechterhaltung der Knochen und Zähne notwendig, da es die Absorption und den Stoffwechsel von Kalzium reguliert.
- Nahrungsmittelquellen:Fetter Fisch, Eier, Milch, mit Vitamin D angereicherte Frühstückszerealien und Margarine. Vitamin D kann außerdem vom Körper durch eine Sonnenbestrahlung der Haut selbst hergestellt werden.
Vitamin E: Vitamin E ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Verbindungen, die als Tocopherole bezeichnet werden. Es wird für den Schutz der Zellmembrane und der Fette vor oxidativen Schäden, dem Schutz von Vitamin A und für die Funktion von Immunsystem und Nervensystem verwendet.
- Nahrungsmittelquellen: Pflanzenöle, Eier, Vollkorngetreide, grünes Gemüse und Nüsse.
Vitamin K: Vitamin K steht für eine Anzahl von Verbindungen, zu denen auch Phylloquinon gehört. Es ist für die normale Blutgerinnung und den Energiestoffwechsel notwendig.
- Nahrungsmittelquellen: Dunkelgrünes, blättriges Gemüse, Leber, Fleisch, Kartoffeln und Zerealien.
Vitamin B1: Vitamin B1, das auch unter dem Namen Thiamin bekannt ist, wird für den Energiestoffwechsel und insbesondere den Kohlenhydratstoffwechsel verwendet.
- Nahrungsmittelquellen: Brot, Kartoffeln, Milch, Fleisch (insbesondere Schweinefleisch), Innereien, Vollkorngetreide und mit Vitamin B1 angereicherte Frühstückszerealien.
Vitamin B2: Vitamin B2, das auch unter der Bezeichnung Riboflavin bekannt ist, ist essentiell für die Verwendung von Energie aus der Nahrung – insbesondere aus Fetten und Proteinen.
- Nahrungsmittelquellen: Milch, Fleisch, Leber und Eier.
Niacin: Niacin, das auch unter der Bezeichnung Nikotinsäure bekannt ist, wird für den Energiestoffwechsel benötigt.
- Nahrungsmittelquellen:Fleisch, Kartoffeln, Brot und mit Niacin angereicherte Frühstückszerealien.
Pantothensäure: Pantothensäure, die auch unter der Bezeichnung Vitamin B5 bekannt ist, wird für den Energiestoffwechsel und die Produktion von Neurotransmittern für das Immunsystem benötigt.
- Nahrungsmittelquellen: Hefe, Leber, Vollkorngetreide und Nüsse. Genau genommen findet sich Pantothensäure fast in allen Nahrungsmitteln wieder.
Vitamin B6: Vitamin B6 ist der Name einer Gruppe von Verbindungen, zu denen auch Pyridoxin gehört. Es ist für den Proteinstoffwechsel und insbesondere für den Hämoglobinstoffwechsel wichtig.
- Nahrungsmittelquellen: Kartoffeln, Fleisch, Milch und Fisch
Vitamin B12: Vitamin B12 ist der Name für eine Gruppe von Verbindungen, zu denen Cyanocobalamin gehören. Es wird für die Blutbildung (rote Blutkörperchen), das Nervensystem und die DNA Synthese benötigt.
- Nahrungsmittelquellen: Leber, Milch, Fisch und Eier.
Folsäure: Folsäure, die auch als Vitamin B9 und Vitamin M bekannt ist, wird für die Produktion roter Blutkörperchen, das Nervensystem und die DNA Synthese benötigt.
- Nahrungsmittelquellen: Innereien und rohes grünes Gemüse.
Biotin: Biotin, das auch unter dem Namen Vitamin H bekannt ist, wird für den Protein- und Fettstoffwechsel verwendet.
- Nahrungsmittelquellen: Leber, Nieren, Vollkorngetreide und Nüsse.
Vitamin C: Vitamin C kommt in unterschiedlichen Formen vor, zu denen auch Ascorbinsäure gehört. Es ist für die Aufrechterhaltung des Bindegewebes (inklusive Sehnen, Bänder und Gelenkknorpel) notwendig und unterstützt die Wundheilung, die Produktion von Hormonen und die Funktion des Immunsystems. Darüber hinaus schützt es Vitamin A und E.
- Nahrungsmittelquellen: Frisches Obst (insbesondere Zitrusfrüchte) und Gemüse (insbesondere Kartoffeln).
Funktion und Quellen von Mineralstoffen
Natrium: Natrium hilft bei der Regulierung des Flüssigkeitshaushalts und ist an der Freisetzung von Energie, der Funktion der Nerven und der Muskelkontraktion beteiligt. Darüber hinaus erhöht Natrium den Blutdruck.
- Nahrungsmittelquellen: Salz, Brot und Zerealien, Schinken, Meeresfrüchte, geräucherter Fisch, Sojasauce und Nahrungsmittel, die unter Verwendung von Salz haltbar gemacht wurden.
Kalium: Kalium wird für das Flüssigkeitsgleichgewicht des Körpers benötigt und ist an der Membranfunktion, der Muskelfunktion und einer Reduzierung des Blutdrucks beteiligt.
- Nahrungsmittelquellen: Kartoffeln, Gemüse, Greens Produkte, Schweinefleisch, Milchprodukte, Obst (insbesondere Bananen) und Obst- und Gemüsesäfte.
Kalzium: Kalzium wird für die Aufrechterhaltung gesunder Knochen und Zähne, die Blutgerinnung, die Hormonausschüttung und die Funktion von Muskeln und Nerven benötigt.
- Nahrungsmittelquellen: Milch, Käse, Brot und Mehl, grünblättriges Gemüse und kleine fette Fische mit Gräten.
Magnesium: Magnesium ist am Muskeltonus und der Aktivierung von Enzymen beteiligt.
- Nahrungsmittelquellen: Milch, Brot, Kartoffeln und Gemüse.
Eisen: Eisen ist für die Hämoglobinproduktion im Blut (rote Blutkörperchen), den Sauerstofftransport und die Aktivierung von Enzymen notwendig.
- Nahrungsmittelquellen: Rotes Fleisch, Leber, Mehl und Zerealienprodukte, Kartoffeln und Gemüse.
Zink: Zink wird für das Wachstum, den Knochenstoffwechsel, die Aktivierung von Enzymen, die Freisetzung von Vitamin A aus der Leber, den Geschmackssinn und die Insulinspeicherung benötigt.
- Nahrungsmittelquellen: Fleisch, Leber, Meeresfrüchte (insbesondere Austern), Milch, Brot und Zerealien.
