SUBSTANZEN Es gibt zurzeit 1079 Substanzen

Es wurden keine Übereinstimmungen gefunden. Bitte versuchen Sie es mit einem anderen Begriff.

Holy Basil

Holy Basil / Indisches Basilikum / Tulsi

Traditionelle Heilpraktiker bezeichnen indisches Johanniskraut, welches auch als Holy Basil oder Tulsi bekannt ist, als die „Königin der Heilkräuter“ und glauben daran, dass diese Pflanze dem Körper dabei helfen kann, besser mit Stress zurecht zu kommen. Doch was sagt die Wissenschaft über all die angeblichen Gesundheitsvorzüge von Holy Basil? Finden wir es heraus…

Was ist Holy Basil?

Holy Basil (Ocimum sanctum oder Ocimum sanctum Linn), auch als indisches Basilikum oder Tulsi bekannt, ist im Bereich der Ayurveda Medizin (der indischen traditionellen Medizin) eine wichtige Heilpflanze, die insbesondere als Adaptogen bekannt ist – eine Pflanze, die die Stressreaktion des Körpers unterstützt (unabhängig davon, ob es sich um körperlichen, chemischen, stoffwechseltechnischen oder psychologischen Stress handelt) (1).

Holy Basil ist als die „Königin der Heilkräuter“ bekannt und in Sanskrit bedeutet der Name Tulsi „die Unvergleichbare“. Der Hinduismus verbindet die Tulsi Pflanze mit der Figur einer Göttin (2). Man glaubt, dass Holy Basil ein langes Leben fördert und es wird als Elixier zur Förderung von Gleichgewicht und Widerstandsfähigkeit bei allen Herausforderungen des Lebens verwendet (2). Traditionelle Indikationen für diese Heilpflanze umfassen Erkältungen, Bronchitis, Durchfall, Magenverstimmungen, Kopfschmerzen, Entzündungen, Arthritis, Herzkrankheiten, Hautkrankheiten, Erkrankungen der Augen, unterschiedliche Formen von Vergiftungen, Insektenstiche und Malaria (2). Holy Basil gehört zur Lamiaceae (Minze) Familie und kann alternativ auch als Ocimum sanctum, Ocimum tenuiflorum Linn, Tulasi oder indisches Basilikum bezeichnet werden (3).

Es kann als pflanzlicher Tee, als getrocknetes Pulver oder als frisches Blatt verwendet werden, wobei letzteres auch bei der Zubereitung traditioneller Gerichte verwendet wird (2).

Bestandteile von Holy Basil

Das in den Blättern von Holy Basil enthaltenen aktiven Verbindungen umfassen unter anderem (2):

  • Eugenol (1-hydroxy-2-methoxy-4-allylbenzene), welches zu einem großen Teil für die therapeutischen Wirkungen der Pflanze verantwortlich ist
  • Oleanolsäure
  • Ursolsäur
  • Rosmarinsäure
  • Carvacrol
  • β-Caryophyllene:
  • Eugenol (67,4% – 72,8%)
  • β-Elemene (11,0% – 10,9%)
  • β-Caryophyllen (7,3% – 8,4%)
  • Germacrene D (2,4% – 2,2%)
  • Linalool (54,95%)
  • Methyl Chavicol (Methyl Carvicol – auch als Estragol bekannt) (11,98%)
  • Methyl Cinnamat (7,24%)
  • Linolen (0,14%).

Nährwert pro 100 Gramm

  • Protein: 4,2 g
  • Fett: 0,5 g
  • Kohlenhydrate: 2.3 g
  • Vitamine: Vitamin C (25 mg pro 100 g) und Vitamin A
  • Mineralstoffe: Kalzium: 25 mg; Phosphor 287 mg; Eisen: 15,1 mg
  • Phytonährstoffe: Chlorophyll und viele weitere Phytonährstoffe (2)

Mögliche Gesundheitsvorzüge von Holy Basil

Holy Basil kann Stress und Angst lindern

Holy Basil ist eine beruhigende Heilpflanze, die entspannende Wirkungen besitzt. Für sich alleine eingenommen bewirkt sie jedoch weder Schläfrigkeit noch Benommenheit.

