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Vitamin B-Complex - GN Laboratories

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Vitamin B-Complex GNLaboratories

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GN Laboratories Vitamine B-Complex

Speziell auf den erhöhten Vitamin B Bedarf von Sportlern und körperlich aktiven Menschen zugeschnittener, hoch dosierte Vitamin B-Komplex.

Produkt Highlights:

  • Liefert 300% des Tagesbedarfs an B-Vitaminen, um eine Deckung des erhöhten Bedarfs bei körperlich aktiven Mensch sicherzustellen
  • Dank rein pflanzlicher Kapseln perfekt für die Deckung des Vitamin B12 Bedarfs von Veganern und Vegetariern geeignet
  • Unterstützung des Stoffwechsels der Makronährstoffe, des Energiestoffwechsels und der Proteinsynthese
  • Unterstützung der Synthese von Steroidhormonen und der Regulierung der Hormontätigkeit
  • Unterstützung der Funktion des Immunsystems
  • Schutz der Zellen des Körpers vor oxidativem Stress durch freie Radikale

Die Gruppe der B-Vitamine umfasst eine Reihe essentieller Vitamine, die für eine Vielzahl lebenswichtiger Prozesse im menschlichen Körper verantwortlich sind. Dieser Komplex an Vitaminen ist für hart trainierende Sportler und Bodybuilder von besonderer Bedeutung, da eine Reihe von B Vitaminen bei der Verstoffwechslung der Makronährstoffe, beim Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel und bei der Synthese von Aminosäuren eine entscheidende Rolle spielen. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass ohne eine ausreichende Zufuhr dieser Vitamine sowohl die Regeneration nach dem Training, als auch der Aufbau von Muskelmasse stark beeinträchtig sein werden.

Da die Vitamine des Vitamin B Komplex auch beim Energiestoffwechsel eine wichtige Rolle spielen und zu einer Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung beitragen, können sie die Leistungsfähigkeit während des Trainings fördern

Besonders für Kraftsportler dürfte von Interesse sein, dass die Vitamine des Vitamin B Komplex sowohl entscheidend am Stoffwechsel von Steroidhormonen, als auch an der Regulierung der Hormontätigkeit beteiligt sind. Wenn Ihnen auch nur ansatzweise die wichtige Bedeutung der körpereigenen Hormonspiegel beim Aufbau von Muskelmasse und Kraft bekannt ist, dann wird Ihnen schnell klar werden, wie sehr eine mangelnde Vitamin B Versorgung Ihre Anstrengungen im Fitnessstudio beeinträchtigen wird.

Weitere interessante Vorzüge von Vitamin B12 und B2 umfassen eine Unterstützung der Funktion des Immunsystems und einen Schutz der Zellen vor oxidativem Stress durch freie Radikale. Dies ist insbesondere für hart trainierende Sportler wichtig, da ein hartes und intensives Training eine gesteigerte Produktion freier Radikale zur Folge hat und über mehrere Stunden die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen kann. Eine ausreichende Zufuhr an B Vitaminen kann deshalb dabei helfen, diese negativen Auswirkungen des Trainings zu minimieren.

Dies ist bei weitem noch nicht alles, wie Sie weiter unten bei der Auflistung der wissenschaftlich belegten und allgemein anerkannten Vorzüge der einzelnen B Vitamine sehen werden.

Natürlich haben wir nichts dem Zufall überlassen und mit einer Dosierung von 300% der offiziell empfohlenen täglichen Zufuhr der enthaltenen B Vitamine sichergestellt, dass GN Laboratories Vitamin B-Complex auch bei Menschen mit einem aus unterschiedlichen Gründen erhöhten Vitamin B Bedarf, diesen erhöhten Bedarf deckt. Anders als Konkurrenzprodukte, die häufig irrsinnige Mengen an B-Vitaminen enthalten, haben wir mit 300% der empfohlenen Dosierung eine Menge gefunden, die einerseits völlig ausreicht, um einen erhöhten Vitamin B Bedarf zu decken, aber andererseits nicht so hoch ist, dass es bei einer Daueranwendung zu unerwünschten Nebenwirkungen und negativen Auswirkungen auf die Gesundheit kommen kann.

 

Wer kann am meisten von einer Supplemenation mit Vitaminen des Vitamin B Komplex profitieren?

Sportler und körperlich aktive Menschen weisen häufig einen erhöhten Bedarf an Vitaminen des Vitamin B Komplexes auf, der oft nur schwer über die normale Ernährung gedeckt werden kann. Weitere Menschen, die einen erhöhten Bedarf an B Vitaminen aufweisen, sind Raucher, schwangere Frauen, Menschen, die viel Stress ausgesetzt sind, Alkoholiker und Frauen, die die Antibabypille einnehmen.

Auch für Vegetariern und insbesondere Veganer kann es schwer sein, ihren Vitamin B Bedarf ohne eine Verwendung von Supplements zu decken, da einige B Vitamin primär in tierischen Nahrungsmitteln vorkommen. Ein prominentes Beispiel hierfür ist Vitamin B12, welches in rein pflanzlichen Nahrungsmitteln überhaupt nicht vorkommt.

 

Welche Vitamine umfasst GN-Laboratories Vitamin B-Complex

GN Laboratories Vitamin B-Complex umfasst alle B Vitamine in einer Menge von 300% des empfohlenen täglichen Bedarfs. Die Gesundheitsvorzüge dieser Vitamine sind wissenschaftlich gut untersucht und in der EU Healths Claims Auflistung finden Sie zu den in GN Laboratories Vitamin B-Complex enthaltenen B Vitaminen folgende offiziell anerkannten Wirkungen und Vorzüge.

 

Vitamin B1

  • Vitamin B1 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • Vitamin B1 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Vitamin B1 trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei.
  • Vitamin B1 trägt zu einer normalen Herzfunktion bei.

 

Vitamin B2

  • Vitamin B2 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • Vitamin B2 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Vitamin B2 trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei.
  • Vitamin B2 trägt zur Erhaltung normaler roter Blutkörperchen bei.
  • Vitamin B2 trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.
  • Vitamin B2 trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei.
  • Vitamin B2 trägt zu einem normalen Eisenstoffwechsel bei.
  • Vitamin B2 trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
  • Vitamin B2 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

 

Vitamin B6

  • Vitamin B6 trägt zu einer normalen Cystein Synthese bei.
  • Vitamin B6 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Vitamin B6 trägt zu einem normalen Homocystein Stoffwechsel bei.
  • Vitamin B6 trägt zu einem normalen Eiweiß und Glykogenstoffwechsel bei.
  • Vitamin B6 trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei.
  • Vitamin B6 trägt zur normalen Bildung roter Blutkörperchen bei.
  • Vitamin B6 trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
  • Vitamin B6 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
  • Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei.

 

Vitamin B12

  • Vitamin B12 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • Vitamin B12 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Vitamin B12 trägt zu einem normalen Homocystein Stoffwechsel bei.
  • Vitamin B12 trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei.
  • Vitamin B12 trägt zur normalen Bildung roter Blutkörperchen bei.
  • Vitamin B12 trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
  • Vitamin B12 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
  • Vitamin B12 besitzt eine wichtige Funktion bei der Zellteilung.

