Training

Hier ist eine kurze Zusammenfassung:
- Du musst hart trainieren, um optimale Fortschritte zu erzielen, aber wenn Du so hart trainierst, dass dies die Qualität Deiner anderen Trainingseinheiten beeinträchtigt oder so viel Stress hervorruft, dass Deine Leistungen nachlassen, dann ist dies eine schlechte Vorgehensweise.
- Wenn Du einen Muskel einmal wöchentlich trainierst, dann kannst Du ihn sehr viel härter fordern, ohne dass dies zu viele negative Auswirkungen hat, als wenn Du einen Muskel mehrmals wöchentlich trainierst.
- Deine Leistungsfähigkeit mit Trainingseinheiten zu testen, die eine Herausforderung für Deinen Körper darstellen, ist ein guter Weg herauszufinden, wozu Du in der Lage bist und die Vorbereitungen auf diese Herausforderungen können Deiner Trainingsmotivation einen deutliche Schub geben.
- Wenn Du nicht ab und zu bis an Deine äußersten Grenzen gehst, dann verlierst Du den Blick dafür, was es bedeutet, wirklich hart zu trainieren. Eine gelegentliche Lektion zum Thema Schmerz im Fitnessstudio wird es Dir erlauben, die Dinge nüchtern zu betrachten.
- Während des Trainings zu kotzen mag hardcore erscheinen, aber wenn Du Dich während des Trainings übergibst, dann bedeutet dies ganz einfach nur, dass Du Deine Nahrungszufuhr und Dein Training falsch abgeschätzt hast, was Dich nicht wirklich hardcore macht.
Das Brennen spüren. Dich in Grund und Boden zu trainieren. Einen mörderischen Muskelkater zu verspüren. Kotzen. Nicht dazu in der Lage zu sein, nach einem Beintrainingstag zu gehen. Nicht dazu in der Lage zu sein, nach einem Armtrainingstag Auto zu fahren. All dies ist für viele Trainierende so etwas wie eine Ehrenmedaille, aber nichts hiervon wird Dir garantieren, dass Deine Trainingseinheit positiv war und zu Verbesserungen führen wird. Trotzdem bevorzugen es viele von uns, sich auf diese Elemente anstatt auf eine objektive Progression zu konzentrieren.
Warum? Weil irrsinnig erscheinende Trainingseinheiten Dich hardcore erscheinen lassen – wie einen Krieger. Dein Training verwandelt sich häufig in einen Test dafür, wie viel Leid und Schmerz Du ertragen kannst. Aber musst Du Dich wirklich bei der einzelnen Trainingseinheit in Grund und Boden trainieren, um Fortschritte zu erzielen?
Ich habe das Gefühl etwas erreicht zu haben
Ich habe früher den TV Sportmoderator Joe Buck trainiert. Wir haben eine Menge Training mit dem Gewichtsschlitten, Tire Flipping (das Umdrehen von Traktorreifen) und Farmers Walks in Verbindung mit Krafttraining ausgeführt. Wir haben uns während der Trainingseinheiten nicht viel Pause gegönnt (was zum Teil damit zusammenhing, dass wir Unterhaltungen auf ein Minimum reduziert haben) und als Resultat hiervon war jede einzelne dieser Trainingseinheiten extrem fordern.
Dann sagte er: „Was ich am Training mit Dir mag ist, dass ich das Gefühl habe, etwas erreicht zu haben.“
Auf den ersten Blick habe ich dies als ein Kompliment angesehen, aber nachdem ich etwas darüber nachgedacht hatte, überdachte ich meinen Trainingsansatz. Ich wollte als der Typ bekannt sein, der Resultate erzielt und nicht als der Typ, der Dir Schmerzen zufügen kann. Einen Klienten im Fitnessstudio völlig fertig zu machen ist leicht – man muss nicht besonders intelligent sein, um dies zu erreichen. Auf lange Sicht gesehen Resultate zu erzielen, ist eine andere Geschichte. Hierfür bedarf es Wissen und sportlicher Fähigkeiten.
Dieses Erlebnis lehrte mich jedoch trotzdem die Lektion, dass der durchschnittliche Trainierende den Wert einer Trainingseinheit daran bemisst, wie unangenehm und schmerzhaft sich diese angefühlt hat.
Viele meiner Klienten wurden zuvor von sadistischen Trainern trainiert, weshalb ich, als sie mit mir zu trainieren begannen, hart daran arbeiten musste, sie davon zu überzeugen, dass nach einer Trainingseinheit noch dazu in der Lage zu sein, gehen zu können, nicht bedeutet, dass es keine gute Trainingseinheit war. Sie akzeptierten jedoch erst dann, was ich ihnen erzählte, als sie begannen gute Resultate zu erzielen.
Ist es wirklich notwendig, dass Du Dich im Fitnessstudio förmlich selbst umbringst? Wenn Du schnelle Fortschritte erzielen möchtest, dann musst Du hart trainieren – sehr viel härter, als die meisten Menschen trainieren. Unglücklicherweise wird noch härteres Training, wenn Du eine bestimmte Schwelle überschritten hast, nicht zu schnelleren Zuwächsen führen und könnte sogar Deine langfristigen Fortschritte beeinträchtigen.
Ich werde Dir ein paar Beispiele aus meinem eigenen Training geben. Ich habe vor kurzem eine CrossFit-/Krafttrainingseinheit ausgeführt, die aus 10 Runden des Folgenden bestand:
- 4 * Atlassteinheben vom Boden zur Schulter (175 Pfund)
- 4 * Frontkniebeugen (225 Pfund)
- 4 * Bankdrücken (225 Pfund)
Dies wurde jede Minute zur vollen Minute ausgeführt, was bedeutete, dass ich zu Beginn jeder vollen Minute mit einer Übung begann und eine Minute hatte, um diese Übung auszuführen, bevor ich zur nächsten Übung übergehen musste. Wenn die Ausführung von 4 Wiederholungen 30 Sekunden dauerten, dann bedeutete dies, dass ich 30 Sekunden Pause hatte, bevor ich mit der nächsten Übung weitermachen musste.
Auch wenn die Gewichte bei dieser Trainingseinheit nicht gigantisch waren, kann ich Dir sagen, dass 4 Frontkniebeugen mit 225 Pfund zwanzig Sekunden nach Atlassteinheben hart sind. Ich fühlte mich nach der Trainingseinheit toll. Völlig ausgelaugt, alles tat weh und ich fühlte mich so müde wie lange nicht mehr. Ich war aufgeregt. Ich hatte das Gefühl „etwas erreicht zu haben.“ Ich war so stolz und aufgepumpt, dass ich plante dreimal wöchentlich ähnliche Trainingseinheiten auszuführen. Dieser Vorsatz hielt jedoch nicht lange vor. Am nächsten Morgen hatte ich den schlimmsten Muskelkater meines Lebens – Quadrizeps, Bizeps, Schultern, Rücken – alles fühlte sich wie durch den Wolf gedreht an. Und ich fühlte mich fertig, müde und unmotiviert. Dieser Muskelkater und das allgemein bescheidene Allgemeinbefinden hielten 5 Tage lang an. Ich versuchte einmal während dieser 5 Tage zu trainieren, aber hörte bereits nach 10 Minuten wieder auf, da dieses Training nichts gebracht hätte.
Ich bin jetzt niemand, der aufgrund eines Muskelkaters auf sein Training verzichten würde, aber dieser Muskelkater war exzessiv. Die Frage, die ich mir stellen musste, war folgend: „War diese Trainingseinheit wirklich so produktiv, dass sie es wert war, vier andere Trainingseinheiten zu verpassen?“ Jeder Narr könnte sehen, dass diese Antwort ein eindeutiges „Nein“ ist. Du musst hart trainieren, um optimale Fortschritte zu erzielen, aber wenn Du so hart trainierst, dass dies die Qualität Deiner anderen Trainingseinheiten beeinträchtigt, oder so viel Stress hervorruft, dass Deine Leistungsfähigkeit nachlässt, dann ist dies eine schlechte Vorgehensweise.
Diejenigen, die sich förmlich selbst umbringen und Fortschritte erzielen
Ich werde es trotzdem sagen – es ist schwer mit Resultaten zu streiten. Es gibt in der Tat viele Jungs und Mädels, die sehr gute Resultate erzielen, indem sich jede ihrer Trainingseinheiten bis an die Schwelle des Todes treiben. Hierzu habe ich folgende Gedanken: Wie weit Du Dich in die Gefahrenzone begeben kannst, hängt von Deiner Trainingsfrequenz ab. Wenn Du einen Muskel nur einmal wöchentlich trainierst, dann kannst Du diesen viel härter „bestrafen“, ohne dass dies negative Auswirkungen besitzen wird, als wenn Du diesen Muskel mehrmals wöchentlich trainierst. Was wird es Dir ausmachen, wenn Du nach dem Beintrainingstag fünf Tage nicht laufen kannst, wenn Du Deine Beine nur einmal pro Woche trainierst? Für jemanden wie mich, der an die wichtige Bedeutung der Trainingsfrequenz glaubt und diese für wichtiger als andere Trainingsvariablen hält, ist es jedoch sehr viel schwieriger die richtige Dosis zu finden. Du musst Deine Muskeln ausreichend stimulieren, um Fortschritte zu erzielen, aber sie nicht so hart fordern, dass dies die nächste Trainingseinheit beeinträchtigt.
Mit wie viel „Bestrafung“ Du während einer Trainingseinheit zurecht kommen und Dich ausreichend regenerieren kannst, hängt auch von der Menge an Gewicht ab, die Du relativ zu Deinem 1RM Gewicht bewegst.
Wenn Dein durchschnittliches Gewicht bei Deinen Trainingseinheiten bei 60 bis 70% Deines 1RM Gewichts liegt, dann wirst Du Dich sehr viel weiter in die Schmerzzone wagen können, ohne dass dies negative Auswirkungen haben wird, als wenn Du 80 bis 90% verwendest – ganz zu schweigen von 90 bis 100%.
Ich glaube daran, dass sich der Körper von super intensivem Muskeltraining und Stoffwechseltraining erholen kann, was insbesondere bei Verwendung der richtigen Pre-, Intra- und Post-Workout Ernährung der Fall ist. Die Probleme beginnen dann, wenn Du Trainingseinheiten, mit denen Du Dich förmlich selbst umbringst mit der Verwendung schwerer Gewichte kombinierst, weshalb ich nicht überrascht bin, wenn ich Bodybuilder sehe, die dazu in der Lage sind, sich beim Training unter Verwendung von Techniken wie absteigenden Sätzen, Rest-Pause, Teilwiederholungen, usw. förmlich umzubringen, da sie Gewichte verwenden, die relativ zu ihren Kapazitäten recht niedrig ausfallen.
Man sollte auch die Rolle einer „veränderten Physiologie“ nicht übersehen, wenn es um die Regeneration geht.
Medikamente wie Steroide, Wachstumshormone und andere, können Dir dabei helfen, Dich sehr viel schneller vom Training zu erholen. Wenn Du mit chemischer Unterstützung trainierst, wird ein Training, bei dem Du Dich förmlich selbst umbringst, keinen lange andauernden negativen Einfluss auf Deine Trainingskapazität besitzen. Ich möchte hiermit nicht sagen, dass jeder, der durch ein Training wie ein Irrer gute Zuwächse erzielt, auf Steroiden ist – ich sage lediglich, dass eine chemische Unterstützung einer der Faktoren ist, die es einem Trainierenden erlauben können, länger und härter zu trainieren und sich trotzdem angemessen hiervon zu erholen.
Wir alle haben unsere spezifische Physiologie und reagieren unterschiedlich auf das Training Einige Menschen reagieren besser auf Volumen und andere auf schwere Gewichte. Genauso scheinen einige Menschen „unzerstörbar“ zu sein, während andere nur mit einer begrenzten Menge an Stress zurecht kommen.
Ich habe einmal einen Olympischen Athleten trainiert, der super explosiv war – die explosivste Person, die ich je gesehen hatte. Er war sehr stark (er drückte bei einem Körpergewicht von unter 80 Kilo fast 200 Kilo auf der Bank), aber er kam nur mit maximal 6 bis 8 Arbeitssätzen in einer Trainingseinheit zurecht – nicht Sätze pro Übung, sondern Gesamtsätze pro Trainingseinheit. Auf der anderen Seite kenne ich auch Jungs, die Tag für Tag 2 bis 3 Stunden lang Satz für Satz ausführen können.
Wir werden gut darin, mit dem Training in Verbindung stehende Erschöpfung zu ignorieren Zuerst fühlen wir uns vielleicht etwas müde und unsere Motivation lässt etwas nach, aber als engagierte Kraftsportler zwingen wir uns dazu, trotzdem trainieren zu gehen. Nach einiger Zeit beginnen wir damit, uns an den Zustand der Erschöpfung zu gewöhnen, den wir bald als unseren normalen Zustand ansehen. Und auch wenn wir nur mit 70% unserer Kapazität funktionieren, bemerken wir dies nicht einmal.
Jemand, der nichts anderes zu tun hat als zu trainieren, wie z.B. ein Profisportler, wird sich offensichtlich schneller als jemand mit einem Vollzeitjob vom Training erholen, was insbesondere dann gilt, wenn es sich um einen körperlich oder mental fordernden Job handelt. Ein russischer Gewichtheber, der von der Regierung bezahlt wird und unbegrenzten Zugang zu Massagen, Physiotherapie und Regenerationsmethoden wie Eisbädern und Saunabesuchen hat, wird dazu in der Lage sein, sechs Stunden pro Tag zu trainieren, während Dich dieselbe Arbeitslast innerhalb kürzester Zeit umbringen würde.
Kann im Kraftraum wie ein Verrückter zu trainieren von Vorteil sein?
Auch wenn ich daran glaube, dass man sich auf Progression und dazu in der Lage zu sein, jeden Muskel öfter trainieren zu können, konzentrieren sollte, glaube ich trotzdem, dass wirklich mörderische Trainingseinheiten bis an die Schwelle des Todes einige Vorzüge besitzen könnten. Bis zum Muskelversagen und darüber hinaus zu gehen (mit absteigenden Sätzen, Rest-Pause, Teilwiederholungen nach Erreichen des Muskelversagens, usw.) ist in der Tat vertretbar, wenn es um die Anregung eines Muskelwachstums geht.
Wenn ich ein Fürsprecher für ein Training bis zum vollständigen Muskelversagen wäre, dann könnte ich dies mit Leichtigkeit solide begründen. Ich könnte damit beginnen Dr. Vladimir Zatsiorsky zu zitieren: „Eine Muskelfaser, die rekrutiert, aber nicht ermüdet wurde, wurde nicht trainiert.“ Auch wenn Du vielleicht nicht bis zum Muskelversagen und darüber hinaus gehen musst, um die Faser zu trainieren, bietet Dir ein Training bis zum Muskelversagen eine Art Versicherung dafür, dass Du eine Menge Muskelfasern ermüdet hast.
Das Gegenargument ist, dass ein Erschöpfen der motorischen Einheiten nicht der einzige Weg ist, um einen Muskel zum Wachsen zu bringen. Zellsignalisierung (unter anderem eine mTOR Aktivierung) und hormonelle Reaktionen sind Beispiele für andere Dinge, die zu einem Muskelwachstum führen können. Genauso wenig ist eine Muskelerschöpfung für Kraftzuwächse notwendig, da eine Verbesserung neuronaler Faktoren zu Zuwächsen an Kraft zu führen wird, ohne dass hierfür jede Muskelfaser erschöpft werden muss.
Deinen Mut mit fordernden Trainingseinheiten zu testen, ist ein hervorragender Weg, Deine körperlichen Fähigkeiten auszutesten.
Außerdem kann die Vorbereitung dafür, für diese Herausforderungen bereit zu sein, Deine Trainingsmotivation signifikant steigern. Ich verwende bei meinem Training ein bis zweimal pro Monat solche auf neuen Herausforderungen basierende Trainingseinheiten. Diese können unterschiedliche Formen annehmen: die Atlasstein/Frontkniebeugen/Bankdrücken Trainingseinheit, die ich oben erwähnt habe; eine Ausführung von 100 Wiederholungen Bankdrücken; 100 Wiederholungen Power Cleans (Power Umsetzen) mit 90 Kilo, 50 Wiederholungen Kniebeugen…. Dies sind Dinge, die ich in der Vergangenheit getan habe. Auch wenn mich all diese Trainingseinheiten für Tage bewegungsunfähig gemacht haben, haben sie mir auch eine Menge Motivation geliefert und mich gelehrt, mich hart zu fordern.
