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Vitamin B12 Forte ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das eine hohe Dosis von Vitamin B12 enthält!

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Vitamin B12 Forte ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das eine hohe Dosis von Vitamin B12 enthält!

Vitamin B12 Forte ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das eine hohe Dosis von Vitamin B12 enthält, welche durch blutbildende Vitamine und an Aminosäuren gebundene, sehr gut absorbierbare Mineralstoffe ergänzt wird.
Vitamin B12, B6 und Folsäure helfen bei der Aufrechterhaltung eines normalen Homocystein Stoffwechsels. Homocystein ist ein Faktor, der zur Bestimmung der Gesundheit des Herz-Kreislauf Systems herangezogen wird. Folsäure hilft außerdem bei der Herstellung roter Blutkörperchen und dem Transport von Kalzium an die Stellen, wo es benötigt wird. Eisen unterstützt eine normale Produktion von Hämoglobin und roter Blutkörperchen. Vitamin E hilft dabei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Vitamin B12 ist ein essentielles Vitamin, das der Körper für eine Vielzahl von Prozessen benötigt. Verschiedene Personengruppen weisen aus unterschiedlichen Gründen ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin B 12 Mangel auf.
Besonders anfällig für einen Vitamin B 12 Mangel sind Vegetarier und Veganer, sowie Sportler, die eine kalorienarme Diät durchführen, um das Körpergewicht zu reduzieren. Auch ältere Menschen über 50 sind häufig nicht mehr dazu in der Lage, an Nahrungsproteine gebundenes Vitamin B12 in ausreichenden Mengen über den Verdauungstrakt zu absorbieren. Man sollte außerdem berücksichtigen, dass Vitamin B12 in der Nahrung in Form eines Komplexes mit Proteinen vorliegt, der im Verdauungstrakt zerlegt werden muss, um das enthaltene Vitamin B12 freizusetzen. Medikamente (z.B. Protonenpumpenhemmer), die die Ausschüttung der Magensäure reduzieren, oder die den pH Wert des Mageninhalts erhöhen, behindern die Zerlegung dieses Komplexes, was zu einer reduzierten Vitamin B12 Aufnahme und einem Vitamin B12 Mangel führen kann.

Die häufigsten Symptome eines Vitamin B12 Mangels bei Sportlern umfassen:

  • allgemeine Schwäche
  • erhöhte Muskelspannung
  • Taubheit oder Kribbeln in den Extremitäten
  • Schwierigkeiten beim Gehen und / oder Gleichgewichtsstörungen
  • Konzentrationsprobleme, Gedächtnisschwäche und eine Verlangsamung des Denkprozesses
  • Psychiatrische Störungen
  • Megaloblastenanämie (Störungen der DNA-Synthese von roten Blutkörperchen)
  • Entzündung / Schwellung der Zunge
  • Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut)

Typische Symptome eines Vitamin B12 Mangels sind leicht zu erkennen und können mit Hilfe einer optimierten Ernährung und einer Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln beseitigt werden.
Angemessenen Vitamin B12 Spiegel im Körper gewährleisten die Aufrechterhaltung einer hohen sportlichen Leistungsfähigkeit.

Die wichtigsten Rollen von Vitamin B12 im Körper:

Blutkreislauf

Vitamin B12 ist für die Produktion und die Aufrechterhaltung der roten Blutkörperchen verantwortlich. Eine ausreichende Menge an roten Blutkörperchen verhindert eine Reduzierung der Sauerstoffversorgung des Körpers bei länger andauernden oder intensiven körperlichen Anstrengungen.
Eine Anämie infolge einer Beeinträchtigung der DNA Synthese der roten Blutkörperchen aufgrund eines Vitamin B12 Mangels reduziert die Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu transportieren, was eine Reduzierung der Ausdauer, Atemnot, Müdigkeit und allgemeine Muskelschwäche zur Folge haben kann.

Nervensystem

Einige Studien zeigen, dass die Ernährung von Sportlern häufig zu wenig Vitamin B 12 enthält, worunter Konzentrationsfähigkeit und Koordination leiden können. Eine andere Studie konnte zeigen, dass höhere Vitamin B 12 Spiegel bei Frauen mit einer höheren Leistungsfähigkeit während des Trainings korrelierten. Dies kann wahrscheinlich unter anderem auf die Rolle von Vitamin B 12 bei der Synthese roter Blutkörperchen zurückgeführt werden. Die Beteiligung dieser Zellen an Reparaturprozessen in beschädigtem Gewebe könnte dazu beitragen, die Effizienz zu verbessern und hierdurch die Leistungsfähigkeit bei Ausdauersportarten zu steigern.
Zusätzlich hierzu ist Vitamin B12 an der Aufrechterhaltung der korrekten Struktur der Myelinscheide der Muskelzellen beteiligt und unterstützt eine ordnungsgemäße Übertragung der Signale des Nervensystems an die Muskulatur, welche für die Aktivierung der Muskelzellen verantwortlich sind.

Reproduktives System

Studien zeigen, dass niedrige Vitamin B12 Spiegel mit Azoospermie (keine Spermien in der Samenflüssigkeit) korrelieren. Eine Supplementierung mit Vitamin B12 kann dabei helfen, die Samenqualität zu verbessern.


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Vitamin B12

Vitamin B12 (Cobalamin)

Vitamin B12 bzw. Cobalamin ist ein Vitamin, welches ausschließlich von Mikroorganismen gebildet werden kann. Da Vitamin B12 nicht von Pflanzen gebildet werden kann wird immer wieder die Frage diskutiert, in wieweit eine rein pflanzliche Ernährung eine ausreichende Versorgung des Vitamins ermöglicht.

Bei cobalaminen Verbindungen (Vitamin B12 aktive Verbindungen) gibt es vier, die eine biologische Wirkung bei Mensch und Tier haben: Adenosyl-, Aquo-, Hydroxy- und Methylcobalamin und die synthetische Verbindung Cyanacobalamin. Mit Ausnahme von Cyanacobalamin sind diese Verbindungen licht- und hitzeempfindlich. Sauerstoff beschleunigt die Inaktivierung der Cobalamine erheblich.

Das mit der Nahrung aufgenommene Cobalamin wird durch Salzsäure und dem Enzym Protease des Magens aus der Nahrung freigesetzt. Bevor das Vitamin in den Blutkreislauf gelangt, heftet es sich an bestimmte Proteine die dem Cobalamin als "Transportsystem" in den Blutkreislauf dienen. Der Transport zu den Organen erfolgt über eine weitere Eiweißbindung. Es heftet sich an das Beta-Globulin Transcobalamin welches als Rezeptor an der Zelloberfläche erkannt wird. Das Transcobalamin erleichtert die Aufnahme des Vitamins in die Zellen.

Im Cobalaminstoffwechsel spielt das "Recycling" des Vitamins eine erhebliche Rolle. Das über die Galle ausgeschiedene Cobalamin kann sich im Dünndarm wieder an ein "Transporteiweiß" heften, welches eine erneute Absorption in dem Blutkreislauf ermöglicht.

Vitamin B12 wird meistens im terminalen Ileum absorbiert. Für die Aufnahme ist ein Transportprotein, der so genannte Intrinsic Factor, notwendig. Dieser Faktor wird in der Magenschleimhaut produziert und ist bei der so genannten A-Gastritis vermindert, so dass sich als Folge ein Vitamin-B12-Mangel ausbilden kann. Bei Darmerkrankungen (Morbus Crohn) oder nach Resektionen von terminalen Ileum oder des Magens kann die Substitution des Vitamin B12 nötig sein.

