Training

Wenn Du wie die meisten Trainierenden bist, dann hattest Du zwei einfache Ziele, als Du mit dem Training begonnen hast:
- Große Brustmuskeln
- Große Bizeps
Und wenn Du eine Frau bist, dann besteht eine gute Chance, dass sich definierte und wohlgeformte Arme schon immer weit oben auf Deiner Liste der Prioritäten befunden haben.
Wenn Du diesen Artikel liest, ist davon auszugehen, dass Du entweder noch nicht über die Bizpesentwicklung verfügst, die Du Dir wünschst, oder dass Du auf der Suche nach etwas Neuem für Dein Bizepstraining bist.
Und in beiden Fällen werde ich Dir weiterhelfen.
Die Anatomie der Bizeps Muskeln
Wenn die meisten Menschen über den Bizeps sprechen, dann meinen sie einen Muskel, der als Biceps brachii bezeichnet wird. Dies ist ein Muskel mit zwei Muskelköpfen, der folgendermaßen aussieht:
Dies ist der Muskel, den die meisten Bizepsübungen betonen.
Wenn Du eine außergewöhnliche Armentwicklung erreichen möchtest, dann gibt es jedoch noch einen weiteren mit dem Bizeps in Verbindung stehende Muskel, die Du kennen solltest:
Dieser Muskel ist der Biceps brachialis, der unter dem Biceps brachii liegt und diesen beim Beugen des Armes unterstützt.
Dieser Muskel sieht folgendermaßen aus:
Die Signifikanz dieses Muskels ist, dass er zwei Dinge tut, wenn er gut entwickelt ist:
1. Er liefert eine Separation zwischen Bizeps und Trizeps.
2. Er drückt den Biceps brachii nach oben und lässt diesen größer wirken.
Es gibt Übungen, die den Biceps brachii betonen und es gibt Übungen, die den Biceps brachialis betonen.
Ich werde Dich beides ausführen lassen.
Die einfache Wissenschaft des effektiven Bizepstrainings
Es gibt eine Menge Theorien darüber, wie Du Deine Bizeps am besten trainieren kannst.
Einige sagen, dass Du Dich auf ein Training mit hohen Wiederholungszahlen konzentrieren solltest, um das Muskelbrennen wirklich zu spüren.
Andere sagen, dass Du Deine Bizeps mehrmals pro Woche trainieren solltest.
Wieder andere sagen, dass Du überhaupt kein direktes Bizepstraining ausführen solltest und Dich stattdessen auf Mehrgelenksübungen konzentrieren solltest.
Ich habe all dies und vieles mehr ausprobiert und ich habe mit tausenden von Klienten gearbeitet und hier ist das, was ich gelernt habe:
1.Die meisten Menschen müssen ihre Bizeps direkt trainieren, um die Muskelmasse und Definition zu erreichen, die sie sich wünschen
Ein schweres Rückentraining wird die Bizeps aufbauen, aber es ist nur selten ausreichend, um die Masse und Definition aufzubauen, die die meisten Menschen wollen.
2. Schwere Langhantel und Kurzhantel Curls sind am besten geeignet, um Kraft und Masse aufzubauen
Du kannst auch Kabelcurls mit hohen Wiederholungszahlen mit in Dein Trainingsprogramm aufnehmen, aber diese können schwere Curls mit freien Gewichten nicht ersetzen.
3. Ein schweres Bizepstraining pro Woche ist im Allgemeinen ausreichend
Ein entscheidender Teil Deines Bizepstrainings ist das richtige Volumen oder die Gesamtzahl an Wiederholungen, die Du pro Woche ausführst.
Dies ist besonders wichtig, wenn Du allgemein eine Menge schweres Training ausführst, da die allgemeine Regel folgende ist:
Je schwerer die Wiederholungen sind, desto weniger Wiederholungen kannst Du pro Woche ausführen, ohne dass es zu Symptomen eines Übertrainings kommt.
Dies gilt insbesondere für Mehrgelenksübungen wie Kreuzheben und Kniebeugen - je schwerere Gewichte Du verwendest, desto mehr Zeit benötigt Dein Körper, um sich hiervon zu erholen. Ich habe viele unterschiedliche Trainingssplits und Trainingsfrequenzschemata ausprobiert und das, was sich am besten erwiesen hat, wurde auch durch zwei ausgiebige Studienreviews zum Thema nachgewiesen (1, 2).
Wenn Du primär mit schweren Gewichten (80 bis 85%+ Deines 1RM Gewichts) trainierst, scheint das optimale Volumen bei 60 bis 70 Wiederholungen alle 5 bis 7 Tage zu liegen.
Dies trifft nicht nur auf die Bizeps, sondern auch jede andere größere Muskelgruppe zu. Im Fall der Bizeps müssen wir berücksichtigen, dass diese bei Zugübungen stark involviert sind.
Wenn Du sagen wir 60 Wiederholungen schweres Ziehen für Deinen Rücken ausführst, dann sind zusätzliche 60 Wiederholungen Bizepstraining wahrscheinlich zu viel.
Ich habe mit tausenden von Menschen gearbeitet und hierbei herausgefunden, dass 30 bis 40 Wiederholungen direktes Bizepstraining pro Woche (zusätzlich zum Ziehen) ausreichend sind. Gelegentlich treffe ich jedoch auf Menschen, deren Bizeps sehr hartnäckig sind und diese lasse ich jede Woche Folgendes ausführen:
- 9 Sätze schweres Ziehen/Rudern (4 bis 6 Wiederholungen) plus 3 Sätze Bizepstraining mit einem Wiederholungsbereich von 8 bis 10 Wiederholungen.
- 6 schwere Sätze Bizepscurls mehrere Tage später.
Diese leichte Erhöhung des wöchentlichen Volumens ist keine magische Lösung, aber es hilft dabei, hartnäckige Plateaus zu durchbrechen.
Nachdem wir jetzt die grundlegende Trainingstheorie hinter uns gebracht haben, ist es an der Zeit, die besten Bizepsübungen zu betrachten.
Die besten Bizepsübungen
Ignoriere die Bodybuilding Zeitschriften. Du musst nicht 50 unterschiedliche Typen von Curls ausführen, um eindrucksvolle Bizeps aufzubauen.
In der Tat sind von der Vielzahl von Bizepsübungen, die Du ausführen könntest, nur eine Handvoll wirklich notwendig. Hierbei handelt es sich um..:
1. Langhantelcurls
Langhantelcurls gibt es schon seit Sandows Zeiten und sie sind immer noch eine der besten allround Bizeps Aufbauübungen, die Du ausführen kannst.
2. SZ Curls
Die SZ Stangen Variante von Langhantelcurls ist eine effektive Bizeps Aufbauübung und gut dazu geeignet, Deinen Handgelenken und Ellenbogen eine Pause von Langhantelcurls zu gönnen.
3. Alternierende Kurzhantelcurls
Genau wie Langhantelcurls werden auch alternierende Kurzhantelcurls bereits seit der Geburtsstunde des Bodybuildings für das Training der Bizeps verwendet.
4. Kurzhantel Hammercurls
Hammercurls sind meine Lieblingsübung für den Aufbau des Biceps brachialis, was der Grund dafür ist, dass viele Bodybuilder diese Übung zur Verbesserung des Peaks ihrer Bizeps verwenden.
5. Klimmzüge im Untergriff
Klimmzüge im Untergriff sind eine funktionale Übung, die die Bizeps stark belastet. Wenn Du stärker wirst, kannst Du den Schwierigkeitsgrad durch die Verwendung eines Dip Gürtels oder einer Gewichtsweste steigern.
Progressive Überlastung ist der Schlüssel
So viel zu den besten Bizepsübungen. Dies sind alle Übungen, die Du brauchst, um die Bizeps aufzubauen, die Du willst.
Bevor wir über Bizeps Trainingseinheiten sprechen, möchte ich jedoch sicherstellen, dass Du einen entscheidenden Teil des Trainings mit Gewichten im Allgemeinen verstehst:
Der Schlüssel ist nicht nur die Ausführung von Übungen - es ist die Progression bei diesen Übungen. Für steroidfreie Trainierende ist der wichtigste Typ der Progression die Überlastung. Dies bedeutet eine Erhöhung des Gewichts, das Du bewegen kannst, im Laufe der Zeit.
Die Realität ist, dass Du, wenn Du willst, dass ein Teil Deines Körpers größer wird, Du diesen Teil stärker machen musst.
Das ist Deine absolute Priorität, eine Erhöhung des Gewichts auf der Stange im Lauf der Zeit. Wenn Du dies tust und genug isst, dann werden Deine Muskeln wachsen.
Die ultimative Bizepstrainingseinheit
Eine gute Bizeps Trainingseinheit tut folgendes:
- Sie umfasst Übungen, die den Biceps brachii betonen.
- Sie umfasst Übungen, die den Biceps brachialois betonen.
- Sie legt den Fokus auf schwere Gewichte.
Ich möchte Dir an dieser Stelle ein einfaches Bizepstrainingsprogramm geben, so dass Du sehen kannst, wie meine Ratschläge für Dich funktionieren.
Führe hierfür für die nächsten 8 Wochen folgende Bizepstrainingseinheit einmal alle 5 bis 7 Tage aus:
- Langhantelcurls: Aufwärmen und 3 Sätze a 4 – 6 Wiederholungen
- Kurzhantel Hammer Curls: 3 Sätze a 4 – 6 Wiederholungen
- Kurzhantel Curls: 3 Sätze a 6 – 8 Wiederholungen
Das ist alles. Lediglich 9 Sätze für Deine gesamte Trainingseinheit.
Und nur für den Fall, dass Du nicht damit vertraut bist, wie die Wiederholungsbereiche funktionieren, ist hier eine einfache Erklärung:
- Wenn Du dazu in der Lage bist, mehr Wiederholungen auszuführen, als die obere Grenze Deines Wiederholungsbereichs vorgibt, dann ist das Gewicht zu leicht und muss erhöht werden.
- Wenn Du nicht dazu in der Lage bist, die Anzahl an Wiederholungen auszuführen, die die untere Grenze Deines Wiederholungsbereichs vorgibt, dann ist das Gewicht zu schwer und muss reduziert werden.
Wenn Du also bei Langhantelcurls mit einem bestimmten Gewicht 8 Wiederholungen ausführen kannst, aber Dein Plan 4 bis 6 Wiederholungen als Wiederholungsbereich vorgibt, dann musst Du das Gewicht erhöhen.
Und wenn Du 10 Kilo mehr auf die Stange packst und dann nur noch 2 Wiederholungen schaffst, dann musst Du das Gewicht reduzieren.
Sobald Du die obere Grenze des Wiederholungsbereichs bei einem Satz erreichst, erhöhst Du das Gewicht.
Wenn Du also z.B. bei Deinem ersten Satz Langhantelcurls 6 Wiederholungen schaffst, dann erhöhst Du das Gewicht um 2,5 Kilo bei Deinem nächsten Satz und arbeitest mit diesem Gewicht, bis Du 6 Wiederholungen damit ausführen kannst, worauf das Spiel von Neuem beginnt.
Dein wöchentliches Ziel besteht darin, die Anzahl der Wiederholungen bei Deinen Übungen zu erhöhen, was im Laufe der Zeit zu einer Erhöhung des Gewichts führt.
Das Fazit zum Thema Bizepstraining
In vielerlei Hinsicht ist der Aufbau beeindruckender Bizeps wie der Aufbau eine jeden anderen Muskelgruppe Deines Körpers:
- Du musst die richtigen Übungen ausführen
- Du musst schwere Gewichte bewegen.
- Du musst ein ausreichendes Trainingsvolumen verwenden.
- Du musst geduldig sein.
Dieser letzte Punkt ist bei den Bizeps besonders wichtig. Wenn die Bizeps nicht gerade zu Deinen genetischen Stärken gehören, wird es seine Zeit dauern, bis Du Erfolge siehst.
Ich würde sagen ein Jahr Training, um die Ärmel Deines Shirts zu füllen, zwei Jahre, um regelmäßig Komplimente zu erhalten und drei Jahre, um wie ein Fitness Model auszusehen.
Etwas anderes, das ich im Laufe der Jahre während meiner Arbeit mit unzähligen Klienten gesehen habe ist, dass viele Menschen ganz einfach keine Muskelmasse im Bereich der Bizeps aufbauen können, so lange sie keine Masseaufbauphase durchführen.
