Training

Ein erprobtes und bewährtes Bodybuilding Programm Template
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Im Rahmen meines letzten zweiteiligen Artikels habe ich 11 Prinzipien des Bodybuildingtrainings beschrieben. Jetzt werde ich die Dinge für Dich noch etwas einfacher machen.

Ich werde Dich mit ein paar plug-and-play – oder besser plug-and-train – Templates versorgen, die Du verwenden kannst, um schnell und einfach eine Vielzahl von hervorragenden und effektiven Trainingsprogrammen zu erstellen.

Da ich im Allgemeinen ein Training an vier oder fünf Tagen pro Woche empfehle, werde ich sowohl einen vier Tage Split, als auch einen 5 Tage Split vorstellen, so dass Du für alle Eventualitäten gewappnet bist.

Wie bei meinen 11 Bodybuilding Trainingsprinzipien möchte ich Dich dazu ermutigen, diese Templates entweder so zu verwenden, wie sie hier beschrieben werden oder sie als Basis für den Aufbau Deines eigenen Trainingsprogramms zu nutzen.

Sei Flexibel

"Ich bin ein Mann von fixen und unbeugsamen Prinzipien, von denen das erste darin besteht, zu jeder Zeit flexibel zu sein.“

     – Everett Dirksen

Nichts von diesen Templates oder den folgenden Übungsoptionen ist in Stein gemeißelt. Du könntest z.B. bereits über enorme Waden verfügen. Wenn Du zu diesen glücklichen Menschen gehörst, dann könntest Du Dich dafür entscheiden, keinerlei Wadentraining zu absolvieren.

Oder vielleicht bist Du auch ein MMA Kämpfer, der an seiner Griffkraft arbeiten muss. In diesem Fall könntest Du Übungen für die Griffkraft und Deine Unterarme zu den Templates unten hinzufügen.

Was immer auch der Fall ist, solltest Du Dich immer daran erinnern, dass auch wenn Bodybuilding definitiv eine Wissenschaft ist, diese Sportart genauso sehr eine Kunst ist – und auch wenn Du und ich dieselbe Wissenschaft verwenden, kann Deine Kunst sehr viel anders als meine Kunst aussehen.

Sei unbeugsam

"Das Leben ist in der Tat schrecklich kompliziert – für einen Mann, der seine Prinzipien verloren hat."

 G.K. Chesterton

Auch wenn kreative Flexibilität willkommen ist, solltest Du nicht über die Stränge schlagen. Egal ob Du meine 11 Bodybuildingprinzipien (welche in die folgenden Templates integriert wurden) oder Deine eigenen Prinzipien verwendest, solltest Du definitiv einige Parameter haben, die Deine Entscheidungen leiten, denn ohne diese ist es leicht, zu weit vom Bewährten und Erprobten abzuweichen.

Wenn Du z.B. jemals eine Beintrainingseinheit gesehen hast, die aus je 3 Sätzen Beinstrecken, Beinpressen und Beincurls bestand, dann hast Du einen Mangel an Trainingsprinzipien in Aktion gesehen.

Pausenintervalle

Das Thema der Pausenintervalle ist eine perfekte Illusion der Notwendigkeit zeitgleich flexibel und rigide sein zu müssen.

Während ich gestern durch den touristischen Teil von San Francisco gelaufen bin, habe ich ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Einige Leute sagen, dass ich unter ADHS leide, aber sie verstehen einfach nicht, dass... Hey, schau mal, ein Eichhörnchen” gesehen.

Wenn Deine Freunde sagen würden, dass dieser Spruch auf Dich zutrifft (oder Du bereits ein solches T-Shirt besitzt), dann kann es gut sein, dass Dir zwischen den Sätzen langweilig wird, was insbesondere dann gilt, wenn Du Dich beim Training auf Kraft konzentrierst und längere Pausen zwischen den Sätzen brauchst. In diesem Fall musst Du strikter sein und darauf achten, die minimale Menge an Pause zwischen den Sätzen einzuhalten.

Auf der anderen Seite ist es wichtig bezüglich Deiner Pausenintervalle zwischen den Sätzen flexibel zu sein – zumindest flexibel genug, um auf Deinen gesunden Menschenverstand zu hören.

Wenn bei einem Trainingsprogramm z.B. lediglich 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen vorgeschrieben sind, aber nach dieser Zeit Deine Atemfrequenz und Deine Herzfrequenz noch nicht gesunken sind, dann ist es an der Zeit flexibel zu sein und auf Deinen gesunden Menschenverstand zu hören – was bedeutet, dass Du länger pausieren solltest.

Nachdem dies gesagt wurde, sind hier die Pausenintervalle, die Du einhalten solltest, so lange Du keinen guten Grund dafür hast, dies nicht zu tun – und gelangweilt zu sein ist kein Grund!

  •  Kurze Pausen: 20-60 Sekunden (45 Sekunden im Durchschnitt)
  •  moderat Pausen: 1-2 Minuten (90 Sekunden im Durchschnitt)
  •  Lange Pausen: 2-5 Minuten (3 Minuten im Durchschnitt)

Abgesehen davon, Pausenintervalle zu verwenden, die mit Deinem Ziel der Ausführung einer gegebenen Übung in Einklang stehen (was ich bei den folgenden Templates bereits für Dich getan habe), ist das andere, an das Du Dich erinnern solltest, bei Deinen Pausenintervallen konsistent zu sein. Andernfalls werden Deine Leistungen inkonsistent und unmöglich kontrollierbar sein.

Sätze & Wiederholungen

Als Faustregel könnten wir sagen, dass es drei allgemeine Wiederholungs/Satz Bereiche gibt:

  • Niedrige Wiederholungszahl / schweres Gewicht: 1-6 Wiederholungen (5 Wiederholungen im Durchschnitt)
  • Moderate Wiederholungszahl / moderates Gewicht: 7-12 Wiederholungen (10 Wiederholungen im Durchschnitt)
  • Hohe Wiederholungszahl / leichtes Gewicht: 12-20 Wiederholungen (15 Wiederholungen im Durchschnitt)

Aber ich verwende diese Bereiche mehr zur Illustration, da wir nicht präzise bei diesen bleiben werden.

Bei den unten beschriebenen Templates werde ich die exakten Satz- und Wiederholungszahlen angeben, die ich typischerweise für die gegebene Übung empfehle. Du solltest Dich jedoch nicht zu sehr daran aufhängen, zu 100% konsistent mit dem zu gehen, was ich beschrieben habe. Verwende diese Zahlen stattdessen als Richtlinien, um zu wissen, in welchem Bereich Du bleiben solltest.

Ich könnte z.B. sagen, dass Du 5 x 5 (5 Sätze a 5 Wiederholungen) verwenden sollst, aber Du würdest lieber 5, 4, 3, 2, 1 Wiederholungen verwenden. Das ist völlig in Ordnung – Du befindest Dich immer noch im selben Bereich mit schwerem Gewicht und niedrigen Wiederholungszahlen.

Wenn ich hingegen 3 Sätze a 6 bis 10 Wiederholungen angebe und Du stattdessen 3 Sätze a 12 bis 15 Wiederholungen ausführst, dann hast Du die Dinge etwas zu sehr verändert und generierst hierdurch Dein eigenes Trainingstemplate. Auch das ist in Ordnung, Du solltest jedoch sicherstellen, dass Du über einen legitimen Grund verfügst, die Dinge so stark zu verändern.

Wenn Du im Zweifel bist

Wenn Du im Zweifel bist, ob Du beim plug-and-play Template, das ich unten angefügt habe, bleiben oder dieses modifizieren solltest, dann würde ich Dir raten, beim Template zu bleiben, wie es ist.

Schließlich habe ich über 20 Jahre an Trial-and-Error Erfahrungen und dieselbe Menge an Zeit an Recherche wissenschaftlicher Literatur in diese Templates gesteckt, weshalb ich mit gutem Gewissen sagen kann, dass zu sagen, dass diese Templates funktionieren, eine ernsthafte Untertreibung darstellen würde.

Meine Regel bezüglich der Modifizierung der folgenden Templates ist dieselbe Regel, die Mrs. Mathews (meine Englischlehrerin in der achten Klasse) bezüglich der Verwendung von Kommas hatte – wenn Du im Zweifel bist, dann lasse es sein.

Übungsauswahl

Es wäre unmöglich jede mögliche Übung für jede Muskelgruppe aufzuzählen, stattdessen werde ich mich auf das beschränken, was ich als „ernsthafte“ Übungen für jede Muskelgruppe bezeichnen würde.

(Nebenbei möchte ich anmerken, dass ich, wenn ich Trainingseinheiten für Klienten zusammenstelle, selten eine Notwendigkeit sehe, über die Übungen dieser Liste hinaus zu gehen.

Auch wenn Du wahrscheinlich ein paar gute, einzigartige Übungen in Petto hast, solltest Du der Versuchung widerstehen, zu viele „schicke“ neue Übungen oder Maschinen zu verwenden. Andernfalls wirst Du zu weit von den bewährten Übungen abschweifen, von denen wir wissen, dass sie funktionieren.

Primäre und sekundäre Übungen

Um alles zu systematisieren, unterteile ich die Übungen in primäre (1°) und sekundäre (2°) Übungen.

Im Allgemeinen wird es sich bei primären Übungen um Grundübungen / Mehrgelenksübungen handeln, während sekundäre Übungen dazu neigen, mehr in die Richtung von Isolationsübungen zu gehen. Diese Unterteilung basiert jedoch auf mehr als einfach nur einer Unterteilung in Mehrgelenksübungen und Isolationsübungen.

Nehmen wir Dips als ein Beispiel. Bei diesen handelt es sich zweifelsohne um eine Mehrgelenksübung, aber trotzdem sehe ich Dips, was Brustübungen angeht, als Sekundärübung an.

Versteh mich nicht falsch, es wird Zeiten geben, zu denen Du eine Sekundärübung anstelle einer Primärübung verwenden wirst. Vielleicht möchtest Du z.B. Deinen Latissimus durch Überzüge vorermüden.

Eine wahrscheinlichere Veränderung wäre die Verwendung einer weiteren Primärübung an einer Stelle, an der ich eine Sekundärübung vorgesehen habe.

Es könnte z.B. sein, dass Du Dich dafür entscheidest Trizepsdrücken liegend (Skull Crusher) – eine Primärübung für die Trizeps – als letzte Übung Deiner Trizepstrainingseinheit zu verwenden. Hieran ist nichts falsch.

Auch wenn diese Primär- und Sekundärübungen Sache flexibel ist, solltest Du zögerlicher sein, eine Primärübung durch eine Sekundärübung zu ersetzen, als umgekehrt – andernfalls könnte es sein, dass Dein Trainingsprogramm vielleicht nicht genügend harte Übungen umfasst, die Du vielleicht hassen wirst, die aber gleichzeitig auch hocheffektiv sind, wie z.B. klassische Kniebeugen.

