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Wie Du eine Körpermitte aus Stahl aufbaust
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Du hast wahrscheinlich bereits viel darüber gelesen, wie wichtig es ist, über eine Körpermitte aus Stahl zu verfügen. Und wahrscheinlich sind Dir auch bereits reichlich unterschiedliche Meinungen darüber begegnet, was der beste Weg ist, dies zu erreichen.

Einige sagen, dass Kniebeugen und Kreuzheben all die Kraft im Bereich der Körpermitte aufbauen werden, die Du je brauchen wirst. Andere werden Dir sagen, dass der beste Weg zur Stärkung Deiner Körpermitte darin besteht, Zeit auf dem Swiss Ball, dem BOSU Ball oder anderen instabilen Oberflächen zu verbringen.

Der Begriff “Körpermitte” stiftet eine Menge Verwirrung, was hautsächlich daran zu liegen scheint, dass jeder über eine andere Meinung zu verfügen scheint, was hiermit genau gemeint ist

Für die meisten Menschen ist der Begriff Körpermitte einfach nur ein anderer Name für die Bauchmuskeln. Aber in Wirklichkeit bezieht sich dieser Begriff auf eine sehr viel größere Menge an Muskeln, welche die Wirbelsäule stabilisieren. Diese Muskeln arbeiten zusammen, um die Wirbelsäule so neutral wie möglich zu halten, was ihrer natürlichen gewölbten Form entspricht.

Eine neutrale Wirbelsäule ist keine einzelne Position, von der sich Deine Wirbelsäule nie weg bewegt. Stelle Dir dies vielmehr als eine neutrale Zone oder einen Bereich vor, in dem sich Deine Wirbelsäule bewegen kann, während sie gleichzeitig relativ gesund bleibt. Ein Mangel an Stabilität der Wirbelsäule kann zu einer Bewegung führen, die sich außerhalb dieser Zone befindet, was im Gegenzug das Risiko für Schmerzen und/oder Gewebeschäden erhöht.

Wenn wir über Stabilität sprechen, dann meinen wir in Wirklichkeit, dass wir wollen, dass der untere Rücken – die Lendenwirbelsäule – sich so wenig wie möglich bewegt, wenn sie Belastungen ausgesetzt wird. Dieser geringe Bewegungsraum wird als neutrale Zone bezeichnet. Je kleiner er ist, desto größer ist die Stabilität Deiner Körpermitte.

Wenn Muskeln kontrahieren, dann generieren sie eine Steifheit. Eine Muskelsteifheit stabilisiert nicht nur die Wirbelsäule und reduziert das Risiko für Gewebeschäden, sondern stellt auch eine Notwendigkeit dar, wenn es um eine optimale sportliche Leistungsfähigkeit geht.

Eine „steife“ Körpermitte ist besonders für Sportarten wichtig, die sich auf Kraft, Geschwindigkeit und Schnellkraft verlassen. Wenn die Körpermitte in diesem Zusammenhang erwähnt wird (d.h. als Weg zur Übertragung von Kraft), dann bezieht sich dieser Begriff für gewöhnlich auf die Muskeln des Rumpfes und der Hüfte – im Grunde genommen alles, das nicht unter Kopf, Arme oder Beine fällt.

Dies ist deutlich mehr als einfach nur Bauchmuskeln und unterer Rücken und reicht von Deinen Schulter bis hin zum Biceps femoris – dem Beinbeuger, der die Hüfte kreuzt (2, 9).

Führt Training auf einer instabilen Oberfläche zu einer stärkeren Aktivierung der Muskeln der Körpermitte?

Die Ausführung von Übungen auf einer instabilen Oberfläche, wie das Sitzen auf einem Swiss Ball oder das Stehen auf einem BOSU Ball soll angeblich eine größere Betonung auf die Aktivierung einiger der Muskeln Deiner Körpermitte verlagern, was dabei helfen soll, die Stabilität der Körpermitte zu steigern, vor Rückenschmerzen zu schützen, die sportliche Leistungsfähigkeit zu verbessern, usw.

Solche Übungen erscheinen häufig als sehr viel schwerer als ihre stabileren Gegenstücke. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Du so hart daran arbeiten musst, das Gleichgewicht zu halten. Und aufgrund der Tatsache, dass Du diese Übungen nicht gewohnt bist, generieren sie häufig den Eindruck, dass sie denselben Übungen, die auf dem Boden ausgeführt werden, überlegen sind.

Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, dass eine Übung, die auf einer instabilen Oberfläche ausgeführt wird, im Vergleich zur selben Übung, die auf dem Boden ausgeführt wird, zu einer höheren Aktivität der Muskeln der Körpermitte führt (2).

Kniebeuge mit einem leichten Gewicht, die auf zwei aufblasbaren Scheiben stehend ausgeführt werden, führen z.B. zu einer stärkeren Aktivierung der Muskeln des Rumpfes als Kniebeugen, die direkt auf dem Boden stehend ausgeführt werden (1).

Eine große Limitierung besteht bei vielen dieser Studien jedoch darin, dass sie die Verwendung von relativ leichten Gewichten umfassen. Dies ist ein Problem, da die meisten Menschen ein sehr viel schwereres Gewicht bewegen können, wenn sie auf dem Boden und nicht auf einer instabilen Oberfläche hin und her schwanken.

Was geschieht, wenn Du Unterschiede bezüglich der Muskelaktivität vergleichst, die die Tatsache berücksichtigen, dass Du auf einer stabilen Oberfläche mehr Gewicht als auf einer instabilen Oberfläche bewegen kannst?

Dies ist genau das, was Wissenschaftler der Eastern Illinois University herausfinden wollten (7). Sie betrachteten die Muskelaktivierung bei einer Gruppe von 12 trainierten Männern, die vier unterschiedliche Übungen – Kreuzheben, Kniebeugen Drücken über Kopf und Langhantelcurls – mit zwei unterschiedlichen Intensitäten (50% des 1RM Gewichts und 75% des 1RM Gewichts) ausführten, während sie auf einer stabilen oder einer instabilen Oberfläche (BOSU BALL) standen.

Die Muskelaktivität in den Bauchmuskeln und den Muskeln des unteren Rückens war nicht signifikant unterschiedlich, wenn die Probanden Kreuzheben, Kniebeugen, Drücken über Kopf und Langhantelcurls mit einem leichten Gewicht auf einem BOSU Ball anstatt auf dem Boden stehend ausführten.

Es gab auch keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Muskelaktivität im Bereich der externen seitlichen Bauchmuskeln und den Muskeln des unteren Rückens bei allen vier Übungen zwischen einer Ausführung der Übungen mit 75% des 1RM Gewichts auf einer stabilen Oberfläche und einer Ausführung der Übungen mit 50% des 1RM Gewichts auf einer instabilen Oberfläche.

Wenn Drücken über Kopf jedoch auf einer stabilen Oberfläche unter Verwendung schwererer Gewichte ausgeführt wurde, arbeitete der Rectus abdominis (der Sixpack Muskel) deutlich härter als während der Ausführung derselben Übung mit leichterem Gewicht auf einem BOSU Ball.

Auf einer stabilen Oberfläche ausgeführt, lieferten Drücken über Kopf und Langhantelcurls außerdem eine brauchbare Stimulation (40 bis 50% der maximalen spontanen Kontraktion – kurz MVC für maximal voluntary Contraction) der tiefer liegenden Bauchmuskeln.

Instabilität hat ihren Platz und ihre Berechtigung. Einige Übungen nutzen Instabilität z.B. dafür, die Muskeln der Körpermitte stärker zu betonen. Auch Physiotherapeuten verwenden instabile Oberflächen seit Jahren zur Unterstützung des Rehatrainings bei Knie- und Knöchelverletzungen (10).

Bei vielen Übungen wird jedoch ein Training mit einem leichteren Gewicht auf einer instabilen Oberfläche die Muskeln der Körpermitte nicht härter als eine Ausführung derselben Übungen mit einem schwereren Gewicht auf einer stabilen Oberfläche arbeiten lassen.

Sind Kniebeugen und Kreuzheben alles was Du brauchst, um Deine Körpermitte zu trainieren?

Kniebeugen und Kreuzheben werden alles andere direkte Bauchmuskeltraining völlig redundant machen, da diese beiden Übungen all die Stimulation liefern werden, die Deine Bauchmuskeln je benötigen werden. Das ist zumindest die Theorie, doch die Wissenschaft zeigt ein anderes Bild.

Kniebeugen und Kreuzheben trainieren viele Muskeln der Körpermitte, doch es handelt sich hierbei hauptsächlich um die Muskeln Deines Rückens – und insbesondere die Rückenstrecker, die rechts und links parallel zur Wirbelsäule verlaufen. In der Tat trainieren Kniebeugen und Kreuzheben die Rückenstrecker besser, als Beckenheben, Seitenbrücken und Rückenstreckerübungen, die auf einem Swiss Ball ausgeführt werden (3, 6).

Insbesondere während des Kreuzhebens arbeiten die Rückenstrecker sehr hart, um Deine Wirbelsäule in ihrer natürlichen gewölbten Position zu halten. Powerlifter haben hauptsächlich deshalb so gut entwickelte Rückenstrecker, weil diese Muskeln bei der Ausführung der klassischen Powerlifting Übungen so viel Arbeit verrichten müssen, um eine Beugung der Wirbelsäule zu verhindern.

Kniebeugen und Kreuzheben sind gut für die Entwicklung der hinteren Muskeln der Körpermitte geeignet. Auch der Quadratus lumborum, ein kleiner aber wichtiger Muskel im Bereich des unteren Rückens, der dabei hilft, die Wirbelsäule zu stabilisieren, wird während der Ausführung von Kreuzheben intensiv trainiert (4).

Keine dieser Übungen tut jedoch viel für die Muskeln der Vorderseite der Körpermitte – die Bauchmuskeln.

Die Abbildung unten stammt von Dr. Jeffrey McBride, einem Professor der Biomechanik an der Appalachian State University. Dr. McBride untersuchte die Aktivierung der vorderen Bauchmuskeln (Rectus abdominis) trainierter Kraftsportler, die eine Reihe unterschiedlicher Übungen ausführten.

Wie Du sehen kannst trainieren Kniebeugen und Kreuzheben den Rectus Abdominis nicht besonders hart – selbst dann nicht, wenn Du ein schweres Gewicht im Bereich von 80 bis 90% Deines 1RNM Gewichts verwendest. In der Tat bewirkt Drücken über Kopf eine stärkere Aktivierung des Rectus abdominis als sowohl Kreuzheben, als auch Kniebeugen (7). Doch auch diese Aktivierung fällt im Vergleich zu Rollouts oder Curl-Ups relativ gering aus (im Bereich von 10% der maximalen spontanen Kontraktion (MVC)).

Ähnliche Resultate wurden bei einer Untersuchung beobachtet, die eine Gruppe von männlichen Elite Rugbyspielern als Probanden umfasste (11). Bei diesen handelte es sich um recht starke Jungs, die sich im Bereich von Fortgeschritten und weit Fortgeschritten befanden, was die Kraft bei Kniebeugen anging. Es waren also nicht die typischen „untrainierten Anfänger“, die bei solchen Studien häufig als Probanden dienen.

Die Wissenschaftler maßen die Muskelaktivität im Bereich der Bauchmuskeln während Kniebeugen, Kniebeugen mit dem Gewicht über Kopf und unterschiedlichen Bauchmuskelübungen. Auch bei dieser Studie mussten die Bauchmuskeln während der Ausführung von Kniebeugen nicht sehr hart arbeiten – lediglich 10% ihres Maximums. Die Wissenschaftler konnten selbst bei Planks, Situps und Klappmessern eine stärkere Aktivierung der Bauchmuskeln beobachten.

Eine Person, die Schulterdrücken stehend mit dem eigenen Körpergewicht und Kreuzheben mit dem doppelten Körpergewicht ausführen kann, wird bereits einfach nur dadurch einen sehr hohen Grad an Kraft der Körpermitte entwickelt haben, dass sie sich darauf konzentriert hat, bei beiden Übungen stärker zu werden. Doch für eine vollständige Entwicklung der Körpermitte sind Kniebeugen, Kreuzheben und Drücken nicht genug – Du wirst zusätzlich Übungen benötigen, die die Bauchmuskeln direkt trainieren.