Sie können zwar signifikante Anfängerzuwächse in allen anderen Bereichen des Körpers beobachten, aber keine signifikante Masse im Bereich ihrer Bizeps aufbauen, so lange sie sich nicht in einem Kalorienüberschuss befinden.
Trainiere also hart, bleibe konsistent, iss richtig und Du wirst die Art von Bizeps aufbauen, die Du Dir wünschst.
Refrenzen:
Quelle: https://legionathletics.com/best-biceps-workout/
Von Michael Matthews

Ronnie Coleman sagte einmal, dass der beste Weg schnell Muskeln aufzubauen darin besteht, mit recht schweren Gewichten einen Pump zu bekommen. Dies mag simplifizierend klingen, sagt aber viel über die Wahl der Gewichte beim Training aus.
Das Fazit? Du musst Gewichte verwenden, die schwer genug für Dich sind, aber trotzdem die Muskelspannung hervorrufen, die benötigt wird, um einen Pump zu generieren.
Es gibt zwei Wege dies zu versaubeuteln:
Problem 1: Die Verwendung zu schwerer Gewichte
Dies wird Dir keinen soliden Pump bescheren. Es gibt einen Punkt, ab dem Du, wenn Du das Gewicht erhöhst, die Übung zwar weiterhin ausführen kannst, aber die Zielmuskeln nicht mehr die Arbeit verrichten spürst. Die Spannung wird verschoben und verteilt sich auf andere Muskeln.
Das Bewegen von maximalen oder nahezu maximalen Gewichten, das keinen Pump generiert und während dem Du die Last auf den Zielmuskeln nicht direkt spürst, kann zur Steigerung von Kraft und Muskelhärte verwendet werden. Diese Art des Trainings kann jedoch nicht Dein primärer Ansatz sein, wenn Dein Ziel hauptsächlich im Aufbau von Muskelmasse besteht.
Problem 2: Die Verwendung zu leichter Gewichte.
Dies wird nicht zu einem maximalen Muskelwachstum führen, wenn es als primäre Trainingsmethode verwendet wird. Eine Verwendung sehr leichter Gewichte kann es Dir erlauben, die Wiederholungen mit konstanter Spannung auszuführen: Du bewegst das Gewicht langsam und spannst die Zielmuskeln bewusst an. Du kannst außerdem hohe Wiederholungszahlen, absteigende Sätze und Supersätze ausführen und einen enormen Pump erzielen. Das Gewicht ist jedoch nicht schwer genug, um eine maximal Spannung zu erreichen.
Eine Verwendung leichter Gewichte, um einen förmlich die Haut sprengenden Pump zu erreichen, kann das Muskelwachstum durch das Anregen einer Erhöhung der Nährstoffaufnahme und eine Aktivierung von mTOR unterstützen. Es kann jedoch nicht Deine primäre Trainingsstrategie sein, wenn Du trainierst, um maximale Muskelmasse aufzubauen.
Versuche jemanden zu finden, der nur mit leichtem Pumptraining einen eindrucksvollen Körper aufgebaut hat. Diese Menschen existieren, aber sie sind häufig älter und haben früher lange mit schweren Gewichten trainiert. Wenn Du bereits über eine Menge Muskeln verfügst, dann brauchst Du nicht mehr so viel schweres Training, um Dich weiter zu verbessern. Aber schaue Dir nicht an, was die großen Jungs jetzt tun - schaue Dir das an, was sie ihr ganzes Leben lang getan haben, um dorthin zu kommen, wo sie jetzt sind.
Fordere Dich, ohne das Gefühl für die Muskelkontraktion zu verlieren. Das ist der Schlüssel für den Aufbau von Muskelmasse.
Führe um Dich zu fordern zwischen 4 und 8 harten Wiederholungen pro Satz, mit einem Fokus auf 6 bis 8 Wiederholungen aus. Dies ist schwer genug, um die Muskeln richtig zu belasten, aber nicht so schwer, dass sich die Spannung vom Zielmuskel weg verschiebt. Diese Vorgehensweise wird Dich außerdem genügend mechanische Arbeit verrichten lassen, um die Muskelfasererschöpfung zu generieren, die für ein Wachstum notwendig ist.
Sarkoplasmatische Hypertrophie und temporäre Zuwächse
Als Wissenschaftler Kraftsportler untersucht haben, die bis zum Muskelversagen trainierten, fanden sie ähnliche Zuwächse zwischen denjenigen, die 30% ihres Maximalgewichts verwendeten und denjenigen, die 80% ihres Maximalgewichts verwendeten. Dieselbe Studie kam jedoch auch zu dem Ergebnis, dass diejenigen, die mit 80% trainierten, etwa doppelt so große Kraftzuwächse wie diejenigen verzeichnen konnten, die nur mit 30% ihres Maximalgewichts trainierten.
Dies sollte uns ein oder zwei Dinge sagen: entweder stimuliert das Training mit leichtern Gewichten mehr sarkoplasmatische Hypertrophie (eine Erhöhung des Zellvolumens ohne ein Wachstum der Muskelfasern) ODER die neuronalen Faktoren wurden nicht so stark trainiert. Beide Szenearien umfassen einen großen Nachteil.
Eine sarkoplasmatische Hypertrophie kann schneller wieder verloren gehen als eine Hypertrophie der eigentlichen Muskelfasern. Auch wenn Du Deine sarkoplasmatische Hypertrophie steigern kannst, um Dein Gesamtpaket zu verbessern, sollte der Löwenanteil Deines Trainings auf eine Erhöhung der Größe Deiner Muskelfasern abzielen, was Deine Muskeln größer UND stärker macht.
Neuronale Effizienz
Auch die neuronale Effizienz ist wichtig. Je effizienter Du darin bist, Deine Muskelfasern zu rekrutieren, desto weiniger Erschöpfung benötigt Dein Körper, um eine maximale Menge an Fasern aufzubauen. Je schneller Du schnell kontrahierende Fasern während eines Satzes rekrutieren kannst, desto weiter kannst Du vom Muskelversagen wegbleiben und desto leichter kann sich Dein Körper regenerieren, was es Dir ermöglicht, mehr Volumen oder eine höhere Frequenz zu verwenden.
Tipp: Trainiere konservativ bis zum Muskelversagen
Bis zu dem Punkt zu trainieren, an dem Du keine weitere Wiederholung mehr ausführen kannst, kann Muskeln aufbauen - aber nur, wenn Du dies weise planst. Hier sind die Details, die Du kennen solltest.
Von Christian Thibaudeau
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-train-to-failure-conservatively/
Finde die richtige Dosis
Unter den richtigen Umständen und in der richtigen Dosierung kann es nützlich sein, Deine Wiederholungen bis zum Muskelversagen auszuführen. Aber dies ist nicht der einzige Stimulus für ein Wachstum - und vielleicht nicht einmal der beste.
Ja, es gibt einige Untersuchungen, die zeigen, dass das verwendete Gewicht nicht so wichtig ist, wie bis zum Muskelversagen zu gehen, wenn es um eine Hypertrophie geht. Ein Experiment zeigte sogar, dass ein leichtes Gewicht im Bereich von 30% des Maximalgewichts zu einer ähnlichen Hypertrophie wie ein schweres Gewicht im Bereich von 80% des Maximalgewichts führen kann.
Dies würde darauf hin deuten, dass ein Muskelversagen benötigt wird, um ein Muskelwachstum anzuregen. Aber nichts ist je so einfach. Du kannst all die Bodybuilder und Sportler nicht ignorieren, die eine Menge Muskelmasse aufgebaut haben, ohne bis zum Muskelversagen zu gehen.
Gehst Du wirklich bis zum Muskelversagen?
Ist ein Training bis zum Muskelversagen also wirklich der Stimulus für ein Wachstum? Oder ist es nur das Resultat davon, was für ein maximales Wachstum benötigt wird?
Hier ist der Grund dafür, dass ein Training bis zum Muskelversagen zu funktionieren scheint: Wenn Du den Punkt des Muskelversagens erreicht hast, dann hast Du Deine Muskelfasern so stark erschöpft, dass sie nicht länger genug Kraft produzieren können, um das Gewicht zu bewegen. Aber der Grund für ein Muskelversagen ist nicht immer eine Erschöpfung der Muskelfasern
Ein Muskelversagen kann auch durch eine Entleerung der Energiereserven (Phosphagen oder Glykogen im Muskel) zustande kommen und bei sehr hohen Wiederholungszahlen kann auch ein mitochondrielles Versagen vorkommen.
Eine weitere häufige Ursache für ein Muskelversagen ist eine Übersäuerung im Muskel. Laktat (Milchsäure) und Wasserstoffionen sammeln sich als Resultat mechanischer Arbeit im Muskel an. Dies beeinträchtigt die Kontraktion der Muskelfasern - und wenn diese Beeinträchtigung zu stark ausfällt, dann kommt es zum Muskelversagen.
Wenn Du Sätze mit einer Dauer von 40 bis 60 Sekunden (12 bis 20 Wiederholungen) ausführst, dann ist dies wahrscheinlich das, was das Muskelversagen hervorruft. Zusätzlich hierzu erreichen Menschen mit primär schnell kontrahierenden Muskelfasern diesen Punkt schneller, da diese Fasern mehr Milchsäure produzieren. Eine Person mit mehr schnell kontrahierenden Muskelfasern kann deshalb ein Muskelversagen durch eine Übersäuerung oder eine kontraktile Beeinträchtigung bereits nach 25 bis 30 Sekunden erreichen.
Das Erreichen des Muskelversagens bedeutet also nicht notwendigerweise, dass Du so viele Muskelfasern erschöpft hast, wie dies möglich gewesen wäre. Darüber hinaus bedeutet ein Muskelversagen bei vielen Übungen nicht, dass der Zielmuskel den Punkt des Muskelversagens erreicht hat. Wahrscheinlicher sind hier andere Faktoren: die beteiligten Muskeln können nicht genug Kraft produzieren, eine korrekte Körperhaltung und eine korrekte Trainingsmechanik können nicht aufrecht erhalten werden, was die Effizienz reduziert oder das ZNS ist erschöpft.
Fazit
Ein Training bis zum Muskelversagen kann bei bestimmten Typen des Trainings und bei bestimmten Individuen nützlich sein, aber es sollte nicht universell bei allen Übungen zum Einsatz kommen. Sicher, Du kannst bis zum Muskelversagen gehen, um mehr Muskelfasern zu rekrutieren, ohne schwere Gewichte verwenden zu müssen. Das Nervensystem rekrutiert praktisch immer zuerst die langsam kontrahierenden Muskelfasern. Wenn das Gewicht zu schwer für die Kraft dieser Fasern alleine ist, wird Dein Körper die mittelschnell kontrahierenden Muskelfasern mit ins Spiel bringen. Und wenn das Gewicht noch schwerer wird, werden auch die schnell kontrahierenden Muskelfasern hinzugezogen.
Ob Muskelversagen oder nicht - versuche eine maximale Muskelfaserrekrutierung zu erreichen
Die Durchschnittsperson muss etwa 80-85% ihres Maximalgewichts verwenden. Menschen mit einer starken Dominanz schnell kontrahierender Muskelfasern oder einer hohen neuronalen Effizienz können dies unter Umständen auch mit lediglich 65-70% ihres Maximalgewichts erreichen. Dies gilt natürlich für normale Wiederholungen. Wenn Du explosive Wiederholungen ausführst, kannst Du die schnell kontrahierenden Muskelfasern auch mit einem leichteren Gewicht rekrutieren.
Der andere Weg, die schnell kontrahierenden Muskelfasern zu rekrutieren, besteht darin, die Muskelerschöpfung zu verwenden, um das Gewicht schwerer zu machen. Bei einem normalen Satz verlierst Du pro Wiederholung 1 bis 4% Deiner Kraft. Je länger der Satz andauert, desto stärker nimmt die Kraft von Wiederholung zu Wiederholung ab.
Bei einem Satz mit 20 Wiederholungen sinkt Deine Kraft z.B. von Wiederholung 19 zu Wiederholung 20 stärker als von Wiederholung 1 zu Wiederholung 2 ab. Dies liegt daran, dass bei den späteren Wiederholungen mehr schnell kontrahierende Muskelfasern rekrutiert werden, die schneller erschöpfen. Es kommt außerdem zu einer stärkeren Akkumulation von Milchsäure (Laktat).