Aufgabe/Funktion

B12 hat zwei Hauptaufgaben im Körper. Es wird im Knochenmark bei der Bildung der roten Blutkörperchen und im Nervensystem benötigt. Es wirkt als CoEnzym bei der DNS-Synthese, fördert den Proteinaufbau, den Kohlenhydrat- und Fett-Stoffwechsel.

Vorkommen

Vitamin B12 wird ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt. Tiere und Pflanzen sind dazu nicht in der Lage. Tiere, die ebenfalls Vitamin B12 benötigen, decken ihren Bedarf durch fressen von "unsauberer" Nahrung, auf der solche Mikroorganismen vorkommen. Man nimmt aber an, dass gerade Pflanzenfresser den Hauptteil ihres Bedarfes über eine Symbiose mit diesen Mikroorganismen in ihrem Darm decken. Auch beim Menschen kommen diese Mikroorganismen im Darm vor und produzieren dort Vitamin B12. Es wird angenommen, dass dadurch auch der Mensch einen Großteil seines Bedarfs deckt, weil Vitamin B12 nur in äußerst geringen Dosen zugeführt werden muss im Gegensatz zu anderen Vitaminen, die teilweise grammweise benötigt werden. Dafür ist eine intakte Darmflora notwendig und eine frühe Ansiedelung der Mikroorganismen in der Dünndarmregion. Denn im Dickdarm produziertes Vitamin B12 wird meist unabsorbiert ausgeschieden. Vitamin B12 wird sehr gut in der Leber gespeichert und ist meist in Nahrung tierischer Herkunft fast überall enthalten. Früher war man der Ansicht, dass der Bedarf von Vitamin B12 bei vegetarisch/veganer Ernährung durch milchsauer vergorene Lebensmittel (Sauerkraut, Rote Beete, Lupine, Algen) gedeckt werden kann. Mittlerweise weiß man, dass es sich hierbei um vornehmlich inaktive Vitamin B12 Analoga handelt.

Potentielle Gesundheitsvorzüge von Vitamin B12

Vitamin B12 hilft bei der Bildung roter Blutkörperchen und kann ein Anämie verhindern Vitamin B12 spielt bei der Produktion roter Blutkörperchen im Körper eine entscheidende Rolle. Niedrige Vitamin B12 Spiegel können zu einer reduzierten Bildung roter Blutkörperchen führen und deren korrekte Entwicklung verhindern (1).

Gesunde rote Blutkörperchen sind klein und rund, während sie im Fall eines Vitamin B12 Mangels größer und oval werden. Aufgrund dieser unregelmäßigen Form sind diese roten Blutkörperchen nicht dazu in der Lage, sich mit ausreichender Rate vom Knochenmark in den Blutkreislauf zu bewegen, was zu einer Megaloblastenanämie führt (1).

Wenn der Körper anämisch ist, dann verfügt er nicht über ausreichende Mengen an roten Blutkörperchen, um Sauerstoff zu den lebenswichtigen Organen zu transportieren. Dies kann Symptome wie Erschöpfung und Schwäche hervorrufen.

  • Zusammenfassung: Vitamin B12 ist an der Produktion roter Blutkörperchen beteiligt und im Fall eines Mangels kann es zu einer Veränderung der Produktion roter Blutkörperchen und einer Megaloblastenanämie kommen.

Vitamin B12 kann Geburtsdefekte verhindern

Adäquate Vitamin B12 Spiegel sind für eine gesunde Schwangerschaft von entscheidender Bedeutung. Studien haben gezeigt, dass Gehirn und Nervensystem des Fötus ausreichende Mengen an Vitamin B12 von der Mutter benötigen, um sich richtig entwickeln zu können.

Ein Vitamin B12 Mangel in der Anfangsphase der Schwangerschaft kann das Risiko für Geburtsdefekte im Bereich der Nerven hervorrufen. Darüber hinaus kann ein Vitamin B12 Mangel der Mutter zu Frühgeburten oder Fehlgeburten beitragen (2).

Eine Studie fand heraus, dass bei Frauen, deren Vitamin B12 Spiegel niedriger als 250 mg/dl ausfielen, das Risiko für Geburtsdefekte dreimal höher als bei Frauen mit adäquaten Vitamin B12 Spiegeln ausfiel (3). Bei Frauen mit einem Vitamin B12 Mangel und Spiegeln unterhalb von 150 mg/dl war das Risiko im Vergleich zu Frauen mit Spiegeln oberhalb von 400 mg/dl sogar fünfmal höher (3). Zusammenfassung: Ausreichende Vitamin B12 Spiegel sind für eine gesunde Schwangerschaft von entscheidender Bedeutung, da sie Geburtsdefekte im Bereich von Gehirn und Rückenmark verhindern können.

Vitamin B12 kann die Knochengesundheit unterstützen und Osteoporose verhindern

Die Aufrechterhaltung adäquater Vitamin B12 Spiegel kann die Knochengesundheit unterstützen. Eine mit mehr als 2.500 erwachsenen Probanden durchgeführte Studie konnte zeigen, dass die Probanden, die einen Vitamin B12 aufwiesen auch eine geringere als normale Knochenmineraldichte hatten (4). Knochen mit reduzierter Mineraldichte können im Lauf der Zeit empfindlich und brüchig werden, was zu einem erhöhten Osteoporoserisiko führt.

Auch andere Studien konnten eine Verbindung zwischen niedrigen Vitamin B12 Spiegeln und einer schlechten Knochengesundheit und Osteoporose zeigen, was insbesondere bei Frauen der Fall war (5, 6, 7).

  • Zusammenfassung: Vitamin B12 spielt bei der Knochengesundheit eine Rolle und niedrige Vitamin B12 Spiegel werden mit einem erhöhten Osteoporoserisiko in Verbindung gebracht.

Vitamin B12 könnte das Risiko für eine Makulardegeneration reduzieren

Eine Makulardegeneration ist eine Augenkrankheit, die hauptsächlich das zentrale Sehen betrifft. Die Aufrechterhaltung adäquater Vitamin B12 Spiegel könnte dabei helfen, das Risiko für eine altersbedingte Makulardegeneration zu senken.

Wissenschaftler glauben, dass eine Supplementation mit Vitamin B12 die Homocysteinspiegel – eine Aminosäure, die sich im Blutkreislauf wiederfindet – senken kann. Erhöhte Homocysteinspiegel werden mit einem erhöhten Risiko für eine altersbedingte Makulardegeneration in Verbindung gebracht (8, 9).

Eine Studie mit 5.000 weiblichen Probanden in einem Alter ab 40 Jahren oder älter kam zur Schlussfolgerung, dass Vitamin B12 Supplementation in Kombination mit Niacin und Vitamin B6 das Risiko für eine Makulardegeneration reduzieren könnte (10).

Eine Gruppe, die diese Supplements für eine Dauer von sieben Jahren erhielt, wies weniger Fälle von Makulardegeneration als die Placebogruppe auf. Das Risiko für die Entwicklung irgendeiner Form dieser Erkrankung war um 34% niedriger und bei bestimmten Typen sogar um 41% niedriger (11). Zusammenfassung: Die Aufrechterhaltung adäquater Vitamin B12 Spiegel senkt die Homocysteinspiegel im Blut, was dabei helfen könnte, eine alterbedingte Makulardegeneration zu verhindern.

