Gesundheit

7 Vorzüge und Anwendungsbereiche von CBD Öl
thumb

Cannabidiol ist ein beliebtes Naturheilmittel, das bei vielen Leiden zum Einsatz kommt. Besser als CBD bekannt, stellt es eine der über 100 Verbindungen dar, die als Cannabinoide bekannt sind und sich in der Cannabis oder Marihuana Pflanze Cannabis sativa wiederfinden (1).

Tetrahydrocannabinol (THC) ist das primäre psychoaktive Cannabinoid, das sich in Cannabis wiederfindet und den Rausch verursacht, der mit dem Konsum von Cannabis in Verbindung gebracht wird. Anders als THC ist CBD jedoch nicht psychoaktiv.

Diese Qualität macht CBD zu einer einladenden Alternative für diejenigen, die nach einer Linderung von Schmerzen oder anderen Symptomen suchen, ohne die bewusstseinsverändernden Wirkungen von Marihuana oder bestimmte pharmazeutischen Wirkstoffen in Kauf nehmen zu müssen.

CBD Öl wird hergestellt, indem CBD aus der Cannabispflanze extrahiert und dann mit einem Trägeröl wie Kokosöl oder Hanfsamenöl verdünnt wird.

CBD Öl erfreut sich in der Gesundheits- und Wellness Welt einer steigenden Beliebtheit und einige Studien bestätigen, dass es viele Symptome von Krankheiten und Leiden lindern kann, zu denen unter anderem chronische Schmerzen und Angst gehören.

Gier sind sieben Gesundheitsvorzüge von CBD Öl, die von wissenschaftlichen Untersuchungen unterstützt werden.

 

CBD Öl kann Schmerzen lindern

 

Marihuana wird seit dem Jahr 2900 vor Christus zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt (2). In der Neuzeit haben Wissenschaftler herausgefunden, dass bestimmte Verbindungen in Marihuana inklusive CBD für dessen schmerzlindernde Wirkungen verantwortlich sind.

Der menschliche Körper verfügt über ein spezialisiertes System, das als Endocannabinoidsystem (ECS) bekannt ist und das an der Regulierung einer Reihe von Funktionen inklusive Schlaf, Appetit, Schmerz und Immunsystemreaktion beteiligt ist (3).

Der Körper produziert Endocannabinoide, bei denen es ich um Neurotransmitter handelt, die an Cannabinoidrezeptoren im Nervensystem andocken. Studien haben gezeigt, dass CBD dabei helfen könnte, chronische Schmerzen zu reduzieren, indem es die Endocannabinoidrezeptoraktivität beeinflusst, Entzündungen reduziert und mit Neurotransmittern interagiert (4).

Eine mit Ratten durchgeführte Studie hat z.B. herausgefunden, dass CBD Injektionen die Schmerzreaktion auf chirurgische Schnitte reduzieren kann, während andere mit Ratten durchgeführte Studien herausgefunden haben, dass eine orale CBD Behandlung Ischiasnervenschmerzen und Entzündungen signifikant reduzieren kann (5, 6).

Mehrere Humanstudien haben herausgefunden, dass eine Kombination von CBD und THC effektiv ist, wenn es um eine Behandlung von Schmerzen geht, die mit multipler Sklerose und Arthritis in Verbindung stehen. Ein orales Spray namens Sativex, welches eine Kombination von THC und CBD enthält, ist in mehreren Ländern zur Behandlung von mit multipler Sklerose in Verbindung stehenden Schmerzen zugelassen.

Eine mit 47 Probanden mit multipler Sklerose durchgeführte Studie untersuchte die Auswirkungen einer Einnahme von Sativex über einen Zeitraum von einem Monat. Die Studienteilnehmer erlebten eine Linderung von Schmerzen und Muskelzuckungen und eine Verbesserung des Gehens. Diese Studie umfasste jedoch keine Kontrollgruppe und eine Placebowirkung kann deshalb nicht ausgeschlossen werden (7).

Eine andere Studie mit 58 Probanden mit rheumatischer Arthritis kam zu dem Ergebnis, dass Sativex Bewegungsschmerzen und Schmerzen im Ruhezustand signifikant linderte und die Schlafqualität verbesserte (8).

Zusammenfassung: CBD könnte – insbesondere in Kombination mit THC – effektiv sein, wenn es um eine Reduzierung von Schmerzen geht, die mit Krankheiten wie multipler Sklerose und rheumatischer Arthritis in Verbindung stehen.

 

CBD könnte Angst und Depressionen reduzieren

 

Angstzustände und Depressionen sind weit verbreitete mentale Störungen, die verheerende Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden besitzen können. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind Depressionen der mit Abstand größte zu Behinderungen und Arbeitsunfähigkeit beitragende Faktor, während Angstzustände auf Platz sechs der Liste kommen (9).

Angstzustände und Depressionen werden für gewöhnlich mit pharmazeutischen Medikamenten behandelt, die eine Reihe von Nebenwirkungen wie Benommenheit, Erregungszustände, Schlaflosigkeit, sexuelle Dysfunktion und Kopfschmerzen verursachen können (10).

Darüber hinaus können Medikamente wie Benzodiazepine süchtig machen und zu einem Missbrauch führen (11).

Es konnte gezeigt werden, dass CBD Öl als Behandlung für Depressionen und Angstzustände vielversprechend ist, was dazu geführt hat, dass viele Menschen, die an solchen Störungen leiden, damit begonnen haben, sich für einen natürlichen Behandlungsansatz zu interessieren.

Im Rahmen einer brasilianischen Studie erhielten 57 Männer 90 Minuten, bevor sie sich einen simulierten Test für das Sprechen in der Öffentlichkeit unterziehen mussten, entweder oral CBD oder ein Placebo. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass eine 300 mg CBD Dosis am effektivsten war, wenn es um eine signifikante Reduzierung von Angst während des Tests ging. Sowohl das Placebo, als auch eine 600 mg und eine 150 mg CBD Dosis hatten nur minimale oder keine Auswirkungen auf eine Reduzierung von Angst während des Tests (12).

CBD Öl wurde auch verwendet, um auf sichere Art und Weise Schlaflosigkeit und Angst bei Kindern mit posttraumatischen Stressstörungen zu behandeln (13).

Darüber hinaus hat CBD auch bei mehreren mit Tieren durchgeführten Studien antidepressive Wirkungen gezeigt (14, 15).

Diese Qualitäten werden mit der Fähigkeit von CBD in Verbindung gebracht, an den Rezeptoren des Gehirns für Serotonin zu agieren – ein Neurotransmitter, der Stimmungslage und soziales Verhalten reguliert.

Zusammenfassung: Es konnte sowohl im Rahmen von mit Tieren durchgeführten Studien, als auch im Rahmen von Humanstudien gezeigt werden, dass CBD Angst und Depressionen lindern kann.

 

CBD könnte mit Krebs in Verbindung stehende Symptome lindern

 

CBD könnte dabei helfen mit Krebs in Verbindung stehende Symptome, sowie die Nebenwirkungen einer Chemotherapie wie Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen zu lindern.

Eine Studie betrachtete die Wirkungen von CBD und THC bei 177 Probanden mit Schmerzen aufgrund einer Krebserkrankung, bei denen Schmermedikamente keine Linderung der Schmerzen bewirken konnten. Die Probanden, die mit einem Extrakt behandelt wurden, das beide Verbindungen enthielt, erlebten im Vergleich zu Probanden, die nur ein THC Extrakt erhielten, eine signifikante Reduzierung ihrer Schmerzen (16)

CBD könnte außerdem dabei helfen, durch eine Chemotherapie hervorgerufene Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen – welches die im rahmen einer Chemotherapie am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen darstellen – zu lindern (17).

Auch wenn es Medikamente gibt, die bei einer Reduzierung dieser Symptome helfen, sind diese manchmal ineffektiv, was einige Menschen dazu bringt, nach Alternativen zu suchen.

Eine Studie mit 16 Probanden, die sich einer Chemotherapie unterziehen mussten, fand heraus, dass eine 1:1 Kombination von CBD und THC, die in Form eines oralen Sprays verabreicht wurde, Übelkeit und Erbrechen in Reaktion auf die Chemotherapie besser als eine Standardbehandlung linderte (18).

Einige im Reagenzglas und mit Tieren durchgeführte Studien haben sogar gezeigt, dass CBD Anti-Krebs Wirkungen besitzen könnte. Eine im Reagenzglas durchgeführte Untersuchung konnte z.B. zeigen, dass konzentriertes CBD bei menschlichen Brustkrebszellen den Zelltod einleitete (19). Eine andere Studie konnte zeigen, dass CDB die Verbreitung aggressiver Brustkrebszellen bei Mäusen hemmte (20).

Dies sind jedoch lediglich im Reagenzglas und mit Tieren durchgeführte Studien, die lediglich vermuten lassen können, was beim Menschen funktionieren könnte. Es bedarf weiterer Humanstudien, bevor definitive Schlussfolgerungen gezogen werden können.

Zusammenfassung: Auch wenn gezeigt werden konnte, dass CBD dabei helfen kann, Symptome zu reduzieren, die mit Krebs und einer Krebsbehandlung in Verbindung stehen und sogar Anti-Krebs Wirkungen besitzen könnte, bedarf es weiterer Untersuchungen, um Sicherheit und Effizienz von CBD in diesen Bereichen zu bestimmen.

 

CBD könnte Akne reduzieren

 

Akne ist eine weit verbreitete Hautkrankheit, die mehr als 9% der Bevölkerung betrifft (21). Man glaubt, dass Akne durch eine ganze Reihe von Faktoren inklusive genetischen Faktoren, Bakterien, Entzündungen und einer Überproduktion an Talg verursacht wird (22, 23).

Basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen könnte CBD Öl aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften dabei helfen Akne zu behandeln.

Eine im Reagenzglas durchgeführte Untersuchung fand heraus, dass CBD Öl die Zellen der Talgdrüsen daran hinderte, übermäßige Mengen an Talg zu produzieren, dass es entzündungshemmende Wirkungen zeigte und dass es die Aktivierung von Akne fördernden Wirkstoffen wie entzündungsfördernden Zytokinen verhinderte (24).

Eine andere Studie konnte ähnliche Resultate beobachten und kam zur Schlussfolgerung, dass CBD dank seiner erstaunlichen entzündungshemmenden Qualitäten einen effektiven und sicheren Weg zur Behandlung von Akne darstellen könnte (25).

Doch auch wenn diese Resultate vielversprechend sind, bedarf es weiterer Humanstudien zur Wirkung von CBD bei Akne beim Menschen.

Zusammenfassung: CBD könnte aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften und seiner Fähigkeit, die Talgproduktion in den Talgdrüsen der Haut zu kontrollieren, bei Akne positive Auswirkungen besitzen.

 

CBD könnte nervenschützende Wirkungen besitzen

 

Wissenschaftler glauben, dass die Fähigkeit von CBD im Endocannabinoidsystem und anderen Signalsystemen des Gehirns zu agieren, Vorzüge für Menschen mit neurologischen Störungen mit sich bringen könnten.

Eine der am häufigsten im Zusammenhang mit CBD zitierten Studie befasst sich mit der Behandlung neurologischer Störungen wie Epilepsie und multipler Sklerose. Auch wenn diese Untersuchungen noch relativ neu sind, haben mehrere Studien vielversprechende Resultate geliefert.

