Training

F: Du und Ian King habt mich davon überzeugt, dass ich Power Cleans (Power Umsetzen) und Kreuzheben in mein Programm einbauen sollte. An welchem Tag sollte ich diese Übungen ausführen? Sollte ich diese Übungen am Beintag oder am Rückentag trainieren? Ich habe nach Kreuzheben immer einen Muskelkater in Beinen, Rücken und Trapezius und bei Power Cleans habe ich dasselbe Problem. Irgendwelche Vorschläge?
A: Power Cleans und Kreuzheben sollten am Beintag ausgeführt werden, da sie die Hüft- und Knieextensoren überlasten. Wenn Du Dich dafür entscheidest, Power Cleans durchzuführen, dann solltest Du sicherstellen, diese als erste während Deiner Trainingseinheit auszuführen – sie bedürfen einer Menge an Koordination. Sie als letzte Übung auszuführen, kann im Fitnessstudio, bei Dir selbst und anderen Leuten um Dich herum Chaos und Verwüstung anrichten.
Wenn Du ein Programm durchführst, das darauf abzielt, Deine Gewichte bei Power Cleans oder Kreuzheben zu steigern, solltest Du darauf achten, Dein Kniebeugentraining basierend auf Deiner Regenerationsfähigkeit entsprechend anzupassen. Die Anzahl der Mutanten da draußen die gleichzeitig ihre Leistungen bei Kniebeugen und Kreuzheben nach oben treiben können war zumindest als ich das letzte Mal nachgesehen habe, sehr gering.
Du solltest auch auf die Menge an indirektem Training wie Rudern vorgebeugt achten, die Du für Deinen unteren Rücken ausführst. Ich erinnere mich noch daran, dass ich vor ein paar Jahren mit dem Trainingsrehabilitationsspezialisten Paul Chek zu Abend gegessen habe und wir natürlich auf das Thema Training zu sprechen kamen. Paul beschwerte sich darüber, dass er sich bei keiner seiner Übungen steigern konnte. Ich stellte ihm ein paar Fragen darüber, wie er trainierte und der Grund für sein Plateau wurde recht schnell offensichtlich: er wollte gleichzeitig seine Gewichte bei Kniebeugen, Kreuzheben und Rudern vorgebeugt steigern.
Mein Rat für ihn war recht einfach: Wähle EINE dieser drei Übungen und arbeite für drei bis vier Wochen hart an dieser und wähle danach eine andere Übung, die Du priorisierst.
F: Ich höre ständig, wie toll Ausfallschritte für die Beine sein sollen, doch wenn ich sie ausführe, ist der einzige Muskel, in dem ich einen Muskelkater bekomme, mein Po. Das stört mich weniger, aber sollte ich nicht auch etwas in meinen Quadrizeps spüren? Ich beginne mein Programm mit Ausfallschritten, da sie mehr Balance bedürfen und gehe dann zu Beinbeugern und Waden über.
A: Einer meiner Kollegen, der im Bereich der Fitnessindustrie für sein Wissen im Bereich des Bauchmuskeltrainings bekannt ist, hat sich vor Jahren, als er mit mir in Kanada war, über dasselbe beschwert. Er hatte damals einen Hintern, der einen halben Meter herausstand, während seine Beine so schlecht entwickelt waren, dass sie jeden Storch stolz gemacht hätten. Dieser Trainierende führte Ausfallschritte mit 100 Kilo aus, wobei er seine Interpretation einer korrekten Technik verwendete. Nachdem er sein Ego an der Garderobe abgegeben hatte und zustimmte, dass seine Technik in der Tat grottenschlecht war, reduzierte er das Gewicht auf 50 Kilo. Nach dieser Anpassung wanderte der Muskelkater prompt an die gewünschte Stelle.
Wenn sie korrekt ausgeführt werden, sollten Ausfallschritte nicht nur in den Gesäßmuskeln, sondern auch in den Beinbeugern, den Quadrizeps und den Adduktoren einen Muskelkater hervorrufen. Wenn Du nur in den Gesäßmuskeln einen Muskelkater bekommst, dann bedeutet dies, dass Deine Technik nicht korrekt ist – mit größter Wahrscheinlichkeit ist Deine Schrittweite zu gering und Du beugst Dich wahrscheinlich auch zu weit nach vorne.
In der gestreckten Position sollten die unteren 15 Zentimeter Deiner Beinbeuger Deinen Gastrocnemius Muskel vollständig bedecken. Mit anderen Worten ausgedrückt solltest in der gedehnten Position kein Abstand zwischen Beinbeuger und Wade sein. Dein Torso sollte so aufrecht wie möglich sein – er sollte sich senkrecht zum Boden befinden.
Gib der korrekten Technik einen Versuch und schaue, ob Du am nächsten Tag noch eine Treppe hoch laufen kannst, ohne mich zu verfluchen. Ich kann Dir garantieren, dass Deine Beinhypertrophie steil nach oben schießen wird, wenn Du Ausfallschritte so ausführst, wie ich sie beschrieben habe.
F: Ich habe tonnenweise Bodybuilding Magazine auf der Suche nach einer etwas anderen Brustübung durchforstet – etwas anderes, als die typischen Variationen von Langhantel- oder Kurzhanteldrücken. Hast Du irgendwelche Ideen?
A: Nun, ich bin mir nicht sicher, ob Folgendes das ist, wonach Du suchst, aber ich hätte da eine exzellente Übung, die Du ausprobieren könntest. Es handelt sich um Dan Kennedys modifizierten „Pec Fryer“. Diese Kombination von Übungen ist eine Variation eines Supersatzes, den mir der frühere Rutgers Krafttrainer Kennedy während eines Seminars im New York Athletic Club gezeigt hat.
Hierbei führst Du Kurzhantel Flachbankdrücken im Supersatz mit Butterflys mit manuellem Widerstand aus. Führe einen Satz Kurzhantel Flachbankdrücken mit sechs bis acht Wiederholungen aus, wobei Du sicherstellst, dass die Handflächen während der gesamten Übungsausführung zueinander hinzeigen, um eine stärkere Dehnung zu erreichen (diese Haltung erlaubt es Dir, die Kurzhanteln weiter abzusenken). Das Tempo bleibt Dir überlassen, aber ich würde Dir empfehlen, ein 3210 Tempo auszuprobieren: drei Sekunden für den exzentrischen Teil der Bewegung, eine zwei Sekunden Pause in der gedehnten Position, eine Sekunde für das Anheben der Kurzhanteln und keine Pause in der kontrahierten Position.
Nachdem Du die Kurzhanteln abgelegt hast, bleibst Du auf der Bank. Platziere Deine Hände hinter Deinem Kopf, als ob Du gerade festgenommen worden wärst und lasse einen Trainingspartner, der über Dir steht manuellen Druck auf die Spitzen der Innenseiten Deiner Ellenbogen ausüben – direkt auf die Haut von Bizeps oder Trizeps Druck auszuüben wird dem Trainierenden Schmerzen bescheren, die an eine aktive Fasziendehnung erinnert. Stelle sicher, dass Du den Satz beginnst, wenn sich die Ellenbogen in ihrer tiefsten (gedehnten) Position befinden, um Deinem Trainingspartner die besten Hebelverhältnisse zu ermöglichen, wenn er Druck ausübt. Wenn Du mit angehobenen Ellenbogen beginnst, wird es Dein Trainingspartner nahezu unmöglich finden, Deine Arme auseinander zu drücken.
Während Dein Trainingspartner Druck ausübt versuchst Du die Ellenbogen zusammenzudrücken, als ob Du Butterflys an einer Maschine ausführen würdest. Die Kraft, die Dein Trainingspartner ausübt sollte zu Deiner Kraftkurve passen. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Geschwindigkeit der Bewegung konstant gehalten wird, wodurch der Widerstand in den Bereichen, in denen der Muskel mehr Kraft entwickeln kann, höher und in den Bereichen, in denen sich die Brustmuskeln in ihrer schwächsten Position befinden (in diesem Fall in der gedehnten Position), niedriger ausfällt.
Halte die Anzahl der Wiederholungen niedrig, aber führe diese hierfür sehr langsam aus. Ich habe herausgefunden, dass Sätze a vier bis sechs Wiederholungen unter Verwendung eines sehr langsamen Tempos mit vier bis zehn Sekunden für den konzentrischen Teil der Bewegung und vier bis sechs Sekunden für den exzentrischen Teil der Bewegung am besten funktionieren. Dieser Supersatz kann auch auf einer Schrägbank ausgeführt werden, wenn Du die Brustmuskeln im Bereich des Schlüsselbeines stärker belasten willst.
F: Die meisten Trainierenden führen fliegende Bewegungen mit Kurzhanteln mit zueinander hinzeigenden Handflächen aus. Wann immer ich jedoch Bilder Deiner Athleten sehe, zeigen die Daumen zueinander hin. Was ist der Grund hierfür?
A: Wenn Trainierende fliegende Bewegungen mit zueinander hinzeigenden Handflächen trainieren, dann sind ihre Oberarme nach außen gedreht. Das Problem hierbei ist, dass die Brustmuskeln interne Rotatoren des Oberarmknochens sind. Deshalb sollten fliegende Bewegungen mit zueinander hinzeigenden Daumen ausgeführt werden, da hierdurch eine interne Rotation des Oberarmknochens erreicht wird.
Darüber hinaus sollten sich die Ellenbogen, wenn Du die Kurzhanteln absenkst, in der tiefsten gedehnten Position in einer Linie mit den Ohren befinden. Probiere es aus. Du wirst nicht glauben, um wie viel stärker die Dehnung der Brustmuskeln ausfallen wird. Und um eine wirklich gute Dehnung zu erreichen, solltest Du fliegende Bewegungen auf einem Swiss Ball ausführen
Ein Wort zur Vorsicht zu fliegenden Bewegungen – diese bedürfen im Allgemeinen mehr Aufwärmen als jede andere Übung.
F: Ich verwende die Multipresse bei meinem Training sehr ausgiebig, aber ich habe gehört, dass sie nicht das beste Trainingsgerät sein soll, das je entwickelt wurde. Was ist Deine Meinung hierzu?
A: Um ehrlich zu sein, halte ich nicht viel von der Multipresse. Wenn ich einen Kraftraum für einen Klienten einrichte, kaufe ich niemals eine Multipresse. Und wenn mir irgend ein Idiot während meines Trainings stört und mich etwas zum Thema Brusttraining fragt, dann besteht meine Form der Rache darin, ihm 20 Sätze an der Multipresse zu empfehlen.
Ein Grund dafür, dass die Multipresse in Magazinen so viel Publicity bekommt, besteht darin, dass sie ein tolles Bild abgibt, doch was den funktionalen Übertrag angeht, ist ihr Wert bei null. Sie wurde wahrscheinlich von einem Physiotherapeuten entwickelt, der sein Geschäft verbessern wollte.
Was Du vielleicht als Vorteile dieser Maschine ansehen magst sind in Wirklichkeit gravierende Nachteile. Die gefühlten Vorzüge sind nur kurzlebig, da die Multipresse das Gewicht für Dich stabilisiert. Die Schulter arbeitet jedoch auf drei Ebenen und wenn Du Übungen an einer Multipresse ausführst, dann muss keiner der Schulterstabilisatoren maximal rekrutiert werden.
Die Muskeln der Rotatorenmanschette müssen z.B. nicht so viel Arbeit verrichten, da der Pfad der Stange fix ist. Dies schafft Probleme, wenn der Trainierende wieder zu einem Training mit freien Gewichten übergeht. Wenn dies geschieht, ist der Trainierende wieder einem dreidimensionalen Umfeld ausgesetzt, das auch als „echtes Leben“ bezeichnet wird. Da es ihm die Multipresse lediglich erlaubt hat, Kraft in einer Dimension zu entwickeln, erhöht dies das Verletzungsrisiko auf den unterentwickelten Bewegungsebenen.
Der Trainingsexperte Paul Chek aus San Diego hat das identifiziert, was er als Schema Überlastungssyndrom bezeichnet. Bei seinen Seminaren und in seinen Videos betont er immer wieder, dass Bankdrücken an der Multipresse eine der häufigsten Ursachen für Schulterverletzungen ist.
„Bei der Verwendung der Multipresse kommt es zu einer Bewegungsschemaüberlastung. Je stärker das Objekt fixiert ist, desto größer ist das Risiko für die Entwicklung eines solchen Überlastungssyndroms. Dies beruht auf der Tatsache, dass ein Training auf einem fixierten Pfadweg wiederholt dieselben Muskeln, Sehnen und Bänder auf dieselbe Art und Weise belastet und Mikrotraumata fördert, die letztendlich zu Verletzungen führen werden. Wenn ein Trainierender immer die Multipresse für sein Bankdrücken verwendet, dann endet er damit, die ganze Zeit über dieselben Muskelfasern der am Bankdrücken beteiligten Primärmuskeln zu trainieren: den Triceps brachii, den Pectoralis major, den langen Muskelkopf des Bizeps, die vorderen Schultermuskeln und den Serratus anterior. Aber er kann den Pfadweg nicht verändern – die Stange wird sich immer in derselben Position befinden.“
Aufgrund der Mechanik des menschlichen Schultergelenks, wird der Körper den natürlichen Pfadweg der Stange während des Bankdrückens mit freien Gewichten verändern, um eine effiziente Bewegung im Bereich der Schulter zu ermöglichen. Ein fixierter Pfadweg erlaubt keine Änderungen dieses Pfadwegs für effiziente Bewegungen des Gelenks und prädisponiert die Schulter für eine schädliche Überlastung durch einen Mangel an Anpassung.
Alles in allem ist die Multipresse ein Trainingsgerät für Idioten. Wenn Du daran interessiert bist, über einen langen Zeitraum verletzungsfrei zu trainieren, dann bist Du sehr viel besser damit beraten, bei den Standard Langhantel- und Kurzhantelübungen zu bleiben.
F: Welche Supplement Empfehlungen würdest Du geben?
