Training

Old School Grifftraining
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Warum geben die meisten Trainierenden ihren gesunden Menschenverstand an der Garderobe ab, wenn sie ihr Grifftraining planen? Wenn Du am Ende Deiner Trainingseinheit ein paar Langhantel Handgelenkcurls ausführst und muskulöse Unterarme mit hervorstechenden Adern erwartest, dann bist Du gründlich auf dem Holzweg!

Ich kenne Trainierende, die die Parameter ihres Brust- und Rückentrainingsprogramms so penibel recherchieren und planen, wie Einstein die Relativität analysiert hat, doch wenn es um ihr Grifftraining geht, dann machen sie sich überhaupt keine Gedanken hierüber.

Im Hillybilly Land des mittleren Westens der USA aufzuwachsen, hat mich viel über Griffkraft gelehrt. Als ich im Alter von 14 Jahren mit dem Training begann, hatte ich keinen Zugang zu „High-Tech“ Equipment wie Griffhilfen und Kabelzügen. Stattdessen musste ich all mein Training ohne jegliche Griffhilfen ausführen.

Wenn ich Kreuzheben trainierte, dann musste ich meine eigene Griffkraft verwenden, um das Gewicht zu halten. Wenn ich Klimmzüge in der Garage an einem Holzbalken ausführte, gab mein Griff unweigerlich vor meinem Rücken und meinen Bizeps auf. Nach einer kurzen Zeitspanne konnte mein Griff mit meiner Rücken- und meiner Bizepskraft mithalten. Während des Sommers stapelte ich Heu mit meinem Kumpel auf einer Farm. Dies war das Beste, was ich tun konnte, um meinen Griff und meine Unterarmkraft zu verbessern. Ich baute hierdurch Unterarme auf, die nicht nur toll aussahen, sondern auch über eine gute Kraft verfügten. Du kannst das auch Stadtjunge, wenn Du weiterliest.

Als erstes musst Du Deinen Weichei Stadtjob aufgeben und auf eine Farm ziehen. Nein, das war nur Spaß. Als erstes müssen wir uns daran erinnern, was notwendig ist, um stark zu werden. Laut dem Kraftforscher Vladimir Zatsiorsky gibt es drei Wege, um Kraft aufzubauen:

  • Bewege ein maximales Gewicht, was als Methode mit maximaler Anstrengung bekannt ist.
  • Bewege ein submaximales Gewicht so explosiv wie möglich, was als Methode mit dynamischer Anstrengung bekannt ist.
  • Bewege ein submaximales Gewicht bis zum Erreichen des Muskelversagens, was als Methode mit wiederholter Anstrengung bekannt ist.

Um einen Weltklassegriff aufzubauen müssen wir alle drei Methoden verwenden. Die meisten Menschen verwenden nur eine dieser drei Methoden, wie z.B. das Zusammendrücken eines dieser nutzlosen Federgriffe für Millionen von Wiederholungen (ein perverses Beispiel für die Methode mit wiederholter Anstrengung) – eine Methode, die nicht einmal meine Großmutter fordern würde. Diese Federn liefern einen Widerstand von vielleicht 15 Kilos, wenn sie zusammengedrückt sind und tun nicht viel mehr, als Deine Unterarme aufzupumpen. Keine Sorge, nach Verwendung meiner Techniken wirst Du die ganze Zeit über ein kurzärmliges Shirt tragen wollen – selbst im nördlichen Sibirien während des Winters! Aber lass mich zuerst ein paar Mythen zerstören.

Mythos #1: Du musst jeden Tag hohe Wiederholungszahlen absolvieren

Dieser Mythos geht in dieselbe Richtung wie die Empfehlungen für das Bauchmuskeltraining aus den Achtzigern. Das Problem hierbei ist folgendes: wenn Du jeden Tag mit hohen Wiederholungszahlen trainierst, dann forderst Du nur die langsam kontrahierenden Muskelfasern vom Typ I. Jeder, der auch nur halbwegs intelligent ist weiß, dass Du die motorischen Einheiten vom Typ IIb mit höherer Reizschwelle fordern musst, die das größte Potential für ein Wachstum und eine Kraftentwicklung aufweisen. Vergiss also die täglichen hohen Wiederholungszahlen, weil diese Dich nirgendwohin bringen werden.

Mythos #2: Ein Training mit Federgriffen ist das beste Training für die Entwicklung der Unterarmmuskeln

Ich könnte Dir so viele Beispiele dafür geben warum dies nicht wahr ist, aber ich werde mich auf eines aus meiner eigenen Erfahrung konzentrieren. Ich habe die meisten meiner Wochenenden auf der Farm verbracht, auf der mein Kumpel „Tater“ lebte. Sein Vater Bill war Farmer und Mechaniker. Bill hatte noch nie einen Kraftraum oder ein Fitnessstudio von innen gesehen und er wusste nicht einmal, was ein Federgriff ist, aber er hatte ein monströses Paar Unterarme, bei denen sogar Popeye vor Neid erblasst wäre.

Bill verbrachte seinen Tag damit, schwere Objekte auf der Farm zu heben, große Schraubenschlüssel zu drehen, Schraubenzieher zu drehen und schwere Eimer zu tragen – um nur einige seiner Aktivitäten zu nennen. Du wirst vielleicht fragen „okay, seine Unterarme sahen gut aus, aber waren sie auch stark?“ Lasst mich diese Frage dadurch beantworten, dass ich auf Tater zurückkomme.

An einem Tag hatte Tater dem Familientruck eine Delle verpasst, als er an einem verschneiten Tag in den Graben gerutscht war. Bill war darüber nicht besonders glücklich. Er schnappte Tater am Hals und hob ihn mit einer Hand nach oben (und Tater wog etwa 130 Kilo). Das würde ich als funktionale Kraft bezeichnen.

Mit anderen Worten ausgedrückt bedürfen starke Unterarme unterschiedlicher Typen der Arbeit.

Mythos #3: Bodybuilder haben starke Unterarme

Wenn Du kontinuierlich ein hochvolumiges Training für die Unterarmmuskeln absolvierst, werden diese hypertrophieren. Das Problem besteht jedoch darin, dass diese Art des Trainings in einer sarkoplasmatischen Hypertrophie resultiert und nicht in einer starken funktionalen sarkomeren Hypertrophie der Muskelfasern. Du musst die eigentlichen Muskelfasern zum hypertrophieren bringen - und nicht den extrazellularen Raum –wenn Du willst, dass toll aussehende Unterarme auch wirklich stark sind.

Außerdem verwenden Bodybuilder ständig Griffhilfen für alle Übungen von Kreuzheben bis hin zu Latziehen. Welchen Sinn hat es, ein Gewicht zu bewegen, dass Du nicht halten kannst? Meiner Meinung nach gilt, dass wenn Du 275 Kilo nicht ohne Griffhilfen vom Boden aus nach oben ziehen kannst, Du nicht dazu in der Lage bist, 275 Kilo vom Boden aus nach oben zu ziehen.

Nachdem wir jetzt einige Mythen zerstört haben, sollten wir zurück zu den Richtlinien für die Kraftentwicklung kommen. Wie oben bereits erwähnt wurde, müssen wir drei unterschiedliche Typen des Trainings verwenden. Hier sind diese in Form einer Tabelle mit definierten Lastprozentsätzen, Sätzen, Wiederholungen und charakteristischen Tempos:

METHODE

LAST

SÄTZE

TEMPO

Maximale Anstrengung

95-100% des 1RM

3-5

1-3

30X0

Dynamische Anstrengung

55-65% des 1RM

6-10

2-4

10X0

Wiederholte Anstrengung

75-85% des 1RM

4-6

4-8

3020

Ich empfehle, dass Du eine Methode exklusiv verwendest, bevor Du für 3 bis 5 Tage pausierst und danach die nächste Methode verwendest. Mit anderen Worten ausgedrückt führst Du an Tag 1 Deine Übung (oder Übungen) unter Verwendung der Technik der maximalen Anstrengung aus. An Tag 2 – 3 bis 5 Tage später – führst Du Deine Übung (oder Deine Übungen) unter Verwendung der Technik mit dynamischer Anstrengung aus. An Tag 3 – 3 bis 5 Tage später – führst Du Deine Übung (oder Deine Übungen) unter Verwendung der Technik mit wiederholten Anstrengungen aus.

Führe diesen „Zyklus“ dreimal aus, bevor Du neue Übungen wählst – eine aus jeder Kategorie von Unterarmübungen, die weiter unten beschrieben werden. Du kannst dies kontinuierlich tun, indem Du jedes Mal, wenn Du 3 Zyklen abgeschlossen hast, neue Übungen wählst, bis Du riesige Unterarme hast.

Hier ist ein Beispiel für einen Zyklus:

TAG

METHODE

LAST

SÄTZE

Montag

Maximal

Fat Grip Langhantelübungen

3-5

1-3

Freitag

Dynamisch

Unterarmübung mit Bändern

6-10

2-4

Dienstag

Wiederholt

Alligator Smash (s.u.)

4-6

4-8

Auch hier führst Du drei Zyklen durch, bevor Du die Übungen wechselst.

Der Westside Barbell Club kombiniert zwei der obigen Methoden pro Trainingseinheit. Für den Zweck der Kraftentwicklung der Unterarme halte ich die Methoden getrennt, da eine Kombination zu einem exzessiven Trainingsvolumen führen würde (unter der Annahme, dass Du zusätzlich zu diesem Training weitere Übungen ausführst, die auch Deine Griffmuskeln fordern).

Kommen wir jetzt zu dem guten Zeugs – den Übungen. Du wirst niemals einen Weltklassegriff entwickeln, wenn Du Deine Zeit mit Plastik Federgriffen und Handgelenkcurls verschwendest. Die Hand- und Unterarmmuskeln verfügen über das Potential, viele unterschiedliche Bewegungsschemata auszuführen, weshalb Du Dich nicht auf diese beiden Bewegungen beschränken solltest. Hier ist also meine Auswahl an Übungen (erinnere Dich daran, dass Du je eine Übung aus den folgenden 3 Kategorien wählst, um Deinen Trainingszyklus aufzubauen).

Training der Extensoren (Strecker)

Dies erscheint mir trivial zu sein, doch meiner Erfahrung nach sind die Extensoren die am meisten vernachlässigte Variable beim Grifftraining. Die Hand- und Unterarmextensoren müssen für die Entwicklung einer maximalen Griffkraft trainiert werden. Du würdest ja auch nicht nur die Bizeps trainieren und die Trizeps außen vor lassen, oder? Ich glaube nicht. Erinnere Dich daran, dass der Körper sein absolutes Kraftpotential limitieren wird, um das Gelenk zu schützen, wenn der Antagonist schwach ist. Aus diesem Grund musst Du die Extensoren der Hand und des Unterarms trainieren. Du wirst von den Resultaten erstaunt sein.

Hier sind ein paar hervorragende Übungen für diesen Zweck:

Finger Bandextensionen

Besorge Dir ein Gummiband (keines von diesen dünnen billigen, sondern ein wirklich starkes) und platziere Deine Hand innerhalb des Bandes. Spreize dann die Finger so weit wie möglich, ohne dass das Gummiband von Deinen Fingerspitzen nach unten rollt. Anschließend schließt Du die Hand wieder und führst die Bewegung erneut aus. Eine andere Methode besteht darin, das Band um zwei Fingern zu legen und dasselbe zu tun.

Erhöhe den Widerstand, indem Du mehrere Gummibänder übereinander legst. Dies ist außerdem eine hervorragende Übung für jeden, der unter Handgelenksproblemen oder einem Karpaltunnelsyndrom leidet – die Aufnahme dieser Übung in das Trainingsprogramm führt häufig zu einer Linderung der Symptome. Wenn Du zu stark für die Gummibänder wirst, kannst Du Dir spezielle Bänder für diese Übung im Internet bestellen. Verwende diese Übung für alle drei Methoden.

Sandextensionen

Besorge Dir einen 5 Liter Eimer und fülle diesen mit Sand. Dann steckst Du Deine Hand mit gestreckten Fingern, die eng zusammenliegen tief in den Sand. Als nächstes spreizt Du Deine Finger so schnell wie möglich. Ziehe die Hand aus dem Eimer und wiederhole das Ganze. Abhängig von Deinen Kraftleveln könnte dies eine Übung mit maximaler Anstrengung (wenn Du schwach bist) oder eine Übung mit dynamischer/wiederholter Annstrengung (wenn Du stärker bist) sein.