Vitamin B12 kann die Stimmungslage verbessern und Symptome von Depressionen lindern

Vitamin B12 kann die Stimmungslage verbessern. Die Auswirkungen von Vitamin B12 werden jedoch noch nicht vollständig verstanden. Klar ist aber, dass dieses Vitamin bei der Synthese und Verstoffwechselung von Serotonin – eine Chemikalie, die für die Regulierung der Stimmungslage verantwortlich ist, eine wichtige Rolle spielt. Aus diesem Grund könnte ein Vitamin B12 Mangel zu einer reduzierten Serotoninausschüttung führen, was eine depressive Stimmungslage zur Folge haben kann.

Studien unterstützen die Verwendung von Vitamin B12 Supplements zur Linderung von Symptomen von Depressionen bei Menschen, die unter einem Vitamin B12 Mangel leiden. Eine Studie, die mit Personen mit Depressionen und niedrigen Vitamin B12 Spiegeln durchgeführt wurde, fand heraus, dass diejenigen, die sowohl Antidepressiva, als auch Vitamin B12 erhielten, mit einer größeren Wahrscheinlichkeit Verbesserungen bezüglich der Symptome von Depressionen aufwiesen, als dies bei Patienten der Fall war, die lediglich Antidepressiva erhielten (11). Eine andere Studie fand heraus, dass ein Vitamin B12 Mangel mit einem doppelt so hohen Risiko für ernsthafte Depressionen in Verbindung stand (12).

Zusätzlich hierzu wurden hohe Vitamin B12 Spiegel mit besseren Behandlungsergebnissen und einer höheren Wahrscheinlichkeit einer Erholung bei ernsthaften Depressionen in Verbindung gebracht (13). Doch auch wenn Vitamin B12 Supplements dabei helfen können, Symptome von Depressionen bei Menschen zu lindern, die unter einem Vitamin B12 Mangel leiden, legen die bisher verfügbaren Untersuchungen nicht nahe, dass diese Supplements bei Menschen mit normalen Vitamin B12 Spiegeln dieselbe Wirkung besitzen.

  • Zusammenfassung: Vitamin B12 wird für die Produktion von Serotonin – eine Chemikalie, die für die Regulierung der Stimmungslage verantwortlich ist – benötigt und Vitamin B12 Supplements können dabei helfen die Stimmungslage bei Menschen zu verbessern, die einen Vitamin B12 Mangel aufweisen.

Vitamin könnte sich positiv auf das Gehirn auswirken, indem es einen Verlust von Neuronen verhindert

Ein Vitamin B12 Mangel wird mit Gedächtnisverlust in Verbindung gebracht, was insbesondere bei älteren Erwachsenen der Fall ist. Vitamin B12 könnte bei der Verhinderung einer Gehirnatrophie eine Rolle spielen, bei der es sich um einen Verlust von Neuronen im Gehirn handelt, der häufig mit nachlassender Gedächtnisleistung und Demenz in Verbindung gebracht wird. Eine Studie mit Personen, die eine frühes Stadium von Demenz aufwiesen, zeigte, dass eine Kombination von Vitamin B12 und Omega-3 Fettsäuren Supplements den mentalen Abbau verlangsamte (14).

Eine andere Studie fand heraus, dass selbst Vitamin B12 Spiegel am unteren Ende des Normalbereichs zu einer schlechten Gedächtnisleistung beitragen können. Als Resultat hiervon könnte eine Supplementation mit Vitamin B12 das Gedächtnis selbst in Abwesenheit eines klinisch diagnostizierten Defizits verbessern (15).

  • Zusammenfassung: Vitamin B12 könnte dabei helfen, eine Gehirnatrophie und eine nachlassende Gedächtnisleistung zu verhindern.

Vitamin B12 könnte bei der Alzheimer Behandlung helfen

Vitamin B12 könnte bei der Verhinderung von Alzheimer bei älteren Menschen eine Rolle spielen (16). Eine Meta Analyse von 68 Studien fand heraus, dass Alzheimer Patienten signifikant niedrigere Vitamin B12 Spiegel aufweisen. Zusätzlich wurden erhöhte Homocysteinspiegel als Risikofaktor für Alzheimer identifiziert.

Laut einer Studie könnte die Einnahme der Vitamine B12, B6 und Folsäure für zwei Jahre bei einigen Patienten eine Gehirnatrophie in den Bereichen verlangsamen, die mit Alzheimer und einer nachlassenden kognitiven Funktion in Verbindung gebracht werden (17).

  • Zusammenfassung: Vitamin B12 könnte der Entwicklung von Alzheimer entgegenwirken.

Vitamin B12 kann die Energie steigern

Vitamin B12 Supplements werden seit langem als Produkt der Wahl angepriesen, wenn es um einen Energieschub geht. Alle B Vitamine spielen bei der Energieproduktion des Körpers eine wichtige Rolle auch wenn sie nicht notwendigerweise selbst Energie liefern (18).

Zurzeit gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, die nahelegen, dass Vitamin B12 Supplements die Energie bei Menschen steigern können, die über ausreichende Spiegel dieses Vitamins verfügen (19). Wenn jedoch ein signifikanter Vitamin B12 Mangel vorliegt, dann kann eine Einnahme eines Supplements oder eine Erhöhung der Zufuhr über die Nahrung die Energiespiegel signifikant erhöhen (20).

In der Tat gehören Erschöpfung und mangelnde Energie zu den ersten Signalen eines Vitamin B12 Mangels.

  • Zusammenfassung: Vitamin B12 ist an der Energieproduktion im Körper beteiligt. Im Fall eines Mangels kann eine Einnahme von Vitamin B12 die Energiespiegel erhöhen.

Vitamin B12 könnten die Herzgesundheit über eine Reduzierung der Homocysteinspiegel verbesser

n Hohe Blutspiegel der Aminosäure Homocystein werden mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Bei Menschen, die unter einem signifikanten Vitamin B12 Mangel leiden, können die Homocysteinspiegel erhöht sein.

Studien haben gezeigt, dass Vitamin B12 dabei hilft, die Homocysteinspiegel zu senken, was das Risiko für Herzkrankheiten reduzieren könnte (21, 22, 23). Es gibt jedoch noch keine wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, dass Vitamin B12 Supplements in dieser Hinsicht wirkungsvoll sind (24). Aus diesem Grund bedarf es weiterer Untersuchungen, um die Beziehung zwischen Vitamin B12 und der Herzgesundheit besser zu verstehen.

  • Zusammenfassung: Vitamin B12 kann die Homocysteinspiegel im Blut senken – eine Aminosäure, die mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten in Verbindung gebracht wird. Bisher gibt es jedoch noch keine Untersuchungen, die zeigen, dass Vitamin B12 das Risiko für Herzkrankheiten reduzieren kann.

Vitamin B12 unterstützt gesundes Haar, gesunde Haut und gesunde Nägel

Wenn man die wichtige Rolle von Vitamin B12 bei der Zellproduktion berücksichtigt, dann wird schnell klar, dass adäquate Mengen dieses Vitamins benötigt werden, um gesundes Haar, gesunde Haut und gesunde Nägel zu fördern.

In der Tat können niedrige Vitamin B12 Spiegel unterschiedliche dermatologische Symptome inklusive einer Hyperpigmentation, Verfärbungen der Nägel, Veränderungen das Haars, Vitiligo (ein fleckenweiser Farbverlust der Haut) und rissige, entzündete Mundwinkel verursachen (25, 26). Es konnte gezeigt werden, dass eine Supplementation mit Vitamin B12 bei Menschen, die unter einem Vitamin B12 Mangel leiden, dermatologische Symptome reduzieren kann (27, 28).

