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Yggdrasil Rhodiola Rosea Viking Storm - Gods Rage

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Hoch konzentriertes Rhodiola Rosea Extrakt auf 3% Rosavin standardisiert in der perfekten klinischen Dosierung, die im Rahmen wissenschaftlicher Studien verwendet wurde

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Das Geheimnis der Kraft und der Erfolge der glorreichen nordischen Kämpfer, das wirklich alle Eigenschaften, die einen unbesiegbaren Wikinger ausmachen, fördert und verstärkt!

Produkt Highlights:

  • Hoch konzentriertes Rhodiola Rosea Extrakt auf 3% Rosavin standardisiert in der perfekten klinischen Dosierung, die im Rahmen wissenschaftlicher Studien verwendet wurde
  • Hocheffektives Adaptogen, das bereits von den Griechen und Wikingern verwendet wurde
  • Kann Stress lindern und die Fähigkeit verbessern, mit körperlichem und mentalem Stress zurecht zu kommen
  • Kann stressbedingte chronische Müdigkeit lindern und gegen stressbedingte Schlafstörungen helfen
  • Kann Aufmerksamkeit, Reaktionszeit und neuromotorische Koordination verbessern
  • Kann Reizbarkeit reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden verbessern.
  • Herauszögerung des Eintritts der Erschöpfung während harter und brutaler Kämpfe gegen gnadenlose Gegner und den kalten Stahl der Gewichte
  • Glykogensparende Wirkung durch eine gesteigerte Verwendung von Körperfett während maximaler körperlicher Anstrengungen
  • Gesteigerte ATP Resynthese während des Trainings die Dir diese letzten und alles entscheidenden Wiederholungen am Ende Deiner harten Trainingssätze ermöglichen wird
  • Steigerung des VO2 max
  • Reduzierte Laktatproduktion während harter Trainingseinheiten
  • Maximale Förderung und Beschleunigung Deiner Regeneration nach aufreibenden Kämpfen
  • Reduzierung von Muskelschäden während harter Trainingseinheiten
  • Beschleunigte Wiederauffüllung der Glykogenspeicher Deiner Muskeln
  • Anregung der Proteinsynthese und des Muskelaufbaus nach dem Training
  • Reduzierung der trainingsinduzierten Erhöhung kataboler Kortisolspiegel
  • Muskelschützende Wirkung während Diät und Wettkampfvorbereitung
  • Kann stressbedingte Heißhungeranfälle reduzieren
  • Kann stressbedingter Appetitlosigkeit entgegenwirken
  • Kann einen Fettabbau unterstützen und fördern und einem Fettaufbau entgegenwirken
  • Kann eine reduzierte Stoffwechselrate durch eine Normalisierung der Schilddrüsenfunktion erhöhen
  • Besitzt eine direkte anregende Wirkung, die Dir ein unterschwelliges Gefühl der Kraft und Unbesiegbarkeit verleihen wird, ohne Nervosität und Reizbarkeit hervorzurufen
  • Eine Packung reicht für 120 Tage!
  • Besitzt eine potentielle Antiöstrogenwirkung, die die unerwünschten Auswirkungen von Östrogen reduzieren und die Produktion muskelaufbaueder Hormone erhöhen könnte
  • Kann die Funktion des Immunsystems fördern und eine antivirale Wirkung entfalten
  • Kann kognitive Funktion und Gedächtnisleistung steigern
  • Kann Depressionen und Angstzustände lindern
  • Besitzt eine ausgeprägte antioxidative Wirkung und aktiviert Enzyme, die für eine Reparatur von Schäden der DNA durch freie Radikale zuständig sind
  • Könnte potentiell eine lebensverlängernde Wirkung besitzen.
  • Kann die Blutzuckerspiegel stabilisieren
  • Kann die Kohlenhydratverwertung und -aufnahme reduzieren
  • Könnte neuroprotektive Wirkungen besitzen und vor neurodegenerativen Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer schützen
  • Scheint die Neurogenese und das Wachstum der Nerven zu fördern
  • Könnte die Heilung bei Nervenschäden beschleunigen
  • Unterstützt die Herz-Kreislauf Gesundheit und kann das Risiko für Herzinfarkte und andere Herz-Kreislauf Erkrankungen reduzieren
  • Kann die Zellen des Herzens vor Schäden durch Durchblutungsstörungen und Sauerstoffmangel schützen
  • Kann erhöhte Blutfettwerte und einen erhöhten Blutdruck senken
  • Kann die Leber vor Schädigungen durch Giftstoffe schützen und die Regeneration der Leber fördern

Yggdrasil – der Weltenbaum

„Fest und stark ist nur der Baum der unablässig Stürmen trotzt, denn nur im Kampf festigen sich seine Wurzeln.“

So sprechen die Alten und hören die Krieger. Vor unendlich langer Zeit, zum Anbeginn allen Seins, schufen Odin und die Seinen das erste Menschenpaar. Ask und Embla schufen sie, mit der Axt aus dem harten Holz der Bäume. Lodur gab ihnen das Blut, Hönir die Kraft und Odin den Atem. Sie liebten einander und neben Riesen, Zwergen und Alben, entstand der Menschen Geschlecht. Die Götter schenkten ihnen ein Zuhause unter den neun Welten, dass sie einst aus dem toten Leib Ymirs formten und nannten es Midgard.

Bäume ragten aus dem Riesenleib und einer wuchs höher und schneller als alle anderen. Auch in Dir ruht diese Kraft. Eine gewaltige Esche, stark und fest. Seine Krone reicht weit über Midgard hinaus und seine Wurzeln tiefer als der Verstand begreifen mag. Sein Name ist Yggdrasil. „Eine Esche weiß ich, heißt Yggdrasil, den hohen Baum netzt weißer Nebel; davon kommt der Tau, der in die Täler fällt. Immergrün steht er über Urds Brunnen.“ Und je mehr ich wachse, so wie ein Baum, umso mehr gewinne ich an Kraft und Tiefe…

Das wahre Geheimnis der Stärke und des Erfolges der unbesiegbaren Nordmänner, die wir auch unter dem Namen Wikinger kennen

Viele mögen die Wikinger lediglich als einen Haufen plündernder und mordender Barbaren ansehen, vor dem nichts an Schätzen wie Gold, Silber und Edelsteine sicher sind – doch nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein.

Wenn man sich die Geschichte dieser unerschrockenen Nordmänner etwas genauer ansieht, dann waren diese Kämpfer erfolgreichere Eroberer als alle historischen Weltreiche und Heerführer vor ihnen – und diese Liste schließt Alexander den Großen und das römische Weltreich ein. Ihr Einflussbereich umfasste den größten Teil der damals bekannten Welt und reichte nach neueren Erkenntnissen bis Amerika und China.

Bis heute rätseln Historiker und Wissenschaftler darüber, wie relativ kleine Volksstämme aus den Norden dies schaffen konnten und was diesen Männern ihre unglaubliche Kraft, Widerstandsfähigkeit und Furchtlosigkeit verliehen hat, die alles übertraf, was man von anderen Völkern her kennt. Sicherlich gab es in jedem Reich und jeder Epoche unbesiegbare Kämpfer, die diese Eigenschaften in sich vereinten, aber wie lässt sich diese große Anhäufung unerschrockener Krieger, die weder Tod noch Teufel fürchteten in einer kleinen Volksgruppe erklären?

Eines der Geheimnisse des Erfolges der Wikinger bestand darin, dass sie sich nicht mit der Unterwerfung anderer Völker und der Errichtung eigener Reiche aufhielten. Stattdessen machten sie sich auf andere Art und Weise fast die ganze Welt untertan und bereicherten sich an den Schätzen, die diese Länder und Reiche zu bieten hatten. Und genau diese Schätze haben maßgeblich zu dem beigetragen, was wir an ihnen heute so erstaunlich finden.

Diese Schätze beschränkten sich bei weitem nicht nur auf materiellen Reichtum, sondern auch auf das Wissen und die Heilkunde der unterworfenen Völker und auf einem ihrer Beutezüge entdeckten sie eine wirkungsvolle Pflanze, die all die Eigenschaften, die einen furchtlosen, erfolgreichen und unbesiegbaren Eroberer ausmachen, vor dem die ganze Welt in Ehrfurcht erzittert. Bei dieser Pflanze handelt es sich um Rhodiola Rosea – eine Pflanze, die den eigentlichen „Weltenbaum“ der unbesiegbaren Nordmänner darstellte und die es verdient, dem Namen Yggdrasil zu tragen. Diese Pflanze besitzt die Fähigkeit alle – und wirklich alle – Charakterzüge und Fähigkeiten zu verstärken, die einen furchtlosen, unbesiegbaren Kämpfer ausmacht, der mit keiner Situation überfordert ist und der immer die Oberhand behält. Hierfür bedarf es weit mehr, als einfach nur brachiale rohe Kraft und Brutalität – ein übermächtiger Kämpfer aus dem Volk der Nordmänner muss extrem leistungsfähig sein, sich von jeder Belastung so schnell wie möglich erholen und muss Nerven wie Stahlseile haben, um in den brenzligsten Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. All dies und noch sehr viel mehr kann Yggdrasil bewirken – und das Beste hieran ist, dass diese Wirkungen, die den Wikingern bereits vor über 1000 Jahren bekannt waren, heute durch die moderne Wissenschaft belegt werden können.

Yggdrasil wird auch Dir dabei helfen, all das in Dir zu vereinen, was einen nordischen Kämpfer so erfolgreich und unbesiegbar gemacht hat. Überwinde alle körperlichen und geistigen Grenzen und werde zu dem unbesiegbaren Kämpfer, der Du schon immer sein wolltest.

Was ist Rhodiola Rosea

Bei der Rhodiola Rosea Pflanze, die auch unter der Bezeichnung Rosenwurz bekannt ist, handelt es sich um eine 5 bis 35 Zentimeter große Pflanze aus der Gattung der Rhodiola, deren Wurzel einen typischen rosenartigen Geruch aufweisen, der für den Namensteil „Rosea“ verantwortlich ist. Die Rhodiola Rosea ist im arktischen Bereich von Eurasien und Nordamerika in höheren Lagen zwischen 1000 und 5000 Meter heimisch.

Rhodiola Rosea wird seit tausenden von Jahren im Bereich der traditionellen Medizin vieler Völker eingesetzt und wurde bereits im Jahr 77 vom berühmten griechischen Arzt Dioscorides unter dem Namen Rodia Riza in der klassischen medizinischen Abhandlung mit dem Namen „De Materia Medica“ beschrieben. Jeder, der sich etwas mit den glorreichsten und todesmutigsten Kämpfern der Historie auskennt wird sich an dieser Stelle unweigerlich fragen, ob nicht bereits die heldenhaften Spartaner unter König Leonidas diese legendäre Pflanze kannten und nutzten. Uns würde dies zumindest nicht verwundern.

Als geschichtlich belegt gilt die Verwendung von Rhodiola Rosea durch die Wikinger bei ihren vielen Raubzügen ab dem Ende des ersten Jahrtausends. Die Wikinger verwendeten diese Pflanze aufgrund ihrer stärkenden und die Ausdauer steigernden Wirkungen und um ihre Robustheit zu fördern (3). Und vielleicht haben ja sogar die Wikinger bei ihren Raubzügen im Mittelmeerraum im 9. Jahrhundert, die sie bis nach Griechenland und Ägypten geführt haben, das Wissen über diese Pflanze von den Griechen vermittelt bekommen. So würde sich der Kreis schließen, der die todesmutigsten und glorreichsten Kämpfer der Geschichte miteinander verbinden könnte...

Den chinesischen Imperatoren war Rhodiola Rosea so wertvoll, dass sie Expeditionen nach Sibirien sandten, die ausschließlich dem Zweck dienten, diese Pflanze in möglichst großen Mengen nach China zu bringen. Auch die Lappen in Schweden sind dafür bekannt, dass sie Teile der Rhodiola Rosea Wurzel kauen, um ihr Ausdauer und ihr Durchhaltevermögen zu steigern.