 

Folsäure

  • Folsäure trägt zum Wachstum des normalen mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei.
  • Folsäure trägt zu einer normalen Aminosäuresynthese bei.
  • Folsäure trägt zu einer normalen Blutbildung bei.
  • Folsäure trägt zu einem normalen Homocystein Stoffwechsel bei.
  • Folsäure trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei.
  • Folsäure trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
  • Folsäure trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
  • Folsäure besitzt eine wichtige Funktion bei der Zellteilung.

 

Niacin

  • Niacin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • Niacin trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Niacin trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei.
  • Niacin trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei.
  • Niacin trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.
  • Niacin trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

 

Biotin

  • Biotin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • Biotin trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Biotin trägt zu einem normalen Stoffwechsel der Makronährstoffe bei.
  • Biotin trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei.
  • Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haare bei.
  • Biotin trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei.
  • Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.

 

Pantothensäure

  • Pantothensäure trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • Pantothensäure trägt zu einer normalen Synthese und zu einem normalen Stoffwechsel von Steroidhormonen, Vitamin D und einigen Neurotransmittern bei.
  • Pantothensäure trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
  • Pantothensäure trägt zu einer normalen geistigen Leistung bei.

 

Pangamsäure

Bei Pangamsäure, welche auch als Vitamin B15 bekannt ist, handelt es sich um eine natürlich im Körper vorkommende Verbindung. Pangamsäure wird im medizinischen Bereich und im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung von Durchblutungsstörungen eingesetzt, da sie die Durchblutung und die Blutzufuhr zu unterschiedlichen Körpergeweben verbessert.

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Täglich 1 Kapsel unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen.

Cobalamin

Vitamin B12 (Cobalamin)

Vitamin B12 bzw. Cobalamin ist ein Vitamin, welches ausschließlich von Mikroorganismen gebildet werden kann. Da Vitamin B12 nicht von Pflanzen gebildet werden kann wird immer wieder die Frage diskutiert, in wieweit eine rein pflanzliche Ernährung eine ausreichende Versorgung des Vitamins ermöglicht.
Bei cobalaminen Verbindungen (Vitamin B12 aktive Verbindungen) gibt es vier, die eine biologische Wirkung bei Mensch und Tier haben: Adenosyl-, Aquo-, Hydroxy- und Methylcobalamin und die synthetische Verbindung Cyanacobalamin. Mit Ausnahme von Cyanacobalamin sind diese Verbindungen licht- und hitzeempfindlich. Sauerstoff beschleunigt die Inaktivierung der Cobalamine erheblich.
Das mit der Nahrung aufgenommene Cobalamin wird durch Salzsäure und dem Enzym Protease des Magens aus der Nahrung freigesetzt. Bevor das Vitamin in den Blutkreislauf gelangt, heftet es sich an bestimmte Proteine die dem Cobalamin als "Transportsystem" in den Blutkreislauf dienen. Der Transport zu den Organen erfolgt über eine weitere Eiweißbindung. Es heftet sich an das Beta-Globulin Transcobalamin welches als Rezeptor an der Zelloberfläche erkannt wird. Das Transcobalamin erleichtert die Aufnahme des Vitamins in die Zellen.
Im Cobalaminstoffwechsel spielt das "Recycling" des Vitamins eine erhebliche Rolle. Das über die Galle ausgeschiedene Cobalamin kann sich im Dünndarm wieder an ein "Transporteiweiß" heften, welches eine erneute Absorption in dem Blutkreislauf ermöglicht.
Vitamin B12 wird meistens im terminalen Ileum absorbiert. Für die Aufnahme ist ein Transportprotein, der so genannte Intrinsic Factor, notwendig. Dieser Faktor wird in der Magenschleimhaut produziert und ist bei der so genannten A-Gastritis vermindert, so dass sich als Folge ein Vitamin-B12-Mangel ausbilden kann. Bei Darmerkrankungen (Morbus Crohn) oder nach Resektionen von terminalen Ileum oder des Magens kann die Substitution des Vitamin B12 nötig sein.

Aufgabe/Funktion

B12 hat zwei Hauptaufgaben im Körper. Es wird im Knochenmark bei der Bildung der roten Blutkörperchen und im Nervensystem benötigt. Es wirkt als CoEnzym bei der DNS-Synthese, fördert den Proteinaufbau, den Kohlenhydrat- und Fett-Stoffwechsel.


Vorkommen

Vitamin B12 wird ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt. Tiere und Pflanzen sind dazu nicht in der Lage. Tiere, die ebenfalls Vitamin B12 benötigen, decken ihren Bedarf durch fressen von "unsauberer" Nahrung, auf der solche Mikroorganismen vorkommen. Man nimmt aber an, dass gerade Pflanzenfresser den Hauptteil ihres Bedarfes über eine Symbiose mit diesen Mikroorganismen in ihrem Darm decken. Auch beim Menschen kommen diese Mikroorganismen im Darm vor und produzieren dort Vitamin B12. Es wird angenommen, dass dadurch auch der Mensch einen Großteil seines Bedarfs deckt, weil Vitamin B12 nur in äußerst geringen Dosen zugeführt werden muss im Gegensatz zu anderen Vitaminen, die teilweise grammweise benötigt werden. Dafür ist eine intakte Darmflora notwendig und eine frühe Ansiedelung der Mikroorganismen in der Dünndarmregion. Denn im Dickdarm produziertes Vitamin B12 wird meist unabsorbiert ausgeschieden. Vitamin B12 wird sehr gut in der Leber gespeichert und ist meist in Nahrung tierischer Herkunft fast überall enthalten. Früher war man der Ansicht, dass der Bedarf von Vitamin B12 bei vegetarisch/veganer Ernährung durch milchsauer vergorene Lebensmittel (Sauerkraut, Rote Beete, Lupine, Algen) gedeckt werden kann. Mittlerweise weiß man, dass es sich hierbei um vornehmlich inaktive Vitamin B12 Analoga handelt.

Mangelerscheinungen

Bei einem Mangel an Vitamin B12 kann es zur Perniziöse Anämie (Perniziosa), einer Erkrankung des Blutbildes und zur funikulären Myelose kommen. Die Ursachen für diesen Mangel können zum einen in unzureichender Zufuhr durch Nahrung, wie sie bei sehr strenger veganer Ernährung beobachtet wurde, oder durch unzureichende Aufnahme verursacht werden. Bei mangelhafter Aufnahmefähigkeit im Magen-Darm-Trakt, fehlt dem Organismus im Magensaft der Intrinsic Factor (ein Glykoprotein, das von den Belegzellen des Magens und im Zwölffingerdarm produziert wird und für die Vitamin B12-Aufnahme unablässig ist). Der Intrinsic-Faktor bindet Cobalamin in einem vor Verdauungsenzymen schützenden Komplex und ermöglicht so den Transport in die Darmzellen, von wo aus Vitamin B12 über Bindung an weitere Proteine (Transcobalamine) in die äußeren Gewebe gelangt.

