Training

Lerne den Unterschied zwischen zwei hocheffektiven Intervalltrainingsmethoden kennen und stelle Dir Dein eigenes Intervalltrainingsprogramm zusammen.
Dieser Ratgeber umfasst Folgendes:
- Einen allgemeinen Überblick über beide Typen des Trainings.
- Was die Unterschiede zwischen HIIT und SMIT sind.
- Was wichtiger ist: Intensität oder Dauer.
- Die Bedeutung des Arbeits- zu Ruhe Verhältnisses und was dies in Bezug auf die Energiesysteme bedeutet.
- Antworten auf die am häufigsten zu HIIT und SMIT gestellten Fragen.
- Wie Du ein Unterkörper/Oberkörper Splitprogramm zusammenstellst.
- Wichtige praktische Tipps für ein Intervalltraining.
HIIT / SMIT Überblick
Bist Du jemals in ein kommerzielles Fitnessstudio gekommen und hast Dich gefragt, warum einige Menschen auf dem Laufband oder auf dem Radergometer sprinten, als ob sie sich auf der Zielgerade der Tour de France befinden würden? Nun, wenn Dein Ziel darin besteht, schlank zu werden und einen soliden Körper aufzubauen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dies Dich nicht an Dein Ziel bringen wird.
Trainingseffizienz sollte immer eine Top Priorität darstellen, und deshalb ist es recht hilfreich unterschiedliche HIIT (High Intensity Intervall Training) Protokolle zu verwenden, anstatt Stunden auf einem Laufband zu verbringen. Intervalltraining erlaubt es uns innerhalb kürzerer Zeit unterschiedliche Herz-Kreislauf Marker zu verbessern und eine größere Arbeitskapazität aufzubauen. 2 für den Preis von 1 – wer könnte da schon nein sagen.
Aber was wäre, wenn ich Dir erzählen würde, dass es noch eine weitere Methode gibt, die sogar noch hilfreicher als der heilige Gral der Intervallsysteme (HIIT) sein könnte?
Willkommen in der Welt des supramaximalen Intervalltrainings alias SMIT.
Der Krieg der Bioenergetik – HIIT vs. SMIT
Gehen oder joggen? 1, 3 oder 5 Sätze? Reis oder Kartoffeln? Wheyprotein oder Casein?
Es scheint so, als ob es immer und zu jedem Thema eine Debatte im Bereich der Fitnessgemeinschaft geben würde. Nun, beim Intervalltraining sieht es nicht anders aus. Was ist der Unterschied zwischen HIIT und SMIT? Ist eines besser als das andere oder können sie beide verwendet werden, um exzellente Resultate zu produzieren?
SMIT
- Maximale Intensität.
- Passive Regeneration wird empfohlen.
- Über 100% des VO2 max.
- Sehr lange Pausenintervalle von über 2 bis 3 Minuten Dauer.
- Es sind unterschiedliche Modalitäten möglich – einige sind besser als andere.
HIIT
- Geringfügig niedrigere Intensität.
- Passive oder aktive Regeneration abhängig von Länge und Intensität der Intervalle.
- 90 bis 100% des VO2 max.
- Kürzere Pausenintervalle (45 bis 90 Sekunden) aufgrund der niedrigeren Intensität.
Ich bin mir sicher, dass sich einige jetzt fragen werden, “was ist ein VO2 max und wie kann ich auf einer absoluten Prozentskala über 100 gehen?” Nun der VO2 max ist im Grunde genommen die maximale Menge an Sauerstoff, die Dein Körper während erschöpfender Tätigkeiten aufnehmen und verwenden kann. Sobald Du Deinen VO2 max (100%) erreicht hast, wechselt Dein Körper die Energiesysteme, um genügend Energie zu produzieren, um den Bedarf in dieser Situation zu decken.
Nachdem wir nun etwas Terminologie geklärt haben und uns einen groben Überblick verschafft haben, sollten wir einen Blick darauf werfen, was die Wissenschaft zu sagen hat.
Eine aktuelle Studie, die im European Journal of Sport Science veröffentlicht wurde, machte sich daran, die Trainingsanpassungen und Vorzüge von HIIT und SMIT zu vergleichen. Die Wissenschaftler verwendeten körperlich aktive Männer und Frauen als Probanden und teilten diese in 3 Gruppen auf, die 6 Wochen lang dreimal wöchentlich trainierten:
1. HIIT Gruppe:
- 100% des VO2 max
- 4-6 Intervalle pro Trainingseinheit
- 4 Minuten passive Regeneration
2. SMIT Gruppe:
- 130% des VO2 max
- 7-12 Intervalle pro Trainingseinheit
- 150 Sekunden passive Regeneration
3. Kontrollgruppe:
- 30 Minuten kontinuierliches Rennen @ 75% des VO2 max
Und was geschah nach 6 Wochen. Zitieren wir die Studie direkt:
„Die Verbesserungen der Zeit über 3000 Meter fielen bei SMIT höher als beim kontinuierlichen Rennen aus und die Verbesserungen bei 40 Meter Sprints und bezüglich der wiederholten Sprintfähigkeit waren bei SMIT stärker als bei HIIT und kontinuierlichem Rennen ausgeprägt.“ (Cicioni-Kolsky et al., 2013).
SMIT hat also sowohl kontinuierliches Rennen, als auch HIIT geschlagen, wenn es um eine Verbesserung der Ausdauer, der Sprintleistungen und der wiederholten Sprintleistung bei körperlich aktiven Menschen geht. Die Wissenschaftler merkten außerdem an, dass es eine geschlechtsspezifische Reaktion auf die Trainingsmodalität beim 3000 Meter Lauf gab, da sich Frauen stärker als Männer verbesserten.
Intensität vs. Dauer – ein zweischneidiges Schwert
Ah, die uralte Frage, was wichtiger ist: Intensität oder Dauer? Wenn Du mich fragst, würde ich sagen „beides“.
Wenn es um Intervalle geht, muss beides berücksichtigt werden, wenn Du das bestmögliche Programm entwickeln willst. Hierbei gibt es nur einen entscheidenden Vorbehalt, den wir nie vergessen dürfen: Intensität und Dauer verhalten sich entgegengesetzt proportional zueinander.
Mit anderen Worten ausgedrückt wirst Du nicht dazu in der Lage sein, eine 100%-ige Leistungsfreisetzung über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten – das kann niemand. Wie ich bei der Diskussion oben bereits erwähnt habe, gibt es bestimmte Systeme innerhalb Deines Körpers, die eine maximale Leistungsfreisetzung produzieren können – wenn auch nur über einen sehr begrenzten Zeitraum.
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% der max. anaeroben Kraft |
Taxiertes Energiesystem |
Intervallzeit |
Arbeit/Pause Verhältnis |
|
90-100 |
Phosphogen |
5-10 s |
1:12 bis 1:20 |
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75-90 |
Schnelle Glykolyse |
15-30 s |
1:3 bis 1:5 |
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30-75 |
Schnelle und oxidative Glykolyse |
1-3 min |
1:3 bis 1:4 |
|
20-35 |
Oxidative Glykolyse |
>3 min |
1:1 bis 1:3 |
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Aus: Essentials of Strength Training and Conditioning, NSCA (2000) |
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Wie verwenden wir diese Information im Kontext von SMIT? Nun, wenn Du Dich auf die Tabelle oben beziehst, dann wirst Du sehen, dass Intervalle, die 100% Leistungsfreisetzung umfassen, nur 5 bis 10 Sekunden andauern und eines 1:12 bis 1:20 Arbeit zu Pause Verhältnisses bedürfen. Dies bedeutet, dass Du, wenn Du 5 Sekunden lang mit maximaler Intensität sprintest, mindestens 60 Sekunden pausieren solltest, um eine vollständige Regeneration Deiner Energiesysteme zu erlauben.
Das Arbeit zu Pause Verhältnis bestimmt sowohl darüber, welches Energiesystem verwendet wird, als auch über die physiologischen Anpassungen, die stattfinden werden. Wenn Du die Pausenintervalle vernachlässigst und einfach Intervalle ausführst, wann immer Dir danach ist, dann wird es Deinem Training an langfristiger Progression und letztendlich auch Resultaten mangeln.
Q&A
Q: Kann jeder SMIT ausführen?
A: Aufgrund der intensiven Natur von SMIT würde ich empfehlen, dass nur weiter fortgeschrittene Trainierende diese Form des Trainings verwenden. Beginne mit HIIT (Gewichtschlittenschieben, Seilspringen, Radfahren, usw.) und arbeite Dich dann zu SMIT hoch, während Deine Arbeitskapazität steigt und sich Deine aerobe Basis verbessert.
F: Da die Wissenschaft gezeigt hat, dass SMIT sowohl HIIT, als auch kontinuierlichem Rennen überlegen war, ist SMIT meine beste Option, nicht wahr?
A: Das ist falsch. Dein Körper benötigt basierend auf externen Stressoren, Deiner individuellen Regenerationsfähigkeit und Deinem augenblicklichen Fitnesslevel Phasen des Trainings mit niedriger und höherer Intensität. Wie ich im Einleitungsabschnitt bereits erwähnt habe, ist das SAID Prinzip auch auf SMIT anwendbar – Dein Körper wird sich im Lauf der Zeit an den Stimulus anpassen und Dein Training wird an Effektivität verlieren. Darüber hinaus wird Dein Training schnell langweilig und monoton werden, wenn Du nur einen Trainingsstil verwendest, weshalb Du unterschiedliche Trainingsstile mischen sollest, um Dein Training interessant zu halten! Erinnere Dich daran, dass Konsistenz und Aufrechterhaltbarkeit die Schlüssel zum Erfolg sind.
F: Wie oft pro Woche kann ich SMIT ausführen?
A: Dies wird vom Rest Deines Trainingsplanes und von Deinen Zielen abhängen. Aber für den durchschnittlichen Trainierenden, der dreimal wöchentlich mit Gewichten Trainiert, würde ich eine SMIT Trainingseinheit, eine HIIT Trainingseinheit und eine Trainingseinheit Cardio mit gleich bleibender moderater Intensität pro Woche empfehlen.
F: Wie lang sollten meine Intervalle sein?
A: Alles von 5 bis 15 Sekunden ist möglich. Alles, was über diesen Punkt hinausgeht, wird an maximaler Leistungsfreisetzung verlieren und es ist stattdessen besser, mit Deiner Ruhephase zu beginnen.
F: Wie viele Intervalle sollte ich pro Trainingseinheit ausführen?
A: 4 bis 8 Sprints sind für die meisten wahrscheinlich ein guter Startpunkt. Beginne immer am unteren Ende des Spektrums und arbeite Dich nach oben. Du hast an Deinem ersten Trainingstag auch nicht gleich 10 Sätze Kniebeugen a 10 Wiederholungen ausgeführt (zumindest hättest Du dies nicht tun sollen) – gehe Dein Konditionstraining auf die gleiche Art und Weise an.
F: Was ist die beste Konditionierungsmodalität für diesen Stil von Intervallen (Rad fahren, rudern, sprinten, Laufband, usw.)?
A: Idealerweise würde ich zu Beginn Optionen ohne zusätzliche Gewichte empfehlen. Bleibe bei rudern, Rad fahren oder einem Stairclimber. Wenn Du bei Deinem Training jedoch weiter fortgeschritten wirst, solltest Du auch andere Optionen wie Sprints bergauf oder Stadiumläufe (die Treppen der Tribünen hinaus) verwenden. Diese Optionen machen es notwendig, dass jeder Schritt höher als der vorhergehende ist und sie werden hierdurch exzentrische Belastungen Deiner Gelenke begrenzen.
F: Ich trainiere schon eine Zeit lang und ich mag Sprints (in der Ebene oder bergauf, aber ich scheine mir immer wieder die Beinbeuger zu zerren. Was sollte ich tun?
A: Wie bei allem, solltest Du Dich auch bei diesen Sprints langsam steigern. Aufgrund der Tatsache, dass Du anfällig für Probleme mit den Beinbeugern bist und aufgrund der explosiven Starts, ist es am besten, nicht innerhalb weniger Schritte von 0 auf 100% zu gehen. Gib Dir 10 bis 15 Meter, um die Geschwindigkeit zu steigern und beginne erst dann Deinen Sprint bergauf oder geradeaus.