Kommen wir jetzt ohne weiteres Palaver zur Liste der spezifischen Übungen für jede Muskelgruppe:

Brust

Primäre Brustübungen

  • Schrägbankdrücken (Langhantel oder Kurzhantel)
  • Flachbankdrücken (Langhantel oder Kurzhantel)
  • Bankdrücken auf der reversen Schrägbank

Sekundäre Brustübungen

  • Fliegende Bewegungen am Kabelzug
  • Kabelzüge über Kreuz (von oben nach unten, von unten nach oben)
  • Fliegende Bewegungen mit Kurzhanteln (Flachbank, Schrägbank, reverse Schrägbank)
  • Maschinendrücken (Flachbank, Schrägbank, reverse Schrägbank)
  • Fliegende Bewegungen an der Maschine
  • Liegestütze

 

Rücken

Primäre Rückenübungen

  • Kreuzheben (über den vollen Bewegungsraum oder am Rack)
  • Langhantelrudern (Obergriff oder Untergriff)
  • Klimmzüge
  • Einarmiges Kurzhantelrudern
  • T-Bar Rudern

Sekundäre Rückenübungen

  • Kabelrudern (neutraler Griff, Obergriff oder Untergriff)
  • Reverse fliegende Bewegungen (Kurzhanteln / Maschine)
  • Kurzhantel Überzüge
  • Latziehen (neutraler Griff, Obergriff oder Untergriff)
  • Maschinenrudern
  • Latziehen an der Maschine

 

Schultern

Primäre Schulterübungen

  • Brücken über Kopf (Kurzhantel oder Langhantel)
  • Kurzhantel Seitheben

Sekundäre Schulterübungen

  • Arnold Press
  • Drücken über Kopf an der Maschine
  • Seitheben am Kabelzug
  • Frontheben (Kurzhanteln oder Langhantel)
  • Kickbacks am Kabelzug für die hinteren Schultermuskeln
  • Kurzhantel Seitheben (Seitheben vorgebeugt) für die hinteren Schultermuskeln
  • Rudern aufrecht (Langhantel, Kurzhantel oder Kabel)
  • Truck Driver

 

Trizeps

Primäre Trizepsübungen

  • Trizepsdrücken liegend (Skull Crusher)
  • Enges Bankdrücken
  • Dips
  • Trizepsdrücken am Kabelzug mit einem V Griff

Sekundäre Trizepsübungen

  • Kickbacks (Kurzhantel oder Kabel)
  • Randy Press
  • Trizepsdrücken am Kabelzug mit einer geraden Stange oder einem Seilgriff
  • Trizepsdrücken am Kabelzug im Untergriff

 

Bizeps

Primäre Bizepsübungen

  • Langhantelcurls – (Langhantel oder SZ Stange)
  • Stehende alternierende Kurzhantelcurls

Sekundäre Bizepsübungen

  • Spider Curls
  • Drag Curls
  • Kabelcurls
  • Scottcurls (SZ Stange oder Kurzhantel)
  • Kurzhantel Hammercurls
  • Reverse Curls
  • Kurzhantel Konzentrationscurls
  • Klimmzüge

 

Bauchmuskeln

Primäre Bauchmuskelübungen

  • Beinheben hängend
  • Bicycle Crunches
  • Crunches auf der reversen Schrägbank

Sekundäre Bauchmuskelübungen

  • Crunches mit Seilgriff am Kabelzug
  • Reverse Crunches
  • Frog Kick (https://www.youtube.com/watch?v=OCsjXhP-IkY)
  • V-Up (https://www.youtube.com/watch?v=iP2fjvG0g3w)

 

Quadrizeps

Primäre Quadrizepsübungen

  • Klassische Kniebeugen
  • Frontkniebeugen
  • Hackenschmidt Kniebeugen

Sekundäre Quadrizepsübungen

  • Bulgarische Splitkniebeugen
  • Beinpressen
  • Beinstrecken
  • Gehende Ausfallschritte

 

Beinbeuger

Primäre Übungen für die Beinbeuger

  • Kreuzheben / rumänisches Kreuzheben mit gestreckten Beinen (Langhantel oder Kurzhantel)
  • Beincurls sitzend

Sekundäre Übungen für die Beinbeuger

  • Beincurls liegend
  • Beinbeuger Ball Roll
  • Einbeinige Beincurls
  • Rope Pull-Through (https://www.youtube.com/watch?v=danTs3bMNG8)

 

Waden

Primäre Wadenübungen

  • Wadenheben stehend (Maschine)
  • Einbeiniges Kurzhantel Wadenheben

Sekundäre Wadenübungen

  • Wadendrücken an der Beinpresse
  • Wadenheben sitzend

 

Trainingssplit Templates

Mein Ziel beim Erstellen dieser Templates bestand darin, jegliches Raten beim Design Deines eigenen Trainingsprogramms zu eliminieren. Hierdurch kannst Du Deine wertvolle Energie voll und ganz auf Dein Training verwenden, ohne viel nachdenken zu müssen.

Setze einfach die richtigen Übungen ein und Du kannst loslegen.

4-Tage Trainingssplit

Der folgende 4-Tage Trainingssplit ist für all diejenigen gedacht, die an vier Tagen pro Woche trainieren möchten.

Bitte beachte, dass ich nicht „die an 4 Tagen pro Woche trainieren könnten“ oder „die oft an 4 Tagen pro Woche trainieren werden“ gesagt habe.

Es wichtig, dass Du im Voraus entscheidest, wie viele Tage pro Woche Du Deinem Training widmen kannst. Andernfalls wirst Du die Effektivität dieses Programms kompromittieren. Wenn Du also denkst „Ich kann konsistent an 4 oder 5 Tagen pro Woche trainieren“, dann entscheide Dich für 4 Tage, da dies etwas sein muss, das Woche für Woche machbar ist.

Anmerkung: Sicherlich kann man auch Trainingssplits entwerfen, die flexiblerer Natur sind und es Dir erlauben, einen variierenden Zeitplan zu verwenden, aber das ist ein Thema für einen anderen Artikel.

Ein effektiver 4-Tage Trainingssplit

  •  Tag 1 (z.B. Montag) – Brust & Bizeps
  •  Tag 2 (z.B. Dienstag) – Rücken & Bauchmuskeln
  •  Tag 3 (z.B. Donnerstag) – Schultern, Trizeps, & Bauchmuskeln
  •  Tag 4 (z.B. Freitag) – Beine

 

Brust & Bizeps

 

Übung

Sätze

Pause

A

1° Brust (drücken)

5

5

lang

B

1°/2° Brust

3

6-10

moderat

C

2° Brust

4

12-20

kurz

D

1° Bizeps

4

5

lang

E

1°/2° Bizeps

3

8-12

moderat

F

2° Bizeps/Unterarme

3

10-15

kurz/moderat

 

Rücken & Bauchmuskeln

 

Übung

Sätze

Pause

A

1° Rücken (vertikales Ziehen)

4

6-10

lang

B

1° Rücken (Heben/Rudern)

3-4

6-10

lang

C

1°/2° Rücken

3

8-12

moderat

D

2° Rücken

4

10-15

kurz

E

1° Bauchmuskeln

3-4

6-10

moderat

F

2° Bauchmuskeln

3

10-20

kurz/moderat

 

Schultern, Trizeps, & Bauchmuskeln

 

Übung

Sätze

Pause

A

1° Schultern (vertikales Drücken)

4

5

lang

B

1° Schultern (Abduktion)

4

8-12

moderat

C

2° Schultern

3

10-15

kurz

D

1° Trizeps

3

6-10

moderat

E

1°/2° Trizeps

3

8-12

moderat

F

2° Trizeps

3

10-15

kurz

G

1° Bauchmuskeln

4

6-12

moderat

 

Quadrizeps, Beinbeuger, & Waden

 

Übung

Sätze

Pause

A

1° Quadrizeps

5

6-12

lang

B

2° Quadrizeps

4

8-15

moderat

C

1° Beinbeuger

4

6-10

moderat

D

2° Beinbeuger

3-4

8-15

kurz/moderat

E

Zusätzliche Beinübung (bei Bedarf)

2-3

8-15

kurz/moderat

F

1° Waden

4-5

6-12

moderat

G

2° Waden

3

10-15

kurz

 

5-Tage Trainingssplits

Für diejenigen, die 5 Tage der Woche ihrem Training widmen können, ist dies ein hervorragender Trainingssplit.

Anmerkung: Wenn Du clever bist, dann kannst Du das folgenden Template auch umgestalten, um es mit einem anderen 5 Tage Trainingssplit zu verwenden.

Ein effektiver 5-Tage Trainingssplits

  •  Tag 1 (z.B. Montag) – Brust & Waden
  •  Tag 2 (z.B. Dienstag) – Rücken & Bauchmuskeln
  •  Tag 3 (z.B. Donnerstag) – Schultern & Beinbeuger
  •  Tag 4 (z.B. Freitag) – Quadrizeps & Bauchmuskeln
  •  Tag 5 (z.B. Samstag) – Arme

 

Brust & Waden

 

Übung

Sätze

Pause

A

1° Brust

5

5

lang

B

1° Brust

3-4

6-10

lang/moderat

C

2° Brust

3

8-12

moderat/kurz

D

2° Brust (Schwachpunkt Isolation)

3

10-15

kurz

E

1° Waden

4

5-10

moderat

F

1° Waden

3

10-15

kurz/moderat

G

2° Waden

3

12-20

kurz

 

Rücken & Bauchmuskeln

 

Übung

Sätze

Pause

A

1° Rücken (vertikales Ziehen)

3-4

6-10

moderat/lang

B

1° Rücken (Heben / Rudern)

3-4

4-8

lang

C

1°/2° Rücken

3

8-12

moderat

D

2° Rücken

3

8-12

moderat

E

2° Rücken (Schwachpunkt Isolation)

4

10-15

kurz/moderat

F

1° Bauchmuskeln

3-4

6-12

moderat

G

2° Bauchmuskeln

3

12-20

kurz

 

Schultern & Beinbeuger

 

Übung

Sätze

Pause

A

1° Schultern (Drücken)

4

4-8

lang

B

1° Schultern (Abduktion)

4

6-10

moderat

C

2° Schultern

3

8-12

kurz/moderat

D

Schultergesundheit (d.h. externe Rotation)

3

12-15

kurz

E

1° Beinbeuger (Knieflexion)

3-4

6-10

moderat

F

1° Beinbeuger (Hüftextension)

2-3

6-10

moderat

G

2° Beinbeuger

3-4

10-15

kurz/moderat

 

Quadrizeps & Bauchmuskeln

 

Übung

Sätze

Pause

A

1° Quadrizeps

5

6-10

lang

B

1°/2° Quadrizeps

4

8-12

moderat/lang

C

2° Quadrizeps

3-4

8-12

moderat

D

2° Quadrizeps

3

10-20

kurz/moderat

E

1° Bauchmuskeln

3

6-12

moderat

F

2° Bauchmuskeln

3

12-20

kurz

 

Bizeps, Trizeps, & Unterarme

 

Übung

Sätze

Pause

A

1° Trizeps

4

4-8

moderat/lang

B

1° Bizeps

4

4-8

moderat/lang

C

1°/2° Trizeps

3

8-12

moderat

D

2° Trizeps

3

12-20

kurz

E

1°/2° Bizeps

3

8-12

moderat

F

2° Bizeps

3

12-20

kurz

G

Unterarme (bei Bedarf)

3

8-15

kurz/moderat

 

Ergänzende Übungen, die Du in Betracht ziehen kannst

Hier sind einige Übungen für kleinere / spezifischere Muskelgruppen, denen Du vielleicht etwas Aufmerksamkeit widmen möchtest und Übungen, mit denen Du dies erreichen kannst.

Füge diese Übungen bei Bedarf ganz einfach an den Stellen in Deinen Trainingssplit ein, an die sie am besten passen, wie dies oben am Beispiel der Zusätzlichen Übungen für Beine, Unterarme und Schultergesundheit illustriert wurde.

Tibialis Anterior

  • Dorsiflexion mit Widerstand
  • Gehen auf den Fersen

Unterarme / Handgelenk

  • Handgelenkcurls/Flexion (Langhantel oder Kurzhantel)
  • Handgelenkcurls mit Obergriff (Langhantel oder Kurzhantel)
  • Handgelenkrollen
  • Reverse Curls

 

Schultern externe Rotation

  • Cuban Rotation
  • Externe Rotation mit Kurzhanteln auf der Seite liegend
  • Externe Rotation am Kabel

 

Ergänzende Übungen

Zielmuskel

Sätze

Pause

Tibialis Anterior

4

8-15

kurz-moderat

Handgelenkstrecker

4

8-15

kurz-moderat

Handgelenkbeuger

3

8-15

kurz-moderat

Schultern externe Rotation

4

8-15

kurz-moderat

 

Abschließende Worte

Ich bin der erste, der zugeben wird, dass an diesem Artikel nichts revolutionär ist, aber darum geht es in gewisser Hinsicht ja auch – wir versuchen an dieser Stelle nicht, das Bodybuilding neu zu erfinden.

