Training

Die Kettlebell Trainingseinheit mit einer Kettlebell
Verbessere Deine Kondition mit nur einer Kettlebell und Deinem Körpergewicht. Hier ist der Trainingsplan.
Diese kleine Trainingseinheit deckt alle grundlegenden menschlichen Bewegungen ab. Du brauchst hierfür nur eine Kettlebell und das Training kann mit Sätzen, Wiederholungen und Last so angepasst werden, dass es zu jedem passt. Lasse Dich nicht von der Einfachheit dieser Trainingseinheit täuschen:
- 15 Wiederholungen Kettlebell Schwingen
- 5 Goblet Kniebeugen
- 3 Liegestütze (jede Variation ist möglich)
Teste das Trainingsprogramm, indem Du 5 Durchgänge ohne Pausen zwischen den Übungen ausführst. Arbeite Dich auf 20 Runden hoch. 20 Runden sind gleichbedeutend mit 300 Wiederholungen Kettlebell Schwingen, 100 Kniebeugen und 60 Liegestützen. Das ist eine respektable Trainingseinheit.
Um das Ganze schwerer zu machen, kannst Du zunächst die Anzahl der Liegestütze erhöhen. Verwende als nächstes eine schwere Kettlebell. Dies ist eine hervorragende Trainingseinheit, die Du überall, zu jeder Zeit und auf jedem Grund ausführen kannst.
Verwende diese 3 Trainingstechniken um Fett zu verbrennen
Führe erweiterte, abschließende Sätze aus, um mehr Kalorien zu verbrennen und Deine Muskeln freizulegen
Von Nate Palmer
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-use-these-3-lifting-techniques-to-burn-fat
Verwandle Deinen Körper in einen fettverbrennenden Hochofen, indem Du den letzten Satz Deiner Übungen erweiterst. Diese „Abschlusssätze“ waren schon immer eine Grundlage des Bodybuildings, weil sie es Dir erlauben, mehr Wiederholungen als bei einem traditionellen gradlinigen Satz auszuführen. Aktuelle Studien zeigen außerdem, dass diese Sätze zu einem Fettabbau bei vollständiger Aufrechterhaltung der bestehenden Muskelmasse führen.
Rest-Pause Training
- Gehe bei Deinem letzten Satz bis zum technischen Muskelversagen – dem Punkt, an dem Du keine weitere Wiederholung ausführen kannst, ohne dass Deine Form stark nachlässt.
- Pausiere für 15 Sekunden oder 10 Atemzüge.
- Nimm das Gewicht wieder auf und gehe erneut bis zum technischen Muskelversagen.
- Lege das Gewicht erneut ab und pausiere für weitere 15 Sekunden, worauf der letzte Satz folgt.
Rest-Pause Sätze sollten am besten bei Unterstützungsübungen und nicht bei Grundübungen verwendet werden, weil Deine Form bei schweren Übungen wie Kniebeugen und Kreuzheben nachlassen kann, wodurch das Verletzungsrisiko steigt.
Back-Off Sätze
Reduziere das Gewicht sofort nachdem Du den letzten Satz einer Übung ausgeführt hast, um 30 bis 50% und führe mit dem neuen Gewicht so viele weitere Wiederholungen wie möglich aus, wobei Du auf 15 bis 25 abzielst. Da Du bereits durch Deine vorhergehenden Sätze leicht ermüdet sein solltest, wirst Du nicht dazu in der Lage sein, so viele Wiederholungen mit diesem Gewicht auszuführen, wie dies der Fall ist, wenn Du frischer und ausgeruhter bist. Verwende diese Technik bei Haupt- oder Unterstützungsübungen.
Absteigende Sätze
Beginne mit einem Gewicht, das Du für Deine Arbeitssätze verwendet hast und führe so viele Wiederholungen wie möglich aus, bevor Du den Punkt des technischen Muskelversagens fast erreicht hast. Du solltest 1 Wiederholung „in Reserve“ halten, um das Meiste aus dieser Technik herauszuholen.
Direkt nachdem Du die letzte Wiederholung beendet hast, reduzierst Du das Gewicht um 20 bis 25% und trainierst erneut bis fast zum Muskelversagen. Drei absteigende Sätze sind ideal, wobei der letzte Satz mit einem Gewicht, das bei 50% des Startgewichts liegen sollte, bis zum absoluten Muskelversagen ausgeführt wird.
Trinke 3 bis 4 Tassen Kaffee pro Tag
Wie sich herausgestellt hat, ist Kaffe in Wirklichkeit ziemlich gut für Dich
Von TC Luoma
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/tip-drink-3-4-cups-of-coffee-per-day
Kaffee ist insofern etwas mysteriös, als dass wir uns nicht sicher sind, wie er einige der Dinge bewirkt, die er tut. Letztendlich enthält Kaffee über 1000 biologisch aktive Verbindungen. Eines scheint jedoch sicher zu sein: je mehr Kaffee Du trinkst, desto besser ist es für Dich. In der Tat gilt, dass Du umso länger lebst, je mehr Kaffee Du trinkst.
Im Jahr 2012 kam eine Mortalitätsstudie, die mit 400.000 Personen durchgeführt und im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, zu dem Ergebnis, dass das Sterberisiko bei Kaffeetrinkern um 6 bis 16 Prozent niedriger lag. Auch laut einer japanischen Studie, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, lag die Wahrscheinlichkeit für Kaffeetrinker, während der 19 Jahre der Studiendauer zu sterben, um 24 Prozent niedriger.
Die optimale Menge scheint bei drei bis vier Tassen regulärem oder entkoffeiniertem Kaffe pro Tag zu liegen, aber im Rahmen einer Studie, während der 6 Tassen Kaffee pro Tag konsumiert wurden, konnte eine Reduzierung der Diabetes Diagnosen um 33 Prozent beobachtet werden. Andere Krankheiten, die durch Kaffee positiv beeinflusst werden, umfassen Krebs, die Entwicklung einer Fettleber, alkoholische Lebererkrankungen, Herzkrankheiten, Schlaganfälle, Depressionen, Alzheimer und Parkinson.
Natürlich könnte der Konsum sehr großer Mengen an Kaffee einige der positiven Wirkungen umkehren. Wie bei den meisten Dingen scheinen auch hier moderate Mengen am besten zu funktionieren.
Baue Deinen Latissimus mit diesen beiden Techniken auf
Verwende diese Strategien, um Zuwächse zu erzielen und Deine Klimmzüge zu perfektionieren.
Von Lee Boyce
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-build-your-lats-with-these-two-techniques
Diese Klimmzugtechniken werden Dich nicht nur stärker machen, sondern Dich auch lehren, wie Du qualitativ bessere, effektivere Klimmzüge ausführst.
Negative Klimmzüge
Erlerne Klimmzüge mit Hilfe von Negativwiederholungen neu. Wenn Du keinen einzigen Klimmzug schaffst, dann besteht ein weit verbreiteter Ratschlag darin, mit reinen Negativwiederholungen von Klimmzügen zu beginnen. Springe oder klettere in die obere Klimmzugposition und lasse Dich danach langsam herab. Derselbe Ansatz kann verwendet werden, wenn es darum geht, Klimmzüge mit Zusatzgewicht erneut zu erlernen.
Sagen wir, dass Du Dich dafür entschieden hast, Dir zusätzliche 20 Kilo um die Taille zu schnallen. Es ist nichts falsch daran Klimmzüge mit Zusatzgewicht zu verwenden, bei denen Du Dich auf eine gute Form beim Absenken konzentrierst. Verhindere ganz einfach, dass Du wie ein Stein unter der Last des Gewichts ungebremst nach unten fällst.
Pausierte Klimmzüge
Führe Wiederholungen mit Pausen aus, um Muskeln aufzubauen. Die Verwendung einer Pause mit vollständigem Stillstand während mit dem Körpergewicht ausgeführter Klimmzüge beendet den Dehnungsreflex, „tötet“ jeglichen Schwung und schafft die Wahrnehmung, dass weit mehr Gewicht bewegt wird. Einfach nur in der Position mit voller Streckung (am tiefsten Punkt der Bewegung) zu pausieren, kann bereits eine ausreichende Veränderung des Tempos darstellen, um eine enorme Reaktion Deines Latissimus zu provozieren. Diese Technik verlängert außerdem die Zeit unter Spannung, was toll für die Hypertrophie sein kann – insbesondere für die Muskeln des Rückens.
Alternativ kannst Du, um Deine konzentrischen Wiederholungen (der Teil, bei dem Du Dich nach oben ziehst) fordernder zu machen, versuchen am höchsten Punkt einer jeden Wiederholung zu pausieren. Dies wird die kontraktile Kraft Deines Latissimus auf eine harte Probe stellen. Darüber hinaus kann diese Vorgehensweise Dir dabei helfen, Dich besser auf die Aufrechterhaltung einer Beteiligung des Latissimus während der gesamten Wiederholung zu konzentrieren. Eine Sekunde Halten am höchsten Punkt eines jeden mit dem Körpergewicht ausgeführten Klimmzuges kann einen entscheidenden Unterschied machen.
Werde stärker durch die Verwendung von Kreuzheben mit Pausen
Dies wird Dich lehren, Deinen Latissimus effektiver einzusetzen und es wird die Zeit unter Spannung für die Hypertrophie erhöhen
Von Tony Gentilcore | 12/22/15
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-get-stronger-using-paused-deadlifts
Kreuzheben mit Pausen ist brutal. Im Grunde genommen handelt es sich um reguläres Kreuzheben, bei dem Du das Gewicht nicht in einer Bewegung bis zur höchsten Position ziehst, sondern mit der Stange auf mittlerer Schienbeinhöhe etwa 2 bis 3 Sekunden pausierst. Dies wird Dich lehren, Deinen Latissimus beim Kreuzheben einzusetzen und dient außerdem dazu, die Zeit unter Spannung zu erhöhen, wodurch das allgemeine Muskelwachstum gesteigert wird.
Kreuzheben mit Pause
Du kannst hier nicht der Held sein und maximale Gewichte verwenden. Stattdessen ist es am besten, wenn Du mit etwa 55% Deines 1RM Gewichts beginnst und Dich im Verlauf eines Trainingsblocks hocharbeitest. Ein einen Monat andauernder Trainingsblock könnte folgendermaßen aussehen:
Woche 1: 3 x 5 mit 55% Deines 1RM Gewichts
Woche 2: 3 x 5 mit 60% Deines 1RM Gewichts
Woche 3: 3 x 4 mit 65% Deines 1RM Gewichts
Woche 4: 3 x 3 mit 70% Deines 1RM Gewichts
Verliere Fett. Erhalte Deine Muskelmasse aufrecht. Wisse, wie viel Du essen solltest.
Bringe Deinen Körperfettanteil mit Hilfe einfacher Mathematik dahin, wo Du ihn gerne haben möchtest.
Von Paul Carter
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/tip-lose-fat-keep-muscle-know-how-much-to-eat
Gehe den Fettabbau an, indem Du Dich auf die Aufrechterhaltung Deiner Muskelmasse konzentrierst. Warum? Fett aufzubauen und zu verlieren ist signifikant leichter, als Muskeln aufzubauen. Und solange Du nicht unter Zeitdruck stehst, besteht Deine beste Vorgehensweise darin, Dir so viel Zeit zu nehmen, wie Du brauchst, so dass Du all Deine Muskeln aufrechterhalten kannst, während Du schlank wirst.