Im Kraftraum wie ein Verrückter zu trainieren kann Deine Wahrnehmung von schwerem Training verändern.
Du musst Dich im Kraftraum nicht umbringen, um Fortschritte mit einer optimalen Rate zu machen, aber Du musst sehr hart trainieren. Wenn Du jedoch nicht von Zeit zu Zeit wirklich an Deine Grenzen gehst, dann wirst Du das Gefühl dafür verlieren, was hartes Training wirklich ist. Es kann in der Tat sein, dass Du Deinen Drive verlierst und von Monat zu Monat immer etwas weniger hart trainierst. Du wirst nicht einmal bemerken, dass Du nachlässt! Auf einer Skala von 1 bis 10 sollte Deine durchschnittliche Trainingsintensität bei 8 liegen, aber wenn Du niemals bis zur 10 gehst, dann wirst Du das Gefühl dafür verlieren, was eine 8 auf dieser Skala wirklich ist. Aus diesem Grund gehen viele Trainierende in Wirklichkeit nur bis zu einer 5 oder 6, wenn sie denken, dass sie sich bei einer 8 befinden. Eine gelegentliche Lektion des Schmerzes wird es Dir erlauben, die Dinge im richtigen Verhältnis zu sehen. Stufe „10“ Trainingseinheiten auszuführen kann nützlich sein, aber Du musst verstehen, wie diese Deinen Körper beeinflussen und Dein Training dementsprechend planen. Dir sollte klar sein, dass Du nach einer solchen Trainingseinheit für ein paar Tage nicht optimal in Form sein wirst, weshalb Du in den Tagen nach Deiner Herausforderung entweder Ruhetage oder ein paar leichtere Trainingstage einplanen solltest.
Mehr zu Training bis zum Muskelversagen…und darüber hinaus
Es gibt irrsinnige Crossfit/GPP und irrsinnige Bodybuilding Trainingseinheiten. Bei ersteren bringst Du Dich mit stoffwechseltechnischem Training um, wobei Du bis zu dem Punkt gehst, an dem Du Dich übergeben musst. Letzteres bezieht sich darauf soviel Schmerz wie möglich bei jedem einzelnen Satz herbeizuführen, indem Du bis zum völligen Muskelversagen und darüber hinaus gehst. Wie ich bereits erwähnt habe gibt es in der Tat einen möglichen Vorzug eines Trainings bis zum Muskelversagen. Du wirst hierdurch sicherstellen, dass Du eine maximale Menge an Muskelfasern erschöpft hast und diesen Satz somit so effektiv wie möglich gemacht hast, um eine Anpassung anzuregen. Erinnere Dich daran, dass das Muskelversagen selbst nicht notwendig ist, um die Muskelfasern optimal zu erschöpfen, dies jedoch eine brauchbare Versicherungspolice darstellt. Ich möchte hervorheben, dass ein Muskelversagen nicht immer aufgrund einer völligen Muskelfasererschöpfung zustande kommen muss. Ein Muskelversagen kann aufgrund einer Erschöpfung der Energiereserven (Erschöpfung des phosphagenen Systems das auch als ATP, Kreatinphosphat Energiesystem bekannt ist), einer Unfähigkeit des Nervensystems weiter motorische Einheiten zu rekrutieren, einem Verlust der Reaktion der Muskelfasern auf den neuronalen Antrieb (dies kann durch eine Übersäuerung der Muskeln hervorgerufen werden) und einer Muskelfasererschöpfung zustande kommen.
Ein Training bis zum Muskelversagen ist deshalb nicht notwendigerweise ein Indikator dafür, dass Du die maximale Menge an Muskelfasern vollständig erschöpft hast und ein Training bis zum Muskelversagen muss deshalb nicht unbedingt einen signifikanten Unterschied zu einem Beenden des Satzes eine Wiederholung vor Erreichen des Muskelversagens machen. Ein Training bis zum Muskelversagen und darüber hinaus kann jedoch die Zellsignalisierung verstärken, die für eine Steigerung der Proteinsynthese verantwortlich ist und kann außerdem zu einer lokalen Ausschüttung von Wachstumsfaktoren führen. Somit macht es Sinn, dass ein Training bis zum Muskelversagen das Muskelwachstum effektiv anregen kann.
Der Nachteil ist, dass das Kosten-Nutzen Verhältnis dies verbietet. Es besteht kein Zweifel daran, dass Du ein Muskelwachstum durch ein Training über das Muskelversagen hinaus anregen kannst. Ich werde an dieser Stelle meine Ökonomie Analogie verwenden: Du verfügst über eine begrenzte Menge an Geld, die Du für Dein Training ausgeben kannst. Ein Satz, bei dem Du bis zum Muskelversagen oder darüber hinaus gehst, ist kostspieliger als ein regulärer Satz, bei dem Du eine Wiederholung vor Erreichen des Muskelversagens aufhörst. Wenn Du Dich also für den super intensiven Weg entscheidest, musst Du an anderer Stelle Einsparungen vornehmen, um zu verhindern, dass Dir Dein Trainingsbudget ausgeht – was zu Stagnationen und sogar Übertraining führen wird. Dir sollte außerdem bewusst sein, dass Dir als steroidfreiem Trainierenden weniger Trainingsgeld zur Verfügung steht. Anabole Hilfsmittel stellen Dir eine höhere Summe an Trainingsgeld zur Verfügung, die Du investieren kannst.
Wenn Du jedoch ein Bodybuilder bist, der jede Muskelgruppe nur alle 5 bis 7 Tage trainiert, dann ist es wahrscheinlich in Ordnung eine vernünftige Anzahl an Sätzen bis zum Muskelversagen und darüber hinaus zu verwenden. Wenn Du jedoch jede Muskelgruppe dreimal wöchentlich trainierst (oder auch nur zweimal wöchentlich), dann bettelst Du wahrscheinlich um Probleme.
Sich während des Trainings übergeben: Eine Ehrenauszeichnung für besonders hart Trainierende?
Heute zutage wird sich während einer harten Trainingseinheit übergeben zu müssen, als hardcore oder ein Zeichen für ein extrem hartes und intensives Training angesehen, aber ist das wirklich so? Der Hauptgrund dafür, dass Du Dich während einer intensiven Trainingseinheit übergibst, ist eine Umleitung des Blutflusse weg von Deinem Magen und hin zu Deinen Muskeln. Der Körper wird immer mehr Blut da hin senden, wo es am dringendsten benötigt wird. Während intensiver Trainingseinheiten benötigen Deine Muskeln zusätzlichen Sauerstoff und es müssen verstärkt stoffwechseltechnische Abfallprodukte von den Muskeln wegtransportiert werden. Als Resultat hiervon wird der Körper mehr Blut zu den Muskeln senden, um diesen mehr Sauerstoff zu liefern und gleichzeitig Abfallprodukte von den Muskeln weg zu transportieren. Dies bedeutet natürlich auch, dass weniger Blut zum Magen transportiert wird. Dies ist der Punkt, an dem die Probleme beginnen. Wenn Du immer noch eine große Mahlzeit verdaust, wenn der Blutfluss vom Magen weg, hin zu den Muskeln umgeleitet wird, dann kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Wenn Du Dich also während einer Trainingseinheit übergeben musst, dann beutet dies ganz einfach, dass:
- Dein Training eine sehr starke Verschiebung des Blutflusses zu den Muskeln hin bewirkt.
- Du Deine Nahrungszufuhr und Dein Training in Relation zueinander schlecht getimt hast, was Dich nicht wirklich hardcore macht.
Welche Typen des Trainings haben also mit der größten Wahrscheinlichkeit zur Folge, dass Du Dich übergeben musst? Logischerweise alles, was es notwendig macht, dass große Mengen an Blut zu Deinen Muskeln gesendet werden. Dies trifft auf jeden Typ des Trainings zu, der eine hohe Energieproduktion notwendig macht, aber von besonderem Interesse ist hier die körperliche Arbeit, die zu einer starken Akkumulation von stoffwechseltechnischen Abfallprodukten führt. Hartes Training mit dem Gewichtsschlitten, 400 bis 800 Meter Sprints, bei denen Du alles gibst, CrossFit WODs und Bodybuildingtraining, das eine starke Ansammlung von Milchsäure bewirkt sind Typen des Trainings, die aufgrund der Notwendigkeit eines Abtransports der angesammelten stoffwechseltechnischen Abfallprodukte ein Erbrechen während des Trainings hervorrufen können. Also ja, je intensiver Du diese Typen von Aktivitäten ausführst, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dir Dein Mittagessen noch einmal durch den Kopf gehen lässt.
In gewisser Hinsicht ist es also wahr, dass ein Training bis zum Punkt des Erbrechens bedeuten könnte, dass Du dazu in der Lage bist, eine Menge Schmerz und Leid im Fitnessstudio zu ertragen. Den Punkt zu erreichen, an dem Deine Muskeln so viele Abfallprodukte produzieren, dass Dir schlecht wird bedarf einer sehr hohen Schmerztoleranz – insofern bist Du also wahrscheinlich hardcore. Wenn Du dazu in der Lage bist, den Punkt zu erreichen, an dem Du Dich übergibst, bist Du wahrscheinlich jemand, der körperlich und mental sehr hart ist. Aber ist dies ein erstrebenswertes Ziel? Auch ein Training bei extrem schwülem Wetter bis zum Erreichen eines Hitzschlages ist ein Zeichen dafür, dass Du einiges an Schmerzen und Unannehmlichkeiten ertragen kannst, aber es ist einer schnellen Progression mit optimalen Fortschritten nicht wirklich zuträglich. Sich zu übergeben stellt keinen anabolen Stimulus dar. Die Handlung des sich Übergebens wird keine Zuwächse an Kraft- oder Muskelmasse hervorrufen, aber kann dies Deine Fortschritte auch behindern? Wenn du Dich ab und zu beim Training übergibst, wird dies Deine Zuwächse wahrscheinlich nicht beeinträchtigen. Nach dem Übergeben geschehen jedoch einige Dinge, die es Dir schwerer machen können, das Meiste aus Deiner Trainingseinheit herauszuholen:
- Du verlierst Elektrolyte, was es Dir schwerer machen werden, maximale Leistungen zu erbringen und Dich zu regenerieren
- Du verschwendest Nährstoffe, die für Wachstum und Regeneration verwendet werden könnten
- Du kannst Dir Deinen Appetit für mehrere Stunden nach dem Training ruinieren
- Du kannst Deine Trainingseinheit ruinieren. Nicht jeder ist dazu in der Lage hart weiter zu trainieren, nachdem er sich übergeben hat.
- Du riskierst zu dehydrieren. Und eine Dehydration führt zu einer signifikanten Reduzierung Deiner Leistungsfähigkeit.
Wie Du siehst, besteht kein enormes Risiko des Muskelabbaus, aber es bleibt trotzdem kontraproduktiv für ein optimales Training, ein optimales Wachstum und eine optimale Regeneration.
Fazit
- Das Training eines Muskels bis zu dem Punkt, an dem Du am Ende einer Trainingseinheit unfähig bist, Dich zu bewegen, kann Deine Kapazität begrenzen, diesen Muskel in naher Zukunft erneut zu trainieren. Es könnte für diejenigen funktionieren, die jeden Muskel nur einmal pro Woche trainieren, aber wenn Du jeden Muskel häufiger trainierst, könnte eine solche Art des Trainings kontraproduktiv sein.
- Wir alle verfügen nur über begrenzte Regenerationskapazitäten und begrenzte Kapazitäten, durch körperliche Arbeit zu wachsen. Wenn Du in Sätze über das Muskelversagen hinaus investierst, dann sollte Dir klar sein, dass Du Dein Gesamtvolumen reduzieren solltest, da Deine Fortschritte ansonsten stagnieren könnten.
- Einige Menschen können sich aufgrund ihrer Physiologie (Genetik oder chemische Unterstützung) schneller regenerieren und von Trainingsreinheiten mit Nahtoderfahrungen profitieren, aber die meisten können dies nicht, wenn sie diese Art von Trainingseinheiten zu oft ausführen.
- Unregelmäßige, fordernde Trainingseinheiten, die einmal alle paar Wochen ausgeführt werden, können sowohl aus physiologischer, als auch aus psychologischer Sicht eine sehr effektive Strategie darstellen.
- Progression ist alles. Wenn Du keine Fortschritte bezüglich Kraft, Leistungsfähigkeit und/oder Körperkomposition von Woche zu Woche erzielst, dann könnte es sein, dass Dein Training oder Deine Ernährung nicht optimal sind.
Wenn im Training bis an die äußersten Grenzen und darüber hinaus zu gehen nicht zu Progressionen von Woche zu Woche führt, dann ist es wahrscheinlich, dass genau dieses Training Dich zurückhält.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/how-hard-do-you-need-to-work-out
Von Christian Thibaudeau

Hier ist eine kurze Zusammenfassung:
- Wenn Hypertrophie Dein primäres Ziel ist, dann solltest Du in allen Wiederholungsbereichen trainieren. Es dreht sich nicht alles nur um „Trainiere schwer oder geh nach Hause.“
- Um optimal Muskeln aufzubauen, brauchst Du auch etwas Olympisches Gewichtheben und Powerlifting.
- Du trainierst wahrscheinlich nicht hart genug. (Ja, Du.)
- Du solltest Deine Körperentwicklung zweimal jährlich professionell bewerten lassen.
- Du brauchst einen Plan, solltest ein Trainingstagebuch führen und musst Dich auf Konsistenz konzentrieren.
- Viele Bodybuilder sehen nicht aufgrund von dem, was sie tun, gut aus, sondern trotz dem, was sie tun.
- Befolge nicht blind die Ratschläge von irgendjemandem, nur weil er toll aussieht. Suche Dir stattdessen einen guten Trainer.
1. Muskulöse Kraftsportler verwenden eine Auswahl unterschiedlicher Wiederholungsbereiche Ein Training für Masse und ein Training für reine Kraft unterscheiden sich voneinander. Sicher, es gibt eine gewisse Korrelation zwischen Muskelmasse und Kraft, aber nur weil jemand sehr viel Muskelmasse mit sich herumträgt, bedeutet dies nicht, dass er enorm stark sein muss…und umgekehrt.
Der Grund hierfür hat primär damit zu tun, wie unterschiedlich ein hypertrophieorientiertes Training und ein reines Krafttraining tatsächlich sind. Stärker zu werden bedarf der Generierung einer maximalen Spannung im Muskel und dies erreichst Du durch die Verwendung schwerer Gewichte und einer so kraftvollen Bewegung dieses Gewichts, wie möglich. Dies führt zu einer Bildung von mehr Myosinfilamenten und zu Verbesserungen im Bereich des Nervensystems – und beides hiervon wird Dir helfen stärker zu werden. Ein Training für Hypertrophie bedarf hingegen eines breiter gefächerten Ansatzes. Zusätzlich zur Ausführung von einigen schweren Sätzen unter Verendung Deines 1 bis 5 RM Gewichts wirst Du auch ausreichend Zeit damit verbringen müssen, eine stoffwechseltechnische Erschöpfung durch Sätze mit höheren Wiederholungszahlen zu induzieren. Dies umfasst Sätze in den Wiederholungsbereichen 6 bis 10, 10 bis 15 und 15 bis 20.
Die Frage ist also, wo Du Deine Trainingszeit verbringst. Wenn ein Muskelaufbau Dein primäres Ziel ist, dann wirst Du Zeit in allen Wiederholungsbereichen verbringen müssen. Und es sind nicht nur die Wiederholungsbereiche – selbst die Ausführung der Wiederholungen unterscheidet sich. Bei einem Bodybuildingtraining musst Du Dich mehr darauf konzentrieren, den Muskel arbeiten zu spüren, während Du Dich bei einem Krafttraining mehr darauf konzentrierst, das Gewicht einfach nur zu bewegen.
Auch die Pausenintervalle sind unterschiedlich. Ein Krafttraining erfordert längere Pausenintervalle, während ein Hypertrophietraining nach kürzeren Pausen verlangt. Im Endeffekt musst Du Dich entscheiden, ob Dein Ziel Hypertrophie oder Kraft ist und dann dementsprechend trainieren.