Von Sativex, einem oralen Spray, das aus CBD und THC besteht, konnte gezeigt werden, dass es einen sicheren und effektiven Weg darstellt, Muskelzuckungen bei Menschen mit multipler Sklerose zu reduzieren. Eine Studie fand heraus, dass Sativex Muskelzuckungen bei 75% von 276 Probanden mit multipler Sklerose reduzierte, die Muskelzuckungen erlebten, die resistent gegenüber Medikamenten waren (26).

Im Rahmen einer anderen Studie erhielten 214 Probanden mit schwerer Epilepsie 2 bis 5 Gramm CBD Öl pro Kilogramm Körpergewicht. Dies reduzierte Krampfanfälle um durchschnittlich 36,5% (27).

Eine weitere Studie fand heraus, dass CBD Öl im Vergleich zu einem Placebo die Krampfaktivität bei Kindern mit dem Dravet Syndrom – einer komplexen kindlichen epileptischen Störung – signifikant reduzierte (28).

Es sollte jedoch erwähnt werden, dass bei beiden dieser Studien einige Probanden unerwünschte, mit CBD in Verbindung gebrachte Nebenwirkungen, wie Krämpfe, Fieber und Erschöpfung erlebten.

CBD wurde auch auf seine potentielle Wirksamkeit bei mehreren anderen neurologischen Erkrankungen hin untersucht.

So konnten mehrere Studien zeigen, dass eine Behandlung mit CBD bei Menschen mit Parkinson die Lebensqualität und die Schlafqualität verbessern konnte (29, 39).

Weitere mit Tieren und im Reagenzglas durchgeführte Studien haben gezeigt, dass CBD Entzündungen reduzieren könnte und dabei helfen könnte, die Neurodegeneration, die mit Alzheimer in Verbindung gebracht wird, zu verhindern (31).

Im Rahmen einer Langzeitstudie verabreichten Wissenschaftler CBD an Mäuse mit einer genetischen Veranlagung für Alzheimer und fanden heraus, dass diese Behandlung dabei half, einen kognitiven Verfall zu verhindern (32).

Zusammenfassung: Auch wenn die Anzahl der Untersuchungen begrenzt ist, konnte gezeigt werden, dass CBD Symptome lindern kann, die mit Epilepsie und Parkinson in Verbindung stehen. Im Rahmen von im Reagenzglas und mit Tieren durchgeführten Untersuchungen konnte CBD außerdem das Fortschreiten von Alzheimer reduzieren.

 

CBD könnte die Herzgesundheit fördern

 

Aktuelle Untersuchungen haben CBD mit mehreren Vorzügen für die Herzgesundheit und das Kreislaufsystem inklusive einer Reduzierung von hohem Blutdruck in Verbindung gebracht. Hoher Blutdruck wird mit einem höheren Risiko für eine Reihe von Krankheiten inklusive Schlaganfall, Herzinfarkt und metabolischem Syndrom in Verbindung gebracht (33).

Studien deuten darauf hin, dass CBD dazu in der Lage sein könnte, bei hohem Blutdruck zu helfen. Im Rahmen einer Studie wurden neun gesunde Männer mit einer Dosis von 600 mg CBD Öl behandelt. Es konnte beobachtet werden, dass dies im Vergleich zu einem Placebo zu einer Reduzierung des Blutdrucks im Ruhezustand führte.

Im Rahmen derselben Studie mussten die Probanden Stresstests absolvieren, die normalerweise den Blutdruck erhöhen. Interessanterweise führte bereits die Einzelgabe CBD Öl dazu, dass die Probanden eine geringere Erhöhung des Blutdrucks erlebten, die unter den Werten lag, die normalerweise bei Test dieser Art beobachtet werden (34).

Die Wissenschaftler vermuten, dass die stress- und angstreduzierenden Eigenschaften von CBD für dessen Fähigkeit zur Senkung des Blutdrucks verantwortlich sind.

Zusätzlich hierzu haben mehrere Studien gezeigt, dass CBD aufgrund seiner starken antioxidativen und stresslindernden Wirkungen dabei helfen könnte, die Entzündungen und den Zelltod zu reduzieren, die mit Herzkrankheiten in Verbindung gebracht werden.

Eine Studie fand z.B. heraus, dass eine Behandlung mit CBD bei diabetischen Mäusen mit Herzkrankheiten oxidativen Stress reduzierte und Schädigungen des Herzens verhinderte (35).

Zusammenfassung: Auch wenn weitere Studien benötigt werden, könnte CBD auf mehreren Wegen inklusive einer Senkung des Blutdrucks und einer Verhinderung von Herzschäden positive Auswirkungen auf die Herzgesundheit besitzen.

 

Weitere potentielle Gesundheitsvorzüge von CBD Öl

 

CBD wurde bezüglich seiner Rolle bei der Behandlung einer Reihe weiterer Gesundheitsprobleme untersucht, die über die oben Beschriebenen hinaus gehen. Auch wenn noch weitere Studien benötigt werden, glaubt man, dass CBD folgende weitere Gesundheitsvorzüge besitzen könnte:

 

  • Antipsychotische Wirkungen: Studien legen nahe, dass CBD Menschen mit Schizophrenie und anderen mentalen Störungen durch eine Reduzierung psychotischer Symptome helfen könnte (36).
  • Behandlung von Suchterkrankungen: Es konnte gezeigt werden, dass CBD Kreisläufe im Gehirn modifizieren kann, die mit einer Abhängigkeit von Drogen in Verbindung stehen. Bei Ratten konnte gezeigt werden, dass CBD eine Morphinabhängigkeit und eine Sucht nach Heroin reduzieren kann (37).
  • Anti-Tumor: Im Rahmen von im Reagenzglas und mit Tieren durchgeführten Studien konnte gezeigt werden, dass CBD Anti-Tumor Wirkungen besitzt. Bei Tieren konnte beobachtet werden, dass CBD die Verbreitung von Brustkrebs, Prostatakrebs, Gehirnkrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs verhindern kann (38).
  • Diabetes Vorbeugung: Bei diabetischen Mäusen reduzierte eine Behandlung mit CBD das Auftreten von Diabetes um 56% und reduzierte Entzündungen signifikant (39).

 

Zusammenfassung: Einige Studien legen nahe, dass CBD bei Diabetes, Suchterkrankungen, mentalen Störungen und bestimmten Typen von Krebs helfen könnte. Es werden jedoch weitere Studien benötigt.

 

Welche Nebenwirkungen kann CBD Öl besitzen?

 

Auch wenn CBD im Allgemeinen gut verträglich ist und als sicher angesehen wird, könnte es bei einigen Menschen unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen.

Im Rahmen von Studien beobachtete Nebenwirkungen umfassen (40):

 

  • Durchfall
  • Veränderungen von Appetit und Gewicht
  • Erschöpfung

 

CBD ist außerdem bekannt dafür, dass es mit einigen Medikamenten interagieren kann. Aus diesem Grund sollte vor Beginn einer CBD Behandlung ein Arzt konsultiert werden, falls begleitend Medikamente eingenommen werden (41).

Dies ist besonders bei Medikamenten wichtig, bei denen vor einer Einnahme mit Grapefruit Produkten gewarnt wird. Sowohl Grapefruit, als auch CBD beeinflussen die Gruppe der Cytochrom P450 Enzyme, die für die Verstoffwechslung und den Abbau einer Reihe von Medikamentenwirkstoffen verantwortlich sind (42).

Eine mit Mäusen durchgeführte Studie zeigte außerdem, dass CBD-reiche Cannabisextrakte das Potenzial besitzen, eine Lebertoxizität aufzuweisen. Bei dieser Studie wurden einigen Mäusen jedoch extrem hohe Dosierungen dieses Extrakts injiziert (43).

Zusammenfassung: Auch wenn CBD im Allgemeinen als sicher angesehen wird, kann es bei einigen Menschen Nebenwirkungen wie Durchfall und Erschöpfung hervorrufen und außerdem mit bestimmten Medikamenten interagieren.

 

Fazit

 

CBD wurde auf seine potentielle Rolle bei der Linderung von Symptomen vieler Gesundheitsprobleme und Erkrankungen inklusive Angstzuständen, Depressionen, Akne und Herzkrankheiten hin untersucht. Bei Krebspatienten könnte CBD außerdem eine natürliche Alternative zur Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen darstellen.

Die Untersuchungen der potentiellen Gesundheitsvorzüge laufen weiter, was bedeutet, dass mit Sicherheit noch weitere therapeutische Anwendungen gefunden werden.

Auch wenn wir noch viel über die therapeutische Effizienz und Sicherheit von CBD lernen müssen, legen Ergebnisse aktueller Studien nahe, dass CBD eine sichere und wirkungsvolle natürliche Behandlung für viele Gesundheitsprobleme darstellen könnte.

 

Referenzen:

 

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK425762/
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5549367/
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19675519
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5922297/
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5478794/
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17157290
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25699191
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16282192
  9. http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/254610/1/WHO-MSD-MER-2017.2-eng.pdf
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4970636/
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4657308/
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30328956/
  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5101100/
  14. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2823358/
  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22509273
  16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19896326
  17. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16983116
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2997305/
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21566064
  20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18025276
  21. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25597339
  22. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3780801/
  23. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1027811715001457
  24. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25061872
  25. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27094344
  26. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24525548
  27. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26724101
  28. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28538134
  29. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24845114
  30. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25237116
  31. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5289988/
  32. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25024347
  33. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3699411/
  34. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5470879/
  35. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3026637/
  36. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25667194
  37. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4444130/
  38. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25916739
  39. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16698671
  40. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5569602/
  41. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4189631/
  42. https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/can.2016.0034
  43. https://www.mdpi.com/1420-3049/24/9/1694/htm

Quelle: https://www.healthline.com/nutrition/cbd-oil-benefits

Weiterlesen
14 Einfache Wege Gewichtsabbau Plateaus zu überwinden
thumb

Dein Zielgewicht zu erreichen kann schwer sein. Während das Gewicht dazu neigt, zu Beginn recht schnell zu schwinden, kommt später häufig ein Punkt, an dem nichts mehr zu passieren scheint. Diese Unfähigkeit weiter Gewicht zu verlieren wird auch als Gewichtsabbauplateau bezeichnet und ein solches Plateau kann recht frustrierend und entmutigend sein.

Es gibt jedoch eine Reihe von Strategien, die Dir dabei helfen können, Deinen Gewichtsverlust wieder in Gang zu bringen. Hier sind 14 wissenschaftlich basierte Tipps zum Überwinden von Gewichtsabbauplateaus.

 

1. Reduziere die Kohlenhydrate

 

Wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt, dass kohlenhydratarme Diäten für einen Gewichtsabbau extrem effizient sind. Ein großes Studienreview, das 13 Studien inklusive Folgestudien betrachtete, die eine Studiendauer von einem Jahr hatten, kam zu dem Ergebnis, dass Menschen, die 50 Gramm Kohlenhydrate oder weniger pro Tag konsumierten, mehr Gewicht als Menschen verloren, die traditionelle Diäten befolgten (1).

Eine Reduzierung der Kohlenhydratzufuhr könnte dazu führen, dass sich Dein Gewicht wieder in die gewünschte Richtung bewegt, wenn Du ein Plateau erreicht hast.