Stattdessen sind diese Templates dazu gedacht, etwas elegant Einfaches, aber trotzdem Effektives zu sein.

Mit dieser Information im Hinterkopf möchte ich Dich dazu ermutigen, Dir diese auszudrucken und sie mit ins Fitnessstudio zu nehmen. Auf diesem Weg wirst Du immer über die Informationen verfügen, die Du brauchst, um spontan ein mörderisch effektives Trainingsprogramm zu entwerfen.

Viel Spaß!

Von: Clay Hyght

Quelle: https://www.t-nation.com/workouts/tried-and-true-bodybuilding-program-template

 

Weiterlesen
10 Gründe dafür, dass Bodybuilder muskulöser als Powerlifter sind
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Wir alle wissen, dass es einige echt freaky aussehende Powerlifter gibt. Im Allgemeinen sind Powerlifter jedoch nicht so muskulös wie Bodybuilder.

Nenne mir Deinen muskulösesten Lieblingspowerlifter und ich werde Dir einen Bodybuilder zeigen, im Vergleich zu dem er schmal wirken wird.

Zugegebenermaßen tragen viele Powerlifter viel zu viel Körperfett mit sich herum, um ihren Grad an Muskulosität akkurat abschätzen zu können. Dies gilt auch für Jungs wie Donnie Thompson, Ryan Kennelly und Benedikt Magnusson, die zu den stärksten Powerliftern der Welt gehören.

Sicherlich sind diese Jungs echte Monster, was ihre Kraft und ihre Leistungen angeht, aber sie sind definitiv nicht die muskulösesten Jungs auf diesem Planeten. Wenn sie ihren Körperfettanteil auf ein vernünftiges Maß reduzieren würden, würden sie im Verlauf dieses Prozesses wahrscheinlich auch eine Menge Muskelmasse verlieren.

Wenn man Powerlifter mit Bodybuildern vergleicht, fällt auf, dass viele Powerlifter nach Bodybuildingstandards nur eine mittelmäßige Unterkörperentwicklung aufweisen.

Im Jahr 1993 nahm Tom Platz, der wahrscheinlich die massigsten Beine in der Geschichte des Bodybuildings hatte, an einem Kniebeugenwettstreit mit Fred Hatfield teil, dem ersten Menschen, der 1000 Pfund bei Kniebeugen bewegte.

Auch wenn Toms Beine sehr viel größer und massiger als die von Fred waren, bekam er von Fred einen Tritt in den Hintern, der mit seinen 855 Pfund Toms 765 um Klassen übertraf. Aber als sie ein paar Platten von der Stange nahmen und das Gewicht für einen Test der Ausdauer des Unterkörpers auf 525 Pfund reduzierten, stellte Tom, der 23 Wiederholungen schaffte, Fred mit seinen 11 Wiederholungen in den Schatten.

Fazit ist, dass Bodybuilder besser bei höheren Wiederholungen mit einer gleichmäßigen Kadenz zu sein scheinen, während Powerlifter besser bei explosiv ausgeführten schweren Wiederholungen mit niedrigen Wiederholungszahlen zu sein scheinen.

Der ehemalige Mr. Olympia Jay Cutler hat einige sehr offene und ehrliche Abhandlungen zum Thema Kraft und Muskelgröße verfasst. Er listete seine Allzeit Bestleistungen in Verbindung mit seiner Kraft zu diesem Zeitpunkt auf.

Vor Jahren trainierte er mit sehr viel schwereren Gewichten, aber er wurde durch die Verwendung leichterer Gewichte muskulöser. Auch wenn er weiterhin schwer trainierte, entschied er sich dafür, sich mehr auf die Qualität, als die Quantität zu konzentrieren.

Muskulare Unterschiede zwischen Bodybuildern und Powerliftern

Viele Kraftsportler und Trainer glauben, dass “Muskeln nur Spannung kennen.” Diese Sichtweise stellt jedoch eine viel zu stark vereinfachende Sicht der Dinge dar. In der Realität muss eine ganze Reihe von Faktoren mit berücksichtigt werden.

Welchen Grad hat die Spannung? Wie lange ist die Dauer der Spannung? Welche Frequenz hat die Spannung? Welcher Art von Spannung ist der Muskel ausgesetzt? Und mit Sicherheit ist passive Spannung nicht so effektiv wie aktive Spannung, wenn es um den Aufbau von fettfreier Muskelmasse geht.

Viele glauben, dass das kontinuierliche Streben nach gesteigerter maximaler Kraft den Schlüssel zur Entwicklung massiver Muskeln darstellt. Aber auch wenn eine gesteigerte Kraft mit einer gesteigerten Muskelquerschnittsfläche in Verbindung steht, gibt es multiple Anpassungen, die die Kraft ohne eine gesteigerte Muskelhypertrophie erhöhen können.

Von diesen Anpassungen trägt eine Verbesserung der grundlegenden Koordination zwischen den Muskeln mit Abstand am stärksten zu nicht mit der Muskelhypertrophie in Verbindung stehenden Kraftzuwächsen bei.

Neben neurologischen Anpassungen können auch Anpassungen, die eine gesteigerte Versteifung des Gewebes, das Verbindungen von Knochen zu Knochen darstellt (inklusive Sehnen, extrazellulare Matrix, usw.), zu einer gesteigerten Kraftübertragung von Muskel zu Knochen beitragen und spielen eine signifikante Rolle bei Kraftzuwächsen.

Fiederungswinkel

Der Winkel, den die einzelnen Muskelfasern mit der Aktionslinie eines Muskels bilden und der auch unter dem Begriff Fiederungswinkel bekannt ist, beeinflusst die Kraft unabhängig von der Muskelhypertrophie signifikant.

Ein gesteigerter Fiederungswinkel scheint eine negative Korrelation zur Muskelkraft aufzuweisen – wenn der Fiederungswinkel zunimmt, nimmt die Kapazität des Muskels Kraft zu produzieren ab.

Interessanterweise zeigen Studien, dass Bodybuilder größere Fiederungswinkel als Powerlifter aufweisen, was vermutlich mit ihren Trainingsmethoden zusammenhängt.

Typen der Hypertrophie

Es gibt mehrere Wege, auf die Muskeln wachsen können, ohne dass es zu signifikanten Veränderungen der Kraft kommt. Einer der Wege ist eine Zunahme der Menge an nicht kontraktilen Elementen in der Muskelzelle.

Eine nicht-kontraktile Hypertrophie umfasst ein Zunahme an Kollagen, Glykogen und anderen zellularen Untereinheiten – ein Phänomen, das für gewöhnlich als „sarkoplasmische Hypertrophie“ bezeichnet wird.

Da die Kraftproduktion durch die Sarkomere generiert wird, besitzt eine sarkoplasmische Hypertrophie keine Auswirkungen auf das 1RM Gewicht bzw. die Maximalkraft. Die gesteigerte Masse, die durch die nicht-kontraktilen Elemente zustande kommt, hat jedoch trotzdem einen deutlichen Einfluss auf die Muskelgröße.

Wachstum der langsam kontrahierenden Muskelfasern

Auch eine Zunahme der Größe der langsam kontrahierenden Typ I Fasern kann die Muskelhypertrophie ohne starke Auswirkungen auf die maximale Muskelkraft beeinflussen. Muskelfasern vom Typ I sind ausdauerorientierte Fasern, die nur über eine begrenzte Fähigkeit verfügen, hohe Level an Kraft zu produzieren.

Muskelfasern vom Typ I können an Größe zunehmen, wenn sie einem Widerstandstrainingsstimulus ausgesetzt sind, wobei ihre Hypertrophiekapazität etwa 50% geringer als bei schnell kontrahierenden Muskelfasern ausfällt.

Es konnte gezeigt werden, dass Bodybuilder eine größere Querschnittsfläche der Typ I Muskelfasern als Powerlifter aufweisen. Dies könnte helfen zu erklären, warum Tom Platz eine höhere Muskelausdauer als Fred Hatfield hatte, aber absolut gesehen nicht so stark war.

Wenn Maximalkraft alles wäre, was für die Muskelhypertrophie notwendig ist, dann wären Powerlifter die muskulösesten Menschen auf diesem Planeten und Bodybuilder würden maximale Einzelwiederholungen ausführen anstatt dem Muskelpump nachzujagen.

Einfach gesagt ist stärker nicht gleichbedeutend mit muskulöser und muskulöser bedeutet nicht notwendigerweise stärker.

Was macht Bodybuilder dann muskulöser als Powerlifter?

Es ist nicht die Genetik?

Sicher, Menschen neigen auf natürliche Art und Weise dazu, Dinge zu tun, bei denen sie gut sind.

In der Welt des Krafttrainings werden diejenigen mit einer besseren Veranlagung für Kraft eher dazu neigen, wie ein Powerlifter zu trainieren oder ein Powerlifter zu werden, während diejenigen mit einer besseren Veranlagung für den Aufbau von Muskelmasse eher dazu neigen werden, wie ein Bodybuilder zu trainieren oder ein Bodybuilder zu werden.

Powerlifting hat mehr mit den Hebelverhältnissen, dem Nervensystem und einer Verbesserung der Technik zu tun, während Bodybuilding mehr mit Ästhetik, Symmetrie, Muskulosität und Konditionierung zu tun hat.

Die Kraft hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, aber die Ansatzpunkte der Sehnen an den Knochen spielen bei der Fähigkeit, maximale Kraft freizusetzen, eine sehr große Rolle.

Verwenden wir Bizepscurls als Beispiel. Sagen wir, dass Du eine 60 Pfund Kurzhantel curlst und Du die Hantel so weit nach oben bewegt hast, dass Dein Ober- und Unterarm einen 90 Grad Winkel bilden und Du die Hantel sehr langsam bewegst.

Um eine allgemeine Abschätzung der Muskelkrafterfordernisse des Bizeps zu erhalten, musst Du den Moment des Widerstandsarmes durch die Länge des Muskelarmes teilen.

Dies bedeutet, dass du den Widerstand (60 Pfund) mit dem Widerstandsarm (sagen wir 15 Zoll vom Ellenbogen bis zur Kurzhantel) multiplizieren und das Ergebnis durch den Muskelarm (sagen wir 1 Zoll vom Ellenbogen zum Bizepsansatz) teilen.

Dies wären 900 Zoll-Pfund – ein Maß für das Drehmoment. In diesem Beispiel muss der Bizeps 900 Zoll-Pfund an Kraft produzieren.

Was geschieht, wenn die Bizepssehne des Kraftsportlers 2 Zoll vom Drehpunkt ansetzt? Jetzt teilst Du durch 2 anstatt durch 1, was bedeutet, dass der Bizeps jetzt nur 450 Zoll-Pfund an Kraft produzieren muss, um die Kurzhantel bei einem 90 Grad Ellenbogenwinkel zu halten.

Dies zeigt, wie vorteilhaft die Sehnenansatzpunkte für die externe Kraftproduktion sein können – zwei Kraftsportler könnten dieselbe Kraft in ihrem Bizeps haben, wobei einer von ihnen aufgrund seiner besseren Hebelverhältnisse die doppelte Menge an Gewicht bewegen kann.

Auch die Längen und Proportionen von Torso, Arm, Oberschenkelknochen und Oberarmknochen spielen alle eine wichtige Rolle bei der Kraftproduktion. Ganz offensichtlich wird die Stichprobengröße von Profipowerliftern und Profibodybuildern verzerrt sein. Mit Bodybuilding lässt sich einfach mehr Geld machen.