Und nach mehreren Wiederholungen mit 60% Deine Maximalgewichts kannst Du so viele Muskelfasern rekrutieren, als ob Du 80% Deines Maximalgewichts verwenden würdest, da das Gewicht während Du ermüdest relativ zu Deinem augenblicklichen Kraftpotential schwerer wird. Während eines Satzes a 15 Wiederholungen mit 60% Deines Maximalgewichts fühlt sich jede Wiederholung wie folgt an:
Parameter bei 60% Deines 1RM Gewichts:
- Wiederholung 1: fühlt sich an wie 60%
- Wiederholung 2: fühlt sich an wie 62%
- Wiederholung 3: fühlt sich an wie 63%
- Wiederholung 4: fühlt sich an wie 64%
- Wiederholung 5: fühlt sich an wie 65%
- Wiederholung 6: fühlt sich an wie 66%
- Wiederholung 7: fühlt sich an wie 67%
- Wiederholung 8: fühlt sich an wie 68%
- Wiederholung 9: fühlt sich an wie 70%
- Wiederholung 10: fühlt sich an wie 72%
- Wiederholung 11: fühlt sich an wie 74%
- Wiederholung 12: fühlt sich an wie 76%
- Wiederholung 13: fühlt sich an wie 78%
- Wiederholung 14: fühlt sich an wie 80%
- Wiederholung 15: fühlt sich an wie 83%
Erinnere Dich daran, dass eine maximale Muskelfaserrekrutierung bei 80 bis 85% Deines Maximalgewichts zustande kommt. Bei Wiederholung 14 führ die akkumulierte Erschöpfung dazu, dass sich 60% Deines Maximalgewichts wie 80% anfühlen.
Zum Zeitpunkt von Wiederholung 13 oder 14 wirst Du aufgrund der akkumulierten Erschöpfung alle verfügbaren Muskelfasern rekrutieren. Was würde geschehen, wenn wir die 15 Wiederholungen mit 60% des Maximalgewichts bis zum Erreichen des Muskelversagens fortsetzen würden? Hier ist ein Überblick darüber, wie sich die Wiederholungen anfühlen würden:
- Wiederholung 15: fühlt sich an wie 83%
- Wiederholung 16: fühlt sich an wie 85%
- Wiederholung 17: fühlt sich an wie 88%
- Wiederholung 18: fühlt sich an wie 91%
- Wiederholung 19: fühlt sich an wie 95%
- Wiederholung 20: fühlt sich an wie 100%
Das Muskelversagen würde wahrscheinlich bei Wiederholung 20 eintreten. Die ersten 13 Wiederholungen, an deren Ende sich das Gewicht wie 78% anfühlen wird, bereiten den Körper auf die Wiederholungen vor, die eine Hypertrophie stimulieren und bauen die Erschöpfung auf, die Deinen Körper dazu zwingt, die Muskelfasern mit höher Reizschwelle zu rekrutieren. Wiederholung 14 bis 18 sind die Wiederholungen, während denen Du eine vollständige Muskelfaserrekrutierung erreicht hast und die Muskelfasern mit dem größten Wachstumspotential stimulieren kannst.
Die finalen Wiederholungen sind die Gefahrenzone, in der Du wahrscheinlich den Punkt des Muskelversagens erreichen wirst. Sie belasten das zentrale Nervensystem stärker und beeinträchtigen Deine Kapazität, mehr Arbeit zu verrichten. Stelle Dir jeden Satz, bei dem Du den Punkt des Muskelversagens erreichst, als Satz vor, den Du mit Deinem Maximalgewicht für eine Wiederholung ausführst.
Es ist wichtig folgendes zu verstehen: Bis zum Muskelversagen zu gehen hat dieselben neurologischen Auswirkungen wie ein Satz mit Deinem Maximalgewicht, da bei Erreichen des Muskelversagens das relative Gewicht des Widerstandes geringfügig höher als Deine maximales Kraftpotential in diesem Moment ausfällt. Mit anderen Worten ausgedrückt ist die Wiederholung, mit der Du den Punkt des Muskelversagens erreichst, die Wiederholung, bei der Du das Gewicht trotz maximaler Anstrengung nicht mehr nach oben bewegen kannst.
Ein Training bis zum Muskelversagen beim Aufbau von Muskeln ist so, wie beim Powerlifting immer mit Maximalgewichten zu trainieren. Aus neurologische Sicht hat dies dieselben Auswirkungen, weil die letzte Wiederholung immer eine Wiederholung mit maximaler Anstrengung ist: es kann sehr effektiv sein, aber Du wirst auch schnell ausbrennen.
Bis zum Muskelversagen zu gehen ist nur eine Art Versicherungspolice. Es hilft Dir dabei sicherzustellen, dass Du so viele Muskelfasern wie möglich rekrutierst. Der Nachteil an einer Versicherungspolice ist, dass sie Dich etwas kostet. Die Kosten sind hier neuronale Erschöpfung und letztendlich eine hormonelle Erschöpfung.
Wenn Du es trotzdem tun willst, dann solltest Du wissen, bei welchen Übungen es okay ist, bis zum Muskelversagen zu gehen. Tue dies nur bei Übungen, die niedrige neurologische Anforderungen stellen - hauptsächlich Isolationsübungen und an Maschinen ausgeführte Übungen. Vermeide es bei Mehrgelenksübungen bis zum Muskelversagen zu gehen.
Tipp: Werde nicht nur müde - werde besser
Dies ist eine der wichtigsten Lektionen, die Du lernen kannst, wenn es darum geht, einen Trainingsplan oder einen Trainer zu wählen.
Von Joe DeFranco
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-dont-just-get-tired-get-better/
Jeder Trainer kann Dich müde machen, aber es bedarf eines Profis, um Dich stärker, schneller und beweglicher zu machen. Sportler müssen sich dieser Tatsache bewusst sein, wenn es darum geht, einen neuen Kurs oder ein neues Trainingsprogramm zu wählen. Unglücklicherweise unterscheiden sie nicht immer zwischen lediglich müde oder auch besser zu werden.
Ein Beispiel
Sagen wir, dass wir zwei Leistungstrainer haben, die zwei unterschiedliche Sportler darauf trainieren, ihre 40 Meter Sprintzeiten zu verbessern.
Trainer A verbringt eine Stunde damit, seinem Sportler die richtige Startposition und die Technik für den ersten Schritt beizubringen, während Trainer B seinen Sportler eine Stunde ohne Pause Hampelmänner ausführen lässt.
Der Sportler, der eine Stunde lang Hampelmänner ausgeführt hat, wird nach dem Training erschöpfter als der andere Sportler sein, aber der andere Sportler ist während seiner Trainingseinheit besser geworden.
Die Lektion
Sportler müssen vorsichtig sein, wenn sie einen Trainer engagieren. Es gibt eine Menge unwissende Trainer, die ihr mangelndes Wissen dadurch ausgleichen, dass sie ihre Sportler völlig fertig machen. Eine Menge personal Trainer tun dasselbe und verkaufen darüber hinaus noch Ebooks und Onlinekurse.
Versteh mich nicht falsch, ich bin immer für harte Arbeit. Ich stelle nur gerne sicher, dass harte Arbeit einen Grund und einen Zweck hat.
Tipp: Führe Blitz Zyklen fur Deine Bauchmuskeln aus
Hier ist ein Weg, Deine Bachmuskeltraining für bessere Resultate zu planen
Von Christian Thibaudeau
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-do-blitz-cycles-for-abs/
Bauchmuskeln werden in der Küche gemacht ... Und im Fitnessstudio
Deine Bauchmuskeln sind wie jede andere Muskelgruppe: damit Du sie sehen kannst, musst Du sie aufbauen. Mit anderen Worten ausgedrückt, musst Du sie zum Wachsen bringen. Es geht nicht nur darum, Fett zu verlieren. Dicke Bauchmuskeln werden selbst dann sichtbar sein, wenn Dein Körperfettanteil steigt. Was funktioniert also wirklich, wenn es um das Training der Bauchmuskeln geht? Blitz Zyklen.
2 Wochen Blitz Zyklen
Trainiere Deine Bauchmuskeln mit kurzen, konzentrierten Zyklen, die zwei Wochen andauern. Den Rest der Zeit trainierst Du sie nicht direkt. (Keine Angst, sie werden durch andere Übungen weiterhin stimuliert werden.) Warum? Weil Bauchmuskeln nach zwei Wochen abrupt aufhören auf Training zu reagieren.
Das Ganze sieht folgendermaßen aus:
- 2 Wochen Blitz Zyklus: Trainiere die Bauchmuskeln jeden Tag. Führe 4 bis 5 Sätze eines Supersatzes aus, der aus einer Übung mit Gewicht und einer Übung ohne Gewicht besteht.
- 4-6 Wochen ohne Bauchmuskeltraining: Führe während dieser Zeit kein direktes Bauchmuskeltraining aus.
Blitz Übungen mit und ohne Gewicht
Wähle die Bauchmuskelübungen, die Du am meisten spürst. Wähle eine Übung, bei der Du einen externen Widerstand verwenden kannst und eine Übung, die Du ohne Zusatzgewicht ausführst.
Hier ist ein Beispiel:
- A1. Kabel Crunches 8-10 Wiederholungen
- A2. Swiss Ball Crunches, maximale Wiederholungszahl (langsames Tempo, halte die Bauchmuskeln den ganze Satz über angespannt)
Dies ist ein Supersatz, bei dem Du zuerst die Übung mit Gewicht und dann ohne Pause die Übung ohne Zusatzgewicht ausführst. Führe diesen Supersatz drei bis fünfmal aus.
- B1. Pullover Crunches 8-10 Wiederholungen
- B2. Knieheben hängend, maximale Wiederholungszahl, langsames Tempo Führe diesen Supersatz drei bis fünfmal aus.
Bonus Effekt
Die Verwendung von Blitz Zyklen für Deine Bauchmuskeln hilft Dir außerdem dabei, eine bessere Geist-Muskel Verbindung zu Deinen Bauchmuskeln aufzubauen, wodurch diese in der Zukunft besser auf das Training reagieren werden.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-choose-the-right-weight/
Von Christian Thibaudeau

Blood Flow Restriction Training (kurz BFR Training), welches auch als Okklusionstraining bekannt ist, erregt seit einiger Zeit Aufsehen in der Welt des Krafttrainings und Bodybuildings.
Es klingt neu, es klingt wissenschaftlich und einige bezeichnen es als revolutionär.
Das ganze klingt auf den ersten Blick wie ein weiterer Marketing Trick wie viele andere, die lediglich dazu dienen sollen, Zeitschriften, Equipment, Pillen und Pülverchen zu verkaufen.
Und wenn Du skeptisch bist, dann ist das gut - Du solltest es sein.
Je mehr Zeit Du damit verbringst, Dich bezüglich des Muskelaufbaus weiterzubilden, desto klarer wird etwas werden: Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein - wenn es zu leicht, zu effektiv und zu innovativ kling - dann ist es das meist auch.
Aber wie sieht es mit BFR Training aus? Was ist es, wie soll es funktionieren und wie effektiv ist es? Ist es vielleicht sogar gefährlich? Und wie führst Du es korrekt aus?
Dieser Artikel wird Dir Antworten auf diese und weitere Fragen geben. Am Ende des Artikels solltest Du über genug Wissen verfügen, um entscheiden zu können, ob BFR Training das Richtige für Dich ist und diese Trainingstechnik sicher und effektiv einsetzen zu können.
Was ist Blood Flow Restriction Training?
Blood Flow Restriction Training umfasst eine Einschränkung des venösen Blutflusses einer Muskelgruppe, während diese trainiert wird. Diese Trainingstechnik ist auch als Okklusionstraining oder KAATSU Training bekannt.
Das erste, was Du über BFR Training wissen musst ist, dass das Ziel nicht darin besteht, die Blutzufuhr zum trainierten Muskel vollständig abzuschneiden. Das Ziel besteht vielmehr darin, die Rate zu verlangsamen, mit der das Blut aus diesem Muskel zurück zum Herz gelangt.