Überdosierung

Auch nach Zufuhr der 10.000 fachen Dosis konnten keine toxischen Effekte nachgewiesen werden. Da Vitamin B12 wasserlöslich ist, werden Überschüsse über den Urin wieder ausgeschieden. Bisher wurde noch von keiner Überdosierung berichtet und selbst Allergien gegen Vitamin B12 treten äußerst selten auf.

Bedarf

Der tägliche Mindestbedarf ist im Vergleich zu den meisten andern Vitaminen sehr viel geringer, er beträgt nur ca. 3 Mikrogramm. Ein Mangel an Vitamin B12 entwickelt sich sehr langsam, bei völligem Stopp der Zufuhr in der Regel erst nach zwei bis drei Jahren, da der Körper das Vitamin über längere Zeit in der Leber speichern kann.

Bedarf im Sport

Unter Sportlern genießt das Vitamin B12 einen guten Ruf. Sie berichten, selbst wenn das Vitamin verabreicht wird, ohne das Mängel bestehen, von einem gesteigerten Wohlbefinden und vermehrtem Appetit. Einige schwören auf stimulatorische und anabole Effekte. Viele Bodybuilder nehmen Dosierungen bis zu 1500mcg am Tag. Ich glaube dass ein Dosis von 300mcg am Tag zu den Mahlzeiten wurde absolut ausreichen.

Folsäure

Folsäure / Vitamin B9

Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine große Gruppe von Substanzen. Es gibt etwa 100 verschiedene Folsäure-aktiven Stoffe. Man nennt sie Folate. Die in Lebensmitteln vorkommenden Folate zählen zu den instabilen Vitameren. Sie sind insgesamt lichtempfindlich und reagieren extrem empfindlich gegenüber Sauerstoff und Hitze.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht spielt die Menge der vorhandenen Folate eher eine untergeordnete Rolle. Entscheidend über die Bioverfügbarkeit ist die Form der vorliegenden Folate. In Lebensmitteln liegen Folate aus ernähungsphysiologischer Sicht in zwei Formen vor: in Folsäure-Mono- oder -Poly-Glutamaten. Monoglutamate werden auch als freie Folsäure bezeichnet. Die Aufnahmefähigkeit ist bei freier Folsäure weitaus höher, als bei den Polyglutamaten. Entscheidend über die Bioverfügbarkeit ist auch die Zubereitung der Lebensmittel. Durch das Zerkleinern von rohem Gemüse werden Folate der Zellen freigesetzt. Dadurch können sie mit gewebseigenen Enzymen so verändert werden, dass sich ihre Bioverfügbarkeit verbessert. Auf Grund der hohen Hitzeempfindlichkeit der Folate haben gegarte Lebensmittel eine verminderte Bioverfügbarkeit des Vitamins.

Folate müssen eine bestimmte Struktur aufweisen, um vom Dünndarm aufgenommen werden zu können. Während Folsäuremonoglutamat (Moleküle mit nur einem Aminosäurerest, dem Glutamylrest) weitgehend ohne Umwege resorbiert werden kann, müssen die Folsäurepolyglutamate (Moleküle mit mehreren Glutamylresten) vor der Resorption gespalten werden. Diese "Vorbereitung" zur Resorption ist aber nur bedingt möglich. D.h. es können nicht alle, bis zu acht Glutamylreste abgespalten werden. Dadurch ist die Aufnahme von Folsäurepolyglutamaten sehr begrenzt. Gespeichert wird das Vitamin zum größten Teil in der Leber. Die Speicherdauer ist aber nur sehr kurz. Schon nach ca. vier Wochen folatfreier Ernährung sind die Speicher weitgehend erschöpft.

Aufgaben

Folsäure wirkt vorwiegend als Coenzym. Es ist am Stoffwechsel von Proteinen und Nukleinsäuren (DNS) beteiligt. Die Beteiligung an der Synthese zu einem Vorstufenprodukt der DNS gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Vitamins. Bei einigen Reaktionen im Stoffwechsel ist Folsäure auf die Anwesenheit von Cobalamin angewiesen. Ist Cobalamin nicht in ausreichenden Mengen vorhanden, kommt es zu indirekten Mangelerscheinungen an Folsäure. Folsäure ist auch wichtig für die Blutbildung, Zellwachstum, allgemeine Reproduktion der Abwehrkräfte und für die Düsen und Leber. Weitere Aufgaben umfassen die Reifung roter Blutkörperchen und die Umwandlung von Homocystein in Methionin – eine Aminosäure, die zur Proteinsynthese verwendet oder in S-Adenosylmethionine (SAMe) umgewandelt wird – eine Verbindung, die als primärer Methyldonator in Körper agiert und für zahlreiche zellulare Reaktionen benötigt wird.

Potentielle Gesundheitsvorzüge und Anwendungsbereiche für Folsäure

Sowohl Folsäure als auch Folat werden in Form von Supplements aus einer Vielzahl von Gründen verwendet.

Auch wenn Folsäure und Folat Supplements typischerweise zur Behandlung derselben Leiden verwendet werden, besitzen sie im Körper unterschiedliche Wirkungen und können deshalb die Gesundheit auf unterschiedlichen Wegen beeinflussen.

Im Folgenden werden wir auf die wichtigsten Vorzüge und Anwendungen von Folsäure und Folat Supplements eingehen.

Folsäure besitzt antioxidative Wirkungen

Folsäure entfaltete im Rahmen einer Reihe von Laborstudien im Vergleich zu Vitamin C und E effiziente freie Radikale neutralisierende Aktivitäten (1). Bei Ratten, die Arsen ausgesetzt waren, konnte eine Folsäure Supplementation Schäden an DNA und Mitochondrien reduzieren, indem es oxidative Biomarker unterdrückte und die Aktivität antioxidativer Enzyme erhöhte (2).

Folsäure kann die Funktion des Immunsystems unterstützen

Bei Menschen und Tieren konnte bei einem Mangel an Folat eine gesteigerte Anfälligkeit für Infektionen beobachtet werden (3). Ein klinischer Folatmangel manifestiert sich häufig in Form einer megaloblastischen Anämie – ein Leiden, das in einer beeinträchtigten Immunreaktion resultiert – und primär die zellvermittelte Immunität beeinflusst). Der Ausgleich eines Mangels an Folat durch eine Supplementation kann bei betroffenen Patienten die Immunfunktion wiederherstellen (4).

Eine folatreiche Ernährung war außerdem dazu in der Lage, alterbedingte Veränderungen der T-Zellen Proliferation und der Zytokinproduktion bei Ratten umzukehren (5).

Folsäure kann Geburtsdefekte und Schwangerschaftskomplikationen verhindern

Eine der häufigsten Anwendungen für Folsäure und Folat Supplements ist die Verhinderung von Geburtsdefekten – spezifisch Neuralrohr Defekte inklusive Spina Bifida und Anenzephalie – wenn ein Baby mit fehlenden Teilen des Gehirns oder des Schädels geboren wird (6).