Wenn ich gerade beim Thema Training der Körpermitte bin, möchte ich kurz das Thema der Rotation der Wirbelsäule erwähnen

Die wahrscheinlich beliebteste Übung für eine Rotation der Wirbelsäule ist Rumpfdrehen mit einem Besenstiel auf den Schultern, was gleichzeitig auch zweifelsohne die sinnloseste Übung ist, die je erfunden wurde.

Hiermit möchte ich nicht sagen, dass es nicht notwendig ist, die Muskeln zu trainieren, die den Rumpf drehen, doch es gibt weitaus bessere Wege dies zu tun, als den Oberkörper mit einem Besenstiel auf dem Rücken von einer Seite zur anderen zu drehen.

Anstelle einer reinen Rotation solltest Du einen Widerstand gegen eine Rotation verwenden. Und mit Widerstand gegen eine Rotation meine ich Übungen, die es erforderlich machen, dass Du Kräfte überwinden musst, die versuchen, Deinen Rumpf in die entgegengesetzte Richtung zu ziehen.

Nehmen wir einarmiges Kurzhantelrudern als Beispiel. Auch wenn es sich hierbei primär um eine Übung zum Training der Muskeln des Rückens handelt, sind auch die seitlichen Bauchmuskeln involviert. Dies hängt damit zusammen, dass diese Muskeln aktiv verhindern, dass sich Dein Rumpf bei der Ruderbewegung dreht.

Dasselbe Prinzip ist auch auf andere einarmige Übungen wie einarmiges Schulterdrücken anwendbar. Ich habe mir vor kurzem die Schulter verletzt, was bedeutete, dass ich kein schweres Training mit meinem linken Arm ausführen konnte. Ich wollte jedoch unter Ausnutzung des Prinzips der „Cross Education“ (bei dem das Training mit einer Körperseite eine kleine aber signifikante Auswirkung auf die Kraft der anderen Körperseite besitzt) weiter meine rechte Seite trainieren.

Ich führte also weiterhin etwas schweres Schulterdrücken mit meinem rechten Arm aus. Am nächsten Tag konntet ich die Muskeln auf der linken Seite meines Rumpfes deutlich spüren. Dies hing damit zusammen, dass diese extrem hart arbeiten mussten, um mich beim einarmigen Schulterdrücken aufrecht zu halten.

Dies stellt eine sehr viel effizientere Nutzung Deiner Trainingszeit als ein paar Sätze Seitbeugen dar, welche auch in die Kategorie „schlechte Nutzung Deiner Zeit im Fitnessstudio“ fallen.

Long Lever Plank Shoulder Taps (https://www.youtube.com/watch?v=oclnkXkq8sw) sind ein weiteres gutes Beispiel dafür, was ich hiermit meine. In der Startposition widerstehst Du einer Extension Deiner Wirbelsäule (Beugung des Rückens), was diese Übung besonders effektiv für ein Training des Rectus Abdominis macht. Das Entfernen eines der Kontaktpunkte (Deine Hand) vom Boden führt ein Element der Instabilität ein, das es notwendig macht, dass Dein Körper aktiv einer Rotation widerstehen muss. Wenn Du diese Übung als zu schwer empfindest, dann behalte Deine Hände in einer Liegestützeposition unter den Schultern, anstatt vor Deinem Körper.

Übungen, die einen Widerstand gegen eine Rotation umfassen, stellen eine weitaus bessere Wahl als die Übungen wie Russiuan Twists (https://www.youtube.com/watch?v=wkD8rjkodUI) dar, die eine tatsächliche Rotation umfassen, welche mir jedes Mal einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen, wenn ich sehe, dass sie jemand ausführt.

Wenn Du eine Vorgeschichte von Rückenverletzungen hast oder wenn Du einen gesunden und schmerzfreien Rücken hast und willst, dass dies so bleibt, dann kann ich Dir nur wärmstens empfehlen, auf jegliche Übung zu verzichten, die diesen Typ von Bewegung umfasst.

Erinnere Dich daran, dass viele Muskeln des Rumpfes sehr effektiv durch die Verhinderung einer Bewegung anstatt der Ausführung einer tatsächlichen Bewegung trainiert werden können. Du kannst die Muskeln, die an einer Rotation der Wirbelsäule beteiligt sind trotzdem trainieren, aber Du tust dies auf eine Art und Weise, die ein geringeres Risiko für Deine Wirbelsäule darstellt. Eine Übung muss keine tatsächliche Drehung umfassen, um die für die Drehung verantwortlichen Muskeln zu trainieren.

Dies bedeutet nicht, dass Du Rotationen vollständig meiden solltest. Du solltest jedoch sicherstellen, dass die Bewegung aus der Hüfte kommt und sich Hüfte und Rücken gleichzeitig zusammen bewegen können, als ob diese fest miteinander verbunden wären.

Fazit

Der Aufbau einer Körpermitte aus Stahl muss nicht kompliziert, zeitaufwändig oder langweilig sein. Und es bedarf auch keines Trainings auf einem Swiss Ball, einem BOSU Ball oder einer anderen Oberfläche, die nicht der Boden ist.

Viele Muskeln Deiner Körpermitte arbeiten sehr hart, um eine Bewegung der Wirbelsäule während Übungen wie Kniebeugen, Kreuzheben, einarmigem Rudern, Rollouts und stehendem Drücken zu verhindern. Diese Übungen bauen nicht nur die Kraft der Körpermitte, sondern auch Ganzkörperkraft auf.

Referenzen

  1. Anderson K, Behm DG. (2005). Trunk muscle activity increases with unstable squat movements. Canadian Journal of Applied Physiology, 30, 33-45 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15855681
  2. Behm DG, Drinkwater EJ, Willardson JM, Cowley PM. (2010). The use of instability to train the core musculature. Applied Physiology Nutrition and Metabolism, 35, 91-108 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20130672
  3. Hamlyn N, Behm DG, Young WB. (2007). Trunk muscle activation during dynamic weight-training exercises and isometric instability activities. Journal of Strength and Conditioning Research, 21, 1108-1112 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18076231
  4. McGill SM. (1997). Distribution of tissue loads in the low back during a variety of daily and rehabilitation tasks. Journal of Rehabilitation Research and Development, 34, 448-458 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9323648
  5. McGill S, Juker D, Kropf P. (1996). Quantitative intramuscular myoelectric activity of quadratus lumborum during a wide variety of tasks. Clinical Biomechanics, 11, 170-172 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11415616
  6. Nuzzo JL, McCaulley GO, Cormie P, Cavill MJ, McBride JM. (2008). Trunk muscle activity during stability ball and free weight exercises. Journal of Strength and Conditioning Research http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18296961
  7. Willardson JM, Fontana FE, Bressel E. (2009). Effect of surface stability on core muscle activity for dynamic resistance exercises. International Journal of Sports Physiology and Performance, 4, 97-109 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19417231
  8. McGill SM, McDermott A, Fenwick CM. (2009). Comparison of different strongman events: trunk muscle activation and lumbar spine motion, load, and stiffness. Journal of Strength and Conditioning Research, 23, 1148-1161 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19528856
  9. Behm DG, Drinkwater EJ, Willardson JM, Cowley PM. (2010). Canadian Society for Exercise Physiology position stand: The use of instability to train the core in athletic and nonathletic conditioning. Applied Physiology, Nutrition, and Metabolism, 35, 109-112 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20130673
  10. Behm D, Colado JC. (2012). The effectiveness of resistance training using unstable surfaces and devices for rehabilitation. International Journal of Sports Physical Therapy, 7, 226-241 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22530196
  11. Aspe RR, Swinton PA. (2014). Electromyographic and kinetic comparison of the back squat and overhead squat. Journal of Strength and Conditioning Research, 28, 2827-2836 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24662228

Quelle: https://muscleevo.net/how-to-build-a-core-of-steel/

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Wie Du mit Cardiotraining im Fastenzustand schneller Fett verlierst (und Deine Muskeln behältst) Teil 1
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Wenn Du wissen möchtest, wie Du Cardiotraining im Fastenzustand am besten verwenden kannst, um Fett so schnell wie möglich zu verlieren, dann solltest Du diesen Artikel lesen

„Cardiotraining auf nüchternen Magen verbrennt mehr Fett“. Das ist eine der Schlagzeilen, die Du jeden Frühling/Sommer in zahlreichen Mainstream Fitnesszeitschriften lesen wirst. Gleichzeitig wirst Du Artikel mit Titeln wie „Fettabbaumythos widerlegt: Cardiotraining auf nüchternen Magen.“ finden, die genau das Gegenteil behaupten.

Wer hat nun Recht? Wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Die Ausführung von Cardiotraining auf leeren Magen wird Dir nicht notwendigerweise dabei helfen, schneller Fett zu verlieren, ABER Cardiotraining im Fastenzustand kann Dir dabei helfen Fett – und insbesondere hartnäckiges Fett - schneller zu verlieren. Und letzteres gilt insbesondere dann, wenn es mit weiteren Fettabbaustrategien kombiniert wird, auf die ich später noch eingehen werde.

Cardiotraining im Fastenzustand ist ein zweischneidiges Schwert. Führe Dein Cardiotraining im Fastenzustand falsch aus und Du wirst nicht schneller Fett verlieren. Stattdessen wirst Du Muskeln abbauen, was einen perfekten Weg darstellt, einen Skinny Fat Look zu erreichen.

Ich werde in diesem Artikel auf all dies eingehen und Du wirst Folgendes über die einfache Wissenschaft des Cardiotrainings im Fastenzustand lernen:

  • Was Cardiotraining im Fastenzustand ist (und was nicht)
  • Wie Dir Cardiotraining im Fastenzustand dabei helfen kann, schneller Fett zu verlieren
  • Warum ein Cardiotraining im Fastenzustand einen Muskelabbau bewirken kann
  • Wie Du die Vorzüge eines Cardiotrainings im Fastenzustand (Fettverbrennung) maximieren und dessen Nachteile (Katabolismus) minimieren kannst
  • Welche Typen eines Cardiotrainings im Fastenzustand am besten sind

Am Ende dieses Artikels wirst Du wissen, wie Du Cardiotraining im Fastenzustand verwenden kannst, um Deinen Fettabbau zu beschleunigen, ohne Muskeln zu opfern.

Meine Erfahrungen mit Cardiotraining im Fastenzustand

Ich habe es sowohl mit, als auch ohne die in diesem Artikel beschriebenen Cardiotraining im Fastenzustand Strategien geschafft schlank zu werden – und ich muss sagen, dass es mit Hilfe dieser Strategien spürbar schneller geht.

Mit Hilfe dieser Strategien habe ich es vor kurzem geschafft innerhalb von 10 Wochen meinen Körperfettanteil von 11 auf 7% zu reduzieren, ohne hierbei irgendwelche Muskelmasse zu verlieren. Zusätzlich zu den wissenschaftlichen Untersuchungen, die wir im Rahmen dieses Artikels betrachten werden, verfüge ich also auch über praktische Erfahrung und aufgrund dieser positiven Erfahrungen hat sich Cardiotraining im Fastenzustand zu einem wichtigen Bestandteil meines Fettabbauprogramms entwickelt.

Was ist Cardiotraining im Fastenzustand?

Die meisten Menschen setzen „Cardiotraining auf nüchternen Magen“ mit „Cardiotraining im Fastenzustand“ gleich – und das ist ein Fehler, denn es handelt sich hierbei nicht notwendigerweise um ein- und dasselbe.

Dein Magen ist zwar leer, wenn Du Cardiotraining im Fastenzustand ausführst, aber nicht alles Cardiotraining auf leeren Magen fällt auch in die Rubrik Cardiotraining im Fastenzustand.

Betrachten wir diese Aussage etwas genauer. Als erstes benötigen wir die korrekte Definition von Cardiotraining im Fastenzustand, die da lautet:

Cardiotraining im Fastenzustand ist Cardiotraining, das in einem Fastenzustand ausgeführt wird.

Das klingt einfach. Und was genau ist ein Fastenzustand? Nun, um das zu verstehen, müssen wir uns ansehen, was Dein Körper macht, wenn Du Nahrung isst. Wenn Du eine Mahlzeit isst, dann zerlegt Dein Körper diese Nahrung im Rahmen der Verdauung in unterschiedliche Moleküle wie Aminosäuren und Glukose.