Doch das alleine erklärt nicht, warum Bodybuilder muskulöser als Powerlifter sind. Und es ist wichtig, eine interessante Beobachtung mit zu berücksichtigen – wenn Powerlifter beginnen wie Bodybuilder zu trainieren, dann bauen sie fast immer mehr Muskeln auf!

Es ist nicht die chemische Unterstützung

Sicher, Profibodybuilder verwenden große Mengen leistungssteigernder Verbindungen, aber bei Powerliftern sieht dies nicht viel anders aus. Vielleicht verwenden Bodybuilder höhere Dosierungen und eine größere Bandbreite an Verbindungen, aber viele behaupten moderate Dosierungen zu verwenden und bei den grundlegenden Substanzen zu bleiben, weshalb nicht bekannt ist, ob dies wirklich eine Rolle spielt.

Vergleichen wir die Körper von natural Bodybuildern mit denen von natural Powerliftern. In diesem Fall ist das Ergebnis recht eindeutig. WNBF Bodybuilder lassen WNPF Powerlifter vom Hypertrophiestandpunkt aus gesehen mickrig erscheinen.

 

10 Gründe dafür, dass Dich Bodybuilding muskulöser macht

Bodybuilder sind Meister des Aufbaus von Muskeln. Auch wenn jeder schnell auf unterschiedliche Übungen, Gewichte, Variationen des Volumens, Trainingsfrequenzen, Intensitäten, Variationen der Trainingsdichte und Variationen der Trainingsdauer anspricht, gibt es bestimmte Regeln, die für das Bodybuilding gelten.

Wenn Dein Ziel darin besteht, Deine Muskelentwicklung zu maximieren, dann wärst Du ein Narr, wenn Du diese Regeln ignorieren würdest. Auch wenn eine mechanische Spannung bei der Anregung einer Hypertrophie die wichtigste Rolle spielt, sind hier einige Kandidaten, die die überlegene Muskulatur von Bodybuildern im Vergleich zu Powerliftern erklären könnten.

1. Höhere Wiederholungszahlen und das jagen des Pumps

Powerlifter trainieren im Allgemeinen in einem niedrigen Wiederholungsbereich (1 bis 5 Wiederholungen), während Bodybuilder dazu neigen, einen moderaten Wiederholungsbereich (6 bis 12 Wiederholungen) zu bevorzugen. Die Anpassungen, die mit diesen Wiederholungsbereichen in Verbindung gebracht werden, können zumindest einen Teil der Hypertrophieunterschiede zwischen diesen beiden Klassen von Athleten erklären.

Die Ausführung einer Übung im höheren Wiederholungsbereich würde theoretisch in einer stärkeren Hypertrophie der Typ I Muskelfasern resultieren. Wie bereits erwähnt wurde, sind die Typ I Muskelfasern ausdauerorientiert und reagieren somit am besten auf eine längere Zeit unter Spannung.

Das Training im niedrigen Wiederholungsbereich, das von Powerlifter verwendet wird, erlaubt einfach keine ausreichend lange Zeit unter Spannung für eine signifikante Entwicklung dieser Fasern.

Der Pump dient einem Zweck

Auch wenn der Pump häufig als kurzzeitiger Trainingseffekt angesehen wird, kann er in einer besseren Muskelentwicklung resultieren. Studien zeigen, dass eine zellulare Schwellung sowohl eine gesteigerte Synthese von Protein, als auch einen reduzierten Proteinabbau hervorrufen kann.

Es wird vernutet, dass eine Zunahme an Wasser in der Muskelzelle – die mit dem Mechanismus konsistent ist, der mit dem Pump in Verbindung gebracht wird – als Bedrohung für die Integrität der Zelle wahrgenommen wird. Als Reaktion hierauf initiiert die Zelle eine Signalkaskade, die den Muskel letztendlich dazu bringt zu wachsen, um seine Strukturen zu schützen.

Zusätzlich hierzu können eine stärkere Okklusion und Hypoxie mit einem Training mit höheren Wiederholungszahlen im Pump Stil in Verbindung gebracht werden, welche ein Wachstum durch eine gesteigerte Produktion von Wachstumsfaktoren und möglicherweise eine Fusion von Muskelzellen mit Sattelitenzellen induzieren können.

Das Jagen des Pumps mit moderaten Wiederholungszahlen fördert die sarkoplasmische Hypertrophie – eine Zunahme an nichtkontraktilen Elementen in den Muskelzellen. Zusätzlich dazu, dass sich dies in einer Zunahme der Muskelgröße manifestiert, könnte es außerdem eine zusätzliche Steigerung der kontraktilen Hypertrophie fördern.

Glykogen ist hydrophil, was bedeutet, dass es Wasser bindet. Jedes Gramm Glykogen zieht drei Gramm Wasser in die Muskelzelle. Diese gesteigerte Hydration könnte somit zu einem stärkeren myofibrillaren Wachstum über den bereits erwähnten Mechanismus des Anschwellens der Zelle führen, wodurch mehr Muskelglykogen auf zweifache Weise gesteigerte Hypertrophiezuwächse fördern könnte.

2. Zeit unter Spannung

Es ist auch wichtig, die höheren Level an Gesamtlast (Gewicht * Wiederholungen) und die längere Zeit unter Spannung bei Bodybuildern im Vergleich zu Powerliftern in Betracht zu ziehen.

Sagen wir, dass ein Bodybuilder eine Bankdrücken Trainingseinheit ausführt, die aus 225 x 12, 275 x 10, 315 x 8 und 335 x 6 besteht, während ein Powerlifter folgende Trainingseinheit ausführt: 315 x 5, 365 x 3, 405 x 1 und 415 x 1. Bei diesem Szenario hat der Bodybuilder eine Gesamtlast von 9.980 Pfund bewegt, während es beim Powerlifter 3.490 Pfund waren.

Unter der Annahme, dass eine Wiederholung 2 Sekunden andauert, hat der Bodybuilder 72 Sekunden Zeit unter Spannung angesammelt, während es beim Powerlifter lediglich 20 Sekunden waren, was einen signifikanten Unterschied darstellt!

3. Hohe Wiederholungszahlen bis zum Muskelversagen

Hohe Wiederholungszahlen bis zum Muskelversagen sind für eine myofibrillare, sarkoplasmische und gemischte Proteinsynthese besser als niedrige Wiederholungszahlen bis zum Muskelversagen.

Auch interessant ist, dass weitere Untersuchungen benötigt werden, da die akute Proteinsynthese nicht notwendigerweise mit einer stärkeren Hypertrophie im Lauf der Zeit korreliert und vorhergehende Studien herausgefunden haben, das Programme mit sehr hohen Wiederholungszahlen für ein gesteigertes Muskelwachstum suboptimal sind.

Mehr Wiederholungen sind außerdem gleichbedeutend mit mehr exzentrischen Kontraktionen, von denen gezeigt werden konnte, dass sie mehr Muskelbeschädigungen hervorrufen. Es gibt eine Menge wissenschaftlicher Daten, die nahelegen, dass Muskelbeschädigungen mit einem gesteigerten Muskelwachstum in Verbindung stehen, auch wenn die Untersuchungsergebnisse in diesem Bereich nicht eindeutig sind.

4. Muskelisolation und Maschinen

Bodybuilder verwenden bei ihrem Training viele Isolationsübungen. Dies steht in direktem Kontrast zu Powerliftern, die bei ein paar grundlegenden Mehrgelenksübungen bleiben.

Große Muskeln wie Quadrizeps, Brustmuskeln, Schultermuskeln und Latissimus bestehen aus vielen Tausenden fadenähnlichen Muskelfasern, die unterschiedliche Ansatzpunkte haben. Diese Fasern sind manchmal unterteilt oder werden durch unterschiedliche Nerven angesteuert.

Somit werden Muskeln während einer Übung nicht immer gleichmäßig über ihre gesamte Länge trainiert. Eine bestimmte Übung kann einen Bereich näher am einen oder am anderen Ansatzpunkt des Muskel stärker trainieren. Nur durch ein Training eines Muskels aus unterschiedlichen Winkeln mit einer Reihe unterschiedlicher Übungen kannst Du alle dieser Fasern vollständig stimulieren und somit ihre Entwicklung maximieren.

Die Verwendung maschinenbasierten Trainings, welches die Beteiligung der stabilisierenden Muskelfasern reduziert und es hierdurch erlaubt, auf unterschiedliche Aspekte eines Muskels abzuzielen, kann die Muskelentwicklung weiter maximieren.

Maschinen können außerdem vorteilhaft sein, da sie günstigere Kraftkurven möglich machen und durch die Verwendung unterschiedlicher Technologien dabei helfen können, eine konstante Spannung auf dem trainierten Muskel aufrecht zu erhalten. Konstante Spannung kann zu einer stärkeren mechanischen Signalisierung und einem besseren Pump führen, was das Muskelwachstum unterstützen kann.

5. Die Art der Übungsausführung

Bodybuilder sagen schon seit Jahren, dass es nicht nur auf die Menge des verwendeten Widerstandes, sondern auch auf die Art und Weise der Ausführung einer Übung ankommt.

Im Rahmen von EMG Experimenten konnte herausgefunden werden, dass Bankdrücken im Bodybuilding Stil mit 100 Kilo (weiter Griff, ausgestellte Ellenbogen, die Stange wird zur mittleren Brust hin abgesenkt) mehr Fasern des Pectoralis major (großer Brustmuskel) als Bankdrücken im Powerlifting Stil (engerer Griff, Ellenbogen näher am Körper, das Gewicht wird zur unteren Brust hin abgesenkt) mit demselben Gewicht aktivierte.

Häufig zeigten maximale Versuche bei Kniebeugen und Kreuzheben eine schwächere EMG Aktivierung als submaximale Wiederholungen. Dies hängt damit zusammen, dass sich der Körper instinktiv verdreht und krümmt, um schwere Gewichte zu bewegen und diese Veränderungen der Haltung umfassen häufig eine Unterstützung durch passive Strukturen wie Bänder.

Ein Powerlifter kann z.B. seinen oberen Rücken exzessiv krümmen, um seine Bänderstrukturen zu nutzen, welche die passive Unterstützung erhöhen, während sie gleichzeitig die aktiven Muskelanforderungen reduzieren.

Profibodybuilder kontrollieren typischerweise das Gewicht und verwenden ein gleichmäßiges Tempo, während viele Powerlifter bei Maximalversuchen ein gewisses Abfälschen der Bewegung zulassen. Darüber hinaus meiden viele Bodybuilder eine Endposition mit überstreckten Gliedmaßen, um eine konstante Spannung auf dem Zielmuskel aufrecht zu erhalten.

Sagen wir z.B., dass ein Bodybuilder Kurzhantel Schrägbankdrücken ausführt. Er wird das Gewicht wahrscheinlich nur zu 5/6 nach oben bewegen und dann die Bewegungsrichtung umkehren und das Gewicht wieder absenken. Während fliegender Bewegungen wird ein Bodybuilder die Hanteln nur 2/3 des Weges nach oben bewegen. Hierdurch wird die Spannung auf den Brustmuskeln aufrecht erhalten, um einen besseren Pump zu fördern.

6. Die Geist-Muskel Verbindung

Bodybuilder predigen immer wieder, wie wichtig es ist, den Muskel arbeiten zu fühlen und wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Aktivierungstraining die relative EMG Aktivität während der Trainings erhöhen kann.

Eine zweimonatige Konzentration auf die Gluteus Aktivierung führte z.B. dazu, dass ein Trainierender während einer Mehrgelenksübung wie Kniebeugen oder Ausfallschritte mehr Gluteus Muskeln verwenden konnte und gleichzeitig die Beteiligung synergistischer Muskeln wie der Beinbeuger reduzieren konnte.

Bodybuilder zielen mit Absicht auf einen Zielmuskel ab und manipulieren ihre Form der Übungsausführung, um die Spannung auf diesem Muskel zu maximieren.