Handgelenkextensionen mit Hantelscheiben

Nimm eine leichte Gewichtsscheibe (5 Kilo oder so) und halte sie in einer Position mit nach unten zeigender Handfläche. Deine Finger sollten sich auf einer Seite der Scheibe befinden und Dein Daumen auf der anderen. Halte Deinen Arm gestreckt nach vorne und kippe die Scheibe mit Bewegungen des Handgelenks nach unten und nach oben. Verwende mehrere Platten, die Du mit Deinen Fingern zusammendrückst, wenn Deine Kraft zunimmt. Verwende diese Übung für ein Training wiederholter oder dynamischer Anstrengung.

Übungen mit „offener Hand“

Für diejenigen, die ohne Griffhilfen trainieren und ihre Griffkraft für Übungen wie Kreuzheben und Klimmzüge benötigen, reichen andere Übungen wahrscheinlich völlig aus, aber manchmal musst Du auch Objekte anheben, wenn Deine Finger weiter geöffnet sind.

Hier sind einige hervorragende Übungen für diesen Zweck:

Einhändiges Heben einer aufrecht stehenden Kurzhantel

Stelle eine Langhantel auf eine Seite (so dass wie ein “I” aussieht, wenn Du sie von der Seite betrachtest). Positioniere Dich stehend mit etwas gespreizten Beinen über der Kurzhantel. Greife den oberen Teil der Kurzhantel mit Deiner Hand, als ob Du einen Tennisball vom Boden aufheben würdest und hebe die Kurzhantel bis auf Taillenhöhe an. Senke sie anschließend wieder ab und wiederhole die Bewegung.

Für eine weiter fortgeschrittene Version dieser Übung kannst Du die Kurzhantel bis auf Brusthöhe anheben. Ich muss Dich davor warnen eine Kurzhantel mit einem Scheibendurchmesser zu verwenden, der Deine Finger weiter als 80% öffnet. Mit anderen Worten ausgedrückt, solltest Du eine gewisse Beugung der Finger beibehalten, da Du ansonsten die Strukturen von Hand und Handgelenk überlasten könntest.

Fat Grip Langhantel Kreuzheben

Besorge Die ein paar Fat Grip Griffpolster oder wickle ein Handtuch um die Mitte der Langhantel. So dass der Durchmesser bei 7 bis 8 Zentimetern liegt. Da sich das Handtuch zusammendrücken wird, muss der Durchmesser zu Beginn größer als 7 bis 8 Zentimeter sein, um den richtigen Durchmesser während der Übungsausführung sicherzustellen. (Eine noch bessere Methode bestünde darin, ein Rohr mit entsprechendem Durchmesser über Deine Langhantel zu schieben und an der Hantelstange festzuschweißen.)

Packe auf jede Seite der Stange eine kleine Hantelscheibe (5 bis 10 Kilo). Wie bei jeder neuen Übung ist es am besten, mit einem leichten Gewicht zu beginnen, anstatt sich bei der ersten Wiederholung zu verletzen. Platziere die Langhantel vor Dir, greife sie in der Mitte mit Deinem rechten Arm und führe eine Wiederholung traditionelles Kreuzheben aus. Führe 1 bis 3 Wiederholungen aus, bevor Du die linke Hand verwendest.

Ich weiß, dass viele von euch jetzt denken werden, dass eine Kurzhantel genauso gut funktionieren würde, aber glaubt mir, das ist nicht der Fall, da es einer Menge mehr an Muskelaktion bedarf, um die Hantelstange parallel mit dem Boden zu halten. Dies ist eine hervorragende Übung für die Methode mit maximaler Anstrengung.

Einarmiges Schubkarrenschieben

Dies ist eine wirklich fortgeschrittene Übung, die ich mir ausgedacht habe. Besorge Dir eine kleine, unbeladene Schubkarre. Greife die Griffe so, wie Du es normalerweise tun würdest, mit beiden Händen und beginne damit, die Schubkarre zu schieben. Soweit leicht, nicht wahr? Hier kommt der anstrengende Teil: während Du die Schubkarre schiebst, löst Du Deine linke Hand langsam, Finger für Finger (beginnend mit dem kleinen Finger) vom Griff der Schubkarre.

Wenn Du die Linke Hand vom Griff gelöst hast, musst Du die Balance mit der rechten Hand aufrechterhalten. Die Schubkarre muss perfekt gerade gehalten werden – ansonsten funktioniert diese Übung nicht. Anfänglich wirst Du wahrscheinlich nur ein paar Finger vom Griff lösen können, aber bleibe trotzdem bei dieser Übung. Schiebe die Schubkarre etwa 30 Sekunden lang, bevor Du die Hand wechselst. Vielleicht wirst Du irgendwann in der Elitegruppe ankommen und die Schubkarre mit einer Hand schieben!

Explosives Grifftraining

Bis jetzt haben wir die Extensoren der Hand und des Unterarms zusammen mit isometrischer Muskelaktion trainiert. Jetzt müssen wir noch etwas dynamisches Training für die Flexoren ausführen. Hier sind ein paar hervorragende Übungen:

Captain of Crush Gripper

Besorge Dir einen dieser Captain of Crush Gripper, wobei Du den Widerstand abhängig von Deiner Griffkraft wählen solltest. Diese Gripper reichen von einem Widerstand von 36 bis 165 Kilo und sind im Internethandel erhältlich. Verwende einen Gripper, der es Dir erlaubt, die vorgeschriebene Anzahl an Wiederholungen bei den Methoden mit dynamischem und wiederholtem Widerstand zu absolvieren. Wenn Du Dir über Deine Griffkraft nicht im Klaren bist, dann kaufe Dir den Gripper Nummer 1. Schließe den Gripper, wobei Du für die dynamische Methode eine explosive Muskelaktion und für die Methode mit wiederholter Anstrengung eine moderatere Muskelaktion verwendest. Abhängig von Deiner Griffkraft, wirst Du den Gripper unter Umständen für Deinen Tag mit maximaler Anstrengung verwenden müssen.

Sandgreifen

Ich habe diese Übung aus John Brookfields exzellentem Buch "Mastery of Hand Strength" gelernt. Stecke Deine Hand in einen 10 Liter Eimer, der mit Sand, Kieselsteinen, Stahlkugeln oder einer anderen Substanz gefüllt ist und greife so explosiv wie möglich eine Handvoll dieses Materials. Ziehe die Hand aus dem Einer und wiederhole das Ganze. Verwende diese Übung für die Methoden mit dynamischer und wiederholter Anstrengung.

Alligator Smash

Suche Dir ein Stück Schaumstoff – eine Matratze, ein Sitzpolster oder irgendetwas anderes, das in Deine Hand passt. Platziere die gestreckten Finger auf der einen Seite und Deinen Daumen auf der anderen Seite. Drücke Finger und Daumen zusammen (wenn Du Dir die Bewegung nicht vorstellen kannst, dann stelle Dir vor, dass sich Deine Hand in einer Socke befindet, die eine Handpuppe darstellt und Du den Mund der Puppe bewegst). Verwende diese Übung für alle drei Kraftmethoden.

Kraftungleichgewichte

Wenn es Dir auf einer Seite im Vergleich zur anderen Seite schwerer fällt, Kraft und/oder Muskelmasse aufzubauen, könnte es sein, dass Du ein Nervenproblem im C6-T1 Bereich Deiner Wirbelsäule hast. Dies kann ein Chiropraktiker herausfinden. Andere mögliche Ursachen könnten Adhäsionen im Bereich der Unterarm- und Handmuskeln sein. Hier kann eine Active Release Therapie helfen.

Fazit

Wenn Du die in diesem Artikel vorgestellten Informationen nutzt, kannst Du einen Weltklassegriff aufbauen, der sowohl optisch ansprechend, als auch extrem funktional und stark ist. Wenn also das nächste Mal am Strand irgendein Typ Sand in Dein Gesicht kickt und versucht, die Deine Freundin auszuspannen, dann kannst Du ihn am Hals schnappen und die Aligator Smash Bewegung ausführen, während Du Dir vorstellst, dass er eine Sockenpuppe ist.

Quelle: https://www.t-nation.com/training/old-school-grip-training

Von Chad Waterbury

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Eine Frage der Kraft Teil 21
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Bradford Presses: Langweilig

F: Was hältst Du von Bradford Presses für die Schultern, bei denen Du die Stange im Grunde genommen nur von einer Seite des Halses zur anderen bewegst, ohne sie ganz nach oben zu drücken?

A: Offen gesagt habe ich diese Übung noch nie bei mir oder meinen Sportlern verwendet. Diese Übung ist nichts Besonderes und ich bin einfach der Ansicht, dass es andere Übungen gibt, die besser funktionieren. Die meisten Menschen verfügen über eine so schlechte Beweglichkeit der Rotatorenmanschette, dass diese Übung sowieso nicht für sie geeignet ist.

Groß, dick und aderig...

F: Hat direktes Nackentraining einen Wert? Und wie trainiert man die Nackenmuskulatur überhaupt? Ich möchte einen wirklich massigen Stiernacken.

A: Besitzt Nackentraining Vorzüge? Ja, wenn Du eine Kontaktsportart betreibst – American Football, Kampfsportarten, Rugby, Eishockey, usw. – dann stellt Nackentraining im Grunde genommen so etwas wie eine Versicherungspolice dar. Und wenn Du Motorrad fährst, dann trainiere Deinen Nacken.

Je mehr Nackentraining Du ausführst, desto stärker wird meiner Erfahrung nach Dein Oberkörper. Es gibt einige gute Maschinen für ein Nackentraining von Firmen wie Atlantis und Hammer.

Du wirst jetzt vielleicht fragen was mit dem Old School „Kopfgeschirr“ für das Nackentraining ist (https://www.youtube.com/watch?v=e_OclIpaEcg). Das Problem hiermit besteht darin, dass es schwer ist, mit diesem die Kraftkurve nachzuahmen.

Der Nacken wächst aufgrund der sehr guten Blutversorgung, die zu einer schnellen Regeneration nach dem Training führt, sehr schnell. Der Nacken besteht hauptsächlich aus langsam kontrahierenden Muskelfasern, auch wenn es hier einige Ausnahmen von der Regel gibt.

Im Lauf der Jahre habe ich etwas Interessantes herausgefunden: wenn Deine Nackenstrecker primär aus schnell kontrahierenden Fasern bestehen, dann spiegeln sie die Muskelfaserverteilung des gesamten Körpers wider. Ich habe einen Weltrekordhalter im Hammerwerfen getestet und seine Nackenkraft war die höchste, die ich je gemessen habe. Menschen, die geboren wurden um stark zu sein, haben schnell kontrahierende Nackenmuskeln.

Eine Woche später testete ich einen Weltmeister und Goldmedaillengewinner im Eisschnelllauf und dieser führte mit 85% seines Maximalgewichts 200 Wiederholungen aus. Der einzige Grund dafür, dass wir nach 200 Wiederholungen aufhörten, bestand darin, dass mein Blutzucker nach der ganzen Warterei so stark abgesunken war, dass ich sagte, „Verdammt, lass uns etwas essen gehen.“ Seine Nackenmuskeln waren offensichtlich langsam kontrahierender Natur und er hätte auch bis Wiederholung 250 weitermachen können.

Regeln für ein Training am Kabelzug

F: Wenn ihr Trainer sagt, dass man Maschinen meiden soll, gilt das dann auch für Kabelzüge?

A: Kabel sind im Grunde genommen umgeleitete Kurzhanteln. Meiner Meinung nach sind Kabelzüge dasselbe wie freie Gewichte und sie erlauben es Dir zusätzlich den Widerstand umzuleiten, wo Kurzhanteln an ihre Grenzen kommen.

Bei einigen Übungen sind Kabelzüge überlegen. Beim Training für die Rotatorenmanschette bist Du bezüglich der Winkel sehr eingeschränkt, wenn Du Kurzhanteln verwendest. Wenn Du hingegen einen Kabelzug verwendest, sind die Optionen schier unendlich.

Eine multifunktionale Kabeleinheit ist dasselbe wie eine Kurzhantel. Ich sehe Kabelzüge nicht als „Maschine“ an.

Wie toxisch bist Du?

F: In früheren Artikeln hast Du über einige nicht diagnostizierte Leiden gesprochen, die die Leute im Fitnessstudio zurückhalten können (wie z.B. zu wenig Magensäure). Gibt es irgendwelche anderen Leiden oder Probleme, die so etwas bewirken könnten?

A: Schwermetalle wären ein Beispiel. Und auch Plastik kann toxisch sein. Wenn ein Mann seine Freundin fragt, ob ihn die neuen Hosen fett aussehen lassen, dann hat er ein Östrogenproblem, das durch Plastik hervorgerufen worden sein könnte. Wenn wir Menschen auf Toxizität testen, dann sehen wir häufig, dass sie eine Menge Plastik im Körper haben. Dies kann die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen und außerdem ahmen einige Plastiksorten die Wirkung von Östrogen nach.