Dein Dünndarm absorbiert diese Nährstoffe ins Blut, wo sie auf das Hormon Insulin treffen. Die Aufgabe von Insulin besteht darin, diese Nährstoffe zum Zweck der Verwendung in die Zellen zu transportieren. Wie lange dies dauert und wie lange Deine Insulinspiegel erhöht bleiben, hängt von der Zusammensetzung der Mahlzeit ab (1).

Hieraus ergeben sich zwei mögliche Zustände:

  • Wenn Dein Körper die Nahrung, die Du gegessen hast, verarbeitet, dann befindest Du Dich in einem postprandialen Zustand (genährter Zustand nach einer Nahrungszufuhr). In diesem Zustand sind Deine Insulinspiegel höher als normalerweise.
  • Sobald Dein Körper seine Aufgabe erfüllt und die Mahlzeit verdaut hat, geht er in einen Fastenzustand über. In einem solchen Fastenzustand sind Deine Insulinspiegel niedrig und befinden sich auf dem Basislevel.

Wie Du sehen kannst, wechselt Dein Körper jeden Tag mitunter mehrfach zwischen diesen Zuständen hin und her – und wie Du wahrscheinlich bereits richtig geschlussfolgert hast, geht dies darüber hinaus, wie „leer“ Dein Magen ist.

Viele Menschen werden schon eine Stunde nach der letzten Mahlzeit das Gefühl eines „leeren Magens“ haben, während dies bei anderen erst nach 2 oder 3 Stunden der Fall ist. Aus diesem Grund möchte ich, dass Du in den Kategorien „postprandial/genährt oder Fastenzustand“ anstelle von „voll oder leer“ denkst.

Übertragen wir dies auf das Cardiotraining:

  • Cardiotraining, das ausgeführt wird, wenn Dein Körper Nahrung verarbeitet und die Insulinspiegel hoch sind, ist Cardiotraining in einem postprandialen/genährten Zustand.
  • Cardiotraining, das ausgeführt wird, wenn Dein Körper nicht länger Nahrung verarbeitet und die Insulinspiegel niedrig sind, ist Cardiotraining im Fastenzustand.

Nachdem wir jetzt einige der Grundlagen geklärt haben, möchte ich einen Blick darauf werfen, was all dies mit dem Fettabbau zu tun hat.

Cardiotraining im Fastenzustand und Fettabbau: Das Gute und das Schlechte

Viele Menschen wenden sich Cardiotraining im Fastenzustand (oder dem, was sie dafür halten, zu, weil es einfach klingt. Du muss kein weiteres Trainings absolvieren oder die Kalorien weiter zu reduzieren oder irgendwelche Supplements verwenden. Du veränderst einfach den Zeitpunkt, zu dem Du Dein Training absolvierst und hoffst darauf, schneller Fett zu verlieren.

In der Realität ist das Ganze jedoch leider nicht ganz so einfach…

Weder Cardiotraining im Fastenzustand noch irgendeine andere Art von Training wird Deinen Fettabbau beschleunigen, wenn Du nicht weißt, was Du bei Deiner Ernährung machst. Die Gesetze der Thermodynamik sind unveränderlich. Am Ende des Tages ist für einen Fettabbau unabhängig von Deinen Trainingseinheiten ein Energie- bzw. Kaloriendefizit notwendig – und dies bedeutet, dass Du wissen musst, wie viel Energie Du verbrennst und wie viele Kalorien Du isst.

Es ist nichts Falsches an Cardiotraining in postprandialem/genährtem Zustand

Jedes Training verbrennt Kalorien und dies hilft Dir unabhängig davon, ob Deine Insulinspiegel hoch oder niedrig sind, Fett zu verbrennen. Wenn Cardiotraining im Fastenzustand nicht zu Deinem Zeitplan oder Deinem Lebensstil passt oder Du es ganz einfach nicht magst, dann zwinge Dich nicht dazu. Du kannst trotzdem Deine Ziele erreichen.

Cardiotraining im Fastenzustand besitzt jedoch einige einzigartige Fettabbauvorzüge. Studien zeigen, dass Training im Fastenzustand sowohl die Lipolyserate, als auch die Rate der Fettoxidation erhöht (2, 3). Bei der Lipolyse handelt es sich um das Aufbrechen von Fett zur Freisetzung von Fettsäuren, die dann zur Energieversorgung des Körpers herangezogen werden. Bei der Fettoxidation handelt es sich um die Verbrennung dieser Fettsäuren durch die Zellen des Körpers.

Diese Untersuchungen zeigen, dass wenn Du trainierst, während sich Deine Insulinspiegel auf dem Basislevel befinden, Dein Körper dazu in der Lage ist, sowohl mehr Fett zu mobilisieren, als auch mehr Fett zu verbrennen, als dies bei erhöhten Insulinspiegeln der Fall ist.

Studien zeigen außerdem, dass der Blutfluss im Bauchbereich im Fastenzustand gesteigert ist (4). Dies ist wichtig, da eines der Probleme mit dem hartnäckigen Fett in dieser Region der reduzierte Blutfluss ist. Weniger Blutfluss bedeutet weniger fettverbrennende Chemikalien und somit weniger Fettabbau in dieser Region.

So viel zu den Vorzügen, doch was ist mit den Nachteilen von Cardiotraining im Fastenzustand?

Nun, Training im Fastenzustand hat auch eine dunkle Seite: es steigert die Rate des Muskelabbaus (5). Diese Auswirkungen sind vielleicht nicht direkt katastrophal, aber unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ein natürlicher Muskelaufbau nur sehr langsam und mühsam vonstatten geht, doch ausreichend, um eine Rolle zu spielen.

Nur für den Fall, dass Du Dir nicht sicher bist, warum dies nicht wünschenswert ist, folgt hier eine einfache Erklärung: Wenn Du während Deiner Trainingseinheiten viele Muskelzellen beschädigst, dann wird Dein Körper mit der Reparatur nicht nachkommen. Dies bedeutet im Lauf der Zeit weniger Muskelwachstum oder sogar einen Muskelabbau.

Ein weiterer Nachteil eines Trainings im Fastenzustand sind lust- und glanzlose Trainingseinheiten. Viele Menschen verfügen über weniger Energie und Fokus, wenn sie im Fastenzustand trainieren. Dies bedeutet niedrigere Level an körperlicher und mentaler Intensität, als sie gewohnt sind.

Wie Du siehst kann Training im Fastenzustand ein doppelschneidiges Schwert sein. Es ist gut, um schneller Fett zu verlieren, aber nicht so gut, um die bestehende Muskelmasse aufrecht zu erhalten und Spaß an Deinen Trainingseinheiten zu haben.

Was ist mit einem Training mit Gewichten im Fastenzustand?

Ein im Fastenzustand durchgeführtes Training mit Gewichten ist genauso effektiv wie ein im Fastenzustand ausgeführtes Cardiotraining, da es die Produktion fettverbrennender Chemikalien Deines Körpers dramatisch erhöht (6). Wenn ich definiere, dann führe ich all meine Trainingseinheiten mit Gewichten und all meine Cardiotrainingseinheiten im Fastenzustand aus.

Das Ganze kann jedoch einen Haken haben: Wenn Du von einem Training im postprandialen/genährten Zustand zu einem Training im Fastenzustand übergehst, dann wirst Du während der ersten Wochen wahrscheinlich schwächer sein. Ich schaffe normalerweise bei meinen schweren Grundübungen und manchmal auch bei ein oder zwei meiner kleineren Übungen ein paar Wiederholungen weniger, aber so etwas ist völlig normal und stellt keinen Grund zur Sorge dar.

Dies hängt nicht damit zusammen, dass Du Muskeln verlierst, sondern damit, dass der Verzehr einer guten Menge an Kohlenhydraten vor dem Training Deine Leistungen steigern kann (7). Lasse diese Kohlenhydrate weg und Du verlierst diesen Schub. Füge sie wieder hinzu und der Schub ist wieder da.

Darüber hinaus haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass sich Dein Körper an ein Training im Fastenzustand anpassen kann, indem er lernt, seine Glykogenspeicher effizienter zu nutzen. Doch trotz dieser Tatsache sind meine Trainingseinheiten im Fastenzustand niemals so gut wie gewöhnlich.

Wege mehr Fett mit Cardiotraining im Fastenzustand zu verbrennen

Cardiotraining im Fastenzustand wird häufig von Fitnessexperten dafür kritisiert, dass es nur einen geringen praktischen Wert hat. Diese Menschen bestreiten die bereits erwähnten Tatsachen nicht, aber sie sagen, dass diese in der Praxis keinen großen Unterschied machen werden.

Und hier haben sie ein valides Argument. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Cardiotraining im Fastenzustand für sich alleine nicht viel mehr Fett verbrennt (9). Wenn Du jedoch Cardiotraining im Fastenzustand mit hochintensivem Intervalltraining (HIIT) und ein paar Supplements kombinierst, dann werden die Wirkungen deutlich ausgeprägter ausfallen. Und diese Auswirkungen werden besonders dann spürbar werden, wenn Du Dich am Ende einer Definitionsphase befindest und noch einiges an hartnäckigem Fett verlieren musst.

Werfen wir einen Blick darauf, warum dies der Fall ist.

Führe HIIT Cardiotraining im Fastenzustand aus

Hochintensives Intervalltraining stellt eine exzellente Trainingsmethode dar, die zwischen Phasen von nahezu maximaler Intensität und Regenerationsphasen mit niedriger Intensität hin und her wechselt.

Die Idee ist einfach:

  • Während Deiner hochintensiven Phasen forderst Du Dich so hart wie Du kannst.
  • Während Deiner Phasen mit niedrigerer Intensität versuchst Du in Vorbereitung auf den nächsten Sprint wieder etwas zu Atem zu kommen.

Und warum solltest Du Dir so etwas antun? Hierfür gibt es zwei Gründe:

Du wirst mit HIIT Cardio schneller Fett verlieren

Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen zeigt, dass hochintensives Intervalltraining einen effektiveren Weg für den Fettabbau als traditionelles Cardiotraining mit niedriger, gleichbleibender Intensität darstellt. Eine Studie, die von Wissenschaftlern an der University of Western Ontario durchgeführt wurde, kam z.B. zu dem Ergebnis, dass Probanden, die 4 bis 6 für 30 Sekunden andauernde Sprints (mit 4 Minuten Ruhepausen) ausführten mehr Fett als durch 60 Minuten gehen auf dem Laufband mit Steigung verbrannten (10).

Wenn man mich fragt, dann ist dies recht eindrucksvoll. 17 bis 27 Minuten hochintensives Intervalltraining resultierten in einem stärkeren Fettabbau als 60 Minuten traditionelles Bodybuilder Cardio. Und dies war kein vereinzeltes Studienresultat – ähnliche Ergebnisse konnten auch bei einer Reihe anderer Studien beobachtet werden.

Die wissenschaftliche Datenlage ist klar: wenn Dein Ziel drin besteht, so viel Fett wie möglich innerhalb der kürzestmöglichen Zeitspanne zu verbrennen, dann stellt HIIT den Weg der Wahl dar.

Auch wenn die exakten zugrundeliegenden Mechanismen noch nicht vollständig verstanden werden, haben Wissenschaftler einige Faktoren isoliert. Wissenschaftliche Untersuchungen (11) zeigen, dass HIIT:

  • Die Stoffwechselrate für bis zu 24 Stunden erhöht.
  • Die Insulinsensitivität der Muskeln verbessert. Dies hilft dem Körper dabei, die Nahrung, die Du isst, besser zu absorbieren und zu verwenden (anstatt sie als Fett zu speichern).
  • Die Fähigkeit der Muskeln steigert, Fett zum Zweck der Energieversorgung zu verbrennen.
  • Die körpereigenen Wachstumshormonspiegel erhöht, was den Fettabbau unterstützt.
  • Die Katecholaminspiegel erhöht. Katecholamine sind körpereigene Botenstoffe, die Fett zum Zweck der Verbrennung mobilisieren.
  • Den Appetit nach dem Training reduziert, was dabei hilft, eine übermäßige Nahrungszufuhr zu verhindern.

Fazit ist, dass Du, wenn Du den größten Gegenwert für Deine Anstrengungen im Hinblick auf einen Fettabbau erhalten möchtest, ein HIIT Cardiotraining ausführen solltest. Und wenn Du diese Art des Trainings im Fastenzustand ausführst, dann ist diese noch effektiver, da viele der mit einem Fettabbau in Verbindung stehenden physiologischen Mechanismen im Umfeld niedriger Insulinspiegel besser funktionieren.

