Training

Bankdrücken im Untergriff/mit reversem Griff (die Handflächen zeigen zum Kopf hin) trainiert den seitlichen und den mittleren Kopf des Trizeps – der mittlere Bereich der Widerstandskurve. Bei freiem Bankdrücken mir reversem Griff wirst Du es während der gesamten Bewegung problematisch finden, die Stange zu halten. Du wirst damit enden, Dich zu sehr darauf zu konzentrieren, einfach nur das Gewicht zu bewegen – Du wirst kontinuierlich versuchen das Gewicht zu stabilisieren, anstatt Deine Trizeps zu belasten.
Die Lösung? Die Multipresse. Ja, wirklich. Gib der Multipresse eine Chance und Du musst Dir keine Gedanken darüber zu machen, das Gewicht zu stabilisiere, was für diese Anwendung eine gute Sache ist. Du wirst dazu in der Lage sein, Deine Ellenbogen nahe am Körper zu halten und Deine Trizeps enorm zu überlasten – insbesondere im exzentrischen (absenkenden) Teil der Bewegung.
Du solltest hierbei auf Folgendes achten:
- Bewege die Stange nicht ganz bis nach unten zur Brust. Beende die Abwärtsbewegung etwas über der Brust, um sicherzustellen, dass sich Deine Trizeps kontinuierlich unter Spannung befinden.
- Führe nach ein paar Aufwärmsätzen 3 bis 4 schwere Sätze mit 6 bis 8 Wiederholungen aus.
Tipp: Sei bei der Reduzierung Deiner Kalorien vorsichtig
Ist Dein HEC unter Kontrolle? Er sollte es besser sein. Hier ist die Erklärung warum.
Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/tip-be-careful-cutting-calories
Von Dr. Jade Teta
Jeder der sagt, dass Kalorien keine Rolle spielen, ist absolut unglaubwürdig. Und jeder der sagt, dass Kalorien alles sind, was eine Rolle spielt, ist sogar noch unglaubwürdiger.
Wenn Du Dich nur auf die Kalorien konzentrierst, dann kannst Du Probleme bekommen. Wenn Du die Kalorien reduzierst, dann siehst Du für gewöhnlich einige kurzfristige Vorzüge. Diese anfänglichen Resultate können verlockend sein. Aber stelle Dir dies wie eine stoffwechseltechnische Kreditkarte vor. Du bekommst kurzfristig Vorzüge, aber es gibt langfristige Strafen, die Du später zahlen musst. Hunger, Energie und Gelüste (kurz HEC für Hunger, Energy and Cravings) ist Dein Schlüssel, um mit, anstatt gegen Deinen Stoffwechsel zu arbeiten.
Wenn Dein HEC im grünen Bereich ist, dann ist Dein Stoffwechselsystem im Gleichgewicht. Und wenn dies der Fall ist, dann wirst Du mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Kaloriendefizit erreichen, ohne dies überhaupt bewusst zu versuchen. Es geht also nicht darum, Deine Kalorien aus dem Fenster zu werfen – es geht darum, zuerst Deinen Stoffwechsel ins Gleichgewicht zu bringen und Dich dann bei Bedarf um die Kalorien zu kümmern.
Die Qualität der Kalorien spielt eine Rolle – und nicht nur die Kalorien
Bestimmte Kalorien beeinflussen den HEC auf unterschiedliche Art und Weise. Ein Donut und eine Hühnchenbrust haben beide 250 kcal, aber was hiervon wird es wahrscheinlicher machen, dass sich Dein HEC im Gleichgewicht befindet?
Und ja, Studien haben gezeigt, dass das Ersetzen von Kohlenhydraten durch die gleiche Menge an Protein zu einem stärkeren Fettabbau, einer besseren Aufrechterhaltung der Muskelmasse und einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Gewichtszunahme führt.
Tipp: Führe niemals Sit-Ups mit Drehung aus
Hör auf damit. Du bettelst nur um Ärger. Hier ist die Begründung
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-never-do-twisting-sit-ups
Von: Clay Hyght, DC
Viele Menschen führen Sit-Ups oder Crunches mit Drehung aus, um sowohl den Rectus abdominus (das Sixpack), als auch die seitlichen Bauchmuskeln zu trainieren. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Macht natürlich Sinn, aber es gibt ein Problem.
Wenn Du Sit-Ups oder Crunches über den vollen Bewegungsraum ausführst, dann bleibt Dein unterer Rücken nicht flach auf dem Boden – Deine Lendenwirbelsäule rundet sich nach vorne, was als Flexion bezeichnet wird. Das Problem besteht darin, dass eine Flexion der Wirbelsäure eine Menge Druck auf die Bandscheiben aufbaut. Aber es gibt eine spezifische Bewegung, die noch viel gefährlicher für die Bandscheiben ist, als eine Flexion: eine Flexion in Kombination mit einer Rotation. Unglücklicherweise ist dies genau die Bewegung, die Du ausführst, wenn Du Sit-Ups oder Crunches mit Drehung ausführst.
Eine Flexion mit Rotation übt posteolateralen (nach hinten und zur Seite) Druck auf den Nucleus Pulposus - das gelartige innere – der Bandscheiben aus, was exakt die Belastung ist, die dazu neigt, Bandscheibenvorfälle hervorzurufen. Wenn Du nicht gerade einen Bandscheibenvorfall willst – und das Taubheitsgefühl, das Kribbeln und die mörderischen Schmerzen erleben willst, die hiermit einhergehen – dann solltest Du Sit-Ups mit Drehung und jede andere Bewegung meiden, die eine Flexion der Wirbelsäule mit einer Rotation kombiniert.
Tipp: Ersetze Seitbeugen für die seitlichen Bauchmuskeln
Es gibt eine bessere Option. Finde heraus welche.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-replace-the-abdominal-side-bend
Von Dr. John Rusin
Bei stehenden seitlichen Crunches für die seitlichen Bauchmuskeln kann man leicht einiges falsch machen, weshalb diese Übung leicht zu einer riskanten Komponente eines Trainingsprogramms für die Körpermitte werden kann. Der durchschnittliche Fitnessstudiobesucher hat keine Vorstellung davon, was eine neutrale Haltung der Wirbelsäule zur Folge hat, ganz zu schweigen davon, dazu in der Lage zu sein, einen akuten Bewegungsraum zu verwenden, der auf die tief sitzenden Bauchmuskeln abzielt.
Sollten wird, bevor wir damit anfangen die Gewichte zu steigern und Wiederholung für Wiederholung auf ein Bandscheibentrauma hin zu arbeiten, nicht erst die Grundlagen meistern?
Meistere zuerst das isolierte Halten
Wenn Du Seitbeugen ausführen willst, solltest Du sicherstellen, dass Du nur unilateral belastet bis, was bedeutet, dass Du nur in einer Hand eine Hantel hältst und nicht in beiden (wie Du das wahrscheinlich schon oft gesehen hast).
Halte Deine Hüfte und Knie auf einer Ebene mit Deiner Wirbelsäule, kontrahiere Deine Körpermitte und aktiviere all die Muskeln, die diese umgeben, um zu verhindern, dass sich Deine Körpermitte zur Seite beugt. Erst wenn Du dieses isolierte Halten mit makelloser Technik und Form gemeistert hast, kannst Du es wagen, Dich an Seitbeugen heranzuwagen.
Die Alternative: Tempo Side-Plank Crunches
https://www.youtube.com/watch?v=1-2bw3DsS2Y
Tempo Side-Plank Crunches können ohne wirkliches Gewicht eine Menge an Spannung produzieren: Während Side Planks werden die Muskeln der Körpermitte – inklusive der seitlichen schrägen Bauchmuskeln und des Transverse abdominis - aktiviert, um die Wirbelsäule zu stabilisieren. Der andere primäre Stabilisator - der Gluteus Medius – wird aktiviert, um Hüfte und Bauchregion zu verbinden.
Halte diese Position unter Verwendung einer starken und maximalen Muskelkontraktion für 20 Sekunden, während Du die Muskeln bewusst maximal anspannst.
Nachdem Du Dir das Recht für eine Progression bei dieser Übung verdient hast, kannst Du präzise Crunches zu Seite mit einem langsamen Absenken Deiner unteren Hüfte zum Boden und einer explosiven Seitbeugung zurück in die neutrale Position einbauen.
Tipp: Vereinfache Dein Kreuzheben
Alles, was Du über das Kreuzheben wissen musst, in einem Satz. Wirklich.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-simplify-the-deadlift
Von: Mark Rippetoe
Kreuzheben die grundlegendste und offensichtlichste Übung im Bereich des Langhanteltrainings – die Übung mit dem größten Übertrag auf Bewegungen im täglichen Leben und die von allen Grundübungen am leichtesten zu erlernende Übung. Ich kann Dir mit einem (zugegebenermaßen langen) Satz beibringen, wie Du Kreuzheben perfekt ausführst:
Du stellst Dich mit einem Fußabstand wie bei einem vertikalen Sprung hinter die Stange, wobei Deine Zehen nach außen zeigen und Deine Schienbeine 3 cm von der Stange entfernt sind, greifst die Stange mit einem etwas weiteren Griff als Dein Fußabstand, wobei Deine Knie noch gestreckt sind, wonach Du Deine Knie nach vorne und etwas zur Seite hin beugst, bis Deine Schienbeine die Stange berühren, drückst Deine Brust nach oben, bis Dein Rücken gerade ist, nimmst einen tiefen Atemzug und ziehst die Stange an Deinen Beinen nach oben, bis Du aufrecht stehst.
Siehst Du? Ein Satz beschreibt das Ganze. Ein guter Lehrer kann Dir natürlich mit den Details helfen, aber unsere 1 Satz Kreuzheben Beschreibung umfasst eine Menge wichtiger Informationen. Wenn Du diese korrekt und intelligent befolgst, wird dies jedes Mal in einem perfekten Satz Kreuzheben resultieren.
Tipp: Höre mit exzessivem Cardio auf.
Wenn Du Unmengen an Cardio ausführen musst, um schlank zu werden, dass läuft bei Deiner Ernährung einiges schief. Hier ist ein kleiner Realitätscheck.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-stop-doing-excess-cardio
Von: Paul Carter
Du brauchst etwas Cardio, aber wahrscheinlich nicht so viel wie Du denkst. Wenn Du viel Cardio ausführen musst, dann taugt Deine Ernährung nichts, Dummkopf.
Cardio – egal ob mit gleichbleibender Intensität oder im Intervallstil - ist bei der Körperrekomposition wichtig. Es im Vergleich zu Deinem Training mit Gewichten in moderatem Umfang zu verwenden ist weitaus besser, als es mit dem Cardio zu übertreiben, um eine Körperrekompositionierung zu erreichen.
Funktion generiert Form
Erinnere Dich daran, dass Deine Funktion Deine Form generieren wird. Je mehr Cardiotraining mit gleichbleibender Intensität Du ausführst, desto mehr wird sich Dein Körper an diese Anforderungen anpassen. Im Lauf der Zeit wirst Du deshalb wahrscheinlich mehr wie jemand aussehen, der eine Menge Cardiotraining mit gleichbleibender Intensität ausführt.
Intervalltraining neigt hingegen dazu, mehr anaerober Natur zu sein und kann in kurzen Stößen ausgeführt werden, welche anders als Cardiotraining mit gleichbleibender Intensität die Stoffwechselrate im Ruhezustand für eine gute Zeitspanne nach dem Training erhöhen können.
Beides hat seine Vor- und Nachteile. Aber wenn Dein Ziel nicht gerade darin besteht, wie ein Jogger auszusehen, solltest Du Dein Cardiotraining mit gleichbleibender Intensität auf ein paar Einheiten a 30 Minuten pro Woche begrenzen. Stelle sicher, dass Du am härtesten an Deiner Ernährung arbeitest, um schlanker zu werden. Ein paar Wochen mit mehrfachem Cardiotraining mit gleichbleibender Intensität können Dich aus einer Stagnation befreien. Aber öfter als nicht musst Du wahrscheinlich stattdessen Deine Ernährung adressieren.
Erinnere Dich immer daran, dass wenn Du eine Menge an Cardio ausführen musst, um schlank zu bleiben, Deine Ernährung beschissen ist – Punkt.
