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Das ultimative Unterarmtraining Die besten 5 Übungen für Popeye Arme
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Hier ist eine kurze Zusammenfassung:

  1. Der beste Weg Deine Unterarme aufzubauen besteht darin, bei einer Handvoll Grundübungen so stark wie möglich zu werden.
  2. Wenn dies nicht ausreicht, dann kannst Du zusätzlich unterarmspezifische Übungen wie Langhantel Halten, Übungen mit einem Grifftrainer, Plate Pinches, Training mit Fat Grips und Kurzhantel Farmers Walks ausführen.
  3. Wenn Du Deine Unterarme so schnell wie möglich zum Wachsen bringen willst, dann verwende einen Fat Grip bei Deinen Curl- und Druckübungen, beende eine Deiner wöchentlichen Trainingseinheiten mit 2 bis 3 Sätzen Langhantel Halten und führe 6 Sätze mit Grifftrainern pro Woche aus.

 

Die Unterarme sind so etwas wie die Waden der Arme. Du kannst muskulöse Bizeps, Schultern und Trapezius haben, aber der „Look“ wird einfach nicht vollständig sein, wenn Du spindeldürre Unterarme hast.

Starke und muskulöse Unterarme sind mehr als einfach nur Eitelkeit. Sie verbessern auch Deine Griffkraft, welche für Steigerungen bei Deinen Zugübungen wie Rudern und Kreuzheben von entscheidender Bedeutung ist.

Trainierte Unterarme können Dir sogar dabei helfen, Dich schneller bei Brust- und Schulterübungen zu steigern, welche einen starken Griff zur Stabilisierung der Langhantel bedürfen.

Fazit ist, dass Du umso bessere Fortschritte beim Krafttraining erzielen wirst, je stärker Deine Unterarme sind.

Das bedeutet jedoch nicht notwendigerweise, dass Du Deine Unterarme mehrmals wöchentlich direkt trainieren musst. Es kann notwendig sein, dass Du bei Deinem Training gezielt auf die Unterarme abzielst, aber wenn Du alles andere richtig machst, können sie auch ohne direktes Training recht groß und stark werden.

In diesem Artikel werde ich auf alle Aspekte eingehen und Dir genau zeigen, was Du tun musst, um Unterarme aufzubauen, auf die Popeye neidisch werden würde.

 

Die Anatomie der Unterarme

Deine Unterarme bestehen aus vielen kleinen Muskeln, von denen jeder eine geringfügig andere physiologische Rolle spielt. Anstatt jeden dieser Muskeln einzeln zu betrachten, kann man sie einfach in zwei grobe Kategorien unterteilen:

  1. Flexoren
  2. Extensoren (Strecker)

 

Die Flexoren werden zur Beugung des Handgelenks und der Finger und die Extensoren zum Strecken von Handgelenk und Fingern verwendet. Die Flexoren sind außerdem für die Drehung der Handfläche nach unten verantwortlich, während die Extensoren für eine Drehung der Handfläche nach oben verantwortlich sind.

Wir könnten noch detaillierter auf die Details der Unterarmmuskeln eingehen und über die unterschiedlichen oberflächlichen, etwas tiefer liegenden und tief liegenden Muskeln sprechen, doch dies ist für unsere Zwecke nicht notwendig.

Alles was Du wissen musst ist, dass ein Satz von Muskeln Handgelenk und Finger beugt und die Handfläche nach unten dreht, während ein anderer Satz von Muskeln Handgelenk und Finger streckt und die Handfläche nach oben dreht.

 

Die einfache Wissenschaft des effektiven Unterarmtrainings

Der Aufbau großer und starker Unterarme ist recht gradlinig

  1. Trainiere eine Menge schweres Drücken, Ziehen und Curlen.
  2. Und wenn dies nicht ausreicht, führe bei Bedarf eine Handvoll zusätzlicher Unterarmübungen aus.

 

Die meisten Menschen finden, dass Punkt 2 unnötig ist – dass schweres Brust-, Rücken- und Armtraining genug ist, um große, starke, wohlproportionierte Unterarme aufzubauen.

Einige finden jedoch, dass eine Griffschwäche ihre Fortschritte bei Punkt 1 limitiert und dass gezieltes Unterarmtraining eine leichte Lösung für dieses Problem darstellt.

Auch wenn sich Deine Griffkraft auf natürlichem Weg mit einem gut geplanten Trainingsprogramm mit Gewichten verbessern wird, gibt es eine Reihe von Unterarmübungen, mit deren Hilfe Du den Prozess beschleunigen kannst.

Ich habe eine Handvoll dieser Übungen genutzt, um meine Griffkraft zu verbessern und mehr Gewicht bei Zug- und Ruderübungen verwenden zu können und dies hat perfekt funktioniert.

Es war darüber hinaus auch recht einfach – es funktioniert mehr oder weniger auf dieselbe Art und Weise, auf die Du jede andere Muskelgruppe Deines Körpers trainierst.

Dementsprechend ist das Prinzip der progressiven Überlastung das wichtigste Prinzip, das Du beachten musst, um das Meiste aus Deinen Unterarmübungen herauszuholen.

Progressive Überlastung bezieht sich auf eine Erhöhung der Menge an Spannung, die Deine Muskeln produzieren und der effektivste Weg dies zu erreichen besteht darin, progressiv das Gewicht zu erhöhen, das Du bewegst.

Mit anderen Worten ausgedrückt besteht selbst beim Training kleinerer Muskeln wie der Unterarme das primäre Ziel, im Laufe der Zeit stärker zu werden.

Auch Deine Ganzkörperkraft wird die Größe Deiner Unterarme beeinflussen, denn wenn Du das Gewicht erhöhst, das Du beim Bankdrücken, beim Kreuzheben und bei Curls bewegst, dann überlastest Du nicht nur Brust, Rücken und Bizeps – Du überlastest auch eine Reihe anderer Muskeln inklusive Deiner Unterarme.

Dies ist der Grund dafür, dass viele Menschen unterarmspezifische Übungen als unnötig ansehen – die Größe ihrer Unterarme und ihre Griffkraft halten mehr oder weniger mit dem Rest ihres Körpers mit.

Wenn Du also größere und stärkere Unterarme willst, dann solltest Du auch versuchen, Deine Ganzkörperkraft und Muskelmasse zu steigern und um dies zu tun, brauchst Du ein effektives Trainingsprogramm.

 

Die besten Unterarmübungen

Wenn man die Funktion der Muskeln der Unterarme berücksichtigt, dann sind die Übungen, die die Unterarme am besten trainieren, die Übungen sind, die im Allgemeinen verwendet werden, um die Griffkraft zu steigern.

Betrachten wir diese Übungen für sich.

 

Langhantel Halten

Langhantel Halten ist eine brutal einfache Unterarmübung, die leicht am Ende einer Trainingseinheit ausgeführt werden kann.

Diese Übung funktioniert folgendermaßen:

Bereite eine Langhantel auf einem Kniebeugenständer oder auf dem Boden vor, als ob Du rumänisches Kreuzheben trainieren wolltest.

Halte die Stange (natürlich ohne Griffhilfen) für 10 bis 20 Sekunden oder so lange Du kannst. Pausiere danach für 1 bis 2 Minuten, bevor Du einen weiteren Satz ausführst. Erhöhe das Gewicht um 5 Kilo, sobald Du es für 20 Sekunden oder mehr halten kannst.

Arbeite so lange mit dem neuen Gewicht, bis Du es für 20 Sekunden halten kannst und erhöhe es dann erneut, usw.

 

Grifftrainer

Ein extrem effektiver Weg Deine Unterarme zu trainieren, besteht darin, Deine Kraft beim Zudrücken der Hände zu steigern.

Dies umfasst nicht mehr als eine Handflexion – das Schließen Deiner Hand um ein Objekt und ein Zusammendrücken – ist aber hervorragend geeignet, um starke Unterarmflexoren, Handgelenke, Hände und Finger aufzubauen.

Einer der einfachsten Wege Deine Kraft beim Zudrücken zu steigern, besteht in der Verwendung eines Federgriffkrafttrainers – wenn Du diesen korrekt verwendest.

Der Schlüssel besteht darin, dass der Widerstand sich in dem Bereich befindet, der Dir einen vollen Bewegungsraum erlaubt – keine Teilwiederholungen. Der Widerstand sollte jedoch auch nicht so gering sein, dass er Dich kaum fordert.

Der wohl bekannteste und beliebteste Grifftrainer ist der Captain of Crush Grifftrainer. Dieser befindet sich bereits seit über 15 Jahren auf dem Markt und ist in Bodybuilding, Powerlifting und Strongman Kreisen sehr beliebt.

Du hast 11 Widerstandsoptionen aus denen Du wählen kannst, die von 60 Pfund bis 365 Pfund reichen. Ein guter Startpunkt liegt für die meisten im Bereich von 60 bis 80 Pfund. Wenn Du hingegen ein erfahrener Kraftsportler bist, der 150+ Kilo Kreuzheben ohne Griffhilfen schafft, dann kannst Du wahrscheinlich auch mit dem 100 Pfund Modell beginnen.

Hier sind einige Richtlinien für das Training mit einem Grifftrainer.

 

Achte auf eine korrekte Form der Übungsausführung

Wenn Du ein erfahrener Kraftsportler bist, dann weißt Du, wie wichtig die korrekte Form der Übungsausführung ist. Der Unterschied zwischen einer korrekten und einer inkorrekten Übungsausführung kann bezüglich der Fortschritte und Resultate ein Unterschied wie Tag und Nacht sein.

Selbiges gilt für das Training mit einem Grifftrainer.

Ein vollständiges Zusammendrücken ist weitaus effektiver als nur ein teilweises Zusammendrücken.

 

Wie Du Deine Grifftraining Trainingseinheiten strukturieren solltest

Eine Trainingseinheit mit einem Grifftrainer ist recht simpel:

  • Führe 5 bis 6 Sätze pro Trainingseinheit aus und ziele auf 8 bis 10 Wiederholungen pro Satz ab.
  • Pausiere 1 bis 2 Minuten zwischen den Sätzen.
  • Dein ultimatives Ziel besteht darin, erfolgreich 5 bis 6 Sätze a 8 bis 10 Wiederholungen auszuführen.
  • Sobald Du dies geschafft hast, kannst Du die nächste Widerstandsstufe verwenden.

 

Du kannst den Schwierigkeitsgrad Deiner Trainingsätze steigern, indem Du Wiederholungen mit Halten in der kontrahierten Position ausführst. Hierfür drückst Du den Grifftrainer vollständig zusammen und hältst ihn 10 bis 20 Sekunden zusammengepresst (beginne mit 10 Sekunden und arbeite Dich nach oben). Viele Trainierende beenden ihre Sätze gerne mit einer Wiederholung mit Halten.

 

Plate Pinches

https://www.youtube.com/watch?v=vNbatvOweWw

Plate Pinches (das Zusammendrücken und halten von zwei Hantelscheiben zwischen Daumen und den restlichen Fingern) ist eine weitere einfache Unterarmübung, für die Du lediglich ein paar Hantelscheiben brauchst.

Beginne mit zwei 5 Kilo Scheiben und versuche diese 10 bis 20 Sekunden lang zu halten. Sobald Du 20 Sekunden schaffst, ist es an der Zeit, das Gewicht zu steigern.

Anstatt gleich zu zwei 10 Kilo Scheiben überzugehen ist es einfacher, eine dritte 5 Kilo Scheibe hinzuzufügen und 3 Platten zu halten. Du kannst die Anzahl der Scheiben so lange erhöhen, bis der Stapel zu breit wird, um ihn zwischen Daumen und restlichen Fingern zu halten.

 

Fat Grip Training

Fat Bar Training ist seit Jahrzehnten beliebt und mit oversized Griffen aus Gummi kannst Du diese Art des Trainings leicht in die Tat umsetzen. Diese Griffe sind beliebt, da Du nichts an Deinem Trainingsprogramm ändern musst – Du legst diese Griffe einfach um Deine Langhantel oder Kurzhanteln und es kann losgehen.

Das Marketing ist jedoch etwas übertrieben, wenn es um diese Griffe geht. Nein, Fat Grips sind nicht wie häufig behauptet „kraftvolle Muskelaufbauhilfen“… aber sie stellen einen kostengünstigen Weg dar, Deine Unterarme und Deinen Griff zu trainieren.

Ich habe diese Griffe recht häufig verwendet und mag sie bei meinen Druck- und Curlübungen am liebsten, jedoch nicht bei schweren Zugübungen.