A: Beginnen wir mit meinem Post-Workout Rezept. Ich bin seit langem ein großer Fürsprecher einer flüssigen Post-Workout Mahlzeit und habe basierend auf meinen Beobachtungen und einer Menge wissenschaftlicher Recherchen folgende Post-Workout Formel für Trainingseinheiten von einer Stunde Dauer entwickelt:
Proteingehalt:
Die Post-Workout Mahlzeit sollte mindestens 0,6 Gramm Protein pro Kilogramm fettfreier Körpermasse enthalten. Bei einem 90 Kilo schweren Athleten mit einem Körperfettanteil von 10% wären dies mindestens 50 Gramm Protein.
Kohlenhydratzufuhr:
Während ich früher pauschal 2 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen habe, bin ich nach weiteren Recherchen im Bereich der wissenschaftlichen Literatur und Diskussionen mit Kollegen zur Schlussfolgerung gekommen, dass der Gesamtkohlenhydratgehalt der Post-Workout Mahlzeit das Trainingsvolumen der Trainingseinheit widerspiegeln sollte – d.h. je höher die Anzahl der Wiederholungen pro Trainingseinheit ausfällt, desto höher sollte auch die Kohlenhydratzufuhr ausfallen.
Das Problem ist, dass nicht alle Wiederholungen notwendigerweise gleich sind. Eine Wiederholung bei Kniebeugen oder Kreuzheben ist sehr viel fordernder als eine Wiederholung bei Curls oder Trizepsdrücken. Um das Ganze jedoch nicht zu kompliziert zu machen, gehe ich jedoch trotzdem von der Annahme aus, dass alle Wiederholungen gleich sind. Unter dieser Prämisse sieht meine Empfehlung für die Kohlenhydratzufuhr nach dem Training folgendermaßen aus:
- 12-72 Wiederholungen pro Trainingseinheit: 0,6 g/kg fettfreie Körpermasse
- 73-200 Wiederholungen pro Trainingseinheit: 0,8 g/kg fettfreie Körpermasse
- 200-360 Wiederholungen pro Trainingseinheit: 1.0 g/kg fettfreie Körpermasse
- 360-450 Wiederholungen pro Trainingseinheit: 1.2 g/kg fettfreie Körpermasse
Glutaminzufuhr
Nach vielen Diskussionen mit den Low-Carb Fürsprechern DiPasquale und Serrano habe ich mit höheren Glutaminmengen experimentiert. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Konsum von Glutamin nach dem Training die Glykogen Resynthese beschleunigen und natürlich auch die Glutaminspiegel erhöhen kann – beides ist bei der Verhinderung eines Übertrainings und der Generierung eines anabolen Umfelds wichtig. Bei einem 100 Kilo schweren Athleten kann die Glutaminzufuhr ohne weiteres im Bereich von 35 Gramm liegen.
Ich bin außerdem ein großer Freund von Antioxidantien. All meine Athleten verwenden eine Antioxidantienmischung, weil sie eine höhere Fettsäurezufuhr als ihre Kollegen aufweisen. Fettsäuren sind äußerst empfindlich gegenüber Beschädigungen und einer Oxidation und dies gilt unabhängig davon, ob sie sich innerhalb oder außerhalb des Körpers befinden. Ein gesteigerter Konsum von Fischöl wurde z.B. mit einem höheren Level der Lipidperoxidation im Körper in Verbindung gebracht, was einen höheren Bedarf an Vitamin E zur Folge hat.
Neben Vitamin E würde ich außerdem eine Antioxidantienformel empfehlen, die eine große Bandbreite an Antioxidantien wie Vitamin C und Beta-Carotin umfasst. Ich verwende außerdem gerne zusätzlich Antioxidantien pflanzlicher Natur wie Traubenkernextrakt, Grünteeextrakt, Quercitin, Hesperidin, Kurkuma, Gingko Biloba und Ingwer.
Dies ist nur ein kurzer Überblick über zwei Bereiche der Supplementierung, da eine vollständige Behandlung des Themas den Umfang dieser Kolumne bei weitem sprengen würde.
F: Man hört von erfahrenen Kraftsporttrainern unterschiedliche Meinungen, was die Effizienz eines Trainings auf einem Swiss Ball angeht. Sollte ich diesen jetzt in mein Training integrieren oder nicht?
A: Der Swiss Ball stammt aus dem Land der Uhren und des Käsefondues, wo Physiotherapeuten diesen ausgiebig im Rahmen des Rehabilitationsprozesses ihrer Patienten einsetzen. Ein Swiss Ball ist ein wertvolles Werkzeug, doch sich zu sehr auf ihn zu verlassen, wird auf lange Sicht hin gesehen unter Umständen kontraproduktiv sein.
Viele meiner Trainierenden führen z.B. einen Teil ihres Brusttrainings auf einem Swiss Ball aus. Im Allgemeinen wird dies ihnen dabei helfen, ihre Bewegungen besser zu kontrollieren und eine schlampige Form der Übungsausführung zu korrigieren. Warum wird dies eine schlampige Form der Übungsausführung eliminieren? Weil Du, wenn Du nicht vorsichtig bist, damit enden wirst, mit dem Logo des Kurzhantelherstellers auf Deiner Stirn eingeprägt, ein paar Meter durch den Kraftraum zu rollen.
Wenn Du einen Swiss Ball bei der Ausführung von Kurzhanteldrücken verwendest, dann wird Dich die Instabilität des Balles dazu zwingen, Deine Stabilisatoren in erheblich größerem Umfang als normalerweise zu rekrutieren und es Dir hierdurch erlauben, eine verletzungsresistentere Schulterstruktur aufzubauen, um mehr Muskeln rekrutieren zu können.
Aus diesem Grund verwendet mein Kollege André Benoit den Swiss Ball für das Brusttraining seiner Anfänger Klienten. Zusätzlich hierzu erlaubt die runde Oberfläche des Balls ein tieferes Absenken der Kurzhanteln und ermöglicht hierdurch eine bessere Dehnung der Brustmuskeln.
Eine Beispielübung, die Du auf dem Swiss Ball ausführen kannst, ist exzentrisches Kurzhantel Schrägbankdrücken. Ich bin auf die Idee der Verwendung dieser Übung während eines Seminars für Personal Trainer gekommen, als mich einer der Teilnehmer fragte, wie man die Brustmuskeln im Bereich des Schlüsselbeines exzentrisch trainieren kann, wenn man alleine trainiert.
Für diese Übung legst Du Dich auf einen Swiss Ball und drückst die Kurzhanteln so nach oben, als ob Du konventionelles Kurzhantel Bankdrücken ausführen würdest. Sobald Deine Arme fast gestreckt sind, hältst Du Deinen Torso stabil, während Du gleichzeitig Deine Hüfte so weit wie möglich absenkst.
Da Du beim Schrägbankdrücken schwächer als beim Flachbankdrücken bist, wirst Du den größeren Hebelarm des Flachbankdrückens verwenden, um das Gewicht in Vorbereitung auf den exzentrischen Teil des Schrägbankdrückens nach oben zu bewegen. Du führst also im Endeffekt eine Kombination aus konzentrischem Flachbankdrücken und exzentrischem Schrägbankdrücken aus.
Du solltest Dich jedoch nicht zu sehr auf den Swiss Ball verlassen, da Du irgendwann den Punkt erreichen könntest, an dem Deine Stabilisatoren die primären Muskeln daran hindern, stärker zu werden. Wie man so schön sagt, ist eine Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied und dies sind in diesem Fall die Stabilisatoren.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-25, https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-26
Von Charles Poliquin

Neurotyp 2 – Der Belohnungsabhängige
Teil 1 dieser Artikelserie umfasste eine Einleitung zum Thema Neurotyping. Kurz zusammengefasst beeinflussen die Basisspiegel von 3 Neurotransmittern (Dopamin, Serotonin und Norepinephrin) Deine Persönlichkeit in signifikantem Umfang und diktieren hierdurch, wie Du trainieren und wie Du Dich ernähren solltest, um bestmögliche Resultate zu erzielen. In Teil 2 wurde das erste Neuroprofil behandelt: der ständig nach Neuem Suchende.
Im dritten Teil werden wir den besten Trainings- und Ernährungsansatz für den Neurotyp 2 – den Belohnungsabhängigen – behandeln. Dieser Neurotyp sucht nach Belohnungen, um seine Norepinephrinspiegel zu erhöhen. Diese Belohnungen reichen von sozialer Anerkennung, die z.B. dadurch erreicht wird, dass man es allen Leuten recht zu machen versucht, bis hin zum Erreichen von Zielen.
Das optimale Training für Neurotyp 2: der Belohnungsabhängige
1 – Trainingsvorbereitung
Trainierende vom Neurotyp 2 müssen sich kompetent fühlen. Aus technischer Sicht in den richtigen „Groove“ zu kommen und die richtigen Muskeln die Arbeit verrichten zu fühlen, ist für diesen Typ von entscheidender Bedeutung. Deshalb ist es wichtig während der Trainingsvorbereitung eine große Betonung auf das Durchgehen der Bewegungsschemata des Tages zu legen.
Dies könnte bedeuten eine Menge Vorbereitungssätze vor der Ausführung der Arbeitssätze für die Hauptübung durchzuführen. Es könnte auch bedeuten, peripheres Aktivierungstraining für einen wichtigen Muskel der Hauptübung auszuführen, wie z.B. eine Aktivierung der Gesäßmuskeln vor der Ausführung von Kniebeugen. Dieser Neurotyp benötigt nicht dieselbe Menge an Myofascien Release Arbeit (Faszienrolle) und dynamischem Dehnen wie andere Typen.
Wenn er das Gewicht schrittweise für die großen Grundübungen steigert, sollte er nicht zu viel Energie verschwenden, da er (unterbewusst) davon ausgehen wird, dass diese Vorbereitungssätze seine Leistungen aufgrund der hiermit verbundenen Erschöpfung reduzieren werden. Dies wird seine Motivation beeinträchtigen.
Dieser Neurotyp hat zwei unterschiedliche Optionen für das Aufwärmen vor einer schweren Grundübung:
Option 1:
Verwende ein 1,5 zu 1 Verhältnis von Vorbereitungssätzen zu Arbeitssätzen, aber führe bei den Vorbereitungssätzen weniger Wiederholungen als bei den Arbeitssätzen aus (z.B. 5 anstelle von 8 Wiederholungen, 3 anstelle von 5 Wiederholungen, 1 anstelle von 3 Wiederholungen.)
Das Ganze könnte so aussehen:
Vorbereitungssätze:
- Satz 0: Leere Stange x 10 Wiederholungen
- Satz 1: 135 x 5 Wiederholungen
- Satz 2: 165 x 5 Wiederholungen
- Satz 3: 185 x 5 Wiederholungen
- Satz 4: 205 x 5 Wiederholungen
- Satz 5: 225 x 5 Wiederholungen
- Satz 6: 245 x 5 Wiederholungen
Arbeitssätze:
- Satz 7: 245 x 8 Wiederholungen
- Satz 8: 245 x 8 Wiederholungen
- Satz 9: 245 x 8 Wiederholungen
- Satz 10: 245 x 8 Wiederholungen
Option 2:
Verwende ein 1:1 Verhältnis von Vorbereitungssätzen und Arbeitssätzen und verwende bei Vorbereitungs- und Arbeitssätzen dieselbe Anzahl an Wiederholungen.
Das Ganze könnte so aussehen:
Vorbereitungssätze:
- Satz 0: Leere Stange x 10 Wiederholungen
- Satz 1: 135 x 8 Wiederholungen
- Satz 2: 185 x 8 Wiederholungen
- Satz 3: 205 x 8 Wiederholungen
- Satz 4: 225 x 8 Wiederholungen
Arbeitssätze:
- Satz 5: 245 x 8 Wiederholungen
- Satz 6: 245 x 8 Wiederholungen
- Satz 7: 245 x 8 Wiederholungen
- Satz 8: 245 x 8 Wiederholungenp
In beiden Fällen sollte der Trainingsstil nicht zu explosiv sein. Dieser Neurotyp muss an seiner Geist-Muskel Verbindung arbeiten und seine Form perfektionieren. Er muss sich kompetent fühlen. Eine langsame exzentrische (absenkende) Phase der Wiederholung und eine beschleunigte, aber kontrollierte konzentrische (anhebende) Phase sind am besten.
2 – Trainingsvariation
Dieser Neurotyp braucht Variation, aber nicht so viel wie Neurotyp 1. Bevor er eine Übung auswechselt, muss er sehen, dass er Fortschritte bei der bisherigen Übung gemacht hat. Wenn er die Übungen nach 2 Wochen wechselt, könnte dies zu früh sein, um Fortschritte zu sehen. Dies gilt primär bei schweren Grundübungen. Erinnere Dich daran, dass dieser Neurotyp Fortschritte sehen muss, um sich gut zu fühlen und seine Motivation zu steigern.
Die schwereren Übungen sollten für mindestens 4 Wochen – wahrscheinlich sogar besser 6 Wochen – dieselben bleiben, während einfache Isolationsübungen häufiger ausgetauscht werden können. Ein zu häufiges Wechseln der Übungen kann seine Motivation senken, da er nie das Gefühl bekommt, eine Übung wirklich zu meistern.
Bei den schweren Grundübungen ist der primäre demotivierende Faktor das Gefühl, nicht dazu in der Lage zu sein, eine Übung korrekt auszuführen. Eine Übung zu wechseln, mit der er zu kämpfen hat und bei der er gerade damit begonnen hat, sie zu meistern, wird seine Motivation zerstören.
Bei Isolationsübungen ist es für einen Trainierenden vom Neurotyp 2 am demotivierendsten, diese Übung nicht in den richtigen Muskeln zu spüren. Er sollte deshalb nicht zögern, eine solche Übung gegen eine andere auszutauschen, wenn er sie nicht richtig spürt.
Wenn Du ein Trainer bist, dann solltest Du, wenn Du etwas an einem Trainingsprogramm änderst sicherstellen, dass Du dies auf eine positive Art und Weise adressierst. Zu sagen „Wir werden Goblet Kniebeugen anstelle von traditionellen Langhantelkniebeugen verwenden, weil Du nicht dazu in der Lage bist, eine korrekte Kniebeuge auszuführen“ wird die Motivation dieses Neurotyps zerstören.