Tipp: Variiere Deine Wiederholungsbereiche für neues Wachstum
Bodybuilding besteht aus mehr als 3 Sätzen a 10 Wiederholungen. Wenn Hypertrophie Dein primäres Ziel ist, dann musst Du diesen Tipp lesen.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-vary-rep-range-to-grow
Von Brad Schoenfeld, PhD
Die optimale Anzahl an Wiederholungen für ein hypertrophieorientiertes Training ist im Bereich der Fitness ein anhaltendes Diskussionsthema. Auch wenn die Studienlage in keinster Weise eindeutig ist, gibt es Hinweise darauf, dass ein moderater Wiederholungsbereich (etwa 6 bis 12 Wiederholungen pro Satz) für die Maximierung des Muskelwachstums am besten ist.
Dies wird oft als „Training im Bodybuilding Stil“ bezeichnet, da es die ideale Kombination von mechanischer Spannung, Muskelschäden und stoffwechseltechnischem Stress umfasst – die drei primären Faktoren, die an Hypertrophiezuwächsen beteiligt sind.
Das Problem ist, dass die meisten Trainierenden zu denken scheinen, dass alles Training in diesem Wiederholungsbereich ausgeführt werden sollte, was zur Folge hat, dass sie immer bei denselben Lastparametern bleiben. Das ist eine falsche Annahme.
Trainiere auch schwer
Eine maximale Muskelentwicklung baut auf einem Fundament aus Kraft auf. Dies macht es erforderlich, dass zumindest einige Deiner Sätze im niedrigen Wiederholungsbereich (1 bis 5 Wiederholungen pro Satz) ausgeführt werden müssen.
Stärkere Muskeln erlauben es Dir schwerere Gewichte zu verwenden und somit eine stärkere Muskelspannung im moderaten Wiederholungsbereich zu erreichen, welche die Hypertrophie optimal stimuliert. Durch eine Erhöhung der Muskelspannung ohne den stoffwechseltechnischen Stress zu kompromittieren legst Du den Grundstein für ein gesteigertes Wachstum.
Es gibt auch eine Zeit für höhere Wiederholungszahlen
Am anderen Ende des Spektrums haben auch Sätze mit hohen Wiederholungszahlen (im Bereich von 15 bis 20 Wiederholungen pro Satz) ihren Platz in einem hypertrophieorientierten Trainingsprogramm. Unter der Vorraussetzung, dass Du am oder nahe an Deinem Maximalgewicht für Deinen Wiederholungsbereiche arbeitest, helfen Dir Sätze mit niedrigerer Intensität dabei, Deine Laktatschwelle zu erhöhen – der Punkt, an dem eine rapide Akkumulation von Milchsäure in Deinen arbeitenden Muskeln beginnt.
Das Problem bei Milchsäure besteht darin, dass eine Akkumulation ab einem gewissen Punkt die Muskelkontraktionen beeinträchtigt, was die Anzahl an Wiederholungen reduziert, die Du ausführen kannst.
Technische Anmerkung: Es sind in Wirklichkeit die H+ Ionen der Milchsäure, die das Einsetzen der Muskelerschöpfung beschleunigen und nicht die Milchsäure selbst.
Hier sind die guten Nachrichten: Ein Training mit höheren Wiederholungszahlen erhöht die Kapillardichte der Muskeln und verbessert die Pufferkapazität der Muskeln, was beides dabei hilft, eine Akkumulation von Milchsäure hinauszuzögern. Dies hat zur Folge, dass Du dazu in der Lage sein wirst, mit einer gegebenen hypertrophieorientierten Last eine längere Zeit unter Spannung aufrecht zu erhalten. Zusätzlich hierzu entwickelst Du eine höhere Toleranz gegenüber einem höheren Arbeitsvolumen – eine wichtige Komponente für eine Maximierung der Hypertrophie.
Variiere Deine Wiederholungsbereiche im Lauf der Zeit
Eine optimale Muskelentwicklung wird durch das Variieren Deiner Wiederholungsbereiche im Lauf der Zeit erreicht. Dies errechst Du am besten mit Hilfe eines strukturierten Periodisierungssystems. Sowohl wellenförmige, als auch lineare Periodisierungsansätze können abhängig von Deinen Zielen funktionieren. Unabhängig davon, welches Schema Du einsetzt, solltest Du sicherstellen, dass es das volle Spektrum der Lastbereiche umfasst.
Sicher, ein Hypertrophietraining wird wahrscheinlich am besten mit Sätzen im moderaten Wiederholungsbereich erreicht, aber höhere und niedrigere Intensitäten sind trotzdem für eine Optimierung Deiner Muskelentwicklung wichtig.
Tipp: Verbessere Dein Tempo bei Klimmzügen
Wenn Dein Ziel darin besteht, mehr Muskeln aufzubauen, dann verwende dieses Tempo, um bessere Resultate zu erzielen.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-improve-your-tempo-on-pull-ups
Von: Dr. John Rusin
Eine zu selten verwendete Methode zur Steigerung der Muskelkraftfreisetzung und der das Wachstum anregenden Zeit unter Spannung besteht darin, bestimmte Tempos bei Deinen Klimmzügen zu verwenden. Um eine maximale Anzahl an schnell kontrahierenden Muskelfasern zu rekrutieren, solltest Du die konzentrischen Kontraktionen (da Hochziehen des Körpers) so explosiv wie möglich machen, wenn sich Deine Brust der Stange nähert.
Halte die Kontraktion am höchsten Punkt der Bewegung und spanne die Muskeln bewusst hart an, um die Zeit unter Spannung und die Kraftfreisetzung im verkürzten Zustand von Bizeps, Latissimus und oberer hinterer Muskelkette zu maximieren. Kontrolliere den exzentrischen Teil der Bewegung.
Das Tempo, das ich für Kraft und Hypertrophie empfehle, ist X012:
- Explodiere, wenn sich Deine Brust zur Stange bewegt.
- Halte die Kontraktion am höchsten Punkt der Bewegung.
- Lasse Dir beim Absenken des Körpers zwei Sekunden Zeit.
- Führe ohne Pause am tiefsten Punkt die nächste Wiederholung aus.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-the-reverse-grip-smith-press
Von: Paul Carter

Ich bin der Ansicht, dass Blood Flow Restriction Training (BFR Training) ein wertvolles Werkzeug ist, von dem alle Kraftsportler wissen sollten, wie und wann sie es einsetzen sollten. Ich kann mir keinen ambitionierten Sportler vorstellen, der nicht zu irgendeinem Zeitpunkt einen Grund dafür finden könnte diese Art des Trainings einzusetzen.
Es war irgendwann im Jahr 2008 als ich das erste Mal etwas von BFT Training gehört hatte und meine Reaktion war so ähnlich wie die meisten Reaktionen dieser Art.
„Ist das sicher? Das kann nicht sicher und unbedenklich sein!“
“Du wist mich nie dabei erwischen, dass ich das tun werde!”
„Was für eine lächerliche Art und Weise zu trainieren.“
Ich glaube, dass BFR Training damals mehr als in Richtung dieser notorischen Bodybuilding „Schockmethoden“ präsentiert wurde. Es wurde im besten Fall als ein Weg präsentiert, Dein augenblickliches Training zu ergänzen und im schlimmsten Fall als neuartiger Stimulus, der Dir potentiell dabei helfen kann Zuwächse zu erzielen, die Du anderenfalls nie hättest erreichen können.
Jetzt wo ich darüber nachdenke, wurde es im schlimmsten Fall als eine Art Ehrenabzeichen von den Pionieren präsentiert, die diese Methode als erste verwendet hatten. Warum? Weil sie damals die Bandagen, die sie verwendeten (für gewöhnlich Kniebandagen) viel zu fest anzogen und die lokalen Schmerzen deshalb viel stärker als notwendig ausfielen (und wie Du weißt lieben Bodybuilder Schmerzen als Ehrenabzeichen). Korrekt ausgeführt sollte BFR Training in etwa genauso schmerzhaft wie ein normaler Arbeitssatz mit 15 Wiederholungen bis zum Muskelversagen sein.
Der Punkt ist, dass ich zu dieser Zeit nicht wusste, inwiefern eine Begrenzung des Blutflusses zu den Muskeln eine Lösung für irgendein Bodybuildingproblem darstellen könnte. Ich dachte, dass es viele andere Wege gibt, um einen Stimulus zu liefern.
Zurückblickend sehe ich, dass das Problem darin bestand, dass ich weder vollständig verstand, wie ein BFR Training funktioniert, noch verstand, warum und wann irgendjemand ein solches Training verwenden sollte. Was ein BFR Training so einzigartig macht ist, dass es Muskelzuwächse produzieren kann, die praktisch identisch mit den Zuwächsen sind, die man mit traditionellem Training mit hoher Last erreichen kann. Bei Verwendung eines BFR Trainings arbeitet man jedoch mit Gewichten, die weit unter dem liegen, was man traditionell in den meisten Situationen verwenden würde.
BFR Training ist also nicht besser als ein Training mit hoher Last. Sein wahrer Vorteil besteht jedoch darin, dass man dieselben Resultate unter Verwendung leichterer Gewichte erzielen kann. Du wirst Dich jetzt wahrscheinlich fragen, warum in aller Welt Du dieselben Gewichte verwenden solltest, die Leute verwenden, die einfach nur ihren Körper straffen wollen. Als ich herausgefunden hatte, dass ein BFR Training auf diese Art und Weise funktioniert, habe ich mir dieselbe Frage gestellt. Ja, ich trainierte primär, um meine Hypertrophie zu maximieren und Muskeln aufzubauen, aber ich genoss es auch stark zu sein und mochte das Gefühl, schwere Gewichte in meinen Händen zu halten.
Wie bei vielen Dingen (oder allen Dingen), spielt jedoch der Kontext eine Rolle und Jahre später habe ich mich in vielen Situationen wiedergefunden, in denen mir ein BFR Training den Arsch gerettet hat. Die Situationen, die ich hier aufführen werde, sind am häufigsten aufgetreten, aber ich habe auch Situationen, von denen ich vermute, dass sie so lange wiederkehren werden, bis ich eines Tages den Entschluss fasse, mit dem Training aufzuhören.
Isolationstraining während der Wettkampfvorbereitung
BFR Training kann insbesondere während der letzten Wochen einer Wettkampfvorbereitungsdiät nützlich sein, wenn es richtig eingesetzt wird. Natürlich solltest Du dazu in der Lage sein, einen guten Teil Deiner Off Season Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten, aber Du wirst auch so schlank sein, dass Deine Gelenke einfach nicht so stabil und widerstandsfähig wie während der Off Season sein werden.
Die einfache Tatsache dazu in der Lage zu sein, BFR Training für meine Isolationsübungen nach den Grundübungen verwenden zu können, hat meine Wettkampfvorbereitung sehr viel angenehmer gemacht. Angenehmer in der Hinsicht, dass ich dazu in der Lage war, viele meiner Trainingswehwehchen zu minimieren, die ich zuvor erlebt hatte (wie z.B. Sehnenscheidenentzündungen). Meiner Meinung nach hat BFR Training eine wichtige Rolle dabei gespielt, mich während meiner letzten beiden Wettkampfvorbereitungen gesund zu halten.
Wenn Du einmal den Dreh beim BFR Training raus hast, ist es körperlich gesehen leichter. Diese letzten Sätze einer jeden Trainingseinheit in einer weit fortgeschrittenen Wettkampfvorbereitung können echt hart sein und so verrückt es klingen mag kann es manchmal leichter sein, eine Unterköper Trainingseinheit mit Beinstrecken a la BFR als ohne zu beenden.
Während mir eine intelligente Trainingsplanung dabei geholfen hat, etwa 90% meiner Off Season Kraft während der Wettkampfvorbereitung aufrecht zu erhalten, habe ich das Gefühl, dass das Ersetzen eines Teils meines Volumens mit BFR Hackenschmidt Kniebeugen mit leichterem Gewicht mit dabei geholfen hat meine Gelenke gesund genug für solche Kraftleistungen zu halten.
Zusätzlich hierzu hat mir BFT Training bis zu einem gewissen Grad dabei geholfen, eine Erschöpfung meiner mentalen Willenskraft zu früh während einer Trainingseinheit in der fortgeschrittenen Wettkampfvorbereitung zu verhindern. Das erfolgreiche Beenden einer Beintrainingseinheit in der fortgeschrittenen Wettkampfvorbereitung bedarf einer enormen Willenskraft und schwere Gewichte fühlen sich in dieser Situation manchmal besonders beängstigen an. Über die Option zu verfügen, die BFR Karte zu ziehen kann während dieser Zeit dabei helfen, einen angemessenen Trainingsstimulus ohne eine Erschöpfung der Willenskraft aufrecht zu erhalten.