Holy Basil verhinderte im Rahmen von Studien bei Ratten stressinduzierte Veränderungen der Blutspiegel von Kortikosteron, was mit Kortisolspiegeln beim Menschen vergleichbar ist (5). Die in Holy Basil enthaltenen Inhaltsstoffe Ocimarin und die Ocimumoside A und B zeigen bei Ratten bei einer Dosierung von 40 mg pro Kilogramm Körpergewicht eine Antistressaktivität inklusive einer Normalisierung der Blutzuckerspiegel und der Kortisolspiegel (6).

Im Rahmen einer randomisierten, Placebo kontrollierten Doppelblindstudie mit 158 Patienten in einem Alter von 18 bis 65 Jahren konnte beobachtet werden, dass ein Extrakt der ganzen Pflanze bei einer Verwendung über einen Zeitraum von 6 Wochen 1,6 mal oder um 39% effektiver als ein Placebo war, wenn es um das Management von Stresssymptomen ging (7).

Im rahmen einer Studie mir 35 Probanden, die unter allgemeinen Angststörungen litten, konnte eine Einnahme von 500 Holy Basil mit zwei Mahlzeiten täglich über einen Zeitraum von 2 Monaten Angstzustände und Gefühle von Depressionen reduzieren (8).

Ein Alkoholextrakt der Holy Basil Wurzel (400mg pro Kilogramm) ist bei Mäusen ein ZNS Stimulans oder Antistresswirkstoff. Es war genauso effektiv wie das Antidepressivum Desipramin, das unter dem Name Norpramin verkauft wird (9).

Holy Basil könnte Entzündungen lindern

Ein Holy Basil Extrakt hatte im Tiermodell bei Granulomatose Erkrankungen starke entzündungshemmende Wirkungen (10).

COX-2 ist ein Molekül, auf das entzündungshemmende Medikamente wie Aspirin und Ibuprofen abzielen. Holy Basil ist ein natürlicher COX-2 Hemmer (11).

Eine mit einem Holy Basil Extrakt durchgeführte Studie zeigte bei menschlichen Zellen eine signifikante entzündungshemmende Aktivität, was die traditionelle Verwendung dieser Pflanze bei der Behandlung von Herz-Kreislaufkrankheiten validierte (12).

Ein gereinigtes Extrakt der frischen Blätter und Stängel enthielt nennenswerte Mengen an Eugenol, sowie die folgenden Verbindungen: Cirsilineol, Cirsimaritin, Isothymusin, Isothymonin, Apigenin und Rosmarinsäure (13). Die entzündungshemmenden Aktivitäten dieser Verbindungen waren mit denen von Ibuprofen, Naproxen und Aspirin vergleichbar (13).

Holy Basil könnte die kognitive Funktion verbessern

Bei Ratten förderte Holy Basil durch eine Hemmung der Acetylcholinesterase und die hieraus resultierende Erhöhung der Acetylcholinspiegel Gedächtnisleistung und Aufmerksamkeit (14). Holy Basil hemmte im Rahmen einer Zellstudie MMP9, was nahelegt, dass es dabei helfen könnte, die Integrität der Blut-Hirn Schranke wiederherzustellen (15).

Ein wässriges Extrakt aus getrocknetem Holy Basil schütze bei Mäusen vor drogen- und altersinduzierten Gedächtnisproblemen, was darauf hindeutet das Holy Basil bei der Behandlung von kognitiven Störungen wie Alzheimer oder Demenz hilfreich sein könnte (16).

Holy Basil könnte laut mit Tieren durchgeführten Studien außerdem über seine Auswirkungen auf das zentrale Nervensystems dabei helfen, Krämpfe zu verhindern (17, 18).

Auch wenn diese Ergebnisse vielversprechend sind, wurden alle diese Studien mit Tieren durchgeführt. Weitere Untersuchungen werden zeigen, ob Holy Basil in dieser Hinsicht auch bei Menschen effektiv ist.

Holy Basil könnte sich positiv auf die Gesundheit des Herzens auswirken

Ein alkoholisches Extrakt aus Holy Basil reduzierte im Mäusemodell von Herzinfarkten Entzündungen des Herzmuskelgewebes, was möglicherweise auf dem hohen Gehalt an Phenolen basieren könnte (19).