Der Schlüssel besteht darin, Dein Kaloriendefizit auf intelligente und zeitlich gut geplante Art und Weise zu kontrollieren und Dein Training basierend auf Deinen persönlichen Zielen anzupassen. Wenn Deine Kalorienzufuhr zu weit sinkt, dann wird dies zu mangelnden Energiespiegeln, einem Mangel an ATP und einem Mangel an Glykogen bei einem Training auf hohem Niveau führen. Gib Deinen Körper-Rekompositionierungsprozess nicht aufgrund kurzzeitiger Krafteinbrüche auf. Gib Dein Ego an der Garderobe ab und mache Dir klar, dass Du Dich nicht für immer schwächer fühlen wirst – und Du solltest Dich auch gar nicht erst deutlich schwächer fühlen, wenn Du alles richtig machst.
Und wie passt Du Deine Ernährung an, um die Stolperfallen eines Trainierenden zu eliminieren, der nach ein paar Wochen aufgibt? Es ist einfach. Du brauchst hierfür nur etwas grundlegende Mathematik.
Rechne es Dir selbst aus.
- Protein: Iss 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht
- Fett: sollte 20% der Gesamtkalorien ausmachen
Der Rest Deiner Kalorienzufuhr sollte aus Kohlenhydraten bestehen. Nachdem Du bestimmt hast, wie viele Kalorien aus Protein und Fett bestehen sollten, gibst Du Kohlenhydraten den verbleibenden Prozentsatz.
Dein Ausgangspunkt für die erste Woche Deiner „Diät“ ist die Kalorienmenge, die Du zur Aufrechterhaltung Deines Körpergewichts benötigst. Hier ist der Haken: Nimm diese Kalorien ausschließlich in Form von qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln zu Dir und iss kein Junkfood. Deine Erhaltungskalorienmenge wird von Deinem Alter, Deinem Aktivitätslevel und genetischen Faktoren abhängen, aber ein guter Ausgangspunkt ist Dein Körpergewicht x 33 pro Tag.
Passe Deine Kalorienzufuhr nach 2 Wochen nach unten an, falls Du kein Gewicht verloren hast. Wenn Du mit dieser Kalorienmenge Gewicht verloren hast, bleibe eine weitere Woche bei dieser Menge. Wenn Du während dieser Woche wieder an Gewicht verlierst, dann bleibe weiter bei dieser Menge. Dein Gewichtsverlust sollte nicht mehr als 1,5 Pfund pro Woche betragen.
Sobald sich der Zeiger der Waage ein oder zwei Woche lang nicht bewegt, reduzierst Du Deine Kalorienzufuhr geringfügig. Wenn Deine Kalorienzufuhr also bei Deinem Körpergewicht x 33 lag, reduzierst Du sie auf Dein Körpergewicht x 30 und wiederholst den Prozess.
Führe schwere Kniebeugen Stand-Ups aus
Durchbreche Plateaus und erhöhe das Gewicht auf der Stange mit Hilfe dieser einfachen Technik Von Rob King
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-heavy-squat-stand-ups
Kniebeugen Stand-Ups sind eines der einfachsten, aber trotzdem effektivsten Dinge, die Du tun kannst, um mehr Vertrauen in Deine Kniebeugen zu bekommen und mehr Gewicht auf die Stange zu packen. Die Ausführung ist recht einfach:
- Sagen wir, dass Dein 1RM Gewicht bei Kniebeugen bei 200 Kilo liegt. Arbeite Dich bis zu einer Wiederholung mit Deinem 1RM Gewicht hoch, aber führe keine vollständige Kniebeugenwiederholung aus. Belade einfach die Stange im Rack mit diesem Gewicht, begib Dich unter die Stange, als ob Du eine höllische Kniebeugenwiederholung ausführen wolltest und hebe das Gewicht einfach nur aus dem Rack. Führe keine Kniebeuge aus. Bewege Dich nicht. Bleibe einfach stehen und halte das Gewicht für 8 bis 10 Sekunden auf Deinem Rücken.
- Lege die Stange wieder auf dem Rack ab und erhöhe das Gewicht um 10%, so dass die Stange jetzt 220 Kilo wiegt – mehr als Dein 1RM Gewicht. Nimm das Gewicht erneut aus der Ablage, als ob Du eine Kniebeuge ausführen wolltest. Halte Deinen Rücken und Deine Körpermitte unter Spannung und stelle Dich einfach mit dem Gewicht aufrecht hin. Halte diese Position für 8 bis 10 Sekunden, während Du alle Muskeln kontrahiert hältst und lege das Gewicht hiernach wieder ab.
- Erhöhe das Gewicht erneut um 5 bis 10%, wenn Du stark genug bist, dies bewältigen zu können und wiederhole den Prozess. Versuche Dich auf 15 bis 20% oberhalb Deines augenblicklichen 1RM Gewichts bei Kniebeugen hochzuarbeiten.
Die Vorzüge
Sobald Du Dich an das schwere Gewicht auf Deinem Rücken gewöhnt hast, wird sich Dein normales Gewicht bei Kniebeugen viel leichter anfühlen. Mit einem schweren Gewicht dazustehen wird außerdem Deinen oberen Rücken, Deinen Trapezius und Deine Körpermitte extrem hart arbeiten lassen. Einfach nur ein schweres Gewicht in Position zu halten wird Deinen Körper dazu bringen, sich anzupassen und mit einem sehr geringen Verletzungsrisiko hart zu arbeiten.
Zwei neue Wege, einen muskulöseren Trapezius aufzubauen
Gib Deinem Trapezius mit diesen einzigartigen Übungen den Rest
Von Christian Thibaudeau
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-two-new-ways-to-build-bigger-traps
Schulterheben an der Wadenmaschine
- Positioniere Dich normal in einer Maschine für Wadenheben stehend.
- Hebe Deine Schultern an. Halte diese Position für volle zwei Sekunden. Dies ist wichtig, da der Bewegungsraum bei dieser Übung recht gering ist.
- Halte Deinen Gluteus und Deine Bauchmuskeln unter Spannung, um Deinen unteren Rücken zu schützen.
Einarmiges Langhantel Schulterheben
- Führe unter Verwendung eines Power Racks und einer Langhantel einarmiges Schulterheben aus
- Lehne Dich leicht nach vorne, um den Bewegungsraum zu vergrößern.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-the-one-kettlebell-workout
Von Dan John

Du möchtest gerne den besten Weg für den Aufbau von Muskeln innerhalb der kürzest möglichen Zeit kennen lernen, aber Du bist durch all die widersprüchlichen Informationen über die beste Vorgehensweise verwirrt.
Ein Artikel sagt, dass Du 6 bis 12 Wiederholungen pro Satz ausführen sollst, während ein anderer sagt, dass Du mit 4 bis 6 Wiederholungen pro Satz weitaus besser beraten bist.
Experte A sagt, dass Du unterschiedliche Muskeln an unterschiedlichen Tagen trainieren sollst, während Experte B sagt, dass Du den gesamten Körper dreimal wöchentlich trainieren sollst.
Du liest ein paar Artikel und denkst, dass Du jetzt weißt, wie Du vorgehen sollst. Dann liest Du etwas, das genau das Gegenteil besagt. Du wirst von allen Seiten mit widersprüchlichen Ratschlägen bombardiert und Du weißt einfach nicht, wem Du glauben sollst und wem nicht.
Die gute Nachricht ist, dass Wissenschaftler viele beliebte und weit verbreitete Ideen über das Muskelwachstum auf die Probe gestellt haben, die von der Häufigkeit, mit der Du einen Muskel trainieren solltest bis hin zur Zeit, die Du zwischen den Sätzen pausieren solltest, reichen.
Diese Untersuchungen zeigen, dass einige der Ratschläge, die seit Jahren im Umlauf sind, sich als richtig herausgestellt haben, während sich andere als völlig falsch erwiesen haben. Graben wir also etwas tiefer und werfen wir einen genaueren Blick darauf, was uns die Wissenschaft zum Thema Muskeln und Muskelaufbau zu sagen hat.
Wie oft solltest Du einen Muskel pro Woche trainieren?
Als erstes haben wir die Frage, wie häufig jede Muskelgruppe trainiert werden sollte. Einige sagen, dass der beste Weg Muskeln aufzubauen darin besteht, Deine Muskeln einmal pro Woche mit vielen Übungen, Sätzen und Wiederholungen zu bombardieren.
Ein typisches Trainingsprogramm könnte Brusttraining am Montag, Rückentraining am Dienstag, Schultertraining am Mittwoch, Beintraining am Donnerstag und Armtraining am Freitag umfassen. Während einige Menschen mit einem Programm dieser Art brauchbare Resultate erzielen, gibt es auch bessere Optionen.
In der Tat konnte im Rahmen einiger Studien gezeigt werden, dass einen Muskel öfter zu trainieren die Rate des Muskelwachstums erhöhen kann. Bei einer Studie konnten Probanden, die einen Muskel dreimal wöchentlich trainierten, schneller Muskeln als Probanden aufbauen, die diesen Muskel nur einmal wöchentlich trainierten (1).
Als ein Team von Wissenschaftlern Studien verglich, die das Training von Muskelgruppen einmal, zweimal oder dreimal wöchentlich verglich, kamen sie zu der Schlussfolgerung, dass die größeren Muskelgruppen mindestens zweimal wöchentlich trainiert werden sollten, um das Muskelwachstum zu maximieren (2).
Warum ist einen Muskel zweimal wöchentlich zu trainieren ein besserer Weg Muskeln aufzubauen, als einen Muskel nur einmal pro Woche zu trainieren?
Die Proteinsynthese – eine treibende Schlüsselkraft hinter dem Muskelwachstum – ist nach dem Training für ein oder zwei Tage erhöht, sinkt aber ein paar Tage später wieder auf den Ausgangswert ab (3). Und einfach mehr Muskelbeschädigungen zu generieren scheint diese Erhöhung der Proteinsynthese nicht länger andauern zu lassen (4).
Darüber hinaus erreicht die Erhöhung der Proteinsyntheserate bei trainierten Individuen schneller ihren Höchstwert als bei untrainierten Personen und sinkt bei trainierten Personen auch schneller wieder auf den Ausgangswert ab (5). Das Resultat hiervon ist, dass es bei fortgeschrittenen Kraftsportlern zu einer geringeren Gesamtveränderung der Muskelproteinsynthese kommt.
Mit anderen Worten ausgedrückt werden Deine Muskeln, wenn Du sie einmal pro Woche trainierst, nach der Trainingseinheit in der Tat ein paar Tage damit verbringen zu wachsen. Wenn Du jedoch eine ganze Woche vergehen lässt, bevor Du diese Muskeln erneut trainierst, dann verpasst Du mehrere Gelegenheiten, ein Wachstum anzuregen (6).
Wie oft solltest Du also einen Muskel pro Woche trainieren?