F: Wie lange sollte ich pausieren?
A: Auch das wird von der Länge der Intervalle, Deinen Zielen und Deinem Fitnesslevel abhängen. Beginne am höheren Ende des Arbeits- zu Pausen Intervalls (1:20) und versuche Dich langsam bis zum unteren Ende (1:12) des Spektrums zu steigern, während Du Dich verbesserst.
F: Wenn ich mich für SMIT entscheide, kann ich dann auch noch HIIT und Cardiotraining mit gleich bleibender moderater Intensität ausführen?
A: Wie ich oben bereits erwähnt habe, empfehle ich aufgrund der unterschiedlichen Intensitäten und physiologischen Adaptionen die Ausführung aller drei Optionen.
F: Warum sollte ich Cardiotraining mit gleich bleibender moderater Intensität ausführen, wenn ich auch einfach nur SMIT und/oder HIIT ausführen könnte?
A: Diese Frage wäre einen eigenen Artikel wert, aber es reicht aus zu erwähnen, dass konstante Level hochintensiven Trainings letztendlich zu einem Ausbrennen führen werden. Cardiotraining mit gleich bleibender moderater Intensität stellt einen exzellenten Weg dar, die Regeneration zu fördern, die Neurotransmitter (Dopamin, Serotonin und Norepinephrin) im Gehirn ins Gleichgewicht zu bringen und die neuronale Plastizität zu verbessern.
F: Ich bin ein Sportler. Sollte ich diesen Stil des Konditionstrainings verwenden?
A: Wie die meisten anderen Fragen, hängt auch die Antwort auf diese Frage ganz von den restlichen Umständen und Gegebenheiten ab. Konditionierung für eine Sportart und Konditionierung um einfach nur in Form zu bleiben bedürfen zweier völlig unterschiedlicher Programme. Um es einfach zu halten, möchte ich sagen, dass dieser Stil der Konditionierung mit Sicherheit eine Option für Sportler darstellt. Handelt es sich hierbei notwendigerweise um die beste Option, wenn man Erfahrung, Alter und sportspezifischen Anforderungen berücksichtigt? Vielleicht nicht unbedingt…
Ein SMIT Unterkörper/Oberkörper Splitprogramm
Die meisten HIIT oder SMIT Protokolle sind von sehr intensiver Natur, weshalb ich empfehlen würde, dass Du Dein Unterkörpertraining auf den Tag vor oder nach den Intervallen legst. Es ist weiterhin wichtig sich daran zu erinnern, dass das Intervalltraining basierend auf Deinen Trainingseinheiten autoreguliert werden kann. Wenn Du am Freitag eine außergewöhnlich harte Beintrainingseinheit ausgeführt hast, dann solltest Du bei Deinem HIIT Training am Samstag etwas zurückstecken.
Wenn Du Dir Dein eigenes Trainingsprogramm zusammenstellen möchtest, ist hier ein Beispieltemplate, das außergewöhnlich gut funktioniert und als Vorlage dienen kann.
|
Tag 1 – Unterkörper |
Sätze |
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|
A1: Kreuzheben Variation |
3,2 |
3,8 |
|
A2: Medizinballwürfe über Kopf |
5 |
4 |
|
B1: Glute-Ham Raises |
4 |
6-10 |
|
B2: Splitkniebeugen |
4 |
8-10 |
|
C1: alternierendes Beinheben hängend |
3 |
6-8 |
|
C2: Side Plank |
3 |
4 (15 Sek./Wdh.) |
|
Sätze |
||
|
Kurzhantel Schrägbankdrücken |
4 |
4,6,8,10 |
|
Klimmzüge mit Zusatzgewicht (Untergriff oder Hammergriff) |
3 |
5-7 |
|
A1: Pausierte Liegestütze mit erhöhten Beinen |
3 |
8-10 |
|
A2: Kurzhantelrudern |
3 |
8-12 |
|
B1: Trizepsdrücken über Kopf |
3 |
12-15 |
|
B2: Halb knieende Facepulls |
3 |
10-15 |
|
Supramaximale Intervalle |
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Wähle eine Modalität aus der Liste unten:
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4x8, 5-15 sek. Runden |
|
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Sätze |
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Ganzkörper Faszienrolle |
1 |
10 Min. |
|
Zusätzliches Weichgewebetraining |
1 |
10 Min. |
|
Dynamisches Aufwärmen |
1 |
10 Min. |
|
Sätze |
||
|
Frontkniebeugen |
3 |
6-8 |
|
Rumänischres Kreuzheben mit weitem Griff |
3 |
8 |
|
A1: Einbeiniges Beinpressen |
3 |
6-10 |
|
A2: Beincurls |
3 |
12-15 |
|
B1: Kurzhantel Hammercurls |
3 |
8-10 |
|
B2: Front Plank |
3 |
4 (20 Sek./Wdh.) |
|
Sätze |
||
|
Schulterdrücken stehend |
4 |
6 |
|
Kurzhantelrudern mit unterstützter Brust |
4 |
8-12 |
|
A1: Dips |
4 |
10-12 |
|
A2: Latziehen mit weitem Griff |
4 |
10-12 |
|
Kurzhantel Trizepsdrücken |
3 |
8-12 |
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Sätze |
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A1: Schlafen |
So viel Ruhe wie möglich |
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|
A2: Essen |
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A3: Fußball schauen |
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Hochintensive Intervalle |
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Wähle eine Modalität aus der Liste unten:
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4-6, 15-30 Sek. Runden |
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Praktisches Fazit
- HIIT und SMIT werden häufig sowohl von Trainierenden, als auch von Trainern fälschlicherweise als dasselbe angesehen.
- Aufgrund der intensiven Natur von SMIT kann dieses nicht als Dein alleiniges Konditionstraining verwendet werden. Verwende zusätzlich auch noch HIIT und Cardiotraining mit gleich bleibender moderater Intensität.
- SMIT Intervalle sind von einer höheren Intensität, was eine kürzere Dauer und längere Erholungspausen notwendig macht.
- Verwende wann immer möglich Modalitäten ohne Zusatzgewichte, um Deine Gelenke auf lange Sicht zu schonen.
- Strukturiere Dein Konditionstraining um Dein restliches Training herum – und nicht umgekehrt.
- Verwende 4 bis 8 Intervalle (von je 5 bis 15 Sekunden Dauer). Halte Dein Arbeits- zu Pausen Verhältnis anfangs bei 1:20 und reduziere es langsam auf 1:12, wenn Deine Fitness besser wird.
Erinnere Dich daran, dass es immer eine Begründung für Deine Methodologie geben muss – führe nicht einfach nur Konditionstraining aus, um Dich müde zu machen – trainiere mit einem Ziel.
Quelle: https://www.muscleandstrength.com/expert-guides/complete-guide-to-smit

Die allgemeine Meinung besagt, dass ein Training mit hohen Wiederholungszahlen und leichten Gewichten die Ausdauer verbessert, aber nur wenig zu Zuwächsen an Muskelmasse beiträgt. Niedrige Wiederholungszahlen und schwere Gewichte stellen hingegen den allgemein akzeptierten „besten Weg“ für eine Maximierung des Muskelwachstums dar.
Doch im Jahr 2010 begann Stuart Phillips, ein Kinesiologieprofessor an der McMaster University in Kanada damit, einen großen Teil dieser als allgemeingültig betrachteten Ansichten in Frage zu stellen.
Hohe Wiederholungszahlen vs. niedrige Wiederholungszahlen: die wissenschaftlichen Untersuchungen
Phillips und sein Team fanden heraus, dass die Muskelproteinsynthese – eine treibende Kraft hinter dem Muskelwachstum – bei leichteren Gewichten und höheren Wiederholungszahlen (4 Sätze a 24 Wiederholungen) höher als bei schwereren Gewichten und niedrigeren Wiederholungszahlen (4 Sätze a 5 Wiederholungen) ausfiel (1).
Zu dieser Zeit führten diese Ergebnisse zu einer Menge an Meinungsverschiedenheiten. Sie wurden von vielen ignoriert oder als irrelevant angesehen, was hauptsächlich damit zusammenhing, dass die Studie die kurzfristigen Veränderungen der Proteinsynthese anstelle der langfristigen Zuwächse an Muskelmasse betrachtete.
Aus diesem Grund führte Phillips eine weitere Untersuchung aus. Dieses Mal ließ er eine Gruppe von Männern ihre Beine 10 Wochen lang dreimal wöchentlich an einer Beinstreckmaschine trainieren, wobei drei unterschiedliche Satz- und Wiederholungskonfigurationen verwendet wurden (2):
- 1 Satz a 10-12 Wiederholungen bis zum Muskelversagen
- 3 Sätze a 10-12 Wiederholungen bis zum Muskelversage
- 3 Sätze 30-40 Wiederholungen bis zum Muskelversagen
Das Resultat?
Die Menge an neu aufgebauter Muskelmasse im Bereich der Beine war nahezu identisch. Ein Training mit leichteren gewichten und höheren Wiederholungszahlen regte ein genauso starkes Muskelwachstum wie ein Training mit schwereren Gewichten und niedrigeren Wiederholungszahlen an.
Darüber hinaus nahm die durchschnittliche Größe von sowohl schnell, als auch langsam kontrahierenden Muskelfasern bei schweren und leichten Gewichten in gleichem Umfang zu, was bedeutet, dass beide Muskelfasertypen während des Trainings rekrutiert und stimuliert wurden.
Hohe Wiederholungszahlen vs. niedrige Wiederholungszahlen für ein Muskelwachstum
Auch die zweite Studie zog Kritik auf sich, was hauptsächlich damit in Zusammenhang stand, dass sie untrainierte Anfänger als Probanden verwendete. Nimm jemanden, der noch nie trainiert hat und lasse ihn ein paar Monate lang mit Gewichten trainieren. Er wird dazu neigen unabhängig davon, wie er trainiert, Muskeln aufzubauen.
Würde man dieselben Resultate bei jemandem beobachten, der bereits seit einigen Jahren trainiert?
Um dies herauszufinden rekrutierte Phillips eine Gruppe von 49 Männern, die über durchschnittlich 4 Jahre Trainingserfahrung verfügten. Diese Männer wurden in zwei Gruppen eingeteilt (3). Eine Gruppe führte 20 bis 25 Wiederholungen pro Satz aus, während die andere Gruppe 8 bis 12 Wiederholungen ausführte.
Das Resultat?
Nach 12 Wochen konnte kein statistisch signifikanter Unterschied bezüglich der Rate des Muskelwachstums bei diesen beiden Gruppen beobachtet werden. Wie bei den mit Anfängern durchgeführten Untersuchungen hatte die durchschnittliche Größe von sowohl schnell, als auch langsam kontrahierenden Muskelfasern in beiden Gruppen in ähnlichem Umfang zugenommen.
Doch dies bedeutet nicht, dass beide Trainingsprotokolle identische Resultate geliefert haben. Die durchschnittliche Muskelmasse lag bei der Gruppe, die hohe Wiederholungen verwendet hatte bei einem Kilo, im Vergleich zu 1,6 Kilo bei der Gruppe, die mit niedrigen Wiederholungszahlen trainiert hatte.
Wenn die Studie länger angedauert hätte oder die Anzahl der Probanden höher gewesen wäre, dann hätte der Unterschied bezüglich der Resultate beider Gruppen groß genug werden können, um die Schwelle der statistischen Relevanz zu überschreiten.
Natürlich sind dies lediglich die Resultate einiger weniger Studien und es ist nie eine gute Idee Schlussfolgerungen aus einer geringen Anzahl an Studien zu ziehen. Es gibt jedoch noch reichlich weitere Untersuchungen, die zahlreiche Vorzüge eines Trainings mir leichten Gewichten und hohen Wiederholungszahlen zeigen:
- Leichtes Training mit langsamer Bewegungsgeschwindigkeit (55 bis 60% des 1RM Gewichts und 3 Sekunden für anheben und absenken des Gewichts) kann sowohl Muskelmasse, als auch Maximalkraft steigern (4). Die Resultate sind mit denen vergleichbar, die mit einem schweren Training mit normaler Geschwindigkeit (80 bis 90% des 1RM Gewichts, 1 Sekunde für anheben und absenken des Gewichts) erreichbar sind.