Dies hat zur Folge, dass das Blut länger als normalerweise im trainierten Muskel verbleibt, was - wie Du gleich sehen wirst - die Muskelphysiologie auf mehreren Wegen beeinflusst.
Wie funktioniert Blood Flow Restriction Training?
Blut ist das Zuliefersystem des Körpers für Sauerstoff, Nährstoffe, Glukose, Hormone und andere Verbindungen, die Du dafür brauchst, um am Leben zu bleiben, Gewichte zu bewegen, zu rennen, zu springen, usw. Aus diesem Grund brauchen Deine Muskeln eine kontinuierliche Versorgung mit Blut. Dein Herz pumpt Blut über Arterien - große Adern, deren Wände selbst Muskeln beinhalten - zu Deinen Muskeln. Der Rücktransport des Blutes zu Herzen erfolgt über Venen, welche einen anderen Typ von Adern darstellen, der durch Deinen gesamten Körper verläuft.
Wenn Du ein Widerstandstraining absolvierst - insbesondere in einem höheren Wiederholungsbereich - dann übersteigt die Menge an Blut, die von Deinem Herz zu Deinen Muskeln gepumpt wird, die Menge an Blut, die von Deinen Muskeln zurück zum Herz transportiert wird. Dies ist einer der Gründe dafür, dass Du einen Pump verspürst, wenn Du mit Gewichten trainierst.
Der Pump lässt nach, wenn Du zwischen den Sätzen pausierst, da der arterielle Blutfluss zu den Muskeln abnimmt und das Blut aus den mit Blut überfüllten Muskeln langsam wieder zurück zum Herzen fließt.
Das Ziel eines BFR Trainings besteht darin, diesen Pump zeitlich zu verlängern. Dies wird dadurch erreicht, dass während des Trainings ein Band um den trainierenden Arm bzw. das trainierende Bein gebunden wird, welches den Blutfluss zum Muskel weiterhin erlaubt, aber den Rückfluss des Blutes beschränkt.
Der Pump ist natürlich etwas Tolles, aber wie kann er das Muskelwachstum beeinflussen? Lies weiter, um dies herauszufinden.
Kann ein Blood Flow Restriction Training das Muskelwachstum steigern?
Die kurze Antwort ist ja und es gibt mehrere Wege, über die dies geschieht. Betrachten wir diese einen nach dem anderen.
Wenn Du trainierst, verbrennen Deine Muskelzellen Energie mit einer sehr viel höheren Rate als im Ruhezustand. Während sie dies tun, sammeln sich Stoffwechselprodukte dieses Vorgangs schneller an, als der Körper diese abtransportieren oder abbauen kann und einige dieser Moleküle agieren als anabole Signale, die Deinem Körper sagen, dass er Muskelmasse und Kraft steigern muss.
Aus technischer Sicht wird dieser Prozess auch als stoffwechseltechnischer Stress bezeichnet, welcher einer der drei primären mechanischen Wege zur Anregung eines Muskelwachstums darstellt (progressive Überlastung und Muskelschäden sind die beiden anderen).
Da ein BFR Training die Rate reduziert, mit der diese Abfallprodukte aus den Muskeln abtransportiert werden, erlaubt es diesen länger im Muskel zu verbleiben und eine größere anabole Wirkung auf die Muskelzellen zu entfalten. Mit anderen Worten ausgedrückt verstärkt dies die muskelaufbauende Wirkung von stoffwechseltechnischem Stress.
Ein Widerstandstraining hat außerdem zu Folge, dass sich die Muskelzellen mit Flüssigkeit und Nährstoffen füllen und vergrößern. Dieses zellulare Anschwellen agiert als weiteres Signal zur Anregung des Muskelwachstums (1).
Ein Okklusionstraining verstärkt die muskelaufbauende Wirkung dieses Effekts, indem es die Zeitspanne verlängert, über die Deine Muskelzellen angeschwollen bleiben (1). Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass eine Restriktion des Blutflusses bestimmte genetische Pfadwege, die am Muskelwachstum beteiligt sind, in ihren Wirkungen verstärken kann.
Wie Du siehst verwendet Dein Körper ein komplexes Netzwerk chemischer Botenstoffe um Deinen Zellen das Signal zu geben, zu wachsen oder zu schrumpfen.
Eines dieser Wachstumssignale ist ein Protein, das als mammalian Target of Rapamycin (kurz mTOR) bekannt ist und eines der Signale, die das Muskelwachstum hemmen, ist das Protein Myostatin. Studien haben gezeigt, dass ein BFT Training die mTOR Spiegel erhöht, während es gleichzeitig die Myostatinspiegel senkt, was ein Umfeld im Körper schafft, das dem Muskelwachstum zuträglich ist (2, 3).
Eine Restriktion des Blutflusses kann die Muskelzellen außerdem dazu anregen, ihre eigenen anabolen Hormone über einen Prozess auszuschütten, der als autokrine Signalisierung bekannt ist (4) - und indem das Blut länger in den Muskeln gehalten wird, haben diese Hormone mehr Zeit, um mit den Muskelzellen zu interagieren.
Ein weiterer Weg, über den Dir ein BFT Training dabei helfen kann, schneller Muskeln aufzubauen, hat etwas damit zu tun, was geschieht, wenn Du Deine Muskeln bis zum Punkt des Muskelversagens belastest, an dem Du ganz einfach keine weitere Wiederholung mehr ausführen kannst.
Du hast vielleicht schon einmal gehört, dass Muskeln nur in Reaktion auf die letzten Wiederholungen eines Satzes wachsen - die harten Wiederholungen, die Deine Muskeln zum Brennen bringen. Das ist zwar nicht ganz richtig, aber es ist auch nicht völlig falsch.
Einer der einfachsten Wege, eine kontinuierliche Überlastung, Beschädigung und Erschöpfung Deiner Muskeln sicherzustellen besteht darin, sie regelmäßig bis zum Muskelversagen - oder bis nahe an den Punkt des Muskelversagens (Du beendest den Satz ein oder zwei Wiederholungen vor Erreichen des Muskelversagens) - zu belasten.
Wenn Du die tust, aktivierst Du eine größere Menge an Muskelgewebe als bei leichteren Sätzen und dies besitzt positive Auswirkungen auf den Muskelaufbau (5). Dies ist der Grund dafür, dass es ein wichtiger Aspekt für den Aufbau von Muskeln und Kraft ist, Deine Muskeln regelmäßig bis zum Muskelversagen - oder bis nahe an den Punkt des Muskelversagens - zu belasten.
Bei einem normalen Satz erreichst Du diesen Punkt erst ganz am Ende Deines Satzes, nachdem Du bereits mehrere Wiederholungen ausgeführt hast.
Wenn Du also die Häufigkeit erhöhen willst, mit der Deine Muskeln in den Genuss eines Muskelversagens kommen, dann musst Du mehr Sätze und viel mehr Wiederholungen ausführen. Das ist schön und gut, aber Du kannst nur eine bestimmte Menge an Arbeit pro Muskelgruppe pro Woche absolvieren, bevor Du die Regenerationsfähigkeit Deines Körpers überschreitest und es zu Übertrainingssymptomen kommt. Und das gilt insbesondere dann, wenn Dein Training primär aus schweren Mehrgelenksübungen besteht.
Ein BFR Training ist in dieser Hinsicht hilfreich, denn während es die Muskelaktivierungslevel nicht stärker als normales Training erhöht, erlaubt es Dir während einer Trainingeinheit einen höheren Gesamtlevel an Muskelaktivierung mit weniger Muskelschäden als bei einem normalen Training zu erreichen (6).
Es ähnelt einem Rest-Pause Training dahingehend, dass es Deine Muskeln dazu bringt zu "glauben", dass Du sehr viel schwerere Gewichte verwendest, als dies wirklich der Fall ist (7).
Zusammengefasst sind dies die Vorzüge eine BFR Trainings:
- Durch die Verwendung leichterer Gewichte werden Deine Bänder, Sehnen und Gelenke weniger stark belastet, was es Dir erlaubt mehr Volumen mit einem geringeren Risiko für Verletzungen und Übertraining zu absolvieren (8). Dies kann auch dann hilfreich sein, wenn Du mit einer Verletzung oder nervenden Schmerzen zu kämpfen hast. Ein BFR Training erlaubt Dir effizienter mit leichteren Gewichten zu trainieren, die Deine bestehenden Probleme (hoffentlich) nicht verschlimmern werden. Dazu in der Lage zu sein, einen brauchbaren Muskelaufbaustimulus mit leichteren Gewichten zu erzielen, kann außerdem nützlich sein, wenn Du in einem schlecht ausgestatteten Kraftraum trainierst.
- Unter der Annahme, dass Du noch relativ neu beim Training mit Gewichten bist, können wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass BFR Sätze in Kombination mit schweren traditionellen Sätzen die Kraft besser als schwere Sätze alleine steigen können (8).
- Wenn Du entlädst oder Dir eine längere Auszeit vom Training nimmst, dann kannst Du BFR Training verwenden, um Deinen Entwicklungsstand mit weitaus weniger Muskelschäden und Erschöpfung aufrecht zu erhalten.
- Wenn Du Dich - aus welchem Grund auch immer - nicht bereit für eine schwere Trainingseinheit fühlst, dann kannst Du BFR Training verwenden, um eine weniger anstrengende Trainingeinheit zu absolvieren.
Wie Du siehst gibt es zahlreiche Gründe dafür, diese ungewöhnliche Trainingsmethode einzusetzen.
Die größte Frage ist jedoch, wie es mit der Sicherheit aussieht.
Ist Blood Flow Restriction Training gefährlich?
Die Versorgung der Muskeln mit Blut wahrend des Trainings zu behindern klingt auf den ersten Blick nach einer schlechten Idee - nach etwas, das eine lange Liste unerwünschter Nebenwirkungen haben könnte.
Überraschenderweise zeigen wissenschaftliche Untersuchungen jedoch, dass es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass BFR Training gefährlich sein könnte (10). Dies macht Sinn, wenn man sich klar macht, dass diese Technik lediglich den Blutfluss aus den Muskeln heraus reduziert und den Zufluss von Blut zu den Muskeln nicht hemmt, was gefährlich währe.
Dies bedeutet, dass Du sicherstellen musst, dass die Bänder/Bandagen nicht zu fest sitzen, doch wie Du gleich sehen wirst, ist es nicht schwer dies zu erreichen. Wenn sie so fest sitzen, dass sie Probleme bereiten können, dann werden sie sehr unbequem sein und Du wirst das Gefühl in den entsprechende Gliedmaßen verlieren, was Du auf jeden Fall mitbekommen wirst.
Und selbst wenn Du einer dieser "No Pain, no Gain" Typen bist, der alle Unannehmlichkeiten ignoriert, würde es wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge selbst bei völliger Unterbrechung der Blutzufuhr etwa zwei Stunden dauern, bevor es zu Nerven- und Muskelschäden kommt (11). Du müsstest es also mit aller Gewalt darauf anlegen, Dir selbst zu schaden, um BFR Training gefährlich zu machen.
Eine andere weit verbreitete Sorge besteht darin, dass der Versuch, den Pump und das Anschellen der Muskeln künstlich zu steigern, die Muskeln auf irgendeine Art und Weise schädigen könnte. Die ist nicht der Fall.
Hier solltest Du Dich daran erinnern, dass derselbe Effekt zustande kommt, wenn Du viele Wiederholungen bis zum Muskelversagen ausführst. Ein BFR Training lässt diesen nur länger andauern.
Wie Du Blood Flow Restriction Training richtig ausführst
Das erste, was Du über BFR Training wissen musst ist, dass es lediglich für das Training von Armen und Beinen geeignet ist. Es gibt keinen brauchbaren Weg, den Blutfluss bei anderen Muskelgruppen zu beschränken.
Und das erste, was Du tun musst, ist einen Weg zu finden, den Blutfluss zu beschränken.
Du kannst für die Arme die medizinischen Bänder nehmen, die beim Blutspenden und bei intravenösen Injektionen zum Einsatz kommen und für die Beine kannst Du die Bandagen verwenden, die Du normalerweise zum Bandagieren der Knie verwendest. Außerdem gibt es inzwischen zahlreiche extra für ein BFR Training entwickelte Bandagen, die Du online in vielen Shops finden kannst.