2. Muskulöse Jungs verwenden die Übungen des Powerliftings oder sogar des olympischen Gewichthebens
Wenn ich noch einmal mit dem Bodybuilding beginnen könnte, dann wäre eine Sache, die ich definitiv anders machen würde, die Verwendung von etwas Training im Stil des olympischen Gewichthebens oder des Powerliftings. Heute zutage gibt es bei Wettkämpfen des olympischen Gewichthebens nur noch zwei Übungen – Reißen und Stoßen – aber zu Bodybuilding Zwecken solltest Du auch die inzwischen „ausrangierte“ Disziplin des Drückens verwenden.
Wenn es ums Powerlifting geht, dann sprechen wir von Bankdrücken, Kniebeugen und Kreuzheben. Trotz der Beliebtheit des Bankdrückens solltest Du Dich jedoch mehr auf die beiden anderen Übungen konzentrieren.
Aber werden wir etwas spezifischer. Nicht viele Bodybuilder haben einen hervorragenden Rücken. Selbst wenn jemand über einen großen Latissimus verfügt, dann neigt er oft lediglich dazu, im Bereich des oberen Rückens zwischen den Schulterblättern eine dicke Schicht von Muskeln zu haben. Durch ein Training mit der Übung des Reißens baust Du jedoch nicht nur Masse im Bereich des oberen Rückens auf, sondern gleichzeitig auch die externen Rotatoren der Schultern. Selbiges gilt für den Teil der Bewegung des Umsetzens beim Stoßen, alias Power Clean oder Power Stoßen. Diese Bewegung ist hervorragend für den Aufbau eines kraftvollen oberen Rückens, eines kraftvollen Trapezius, kraftvoller hinterer Schultermuskeln, usw. geeignet. Wenn Du diese Bereiche des oberen Rückens auch dann trainieren willst, wenn Du an Deinen Schultern arbeitest, dann verwende die Übung des Umsetzen und Drückens (Clean and Press). Diese Übung ist nicht so leicht, wie einfach auf Deinem Hintern zu sitzen und die Langhantel über dem Kopf nach oben zu drücken, aber sie ist sehr viel funktionaler und bietet Dir mehr für Deine Anstrengungen. Dies bedeutet nicht, dass Du kein Schulterdrücken im Sitzen mit Kurzhanteln oder einer Langhantel ausführen solltest. Stattdessen solltest Du diese Übungen regelmäßig gegeneinander austauschen. Es ist empfehlenswert, diese Übungen am Anfang Deiner Trainingseinheit auszuführen. Was die drei Übungen des Powerliftings angeht, wirst Du sicherlich bereits Bankdrücken und Kniebeugen ausführen, aber anstatt diese immer im Bodybuilding Stil mit höheren Wiederholungszahlen auszuführen, solltest Du sie gelegentlich so ausführen, wie ein Powerlifter dies tun würde – schweres Gewicht, niedrige Wiederholungszahlen und lange Pausen zwischen den Sätzen. Dasselbe gilt für Kreuzheben, welches in Bodybuildingkreisen traurigerweise nicht so beliebt ist, wie es sein sollte.
3. Sie lassen ihre Körperentwicklung regelmäßig ehrlich durch andere bewerten
Du bist derjenige, der am schlechtesten darin ist, Deine Körperentwicklung zu bewerten. Wenn wir uns selbst bewerten, dann neigen wir in der Regel dazu, bei unserem Urteil entweder zu kritisch oder zu wohlwollend zu sein. Egal, was von beidem auch zutreffen mag gilt, dass Du Hilfe von außen benötigst, wenn Du einen wirklich guten Körper aufbauen möchtest. Oft wird jemand, der Erfahrung darin hat, Teilnehmer von Bodybuilding Wettkämpfen zu bewerten, am besten dazu geeignet sein, Deine Körperentwicklung zu bewerten. Oder lasse einen Old-School Bodybuilder, der viel Erfahrung hat, einen Blick auf Deinen Körper werfen. Und lasse auch Personen außerhalb der Welt des Wettkampfbodybuildings, die ein wirklich gutes Auge für eine gute Körperentwicklung haben, nicht außen vor.
Bis Du eine solche Person des Vertrauens gefunden hast, lasse ein paar Leute, die gewillt dazu sind, einen Blick auf Deine Körperentwicklung werfen. Du wirst bei dem, was sie sagen, wahrscheinlich bestimmte Trends erkennen. Wenn ja, dann sind sie wahrscheinlich auf der richtigen Spur – egal ob Du das magst oder nicht. Als letzten Ausweg kannst Du Fotos von Dir selbst machen und diese so gut wie möglich bewerten, indem Du Dir vorstellst, dass diese Bilder den Körper von jemandem anderen zeigen. Es kann vielleicht helfen, wenn Du den Kopf auf den Bildern abschneidest. Bewerte Deine Körperentwicklung mehrmals jährlich. Dies ist der einzige Weg, ein personalisiertes Trainingsprogramm zu erstellen, das Dir dabei helfen wird, Deine Körperentwicklung auf die nächste Stufe zu heben.
4. Sie verwenden eine Auswahl unterschiedlicher Satz-, Wiederholungs- und Pausenschemata
Es ist wahr, dass Du, wenn Du nur in einem Wiederholungsbereich für eine Hypertrophie trainieren könntest, dies der Bereich von 8 bis 12 Wiederholungen pro Satz wäre. Drei Sätze pro Übung mit 60 bis 90 Sekunden Pause zwischen den Sätzen stellen eine solide Faustregel dar. Du solltest jedoch nicht mehr als die Hälfte Deiner Trainingszeit damit verbringen, diese „idealen“ Variablen zu implementieren. Wieder und wieder erzielen Bodybuilder die besten Resultate dadurch, dass sie während ihres Trainings mehr Zeit unter Verwendung einer Auswahl unterschiedlicher Satz- und Wiederholungsschemata und unterschiedlicher Pausenintervalle verbringen. Probiere z.B. 10 x 3 mit 2 Minuten Pause zwischen allen diesen 10 Sätzen aus. Dies für 6 bis 8 Wochen zu tun wird Wunder bewirken, was Deine Kraft angeht und außerdem Deine Muskeldichte verbessern. Wenn Du danach wieder zum bewährten 8 bis 12 Wiederholungsbereich übergehst, wirst Du dazu in der Lage sein, mehr Gewicht zu verwenden was offensichtliche Vorzüge besitzt, die letztendlich zu größeren Muskeln führen werden.
Auf der anderen Seite solltest Du gelegentlich auch Phasen mit leichteren Sätzen und kürzeren Pausenintervallen in Dein Training einbauen. Probiere z.B. 5 x 15-20 mit lediglich 20 bis 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen aus. Dies wird eine Menge stoffwechseltechnischen Stress generieren, der Wunder bewirken wird, wenn es darum geht, Deine Muskeln voller und „runder“ erscheinen zu lassen. Es gibt unterschiedliche Wege, um Abwechslung in Dein Training einzubauen. Du kannst Abwechslung innerhalb einer Trainingseinheit für eine spezielle Muskelgruppe verwenden oder Du kannst Trainingszyklen von grob vier bis acht Wochen Dauer verwenden, während denen Du die Betonung auf ein Training mit schweren, leichten oder moderaten Gewichten mit korrespondierenden Pausenintervallen legst.
5. Sie trainieren härter als Du! (wahrscheinlich)
Es ist erstaunlich zu sehen, wie viele Menschen sich darüber beschweren, dass sie scheinbar keine Fortschritte erzielen können, obwohl sie alles richtig machen…oder zumindest denken, dies zu tun. Wenn Du diesen Leuten dann beim Training zusiehst, dann wirst Du sehen, dass sie nicht einmal annähernd hart genug trainieren. Du wirst wahrscheinlich denken, dass dies auf Dich nicht zutrifft, sondern nur auf andere, aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass auch Du nicht hart genug trainierst. Hierbei handelt es sich einfach nur um die statistische Wahrheit.
Tatsache ist, dass hart zu trainieren…nun, es ist wirklich hart! Es bedarf eines außergewöhnlichen Fokus und noch mehr Anstrengungen, um Dich weiter anzutreiben, wenn jeder Teil Deines Körpers und Deines Gehirns Dir sagen, dass Du aufhören sollst. Wenn Du jedoch dazu in der Lage bist, den Schmerz auszublenden und weiter zu machen, dann wirst Du herausfinden, dass Du hierdurch Fortschritte anregen kannst wie nie zuvor. Um eines klar zu stellen – wir sprechen hier nicht davon, bei jedem einzelnen Satz Woche für Woche hart zu trainieren. Dies würde innerhalb von kürzester Zeit zu einem Übertraining führen. Wir sprechen vielmehr über eine intelligente Anwendung eines Trainings, bei dem Du alles gibst. Sobald Du herausgefunden hast, dass ein bestimmter Satz bis zum konzentrischen Muskelversagen ausgeführt werden muss, führst Du diesen Satz so aus, als ob Dein Leben davon abhängen würde und erzwingst so viele Wiederholungen wie menschenmöglich! Dies zu tun ist in etwa so, wie wenn Du Deinen Muskeln befielst zu wachsen anstatt sie höflich darum zu bitten.
Und es geht hier nicht nur um die Ausführung von mehr Wiederholungen – es geht darum, dass Du bei jeder konzentrischen Phase einer Wiederholung alles gibst. Dies wird eine maximale Stimulation des Muskels durch eine Maximierung der Anzahl arbeitender Muskelfasern sicherstellen. Um dies zu erreichen, musst Du damit beginnen, Dich 30 bis 60 Minuten vor dem Training auf die folgende Trainingseinheit mental vorzubereiten. Verwende die Fahrt zum Fitnessstudio als Teil dieser Vorbereitungszeit und drehe Musik, die Dich anfeuert laut auf. Sobald Du das Fitnessstudio erreicht hast, musst Du diesen Fokus aufrecht erhalten. Chatte nicht mit Deiner Freundin, poste nichts auf Facebook und schau auch nicht nach, wer was auf Instagram gepostet hat. Konzentriere Dich auf Deinen nächsten Satz.
Zu Beginn wird Dir dies wahrscheinlich extrem schwer fallen, aber es wird im Lauf der Zeit leichter werden. Aber erwarte nicht, dass es jemals wirklich leicht sein wird. Wenn Training so leicht wäre, dann hätten viele Menschen einen hervorragenden, muskulösen Körper.
6. Muskulöse Trainierende wissen, wann sie eine Pause machen müssen
Nicht häufig genug eine Pause einzulegen ist der mit Abstand größte Fehler, den die Leute beim Bodybuilding machen. Dieser Fehler geht auf das Verlangen, die Konkurrenz stets übertreffen zu wollen und den fehlerhaften Denkprozess, dass mehr besser ist zurück. Die Wahrheit sieht jedoch ganz anders aus: Woche für Woche mit hoher Intensität zu trainieren wird seinen Tribut zollen – insbesondere, was das zentrale Nervensystem angeht. Dies gilt besonders dann, wenn Du die meisten Sätze bis zum Muskelversagen ausführst.
Wir neigen dazu zu denken, dass wir uns ausreichend erholt haben, wenn wir keinen Muskelkater mehr verspüren, doch dies ist nicht nur ein schlechter Indikator dafür, dass die Myofibrillen tatsächlich repariert wurden, sondern ignoriert auch die Regeneration des ZNS.
Um eine vollständige Regeneration sicherzustellen, solltest Du deshalb zwei Typen von Pausen verwenden:
- Pausen von hartem Training
- Vollständige Pausen von jeglichem Training
Was die Pausen von intensivem Training angeht, solltest Du Dein Training in 8 Wochen Blöcke aufteilen. Während dieser 8 Wochen trainierst Du 5 Wochen mit voller Intensität. Während der anderen 3 Wochen gehst Du bei Deinen Arbeitssätzen nicht bis zum Muskelversagen, sondern beendest Deine Sätze zwei bis drei Wiederholungen vor Erreichen des Muskelversagens. Was die vollständigen Pausen vom Training angehen, solltest Du Dir entweder alle 8 Wochen eine halbe trainingsfreie Woche gönnen, oder eine volle Woche alle 16 Wochen. Dies mag nach viel Zeit klingen, aber wenn Du wirklich hart trainierst, dann wirst Du hiervon profitieren.
7. Sie haben einen Plan
„Wenn Du nicht planst, dann planst Du zu versagen.“ Dies ist ein gutes Zitat, das definitiv auf den Erfolg beim Bodybuilding anwendbar ist. Bodybuilder, die einfach nach Gefühl trainieren, neigen dazu Bodybuilder zu sein, die sich auf einem niemals endenden Plateau befinden. Jungs, die kontinuierliche Fortschritte erzielen, haben einen Plan, was sowohl Training, als auch Ernährung angeht. Egal ob Dein Ziel darin besteht, Muskeln aufzubauen, Fett zu verlieren oder eine Kombination von beidem zu erreichen, kann ich einfach nicht oft genug wiederholen, wie wichtig es ist, einen Plan zu haben.
Es scheint so, dass Trainingspläne von 6 bis 8 Wochen und Ernährungspläne von 2 Wochen Dauer dazu neigen, optimal zu sein, aber natürlich kannst Du die Dauer etwas in die eine oder andere Richtung anpassen, ohne deren Effektivität zu beeinträchtigen. Was immer Du auch tust – Du solltest nicht von Mahlzeit zu Mahlzeit oder von Trainingseinheit zu Trainingseinheit zwischen unterschiedlichen Plänen hin und her schwanken. Und versuche nicht, so etwas als „instinktives Training“ oder „instinktive Ernährung“ zu rechtfertigen. Wenn Du so etwas tust, dann bist Du den Launen Deiner augenblicklichen Stimmung, Deines augenblicklichen Energiestatus, usw. ausgeliefert und das ist ganz einfach nicht optimal.
8. Sie führen ein Trainingslog
Wenn es um Dein Training geht, dann ist Dein Trainingstagebuch eine Erweiterung Deines augenblicklichen Trainingsprogramms. Ohne Dein Trainingslog wirst Du bezüglich eines großen Teils Deiner Trainingseinheit improvisieren müssen. Ein Trainingsplan wird Dir sagen, welche Übungen Du ausführen sollst, wie viele Sätze Du ausführen sollst und welchen Wiederholungsbereich Du verwenden sollst. Aber es ist Dein Trainingslog, das Dir genau sagen wird, wie viel Gewicht Du verwenden sollst und wie viele Wiederholungen Du ausgeführt hast, als Du diese Trainingseinheit oder diese Übung zum letzten Mal ausgeführt hast. Nur mit diesen Informationen kannst Du das richtige Gewicht wählen und wissen, auf wie viele Wiederholungen Du bei Deiner augenblicklichen Trainingseinheit abzielen sollst. Sagen wir, dass Dein Trainingsprogramm nach 4 Sätzen a 8 bis 10 Wiederholungen Kniebeugen verlangt. Du schaust in Dein Trainingslog und siehst, dass Du – ohne Berücksichtigung der Aufwärmsätze – während Deiner letzten Trainingseinheit 275 Pfund x 11, 285 Pfund x 10, 295 Pfund x 8 und 295 Pfund x 7 bei diesen 4 Sätzen ausgeführt hast.
Du weißt dann, dass Du heute auf etwas in der Richtung von 285 Pfund x 10, 290 Pfund x 9, 295 Pfund x 8 und 295 Pfund x 8 abzielen solltest. Du hast Deine Gewichtsauswahl so modifiziert, dass Du Dich beim ersten Satz wieder im Bereich von 8 bis 10 Wiederholungen befindest und Dich beim letzten Satz um eine Wiederholung verbessert, indem Du 8 anstelle von 7 Wiederholungen mit 295 Pfund ausgeführt hast.
Ohne ein Trainingstagebuch kannst Du ganz einfach nicht mit diesem Grad der Präzision trainieren. Und Du hast nicht den Vorzug zu sehen, wo Du potentiell und realistisch eine weitere Wiederholung herausholen kannst.
9. Sie achten auf ihren Körper
Einige Trainierende sind nicht besonders gut darin, auf ihren Körper zu achten. Sie denken, dass alles gut ist, so lange sie gut aussehen – ein klassisches Beispiel von Naivität. Dies sind gleichzeitig auch die Trainierenden, die nur ein paar wenige glorreiche Jahre haben.
