Training

Tipps der Woche Tipp: Rege neues Trizepswachstum an
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Mache dies am Ende Deines Armtages und Du wirst den besten Pump Deines Lebens bekommen…und neues Muskelwachstum anregen.

Diese Technik hebt Schmerz auf eine neue Stufe. Sie wird als „Multi Hold Pump Set“ (Pumpsatz mit mehrfachem Halten) bezeichnet und wird am besten am Ende einer Trainingseinheit eingesetzt. Du solltest hiervon nur einen Satz ausführen. Hier ist ein Beispiel dafür, wie dies bei einer Trizepsübung aussehen könnte:

 

Trizepsdücken: Multi-Hold Pump Set

  1. Halte das Gewicht für 20 Sekunden – idealerweise am schwächsten Punkt der Bewegung – und führe danach 8 bis 10 Wiederholungen aus.
  2. Gehe sofort zu einem zweiten isometrischen Halten über, bei dem Du denselben Punkt des Bewegungsraumes verwendest und halte diese Position für 15 Sekunden. Führe danach 6 bis 9 Wiederholungen aus.
  3. Gehe sofort zu einem dritten isometrischen Halten über, bei dem Du erneut denselben Punkt des Bewegungsraumes verwendest und halte diese Position für 10 Sekunden. Beende den Satz mit so vielen Wiederholungen wie möglich.

 

Nachdem Du fertig bist, wirst Du förmlich spüren, wie sehr Deine Muskeln aufgepumpt sind. Das ist ein sehr seltsames, lustiges Gefühl. Diese Methode überlädt den Muskel mit einer Tonne lokaler Wachstumsfaktoren und übersättigt ihn mit Aminosäuren.

Tipp: Probiere Kreuzheben barfuss aus

Willst Du bessere Resultate durch schweres Ziehen erreichen? Zieh Deine Schuhe aus. Hier ist der Grund dafür plus Informationen über „aktive vs. passive“ Füße.

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-deadlift-barefoot-heres-why

 

Nackte Füße funktionieren besser

Kreuzheben barfuß oder mit Socken:

  1. Reduziert eine Gewichtsverlagerung nach vorne
  2. Hilft dabei, Dein Gewicht nach hinten zu verlagern
  3. Bringt die hintere Muskelkette (Gluteus/Beinbeuger) besser ins Spiel
  4. Bringt Dich näher zum Boden, was gleichbedeutend mit einer geringeren Distanz bis zum Lockout ist

 

Wenn Du in einem Fitnessstudio trainierst, in dem es nicht erlaubt ist, die Schuhe auszuziehen, dann ist das ein lahmer Laden und Du solltest in Betracht ziehen, Dir ein neues Fitnessstudio zu suchen. Wenn Du davor zurückscheust, kaufe Dir flachere Schuhe wie Chuck Taylors.

Wenn Du Kreuzheben barfuss ausprobieren willst, ist es eine gute Idee das Konzept des aktiven vs. passiven Fußes zu übernehmen. Es wurde ursprünglich für Kniebeugen entwickelt, ist aber auch sehr gut auf das Kreuzheben übertragbar.

 

Aktiver vs. passiver Fuß

Ein weit verbreiteter Fehler beim initialen Setup besteht darin, den Bogen im Fuß zu verlieren, so dass dieser flach wird und kollabiert, was in einer unvorteilhaften Position resultiert. Die leichte Lösung für dieses Problem besteht darin, orthopädische Einlagen zu verwenden (und einige Menschen benötigen diese tatsächlich). Einlagen sind aber oft nur eine Lösung für Faulpelze, die das eigentliche Problem nicht adressiert.

Übernimm stattdessen das Konzept des aktiven Fußes, Du wirst lernen eine gleichmäßige Gewichtsverteilung zwischen den drei Kontaktpunkten des Fußes zu erreichen – unter dem großen und dem kleinen Zeh, sowie der Ferse. Zusätzlich hierzu optimierst Du alle drei Kontaktpunkte mit einem anderen beliebten Wink, der darin besteht, Deine Füße im Boden zu verankern, als ob Du versuchen würdest, den Boden auseinanderzureißen. Dies wird Dir dabei helfen, das externe Drehmoment in Deinen Hüften zu vergrößern, was Deine Stabilität von Hüfte und unterem Rücken drastisch verbessern wird.

 

Hinterlasse einen Fersenabdruck im Boden

Das Kreuzheben ist genauso sehr eine Druckübung wie eine Zugübung. Du musst Dir vorstellen die Langhantel vom Boden weg zu drücken, indem Du so viel Kraft wie möglich in den Boden drückst. Ein weit verbreiteter Wink besteht darin, „zu versuchen einen Fersenabdruck im Boden zu hinterlassen“ – und dies hilft auf magische Art und Weise. Nicht wie Gandalf, der das Auge von Saruman mit Magie besiegt hat, sondern mehr in die Richtung von „Heilige Scheiße, ich habe 10 Kilo mehr als sonst bewegt“ Magie.

 

Das beste Satz-Wiederholungsschema, das Du noch nie ausprobiert hast

Führst Du immer noch 3 Sätze a 10 Wiederholungen aus? Dann ist es an der Zeit neues Wachstum mit dieser bewährten Methode zu stimulieren.

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-the-best-set-rep-scheme-youve-never-tried

 

6 x 6 unter Verwendung von 70% des 1RM Gewichts mit kurzen Ruhepausen

Dies ist eines der besten Satz/Wiederholungsschemata für Massezuwächse. In der Tat ist dies auch eines der ersten. Der legendäre Bodybuilding Trainer Vince Gironda nannte es das „Mr. Olympia Programm“, weil es das Programm war, auf das er sich verlassen hatte, als er Larry Scott – den allerersten Mr. Olympia – trainiert hatte.

Dieses Programm basiert auf einer hohen Trainingsdichte (die Ausführung von einer Menge an Arbeit innerhalb einer kürzeren Zeitspanne) und nicht auf der Last:

  1. Führe 6 Sätze a 6 Wiederholungen mit einem moderaten Gewicht aus, mit dem Du 10 Wiederholungen schaffen würdest. Das sind etwa 70% Deines 1RM Gewichts für die Übung, die Du ausführst. Es ist also nicht Dein Maximalgewicht für 6 Wiederholungen.
  2. Und jetzt wird es interessant…und fordernd. Du musst alle 6 Sätze innerhalb einer kürzestmöglichen Zeitspanne ausführen, wobei Du nur 30 Sekunden zwischen den Sätzen pausierst. Das ist der Punkt, an dem die Trainingsdichte ins Spiel kommt.

 

Während Girondas Empfehlung war, auf Pausenintervalle von maximal 30 Sekunden Dauer abzuzielen, ließ er seine fortgeschrittenen Bodybuilder lediglich 15 Sekunden lang zwischen den Sätzen pausieren.

 

Du schaffst das nicht?

Erinnere Dich daran, dass der Schlüsselfaktor bei diesem Lastschema die Trainingsdichte und nicht die Last ist. Wenn Du es nicht schaffst, alle 6 Sätze mit 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen auszuführen, dann musst Du das Gewicht so lange reduzieren, bis Du Dich an die kurzen Pausenintervalle angepasst hast.

 

Tipp: Eine neue Methode für muskulöse, harte Beine

Wenn Du mit dem Aufbau der Beinmuskeln zu kämpfen hast, dann wird diese brutale Trainingsmethode alles verändern. Und als Bonus wird sie Dich auch schlank machen.

Von Christian Thibaudeau

Quelle; https://www.t-nation.com/training/tip-a-new-method-for-big-hard-legs

Erfolg hinterlässt Spuren. Und Trainer, die wirklich leidenschaftlich sind, wenn es um den Aufbau von Muskeln und Kraft geht, teilen ihr Wissen gerne mit Gleichgesinnten. Einer dieser Bodybuilding- und Kraftsporttrainer ist Florian Bianchi.

Bianchi ist sehr gut darin, wenn es darum geht, Bodybuilder mit hervorragenden Beinen hervorzubringen. Er hat außerdem mit Profisportlern und Olympiasportlern zusammengearbeitet, weshalb er alles über den Aufbau der Beinmuskeln weiß. Er zerstört mich förmlich, wenn wir zusammen trainieren und ich habe eine Vorgeschichte beim olympischen Gewichtheben!

Während unserer Trainingseinheiten sprach er über einen Trick, den er verwendet, um muskulöse, super schlanke Beine aufzubauen. Wenn Du ein Bodybuilder oder Sportler bist, der eine Menge Masse im Bereich der Beine aufbauen will oder wenn Du eine Frau bist, die sich schlankere Beine wünscht, dann ist dies eine Methode, die Dich interessieren dürfte.

 

100 Wiederholungen Beinpressen – an jedem Trainingstag

Das Konzept ist einfach: Beginne jede Trainingseinheit (nicht nur Deine Unterkörper Trainingseinheiten, sondern alle Trainingseinheiten) mit 100 Wiederholungen an der Beinpresse.

Verwende ein sehr leichtes Gewicht. Du kannst sogar mit dem leeren Schlitten beginnen und versuchen alle 100 Wiederholungen ohne Pause mit einem moderaten Tempo und ohne Absetzen des Gewichtsschlittens zu absolvieren. Führe die Wiederholungen nicht absichtlich langsam aus, aber führe sie auch nicht blitzschnell aus. Relativ langsame, rhythmische Wiederholungen sind das, wovon wir hier sprechen. Du kannst Pausen machen, aber idealerweise werden die ohne Arretieren des Gewichtsschlittens ausgeführt (Pausiere am höchsten Punkt mit überstreckten Beinen).

Im Grunde genommen agiert dies als Dein Aufwärmen für jede einzelne Trainingseinheit, die Du absolvierst. Du kannst das Gewicht nach und nach erhöhen, aber die 100 Wiederholungen mit schweren Gewichten auszuführen, ist nicht das Ziel. Das Ziel besteht lediglich darin, das Blut zum Fließen zu bringen und einen Pump zu bekommen. Wenn Du dies tust, wird sich das Erscheinungsbild Deiner Beine innerhalb weniger Wochen völlig verändern. Etwa 2 Minuten pro Tag für 4 bis 6 Wochen werden Deinen Look für immer verändern!

 

Wie funktioniert das Ganze?

Im Laufe der Zeit wird dies die Anzahl der Kapillaren in Deinen Beinen erhöhen. Im Grunde genommen wird Dein Unterkörper vaskulärer werden. Hierdurch wird es leichter werden Nährstoffe und Aminosäuren zu diesen Muskeln zu transportieren, was Regeneration und Muskelwachstum erleichtern wird.

Es wird Dir auch dabei helfen, Dich während Deiner Unterkörper Trainingseinheiten schneller zu erholen, da mehr Kapillaren gleichbedeutend mit einer besseren Durchblutung sind. Und ein gesteigerter Blutfluss resultiert in einem gesteigerten Sauerstofftransport zu den Muskeln und einem effizienteren Abtransport von Milchsäure zwischen den Sätzen.

Für Frauen (und auch viele Männer) ist dies außerdem ein interessantes Werkzeug für den Fettabbau. Frauen neigen dazu, eine schlechtere Durchblutung des Unterkörpers aufzuweisen. Dies ist einer der Gründe dafür, dass es ihnen schwerer fällt, einen super schlanken Körper zu erreichen. Eine bessere Blutversorgung macht es leichter Fett in dieser Region zu mobilisieren, was der erste Schritt auf dem Weg schlank zu werden ist.

Diese täglichen Sätze Beinpressen mit hohen Wiederholungszahlen werden dabei helfen, dieses Problem zu lösen. Natürlich wird es einige Zeit lang dauern, diese Kapillaren aufzubauen, aber sobald diese Anpassungen stattgefunden haben, wird es leichter für Dich werden, schlanke Beine zu bekommen.

 

Bonus Vorzug

Die einfache Tatsache, dass Du täglich Beinpressen trainierst, wird Dich besser darin machen, die Muskeln zu rekrutieren. Dies wird die Stimulation während schwerem Training fördern.

 

Tipp: Baue Deinen Konsistenzmuskel auf

Es gibt nur einen Weg im Fitnessstudio konsistent zu sein. Und die empfindlichen Schneeflöckchen da draußen wollen das nicht hören.