Um so schnell wie möglich Muskeln aufzubauen, solltest Du jeden Muskel zwei bis dreimal wöchentlich trainieren. Wenn Du ein paar Jahre Trainingserfahrung hast oder Dich darauf konzentrieren willst, bestimmte Muskeln schneller zum Wachsen zu bringen, dann kann es auch sehr effektiv sein, diese Muskeln viermal wöchentlich zu trainieren.
Die erste Option besteht darin, Deinen ganzen Körper zweimal wöchentlich zu trainieren:
- Montag: Ganzkörpertraining
- Dienstag: trainingsfrei
- Mittwoch: trainingsfrei
- Donnerstag: Ganzkörpertraining
- Freitag: trainingsfrei
- Samstag: trainingsfrei
- Sonntag: trainingsfrei
Ich weiß, dass zwei Trainingseinheiten pro Woche nicht nach viel klingen, aber so lange Dein Trainingsprogramm richtig zusammengestellt ist, kannst Du trotzdem mit nur zwei Trainingseinheiten pro Woche brauchbare Fortschritte erzielen.
Kanadische Wissenschaftler haben, als sie dieselbe Menge an Training verglichen haben, die auf zwei oder drei wöchentliche Trainingseinheiten aufgeteilt wurde, in der Tat festgestellt, dass die Zuwächse an Kraft und Muskelmasse bei beiden Trainingsprogrammen nahezu identisch waren (7).
Option zwei besteht darin, Deinen ganzen Körper dreimal wöchentlich an nicht aufeinanderfolgenden Tagen wie Montag, Mittwoch und Freitag; Dienstag, Donnerstag und Samstag oder Mittwoch, Freitag und Sonntag zu trainieren:
- Montag: Ganzkörpertraining
- Dienstag: trainingsfrei
- Mittwoch: Ganzkörpertraining
- Donnerstag: trainingsfrei
- Freitag: Ganzkörpertraining
- Samstag: trainingsfrei
- Sonntag: trainingsfrei
Wenn Du dazu in der Lage bist an 4 bis 5 Tagen pro Woche zu trainieren, dann wird die Anzahl der effektiven Trainingsprogramme sehr viel größer. Öfter zu trainieren bedeutet, dass Du Deinen Körper in zwei oder drei getrennte Bereich aufteilen kannst, während Du trotzdem jede Muskelgruppe zweimal wöchentlich oder öfter trainierst.
Option drei besteht darin, an vier Tagen pro Woche unter Verwendung eines Unterkörper/Oberkörper Splits zu trainieren. Du trainierst den Oberkörper am Montag, den Unterkörper am Dienstag und nimmst Dir den Mittwoch als trainingsfreien Tag. Am Donnerstag folgt das nächste Oberkörpertraining, am Freitag trainierst Du Deinen Unterkörper und danach folgt ein trainingsfreies Wochenende. Jede Muskelgruppe wird zweimal wöchentlich trainiert. Von allen Trainingssplits, die ich im Laufe der Jahre verwendet habe, ist dies mein Lieblingssplit.
- Montag: Oberkörper
- Dienstag: Unterkörper
- Mittwoch: trainingsfrei
- Donnerstag: Oberkörper
- Freitag: Unterkörper
- Samstag: trainingsfrei
- Sonntag: trainingsfrei
Die vierte Option ist etwas, das als Pull/Push/Beine Split bezeichnet wird. Du trainierst an entweder vier oder fünf Tagen pro Woche, wobei Du die Druckübungen (Brust, Schultern und Trizeps) am Montag und die Zugübungen (Rücken und Bizeps) am Dienstag ausführst.
Danach nimmst Du Dir einen trainingsfreien Tag, bevor Du Deine Beine am Donnerstag trainierst, worauf ein weiterer trainingsfreier Tag folgt. Am Samstag beginnst Du wieder von vorne und führst die Trainingseinheit mit den Druckübungen aus.
- Tag 1: Brust, Schultern, Trizeps
- Tag 2: Rücken, Bizeps
- Tag 3: trainingsfrei
- Tag 4: Beine
- Tag 5: trainingsfrei
Du trainierst also an zwei Tagen in Folge, gefolgt von einem trainingsfreien Tag, gefolgt von einem weiteren Trainingstag, gefolgt von einem trainingsfreien Tag. Jede Muskelgruppe wird einmal alle 5 Tage trainiert. Da Du nicht jede Woche an denselben Tagen pro Woche trainierst, musst Du für diese Option über einen flexiblen Zeitplan verfügen.
Du kannst auch den Oberkörper/Unterkörper Split verwenden, um jede Muskelgruppe zweimal alle 6 Tage zu trainieren. Hierbei trainierst Du an zwei Tagen in Folge, gefolgt von einem trainingsfreien Tag und wiederholst den Prozess anschließend erneut.
- Tag 1: Unterkörper
- Tag 2: Oberkörper
- Tag 3: trainingsfrei
- Tag 4: Unterkörper
- Tag 5: Oberkörper
- Tag 6: trainingsfrei
Die höhere Frequenz des Trainings funktioniert gut, wenn Du über die notwendige Kapazität verfügst, Dich vom Stress zu erholen, der zustande kommt, wenn Du während zwei von drei Wochen an fünf Tagen pro Woche trainierst. Nicht jeder kommt hiermit zurecht, weshalb dieser Ansatz mit Vorsicht verwendet werden sollte.
Es wird häufig gesagt, dass Anfänger Splitprogramme meiden und bei Ganzkörpertrainingsprogrammen bleiben sollten, bei denen jede Muskelgruppe dreimal wöchentlich trainiert wird
So lange jedoch Trainingsprogramm und Ernährung korrekt zusammengestellt sind, können Anfänger auch mit Splitprogrammen, die ein Training an 4 bis 5 Tagen pro Woche umfassen, gute Resultate erzielen.
Bei einer an der Baylor University durchgeführten Studie konnte eine Gruppe von Anfängern mit Hilfe eines 4 Tage Splitprogramms 12 Pfund Muskeln innerhalb von lediglich 10 Wochen aufbauen (8).
Eine für 12 Wochen andauernde Studie, die mit untrainierten Anfänger, die ein 5 Tage Splitprogramm absolvierten, konnte zeigen, dass Probanden, die Milch als Post-Trainingseinheit Drink verwendeten, nahezu 9 Pfund an Muskeln ohne zusätzliche Fettzunahme aufbauen konnten (9).
Genauso wie Anfänger unter Verwendung von Splitprogrammen eindrucksvolle Zuwächse erzielen können, kann auch jeder, der das Anfängerstadium einmal hinter sich gelassen hat weiterhin mit drei Ganzkörpertrainingseinheiten pro Woche substantielle Mengen an Muskelmasse aufbauen.
Forscher der University of Alabama fanden z.B. heraus, dass eine Gruppe von Männern, die bereits über mehrere Jahre an Trainingserfahrung mit Gewichten verfügte, mit Hilfe eines Ganzkörpertrainingsprogramms mit drei Trainingstagen pro Woche innerhalb von drei Monaten fast 10 Pfund Muskeln aufbauen konnte (10).
Wie viele Sätze solltest Du ausführen?
Was die Anzahl der Sätze angeht, gibt es so etwas wie eine “dosisabhängige” Beziehung zwischen der Anzahl an Sätzen, die Du für einen Muskel ausführst und der Geschwindigkeit, mit der ein Muskel wächst (11).
Mit anderen Worten ausgedrückt gilt, dass Deine Muskeln – zumindest bis zu einem gewissen Punkt – umso schneller wachsen werden, je mehr Sätze Du ausführst. Es gibt jedoch einen Punkt, ab dem die Ausführung weiterer Sätze kontraproduktiv wird.
Zehn Sätze pro Muskelgruppe pro Woche mögen doppelt so effektiv wie fünf Sätze sein, aber hieraus folgt nicht notwendigerweise, dass 20 Sätze doppelt so gut wie 10 Sätze sein werden.
Mit anderen Worten ausgedrückt, gibt es so etwas wie eine theoretische „optimale“ Anzahl an Sätzen pro Muskelgruppe, oberhalb und unterhalb der die Zuwächse langsamer vonstatten gehen werden, als dies möglich wäre.
Trainingsvolumen zählt jedoch nur dann, wenn es stimulierend ist. Wenn Dein Gesamttrainingsvolumen zu hoch ausfällt, dann werden Deine Muskeln nicht auf Dein Training ansprechen und Du wirst damit enden, Rückschritte zu machen.
Die genaue optimale Menge an Sätzen hängt von Deiner genetischen Veranlagung, der Länge der Zeit, die Du bereits trainierst, Deinem Alter, dem Typ der Übungen, die Du ausführst, Deiner Ernährung, sowie anderen Stressquellen in Deinem Leben – egal ob körperlicher oder psychischer Natur – ab.
Als grobe Richtlinie sind jedoch 10 bis 12 Sätze pro Muskelgruppe pro Woche ein guter Ausgangspunkt. Von hier aus kannst Du die Anzahl Deiner Trainingssätze basierend darauf, wie Dein Körper reagiert, nach oben oder nach unten anpassen.
Hierbei gilt, dass jede Erhöhung des wöchentlichen Trainingsvolumens schrittweise erfolgen sollte. Erhöhe das Volumen um lediglich einen oder 2 Sätze pro Woche und fange nicht damit an, Dein Trainingsvolumen über Nacht zu verdoppeln oder zu verdreifachen. Tue dies schrittweise, achte darauf, wie Dein Körper auf die Erhöhung des Volumens reagiert und passe die Dinge basierend auf dieser Reaktion an.
Hohe oder niedrige Wiederholungszahlen für ein Muskelwachstum?
Wenn es um die Wiederholungen geht, besagt die gängige Meinung, dass ein Training mit leichten Gewichten und hohen Wiederholungszahlen Muskelausdauer aufbaut, aber nur wenig zu Zuwächsen an Muskelmasse beiträgt. Schwere Gewichte und niedrigere Wiederholungszahlen wurden lange als der beste Weg für einen Muskelaufbau angesehen.
Dies hängt damit zusammen, dass schwere Gewichte eine größere Anzahl an Muskelfasern unter Spannung setzen, was diesen Fasern im Gegenzug das Signal gibt, zu wachsen. Ein Training mit schweren Gewichten ist jedoch nicht der einzige Weg, eine große Anzahl an Muskelfasern unter Spannung zu setzen.
Ein Training mit leichteren Gewichte und höheren Wiederholungszahlen, bei dem Du auf ein Muskelbrennen abzielst und bei dem sich Deine Muskeln so aufgepumpt anfühlen, als ob sie gleich explodieren würden, generiert große Mengen an stoffwechseltechnischem Stress, von dem gezeigt werde konnte, dass der die Aktivierung der Muskelfasern erhöht (12).
In der Tat gibt es reichlich wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, dass leichtere Gewichte und höhere Wiederholungszahlen einen erstaunlich guten Job machen, wenn es um eine Anregung des Muskelwachstums geht.
Bei einer Studie, die an der McMaster University in Kanada ausgeführt wurde, regten Sätze mit 30 bis 40 Wiederholungen ein genauso starkes Muskelwachstum wie Sätze mit 10 bis 12 Wiederholungen an (13).