Zusätzliches Off Season Volumen
Interessanterweise ist BFR Training auch während der Off Season verwendbar. Ich hatte schon Off Season Frontkniebeugen Trainingseinheiten, während denen sich meine Knie nach Kniebeugen etwas seltsam verhalten haben, weshalb ich mich dafür entschied während des nachfolgenden Isolationstrainings die BFR Karte zu ziehen, um die absolute Last für meine Knie zu reduzieren.
Zu anderen Gelegenheiten war meine Hauptübung so erschöpfend, dass ich mich danach für BFR Training für meine Sekundärübungen entschied, um den mentalen Stress des Bewegens schwerer Gewichte zu lindern. Alles in allem ist das Ziehen der BFR Karte ein Weg sicherzustellen, dass ich mein Trainingsvolumen erreiche, während ich gleichzeitig verhindere, meine Regeneration zu sehr zu beeinträchtigen.
Zusätzlich hierzu kann BFR Training ein hervorragender Weg sein, zusätzliches Volumen in Dein Training aufzunehmen. Wenn Du z.B. 4 Sätze direktes Bizepstraining mit in Dein Programm aufnimmst, dann kann Dir die Verwendung von BFR Training für dieses zusätzliche Volumen dabei helfen, Dein Bindegewebe besser an die neuen Anforderungen zu gewöhnen.
Ein weiterer Vorteil von BFR Training besteht darin, dass es im Vergleich zu traditionellem Training weniger Muskelschäden hervorruft (1). Es ist sehr viel leichter sich von BFR Training als von traditionellem Training zu erholen und dies kann während der ersten Wochen mit zusätzlichem Volumen sehr nützlich sein.
So weit so gut, oder? Vielleicht bist Du ja jetzt etwas interessierter daran, ein wenig mehr über BFR Training zu lernen. In den folgenden Abschnitten werde ich auf die unterschiedlichen Aspekte der praktischen Ausführung von BFR Training eingehen.
Das richtige Equipment
Ich habe alles von Bändern, Kniebandagen und medizinischen Blutstaugurten für BFR Training verwendet. Die meisten von uns beginnen mit Kniebandagen oder Bändern, da diese leicht verfügbar sind und fast jeder sie hat. Diese stellen einen guten Start dar, aber es gibt auch einige Limitierungen.
So brauchst Du z.B. einen Trainingspartner, der Dir hilft, diese an den Armen anzulegen und es ist auch schwierig konsistent den richtigen Druck zu erreichen. Darüber hinaus brauchst Du für die Beine breitere Bänder als für die Arme. Dies kann Kniebandagen zu breit für die Arme und Bänder zu schmal für die Beine machen.
Medizinische Staubänder waren anfänglich meine Wahl für die Arme und ich verwendete sie in Kombination mit Kniebandagen für die Beine. Bei den medizinischen Staubändern trat jedoch bald das Problem auf, dass sie schnell ausleiern.
Sie sind einfach nicht für die hunderte von Wiederholungen gemacht, die Du mit ihnen Woche für Woche ausführst und werden schnell ihre Integrität verlieren. Mir ist es mehrfach passiert, dass sie sich während eines Satzes in ihre Bestandteile aufgelöst haben. Aus diesem Grund hatte ich immer mindestens 3 Paar dieser Staubänder parat.
Dies war der Fall, bis ich vor kurzem ein Paar BFR Bänder von einer Firma bestellte, deren Werbung ich kontinuierlich auf meinem Handy sah. Meine größte Frage war, ob diese Bänder lange halten würden, da mein Armtraining zu diesem Zeitpunkt zu ¾ aus BFR Training bestand. Doch auch nach 5 Monaten Training sind diese Bänder noch so gut wie neu.
Das Anlegen der Bänder
Nachdem Du jetzt Deine BFR Bänder zur Hand hast, kannst Du loslegen. Die Verwirrung darüber, ob mehr besser ist, ist etwas, das wir sofort adressieren sollten. Wenn Du die Bänder etwas enger als empfohlen anlegst, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du eine geringere Trainingswirkung erreichen wirst. Darüber hinaus kann hierdurch eine Trainingsmethode, die normalerweise sicher und unbedenklich ist, potentiell gefährlich werden.
Unter Verwendung der guten alten Skala von 1 bis 10 würde ich den meisten Menschen empfehlen mit einer 6 an ihren Oberarmen und einer 7 bei ihren Beinen zu beginnen, was die Enge der Bänder angeht. Erwähnenswert ist, dass Du die Bandagen auch bei einer Verwendung beim Wadentraining am Oberschenkel anlegen solltest.
Nach dem Anlegen sollten die Bandagen nicht so eng anliegen, dass sie sich unangenehm anfühlen. Erinnere Dich daran, dass wir nur den venösen Blutfluss reduzieren möchten, während der arterielle Blutfluss in den Muskel aufrecht erhalten werde sollte (das ist der Grund dafür, dass der Pump so toll ist – das Blut fließt in den Muskel, kann aber nicht abfließen.
Deine Finger und Zehen sollten während des Trainings nicht taub werden und Du solltest auch keine Schmerzen fühlen. Du solltest ganz einfach nur spüren, dass etwas Fremdartiges um Deinen Arm gelegt wurde und Dein erster Satz sollte sich fast normal anfühlen.
Beginnen wir mit dem Training
Das Tempo des Trainings sollte dem ähneln, was Du bei einem traditionellen Training mit Gewichten verwenden würdest. Dies bedeutet eine kraftvolle konzentrische Bewegung und eine kontrollierte exzentrische Bewegung, bei der nicht die Schwerkraft die Kontrolle übernimmt.
Es kann sein, dass Dir dies zu Beginn schwer fällt, da die lokalen Schmerzen ähnlich – wenn nicht sogar stärker – wie bei der 15. Wiederholung eines Satzes ausfallen werden. Im Laufe der Zeit wird dies besser werden und aus diesem Grund solltest Du während der ersten Trainingseinheiten dasselbe Gewicht verwenden, währen Du Dich auf die korrekte Technik der Wiederholungen konzentrierst.
Wenn es um die Wahl des korrekten Gewichts geht, ist es am besten, mit einem niedrigen Gewicht (und bei Anfängern kann dieses Gewicht als sehr gering erscheinen) zu starten, bis Du Dich an ein BFR Training gewöhnt hast. Das ist prinzipiell der Vorteil eines BFR Trainings.
Eine gute Faustregel besteht darin, ein Gewicht zu wählen, mit dem Du ohne Bandagen 15 Wiederholungen ausführen kannst und lediglich 40% dieses Gewichts zu verwenden. Im Lauf der Zeit wirst Du dazu in der Lage sein Dich zu steigern, aber die Gewichte, die beim BFR Training verwendet werden, sollten nie auch nur in die Nähe von dem kommen, was Du bei einem traditionellen Krafttraining verwenden würdest. Ich kann z.B. 8 bis 10 Wiederholungen Langhantelcurls mit 40 bis 50 Kilo ausführen, aber ich verwende bei BFR Curls für gewöhnlich lediglich eine leere Olympiastange.
Die am weitesten verbreitete Methode beim BFR Training ist die 30, 15, 15, 15 Serie. Dein erster Satz besteht hierbei aus 30 Wiederholungen mit 30 Sekunden Pause zwischen diesem Satz und Deinem ersten Satz mit 15 Wiederholungen.
Dieses Satz- und Wiederholungsschema wurde in der Vergangenheit wiederholt bei einigen der wichtigsten Untersuchungen zum Thema BFR Training verwendet. Es gibt jedoch ein paar Veränderungen, die ich während meiner fast 10 Jahre BFR Training durchgeführt habe. Hier sind zwei meiner Lieblingsschemata neben dem gerade erwähnten alten Schema:
Das 30,15,15,15+ Schema
Dies ist fast dasselbe Schema wie das Klassische, doch wenn Du das Gefühl hast, dass Du ein paar Wiederholungen mehr als für gewöhnlich in Reserve hast, dann kannst Du beim letzten Satz auch mehr als 15 Wiederholungen ausführen.
Wenn ich während der letzten Trainingseinheiten beim letzten Satz jeweils mehr als 20 Wiederholungen ausführen konnte, dann ist dies für mich ein Zeichen dafür, dass ich nicht einfach nur einen guten Tag hatte, sondern dass es an der Zeit ist, das Gewicht geringfügig zu erhöhen. Dies ist ein guter Weg bei einem BFR Training eine Progression im Stil einer Autoregulierung zu erreichen. Das 20,20,20,20 Schema Für einige Menschen ist der Satz mit 30 Wiederholungen recht anstrengend und ihnen fällt es schwer, bei den letzten Sätzen über 12 Wiederholungen zu kommen. Dies ist selbst dann der Fall, wenn das Gewicht angemessen ist, wie ich dies selbst bei anderen gesehen haben, die ich selbst angeleitet habe. Dies scheint insbesondere bei größeren Muskeln der unteren Körperhälfte der Fall zu sein.
Beim 20, 20, 20, 20 Schema ist die Gesamtzahl der Wiederholungen ähnlich und ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass der zweite Cluster Satz eine geringfügig höhere Qualität als bei der traditionellen Verteilung des Volumens aufweist. Somit ist das 20, 20, 20, 20 Schema ausgewogener und ermöglich mehr Qualität des Trainings.
Wenn Du herausfindest, dass Du von 30 Wiederholungen beim ersten Satz auf 12 Wiederholungen beim zweiten Satz abfällst, dann solltest Du, bevor Du das 20, 20, 20, 20 Schema übernimmst sicherstellen, dass Du nicht einfach die Bandage zu fest angezogen hast (d.h. ein Grad der Enge von 6 bis 7 von 10, keine Schmerzen, keine Taubheit, kein Kribbeln und keine violette Verfärbung der Extremitäten).
Zusammenfassung
Ich habe Dir in diesem Artikel einige Gründe dafür gegeben, ein BFT Training in Betracht zu ziehen und Dir gezeigt, wie ein solches Training aussehen sollte. Wenn Du Dich also das nächste Mal in einer der vielen potentiellen Situationen befindest, die ich oben erwähnt habe und die typischerweise mit Schmerzen in Verbindung stehen, dann hast Du jetzt ein neues Werkzeug zur Hand.
Für mich hat sich BFR Training während des letzten Jahrzehnts als sehr nützlich und praktisch erwiesen. Diese Art des Trainings wird häufig als gefährlich, unpraktisch oder neuer Trend, der schnell vorbei sein wird, missverstanden. In der Realität ist BFR Training ein wissenschaftlich gut untersuchtes und sicheres Trainingswerkzeug, das bereits seit mehr als einem Jahrzehnt zum Einsatz kommt und aus den erwähnten Gründen wahrscheinlich auch nicht so schnell wieder von der Bildfläche verschwinden wird.
Ich hoffe, dass Du ein paar ernsthafte Zuwächse erzielen wirst und hoffe, dass dieser Artikel dazu beitragen konnte, die Qualität Deiner BFR Trainingseinheiten zu verbessern.
Referenzen:
- Sudo, M., Ando, S., Poole, D. C., & Kano, Y. (2015). Blood flow restriction prevents muscle damage but not protein synthesis signaling following eccentric contractions. Physiological Reports, 3(7), e12449. http://doi.org/10.14814/phy2.12449
Quelle: https://3dmusclejourney.com/blood-flow-restriction-training/

Im ersten Teil dieses Artikels habe ich 14 angebliche Gesetze des Krafttrainings vorgestellt, die viele Trainer als essentiell ansehen, die aus meiner Sicht diese Einordnung jedoch nicht verdient haben. Im vorliegenden zweiten Teil werde ich auf die restlichen „beinahe“ Gesetze des Krafttrainings eingehen, bevor ich schließlich die aus meiner Sicht 8 „echten“ Gesetze des Krafttrainings präsentieren werde.
15 – Du musst Dein Training periodisieren
Eine Periodisierung ist für Erfolge beim Training essentiell, richtig? Die Russen schwören darauf und amerikanische Sportwissenschaftler haben viel Zeit und Aufwand darauf verwendet, detaillierte Trainingszyklen unterschiedlicher Länge zu planen. Somit muss eine Periodisierung ein Muss für den Erfolg sein, richtig?
Tatsache ist, dass über eine Periodisierung in der wissenschaftlichen Literatur gestritten wird und dass Studien nicht dazu neigen, einen großen Unterschied bezüglich der Zuwächse bei unterschiedlichen Periodisierungsmodellen zu zeigen (Kiely 2012, Issurin 2010).