Rhodiola Rosea ist als so sehr wirkungsvolles Adaptogen bekannt, das primär zur Linderung der Auswirkungen von Stress eingesetzt wird. Adaptogene sind Verbindungen, die die allgemeine Widerstandsfähigkeit des Körpers stärken und dabei helfen, aus dem Gleichgewicht geratene Körperfunktionen zu normalisieren.

Die gesamte Bandbreite der positiven und auch leistungssteigernden Wirkungen von Rhodiola Rosea, auf die wir gleich näher eingehen werden, ist jedoch noch sehr viel größer und besitzt das Potential, den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen Eisenkrieger und einem unbesiegbaren nordischen Kämpfer, der weder Tod noch Teufel fürchtet, auszumachen. Selbst erfahrene Wissenschaftler sind immer wieder davon überrascht, wie Mutter Natur so viel Heilkraft und Energie in einer einzelnen Pflanze konzentrieren konnte.

Die primären aktiven Bestandteile von Rhodiola Rosea sind Rosvarin, Rosarin und Rosin, die auch unter dem Sammelbegriff Rosavine zusammengefasst werden, sowie Salidrosid. Weitere aktive Inhaltsstoffe umfassen Procyanidine, die aus Epigallocatechingallat – das Katechin, für das grüner Tee bekannt ist - bestehen, Beta-Stitosterol, sowie zahlreiche Flavonoide, Thannine und essentielle Öle. Im Rahmen klinischer Humanuntersuchungen hat sich Rhodiola Rosea als sicher und gut verträglich erwiesen und es konnten keine nennenswerten Nebenwirkungen beobachtet werden (4).

Welche einzigartigen Wirkungen besitzt Rhodiola Rosea

Die positiven Wirkungen von Rhodiola Rosea sind so vielfältig, dass es unmöglich ist, auf alle einzugehen, Wir werden uns deshalb auf die wichtigsten hiervon beschränken, die für unerschrockene nordische Kämpfer und Eisenkrieger in den Krafträumen dieser Welt von besonderem Interesse sein können.

Linderung der negativen Auswirkungen von Stress und gesteigerte Leistungsfähigkeit in Gegenwart von Stress

Rhodiola Rosea ist nach Ginseng das am zweithäufigsten zur Linderung von Stress eingesetzte Adaptogen und hat sich in dieser Hinsicht als äußerst effektiv erwiesen. Rhodiola Rosea hilft Deinem Körper besser mit mentalem und körperlichem Stress zurecht zu kommen, indem es das Gleichgewicht der bei starkem Stress häufig aus dem Gleichgewicht geratenden körpereigenen Stressreaktionssysteme wiederherstellt.

Diese Wirkungen basieren unter anderem auf einer gesteigerten Produktion und einer besseren Verwendung zellularer Energie, sowie einer gesteigerten Ausschüttung wichtiger Neurotransmitter in Deinem Gehirn, zu denen unter anderem Serotonin, Norepinephrin und die Stimmungslage verbessernde Endorphine gehören (5, 6).

Im Rahmen zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Rhodiola Rosea hierdurch nicht nur stressbedingte chronische Erschöpfung lindern kann, sondern auch die Aufmerksamkeitsspanne erhöhen, die Fehleranfälligkeit bei geistig fordernden Aufgaben reduzieren, die neuromotorischen Fähigkeiten verbessern, die Reaktionszeit reduzieren, die Herzfrequenz senken, stressbedingte Schlafprobleme lindern, Reizbarkeit reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden verbessern kann (7).

Für Dich als unerschrockenen und harten Eisenkrieger bedeutet dies, dass Du wie ein echter Wikinger in jeder Situation einen klaren Kopf behalten wirst und Dich nichts so leicht aus der Ruhe oder dem Konzept bringen kann. Du wirst auch in den brenzligsten Situationen ruhig und besonnen bleiben und mit höchster Präzision optimal auf jede Herausforderung reagieren können, was während harter und erbarmungsloser Kämpfe gegen übermächtig erscheinende Gegner oder den kalten Stahl der Gewichte den Unterschied zwischen glorreichem Sieg und erbärmlicher Niederlage ausmachen kann.

Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Hinauszögerung des Eintritts der Erschöpfung während harter Kämpfe gegen den kalten Stahl der unbarmherzigen Gewichte

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die sowohl Tierstudien, als auch Humanstudien umfassen, kommen zu dem Ergebnis, das Rhodiola Rosea die körperliche Leistungsfähigkeit während intensiver körperlicher Anstrengungen, sowie die sportliche Ausdauer signifikant steigern können. Hierbei reichte im Rahmen einer dieser Studien bereits die Einnahme von lediglich 200 mg Rhodiola Rosea etwa eine Stunde vor dem Training aus, um die Ausdauerkapazität während eines fordernden Ausdauertrainings deutlich zu erhöhen und den Eintritt der Erschöpfung hinauszuzögern (8). Im Rahmen von mit Ratten durchgeführten Untersuchungen konnte Rhodiola Rosea die Ausdauerleistung während eines erzwungenen Schwimmtests, bei dem gemessen wurde, wie lange sich die Tiere aus eigener Kraft über Wasser halten konnten, um erstaunliche 25% steigern – ein Ergebnis, das bei einem Schiffbruch in der eisigen nordischen See den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen könnte...

Diese Wirkungen werden unter anderem auf eine gesteigerte Verwendung von Fettsäuren als Energiequelle während des Trainings zurückgeführt, welche in eine glykogensparende Wirkung resultiert und zur Folge hat, dass dem Körper mehr Muskelglykogen für längere und härtere Trainingseinheiten zur Verfügung steht.

Zusätzlich hierzu kann Rhodiola Rosea wissenschaftlichen Studien zufolge die Synthese und Resynthese von ATP aktivieren (9), welches auch als Energiewährung des Körpers bezeichnet wird und während harter Muskelkontraktionen als alleinige Energiequelle verwendet wird. Da die ATP Reserven der Muskeln während harter Trainingssätze lediglich für einen Zeitraum von 10 bis 20 Sekunden ausreichen, kann eine gesteigerte ATP Resynthese während des Trainings unbezahlbare Vorzüge mit sich bringen, da sie es Dir ermöglichen kann, diese letzten und alles entscheidenden Wiederholungen zu erzwingen, die den Unterschied zwischen moderaten und überragenden Zuwächsen an Kraft und Muskelmasse ausmachen.

Eine Metaanalyse, die eine ganze Reihe von Untersuchungen zur leistungssteigernden Wirkung von Rhodiola Rosea betrachtete, kam außerdem zu dem Ergebnis, dass Rhodiola Rosea dadurch zu einer gesteigerten körperlichen Leistungsfähigkeit beiträgt, dass diese Extrakte das Gefühl der neuronalen Erschöpfung reduzieren, wodurch es den Probanden möglich wurde, mehr körperliche Arbeit zu verrichten (10).

Weitere Studien konnten zudem einen gesteigerten VO2 Max Wert beobachten, der von einem späteren Eintritt der Erschöpfung, sowie einer niedrigeren Herzfrequenz während des Aufwärmtrainings begleitet wurde (8). Gleichzeitig sank die Zeit, die für einen Leistungstest über eine Distanz von 10 Kilometern auf dem Fahrradergometer benötigt wurde, im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant (11).

Zusätzlich hierzu kommen mit Rhodiola Rosea durchgeführte Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass diese Pflanzenextrakte die Laktatproduktion während intensiver Trainingseinheiten signifikant reduzieren können (12). Da erhöhte Laktatspiegel einen der Auslöser für den Eintritt der Muskelerschöpfung darstellen, dürfte dies einen weiteren Mechanismus darstellen, über den diese erstaunliche Pflanze die körperliche Leistungsfähigkeit steigern kann.

Für Dich als furchtlosen nordischen Eisenkrieger sind all dies hervorragende Neuigkeiten, die Deine Überlegenheit gegenüber brutalen und erbarmungslosen Gegnern dramatisch steigern können und es Dir ermöglichen werden, auch aus den mörderischsten und brutalsten Kämpfen gegen den kalten Stahl des Eisens und scheinbar übermenschliche Gegner als glorreicher Sieger hervorzugehen.

Beschleunigte Regeneration

Rhodiola Rosea kann nicht nur Deine Trainingsleistungen steigern, sondern auch Deine Regeneration nach harten und brutalen Trainingsschlachten und erbarmungslosen Kämpfen dramatisch beschleunigen. Dies beginnt damit, dass dieses hochwirksame Pflanzenextrakt die während intensiver Trainingseinheiten unweigerlich entstehenden Muskelbeschädigungen durch eine schützende Wirkung reduzieren kann, was anhand reduzierter Biomarker für Muskelschäden nach dem Training nachgewiesen werden konnte (12).

Andere Studien konnten außerdem reduzierte Spiegel der Kreatin Kinase und entzündungsfördernder C-reaktiver Proteine nach einer erschöpfenden Trainingseinheit nachweisen, was auf eine entzündungshemmende Wirkung hinweist und das Muskelgewebe während des Trainings schützt (13). Gleichzeitig aktiviert Rhodiola Rosea AMPK in den Skelettmuskelzellen und steigert die Glukoseaufnahme in die Muskelzellen, was in einer schnelleren Wiederauffüllung der Glykogenspeicher Deiner Muskeln nach dem Training und somit auch einer schnelleren Regeneration resultiert (14).

Weitere Untersuchungen konnten zudem zeigen, dass eine Supplementation mit Rhodiola neben einer Erhöhung der Anzahl roter Blutkörperchen auch den RNA Gehalt der Muskelzellen, sowie die Spiegel von Proteinen und Enzymen erhöht, die für die Muskelregeneration nach intensiven körperlichen Anstrengungen wichtig sind, was in einem höheren Proteingehalt der Muskeln resultierte, was gleichbedeutend mit einem Muskelaufbau und einer schnelleren Muskelregeneration ist (15).

Auch die ausgeprägten antioxidativen Wirkungen von Rhodiola, auf die wir noch näher eingehen werden, können Muskelschäden durch während des Trainings in gesteigerten Mengen produzierte freie Radikale reduzieren und die Regeneration Deiner Muskeln nach dem Training unterstützen und beschleunigen.

Eine schnellere Regeneration ist für jeden harten Kämpfer von entscheidender Bedeutung. Sie stellt sicher, dass Du auch nach den aufreibendsten und mörderischsten Kämpfen gegen brutale Gegner und den kalten Stahl der Gewichte so schnell wie möglich wieder bereit für die nächste gnadenlose Schlacht bist – ein Faktor, der für einen nordischen Krieger über Leben und Tod entscheiden kann. Eine schnellere Regeneration bedeutet natürlich auch, dass Du sehr viel häufiger einen maximalen Stimulus für maximale Zuwächse an Muskelmasse und Kraft setzen kannst, um von Zuwächsen zu profitieren, von denen andere nur träumen können.

Muskelschützende Wirkung durch eine Reduzierung kataboler erhöhter Kortisolspiegel

Kortisol ist ein Stresshormon, das in Reaktion auf mentalen, sowie körperlichen Stress, der durch intensive körperliche Anstrengungen wie harte Trainingseinheiten in erhöhten Mengen ausgeschüttet wird. Neben zahlreichen negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden besitzen erhöhte Kortisolspiegel auch eine ausgeprägte katabole Wirkung, die einen Muskelabbau fördern kann. Diese muskelabbauende Wirkung ist während kalorienreduzierter Diäten besonders ausgeprägt und gefürchtet, kommt aber auch während praktisch jeder harten und intensiven Trainingseinheit zustande. Letzteres führt dazu, dass während des Trainings zunächst unweigerlich Muskelmasse abgebaut wird, bevor es während der Regeneration nach dem Training zu einem Muskelaufbau kommt, der – hoffentlich – den trainingsinduzierten Muskelabbau übertrifft – was während strenger Diäten leider oft nicht der Fall ist.

Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Rhodiola Rosea die trainingsinduzierte Kortisolausschüttung signifikant reduzieren könnte (16), was sowohl in einer ausgeprägten antikatabolen, muskelschützenden Wirkung während einer Fettabbaudiät oder der Wettkampfvorbereitungsphase, als auch in einem beschleunigten Muskelaufbau während der Aufbauphase resultieren dürfte.

