Training

Kniebeugen sind eine entscheidende Übung für den Aufbau der Unterkörpermuskeln und der Unterkörperkraft, sowie zur Verbesserung der Stabilität der Körpermitte, aber stellen gleichzeitig auch eine Übung dar, bei der es schwerer ist, sich konsistent zu steigern. Dieser Artikel wird Dir dabei helfen.
Kniebeugen gehören zu den härtesten und einträglichsten Übungen, die Du ausführen kannst. Wenn sie regelmäßig und korrekt ausgeführt werden, dann können Kniebeugen Deine Beine und Dein Gesäß schnell transformieren und substanzielle Kraft im Bereich der Körpermitte und des unteren Rückens aufbauen.
Während viele – oder vielleicht sogar die meisten – Kniebeugen vernachlässigen, kennt eine Minderheit die wichtige Bedeutung dieser Übung und trainiert sie jede Woche hart. Und basierend auf den vielen Emails die ich erhalte, erreichen viele dieser Menschen irgendwann Plateaus und sind sich nicht sicher, wie sie diese trotz guter Trainingsplanung und Ernährung durchbrechen können.
In diesem Artikel möchte ich 7 effektive Wege zur Steigerung Deiner Leistungen bei Kniebeugen mit Dir teilen. Durch die Verwendung einer oder mehrerer dieser Methoden solltest Du dazu in der Lage sein, konsistent jede oder jede zweite Woche mehr Wiederholungen auszuführen und dann das Gewicht zu erhöhen.
Tipp #1 zur Steigerung Deiner Leistungen bei Kniebeugen: Kontrolliere Deine Form
Genau wie bei Kreuzheben und Bankdrücken wird auch bei Kniebeugen eine inkorrekte Form der Übungsausführung nicht nur Deine Fortschritte zum Stillstand bringen, sondern auch die Tür für Verletzungen öffnen. Auf der anderen Seite wird eine Perfektionierung der Form der Übungsausführung Dich dazu in die Lage versetzen, kontinuierliche Fortschritte zu erzielen.
Werfen wir deshalb einen genaueren Blick auf die korrekte Form der Übungsausführung, da diese bei Kniebeugen eine ganze Reihe von Faktoren umfasst.
Das Setup:
Es gibt bei klassischen Kniebeugen zwei Arten, die Langhantelstange auf den Schultern zu platzieren:
- Die sogenannte „high-Bar“ Position
- Die sogenannte „low-Bar“ Position
Bei der „high-Bar“ Position liegt die Stange direkt auf dem oberen Trapezius auf. Bei der „low-Bar“ Position liegt die Stange zwischen dem oberen Teil des Trapezius und den hinteren Schultermuskeln auf dem Körper auf. In der „high-Bar“ Position wird Dein Körper während der Ausführung der Übung aufrechter als bei Verwendung der „low-Bar“ Position bleiben.
Beide Formen sind korrekt, aber viele Trainierende werden bei Verwendung der „low-Bar“ Position stärker sein, da diese mehr hüftdominant ist, während die „high-Bar“ Position mehr kniedominant ist. Andere Menschen empfinden die „low-Bar“ Position als sehr unangenehm und bevorzugen deshalb die „high-Bar“ Position. Viele Trainierende verwenden eine Position der Stange, die sich irgendwo zwischen „high-Bar“ Position und „low-Bar“ Position befindet.
Im Endeffekt solltest Du mit der Position der Stange experimentieren, um die Position zu finden, die für Dich am besten funktioniert. Es ist außerdem intelligent, ab und zu zwischen unterschiedlichen Positionen der Stange zu wechseln, da Verbesserungen Deiner Kniebeugenleistungen in einer Position dazu neigen werden dabei zu helfen, Deine Leistungen in der anderen Position zu verbessern.
Sobald Du die richtige Position der Stange gefunden hast, bist Du bereit dafür, das Gewicht aus der Ablage zu heben. Stelle sicher, dass sich Deine Füße direkt unter der Stange befinden, so dass Du das Gewicht mit einer Kniebeugenbewegung aus der Ablage drücken kannst und stelle außerdem sicher, dass Du Deine Brust nach vorne drückst und Deine Schulterblätter zusammenziehst.
Nachdem Du das Gewicht aus der Ablage gedrückt hast, gehst Du ein paar Schritte nach hinten, platzierst Deine Füße in etwa schulterweitem Abstand und stellst die Füße um 15 bis 20 Grad nach außen. Halte Deinen Kopf in einer neutralen Position, die Ellenbogen unten und die Brust oben und nimm einen tiefen Atemzug.
Jetzt bist Du bereit für die Abwärtsbewegung.
Die Abwärtsbewegung
Beginne die Abwärtsbewegung damit, dass Du gleichzeitig Deine Hüfte nach hinten drückst und Deine Knie beugst (tue keines von beidem bewusst zuerst). Du solltest etwas Rückwärtsbewegung in Deinen Hüften fühlen und das Gefühl haben, dass Du Dich auf Deine Fersen setzt willst.
Halte Deine Knie auf einer Linie mit und hinter Deinen Zehen (lasse sie nicht nach innen einknicken oder nach außen knicken) und setze die Abwärtsbewegung fort. Dein Torso wird sich während der Abwärtsbewegung automatisch nach vorne neigen, aber übertreibe diese Bewegung nicht – versuche eine 45 Grad Neigung nicht zu überschreiten.
Bewege Dich so weit nach unten, bis Deine Oberschenkel parallel zum Boden verlaufen oder sich etwas weiter unten befinden. Sobald Du diese Position erreicht hast, bist Du bereit für die Aufwärtsbewegung.
Die Aufwärtsbewegung
Der Schlüssel zum Beginn einer guten Aufwärtsbewegung besteht darin, Deinen Körper durch einen Druck aus den Fersen und der Mitte Deiner Füße nach oben zu bewegen, wobei Du sicherstellst, dass sich Deine Schultern mit derselben Geschwindigkeit wie Deine Hüfte nach oben bewegen. Während Du die Aufwärtsbewegung fortsetzt, spannst Du Deinen Gluteus bewusst hart an, bis Du die obere Position der Bewegung erreicht hast.
Tipp #2 zur Steigerung Deiner Leistungen bei Kniebeugen: Führe schwere Kniebeugen aus
Das Thema des idealen Wiederholungsbereichs für Kniebeugen ist recht komplex, weshalb ich im Rahmen dieses Artikels nicht detaillierter hierauf eingehen werde, sondern das Ganze kurz und schmerzlos halten werde:
Wenn Du gerade erst mit dem Training mit Gewichten beginnst (Du trainierst seit weniger als einem Jahr), dann solltest Du all Dein Kniebeugentraining in einem Wiederholungsbereich von 4 bis 6 Wiederholungen ausführen, wenn Du ein Mann bist und einen Wiederholungsbereich von 8 bis 10 Wiederholungen verwenden, wenn Du eine Frau bist.
Dies bedeutet, dass Du ein Gewicht verwendest, mit dem Du mindestens 4, aber nicht mehr als 6 Wiederholungen ausführen kannst und das Gewicht beim nächsten Satz erhöhst, sobald Du 6 Wiederholungen erreicht hast.
Wenn Du ein erfahrener Trainierender bist, dann kannst Du davon profitieren, in unterschiedlichen Wiederholungsbereichen zu trainieren oder Dein Training periodisieren. Hier ist ein einfacher Ansatz für eine Periodisierung bei Kniebeugen:
- Woche 1: 2 Sätze a 2 bis 3 Wiederholungen (~90% des 1RM Gewichts) + 1 Satz a 4 bis 6 Wiederholungen (~80% of 1 RM) + 1 Satz a 8 bis 10 Wiederholungen (~70% des 1RM Gewichts)
- Woche 2: 2 Sätze a 2 bis 3 Wiederholungen + 2 Sätze a 4 bis 6 Wiederholungen + 1 Satz a 8 bis 10 Wiederholungen
- Woche 3: 2 Sätze a 2 bis 3 Wiederholungen + 3 Sätze a 4 bis 6 Wiederholungen + 1 Satz a 8 bis 10 Wiederholungen
- Woche 4: 2 Sätze a 2 bis 3 Wiederholungen + 3 Sätze a 4 bis 6 Wiederholungen + 1 Satz a 8 bis 10 Wiederholungen
- Woche 5: 2 Sätze a 2 bis 3 Wiederholungen + 2 Sätze mit dem 1RM Gewicht
Wie Du siehst, wirst Du bei obigem Programm einmal wöchentlich (oder alle 5 bis 7 Tage) Kniebeugen trainieren. Das Programm umfasst ein Training im Bereich von 2 bis 3 Wiederholungen, welches eine maximale Überlastung liefert, im Bereich von 4 bis 6 Wiederholungen, was der optimale Bereich für ein myofibrillares Wachstum ist und im Bereich von 8 bis 10 Wiederholungen, um das Wachstum über stoffwechseltechnischen Stress und zellulare Erschöpfung anzuregen.
Nachdem Du den 5 Wochen Zyklus beendet hast, solltest Du eine Entladewoche einplanen (oder eine Woche lang überhaupt nicht mit Gewichten trainieren) und dann wieder bei Woche 1 anfangen.
Tipp #3 zur Steigerung Deiner Leistungen bei Kniebeugen: Führe tiefe Kniebeugen aus – auch wenn dies bedeutet, dass Du das Gewicht reduzieren musst
Dieser Punkt wurde bereits im ersten Punkt, der sich mit der Form der Übungsausführung befasst hat, angerissen, doch er verdient seinen eigenen Abschnitt. Tatsache ist, dass Du Dich selbst um Deine Fortschritte betrügst, wenn Du bei Kniebeugen nicht mindestens die Position mit parallel zum Boden verlaufenden Oberschenkeln erreichst. Dies gehört schon fast zum Allgemeinwissen und wird auch durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen unterstützt, die folgendes zeigen:
- Je weiter Du bei Kniebeugen nach unten gehst, desto mehr werden sich Deine Beine bezüglich Kraft und Muskelmasse verbessern (1).
- Je weiter Du bei Kniebeugen nach unten gehst, desto mehr wird Dein Gluteus aktiviert (2).
- Je weiter Du bei Kniebeugen nach unten gehst, desto mehr Last nehmen Deine Hüften von Deinen Knien (3).
- Je weiter Du bei Kniebeugen nach unten gehst, desto mehr wird Dein unterer Rücken gestärkt (4).
- Je weiter Du bei Kniebeugen nach unten gehst, desto mehr Kraft wirst Du mit Deinen Beinen generieren können (was besonders für Sportler wichtig ist) (5).
Ich könnte noch weiter machen, doch Obiges stellt bereits eine recht umfassende Liste an Gründen dafür dar, dass Du bei Kniebeugen weit nach unten gehen solltest. Wie tief? Auch wenn Kniebeugen über den vollen Bewegungsraum – bei denen das Gesäß (fast) die Füße berührt – Vorzüge mit sich bringen, bedürfen diese einer Menge an Flexibilität und Beweglichkeit, worüber ich als nächstes sprechen werde. Ich würde Dir empfehlen mit Kniebeugen zu beginnen, bei denen Du so weit nach unten gehst, bis sich Deine Oberschenkel parallel zum Boden befinden und hiermit Deine Kraft aufbaust, bevor Du Kniebeugen über den vollen Bewegungsraum mit in Dein Training aufnimmst.
Tipp #4 zur Steigerung Deiner Leistungen bei Kniebeugen: Verbessere die Beweglichkeit Deines Unterkörpers
Während viele Menschen nicht erkennen, wie wichtig eine korrekte Form der Übungsausführung und ausreichend tiefe Kniebeugen sind, könnten viele diese Übung nicht einmal dann korrekt ausführen, wenn sie es wollten. Ihnen mangelt es ganz einfach an Flexibilität und Beweglichkeit.
Das häufigste Problem sind steife Hüften und Beinbeuger, aber auch die Knöchel und die Waden machen häufig Probleme. Glücklicherweise kannst Du eine Reihe einfacher Übungen ausführen, um Dich aufzuwärmen und es Dir zu ermöglichen, korrekte Kniebeugen mit Leichtigkeit auszuführen.
Tipp #5 zur Steigerung Deiner Leistungen bei Kniebeugen: Verwende die richtigen Schuhe
Ob Du es glaubst oder nicht, die falschen Schuhe können Kniebeugen deutlich schwerer machen. Ein guter Gewichtheberschuh hat einige Dinge zu bieten:
- Er liefert eine stabile Oberfläche, um Dir dabei zu helfen, das Gleichgewicht zu halten und um schwere Gewichte zu unterstützen. Dies ist bei Übungen wie Kreuzheben, Kniebeugen, und Drücken über Kopf besonders wichtig.