Wenn Du im Einklang mit Deinem Körper bist, über eine Grundmenge an gesundem Menschenverstand verfügst und mit den Grundlagen des Programmdesigns vertraut bist, dann musst Du Dein Training nicht wirklich periodisieren.
Aber lasse mich dieses Statement zunächst etwas veranschaulichen. Was ist eine Periodisierung überhaupt? Es handelt sich hierbei um Planung. Wie kann ein vernünftiger Trainierender nicht irgendeine Form der Planung verfolgen, wenn er trainiert? Selbst der größte Trottel im Fitnessstudio weiß, was seine „essentiellen“ Übungen für Brust und Bizeps sind.
Die große Mehrzahl der respektablen Trainierenden plant ihre Trainingssplits, ihre Trainingsfrequenz, ihre Übungsauswahl und ihre Übungsreihenfolge. Basierend auf Ernährung und Biofeedback neigen diese Trainierenden dazu, ihre Intensität und ihr Volumen an einem bestimmten Tag zu variieren, aber ihre Methoden umfassen etwas Struktur und Planung.
Aus diesem Grund periodisiert jeder respektable Trainierende sein Training. Aber brauchst Du wirklich einen Jahresplan voller Zyklen und Phasen? Die große Mehrzahl der Bodybuilder tut dies nicht, was insbesondere für die besten Bodybuilder gilt.
Darüber hinaus neigt das Leben dazu, Dich in Zyklen und Phasen zu zwingen. Stress, neue Jobs, Urlaub, Verletzungen Partys, Ferien, Arbeit, Deadlines, neue Beziehungen und Reisen zwingen Trainierende dazu, ihr Trainingsprogramm zu variieren.
Zusätzlich hierzu erlaubt eine Periodisierung keine spontanen Anpassungen und kann zu rigide sein. Chuck Vogelpohl war berüchtigt dafür, seine dynamische Anstrengung bis ins Extrem zu treiben – sobald er sich aufgewärmt hatte, konnte er nicht widerstehen schwere Gewichte zu bewegen. Und würdest Du ihm sagen wollen, dass er nicht richtig trainiert?
16 – Du musst entladen und/oder Deinen Trainingsstress fluktuieren
Einigen Trainierenden mangelt es an Selbstüberschätzung, was zur Folge hat, dass sie nie in einen Zustand des Overreachings oder des Übertrainings kommen. Diese Leute brauchen keine Entladewochen. Einige Trainierende gehen immer bis an ihre Grenzen und sind anfällig dafür, es zu übertreiben. Diese Leute können stark von einem Entladen profitieren.
Es gibt aber auch Trainierende, die intuitiv wissen, wie hart sie trainieren sollten. Sie werden vielleicht am Freitag ein leichtes Overreaching erreicht haben, aber nach einem trainingsfreien Wochenende sind sie montags wieder fit für Training. Sie machen aufgrund der Tatsache, dass sie Woche für Woche gerade die richtige Menge an Frequenz, Volumen und Intensität für ihren Körper verwenden, kontinuierliche Fortschritte, obwohl sie sich nie eine Woche trainingsfrei nehmen oder eine Entladewoche einlegen.
17 – Du musst oft trainieren
Ich bin ein großer Fan von HFT (hochfrequentes Training). Aber ist dies wirklich absolut notwendig? Einige der besten Zuwächse, die ich erzielt habe, kamen mit einem HIT Programm zustande. Ich führte alle 5 Tage ein Ganzkörpertraining durch, das aus schweren Grundübungen wie Kniebeugen oder Frontkniebeugen, Kreuzheben oder Sumo Kreuzheben, Bankdrücken oder Bankdrücken mit engem Griff und Klimmzügen oder Rudern bestand. Ich wurde verdammt stark und baute eine Menge an Muskeln auf. Mike Mentzer konnte mit unregelmäßigem, intensivem Ganzkörpertraining große Erfolge erzielen und selbiges gilt für viele andere starke Trainierende.
Eines der größten Missverständnisse besteht darin, dass Du den ganzen Tag im Fitnessstudio verbringen musst, um Resultate zu sehen. Wenn mehr angehende Trainierende wüssten, dass sie in der Tat erstaunliche Zuwächse erzielen könnten, wenn sie nur an sechs Tagen pro Monat trainieren würden, dann würden sich wahrscheinlich mehr Menschen für ein Widerstandstraining entscheiden. Voraussetzung ist jedoch, dass Du es richtig machst – es sind keine schwächlichen Isolationsübungen erlaubt. Gib alle fünf Tage bei den großen Grundübungen alles und Du wirst erstaunliche Resultate erzielen.
18 – Du musst Ganzkörpertrainingseinheiten ausführen oder Du musst Split Trainingseinheiten ausführen
Die große Mehrzahl aller Bodybuilder splittet ihr Training auf. Auch viele Powerlifter verwenden Splitprogramme. Gesamtkörpertrainingseinheiten funktionieren für viele Individuen, aber kein einziges System ist für jedes Individuum und jedes Ziel ideal.
Im Gegensatz hierzu splitten weder olympische Gewichtheber noch Strongmen noch Sportler ihr Training auf. Sie sind diejenigen, die durch tägliche Ganzkörpertrainingseinheiten erstaunlich durchtrainiert werden. Split Trainingsprogramme funktionieren für viele Individuen, aber kein einziges System ist für jedes Individuum und jedes Ziel ideal.
19 – Du musst mehrere Sätze ausführen
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen klar, dass multiple Sätze einfache Sätze übertrumpfen, wenn es um den Aufbau von Kraft und Muskelmasse geht (Krieger 2009, Krieger 2010, Rhea et al. 2002). Du solltest das Ganze jedoch folgendermaßen sehen:
Sagen wir, dass ein Trainierender eine Übung pro Trainingseinheit ausführt und am Montag Kniebeugen, am Mittwoch Bankdrücken und am Freitag Kreuzheben trainiert. Er führt pro Trainingseinheit fünf Sätze aus.
Sagen wir, dass ein anderer Trainierender montags, mittwochs und freitags je einen Satz von 5 Grundübungen ausführt. Beide Trainierende absolvieren 15 Sätze pro Woche. Glaubst Du wirklich, dass es große Unterschiede bezüglich Masse und Kraft geben würde?
Abgesehen von ein paar Aufwärmsätzen führte Dorian Yates nur einen Satz bis zum Muskelversagen aus und er besaß einen der besten Körper in der Geschichte des Bodybuildings.
Der erste Satz ist mit Abstand der Wichtigste, während jeder folgende Satz weniger und weniger wichtig ist. Und wenn Du damit endest, Deine Muskeln aus mehr unterschiedlichen Winkeln durch mehr ausgeführte Übungen zu trainieren, dann könnte man argumentieren, dass Du mit ein Satz Protokollen im Vergleich zu Protokollen mit multiplen Sätzen bessere Resultate erzielen könntest.
20 – Du musst konsistent alles geben und bis an Deine Grenzen gehen
Wenn Du nicht bei jeder Trainingseinheit alles gibst, dann wirst Du keine Fortschritte erzielen, richtig? Vielleicht auch nicht. Viele Experten sind der Ansicht, dass ein Übertreiben mehr Trainierende als ein Untertreiben zurückhält. Eine Wiederholung im Tank zu lassen, weniger fordernde Übungen zu verwenden und die Verwendung von Training mit dynamischer Anstrengung erlaubt es Trainierenden öfter zu trainieren, indem sie ihr Nervensystem und ihre Gelenke vor schweren Überlastungen schonen.
Pavel Tsatsouline rät Trainierenden, den “Groove zu schmieren” und damit aufzuhören, von maximalen Leistungen bei jedem Satz einer jeden einzelnen Übung besessen zu sein.
Sagen wir, dass Du an 5 Tagen pro Woche trainierst, und bei engem Bankdrücken mit Ketten, inversem Rudern mit erhöhten Füßen, Frontkniebeugen mit Ketten, schwerem Kettlebell Schwingen und Farmers Walks niemals bis zum Muskelversagen gehst. Du wirst sehr fit, sehr stark und sehr muskulös sein und Deine Gelenke werden es Dir danken.
Fazit
Ich möchte Dir definitiv nicht sagen, dass Du die in den obigen 20 Punkten erwähnten Dinge nicht tun solltest. Einige der aufgelisteten Grundsätze werden jedoch abhängig von Deiner genetischen Veranlagung und Deinen Zielen mehr oder weniger wichtig sein. Behalte einfach im Hinterkopf, dass diese 20 Dinge nett sein können, aber für Deinen Erfolg absolut kein Muss sind.
Im Folgenden werde ich auf die Dinge eingehen, die Du tun musst, um beim Krafttraining optimale Zuwächse sicherzustellen.
Die essentiellen Regeln, die jeder erfolgreiche Kraftsportler befolgt
1 – Trainiere konsistent
Konsistenz ist der Name des Spiels und der Kraftsportler, der Woche für Woche trainiert, wird im Lauf der Zeit kontinuierliche Zuwächse an Kraft und Muskulosität erzielen.
Der Trainierende, der zweimal wöchentlich für 52 Wochen des Jahres trainiert, wir bessere langfristige Resultate als der Trainierende sehen, der während lediglich 20 Wochen pro Jahr fünfmal wöchentlich trainiert. Du kannst nicht einfach ab und zu ins Fitnessstudio gehen und erwarten Fortschritte zu sehen. Du kannst keine echten Resultate erzielen, wenn Du das Jahr über nur sporadisch trainierst. Kurzzeitige Trainingsschübe können unter bestimmten Umständen effektiv sein, doch im Endeffekt zählt Konsistenz.
2 – Trainiere sowohl hart, als auch intelligent
Hart zu trainieren ist gut. Intelligent zu trainieren ist gut. Kombiniere diese beiden Ansätze und Du bekommst das Beste aus beiden Welten.
Du musst hart trainieren, aber Du musst Dich nicht bei jeder Trainingseinheit umbringen. Treibe Dich bei jeder Trainingseinheit an, aber es ist verdammt wichtig, dass Du darauf hörst, was Dein Körper Dir sagt und dass Du bei Bedarf Anpassungen vornimmst. Du musst außerdem experimentieren, um herauszufinden, was am besten für Dich funktioniert und was für Dich nicht funktioniert. Auch wenn einige „Dummköpfe“ willkürlich zu trainieren scheinen, sind viele in Wirklichkeit erstaunlich intelligent und/oder intuitiv wenn es um vernünftige Trainingsprogramme geht.
3 . Stimuliere die Muskulatur des gesamten Körpers
Du musst die großen Grundübungen ausführen, um ein körperweites Muskelwachstum anzuregen, aber Du musst auch bestimmte Muskelgruppen spezialisieren, um Schwachpunkte auszugleichen.
Wenn ein Muskel niemals aktiviert wird, dann wird er nicht wachsen. Um einen Muskel zum Wachsen zu bringen, musst Du diesen regelmäßig stimulieren. Kreuzheben stimuliert eine Menge Muskeln im ganzen Körper. Die Unterarme, der Trapezius, der Latissimus, die Retraktoren der Schulterblätter, die Rückenstrecker, der Gluteus, die Beinbeuger und sogar die Muskeln der Körpermitte und die Quadrizeps werden während schwerem Kreuzheben aktiviert. Dies hilft dabei zu erklären, warum Kreuzheben eine solch tolle Übung ist. Wenn Du jedoch nur Kreuzheben trainieren würdest, dann würden Deine Brustmuskeln, Deins Schultermuskeln und Deine Bizeps nicht mal in die Nähe ihres vollen Hypertrophiepotentials kommen. Stelle sicher, dass Deine Trainingsprogramme regelmäßig ausreichend Übungen umfassen, die in ihrer Kombination den gesamten Körper trainieren.
Und hier ist noch etwas, das eigentlich gesunder Menschenverstand sein sollte: Wenn Du bei einer Muskelgruppe eine maximale Muskelmasse erreichen möchtest, dann solltest Du sicherstellen bei den Übungen stark zu werden, die die höchste Aktivierung dieses Muskels hervorrufen. Hip-Thrusts bewirken z.B. die stärkste Aktivierung des Gluteus weshalb es selbst dann, wenn Du jede Woche Kniebeugen und Kreuzheben trainierst sinnvoll ist, diese Übung mit in Dein Programm aufzunehmen, wenn eine maximale Gluteus Masse Dein Ziel ist. Genauso gilt, dass wenn eine Hypertrophie Deiner hinteren Schultermuskeln das Ziel ist, Schulterdrücken nicht ausreichen wird. Du wirst etwas gezieltes Training, das auf die hinteren Schultermuskeln abzielt, mit in Dein Programm aufnehmen müssen.