Normalisierung stressbedingter Essstörungen wie Heißhunger auf Süßes und Appetitlosigkeit

Stress ist einer der primären Faktoren, die zu Essstörungen und einer unerwünschten Gewichtszunahme führen können. Wer kennt nicht dieses gesteigerte Verlangen nach süßem, wenn er starkem Stress ausgesetzt ist?

Auch wenn in diesem Bereich bisher nur einige Tierstudien existieren, gibt es starke Hinweise darauf, dass Rhodiola Rosea stressbedingten Heißhunger reduzieren und ein normales Essverhalten in stressigen Situationen fördern kann (17). Interessanterweise scheint Rhodiola Rosea auch beim genau entgegensetzten Problem – stressbedingter Appetitlosigkeit - zu helfen (18).

Diese Kombination von Wirkungen deutet darauf hin, dass diese Wirkungen nicht primär von einer durch Rhodiola Rosea gesteigerten Serotonin Ausschüttung herrühren, da eine reine Erhöhung der Serotoninspiegel in beiden Fällen eine Reduzierung des Appetits zur Folge haben müsste. Wissenschaftler führen diese Wirkungen vielmehr auf die adaptogenen, Stress lindernden Wirkungen zurück.

Doch unabhängig vom Mechanismus stellt dieses Phänomen einen großen Vorteil für alle harten Eisenkrieger und unbesiegbaren Nordmänner dar, da sowohl häufige Fressanfälle, als auch Appetitlosigkeit Deine Kampfeskraft stark beeinträchtigen können – denn wer kann schon maximale Leistungen erbringen, wenn er entweder ständig fett und vollgefressen ist oder nicht genug isst, um über ausreichend Energie für harte Anstrengungen zu verfügen?

Gesteigerter Fettabbau und Hemmung des Aufbaus von Körperfett

Auch wenn ein harter nordischer Krieger wahrscheinlich niemals in einem lächerlichen Stringtanga halbnackt auf einer Wettkampfbühne herumtanzen würde, um irgendwelche Bodybuilding Groopies zu beeindrucken, hat er doch aus anderen Gründen ein Interesse schlank und durchtrainiert zu bleiben. Zum einen können Dich übermäßige Mengen an Körperfett in Deiner Kampfeskraft auf dem Schlachtfeld oder im Kampf gegen den kalten Stahl der Gewichte im Kraftraum in Deinen Leistungen beeinträchtigen und zum anderen wird ein stahlharter, durchtrainierter Körper mit riesigen Muskeln, die nicht durch dicke Speckschwarten verdeckt auf jeden potentiellen Gegner sehr viel furchteinflößender und beeindruckender wirken – und ein Gegner, der Furcht zeigt ist ein bereits so gut wie besiegter Gegner!

Die gute Nachricht ist, dass Dir Rhodiola Rosea auch dabei helfen kann, einen Fettaufbau zu verhindern und Körperfett zu verlieren. In dieser Hinsicht zeigt Rhodiola Rosea ein breit gefächertes Wirkungsprofil, das weit über die bereits erwähnte Reduzierung von stressbedingten Heißhungerattacken hinaus geht.

Einer der Mechanismen, der bei der Reduzierung des Appetits eine Rolle spielen kann, ist die durch Rhodiola Rosea bewirkte Erhöhung der Serotoninspiegel im Gehirn durch eine Hemmung der Monamin Oxidase (19). Eine Erhöhung der Serotoninspiegel wird nicht nur mit einem besseren Wohlbefinden, sondern auch mit einer besseren Sättigung und einer Reduzierung des Appetits in Verbindung gebracht (20).

Ein weiterer Faktor, der hier eine Rolle spielen kann, ist die Stabilisierung der Blutzuckerspiegel und der Einfluss von Rhodiola Rosea auf Insulinsensitivität und Kohlenhydratverwertung, auf den wir später noch detaillierter eingehen werden. Geringere Blutzuckerschwankungen und niedrigere Insulinspiegel wirken einerseits Heißhunger durch niedrige Blutzuckerspiegel entgegen und reduzieren andererseits eine gesteigerte Fetteinlagerung durch erhöhte Insulinspiegel. Natürlich spielt hier auch die bereits erwähnte von Rhodiola Rosea verstärkte Verwendung von gespeichertem Körperfett zur Energieversorgung während harter körperlicher Anstrengungen eine Rolle, da eine gesteigerte Fettverbrennung natürlich auch einen gesteigerten Fettabbau zur Folge hat. Darüber hinaus scheint Rhodiola Rosea die als Lipolyse bezeichnete Freisetzung von Fettsäuren aus den Fettzellen des Körpers zum Zweck der Verbrennung zu steigern.

Auch die bereits erwähnte Reduzierung von durch körperlichen und mentalen Stress erhöhten Kortisolspiegeln kann in diesem Zusammenhang sehr wertvoll sein. Kortisol wirkt nicht nur katabol, sondern fördert auch einen gesteigerten Fettaufbau im Bauchraum – das so genannte viszerale Fett, welches das Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen und Herzinfarkte besonders stark erhöht. Niedrigere Kortisolspiegel verhindern einem gesteigerten Aufbau dieses besonders gesundheitsschädlichen Fettgewebes und können somit Deine Gesundheit fördern – ganz zu schweigen davon, dass eine fette Wampe an jedem harten Kämpfer besch...eiden aussieht. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Rhodiola Rosea bei einer reduzierten Schilddrüsenfunktion, die auch im Rahmen einer längeren kalorienreduzierten Diät zustande kommen kann, dabei helfen kann, die Schilddrüsenfunktion anzuregen und zu normalisieren (21), was in einer Anregung des Stoffwechsels, einem höheren Kalorienverbrauch und letztendlich auch in einem gesteigerten Fettabbau resultieren kann.

Eine besonders interessante Eigenschaft von Rhodiola Rosea haben wir uns bis zum Schluss aufgehoben: Rhodiola Rosea könnte einer Studie zufolge direkte Auswirkungen auf die Reifung von Fettzellen und die Speicherung von Fett in diesen Zellen besitzen. So konnte Rhodiola Rosea bei heranreifenden Fettzellen eine gesteigerte Rate der Apoptose – ein anderes Wort für einen programmierten Zelltod – und eine signifikant reduzierte Rate der Gene, die an der Funktion der Fettzellen beteiligt sind, hervorrufen. Zusätzlich hierzu konnte unter dem Einfluss von Rhodiola Rosea eine deutlich reduzierte Rate der Fetteinlagerung in voll ausgereiften Fettzellen beobachtet werden (22). Mit anderen Worten ausgedrückt scheint Rhodiola Rosea also sowohl das Heranreifen voll funktionsfähiger Fettzellen, als auch die Fettspeicherung in bestehenden Fettzellen signifikant zu hemmen.

Rhodiola besitzt eine anregende Wirkung

Auch wenn viele der Wirkungen von Rhodiola Rosea erst nach ein bis zwei Wochen der Einnahme so richtig zur Geltung kommen, besitzt dieses Pflanzenextrakt der nordischen Kämpfer auch eine direkte anregende Wirkung, die etwa 30 Minuten nach der Einnahme einsetzt und für eine Dauer von 4 bis 6 Stunden anhält (23). Hierfür sind in Rhodiola Rosea enthaltene Phytochemikalien wie Salidrosid, Rosavin, Syringin und Triandrin verantwortlich. Diese anregenden Wirkungen fallen nicht so extrem wie bei starken Stimulanzien aus, sondern werden Dir vielmehr ein unterschwelliges Gefühl der Kraft, der Konzentrationsfähigkeit und der Unbesiegbarkeit verleihen, ohne Dich nervös und reizbar zu machen.

Potentielle Antiöstrogenwirkung

Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass Rhodiola Rosea eine signifikante Antiöstrogenwirkung besitzt, die auf zwei unterschiedlichen Wirkungen basiert (24). Zum einen scheint Rhodiola Rosea als kompetitiver Östrogenrezeptorblocker an die Östrogenrezeptoren anzubinden und diese für Östrogen zu blockieren und zum anderen scheint es die Verstoffwechslung vom Östrogen zu beschleunigen, was in einer Reduzierung der Östrogenspiegel resultieren kann.

Welcher harte nordische Kämpfer könnte nicht von einer Reduzierung seiner Östrogenspiegel profitieren? – Nicht zuletzt deshalb, weil Östrogen Wasser und Fetteinlagerungen fördert und niedrigere Östrogenspiegel bzw. eine Blockierung der Östrogenrezeptoren im Hypothalamus bei Männern das Potential besitzt, die natürliche körpereigene Produktion muskelaufbaueder Hormone zu steigern. Und über die unzähligen Vorzüge von mehr muskelaufbaiuenden Hormonen für harte und brutale Kämpfer brauchen wir an dieser Stelle wahrscheinlich nicht weiter einzugehen...

Unterstützung der Funktion des Immunsystems

Auch wenn zu diesem Thema noch keine wirklich aussagekräftigen Humanuntersuchungen durchgeführt wurden, deuten anekdotenhafte Berichte aus der Praxis und einige mit Tieren durchgeführte Untersuchungen darauf hin, dass Rhodiola Rosea die Funktion des Immunsystems unterstützen und die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten senken könnte. Eine Studie kam im Rahmen von in vitro und in vivo Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass Rhodiola Rosea antivirale Wirkungen besitzt (26), während eine weitere Studie zeigen konnte, dass Rhodiola Rosea die Immunfunktion auf zellularer Ebene steigern kann (27).

Eine geringere Anfälligkeit gegenüber Krankheiten bedeutet für jeden harten Kämpfer eine geringere Gefahr für krankheitsbedingte Trainingsauszeiten und stellt zu jeder Zeit eine maximale, uneingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit sicher, denn nur ein gesunder Kämpfer wird auch ein starker und siegreicher Kämpfer sein.

Verbesserung von kognitiver Funktion und Gedächtnisleistung

Während als erwiesen gilt, dass Rhodiola Rosea Gedächtnisleistung und kognitive Funktion bei Menschen, die starkem Stress ausgesetzt sind, verbessern kann, geben mit Tieren durchgeführte Untersuchungen auch Hinweise darauf, dass dieses Pflanzenextrakt auch bei stressfreien Situationen die Lernfähigkeit und Gedächtnisleistung verbessern könnte (28). Diese Wirkungen fallen so ausgeprägt aus, dass sie sogar dazu in der Lage waren, die berüchtigten die Gedächtnisleistung beeinträchtigenden Wirkungen der so genannten Wahrheitsdroge zu verhindern (29). Zusätzlich hierzu gibt es auch mindestens eine Humanstudie, die zu dem Ergebnis kommt, dass Rhodiola Rosea bei Menschen, die unter kognitiven Beeinträchtigungen leiden, zu einer Verbesserung der Symptome führen kann (30).

Eine optimale kognitive Funktion bedeutet für einen harten nordischen Kämpfer, dass er in jeder Situation innerhalb von Sekundenbruchteilen die richtige Entscheidung treffen kann, was in vielen Fällen über Sieg oder Niederlage und über Leben oder Tod entscheiden kann.

Linderung von Depressionen und Angstzuständen

Auf den ersten Blick wirst Du Dich wahrscheinlich fragen, inwiefern die Depressionen und Angstzustände lindernden Wirkungen von Rhodiola Rosea für einen furchtlosen und unbesiegbaren Nordmann von Bedeutung sein könnten – ein harter nordischer Krieger ist dafür bekannt, dass er so etwas wie Angst oder gar Depressionen nicht kennt, sondern bei seinen Feinden Angst und Sorge verbreitet. Aber könnte es vielleicht einen tieferen Grund für diese vollständige Abwesenheit von Angst und Depressionen geben, der mit der Verwendung dieses einzigartigen Pflanzenextrakts durch die Wikinger in Zusammenhang steht – waren nicht bereits die Spartaner, die Rhodiola Rosea auch schon kannten, als furchtlose Krieger bekannt....