Kupfer: Kupfer ist für die Enzymfunktion, die Blutbildung, den Knochenstoffwechsel, die Funktion des Immunsystems, die Nervenfunktion und den Energiestoffwechsel essentiell.
- Nahrungsmittelquellen: Austern, Muscheln, Leber, Bierhefe, Vollkorngetreide, Nüsse und Kakao.
Mangan: Mangan ist für die Enzymaktivierung und die Zellstruktur notwendig und arbeitet mit Kalzium und Eisen zusammen.
- Nahrungsmittelquellen: Vollkornbrot, Weizenkeime, Nüsse, Avocados, Erbsen und Tee.
Molybdän: Molybdän ist an der Enzymfunktion beteiligt.
- Nahrungsmittelquellen: Leber, Nieren, Weizenkeime, Linsen, Sonnenblumenkerne, Eier und Bohnen.
Selen: Selen besitzt eine Enzymfunktion und schützt die Zellmembrane und Fette vor oxidativen Schäden. Selen arbeitet mit Vitamin E zusammen.
- Nahrungsmittelquellen: Nüsse (insbesondere Paranüsse), Samen, Brot, Fisch und Fleisch (insbesondere Schweinefleisch)
Chrom: Chrom verstärkt die Wirkung von Insulin auf die Glukoseaufnahme durch die Zellen.
- Nahrungsmittelquellen: Eigelb, Leber, Käse, Vollkornprodukte, Majonäse und Bierhefe.
Jod: Jod ist eine notwendiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone.
- Nahrungsmittelquellen: Fisch, Seetang, Fleisch, Milch und jodiertes Speisesalz
Phosphor: Phosphor ist für die reguliert die Energiespeicher, den Knochenaufbau, die Membranfunktion und das Wachstum notwendig.
- Nahrungsmittelquellen: Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Sojabohnen, Sojaprodukte, Hülsenfrüchte, und Weizenkleie.
Bekomme ich genug?
Die meisten Experten stimmen darin überein, dass eine ausgewogene Ernährung Dich mit allen Vitaminen und Nährstoffen versorgen sollte, die Du benötigst. Dies setzt voraus, dass Du eine Vielzahl unterschiedlicher Nahrungsmittel aus jeder der Nahrungsmittelgruppen und natürlich auch ausreichende Mengen diese Nahrungsmittel isst. Mit ausreichenden Mengen meinen wir genug Nahrung, um ein gesundes Körpergewicht aufrecht zu erhalten.
Natürlich weisen unterschiedliche Menschen einen unterschiedlichen Bedarf an diesen Mikronährstoffen auf und deshalb wurden hilfreiche Richtlinien von den Gesundheitsbehörden unterschiedlicher Länder aufgestellt. Hier gibt es unterschiedliche Richtlinien und Berechnungsgrundlagen.
So gibt es z.B. den geschätzten durchschnittlichen Bedarf, der die Menge an Nährstoffen angibt, die eine durchschnittliche Person benötigt. Einige Menschen werden weniger und andere mehr benötigen. Eine andere Berechnungsgrundlage, die auch als Referenznährstoffzufuhr bezeichnet wird, weist etwas höher angesetzte Werte auf, die den Bedarf von 97% der Bevölkerung decken sollen, was bedeutet, dass nur wenige Menschen (3 Prozent) mehr benötigen. Es ist hierbei wichtig sich daran zu erinnern, dass diese Richtwerte auf Populationen von Menschen und nicht auf einzelne Individuen abzielen. Sie stellen also nur Richtwerte und nicht Zielwerte, auf die Du abzielen solltest, dar.
Weisen Sportler andre Bedürfnisse auf?
Im Allgemeinen sollten Sportler alle Vitamine und Nährstoffe, die sie benötigen, über ihre normale Ernährung zuführen. Da Sportler mehr Energie als inaktive Menschen verbrauchen, essen sie in der Regel auch mehr, wodurch es ihnen möglich sein sollte, einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen durch eine gesteigerte Nahrungszufuhr zu decken (immer vorausgesetzt, dass die Ernährung ausgewogen ist).
Einige Studien haben jedoch gezeigt, dass viele Sportler keine adäquate Vitamin- und Mineralstoffzufuhr aufweisen. Dies könnte daran liegen, dass sie ihre Kalorienzufuhr reduzieren, um ihr Gewicht zu kontrollieren. Andere Gründe für eine inadäquate Zufuhr umfassen unregelmäßige Trainingsprogramme, die eine Mahlzeitenplanung schwierig machen und das Befolgen einer Modeernährungsform, die keine ausgewogene Nahrungszufuhr umfasst.
Werden Vitamin- und Mineralstoffsupplements Deine Trainingsleistung steigern?
Es wurden eine Menge Untersuchungen durchgeführt, um herauszufinden, ob Vitamin- und Mineralstoffsupplements die sportliche Leistungsfähigkeit steigern können. Bis jetzt gibt es nicht viele Hinweise darauf, dass bei Sportlern, die ausreichend Vitamine und Mineralstoffe über ihre Ernährung zuführen, irgendwelche Verbesserungen auftreten. Die einzigen Verbesserungen der Leistungsfähigkeit, die beobachtet wurden, kamen bei Sportlern zustande, die zuvor einen Mangel an einem Nährstoff aufgewiesen haben und bei denen die Einnahme eines Supplements diesen Mangel ausgeglichen hatte.
Zusammengefasst kann man sagen, dass eine Supplementierung keine Leistungssteigerungen zur Folge haben wird, wenn zuvor kein Mangel an einem oder mehreren Vitaminen und Mineralstoffen vorlag. Falls Du jedoch unter einem Mangel leidest, dann kann sich ein Ausgleich dieses Mangels sehr wohl vorteilhaft auf Deine Leistungen auswirken.
Die Wahl des richtigen Supplements
Die meisten Menschen werden sich eines möglichen geringfügigen Mangels an Vitaminen und Mineralstoffen nicht bewusst sein, da die Symptome nicht gravierend sind. Gravierende Defizite sind in unseren Breiten hingegen nicht weit verbreitet.
Es kann jedoch trotzdem sinnvoll sein, ein Vitamin- und Mineralstoffsupplement als eine Art „Versicherungspolice“ zu verwenden, da dessen Einnahme zumindest nicht schaden wird und möglicherweise von Vorteil sein kann. Wenn Du Dich dafür entscheidest, ein solches Supplement zu verwenden, dann besteht die beste Wahl in einem gut zusammengestellten Multivitamin- und Mineralstoffsupplement, das alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe enthält.
Was ist mit Supplements, die nur spezifische Vitamine oder Mineralstoffe enthalten?