Als nächstes können auch Mineralstoffdefizite nahezu alle Fortschritte zum Stillstand bringen. Einige Menschen scheinen hart zu trainieren, sind aber trotzdem nicht dazu in der Lage, Muskeln aufzubauen. Dies wird häufig durch einen Molybdänmangel hervorgerufen. Ich sehe dies bei 10% aller Menschen, die für ein umfassendes Stoffwechselprofil zu mir kommen. Wenn Du ihnen Molybdän gibst, dann nehmen sie wieder zu.

Um auf Schwermetalle, eine Vergiftung durch Plastik oder einen Mineralstoffmangel getestet zu werden, musst Du zu einem Arzt gehen, wobei diese Tests teuer werden können.

Die richtigen Wiederholungszahlen für die Beinbeuger

F: Ist es wahr, dass die Beinbeuger für eine Hypertrophie weniger Wiederholungen als andere Muskelgruppen benötigen?

Das ist wahr, wenn Du sie als Knieflexoren trainierst. Wenn Du sie jedoch als Hüftstrecker trainierst, dann solltest Du höhere Wiederholungszahlen verwenden.

Du solltest also bei Beincurls niedrigere und bei Kreuzheben mit gestreckten Beinen höhere Wiederholungszahlen verwenden. Der Grund hierfür besteht darin, dass Du auch Deinen Gluteus und Deine Rückenstrecker trainierst, wenn Du Deine Hüftstrecker trainierst – und diese beiden Muskeln neigen dazu, besser auf höhere Wiederholungszahlen anzusprechen.

Mit anderen Worten ausgedrückt, solltest Du 8 oder weniger Wiederholungen verwenden, wenn Du an der Beincurlmaschine trainierst. Ein Trainierender mit einem höheren Trainingsalter wird vielleicht sogar nur drei Wiederholungen benötigen, wobei dann eine höhere Anzahl von Sätzen wie 10 Sätze a 3 Wiederholungen ausgeführt werden sollten.

Das einzige Problem bei der Beincurlmaschine besteht darin, dass sie für einige Sportler nicht genug Gewicht liefert. Ich musste mir von Atlantis eine spezielle Maschine anfertigen lassen, da meine Sportler für die Menge an Gewicht, die eine normale Beincurlmaschine liefert, zu stark waren. Davor hatte ich einige Sportler, die den gesamten Gewichtsstapel mit einem Bein bewegen konnten.

Der Schockeffekt

F: Kannst Du Muskeln wirklich schocken und hierdurch zum Wachsen bringen? Die Old-School Bodybuilder verwendeten diesen Begriff oft, aber ist da etwas Wahres dran?

A: Ja, ich glaube immer noch, dass es wahr ist. Wenn etwas nicht wächst, dann kannst Du es in der Tat an drei Tagen in Folge trainieren.

Ich hatte einmal einen hochkarätigen Bodybuilder, der an den Beinen keine Masse aufbauen konnte. Bei seinem Gewicht hätte er knapp 110 Kilo und nicht 95 Kilo wiegen sollen. Ich ließ ihn neunmal pro Woche Beine trainieren und vier Monate später wog er 111 Kilo.

Einer meiner Mentoren sagte immer zu mir „Wenn Du keine Fortschritte erzielst, dann übertrainiere, bis Du depressiv wirst und nimm Dir dann 5 trainingsfreie Tage. Dann wirst Du wachsen.“

Sagen wir, dass Du ein Typ bist, der keinen Latissimus hat – Du bist so breit wie ein Bleistift. Trainiere Deinen Latissimus an drei Tagen in Folge. Die Wiederholungen könnten folgendermaßen aussehen:

  • Tag #1: 6-8 Wiederholungen
  • Tag #2: 10-12 Wiederholungen
  • Tag #3: 20-25 Wiederholungen

Nimm Dir dann einen Tag frei und trainiere danach den Rest Deines Körpers für diese Woche. Was die Übungen angeht, änderst Du die Latissimusübung an jedem der drei Tage.

Erinnere Dich daran, dass Hypertrophie eine biologische Anpassung an biologischen Stress ist. Wenn Dich etwas nicht umbringt, dann wirst Du Dich umso mehr anpassen, je stärker der Stress ausfällt.

Die wissenschaftliche Literatur zeigt, dass Du einen Muskel bis zu neunmal pro Woche trainieren kannst, so lange Du ihm danach etwas Ruhe gönnst. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass wenn Du nicht weit genug gehst, kein Wachstum zustande kommen wird.

Behalte die 20% Regel im Hinterkopf. Sagen wir, dass Du vier Sätze Bankdrücken mit 5 Wiederholungen mit 150 Kilo ausführen kannst. Trainiere so lange, bis Du nur noch vier Sätze a 5 Wiederholungen mit maximal 120 Kilo schaffst – mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies kontrolliertes Übertraining. Nimm Dir anschließend 5 Tage frei und wenn Du erneut Bankdrücken trainierst, dann wirst Du 165 Kilo schaffen.

Ein anderer Weg, der für Kraft gut funktioniert, ist ein Training mit Einzelwiederholungen (10 bis 12) an 5 Tagen in Folge mit derselben Übung. Nimm Dir zwei Tage und Du wirst eine neue persönliche Bestleistung aufstellen.

Das Problem ist, dass die meisten Menschen für so etwas nicht die Eier haben. Sie werden nicht bis zu diesem Punkt übertrainieren und in Panik verfallen, wenn ihr Trainingsgewicht beim Bankdrücken um 5 Pfund sinkt. Sie brauchen einen Sklaventreibertrainer, der sie zu so etwas zwingt. Du muss die 20% Reduzierung erreichen. Wenn Du im Fitnessstudio ohne Grund anfängst zu heulen, dann bist Du an diesem Punkt angekommen.

Das Salz der Erde

F: Ist Salz für Kraftsportler etwas Gutes oder etwas Schlechtes?

A: Ich bekomme ständig Fragen zu Salz gestellt. Es herrscht eine Menge Verwirrung, was dieses Thema angeht. Einige sagen, dass Salz eine Pest ist, die man meiden sollte und einige sagen, dass wir mehr Salz in unserer Ernährung brauchen.

Wie immer glaube ich an sorgfältige Überlegungen bezüglich allem was wir zu uns nehmen. Hier sind einige Punkte, die Du berücksichtigen solltest, wenn Du Salz in Deiner Ernährung verwendest:

  1. Modernes Salz ist wie Zucker und die meisten Öle, die wir zu uns nehmen: ein sehr stark raffiniertes Produkt, das nicht mehr viel mit seiner ursprünglichen Form zu tun hat – daher seine Toxizität.
  2. Die Salzufuhr muss individualisiert werden. Während eine Beschränkung der Salzzufuhr Akne effektiv bekämpfen kann, wäre selbiges für jemanden, der versucht sich von einer adrenalen Erschöpfung zu erholen, desaströs. Bei bestimmten Genotypen kann Salz eine Osteoporose verschlimmern.
  3. Je höher Dein Proteinkonsum ausfällt, desto mehr Salt brauchst Du. Bei jedem umfassenden Stoffwechselprofil, das ich durchführe, finde ich immer heraus, dass die Natriumwerte bei Menschen, die viel Protein zu sich nehmen, niedrig sind.
  4. Je mehr gekochtes Essen Du zu Dir nimmst, desto mehr Salz brauchst Du, um bestimmte Verdauungsenzyme zu aktivieren. Das ist der Grund dafür, dass chinesisches Essen dazu neigt, salzig zu sein, da die Chinesen nur sehr wenig rohe Nahrungsmittel essen. Bei den Inuit, die sich an ihre traditionelle Ernährungsweise mit roher Nahrung halten, sieht es genau andersherum aus.

Wenn Du Salz verwenden musst, dann solltest Du folgende Faktoren berücksichtigen, wenn Du Dein Salzprodukt auswählst.

  1. Salz sollte eine Farbe haben. Meide das fade weiße Zeugs. Salz sollte rosa, rot, beige oder grau sein. Dies bedeutet, dass es Spurenelemente enthält und nicht stark verarbeitet wurde.
  2. Es sollte bezahlbar sein. Es muss nicht aus Tibet kommen und von einem budistischen Mönch mit Blutgruppe AB geschürft wurde. Gutes Salz findest Du in jedem Reformhaus.

Alle von uns mögen es, ihrer Nahrung regelmäßig etwas zusätzlichen Geschmack zu verleihen. Wenn Du Salz isst, dann solltest Du anspruchsvoll sein und obige Faktoren berücksichtigen.

Ist Dein Körper intelligent?

F: Du hast in Deinen Artikeln etwas über „Körperintelligenz“ geschrieben. Was ist das genau?

A: Dies ist die Fähigkeit dazu in der Lage zu sein, auf das zu hören, was Dein Körper Dir sagt. Diejenigen, die über eine gute Körperintelligenz verfügen, können ein vorgefertigtes Training ausführen und sind dazu in der Lage, Dir während der ersten Trainingseinheit zu sagen, ob dies für sie ein guter Plan oder reine Zeitverschwendung ist. Im Grunde bedeutet dies, wirklich im Einklang mit dem eigenen Körper zu sein.

Eine Menge Menschen haben z.B. den glykämischen Index „entdeckt“, ohne zu wissen, dass er existiert. Sie wissen, was sie vor dem Training essen müssen, um sich nicht schlecht zu fühlen. Das etwas ältere Konzept des „instinktiven Trainings“ ist auch Teil einer guten Körperintelligenz. Hierbei muss man jedoch eines beachten: es ist nur ein schmaler Grat zwischen Faulheit und auf den eigenen Körper zu hören. Einige Menschen werden immer eine gute Ausrede finden, um keine Kniebeugen trainieren zu müssen.

Mike McDonald, der Weltrekorde beim Bankdrücken in seiner Gewichtsklasse aufgestellt hat, war dafür bekannt, dass er ins Fitnessstudio ging, ein paar Wiederholungen mit einem Besenstil ausführte und dann sagte „Nein, ich werde morgen wiederkommen.“ Er war das Sinnbild der Körperintelligenz.

Auch Mark Spitz, der große Schwimmer, war dafür bekannt, dass er eine Menge Trainingseinheiten hat ausfallen lassen.

Ich habe seinen Trainer getroffen und er sagte, dass Mark sehr viel besser gewesen wäre, wenn er all seine Trainingseinheiten absolviert hätte. Nun, Mark hat sieben Goldmedaillen gewonnen. Wenn er all die vorgegebenen Trainingseinheiten durchgeführt hätte, dann wäre er vielleicht ins Übertraining gekommen. Er war jedoch intelligent genug, ein paar dieser Trainingseinheiten ausfallen zu lassen.

Körperintelligenz kann als ein Typ der Intelligenz angesehen werden. Psychologen glauben, dass es neun Typen der Intelligenz gibt. Viele Menschen sind hervorragende Athleten, aber nicht gerade Raketenwissenschaftler. Einige der besten Fußballspieler verfügen z.B. über eine hervorragende Körperintelligenz, können aber nicht bis 10 zählen.

Training für Frauen

F: Was sind die Hauptunterschiede zwischen dem Training von Frauen und dem Training von Männern?

A: Anders als Männer mögen Frauen das Gefühl des Pumps nicht wirklich. Studien zum Thema Verhalten und Training mit Gewichten unterstützen diese Beobachtungen.

Darüber hinaus – ohne sexistisch klingen zu wollen – neigen Männer, die gut darin sind, Frauen als persönliche Trainer zu trainieren, dazu, sich mehr um Entertainment als um das Training zu kümmern. Mit anderen Worten ausgedrückt werden sie nicht erfolgreich sein, wenn sie es nicht schaffen, dass das Training Spaß macht.

Lasse einen männlichen Klienten einbeinige Bizepscurls auf einem Schaumstoffpolster ausführen und er wird – wenn er auch nur die Spur eines Alpha Mannes in sich hat – dem Trainer eine Kurzhantel über den Kopf ziehen. Aber Frauen lieben diesen Scheiß.

In der Welt des Sports, sind meiner Erfahrung nach Frauen engagierter als Männer, wenn es um das Training geht. Sie werden eher ins Übertraining gelangen. Im Jahr 1993 trainierte ich 6 Frauen, die in ihren Sportarten Weltmeistrinnen waren. Eine Sache, die ich herausgefunden habe war, dass sie dazu neigten, sich härter als die Männer im Kraftraum anzutreiben.