Von Chris Shugart

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-build-your-consistency-muscle

 

Ted hört nie auf

Geh in ein bestimmtest Fitnessstudio in Colorado Springs, sobald dieses öffnet und Du wirst Ted sehen. Ted hat sein Lieblingslaufband im Fitnessstudio und jeden Tag wirst Du ihn darauf sehen, wie er schnell mit Steigung für genau eine Stunde läuft. Ted ist 70 Jahre alt und er wird wahrscheinlich 100 werden. Er ist immer hier, an sieben Tagen pro Woche und er ist morgens immer der erste.

Ted hat die Konsistenz gemeistert. In Teds Vorstellung muss jeder Tag mit einer Stunde auf dem Laufband und etwas Training mit Gewichten beginnen. Sein tägliches Training ist für ihn wie Zähneputzen: er muss nicht darüber nachdenken. Da gibt es keine inneren Diskussionen. Es ist einfach das, was er tut. Ted hätte wahrscheinlich einen ziemlich schlechten Tag, wenn er eine seiner Trainingseinheiten verpassen würde.

Aber was können Kraftsportler und angehende Bodybuilder vom alten Ted lernen? Nun, so ziemlich alles, was sie wissen müssen.

 

Trial, Error und falsche Starts

Der falsche Start ist im Bereich von Fitness und Bodybuilding weit verbreitet. Du fängst hart und intensiv an und hörst dann aus irgendeinem Grund wieder auf. Viele haben dies mehrmals durchgemacht, bevor sie Konsistenz entwickelt haben.

Konsistenz ist der wichtigste Parameter für Trainingserfolge. Ein durchschnittliches Programm, das jeden Tag befolgt wird, führt immer zu mehr Erfolgen, als das beste Programm, das halbherzig durchgeführt wird. Es spielt keine Rolle, ob Dein Programm wissenschaftlich basiert ist, wenn Du nicht konsistent bist. Und ein Bro Trainingsprogramm, bei dem Du tatsächlich bleibst, wird es schlagen. Arnold hat nie eine wissenschaftliche Studie gelesen, aber er hat nie eine geplante Trainingseinheit verpasst.

Beim Training lernst Du durch Trial and Error, was für Dich funktioniert, aber um die Fehler zu finden, brauchst Du mehr Versuche. Und Du wirst nicht viele Versuche haben, wenn Du an 3 bis 4 Tagen der Woche zu Hause sitzt.

 

Der schlechteste Plan für Schneeflocken

Aus irgendeinem Grund müssen wir heute zutage jeden wie eine empfindliche Schneeflocke behandeln. Offensichtlich sind sie einfach zu empfindlich und haben zu viele Gefühle, um mit ehrlichen, offenen Ratschlägen zurecht zu kommen. Wir sind also dazu gezwungen, ihnen schlechte Informationen zu geben, weil wir denken, dass dies die einzigen Ratschläge sind, die sie annehmen werden.

„Geh einfach an drei Tagen pro Woche ins Fitnessstudio“, sagen wir. Aber das ist ein schrecklicher Rat. Warum? Weil Anfänger oder diejenigen, die wieder mit dem Training anfangen, niemals Konsistenz entwickeln werden, wenn sie dreimal wöchentlich ins Fitnessstudio gehen. Es gibt einfach nicht genügend Gelegenheit für die Bildung von Gewohnheiten und eine Festigung dieser Gewohnheiten.

 

Jeder spürt Reibung. Sieger ignorieren sie

Etwas zu tun, was seine Zeit wert ist, besitzt ein Element der Reibung. Wir verspüren Widerstand gegenüber dem, von dem wir wissen, dass wir es tun müssen. Vorgefertigte gesunde Mahlzeiten für die Woche am Sonntag vorzubereiten bedarf etwas Zeit, Vorbereitung und Planung (Reibung). Mittags zum Drive In zu fahren ist einfach (keine Reibung).

Aber der Widerstand, der durch Reibung verursacht wird, nimmt im Laufe der Zeit ab und wird weniger. Als Kinder haben wir es gehasst mit dem aufzuhören, was wir gerade taten, um Zähneputzen zu gehen. Wir wussten – dank Mama – dass wir es tun mussten, aber es machte keinen Spaß. Als Erwachsene tun wir es ohne darüber nachzudenken. Wie haben es verinnerlicht und es geschieht ohne Reibung. Wenn wir ins Bett gehen, ohne es zu tun, dann wird es uns bis zum nächsten Morgen verfolgen.

Erfolgreiche Menschen – im Fitnessstudio und außerhalb des Fitnessstudios – lernen Reibung zu erkennen und entscheiden sich dafür, sie zu ignorieren. Oder sie erwarten sie und arbeiten durch sie hindurch. Reibung macht keinen Spaß, aber seine Ziele nicht zu erreichen ist noch schlimmer.

 

Im Bereich der Fitness erhöhen Entscheidungen die Reibung

Wenn Du einen Trainingsplan mit drei Trainingstagen pro Woche hast, dann ist es leicht, mit diesen drei Tagen zu jonglieren. Feilschen wird einfach. „Ich werde einfach Freitag, Samstag und Sonntag trainieren gehen, wenn ich viel zu tun habe“, wirst Du sagen, wenn Du Montags keine Lust hast. Nur hast Du jetzt vier Tage, um Dir die Gewohnheit abzugewöhnen, Dich loszusagen und Schwäche zu praktizieren.

Beim Velocity Diätplan hast Du jeden Tag so genannte nicht mit dem Training in Verbindung stehende Aktivitäten, was bedeutet, dass Du einfach spazieren gehst. Du gehst an Trainingstagen und Du gehst an trainingsfreien Tagen.

Die Wahl ist…dass es keine Wahl gibt. Du wirst spazieren gehen und es gibt keine Ausreden. Wenn es notwendig ist, dann läufst Du im Regen und in der Dunkelheit. Du wirst auf Deiner Dienstreise spazieren gehen. Du wirst an Weihnachten spazieren gehen. Du wirst Deine Spaziergänge sogar an Deinem Geburtstag ausführen, weil Du erwachsen bist und Geburtstage unwichtig sind, wenn Du älter als 21 bist.

Wenn Du die Wahl hast, dann wird dies Optionen schaffen. Und Optionen sind schlecht für inkonsistente Menschen.

 

Wähle keine Wahl zu haben

Wenn Du damit zu kämpfen hast, Deinen Konsistenzmuskel zu trainieren, dann triff die Wahl keine Wahl zu haben. Geh jeden Tag ins Fitnessstudio. Du musst nicht an sieben Tagen pro Woche dieselben Muskeln trainieren oder Dein Nervensystem völlig zu überlasten. Aber Du wirst das praktizieren, was als B.I.G – “Butt In Gym” (übersetzt etwa „Beweg Deinen Arsch ins Fitnessstudio“) – bezeichnet wird. Es spielt keine Rolle, ob Du sonntags nur für etwas Training mit dem Foam Roller ins Fitnessstudio gehst. Zeig Dich dort am Sonntag. Tue etwas. Und nein, Du wirst nicht damit durchkommen, mit dem Foam Roller rumzuspielen, den Du schon zu Hause hast. Hör auf Dir das einzureden.

Tauche dort auf und „putze Deine Zähne.“ Als Anfänger oder als Trainierender mit vier Fehlstarts hast Du keine andere Wahl. Auswahlmöglichkeiten sind etwas Schlechtes. Zumindest sollten Auswahlmöglichkeiten für Trainierende reserviert sein, die seit 10, 20, 30 oder 40 Jahren trainieren. Es ist der einzige Weg, diese „fühle Dich toll, sei stark und sieh nackt gut aus“ Sache zu einer Gewohnheit zu machen. Es ist der einzig wahre Weg, um Konsistenz zu entwickeln.

 

Woher weißt Du., dass Dein Konsistenzmuskel stark ist

Ein Zeichen dafür, dass Du die Kurve bekommen hast, besteht darin, dass Du sauer wirst oder Dich irgendwie schuldig fühlst, wenn Du aus irgendeinem Grund eine Trainingseinheit aus gutem Grund verpasst. Jetzt bist Du konsistent. Jetzt hast Du es verinnerlicht. Und JETZT kannst Du Dir ein oder zwei Tage frei nehmen, wenn es notwendig ist.

Ich hoffe, dass dies nicht Deine Hoffnungen und Träume zum Schmelzen gebracht hat, Schneeflocke.

 

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-trigger-new-triceps-growth

Von Christian Thibaudeau

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Vince Girondas 8 X 8 Training
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Einer der Gründe dafür, dass der Name Vince Gironda in Bodybuilding Artikeln bis heute sehr beliebt ist, hängt damit zusammen, dass dieser Mann Ideen hatte, die revolutionär und seiner Zeit voraus waren.

50 Jahre bevor German Volume Training und andere Trainingstemplates wie FST-7 auf der Mainstream Bühne erschienen propagierte Vince Gironda bereits die Vorzüge eines Volumentrainings für eine maximale Muskelhypertrophie.

Vince war für seine unkonventionellen Trainingsmethoden bekannt. Einige seiner speziellen Übungen umfassten Bankdrücken zum Hals, Brustbein Klimmzüge (bei denen die Brust die Stange berührt, Drag Curls und Sissy Kniebeugen mit einer Variation, die er als "Burlesque Bump" bezeichnete.

Seine Trainingssysteme umfassten 15 x 4, 3 x 12, 6 x 6, 10 x 10 und 4 Übungen in Form eines Megasatzes mit je einem Satz für jede „Seite“ des Muskels.

Von all diesen Techniken war das 8 Sätze a 8 Wiederholungen Programm sein Lieblingsprogramm für fortgeschrittene Bodybuilder. „Ich habe definitiv eine Präferenz für das 8 x 8 System von Sätzen und Wiederholungen.“ schrieb Vince. „Ich komme auf dieses hochintensive Training öfter als auf jedes andere Programm zurück, wenn es um eine Maximierung des Muskelfaserwachstums innerhalb der kürzesten möglichen Zeit für fortgeschrittene Bodybuilder geht.“

8 Sätze a 8 Wiederholungen ist die effektivste Satz-Wiederholungskombination die je für ein rapides Muskelwachstum bei gleichzeitiger Verbrennung von Körperfett entwickelt wurde.

Vince Gironda bezeichnete dieses Trainingssystem aufgrund der schieren Menge an purem Muskelwachstum, deren Aufbau es ermöglicht, als „ehrliches Training“. „Bleibe bei 8 x 8 und Deine Muskelfasern werden wachsen und Dir als Resultat solide Muskelmasse und -dichte verleihen“, versprach Vince.

8 Sätze a 8 Wiederholungen ist so effektiv, dass ich als 20 Jahre alter Neuling beim Wettkampfbodybuilding dazu in der Lage war, steroidfrei innerhalb von unter 9 Monaten 17 Pfund Muskeln aufzubauen.

Vince warnte, dass diese Satz- und Wiederholungskombination nichts für Anfänger ist: „Du musst einen gewissen Stand erreichen, ab dem Du von dieser extrem fortgeschrittenen Form des Trainings profitieren kannst. Ich bezweifle, dass irgendjemand mit weniger als zwei Jahren Trainingserfahrung von dieser Methode profitieren kann.“

 

Wie funktionier 8 x 8?

8 Sätze a 8 Wiederholungen ist ein hochvolumiges Masseaufbautraining mit hohem Tempo. Es ist nicht für den Aufbau von Kraft gedacht, sondern dient ausschließlich Bodybuilding Zwecken. 8 x 8 wird Dir außerdem dabei helfen schlanker zu werden.

Die kurzen Pausenintervalle belasten das cardiovaskulare System bis zu dem Punkt, an dem Kalorien verbrannt, der Stoffwechsel angeregt, Hormone ausgeschüttet und Fett zum Schmelzen gebracht werden.

Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Du wählst drei oder vier Übungen pro Muskelgruppe und führst 8 Sätze a 8 Wiederholungen pro Übung aus. Das sind 24 bis 32 Sätze pro Muskelgruppe! Du trainierst drei bis vier Muskelgruppen pro Trainingseinheit und pausierst lediglich 15 bis 30 Sekunden zwischen den Sätzen.

Jede Trainingseinheit dauert etwa 45 Minuten und niemals länger als 60 Minuten an.

Auch wenn dieses offensichtlich exzessive Volumen an Steve Michalik und John Defendis "Intensity or Insanity" Trainingsstil erinnern mag, ist es nicht dasselbe. Dies sind keine zwei bis drei Stunden Trainingsmarathons. Du beendest diese Trainingseinheiten in unter einer Stunde.

Der Grund dafür, dass dieser Trainingsstil nicht zu einem Übertraining führt, besteht darin, dass Du die Trainingsdauer, ab der das Training beginnt negative Auswirkungen auf die Regeneration und anabole Hormone zu zeigen, nicht überschreitest.