Ob eine Restriktion der Kohlenhydratzufuhr zu einem stoffwechseltechnischen Vorteil führt, der Deinen Körper dazu bringt, mehr Kalorien zu verbrennen, ist eine Frage, die unter Ernährungsexperten noch diskutiert wird.

Einige kontrollierte Studien haben herausgefunden, dass sehr kohlenhydratarme Diäten die Fettverbrennung steigern und andere stoffwechseltechnische Veränderungen fördern, die einem Gewichtsverlust zuträglich sind, während andere Studien keine solche Wirkungen beobachten konnten (2, 3, 4, 5).

Von sehr kohlenhydratarmen Diäten konnte jedoch konsistent gezeigt werden, dass sie den Hunger stärker reduzieren und das Sättigungsgefühl stärker fördern, als dies bei anderen Diäten der Fall ist. Zusätzlich regen sie den Körper dazu an, Ketone zu produzieren, von denen gezeigt werden konnte, dass sie den Appetit reduzieren (6, 7, 8).

Diese Wirkungen könnten dazu führen, dass Du unbewusst weniger isst, was es leichter macht, Gewicht ohne Hunger und unnötige Anstrengungen zu verlieren.

Zusammenfassung: Wissenschaftliche Studien haben herausgefunden, dass kohlenhydratarme Diäten dabei helfen, den Hunger zu kontrollieren, das Sättigungsgefühl zu fördern und den langfristigen Gewichtsverlust zu unterstützen.

 

2. Erhöhe Deine Trainingsfrequenz oder Deine Trainingsintensität

 

Dein Training nach oben zu fahren könnte Dabei helfen, ein Gewichtsabbauplateau zu überwinden. Dies hängt damit zusammen, dass sich Deine Stoffwechselrate unglücklicherweise verlangsamt, wenn Du Gewicht verlierst.

Eine Studie mit mehr als 2.900 Personen fand heraus, dass die Probanden für jedes Pfund (0.45 Kilo), das sie verloren hatten, durchschnittlich 6,8 kcal weniger pro Tag verbrannten (9).

Wenn das Gewicht sinkt, dann kann diese progressive Reduzierung der Stoffwechselrate einen weiteren Fettabbau sehr schwer machen. Die gute Nachricht ist, dass gezeigt werden konnte, dass Sport dabei helfen kann, diesem Effekt entgegen zu wirken.

Ein Widerstandstraining fördert die Aufrechterhaltung von Muskelmasse, welche einen primären Faktor bezüglich der Menge an Kalorien darstellt, die Du während Aktivitäten und im Ruhezustand verbrennst. In der Tat scheint ein Widerstandstraining von allen Sportarten der effektivste Typ von Training zur Unterstützung des Fettabbaus zu sein (10, 11).

Im Rahmen einer zwölfwöchigen Studie befolgten fettleibige junge Frauen eine kalorienarme Diät und trainierten jeden Tag 20 Minuten lang mit Gewichten. Diese Frauen verloren durchschnittlich 6 Kilo und 5 Zentimeter Bauchumfang (12).

Auch von anderen Typen körperlicher Aktivität inklusive aerobem Training und hochintensivem Intervalltraining (HIIT) konnte gezeigt werden, dass sie vor einer Verlangsamung der Stoffwechselrate schützen können (13, 14, 15, 16).

Wenn Du bereits trainierst, dann können 1 oder 2 zusätzliche Trainingstage pro Woche oder eine Erhöhung der Intensität dabei helfen, deine Stoffwechselrate zu erhöhen.

Zusammenfassung: Sportliches Training – und insbesondere Krafttraining – können dabei helfen, eine Verlangsamung der Stoffwechselrate zu verhindern, die während eines Gewichtsabbaus zustande kommt.

 

3. Überwache alles, was Du isst

 

Manchmal scheint es so, als ob Du nicht viel isst, während Du trotzdem Probleme hast, Gewicht zu verlieren. Wissenschaftliche Studien beobachten immer wieder, dass viele Menschen dazu neigen, die Menge an Nahrung, die sie zu sich nehmen, zu unterschätzen (17, 18).

Im Rahmen einer Studie berichteten fettleibige Probanden, dass die etwa 1.200 kcal pro Tag zu sich nahmen. Eine detaillierte Analyse ihrer Nahrungszufuhr über einen Zeitraum von 14 Tagen zeigte jedoch, dass sie in Wirklichkeit durchschnittlich fast doppelt so viel aßen (18).

Eine Kontrolle der Kalorien- und Makronährstoffzufuhr – Protein, Kohlenhydrate und Fett – kann Dir konkrete Informationen darüber liefern, was Du wirklich zu Dir nimmst. Dies wird es Dir ermöglichen, Deine Diät bei Bedarf zu modifizieren.

Zusätzlich hierzu legen wissenschaftliche Untersuchungen nahe, dass bereits der Akt der Kontrolle der Nahrungszufuhr alleine deine Gewichtsabbauanstrengungen fördern und unterstützen kann (19, 20). Es gibt inzwischen eine Menge Apps, die Dir dabei helfen können, Deine Kalorienzufuhr effizient zu kontrollieren.

Zusammenfassung: Eine Kontrolle der Kalorien- und Makronährstoffzufuhr kann Dich rechenschaftspflichtig Dir selbst gegenüber machen und Dir helfen zu sehen, ob Du ernährungstechnische Anpassungen vornehmen musst, um wieder Gewicht zu verlieren.

 

4. Knausere nicht mit Protein

 

Wenn Dein Gewichtsabbau zum Stillstand gekommen ist, könnte eine Erhöhung Deiner Proteinzufuhr helfen.

Zuerst einmal erhöht Protein die Stoffwechselrate stärker als Kohlenhydrate und Fett. Dies hat etwas mit der thermischen Wirkung der Nahrung (TEF) oder einer Erhöhung der Stoffwechselrate aufgrund der Verdauung von Nahrung zu tun. Die Proteinverdauung erhöht den Kalorienverbrauch um 20 bis 30%, was mehr als doppelt so viel wie bei Fett oder Kohlenhydraten ist (21).

Im rahmen einer Studie befolgten junge Frauen eine Ernährungsweise, die an zwei unterschiedlichen Tagen 30 oder 15% der täglichen Kalorien in Form von Protein lieferte. Ihre Stoffwechselrate erhöhte sich an den proteinreichen Tagen nach den Mahlzeiten fast doppelt o stark (22).

Zweitens regt Protein die Produktion von Hormonen wie PYY an, die dabei helfen, den Appetit zu reduzieren und ein Sättigungsgefühl fördern (23, 24).

Darüber hinaus kann eine hohe Proteinzufuhr dabei helfen, vor einem Abbau von Muskelmasse und einer Reduzierung der Stoffwechselrate zu schützen, was beides normalerweise während eines Gewichtsabbaus zustande kommt (25, 26, 27).

Zusammenfassung: Eine Erhöhung der Proteinzufuhr kann durch eine Erhöhung der Stoffwechselrate, eine Reduzierung des Hungers und das Verhindern eines Verlustes an Muskelmasse dabei helfen, ein Gewichtsabbauplateau zu überwinden.

 

5. Kontrolliere Deinen Stress

 

Auch Stress kann Deinen Gewichtsabbau zum Stillstand bringen. Zusätzlich dazu, dass er das sprichwörtliche stressbedingte Essen fördert und Gelüste nach Nahrung anregt, erhöht Stress auch die körpereigene Produktion von Kortisol.

Kortisol ist auch als Stresshormon bekannt. Während es dem Körper dabei hilft, auf Stress zu reagieren, kann es auch die Fettspeicherung im Bauchbereich fördern. Hierbei scheinen die Wirkungen von Kortisol bei Frauen stärker als bei Männern auszufallen (28, 29). Aus diesen Gründen kann eine zu starke Kortisolproduktion einen Gewichtsabbau sehr schwierig machen.

Es mag so scheinen, als ob man nur wenig Kontrolle über den Stress im Leben hat, aber wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass zu lernen besser mit Stress zurecht zu kommen, den Gewichtsabbau fördern kann (30, 31).

Im Rahmen einer achtwöchigen Studie mit 34 übergewichtigen und fettleibigen Frauen führte ein Stressmanagement Programm, das eine Muskelentspannung und tiefes Atmen umfasste, zu einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von 4,4 Kilo (31).

Zusammenfassung: Die gesteigerte Kortisolproduktion, die mit Stress in Verbindung gebracht wird, kann den Gewichtsabbau beeinträchtigen. Stressreduzierungsstrategien können dabei helfen, einen Gewichtsabbau zu fördern.

 

6. Probiere Intermittent Fasting aus

 

Intermittent Fasting ist in letzter Zeit sehr beliebt geworden. Diese Ernährungsstrategie umfasst längere Phasen ohne Nahrungszufuhr, die für gewöhnlich im Bereich von 16 bis 48 Stunden liefen.

Diese Praxis scheint einen Abbau von Fett und Körpergewicht zu fördern, während sie gleichzeitig weitere Gesundheitsvorzüge besitzt. Ein Studienreview mehrerer intermittent Fasting Studien kam zu dem Ergebnis, dass diese Ernährungsstrategie zu einem Gewichtsabbau von 3 bis 8% und einer Reduzierung des Taillenumfangs von 3 bis 7% innerhalb von 3 bis 24 Wochen führen kann (32).

Fasten an alternierenden Tagen ist eine Form von intermittent Fasting, bei der Menschen zwischen dem Konsum von sehr wenigen Kalorien an einem Tag und so vielen Kalorien, wie sie wollen, am nächsten Tag hin und her wechseln. Ein Studienreview fand heraus, dass diese Art des Fastens stärker dabei half, vor einem Verlist an Muskelmasse zu schützen, als dies bei einer täglichen Kalorienrestriktion der Fall war (33).

Zusammenfassung: Intermittent Fasting könnte Dir dabei helfen, weniger Kalorien zu Dir zu nehmen und Deine Muskelmasse und Deine Stoffwechselrate während des Gewichtsabbaus aufrecht zu erhalten.

 

7. Meide Alkohol

 

Alkohol könnte Deine Gewichtsabbauanstrengungen sabotieren. Auch wenn ein alkoholisches Getränk wie 100 ml Wein, 40 Schnaps oder ein kleines Bier nur etwa 100 kcal enthält, besitzt es keinen Nährwert. Zusätzlich hierzu trinken viele Menschen mehr als ein alkoholisches Getränk.

Ein weiteres Problem ist, dass Alkohol enthemmt, was zu einer übermäßigen Nahrungszufuhr oder zu einer schlechten Nahrungsmittelwahl führen kann. Dies könnte besonders für diejenigen problematisch sein, die versuchen, ein impulsives Essverhalten zu überwinden.

Eine Studie mit 283 Erwachsenen, die ein verhaltenstechnisches Gewichtsabbauprogramm abgeschlossen hatten, fand heraus, dass eine Reduzierung des Alkoholkonsums zu einer Reduzierung von übermäßiger Nahrungszufuhr und einen stärkeren Gewichtsabbau bei Probanden führte, die zu impulsivem Verhalten neigten (34).

Darüber hinaus haben Untersuchungen gezeigt, dass Alkohol die Fettverrennung reduziert und zu einer Akkumulation von Bauchfett führen könnte (35).