Es ist am besten, keine Supplements zu verwenden, die nur ein oder zwei spezifische Vitamine oder Mineralstoffe enthalten. Dies hängt damit zusammen, dass Vitamine und Mineralstoffe miteinander zusammenwirken und eine exzessive Menge von nur einem Vitamin oder Mineralstoff die Absorption oder Effektivität anderer Vitamine oder Mineralstoffe beeinträchtigen kann. Hier ist ein korrektes Gleichgewicht wichtig.
Darüber hinaus können einige Vitamine – insbesondere die fettlöslichen Vitamine – in exzessiven Mengen schädlich sein, da sie sich im Körper ansammeln und Probleme verursachen können. Bei wasserlöslichen Vitaminen werden überschüssige Mengen einfach über den Urin ausgeschieden und liefern keine zusätzlichen Vorzüge, was bedeutet, dass Du Dein Geld verschwendest.
Auf der Verpackung von Vitamin- und Mineralstoffsupplements ist in der Regel bei jedem Inhaltsstoff angegeben, wie viel Prozent des täglichen Bedarfs das entsprechende Supplement deckt.
Dir wird wahrscheinlich auffallen, dass viele Supplements die empfohlene tägliche Zufuhr überschreiten, was jedoch nicht notwendigerweise schädlich sein muss, da die Sicherheitspuffer groß sind.
Schlüsselpunkte
- Die meisten Vitamine und Mineralstoffe kann Dein Körper nicht selbst herstellen, weshalb sie über die Nahrung zugeführt werden müssen.
- Eine ausgewogene Ernährung sollte Dich mit allen Vitaminen und Mineralstoffen versorgen, die Du brauchst.
- Wenn Du bereits ausreichende Mengen aller Vitamine und Mineralstoffe über die normale Ernährung zu Dir nimmst, werden Supplements Deine Leistungsfähigkeit nicht steigern.
- Wenn Du einen geringfügigen Mangel an einem oder mehreren Mikronährstoffen aufweist, dann kann ein Supplement Deine Leistungsfähigkeit fördern.
- Starke Vitaminmängel sind in unseren Breiten selten.
- Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K können Nebenwirkungen besitzen, wenn sie in sehr hohen Mengen eingenommen werden.
- Wenn Du ein Supplement auswählst, solltest Du ein gut ausbalanciertes Multivitamin- und Mineralstoffsupplement wählen.
- Supplements, die einzelne Vitamine und Mineralstoffe enthalten, sollten besser gemieden werden, da es schwierig ist, mit ihrer Hilfe das richtige Gleichgewicht zu erreichen.
Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/vitamins-and-minerals-important-or-hype.html

Wenn spät abendliches Essen den Fettabbau beeinträchtigt, warum verlieren dann Menschen, die abends mehr essen, mehr Fett, als Menschen, die das nicht tun?
Wenn Kohlenhydrate nach 18:00 Uhr fett machen, wie kann es dann sein, dass Menschen, die nach 18:Uhr mehr Kohlenhydrate essen, mehr Fett als Menschen verlieren, die ihre Kohlenhydrate früher am Tag essen?
Wenn wir frühstücken wie ein König, zu Mittag essen wie ein Fürst und zu Abend essen wie ein Bettler sollten, warum führt dann ein Verzicht aufs Frühstück in Kombination mit spät abendlichen Essgelagen zu einem Fettabbau und verbesserten Blutfettwerten?
Wenn spät zu essen schlecht für Dich ist, warum zeigt dann nahezu jede kontrollierte wissenschaftliche Studie, dass später am Tag zu essen besser als früher am Tag zu essen ist?
Und wenn die obigen Aussagen wahr sind, warum glauben die Leute dann immer noch daran, dass spät zu essen schlecht für Dich ist...?
Der Mythos des späten Essens
Bei vielen Menschen herrscht die allgemeine Ansicht vor, dass es besser ist, mehr früher am Tag und weniger später am Tag zu essen. Eine Nahrungszufuhr später am Tag soll angeblich den Fettabbau beeinträchtigen und/oder eine unerwünschte Gewichtszunahme fördern. Dieser Mythos kann am besten mit dem Sprichwort zusammengefasst werden, dass Du morgens wie ein König, mittags wie ein Fürst und abends wie ein Bettler essen solltest.
Du wirst häufig Menschen finden, die sich an dem Mythos festklammern, dass Kohlenhydrate auf irgendeine Art und Weise nach 18:00 Uhr plötzlich fetter machen sollen – was natürlich völliger Blödsinn ist.
Die Fakten hierzu sind interessanter als das, was ich in früheren Artikeln bereits zu diesem Thema gesagt habe. Im Rahmen kontrollierter Studien konnte immer wieder gezeigt werden, dass ein Ernährungsschema mit späterer Nahrungszufuhr am Tag für Fettabbau und Körperkomposition überlegen ist.
In diesem Artikel werde ich einige Studien betrachten, die sich mit der zeitlichen Verteilung der Kalorienzufuhr beschäftigen. Ich werde der letzten Studie mit dem Titel “Greater Weight Loss and Hormonal Changes After 6 Months Diet With Carbohydrates Eaten Mostly at Dinner” etwas mehr Aufmerksamkeit widmen, da mich diese überhaupt erst dazu gebracht hat, mich erneut mit diesem Thema zu beschäftigen.
Eine drängende Frage zuerst: Warum ist der Mythos bezüglich der negativen Auswirkungen einer spätabendlichen Nahrungszufuhr überhaupt noch so weit verbreitet, wenn es so viele Studien gibt, die genau das Gegenteil zeigen?
Spätabendliches Essen in der ernährungstechnischen Epidemiologie
In den Kommentaren auf meiner Seite hat ein Leser folgende Frage gestellt:
“Ist es in Ordnung 1 bis 2 Stunden vor dem Zubettgehen zu Abend zu essen? Jedes verdammte Säugetier geht schlafen, nachdem es massive Mengen an Nahrung zu sich genommen hat – z.B. Löwen, Hunde, Bären, aber irgendwann kamen Ernährungswissenschaftler zur Schlussfolgerung, dass wir uns irgendwie evolutionär weiterentwickelt haben. Es wäre deshalb schön, wenn jemand wissenschaftliche Beweise dafür vorbringen könnte, die zeigen, dass man nicht vor dem Zubettgehen essen sollte. Ich verstehe wirklich nicht, warum dies so sein sollte, hast Du eine Erklärung für mich?“
Ja, wie kamen Ernährungsexperten zur Schlussfolgerung, dass Essen vor dem Zubettgehen schlecht für Dich ist?