Bein Anlegen der Bandagen solltest Du darauf achten, dass Diese so nahe wie möglich am Ansatz von Armen und Beinen sitzen. Bei den Armen bedeutet dies so nahe wie möglich an der Schulter und bei den Beinen so nahe wie möglich an der Hüfte.
Was die Enge der Bänder angeht, sollte diese im Bereich von 9 von 10 bei den Armen und 7 von 10 bei den Beinen liegen. (Anmerkung des Übersetzers: Studien zum Thema haben gezeigt, dass bereits eine Enge von 4 bis 6 von 10 völlig ausreicht und deutlich sicherer und effektiver als zu eng angelegte Bänder ist).
Sobald Du die richtigen Werkzeuge hast und weißt, wie du diese verwenden solltest, kannst Du mit dem BFR Training beginnen. Es gibt hierbei ein paar Dinge, die Du wissen solltest:
Setze Dein augenblickliches Krafttrainingsprogramm fort
Erinnere Dich daran, dass BFR eine Trainingstechnik ist, die in ein gut geplantes Trainingsprogramm integriert werden sollte. Sie sollte nicht alles sein, was Du tust.
Hebe Dir BFR Training für Deine unterstützenden Übungen auf
Du solltest Deine Trainingseinheiten weiterhin mit schweren Mehrgelenksübungen beginnen. Diese sind die primären Aufbauübungen, die durch nichts ersetzt werden können, weshalb Du Dir BFR Training für später wahrend Deiner Trainingeinheit aufheben solltest.
Genauer gesagt solltest Du BFR Training bei Deinen unterstützenden Übungen verwenden, welche für gewöhnlich Isolationsübungen sind, die Du sicher bis zum Muskelversagen ausführen kannst. Beispiele hierfür wären Kurzhantelcurls, Beinstrecken, Trizepsdrücken und Beincurls.
Beginne mit 3 bis 5 BFR Sätzen pro Trainingseinheit mit einem Gewicht, das Dir 20 bis 30 Wiederholungen erlaubt (etwa 50% Deines 1RM Gewichts)
Ich empfehle außerdem ein 2-0-2 Kadenz, was 2 Sekunden für das Absenken des Gewichts, keine Pause und 2 Sekunden für das Anheben des Gewichts bedeutet.
Das ist alles, was Du über die Trainingsausführung wissen musst.
Vermeide diese 4 BFR Fehler
So einfach BFR Training auch sein mag, es gibt reichlich Wege, es zu vermasseln. Hier sind die vier häufigsten Fehler, die ich beim BFR Training beobachte.
Fehler #1: Die Verwendung von BFR Training, bevor es wirklich von Nutzen ist
Studien haben gezeigt, dass Anfänger von einem BFR Training nicht so sehr wie erfahrene Trainierende profitiere (12). Der Grund hierfür ist einfach:
Wenn Du gerade erst mit dem Training mit Gewichten begonnen hast, reagiert Dein Körper sehr gut auf jegliches Training. Er erreicht sein anaboles Maximum bereits durch richtige Ernährung und richtiges Training, was BFR Training überflüssig macht.
Aus diesem Grund kannst Du getrost auf BFR Training verzichten, so lange Du über weniger als ein Jahr Trainingserfahrung verfügst. Bleibe bei traditionellem Training. Hier stellen Verletzungen natürlich eine Ausnahme dar. Wenn Du Dich als Anfänger verletzt, dann kannst Du BFR Training natürlich verwenden, um während der Erholung von Deiner Verletzung etwas Volumen in Dein Training zu bringen.
Fehler #2: Ein zu festes Anziehen der Bandagen
Erinnere Dich daran, dass Du nicht versuchen solltest, die Blutzufuhr zu unterbrechen. Stattdessen willst Du lediglich den Blutfluss zurück zum Herzen reduzieren. Hierfür liegt der optimale Bereich bezüglich der Enge bei 7 bis 9 auf einer Skala von 1 bis 10.
Fehler #3: Die Verwendung zu schwere Gewichte
Du wirst wahrscheinlich überrascht sein, wie schnell Dir der Dampf ausgeht, wenn Du erstmals ein BFR Training durchführst. Aus diesem Grund solltest Du lieber zu wenig als zu viel Gewicht verwenden. Beginne leicht und erhöhe das Gewicht schrittweise, bis sich dieses im optimalen Bereich befindet.
Fehler #4: Die ausschließliche Verwendung von BFR Training anstelle von schwerem Training.
BFR Training ist kein Ersatz für traditionelles Training mit Gewichten. Auch wenn es mehr stoffwechseltechnischen Stress produziert, führt es nicht zu viel Muskelbeschädigungen oder Überlastung, welches beides potentere Stimuli für den Muskelaufbau sind.
Und dann ist da noch das Problem der Übungslimitierungen. Wenn Du so schnell wie möglich einen starken und muskulösen Körper aufbauen möchtest, dann musst Du Dich auf schwere Schlüsselübungen wie Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken und Schulterdrücken konzentrieren und ein BFR Training ist hier lediglich bei Kniebeugen möglich.
Das Fazit zum Thema Blood Flow Restriction Training
Bodybuilding Magazine lieben es, alte Trainingsmethoden als bahnbrechende Neuigkeiten zu recyceln, die Dir dabei helfen sollen, Muskeln schneller als je zuvor aufzubauen. Die meisten hiervon sind überbewertet oder von ungewisser Wirkung.
BFR Training ist jedoch ein legitimer, wissenschaftlich basierter Weg, um mehr Muskelaufbau aus Deinem Training herauszuholen.
Für sich alleine kann es Resultate produzieren, die denen von traditionellen Trainingsmethoden ähnlich sind - und wenn es mit traditionellem Training kombiniert wird, dann werden die Gesamtresultate gesteigert werden.
BFR Training ist den Aufwand jedoch nicht wert, wenn Du noch neu beim Training mit Gewichten bist, weil es dann keine spürbaren Wirkungen besitzen wird.
Wenn Du allerdings ein erfahrener Trainierender bist oder wenn Du eine Verletzung auskurierst oder nur begrenztes Equipment zur Verfügung hast, dann kannst Du von dieser Art des Trainings profitieren.
Referenzen:
- http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0052843
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20150565
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21900845
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25249278
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17326698
- http://jap.physiology.org/content/88/1/61
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24188499
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16871002
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24476782
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21410544
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2660095/
- http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21360203
Quelle: https://legionathletics.com/blood-flow-restriction-occlusion-training/
Von Michael Matthews

Trainiere Deine Bauchmuskeln wie eine Frau und nicht wie ein Mann
Bevor jetzt alle Frauen mit dem Finger auf den Bildschirm zeigen und mich für meinen vermeintlichen Sexismus verurteilen, möchte ich diese Aussage qualifizieren.
Wenn Du eine Powerlifterin bist, dann solltest Du Deine Bauchmuskeln in der Tat wie ein Mann trainieren. Wenn Du eine Sportlerin bist, die Gewichte verwendet, um ihre Leistungen auf dem Spielfeld zu verbessern, dann trainiere Deine Bauchmuskeln wie ein Mann. Selbiges gilt, wenn Du eine Frau bist, der die gesellschaftlichen Konventionen egal sind und Du einfach nur so stark wie möglich werden willst.
Die meisten Frauen wünschen sich jedoch eine möglichst schmale Taille und tun alles was möglich ist, um dieses begehrte 7 zu 10 Taillen zu Hüfte Verhältnis zu erreichen, das in der westlichen Gesellschaft so verehrt wird. Aus diesem Grund sind sie besessen davon, ihre Körpermitte zu trainieren. Dies wird besonders problematisch, wenn sie damit beginnen, einen überproportionalen Teil ihrer Zeit für das Training ihrer Körpermitte zu verwenden. Sie führen oft hunderte oder tausende Wiederholungen Crunches oder Seitbeugen aus.
Trainiere nicht so schwer
Darüber hinaus beginnen viele dieser Frauen bei der Jagd nach ihrer Wespentaille damit, mehr und mehr Widerstand zu verwenden, während sie vergessen, dass die Bauschmuskeln und andere Muskeln der Körpermitte wie alle anderen Muskeln sind und in Reaktion auf Volumen und Widerstand wachsen.
Viele Frauen und auch eine Menge Männer haben die seltsame Vorstellung, dass zusätzliche Wiederholungen oder zusätzlicher Widerstand ihre Taille irgendwie schlanker machen und überschüssiges Fett zum Schwinden bringen wird, um ein wunderschönes Sixpack von hervortretenden Rektus Abdominus zum Vorschein zu bringen. Warum diese Menschen denken, dass sich die Muskeln der Körpermitte irgendwie anders als andere Skelettmuskeln des Körpers verhalten sollten, ist ein Mysterium.
Auf ähnliche Art und Weise werden viele dieser letztendlich bullig aussehenden Menschen enorme Gewichte an ihre Seiten hängen - als ob sie Eimer voller Stahlnieten in den 33. Stock eines Hochhauses tragen würden, an dem ihre Crew gerade arbeitet - und in fehlgeleiteten Anstrengungen, ihre seitlichen Bauchmuskeln freizulegen, Seitbeugen ausführen.
Wenn Du Deine Bauchmuskeln oder Deine Körpermitte mit übermäßigem Volumen oder Widerstand trainierst, wirst Du eine männliche Taille entwickeln - sie wird in jede Richtung größer werden. Natürlich kannst Du letztendlich ein Sixpack entwickeln (unter all dem Fett, das Du zum Schwinden bringen willst), aber jeder dieser Muskeln wird die Größe einer Bierdose in einem stark hervortretenden Sixpack erreichen, was vermutlich nichts mit diesem nur leicht erhabenen Band von sichtbaren Bauchmuskeln zu tun hat, das Du eigentlich erreichen willst.
Tue stattdessen dies
Minimaler bis moderater Widerstand. Wiederholungen im Bereich von 15 bis 20 und nicht im Bereich von 500 bis 1000, bei einer Dauer von 10 anstelle von 60 Minuten.
Der Rest Deines Körpers? Das ist das Zeug, das Du wie ein Mann trainieren solltest.
Tipp: Was natürliche Trainierende von Arnold lernen können
Nein, der natural Trainierende sollte nicht genauso wie Schwarzenegger trainieren, aber er sollte sich bei Arnold Folgendes abschauen.
Von Christian Thibaudeau
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-what-natural-lifters-can-learn-from-arnold/
Die Magie der Trainingsfrequenz
Arnold war dafür bekannt, seine Trainingspartner in Grund und Boden zu trainieren. Er ist eine der seltenen Ausnahmen, die über ein extrem widerstandsfähiges Nervensystem und einen Muskelfasertyp verfügen, dass es ihm ermöglicht hat, wirklich stark zu sein und trotzdem eine erstaunliche Satz zu Satz Ausdauer zu verfügen. Er verfügte außerdem über eine unvergleichliche Schmerztoleranz.
Arnold war eines der seltenen Ausnahmen, die bei 2 oder 3 Sätzen einer Übung bis zum Muskelversagen gehen können und dann weitertrainieren können und den fünften Satz zum besten Satz der Trainingseinheit machen können. Er konnte es außerdem tolerieren, über mehrere Stunden zu trainieren und hierbei bis zu 60 Arbeitssätze auszuführen.
Ich empfehle Arnolds hochvolumigen Ansatz nicht, aber der hochfrequente Ansatz ist golden - insbesondere natural Trainierende. Arnold trainierte jeden Muskel routinemäßig dreimal wöchentlich, was sehr gut die optimale Frequenz für ein maximales Wachstum und eine maximale Muskelerhaltung während einer Diät sein könnte.
Die Vorzüge eines hochfrequenten Trainings
1. Ein steroidfreier Trainierender muss sein Training verwenden, um die Proteinsynthese anzuregen. Je mehr Trainingseinheiten Du ausführst (die einen ausreichenden Stimulus zur Anregung dieses Prozesses liefern), desto stärker wirst Du wachsen. Der Trick besteht darin, die Proteinsynthese/den Anabolismus in einem Muskel so oft wie möglich anzuregen, ohne zu viel Arbeit zu verrichten, was zu exzessiven Muskelschäden (von welchen sich steroidfreie Trainierende nicht so schnell erholen können), einer exzessiven Entleerung der Muskelglykogenspeicher (Glykogen wirkt stark antikatabol) und einer Erhöhung der Kortisolspiegel (was die Proteinsynthese unterdrückt) führen würde.