Der Grund hierfür ist einfach: Du kannst mit diesen Griffen nicht annähernd so viel Gewicht wie ohne sie ziehen und die Menge an Gewicht, die Du von der Stange entfernen musst, ist es nicht wert.

Du kannst diese Griffe jedoch verwenden, wenn Du Dich für schweres Ziehen aufwärmst (und sie dann entfernen, wenn die schweren Arbeitssätze beginnen). Der Nachteil hieran besteht natürlich darin, dass Deine Griffkraft für Deine schweren Sätze erschöpfter ist, was zur Folge hat, dass Du wahrscheinlich nicht so viel Gewicht wie normalerweise bewegen kannst. Aus diesem Grund rate ich von einer Verwendung bei schwerem Ziehen ab.

 

Kurzhantel Farmers Walk

Dies ist eine old School Strongman Übung, die niemals ihren Platz im Bereich der Unterarmübungen verlieren wird.

Ziele auf 10 bis 15 Meter Gehen pro „Satz“ ab und erhöhe das Gewicht, sobald Du diese Distanz schaffst.

 

Das ultimative Unterarm Trainingsprogramm

Die Unterarmmuskeln sind sehr belastbar, doch sie zu oft zu trainieren ist kontraproduktiv, was insbesondere dann gilt, wenn Du zusätzlich eine Menge schweres Krafttraining absolvierst.

Aus diesem Grund empfehle ich die Einhaltung folgender Richtlinien:

  • Verwende Fat Grips bei Deinen Druckübungen und Curls.
  • Beende eine Deiner regulären Trainingseinheiten mit 2 bis 3 Sätzen Langhantel Halten. Ich persönlich tue dies nach meinen Rückentrainingseinheiten.
  • Beende eine Deiner Trainingseinheiten mit 2 bis 3 Sätzen Plate Pinches. Zwischen dem Langhantel Halten und den Plate Pinches sollten ein paar Tage liegen.
  • Führe 6 Sätze mit einem Grifftrainer pro Woche aus. Ich tue dies an den zwei Tagen der Woche, an denen ich nicht mit Gewichten trainiere.

 

Mein Programm sieht folgendermaßen aus:

  • Montag: Brust mit Fat Grips
  • Dienstag: Rücken und Langhantel Halten
  • Mittwoch: Arme mit Fat Grips
  • Donnerstag: Schultern mit Fat Grips
  • Freitag: Beine und Plate Pinches
  • Samstag: Ruhetag und Training mit dem Grifftrainer
  • Sonntag: Ruhetag und Training mit dem Grifftrainer

 

Das Fazit zum Thema Unterarmtraining

Auf vielerlei Art und Weise ist das Unterarmtraining wie das Bauchmuskeltraining.

Wenn Du ein vernünftiges Gewichtstrainingsprogramm befolgst und über eine gute Genetik verfügst, dann kann es gut sein, dass Du es nie brauchen wirst.

Wenn Du hingegen damit zu kämpfen hast, Muskelmasse an Deinen Unterarmen aufzubauen und Dein Griff schwach ist, dann kannst Du davon profitieren, unterarmspezifische Übungen in Dein Trainingsprogramm aufzunehmen.

Die primären Muskeln, die Du trainieren solltest, sind die Unterarm Flexoren und Extensoren, welche die Hände beugen und strecken, sowie drehen.

Der beste Weg Kraft und Masse im Bereich der Unterarme aufzubauen besteht darin, Deine Unterarmmuskeln progressiv mit schweren Grundübungen wie Bankdrücken, Schulterdrücken und Kreuzheben zu überlasten.

Auch Isolationsübungen wie Langhantelcurls trainieren die Unterarme.

Wenn Du hiermit nicht die Unterarme aufbaust, die Du Dir wünschst, kannst Du zusätzlich unterarmspezifische Übungen wie die Folgenden ausführen:

  • Langhantel Halten
  • Training mit einem Grifftrainer
  • Plate Pinches
  • Fat Grips
  • Kurzhantel Farmers Walk

 

Wenn Du diese Übungen in Dein Trainingsprogramm aufnimmst, dann verwende Fat Grips bei Deinen Druckübungen und Curls und beende eine Deiner wöchentlichen Trainingseinheiten mit 2 bis 3 Sätzen Langhantel Halten und eine andere mit 2 bis 3 Sätzen Plate Pinches und führe zweimal pro Woche 6 Sätze mit einem Grifftrainer aus.

Tue dies, iss Deinen Spinat und Du wirst Unterarme wie Popeye aufbauen.

 

Quelle: https://legionathletics.com/forearm-workouts/

Von Michael Matthews

Weiterlesen
20 „beinahe“ Gesetze des Krafttrainings und 8 Gesetze des Krafttrainings, die diesen Namen tatsächlich verdienen
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Im Internet wirst Du sehr viele sich widersprechende Ratschläge von unterschiedlichen Experten finden. Viele würden sich wünschen, dass irgendjemand einen Artikel darüber schreiben würde, welche Regeln wirklich zu beachten sind. Was sind die Dinge, die Du tun musst und was sind die Dinge, die einfach in die Kategorie „nice to have“ fallen, aber nichtwirklich essentiell sind?

Ich habe mir diese Frage mehrere Tage durch den Kopf gehen lassen und kam zur Schlussfolgerung, dass es nur 8 Gesetze des Krafttrainings gibt. Zuerst dachte ich, dass es mehr geben müsste, doch jedes Mal, wenn mir ein potentielles Gesetz des Krafttrainings einfiel, kam mit recht bald eine Argument in den Kopf, das dagegen sprach.

Natürlich ist es aufgrund variierender Ziele und variierender genetischer Veranlagungen schwer, feste Gesetze aufzustellen, aber im Endeffekt bin ich der Ansicht, dass ich mit meinen Entscheidungen nicht ganz so falsch liegen kann.

Diese Regeln basieren auf dem, was ich als Trainierender und als Wissenschaftler gelernt habe und sie stellen mein augenblickliches Verständnis des aktuellen Standes der Wissenschaft dar, was bedeutet, dass sie nicht in Stein gemeißelt sind und sich im Laufe der Zeit auch ändern können.

Bevor ich Dir meine 8 Gesetze des Krafttrainings vorstelle, möchte ich Dir 20 potentielle Gesetze des Krafttrainings präsentieren, die es nicht in meine Liste der 8 Gesetze geschafft haben. Viele Trainer und Trainierende werden der Ansicht sein, dass einige dieser potentielle Gesetze in der Tat Gesetze des Krafttrainings sind, doch ich bin anderer Ansicht.

Die 20 “beinahe” Gesetze des Krafttrainings, die es nicht auf die Liste geschafft haben:

 

1 – Du musst mit der Schaumstoffrolle arbeiten

Foam Rolling fühlt sich gut an. Frage irgendeinen Trainierenden, der mit der Schaumstoffrolle arbeitet, ob er sich hierdurch besser fühlt, ob es Schmerzen lindert oder ob es dabei hilft, Verletzungen zu vermeiden und Du wirst immer ein eindeutiges „Ja“ als Antwort erhalten.

Es gibt jedoch auch Millionen von Trainierenden, die auch ohne Foam Rolling gut zurechtkommen. Bis heute gibt es nur eine Handvoll Studien zum Thema und um ehrlich zu sein, wissen wir nicht viel darüber, was es bewirkt und was nicht (Miller & Rockey 2006, MacDonald et al. 2012).

Zum jetzigen Zeitpunkt können wir darüber spekulieren, was Foam Rolling bewirkt, aber es ist auch nicht mehr als reine Spekulation.

 

2 – Du musst Dich dehnen

Auch Dehnen fühlt sich gut an und intuitiv halten es die meisten Trainierenden für eine gute Idee. Niemand möchte seine Beweglichkeit verlieren und es macht keinen Spaß verspannt zu sein.

Ein korrekt ausgeführtes Krafttraining umfasst jedoch selbst bereits ein Dehnen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Krafttraining genauso effektiv wie Stretching ist, wenn es um eine Verbesserung der Beweglichkeit geht, was auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden kann (Aquino et al. 2010, Simao et al. 2010; Morton et al. 2011, Nelson & Bandy 2004).

Zuerst einmal ist da die exzentrische Komponente der Übung, welche den Muskel unter Spannung setzt, die Sarcomerogenese erhöht und die Beweglichkeit durch den Aufbau neuer Sarcomere und eine Streckung des Muskels verbessert (Brughelli & Cronin 2007). Widerstandstraining ist also eine brauchbare Form von aktivem Dehnen unter Last.

Als nächstes kann passives Dehnen in der Tat Steifheit reduzieren und die Schmerztoleranz beim Dehnen erhöhen, auch wenn es die Muskellänge nicht auf dieselbe Art und Weise wie aktives Dehnen reguliert (Weppler & Magnusson 2010, Riley & Van Dyke 2012). Wenn Du regelmäßig Übungen wie Kniebeugen, rumänisches Kreuzheben, Ausfallschritte, Klimmzüge und Wadenheben in guter Form über den vollen Bewegungsraum ausführst, dann wirst Du eine gute allgemeine Beweglichkeit erreichen.

 

3 – Du muss Cardio und/oder HIIT ausführen

Cardiotraining klingt in der Theorie gut. Letztendlich ist das Herz der wichtigste Muskel, richtig? Aber was genau ist Cardio? Schlägt das Herz nicht auch während des Krafttrainings recht hart?

Auch wenn länger andauerndes Cardiotraining mit niedriger Intensität in der Tat seinen Wert hat, liefert auch Krafttraining – insbesondere, wenn es intensiv bis nahe ans Muskelversagen ausgeführt wird – viele der Vorzüge eines Cardiotrainings (Steele et al. 2012).

So lange Du einen aktiven Lebensstil befolgst und regelmäßig Gewichte mit ausreichender Intensität bewegst, ist Cardio kein Muss. Wenn Du einen Satz gehende Ausfallschritte mit 100 Kilo auf der Langhantel ausgeführt hast, dann weißt Du, dass ein Widerstandstraining das Herz-Kreislaufsystem sehr gut trainiert.

Während des letzten Jahrzehnts haben Wissenschaftler von HIIT geschwärmt und hervorgehoben, dass dieses im Vergleich zu Cardiotraining mit gleichbleibender Intensität aufgrund des Effekts des EPOC auf längere Sicht zu höheren stoffwechseltechnischen Anforderungen und einem höheren Fettabbau führt (Tremblay 1994, Hazell et al. 2012). Aber auch ein Training mit Gewichten ist eine Form von HIIT, so lange Du intensiv trainierst.

 

4 – Du musst schwer trainieren (d.h. mehr als 90% Deines 1RM Gewichts verwenden)

Kürzlich konnte gezeigt werden, dass ein Training mit leichteren Gewichten, das bis zum Muskelversagen ausgeführt wird, in der Tat einen potenten Hypertrophiestimulus bieten kann, der vielleicht sogar stärker als bei schweren Gewichten ausfällt (Mitchell et al. 2012).

Es ist zu früh zu sagen, ob die Studien lediglich mit Anfängern durchgeführt wurden, aber zumindest zeigen die neueren Untersuchungen, dass Du auch ohne eine Verwendung schwererer Gewichte Muskeln aufbauen kannst.

Hast Du je gesehen, wie Kai Green seinen Gluteus trainiert? Er verwendet leichte Gewichte und hohe Wiederholungszahlen und konzentriert sich darauf zu fühlen, wie der Gluteus das Gewicht bewegt. Jay Cutler verwendet nicht annähernd so schwere Gewichte wie zu Beginn seiner Karriere, ist aber aufgrund einer Verschiebung seines Fokus auf die Muskelkontraktion muskulöser als je zuvor.

Nur wenige Bodybuilder verwenden weniger als 6 Wiederholungen und wenn es um den Unterkörper geht, bleiben die meisten bei 10 bis 30 Wiederholungen. Während der meisten Zeit verlässt sich Andy Bolton – der Mann, der als erster über 1000 Pfund bei Kniebeugen bewegt hat – auf Kreuzheben mit dynamischer Anstrengung, um seine Weltklassekraft beim Kreuzheben aufzubauen.

 

5 – Du musst explosiv trainieren (d.h. dynamische Anstrengung)

Viel Trainierende profitieren von der Methode der dynamischen Anstrengung. Explosives Training steigert die Muskelaktivierung zu Beginn der Bewegung und erlaubt aufgrund der leichteren verwendeten Gewichte ein häufigeres Training.

Explosives Training reduziert jedoch aufgrund des Abbremsens des Gewichts die Muskelaktivierung in der zweiten Hälfte der Bewegung (Frost et al. 2010).