4 – Du musst Deine Grundkraft steigern – insbesondere bei Mehrgelenksübungen
Progressive Überlastung ist in der Welt des Krafttrainings der wichtigste Aspekt. Wenn Du mit einem Krafttrainingsprogramm beginnst und es nicht schaffst stärker zu werden, dann wirst Du nicht viel Muskelmasse aufbauen. Du musst im Laufe der Zeit schwerere Gewichte verwenden und mehr Wiederholungen ausführen.
Bodybuilder trainieren nicht immer schwer, was den Prozentsatz ihres 1RM Gewichts angeht, aber die meisten erfolgreichen Bodybuilder haben sich zumindest für ein paar Jahre zu Beginn ihrer Trainingskarriere darauf konzentriert, Kraft bei den grundlegenden Übungen aufzubauen.
Kraft bildet das Fundament für Verbesserungen in anderen Bereichen wie Schnellkraftproduktion. Du musst dazu in der Lage sein, etwas mit moderater Geschwindigkeit zu tun, bevor Du es schnell tun kannst. Wenn es um Kraftausdauer geht, musst Du dazu in der Lage sein, etwas einmal auszuführen, bevor Du es wiederholt ausführen kannst. Somit kann einfache Kraft nicht ignoriert werden.
Während Du im Kraftraum erfahrener wirst, solltest Du im Vergleich zu Deiner Anfangszeit dramatische Kraftzuwächse bei Kniebeugen Variationen, Variationen des Kreuzhebens, Oberkörper Druckübungen und Oberkörper Zugübungen sehen. Und wenn Du bei irgendetwas – seien es Kniebeugen, sei es Kreuzheben, sei es Bankdrücken, seien es Power Cleans oder sogar Turkish Get-Ups – gut werden willst, dann musst Du diese Übungen konsistent ausführen, um bei den neurologischen Aktivierungsschemata den richtigen Groove zu finden und das motorische Lernen zu maximieren. Wenn Du dies nicht tust, wirst Du auf unerreichte Fortschritte verzichten müssen.
5 – Aufwärmen ist essentiell
Wenn Du Dein Aufwärmen nicht ernst nimmst, dann wird dies letztendlich und unvermeidlich im Desaster enden.
Du kannst nicht einfach in den Kraftraum kommen, die Stange mit einem Haufen Gewichtsscheiben beladen und eine schwere Maximalwiederholung erzwingen. Und selbst wenn Du es schaffst, diese eine, hässliche Wiederholung zu erzwingen, wird Dein Verletzungsrisiko astronomisch sein. Abhängig von Deinem Zustand und Deiner Vorgeschichte an Verletzungen, brauchen einige Trainierende bis zu 20 oder 30 Minuten allgemeines Aufwärmen und Beweglichkeitstraining, um sich bereit für das Training zu fühlen, während andere vielleicht nur 5 Minuten brauchen. Doch jeder muss das Blut zum Fließen bringen um Gelenke und Muskeln auf das Bewegen schwerer Gewichte vorzubereiten.
Einige leichtere Übungen wie Hip-Thrusts und Variationen des Ruderns bedürfen nicht viel spezifisches Aufwärmen. Sobald Du Dein allgemeines Aufwärmen hinter Dich gebracht hast und die Sätze Deiner ersten Übung beendet hast, musst Du Dich für nachfolgende Übungen für dieselbe Muskelgruppe nicht erneut aufwärmen. Anfänger die das Aufwärmen ignorieren, werden es auf die harte Tour lernen, diese Komponente des Trainings ernster zu nehmen.
7 – Verwende eine gute Form – zumindest während der meisten Zeit
Die korrekte Form der Übungsausführung ist wichtig, aber es gibt auch Zeiten für etwas Schwung und eine weniger strenge Übungsausführung, um etwas schwerere Gewichte bewegen zu können.
Wenn Du in irgendein Fitnessstudio gehst, wirst Du typischerweise Trainierende sehen, die am einen oder anderen Ende des Technikspektrums trainieren. Einige Trainierende achten auf eine sehr strikte Einhaltung einer optimalen Technik und verwenden aufgrund ihrer Hingabe an eine robotische Technik niemals nennenswerte Gewichte. Auf der anderen Seite siehst Du auch Trainierende, die bessere Fortschritte erzielen würden, wenn sie ihre Gewichte reduzieren würden und damit aufhören würden, sich auf Schwung und Trainingspartner zu verlassen, um jede ihrer Wiederholungen zu beenden.
Es gibt mit Sicherheit etwas Spielraum, wenn es um eine akzeptable und effiziente Form der Übungsausführung geht. Es konnte sogar gezeigt werden, dass ein leichter Schwung die Muskelaktivierung steigern kann. Deine Form wird auch etwas nachlassen, wenn Du zu strategischen Zeitpunkten des Jahres Deine Maximalgewichte austestest. Eine echte maximale Einzelwiederholung wird nie wie aus dem Schulbuch aussehen. Wenn sie so aussieht, dann hättest Du mehr Gewicht verwenden können.
Während der meisten Zeit musst Du jedoch bei Deiner Form der Übungsausführung sehr strikt sein und Du musst die richtige Form der Übungsausführung bei unterschiedlichen Übungen für Deinen Körper finden. Dies ist besonders bei den größeren Übungen wie Kniebeugen und Kreuzheben wichtig, bei denen das Verletzungsrisiko inhärent höher als bei Übungen wie Kurzhantelcurls ausfällt. Wenn Du nicht auf Deine Technik achtest, wird dies in Schmerz und Verletzungen enden, was Deine Fortschritte zum Stillstand bringen wird.
7 – Deine täglichen Ernährungsgewohnheiten sind für Deine Fortschritte verantwortlich
Das beste Trainingsprogramm der Welt kann eine schlechte Ernährung nicht ausgleichen. Deine harte Arbeit im Kraftraum kann völlig wertlos sein, wenn Du bei Deiner Ernährung schlampig bist.
Wenn Du einen muskulösen Körper aufbauen und optimale Leistungen erbringen willst, dann musst Du Deine Ernährung ernst nehmen. Du musst die richtige Menge an Kalorien und die richtige Mischung an Makronährstoffen für Deine Ziele und Deine Physiologie zu Dir nehmen. Du musst hierbei nicht 24 Stunden am Tag an 7 Tagen pro Woche perfekt sein, aber wenn Du jeden Tag eine Menge Müll isst, dann wirst Du Dein Potential nicht erreichen und Du wirst keine brauchbaren Zuwächse an Kraft und Muskeln sehen.
Eine strategische Supplementation mit Proteinpulver und essentiellen Fettsäuren ist sehr hilfreich, wenn es um eine Verbesserung der Regeneration und eine Vorbereitung des Körpers auf ein Wachstum geht.
8 – Schlafe gut und meide potentiellen Stress
Wenn Du nicht gut schläfst und rund um die Uhr mental gestresst bist, wird Deine Physiologie gegen Dich arbeiten.
Einige Menschen brauchen mehr Schlaf als andere und einige können auch mit weniger Schlaf gut funktionieren, aber Du solltest trotzdem auf Deinen Schlaf achten (Qualität und Quantität) und dies priorisieren. Unternimm ernsthafte Anstrengungen, um konsistent genug Schlaf zu bekommen, wenn Du es ernst damit meinst, Resultate erzielen zu wollen. Wenn Du dies nicht tust, dann wirst Du Dich bei Deinem Streben nach Kraft und Hypertrophie selbst behindern.
Was Stress angeht sollte Dein Ziel nicht darin bestehen, Stress vollständig zu eliminieren, sondern ihn zu optimieren. Es ist gut, im Leben gefordert zu werden, doch der Grad zwischen Eustress (positivem Stress wie eine gute Trainingseinheit) und Dystress (negativem Stress wie eine 65 Stunden Arbeitswoche mit unerträglichen Kollegen) ist schmal. Ziele darauf ab, während der meisten Zeit im Eustress Bereich zu bleiben. Tritt einen Schritt zurück und analysiere Deine Lebensentscheidungen und Gewohnheiten. Dies ist ein Bereich, in dem viele Trainierende Anpassungen vornehmen können, die zu sofortigen Resultaten führen.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/20-almost-laws-of-strength-training
Von Bret Contreras

Höre auf damit 25% Deiner Krafttrainingseinheiten zu verschwenden. Hier ist ein besserer Weg zu entladen und Deiner Regeneration einen Schub zu geben
Entladewochen werden von Kraftsportlern verwendet, um die Regeneration zu fördern und die Fortschritte zu beschleunigen. Die Grundidee besteht darin, weiterhin zu trainieren, aber leichtere Gewichte zu verwenden, das Volumen zu reduzieren oder andere Übungen zu verwenden. Ich für meinen Teil mag Entladewochen nicht. Die meisten Menschen wissen sowieso nicht, wie sie richtig entladen sollen. Als Resultat verschwenden sie im Grunde genommen eine Trainingswoche.
Das Grundproblem ist die Kraft der Worte. Wenn die Leute „entladen“, dann bedeutet dies in ihrem Geist, dass sie es eine Woche lang locker mit dem Training angehen. Und auf gewisse Art und Weise soll dies ja auch so sein. Aber die meisten Trainierenden enden damit, ihr Training zu stark zu reduzieren oder die falschen Variablen zu reduzieren.
Das Resultat? Wenn Du jede vierte Woche entlädst, dann verbringst Du im Grunde genommen 25% Deiner Trainingseinheiten damit, nichts zu stimulieren. Eine Entladewoche sollte es Dir erlauben, Dich zu regenerieren, aber sie sollte auch einen Einfluss auf Deine Fortschritte besitzen, der über einfache Regeneration und Superkompensation hinausgeht.
Sagen wir, dass Du Dein Training in gewisser Hinsicht jede fünfte Woche (nach einem 4 Wochen Block) variierst. Nun, während der ersten Woche wirst Du unter Umständen nicht dazu in der Lage sein, hart zu trainieren, da Du Dich noch an die Besonderheiten und Tücken Deines neuen Plans gewöhnen musst. Wenn Du ein neues Programm beginnst, dann ist die erste Woche meist die Schlechteste des gesamten Trainingsblocks.
Sagen wir also, dass Du während der letzten Woche eines Blocks entlädst, und Du ein unterdurchschnittliches Training während der ersten Woche des nächsten Blocks hast. Jetzt hast Du 50% Deiner Trainingswochen, die suboptimal sind.
Ein besserer Weg
Warum nutzt Du nicht die Tatsache zu Deinem Vorteil, dass die erste Woche eines neuen Plans wahrscheinlich weniger effektiv sein wird? Entlade während dieser Woche anstelle während der letzten Woche eines Trainingsblocks.
Diese Woche wird nun zu einer Einführungswoche. Verwende ein niedrigeres Level der Anforderungen, um Dich an das neue Programm zu gewöhnen und jede Trainingseinheit zu perfektionieren. Du wirst Dich vom vorhergehenden Block erholen, während Du den nächsten Block locker angehst.
Jetzt verschwendest Du nichts. Du wirst außerdem jeden Block stark beenden, was Dir zu einer positiveren Einstellung verhelfen wird, als wenn Du einen Block mit einer leichten Woche beendest.
Tipp: Trainiere einarmiges Kurzhantel Reißen (Dumbbell Snatch)
Steigere Deine Power und verbessere Deine Sportlichkeit mit dieser explosiven Übung, die Du in jedem Kraftraum ausführen kannst
Von Eric Bach
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-the-dumbbell-snatch
Reißen baut weltklasse Power und einen dicken Trapezius auf. Das Problem besteht darin, dass die meisten Trainierenden in einer konstanten kyphotischen Position sitzen und mehr wie der Glöckner von Notre Dame als ein Sportler aussehen. In Kombination mit einen Training, bei dem Drücken dominiert und einer schlechten Beweglichkeit/Stabilität kann Langhantel Reißen zu Schulterschmerzen führen.
Einarmiges Kurzhantel Reißen stellt den perfekten Mittelweg dar. Du bekommst eine explosive Hüftextension plus unilaterale Kraft über Kopf in einer schulterfreundlicheren Position. Als zusätzlichen Benefit zwingt einarmiges Training über Kopf Deinen Quadratus lumborum (ein Muskel, der bei der Stabilisierung des Rumpfes hilft) dazu, mit ins Spiel zu kommen und trainiert außerdem Deine seitlichen schrägen Bauchmuskeln.