Im zweiten Teil dieses Artikels werde ich zunächst darauf eingehen, wie Du durch HIIT Training nicht nur mehr Fett verlieren, sondern auch Deine Muskeln effektiver vor einem diätbedingten Muskelabbau schützen kannst. Anschließend werde ich auf die Planung der Ernährung und Supplements eingehen, bevor ich Dir an einem konkreten Beispielplan zeigen werde, wie Du das Gelernte in die Praxis umsetzen kannst.

Quelle: HTTPS://LEGIONATHLETICS.COM/FASTED-CARDIO/

Von Michael Matthews

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Tipps der Woche Trainingseinheit
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Beurteile eine Trainingseinheit nicht nach ihrer Länge

Wie lange dauern Deine Trainingseinheiten? Antworte nicht. Es spielt keine große Rolle. Hier ist der Grund dafür

Höre auf damit, Deine Trainingseinheiten unnötigerweise zeitlich zu begrenzen. Die Energieanforderungen einer Trainingseinheit stehen mit dem Volumen der verrichteten Arbeit und nicht mit der Dauer der Trainingseinheit in Verbindung. Jemand, der 30 Sätze a 10 Wiederholungen innerhalb einer Trainingseinheit von 60 Minuten Dauer ausführt, wird mehr Energie als ein Trainierender verbrauchen, der 15 Sätze a 10 Wiederholungen im Rahmen einer 90 Minuten Trainingseinheit ausführt. Der erste Trainierende wird nach seiner Trainingseinheit höhere Kortisolspiegel als der zweite Trainierende aufweisen, auch wenn seine Trainingseinheit kürzer war.

Was ist mit dem Testosteron zu Kortisol Verhältnis?

Eine Menge Trainer haben den Wert davon, Trainingseinheiten bei unter einer Stunde Dauer zu halten, gepredigt. Sie zitieren oft bulgarische Gewichtheber, die ihr tägliches Trainingsvolumen auf mehrere 30 bis 45 Minuten lange Sektionen aufteilen. Sie sagen, dass dieses Schema entwickelt wurde, um das Testosteron zu Kortisol Verhältnis zu optimieren und dass ein Training von längerer Dauer die Testosteronspiegel senkt, während es gleichzeitig die Kortisolspiegel erhöht. Das Problem? Diese Logik stammt aus einer Gewichthebernation, die mehrfach bei internationalen Wettkämpfen disqualifiziert wurde, weil das gesamte Team (oder zumindest der größte Teil des Teams) beim Dopingtest durchgefallen ist. Nenn mich zynisch, aber mit fällt es schwer jemandem das „wir wollen unsere Testosteronspiegel hoch halten“ Argument abzukaufen, wenn dies von Sportlern kommt, die täglich die zehnfache physiologische Wochendosis Testosteron injizieren!

Antonio Krastev ging sogar soweit zu sagen, dass Abadjiev entschied das Training zu segmentieren, um die Aufenthaltsorte der Gewichtheber besser kontrollieren zu können, wenn sie in Trainingscamps waren und dass die Aufrechterhaltung optimaler Hormonspiegel nichts damit zu tun hatte. Es ist das Volumen, dass beim Testosteron zu Kortisol Verhältnis nach dem Training eine größere Rolle spielt. Kortisol wird während des Trainings ausgeschüttet, um dabei zu helfen gespeicherte Energie für Muskelkontraktionen freizusetzen – und je mehr Energie Du während einer Trainingseinheit benötigst, desto mehr Kortisol wird Dein Körper ausschütten.

Volumen, mTor und Glykogen

Ein exzessives Trainingsvolumen kann die mTor-Aktivierung beeinträchtigen. Erhöhte Kortisolspiegel sind für sich selbst bereits ein Faktor, der die mTor-Aktivierung reduziert – und selbiges gilt für eine Entleerung der Glykogenspeicher. Eine Entleerung der Glykogenspeicher erhöht die AMPK Spiegel, was wiederum die mTor-Aktivierung hemmt. Erinnere Dich in diesem Zusammenhang daran, dass mTor der Schalter ist, der die Proteinsynthese (Muskelaufbau) aktiviert. Es ist also wahr, dass ein zu hohes Trainingsvolumen während einer Trainingseinheit Deine Zuwächse behindern kann – aber es ist nicht die Trainingsdauer selbst, die hierfür verantwortlich ist.

Einige meiner Trainingseinheiten können 90 bis 120 Minuten andauern. Dies geschieht dann, wenn ich zwei unterschiedliche olympische Gewichtheberübungen in meiner Trainingseinheit habe und reichlich Aufwärmsätze ausführe, um meine Technik für den Tag solide zu bekommen. Keiner dieser Aufwärmsätze wird jedoch viel Glykogen verbrauchen, da sie jeweils nur weniger als 10 Sekunden andauern. Also selbst wenn meine Trainingseinheit lang ist, bedeutet dies nicht, dass mein hormonelles Milieu katabol sein wird.

Die 45 bis 60 Minuten Grenze erlaubt es lediglich einer Menge von persönlichen Trainern mehr zahlende Kunden in ihren Arbeitstag zu pressen. Versuche nicht, Deine Trainingseinheiten über mehrere Stunden auszudehnen, aber denke mehr in Richtung des Volumens als der Dauer.

  • TIPP: Höre auf damit, langsam zu trainieren
  • TIPP: Einige Trainierende glauben wirklich daran, leichte Gewichte so langsam wie möglich bis zum Muskelversagen zu bewegen. Sie sind schmal und schwach. Hier ist der Grund dafür.

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-stop-training-slow

Methoden für ein langsames Training gibt es seit den frühen Achtzigern. Selbst heute gibt es noch Menschen, die diese Idee „wiederentdecken“ oder versuchen, sie erneut zu erfinden, indem sie ein geringfügig anderes Trainingsformat verwenden. Aber zum größten Teil taugt diese Trainingsstrategie nichts. Sie hat 1983 nichts getaugt und taugt auch heute nichts.

Was ist Super Slow Training?

Super Slow Training bedeutet eine Übung unter Verwendung einer sehr langsamen Bewegungsgeschwindigkeit bei sowohl konzentrischer, als auch exzentrischer Phase auszuführen. Fürsprecher dieser Technik empfehlen im Allgemeinen ein Tempo von 5 Sekunden für die konzentrische (anhebende) Phase der Bewegung und 5 Sekunden für die exzentrische (absenkende) Phase, aber einige Super Slow Trainer empfehlen sogar bis zu 10 Sekunden für die Ausführung einer einzelnen Phase der Bewegung bei jeder Wiederholung. Und sie empfehlen die Verwendung dieser Geschwindigkeit, um jeden Satz bis zum Muskelversagen auszuführen.

Diese Trainingsmethode hat jedoch große Nachteile und ich empfehle sie nicht. Doch hier ist das, was Dir Fans dieser Methode erzählen werden:

  1. Wenn Du bis zum Muskelversagen gehst, dann spielt es keine Rolle, welches Gewicht Du verwendest. Selbst wenn Du Babygewichte verwendest, spielt dies keine Rolle, da die Last irrelevant ist, solange Du unter Verwendung der Super Slow Bewegungsgeschwindigkeit bis zum Muskelversagen gehst.
  2. Wenn Du das Gewicht während der konzentrischen Phase langsam bewegst, dann minimierst Du den Schwung oder negierst ihn sogar vollständig. Deshalb müssen Muskelkontraktionen all die Arbeit während jedes Zentimeters der Bewegung verrichten. Wenn Du hingegen versuchst das Gewicht zu beschleunigen, dann kann der Schwung die Muskelaktivität im oberen Bereich der Bewegung reduzieren (da das Gewicht Schwung hat, brauchst Du nicht so viel Kraft um es weiter nach oben zu bewegen).
  3. Wenn Du das Gewicht langsam absenkst, dann aktivierst Du mTor in größerem Umfang, was ein potenter Aktivator der Proteinsynthese (Muskelaufbau) sein kann.
  4. Sehr langsame Bewegungen sind sicherer, da weniger Kraft produziert wird.

Aber wo sind die muskulösen Körper?

Wenn die Super Slow Methode so effektiv wäre, dann würden wir auch Resultate sehen. Bis heute hätte sie zahlreiche muskulöse und starke Menschen hervorbringen müssen. Doch wir haben nichts von diesen Menschen gehört, da sie nicht existieren. Wir sehen ganz einfach keine muskulösen oder starken Menschen, die ihren Körper ausschließlich unter Verwendung von Super Slow Training aufgebaut haben – zumindest nichts im Vergleich zu dem, was traditionellere Trainingsmethoden hervorgebracht haben. Auch wenn Super Slow in der Theorie und im Rahmen von Laborstudien vielversprechend klingen mag, funktioniert es in der realen Welt nicht.

Warum Super Slow ein No-Go ist

1 – Super Slow macht Dich nicht viel stärker

Dieselben Studien, die zeigen, dass ein Training bis zum Muskelversagen unabhängig vom verwendeten Gewicht zu denselben Zuwächsen an Muskelmasse führt, zeigten auch, dass die Kraftzuwächse bei Verwendung leichterer Gewichte sehr viel geringer ausfielen. Man mag mich Old-School nennen, aber um muskulöser zu werden, musst Du gleichzeitig auch deutlich stärker werden. Natürlich mögen Menschen am unteren Ende der Muskelentwicklungsskala keine großen Kraftzuwächse benötigen, um ein paar Muskeln aufzubauen, aber um wirklich muskulös zu werden, musst Du schwere Gewichte bewegen.

Ich kenne keine sehr muskulösen Menschen, die nicht auch stark sind. Sie mögen vielleicht nicht so stark wie Powerlifter sein, aber sie können eine gute Menge an Gewicht bewegen. Wenn Du einmal über eine Menge Muskeln verfügst, dann musst Du vielleicht nicht mehr weiter so schwer trainieren, aber um von wenig Muskelmasse hin zu einer großen Muskelmasse zu kommen, wirst Du sehr viel stärker werden müssen.

Selbst wenn muskulöse, starke Trainierende die Gewichte reduzieren und sich für höhere Wiederholungszahlen und mehr Isolationstraining entscheiden, sind ihre „leichten“ Gewichte immer noch verdammt schwer. Vor kurzem hat Paul Carter gesagt, dass er genau dies tun würde. Seine Definition von leichteren Gewichten? Über 180 Kilo beim Langhantelrudern und 265 Kilo beim Kreuzheben mit recht hohen Wiederholungszahlen.

Fürsprecher eines Super Slow Trainings sagen, dass Du, wenn Du den Punkt des Muskelversagen erreichst, unabhängig davon, welches Gewicht oder welche Bewegungsgeschwindigkeit Du verwendet hast, damit endest, alle schnell kontrahierenden (stärkeren) Muskelfasen zu rekrutieren. Sie argumentieren deshalb, dass schweres Training nicht effektiver ist, wenn es darum geht, einen Muskel stärker zu machen, da es nicht mehr Muskelfasern rekrutiert.

In der Realität ist die Muskelfaserrekrutierung jedoch nur die halbe Miete – wenn überhaupt. Die Feuerfrequenz der Muskelfasern ist bei der Kraftproduktion wichtiger. Die Feuerrate beschreibt die Frequenz, mit der eine Muskelfaser „zuckt“ oder kontrahiert, um Kraft innerhalb eines spezifischen Zeitfensters zu produzieren. Und um die Kapazität für eine höhere Feuerfrequenz zu trainieren und zu erhöhen, musst Du schwere Gewichte bewegen oder Gewichte explosiv bewegen – zwei Dinge, die Du bei langsamem Training nicht finden wirst.

2 – Super Slow minimiert die Kraftproduktion

Super Slow bedeutet, jegliche Beschleunigung des Gewichts so minimal wie möglich zu halten. Und da Du das Gewicht so langsam bewegst, kannst Du keine schweren Gewichte verwenden, was einen niedrigen Massefaktor bedeutet. Somit sind sowohl der Masse-, als auch der Beschleunigungsfaktor niedrig, was zur wahrscheinlich niedrigsten möglichen Kraftfreisetzung bei einem Training mit Gewichten führt. Man könnte diese Art des Trainings auch „Training mit niedriger Kraftfreisetzung anstelle von Super Slow bezeichnen.