Ein Holy Basil Extrakt könnte durch eine Hemmung der Myeloperoxidase (MPO) – ein oxidatives Enzym, das eine Akkumulation von Plaques in den Arterien, die auch als Arteriosklerose bekannt ist, verursachen kann – Herz-Kreislauferkrankungen verhindern (20).

Eine mit einem Holy Basil Extrakt durchgeführte Studie zeigte eine signifikante entzündungshemmende Aktivität in menschlichen Zellen, was die traditionelle Verwendung von Holy Basil bei der Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen validierte (12).

Darüber hinaus konnte im Rahmen von mit Ratten durchgeführten Studien gezeigt werden, dass das essentielle Öl aus Holy Basil Blättern über seine antioxidativen Wirkungen die Cholesterinspiegel senken und das Herz schützen kann (21).

Im Rahmen einer mit Kaninchen durchgeführten Studie reduzierten Holy Basil Blätter die Gesamtcholesterinspiegel, die Triglyzeridspiegel und die LDL Cholesterinspiegel signifikant, während die HDL Cholesterinspiegel erhöht wurden (22).

Gene wie LDRL, LxRalpha, PPARs und CD-36 spielen bei der Bildung von Plaques in den Arterien (Arteriosklerose) eine direkte Rolle, da diese Gene den Fettsäurestoffwechsel, die Produktion von Substanzen, die für Zellen toxisch sind und die Aktivitäten der Zellen in den Wänden der Arterien kontrollieren (83).

Es konnte gezeigt werden, dass in Holy Basil enthaltene Polyphenole die inhärente Fähigkeit besitzen, die zellulare Produktion (Transkription) durch diese Gene zu hemmen.

Die Autoren der Studie kamen zur Schlussfolgerung, dass die in Holy Basil enthaltene Polyphenolfraktion IV profunde, einer Arteriosklerose entgegenwirkende Eigenschaften besitzt (83). Da auch diese Studien alle entweder mit Zellkulturen oder mit Tieren durchgeführt wurden, werden weitere Studien benötigt, um diese Wirkungen beim Menschen zu bestätigen.

Holy Basil könnte den Blutdruck senken

Da Holy Basil laut einer Spurenelementestudie reich an Kalium ist (18,991µg/g), untersuchen einige Wissenschaftler, ob diese Heilpflanze den Blutdruck senken könnte (23). Im Rahmen einer Zellstudie hemmten die Holy Basil Extrakte/Fraktionen Eugenol und Holy Basil Öl ACE (ein Enzym, das den Blutdruck erhöht) auf dosisabhängige Art und Weise, was bedeutet, dass Holy Basil dabei helfen könnte, den Blutdruck zu senken (24).

Es sei darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um extrem frühe Resultate handelt und die Wirkungen noch nicht bei Menschen untersucht wurden.

Holy Basil könnte dabei helfen, die Blutzuckerspiegel zu senken

Im Rahmen einer kleinen Studie mit Typ 2 Diabetes Patienten konnte Holy Basil die Nüchternblutzuckerspiegel um 17,6% und die Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit um 7,3% senken. Doch auch wenn diese Studie vielversprechend ist, müssen diese Resultate im Rahmen größer angelegter, qualitativ hochwertigerer Studien repliziert werden, um zu bestimmen, ob Holy Basil für diesen Anwendungszweck tatsächlich effektiv ist (25).

Ein wasserbasiertes Holy Basil Extrakt reduzierte im Rahmen einer Studie bei diabetischen Ratten die Blutzuckerspiegel (26).

Holy Basil könnte leberschützende Wirkungen besitzen

Ein alkoholisches Extrakt aus Holy Basil Blättern konnte im Rahmen einer mit Ratten durchgeführten Studie bei einer Dosierung von 200 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag die Leber vor durch Toxinen induzierten Schäden schützen (27).

Eine Zugabe von Mariendistel (50 mg pro Kilogramm Körpergewicht) zu Holy Basil (100 mg pro Kilogramm Körpergewicht) zeigte eine synergistische Wirkung, was den Leberschutz angeht (27). Bisher wurden noch keine Humanstudien bezüglich der Auswirkungen von Holy Basil auf die Lebergesundheit durchgeführt.