Auf der anderen Seite ist alles, was Powerliftern wichtig ist, das Bewegen maximaler Gewichte. Deshalb versuchen sie so viele Muskeln wie möglich zu verwenden, um eine maximale Kraft zu generieren.

Während des Bankdrückens versucht ein Powerlifter z.B. den Druck aus den Beinen und die Aktivierung von Brustmuskeln, Latissimus, vorderen Schultermuskeln und Trizeps zu maximieren, um das schwerstmögliche Gewicht zu bewegen. Einem Powerlifter ist eine optimale Mechanik wichtiger als die eigentliche Muskelaktivierung.

Während die Powerlifting Methode hervorragend für eine Ganzkörperstimulierung ist, fordert die Bodybuilding Methode einen bestimmten Bereich maximal und kann hierdurch mehr Muskelbeschädigungen und einen stärkeren Pump induzieren, während gleichzeitig die Überlastung des ZNS reduziert wird.

7. Instinktives Training und Biofeedback

Bodybuilder bauen möglichst viel Abwechslung in ihre Trainingseinheiten ein und habe keinen fest definierten Plan, wenn sie das Fitnessstudio betreten.

Viele haben eine generelle Vorstellung davon, was sie erreichen möchten, aber lassen typischerweise Raum für Spontaneität basierend auf dem Biofeedback. Diese Abwechslung und lockere Trainingsstruktur könnte theoretisch im Lauf der Zeit zu einem stärkeren Muskelwachstum aufgrund einer reduzierten Wahrscheinlichkeit für Verletzungen führen.

Der Trainierende, der Woche für Woche für viele Jahre ins Fitnessstudio gehen und produktive, schmerzfreie Trainingseinheiten ausführen kann, wird mehr fettfreie Muskelmasse als ein Trainierender ansammeln, der immer angeschlagen ist, durch den Schmerz hindurch trainiert und unter Zerrungen und Muskelfaserrissen leidet.

Da die absolute Kraft für einen Powerlifter das Wichtigste ist, wird ein Powerlifter oft jegliches Biofeedback ignorieren, das ihm sagt, dass er etwas zurückstecken sollte. Es könnte z.B. sein, dass sich der untere Rücken am Kreuzheben Tag nicht gut anfühlt. Der Powerlifter wird für gewöhnlich bei seinem Plan bleiben und durch eventuelle Schmerzen hindurch trainieren, während der Bodybuilder um den Schmerz herum trainieren wird.

Da es dem Bodybuilder um das Trainieren eines Muskels und nicht um eine Verbesserung der Leistungen bei bestimmten Übungen geht, wird er eher auf die Warnsignale seines Körpers hören und eine Übung finden, die keine Alarmsignale auslöst.

Powerlifter sind von Natur aus von maximaler Kraft bei den drei großen Übungen besessen, während Bodybuilder Kraft als Mittel zum Zweck für den Aufbau von Muskeln ansehen, weshalb es ihnen nicht so wichtig ist, wie viel Gewicht sie bei Bankdrücken, Kniebeugen und Kreuzheben maximal bewegen können.

8. Intensivierungsmethoden

Gelegentlich werden Bodybuilder Intensivierungsmethoden wie Training bis zum Muskelversagen, Negativwiederholungen, absteigende Sätze, Rest-Pause, Burnouts, Supersätze, Dreifachsätze und Vierfachsätze einsetzen, um einen Satz bis ans Limit fortzusetzen.

Wenn sie sparsam eingesetzt werden, können diese Methoden zusätzliche Hypertrophie stimulierende Signale senden, die theoretisch im Lauf der Zeit zu einem stärkeren Muskelwachstum führen könnten. Diese Methoden sollten jedoch richtig periodisiert werden, um ein Übertraining zu vermeiden.

9. Kürzere Pausen zwischen den Sätzen

Bodybuilder verwenden im Allgemeinen recht kurze Pausenintervalle zwischen den Sätzen – im Bereich von durchschnittlich ein oder zwei Minuten – während Powerlifter häufig bis zu fünf Minuten zwischen schweren Sätzen pausieren. Kürzere Pausenintervalle werden mit einer gesteigerten anabolen Reaktion – insbesondere was Testosteron und Wachstumshormone angeht – in Verbindung gebracht.

Auch wenn noch nicht abschließend geklärt wurde, ob die akuten hormonellen Effekte durch ein Widerstandstraining zu einem stärkeren Muskelwachstum beitragen, berichteten mehrere Studien von einer signifikanten Korrelation mit dem Umfang des Wachstums von Muskelfasern von Typ I und Typ II.

Auf jeden Fall werden kürzere Pausenintervalle die Trainingsdichte erhöhen, den Pump steigern und das hormonelle Milieu verbessern. Das verbesserte anabole Milieu sollte ein verbessertes Umfeld für eine gesteigerte Proteinsynthese und möglicherweise auch eine gesteigerte Sattelitenzellaktivität fördern, auch wenn die Ergebnisse von Studien in diesem Bereich nicht eindeutig sind.

10. Trainingssplits

Bodybuilder neigen dazu, ihre Trainingseinheiten so zu arrangieren, dass sie mit mehreren Sätzen unterschiedlicher Übungen auf ein oder zwei Muskelgruppen abzielen. Bodybuilder werden hiernach mehrere Tage und häufig bis zu einer Woche warten, bevor sie dieselbe Gruppe erneut trainieren.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass es bis zu 7 Tage dauert, bis sich ein Muskel vollständig von der Ausführung multipler Sätze erholt hat und es gibt Hinweise darauf, dass ein zu häufiges Training in einer reduzierten Hypertrophie resultieren kann.

Es müssen jedoch weitere Untersuchungen ausgeführt werden, wenn man berücksichtigt, dass Bodybuilder, die versuchen, das Erscheinungsbild einer bestimmten Muskelgruppe zu verbessern oder einen Schwachpunkt in ihrer Körperentwicklung auszugleichen, für gewöhnlich die Trainingsfrequenz mit großem Erfolg auf bis zu zwei oder dreimal wöchentlich erhöhen.

Der Power Bodybuilder

Können wir gleichzeitig für Powerlifting und Bodybuilding trainieren und hierdurch eine win-win Situation erreichen? Können wir mit anderen Worten ausgedrückt durch die Verwendung von einem bisschen von beidem Kraft und Masse maximieren?

Die Autoren dieses Artikels glauben, dass dies nicht möglich ist.

Wie Du gesehen hast, sind die Signale, die an Muskeln gesendet werden, sehr spezifisch und wenn Du diese Signale mischst, dann sendest Du widersprüchliche Nachrichten, die die Reaktionen Deines Körpers beeinträchtigen werden. Johnnie Jackson war als Powerlifter und Bodybuilder erfolgreich, doch um seine Beinentwicklung zu maximieren, trainiert er wie ein Bodybuilder.

Dies impliziert in keinster Weise, dass Du Dein Training nicht periodisieren solltest, indem Du Phasen schwereren Trainings mit niedrigeren Wiederholungszahlen in Dein Training einbaust – ganz im Gegenteil, dies ist eine sehr vorteilhafte Strategie.

Gehen wir z.B. davon aus, dass Du mit 405 Pfund 3 Sätze Kreuzheben a 8 Wiederholungen ausführen kannst und dass Dein 1RM Gewicht bei Kreuzheben 515 Pfund beträgt. Sagen wir, dass Du fünf Wochen damit verbringst, schwere Sätze a 3 Wiederholungen oder weniger auszuführen und Dein 1RM Gewicht auf 585 Pfund steigerst.

Danach gehst Du wieder dazu über, 3 Sätze a 8 Wiederholungen auszuführen, aber Du wirst herausfinden, dass Du jetzt dazu in der Lage bist, diese 3 Sätze a 8 Wiederholungen mit 425 Pfund auszuführen. Dies wird definitiv Deine Muskelhypertrophie unterstützen, da Du mehr Muskelspannung innerhalb desselben Wiederholungsbereichs generieren kannst.

Du solltest jedoch nicht zu besessen von Deinen Powerlifting Maximalgewichten sein und versuchen zu viele Powerlifting Techniken in Dein Hypertrophietraining einzubauen, wenn Dein primäres Ziel im Aufbau von Muskelmasse besteht.

Es scheint recht klar zu sein, dass es wichtig ist, niemals zu weit von bewährten Bodybuilding Prinzipien abzuweichen, wenn Dein Ziel eine Maximierung Deiner Muskelentwicklung ist.

Von Bret Contreras, Brad Schoenfeld

Quelle: https://www.t-nation.com/training/why-bodybuilders-are-more-jacked-than-powerlifters

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Weiterlesen
So findest Du heraus, wieviel Muskeln Du maximal aufbauen kannst!
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Eine Frage, die regelmäßig in Foren aufkommt und für gewöhnlich von Anfängern gestellt wird, geht in diese Richtung: “Was ist mein maximales Potential für den Muskelaufbau?”

Ohne Ausnahme führt dies zu einer sich wiederholenden und sinnlosen Diskussion zwischen denjenigen, die glauben, dass es genetische Grenzen für Dinge wie Muskelzuwächse und sportliche Leistungsfähigkeit gibt und denjenigen, die glauben, dass man alles erreichen kann, wenn man nur hart genug arbeitet und die richtige Arbeitseinstellung hat.

Es sollte selbstverständlich sein, dass niemand im Voraus sagen kann, wie das genetische Potential von irgendjemandem tatsächlich aussieht. Zudem geht es meist völlig am Ziel vorbei, wenn man sich über solche Dinge Gedanken macht, bevor man überhaupt mit dem Training beginnt. Auf einem grundlegenden Level sollten Trainierende korrekt trainieren und essen und einfach das geschehen lassen, was geschieht.

Der Experte Lyle McDonald hat dieses Thema aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Diese führen trotzdem in den meisten Fällen zu einem relativ ähnlichen Ergebnis, wie wir im Folgenden feststellen werden.

Das McDonald Modell

Lyle McDonald selbst hat in etlichen Artikeln und Arbeiten folgende Rechnung für das maximale Muskelaufbaupotential verwendet:

Jahre korrektes Training Potentielle Rate des Muskelaufbaus pro Jahr
1 20-25 Pfund (2 Pfund pro Monat)
2 10-12 Pfund (1 Pfund pro Monat)
3 5-6 Pfund (0,5 Pfund pro Monat)
4+ 2-3 Pfund (zu wenig für eine sinnvolle Berechnung)

Hierbei handelt es sich um Werte für Männer. Frauen sollten etwa die Hälfte dieser Werte verwenden.

Selbstverständlich handelt es sich bei dieser Tabelle um um Durchschnittswerte. Hierbei hat man einige Annahmen über korrektes Training, korrekte Ernährung und ähnliches mit einbezogen. Auch das Alter wird mit diesen Werten interagieren – ältere Personen werden nicht so schnell Muskeln aufbauen und jüngere Menschen könnten schneller Muskeln aufbauen. Es ist beispielsweise nichts Ungewöhnliches, wenn ein untergewichtiger Schüler sehr schnell Muskeln aufbaut. Doch diese Personen beginnen für gewöhnlich mit einem starken Untergewicht und haben gerade einen natürlichen Steroidzyklus namens Pubertät, der für sie arbeitet.

Das Jahr des Trainings bezieht sich auf die Jahre korrekten Trainings. Jemand, der 4 Jahre trainiert und nicht viel Muskeln aufgebaut hat, könnte trotzdem in etwa das Muskelaufbaupotential aus Jahr 1 besitzen, wenn er damit anfängt, richtig zu trainieren.

Wenn man jetzt all diese Werte aufsummiert, dann kommt man auf grob 40 bis 50 Pfund (18 bis 23 Kilo) Gesamtmuskelmasse im Lauf einer Trainingskarriere. Natürlich kann es mehr als 4 Jahre dauern, um das zu erreichen. Wer also mit 59 Kilo fettfreier Körpermasse begonnen hat, kann über das Potential für den Muskelaufbau verfügen, einen Level von 77 bis 82 Kilo fettfreie Körpermasse zu erreichen. Bei einem Körperfettanteil von 12% würde dies einem Gesamtgewicht von 86 bis 91 Kilo entsprechen.