Und was ist das Problem mit einer niedrigen Kraftfreisetzung? Eine niedrige Kraftfreisetzung bedeutet, dass nicht die schnell kontrahierenden, zum stärksten Wachstum neigenden Muskelfasern aktiviert werden. Aber Moment – die Super Slow Fürsprecher sagen doch, dass Du, wenn den Punkt des Muskelversagens am Ende eines Satzes erreichst auch eine vollständige Muskelfaserrekrutierung erreichst, da Dein Körper mehr Muskelfasern rekrutieren muss, um die Erschöpfung der bereits rekrutierten Fasern zu kompensieren. Das ist natürlich wahr. Aber bis Du die Muskelfasern ausreichend ermüdet hast, dass Dein Körper dazu gezwungen ist, die schnell kontrahierenden Muskelfasern zu rekrutieren, wirst Du diese motorischen Einheiten, die das größte Potential für eine Hypertrophie und Kraftzuwächse aufweisen, für den größten Teil des Satzes nicht verwenden. Eine Ausführung von Super Slow Wiederholungen bis zum Muskelversagen mag es Dir vielleicht erlauben, die schnell kontrahierenden Fasern für 1 oder 2 Wiederholungen Deines Satzes zu rekrutieren, doch wenn Du schwerere Gewichte bewegst und Dich mehr auf die Beschleunigung konzentrierst, dann produzierst Du sehr viel mehr Kraft und wirst diese schnell kontrahierenden Muskelfasern bei praktisch allen Wiederholungen Deines Satzes rekrutieren.

Und um es noch einmal zu wiederholen: Super Slow wird die Feuerrate Deiner motorischen Einheiten nicht verbessern. Es könnte Deinen Körper sogar darauf trainieren, eine niedrige Feuerrate zu verwenden, um das Gewicht zu bewegen, was Dich schwächer machen könnte, wenn Du versuchst maximale Gewichte zu bewegen oder schwere Gewichte explosiv zu bewegen.

3 – Super Slow wird Deine Muskelglykogenreserven schneller als andere Arten des Trainings erschöpfen

Nach etwa 12 Sekunden intensiver Anstrengungen wird Dein Körper damit beginnen, Glykogen zu verwenden. Je länger ein Muskel Kraft produzieren muss, desto mehr Glykogen wird er verbrauchen. Ein langsamer, bis zum Muskelversagen ausgeführter Satz kann bis zu zwei Minuten lang andauern (auch wenn die durchschnittliche Dauer bei 75 bis 90 Sekunden liegen mag). Dies wird sehr viel mehr Glykogen als reguläres Training verbrennen.

Warum ist das wichtig? Eine Verwendung von Glykogen und eine Entleerung der Glykogenspeicher erhöht die AMPK Spiegel, welche eine mTor-Aktivierung hemmen. MTor ist im Grunde genommen der Schalter, der die Proteinsynthese aktiviert. Je stärker Du Deine Glykogenspeicher entleerst, desto mehr riskierst Du hierdurch die Proteinsynthese zu hemmen.

4 – Bei Super Slow wird jeder Satz zu einem mentalen Kampf

Diese Form des Trainings ist auf lange Sicht nur schwer durchhaltbar. Ich mag harte Arbeit, aber Super Slow Wiederholungen bis zum Muskelversagen sind qualvoll. Zu versuchen diese Schmerzen zu tolerieren, kann Dich dazu bringen, Dein Training zu hassen. Dein Training zu lieben und motiviert zu sein zu trainieren ist sehr wichtig, wenn es darum geht, maximale Resultate zu erzielen. Viele werden sich nach ein paar Wochen Super Slow Training selbst etwas vormachen und nicht mehr wirklich bis zum Muskelversagen gehen, wodurch jegliche Resultate, die diese Methode hervorbringen könnte, zunichte gemacht werden. Doch Trainingseinheiten sind nicht als Test für die mentale Härte gedacht. Es gibt keine Extrapunkte dafür, die größten Schmerzen zu ertragen. Nur die Resultate zählen. Und es ist schwer einen guten Fokus für 90 Sekunden (oder mehr) aufrecht zu erhalten, wenn Du einen Satz einer Übung ausführst.

5 – Super Slow ist bei den schweren Mehrgelenksübungen nicht wirklich durchführbar

Genau genommen ist Super Slow bei den meisten Übungen mit freien Gewichten nicht durchführbar (es wurde ursprünglich für ein Training mit Maschinen entwickelt). Super Slow bei Beinstrecken bis zum Muskelversagen auszuführen ist eine Sache. Es ist unangenehm, aber es ist machbar. Einen Super Slow Satz Kniebeugen oder Kreuzheben bis zum Muskelversagen auszuführen wird sich jedoch nicht nur ein paar Punkte weiter oben auf der Schmerzskala wiederfinden, sondern kann auch wirklich gefährlich sein.

Bei diesen schweren Übungen wird Deine Körperhaltung lange vor den primär beteiligten Muskeln nachgeben. Du wirst beginnen Körperspannung zu verlieren und viele Wiederholungen Kniebeugen oder Kreuzheben in schlechter Form ausführen, bevor die Beine und der Gluteus den Punkt des Muskelversagens erreichen.

Dies macht diese Übungen weniger effektiv, da Du jetzt dazu gezwungen bist, leichtere Gewichte zu verwenden und wenn Du den Punkt des Muskelversagens erreichst, dann ist dies nicht einmal der Punkt des Muskelversagens der Muskeln, die Du versuchst aufzubauen. Du hast also alle Nachteile ohne von den theoretischen Vorzügen profitieren zu können. Und die Tatsache, dass Körperspannung und Form der Übungsausführung nachlassen werden, kann ganz offensichtlich zu Verletzungen führen.

Eine gute Verwendung für Super Slow

Es gibt ein Szenario, in dem Du Super Slow effektiv einsetzen kannst: wenn Du versuchst, die Geist-Muskel Verbindung für einen spezifischen Muskel oder eine Isolationsübung zu verbessern. In diesem Fall wäre es eine temporäre Verwendung, da ein weiteres Training dieser Art nicht mehr notwendig ist, sobald Du den Muskel arbeiten fühlen kannst.

Es ist dumm absichtlich zu versuchen Gewichte mit minimaler Kraftproduktion zu bewegen. Es besteht kein Zweifel daran, dass Du unter Verwendung von Studien gute Belege für die Effektivität von Super Slow konstruieren kannst, aber ich vertraue Resultaten aus der realen Welt mehr als isolierten Studien.

  • TIPP: Baue Schultern mit Schmerz und Säure auf

Dieser Druckübungskomplex wird Laktat (Milchsäure) wie einen reißenden Fluss fließen lassen – genau das, was die Schultern für eine Hypertrophie brauchen.

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-build-your-shoulders-with-pain-and-acid

Die Schultern brauchen reichlich Zeit unter Spannung, um zu wachsen. Dies bedeutet längere Sätze mit leichterem Gewicht. Beim Schultertraining solltest Du Dich primär auf eine Anregung einer maximalen Laktat Akkumulation in den Zielmuskeln konzentrieren. Hierfür wirst Du eine hohe Schmerztoleranz benötigen. Die Laktat Akkumulation durch Muskelarbeit wird maximiert, wenn der Muskel sich für 45 bis 70 Sekunden unter Spannung befindet. Dieser Übungskomplex wird sich hierum kümmern.

Der Multi-Druckübungskomplex

Dieser Komplex besteht aus 6 unterschiedlichen Druckübungen. Wir gehen hierbei von der schwächsten zur stärksten Übung – ein Konzept, das als mechanische absteigende Sätze bekannt ist. Das Ziel besteht darin, 5 Wiederholungen von jeder Übung auszuführen, wobei Du Dir keine Sorgen machen musst, wenn Du bei einer Übung gegen Ende des Komplexes nur 3 oder weniger Wiederholungen schaffst. Führe für diesen Komplex folgende Übungen nacheinander ohne Pause aus.

  • A. Muscle Snatch sitzend oder Langhantel Cuban Press
  • B. Nackendrücken sitzend mit weitem Griff
  • C. Nackendrücken sitzend mit schulterweitem Griff
  • D. Savickas Press (Schulterdrücken auf dem Boden sitzend mit gestreckten Beinen und ohne Unterstützung des Rückens)
  • E. Bradford Press (stehend)
  • F. Push Press (Schulterdrücken stehend mit etwas Schwung aus den Beinen)

Führe 3 Sätze dieses Komplexes mit etwa 90 Sekunden Pause zwischen den Komplexen aus.

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-dont-judge-a-workout-by-its-length

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Die Wissenschaft der Anfängerzuwächse
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Hier ist eine kurze Zusammenfassung:

  1. Der Begriff Anfängerzuwächse bezieht sich auf die rapide Zunahme an Muskelmasse, die zustande kommt, wenn Menschen mit wenig oder überhaupt keiner Erfahrung mit einem Training mit Gewichten haben, damit beginnen, ein Widerstandstraining auszuführen.
  2. Die meisten Männer, die gerade erst mit dem Training mit Gewichten beginnen, können erwarten während ihres ersten Trainingsjahres zwischen 10 und 12 Kilo Muskeln aufzubauen, während Frauen mit etwa der Hälfte dieser Zuwächse rechnen können. Nach diesen anfänglichen Zuwächsen verlangsamen sich die Fortschritte jedoch dramatisch.
  3. Selbst wenn Du bisher ein schlecht zusammengestelltes Trainingsprogramm oder eine schlechte Ernährung befolgt hast, dann kannst Du selbst wenn Du bereit seit mehreren Jahren trainierst anfängerähnliche Zuwächse erzielen (lies weiter, um zu erfahren wie).

Wenn Du gerade erst mit dem Training angefangen hast, dann beneide ich Dich. Du hast einen Vorteil, über den ich und jeder andere erfahrene Trainierende nie verfügen wird.

Du wirst Dich jetzt vielleicht fragen, was dieser Vorteil ist. Kurz zusammengefasst ist es die Fähigkeit schnell Muskeln aufzubauen. Die traurige Wahrheit ist, dass erfahrene Hasen im Kraftraum eine geringere Chance als eine Schneeflocke auf der Sonne haben, mehr als fünf Pfund Muskeln innerhalb eines Jahres aufzubauen (und diese 5 Pfund sind bereits sehr optimistisch).

Für Dich sind dies jedoch tolle Neuigkeiten.

Warum?

Nun, wenn Du noch nie zuvor mit Gewichten trainiert hast, gerade erst mit dem Training begonnen hast oder seit Du mit dem Training begonnen hast, nur geringe Fortschritte erzielt hast, dann kannst Du sehr viel schneller als ich Muskeln aufbauen.

Wenn Du jetzt skeptisch bist, dann kann ich das verstehen.

  • Vielleicht denkst Du, dass Du ein “Hardgainer” bist, dessen Schicksal es ist, schmal und schwach zu bleiben
  • Vielleicht denkst Du, dass Du bereits jedes Milligramm Muskeln aufgebaut hast, das Dein Körper hergibt und dass Deine einzige Hoffnung darauf, muskulöser und stärker zu werden, in der Verwendung verbotener leistungssteigernder Substanzen liegt
  • Vielleicht glaubst Du, dass Du weder Muskeln noch Kraft aufbauen wirst, wenn Du beginnst mit Gewichten zu trainieren, da der Babysitter des Freundes Deiner Cousine gesagt hat, dass es bei ihm nicht funktioniert hat.

Nun, ich würde alle meine stinkenden Trainingssocken und all meine verfleckten Trainingsshirts darauf verwetten, dass nichts hiervon wahr ist. Ich habe mit unzähligen Menschen gearbeitet, die etwas Ähnliches gedacht haben und all diese Menschen wurden muskulöser, schlanker und stärker, nachdem sie meine Ratschläge befolgten.

Und diejenigen, die ihre Ernährung und ihre Trainingspläne wirklich auf Vordermann gebracht hatten, erzielten die meisten ihrer Zuwächse innerhalb der ersten sechs Monate. Häufig schafften sie dies, während sie nur sehr wenig Körperfett aufbauen oder manchmal sogar Fett verloren.