Du überlastest die Muskeln ganz einfach dadurch, dass Du mehr Training in ein kürzeres Zeitfenster komprimierst.

Warum funktioniert dies?

Mehr Training innerhalb einer kürzeren Zeitspanne = höhere Intensität und größere Muskeln. Viele Menschen glauben, dass der einzige Weg einen Muskel größer zu machen darin besteht, die Menge an verwendetem Gewicht zu erhöhen. Das ist jedoch nicht wahr.

Eine Überlastung ist eine absolute Notwendigkeit um Muskeln aufzubauen, aber eine Überlastung kann auf mehreren Wegen zustande kommen. Das Gewicht progressiv zu erhöhen mag einer der besten Wege darstellen, eine Überlastung zu generieren, stellt aber nicht den einzigen Weg dar.

Auch Vince war dafür, das Gewicht auf der Stange zu erhöhen (immer vorausgesetzt, dass eine gute Form der Übungsausführung beibehalten wird), aber er glaubte, dass mehr Arbeit innerhalb einer kürzeren Zeitspanne zu absolvieren, eine bessere Methode der Überlastung war.

Der Rat des Eisengurus lautete: „Um große Muskeln aufzubauen musst Du die Intensität der Arbeit, die innerhalb einer gegebenen Zeit verrichtet wird, erhöhen.

Dies bedeutet minimale Pausen zwischen den Sätzen. Treibe Dich an. Trainingseinheiten sollten gestoppt werden und Du solltest kontinuierlich versuchen die Zeit zu reduzieren, die Du brauchst, um Deine Trainingseinheiten zu absolvieren. Dies ist eine andere Form des progressiven Widerstands und diese ist wichtiger als Deine Gewichte zu steigern.

Das Prinzip der Überlastung erklärt, warum Sprinter größere Muskeln als Langstreckenläufer haben. Auch wenn es mehr Arbeit ist, eine Meile zu laufen als 100 Meter zu laufen, verrichtet der Sprinter mehr Arbeit pro Sekunde. Die Folge hiervon ist, dass seine Muskeln größer werden.“

 

Warum solltest Du 8 Sätze a 8 Wiederholungen anstelle von konventionellem Training verwenden?

Die beliebteste Trainingsmethode für fortgeschrittene Bodybuilder besteht darin, zwischen zwei und vier Übungen pro Muskelgruppe zu wählen und zwischen drei und vier Sätzen a 6 bis 12 Wiederholungen auszuführen. Die Pausenintervalle zwischen den Sätzen reichen abhängig von den Zielen von 60 Sekunden bis hin zu vier Minuten. Warum sollte man sich also die Mühe machen solch ein irrsinniges Programm wie 8 x 8 zu absolvieren?

Die Antwort ist, dass dieser Typ des „ehrlichen“ hochvolumigen Trainings mit hohem Tempo ein vollständiger Schock für Deinen Körper sein wird – insbesondere zu Beginn, wenn Du es nicht gewöhnt bist. Ein fortgeschrittener Bodybuilder wird sich innerhalb weniger Monate – und oft sogar weniger Wochen – an jedes Trainingsprogramm anpassen.

Sobald solche Anpassungen vonstatten gehen, musst Du nach neuen Typen der Belastung suchen, um Deine Muskeln weiterhin zu einem Wachstum zu zwingen.

Auch wenn Vince Gironda Übertraining in keinster Weise propagierte, war er doch ein Freund der „Muskelkonfusion“ zur Anregung neuer Zuwächse – und selbst dann, wenn dies ein temporäres Übertraining bedeutete.

8 Sätze a 8 Wiederholungen ist ganz einfach eine ungewöhnliche Methode der Überlastung und der Muskelkonfusion. Ganz offensichtlich ist dieses Programm nicht für eine dauerhafte Verwendung gedacht.

Es ist ein Schockprogramm, das Du für zeitlich begrenzte Phasen verwenden kannst, um ein neues Wachstum anzuregen, wenn Du es am dringendsten brauchst. Nach Beendigung eines 8 x 8 Zyklus kannst Du wieder zu konventionelleren Methoden übergehen.

Wie lange solltest Du 8 Sätze a 8 Wiederholungen verwenden? So lange wie es funktioniert. Ein anderer Vorteil von 8 Sätzen a 8 Wiederholungen besteht darin, dass dieses System verwendet werden kann, um um Verletzungen herum zu trainieren.

Schwere Kniebeugen mit 5 bis 6 schweren Wiederholungen sind unmöglich, wenn Du unter einer Zerrung oder anderen Problemen leidest. Aber Du kannst 8 Sätze a 8 Wiederholungen ausführen, um eine “ehrliche“ Trainingseinheit mit einem Bruchteil des üblichen Gewichts zu absolvieren.

8 Sätze a 8 Wiederholungen ist auch eine fantastische Methode für die Wettkampfvorbereitung, weil 50 bis 60 Sätze in unter einer Stunde ein aerobes Training darstellt.

Du kannst so leicht jede Trainingseinheit mit Gewichten als Cardiotraining zählen. Trainierende mit einem schnellen Stoffwechsel werden unter Umständen kein anderes aerobes Training benötigen, während sie ein 8 x 8 Training verwenden.

 

Wie lange sollten die Pausen zwischen den Sätzen sein?

Vince propagierte einen “businesslike” Ansatz was das Tempo angeht. Er sagte, dass die Verwendung des 8 x 8 Formats nicht ausreicht, um Muskelzuwächse zu garantieren. Noch wichtiger ist die Geschwindigkeit, mit der Du das Programm durchziehst. Minimale Pausen zwischen den Sätzen waren für ihn ein Muss.

Als Vince Gironda Mohamed Makkawy für den Mr. Olympia Wettkampf trainierte, brachte er Makkawy bis zu dem Punkt, an dem er 8 Sätze innerhalb von 5 Minuten absolvierte. Das Ziel besteht darin, die Pausenintervalle zwischen den Sätzen auf 30 Sekunden oder weniger zu reduzieren – und sie auf letztendlich 15 bis 20 Sekunden pro Satz zu reduzieren.

Sobald die Kondition an die Anforderungen angepasst wurde, sollte es Dir ausreichen lediglich 5 bis 10 tiefe Atemzüge zwischen den Sätzen zu machen, bevor Du mit dem nächsten Satz beginnst. Dein Tempo bei den Übungen ist 2-0-2-0 (2 Sekunden exzentrisch, keine Pause und zwei Sekunden konzentrisch), so dass jede Wiederholung 4 Sekunden dauert.

8 Wiederholungen pro Satz bedeuten, dass ein Satz 32 Sekunden lang andauert. Mit 15 bis 20 Sekunden langen Pausenintervallen wirst Du für 24 Sätze lediglich 18 bis 21 Minuten brauchen und 32 Sätze werden 25 bis 28 Minuten dauern.

 

Trainingstempo

Das richtige Tempo in Kombination mit dem richtigen Widerstand ist bei diesem Programm der Schlüssel zum Erfolg. Vince definierte das optimale Tempo als zeitmäßig gleichmäßig verteilte Sätze ohne Ablenkung und vollständiger Konzentration wenn Du das nächste Gewicht aufnimmst und den nächsten Satz ausführst.

Dies bedeutet kein Smartphone, kein Herumlaufen im Fitnessstudio, kein Schwätzchen, kein Herumspielen an Deiner Playlist und nicht mal ein Toilettengang. Dieses Programm bedarf 100% Konzentration.

Wenn Du unterbrochen oder abgelenkt wirst, dann kannst Du auch gleich Deine Sachen packen und heimgehen. Lege die Kurzhanteln zwischen den Sätzen nicht ab. Lege sie auf Deine Beine, aber lege sie weder auf den Boden, noch auf die Ablage.

Lass zwischen den Sätzen die Langhantel nicht los. Lege sie auf die Ablage aber halte sie weiter fest. Wenn Du Griffhilfen oder Bandagen verwendest, löse diese nicht.

Bleibe auf der Bank oder der Maschine bis alle 8 Sätze beendet sind. Pausiere nicht zwischen den Muskelgruppen. Gehe nachdem Du den letzten Satz für eine Muskelgruppe beendet hast direkt zum ersten Satz für die nächste Muskelgruppe über.

Das Befolgen dieser Tempo Richtlinien bedeutet übrigens auch, dass Du auf einen Trainingspartner verzichten musst. Dieses Programm muss alleine absolviert werden.

 

Wie viel Gewicht solltest Du verwenden?

Die Verwendung von Pausenintervallen von 15 bis 20 Sekunden Dauer wird die Menge an Gewicht, die Du verwenden kannst, limitieren, aber das ist in Ordnung. Zu Beginn wird es zu einem starken Abfall Deiner Trainingsgewichte im Vergleich zu Deinen normalerweise verwendeten Gewichten kommen. Die meisten Trainierenden werden ihr Maximalgewicht für 8 Wiederholungen um etwa 40% reduzieren müssen, um bei solch kurzen Pausenintervallen 8 Sätze absolvieren zu können.

Wenn Du also normalerweise Fliegende Bewegungen mit 27,5 Kilo mit 8 Wiederholungen bei Pausenintervallen von 60 bis 90 Sekunden verwendest, dann wirst Du Dein Gewicht auf etwa 17,5 Kilo reduzieren müssen, um erfolgreich 8 Sätze a 8 Wiederholungen mit 15 bis 30 Sekunden langen Pausenintervallen absolvieren zu können.

Wenn sich Dein Körper an diese Art des Trainings gewöhnt, wirst Du jedoch erstaunt sein, um wie viel Du Deine Trainingsgewichte unter Beibehaltung der kurzen Pausen wieder steigern werden kannst. Du kannst unter Umständen sogar in die Nähe Deiner Originalgewichte kommen. An diesem Punkt wird ein ernsthaftes Muskelwachstum stattfinden.

Die richtige Auswahl der Gewichte ist entscheidend. Die erste Trainingseinheit sollte absichtlich leicht ausfallen.

Wenn Du versuchst zu viel Gewicht zu verwenden, dann wirst Du weder dazu in der Lage sein 8 Wiederholungen bei den letzten Sätzen auszuführen, noch wird Dir dieses Gewicht Raum für eine Progression im Laufe der nächsten Wochen lassen.

Vince hat darauf hingewiesen, dass die Verwendung desselben Gewichtes für alle 8 Sätze eine Grundvoraussetzung ist. Wenn Du bei den letzten ein bis zwei Sätzen bei der sechsten oder siebten Wiederholung aufhören musst, dann ist das in Ordnung, aber wenn Du beim vierten oder fünften Satz auf unter 8 Wiederholungen zurückfällst, dann ist das gewählte Gewicht zu schwer.

 

Die richtige Intensität

Die meisten Deiner Sätze werden nicht bis zum Muskelversagen gehen und keiner dieser Sätze wird bis über den Punkt des Muskelversagens hinaus gehen. Bei Deinen letzten ein oder zwei Sätzen ist es normal, wenn Du bei Wiederholung 6 oder 7 den Punkt des Muskelversagens erreichst. Sobald Du volle 8 Sätze a 8 Wiederholungen schaffst, ist es an der Zeit bei der nächsten Trainingseinheit das Gewicht zu erhöhen.

Doch auch wenn Du bei den meisten Deiner Sätze nicht das Muskelversagen erreichst, solltest Du diese Art des Trainings nicht unterschätzen – dies werden einige der härtesten Trainingseinheiten werden, die Du jemals absolvieren wirst.

Große Muskelgruppen zu trainieren und mehrere Grundübungen mit freien Gewichten auszuführen, ist besonders schwer. Du wirst das Brennen lokaler Muskelerschöpfung, die Herausforderungen der Sauerstoffschuld und die Schwierigkeit der Aufrechterhaltung der mentalen Konzentration erleben. 8 Sätze a 8 Wiederholungen ist ein Test für Deine Kraft, Deine Ausdauer und Deine mentale Härte. Es wird Zeiten geben, zu denen Du Dir nicht sicher sein wirst, ob Du weitermachen kannst, aber wenn Du erst einmal anfängst, kannst Du nicht mehr aufhören.

 

Wie viele Sätze und Übungen solltest Du ausführen?

Als generelle Faustregel empfahl Vince Deine Gesamtzahl an Sätzen auf 12 bis 15 pro Muskelgruppe zu beschränken. Er sagte, dass Du Dich nicht richtig konzentrierst, wenn Du es nicht schaffst eine Muskelgruppe mit 12 Sätzen ausreichend zu trainieren.