Und dies sind keine Resultate, die auf untrainierte Anfänger beschränkt sind, die dazu neigen unabhängig davon, was sie machen, Muskeln aufzubauen. Selbst bei Trainierenden mit durchschnittlich vier Jahren Trainingserfahrung konnten Wissenschaftler keinen Unterschied bezüglich des Muskelwachstums zwischen 12 Wochen Training mit Sätzen a 20 bis 25 Wiederholungen und 12 Wochen des Trainings mit Sätzen a 8 bis 12 Wiederholungen beobachten (14).
Doch die Tatsache, dass es möglich ist, mit höheren Wiederholungszahlen und leichteren Gewichten Muskeln aufzubauen bedeutet nicht notwendigerweise, dass es eine gute Idee ist, dies zu tun.
Erinnere Dich daran, dass hohe Wiederholungszahlen und leichtere Gewichte nicht zu überlegenen Zuwächsen geführt haben – aber jeder Satz dauerte doppelt so lange. Darüber hinaus ist ein Training bis zum Muskelversagen mit höheren Wiederholungszahlen höchst unangenehm und extrem schmerzhaft – und sehr viel härter als niedrigere Wiederholungszahlen mit schwereren Gewichten.
Zusätzlich hierzu sind niedrigere Wiederholungszahlen mit höheren Gewichten deutlich überlegen, was Zuwächse an Kraft angeht (15).
Doch solange Du hart trainierst und Dich bis an Deine Grenzen antreibst, können sowohl schwere, als auch mittelschwere und leichte Gewichte verwendet werden, um erfolgreich Muskeln aufzubauen.
Im zweiten Teil dieses Artikels werde ich über das die entscheidende Bedeutung der Progression, die ideale Wiederholungsgeschwindigkeit, die Länge der Pausen zwischen den Sätzen, Muskelschäden & Muskelkater sowie die Notwendigkeit einer guten Trainingsplanung und der Konsistenz sprechen.

Die Zusammenstellung eines Trainingsprogramms kann eine einschüchternde Aufgabe darstellen – und das aus gutem Grund. Ganz offen gesagt gibt es sehr viele Wege, das Ganze zu vermasseln:
- Es gibt eine Menge Variablen, die Du berücksichtigen musst: Deinen Körper, Deine Ziele, Dein Zeitplan, Dein Lebensstil, Deine Präferenzen, Deine Trainingserfahrung und vieles mehr.
- Was das Training selbst angeht, gibt es eine Menge weiterer Variablen wie die Auswahl der Übungen, die verwendeten Satz- und Wiederholungsschemata, die Intensität, das Volumen und die Frequenz
- Es gibt sehr viele unterschiedliche Ansichten bezüglich dem, was am besten für den Aufbau von Muskelmasse und Kraft, den Abbau von Fett und für die Verbesserung der sportlichen Leistungen am besten ist – und viele dieser Meinungen widersprechen sich vollständig.
Es ist keine Überraschung, dass die Fitnessstudios überall auf der Welt voll von Menschen sind, die alle Arten von seltsamen und ineffektiven Trainingsprogrammen verwenden. Ich sollte dies wissen, denn ich war selbst einmal einer dieser Menschen.
Glücklicherweise brauchst Du jedoch keinen Abschluss in Biomechanik und ein paar tausend Stunden Erfahrung, um Dir ein effektives Trainingsprogramm zusammenzustellen. Die Wahrheit ist, dass Du nur eine relativ geringe Anzahl an Trainingsprinzipien kennen und anwenden musst, um das Meiste aus Deinem Training herausholen zu können.
Von all dem möglichen Wissen, das Du Dir über Training und Ernährung aneignen könntest, werden 20% etwa 80% der Resultate liefern. Und genau das ist der Grund dafür, dass ich Dich in diesem Artikel nicht mit jedem möglichen Trainingssplit und Trainingsplan überwältigen werde. Ich möchte Dich vor diese gefürchteten „Paralyse durch Analyse“ bewahren.
Deshalb werde ich die Dinge hier relativ einfach halten und Dir die Meinungen präsentieren, die für die meisten Ziele und Lebensstile am besten geeignet sind. Und am Ende dieses Artikels wirst Du genau wissen, wie Du Dir selbst ein effektives Trainingsprogramm zusammenstellen kannst, das zu Deinen Zielen und zu Deinem Lebensstil passt.
Beginnen wird damit, Deine wöchentliche Trainingsaufteilung zusammenzustellen.
Wie Du Deine wöchentliche Trainingsaufteilung zusammenstellst
Auch wenn eine gute Form zu erreichen nicht annähernd so viel Zeit im Fitnessstudio bedarf, wie die meisten Menschen glauben, erfüllt ein effektives Trainingsprogramm im Allgemeinen folgende Kriterien:
- Es umfasst 3 bis 6 Trainingseinheiten pro Woche.
- Jede Trainingseinheit dauert 25 bis 75 Minuten.
- Das Training umfasst sowohl Widerstandstraining, als auch Cardiotraining.
Wenn Du also 4 bis 6 Stunden pro Woche dem Training widmen und an 3 bis 6 Tagen pro Woche trainieren kannst, dann sind wir im Geschäft. Werfen wir, nachdem wir dies geklärt haben, einen Blick auf eine Handvoll Trainingpläne und betrachten wir, wie Du diese verwenden kannst, um Dir ein Trainingsprogramm zusammenzustellen, mit dessen Hilfe Du Deine Ziele erreichen kannst.
Die 3-Tage Trainingsprogramme
Ich würde Dir empfehlen, bei einem 3 Tage Trainingsprogramm zu bleiben…
Das Push Pull Beine Trainingsprogramm
Das Push Pull Beine Programm existiert schon ewig - und das aus gutem Grund: es ist einfach, es macht aus biomechanischer Sicht Sinn und es funktioniert.
Das Ganze sieht folgendermaßen aus:
- Tag 1: Push
- An diesem Tag trainierst Du Brust, Schultern und Trizeps
- Tag 2: Pull
- An diesem Tag trainierst Du Rücken und Bizeps
- Tag 3: Beine
- Ich glaube, dass dieser Tag selbsterklärend ist
Was die wöchentliche Zeitaufteilung angeht, würde ich Dir empfehlen, einen Tag Pause zwischen jeder der Trainingstage einzuplanen, so dass Deine wöchentliche Trainingsaufteilung folgendermaßen aussehen würde:
- Montag: Push
- Mittwoch: Pull
- Freitag: Beine
Alternativ kannst Du auch zwei Tage Pause zwischen Deinen Oberkörper und Unterkörpertrainingstagen einplanen, was wie folgt aussehen könnte:
- Montag: Push
- Dienstag: Pull
- Freitag: Beine
Bei Verwendung der letztgenannten Aufteilung werden Deine Beine wahrscheinlich ausgeruhter sein, da Dein Pull Tag schweres Beintraining umfassen wird, welches Deine Beinbeuger stark belasten wird.
(Es ist erwähnenswert, dass ein Muskelkater in den Beinbeugern bei Anfängern ein relevanteres Thema ist, da diese generell einen etwas stärkeren Muskelkater als etwas fortgeschrittene oder fortgeschrittene Trainierende verspüren werden).
Das Brust & Trizeps, Rücken & Bizeps, Beine & Schultern Trainingsprogramm
Dies ist ein Old-School Trainingsprogramm, das sich im Lauf der Jahrzehnte bewährt hat.
- Tag 1: Brust & Trizeps
- Da die Trizeps bei Deinem Brusttraining stark involviert sind, macht es Sinn, diese an diesen Tag auch direkt zu trainieren
- Tag 2: Rücken & Bizeps
- Die Rücken & Bizeps Beziehung entspricht der von Brust & Trizeps, weshalb Rücken und Bizeps für gewöhnlich kombiniert werden.
- Tag 3: Beine & Schultern
- Diese Muskelgruppen stehen offensichtlich in keiner Beziehung zueinander, doch sie sind das, was übrig ist, weshalb wir sie kombinieren – und sie ergeben zusammen eine harte Trainingseinheit.
Welches 3 Tage Trainingsprogramm ist am besten?
Ich würde nicht sagen, dass eines dieser Trainingsprogramme objektiv besser als das andere ist. Welches dieser Programme besser für Dich geeignet ist, hängt von Deinen persönlichen Präferenzen und Deinem Stand der Entwicklung ab.
Wenn Du das Gefühl hast, dass Du noch eine signifikante Menge an Entwicklung im Bereich Deiner Brust und Deiner Schultern benötigst, dann würde ich Dir empfehlen, das Brust & Trizeps Trainingsprogramm zu verwenden. Deine Brust und Deine Schultern getrennt voneinander zu trainieren, wird es Dir erlauben, jede dieser Muskelgruppen intensiver zu trainieren, was Dir dabei helfen wird, die progressive Überlastung zu maximieren.
Das 4 Tage Trainingsprogramm
Hier ist ein 4 Tage Trainingsprogramm, das ich empfehlen würde…
- Tag 1: Brust & Trizeps
- Hier gilt dasselbe, wie beim entsprechenden 3 Tage Trainingsprogramm
- Tag 2: Rücken & Bizeps
- Tag 3: Schultern
- Bei diesem Programm bekommen die Schultern ihren eigenen Trainingstag, was ihnen die zusätzliche Arbeit gibt, die sie brauchen, um proportional zum Rest des Oberkörpers zu wachsen
- Tag 4: Beine
- Das Training der Beine ist mit Abstand am härtesten und am erschöpfendsten, weshalb es helfen kann, den Beinen ihren eigenen Tag zu geben.
Ist es nicht so, dass jede Muskelgruppe nur einmal pro Woche zu trainieren, nicht funktioniert?
Die Frage nach der richtigen Trainingsfrequenz ist ein sehr umstrittenes Thema und die Meinungen gehen hierbei sehr weit auseinander. Auch wenn dieses Thema sehr komplex ist und es eine Menge persönliche Variablen gibt (die Körper einiger Menschen können Dinge tun, zu denen andere nicht in der Lage sind), ist dies die einfache Wahrheit:
Unabhängig von der Trainingsfrequenz kannst Du nur eine bestimmte Menge an Training für einen Muskel ausführen, bevor mehr Training kontraproduktiv wird.
Dies bedeutet, dass Du einen Muskel nur durch eine bestimmte Menge an Wiederholungen zwingen kannst, bevor der Körper nicht mehr dazu in der Lage sein wird, bezüglich der Regeneration mitzuhalten. Unabhängig davon, ob Du für eine Muskelgruppe nur eine Trainingseinheit pro Woche oder fünf Trainingseinheiten pro Woche ausführst, kann diese Muskelgruppe nur mit einer bestimmten Menge an Belastung zurecht kommen, bevor sie in einen Zustand es Übertrainings gerät.
Niemand wird dies bestreiten. Es gibt jedoch eine Menge an Diskussionen darüber, wie der berste Weg aussieht, um diese wöchentlichen Wiederholungen auszuführen: Innerhalb einer Trainingseinheit pro Woche oder auf zwei, drei oder noch mehr Trainingseinheiten aufgeteilt?
Jede Muskelgruppe zwei oder dreimal wöchentlich zu trainieren scheint heute zutage beliebter zu sein, als jede Muskelgruppe nur einmal wöchentlich zu trainieren, was jedoch nicht notwendigerweise bedeutet, dass zwei oder dreimal wöchentlich besser ist.
