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Phosphatidic Acid

Phosphatidic Acid

Synonyme: Phosphatidsäure

Was ist Phosphatidic Acid?

In der chemischen Fachliteratur wird Phosphatidic Acid, welche auch unter der Bezeichnung Phosphatidsäure bekannt ist, als ein Diacyl-Glycerophospholipid klassifiziert, bei dem zwei Fettsäuren und eine Phospatgruppe über eine kovalente Bindung über Esterbindungen an ein Glyzerinmolekül gebunden vorliegen. Einfacher ausgedrückt handelt es sich bei Phosphatidsäure um ein Phospholipid, das einen geringen Prozentsatz des Phospholipid Pools im Körper ausmacht. Als solches ist es Bestandteil aller Zellmembrane. Für seine Rolle im Bereich des Bodybuildings und der Sportsupplementation ist relevant, dass Phosphatidsäure als intrazellularer sekundärer Lipidbotenstoff agiert, der das wichtige Signalprotein namens Mammalian Target of Rapamycin (mTOR) kontrolliert.

Woher stammt Phosphatidic Acid?

Im Körper gibt es drei Hauptpfadwege zur Herstellung von Phosphatidsäure. Darüber hinaus gibt es auch einige natürliche Quellen für Phosphatidsäure, welche unter anderem Eier und Sojaprodukte umfassen. Diese unterschiedlichen Quellen für Phosphatidsäure weisen unterschiedliche Kombinationen ungesättigter und gesättigter Fettsäuren auf, die das Verhalten von Phosphatidsäure beeinflussen können. Es wird z.B. vermutet, dass zwei gesättigte Fettsäuren im Phosphatidsäure Molekül eine Speicherung fördern, während eine gesättigte und eine ungesättigte Fettsäure die Wirkung von Phosphatidsäure als Signalmolekül fördern (3).

Vorzüge von Phosphatidic Acid

Das Interesse an einer Supplementation mit Phosphatidsäure hängt mit seiner Rolle als Stimulator des mTOR Pfadweges zusammen, welches derselbe Mechanismus ist, über den Leucin und Protein ein Muskelwachstum anregen. Es gibt bisher zwei Studien, die die Auswirkungen einer Supplementation mit Phosphatidsäure auf die Reaktion auf ein periodisiertes Widerstandstrainingsprogramm untersucht haben.

Eine Studie, die von Wissenschaftlern aus Florida durchgeführt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass eine Supplementation mit Phosphatidsäure in Verbindung mit 4 Tagen Widerstandstraining pro Woche über einen Zeitraum von 8 Wochen zu einer Zunahme der Kraft bei Kniebeugen um 12,7% und einer Zunahme an fettfreier Muskelmasse um 2,6% führte, während Probanden, die lediglich ein Placebo erhielten, ihre Kraft bei Kniebeugen lediglich um 9,3% steigern konnten und nur 0,1% an fettfreier Körpermasse aufbauten (1).

Die zweite Studie wurde am selben Institut von anderen Wissenschaftlern durchgeführt und umfasste 28 Probanden mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren, die an einem achtwöchigen periodisierten Widerstandstraining mit 3 Trainingseinheiten pro Woche teilnahmen (2). Im Vergleich zu Placebogruppe zeigten Probanden, die Phosphatidsäure erhielten, eine signifikante Zunahme an fettfreier Körpermasse (+2,4 kg), eine signifikante Zunahme der Muskelquerschnittsfläche (+1,0 cm) und eine deutliche Kraftsteigerung beim Beinpressen (+51,9 kg).

Diese beiden Studien legen nahe, dass 8 Wochen einer Supplementation mit Phosphatidsäure mit großer Wahrscheinlichkeit die Unterkörperkraft und die fettfreie Muskelmasse erhöhen werden.

Phosphatidic Acid Einnahmeempfehlung und Timing der Einnahme

Bei beiden oben zitierten Studien wurde eine tägliche Dosierung von 750 mg Phosphatidsäure verwendet (2, 3).

Phosphatidic Acid Supplements

Supplementformen von Phosphatidsäure können aus Soja oder Ei Quellen hergestellt werden, wobei wissenschaftliche Studie zeigen konnten, dass sojabasierte Phosphatidsäure Quellen in einer stärkeren Anregung des mTOR Pfadweges resultieren (2). Aus diesem Grund kommt diese Phosphatidsäure Quelle bei den meisten Supplements zum Einsatz.

Phosphatidic Acid Sicherheit und Unbedenklichkeit

Auch wenn die Aktivierung des mTOR Pfadweges als Schlüsselregulator für das Überleben menschlicher Krebszellen angesehen wird, gibt es keine Bedenken bezüglich der Sicherheit und Unbedenklichkeit einer oralen Supplementierung mit Phosphatidsäure.

Referenzen

  1. Hoffman JR, et al. Efficacy of phosphatidic acid ingestion on lean body mass, muscle thickness and strength gains in resistance-trained men. Journal of the International Society of Sports Nutrition. 2012;9:47.
  2. Joy JM, et al. Phosphatidic acid enhances mTOR signaling and resistance exercise induced hypertrophy. Nutrition & Metabolism. 2014;11:29.
  3. Foster DA. Regulation of mTOR by phosphatidic acid? Cancer Res. 2007;67:1–4.

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