Holy Basil könnte vor Magengeschwüren schützen

Holy Basil kann den Auswirkungen von stressinduzierten Magengeschwüren entgegenwirken. Es erhöht die natürlichen Schutzmechanismen des Magens durch:

  • Eine Reduzierung der Magensäure
  • Eine Erhöhung der Schleimsekretion
  • Eine Erhöhung der Anzahl der Zellen der Magenschleimhaut
  • Eine Erhöhung der Lebensdauer der Zellen der Magenschleimhaut

Ein alkoholisches Extrakt aus Holy Basil Blättern (mit einem Eugenolgehalt von 5%) konnte bei einer Dosierung von 50 bis 200 mg pro Kilogramm Körpergewicht bei zweimal täglicher Gabe für 5 Tage auf dosisabhängige Art und Weise vor einigen Typen von Magengeschwüren (alkoholinduziert, aber nicht Aspirin induziert) schützen (28).

Im Rahmen einer mit Ratten und Meerschweinchen durchgeführten Studie schützte Holy Basil vor einer Reihe von Faktoren, die Magengeschwüre hervorrufen können, inklusive Aspirin, Alkohol und Histamin (29).

Auch diese Vorzüge wurden nur an Tieren untersucht, weshalb es weiterer Humanstudien bedarf, um diese Wirkungen zu bestätigen.

Holy Basil besitzt antioxidative Wirkungen

Das essentielle Öl von Holy Basil besitzt Untersuchungen zufolge eine starke antioxidative Kapazität, die mit dem Eugenol Gehalt korreliert (30).

Von einem Holy Basil Blattpulver konnte gezeigt werden, dass es bei Hühnern durch Cadmium produzierte freie Radikale bekämpfte und Leber und Nierenfunktion wiederherstellte (31). Ein Holy Basil Extrakt konnte außerdem bei Ratten die Spiegel antioxidativer Enzyme wie Superoxid Dismutase (SOD) und Katalase erhöhen (26).

Bisher wurden jedoch noch keine Humanstudien zu den antioxidativen Wirkungen von Holy Basil durchgeführt.

Holy Basil könnte Schmerzen lindern

Mit Tieren durchgeführte Untersuchungen konnten zeigen, dass ein alkoholisches Holy Basil Blattextrakt Anzeichen von Schmerz reduzierte, was auf ein Potential als Schmerzmittel hinweist (32). Eine weitere, mit Ratten durchgeführte Studie konnte zeigen, dass sowohl ein alkoholisches, als auch ein wässriges Holy Basil Extrakt (500mg pro Kilogramm Körpergewicht) genauso wirksam wie 300 mg des Schmerzmittels Natrium Salicylat waren (33).

Auch hier gibt es bisher nur mit Tieren durchgeführte Untersuchungen, weshalb es weiterer Humanstudien bedarf, um diese Wirkungen zu bestätigen.

Holy Basil könnte die Immunfunktion unterstützen (Th1 und Th2)

Eine tägliche Einnahme von 300 mg Kapseln eines Holy Basil Blattextrakts erhöhte bei 24 gesunden Probanden nach 4 Wochen die Spiegel von IFN-y und IL-4 und erhöhte die Mengen der T-Helferzellen und die Aktivität natürlicher Killerzellen – alles wichtige Komponenten des Immunsystems (34). Darüber hinaus scheint Holy Basil auch die Th1 und Th2 Immunreaktionen zu verbessern (35).

Holy Basil könnte Anti-Krebswirkungen besitzen

Holy Basil wird im Augenblick auf seine potentielle Wirkung bei der Behandlung von Hautkrebs, Lungenkrebs, Brustkrebs, Leberkrebs, Magenkrebs und Krebs im Mundraum hin untersucht (36). All diese Untersuchungen befinden sich jedoch noch im in vitro oder Tierstadium. Weitere Studien werden zeigen, ob irgendwelche der in Holy Basil enthaltenen Verbindungen im Rahmen einer Krebstherapie nützlich sein können.