Lasse mich dies näher erklären:
Trainingsprogramme, bei denen jede Muskelgruppe nur einmal wöchentlich trainiert wird, haben aus gutem Grund einen schlechten Ruf entwickelt: viele dieser Programme sind nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurden.
Sie machen so viel falsch:
- Sie betonen Isolationsübungen.
- Sie betonen ein „Pumptraining mit hohen Wiederholungszahlen, dass häufig Dinge wie Supersätze, absteigende Sätze, Megasätze und ähnliches umfasst.
- Sie lassen Dich jede Muskelgruppe mit 100+ Wiederholungen pro Trainingseinheit zu Tode trainieren.
Ja, dieser Typ von Splitprogramm nach Muskelgruppen ist Müll. Ich sollte es wissen, denn ich habe diese Art von Programmen selbst über Jahre mit bescheidenen Erfolgen verwendet.
Ein korrekt zusammengestelltes Splitprogramm nach Muskelgruppen ist jedoch eine völlig andere Geschichte. Wenn Du jede Muskelgruppe einmal wöchentlich mit der richtigen Menge an Wiederholungen bei jeder Trainingseinheit trainierst und Dich auf schweres Training mit Mehrgelenksübungen konzentrierst, dann kannst Du außergewöhnliche Zuwächse erzielen.
Ich spreche hier nicht nur aus persönlicher Erfahrung, sondern auch aus meinen Erfahrungen mit tausenden von Klienten, mit denen ich gearbeitet habe. Diese Art des Trainings steht in Einklang mit dem augenblicklichen wissenschaftlichen Verständnis der Beziehung zwischen Trainingsintensität, Volumen und Frequenz, welches wie folgt aussieht:
Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass wöchentliche Gesamttrainingsvolumen und die Trainingsintensität wichtiger als die Trainingsfrequenz sind.
Dies bedeutet, dass so lange Du jede Muskelgruppe mit der richtigen Menge an schweren Wiederholungen trainierst, es keinen signifikanten Unterschied machen wird, ob Du diese Wiederholungen innerhalb von einer oder von drei Trainingseinheiten ausführst.
Und ich würde sogar sagen, dass ein gut zusammengestelltes Splitprogramm nach Muskelgruppen für etwas fortgeschrittene und weiter fortgeschrittene Trainierende überlegen ist, da dieses es Dir erlaubt, jede Muskelgruppe maximal zu überlasten.
Wenn Du den ganzen Körper zwei oder dreimal pro Woche trainierst, dann bedeutet dies, dass Du mehrere große Muskelgruppen innerhalb einer Trainingseinheit kombinierst. Du könntest z.B. das Pull Push Beine Template verwenden und es zweimal innerhalb von 7 Tagen absolvieren oder Deine Übungen auf Oberkörper- und Unterkörpertrainingseinheiten aufzuteilen, die Du mehrmals pro Woche ausführst.
Sobald Du eine vernünftige Menge an Kraft beim Drücken, beim Ziehen und bei Kniebeugen aufgebaut hast, werden diese Kombinationstrainingseinheiten wirklich hart werden. Und Du kannst ganz einfach nicht jede schwere Mehrgelenksübung mit derselben Intensität ausführen, die Du verwenden könntest, wenn Du diese während unterschiedlicher Trainingseinheiten ausführen würdest.
Wenn Du z.B. Kniebeugen und Kreuzheben während derselben Trainingseinheit mit schweren Gewichten ausführst, dann wird die Übung, die als zweite von beiden kommt, hierunter leiden. Du wirst ganz einfach nicht dazu in der Lage sein so viel Gewicht bei dieser Übung zu verwenden, wie es möglich wäre, wenn Du Kniebeugen und Kreuzheben an zwei unterschiedlichen Tagen ausführen würdest.
Und das bedeutet weniger progressive Überlastung im Lauf der Zeit (eine geringere Steigerung der Trainingsgewichte im Lauf der Zeit), was in geringeren langfristigen Zuwächsen resultieren wird. Echte Ganzkörpertrainingseinheiten sind noch härter. Sie stellen für Anfänger zwar eine brauchbare Option dar, aber sie werden zu einer echten Folter werden, sobald Du nennenswerte Kraft aufgebaut hast.
Viele Menschen haben bei Trainingsprogrammen, die sie jede Muskelgruppe zwei- oder dreimal wöchentlich trainieren lässt, außerdem mit Zeitproblemen zu kämpfen. Die meisten der besser zusammengestellten Programme machen es notwendig, dass Du Deine wöchentlichen Trainingstage von Woche zu Woche wechselst und sie erfordern zusätzlich ein Training am Wochenende.
So etwas mag in Ordnung sein, wenn Du 20 Jahre alt bist und wann immer tun kannst, was Du willst, aber so etwas funktioniert für die Mehrzahl der Menschen nicht, die trainieren und ihr Training in einen engen Zeitplan integrieren müssen, der Arbeit, Familie und soziale Verpflichtungen umfasst.
Auch wenn ich nicht gegen ein mehrfaches Training der Muskelgruppen pro Woche bin, werde ich es an dieser Stelle nicht empfehlen.
Das 5 Tage Trainingsprogramm
- Tag 1: Brust
- Tag 2: Rücken
- Tag 3: Arme
- Tag 4: Schultern
- Tag 5: Beine
Dies ist mein Lieblingstrainingsschema für eine Maximierung von Muskelwachstum und Kraft. Jede Trainingseinheit dauert etwa 45 Minuten, jede Muskelgruppe bekommt eine maximale Stimulation, Deine Muskeln und Dein Nervensystem bekommen genügend Zeit für die Regeneration und es passt perfekt In den Zeitplan der meisten Menschen (Montag bis Freitag mit trainingsfreien Wochenenden).
Das 5 Tage Programm gibt Dir außerdem Raum ein paar zusätzliche Sätze für Deine Schwachpunkte hinzuzufügen. So können z.B. Trainierende, die sich über eine unzureichende Brustentwicklung beschweren, an Tag 4 drei zusätzliche Sätze Schrägbankdrücken hinzufügen, die vor dem Schultertraining ausgeführt werden können.
Viele Frauen sind auf eine Verbesserung ihres Pos und ihrer Beine fokussiert und könnten somit 3 Sätze Kniebeugen zu Tag 2 nach dem Kreuzheben und 3 Sätze Hip-Thrusts an Tag 5 nach dem Beintraining hinzufügen.
Im zweiten Teil dieser Artikelserie werde ich näher auf die besten Übungen für den Aufbau von Kraft und Muskelmasse eingehen. Anschließend werde ich weitere Dinge wie die besten Wiederholungsbereiche, die richtige Anzahl der Trainingssätze und die Länge der Pausenintervalle zwischen den Sätzen betrachten.
Quelle: https://www.muscleforlife.com/how-to-build-a-workout-routine/
Von Michael Matthews

Mit nichts steht oder fällt Dein körperliches Erscheinungsbild mehr, als mit der Entwicklung Deiner Beine.
Viele Trainierende vernachlässigen regelmäßig ihre Beine und wenn ich ganz ehrlich bin, dann kann ich die Versuchung, dies zu tun, sogar verstehen. Ich habe diesen Fehler früher selbst regelmäßig gemacht, bis ich diesen irgendwann bereut habe und die Art und Weise verändert habe, auf die ich meine Beine trainiere. Es hat eine recht lange Zeit gedauert, bis meine Beine endlich mit dem Rest meines Körpers mithalten konnten und inzwischen macht mir mein Beintraining sogar Spaß.
Fazit ist, dass es Zeit und Arbeit bedarf, um eine eindrucksvolle Entwicklung der Beinmuskeln zu erreichen. Natürlich sind Kniebeugen ein essentieller Bestandteil des Beintrainings, aber wenn dies alles ist, was Du für Deine Beine tust, dann verschenkst Du eine Menge an Potential. Im Rahmen dieses Artikels möchte ich mit Dir das teilen, was ich über den Aufbau muskulöser, starker Beine gelernt habe:
- Den effektivsten Weg, Dein Beintraining zusammenzustellen.
- Die besten Beinübungen und wie diese ausgeführt werden.
- Mein bevorzugtes Beintrainingsprogramm, das Du sofort verwenden kannst.
- Und vieles mehr…
Legen wie los!
Die Anatomie der Beinmuskulatur
Bevor wir zum eigentlichen Training kommen, möchte ich einen kurzen Blick auf die primären Muskeln der Beine werfen, so dass wir wissen, was wir trainieren wollen.
Der Quadrizeps, der sich auf der Vorderseite des Oberschenkels befindet und den größten Teil der vorderen Oberschenkelmuskulatur ausmacht, besteht aus vier Muskelköpfen:
- Dem Rectus femoris
- Dem Vastus lateralis
- Dem Vastus medialis
- Und dem Vastus intermedius
Auf der Rückseite des Oberschenkels befinden sich drei Muskelköpfe, die für die Beugung des Beines verantwortlich sind:
- Der Semitendinosus
- Der Semimembranosus
- Und der Biceps femoris
Und dann sind da noch die Waden, die aus zwei Muskeln bestehen:
- Dem Gastrocnemius
- Und dem Soleus
Wie Du sehen kannst, macht der Gastrocnemius den größten Teil der Muskelmasse der Waden aus, während sich der Soleus unter dem Gastrocnemius befindet.
Dies sind also die primären Muskeln, um die es uns bei der optischen Entwicklung der Beinmuskeln geht. Es gibt noch eine Reihe kleinerer Muskeln, die Deine Fähigkeit diese größeren Muskeln zu trainieren stark beeinflussen werden, doch wir werden uns diese hier sparen, da Du diese bei den im Folgenden beschriebenen Übungen sowieso mittrainieren und entwickeln wirst.
Die Wissenschaft eines effektiven Beintrainings
Die drei größten Fehler die Trainierende bei ihren Beintrainingseinheiten machen, sind Folgende:
1. Die Verwendung der falschen Übungen
Viele Menschen konzentrieren sich zu sehr auf Maschinen und Isolationsübungen, welche als unterstützendes Training und nicht als Kern Deines Beintrainings angesehen werden sollten.
2. Eine falsche Ausführung von Kniebeugen
An dieser Stelle spreche ich nicht nur von Teilwiederholungen. Es gibt eine ganze Reihe weitere Fehler, wie eine Rundung des unteren Rückens, eine exzessive Bewegung der Hüfte und des Gesäßes und ein falsche Beugung der Knie.
3. Zu viel Training mit hohen Wiederholungszahlen
Dieser Fehler wird das Wachstum einer jeden Muskelgruppe Deines Körpers beeinträchtigen. Eine der wichtigsten Lektionen, die ich über das Training und den Aufbau von Muskeln gelernt habe ist, dass Deine Resultate umso besser ausfallen werden, je mehr Du Grundübungen und schwere Gewichte (80 bis 85% Deines 1RM Gewichts und mehr) betonst.