Als erstes solltest Du auf Schmerzen achten. Aus irgendwelchen Gründen wird es als taff angesehen, durch Verletzungen hindurch zu trainieren, aber taff bedeutet hier nicht intelligent. Schmerz ist der Weg Deines Körpers Dir zu sagen, dass etwas schief läuft. Sagen wir, dass Du Langhantelcurls ausführst und Schmerzen an der Innenseite Deines Ellenbogens verspürst. Dies ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine einsetzende mediale Epikondilytis alias Tennisellenbogen. Wenn diese frühzeitig behandelt wird, bereitet sie kaum Probleme. Wenn sie jedoch über Wochen oder sogar Monate ignoriert wird, dann wird es sehr viel schwerer werden, diese zu behandeln und es wird deutlich länger dauern, bis Du wieder schmerzfrei trainieren kannst. Nebenbei erwähnt kannst Du durch ein regelmäßiges Dehnen der Handgelenksflexoren die Entwicklung eines Tennisellenbogens von vorne herein vermeiden. Und wenn wir gerade beim Dehnen sind, sollte erwähnt werden, dass dies etwas ist, das Du täglich tun solltest. Siehe Dehnen als Teil Deines Trainings an – denn es ist ein Teil hiervon!
Selbiges gilt für ein Arbeiten mit der Faszienrolle und – falls Du es Dir leisten kannst – regelmäßige Weichgewebsmassage. Zu guter Letzt solltest Du, wenn Du über 35 Jahre alt bist oder leistungssteigernde Substanzen verwendest, regelmäßig Deine Blutwerte untersuchen lassen und vielleicht auch Deinen Urin untersuchen lassen. Genau wie bei Weichgewebeverletzungen sind Probleme, die mit Hilfe solcher Untersuchungen frühzeitig gefunden werden können, sehr viel schneller und leichter korrigierbar. Und selbst wenn Dir Deine Gesundheit völlig egal ist und es Dir nur wichtig ist, möglichst muskulös und stark zu werden, musst Du Dich um Deinen Körper kümmern. Ansonsten wirst Du früher oder später mit einer Verletzung oder Krankheit enden, die Dich dazu zwingen wird, Dir eine Auszeit vom Training zu nehmen, während der Du definitiv keine Fortschritte erzielen wirst.
10. Sie betrachten alles nüchtern
Das Leben besteht aus mehr als Training mit Gewichten und essen. Ohne Zweifel wird Dich Bodybuilding (egal ob als Wettkampfsport oder als Freizeitsport) unter anderem Disziplin, Geduld, Zielsetzung und gute alte mentale Härte lehren. Jeder Mensch würde davon profitieren, zumindest eine Zeit lang während seines Lebens hart zu trainieren und sich wirklich gut zu ernähren, um seine Körperentwicklung auf die nächste Stufe zu heben. Aber Du solltest auch sicherstellen, dass Bodybuilding Deine Lebensqualität verbessert, anstatt diese zu reduzieren. Meidest Du z.B. soziale Aktivitäten mit Freunden und Familie, weil Du eine Mahlzeit verpassen oder weniger als 7 oder 8 Stunden Schlaf bekommen könntest? Hast Du schon einmal wegen Deines Trainings auf einen Ausflug oder Urlaub verzichtet, weil Du ein paar Mahlzeiten und Trainingseinheiten verpasst hättest?
Wenn Du jedoch ein paar Monate oder Jahre nach vorne spulst, dann wird es dieser Urlaub sein, an den Du Dich erinnerst und über den Du sprichst – und nicht eine weitere Woche des Trainings mit 6 Mahlzeiten pro Tag. Es gibt Zeiten, während denen man auf bestimmte Aktivitäten verzichten muss, aber wenn Du Dich nicht gerade in der heißen Phase vor einem wirklich wichtigen Wettkampf befindest, dann kannst Du wahrscheinlich auch mal etwas nachlässiger bei Training und Ernährung sein und Spaß mit Freuden oder Familie haben. Betrachte Deine Muskelaufbauziele nüchtern, was insbesondere dann gilt, wenn Du nicht Deinen Lebensunterhalt mit Deiner Körperentwicklung bestreitest. Oder möchtest Du wirklich mit einem tollen Körper und einem nichtexistenten Sozialleben und/oder Familienleben enden?
11. Sie folgen nicht blindlings den Ratschlägen muskulöserer Bodybuilder
Mein augenblicklicher Trainingspartner ist ein wirklich guter Wettkampfbodybuilder, der sich ein paar Wochen vor einem Wettkampf befindet. Mit anderen Worten ausgedrückt, sieht er hervorragend aus! Ich auf der anderen Seite, habe nach einer längeren Auszeit gerade erst wieder mit dem Training angefangen. Mit anderen Worten ausgedrückt sehe ich also wie ein „Normalsterblicher“ aus. Wenn also Leute kommen, um Trainings- und Ernährungsfragen zu stellen, wen werden sie wohl fragen? Ihn natürlich. Er wird dann schnell und offen hervorheben, dass ich der bessere Ansprechpartner für diese Fragen sei, da ich sein Trainer bin.
Es ist völlig natürlich, dass man Ratschläge von jemandem bekommen möchte, der so aussieht, wie man selbst gerne aussehen würde. Es besteht jedoch ein großer Unterschied darin, ein guter Sportler oder ein guter Trainer zu sein. Es wäre z.B. besser beim Trainer von Venus Williams Tennisstunden zu nehmen, als bei Venus Williams selbst. Die Realität ist, dass viele Bodybuilder nicht aufgrund dessen, was sie tun, sondern trotz dessen, was sie tun, hervorragend aussehen.
Bevor ich jemals einen Profibodybuilder trainiert hatte, dachte ich, dass diese Sportler wandelnde Lexika für Trainings- und Ernährungsinformationen wären. Einige sind es auch, aber die Realität ist, dass die meisten es nicht sind. In der Tat wirst Du einige der absurdesten Dinge aus dem Mund von Bodybuildern und Figurathleten auf höchstem Level hören – insbesondere dann, wenn es um die Ernährung geht. Der Punkt ist, dass Du nicht einfach blind den Ratschlägen von jemandem folgen solltest, nur weil dieser hervorragend aussieht. Diese Person könnte auch lediglich aufgrund ihrer genetischen Veranlagungen, leistungssteigernden Verbindungen oder einer Kombination von beidem toll aussehen. Stattdessen solltest Du Dir einen guten Trainer suchen oder danach streben, selbst einer zu werden.
12. Erfolgreiche Kraftsportler sind konsistent
Selbst wenn Du über die besten genetischen Veranlagungen verfügst, wirst Du im Bereich des Bodybuildings ohne Konsistenz nirgendwohin kommen. Gleichzeitig kannst Du selbst mit einer weniger als optimalen genetischen Veranlagung einen eindrucksvollen Körper aufbauen, wenn Du gewillt bist über einen ausreichend langen Zeitraum konsistent zu sein. Um eines klar zu stellen – ich spreche hier von Konsistenz im Bereich von Training und Ernährung und nicht nur vom einen oder vom anderen. Training und Ernährung gehen wie Motor und Getriebe Hand in Hand – das eine wird ohne das andere nicht funktionieren. Zu viele Menschen trainieren und essen ein paar Wochen oder vielleicht sogar ein paar Monate gut, werden dann jedoch irgendwann entmutigt und hören auf damit. Dann werden sie vielleicht irgendwann wieder anfangen und eine Zeit lang konsistent bleiben, nur um danach erneut wieder zu früh aufzuhören.
Muskelaufbau ist etwas anderes als Briefmarkensammeln! Wenn Du einmal damit aufhörst, kannst Du nicht später einfach da weitermachen, wo Du zuvor warst. Stattdessen musst Du erneut von vorne beginnen. Das ist der Grund dafür, dass Konsistenz so entscheidend ist. Um Deine Körperentwicklung wirklich zu maximieren, benötigst Du 5 bis 6 Mahlzeiten pro Tag und musst an 4 oder 5 Tagen pro Woche über mehrere Jahre am Stück trainieren. Es tut mir leid, wenn ich Deine Illusionen zerstört habe, falls Du etwas Leichteres erwartet hattest. Wenn Du ein leichteres Hobby suchst, dann probiere das bereits erwähnte Briefmarkensammeln, das Restaurieren alter Autos oder etwas anderes aus, das nicht dieselbe irrsinnige Menge an konsistenter Disziplin wie der Aufbau von Muskeln bedarf.

F: Ich habe Waden, die wie die Waden von Tara Lipinski aussehen. Soll ich mit hohen oder niedrigen Wiederholungszahlen arbeiten? Wadenheben stehend oder Wadenheben sitzend? Soll ich mir eine Kugel in den Kopf jagen oder lieber eine gute Dosis Anthrax nehmen?
A: Das Training der Waden erfordert all den Gehirnschmalz, den Du aufbringen kannst. Waden sind aus physiologischer Sicht problematisch. Eine Menge Trainierende sind mit ihren Waden unzufrieden, weil die Lastparameter für die Entwicklung der Unterschenkel sehr viel eingeschränkter als - sagen wir beim Armtraining sind. Im Gegensatz zu etwas wie Deinem Bizepstraining ist Dein Wadenrepertoire begrenzt. Um dies auszugleichen musst Du sehr viel sorgsamer sein, wenn es darum geht, Deine Wiederholungen, Sätze und Pausenintervalle zu manipulieren, um Dein Wadentraining abwechslungsreicher zu gestalten.
Ein weiteres Problem ist der begrenzte Bewegungsraum bei Wadenübungen. Sagen wir, dass Du Kniebeugen ausführst. Der Bewegungsraum bei Kniebeugen ist groß und es ist leicht, das Tempo zu variieren. Du kannst Dir z.B. 3, 4, 5 oder mehr Sekunden Zeit lassen, um den exzentrischen Teil der Bewegung auszuführen. Bei Wadenübungen hast Du jedoch einen begrenzten Bewegungsraum und kannst das Tempo nicht so leicht wie bei Kniebeugen oder anderen Übungen variieren. Während der Olympischen Spiele in Nagano diskutierten einige meiner Sportler unterschiedlicher Disziplinen im Bus über den Wert der Wadentrainingsprogramme, die ich ihnen gegeben hatte, wobei es insbesondere um das Programm ging, das ich für Luke Saunder, einem meiner Alpinen Skiläufer erstellt hatte. Einer der Skiläufer erinnerte sich daran, wie Luke mit einem völlig neuen Paar Waden ins Trainingscamp gekommen war und der Repräsentant der Skifirma ausgeflippt war, da er ihm ein neues Paar Skistiefel anpassen musste. Ich erinnere mich daran, dass Luke ein Wadentrainingsprogramm wollte, da muskulöse Waden beim Alpinen Skilaufen Knieverletzungen verhindern können (sie stellen eine Art Polsterung dar, die verhindert, dass die Knie des Skifahrers beim Bergabfahren einen zu hohen seitlichen Winkel bilden).
Als ich nach Hause kam, suchte ich das Programm heraus, das ich Luke gegeben hatte. Es ist ein Programm, das jedem gute Dienste erweisen würde. Hier ist es:
Tag 1: Hohes Volumen
Übung A: Waden Supersatz*
A1) Wadenheben sitzend
- 3 x 10-5-5 (Ein Satz a 10 Wiederholungen, gefolgt von zwei Sätzen a 5 Wiederholungen) mit einem 101 Tempo (1 Sekunde zum Absenken des Gewichts, keine Pause und 1 Sekunde zum Anheben des Gewichts)
A2) Donkey Wadenheben
- 3 x 30-50 mit einem 101 Tempo
* Nach der Ausführung eines Satzes von Übung A1 gehst Du direkt zur Ausführung eines Satzes von Übung A2 über. Pausiere danach für zwei Minuten, bevor Du den nächsten Supersatz ausführst.
Übung B: Wadenheben stehend
B1) Wadenheben stehend
- 10 x 10-30 mit einem 111 Tempo, 10 Sekunden **
**Mit anderen Worten ausgedrückt wirst Du einen langen erweiterten Satz ausführen, bei dem Du zwischen jedem Minisatz 10 Sekunden pausierst, wobei Du das Gewicht zwischen den Sätzen absenkst.
Nach Tag eins wirst Du wahrscheinlich ein so starkes Brennen in Deinen Waden verspüren, dass Du am liebsten die Feuerwehr rufen würdest. Es könnte weiterhin gut sein, dass Dein Gang an den Gang des 80 Jahre alten Vaters von Homer Simpson erinnert.
Tag2: Niedriges Volumen (sollte 48 Stunden nach Tag 1 ausgeführt werden)
Übung A: Wadenheben stehend, zweifach absteigender Satz
A1) Wadenheben stehend, zweifach absteigender Satz
- 3 x 10-10-10 (mit anderen Worten, zwei absteigende Sätze) mit einem 121 Tempo,*** und 90 Sekunden Pause zwischen den Sätzen.
*** Die Pause wird in der untersten gestreckten Position eingelegt und Du solltest sicherstellen, volle 2 Sekunden zu pausieren.
Dieses Programm sollte Dir irrsinnige Zuwächse an Muskelmasse bescheren. Wie Du siehst, wirst Du eine große Anzahl an Gesamtwiederholungen ausführen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Du eine ausreichende Trainingsfrequenz und ein ausreichendes Volumen brauchst, aber dass Du nicht gleichzeitig ein hohes Volumen und eine hohe Frequenz verwenden kannst. Deshalb empfehle ich, die Waden zweimal innerhalb eines 5 Tage Zyklus zu trainieren: mit einer Trainingseinheit mit vielen Sätzen (16) und vielen Gesamtwiederholungen (250 bis 510), sowie einer Trainingseinheit mit wenigen Sätzen (3) und einer niedrigen Menge an Gesamtwiederholungen (90). Ich kenne Menschen, die mit diesem Programm 1,5 bis 2,5 Zentimeter Wadenumfang innerhalb von lediglich 30 Tagen aufgebaut haben.
F: Wenn ich Bankdrücken ausführe, schmerzen meine Schultern wie verrückt. Sollte ich um den Schmerz herum trainieren, oder stattdessen lieber mit Briefmarkensammeln als neues Hobby beginnen?
A: Mit großer Wahrscheinlichkeit ist eines der folgenden drei Schulterprobleme für Deinen Schmerzen verantwortlich:
Ein Muskelungleichgewicht:
Wenn das Kraftverhältnis zwischen zwei Muskelgruppen unausgewogen ist, kann es zu einer falschen Ausrichtung kommen. Wenn z.B. die Kraft Deiner Brustmuskeln proportional gesehen sehr viel höher als die der externen Rotatoren des Oberarmknochens (Teres minor Und Infraspinatus) ausfällt, dann wirst Du wahrscheinlich eine scharfen Schmerz im oberen, vorderen Bereichs des Oberarmes spüren (dieses Problem wird häufig fälschlicherweise als Entzündung der Bizepssehne diagnostiziert). Es gibt eine Menge anderer Beispiele verschobener Muskelkraftverhältnisse, doch all diese an dieser Stelle zu erklären, würde den Umfang dieser Kolumne sprengen.
Eine Entwicklung von Adhäsionen:
Eine der unerwünschten Nebenwirkungen eines jahrelangen Trainings mit Gewichten, ist eine Entwicklung von Adhäsionen im Weichgewebe und anderen Körperstrukturen. Adhäsionen sind ein Ergebnis der verwendeten Last und dem Gesamtvolumen der Wiederholungen. Mit anderen Worten ausgedrückt, bedeutet dies, dass Du umso mehr Adhäsionen entwickeln wirst, je mehr Sätze und Wiederholungen Du ausführst und je stärker Du wirst. Dieser Aufbau von Bindegewebe kann innerhalb eines Muskels, zwischen Muskelgruppen oder zwischen Nerv und Muskel zustande kommen. Adhäsionen können in jeder Muskelstruktur auftreten, aber der Bereich, der am häufigsten für Schulterschmerzen beim Bankdrücken verantwortlich ist, ist der Subscapularis Muskel. Die gute Nachricht ist, dass man diese Adhäsionen mit Weichgewebe Behandlungstechniken, die als Active Release Techniques® bekannt sind, schnell finden und beheben kann.
Ein Mangel an Beweglichkeit:
Wenn Du Deine Muskeln nicht regelmäßig dehnst, kann dies das Auftreten von Verletzungen begünstigen. Du musst jetzt nicht zum Yoga Großmeister werden, aber regelmäßige Dehnübungen für den Schultergürtel vor Deinen Oberkörpertrainingseinheiten werden Wunder bewirken, wenn es darum geht, Deine Schultern gesund und funktional zu erhalten.