Die meisten Bodybuilder trainieren semi-explosiv, wobei sie jedoch sicherstellen, dass sie das Gewicht über den gesamten Bewegungsraum kontrollieren. Viele streben nach einer konsistenteren Spannung auf den Muskeln, um den Pumpeffekt zu maximieren.

Darüber hinaus haben viele Powerlifter eine Menge Kraft aufgebaut, ohne sich jemals auf eine maximale Beschleunigung mit einem leichteren Gewicht zu konzentrieren. Dynamische Anstrengung ist eine hervorragende Idee für olympische Gewichtheber und für Sportler, aber diese Methode ist für allgemeine Trainierende kein Muss.

 

6. Du musst bis zum Muskelversagen gehen

Ich bin mit Krafttrainingsartikeln aufgewachsen, die mir weismachen wollten, dass die letzte Wiederholung eines Satzes die einzige ist, die zählt und auch die einzige ist, die Kraft aufbaut. Heute weiß ich, dass das Humbug war.

Du kannst auch ohne bis zum Muskelversagen zu gehen erstaunliche Mengen an Kraft aufbauen. Sicher, Du wirst keine maximale Kraft aufbauen, wenn Du nicht ab und zu bis an Deine Grenzen gehst, aber Du kannst trotzdem auch dann recht stark und muskulös werden, wenn Du den Satz ein bis zwei Wiederholungen vor Erreichen des Muskelversagens beendest.

In der Tat hat ein aktueller Artikel gezeigt, dass die maximale Muskelaktivierung während eines Satzes bereits einige Wiederholungen vor Erreichen des Muskelversagens erreicht wird (Sundstrup et al. 2012). Man könnte argumentieren, dass eine Vermeidung der gesteigerten Abnutzung und Belastung von Gelenken und Nervensystem aufgrund von zu schweren Gewichten und zu hartem Training über reduzierten Stress, reduzierten Schmerz und reduzierte Verletzungen in Kombination mit einer gesteigerten Regeneration zu gesteigerten Fortschritten führen kann.

 

7 – Du musst Kniebeugen trainieren

Die Kniebeuge ist die Königin der Unterkörperübungen, da besteht kein Zweifel. Aber musst Du Kniebeugen trainieren? Einige Trainierende scheinen die richtige Form der Übungsausführung nie richtig auf die Reihe zu bekommen und dies hat viel mit ihrer Anthropometrie zu tun.

Ben Bruno hat gezeigt, dass es in der Tat möglich ist, dadurch kontinuierliche Fortschritte bei der Kraft bei Kniebeugen zu machen, dass man sich intensiv auf die einbeinige Kraft konzentriert. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass einbeiniges Kraft- und Powertraining zu geringfügig besseren Leistungseffekten als zweibeinige Kraft und Powertraining geführt haben, auch wenn die Unterschiede nicht signifikant waren (McCurdy et al. 2005).

Kraft ist stark vom Bewegungsschema abhängig. So lange Du also eine einbeinige Kniebeugenbewegung wie bulgarische Splitkniebeugen oder reverse Ausfallschritte ausführst, wird Deine Kraft bei Kniebeugen nicht dramatisch leiden.

Sagen wir, dass Du Woche für Woche Kreuzheben und Good Mornings Variationen zusammen mit einbeinigen Kniebeugenvariationen trainiert hättest, aber nie zweibeinige Kniebeugen ausgeführt hättest. Deine Quadrizeps wären immer noch muskulös, Deine Wirbelsäule wäre weiterhin stabil und Deine Hüfte wäre immer noch stark.

 

8 – Du musst Kreuzheben trainieren

Wenn die Kniebeuge die Königin der Unterkörperübungen ist, dann ist Kreuzheben die Königin der Gesamtkörperübungen. Deshalb musst Du Kreuzheben trainieren, um gute Resultate zu sehen, richtig?

Westside hat schon vor langem gezeigt, dass ein Trainierender sehr viel Kraft bei Kreuzheben aufbauen kann, ohne Kreuzheben direkt zu trainieren. Sie führten tonnenweise Box Kniebeugen, Rückenheben, Pull-Throughs, Reverse Hypers und Glute Ham Raises aus – und sie waren beim Kreuzheben erstaunlich stark.

Ich habe herausgefunden, dass schweres Kettlebell Schwingen wahre Wunder bewirken kann, wenn es um Aufbau und Aufrechterhaltung der Kraft beim Kreuzheben geht. Max Shank kann einbeiniges Rumänisches Kreuzheben mit über 140 Kilo auf Wiederholungen ausführen, das einen enormen Trainingseffekt für Hüftstrecker liefert und das Kreuzheben Schema stark hält, während gleichzeitig der Rücken geschont wird.

Beim Bodybuilding bevorzugen viele Trainierende die Mischung aus Rudern vorgebeugt, T-Bar Rudern und Rückenstrecken anstatt Kreuzheben für ihre Entwicklung des unteren Rückens, da sie herausgefunden haben, dass Kreuzheben das Risiko für ihre Körper nicht wert ist.

Wenn Dein Training schweres Kettlebell Schwingen, Box Kniebeugen, Good Mornings, Rudern vorgebeugt, T-Bar Rudern und Rückenstrecken umfasst, wirst Du auch beim Kreuzheben recht stark sein und Deine Rücken- und Hüftstrecker werden eine eindrucksvolle Muskulosität aufweisen.

 

9 – Du musst Bankdrücken trainieren

Kommen wir jetzt zur Königin der Oberkörperübungen, dem Bankdrücken. Bankdrücken ist ohne Zweifel die beliebteste Übung der Welt, aber musst Du es auch trainieren? Die Schultern von vielen Trainierenden kommen nicht gut mit dieser Übung zurecht und deshalb müssen sie diese Übung nicht in ihr Trainingsprogramm aufnehmen.

Du kannst auch durch andere Druckübungen Kraft fürs Bankdrücken aufbauen. Ein Trainierender, der eine Menge Liegestütze mit Zusatzgewichten und/oder Kurzhanteldrücken aus unterschiedlichen Winkeln ausgeführt hat, wird über muskulöse Brustmuskeln und Trizeps verfügen – ganz zu schweigen von einer brauchbaren Kraft beim Bankdrücken.

10 – Du musst unilaterale oder bilaterale Übungen ausführen

Sagen wir, dass ein Trainierender während seiner gesamten Trainingskarriere nur Kniebeugen, Beinpressen, Hip-Thrusts, Rückenstrecken, Glute-Ham Raises, Bankdrücken, Schulterdrücken stehend, Dips, Liegestütze, Rudern vorgebeugt, Klimmzüge und Langhantelcurls ausgeführt hat. Ich denke wir würden darin übereinstimmen, dass dieser Trainierende erstaunlich stark und muskulös sein dürfte, immer vorausgesetzt, dass der bei diesen Übungen stark wird.

Sagen wir im Gegensatz hierzu, dass ein Trainierender während seiner gesamten Trainingskarriere nur bulgarische Splitkniebeugen, reverse Ausfallschritte, einbeiniges rumänisches Kreuzheben, Gewichtsschlitten Schieben, Hip-Thrusts, einbeiniges Rückenstrecken, einarmiges Bankdrücken, einarmiges Schulterdrücken, einarmiges Kurzhantelrudern, einarmiges Latziehen und alternierende Kurzhantelcurls ausgeführt hat. Auch er wird erstaunlich stark und muskulös sein, vorausgesetzt, dass er bei diesen Übungen stark wird.

 

11 – Du musst Deine Körpermitte direkt trainieren

Mehrgelenksübungen mit freien Gewichten verrichten einen guten Job, wenn es um die Aktivierung der Muskeln der Körpermitte geht. Eine ästhetisch ansprechende Körpermitte hat sowieso mehr damit zu tun schlank zu sein, als muskulöse Bauchmuskeln zu besitzen.

Wenn Du Übungen wie Klimmzüge, Liegestütze, Kniebeugen, Kreuzheben, Farmers Walks, Schulterdrücken stehend und Langhantelcurls trainierst, dann wird Deine Körpermitte stark und muskulös werden. Kombiniere dies mit der richtigen Ernährung und Deine Körpermitte wird toll aussehen.

 

12 – Du musst freie Gewichte verwenden

Freie Gewichte herrschen in der Welt des Krafttrainings vor. Sie erlauben natürliche Bewegungsschemata und bedürfen einer Stabilisierung aus der echten Welt. Aus diesem Grund sind sie absolut notwendig, richtig? Nicht so schnell.

Ein Aktivieren der primären Muskeln kann auch mit einem Maschinentraining erreicht werden und ein Trainierender kann auf diesem Weg erstaunlich stark und muskulös werden.

Darüber hinaus besteht ein großer Unterschied zwischen einem schlechten Maschinentrainingsprogramm und einem optimalen Maschinentrainingsprogramm.

Wenn ein Trainierender z.B. einfach nur Beinstrecken, Beincurls, Wadenheben, Butterflys, Latziehen mit gestreckten Armen und Seitheben trainiert, dann wird er wahrscheinlich nicht weit kommen, wenn es um Gesamtkörperkraft und Muskulosität geht.

Wenn ein Trainierender hingegen Kniebeugen an der Maschine, Hammer Strength Kreuzheben, Beinpressen, Beincurls liegend, Hammer Strength Drücken, Zugübungen aus unterschiedlichen Winkeln und Kabelcurls trainiert, dann wird er erstaunlich stark und muskulös werden, immer vorausgesetzt, dass er bei diesen Übungen stark wird.

 

13 – Du musst immer nach einer progressiven Überlastung streben

Früher in der Trainingskarriere eines Trainierenden ist progressive Überlastung ein Muss. Aber später gibt es andere Wege der Progression. Du kannst z.B. eine bessere Form der Übungsausführung verwenden, einen bestimmten Muskel betonen oder auf eine bessere Kontrolle achten.

Viele Trainierende platzieren z.B. beim Versuch ihre Gelenke zu schonen und das Verletzungsrisiko zu reduzieren schwere Kniebeugen und/oder schweres Kreuzheben am Ende ihrer Trainingseinheit, so dass sie einen guten Trainingseffekt erreichen können, ohne sich auf sehr schwere Gewichte verlassen zu müssen.

Sagen wir, dass Du Deine Kraft bis zu 150 Kilo beim Bankdrücken, 200 Kilo bei Kniebeugen und 250 Kilo beim Kreuzheben aufgebaut hast und entscheidest, für ein Jahr bei diesen Gewichten zu bleiben, während Du Deine Form und Deine Ernährung verbesserst. Du wirst besser aussehen, obwohl Du keine progressive Überlastung verwendest. Progressive Überlastung ist wichtig, stellt jedoch nicht immer ein Muss dar.

 

14 – Du musst reichlich Abwechslung in Dein Trainingsprogramm einbauen

Abwechslung ist die Würze des Lebens. Training kann recht stumpfsinnig sein und es ist immer nett, Dein Programm mit neuen Übungen, veränderten Griff- und Standweiten, veränderten Bewegungsräumen oder Kniffen wie Rest-Pause oder absteigenden Sätzen aufzupeppen. Es wird gesagt, dass mangelnde Variation des Trainings zu Stagnation oder Gewohnheitsbildung führt.

Aber ist Abwechslung wirklich notwendig? Viele olympische Gewichtheber aus Bulgarien sind nicht in diese Falle getappt – sie führen das ganze Jahr über etwa sechs verschiedene Übungen aus. Und dies ist die Krux von John Brozs System – klassische Kniebeugen, Frontkniebeugen, Power Cleans, Power Reißen, Clean & Jerk und Reißen.

Sagen wir, dass ein bestimmter Trainierender seine gesamte Trainingskarriere lang dieselben 5 Übungen ausführt und 30 Jahre lang nichts als Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken, Schulterdrücken stehend und Rudern vorgebeugt trainiert. Er wird wahrscheinlich eine größere Kraft und eine bessere Entwicklung als 90% aller Trainierenden aufweisen.

Abwechslung ist nett – wir alle mögen sie, sie unterbricht die Monotonie und hält unser Interesse daran wach, ins Fitnessstudio zu gehen, aber wenn Du keine Veränderungen magst, dann musst Du Dein Training nicht verändern, um exzellente Resultate zu sehen.

Im zweiten Teil dieses Artikels werde ich auf die restlichen „beinahe“ Gesetze des Krafttrainings eingehen, bevor ich schließlich die aus meiner Sicht 8 „echten“ Gesetze des Krafttrainings präsentieren werde.