- Sowohl schweres (4 Sätze a 8 bis 10 Wiederholungen), als auch leichtes Training (4 Sätze a 18 bis 20 Wiederholungen) aktivieren die Expression unterschiedlicher Gene, die am Muskelwachstum beteiligt sind (5).
- Ein achtwöchiges Training der Arme mit leichten Gewichten (20 RM Gewicht) und kurzen Pausenintervallen (30 Sekunden) führt zu Zuwächsen an Muskelmasse, die sich nicht von den Zuwächsen unterscheiden, die bei schwereren Gewichten (8 RM Gewicht) und längeren Pausenintervallen (3 Minuten) beobachtet werden konnten (6).
- Training mit leichteren Gewichten und höheren Wiederholungszahlen (nicht bis zum Muskelversagen) regt die Proteinsynthese im Bindegewebe genauso gut wie ein schweres Training an, was bedeutet, dass ein solches Training während der Rehabilitation nach Verletzungen eine Rolle bei der Verbesserung der Regeneration des Bindegewebes spielen kann (7)
- Acht Wochen Training mit hohen Wiederholungszahlen und leichten Gewichten (30 bis 40 Wiederholungen pro Satz) baut genauso viele Muskeln wie ein Training mit niedrigeren Wiederholungszahlen (8 bis 12 Wiederholungen pro Satz) und schweren Gewichten auf (8). Die Verwendung eines gemischten Protokolls, welches einen Wechsel zwischen schweren und leichten Gewichten umfasste, konnte keine besseren Resultate liefern.
Training mit super hohen Wiederholungszahlen: Wie leicht ist zu leicht?
Die meisten Studien, die wir bisher betrachtet haben, zeigen ähnliche Raten des Muskelwachstums bei sowohl niedrigen, als auch hohen Wiederholungszahlen. Aber was geschieht, wenn Du damit beginnst, ein Training mit super hohen Wiederholungszahlen auszuführen? Und mit super hoch meine ich etwas im Bereich von 60 bis 70 Wiederholungen pro Satz.
Das war die Frage, die sich ein brasilianisches Team von Wissenschaftlern gestellt hat, das eine Gruppe von 30 untrainierten Männern als Probanden verwendete und diese für 12 Wochen zweimal wöchentlich mit Gewichten trainieren ließ (9).
Die Probanden wurden hierbei auf drei Gruppen aufgeteilt. Alle drei Gruppen trainierten Bizeps und Quadrizeps einer Seite ihres Körpers mit sehr leichten Gewichten und super hohen Wiederholungszahlen (20% ihres 1RM Gewichts und 60 bis 70 Wiederholungen pro Satz).
Auf der anderen Seite ihres Körpers verwendeten die Männer drei unterschiedliche Lastprotokolle, wie dies bereits bei anderen ähnlichen Studien getan wurde (10):
- Ein Protokoll mit hohen Wiederholungszahlen, bei dem mit 40% des 1RM Gewichts etwa 30 Wiederholungen ausgeführt wurden.
- Ein Protokoll mit moderaten Wiederholungszahlen, bei dem mit 60% des 1RM Gewichts etwa 15 bis 20 Wiederholungen ausgeführt wurden.
- Ein Protokoll mit niedrigen Wiederholungszahlen, bei dem mit 80% des 1RM Gewichts etwa 10 bis 15 Wiederholungen ausgeführt wurden.
Alle drei Gruppen trainierten bis zum Muskelversagen und führten zwei Übungen aus: Bizepscurls und Beinpressen.
Am Ende der 12 Wochen führte ein Training mit niedrigen, moderaten und hohen Wiederholungszahlen zu ähnlichen Zuwächsen an Muskelmasse. Höhere Wiederholungszahlen mit leichteren Gewichten bewirkten ein genauso starkes Muskelwachstum wie schwerere Gewichte und niedrigere Wiederholungszahlen.
Das Ganze sah jedoch auf der Seite des Körpers, die mit super hohen Wiederholungszahlen trainiert wurde, ganz anders aus. Hier wuchsen die Muskeln nur mit der Hälfte der Rate der anderen Trainingsprotokolle.
Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutete dies, dass auch wenn 30 Wiederholungen zu identischen Zuwächsen wie Sätze mit 10 bis 15 Wiederholungen führten, ein Training mit lediglich 20% des 1RM Gewichts unterhalb der Reizschwelle zu liegen scheint, die für eine Maximierung der Zuwächse an Muskelmasse notwendig ist.
Hohe Wiederholungszahlen vs. niedrige Wiederholungszahlen: zwei Typen des Muskelwachstums
Einige sagen, dass der Typ von Muskelwachstum, der durch ein Training mit leichteren Gewichten und höheren Wiederholungszahlen hervorgerufen wird, nicht „so gut“ wie der Typ von Muskelwachstum ist, der durch schwerere Gewichte hervorgerufen wird.
Hier ist das, worüber diese Menschen sprechen:
Wenn Du Dir eine Scheibe des Muskelgewebes genauer ansehen könntest, dann würdest Du sehen, dass dieses aus vielen kleineren Muskelfasern besteht. Deine Muskeln werden größer, wenn diese einzelnen Fasen dicker werden – ein Prozess, der auch als Hypertrophie bezeichnet wird.
Innerhalb jeder Muskelfaser befinden sich längliche Strukturen, die als Myofibrillen bezeichnet werden und die parallel zueinander verlaufen. Die Myofibrillen sind der Teil des Muskelgewebes, der zur Kraftproduktion beiträgt.
Es gibt weiterhin einen flüssigen Teil der Muskelfaser, der als Sarkoplasma bezeichnet wird und in dem die Myofibrillen eingebettet sind. Dieses Sarkoplasma enthält Dinge wie Wasser, Glykogen und Myoglobin und trägt nicht direkt zur Produktion von Muskelkraft bei.
Der Begriff myofibrillare Hypertrophie bezieht sich auf eine Erhöhung des Volumens der Myofibrillen, während sich der Begriff sarkoplasmische Hypertrophie auf eine Erweiterung des Plasmas bezieht.
Die Idee ist, dass ein Training mit leichteren Gewichten und höheren Wiederholungszahlen hauptsächlich zu einer sogenannten „nicht funktionalen“ sarkoplasmischen Hypertrophie führt, die weiche, aufgepumpte Muskeln schafft, die relativ schnell wieder in sich zusammenfallen.
Ein Training mit schweren Gewichten und niedrigeren Wiederholungszahlen soll hingegen bevorzugt die Rate der myofibrillaren Hypertrophie erhöhen, was zu dichten, starken und „funktionalen“ Muskeln führt.
Das ist zumindest die Theorie, aber ich persönlich bin von dieser nicht wirklich überzeugt.
Bei einer der wenigen Studien, die die Auswirkungen eines Trainings mit hohen vs. niedrigen Wiederholungszahlen auf myofibrillare und sarkoplasmische Proteinsynthese miteinander verglich, erhöhte ein Training mit niedrigen Gewichten und hohen Wiederholungszahlen die Rate der sarkoplasmischen Proteinsynthese in größerem Umfang als ein schwereres Training (1).
Aber dieses Training erhöhte auch die Rate der myofibrillaren Proteinsynthese. Es ist interessant, dass bei einer Messung, die 24 Stunden nach dem Training durchgeführt wurde, das Training mit hohen Wiederholungszahlen und leichten Wiederholungen (4 Sätze a 24 Wiederholungen), die myofibrillare Proteinsynthese in weitaus größerem Umfang als ein Training mit schweren Gewichen und niedrigeren Wiederholungszahlen erhöhte.
Hierbei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass diese Studie die kurzfristigen Veränderungen der Proteinsynthese nach dem Training anstelle der langfristigen Veränderungen des Muskelgewebes nach mehreren Monaten des Trainings betrachtete. Wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass ersteres vollständig verlässlich ist, um letzteres vorherzusagen.
Doch trotzdem stellt diese Studie die Idee in Frage, dass ein Training mit höheren Wiederholungszahlen und leichteren Gewichten vorzugsweise die sarkoplasmische Hypertrophie anstelle der myofibrillaren Hypertrophie erhöhen wird.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass Trainingsprogramme, die auf dem sarkoplasmische vs. myofibrillare Hypertrophie Konzept aufbauen nicht funktionieren können. Lediglich die Art und Weise, auf die sie funktionieren sollen, entspricht wahrscheinlich nicht der Realität.
Das Sarkoplasma existiert und es kann wachsen (11). Es gibt jedoch keine überzeugenden Beweise dafür, dass Zuwächse an Muskelmasse, die durch ein Training mit leichteren Gewichten und höheren Wiederholungszahlen zustande kommen, primär auf einer „nicht funktionalen“ sarkoplasmischen Hypertrophie basieren, während der myofibrillare Anteil des Muskels derselbe bleibt, oder in sehr viel geringerem Umfang wächst.
Hohe Wiederholungszahlen vs. niedrige Wiederholungszahlen: abschließende Gedanken
Was bedeutet all dies für die Praxis? Es bedeutet mit Sicherheit nicht, dass ein Training mit leichten Gewichten und hohen Wiederholungszahlen jetzt der beste Weg ist, Muskeln aufzubauen. In der Tat bedeutet, dass es möglich ist, Muskeln unter Verwendung höherer Wiederholungszahlen und leichterer Gewichte aufzubauen, nicht notwendigerweise, dass es eine gute Idee ist, dies zu tun.
Erinnere Dich daran, dass es zumindest im Hinblick auf das Muskelwachstum keine erkennbaren Vorzüge bezüglich der Protokolle mit hohen Wiederholungszahlen und leichtem Gewichten gab. Diese Protokolle führten nicht zu überlegenen Zuwächsen an Kraft oder Muskelmasse, aber die Ausführung eines jeden Satzes dauerte doppelt so lange.
Ein Training bis zum Muskelversagen in einem höheren Wiederholungsbereich ist außerdem sehr unangenehm und extrem schmerzhaft – und sehr viel härter als ein Training bis zum Muskelversagen mit schwereren Gewichten und niedrigeren Wiederholungszahlen.
Längere, schmerzvollere Trainingseinheiten auszuführen, um einfach nur dieselben Resultate zu generieren, klingt für mich nicht unbedingt nach einer tollen Idee. Zusätzlich hierzu sind niedrigere Wiederholungszahlen mit schwereren Gewichten deutlich überlegen, was Kraftzuwächse angeht (12).
Was all dies bedeutet ist, dass der Wiederholungsbereich, den Du verwenden kannst, um Muskeln aufzubauen, deutlich weiter ist, als man früher gedacht hat.
Die meisten Studien zeigen recht ähnliche Zuwächse an Muskelmasse über eine große Bandbreite von Wiederholungsbereichen. Dies gibt Dir bei der Art von Training, die Du ausführen kannst, eine sehr viel größere Auswahl.
So können z.B. Gelenkprobleme oder Verletzungen bedeuten, dass ein Training mit schweren Gewichten Schmerzen in Schultern, Ellenbogen, Knien oder Handgelenken bedeutet.
Die Lösung für dieses Problem ist recht einfach. Wenn eine Verwendung schwerer Gewichte Schmerzen hervorruft, dann verwende stattdessen ganz einfach leichtere Gewichte. Du kannst von schweren Gewichten und niedrigen Wiederholungszahlen zu leichten Gewichten und hohen Wiederholungszahlen wechseln, ohne auf irgendwelche Zuwächse verzichten zu müssen.
Vielleicht bevorzugst Du auch bei gewissen Übungen leichtere Gewichte und schwerere Gewichte bei anderen. Auch dann kannst Du ohne Dir Sorgen um Deine Zuwächse machen zu müssen jeweils die Gewichte verwenden, die Dir am besten zusagen.
Kurz gesagt gilt, dass Du Deine Muskeln mit einer großen Bandbreite an Wiederholungsbereichen und Gewichten, die von leicht bis schwer reichen zum Wachsen bringen kannst, so lange Du hart trainierst und Dich forderst.