Ihr Konzept des Trainings bis zum Muskelversagen unterscheidet sich von dem von Männern. Sie geben einfach mehr…wenn sie der Typ von Frau sind, der das Zeug dazu hat, Weltmeister zu werden. Sie sind mehr „Mann“ als eine Menge Männer, die ich kenne.

Was die Einstellung angeht, war die beste Sportlerin, die ich je trainiert habe, Karen Percy. Sie hat bei den Weltmeisterschaften im Abfahrtslauf vier Medaillen und zwei Bronzemedaillen in Calgary gewonnen.

Sie war verdammt hart. Während Ihrer Trainingssätze konnte man an ihren Augen erkennen, dass sie sich auf einem anderen Planeten befand. Sie hätte jede Frau im Gewichtherber Nationalteam schlagen können.

Ich finde, dass Frauen, die das Zeug zu Weltmeisterinnen haben, viel mehr Drive als männliche Weltmeister haben…. sehr viel mehr.

Die besten Bauchmuskelübungen

F: Gibt es eine beste Bauchmuskelübung? Besteht jemals die Notwendigkeit für einen Sportler, sich auf Bauchmuskeltraining zu spezialisieren?

A: Die beste Bauchmuskelübung? Kniebeugen – und danach folgt Kreuzheben.

Bauchmuskelspezialisierung für Sportler? Ist möglich, aber die Bauchmuskeln verfügen nur über ein sehr geringes Potential für Kraftzuwächse, wenn man sie mit Muskeln wie den Waden vergleicht. Ähnlich wie der Griff, werden die Bauchmuskeln sich durch Training am wenigsten verbessern. Einige Trainierende prahlen mit riesigen Gewichten, die sie beim Bauchmuskeltraining verwenden, aber es sind in Wirklichkeit die Psoas, die die Arbeit verrichten.

Wenn Du die Bauchmuskeln wirklich isolierst, dann wirst Du nach 6 oder 8 Wochen für den Rest Deines Lebens ein Plateau erreichen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die am besten koordinierten Sportler die schwierigsten Bauchmuskelübungen nach 6 bis 8 Wochen meistern. Das einzige, was die Bauchmuskeln wirklich verbessert, sind Kniebeugen und Kreuzheben.

Quelle: https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-38, https://www.t-nation.com/training/question-of-strength-39

Von Charles Poliquin

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Wie Du Deinen Körperfettanteil akkurat messen kannst Teil 1
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Da war ich also. Ich stand vor dem Spiegel und war leicht verwirrt. Wie hoch war mein Körperfettanteil? Bodybuilder treten mit einem Körperfettanteil von 4 bis 5% bei Wettkämpfen an und sehen wie lebendige Anatomieschaubilder aus, weshalb ich dachte, dass ich bei etwa 7% liegen müsste.

Doch nicht laut meinem vertrauenswürdigen Caliper Test mit mehreren Messpunkten – dieser sagte 11%.

Ich war von dieser Messung verwirrt, da ich nirgendwo an meinem Körper mehr als etwas Haut zusammendrücken konnte, aber ich sollte trotzdem noch fast 10 Kilo Fett mit mir herumtragen.

Um dies ins rechte Licht zu rücken sei erwähnt, dass ein Kilo Fett 4 Päckchen Butter entspricht. Wo könnte ich diese 40 Päckchen genau versteckt haben? Und unter Berücksichtigung der Anstrengungen, die nötig waren, um so schlank zu werden, wie ich war, stellte sich die Frage, ob es nicht völlig unmöglich ist, einen Körperfettanteil von 7% auf natürlichem Weg zu erreichen.

Nun, ich begann nach Antworten zu suchen und in diesem Artikel werde ich alles mit Dir teilen, das ich gelernt habe. Am Ende wirst Du wissen, was der Begriff Körperfettanteil wirklich bedeutet, Du wirst die Vor- und Nachteile der beliebtesten Methoden zur Messung des Körperfettanteils kennen, Du wirst wissen, wie Du eine akkurate Abschätzung Deines Körperfettanteils bekommst, und vieles mehr.

Wie hoch ist Dein Körperfettanteil?

Viele Menschen verwechseln die Begriffe „Körperkomposition“, „BMI“ und „Körperfettanteil“, doch diese Begriffe beschreiben unterschiedliche Konzepte.

Der Begriff Körperkomposition bezieht sich auf eine Analyse davon, woraus Dein Körper besteht – Skelettmuskeln, Fett, Knochen, Organe, Blut, Wasser, usw.

BMI ist die Abkürzung für „Body Mass Index“ und stellt einen numerischen Ausdruck der Beziehung zwischen Deiner Körpergröße und Deinem Gewicht dar.

Und die Definition von Körperfettanteil ergibt sich bereits aus dem Namen – es ist ganz einfach der Prozentsatz Deines Gewichts, der aus Fett besteht.

Wenn Du also Deinen Körperfettanteil misst, bestimmst Du, wie viel Deines Gewichts aus Fett besteht. Schauen wir uns ein Beispiel an, um das Ganze zu verdeutlichen:

Sagen wir, dass eine Person 75 Kilo wiegt und 7,5 dieser Kilo aus Fett bestehen. Der Körperfettanteil dieser Person wäre also 7,5 geteilt durch 75, was als Prozentsatz ausgedrückt 10% entspricht.

Dieser Prozentsatz ändert sich, wenn diese Person Fett aufbaut oder Fett verliert und er verändert sich auch, wenn diese Person Muskeln auf- oder abbaut.

Wenn diese Person z.B. eine geeignete Ernährung einhält und ein geeignetes Trainingsprogramm befolgt und 10 Kilo aufbaut, von denen 2,5 Kilo Fett sind, dann wiegt diese Person anschließend 85 Kilo mit 10 Kilo Fett.

Dies würde das optische Erscheinungsbild sichtlich verändern, während der Körperfettanteil fast gleich bleibt, welcher jetzt bei 10 geteilt durch 85 oder etwa 11% liegen würde.

Sagen wir, dass diese Person danach für 10 Jahre mit dem Training mit Gewichten aufhört und 5 Kilo Muskeln, aber kein Fett verliert. Auch dies würde im Spiegel eine große Veränderung bewirken, aber sein Körperfettanteil würde trotzdem immer noch mehr oder weniger derselbe sein – etwa 12% (10 geteilt durch 80)

Fazit ist, dass Dein Körperfettanteil eine Art „bewegliches Ziel“ ist, das sich anhand dessen, was mit Deinem Körper und Deiner Körperkomposition im Lauf der Zeit geschieht, verändert.

Warum ist der Körperfettanteil aussagekräftiger als der BMI?

Wie wir bereits gesehen haben, ist BMI die Abkürzung für “Body Mass Index” und repräsentiert die Beziehung zwischen Größe und Gewicht einer Person. Um den BMI zu berechnen, teilst Du Dein Gewicht in Kilo durch Deine Größe in Metern zum Quadrat.

Gehen wir für ein Beispiel von meinen Werten aus der obigen Situation aus: 83 Kilo Gewicht bei einer Körpergröße von 1,85 Metern. Als erstes nehmen wir die Größe zum Quadrat

1,85 x 1,85 = 3,4225

Danach teilen wir das Gewicht durch das Quadrat der Körpergröße, um den BMI zu erhalten:

83 / 3,4225 = 24,25 (BMI)

Laut der BMI Tabelle korrelieren unterschiedliche BMI Werte mit unterschiedlichen Gewichtskategorien:

  • Untergewicht = BMI unter 18,5
  • Normalgewicht = BMI zwischen 18,5 und 24,9
  • Übergewicht = BMI zwischen 25 und 29,
  • Fettleibigkeit = BMI ab 30 oder darüber

Laut dieser BMI Messung lag ich also an der Schwelle zum Übergewicht… während ich gleichzeitig sichtbare Adern auf meinen Bauchmuskeln hatte – und genau hier liegt das Problem des BMI: während er für die Analyse großer Populationen nützlich sein kann, ist er als Werkzeug zur Abschätzung der individuellen Fitness nicht sehr hilfreich – insbesondere bei Menschen mit überdurchschnittlichen Mengen an Muskelmasse.

Wenn Du versuchst, Deine individuelle Fitness abzuschätzen, dann bist Du sehr viel besser damit beraten, Deinen Körperfettanteil zu verwenden.

Wie kannst Du Deinen Körperfettanteil akkurat messen?

Das Messen des Körperfettanteils scheint auf den ersten Blick recht einfach zu sein, aber es kann auch sehr verwirrend sein – und dies gilt unabhängig von der Methode, die Du verwendest, da leider alle von diesen einen gewissen Spielraum für Fehler haben und stark abweichende Ergebnisse ausspucken können.

Der Caliper Test mit mehreren Messpunkten ergab bei mir z.B. einen Wert von 11% aber eine elektrische Messung ergab 8% und ein Caliper mit nur einem Messpunkt ergab einen Wert von 6%.

Was bedeutet dies genau? Sind Körerfettmessungen nicht mehr als ein Schuss ins Blaue? Gibt es irgendeinen Weg, Deinen wirklichen Körperfettanteil zu ermitteln?

Finden wir es heraus.

Körperfettwaagen und Handteile zur Messung des Körperfettanteils

Der einfachste Weg, Deinen Körperfettanteil zu messen besteht in der Verwendung einer Körperfettwaage oder eines Handteils zu Impedanzmessung. Diese Messungen sind schnell und einfach, aber das, was Du an Bequemlichkeit gewinnst, verlierst Du bei der Genauigkeit.

Diese Gerätschaften verwenden eine Methode, die als bioelektrische Impedanzanalyse (BIA), welche den Widerstand des Körpers gegenüber einem elektrischen Strom misst. Die Wissenschaft ist einfach:

Muskelgewebe leitet elektrischen Strom sehr gut, da es zu mehr als 70% aus Wasser besteht, während Fett ein schlechter Leiter ist, da es weniger Wasser enthält.

Theoretisch gesehen, sollte der elektrische Widerstand um so höher sein, je fetter ein Körper ist.

Klingt Plausibel, nicht wahr? Sicher, es klingt recht plausibel, aber die bioelektrische Impedanzmessung hat einige ernsthafte Schwachstellen.

1. Der elektrische Strom nimmt den Weg des geringsten Widerstandes.

Dies bedeutet, dass der Strom die Fettspeicher zugunsten des Gewebes mit einem niedrigeren Widerstand umgehen wird. Wie Du Dir vorstellen kannst, wird dies die Resultate verfälschen.

2. Die meisten Körperfettwaagen und Handteile verwenden nur zwei Elektroden.

Dies ist ein Problem, da der Strom ganze Bereiche des Körpers überspringen kann (1). Eine Fuß zu Fuß Messung kann z.B. den gesamten Torso umgehen und eine Hand zu Hand Messung kann den Unterkörper ignorieren. Dies führt natürlich zu ungenauen Werten.

3. Die abgelesenen Werte können anhand des Zustands des Körpers dramatisch variieren.

Die Genauigkeit von bioelektrischen Impedanzmessungen wird außerdem durch die Tatsache unterminiert, dass die gemessenen Werte durch unterschiedliche körperliche Faktoren beeinflusst werden.

Eine Messung in dehydriertem Zustand kann z.B. in abnormal hohen Körperfettwerten resultieren (2) und ein Test nach einer Mahlzeit kann in abnormal niedrigen Werten resultieren (3). Ein Test nach einer Mahlzeit reduzierte den gemessenen Körperfettanteil bei einer Studie um 4,2 Prozentpunkte (4) und auch eine Messung nach dem Training kann inakkurate Werte liefern (5).

4. Die Gleichungen, die zur Bestimmung des Körperfettanteils verwendet werden, sind häufig fundamental fehlerhaft.

Ich weiß, dass ich hier ein totes Pferd reite, aber es gibt einen weiteren großen Nachteil, über den Du Bescheid wissen solltest. Um eine Messung der elektrischen Impedanz in einen Körperfettanteil zu verwandeln, bedarf es mathematischer Berechnungen und diese Berechnungen spucken häufig falsche Werte aus.

Die Hersteller dieser Geräte haben mehrere Schritte unternommen, um diese Formeln zu erstellen:

  1. Sie haben die Körperfettwerte einer großen Kontrollgruppe von Menschen akkurat bestimmt.
  2. Anschließend wurde der Körperfettanteil derselben Probanden mit einem Bioimpedanz Messgerät dieser Firma gemessen.
  3. Als letztes wurden die Messwerte verglichen und es wurde eine Gleichung entwickelt, die den Körperfettanteil anhand der Bioimpedanzmessung basierend auf Variablen wie Körpergröße, Gewicht, Geschlecht, usw. bestimmt.