- Er umschließt Deine Füße wie angegossen und lässt diesen keinen unnötigen Spielraum. Deine Füße sollten sich auf keinen Fall in Deinen Schuhen hin und her bewegen, während Du trainierst.
- Er bietet eine gute Bodenhaftung, so dass Deine Füße während der Übungsausführung nicht wegrutschen können.
Die richtigen Gewichtheberschuhe verbessern nicht nur Deine Leistungen bei Übungen wie Kniebeugen und Kreuzheben (6), sondern reduzieren gleichzeitig auch das Verletzungsrisiko.
Tipp #6 zur Steigerung Deiner Leistungen bei Kniebeugen: Führe Wiederholungen mit Unterbrechungen der Bewegung aus
Der Bereich der Kniebeugenbewegung, der den meisten Menschen die meisten Probleme bereitet, ist der erste Teil der Aufwärtsbewegung von der unteren Position aus. Hierfür bedarf es einer enormen Menge an Kraft und Koordination zwischen vielen Muskeln des Körpers. Dieser Teil muss uns jedoch nicht heimsuchen, denn wir können uns auf diesen bei unserem Training konzentrieren und diesen Schwachpunkt in eine Stärke verwandeln. Wir tun dies, indem wir Wiederholungen mit Pausen während der Bewegung ausführen.
Diese sind einfach auszuführen: Du führst Kniebeugen wie gewohnt aus, doch wenn Du den tiefsten Punkt der Bewegung erreichst, hältst Du diese Position für 5 bis 7 Sekunden, nimmst volle, tiefe Atemzüge und stehst dann auf.
Dies ist nicht nur ein hervorragender Weg, um Gluteus, Beinbeuger und Hüftmuskeln zu trainieren, die für die Aufwärtsbewegung aus der tiefsten Position zuständig sind, sondern steigert außerdem Kraft und Stabilität der Körpermitte ungemein.
Um das meiste aus diesen Wiederholungen herauszuholen empfehle ich Dir mit etwa 60% Deines 1RM Gewichts – was dem Gewicht entspricht, mit dem Du normalerweise 10 bis 12 Wiederholungen schaffen würdest – zu beginnen und Dich auf 75% bis 80% Deines 1 RM Gewichts – was dem Gewicht entspricht, mit dem Du normalerweise 6 bis 8 Wiederholungen ausführen kannst – hochzuarbeiten.
Wenn es darum geht, diese Wiederholungen in eine Trainingseinheit einzubauen, bevorzuge ich es, sie nach meinen normalen schweren Sätzen auszuführen. Ich ersetze meine schweren Sätze also nicht durch Sätze mit Halten der tiefsten Position, sondern füge ein paar dieser Sätze zu meinem bestehenden Kniebeugentraining hinzu.
Tipp #7 zur Steigerung Deiner Leistungen bei Kniebeugen: Pushe Dich für Dein Training hoch
Wenn Du ein erfahrener Trainierender bist, dann weißt Du, wie wichtig es ist, mental auf schwere Übungen vorbereitet zu sein. Diese mentale Vorbereitung kann über Erfolg und Misserfolg bei einer schweren Einzelwiederholung entscheiden. Du hast zweifelsohne schon Powerlifter gesehen, die etwas durchgegangen sind, das wie ein lächerliches satanisches Ritual ausgesehen hat, bevor sie eine schwere Übung ausgeführt haben, aber wusstest Du, dass wissenschaftlich bewiesen werden konnte, dass ein solches mentales Hochpushen tatsächlich funktioniert?
Eine von Wissenschaftlern der AUT University mit Elite Rugbyspielern durchgeführte Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Kraftproduktion der Sportler beim Bankdrücken um 8% stieg, wenn diese sich zuvor hochgepusht hatten (7). Die Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass Ablenkung die Kraftproduktion signifikant reduzierte – es gab einen Unterschied von 12% bei der Kraftproduktion zwischen den hochgepushten und den abgelenkten Sportlern.
Die Botschaft hiervon ist, dass Du Dich für schweren Übungen hochpushen und Dich auf jede Wiederholung konzentrieren solltest, während Du diese ausführst – kein Smalltalk, kein Zuhören und kein mentales Abschweifen.
Ich für meinen Teil habe herausgefunden, dass mir die richtige Trainingsmusik dramatisch dabei hilft, mich mental auf meinen Satz vorzubereiten und bevor ich mir die Stange greife, nehme ich mir 10 bis 15 Sekunden Zeit, mich auf die Übung zu konzentrieren, die ich gleich ausführen werde und stelle mir visuell vor, wie ich diese Übung erfolgreich ausführe. Klingt dämlich? Nun, wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass das Visualisieren einer erfolgreichen Übungsausführung vor der eigentlichen Übungsausführung die Kraft steigern kann (8).
Referenzen:
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23604798
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12173958
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22797000
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23254544
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23442291
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22201687
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22076083
- http://journals.lww.com/nsca-scj/Abstract/2012/10000/Maximizing_Strength_Training_Performance_Using.10.aspx
Quelle: https://www.muscleforlife.com/how-to-increase-squat/
Von Michael Matthews

Ratschläge bezüglich des besten Weges Muskeln aufzubauen, werden Dich in alle möglichen Richtungen führen, doch hier sind zwei fundamentale Wahrheiten, die Dir dabei helfen werden, unsinnige Ratschläge zu erkennen.
Wenn es um den Muskelaufbau geht, dann verbringen viele Menschen viel zu viel Zeit damit, nach Abkürzungen, Hacks und Geheimnissen zu suchen, während sie gleichzeitig viel zu wenig Zeit darauf verwenden, sich auf die grundlegenden 20% zu konzentrieren, die 80% der Resultate liefern werden.
Ich kenne dieses Problem aus eigener Erfahrung. Ich habe früher jeden hunderte von Dollars für mehr oder weniger nutzlose Supplements verschwendet und bin in er Hoffnung darauf, endlich DEN Trainings- und Ernährungshack zu finden, über Jahre von Trainingsprogramm zu Trainingsprogramm und von Ernährungsprogramm zu Ernährungsprogramm gesprungen.
Um es kurz zu machen sei erwähnt, dass ich wahrscheinlich so ziemlich jeden Muskelaufbaufehler gemacht habe, den man machen kann und jetzt, nachdem ich mich auf der anderen Seite befinde, habe ich eine wertvolle Lektion gelernt:
Der Aufbau von Muskel ist nicht so kompliziert, vie viele glauben mögen
Es ist notwendig, dass Du eine Handvoll Prinzipien verstehst und eine Reihe von Dingen konsistent und korrekt tust. Es bedarf Geduld und Fleiß – und nicht Innovation und Extremismus.
In diesem Artikel möchte ich die meiner Meinung nach wichtigsten beiden Aspekte des Muskelaufbaus mit Dir teilen. Wenn Du diese beiden Dinge richtig machst, dann wirst Du Muskeln und Kraft aufbauen. Wenn Du dies nicht tust, dann wirst Du genauso zu kämpfen haben, wie ich es einst hatte.
Der beste Weg Muskeln aufzubauen: Bewege schwere Gewichte
Ich habe während meiner ersten Jahre im Fitnessstudio eine Menge Fehler gemacht und einer der größten hiervon bestand darin, ein sogenanntes Hypertrophietraining mit vielen Wiederholungen auszuführen. Du weißt schon, diese Trainingsprogramme, die Du in all den Bodybuilding Zeitschriften finden wirst: 8 bis 12 Wiederholungen pro Satz, viele Sätze, absteigende Sätze, Supersätze, Megasätze, usw. Ich habe diese Typen von Trainingsprogrammen 7 Jahre lang an 3 bis 5 Tagen pro Woche ohne größere Pausen ausgeführt und konnte hiermit in dieser Zeit gerade einmal 12 Kilo Muskeln und mittelmäßige Kraft aufbauen.
Ich sah vielleicht ganz okay aus, aber nicht für 7 Jahre konsistentes Training. Und ich war auch recht schwach. An einem guten Tag schaffte ich bei Kniebeugen und Bankdrücken vielleicht ein paar Wiederholungen mit 100 Kilo, ich konnte beim Schulterdrücken nicht mehr Gewicht als bei Curls verwenden und ich trainierte kein Kreuzheben.
Irgendwann veränderte sich mein Körper auch nicht mehr wirklich. Während der letzte 2 oder 3 dieser 7 Jahre sah ich mehr oder weniger gleich aus und dachte bereits, dass ich mein genetisches Limit erreicht hatte. In Wirklichkeit befand ich mich jedoch nicht einmal annähernd in der Nähe meines Potentials, was ich bemerkte, nachdem ich meine Trainingsmethoden dramatisch veränderte…
Es gab ein paar Wendepunkte, die für diese dramatischen Veränderungen verantwortlich waren und der primäre hiervon war die Erkenntnis, wie wichtig schweres Training für den Aufbau von Muskeln ist. Das Große „A-ha“ war, dass ein Training mit hohen Wiederholungszahlen und das Gefühl eines Muskelbrennens nie im Fokus eines natural Trainierenden stehen sollten. Unser Ziel sollte darin bestehen, stärker zu werden.
Die Betonung auf ein Training mit hohen Wiederholungszahlen kann ganz einfach nicht die Menge an Muskeln aufbauen, die den Unterschied zwischen „normal“ und „muskulös“ ausmacht (etwa 20 bis 25 Kilo für den durchschnittlichen Mann und etwa die Hälfte hiervon für Frauen). Der einzige verlässliche Weg dies zu erreichen besteht darin, Woche für Woche schwere Gewichte zu bewegen.
Der Wiederholungsbereich, der meiner Erfahrung nach am besten hierfür geeignet ist, liegt zwischen 4 und 6 Wiederholungen, was einem Training mit 80 bis 85% Deines Maximalgewichts für eine Wiederholung (1 RM Gewicht) entspricht. Dieser Wiederholungsbereich stellt einen hervorragenden Weg dar, sowohl eine myofibrillare, als auch eine sarkoplasmatische Hypertrophie anzuregen, was in großen, starken und dichten Muskeln resultiert, die nicht gleich wieder verschwinden, wenn der Pump nachlässt oder Du definierst.
Vertraue mir, wenn ich sage, dass muskulöse, definierte Jungs, die 15 bis 25 Sätze pro Trainingseinheit mit 10 bis 12 und mehr Wiederholungen pro Satz mit Supersätzen, absteigenden Sätzen und anderen modischen Wiederholungsschemata ausführen, nur aufgrund von illegalen muskelaufbauenden Substanzen so aussehen können.
Dies gilt gleichermaßen für Männer und Frauen, auch wenn Frauen im Allgemeinen nicht so viel schweres Training pro Trainingseinheit wie Männer ausführen können, da ihre Körper weitaus weniger muskelaufbauende körpereigene Hormone produzieren und somit durch das Training beschädigte Muskeln nicht genauso effektiv reparieren können.
Letzteres ist der Grund dafür, dass ich Frauen rate, mit einem Wiederholungsbereich von 8 bis 10 Wiederholungen zu beginnen und wenn sie stärker werden, etwas Training in einem Wiederholungsbereich von 4 bis 6 Wiederholungen bei den schweren Mehrgelenksübungen wie Kniebeugen, Kreuzheben, Schulterdrücken und Bankdrücken, mit in ihr Training aufzunehmen.
Ich habe jahrelang mehr oder weniger auf der Stelle getreten, bis ich diese Lektion gelernt hatte. Mache nicht denselben Fehler. Es gilt das, was Ronnie Coleman einst sagte: „Jeder will ein Bodybuilder sein, aber niemand will diese schweren Gewichte bewegen.“
Der schlechteste Weg, Muskeln aufzubauen: Falsch ausgeführte Masseaufbau- und Definitionsphasen
Jeder Aspekt der Fitness –sei es Ernährung, Training oder Supplementation – hat seine eigenen hitzig diskutierten Kontroversen und eine hiervon ist die anhaltende Diskussion darüber, ob das Konzept von Masseaufbau und Definitionsphasen tatsächlich funktioniert.
Viele Menschen glauben an das Einfache und Althergebrachte und bleiben beim Old-School Diktum, dass man viel essen muss, um massig zu werden, und danach die Qual durchmachen muss, fast zu verhungern und Stunden auf dem Laufband zu verbringen, um schlank zu werden, während andere behaupten, dass Masseaufbau- und Definitionsphasen antiquiert und unsinnig sind und dass ein Muskelaufbau ohne eine Zunahme an Fett (Körperrekompositionierung) die neue Ära des Bodybuildings ist.
Die Wahrheit ist jedoch, dass beide Gruppen richtig und falsch liegen. Wenn sie korrekt durchgeführt werden, sind Masseaufbau- und Definitionsphasen der effektivste Weg, um einen eindrucksvollen Körper aufzubauen – doch wenn sie falsch ausgeführt werden, dann stellen sie einen extrem effektiven Weg dar, auf lange Sicht gesehen ewig auf der Stelle zu treten.