Referenzen:
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20711498
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22518835
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27174923
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1897861
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19826309
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28032435
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19903866
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27350928
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29564973
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28177712
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24471859
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25853914

Verwende Teilwiederholungen, um Deine Leistungen bei Klimmzügen zu verbessern
Bist Du schlecht bei Klimmzügen? Meide Maschinen und verwende stattdessen diese Technik.
Trainierende, die nicht viele Klimmzüge ausführen können, verwenden für gewöhnlich irgendeine Art von Maschine für unterstützte Klimmzüge. Die meisten dieser Maschinen bringen Dich jedoch nicht weit genug nach oben, dass Du Dein Kinn über die Stange bewegen kannst und keine dieser Maschinen wird an Deiner Kapazität arbeiten, Deinen Körper im Raum zu bewegen, da der Köper fixiert ist (was bedeutet, dass keine dreidimensionale Bewegung möglich ist). Gibt es eine bessere Methode? Ja, Teilwiederholungen.
Wie Du Teilwiederholungen bei Klimmzügen ausführst
- Bewege Deinen Körper in die obere Position eines Klimmzuges, indem Du auf eine Bank steigst. Hebe dann Deine Füße an, so dass Du frei an der Klimmzugstange hängst und führe Teilwiederholungen im oberen Bereich des Bewegungsraumes von Klimmzügen aus. Gehe hierbei nur so weit nach unten, dass Du Dich anschließend wieder nach oben ziehen kannst. Führe 3 bis 5 Teilwiederholungen aus.
- Danach lässt Du Dich kontrolliert in die untere Position bei Klimmzügen ab und führst Teilwiederholungen vom tiefsten Punkt der Bewegung aus. Hierbei ziehst Du Dich so weit wie möglich nach oben und senkst Deinen Körper anschließend kontrolliert wieder ab. Führe so viele Wiederholungen wie möglich aus.
Im Laufe der Zeit wird die Länge jeder dieser beiden Phasen zunehmen und schon bald wirst Du Klimmzüge über den gesamten Bewegungsraum ausführen können.
Bonusmethode: horizontales Rudern
Auch wenn diese Bewegung nicht dasselbe Bewegungsschema wie Klimmzüge umfasst, kann sie Dir trotzdem dabei helfen zu üben, Deinen eigenen Körper anzuheben. Es wird einen gewissen Übertrag für Klimmzüge geben. Dies ist zwar nicht meine primäre Strategie, aber sie kann zum Training hinzugefügt werden, da sie den Körper nicht zu sehr belastet.
Kämpfe nicht gegen Schlaflosigkeit an – steh auf
Es gibt einen Grund dafür, dass Du mitten in der Nacht aufwachst. Kämpfe nicht dagegen an.
Von TC Luoma
Quelle: https://www.t-nation.com/living/tip-dont-fight-insomnia-get-up
Erste und zweite Schlafphase
Es ist ein lange vergessener Teil der menschlichen Physiologie, aber bis vor einigen hundert Jahren schliefen Menschen in zwei getrennten Schlafphasen, die als “erster Schlaf” und “zweiter Schlaf” bezeichnet wurden. Wenn es dunkel wurde, gingen sie zu Bett, aber dann wachten sie irgendwann nach Mitternacht auf, verließen ihr Bett, aßen, sozialisierten mit anderen Menschen oder taten, was immer sie wollten, bevor sie wieder ins Bett gingen und schliefen, bis die Sonne aufging.
Als Elektrizität und künstliche Beleuchtung eine weitere Verbreitung fanden, wurde dieses Verhalten vergessen, da die Helligkeit und Dunkelheit nicht länger von der Sonne, sondern von demjenigen bestimmt wurden, der die Lampe ein- und ausschaltete. Trotzdem wachen Menschen immer noch nachts auf. Und so sehr sie auch versuchen wieder einzuschlafen, erinnert sich ihr genetisches Gedächtnis an den ersten und zweiten Schlaf.
Bis zum heutigen Tag wachen Menschen mitten in der Nacht auf und machen hierfür Schlaflosigkeit verantwortlich, auch wenn es sich stattdessen um ein völlig normales und vielleicht sogar wünschenswertes Verhalten handelt. In der Tat fanden Schlafforscher, die das „erster Schlaf/zweiter Schlaf“ Verhalten bei modernen Probanden wiederherstellten (), heraus, dass die Zeit vor dem ersten Schlaf und dem zweiten Schlaf die entspannendste Zeit des Tages war und in dieser Hinsicht fast an Yoga Meditation erinnerte. Biochemisch gesehen schütteten die Probanden zwischen den Schlafphasen große Mengen an Prolaktin aus – das Hormon, das auch nach einem Orgasmus ausgeschüttet wird und ein Gefühl des Wohlbefindens hervorruft.
Natürlich empfinden moderne Menschen diese Phase als alles andere als entspannend. Sie versuchen sich dazu zu zwingen einzuschlafen oder verwenden sogar pharmazeutische Einschlafhilfen.
Tue stattdessen folgendes
Wenn Du gewohnheitsmäßig mitten in der Nacht aufwachst, ziehe folgende Optionen in Betracht:
- Stehe auf, anstatt im Bett zu liegen und verzweifelt zu versuchen wieder einzuschlafen. Tue etwas angenehmes, das entspannt anstatt Dich anzuregen. Wenn Du liest, dann verwende einen Kindle oder eines dieser altmodischen Bücher Dinger (das blaue Licht elektrischer Bildschirme beeinflusst Deine Schlafhormone auf unerwünschte Art und Weise). Gehe nach etwa einer halben Stunde wieder ins Bett. Anstatt bewusst zu versuchen einzuschlafen, solltest Du geduldig darauf warten, denn je verzweifelter Du versuchst einzuschlafen desto schwerer wird Dir dies fallen.
- Wenn Du wirklich nicht wieder einschlafen kannst, ziehe ernährungstechnische Interventionen anstelle von potentiell abhängig machenden Medikamenten in Betracht. Magnesium spielt bei der Regulierung der Schlafschemata eine entscheidende Rolle und in unserer Gesellschaft ist ein Magnesiummangel weit verbreitet. 400 bis 500 mg vor dem Zubettgehen können oft eine sofortige Wirkung zeigen.
Versuche nicht, Deine Trizeps mit Dips zu trainieren
Eine Veränderung der Form der Ausführung von Dips, um die Trizeps zu trainieren, wird Deine Gelenke ruinieren. Hier ist eine bessere Methode, die hervorragend funktioniert
Von Joel Seedman, PhD
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-dont-try-to-hit-the-triceps-with-dips
Ein weit verbreiteter Trend, den man bei Dips beobachten kann, besteht darin, die Winkel und die Mechanik zu verändern, um stärker auf die Trizeps abzuzielen. Unglücklicherweise stellt diese Veränderung der Körpermechanik einen hervorragenden Weg zur Förderung dysfunktionaler Bewegungsschemata dar, welche die Gelenke schädigen können. Dies ist etwas, was ich als fehlerhaftes Abzielen auf eine bestimmte Muskelaktivierung bezeichne, da der Trainierende die korrekten Aktivierungsschemata in der Hoffnung vernachlässigt, spezifische Muskeln aktivieren zu können.
Eine korrekte Ausführung von Dips sollte eine Zentrierung des Oberkörpers mit gleichmäßig über die beteiligten Gelenke und die beteiligten Muskeln verteilter Belastung anstelle einer Isolierung eines spezifischen Bereichs umfassen. Abgesehen davon, dass dies Deine Gelenke retten wird, platziert Dich diese Art der Ausführung in der stärksten Position in der Du das meiste Gewicht bewegen und somit Dein Muskelwachstum maximieren kannst.
Tue stattdessen Folgendes
Wenn Dein Ziel darin besteht, auf Deine Trizeps abzuzielen, dann gibt es eine effizientere Methode. Anstatt Deine natürliche Körpermechanik zu opfern, kannst Du versuchen eine Vorermüdung zu verwenden, während Du bei Dips die ideale Mechanik und Technik verwendest.
Um Deine Trizeps bei Dips effektiver zu belasten und eine Verwendung der Brust- und Schultermuskeln zu minimieren, kannst Du direkt vor der Ausführung von Dips eine Isolationsübung für die Trizeps wie Trizepsdrücken am Kabelzug oder Trizepsdrücken liegend (Skullcrusgers) ausführen. Dies wird die Trizeps ermüden und dazu führen, dass Deine Trizeps bei den anschließend folgenden Dips vor Deinen Brust und Schultermuskeln aufgeben.
Noch wichtiger ist jedoch, dass Du Deine Trizeps betont trainierst, während Du gleichzeitig Dein Bewegungsschema intakt hältst, anstatt Deine natürliche Körpermechanik mit einer mutierten Version der Übung zu ruinieren.
Meide nichsteroidale Entzündungshemmer und Eisbehandlungen zur Behandlung eines Muskelkaters
Wenn Du Eis oder Schmerzmittel nach brutalen Trainingseinheiten verwendest, dann bremst Du Dein Muskelwachstum aus
Von TC Luoma
Quelle:https://www.t-nation.com/training/tip-avoid-nsaids-and-icing-sore-muscles
Die Wahrheit über Entzündungen
Ohne Entzündungen würden Verletzungen nicht heilen…niemals. Jede Krankheit würde über Jahre bestehen. Selbst Die Muskeln, die Du stärken und aufbauen möchtest, würden wahrscheinlich niemals stärker oder größer werden, wenn Entzündungen nicht existieren würden. Der ganze Kampf, der nach einer Verletzung oder harten Trainingseinheiten stattfindet, ist eine streng choreographierte Offensive, die dazu gedacht ist, den Körper zu heilen. Die Schwellung, die bei einer Entzündung zustande kommt, erlaubt es den „Superheldenproteinen“ – weiße Blutkörperchen und Antikörpern – in die Arena zu kommen.
Wenn Du eine Verletzung jedoch mit nichtsteroidalen Entzündungshemmern (Aspririn, Ibuprofen, usw.) behandelst, dann verhinderst Du all dies. Du stoppst den Heilungsprozess. Auch wenn eine Eisbehandlung oder Schmerzmittel zur Behandlung lange anhaltender chronischer Schmerzen in Ordnung sein mag, solltest Du zweimal darüber nachdenken, diese zur Behandlung akuter, kurzzeitiger Schmerzen einzusetzen.
Empfehlungen:
- Kühle Deine Muskeln nach dem Training nicht mit Eis oder Eisspray. Eis trägt nicht zur Heilung bei, sondern lindert lediglich den Schmerz.
- Verwende nach dem Training oder bei kleineren Verletzungen keine nichsteroidalen Entzündungshemmer, wenn dies nicht absolut notwendig ist.
- Um tägliche, nicht mit dem Training in Verbindung stehende Entzündungen zu behandeln und die Chancen auf eine gute allgemeine Gesundheit zu erhöhen, solltest Du entzündungsfördernde Praktiken (nicht genug Schlaf, Alkoholkonsum, eine schlechte Ernährung, usw.) meiden und entzündungshemmende Nährstoffe wie Curcumin und/oder konzentriertes Fischöl verwenden.
- Verwende zur Behandlung chronischer Entzündungen oder starker Schmerzen nichtsteroidale Entzündungshemmer laut der Anweisungen auf dem Beipackzettel oder nimm zwei Kapseln Curcumin zweimal täglich und/oder 4 bis 8 Kapseln Fischöl pro Tag ein.
- Wenn Du im Fitnessstudio bis an Deine Grenzen gehst und hierdurch Deine Entzündungslevel bis auf ein bedenkliches Maß nach oben treibst, dann kann etwas leichtes Training wie Gehen am Folgetag Entzündungen auf ein nicht schädigendes, muskelaufbauendes Niveau reduzieren.
- Wenn ein extremes Training im Kraftraum Tag für Tag Dein Status Quo ist, dann solltest Du eine geeignete Supplementation rund um Dein Training verwenden, um Deine Entzündungslevel im grünen Bereich zu halten. Dies wird verhindern, dass Deine entzündlichen Prozesse Amok laufen und Dein Muskelkater unerträglich wird, so dass Du dazu in der Lage bist, Tag für Tag beim Training alles zu geben und maximale Fortschritte zu erzielen.
Nimm die Farmers Walk Herausforderung an
Verbessere mit diesem harten Test Deine Kondition, Deine Griffkraft, Deinen Trapezius und so ziemlich alles andere.