 

Quelle: https://www.t-nation.com/training/20-almost-laws-of-strength-training

https://www.t-nation.com/training/8-laws-of-strength-training

Von Bret Contreras

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Tipps der Woche Baue Deine Bizeps mit wissenschaftlich basierten Methoden auf
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Die besten Trainingsmethoden für Bizeps

 

1 – Verwende schwere Gewichte

Da die Bizeps aus noch mehr wachstumsfreudigen Typ II Muskelfasern als die Trizeps bestehen (um mindestens 60%), neigen sie zu einem stärkeren Wachstum, wenn schwere Gewichte verwendet werden. Eine Studie von Lagally et al. fand heraus, dass jeder Sprung bei der relativen Last (im Bereich von 30 bis 90% des 1RM Gewichts) in einer besseren Muskelaktivierung resultierte. Dies bedeutet, dass Du auf volle Kontraktionen abzielen und schwere Gewichte verwenden solltest.

 

2 – Zieh Dich nach oben

Unabhängig davon, ob Du glaubst, dass Du alleine mit Mehrgelenksübungen große Bizeps aufbauen kannst oder nicht, sind Klimmzüge mit einem Untergriff eine exzellente Bizepsübung. In der Tat haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass Klimmzüge mit einem Untergriff die Bizeps mit einem nahezu maximalen Level aktivieren (Youdas et al. 2010). Die Bizeps sehnen sich nach Belastung und hier kann nichts Klimmzüge schlagen.

 

3 – Lasse die Schultern nach vorne kommen

Der lange Muskelkopf des Bizeps arbeitet erstaunlich gut, wenn Du Deine Schultern leicht anspannst und in einer stehenden Position nach vorne curlst. Aufgrund der Kraftkurve wirst Du im mittleren Bereich der Bewegung eine maximale Kontraktion des Bizeps erreichen, was gleichzeitig auch der stärksten Position entspricht. Curle die Langhantelstange jedoch nicht zu weit nach oben (zu den Schultern hin), da dies die Belastung vom Muskel nimmt.

 

4 – Rotiere, um Deinen Bizeps den Rest zu geben

Der Bizeps dreht den Unterarm und beugt den Arm. Wenn Du Deine Bizeps dazu zwingst beides zu tun, dann erreichst Du einen maximalen Stimulus, was insbesondere für den kurzen Muskelkopf gilt (Staudenman et al. 2015).

 

5 – Setze Dich und dehne

Kurzhantel Schrägbankcurls sind die ultimative Aufbauübung, wenn es um den kurzen Muskelkopf des Bizeps geht. Die überstreckte Schulterposition dehnt den langen Muskelkopf (Oliveira et al. 2009), was bedeutet, dass der kurze Muskelkopf zusätzliche Arbeit verrichten muss.

 

Wie solltest Du Deine Bizeps trainieren?

Wenn Du all diese Techniken berücksichtigst, dann solltest Du Deine Bizeps mit Mehrgelenksübungen bombardieren und dann auf jeden der beiden Muskelköpfe mit einer gezielten Übungsauswahl abzielen.

  • Verwende schwere Gewichte, um Deine Bizeps maximal zu aktivieren und die Typ II Muskelfasern zu trainieren. Bleibe beim Bewährten und führe die Mehrzahl Deiner Übungen mit einem 3 bis 8RM Gewicht aus.
  • Du solltest Dein Bizepstraining mit Klimmzügen im Untergriff beginnen. Du wirst im Lauf der Zeit dazu in der Lage sein, das Gewicht kontinuierlich zu erhöhen.
  • Trainiere den langen Muskelkopf des Bizeps mit Langhantelcurls stehend. Stelle sicher, dass Du bis mindestens 90 Grad Ellenbogenflexion gehst und spanne Deine Bizeps so hart wie möglich an. Erlaube Deinen Schultern eine natürliche Flexion, während Du curlst, anstatt das Gewicht dadurch zu begrenzen, dass Du Deine Arme seitlich am Körper hältst.
  • Führe als letztes Kurzhantel Schrägbankcurls aus. Beginne die Übung mit zum Körper hin zeigenden Handflächen und drehe die Handflächen während der Curlbewegung nach oben.

 

Tipp: Höre auf damit, in Körpertypen zu denken

Endomorph, ectomorph, mesomorph: Dumme Typenbezeichnungen aus den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts, die niemals für Trainierende gedacht waren. Hier ist die wahre Geschichte

Von Chris Colucci

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-stop-labeling-your-body-type

 

Ein System eingebauter Ausreden und Entschuldigungen

Ein Somatyp ist eines von drei Labels, das Menschen gerne verwenden, um sich selbst zu beschreiben. Fette Menschen, die sagen, dass sie Probleme damit haben, Gewicht zu verlieren, behaupten endomorph zu sein, dürre Menschen, die sagen, dass sie Probleme damit haben, an Gewicht zuzunehmen, behaupten ectomorph zu sein und die Glückspilze, die sagen, dass sie unabhängig davon, was sie tun, Muskeln aufbauen zu können, bezeichnen sich selbst als mesomorph.

Es ist ein beliebtes System der Kategorisierung, da es so eindeutig zu sein scheint. Wenn Du so und so aussiehst, dann wirst Du so und so genannt und Du hast diese angeborenen Nachteile, was bedeutet, dass Du entsprechend trainieren und Dich entsprechend ernähren musst. Aus diesem Grund ist dieses Konzept für Trainierende so ansprechend. Es ist ein System der eingebauten Ausreden. „Oh, ich bin ectomorph veranlagt, weshalb es nicht meine Schuld ist, dass ich 180 cm groß bin und nur 65 Kilo wiege. Ich habe so etwas wie eine ernsthafte Krankheit.“

 

Das große Problem

Das Problem ist, dass diese drei Kategorien ursprünglich in den frühen vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts von Dr. William Sheldon beschrieben wurden, der diese als Weg verwendete, die Persönlichkeit von Menschen basierend auf ihrem allgemeinen Erscheinungsbild abzuschätzen. Diese Kategorien hatten nichts mit der Verbesserung des körperlichen Erscheinungsbildes zu tun. Scheldons Arbeiten basierten auf den früheren Untersuchungen von Dr. Ernst Kretschmer, der in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts versuchte, eine Verbindung zwischen körperlicher Erscheinung und Verhalten herzustellen. Kretschmer glaubte im Grunde genommen daran, dass fette Menschen eher dazu neigen glücklich zu sein und dass dünne Menschen am häufigsten nervös sind. Je „extremer“ das körperliche Erscheinungsbild war, desto extremer sollte die Persönlichkeit sein. Ja, das Ganze war genauso akkurat, wie es klingt.

Dies ist das Problem mit Trainierenden, die sich allzu schnell mit diesen Labels selbst kategorisieren. Dieses Konzept hat ganz einfach keine wirkliche Verbindung dazu, wie man in der echten Welt trainieren und essen sollte.

Vielleicht ist es eine mentale Rückversicherung für den untergewichtigen Anfänger zu „wissen“, dass auch Frank Zane ectomorph veranlagt war und es trotzdem geschafft hat, drei Mr. Olympia Titel zu gewinnen. Vielleicht schaut sich der schwabbelige Anfänger den Mr. Olympia Gewinner Jay Cutler an und denkt „Wow, wenn dieser endomorph Veranlagte so viel Muskeln aufbauen und so schlank werden kann, dann kann ich das auch.“

Aber keiner der beiden Trainierenden wird irgendetwas erreichen, bevor er damit aufhört, psychologische Begriffe zu verwenden, um seine körperliche Vorbereitung zu beeinflussen. Lege diese Labels ab und sieh Dich als Individuum.

 

Keine weiteren Labels

Wenn Du 180 cm groß bist und 65 Kilo wiegst, dann musst Du nicht wie eine Ectomorpher essen. Du musst wie ein großer, schlanker Mensch essen, der versucht an Gewicht zuzunehmen. Vielleicht hast Du einen schnellen Stoffwechsel (eine stereotypische ectomorphe Eigenschaft) aber vielleicht auch nicht. Willst Du einen leichten Weg, dies herauszufinden? Iss eine Woche lang eine bestimmte Menge an Nahrung. Wenn Du kein Gewicht zunimmst, dann iss während der nächsten Woche mehr.

Wenn Du auf der anderen Seite 170 cm groß und 110 Kilo schwer bist, dann bist Du nicht endomorph. Du bist einfach ein fetter Typ. Lege Deine Entschuldigungen ab und kümmere Dich um Deine Ernährung. Es ist einfache Physiologie. Ein fetter Mensch kann durch ein Training mit Gewichten plus Cardio plus intelligenter Ernährung zu einem schlanken Menschen werden. Da ist nichts endomorphes dran.

Alle Ectomorphen oder Endomorphen, die zu erfolgreichen Bodybuildern geworden sind, haben einige Dinge gemeinsam:

  1. Sie trainieren verdammt hart
  2. Sie ernähren sich intelligent
  3. Sie haben beides eine lange Zeit lang durchgehalten

 

Es ist erstaunlich, wie diese drei einfachen Schritte auf magische Weise jeden unvorteilhaften Somatypen überwinden können.

 

Tipp: Optimiere Dein Aufwärmen

Hier sind 5 Wege um Dein Aufwärmen zu verbessern und bessere Resultate mit schweren Trainingseinheiten zu erzielen

Von Charles Staley

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-optimize-your-warm-up

 

Ein gutes Aufwärmen kann Dein ganzes Training positive beeinflussen. Ein schlechtes Aufwärmen ist Zeitverschwendung und kann sogar Deine Leistungsfähigkeit während der eigentlichen Trainingseinheit beeinträchtigen. Ich habe 5 Regeln für ein perfektes Aufwärmen:

 

1 – Verzichte auf die allgemeine Aufwärmphase

Traditionell besteht das Aufwärmen aus der allgemeinen Aufwärmphase wie 10 Minuten laufen auf dem Laufband vor Kniebeugen und dem spezifischen Aufwärmen - leichtere Sätze, die Dich auf die Arbeitsgewichte des Tages vorbereiten. Doch wenn Du nicht gerade ein 85 Jahre alter Arthritispatient bist, der sich an einem kalten Wintertag um 6 Uhr morgens darauf vorbereitet, sein Maximalgewicht bei Reißen und Stoßen zu verwenden, solltest Du auf das allgemeine Zeugs verzichten und gleich zur Sache kommen.

Auch wenn Aktivitäten des allgemeinen Aufwärmens Dich in der Tat „aufwärmen“, erlauben sie es Dir nicht, die technischen Fähigkeiten der Übung zu wiederholen, für die Du Dich aufwärmst. Es ist also besser zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Wenn Du Dich z.B. für Kniebeugen aufwärmst, dann kannst Du mit einer Körpergewichtsübung oder leichten Goblet Kniebeugen beginnen, um Deine Knie aufzuwärmen. Danach nimmst Du die Stange auf Deinen Rücken und beginnst Dich auf das Hauptevent vorzubereiten.

 

2 – Wenn Deine Aufwärmgewichte noch leicht sind, solltest Du nicht 3 bis 5 Minuten zwischen den Sätzen wie bei Deinen schweren Sätzen pausieren

So etwas ist einfach nur Zeitverschwendung und führt zu Ablenkung und Prokrastination. Oder nutze die Zeit zwischen diesen frühen Aufwärmsätzen zum Dehnen oder zur Arbeit mit der Schaumstoffrolle.

 

3 – Dein letzter Aufwärmsatz sollte ein Vorbereitungssatz sein

Sein einziger Zweck besteht darin, die Lücke zwischen Deinem letzen Aufwärmsatz und Deinem ersten Arbeitssatz zu schließen. Hier ist ein Beispiel für eine Kniebeugentrainingseinheit:

  • 20 x 5
  • 45 x 5
  • 65 x 5
  • 90 x 3
  • 110 x 1
  • 130 x 1
  • 155 x 1
  • 170 x 1 (Vorbereitungssatz)
  • 190 x 1 (Arbeitssatz)

 

4 – Vermische Deine Aufwärmsätze für die nächste Übung mit den Arbeitssätzen Deiner augenblicklichen Übung

Beispiel: Wenn Du im Augenblick Kreuzheben trainierst und Deine nächste Übung aus Klimmzügen mit Zusatzgewicht besteht, dann gibt es absolute keinen Grund dafür, dass Du nicht ein paar leichte Sätze Klimmzüge zwischen Deinen letzten Arbeitssätzen Kreuzheben durchführen solltest – Du verwendest letztendlich vollständig unterschiedliche Muskelgruppen. Wenn Du mit Kreuzheben fertig bist, kannst Du in diesem Fall direkt zu Deinen Arbeitssätzen bei Klimmzügen übergehen.