Ohne weitere wilde Spekulationen anzustellen können wir zumindest mit Sicherheit sagen, dass klinische Untersuchungen zu dem Ergebnis kommen, dass Rhodiola Rosea Depressionen lindern, emotionale Instabilität reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden verbessern kann (31). Depressionen sind häufig das Resultat eines gestörten Serotoninstoffwechsels im Gehirn und Rhodiola ist unter anderem durch eine Förderung des Transports von Serotonin Vorläuferstoffen wie Tryptophan und 5-HTP ins Gehirn dazu in der Lage, die Serotoninspiegel im Gehirn zu erhöhen und zu normalisieren, was zur antidepressiven Wirkung dieses Pflanzenextrakts beitragen dürfte.

Als besonderen Bonus für Menschen, die Medikamente zur Behandlung von Depressionen einnehmen müssen, sei erwähnt, dass eine Studie zeigen konnte, dass Rhodiola Rose außerdem dazu in der Lage zu sein scheint, das Nebenwirkungsprofil von trizyklischen Antidepressiva zu reduzieren (32). Eine klinische Humanstudie kam außerdem zu dem Ergebnis, dass eine Supplementation mit 340 mg Rhodiola Rosea pro Tag über einen Zeitraum von 10 Wochen bei Menschen, die unter allgemeinen Angststörungen litten, zu einer deutlichen Linderung dieser Störungen führen kann (33).

Wir können Dir zwar nicht versprechen, dass Du alleine durch Rhodiola Rosea genauso fruchtlos und todesmutig wie ein echter nordischer Krieger werden wirst, aber es kann gut sein, dass Dir Yggdrasil ein paar Sorgen und Ängste nehmen könnte, die unser modernes und hektisches Leben mit sich bringt.

Ausgeprägte antioxidative Wirkung

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass Rhodiola Rosea Extrakte aufgrund ihres Gehalts an Salidrosid eine ausgeprägte antioxidative Wirkung besitzen. Diese Wirkung beruht darauf, dass Rhodiola Rosea die Aktivität einer Reihe der wichtigsten antioxidativen Enzyme des menschlichen Körpers aktiviert, zu denen unter anderem Thioredoxin-1, Glutathion Peroxidase, Heme Oxygenase-1 (HO-1), Peroxiredoxin-I und Superoxide Dismutase gehören (34).

Zusätzlich hierzu scheint Rhodiola Rosea die PARP-1 Aktivität zu erhöhen, welche für einen Schutz der DNA der Zellen vor den zerstörerischen Einflüssen freier Radikale von entscheidender Bedeutung ist (35). Dieses Enzym wird durch DNA Schäden aktiviert und schützt einerseits die Integrität der DNA, während es gleichzeitig eine Reparatur von Beschädigungen der DNA induziert.

Mit anderen Worten kann Rhodiola Rosea nicht nur die Zellen Deines Körpers vor Beschädigungen durch freie Radikale schützen, welche zu vielen unterschiedlichen Krankheiten und degenerativen Verfallserscheinungen beitragen können, sondern sogar die Reparatur von Schäden der DNA fördern. In diesem Zusammenhang sollte vielleicht auch erwähnt werden, dass durch freie Radikale hervorgerufene Zellschäden mit dem Voranschreiten des Alterungsprozesses Deines Körpers in Verbindung gebracht werden und einige renommierte Wissenschaftler einen antioxidativen Schutz vor freien Radikalen als effektive Anti-Aging Therapie ansehen – und Anti-Aging bedeutet nicht nur ein paar Falten im Alter weniger, sondern auch, dass Du Deine Kampfeskraft bis ins hohe Alter aufrecht erhalten könntest, um auch noch in vielen Jahren aus den härtesten Kämpfen immer als glorreicher Sieger hervorzugehen.

Dies bringt uns direkt zum nächsten potentiellen Vorzug von Rhodiola Rosea.

Potentielle lebensverlängernde Wirkungen

Auch wenn bisher noch keine aussagekräftigen Studien mit höheren Lebensformen durchgeführt wurden gibt es zahlreiche Untersuchungen, die zeigen konnten, dass Rhodiola Rosea die Lebensspanne einiger Spezies um bis zu 25% verlängern kann (36). Diese Wirkung wird auf eine Erhöhung der Aktivität so genannter „Langlebigkeitsgene“ wie DAF-16 zurückgeführt, welche vermehrt Proteine und Enzyme produzieren, denen lebensverlängernde Wirkungen zugeschrieben werden. Vielleicht könnte Rhodiola Rosea also nicht nur Deinen Alterungsprozess verlangsamen, sondern auch Dein Leben verlängern – und wenn nicht, hast Du immer noch den Trost, dass die alten Wikinger glaubten, nur dann nach Walhalla kommen zu können, wenn sie heldenhaft in der Blüte ihres Lebens im Kampf starben und ihnen diese verwehrt war, wenn sie stattdessen in hohem Alter auf dem Krankenbett ihr Leben aushauchen sollten.

Stabilisierung der Blutzuckerspiegel und Reduzierung der Kohlenhydratabsorption aus der Nahrung

Es gibt eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen, die Hinweise darauf geben, dass Rhodiola Rosea nicht nur dabei helfen könnte, die Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und Blutzuckerschwankungen entgegenzuwirken, sondern sogar bei Diabetikern eine Reduzierung überhöhter Blutzuckerspiegel bewirken zu können. Diese Wirkungen scheinen dosisabhängig zu sein und die höchste verwendete Dosierung war im Rahmen einer mit Ratten durchgeführten Untersuchung dazu in der Lage, die Blutzuckerspiegel von unter Diabetes leidenden Tieren auf die Werte zu normalisieren, die bei der gesunden, nicht diabetischen Kontrollgruppe beobachtet wurden (38).

Einer der hierfür verantwortlichen Mechanismen könnte damit zusammenhängen, dass Rhodiola Rosea dazu in der Lage zu sein scheint, eine Reihe von Enzymen inklusive alpha-Amylase, alpha-Glucosidase und das Angiotensin Converting Enzyme (ACE) zu hemmen, die für die Kohlenhydratverdauung und die Aufnahme von Kohlenhydraten im Verdauungstrakt zuständig sind (39).

Diese Wirkungen können nicht nur für Menschen mit reduzierter Insulinsensitivität oder Diabetiker, sondern – wie bereits angesprochen wurde - auch für alle furchtlosen Kämpfer von Interesse sein, die ihren Körperfettanteil niedrig halten wollen, um ihre wie aus Marmor gemeißelten steinharten Muskelberge für alle potentiellen Gegner noch bedrohlicher wirken zu lassen.

Nervenschützende Wirkung und Beschleunigung der Nervenheilung

Zusätzlich zu seinen bereits beschriebenen Fähigkeiten, Gedächtnisleistung und kognitive Funktion sowohl unter Stress, als auch Normalzustand verbessern zu können, scheint Rhodiola Rosea auch deutliche neuroprotektive Eigenschaften zu besitzen, welche Nervenzellen vor Schädigung durch unterschiedliche äußere Einflüsse schützen könnten. So konnte Rhodiola Rosea menschliche Nervenzellen vor Schädigungen durch oxidativen Stress, der von freien Radikalen ausgeht schützen und wird von den Autoren der entsprechenden Studie als vielversprechend zur Verhinderung neurodegenerativer Erkrankungen, zu denen auch Alzheimer und Parkinson gehören, angesehen (40). Im Rahmen anderer Untersuchungen konnte Rhodiola Nervenzellen, die anderen nervenschädigenden Bedingungen wie Hyperglykämie, hohen Glutamatspiegeln und überhöhten intrazellularen Kalziumspiegeln ausgesetzt wurden, effektiv vor ansonsten unter diesen Umständen unvermeidlichen Nervenschäden schützen (41). Diese Wirkungen werden auf eine Stabilisierung der Mitochondrien der Nervenzellen, sowie eine Verhinderung des Anstiegs der Konzentrationen reaktiver Sauerstoffspezies zurückgeführt.

Zusätzlich hierzu geben wissenschaftliche Untersuchungen Hinweise darauf, dass Rhodiola Rosea nicht nur nervenschützende Wirkungen besitzen, sondern auch die als Neurogenese bezeichnete Neubildung von Nervenzellen fördern und sogar beschleunigen könnte, während es gleichzeitig die Differentation von Nervenstammzellen selbst in Gegenwart von nervenschädigenden Toxinen aufrecht erhalten kann (42).

Und es wird sogar noch besser. Andere Studien konnten zeigen, dass Rhodiola Rosea das Potential besitzt, die Rate der Nervenheilung bei bestehenden Nervenschäden zu beschleunigen (43). All dies ist nicht nur für Menschen, die unter Nervenschäden leiden von Interesse, sondern auch für jeden furchtlosen nordischen Krieger. Letztendlich sind es Deine Nerven, die die Verbindung zwischen Deinem Gehirn und Deinen hart arbeitenden Muskeln herstellen und wenn diese Verbindung auch nur in geringem Umfang beeinträchtigt wird, ist dies gleichbedeutend mit reduzierter Muskelleistung, reduzierter Kraft und natürlich auch mit einer deutlich beeinträchtigten Fähigkeit, bei harten Kämpfen auf Leben und Tod oder gegen den kalten Stahl der Gewichte alles zu geben und als glorreicher Sieger hervorzugehen.

Unterstützung der Herz-Kreislauf Gesundheit

Da Rhodiola Rosea, wie bereits beschrieben wurde, stressbedingt erhöhte Spiegel von Kortikosteroiden wie Kortisol senken kann, kann dieses Pflanzenextrakt auch den negativen Folgen chronisch erhöhter Spiegel dieser Hormone entgegen wirken zu denen ein erhöhter Blutdruck, erhöhte Cholesterinspiegel und ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und andere Herzkrankheiten gehören. Zusätzlich hierzu konnte im Rahmen einer Studie gezeigt werden, dass Rhodiola Rosea zumindest bei Ratten dazu in der Lage ist, erhöhte Blutfettwerte zu senken (44). Darüber hinaus scheint Rhodiola Rosea als eine Art ACE Hemmer zu agieren (45), was in einer blutdrucksenkenden Wirkung resultieren kann. All diese Faktoren spielen bei einer guten Herz Kreislauf Gesundheit eine entscheidende Rolle.

Fast noch interessanter ist jedoch, dass andere Studien zu dem Ergebnis kommen, dass Rhodiola Rosea die Zellen des Herzmuskels vor Beschädigungen durch eine Minderdurchblutung oder einen Sauerstoffmangel zu schützen scheint und einem Absterben von Herzzellen infolge eines Herzinfarkts oder anderen Faktoren entgegenwirken kann (46). Bei Ratten, die erste Anzeichen von Herzversagen zeigten, was ein Rhodiola Rosea Extrakt außerdem dazu in der Lage, den Blutdruck zu stabilisieren und die Herzleistung signifikant zu erhöhen.

Ein gesundes Herz ist für Dich als harten Kämpfer, der weder Tod noch Teufel fürchtet und der sich todesmutig allen Herausforderungen auf dem Schlachtfeld und im Kraftraum stellt von entscheidender Bedeutung, denn nur ein maximal leistungsfähiges Herz kann Deine hart arbeitenden, nach Sauerstoff und Nährstoffen gierenden Muskeln optimal mit all dem versorgen, was sie für übermenschliche Leistungen benötigen.

Schutz der Leber vor Toxinen und potentielle Unterstützung der Regeneration der Leber

Auch wenn diese Wirkungen noch nicht im Rahmen von Humanstudien untersucht wurden, gibt es starke Hinweise darauf, dass Rhodiola Rosea leberschützende Wirkungen besitzen könnte, die die Leber nicht nur vor Schäden schützen, sondern auch bei bereits bestehenden Leberschäden, wie einer durch Toxine hervorgerufenen Hepatitis, eine Verbesserung der Leberfunktion bewirken könnte (47). Diese Wirkungen könnten unter anderem darauf beruhen, dass ein Rhodiola Rosea Extrakt dazu in der Lage ist, die Zellteilung von Leberzellen anzuregen (48), während es gleichzeitig die Belastung der Leberzellen durch oxidativen Stress reduziert.