Von Dan John | 12/29/15
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-the-farmers-walk-challenge
Einfach, aber brutal
Schnapp Dir ein paar 40 Kilo Kurzhanteln oder Kettlebells. Das ist das Gewicht, das meine ehemalige High School Footballspieler verwendeten. Natürlich kannst Du das Gewicht anpassen, aber 40 Kilo ist für die meisten Erwachsenen die richtige Wahl.
Die Herausforderung ist einfach: Gehe innerhalb von 5 Minuten so weit, wie Du kannst. Es funktioniert am besten, wenn Du vom Startpunkt aus weg läufst, so dass der Rest der Trainingseinheit mehr Sinn macht.
Der Rest der Trainingseinheit ist einfach: Bringe die Gewichte zurück zum Startpunkt.
Ganz offensichtlich besteht der schwierige Teil der Herausforderung darin, die Kurzhanteln zurück zum Startpunkt zu bringen. Wenn Dich das Wegtragen 5 Minuten gekostet hat, dann kann es eine lange Zeit dauern, bis Du wieder am Ausgangspunkt ankommst. Halte einfach Deine Körperhaltung aufrecht und entdecke zum ersten Mal Deinen Trapezius.
Wenn Du diese Übung in einem Fitnessstudio ausführst, dann laufe Kreise um irgendwelches Equipment oder laufe hin und her. (Verwende hierfür kein Laufband, oder Filme es, falls Du die Übung auf einem Laufband ausführst, so dass wir darüber lachen können, wenn Du hinfällst.) Eine unbeliebte Variation dieser Herausforderung besteht darin, einen 15 Minuten Spaziergang zu machen und dann zurück zu kommen – aber das ist wahrscheinlich eher etwas für Verrückte.
Führe Floor-Presses aus
Hier ist der Grund dafür, dass Du gelegentlich Bankdrücken ohne Bank trainieren solltest
Von Christian Thibaudeau
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-the-floor-press
Floor Presses – Langhantel Bankdrücken, das ohne Bank auf dem Boden liegend ausgeführt wird – hat sich bei vielen Top Powerliftern zu einer Basisübung entwickelt, aber prinzipiell kann jeder, der stärker werden und Muskeln aufbauen will, von dieser Übung profitieren.
Interessanterweise handelt es sich hierbei nicht um eine neue Übung, sondern um die Wiederentdeckung einer sehr alten Übung. Vor langer Zeit, bevor Trainierende Hantelbänke hatten, waren Floor Presses die einzige Brustübung, die diese Trainierenden ausführen konnten. Diese Übung gibt es bereits seit über 100 Jahren.
Es handelt sich hierbei um eine sehr effektive Übung für den Aufbau von Druckkraft und Muskelmasse im Bereich von Brust, Schultern und Trizeps. Um zu verstehen, warum diese Übung effektiv ist, ist es wichtig die Kraftproduktion zu verstehen, wenn Du ein Gewicht bewegst.
3 Faktoren, die zur Kraftproduktion beitragen:
- Die eigentliche Kontraktion des Muskels.
- Die Elastizität des Muskelgewebes und der Sehnen. Ein Muskel ist von Natur aus elastisch. Er wird wie ein Gummiband mit Kraft wieder seine normale Länge einnehmen, nachdem er gedehnt wurde. Diese Vordehnung trägt zur Kraftproduktion bei, wenn Du ein Gewicht bewegst und der Muskel wieder seine normale Länge einnimmt.
- Der myostatische Dehnungsreflex. Ein Muskel verfügt über Rezeptoren, die als Muskelspindeln bezeichnet werden. Wenn dieser Muskel gedehnt wird, dann aktivieren die Spindeln den Dehnungsreflex, welcher den Muskel verkürzt, um ein Reißen des Muskels zu verhindern. Dieser Beitrag zur Kraftproduktion arbeitet mit der Elastizität des Muskels zusammen.
Das Drücken auf dem Boden reduziert den Beitrag der Elastizität und des Dehnungsreflexes. Wenn Du zu Beginn jeder Wiederholung für ein oder zwei Sekunden mit Deinen Oberarmen auf dem Boden pausierst, dann kannst Du den Beitrag des Dehnungsreflexes um etwa 90% reduzieren. Das ist der Grund dafür, dass die meisten von uns bei Floor Presses schwächer als beim Bankdrücken sein werden, obwohl der Bewegungsraum deutlich kürzer ist.
Durch eine Hemmung des Dehnungsreflexes verlässt Du Dich bei Floor Presses nahezu vollständig auf die eigentliche Kontraktion der Muskeln. Dies resultiert in einer kraftvolleren Kontraktion und einer Menge Zuwächsen an Masse und Kraft. In diesem Sinne sind Floor Presses das Oberkörpergegenstück zu Kreuzheben.
Dies bedeutet nicht, dass Du auf reguläres Bankdrücken zugunsten von Floor Presses verzichten solltest. Wenn Du dies tust, dann verlierst Du Deine Fähigkeit, den Dehnungsreflex zu Deinem Vorteil zu nutzen, was Deine Leistungen reduzieren und Dein Verletzungsrisiko erhöhen wird.
Trainiere den oberen und den unteren Bereich beim Kreuzheben
Von John Gaglione
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-work-the-top-and-bottom-range-of-the-deadlift
Wenn Du die Grundlagen des Kreuzhebens erst einmal gelernt hast und Du Schwachpunkte im Bewegungsablauf hast, dann ist es wichtig spezielle Übungen zu verwenden, um die Kraft im unteren und oberen Bereich der Bewegung zu steigern.
Kreuzheben von Blöcken aus (https://www.youtube.com/watch?v=gRcIKKQInAc)
Um die Kraft im oberen Teil der Bewegung zu steigern, gibt es nichts Besseres als Kreuzheben von Blöcken aus. Diese Übung ist besser als Rack Pulls, da sich die Stange genauso biegt, wie wenn Du vom Boden aus ziehen würdest. Anstelle von Blöcken kannst Du die Langhantel auch auf eine andere Erhebung wie Hantelscheiben legen. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten zu schummeln, wenn Du das Gewicht aus einer Ablage hebst und außerdem kannst Du nur dann die korrekte Position beim Kreuzheben nachahmen, wen Du von Blöcken aus ziehst.
Defizit Kreuzheben (https://www.youtube.com/watch?v=3HquEKxHeNo)
Für Kraft im unteren Bereich der Bewegung ist Defizit Kreuzheben hervorragend geeignet. Wenn Du auf einer Erhöhung stehst, wird dies den Anfang der Bewegung sehr viel schwerer machen. Dies ist extrem wichtig, wenn Du Probleme damit hast, das Gewicht vom Boden anzugeben. Es ist hierbei nicht notwendig, es mit der Höhe der Erhöhung zu übertreiben – ein paar Zentimeter sind völlig ausreichend.
Wann solltest Du diese Übungen ausführen
Diese unterstützenden Übungen sollten nach Deinen Arbeitssätzen ausgeführt werden. Im Allgemeinen funktionieren Sätze a 5 bis 8 Wiederholungen am besten, aber gelegentlich kannst Du anstelle des traditionellen Kreuzhebens auch schwerere Sätze a 3 Wiederholungen oder schwere Einzelwiederholungen ausführen.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-stage-reps-to-improve-your-pull-ups
Von Christian Thibaudeau

Wusstest Du, dass bestimmte Fettzellen in Deinem Körper extrem resistent dagegen sind, dass das in ihnen enthaltene Fett mobilisiert und verbrannt wird? Und wusstest Du, dass diese Fettzellen dazu neigen, sich in den gefürchteten hartnäckigen Bereichen wie Bauch, Hüfte und Oberschenkel anzusammeln?
Und wusstest Du, dass Du wissenschaftlich basierte Ernährungs- und Trainingsstrategien verwenden kannst, um dieses hartnäckige Fett ein für alle mal zu verbrennen? Stelle Dir vor, wie es wäre, wenn Du die schmale Taille und den Waschbrettbauch, die Du Dir schon immer gewünscht hast, das ganze Jahr über haben könntest. Und stelle Dir vor, dass Du nie wieder seltsame Diäten oder aufreibende Trainingsprogramme durchführen müsstest, deren Resultate Dich letztendlich nur enttäuschen werden.
Nun, Du musst Dir diese Dinge nicht länger vorstellen, denn ich werde Dir den Weg zu all diesen Zielen in diesem Artikel vorstellen. In 15 Minuten wirst Du wissen, was Dein Bauchfett so hartnäckig macht und was Du tun kannst, um es ein für alle Mal loszuwerden.
Beginnen wir damit, was Bauchfett von anderen Fettdepots in Deinem Körper unterscheidet.
Was macht Bauchfett so hartnäckig?
Wenn Du Probleme damit hast, Fett am Bauch zu verlieren, dann brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen:
- Du bist nicht genetisch verflucht
- Du musst keine speziellen Übungen ausführen
- Deine Hormonspiegel sind wahrscheinlich völlig in Ordnun
- Du isst nicht die falschen Nahrungsmittel (nein, Zucker ist nicht das Problem)
- Du musst nicht auf Kohlenhydrate verzichten
Die Realität ist, dass Du jede Regel für einen schlanken Bauch befolgen könntest, die Mainstream Gurus im Internet propagieren, dass Du jede Übung für einen flachen Bauch ausführen könntest, dass Du jedes mögliche, angeblich Deine Hormonspiegel durcheinander bringende Lebensmittel meiden könntest, dass Du Dich von jeder Form von Zucker verabschieden könntest, dass Du Dich den Entsagungen eines kohlenhydratarmen Lebensstils aussetzen könntest…und trotzdem für den Rest Deines Lebens Berge von unansehnlichem Bauchfett mit Dir herumtragen könntest.
Es muss jedoch nicht so enden. Unabhängig von Deinen genetischen Veranlagungen oder Deinen Hormonen kannst Du den schlanken und definierten Bauch erreichen, von dem Du schon immer geträumt hast. Und das Ganze könnte leichter sein, als Du für möglich gehalten hättest…wenn Du genau weißt, was Du tust und warum Du es tust.
Und dieses Wissen beginnt mit einem physiologischen Verständnis davon, wie die Fettverbrennung funktioniert. Wenn wir über eine Fettverbrennung sprechen, dann sprechen wir in Wirklichkeit über einen zweiteiligen Prozess, der aus Lipolyse und Oxidation besteht.
Die Lipolyse ist der Prozess, bei dem Fettzellen Moleküle gespeicherter Energie (Fettsäuren) in den Blutkreislauf freisetzen, während die Oxidation der Prozess ist, in dessen Rahmen Zellen diese Fettsäuren verwenden, bzw. verbrennen.
Die primäre Methode des Körpers zur Anregung der Lipolyse ist die Produktion der Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin. Diese Chemikalien gelangen in den Blutkreislauf, werden über das Blut zu den Fettzellen transportiert und docken dort an bestimmte Rezeptoren an.
Sobald diese Katecholamine an die Rezeptoren der Fettzellen angedockt haben, regen sie die Freisetzung von Fettsäuren an, die in den Fettzellen gespeichert sind. Andere Zellen sind dann dazu in der Lage diese Fettsäuren zum Zweck der Energieproduktion zu verwenden.
All dies wird für viele Leser nichts wirklich Neues sein, doch die meisten wissen nicht, dass nicht alle Fettzellen gleich sind. Einige sprechen gut auf Katecholamine an, aber andere nicht. Wenn Du schon einmal über einen längeren Zeitraum diätet hast, dann wirst Du dies bereits am eigenen Leib erlebt haben. Bestimmte Bereiche Deines Körpers wie Deine Brust, Deine arme und Dein Gesicht werden straffer, während andere wie Dein Bauch, Deine Hüften und Deine Oberschenkel sich nicht wirklich zu verändern scheinen.
Der primäre Grund hierfür ist die einfache Tatsache, dass Fettzellen zwei unterschiedliche Typen von Katecholaminrezeptoren aufweisen, die völlig entgegengesetzte Funktionen aufweisen (1). Diese Rezeptoren sind als Alpha- und Beta-Rezeptoren bekannt und auch wenn ihre Physiologie recht komplex ist, läuft alles auf Folgendes hinaus: Alpha-Rezeptoren behindern die Lipolyse, während Beta-Rezeptoren die Lipolyse anregen (2).