Dies ist in der Theorie vielleicht eine gute Idee, doch das Problem liegt bei Schritt 1 – die Methode, die verwendet wurde, um die „Kontrollwerte“ zu bestimmen – und zwar aus folgendem Grund:

Die meisten Methoden, die verwendet werden, um diese Kalibrierungsdaten zu ermitteln, sind selbst fehlerhaft.

Eine Menge Firmen verwenden hierfür z.B. hydrostatisches Wiegen und Studien haben herausgefunden, dass diese Messung abhängig von Faktoren wie ethnischer Herkunft, Körpergewicht und Grad der Hydration um bis zu 6 Prozentpunkte vom tatsächlichen Wert abweichen können.

Und diese Fehler sind absolut – und nicht relativ. (eine Person mit einem Körperfettanteil von 10% kann bei einer Messung im hydrostatischen Tank leicht einen Wert von 16% diagnostiziert bekommen.

Und was erhältst Du, wenn Du inhärent verfälschte Kontrollmethoden verwendest, um die inhärent falschen Messwerte der Bioimpedanzgerätschaften zu kalibrieren?

Eine sehr schlechte Methode zur Messung des Körperfettanteils.

Das Fazit zur bioelektrischen Impedanzmessung

Wie bereits gesagt wurde, sind Geräte für eine bioelektrische Impedanzmessung, die für Endverbraucher erhältlich sind, so ungenau und fehlerbehaftet, dass Wissenschaftler gesagt haben, dass diese Geräte ganz einfach keinen brauchbaren Weg zur Abschätzung des Körperfettanteils darstellen (6).

Selbst die besseren kommerziellen Geräte können keine akkuraten Werte garantieren. Und da diese Ungenauigkeiten zu allem Überfluss auch noch inkonsistent sind, kannst Du Geräte zur bioelektrischen Impedanzmessung nicht einmal zur Bestimmung eines Trends bei der Veränderung Deines Körperfettes im Lauf der Zeit verwenden.

(Wenn sie wenigstens konsistent inakkurat wären, dann würdest Du zwar Deinen tatsächlichen Körperfettanteil nicht kennen, aber zumindest eine gute Vorstellung davon bekommen, ob Du Fett oder Muskeln verlierst.)

Körperfett Caliper und Hautfaltenmessungen

Hautfaltenmessungen funktionieren folgendermaßen:

Du verwendest ein Hilfsmittel, das als Caliper bezeichnet wird, um die Dicke Deiner Hautfalten an unterschiedlichen Stellen Deines Körpers zu messen. Anschließend addierst Du diese Messwerte auf und wendest aus diese Summe eine Formel an, die entwickelt wurde, um Deinen Körperfettanteil abzuschätzen.

Es dürfte nicht überraschen, dass auch diese Methode einige Schwächen und Nachteile hat.

1. Das Resultat ist sehr anfällig für Anwenderfehler.

Drücke zu viel Haut zusammen und Du wirrst einen Messwert erhalten, der höher als Dein tatsächlicher Körperfettanteil ausfällt. Drücke zu wenig Haut zusammen und Du bekommst eine Messung, die zu niedrig ausfällt.

2. Selbst wenn Du eine perfekte Hautfaltenmessung vornimmst, können schlechte Formeln das Resultat trotzdem verfälschen (7).

Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Ergebnisse von Hautfaltenmessungen bis zu 15 Prozentpunkte vom tatsächlichen Körperfettanteil abweichen können, wobei die durchschnittliche Abweichung bei 6 Prozentpunkten lag (8).

Zwei andere Studien zum Thema Hautfaltenmessung (eine hiervon wurde mit Bodybuildern durchgeführt) fanden Fehlerraten von 3 bis 5 Prozentpunkten (9, 10)

Trotz dieser Schwächen können Caliper und Hautfaltenmessungen jedoch einen nützlichen Weg darstellen, um Veränderungen der Körperkomposition im Lauf der Zeit bestimmen zu können – mehr dazu in Kürze.

Dual-Energy X-Ray Absorptiometry (DEXA)

DEXA ist mit Sicherheit die absolute High-Tech Option auf dieser Liste.

Für diese Methode wird ein Ganzkörper Röntgenbild angefertigt, das dann zur Berechnung des Körperfettanteils verwendet wird (radioaktive Strahlen werden von Fett und fettfreiem Gewebe unterschiedlich absorbiert, was es möglich macht, beide Gewebetypen getrennt voneinander zu messen.

DEXA wird häufig als der „Goldstandard“ bei der Körperfettmessung bezeichnet, aber wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass diese Methode genauso unzuverlässig wie die anderen Methoden auf dieser Liste ist (10).

Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass DEXA Messungen um 10 Prozentpunkte daneben liegen können (11). Zwei andere Studien fanden Fehlerraten, die bis zu 4 Prozentpunkte betrugen (9, 12).

Dies hilft dabei zu erklären, warum viele Bodybuilder durch DEXA Scans verwirrt wurden, die im Bereich von 6 bis 10% lagen, obwohl sie in ihrem absolut schlanksten Zustand durchgeführt wurden.

Hier sind die Gründe dafür, dass DEXA nicht so toll ist, wie viele Leute denken:

  1. Die Genauigkeit der Maschinen wird durch eine ganze Reihe unterschiedlicher Variablen inklusive Geschlecht, Körpergröße, Körperfettanteil, Krankheiten und Hydrationsstatus beeinflusst (13, 14).
  2. Unterschiedliche Maschinen verwenden unterschiedliche Algorithmen, um die Rohdaten in den Körperfettanteil umzurechnen und einige Algorithmen sind besser als andere.
  3. Der Typ der Röntgenstrahlung beeinflusst die Genauigkeit des Tests (15).
  4. Unterschiedliche Maschinen produzieren unterschiedliche Resultate – selbst zwei Maschinen desselben Herstellers.

Unglücklicherweise gibt es keinen Weg zu wissen, ob die Resultate eines DEXA Scans wirklich akkurat sind.

Body Pod

Die Wissenschaft, die dem Body Pod zugrunde liegt, ähnelt der des hydrostatischen Wiegens. Du setzt Dich in eine versiegelte Kammer und Sensoren messen die Menge an Luft, die von Deinem Körper verdrängt wird.

Die Messergebnisse dienen als Ausgangswerte für unterschiedliche Formeln, mit deren Hilfe der Körperfettanteil berechnet wird.

Nun, wir wissen ja bereits, dass hydrostatisches Wiegen häufig zu falschen Ergebnissen führt und es scheint so, als ob Body Pod Messungen sogar noch ungenauer sind (16).

Die Werte können durch viele unterschiedliche Faktoren inklusive Körpertemperatur (17), Gesichtsbehaarung (18), Feuchtigkeit (19) und sogar die Enge der Kleidung (20) beeinflusst werden. Wenn man all diese Variablen berücksichtigt, ist es nicht überraschend, dass wissenschaftliche Studien zu dem Ergebnis gekommen sind, dass der Body Pod eine recht hohe Fehlerrate hat.

Bei einer Studie lag der Test um bis zu 15 Prozentpunkte daneben (16). Bei anderen Untersuchungen lag die Fehlerrate bei bis zu 5 oder 6 Prozentpunkten (21).

Ich kann die Ungenauigkeit des Body Pod bestätigen. Ich habe im Lauf der Jahre mit tausenden Menschen gearbeitet und habe dutzende Menschen getroffen, die sich über irrsinnige Body Pod Messwerte aufgeregt haben (Männer mit sichtbaren Bauchmuskeln, bei denen die Body Pod Messung ein Körperfettanteil von über 20% ergeben hatte).

Im zweiten Teil dieser Artikelserie werden wir weitere Methoden zur Bestimmung des Körperfettanteils betrachten und eine sehr akkurate Strategie vorstellen, mit deren Hilfe Du gut kontrollieren kannst, ob Deine Gewichtsabbauanstrengungen in die richtige Richtung gehen.

https://www.muscleforlife.com/how-to-measure-body-fat-percentage/

Von Michael Matthews

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Supramaximales Intervalltraining (S.M.I.T.)
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Dieser Ratgeber umfasst Folgendes:

  • Einen allgemeinen Überblick über beide Typen des Trainings.
  • Was die Unterschiede zwischen HIIT und SMIT sind.
  • Was wichtiger ist: Intensität oder Dauer.
  • Die Bedeutung des Arbeits- zu Ruhe Verhältnisses und was dies in Bezug auf die Energiesysteme bedeutet.
  • Antworten auf die am häufigsten zu HIIT und SMIT gestellten Fragen.
  • Wie Du ein Unterkörper/Oberkörper Splitprogramm zusammenstellst.
  • Wichtige praktische Tipps für ein Intervalltraining.

HIIT / SMIT Überblick

Bist Du jemals in ein kommerzielles Fitnessstudio gekommen und hast Dich gefragt, warum einige Menschen auf dem Laufband oder auf dem Radergometer sprinten, als ob sie sich auf der Zielgerade der Tour de France befinden würden? Nun, wenn Dein Ziel darin besteht, schlank zu werden und einen soliden Körper aufzubauen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dies Dich nicht an Dein Ziel bringen wird.

Trainingseffizienz sollte immer eine Top Priorität darstellen, und deshalb ist es recht hilfreich unterschiedliche HIIT (High Intensity Intervall Training) Protokolle zu verwenden, anstatt Stunden auf einem Laufband zu verbringen. Intervalltraining erlaubt es uns innerhalb kürzerer Zeit unterschiedliche Herz-Kreislauf Marker zu verbessern und eine größere Arbeitskapazität aufzubauen. 2 für den Preis von 1 – wer könnte da schon nein sagen.

Aber was wäre, wenn ich Dir erzählen würde, dass es noch eine weitere Methode gibt, die sogar noch hilfreicher als der heilige Gral der Intervallsysteme (HIIT) sein könnte?

Willkommen in der Welt des supramaximalen Intervalltrainings alias SMIT.

Der Krieg der Bioenergetik – HIIT vs. SMIT

Gehen oder joggen? 1, 3 oder 5 Sätze? Reis oder Kartoffeln? Wheyprotein oder Casein?

Es scheint so, als ob es immer und zu jedem Thema eine Debatte im Bereich der Fitnessgemeinschaft geben würde. Nun, beim Intervalltraining sieht es nicht anders aus. Was ist der Unterschied zwischen HIIT und SMIT? Ist eines besser als das andere oder können sie beide verwendet werden, um exzellente Resultate zu produzieren?

SMIT

  • Maximale Intensität.
  • Passive Regeneration wird empfohlen.
  • Über 100% des VO2 max.
  • Sehr lange Pausenintervalle von über 2 bis 3 Minuten Dauer.
  • Es sind unterschiedliche Modalitäten möglich – einige sind besser als andere.

HIIT

  • Geringfügig niedrigere Intensität.
  • Passive oder aktive Regeneration abhängig von Länge und Intensität der Intervalle.
  • 90 bis 100% des VO2 max.
  • Kürzere Pausenintervalle (45 bis 90 Sekunden) aufgrund der niedrigeren Intensität.

Ich bin mir sicher, dass sich einige jetzt fragen werden, “was ist ein VO2 max und wie kann ich auf einer absoluten Prozentskala über 100 gehen?” Nun der VO2 max ist im Grunde genommen die maximale Menge an Sauerstoff, die Dein Körper während erschöpfender Tätigkeiten aufnehmen und verwenden kann. Sobald Du Deinen VO2 max (100%) erreicht hast, wechselt Dein Körper die Energiesysteme, um genügend Energie zu produzieren, um den Bedarf in dieser Situation zu decken.

Nachdem wir nun etwas Terminologie geklärt haben und uns einen groben Überblick verschafft haben, sollten wir einen Blick darauf werfen, was die Wissenschaft zu sagen hat.

Eine aktuelle Studie, die im European Journal of Sport Science veröffentlicht wurde, machte sich daran, die Trainingsanpassungen und Vorzüge von HIIT und SMIT zu vergleichen. Die Wissenschaftler verwendeten körperlich aktive Männer und Frauen als Probanden und teilten diese in 3 Gruppen auf, die 6 Wochen lang dreimal wöchentlich trainierten:

1. HIIT Gruppe:

  • 100% des VO2 max
  • 4-6 Intervalle pro Trainingseinheit
  • 4 Minuten passive Regeneration

2. SMIT Gruppe:

  • 130% des VO2 max
  • 7-12 Intervalle pro Trainingseinheit
  • 150 Sekunden passive Regeneration

3. Kontrollgruppe:

  • 30 Minuten kontinuierliches Rennen @ 75% des VO2 max

Und was geschah nach 6 Wochen. Zitieren wir die Studie direkt:

„Die Verbesserungen der Zeit über 3000 Meter fielen bei SMIT höher als beim kontinuierlichen Rennen aus und die Verbesserungen bei 40 Meter Sprints und bezüglich der wiederholten Sprintfähigkeit waren bei SMIT stärker als bei HIIT und kontinuierlichem Rennen ausgeprägt.“ (Cicioni-Kolsky et al., 2013).