Der Folatstatus während der Schwangerschaft ist ein Indikator für das Risiko solcher Fehlbildungen, was zu einer offiziellen Empfehlung einer Folsäure Supplementation für schwangere Frauen geführt hat. Es wird empfohlen, dass Frauen bereits einen Monat vor einer geplanten Schwangerschaft täglich 400 bis 800 mcg Folsäure supplementieren und dies während der ersten 2 bis 3 Monate der Schwangerschaft fortsetzen.

Neben Geburtsdefekten kann Folsäure auch dabei helfen, mit der Schwangerschaft in Verbindung stehende Komplikationen wie Präeklampsie zu verhindern (8).

Folsäure kann zur Behandlung von Mangelerscheinungen eingesetzt werden

Ein Folatdefizit kann aus unterschiedlichen Gründen zustande kommen, zu denen eine inadäquate Zufuhr über die Nahrung, eine Schwangerschaft, Alkoholismus und malabsorptive Erkrankungen gehören (8).

Ein solcher Mangel kann in ernsthaften Nebenwirkungen inklusive megaloblastischer Anämie, Geburtsdefekte, mentale Beeinträchtigungen, eine beeinträchtigte Immunfunktion und Depressionen gehören (9).

Sowohl Folat, als auch Folsäure können verwendet werden, um solche Mangelerscheinungen zu behandeln.

Folsäure kann die Gesundheit des Gehirns fördern

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass niedrigere Folatspiegel im Blut mit einer schlechten Gehirnfunktion und einem gesteigerten Risiko für Demenz in Verbindung steht. Selbst normale Folatspiegel im unteren Bereich werden bei älteren Menschen mit einem gesteigerten Risiko für mentale Beeinträchtigungen in Verbindung gebracht (10).

Studien haben gezeigt, dass eine Folsäure Supplementation die Gehirnfunktion bei Menschen mit mentalen Beeinträchtigungen verbessern und bei der Behandlung von Alzheimer helfen kann. Eine Studie mit 180 Erwachsenen mit milden kognitiven Einschränkungen zeigte, dass eine Supplementierung mit 400 mcg Folsäure pro Tag für 2 Jahre im Vergleich zu einem Placebo Marker für die Gehirnfunktion inklusive verbalem IQ und reduzierten Blutspiegeln bestimmter Proteine, die an Entwicklung und Fortschreiten von Alzheimer beteiligt sind, verbessern konnte (11).

Eine andere Studie mit 121 Probanden mit neu diagnostiziertem Alzheimer, die mit Donepezil behandelt wurden, fand heraus, dass diejenigen, die 1.250 mcg Folsäure pro Tag für 6 Monate einnahmen, im Vergleich zu Patienten, die lediglich Donepezil einnahmen, eine verbesserte kognitive Funktion und reduzierte Entzündungsmarker aufwiesen (12).

Folsäure kann zur begleitenden Behandlung mentaler Störungen inklusive Depressionen verwendet werden

Es konnte gezeigt werden, dass Menschen mit Depressionen niedrigere Folatspiegel als Menschen ohne Depressionen aufwiesen (13). Folat ist an der Synthese von Serotonin und Dopamin beteiligt und ein Ungleichgewicht dieser Neurotransmitter kann zu Depressionen und Angststörungen führen (21). Im Rahmen einer Studie mit 21 Probanden mit Essstörungen führte eine Erhöhung der Folatspiegel zu einer signifikanten Linderung von Depressionen (22).

Studien haben gezeigt, dass Folsäure und Folat Supplements Symptome von Depressionen reduzieren können, wenn diese Supplements in Verbindung mit Antidepressiva verwendet wurden. Ein systemisches Review konnte zeigen, dass eine Behandlung mit Folat basierten Supplements inklusive Folsäure in Kombination mit Antidepressiva im Vergleich zu Antidepressiva alleine mit einer signifikant stärkeren Reduzierung depressiver Symptome in Verbindung stand (14).

Darüber hinaus fand ein Review von 7 Studien heraus, dass eine Behandlung mit Folat basierten Supplements in Kombination mit Antipsychotika in einer stärkeren Reduzierung negativer Symptome von Schizophrenie als Antipsychotika alleine resultierte (15).

Folsäure kann Risikofaktoren für Herzkrankheiten reduzieren

Eine Supplementation mit Folat basierten Supplements inklusive Folsäure könnte dabei helfen, die Gesundheit des Herzens zu verbessern und Risikofaktoren für Herzkrankheiten zu reduzieren. Erhöhte Spiegel der Aminosäure Homocystein werden mit einem gesteigerten Risiko für eine Entwicklung von Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Die Homocystein Blutspiegel werden durch Ernährung und genetische Faktoren bestimmt.

Folat spielt bei der Verstoffwechslung von Homocystein eine primäre Rolle und niedrige Folatspiegel können zu hohen Homocysteinspiegeln führen (16). Untersuchungen zeigen, dass eine Supplementierung mit Folsäure die Homocysteinspiegel senken und das Herzinfarktrisiko reduzieren kann.

So konnte ein Review mit 30 Studien und über 80.000 Teilnehmern zeigen, dass eine Supplementierung mit Folsäure zu einer Reduzierung des allgemeinen Risikos für Herzkrankheiten um 4% und einer Reduzierung des Schlaganfallrisikos um 10% führte (17).

Folsäure könnte bei Erkrankungen der Nieren hilfreich sein

Eine große Studie mit 15.000 Patienten mit chronischen Erkrankungen der Nieren fand heraus, dass eine Kombination des Blutdrucksenkers Enalapril mit Folsäure effektiver bezüglich einer Verbesserung der Nierenfunktion als Enalapril alleine war. Die Studie legte eine Verwendung von Folsäure zur Hinauszögerung der Progression von chronischen Nierenkrankheiten nahe.

Bei einer großen Observationsstudie mit 55.000 Patienten mit Nierenerkrankungen im Endstadium erhöhte eine Folsäure Supplementation die Überlebensrate durch einen Schutz des Herzens und das Verhindern von anderen Komplikationen (18).

Auch hohe Homocysteinspiegel tragen stark zu Komplikationen bei Patienten mit Nierenkrankheiten bei. Mehrere Studien konnten zeigen, dass Folsäure alleine oder in Kombination mit Vitamin B6 und B12 die Homocysteinspiegel bei Nierenpatienten senken konnte (19, 20).

Folsäure könnte den Blutdruck senken

Laut einer Metaanalyse von 12 klinischen Untersuchungen können hohe Folsäure Dosierungen (Minimum 5 mg pro Tag für 6 Wochen) den systolischen Blutdruck (oberer Wert) leicht senken und die Funktion der Blutgefäße verbessern (23).

Zusätzlich hierzu konnte gezeigt werden, dass eine Folsäure Supplementation den Blutfluss verbessert, was dabei helfen könnte, die Herz-Kreislauf Funktion zu verbessern (24).