3 – Trainingsfrequenz und Trainingssplit
Dieser Neurotyp wird mit einem “einheitlichen” Trainingstag, an dem nur ein Bewegungsschema oder eine Muskelgruppe trainiert wird, besser zurecht kommen. Wenn er sich auf eine Sache konzentriert, dann wird er sich kompetenter fühlen und einen stärkeren lokalen Pump verspüren. Beide Elemente werden ihm eine positive Bestätigung geben.
Trainierende vom Neurotyp 2 kommen gut mit einer höheren Trainingsfrequenz zurecht. Dies gibt ihnen aufgrund der Noradrenalinausschüttung ein gutes Gefühl. Deshalb sollten diese Trainierende 5 bis 6 Trainingseinheiten pro Woche ausführen. Diese können auf 3 Arten aufgeteilt werden:
Bewegungsschema Split
- Tag 1: Kniebeugen und Unterstützungsübungen
- Tag 2: Bankdrücken und Unterstützungsübungen
- Tag 3: Trainingsfrei
- Tag 4: Kreuzheben und Unterstützungsübungen
- Tag 5: Drücken über Kopf und Unterstützungsübungen
- Tag 6: Zugübungen
- Tag 7: Trainingsfrei
Muskelgruppen Split
- Tag 1: Quadrizeps
- Tag 2: Brust und Schultern
- Tag 3: Trainingsfrei
- Tag 4: Rücken
- Tag 5: Beinbeuger
- Tag 6: Arme
- Tag 7: Trainingsfrei
Pull-Push-Beine Split
- Tag 1: Zugmuskeln
- Tag 2: Druckmuskeln
- Tag 3: Beine
- Tag 4: Trainingsfrei
- Weiter mit Tag 1
Das Schlimmste für diesen Neurotyp ist eine schlechte Trainingseinheit. Deshalb kann zu wenig Ruhe und Regeneration, was zu suboptimalen Leistungen im Fitnessstudio führen kann, seine Trainingsmotivation zerstören.
4 – Trainingsvolumen
Das Gefährliche bei diesem Neurotypen ist, dass er leicht zu einem Stimulus Abhängigen werden kann: dies sind die Trainierenden, die immer versuchen mehr zu tun, um sowohl einen stärkeren Noradrenalinschub zu bekommen, als auch um sich den Respekt anderer zu verdienen. Sie riskieren ihre Zuwächse zu beeinträchtigen, da es ihnen wichtiger ist, wie viel sie tun, als wie ihre Fortschritte ausfallen.
Hierfür sind sowohl physiologische, als auch psychologische Faktoren verantwortlich: der Noradrenalinschub und das Verlangen danach, andere zu beeindrucken oder sich den Respekt anderer zu verdienen. Dieser Typ von Trainierendem kann außerdem Probleme mit dem Selbstwertgefühl haben und seinen Körper als einen Weg sehen, sein Selbstwertgefühl künstlich zu steigern. Deshalb setzen sich diese Trainierenden im Fitnessstudio häufig stark unter Druck, was insbesondere dann gilt, wenn das Fitnessstudio gut besucht ist, was zu einer Produktion von überschüssigem Kortisol führen kann.
Sie benötigen genügend Volumen, um einen soliden Pump zu spüren und sich am Ende der Trainingseinheit erschöpft zu fühlen. Aber zu viel Volumen wird es aufgrund der überschüssigen Kortisolproduktion schwer für sie machen, Fortschritte zu erzielen. Trainingseinheiten mit insgesamt 20 bis 25 Sätzen, die zwischen 75 und 90 Minuten lang sind, sind ein guter Ausgangspunkt für diesen Neurotypen.
5 – Trainingsintensität
Trainierende vom Neurotyp 2 müssen durch das Training ein gutes Gefühl erreichen. Dies bedeutet entweder einen guten Pump zu erreichen oder recht schweres Training mit solider Technik auszuführen. Sie sprechen für gewöhnlich besser auf mehr traditionelle Bodybuilding Methoden und Techniken an, die sich auf die Geist-Muskel Verbindung konzentrieren.
Diese Trainierenden können auf Kraft trainieren und recht gut hierbei sein. Erinnere Dich daran, dass sie andere beeindrucken möchten. Aber sie setzen sich auch stark unter Druck, um schwer zu trainieren, was zu Verletzungen oder einer reduzierten Rate von Fortschritten aufgrund einer höheren Kortisolausschüttung führen kann (dies sind übrigens auch diejenigen, die dazu neigen, zu übertreiben, wenn es darum geht, wie viel Gewicht sie bewegen können.) Sie wollen mit aller Kraft gut aussehen - und die Ausführung von schweren Einzelwiederholungen und der „Wettkampfmodus“, in dem sie sich befinden, erhöhen ihr Verletzungsrisiko deutlich.
Was Hypertrophie angeht, sind diese Trainierenden besser mit einem mittleren Wiederholungsbereich von 6 bis 12 Wiederholungen beraten, da dies ihnen die beste Kombination von intensiver Muskelspannung und Pump gibt.
Was ein Training auf Kraft anbetrifft, sollten sie bei Sätzen a 3 bis 5 Wiederholungen bleiben. Sie könne ab und zu auch Sätze a 2 Wiederholungen ausführen, sollten sich aber von schweren Einzelwiederholungen mit maximalem Gewicht fern halten, da sie diese unterbewusst als Test ansehen werden, was ihre Kortisolausschüttung erhöhen wird. Dieser Neurotyp verspürt bei einer schweren Einzelwiederholung etwa zwei bis dreimal mehr Stress als bei einem schweren Satz mit 3 Wiederholungen.
6 – Equipment, Methoden und Strategien
Dieser Neurotyp bevorzugt es, Equipment, Methoden und Strategien anstelle von Übungen zu verwenden. Dies gilt insbesondere für die großen schweren Grundübungen. Das Gefühl zu haben, bei einer Übung nicht effizient zu sein, kann seine Motivation ernsthaft beeinträchtigen. Eine zu häufige Veränderung der großen schweren Grundübungen kann seinen Antrieb zu trainieren und die Resultate, die er durch seine Trainingseinheiten erzielt, beeinträchtigen.
Wenn es um den Aufbau von Muskelmasse geht, ist dieser Neurotyp besser mit einem langsameren Tempo inklusive isometrischem Halten während eines Satzes, dem Hinzufügen von ein paar Teilwiederholungen am Ende eines Satzes und Methoden wie absteigenden Sätzen und Rest/Pause beraten. Er wird gut auf alles ansprechen, was ihm einen besseren Pump verleiht.
Seltsamerweise spricht dieser Neurotyp auch gut auf explosive Übungen, wie Training mit einem Gewichtsschlitten, Sprints, Sprünge und Würfe an. Er kann durch ein sportliches Training auf niedrigem Level sehr gute Reaktionen erzielen. Dies erhöht seine Norepinephrinspiegel, was dazu führt, dass er sich gut fühlt. Athletisches Training, das spezifische sportliche Fähigkeiten erfordert (olympische Gewichtheberübungen oder Turnerübungen) kann ein zweischneidiges Schwert sein, denn wenn sich dieser Neurotyp hierbei nicht kompetent fühlt, kann dies negative Auswirkungen auf seine Motivation besitzen.
Dieser Neurotyp erzielt mit kurzen Pausenintervallen zwischen den Sätzen sehr gute Resultate. Dies fördert die Ausschüttung von mehr Adrenalin. Bei der Ausführung von schweren Grundübungen sind jedoch trotzdem längere Pausenintervalle besser, um suboptimale Leistungen zu verhindern.
7 – Übungsreihenfolge
Die schweren Grundübungen sollten während einer Trainingseinheit nach den Aktivierungsübungen als erstes ausgeführt werden. Dies wird diesem Neurotypen zu einer positiveren Einstellung für den Rest der Trainingseinheit verhelfen.
Da dieser Neurotyp bessere Leistungen erbringt, sobald die Adrenalinspiegel höher ausfallen und weil er sich bei den schweren Grundübungen kompetent fühlen muss, sollte er reichlich Vorbereitungssätze vor Beginn der Ausführung der Arbeitssätze bei der Hauptübung des Tages durchführen.
Dieser Typ von Trainierendem spricht gut auf Kombinationen von Übungen an: Supersätze, Komplexe, Zirkel, alternierende Sätze, usw. Er spricht auch gut auf Dehnungen unter Last für die Hauptmuskeln der Trainingseinheit an. Dies sollte am Ende der Trainingseinheit durchgeführt werden.
8 – Progressionsmodell
Der Schlüssel besteht für diesen Neurotyp darin, Fortschritte zu sehen. Eine Blockperiodisierung oder eine wellenförmige Periodisierung – bei der man den Typ des Trainings während jeder Phase verändert – wird bei diesem Typ nicht so gut wie ein mehr linearer Ansatz funktionieren. Dieser Typ ist besser damit beraten, nur bei den schweren Grundübungen ein spezifisches Progressionsmodell zu verwenden und bei Isolationsübungen ein mehr erschöpfungsbasiertes Modell zu nutzen.
Bei den schweren Grundübungen ist das Doppelprogressionsmodell der beste Ansatz. Dies macht es einfach, Fortschritte zu sehen und es kann ohne die konstante Bürde, das Gewicht ständig erhöhen zu müssen, verwendet werden.
Beim Doppelprogressionsmodell wählst Du einen Wiederholungsbereich wie z.B. 6 bis 8 Wiederholungen und verwendest dasselbe Gewicht für all Deine Arbeitssätze – z.B. 100 Kilo für 4 Sätze. Du erhöhst das Gewicht nur dann, wenn Du bei allen Arbeitssätzen mit dem gewählten Gewicht den oberen Wert des Wiederholungsbereichs erreicht hast. In unserem Beispiel würde dies bedeuten, wenn Du 4 Sätze a 8 Wiederholungen mit 100 Kilo ausführen kannst. Wenn Du jedoch nur 8, 8, 7 und 6 Wiederholungen mit 100 Kilo bei Deinen 4 Arbeitssätzen schaffst, dann verwendest Du bei der nächsten Trainingseinheit wieder dasselbe Gewicht.
Dieser Neurotyp wird mit einem Progressionsmodell, das auf Prozentsätzen basiert, nicht so gut zurecht kommen. An einigen Tagen werden sich die Sätze und Wiederholungen mit dem geplanten Gewicht zu leicht anfühlen, was zur Folge hat, dass dieser Typ von Trainierendem nicht das Gefühl hat, hart zu arbeiten, was seine Motivation beeinträchtigen wird. An anderen Tagen werden sich die geplanten Gewichte vielleicht zu schwer anfühlen und auch dies kann verheerende Auswirkungen auf die Motivation dieses Neurotyps haben, weil er sich deshalb inkompetent fühlen wird.
9 – Entladen und Vorbereitung auf maximale Leistungen
Entladen ist eine Reduzierung des Trainingsstress, um eine normale Trainierbarkeit wiederherzustellen. Dies wird durch eine Wiederherstellung der Spiegel der Neurotransmitter, der Hormonspiegel und der Glykogenreserven, sowie eine Reduzierung von Entzündungen auf ein normales Maß erreicht. Eine Vorbereitung auf maximale Leistungen besteht in einer Form des Entladens, die spezifisch darauf abzielt, den Körper in einen optimalen Zustand zu versetzen, um an einem spezifischen Tag maximale Leistungen erbringen zu können.
Trainierende vom Neurotyp 2 werden sehr besorgt und ängstlich, wenn es um Wettkämpfe geht. Sie sind diejenigen, die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit bei individuellen Ereignissen versagen werden. Die Angst davor zu versagen führt häufig dazu, dass sie es während der Vorbereitungsphase übertreiben. Dies gilt hauptsächlich bei Kraftsportarten wie Powerlifting und Gewichtheben, bei denen sich diese Trainierende während der Woche vor dem Wettkampf häufig zu oft selbst testen und zu schwere Gewichte verwenden. Sie tun dies, um sich selbst zu versichern, dass sie diese Gewichte bewegen können, aber dies kann zu neuronaler und körperlicher Erschöpfung führen, was in schlechten Leistungen während des Wettkampfs resultieren kann und wird.
Diese Trainierenden bauen außerdem während der Vorbereitungswoche eine Menge Stress auf, was ihre Leistungen und ihre Regeneration beeinträchtigen kann. Bei Körpersportarten wie Bodybuilding und Figurklasse kann dies den Vorbereitungsprozess durch Wassereinlagerungen und eine Verhinderung einer optimalen Glykogenspeicherung ruinieren.
Für einen Trainer ist eine Menge positive Bestätigung und Kontrolle während dieser letzten Vorbereitungswoche notwendig. Beruhigende Techniken wie Meditation, Massagen und kontrastierende Bäder können hierbei effektiv sein.
Wenn wir einfach nur über ein Entladen sprechen, ist dieser Typ am besten damit beraten, bei den Hauptübungen Gewicht, Sätze und Wiederholungen im selben Bereich wie während der Vorwoche zu halten, aber anstelle von Unterstützungsübungen ein Training für die neuronale Ladung durchzuführen. Dies könnte 20 bis 25 Minuten für die Hauptübung und 15 bis 20 Minuten neuronales Ladetraining bedeuten.
Optimale Ernährung für Neurotyp 2:
- Dieser Neurotyp spricht am besten auf eine Ernährung mit moderater Kohlenhydratzufuhr an. Eine Zone Diet, bei der 40% der Kalorien in Form von Protein, 30% der Kalorien in Form von Kohlenhydraten und 30% der Kalorien in Form von Fett konsumiert werden, stellt den besten Ausgangspunkt dar.
- Dieser Typ ist anfällig für Schummeln bei der Ernährung, da er Nahrung als Belohnung ansieht. Er wird eine gute Trainingseinheit mit Schummelnahrungsmitteln belohnen. Ich habe schon Trainierende vom Typ des Belohnungsabhängigen gesehen, die als sie mit dem Training angefangen hatten, an Fett zugenommen haben, weshalb ich bei diesem Persönlichkeitstyp keine Schummeltage verwende.