SMIT hat also sowohl kontinuierliches Rennen, als auch HIIT geschlagen, wenn es um eine Verbesserung der Ausdauer, der Sprintleistungen und der wiederholten Sprintleistung bei körperlich aktiven Menschen geht. Die Wissenschaftler merkten außerdem an, dass es eine geschlechtsspezifische Reaktion auf die Trainingsmodalität beim 3000 Meter Lauf gab, da sich Frauen stärker als Männer verbesserten.

Intensität vs. Dauer – ein zweischneidiges Schwert

Ah, die uralte Frage, was wichtiger ist: Intensität oder Dauer? Wenn Du mich fragst, würde ich sagen „beides“.

Wenn es um Intervalle geht, muss beides berücksichtigt werden, wenn Du das bestmögliche Programm entwickeln willst. Hierbei gibt es nur einen entscheidenden Vorbehalt, den wir nie vergessen dürfen: Intensität und Dauer verhalten sich entgegengesetzt proportional zueinander.

Mit anderen Worten ausgedrückt wirst Du nicht dazu in der Lage sein, eine 100%-ige Leistungsfreisetzung über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten – das kann niemand. Wie ich bei der Diskussion oben bereits erwähnt habe, gibt es bestimmte Systeme innerhalb Deines Körpers, die eine maximale Leistungsfreisetzung produzieren können – wenn auch nur über einen sehr begrenzten Zeitraum.

Intervalltraining für unterschiedliche Energiesysteme

% der max. anaeroben Kraft

Taxiertes Energiesystem

Intervallzeit

Arbeit/Pause Verhältnis

90-100

Phosphogen

5-10 s

1:12 bis 1:20

75-90

Schnelle Glykolyse

15-30 s

1:3 bis 1:5

30-75

Schnelle und oxidative Glykolyse

1-3 min

1:3 bis 1:4

20-35

Oxidative Glykolyse

>3 min

1:1 bis 1:3

Aus: Essentials of Strength Training and Conditioning, NSCA (2000)

Wie verwenden wir diese Information im Kontext von SMIT? Nun, wenn Du Dich auf die Tabelle oben beziehst, dann wirst Du sehen, dass Intervalle, die 100% Leistungsfreisetzung umfassen, nur 5 bis 10 Sekunden andauern und eines 1:12 bis 1:20 Arbeit zu Pause Verhältnisses bedürfen. Dies bedeutet, dass Du, wenn Du 5 Sekunden lang mit maximaler Intensität sprintest, mindestens 60 Sekunden pausieren solltest, um eine vollständige Regeneration Deiner Energiesysteme zu erlauben.

Das Arbeit zu Pause Verhältnis bestimmt sowohl darüber, welches Energiesystem verwendet wird, als auch über die physiologischen Anpassungen, die stattfinden werden. Wenn Du die Pausenintervalle vernachlässigst und einfach Intervalle ausführst, wann immer Dir danach ist, dann wird es Deinem Training an langfristiger Progression und letztendlich auch Resultaten mangeln.

Q&A

Q: Kann jeder SMIT ausführen?

A: Aufgrund der intensiven Natur von SMIT würde ich empfehlen, dass nur weiter fortgeschrittene Trainierende diese Form des Trainings verwenden. Beginne mit HIIT (Gewichtschlittenschieben, Seilspringen, Radfahren, usw.) und arbeite Dich dann zu SMIT hoch, während Deine Arbeitskapazität steigt und sich Deine aerobe Basis verbessert.

F: Da die Wissenschaft gezeigt hat, dass SMIT sowohl HIIT, als auch kontinuierlichem Rennen überlegen war, ist SMIT meine beste Option, nicht wahr?

A: Das ist falsch. Dein Körper benötigt basierend auf externen Stressoren, Deiner individuellen Regenerationsfähigkeit und Deinem augenblicklichen Fitnesslevel Phasen des Trainings mit niedriger und höherer Intensität. Wie ich im Einleitungsabschnitt bereits erwähnt habe, ist das SAID Prinzip auch auf SMIT anwendbar – Dein Körper wird sich im Lauf der Zeit an den Stimulus anpassen und Dein Training wird an Effektivität verlieren. Darüber hinaus wird Dein Training schnell langweilig und monoton werden, wenn Du nur einen Trainingsstil verwendest, weshalb Du unterschiedliche Trainingsstile mischen sollest, um Dein Training interessant zu halten! Erinnere Dich daran, dass Konsistenz und Aufrechterhaltbarkeit die Schlüssel zum Erfolg sind.

F: Wie oft pro Woche kann ich SMIT ausführen?

A: Dies wird vom Rest Deines Trainingsplanes und von Deinen Zielen abhängen. Aber für den durchschnittlichen Trainierenden, der dreimal wöchentlich mit Gewichten Trainiert, würde ich eine SMIT Trainingseinheit, eine HIIT Trainingseinheit und eine Trainingseinheit Cardio mit gleich bleibender moderater Intensität pro Woche empfehlen.

F: Wie lang sollten meine Intervalle sein?

A: Alles von 5 bis 15 Sekunden ist möglich. Alles, was über diesen Punkt hinausgeht, wird an maximaler Leistungsfreisetzung verlieren und es ist stattdessen besser, mit Deiner Ruhephase zu beginnen.

F: Wie viele Intervalle sollte ich pro Trainingseinheit ausführen?

A: 4 bis 8 Sprints sind für die meisten wahrscheinlich ein guter Startpunkt. Beginne immer am unteren Ende des Spektrums und arbeite Dich nach oben. Du hast an Deinem ersten Trainingstag auch nicht gleich 10 Sätze Kniebeugen a 10 Wiederholungen ausgeführt (zumindest hättest Du dies nicht tun sollen) – gehe Dein Konditionstraining auf die gleiche Art und Weise an.

F: Was ist die beste Konditionierungsmodalität für diesen Stil von Intervallen (Rad fahren, rudern, sprinten, Laufband, usw.)?

A: Idealerweise würde ich zu Beginn Optionen ohne zusätzliche Gewichte empfehlen. Bleibe bei rudern, Rad fahren oder einem Stairclimber. Wenn Du bei Deinem Training jedoch weiter fortgeschritten wirst, solltest Du auch andere Optionen wie Sprints bergauf oder Stadiumläufe (die Treppen der Tribünen hinaus) verwenden. Diese Optionen machen es notwendig, dass jeder Schritt höher als der vorhergehende ist und sie werden hierdurch exzentrische Belastungen Deiner Gelenke begrenzen.

F: Ich trainiere schon eine Zeit lang und ich mag Sprints (in der Ebene oder bergauf, aber ich scheine mir immer wieder die Beinbeuger zu zerren. Was sollte ich tun?

A: Wie bei allem, solltest Du Dich auch bei diesen Sprints langsam steigern. Aufgrund der Tatsache, dass Du anfällig für Probleme mit den Beinbeugern bist und aufgrund der explosiven Starts, ist es am besten, nicht innerhalb weniger Schritte von 0 auf 100% zu gehen. Gib Dir 10 bis 15 Meter, um die Geschwindigkeit zu steigern und beginne erst dann Deinen Sprint bergauf oder geradeaus.

F: Wie lange sollte ich pausieren?

A: Auch das wird von der Länge der Intervalle, Deinen Zielen und Deinem Fitnesslevel abhängen. Beginne am höheren Ende des Arbeits- zu Pausen Intervalls (1:20) und versuche Dich langsam bis zum unteren Ende (1:12) des Spektrums zu steigern, während Du Dich verbesserst.

F: Wenn ich mich für SMIT entscheide, kann ich dann auch noch HIIT und Cardiotraining mit gleich bleibender moderater Intensität ausführen?

A: Wie ich oben bereits erwähnt habe, empfehle ich aufgrund der unterschiedlichen Intensitäten und physiologischen Adaptionen die Ausführung aller drei Optionen.

F: Warum sollte ich Cardiotraining mit gleich bleibender moderater Intensität ausführen, wenn ich auch einfach nur SMIT und/oder HIIT ausführen könnte?

A: Diese Frage wäre einen eigenen Artikel wert, aber es reicht aus zu erwähnen, dass konstante Level hochintensiven Trainings letztendlich zu einem Ausbrennen führen werden. Cardiotraining mit gleich bleibender moderater Intensität stellt einen exzellenten Weg dar, die Regeneration zu fördern, die Neurotransmitter (Dopamin, Serotonin und Norepinephrin) im Gehirn ins Gleichgewicht zu bringen und die neuronale Plastizität zu verbessern.

F: Ich bin ein Sportler. Sollte ich diesen Stil des Konditionstrainings verwenden?

A: Wie die meisten anderen Fragen, hängt auch die Antwort auf diese Frage ganz von den restlichen Umständen und Gegebenheiten ab. Konditionierung für eine Sportart und Konditionierung um einfach nur in Form zu bleiben bedürfen zweier völlig unterschiedlicher Programme. Um es einfach zu halten, möchte ich sagen, dass dieser Stil der Konditionierung mit Sicherheit eine Option für Sportler darstellt. Handelt es sich hierbei notwendigerweise um die beste Option, wenn man Erfahrung, Alter und sportspezifischen Anforderungen berücksichtigt? Vielleicht nicht unbedingt…

Ein SMIT Unterkörper/Oberkörper Splitprogramm

Die meisten HIIT oder SMIT Protokolle sind von sehr intensiver Natur, weshalb ich empfehlen würde, dass Du Dein Unterkörpertraining auf den Tag vor oder nach den Intervallen legst. Es ist weiterhin wichtig sich daran zu erinnern, dass das Intervalltraining basierend auf Deinen Trainingseinheiten autoreguliert werden kann. Wenn Du am Freitag eine außergewöhnlich harte Beintrainingseinheit ausgeführt hast, dann solltest Du bei Deinem HIIT Training am Samstag etwas zurückstecken.

Wenn Du Dir Dein eigenes Trainingsprogramm zusammenstellen möchtest, ist hier ein Beispieltemplate, das außergewöhnlich gut funktioniert und als Vorlage dienen kann.

Tag 1 – Unterkörper

Sätze

A1: Kreuzheben Variation

3,2

3,8

A2: Medizinballwürfe über Kopf

5

4

B1: Glute-Ham Raises

4

6-10

B2: Splitkniebeugen

4

8-10

C1: alternierendes Beinheben hängend

3

6-8

C2: Side Plank

3

4 (15 Sek./Wdh.)

TAG 2 – Oberkörper

Sätze

Kurzhantel Schrägbankdrücken

4

4,6,8,10

Klimmzüge mit Zusatzgewicht (Untergriff oder Hammergriff)

3

5-7

A1: Pausierte Liegestütze mit erhöhten Beinen

3

8-10

A2: Kurzhantelrudern

3

8-12

B1: Trizepsdrücken über Kopf

3

12-15

B2: Halb knieende Facepulls

3

10-15

 

Tag 3 – SMIT

Supramaximale Intervalle

Wähle eine Modalität aus der Liste unten:

  • Radergometer
  • Rudermaschine
  • Stairclimber

4x8, 5-15 sek. Runden

Tag 4 – Aktive Ruhe

Sätze

Ganzkörper Faszienrolle

1

10 Min.

Zusätzliches Weichgewebetraining

1

10 Min.

Dynamisches Aufwärmen

1

10 Min.

 

TAG 5 – Unterkörper

Sätze

Frontkniebeugen

3

6-8

Rumänischres Kreuzheben mit weitem Griff

3

8

A1: Einbeiniges Beinpressen

3

6-10

A2: Beincurls

3

12-15

B1: Kurzhantel Hammercurls

3

8-10

B2: Front Plank

3

4 (20 Sek./Wdh.)