Folsäure könnte bei Leberschäden hilfreich sein

Ergebnisse unterschiedlicher Studien unterstützen eine kausale Beziehung zwischen niedrigen Folatspiegeln und oxidativem Stress, Leberschäden und Krebs (25). Exzessiver Alkoholkonsum ist als Risikofaktor für Erkrankungen der Leber und Krebs bekannt. Oxidativer Stress aufgrund eines Folatmangels ist ein primärer zugrunde liegender Faktor und es ist bekannt, dass ein Folatmangel mit Lebererkrankungen korreliert (26).

Im Rahmen von Tierstudien konnte Folsäure die schädlichen Auswirkungen von Alkohol auf die Leber reduzieren, was wahrscheinlich auf einer Aufrechterhaltung der Methionin und Glutathionspiegel basiert, die wichtig für eine Entgiftung der Leber sind (27, 28).

Folsäure könnte das Risiko für Schwerhörigkeit im Alter reduzieren

Eine Observationsstudie mit über 26.200 Teilnehmern fand heraus, dass eine höhere Zufuhr von Folat bei Menschen über 60 das Risiko für einen alterbedingten Verlust der Hörfähigkeit reduzieren könnte (29).

Weitere potentielle Vorzüge

Eine Supplementation mit Folsäure wurde mit folgenden Vorzügen in Verbindung gebracht:

  • Diabetes: Folat basierte Supplements könnten dabei helfen die Blutzuckerkontrolle zu verbessern, eine Insulinresistenz zu reduzieren und bei Diabetikern die cardiovaskulare Funktion zu verbessern. Diese Supplements könnten außerdem dabei helfen Diabetes Komplikationen inklusive Neuropathie zu reduzieren (30, 31).
  • Fruchtbarkeit: Eine höhere Zufuhr von Folat (mehr als 800 mcg pro Tag) wird bei Frauen, die sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen, mit einer höheren Rate von erfolgreichen Geburten in Verbindung gebracht. Eine adäquate Zufuhr ist außerdem für die Qualität der Eizellen, deren Implantation und deren Reifung essentiell (32).
  • Entzündungen: Es konnte gezeigt werden, dass Folsäure und Folat Supplements Entzündungsmarker inklusive C-reaktive Proteine bei unterschiedlichen Populationen reduzieren konnten (33).
  • Reduzierung der Nebenwirkungen von Medikamenten: Folat basierte Supplements könnten dabei helfen, das Auftreten von Nebenwirkungen bestimmter Medikamente inklusive Methotrexate – ein Immunsuppresivum, das zur Behandlung rheumatischer Arthritis, Schuppenflechte und bestimmte Arten von Krebs eingesetzt wird – zu reduzieren (34).

Diese Liste ist nicht allumfassend und es gibt viele weitere Gründe für eine Verwendung Folat basierter Supplements wie Folsäure.

Vorkommen

Folsäure ist überwiegend in Blattgemüse und in Rinder-, Schweine- und Kalbsleber enthalten. Im Gemüse finden sich besonders hohe Konzentrationen in Bohnen, Kopfsalat, Spargel, Spinat und Weißkohl.

Mangelsymptome

Erste Symptome eines Folsäuremangels sind Veränderungen der Zellteilung - eine Störung der DNS Synthese. Auch Magen- und Darmschleimhautveränderungen können auftreten. In Folge dieser Veränderungen kommt es zu Durchfällen und einer negativ beeinflussten Aufnahme der Nährstoffe.

Meist zeigt sich ein Folsäuremangel aber durch:

  • depressive Verstimmungen,
  • erheblichen Leistungsabfall
  • Schlaflosigkeit,
  • psychische Störungen und
  • Vergesslichkeit.

Folgen eines Folsäuremangels können ernsthafte Gesundheitsprobleme inklusive megaloblastischer Anämie, einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten und Geburtsdefekte umfassen (35).

Ein Folsäuremangel kann mehrere Ursachen haben, zu den auch folgende gehören:

  • Eine unzureichende Zufuhr über die Nahrung
  • Erkrankungen oder Operationen, welche die Folsäure Absorption im Verdauungstrakt beeinträchtigen inklusive Zöliakie, Magenbypass und Kurzdarmsyndrom
  • Zu wenig Magensäure, was auch durch die Einnahme von Magensäureblockern zustande kommen kann
  • Medikamente die die Aufnahme von Folsäure blockieren inklusive Methotrexat und Sulfasalazin
  • Alkoholismus
  • Schwangerschaft
  • Hämolytische Anämie
  • Dialyse

Nebenwirkungen von Folsäure und Vorsichtsmaßnahmen

Anders als natürlich in der Nahrung vorkommende Folat Verbindungen können Supplementformen in hohen Dosierungen unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen.

Andauernde hohe Zufuhren können zur Bildung von Folacinkristallen in den Nieren führen. Dosierungen über 1500mcg können Magen-/Darm-probleme verursachen. Eine hohe Zufuhr von Folsäure in Form von Supplements kann zu hohen Blutspiegeln nicht verstoffwechselter Folsäure führen.

Einige Studien haben höhere Folsäurespiegel bei Frauen nach der 14. Schwangerschaftswoche mit einem höheren Risiko für Autismus und negativen Auswirkungen auf die neurokognitive Entwicklung bei neugeborenen Kindern in Verbindung gebracht (36, 37). Dies konnte jedoch nur bei Doserungen von mehr als 400 mcg Folsäure pro Tag beobachtet werden.

Hohe Dosierungen Folsäure können außerdem einen bestehenden Vitamin B12 Mangel maskieren, da sie eine megaloblastische Anämie, die bei einem Vitamin B12 Mangel beobachtet werden kann, korrigieren. Eine Supplementation mit Folsäure kann jedoch nicht die neurologischen Schäden verhindern, die bei einem Vitamin B12 Mangel zustande kommen. Dies hat zur Folge, dass ein Vitamin B12 Mangel so lange unentdeckt bleiben kann, bis neurologische Symptome auftreten.

Bei älteren Menschen konnte beobachtet werden, dass eine Supplementierung mit hohen Dosierungen von Folsäure bei niedrigen Vitamin B12 Spiegeln die alterbedingte Abnahme der mentalen Fähigkeiten beschleunigen kann (38).

Darüber hinaus haben mehrere Studien gezeigt, dass hohe Dosierungen von supplementierter Folsäure die Immunfunktion durch eine Reduzierung der Aktivität von Immunzellen reduzieren können (39).

Ein Review von 10 Studien fand außerdem eine grenzwertig signifikante Erhöhung des Auftretens von Prostatakrebs bei Menschen, die Folsäure supplementierten (40).

Folsäure Supplements sollten nicht an Kleinkinder unter einem Jahr verabreicht werden, so lange dies nicht durch einen Arzt angeordnet wurde (6).