- Anstelle von Schummeltagen sollten Refeed Tage verwendet werden, an denen die Kohlenhydratzufuhr leicht erhöht wird. Diese Refeeds werden jedoch nicht im Voraus geplant, da sie nicht oft benötigt werden. Bei 30% der Kalorien, die in Form von Kohlenhydraten zugeführt werden, kommt es nicht so leicht zu einer Entleerung der Muskelglykogenspeicher, die Leptinspiegel werden nicht einbrechen und auch die T4 zu T3 Umwandlung sollte nicht beeinträchtigt werden.
- Dieser Neurotyp kann gut darin sein, eine Diät einzuhalten, wenn er Rechenschaft hierüber ablegen muss. Wenn z.B. sein Körperfettanteil alle zwei Wochen gemessen wird, dann wird dieser Typ seine Diät sehr viel besser einhalten, weil das Verlangen vor seinem Trainer gut dazustehen sein Verlangen nach einer Belohnung in Form von Nahrung übertreffen könnte.
- Ich halte eigentlich nicht viel von Körperfettmessungen. Die meisten Trainer kennen sich hiermit nicht gut aus und die gemessenen Werte bedeuten nichts. Aber bei Trainierenden vom Neurotyp 2 wird bereits die einfache Tatsache, dass ihr Körperfettanteil gemessen werden wird dabei helfen sicherzustellen, dass sie bei ihrer Diät bleiben, weil sie ihren Trainer nicht hängen lassen wollen. Fotos zu machen, bewirkt übrigens dasselbe.
- Dieser Typ verfügt über mehr Opioidrezeptoren im Gehirn, was ihn besser auf Zucker ansprechen lässt. Für ihn bedeuten zuckerhaltige Leckereinen mehr Befriedigung und Vergnügen als für andere, was leicht zu einer Art Abhängigkeit führen kann.
- Um beim Diäten erfolgreich zu sein, muss dieser Neurotyp rechenschaftspflichtig gemacht werden, Schummelnahrungsmittel meiden und vermeiden zu essen, während er etwas anderes tut, das ihm Vergnügen bereitet (Lesen oder Fernsehen). Darüber hinaus muss er versuchen, dass „Nahrung als Belohnung“ Schema zu durchrechen.
Im nächsten Teil dieser Artikelserie werden wir den Neurotypen 3 – den Schadensvermeider – behandeln.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/double-your-natural-gains-neuro-type-2
von Christian Thibaudeau

Hier ist eine kurze Zusammenfassung:
- Gegensätzliches Training bezieht sich darauf, für kurze und fokussierte Phasen das Gegenteil von dem zu tun, was Du normalerweise tust. Dies überrascht Deinen Körper mit einem neuen Stimulus und verwendet gleichzeitig einen anderen physiologischen Pfad, um eine neue Hypertrophie anzuregen.
- Konzentriere Dich für den größten Teil Deines Trainings auf Deine Leistungen – verwende regelmäßig schwere Grundübungen, die explosiv und unter Verwendung schwerer Gewichte und kurzer Pausenintervalle ausgeführt werden.
- Tue bei konzentrierten „gegensätzlichen Blöcken“ genau das Gegenteil – viele Übungen, konzentriere Dich auf den Pump, längere Pausen und unregelmäßigere Trainingseinheiten. Dies wird Muskeln aufbauen und Deine Fähigkeiten verbessern, einen Pump zu erreichen.
Es gibt ein Trainingsprinzip, das bei mir immer funktioniert. Es ist keines, das ich gerne oft verwende, weil es gegen alles geht, das mir im Fitnessstudio Spaß macht. Trotzdem versagt es niemals, wenn es darum geht, mir zu rapiden Zuwächsen an Muskelmasse über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen zu verhelfen.
Ich bezeichne es als gegenteiliges Training: ich tue genau das Gegenteil von dem, was ich normalerweise tun würde. Anstatt also meine alltäglichen Prinzipien für Masse und Kraft zu verwenden – also auf Leistungsfähigkeit, mit ein paar schweren Übungen, vielen Sätzen, niedrigen Wiederholungszahlen, schweren Gewichten und mit einer hohen Frequenz zu trainieren, kehre ich die Dinge um und trainiere für einen Pump mit mehr Übungen, weniger Sätzen, höheren Wiederholungszahlen, moderaten Gewichten und einer niedrigeren Frequenz. Und es funktioniert jedes verdammte Mal.
Zum einen liefert es meinem Körper einen neuartigen Stimulus, was bereits für sich alleine in ein paar Zuwächsen resultieren wird und zum anderen verwendet es einen anderen physiologischen Pfadweg, um eine Hypertrophie anzuregen.
Betrachten wir meine Prinzipien und vergleichen wir sie mit meinen Wochen des gegensätzlichen Trainings:
1 – Verwende Übungen für eine hohe Leistungsfähigkeit
Trainiere auf Leistungsfähigkeit und das entsprechende Aussehen wird folgen. Dies bedeutet eine recht hohe Anzahl an Sätzen (6 bis 12) pro Übung unter Verwendung niedriger Wiederholungszahlen auszuführen. Dieser Stil des Trainings besteht darin zu versuchen, das Gewicht unabhängig vom verwendeten Gewicht so schnell wie möglich zu bewegen (kompensatorische Beschleunigung), wobei das Gewicht die Wiederholungsgeschwindigkeit diktiert.
Der Fokus liegt auf einer vollen Streckung der Muskeln, wie einer Ausführung von Druckübungen bis Ellenbogen oder Beine vollständig gestreckt sind oder einer Ausführung von Klimmzügen aus einer hängenden Position mit vollständig gestreckten Armen. Das primäre Ziel besteht entweder darin, so viel Gewicht wie möglich bei einer vorgeschriebenen Anzahl von Wiederholungen zu bewegen oder ein moderates Gewicht explosiv zu bewegen.
Das Gegenteil – Pumpe Deine Muskeln auf
Generiere den stärksten möglichen Pump innerhalb eines vorgegebenen Wiederholungsbereichs, um Nährstoffe in den Muskel zu ziehen und ein Wachstum anzuregen. Dies bedeutet die Ausführung einer recht hohen Anzahl an Wiederholungen (12 bis 25) pro Satz bei einer niedrigen Anzahl von Sätzen pro Übung (2 bis 4).
Der Trainingsstil besteht darin, zu erreichen, dass sich ein leichtes Gewicht schwer anfühlt, indem Du das Gewicht kontrolliert bewegst, während Du den Zielmuskel während der gesamten Wiederholung hart anspannst. Der Schlüssel besteht darin, den Bewegungsraum zu verwenden, der es Dir erlaubt, den Zielmuskel unter Spannung zu halten. Während Druckübungen und Kniebeugen verliert der Muskel z.B. an Spannung, wenn Du Arme oder Beine (über-)streckst. Dies wollen wir vermeiden, weshalb Du kurz vor Erreichen einer vollständigen Streckung von Armen oder Beinen die Wiederholung beendest und die Bewegungsrichtung umkehrst.
2 – Konzentriere Dich auf eine Übung pro Trainingseinheit
Um maximale Leistungen bei einer Grundübung zu erreichen, musst Du den größten Teil Deiner Energie in das Training dieser Übung investieren. Die Ausführung einer großen Anzahl von Sätzen (6 bis 12) bei einer Übung wird Dich technisch effizienter machen – was es Dir erlaubt, mehr Gewicht zu verwenden – und die Zielmuskelfasern werden mehr Stimulation erhalten, das sie wiederholten Anstrengungen ausgesetzt werden.
Auch wenn etwas Übungsvariation erlaubt ist (eine Veränderung des Bewegungsraumes oder eine Verwendung von Bändern und Ketten), sollte sich das grundlegende Bewegungsschema nicht ändern, wenn Du den Krafttransfer maximieren möchtest.
Schaue Dir olympische Gewichtheber an. Diese verwenden nur sehr wenige unterstützende Übungen und bleiben primär bei Reißen, Stoßen und Kniebeugen. Wenn sie unterstützendes Training mit in ihr Programm aufnehmen, dann handelt es sich meist um dieselben Übungen, jedoch mit einem anderen Bewegungsraum, wie z.B. Reißen oder Stoßen auf Blöcken. Dasselbe gilt für die Elite der europäischen Powerlifter, die primär Bankdrücken, Kreuzheben und Kniebeugen – und nicht viel mehr – trainieren.
Das Gegenteil – Verwende eine Kombination von Übungen
Wenn Du nach einem maximalen Pump strebst, dann verwende eine größere Bandbreite von Übungen. Für gewöhnlich erreichst Du nach drei oder vier Sätzen derselben Übung einen Punkt, ab dem der Pump nicht mehr stärker wird. Du kannst diesen Pump jedoch meist noch etwas weiter steigern, wenn Du zu einer anderen Übung für dieselbe Muskelgruppe übergehst.
Die Verwendung einer größeren Bandbreite von Übungen (3 bis 5) pro Muskelgruppe bei weniger Sätzen (2 bis 4 pro Übung) wird mehr nährstoffreiches Blut in Deine Muskeln pumpen, während gleichzeitig eine maximale Anzahl von Muskelfasern belastet wird, was beides zu einem soliden Wachstumsstimulus beiträgt. Auch wenn Du weiterhin bei Grundübungen bleiben solltest, wird ein Training aus unterschiedlichen Winkeln oder unter Verwendung von Übungsvariationen dabei helfen, die Muskelfaserrekrutierung zu maximieren.
Bei Trainingseinheiten, während denen Du Dich auf Druckübungen konzentrierst, kannst Du z.B. unterschiedliche Variationen dieser Übungen verwenden: Flachbankdrücken, enges Bankdrücken, Schrägbankdrücken, Bankdrücken auf der reversen Schrägbank, Schulterdrücken stehend, Bankdrücken mit einem Obergriff oder Dips.
Aus unterschiedlichen Winkeln stärker zu werden, ist ein guter Weg, Dein Potential bei einer Primärübung selbst dann zu steigern, wenn der Kraftübertrag gering ist. Eine solche Vorgehensweise hilft außerdem beim Aufbau von Muskeln, was später dazu verwendet werden kann, um bei der Hauptübung stärker zu werden. Ein gutes Beispiel sind die Westside Athleten, die während 80% ihrer Trainingszeit Unterstützungsübungen verwenden, die sich von den Wettkampfübungen unterscheiden.
3 – Trainiere die Hauptübungen regelmäßig
Für maximale Leistungen ist Frequenz von entscheidender Bedeutung. Je mehr Du eine Übung trainierst, desto effizienter wirst Du werden. Die besten Sportler der Welt trainieren ihre Fähigkeiten oft und dazu in der Lage zu sein, schwere Gewichte zu bewegen, ist eine motorische Fähigkeit. Diese bedarf intermuskulärer Koordination und einer optimalen Muskelfaserrekrutierung und Koordination.
Olympische Gewichtheber auf Weltklasseniveau trainieren täglich Reißen und Stoßen – manchmal sogar zweimal täglich – um Meister dieser Übungen zu werden. Bei den grundlegenden Kraftübungen ist eine Trainingsfrequenz von dreimal pro Woche optimal.
Kraftsporttrainer lassen ihre Athleten dies seit den Fünfzigern und Sechzigern tun und dank der Fortschritte im Bereich der Supplementation kannst Du die Frequenz heute sogar noch weiter steigern.
Das Gegenteil – Trainiere jede Muskelgruppe nur ein bis zwei Mal pro Woche
Wenn der stärkstmögliche Pump Dein Ziel ist, kann ein zu häufiges Training eines Muskels kontraproduktiv sein. Zunächst einmal wird ein Muskel, der weniger oft trainiert wird, reaktionsfreudiger bleiben. Wenn ich meine Bizeps eine Woche lang nicht trainiere und sie dann hart fordere, werde ich mit recht wenig Training einen irren Pump erreichen. Wenn ich sie hingegen zu oft trainiere, dann wird der Pump weniger eindrucksvoll ausfallen und es wird mehr Arbeit notwendig sein, um diesen Pump zu erreichen.
Darüber hinaus müssen wir, um einen maximalen Pump zu erreichen, ein recht hohes Arbeitsvolumen verwenden. Und natürlich sind Volumen und Frequenz zwei gegenteilige Trainingsaspekte – wenn das Volumen steigt, muss die Frequenz sinken. Bodybuilder haben durch Erfahrung herausgefunden, dass bei einem Training für einen maximalen Pump eine Trainingsfrequenz von ein bis zwei Trainingseinheiten pro Muskelgruppe pro Woche optimal ist.
4 – Beginne Deine Trainingseinheiten mit schwereren oder explosiveren Übungen
Wenn Du auf maximale Kraftleistungen abzielst, dann solltest Du Deine Trainingseinheiten mit explosivem und schwerem Training beginnen. Beides ist für Dein zentrales Nervensystem fordernder und sollte deshalb ausgeführt werden, wenn Du noch frisch bist.
Darüber hinaus werden beide Formen des Trainings Dein Nervensystem aktivieren und eine Ausführung von Hypertrophietraining mit aktiviertem Nervensystem wird Dir dabei helfen, die schnell kontrahierenden Muskelfasern zu rekrutieren. Da diese Fasern ein höheres Potential für ein Wachstum aufweisen, wirst Du einen stärkeren Muskelaufbau anregen.
Das Gegenteil – Führe schwereres/explosives Training aus, wenn Du bereits aufgepumpt bist
Schweres Training ist nur ein Werkzeug, um einen mechanischen Stimulus der Muskelfasern zu generieren. Wenn Du Deine Muskeln vor der Ausführung von schwerem Training durch ein Pumptraining mit nährstoffreichem Blut auflädst, dann wirst Du über ein optimales anaboles Milieu für die Anregung eines Muskelwachstums verfügen.
Selbst wenn Deine Leistungen während der schwereren Sätze durch den Pump und die Erschöpfung behindert werden können, wird dies keine so große Rolle spielen, da trotzdem ein maximaler mechanischer Stimulus der Muskelfasern vorhanden sein wird. Und da Wachstumsfaktoren und Nährstoffe bereits im Muskel präsent sein werden, wird der Muskelaufbauprozess schneller beginnen.