Um zu verstehen, warum dies so ist, sollten wir einen kurzen Blick auf die Physiologie des Körpers werfen:
Eines der großen “Geheimnisse” des Aufbaus von Muskeln besteht darin, genug Nahrung zu essen
Die meisten Menschen wissen, dass man genug Protein essen muss, um Muskeln aufzubauen, aber vielen ist nicht klar, dass sie zusätzlich auch genügend Kalorien zu sich nehmen müssen.
Dein Körper verbrennt Energie, um am Leben zu bleiben und Du führst ihm Energie zu, indem Du Nahrung isst. Die Beziehung zwischen diesen Mengen – verbrannte Energie vs. zugeführte Energie – wird auch als Energiebilanz bezeichnet.
Wenn Du Deinem Körper jeden Tag weniger Energie zuführst, als er verbraucht, dann gelangst Du in einen Zustand, der als Kaloriendefizit bezeichnet wird. Dieser Zustand ist ein Zustand einer negativen Energiebilanz (der Körper verbrennt mehr Energie, als er konsumiert) und resultiert in einem Gewichtsverlust (ein Verlust an Wasser, Glykogen, Fett und manchmal auch Muskeln).
Eine Nebenwirkung eines Kaloriendefizits besteht darin, dass die Fähigkeit Deines Körpers Muskelproteine zu bilden, eingeschränkt ist (1). Dies bedeutet, dass Dein Körper Muskeln nicht effizient aufbauen kann, wenn er sich in einem Zustand des Kaloriendefizits befindet und das ist auch der Grund dafür, dass allgemein akzeptiert wird, dass Du nicht gleichzeitig Muskeln aufbauen und Fett abbauen kannst.
Wenn Du also Muskeln so schnell wie möglich aufbauen möchtest, dann solltest Du sicherstellen, dass Du Dich nicht in einem Zustand eines Kaloriendefizits befindest. Dies ist der Grund dafür, dass Du in gewissem Sinn viel essen musst, um massig und muskulös zu werden. Egal, auf welche Art und Weise Du Dich ernährst – sei es Intermittent Fasting, eine zyklische Kohlenhydratzufuhr, IIFYM, usw. – gilt, dass Du, wenn Du Dich über mehrere Tage in einem Zustand eines Kaloriendefizits befindest und ein relativ schlanker, erfahrener Trainierender bist, nur wenig bis gar keine Muskelmasse aufbauen wirst. Es gibt ganz einfach keinen Weg, diesen physiologischen Mechanismus auf natürliche Art und Weise zu überlisten.
Der einfachste Weg sicherzustellen, dass Du Dich nicht in einem Zustand eines Kaloriendefizits befindest, besteht darin, dass Du den Kalorienbedarf Deines Körpers leicht überschreitest und so einen Kalorienüberschuss oder eine positive Energiebilanz aufrechterhältst. Dies ist genau das, was klassischerweise während einer Masseaufbauphase geschieht und diese Vorgehensweise ist wissenschaftlich solide und wird durch Jahrzehnte der Bodybuilding Forschung und Resultate aus der realen Welt unterstützt.
Viele Menschen übertreiben es hierbei jedoch…
Das große Problem mit der traditionellen Masseaufbauphase
Die traditionelle Massephase ist so etwas wie ein ernährungstechnischer Vorschlaghammer. Sie lässt Dich jeden Tag tausende Kalorien essen und Du wirst fetter und fetter, ohne wirklich zu wissen warum. Auch wenn dies einen möglichen Weg darstellt, einen Kalorienüberschuss sicherzustellen, solltest Du Dir die Frage stellen, ob für den Aufbau von Muskeln wirklich so viele Kalorien benötigt werden? Glücklicherweise für unseren Geldbeutel, unseren Magen und unsere Vernunft ist dies nicht der Fall. Und wenn man es genau nimmt, kann eine solche Vorgehensweise sogar kontraproduktiv werden.
Das Hauptproblem bei der Aufrechterhaltung eines großen Kalorienüberschusses besteht in einem schnellen Fettaufbau und dies behindert den Muskelaufbau
Viele Menschen wissen nicht, dass mit zunehmender Menge an Körperfett die Insulinsensitivität abnimmt (2). Wenn Dein Körper insulinresistenter wird, dann sinkt seine Fähigkeit Fett zu verbrennen und die Wahrscheinlichkeit, dass Kohlenhydrate in Form von Fett gespeichert werden, steigt (3). Darüber hinaus unterdrückt eine Insulinresistenz die intrazellulare Signalisierung, die für die Proteinsynthese verantwortlich ist, was weniger Muskelwachstum bedeutet (4).
Gleichzeitig sinken die Spiegel körpereigener männlicher muskelaufbauender Hormone, während die Östrogenspiegel steigen (5). Da diese männlichen muskelaufbauenden Hormone beim Prozess des Muskelaufbaus eine wichtige Rolle spielen und hohe Östrogenspiegel eine Fetteinlagerung fördern, sollten die Nachteile eines solchen Szenarios klar sen.
Fazit ist, dass Du umso weniger Muskeln aufbauen wirst, je fetter Du wirst, weshalb ich Männern empfehle, niemals einen Körperfettanteil von 15 bis 17% zu überschreiten und Frauen niemals über 25 bis 27% Körperfett gehen sollten. Sobald diese Obergrenzen erreicht werden, sollten Männer auf 10% und Frauen auf 20% Körperfett herunter diäten, bevor sie wieder zu einem Zustand eines Kalorienüberschusses übergehen.
Wie Du einen geeigneten Kalorienüberschuss für den Aufbau von Muskeln berechnest
Hier ist eine Faustregel für den Masseaufbau: Iss jeden Tag 10% mehr Kalorien, als Du verbrauchst, um Dein Muskelwachstum zu maximieren und Deine Fettspeicherung zu minimieren.
Ein akkurater Weg, zu messen, wie viel Energie Du verbrauchst, besteht darin, den Durchschnittswert unterschiedlicher Online Kalorienrechner zu verwenden, um Deinen Grundumsatz (Kalorienverbrauch im Ruhezustand) zu bestimmen und diesen wie folgt zu multiplizieren:
- Mit 1,2 wenn Du 1 bis 3 Stunden pro Woche trainierst.
- Mit 1,35 wenn Du 4 bis 6 Stunden pro Woche trainierst.
- Mit 1,5 wenn Du 6+ Stunden pro Woche trainierst.
Dies sollte Dir eine gute Abschätzung für Deinen täglichen Gesamtenergieverbrauch liefern, der nichts anderes als die Menge an Kalorien darstellt, die Du jeden Tag verbrennst. Um einen Kalorienüberschuss von 10% zu erreichen, multiplizierst Du Deinen Gesamtenergieverbrauch einfach mit 1,1 um Deinen Ausgangspunkt zu erhalten.
Ich wiege z.B. im Augenblick 88 Kilo, habe einen Körperfettanteil von 7,5% und trainiere 5 bis 6 Stunden pro Woche. Mein Grundumsatz liegt bei 2.200 kcal pro Tag. Diesen Wert multipliziere ich mit 1,4, um meinen tatsächlichen Energieverbrauch zu erhalten, was 3.080 kcal pro Tag entspricht. Anschließend multipliziere ich diesen Wert mit 1,1 um meine Kalorienmenge während der Masseaufbauphase zu erhalten, was 3.400 kcal pro Tag ergibt.
Du weißt, dass Du die richtige Kalorienmenge zu Dir nimmst, wenn Du kontinuierlich stärker wirst und als Mann 250 bis 500 (und als Frau 125 bis 250) Gramm pro Woche zunimmst.
Was das Muskel zu Fett Verhältnis angeht, werden die meisten Menschen Fett und Muskeln in einem 1:1 Verhältnis (1 Kilo Muskeln für jedes Kilo Fett) aufbaue, wobei einige Menschen dazu neigen, etwas mehr Muskeln als Fett aufzubauen und andere dazu neigen, etwas mehr Fett als Muskeln aufzubauen. Hier kommt Deine persönliche genetische Veranlagung mit ins Spiel.
Der schlechteste Weg Fett zu verlieren
So viel zum Thema Muskelaufbau. Kommen wir jetzt zum Fettabbau, welcher es notwendig macht, dass wir unseren Körper in einem Zustand eines Kaloriendefizits halten. Hier gibt es keine Diskussionen bezüglich der Physiologie – kein Kaloriendefizit bedeutet kein Fettabbau – aber es gibt richtige und falsche Wege, dies anzugehen. Und leider sind die falschen Wege deutlich weiter verbreitet, was dem Fettabbau einen schlechten Ruf verleiht.
Der am weitesten verbreitete (und schlechteste) Weg zu definieren besteht darin, Deine Kalorienzufuhr drastisch zu reduzieren und eine Unmenge an Training auszuführen. Die Kombination aus einem großen Kaloriendefizit und einer großen Menge an Training ist aus folgenden Gründen desaströs:
- Du verlierst Fett, aber auch Muskeln (7) und je weniger Du isst, desto mehr Muskeln wirst Du verlieren. Und während Du Muskeln verlierst, beginnt Dein Körper diesen hässlichen „Skinny Fat“ Look anzunehmen. Gleichzeitig wird sich Dein Stoffwechsel verlangsamen (8), Deine Knochengesundheit wird nachlassen (9) und Dein Risiko für Krankheiten wird steigen (10).
- Du wirst Dich progressiv schlechter und schlechter fühlen (11). Deine Energiespiegel werden rapide sinken, Du wirst mit intensiven Gelüsten auf Nahrung zu kämpfen haben, Deine mentale Leistungsfähigkeit wird sinken, Du wirst depressiv werden und vieles mehr.
Ein sehr viel besserer Weg, das Ganze anzugehen besteht darin, ein moderates Kaloriendefizit von 20 bis 25% einzuhalten (iss etwa 75 bis 80% der Menge an Energie, die Dein Körper täglich verbrennt). Dies wird es Dir ermöglichen 1 bis 2 Pfund Fett pro Woche zu verlieren, während Du gleichzeitig Deine Stoffwechselgesundheit, Deine Energiespiegel, Dein mentales Gleichgewicht und Deine Stimmungslage aufrechterhältst.
Was Menge und Intensität des Trainings angeht, sind 3 bis 5 Trainingseinheiten mit Gewichten und drei 20 bis 25 Minuten lange hochintensive Cardio Intervalltrainingseinheiten ein guter Ausgangspunkt. Dies wird reichlich Energie verbrennen und dabei helfen, den Fettabbau zu beschleunigen, während diese Art des Trainings gleichzeitig auch effektiv für die Aufrechterhaltung Deiner Muskelmasse ist, was während eines Kaloriendefizits genauso wichtig wie der Fettabbau ist.
Der zweitschlechteste Weg Fett zu verlieren
Wenn Drin Ziel darin besteht, einen tollen Körper aufzubauen, dann besteht ein weiterer großer Fettabbaufehler in der Verwendung des „slow cutting“ Ansatzes – ein langsamerer Fettabbau über einen längeren Zeitraum mit einem geringeren Kaloriendefizit von 5 bis 10%. Auf den ersten Blick mag ein langsamer Fettabbau vorteilhaft erscheinen. Du darfst mehr essen, was weniger Hunger und bessere Trainingseinheiten bedeutet und Du verlierst trotzdem Fett (wenn auch langsamer).
Das Problem bei diesem Ansatz besteht jedoch darin, dass auch das leichte Kaloriendefizit Dein Muskelwachstum behindert, was bedeutet, dass Du um so länger keine neue Muskelmasse aufbauen wirst, je länger Du definierst. Dieser heimtückische Fehler kann Deine langfristigen Resultate wirklich behindern, da Du, wenn Du weiterhin an Deinem Körper arbeitest und mehr Muskeln aufbauen musst, um Dein Ziel zu erreichen, eine Menge Zeit und potentielles Muskelwachstum verschwenden kannst.
Ich habe Leute gesehen, die diesen Punkt ernsthaft vermasselt haben und lediglich die Hälfte bis ein Drittel der Menge an Muskeln aufgebaut haben, die sie innerhalb von 6 oder 12 Monaten eigentlich hätten aufbauen können, weil sie zu lange im Zustand eines milden Kaloriendefizits verblieben sind. Dies ist der Grund dafür, dass ich Menschen empfehle, jede sichere und wissenschaftlich validierte Strategie für eine Maximierung des Fettabbaus während der Definitionsphase zu verwenden. Das Ziel besteht darin, Fett so schnell und bequem wie möglich zu verlieren und so schnell wie möglich wieder aus dem Kaloriendefizit heraus zu kommen, um wieder Muskeln aufzubauen.