Das sind natürlich nur grobe Durchschnittswerte. Sicherlich wird man auch Menschen sehen, die etwas mehr aufbauen und andere, die etwas weniger aufbauen

Das Alan Aragon Modell

Auch Alan Aragon hat sich mit diesem Thema beschäftigt. In seiner monatlichen Rubrik Research Review hat er das Thema der Raten des Muskelaufbaus auf eine andere Art und Weise adressiert, wobei die Resultate recht ähnlich ausfallen. Er hat herausgefunden, dass die folgenden Raten des Muskelaufbaus für natürliche (steroidfreie) Trainierende grob erreichbar sein sollten. Allerdings muss man dabei beachten, dass dies Dinge wie Kreatin-Laden oder eine temporäre Glykogen Superkompensation ignoriert, die rapide Veränderungen der fettfreien Körpermasse verursachen können, die keine tatsächlichen Veränderungen der Skelettmuskelmasse repräsentieren.

Kategorie Rate des Muskelaufbaus
Anfänger 1-1.5% des Körpergewichts pro Monat
Etwas Fortgeschrittene 0.5-1% des Körpergewichts pro Monat
Fortgeschrittene 0.25-0.5% des Körpergewichts pro Monat

Ein 150 Pfund (68 Kilo) schwerer Anfänger könnte also dazu in der Lage sein, 1,5 bis 2,25 Pfund Muskeln pro Monat (18 bis 27 Pfund pro Jahr) aufzubauen. Nach einem Jahr ist er ein etwas fortgeschrittener Trainierender  mit 170 Pfund (77 Kilo) Körpergewicht und könnte dazu in der Lage sein, 0,85 bis 1,7 Pfund Muskeln pro Monat (10 bis 20 Pfund pro Jahr, wobei ich 20 Pfund als außergewöhnliche Zuwächse ansehen würde) aufzubauen. Nach einem weiteren Jahr ist er ein fortgeschrittener Trainierender mit einem Körpergewicht von 180 Pfund (82 Kilo) und könnte dazu in der Lage sein, lediglich 0,5 bis 1 Pfund Muskeln pro Monat aufbauen (echte Muskelzuwächse von einem Pfund pro Monat wären für einen fortgeschrittenen Sportler sehr selten.)

Er könnte nach einem weiteren Jahr oder zwei Jahren Training mit 190 bis 200 Pfund (86 bis 91 Kilo) oder etwas in der Richtung seinen Höhepunkt erreichen und hätte bei einem Körperfettanteil von 10% etwa 170 bis 180 (77 bis 82) Pfund fettfreie Körpermasse. Dieses Modell kommt zu nahezu demselben Ergebnis wie mein Modell, auch wenn wir einen etwas unterschiedlichen Weg gegangen sind.

Casey Butts Frame Size Modell (Knochenbau Modell)

Natürlich sind sowohl McDonalds Modell, als auch das von Aragon für das maximale Muskelwachstum stark vereinfacht und berücksichtigen einige andere Faktoren nicht. Einer dieser Faktoren, der das Potential für Kraft- und Muskelaufbau beeinflussen könnte, ist der Knochenbau.

Casey Butt, ein steroidfreier Bodybuilder, hat eine gründliche Analyse von natürlichen (steroidfreien) Top Level Bodybuildern durchgeführt und einen Rechner entwickelt, der das maximale Muskelaufbaupotential vorhersagt. Dabei geht man auf Körpergröße, Handgelenks- und Fußgelenksumfang in Verbindung mit einem Zielkörperfettanteil ein.

Lyle McDonald hat daraufhin einen Trainierenden mit einem Handgelenksumfang von 7“ (17,8 cm) und einem Fußgelenksumfang von 8,5“ (21,6 cm) und unterschiedlichen Körpergrößen durch diesen Rechner gejagt, um die vorhergesagten Körpergewichte (bei einem Körperfettanteil von 10%) und fettfreie Körpermasse zu zeigen.

Körpergröße Gewicht bei 10% Körperfett Fettfreie Körpermasse
173 cm 189 lbs. (86 Kilo) 170 lbs. (77 Kilo)
178 cm 198 lbs. (90 Kilo) 178 lbs. (81 Kilo)
183 cm 206 lbs. (93,5 Kilo) 185 lbs. (84 Kilo)

Wie man erkennt,  fallen Caseys Berechnungen etwas konservativer aus, als die von McDonals oder Aragon. Dennoch befinden sich seine Werte zumindest in der Nähe der anderen Werte. Einige argumentieren nun vielleicht damit, dass die Knochenstruktur nichts mit all dem zu tun hat. Tatsächlich gibt es hierzu aber wissenschaftliche Untersuchungen, die diese Idee unterstützen.

Knochenbau als entscheidender Faktor?

Mindestens eine Studie zeigte, dass Personen mit einem leichten Knochenbau im Vergleich zu Menschen mit einem schwereren Knochenbau bei Verwendung desselben Trainingsprogramms weniger Muskeln aufbauten und auf einem grundlegenderen Level beeinflussen Hormone wie Testosteron auch Dinge wie Knochenwachstum und Knochenstruktur. Es gibt also eine potentielle biologische Verbindung zwischen dem Knochenbau und den Hormonspiegeln. Genau das kann zur Trainingsfähigkeit und letztendlich zu Zuwächsen an Muskelmasse beitragen.

Es ist außerdem kein Zufall, dass die besten Kraftsportler typischerweise über einen schwereren Knochenbau und robuste Gelenke verfügen. Einiges hiervon hängt ganz einfach damit zusammen, dass sie mit dem Level des Trainings, der notwendig ist, um bei ihrer Sportart erfolgreich zu sein, zurecht kommen, doch einiges hiervon ist wahrscheinlich auch für den allgemeinen Hormonstatus bezeichnend.

Martin Berkhans Muskelaufbau Modell

Martin Berkhan hat ein etwas einfacheres Modell als Casey, das auch auf seinen Beobachtungen von natürlichen Top Level Bodybuilding Wettkampfteilnehmern basiert, die in Wettkampfform sind.

Seine Gleichung sieht wie folgt aus:

Größe in Zentimetern – 100 = obere Grenze für das Körpergewicht in Wettkampfform

Man zieht also 100 von der Körpergröße in Zentimetern ab und erhält so das vorhergesagte maximale Körpergewicht in Wettkampfform. Schauen wir uns das Körpergewicht bei einem Körperfettanteil an und verwenden wir dieselben Körpergrößen wie bei Caseys Berechnungen.

Körpergröße Gewicht bei 5% Körperfett Gewicht bei 10% Körperfett Fettfreie Körpermasse
173 cm 73 Kilo 77 Kilo 69,5 Kilo
178 cm 78 Kilo 82 Kilo 73,5 Kilo
183 cm 83 Kilo 87 Kilo 78,5 Kilo

Auch wenn diese Werte nicht identisch sind, gehen sie doch in dieselbe Richtung wie die Werte aus Casesy Rechner. Dabei sollte man dennoch anmerken, dass Bodybuilder in Wettkampfform häufig stark dehydriert sind. Zudem sind meist auch die Glykogenspeicher entleert. Dies neigt dazu, die gemessene fettfreie Körpermasse zu senken. Wir könnten realistisch gesehen 5 bis 10 Pfund fettfreie Körpermasse zu den Werten oben hinzuaddieren, um der Dehydration Rechnung zu tragen. Mit dieser Anpassung sind die Werte mehr oder weniger identisch mit Caseys Werten.

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Warum ich die Multipresse liebe
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Die Multipresse ist das wahrscheinlich am häufigsten missverstandene Gerät im Fitnessstudio. Zugegebenermaßen kann sie für gefährliche und unnatürliche Kniebeugen und Druckübungen verwendet werden, aber mit ein paar Optimierungen kann sie auch ein exzellentes Hypertrophie Werkzeug darstellen und gleichzeitig etwas Abwechslung zum gewöhnlichen Training bieten.

Warum haben so viele Menschen einen Hass auf die Multipresse?

Die Ebene der Bewegung ist fixiert.

Experten argumentieren, dass es für Deinen Körper unnatürlich ist, eine Übung über eine fixierte Ebene auszuführen. Wenn du z.B. Kniebeugen ausführst, dann ist es „natürlicher“ andere Gelenke (Hüfte und Fußgelenk) zusätzlich zu Deinem Kniegelenk zu verwenden.

Hier ist meine Perspektive: was ist, wenn Du nur eine Gelenk verwenden und Dich auf eine einzelne Muskelgruppe konzentrieren möchtest?

Ich kann Kniebeugen an der Multipresse z.B. dazu verwenden, mich auf meine Quadrizeps zu konzentrieren, indem ich meine Füße weiter vorne platziere. Dies ist hervorragend für Menschen mit überentwickeltem Gluteus und überentwickelter Hüfte (großer Hintern/kleine Quadrizeps Syndrom) geeignet. Durch die Ausführung von Kniebeugen an der Multipresse schaffe ich ein besseres Muskelgleichgewicht, anstatt das bestehende Ungleichgewicht zu verschlimmern.

Oder was ist, wenn jemand unter Rückenproblemen leidet und während der Ausführung von Kniebeugen eine aufrechtere Haltung einhalten sollte? Die Multipresse kann es diesen Menschen erlauben trotz einer Rückenverletzung weiterhin Kniebeugen auszuführen.

Sie ist nicht funktional

Ich bin mir nicht einmal sicher, was dies bedeutet. Bedeutet funktional wie im täglichen Leben? Wenn ja, dann frage ich Dich, wann Du im echten Leben zuletzt eine Bewegung wie Reißen oder Stoßen verwendet hast. Sorry, aber ich akzeptiere dieses Argument nicht. Wenn Dein primäres Ziel darin besteht, die Bewegungsschemata zu stimulieren, die wir jeden Tag verwenden, dann lasst und ein paar „einarmiges Vorbeugen zum Aufheben der Trainingstasche“ oder ein paar „halte ein Gewicht auf Höhe Deiner Ohren“ zum simulieren des Telefonierens mit einem Handy ausführen.

Du entwickelst die stabilisierenden Muskeln nicht mit

Okay, und was ist, wenn ich die stabilisierenden Muskeln gar nicht beteiligen möchte? Der Name des Spiels lautet Hypertrophie. Ich will große Oberschenkel, Punkt. Ich sage nicht, dass Du Übungen wie Kniebeugen, Klimmzüge, Langhantelrudern, usw. weglassen solltest, die die Stabilisatoren rekrutieren. Ich sage nur, dass ein Meiden Multipresse aus diesem Grund ein schwaches Argument ist.

Hier ist etwas anderes, das Du in Betracht ziehen solltest. Was ist, wenn Deine Stabilisatoren verletzt sind und Du sie nicht belasten möchtest. Kennst Du irgendjemanden mit chronisch schmerzenden Schultern? Ich würde wetten, dass reguläres Flachbank- und Schrägbankdrücken für diese Menschen schmerzhaft ist, aber dass sie wahrscheinlich Drücken an der Multipresse ausführen können.

Weil jemand gesagt hat, dass sie Scheiße ist

Dies ist wahrscheinlich der Hauptgrund dafür, dass Trainierende die Multipresse nicht verwenden. Wenn Du der Typ von Mensch bist, der auf andere hört, ohne Dinge selbst auszuprobieren, dann musst Du an dieser Stelle auf mich hören und die Multipresse auf die Art und Weise ausprobieren, die ich im Folgenden beschreiben werde.