Anmerkung: Eine konventionelle Krebstherapie sollte auf keinen Fall durch Supplements wie Holy Basil ersetzt werden. Eine Verwendung von Holy Basil als unterstützende Maßnahme in Kombination mit einer bestehenden Krebstherapie sollte auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, um unerwartete Nebenwirkungen auszuschließen.

  • Hautkrebs: Im Rahmen von Studien konnte ein alkoholisches Extrakt aus Holy Basil vor chemisch induziertem Hautkrebs schützen (37), die Anzahl von Hautkarzinomen reduzieren (38), die Tumorgröße reduzieren und die Überlebensrate erhöhen (39, 40)
  • Lungenkrebs: Holy Basil Extrakte konnten im Rahmen von Studien das Wachstum von Lungenkrebszellen unterdrücken und deren Zelltod induzieren (36) und die Bildung von Tumoren reduzieren (41).
  • Brustkrebs: Im Rahmen von Studien konnte gezeigt werden, dass Holy Basil Extrakte die Verbreitung von Brustkrebs verhindern (42), Brustkrebszellen abtöten (36) und das Wachstum von Brustkrebszellen hemmen können (43).
  • Leberkrebs: Holy Basil Extrakte könne Leberzellen vor DNA Schäden durch krebserregende Chemikalien schützen (44) und chemisch induzierten Leberkrebs verhindern (45), was unter anderem auf in Holy Basil enthaltene Phytochemikalien wie Apigenin, Luteolin, Carnosolsäure und Rosmarinsäure, Ursolsäure, sowie das Monotepen Myrtenal zurückgeführt wurde (35, 46, 47, 48).
  • Magenkrebs: Studien zufolge könnte Holy Basil durch Chemikalien induzierten Magenkrebs verhindern oder reduzieren (45, 49), sowie das Wachstum von Magenkrebszellen reduzieren und deren Zelltod herbeiführen (50, 51, 52).
  • Krens im Mundraum: Holy Basil kann eine orale Fibrose der Schleimhäute, die unbehandelt zu Krebs führen kann, verhindern (53) und Krebszellen im Bereich des Mundraumes bekämpfen (54, 55).

Holy Basil könnte vor Strahlenschäden schützen

Von den in Holy Basil enthaltenen Flavonoiden Orientin und Vicenin konnte gezeigt werden, dass sie menschliche Blutzellen vor durch Strahlung induzierten DNA Schäden schützen können (2).

Holy Basil könnte die Knochenheilung fördern

Im Rahmen einer Studie konnte ein Holy Basil Extrakt die Heilungsdauer nach einer Fraktur des Kiefers bei 29 Patienten signifikant reduzieren. Holy Basil könnte die Kalziumaufnahme, den Einbau von Kalzium in die Knochen oder die Spiegel von Enzymen, die am Knochenaufbau beteiligt sind, erhöhen (56).

Holy Basil könnte antibakterielle Wirkungen besitzen

Das in Holy Basil enthaltene essentielle Öl zeigte eine starke antibakterielle Wirkung gegen antibiotikaresistente Staphylococcus, Enterococcus und Pseudomonas Bakterienspezies (57). Ein Fettöl aus Holy Basil zeigte auch starke antibakterielle Wirkungen gegen Staphylococcus aureus, Bacillus pumilus und Pseudomonas aeruginosa und wies die höchste Effektivität gegen S. aureus auf (58). Ein wässriges Extrakt (60mg promKilogramm) war gegen Klebsiella, E. coli, Proteus, S. aureus und Candida albicans wirkungsvoller als ein alkoholbasiertes Extrakt, wobei letzteres eine bessere hemmende Wirkung bei Vibrio cholerae (das Bakterium, das Cholera auslöst) aufwies (59).

In einem Kuhmodell einer Brustdrüsenentzündung senkte ein ins Brustgewebe injiziertes Holy Basil Extrakt die Gesamtbakterienzahl und verbesserte die Funktion des Immunsystems (60). All diese Resultate sind jedoch auf Zellstudien begrenzt, weshalb es weiterer Studien bedarf, um herauszufinden, ob Holy Basil auch beim Menschen entsprechende Wirkungen besitzt.