Setzen wir alles zusammen: korrekte vs. inkorrekte Masseaufbau- und Definitionsphasen Nachdem wir hier eine Menge Themen behandelt haben, möchte ich Dir zum Abschluss eine einfache Zusammenfassung zum Thema Masseaufbau- und Definitionsphasen geben:
Der ineffektive Weg Muskeln aufzubauen und zu definieren
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Iss während der Masseaufbauphase viel zu viel und baue viel zu viel Fett auf
Dies verlangsamt Dein Muskelwachstum und zwingt Dich dazu, bereits nach wenigen Monaten, zu einem Kaloriendefizit zu wechseln, was nicht genügend Zeit ist, um eine nennenswerte Menge an Muskeln aufzubauen.
Und dann…
-
Iss viel zu wenig und trainiere viel zu viel während der Definitionsphase und verliere anteilig gleiche Mengen an Muskeln und Fett
Dies führt häufig dazu, dass Du all die Muskelmasse, die Du während der Masseaufbauphase aufgebaut hast, wieder verlierst, was Dich im Hinblick auf Deine Körperkomposition wieder auf Deinen Ausgangspunkt zurückwirft.
Oder…
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Ziehe Deine Definitionsphase viel zu lange hin, und verliere innerhalb von 6 Monaten das, was Du auf gesunde Art und Weise innerhalb von 2 Monaten hättest verlieren können
Dies bedeutet, dass Du 4 Monate damit verbracht hast, wenig bis überhaupt keine Muskeln aufzubauen, während Du diese 4 Monate eigentlich für den Muskelaufbau hättest verwenden können.
Der effektive Weg Muskeln aufzubauen und zu definieren
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Befolge während der Masseaufbauphase einen geeigneten Ernährungsplan, wobei Du sicherstellst, dass Du einen milden Kalorienüberschuss beibehältst und darauf achtest, bei Deinen Schummelmahlzeiten nicht die Kontrolle zu verlieren
Dies verhindert ein drastisches “Überfressen” und erlaubt es Dir, Deine Masseaufbauphasen so lange wie möglich auszudehnen – 4 bis 6 Monate bei den meisten Menschen – und eine nennenswerte Menge an Muskeln und Kraft aufzubauen.
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Verwende ein sicheres aber aggressives Kaloriendefizit und ein geeignetes Trainings- und Supplementprogramm, um schnell Fett zu verlieren, während Du gleichzeitig Deine Muskelmasse aufrecht erhältst
Dies erlaubt es Dir, Deine Definitionsphasen relativ kurz zu halten – 2 bis 3 Monate bei den meisten Menschen – und die während des Masseaufbaus aufgebaute Muskelmasse aufrecht zu behalten. Dies macht es Dir möglich, so schnell wie möglich mehr Muskeln aufzubauen.
Die besten Wege Muskeln aufzubauen sind einfach und effektiv
Wenn Du diese einfachen Veränderungen bezüglich Deiner Trainingseinheiten und Deiner Ernährung vornimmst – wenn Du Dich auf schweres Training mit Grundübungen konzentrierst und beim Masseaufbau richtig vorgehst – dann wirst Du drastische Veränderungen Deines Körpers sehen.
Du wirst schneller als je zuvor Muskeln und Kraft aufbauen und zur selben Erkenntnis wie ich kommen – dass Du, wenn Du dies lange genug tust, den Körper erreichen wirst, den Du wirklich willst. Kein Bangen, keine Frustration und keine magischen Geheimrezepte mehr. Und das ist die wahre Belohnung – die volle Kontrolle darüber zu haben, wie sich Dein Körper entwickelt.
Referenzen:
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17229738
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16497175
- http://www.nature.com/nature/journal/v437/n7058/abs/nature04140.html
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16777975
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21678033
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23209188
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7437413
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11157332
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16960159
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16960159
- http://www.ednses.com/downloads/effects_of_semi-starvation.pdf
https://www.muscleforlife.com/best-way-to-build-muscle/
Von Michael Mathews

Kann es besser funktionieren, eine Muskelgruppe sechsmal pro Woche zu trainieren, als dieselbe Muskelgruppe dreimal wöchentlich zu trainieren? Für die meisten Menschen mag diese Idee völlig hanebüchen klingen. Eine Muskelgruppe sechsmal pro Woche zu trainieren wird lediglich Deine Gelenke ruinieren, Dein ZNS völlig überlasten und Dich ausgebrannt in einem Zustand des Übertrainings zurücklassen…
Aber es gibt faszinierende Untersuchungen, die nahelegen, das diese Idee gar nicht so verrückt sein könnte wie Du vielleicht denken magst.
Die Studie, die als “The Frekvensprosjektet” (Norwegisch für Frequenz Projekt) bekannt ist, wurde bisher noch in keinem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht, weshalb es schwer war, an wichtige Details darüber zu kommen, wie diese Studie genau aufgebaut war. Mir war es jedoch möglich, mit Hilfe der Conference Proceedings (3, 4), Matt Perrymans exzellentem Buch “Squat every Day” (führe jeden Tag Kniebeugen aus und Artikeln von Borge Fagerli (5) und Martijn Koeveots (6) einige Details zusammenzusetzen.
Das Norwegian Frequency Project
Eine Gruppe von 16 norwegischen Powerliftern – 13 Männer und 3 Frauen – wurde in eine von zwei Studiengruppen eingeteilt. Beide Gruppen befolgten exakt dasselbe Trainingsprogramm – mit einem Schlüsselunterschied:
Die erste Gruppe trainierte dreimal wöchentlich. Gruppe zwei teilte jede Trainingseinheit in zwei Einheiten auf und führte sechs kürzere Trainingseinheiten im Lauf der Woche aus. Zusammengenommen führten die Trainierenden in beiden Gruppen exakt dieselbe Menge an Arbeit aus – sie wurde nur unterschiedlich über die Woche verteilt. Um das Gesamttrainingsvolumen gleich zu halten, führte die Gruppe, die dreimal pro Woche trainierte, doppelt so viele Sätze pro Trainingseinheit aus.
Nach 15 Wochen, war es die 6 Tage pro Woche Gruppe, die die größten Fortschritte verzeichnen konnte
Die Kraftzuwächse bei Kniebeugen, Kreuzheben und Bankdrücken fielen bei der 6 Tage Gruppe ungefähr doppelt so hoch wie bei der 3 Tage Gruppe aus. Die Abbildung unten zeigt die kombinierten Veränderungen bezüglich der Kraft bei allen 3 Übungen. Jeder Kreis und jedes Quadrat repräsentieren die Resultate für einen Probanden, während die horizontale Linie den Gruppendurchschnitt repräsentiert.
Neben Messungen der Kraft untersuchten die Wissenschaftler auch Veränderungen der Dicke des Vastus lateralis (ein Oberschenkelmuskel) und die Querschnittsfläche der Quadrizeps. Auch hier war es die 6 Tage pro Woche Gruppe, die die meiste Muskelmasse aufbaute und die Querschnittsfläche der Quadrizeps um 4% vergrößern konnte. Interessanterweise bauten die Mitglieder der 3 Tage pro Woche Gruppe im Durchschnitt keinerlei Muskelmasse auf. Die Resultate sind im Schaubild unten ersichtlich:
Diese Resultate erscheinen mir sehr seltsam. Warum haben so viele Mitglieder der 3 Tage pro Woche Gruppe Muskeln abgebaut? Wenn Du Dir die Abbildung der prozentuellen Veränderungen bezüglich der Querschnittsfläche der Quadrizeps ansiehst, dann wirst Du sehen, dass sie lediglich die Resultate von fünf der acht Probanden der 3 Tage pro Woche Gruppe zeigt. Wo sind die Resultate der anderen drei? Welche Auswirkungen hätten ihre Resultate auf den Durchschnitt der Gruppe gehabt?
Etwas anderes, das hervorsticht, ist der weite Bereich der Varianz der Resultate von Person zu Person
Was die Muskeldicke angeht, erreichten drei Probanden in beiden Gruppen grob dieselben Resultate und konnten etwa 5% an Zuwächsen verzeichnen. Zwei Probanden der 6 Tage pro Woche Gruppe erzielten substantiell schnellere Fortschritte als alle anderen Studienteilnehmer. Bei einem der Trainierenden wurde eine Zunahme an Muskeldicke beobachtet, die etwa das Dreifache des Gruppendurchschnitts darstellt.
Eine solch große Varianz der Resultate – selbst bei Menschen, die exakt dasselbe Trainingsprogramm befolgten – konnten bereits bei anderen Studien zum selben Thema beobachtet werden. Einige Menschen sprechen extrem gut auf ein Krafttraining an. Diese Probanden werden auch als „High Responder“ bezeichnet. Einige werden “gute aber nicht hervorragende” Resultate erzielen und sind als “Medium Responders” bekannt. Andere – die „Low Responders“ – neigen dazu, sehr viel langsamere Fortschritte zu erzielen.
Dies wirft eine Frage auf: Hätten die Low Responder in der 3 Tage pro Woche Gruppe bessere Resultate erzielt, wenn sie an 6 Tagen pro Woche trainiert hätten?
Wir wissen es nicht- und genauso wenig wissen wir, ob die High Responder in der 6 Tage pro Woche Gruppe dieselben Zuwächse erzielt hätten, wenn sie in der 3 Tage pro Woche Gruppe gewesen wären. Mit anderen Worten ausgedrückt ist es möglich, dass diese Probanden Low und High Responder unabhängig von der Trainingsfrequenz waren und dass der Grund für die überlegenen Zuwächse der 6 Tage pro Woche Gruppe darin bestand, dass zufälligerweise die größere Anzahl an Low und Medium Respondern der 3 Tage Gruppe zugeordnet worden waren.
Die Resultate des Norwegian Frequency Project sehen überzeugend aus, aber es gibt mehrere Gründe dafür, dass ich nicht denke, dass wir sofort alles Bekannte aufgeben und damit beginnen sollten, jede Muskelgruppe sechsmal wöchentlich zu trainieren
Zum einen handelte es sich bei den Teilnehmern dieser Studie nicht um übergewichtige Anfänger oder körperlich weniger aktive Studenten, welche für gewöhnlich als Probanden bei solchen Studien dienen. Stattdessen waren alle Probanden junge Powerlifter mit einem Durchschnittsalter von 21 und alle von ihnen hatten während der letzten sechs Monate vor Beginn der Studie an Powerlifting Wettkämpfen auf nationaler Ebene teilgenommen.
Dies sagt uns, dass diese Probanden am Anfang der Schlange gestanden haben müssen, als die Gene für „stark und muskulös“ verteilt wurden. Derselbe Satz Powerlifting freundlicher Gene könnte es aber auch wahrscheinlicher gemacht haben, dass diese Sportler mit einem Programm gute Fortschritte erzielten, das ein Training an sechs Tagen pro Woche umfasste.
Genauso, wie Resultate von Studien, die mit untrainierten Anfängern durchgeführt wurden, nicht auf Elitesportler übertragen werden können, können auch Resultate von Studien mit Elitesportlern nicht immer auf diejenigen übertragen werden, die nicht dieselben genetischen Veranlagungen aufweisen.
Darüber hinaus wurde das Muskelwachstum nur im Bereich der Oberschenkel gemessen. Wir wissen von anderen Studien, dass der Quadrizeps anders auf eine Erhöhung des Trainingsvolumens als Muskeln des Oberkörpers anspricht (1, 2). Dasselbe könnte gut auch für die Trainingsfrequenz gelten. Zusätzlich hierzu gab es keine „mittlere“ Trainingsfrequenz. Hätte das Training eines Muskels an 4 bis 5 Tagen pro Woche vielleicht genauso gut wie ein Training an 6 Tagen pro Woche funktioniert?
Erinnere Dich daran, dass das Hauptziel des Norwegian Frequency Project darin bestand, die Kraftzuwächse zu untersuchen. Der Typ von Training, der die Kraftzuwächse maximiert ist nicht notwendigerweise auch der Typ von Training, der am besten für den Aufbau von Muskeln funktioniert.
Die Resultate des Norwegian Frequency Project konnten nicht durch andere Studien repliziert werden
Im Rahmen einer Folgestudie verglichen Wissenschaftler der University of Florida zwei Programme, die ein Training an drei oder sechs Tagen pro Woche umfassten (7). Bei den Probanden, die an dieser Studie teilnahmen, handelte es sich um junge Männer in ihren frühen Zwanzigern, die seit mindestens 6 Monaten mit Gewichten trainiert hatten. Um als Probanden für die Studie in Frage zu kommen, mussten die Teilnehmer dazu in der Lage sein, zumindest 125% ihres Körpergewichts bei Kniebeugen, 100% ihres Körpergewichts beim Bankdrücken und 150% ihres Körpergewichts beim Kreuzheben verwenden zu können. Es handelte sich also nicht um die typischen untrainierten Anfänger, die häufig als Probanden bei solchen Studien dienen. Sie befanden sich jedoch sehr weit von dem Level der Leistungsfähigkeit der Wettkampf Powerlifter entfernt, die am Norwegian Frequency Project teilgenommen hatten.