Dies ist das Phänomen, das von Trainierenden als „Anfängerzuwächse bezeichnet wird und online finden sich viele widersprüchliche Meinungen zu diesem Thema. Einige sagen, dass auch wenn manche Menschen Anfängerzuwächse verzeichnen können, andere nicht so viel Glück haben.

Andere sagen, dass mehr oder weniger jeder Wagenladungen an Muskeln und wenig oder kein Fett aufbauen kann, während er was immer und wie viel er will isst, so lange er seine Muskeln mit Gewichten pulverisiert. Wieder andere sagen, dass Du nur dann Anfängerzuwächse erzielen kannst, wenn Du ein absoluter Anfänger bist, aber hiermit kein Glück mehr haben wirst, wenn Du bereits eine Zeit lang trainierst.

Wer hat Recht?

Nun, beide Gruppen haben Recht und Unrecht. Die Wahrheit ist, dass Du, wenn korrektes Training und korrekte Ernährung etwas Neues für Dich sind, während Deines ersten Trainingjahres mehr Muskeln als jemals wieder in Deinem Leben aufbauen kannst. Es ist jedoch auch wahr, dass es leicht ist, diese produktive Phase zu umgehen, wenn Du einige weit verbreitete Fehler machst.

In dieser Artikelserie wirst Du folgendes lernen:

  • Was Anfängerzuwächse sind und was diese bewirkt.
  • Wie viel Du erwarten kannst, während dieser Phase der Anfängerzuwächse aufzubauen.
  • Warum Anfängerzuwächse immer ein Ende haben werden.
  • Ob Du Anfängerzuwächse verpassen kannst
  • Wie Du trainieren und wie Du Dich ernähren solltest, wenn Deine Anfängerzuwächse vorüber sind.

Beginnen wir damit zu definieren, was Anfängerzuwächse genau sind.

Was sind Anfängerzuwächse?

Der Begriff Anfängerzuwächse bezieht sich auf die rapide Zunahme an Muskelmasse, die zustande kommt, wenn Menschen mit wenig vorhergehender Trainingserfahrung mit Gewichten mit einem Training mit Gewichten beginnen. Typischerweise sind diese Menschen auch dazu in der Lage, schnell Muskeln aufzubauen, während sie gleichzeitig nur sehr wenig Fett aufbauen oder in einigen Fällen sogar Fett verlieren.

Dies geschieht, da Dein Körper überreaktiv auf die Auswirkungen eines Widerstandstrainings reagiert, wenn ein solches Training für ihn etwas Neues ist. Als Resultat hiervon kannst Du, wenn Du gerade erst mit dem Training mit Gewichten beginnst, sehr viel schneller Muskeln aufbauen, als dies nach Jahren des Trainings der Fall ist.

Aus Gründen, auf die wir gleich noch näher eingehen werden, neigen Anfängerzuwächse dazu, etwa ein Jahr lang anzuhalten, wobei ein großer Teil dieser Fortschritte während der ersten 6 Monate nachdem Du Deine erste Hantel bewegt hast, zustande kommen wird. Wenn Du Deine Karten richtig ausspielst, kann dieses erste Jahr des Trainings eines der Produktivsten sein, die Du je erleben wirst. Wenn Du Deine Karten jedoch falsch ausspielst, dann wirst Du nicht diese Art von Fortschritten erzielen.

Beginnen wir mit der positiven Seite und betrachten wir, wie viel Muskelmasse Du während Deiner Anfängerphase erwarten kannst aufzubauen, wenn Du alles richtig machst.

Wie viel Muskeln kannst Du während Deiner Phase der Anfängerzuwächse aufbauen?

Traurigerweise gibt es kaum Untersuchungen zur Frage, wie schnell Du Muskeln als Anfänger bei einem Training mit Gewichten aufbauen kannst. Es gibt auch kaum Untersuchungen, die sich damit beschäftigt haben, wie viel Muskelmasse Du während Deines gesamten Lebens hoffen kannst aufbauen zu können. Zusätzlich hierzu deuten die wenigen Untersuchungen, die zu diesen Themen existieren darauf hin, dass die Fähigkeit Muskeln aufzubauen höchst variabel sein kann.

Eine von Wissenschaftlern der Indiana University durchgeführte Untersuchung wirft etwas Licht auf die Frage, wie viel Muskeln Du als Anfänger aufbauen kannst (1). Im Rahmen dieser Studie ließen die Wissenschaftler 585 untrainierte Männer und Frauen 12 Wochen lang Bizepscurls mit ihrem nicht dominanten Arm ausführen. Während ihrer Trainingseinheiten führten die Probanden 3 Sätze Curls aus, wobei sie mit einem Gewicht begannen, mit dem sie 12 Wiederholungen vor Erreichen des Muskelversagens ausführen konnten und erhöhten das Gewicht bis sie nur noch 6 Wiederholungen ausführen konnten.

Die Studie erwähnt nicht, wie oft die Probanden dieses Training ausführten, aber wahrscheinlich führten sie es einmal wöchentlich aus. Die Wissenschaftler dokumentierten die Kraft und die Bizepsmuskelmasse unter Verwendung eines MRT vor Beginn und nach Ende der Studie.

Durchschnittlich wuchs der Bizeps der Probanden um 19% und das 1RM Gewicht (das maximale Gewicht, mit der eine technisch korrekte Widerholung ausgeführt werden kann) stieg um durchschnittlich 54%.

Wenn man sich jedoch die individuellen Daten der einzelnen Probanden ansieht, dann fällt auf, dass nicht jeder dieselben Resultate mit diesen Trainingseinheiten erzielte. Der Bizeps einiger Probanden wurde geringfügig kleiner und der Bizeps einer Person wuchs um ganze 60%, was dem dreifachen des durchschnittlichen Wachstums entspricht. Einige der Probanden konnten keine Kraftzuwächse verzeichnen, während eine Person ihre Kraft bei Bizepscurls um 250% steigern konnte.

Wie Du siehst, erleben einige Menschen weitaus größere Anfängerzuwächse als andere, aber nahezu jeder erlebt eine rapide und substanzielle Zunahme an Masse und Kraft, wenn er mit dem Training beginnt. Anstatt also die wenigen Studien zu zerpflücken, die zu diesem Thema existieren und zu versuchen, hieraus eine Antwort zu konstruieren, können wir uns auch der Meinung von Experten und Erfahrungen aus der realen Welt für nützlichere Antworten zuwenden.

Und wenn es um Experten geht, dann haben nur wenige mehr Erfahrung, wenn es um die Abschätzung der Fähigkeit von Trainingsanfängern geht, Muskeln aufzubauen, als Lyle McDonald und Alan Aragon.

Betrachten wir erst ihre Schlussfolgerungen und werfen wir danach einen Blick auf eine andere Methode, die ich entwickelt habe.

Lyle McDonalds Antwort

Lyle McDonald ist ein bekannter Autor und Forscher im Bereich Training und Ernährung und Betreiber des Internetportals BodyRecomposition.com – eine der besten Ressourcen für tiefer gehendes Hintergrundwissen zu diesen Themen, die das Web zu bieten hat.

Hier ist Lyles Abschätzung, wie viel Muskelmasse Du innerhalb eines Jahres aufbauen kannst:

Jahre korrekten Trainings

Potentielle Rate der Zuwächse pro Jahr

1

20 bis 25 Pfund (2 Pfund pro Monat)

2

10 bis 12 Pfund (1 Pfund pro Monat)

3

5 bis 6 Pfund (0,5 Pfund pro Monat)

4+

2 bis 3 Pfund (0,25 Pfund pro Monat)

Seine Formel basiert auf seinen ausgiebigen Recherchen der Fachliteratur und der Erfahrung mit unzähligen Klienten, denen er geholfen hat, ihre Körperkomposition zu verbessern. Basierend auf dem, was er gelesen und gesehen hat, geht er davon aus, dass Männer zwischen 20 und 25 Pfund Muskeln (etwa 2 Pfund pro Monat) während ihres ersten Jahres korrekten Trainings aufbauen können. Hierbei solltest Du im Hinterkopf behalten, dass er hiermit 20 bis 25 Pfund pure Muskelmasse und nicht einfach nur 20 bis 25 Pfund Gewichtszunahme meint.

Ein unter Trainingsanfängern weit verbreitetes Missverständnis besteht darin, dass es sich bei jeder Gewichtszunahme nach Beginn eines Widerstandstrainingsprogramms um Muskeln handelt. Dies ist der Grund dafür, dass Du häufig hören wirst, dass Anfänger sagen, dass sie während ihres ersten Trainingsjahres 40 oder 50 Pfund Muskeln aufgebaut haben.

Das entspricht natürlich nicht den Tatsachen. In Wirklichkeit haben sie 40 oder 50 Pfund an Körpergewicht zugenommen, von denen, wenn sie Glück haben, die Hälfte aus Muskeln besteht, während es sich bei der anderen Hälfte um eine Kombination aus Körperfett, Wasser und Glykogen handelt (und wenn sie einige der Fehler machen, über die wir gleich sprechen werden, dann könnte es sich beim größten Teil des aufgebauten Gewichts um Fett handeln).

Lyle schätzt, dass Frauen während ihres ersten Trainingsjahres etwa halb so viele Muskeln wie Männer aufbauen können, was 10 bis 12 Pfund Muskeln (oder etwa 1 Pfund pro Monat) entspricht.

Alan Aragons Antwort

Alan Aragon ist ein publizierter Wissenschaftler und Fitness Consultant, der seit über 20 Jahre Ernährungs- und Trainingsprogramme entwickelt. Basierend auf dem, was er bei seiner Arbeit mit Menschen, die von durchschnittlichen Fitnessstudiobesuchern bis hin zu Olympiasportlern reichen, beobachtet hat, können die meisten Männer Muskeln mit folgender Rate aufbauen:

Wie Du sehen kannst, basiert Alans Muskelaufbauprogramm auf der Zunahme eines Prozentsatzes Deines Körpergewichts pro Monat. Natürlich ist dies nur für Menschen akkurat, die relativ schlank sind oder einen Körperfettanteil von 10 bis 20% (für Männer) oder einen Körperfettanteil von 20 bis 30% (für Frauen) aufweisen. Dies hängt damit zusammen, dass die Erhöhung des Körpergewichts um 1% für eine Person mit einem gesunden Körpergewicht weitaus niedriger als eine Erhöhung des Gewichts um 1% bei einer 180 Kilo schweren, fettleibigen Person ausfallen wird.

Hier ist ein Beispiel dafür, wie diese Formel funktioniert:

Als ich mit dem Training mit Gewichten begann, wog ich etwa 64 Kilo bei einem Körperfettanteil von 10%. Nach Alans Modell konnte ich einen Muskelaufbau von 0,64 bis 0,96 Kilo pro Monat erwarten, was in etwa auch den Schlussfolgerungen von Lyle McDonald entspricht. (Ich habe jedoch während meines ersten Jahres aus Gründen, auf die ich gleich noch näher eingehen werde, nur knapp 5 Kilo Muskeln aufgebaut.)

Zu guter Letzt möchte ich nun mein Modell durchgehen.

Armis Antwort

Lyles und Alans Antworten werden für die meisten Menschen akkurat sein und sie sind für gewöhnlich das, worauf ich verweise, wenn mich Menschen fragen, was sie erwarten können, wenn sie mit einem Training mit Gewichten anfangen. Einige Menschen suchen jedoch nach präziseren Antworten (unabhängig davon, ob sie diese brauchen oder nicht), weshalb ich hier eine etwas verbesserte und akkuratere Formel zur Abschätzung Deiner Fähigkeit, Anfängerzuwächse zu erzielen, vorstellen möchte.

Diese Formel basiert auf Casey Butts Körperbaumodell der Muskelzuwächse, welches besagt, dass die Menge an Muskelmasse, die Du im Lauf Deines Lebens aufbauen kannst, von der Größe Deines Skeletts abhängt. Bei diesem Modell handelt es sich wahrscheinlich um das akkurateste Modell zur Abschätzung Deiner Fähigkeit, Muskeln aufzubauen.

Sobald Du diese Zahl zur Hand hast – wie viel Muskelmasse Du hoffen kannst, während Deines Lebens aufzubauen – kannst Du das Pferd von hinten aufzäumen und abschätzen, wie vie Muskelmasse Du zu unterschiedlichen Zeiten Deiner Muskelaufbaukarriere erwarten kannst aufzubauen.