5 – Minimiere die Pausen
Training für eine gesteigerte Leistungsfähigkeit macht etwas erforderlich, das als Kraftkapazität bezeichnet wird – die Fähigkeit wiederholt ein hohes Level der Anstrengung mit minimalen Pausen über einen längeren Zeitraum zu erreichen.
Wenn Du also daraufhin arbeitest, zu einer Hochleistungsmaschine zu werden, solltest Du deshalb schrittweise Deine Gesamttrainingszeit reduzieren, während Du gleichzeitig sowohl die Arbeitsqualität, als auch den Grad Deiner Leistungen aufrecht erhältst.
Das Gegenteil – Pausiere 60 bis 90 Sekunden
Die Pausenintervalle sind etwas Kniffeliges, wenn Du auf einen maximalen Pump hin trainierst. Kürzere Pausen zwischen den Sätzen werden es Dir erlauben, schneller einen Pump zu erreichen, da während der kurzen Pausen nicht alle Stoffwechselabfallprodukte abtransportiert werden können, die während eines Satzes anfallen. Längere Pausen werden es Dir hingegen erlauben, Deine Leistungen bei einem Training mit höheren Wiederholungszahlen besser aufrecht zu erhalten.
Wenn der Muskel übersäuert, wird der neuronale Antrieb der Muskelfasern beeinträchtigt, was es schwerer macht, den Muskel weiterhin anzuspannen. Zu kurze Pausenintervalle werden deshalb die Anzahl der Wiederholungen, die Du pro Satz ausführen kannst, reduzieren. Kurz gesagt sind Pausen von 60 bis 90 Sekunden Dauer für ein Pumptraining am besten.
Setzen wir alles zusammen und vergleichen wir
Das Standard Programm
Hier ist ein Beispiel dafür, wie ein typisches auf meinen Prinzipien basierendes Programm aussehen könnte:
Montag und Donnerstag
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Bankdrücken mit Ketten |
5 |
|
|
1 Satz nur mit der Stange x 10; 1 Satz @ 30% x 5; 3 Sätze @ 50% (plus Ketten) x 3 (explosiv ausgeführt) |
|||
|
B |
Bankdrücken ohne Ketten |
9 |
3 |
|
1 Satz @ 60%; 1 Satz @ 70%; 1 Satz @ 80%; 3 Sätze @ 85%; 3 Sätze @ 87,5% |
|||
|
C |
Bankdrücken ohne Ketten |
1 |
20 |
|
20 Gesamtwiederholungen mit 80% innerhalb der kürzest möglichen Zeit |
|||
|
D |
Klimmzüge |
1 |
50 |
|
50 innerhalb der kürzest möglichen Zeit |
|||
|
E |
Bear Hug Carry (https://www.youtube.com/watch?v=5wp3Ob7myDQ) |
5 |
1 Min. * |
* 1 Minute Pause zwischen den Sätzen
Dienstag und Freitag
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Power Reißen von Blöcken |
7 |
|
|
2 Sätze nur mit der Stange x 5; 1 Satz @ 30% x 5; 1 Satz @ 50% x 5; 3 Sätze @ 70-80% x 3 |
|||
|
B |
High Pull mit weitem Griff |
9 |
3 |
|
1 Satz @ 60%; 1 Satz @ 70%; 1 Satz @ 80%; 3 Sätze @ 85%; 3 Sätze @ 87,5% |
|||
|
C |
High Pull mit weitem Griff |
1 |
5 Min. |
|
Verwende 80%, führe so viele Wiederholungen wie möglich innerhalb von 5 Minuten aus |
|||
|
D |
Klimmzüge |
1 |
50 |
|
50 innerhalb der kürzest möglichen Zeit |
|||
|
E |
Farmers Walk |
5 |
1 Min. * |
* 1 Minute Pause zwischen den Sätzen
Mittwoch und Samstag
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Power Clean & Push Press (Schulterdrücken stehend mit Schwung aus den Beinen) |
7 |
|
|
Führe nur die erste Wiederholung als Power Umsetzen (Power Clean) aus! Mit anderen Worten ausgedrückt, setzt Du die Stange um und führst dann die vorgeschriebene Anzahl Push Presses aus. 1 Satz nur mit der Stange x 5; 1 Satz @ 30% x 5; 1 Satz @ 50% x 5; 3 Sätze @ 70-80% x 3 |
|||
|
B |
Power Clean & Schulterdrücken stehend |
9 |
2 |
|
Führe Power Umsetzen und Schulterdrücken bei allen Wiederholungen aus. 1 Satz @ 60%; 1 Satz @ 70%; 1 Satz @ 80%; 3 Sätze @ 85%; 3 Sätze @ 87,5% |
|||
|
C |
Power Clean & Push Press |
1 |
5 Min. |
|
Verwende 80%, führe 2 Wiederholungen pro Minute auf die Minute aus |
|||
|
D |
Klimmzüge |
1 |
50 |
|
50 innerhalb der kürzest möglichen Zeit |
|||
|
E |
Overhead Carry (https://www.youtube.com/watch?v=xOqrGtEg-6U) |
5 |
1 Min. * |
* 1 Minute Pause zwischen den Sätzen
Das Gegensätzliche Programm
Und so könnte ein Programm aussehen, das genau auf dem gegensätzlichen Training basiert:
Montag
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Bankdrücken auf der reversen Schrägbank mit weitem Griff * |
2, 2 |
15-20, 12-15 |
|
B |
Enges Bankdrücken |
2, 2 |
12-15, 8-10 |
|
C1 |
Dips (wenn möglich mit Zusatzgewicht) |
3 |
8-10 |
|
C2 |
Liegestütze |
3 |
Maximale Anzahl |
|
D |
Bankdrücken |
5 |
5 |
|
E |
Butterflys * * |
3 |
8-10 |
* Beende die Bewegung 3 bis 5 Zentimeter bevor die Ellenbogen vollständig gestreckt sind
* * 3 Sekunden maximale Kontraktion am Ende der Wiederholung
Dienstag
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Bulgarische Splitkniebeugen |
3 |
10-12/Bein |
|
B |
Klassische Kniebeugen |
2, 2 |
10-12, 6-8 |
|
C |
Hackenschmidt Kniebeugen an der Maschine |
2, 2 |
15-20, 10-12 |
|
D |
Frontkniebeugen |
5 |
5 |
|
E |
Beinstrecken |
3 |
10-12 * |
|
F |
Beincurls liegend |
3 |
10-12 * |
* + 15 Teilwiederholungen über den unteren Teil des Bewegungsraumes
Mittwoch
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A1 |
Kurzhantel Hammercurls |
2, 2, 2 |
20, 10, 6 |
|
A2 |
Trizepsdrücken am Kabel mit einem Seilgriff |
2, 2, 2 |
20, 10, 6 |
|
B1 |
Scottcurls |
2, 2, 2 |
20, 10, 6 |
|
B2 |
Kurzhantel Trizepsdrücken liegend |
2, 2, 2 |
20, 10, 6 |
|
C1 |
Reverse Kabelcurls |
2, 2, 2 |
20, 10, 6 |
|
C2 |
Trizepsziehen am Kabel mit reversem SZ Griff |
2, 2, 2 |
20, 10, 6 |
Freitag
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Einarmiges Latziehen |
1, 1, 2 |
20, 15, 10 |
|
B |
Latziehen – doppelte Kontraktion |
3 |
10 |
|
Ziehe die Stange zur Brust, bewege sie bis auf Augenhöhe nach oben und ziehe sie erneut bis zur Brust. Das ist eine Wiederholung. |
|||
|
C |
Rudern sitzend am Kabelzug –doppelte Kontraktion |
3 |
10 |
|
Ziehe bis zum Brustbein, bewege den Griff um 1/3 des Bewegungsraumes zurück und ziehe ihn dann erneut zum Brustbein. Das ist eine Wiederholung. |
|||
|
D |
Rudern sitzend an der Maschine * |
3 |
10/10/10 |
|
E |
Rerverse Butterflys für die hinteren Schultermuskeln |
3 |
12-15 * * |
|
F |
Kreuzheben mit weitem Griff von einer Ablage aus (von knapp unterhalb der Knie aus) |
5 |
5 |
* absteigender Satz
* * + 15 Teilwiederholungen über den unteren Teil des Bewegungsraumes
Samstag
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Kurzhantel Schulterdrücken sitzend |
1, 1, 2 |
20, 15, 10 |
|
B |
Kurzhantel Seitheben auf der Schrägbank |
4 |
12-15 * |
|
Sitzend auf einer 60 Grad Schrägbank |
|||
|
C |
Kurzhantel Schrägbank Frontheben |
4 |
12-15 * |
|
D |
Seitheben an der Maschine |
4 |
30-40 * * |
|
E |
Push Press (Schulterdrücken stehend mit Beinschwung) |
5 |
5 |
|
F1 |
Kabel Face Pulls (https://www.youtube.com/watch?v=F0ma4r2jqBo) |
4 |
12 |
|
F2 |
Kurzhantel Schulterheben |
4 |
20 * * * |
* + 15 bis 20 Teilwiederholungen über den unteren Teil des Bewegungsraumes
* * Teilwiederholungen
* * * mit 2 Sekunden Halten der maximalen Kontraktion
Was Du bekommen wirst
Mir verhilft ein gegensätzliches Training immer zu schnellen Resultaten. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass es etwas völlig anderes darstellt, an das mein Körper nicht gewöhnt ist und zum anderen damit, dass mein reguläres Training mich super effizient macht, was eine Rekrutierung der schnell kontrahierenden Muskelfasern angeht, die das größte Wachstumspotential aufweisen. Als Resultat hiervon bin ich dazu in der Lage, diese Fasern selbst während eines Pumptrainings zu rekrutieren – eine Fähigkeit, über die all diejenigen, die immer nur ein Pumptraining absolvieren, nur selten verfügen.
Die gelegentliche Ausführung eines Pumptrainings von Zeit zu Zeit verbessert außerdem meine Kapazität, einen Pump zu erreichen. Dies bedeutet, dass ich, wenn ich wieder zu meinem regulären Training übergehe, selbst mit niedrigen Wiederholungszahlen und schweren Gewichten einen hervorragenden Pump erreichen kann, was das Muskelwachstum anregen kann.
Zu guter Letzt kann Pumptraining dabei helfen, die Sehnen heilen zu lassen und stärker zu werden. Die Sehnen werden nur schwach durchblutet, weshalb es hoher Wiederholungszahlen bedarf, eine Menge Blut in sie zu pumpen. Hohe Wiederholungszahlen können sogar die Heilung kleinerer Verletzungen der Sehnen fördern, die zustande kommen können, wenn Du Dich auf das Bewegen schwerer Gewichte mit niedrigen Wiederholungszahlen konzentrierst.
Also auch wenn es sich bei dieser Art des Trainings nicht um meinen bevorzugten Typ des Trainings handelt, sollte man seinen Wert nicht unterschätzen, wenn es korrekt zwischen Phasen schweren Trainings verwendet wird.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/program-shock-do-the-opposite
Von Christian Thibaudeau

F: Ich sehe nie, dass Du eine Trainingsauszeit oder auch nur eine Reduzierung der Anstrengungen propagierst. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies immer mit vollem Einsatz zu trainieren. Sollte ich niemals eine trainingsfreie Woche oder eine Woche, während der ich nur mit sagen wir 50% Anstrengung trainiere, einplanen?
A: Ich denke, dass sich Feiertage wie Ostern und Weihnachten häufig um dieses Thema kümmern. Du kannst während dieser Feiertage eine fünftägige Trainingsauszeit einplanen, so dass Du die Zeit mit Familie und Verwandten genießen kannst und gleichzeitig Dein gesamtes neuromuskuläres und neuroendokrines System regenerieren kannst.
Die längste Zeitspanne, die ich für eine Trainingsauszeit empfehlen würde, ist jedoch 5 Tage. Wenn Du Dich innerhalb von fünf Tagen nicht vollständig regenerieren kannst, dann hast Du bereits andere ernsthafte Probleme.
Ich halte nichts von Wochen mit nur 50% Anstrengung, aber ich halte es für sinnvoll, einmal alle vier Wochen die Gesamtzahl der Sätze um 40% zu reduzieren. Es ist sehr schwer einen Zustand des Übertrainings zu erreichen, wenn Du nur mit hoher Intensität trainierst – Dein Körper wird vorher einfach nicht mehr dazu in der Lage sein, das Gewicht zu bewegen. Es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass Du durch ein zu hohes Volumen in einen Zustand des Übertrainings gelangst.
Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass Du, wenn Du 10 Sätze pro Muskelgruppe während der ersten vier Trainingseinheiten ausführst, die Anzahl der Sätze während der fünften und sechsten Trainingseinheit auf sechs Sätze pro Muskelgruppe reduzierst. Dann änderst Du das Programm. Wissenschaftliche Studien unterstützen dieses Konzept der periodischen Reduzierung des Volumens. Die exakten physiologischen Gründe sind noch nicht ganz geklärt, aber offensichtlich funktioniert dieses Konzept.
F: Ich habe gelesen, dass die Beinbeuger etwa 2/3 der Kraft der Quadrizeps besitzen sollten. Gibt es einen Weg dies zu testen? Ich dachte daran, das Gewicht, dass ich beim Beinstrecken bewegen kann, mit dem Gewicht zu vergleichen, das ich bei Beincurls bewegen kann, aber macht dies wirklich Sinn? Müssten die Maschinen hierfür nicht dieselbe Kraftkurve aufweisen?
A: Zuerst einmal ist das Konzept, dass die Beinbeuger zu 2/3 so stark wie die Quadrizeps sein sollten, antiquiert. Dieses Konzept basiert auf inadäquaten Testgeräten und diese Werte wurden zu der Zeit vorgeschlagen, als Ergometer technisch gesehen ungefähr genauso weit wie Computer aus dem Jahr 1950 entwickelt waren. Um eine realistische Drehmomentmessung der Beinbeuger durchführen zu können, musst Du dazu in der Lage sein, das Drehmoment bei sehr hohen Geschwindigkeiten zu messen.
