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Mucuna Pruriens

Es ist eine kräftige Kletterpflanze, mit einem scharfkantigen Stängel und dreiteiligen Blättern. Die Blättchen sind länglich oder eiförmig und beidseitig dicht behaart. Sie hat dunkelpurpurne oder bläuliche, 2-3cm lange Blüten, die kurze und hängende Trauben bilden. Ihre mit langen, steifen und stechenden Haaren versehenen Hülsen sind etwa 4-9cm lang und 1cm dick.

Über Mucuna pruriens sagte der ayurvedische Gelehrte Sushruta, es sei, kombiniert mit Tribulus terrestris, ein kräftiges Aphrodisiakum und Tonikum.
Diese Wirkung beruht einerseits auf dem Gehalt an L-Dopa, weshalb die ayurvedische Medizin dieses Mittel auch bei Parkinson'scher Krankheit ('Schüttellähmung') erfolgreich einsetzt.

L-Dopa wird im Körper teils zu Dopamin umgebaut, das im Gehirnstoffwechsel eine überragende Rolle als erregender Nervenbotenstoff spielt. Bei Parkinsonkranken fehlt Dopamin in bestimmten Hirnregionen, die für Bewegungsabläufe wichtig sind. Jedoch auch mit zunehmender Alterung nimmt die Dopaminproduktion im Gehirn ab. Folge: verminderte Wachheit, gedämpfte Stimmung und Lustlosigkeit.

Mucuna wirkt dieser Tendenz entgegen und sorgt für Stimmungsaufhellung und Aktivierung.

 

Dabei gibt es jedoch auch noch einen zweiten, indirekten Effekt:

L-Dopa ist gleichzeitig auch ein Wachstumshormon-Releaser (sehen Sie dazu auch weiteres unter Arginin). Diese verbesserte Freisetzung von Wachstumshormon, die leider auch mit zunehmender Alterung drastisch zurückgeht, führt zu erheblicher Vitalitätssteigerung. Wachstumshormon ist das Hauptregenerationshormon des Körpers.


Bedarf im Sport

Eine andere Wirkung von Mucuna, ist, dass es die Produktion von HGH (menschliches Wachstumshormon) steigern kann. Eine Zunahme von dem HGH-Spiegel hat die Fähigkeit die mageren Muskelmasse zu steigern und somit das Fett zu reduzieren.

Mucuna kann auch den Testosteronspiegel erhöhen, welches wiederum zu einer Steigerung von Muskelmasse und Stärke führt.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Eine pulverförmige Zubereitung von Mucuna Pruriens namens HP-200 scheint für die meisten Menschen die sicherste Form von Mucuna Pruriens darzustellen. Die häufigsten Nebenwirkungen umfassen Übelkeit und ein Völlegefühl. Weniger häufig auftretende Nebenwirkungen umfassen Erbrechen, abnormalen Stuhlgang und Schlaflosigkeit.

Nebenwirkungen anderer Mucuna Pruriens Zubereitungen umfassen Kopfschmerzen, Herzklopfen und Symptome einer Psychose inklusive Verwirrung, Erregung, Halluzinationen und Wahnvorstellungen.

Die Härchen der Mucuna Pruriens Bohne besitzen eine starke reizende Wirkung und können starken Juckreiz, ein Brennen und Schwellungen hervorrufen, wenn sie oral eingenommen oder auf die Haut aufgetragen werden.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Sicherheit von Mucuna Pruriens während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen sicherheitshalber auf Mucuna Pruriens verzichten.

Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße (Herz-Kreislauf Erkrankungen): Aufgrund des in Mucuna Pruriens enthaltenen Levodopa (L-Dopa), sollten Menschen, die unter Herz-Kreislauf Erkrankungen leiden, Mucuna Pruriens meiden oder mit Vorsicht verwenden. L-Dopa kann häufig niedrigen Blutdruck beim Aufstehen, Schwindel und Ohnmachtsanfälle hervorrufen. Weniger häufig kann L-Dopa auch Herzklopfen oder unregelmäßigen Herzschlag verursachen.

Diabetes: Es gibt Hinweise darauf, dass Mucuna Pruriens den Blutzuckerspiegel senken und einen zu starken Abfall des Blutzuckerspiegels hervorrufen könnte. Wenn man unter Diabetes leidet und Mucuna Pruriens verwendet, sollte man seinen Blutzuckerspiegel sorgfältig kontrollieren. Es kann sein, dass die Dosierung der Diabetesmedikamente angepasst werden muss.

Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie): Es gibt Hinweise darauf, dass Mucuna Pruriens den Blutzuckerspiegel senken und einen niedrigen Blutzucker verschlimmern könnte.