Wenn man jedoch gut ernährt ist und bezüglich Vitamin B12 kein Mangel und keine niedrigen Spiegel vorliegen, dann ist es unwahrscheinlich, dass Vitamin B12 die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln verbessern wird (29).

  • Zusammenfassung: Gesunde Vitamin B12 sind für die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln wichtig. Ein Supplement wird diese jedoch nicht verbessern, wenn bereits ausreichende Vitamin B12 Spiegel vorhanden sind.

Vitamin B12 kann bei Nervenschmerzen und Nervenschäden hilfreich sein

Laut einer klinischen Untersuchung reduzierte eine Behandlung mit Vitamin B12 Schmerzsymptome bei Nervenleiden wie Neuralgie, diabetischer Neuropathie und Schmerzen im unteren Rücken (30, 31, 32).

Injiziertes Methylcobalamin – eine Form von Vitamin B12 – reduzierte bei einigen Patienten mit diabetischer Neuropathie klinische Symptome in den Beinen wie Parästhesie (ein abnormales kribbelndes Gefühl), brennende Schmerzen und spontane Schmerzen (33). Eine Metaanalyse von 7 klinischen Untersuchungen bestätigte die moderaten Vorzüge von Vitamin B12 bei einigen Symptomen diabetischer Neuropathie inklusive Schmerzen (34).

Im Rahmen einer Studie verbesserte Vitamin B12 bei Patienten mit Nackenschmerzen Symptome wie Schmerzen und Kribbeln signifikant (35).

Vitamin B12 scheint laut klinischen Untersuchungen mit 178 Probanden auch sicher und effektiv zu sein, wenn es bei Nervenschmerzen infolge einer Herpes Simplex Infektion eingesetzt wird (36, 37). Im Tiermodell verbesserte Vitamin B12 unterschiedliche Typen neuropathischer Schmerzen, erhöhte die Regeneration von Axonen, und förderte die neuronale Reparatur (38, 39, 40, 41, 42).

  • Zusammenfassung: Vitamin B12 kann unterschiedliche Formen von Nervenschmerzen und andere Symptome von Nervenleiden lindern.

Vitamin B12 kann Störungen des Schlaf-Wach Rhythmus entgegenwirken

Im Rahmen einer Studie mit 126 Patienten sprach die Mehrzahl der Probanden mit Schlafstörungen aufgrund primärer Störungen des Schlaf-Wach Rhythmus gut auf eine Behandlung mit Vitamin B12 und hellem Licht an. Menschen mit sekundären Schlafstörungen aufgrund primärer Störungen des Schlaf-Wach Rhythmus sprachen jedoch nicht so gut auf die Behandlung an (43).

Im Rahmen einer anderen Studie mit 106 Probanden mit unterschiedlichen Schlafstörungen aufgrund primärer Störungen des Schlaf-Wach Rhythmus waren die Resultate zwar variabel, aber die meisten Gruppen erlebten milde bis moderate Verbesserungen (44).

Auf der anderen Seite hatte hoch dosiertes Methylcobalamin im Rahmen einer Studie mit 50 Patienten mit verzögertem Schlafphasensyndrom keine positiven Auswirkungen (45).

Es bedarf weiterer Studien, um die widersprüchlichen Auswirkungen einer Vitamin B12 Supplementation auf Schlafstörungen zu klären.

  • Zusammenfassung: Vitamin B12 könnte bei bestimmten Formen von Schlafstörungen eine Linderung mit sich bringen.

Mangelerscheinungen

Bei einem Mangel an Vitamin B12 kann es zur Perniziöse Anämie (Perniziosa), einer Erkrankung des Blutbildes und zur funikulären Myelose kommen.

Die Ursachen für diesen Mangel können zum einen in unzureichender Zufuhr durch Nahrung, wie sie bei sehr strenger veganer Ernährung beobachtet wurde, oder durch unzureichende Aufnahme verursacht werden. Bei mangelhafter Aufnahmefähigkeit im Magen-Darm-Trakt, fehlt dem Organismus im Magensaft der Intrinsic Factor (ein Glykoprotein, das von den Belegzellen des Magens und im Zwölffingerdarm produziert wird und für die Vitamin B12-Aufnahme unablässig ist). Der Intrinsic-Faktor bindet Cobalamin in einem vor Verdauungsenzymen schützenden Komplex und ermöglicht so den Transport in die Darmzellen, von wo aus Vitamin B12 über Bindung an weitere Proteine (Transcobalamine) in die äußeren Gewebe gelangt.

Welche Personengruppen weisen ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin B12 Mangel auf?

Etwa 6% aller Menschen in Industrieländern im Alter von 60 Jahren oder älter weisen einen Vitamin B12 Mangel auf, während sich etwa 20% an der Grenze zu einem Mangel befinden (46). Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen Vitamin B12 Mangel umfassen (47):

  • Ältere Erwachsene
  • Menschen mit Störungen im Bereich des Verdauungstraktes wie Morbus Crohn oder Zöliakie
  • Menschen, die sich Operationen im Bereich von Magen und Darm wie bariatrischen Operationen oder einer Darmteilresektion unterzogen haben
  • Menschen, die sich strikt vegan ernähren
  • Menschen die Metformin zur Kontrolle des Blutzuckers einnehmen
  • Menschen die Protonenpumpenhemmer zur Behandlung von chronischem Sodbrennen oder einer Übersäuerung des Magens einnehmen

Bei vielen älteren Menschen ist die Ausschüttung von Magensäure reduziert, was in einer reduzierten Absorption von Vitamin B12 resultiert.

Wenn die Aufnahme von Vitamin B12 über den Verdauungstrakt beeinträchtigt ist, können Vitamin B12 Injektionen durch einen Arzt eine Option darstellen.

Überdosierung

Auch nach Zufuhr der 10.000 fachen Dosis konnten keine toxischen Effekte nachgewiesen werden. Da Vitamin B12 wasserlöslich ist, werden Überschüsse über den Urin wieder ausgeschieden. Bisher wurde noch von keiner Überdosierung berichtet und selbst Allergien gegen Vitamin B12 treten äußerst selten auf.

Bedarf

Der tägliche Mindestbedarf ist im Vergleich zu den meisten andern Vitaminen sehr viel geringer, er beträgt nur ca. 3 Mikrogramm. Ein Mangel an Vitamin B12 entwickelt sich sehr langsam, bei völligem Stopp der Zufuhr in der Regel erst nach zwei bis drei Jahren, da der Körper das Vitamin über längere Zeit in der Leber speichern kann.

Bedarf im Sport

Unter Sportlern genießt Vitamin B12 einen guten Ruf. Sie berichten, selbst wenn das Vitamin verabreicht wird, ohne dass Mängel bestehen, von einem gesteigerten Wohlbefinden und vermehrtem Appetit. Einige schwören auf stimulatorische und anabole Effekte. Viele Bodybuilder nehmen Dosierungen bis zu 1500mcg am Tag.