2. Einen Muskel häufiger zu trainieren macht Dich außerdem besser darin, diesen Muskel zu rekrutieren. Die Muskelfaserrekrutierung ist eine motorische Fähigkeit und wie bei jeder anderen motorischen Fähigkeit ist die Frequenz des Trainings am wichtigsten - und wichtiger als die Qualität. Wenn Du besser darin bist, einen Muskel und seine Fasern zu rekrutieren, werden all Deine Sätze eine Menge mehr Wachstum anregen.
Dir sollte jedoch klar sein, dass bei einem steroidfreien Bodybuilder sich Volumen und Frequenz entgegengesetzt proportional zueinander verhalten. Du solltest nicht gleichzeitig ein hohes Volumen und eine hohe Frequenz verwenden. Selbst fortgeschrittene Trainierende, die eine hohe Frequenz wählen, sind gut damit beraten, ihr Volumen zu reduzieren.
Was Du tun solltest
Verwende entweder an 4 Tagen pro Woche einen Ganzkörperansatz oder an 6 Tagen pro Woche einen Oberkörper/Unterkörper Split. Mit einer solch hohen Frequenz brauchst Du nur eine Übung pro Muskelgruppe and drei Sätze pro Übung: einen Satz mit moderater Intensität, um Dich vorzubereiten, einen fordernden Satz mit konservativer Anstrengung und dann einen schweren Satz.
Verwende bei den 3 bis 4 unterschiedlichen Trainingseinheiten unterschiedliche Trainingsmethoden oder Satz/Wiederholungsschemata (und Übungen).
Tipp: Befolge nicht blind das Programm eines Trainers
Sei der Boss, denke selbst und höre auf damit, der Fußabtreter zu sein
Von Dani Shugart
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-dont-blindly-follow-any-program-or-coach/
Denke nicht eine Sekunde, dass jede Trainingseinheit so wie geplant ausgeführt werden muss und wenn Du mit einem Trainer arbeitest, dann bedenke, dass auch Trainer nicht allwissend sind. Sie können nicht wissen, was in Deinem Körper vor sich geht. Sie können Deinen Schmerz nicht spüren und sie kennen Deinen Energiespiegel nicht. Alles, woran sie sich orientieren können, ist die Art und Weise, auf die Du Dich bewegst und was Du ihnen erzählst.
Melde Dich zu Wort oder modifiziere selbst. Dieser Ratschlag gilt unabhängig davon, ob Du ein WOD, ein online Programm oder einen hoch detaillierten Plan Deines Wettkampftrainers befolgst oder sogar direkt mit einem persönlichen Trainer zusammen trainierst.
Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt und Du trotzdem alles gibst, um die Instruktionen Deines Trainers zu befolgen oder Dich "hardcore" zu fühlen, dann riskierst Du Verletzungen. Übertreibe es zu oft und Du wirst mit einem chronisch geschwächten Immunsystem enden, was nicht gerade super hardcore ist. Nichts wird Dich weiter zurückwerfen als um diesen Mist herumtrainieren zu müssen - insbesondere dann, wenn Du über Wochen am Stück krank wirst.
Das Problem es allen recht machen zu wollen
Diese Art von Mensch will seinen Trainer stolz machen. Sie sorgen sich darum, als zu faul wahrgenommen zu werden, weshalb sie versuchen sich härter anzutreiben, mehr Wiederholungen auszuführen, schneller zu werden, eine perfekte Technik an den Tag zu legen und schwerere und schwerere Gewichte zu bewegen - und dass selbst dann, wenn ihre Energiespeicher völlig entleert sind und sie spüren, das etwas nicht in Ordnung ist. Diese Menschen streben danach stoisch und hingebungsvoll zu bleiben, wenn ihr Körper längst beginnt auseinander zu fallen.
Wenn Du Dich in dieser Beschreibung wiederentdeckst, dann tritt einen Schritt zurück und untersuche Deine Motive. Finde heraus, was wirklich das Wichtigste ist. Ist es sicherzustellen, dass Du im jetzigen Augenblick ein Badass Typ bist? Oder ist es schrittweise Fortschritte auf einem Weg zu machen, der Dich Dein ganzes Leben lang beim Eisensport hält?
Falle nicht auf ersteres herein. Und wenn Du einen bestimmten Typ von Persönlichkeit hast, dann musst Du Zurückhaltung üben. Erinnere Dich selbst daran, nicht bei jeder Gelegenheit, die sich Dir bietet bis an Deine Grenzen zu gehen.
Sei der Boss
Wenn Du mit einem harten Knochen von Trainer arbeitest, der Dich dazu antreibt, alles zu beben, solltest Du realisieren, dass DU der Boss bist. Du weißt, wann Du alles gibst.
Du tust dies zu seiner Befriedigung. Du bist kein Olympiasportler. Und wahrscheinlich hängt auch Dein Beruf nicht davon ab. Also nimm etwas Druck von Deinen Schultern. Das Training sollte Dein Leben besser und nicht schlechter machen.
Wenn Du jemanden dafür bezahlst, dass er Dich trainiert, dann kannst Du diese Person auch leicht wieder feuern. Und dieser Trainer wird Dich mehr respektieren, wenn Du sie oder ihn gelegentlich taktvoll hieran erinnerst. Sei weder sein Fußabtreter noch seine Trophäe. Dein Trainer arbeitet für Dich. Führe also diese schweren Gespräche ohne passiv aggressiv zu sein und frage nach dem, was Du brauchst.
Es gibt eine Menge exzellenter Trainer, die wollen, dass Du bei Deinen Trainingseinheiten improvisierst, wenn dies nötig ist. Finde einen von diesen. Dies ist die Art von Trainer, der Dir dahingehend vertraut, dass Du die Anstrengungen bringst - unabhängig von der Trainingseinheit. Wenn Du bereits ein hingebungsvoller und erfahrener Trainierender bist, wirst Du wahrscheinlich keinen militaristischen Trainer brauchen, der die Peitsche schwingt. Und wirklich niemand braucht einen bevormundenden Trainer.
Tipp: Trainiere nicht wie ein Wettkampfathletin aus der Figurklasse
Hier ist der Grund dafür, dass das Nachahmen ihrer Lieblingsathletin viele weibliche Trainierende kaputt macht, plus einen besseren Ansatz.
Von Christian Thibaudeau
Wir neigen dazu diejenigen nachzuahmen, die so aussehen und sind, wie wir gerne wären. Einige Frauen sehen eine Fitnessathletin und gehen davon aus, dass diese das Geheimnis in Form zu kommen kennt.
In der Wirklichkeit sieht die Mehrzahl dieser Frauen nicht aufgrund der Art und Weise, wie sie trainieren so aus wie sie aussehen, sondern weil ihr Wille gut auszusehen ihnen wichtiger ist, als ihr Leben zu genießen.
Sie sind gut darin Diäten zu befolgen, die näher am Verhungern als am Ernähren liegen und sie greifen auch oft auf Medikamente (für den Abbau von Fett und den Aufbau von Muskeln) zurück, wodurch sie ihre langfristige Gesundheit riskieren.
Ich kenne viele, die 90-120 Minuten Cardiotraining als erstes morgens absolvieren - und das zusätzlich zu den 90-120 Minuten Training später am Tag. Und auch wenn ich diese Hingabe bewundere, können nur wenige Frauen so etwas im täglichen Leben durchziehen.
Sind CrossFit Frauen besser?
Ich trainiere eine Menge CrossFit Wettkämpferinnen und Enthusiastinnen und die durchschnittliche CrossFit Frau sieht deutlich schlanker und besser in Form als die durchschnittliche Möchtegerne Fitnessathletin aus.
Schaue Dir CrossFit Frauen und Leichtathletinnen an und Du wirst Frauen sehen, die sich an einem durchschnittlichen Tag in einer besseren Form befinden, als dies bei Möchtegerne Athletinnen der Fitnessklasse der Fall ist - und das ohne irrsinnige Ernährungseinschränkungen. In der Tat sind diese Frauen oft in einer besseren Form als echte Fitnessathletinnen, die sich gerade nicht auf einen Wettkampf vorbereiten. Und möchtest Du nur während drei Monaten des Jahres gut aussehen?
Ich möchte hiermit nicht sagen, dass alle Frauen mit CrossFit anfangen sollten. Ja, es ist besser als das durchschnittliche Training von Athletinnen der Fitnessklasse, aber es hat auch seinen eigenen Satz an Problemen.
Meine Frau ist ein gutes Beispiel. Sie liebt CrossFit und seit sie damit angefangen hat, will sie kein anderes Training mehr ausführen. Das Problem ist, dass sie während der letzten 3 Jahre nicht mehr als 3 Wochen am Stück trainieren konnte. Verletzungen zwingen sie immer wieder dazu zu pausieren. Das ist nicht gut für konsistente Fortschritte.
Die Lösung? Trainiere für Leistungsfähigkeit
Verwende einen Ansatz, der sich an CrossFit orientiert. Das konnte z.B. so aussehen:
- Verwende Trainingseinheiten mit hoher Trainingsdichte (kurze Pausenintervalle, wie Komplexe oder Zirkel)
- Konzentriere Dich hauptsächlich auf schwere Mehrgelenksübungen: Kniebeugen, Frontkniebeugen, Kreuzheben, Schulterdrücken und Ähnliches. Scheue nicht davor zurück die Gewichte zu steigern, so lange Du eine gute Form der Übungsausführung beibehalten kannst.
- Lerne die olympischen Gewichtheberübungen
- Arbeite daran, dazu in der Lage zu sein, Dips und Klimmzüge ohne Unterstützung auszuführen.
- Trainiere Loaded Carries wie Farmers Walks.
- Ziehe oder schiebe einen Gewichtsschlitten
- Verwende Ganzkörpertrainingseinheiten oder einen Oberkörper/Unterkörper Split und vergiss komplexere Trainingssplits.
Tipp: Wie Du Deine Beweglichkeit und Stabilität bei Kniebeugen verbessern kannst
Eine Übung wird Dir bei beidem helfen. Das Resultat? Schwerere und bessere Kniebeugen.
Von Jesse Irizarry
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-how-to-improve-squat-mobility-stability/
Starte aus der tiefsten Position
Trainer halten oft Reden über Muskelspannung und Haltung am höchsten Punkt der Bewegung, wenn Du bereits aufrecht stehst. Doch trotz ihrer Anstrengungen sehen Sportler, die am höchsten Punkt der Bewegung eine gute Figur machen schrecklich aus, wenn sie ganz nach unten gehen oder sich von ganz unten nach oben bewegen.
Wahrend traditionell Beweglichkeits- und Stabilitätsübungen verwendet werden, um dieses Problem zu adressieren, bedarf eine Verbesserung einer Bewegung ein Üben dieser Bewegung während Du an Deine Grenzen gehst. Bottom-up Kniebeugen lehren Dich, die stramme Position am tiefsten Punkt der Bewegung zu halten, während sie gleichzeitig Beweglichkeit und Veränderungen der Stabilität erzwingen.
Wenn Du lernen kannst in der tiefsten Position genauso viel Spannung und Stabilität zu generieren wie am höchsten Punkt der Bewegung, während Du gleichzeitig Deine Kraft zu Beginn der Bewegung steigerst, dann wirst Du dazu in der Lage sein, während konventioneller Kniebeugen mehr Gewicht zu bewegen.
Bottom Up Kniebeugen
- Stelle die Sicherheitsablage in einer Position ein, die sich unter der befindet, die Deine Beweglichkeit und Stabilität erlauben. Das Ziel besteht darin, Deine Grenzen auszutesten, aber eine schlechte Ausführung wird nie die gewünschten Resultate bringen.
- Begib Dich unter die Stange, wobei Du sicherstellst, dass Du Druck auf Deinem gesamten Fuß spürst und drücke Dich in den Boden, um Spannung im Bereich Deiner Hüften und Deines Gluteus zu generieren.
- Atme tief in den Bauchraum, atme kraftvoll aus, spanne Deine Bauchmuskeln an und atme dann erneut in Deinen fest angespannten Rumpf.
- Bewege Dich in perfekter Form nach oben, während Du die Bewegung mit Deiner Hüfte antreibst.