Diese leberschützende Wirkung war für die alten Wikinger, die dafür bekannt waren, sich gerne dem Genuss größerer Mengen von Met hinzugeben, natürlich ein entscheidender Vorteil. Auch wenn harte Eisenkrieger von heute nicht für ihren exzessiven Alkoholkonsum berüchtigt sind, ist unter diesen Kämpfern eine Verwendung leistungssteigernder Hilfsmittel, die die Leber mehr oder weniger stark belasten können, weit verbreitet, so dass auch sie von den leberschützenden Wirkungen von Rhodiola Rosea profitieren könnten.

Unterstützung beim Absetzen von Stimulanzien und Nikotin, sowie Verhinderung einer adrenalen Erschöpfung

Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass die Verwendung eines Rhodiola Rosea Extrakts während des Nikotinentzugs die hierbei für gewöhnlich auftretenden Entzugserscheinungen deutlich lindern kann (49). Für harte Eisenkrieger, die sich eine Auszeit von Koffein und anderen Stimulanzien gönnen möchten oder müssen, dürfte interessant sein, dass Rhodiola Rosea laut der Erfahrung vieler Sportler und Heilpraktiker auch das Absetzen von Stimulanzien deutlich erleichtern kann.

Aber es kommt noch besser. Der Hauptgrund für das Absetzen von Stimulanzien besteht in der Regel darin, dass diese Wirkstoffe trotz einer Erhöhung der Dosierung nicht mehr die gewünschte Wirkung zeigen. Grund hierfür ist neben einem Gewöhnungseffekt häufig auch ein als adrenale Erschöpfung bezeichnetes Phänomen, bei dem eine länger andauernde Überforderung der Adrenaldrüsen dazu führt, dass diese Drüsen nicht mehr dazu in der Lage sind, ausreichende Mengen von anregenden Katecholaminen auszuschütten. Mit Rhodiola Rosea durchgeführte Untersuchungen konnten zeigen, dass dieses Pflanzenextrakt einer solchen adrenalen Erschöpfung entgegenwirken kann (50).

Der Kauf eines guten Rhodiola Rosea Produktes ist eine Vertrauenssache

Auch wenn Du auf dem Markt zahlreiche Rhodiola Produkte finden wirst, ist der Kauf eines solchen Produktes laut einer Studie immer eine Vertrauenssache. Diese Studie kam zu dem Ergebnis, dass 23% aller auf dem Markt erhältlichen Rhodiola Produkte nicht einmal Spuren des für die meisten Wirkungen von Rhodiola Rosea verantwortlichen Inhaltsstoffes Rosvarin enthielten (2). Zahlreichen weiteren Produkten fehlte der aktive Inhaltsstoff Salidrosid. Von den verbleibenden Produkten enthielten viele nicht die angegebene Konzentration der aktiven Inhaltsstoffe.

Dies deutet darauf hin, dass einige Hersteller ihre Produkte mit anderen Rhodiola Spezies außer Rhodiola Rosea strecken, die billiger aber wirkungslos sind. Eine Streckung mit anderen Rhodiola Spezies ist auch deshalb bedenklich, weil nur bei Rhodiola Rosea Sicherheit, Unbedenklichkeit und gute Verträglichkeit wissenschaftlich belegt sind (4).

Ein weiterer bei Rhodiola Rosea Produkten wichtiger Faktor ist die richtige Dosierung. Da Rhodiola sowohl bei einer zu niedrigen Dosierung, als auch einer zu hohen Dosierung nicht die erwünschten Wirkungen zeigt, ist eine präzise Dosierung sehr wichtig.

Bei Yggdrasil kannst du Dir sicher sein, dass wir ein auf 3% Rosvarin standardisiertes Rhodiola Rosea Extrakt verwenden, welches auch bei 94% aller wissenschaftlichen Humanstudien zum Einsatz kam. Mit einer Dosierung von 500 mg dieses Extrakts bleiben wir im Bereich von 288 bis 680 mg, der sich im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen als effektiv erwiesen hat und halten einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Schwellenwert 680 mg ein, ab dem ein deutliches Nachlassen der wünschenswerten Wirkungen beobachtet werden kann.

Einnahmeempfehlung: Eine Kapsel täglich. Da Rhodiola eine leichte stimulierende Wirkung besitzt, sollte es am besten morgens oder während der ersten Tageshälfte eingenommen werden. Für eine maximale Wirkung sollte Rhodiola auf nüchternen Magen eingenommen werden. Die empfohlene Einnahmemenge sollte nicht überschritten werden, da Rhodiola in zu hohen Dosierungen einen Teil der wünschenswerten Wirkungen verliert.

Warnungen: Da Rhodiola das Enzym CYP3A4 hemmt (1), das für den Abbau unterschiedlicher Medikamente verantwortlich ist, sollte eine Einnahme von Yggdrasil in Kombination mit Medikamenten im Voraus mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, da es sein kann, dass die Medikamentendosierung angepasst werden muss. Da die Wirkungen von Rhodiola Rosea bei schwangeren und stillenden Frauen noch nicht ausreichend untersucht sind, sollte dieser Personenkreis Rhodiola Rosea sicherheitshalber nicht verwenden.

Bewertungen

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Einnahmeempfehlung:

Eine Kapsel täglich. Da Rhodiola eine leichte stimulierende Wirkung besitzt, sollte es am besten morgens oder während der ersten Tageshälfte eingenommen werden. Für eine maximale Wirkung sollte Rhodiola auf nüchternen Magen eingenommen werden. Die empfohlene Einnahmemenge sollte nicht überschritten werden, da Rhodiola in zu hohen Dosierungen einen Teil der wünschenswerten Wirkungen verliert.

Da Rhodiola das Enzym CYP3A4 hemmt (1), das für den Abbau unterschiedlicher Medikamente verantwortlich ist, sollte eine Einnahme von Yggdrasil in Kombination mit Medikamenten im Voraus mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, da es sein kann, dass die Medikamentendosierung angepasst werden muss. Da die Wirkungen von Rhodiola Rosea bei schwangeren und stillenden Frauen noch nicht ausreichend untersucht sind, sollte dieser Personenkreis Rhodiola Rosea sicherheitshalber nicht verwenden.

Rhodiola

Rhodiola

Der griechische Arzt Dioskurides war der Erste, der die medizinische Anwendung von "rodia riza" im Jahr 77 n. Chr. in seinem großen Werk "materia medica" beschrieb. Wegen des rosenartigen Geruchs eines frisch angeschnittenen Wurzelstocks gab der schwedische Botaniker Carl von Linné dieser Pflanze den Namen Rhodiola rosea.

Die Franzosen und Schweden setzten die Arzneipflanze Rhodiola rosea im 18. und 19. Jahrhundert medizinisch ein. So erwähnt sie noch 1974 die 9. Ausgabe des Französischen Arzneibuchs. Bereits 1775 fand Rhodiola rosea L. Eingang in die Schwedische Pharmakopoe. Die Volksmedizin Russlands und der skandinavischen Länder verwendete diese Pflanze über viele Jahrhunderte. Bereits die Wikinger setzten Rhodiola rosea zur Stärkung ihrer Kräfte und Ausdauer ein. Eskimos und Lappen sollen die Blätter dieser arktischen Nutzpflanze noch heute wegen ihrer anregenden Wirkung essen. Carl von Linné (1707 bis 1778) führte als Anwendungsgebiete den Leistenbruch, Scheidenerkrankungen, Migräne und Kopfschmerzen an. Zwischen 1775 und 1960 erwähnt die wissenschaftliche Literatur Schwedens, Norwegens, Islands, Russlands, Frankreichs und Deutschlands verschiedene medizinische Anwendungen.

Seit 1960 wurden mehr als 180 pharmakologische, phytochemische und klinische Untersuchungen veröffentlicht. Da die meisten davon entweder in slawischer oder skandinavischer Sprache vorliegen, blieben die Ergebnisse im übrigen Europa weitestgehend unbekannt.

Rhodiola rosea L. ist im deutschsprachigen Raum meist unter "Rosenwurz" bekannt und heißt in England "Golden Root", "Arctic Root" oder "Roseroot", in Schweden "Rosenrod" und in Frankreich "Rhodiole rose".

Anspruchslos und hoch hinaus

Es gibt über 200 Rhodiola-Arten. Rhodiola rosea ist eine widerstandsfähige Hochgebirgspflanze, die zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceen) gehört. Sie bevorzugt karge Böden und ist sowohl in den arktischen Regionen als auch in den Gebirgsregionen Europas und Asiens zu finden. Als wahre Überlebenskünstlerin wächst sie bis in Höhen von 4500 Meter über dem Meer.

Die Pflanze wird zwischen 10 und 35 cm hoch und hat einen knollenartigen Wurzelstock, das Rhizom. Daraus wachsen Stiele mit blaugrünen, fleischigen Blättern. Die Blattreihe unter dem Blütenstand ist ganzrandig oder leicht gezähnt. Die Pflanze ist eingeschlechtlich. Die männlichen Blüten unterscheiden sich mit ihrer typisch gelbgrün bis leuchtend gelben und häufig rötlichen Farbe von den wesentlich kleineren und teilweise verkümmerten weiblichen Blüten mit gelblich grüner Farbe. Die anfangs grünen und später purpurroten Balgfrüchte färben sich zur Reifezeit braunrot. In ihrer kurzen Vegetationsperiode zwischen Mai und September duftet die Pflanze ähnlich wie Rosen. In vielen Ländern wird sie als Tee oder Gemüse zubereitet. Zur Herstellung der medizinisch genutzten Extrakte dienen die knollenförmigen Speicherwurzeln. Die Extrakte werden zu Kapseln weiter verarbeitet.

In Russland intensiv erforscht

Die Verwendung von Rhodiola rosea in der traditionellen Volksmedizin ist vielfältig. Sie soll die körperliche Ausdauer erhöhen, die Arbeitsleistung steigern, langes Leben ermöglichen, Höhenkrankheit verhindern, Müdigkeit, Blutarmut, Impotenz, gastrointestinale Beschwerden, Infektionen und nervöse Störungen bekämpfen. In den Bergtälern Sibiriens erhielt das Brautpaar bei der Hochzeit ein Bündel der Wurzelknollen, damit sie viele, gesunde Kinder bekommen sollten. In Mittelasien war der Tee aus Rhodiola das probate Mittel gegen Erkältung, Schnupfen und Husten während der strengen Winter. Jahrhundertelang war nur einzelnen Familienmitgliedern der asiatischen Völker bekannt, wo die Wurzel geerntet und wie sie extrahiert werden konnte. Die chinesischen Kaiser nannten sie ehrfurchtsvoll "Goldene Wurzel".

1961 fand der russische Botaniker G. V. Krylov vom Botanischen Institut von Novosibirsk auf einer Expedition in das Altai-Gebirge in Südsibirien große Gebiete, in denen die "Goldenen Wurzeln" wuchsen. Auch erfuhr er von den Einwohnern, dass der Extrakt aus dieser Pflanze vor geistigem und körperlichem Stress, Giften und Erkältungen schützen sollte.

Seit 1969 ist Rhodiola rosea fester Bestandteil der offiziellen Medizin der Sowjetunion. 1975 führte das Sowjetische Ministerium für Gesundheit mit dem Präparat "Rhodiola Extrakt Flüssig" einen alkoholischen Extrakt gegen Müdigkeit, Infektionskrankheiten und zur Erhöhung der Vitalität, des Gedächtnisses und der Arbeitsleistung ein.

In Schweden wurde Rhodiola rosea im Jahr 1985 als pflanzliches Medizinprodukt eingeführt und im Phytomedizinischen Handbuch für Pharmazeuten als ein Mittel gegen Müdigkeit und Abgeschlagenheit beschrieben. Sechs Gruppen von Inhaltsstoffen sind inzwischen bekannt: Phenylpropanoide, Phenylethanoide, Flavonoide, Monoterpene, Triterpene und phenolische Säuren.