Wenn Dein Gewichtsabbau zum Stillstand gekommen ist, dann könnte es am besten sein, Alkohol zu meiden oder diesen nur gelegentlich und in kleinen Mengen zu konsumieren.

Zusammenfassung: Alkohol könnte den Gewichtsabbau beeinflussen, da er leere Kalorien liefert, eine übermäßige Nahrungszufuhr leichter machen und die Speicherung von Bauchfett fördern kann.

 

8. Iss mehr Ballaststoffe

 

Mehr Ballaststoffe in Deine Ernährung aufzunehmen könnte Dir dabei helfen ein Gewichtsabbauplateau zu überwinden. Dies gilt insbesondere für lösliche Ballastsstoffe – der Typ von Ballaststoffen, der sich in Wasser oder Flüssigkeit auflöst.

Zunächst einmal verlangsamen lösliche Ballaststoffe die Bewegung der Nahrung durch den Verdauungstrakt, was Dir dabei helfen kann, sich satter und befriedigter zu fühlen (36).

Auch wenn wissenschaftliche Untersuchungen nahelegen, dass alle Typen von Ballaststoffen für den Gewichtsabbau nützlich sein können, kam ein großes Review zahlreicher Studien zu dem Ergebnis, dass ein Typ von löslichem Ballaststoff, der als viskose Ballaststoffe bekannt ist, am effektivsten ist, wenn es darum geht, Appetit und Nahrungszufuhr unter Kontrolle zu halten (36, 37).

Ein anderer Weg, auf dem Ballaststoffe den Gewichtsabbau unterstützen könnten, ist eine Reduzierung der Anzahl an Kalorien, die Du aus andren Nahrungsmitteln absorbierst.

Basierend auf einer Studie, die Kalorienabsorption bei Ernährungsweisen mit variierenden Mengen an Ballaststoffen untersuchte, schätzten Wissenschaftler ab, dass eine Erhöhung der täglichen Ballaststoffzufuhr von 18 auf 36 Gramm zu einer Reduzierung der Menge an aus der Nahrung absorbierten Kalorien um 130 kcal führen kann (38).

Zusammenfassung: Ballaststoffe fördern den Gewichtsabbau durch eine Verlangsamung der Bewegung der Nahrung durch den Verdauungstrakt, eine Reduzierung des Appetits und eine Reduzierung der Kalorien, die der Körper aus der Nahrung absorbiert.

 

9. Trinke Wasser, Kaffee oder Tee

 

Während zuckerhaltige Getränke zu einer Gewichtszunahme führen, können einige Getränke dabei helfen, ein Gewichtsabbauplateau zu überwinden. Studien haben herausgefunden, dass reines Wasser die Stoffwechselrate für 1,5 Stunden nach dem Trinken von 500 ml Wasser um 24 bis 30% erhöhen kann (39, 40).

Dies könnte im Lauf der Zeit zu einen stärkeren Gewichtsabbau führen, was insbesondere dann gilt, wenn Wasser vor Mahlzeiten konsumiert wird, was dabei helfen könnte, die Nahrungszufuhr zu reduzieren.

Im Rahmen einer zwölfwöchigen Studie mit älteren Erwachsenen, die eine Gewichtsabbaudiät befolgten, verlor die Gruppe, die eine Portion Wasser vor den Mahlzeiten zu sich nahm, 44% mehr Gewicht als die Gruppe, die dies nicht tat (41).

Auch Kaffee und Tee könnten Deine Gewichtsabbauanstrengungen unterstützen. Diese Getränke enthalten typischerweise Koffein, von dem gezeigt werden kann, dass es die Fettverbrennung und den Stoffwechsel um bis zu 13% anregen kann (42, 43, 44, 45).

Zusätzlich hierzu enthält grüner Tee ein Antioxidans, das als EGCG (Epigallocatechin Gallat) bekannt ist, und das einer Studie zufolge die Fettverbrennung um 17% steigern kann (43).

Darüber hinaus legen wissenschaftliche Untersuchungen nahe#, dass der Konsum koffeinhaltiger Getränke die den Stoffwechsel anregenden, fettverbrennenden Auswirkungen von sportlichem Training steigern kann (46, 47).

Zusammenfassung: Der Konsum von Wasser, Kaffee oder Tee kann dabei helfen, Deine Stoffwechselrate anzuregen und den Gewichtsabbau unterstützen. Von Koffein und EGCG konnte gezeigt werden, dass sie die Fettverbrennung fördern.

 

10. Verteile Deine Proteinzufuhr über den Tag

 

Wenn es um Protein geht, ist nicht nur die tägliche Gesamtzufuhr relevant. Wenn Du Protein über den gesamten Tag verteilt konsumierst, dann liefert dies Dir mehrere Gelegenheiten, Deine Stoffwechselrate durch die thermische Wirkung der Nahrung (TEF) anzuregen.

Es gibt außerdem eine zunehmende Menge an Untersuchungen, die zeigen, dass der Verzehr von Protein zu jeder Mahlzeit des Tages Vorzüge für Gewichtsverlust und Aufrechterhaltung der Muskelmasse besitzt (48, 49).

Experten auf dem Gebiet des Proteinstoffwechsels empfehlen, dass Erwachsene mindestens 20 bis 30 Gramm Protein pro Mahlzeit, basierend auf drei Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen sollten (49). Zusammenfassung: Um Deine Stoffwechselrate anzuregen und Deinen Gewichtsabbau zu fördern, solltest Du zu jeder Mahlzeit mindestens 20 Gramm Protein essen.

 

11. Achte darauf, reichlich Schlaf zu bekommen

 

Schlaf ist für eine gute mentale, emotionale und körperliche Gesundheit extrem wichtig. Es wird außerdem immer klarer deutlich, dass zu wenig Schlaf über eine Reduzierung der Stoffwechselrate und Veränderungen der Spiegel der Hormone, die Appetit und Fettspeicherung fördern, zu einer Gewichtszunahme führen kann (50, 51, 52, 53).

In der Tat kann zu wenig Schlaf ein Faktor sein, der zu einem Gewichtsabbauplateau beitragen kann. Eine Studie fand heraus, dass gesunde Erwachsene, die fünf Nächte in Folge nur vier Stunden pro Nacht schliefen, eine Reduzierung der Stoffwechselrate im Ruhezustand um 2,6% erlebten. Nachdem die Probanden 12 Stunden lang geschlafen hatten, erreichte ihre Stoffwechselrate wieder ihren normalen Wert (53).

Um einen Gewichtsabbau und die allgemeine Gesundheit zu unterstützen, solltest Du deshalb auf 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht abzielen.

Zusammenfassung: Unzureichender Schlaf kann den Gewichtsabbau durch eine Reduzierung der Stoffwechselrate und eine Verschiebung der Hormonspiegel, die Hunger und Fettspeicherung fördert, beeinträchtigen.

 

12. Sei so aktiv wie möglich

 

Auch wenn sportliches Training wichtig ist, beeinflussen auch andere Faktoren die Menge an Kalorien, die Du pro Tag verbrennst. Deine Stoffwechselrate steigt z.B., wenn Du „herumzappelst“, Deine Köperposition veränderst oder ähnliche Aktivitäten ausführst.

Diese Typen von Aktivitäten sind auch als nicht trainingsinduzierte Thermogenese (NEAT) bekannt (54). Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die NEAT einen großen Einfluss auf Deine Stoffwechselrate besitzen kann, wobei der Umfang von Person zu Person variiert (54, 55, 56).

Eine Studie fand heraus, dass die Stoffwechselrate von Menschen im Vergleich zu stillem daliegen um durchschnittlich 54% steigt, wenn sie dasitzen und herumzappeln. Bei Herumzappeln im Stehen stieg die Stoffwechselrate sogar um 94% (57).

Ein einfacher Weg, Deine NEAT zu erhöhen besteht darin, mehr zu stehen, wozu auch ein Stehpult anstelle eines Schreibtischs beitragen kann. Eine Studie fand heraus, dass Menschen, die während des Nachmittagsteils ihrer Arbeit standen, anstatt zu sitzen, durchschnittlich nahezu 200 zusätzliche Kalorien verbrannten (58).

Zusammenfassung: Eine Erhöhung der nicht trainingsinduzierten körperlichen Aktivität kann dabei helfen, die Stoffwechselrate zu erhöhen und den Gewichtabbau zu fördern.

 

13. Iss zu jeder Mahlzeit Gemüse

 

Gemüse ist das ideale Nahrungsmittel für einen Gewichtsabbau. Die meisten Gemüsesorten sind arm an Kalorien und Kohlenhydraten, aber reich an Ballaststoffen und nützlichen Nährstoffen.

Studien haben gezeigt, dass eine Ernährung, die eine Menge Gemüse umfasst, dazu neigt, den stärksten Gewichtsverlust hervorzubringen (59, 60). Unglücklicherweise essen viele Menschen nicht genug von diesen gesunden Nahrungsmitteln.

Es ist jedoch recht einfach, etwas gekochtes oder rohes Gemüse zu jeder Mahlzeit des Tages inklusive des Frühstücks hinzuzufügen.

Zusammenfassung: Gemüse ist mit vielen wichtigen Nährstoffen überladen, aber trotzdem kalorien- und kohlenhydratarm. Wenn Du Gemüse zu jeder Mahlzeit hinzufügst, könnte dies Dir dabei helfen, ein Gewichtsabbauplateau zu überwinden.

 

14. Verlasse dich nicht ausschließlich auf die Waage

 

Wenn Du versuchst Gewicht zu verlieren, dann gehört das morgendliche Wiegen wahrscheinlich fest zu Deinem Tagesablauf. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass die Waage unter Umständen Deine Fortschritte nicht akkurat widerspiegelt, da sie Veränderungen der Körperkomposition nicht wahrnimmt.

Dein Ziel besteht jedoch nicht in einem reinen Gewichtsabbau, sondern in einem Fettabbau. Wenn Du regelmäßig trainierst, dann kann es gut sein, dass Du Muskeln aufbaust, welche eine höhere Dichte als Fett aufweisen und weniger Platz wegnehmen.

Wenn sich das Gewicht auf der Waage nicht verändert, könnte es also gut sein, dass Du gleichzeitig Muskeln aufbaust und Fett abbaust, ohne dass sich Dein Gewicht verändert.

Zusätzlich hierzu kann es aus mehreren Gründen inklusive der Nahrungsmittelauswahl sein, dass Dein Körper Wasser einlagert. Die häufigsten Gründe für Wassereinlagerungen sind Veränderungen der Hormonspiegel, die den Wasserhaushalt beeinflussen, was besonders häufig bei Frauen der Fall ist (61). Zum Glück gibt es zahlreiche Strategien und Wege, diese Wassereinlagerungen wieder loszuwerden.

Anstatt Dich ausschließlich auf die Waage zu konzentrieren, solltest Du bewerten, wie Du Dich fühlst und wie locker Deine Kleidung sitzt. Es ist auch eine gute Idee, jeden Monat Körpermaße wie Taillenumfang, Hüftumfang und Oberschenkelumfang zu nehmen, um Dich motiviert zu halten, wenn Dein Gewichtsabbau scheinbar ein Plateau erreicht hat.

Zusammenfassung: Es kann gut sein, dass Deine Waage nicht Dein Körperfett widerspiegelt, was insbesondere dann gilt, wenn Du trainierst oder unter Wassereinlagerungen leidest. Bewerte wie Du Dich fühlst, wie Deine Kleidung passt und ob sich Deine Körpermaße verändert haben.