 

5 – Kombiniere Übungen intelligent

Dies ist keine Aufwärmtaktik im reinsten Sinn, aber sie wird Deine Aufwärmzeit reduzieren. Ordne Deine Übungen so an, dass jede Übung zu einer Aufwärmübung für die nachfolgende Übung wird.

Ein Beispiel aus dem Bereich des Gewichthebens wäre eine Trainingseinheit, die aus Umsetzen, gefolgt von Ziehen, gefolgt von Kreuzheben besteht. Ein Trainierender, der maximal 125 Kilo beim Umsetzen bewegt, kann sein Ziehen mit 135 Kilo beginnen und beim Kreuzheben mit 155 Kilo anfangen. Auf ähnliche Art und Weise können zuvor ausgeführte Klimmzüge die Aufwärmsätze für Curls reduzieren oder eliminieren und Bankdrücken kann die Notwendigkeit des Aufwärmens für Trizepsübungen eliminieren.

 

Tipp: Stelle Dich dieser 9 Minuten Fettabbau Herausforderung

Verbrenne Fett mit diesem Schwingen & Klatschen Finisher

Von Chad Waterbury | 05/07/16

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-take-the-9-minute-fat-burning-challenge

 

Was ist ein Finisher?

Bei einem Finisher handelt es sich um eine intensive Übung oder eine Kombination von Übungen, die alle größeren Muskelgruppen stimuliert, um die höchstmöglichen stoffwechseltechnischen Kosten zu verursachen. Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um die längsten 10 Minuten Deines Lebens. Und wie der Name bereits impliziert, sollte ein Finisher am Ende Deiner Trainingseinheit ausgeführt werden. Hierfür gibt es zwei Gründe.

Erstens sind Deine verfügbaren Energiespeicher nach einer Krafttrainingseinheit sehr viel geringer. Diese Entleerung generiert die Ideale Zeit, um den Energiebedarf zu steigern, da Dein Stoffwechsel eine Ausschüttung der hormonsensitiven Lipase in den Adipozyten auslösen wird, um diese Energie zu liefern. Auf Deutsch gesagt bedeutet dies, dass Du am Ende einer Trainingseinheit eine Menge Fettverbrennung anregen kannst.

Zweitens wirst Du, wenn Du einen Finisher korrekt ausgeführt hast, danach nichts mehr tun wollen. Ein Finisher sollte bis zum Punkt der Übelkeit erschöpfend sein und selbst wenn Du Dich danach ein paar Minuten etwas schlecht fühlen wirst, kannst Du auf die Tatsache stolz sein, dass Du Deine Fettverbrennungsmaschine in Schwung gebracht hast.

 

Kettlebell Schwingen und Liegestütze mit in die Hände klatschen.

Diese Kombination ist beliebt, da Du lediglich eine Kettlebell benötigst. Du kannst sie fast überall ausführen. Dies ist ein 30/20/10 Doppelcountdown. Schau Dir die Arbeits- und Pausenintervalle an und Du weißt warum.

  1. Beginne mit so vielen Kettlebell Schwüngen, wie Du in 30 Sekunden schaffst und pausiere anschließend für 30 Sekunden.
  2. Führe dann so vielen Liegestütze mit in die Hände klatschen aus, wie Du in 30 Sekunden schaffst und pausiere anschließend für 30 Sekunden.
  3. Führe danach so viele Kettlebell Schwüngen aus, wie Du in 20 Sekunden schaffst und pausiere anschließend für 20 Sekunden.
  4. Hierauf folgen so vielen Liegestütze mit in die Hände klatschen, wie Du in 20 Sekunden schaffst, worauf 20 Sekunden Pause folgen.
  5. Beende das Ganze mit 10 Sekunden Kettlebell schwingen, 10 Sekunden Pause und 10 Sekunden Liegestütze mit in die Hände klatschen.
  6. Pausiere für 30 Sekunden und wiederhole die gesamte Sequenz ein weiteres mal.

 

Anmerkung: Wenn Dir Liegestütze mit in die Hände klatschen zu schwer vorkommen, dann beginne mit regulären Liegestützen.

 

Tipp: Bereite Dir dieses Erdnussbutter & Jelly Parfait zu

Bist Du versucht zu naschen? Eliminiere Deine Gelüste mit einer doppelten Portion Protein. Hier ist das Rezept.

Von Dani Shugart

Es ist leicht Junk Food zu meiden, wenn die Alternativen besser schmecken. Verwandle diese Nascherei aus Deiner Kindheit in ein Dessert für Erwachsene – eines, das Deine Zuwächse anregen wird.

 

Zutaten:

  • 2 Messlöffel Proteinpulver mit Vanillegeschmack
  • ½ Messlöffel entfettetes Erdnussbutterpulver
  • 1 Tasse Haferflocken
  • 1 Tasse Wasser
  • ½ Tasse Splenda oder einen Süßstoff Deiner Wahl
  • ¼ Tasse gehackte Pekanüsse
  • ¼ Teelöffel Salz
  • 1 behäufte Tasse frische oder gefrorene Beeren
  • Optional: Kokosflocken oder Flakes

 

Anleitung

  1. Mische alles außer den Beeren zusammen.
  2. Schichte diese Mischung mit Beeren in einem Glas
  3. Überstreue das Ganze bei Bedarf mit Kokosflakes
  4. Kühle das Dessert für ein paar Stunden im Kühlschrank

 

Ergibt 2 kleine oder eine große Portion.

 

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-build-biceps-with-science-backed-methods

Von Adam Bentley

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Tipps der Woche Versuche Dips an Bändern für Brust und Trizeps
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Führe Dips an Bändern aus, wenn sich reguläre Dips nicht richtig anfühlen. Dips sind für die meisten eine Basisübung, aber sie können bei Trainierenden mit langer Trainingserfahrung die Schultern überlasten. Und für einige Menschen fühlen sich Dips einfach nie richtig an.

Es gibt jedoch einen brauchbaren Kompromiss – Dips an Bändern. Sicher, diese Übung sollte wahrscheinlich „Drücken an Bändern“ heißen, da Du die Last vom Körper weg drückst, anstatt Deinen Körper von einer festen Oberfläche weg zu drücken, aber diese Übung fühlt sich trotzdem so ähnlich wie Dips an.

Der Hauptunterschied bei Dips mit Bändern besteht darin, dass die Spannung am höchsten Punkt der Bewegung deutlich reduziert ist, was die Schultergelenke schont. Am tiefsten Punkt der Bewegung kommt es trotzdem zu einer Menge an Brust- und Trizepsaktivierung, so dass diese Übung einen Gewinn für all diejenigen darstellt, die Dips nicht sicher und schmerzfrei ausführen können.

 

Tipp: Teste Deine ECHTE Oberkörperkraft

Zwei Übungen sind alles, was Du brauchst, um Deine Oberkörperkraft zu testen.

Von Jim Wendler

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-test-your-real-upper-body-strength

 

Hier sind eine Druckübung und eine Zugübung, um Deine Oberkörperkraft zu testen. Ich habe mich jedoch nicht für Bankdrücken entschieden, sondern verwende strikt ausgeführtes, stehendes Drücken über Kopf mit einer Langhantel.

Auch wenn ich nicht notwendigerweise glaube, dass eine Übung oder Bewegung „sportlicher“ als eine andere ist, fällt es mir schwer einen Test zu rechtfertigen, bei dem Du auf einer gepolsterten Oberfläche liegst.

 

Das Drücken

Du kannst Dein 1 RM oder Dein Maximalgewicht für eine bestimmte Anzahl an Wiederholungen verwenden. Um Dein Maximalgewicht für eine bestimmte Anzahl an Wiederholungen in ein geschätztes 1RM Gewicht umzurechnen, kannst Du folgende Formel verwenden:

Bewegtes Gewicht x Wiederholungen x .0333 + bewegtes Gewicht = abgeschätztes 1RM Gewicht Erinnere Dich daran, dass ein Sportler, der diese Übungen als Mittel zur Verbesserung der Leistungen bei seiner Sportart verwendet, keine maximalen Einzelwiederholungen ausführen muss. Der Schlüssel zu diesem Test besteht darin, bei dieser Übung keinen Schwung mit den Beinen zu holen. Führe die Übung so strikt wie möglich aus.

  • 100% des Körpergewichts: hervorragend
  • 90% des Körpergewichts: gut
  • Weniger als 90% des Körpergewichts: Du hast noch Arbeit vor Dir

Der Klimmzugtest

Der zweite Test besteht aus Klimmzügen. Verwende den Griff, den Du als am angenehmsten empfindest, was auch einen neutralen Griff umfasst. (Ich bin ein großer Fan von einer großen Bandbreite an Griffvarianten, was auch die Verwendung von Seilen und Handtüchern umfasst.)

Es gibt zwei Tests, an denen Du Dich versuchen kannst. Verwende den, bei dem Du gut bist. Der erste Test ist ein einfacher Satz mit dem eigenen Körpergewicht bis zum Muskelversagen. Der zweite ist ein Klimmzugtest mit 10% Deines Körpergewichts als Zusatzgewicht. Du kannst einen Dipgürtel oder eine Gewichtsweste verwenden. Führe so viele Wiederholungen aus, wie Du in 10 Minuten schaffst. Muss ich erwähnen, dass bei diesem Test auf eine strikte Form der Übungsausführung geachtet werden sollte?

  • 20 Wiederholungen mit dem eigenen Körpergewicht/40 Gesamtwiederholungen mit 10% Zusatzgewicht: hervorragend
  • 15/30: Nicht schlecht
  • 10/20: Arbeite daran

 

Tipp: Verwende Box Sprünge auf die richtige Art und Weise

Dies bedeutet, sie nicht als Konditionstraining oder Cardiotraining zu verwenden

Von Eric Bach

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-use-box-jumps-the-right-way

 

Die Abwesenheit von Geschwindigkeits- und Schnellkrafttraining in Deinem Programm limitiert wahrscheinlich die Menge an Gewicht, die Du bei anderen Übungen verwenden kannst. Nein, Du wirst mit hochvolumigen Box Sprüngen keine Muskeln aufbauen, aber Du wirst Dein Nervensystem dahingehend potenzieren, dass es effizienter mit einer höheren Rate feuert. Durch eine Verbesserung der Effizienz Deines Nervensystems wirst Du Deine Kraft verbessern, was Deine Arbeitskapazität mit submaximalen Gewichten zum Zweck des Muskelaufbaus verbessern wird.

 

Aber verwende Box Sprünge nicht als Konditionstraining!

Jede Übung bedarf einer Risiko-Nutzen Analyse und Box Sprünge schneiden in dieser Hinsicht miserabel ab, wenn sie als Konditionstraining verwendet werden.

Sprünge mit hohen Wiederholungszahlen und einem hohen Tempo minimieren die Hüftextension. Eine volle Hüftextension ist bei einem soliden vertikalen Sprung die primäre treibende Kraft, was sich auch auf Aktivitäten wie Sprinten, den Lockout beim Kreuzheben oder das Ende einer Kniebeuge überträgt.

Wenn Du beim Training eine fehlerhafte Mechanik verwendest, wird sich dies dann zeigen, wenn es am wichtigsten ist. Belasse Box Sprünge dort, wo sie hingehören – am Anfang Deiner Trainingseinheit als Powerübung.

Willst Du Deine Kondition verbessern? Dann verwende Sprünge mit einer niedrigeren Belastung wie Seilspringen.