Die Studienteilnehmer wurden auf zwei Gruppen aufgeteilt und trainierten an entweder 3 oder 6 Tagen pro Woche. Die Menge an verrichtetem Training war bei beiden Gruppen identisch, wurde aber unterschiedlich auf die Woche aufgeteilt. Bei den Männern, die an drei Tagen pro Woche trainierten, dauerte jede Trainingseinheit durchschnittlich zwei Stunden, während die Männer, die an sechs Tagen pro Woche trainierten, jeweils eine Sunde lang trainierten.
Und wie sah das Ergebnis aus?
Dieses Mal konnten keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Kraftzuwächse zwischen den Gruppen beobachtet werden. Die Männer in der 3 Tage und die Männer in der 6 Tage Gruppe erzielten in etwa dieselben Resultate, wobei die Wissenschaftler zur Schlussfolgerung kamen, dass die Trainingsfrequenz dem Gesetz der abnehmenden Erträge zu folgen scheint, da eine hohe Frequenz des Widerstandstraining (6 Tage pro Woche) im Vergleich zu einer niedrigeren Frequenz (3 Tage pro Woche) keine zusätzlichen Vorzüge bezüglich Kraft und Muskelaufbau zu bieten scheint, wenn Volumen und Intensität gleich ausfallen.
Interessanterweise konnte die Gruppe mit hoher Trainingsfrequenz schnellere Zuwächse an Muskelmasse erzielen – 2,6 Kilogramm im Vergleich zu 1,7 Kilogramm in der Gruppe mit niedrigerer Frequenz.
Ähnliche Resultate konnten beobachtet werden, als ein Team von brasilianischen Wissenschaftlern das Training einer Muskelgruppe einmal wöchentlich mit einem Ganzkörpertraining, das an 5 Tagen pro Woche von Montag bis Freitag ausgeführt wurde, verglich (8). Um für die Studie als Probanden in Frage zu kommen, mussten die Teilnehmer seit mindestens drei Jahren trainiert haben und dazu in der Lage sein, bei Kniebeugen 150% ihres Körpergewichts und beim Bankdrücken 100% ihres Körpergewichts zu bewegen.
Die Gruppe, die jede Muskelgruppe einmal pro Woche trainierte, führte zwei Übungen mit je 5 bis 10 Sätzen pro Übung aus, während die Ganzkörpergruppe 11 Übungen mit je 1 bis 2 Sätzen pro Übung aus. Beide Trainingseinheiten dauerten etwas länger als 30 Minuten.
Auch hier konnten keine signifikanten Unterschiede bezüglich Kraft- oder Massezuwächse zwischen den beiden Gruppen beobachtet werden – 10 bis 15 Sätze über 5 Tage verteilt erhöhten Muskelmasse und Kraft in ähnlichem Umfang wie dieselbe Anzahl an Sätzen, wenn diese einmal pro Woche ausgeführt wurde. Ähnlich wie bei der Studie der University of South Florida konnte die Ganzkörpergruppe jedoch im Vergleich zur Gruppe, die jede Muskelgruppe nur einmal pro Woche trainiert hatte, geringfügig größere Zuwächse an fettfreier Körpermasse verzeichnen.
Im Rahmen einer weiteren Untersuchung fanden kroatische Wissenschaftler heraus, dass das Training einer Muskelgruppe entweder drei- oder sechsmal pro Woche bei gleichem Volumen zu ähnlichen Zuwächsen an Muskelmasse und Kraft führte (9).
Anfänger, etwas Fortgeschrittene oder erfahrene Trainierende?
Die Länge der Zeit, die Du bereits trainiert hast, scheint auch einen Einfluss darauf zu besitzen, wie Deine Muskeln auf eine höhere Trainingsfrequenz ansprechen. Wenn Du gerade erst mit einem Training mit Gewichten angefangen hast, dann kann es gut sein, dass Du mit einem konventionellen Trainingsprogramm, bei dem Du jeden Muskel zwei- bis dreimal pro Woche trainierst, genauso gute Resultate erzielen kannst.
Bei einer Gruppe untrainierter Trainingsanfänger, führte ein Training mit Gewichten an einem oder drei Tagen pro Woche über einen Zeitraum von 11 Wochen zu sehr ähnlichen Zuwächsen an Muskelmasse und Kraft (10). Zumindest was das Muskelwachstum angeht, funktionierten sechs Sätze einmal pro Woche ausgeführt, genauso gut wie zwei Sätze dreimal wöchentlich.
Als Wissenschaftler der brasilianischen University of São Paulo den Einfluss der Trainingsfrequenz bei einer Gruppe untrainierter junger Männer betrachtete, fanden sie keine Vorzüge des Trainings eines Muskels an mehr als zwei Tagen pro Woche heraus (11).
Die Trainierenden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Beide Gruppen trainierten ein Bein fünfmal wöchentlich unter Verwendung einer Beinstreckmaschine. Das andere Bein wurde entweder zwei- oder dreimal wöchentlich trainiert. Anders als bei den anderen Studien, die wir bisher betrachtet haben, war das Gesamttrainingsvolumen nicht identisch. Das Programm mit hoher Frequenz umfasste 15 Sätze pro Woche, während das Training mit niedriger Frequenz 6 bis 9 Sätze pro Woche umfasste.
Nach acht Wochen hatte das Training mit höherem Volumen nicht zu einem schnelleren Muskelaufbau geführt. Drei Sätze an 2 bis 3 Tagen pro Woche hatten dasselbe Muskelwachstum wie drei Sätze an fünf Tagen pro Woche produziert. Die Wissenschaftler beobachteten außerdem, dass die Rate der Progression des Beins, das mit hoher Frequenz trainiert wurde, deutlich geringer als bei dem Bein ausfiel, das an zwei bis drei Tagen pro Woche trainiert wurde. Die Trainierenden waren nicht dazu in der Lage die Anzahl der Wiederholungen oder das Gewicht genauso schnell wie bei dem Bein zu erhöhen, das mit einer niedrigeren Frequenz trainiert wurde.
Die Wissenschaftler hoben jedoch auch hervor, dass diese Resultate spezifisch für untrainierte Individuen sind. Bei Trainierenden mit ein paar Jahren Trainingserfahrung, könnten die Resultate deutlich anders ausfallen.
Hier ist das, was sie zu diesem Thema sagten:
“Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sich der zeitliche Verlauf der Erhöhung der Proteinsynthese nach einer Widerstandstrainingseinheit zu einem kürzeren und spezifischeren Verlauf verändert, ist es angemessen zu vermuten, dass trainierte Individuen von einer höheren Trainingsfrequenz wie fünfmal wöchentlich profitieren könnten. Diese Idee wird durch einen geringeren Stresseinfluss einer jeden Widerstandstrainingseinheit mit zunehmender Trainingserfahrung unterstützt, welcher die notwendige Erholungsphase zwischen zwei Trainingseinheiten verkürzt.“
Borge Farelli sagt hierzu folgendes:
„Studien zeigen, dass auch wenn moderat trainierte Kraftsportler nach einer Trainingseinheit eine anabole Erhöhung der Muskelproteinsyntheserate für 24 bis 48 Stunden nach dem Training erleben, bevor die Muskelproteinsynthese wieder auf den Basiswert zurückkehrt, kann diese Erhöhung bei weiter Fortgeschrittenen Trainierenden deutlich kürzer ausfallen und lediglich 12 bis 16 Stunden andauern.“
Kurz gesagt gilt, dass Deine Muskeln, wenn Du gerade erst mit dem Training begonnen hast, unabhängig davon, ob Du Dein Training auf eine, zwei oder drei Trainingseinheiten pro Woche aufteilst, mit derselben Geschwindigkeit wachsen können. Wenn Du jedoch weiter fortgeschritten bist, dann kann es gut sein, dass Du bessere Resultate verzeichnen kannst, wenn Du jede Muskelgruppe öfter als zwei- bis dreimal pro Woche trainierst.
Abschließende Gedanken
Es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass Millionen Menschen unter Verwendung einer großen Bandbreite unterschiedlicher Trainingsmethoden erfolgreich Muskeln aufgebaut haben. Die Resultate des Norwegian Frequency Projects sollten nicht in die Richtung interpretiert werden, dass jede Muskelgruppe sechsmal wöchentlich zu trainieren jetzt der offiziell beste Weg ist, zu trainieren.
Diese Untersuchungen legen lediglich nahe, dass der Bereich effektiver Trainingsfrequenzen – insbesondere für Trainierende mit mehreren Jahren Trainingserfahrung mit Gewichten – deutlich weiter als zuvor gedacht ausfallen könnte.
Referenzen
- Hanssen KE, Kvamme NH, Nilsen TS, Rønnestad B, Ambjørnsen IK, Norheim F, Kadi F, Hallèn J, Drevon CA, Raastad T. (2013). The effect of strength training volume on satellite cells, myogenic regulatory factors, and growth factors. Scandinavian Journal of Medicine and Science in Sports, 23, 728-739
- Rønnestad BR, Egeland W, Kvamme NH, Refsnes PE, Kadi F, Raastad T. (2007). Dissimilar effects of one- and three-set strength training on strength and muscle mass gains in upper and lower body in untrained subjects. Journal of Strength and Conditioning Research, 21, 157-163
- http://www.ed.ac.uk/polopoly_fs/1.94449!/fileManager/Book%20of%20Abstracts%20ECSS%20Bruges%202012.pdf
- http://www.nih.no/Documents/1_SFP/ICST%202012/ICST%20Book%20of%20abstract%20Final%20291012.pdf
- http://articles.elitefts.com/training-articles/reignite-progress-with-new-science/
- http://gregnuckols.com/2014/02/18/high-frequency-training-for-a-bigger-total-research-on-highly-trained-norwegian-powerlifters
- http://journals.lww.com/nsca-jscr/Abstract/publishahead/Training_Volume,_Not_Frequency,_Indicative_of.95555.aspx
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29489727
- https://www.researchgate.net/publication/327435932_Resistance_training_frequencies_of_3_and_6_times_per_week_produce_similar_muscular_adaptations_in_resistance-trained_men
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30013480
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29852092

Wir haben 11 Experten aus unterschiedlichen Bereichen des Kraftsports folgende Frage gestellt:
Was war der größte Fehler, den Du als Anfänger gemacht hast – und was würdest Du heute anders machen?
Ich habe versucht das zu machen, was die Besten getan haben
Ich hatte immer einen recht guten Bullshit Detektor und einen brauchbaren gesunden Menschenverstand, was dazu führte, dass ich mir glücklicherweise immer intelligente Lehrer gesucht habe. Es gibt einen Spruch, der da lautet „Erfolg hinterlässt Spuren“, weshalb ich immer versucht habe, mich mit Leuten zu umgeben, die mehr als ich wussten.
Aber als Anfänger hätte ich die weiter fortgeschrittenen Jungs lieber fragen sollen, wie sie ihre Grundlagen und ihre Kraftbasis aufgebaut haben. Was für fortgeschrittene Trainierende funktioniert, funktioniert nicht notwendigerweise auch für Anfänger und umgekehrt.
Aus diesem Grund solltest Du Dir die Menschen suchen, die das erreicht haben, was Du erreichen möchtest, aber anstatt sie einfach nachzuahmen und zu kopieren, solltest Du sie fragen, wie sie angefangen haben und wie sie das erreicht haben, was sie heute leisten – und dann mache genau das.
- Ben Bruno – Kraftsporttrainer
Ich habe die Frequenz nicht zu meinem Vorteil genutzt
Ich war davon überzeugt, dass es eine magische Kombination von Sätzen und Wiederholungen gab, die ich noch nicht gefunden hatte. Ich suchte deshalb endlos in Bodybuilding- und Kraftsportzeitschriften, um die Antwort auf meine Frage zu finden. Das wahre Problem bestand jedoch darin, dass ich meine hartnäckigen Muskeln nicht mit ausreichender Frequenz trainierte.
Während einer Woche probierte ich hohe Wiederholungszahlen und während der nächsten niedrige Wiederholungszahlen aus. Dann waren es dreifach absteigende Sätze oder ein Training mit unmenschlicher Intensität und Teilwiederholungen. All dies versagte, weil ich nicht erkannte, dass selbst die beste Kombination von Sätzen und Wiederholungen während einer einzigen Trainingseinheit selbst im besten Fall nur eine minimale Menge an Muskelwachstum anregen wird. Noch mehr Intensität und Volumen zu einer Trainingseinheit hinzuzufügen, die bereits von beidem mehr als genug umfasste, war in etwa so wie zu versuchen noch mehr Benzin in einen bereits vollen Tank zu füllen.