Und glaube jetzt nicht, dass dies nicht den Tatsachen entspricht, nur weil man Fitnessmodells und Bodybuilding Profis sieht, die unzählige Wiederholungen ausführen und trotzdem über eine phänomenale Körperentwicklung verfügen. Wenn illegale leistungssteigernde Verbindungen ins Spiel kommen, dann gelten andere Regeln, doch ich spreche an dieser Stelle von Trainingsprogrammen für natural Trainierende.
Um als steroidfreier Trainierender eine beeindruckende Beinmuskulatur aufzubauen brauchst Du lediglich etwas Wissen, harte Arbeit und Geduld. Die Strategie ist einfach:
1. Konzentriere Dich bei Deinen Beintrainingseinheiten auf die Verwendung schwerer Gewichte
Wenn Deine Beine muskulös und stark werden sollen, dann konzentriere Dich auf einen Wiederholungsbereich von 4 bis 6 oder 5 bis 7 Wiederholungen.
2. Konzentriere Dich auf Beinübungen, die Dir auf sichere Art und Weise eine progressive Überlastung erlauben
Als natural Trainierender kannst Du hierauf Dein Geld verwetten: Wenn Du nicht kontinuierlich stärker wirst, dann wirst Du auch nicht muskulöser werden. Die wichtigste Regel beim steroidfreien Bodybuilding ist eine progressive Überlastung, was bedeutet, dass Du das Gewicht auf der Stange im Lauf der Zeit immer weiter erhöhst. Nun, bestimmte Übungen sind nicht besonders gut für ein schweres Training und eine progressive Überlastung geeignet. So stellt Beinstrecken z.B. eine starke Belastung für die Knie dar (1).
Ein anderer Aspekt Deines Beintrainings besteht darin, dass Du das richtige Volumen bzw. die richtige Menge an Gesamtwiederholungen pro Trainingswoche finden musst. Dies ist besonders wichtig, wenn Du eine Menge schweres Training ausführst denn hier lautet die allgemeine Regel:
Je schwerer die Wiederholungen ausfallen, desto weniger Wiederholungen kannst Du pro Woche ausführen.
Schwerere Gewichte machen mehr Regeneration notwendig, was bedeutet, dass Du nicht so viele Wiederholungen pro Woche ausführen kannst, ohne ein Übertraining zu riskieren. Ich habe viele unterschiedliche Trainingssplits und Schemata der Trainingsfrequenz ausprobiert und das, was meiner Erfahrung nach am besten funktioniert, stimmt mit ausgiebigen Studienreviews zu diesem Thema überein (2, 3):
Wenn Dein Training schwere Gewichte () betont, scheint ein optimales Volumen bei 60 bis 70 Wiederholungen alle 5 bis 7 Tage zu liegen.
Dies trifft nicht nur auf die Beine, sondern auf jede größere Muskelgruppe zu.
Nachdem wir jetzt die grundlegende Trainingstheorie hinter uns gebracht haben, ist es an der Zeit einen Blick auf die besten Beinübungen für den Aufbau von Muskeln und Kraft zu werfen.
Die besten Beinübungen
Wie bei den meisten Muskelgruppen gibt es auch bei den Beinen eine Unmenge an Übungen, aus denen Du wählen kannst, wobei jedoch nur eine kleine Handvoll dieser Übungen wirklich notwendig ist. Wie Du im Folgenden sehen wirst, ist die Liste der beste Beinübungen recht kurz: ein paar Variationen von Kniebeugen und Ausfallschritten und ein paar Maschinen – mehr nicht. Bevor wir diese näher betrachten, möchte ich kurz etwas zur Multipresse sagen…
Und was ist mit der Multipresse
Wenn es um Kniebeugen geht, dann besteht der größte Nachteil einer Verwendung der Multipresse darin, dass diese geringere Zuwächse an Muskelmasse und Kraft als Kniebeugen mit freien Gewichten produziert (4). Einer der Hauptgründe hierfür besteht darin, dass sich die Stange bei der Multipresse auf einer fixen vertikalen Ebene bewegt. Eine frei bewegliche Stange macht es hingegen notwendig, dass Du diese stabilisierst, um horizontale Bewegungen der Stange zu verhindern.
Ich habe früher all meine Kniebeugen an der Multipresse ausgeführt und nie mehr als 110 Kilo für ein paar wenige Wiederholungen geschafft. Als ich dann erstmals frei Kniebeugen ausgeführt habe, hatte ich bereits mit 85 Kilo zu kämpfen. Das war vor einigen Jahren und inzwischen habe ich mich bei freien Kniebeugen auf 2 bis 3 Wiederholungen mit 170 Kilo und Frontkniebeugen mit 130 Kilo gesteigert (was natürlich in keinster Weise überragend aber doch akzeptabel ist – und ich arbeite weiter daran).
Das Power Rack ist Dein bester Freund
Ein Kniebeugenständer ist eine feine Sache, wenn Du einen Trainingspartner hast – wenn nicht, dann wirst Du wahrscheinlich nicht bis an Deine Grenzen gehen, weil Du Angst davor hast, dass Du bei der letzten schweren Wiederholung vielleicht nicht mehr bis ganz nach oben kommst. Selbst wenn Du über reichlich Trainingserfahrung und ein gutes Gefühl dafür, wann Du den Punkt des Muskelversagen erreichst, verfügst, wird es immer Situationen geben, in denen Du vielleicht noch eine weitere Wiederholung hättest erzwingen können oder einfach nicht mehr hoch kommst.
In dieser Situation kann ein Powerrack Dein bester Freund sein. Es sind die Sicherheitsablagen, die es so nützlich machen. Positioniere diese auf der richtigen Höhe und sie werden das Gewicht auffangen, wenn Du nicht mehr weiterkommst.
Okay, kommen wir jetzt zu den eigentlichen Übungen
1. Klassische Langhantelkniebeugen mit der Stange auf dem Rücken
Es sollte keine Überraschung sein, dass dies meine erste Übung ist. Klassische Kniebeugen sind einfach die mit Anstand effektivste Beinübung für den Aufbau von Muskelmasse und Kraft. Viele Leute denken, dass Kniebeugen einfach nur eine Beinübung sind, aber sie sind weit mehr, als das – Kniebeugen sind eine Ganzkörperübung, da sie abgesehen von Deiner Brust nahezu jede Muskelgruppe Deines Körpers involvieren. Wichtig ist bei Kniebeugen eine absolut korrekte Ausführung, da eine schlechte Form diese Übung nicht nur weniger effektiv macht, sondern auch das Verletzungsrisiko erhöht.
Bevor wir zur nächsten Übung übergehen, sollten wir kurz über tiefe, über den maximalen Bewegungsraum ausgeführte Kniebeugen sprechen. Auch wenn tiefe Kniebeugen ihre Vorteile haben (sie lassen die Beine und insbesondere die Gesäßmuskeln mehr Arbeit verrichten (5)), bedarf diese Variante einer Menge an Beweglichkeit und Flexibilität, die das übersteigt, was die meisten Menschen aufweisen. Aus diesem Grund empfehle ich tiefe Kniebeugen nur für erfahrene Trainierende, die
- die korrekte Form der Übungsausführung kennen
- beweglich genug sind, um tiefe Kniebeugen korrekt auszuführen.
Wenn dies nicht beides auf Dich zutrifft, dann solltest Du nur so weit nach unten gehen, bis Deine Oberschenkel parallel zum Boden verlaufen. Tiefe Kniebeugen sind für die Entwicklung einer starken hinteren Muskelkette nicht notwendig.
2. Langhantel Frontkniebeugen
Langhantel Frontkniebeugen sind meine zweitliebste Beinübung. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Frontkniebeugen die Quadrizeps stärker als klassische Kniebeugen (welche die Beinbeuger stärker involvieren) betonen, und gleichzeitig die Knie und den unteren Rücken weniger stark belasten (6), was diese Übung ideal für alle Trainierenden macht, die mit Knieproblemen zu kämpfen haben. Frontkniebeugen mögen sich zu Beginn recht seltsam und unbequem anfühlen, doch je öfter Du diese Übung ausführst, desto mehr wirst Du Dich an sie gewöhnen.
Als ich mit Frontkniebeugen angefangen habe, haben mir bereits 65 Kilo an den Schultern wehgetan, doch inzwischen trainiere ich mit 130 Kilo, ohne die geringsten Probleme zu verspüren.
3. Langhantel Ausfallschritte
Auch wenn Ausfallschritte im Allgemeinen als Quadrizepsübung angesehen werden, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass sie sich mehr auf die Beinbeuger und den Gluteus verlassen. Wie auch immer, Ausfallschritte stellen eine gute Erweiterung Deines Beintrainings dar.
4. Rumänisches Kreuzheben
Rumänisches Kreuzheben ist meine Lieblingsübung für eine Isolierung der Muskeln der Beinbeuger.
5. Bulgarische Splitkniebeugen
Du siehst nicht viele Menschen im Fitnessstudio, die bulgarische Splitkniebeugen ausführen, aber es handelt sich hierbei trotzdem nicht um irgendeine nutzlose Übung. Tatsache ist, dass sich Splitkniebeugen bei Top-Level Kraftsporttrainern aus gutem Grund schnell zu einer immer beliebter werdenden Übung entwickeln (8). Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass Splitkniebeugen zur Erhöhung des Maximalgewichts bei klassischen Kniebeugen genauso effektiv wie klassische Kniebeugen selbst sind, während sie gleichzeitig den unteren Rücken weniger stark belasten (9). Darüber hinaus unterscheiden sich Splitkniebeugen davon durch Frontkniebeugen, dass sie die Beinbeuger stärker belasten (10).
6. Hackenschmidt Kniebeugen an einer Maschine
Auch wenn ich im Allgemeinen kein Fan von Maschinen bin, mag ich die Hackenschmidt Kniebeugenmaschine zur Betonung der Quadrizeps. Genau wie Frontkniebeugen sind Hackenschmidt Kniebeugen ein effektiver Weg, Beine und Hüften bei minimaler Belastung des unteren Rückens zu trainieren.
7. Beinpressen
Die Beinpresse ist eine weitere lohnenswerte Maschine für das Beintraining und insbesondere den Aufbau von Kraft im Bereich der Quadrizeps. In den meisten Studios finden sich jedoch zwei unterschiedliche Arten von Beinpress-Maschinen wieder. Bei der einen sitzt Du mehr oder weniger aufrecht und drückst das Gewicht gerade von Dir weg und bei der anderen drückst Du das Gewicht in einem 45 Grad Winkel nach oben. Ich bevorzuge die zweite Variante, da die einen größeren Bewegungsraum erlaubt.
8. Hip Thrusts
Auch wenn diese Übung etwas dämlich aussehen mag, ist sie eine der besten Übungen zur Entwicklung des Gluteus (11). Du kannst diese Übung ohne Gewicht oder mit Gewicht ausführen.
9. Wadenheben stehend
Diese einfache Übung ist eine bewährte Übung für den Aufbau der Wadenmuskeln.
10. Wadenheben sitzend
Dies ist eine weitere lohnenswerte Variante des Wadenhebens. Sie hat den Vorteil, dass sie den unteren Rücken weniger stark belastet, wenn die Gewichte schwerer werden.
11. Wadenheben an der Beinpresse
Dies ist eine weitere gute Wadenübung, die ich gerne in meine Beintrainingseinheiten integriere.