Ein Beispiel aus dem echten Leben
Vor einiger Zeit rief mich ein guter Freund und IFBB Profi an und erzählte mir, dass er nächste Woche eine athroskopische Operation seiner Schulter haben würde. Er war aufgeregt, da diese Operation teuer werden würde und er danach eine lange Reha-Phase durchlaufen müsste, die ihn davon abhalten würde, an Wettkämpfen teilzunehmen und so seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich sagte ihm, dass er vor einer solchen Operation auf jeden Fall einen Active Release Techniques® (ART) Spezialisten konsultieren sollte. (Die ursprüngliche Diagnose war ein Impingement Syndrom und angeblich war eine Operation, bei der ein Teil des Knochens an der Schulter entfernt werden sollte, um Raum für den Muskel zu schaffen, die einzige Option).
Als dieser IFBB Profi in die Praxis kam, hatte er aufgrund seiner höllischen Schmerzen 4 Monate lang nicht trainiert, da ihm selbst das Absenken einer leeren Olympiahantelstange (20 Kilo) unerträgliche Schmerzen bereitete. Nach 45 Minuten der Behandlung schickte ihn der ART Spezialist ins Fitnessstudio, um ein Schultertraining durchzuführen. Ich hatte die Gelegenheit ihn zu begleiten und konnte es kaum glauben zu sehen, wie er 5 Wiederholungen Bankdrücken mit fast 150 Kilo absolvierte. Fünf Tage später konnte er bereits 6 Wiederholungen mit diesem Gewicht völlig schmerzfrei ausführen. Etwa einen Monat später war er bereits wieder fast in Wettkampfform und trainierte für die nächsten Wettkämpfe.
Der wichtigste Punkt ist zu erkennen, dass Du nicht leiden oder mit dem Training aufhören musst, nur weil Du Schulterschmerzen hast. Abhängig vom individuellen Problem solltest Du Dir einen erfahrenen Trainer suchen, der Dir dabei hilft ein geeignetes Trainingsprogramm zusammenzustellen oder Dich von einem erfahrenen Therapeuten behandeln lassen.
F: Jedes Mal, wenn ich ins Fitnessstudio gehe, sehe ich einen Typen, der Drehungen des Oberkörpers mit einem Besenstil auf den Schultern ausführt. Trainieren diese Jungs wirklich ihre externen Obliques (externe schräge Bauchmuskeln) und machen hierdurch ihre Taille schlanker, oder ist das Ganze nur sinnloses Rumgehampel?
A: Ich sehe hier zwei unterschiedliche Themen: Ein Training der seitlichen Bauchmuskeln und eine Reduzierung des Taillenumfangs. Ein Training der externen schrägen Bauchmuskeln wird keine schlanke Taille sicherstellen. Ganz im Gegenteil, stark entwickelte seitliche Bauchmuskeln werden der V-Form Deines Oberkörpers und dem klassischen Bodybuilding Look abträglich sein. Wenn Du jedoch ein Judoka oder ein Ringer bist und es Dir mehr um die Funktion, als die Anziehungskraft auf die Mädels geht, dann werden Dir stärkere seitliche Bauchmuskeln bei Deinen Würfen und beim Ringen helfen.
Was das Drehen des Oberkörpers mit einem Besenstil angeht, wird dies für Deine seitlichen Bauchmuskeln überhaupt nichts bringen. Warum? Ein Besenstil belastet die seitlichen Bauchmuskeln nur minimal. Da Du nicht gegen die Schwerkraft ankämpfst, setzt Du diese Muskeln keiner Art von Überlastung aus. Ein effektives Training für die schrägen Bauchmuskeln bedarf eine sehr viel schwerere Last, als die, die Du durch einen Besenstil erzeugen kannst. Was eine schlanke Taille angeht, hat diese mehr mit einer Reduzierung des Körperfetts als mit der Wahl irgendeiner Übung, die gezielt auf diesen Bereich abzielt, zu tun. Da so etwas wie ein lokaler Fettabbau bisher weder empirisch, noch im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen nachgewiesen werden konnte, werden alle Bauchmuskelübungen der Welt unabhängig vom Trainingsumfang Dir nicht dabei helfen, gezielt Deine Rettungsringe zu reduzieren. Eine effektive Körperfettreduzierung ist das Resultat einer Kombination aus einer Manipulation der Ernährung, einem optimalen Trainingsvolumen und der richtigen Trainingsintensität.
F: Wie würdest Du mir empfehlen, Power Cleans (Power Umsetzen) – meine Lieblingsübung – in ein Masse/Kraft Trainingsprogramm zu integrieren?
A: Power Cleans sollten immer am Beintag als erste Übung des Programms verwendet werden, da Du bei der Ausführung dieser Übung eine hohe Bewegungsgeschwindigkeit verwendest und das Gewicht maximal beschleunigst. Deshalb sollte diese Übung dann ausgeführt werden, wenn das Nervensystem noch frisch ist. Führe auf jeden Fall mehr als sechs Wiederholungen pro Satz aus und pausiere ausreichend zwischen den Sätzen (3 bis 5 Minuten).
F: Was sind Deine Ansichten zur Theorie des Trainings mit statischen Kontraktionen und wie würde man statische Wiederholungen oder Teilwiederholungen mit extrem schweren Gewichten verwenden? Seit dem frühsten Beginn meiner Karriere als Kraft- & Konditionstrainer glaube ich nach Anwendung der Methoden von Don Ross, Rasch, Bill Starr und Anthony Ditillo fest an die Verwendung eines Power Racks zur Förderung massiver Zuwächse an Kraft und Muskelmasse. Dieses Programm ist am effektivsten. Der durchschnittliche, etwas fortgeschrittene Bodybuilder, kann erwarten, seine persönlichen Bestleistungen bei Curls mit diesem Programm um 5 bis 12 Kilo und bei engem Bankdrücken um 15 bis 20 Kilo zu steigern. Dies ist recht eindrucksvoll, da diese Zuwächse innerhalb eines so kurzen Zeitfensters von lediglich 3 bis 4 Wochen Dauer erzielt werden.
Die physiologische Basis dieses Programms ist das, was die Sportwissenschaftler Fleck & Kraemer und O'Shea als „funktionale isometrische Kontraktionen " (FIC) bezeichnen. Vor über 40 Jahren wurde Spielern des Eisenspiels diese Trainingsmethode unter der Bezeichnung „isometronisches Training vorgestellt, wobei sich dieser Name aus den Begriffen „isometrisch“ und „isotinisch“ zusammensetzt. Deutsche Kraftsportexperten wie Letzelter & Letzelter und Hartmann und Tünnemann bevorzugen den Begriff „autotonisches Training“, um diese Trainingsmethode zu beschreiben. Das Konzept hinter diesem Protokoll besteht in der Verwendung des Besten, was die isometrische Methode zu bieten hat in Kombination mit einem regulären Stil des Trainings. Mit FIC kannst Du die spezifischen Gelenkwinkel Kraftzuwächse eines isometrischen Trainings nutzen, nachdem Du die involvierten Muskeln unter Verwendung schwerer Wiederholungen über einen kurzen Wiederholungsbereich am Power Rack vorermüdet hast.
Dieses System hat – wie jedes andere Trainingssystem auch – seine Vor- und Nachteile:
Vorteile:
- Erlaubt es Dir, das Nervensystem zu “enthemmen”: kann Dir dabei helfen psychologische Barrieren bezüglich bestimmter Gewichte zu überwinden.
- Liefert aufgrund neuer Herausforderungen Abwechslung für Dein Trainingsprogramm.
- Steigert die maximale Kraft in den spezifischen trainierten Bereichen. Diese Art des Training kann gut für einen Powerlifter geeignet sein, der Probleme damit hat, die Position mit überstreckten Armen beim Bankdrücken oder die aufrechte Position beim Kreuzheben zu erreichen.
Nachteile:
- Es ist zeitaufwendig, das Setup vorzubereiten
- Produziert Kraftzuwächse in einem Bereich von plus/minus 15 Grad des Bewegungsbereichs. Mit anderen Worten ausgedrückt wird isometrisches Halten mit einer Beugung des Ellenbogens um 130 Grad Deine Kraft nur im Bereich einer Ellenbogenbeugung zwischen 115 und 145 Grad steigern. Dies bedeutet, dass die ersten 115 Grad der Ellebogenbeugung untrainiert bleiben.
- Entwickelt sich mit bestimmten Übungen leicht zu einer Art Zirkusnummer, was natürlich recht unterhaltsam sein kann. Eines der Bücher zum Thema empfiehlt schweres isometrisches Halten in der obersten Position von Scottcurls. Ich habe einmal einen Jungen beobachtet, der versucht hat, dies mit einem Gewicht auszuprobieren, das schwerer als sein Körpergewicht war. Er machte den Fehler, zu versuchen, das Gewicht zu weit unten im Bewegungsraum zu halten, was dazu führte, dass er über die Scottbank nach vorne purzelte.
Von: by Charles Poliquin
Quelle: https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-1 , https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-2 , https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-3

Diese 20 Tipps könnten alles verändern
Wenn Deine Anstrengungen im Fitnessstudio und bei Deiner Ernährung nicht die Resultate mit sich bringen, die Du Dir wünschst, dann ist es an der Zeit etwas anderes auszuprobieren. Optimiere Dein Training und Deine Ernährung, so dass Du Deine Ziele erreichen kannst.
Unglücklicherweise erreichen die meisten Menschen niemals Ihre Ziele, die sie sich für ihre Körperentwicklung gesteckt haben. Sie geben Geld für Studiomitgliedschaften, Trainingsequipment, Ernährungspläne und DVDs aus, schaffen es aber trotzdem nicht Muskeln aufzubauen und/oder schlank zu werden.
Dies liegt nicht immer an einem Mangel an Disziplin. Die Fitnessstudios sind voller Männer und Frauen, die Widerstandstrainingsprogramme ausführen und Meile für Meile auf dem Laufband zurücklegen. Die meisten dieser Menschen sind sehr gesundheitsbewusst und ernähren sich recht gut.
Trotz dieser Hingabe siehst Du nicht viele fitte, muskulöse und schlanke Körper. Du siehst eine Menge Menschen, die „in Form“ sind, was bedeutet, dass sie nicht übergewichtig sind und etwas Muskelmasse aufgebaut haben, aber ihren Körpern fehlt es an der Muskelentwicklung und dem Grad der Schlankheit, die sie sich wünschen.
Die Frage, die sich in dieser Situation stellt, lautet „Was jetzt?“ Was kannst Du tun, wenn Du motiviert bist, aber nicht weißt, was Du tun musst, um die nächste Stufe zu erreichen. Solch eine allgemeine Frage ist schwer zu beantworten, doch ich werde versuchen, Dir ein paar Tipps zu geben, die Dir helfen könnten, dieses Problem zu lösen.
10 Tipps, die Dir beim Aufbau von Muskeln helfen können
1. Maximiere jeden Satz
Ich halte nicht viel davon, Zeit im Fitnessstudio zu verschwenden. Indem ich jeden Satz maximiere weiß ich, dass ich jede Trainingseinheit und somit auch meine Muskelaufbauresultate maximiere. Hier ist das, was ich empfehle. Führe bei jedem Satz so viele Wiederholungen wie möglich aus. Beende einen Satz, wenn Du das Gefühl hast, die nächste Wiederholung nicht mehr zu schaffen oder wenn Deine Form nachlässt. Durch Verwendung dieses Ansatzes, wirst Du Deine Muskeln stärker fordern und die Überlastung dadurch maximieren, dass Du im Lauf der Zeit mehr Gewicht auf die Stange packst.
Dies mag nach einem offensichtlichen Tipp klingen, aber nur sehr wenige trainieren auf diese Art und Weise. Wenn Du so viel Muskelmasse wie möglich aufbauen möchtest, ist die mit Abstand beste Sache, die Du im Fitnessstudio tun kannst, bei jedem Satz bis an die Grenzen zu gehen.
2. Höre auf damit, einfach nur zu trainieren und beginne damit, mit einem Ziel vor Augen zu trainieren
Viele Menschen trainieren, aber nur wenige trainieren mit einem Ziel vor Augen. Was meine ich hiermit? Lass es mich kurz erklären. Wie oft hast Du bisher gesagt “Heute habe ich beim Training wirklich alles gegeben. Ich habe geschwitzt wie ein Schwein und meinen Körper völlig zerstört.“ Dies ist alles gut und schön, aber Kalorien zu verbrennen und Deinen Körper zu bestrafen ist nicht notwendigerweise gleichbedeutend mit einer guten Bodybuilding Trainingseinheit.
Beim Muskelaufbau geht es nicht darum, Kalorien zu verbrennen, zu schwitzen oder Deinen Körper zu bestrafen. Um Muskeln aufzubauen brauchst Du bodybuildingspezifische Ziele. Weil eine progressive Überlastung das Wichtigste ist, empfehle ich das einfache Ziel zu versuchen, Dich bei jedem Satz im Vergleich zur letzten Trainingseinheit um eine Wiederholung zu verbessern. Dies wird es Dir ermöglichen, Deinen Körper kontinuierlich stärker zu fordern, um stärker zu werden, als Du im Augenblick bist und als Resultat Deinen Muskelaufbauprozess zu beschleunigen. Trainiere mit dem Ziel Fortschritte zu erzielen und nicht mit dem Ziel möglichst stark zu schwitzen oder möglichst starken Schmerz hervorzurufen.
3. Verstehe die “Nahrungskette” des Trainings mit Gewichten
Trainingswerkzeuge wie absteigende Sätze, Supersätze, Rest-Pause Training, langsame Negativwiederholungen und Burns sind alle gut und schön, aber wenn Du das Gewicht auf der Stange im Lauf der Zeit nicht erhöhst, wenn Du diese Werkzeuge verwendest, dann wird sich Dein Körper anpassen und Deine Zuwächse werden sich verlangsamen oder zum Stillstand kommen. Die Verwendung fortgeschrittener Trainingstechniken ist völlig in Ordnung, aber sie können eine progressive Überlastung nicht ersetzen. Egal wie hart Du auch trainierst – wenn Du nicht versuchst mehr Wiederholungen pro Satz auszuführen und im Lauf der Zeit mehr Gewicht zu verwenden, dann werden sich Deine Trainingseinheiten zwar immer noch „intensiv“ anfühlen, aber es wird ihnen an den wirkungsvollen Mechanismen fehlen, die Zuwächse bewirken.
4. Vergiss die Vorstellung, dass es so etwas wie ein “magisches” Trainingsprogramm gibt
Einer der größten Fehler, den ich immer wieder beobachte, ist die Besessenheit davon, ein magisches Trainingssystem zu finden. So etwas wie ein magisches Trainingssystem existiert nicht. Finde einen ordentlichen Trainingsplan und bleibe bei diesem.
Konsistenz und eine progressive Überlastung sind die eigentliche Magie. Die Realität ist folgende: Die meisten Trainierenden versagen nicht aufgrund von Programmen, sondern weil sie nicht konsistent bleiben und nicht kontinuierlich versuchen, das Gewicht auf der Stange zu erhöhen. Die beste Wahl, die Du treffen kannst, besteht darin, ein Trainingssystem zu finden, das Dich dazu motiviert zu trainieren, bei diesem Programm zu bleiben und es so zu modifizieren, dass es zu Deinem Zeitplan und Deinen Bedürfnissen passt. Viel zu oft probiert ein Trainierender ein Programm für ein paar Tage aus, mag bestimmte Aspekte davon nicht und geht zu einem neuen Programm über. Wenn Du bestimme Dinge an einem System nicht magst, dann verändere sie. Erinnere Dich daran, dass Fortschritte und Konsistenz wichtiger als spezifische Trainingswerkzeuge sind.
5. Probiere dieses einfache 12 Sätze Programm für die wichtigsten Muskelgruppen aus
Du weißt nicht, wie Du Trainingseinheiten für große Muskelgruppen wie Brust, Rücken, Beine und Schultern strukturieren sollst? Probiere diese einfache 12 Sätze Struktur aus:
- Übung 1 - Grundübung, 3 Sätze
- Übung 2 - Grundübung, 3 Sätze
- Übung 3 - Maschinenübung, 3 Sätze
- Übung 4 - Isolationsübung, 3 Sätze
Hier beginnst Du mit der schwersten und wirkungsvollsten Grundübung wie Kniebeugen, Langhantelrudern, Schulterdrücken stehend und Bankdrücken. Dann gehst Du zu einer zweiten Grundübung über. Diese Übung sollte von geringfügig anderer Natur sein, wie z.B. Kurzhantel Schrägbankdrücken oder Beinpressen. Du kannst die Trainingseinheit mit einer Maschinenübung und einer Isolationsübung beenden. Hier kannst Du fortgeschrittene Trainingstechniken wie langsame Negativwiederholungen oder absteigende Sätze verwenden, falls Du dies willst.