Erst als ich die die Frequenz des Trainings für meine hartnäckigen Muskelgruppen (um das Vierfache oder mehr) erhöhte, konnte ich ein Wachstum beobachten.
Doch nach etwa einem Monat oder so bekam ich Probleme mit einem Übertraining. Es kostete mich noch mehr Zeit herauszufinden, dass die gesteigerte Frequenz auf einige wenige Muskelgruppen auf einmal begrenzt werden muss und dass sich die Übungsparameter alle paar Wochen systematisch ändern müssen. Glücklicherweise fand ich dies in meinen frühen Jahren heraus, so dass meine Klienten nicht genauso leiden mussten wie ich.
- Chad Waterbury – Kraft- und Konditionstrainer
Ich führte die falschen Übungen aus
Als schlaksiger Teenager konnte ich viele der effektivsten Übungen wie Langhantel Kniebeugen, Klimmzüge mit dem eigenen Körpergewicht und Dips nicht ausführen. Deshalb verzichtete ich für die ersten vier Jahre meines Trainings auf diese Übungen. Ich hatte während dieser Zeit null Ahnung von Regression und Progression.
Als ich dann endlich Langhantel Kniebeugen zu meinem Programm hinzufügte (dies war die Zeit vor dem Aufkommen des Internets), führte ich Viertelkniebeugen Kniebeugen und Kreuzheben mit gerundetem Rücken aus, weil ich es ganz einfach nicht besser wusste.
Hätte ich mit einer einfachen Regression wie Goblet Kniebeugen, durch Bänder unterstützte und exzentrische Klimmzüge, durch Bänder unterstützte und exzentrische Dips und rumänische Kniebeugen begonnen, dann hätte ich von Anfang an Variationen dieser Übungen ausführen können. Ich hätte schnell Fortschritte erzielt und innerhalb von sechs Monaten tiefe Kniebeugen mit einer Langhantel, Klimmzüge, Dips und sauberes Kreuzheben ausführen können und ich hätte auch bei meiner Körperentwicklung sehr viel schnellere Fortschritte beobachten können.
- Bret Contreras – Kraftsporttrainer
Ich habe zu viele Finetuning Übungen ausgeführt
Bevor Kraftsport- und Konditionstrainer in den Populärmedien eine Stimme bekamen, konnten wir uns nur auf Informationen aus Bodybuildingzeitschriften verlassen. Dies bedeutete, dass die meisten von uns einfach die Profis kopierten. Erfahrungen aus der Praxis sind wichtig, aber dies machte uns gleichzeitig auch kurzsichtig.
Ich kaufte mir z.B. ein Buch des Bodybuilders Bob Paris. In diesem Buch empfahl er Zehenheben. Dies ist so etwas wie reverses Wadenheben, bei dem die Fersen auf dem Boden bleiben und Du Deine Zehen anhebst. Ich war damals fest davon überzeugt, dass meine Gesamtkörperentwicklung unausgewogen werden würde, wenn ich diese kleine Übung außen vor lassen würde.
Das Problem? Ich führte all dieses dumme Zehenheben anstelle von Übungen wie Kreuzheben und Klimmzüge aus. Das ist in etwa so, wie die Felgen Deines Autos zu polieren, aber hierbei zu vergessen, es zu tanken und regelmäßige Ölwechsel durchzuführen.
Heute beobachten wir fast dasselbe. Zu viele junge Menschen verbringen zu viel Zeit damit, sich auf Kleinigkeiten zu konzentrieren. Exzessive korrigierende Übungen. Exzessives Beweglichkeitstraining, Arbeiten am Gleichgewicht…und das, obwohl ihr eigentliches Ziel ganz einfach darin besteht, Fett zu verlieren und Muskeln aufzubauen. All dieses Zeug hat seine Berechtigung, aber Du solltest hierüber nicht vergessen schwere Gewichte herumzuwerfen und Dinge zu tun, die Dich außer Puste und zum Schwitzen bringen.
Und das ist das Kernproblem: all dieses begleitende Zeugs ist leicht, weshalb die Leute dazu neigen, es bevorzugt zu verwenden. Aber leicht zwingt Deinen Körper nicht dazu, sich anzupassen und sich zu verändern. Leicht macht Dich nicht stark und es wird Dich auch nicht nackt gut aussehen lassen.
Chris Shugart – T Nation Chief Creative Officer
Ich habe Nahrungsmittel isoliert betrachtet
Ich war ein überarbeiteter, gesundheitsbesessener, Trainingsjunky mit einer Kohlenhydratphobie, der immer zu denken pflegte “Zum Teufel mit dieser Diät. Wenn ich nicht gleich etwas zu essen bekomme, dann fange ich an meinen eigenen Arm abzuknabbern. Sicherlich kann ich mir gelegentlich auch mal einen Hamburger oder eine Pizza gönnen.“ Und so gab ich meinem Verlangen nach.
Was waren die Resultate? Eine 100 Zentimeter Taille, 30 Pfund Übergewicht und eine Schilddrüsenerkrankung. Dieser Typ von überstrengem Denken brachte mich immer wieder dazu, auf die eine oder andere Art und Weise extrem über die Stränge zu schlagen.
Ich verzichtete z.B. auf Bananen, da diese „zu viele“ Kohlenhydrate enthielten, aber als Resultat hiervon endete ich damit, ein paar Tage später ein Burger oder Käsekuchen Fressgelage zu genießen. Nachdem ich beobachtet hatte, dass dieses Phänomen kontinuierlich Patient für Patient auftrat, gab ich ihm den Namen „der Bananeneffekt.“
Und hier ist das, was ich anders machen musste: Als erstes erkannte ich das Konzept von Puffernahrungsmitteln. Es gibt bestimmte Nahrungsmittel, die wir aus keinem anderen Grund in unserer Ernährung brauchen, als dass wir sie lieben und sie unsere Gelüste stillen. Ich liebte Bananen. Der Verzehr von Bananen gibt mir den süßen Geschmack, nach dem ich mich sehne, aber gleichzeitig führen Bananen nicht zu den Fressgelagen, wie dies der Verzehr von Pommes Frites tun kann.
Bananen sind mein Puffernahrungsmittel. Wenn ich Bananen in meine regelmäßige Ernährung aufnehme, dann resultiert dies darin, dass ich mich insgesamt besser ernähre und mich befriedigter fühle. Bananen sind dazu in der Lage meinen Hunger, meine Energie und meine Gelüste unter Kontrolle zu halten.
Ein anderes Beispiel für ein Puffernahrungsmittel für mich ist Wein. Wenn ich ein Glas Wein zum Abendessen trinken kann, dann erlaubt mir dies, mich auch nur mit Salat, Steak und Gemüse befriedigt zu fühlen und hält mich davon ab, mich an Kohlenhydraten zu überfressen oder ein Dessert zu brauchen.
Nahrungsmittel isoliert zu betrachten, als ob sie nichts mit meinen anderen Nahrungsmittelentscheidungen zu tun hätten, war ein großer Fehler. Jetzt esse ich das, was es mir erlaubt eine bessere Wahl bezüglich der Nahrungsmittel bei folgenden Mahlzeiten zu treffen – und das auch dann, wenn diese Nahrungsmittel aus isolierter Sicht vielleicht nicht die wünschenswerteste Wahl darstellen würden.
Jade Teta – Integrativer Arzt, Naturopath, Trainer
Ich habe zu viel zeit mit der anhebenden Phase und nicht genug Zeit mit der absenkenden Phase verbracht
Al sic im Jahr 1959 mit dem Training begann, achtete niemand wirklich auf die absenkende/exzentrische Phase. Es war die anhebende/konzentrische Phase, die uns wichtig war. Bei jedem Satz a 10 Wiederholungen wurde die konzentrische Phase ab der siebten oder achten Wiederholung schrittweise immer schwerer, bis ich etwas – oder manchmal auch recht stark – abfälschen musste, um die letzten ein bis zwei Wiederholungen zu schaffen.
Nachdem ich bei den letzten Wiederholungen abgefälscht hatte, senkte ich dann das Gewicht langsam, gleichmäßig und kontrolliert ab? Nein. Ich ließ es einfach fallen und hoffte, dass es unten vielleicht noch etwas abprallte, um mir den notwendigen Schwung zu geben, der notwendig war, um eine weitere konzentrische Wiederholung ausführen zu können. Meine Trainingspartner und ich konzentrierten uns auf konzentrisches Training. Die Frage, um die es uns ging, war, „Wie viel Gewicht kannst Du nach oben bewegen?“
Im Jahr 1972 las ich einen Artikel mit dem Titel "Accentuate the Negative," (betone die Negativwiederholung) von Arthur Jones im IronMan Magazin. Jones hatte herausgefunden, dass der negative Teil der Bewegung wichtiger als die anhebende Phase war. Er bewies, dass der durchschnittliche Trainierende bei der negativen Phase um etwa 40% stärker als während der positiven Phase ist. Mit anderen Worten ausgedrückt, bedeutet dies Folgendes: Wenn Du einen strikte Wiederholung Langhantelcurls mit 50 Kilo ausführen kannst, dann kannst Du eine kontrollierte Negativwiederholung Langhantelcurls mit 70 Kilo ausführen.
Jones versuchte während der nächsten beiden Jahrzehnte Maschinen zu entwickeln, die während der negativen Phase der Bewegung mehr Widerstand als während der konzentrischen Phase erlaubten, aber er war – zumindest nach seinen Standards und Wünschen – nie wirklich erfolgreich. Die Richtlinie, die er hatte, war einfach: Lasse Dir für die Negativwiederholung doppelt so lange Zeit wie für die konzentrische Phase der Bewegung. Wenn die konzentrische Phase also 2 Sekunden andauert, dann solltest Du Dir für die Negativwiederholung 4 Sekunden Zeit lassen. Solch eine Richtlinie ist besser für freie Gewichte als für Maschinen, da Maschinen Reibung umfassen, was die konzentrische Bewegung schwerer und die exzentrische Bewegung leichter macht.
Seit 2000 sind Trainierende schrittweise wieder mehr zu konzentrischem und weniger exzentrischem Training zurückgekehrt. Wenn Du heute ernsthafte Bodybuilding Studios besuchst, dann kann es gut sein, dass Du dort niemanden mehr sehen wirst, der schwere Negativwiederholungen oder etwas anderes in diese Richtung ausführt.
Im Jahr 2009 wurde eine bahnbrechende Studie im British Journal of Sports Medicine zum Thema veröffentlicht. Die Wissenschaftler untersuchten 66 Studien der letzten 50 Jahre, die ein Widerstandstraining in Form eines Negativtrainings mit konzentrischem Widerstandstraining miteinander verglichen hatten. Die Wissenschafter verwendeten die Daten all dieser Studien, um computerberechnete Metaanalyen durchzuführen. Die Resultate zeigten, dass ein Negativtraining für den Aufbau von Muskelmasse und Kraft signifikant effektiver als ein rein konzentrisches Training war.
Ich wünschte, dass ich während meiner frühen Tage des Trainings mehr über Negativtraining gewusst hätte.
- Ellington Darden – Arzt, Bestseller Bodybuilding Autor
Ich führte zu viele Trizeps Kickbacks aus
Ich trainierte auch zu viel Beinstrecken, Handgelenkcurls, reverse Curls und andere Übungen, die mir zu wenig Gegenwert für meine Anstrengungen gaben. Ich war damals groß und erbärmlich dürr und hätte meine Zeit nicht mit solch unnützen Übungen verschwenden sollen.
Ich hätte einen Plan haben sollen. Ich hätte mich auf Kniebeugen, Ausfallschritte, Kreuzheben, Drücken über Kopf, Rudern, Klimmzüge mit Zusatzgewicht konzentrieren sollen und vielleicht zumindest in Betracht ziehen sollen, dass der Mensch nicht die Hälfte seiner Trainingseinheiten mit Bankdrücken verbringen muss, wenn er nicht gerade ein offensiver NFL Lineman ist, sich häufig im Wald wiederfindet, wo ihm Eichenbäume auf die Brust fallen oder als Beruf Autos aus dem Schnee schiebt.
Ich hätte zuerst unter Verwendung progressiver Programme eine Kraftbasis aufbauen sollen, bei denen ich mich auf ein oder zwei Kraftübungen auf einmal hätte konzentrieren und die Leistungen bei den anderen aufrechterhalten hätte sollen.
Ich hätte Übungen wie Loaded Carries und Schieben eines Gewichtsschlittens als „Cardiotraining“ anstelle von Training auf dem Fahrradergometer oder Jogging oder dummem Training an einem Ellipsentrainer ausführen sollen.