Erinnere Dich immer daran - Progression ist der Schlüssel zum Muskelwachstum
Das war es auch schon zum Thema Beinübungen. Der Schlüssel zum Erfolg besteht jedoch nicht darin, einfach nur diese Übungen auszuführen, sondern diese Übungen mit progressiv steigenden Gewichten auszuführen. Dies bedeutet, dass Du die Menge an Gewicht, die Du bewegen kannst, im Lauf der Zeit immer weiter erhöhen musst.
Wenn Du nicht stärker wirst, dann werden Deine Muskeln auch nicht wachsen. Wenn Du jedoch daran arbeitest, Deine Kraft bei diesen Übungen zu steigern und genug isst, um zu wachsen, dann werden Deine Beine auf das Training ansprechen.
Das ultimative Beintrainingsprogramm
Ein gutes Beintrainingsprogramm trainiert sowohl die Quadrizeps, als auch die Beinbeuger und konzentriert sich auf schwere Mehrgelenksübungen. Es kann außerdem falls notwendig gluteus- und wadenspezifisches Training umfassen.
Genau wie jede andere Muskelgruppe können auch die Beinmuskeln von einem Training mit höheren Wiederholungszahlen profitieren, aber Du musst den Schwerpunkt auf ein schweres Widerstandstraining legen, wenn Du willst, dass diese Muskeln im Lauf der Zeit weiter wachsen.
An dieser Stelle möchte ich Dir ein einfaches, aber effektives Beintrainingsprogramm vorstellen, dass Du für die nächsten 8 Wochen verwenden kannst, um zu sehen, wie meine Ratschläge für Dich funktionieren. Führe diese Trainingseinheit einmal alle 5 bis 7 Tage aus:
- Klassische Kniebeugen:
- Führe nach dem Aufwärmen 3 Sätze a 4 bis 6 Wiederholungen (Männer) oder 8 bis 10 Wiederholungen (Frauen) aus.
- Frontkniebeugen:
- 3 Sätze a 4 bis 6 Wiederholungen / 8 bis 10 Wiederholungen
- Bulgarische Splitkniebeugen:
- 3 Sätze a 4 bis 6 Wiederholungen / 8 bis 10 Wiederholungen
- Optional: Hip Thrusts:
- 3 Sätze a 8 bis 10 Wiederholungen
- Optional: Wadenheben stehend:
- 3 Sätze a 8 bis 10 Wiederholungen
Das ist auch schon alles – 9 schwere Sätze für Quadrizeps und Beinbeuger plus optionales Training für Gluteus und Waden.
Pausiere für 3 Minuten zwischen den Sätzen, Dies wird Dir genügend Zeit geben, Dich ausreichend zu erholen, so dass Du bei jedem Satz alles geben kannst.
Sobald Du den oberen Wert eines Wiederholungsbereichs erreichst, erhöhst Du das Gewicht. Wenn Du also z.B. 6 Wiederholungen bei Deinem ersten Satz Kniebeugen schaffst, dann erhöhst Du das Gewicht für den nächsten Satz um 5 Kilo und trainierst so lange mit diesem Gewicht, bis Du irgendwann 6 Wiederholungen schaffst, usw.
Ich garantiere Dir, dass Du, wenn Du dieses Trainingsprogramm für die nächsten 8 Wochen absolvierst und Dich richtig ernährst, sehr zufrieden damit sein wirst, wie Dein Unterkörper auf Dein Training anspricht.
Referenzen:
1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9397272
2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17326698
3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16287373
4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19855308
5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12173958
6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19002072
7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22889652
8. https://www.researchgate.net/publication/232159224_Unilateral_Support_Resistance_Training_Incorporating_the_Hip_and_Knee
9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26200193
10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25254898
11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26214739
Quelle: https://www.muscleforlife.com/best-legs-exercises/
Von Michael Matthews

Hier ist eine kurze Zusammenfassung
- 1Wenn Deine Idee davon, wie man einem Jugendlichen das Training mit Gewichten beibringen sollte, darin besteht, diesen einfach das tun zu lassen, was immer Du tust, dann wirst Du sowohl seine Motivation (als auch seinen Körper) ruinieren.
- Ein einfaches 3 Tage pro Woche Programm mit lediglich mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführten Übungen, wird ihn an die Idee gewöhnen, dass wir jede Woche montags, mittwochs und samstags trainieren.
- Das Coolste daran, einem jungen Menschen dabei zu helfen, seinen Weg in den Kraftraum zu finden und mit einem Training mit Gewichten zu beginnen ist, dass dies – wenn Du Deine Aufgabe gut erfüllst – etwas sein könnte, was er für die nächsten 50 Jahre tun könnte.
Nachdem er Dich monatelang genervt und gedrängt hat, stimmst Du endlich zu, Deinen jüngeren Bruder mit in Dein Fitnessstudio zu nehmen. Es mag auf den ersten Blick vielleicht wie eine gute Idee aussehen, aber dann beginnst Du Dich zu fragen, was er dort eigentlich tun soll.
Dein Instinkt könnte Dir sagen, dass Du ihn einfach Satz für Satz und Übung für Übung dasselbe ausführen lassen könntest, was Du selbst tust. Aber wenn Du nicht gerade selbst noch ein Anfänger bist, dann wirst Du ihn hiermit überfordern, seine Motivation ruinieren, seinen Körper mit einem unerträglichen Muskelkater quälen und ihn wahrscheinlich für den Rest seines Lebens von einem Training mit Gewichten abschrecken.
Das erste Programm: Grundlegende Übungen mit dem eigenen Körpergewicht
Das Ziel besteht an dieser Stelle darin, einen 14 bis 18 Jahre alten unsportlichen Jugendlichen in die Welt des Trainings einzuführen. Dies bedeutet, ihm die Grundlagen des Wie, des Was und des Warum beizubringen, während Du ihm gleichzeitig dabei hilfst, einen starken und gesunden Körper aufzubauen.
Wenn die goldene Regel eines jeden persönlichen Trainers „Richte keinen Schaden an“ lautet, dann bekommt dieses Konzept eine noch wichtigere Bedeutung, wenn es darum geht, Teenager zu trainieren. Wenn Motivation, Enthusiasmus und unkontrolliertes Ego auf neue Bewegungsschemata, unbekannte Kapazitäten und mit Gewichen beladen Langhanteln treffen, dann kann dies schnell auf katastrophale Art und Weise enden.
Der effektivste Weg einen jungen Trainierenden mit dem Training vertraut zu machen besteht darin, mit einem intelligent zusammengestellten Programm aus Übungen zu beginnen, die mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführt werden. Dies erlaubt es dem Trainierenden ein Basislevel an Kraft, Muskelkoordination/Körperbewusstsein und Kondition aufzubauen. Etwas mehr Muskelmasse ist eine weitere sehr willkommene Nebenwirkung.
Mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführte Übungen fördern nicht nur die intermuskuläre Koordination und das Gleichgewicht besser als freie Gewichte (Wirst Du einen Jugendlichen, der keine sauberen Kniebeugen nur mit dem eigenen Körpergewicht ausführen kann, wirklich eine 20 Kilo schwere Olympiastange auf den Rücken legen?), sondern sind auch gut dafür geeignet, etwas zu fördern, das Tudor Bompa als anatomische Adaption – kurz AA – bezeichnet hat.
AA ist eine Phase des Trainings mit relativ hohen Wiederholungszahlen, die dazu gedacht ist, einen Anfänger oder dekonditionierten Trainierenden auf ein intensives Trainingsprogramm mit Gewichten vorzubereiten. AA wird verwendet, um die Bänder, die Sehnen und die kleineren unterstützenden Strukturen vorzubereiten, bevor ein Training mit schwereren Gewichten, niedrigeren Wiederholungszahlen und höherer Intensität ausgeführt wird.
Dieser Typ des Trainings fördert außerdem die Gewohnheit, während jeder einzelnen Woche montags, mittwochs und samstags zu trainieren, während es unserem Anfänger die Muskelerschöpfung und in gewissem Umfang auch den Muskelkater näher bringt, die er später noch besser kennen und lieben lernen wird.
Drei Tage pro Woche
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Kniebeugen mit dem Körpergewicht |
2 |
12-15 |
|
B |
Liegestütze |
2 |
12-15 |
|
C |
Alternierende Ausfallschritte mit dem Körpergewicht |
2 |
12-15 pro Bein |
|
D |
Klimmzüge mit neutralem Griff oder horizontales Rudern |
2 |
12-15 |
|
E |
Planks |
2 |
15 Sek. |
|
F |
Burpees |
2 |
15 |
Dieses Programm mag einfach aussehen, aber für den Anfang ist es eine ganze Menge, so lange Du bei jeder Wiederholung eine saubere Technik erzwingst und nicht durch die Sätze hetzt.
- Bei Kniebeugen sollten die Füße die ganze Zeit über flach auf dem Boden bleiben und Du solltest dich nicht auf die Zehenspitzen oder die Fersen stellen.
- Liegestütze werden auf den Zehen, mit gestreckten Beinen und über den gesamten Bewegungsraum ausgeführt. Du kannst die Hände auf einer Bank abstützen, um die Übungsausführung bei Bedarf leichter zu machen.
- Bei den Ausfallschritten werden jeweils abwechselnd Wiederholungen mit dem linken und dem rechten Bein ausgeführt, wobei sichergestellt werden sollte, dass sich die Hüfte nach oben und unten und nicht nach vorne und hinten bewegt.
- Verwende bei Klimmzügen bei Bedarf Bänder zur Unterstützung oder verwende die Multipresse als Alternative für horizontales Rudern. Der neutrale Griff schließt das Training des größten Teils der Arme mit ein und versetzt den Trainierenden in die stärkste Zugposition.
- Die Planks sind der leichteste Teil, da Du lediglich die obere Position von Liegestützen in einer super strikten Form vom Hals bis zu den Knöcheln hältst.
- Und die 4 Sekunden langen Burpees (es ist kein Sprung notwendig) beenden die Trainingseinheit mit ein wenig von allem – etwas Cardio, etwas Beweglichkeit, „verstecktes“ Plank Training und „verstecktes“ Kniebeugentraining.
"Aber ein Training mit Gewichten bringt das Wachstum bei Jugendlichen zum Stillstand!" Ähh, nö.
Ein Schlüsselkonzept – und vielleicht sogar das wichtigste Konzept, wenn es um ein Training mit Gewichten und Jugendliche geht – ist das Vermeiden des Muskelversagens. Jeder einzelne Satz sollte deutlich vor Erreichen des Muskelversagens beendet werden, wobei Du idealerweise noch zwei Wiederholungen in Reserve haben solltest.
Die Old School Mentalität mag darin bestehen, jeden Satz so lange fortzusetzen, bis sich die Stange keinen Zentimeter mehr bewegt, aber wenn es um junge Erwachsene und ihre sich noch in der Entwicklung befindlichen Körper geht, werden die unterentwickelten zugrunde liegenden Strukturen, die den Muskel umgeben, bereits bis weit über ihre Grenzen belastet worden sein, wenn der Muskel schließlich den Punkt des Versagens erreicht hat, was ein ernsthaftes Verletzungsrisiko darstellt.