Er sagte jedoch auch, dass es bestimme Situationen gibt, in denen diese Regel gebrochen werden kann – und das 8 x 8 Programm für fortgeschrittene Bodybuilder ist eine davon.

Was die Anzahl der Übungen angeht, empfahl Vince in Abhängigkeit von den Umständen irgendetwas zwischen einer und vier Übungen pro Muskelgruppe. Bei dieser speziellen Variation des Programms wirst Du 8 Sätze a 8 Wiederholungen bei zwei bis vier Übungen pro Muskelgruppe ausführen.

Die Anzahl der Übungen pro Muskelgruppe wird auch davon abhängen, welche Art des Splits Du verwendest. Der wichtigste Faktor ist jedoch, dass Du nur so viele Übungen ausführst, wie in das 45 Minuten Zeitfenster passen.

 

Welche Art des Trainingssplits solltest Du verwenden?

Vince propagierte unterschiedliche Typen von Splitprogrammen für unterschiedliche Zwecke. Manchmal ließ er seine Athleten bis zu sechsmal in Folge trainieren, wobei jede Muskelgruppe dreimal pro Woche trainiert wurde.

Häufiger verwendete er jedoch Splitprogramme, bei denen der Körper auf zwei oder drei Trainingseinheiten aufgeteilt wurde, so dass jede Muskelgruppe zweimal pro Woche trainiert wurde. Er wies fortgeschrittene Bodybuilder an einen 3 Tage Split mit 72 Stunden Erholung zwischen Trainingseinheiten mit maximaler Intensität zu verwenden.

Heute ist es beliebter, das Training des Körpers auf vier oder sogar fünf Tage aufzuteilen. Bei dieser Art der Trainingsaufteilung wird jede Muskelgruppe einmal alle 5 bis 7 Tage trainiert.

Auch wenn Vince anderer Meinung gewesen wäre habe ich herausgefunden, dass 8 x 8 mit nahezu jedem Splitprogramm unabhängig davon funktioniert, ob eine Muskelgruppe ein- oder zweimal pro Woche trainiert wird.

Das wichtigste ist hierbei, dass Du Dein Volumen so anpasst, dass Du die Tempo- und Zeitregeln einhalten kannst. Wenn Du ein Splitprogramm hast, das für Dich funktioniert, dann solltest Du dieses auf jeden Fall beibehalten.

Wenn Du z.B. einen der beliebten vier Tage Splits verwendest, bei dem Du an zwei Tagen in Folge, gefolgt von einem trainingsfreien Tag trainierst, solltest Du mit 8 Sätzen a 8 Wiederholungen gute Resultate erzielen. Bei diesem Split kannst Du sieben oder acht Übungen mit 8 Sätzen a 8 Wiederholungen ausführen ohne das 45 Minuten Zeitfenster zu sprengen.

Wenn Du einen zwei oder drei Tage Split verwendest, wie ihn Vince häufig empfohlen hat, dann wirst Du wahrscheinlich nur Zeit für eine oder zwei Übungen pro Muskelgruppe mit 8 Sätzen a 8 Wiederholungen haben.

Das folgende Beispieltrainingsprogramm basiert auf einem vier Tage Split.

 

Ein 8 x 8 Beispieltrainingsprogramm

Tag 1

Brust

  • Fliegende Bewegung am Kabelzug auf einer reversen Schrägbank (die Hände berühren sich auf Höhe der Taille) - 8 X 8
  • Bankdrücken zum Hals - 8 X 8
  • Kurzhantel Schrägbankdrücken (die Handflächen zeigen zueinander hin - 8 X 8
  • Dips mit weitem V Griff - 8 X 8

 

Bizeps

  • Drag Curls - 8 X 8
  • Scottcurls - 8 X 8
  • Kurzhantel Schrägbankcurls - 8 X 8

Unterarme

  • Zottman Curl - 8 X 8
  • Langhantel Unterarmcurls - 8 X 8

 

Tag 2

Schultern

  • Kurzhantel Seitheben sitzend - 8 X 8
  • Rudern aufrecht mit weitem Griff - 8 X 8
  • Langhantel Schulterdrücken - 8 X 8
  • Seitheben vorgebeugt für die hinteren Schultermuskelköpfe - 8 X 8

 

Trizeps

  • Kniendes Trizepsdrücken am Seilzug mit einem Seilgriff - 8 X 8
  • Trizepsdrücken liegend - 8 X 8
  • Kickbacks mit 2 Kurzhanteln - 8 X 8

 

Tag 3

Rücken

  • Klimmzüge zum Brustbein - 8 X 8
  • Kurzhantelrudern auf einer hohen Flachbank - 8 X 8
  • Rudern am Kabelzug - 8 X 8
  • Latziehen mit mittelweitem Griff zur Brust - 8 X 8

 

Bauchmuskeln

  • Doppelte Crunches (Ziehe Knie und Ellenbogen gleichzeitig zusammen) 8 X 8
  • Crunches mit Zusatzgewicht - 8 X 8
  • Knieheben liegend - 8 X 8

 

Tag 4

Quadrizeps

  • Frontkniebeugen - 8 X 8
  • Hackenschmidt Kniebeugen - 8 X 8
  • Sissy Kniebeugen - 8 X 8
  • Beinstrecken - 8 X 8

 

Beinbeuger

  • Beincurls liegend - 8 X 8
  • Beincurls sitzend - 8 X 8

 

Waden

  • Wadenheben stehend - 8 X 20
  • Wadenheben sitzend - 8 X 20

 

Zusammenfassung

8 Sätze a 8 Wiederholungen ist ein wenig bekanntes und häufig missverstandenes Trainingsprogramm. Dies liegt zum Teil daran, dass Vince dieses System niemals bis ins letzte Detail beschrieben hat - nicht einmal in seinen berühmten Mail Order Kursen.

Und selbst wenn sie es vollständig verstanden haben werden die meisten Menschen diese Art des Trainings niemals ausprobieren, da ihnen das Volumen zu hoch und die Gewichte zu leicht erscheinen, um irgendetwas zu erreichen.

Der wahre Grund dafür, dass die meisten Menschen niemals einen 8 x 8 Zyklus beenden besteht jedoch darin, dass es sehr fordernd ist 8 Sätze a 8 Wiederholungen für eine große Muskelgruppe innerhalb von 5 Minuten auszuführen – das kann selbst den härtesten Bodybuilder überfordern. Du musst nicht mit allen Ansichten von Vince übereinstimmen, um dieses Programm zu verwenden. Es ist völlig natürlich Konzepten zu widerstehen, die so radikal sind.

Nahezu alle Ideen von Vince Gironda wurden zunächst mit einer gewissen Skepsis betrachtet, aber letztendlich wurden viele seiner Ideen zwei oder drei Jahrzehnte später zu akzeptierten Standards im Bereich des Bodybuildings.

Wenn er gefragt wurde, riet Vince Folgendes:

„Wenn Du zweifelst, dann probiere diese Konzepte und andere aus. Die Resultate sind das, was zählt. Untersuche. Teste. Triff dann Deine Entscheidung. Das Geheimnis des Erfolges besteht darin zu glauben, dass das Programm, das ich Dir gebe, funktioniert – und das wird es. Wenn Du Zweifel hast wirst Du herausfinden, dass es nicht funktioniert.“

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Wie Du Entladephasen verwenden kannst, um schneller Muskeln und Kraft aufzubauen Teil 2
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Nachdem wir im ersten Teil dieses Artikels geklärt haben, was eine Entladephase ist und welchem Zweck sie dient, werde ich im vorliegenden zweiten Teil dieses Artikels genauer darauf eingehen, wie eine korrekt ausgeführte Entladephase aussehen sollte und einige weitere Fragen zum Thema Entladen beantworten.

Wie Du korrekt entlädst

Um richtig zu entladen musst Du das primäre Ziel des Entladens und was Du bei Deinem Training ändern musst, um Dein Ziel zu erreichen, verstehen.

Das primäre Ziel des Entladens besteht darin, systemische und lokale (Gelenke, Sehnen und Bänder) Erschöpfung und Stress zu reduzieren, während Du Deine Fähigkeit aufrechterhältst, Gewichte mit optimaler Technik zu bewegen.

Auch wenn es nur wenig direkte Untersuchungen zu diesem Thema gibt, zeigen die meisten existierenden Untersuchungen und Erfahrungsberichte aus der Praxis, dass Volumen – und nicht Intensität - der primäre Treiber für eine Erschöpfung ist.

Dies bedeutet, dass die Anzahl der harten Sätze, die Du pro Woche ausführst, Deinen Körper stärker als die Menge an Gewicht, die Du bei diesen Sätzen bewegst, erschöpft (5).

Der erste Teil eines effektiven Entladens besteht deshalb darin, weniger Sätze als für gewöhnlich auszuführen.

Basierend auf meinen Erfahrungen mit unzähligen Klienten und Konversationen mit anderen Trainern, Wissenschaftlern und Sportlern scheint für die meisten Trainierenden eine Reduzierung der wöchentlichen Anzahl an Sätzen um 30 bis 50% ideal zu sein.

Dies bedeutet, dass Du während des Entladens nur etwa die Hälfte bis zwei Drittel der Sätze ausführst, die Du normalerweise während Deines harten Trainings absolvierst.

Wenn es um die Intensität geht, empfehlen viele Leute, dass Du Deine Trainingsgewichte während des Entladens auf etwa 40 bis 50% Deines Maximalgewichts für eine Wiederholung reduzieren solltest. Das habe ich früher auch getan, aber ich bin inzwischen zu dem übergegangen, was ich als besseren Ansatz ansehe.

Heute reduziere ich die Gewichte überhaupt nicht und verwende stattdessen dieselben Gewichte wie normalerweise während meines harten Trainings. Ich reduziere also nur das Volumen, nicht aber die Intensität.

 

Warum diese Änderung?

Nun, ein primärer Nachteil einer Reduzierung der Intensität während des Entladens besteht darin, dass sich die Gewichte, wenn Du wieder mit dem normalen Training weitermachst, ungewohnt anfühlen werden und Deine Leistungen hierunter leiden werden. Die erste Woche nach dem Entladen wird deshalb eher suboptimal ausfallen.

Glücklicherweise bedarf es nicht viel – lediglich ein paar schwere Sätze pro Woche – um Deine technische Perfektion mit schweren Gewichten aufrecht zu erhalten, was selbst dann gilt, wenn die Sätze nicht so schwierig sind, wie sie es normalerweise wären (6).

Dies bringt mich zu einem entscheidenden Fallstrick beim Entladen mit schweren Gewichten: Du musst vermeiden bis zum Muskelversagen zu trainieren.

Der Grund hierfür ist einfach: Einen Satz bis zum Punkt des Muskelversagens auszuführen verursacht überproportional mehr Erschöpfung als submaximales Training und deshalb sollte während des Entladens kein Training bis zum Muskelversagen ausgeführt werden (7).

Ein einfacher Weg sicherzustellen, dass Du Deinen Körper während des Entladens nicht zu hart forderst, besteht darin, im Vergleich zu Deinem normalen schweren Training einfach 2 bis 4 Wiederholungen pro Satz weniger auszuführen. Ich persönliche wähle den Mittelwert und reduziere Meine Wiederholungen pro Satz um 3.

Wenn ich also bei meiner letzten harten Trainingseinheit 3 Sätze a 6 Wiederholungen ausgeführt habe, dann führe ich während des Entladens nur 2 Sätze Kreuzheben a 3 Wiederholungen aus (eine Reduzierung des Volumens um 33% und 3 Wiederholungen pro Satz weniger).

Zusammengefasst umfasst ein gut geplantes Entladen also Folgendes:

  • Eine Verwendung derselben Gewichte wie bei Deinen normalen Trainingseinheiten
  • Eine Reduzierung der Anzahl der Sätze im Vergleich zu Deinen normalen Trainingseinheiten um 30 bis 50%
  • Eine Reduzierung der Anzahl an Wiederholungen pro Satz im Vergleich zu Deinem normalen Training um 2 bis 4.

 

Durch eine Reduzierung der Anzahl an Sätzen und Wiederholungen reduzierst Du die Belastung Deines Körpers und durch die Verwendung derselben Gewichte hältst Du Deine technische Perfektion aufrecht.