Dies bedeutet, dass Fettsäuren aus Fettzellen mit einer großen Anzahl von Beta-Rezeptoren relativ leicht mobilisierbar sind, während Fettsäuren aus Fettzellen mit einer großen Anzahl an Alpha-Rezeptoren nur schwer mobilisierbar sind.
Dies ist der Grund dafür, dass Du, wenn Du mit einem Fettabbauprogramm beginnst, in bestimmten Bereichen Deines Körpers wie Brust, Armen und Gesicht sofortige Resultate sehen wirst, während andere Bereiche wie Bauch, Hüfte und Oberschenkel kaum auf Deine Fettabbauanstrengungen anzusprechen scheinen.
Einer der primären Gründe dafür, dass bestimmte Fettdepots wie Bauchfett so „hartnäckig“ sind, ist der, dass die Fettzellen selbst recht resistent gegenüber einer Mobilisierung der gespeicherten Fettsäuren sind, da sie mehr Alpha-Rezeptoren als Beta-Rezeptoren haben.
Nachdem Du jetzt weißt, warum Bauchfett auch wenn Du diätest dazu neigt, Dein lebenslanger Freund zu bleiben, sollten wir als nächstes einige Strategien betrachten, mit deren Hilfe wir diese Verteidigungsmechanismen gegen einen Fettabbau überlisten können.
Die 5 größten Mythen zum Fettabbau im Bauchbereich
Wenn Du Google nach Fettabbau Tipps für den Bauch befragst, wirst Du eine Menge völligen Unsinn zu lesen bekommen. Beginnen wir damit, diese Mythen zu widerlegen:
Hier ist ein kurzer Überblick
1. Du kannst nicht bevorzugt auf einen Abbau von Bauchfett abzielen
Keine Menge an Crunches oder Planks oder sonst etwas wird direkt Bauchfett verbrennen (4).
2. Es gibt keine spezifischen Nahrungsmittel, die Dir beim Abbau von hartnäckigem Fett helfen oder diesen Prozess behindern können
Bauchfett wird nicht durch hochglykämische Kohlenhydrate oder verarbeitete Nahrungsmittel oder Milchprodukte aufgebaut und keine Menge an gesunden Fetten wird Dir dabei helfen, dieses Fett abzubauen.
3.Deine Mahlzeitenfrequenz ist nicht das Problem
Der Verzehr vieler kleiner Mahlzeiten wird Deinen Stoffwechsel genauso wenig auf Touren bringen (5) wie der Verzehr weniger großer Mahlzeiten Deinen Körper in einen Hungermodus versetzen wird (6).
4. Auch spät abends zu essen ist nicht das Problem
Ob Du den größten Teil Deiner täglichen Kalorien früher oder später am Tag zu Dir nimmst, besitzt keinerlei Auswirkungen auf irgendwelche Fettabbauparameter oder Deine Körperkomposition.
5. Stress ist nicht der Schuldige
Stress kann zwar Verhaltensmuster fördern, die zu einer Gewichtszunahme führen können, aber er kann keinen direkten Fettabbau durch ein hormonelles Ungleichgewicht oder irgendeinen anderen Mechanismus bewirken.
Glücklicherweise ist der Abbau von Bauchfett sehr viel einfacher, als Dich viele Menschen glauben machen möchten. Es gibt nur ein oder zwei Dinge, die Du wissen musst, um unansehnliches Bauchfett ein für alle mal loszuwerden:
1. Du musst Deinen Gesamtkörperfettanteil reduzieren
Dies ist das, worauf es wirklich ankommt. Reduziere Deinen Körperfettanteil als Mann auf 10% oder als Frau auf 20% und der größte Teil Deines Bauchfetts wird verschwunden sein. Und jede weitere Reduzierung des Körperfettanteils wird noch weniger Bauchfett bedeuten.
2. Du kannst bestimmte Ernährungs-, Trainings- und Supplementstrategien verwenden, die Dir dabei helfen werden, Dein Bauchfett besser zu mobilisieren
Alles was Du tust, das Deinen Fettabbau im Allgemeinen beschleunigt, wird auch den Abbau Deines hartnäckigen Fetts beschleunigen. Es gibt jedoch ein paar spezifische Dinge, die Du tun kannst, um Deinem Körper dabei zu helfen, hartnäckiges Fett und insbesondere Bauchfett abzubauen. Kombiniere diese beiden Strategien – schnellerer Fettabbau und bessere Fettmobilisierung – und Du bekommst ein extrem effektives Fettabbauprogramm.
Betrachten wir im Folgenden, wie Du dies erreichen kannst.
Bewährte Wege, um Bauchfett schneller loszuwerden
Wie wir jetzt also wissen, gibt es zwei grundlegende Wege, um Bauchfett schneller loszuwerden:
- Eine Beschleunigung der Rate, mit der Du Fett im Allgemeinen abbaust und
- Deinem Körper dabei zu helfen, das Fett aus den Fettzellen mit den meisten Alpha-Rezeptoren besser zu mobilisieren.
Es gibt eine ganze Reihe von Wegen, dies zu erreichen, die ich im Folgenden betrachten werde:
1. Verwende ein moderat aggressives Kaloriendefizit
Wenn Du für einen Fettabbau diätest, dann sollte Dein Ziel darin bestehen, Fett so schnell wie möglich zu verlieren, während Du gleichzeitig Deine bestehende Muskelmasse und Deine Gesundheit aufrechterhältst. Wie gut dies funktioniert, wird hauptsächlich von der Größe Deines Kaloriendefizits bestimmt. Mit anderen Worten ausgedrückt, wird ein geringes Defizit von 5 bis 10% geringere und langsamere Resultate, als ein Defizit von 20% mit sich bringen.
Die Frage ist jedoch, wie hoch Dein Defizit werden kann, bevor es zu Problemen mit Hunger, Gelüsten und einem Muskelabbau kommt. Nun, es gibt ein paar wissenschaftliche Untersuchungen, die etwas Licht ins Dunkel bringen können.
Im Rahmen einer Studie, die von Wissenschaftlern der Universität von Jyväskylä durchgeführt wurde, reduzierten schlanke Elite Leichtathleten mit einem Körperfettanteil von unter 10% für vier Wochen ihre Kalorienzufuhr für einen Fettabbau (8).
Alle Probanden befolgten ihr reguläres Trainingsprogramm und eine proteinreiche Ernährung. Eine Gruppe von Probanden hielt ein Kaloriendefizit von etwa 12% aufrecht und konsumierte lediglich 300 kcal weniger, als sie verbrauchte, während eine andere Gruppe ein Kaloriendefizit von 24% bzw. 750 kcal pro Tag einhielt.
Nach 4 Wochen hatte die Gruppe mit dem Kaloriendefizit von 12% sehr wenig Fett und Muskeln verloren, während die Gruppe mit dem Defizit von 24% durchschnittlich 4 Pfund Fett und sehr wenig Muskeln verloren hatte. Ich habe dieselben Resultate sowohl am eigenen Körper, als auch bei unzähligen Klienten, mit denen ich gearbeitet habe, beobachtet.
Wenn Du ausreichend Protein zu Dir nimmst, ein Training mit Gewichten verwendest, um Deinen Fettabbau anzutreiben und Cardiotraining im minimalen Bereich hältst, dann kannst Du ein Kaloriendefizit von 20 bis 25% aufrecht erhalten, um Deinen Fettabbau zu maximieren und Deine Muskelverluste zu minimieren.
Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass ein höheres Kaloriendefizit notwendig sein wird, wenn Du weiterhin Fett verlieren willst, während Du schlanker wirst und mehr und mehr mit hartnäckigem Fett zu kämpfen hast. Fürchte Dich also nicht vor einem moderaten Kaloriendefizit. Es ist ein effektives Werkzeug, um Dich schlank zu machen.
2. Trainiere im Fastenzustand
Wenn Du je nach Ratschlägen gesucht hast, wie Du schneller Fett verlieren kannst – insbesondere hartnäckiges Fett im Bereich von Hüfte, Bauch oder Oberschenkeln – dann hast Du wahrscheinlich schon etwas darüber gelesen, auf nüchternen Magen zu trainieren. Laut vieler Experten ist ein Training auf leeren Magen ein einfacher, aber effektiver Weg, die Menge an Fett zu erhöhen, die Dein Körper während des Trainings verbrennt.
In diesem Ratschlag liegt eine gewisse Wahrheit, aber es gibt auch ein Problem: es ist nicht ganz so einfach. Wie leer sollte der Magen genau sein? Welche Arten von Training funktionieren am besten? Gibt es irgendwelche Nachteile?
Nun, als erstes musst Du verstehen, dass es nicht ausreicht, einfach das Gefühl zu haben, dass Dein Magen leer ist. Dies alleine garantiert in Bezug auf den Fettabbau gar nichts. Was Dir jedoch helfen kann, schneller Fett zu verlieren, ist ein Training im Fastenzustand, was etwas mit den Spiegeln unterschiedlicher Hormone zu tun hat, die den Fettabbau beeinflussen – und nicht damit, wie leer oder voll Dein Magen ist.
Wenn Du Nahrung zu Dir nimmst, dann steigen die Insulinspiegel Deines Körpers und er beginnt damit, die Nährstoffe, die Du gerade zu Dir genommen hast, aufzubrechen, zu absorbieren und zu verwenden. Dies wird auch als „postprandialer“ Zustand bezeichnet, der abhängig davon, welche Nahrungsmittel und welche Mengen dieser Nahrungsmittel Du bei dieser Mahlzeit zu Dir genommen hast, für zwei bis sechs oder mehr Stunden andauern kann (9).
Irgendwann ist Dein Körper fertig damit, die Nahrung zu verarbeiten und Deine Insulinspiegel fallen auf einen niedrigen, stabilen Basiswert ab, auf dem sie verbleiben, bis Du erneut etwas isst. Dies wird auch als „postabsorptive“ Phase bezeichnet.
Dein Körper wechselt jeden Tag zwischen diesen unterschiedlichen Phasen hin und her. Wenn Du trainierst, nachdem Dein Körper die letzte Mahlzeit verarbeitet hat und Deine Insulinspiegel wieder auf ihren Basiswert abgefallen sind, ist dies ein Training in Fastenzustand. Es ist natürlich nichts falsch daran, zu trainieren, während Deine Insulinspiegel erhöht sind und Dein Körper noch damit beschäftigt ist, Deine letzte Mahlzeit zu verarbeiten. Jedes Training wird Energie verbrennen, was Deine Gewichtsabbauanstrengungen unterstützen wird. Was viele Menschen jedoch nicht wissen ist, dass ein Training im Fastenzustand einige einzigartige Fettabbauvorzüge zu bieten hat.
1. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein Training im Fastenzustand sowohl die Lipolyse, als auch die Rate der Fettoxidation erhöht (10, 11)
Dies bedeutet, dass Dein Körper, wenn Du mit niedrigen Insulinspiegeln trainierst, dazu in der Lage ist, während Deiner Trainingseinheiten mehr Fett zu mobilisieren und zu verbrennen, als dies bei erhöhten Insulinspiegeln der Fall ist.
2. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Blutfluss in der Bauchregion erhöht ist, wenn Du Dich in einem Fastenzustand befindest, was dabei hilft, hartnäckiges Fett in diesem Bereich zu verbrennen (12).
Wie Du weißt, besteht eines der Probleme mit hartnäckigem Fett – und insbesondere mit Fett im Bauchbereich – in der reduzierten Durchblutung dieser Bereiche und ein Training im Fastenzustand kann dabei helfen, dieses Problem zu überwinden.
Ein Training im Fastenzustand hat jedoch auch einen großen Nachteil: Es erhöht die Rate des Muskelabbaus (13). Dies ist unerwünscht, denn wenn Du während des Trainings zu viele Muskeln abbaust, dann wird Dein Körper nicht dazu in der Lage sein, mit der Reparatur mitzuhalten, was dazu führt, dass Du im Lauf der Zeit Muskeln verlierst.