Dies ist der einzige Aspekt des Trainings, bei dem der alte „ein Training mit Gewichten wird das Wachstum von Kindern zum Stillstand bringen“ Mythos seine Berechtigung hat. Auch wenn gut überwachte, intelligent zusammengestellte Trainingsprogramme für Jugendliche von Vorteil und nützlich sind, kann ein schlecht zusammengestelltes Trainingsprogramm und/oder schlecht überwachtes Training großen Schaden anrichten.
Das Muskelversagen zu meiden sollte bei jedem Trainingsprogramm für jüngere Trainierende bis zum Ende der Pubertät (oder als allgemeine Faustregel bis zu einem Alter von 18 Jahren) mit die höchste Priorität haben. Und selbst danach kann man sich darüber streiten, ob ein Training bis zum Muskelversagen oder bis über das Muskelversagen hinaus für jeden notwendig ist.
Phase zwei
Sobald der junge Padawan mit Körpergewichtsübungen eine brauchbare Menge an Kraft, Kondition und Geduld aufgebaut hat, ist er bereit dafür, zu einem Unterkörper/Oberkörper Splitprogramm im Kraftraum überzugehen. Dies wird es ihm erlauben, jeder Muskelgruppe pro Trainingseinheit mehr Aufmerksamkeit zu schenken, neue Übungen zu seinem Trainingsvokabular hinzuzufügen und – was am besten von allem ist – nicht nur einen, sondern zwei Beintage pro Woche zu absolvieren.
Unterkörper 1
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Goblet Kniebeugen |
3 |
8-10 |
|
B |
Klassische Langhantel Kniebeugen |
4 |
6-8 |
|
C1 |
Rumänisches Kreuzheben |
3 |
8-10 |
|
C2 |
Knieheben hängend |
3 |
8-10 |
|
D |
Wadenheben stehend |
3 |
10-15 |
|
E |
Pallof Press - isometrisches Halten (https://www.youtube.com/watch?v=nFspBRHke4w) |
4 |
10 Sek. |
Oberkörper 1
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Klimmzüge |
3 |
4-6 |
|
B1 |
Langhantelrudern |
4 |
6-8 |
|
B2 |
Kurzhantel Schulterdrücken stehend |
4 |
8-10 |
|
C1 |
Liegestütze |
3 |
8-10 |
|
C2 |
Butterflys |
3 |
10-12 |
|
D1 |
Trizepsdrücken am Kabelzug |
3 |
10-12 |
|
D2 |
Alternierende Kurzhantelcurls |
3 |
6-8 |
|
D3 |
Hammercurls |
3 |
6-8 |
Unterkörper 2
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Kreuzheben |
4 |
6-8 |
|
B |
Beinpressen |
3 |
8-10 |
|
C |
Reverse Ausfallschritte |
3 |
8-10 |
|
D |
Beincurls stehend |
2 |
8-10 |
|
E1 |
Wadenheben sitzend |
3 |
10-12 |
|
E2 |
Crunches |
3 |
10-15 |
Oberkörper 2
|
|
Übung |
Sätze |
|
|
A |
Latziehen zur Brust |
4 |
8-10 |
|
B |
Einarmiges Kurzhantelrudern |
3 |
6-8 |
|
C |
Langhantel Flachbankdrücken |
4 |
6-8 |
|
D |
Kurzhantel Schrägbankdrücken |
3 |
8-10 |
|
E |
Seitheben |
3 |
10-12 |
|
F1 |
Langhantelcurls |
4 |
8-10 |
|
F2 |
French Presses liegend |
4 |
8-10 |
Wenn es so aussieht, als ob wir einen Jugendlichen mit einer Tonne an Übungen überwältigen würden, dann mach Dir hierüber keine Sorgen. Es handelt sich lediglich um etwa 5 Übungen pro Trainingseinheit und sein Enthusiasmus und sein Eifer zu trainieren, werden ihm dabei helfen, all diese Übungen schnell zu verinnerlichen.
Ein Trainingstagebuch zu verwenden wird das Ganze sehr viel einfacher machen, da die Namen der Übungen und Notizen während des Trainings notiert werden können.
Die Ernährung jugendlicher Trainierender und Supplements
Junge Trainierende interessieren sich ungefähr genauso sehr für Ernährungstipps, wie für die Frage, wer der Secretary of State unter Rutherford B. Hayes war. Nun, das ist zu schade, denn (zumindest folgenden weit verbreiteten Sprichwörtern zufolge gilt) „Bodybuilding besteht zu 75% aus Ernährung“ oder „Deine Resultate werden zu 90% von Deiner Ernährung abhängen“ oder „Iss verdammt noch mal, wenn Du wachsen möchtest.“ Das Fazit ist immer dasselbe.
Genau wie das Vermeiden eines Trainings bis zum Muskelversagen beim Training für Jugendliche entscheidend ist, gibt es eine grundlegende Idee, die Basis eines jeden Ernährungsplans für jungende Trainierende sein sollte: jugendliche Trainierende sind keine kleinen Bodybuilder. Sie befinden sich immer noch in ihrer Entwicklung und brauchen deshalb reichlich Qualitätsnahrungsmittel.
„Masseaufbau“ und „Definitionsphasen“ sind in ihrer Situation nicht relevant. Sicher, wenn ein Jugendlicher etwas schwerer ist und schlanker werden will, dann wird er weniger essen, um zu versuchen Gewicht zu verlieren. Was für Jugendliche jedoch wirklich wichtig ist, ist die Entwicklung intelligenter, gut ausgewogener Ernährungsgewohnheiten, die Regeneration und Wachstum fördern. Hebe Dir die Gedanken an Masseaufbauphasen und Definitionsphasen für die Zeit auf, nach der Du eine gute Grundlage entwickelt hast.
Wir wollen die Dinge an dieser Stelle mit Hilfe praktischer und leicht befolgbarer Richtlinien einfach halten. Jugendliche, die mit Gewichten trainieren, sollten mindestens drei Mahlzeiten pro Tag an sieben Tagen pro Woche essen. Mahlzeiten ausfallen zu lassen, bedeutet auf Resultate und Fortschritte zu verzichten.
Zusätzlich zu diesen drei Mahlzeiten könntest Du noch einen Proteinshake pro Tag und einen grundlegenden Trainingsshake an Trainingstagen zur Förderung der Regeneration nach dem Training hinzufügen. Und das war es für den Augenblick auch schon an der Supplement Front.
Sobald ein Jugendlicher an vier oder mehr Tagen pro Woche trainiert und an sieben Tagen pro Woche jeden Tag drei Mahlzeiten zu sich nimmt, dann kann er so etwas wie Kreatin zu seiner Ernährung hinzufügen. Und Liebe Eltern, beruhigt euch wieder, Kreatin ist kein Steroid – und gesünder als vieles von dem Fast Food, das Jugendliche täglich zu sich nehmen.
Für Jugendliche gilt jedoch, dass Supplements auf ein absolutes Minimum reduziert werden sollten und dass der primäre Fokus auf dem Verzehr qualitativ guter Nahrungsmittel liegen sollte.
Proteinquellen
- Fleisch: Hühnchenbrust oder Keulen, Steak, Hackfleisch, Putenhackfleisch, Schweinefleisch
- Ganze Eier – und nicht nur das Eiklar. Eiklar ist etwas für Wettkampfbodybuilder und das bist Du zumindest jetzt noch nicht.
- Meeresfrüchte: Jede Art von Fisch (Thunfisch, Lachs, Tilapia, usw.), Krabben
- Milchprodukte: Milch, Hüttenkäse, jede Art von Käse, Quark
- Sandwichfleisch: Roastbeef, Schinken, Pute.
Kohlenhydratquellen
- Weißer oder brauner Reis
- Ballaststoffreiches Brot (kein Weißbrot)
- Haferflocken, Grießbrei, Reisbrei
- Quinoa – eine Getreideform, die etwas Protein enthält und sich so wie Reis kochen lässt
- Kartoffeln: Speisekartoffeln, Süßkartoffeln, rote Kartoffeln, usw.
- Mais
- Bohnen, aber mehr in Richtung von roten Bohnen, schwarzen Bohnen, Pintobohnen oder Kidneybohnen und keine Baked Beans
- Obst. Obst ist gesund, also iss es. Erinnere Dich aber daran, dass es ernährungstechnisch gesehen zu den Kohlenhydraten gehört.
- Gemüse. Auch Gemüse ist sehr gesund, also iss es.
Fettquellen:
- Olivenöl
- Kokosöl
- Butter (echte Butter, keine Margarine)
- Avocados
- Nüsse: Walnüsse, Mandeln, Cashews, andere Nüsse, wie naturbelassene Nussbutter aller Art
- Jegliche Fette, die natürlich in Proteinquellen vorkommen: Fischöl, Fett in rotem Fleisch, Fett in Milchprodukten, usw.
Eine Kombination von Nahrungsmitteln aus diesen drei Kategorien sollte den mit Abstand größten Teil der Ernährung eines Jugendlichen ausmachen, aber wenn er auch ab und zu ein paar Erfrischungsgetränke, ein paar Süßigkeiten oder anderes Junkfood essen will, dann ist dies nicht das Ende der Welt.
Ja, wir versuchen einen gesunden Lebensstil zu entwickeln, aber einem Jugendlichen zu sagen, dass er den ganzen Tag lang auf „schlechte Nahrungsmittel“ verzichten soll, ist bei einem Teenager unrealistisch und wird ihn mit ziemlicher Garantie dazu führen, ihn zu einem sozialen Außenseiter zu machen.
Wenn Du die Ernährung von Junior auf eine neue Stufe heben möchtest, dann mache ihn mit den drei essentiellen Techniken in der Küche vertraut:
- Der Zubereitung von Rührei
- Dem Kochen hartgekochter Eier
- Und dem Braten von etwas Fleisch in der Pfanne
Diese drei Dinge zu können kann einem Jugendlichen sehr viel weiter helfen, wenn es darum geht, seinen täglichen Proteinbedarf zu decken.
Trainiere schwer und wachse
Wir könnten jetzt über Studien sprechen, die eine Verbindung zwischen Training und besseren Leistungen in der Schule herstellen konnten oder wir könnten darüber sprechen, wie ein gut strukturiertes Trainingsprogramm einen Jugendlichen in ein Team bringen könnte, ihn zu einem besseren Sportler machen könnte und ihm letztendlich einen Vorsprung über seine Teammitglieder und Gegner verschaffen könnte.
Doch am Ende des Tages ist das Coolste daran, einen jungen Menschen im Kraftraum anzuleiten und ihm einen guten Start bei seinem Training mit Gewichten zu geben, dass wenn Du Deine Aufgabe gut erfüllst, dies etwas ist, was er für die nächsten 50 Jahre tun könnte. Und Du warst ein Teil hiervon! Das ist doch ziemlich cool, oder?
Wenn Du die Gelegenheit bekommst, im wahrsten Sinn des Wortes die nächste Geberation von Trainierenden zu formen, dann wäre es eine Schande, sich hiervor zu drücken. Insbesondere wenn dies bedeutet, dass Du die Gelegenheit hast, einen Jugendlichen in ein Leben voller Eisen und Kraft zu begleiten.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/teaching-a-kid-to-lift
Von Chris Colucci