Der Mythos des spätabendlichen Essens ist hauptsächlich eine weitere Konsequenz der Verwechslung von Korrelation und kausaler Ursache im Bereich der ernährungstechnischen Epidemiologie. Es gibt zahlreiche Observationsstudien, die eine positive Korrelation zwischen den am Abend konsumierten Kalorien und einem höheren BMI bei der allgemeinen Bevölkerung beobachten konnten.
Diese Korrelation kann darauf zurückgeführt werden, dass der Durchschnittsbürger, der es mag, am Abend mehr zu essen, auch insgesamt mehr Kalorien konsumiert. Im Rahmen einer Studie konnte anhand von Ernährungslogs herausgefunden werden, dass spätabendliche Esser durchschnittlich 248 kcal mehr als die Mitglieder der anderen Gruppe konsumierten.
Ähnliche Beziehungen können für gewöhnlich auch bei anderen Observationsstudien zum Thema Mahlzeitenschema gefunden werden. Menschen, die das Frühstück ausfallen lassen, andere Mahlzeiten ausfallen lassen und spät abends essen, sind durchschnittlich fetter und schlechter dran als Menschen, die frühstücken, regelmäßige Mahlzeiten zu sich nehmen und abends weniger essen. Dies hat jedoch nichts mit dem Mahlzeitentiming per se zu tun, sondern mehr mit dem Lebensstil der mit „dysregulierten“ Ernährungsgewohnheiten Hand in Hand geht.
Ein Mahlzeitenschema, bei dem Frühstück oder Frühstück und Mittagessen augelassen werden, wurde mit einer Häufung von weniger gesunden Faktoren des Lebensstils und einer schlechteren Nahrungsmittelauswahl in Verbindung gebracht, die zu einer insgesamt schlechteren Ernährung führten. (“Meal pattern, food choice, nutrient intake and lifestyle factors in The Göteborg Adolescence Study”, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14647222)
Eine spätabendliche Nahrungszufuhr korrelierte nicht nur mit einer höheren Kalorienzufuhr, sondern auch mit weniger Schlafenszeit und mehr bewegungsarmen Tätigkeiten wie Fernsehen und Zeit vor dem Computer, was weitere Störfaktoren sind, die eine Gewichtszunahme fördern können.
Schichtarbeit und die innere Uhr
Die angeblichen Risiken des spätabendlichen Essens könnte auch das Resultat der wissenschaftlichen Literatur über Schichtarbeiter und Stoffwechselgesundheit sein („Shift work and the risk of metabolic syndrome: a nested case-control study.“, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21618947). Schichtarbeiter sind für eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen, Übergewicht, eine schlechte mentale Gesundheit, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Magengeschwüre und Magen-Darm Probleme (wahrscheinlich das Resultat von chronischem Stress) prädisponiert.
Die negativen Auswirkungen von Schichtarbeit auf die Gesundheit sind hauptsächlich das Resultat einer beeinträchtigten Ernährung, Schlafentzug und Stress – die Faktoren neigen dazu, Hand in Hand miteinander zu gehen. Es ist jedoch möglich, dass Essen im Zustand eines gestörten Tag-Nacht Rhythmus und eines unregelmäßigen Mahlzeitenschemas einen unabhängigen Faktor bei der Prädisponierung für eine schlechte Gesundheit bei Schichtarbeitern darstellt.
Menschen können sich abhängig vom gewohnheitsmäßigen Mahlzeitenschema an eine Vielzahl unterschiedlicher Ernährungsschemata anpassen. Diese Anpassung findet auf zellularer Ebene statt und wird durch Ghrelin reguliert– ein Hormon, dass während der gewohnten Mahlzeitenzeiten in größeren Mengen ausgeschüttet wird und Deinen Stoffwechsel darauf vorbereitet, am besten mit der bevorstehenden Ladung an Nahrung zurecht zu kommen. Auf ähnliche Art und Weise wird der Tag-Nacht Rhythmus – wann Du aufwachst und wann Du schlafen gehst – durch das Tageslicht und den gewohnheitsmäßigen Schlaf-/Wach-Zyklus reguliert und passt auch Deinen Stoffwechsel entsprechend an.
Einfach ausgedrückt erwartet Dein Körper jeden Tag abhängig von Deinen gewohnheitsmäßigen Ernährungsschemata und Deinem Schlaf-/Wach-Rhythmus eine bestimmte Routine und passt sein hormonelles Profil und seinen Stoffwechsel an. Wenn dieses Schema willkürlich ist und konstant nach vorne und hinten verschoben wird und es Deinem Körper nie erlaubt, sich anzupassen, wie dies bei vielen Schichtarbeitern der Fall ist, dann ist es sehr gut möglich, dass dies ein unabhängiger Faktor ist, der Menschen anfälliger für Krankheiten und Gesundheitsprobleme macht. Das hormonelle Profil von Schichtarbeitern neigt im Übrigen dazu, weniger vorteilhaft als bei Menschen mit einem geregelten Tagesrhythmus zu sein.
Es sollte erwähnt werden, das permanente Schichtarbeiter, d.h. diejenigen, die immer nachts arbeiten oder an mehreren Nächten in Folge arbeiten besser als andere Schichtarbeiter dran sind, was teilweise durch eine Umstellung des Tag-Nacht-Rhythmus erklärt werden kann. Es scheint so, als ob ein „unberechenbares“ Schema, d.h. rotierende Tag- und Nachtschichten, der Hauptschuldige sind, da der Tag-Nacht-Rhythmus ständig durcheinandergebracht wird. Angesichts der vielen Störfaktoren wie Stress, Schlafmangel, Kalorienzufuhr usw., die Schichtarbeitern vorhanden sind, ist es schwer zu isolieren, welcher Faktor für was verantwortlich ist – d.h. ist eine Nahrungszufuhr während der biologischen Nacht schlimmer als Schlafentzug, usw.
Ernährungstechnische Epidemiologie vs. kontrollierte Studien
Die zuvor erwähnten Studien sind für uns nicht interessant. Woran wir interessiert sind, sind kontrollierte Studien – und nicht ernährungstechnische Epidemiologie und Beobachten bei der allgemeinen Bevölkerung. Wenn Du ernährungstechnische Epidemiologie verwendest, um den Leuten zu sagen, wie sie sich ernähren sollten, dann bekommst Du die typische Ernährungspyramide. Wenn Du kontrollierte Studien verwendest, um Deine Schlussfolgerungen zu ziehen, bekommst Du etwas, das mehr fleisch- und gemüselastig ist.