Hier ist ein Beispiel für eine Entladewoche wie ich sie selbst ausführe:

 

Trainingseinheit 1: Entladen Push

  • Langhantel Bankdrücken: Ein Aufwärmsatz und 2 Sätze a 3 Wiederholungen mit demselben Gewicht wie bei der letzten schweren Trainingseinheit
  • 7Langhantel Schrägbankdrücken: 2 Sätze a 3 Wiederholungen mit demselben Gewicht wie bei der letzten schweren Trainingseinheit
  • Kurzhantel Bankdrücken: 2 Sätze a 3 Wiederholungen mit demselben Gewicht wie bei der letzten schweren Trainingseinheit

 

Trainingseinheit 2: Entladen Pull

  • Langhantel Kreuzheben: Ein Aufwärmsatz und 2 Sätze a 3 Wiederholungen mit demselben Gewicht wie bei der letzten schweren Trainingseinheit
  • Langhantel Rudern: 2 Sätze a 3 Wiederholungen mit demselben Gewicht wie bei der letzten schweren Trainingseinheit
  • Latziehen mit weitem Griff: 2 Sätze a 3 Wiederholungen mit demselben Gewicht wie bei der letzten schweren Trainingseinheit

 

Trainingseinheit 3: Entladen Beine

  • Langhantel Kniebeugen: Ein Aufwärmsatz und 2 Sätze a 3 Wiederholungen mit demselben Gewicht wie bei der letzten schweren Trainingseinheit
  • Beinpressen: 2 Sätze a 3 Wiederholungen mit demselben Gewicht wie bei der letzten schweren Trainingseinheit
  • Beincurls liegend: 2 Sätze a 3 Wiederholungen mit demselben Gewicht wie bei der letzten schweren Trainingseinheit

 

Stelle sicher, dass zwischen diesen Trainingseinheiten immer mindestens ein trainingsfreier Tag liegt. Ich führe sie gerne montags, mittwochs und freitags aus.

Zusammenfassung: Um korrekt zu entladen solltest Du dieselben Gewichte wie bei Deinen schweren Trainingseinheiten verwenden, aber 30 bis 50% weniger Sätze pro Woche und 2 bis 4 Wiederholungen pro Satz weniger ausführen.

 

Wird man während des Entladens Zuwächse verlieren?

Viele Trainierende glauben, dass jede Pause von ihrem typischen Trainingsprogramm sofort in signifikanten Verlusten an Kraft und Muskelmasse resultieren wird, aber das entspricht ganz einfach nicht den Tatsachen.

Du kannst für bis zu 6 Wochen mit dem Training aufhören, bevor Deine Kraft wirklich beginnt nachzulassen und es dauert einen Monat bevor Du beginnst Muskeln zu verlieren – und deutlich länger als dies, bevor Deine Körperentwicklung beginnt deutliche Veränderungen zu zeigen.

Dies gilt natürlich nur unter der Voraussetzung, dass Du Dich nicht in einem Kaloriendefizit befindest, da Du bei einem solchen Szenario schneller beginnen wirst Kraft und Muskeln abzubauen. Des Weiteren solltest Du Dich daran erinnern, dass Du während einer korrekt ausgeführten Entladewoche weiterhin schwere Gewichte bewegen wirst – nur nicht ganz so viel oder intensiv wie normalerweise.

Meine Aussage hierzu ist folgende: Wenn Du die in diesem Artikel gegebenen Ratschläge befolgst, dann geht die Wahrscheinlichkeit, dass Du während des Entladens Kraft oder Muskeln verlierst, mehr oder weniger gegen null.

Sattdessen wirst Du wahrscheinlich im Lauf der Zeit aus all den weiter oben behandelten Gründen sogar bessere Zuwächse an Kraft und Muskelmasse erzielen.

Zusammenfassung: Wenn Du korrekt entlädst, dann wirst Du nicht nur weder an Kraft noch Muskelmasse verlieren, sondern im Laufe der Zeit sogar schneller Kraft und Muskeln aufbauen.

 

Sollte man stattdessen nicht einfach ein Woche Auszeit vom Training nehmen?

Vielleicht.

Um dies herauszufinden solltest Du eine Entladewoche ausprobieren und dokumentieren, wie Du Dich gefühlt hast, als Du wieder mit hartem Training angefangen hast und wie die erste Trainingswoche gelaufen ist. Danach machst Du dasselbe mit einer trainingsfreien Woche anstelle einer Entladewoche.

Vergleiche beides und wähle das, was am besten zu Dir und Deinem Körper passt.

Es ist auch hilfreich Deine Entladewochen oder trainingsfreien Wochen so im Voraus zu planen, dass sie mit Reisen, Ferien oder anderen Unterbrechungen Deiner Trainingsroutine zusammenfallen. Hierdurch kannst Du sicherstellen nicht mehr als notwendig zu pausieren, um maximale Fortschritte zu erzielen.

 

Entladen vs. Autoregulation

Einige werden jetzt vielleicht sagen, dass ein Entladen nicht notwendig ist, wenn man lernt auf seinen Körper zu hören und seine Trainingseinheiten dementsprechend plant.

Wenn Du z.B. planst schwere Gewichte zu verwenden, aber das Gefühl hast, dass Du einen leichteren Tag brauchst, dann trainierst Du nicht so schwer. Wenn Du eine Trainingseinheit im Stil eines Entladens geplant hast, Dich aber energiegeladen und bereit für schwere Gewichte fühlst, dann trainierst Du hart.

Der wissenschaftliche Begriff hierfür ist Autoregulation und auch wenn es sich hierbei um eine legitime Trainingsmethode handelt (8), ist dies leichter gesagt als getan.

Du benötigst hierfür eine beträchtliche Menge an Trainingserfahrung und Du musst sehr gut mit Deinem Körper und Deinem Geist vertraut sei, um Deine Gefühle Dein Training leiten zu lassen. Menschen, die ihr Training erfolgreich autoregulieren, tun dies nicht rein nach Gefühl. Sie verwenden wissenschaftlich basierte Prinzipien, Benchmarks und Regeln, die ihnen sagen, was sie an einem gegebenen Tag tun sollen.

Wie Du Dir leicht vorstellen kannst, kann dies recht komplex und nuanciert werden und wenn Du nicht bereits eine Menge Zeit damit verbracht hast, dieses Thema zu studieren oder nicht über einen erfahrenen Trainer verfügst, der Dir dabei hilft, wird das Ganze praktisch nicht machbar.

Auch wenn es außer Frage steht, dass Autoregulation ihre Berechtigung und ihre Anwendungsbereiche besitzt und für erfahrene Trainierende, die sich den Grenzen ihres genetischen Potentials nähern, auch funktionieren kann, funktioniert diese Strategie bei weniger erfahrenen Trainierenden nicht gut.

Wenn Du erst seit drei Jahren oder weniger mit Gewichten trainierst, solltest Du Dir keine Gedanken über eine Autoregulation Deines Entladens machen. Befolge stattdessen ein gut geplantes Trainingsprogramm, das regelmäßige Entladephasen umfasst und führe diese unabhängig davon aus, wie Du Dich fühlst.

 

Kann man während der Entladewoche Cardiotraining ausführen?

Sicher.

Du solltest Dich jedoch daran erinnern, dass das Ziel einer Entladephase darin besteht, die Menge an Stress für Deine Gelenke, Bänder und Sehnen, sowie Dein Nervensystem und Deine Muskeln signifikant zu reduzieren. Wie Du Dir vielleicht vorstellen kannst, wird zu viel hochintensives Cardiotraining hierbei nicht helfen.

Absolviere also so viel leichte körperliche Aktivität wie Du willst, aber limitiere HIIT Training und ähnliche Aktivitäten auf etwa eine Stunde pro Woche.

Zusammenfassung: Bleibe während des Entladens hauptsächlich bei Cardioformen mit niedriger Intensität.

 

Wie sollte man sich während des Entladens ernähren?

Wie Du Dich während des Entladens ernähren solltest, hängt davon ab, was Du mit Deinem Körper machst.

Wenn Du diätest um Fett zu verlieren, dann kannst Du während des Entladens ein Kaloriendefizit aufrecht erhalten, wenn Du nicht gerade das Gefühl hast, dass Du auch eine Diätpause brauchst. In diesem Fall kannst Du Deine Kalorienzufuhr während des Entladens auf Deine Erhaltungskalorienzufuhr erhöhen.

Wenn Du Dich in einer Masseaufbauphase befindest, kannst Du den Kalorienüberschuss aufrecht erhalten oder – falls Du eine Pause von diesen Mengen an Nahrung brauchst – Deine Kalorienzufuhr auf die Erhaltungskalorienmenge reduzieren.

Da das Ziel bei einer Masseaufbauphase darin besteht, den Muskelaufbau zu maximieren, würde ich nicht empfehlen während der Entladewoche ein Kaloriendefizit einzuhalten. Du wirst nicht genug Fett verlieren, dass dies wirklich einen Unterschied machen wird, weshalb Du genauso gut Deine Muskelaufbaumaschinerie auf vollen Touren weiterlaufen lassen kannst.

Zusammenfassung: Wenn Du diätest um Fett abzubauen, dann kannst Du während des Entladens entweder Dein Kaloriendefizit aufrechterhalten oder Deine Kalorienzufuhr auf Deine Erhaltungskalorienmenge erhöhen. Wenn Du Dich in einer Muskelaufbauphase befindest, kannst Du entweder Deinen Kalorienüberschuss aufrecht erhalten oder Deine Kalorienzufuhr auf Deine Erhaltungskalorienmenge reduzieren.

 

Meine persönlichen Erfahrungen zum Thema Entladen

Als ich noch mit hohen Wiederholungen, relativ geringen Gewichten und einem hohen Volumen an 6 Tagen pro Woche trainierte, hatte ich auch bei monatelangem Training ohne Pausen oder Entladen keinerlei Probleme mit Verletzungen oder Symptomen eines Übertrainings.

Später in meiner Trainingshistorie ging ich zu einem Training mit schweren Gewichten mit primär Mehrgelenksübungen über und musste schnell den Stress erkennen, den diese Art des Trainings für meinen Körper bedeutete.

Nach 8 bis 10 Wochen des Trainings auf diese Art und Weise – und manchmal auch früher, wenn ich mich in einem Kaloriendefizit befand – erlebte ich häufig Schmerzen und andere Wehwehchen (für gewöhnlich in den Gelenken), litt unter sinkenden Energiespiegeln, während sich meine Trainingseinheiten abnormal schwer und hart anfühlten und meine Trainingsmotivation nachließ. Glücklicherweise war die Lösung für all diese Probleme einfach: eine Entladephase.

Als ich alle 8 bis 10 Wochen eine Entladephase oder eine trainingsfreie Woche einplante, fühlte ich mich frisch und energiegeladen. Letztendlich entschied ich mich ausschließlich für Entladephasen – primär deshalb, weil mir mein Training Spaß macht.

 

Das Fazit zum Thema Entladen

Eine Entladephase ist eine temporäre Reduzierung des wöchentlichen Trainingsstress, um Deinem Körper und Deinem Geist eine Pause vom harten Training zu gönnen.

Die beiden primären Gründe für eine Entladephase sind eine Reduzierung des Verletzungsrisikos und eine Wiederherstellung der Motivation und Fähigkeit hart zu trainieren.

Viele Menschen werden von einer Entladephase nicht profitieren, da sie nicht hart genug trainieren, um zusätzliche Erholung zu benötigen.

Unter der Annahme, dass du hart genug trainierst, empfehle ich abhängig davon, wie lange Du bereits mit Gewichten trainierst, alle 4 bis 10 Wochen eine Entladephase.

Als generelle Regel sollten Trainierende mit mehr Trainingserfahrung öfter als Trainierende mit weniger Trainingserfahrung entladen, da sie meist schwerere Gewichte bewegen und ein höheres Volumen absolvieren.

Um optimal zu entladen, solltest Du dieselben Gewichte wie während Deines harten Trainings verwenden, aber 30 bis 50% weniger Sätze pro Woche und 2 bis 4 Wiederholungen weniger pro Satz ausführen.

Trotz dem, was viele Menschen denken, wirst Du während des Entladens weder Muskelmasse noch Kraft verlieren. Ironischer Weise wird Dir ein richtig eingeplantes Entladen auf lange Sicht sogar dabei helfen schneller Kraft und Muskeln aufzubauen.

Wenn Du anstelle einer Entladewoche eine völlig trainingsfreie Woche einlegen möchtest, dann ist das auch in Ordnung. Achte darauf, wie Dein Körper auf beides reagiert, vergleiche die Resultate zwischen trainingsfreier Woche und Entladewoche. Verwende dann das, was am besten für Dich funktioniert. Du kannst während des Entladens Cardiotraining ausführen, solltest aber bei Cardioformen mit niedriger Intensität wie Gehen bleiben.