Basierend auf den Daten unterschiedlicher kanadischer Nationalmannschaften würde ich vermuten, dass das minimale Kraftverhältnis von Beinbeuger zu Quadrizeps bei mindestens 80% liegen sollte, wobei das optimale Verhältnis abhängig von der Sportart variieren wird. Alpine Skifahrer weisen z.B. ein niedrigeres Verletzungsrisiko auf, wenn sich das Verhältnis in der Nähe von 80% befindet, während Bobfahrer auf ein 125% Verhältnis abzielen sollten (was bedeutet, dass ihre Beinbeuger sogar stärker als ihre Quadrizeps sein sollten).
Interessanterweise kann das Beinbeuger/Quadrizeps Zielverhältnis leicht durch die Verwendung tiefer Kniebeugen über einen maximalen Bewegungsraum erreicht werden. Während meines ersten Jahres mit dem kanadischen Ski Nationalteam, ließ ich die Sportler ihre halben Kniebeugen durch Kniebeugen über den vollen Bewegungsraum ersetzen und ihr Verhältnis verbesserte sich innerhalb von 11 Wochen von anfänglich 57% auf 79%.
Was die Idee des Testens des Kraftverhältnisses mit Hilfe von gewöhnlichen Trainingsmaschinen im Fitnessstudio angeht, ist dies nahezu unmöglich, da es so viele unterschiedliche Maschinen auf dem Markt gibt.
F: Die Football Saison nährt sich und ich bin immer noch etwas untergewichtig und muss schnell Gewicht aufbauen. Gibt es irgendwelche Tricks, die mich schneller in einen anabolen Zustand versetzen können?
A: Du könntest verzweigtkettige Aminosäuren (BCAAs) während des Trainings verwenden. Ich habe dies von Dr. Serrano und Dr. DiPasquale gelernt und verwende diese Strategie bei meinen Athleten, die Schwierigkeiten haben, ernsthafte Masse aufzubauen. Ich habe herausgefunden, dass eine solche strategische Verwendung von BCAAs während des Trainings den Muskelkater nach dem Training deutlich reduzieren kann. Ich empfehle die Einnahme von 0,44 Gramm BCAAs pro Kilogramm Körpergewicht. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass Du, wenn Du 90 Kilo wiegst, 40 Gramm BCAAs verwenden solltest. Wenn dies Dein Budget überschreiten sollte, dann verwende mindestens 20 Gramm. Natürlich könntest Du Dir Dein BCAA Laden auch für die Trainingstage aufheben, an denen Du Deine schwächsten Muskelgruppen trainierst, was Dir etwas Geld sparen kann.
Wie funktioniert das Ganze? Nun, während des Trainings konsumierte BCAAs werden gleichzeitig Deine natürlichen Wachstumshormonspiegel und Deine Insulinspiegel erhöhen und hierdurch sowohl Anabolismus als auch Antikatabolismus steigern. Eine von Carli et al. im Jahr 1992 durchgeführte Studie zeigte, dass eine Supplementierung mit BCAAs vor dem Training nicht nur eine Reduzierung der Testosteronspiegel nach dem Training zur Folge hatte, sondern sogar erhöhte Testosteronspiegel nach dem Training ermöglichte.
Du kannst BCAAs entweder in Pulverform oder in Form von Kapseln verwenden. Wenn Du Kapseln bevorzugst, kannst Du immer dann, wenn Du während des Trainings einen Schluck Wasser trinkst, drei bis vier BCAA Kapseln schlucken.
F: Ich bin ein High School Basketballspieler und deshalb werde ich immer hellhörig, wenn jemand davon spricht, die vertikale Sprunghöhe zu steigern. Mir ist klar, dass hier auch die genetische Veranlagung involviert ist, würden mir bereits ein paar Zentimeter ausreichen, um den Ball besser versenken zu können. Du hast einmal etwas über Power Cleans (Power Umsetzen) und explosive Bewegungen zur Verbesserung der vertikalen Sprunghöhe gesagt. Sind dies nicht eher Football Übungen? Mein Basketballtrainer lässt uns lediglich Wiederholungen mit hoher Geschwindigkeit und leichtem Gewicht ausführen – für gewöhnlich in Kombination mit einem Zirkeltraining.
A: Verbesserungen bei den olympischen Gewichtheberübungen und ihren Variationen, sowie eine Erhöhung des Gewichts, das Du bei Kniebeugen verwendest, sind eine Garantie für eine gesteigerte vertikale Sprunghöhe.
Was die Ausführung schneller Wiederholungen mit leichten Gewichten angeht, bewirken diese keine so starke Rekrutierung der Muskelfasern mit hoher Reizschwelle, wie eine rapide Beschleunigung schwerer Gewichte. Die Ausführung von Geschwindigkeitswiederholungen in Kombination mit einem Zirkeltraining ist sogar noch nutzloser, da die Laktatbildung den pH Wert des Blutes senken wird, wodurch das Blut saurer wird und die Rekrutierung motorischer Einheiten mit hoher Reizschwelle beeinträchtigt wird.
Dein High School Trainier kommt mir vor wie jemand, der glaubt, dass der Verzehr von Kängurufleisch die vertikale Sprunghöhe verbessern wird.
F: Kann ich wirklich stark werden, ohne zu viel Fett aufzubauen? Mir ist aufgefallen, dass die meisten Powerlifting Champions fett sind. Franco Columbu sah gut aus und war gleichzeitig stark genug, um an Powerlifting Wettkämpfen teilzunehmen, aber Menschen wie er scheinen eher die Ausnahme darzustellen.
A: Natürlich kannst Du stark werden, ohne übermäßig Fett anzusetzen. Der Grund dafür, dass Du Powerlifter als fett wahrnimmst besteht darin, dass das Fernsehen es mag, die Menschen zu zeigen, die das meiste Gewicht bewegen können und sich deshalb auf die Superschwergewichtsklasse konzentriert, deren Mitglieder dazu neigen, einen höheren Körperfettanteil aufzuweisen. Dies ist bei Wettkampfathleten aus den niedrigeren Gewichtsklassen nicht der Fall. Als Mauro DiPasquale z.B. die Weltmeisterschaften in der 148 bis 165 Pfund Klasse dominierte, lag sein Körperfettanteil in der Nähe von 3%.
Wahrscheinlich hast Du auch nur amerikanische Powerlifter gesehen, die aufgrund ihrer Ernährung dazu neigen, einen höheren Körperfettanteil aufzuweisen. Wenn Du Dir Weltklasse Powerlifter aus Finnland, Japan und Schweden ansiehst dann wirst Du sehen, dass diese sich mehr auf der schlankeren Seite befinden und in den meisten Gewichtklassen einen Körperfettanteil von unter 7% haben.
Wenn Du auf relative Kraft trainierst, solltest Du die folgenden Parameter bei einem Training mit maximalen Gewichten verwenden:
- Die Intensität sollte zwischen 85 und 100% liegen (das verwendete Gewicht sollte 85 bis 100% des Maximalgewichts entsprechen, mit dem Du eine saubere Wiederholung ausführen kannst).
- Der Wiederholungsbereich sollte zwischen einer und fünf Wiederholungen liegen.
- Die Anzahl der Sätze sollte zwischen fünf und zwölf liegen.
- Die Pausenintervalle sollten vier bis fünf Minuten lang sein.
- Die Zeit, die Du für das Anheben des Gewichts benötigst, sollte zwischen einer und vier Sekunden liegen.
- Die Zeit, die Du Dir für das Absenken des Gewichts lässt, sollte zwischen drei und fünf Sekunden liegen.
- Du solltest zwischen dem Anheben und dem Absenken des Gewichts eine Sekunde am höchsten Punkt der Bewegung pausieren.
- Ein Satz sollte nicht länger als 20 Sekunden andauern.
Aufgrund der hohen Anzahl von Sätzen, die Du bei diesem Typ von Trainingsprogramm ausführen wirst, wirst Du nur ein bis drei Übungen pro Trainingseinheit benötigen. Du könntest jedoch bis zu vier Übungen verwenden, wenn Du Agonisten und Antagonisten zusammen trainierst (entgegengesetzte Muskelgruppen wie Brust und Rücken, Bizeps und Trizeps oder Quadrizeps und Beinbeuger), anstatt jede Muskelgruppe für sich zu trainieren.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Fähigkeit, eine volle Aktivierung der motorischen Einheiten zu erreichen, dadurch verbessert wird, wenn direkt zuvor eine Kontraktion des Agonisten erfolgt ist. Du könntest z.B. nach einem 3RM Satz engem Trizepsdrücken zwei bis drei Minuten pausieren und dann einen 3RM oder 4RM Satz Kurzhantelcurls für die Bizeps ausführen. Hiernach könntest Du erneut für zwei oder drei Minuten pausieren und diese beiden Übungen so oft abwechselnd ausführen, bis Du die gewünschte Anzahl von Sätzen erreicht hast. Diese Methode hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie es Dir erlaubt, die Arbeitslast pro Trainingseinheit zu verdoppeln.
F: Du hast Dich immer offen kritisch über Joe Weider und Nautilus Guru Arthur Jones geäußert. Was ist falsch? Haben diese Männer nicht den Weg für moderne Trainingstechniken geebnet?
A: Hör auf, Du bringst mich um. Meine Milz platzt gleich. Bist Du als Kind auf den Kopf gefallen…oder mit 15 aus dem zweiten Stock? Oder sind Deine Eltern Cousins?
Haben sie den Weg für moderne Trainingstechniken geebnet? NEIN. Aber sie haben sehr signifikante Beiträge zur Fitnessindustrie geleistet.
Auch wenn Joe Weider behauptet, das Loch im Donut entwickelt zu haben (besser bekannt als das „Joe Weider Donut Loch Prinzip“), hat er Bodybuilding durch seine Magazine als Mainstream Aktivität populär gemacht. Er hatte die Genialität das erstaunliche Marketing Potential von Arnold Schwarzenegger zu erkennen, der der wahre Faktor hinter der Akzeptanz des Eisensports durch die breite Öffentlichkeit war.
Sein Bruder Ben hat über Jahre versucht, Bodybuilding zu legitimieren, indem er Lobbyarbeit betrieben hat, um Bodybuilding zu einer olympischen Sportart zu machen. Unglücklicherweise wird Bodybuilding dies basierend auf den IOC Standards im selben Jahr wie Zwergenweitwurf, Unterwasser Hockey oder Surf Tontaubenschießen schaffen.
Arthur Jones war das beste Elixier, das die Fitnessstudio Industrie je belebt hat. Während der siebziger Jahre führten seine Ideen zur Geburt von hunderten Nautilus Clubs, die sich schließlich zu größeren Fitnessclubs mit mehr Geräten weiterentwickelt haben und zu guter Letzt zu Gesundheits- und Fitnessclubs wurden. Ich kann ernsthaft sagen, dass er eine völlig neue Industrie von besser entwickeltem Krafttrainingsequipment geschaffen hat, aber die Trainingsmethodologie, die er propagierte, wurde von kontrollierten wissenschaftlichen Studien wieder und wieder widerlegt. Dies ist einer der Gründe dafür, dass sein größter Jünger Mike Mentzer beim Muscular Development Magazin ausgebootet wurde (MD Kolumnisten wie der hoch respektierte Sportwissenschaftler William Kraemer zeigten mit Hilfe zahlreicher wissenschaftlicher Studien, dass Mentzers Trainingsdogma in etwa zur selben Zeit wie die Vorstellung, dass die Erde eine Scheibe ist, außer Mode gekommen ist.)
Allen Spaß beiseite – diese Männer haben wertvolle Dinge zum Eisensport beigetragen, aber in unserer heutigen Zeit kommt es darauf an, was Du in letzter Zeit getan hast.
F: Du hast mehrmals den Begriff “dynamisches Dehnen” verwendet. Was genau ist das eigentlich?
A: Dynamisches Dehnen wird auch als ballistisches Dehnen bezeichnet. Unglücklicherweise hat es dank Physiotherapeuten und Trainern, die behaupten, dass diese Art des Dehnens einen sicheren Weg darstellt, sich zu verletzen, unverdient einen schlechten Ruf bekommen.
Im Gegensatz zur allgemeinen Ansicht, gibt es nur sehr wenig Korrelation zwischen statischer Beweglichkeit und dynamischer Beweglichkeit. Das ist der Grund dafür, dass Du Karatekämpfer mit schwarzem Gürtel siehst, die Dir ins Gesicht treten können, während diese es gleichzeitig kaum schaffen, mit ihren Fingerspitzen die Mitte ihrer Schienbeine zu berühren, wenn sie sich nach vorne beugen.
Wenn ballistisches Dehnen wirklich so belastend für den Körper wäre, dann wäre jeder Kampfsportler, der auf diese Art und Weise tritt (Tae Kwon-Do, Hapkido, Savate) schon längst tot, was auch für jeden Sportler im Bereich des rhythmischen Turnens, jeden Balletttänzer und jeden Taucher zutreffen würde – ballistisches Dehnen gehört zu den grundlegenden Praktiken der körperlichen Vorbereitung all dieser Sportler.
Interessanterweise wurden die Philadelphia 76ers, als sie die NBA Meisterschaften im Jahr 1986 gewannen von einem Konditionierungstrainer betreut, der auch ein Ballettlehrer war und der zahlreiche Übungen im Ballett Stil verwendete, um den Basketballspielern beizubringen, wie sie das Konzept der Beschleunigung am besten verwenden können und wie sie die antagonistischen Muskeln entspannen können.
Dynamisches Dehnen umfasst schnelle Bewegungen, welche die Muskeln einer rapiden, aber nur sehr kurzen Dehnung aussetzen. Gegner des dynamischen Dehnen werden argumentieren, dass diese Dehnung bezüglich der Dauer zu schwach ist um von Nutzen zu sein und lediglich das Risiko für eine Zerrung erhöht. Diese Menschen verstehen jedoch nicht, dass die Korrelation zwischen dynamischer und statischer Beweglichkeit nur sehr gering ausfällt (r=0,42). Mit anderen Worten ausgedrückt ist es möglich, dass eine Person, die bei einen statischen Dehnungstest kaum Ihre Schienbeine berühren kann, Dir trotzdem ins Gesicht treten kann.