Bonus: Du kannst diese Übung anders als Langhantel Reißen in jedem Fitnessstudio trainieren.
Einarmiges Kurzhantel Reißen
https://www.youtube.com/watch?v=tgHeP2vGwIY
- Beginne mit einer Kurzhantel zwischen Deinen Beinen in einer hängenden Position.
- Bewege die Kurzhantel mit Schwung nach oben, wobei die Kraft aus Deiner Hüfte kommt und Du Deine Hüfte vollständig streckst.
- Bewege den Ellenbogen weit nach oben und fange die Kurzhantel über Kopf mit leicht gebeugten Knien ab.
Tipp: Führe Kniebeugen mit Hantelscheiben aus
Korrigiere Deinen Valgus Kniekollaps und Du wirst Deine Gluteus Rekrutierung verbessern und schwerere Gewichte bei Kniebeugen bewegen können. Diese Übung wird Dir dabei helfen.
Von Joel Seedman, PhD
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-the-plate-squat
Indem Du den Valgus Kniekollaps (ein Einknicken des Knies nach innen) eliminierst, wirst Du sofort Aktivierung und Funktion des Gluteus verbessern. Wenn die Knie und Füße nach innen einknicken oder sich nach innen drehen, dann verliert der Gluteus signifikant an kontraktilen Fähigkeiten. Um dies zu vermeiden solltest Du Dir vorstellen, Deine Füße in den Boden zu schrauben und Deine Knie nach außen zu drücken, so dass Knöchel und Knie fixiert sind.
Stelle Dir außerdem bei Unterkörperübungen vor, dass Du mit Deinen Füßen den Boden „spreizen“ würdest. Abgesehen, dass hierdurch die Aktivierung des größeren Gluteus Maximus gesteigert wird, erhöht das Widerstehen einer Adduktion auch die Rekrutierung der kleineren Hüftmuskeln. Eine einfache Übung, die Dir dabei helfen wird, den Valgus Kniekollaps zu adressieren, ist Kniebeugen mit Gewichtsscheiben.
Kniebeugen mit Gewichtsscheiben.
https://www.youtube.com/watch?v=3G_V96p0dxg
Verwende einen Stand, der geringfügig weiter als Deine Schulterbreite ist, nimm eine oder mehrere 20 Kilo Scheiben (die aufeinanderliegen) in die Hände und platziere das Gewicht zwischen Deinen Beinen und führe Kniebeugen aus. Um die Gewichtsscheiben zwischen Deinen Beine platzieren zu können wirst Du keine andere Wahl haben, als Deine Knie zu spreizen. Dies ist eine hervorragende Vorbereitungsübung zur Ausführung vor schweren Kniebeugen, um ein effizientes Kniebeugenschema zu verinnerlichen.
Tipp: Verliere mehr Fett, hör auf damit, im Fastenzustand zu trainieren
Wie sich herausgestellt hat, führt Cardiotraining im Fastenzustand zu einem geringeren Fettabbau und erhöht das Risiko für einen Muskelabbau.
Christian Thibaudeau
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-lose-more-fat-stop-training-fasted
Die Leute glauben, dass ohne Essen zu trainieren weniger schnell verfügbare Energie bedeutet, was zu einem Abbau der Energiereserven (Fett und Glykogen) führt, um die benötigte Trainingsenergie zu liefern. Theoretisch würde dies zu einem gesteigerten Fettabbau führen. In der Tat haben Studien gezeigt, dass Du mehr gespeichertes Fett mobilisierst, wenn Du im Fastenzustand trainierst. Aber das ist nicht die ganze Geschichte.
Beim Fettabbau geht es nicht darum, was während der Trainingseinheit geschieht, sondern darum, was in Reaktion auf Dein Training im Lauf des Tages geschieht. Was geschieht mit Deiner Stoffwechselrate im Ruhezustand während der 24 Stunden nach dem Training? Wie wird das hormonelle Milieu aussehen, das durch Deine Trainingseinheit hervorgerufen wird? Und wie werden die Auswirkungen auf Deine Muskelmasse aussehen?
Was geschieht während der Trainingseinheit?
Fürsprecher eines Trainings im Fastenzustand würden behaupten, dass Du über mehr Trainingsenergie verfügen wirst, da die Adrenalin- und Noradrenalinspiegel während eines Trainings im Fastenzustand stärker steigen. In der Realität hat sich jedoch herausgestellt, dass bei einem Training im Fastenzustand (insbesondere dann, wenn dieser Zustand bereits eine Weile andauert) sowohl Deine Arbeitskapazität, als auch Deine mentale Toleranz für körperliche Arbeit sinken. Dies resultiert in weniger effektiven Trainingseinheiten.
Was geschieht mit Deinem Energieverbrauch im Ruhezustand?
Eine Studie von Paoli et al. (2011) verglich 36 Minuten Cardiotraining mit 65% der maximalen Herzfrequenz im Fastenzustand und einem Nicht-Fastenzustand. Eine Analyse des respiratorischen Austauschverhältnisses (RER) kam zu dem Ergebnis, dass im Fastenzustand mehr Fett als Energiequelle verwendet wurde, aber nach der Trainingseinheit das Gegenteil der Fall war. In der Tat war die Fettverwendung über einen Zeitraum von 24 Stunden nach dem Training bei der Gruppe signifikant höher, die nicht im Fastenzustand trainiert hatte.
Im Fastenzustand verbrannten die Probanden während der 36 Minuten der Trainingseinheit ein wenig mehr Fett, aber sie verbrannten während der 24 Stunden nach dem Training weniger Fett. Das Endergebnis war, dass innerhalb von 24 Stunden mehr Fett verwendet wurde, wenn die Trainingseinheit NICHT im Fastenzustand durchgeführt wurde. Dies wurde durch die Tatsache bestätigt, dass der Sauerstoffkonsum in der Nicht-Fastengruppe über 24 Stunden höher blieb (ein höherer Sauerstoffkonsum bedeutet mehr Fettverbrennung, da der Sauerstoff für den aeroben Energiepfadweg benötigt wird, der Fett verwendet).
Hier ist die Schlussfolgerung der Studie „Wenn moderate Ausdaueraktivität ausgeführt wird um Fett zu verlieren, dann steigert Fasten vor dem Training die Fettverwendung nicht. Stattdessen ist Aktivität nach einer leichten Mahlzeit ratsam.“
Natürlich kannst Du weiterhin die vielen Studien zitieren, die zeigen, dass Cardiotraining im Fastenzustand während der Trainingseinheit mehr Fett verbrennt, da dies wahr ist. Der Punkt ist jedoch, dass Cardiotraining im Fastenzustand zu einem geringeren Energieverbrauch im Ruhezustand (weniger im Ruhezustand verbrannte Kalorien) und einer geringeren Gesamtfettverwendung über einen Zeitraum von 24 Stunden führt.
Was ist mit der hormonellen Reaktion?
Trainierende kennen die katabolen Auswirkungen von Kortisol auf das Muskelgewebe. Wir fürchten es, weil es Muskeln abbauen kann, so dass diese als Energiequelle verwendet werden können, was zur Folge hat, dass es schwerer wird Muskeln aufzubauen, wenn die Kortisolspiegel hoch sind. Aber Kortisol erfüllt während des Trainings auch eine nützliche Funktion: es mobilisiert gespeicherte Energie.
Wenn Du trainierst ist Kortisol dafür verantwortlich Energie verfügbar zu machen. Je mehr Du Dich auf gespeicherte Energie verlassen musst (Muskelglykogen oder Körperfett), desto mehr Kortisol wirst Du ausschütten. Und je mehr Kortisol Dein Körper ausschüttet, desto länger wird es nach dem Training dauern, bis Deine Kortisolspiegel wieder ihren Normalwert erreichen. Solange die Kortisolspiegel erhöht sind, befindet sich Dein Körper in einem katabolen Zustand. Wenn Dein Körper während Deiner Trainingseinheiten also zu viel Kortisol produziert – was wahrscheinlich geschieht, wenn Du ein Cardiotraining im Fastenzustand ausführst – dann wird Dein Risiko Muskelmasse zu verlieren höher ausfallen und ein Muskelaufbau wird offensichtlich viel schwerer werden.
Und dann ist da noch die Tatsache, dass Cardiotraining im Fastenzustand AMPK stärker als Cardiotraining erhöht, als dies bei einem Cardiotraining der Fall ist, das nicht im Fastenzustand ausgeführt wird. Wenn die AMPK Spiegel hoch sind, besitzt dies einen negativen Einfluss auf die Proteinsynthese. Durch Cardiotraining im Fastenzustand machst Du es Dir also schwerer Muskeln aufzubauen.
Und warum machen es Wettkampfbodybuilder dann?
Ich hasse es, das chemische Vergleichsspiel zu spielen, weil es nicht alles erklären kann, aber in einigen Fällen kann es dies. Heute zutage verwendet so ziemlich jeder Wettkampfbodybuilder, der seinen Namen verdient, chemische Unterstützung. Selbst Teilnehmerinnen der Bikiniklasse verwenden dieses Zeugs.
Die Verwendung einer chemischen Unterstützung hilft Trainierenden dabei, die Probleme zu umgehen, die durch Cardotraining im Fastenzustand hervorgerufen werden. Wen kümmern erhöhte Kortisolspiegel, wenn er anabole Steroide verwendet, die den Stoffwechsel den ganzen Tag über erhöhen und die Auswirkungen von Kortisol reduzieren? Was kümmern Dich erhöhte AMPK Spiegel, wenn Du Dich in einem kontinuierlichen anabolen Zustand befindest? Und warum solltest Du Dir Gedanken über eine Reduzierung der Stoffwechselrate über 24 Stunden machen, wenn Du Stimulanzien wie Clenbuterol oder Schilddrüsenhormone verwendest?
Ich möchte hiermit nicht sagen, dass es chemisch unterstützte Bodybuilder leicht haben, oder dass sie nicht hart arbeiten. Ich sage lediglich, dass in einigen Fällen wie diesem die Limitierungen, die für natural Trainierende zutreffen, unter Umständen nicht auf diese Trainierenden zutreffen.
Tipp: Verwendete Rollouts mit Widerstandsbändern für Deine Bauchmuskeln
Als ob das Ab-Wheel nicht schwer genug wäre – wir machen es noch anspruchsvoller.
Von Ben Bruno
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-try-band-resisted-rollouts-for-abs
Ab Wheel Rollouts sind eine hervorragende Übung, wenn es darum geht, die vordere Körpermitte zu trainieren, aber sie werden für starke Trainierende schnell recht leicht. Wenn Du nicht gerade Sätze mit über 30 Wiederholungen ausführen willst, musst Du diese Übung anspruchsvoller und schwerer machen.
Du kannst dies auf eine Reihe unterschiedlicher Wege tun, von denen alle ihre Vorteile und Nachteile besitzen. Ein Weg besteht darin, zu stehenden Rollouts überzugehen, bei denen Du von den Füßen anstatt von den Knien aus beginnst, doch dies kann zu Verletzungen führen. Auch die Verwendung einer Gewichtsweste funktioniert, aber zu viel Gewicht wird die Hebelverhältnisse auf eine Art und Weise verändern, die die Aufrechterhaltung einer guten Form schwer macht und die Schultern mehr als die Körpermitte belastet.
Die beste Option: Rollouts mit Widerstandsbändern
https://www.youtube.com/watch?v=DSm3emO-fYE
Diese Variation bietet im Vergleich zur Verwendung des Körpergewichts ohne Veränderung der Hebelverhältnisse oder einer Beeinträchtigung Deiner Fähigkeit, Dich frei zu bewegen, eine signifikante zusätzliche Herausforderung. Zusätzlich hierzu bietet sie einen angepassten Widerstand – sie sind am Punkt der vollen Extension, an dem Du am schwächsten bist, leichter. Sie nimmt außerdem die Belastung von den Schultern, wenn diese sich in ihrer verletzlichsten Position befinden. Rollouts mit Widerstandsbänder werden für gewöhnlich mit einem gerade nach vorne gerichteten Widerstandsband ausgeführt, so dass der Widerstand primär in die Bewegungsrichtung geht. Auch wenn dies in Ordnung ist, schafft ein 45 Grad Winkel des Bandes, während Du weiterhin die Bewegung wie gewohnt ausführst, eine neue Herausforderung.