Was Deine Ernährung angeht, kannst Du während einer Diät beim Entladen ein Kaloriendefizit aufrechterhalten oder Deine Kalorienzufuhr auf Deine Erhaltungskalorienmenge erhöhen, wenn Du eine Pause von Deiner Kalorienrestriktion brauchst.

Wenn Du Dich in einer Masseaufbauphase befindest, kannst Du entweder Deinen Kalorienüberschuss aufrecht erhalten, oder Deine Kalorienzufuhr auf Deine Erhaltungskalorienmenge reduzieren, wenn Du eine Pause von all der Nahrung brauchst.

 

Referenzen:

  1. https://www.researchgate.net/publication
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10418074
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20086639
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5118437/
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21131862
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26670988
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26049792
  8. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20543732

 

Quelle: https://legionathletics.com/deload-week/

Von Michael Matthews

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Tipps der Woche Tipp: Wie Du es schaffst auszusehen, als ob Du trainierst
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Es spielt keine Rolle wie schwer Du gehen kannst. Wenn Du DIES bei Deinem Trainingsprogramm auslässt, dann wirst Du nicht viel Muskelmasse aufbauen.

 

Der Pump vs. schwere Gewichte

Diejenigen, die es lieben, das Muskelbrennen zu verspüren und einen Pump zu bekommen, neigen dazu, Sätze mit schweren Gewichten und niedrigen Wiederholungszahlen zu vernachlässigen. Das ist ein Fehler. Aber das Gegenteil ist genauso schlecht. Es gibt ein neues Interesse daran zu trainieren, um stark zu werden, was toll ist, aber wenn Du so aussehen willst, als ob Du trainierst, dann musst Du auch mit leichteren Wiederholungen trainieren und höhere Wiederholungszahlen absolvieren.

 

Voluminisierungstraining

Führe eine Ausdauer-/Voluminisierungsübung für jede Muskelgruppe aus, die Du aufbauen willst. Sicher, Sätze mit mehr als 10 oder 12 Wiederholungen auszuführen ist toll, um die Ausdauer zu steigern, aber das wird Dir wahrscheinlich egal sein. Was Dir wichtig ist, ist der visuelle Effekt, der als Resultat der Ausführung von brennenden und schmerzenden Sätzen mit höheren Wiederholungszahlen zustande kommt.

Ein Training in diesem höheren Wiederholungsbereich verlängert offensichtlich die Zeit unter Spannung und es ist die längere Zeit unter Spannung, die ein Muskelwachstum anregt.

Da diese Hypertrophie, die durch Sätze mit hohen Wiederholungszahlen zustande kommt, nicht primär auf einer Vergrößerung der kontraktilen Komponente des Muskels (Actin und Myosin Fäden) basiert, wird sie häufig als nicht funktionale Hypertrophie bezeichnet, was jedoch ein sehr irreführender Begriff ist.

Wenn wir die Semantik vernachlässigen, dann kannst Du Dir, wenn wir von einer Vergrößerung eines Muskels sprechen, dies als Voluminisierung vorstellen – eine Zunahme der Querschnittsfläche eines Muskels über eine Zunahme an Größe und/oder Anzahl der Mitochondrien, Kapillaren, eine Vergrößerung des sarkoplasmatischen Retikulums, usw.

 

Wie viele Wiederholungen

Allgemein gesagt sind Sätze a 12 bis 20 Wiederholungen für das Anregen einer Muskelvoluminisierung ideal. Das kosmetische Resultat neigt dazu, rundere, voller aussehende Muskeln zu umfassen. Behalte im Hinterkopf, dass Du, wenn Dein Ziel darin besteht, größere Muskeln zu bekommen, alle Komponenten des Muskels vergrößern willst. Wenn Du das nicht tust, verschenkst Du potentiell mögliche Zuwächse.

 

Tipp: Triff diese Entscheidung, erreiche größere Zuwächse

Bevor Du Deinen Fuß in ein Fitnessstudio setzt, musst Du eine Entscheidung treffen. Diese Entscheidung wird alles bestimmen. Hier ist sie.

Von Paul Carter

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-make-this-decision-make-more-gains

Es ist möglich gleichzeitig Kraft und Masse aufzubauen, aber diese beiden Eigenschaften und ihr Training besitzen sehr spezifische Unterschiede. Dies bedeutet, dass die Maximierung der einen eine Limitierung der anderen bedeutet. Hier ist die Beschreibung, wie Du für jede von beiden trainieren solltest.

 

Auswahl 1: Baue maximale Kraft auf

Dieses Ziel besitzt eine starke neuronale Verbindung. Wiederholte Anstrengungen und Spezifität sind ein großer Teil des Aufbaus der Kraft bei einer bestimmten Übung. Wenn also Kraft Dein Hauptziel ist, dann sollte Dein Programm sich auf die Übungen konzentrieren, bei denen Du Dich am stärksten verbessern willst. Du musst einen großen Teil Deiner Zeit und Energie im Fitnessstudio auf die Ausführung dieser Übungen konzentrieren, um Deine Effizienz bei diesen Übungen zu maximieren.

Niedrigere Wiederholungszahlen mit einem hohen Grad an Geschwindigkeit und ein hohes Volumen sind für gewöhnlich am besten, wenn Du versuchst, dies zu erreichen.

Wenn Du jedoch den Maximalgewichten hinterher jagst, dann musst Du entscheiden, wie Du diese Phase aufbaust. Hier sind einige Beispiele für die großen drei Grundübungen:

  • Kniebeugen: 5 Sätze a 8 Wiederholungen mit 65-70% Deines 1RM Gewichts (Maximalgewicht für eine Wiederholung)
  • Kreuzheben: 3 Sätze a 3 Wiederholungen mit 75-80% Deines 1RM Gewichts
  • Bankdrücken: 5 Sätze a 8 Wiederholungen mit 70% Deines 1RM Gewichts und 1 bis 2 Back-off Sätze mit reduzierter Intensität (60%) mit so vielen Wiederholungen wie möglich.

 

Auswahl 2: Baue maximale Mengen an Muskelmasse auf

Wenn Du auf der anderen Seite so muskulös wie möglich werden willst, dann musst Du lernen Muskelgruppen effektiv zu isolieren, den Muskel die Arbeit verrichten spüren und im Bereich, den Du trainierst, so viel Spannung wie möglich aufbauen.

Es besteht ein riesiger Unterschied zwischen diesen beiden Ideologien. Ein Bodybuilder, der Bankdrücken ausführt, wird versuchen die Brustmuskeln die Arbeit verrichten zu spüren. Wenn der Aufbau von Muskelmasse das Ziel ist, dann ist das Bewegen maximaler Gewichte für 1 bis 3 Wiederholungen nicht die effizienteste Methode.

Führe für Hypertrophie 3 bis 5 Sätze a 8 bis 12 Wiederholungen für den Oberkörper und 3 bis 5 Sätze a 12 bis 20 Wiederholungen für den Unterkörper aus (wobei Du natürlich das Aufwärmen nicht vergessen solltest).

Dies ist lediglich ein Masse fokussiertes Programm und keine in Stein gemeißelte Regel. Du kannst abhängig von der verwendeten Übung und dem, was Du zu erreichen versuchst, auch von Dingen wie Sätzen mit 100 Wiederholungen profitieren.

Versuche mit 4 bis 6 Übungen pro Trainingseinheit zu beginnen, um die Bereiche zu adressieren, die die meiste Arbeit benötigen.

 

Die Lektion

Bestimme zuerst, auf was Du Dich konzentrieren willst, so dass Du Dein Programm entsprechend planen kannst. Basiere Deine gesamte Trainingsstruktur auf ein Ziel: Muskelmasse oder Kraft – und nicht beides.

Sicher, es gibt immer Überlappungen, aber wähle ein Ziel, auf das Du Dich konzentrierst und Du wirst dieses Ziel mit sehr viel größerer Wahrscheinlichkeit erreichen. Und wenn Du später Dein Ziel ändern willst, kannst Du das immer noch tun.

 

Tipp: Werde mit Density Training hart und definiert

Willst Du Cardiotraining durch ein Training mit Gewichten ersetzen? Dann erhöhe Deine Trainingsdichte.

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-get-shredded-with-density-training

 

Density dominantes Training

Der Begriff Trainingsdichte bezieht sich technisch gesehen auf die Menge an Arbeit, die pro Zeiteinheit verrichtet wird. Wenn es um das Krafttraining geht, besteht der einfachste Weg, die Trainingsdichte zu erhöhen darin, schrittweise die Pausen zwischen den Sätzen zu reduzieren.

Mit einem Trainingsdichte dominanten Training führst Du ein moderates Arbeitsvolumen für jede Muskelgruppe (9 bis 12 Gesamtsätze) aus und verwendest sehr kurze Pausenintervalle (15 bis 40 Sekunden). Alternativ kannst Du auch Techniken zur Steigerung der Trainingsdichte wie antagonistische Supersätze (z.B. eine Brustübung und eine Rückenübung als Supersatz) verwenden. Zwei Wege der Progression:

  1. Verwende mehr Gewicht, ohne länger zu pausieren
  2. Verwende dasselbe Gewicht, während Du weniger lange pausierst

 

Wie es funktioniert

Dieser Ansatz besitzt den Vorteil, dass er eine Hormonausschüttung anregt, die mehr Fett verbrennt. Im Gegensatz zu dem, was der Name nahe legt, mobilisieren Wachstumshormone Fettsäuren. Durch eine Erhöhung der Wachstumshormonausschüttung ist es möglich die Menge an Fett positiv zu beeinflussen, die Du während des Trainings verbrennst.

Aus diesem Grund sind Trainingsdichte dominante Trainingseinheiten gut für eine Fettabbauphase und gut für endomorphe Individuen geeignet, die normalerweise nicht effizient sind, wenn es um eine Mobilisierung von Fett geht. Ein solches Training ist jedoch nicht optimal für diejenigen, die für den Aufbau von Muskelmasse oder trainieren oder eine reine Kraftphase ausführen.

 

Tipp: Ganzkörpertraining vs. Splittraining

Solltest Du ein oder zwei Muskelgruppen oder den ganzen Körper pro Tag trainieren? Hier sind die Vor- und Nachteile beider Methoden.

Von Tim Henriques

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-total-body-training-vs-body-part-splits

Solltest Du einen Split nach Muskelgruppen oder ein Ganzkörpertraining verwenden? Das hängt davon ab, wer Du bist und was Du brauchst. Beide Methoden haben signifikante Vorzüge. Und die meisten Menschen würden davon profitieren, etwas Zeit mit beidem zu verbringen.

Ein Split nach Muskelgruppen bedeutet im Allgemeinen, dass Du eine oder zwei Muskelgruppen pro Trainingseinheit trainierst. En Gesamtkörpertraining bedeutet, dass Du während einer Trainingseinheit eine Übung aus jeder der folgenden Kategorien ausführst:

  1. Oberkörper Druckübung (Brust und/oder Schultern)
  2. Oberkörper Zugübung (Latissimus)
  3. Unterkörper Mehrgelenksübung (Gluteus, Quadrizeps und Beinbeuger)

 

Hier sind die Vor- und Nachteile beider Methoden. Verwende dies, um zu entscheiden, welches der angemessenste Ansatz für Dich ist.