Fazit Gewichtsabbauplateaus können frustrierend und demoralisierend sein. Sie sind jedoch ein normaler Bestandteil des Gewichtsabbauprozesses. In der Tat erreicht praktisch jeder bei seinen Gewichtsabbauanstrengungen irgendwann einmal ein solches Plateau.

Zum Glück gibt es eine Reihe von Strategien, die Dir dabei helfen können, wieder an Gewicht zu verlieren und Dein Ziel zu erreichen.

 

Referenzen:

 

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23651522
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21367948
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16469983
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20565999
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27385608
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16129086
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17228046
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25402637
  9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19761507
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18356845
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24358230
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24393798
  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16526835
  14. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2923073
  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19276190
  16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26213682
  17. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23704170
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1454084
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18617080
  20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23229890
  21. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC524030/
  22. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11838888
  23. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16950139
  24. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1854497
  25. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19927027/
  26. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26883880
  27. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23446962
  28. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18984030
  29. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16353426
  30. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22505570
  31. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23627835
  32. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24993615
  33. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21410865
  34. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26792773
  35. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16047538
  36. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19335713
  37. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21676152
  38. http://jn.nutrition.org/content/127/4/579.long
  39. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14671205
  40. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17519319
  41. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19661958
  42. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14684395
  43. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18326618
  44. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7485480
  45. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/291201
  46. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27331913
  47. http://jhs.pharm.or.jp/data/51(2)/51_233.pdf
  48. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25926512
  49. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25926513
  50. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC535701
  51. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22972835
  52. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22496545
  53. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26538305
  54. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12468415
  55. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15534426
  56. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2602144
  57. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11101470
  58. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24297826
  59. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17556681
  60. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24667750
  61. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18580296

 

Quelle: https://www.healthline.com/nutrition/weight-loss-plateau#section1

Weiterlesen
Die blutzuckersenkenden Vorzüge von Berberin
thumb

Berberin ist ein Pflanzenextrakt, das bis in die antike Medizin zurückverfolgt werden kann. Die moderne Wissenschaft hat gezeigt, dass dieses Naturheilmittel so gut wie das Diabetesmedikament Metformin wirken kann, was Berberin zu einem effektiven Werkzeug für eine gesunde Blutzuckerkontrolle machen kann (1, 2).

Außerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft fragen sich viele gesundheitsbewusste Menschen, was Berberin ist, da es nicht so gut bekannt wie andere Antioxidantien inklusive Resveratrol und Kurkuma ist.

Ähnlich wie Kurkuma besitzt Berberin eine tiefe gelbe, kräftige Farbe. Und auch wenn diese wirkungsvolle therapeutische Verbindung mit einer Reihe von Gesundheitsvorzügen inklusive einer besseren Gesundheit von Herz und Verdauungstrakt in Verbindung gebracht wird, werden wir uns in diesem Artikel auf die faszinierenden Auswirkungen von Berberin auf die Blutzuckerspiegel, den Stoffwechsel, die Stimmungslage und eine Unterstützung des Gewichtsabbaus konzentrieren.

 

Was ist Berberin?

 

Berberin ist ein natürlich vorkommendes Alkaloid, das sich in Wurzelstamm, Wurzel und der Rinde von Pflanzen wie begrannte Berberitze, Gelbwurz (Hydrastis Canadensis), Goldfaden (Coptis chinensis), Berberitze (Berberis vulgaris) und gemeine Mahonie (Berberis aquifolium) wiederfindet. Man glaubt, dass die therapeutischen Wirkungen von Berberin auf dessen antimikrobiellen, entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften basieren.

Bei Pflanzenalkaloiden handelt es sich um eine Klasse aktiver Verbindungen, von denen gezeigt werden konnte, dass sie beim Menschen physiologische Wirkungen besitzen. Viele dieser Alkaloide wurden in die westliche Medizin übernommen, wobei Morphin und Ephedrin die bekanntesten hiervon sein dürften.

 

Die Geschichte von Berberin

 

Eine Tontafel eines assyrischen Herrschers aus der Zeit um 650 v. Chr. ist die erste Quelle für eine Abbildung der Frucht der Berberitze als blutreinigendes Heilmittel. Berberin wird bereits seit Jahrhunderten im Bereich der chinesischen traditionellen Medizin, der Ayurveda Medizin und bei Ritualen amerikanischer Ureinwohner eingesetzt.

Im Bereich der Ayurveda Medizin, die als die älteste Heilkunde angesehen wird, wird Berberin seit über 1000 Jahren verwendet. In der Ayurveda Medizin wird Bernerin zur Behandlung einer Vielzahl von Leiden eingesetzt, die von Verdauungsstörungen und Hämorriden bis hin zu Fettleibigkeit und Ruhr reichen.

Im Bereich der chinesischen Medizin wird Berberin seit langem zur Unterstützung der Eliminierung von Toxinen und zur Unterstützung der natürlichen Reinigungsprozesse der Leber verwendet.

 

Wie Berberin dabei helfen kann, die Blutzuckerspiegel zu stabilisieren

 

Ein ausgewogener Blutzuckerspiegel ist einer der Schlüsselfaktoren für die Aufrechterhaltung stabiler Energiespiegel und einer stabilen Stimmungslage, sowie für eine Reduzierung des Risikos, an Diabetes oder Herzkrankheiten zu erkranken. Darüber hinaus spielen die Blutzuckerspiegel eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, wie Makronährstoffe in Energie umgewandelt werden.

Kohlenhydrate in Weizen, anderen Getreidesorten und einfachen Zuckern regen die Bauchspeicheldrüse dazu an, Insulin auszuschütten – ein Hormon, das den Zellen des Körpers dabei hilft, Glukose aufzunehmen und in Energie umzuwandeln. Je mehr Kohlenhydrate sich im Körper befinden, desto mehr Insulin wird ausgeschüttet, um die Aufnahme dieser Kohlenhydrate durch die Körperzellen anzuregen.

Zahlreiche klinische Studien, sowie mit Tieren durchgeführte Untersuchungen und in vitro Studien deuten stark darauf hin, dass die aktiven Verbindungen in Berberin die Fähigkeit besitzen, die Blutzuckerspiegel zu senken, wodurch sie eine Art positiven Schneeballeffekt auf andere physiologische Leiden besitzen können.

Auch wenn sich die Wissenschaft über die präzise Kombination von Aktionen im Unklaren ist, die für die positiven Auswirkungen von Berberin auf die Blutzuckerkontrolle verantwortlich sind, gibt es einige vorgeschlagene Pfadwege:

 

  • Berberin könnte den “stoffwechseltechnischen Hauptschalter” aktivieren: Ein Energie stabilisierendes Enzym namens AMPK (Adenosin Monophosphat Kinase) ist aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf den Stoffwechsel auch als „stoffwechseltechnischer Hauptschalter“ bekannt (4). Man glaubt, dass AMPK dabei hilft, die Insulinsensitivität auf zellularer Ebene zu verbessern.
  • Berberin hilft dabei, die Verarbeitung von Zucker zu beeinflussen: Studien zufolge könnte Berberin die Glykolyse – der Stoffwechselpfadweg, mit dessen Hilfe Zucker abgebaut und in Energie umgewandelt wird – anregen und die Glukoneogenese – der Prozess, mit dessen Hilfe Zucker produziert wird – hemmen (5). In Kombination verbessern diese Aktivitäten die Insulinsensitivität und helfen dabei, die Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
  • Berberin unterstützt die Leber: Man glaubt, dass Pflanzenverbindungen dabei helfen können, die Insulinsensitivität in der Leber zu verbessern, indem sie die Produktion von Glukose durch die Leber reduzieren. Zusätzlich hierzu glaubt man, dass Berberin die Thermogenese anregen kann. Diese Aktivitäten helfen dabei, die Tendenz der Leber zu unterdrücken, neue Glukose zu produzieren, wenn die Leberzellen insulinresistent werden.

 

Trotz der vielen Vorzüge von Berberin, die kontinuierlich weiter untersucht werden, ist es die Fähigkeit dieses Alkaloids, die Insulinsensitivität zu verbessern, die es so interessant machen, da diese Fähigkeit zusätzliche positive Auswirkungen auf andere Leiden besitzt, die durch stabile Blutzuckerspiegel gelindert werden können.

 

Berberin zur Behandlung hoher Blutzuckerspiegel und Diabetes

 

Millionen von Menschen haben mit einem zu hohen Blutzucker zu kämpfen, weil die Bauchspeicheldrüse nicht dazu in der Lage ist, adäquate Mengen an Insulin zu produzieren, oder weil die Zellen insulinresistent sind. Eine Untersuchung des Center for Disease Controls and Prevention (CDC) aus dem Jahr 2017 kam zu dem Ergebnis, dass 100 Millionen Amerikaner Diabetiker sind oder sich in einem prädiabetischen Zustand befinden.

Von Diabetes spricht man, wenn die Blutzuckerspiegel höher als normal ausfallen. Es sind kohlenhydratreiche Nahrungsmittel wie Brot, Zerealien, Reis, Nudeln, Obst und Süßspeisen, die diese Erhöhung der Blutzuckerspiegel hervorrufen können.

Studien zeigen, dass Berberin dabei helfen kann, bei Menschen, die unter Diabetes vom Typ 2 leiden, die Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit und die Nüchternblutzuckerspiegel zu senken (6, 7, 8). Man hat sogar herausgefunden, dass die therapeutischen Eigenschaften von Berberin auf ähnliche Art und Weise wie die Wirkungen des Diabetesmedikaments Metformin zustande kommen, wobei Berberin jedoch keine der unerwünschten Nebenwirkungen von Metformin besitzt (6).

Dies sind vielversprechende Untersuchungen, da Berberin eine alternative oder unterstützende Behandlung für Diabetiker und Prädiabetiker darstellen könnte.

 

Berberin zur Unterstützung des Gewichtsabbaus

 

Es gibt eine starke Korrelation zwischen den Blutzuckerspiegeln und einem Gewichtsabbau. Insulin hilft nicht nur dabei, Zucker zum Zweck der Energieversorgung in die Zellen zu transportieren – es signalisiert auch, wenn genügend Energie vorhanden ist, wonach der Körper damit beginnt, den Blutzucker für eine spätere Verwendung zu speichern und aufhört Fett zu verbrennen.

Wenn die Blutzuckerspiegel zu stark sinken, dann reagiert der Körper mit einer Kette von Reaktionen auf diese Energieknappheit, die zu Heißhungeranfällen, Fressattacken und einer übermäßigen Kalorienzufuhr – insbesondere in Form von Einfachzuckern und Kohlenhydraten – führen können.

Wissenschaftliche Untersuchungen zu den Auswirkungen von Berberin auf Gewichtsabbau und Fettverbrennung sind begrenzt, aber vielversprechend. Im Rahmen einer zwölfwöchigen Studie verloren Probanden, die 3.500 mg Berberin pro Tag einnahmen, etwa 2,3% (oder 2,5 Kilo) ihres Körpergewichts und konnten ihren BMI und ihren Körperfettanteil um 3,6% senken (9).

Eine andere dreimonatige Studie zeigte eine Reduzierung des BMI von 31,5 auf 27,4, sowie eine Reduzierung des Taillenumfangs bei fettleibigen Individuen, die Berberin supplementiert hatten (10).