6. Verabschiede Dich von einer “minimalistischen” Protein- und Kalorienzufuhr
Wenn es um die Muskelaufbauernährung geht, dann werden Dir einige Quellen erzählen, dass Du niemals mehr als 150 Gramm Protein pro Tag oder mehr als 200 bis 300 kcal mehr als Deine Erhaltungskalorienmenge essen musst. Nun, „niemals“ funktioniert nicht besonders gut, wenn Du keine Fortschritte erzielst. Es ist wichtig, dass Du neue Dinge ausprobierst und Veränderungen und Anpassungen vornimmst, wenn Dein augenblicklicher Ernährungsplan nicht funktioniert. Wenn Du Dich im Fitnessstudio hart anstrengst, das Gewicht auf der Stange erhöhst und konsistent bist, die Zuwächse aber ausbleiben, dann ist es wahrscheinlich Dein Ernährungsplan, der Dich zurückhält. Versuche Deine Kalorienzufuhr um zusätzliche 300 kcal pro Tag zu erhöhen und erhöhe Deine Proteinzufuhr um 30 Gramm.
Diese kleinen Veränderungen könnten genau das sein, was notwendig ist, um Deine Zuwächse von langsam auf kontinuierlich zu beschleunigen. Du hast nichts zu verlieren, wenn Du Deine Nahrungszufuhr testweise für einen Monat erhöhst. Nahrung ist Magie für den steroidfreien Trainierenden. Sie kann Deine Regeneration und Deine Kraftzuwächse beschleunigen, was Dir dabei helfen wird, auf lange Sicht mehr Muskeln aufzubauen.
Wenn der minimalistische Weg nicht funktioniert, dann erhöhe Deine tägliche Kalorien- und Proteinzufuhr.
7. Verwende die “ein Stunden” Regel
Ich werde oft gefragt, ob es in Ordnung ist, länger als eine Stunde zu trainieren. Meine Antwort ist einfach:
Wenn Du eine gute Muskelaufbautrainingseinheit nicht innerhalb von einer Stunde ausführen kann, dann ist irgendetwas falsch. Hiermit will ich nicht sagen, dass Du nicht länger als eine Stunde trainieren kannst oder sollst. Mein Punkt ist einfach: wenn Du nach einer Stunde nicht das Gefühl hast, dass Du erreicht hast, was Du erreichen wolltest, dann wird Dir zusätzliche Zeit im Fitnessstudio wahrscheinlich auch nicht helfen. Konzentriere Dich zuerst auf die Qualität. Sobald Du weißt, dass jede Deiner Trainingseinheiten effektiv ist, kannst Du analysieren, wo mehr Zeit im Fitnessstudio von Vorteil sein könnte. Mehr ist nicht besser, wenn es Deinem existierenden Training an etwas fehlt.
8. Gib Rest-Pause einen Versuch
Ich bin ein großer Fan von Rest Pause Training für den Muskelaufbau. Die Prämisse ist sehr einfach: Du beschränkst die Pausen zwischen den Sätzen auf maximal 20 bis 30 Sekunden und führst bei jedem Satz so viele Wiederholungen wie möglich aus. Dieser Ansatz erlaubt es Dir, einen Muskel wirklich zu fordern und nachzutreten, wenn er bereits am Boden liegt. Rest Pause Training funktioniert besser mit einem höheren Satzvolumen. Aber keine Panik, Rest-Pause ist nicht dasselbe wie hochvolumiges Training. Wenn Du 5 Sätze Rest-Pause beim Bankdrücken mit nur 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen ausführst, wird Dein Wiederholungsvolumen pro Satz dramatisch sinken.
Also selbst wenn Du 5 Sätze ausführst, wird die Gesamtzahl der Wiederholungen niedriger sein. Du wirst wahrscheinlich auch nur weniger Übungen pro Trainingseinheit ausführen müssen, da Rest-Pause sehr brutal sein kann.
9. Höre mit Deiner halbherzigen Übungsausführung aus
Die zwei größten Sünden, die man in einem durchschnittlichen Fitnessstudio beobachten kann, sind die Folgenden:
- Bankdrücken mit niedrigen Wiederholungszahlen und Unterstützung durch einen Trainingspartner. Du weißt, wie diese Sätze ablaufen – Dein Trainingspartner führt mit Deinem Gewicht Rudern aus.
- Halbe Kniebeugen. Trainierende packen zu viel Gewicht auf die Stange, gehen 10 Zentimeter nach unten und bezeichnen diese Bewegung dann als Kniebeuge. Nein, das sind keine Kniebeugen – und zusätzlich belastet diese Art der Übungsausführung Deine Knie unnötig.
Du bist sehr viel besser damit beraten, das Gewicht bei diesen Übungen zu reduzieren und eine korrekte Form beizubehalten. Es ist nahezu unmöglich qualitativ hochwertige Brust- und Beinmuskeln aufzubauen, wenn Du Kniebeugen und Bankdrücken nicht ernst nimmst. Gib Dein Ego an der Garderobe ab, reduziere das Gewicht, lerne eine korrekte Form der Übungsausführung und mache von hier aus weiter.
10. Baue eine solide Basis von Kopf bis Fuß auf
Bist Du Dir nicht sicher, ob Dein Trainingsprogramm brauchbar ist, oder ob Du korrekt trainierst? Baue zuerst eine solide Basis auf.
Mein Rat für Trainierende während ihrer ersten 2 bis 3 Trainingsjahre besteht darin, alles von Kopf bis Fuß unter Verwendung konventioneller Wiederholungsbereiche (für ein Muskelwachstum) so stark wie menschenmöglich zu machen. Diese Wiederholungsbereiche umfassen primär 5 bis 12 Wiederholungen pro Satz bei Mehrgelenksübungen und bis zu 15 Wiederholungen pro Satz, bei Maschinenübungen, Wadenübungen und Isolationsübungen. Durch den Aufbau einer vernünftigen Kraftbasis wirst Du auch eine vernünftige Muskelbasis aufbauen. Auch wenn Du nicht auf Maximalkraft trainieren musst, gilt trotzdem, dass sich Deine Muskelgröße dramatisch verbessert haben wird, wenn Dein Körper jetzt sehr viel stärker ist, als er es vor drei Jahren war.
10 Tipps die Dir dabei helfen werden Fett zu verlieren
1. Verwende Widerstandstraining für den Aufbau und Ernährung sowie Cardio, um Fett zu verbrennen
Wenn Du Fett verlieren möchtest, dann solltest Du gleichzeitig versuchen, Deine bestehende Muskelmasse zu maximieren. Wenn Du dies nicht tust, dann riskierst Du Fett und Muskeln zu verlieren und wirst zwar dünner, aber nicht mit einem athletisch gebauten Körper enden. Verwende Widerstandstraining nicht, um Kalorien und Fett zu verbrennen. Trainiere stattdessen normal weiter und versuche das Gewicht auf der Stange zu erhöhen (oder zumindest Deine augenblicklichen Kraftlevel aufrecht zu erhalten). Verwende Cardio und Ernährung, um Fett zu verlieren. Dieser einfache Tipp wird Dir mehr als jeder andere Tipp beim Aufbau Deines Traumkörpers helfen, während Du Fett verlierst. Der menschliche Körper benötigt einen Grund, um seine Muskelmasse während einer Diät aufrecht zu erhalten. Ein schweres Training mit Gewichten ist der Mechanismus der genau dies bewirken wird.
2. Reduziere Deine Kalorien langsam und verzichte bei der Veränderung der Kalorienzufuhr auf zu große Sprünge
Eine zu starke und zu schnelle Reduzierung der Kalorienzufuhr ist ein großer Fehler, den viele Männer und Frauen machen. Wenn sie sich dafür entscheiden, Gewicht zu verlieren und eine Diätphase durchzuführen, senken sie ihre Kalorienzufuhr substanziell. Diesen Fehler solltest Du nicht machen. Stattdessen solltest Du Deine Kalorien langsam reduzieren. Ich empfehle während der ersten zwei Wochen eine Reduzierung der Kalorienzufuhr um lediglich 300 bis 400 kcal pro Tag. Diese kleine Anpassung kann ausreichen, um konsistent Gewicht zu verlieren. Es ist außerdem sehr viel leichter eine solch geringe Reduzierung der Kalorienzufuhr einzuhalten, als es bei plötzlichen drastischen Reduzierungen um 1000 kcal pro Tag der Fall ist. Und warum solltest Du Deine Diät schwieriger machen, als es sein muss?
Wenn Deine Rate der Fettverbrennung nach zwei Wochen nicht da ist, wo Du sie gerne hättest, dann kannst Du Deine Kalorien um weitere 200 kcal pro Tag reduzieren und Deinen Gewichtsverlust über weitere 2 Wochen beobachten. Setze Dir als Ziel 1 Kilo Fett pro Woche zu verlieren – und maximal 1,5 Kilo. Dies stellt für gewöhnlich eine optimale Rate des Fettabbaus für Trainierende dar, die während des Fettabbaus so viel Muskelmasse wie möglich aufrechterhalten wollen. Diese Vorgehensweise wird Dir dabei helfen, den athletischen und muskulösen Körper zu erreichen, nach dem Du strebst.
3. Übertreibe es nicht mit dem Cardio
Deine Ernährung sollte die primäre treibende Kraft hinter Deinem Fettabbau sein. Aus diesem Grund solltest Du zuerst die Kalorienzufuhr bestimmen, bevor Du zusätzliche Cardio Trainingseinheiten hinzufügst. Wenn Du die Kalorienzufuhr ausreichend stark reduzierst, kann es gut sein, dass Du überhaupt kein zusätzliches Cardiotraining benötigst. Ziele auf 3 bis 4 Cardio Trainingseinheiten pro Woche mit einer Dauer von jeweils 20 bis 30 Minuten ab. Dies ist ein exzellenter Weg, Deine allgemeine Gesundheit und Deine aerobe Ausdauer zu verbessern. Füge keine weiteren Cardio Trainingseinheiten hinzu, solange Dein Gewichtsverlust nicht stagniert.
Wenn Du Fett mit einer konsistenten Rate verlierst, dann besteht keine Notwendigkeit, den Umfang Deines Cardiotrainings zu erhöhen. Warum etwas verändern, das gut funktioniert?
4. Reduziere das Satzvolumen des Widerstandstrainings während der Diät
Wenn Du zu einer Fettabbaudiät übergehst, dann empfehle ich, dieselbe Trainingsintensität (Gewicht und Wiederholungen pro Satz) beizubehalten, aber die Anzahl der Sätze, die Du pro Übung oder pro Trainingseinheit ausführst, zu reduzieren. Die Regeneration wird Deinem Körper schwerer fallen, wenn Du weniger Kalorien zu Dir nimmst, weshalb eine Reduzierung der Gesamtzahl der Trainingssätze um 20 bis 30% von Vorteil sein kann.
Wenn Du also normalerweise 4 Sätze a 10 Wiederholungen beim Bankdrücken ausführst, dann solltest Du während der Diät einen Satz weniger ausführen. Wenn Du am Beintag normalerweise 20 Sätze ausführst, solltest Du das Satzvolumen auf 14 bis 16 Sätze senken. Erinnere Dich daran, das verwendete Gewicht nicht zu reduzieren. Du solltest Dich beim Training weiter intensiv fordern und jeden einzelnen Satz maximieren (siehe zugehörigen Tipp in der Muskelaufbausektion)
5. Verzichte auf langweiliges Cardio
Cardiotraining muss nicht langweilig sein – genauer gesagt sollte Cardio überhaupt nicht langweilig sein. Vergiss das Laufband und den Ellipsentrainer und mache etwas, das Spaß macht. Deine Cardio Trainingseinheiten können jede Form von Bewegung umfassen. Geh wandern oder schwimmen. Probiere Inlineskates oder Eislaufen aus. Wenn Du Dich nicht vom Fitnessstudio loseisen kannst, dann probiere Zirkel, Komplexe oder HIIT Sprints auf dem Laufband aus. Selbst Kettlebell Schwingen macht mehr Spaß, als stundenlang auf dem Laufband zu laufen und auf eine Wand oder einen Fernseher zu starren.
Finde eine Form von Cardio, die Du magst. Training sollte nicht mental ermüdend und langweilig sein. Eine verbrannte Kalorie ist eine verbrannte Kalorie und es spielt keine Rolle, wie Du diese Kalorien verbrennst, solange Du sie verbrennst.
6. Verzichte auf fettarme und zuckerarme verarbeitete Lebensmitteln
Versuche es während Deiner Diät zu vermeiden, zu viele „fettarme“ oder „zuckerarme Nahrungsmittel zu essen. Fettarme Nahrungsmittel enthalten für gewöhnlich zugesetzten Zucker und andere Inhaltsstoffe wie Verdickungsmittel, usw. um sie besser schmecken zu lassen. Zuckerarme Nahrungsmittel enthalten häufig zugesetzte Fette, um den Geschmack zu verbessern. Wenig Zucker, Fett oder was auch immer ist kein Indikator dafür, dass ein Nahrungsmittel inhärent gesünder ist. Anstatt Dich für solche Nahrungsmittel zu entscheiden, solltest Du lieber bei vollwertigen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Gemüse, Obst, Milchprodukten, Eier und Getreide bleiben. Vollwertige Nahrungsmittel weisen eine höhere Nährstoffdichte auf und werden Dir dabei helfen, Dich zufriedener und satter zu fühlen, wenn Du versuchst Fett zu verlieren. Zusätzlich hierzu können Nahrungsmittel, die nur eine geringe Nährstoffdichte aufweisen, Gelüste und Heißhunger hervorrufen, da Dein Körper versucht lebenswichtige Nährstoffe zur Aufrechterhaltung seiner grundlegenden Körperfunktionen zu bekommen.
7. Höre auf fade Mahlzeiten zu essen, die es Dir schwerer machen, Deine Diät einzuhalten
Eine Fettabbaudiät muss nicht nur aus Fleisch, Kohlenhydraten und Gemüse bestehen. Es ist völlig in Ordnung Dinge zu essen, die gut schmecken. Wenn Du Kochen hasst oder nicht gut darin bist, dann versuche Dein Fleisch mit einfachen Saucen zu verfeinern. Sie sind leicht zubereitet und liefern Dir eine Menge Geschmack. Ich verwende gerne einige der folgenden Kombinationen:
- Abodo Sauce und eine geringe Menge saurer Sahne auf Tilapia
- Sour Cream und Salsa zu Geflügel
- Scharfe Sauce und gehackter Knoblauch zu Schwein und Rind
Ich bereite auch gerne Spinatsalat mit einem hausgemachten Dressing aus Rotweinessig und Olivenöl zu.
Saucen und Gewürze können alles verändern. Zögere nicht Produkte wie Würzmischungen, Knoblauchpulver und scharfe Saucen, um etwas Geschmack zu langweiligen Mahlzeiten hinzuzufügen.
8. Vergiss Trends, schlechte Ratschläge und Modediäten
Strukturiere Deinen Diätplan basierend auf Deinen Ernährungstendenzen. Viele werden Dir sagen, dass Du Dich auf eine bestimmte Art und Weise ernähren sollst oder die neuste Modediät des Monats verwenden sollst. Auch wenn es diese Leute (und manchmal sogar Trainer) nur gut meinen, ist es am besten, wenn Du Deine augenblicklichen Ernährungsgewohnheiten und Strukturen analysierst und Deinen Diätplan basierend auf diesen Gewohnheiten und Strukturen zusammenstellst. Wenn Du jemand bist, der lieber abends eine größere Mahlzeit isst, dann hebe Dir mehr Kalorien für die Zeit zwischen 17:00 und 21:00 Uhr auf. Wenn Du es magst, den Tag über zu snacken, dann plane proteinreiche, kalorienarme Snacks ein, die Deine Gelüste befriedigen. Dokumentiere eine Woche lang, wann Du etwas isst und was Du isst. Versuche danach einen proteinreichen, gesunden Ernährungsplan zusammenzustellen, der am besten zu diesen Gewohnheiten passt. Dir wird es leichter fallen eine Diät einzuhalten, die Dich nicht zu den Zeiten hungern lässt, zu denen Du typischerweise essen würdest.
9. Ignoriere den Gewichtsverlust während der ersten Diätwoche
Das Gewicht, das Du während der ersten Woche verlierst, sagt nicht viel aus. Hier ist der Grund…Wenn Du Deine Kalorienzufuhr senkst, dann reduzierst Du typischerweise auch die Kohlenhydratzufuhr. Und wenn Du gesündere Nahrungsmittel isst, dann ist außerdem die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass auch Dein Salzkonsum sinken wird.