Kontrollierte Studien beantworten Fragen wie „Ich führe eine 2000 kcal Diät aus. Wie wird mein Fettabbau beeinflusst werden, wenn ich die meisten dieser Kalorien später am Tag esse oder wenn ich mehr dieser Kalorien früher am Tag esse?“ Dies ist etwas, das uns interessiert, weshalb wir uns dies näher ansehen sollten.
Ernährungsschemata mit früher Nahrungszufuhr vs. Ernährungsschemata mit späterer Nahrungszufuhr: kontrollierte Studien
Bei all diesen Studien wurden die Kalorien kontrolliert und bei allen Gruppen fixiert. Die einzige Variable, die sich unterschied, war die zeitliche Verteilung der täglichen Kalorienzufuhr. Beim Mahlzeitenschema mit späterer Nahrungszufuhr wurden 67 bis 100% der Kalorien zwischen 18:00 und dem Zubettgehen konsumiert und dies wurde mit einem Mahlzeitenschema mit früherer Nahrungszufuhr mit entgegen gesetzter zeitlicher Kalorienverteilung verglichen.
Beginnen wir mit der frühsten Studie und arbeiten wir uns bis zur aktuellsten vor. Ich werde die Resultate kurz zusammenfassen, die Gültigkeit der Studie kommentieren und einwerfen, was immer ich an dieser Studie interessant finde.
Ich möchte anmerken, dass ich keine Studien über das Ramadan Fasten mit aufgenommen habe. Bei nur locker kontrollierten Studien zum Ramadan Fasten werden für gewöhnlich ein Fettabbau und Verbesserungen der Gesundheitsmarker beobachtet. Dies ist aufgrund der Tatsache, dass die Leute mitten in der Nacht kurz vor dem Zubettgehen essen und hierbei für gewöhnlich sogar mehr Zucker und Backwaren als normalerweise essen (und manchmal sogar mehr Kalorien zu sich nehmen) eine paradoxe und interessante Beobachtung. Bei diesen Studien wird die Kalorienzufuhr jedoch selten wirklich kontrolliert, d.h. die Teilnehmer hatten keine strikten Richtlinien bezüglich dessen, was sie essen sollten, was der Grund dafür ist, dass ich diese Studien im Rahmen dieses Reviews nicht verwendet habe.
Studie #1
Chronobiological aspects of weight loss in obesity: effects of different meal timing regimens. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3508745) (Chronobiologische Aspekte des Gewichtsabbaus bei Fettsucht; Auswirkungen unterschiedlicher Mahlzeitentimingschemata)
Resultate: Diese allererste kalorienkontrollierte Studie zum Thema Mahlzeitentiming aus dem Jahr 1987 kam zu dem Ergebnis, dass sich der Gewichtsverlust nicht unterschied, wenn die Probanden ihre tägliche Kalorienzufuhr morgens (10 Uhr) oder abends (18 Uhr) zu sich nahmen.
Auch wenn es interessant ist anzumerken, dass die Fettoxidation bei der Gruppe, die abends aß, konsistent höher lag, war die Dauer der Studie (15 Tage) sehr kurz, was es schwer macht, bedeutungsvolle Schlussfolgerungen aus ihr zu ziehen. Abgesehen von den Unterschieden bezüglich der Fettoxidation gab es keine Unterschiede bezüglich Kortisolspiegeln, Blutdruck oder Energieverbrauch im Ruhezustand zwischen beiden Gruppen.
Studie #2
The role of breakfast in the treatment of obesity: a randomized clinical trial. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1550038) (Die Rolle des Frühstücks bei der Behandlung von Übergewicht: eine randomisierte klinische Untersuchung.)
Resultate: Bei dieser gut designten 12-wöchigen Studie handelte es sich bei den Probanden um Menschen, die gewohnheitsmäßig frühstückten und Menschen, die normalerweise nicht frühstückten. Interessanterweise war der Fettabbau bei Menschen, die normalerweise gefrühstückt hatten, aber während der Studie auf das Frühstück verzichteten, am größten. Diese Gruppe aß Mittagessen und Abendessen und konsumierte 2/3 ihrer täglichen Kalorien zum Abendessen (18:00 Uhr oder später).
Die Probanden, die normalerweise nicht frühstückten und die jetzt ein Frühstück zu sich nahmen, erreichten positivere Resultate als diejenigen, die weiterhin wie gewohnt auf das Frühstück verzichteten. Die Implikation dieser scheinbar paradoxen Resultate könnten mit der Impulskontrolle in Verbindung stehen – dysregulierte Ernährungsgewohnheiten wie der Verzicht aufs Frühstück neigen dazu, mit ungehemmtem oder impulsivem Essen Hand in Hand zu gehen. Der Verzehr eines Frühstücks könnte deshalb für diejenigen mit schlechter Selbstkontrolle, wie den ehemaligen Frühstücksverweigerern der Studie von Vorteil sein.
Auf der anderen Seite konnten bei den „kontrollierten“ Essern (gewohnheitsmäßige Frühstücksesser), die jetzt auf das Frühstück verzichteten, wünschenswertere Resultate erzielt werden. Diese Gruppe wäre für uns – d.h. Menschen, die es gewohnt sind, Kalorien zu zählen, eine organisierte Ernährung befolgen und nicht einfach achtlos essen, was sich vor uns befindet – repräsentativer.
Es gab zwischen den Gruppen bezüglich der Zusammensetzung des Gewichtsabbaus (75% Fett / 25% fettfreie Körpermasse) oder der Stoffwechselrate im Ruhezustand übrigens keine Unterschiede.
Interessanter Leckerbissen: Die Gruppe, die frühstückte, zeigte eine geringfügige Zunahme des depressionsinduzierten Essens, während die Probanden in der Gruppe, die nicht frühstückte, eine geringfügige Reduzierung zeigt. Darüber hinaus sahen die Probanden der Frühstücksgruppe ihre Ernährung als restriktiver als die Probanden der Gruppe, die nicht frühstückte, an.
Hier ist ein Zitat aus der Studie:
„…die größere Mahlzeitengröße bei der Gruppe, die nicht frühstückte, verursachte weniger Störungen des Mahlzeitenschemas und des Soziallebens als die kleinere Mahlzeitengröße bei der Gruppe, die frühstückte.“
Vielleicht waren es diese vorteilhaften Auswirkungen auf das Sozialleben, die auch darin resultieren, dass die Gruppe, die nicht frühstückte, während der 6 auf die Studie folgenden Monate, eine bessere weitere Einhaltung der geänderten Ernährung zeigte (81% vs 60%).