Referenzen:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmedhealth/PMH0063030/
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18709885
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4161975/
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15619681
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19151987
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12612156
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15001613
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4508850/
  9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16387004
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2648137/
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3856388/
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10784463
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  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26912492
  16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1705266
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  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3257642/
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15212745?dopt=Abstract
  20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22276208
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  41. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23902646
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  43. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9681583
  44. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9201777
  45. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9413873
  46. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19116323
  47. https://ods.od.nih.gov/factsheets/Vitamin%20B12-HealthProfessional/

Vitamin B6

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Entdeckung des Vitamins B6 1934. Vitamin B6 ist ein Sammelbegriff für Derivate des 3-Hydroxy -5- hydroxymethyl -2-methyl -pyridins. Sie unterscheiden sich durch eine unterschiedliche Restgruppe in 4 Position, die an der Coenzymfunktion beteiligt ist. Alle drei Derivate können ineinander überführt werden und besitzen dieselbe biologische Aktivität. Vitamin B6 umschließt eine Gruppe von Vitameren. Neben Pyridoxin sind die wichtigsten Vitamin-B6-aktiven Verbindungen Pyridoxal und Pyridoxamin. Pyridoxin ist überwiegend in Pflanzen vorhanden, während Pyridoxal und Pyridoxamin hauptsächlich in Lebensmitteln tierischer Herkunft vorkommen.

Chemisch unterscheiden sie sich nur durch verschiedene Seitengruppen. Physikalisch reagieren sie unterschiedlich auf Hitze. Pyridoxin ist gegenüber Pyridoxal und Pyridoxamin relativ hitzestabil. Darum sind die Vitamin-B6-Verluste beim Garen von pflanzlichen Lebensmitteln geringer als die tierischem Ursprungs. Trotzdem ist die Bioverfügbarkeit von tierischen Vitamin B6 insgesamt gesehen größer. Dies ist der Eigenschaft zu verdanken, direkt vom menschlichen Darm resorbiert werden zu können. Vitamin B6 aus pflanzlicher Herkunft muss zum größten Teil (80%) erst noch für die Resorption umgebaut werden. Zudem ist die Bioverfügbarkeit des pflanzlichen Pyridoxin schlechter. Sie kann bei Kreuzblütlern wie Brokkoli bis zu 80% vermindert sein. Pyridoxin gelangt durch Diffusion im Dünndarm in das Blut. Im Blut sind auch andere Formen des Vitamin B6, wie Pyridoxal vorhanden. Vitamin B6 ist wie viele andere wasserlösliche Vitamine nur über einen kurzen Zeitraum speicherfähig. Nach schon zwei bis sechs Wochen sind die Vitamin-B6-Reserven aufgebraucht.

Aufgabe/Funktion

Die phosphorylierten Vitamin B6-Derivate wirken als Coenzyme in etwa 100 enzymatischen Reaktionen. Fast alle Reaktionen finden im Aminosäurestoffwechsel statt. Das Aufgabengebiet von Vitamin B6 ist weit gefächert. Es ist u.a. an der

  • Synthese des Bluteiweißes Hämoglobin und des Bindegewebes beteiligt.
  • Wirkt als CoEnzym im Stoffwechsel von Protein, Kohlenhydraten und Fetten
  • Unterstützt die Umwandlung von Tryptophan in Niacin und Serotonin
  • An Bildung von bestimmten Neurotransmittern und Gewebshormonen wie: -Dopamin, -Histamin oder -Sterotonin.
  • Es ist ebenso an Reaktionen beteiligt, die für den Um-und Abbau vom Aminosäurenwie: Cystein, -Serin und -Threonin beteiligt sind.

Vorkommen

Vitamin B6 kommt in geringen Dosen in fast allen Lebensmitteln tierischer und pflanzlicher Herkunft vor. Leber, Hühner- und Schweinefleisch, Fisch, Kohl, grüne Bohnen, Linsen, Feldsalat, Vollkorngetreide, Weizenkeime, Nüsse, Hefe und Bananen sind sehr gute Quellen.

Potentielle Gesundheitsvorzüge von Vitamin B6

Vitamin B6 kann die Stimmungslage verbessern und Symptome von Depressionen lindern Vitamin B6 spielt bei der Regulierung der Stimmungslage eine wichtige Rolle. Dies hängt zum Teil damit zusammen, dass dieses Vitamin für die Bildung von Neurotransmittern benötigt wird, welche Emotionen regulieren. Hierzu gehören unter anderem Serotonin, Dopamin und Gamma-Aminobutyric Acid (GABA) (1, 2, 3).

Vitamin B6 spielt außerdem bei der Reduzierung hoher Blutspiegel der Aminosäure Homocystein eine Rolle, welche mit Depressionen und anderen psychiatrischen Problemen in Verbindung gebracht werden (4, 5).

Mehrere Studien haben gezeigt, dass depressive Symptome mit niedrigen Blutspiegeln und einer niedrigen Zufuhr von Vitamin B6 in Verbindung stehen, was insbesondere bei älteren Erwachsenen der Fall ist, die ein hohes Risiko für einen Vitamin B6 Mangel aufweisen. (6, 7, 8). Eine Studie mit 250 älteren Erwachsenen fand heraus, dass zu niedrige Vitamin B6 Blutspiegel die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens von Depressionen verdoppelten (9).

Eine Verwendung von Vitamin B6 zur Verhinderung oder Behandlung von Depressionen hat sich jedoch nicht als effektiv erwiesen (10, 11), was vielleicht auch damit zusammenhängen könnte, dass es abgesehen von zu niedrigen Vitamin B6 Spiegeln noch eine Vielzahl weiterer potentieller Ursachen für Depressionen gibt.

Eine kontrollierte zweijährige Studie mit 300 älteren Männern, die zu Beginn der Studie nicht unter Depressionen litten, fand heraus, dass diejenigen, die ein Supplement einnahmen, das Vitamin B6, Folsäure (Vitamin B9) und Vitamin B12 enthielt, im Vergleich zur Placebogruppe kein reduziertes Risiko für Depressionen aufweisen (11).

  • Zusammenfassung: Niedrige Vitamin B6 Spiegel bei älteren Erwachsenen werden mit Depressionen in Verbindung gebracht, aber es konnte nicht gezeigt werden, dass eine Vitamin B6 Supplementation eine effektive Behandlung für Depressionen darstellt.

Vitamin B6 könnte eine Verstopfung der Adern verhindern und das Risiko für Herzkrankheiten senken

Vitamin B6 könnte verstopfte Arterien verhindern und das Risiko für Herzkrankheiten minimieren. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit niedrigen Vitamin B6 Blutspiegeln im Vergleich zu Menschen mit hohen Blutspiegeln ein fast doppelt so hohes Risiko für eine Entwicklung von Herzkrankheiten aufweisen (22).

Dies hängt wahrscheinlich mit der Rolle von Vitamin B6 bei der Reduzierung erhöhter Homocysteinspiegel zusammen, welche mit mehreren Krankheitsprozessen inklusive Herzkrankheiten in Verbindung gebracht werden (23, 24, 25).

Eine Studie fand heraus, dass Ratten, die unter einem Vitamin B6 Mangel litten, nachdem sie Homocystein ausgesetzt wurden, im Vergleich zu Ratten mit adäquaten Vitamin B6 Spiegeln höhere Cholesterinspiegel aufwiesen und Läsionen entwickelten, die eine Blockade der Arterien entwickeln könnten (25). Auch Humanuntersuchungen zeigen eine positive Wirkung von Vitamin B6 bei der Verhinderung von Herzkrankheiten.