Basierend auf meinen Erfahrungen können Menschen, die bezüglich ihres Trainings und ihrer Ernährung alles richtig machen, etwa 50% ihrer potentiellen lebenslang möglichen Zuwächse während ihres ersten Trainingsjahres verwirklichen. Im zweiten Jahr kannst Du etwa die Hälfte der Zuwächse erzielen, die Du während des ersten Jahres erreichen kannst. In Jahr drei kannst Du etwa die Hälfte der Zuwächse aus Jahr zwei erreichen, usw.

Du wirst Dich jetzt vielleicht fragen, ob Du nicht nach genügend Trainingsjahren Dein genetisches Limit für Dein Muskelwachstum erreichen wirst. Die Antwort auf diese Frage ist gleichermaßen ja und nein. Es gibt ein absolutes Maximum an Muskelmasse, das Du im Lauf Deines Lebens aufbauen kannst, aber hierbei handelt es sich um einen veränderlichen Wert und die Wissenschaft ist sich nicht völlig sicher, ob die Zuwächse tatsächlich zum Stillstand kommen oder einfach zu langsam kommen, um verlässlich messbar zu sein.

Du kannst Dir die Muskelzuwächse ähnlich wie Zenos Maßparadoxon – auch als Dichotomie Paradoxon bekannt – vorstellen. Dieses kleine Gedankenexperiment untersucht, was geschehen würde, wenn Du eine Reihe kontinuierlicher Schritte nach vorne auf eine Mauer zu machst, wobei jeder Schritt der Hälfte des Abstands zur Wand entspricht.

Wenn Die Wand also 3 Meter entfernt ist, dann wäre Dein erster Schritt 1,5 Meter weit. Der zweite Schritt wäre 0,75 Meter weit und der Dritte 0,375 Meter. Wenn Du den Abstand zur Mauer nach jedem Schritt als Kurve aufzeichnen würdest, dann wäre die Kurve eine so genannte Asymptote, was bedeutet, dass sich die Kurve der Nulllinie (was dem Kontakt mit der Mauer entspricht) immer weiter nähert, wobei die Kurve jedoch diese Linie nie berühren wird.

Das Ganze würde in etwa wie folgt aussehen:

Wenn Du ein gutes Modell für Anfängerzuwächse willst, dann ersetze das Wort Kurve durch Deine Fähigkeit Muskeln aufzubauen und das Wort Asymptote durch Dein ultimatives genetisches Potential für Muskelzuwächse.

Ich habe zwar keine formalen Daten, um dies zu beweisen, aber basierend auf meinen Beobachtungen folgen Muskelzuwächse einem ähnlichen Schema wie Zenos Maßparadoxon. Dies würde auch helfen zu erklären, warum erfahrene Trainierende dazu in der Lage sind, auch dann noch Zuwächse zu erzielen, wenn siebseit vielen Jahren perfekt trainieren und ihr Körpergewicht für Jahre stabil war. In der Realität können wahrscheinlich auch erfahrene Trainierende weiterhin kleine Zuwächse an Muskelmasse erzielen, die jedoch ganz einfach zu gering sind, um sie leicht messen oder auf den ersten Blick sehen zu können.

Nachdem wir dies geklärt hätten, möchte ich Dir jetzt zeigen, wie Du dieses Modell verwenden kannst, um abzuschätzen, wie viel Muskelmasse Du während Deines ersten Trainingsjahres und in den Jahren danach aufbauen kannst.

  1. Als erstes schätzt Du Deinen Körperfettanteil grob ab. Als ich mit dem Training begann, lag mein Körperfettanteil bei etwa 10% und ich wog 64 Kilo, weshalb ich diese Zahlen für dieses Beispiel verwenden werde.
  2. Als nächstes Schätzt Du ab, wie viel fettfreie Körpermasse Du mit Dir herumträgst, indem Du Deinen Körperfettanteil von 100 abziehst und das Resultat durch 100 teilst, um einen Dezimalfaktor zu erhalten. In unserem Beispiel ergibt 100 – 10 = 90 und 90 geteilt durch 100 den Faktor 0,9. Diesen Faktor multiplizierst Du mit Deinem Gesamtkörpergewicht. In meinem Beispiel sind dies 64 Kilo * 0,9 = 57,6 Kilo fettfreie Körpermasse.
  3. Als nächstes schätzt Du ab, wie viel Muskeln Du während Deines Lebens erwarten kannst aufzubauen, indem Du einen der Casey Butt Natural Muscular Potential Onlinerechner verwendest (hier http://fastfoodmacros.com/Maxiumum-muscular-potential-calculator.asp oder hier: http://weighttrainer.net/bodypred.html). Du wirst hierfür Deinen Handgelenksumfang (Wrist Circumfence) und Fußknöchelumfang (Ancle Circumfence) benötigen. Als Körperfettanteil gibst Du 0% ein. Unter Verwendung meiner Werte ergab dieser Rechner einen Maximalwert von 82 Kilo fettfreier Körperasse
  4. Als nächsten Schritt subtrahierst Du Deine augenblickliche fettfreie Körpermasse von diesem Wert, um abzuschätzen, wie viel Muskelmasse Du im Lauf Deines Lebens aufbauen kannst. Für mich ergab dies 82 – 57,6 = 24,4 Kilo Muskelmasse.
  5. Als nächstes multiplizierst Du diesen Wert mit 0,5 (50%), um Deine potentiellen Anfängerzuwächse während Deines ersten Trainingsjahres abzuschätzen. Dies ergab für mich 24,4 * 0,5 = 12,2 Kilo Muskelmasse. Wenn Du Dein Potential für den Muskelaufbau für Dein zweites Trainingsjahr abschätzen möchtest, dann multiplizierst Du diese 12,2 Kilo mit 50%, was 6,1 Kilo Muskelmasse ergibt.

Graphisch dargestellt hätten meine potentiellen Zuwächse für die ersten 7 Jahre wie folgt ausgesehen (das Gewicht ist in Pfund angegeben):

Ich würde das Ganze sogar noch einen Schritt weiter treiben und sagen, dass der größte Teil Deiner Zuwächse während des ersten Trainingsjahres dazu neigen werden, während Deiner ersten sechs Trainingsmonate von Statten zu gehen. Ein Trainierender mit durchschnittlicher Genetik könnte erwarten zwischen 5 und 7 Kilo Muskeln innerhalb der ersten sechs Monate aufzubauen (was 0,8 bis 1,2 Kilo pro Monat entspricht). Während der folgenden 6 Monate werden seine Zuwächse dann wahrscheinlich eher im Bereich von 2,5 bis 5 Kilo liegen (0,4 bis 0,8 Kilo pro Monat).

Auch wenn Du während der zweiten 6 Monate nicht mehr mit einer solch halsbrecherischen Geschwindigkeit Muskeln aufbauen wirst, wie dies während der ersten 6 Monate der Fall war, stellen 0,4 bis 0,8 Kilo Muskelaufbau pro Monat immer noch außergewöhnliche Fortschritte dar, weshalb es fair ist zu sagen, dass Deine Anfängerzuwächse etwa ein Jahr lang anhalten werden.

Im nächsten Teil dieser Artikelserie werde ich näher darauf eingehen, warum viele Trainierende von größeren Zuwächsen während ihrer Anfängerphase berichten und warum die Anfängerzuwächse nach etwa einem Jahr enden.

Quelle: https://www.muscleforlife.com/newbie-gains/

Von Amistead Legge

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Tipps der Woche Trainingsmethode
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Training mit hoher Dichte: 5-4-3-2-1 mit 70% des 1RM

Heavy Density Lifting - kurz HDL – ist eine härtere Form eines Rest-Pause Trainings, die erstaunlich gut funktioniert. Das Ganze funktioniert folgendermaßen:

Belade eine Stange oder eine Maschine mit einem Gewicht, das du zehnmal bewegen kannst. Das entspricht etwa 70% Deines 1RM Gewichts. Du verwendest dieses Gewicht für den gesamten Satz:

  1. Führe 5 Wiederholungen aus, lege das Gewicht ab und pausiere für 15 Sekunden
  2. Führe 4 Wiederholungen aus und pausiere für 15 Sekunden
  3. Führe 3 Wiederholungen aus und pausiere für 15 Sekunden
  4. Führe 2 Wiederholungen aus und pausiere für 15 Sekunden
  5. Führe eine finale Wiederholung aus

Das ist ein Satz. Jeder Satz endet damit, dass Du insgesamt 15 Wiederholungen mit einem Gewicht ausgeführt hast, mit dem Du lediglich 8 bis 10 reguläre Wiederholungen hättest ausführen können, was klar macht, warum es sich hierbei um eine der besten Masseaufbautechniken handelt.

Führe nicht mehr als drei dieser Monstersätze pro Trainingseinheit aus. Du solltest auch nicht mehr als drei Trainingseinheiten in Folge unter Verwendung dieser Technik ausführen, da diese – auch wenn sie effektiv ist – den Körper stark fordert und belastet.

Baue Deinen Trapezius mit Schulterheben über Kopf auf

Du wirst nicht viele Menschen sehen, die diese Übung verwenden. Natürlich wirst Du auch nicht viele Menschen mit einer hervorragenden Trapeziusentwicklung sehen.

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-build-traps-with-overhead-shrugs

Schulterheben (Shrugs) über Kopf ist eine außergewöhnlich gute Aufbauübung für den Trapezius und stellt einen hervorragenden Weg dar, Deine Kapazität zu steigern, Gewichte auf Armeslänge zu halten.

Schulterheben über Kopf:

  1. Halte die Stange über dem Kopf nach oben, als ob Du gerade eine Wiederholung Langhantel Schulterdrücken ausgeführt hättest. Ein weiter Griff funktioniert am besten.
  2. Dehne Deinen Trapezius, indem Du Deine Schultern nach unten bewegst. Halte die Arme überstreckt und die Stange über Kopf. Der Rumpf muss straff und angespannt gehalten werden.
  3. Bewege die Schultern nach oben, indem Du Deinen Trapezius anspannst. Die Schultern müssen sich auf einer geraden Linie nach oben bewegen. Halte die höchste Position für zwei Sekunden.

Verwende diese Übung als Abschlussübung Deines Schulter- oder Trapeziustrainings mit höheren Wiederholungszahlen im Bereich von 20 Wiederholungen.

Verwende Cluster Sätze für Masse & Kraft

Cluster Sätze waren schon immer eine hervorragende Übung für Kraftzuwächse. Hier ist eine neue Variation, die auch Deine Hypertrophie maximieren wird.

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-use-cluster-sets-for-size-strength

Cluster Sätze sind eine der effektivsten Trainingsmethoden für etwas fortgeschrittene und fortgeschrittene Trainierende. Ein typischer Satz sieht folgendermaßen aus:

  1. Belade die Stange (oder die Maschine) mit 90% Deines Maximalgewichts, was einem Gewicht entspricht, mit dem Du normalerweise 3 Wiederholungen ausführen kannst.
  2. Führe eine Wiederholung aus und lege die Stange in die Ablage. Pausiere für 10 Sekunden.
  3. Führe eine weitere Wiederholung aus und lege die Stange in die Ablage. Pausiere für 10 Sekunden.
  4. Mache auf diese Art und Weise so lange weiter, bis Du die maximale Anzahl an Wiederholungen erreicht hast, die Du so ausführen kannst, was zwischen 4 und 6 Wiederholungen sein sollten.

Reguläre Cluster Sätze können dann glänzen, wenn es um Muskelbeschädigungen und mechanischen Stress geht, aber sie lassen die beiden anderen Hypertrophiepfadwege außen vor: die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und den mTOR Pfadweg. Wenn Du Cluster Sätze also noch effektiver machen willst, dann sollest Du diese beiden Elemente mit aufnehmen. Dies funktioniert folgendermaßen:

Ein Cluster Satz für maximales Wachstum

Startgewicht: 100 Kilo

Alle Wiederholungen werden mit einer 4 Sekunden andauernden absenkenden oder exzentrischen Phase ausgeführt:

  • 1 Wiederholung, pausiere für 10 Sekunden
  • 1 Wiederholung, pausiere für 10 Sekunden
  • 1 Wiederholung, pausiere für 10 Sekunden
  • 1 Wiederholung, pausiere für 10 Sekunden
  • 1 Wiederholung, keine Pause

Hiernach reduzierst Du sofort das Gewicht auf 70 Kilo. Führe dann 8 bis 10 Wiederholungen mit konstanter Spannung – kontrolliertes Tempo, keine maximale Streckung von Armen oder Beinen am höchsten Punkt – aus.