Auf ähnliche Art und Weise ist es möglich, dass eine Person, die beim selben statischen Test weiter als bis zu den Füßen hinunter gehen kann, es kaum schafft, Dir in den Bauchnabel zu treten. An einem dynamischen Ausdruck der Beweglichkeit ist mehr involviert, als einfach nur die Fähigkeit Muskeln und Bindegewebe zu entspannen. Zusätzlich hierzu ist die Fähigkeit nötig, den antagonistischen Muskel zu aktivieren, um die Muskeln einer rapiden Dehnung auszusetzen. In unserem Beispiel mit dem Tritt wirst Du vielleicht dazu in der Lage sein, Deine Beinbeuger bei einem langsamen Dehnungstest gut zu dehnen, aber Du wirst vielleicht nicht dazu in der Lage sein, den Quadrizeps mit hoher Geschwindigkeit zu aktivieren, um den Beinbeuger einer rapiden Dehnung auszusetzen.
Es gibt jedoch einen korrekten Weg, ballistische Dehnungen auszuführen – die Pendelmethode. Versuche nicht bereits bei der ersten Dehnung einen maximalen Bereich der Dehnung zu erreichen. Baue diese Dehnung stattdessen schrittweise aus. Um Dich z.B. für einen Tritt nach oben auf Gesichtshöhe aufzuwärmen, würdest Du erst auf Knöchelhöhe treten, dann auf mittlere Schienbeinhöhe, dann auf Kniehöhe, usw. bis Du schließlich Deine maximale Tritthöhe erreichst. Du würdest jedoch definitiv nicht mit Deiner besten Kopie eines Jean-Claude Van Damme Tritts beginnen.
F: Was hat es mit dem Sprinten und – in Ermangelung eines bessern Ausdrucks – mit der Kraft im großen Zeh auf sich? Ein Trainer hat mir einmal gesagt, dass man tatsächlich schneller sprinten könne, wenn man seinen großen Zeh trainiert. Er hatte natürlich keine Ahnung, wie man den großen Zeh trainiert. Ist an dieser Sache etwas Wahres dran?
A: Falls jemand denken sollte, dass diese Frage ein Witz ist, sei erwähnt, dass in Finnland in der Tat eine Studie durchgeführt wurde, die zeigte, dass ein Training der Zehenflexoren die Sprintgeschwindigkeit verbessern kann.
Falls Du Deine Zehenflexoren trainieren möchtest, lege ein auseinandergefaltetes Strandtuch auf den Boden und platziere ein Gewicht auf dem von Dir entfernten Ende des Strandtuchs. Platziere in stehender Position Deinen nackten Fuß auf dem anderen Ende des Tuchs und ziehe dieses zu Dir hin, indem Du Deine Zehen öffnest und schließt. Wenn das Gewicht Deinen Fuß erreicht hat, wiederhole das Ganze mit dem anderen Fuß.
Natürlich könntest Du das Ganze auch einfach vergessen und Dich stattdessen darauf konzentrieren, Dein Gewicht bei Kniebeugen zu steigern, was weitaus besser als alles Zehentraining der Welt sein dürfte.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-23, https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-24, https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-25
Von Charles Poliquin

Neurotype 1 – der ständig nach Neuem Suchende
Teil 1 dieser Artikelserie umfasste eine Einleitung zum Thema Neurotyping. Kurz zusammengefasst beeinflussen die Basisspiegel von 3 Neurotransmittern (Dopamin, Serotonin und Norepinephrin) Deine Persönlichkeit in signifikantem Umfang und diktieren hierdurch, wie Du trainieren und wie Du Dich ernähren solltest, um bestmögliche Resultate zu erzielen.
Dein Persönlichkeitsprofil wird in großem Umfang durch diese drei Typen von Neurotransmittern bestimmt, wobei die Basisspiegel dieser chemischen Botenstoffe genetisch vorbestimmt sind.
Die drei Basispersönlichkeitstypen sind Folgende:
- Typ 1: Der ständig nach Neuem Suchende
- Typ 2: Der Belohnungsabhängige
- Typ 3: Der Schadensvermeider
Jeder Typ hat seine positiven und negativen Eigenschaften. Wenn Du einen Trainingsstil übernimmst, der nicht zu Deinem psychologischen und neurologischen Typ passt, dann wirst Du unabhängig davon, wie gut dieses Programm auch zusammengestellt wurde, ganz einfach keine nennenswerten Resultate erzielen.
Im Rahmen dieser Artikelserie werden wir diese drei Neurotypen und welcher Typ von Training, Ernährung und Supplementation für diese Typen am besten ist, näher betrachten. Um Deinen Typ zu bestimmen, solltest Du Dir den ersten Teil dieser Artikelserie durchlesen.
Im Folgenden werden wir den ständig nach „Neuem“ Suchenden betrachten. Dieser Typ weist niedrige Dopaminspiegel auf, was zur Folge hat, dass er ständig nach etwas Neuem sucht, um eine Dopaminausschüttung anzuregen. Du könntest diesen Typ auch als „Adrenalinjunkie“ bezeichnen.
Optimales Training für Typ 1: Der ständig nach Neuem Suchende
1 – Trainingsvorbereitung
Dieser Typ hat relativ gesehen niedrigere Dopaminspiegel als Serotoninspiegel. Er muss seine Dopaminspiegel bereits vor Beginn der eigentlichen Trainingseinheit erhöhen, um über eine gute Motivation und Arbeitskapazität zu verfügen. Wenn er dies nicht tut, werden seine Leistungen während des ersten Teils seiner Trainingseinheit hierunter leiden.
Aus diesem Grund ist es für diesen Typen sehr wichtig, sich auf Aktivierungsübungen vor Beginn des eigentlichen Trainings zu konzentrieren: Sprünge, Würfe, Bewegungen mit hoher Geschwindigkeit, usw. Der Fokus muss hierbei auf der Geschwindigkeit liegen – er muss schnelle Bewegungen absolvieren, ohne hierdurch viel Erschöpfung zu generieren.
Beispiel: 3 Sätze a 5 vertikale Sprünge. Oder Schlagen mit einem Vorschlaghammer auf einen Reifen für 3 Sätze a 12 Sekunden.
Was die primäre schwere Übung des Tages angeht, sollte dieser Typ das Arbeitsgewicht schrittweise erhöhen, während er immer schwerere Sätze ausführt und sich auf kompensierende Beschleunigung (CAT) konzentrieren. Hierbei wird das Gewicht während der konzentrischen oder anhebenden Phase einer Wiederholung so stark wie möglich beschleunigt. Diese Beschleunigung wird die Kraftproduktion steigern und das Nervensystem durch eine Ausschüttung von Dopamin stärker aktiveren.
Eine solche Steigerung sollte mit etwa 60% des Maximalgewichts beginnen. Vor Ausführung der eigentlichen Arbeitssätze sollten 5 Sätze mit schrittweiser Gewichtssteigerung durchgeführt werden. Diese 5 Sätze sollen mit derselben Anzahl von Wiederholungen - oder weniger Wiederholungen - ausgeführt werden, die Du für Deine Arbeitssätze planst. Das Ziel besteht darin, das Nervensystem zu aktivieren, ohne Erschöpfung zu generieren.
Eine solche schrittweise Steigerung könnte folgendermaßen aussehen:
Vorbereitungssätze:
- Satz 0: leere Stange x 10
- Satz 1: 165 x 3
- Satz 2: 195 x 3
- Satz 3: 215 x 3
- Satz 4: 235 x 3
- Satz 5: 255 x 3
Anmerkung: Verwende bei Satz 1 bis 5 eine maximale konzentrische Beschleunigung.
Arbeitssätze:
- Satz 6: 275 x 5
- Satz 7: 275 x 5
- Satz 8: 275 x 5
- Satz 9: 275 x 5
Erinnere Dich daran, dass Dopamin und Adrenalin miteinander in Verbindung stehen. Dopamin wird verwendet, um Norepinephrin zu produzieren, welches wiederum verwendet wird, um Epinephrin/Adrenalin zu produzieren. Alles, was Dich anregt, wird also Deine Dopaminspiegel erhöhen.
Du solltest jedoch vorsichtig sein, das ganze nicht zu übertreiben. Dieser Typ weist niedrige Dopamin Basisspiegel auf und kann Schübe an Dopamin produzieren, aber es kommt zu einem Einbruch, wenn er zu viel produziert hat. Wenn dies während des Trainings geschieht, werden Willenskraft und Motivation den Bach runter gehen.
2 - Trainingsvariation
Der Trainierende dieses Neurotyps braucht bei seinem Training eine Menge Variation. Er ist der typische “Ich kann kein Programm befolgen” Typ. Er will ständig etwas Neues ausprobieren. Wenn man ihn ein Programm wie das 5/3/1 oder „The Power Look“ (Programme, die darauf basieren, dasselbe wieder und wieder zu tun) ausführen lässt, dann wird er schnell demotiviert werden und keine Resultate erzielen.
Wir sagen häufig, dass man bei einem Programm bleiben muss, um Fortschritte zu erzielen, aber bei diesem Typ von Trainierendem ist dies nicht notwendigerweise wahr. Erinnere Dich daran, dass was auch immer Dir dabei hilft, am härtesten zu trainieren, Dir die besten Resultate liefern wird. Bei einem statischen Programm werden ständig nach etwas Neuem Suchende leicht gelangweilt werden und ihren Fokus verlieren, wenn das Programm zu routinemäßig wird. In ihrem Fall ist ein Mangel an Abwechslung ein Stressfaktor.
Dieser Neurotyp...
- Kann 2 Wochen bei einem Programm bleiben.
- Wird mit multiplen Typen von Stimulationen innerhalb einer Woche bessere Resultate erzielen.
- Wir bessere Resultate erzielen, wenn unterschiedliche Typen von Stimuli in eine Trainingseinheit integriert werden.
- Wird mit cybernetischer Periodisierung (Freiheit innerhalb einer Struktur) sehr gute Resultate erzielen. Hierbei wird die erste schwere Grundübung der Trainingseinheit im Voraus geplant, aber die unterstützenden Übungen werden basierend auf den Leistungen bei der Hauptübung gewählt.
Überraschenderweise gehören eine Menge Powerlifter zu diesem Typ. Das Westside Barbell System ist das perfekte Beispiel. Hierbei wechselt die Hauptübung alle ein bis zwei Wochen, es werden drei Typen von Stimulation pro Woche verwendet (vier, wenn man Konditionstraining hinzuzählt) und es kommt eine cybernetische Periodisierung durch die Wahl der täglichen Unterstützungsübungen basierend auf den Leistungen bei der Hauptübung zum Einsatz. Seltsamerweise ist auch CrossFit ein perfektes Beispiel, was insbesondere für die kürzeren WODs von 8 bis 15 Minuten Dauer gilt.
Die Notwendigkeit für Variation bedeutet jedoch nicht, dass Du alle Variablen verändern musst. Du kannst z.B. die Übungen austauschen oder die Übungen beibehalten und die Methoden verändern.
3 – Trainingsfrequenz
Trainierende dieses Neurotyps kommen besser mit kürzeren aber häufigeren Trainingseinheiten zurecht. Diese Typen von Trainingseinheiten erhöhen die Dopaminspiegel, ohne zu einem Einbruch zu führen.
Für diesen Neurotyp ist ein trainingsfreier Tag weniger effektiv als eine kurze Trainingseinheit mit restorativem Training. Wenn er sich zwei trainingsfreie Tage in Folge gönnt, wird diese seine Trainierbarkeit negativ beeinflussen – es wird 30 bis 40 Minuten dauern, um lediglich in die Trainingszone zu gelangen. Seine motorische Kontrolle und seine Motivation werden zu stark unter dieser Pause leiden.
Eine sehr harte Trainingseinheit, die eine Menge schweres Training (ein hohes Volumen bei einer schweren Übung) umfasst oder eine Trainingseinheit mit maximaler Anstrengung (bei der bis zum 1, 2 oder 3RM bei den schweren Grundübungen hochgegangen wird) kann seine Dopaminreserven erschöpfen. Es kann danach Tage dauern, um diese wiederaufzufüllen. Wenn dies geschieht, wird dieser Neurotyp entweder zwei Stunden nach seinem Training gegen eine Wand laufen oder er wird sich am nächsten Tag lethargisch, gereizt oder unmotiviert fühlen.
Wenn dies geschieht, braucht dieser Neurotyp restorative Trainingseinheiten. Restorative Trainingseinheiten müssen von kurzer Dauer sein und sich auf explosives Training konzentrieren. Diese Trainingseinheiten sollten keinerlei stoffwechseltechnische Erschöpfung hervorrufen. In der Tat solltest Du nach einer solchen Trainingseinheit über mehr Energie als vor dem Training verfügen.
Bei restorativen Trainings solltest Du nicht einmal in die Nähe des Muskelversagens kommen, da die Geschwindigkeit der Übungsausführung niemals nachlassen sollte. Du musst außerdem den „Takt“ der Trainingseinheit hoch halten, ohne dass diese Trainingseinheit zu einer Konditionstrainingseinheit wird.
Der Westside Trainingstag mit dynamischer Anstrengung basiert hauptsächlich auf einer Wiederauffüllung der während Trainingseinheiten mit maximaler Anstrengung entleerten Dopaminvorräte. Bei den meisten Westside Jungs handelt es sich wahrscheinlich um extrovertierte, von Konkurrenzdenken geprägte Trainierende vom Neurotyp des ständig nach Neuem Suchenden.