Sowohl Kohlenhydrate, als auch Natrium (Salz) bewirken Wassereinlagerungen. Weniger Kohlenhydrate und weniger Salz werden demnach zur Folge haben, dass Dein Körper weniger Wasser speichert. Aus diesem Grund wirst Du während Deiner ersten Diätwoche eine Menge Wasser ausscheiden. Dieses verlorene Gewicht ist also kein Fettabbau.
Während der zweiten und der dritten Woche Deiner Diät ist dieser Wasserausscheidungsprozess vorbei und Deine wöchentliche Gewichtsabbaurate wird sich stabilisieren. Während dieser Wochen werden die wahren Auswirkungen Deiner reduzierten Kalorienzufuhr sichtbar werden.
10. Halte Deine Schummelzeitfenster flexibel
Jede Woche eine Schummelmahlzeit (kein zügelloses Fressgelage) einzuplanen, stellt eine gute Idee dar. Diese Schummelmahlzeiten werden Dir dabei helfen, Deinen Stoffwechsel auf Touren zu halten. Ich empfehle hierbei folgende Varianten von Schummelmahlzeiten:
- Eine Stunde lang so viele saubere Nahrungsmittel, wie Du willst. Dies erlaubt es Dir, jede Woche etwas mehr zu essen, wird aber Deine Kalorienzufuhr unter Kontrolle halten.
- Eine nicht saubere Mahlzeit pro Woche, bei der Du essen darfst, was Du willst, so lange Du die Menge auf einen Teller beschränkst. Dies erlaubt es Dir, bei Familienfesten und an Feiertagen zu essen, was Du willst und etwas zu entspannen, ohne wie einer dieser Bodybuilder auszusehen, die überall ihre Tupperware Dosen mit Essen mit hin nehmen.
Ich empfehle die Zeiten für diese Schummelmahlzeiten flexibel zu halten. Hiermit meine ich, dass Du Deine Gelüste darüber entscheiden lassen solltest, wann Du schummeln darfst, anstatt diese Schummelmahlzeiten fest im Voraus zu planen. Wenn Du einen stressigen Tag auf der Arbeit hattest und abends etwas mehr essen willst, dann erlaube Dir eine einstündige saubere Schummelmahlzeit. Wenn Dein Chef Dich und Deine Kollegen zu Pizza einlädt, dann nutze Deine wöchentliche Schummelmahlzeit und iss 3 Stücke.
Ich habe herausgefunden, dass ich es für gewöhnlich bereue, wenn ich meine Schummelmahlzeiten im Voraus plane. Irgendetwas Ungeplantes geschieht immer im Verlauf der Woche. Aus diesem Grund bevorzuge ich es, dem Leben seinen Lauf zu lassen und dann zu schummeln, wenn es sich ergibt.
Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/20-must-read-tips-building-muscle-burning-fat

Sir William Osler, der Begründer der modernen Medizin hat einmal angemerkt “Je größer die Ignoranz, desto größer der Dogmatismus.“
Es ist irgendwie ironisch, dass die moderne Medizin so ignorant – und so dogmatisch – ist, wenn es um Training und Ernährung geht. Es ist nicht schwer zu erkennen, wo dies herkommt. Stolz. Sogar Anmaßung.
Die Medizin ist eines der anspruchsvollsten wissenschaftlichen Fachgebiete. Nach 8 Jahren Studium lege ich meinen hippokratischen Eid innerhalb weniger Wochen ab. Und dann habe ich immer noch 6 Jahre als Assistenzarzt vor mir. Bei einigen meiner Studienkollegen hat das sogar noch länger gedauert. Das ist eine Menge Zeit, eine Menge Lernerei und eine Menge Anstrengung. Und die Verantwortung? Wir treffen jeden Tag Entscheidungen, die über Leben und Tod entscheiden können. Jedes Mal, wenn wir einen Patienten untersuchen, dann haben wir die Chance ein Zeichen oder ein Symptom einer Krankheit zu sehen – oder zu übersehen – die unseren Patienten das Leben kosten könnte oder seine Gesundheit irreparabel schädigen könnte. Wir gehören zu den Besten und Intelligentesten, den am besten Ausgebildeten und den einflussreichsten Menschen der Welt. Es ist schwer, Dir das nicht zu Kopf steigen zu lassen. Bei der Medizin dreht sich letztendlich alles um Autorität und Wissen. Wir wissen mehr über den menschlichen Körper, was Gesundheit und Krankheit angeht und tragen mehr Verantwortung für ihn, als jeder andere.
Vergleiche dies mit der Wissenschaft, bei der es letztendlich um Ignoranz geht. Die Wissenschaft bewegt sich nach vorne, wenn wir einen Blick auf das werfen, was wir nicht wissen und versuchen, dies herauszufinden.
Es ist nicht notwendig zu erwähnen, dass das Finden von Ignoranz eine der wichtigsten Lektionen ist, die ein Wissenschaftler lernen kann. Man könnte in der Tat sagen, dass dies die einzige Aufgabe eines Wissenschaftlers ist. Ärzte lernen eine Menge darüber, was die Wissenschaft über den menschlichen Körper herausgefunden hat. Aber sie sind nicht darauf trainiert, Wissenschaftler zu sein, oder wie diese zu denken. Ein Arzt weiß, was er weiß und das ist auch schon alles.
Ärzte haben eine Menge Meinungen zu Ernährung und Training. Ein Training mit Gewichten ist nicht gesund. Ein Training mit Gewichten schädigt Dein Herz. Du wirst Deine Gelenke ruinieren. Kniebeugen sind schlecht für die Knie. Kreuzheben ist schlecht für den Rücken. Du solltest nur mit leichten Gewichten und hohen Wiederholungszahlen trainieren. Du bist zu schwer und wirst an einem Herzinfarkt oder Diabetes sterben, wenn Du kein Gewicht verlierst. Du zerstörst Deine Nieren mit all dem Protein. Kreatin ist schlecht für Dich. Das einzige Training, das Du brauchst, ist Cardiotraining. Ich könnte noch tagelang weitermachen. Die meisten von uns haben es schon gehört. Und viele von uns geben nicht viel auf solche Aussagen. Einigen von uns tun es und verändern die Art und Weise, auf die sie trainieren. Und nahezu alle von uns fragen sich, wie wahr diese Aussagen wirklich sind und ob wir unsere Körper bei unserem Streben nach Kraft und körperlicher Perfektion zerstören. Die echte Frage ist jedoch, wie viel Aufmerksamkeit sollten wir diesen Experten schenken?
Wie ich bereits gesagt habe, ist die medizinische Ausbildung extrem intensiv und extrem weit gefächert. Sie muss es sein. Doch es gibt auch eine Menge, das von dieser Ausbildung nicht abgedeckt wird. Wir lernen die Molekularstruktur einer jeden Aminosäure (und die meisten von uns vergessen alles hierüber nach der Biochemieprüfung wieder). Wir lernen die Gleichungen für Herz-Kreislauf Physiologie. Wir lernen die Verzweigungen eines jeden Nervs und den Ursprung, sowie den Ansatzpunkt eines jeden Muskels im menschlichen Körper kennen. Aber wir lernen nicht einmal die Grundlagen über eine gesunde Ernährung. Wir lernen nichts über die Adaptionen von Herz-Kreislauf System und Muskelsystem in Reaktion auf Training. Wir lernen nichts darüber, wie Insulin die Verwendung von Protein und Kreatin fördert. Wir lernen nicht einmal, was all die Muskeln im menschlichen Körper wirklich tun. Wir lernen nichts über den Unterschied zwischen myofibrillarer und sarkoplasmischer Hypertrophie – oder die Trainingswirkung von hohen Wiederholungszahlen im Vergleich zu niedrigen Wiederholungszahlen. Verdammt, die meisten Ärzte sind sich nicht einmal des Konzepts von hochintensivem Intervalltraining bewusst – ganz zu schweigen von der Tatsache, um wie viel dieses effektiver als Cardiotraining mit gleichbleibender Intensität ist.
Und trotzdem denken Ärzte, dass Ihre Meinung über richtige Ernährung und Training tatsächlich eine Rolle spielen. Ich weiß ehrlich nicht, ob ich hierüber lachen oder weinen soll. All diese Jahre der Ausbildung und alles, was ich über Training und Ernährung weiß, musste ich mir selbst beibringen. Und die meisten meiner Kollegen verstehen nicht einmal, warum ich eine so große Sache daraus mache. Man kann all dies nicht anders als armselig bezeichnen. In diesem Artikel möchte ich mich mit einigen dieser Themen beschäftigen, bei denen Ärzte völlig falsch liegen – manchmal aufgrund der Ignoranz, was Trainingsphysiologie und Ernährung angeht und manchmal, weil sie die Grenzen ihres eigenen Wissens nicht kennen.
Das Folgende sind nur einige Beispiele von Dingen, bei denen Ärzten bei Kraftsportlern falsch liegen:
Körperkomposition
Wenn man nach dem BMI geht, sind die meisten ernsthaften Kraftsportler übergewichtig oder sogar fettleibig. Es gibt da draußen eine Menge dramatische Studien über die Gesundheitsrisiken, die von einem zu hohen Gewicht ausgehen und die von Herzkrankheiten über Schlaganfall und Krebs bis hin zu Demenz reichen. Ich glaube nicht, dass dies ein Punkt ist, bei dem viel Unklarheit herrscht. Fett zu sein ist schlecht für Dich. Die wahre Frage ist, ob der BMI ein brauchbares Werkzeug ist, um abzuschätzen, wie fett Du bist. Es scheint so, als ob jedes Mal, wenn ich zum Arzt gehe, dieser (oder seine Sprechstundenhilfe) meinen BMI von 29 erwähnen und mir nahelegt, Gewicht zu verlieren.
Nun, um ehrlich zu sein, ist es eine Zeitlang her, dass ich die untere Reihe meines Sixpacks zuletzt gesehen habe und meine Speckröllchen haben eigene Namen, aber wenn ich nicht über so gut ausgeprägte Gesäßmuskeln verfügen würde, würde meine Jeans mit Bundweite 32 ohne Gürtel ungehindert nach unten rutschen. Ich bin mir recht sicher, dass meine „beginnende Fettsucht“ mehr mit der Tatsache zu tun hat, dass ich kaum in mein Jackett Größe 56 passe, als mit einen gefährlich hohen Körperfettanteil.
Wenn ein muskulöser Mensch dieses Thema aufbringt, dann antworten Ärzte häufig etwas in der Art wie „Okay, dieses System funktioniert bei Menschen mit vielen Muskeln nicht, aber es funktioniert bei der Durchschnittsbevölkerung gut.“
Tut es das? Tut es das wirklich?? Ich habe da meine Zweifel. Letztendlich basiert der BMI ausschließlich auf Körpergröße und Gewicht und ignoriert alles andere wie Knochenstruktur und fettfreie Körpermasse, was selbst innerhalb der so genannten „normalen“ Durchschnittsbevölkerung stark variieren kann.
Einige Wissenschaftler an der Mayo Klinik hatten ihre eigenen Zweifel – und das mit gutem Grund, wie sich herausstellte (1). Als sie die diagnostische Aussagekraft des BMI unter Verwendung des Referenzstandards der WHO für Fettleibigkeit für Männer (25% Körperfett) und Frauen (35% Körperfett) verwendeten, fanden sie heraus, dass nur 36% aller fettleibigen Männer einen BMI von über 30 hatten. Die Mehrzahl der Menschen, die ungesunde Fettmengen mit sich herumtrugen, wies einen normalen BMI oder einen BMI im Bereich von „übergewichtig, aber nicht fettleibig“ auf. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, stellte sich heraus, dass bei den Menschen mit einem BMI von unter 30, dieser besser mit der fettfreien Körpermasse als mit dem Körperfettanteil korreliert. Eine Studie einer anderen Forschergruppe aus Kanada kam zu ähnlichen Resultaten (2). Somit funktioniert die Verwendung des BMI auch bei der „normalen“ Population nicht wirklich gut. Als ob nicht zu schaffen, zwei Drittel der Menschen zu identifizieren, die Gewicht verlieren müssen, nicht bereits schlimm genug wäre, bedeutet dies auch, dass Jahrzehnte der Populationsstudien bezüglich der Gesundheitsrisiken von Fettsucht zum größten Teil invalide sind.
Die meisten Menschen mit einem BMI von über 30 sind in der Tat fettleibig. Aber fast die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung mit einem BMI von unter 30 ist auch fettleibig. Dies bedeutet, dass die meisten dieser Studien die Gesundheitsrisiken einer Fettsucht drastisch unterschätzen. Dies ist für uns im Bereich des MMA, leichteren Gewichtsklassen oder Sportlern der Figurklasse nicht von Bedeutung. Aber für all die Bodybuilder und Strongmen da draußen, die eine nennenswerte Menge an Fettgewebe mit sich herumtragen, bedeutet dies, dass diese zusätzlichen Kilos gefährlicher sind, als Dein Arzt denken würde.
Als letztes möchte ich auf die fettfreie Körpermasse eingehen. Eine Menge Studien haben herausgefunden, was viele Ärzte als „paradoxen“ Effekt ansehen. Dieser besagt, dass Menschen mit einem BMI im Bereich des Übergewichts (25 bis 29,9) dazu neigen, länger zu leben, weniger Herzkrankheiten zu bekommen, eine bessere Chance aufweisen, Krebs zu überleben und unter weniger Einschränkungen leiden.
Studien, die den BMI mit Körperfett und fettfreier Körpermasse verglichen haben, kamen zu dem Ergebnis, dass Menschen im Bereich des Übergewichts (aber unterhalb des Bereichs der Fettsucht) nicht notwendigerweise fetter als Menschen in so genannten „normalen“ Bereich waren, sondern dass die zusätzliche Körpermasse eher aus fettfreiem Körpergewebe bestand. Im Gegensatz zu dem, was Dein Arzt Dir vielleicht über all die zusätzliche Muskelmasse sagen wird, die Du mit Dir herumträgst, tut Dein Training mit Gewichten wahrscheinlich mehr für Dich als all das Laufen für einem Marathonläufer tut.
Aber das bedeutet nicht, dass eine größere Menge an fettfreier Körpermasse nicht auch ihre Nachteile hat. Verletzungen treten dann auf, wenn Du Dich im Fitnessstudio hart und bis an die Grenzen antreibst. Diese zusätzliche Körpermasse und die schweren Gewichte belasten Deine Gelenke stärker, auch wenn dies dadurch wieder ausgeglichen wird, dass Deine Muskeln mehr der Last und Dein Bindegewebe weniger dieser Last tragen. Je mehr Gewicht Du mit Dir herumträgst, desto härter muss auch Dein Herz arbeiten.
Mehr Muskeln bedeuten einen schnelleren Stoffwechsel und somit ein geringeres Risiko für Demenz, Diabetes und Herzkrankheiten. Aber er bedeutet auch mehr freie Radikale und potentiell mehr Entzündungen, was mehr Stress für Dein endokrines System, Dein Herz-Kreislauf System und Dein Gehirn, sowie möglicherweise eine höhere Krebsrate zur Folge hat. Gibt es also so etwas wie einen Punkt der abnehmenden Erträge? Gibt es einen Punkt, an dem Du zu viel Muskelmasse hast? Vielleicht. Da populationsbasierte Langzeituntersuchungen jedoch immer nur den BMI verwendet haben, wissen wir dies nicht.
Der BMI ist nicht mehr zeitgerecht und erfüllt auch seinen Zweck nicht wirklich – und das nicht nur bei muskulösen Menschen, sondern bei jedem. Du würdest niemanden Kreuzheben mit durchgedrückten Knien und rundem Rücken ausführen lassen und genauso wenig solltest Du Menschen ihren eigenen Gesundheitsstatus und ihre Gewichtsabbauziele basierend auf dem BMI bestimmen lassen. Sag diesen Menschen, dass sie stattdessen eine Körperfettwaage verwenden oder eine Hautfaltenmessung oder einen DEXA Scan ausführen lassen sollen. Etwas so tief Verwurzeltes und so Heimtückisches muss auf jeder Ebene von jeder Person, die es besser weiß, attackiert werden. Verbreite diese Nachricht.