 

Vorteile eines Ganzkörpertrainings

  • Die meisten Fitness Experten stimmen darin überein, dass ein Ganzkörpertraining ideal für Anfänger ist
  • Du bist bei jeder Übung relativ „frisch“, da Du einen Bereich des Körpers trainierst und dann zum nächsten übergehst. Es kommt somit nicht zu allzu viel kumulierter Erschöpfung.
  • Es ist leichter Ganzkörperübungen wie olympische Gewichtheberübungen, Turnerübungen und Strongman Dinge in diese Art des Trainings einzubauen.
  • Ein Ganzkörpertraining kann einen Athleten besser darauf vorbereiten, mit körperweiter Erschöpfung zurecht zu kommen (wie dies bei vielen Sportarten vorkommt), als ein Splitprogramm.
  • Ein Gesamtkörpertraining involviert einen größeren Prozentsatz der gesamten motorischen Einheiten des Körpers als ein Splitprogramm.
  • Da Du den gesamten Körper trainierst, kann ein Gesamtkörpertraining besser geeignet sein, wenn es darum geht, Kalorien zu verbrennen und den Fettabbau zu fördern.
  • Es ist gut für die Erholung nach einer Verletzung oder einer Trainingsauszeit, da die Intensität per Default reduziert ist, so dass Du mehr dadurch herausholen kannst, öfter zu trainieren, um Deine Technik zu verbessern.
  • Wenn Du eine oder zwei Trainingseinheiten in einer Woche verpasst, dann bekommst Du immer noch etwas Trainingsstimulus für den gesamten Körper, anstatt bestimmte Bereiche des Körpers zu vernachlässigen.
  • Es ist leicht Supersätze (antagonistische Sätze) in Dein Training zu integrieren, um Zeit zu sparen.
  • Leichte Gesamtkörpertrainingseinheiten sind leichter als leichte Split Tage (denke an ein Ganzkörpertraining vs. ein Armtraining).
  • Du wirst bei einem Ganzkörpertraining nicht diese Art von schwerem Muskelkater bekommen, den Du bei einem Splitprogramm bekommen kannst.
  • Du kannst ein gutes allgemeines Training in nur drei Tagen pro Woche erreichen.

Nachteile eines Ganzkörpertrainings

  • Eine hohe Frequenz kann in Kombination mit einer hohen Intensität zu einem Übertraining bei bestimmten Bereichen des Körpers führen (Schultern durch Drücken an drei Tagen pro Woche, Sehnenscheidenentzündung im Bereich der Ellenbogen, usw.).
  • Es ist schwer bei einem Ganzkörpertraining mehr als an drei Tagen pro Woche zu trainieren, da Du ansonsten beginnen würdest, dieselben Muskeln an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu trainieren
  • Ein Ganzkörpertraining kann unter Umständen nicht genügend Regeneration ermöglichen, wenn Du mit hoher (relativer) Intensität trainierst oder eine Menge Gewicht bewegst (hohe absolute Intensität).
  • Ein Ganzkörpertraining kann unter Umständen nicht genügend Training für eine Verbesserung von Schwachpunkten erlauben.
  • Du kannst versucht sein, die Trainingsintensität zu reduzieren, da Du im Grunde genommen dasselbe in wenigen Tagen erneut trainieren wirst.
  • Ein Gesamtkörpertraining kann unter Umständen nicht denselben Grad an lokaler Muskelausdauer oder Widerstandsfähigkeit gegenüber einer Erschöpfung (Laktatschwelle) wie ein Splittraining aufbauen.
  • Es ist aufgrund der kurzen Regenerationszeit (in Tagen), bevor der Muskel erneut trainiert wird, schwierig die meisten Intensitätstechniken (absteigende Sätze, Verbundsätze, usw.) in ein Ganzkörpertraining zu integrieren.
  • Du bekommst nicht viel Pump in einer spezifischen Muskelgruppe, was einige Trainierende mögen.

 

Vorteile eines Splitprogramms

  • Ein Splittraining erlaubt Dir unabhängig davon, wie weit Du fortgeschritten bist, immer ein maximales Intensitätslevel.
  • Wiederholte Sätze für einen ermüdeten Muskel bauen besser Muskelausdauer auf, was insbesondere für die Muskelausdauer über mehrere Sätze gilt.
  • Ein Splittraining ermöglicht es Dir an mehr als drei Tagen pro Woche zu trainieren.
  • Zusätzliche Trainingstage erlauben es Dir mehr Zeit für die Verbesserung von Schwachpunkten bei Deiner Entwicklung oder Deiner Leistungsfähigkeit aufzubringen.
  • Ein Splittraining gibt den Muskeln mehr Zeit für ihre Regeneration.
  • Die meisten Fitnessprofis stimmen darin überein, dass ein Splittraining für Bodybuilder und Athleten der Figurklasse besser geeignet ist.
  • Ein Splittraining rekrutiert einen höheren Prozentsatz der Gesamtzahl der motorischen Einheiten im Körper als ein Ganzkörpertraining. Wenn ein Muskel erschöpft ist, rekrutierst Du mehr motorische Einheiten, was besser für Deine Hypertrophie ist.
  • Der schwerste Split Tag ist für gewöhnlich schwerer als der schwerste Ganzkörpertag (denke an einen Beintag im Vergleich zu einem Ganzkörpertraining).
  • Es ist leicht Intensitätstechniken wie absteigende Sätze, Verbundsätze, usw. zu integrieren.
  • Ein Splittraining kann besser dazu geeignet sein einen Trainierenden zu lehren, intensiv zu trainieren.
  • Du neigst dazu einen starken Muskelkater zu bekommen und die Muskeln, die Du trainiert hast, mehrere Tage danach zu spüren (einige Trainierende mögen dieses Gefühl, andere nicht).
  • Ein Splittraining ist besser, wenn Du an mehreren Tagen in Folge trainieren willst.

 

Nachteile eines Splittrainings

  • Nach der ersten Übung für eine Muskelgruppe wirst Du etwas erschöpft sein, was zur Folge hat, dass ein weiteres Training dieses Bereichs einer leichten Reduzierung des Trainingsgewichts bedarf.
  • Ein Splitprogramm muss korrekt im Voraus geplant werden, um ein Übertraining von hierfür anfälligen Muskelgruppen zu verhindern (unterer Rücken, vordere Schultermuskeln, usw.).
  • Es ist schwer Ganzkörperübungen oder Kombinationsübungen wie Thrusters und olympische Gewichtheberübungen in ein Splitprogramm zu integrieren.
  • Ein Splittraining fördert unter Umständen keine körperweite Erschöpfung, was zur Folge haben kann, dass der Trainierende hierauf nicht vorbereitet ist.
  • Es ist möglich, dass Du Deine Muskeln nicht intensiv genug stimulierst, um eine so lange Regenerationszeit (in Tagen) zu benötigen.
  • Es kann sein, dass Du die Notwendigkeit verspürst an 4 bis 5 Tagen pro Woche zu trainieren, wodurch Dein Training mehr Zeit erfordert.

 

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-how-to-look-like-you-lift

Von Clay Hyght, DC

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Tipps der Woche Tipp: Lerne den Muskeln arbeiten zu spüren
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Wenn Du den Muskel nicht spürst, dann verschwendest Du Deine Zeit. Hier ist ein Weg diese Fähigkeit für Zuwächse an Kraft und Muskeln zu entwickeln

Wenn Du einen Muskel während einer Übung nicht spürst, dann stimulierst Du diesen Muskeln nicht ausreichend, um ein Wachstum mit maximaler Rate zu erreichen.

Selbst wenn Du auf Kraft trainierst – und schwere Gewichte und niedrige Wiederholungszahlen verwendest – solltest Du die richtigen Muskeln die Arbeit verrichten spüren. Du wirst durch Krafttraining keinen starken Pump in diesen Muskeln verspüren, aber die Zielmuskeln sollten sich nach einem Satz härter anfühlen.

Wenn es Dir an den motorischen Fähigkeiten fehlt, einen spezifischen Muskel während einer Übung zu aktivieren, dann verwende Isolationstraining für diesen Muskel, um zu lernen ihn zu rekrutieren und maximal zu kontrahieren.

Wenn Du gut darin bist einen Muskel zu rekrutieren, dann wird er bei Mehrgelenksübungen stärker beteiligt werden. Die Ausführung von Isolationstraining für einen Muskel, den Du ansonsten nicht richtig arbeiten spürst, ist eine Investition für zukünftige Zuwächse.

Isoliere um zu integrieren

Dies ist die Progression, die ich jemandem verordne, der einen spezifischen Muskel während einer Grundübung nicht arbeiten spürt. Ich bezeichne dies als den „Isoliere um zu integrieren“ Ansatz. Jeder Schritt sollte für 2 bis 4 Trainingseinheiten andauern.

  • Schritt 1: Lerne den hartnäckigen Muskel unter Verwendung von Isolationsübungen, konstanter Spannung und einem Fokus auf die Qualität der Kontraktion zu isolieren. Wenn Du Deine Brustmuskeln beim Bankdrücken nicht spürst, dann kannst Du etwas wie fliegende Bewegungen mit Kurzhanteln oder an der Maschine verwenden. Versuche den Muskel mit der geringsten möglichen Menge an Gewicht für diese Übung zu erschöpfen. Dies zwingt Dich dazu die Brust so hart wie möglich zu kontrahieren und Deine Brustmuskeln zu „finden“.
  • Schritt 2: Vorermüde den hartnäckigen Muskel mit einer Isolationsübung und führe danach die schwere Mehrgelenksübung aus. Der Pump, der im Muskel aufgebaut wurde, wird es Dir erlauben, diesen Muskel während der Mehrgelenksübung stärker zu spüren. Dies wird die Geist Muskel Verbindung verbessern, was Dir dabei helfen wird zu lernen den Muskel bei der Mehrgelenksübung zu integrieren.
  • Schritt 3: Führe die Mehrgelenksübung zuerst aus, wobei Du Dich darauf konzentrierst, den hartnäckigen Muskel zu spüren. Dies bedarf der Verwendung eines leichteren Gewichts, während Du Dich auf die korrekte Muskelkontraktion – und nicht nur darauf, das Gewicht zu bewegen – konzentrierst.
  • Schritt 4: Gehe zu schwereren Gewichten bei der Mehrgelenksübung über.

 

Die Verwendung dieses Ansatzes hat es mir erlaubt damit zu beginnen, meine Brustmuskeln beim Bankdrücken mehr zu verwenden. Davor war ich einer von denen, die Bankdrücken primär mit ihren Schultermuskeln ausführten. Obwohl ich im Bereich von 200+ Kilo Bankdrücken trainierte, wies ich null Brustentwicklung auf. Die isoliere um zu integrieren Methode hat mir dabei geholfen meine Brustmuskeln bei den schwereren Übungen mehr einzubringen und ihre Entwicklung zu verbessern.

 

Tipp: 2 Dinge, die jeder Trainierende verbessern muss

Einige Trainierende schaffen es einfach nie aus der Anfängerphase heraus. Andere Bleiben auf einem etwas fortgeschrittenen Level stecken. Beide Gruppen machen dieselben Fehler. Gehörst Du auch hierzu?

Von Jim Wendler

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-2-things-every-lifter-must-do-to-improve

 

1 – Stelle Dir eine größere Werkzeugsammlung zusammen

Während ich mich weiterentwickelte und versuchte ein Multi-Sport Athlet zu werden, kam ich mit einer Reihe unterschiedlicher Ideen und Trainingsstilen in Kontakt. Dies hat mir dabei geholfen, mich auf jede erdenkliche Wettbewerbssituation vorzubereiten. Ich verfügte über reichhaltige Erfahrungen, die mir die notwendigen Übergänge und Weiterentwicklungen erlaubte.

Als ich bei Elite Fitness zu arbeiten begann, hatte ich Zugang zu einer Menge unterschiedlicher Trainer mit unterschiedlichen Prinzipien. Ich stimmte nicht immer mit ihnen überein, aber ich lernte. Und wenn Du unterschiedliche Dinge lernst, dann kannst Du sie für später abspeichern, wenn Du sie brauchst. Auf diese Art und Weise füllst Du Deine Werkzeugkiste.

Es ist leicht in einer Denkweise oder einer Modalität hängen zu bleiben. Aber je größer Deine Werkzeugsammlung ist, desto mehr steht Dir zur Verfügung, wenn Du es brauchst.

Sagen wir, dass Du Dir Deine Schulter verletzt hast und keine Kniebeugen mit einer Langhantel auf Deinem Rücken ausführen kannst. Was sind Deine Optionen?

Was ist, wenn es draußen schneit und Du deshalb nicht mit dem Gewichtsschlitten trainieren kannst? Wie wirst Du Dich anpassen? Was ist, wenn Du unterwegs bist und keinen Zugang zu einem Fitnessstudio hast? Was ist, wenn Du älter wirst und nicht mehr dazu in der Lage bist, Bankdrücken zu trainieren? Was ist Deine nächste Wahl?

Wenn Du über eine große Werkzeugsammlung verfügst, dann wird Dir dies erlauben nahtlos weiterzumachen, ohne bei alten Ideen fest zu hängen. Erinnere Dich daran, dass Du nicht alles jetzt sofort verwenden musst, aber je mehr Du lernst, desto besser wirst Du werden.

 

2 – Sei gewillt Dich anzupassen und Deinen Ansatz zu verändern

Was in der Vergangenheit funktioniert hat, muss nicht erneut funktionieren. Es ist immer hart einem Mann im mittleren Alter zu beobachten, der versucht das zu tun, was er mit 16 getan hat.