Studie #3
Weight loss is greater with consumption of large morning meals and fat-free mass is preserved with large evening meals in women on a controlled weight reduction regimen. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9040548) (Bei Frauen, die ein kontrolliertes Gewichtsreduktionsprotokoll befolgen ist der Gewichtsabbau beim Konsum großer Morgenmahlzeiten größer, aber die Aufrechterhaltung der fettfreien Masse bei großen Abendmahlzeiten besser.)
Resultate: Bei dieser Studie alternierten die Probandinnen zwischen zwei 6 Wochen Phasen derselben Ernährung, bei der 70% der täglichen Kalorien entweder morgens oder abends konsumiert wurden. Größere Morgenmahlzeiten im Vergleich zu größeren Abendmahlzeiten bewirkten einen stärkeren Gewichtsverlust, aber dieser Gewichtsverlust bestand aus Muskelmasse. Insgesamt erhielten größere Abendmahlzeiten die bestehende Muskelmasse besser aufrecht und resultierten in einer stärkeren Reduzierung des Körperfettanteils.
Der stärkere Gewichtsverlust, der mit dem Ernährungsschema mit größeren morgendlichen Mahlzeiten in Verbindung stand, beruhte primär auf einem Verlust an fettfreier Körpermasse, der durchschnittlich bei der Gruppe mit größerer Morgenmahlzeit um etwa 1 Kilo höher als bei der Gruppe mit größerer Abendmahlzeit lag.
Eine interessante Studie mit ein paar offensichtlichen Limitierungen, die hauptsächlich darin bestanden, dass die Anzahl der Probanden mit 10 Teilnehmerinnen sehr gering ausfiel und dass die Körperkomposition mit Hilfe der elektrischen Leitfähigkeit – eine Methode, die chronisch ungenau ist, gemessen wurde.
Diese Studie umfasste auch ein dreimal wöchentliches Training mit Gewichten, was bei dieser Studie einen ernsthaften Störfaktor darstellte. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Gruppe, die die meisten Kalorien später am Tag zu sich nahm, einen größeren Prozentsatz ihrer Kalorien nach dem Training zu sich nahmen, könnte diese Studie auch ganz einfach nur die Vorzüge des Nährstofftimings und nicht größerer Mahlzeiten am Abend per se zeigen.
Setup bei größerer Nahrungszufuhr morgens
- Frühstück, 8:00-8:30 Uhr: 35% der täglichen Kalorienzufuhr
- Training mit Gewichten (Zirkeltraining), 9:00-9:30 Uhr
- Mittagessen, 11:00-12:00 Uhr: 35% der täglichen Kalorienzufuhr
- Abendessen, 16:30-17:00 Uhr: 15% der täglichen Kalorienzufuhr
- Abendsnack, 20:00-20:30 Uhr: 15% der täglichen Kalorienzufuhr
Setup bei größerer Nahrungszufuhr abends
- Frühstück, 8-8.30 Uhr: 15% der täglichen Kalorienzufuhr
- Training mit Gewichten (Zirkeltraining), 9:00-9:30 Uhr
- Mittagessen, 11:00-12:00 Uhr: 15% der täglichen Kalorienzufuhr
- Abendessen, 16:30-17:00 Uhr: 35% der täglichen Kalorienzufuhr
- Abendsnack, 20:00-20:30 Uhr: 35% der täglichen Kalorienzufuhr
Abschließend spekulierten die Wissenschaftler über die muskelschonenden Wirkungen des Mahlzeitenschemas mit größeren Mahlzeiten später am Tag:
„Bestimmte endokrine Einflüsse könnten zu den Unterschieden bei den Veränderungen der fettfreien Körpermasse zwischen den Mahlzeitenschemata beigetragen haben. Die Wachstumshormonausschüttung spiegelt einen endogenen Rhythmus wieder, der teilweise mit dem Schlafzyklus in Verbindung steht. Nachts steigt die pulsierende Wachstumshormonausschüttung nach 1 bis 2 Stunden des Schlafes, wobei die maximale Ausschüttung während der Stufen 3 und 4 des Tages stattfindet.
Auch wenn die Auswirkungen länger andauernder Veränderungen der Nahrungszufuhr oder des Mahlzeitenschemas auf die Wachstumshormonausschüttung nicht bekannt sind, ist es denkbar, dass ein größerer Zufluss an Aminosäuren aus der Nahrung bei den abendlichen Mahlzeiten in Kombination mit den bekannten proteinanabolen Wirkungen von Wachstumshormonen eine Aufbau fettfreier Muskelmasse fördern könnte.
Studie #4
Influence of meal time on salivary circadian cortisol rhythms and weight loss in obese women. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17483007) (Auswirkungen des Mahlzeitentimings auf den anhand des Speichels gemessenen Kortisol Tagesrhythmus und den Gewichtsabbau bei übergewichtigen Frauen.)
Resultate: Unter Verwendung exakt desselben Setups wie bei der zuvor erwähnten Studie von Sensi & Capani (1987) wurde herausgefunden, dass ein Aufteilen der täglichen Kalorienzufuhr auf fünf Mahlzeiten, die jede zweite Stunde zwischen 9:00 Uhr morgens und 20:00 Uhr verzehrt wurden, der Verzehr aller Kalorien morgens (9:00 bis 11:00 Uhr) oder der Verzehr alle Kalorien abends (18:00 bis 20:00 Uhr), weder den Gewichtsverlust, noch die Stoffwechselrate, noch die Kortisolspiegel unterschiedlich beeinflusste. Die Limitierung war erneut eine sehr kurze Dauer einer jeden Phase (18 Tage).
Hier ist ein Zitat für all diejenigen, die sich über Kortisol und Fasten Gedanken machen:
„Am Ende der Phasen der Studie haben wir unabhängig vom Timing der Nahrungszufuhr selbst nach 22 Stunden des Fastens keine signifikanten Veränderungen des Tagesrhythmus der Kortisolausschüttung beobachten können.“
Es könnte erwähnenswert sein, dass der Stickstoffverlust, welcher einen groben Marker für einen Muskelverlust darstellt, weder durch das Timing noch die Frequenz der Mahlzeiten beeinflusst wurde – es gab keinen Unterschied zwischen der 5 Mahlzeiten Phase und den 22 Stunden Fastenphasen bei den morgendlichen / abendlichen Mahlzeiten.