- Nimm Dir in der tiefsten Position Deine Zeit und stelle sicher vor jeder Wiederholung in der angespannten Position aus- und einzuatmen.
Tipp: Wie Du sprinten kannst ohne Dich zu verletzen
Sprinten ist für Menschen, die nackt gut aussehen wollen wie joggen. Hier zeigen wir Dir, wie Du damit beginnen kannst, ohne Dich zu verletzen.
Von Lee Boyce
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-how-to-sprint-without-getting-injured/
Sprinte mit Vorsicht
Je größer und schwerer Du bist, desto mehr Kraft kannst Du potentiell gegen einen Widerstand entwickeln. Intensive Übungen wie Sprints fordern extrem aggressive konzentrische und exzentrische Kontraktionen, was insbesondere dann gilt, wenn Du es nicht gewohnt bist, auf der Aschenbahn alles zu geben.
Sprinten kann unabhängig von der Technik zu Zerrungen und sogar Rissen von Muskeln führen. Hier ist ein Weg, dies zu verhindern.
Wie Du sicher sprintest
- Lasse immer etwas im Tank. Du sprintest um Deine Kondition zu verbessern und um von den sportlichen und gesundheitlichen Vorzügen zu profitieren und nicht um an Wettkämpfen teilzunehmen. Ein trainierter Sprinter weiß, dass es einen großen Unterschied zwischen sprinten mit 90% Anstrengung und maximaler Anstrengung gibt. Bei 90% zu bleiben wird Dich signifikant entspannter halten und flüssigere Bewegungen fördern.
- Bleibe bei längeren Sprint Distanzen. 30 und 40 Meter Strecken verleiten Dich dazu, Dich stärker zu verspannen und ohne Rücksicht auf Verluste einfach nur einen irren Sprint hinzulegen. Sprinten mit 85 bis 90% Deiner Maximalgeschwindigkeit ist immer noch sprinten. Gib Dir selbst etwas mehr Zeit und führe ein paar 100 bis 150 Meter Sprints aus. Dies wird Dir nicht nur dabei helfen größere Schritte zu machen, sondern Dir auch mehr Zeit unter Spannung geben und Deine Kondition wirklich fordern.
- Führe für eine gute Sprint Trainingseinheit geeignete Beweglichkeitsübungen, Dehnungen und Aufwärmsprintübungen aus. Führe nach ein paar vorbereitenden 30 bis 40 Meter Sprints (mit so viel Pause wie notwendig dazwischen) 2 x 80m, 2 x 100m und 4 x 120m Sprints aus. Nimm Dir Zeit, während Du zwischen den Sprints zurück zu Deiner Startlinie gehst und pausiere weitere 30 bis 60 Sekunden, bevor Du mit dem nächsten Sprint beginnst.
- Verwende einen "fallenden" Start, anstatt aus völliger Ruhe heraus zu explodieren (https://youtu.be/5PY-V0jFipo). Die schrittweise Veränderung der Winkel der Gelenke wird es Dir einfacher machen, in eine geeignete Position zu gelangen und die Muskeln während der ersten Schritte weniger "schocken". Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, beginne den Sprint nach 5 bis 10 Schritten joggen.
Kann ich nicht einfach das Laufband verwenden?
Es ist nicht ideal. Sprinten auf einem Laufband hat ein Geschwindigkeitslimit im Bereich von 15 bis 18 km/h, was einfach kein Sprinten ist. Elitesportler erreichen bei einem 100 Meter Sprint fast 40 km/h. Auch wenn Du wahrscheinlich kein Elitesportler bist, ist es trotzdem realistisch davon auszugehen, dass Du die Maximalgeschwindigkeit eines Laufbands überschreiten kannst.
Darüber hinaus zieht das Band anstelle einer aktiven Hüftextension Dein Bein durch die Bewegung. Es ist am besten, eine gute Form des Sprintens zu lernen und raus zu gehen.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/tip-ladies-stop-training-abs-like-a-man/
Von TC Luoma

1. Du führst kein Trainingslog
Wenn Du kein Trainingslog hast, dann besorge Dir eins. Hier ist der Grund dafür.
Du hast letzten Montag Deine Brust trainiert. Du hast 9 Wiederholungen mit 120 Kilo auf der Bank ausgeführt. Jetzt ist es an der Zeit für die nächste Brust Trainingseinheit. Du schaust für den Fall, dass Du die Zahlen, die es heute zu schlagen gibt, vergessen hast, in Dein vertrauenswürdiges Logbuch. Es sagt Dir,
"Hier sind Deine miserablen Zahlen von Deiner letzten Trainingseinheit. Ich hoffe wirklich, dass Du heute nicht genauso schwächelst wie beim letzten Mal."
Das ist zumindest die Theorie hinter einem Trainingslog und das ist definitiv das, was meines sagte, als ich es das letzte Mal geöffnet habe. Ich wusste, dass ich nicht so mies wie beim letzten Mal sein durfte. Und dass ich, wenn ich nicht weniger schlecht sein würde, sogar noch viel schlechter als letztes Mal wäre.
Dann führte ich 10 Wiederholungen mit 120 Kilo aus und es sagte, "das ist besser, aber immer noch schlecht..."
Das ist die Art und Weise, auf die ich wachse. Mein Trainingslog erwartet von mir, dass ich bessere Leistungen erbringe um besser zu werden. Um härter zu trainieren und meine vorhergehenden Leistungen zu übertreffen.
Eines der befriedigendsten Dinge der Welt ist mein Trainingslog zu öffnen, um herauszufinden, wie meine verdammten Zahlen waren, denn als ich sie aufgeschrieben habe, haben meine Hände vor Anstrengung gezittert. Das andere befriedigendste Gefühl war größere Zahlen als beim letzten Mal aufzuschreiben.
Wenn Dein Trainingslog Dir in sechs Monaten sagt, dass Deine Zahlen nicht größer geworden sind, dann wirst Du auch nicht anders aussehen als jetzt.
2. Du leidest unter Trainings-ADHS
Eines der unproduktivsten Dinge, die Du tun kannst besteht darin, Dir das Training eines megamuskulösen Typen anzusehen und irgendwie zur Schlussfolgerung zu kommen, dass sein augenblicklicher Trainingsstil dafür verantwortlich ist, wie er heute aussieht.
Jeder, der einen Körper oder ein Kraftlevel erreicht hat, der bewundernswert ist, hat normalerweise eine Evolution durchlaufen, die sein oder ihr Training zu dem geformt hat, was es heute ist. Ich hatte Glück, da ich in meinen frühen Jahren einige wirklich grundlegende Prinzipien bezüglich des Aufbaus von Muskeln und Kraft aufgeschnappt habe - Prinzipien, die sich in meinem Geist verfestigt haben. Nimm das Gewicht in die Hand und führe Wiederholungen damit aus. Führe in der nächsten Woche mehr Wiederholungen als in der vorhergehenden Woche aus. Und tue dies mit einer Handvoll Grundübungen. Tue dies über Jahre und Du wirst muskulöser werden.
Und das ist genau das, was ich getan habe. Ich nahm ein Gewicht, mit dem ich 8 Wiederholungen ausführen konnte. Dann habe ich jede Woche versucht mehr Wiederholungen mit diesem Gewicht auszuführen. Wenn ich 12 Wiederholungen ausführen konnte, habe ich das Gewicht erhöht.
Das ist alles, was ich während 90% meines ersten Jahrzehnts des Trainings getan habe. Ich habe vielleicht hier und da ein paar Dinge verändert, aber zum größten Teil war dies mein Training. Meine Übungen der Wahl waren zu dieser Zeit:
- Kniebeugen
- Kreuzheben mit gestreckten Beinen
- Klimmzüge im Untergriff
- T-Bar oder Langhantelrudern
- Bankdrücken
- Kurzhantel Schrägbankdrücken
- Drücken über Kopf (Kurzhantel und Langhantel)
Ich habe den gewöhnlichen Mix an Curls, Trizepstraining, Dips, Klimmzügen, usw. hinzugefügt, aber ich blieb bei diesen Übungen bei einer progressiven Überlastung. Ich wusste, dass ich muskulöser werden würde, wenn ich mich von 8 Wiederholungen mit 35 Kilo Kurzhanteln auf 12 Wiederholungen mit 45 Kilo Kurzhanteln steigen konnte. Ich wusste, dass mein Rücken massiger werden würde, wenn ich mich von 8 Wiederholungen mit 115 Kilo auf 8 Wiederholungen mit 150 Kilo Kurzhanteln steigern konnte.
Das war alles. Für ein Jahrzehnt oder länger. Heute zutage wirst Du es schwer haben, einen Trainierenden dazu zu bringen, für 2 Wochen bei einem Programm zu bleiben.
Wenn Du wachsen möchtest – und ich meine hiermit wirklich wachsen -, dann musst Du bei bewährten und erprobten Prinzipien bezüglich des Muskelwachstums und ein paar ausgewählten Übungen bleiben, die Du während der nächsten 10 Jahre ausführen wirst. Es. Gibt kein magisches Trainingsprogramm da draußen, das Dich über Nacht in ein Tier verwandeln wird.
3. Du bist mit bescheidenen, unproduktiven Übungen verheiratet
Während meiner Jahre des Wachstums habe ich mich auf einige wenige Übungen beschränkt und diese eine lange Zeit über ausgeführt. Dies waren Übungen, die sich natürlich für mich angefühlt haben und die mir wirklich Spaß gemacht haben.
Weil sich diese Übungen für mich gut angefühlt haben und weil mir ihre Ausführung Spaß gemacht hat, habe ich recht konsistente Fortschritte gemacht. Und da ich recht konsistente Fortschritte machen konnte, erreichte ich gute Zuwächse.
Ich erwähne dies, weil ich pro Monat bestimmt tausend Emails mit Fragen wie "Kann ich dies tun oder sollte ich das tun?"
Ich weiß es nicht. Kannst Du? Solltest Du? Das sind Fragen, die ich nicht beantworten kann. Aber meine Frage an Dich lautet "Warum probierst Du es nicht aus?" Auf diesem Weg wirst Du es herausfinden. Auf diesem Weg habe ich herausgefunden, auf welche Übungen ich mich bei meinem Training konzentrieren musste.
Ich musste niemanden um Erlaubnis fragen. Verdammt, da war niemand, den ich hätte fragen können. Ich habe mir keinen Zettel genommen, um nach der Lektüre der neusten Aufgabe der Flex einen Brief an Dorian Yates zu schreiben und ihn um seine Erlaubnis zu fragen, eine Übung auszuführen, die er empfohlen hatte.
Hier sind zwei Fragen, die Du Dir stellen solltest, um Dir Deine Entscheidung leichter zu machen - ohne um Erlaubnis fragen zu müssen:
a. Besitzt diese Übung ein hohes Potential für eine progressive Überlastung?
Enges Bankdrücken hat z.B. ein sehr viel größeres Potential für eine Steigerung des Gewichts als Kickbacks. Wenn Du ein Anfänger oder ein etwas fortgeschrittener Trainierender bist, warum in aller Welt solltest Du Kickbacks als Deine bevorzugte Trizepsübung Aufbauübung wählen, wenn Du bei engem Bankdrücken schwächliche 60 Kilo verwendest? Du hast noch eine Menge Arbeit bei engem Bankdrücken vor Dir.
b. Macht Dir die Ausführung der Übung Spaß
Nicht jeder mag Kniebeugen. Einige Menschen weisen eine Körpermechanik auf, die Kniebeugen unabhängig von der Art der Ausführung unangenehm machen, weshalb ihnen diese Übung keinen Spaß macht. Kniebeugen an der Multipresse oder Beinpressen fühlt sich für viele dieser Trainierenden hingegen natürlicher an und sie spüren diese Übung auch besser in den Oberschenkeln. Ich gebe wenig auf die Meinung von irgendwelchen Typen im Internet, die behaupten, dass die gerade erwähnten Alternativen wertlos sind, wenn ich nicht einmal weiß, ob diese Menschen je ein Fitnessstudio betreten haben.
Wie auch immer, wenn Du die Antworten auf diese beiden Fragen zusammenwirfst, dann hast Du einen netten Cocktail für Zuwächse. Höre auf damit irgendwelchen Müll auszuführen, den Du hasst oder der allgemein unproduktiv ist und den Du nur verwendest, weil irgendjemand im Internet sagt, dass Du ihn verwenden musst.