Tipp: Führe diese Kurzhantelkomplexe aus

Zwei schnelle Trainingseinheiten, um Körperfett zu verbrennen und Deine allgemeine Sportlichkeit zu verbessern. Sie sind auch in einem vollen Fitnessstudio leicht ausführbar

Von Travis Hansen

Quelle https://www.t-nation.com/training/tip-do-these-dumbbell-complexes

 

Ein Übungskomplex ist eine Serie spezifischer Kraftübungen, die zu einem kontinuierlichen Trainingszyklus zusammengefasst werden. Das besteht darin, diese Übungen in Folge auszuführen, wobei alle Wiederholungen einer Übung ausgeführt werden, bevor mit der nächsten Übung begonnen wird. Traditionell werden Komplexe mit Langhanteln ausgeführt, aber Kurzhanteln besitzen in diesem Fall mehrere Vorzüge. Probiere die beiden folgenden Komplexe aus:

 

Kurzhantelkomplex 1

  • Kurzhantel Burpee: 3-8 Wiederholungen x 3-5 Sätze
  • Kurzhantel Sumokreuzheben: 3-8 Wiederholungen x 3-5 Sätze
  • Kurzhantelrudern mit beiden Armen: 3-8 Wiederholungen x 3-5 Sätze

 

Kurzhantelkomplex 2

  • Einarmiges Koffer Kreuzheben oder Schulterdrücken: 3-8 Wiederholungen x 3-5 Sätze
  • Einarmiges Kurzhantelrudern: 3-8 Wiederholungen x 3-5 Sätze
  • Einbeiniges rumänisches Kreuzheben: 3-8 Wiederholungen x 3-5 Sätze

 

Die Vorzüge

1 – Sie helfen dabei, die strukturelle Symmetrie wiederherzustellen

Eine strukturelle Asymmetrie ist weit verbreitet. Subtile aber potentiell verheerende Gewichtsverschiebungen bei Kniebeugen, Kreuzheben oder Bankdrücken können zu Überlastungen des Gewebes und Leistungsplateaus führen. Kurzhantelkomplexe besitzen die inhärente Kraft, mehrere Defizite bei der Bewegung zu adressieren.

 

2 – Sie verbrennen eine Tonne Kalorien

Komplexe lösen einen hohen Grad von stoffwechseltechnischen Störungen im Körper aus, was in einem gesteigerten Fettabbau resultiert. Dies ist insbesondere dann wahr, wenn ein Sportler über eine solide Kraftbasis verfügt.

 

3 – Sie sind hervorragend für hochintensives Konditionstraining oder eine aktive Regeneration geeignet

Komplexe können absolut fies sein, aber Du kannst die Trainingsparameter (verwende weniger Gewicht, begrenze die Sätze und Wiederholungen, usw.) manipulieren, so dass Du mehr auf eine aktive Regeneration hinarbeitest.

 

4 – Sie verbessern die rotierende Kernfunktion

Eine korrekte Entwicklung der rotierenden Kernfunktion ist sowohl für die Leistungsfähigkeit, als auch für die langfristige Gesundheit wichtig. Die meisten täglichen Bewegungen und auch die meisten Übungen finden auf der Sagittalebene mit Bewegungen von vorne nach hinten statt. Übungen wie Pallof Presses, Cable Chops, Plank Progressionen, Renegade Rudern und einarmiges Training/Komplexe können dieses Problem lösen. Eine multidirektionale Stabilität über die gesamte kinetische Kette ist für Gesundheit und Leistungsfähigkeit essentiell.

 

5 – Sie helfen Dir Übungen technisch besser zu meistern

Komplexe umfassen typischerweise ein moderates bis hohes Trainingsvolumen, so dass das Wiederholungsschema gut geeignet ist, um das motorische Lernen zu verbessern.

 

Tipp: Baue Deine Trizeps mit diesen 6 Methoden auf

Nimm diese Tipps von einem irrsinnig starken Powerlifter an und wende sie auf Dein Training an.

Von Adam Bentley

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-build-your-triceps-with-these-6-methods

 

Welche Trainingstechniken sind am besten für die Trizeps?

Die wissenschaftliche Forschung hat eine Reihe von Übungen bezüglich der Trizeps brachii Aktivierung untersucht. Hier ist das, was wir wissen:

 

1- Führe entweder Eingelenks- (Isolations-) oder Mehrgelenksübungen aus

Interessanterweise haben wissenschaftliche Untersuchungen bei Isolations- und Grundübungen ähnliche Level der elektrischen Aktivität der Trizepsmuskeln (EMG) gemessen. Dies gilt für Gewichte im Bereich des 10RM Gewichts für Bankdrücken, enges Bankdrücken, Dips und viele Variationen von Trizepsdrücken inklusive liegendem Trizepsdrücken, Trizepsdrücken über Kopf und Trizepsdrücken am Kabel (Bohler et al. 2011, Soares et al. 2016).

 

2 – Vergiss den Trainingsball

Druckübungen, die auf einem Swiss Ball oder einem Gleichgewichtskissen durchgeführt werden, sind entsprechenden Übungen auf einem stabilen Untergrund unterlegen und ziemlich nutzlos, wenn Du bereits recht stark bist (Saeterbakken et al. 2013). Um die Trizeps maximal zu involvieren, verwende eine stabile Position mit einem stabilen Gewicht. Mit anderen Worten ausgedrückt brauchst Du eine Hantelbank und eine Langhantel.

 

3 – Ziehe eine Langhantel Kurzhanteln vor

In vielen Fällen sind sich Langhantel- und Kurzhantelvariationen einer Übung recht ähnlich, was aber nicht auf das Trizepstraining zutrifft. Kurzhantel Bankdrücken und Kurzhanteldrücken über Kopf können nicht mithalten, wenn sie mit den entsprechenden Übungsvariationen mit einer Langhantel oder an einer Multipresse verglichen werden, was wahrscheinlich daran liegt, dass Kurzhanteln das verwendete Gesamtgewicht begrenzen (Saeterbakken et al. 2011, 2013).

 

4 – Trainiere schwer

Du kannst Deine Trizeps nicht mit leichten Gewichten hereinlegen. Es ist gut bekannt, dass die Muskelaktivität mit steigendem Gewicht zunimmt, aber selbst wenn Du beim Bankdrücken mit maximaler Beschleunigung arbeitest, sind schwerere Gewichte (bis hin zum 1RM Gewicht) besser für eine Involvierung der Trizeps, als dies bei leichteren Gewichten der Fall ist (Newton et al. 1997).

 

5 – Verwende eine Bank mit leicht negativer Schräge oder eine Flachbank

Drücken mit der Langhantel ist die Königin der Mehrgelenksübungen für die Trizeps. Du solltest hierbei eine Flachbank oder eine Bank mit leicht negativer Schräge (das Polster zeigt nach unten) verwenden, da die Trizepsaktivierung bei diesen Winkeln im Vergleich zu Variationen auf der Schrägbank überlegen ist (Barnett et al. 1995).

 

6 – Verwende einen engeren Griff

Im Vergleich zu Bankdrücken mit weitem Griff ist die EMG Amplitude bei moderaten Gewichten doppelt so hoch, wenn Du einen engen Griff verwendest (Lehman et al. 2005).

 

Wie solltest Du Deine Trizeps trainieren?

Schweres Bankdrücken produzierte mit die besten EMG Amplituden für die Trizeps – zusätzlich dazu, dass diese Übung die Anatomie und die individuellen Hebelarme () der Muskelköpfe der Trizeps respektiert.

Wir können Bankdrücken noch besser für den Aufbau der Trizeps machen, indem wir einen engen Griff verwenden, da diese Variation die Beteiligung der Trizeps steigert.

Du kannst Bankdrücken auch auf eine Art und Weise ausführen, die den oberen Teil der Übung betont. Du kannst z.B. Teilwiederholungen wie Board Presses oder Floor Presses („Bankdrücken“ auf dem Boden liegend) ausführen. Du solltest Bankdrücken auch mit variablem Widerstand (mit Bändern oder Ketten) trainieren.

 

Tipp: Beginne immer mit einer leeren Stange

Einige der stärksten Kraftsportler der Welt beginnen ihr Training mit einer leeren Stange. Hier ist die Begründung dafür, dass Du das auch tun solltest

Von Paul Carter

Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-always-start-with-an-empty-bar

 

Je mehr Zeit Du Dir bei Deiner ersten Übung für das Aufwärmen nimmst, desto besser werden sich Deine Arbeitssätze anfühlen und mit einer leeren Stange zu beginnen, um zu sehen, wie sich Dein Körper an diesem Tag anfühlt, wird Dir bereits früh eine Menge sagen. Versuche den Punkt zu erreichen, an dem Du bereits bei Verwendung der leeren Stange sagen kannst, ob Deine Trainingseinheit gut, durchschnittlich oder miserabel ausfallen wird.

Die Verwendung einer leeren Stange wird es Dir erlauben einige instinktive Regulationen bezüglich Lastschemata vorzunehmen, anstatt einfach beim geplanten Schema zu bleiben. Wenn Du geplant hast schwere Sätze mit 5 Wiederholungen auszuführen, aber anhand des Aufwärmens mit der leeren Stange weißt, dass sich irgendetwas verspannt oder nicht richtig anfühlt, dann solltest Du die Intensität an diesem Tag reduzieren und mehr Volumen mit einem niedrigeren Gewicht ausführen. Dies hat mir mehrfach den Arsch gerettet, wenn es um Vermeidungen von Verletzungen ging und es kann auch Dir helfen.

 

Regeln für das Aufwärmen mit einer leeren Stange

  1. Behandle Dein Aufwärmen mit Respekt. Führe Deine Aufwärmsätze auf die gleiche Art und Weise und mit der gleichen Sorgfalt wie Deine schwersten Sätze aus.
  2. Führe Deine Wiederholungen auf dieselbe Art und Weise aus. Ja, eine leere Stange wird sich leicht anfühlen, aber Wiederholungen mit der leeren Stange auszuführen, bei denen Du das Gewicht wild durch die Gegend wirfst, ist dumm. Verwende saubere und gleichmäßige Wiederholungen. Achte darauf, wie sich Deine Gelenke anfühlen und wie sich Dein Körper bewegt. Dies wird Dir ein paar Hinweise für den Rest der Trainingseinheit geben. Muss diese angepasst werden? Die leere Stange wird es Dich wissen lassen.
  3. Führe 2 bis 4 Sätze a 20 bis 40 Wiederholungen aus. Ja, das ist eine große Bandbreite. Wenn sich nach zwei Sätzen alles gut anfühlt, füge etwas Gewicht hinzu. Wenn Du Dich nach zwei Sätzen steif fühlst, dann musst Du noch kein Gewicht hinzufügen. Nimm Dir so viel Zeit, wie Du mit der leeren Stange brauchst, bis sich Dein Setup, Deine Technik und Deine Wiederholungsausführung gut anfühlen.

 

https://www.t-nation.com/training/tip-try-band-dips-for-chest-and-triceps

Von Bret Contreras

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Was bestimmt die Trainingsfrequenz?
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Die Trainingsfrequenz für Bodybuilder oder Freizeitkraftsportler mit dem Ziel Muskelmasse aufzubauen, ist ein heiß diskutiertes Thema.

Ein schneller Blick ins Internet wird zeigen, dass die Meinungen von Experten stark variieren, wenn es um die ideale Trainingsfrequenz für ein Krafttraining mit dem Ziel des Muskelaufbaus geht.

Einige Autoritäten empfehlen einen Muskel sehr oft zu trainieren, während andere (insbesondere diejenigen, die dem Mainstream Bodybuilding näher stehen) weiterhin vorschlagen, jeden Muskel nur einmal wöchentlich zu trainieren. Diejenigen, die der wissenschaftlichen Fachliteratur recht dogmatisch folgen, werden hervorheben, dass aktuelle Meta Analysen davon berichtet haben, dass eine ideale Trainingsfrequenz bei zwei bis dreimal pro Woche liegt, auch wenn die meisten Bodybuilder weiterhin ihre Muskeln ein bis zweimal pro Woche trainieren.

Die Entscheidung einen Muskel zwei oder dreimal pro Woche zu trainieren, ist eine große Entscheidung, die einen großen Einfluss darauf haben wird, wie Du Dein Trainingsprogramm zusammenstellen solltest. Zum augenblicklichen Zeitpunkt weist die verfügbare wissenschaftliche Literatur nicht den Grad an Präzision auf, den wir benötigen würden, um anhand der Zahlen aus Langzeitstudien eine optimale Trainingsfrequenz zu bestimmen.

 

Welche Faktoren können die Trainingsfrequenz beeinflussen?

Die Trainingsfrequenz kann durch die Dauer der Zeit beeinflusst werden, während der die Muskelproteinsyntheserate nach einer Trainingseinheit erhöht ist. Zusätzlich hierzu fließt auch die Fähigkeit des Trainierenden, sich nach der ersten Trainingseinheit zu erholen, mit ein. Dies hängt mit den Nachwirkungen der Erschöpfung auf den Hypertrophiestimulus der zweiten Trainingseinheit zusammen.

Betrachten wir im Folgenden beide Faktoren.

 

1. Veränderungen der Rate der Proteinsynthese

Bei einer Krafttrainingseinheit erleben die Fasern eines Muskels eine mechanische Belastung. Diese mechanische Belastung wird durch Mechanorezeptoren wahrgenommen, was zu einer anabolen Signalfolge führt. Diese Signalfolge löst eine Erhöhung der Rate der Proteinsynthese innerhalb jeder belasteten Muskelfaser aus. Diese erhöhte die interne Rate der Muskelproteinsynthese ist das, was einen erhöhten Proteingehalt innerhalb der trainierten Muskelfasern bewirkt.