 

Berberin und die Stimmungslage

 

Ein normaler Nüchternblutzuckerspiegel (wie z.B. morgens nach dem Aufwachen) liegt zwischen 70 und 99 mg/dl und unter 140 mg/dl zwei Stunden nach einer Mahlzeit. Sowohl zu hohe Blutzuckerspiegel, als auch eine Unterzuckerung können Stimmungslage, Wahrnehmung und Verhalten auf unterschiedliche Art und Weise beeinflussen.

Bei Diabetikern können Schwankungen der Blutzuckerspiegel Stimmungsschwankungen hervorrufen (11). Menschen, die unter Diabetes vom Typ 1 leiden, können bei einer Erhöhung der Blutzuckerspiegel über 250 mg/dl unter Verwirrung leiden. Weitere Symptome eines zu hohen Blutzuckers umfassen Nervosität, niedrige Energiespiegel und Müdigkeit.

Zu niedrige Blutzuckerspiegel können Symptome wie Verwirrung, Angstzustände und Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen, hervorrufen.

 

Berberin zur Regulierung der Darmflora

 

Die traditionelle Verwendung von Berberin zur natürlichen Behandlung von Verdauungsproblemen macht Sinn, wenn man sich die antimikrobiellen Eigenschaften von Berberin vor Augen führt. Studien zufolge kann Berberin dabei helfen, eine ausgewogene und gesunde Darmflora herzustellen (12). Dies könnte ein weiterer Pfadweg sein, über den Berberin bei der Behandlung von Diabetes helfen könnte, da Studien darauf hindeuten, dass eine gesunde Darmflora Anti-Diabetes Wirkungen besitzen könnte.

 

Dosierungsrichtlinien für Berberin

 

Um von den blutzuckersenkenden Vorzügen von Berberin profitieren zu können, ist es wichtig, die optimale Menge dieser therapeutischen Verbindung zu sich zu nehmen. Anders als viele andere wirkungsvolle Antioxidantien, die sich in Nahrungsmitteln wie Currux (Kurkuma) und Trauben und dunkler Schokolade (Resveratrol) wiederfinden, werden die aktiven Alkaloide von Berberin aus Pflanzen hergestellt, die sich nicht auf unserem Speiseplan befinden.

Dies ist der Grund dafür, dass die Verwendung eines qualitativ hochwertigen Berberin Supplements in der richtigen täglichen Dosierung empfohlen wird.

Auf dem Markt finden sich viele unterschiedliche Berberin Supplements wieder, die Berberin aus erschiedenen Quellen enthalten. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass das Extrakt Berberine Aristata bei vielen der Studien verwendet wurde, die die positiven Wirkungen von Berberin untersucht haben. Dieses Extrakt wird aus der begrannten Berberitze unter Verwendung eines Extraktionsprozesses hergestellt, der die aktiven Verbindungen isoliert und die starken antioxidativen, entzündungshemmenden und antimikrobiellen Wirkungen dieser Inhaltsstoffe aufrecht erhält.

Nach der Wahl des richtigen Berberin Supplements besteht der nächste Schritt darin, zu bestimmen, wie viel Berberin man täglich für eine optimale Wirkung einnehmen sollte.

Im Allgemeinen unterstützen wissenschaftliche Untersuchungen Dosierungen im Bereich von 500 bis 1.500 mg pro Tag. Ein Studienreview, dass 14 klinische Studien mit insgesamt über 1.000 Probanden betrachtete, kam zur Schlussfolgerung, dass eine Dosierung in diesem Bereich dabei hilft, einen gesunden Glukosestoffwechsel zu fördern (13).

Andere Studien haben die höchste effektive Dosierung untersucht und einige dieser Studien kamen zu dem Ergebnis, dass 1.500 mg Berberin pro Tag dabei helfen können, die Nüchternblutzuckerspiegel um 20% zu senken und darüber hinaus auch eine Reduzierung der A1c Spiegel bewirken können, welche einen Marker für die durchschnittlichen Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum darstellen (14, 15, 16).

Im Rahmen einer weiteren Studie wurden Probanden angewiesen, 500 mg Berberin dreimal täglich über einen Zeitraum von 13 Wochen einzunehmen. Am Ende der Studie konnten ein signifikanter Gewichtsverlust und eine Reduzierung des Körperfetts um 3,6 % beobachtet werden (17).

Und was ist mit dem niedrigen bis mittleren Dosierungsbereich? Eine Studie, die die zellulare Gesundheit des Verdauungstrakts untersuchte, fand heraus, dass eine Berberin Dosierung im Bereich von 900 mg pro Tag eine gute Gesundheit der Endothelialzellen förderte (18).

Die meisten auf dem Markt erhältlichen Berberin Supplements enthalten 500 mg Berberin pro Kapsel.

 

Wie man die Absorption von Berberin steigern kann

 

Ähnlich wie das in Kurkuma enthaltene Kurkumin weist auch Berberin eine niedrige Bioverfügbarkeit auf (19). Anders als bei Kurkuma ist der Konsum von Berberin jedoch auf Supplements beschränkt. Um sicherzustellen, dass eine ausreichende Menge der aktiven Inhaltsstoffe konsumiert wird, um Gesundheitsvorzüge mit sich zu bringen, wird im Allgemeinen empfohlen, eine größere Dosis auf mehrere gleichmäßig über den Tag verteilte Einzelgaben aufzuteilen.

Mögliche Nebenwirkungen von Berberin

Berberin Supplements können bei unterschiedlichen Menschen unterschiedliche Wirkungen entfalten. Auch wenn diese Supplements im Bereich der obigen Einnahmerichtlinien im Allgemeinen gut verträglich sind, bestehen die häufigsten Nebenwirkungen in Verdauungsstörungen wie Verstopfung, Blähungen und einem aufgeblähten Bauch (20, 21).

 

Einige Menschen sollten Berberin nicht einnehmen

 

  • Menschen, die Diabetesmedikamente einnehmen – Berberin Supplements sollten nicht in Kombination mit verschreibungspflichtigen Diabetesmedikamenten eingenommen werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Blutzuckerspiegel zu stark abfallen (22).
  • Menschen, die unter Erkrankungen der Leber leiden – Berberin kann die Fähigkeit der Leber, Bilirubin abzubauen, reduzieren. Aus diesem Grund sollten Menschen mit hohen Bilirubinspiegeln Berberin Supplements meiden.
  • Schwangere Frauen – Berberin kann bei Neugeborenen mit Gelbsucht einen seltenen Typ von Gehirnschäden hervorrufen, der als Kernikterus bezeichnet wird. Eine Gelbsucht kommt dann zustande, wenn sich zu viel Bilirubin im Blut befindet und Berberin kann den Abbau von Bilirubin beeinträchtigen (23).

 

Zusammenfassung

 

  • Berberin ist ein wirkungsvolles Pflanzenalkaloid, das entzündungshemmende, antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften besitzt.
  • Berberin wird aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf die Gesundheit seit Jahrhunderten im Bereich der Ayurveda Medizin, der traditionellen chinesischen Medizin und der Naturheilkunde der amerikanischen Ureinwohner verwendet.
  • Die Kontrolle der Blutzuckerspiegel stellt eine der häufigsten Anwendungsbereiche von Berberin dar, doch Berberin besitzt noch weitere Vorzüge, die eine Unterstützung des Gewichtsabbaus, höhere Energiespiegel und eine bessere Stimmungslage umfassen.
  • Berberin Supplements sind der einzige praktische Weg, die aktiven Inhaltsstoffe zu konsumieren. Studien zeigen, dass eine tägliche Dosis von 500 bis 1.500 mg Gesundheitsvorzüge besitzen kann.

 

Referenzen:

 

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5758350/
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18442638
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6111450/
  4. https://www.physiology.org/doi/full/10.1152/ajpendo.1999.277.1.E1
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30117113
  6. https://www.nrcresearchpress.com/doi/full/10.1139/bcb-2014-0107?url_ver=Z39.88-2003&rfr_id=ori:rid:crossref.org&rfr_dat=cr_pub%3dpubmed#.XMcNWS_MzfY
  7. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S037887411400871X?via%3Dihub
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2410097/
  9. https://academic.oup.com/jcem/article/93/7/2559/2598635
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3310165/
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2707223
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26225680
  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK116001/
  14. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S037887411400871X?via%3Dihub
  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2785020/
  16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24388214
  17. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0944711312001870
  18. https://link.springer.com/article/10.1007/s12032-009-9307-8
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4502414/
  20. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0944711312001870
  21. https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0032-1328321
  22. https://www.rxlist.com/berberine/supplements.htm
  23. https://www.webmd.com/vitamins/ai/ingredientmono-1126/berberine

 

https://www.naomiwhittel.com/berberine-blood-sugar/

Weiterlesen
Ist Obst gut oder schlecht für Deine Gesundheit?
thumb

"Iss mehr Obst und Gemüse.” Dies ist wahrscheinlich eine der weltweit am weitesten verbreiteten Gesundheitsempfehlung. Jeder weiß, dass Obst gesund ist – Obst ist echte, vollwertige Nahrung. Einige bezeichnen es sogar als das „Fastfood der Mutter Natur“, weil es so leicht überall mit hingenommen und zubereitet werden kann.

Obst ist jedoch im Vergleich zu anderen Nahrungsmitteln auch relativ reich an Zucker. Aus diesem Grund fragen sich viele gesundheits- und fitnessbewusste Menschen, ob Obst wirklich so gesund ist. Dieser Artikel wird etwas Licht ins Dunkel bringen.

 

Ein exzessiver Zuckerkonsum ist schlecht, aber die Auswirkungen von Zucker hängen vom Kontext ab

 

Es gibt eine Menge wissenschaftliche Hinweise darauf, dass ein exzessiver Konsum von hinzugefügtem Zucker schädlich ist (1, 2, 3). Dies umfasst sowohl Tafelzucker (Sucrose), als auch fruktosereichen Maissirup, der besonders in den USA weit verbreitet ist. Beide dieser Zucker bestehen etwa je zur Hälfte aus Glukose und Fruktose.

Ein Grund dafür, dass ein exzessiver Konsum von zugesetztem Zucker schädlich ist, ist auf die negativen stoffwechseltechnischen Wirkungen von Fruktose zurückführbar, wenn diese in großen Mengen konsumiert wird.

Viele Menschen glauben, dass wenn der Konsum von zugesetztem Zucker schlecht ist, dies auch für Obst zutreffen muss, da dieses auch Fruktose enthält. Dies ist jedoch eine Fehleinschätzung. Fruktose ist nur in großen Mengen schädlich und es ist schwer, solch hohe Menge ausschließlich in Form von Obst zu sich zu nehmen.

Zusammenfassung: Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass Fruktose schädlich sein kann, wenn sie im Überfluss konsumiert wird. Es befindet sich jedoch nicht genügend Fruktose in Obst, um Bedenken zu rechtfertigen.

 

Obst enthält auch Ballaststoffe und Wasser und liefert einen signifikanten Kauwiderstand

 

Wenn man vollwertiges Obst isst, dann ist es nahezu unmöglich so viel Fruktose zu sich zu nehmen, dass diese schädliche Auswirkungen besitzen könnte. Obst enthält reichlich Ballaststoffe und Wasser und liefert darüber hinaus einen signifikanten Kauwiderstand.