Eine randomisierte kontrollierte Untersuchung mit 156 gesunden Erwachsenen, die Geschwister mit Herzkrankheiten hatten, teilte die Probanden in zwei Gruppen ein, von der eine über einen Zeitraum von 2 Jahren täglich 250 mg Vitamin B6 und 5 mg Folsäure erhielt, während die andere lediglich ein Placebo bekam (23).

Die Gruppe, die Vitamin B6 und Folsäure einnahm, wies im Vergleich zur Placebogruppe niedrigere Homocysteinspiegel und weniger abnormale Herztests während des Trainings auf, was auf ein niedrigeres Gesamtrisiko für Herzkrankheiten hindeutete (23).

  • Zusammenfassung: Vitamin B6 konnte dabei helfen hohe Homocysteinspiegel zu senken, die zu einer Verengung der Arterien führen können, wodurch das Risiko für Herzkrankheiten minimiert werden könnte.

Vitamin B6 könnte dabei helfen Krebs zu verhindern

Eine ausreichende Vitamin B6 Zufuhr könnte dabei helfen, das Risiko für bestimmte Arten von Krebs zu reduzieren. Der Grund dafür, dass Vitamin B6 dabei helfen könnte, Krebs zu verhindern ist unklar, aber Wissenschaftler vermuten, dass es etwas mit der Fähigkeit von Vitamin B6 zu tun haben könnte, Entzündungen zu bekämpfen, die zu Krebs und anderen chronischen Krankheiten beitragen können (26, 27).

Ein Review von 12 Studien kam zu dem Ergebnis, dass sowohl eine adäquate Zufuhr über die Nahrung, als auch adäquate Blutspiegel von Vitamin B6 mit einem niedrigeren Risiko für Darmkrebs in Verbindung steht. Individuen mit den höchsten Vitamin B6 Blutspiegeln wiesen ein um fast 50% niedrigeres Darmkrebsrisiko auf (28).

Auch Untersuchungen zur Verbindung zwischen Vitamin B6 und Brustkrebs zeigen eine Verbindung zwischen adäquaten Vitamin B6 Blutspiegeln und einem reduzierten Brustkrebsrisiko, was insbesondere für postmenopausale Frauen gilt (29).

Andere Studien zum Thema Vitamin B6 und Krebsrisiko konnten jedoch keine Verbindung finden (30, 31).

Es bedarf deshalb weiterer Studien, um die exakte Rolle von Vitamin B6 bei der Krebsvorsorge zu bestimmen.

  • Zusammenfassung: Einige Observationsstudien legen eine Verbindung zwischen einer adäquaten Vitamin B6 Zufuhr und adäquaten Vitamin B6 Blutspiegeln und einem geringeren Risiko für bestimmte Krebsarten nahe.

Vitamin B6 könnte die Gesundheit der Augen fördern und Augenkrankheiten verhindern

Vitamin B6 könnte bei der Verhinderung von Augenkrankheiten – insbesondere bei einem Verlust des Sehvermögens, der ältere Menschen betrifft und als altersbedingte Makulardegeneration bezeichnet wird – eine Rolle spielen.

Studien haben hohe Blutspiegel zirkulierenden Homocysteins mit einem erhöhten Risiko für eine altersbedingte Makulardegeneration in Verbindung gebracht (32, 33). Da Vitamin B6 dabei hilft, erhöhte Homocystein Blutspiegel zu senken, könnte eine ausreichende Vitamin B6 Zufuhr dabei helfen, das Risiko für diese Krankheit zu reduzieren (34).

Eine über 7 Jahre andauernde Studie mit über 5.400 weiblichen Mitarbeiterinnen des Gesundheitswesens fand heraus, dass die tägliche Einnahme eines Supplements, das aus den Vitaminen B6, B12 und Folsäure (B9) bestand, im Vergleich zu einem Placebo das Risiko für eine altersbedingte Makulardegeneration signifikant um 35 bis 40% reduzieren konnte (35). Doch auch wenn diese Resultate nahelegen, dass Vitamin B6 bei der Verhinderung einer altersbedingten Makulardegeneration eine Rolle spielen könnte, ist schwer zu sagen, ob Vitamin B6 alleine dieselben Vorzüge mit sich bringen würde.

Wissenschaftliche Untersuchungen habe niedrige Vitamin B6 Blutspiegel mit einer Augenkrankheit in Verbindung gebracht, welche die Venen blockiert, die mit der Retina verbunden sind. Eine kontrollierte Studie mit über 500 Teilnehmern fand heraus, dass die niedrigsten Vitamin B6 Spiegel mit Störungen im Bereich der Retina in Verbindung stehen (36).

  • Zusammenfassung: Vitamin B6 Supplements könnte das Risiko für eine altersbedingte Makulardegeneration senken. Außerdem könnten adäquate Vitamin B6 Blutspiegel Probleme mit der Retina verhindern.

Vitamin B6 könnte bei der Behandlung von Entzündungen helfen, die mit einer rheumatischen Arthritis in Verbindung stehen

Vitamin B6 könnte dabei helfen Symptome zu reduzieren, die mit rheumatischer Arthritis in Verbindung stehen. Die hohen Entzündungsspiegel im Körper, die aus einer rheumatischen Arthritis resultieren, könnten zu niedrigen Vitamin B6 Spiegeln führen (37, 38). Es ist jedoch unklar, ob eine Supplementation mit Vitamin B6 Entzündungen bei Menschen mit dieser Krankheit reduzieren kann. Eine 30 Tage andauernde Studie mit 36 Erwachsenen mit rheumatischer Arthritis fand heraus, dass 50 mg Vitamin B6 pro Tag die niedrigen Vitamin B6 Blutspiegel ausgleichen konnte, aber die Produktion entzündungsfördernder Moleküle im Körper nicht reduzierte (39).

Auf der anderen Seite konnte eine Studie mit 43 Erwachsenen mit rheumatischer Arthritis, die täglich 5 mg Folsäure oder 100 mg Vitamin B6 mit 5 mg Folsäure einnahmen, zeigen, dass diejenigen, die Vitamin B6 erhielten, nach 12 Wochen signifikant niedrigere Spiegel entzündungsfördernder Moleküle aufwiesen.

Die widersprüchlichen Resultate dieser Studien könnten mit den Unterschieden bei der Vitamin B6 Dosierung und der Studiendauer zusammenhängen.

Doch auch wenn hohe Vitamin B6 Dosierungen bei Menschen mit rheumatischer Arthritis entzündungshemmende Vorzüge mit sich bringen könnte, bedarf es weiterer Untersuchungen, um dies zweifelsfrei zu bestätigen.

  • Zusammenfassung: Entzündungen, die mit rheumatischer Arthritis in Verbindung gebracht werden, können die Vitamin B6 Blutspiegel senken. Hohe Vitamin B6 Dosierungen könnten dabei helfen, diese Defizite zu korrigieren und Entzündungen zu reduzieren.

Vitamin B6 könnte die Gesundheit des Gehirns fördern und das Alzheimer Risiko senken

Vitamin B6 könnte bei der Verbesserung der Hirnfunktion und der Verhinderung von Alzheimer eine Rolle spielen, doch die Untersuchungsergebnisse sind widersprüchlich. Auf der einen Seite kann Vitamin B6 hohe Homozysteinspiegel senken, welche das Risiko für Alzheimer erhöhen können (12, 13, 14).

Einer Studie mit 156 Erwachsenen mit hohen Homozysteinspiegeln und milden kognitiven Beeinträchtigungen fand heraus, dass die Einnahme hoher Dosierungen der Vitamine B6, B12 und Folat (Vitamin B9) die Homozysteinspiegel senkte und einen Abbau in einigen Regionen des Gehirns, die anfällig für Alzheimer sind, reduzierte (15).