Standardisierung in zwei Stufen

Die Standardisierung des Extrakts von Rhodiola rosea verlief in zwei Stufen. In den Jahren um 1970 wurde Salidrosid aus der Gruppe der Phenylethanoide als Hauptwirkstoff angesehen. Die russische Arzneibuch-Kommission verlangte einen Gehalt von mindestens 0,8 Prozent Salidrosid für alle Tinkturen und Extrakte.

In den späten 80ern des vorigen Jahrhunderts fanden auf Grund wachsender Nachfrage auch andere Rhodiola-Arten Verwendung. Einige Arten waren pharmakologisch wirkungslos, andere hingegen wirkten sogar besser als reiner Rhodiola-rosea-Extrakt. 1986 konnten russische Wissenschaftler nachweisen, dass Rhodiola rosea und auch die anderen wirksamen Rhodiola-Arten drei Zimtalkoholderivate Rosavin, Rosin und Rosarin enthalten. Sie stammen aus der Gruppe der Phenylpropanoide und wurden unter dem Begriff Rosavine zusammengefasst. Die überarbeitete Sowjetische Pharmakopoe von 1989 zieht sowohl Salidrosid in mindestens 0,8 bis 1 Prozent als auch Rosavin in mindestens 3 Prozent zur Standardisierung heran. Immer wieder kommen Fälschungen auf den Markt. Die echte Rhodiola rosea lässt sich nur so identifizieren: Sie enthält Rosavine und Salidrosid stets im Verhältnis 3 zu 1.

Aktive Verbindungen in Rhodiola Rosea

Salidrosid

Salidrosid, auch als Rhodiolosid bekannt, ist das wichtige bioaktive Molekül in Rhodiola Rosea. Es ist wahrscheinlich für die Auswirkungen von Rhodiola auf das Gehirn verantwortlich (1, 2).

Rosavin

Rosavin besitzt viele derselben Eigenschaften und Mechanismen wie Salidrosid, aber es scheinen höhere Dosierungen von Rosavin notwendig zu sein, um dieselben Wirkungen zu erzielen (3).

Tyrosol

Tyrosol ist in standardisierten Rhodiola Rosea Extrakten präsent, erscheint aber häufig nicht auf dem Etikett kommerzieller Produkte. Tyrosol ist ein Antioxidans und könnte zu den Gesundheitsvorzügen von Rhodiola beitragen (4).

Wirkmechanismen von Rhodiola Rosea

Rhodiola ist im Bereich der traditionellen Medizin in Teilen von Europa und Asien eine wichtige Heilpflanze. Laut den Heilkundlern dieser Zweige der traditionellen Medizin hilft Rhodiola Menschen mit Stress, Angststörungen, Erschöpfung, Depressionen, Konzentrationsproblemen, Burnout und Herzproblemen. Es wird auch zur Verbesserung der Funktion des Immunsystems und zu Verlängerung des Lebens eingesetzt. (5, 6)

Das ist eine lange Liste – doch wird diese auch durch die Wissenschaft unterstützt? Nun, die Antwort ist kompliziert (5, 6). Im Rahmen von Zellstudien aktiviert Rhodiola AMPK, erhöht die Wirkung von Nrf2 und blockiert den JAK2-STAT3 Pfadweg. Werfen wir einen kurzen Blick auf diese wichtigen Mechanismen.

AMPK Aktivierung

Viele der von Rhodiola berichteten Wirkungen könnten einem Protein namens AMPK zugeschrieben werden. AMPK ist für das Energiegleichgewicht und eine Verhinderung von oxidativem Stress wichtig. Es verhindert eine Insulinresistenz, hält die Blutzuckerspiegel niedrig und verhindert einen Fettaufbau in der Leber. Wenn sich freie Radikale ansammeln erhöht AMPK die Produktion antioxidativer Proteine (7, 8, 9).

Nuclear factor-κB (NF-kB) kontrolliert viele Gene, die Entzündungen verursachen und es ist bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis, Morbus Crohn und Arteriosklerose sehr aktiv. AMKP reduziert durch eine Reduzierung der Aktivität von NF-kB Entzündungen (10, 11). AMPK erhöht außerdem die Aktivität von PI3K – ein für die Insulin Signalisierung wichtiges Protein (8, 12). Rhodiola Extrakte und reines Salidrosid aktivierten im Rahmen von Zellstudien beide AMPK (13, 14, 15).

Nrf2 Aktivierung

Nrf2 ist ein Protein, das zahlreiche wichtige antioxidative Proteine aktiviert und vor oxidativem Stress schützt. In Zellen erhöhten die in Rhodiola enthaltenen aktiven Verbindungen die Aktivität von Nrf2 und dessen antioxidativer Wirkungen (16, 17).

JAK2-STAT3 Hemmung

In Kombination bilden die JAK2 und STAT3 Gene einen Pfadweg, der Entzündungen verschlimmert. In Rhodiola enthaltenes Salidrosid blockierten in Zellstudien diesen Pfadweg und reduzierte hierdurch Entzündungen (18, 19).

Potentielle Gesundheitsvorzüge von Rhodiola Rosea

Rhodiola kann die geistige Leistungsfähigkeit steigern

Training, die richtige Ernährung und ausreichende Mengen guter Schlaf sind ein sicherer Weg, die Leistungen des Gehirns aufrecht zu erhalten und zu optimieren (20,21, 22). Es gibt jedoch auch einige Supplements, die helfen können und eines hiervon ist Rhodiola.

Eine Studie untersuchte bei 56 Ärzten, die während Nachtschichten arbeiteten, die Auswirkungen von Rhodiola auf die mentale Erschöpfung (23). Die Ärzte wurden für eine Studiendauer von 2 Wochen zufallsbedingt entweder in eine Gruppe, die 170 mg Rhodiola erhielt oder eine Placebogruppe eingeteilt. Rhodiola reduzierte mentale Erschöpfung und verbesserte die Leistungen bei mit der Arbeit in Verbindung stehenden Aufgaben im Vergleich zum Placebo um 20%.

Eine andere Studie betrachtete die Auswirkungen von Rhodiola bei Militärkadetten, die Nachtschichten schoben. Die Kadetten konsumierten entweder 370 oder 555 mg Rhodiola oder eines von zwei Placebos pro Tag für 5 Tage (24). Beide Rhodiola Dosierungen verbesserten im Vergleich zu den Placebos die mentale Arbeitskapazität.

Im Rahmen einer anderen Studie erlebten Schüler nach der Einnahme eines Rhodiola Supplements für 20 Tage eine signifikante Reduzierung mentaler Erschöpfung, verbesserte Schlafschemata und eine gesteigerte Lernmotivation (25).

Auch zwei Reviewartikel fanden Hinweise darauf, dass Rhodiola mentale Erschöpfung lindern kann, hoben jedoch hervor, dass die begrenzte Qualität der Untersuchungen keine soliden Schlussfolgerungen erlaubt (26, 27).

Der genaue Wirkmechanismus von Rhodiola rosea ist noch nicht vollständig aufgeklärt, zumal die vielen Inhaltsstoffe sehr unterschiedlich im Körper wirken. Die Studien aus den letzten Jahren beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Einfluss von Rhodiola rosea auf die geistige Leistungsfähigkeit.

Wahrscheinlich beeinflussen die Inhaltsstoffe von Rhodiola rosea den Stoffwechsel einiger Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin, Noradrenalin und Acetylcholin im Gehirn. Die Neurotransmitter dienen der Verarbeitung von Informationen und der Speicherung im Gehirn. Das optimale Zusammenwirken dieser Botenstoffe ist verantwortlich für die geistige Leistung und letztendlich für das Gedächtnis. Vermutlich beeinflusst Rhodiola rosea die Ausschüttung dieser Botenstoffe positiv und fördert zudem die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für deren Vorstufen. Auch Stress beeinträchtigt das Konzentrationsvermögen, das Gedächtnis und mindert die geistige Leistungsfähigkeit. Hier wirkt Rhodiola rosea als Adaptogen. Das heißt: Ihre Inhaltsstoffe verbessern die Anpassungsfähigkeit des Organismus an außergewöhnliche Belastungen und erhöhen die natürliche Widerstandsfähigkeit.

Rhodiola Rosea kann die Auswirkungen von Stress reduzieren

Rhodiola ist schon lange als Adaptogen bekannt – eine natürliche Substanz, die die Widerstandsfähigkeit des Körpers auf nichtspezifischen Wegen steigert. Man glaubt, dass der Konsum von Adaptogenen während stressvoller Zeiten dabei helfen kann, besser mit stressigen Situationen zurecht zu kommen (28, 29).

Eine Studie untersuchte bei 101 Menschen, die unter privatem und beruflichem Stress litten, die Auswirkungen von Rhodiola. Die Probanden bekamen vier Wochen lang 400 mg Rhodiola pro Tag (30). Diese Studie konnte bereits nach drei Tagen signifikante Verbesserungen von Stresssymptomen wie Erschöpfung, Müdigkeit und Ängstlichkeit beobachten. Diese Verbesserungen setzten sich über die gesamte Studiendauer fort.

Auch bei der bereits erwähnten Studie mit Miltärkadetten zeigte sich, dass in den Rhodiola-Gruppen die Probanden unter Stress deutlich weniger ermüdeten und bessere mentale Funktionen zeigten als die in der Kontrollgruppe (24).

Es konnte außerdem gezeigt werden, dass Rhodiola Symptome von Burnout reduzieren kann, die bei chronischem Stress auftreten können. Im Rahmen einer Studie mit 118 Probanden, die unter stressbedingtem Burnout litten, verbesserte Rhodiola viele begleitende Probleme inklusive Stress und Depressionen (31).

Salidrosid agiert wie viele Adaptogene im Bereich der Hypothalamus-Hypophysen-Adrenalachse. Dieses Drüsensystem kontrolliert viele der Stressreaktionen des Körpers wie z.B. die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol (32, 33).

Darüber hinaus beeinflussen Adaptogene wie Salidrosid die Expression von Hsp70, einem Hitzeschockprotein, das den Zellen dabei hilft, sich an wiederholten Stress derselben Quelle anzupassen. Die genauen Auswirkungen von Salidrosid auf Hsp70 sind jedoch unklar (32, 34, 35). Einige Studien legen nahe, dass Adaptogene wie Rhodiola die Expression von Hsp70 steigern, was die Toleranz gegenüber emotionalem und körperlichem Stress bei gesunden Menschen erhöht.

Rhodiola kann Erschöpfung reduzieren

Stress, Ängstlichkeit und unzureichender Schlaf sind nur einige der vielen Faktoren, die zu Erschöpfung beitragen können, die sowohl körperlicher, als auch mentaler Natur sein kann. Aufgrund seiner adaptogenen Eigenschaften glaubt man, dass Rhodiola dabei helfen kann, Erschöpfung zu lindern.

Eine vierwöchige Studie mit 60 Probanden mit stressbedingter Erschöpfung betrachtete die Auswirkungen von Rhodiola auf die Lebensqualität, Symptome von Erschöpfung, Depressionen und Aufmerksamkeit. Die Probanden erhielten entweder 575 mg Rhodiola pro Tag oder ein Placebo. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Rhodiola im Vergleich zum Placebo positive Auswirkungen auf den Grad der Erschöpfung und der Aufmerksamkeit besaß (36).

Im Rahmen einer ähnlichen Studie erhielten 100 Probanden, die unter Symptomen chronischer Erschöpfung litten, für acht Wochen 400 mg Rhodiola pro Tag. Die Probanden erlebten signifikante Verbesserungen bezüglich Stresssymptomen, Erschöpfung, Lebensqualität, Stimmungslage und Konzentrationsfähigkeit (37). Diese Verbesserungen wurden nach nur einer Woche der Behandlung beobachtet und bis zur finalen Woche der Studie konnten weitere Verbesserungen beobachtet werden.

Rhodiola könnte dabei helfen, Symptome von Depressionen zu lindern

Depressionen sind eine weit verbreitetet, ernsthafte Erkrankung, die beeinflusst, wie sich Menschen fühlen und wie sie agieren (38). Man glaubt, dass Depressionen auftreten, wenn das Gleichgewicht bestimmter Neurotransmitter durcheinander gerät. Für gewöhnlich verschreiben Ärzte Antidepressiva, um diese Ungleichgewichte auszugleichen (39).