Du bewegst Dich weiterhin rein auf der Sagittalebene, aber Du muss gleichzeitig dem Zug zur Seite durch das Band widerstehen, was Dich dazu zwingt Dich auf der Frontalebene und der Transversalebene zu stabilisieren, um einer Rotation und einer lateralen Flexion zu widerstehen, wodurch Du die seitlichen Muskeln der Körpermitte und die für eine Rotation der Körpermitte verantwortlichen Muskeln mit trainierst.
Ich bezeichne diese Übung als „Anti“ Rollouts, weil sie eine Antiextension, eine Antirotation und eine Anti laterale Flexion zur selben Zeit trainieren.
Anti-Rollouts
https://www.youtube.com/watch?v=uAoSO0c2lGg
Diese Übung ist sehr viel schwerer als sie aussieht. Das Band wird die Tendenz besitzen, Dich in Richtung seines Ankerpunktes zu ziehen, was insbesondere dann der Fall ist, wenn Du den Punkt der vollen Streckung erreichst, weshalb es wichtig ist, dass Du sicherstellst, Dich auf einer geraden Linie vor und zurück zu bewegen.
Wenn Du keinen Trainingspartner hast, der hierauf achtet, ist es hilfreich, einen Bezugspunkt vor Dir zu verwenden, der Dir hilft, auf einer geraden Linie zu bleiben. Du kannst den Schwierigkeitsgrad leicht dadurch erhöhen oder reduzieren, indem Du einen weiter seitlich oder weniger weit seitlich von Dir platzierten Ankerpunkt für das Band verwendest. Je weiter sich dieser von Deiner Seite entfernt befindet, desto schwerer wird die Übung.
Tipp: Führe das Russian Fighter Klimmzugprogramm aus
Dieser einfache Plan umfasst die Erhöhung Deiner Wiederholungen bei Klimmzügen. Du brauchst hierfür nur ein paar Minuten pro Tag
Von Dan John
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-the-russian-fighter-pull-up-program
Pavel Tsatsouline hat mir das Russian Fighter Klimmzugprogramm vorgestellt. Es ist ein mehrwöchiges Programm, das eine Erhöhung der Wiederholungszahl umfasst. An 6 Tagen pro Woche führst Du 5 Sätze Klimmzüge mit einem sehr spezifischen Wiederholungsschema aus. Wenn Du maximal 5 Wiederholungen schaffst, tust Du Folgendes:
Das 5RM Russian Klimmzug Programm
- Tag 1:5, 4, 3, 2, 1
- Tag 2:5, 4, 3, 2, 2
- Tag 3:5, 4, 3, 3, 2
- Tag 4:5, 4, 4, 3, 2
- Tag 5:5, 5, 4, 3, 2
- Tag 6:Trainingsfrei
- Tag 7:6, 5, 4, 3, 2
- Tag 8:6, 5, 4, 3, 3
- Tag 9:6, 5, 4, 4, 3
- Tag 10:6, 5, 5, 4, 3
- Tag 11:6, 6, 5, 4, 3
- Tag 12:Trainingsfrei
- Tag 13:7, 6, 5, 4, 3
- Tag 14:7, 6, 5, 4, 4
- Tag 15:7, 6, 5, 5, 4
- Tag 16:7, 6, 6, 5, 4
- Tag 17:7, 7, 6, 5, 4
- Tag 18:Trainingsfrei
- Tag 19:8, 7, 6, 5, 4
- Tag 20:8, 7, 6, 5, 5
- Tag 21:8, 7, 6, 6, 5
- Tag 22:8, 7, 7, 6, 5
- Tag 23:8, 8, 7, 6, 5
- Tag 24:Trainingsfrei
- Tag 25:9, 8, 7, 6, 5
- Tag 26:9, 8, 7, 6, 6
- Tag 27:9, 8, 7, 7, 6
- Tag 28:9, 8, 8, 7, 6
- Tag 29:9, 9, 8, 7, 6
- Tag 30:Trainingsfrei
Pausiere ein paar Tage und teste dann Deine neue maximale Anzahl an Wiederholungen bei Klimmzügen.
Was ist, wenn Du mehr als 5 Wiederholungen schaffst?
Wenn Du mehr als 5 Wiederholungen schaffst, dann erhöhe das Gewicht. Verwende Dein Maximalgewicht für 3 Wiederholungen. Wenn Du also 3 Wiederholungen mit 7,5 Kilo am Gürtel schaffst, dann befolge einfach das 12 Tage Programm unten. Verwende für alle 12 Tage dasselbe Gewicht.
- Tag 1:3, 2, 1, 1
- Tag 2:3, 2, 1, 1
- Tag 3:3, 2, 2, 1
- Tag 4:3, 3, 2, 1
- Tag 5:4, 3, 2, 1
- Tag 6:Trainingsfrei
- Tag 7:4, 3, 2, 1, 1
- Tag 8:4, 3, 2, 2, 1
- Tag 9:4, 3, 3, 2, 1
- Tag 10:4, 4, 3, 2, 1
- Tag 11:5, 4, 3, 2, 1
- Tag 12:Trainingsfrei
Pausiere ein paar Tage und teste dann Deine neue maximale Anzahl an Wiederholungen bei Klimmzügen mit diesem Gewicht.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-dont-use-deload-weeks-use-intro-weeks
Von Christian Thibaudeau

Hast Du keinen Plan, wo Du mit Deiner Pre-Workout Ernährung beginnen sollst? Dieser Artikel wird Dir erklären, was Du vor dem Training essen solltest und welche Supplements am besten für diesen Zeitraum geeignet sind.
Ernsthafte Trainierende benötigen massive Mengen an Energie und Fokus für ihre intensiven Trainingseinheiten. Die richtige Pre-Workout Ernährung und eine entsprechende Supplementation erfüllen diesen Zweck auf die effizienteste Art und Weise.
Die Pre-Workout Phase ist jedoch auch eine Zeit zur Förderung des Muskelwachstums. Um diese Art von Muskelwachstum mit intensiven Anstrengungen im Kraftraum zu erreichen, muss die Proteinsynthese kontinuierlich laufen, insbesondere vor, während und nach dem Training.
Die Muskeln befinden sich entweder in einem anabolen oder einem katabolen Zustand. Um fortwährende Muskelzuwächse zu erleben, muss die Rate der Muskelproteinsynthese (der anabole Zustand) kontinuierlich die Rate des Proteinabbaus (der katabole Zustand) übersteigen.
Du musst alle Anstrengungen unternehmen, um sicherzustellen, dass Du die richtigen Nährstoffe zu den richtigen Zeitpunkten zu Dir nimmst, wenn Du ein kontinuierliches Muskelwachstum erreichen willst. Die Zeit vor dem Training ist die ideale Zeit, um Deinen Körper auf Höchstleistungen, Fettverbrennung und die Regeneration nach dem Training vorzubereiten. Dieser Artikel wird Dir zeigen, wie Du dies erreichen kannst.
Warum die Pre-Workout Ernährung wichtig ist
Wenn es um die Pre-Workout Ernährung geht, herrscht oft Verwirrung. Viele Trainierende denken, dass Mahlzeiten, die aus vollwertigen Nahrungsmitteln bestehen, völlig ausreichend sind. Doch auch wenn vollwertige Nahrungsmittel wichtig sind, sind sie nur ein Teil der Gleichung. Dies wirft die Frage nach Supplements auf. Was sind die besten Optionen und welche spezifischen Inhaltsstoffe gibt es?
Als engagierter Trainierender wirst Du Dich vielleicht fragen, wie Du mit Hilfe einer innovativen Pre-Workout Supplementation das Meiste aus Deinem Training herausholen kannst. Im Folgenden findest Du einen detaillierten Überblick über die besten Pre-Workout Essentials, die Du brauchst, um Deiner Trainingsintensität einen Schub zu geben und den Wachstumsprozess zu optimieren.
Die Mahlzeit vor dem Training
Bevor Du ein effektives Pre-Workout Produkt zu Dir nimmst, muss zuerst die so wichtige Mahlzeit vor dem Training adressiert werden. Abgesehen von der Trainingsenergie hilft diese Mahlzeit auch dabei, einen Muskelproteinabbau hinauszuzögern oder zu verhindern. In der Tat zeigen Studien, dass ein Training auf nüchternen Magen den Stickstoffverlust durch einen Proteinabbau mehr als verdoppelt (11, 14)
Um Deine Leistungsfähigkeit zu maximieren und Muskeln zu erhalten ist es essentiell innerhalb der letzten 2 Stunden vor dem Training eine feste Mahlzeit zu Dir zu nehmen. Eine schlechte Pre-Workout Ernährung kann zu einer exzessiven Kortisolausschüttung während des Trainings führen, was sowohl zu einer suboptimalen Fettoxidation, als auch Muskelverlusten führen kann (11).
Egal ob es eine Cardio Trainingseinheit am frühen Morgen oder eine Bauchmuskeltrainingseinheit nach dem Aufstehen ist, solltest Du immer zuvor etwas essen. Kein weiteres Cardiotraining oder Widerstandstraining im Fastenzustand!
Die richtige Pre-Workout Supplementation füllt den Tank, um die Trainingsenergie zu steigern, den Eintritt der Erschöpfung hinauszuzögern und das Muskelwachstum zu steigern. Die Pre-Workout Mahlzeit muss nicht exzessiv sein: etwa 400 kcal, die aus 70% niederglykämischen Kohlenhydraten (Gemüse und Haferflocken) und 30% fettarmen Proteinen (Eiklar und Hühnchenbrust) besteht.
Da die Verdauung von Fett am längsten dauert, muss eine Pre-Workout Mahlzeit arm an diesem Nährstoff sein. Eine perfekte Pre-Workout Mahlzeit könnte aus 100 Gramm Haferflocken, einer Banane und 6 Eiklar bestehen.
Die Pre-Workout Supplementation
Eine Pre-Workout Formel, die aus den richtigen Hochleistungsinhaltsstoffen besteht, ist für den Muskelaufbau essentiell. Die Einnahme eines geeigneten Pre-Workout Produkts vor der ersten Wiederholung des Trainings maximiert die Kraft, liefert Energie für längere Ausdauer, erhöht die Fettoxidation, verbessert den Fokus und minimiert einen Muskelabbau (gesteigertes Muskelwachstum).
Die Tage, an denen Trainierende vor dem Training einfach eine Mahlzeit gegessen haben und erwarteten, das Eisen zu dominieren, sind vorüber. Heute ist es unbestreitbar, dass ein geeignetes Pre-Workout Produkt den Fokus signifikant verbessern, die Erschöpfung reduzieren und die Energie in größerem Umfang steigern kann, als dies mit einer regulären Mahlzeit möglich ist.
Wichtige Voraussetzungen
Halte Dich von Produkten mit fragwürdigen Inhaltsstoffen und einer exzessiven Liste an künstlichen Substanzen fern. Entscheide Dich stattdessen für ein Produkt, das Inhaltsstoffe mit wissenschaftlich belegter Wirkung enthält und frei von nutzlosen Füllstoffen ist.
Meide so genannte proprietäre Mischungen, bei denen Du nicht weißt, wie viel Du von welchem Wirkstoff bekommst. Bei einer proprietären Mischung wird die exakte Menge der im Endprodukt enthaltenen Inhaltsstoffe nicht angegeben, sondern meist eine große Anzahl unterschiedlicher Inhaltsstoffe zusammengeworfen. Häufig sind die wirkungsvollsten Inhaltsstoffe in so geringen Dosierungen enthalten, dass die Wirkung und das Preis-Leistungsverhältnis bestenfalls minimal ausfallen werden.
Auf was Du bei einem effektiven Pre-Workout Produkt achten solltest
Ein überlegenes Pre-Workout Produkt umfasst eine ganze Reihe von Leistungsnährstoffen in angemessenen Dosierungen. Unten findest Du eine Liste der wirkungsvollsten Inhaltsstoffe, die sich in den besten Pre-Workout Produkten wiederfinden.
Kreatin
Kreatin unterstützt die Trainingsleistung auf vielen unterschiedlichen Ebenen. Indem es die ATP (Adenosin Triphosphat, welches entscheidend für die Energieproduktion ist) Produktion innerhalb der Muskelzellen erhöht, hilft Dir Kreatin dabei, Deine Trainingsintensität über einen längeren Zeitraum zu steigern (13). Kreatin Monohydrat bleibt aufgrund seiner bewiesenen Wirkung die beliebteste und am häufigsten empfohlene Wahl.