Es ist jedoch unklar, ob eine Reduzierung der Homocysteinspiegel zu Verbesserungen der Gehirnfunktion und einer langsameren Rate des Fortschreitens kognitiver Beeinträchtigungen führt. Eine randomisierte kontrollierte Untersuchung mit 400 Erwachsenen mit milder bis moderater Alzheimer Erkrankung fand heraus, dass hohe Dosierungen von Vitamin B6, Vitamin B12 und Folat zwar die Homocysteinspiegel senkte, aber im Vergleich zu einem Placebo die Abnahme der Gehirnfunktion nicht verlangsamte (16).

Zusätzlich hierzu kam ein Review von 19 Studien zur Schlussfolgerung, dass eine Supplementation mit Vitamin B6, Vitamin B12 und Folat alleine oder in Kombination weder die Gehirnfunktion verbesserte, noch das Risiko für Alzheimer senkte (17).

Es bedarf weiterer Untersuchungen der Auswirkungen von Vitamin B6 auf die Homocysteinspiegel und die Gehirnfunktion, um die Auswirkungen von Vitamin B6 auf die Gesundheit des Gehirns besser zu verstehen.

  • Zusammenfassung: Vitamin B6 könnte eine Abnahme der Gehirnfunktion über eine Reduzierung der Homocysteinspiegel, welche mit Alzheimer und Beeinträchtigungen der Gedächtnisleistung in Verbindung gebracht werden, verhindern. Studien konnten jedoch bisher die Wirksamkeit von Vitamin B6 bezüglich einer Verbesserung der Gesundheit des Gehirns nicht nachweisen.

Vitamin B6 könnte über eine Unterstützung der Hämoglobinproduktion bei der Behandlung einer Anämie hilfreich sein

Aufgrund seiner Rolle bei der Hämoglobinproduktion könnte Vitamin B6 bei Behandlung und Verhinderung einer Anämie hilfreich sein, die durch einen Mangel verursacht wird (18). Hämoglobin ist ein Protein, das Sauerstoff zu den Zellen des Körpers transportiert. Wenn die Hämoglobinspiegel zu niedrig ausfallen, dann bekommen die Zellen nicht genügend Sauerstoff. Als Resultat kann es zur Entwicklung einer Anämie und einem Gefühl der Schwäche und der Müdigkeit kommen.

Studien haben niedrige Vitamin B6 Spiegel mit der Entwicklung einer Anämie in Verbindung gebracht, was insbesondere für schwangere Frauen und Frauen im gebärfähigen Alter gilt (19, 20). Ein Vitamin B6 Mangel wird bei den meisten gesunden Erwachsenen jedoch als selten angesehen, weshalb es nur begrenzte Mengen an Untersuchungen zur Verwendung von Vitamin B6 zur Behandlung einer Anämie gibt.

Eine Fallstudie mit einer 72 Jahre alten Frau, die aufgrund niedriger Vitamin B6 Spiegel an einer Anämie litt, fand heraus, dass eine Behandlung mit der aktivsten Form von Vitamin B6 die Symptome verbesserte (21).

Eine andere Studie fand heraus, dass eine Einnahme von 75 mg Vitamin B6 pro Tag während der Schwangerschaft Symptome von Anämie bei 56 schwangeren Frauen reduzierte, die nicht auf eine Behandlung mit Eisen angesprochen hatten (19).

  • Zusammenfassung: Eine unzureichende Vitamin B6 Zufuhr kann zu niedrigen Hämoglobinspiegeln und Anämie führen, weshalb eine Supplementation mit diesem Vitamin diese Probleme verhindern oder behandeln kann.

Vitamin B6 könnte bei der Behandlung des premenstruellen Syndrom (PMS) hilfreich sein

Vitamin B6 wird zur Behandlung des premenstruellen Syndroms inklusive Angstzustände, Depressionen und Reizbarkeit verwendet. Wissenschaftler vermuten, dass Vitamin B6 aufgrund seiner Rolle bei der Produktion von Neurotransmittern, die die Stimmungslage regulieren, bei emotionalen Symptomen helfen könnte, die mit dem PMS in Verbindung stehen.

Eine dreimonatige Studie mit über 60 premenopausalen Frauen fand heraus, dass eine tägliche Einnahme von 50 mg Vitamin B6 PMS Symptome wie Depression, Reizbarkeit und Müdigkeit um 69% reduzieren konnte (41).

Im Rahmen derselben Studie berichteten jedoch auch Frauen von reduzierten PMS Symptomen, die lediglich ein Placebo erhielten, was nahelegt, dass die Wirksamkeit von Vitamin B6 zum Teil auf einem Placeboeffekt basieren könnte.

Eine andere kleine Studie fand heraus, dass 50 mg Vitamin B6 in Kombination mit 200 mg Magnesium pro Tag im Verlauf des Menstrualzyklus PMS Symptome inklusive Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Angst signifikant reduzierte (42).

Doch auch wenn diese Resultate vielversprechend sind, sind sie auf kleine Studien von kurzer Dauer beschränkt. Es bedarf deshalb weiterer Untersuchungen bezüglich der Sicherheit und Wirksamkeit von Vitamin B6 zur Linderung von PMS Symptomen, bevor offizielle Empfehlungen getroffen werden können (43).

  • Zusammenfassung: Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Vitamin B6 aufgrund seiner Rolle bei der Produktion von Neurotransmittern dabei helfen könnte, Angstzustände und andere Störungen der Stimmungslage zu reduzieren, die mit dem PMS in Verbindung stehen.

Vitamin B6 könnte dabei helfen, Übelkeit während der Schwangerschaft zu behandeln

Vitamin B6 wird seit Jahrzehnten zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft angewandt. In der Tat ist Vitamin B6 Bestandteil eines Medikaments, das zur Behandlung von Morgenübelkeit eingesetzt wird (44).

Wissenschaftler sind sich nicht völlig sicher, warum Vitamin B6 bei Morgenübelkeit hilft, aber es könnte damit zusammenhängen, dass Vitamin B6 mehrere Rollen bei der Sicherstellung einer gesunden Schwangerschaft spielt (45).

Eine Studie mit 342 Frauen in den ersten 17 Wochen der Schwangerschaft fand heraus, dass eine tägliche Supplementation mit 30 mg Vitamin B6 nach 5 Tagen der Behandlung im Vergleich zu einem Placebo Gefühle von Übelkeit signifikant reduzierte (46).

Eine andere Studie verglich die Auswirkungen von Ingwer und Vitamin B6 auf eine Reduzierung von Episoden von Übelkeit und Erbrechen bei 126 schwangeren Frauen. Die Resultate zeigten, dass eine Einnahme von 75 mg Vitamin B6 pro Tag Symptome von Übelkeit und Erbrechen nach 4 Behandlungstagen um 31% reduzierte (47).

Diese Studien legen nahe, dass Vitamin B6 bereits nach einer Behandlungsdauer von weniger als einer Woche effektiv ist, wenn es um eine Behandlung von Morgenübelkeit geht. Schwangere Frauen, die Vitamin B6 zur Behandlung von Morgenübelkeit verwenden möchten, sollten dies jedoch vorab mit dem behandelnden Arzt absprechen.

  • Zusammenfassung: Vitamin B6 Supplements in Dosierungen von 30 bis 75 mg pro Tag wurden als effektive Behandlung von Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft verwendet.