Ein weiterer Nachteil von Training im Fastenzustand sind schlechte Trainingseinheiten. Viele Menschen verfügen im Fastenzustand über weniger Trainingsenergie und einen reduzierten Trainingsfokus, was zur Folge hat, dass sie nicht dazu in der Lage sind, den Grad an körperlicher und mentaler Intensität aufrecht zu erhalten, den sie gewöhnt sind.
Wie Du siehst, kann ein Training im Fastenzustand ein zweischneidiges Schwert sein. Es ist gut für einen schnelleren Fettabbau, aber es ist nicht so gut, wenn es um die Aufrechterhaltung der bestehenden Muskelmasse geht und wenn Du Spaß an Deinen Trainingseinheiten haben willst.
3. Führe hochintensives Intervalltraining aus
Hochintensives Intervalltraining – kurz HIIT – ist eine Trainingsmethode, bei der Du zwischen Phasen maximaler Intensität und niedriger Intensität hin und her wechselst. Die Grundidee ist hierbei einfach: während der hochintensiven Phasen forderst Du Dich so hart wie möglich und während der Phasen mit niedrigerer Intensität versuchst Du wieder zu Atem zu kommen und Dich auf den nächsten Sprint vorzubereiten.
Fazit ist, dass HIIT für den Fettabbau deutlich effektiver als traditionelles Cardiotraining mit gleichbleibender niedriger Intensität ist. So kam z.B. eine an der University of Western Ontario durchgeführte Studie zu dem Ergebnis, dass Probanden durch 4 bis 6 Sprints von 30 Sekunden Dauer (mit Ruhephasen von 4 Minuten Dauer zwischen den Sprints) mehr Fett als durch 60 Minuten Gehen auf dem Laufband mit einer Steigung verbrannten (14).
Wenn Du hier einmal nachrechnest, ist dies recht beeindruckend. 17 bis 27 Minuten hochintensives Intervalltraining resultierten in einem stärkeren Fettabbau als 60 Minuten traditionelles Cardiotraining – und diese Resultate konnten durch weitere Studien repliziert werden (15).
Die Wissenschaft ist als recht klar: Wenn Dein Ziel darin besteht, so viel Fett wie möglich innerhalb der kürzest möglichen Zeit zu verbrennen, dann stellt HIIT den Weg der Wahl dar. Auch wenn die genauen diesem Vorteil zugrunde liegenden Mechanismen noch nicht vollständig untersucht sind, haben wissenschaftliche Untersuchungen einige Faktoren isoliert (15) und zeigen, dass HIIT:
- Deine Stoffwechselrate für bis zu 24 Stunden erhöht.
- Die Insulinsensitivität der Muskeln verbessert, was Deinem Körper hilft, die Nahrung, die Du zu Dir nimmst, besser zu absorbieren und zu verwenden (anstatt als Fett zu speichern).
- Die Fähigkeit Deiner Muskeln steigert, Fett zur Energieversorgung zu verbrennen.
- Deine Wachstumshormonspiegel erhöht, was den Fettabbau unterstützt.
- Die Katecholaminspiegel erhöht, wodurch mehr Fett mobilisiert wird.
- Den Appetit nach dem Training reduziert.
HIIT Trainingseinheiten müssen nicht länger als 20 bis 25 Minuten sein, um effektiv zu sein und kürzere Cardiotrainingseinheiten helfen dabei, Muskeln und Kraft besser aufrecht zu erhalten (16).
4. Trainiere mit schweren Gewichten
Ich bin ein großer Fürsprecher von schwerem Training mit Grundübungen und dieser Typ des Trainings bietet zwei große Fettabbauvorzüge:
1. Es hilft Dir im Rahmen eines Kaloriendefizits dabei, Deine Kraft und Deine Muskelmasse aufrecht zu erhalten.
2. Es erhöht Deinen Grundumsatz für mehrere Tage nach dem Training dramatisch (17), und wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass dieser Typ des Trainings hunderte Kalorien mehr als Trainingseinheiten mit leichteren Gewichten verbrennen kann (18).
Referenzen:
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/38720
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8401205
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8387538
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21804427
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9155494
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Quelle: https://legionathletics.com/how-to-lose-belly-fat/
Von Michael Matthews

Nachdem ich im ersten Teil dieses Artikels auf die Trainingsfrequenz und unterschiedliche Trainingsplits, die richtige Anzahl von Sätzen pro Muskelgruppe und die Frage, ob hohe oder niedrige Wiederholungszahlen besser für den Muskelaufbau geeignet sind, eingegangen bin, werde ich im vorliegenden zweiten Teil dieses Artikels über das die entscheidende Bedeutung der Progression, die ideale Wiederholungsgeschwindigkeit, die Länge der Pausen zwischen den Sätzen, Muskelschäden & Muskelkater sowie die Notwendigkeit einer guten Trainingsplanung und der Konsistenz sprechen.
Wie Du Deine Muskeln zum Wachsen bringst
Egal wie viele Sätze und Wiederholungen Du auch ausführst, ist es wichtig, dass Du hart trainierst und Dich darauf konzentrierst, Deine Trainingsleistungen im Lauf der Zeit zu erhöhen.
Was genau meine ich hiermit?
Laut der berühmten Legende begann Milon von Kroton damit, jeden Tag ein junges Kalb auf seinen Schultern zu tragen. Die Legende erzählt, dass er das Kalb auf seine Schultern nahm und durch ein großes Stadium ging. Während das Tier wuchs, wurde Milon stärker. Irgendwann war er stark genug, einen ausgewachsenen Bullen zu tragen.
Und so wurde das Konzept der schrittweisen progressiven Überlastung geboren. Dieses Konzept basiert auf der Idee, dass Du die Anforderungen, die Du an Deinen Körper stellst, kontinuierlich steigern musst, wenn Du willst, dass Deine Muskeln wachsen.
Wenn Du die nächsten 5 Jahre lang dieselben Übungen mit derselben Anzahl an Sätzen und Wiederholungen mit denselben Gewichten ausführst, dann wird nichts geschehen.
Dies hängt damit zusammen, dass das Training, das Du ausführst, sich unterhalb der Reizschwelle befindet, die erforderlich ist, um ein Wachstum anzuregen. Dein Training stellt eine Herausforderung dar, an die sich Dein Körper längst gewöhnt hat. Als Resultat hiervon wird er keine neuen Muskeln aufbauen.
Innerhalb gewisser Grenzen wird ein Muskel direkt proportional zu der Menge an Arbeit, die er verrichten muss, wachsen. Und auch wenn es viele Wege gibt, die Muskelarbeit im Lauf der Zeit zu erhöhen, sind die folgenden drei Wege die Wege, die ich den meisten Menschen in den meisten Fällen empfehle.
Die am weitesten verbreitete Methode der progressiven Überlastung umfasst eine Erhöhung des Gewichts, während die Anzahl an Wiederholungen pro Satz im gleichen Bereich bleibt. Hier ist ein Beispiel:
- Trainingseinheit 1: 8 Wiederholungen mit 50 Kilo
- Trainingseinheit 2: 8 Wiederholungen mit 52,5 Kil
- Trainingseinheit 3: 8 Wiederholungen mit 55 Kilo
Dies bedeutet nicht, dass es eine perfekt lineare Beziehung zwischen Kraftzuwächsen und Zuwächsen an Muskelmasse gibt. Wenn du Deine Kraft bei jeder Übung verdoppelst, wirst Du hierdurch nicht automatisch auch Deine Muskelmasse verdoppeln. Genauso wenig folgt hieraus, dass eine Steigerung der Muskelmasse um 100% eine Erhöhung Deiner Kraft um denselben Prozentsatz zur Folge hat.
Die muskulösesten und massigsten Jungs sind nicht immer die Stärksten und die Stärksten sind nicht immer die Muskulösesten. Es ist jedoch selten einen extrem muskulösen Typen zu sehen, der nicht auch über enorme Mengen an Kraft verfügt.
Option Nummer zwei umfasst eine Ausführung von mehr Wiederholungen mit demselben Gewicht. Hier ist ein Beispiel:
- Trainingseinheit 1: 6 Wiederholungen mit 50 Kilo
- Trainingseinheit 2: 7 Wiederholungen mit 50 Kilo
- Trainingseinheit 3: 8 Wiederholungen mit 50 Kilo
Sagen wir, dass Dein augenblickliches Trainingsprogramm 3 Sätze a 8 bis 10 Wiederholungen einer bestimmten Übung umfasst. Du beginnst damit, 3 Sätze a 8 Wiederholungen auszuführen. Im Lauf der Zeit erhöhst Du die Anzahl der Wiederholungen immer weiter, bis Du dazu in de Lage bist, 3 Sätze a 12 Wiederholungen auszuführen. An diesem Punkt angekommen erhöhst Du das Gewicht, fängst wieder mit 3 Sätzen a 8 Wiederholungen an und wiederholst den gesamten Prozess von vorne.
Wenn Du bei allen drei Sätzen 12 Wiederholungen schaffst, dann dient dies als Signal dafür, das Gewicht zu erhöhen. So lange Du dies nicht schaffst, verwendest Du weiterhin dasselbe Gewicht. Die dritte Option besteht darin, Dein Trainingsvolumen zu erhöhen. Der beliebteste Weg dies zu tun besteht darin, mehr Sätze für jede Muskelgruppe auszuführen. Das kann z.B. so aussehen:
- Woche 1: 8 Sätze pro Muskelgruppe pro Woch
- Woche 2: 10 Sätze pro Muskelgruppe pro Woche
- Woche 3: 12 Sätze pro Muskelgruppe pro Woche
Aus Gründen, die ich gleich erklären werde, kannst Du nicht auf ewig die Anzahl der Sätze erhöhen und erwarten weiter zu wachsen. Wenn Dein Trainingsvolumen zu hoch ist, wird dies Deine Zuwächse behindern.
Wenn die Zeit vergeht und Du Dich irgendwann in der Nähe des oberen Limits der Muskelmasse befindest, die Dein Körper aufbauen kann, dann wird die Geschwindigkeit, mit der Du Dich verbesserst, sich verlangsamen. Fortschritte werden nicht mehr von Trainingseinheit zu Trainingseinheit, sondern von Woche zu Woche und später von Monat zu Monat zustande kommen.
Du wirst nicht bei jeder einzelnen Trainingseinheit Fortschritte erzielen. Dies auf ewig zu schaffen wäre unmöglich und es wird Zeiten geben, in denen Du dieselbe Menge an Gewicht für dieselbe Anzahl von Sätzen und Wiederholungen wie bei der vorhergehenden Trainingseinheit bewegen wirst.
Darüber hinaus wird ein effektives Trainingsprogramm eine geplante, beabsichtigte Reduzierung der Sätze, der Wiederholungen und des Gewichts umfassen. Stelle Dir dies als einen Schritt nach hinten vor, bevor Du zwei Schritte nach vorne machst.
Dein Fokus sollte jedoch immer darauf liegen, Deine Trainingsleistungen im Lauf der Zeit zu steigern. Du musst Deinen Muskeln einen Grund dafür geben, größer zu werden, oder Du wirst auf ewig bei derselben Menge an Muskelmasse hängen bleiben, über die Du jetzt verfügst.
Wenn Du Dich mental und körperlich frisch, motiviert und hungrig fühlst und Fortschritte im Fitnessstudio erzielst, dann befindest Du Dich auf einem Pfad, der Dich letztendlich zu mehr Muskeln führen wird.
Stelle sicher, dass Du Mehrgelenksübungen wählst, die es Dir erlauben eine große Menge an Gewicht zu bewegen. Die besten Übungen in jeder Bewegungskategorie sind die folgenden:
- Horizontales drücken: Langhantel Flachbankdrücken, Langhantel Schrägbankdrücken mit 30 Grad Schräge, Kurzhantel Flachbankdrücken, Kurzhantel Schrägbankdrücken mit 30 Grad Schräge, Liegestütze
- Horizontales ziehen: Rudern sitzend, Kurzhantelrudern, inverses Rudern mit dem eigenen Körpergewicht
- Vertikales ziehen: Klimmzüge, enges Latziehen mit einem Untergriff, weites Latziehen zur Brust
- Vertikales drücken: Langhantel Schulterdrücken stehend, Kurzhantel Schulterdrücken stehend, Kurzhantel Schulterdrücken sitzend
- Quadrizeps dominante Unterkörperübungen: Kniebeugen, Splitkniebeugen, Beinpressen
- Beinbeuger dominantes Unterkörpertraining: Kreuzheben, rumänisches Kreuzheben, Beincurls
Sollte ich meine Wiederholungen schnell oder langsam ausführen, um zu wachsen?