Dieser finale absteigende Satz ist das, was das Muskelwachstumspotential von Cluster Sätzen wirklich nach oben schießen lässt.

Welches Gewicht solltest Du verwenden

Das Gewicht sollte bei 85% Deines 1RM Gewichts oder mehr liegen. Zu Beginn wirst Du wahrscheinlich etwas weniger Gewicht verwenden müssen, um Dich an die Intensität zu gewöhnen, Du solltest aber unter gar keinen Umständen weniger als 80% Deines 1RM Gewichts verwenden. Arbeite Dich nach oben, bis Du dazu in der Lage bist, 85 bis 90% bei all Deinen Sätzen bewältigen zu können.

Wie lange solltest Du pausieren

Cluster Sätze für maximales Wachstum enden mit Wiederholungen mit konstanter Spannung, was zu einer intensiven Akkumulation von Stoffwechselprodukten führen wird, welche wiederum so lange eine maximale Kraftproduktion behindern wird, bis sich der Muskel ausreichend erholt hat. Eine Verwendung längerer Pausenintervalle ist unter diesen Umständen zwingend nötig. Du magst vielleicht bei den folgenden Sätzen weniger Leistungen erbringen, aber Du solltest beim selben Ausgangsgewicht bleiben. Falls nötig kannst Du eine Cluster Wiederholung weniger ausführen (Du kannst z.B. von 6 auf 5 oder von 5 auf 4 Wiederholungen gehen). Das ist völlig in Ordnung, so lange Du in einem Wiederholungsbereich von 4 bis 6 mit dem richtigen Gewicht bleibst.

Wie viele Sätze solltest Du ausführen?

Anders als bei klassischen Clustersätzen, bei denen etwa 5 Sätze nötig sind, brauchst Du bei Cluster Sätzen für ein maximales Wachstum lediglich 3 Sätze.

Übungen

Du kannst diese Methode mit jeder Übung verwenden. Einige Leute mögen vielleicht annehmen, dass sie nur mit schweren Mehrgelenksübungen funktioniert, aber sie funktioniert mit jeder Übung – sogar mit Curls an der Maschine.

Baue Deine Griffkraft mit Kreuzheben mit aufsteigendem Gewicht auf

Diese Methode zur Steigerung der Griffkraft ist völlig irrsinnig, aber sie funktioniert erstaunlich schnell

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-build-your-grip-with-deadlift-ramps

Griffkraft ist immer wichtig, was insbesondere dann gilt, wenn Du Reißen, Umsetzen, Kreuzheben und Ziehen trainierst. Eine Methode, schnell einen starken Griff zu entwickeln ist Goerner Rampe.

Hermann Goerner war ein Strongman aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts. Er schaffte unter anderem 330 Kilo beim Kreuzheben…mit einer Hand. Er führte außerdem Kreuzheben mit 270 Kilo mit einem zwei Finger Griff aus. Kannst Du Dir seine Griffkraft vorstellen?

Um seine Griffkraft zu steigern verwendete er eine kontinuierliche Gewichtssteigerung, die folgendermaßen aussah:

Die Goerner Kreuzheben Rampe

  1. Beginne damit, dass Du Kreuzheben nur mit den Zeigefingern Deiner beiden Hände ausführst. Führe Sätze a 3 Wiederholungen aus und erhöhe das Gewicht bei jedem Satz. Arbeite Dich bis zum maximalen Gewicht nach oben, mit dem Du 3 Wiederholungen mit nur einem Finger ausführen kannst.
  2. Erhöhe das Gewicht, aber verwende jetzt zwei Finger pro Hand. Steigere das Gewicht mit diesem Griff weiterhin von Satz zu Satz mit jeweils 3 Wiederholungen pro Satz.
  3. Wenn Du Dein Maximalgewicht für 3 Wiederholungen mit dem zwei Finger Griff erreicht hast, verwendest Du einen drei Finger Griff und machst auf dieselbe Art und Weise weiter, bis Du Dein Maximalgewicht für 3 Wiederholungen erreichst.
  4. Anschließend gehst Du zu einem regulären Obergriff (kein gemischter Griff) über und arbeitest Dich zu Deinem Maximalgewicht für 3 Wiederholungen nach oben.
  5. Von hier aus könntest Du die Rampe damit fortsetzen, dass Du einen Hakengriff oder einen gemischten Griff verwendest.

Dieser Ansatz wird Deine Griffkraft innerhalb einer kurzen Zeitspanne signifikant steigern. Du wirst bereits nach 4 bis 6 Trainingseinheiten dramatische Resultate beobachten können. Verwende diese Technik für schnellste Resultate zweimal wöchentlich.

Trainiere nicht jeden Muskel auf dieselbe Art und Weise

Niedrigere Wiederholungszahlen oder höhere Wiederholungszahlen? Dies hängt von der Muskelfaserdominanz des entsprechenden Muskels ab. Hier ist ein praktischer Ratgeber.

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-dont-train-every-muscle-the-same

Wenn es um Isolationstraining geht, dann sprechen nicht alle Muskeln am besten auf denselben Typ der Stimulation an. Hier spielt die Muskelfaserdominanz eine Rolle.

Die Beinbeuger sind z.B. dafür bekannt, dass sie mehr schnell kontrahierende Muskelfasern als alle anderen Muskeln enthalten. Und die Unterschiede könnten auch zugrunde liegende neuronale Ursachen besitzen, die mit dem Typ der Bewegungen zusammenhängt, zu denen jeder Muskel beiträgt.

Hier sind einige Beobachtungen zum Thema Isolationstraining:

  • Beinbeuger sollten am besten mit niedrigeren Wiederholungszahlen trainiert werden. Selbst wenn Du direktes Hypertrophietraining ausführst, solltest Du die Wiederholungszahlen bei unter 10 halten. Dies gilt hauptsächlich für Bewegungen wie Beincurls und Glute-Ham Raises. Übungen, die eine Hüftextension umfassen, können mit höheren Wiederholungszahlen trainiert werden, da bei diesen Übungen auch der Gluteus und der untere Rücken ins Spiel kommen.
  • Die Quadrizeps können mit höheren Wiederholungszahlen trainiert werden. Wiederholungszahlen von bis zu 20 bis 30 können effektiv sein.
  • Die Brustmuskeln sprechen gut auf höhere Wiederholungszahlen an.
  • Die Trizeps reagieren besser auf niedrigere Wiederholungszahlen.
  • Die Schultermuskeln sprechen im Allgemeinen besser auf höhere Wiederholungszahlen an, auch wenn der vordere Schultermuskelkopf gut auf niedrigere Wiederholungszahlen reagieren kann. Dies ist der Grund dafür, dass schulterdominante Bankdrücker dazu neigen, große vordere Schultermuskeln zu haben. Wenn Du jedoch dafür trainierst, diesen gerundeten Look der Schultern zu erreichen, dann sind höhere Wiederholungszahlen bei Isolationsübungen am besten.
  • Der mittlere obere Rücken reagiert gut auf niedrigere Wiederholungszahlen. Behalte im Hinterkopf, dass wir hier über ein Bodybuildingtraining sprechen, was bedeutet, dass „niedriger“ unter 10 und nicht unter 6 Wiederholungen bedeutet.
  • Der Trapezius ist ein sehr starker Muskel, aber aufgrund des kurzen Bewegungsraumes der meisten Isolationsübungen für den Trapezius benötigst Du höhere Wiederholungszahlen (15 bis 20), um Deinen Trapezius schnell wachsen zu lassen.
  • Die Bizeps sind am besten für mittlere Wiederholungszahlen geeignet. Hohe Wiederholungszahlen neigen dazu, sie flacher aussehen zu lassen, sobald der Pump nachlässt, aber sehr niedrige Wiederholungszahlen sind nicht effektiv, wenn es um die Anregung eines maximalen Wachstums geht.

Die Anzahl der Sätze pro Übung muss zwischen den Muskeln, auf die Du abzielst, nicht variieren. – wir sprechen hier über mehr Isolationstraining für einen Muskel. Führe unabhängig von der Anzahl an Wiederholungen, die Du pro Satz verwendest die meiste Zeit über 3 bis 4 Sätze pro Übung aus.

Führe nur 4 intensive Trainingseinheiten pro Woche aus

Sicher, du kannst öfter als viermal trainieren, aber hier ist die Begründung dafür, dass Du bessere Fortschritte erzielen wirst, wenn Du die Anzahl Deiner harten Trainingseinheiten auf vier pro Woche begrenzt.

Von Christian Thibaudeau

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-just-4-intense-workouts-per-week

Die meisten Menschen kommen nur mit vier intensiven Trainingseinheiten pro Woche zurecht. Eine intensive Trainingseinheit besitzt eine systemische Wirkung, die den gesamten Körper betrifft und nicht nur die Muskeln, die während dieser Trainingseinheit trainiert wurden.

Eine brutale Trainingseinheit wird das Nervensystem ermüden und sowohl Immunsystem, als auch Hormonsystem fordern, von denen letzteres für die eigentliche Hypertrophiereaktion auf das Training verantwortlich ist. Das Immunsystem ist für die Makrophagen/Cytokine und den mit der Sattelitenzellenaktivierung in Verbindung stehenden Teil des Muskelaufbauprozesses verantwortlich, welcher für die Initiierung von Reparatur und Wachstum notwendig ist.

Das hormonelle System spielt bei der Proteinsynthese eine Rolle, indem es dafür sorgt, dass die Spiegel anaboler Hormone während der Regenerationsphase höher als die Spiegel kataboler Hormone ausfallen. Wenn das Immunsystem und das hormonelle System kontinuierlich gefordert werden, dann kannst Du nicht in optimalem Umfang Muskeln aufbauen – und Du wirst mit größerer Wahrscheinlichkeit krank werden oder unter einer niedrigen Libido und Depressionen leiden. Ein überfordertes Nervensystem bedeutet, dass Deine Leistungen und Dein Wohlbefinden leiden werden.

Eine harte Trainingseinheit fordert all diese Systeme. Zu viele dieser Trainingseinheiten pro Woche werden zu einer Stagnation führen. Du kannst eine kurze intensive Phase von etwa drei Wochen Länge durchführen, während der Du mehr intensive Trainingseinheiten pro Woche absolvierst. Aber Du kannst dies nicht auf lange Sicht tun und sobald diese kurze hochintensive Phase vorüber ist, wirst Du eine Entladephase benötigen, um dazu in der Lage zu sein, weiter kontinuierlich Fortschritte zu erzielen.

Aber ich will öfter trainieren!

Du kannst. Obiges bedeutet nicht, dass Du nicht an mehr als vier Tagen pro Woche trainieren kannst. Es bedeutet, die harten Trainingseinheiten mit weniger fordernden Trainingseinheiten zu ergänzen. Wenn Du gerne fast jeden Tag trainierst, dann kannst Du vier harte Trainingseinheiten pro Woche ausführen und zwei oder drei weniger fordernde Trainingseinheiten hinzufügen.

Dies sind bei mir entweder Trainingseinheiten zur Regeneration des Nervensystems oder niedervolumige Bodybuilding-/Isolationstrainingseinheiten mit niedrigeren Gewichten und höheren Wiederholungszahlen. Bei diesen Trainingseinheiten gehe ich nicht bis zum Muskelversagen und ich habe herausgefunden, dass mir diese Trainingseinheiten sogar bei der Regeneration helfen und die Wachstumsphase nach der vorhergehenden Trainingseinheit verlängern.

Manchmal wollen wir so sehr Fortschritte erzielen, dass wir kontraproduktive Entscheidungen treffen. Mehr als vier harte Trainingseinheiten pro Woche auszuführen ist ein gutes Beispiel hierfür. Du kannst auch auf moderatem Level an sechs Tagen pro Woche trainieren, aber diese Trainingseinheiten sind nur schwere korrekt kalibrierbar und können weniger als optimale Resultate bedeuten. Wenn Du planst wirklich hart zu trainieren, dann bleibe bei der „vier pro Woche“ Regel.

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-try-the-heavy-density-lifting-method

Von Christian Thibaudeau

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