Nach der Trainingseinheit steigt die Rate der Muskelproteinsynthese über mehrere Stunden, erreicht irgendwann einen Maximalwert und sinkt dann wieder. Wir können diese Veränderungen im Lauf der Zeit als eine Kurve darstellen und der Bereich unter dieser Kurve ist die Gesamtauswirkung der Trainingseinheit auf die Größe der Muskelfaser. Wenn die Rate der Muskelproteinsynthese stärker oder über einen längeren Zeitraum erhöht wird, erlebt die entsprechende Muskelfaser eine größere Zunahme an Größe.

Es macht logischerweise Sinn zu warten, bis die Rate der Muskelproteinsynthese nach einer Trainingseinheit wieder in etwa auf den Wert vor der Trainingseinheit abfällt, bevor die nächste Trainingseinheit durchgeführt wird, da ansonsten der Stimulus, der durch die zweite Trainingseinheit generiert wird, teilweise verschwendet wäre. Aus diesem Grund ist die Dauer der Zeitspanne, über die die Rate der Muskelproteinsynthese nach einer Trainingseinheit erhöht ist, recht wichtig.

Wie die Abbildung unten zeigt, unterscheidet sich die Kurve zwischen trainierten Individuen (blau) und untrainierten Individuen (rot). Bei untrainierten Individuen dauert es länger, bis die Rate der Muskelproteinsynthese ihr Maximum erreicht und es dauert auch länger, bis die Rate der Muskelproteinsynthese wieder ihren Ausgangspunkt erreicht, was zu einem größeren Bereich unterhalb der Kurve führt.

Zusätzlich hierzu unterscheiden sich die Kurven auch abhängig davon, welche Proteine gemessen werden. Wenn wir alle Proteine in einer Muskelfaser betrachten (durchgehende Kurven), dann zeigt die Kurve ein anderes Profil, als wenn nur die kontraktilen Proteine (gestrichelte Kurven) gemessen werden.

 

 

Wir sollten anmerken, dass sowohl die myofibrillare, als auch die gemischte Muskelproteinsyntheserate für den Zweck einer Erhöhung der Muskelfasergröße und zum Zweck der Reparatur beschädigter Muskelfasern, die im Bereich der kontraktilen und der nichtkontraktilen Proteine zustande kommt, erhöht sein können. Aus diesem Grund bedeutet eine Erhöhung der Rate der (myofibrillaren oder gemischten) Proteinsynthese nicht automatisch, dass die Muskelfaser neue Proteine aufbaut, um an Größe zuzunehmen – sie könnte ganz einfach auch Schäden reparieren, die aufgetreten sind.

Wenn wir bei untrainierten Individuen alle Proteine betrachten, dann erreicht die Rate der gemischten Proteinsynthese nach 16 Stunden ihren Maximalwert und ist auch nach 48 Stunden noch nicht wieder auf den Ausgangswert vor dem Training abgefallen. Wenn wir uns die Form der Kurve ansehen, dann legt diese nahe, dass die Rate der gemischten Proteinsynthese nach etwa 72 Stunden ihren Ausgangswert erreicht, was eine ideale Trainingsfrequenz von alle drei Tage oder zweimal pro Woche implizieren würde.

Da die Kurve bei trainierten Individuen schneller ihren Maximalwert erreicht und auch schneller wieder absinkt, legen diese Daten nahe, dass ein häufigeres Training ideal wäre. Man sollte jedoch beachten, dass diese Analyse dadurch limitiert wird, dass alle Muskelfaserproteine berücksichtigt werden.

Idealerweise würde man eine ähnliche Analyse durchführen, bei der nur die kontraktilen Proteine betrachtet werden, doch eine solche Untersuchung wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass die Erhöhung der Rate der myofibrillaren Proteinsynthese über einen Zeitraum von 48 Stunden betrachtet in engem Zusammenhang mit der Hypertrophie steht, die aus einem Krafttrainingsprogramm resultiert – jedoch nur wenn die Person trainiert ist, aber nicht, wenn sie untrainiert ist.

Dies deutet darauf hin, dass der größte Teil der Erhöhung der myofibrillaren Proteinsyntheserate bei trainierten Personen innerhalb von 48 Stunden zustande gekommen ist, was eine ideale Trainingsfrequenz von mindestens jedem zweiten Tag oder dreimal pro Woche impliziert.

 

2. Die Regeneration des Trainierenden

Direkt nach einer Krafttrainingseinheit erleben wir eine reduzierte Fähigkeit, Kraft freizusetzen. Es gibt drei Faktoren, die für diesen Effekt verantwortlich sind:

  1. periphere (lokale) Erschöpfung der Muskulatur
  2. Muskelbeschädigungen
  3. Erschöpfung des zentralen Nervensystems

 

Es ist wichtig zu verstehen, dass der Einfluss eines jeden dieser drei Faktoren sich im Laufe der Zeit verändert.

Die periphere (lokale) Muskelerschöpfung kann aufgrund von Reduzierungen der Aktivierung der individuellen Muskelfasern (durch eine Reduzierung der Empfindlichkeit der Actin-Myosin Myofilamente gegenüber Kalziumionen oder eine Reduzierung der Freisetzung von Kalziumionen aus dem sarkoplasmatischen Retikulum) oder durch Faktoren, die die Fähigkeit des Individuums Kraft zu produzieren, zustande kommen. Letzteres umfasst eine Beeinträchtigung der Funktion der Actin-Myosin Kreuzverbindungen. Doch wie auch immer diese Erschöpfung zustande kommt, ist sie lediglich vorübergehender Natur.

Wir erholen uns von peripherer Erschöpfung innerhalb weniger Stunden.

Muskelbeschädigungen können viele Dinge umfassen. Hierzu gehören sehr geringe Mengen von Beschädigungen an internen Strukturen innerhalb der Muskelfaser, wie dem Cytokinskelett oder den kontraktilen Proteinen. In der Tat sind eines der am weitesten verbreiteten Anzeichen milder Muskelschäden Verschiebungen der Z-Disks –Linien, die ein Sarkomer vom nächsten trennen. Muskelbeschädigungen können auch Risse an der Zellmembran umfassen und ernsthafte Schäden können vollständige Abrisse der Muskelfasern selbst umfassen.

All diese Typen von Schäden werden durch Erweiterungen der Strukturen der existierenden Muskelfaser repariert. Sehr schwere Schäden können nicht repariert werden und dies führt zu einer Fasernekrose. Wenn dies geschieht, werden die Reste der alten Muskelfaser durch Proteasen vollständig abgebaut und innerhalb der Zellmembrane der alten Muskelfaser wächst eine neue Muskelfaser (1, 2).

Einige Typen von Krafttraining umfassen nur wenig oder überhaupt keine Muskelschäden, während andere eine große Menge an Muskelschäden umfassen. Muskelschäden können auch zwischen Muskelgruppen, Muskelfasertypen und Individuen variieren. Abhängig vom Grad der Muskelschäden kann die Dauer des Reparatur- oder Regenerationsprozesses zwischen sehr kurz und mehreren Wochen dauern.

Eine Erschöpfung des zentralen Nervensystems kann entweder durch eine Reduzierung der Stärke der Signale, die von Gehirn oder Wirbelsäule gesendet werden oder eine Zunahme des Feedbacks, das die Erregbarkeit der motorischen Neuronen reduziert, zustande kommen. Eine Erschöpfung des zentralen Nervensystems ist nicht dasselbe, wie eine Unlust, die nächste Trainingseinheit auszuführen, welche enger mit der Menge an Muskelbeschädigungen zusammenhängt, die wir erlebt haben. Vielmehr steht sie für den Grad, bis zu dem wir willentlich den trainierten Muskel aktivieren können.

Die Erschöpfung des zentralen Nervensystems ist nach einem Krafttraining geringer und von kürzerer Dauer, als die meisten Menschen glauben, was wahrscheinlich mit einer gewissen Verwirrung über die Bedeutung des Begriffs zusammenhängt. Wir gehen davon aus, dass wir, weil wir uns nicht bereit für die nächste Trainingseinheit fühlen, eine Erschöpfung des zentralen Nervensystems verspüren müssen, was nicht notwendigerweise der Fall sein muss. Die Erschöpfung des zentralen Nervensystems neigt übrigens dazu, mit steigender Trainingsdauer und nicht mit steigender Intensität zuzunehmen, was sie nach einem Ausdauertraining ausgeprägter macht.

Wenn die Muskelschäden jedoch stark ausfallen, wie dies z.B. nach einem ungewohnten rein exzentrischen Training oder einem hohen Volumen an konventionellem Krafttraining der Fall ist (3), dann kann dies längere Phasen einer Erschöpfung des zentralen Nervensystems hervorrufen, die bis zu 2 oder 3 Tage nach dem Training anhalten können.

Die erwähnten drei Typen der Erschöpfung besitzen unterschiedliche Auswirkungen auf den Einfluss folgender Trainingseinheiten.

Wenn wir zum Zeitpunkt einer nachfolgenden Trainingseinheit immer noch periphere Erschöpfung verspüren (was sehr ungewöhnlich wäre, da es hierfür notwendig wäre, innerhalb weniger Stunden nach der ersten Trainingseinheit eine zweite Trainingseinheit zu absolvieren) dann beeinflusst dies den Hypertrophie Stimulus nicht.

Der hohe Grad an peripherer Erschöpfung führt zu einer gesteigerten Rekrutierung motorischer Einheiten und einer reduzierten Verkürzungsgeschwindigkeit der Muskelfasern, was bedeutet, dass unsere motorischen Einheiten mit hoher Reizschwelle früher rekrutiert werden und wir weniger Wiederholungen ausführen, aber trotzdem dieselbe mechanische Belastung der Zielmuskelfasern erreichen.

Wenn wir zum Zeitpunkt der Ausführung der nächsten Trainingseinheit immer noch eine Erschöpfung des zentralen Nervensystems erleben, dann beeinträchtigt dies den Hypertrophiestimulus. Wenn wir einen Muskel während des Trainings nicht vollständig aktivieren können, dann stimulieren wir die motorischen Einheiten mit hoher Reizschwelle nicht, was bedeutet, dass wir es nicht schaffen, eine ausreichende mechanische Belastung der Muskelfasern zu produzieren, die durch diese motorischen Einheiten kontrolliert werden –und dies wird die Menge an Hypertrophie Resultaten reduzieren.

In der Praxis wird eine Erschöpfung des zentralen Nervensystems entweder durch aerobes Training oder durch muskelbeschädigendes Krafttraining, das in nahem zeitlichem Abstand zur Trainingseinheit ausgeführt wurde, hervorgerufen.

Wenn wir zum Zeitpunkt der nachfolgenden Trainingseinheit immer noch unter Muskelbeschädigungen leiden, dann wird dies den Hypertrophiestimulus aus zwei Gründen beeinflussen. Erstens kann dies den Hypertrophiestimulus bis zu dem Grad beeinflussen, dass er eine Erschöpfung des zentralen Nervensystems hervorruft. Zweitens kann dieses Szenario zu oxidativem Stress führen, der die Erhöhung der Muskelproteinsyntheserate beeinträchtigt, die als Resultat der anabolen Signale angeregt wird, die durch die mechanische Belastung hervorgerufen werde. Aus diesem Grund können Muskelbeschädigungen selbst dann, wenn wir dazu in der Lage sind, den Muskel vollständig zu aktivieren, die Hypertrophie durch eine Beeinträchtigung des Signalprozesses beeinträchtigen.

 

Was bestimmt die Trainingsfrequenz?

Die Trainingsfrequenz wird von folgenden Faktoren bestimmt;

  1. Die Dauer, für die die myofibrillare Proteinsyntheserate nach dem Training erhöht ist.
  2. Die Zeitdauer, während der Muskelbeschädigungen den Hypertrophiestimulus der folgenden Trainingseinheit entweder durch die Generierung einer Erschöpfung des zentralen Nervensystems(und damit einer Verhinderung der Rekrutierung motorischer Einheiten mit hoher Reizschwelle) oder durch eine Erhöhung des oxidativen Stress beeinflussen.