Wie schnell oder langsam solltest Du jede Wiederholung ausführen?
Mit sehr wenigen Ausnahmen bieten extrem langsame Bewegungsgeschwindigkeiten im Vergleich zu einem einfachen kontrollierten Anheben und Absenken der Gewichte keinen signifikanten Vorteil (16).
Die reine Bewegungsgeschwindigkeit ist jedoch nicht alles. Bei einem Training mit sehr schweren Gewichten mag die Bewegung langsam aussehen, obwohl der Trainierende in Wirklichkeit versucht, das Gewicht so schnell wie möglich nach oben zu bewegen. Es ist letztendlich die verwendete Menge an Gewicht, die die Wiederholungsgeschwindigkeit verlangsamt.
Wenn du bewusst versuchen würdest ein sehr schweres Gewicht langsam zu bewegen, dann würdest Du das Gewicht wahrscheinlich überhaupt nicht vom Boden weg bewegen können. Der einzige Weg ein solches Gewicht zu bewegen besteht darin, zu versuchen es schnell zu bewegen.
Es ist außerdem so, dass einige Übungen besser für schnellere Bewegungsgeschwindigkeiten als andere geeignet sind. Du solltest nicht versuchen Kurzhantelcurls mit hoher Geschwindigkeit auszuführen und ein Umsetzen ist nicht wirklich ein Umsetzen, wenn Du die Stange langsam nach oben bewegst.
Mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführte Übungen wie Dips, Liegestütze, inverses Rudern und Klimmzüge, sowie die meisten Isolationsübungen sollten besser mit einer etwas langsameren Geschwindigkeit ausgeführt werden. Doch für so ziemlich jede andere Übung umfasst die optimale Wiederholungsgeschwindigkeit für den Aufbau von Muskelmasse das Bewegen der Stange mit so viel Kraft wie möglich. Anschließend senkst Du das Gewicht kontrolliert ab.
Es besteht keine Notwendigkeit, die Anzahl der Sekunden zu zählen, die es dauert, jede Wiederholung auszuführen. Konzentriere Dich einfach darauf, das Gewicht von Punkt A nach Punkt B zu bewegen und vergiss alles andere.
Wie lange solltest Du zwischen den Sätzen pausieren?
Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema sind nicht ganz eindeutig.
Als Faustregel gilt, dass längere Pausen (2 bis 3 Minuten) besser für das Muskelwachstum als kürzere Pausen von 60 Sekunden Dauer oder weniger sind (17, 18). Kürzere Pausen zwischen den Sätzen (60 Sekunden) scheinen außerdem im Vergleich zu längeren Pausen von 5 Minuten die Proteinsynthese nach dem Training abzuschwächen (19).
Es gibt jedoch auch Untersuchungen, die keinen Unterschied bezüglich des Muskelwachstums zwischen Pause von 30 Sekunden Dauer und Pausen von 2,5 bis 3 Minuten Dauer zeigen (20, 21).
Was solltest Du tun?
Abgesehen davon, dass sie Dir Zeit sparen, bieten kürzere Pausenintervalle im Vergleich zu längeren Pausen keinen Muskelaufbauvorteil. In einigen Fällen können sie sogar Dein Muskelwachstum verlangsamen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, dann ist es deshalb empfehlenswert, im Zweifelsfall lieber etwas länger als zu kurz zu pausieren.
Als Faustregel würde ich empfehlen mehrere Minuten Pause zwischen Mehrgelenksübungen wie Kniebeugen, Rudern, Kreuzheben, Beinpressen, usw. einzulegen, die große Muskelgruppen trainieren. Bei Isolationsübungen wie Kurzhantelcurls, Seitheben und Trizepsdrücken, die kleinere Muskeln trainieren, kannst Du kürzere Pausenintervalle wählen.
Sind Muskelschäden gleichbedeutend mit einem Muskelwachstum?
Es wird häufig gesagt, dass ein Muskelwachstum das Resultat von Muskelschäden ist.
„Beim Aufbau von Muskeln dreht sich alles darum, Beschädigungen der Muskelfasern hervorzurufen, die Du zum Wachsen bringen möchtest,“ schreibt ein Trainer. „Es ist die Reaktion Deines Körpers auf die von Dir während des Trainings hervorgerufenen Muskelschäden, die zu einem Wachstum führt.“
Bombardiere Deine Muskeln mit vielen Sätzen und Du wirst ein apokalyptisches Level von Muskelschäden hervorrufen. Je mehr Schäden Du hervorrufst, desto besser. Als Resultat hiervon wird sich der Muskel anpassen, indem er größer und stärker wird.
So oder so ähnlich lautet die gängige Theorie…
Deine Muskeln bis zur Vernichtung zu bombardieren scheint ein hocheffektiver Weg zu trainieren zu sein, was damit zusammenhängt, dass Du am nächsten Tag einen mörderischen Muskelkater verspüren wirst.
Es fühlt sich so an, als ob es funktioniert.
Es gibt jedoch überraschend wenige Untersuchungen, die zeigen, dass eine Steigerung der Muskelschäden zu einer korrespondierenden Zunahme des Muskelwachstums führt.
Genauso wenig gibt es eine nachgewiesene Verbindung zwischen Muskelkater und Muskelwachstum und es gibt auch keine Regel die besagt, dass Du jeden Muskel während des Trainings förmlich vernichten musst, um ihn zum Wachsen zu bringen (22). Das Ganze geht sogar so weit, dass eine Zunahme des Muskelkaters nicht notwendigerweise eine Zunahme an Muskelschäden widerspiegelt und auch ein schwächerer Muskelkater weist nicht immer auf weniger Muskelbeschädigungen hin.
Doch auch wenn Muskelbeschädigungen keine Voraussetzung für ein Muskelwachstum sind, könnten sie den Prozess beschleunigen. Aber selbst dann bedeuten mehr Muskelschäden nicht automatisch ein schnelleres Muskelwachstum.
Wenn eine Verbindung zwischen Muskelschäden und Muskelwachstum existiert, dann gibt es wahrscheinlich einen idealen Punkt irgendwo zwischen „zu viel“ und „nicht genug“ Muskelbeschädigungen. Mit anderen Worten ausgedrückt wird es eine optimale Menge an Muskelschäden geben, oberhalb und unterhalb dieser Deine Zuwächse langsamer vonstatten gehen werden, als dies möglich wäre.
Trotz dieser Tatsachen gibt es eine Menge Menschen da draußen, die den Muskelkater als Ziel ihres Trainings ansehen. Sie denken, dass ihre Trainingseinheit gut gewesen sein muss, wenn sie danach einen Muskelkater verspüren.
Eine Trainingseinheit, die Teil eines Programms ist, das dafür entwickelt wurde, ein Muskelwachstum anzuregen, wird Dir manchmal am nächsten Tag einen Muskelkater bescheren. Aber dasselbe Trainingsprogramm wird manchmal auch Trainingseinheiten umfassen, die nicht dasselbe Level an Muskelkater hervorrufen.
Auch wenn das Gefühl eines Muskelkaters und einer gewissen Steifheit auf seltsame Art und Weise befriedigend sein mag, ist dies keine Garantie dafür, dass Deine Muskeln schneller wachsen werden.
Plane Deine Trainingseinheiten im Voraus
Du musst es Dir außerdem zur Gewohnheit machen, Deine Trainingseinheiten im Voraus zu planen. Bevor Du Deinen Fuß ins Fitnessstudio setzt, ist es von entscheidender Bedeutung, dass Du genau weißt, was Du tun wirst, wenn Du dort bist. Wenn es Dir mit dem Muskelaufbau ernst ist, wird einfach nur Gewichte zu stemmen nicht ausreichen. Das ist der Grund dafür, dass ich das Führen eines Trainingslogs nur wärmstens empfehlen kann.
Der wahrscheinlich wichtigste Vorzug des Führens eines Trainingstagebuchs und gleichzeitig der Hauptgrund dafür, dass die meisten Menschen es nicht verwenden ist, dass es Dich dazu zwingt, Dich den Fakten zu stellen.
Liefert Dir das, was Du tust, Resultate? Oder tust Du nicht mehr, als einfach dieselben Trainingseinheiten in der Hoffnung wieder und wieder zu wiederholen, dass sie plötzlich anfangen werden, etwas zu bewirken?
Abwechslung für Deinen Geist, Konsistenz für Deine Muskeln
Wenn Du Dir einmal ein vernünftiges Trainings- und Ernährungsprogramm zusammengestellt hast, dann besteht der beste Weg so schnell wie menschenmöglich Muskeln aufzubauen darin, bei diesem Programm zu bleiben.
Ich lese regelmäßig, dass Du Dein Trainingsprogramm kontinuierlich alle paar Wochen ändern solltest, um Deine Muskeln zu „verwirren“ und zum Wachsen zu bringen.
Für die meisten Menschen ist dies ein Fehler. Es hat keinen Sinn Abwechslung nur um der Abwechslung Willen in Dein Training zu bringen und der beste Weg, absolut keine Fortschritte zu erzielen besteht darin, ständig von einem Trainingsprogramm zum nächsten zu springen. Lass Dir von niemandem etwas anderes einreden.
Shawn Phillips hat dies auf den Punkt gebracht, als er gesagt hat, dass auch wenn Abwechslung den Geist stimuliert, es Konsistenz ist, die Deine Muskeln stimuliert. Ein Trainingsprogramm, das auf einer Handvoll grundlegender Übungen aufbaut, wird immer gut funktionieren, solange Du auf die notwendige Progression achtest.
Anstatt kontinuierlich Dein Programm zu verändern bist Du sehr viel besser damit beraten, die Anzahl der Wiederholungen, die Du ausführst, zu variieren.
Im Rahmen einer Studie trainierten Probanden dreimal wöchentlich mit Gewichten und verwendeten entweder ein konstantes oder ein variierendes Trainingsprogramm (23). Eine Gruppe hielt ihr Trainingsprogramm konstant und führte bei jedem Satz 8 bis 12 Wiederholungen aus. Die andere Gruppe veränderte sowohl das Gewicht, als auch die Anzahl der Wiederholungen, indem sie von schweren Gewichten mit 2 bis 4 Wiederholungen am ersten Tag, zu mittelschweren Gewichten mit 8 bis 12 Wiederholungen am zweiten Tag zu leichten Gewichten mit 20 bis 30 Wiederholungen am dritten Tag überging.
Während beide Gruppen Muskeln aufbauten und stärker wurden, war es die Gruppe mit dem variierenden Training, die die besten Resultate erzielte.
Ein Rotieren der Übungen hat seine Berechtigung – jedoch nur, wenn es Teil eines strukturierten Plans ist, der entwickelt wurde, um ein spezifisches Ziel zu erreichen. Einfach einen Haufen zufällig und willkürlich zusammen gewürfelter Übungen pro Trainingseinheit zu absolvieren macht nur wenig Sinn, wenn Du muskulöser und stärker werden willst.
Aber wird es nicht langweilig, die ganze Zeit über dieselben Übungen zu verwenden?
Nichts hilft besser gegen Langeweile als das Gefühl, dass Du Deinen Zielen näher kommst. Wenn Du Resultate siehst, ist Langeweile beim Training nur selten ein Problem. Die Leute, die gelangweilt sind, sind für gewöhnlich diejenigen, die keine nennenswerten Fortschritte erzielen.
Zu guter Letzt solltest Du das ganze Thema der Körpertypen und der Genetik vergessen, Du kannst nichts hieran ändern, weshalb es keinen Sinn macht, überhaupt darüber nachzudenken.
Zuwächse an Muskelmasse werden langsam vonstatten gehen, was bedeutet, dass Du sie nicht auf täglicher oder wöchentlicher Basis bemerken wirst – aber sie werden sich aufsummieren. Trainiere hart, bleibe bei Deinem Plan und in ein paar Monaten wirst Du über mehr Muskeln als heute verfügen.
Referenzen:
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