Tag 6 – Oberkörper

Sätze

Schulterdrücken stehend

4

6

Kurzhantelrudern mit unterstützter Brust

4

8-12

A1: Dips

4

10-12

A2: Latziehen mit weitem Griff

4

10-12

Kurzhantel Trizepsdrücken

3

8-12

 

Tag 7 – Vollständige Ruhe

Sätze

A1: Schlafen

So viel Ruhe wie möglich

A2: Essen

A3: Fußball schauen

HIIT

Hochintensive Intervalle

Wähle eine Modalität aus der Liste unten:

  • Battling Ropes
  • Sprints bergauf auf dem Laufband
  • Radergometer
  • Seilspringen
  • Rudern
  • Gewichtsschlitten

4-6, 15-30 Sek. Runden

 

Praktisches Fazit

  1. HIIT und SMIT werden häufig sowohl von Trainierenden, als auch von Trainern fälschlicherweise als dasselbe angesehen.
  2. Aufgrund der intensiven Natur von SMIT kann dieses nicht als Dein alleiniges Konditionstraining verwendet werden. Verwende zusätzlich auch noch HIIT und Cardiotraining mit gleich bleibender moderater Intensität.
  3. SMIT Intervalle sind von einer höheren Intensität, was eine kürzere Dauer und längere Erholungspausen notwendig macht.
  4. Verwende wann immer möglich Modalitäten ohne Zusatzgewichte, um Deine Gelenke auf lange Sicht zu schonen.
  5. Strukturiere Dein Konditionstraining um Dein restliches Training herum – und nicht umgekehrt.
  6. Verwende 4 bis 8 Intervalle (von je 5 bis 15 Sekunden Dauer). Halte Dein Arbeits- zu Pausen Verhältnis anfangs bei 1:20 und reduziere es langsam auf 1:12, wenn Deine Fitness besser wird.

Erinnere Dich daran, dass es immer eine Begründung für Deine Methodologie geben muss – führe nicht einfach nur Konditionstraining aus, um Dich müde zu machen – trainiere mit einem Ziel.

Quelle: https://www.muscleandstrength.com/expert-guides/complete-guide-to-smit

Weiterlesen
Muskelaufbau über 40
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Dieser Guide wird Dich folgendes lehren:

  • Wie Du unabhängig von Deinem Alter Muskeln aufbaust.
  • Welche altersspezifischen Trainingsherausforderungen auf Dich zukommen und wie Du diese überwinden kannst.
  • Die notwendigen Schritte, um Deinen Körper im Alter von über 40 zu verbessern.
  • Wie Du die primären Muskelaufbauübungen modifizieren kannst, um die Belastungen für Deinen Körper zu reduzieren.

Das Alter ist lediglich eine Zahl…

Ein Alter von über 40 Jahren bringt häufig einige gefürchtete und fehlgedeutete Visionen von schmerzenden Gelenken, Rückenschmerzen und abnehmender Fitness mit sich. „Es ist an der Zeit die Tatsache zu akzeptieren, dass Du älter wirst und nicht mehr das im Fitnessstudio tun kannst, wozu Du früher in der Lage warst,“ sagt der kleine alte Mann auf Deiner Schulter. Wirst Du aufgeben und zulassen, dass der Stress des Lebens und des Alters Dich von einem aktiven Fitnessplan abhält?

Nicht so schnell. Älter zu werden bedeutet nicht, dass Du Deine Mitgliedschaft im Fitnessstudio kündigen und Deine Trainingseinheiten auf Spaziergängen in der Nachbarschaft reduzieren musst. Es gibt nicht nur Hoffnung für weniger Schmerzen, weniger Fett und mehr Muskeln, sondern es gibt auch einen Weg zu einem besseren Körper.

Wenn Du diesen Artikel liest, dann bist Du wahrscheinlich zur Schlussfolgerung gekommen, dass Du vor Herausforderungen stehst, Lösungen brauchst und bezüglich Deiner Fitnessziele mehr willst. Vierzig ist das neue Dreißig, oder? Definieren wir also, wo Du stehst, was Deine wahre Motivation ist und wohin Du von hieraus gehen kannst.

Bist Du betroffen?

Was ist die große Sache am Alter von 40 Jahren? Warum ist dieses Alter solch ein negativer Meilenstein, wenn es darum geht schlank zu bleiben, hart zu trainieren und über genug Energie zu verfügen? Du hast vielleicht schon seit Deiner Teenager Tage trainiert und findest Dich jetzt ganz einfach an einem Scheideweg, was Ziele, Motivation und Gesundheit angeht. Oder Du fängst vielleicht auch gerade erst mit dem Training mit Gewichten an und fühlst Dich ein wenig verloren, wenn es darum geht, wo Du anfangen sollst.

Wenn Du eine Mitglied der „Ich mache das schon seit Jahren“ Gruppe bist, dann solltest Du wissen, dass es mehr um das Trainingsalter als um das körperliche Alter geht. Wenn Du mehr als 20 Jahre täglich trainierst, dann kann dies einen signifikanten Tribut von Deinem Körper zollen – insbesondere dann, wenn Du für ein spezielles Ziel bei einer Sportart trainierst.

Wenn Du – aus welchen Gründen auch immer (Fettabbau, Muskelaufbau oder der Wunsch nach einer gesteigerten Funktionalität) - neu beim Training mit Gewichten bist, dann können viele Ratschläge da draußen etwas einschüchternd sein. Diese Ratschläge scheinen außerdem mehr auf junge Menschen in ihren Zwanzigern abzuzielen, die maximale Muskelmasse und übermenschliche Kraft aufbauen wollen. Was soll ein Mensch in seinen Vierzigern tun? Kein Wunder, dass sich viele für Laufen oder Golf als Sportart entscheiden.

Betrachten wir ein paar Herausforderungen, mit denen der durchschnittliche 40+ Trainierende konfrontiert werden könnte, wenn es um Motivation, Training und Leben geht.

Vergleiche mit anderen

Ja, vierzig ist der perfekte Zeitpunkt für maximale Verwirrung. Du hältst Dich selbst nicht für alt, aber Du bist auch kein Jungspund mehr. Du erwischst Dich aber immer noch dabei, wie Du Dich mit anderen jüngeren Trainierenden in Deinem Fitnessstudio vergleichst. Abgesehen davon ist es ja noch nicht so lange her, dass Du ein paar beeindruckende Gewichte auf der Bank gedrückt hast oder mit voller Energie zwei oder mehr Stunden am Stück trainiert hast.

Sein wir realistisch, Dein früheres Ich flüstert Dir immer noch zu, dass Du noch genauso fit wie früher bist und mit etwas Zeit und Hingabe dieselben Leistung wie diese Millenials erbringen kannst. Hier ist der Trick: Hör auf damit. Hör auf damit, Dich mit jedem Jungspund zu vergleichen, der das Fitnessstudio betritt. Wen interessierte es, wenn diese Jungs mehr auf der Bank drücken, mehr Gewicht bei Curls bewegen oder unzählige Klimmzüge absolvieren? Konzentriere Dich auf Deine Stärken, gleiche Deine Schwächen aus und entwickle einen soliden Plan, der zu Deinen Zielen passt. Und wenn wir gerade von Zielen sprechen…

Motivation/Ziele

Wenn Du erst einmal ein Jahrzehnt oder so am Eisen verbracht hast, kann es manchmal schwer sein, ein spezifisches Ziel zu definieren, auf das Du hinarbeiten willst. Als Du noch jünger warst, drehte sich alles darum, muskulöser und stärker zu werden. Nachdem Dein Ego nicht mehr alles ist, was zählt, ist es an der Zeit, dass Du Dir neue Trainingsziele setzt. Es ist an der Zeit eine neue Motivation zu finden und einen neuen Aktionsplan aufzustellen.

Deine Ziele müssen jedoch spezifisch sein. Du kannst nicht länger einfach nur aufdrehen und willkürlich darauf hin trainieren, muskulöser und muskulöser zu werden. Du musst definieren, was du willst, wie Du diese Ziele erreichen willst und wie lange dies dauern wird. Was motiviert Dich? Was ist Deine neue Vorstellung vom idealen Körper? Hast Du Schwachpunkte oder Funktionalitätsprobleme, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen?

Stoffwechsel

Natürlich ist es keine große Neuigkeit, dass Dein Stoffwechsel mit zunehmendem Alter potentiell etwas langsamer werden wird. Bei bewegungsarmen Menschen sind es bereits die Dreißiger, während denen ein natürlicher Verlust an Muskelmasse und Kraft beginnen wird. Kinder, Stress auf der Arbeit und andere geplante Lebensereignisse können dazu führen, dass Du bei Training und Ernährung zurückstecken musst. Mangelnde Aktivität, schlechte Ernährungsgewohnheiten und Stress können verheerende Auswirkungen auf Deinen Stoffwechsel besitzen.

Es muss aber nicht zwangsläufig bergab gehen. Sorgfältige Planung kann Wunder bewirken, wenn es darum geht, Zeit fürs Training zu finden, sich ausgewogen zu ernähren und besser mit Stress zurecht zu kommen. Es gibt viele Taktiken im Hinblick auf Trainingsstrategien, Nährstofftiming und Regeneration, die Dir dabei helfen können, Deinen Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen.

Regeneration

Ein weiterer kritischer Punkt beim Älter werden, ist das komplizierte Thema der Regeneration. Als Du noch jünger warst, schien es kein Problem darzustellen, die ganze Nacht lang wach zu bleiben und am nächsten Tag trotzdem Zuwächse im Fitnessstudio zu erzielen. Tatsache ist leider, dass die Regeneration mit zunehmendem Alter länger dauern wird. Durch die bereits erwähnte Liste zusätzlicher Stressoren wird Deine Regeneration weiter beeinträchtigt werden, was es Dir schwerer machen wird, Deine Ziele zu erreichen.

Auch wenn Alter und Leben gegen Dich arbeiten, gibt es immer noch ein paar Dinge in Deiner Werkzeugkiste, die Dir bei Deiner Regeneration helfen können. Neben einem geregelten Schlafrhythmus, der Deine Regenerationsfähigkeit unterstützen wird, ist auch die richtige Ernährung von entscheidender Bedeutung. Ohne einen soliden Ernährungsplan, wird Deine Regegeneration eine Herausforderung darstellen.

Zeit

Auch die für das Training und die Mahlzeitenzubereitung verfügbare Zeit kann einen enormen Einfluss auf Deine Fortschritte besitzen. Dies kann zugegebenermaßen schwer sein, wenn Du versuchst, dass bei Deiner Zeitplanung das richtige Gleichgewicht für Familie, Sozialleben, Beruf und Dich selbst zu finden.

Auch hier kann sorgfältige Planung Wunder bewirken – und zwar nicht nur, wenn es um Deine Fortschritte im Fitnessstudio geht, sondern auch was den Zeitplan für Dein tägliches Leben mit Deinen Verantwortungen betrifft. Dich an einen soliden Ernährungsplan zu halten, regelmäßig zu trainieren und genügend Ruhe und Regeneration zu bekommen ist mit etwas Vorbereitung und Planung machbar.

Die Realität des Trainierenden über 40

Ja, Du bist nicht mehr der junge zwanzigjährige Trainierende, der Du einmal warst. Deine Kraft, Deine Muskelmasse und Deine Regeneration haben ein wenig nachgelassen, aber es gibt ein kleines Geheimnis. Du bist härter und widerstandsfähiger als Du denkst. Natürlich musst Du diese „Schwachpunkte“ akzeptieren, aber Du solltest Deine Perspektive mental darauf ausrichten, zu verbessern, was Du hast.

Du verfügst immer noch über die Fähigkeit ein paar ernsthafte Muskeln aufzubauen, schlanker zu werden und einen ausgewogeneren Körper aufzubauen. Betrachten wir ein paar Dinge, die Du beeinflussen kannst.

Dinge, die Du verbessern kannst:

1. Finde Deine (neue) Motivation

Was bewegt Dich dazu, morgens aufzustehen? Was willst Du an Deinem Körper verbessern? Schreibe es auf und denke nicht einfach nur darüber nach. Finde heraus, was Dich motiviert, schreibe es auf und lies es jeden Tag. Dies wird Deine Bestimmung bestätigen, Dir Antrieb geben und Dein Selbstvertrauen Stück für Stück aufzubauen.

2. Realistische Bewertung und realistische Ziele

Bewerte, wo Du Dich im Augenblick im Hinblick auf Deine Ziele befindest. Gib Dir selbst eine ehrliche Bewertung und schreibe diese nieder. Mache Fotos, falls Du willst und setze Dir ein paar realistische, spezifische Ziele. Definiere diese Ziele im Detail. Diese Ziele könnten darin bestehen, 20 Pfund in 6 Monaten abzunehmen, 10 Pfund Muskeln in 4 Monaten aufzubauen oder Deine Konditionierung durch das Erlernen einer komplexen Fähigkeit innerhalb einer festgelegten Zeitspanne zu verbessern.