Hoher Blutdruck
Hoher Blutdruck gehört zu den am weitesten verbreiteten chronischen Krankheiten. Und auch wenn es keine Symptome gibt, kann ein zu hoher Blutdruck verheerende Auswirkungen auf Deine Nieren, Dein Gehirn und Dein Herz besitzen (3). Dies ist auch der Grund dafür, dass hoher Blutdruck als so heimtückisch angesehen wird – und auch ein Grund dafür, dass Ärzte unabhängig vom Grund Deines Besuches fast immer den Blutdruck kontrollieren.
Die Zeit, die Ressourcen und die Intensität, mit denen die medizinische Gemeinschaft das Problem des Bluthochdrucks attackiert, ist völlig berechtigt, aber genau wie beim BMI ist unsere Methode für die Messung des Blutdrucks weniger als perfekt (wenn auch um Welten besser). Wenn Du wirklich unter hohem Blutdruck leidest, dann ist es sehr wichtig, dass dieser behandelt wird. Aber was, wenn nicht? Egal ob es die Unannehmlichkeiten, die Kosten oder die Nebenwirkungen sind – niemand möchte Pillen schlucken, wenn dies nicht notwendig ist. Mehr pragmatische Bedenken haben mit privaten Krankenversicherungen zu tun, bei denen bei Vertragsabschluss bestehende diagnostizierte Gesundheitsbeschwerden die Beiträge stark nach oben treiben, oder sogar eine Ablehnung zur Folge haben können. Das letzte, was man in diesem Bereich möchte ist, dass Dich die Diagnose „Bluthochdruck“ in Deiner Krankenakte für alle Zeiten verfolgt.
Doch zurück zur Messung des Blutdrucks. Der einzige akkurate Weg, den Blutdruck zu messen, besteht darin, einen Katheder mit einem Druckmesser an der Spitze durch eine Arterie in Deine Aorta zu schieben. Nicht besonders praktisch – und auch nicht besonders lustig. Dies ist der Grund dafür, dass Ärzte eine Blutdruckmanschette verwenden.
Bei wirklich schwer kranken Menschen wird der Blutdruck jedoch auch häufig mit Hilfe eines Katheters gemessen. Meiner begrenzten Erfahrung als junger Arzt zufolge stimmen die Werte der Messung mit einer Armmanschette mit den direkten Messungen des intraarteriellen Blutdrucks überein. Aber dies ist nicht immer der Fall.
Die Manschette selbst ist eine mögliche Fehlerquelle. Eine zu kleine Manschette wird zu hohe Werte messen. Eine Standardmanschette ist für einen Oberarmumfang zwischen 36 und 38 Zentimetern geeignet. Aber die meisten Menschen, bei denen wir Ärzte größere Manschetten verwenden, sind in der Regel recht stark übergewichtig bis fettleibig.
Es kommt vielen Ärzten oft nicht in den Sinn, dass ein schlanker Arm ganz einfach zu groß für eine Standardmanschette sein könnte. Selbst wenn man es ihnen zuvor sagt, dass die Standardmanschette zu klein ist, bestehen sie häufig darauf, zuerst diese auszuprobieren. Bei mir versagt diese Manschette in der Regel entweder vollständig, wenn es darum geht, einen Wert zu messen oder zeigt einen so absurden Blutdruck an, dass der Arzt aufgibt und eine größere Manschette verwendet. Bei vielen, bei denen eine solche Manschette jedoch nur geringfügig zu klein ist, wird diese Manschette Werte liefern, die man bei einer Person mit zu hohem Blutdruck erwarten würde. Es handelt sich hierbei um einen falschen positiven Befund. Wenn ich an Deiner Stelle wäre, dann würde ich den Arzt darum bitten, eine Messung mit der größeren Manschette durchzuführen, falls die Standardmanschette einen hohen Wert liefert.
Das zweite Problem hängt mit der Tatsache zusammen, dass Du Muskeln und Fett hast, die diese Arterie umgeben, weshalb der von der Manschette gemessene Wert ein Resultat davon ist, wie der Druck von der Arterie durch Fett und Muskeln übertragen wird. Fett, dass sehr gut komprimierbar ist, kann wie ein Schwamm oder ein Stoßdämpfer agieren und zu fälschlicherweise zu niedrigen Messwerten führen. Ich hatte einmal einen Patienten, der so extrem fettleibig war, dass niemand in der Praxis dazu in der Lage war, eine brauchbare Blutdruckmessung am Oberarm durchzuführen. Wir mussten schließlich den Unterarm verwenden. Muskeln sind hingegen sehr straff und können zu höheren Werten als erwartet führen.
Dies ist als 'spurious Systolic Hypertension' (SSH, auf Deutsch “unechter hoher systolischer Blutdruck”) bekannt (4). Bei den meisten Menschen mit hohem Blutdruck sind sowohl der obere (systolische), als auch der untere (diastolische) Wert erhöht (systolisch >140 and diastolisch >90). Einige Menschen leiden unter dem, was als „isolierter systolischer Bluthochdruck“ (ISH) bezeichnet wird. Bei diesen Menschen ist nur der obere Wert erhöht. Dies beobachtet man am häufigsten bei älteren Menschen und wir Ärzte glauben, dass dies damit zusammenhängt, dass die Arterien dieser Menschen aufgrund von Kalziumablagerungen an den Wänden der Arterien nicht mehr so elastisch wie bei jüngeren Menschen sind.
Menschen, die unter einem “unechten hohen systolischen Blutdruck” leiden, neigen dazu, jünger zu sein und keine größeren Risikofaktoren für Gesundheitsprobleme (Fettleibigkeit, Rauchen, hohe Cholesterinspiegel) aufzuweisen - mit anderen Worten ausgedrückt nicht die Menschen, bei denen man einen „isolierten systolischen Bluthochdruck“ normalerweise beobachten würde. Sie neigen dazu, sich von Menschen mit einem Blutdruck im Normalbereich desselben Alters nur dadurch zu unterscheiden, dass sie einen höheren BMI aufweisen und mit größerer Wahrscheinlichkeit Sport treiben (5). “Unechter hoher systolischer Blutdruck” hat mit größter Wahrscheinlichkeit nichts mit dem Blutdruck zu tun, sondern lediglich mit der Anatomie der Muskulatur des Armes der betroffenen Person.
Wenn bei Dir also ein zu hoher Blutdruck festgestellt wird, solltest Du als erstes die Größe der Manschette überprüfen und Dir dann den diastolischen Wert ansehen. Wenn dieser bei unter 90 liegt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um einen Fall von “unechtem hohem systolischem Blutdruck” handelt und dass Du keine Medikation benötigst.
Nierenfunktion
Es ist ein unter Ärzten weit verbreitetes Dogma, dass eine proteinreiche Ernährung schlecht für Deine Nieren ist. Da dieses Thema bereits in zahlreichen anderen Artikeln ausgiebig diskutiert wurde, möchte ich an dieser Stelle nicht zu tief ins Detail gehen. Das Fazit ist, dass eine hohe Proteinzufuhr schlecht für die Nieren sein könnte, oder auch nicht. Wir haben einfach keine wissenschaftlichen Hinweise, die auf das eine oder das andere hindeuten. Dies bedeutet allerdings auch, dass Dein Arzt keine wissenschaftliche Grundlage hat, wenn er Dir sagt, dass Du Deine Nieren kaputt machst. Die Vorstellung, dass Protein schädlich ist, rührt von Studien her, die mit Menschen durchgeführt wurden, die unter Nierenschäden litten – Menschen, die entweder unter einer chronischen Niereninsuffizienz oder unter chronischem Nierenversagen litten. Bei diesen Menschen besteht kein Zweifel – je höher die Proteinzufuhr ausfällt, desto schneller verschlechtert sich das Krankheitsbild ihrer Erkrankungen der Nieren.
Dies macht Sinn, wenn man darüber nachdenkt. Dies sind Menschen, deren Nieren nicht einmal mit den grundlegenden Anforderungen zurecht kommen, die ihr Körper an sie stellt. Eine Erhöhung der Anforderungen an die Nieren über diesen grundlegenden Status hinaus kann unmöglich gut sein. Aber können wir diese Beobachtungen auf Menschen mit normalen und gesunden Nieren übertragen? Es gibt keinen Grund dafür zu denken, dass wir dies können und eine Menge Gründe dafür zu denken, dass wir es nicht können.
Bei den Nieren handelt es sich um erstaunlich robuste Organe mit einer Menge an Überkapazitäten. Du musst in der Tat etwa 75% der Funktionseinheiten (Nephrone) in Deinen Nieren verlieren, bevor bei einem Nierenfunktionstest Veränderungen sichtbar werden. Und das berücksichtigt noch nicht einmal die Tatsache, dass die Nieren ihre Filtrationsrate bei gesunden Erwachsenen im Vergleich zum Ruhezustand dramatisch steigern können. Eine analoge Situation kann beim Herzen beobachtet werden. Bei einem gesunden Erwachsenen ist HIIT oder jede Art von Cardiotraining gut für das Herz. Aber nimm einen Menschen, der unter einer Herzinsuffizienz oder ernsthaften Erkrankungen der Koronararterien leidet. Für eine solche Person ist es wahrscheinlich keine gute Idee, mit Sprints die Treppe herauf zu beginnen. Das ich auch der Grund dafür, dass sich auf allen Medikamenten gegen erektile Dysfunktion Warnungen befinden, die darauf hinweisen, dass der Verwender seinen Arzt fragen sollte, ob es sicher für ihn ist, Sex zu haben. Wenn Du ein bereits geschwächtes Herz nimmst und es belastest, können schlimme Dinge geschehen. Aber sieht man deshalb Ärzte, die gesunden Menschen empfehlen auf sportliches Training zu verzichten?
Unsere nächsten Bedenken bezüglich der Nieren sind die Bluttests, die Ärzte durchführen, um zu bestimmen, wie gut die Nieren funktionieren. Es gibt zwei Werte, an denen wir besonders interessiert sind: Der Blut-Harnstoff-Stickstoff Wert (BUN) und der Kreatininwert im Blut (Cr). Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN) ist ein Abfallprodukt des Proteinstoffwechsels. Kreatinin ist ein Abbauprodukt von Kreatinphosphat, welches sich in Deinen Muskeln, Deinem Herz und Deinem Gehirn wiederfindet. Ärzte untersuchen diese Werte für Gewöhnlich mit Hilfe eines einfachen Bluttests, der ihnen die Konzentration beider Werte zeigt. Und an dieser Stelle werden die Dinge kniffelig – und das sind genau die Stellen, an denen Ätzte zu falschen Annahmen kommen können. Die Konzentrationen dieser Substanzen in Deinem Blut werden durch mehrere Faktoren beeinflusst, von denen einer die Nierenfunktion ist. Die BUN Konzentration verändert sich mit Deinem Hydrationsstatus (niedrig, wenn Du gut hydriert bist, hoch wenn Du dehydriert bist).
Sie verändert sich auch in Reaktion auf zu viel Protein, das Du zu Dir nimmst und umsetzt. Je mehr Protein Du zu Dir nimmst, desto höher wird Dein BUN Wert ausfallen. Die Kreatinin Werte sind hingegen sehr viel stabiler. Kreatinin wird mit einer relativ konstanten Rate produziert – aufgrund des konstanten Prozesses des Muskelabbaus und Wiederaufbaus mehr oder weniger abhängig davon, über wie viel Muskelmasse Du verfügst.
Somit hat die Konzentration in Deinem Blut eine Menge damit zu tun, über wie viel fettfreie Körpermasse Du verfügst. Nachdem dies gesagt wurde, sollte erwähnt werden, dass es bestimmte Dinge gibt, die Deine Kreatininspiegel erhöhen können. Ernsthafte Infektionen oder andere Stressoren erhöhen den Muskelabbau als Konsequenz von Kortisol und der entzündungsfördernden Hormone, die in Deinem Körper zirkulieren. Aus demselben Grund kann auch eine besonders intensive Trainingseinheit oder ein Wettkamp die Kreatininwerte stark erhöhen. Es gibt einen „normalen Bereich“ für jeden dieser Werte. Und Menschen, bei denen sich die BUN und Cr Blutspiegel außerhalb dieser Bereiche befinden, leiden häufig unter Nierenproblemen. Auf der anderen Seite gibt es eine Menge Kraftsportler, bei denen diese Bluttests auch abnormale Werte aufweisen, die sie und ihre Ärzte in Panik versetzen können.
Aber diese „normalen“ Bereiche basieren auf der Annahme, dass Du auch „normal“ bist, wenn es um all die Faktoren geht, über die ich zuvor gesprochen habe. Eine höhere Proteinzufuhr bedeutet einen höheren BUN Blutwert. Eine höhere fettfreie Körpermasse bedeutet einen höheren Kreatininwert im Blut. Stärkere körperliche Stressoren (und ein hieraus resultierender erhöhter Kreatinumsatz) bedeuten höhere Kreatininwerte. Glaubst Du, dass einer dieser Faktoren auf Kraftsportler zutreffen könnte? Verdammt richtig, sie treffen zu.
Die Ergebnisse Deines Bluttests kommen also zurück und Deine Nierenwerte weisen auf mögliche Probleme hin. Dein Arzt wird Dich in Panik anrufen und Dir sagen, dass Du Deine Nieren mit all dem Protein und Kreatin zerstört hast und dass Du sofort damit aufhören musst. Was machst Du in einer solchen Situation?
Nun, Dein Arzt hat sich einfach nur selbst überfordert. Er hat in Wirklichkeit keine Ahnung, wie es Deinen Nieren geht und Du weißt es auch nicht. Aber das ist kein Problem, denn wir Ärzte verfügen über die Werkzeuge, mit deren Hilfe wir direkt berechnen können, wie gut Deine Nieren funktionieren – wir verwenden sie nur nicht besonders häufig. Es bedarf einer Urinprobe. Eine verdammte Urinprobe. Der einzige Weg herauszufinden, ob Deine Nieren Abfallprodukte gut genug filtern besteht darin zu schauen, wie viele sie hiervon ausscheiden. Klingt nach gesundem Menschenverstand, nicht wahr?
Was ich tun würde, wäre nach einer Kreatinin-Clearence Messung zu fragen. Du wirst hierfür ein paar Tage lang auf Dein Training verzichten müssen, was Dein Kreatin auf den Basislevel des einfachen Muskelumsatzes reduzieren wird, aber ich würde nicht damit aufhören Protein und Kreatin zu mir zu nehmen.
Nachdem Du Deinem Körper genügend Zeit gegeben hast, jegliche mögliche stressbedingte Erhöhung der Kreatininproduktion zu beseitigen, kommst Du für einen weiteren Bluttest und eine weitere Urinprobe zurück. Das Labor wird Deine Kreatinin Blutkonzentration mit der Kreatininmenge in Deinem Urin vergleichen. Dies wird Deinem Arzt genau sagen, wie gut Deine Nieren Abfallprodukte ausscheiden und es ihm erlauben all die Wege zu untersuchen, auf denen Du „abnormalen“ bist. Wie ich gesagt habe könnte sich herausstellen, dass sich Deine Nieren wirklich in einem schlechten Zustand befinden, aber wahrscheinlicher ist, dass es lediglich die Tatsache ist, dass Du mehr Protein zu Dir nimmst und über mehr Muskelmasse verfügst, als die meisten anderen.
Fazit
Einstein hat einmal gesagt “Es ist in keinster Weise verschwendete Zeit, wenn wir geübt darin werden aus eigener Erfahrung lange für gültig gehaltene allgemeine Konzepte zu analysieren und die Umstände zu zeigen, von denen ihre Gültigkeit und ihre Nützlichkeit abhängen und wie sie sich entwickelt haben. Hierdurch wird ihre exzessive Autorität gebrochen werden.“ Du wärst nicht hier, wenn Du Deine Gesundheit nicht ernst nehmen würdest. Dies und Deine Liebe zum Eisen machen Dich abnormal, was bedeutet, dass Du manchmal nicht in das Modell passt, das andere Menschen verwenden, um Dich zu beurteilen – egal ob es darum geht, Dich für einen hirnlosen Kraftprotz zu halten oder den Zustand Deiner Gesundheit zu bestimmen. Es ist wichtig die Annahmen zu verstehen, auf denen Ärzte ihre Denkweise basieren. Manchmal machen diese Annahmen überhaupt keinen Sinn (wie dies beim BMI der Fall ist) und zu anderen Zeiten unterscheidest Du Dich einfach nur stark genug von einer „normalen“ Person, dass „normale“ Methoden ganz einfach nicht anwendbar sind.
Referenzen
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Von Nikhil Rao
Quelle: https://www.t-nation.com/training/what-your-doc-doesnt-know-about-weightlifting