Ein gutes wöchentliches Verhältnis von Trainingseinheiten besteht für diesen Neuroptypen aus zwei Trainingseinheiten mit hoher Belastung, zwei Trainingseinheiten mit moderater Belastung und zwei restorativen Trainingseinheiten pro Woche:
- Tag 1: Hohe Belastung
- Tag 2: Restorative Trainingseinheit
- Tag 3: Moderate Belastung
- Tag 4: Hohe Belastung
- Tag 5: Restorative Trainingseinheit
- Tag 6: Moderate Belastung
- Tag 7: Trainingsfrei
Oder 6 Trainingseinheiten innerhalb von 8 Tagen:
- Tag 1: Hohe Belastung
- Tag 2: Restorative Trainingseinheit
- Tag 3: Moderate Belastung
- Tag 4: Trainingsfrei
- Tag 5: Hohe Belastung
- Tag 6: Restorative Trainingseinheit
- Tag 7: Moderate Belastung
- Tag 8: Trainingsfrei
Erinnere Dich daran, dass wenn dieser Neurotyp zwei trainingsfreie Tage in Folge hat, dies dazu führen wird, dass seine Trainingsqualität leiden wird, da sein Nervensystem „lustlos“ sein wird.
4 – Trainingsvolumen
Die Arbeitskapazität fällt bei Trainierenden dieses Neurotyps recht niedrig aus. Sie sind bei Krafttraining und explosivem Training sehr leistungsfähig, aber ihre Leistungen lassen auch schnell nach. Es gibt jedoch auch Ausnahmen: Wenn ein Trainierender dieses Typs hohe Acetylcholinspiegel aufweist, kann er ein höheres Volumen besser tolerieren, aber dies sind die genetischen Freaks unter den Powersportlern.
Hier sind einige Richtlinien:
- Trainierende vom Typ 1 sollten sich darauf konzentrieren, bei 45 bis 60 Minuten langen Trainingseinheiten zu bleiben (nach der Trainingsvorbereitung). Hierbei geht es nicht um eine Vermeidung eines Absinkens der Testosteronspiegel oder einer Erhöhung der Kortisolspiegel, sondern darum, eine Entleerung der Dopaminvorräte, einen nachlassenden Fokus und eine nachlassende Motivation zu verhindern. Trainiere hart und gehe danach nach Hause.
- Eine Trainingseinheit, die aus einer Hauptübung und zwei Übungspaarungen (z.B. antagonistische Paarungen oder Supersätze) für insgesamt 5 Übungen besteht, funktioniert gut. Die Übungspaarungen reduzieren das Gefühl der Routine.
- Dieser Typ kann ein minimalistisches Training verwenden (mehrere Sätze von 1 bis 2 Übungen pro Trainingseinheit), sollte aber mehrere Methoden innerhalb der Trainingseinheit verwenden, um ein Gefühl von Routine und Wiederholung zu verhindern.
- Extreme ständig nach Neuem Suchende – die super explosiv sind, aber nur über eine kurze Aufmerksamkeitsspanne verfügen – werden dazu in der Lage sein, insgesamt 9 bis 12 Arbeitssätze innerhalb von einer Trainingseinheit zu tolerieren. Diese 9 bis 12 Sätze gelten nicht pro Muskelgruppe, sondern pro Trainingseinheit. Der durchschnittliche Trainierende dieses Typs kann jedoch mit 16 bis 18 Sätzen während der gesamten Trainingseinheit zurecht kommen.
5 – Trainingsintensität: Gewichte und Wiederholungen
Athleten des Neurotyps 1 erzielen mit niedrigeren Wiederholungszahlen und explosivem oder schwerem Training bessere Resultate. Länger andauernde Wiederholungen werden ihre Motivation reduzieren, was insbesondere bei den großen Grundübungen gilt. Bei schweren Grundübungen sollten Trainierende diesen Typs bei Sätzen a 4 bis 6 Wiederholungen bleiben, wenn sie Muskeln aufbauen und bei Sätzen mit 1 bis 3 Wiederholungen, wenn der Fokus auf der Kraft liegt.
Bei kleineren Isolationsübungen können sie auf 8 bis 10 Wiederholungen pro Satz hochgehen, wenn sie versuchen Muskelmasse aufzubauen und Sätze a 6 bis 8 Wiederholungen verwenden, wenn sie sich auf den Aufbau von Kraft konzentrieren.
Dieser Typ ist außerdem mit kürzeren Pausenintervallen und einem Training mit höherer Taktfrequenz besser beraten, da er die Adrenalinspiegel hoch halten muss, um fokussiert zu bleiben.
6 – Equipment, Methoden & Strategien
Dies sind andere Wege Variation ins Training zu integrieren. Der ständig nach Neuem suchende Typ muss nicht immer gleich alle Übungen austauschen – er kann auch die Art und Weise verändern, auf die er diese Übungen ausführt.
Equipment
Hiermit sind Werkzeuge gemeint, die bei der Ausführung eines Bewegungsschemas verwendet werden. Das Austauschen einer regulären Stange gegen eine so genannte „Fat“ Bar mit einem deutlich größeren Durchmesser stellt z.B. eine große Veränderung dar. Weiteres Equipment, dessen Verwendung variiert werden kann, umfasst Stangen mit anderen Griffwinkeln, Ketten, Bänder, Kurzhanteln, Kettlebells, Seilzüge und vieles mehr.
Methoden
Dies bezieht sich darauf, wie die Wiederholungen ausgeführt werden. Beispiele für Variationsmöglichkeiten umfassen unter anderem eine Veränderung der Bewegungsgeschwindigkeit bei der konzentrischen (anhebenden) oder exzentrischen (absenkenden) Phase der Wiederholung, das Einfügen isometrischer Pausen während der konzentrischen oder exzentrischen Phase, eine Ausführung von Teilwiederholungen, usw.
Strategien
Dies bezieht sich darauf, wie die Sätze organisiert werden (Sätze x Wiederholungen) und auf die Verwendung von Intensitätstechniken wie Rest/Pause und absteigende Sätze.
Für Trainierende des Neurotyps 1 ist eine Veränderung von Equipment, Methoden oder Strategien alle zwei Wochen optimal. Extreme Fälle sollten sogar jede Woche Veränderungen vornehmen, was insbesondere für sehr erfahrene Trainierende gilt. Dies müssen keine riesigen Veränderungen sein – es reicht aus, wenn sich die Übungen etwas anders anfühlen, um das Training interessant zu halten und eine etwas stärkere Dopaminausschüttung anzuregen.
Trainierende dieses Typs sprechen am besten auf Strategien an, bei denen die Wiederholungszahlen von Satz zu Satz variieren.
Beispiele: Wellenförmige Lastveränderungen (5/4/3/5/4/3), absteigende Sätze (5/4/3/2/1) oder kontrastierende Sätze (3/6/3/6/3/6).
Wenn diese Trainierenden höhere Wiederholungszahlen verwenden möchten, dann sprechen sie besser auf Strategien an, die weiterhin das Gefühl niedriger Wiederholungszahlen vermitteln.
Beispiele: Cluster Sätze, Rest/Pause, Myo Reps, isometrische Kontraktionen nach Erreichen des Punktes der Erschöpfung, isometrische Kontraktionen vor Erreichen des Punktes der Erschöpfung, usw.
Gradlinige Sätze, bei denen dieselbe Anzahl an Wiederholungen mit demselben Gewicht ausgeführt wird, sind für Trainierende vom Typ des ständig nach Neuem Suchenden sehr demotivierend, was insbesondere für die großen Grundübungen gilt. Dies könnte die Dopaminausschüttung reduzieren. Wenn Du diesen Typ von Trainierenden wirklich demotivieren und mit dem Training aufhören lassen willst, dann musst Du ihn ein German Volume Training mit 10 Sätzen a 10 Wiederholungen pro Übung ausführen lassen.
Eine Steigerung unter Verwendung derselben Anzahl von Wiederholungen (z.B. die Ausführung von Sätzen an 3 Wiederholungen mit einer Steigerung des Gewichts bei jedem Satz) ist in Ordnung, da die Veränderung des Gewichts ein Gefühl der Herausforderung hervorruft, was diesen Typ motiviert.
7 – Übungsreihenfolge
Behalte im Hinterkopf, wenn wir hier über die Reihenfolge von Übungen sprechen, die Trainingsvorbereitung nicht eingeschlossen wird. Wir gehen davon auf, dass bereits eine korrekte Vorbereitung ausgeführt wurde.
Trainierende vom Neurotyp 1 erzielen bessere Resultate, wenn die Hauptübung des Tages als zweite Übung ausgeführt wird. Bei ihnen dauert die neurologische Aktivierung etwas länger, weshalb es am besten ist, das Training mit einer Isolationsübung für die Hauptmuskelgruppe oder eine stabilisierende Muskelgruppe (z.B. Latissimus beim Bankdrücken (periphere Aktivierung)) der folgenden schweren Grundübung zu beginnen.
Die Dopaminspiegel steigen schnell, weshalb die Ausführung der schweren Grundübung spät während der Trainingseinheit dieselbe Auswirkung wie die Ausführung einer Trainingseinheit mit maximaler Anstrengung oder die Ausführung eines zu hohen Volumens besitzen wird: eine rapide Entleerung der Dopaminreserven.
8 – Progressionsmodell
Trainierende vom Neurotyp 1 kommen mit einem auf Prozentsätzen basierten Progressionsmodell nicht gut zurecht. Sie verlieren schnell das Interesse und fühlen sich in diesem Schema gefangen. Das RM System – die Verwendung des schwersten Gewichts, mit dem die vorgeschriebene Anzahl an Wiederholungen in guter Form ausgeführt werden kann – ist effektiver. Dieses System lässt das Training „offener“ und „anpassbarer“ erscheinen.
Dieser Neurotyp wird normalerweise Programme wie das 5/3/1 Programm hassen. Da solche Programme ein fixes Progressionsmodell verwenden, können sie für den ständig nach Neuem Suchenden wirklich demotivierend sein.
Dieser Neurotyp spricht besser auf drastische Phasenveränderungen (Akkumulation/Intensivierung) an. Dies sind die Trainierenden, die gute Resultate erzielen, wenn sie ihren Trainingsstil alle drei Monate oder so vollständig verändern.
Die optimale Ernährung für Neurotyp 1
- Dieser Neurotyp erzielt mit einer kohlenhydratarmen Ernährung mit höherem Fettanteil und moderater bis hoher Zufuhr von Protein gute Resultate. Dies lässt ihn nicht notwendigerweise schneller Fett verlieren, aber er wird sich besser fühlen und unter weniger Gelüsten leiden. Kohlenhydratarme Ernährungsformen senken die Serotoninspiegel. Da dieser Typ über hohe Serotoninspiegel verfügt, wird eine solche Reduzierung keine negativen Auswirkungen besitzen. Sie könnte sogar seine Arbeitskapazität und seine Motivation über eine Erhöhung des Verhältnisses von Dopamin zu Serotonin verbessern.
- Während einer Diät wird der Trainierende vom Neurotyp 1 häufigere Refeeds benötigen. Wenn die Spiegel des Hormons Leptin hoch sind, fühlt sich der Körper wohl und die Stoffwechselrate bleibt hoch. Wenn die Leptinspiegel sinken, dann sinkt die Stoffwechselrate und die Gelüste nehmen zu.
- Niedrige Leptinspiegel führen außerdem zu einer Überreaktion des Ventral Tegmental Bereichs (VTA) – die Dopaminreaktion wird gesteigert. Wenn dies geschieht, werden die Dopaminspiegel bereits dann steigen, wenn Du nur an Schummelnahrungsmittel denkst. Dies wird es nahezu unmöglich machen, eine Diät einzuhalten. Die Leptinspiegel werden sinken, wenn Du zu lange eine Restriktionsdiät ohne Unterbrechungen ausführst. Als Resultat hiervon braucht der ständig nach Neuem Suchende häufigere Refeeds. Ein Schema mit 3 bis 4 Tagen intensiver Diät gefolgt von einem Refeed Tag – mit Qualitätsnahrungsmitteln, um eine exzessive Dopaminreaktion und eine Sucht nach Fastfood zu vermeiden – funktioniert am besten.
- Trainierende vom Neurotyp 1 sollten “Schummelnahrungsmittel”, die reich an Zucker sind meiden, da diese die Dopaminrezeptoren überstimulieren können und das Risiko für eine “Zuckersucht” erhöhen.
- Dieser Neurotyp ist besser mit kurzen, aber intensiven Diätphasen (3 bis 6 Wochen mit einem hohen Kaloriendefizit), als mit längeren, moderateren Diäten beraten.
- Dieser Neurotyp sollte die Verwendung von isolierten BCAAs minimieren, da diese mit L-Dopa um einen Transport durch die Blut-Hirn Schranke konkurrieren, was die Dopaminspiegel senkt.
- Der Konsum von Kohlenhydraten vor dem Training kann die Kortisolspiegel drastisch senken und ein anaboleres Umfeld fördern. Trainierende vom Neurotyp 1 können jedoch Probleme mit Kohlenhydraten vor dem Training haben, da diese die Serotoninspiegel erhöhen können, die bereits zuvor hoch sind. Motivation, Arbeitskapazität und Trainingsaggression bedürfen jedoch ein höheres Verhältnis von Dopamin zu Serotonin.
- Der einzige Typ von Kohlenhydraten, der bei diesem Neurotyp vor dem Training gut funktioniert, sind hochverzweigte zyklische Dextrine, da diese einen niedrigen glykämischen Index aufweisen und die Insulinspiegel nicht beeinflussen.
- Während einer Fettabbaudiät sollten die meisten Kohlenhydrate während der Zeit rund um das Training konsumiert werden. Während einer Masseaufbauphase sind ein paar Kohlenhydrate morgens in Ordnung, während Kohlenhydrate am Abend gemieden werden sollten.
- Dieser Neurotyp sollte große Mahlzeiten während des Tages meiden, da diese zu einer Verschiebung in den parasympathischen Modus führen werden, was den Trainierenden träge und weniger energiegeladen macht. Ein großes Abendessen stellt eine bessere Strategie dar. Im nächsten Teil dieser Artikelserie werden wir Training, Ernährung und Supplementation für den Neurotyp 2 – den Belohnungsabhängigen – behandeln.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/unlock-natural-gains-neuro-type-1
Von Christian Thibaudeau