Man glaubt, dass auch Rhodiola antidepressive Eigenschaften besitzt, indem es das Gleichgewicht der Neurotransmitter im Gehirn wieder herstellt (40, 41, 42).

Im Rahmen einer sechswöchigen Studie zur Untersuchung der Effektivität von Rhodiola bei Symptomen von Depressionen wurde 89 Patienten mit milden oder moderaten Depressionen zufallsbedingt in eine von drei Gruppen eingeteilt, die entweder 340 mg oder 680 mg Rhodiola pro Tag oder ein Placebo erhielten (43). Beide Rhodiola Gruppen erlebten signifikante Verbesserungen bezüglich allgemeiner Depressionen, Schlaflosigkeit und emotionaler Stabilität, während die Placebogruppe keine Verbesserungen zeigte. Interessanterweise zeigte nur die Gruppe, welche die höhere Dosis erhielt, ein gesteigertes Selbstwertgefühl.

Eine andere Studie verglich die Wirkungen von Rhodiola mit dem häufig verschriebenen Antidepressivum Sertralin. Bei dieser Studie wurden 57 Patienten mit Depressionen zufallsbedingt in eine von drei Gruppen eingeteilt, die entweder Rhodiola, Sertralin oder ein Placebo erhielten (44). Während sowohl Rhodiola, als auch Sertralin Symptome von Depressionen reduzierten, besaß Sertralin eine stärkere Wirkung. Rhodiola besaß jedoch weniger Nebenwirkungen und wurde besser vertragen.

Rhodiola Rosea kann die Trainingsleistung steigern

Rhodiola ist auch vielversprechend, wenn es um eine Steigerung der Trainingsleistung geht (45). Im Rahmen einer Studie bekamen Probanden zwei Stunden vor einem Test auf dem Trainingsrad 200 mg Rhodiola oder ein Placebo (46). Diejenigen, die Rhodiola bekommen hatten, waren dazu in der Lage, 24 Sekunden länger als die Mitglieder der Placebogruppe zu trainieren. Auch wenn 24 Sekunden wenig zu sein scheinen, kann der Unterschied zwischen erstem und zweitem Platz bei einem Rennen im Millisekundenbereich liegen (47).

Eine andere Studie betrachtete die Auswirkungen von Rhodiola auf die Ausdauertrainingsleistung (48). Die Studienteilnehmer fuhren ein simuliertes 6 Meilen Radrennen. Eine Stunde vor dem Rennen bekamen die Probanden entweder 1,4 mg Rhodiola pro Pfund Körpergewicht oder ein Placebo. Diejenigen, die Rhodiola bekommen hatten, beendeten das Rennen signifikant schneller als die Mitglieder der Placebogruppe.

In diesen und anderen Studien konnte gezeigt werden, dass Rhodiola die Trainingsleistung durch eine Reduzierung der empfundenen Erschöpfung verbessern konnte (49).

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Rhodiola irgendwelche Auswirkungen auf Muskelkraft oder Schnellkraft besitzt (46, 50).

Rhodiola kann die Funktion des Immunsystems verbessern – insbesondere bei hart trainierenden Sportlern

Ein Rhodiola Extrakt könnte potentiell die natürliche Immunreaktion des Körpers auf Bedrohungen durch Bakterien und Viren verbessern. Direkt nach anstrengenden Trainingseinheiten kommt es bei Sportlern zu einer kurzzeitigen Reduzierung der Funktion des Immunsystems. Während dieses Zeitraumes ist die Gefahr, sich eine Infektionskrankheit zuzuziehen, deutlich erhöht (51). Rhodiola könnte dabei helfen, dies zu verhindern, indem es die Funktion des Immunsystems gerade zum richtigen Zeitpunkt verbessert. Im Rahmen einer Studie nahmen Marathonläufer 600 mg Rhodiola pro Tag für einen Monat vor und eine Woche nach ihrem Marathonlauf ein (52). Die Wissenschaftler betrachteten dann Blutproben der Sportler und versetzten diese mit Viren. Bei den Läufern, die Rhodiola eingenommen hatten, wuchsen und verbreiteten sich die Viren langsamer als bei denjenigen, die kein Rhodiola eingenommen hatten, was nahelegt, dass Menschen, die Rhodiola Supplements einnehmen, über eine bessere Funktion des Immunsystems verfügen (52). Rhodiola aktiviert drei wichtige Immunreaktionsgene - RIG-I, MDA5, und ISG – in einem Typ weißer Blutkörperchen, der als Monozyten bekannt ist. Im Rahmen einer Studie mit dem Dengue Virus erhöhte diese epigenetische Wirkung die Mengen an Zytokinen in infizierten Zellen. Diese Zytokine verbesserten die Fähigkeit der Zellen, den Virus zu eliminieren (53).

Rhodiola könnte Entzündungen reduzieren

JAK2 und STAT3 sind zwei Gene, die in ihrer Kombination einen Pfadweg bilden, der Entzündungen fördert und verstärkt. Salidrosid verhindert eine Aktivierung des JAK2-STAT3 Pfadweges und reduziert hierdurch Entzündungen (18, 19).

Rhodiola könnte außerdem selektiv die Spiegel der entzündungsfördernden Zytokine IL-1, IL-6 und TNF-alpha senken. Seine Extrakte könnten die Expression dieser Zytokine im gesamten Körper reduzieren.

Im Rahmen einer Studie, bei der Mäusen ein E. coli Toxin injiziert wurde, konnte eine hohe Dosis eines Rhodiola Extraktes Entzündungen in Nieren und Gehirn reduzieren (54). Insbesondere Salidrosid reduzierte die Expression dieser Zytokine in den Immunzellen des Gehirns. Entzündungen dieser unterstützenden Zellen im Gehirn führen häufig zu kognitiven Dysfunktionen und Krankheiten wie Alzheimer (54).

Die Resultate bezüglich der entzündungshemmenden Wirkungen von Rhodiola erscheinen auf den ersten Blick widersprüchlich. In einige Studien erhöhte Rhodiola die Spiegel des Zytokins INF-gamma, während es bei anderen Studien diese Spiegel senkte. Rhodiola scheint in niedrigen Dosierungen nützlich zu sein und in höheren Dosierungen toxisch zu werden (58, 71).

Dieses faszinierende Phänomen ist auch als Hormesis bekannt. In den richtigen Dosierungen könnte Rhodiola hormetisch sein: sie könnte eine adaptive Stressreaktion anregen, die der allgemeinen Gesundheit förderlich ist (57, 58).

Rhodiola könnte die Blutzuckerspiegel senken und bei der Kontrolle von Diabetes helfen

Diabetes ist eine Erkrankung, die dadurch charakterisiert wird, dass der Körper entweder zu wenig Insulin produziert, oder nicht mehr ausreichend auf Insulin reagiert, was in hohen Blutzuckerspiegeln resultiert (59). Diabetiker verwenden für gewöhnlich Insulin Injektionen oder Medikamente zur Verbesserung der Insulinsensitivität im ihre Blutzuckerspiegel im normalen Bereich zu halten. Interessanterweise legen mit Tieren durchgeführte Untersuchungen nahe, dass Rhodiola dabei helfen könnte, die Diabeteskontrolle zu verbessern (60). Im Rahmen von mit diabetischen Ratten durchgeführten Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Rhodiola die Mengen der Glukosetransporter im Blut erhöht. Diese Transporter senken die Blutzuckerspiegel, indem sie Glukose in die Zellen transportieren (61, 62).

Da diese Studien mit Nagetieren durchgeführt wurden, sind ihre Resultate nicht direkt auf den Menschen übertragbar, aber dennoch vielversprechend.

Rhodiola Rosea könnte Anti-Krebs Wirkungen besitzen

Das in Rhodiola enthaltene Salidrosid wurde auf seine Anti-Krebs Wirkungen hin untersucht. Im Reagenzglas durchgeführte Untersuchungen haben gezeigt, dass dieser Inhaltsstoff das Wachstum von Blasenkrebs-, Darmkrebs- und Leberkrebszellen hemmen konnte (63, 64, 65, 66). Als Resultat hiervon vermuten Wissenschaftler, dass Rhodiola bei der Behandlung unterschiedlicher Typen von Krebs hilfreich sein könnte.

Rhodiola besitzt antioxidative Eigenschaften und kann dabei helfen, vor den schädlichen

Auswirkungen freier Radikale zu schützen

Freie Radikale sind potentiell schädliche Moleküle, die während des Energiestoffwechsels von gesunden Zellen produziert werden. Freie Radikale sind etwas völlig Normales, aber sie müssen sich im Gleichgewicht mit Antioxidantien befinden, um exzessiven oxidativen Stress zu verhindern, welcher Fette, Proteine und die DNA der Zellen schädigen kann. Ein Übermaß kann außerdem zur Schädigungen von Gehirnzellen führen und gilt als eine der Ursachen für das altersbedingte Absinken der geistigen Leistungsfähigkeit.

Unglücklicherweise kann der Körper auch durch größere Mengen an freien Radikalen durch Strahlung oder schädliche Verbindungen wie Zigarettenrauch, Luftverschmutzung und industrielle Chemikalien belastet werden.

Das in Rhodiola enthaltene Salidrosid konnte im Rahmen von Zellstudien und mit Tieren durchgeführten Untersuchungen dabei helfen, das Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien wiederherzustellen. Es schütze das Gehirn von Tieren vor einer schlechten Durchblutung und ischämschen Schlaganfällen. Salidrosid aktiviert den Nrf2 Pfadweg, welcher schützende Gene aktiviert, die Spiegel antioxidativer Proteine erhöht und die Zellen schützt (68, 69). Rhodiola könnte oxidativen Stress durch eine Aktivierung von AMPK reduzieren und verhindern. AMPK aktiviert antioxidative Proteine und könnte außerdem den Nrf2 Pfadweg aktivieren (70, 71).

Die antioxidative Aktivität von Rhodiola könnte außerdem dabei helfen, der Alterung des Körpers entgegenzuwirken, wobei die zugrundeliegenden Mechanismen beim Menschen noch nicht gut untersucht sind (72). So wird Osteoporose – eine Krankheit, die mit zunehmendem Alter zu einer reduzierten Knochendichte führt – zumindest teilweise durch oxidativen Stress verursacht. Im Rahmen einer Studie konnte Salidrosid aus Rhodiola den Kalziumverlust in menschlichen Knochenzellen und in einem Mäusemodell von Osteoporose verhindern (73).

Rhodiola könnte das Gehirn vor Schäden schützen

Durch eine Aktivierung von AMPK könnte Rhodiola Nerven und Neuronen vor Schäden durch Alzheimer und Hirnverletzungen schützen (2, 8, 74).

Im Rahmen einer mit Ratten durchgeführten Studie schützte Salidrosid vor den schlimmsten Auswirkungen von Gehirnschäden bei unterschiedlichen Typen von Schlaganfällen. Ratten, denen Salidrosid verabreicht wurde, bevor sie unter Gehirnschäden litten, wiesen weniger Entzündungen auf und die Gesamtmenge der Schäden war signifikant geringer. Diese Resultate legen nahe, dass eine Rhodiola Supplementation den Schutz des Gehirns bei Menschen, die ein erhöhtes Schlaganfallrisiko aufweisen, verbessern könnte (2).

Bei einem Schlaganfall hängt die Chance auf eine Erholung stark davon ab, wie schnell eine erste Behandlung begonnen wird. Im Rahmen einer mit Ratten durchgeführten Studie reduzierte Salidrosid aus Rhodiola die Komplikationen eines Schlaganfalls selbst dann, wenn die Standardbehandlung erst mit Verzögerung begann (75).

Diese schützenden Wirkungen könnten auf die antioxidativen Wirkungen von Rhodiola zurückgeführt werden. Frei Radikale können Gehirnzellen inklusive Nervenstammzellen im wachsenden Gehirn schädigen. Rhodiola erhöht die Expression antioxidativer Proteine und reduziert die Mengen freier Radikale im Gehirn (17, 76).