Erkrankungen der Leber: Mucuna Pruriens enthält Levodopa (L-Dopa). L-Dopa scheint die Blutspiegel von Chemikalien zu erhöhen, die auf Leberschäden hinweisen. Dies könnte bedeuten, dass Mucuna Pruriens Erkrankungen der Leber verschlimmern könnte. Aus diesem Grund sollte man Mucuna Pruriens nicht verwenden, wenn man unter einer Erkrankung der Leber leidet.

Hautkrebs (Melanom): Der Körper kann das in Mucuna Pruriens enthaltene Levodopa (L-Dopa) verwenden, um das Hautpigment Melanin herzustellen. Es gibt Bedenken, dass zusätzliches Melanin Melanome verschlimmern könnte. Man sollte deshalb Mucuna Pruriens nicht verwenden, wenn man eine Vorgeschichte von Melanomen oder verdächtige Hautveränderungen hat.

Magen- oder Darmgeschwüre: Es gibt Berichte darüber, dass Levodopa (L-Dopa) bei Menschen mit Magen- oder Darmgeschwüren Blutungen hervorrufen kann. Da Mucuna Pruriens L-Dopa enthält, gibt es Bedenken, dass es bei Patienten mit Magen- oder Darmgeschwüren Blutungen im Bereich des Verdauungstrakts hervorrufen könnte. Von Problemen dieser Art wurde bisher jedoch noch nicht im Zusammenhang mit Mucuna Pruriens berichtet.

Mentale Erkrankungen: Aufgrund des enthaltenen Levodopa (L-Dopa) könnte Mucuna Pruriens mentale Erkrankungen verschlimmern.

Operationen: Mucuna Pruriens könnte den Blutzuckerspiegel beeinflussen und es gibt deshalb Bedenken, dass es die Kontrolle des Blutzuckers während und nach Operationen beeinträchtigen könnte. Aus diesem Grund sollte man die Einnahme von Mucuna Pruriens zwei Wochen vor anstehenden Operationen beenden.

 

Wechselwirkungen

Man sollte Mucuna Pruriens nicht in Kombination mit folgenden Medikamenten einnehmen:

Medikamente gegen Depressionen (MAO Hemmer)

Mucuna Pruriens enthält Chemikalien, die den Körper anregen. Einige Medikamente, die bei Depressionen verwendet werden, können die Spiegel dieser Chemikalien erhöhen. Eine Einnahme von Mucuna Pruriens in Verbindung mit diesen Medikamenten gegen Depressionen könnte ernsthafte Nebenwirkungen inklusive schnellem Herzschlag, hohem Blutdruck, Krampfanfällen, Nervosität und andere hervorrufen.

 

Bei einer Kombination von Mucuna Pruriens in Kombination mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein.

Guanethidin

Mucuna Pruriens kann den Blutdruck senken. Auch Guanethidin kann den Blutdruck senken. Eine Einnahe von Mucuna Pruriens in Kombination mit Guanethidin könnte den Blutdruck zu stark senken.

 

Diabetesmedikamente

Mucuna Pruriens könnte den Blutzucker senken. Auch Diabetesmedikamente werden verwendet, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Die Einnahme von Mucuna Pruriens in Kombination mit Diabetesmedikamenten könnte ein zu starkes Absinken des Blutzuckerspiegels zur Folge haben. Aus diesem Grund sollte der Blutzuckerspiegel sorgfältig überwacht werden. Es ist möglich, dass die Dosierung der Diabetesmedikamente angepasst werden muss.

 

Medikamente gegen mentale Erkrankungen

Mucuna Pruriens scheint die Spiegel einer Chemikalie im Gehirn, die als Dopamin bezeichnet wird, zu erhöhen. Einige Medikamente gegen mentale Erkrankungen helfen dabei, die Dopaminspiegel zu senken. Eine Einnahme von Mucuna Pruriens in Kombination mit diesen Medikamenten gegen mentale Erkrankungen könnte die Wirksamkeit dieser Medikamente reduzieren.

Medikamente, die während Operationen verwendet werden (Anästhetika)

Mucuna Pruriens enthält eine Chemikalie namens Levodopa (L-Dopa). Eine Einnahme von L-Dopa in Verbindung mit Medikamenten, die während Operationen verwendet werden, kann Herzprobleme hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man den behandelnden Arzt vor Operationen darüber aufklären, welche natürlichen Produkte man einnimmt. Des Weiteren sollte man die Verwendung von Mucuna Pruriens mindestens zwei Wochen vor anstehenden Operationen beenden.

 

Medikamente gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva)

Einige Medikamente, die bei Depressionen eingesetzt werden, können die Funktion von Magen und Darm verlangsamen. Dies könnte die Menge an Mucuna Pruriens reduzieren, die vom Körper aufgenommen wird. Die Einnahme dieser Medikamente gegen Depressionen könnte die Wirkungen von Mucuna Pruriens reduzieren.

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