Aus diesen Gründen dauert es bei den meisten Obstsorten (wie z.B. Äpfeln) eine Weile, diese zu essen und zu verdauen, was bedeutet, dass die enthaltene Fruktose nur langsam zur Leber gelangt. Darüber hinaus ist Obst sehr gut sättigend. Die meisten Menschen werden bereits nach dem Verzehr eines großen Apfels befriedigt sein, welcher lediglich 23 Gramm Zucker enthält, von denen 13 Gramm aus Fruktose bestehen (4).

Im Vergleich hierzu enthält eine 500 ml Flasche Cola ganze 52 Gramm Zucker, von denen 30 Gramm aus Fruktose bestehen – und besitzt darüber hinaus keinen wirklichen Nährwert (5).

Ein einzelner Apfel wird Dich recht gut sättigen und Dein Verlangen reduzieren, mehr Nahrung zu essen. Im Gegensatz hierzu sättigt eine Flasche Cola nur sehr schlecht bis überhaupt nicht und für gewöhnlich kompensieren Menschen den in Erfrischungsgetränken enthaltenen Zucker nicht dadurch, dass sie weniger andere Nahrung zu sich nehmen (6).

Wenn Fruktose schnell und in großen Mengen die Leber erreicht, wie dies der Fall ist, wenn Du zuckerhaltige Erfrischungsgetränke konsumierst, kann dies im Lauf der Zeit zu negativen Auswirkungen auf die Gesundheit führen.

Wenn Fruktose jedoch langsam und in kleinen Mengen in die Leber gelangt, wie dies der Fall ist, wenn Du einen Apfel isst, dann ist der Körper gut daran angepasst, die zugeführte Fruktose leicht zu verstoffwechseln.

Während der Konsum großer Mengen von zugesetztem Zucker für die meisten Menschen schädlich ist, trifft dasselbe nicht auf Obst zu.

Zusammenfassung: Es dauert eine Zeit lang, rohes, vollwertiges Obst zu kauen und zu verdauen. Aus diesem Grund wirst Du Dich satter fühlen und Dein Körper kann mit den geringeren Mengen an Fruktose besser zurecht kommen.

 

Obst enthält eine Menge Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien

 

Natürlich ist Obst mehr als einfach nur ein wässriger Sack Fruktose. Obst enthält eine Menge Nährstoffe, die für die Gesundheit wichtig sind. Dies umfasst Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, sowie eine Vielzahl von Antioxidantien und anderen Pflanzenverbindungen.

Ballaststoffe – insbesondere lösliche Ballaststoffe – besitzen viele Vorzüge, zu denen unter anderem reduzierte Cholesterinspiegel, eine langsamere Absorption von Kohlenhydraten und ein gesteigertes Sättigungsgefühl gehören. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass lösliche Ballaststoffe Dir dabei helfen können, Gewicht zu verlieren (7, 8, 9, 10).

Zusätzlich hierzu neigt Obst dazu, reich an Vitaminen und Mineralstoffen zu sein, von denen viele Menschen nicht genug bekommen. Hierzu gehören unter anderem Vitamin C, Kalium und Folat.

Natürlich stellt Obst eine ganze Nahrungsmittelgruppe dar. Es gibt in der Natur tausende unterschiedliche essbare Früchte und deren Nährstoffzusammenstellung kann stark variieren. Wenn Du also die Gesundheitsvorzüge von Obst maximieren möchtest, dann solltest Du Dich auf die Obstsorten konzentrieren, die reich an Nährstoffen sind.

Hierzu gehört Obst mit mehr essbarer Schale. Die Schale von Obst ist für gewöhnlich sehr reich an Antioxidantien und Ballaststoffen. Dies ist der Grund dafür, dass Beeren, welche Gramm für Gramm eine große Menge an Schale umfassen, häufiger als gesünder als größere Obstsorten angesehen werden.

Es ist außerdem eine gute Idee, eine große Bandbreite an Obst zu essen, weil unterschiedliche Obstsorten unterschiedliche Nährstoffe enthalten.

Zusammenfassung: Obst enthält große Mengen an wichtigen Nährstoffen inklusive Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und unterschiedliche Antioxidantien und Pflanzenverbindungen.

 

Die meisten Studien zeigen Gesundheitsvorzüge

 

Mehrere Observationsstudien haben gezeigt, dass Menschen, die mehr Obst und Gemüse essen, ein niedrigeres Risiko für unterschiedliche Krankheiten aufweisen. Viele Studien betrachten Obst und Gemüse zusammen, während einige auch lediglich Obst betrachteten.

Ein Review von 9 Studien kam zu dem Ergebnis, dass jede tägliche Portion Obst, das Risiko für Herzkrankheiten um 7% senkte (11). Eine Studie mit 9.665 Erwachsenen fand heraus, dass eine hohe Obst- und Gemüsezufuhr mit einem um 46% niedrigeren Diabetesrisiko bei Frauen in Verbindung gebracht werden konnte, wohingegen bei Männern kein Unterschied beobachtet werden konnte (12).

Darüber hinaus fand eine Studie, die Obst und Gemüse separat betrachtete, heraus, dass Gemüse mit einem reduzierten Brustkrebsrisiko in Verbindung gebracht werden konnte, was jedoch nicht auf Obst zutraf (13).

Viele andere Studien haben gezeigt, dass der Konsum von Obst und Gemüse mit einem niedrigeren Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle in Verbindung gebracht werden kann, welches die beiden führenden Todesursachen in westlichem Länden sind (14, 15).

Einige Studien untersuchten, wie unterschiedliche Typen von Obst das Risiko für eine Diabetes vom Typ 2 beeinflussen. Diejenigen, die die meisten Trauben, Äpfel und Heidelbeeren aßen, wiesen das niedrigste Risiko auf, wobei Himbeeren die stärkste Wirkung zeigten (16).

Ein Problem bei Observationsstudien besteht jedoch darin, dass diese nicht beweisen können, dass die Verbindungen, die sie finden, eine direkte kausale Beziehung darstellen. Menschen, die das meiste Obst essen, neigen auch dazu, gesundheitsbewusster zu sein, rauchen weniger oft und treiben mit größerer Wahrscheinlichkeit Sport.

Doch auch einige randomisierte, kontrollierte Humanstudien konnten jedoch zeigen, dass ein gesteigerter Konsum von Obst den Blutdruck senken, oxidativen Stress reduzieren und die glykämische Kontrolle bei Diabetikern verbessern kann (17, 18).

In Anbetracht der verfügbaren wissenschaftlichen Daten scheint klar zu sein, dass Obst signifikante Gesundheitsvorzüge besitzt.

Zusammenfassung: Es gibt reichlich wissenschaftliche Hinweise darauf, dass ein hoher Konsum von Obst mit einem niedrigeren Risiko für ernsthafte Krankheiten wie Herzkrankheiten, Schlaganfällen und Typ 2 Diabetes in Verbindung gebracht werden kann.

 

Der Verzehr von Obst kann beim Gewichtsverlust helfen

 

Es wird häufig vergessen, dass Obst sehr gut sättigt. Aufgrund des Gehalts an Ballaststoffen und Wasser und dem ausgiebigen Kauen, das beim Verzehr von Obst notwendig ist, ist Obst sehr gut sättigend.

Der Sättigungsindex ist ein Maß dafür, wie stark unterschiedliche Nahrungsmittel zum Sättigungsgefühl beitragen. Obst wie Äpfel und Orangen gehörten zu den Nahrungsmitteln, die bei Tests mit die höchsten Werte erreichten und die noch besser als Rindfleisch und Eier sättigten (19).

Dies bedeutet, dass Du Dich, wenn Du Deinen Konsum von Äpfeln und Orangen erhöhst, wahrscheinlich so satt fühlen wirst, dass Du automatisch weniger andere Nahrungsmittel essen wirst. Es gibt eine interessante Studie, die gezeigt hat, wie Obst zu einem Gewichtsabbau beitragen kann (20). Bei dieser sechsmonatigen Studie konsumierten neun Männer konsistent eine Ernährung, die ausschließlich aus Obst (82% der Kalorien) und Nüssen (18% der Kalorien) bestand.

Es ist nicht überraschend, dass diese Männer eine signifikante Menge an Gewicht verloren. Diejenigen, die übergewichtig waren, verloren sogar noch mehr Gewicht als diejenigen, die ein gesundes Gewicht aufwiesen.

Alles in allem scheint es aufgrund der starken Auswirkungen, die Obst auf die Sättigung besitzt, nützlich zu sein, andere Nahrungsmittel – insbesondere Junkfood – durch Obst zu ersetzen, um einen langfristigen Gewichtsabbau zu unterstützen.

Zusammenfassung: Obst wie Äpfel und Orangen gehören zu den am besten sättigenden Nahrungsmitteln, die Du essen kannst. Ein Verzehr von mehr Obst wie diesen Obstsorten sollte zu einer automatischen Reduzierung der Kalorienzufuhr und letztendlich einem Gewichtsabbau führen.

 

Wann Du Obst meiden solltest

 

Auch wenn Obst für die meisten Menschen gesund ist, gibt es einige Gründe dafür, dass andere Menschen besser auf Obst verzichten sollten. Einer hiervon ist eine Intoleranz. Der Verzehr von Obst kann z.B. bei Menschen, die unter einer FODMAP Intoleranz leiden, zu Verdauungsbeschwerden führen.

Der andere Grund ist eine sehr kohlenhydratarme oder ketogene Diät. Das Hauptziel dieser Ernährungsformen besteht darin, die Kohlenhydratzufuhr ausreichend zu reduzieren, dass das Gehirn damit beginnt, hauptsächlich Ketokörper anstelle von Glukose als Energielieferant zu verwenden.

Damit dies geschehen kann, ist es notwendig die Kohlenhydratzufuhr auf unter 50 Gramm pro Tag zu reduzieren – manchmal sogar auf lediglich 20 bis 30 Gramm. Wenn man bedenkt, dass bereits ein Stück Obst mehr als 20 Gramm Kohlenhydrate enthalten kann, ist es offensichtlich, dass Obst für eine solche Ernährungsweise ungeeignet ist. Bereits ein Stück Obst kann ausreichend sein, um Dich aus der Ketose zu werfen.

Zusammenfassung: Die Hauptgründe dafür, auf Obst zu verzichten, sind eine Intoleranz oder die Einhaltung einer kohlenhydratarmen oder ketogenen Ernährungsweise.

 

Fruchtsäfte und getrocknetes Obst sollten begrenzt werden

 

Auch wenn Obst für die meisten Menschen sehr gesund ist, solltest Du es vermeiden, übermäßige Mengen an Fruchtsaft und Trockenobst zu Dir zu nehmen.

Viele der auf dem Markt erhältlichen Fruchtsäfte sind keine „echten“ Fruchtsäfte. Sie bestehen vielmehr aus Wasser, das mit einem Konzentrat gemischt und häufig noch mit Zucker versetzt wurde. Doch selbst wenn Du 100% reinen Fruchtsaft bekommst, solltest Du diesen nur in moderaten Mengen konsumieren, da dieser eine Menge Zucker enthält und mit seinem Zuckergehalt Cola und anderen zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken sehr nahe kommt. Fruchtsaft enthält jedoch keine Ballastsstoffe und weist auch keinen Kauwiderstand auf, um die Absorption des enthaltenen Zuckers zu verlangsamen, was es einfach macht innerhalb einer kurzen Zeitspanne eine große Menge an Zucker zu sich zu nehmen.