Bei Parkinson sterben Neuronen im Bereich der Basalganglien ab. Gesteigerter Stress in einem Teil der Zelle, der als endoplasmatisches Retikulum bezeichnet wird, könnte der zugrundeliegende Auslöser sein. Im Rahmen einer Zellstudie konnte Salidrosid das endoplasmatische Retikulum von Basalganglien vor Stress schützen (77, 78). Den Autoren der Studie zufolge legen diese Resultate nahe, dass Rhodiola auf seine potentiellen Anwendungsbereiche bei der Behandlung von Parkinson hin untersucht werden sollte.

Rhodiola könnte sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken

Im Herz und im Rest des Körpers hält AMPK das oxidative Gleichgewicht aufrecht. In Reaktion auf Stress aktiviert AMPK Gene, die antioxidative Proteine produzieren und den Blutdruck senken. Bei Studien mit Zellkulturen und Tieren konnten Rhodiola Extrakte AMPK aktivieren und das Herz vor oxidativem Stress schützen, den Blutdruck senken und einen korrekten Rhythmus des Herzschlages aufrecht erhalten (13, 79, 80).

Rhodiola könnte die Gesundheit der Lunge fördern

Die Lunge ist aufgrund in der Atemluft enthaltener Toxine und Verunreinigungen besonders anfällig für oxidativen Stress (81). In der Lunge kann oxidativer Stress über einen längeren Zeitraum zu Asthma, Lungenkrebs und COPD führen (81).

Im Rahmen einer mit Ratten durchgeführten Studie konnte beobachtet werden, dass Salidrosid aus Rhodiola die Lunge von Ratten vor oxidativem Stress schützen konnte, was vermutlich auf die Expression antioxidativer Proteine und eine Reduzierung der Mengen an entzündungsfördernden Zytokinen zurückgeführt werden kann (82).

Rhodiola könnte Schmerzen lindern

Im Rahmen mehrerer Studien konnten Rhodiola und Rhodiolaextrakte bei Ratten mit Diabetes, Arthritis und Verletzungen Schmerzen und Schwellungen reduzieren (83, 84, 85).

Sowohl Salidrosid, als auch Rosavin scheinen Schmerzen durch eine Reduzierung von Entzündungen zu lindern. In dieser Hinsicht ähneln diese Inhaltsstoffe von Rhodiola vielen weit verbreiteten entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie nichtsteroidalen Entzündungshemmern (84, 86).

Rhodiola Rosea könnte die Sexualfunktion verbessern

Rhodiola wird manchmal auch als Libido Booster oder als Mittel zur Behandlung erektiler Dysfunktion vermarktet. In Kombination mit Zink, Folsäure und Biotin könnte es auch bei einer Neigung zu vorzeitigen Samenerguss hilfreich sein (87).

Viele Behauptungen bezüglich einer verbesserten Sexualfunktion gehen jedoch auf eine einzige Studie zurück, die mit 120 Erwachsenen über 50 durchgeführt wurde, weder eine Placebo-, noch eine Kontrollgruppe umfasste und sich darüber hinaus nicht auf die Sexualfunktion, sondern auf eine Reihe unterschiedlicher körperlicher und kognitiver Symptome konzentrierte (88, 89).

Die potentiellen Auswirkungen von Rhodiola auf die Sexualfunktion stehen wahrscheinlich mit den antidepressiven Wirkungen dieser Heilpflanze in Verbindung. Eine Studie fand heraus, dass Rhodiola bei Menschen mit Burnout alle Symptome inklusive sexueller Dysfunktion reduzierte (90).

Sexualfunktion und Stress sind natürlich eng miteinander verbunden. Durch eine Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress und seine antioxidativen Wirkungen könnte dieses Adaptogen zu einer gesunden Libido beitragen. In anderen Fällen, bei denen sexuelle und erektile Dysfunktion nicht mit Stress in Verbindung stehen, wird Rhodiola wahrscheinlich keine Wirkung zeigen.

Dosierung und Zeitpunkt der Einnahme

Es ist am besten Rhodiola auf leeren Magen und nicht vor dem Zubettgehen einzunehmen, da Rhodiola eine leichte anregende Wirkung besitzt (91).

Die optimale Dosierung für eine Reduzierung von Stresssymptomen, Erschöpfung oder Depressionen liegt bei einer Einzelgabe von 400 bis 600 mg pro Tag (30, 37, 44).

Um von den leistungssteigernden Wirkungen von Rhodiola profitieren zu können, sollten 200 bis 300 mg ein oder zwei Stunden vor dem Training eingenommen werden (46, 48, 49).

Dauergebrauch und Stoßtherapie

Die derzeit angegebenen Dosierungen variieren je nach Prozentgehalt des Wirkstoffs Rosavin im verwendeten Extrakt. Für den Dauergebrauch wird eine Tagesdosis von 360 bis 600 mg eines Rhodiola-rosea-Extraktes mit 1 Prozent Rosavin oder 180 bis 300 mg eines solchen mit 2 Prozent Rosavin beziehungsweise 100 bis 170 mg eines mit 3,6 Prozent Rosavin angenommen.

Rhodiola-rosea-Extrakt sollte bereits einige Wochen vor der erwarteten Stresssituation und während der Dauer der Belastung eingenommen werden. Bei einer kurzzeitigen Belastung wie einer Prüfung kann der Anwender die Dosis verdreifachen, wobei er den Einnahmezeitraum von vier Monaten nicht überschreiten sollte. Hieran sollte sich eine einnahmefreie Phase anschließen. Nüchtern 30 Minuten vor dem Frühstück, beziehungsweise der Mahlzeit eingenommen, ist die Resorption am besten. In den Studien sind unter den beschriebenen Dosierungen keine Nebenwirkungen aufgetreten. Toxische Wirkungen bei fachgerechtem Gebrauch sind nicht bekannt. Wie bei übermäßigem Kaffeegenuss kann es auch bei extrem hoher Dosierung von Rhodiola rosea zu Unruhe und Schlaflosigkeit kommen. Anwender sollten Extrakte aus Rhodiola rosea wegen ihrer anregenden Wirkung in der ersten Tageshälfte einnehmen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Frauen von einer Einnahme absehen.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Für sich alleine in therapeutischen Dosierungen eingenommen ist Rhodiola im Allgemeinen sicher und unbedenklich und besitzt nur milde bis moderate Nebenwirkungen. Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen waren Schwindel und Mundtrockenheit (93).

Es wurden bisher keine Studien zur Bestimmung der Wirkungen von Rhodiola bei schwangeren und stillenden Frauen durchgeführt, doch diese Pflanze wird im Bereich der georgischen traditionellen Medizin seit langem an schwangere Frauen verabreicht. Bevor Studien dieses Thema näher untersucht haben, ist von einer Verwendung von Rhodiola durch schwangere und stillende Frauen abzuraten (94, 95, 96, 97).

Bei einer Dosierung von 600 mg pro Tag reduzierte Rhodiola in Kombination mit Vitamin C bei Teenagern mentale Erschöpfung und verbesserte die Examensnoten, sowie die Fähigkeit Sprachen zu lernen. Die Auswirkungen von Rhodiola auf Kinder wurden jedoch nicht untersucht. Auch wenn Rhodiola Tee traditionell in den Bergregionen des Kaukasus an Kinder verabreicht wird, ist von einer Verwendung von Rhodiola Supplements durch Kinder abzuraten, bevor weitere Erkenntnisse vorliegen (97).

Interaktionen mit Medikamenten

Salidrosid und Rosavin sind biologisch hochaktive Moleküle, die im menschlichen Körper zahlreiche Wirkungen besitzen. Deshalb sollte man bei einer Verwendung von Rhodiola in Kombination mit Medikamenten vorsichtig sein und eine Supplementation im Voraus mit dem behandelnden Arzt abklären, um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden. Folgende Wechselwirkungen sind bekannt:

Antidepressiva

  • MAO Hemmer: Monoamin Oxidase Hemmer sollten nicht mit Substanzen wie Rhodiola kombiniert werden, die die Dopamin- oder Norepinephrinspiegel erhöhen können (99).
  • Selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer: SSIs wie Escitalopram oder Paroxetin können mit Rhodiola interagieren und unerwünschte Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen, Zahnfleischschmerzen und unregelmäßigen Herzschlag verursachen. Darüber hinaus kann es zu Ruhelosigkeit, Zittern, Schwitzen und anderen Symptomen eines Serotonin Syndroms kommen (100, 101).

Diabetes Medikamente

  • Metformin: Rhodiola und Metformin besitzen einige ähnliche Wirkungen, da sie beide AMPK aktivieren und die Insulinsensitivität erhöhen. Eine Kombination von Rhodiola mit Metformin sollte im Voraus mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden (102, 103, 104)
  • Jedes CYP2C9 Substrat: Rhodiola hemmt das Enzym, das viele orale Diabetes Medikamente abbaut, worauf wir weiter unten noch näher eingehen werden.

Blutdruckmedikamente

Rhodiola senkt über eine Aktivierung von AMPK den Blutdruck, weshalb man vorsichtig sein sollte, wenn man bereits Medikamente einnimmt, die den Blutdruck senken (79). Darüber hinaus werden viele Blutdruckmedikamente durch das CPY2C9 Enzym abgebaut (105) (siehe unten).

CYP2C9 Substrate

Viele Medikamente werden durch eine Gruppe von Enzymen abgebaut, die als Cytrochrom P450 Enzyme bezeichnet werden. Wenn diese Enzyme blockiert werden, hat dies zur Folge, dass die entsprechenden Medikamente länger und in höheren Konzentrationen im Blutkreislauf verbleiben, was die Wirkung verstärken kann (106, 107).

Sich widersprechende Studien haben zwei entgegengesetzt Wirkungen von Rhodiola auf das Enzym CYP2C9 aus dieser Gruppe gezeigt. Bei zwei Studien blockierte Rhodiola die Wirkungen von CYP2C9 und bei einer Studie erhöhte Salidrosid alleine die Aktivität dieses Enzyms. Es bedarf deshalb weiterer Studien, um die vollständigen Auswirkungen von Rhodiola und seiner aktiven Verbindungen auf CYP2C9 zu verstehen (106, 107, 108).

CYP2C9 Substrate umfassen alle Verbindungen, die durch dieses Enzym verstoffwechselt werden. Folgende Medikamente könnten bei einer Kombination mit Rhodiola höhere Blutspiegel erreichen:

  • Nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Aspirin, Ibuprofen und Naproxen (109).
  • Blutgerinnungshemmer wie Warfarin (105).
  • Blutdruckmedikamente wie losartan (105).
  • Phenytoin, ein krampflösendes Medikament (106, 110).

Einige dieser Medikamente – insbesondere Warfarin und Phenytoin – weisen einen sehr engen therapeutischen Index auf, was bedeutet, dass bereits sehr geringe Variationen eine große Bandbreite von Wirkungen besitzen können. In einigen Fällen kann bereits eine Veränderung der Ernährung die Wirkungen dieser Medikamente verändern. Rhodiola könnte mit Warfarin und Phenytoin auf unerwartete Art und Weise interagieren, weshalb Personen, die diese Medikamente Einnehmen vor einer Supplementation mit Rhodiola den behandelnden Arzt konsultieren sollten (106, 110, 111).

Fazit

Rhodiola wird seit Jahrhunderten in russischen und skandinavischen Ländern im Bereich der traditionellen Medizin eingesetzt.

Studien haben herausgefunden, dass Rhodiola dabei helfen kann, die körperliche Reaktion auf körperliche Stressoren wie Training und psychologische Stressoren wie Erschöpfung und Depressionen verbessern kann.

Darüber hinaus haben im Reagenzglas und mit Tieren durchgeführte Studien die Rolle von Rhodiola bei der Krebsbehandlung und Diabeteskontrolle untersucht, wobei es in diesen Bereichen weiterer Humanstudien bedarf.

Alles in Allem besitzt Rhodiola viele Gesundheitsvorzüge und wird als sicher mit einem geringen Risiko für Nebenwirkungen angesehen, wenn es in den empfohlenen Dosierungen verwendet wird.

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