Interaktionen

Folsäure Supplements können mit einigen Medikamenten interagieren (6):

  • Methotrexat: Methotrexat ist ein Medikament zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen und bestimmten Arten von Krebs.
  • Epilepsie Medikamente: Folsäure kann die Wirkung von Medikamenten wie Dilantin, Carbatrol und Depacon beeinflussen.
  • Sulfasalazin: Sulfasalazin wird zur Behandlung von Colitis Ulcerosa verwendet. Bei der Einnahme eines dieser Medikamente sollte eine Folsäure Supplementation mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Bedarf

Der Bedarf liegt bei 0,3 mg Folsäure pro Tag. Die DGE geht bei dieser Empfehlung von einer Verteilung von Folsäure-Poly- und -Mono-Glutamaten im Verhältnis von 60:40 aus. Die Bioverfügbarkeit wird dabei mit 20% bei Polyglutamaten und 100% bei Monoglutamaten angenommen. Zusätzlich räumte die DGE bei dieser Angabe noch einen Sicherheitszuschlag von 50% ein.

Die Beteiligung von Folsäure an der Zellteilung erhöht den Bedarf des Vitamins bei schwangeren und stillenden Frauen. Schwangere benötigen nach Angaben des National Research Council, USA 0,4 mg und Stillende 0,26 bis 0,28 mg Folate pro Tag.

Bedarf im Sport

400-1000mcg pro Tag, mehrmals täglich zu den Mahlzeiten einnehmen.

Referenzen:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11390184
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18825727
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1887065
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1119420
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16098728
  6. https://ods.od.nih.gov/factsheets/Folate-HealthProfessional/
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6283543/
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Biotin

Biotin / Vitamin B7

Was ist Biotin?

Biotin, auch als Vitamin B7 bekannt, ist ein wasserlösliches Vitamin aus dem Vitamin B Komplex, das für Wachstum und Entwicklung aller Organismen essentiell ist (1). Als Coenzym von Carboxylase Enzymen ist Biotin am Stoffwechsel von Fettsäuren, Aminosäuren und Kohlenhydraten beteiligt (2). Es konnte außerdem gezeigt werden, dass Biotin für viele Gesundheitsfaktoren wichtig ist, zu denen unter anderem die neurologische Funktion, die Aufrechterhaltung stabiler Blutzuckerspiegel, die DNA Stabilität und die Gesundheit von Haar, Haut und Nägeln gehört (3, 4).

Der Körper kann Biotin nicht selbst herstellen, weshalb es über die Nahrung zugeführt oder von Darmbakterien hergestellt werden muss (5). Biotin findet sich in einer Vielzahl von Lebensmitteln inklusive Leber, Eigelb, Kuhmilch und einigen Obst- und Gemüsesorten wieder (6).

Auch wenn ein Biotinmangel selten ist, kann dieser gefährlich werden, wenn er unbehandelt bleibt. Suboptimale Biotinspiegel oder geringfügige Defizite, welche weiter verbreitet sind, wurden mit einer Reihe negativer Auswirkungen auf die Gesundheit wie verzögertem Wachstum, neurologischen Störungen, Haarausfall, Hautausschlägen, Muskelschmerzen und Anämie in Verbindung gebracht (1). Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko für einen Biotinmangel aufweisen, umfassen Raucher, Alkoholiker, schwangere Frauen und Menschen, die unter einem Reizdarmsyndrom leiden (7, 8, 9, 10).

Pharmakokinetika

Orale Biotin Supplements werden selbst in hohen pharmakologischen Dosierungen (81,9 mcg oral eingenommen oder 18,4 mcg intravenös verabreicht) vollständig absorbiert (11). Biotin wird über einen natriumabhängigen Multivitamintransporter (SVMT) im Dünn- und Dickdarm absorbiert (5). Nach dem Transport aus dem Darm in die systemische Zirkulation wird Biotin von der Leber aufgenommen und gelangt letztendlich über die Blut-Hirn Schranke ins zentrale Nervensystem (12).

Bald nach einem oralen Verzehr durch den Menschen werden hohe Einzelgaben Biotin (600 mcg und 900 mcg) aus der Zirkulation eliminiert, was zu einer erhöhten Ausscheidung über den Urin führt. Aus diesem Grund werden für eine längerfristige Aufrechterhaltung der Biotinspiegel im Blut niedrigere Dosierungen (300 mcg) jeden Tag für eine Woche empfohlen (13). Etwa die Hälfte des absorbierten Biotins durchläuft vor der Ausscheidung eine Verstoffwechslung zu Bisnorbiotin und Biotinsulfoxid. Biotin, Bisnorbiotin und Biotinsulfoxid sind im menschlichen Blut und Urin in molaren Verhältnissen von etwa 3:2:1 vorhanden (14). Die Eliminationshalbwertszeit von Biotin liegt bei etwa 1 Stunde, 50 Minuten (13).

Gesundheitsvorzüge von Biotin

Biotin ist effektiv, wenn es zur Vorbeugung und Behandlung eines Biotinmangels verwendet wird. Symptome eines Biotinmangels umfassen dünner werdendes Haar (häufig begleitet von einem Verlust der Haarfarbe) und einen roten, schuppigen Hautausschlag um Augen, Nase und Mund. Weitere Symptome umfassen Depressionen, Lethargie, Halluzinationen und ein kribbelndes Gefühl in Armen und Beinen. Es gibt Hinweise darauf, dass Rauchen einen milden Biotinmangel hervorrufen könnte.

Biotin ist für den Energiestoffwechsel wichtig

Biotin ist ein Coenzym für Carboxylasen, die Enzyme, die den Stoffwechsel von Fett, Proteinen und Kohlenhydraten zur Energieproduktion unterstützen (15).

Diese Enzyme sind für folgende Prozesse essentiell:

  • Die Gluconeogenese, der Stoffwechselpfadweg, der Glukose aus anderen Quellen als Kohlenhydraten wie Aminosäuren produziert (16).
  • Die zellulare Energieproduktion (17).
  • Die Verwendung von verzweigtkettigen Aminosäuren (Leucin, Valin und Isoleucin) zur Produktion von Neurotransmittern und Energie (18).
  • Synthese und Abbau von Fettsäuren zum Zweck der Energieversorgung (19).
  • Die Insulinausschüttung (17).

Inadäquate Biotinspiegel im Körper können den Stoffwechsel verlangsamen, was zu Erschöpfung, Verdauungsproblemen und einer Gewichtszunahme führen kann (1).

Biotin wird für die Gehirnfunktion benötigt

Biotin wird für die Bildung der Myelinscheide – eine fettige Substanz, die die Nerven umgibt und die Reizweiterleitung durch die Nerven unterstützt – benötigt. Somit kann ein Biotinmangel die Myelinisierung verlangsamen (20).

Ein Biotinmangel kann außerdem zu einer Reihe anderer neurologischer Symptome inklusive Krämpfen, eine mangelnde Muskelkoordination, Lernschwierigkeiten, Halluzinationen, Depressionen und Lethargie führen. Die meisten dieser Probleme können durch eine Biotin Supplementation revidiert werden (21, 22, 20).

Eine hoch dosierte Biotin Supplementation (5 bis 10 mg pro Kilogramm pro Tag) war außerdem im Rahmen eines Reviews von 18 Fällen bei der Behandlung einer biotinresponsiven Basalganglie – einer seltenen Stoffwechselerkrankung des Gehirns, die durch Krämpfe, Verwirrung und abnormale Koordination charakterisiert wird – effektiv (23).

Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, die durch Myelinschäden und Myelinverlust charakterisiert wird. Unter Berücksichtigung der Rolle von Biotin bei Fettsäuresynthese und Energieproduktion (beides wird für Myelinreparatur und Überleben der Axone benötigt) vermuten Wissenschaftler, dass Biotin bei einer Begrenzung oder Umkehrung von mit Multipler Sklerose in Verbindung stehenden Beeinträchtigungen effektiv sein könnte (24).

In der Tat fanden zwei klinische Untersuchungen mit insgesamt 177 Teilnehmern heraus, dass eine hochdosierte Biotin Behandlung bei Patienten mit einer progressiven Multiplen Sklerose dazu in der Lage war, ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern und die Symptome zu reduzieren. Im Rahmen einer anderen Untersuchung war eine solche Behandlung jedoch nur minimal wirksam oder vollständig ineffektiv, wenn es um eine Verbesserung der Sehschärfe bei 93 Patienten mit Multipler Sklerose ging (25, 26, 27).

Biotin ist für die Funktion des Immunsystems wichtig

Biotin wird für die Entwicklung weißer Blutkörperchen benötigt und ein Biotinmangel wird mit einer beeinträchtigen Immunfunktion und einem erhöhten Infektionsrisiko in Verbindung gebracht (28, 29). Biotin steigert außerdem die Produktion von Th1 Zytokinen wie IL-1-Betz und IFN-y welche für das Auslösen einer Immunfunktion zur Bekämpfung von bakteriellen und viralen Infektionen essentiell sind (30).

Inadäquate Biotinspiegel werden mit einer reduzierten Antikörpersynthese, einem Verfall von T-Zellen und niedrigeren Mengen von Milzzellen und T-Zellen in Verbindung gebracht (31, 28, 32). Reduzierte Raten zellularer Proliferation während eines Biotinmangels könnten für einige der negativen Auswirkungen eines solchen Mangels auf das Immunsystem verantwortlich sein (33). Ein Mangel an Biotinidase – ein Enzym, das beim Recycling von Biotin hilft – wird mit einer chronischen Vaginalcandidose in Verbindung gebracht und kann durch eine Biotin Supplementation behandelt werden. Da man glaubt, dass einer von 123 Menschen an einem Biotinidasemangel leidet, könnten Frauen mit chronischen Vaginalcandidose auf eine Biotin Behandlung ansprechen (34).

Biotin könnte bei Typ 2 Diabetes hilfreich sein

Biotin könnte dabei helfen, die Blutzuckerspiegel durch eine Erhöhung der Insulinproduktion, eine Erhöhung der Glukoseaufnahme in die Muskelzellen und eine Anregung des Glukokinase Enzyms, das die Glykogensynthese in der Leber anregt, zu senken (35, 36, 37).

Eine tägliche Supplementation mit Biotin reduzierte im Rahmen einer klinischen Untersuchung mit 43 Probanden mit Typ 2 Diabetes die Nüchternblutzuckerspiegel um durchschnittlich 45% (38). Biotin erhöhte außerdem im Rahmen einer klinischen Untersuchung mit 30 Personen die Aktivität von 3 Enzymen (Pyruvate Carboxylase, Acetyl-CoA Carboxylase und Propionyl-CoA Carboxylase), die am Glukoseabbau beteiligt sind (39).

Zusätzlich hierzu verbesserte eine Kombination von Biotin mit Chromium Picolinate bei 2 klinischen Untersuchungen mit knapp 500 unkontrollierten Diabetikern die Blutzuckerkontrolle (40, 41). Darüber hinaus verbesserten hohe Biotin Dosierungen die Symptome von Nervenschäden, die häufig bei Diabetespatienten beobachtet werden (diabetische Neuropathie) (42).

Alles in allem legen die Studienergebnisse nahe, dass eine Supplementation mit Biotin – insbesondere in Kombination mit Chrom in Form von Chromium Picolinat – dabei helfen könnte, die Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und das Risiko für eine diabetische Neuropathie zu senken. Biotin könnte in Absprache mit dem behandelnden Arzt als begleitender Ansatz zur Kontrolle der Blutzuckerspiegel verwendet werden. Auf keinen Fall darf Biotin ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt anstelle von Diabetesmedikamenten verwendet werden.

Biotin könnte das Risiko für Herzkrankheiten senken

Biotin wird für einen normalen Fettstoffwechsel benötigt, was für die Aufrechterhaltung der Gesundheit von Herz und Blutgefäßen von entscheidender Bedeutung ist (43, 44, 45). In Kombination mit Chrom in Form von Chromium Picolinat half Biotin im Rahmen von 2 klinischen Untersuchungen mit fast 400 diabetischen Patienten mit Herzkrankheiten dabei, Risikofaktoren für Herzkrankheiten durch eine Erhöhung der HDL Cholesterinspiegel und eine Senkung der LDL Cholesterinspiegel zu reduzieren (46, 47).

Pharmakologische Dosierungen von Biotin (15.000 mcg pro Tag) waren außerdem im Rahmen einer Studie mit 33 Patienten mit erhöhten Triglyzeridspiegeln effektiv, wenn es um eine Reduzierung der Triglyzeridspiegel im Blut ging (48).

Auch wenn die Studienlage begrenzt ist, legen Untersuchungen nahe, dass Biotin dabei helfen könnte, das Risiko für Herzkrankheiten zu senken.

Biotin könnte die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln fördern

Ein Biotinmangel wird mit einer Reihe von Hautkrankheiten inklusive seborrhoischer Dermatitis und Ekzemen in Verbindung gebracht (49, 50). Dies könnte mit der Rolle von Biotin bei der Fettsäuresynthese und dem Fettsäurestoffwechsel in Verbindung stehen, welche für die Hautgesundheit von entscheidender Bedeutung sind (50).

Hautzellen sind besonders stark von der Fettproduktion abhängig, da sie einen zusätzlichen Schutz vor Beschädigungen und einem Wasserverlust benötigen, da sie der Außenwelt direkt ausgesetzt sind (51).

Inadäquate Biotinspiegel können außerdem zu Haarausfall führen, der reversibel ist, wenn Biotin supplementiert wird. Doch auch wenn es Studien gibt, die herausgefunden haben, dass Biotin den Haarwuchs bei Frauen mit dünner werdendem Haar fördern kann, gibt es nur minimale Hinweise darauf, dass Biotin den Haarwuchs auch bei ansonsten gesunden Menschen fördern kann (17, 52, 53, 54).

Biotin könnte die Qualität brüchiger Nägel fördern. Bei betroffenen Patienten konnte die Entwicklung widerstandsfähigerer, härterer und dickerer Nägel nach einer Behandlung mit Biotin beobachtet werden (55, 56, 57).

Auch wenn die Hinweise begrenzt sind, legen sie nahe, dass Biotin die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln verbessern könnte.

Biotin könnte Geburtsdefekte verhindern

Ein marginaler Biotinmangel ist während der Schwangerschaft aufgrund des erhöhten Biotinbedarfs des wachsenden Fötus weit verbreitet (58). Bei Tieren können selbst subklinische Biotinmängel zu Gaumenspalten und Abnormalitäten der Gliedmaßen führen (59).