Studie #5
Greater Weight Loss and Hormonal Changes After 6 Months Diet With Carbohydrates Eaten Mostly at Dinner. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21475137) (Größerer Gewichtabbau und stärkere hormonelle Veränderungen nach 6 Monaten der Diät mit einem primären Verzehr von Kohlenhydraten zum Abendessen)
Bei dieser aktuellsten und gut designten 6-monatigen Studie zur Kalorienverteilung über den Tag verloren Probanden, die die meisten ihrer täglichen Kohlenhydrate zum Abendessen (20:00 Uhr oder später) aßen mehr Fett, fühlten sich während der Diät satter und erlebten wünschenswertere hormonelle Veränderungen als Probanden, die ihre Kohlenhydrate früher am Tag aßen.
Hintergrund: Diese Studie basiert auf der Voraussetzung, dass der tägliche Peak der Leptinspiegel verändert werden kann, wie dies während des Ramadan beobachtet werden kann.
Frühere Studien haben das typische Tagesschema der Leptinausschüttung beschrieben, das während des Tages von 8:00 bis 16:00 Uhr fällt, seinen tiefsten Punkt um 13:00 Uhr erreicht, ab 16:00 steigt und um 1:00 Uhr nachts sein Maximum erreicht. Ironischerweise weist dieses wichtige Hormon, das für die Sättigung verantwortlich ist, dann die höchsten Spiegel auf, wenn wir schlafen.
Es wurde hypothetisiert, dass ein Konsum von Kohlenhydraten primär am Abend das typische Tagesschema der Leptinausschüttung so verändern könnte, wie dies bei Muslimen während des Ramadan beobachtet werden kann.
Einfach ausgedrückt bestand das Ziel der Studie darin herauszufinden, ob es möglich ist, die Leptinausschüttung zu verschieben, um strategisch am Morgen und am Mittag des nächsten Tages eine bessere Sättigung und eine bessere Diäteinhaltung zu erreichen, anstatt den Leptin Peak während der Nacht zu haben (wie dies bei der Standardernährung der Fall ist).
„...es wurde vorausgesagt, dass diese Diät zu höheren relativen Leptinkonzentrationen beginnend um 6:00 bis 8:00 Uhr morgens und über den Tag führen würde. Dies könnte zu einer gesteigerten Sättigung während der Tagesstunden führen und die Diäteinhaltung verbessern.“
An dieser Stelle sollte ich anmerken, dass Leptin eine signifikante Latenz in Reaktion auf Kohlenhydrate zeigt – wenn Du vor dem Schlafen Kohlenhydrate isst, dann wirst Du den Peak der Leptinausschüttung nicht vor dem Aufwachen am Morgen erleben (ein weiterer Bonus ist, dass Du mit ein paar Kohlenhydraten vor dem Zubettgehen gut schlafen wirst).
Diese Studie wollte außerdem die Auswirkungen der experimentellen Diät auf Adiponektin untersuchen:
„Adiponektin wird als die Verbindung zwischen Übergewicht, Insulinresistenz und dem metabolischen Syndrom angesehen. Adiponektin spielt bei der Energieregulierung und dem Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel eine Rolle, reduziert die Serum Glukose- und Lipidspiegel, verbessert die Insulinsensitivität und besitzt entzündungshemmende Wirkungen. Das Schema der täglichen Adiponektinausschüttung wurde bei übergewichtigen Individuen (insbesondere bei Menschen mit stärkeren Fettablagerungen im Bauchbereich) als niedrig während des Tages beschrieben.“
Niedrige Adiponektinspiegel = schlecht. Hohe Adiponektinspiegel = gut.
Wenn die Insulinspiegel niedrig sind, sind die Adinopektinspiegel hoch, aber Adiponektin befolgt auch einen Tagesrhythmus – niedrig während der Nacht, hoch während des Tages (bei normalgewichtigen Menschen).
“…es wurde außerdem hypothetisiert, dass die während des Tages steigenden Adiponektinkonzentrationen die Insulinresistenz verbessern, Symptome des metabolischen Syndroms reduzieren und die Spiegel von Entzündungsmarkern senken würden.“
Bei Übergewichtigen bewirken chronisch hohe Insulinspiegel chronisch niedrige Adinopektinspiegel, was ein Problem darstellt, da dies Insulinresistenz und Entzündungen verstärkt. Die Autoren der Studie hypothetisierten, dass durch einen Verzicht von Kohlenhydraten früher am Tag die Adinopektinspiegel stärker als bei einer konventionellen Ernährung steigen würden und sich auch die Gesundheitsmarker verbessern würden.
Setup: Beide Gruppen erhielten dieselbe Ernährung, die auf Frühstück, Mittagessen und Abendessen aufgeteilt wurde und drei Snacks (morgens, mittags, spätabends):
- 1300-1500 kcal
- 45-50% Kohlenhydrate
- 30-35% Fett
- 20% Protein
Gruppe A erhielt die Kohlenhydrate gleichmäßig über die Mahlzeiten und Snacks verteilt. Gruppe B erhielt den größten Teil der täglichen Gesamtkohlenhydratmenge (ca. 170 Gramm) zum Abendessen. Es gab keine Angaben bezüglich der exakten Makronährstoffverteilung der einzelnen Mahlzeiten, aber die gedruckte Version dieses Papers umfasst die vollständigen Mahlzeitenpläne der beiden Gruppen. Ich würde schätzen, dass Gruppe B während des Abendessens etwa 100 bis 120 Gramm Kohlenhydrate konsumierte.
Resultate: Beide Gruppen verloren Gewicht und sahen Verbesserungen unterschiedlicher Gesundheitsmarker, aber Gruppe B verlor mehr Gewicht (-11 kg vs. -9 kg), Körperfett (-7% vs. -5%), fühlte sich satter und verbesserte ihr hormonelles Profil besser als Gruppe A.
„Die Hungerwerte waren niedriger und es gab im Vergleich zur Kontrollgruppe stärkere Verbesserungen der Nüchternblutzuckerwerte, der durchschnittlichen täglichen Insulinkonzentrationen und der homöostatischen Modellabschätzung für die Insulinresistenz (HOMAIR), des T-Cholesterins, des LDL Cholesterins, des HDL Cholesterins, der C-reaktiven Proteine, des Tumor Necrosis Factor-α (TNF-α), und der Interleukin-6 (IL-6) Spiegel.“
Wie vorhergesagt, war das kohlenhydratreiche Abendessen dazu in der Lage, die Spiegel von Leptin und Adiponektin auf eine Weise zu verändern, die eine bessere Sättigung und ein besseres hormonelles Profil förderten.