Ich hätte zumindest für ein paar Trainingseinheiten einen Trainer engagieren sollen, um mir die olympischen Gewichtheberübungen beizubringen. Ich hätte nicht versuchen sollen stundenlange Trainingsprogramme von mit Steroiden vollgestopften Bodybuildern zu kopieren. Ich hätte ein Leben außerhalb des Fitnessstudios haben sollen. Ich hätte wissen können, wie sich eine Berührung durch eine Frau anfühlt. Kann mir irgendjemand sagen, ob ihre Haut wirklich so weich ist wie die Sitze im Lexus Coupe meiner Tante?
Und dann – nachdem ich eine solide Kraftbasis aufgebaut hätte, die olympischen Gewichtheberübungen gemeistert hätte und zumindest ein paar Feinheiten des Krafttrainings gelernt hätte – hätte ich ein paar Curls für die Mädels mit in mein Programm aufnehmen und mit dem Training für spezifische Muskelgruppen beginnen sollen.
Und wahrscheinlich hätte ich mich nie um diese dämlichen Isolationsübungen kümmern müssen, wenn ich von Anfang an alles richtig gemacht hätte, da ich diese Übungen dann gar nicht erst gebraucht hätte. All das harte Zeugs hätte mich aus Sicht der Körperentwicklung genau dorthin gebracht, wo ich hin wollte.
- TC Luoma – T Nation Herausgeber
Ich habe versucht meine Muskeln zwangszuernähren
Als ich 18 Jahre alt war, wollte ich Gewicht fürs Footballspielen aufbauen. Ich begann also jeden Tag tonnenweise Junkfood zu essen. Ich aß jeden Tag mindestens zweimal Junkfood und trank mehrere Portionen kalorienreicher Shakes, die Weight Gainer, Eiscreme, Erdnussbutter, Eier und Vollmilch enthielten. Ich muss so um die 6000 kcal pro Tag gegessen haben. Ich tat alles, um das Gewicht auf der Waage steigen zu lassen.
In einem Sommer steigerte ich mein Gewicht von 84 auf 100 Kilo und dachte ehrlich, dass das alles Muskeln waren, da meine Hose nicht enger geworden war. Ich wusste jedoch nicht, dass meine Mutter meine Hosen weiter machte, während mein Bauch wuchs! In Wirklichkeit war mein Bauchumfang von 82 auf 105 Zentimeter angestiegen.
Als das Football Trainingscamp kam, brauchte ich erbärmliche 5,31 Sekunden für die 4 Yards, was langsamer als die meisten anderen war. Ich flog nach nur zwei Spielen aus der Startaufstellung, da ich einfach nicht mithalten konnte.
Nach dieser Saison entschloss ich Fett zu verlieren, nur um wieder bei 85 Kilo zu landen. Während eines Zeitraums von 9 Monaten hatte ich also in der Blüte meines Bodybuilding Potentials praktisch nichts erreicht. Das war der Punkt, an dem ich lernte, dass man ein Muskelwachstum nicht durch Essen erzwingen kann. Natürlich ist zu wenig zu essen einer der besten Wege, das Muskelwachstum zu beschränken, aber das Konzept der Masseaufbauphase starb für mich in diesem Jahr.
Ich lernte außerdem, dass es, wenn Du nicht bereits zu Beginn schlank bist (und einen Körperfettanteil oberhalb von 13% aufweist), schwer ist, rein anhand des visuellen Unterschiedes zu beurteilen, ob Du Deinen Körperfettanteil um 5 oder 6 Prozentpunkte erhöht hast. Es gibt einen Bereich des Körperfetts, in dem es schwer ist, einen Unterschied zu sehen. Wenn Dein Körperfettanteil zwischen 14 und 20 Prozent liegt, dann bist Du nicht schlank genug, um definiert zu sein und nicht fett genug, um beschissen auszusehen. Es kann gut sein, dass Du 10 bis 15 Pfund Fett aufbaust und DENKST, dass Du Muskeln aufbaust.
Wenn es um den Aufbau eines muskulösen Körpers geht, dann gibt es keine Abkürzungen. So lange Du nicht über eine erstaunliche Genetik für den Muskelaufbau verfügst, wirst Du akzeptieren müssen, dass das Erreichen Deines Wunschkörpers ein Langzeitprojekt sein wird. Und der Versuch Mutter Natur zu etwas zu zwingen kann genau die entgegengesetzte Wirkung besitzen und das Erreichen Deines Traumkörpers noch schwerer machen.
Das Beste, was Du tun kannst, ist Deine Ernährung auf die Reihe zu bekommen: iss reichlich qualitativ hochwertige Nahrungsmittel und verzichte auf die Junkfood Route. Wähle eine Trainingsphilosophie, die zu Deinen Zielen passt und arbeite hart. Und ziehe ein gutes Supplement Protokoll in Betracht, um Deine Trainingseinheiten zu optimieren (hierbei solltest Du zuerst Deine Ernährung rund um Dein Training auf den Punkt bringen, bevor Du irgendetwas anderes in Betracht ziehst). Tue dies konsistent für mehrere Jahre und Du wirst Deinem Ziel jeden Tag etwas näher kommen.
Christian Thibaudeau – Kraftsporttrainer
Ich dachte, dass Isolation Bewegungen trumpft
Wenn ich alles noch einmal tun müsste, dann würde ich folgende einfache Richtlinien für das Training mit Gewichten verwenden:
- Hebe es vom Boden auf.
- Drücke es über dem Kopf nach oben.
- Trage es über eine Distanz.
Als ich mit dem Training begann, tat ich alles vom Boden aus. Jede Übung, jede Wiederholung und jeder Satz begann vom Boden aus. Als ich in die Oberstufe kam, taten wir dasselbe:
- Power Umsetzen
- Schulterdrücken stehend
- Frontkniebeugen
- Bankdrücken
Bankdrücken vom Boden aus? Ja, wir hatten Bänke ohne Ablage und Deine Trainingspartner griffen die Stange an beiden Enden und brachten sie Dir.
Dann begann der Aufstieg der Maschinen. Jetzt legten wir uns hin, setzten uns hin und schnallten uns fest. Ich trainierte Bankdrücken an Maschinen! Es dauerte drei Jahre, bis ich diesen Fehler erkannte.
- Dan John – Kraftsporttrainer
Ich befolgte die “Iss viel, um muskulös zu werden” Philosophie
Ich dachte, dass ich, so lange ich meinen Proteinbedarf deckte, alles essen konnte, was ich wollte. Dieser Ansatz führte dazu, dass ich massiger wurde, aber es war keine gute Masse. Ich wurde so fett, dass meine Herzfrequenz und mein Blutdruck auf ungesunde Werte anstiegen, wenn ich versuchte mir die Schuhe zuzubinden.
Dies führte zu einer längeren, fordernderen Wettkampfdiät, bei der das Endergebnis all des Leidens nur sehr geringe Netto Muskelzuwächse von Wettkampfqualität umfasste.
Nach 23 Jahren Wettkampferfahrung weiß ich, dass es effektiver und gesünder ist, während der Off-Season näher an einer Wettkampfform zu bleiben. Dies macht außerdem das Diäten sehr viel leichter, da Du Dich immer in Schlagdistanz befindest. Die Qualität der Off-Season Zuwächse ist signifikant wichtiger als die Quantität der Zuwächse auf der Waage.
- Mark Dugdale – IFBB Pro Bodybuilder
Ich würde absolut nichts anders machen
Ich hatte das Glück die Gelegenheit zu haben, dass mich hervorragende Menschen leiteten und ich war intelligent genug, den Mund zu halten und auf diese Menschen zu hören. Deshalb tat ich die meisten Dinge, die jeder tun sollte: über Jahre gut essen, springen, Kniebeugen ausführen, rennen und multiple Sportarten betreiben.
Eine Sache, die ich aus Gründen von Zeit und Energie außen vor ließ war ein Training für die Oberkörperhypertrophie. Aber das ist eigentlich Haarspalterei, da ich lieber stark und schnell sein und meine Ziele erreichen wollte, als mir Gedanken über hufeisenförmige Trizeps zu machen.
Die Lektion hiervon ist, dass Du den Mund halten, Deine Ohren öffnen und zuhören solltest! Es gibt überall Mentoren, so lange Du Dein Ego und Deine 4 Monate sporadische Trainingserfahrung außen vor lässt.
- Jim Wendler – Kraftsporttrainer
Quelle: https://www.t-nation.com/training/exposed-11-things-experts-did-wrong

Bei dieser Trainingsmethode verwendest Du drei Übungsvariationen desselben Bewegungsschemas. Bei jeder dieser Übungen steigerst Du Dich bis zu Deinem 5RM Gewicht. Sobald Du Dein 5RM Gewicht für eine dieser Übungen erreicht hast, erhöhst Du das Gewicht weiter, gehst aber zu nächst stärkeren Übung über.
Du könntest z.B. mit Zercher Kniebeugen beginnen, danach zu Frontkniebeugen übergehen und anschließend klassische Kniebeugen ausführen. All diese Übungen verwenden dasselbe Bewegungsschema, und Du wirst dazu in der Lage sein, bei jeder dieser Übungen mehr Gewicht als bei der vorhergehenden Übung zu verwenden, da Du bei klassischen Kniebeugen stärker als bei Frontkniebeugen und bei Frontkniebeugen stärker als bei Zercher Kniebeugen bist.
Dies wird es Dir erlauben eine Menge Stimulation für ein spezifisches Bewegungsschema zu bekommen, während Du auf unterschiedliche Muskeln und unterschiedliche Muskelfasern, die an diesem Bewegungsschema beteiligt sind, abzielst. Bei Kniebeugen könnte dieses Schema folgendermaßen aussehen:
Kniebeugen Bewegungsschema
Verwende bei dieser Methode 4 bis 5 Sätze, um Dich bei der ersten Übung zu steigern und je 3 Sätze pro Übung bei den folgenden beiden Übungen:
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Übung |
Sätze |
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A |
Zercher Kniebeugen |
4-5 |
5 |
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Beginne mit etwa 60% Deines 1 RM Gewichts, führe Sätze a 5 Wiederholungen aus, wobei Du das Gewicht erhöhst, bis Du Dein 5 RM Gewicht erreichst. |
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B |
Frontkniebeugen |
3 |
5 |
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Beginne mit dem Gewicht, mit dem Du Deinen letzten Satz Zercher Kniebeugen ausgeführt hast. Führe 5 Wiederholungen aus und erhöhe bei jedem folgenden Satz das Gewicht, bis Du Dein 5 RM Gewicht erreichst. |
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C |
Klassische Kniebeugen |
3 |
5 |
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Beginne mit dem Gewicht, mit dem Du Deinen letzten Satz Frontkniebeugen ausgeführt hast. Führe 5 Wiederholungen aus und erhöhe bei jedem folgenden Satz das Gewicht, bis Du Dein 5 RM Gewicht erreichst. |
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Und so könnte das ganze für Schulterdrücken aussehen:
Schulterdrücken
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Übung |
Sätze |
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A |
Nackendrücken stehend |
4-5 |
5 |
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Beginne mit etwa 60% Deines 1 RM Gewichts, führe Sätze a 5 Wiederholungen aus, wobei Du das Gewicht erhöhst, bis Du Dein 5 RM Gewicht erreichst. |
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B |
Schulterdrücken stehend, Stange vor dem Körper |
3 |
5 |
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Beginne mit dem Gewicht, mit dem Du Deinen letzten Satz Nackendrücken ausgeführt hast. Führe 5 Wiederholungen aus und erhöhe bei jedem folgenden Satz das Gewicht, bis Du Dein 5 RM Gewicht erreichst. |
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C |
Push Press (Schulterdrücken stehend mit Schwung aus den Beinen) |
3 |
5 |
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Beginne mit dem Gewicht, mit dem Du Deinen letzten Satz Schulterdrücken stehend ausgeführt hast. Führe 5 Wiederholungen aus und erhöhe bei jedem folgenden Satz das Gewicht, bis Du Dein 5 RM Gewicht erreichst. |
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Trainiere weiterhin schwer, während Du diätest
Einige Mensch verzichten während der Fettabbauphase auf schwere Gewichte und führen unendliche Mengen an leichten Wiederholungen aus. Das ist ein Fehler und hier ist der Grund dafür.
Von Christian Thibaudeau
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-keep-lifting-heavy-when-dieting
Die höchste Priorität beim Versuch Fett zu verlieren sollte darin bestehen, die vorhandene Muskelmasse aufrecht zu erhalten. Ein Verlust an Muskeln sollte nicht akzeptabel sein. Ein Muskelabbau würde es unter anderem schwerer machen weiterhin Fett zu verlieren, da Muskelgewebe stoffwechseltechnisch gesehen für den größten Teil des Fettabbaus verantwortlich ist, den Du während einer Diät beobachten wirst.
Und dann ist da noch das Thema Insulinsensitivität. Wenn Du über mehr Muskelmasse verfügst, dann wird Deine Insulinsensitivität mehr in Richtung Muskelaufbau tendieren. Eine größere Muskelmasse verfügt über mehr Insulinrezeptoren, was die Insulinsensitivität der Muskeln erhöht.