3. Wozu Du fähig bist

Sei realistisch, aber streng mit Dir selbst, wenn es darum geht, eine Zeit für Dein Training zu planen und Dich täglich und wöchentlich an diese Planung zu halten. Musst Du morgens früher aufstehen, um vor der Arbeit ins Fitnessstudio zu gehen? Hast Du während der Mittagspause Zeit zu trainieren? Kannst Du Dein Mittagessen auf die Arbeit mitnehmen? Tue was Du kannst mit dem, was Du hast, aber mache es Dir nicht zu einfach.

4. Stelle einen soliden, realistischen Plan auf

Stelle sicher, dass Dein Plan umfassend und umsetzbar ist. Ein zweistündiges extremes Beintraining ist für die meisten wahrscheinlich nicht realistisch. Burnout, Übertraining und abnehmende Motivation können auch Deine besten Anstrengungen zunichte machen. Stelle Dir ein Programm mit moderatem Volumen zusammen, das sich um die Grundübungen dreht und etwas Training für die Körpermitte, sowie Übungen zur Verletzungsvorbeugung umfasst.

5. Filtere das Unnötige heraus

Einarmige Kabelcurls werden wenig für Deine Gesamtkörperentwicklung tun. Verzichte auf die kleinen unnötigen Übungen und konzentriere Dich auf die großen Mehrgelenksübungen, die zahlreiche Muskeln auf einmal trainieren werden. Bankdrücken, Kniebeugen und Zugübungen werden mehr tun, um Deinen Körper in weniger Zeit umzuformen, als dies bei zahllosen Isolationsübungen der Fall ist.

6. Aufwärmen, Dehnen und Beweglichkeit

Stelle sicher, dass Du vor jeder Trainingseinheit ein dynamisches Aufwärmen durchführst. Dies kann Burpees, Prisoner Squats (https://www.youtube.com/watch?v=GmnNYOxUB5A) und Liegestütze umfassen, um nur einige zu nennen. Du solltest außerdem sicherstellen, dass Du Dich nach jeder Trainingseinheit dehnst, was wichtige Bereiche wie Hüftflexoren, Beinbeuger, Gluteus und Lendenbereich umfassen sollte. Eine Verbesserung Deiner Beweglichkeit wird einen großen Einfluss auf Deine langfristigen Erfolge haben.

7. Bleibe flexibel

Hiermit meine ich Flexibilität bei Deinem Training und Deiner Ernährung. Sei nicht so strikt, dass Du Dich wegen einer ausgefallenen Trainingseinheit oder einer verpatzten Mahlzeit verrückt machst. Mache einfach nach Plan weiter und schaue nach vorne. Das Leben geht manchmal seinen eigenen Lauf und Du musst darauf vorbereitet sein, Dein Training und Deinen Ernährungsplan anzupassen, um diese Herausforderungen zu kompensieren.

Der neue Anfang

Nachdem Du Deine neue Motivation gefunden hast, Deine spezifischen Ziele definiert hast und weißt, was einen effektiven Trainingsplan ausmacht, ist es Zeit, Deine Reise zu beginnen. Was bringt ein perfekter Plan, wenn man ihn nicht in die Tat umsetzt?

Erinnere Dich: Du kannst hart trainieren, auf Kraft trainieren und die klassischen Übungen ausführen, ohne den Zirkeltrainingsbereich Deines Fitnessstudios betreten zu müssen. Wenn Du Probleme mit Schultern, Knien, Hüften oder anderen Bereichen hast, dann gibt es Workarounds, Alternativen und Modifikationen, so dass Du trotzdem von den Vorteilen der schweren Grundübungen profitieren kannst.

Wie bereits erwähnt wurde, sind die großen Mehrgelenksübungen die besten Übungen, um Muskeln aufzubauen, Deine Kraft zu steigern und Deinen Stoffwechsel in Schwung zu bringen. Zu viele Isolationsübungen werden Deine wertvolle Zeit verschwenden, Dir Energie rauben und wenig tun, um Dich Deinen Zielen näher zu bringen.

Modifikationen der Grundübungen

Kniebeugen

Die korrekte Form der Übungsausführung ist das häufigste Problem bei Langhantelkniebeugen. Die Verwendung von zu viel Gewicht ist auch eine hässliche Wahrheit, der sich viele Trainierende schuldig machen. Stecke beim Gewicht zurück, verwende den vollen Bewegungsraum, nutze einen höheren Wiederholungsbereich und steigere das Gewicht schrittweise. Wenn Du immer noch Gelenkprobleme oder Probleme mit Deiner Form der Übungsausführung hast, kannst Du versuchen Box Kniebeugen, bulgarische Splitkniebeugen oder Frontkniebeugen zu Deinem Training hinzuzufügen.

Bankdrücken

Auch hier scheint die Verwendung von zu viel Gewicht bei vielen Trainierenden, die nach einer stärkeren, muskulöseren Brust streben, einer der Hauptgründe für die meisten Probleme zu sein. Reduziere das Gewicht und arbeite an Deiner Form. Oder versuche Kurzhantelbankdrücken mit entweder einem 45 Grad Winkel zwischen Deinen Oberarmen und Deinem Torso oder einem neutralen Griff (die Handflächen zeigen zueinander) auszuführen, um die Belastung Deiner Schultern zu reduzieren.

Schulterdrücken

Dies ist eine weitere Übung, die potentiell Schulterprobleme hervorrufen kann. Gleichzeitig hat Schulterdrücken aber auch eine Menge Vorzüge für die allgemeine Stabilität, was sich auf andere Übungen wie Bankdrücken oder Rudern überträgt. Wenn Dir die Verwendung einer Langhantel Schulterschmerzen beschert, dann probiere Kurzhantel Schulterdrücken, Arnold Presses, Plate Raises (https://www.youtube.com/watch?v=ePK_-52OOKM) oder einarmige Landmine Presses (https://www.youtube.com/watch?v=ynCR3U_Z1JQ) aus.

Kreuzheben

Kreuzheben verleiht Dir Ganzkörperkraft und Muskelmasse. Wenn Dir traditionelles Kreuzheben Probleme bereitet, oder Du ein größerer Trainierender bist, dann probiere Teilwiederholungen Kreuzheben von Blöcken oder einer Bank aus. Beginne mit der Langhantel auf mittlerer Schienbeinhöhe und führe die obere Hälfte der Bewegung aus. Du kannst auch eine Trap Bar (https://www.youtube.com/watch?v=VNgxEhOoOjo) verwenden oder Kurzhantel Kreuzheben ausprobieren.

Dips

Dips sind eine Basisübung für echte Oberkörperkraft. Wenn Du Dips für Trizeps ausführst, dann solltest Du den Oberkörper während der ganzen Bewegung aufrecht und die Ellenbogen an Deiner Seite halten. Wenn Du Dips für die Brustmuskeln ausführst, dann solltest Du den Oberkörper nach vorne lehnen und die Ellenbogen leicht ausstellen. Gehe nur so weit nach unten, wie dies problemlos möglich ist – aber mindestens bis zu einer 90 Grad Beugung Deiner Ellenbogen. Wenn diese Übung zu schwer für Dich ist (vielleicht musst Du an Deiner Kraft arbeiten), probiere unterstützte Dips an einer Maschine mit einem Gegengewicht aus.

Langhantelcurls

Auch wenn diese Übung als beste Aufbauübung für die Bizeps angepriesen wird, können Langhantelcurls den unteren Rücken und Deine Schultergelenke übermäßig belasten. Wenn dies der Fall ist, dann probiere sitzende Kurzhantelcurls oder Spidercurls (https://www.youtube.com/watch?v=nvufDW-MSQk) aus. Diese werden die Last von Deinem Rücken nehmen und dabei helfen, Deine Schultern zu stabilisieren, was in weniger Schmerzen resultieren wird.

Klimmzüge

Klimmzüge und alle Varianten (weiter Griff, enger Griff, reverser Griff, usw.), die als die absolut beste Muskelaufbauübung für den Rücken angesehen werden, stellen für fast alle Trainierende eine fordernde Übung dar. Die beliebteste Alternative ist die Latzugmaschine, aber eine bessere Alternative ist inverses Rudern. Während Du weiterhin Dein Körpergewicht verwendest, kommt bei inversem Rudern ein Winkel zum Einsatz, der die Übung etwas leichter als traditionelle Klimmzüge macht, aber Deinen Latissimus immer noch effektiv trainiert.

Rudern vorgebeugt

Rudern vorgebeugt ist eine der Basisübungen für den Aufbau von Rückenmasse, kann aber auch zu Rückenproblemen führen. Es besteht immer die Gefahr einer Verletzung der Lendenwirbelsäule und auch die korrekte Form kann eine Herausforderung darstellen. Die richtige Positionierung von Hüften, Knien, Schultern und Wirbelsäule, während Du gleichzeitig Deinen Latissimus stimulierst, kann eine Herausforderung darstellen. Wenn Du mit der Ausführung von Rudern vorgebeugt Probleme hast, kannst Du eine Alternative wie Kurzhantelrudern, T-Bar Rudern und Rudern an der Maschine ausprobieren.

Rumänisches Kreuzheben

Keine Übung fordert die Beinbeuger wie rumänisches Kreuzheben. Da die Beinbeuger, der Gluteus und die Waden bis zu einem gewissen Grad gedehnt werden, belastet diese Übung die Beinbeuger ganz anders als jede Variante von Beincurls. Wenn Probleme mit dem unteren Rücken Dich davon abhalten, die Stange mit Gewicht zu beladen, dann probiere die einbeinige Version aus.

Übungen mit dem eigenen Körpergewicht

Die Fähigkeit Dein eigenes Körpergewicht zu bewegen ist ein Zeichen von echter Kraft. Klimmzüge, Liegestütze, Dips, inverses Rudern und Bauchmuskelübungen werden in der Muskelaufbauwelt zu oft vergessen. Stelle sicher, ein paar Übungen mit dem Körpergewicht in Dein Programm zu integrieren und entwickle Ganzkörperkraft und Funktionalität.

Beispielprogramm für erfahrene Trainierende

Unten findest Du ein Beispieltrainingsprogramm für Trainierende über 40, das die oben erwähnten Faktoren berücksichtigt. Versuche an vier Tagen pro Woche wie z.B. Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, wobei Du an den Trainingsfreien Tagen ein Cardiotraining absolvieren kannst. Führe vor jeder Trainingseinheit das unten beschriebene dynamische Aufwärmen aus. Hierbei handelt es sich lediglich um ein Beispielprogramm - Deine persönlichen Präferenzen bezüglich Übungsauswahl, Wiederholungsbereichen, Trainingstagen pro Woche, Volumen und Zeitbeschränkungen könnten anders aussehen.

Das Aufwärmen

Führe 1 bis 3 Runden des Folgenden vor jeder Trainingseinheit aus:

  • Kniebeugensprünge oder Box Sprünge – 10 Wiederholungen
  • Inverses Rudern (https://www.youtube.com/watch?v=biFQAM16Q4I) – 10 Wiederholungen
  • Reverse Ausfallschritte – 10 Wiederholungen pro Bein
  • Liegestütze – 10 Wiederholungen
  • Beinheben hängend – 10 Wiederholungen

Montag und Donnerstag

Trainingseinheit für erfahrene Trainierende

Übung

Aufwärmsätze

Arbeitssätze

Pause (Sek.)

Kurzhantel Schrägbank oder Flachbankdrücken

1 x 12

3-4 x 8-12

60

Liegestütze mit erhöhten Füßen

 

3 x 10-20

30

Inverses Rudern

1 x 12

3 x 10-20

60

Einarmiges Kurzhantelrudern

 

3-4 x 8-12

30

Plate Raises

 

3 x 10-12

60

Rudern aufrecht mit Kurzhanteln

 

3 x 10-12

60

Crunches

 

3 x 20

30

Dienstag und Freitag

Trainingseinheit für erfahrene Trainierende

Übung

Aufwärmsätze

Arbeitssätze

Pause (Sek.)

Spider Curls

1 x 12

3 x 8-12

60

Kurzhantel Trizepsdrücken liegend

1 x 12

3 x 8-12

60

Wadenheben sitzend

1 x 12

3 x 10-12

30

Beinpressen oder bulgarische Splitkniebeugen

1 x 12

3 x 10-12

60

Einbeiniges Rumänisches Kreuzheben

 

3 x 10-12

30

Gehende Ausfallschritte

 

3 Längen

60

Beinheben liegend

 

3 x 20

30

Quelle: https://www.muscleandstrength.com/expert-guides/over-40-muscle-building

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