Beta-Alanin
Beta-Alanin wirkt synergistisch mit Kreatin zusammen. Bei diesem Wirkstoff handelt es sich um einen Vorläuferstoff der Milchsäure puffernden Aminosäure Karnosin. Es konnte gezeigt werden, dass niedrige Karnosinspiegel im Muskel die Trainingsleistung drastisch reduzieren (9).
Eine Supplementierung mit Beta-Alanin sättigt die Muskeln mit Karnosin. Dies verbessert die anaerobe Leistungsfähigkeit und reduziert die Muskelerschöpfung.
Verbrenne Fett und steigere Deinen Fokus
Pre-Workout Booster sind auch aufgrund ihre anregenden und fettverbrennenden Wirkungen beliebt, welche aus anregenden Verbindungen wie Koffein resultiert. Unterschiedliche Typen von Koffein und synergistisch mit Koffein zusammenwirkende Verbindungen regen Lipolyse und Thermogenese an, verbessern den Fokus und liefern eine Vielzahl von Leistungsvorzügen.
Koffein
Koffein ist ein Grundstein aller guten Pre-Workout Supplements, der weltweit von Millionen von Menschen als universeller Wachmacher und Leistungssteigerer verwendet wird.
Es konnte gezeigt werden, dass Koffein die Blutzirkulation steigert, um den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen zu den arbeitenden Muskeln zu steigern. Zusätzlich hierzu reduziert Koffein trainingsinduzierte Schmerzen, erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Erschöpfung, steigert die Fettoxidation und verbessert den mentalen Fokus (8).
Auch wenn Koffein primär als Pre-Workout Substanz angesehen wird, kann es die Trainingsleistung auch dadurch steigern, dass es eine Erhöhung der Glykogenaufnahme um bis zu 66% für bis zu 4 Stunden nach dem Training fördert (1).
Besonderes Augenmerk sollte auf die vor dem Training konsumierte Menge an Koffein gelegt werden. Abhängig von der individuellen Toleranz werden in der Regel zwischen 200 und 300 mg Koffein benötigt, um von den erwähnten Vorzügen profitieren zu können. Höhere Dosierungen können zu Nervosität, innerer Unruhe und Übelkeit führen.
Maximiere den Pump
Eine Optimierung von Energie, Fettverbrennung und Anregung des Geistes sind Schlüsselfeatures eines exzellenten Pre-Workout Produkts. Aber wir dürfen den Pump nicht vergessen. Der Pump unterstützt das Muskelwachstum als Katalysator. Der Pump liefert auch einen psychologischen Vorsprung. Durch den Pump fühlt sich der Trainierende muskulöser und unbesiegbar und gibt ihm das Gefühl mehr Gewicht als je zuvor bewegen zu können.
Der Pump kann auf vielen Wegen gesteigert werden und ein gutes Pre-Workout Produkt wird eine große Bandbreite an Pump Wirkstoffen umfassen. Im Folgenden werden wir einen Blick auf die besten und bewährtesten dieser Verbindungen werfen.
Arginin
Die Vorzüge von Arginin beschränken sich nicht auf den Muskelpump. Einmal im Körper in Stickstoffoxyd umgewandelt, weitet Arginin die Blutgefäße, so dass mehr Nährstoffe und mehr sauerstoffreiches Blut die arbeitenden Muskeln erreicht. Arginin kann außerdem die Immunfunktion fördern und die Nierenfunktion verbessern. Hierdurch wird es potentiell effektiv, wenn es um eine Unterstützung der Heilung des Muskelgewebes und der Ausscheidung von überschüssigem Wasser aus dem Körper geht (19)
Arginin hilft dem Körper außerdem Kreatin und Nitrosigne zu verarbeiten, wodurch es die Produktion von Trainingsenergie und ein gesteigertes Muskelwachstum anregt. Durch die Anregung einer Ausschüttung von Insulin ermöglicht es Arginin mehr Pre-Workout Wirkstoffen wie Aminosäuren und hochmolekularen Kohlenhydraten die Muskeln zu erreichen.
Somit können unterschiedliche Formen von Arginin die Synthese von neuem Muskelgewebe anregen, die Regeneration und die Regulierung des Stoffwechsels unterstützen und dabei helfen, Körperfett zu verbrennen (3).
Arginin Ethyl Ester
Arginin Ethyl Ester wird mit Hilfe eines Prozesses hergestellt, der als Veresterung bekannt ist. Diese veresterte Form von Arginin wird im Dünndarm effizienter absorbiert und weist eine höhere Bioverfügbarkeit als reguläres Arginin auf.
Arginin HCL
Bei Arginin HCL ist Arginin an ein Hydrochlorid Molekül gebunden, um die Absorption im Verdauungssystem zu verbessern (20). Eine schnellere Absorption ermöglicht es Arginin für maximale Resultate schneller ins Blut zu gelangen. Da das Hydrochlorid-Molekül einen neutralen pH Wert produziert, schmeckt Arginin HCL in Pulverform besser als andere Argininformen, wenn es mit Wasser gemischt wird.
Arginin Alpha-Ketoglutarat (AAKG)
Bei Arginin Alpha-Ketoglutarat ist Arginin an das Stickstoffzwischenprodukt Alpha-Ketoglutarat gebunden. Arginin Alpha-Ketoglutarat weist im Vergleich zu Arginin HCl eine deutlich bessere Bioverfügbarkeit auf und wird von Deinem Körper besser und in größeren Mengen als reguläres Arginin aufgenommen. Dies resultiert in einer deutlich stärkeren Wirkung und einer geringeren Wirkstoffmenge.
Arginin Pyroglutamat
Arginin Pyroglutamat weist eine höhere Bioverfügbarkeit als viele andere Argininformen auf. Durch seine Pyroglutamat Komponente kann Arginin Pyroglutamat die Blut-Hirn Schranke überwinden und so die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr zum Gehirn steigern (21). Hierdurch kann Arginin Pyroglutamat auch Lernfähigkeit und Gedächtnis fördern.
Es konnte außerdem gezeigt werden, dass Arginin Pyroglutamat in Kombination mit der Aminosäure Lysin die körpereigene Wachstumshormonausschüttung für bis zu 8 Stunden um mehrere Prozent erhöhen kann (10).
Nitrosigne
Nitrosigne, bei dem es sich technisch gesehen um Inositol stabilisiertes Arginin Silikat handelt, weist eine höhere Bioverfügbarkeit als viele andere Argininformen auf und besitzt zusätzliche muskelaufbauende Vorzüge. Durch die Kombination mit dem herzgesunden Kaliumsilikat produziert Nitrosigne nicht nur einen überlegenen Pump, sondern stärkt auch die Wände der Arterien und hält diese flexibel.
Nitrosigne kann neben einer Verbesserung des Blutflusses und der kardiovaskularen Effizienz auch die trainingsinduzierte Milchsäureansammlung, Entzündungen, Krämpfe und Muskelschmerzen signifikant reduzieren, wodurch es möglich wird, härter und länger zu trainieren, sowie sich schneller von anstrengenden Trainingseinheiten zu erholen (18).
Oxystorm
Bei Oxystorm® handelt es sich um geschütztes Extrakt aus der Pflanze Amaranthus hypochondriatus, die auch unter der Bezeichnung „roter Spinat“ bekannt ist. Die Amaranthus hypochondriatus enthält von allen Pflanzen den höchsten Anteil an organischem Nitrat, welcher mit 9 bis 10% um bis zu 500% als bei roter Beete liegt. Darüber hinaus enthält Oxystorm 8 bis 14% Kalium, welches eine optimale Hydration der Muskulatur während des Trainings unterstützt. Im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen konnte Oxystorm den Blutfluss steigern und die Ausdauer erhöhen.
Citrullin Malat
Die Aminosäure Citrullin Malat ist dafür bekannt, dass sie einen förmlich die Haut sprengenden Pump produziert und zu deutlichen Muskelzuwächsen führt (14). Ähnlich wie Beta-Alanin minimiert Citrullin die Milchsäureproduktion, um die Trainingsenergie zu steigern.
Die Rate mit der supplementierte Aminosäuren von den Muskeln verwendet werden können, ist ein Prädiktor für die gesteigerte Trainingsleistung. Citrullin erhöht die Verwendung der im Blut präsenten Aminosäuren, um eine kontinuierliche Versorgung der Muskeln mit Aminosäuren sicherzustellen, wenn diese am nötigsten ist.
Glyzerin
Glyzerin ist das “Rückgrat” von Triglyzeriden (Fetten), an dem die Fettsäuren miteinander verbunden sind. Glyzerin wird im Körper nicht als Körperfett gespeichert, sondern in Glukose umgewandelt und als Energielieferant verwendet. Glyzerin wurde traditionell nicht von Bodybuildern, sondern von Ausdauersportlern verwendet, für die eine optimale Hydration ein essentieller Teil ihres Sports ist.
Aufgrund seiner starken osmotischen Eigenschaften hat sich Glyzerin als wirkungsvoller Hydrierungswirkstoff erwiesen, der Flüssigkeit in die Muskeln und den Blutkreislauf zieht und dort lange bindet (2). Dies ist für Bodybuilder interessant, denn optimale Hydration spielt beim Erreichen eines förmlich die Haut sprengenden Pumps eine entscheidende Rolle.
Glyzerin wird von Kraftsportlern verwendet, um die Blutgefäße zu weiten, die Vaskularität zu verbessern und einen maximalen Pump zu erreichen. Hydromax ist eine stabile Form von Glyzerin, die in praktischer Pulverform verfügbar ist. Mit einem Glyzeringehalt von 65% führt Hydromax zu einem Zustand, der als Hyperhydration bekannt ist und der die Muskelfunktion signifikant verbessert. Ein Anschwellen der Muskelzellen dehnt die Muskelzellmembran bis zu einem Grad, der ein langfristiges Muskelwachstum aktiviert. Eine Einnahme in Kombination mit einem Kreatin Produkt kann die positiven Wirkungen von Glyzerin signifikant verstärken (2).
BCAAs
Egal ob sie für Krafttraining oder Ausdauertraining verwendet werden, sind die BCAAs Leucin, Isoleucin und Valin die wertvollsten Aminosäuren zur Steigerung der Proteinsynthese vor, während und nach dem Training.
Eine Verschiebung des Verhältnisses von Katabolismus zu Anabolismus in Richtung der Muskelproteinsynthese besitzt für Kraftsportler klare therapeutische Vorzüge (5). Vor dem Training eingenommen halten BCAAs die Muskeln in einem anabolen Zustand.
Laut wissenschaftlicher Untersuchungen, die im Journal of the International Society of Sports Nutrition veröffentlicht wurden, dienen BCAAs als die primären Aminosäuren, die während intensiver Trainingseinheiten verwendet werden (15).
Diese Studie fand heraus, dass eine kombinierte Einnahme von Kreatin, Citrullin, Wheyprotein, Koffein und BCAAs vor dem Training über einen Zeitraum von drei Wochen die aerobe und die anaerobe Leistungsfähigkeit, das Trainingsvolumen und die fettfreie Körpermasse signifikant erhöhen konnte. Hier Werbung für BCAAs schalten
Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit und Förderung des Muskelwachstums
Die Pre-Workout Mahlzeit steht im Zentrum der Pre-Workout Ernährung. Die richtige Zufuhr fester Nahrung während der letzten zwei Stunden vor dem Training ist für eine Erhöhung des Füllstandes der Muskelglykogenspeicher und die Proteinsynthese von entscheidender Bedeutung.
Im Verlauf der Trainingseinheit können die Energiereserven jedoch zu schwinden beginnen und katabole Prozesse (ein Training mit Gewichten) können damit beginnen, die Proteinsynthese zu hemmen. An dieser Stelle kommt eine gute Pre-Workout Formel, die aus Energie liefernden und muskelaufbauenden Komponenten besteht, ins Spiel.
Die Pre-Workout Ernährung ist einer der wichtigsten Zeitpunkte für den Verzehr von Trainingsnährstoffen. Eine Formel, die hochwirksame Komponenten wie BCAAs, Kreatin, Citrullin, Glyzerin, Koffein, Beta-Alanin, Arginin und andere Hochleistungsverbindungen umfasst, garantiert, dass jede Trainingseinheit zu einer wahren Killer Trainingseinheit wird.
Darüber hinaus kann eine solche Formel einem Muskelabbau aufgrund der katabolen Natur eines intensiven Trainings entgegenwirken. Das Resultat: Mehr Energie und – was am wichtigsten ist – größere Muskelzuwächse.
Referenzen
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Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/important-preworkout-nutrition