Das Warum

  • Hypertrophie: Die fixierte Bewegungsebene der Multipresse ist von Vorteil, wenn es darum geht, einen Muskel maximal zu fordern. Die konstante Spannung ist hier besonders vorteilhaft.
  • Verhinderung von Langeweile: Ich weiß nicht, wie Trainierende über Jahre immer dasselbe tun können (wenn sie nicht gerade die ganze Zeit über fantastische Fortschritte hiermit erzielen). Training sollte Spaß machen und interessant sein oder Du wirst irgendwann gelangweilt sein und aufgeben.
    Darüber hinaus unterschätzen die Leute die Fähigkeit des Körpers, sich an eine spezifische Belastung anzupassen. Dies ist für fortgeschrittene Trainierende besonders wichtig. Indem Du einige der Übungen, die ich unten beschreibe, in Dein Programm einbaust, kannst Du weiterhin wachsen und Fortschritte erzielen.
  • Sicherheit: Unter der Voraussetzung, dass Deine Form und die Ausrichtung Deines Körpers korrekt sind, ist die Multipresse für Deine Gelenke nicht so fordernd wie reguläre Übungen mit freien Gewichten.

Das Wann

Es gibt keine festen Regeln bezüglich der Frequenz der Verwendung der Multipresse, aber ich verwende sie bei einer von vier Trainingseinheiten für Muskelgruppen wie Brust, Beine oder Rücken. Meine Trainingsprogramme für etwas fortgeschrittene oder fortgeschrittene Trainierende umfassen eine Menge Übungsrotation, so dass ich diese Übungen gut einschieben kann.

Das Wer

  • Nur fortgeschrittene und etwas fortgeschrittene Trainierende. Du musst verstehen, wie Du die Multipresse korrekt verwendest, um von den maximalen Vorzügen zu profitieren. Anfänger sollten sich darauf konzentrieren, grundlegende Langhantel und Kurzhantel Bewegungsschemata zu erlernen und eine starke Basis zu entwickeln.
  • „Nicht Fühler“. Für diejenigen, die einen Muskel während der Übung nicht arbeiten spüren können, ist die Multipresse ein exzellenter Weg, dies zu überwinden. Die fixierte Ebene der Bewegung erlaubt es Dir, Dich wirklich auf den Zielmuskel zu konzentrieren, ohne dass Du Dir Gedanken über Gleichgewicht und andere Faktoren machen musst.

Das Wie

Ich befolge zwei einfache Regeln, wenn ich die Multipresse verwende:

  1. Beginne niemals mit der Multipresse, außer beim Rückentraining. Platziere sie strategisch in Deinem Programm. Kurz gesagt solltest Du ein Training an der Multipresse mit einem bereits aufgepumpten Muskel ausführen.
  2. Meistere die Form, um das Meiste herauszuholen. Du musst über das Auge eines Trainers verfügen. Du musst die Winkel sehen, in denen sich die Stange bewegen soll und Deinen Körper entsprechend ausrichten.

Okay, machen wir uns an die Arbeit.

Die Multipresse in neuem Licht

Hier sind einige Trainingseinheiten für bestimmte Muskelgruppen, die meine Lieblingsübungen an der Multipresse enthalten, in Kombination mit einigen weiterführenden Gedanken zur Ausführung und wo du diese Übungen in Deinem Trainingsprogramm platzieren solltest.

Schrägbankdrücken an der Multipresse (https://youtu.be/6XflpxiS0SM)

Diese Übung sollte an zweiter oder dritter Stelle hinter Maschinendrücken oder Kurzhanteldrücken in Deinem Programm platziert werden. Langhantel Brustübungen sollten nur selten als erste Übung ausgeführt werden – dies wird Dein Wachstum nicht beeinträchtigen, aber Deine Gelenke definitiv gesünder halten.

Du musst die Stange in einem perfekten Winkel nach unten bewegen, was im oben verlinkten Video gut zu sehen ist.

Die Stange sollte Deine Brust nicht berühren. Ich habe zu oft gesehen, dass dies in gezerrten oder überlasteten Rotatoren resultiert hat. Für beste Resultate solltest Du den Muskel kontinuierlich unter Spannung halten. Verwende einen Winkel der Bank, der nicht zu steil ist – wie 20 bis 25 Grad -, um die Belastung der Schultern weiter zu reduzieren.

Reveres Schrägbankdrücken an der Multipresse (https://youtu.be/fywiPscMvuc)

Auch diese Übung sollte in Deinem Trainingsprogramm an zweiter oder dritter Stelle platziert werden. Diese Übung wird Dir zu einem massiven Pump im Bereich Deiner Brustmuskeln verhelfen. Im oben verlinkten Video kannst Du den korrekten Pfad der Stange sehen.

Anmerkung: Die Multipresse wird Dir sicherere absteigende Sätze und sicherere Sätze mit höheren Wiederholungszahlen erlauben. Dies stellt einen hervorragenden Weg dar, die Intensität zu erhöhen und ein neues Muskelwachstum anzuregen.

Beispiel Brusttrainingsprogramme

Brusttraining A :

 

Übung

Sätze

A

Kurzhantel Schrägbankdrücken mit einem niedrigen Winkel

3

8

Führe ein paar Aufwärmsätze in Pyramidenform aus. Überstrecke die Arme nicht und halte eine kontinuierliche Spannung aufrecht. Mache so lange weiter, bis Du keine 8 Wiederholungen mehr schaffst. Zähle die letzten drei Sätze als Arbeitssätze.

B

Langhantel Schrägbankdrücken

3

8

Führe pyramidenförmige Sätze aus, bis Du keine 8 Wiederholungen mehr schaffst. Überstrecke die Arme nicht. Zähle die letzten drei Sätze als Arbeitssätze.

C

Reverses Schrägbankdrücken an der Multipresse

4

8

Verwende einen flachen Winkel. Verwende ein Gewicht, mit dem Du 10 Wiederholungen ausführen kannst. Pausiere für eine Sekunde auf der Brust und bewege die Stange dann ¾ des Weges nach oben. Führe so drei Sätze aus und verwende für Deinen vierten Satz ein Gewicht mit dem Du 8 Wiederholungen schaffst. Führe 8 Wiederholungen aus, reduziere das Gewicht und führe 8 weitere Wiederholungen aus. Reduziere dann das Gewicht erneut. Verwende einen weiteren Griff und führe so viele Wiederholungen aus, bis Du den Punkt des Muskelversagens erreicht hast.

D

Liegestütze mit Dehnung

3

Muskelversagen

Führe 3 Sätze bis zum Muskelversagen aus. Halte Dein Kinn hoch und versuche den Boden mit Deiner Brust zu berühren.

Brusttraining B

 

Übung

Sätze

A

Drücken an einer Hammer Strength Maschine mit Bändern

4

8

Führe ein paar Aufwärmsätze aus und danach 4 Sätze a 8 Wiederholungen aus. Mir ist egal, welche Maschine Du verwendest. Stelle jedoch sicher, dass Du Deine Brustmuskeln bei jeder Wiederholung eine Sekunde lang hart anspannst.

B

Schrägbankdrücken an der Multipresse

4

15,12,9,6

Verwende einen Winkel von 20 bis 25 Grad. Überstrecke die Arme nicht. Halte die Muskeln kontinuierlich unter Spannung. Beende die Abwärtsbewegung 2 bis 5 Zentimeter bevor die Stange Deine Brust berührt. Verwende ein Pyramidensystem mit 15, 12, 9 und 6 Wiederholungen

C

Bankdrücken mit nach oben ziehenden Bändern

5

5

Verwende ein Gewicht, das es Dir erlaubt alle Wiederholungen auszuführen.

 

Rücken

Ich liebe es, die Multipresse für Langhantelrudern zu verwenden und sehe diese Übung als besser im Vergleich zu Langhantelrudern an. Ich habe viele Trainiere Kreuzheben und Schulterheben an der Multipresse ausführen gesehen, aber bei diesen beiden Übungen stimme ich mit den Kritikern der Multipresse überein. Diese Übungen fühlen sich einfach nicht richtig an.

Langhantelrudern an der Multipresse (https://youtu.be/1spNYvdzBI8)

Dies ist eine richtig fiese Übung, wenn Du herausgefunden hast, wie man sie korrekt ausführt. Das wichtigste hierbei ist, dass Du die Stange durch ein Hochziehen der Ellenbogen zu den Bauchmuskeln hin ziehst – zu einem Punkt leicht oberhalb des Bauchnabels. Ziehe die Stange nicht mit den Armen nach oben – bewege sie mit Deinen Ellenbogen.

Wie bei jeder Variante des Ruderns solltest Du den Rücken flach und angespannt halten und einen Gürtel tragen. Die genaue Ausführung ist im oben verlinkten Video ersichtlich.

Beispiel Rückentrainingsprogramm

 

Übung

Sätze

A

Rudern vorgebeugt an der Multipresse

4

8

Führe nach ein paar Aufwärmsätzen Sätze a 8 Wiederholungen aus, wobei Du Dich zu einem schweren Gewicht hocharbeitest. Sobald Du dieses erreicht hast, führst Du 3 Sätze a 8 Wiederholungen aus. Führe beim vierten Satz 6 Wiederholungen aus, reduziere dann das Gewicht, führe 6 weitere Wiederholungen aus, reduziere das Gewicht erneut und führe so viele Wiederholungen aus, bis Du das Muskelversagen erreichst. Konzentriere Dich darauf, die Ellenbogen hart nach oben zu ziehen.

B1

Kaltziehen mit einem Parallelgriff

4

8

Führe Sätze a 8 Wiederholungen mit einer harten Kontraktion in der kontrahierten Position aus. Verwende einen Griff, bei dem die Handflächen zueinander hin zeigen.

B2

Kurzhantel Überzüge

4

10

C

Reeves Kreuzheben

8

5

Arbeite Dich zu harten 5 Wiederholungen hoch. Führe 5 Sätze a 5 Wiederholungen mit diesem Gewicht aus. Erhöhe dann das Gewicht und führe 3 Sätze a 3 Wiederholungen aus. Diese werden explosiv ausgeführt.

D

Hyperextensionen mit Bändern

2

Muskelversagen

 

Trizeps

Eine fantastische Trizepsübung an der Multipresse ist eine Schrägbankversion der JM Press, die vom Powerlifter JM Blakely bekannt gemacht wurde. Führe diese Übung als letzte aus, um Deine Ellenbogen gesund zu halten.

Schrägbank JM Press (https://youtu.be/3Xk195Oph6I)

Im oben verlinkten Video ist der Winkel ersichtlich, in dem die Stange abgesenkt wird. Diese Übung belastet die Trizeps enorm. Führe Diese Übung als letzte aus, wenn Deine Trizeps und Deine Ellenbogen mit Blut vollgepumpt sind. Hierdurch wirst du von den vollen Vorzügen dieser Übung profitieren.

Beispiel Trizepstrainingsprogramm

 

Übung

Sätze

A1

V-Bar Trizepsdrücken

4

10

Führe ein paar Sätze zum Aufwärmen aus. Führe 10 harte Wiederholungen mit einer harten Kontraktion am tiefsten Punkt einer jeden Wiederholung aus.

A2

Dips sitzend an einer Maschine

4

8

Führe Sätze a 8 Wiederholungen mit einer drei Sekunden langen Negativwiederholung aus. Kontrolliere das Gewicht. Pausiere nur für 60 Sekunden und führe dann den nächsten Satz aus.

B

Schrägbank Trizepsdrücken an der Multipresse

4

8

Ähnlich wie bei einer JM Press sollten Deine Ellenbogen zunächst gut aufgewärmt werden. Führe 1 bis 2 Aufwärmsätze aus, um das richtige Gefühl für die Übung zu bekommen. Senke das Gewicht zu Deiner Nase hin ab und bewege es dann explosiv nach oben. Stelle die Ellenbogen einen Tick aus, aber nicht zu weit – halte sie enger am Körper als bei engem Bankdrücken. Pausiere am tiefsten Punkt jeder Bewegung 5 bis 7 Zentimeter über Deiner Nase.