Auch getrocknetes Obst ist sehr reich an Zucker und es ist leicht, große Mengen hiervon zu essen. Smoothies befinden sich irgendwo in der Mitte. Wenn Du Obst in einen Mixer gibst, dann ist dies sehr viel besser, als Fruchtsaft zu trinken. Trotzdem ist es am besten, Obst unverarbeitet zu essen.

Zusammenfassung: Auch wenn Obst sehr gesund ist, gilt selbiges nicht notwendigerweise auch für Fruchtsaft und Trockenobst. Beide sind reich an Zucker und es ist leicht, zu viel Zucker durch diese zu sich zu nehmen.

 

Fazit

 

Obst ist für die meisten Menschen gesund. Während ein exzessiver Zuckerkonsum schädlich ist, gilt dies nicht für Obst. Obst ist echte Nahrung, die reich an Nährstoffen ist und gut sättigt.

Wenn Du Obst verträgst und nicht gerade eine kohlenhydratarme / ketogene Ernährungsweise befolgst, dann solltest Du auf jeden Fall Obst essen. Versuche mehr Obst als Teil einer gesunden, auf echten Nahrungsmitteln basierenden Ernährung zu essen, um von allen Gesundheitsvorzügen zu profitieren.

 

Referenzen:

 

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23594708
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2673878/
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17921363
  4. http://nutritiondata.self.com/facts/fruits-and-fruit-juices/1809/2
  5. http://nutritiondata.self.com/facts/beverages/3873/2
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16895873
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9925120
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18287346
  9. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1467-3010.2007.00603.x/pdf
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18031592
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16988131
  12. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0091743500907722
  13. http://europepmc.org/abstract/MED/10738129
  14. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17443205
  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16443039
  16. http://www.bmj.com/content/347/bmj.f5001
  17. http://europepmc.org/abstract/MED/12076551
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23561067
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7498104
  20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/4928686

Quelle: https://www.healthline.com/nutrition/is-fruit-good-or-bad-for-your-health#section8

Weiterlesen
Berberin, das entzündungshemmende Polyphenol
thumb

Tief in Deinem Körper verrichten unzählige zellulare Fabriken ihre erstaunliche Arbeit. Einige Systeme sind mit der Produktion beschäftigt und stellen Verbindungen wie z.B. Hormone her, während andere im Liefergeschäft tätig sind und Energie zu Deinen Organen transportieren. Wieder andere sind im Reinigungsbereich tätig und für den Prozess der Autophagie verantwortlich, der die Zellen säubert und repariert.

Eines der wichtigsten Systeme des Körpers ist das der Entzündung. Entzündungen sind die vielen Gesundheitsproblemen zugrundeliegende Ursache, was damit zusammenhängt, dass chronische Entzündungen eine Art zellulares Feuergefecht darstellen, das die umgebenden Systeme und Gewebe beschädigt.

Akute Entzündungen sind hingegen etwas Gutes, da diese das Signal dafür sind, dass Dein Immunsystem eine Bedrohung für Deinen Körper bekämpft. Erst wenn Entzündungen sich nicht mehr beruhigen und nicht mehr abklingen, beginnen die Probleme.

Eines unserer Gesundheitsziele sollte darin bestehen, Entzündungen unter Kontrolle zu halten. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen geschehen, was unter anderem den Verzehr gesunder und entzündungshemmender Nahrungsmittel umfasst. Ein anderer Weg zur Beruhigung von Entzündungen besteht in der Verwendung von Supplements, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Eines der effektivsten und vielversprechendsten hiervon ist Berberin.

Was ist Berberin?

Berberin ist ein Polyphenol, das durch seine außergewöhnlich effektiven Wirkungen hervorsticht. Polyphenole wie Berberin sind ringförmige chemische Strukturen, die als Antioxidantien wirken und sich in pflanzenbasierten Nahrungsmitteln wiederfinden. Alle Phenole besitzen die Fähigkeit innere Entzündungen zu reduzieren. Berberin besitzt neben seinen ausgeprägten entzündungshemmenden Wirkungen zusätzlich die Fähigkeit, Stoffwechselstörungen zu behandeln. Unabhängig von der Ursache einer Entzündung kann Berberin dabei helfen, das Problem zu lindern.

Berberin, das aus der Berberitze und anderen Pflanzen gewonnen wird, wird häufig zur Behandlung einer Insulinresistenz verwendet, die dann zustande kommt, wenn das körpereigene Insulin nicht mehr mit der Menge an Zucker im Blutkreislauf mithalten kann. Berberin hat eine lange Geschichte der Verwendung im Bereich der traditionellen chinesischen Medizin und der Ayurveda Medizin. Als pflanzenbasiertes Alkaloid repräsentiert Berberin ein Kraftwerk an heilenden Eigenschaften, die von einer Linderung von Verdauungsbeschwerden über eine Förderung der Herz-Kreislauf Gesundheit bis hin zur Linderung von Entzündungen reichen.

Diese pflanzliche Alternative hilft dabei über die AMPK Verbindung, welche die Thermogenesen – einen Prozess, der dafür verantwortlich ist, dass mehr Fett verbrennt wird – anregt, stoffwechseltechnische Leiden zu bekämpfen und das Gewicht zu reduzieren.

Berberin ist außerdem dafür bekannt, dass es die Gesundheit der Darmflora auf positive Art und Weise beeinflusst und hierdurch Verdauungsprobleme lindern, ein aufgeblähtes Gefühl reduzieren und einen gesünderen Lebensstil fördern kann (1, 2). Eine gesündere Darmflora wirkt sich nicht nur positiv auf die Verdauung aus, sondern besitzt auch zahlreiche positive Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit.

Studien haben außerdem gezeigt, dass Berberin eine positive Auswirkung auf die Fähigkeit des Körpers besitzen kann, Kalorien zu verbrennen, während es den Körper gleichzeitig davon abhält, Fett aufzubauen. Zusätzlich hierzu kann Berberin dabei helfen, eine Insulinresistenz zu lindern und hierdurch Gelüste und Heißhunger zu verhindern.

Berberin und Entzündungen

Entzündungsreaktionen stellen eine schützende Verteidigungslinie unseres Körpers dar. Wenn etwas Schäden oder Reizungen hervorruft, dann reagiert das Immunsystem und wehrt die Quellen dieser Schäden ab (3).

Wir können dies z.B. beim Kampf gegen Diabetes vom Typ 2 beobachten, bei dem Berberin dabei hilft, Entzündungen zu reduzieren, die Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und einen Gewichtsabbau anzuregen (4) . Eine Typ 2 Diabetes wird durch die Unfähigkeit des Körpers ausgelöst, das produzierte Insulin angemessen zu nutzen. Dies kann zu Schwankungen der Blutzuckerspiegel und Fettleibigkeit führen. Eine Gewichtszunahme, die mit einer Typ 2 Diabetes in Verbindung steht, resultiert zu einer verstärkten Neigung eines Aufbaus von Fettzellen rund um die Organe im Bauchraum, was zu Entzündungen in den betroffenen Bereichen führt.

Im Fall einer bestehenden Insulinresistenz produziert der Körper erhöhte Mengen sogenannter entzündungsfördernder Cytokine und diese Spiegel steigen mit zunehmender Dauer und zunehmendem Schweregrad einer Insulinresistenz, was nicht nur eine Gewichtszunahme fördert, sondern auch zu chronischen Entzündungen führt.

Diese chronischen Entzündungen können sich – nicht nur im Fall von Diabetes – zu einem Teufelskreis entwickeln, der in immer stärkeren Entzündungsreaktionen resultiert (5, 6, 7, 8). Doch an dieser Stelle kann Berberin helfen. Durch seine ausgeprägten entzündungshemmenden Wirkungen ist es dazu in der Lage, chronische Entzündungen zu lindern.

Da chronische Entzündungen eine treibende Kraft bei vielen chronischen Erkrankungen ist, zu denen auch Herzkrankheiten und zahlreiche degenerative Erkrankungen gehören, kann Berberin das Risiko für diese Krankheiten reduzieren und sich positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirken.

Natürlich sind die entzündungshemmenden Wirkungen von Berberin auch für hart trainierende Sportler von großem Interesse. Intensive Trainingseinheiten können Entzündungen hervorrufen, welche den Regenerationsprozess nach dem Training in die Länge ziehen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Berberin dabei helfen könnte, die Regeneration nach dem Training zu beschleunigen, was zur Folge hat, dass hart trainierende Sportler nicht nur schneller wieder bereit für die nächste intensive Trainingseinheit sind, sondern auch, dass das Risiko für trainingsbedingte chronische Überlastungen der Muskulatur und des Bewegungsapparates sinkt.

Die Vorzüge für Sportler sind jedoch nicht nur auf eine schnellere und bessere Regeneration beschränkt. Auch bei Gelenkschmerzen durch Überlastung oder Verschleißerscheinungen der Gelenke kann Berberin dabei helfen, Entzündungen im Bereich der Gelenke zu reduzieren, was sowohl Gelenkschmerzen lindern, als auch die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke verbessern kann.

Die Fähigkeit von Berberin Entzündungen zu bekämpfen hat sich auch bei der Behandlung von Akne als effektiv herausgestellt. Eine im Iran durchgeführte Studie, in deren Rahmen unterschiedliche natürliche Akneheilmittel untersucht wurde, kam zu dem Ergebnis, dass Berberin in Form eines Berberitze Extrakts bei Probanden zwischen 12 und 17 Jahren dazu in der Lage war, eine bestehende Akne deutlich zu lindern.

Die natürlichen entzündungshemmenden Eigenschaften von Berberin agierten als Anti-Akne Formel, indem sie sowohl Entzündungen reduzierte, als auch antibakterielle, als auch lipidreduzierende Auswirkungen auf die Talgdrüsen entfalteten (4).

Wie sollte Berberin eingenommen werden

In der Praxis hat sich eine Einnahme von zweimal täglich 500 mg Berberin, welches mit einer Mahlzeit eingenommen werden sollte, als effektiv erwiesen.

Fazit

Berberin besitzt neben den hier beschriebenen entzündungshemmenden Wirkungen noch so viele weitere potentielle Gesundheitsvorzüge, dass einige Experten es als ein Basissupplement ansehen. Da chronische Entzündungen im Laufe der Zeit verheerende Auswirkungen auf diese Gesundheit besitzen können, könnte Berberin Dir dabei helfen, ein gesünderes und besseres Leben zu leben. Und wenn man die zusätzlichen den Blutzucker stabilisierenden Eigenschaften und die Anregung des Stoffwechsels mit berücksichtigt, kann man mit Berberin eigentlich nur gewinnen.

Referenzen:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2467395
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3942282
  3. http://www.medicalnewstoday.com/articles/248423.php
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23038982
  5. http://www.webmd.com/diabetes/type-2-diabetes-guide/inflammation-and-diabetes#1
  6. http://www.webmd.com/diabetes/type-2-diabetes-guide/insulin-resistance-syndrome
  7. http://www.academic.oup.com/jcem/article/93/7/2559/2598635
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24669227

https://www.naomiwhittel.com/berberine-the-anti-inflammatory-polyphenol/

Weiterlesen