Holy Basil könnte antivirale Wirkungen besitzen

Apigenin, eine Verbindung, die in Holy Basil enthalten ist, zeigt eine hohe Effektivität gegen das H1N1 Virus und die Schweinegrippe. Ein alkoholisches oder lösungsmittelbasiertes Extrakt konnte außerdem im Rahmen einer Zellstudie den Herpes Simplex Virus Typ 2 hemmen, der Genitalherpes verursacht (61).

Holy Basil könnte einem Hefepilzbefall entgegenwirken

Holy Basil hemmte im Rahmen von Zellstudien das Wachstum des Hefepilzes Candida albicans (63, 64). Dies könnte zumindest Teilweise auf dem in Holy Basil enthaltenen Eugenol basieren, von dem gezeigt werden konnte, dass es das Wachstum von Hefepilzen hemmen kann (65).

Holy Basil könnte die Testosteronspiegel erhöhen

Im Rahmen einer mit Kaninchen durchgeführten Studie konnten 2 Gramm frische Holy Basil Blätter pro Tag über einen Zeitraum von 30 Tagen die Testosteronspiegel signifikant erhöhen. Es ist jedoch noch unklar, welche Auswirkungen Holy Basil auf die Testosteronspiegel beim Menschen besitzen könnte, da diesbezüglich noch keine Humanstudien durchgeführt wurden (70).

Holy Basil könnte gegen eine Histaminintoleranz helfen

Ein Holy Basil Öl blockierte bei Ratten eine Histaminfreisetzung aus Mastzellen. Diese Wirkung wurde jedoch noch nicht im Rahmen von Humanstudien repliziert (71, 72).

Holy Basil könnte grauem Star entgegenwirken

Bei Ratten konnten 5 und 10 mg eines Holy Basil Extrakts pro Kilogramm Körpergewicht das Auftreten von grauem Star um 20 bzw. 60% reduzieren, was zum Teil auf eine Erhöhung der Spiegel antioxidativer Enzyme zurückgeführt wurde (73).

Es konnte gezeigt werden, dass Holy Basil in den Augenlinsen von Ratten signifikante, einer Entwicklung von grauem Star entgegenwirkende Eigenschaften entfaltete, was auf einer Hemmung der Aldose Reduktase – ein Enzym, das bei Diabetikern grauen Star verursacht – basieren könnte (74).

Holy Basil könnte einem Ergrauen der Haare entgegenwirken

Holy Basil erhöht die Spiegel des Enzyms Catalase, welches Wasserstoffperoxid abbaut, was einer Graufärbung der Haare entgegenwirken könnte. Dies ist jedoch ein rein spekulativer Vorzug, der weiterer Untersuchungen bedarf (75, 76).

Holy Basil Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Mit Ratten durchgeführte Untersuchungen haben selbst bei den höchsten Dosierungen (1000 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag eines alkoholischen/wässrigen Extrakts über einen Zeitraum von 28 Tagen) keine Toxizität gezeigt (77). Es wurde jedoch von einer Toxizität des essentiellen Öles von Holy Basil (etwa 70% Eugenol) bei einer Dosierung von 42,5 ml pro Kilogramm Körpergewicht berichtet (78, 79).

Eine andere Studie mit einem standardisierten Ocimum sanctum Extrakt (OciBest™) zeigte keine schädigenden Auswirkungen auf die Gene (80). Zwei Tierstudien konnten jedoch mögliche die Fruchtbarkeit reduzierende Auswirkungen und eine Beeinträchtigung der Spermienqualität beobachten, wobei diese Auswirkungen reversibel waren (81, 82).

Kontraindikationen

Die Sicherheit und Unbedenklichkeit einer Einnahme von Holy Basil während Schwangerschaft und Stillzeit wurde bisher noch nicht untersucht, weshalb schwangere und stillende Frauen auf Holy Basil verzichten sollten, bis mehr bekannt ist (2).