Beine

Es gibt viele Wege die Multipresse in Dein Beintraining zu integrieren. Hier sind einige meiner Lieblingsübungen.

Kniebeugen an der Multipresse (https://youtu.be/U8KMGDvV59g)

Viele Trainierende können aufgrund von Rückenproblemen keine freien Kniebeugen ausführen, kommen aber mit Kniebeugen an der Multipresse hervorragend zurecht.

Ich würde diese Übung nicht als erste ausführen. Sie fühlt sich besser und effektiver an, wenn sie als dritte oder vierte Übung ausgeführt wird. Der häufigste Fehler, den Trainierende bei dieser Übung machen, besteht darin, die Füße nicht weit genug vorne zu platzieren. Es könnte sich zu Beginn etwas seltsam anfühlen, aber dies ist der richtige Weg, Deinen Körper auszurichten. Die Schienbeine werden sich nicht nach vorne bewegen und Du kannst Deinen Rücken erstaunlich gerade halten.

Du kannst an der Multipresse auch absteigende Sätze oder die berüchtigten 1,5 Kniebeugen ausführen. Bei letzteren gehst Du tief nach unten, bewegst Dich anschließend halb nach oben, gehst danach wieder ganz nach unten und bewegst Dich schließlich ganz nach oben. Dies ist eine Wiederholung. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich Trainierende gesehen habe, die sich nach korrekter Ausführung dieser Übung in der Fötusposition am Boden zusammengekrümmt haben.

Ausfallschritte an der Multipresse (https://youtu.be/3RS1K92KfPY)

Dies hat sich zu meiner Lieblingsvariation von Ausfallschritten entwickelt. Wenn es darum geht, Dich perfekt auszurichten – Du hast keine Kurzhanteln, die nach vorne schwingen, kein exzessives nach vorne lehnen, keinen Schwung, usw. – dann bewegst Du Dich einfach unter die Stange und führst Deine Wiederholungen aus. Im oben verlinkten Video wirst Du diese Übung in einer tödlichen Kombination als Supersatz mit Kniebeugen sehen.

Beispiel Beintrainingsprogramm

Beintrainingseinheit A

 

Übung

Sätze

A

Beincurls liegend

4

12,10,8,10(25)

Lasse jemanden Deinen unteren Rücken leicht nach unten drücken, während Du diese Übung ausführst, um Dir zu helfen Deine Hüften unten zu halten. Du wirst nicht dazu in der Lage sein, so viel Gewicht zu bewegen, aber es wird Dir helfen diese Muskeln zu isolieren. Führe einen Aufwärmsatz gefolgt von einem Satz a 12 Wiederholungen aus. Beginne dann das Gewicht zu erhöhen und führe einen Satz a 10 Wiederholungen aus. Erhöhe das Gewicht erneut und führe einen Satz a 8 Wiederholungen aus. Pausiere etwa 90 Sekunden zwischen den Sätzen.

Reduziere das Gewicht beim vierten Satz auf das Gewicht, mit dem Du 12 Wiederholungen ausgeführt hast und führe 10 Wiederholungen aus. Reduziere das Gewicht um eine Scheibe und führe 10 weitere Wiederholungen aus, reduziere das Gewicht um eine weitere Scheibe und führe 10 weitere Wiederholungen aus und führe dann 25 Teilwiederholungen im unteren Bereich des Bewegungsraumes aus. Bewege das Gewicht einfach nach oben und senke es dann wieder ab – das Gewicht wird sich nur 5 bis 7 Zentimeter bewegen, aber die konstante Spannung wird Deine Beinbeuger schreien lassen.

B

Beinpressen

3

10

Platziere Deine Füße mit etwas mehr als schulterweitem Abstand weit unten auf der Ablage. Beginne mit einer Gewichtsscheibe auf jeder Seite – Du solltest das Gewicht während des Absenkens in den Beinbeugern und den inneren Oberschenkeln spüren. Erhöhe das Gewicht immer weiter und führe Sätze a 10 Wiederholungen aus, bis Du keine 10 Wiederholungen mehr schaffst. Dies wird dann Dein Arbeitgewicht sein. Nimm Dir während den Arbeitssätzen mindestens 3 Sekunden für die Ausführung der exzentrischen Phase, bevor Du das Gewicht explosiv nach oben bewegst. Führe 3 harte Sätze auf diese Art und Weise aus. Überstrecke die Beine nicht, um eine maximale Spannung für eine maximale Wirkung auf den Oberschenkeln zu halten.

C

1,5 Kniebeugen an der Multipresse

3

10

Das Ziel besteht hierbei darin, eine konstante Spannung aufrecht zu erhalten, weshalb Du nicht viel Gewicht benötigen wirst. Gehe bis ganz nach unten, dann halb nach oben, dann wieder ganz nach unten, bevor Du Dich ganz nach oben bewegst. Das ist eine Wiederholung.

D

Kreuzheben mit gestreckten Beinen an der Multipresse

3

10

Belade die Maschine mit 10 Kilo Scheiben, um eine bessere Dehnung zu erreichen und beuge Deine Knie am tiefsten Punkt leicht. Führe zwei Aufwärmsätze aus, um eine gute Dehnung zu erreichen und finde dann ein gutes Gewicht, das Du für 3 Sätze a 10 Wiederholungen verwenden kannst. Spanne Deinen Gluteus und Deine Beinbeuger am höchsten Punkt jeder Bewegung hart an.

 

Beintrainingseinheit B

 

Übung

Sätze

A

Beincurls liegend

4

12

Führe 2 bis 3 Aufwärmsätze aus, worauf 4 Sätze a 12 Wiederholungen mit 60 Sekunden Pause zwischen den Sätzen folgen. Nichts besonderes hier, führe einfach all Deine Wiederholungen aus. Es kann sein, dass Du ein paar Mal in der Mitte des Satzes pausieren musst, um 12 Wiederholungen zu schaffen, was insbesondere bei Satz 3 und 4 gilt.

B

Beinpressen mit Bändern * *

3 *

8

Stelle sicher, dass Du reichlich Aufwärmsätze ausführst. Führe Sätze a 8 Wiederholungen aus und erhöhe das Gewicht so lange, bis 8 Wiederholungen fordernd sind. Führe dann drei Sätze a 8 Wiederholungen aus.

C1

Ausfallschritte an der Multipresse

3

8

Führe 4 Wiederholungen mit einem Bein aus und wechsle dann schnell die Beine und führe 4 Wiederholungen mit dem anderen Bein aus. Gehe dann wieder zum ersten Bein zurück und führe 4 Wiederholungen aus, bevor Du 4 weitere Wiederholungen mit dem anderen Bein ausführst. Jedes Bein bekommt 8 Gesamtwiederholungen. Auf diese Art und Weise wird kein Bein signifikant stärker als das andere erschöpft sein, wenn Du Kniebeugen ausführst und außerdem wirst Du mehr Gewicht verwenden können. Erhöhe das Gewicht nach jedem Satz Ausfallschritte, da Du diese im Supersatz mit Kniebeugen an der Multipresse ausführst.

C2

Kniebeugen an der Multipresse

3

8

Wirf eine 20 Kilo Scheibe zusätzlich zu Deinem Gewicht bei Ausfallschritten auf die Stange und führe 8 Wiederholungen aus. Verwende z.B. 10 Kilo auf jeder Seite beim ersten Satz Ausfallschritte und füge dann eine 20 Kilo Scheibe für tiefe Kniebeugen an der Multipresse hinzu. Verwende beim nächsten Satz 15 Kilo auf jeder Seite für Ausfallschritte und füge eine 20 Kilo Scheibe für Kniebeugen hinzu, usw.

D

Langhantel Kreuzheben mit gestreckten Beinen

2

15

Strecke die Beine nicht vollständig. Gehe nur zu ¾ nach oben und dann wieder nach unten. Halte eine konstante Spannung auf den Beinbeugern aufrecht.

Zusätzliche Anmerkungen

Bizeps

Ich mag keine Übungen für die Bizeps an der Multipresse. Ich habe Drag Curls ausprobiert, doch nicht einmal diese haben sich richtig angefühlt.

Schultern

Ich bin kein Fan von Rudern aufrecht und verwende die Multipresse nur selten für Schulterdrücken. Wenn ich sie hierfür verwende, dann sind es Teilwiederholungen von der Höhe des Kopfes aus.

 

Abschließende Worte

Ich erwarte von niemandem, dass er die grundlegenden Übungen zu Gunsten von Übungen an der Multipresse aus seinem Programm verbannt und ich glaube auch nicht, dass dies ideal wäre. Die Multipresse ist ein einfaches Werkzeug und im richtigen Kontext auch ein sehr effektives. Meine Hoffnung ist, dass Du einige der Übungen und Programme, die ich hier vorgestellt habe, ausprobieren und dann für Dich selbst entscheiden wirst, ob diese für Dich geeignet sind.

von John Meadows 

Quelle: https://www.t-nation.com/training/why-i-love-the-smith-machine

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Die goldene Regel für Muskelaufbau: Deshalb musst Du stärker werden!
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Machen wir uns nichts vor: es gibt für einen Kraftsportler nichts schöneres, als regelmäßig stärker werden!

Als Du das allererste Mal mit dem Training angefangen hast, konntest Du sicher auch fast jede Woche mehr Gewicht auf die Stange zu packen. Ein unglaubliches Gefühl, oder?! Doch sobald die ersten „Anfänger Gains“ gemacht wurden, fokussieren sich viele Trainierende nicht mehr auf die Steigerung der Kraft und verzetteln sich mit sogenannten fortgeschrittenen Trainingsprogrammen. Plötzlich sind Periodisierung, Übungsauswahl, Variationen und die Bewegung des kleinen Finger wichtiger, als das Arbeitsgewicht. Ist das möglicherweise das Problem?

Die Kraft zählt beim stärker werden!

Bis Du ein gewisses Level an körperlicher Entwicklung erreicht hast, sollte Dein einziger Fokus auf der Entwicklung der Kraft bei den Übungen liegen, die Dir ergonomisch am besten zusagen.

Denk dran: Wenn Du immer noch die gleichen Gewichte wie vor drei Jahren drückst, dann sind die Chancen relativ groß, dass Du immer noch gleich aussiehst. Wenn Du Deinen Fokus auf einer der wichtigsten Faktoren des Muskelaufbaus verloren hast, dann benutze diese Methode der Zielsetzung, um wieder auf den richtigen Kurs zu kommen:

Wähle 2-3 Übungen, bei denen Du die Zielmuskulatur am besten trainieren kannst. Hierfür solltest Du folgende Muster berücksichtigen:

  • Oberkörper Push: Kurzhantel Schrägbankdrücken, Dips, Military Press
  • Oberkörper Pull: Vorgebeugtes Langhantelrudern, Klimmzüge, Kurzhantel Rudern
  • Quad Fokus: Front-Kniebeugen, Beinpresse, Ausfallschritte im Gehen
  • „Hintere Kette“:  Rumänisches Kreuzheben, Beincurls im Liegen, Hip Thrusts

Sobald Du Dich für Deine Übungen entschieden hast, teste Deine 6-8 und 8-12 Maxes bei jeder Übung. Dann trainiere 12 Wochen lang hart und konzentriere Dich auf die Fortschritte bei den einzelnen Übungen so gut es geht. Selbstverständlich sollte dabei auch immer die Technik perfekt bleiben!

In einer Welt voller „fancy“ Trainingstechniken und Muskelaufbautricks kann man schnell vergessen, dass Fortschritte das Fundament der Hypertrophie Pyramide sind. Sobald Du Dir das (wieder) bewusst ist, dann wirst Du wieder wachsen. Lass Dich währenddessen nicht von YouTube Videos oder Detail-verliebten Instagrammern ablenken. Hier geht es in erster Linie um Dich und Deinen Kraftzuwachs!

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