Es wird hypothetisiert, dass ein niedriger Biotinstatus während der Schwangerschaft das Risiko für Geburtsdefekte beim Menschen durch eine Veränderung des Fettstoffwechsels und eine gesteigerte Instabilität des Genoms erhöhen, was beides zur Entwicklung von chromosomalen Abnormalitäten und Fehlbildungen des Fötus führen kann (60, 61).

Bei menschlichen embryonischen Gaumenstammzellen kann ein Biotinmangel Untersuchungen zufolge die Carboxylaseproduktion und die zellulare Proliferation unterdrücken, was darauf hindeutet, dass niedrigere Spiegel von Biotin das Wachstum des embryonischen Gaumens verzögern oder zum Stillstand bringen können, was in der Entwicklung einer Gaumenspalte resultieren kann (61). Es fehlt zurzeit jedoch noch an definitiven Beweisen für eine Verbindung zwischen einem Biotinmangel und Geburtsdefekten beim Menschen, weshalb weitere Untersuchungen notwendig sind (62).

Biotin könnte DNA Schäden verhindern

Biotin geht mit Histonen – DNA bildende Proteine, die dabei helfen, die DNA zu falten und in Chromatin zu verpacken – eine kovalente Bindung ein. Die Zugabe von Biotin zu Histonen spielt bei der zellularen Proliferation, beim Gen-Silencing und der Reparatur und Stabilität der DNA eine signifikante Rolle (63, 17, 1).

Niedrige Biotinspiegel können zu einer inadäquaten Hoston Biotinylierung führen, was zu einer Instabilität des Genoms und einer abnormalen Genexpression (Zellproduktion) führen kann und somit das Krebsrisiko erhöhen kann. Es konnte gezeigt werden, dass diese Effekte das Krebsrisiko bei Fruchtfliegen und in zellbasierten Studien erhöhen können (64, 65, 66).

Es konnte jedoch im Rahmen einer Humanstudie gezeigt werden, dass höhere Biotinspiegel (bis zu 600 mcg) Instabilität und Schäden des Genoms erhöhen können. Dies legt nahe, dass die DNA stabilisierenden Wirkungen von Biotin dosisabhängig sein könnten (67).

Es bedarf somit weiterer Untersuchungen, um die Verbindung zwischen Histon Biotinylierung und Risiko für DNA Schäden besser verstehen zu können (68).

Biotin könnte Entzündungen und allergische Störungen lindern

Untersuchungen mit Mäusen und menschlichen weißen Blutkörperchen deuten darauf hin, dass ein Biotinmangel die Produktion entzündungsfördernder Zytokine erhöhen und entzündliche Erkrankungen verschlimmern kann (69, 70).

Bei Mäusen, die unter einer Nickelallergie litten und einen Biotinmangel aufwiesen, reduzierte eine Biotin Supplementation die Produktion entzündungsfördernder Zytokine und reduzierte allergische Entzündungen, was eine potentielle therapeutische Wirkung von Biotin bei entzündlichen und allergischen Erkrankungen nahelegt (69).

Diese Wirkungen könnten das Resultat einer reduzierten NF-kB Aktivität sein, welches während eines Biotinmangels aktiviert wird (71, 72).

Sicherheit und Nebenwirkungen

Biotin ist für die meisten Menschen bei einer oralen Einnahme in Mengen von bis zu 300 mg pro Tag wahrscheinlich sicher und unbedenklich (25, 14). Biotin ist bei einer intramuskulösen Injektion von bis zu 20 mg pro Tag möglicherweise sicher und unbedenklich.

Da es sich bei Biotin um ein wasserlösliches Vitamin handelt, ist eine Biotin Überdosierung unwahrscheinlich, da überschüssige Mengen über den Urin ausgeschieden werden (1).

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Biotin bei einer Verwendung in den empfohlenen Mengen während Schwangerschaft und Stillzeit möglicherweise sicher und unbedenklich.

Nierendialyse: Menschen, die sich einer Nierendialyse unterziehen müssen, könnten zusätzliches Biotin benötigen.

Wechselwirkungen

Liponsäure konkurriert im Darm mit Biotin um eine Bindung an den natriumabhängigen Multivitamintransporter (SMVT), was zur Folge hat, dass eine langfristige Anwendung von Liponsäure in einer Senkung der Biotinspiegel resultieren könnte (73). Auch hohe Dosierungen Vitamin B5 (Pantothensäure) besitzt das Potential mit Biotin um eine Absorption durch den SMVT zu konkurrieren (74, 75).

Eine länger andauernde Anwendung von Antibiotika wie Tetracyclin Antibiotika und Sulfonamiden kann die Biotinspiegel senken, da diese Antibiotika Biotin produzierende Bakterien im Darm abtöten (1).

Darüber hinaus können einige krampflösende Medikamente wie Primidon und Carbamazepin die Biotinabsorption hemmen. Eine chronische Verwendung krampflösender Medikamente kann somit den Biotinabbau steigern (76).

Auch die im Bereich des Bodybuilding weit verbreitete Unsitte, rohe Eier zu konsumieren, kann zu einem Biotinmangel führen, da rohes Eiklar das Protein Avidin enthält welches Biotin bindet und dessen Absorption durch den Körper hemmt (77). Rauchen beschleunigt – insbesondere bei Frauen - den Biotinabbau, was in einem marginalen Biotindefizit resultieren kann (7). Ein chronischer Alkoholkonsum kann die Absorption von Biotin im Verdauungstrakt hemmen (8).

Eine hochdosierte Biotin Supplementation könnte die Resultate eine Schilddrüsentests verfälschen und das Laborschema der basedowschen Krankheit nachahmen (78).

Dosierung

Für Biotin ist kein festgelegter täglicher Bedarf definiert. Eine adäquate Zufuhr liegt für Kinder bis 12 Monaten bei 7 mcg, für Kinder von 1 bis 3 Jahren bei 8 mcg, bei Kindern von 4 bis 8 Jahren bei 12 mcg, bei Kindern von 9 bis 13 Jahren bei 20 mcg, bei Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren bei 25 mcg, bei Erwachsenen über 18 Jahren und schwangeren Frauen bei 30 mcg und bei stillenden Frauen bei 35 mcg.

Woran erkennt man einen Biotinmangel?

Es gibt keinen wirklich guten Labortest, um einen Biotinmangel feststellen zu können, weshalb ein solcher Mangel für gewöhnlich anhand seiner Symptome identifiziert wird. Diese Symptome umfassen dünner werdendes Haar, was häufig von einem Verlust der Haarfarbe begleitet wird, sowie einen roten, schuppigen Hautausschlag um Augen, Nase und Mund. Weitere, das Nervensystem betreffende Symptome umfassen Depressionen, Erschöpfung, Halluzinationen und ein kribbelndes Gefühl in Armen und Beinen. Es gibt Hinweise darauf, dass Diabetes zu einem Biotinmangel führen könnte.

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