„Die experimentelle Ernährung modifizierte die Leptin- und Adiponektinkonzentrationen im Vergleich zu den Basiswerten und zu den Werten der Kontrollernährung. Eine einfache Ernährungsmanipulation der Kohlenhydratverteilung scheint bei Menschen, die unter Übergewicht leiden im Vergleich zu einer konventionellen Gewichtsabbaudiät zusätzliche Vorzüge mit sich zu bringen.“
Was ich jedoch am interessantesten fand – zumindest für diejenigen unter uns, die einen niedrigen Körperfettanteil aufrecht erhalten möchten – war, dass das kohlenhydratreichere Abendessen die durchschnittlichen Leptinspiegel im Vergleich zur Standardernährung erhöhte.
„Unsere experimentelle Ernährung könnte die tägliche Leptinausschüttung manipulieren und zu höheren relativen Konzentrationen über den Tag gesehen führen. Wir vermuten, dass diese Modifikation der Hormonausschüttung den Studienteilnehmern dabei geholfen hat, eine bessere Sättigung während der wachen Stunden des Tages zu erreichen, was die Einhaltung der Diät auf längere Sicht verbessert hat und zu besseren anthropometrischen Ergebnissen geführt hat.“
Diese Studie war solide, aber aus irgendwelchen Gründen wurde nicht erwähnt, wie der Körperfettanteil gemessen wurde. Darüber hinaus wurde die Kalorienzufuhr nicht individuell und basierend auf dem Energiebedarf festgelegt. Da jeder Proband jedoch denselben Beruf (Polizist) ausübte, ist es fair anzunehmen, dass die körperlichen Aktivitäten auf individueller Basis nicht stark variierten. Darüber hinaus war die Stichprobengröße recht groß (78 Probanden), was es unwahrscheinlich macht, dass die Resultate durch diese Faktoren verzerrt wurden.
Zusammenfassung
Die ernährungstechnische Epidemiologie findet für gewöhnlich Verbindungen zwischen bestimmten Mahlzeitenschemata und einem höheren BMI / Körperfettanteil. Die Beziehung kann jedoch ausschließlich auf mit dem Lebensstil in Verbindung stehende Faktoren und Ernährungsgewohnheiten wie Snacks beim Fernsehen, eine allgemein schlechte Nahrungsmittelauswahl, usw. zurückgeführt werden. Menschen die abends mehr essen, konsumieren ganz einfach mehr Kalorien, was erklärt, warum sie mehr wiegen.
Kalorienkontrollierte Studien, die die Auswirkungen einer unterschiedlichen Verteilung einer fixierten Kalorienmenge über den Tag betrachten, sind dünn gesät – ich habe alle hiervon oben aufgezählt. Diese Studien erzählen eine völlig andere Geschichte als die Studien, die man im Bereich der ernährungstechnischen Epidemiologie findet. Während Kurzzeitstudien (15 bis 18 Tage) keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen Mahlzeitenschemata mit früherer oder späterer Nahrungszufuhr finden, zeigen Langzeitstudien (>12 Wochen), dass Ernährungsschemata mit einer höhere Kalorienzufuhr später am Tag bezüglich des Fettabbaus, der Körperkomposition und/oder der Diäteinhaltung überlegene Resultate produzieren. Dies könnte durch eine vorteilhaftere Nährstoffpartitionierung nach den Mahlzeiten aufgrund hormoneller Modulierungen erklärt werden.
Ich verstehe, dass diese Fakten für einige Menschen unter Berücksichtigung von all dem, was sie bisher negatives über eine späte Nahrungszufuhr gehört haben, hart zu schlucken sein werden. Aber andererseits hören wir im Bereich der Gesundheits- und Fitnessgemeinschaft eine Menge seltsame Dinge. Und nur selten passen diese Märchen zur Realität – denke nur an all die Mythen über Fasten, Alkohol und Mahlzeitenfrequenz.
Das war’s für heute. Ich hoffe, dass euch dieser Artikel gefallen hat und dass ihr jetzt beruhigt darüber seid, dass nichts Schlechtes an spätem Essen und großem Mahlzeiten vor dem Zubettgehen dran ist.
Quelle: https://leangains.com/is-late-night-eating-better-for-fat-loss-and-health/

Seit wann ist wenig Schlafen ein Grund zum Angeben? „Digga, ich schlaf‘ nur 5 Stunden pro Nacht!“ Glückwunsch.
Wenig schlafen ist nicht „cool“, sondern hat negative Einflüsse auf Dein Training. Obwohl Du mit wenig Schlaf noch „einigermaßen gut funktionieren“ magst, wirft Dich der Mangel an Schlaf auf dem Weg zu Deinen Trainingszielen zurück.
Die Studien
In einer Studien „verbrannte“ die eine Gruppe mit durchschnittlich 8,5 Stunden Schlaf mehr Fett als die Gruppe, die nur 5,5 Stunden pro Nacht schlief. Zusätzlich verlor die Gruppe mit weniger Schlaft deutlich mehr Muskelmasse (60%!) als die „Langschläfer“-Gruppe. Übrigens: beide Gruppen aßen während der Studie die gleiche Menge an Kalorien. Ein weiterer Grund, warum die auf die Körperzusammensetzung einflussnehmende Faktoren weitaus komplizierter sind als einfach nur „zugeführte VS. „verbrannte“ Kalorien“. Was denkst Du wo Deine Erholung „herkommt“? Babies machen zwei „Dinge“ nach ihrer Geburt: essen und viel schlafen. Warum? Weil der Körper zum Wachsen Erholung benötigt. Wenn Du allerdings nicht genug schläfst, wo soll dann Dein Körper die zusätzliche Zeit zum Wachsen hernehmen.
Relax, Digga!
Den Körper und Kopf nachts „herunterzufahren“ stellt für viele ein nicht zu verachtendes Problem dar. Achte darauf, dass Dein Tag-Nacht-Rhythmus normal funktioniert. Wenn es Draußen dunkel ist, dann stößt Dein Körper vermehrt Melatonin aus. Wenn es hell wird, dann fährt Dein Körper die Melatonin-Ausschüttung runter und erhöht die passende Menge „erregender“ Hormone.
Das Licht, dem Du Dich aussetzt, kann die natürliche, vom Körper geregelte Melatonin-Freisetzung beeinträchtigen und die „Einleitung“ des Schlafs verzögern. Häng abends vor dem Schlafengehen weniger vor der Glotze, Deinem Laptop oder Deinem Handy rum und achte darauf, dass Dein Schlafzimmer natürliches Tageslicht zulässt, damit Dein Körper jeden Morgen „automatisch“ vom Sonnenlicht geweckt wird. Das morgendliche Sonnenlicht hilft Dir dabei, Deinen Körper wieder an den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu gewöhnen.