Eine Aufrechterhaltung der Kraft – oder sogar ein Aufbau von Kraft – ist der absolut beste Weg sicherzustellen, dass Du keine Muskeln verlierst. Wenn Du auch während der Diät weiter schwere Gewichte bewegst, dann wird dies Deinen Körper dazu zwingen, seine bestehende Muskelmasse aufrecht zu erhalten, da diese für ihn überlebenswichtig ist. Wenn Du hingegen die Menge an Gewicht, die Du bewegst, reduzierst, dann wird Dein Körper „annehmen“, dass Du nicht mehr so viel Kraft benötigst und es in Ordnung ist, Muskeln abzubauen. Warum? Weil Muskelmasse Tag für Tag massenhaft Kalorien verbraucht und der Körper dies als verzichtbar ansehen wird.
Du kannst einen Muskel nicht definierter machen
Manchmal erhöhen Trainierende ihre Wiederholungszahlen während der Fettabbauphase deutlich, um einen Muskel definierter zu machen – zu schade, dass so etwas nicht möglich ist. Du kannst einen Muskel nur größer oder kleiner machen. Um ihn definierter zu machen, musst Du das Fett, das diesen Muskel bedeckt, loswerden, während Du den Muskel groß und voll hältst.
Einige Menschen sind nicht dumm genug, um zu glauben, dass ein Training mit leichteren Gewichten und hohen Wiederholungszahlen funktioniert, aber sie führen trotzdem mehr Wiederholungen aus, um mehr Kalorien zu verbrennen und den Fettabbau zu beschleunigen. Das ist in Ordnung – immer unter der Vorrausetzung, dass Du Dein schweres Training bereits absolviert hast. Wenn Du es jedoch mit den Wiederholungen übertreibst, dann kannst Du hierdurch indirekt Deine Muskelmasse durch eine beeinträchtige Regeneration reduzieren.
Wenn Deine Kalorienzufuhr reduziert ist, dann ist hierdurch Deine Fähigkeit, Dich vom Training zu erholen, sowieso schon reduziert, weshalb die zusätzliche Belastung durch ein gesteigertes Volumen zu Rückschritten bei Leistungsfähigkeit und Muskelmasse führen kann. Tue alles in Deiner Kraft stehende, um während einer Diät Deine Kraft zumindest aufrecht zu erhalten – und dies wird nicht geschehen, wenn Du damit aufhörst mit schweren Gewichten zu trainieren.
Trainiere Deine Bizeps vier Wochen lang täglich, um diese zum Wachsen zu bringen
Wenn Deine Bizeps nur langsam wachsen, dann ist dieser Plan genau das, wonach Du gesucht hast
Von Christian Thibaudeau
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-train-biceps-daily-for-4-weeks-to-grow
Ist Dein Bizeps Wachstum zum Stillstand gekommen? Hängen Deine Bizeps in ihrer Entwicklung schon immer hinter anderen Muskelgruppen zurück? Wenn ja, dann ist es an der Zeit für eine Spezialisierung. Du kannst Deine Bizeps jeden Tag trainieren, während Du Dein reguläres Trainingsschema aufrecht erhältst. Und nein, Du wirst Deine Bizeps mit diesem 4 Wochen Plan nicht übertrainieren.
10 Sätze jeden verdammten Tag
Wähle als erstes eine Bizepsübung, bei der Du am meisten spürst. Scottcurls, Langhantelcurls stehend, Hammercurls, usw. Hier ist das, was Du dann tust:
- Satz 1: Aufwärmen mit leichtem Gewicht
- Satz 2 Führe 6 Wiederholungen mit einem Gewicht aus, mit dem du 10 Wiederholungen ausführen könntest
- Satz 3 bis 6: Führe 3 strikte Wiederholungen pro Satz unter Verwendung des schwerstmöglichen Gewichts au
- Satz 7 bis 9: Führe 3 weniger strenge Wiederholungen (verwende ein leichtes Abfälschen, um mehr Gewicht bewegen zu können) mit dem schwerstmöglichen Gewicht aus
- Satz 10: Verwende 50% des Gewichts, das Du bei Deinem letzten strikten Satz (Satz 3 bis 6) verwendet hast und führe so viele strikte Wiederholungen wie möglich aus.
Trainingsdetails
Erinnere Dich daran, dass Du dies jeden Tag tun wirst. An einigen Tagen wirst Du Dich schwächer fühlen und ein bisschen weniger Gewicht verwenden müssen. An anderen Tagen wirst Du Dich stärker fühlen und solltest mehr Gewicht verwenden. Der Schlüssel besteht darin, dass Du sowohl bei den strikten, als auch den abgefälschten Sätzen danach strebst, so viel Gewicht wie möglich zu bewegen.
Auch wenn Du idealerweise dasselbe Gewicht für Satz 3 bis 6 verwenden würdest, solltest Du mehr Gewicht verwenden, wenn dies nötig ist. Das Ziel besteht darin, mindestens einen Satz mit dem absolut schwersten Gewicht auszuführen, mit dem Du diese angegebe Wiederholungszahl mit strikter Form ausführen kannst. Dasselbe gilt für Satz 7 bis 9. Du kannst das Gewicht von Satz zu Satz anpassen, wenn Du denkst, dass Du mehr schaffen kannst oder das Gefühl hast, dass Du das Gewicht reduzieren solltest. Scheue nicht davor zurück einen Gang nach oben zu schalten, wenn Du das Gefühl hast, dass Du dies schaffen kannst.
Da Du jeden Tag eine Menge Bizepstraining absolvieren wirst, führst Du für Deine Bizeps während dieser 4 Wochen kein weiteres Training aus. Du wirst ein signifikantes Wachstum beobachten und das tägliche schwere Training wird die Fähigkeit Deiner Bizeps steigern, schnell kontrahierende Muskelfasern zu rekrutieren, wodurch sie nach diesen 4 Wochen noch besser auf das Training ansprechen werden.
Trainiere denselben Muskel an zwei Tagen in Folge
Trainiere für bessere Zuwächse einen Muskel an einem Tag hart und schwer und dann am nächsten Tag erneut mit leichterem Pumptraining. Hier ist die Erklärung dafür, warum dies funktioniert.
Vom Christian Thibaudeau
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-train-the-same-muscle-two-days-in-a-row
Du kannst dieselbe Muskelgruppe an zwei Tagen in Folge trainieren. Dies ist für optimale Zuwächse sogar am besten
Diese Methode der doppelten Stimulation verlängert die Muskelproteinsynthese, führt zu einem gesteigerten Feedback im Muskel und regt eine bessere Ansprechfähigkeit des Muskels an. Die zweite Trainingseinheit dient dazu, die anabole Reaktion auf die erste Trainingseinheit zu verstärken. Sie tut dies durch eine verlängerte Phase einer gesteigerten Proteinsynthese und steigert außerdem den Nährstofftransport zu den Muskeln.
Wie funktioniert diese Methode?
Trainiere dieselbe Muskelgruppe an zwei Tagen in Folge, aber nicht auf dieselbe Art und Weise. Trainiere sie am ersten Tag hart mit schweren Gewichten und führe dann während der ersten 15 Minuten der Trainingseinheit am nächsten Tag 15 Minuten Pumptraining für dieselbe Muskelgruppe aus. Dann gehst Du zu Deiner eigentlichen Trainingseinheit für eine andere Muskelgruppe über. Hier ist ein Beispiel dafür, wie Du diese Methode bei einem 4 Tage „on“ / 1 Tag „off“ Split verwenden kannst.
- Tag 1: Trainiere die drückenden Muskeln (wie z.B. die Brustmuskeln beim Bankdrücken hart und schwer.
- Tag 2: Trainiere während er ersten 15 Minuten der Trainingseinheit die drückenden Muskeln erneut mit einem leichteren Pumptraining. Isolationsübungen, die in Form eines Zirkels ausgeführt werden, funktionieren am besten. Verwende z.B. einen Wiederholungsbereich von 8 bis 12 Wiederholungen unter Aufrechterhaltung einer kontinuierlichen Spannung. Jeder Satz sollte mindestens 30 Sekunden und bis zu 50 Sekunden lang andauern. Führe danach Deine schwere Haupttrainingseinheit für die ziehenden Muskeln (Rückentraining aus).
- Tag 3: Pumptraining für die ziehenden Muskeln, die Du am Vortag trainiert hast. Trainiere anschließend die Beine.
- Tag 4: Pumptraining für die Beine. Danach Bauchtraining und Konditionstraining (optional).
- Tag 5: Trainingsfrei.
Diese Vorgehensweise fördert außerdem die Regeneration und verlängert die Dauer der anabolen Phase. Die Proteinsynthese bleibt nach dem Training für etwa 24 Stunden erhöht, doch durch eine zweite Trainingseinheit am nächsten Tag, die weniger traumatisch für die Muskeln ist, kannst Du die Dauer der Proteinsynthese signifikant verlängern und somit mehr Muskeln aufbauen.
Erinnere Dich daran, dass es wichtig ist, dass es sich bei der zweiten Trainingeinheit um leichtes Pumptraining und nicht um ein Training mit schweren Gewichten handelt. Wir wollen mit dieser Trainingseinheit keine weiteren Muskelschäden hervorrufen. Wir wollen lediglich die Zellsignalisierung aktivieren, die für die Anregung einer Hypertrophie notwendig ist und Nährstoffe in den Muskel pumpen. Verwende für beste Resultate eine geeignete Trainingsernährung.
Führe Power Reißen aus einer hängenden Position aus
Dies ist die mit Abstand beste Übung für Powersportler. Hier ist die Erklärung dafür, warum dies so ist und wie Du diese Übung ausführen solltest
Von Christian Thibaudeau
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-the-power-snatch-from-the-hang
Ein Powersportler ist jemand, der bei Sportarten an Wettkämpfen teilnimmt, die einen hohen Grad an Geschwindigkeit und Explosivität erfordern. Beispiele für solche Sportarten wären American Football und Disziplinen, die Dinge wie Sprinten, Werfen oder Sprünge umfassen. Wenn Du diese Übung richtig ausführst, dann ist Power Reißen aus einer hängenden Position der beste Test für Deine sportliche Kapazität. Von allen Übungen ist dieses die eine Übung mit der höchsten Schnellkraftproduktion. Sie bedarf außerdem einer guten allgemeinen Koordination und einer vollständigen Schulterbeweglichkeit.
Power Reißen aus einer hängenden Position
- Halte den Rücken unter Spannung
- Wenn sich die Stange auf Kniehöhe befindet, springst Du nach oben (weder nach vorne noch nach hinten)
- Halte die Stange während der gesamten Bewegung eng am Körper
Es ist nicht notwendig bei dieser Übung schwere Gewichte zu verwenden. Die Beschleunigung – und zwar viel hiervon - ist der Schlüssel. Erhöhe das Gewicht nur dann, wenn Du eine korrekte Technik und eine maximale Beschleunigung aufrechterhalten kannst.
Aus einer hängenden Position ausgeführt, beginnt die Bewegung mit der Stange auf Kniehöhe anstelle vom Boden aus und Du kannst die Stange mit einer minimalen Kniebeugenbewegung unter der Stange auffangen. Anstatt die Stange selbst auf Kniehöhe zu bewegen, kannst Du sie auch auf Blöcken positionieren, so dass sie sich zu Beginn der Bewegung bereits auf Kniehöhe befindet. Dies wird als Power Reißen von Blöcken aus bezeichnet.
Der Unterschied zwischen Power Reißen aus einer hängenden Position und Power Reißen von Blöcken aus besteht darin, dass Du bei der ersten Variante die Übung durch eine Umkehrung der Aktion der Langhantel beginnst (aus der hängenden Position), während Du bei der zweiten Variante aus einer statischen Position (von Blöcken aus) beginnst. Die erste Variante wird mehr reaktive Kraft und die Kapazität, schnell von einer exzentrischen zu einer konzentrischen Bewegung überzugehen entwickeln, während die weite Variante mehr Kraft aus der Startposition entwickeln wird.
Power Reißen ist ganz offensichtlich eine komplexe Übung. Wenn Du diese Übung noch nicht gut beherrschst, dann solltest Du sie erst dann verwenden, wenn Du sie unter Anleitung eines Trainers erlernt hast.
Um maximale Schnellkraft und Explosivität zu entwickeln, solltest Du ein Gewicht verwenden, das sich im Bereich von 70 bis 80% Deines 1RM Gewichts befindet. Alle Wiederholungen sollten aggressiv explosiv sein, weshalb 2 bis 3 Widerholungen pro Satz am besten sind.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-use-the-continuous-ramp-method
Von Christian Thibaudeau | 03/14/16