Auch wenn der Denkprozess bewundernswert sein mag, ist die Realität die, dass wir nicht mehr dieselbe Person sind, die wir früher waren und selbiges gilt auch für unseren Körper.

Der einfachste Weg dies zu illustrieren besteht darin, etwas zu betrachten, was wir alle schon hundertmal gesehen haben. Ein Trainierender kommt mit Hilfe einer bestimmten Ernährung und eines bestimmten Trainingsprogramms von 80 auf 95 Kilo. Danach hängt er bei 95 Kilo fest und weiß nicht, warum er nicht auf 100 Kilo kommt. Die Antwort ist, dass er mit 95 Kilo ganz einfach ein anderer Mann mit einem anderen Körper ist und dass das, was zuvor funktioniert hat, nicht erneut funktionieren wird.

Genau wie Du Dich veränderst, müssen sich auch Dein Training, Deine Ernährung und Dein Geist verändern. Du wirst nicht weiterkommen, wenn Du Dich nicht weiterentwickelst.

 

Tipp: Manipuliere Intensität, Volumen und Frequenz

Ein intelligentes Training erlaubt es Dir, Dich zu regenerieren. Verändere die wichtigsten Variablen strategisch, um Dich schnell zu regenerieren und schnellere Zuwächse zu erzielen.

Von Paul Carter

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-manipulate-intensity-volume-and-frequency

  1. Frequenz: Wie oft am Tag oder in der Woche planst Du zu trainieren?
  2. Intensität: Dies kann zwei Dinge repräsentieren – das tatsächliche Gewicht auf der Stange oder wie schwer ein Satz war (häufig als etwas wie empfundene Rate der Erschöpfung definiert).
  3. Volumen: Deine gesamte Arbeitslast pro Trainingseinheit. Im Grunde genommen ist dies die Menge an Übungen, Sätzen und Wiederholungen, die Du während dieser Trainingseinheit ausgeführt hast.

 

Es gibt im Grunde genommen diese drei Variablen beim Training. Wähle zwei zum Manipulieren, um die Anforderungen Deines Körpers an die Regeneration zu erfüllen.

 

Betone zwei, reduziere eine

Dein Körper verfügt über eine begrenzte Menge an Reserven, auf die er zurückgreifen kann. Wenn diese erschöpft sind, dann werden Deine Fortschritte zum Stillstand kommen. Dies variiert von Person zu Person, was auch der Grund dafür ist, dass einige Trainierende durch drei Trainingseinheiten pro Woche mit geringem Volumen und schweren Gewichten wachsen können, während andere einen völlig anderen Trainingsstil brauchen.

Du musst entscheiden, ob Du…

  1. Häufiger trainieren willst – trainiere an den meisten Tagen der Woche.
  2. Mit hoher Intensität trainieren willst – trainiere mit schweren Gewichten oder führe schwere Sätze bis nahe ans Muskelversagen aus (oder beides).
  3. mit hohem Volumen trainieren willst – verwende eine große Menge an Sätzen, Wiederholungen und Übungen.

 

Wähle die beiden Optionen, die Dir am meisten Spaß machen und reguliere die dritte nach unten. Wenn Du gerne jeden Tag im Fitnessstudio bist und beim Training gerne alles gibst, dann solltest Du das Volumen niedriger halten.

Wenn Dich tägliches Training nicht anspricht, dann finde einen Mittelweg und trainiere an 3 bis 4 Tagen pro Woche.

Von hier an musst Du entscheiden, ob Du mit viel Volumen trainieren willst, ob Du wirklich schwer trainieren willst oder ob Du mit einem hohen Grad an empfundener Erschöpfung trainieren willst.

Wenn sich Deine Frequenz irgendwo in der Mitte befindet, dann erhöhe entweder das Volumen mit einem niedrigeren Grad der Intensität oder erhöhe die Intensität bei geringerem Volumen.

Ohne Regeneration vom Trainingsstimulus kannst Du nicht wachsen. Hieran führt kein Weg vorbei.

 

Meide den Punkt der nachlassenden Erträge

All diese Variablen haben einen Punkt der nachlassenden Erträge. Die Leute haben oft die Vorstellung, dass wenn 8 Sätze gut sind, 12 Sätze toll sein müssen. Dann kommen die Fortschritte zum Stillstand und dann – man kann es glauben oder nicht – denken diese Leute, dass sie noch mehr machen müssen! Dasselbe gilt für das Gewicht auf der Stange oder die Anzahl der Trainingseinheiten pro Woche.

Sobald Du all diese Variablen richtig ausbalanciert hast und Du Fortschritte siehst, solltest Du nicht weiter herumspielen und glauben, dass es einen optimaleren Weg gibt. Fortschritte mit 5% sind besser als keine Fortschritte oder Rückschritte. Und manchmal sind 5% Progression verdammt gut.

 

Tipp: Wie viel Protein brauchst Du wirklich?

Wie viel Protein braucht ein Trainierender? Nun, eine Menge mehr als die meisten Ernährungsexperten Dir auf Basis des empfohlenen täglichen Wertes sagen werden. Hier sind die Fakten.

Von Jamie Hale

Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/tip-how-much-protein-you-really-need

 

“Wie viel Protein brauche ich?”

Die offiziell empfohlene Zufuhr liegt bei 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Eine 86 Kilo schwere Person würde demnach 69 Gramm Protein pro Tag benötigen. Das mag für bewegungsarme Menschen vielleicht in Ordnung sein, aber ist das auch genug für Sportler, Bodybuilder und Gewichtherber? Nein. In der Tat kommt dies nicht einmal in die Nähe des tatsächlichen Bedarfs.

Trainierende und Sportler, denen ihre Leistungen oder ihre Körperentwicklung wichtig sind, benötigen deutlich mehr Protein als für den Durchschnittsbürger empfohlen wird. Es ist ein Mythos, dass diese Empfehlungen auch für körperlich aktive Menschen adäquat sind.

 

Die Begründung liegt in der Stickstoffbilanz

Die offiziellen Empfehlungen bezüglich der Proteinzufuhr sind für bestimmte Gruppen zu niedrig. Diese Empfehlungen waren nie für Menschen gedacht, die versuchen ihre Leistungen zu steigern oder Muskelmasse aufbauen oder aufrechterhalten wollen.

(In der Tat kann eine höhere Proteinzufuhr auch bei bestimmten Leiden und Gesundheitsproblemen inklusive Fettleibigkeit, Typ 2 Diabetes, Osteoporose, Herzkrankheiten und Muskelschwund positive Auswirkungen besitzen.)

Die offiziellen Richtlinien spiegeln den minimalen täglichen Proteinbedarf wider, der notwendig ist, um bei gesunden, moderat aktiven Menschen kurzfristig eine ausgewogene Stickstoffbilanz aufrecht zu erhalten.

Die Stickstoffbilanz vergleicht die Menge an Stickstoff, die dem Körper in Form von Nahrungsprotein zugeführt wird, mit der Menge an Stickstoff, die vom Körper ausgeschieden wird. Sie wird häufig als Maß für die Proteinbilanz verwendet, da Protein zu 16% aus Stickstoff besteht.

Wenn Du dieselbe Menge an Stickstoff konsumierst, die Du verlierst, dann weist Du eine ausgewogene Stickstoffbilanz auf. Wenn Du mehr konsumierst als Du verlierst, dann weist Du eine positive Stickstoffbilanz auf. Wenn Du mehr verlierst als Du konsumierst, dann weist Du eine negative Stickstoffbilanz auf und verlierst Protein – was nicht gut ist.

Untersuchungen zur Stickstoffbilanz umfassen häufig eine Untersuchung der Stickstoffspiegel im Urin. Etwa 90% des im Urin enthaltenen Stickstoffs besteht aus Harnstoff und Ammoniumsalzen – die Endprodukte des Proteinstoffwechsels. Der restliche Stickstoff stammt aus anderen stickstoffhaltigen Verbindungen.

Die Methode der Stickstoffbilanz ist nützlich, hat aber auch ihre Probleme. Eine Sammlung des Urins neigt dazu, den Stickstoffverlust zu unterschätzen, die Stickstoffzufuhr über die Nahrung neigt dazu, überschätzt zu werden, unterschiedliche Verluste an Haar und Haut stellen eine Fehlerquelle dar und die Reaktion auf eine erhöhte Proteinzufuhr variiert enorm.

 

Die Wissenschaft

  1. In einem Studienreview, das im International Journal of Sports Nutrition veröffentlicht wurde, kamen die Wissenschaftler zu folgender Schlussfolgerung: „Diejenigen, die ein Krafttraining absolvieren, könnten bis zu 1,6 bis 1,7 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag (etwa das Doppelte der augenblicklichen offiziellen Empfehlung), während diejenigen, die ein Ausdauertraining absolvieren, etwa 1,2 bis 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht (etwa das 1,5 fache der offiziellen Empfehlung) benötigen könnten.
  2. Ein anderer Artikel, der im Journal Nutrition & Metabolism veröffentlicht wurde, argumentierte, dass die Ernährungsrichtlinien überarbeitet werden und neue Erkenntnisse bezüglich des Proteinbedarfs widerspiegeln sollten. Laut Aussage des Wissenschaftlers Donald Layman zeigt eine wachsende Menge an Untersuchungen, dass eine Proteinzufuhr oberhalb der offiziellen Empfehlungen hilfreich ist, wenn es um die Aufrechterhaltung der Muskelfunktion und der Beweglichkeit geht. Von Ernährungsformen mit einer gesteigerten Proteinzufuhr konnte gezeigt werden, dass sie die Gesundheit verbessern, wenn es um die Verhinderung von Fettleibigkeit, Typ 2 Diabetes und anderen Krankheiten geht.
  3. Ein Review, das im International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism veröffentlicht wurde, hatte zum Ziel die Auswirkungen von Nahrungsprotein auf die Körperkomposition bei mit einem Widerstandstraining trainierenden Sportlern im Zustand einer Kalorienrestriktion auszuwerten und eine Empfehlung zur Proteinzufuhr bei diesen Sportler zu geben. Die Wissenschaftler kamen zur Schlussfolgerung, dass der Bereich von 2,3 bis 3,1 Gramm Protein pro Kilogramm fettfreier Körpermasse die konsistenteste schützende Proteinzufuhr zur Verhinderung eines Verlustes von fettfreiem Körpergewebe darstellt. Dies bedeutet, dass Du für jedes Kilogramm Deines Körpers, das nicht aus Fett besteht, 2 bis 3 Gramm Protein pro Tag zu Dir nehmen solltest, um Dein fettfreies Körpergewebe aufrecht zu erhalten. Wenn Du also über 70 Kilo fettfreie Körpermasse verfügst, wären bis zu 210 Gramm Protein pro Tag für Dich optimal.

 

Tipp: Stelle Dich der 100 Wiederholungen Kreuzheben Herausforderung

Schaffst Du diesen Test in 10 Minuten? Schau Dir die Details an und versuche es.

Von Martin Rooney

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-take-the-100-rep-deadlift-challenge

 

Die 100 Wiederholungen Kreuzheben Herausforderung

Wenn Du nach einer Kreuzheben Herausforderung suchst, dann hast Du hier eine, die mit Sicherheit Deinen Körper, Dein Herz und Deinen Geist fordern wird.

 

Die Ausführung

  1. Wähle ein Gewicht, mit dem Du 10 bis 16 Wiederholungen schaffst.
  2. Führe 20 Sätze a 5 Wiederholungen mit diesem Gewicht aus.
  3. Du hast 10 Minuten, um 100 Wiederholungen auszuführen. Wenn Du nicht dazu in der Lage bist, alle 100 Wiederholungen auszuführen, dann höre nach 10 Minuten auf und notiere Dir die Anzahl der Wiederholungen und versuche diese Zahl beim nächsten Mal zu schlagen.

 

Anmerkung: Wenn Du noch nicht viel Kreuzheben trainiert hast, dann ziele auf 50 anstelle von 100 Wiederholungen ab, um Dich zu akklimatisieren. Wenn Du Kreuzheben trainierst, aber nicht mit hohen Wiederholungszahlen und hohem Volumen, dann gib Dir 20 Minuten Zeit. Beschleunige die Ausführung langsam über mehrere Wochen, bevor Du versuchst, die 10 Minuten Barriere zu durchbrechen.

 

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-learn-to-feel-the-muscle-working

Von Christian Thibaudeau

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