Holy Basil könnte für Menschen, die unter Schilddrüsenerkrankungen leiden, nicht geeignet sein. Eine mit Tieren durchgeführte Untersuchung fand heraus, dass Tulsi bei einer Dosierung von 0,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht über einen Zeitraum von 15 Tagen die T4 Serumkonzentration signifikant reduzierte, wobei jedoch keine signifikanten Veränderungen der T3 Spiegel, des T3 zu T4 Verhältnisses und der Serum Cholesterinspiegel beobachtet werden konnten (75).

Interaktionen von Holy Basil mit Medikamenten

Eine Einnahme von Holy Basil in Kombination mit Valium könnte die Auswirkungen auf das Immunsystem steigern. Bei Ratten verstärkte eine Gabe von Diazepam (1 mg pro Kilogramm Körpergewicht) – ein Benzodiazepin - in Verbindung mit Holy Basil Samenöl (1 ml pro Kilogramm Körpergewicht) die Auswirkungen von Holy Basil auf das Immunsystem (71).

Flumazenil (5 mg pro Kilogramm Körpergewicht) – ein Benzodiazepin Gegengift (ein zentraler Benzodiazepinrezeptor Antagonist) – hemmte bei einer mit Ratten durchgeführten Untersuchung - die Anregung der Funktion des Immunsystems durch ein Holy Basil Öl (71).

Dosierung

Typische Dosierungen liegen bei bis zu 500 mg Holy Basil Blattextrakt zweimal täglich für neurologische und adaptogene Wirkungen. Ohne klinische Studien, die sich explizit auf die Bestimmung sicherer und effektiver Dosierungen konzentrieren, ist eine Aussage bezüglich medizinisch angemessener Dosierungen nicht möglich.

Referenzen:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4296439/
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3249909/
  3. http://scialert.net/fulltext/?doi=pjbs.2012.754.774
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16170979
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9142558
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17850106
  7. https://www.hindawi.com/journals/ecam/2012/894509/
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19253862
  9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10685110
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27474066
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4847459/#
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24732112
  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10782484
  14. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21812651
  15. http://www.hindawi.com/journals/np/2015/708306/#B73
  16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16480180
  17. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2329804
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15332507
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26665293
  20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25764050
  21. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2803133/
  22. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7883302
  23. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19588079
  24. https://www.researchgate.net/publication/288574087_Ocimum_sanctum_L_A_Potential_Angiotensin_Converting_Enzyme_ACE_Inhibitor_Useful_in_Hypertension
  25. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8880292
  26. https://www.scirp.org/journal/PaperInformation.aspx?PaperID=44453
  27. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3119265/
  28. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16121713
  29. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15234753
  30. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16756370
  31. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2997456/
  32. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12963158
  33. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/0378874187901255
  34. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21619917
  35. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21619917
  36. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23682780
  37. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7858289
  38. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17669454
  39. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21428866
  40. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/labs/articles/10967450/
  41. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20233602
  42. http://cancerres.aacrjournals.org/content/64/7_Supplement/949.1.short
  43. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20449663
  44. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9683276
  45. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1473788
  46. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20104993
  47. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22722977
  48. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22763672
  49. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17609827
  50. https://uncch.pure.elsevier.com/en/publications/chemopreventive-efficacy-of-a-betel-leaf-extract-against-benzoapy
  51. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20434464
  52. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19851710
  53. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4395929/
  54. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10211319
  55. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26522595
  56. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4178353/
  57. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12732427
  58. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16187537
  59. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12026506
  60. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15894022
  61. https://www.ajol.info/index.php/ajb/article/view/92439
  62. https://www.researchgate.net/publication/299996034_in_vitro_antiviral_potential_of_Ocimum_sanctum_leaves_extract_against_New_Castle_Disease_Virus_of_poultry
  63. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24252340
  64. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20378320
  65. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22118215
  66. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25661823
  67. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24377137
  68. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3346404/
  69. http://dspace.library.uu.nl/handle/1874/205144
  70. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3059441/
  71. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11891082
  72. http://ispub.com/IJGE/11/1/14310
  73. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16020293
  74. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12686449
  75. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9721597
  76. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24033376
  77. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26456329
  78. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21409717
  79. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19909781
  80. http://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0960327112472992
  81. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7309144
  82. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/4344433
  83. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16180103

Produkte mit den selben Inhaltsstoffen