4. Du konzentrierst Dich auf insignifikanten Kram
Mir tun viele Anfänger, die wirklich wachsen wollen leid. Sie leben in eine Zeit, in der es mehr Informationen über das Training als je zuvor gibt und die Menschen trotzdem verwirrter als je zu vor sind, wenn es darum geht, muskulöser und stärker zu werden.
Ein großer Teil hiervon hängt damit zusammen, dass Sekten der Trainingsgemeinschaft es lieben, Informationen auf eine Art und Weise zu präsentieren, die sich wie ein Auszug aus einem chinesischen Nuklearforschungskurs liest. In vielen Fällen hätte ich keine Ahnung, wovon diese Menschen sprechen, wenn ich kein Video zum Thema hätte.
Nehmen wir Seitheben. Glaubst Du wirklich, dass sicherzustellen, dass Dein kleiner Finger sich in einer bestimmten Position befindet, der Schlüssel zur Lösung Deiner Probleme mit in ihrer Entwicklung zurückhängenden Schultermuskeln ist? Wahrscheinlich nicht. Ich sage nicht, dass die Übungsausführung nicht wichtig ist. Sie ist es. Aber es muss auch nicht so verdammt kompliziert sein. Hier ist ein recht einfacher Weg zu wissen, ob Deine Übungsausführung gut ist:
- Wenn Du eine Übung ausführst, spürst Du dann den Zielmuskel arbeiten?
- Erreichst Du eine starke maximale Kontraktion?
- Initiierst Du den Start der Bewegung mit dem Zielmuskel?
Wenn Deine Antwort auf alle obigen Fragen ja lautet, dann machst Du wahrscheinlich alles richtig. Wenn Du den Zielmuskel nicht kraftvoll kontrahieren spürst, dann gibt es hierfür wahrscheinlich einen Grund. In den meisten Fällen ist es einer der Folgenden:
- Du verwendest ein zu schweres Gewicht, um die Geist-Muskel Verbindung aufrecht erhalten zu können.
- Eine andere Muskelgruppe ist übermäßig dominant und verrichtet bei dieser Übung einen Großteil der Arbeit.
- Du initiierst die Übung nicht mit dem Zielmuskel, was wahrscheinlich mit dem ersten Problem in Verbindung steht.
Die Antwort auf all diese Fragen ist wirklich einfach: verwende ein leichteres Gewicht oder wähle eine andere Übung.
5. Du hast keine Ahnung, was brutal hartes Training ist
"Volumen ist der Treiber für ein Muskelwachstum."
"Da gibt es Studien, die zeigen, dass..."
Ich weiß, dass viele es noch nicht begriffen haben, aber es gibt Dinge, für die Studien nicht herhalten können. Studien untersuchen nur selten Probanden, die bei ihrem Training weit genug fortgeschritten sind, um effektiv bis zum Muskelversagen trainieren zu können.
Training mit brutal harter Anstrengung ist eine verlorene Kunst. Ganz zu schweigen davon, dass brutal hart zu trainieren auf natürliche Weise Dein Trainingsvolumen begrenzen und unnötiges Volumen eliminieren wird. Auch wenn ich immer wieder darauf herumreite, brutal hartes Training besitzt Vorzüge wie Zeiteffizienz und stoffwechseltechnische Vorzüge, die Du durch ein Volumentraining nicht erreichen wirst.
Vergiss die Studien, denn jede Studie hat ihre Limitierungen. Für gewöhnlich geben sie das am Ende sogar zu. Eine Gruppe von College Schülern mit 1 bis 2 Jahren Trainingserfahrung im Kraftraum, die 8 Wochen lang trainiert hat, hat für fortgeschrittene Trainierende keinerlei Relevanz.
Stattdessen werde ich Dir die Resultate von Trainingsprogrammen in der echten Welt zeigen, die nicht so perfekt in eine Studie passen, aber trotzdem Berge an Muskeln aufbauen. Doggcrapp Training hat z.B. wahrscheinlich mehr Massemonster als jede andere Trainingsmethodologie hervorgebracht.
Weißt Du worauf dieses Training aufbaut? Trainiere brutal hart für ein paar wenige Rest-Pause Sätze, wobei Du die Wiederholungszahlen und Gewichte bei jeder Trainingseinheit erhöhst.
Ich habe eine Reihe von wirklich weit fortgeschrittenen Typen gefragt, wie viele echte Arbeitssätze sie für bestimmte Muskelgruppen während einer Trainingswoche absolvieren. Der Durchschnitt bei Beinen? Sechs bis acht Sätze in einer Trainingswoche. Insgesamt. Und das sind Quadrizeps und Beinbeuger zusammen. Es waren mit Sicherheit keine zwanzig, wie Studien und "gelehrte" Trainer empfehlen.
Wenn Du ein Anfänger oder ein etwas Fortgeschrittener bist, dann hast Du vielleicht noch nicht die Fähigkeit entwickelt, mit dieser extremen Anstrengung zu trainieren. Und Du wirst wahrscheinlich mehr Volumen brauchen, um dies auszugleichen.
Du solltest aber trotzdem die Fähigkeit entwickeln, diese Art von "wachse oder stirb" Mentalität zu entfalten, wann immer Du den Kraftraum betrittst - und Dich nicht auf eine bestimmte Anzahl an Sätzen konzentrieren, weil dies irgendeine Studie empfiehlt.
6. Du achtest zu sehr auf jedes Gramm
Es ist schon seltsam, was Social Media mit der Welt des Kraftsports gemacht hat. Es ist nichts Ungewöhnliches eine Gruppe lächerlicher Clowns mit einer vollständigen Filmcrew in einem Fitnessstudio zu finden, die ganze Trainingsbereiche blockieren, um dämliche Übungen auszuführen, um einen Social Media Post zu veröffentlichen.
Ihre genauso dämlichen Follower, die diesen Post sehen, machen dann genau das, was sie sehen: sie imitieren das, von dem ihre Idole behaupten, dass sie es tun.
Vor ein paar Jahrzehnten konnte ein Powerlifter sehr lange auf sehr hohem Niveau an Wettkämpfen teilnehmen, da es eine Off-Season hatte, während der er die Gewichte auf der Stange reduzierte und sich auf Sätze mit mehr Wiederholungen konzentrierte, um seine Gelenke zu schonen.
Langlebigkeit ist nichts, worüber heute zutage viele Menschen nachdenken, weshalb Du oft Athleten siehst, die im Kraftsport für eine Weile dominieren und dann aufgrund wiederkehrender Verletzungen von der Bildfläche verschwinden. Es ist schwer den Fuß vom Gas zu nehmen, wenn jede einzelne Trainingseinheit auf "Likes" und "Views" basiert.
Im Fitness und Bodybuilding Bereich gibt es Männer und Frauen, die im Grunde genommen das ganze Jahr über eine Wettkampfdiät befolgen, um für ihre Instagram Fotos in Form zu bleiben. Bei denjenigen mit massiven Mengen an Followern kann ich das ja noch verstehen. Da wird es zum Beruf und Du verdienst eine Menge an Geld damit.
Ich mache hier niemandem einem Vorwurf dafür, dass er versucht seinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber wenn Du ein zweitrangiger Typ bist, der gerade einmal 65 Kilo wiegt und seine Definition aufs Gramm genau zu halten versucht, dann ist das genau der Grund dafür, dass Du nicht wächst.
Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen habe ich noch keine einzige Person mit einer eindrucksvollen Körperentwicklung gesehen, die nicht Zeit damit verbracht hat, ernsthafte Mengen an Nahrung in sich hinein zu stopfen. Zeig mir einen Typen, der schlanke 90 bis 100 Kilo hat und ich werde Dir einen Typen zeigen, der eine signifikante Zeit seines Trainingslebens damit verbracht hat, damit zu kämpfen die Energie zu finden, um seine Schuhe zuzubinden.
Meine beiden stärksten Wachstumsschübe bezüglich des Muskelwachstums wurden dadurch charakterisiert, dass ich so viel gegessen habe, dass ich mein Leben gehasst habe. Es ist wahr, dass Du ein Muskelwachstum nicht bis zu einem beliebigen Grad durch mehr Nahrung erzwingen kannst, aber an einem Punkt solltest Du diesem guten alten College Ansatz eine Chance geben.
Die Akkumulation von mehr und mehr Muskelprotein im Laufe der Zeit ist ein langsamer und anstrengender Prozess. Und dieser Prozess verläuft noch langsamer und frustrierender, wenn Du im Niemandsland zwischen "ich möchte wie ein Tier aussehen, aber wie ein Magermodel essen" gefangen bist.
Wenn Du wie ich in Deinen Vierzigern bist, dann ist dies wahrscheinlich keine intelligente oder brauchbare Option. Es ist nicht meine Schuld, dass Du die letzten Jahre damit verschwendet hat, das Fitnessstudio oder wie ein Model zu essen. Wenn Du jedoch ein Teenager bist oder Dich in Deinen Zwanzigern befindest und nicht auf eine Art und Weise isst, die kleinen Kindern das Fürchten lernt, dann verpasst Du ein Zeitfenster für ein beschleunigtes Wachstum.
Ich habe in früheren Artikeln einige meiner Ernährungsphasen aus meiner Fat Boy Zeit beschrieben und abfällige Kommentare bekommen, dass diese Diabetes und Herzinfarkte heraufbeschwören würden. Ich habe nie gesagt, dass es gesund ist. Es ist nichts gesund daran, Deine Grenzen bezüglich Nahrung und Hanteln zu verschieben, wenn Du versuchst Dein genetisches Potential zu maximieren. Aber das ist der Grund dafür, dass ich jetzt 110 Kilo bei sichtbaren Bauchmuskeln wiege, während bei Dir niemand erkennt, dass Du mit Gewichten trainierst, wenn Du ein T-Shirt trägst.
Zu der Zeit, als ich dieses Fundament aufgebaut habe, gab es kein Facebook oder Instagram. Mein Training und meine Ernährung konzentrierten sich auf meine Wünsche und Ziele - und nicht auf die Anerkennung von einem Haufen fremder Voyeure.
7. Du übersiehst, was am wichtigsten ist.
Hier ist das, was am wichtigsten ist, wenn Du besser werden willst:
Brich persönliche Rekorde beim Training, brich persönliche Rekorde beim Essen und brich persönliche Rekorde beim Schlafen. Gewöhne Dich daran, dass es ungemütlich wird, wenn es an der Zeit zu essen und zu Trainieren ist.
Höre auf damit, alle 3 Wochen von Trainingsprogramm zu Trainingsprogramm zu wechseln. Suche Dir 6 oder 8 Grundübungen, die ein hohes Potential für eine progressive Überlastung aufweisen und werde bei diesen Übungen brutal stark.
Höre auf damit Dir Gedanken darüber zu machen, was andere tun oder nicht tun. Das hat für Dein Training keinerlei Relevanz. Es geht Dich nichts an. Du solltest verdammt noch mal zu sehr mit essen, schlafen und trainieren beschäftigt sein, um das überhaupt wahrzunehmen.
Suchst Du nach Motivation? Musst Du den Kopf frei bekommen, wenn Dich mangelnde Fortschritte demotivieren? Eines meiner Lieblingszitate darüber, was notwendig ist, um besser zu werden, stammt von Dr. Ken Leistner:
"Ich sage zweifelnden Trainierenden gerne, dass es einfach nur eine Sache der Steigerung des Gewichts auf der Stange oder das Ausführen einer zusätzlichen Wiederholung ist. Wenn Du den Punkt erreichst, an dem Du 20 Kniebeugen mit 180 Kilo, 15 Wiederholungen Kreuzheben mit gestreckten Beinen mit 180 Kilo, 10 Wiederholungen Curls mit 90 Kilo, 10 Wiederholungen Schulterdrücken mit 180 Kilo, 10 Dips mit 140 Kilo um Deine Taille und Klimmzüge mit 50 Kilo ausführen kannst, glaubst Du nicht, dass Du dann muskulös sein wirst? Ich meine schrecklich muskulös. UND stark? Offensichtlich!"
Das ist alles, was es bedarf.
Quelle: https://www.t-nation.com/training/7-reasons-youre-stuck-at-medium/
Von Paul Carter