 

Zum augenblicklichen Zeitpunkt ist unklar, wie lange die myofibrillaren Proteinsyntheseraten nach dem Training erhöht sind, aber es dürften wahrscheinlich weniger als 48 Stunden sein. Wie viel kürzer als 48 Stunden ist noch nicht bekannt. Wenn wir Muskelbeschädigungen als Faktor ignorieren würden, dann läge die optimale Trainingsfrequenz bei einmal alle 2 Tage oder dreimal wöchentlich. Wenn die myofibrillare Proteinsynthese nur für 24 Stunden nach dem Training in nennenswertem Umfang erhöht ist (was gut möglich ist(, dann könnte die optimale Trainingsfrequenz bei einmal täglich liegen – aber nur dann, wenn Muskelbeschädigungen nicht als Faktor berücksichtigt werden.

Die Länge des Zeitraumes, während dem Muskelbeschädigungen den Hypertrophiestimulus einer zweiten folgenden Trainingseinheit beeinträchtigen können, ist unklar. Wenn konventionelle Krafttrainingseinheiten ausgeführt werden, dann ist die Erschöpfung des zentralen Nervensystems nur gering und kurzlebig.

Ein hochvolumigeres Training (4) und ein ungewohntes rein exzentrisches Training können jedoch die Muskelaktivierung für 2 bis 3 Tage beeinträchtigen, da sie eine größere Menge an Muskelbeschädigungen hervorrufen. Die Dauer der Auswirkungen von durch Muskelbeschädigungen verursachtem oxidativem Stress auf den Hypertrophiestimulus dauert bei Nagetieren 8 bis 24 Stunden, wobei man erwarten könnte, dass sie beim Menschen länger ausfällt, auch wenn genaue Werte noch nicht bestimmt wurden.

Aus diesem Grund erscheint es wahrscheinlich, dass das Schlüsselvolumen eine Schlüsselrolle bei der Bestimmung der optimalen Trainingsfrequenz spielt. Ein hohes Volumen bedarf einer längeren Regenerationszeit, was zu einer optimalen Trainingsfrequenz von einmal alle 2 bis 3 Tage führt (abhängig davon, ob der Trainierende an das Training gewöhnt ist und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Dauer der Auswirkungen von erhöhtem oxidativem Stress noch nicht bekannt ist).

Trainingseinheiten mit moderatem Volumen könnten nur durch die Zeitdauer limitiert werden, während der die myofibrillare Proteinsyntheserate erhöht ist (auch hier sollte berücksichtigt werden, dass die Dauer der Auswirkungen von erhöhtem oxidativem Stress noch nicht bekannt sind).

 

Wie wichtig sind Muskelschäden?

Wenn es ums Bodybuilding geht, dann ist das Thema des Trainingsvolumens weit weniger umstritten als das Thema der Trainingsfrequenz.

Die meisten Experten stimmen mit den Schlussfolgerungen der wissenschaftlichen Literatur überein, die von einem dosisabhängigen Zusammenhang zwischen Trainingsvolumen und Hypertrophie berichtet, wobei die Anzahl der Sätze bei untrainierten und trainierten Personen von 10 Sätzen pro Woche reichen.Interessanterweise beziehen sich die Angaben bei diesen Studien auf das wöchentliche Trainingsvolumen, auch wenn bei diesen Studien unterschiedliche Trainingsvolumen durch Veränderungen der Anzahl der pro Trainingseinheit durchgeführten Sätze verglichen werden, während die Anzahl der Trainingseinheiten gleich bleiben. In der Tat beziehen sich viele Experten ausschließlich auf das wöchentliche Trainingsvolumen, ohne auf das Volumen der Trainingseinheiten einzugehen.

Trotzdem scheint zumindest bei untrainierten Individuen eine Erhöhung des wöchentlichen Trainingsvolumens durch eine Erhöhung der Anzahl der Trainingseinheiten, die absolviert werden, nicht dieselbe dosisabhängige Wirkung wie eine Erhöhung des wöchentlichen Trainingsvolumens durch eine Erhöhung der Anzahl der pro Trainingseinheit ausgeführten Sätze zu besitzen.

Bei einer Studie fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Ausführung derselben Trainingseinheit zwei, drei oder fünf Mal wöchentlich ein ähnliches Muskelwachstum hervorrief (5). Jede Trainingseinheit umfasste 3 Sätze Beinstrecken bis zum Muskelversagen, was bedeutete, dass die 3 Gruppen 6, 9 oder 15 Sätze pro Woche ausführten. Es wurde erwartet, dass diese Unterschiede bezüglich des wöchentlichen Trainingsvolumens unterschiedliche Auswirkungen auf die Hypertrophie besitzen sollten, was jedoch nicht der Fall war. Die mangelnden Unterschiede zwischen den Gruppen legen nahe, dass Muskelbeschädigungen, die bei einigen dieser Trainingseinheiten hervorgerufen wurden, den Hypertrophiestimulus bei nachfolgenden Trainingseinheiten entweder durch eine reduzierte Muskelaktivierung oder durch erhöhten oxidativen Stress beeinträchtigt haben könnten.

Dieser Effekt würde bei trainierten Individuen sicherlich geringer ausfallen, doch trotz der Gewöhnung an wiederholte Anstrengungen kommt es auch bei trainierten Individuen zu Muskelbeschädigungen, was insbesondere für die Oberkörpermuskulatur gilt (6).

Alles in allem zeigt dies einmal mehr, dass Trainingsvolumen nur dann zählt, wenn es stimuliert. Wenn zu oft trainiert wird, dann kann es vorkommen, dass das Trainingsvolumen nicht stimuliert, falls die Rekrutierung motorischer Einheiten durch eine Ermüdung des zentralen Nervensystems aufgrund von Muskelbeschädigungen beeinträchtigt ist oder falls eine Erhöhung der Rate der Muskelproteinsynthese trotz anaboler Signale durch oxidativen Stress infolge von Muskelbeschädigungen verhindert wird.

 

Warum nicht weniger oft trainieren?

Wenn ein zu häufiges Training das Risiko mit sich bringt, dass Trainingseinheiten ausgeführt werden, die keine Muskelhypertrophie anregen, dann stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, weniger oft zu trainieren und jeden Muskel nur einmal wöchentlich zu trainieren, wie dies viele Bodybuilder tun.

Es gibt jedoch zwei Gründe dafür, dass wir einen Muskel öfter als einmal pro Woche trainieren sollten:

  1. Einige Menschen finden die Ausführung des gesamten wöchentlichen Trainingsvolumens für eine Muskelgruppe während einer einzigen Trainingseinheit aufgrund des hohen Grades an peripherer Erschöpfung während der Trainingseinheit und der starken Muskelbeschädigungen, sowie des starken Muskelkaters nach dem Training zu fordernd. Dies ist eine Frage der persönlichen Präferenzen, die jedoch gut zu verstehen ist.
  2. Es gibt wahrscheinlich eine nicht lineare Dosis-Wirkungskurve des Trainingsvolumens für eine gegebene Trainingseinheit. Studien haben gezeigt, dass eine Ausführung von 10 Sätzen a 10 Wiederholungen pro Übung genauso effektiv wie die Ausführung der Hälfte an Sätzen ist. Darüber hinaus erreicht auch die Erhöhung der Rate der Muskelproteinsynthese nach dem Training bei einer bestimmten Anzahl von Sätzen ein Plateau, was bedeutet, dass ab einem gewissen Punkt mehr Sätze zu keiner weiteren Erhöhung der Muskelproteinsynthese führen werden. Sobald eine bestimmte Schwelle des Trainingsvolumens erreicht ist, sollte ein Aufteilen des Trainingsvolumens auf zwei Trainingseinheiten pro Woche ein stärkeres Muskelwachstum als eine wöchentliche Trainingseinheit mit dem gesamten wöchentlichen Volumen produzieren.

 

Die optimale Trainingsfrequenz hängt deshalb vom während der Trainingseinheit ausgeführten Volumen ab. Jede Trainingseinheit verursacht einen bestimmten Grad an Muskelbeschädigungen, welche bestimmen werden, wie oft diese Trainingseinheit ausgeführt werden kann. Jede Trainingseinheit wird jedoch nur bis zu einem bestimmten Punkt eine dosisabhängige Hypertrophiereaktion auf das ausgeführte Volumen hervorrufen. Aus diesem Grund werden einige Trainingsfrequenzen (in Verbindung mit dem entsprechenden optimalen Volumen der Trainingseinheiten) bessere Resultate als andere produzieren.

 

Was ist mit psychologischem Stress?

Einige Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Menschen, die einem hohen Level an psychologischem Stress ausgesetzt sind, die Regeneration nach einer Trainingseinheit länger dauert. Auch wenn dies einen Mechanismus zu implizieren scheint, an dem das zentrale Nervensystem beteiligt ist, ist es wahrscheinlicher, dass dieser Effekt mit einer reduzierten Heilung von Muskelschäden zusammenhängt. In der Tat haben mehrere Studien gezeigt, dass die Wundheilung in unterschiedlichen Kontexten, bei denen Individuen einem hohen Level an physiologischem Langzeitstress ausgesetzt sind, langsamer abläuft (7,8).

Es bedarf nicht viel an Vorstellungsvermögen, um zu sehen, wie die Reparatur von Muskelschäden durch psychologischen Stress ähnlich beeinträchtigt werden könnte.

 

Was bedeutet dies in der Praxis?

Die bisher betrachteten Fragen besitzen mehrere praktische Implikationen.

Erstens ist es offensichtlich, dass es möglich ist, zu oft zu trainieren, was hauptsächlich mit den Auswirkungen der während einer Trainingseinheit entstandenen Muskelbeschädigungen auf den Hypertrophiestimulus der folgenden Trainingseinheiten zusammenhängt.

Zweitens variiert die Menge an Muskelschäden von Individuum zu Individuum (insbesondere aufgrund des Trainingsstatus, aber auch aufgrund der Stresslevel), von Muskel zu Muskel und von Trainingseinheit zu Trainingseinheit (insbesondere aufgrund des Volumens). Aus diesem Grund unterscheidet sich die optimale Trainingsfrequenz von Person zu Person, von Muskel zu Muskel und von Trainingseinheit zu Trainingseinheit. Zu versuchen die perfekte Trainingsfrequenz zu finden, die für jeden immer funktionieren wird ist deshalb ein von Grund auf zum Scheitern verurteiltes Unterfangen.

Drittens können wir unser wöchentliches Trainingsvolumen nicht einfach dadurch berechnen, dass wir unabhängig davon, wann sie ausgeführt werden, alle Sätze zusammenzählen, die innerhalb einer Woche bis zum Muskelversagen (oder bis zu einem gewissen Punkt vor Erreichen des Muskelversagens) ausgeführt werden. Wenn Trainingseinheiten mit zu kurzem Abstand nacheinander ausgeführt werden, dann wird dies dazu führen, dass der Stimulus der nachfolgenden Trainingseinheit beeinträchtigt wird. Wie lange der Abstand sein sollte, hängt vom Individuum, dem trainierten Muskel und der Trainingseinheit ab.

In der Praxis bedeutet dies, dass wir ein neues Trainingsprogramm mit einer konservativen Trainingsfrequenz beginnen sollten und diese Frequenz so lange erhöhen sollten, bis wir von einer Trainingseinheit zur nächsten keine Fortschritte mehr machen. In den meisten Fällen wird dies wahrscheinlich bedeuten, dass wir abhängig vom geplanten Trainingsvolumen mit 1 bis 2 Trainingseinheiten für eine Muskelgruppe pro Woche beginnen werden.

 

Fazit

Die Trainingsfrequenz wird bestimmt durch:

  1. Die Dauer, für die die myofibrillare Muskelproteinsynthese nach dem Training erhöht ist.
  2. Die Zeitspanne, während der Muskelschäden den Hypertrophiestimulus der folgenden Trainingseinheit beeinträchtigen (entweder durch eine Ermüdung des zentralen Nervensystems, welche die Rekrutierung motorischer Einheiten mit hoher Reizschwelle verhindert oder durch erhöhten oxidativen Stress).

 

Die Menge an Muskelschäden kann von Person zu Person, von Muskel zu Muskel und abhängig vom Typ der Trainingseinheit variieren. Trainingseinheiten mit einem höheren Volumen produzieren mehr Muskelschäden und bedürfen deshalb einer längeren Regeneration. Aus diesen Gründen variiert die optimale Trainingsfrequenz von Individuum zu Individuum, von Muskel zu Muskel und abhängig vom Typ der Trainingseinheit.

 

Referenzen:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29115986
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25242742
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30067591
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30067591
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29852092
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10958167
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2792763/
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19686881

 

Quelle: https://medium.com/@SandCResearch/what-determines-training-frequency-62ec783f908f

Von Chris Beardsley

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