Weitere potentielle Gesundheitsvorzüge von Vitamin B6, die auf vorläufigen Studienergebnissen basieren und weiterer Untersuchungen bedürfen

Vitamin B6 könnte Depressionen lindern

Laut vorläufiger Studienergebnisse werden niedrige Vitamin B6 Spiegel mit Symptomen von Depressionen in Verbindung gebracht (48). Trotzdem hast sich Vitamin B6 im Rahmen einer zweijährigen Studie mit älteren Männern nicht als effektive Behandlung für Depressionen herausgestellt (49).

Einige Frauen, die mehr Nahrungsmittel zu sich nehmen, die Vitamin B6 enthalten, weisen jedoch ein niedrigeres Risiko für eine Entwicklung von Depressionen auf (50). Und Frauen, die unter Schwangerschaftsdepressionen leiden, zeigen keine Anzeichen eines Vitamin B6 Mangels (51).

Es bedarf deshalb weiterer Studien zur Untersuchung der widersprüchlichen Hinweise auf die Rolle des Vitamin B6 Status bei Depressionen.

Vitamin B6 könnte Schmerzen lindern

Vitamin B6 Supplements könnten Brustschmerzen (periodische Mastalgie) lindern (52). Darüber hinaus wurde Migräne bei einigen Patienten mit einem Vitamin B6 Mangel in Verbindung gebracht (53).

Es gibt jedoch noch keine ausreichenden klinischen Hinweise, um die schmerzlindernden Wirkungen von Vitamin B6 zu unterstützen.

Vitamin B6 könnte bei Diabetes vom Typ 2 hilfreich sein

Ein Vitamin B6 Mangel ist unter Typ 2 Diabetikern weit verbreitet (54). Vitamin B6 Supplements könnten bei einer Typ 2 Diabetes helfen, da sie die Glukosetoleranz verbessern können (55, 56). Diese Resultate stammen jedoch aus 2 kleinen Studien, denen es an einer Kontrollgruppe fehlte. Es bedarf deshalb weiterer Untersuchungen, um mehr über die Rolle von Vitamin B6 bei der Blutzuckerkontrolle herauszufinden.

Mangelerscheinungen (Hypovitaminose)

Weil in fast allen Nahrungsmitteln Vitamin B6 vorkommt, sind Mangelerscheinungen selten. Ein Mangel tritt meistens gemeinsam mit einem Mangel eines anderen wasserlöslichen Vitamins auf und hat folgende Anzeichen:

  • Appetitverlust, Durchfall und Erbrechen
  • Dermatitis, Wachstumstörungen und Anämien
  • Degeneration der peripheren Nerven mit Ataxie und Paralyse
  • Krampfzustände in unregelmäßigen Intervallen
  • Mikrozytäre, hypochrome Anämie (Störung der Häm-Biosynthese)
  • Seborrhoe-ähnliche Zerstörungen um Augen, Nase und Mund
  • Cheilosis und Glossitis

Bestimmte Medikamente und Erkrankungen können die Vitamin B6 Spiegel senken und Nervenschäden und andere Mangelerscheinungen hervorrufen. Eine Supplementation kann dabei helfen, einen Mangel zu behandeln oder zu verhindern, der durch folgende Medikamente hervorgerufen wird (57, 58, 59, 60):

  • Nichtsteroidale Entzündungshemer
  • Antiepileptika (Medikamente zur Behandlung von Krampfanfällen)
  • Antibiotika (Penicillamine)
  • Tuberkulosemedikamente (Isoniazid, Cycloserin)

Experten empfehlen außerdem eine präventive Supplementation bei Menschen mit (61, 62, 63, 64, 65):

  • Verdauungsstörungen (Zöliakie und Reizdarmsyndrom)
  • Unterernährung
  • Alkoholabhängigkeit
  • Nierenversagen

Folgen einer Überdosierung (Hypervitaminose)

Hypervitaminose tritt erst durch chronische Zufuhr von mehr als 500 mg/Tag auf. Diese Dosis kann nicht durch natürliche Zufuhr erreicht werden, sondern nur durch Supplemente. Eine Einnahme von 1.000 mg Vitamin B6 kann ernsthafte Nervenschäden und Schmerzen oder Taubheitsgefühle in Händen und Füßen hervorrufen. Einige dieser Nebenwirkungen konnten bereits nach 100 bis 300 mg Vitamin B6 pro Tag beobachtet werden (66).

Aus diesem Grund wurde die verträgliche Obergrenze für Vitamin B6 bei 100 mg für Erwachsene festgelegt (66, 67).

Die Menge an Vitamin B6, die zur Behandlung bestimmter Erkrankungen verwendet wird übersteigt diese Menge nur selten. Falls Interesse darauf besteht, höhere Dosierungen zu verwenden, sollte dies mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Im Allgemeinen hat aber Vitamin B6 eine geringe Toxizität.

Bedarf

Da Vitamin B6 im Aminosäurestoffwechsel seine Wirkungen entfaltet, ist der Bedarf vom zugeführten Protein abhängig. Die DGE empfiehlt eine Dosis von 0,02 mg/g Protein. Das würde für Männer einen Bedarf von 1,8 mg und 1,6 mg für Frauen bedeuten. Bei übermäßiger Proteinzufuhr nimmt man an, dass der Bedarf durch die angegebene Menge nicht gedeckt werden kann.

Bedarf im Sport

10-100mg pro Tag, mehrmals täglich zu den Mahlzeiten einnehmen.

Interaktionen von Vitamin B6 mit Medikamenten

Interaktionen zwischen Supplements und Medikamenten können gefährlich und in einigen Fällen sogar lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte eine Einnahme von Supplements mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, falls Medikamente eingenommen werden.

Hier sind einige Medikamente, die die Verstoffwechslung von Vitamin B6 beeinträchtigen oder die durch eine Vitamin B6 Supplementation beeinflusst werden:

Das Breitspektrum Antibiotikum Cycloserin (Seromycin®), das zur Behandlung von Tuberkulose verwendet wird, erhöht die Ausscheidung von Vitamin B6 über den Urin. Dies kann die Krampfanfälle und die neurotoxischen Wirkungen verstärken, die mit Cycloserin in Verbindung gebracht werden. Eine Vitamin B6 Supplementation kann dabei helfen diese Nebenwirkungen zu verhindern (68). Antiepileptika inclusive Valproinsäure (Depakene®, Stavzor®), Carbamazepin (Carbatrol®, Epitol®, Tegretol® und andere) und Phenytoin (Dilantin®) erhöhen den Abbau von Vitamin B6, was in niedrigen Blutspiegeln von Vitamin B6 und hohen Homocysteinspiegeln resultiert. Hohe Homocysteinspiegel können bei Anwendern von Antiepileptika die Rate von Krampfanfällen und Schlaganfällen erhöhen (68).

Die Blutspiegel von Medikamenten gegen Krampfanfälle wie Phenytoin und Phenobarbital könnten durch eine Vitamin B6 Supplementation, die 200 mg pro Tag für 12 bis 120 Tage überschreitet, reduziert werden (68).

COPD Medikamente wie Theophyllin (Aquaphyllin®, Elixophyllin®, Theolair®, Truxophyllin®, usw) können niedrige Vitamin B6 Spiegel verursachen, was in Krampfanfällen resultieren kann (68). Nichsteroidale Entzündungshemmer können die Vitamin B6 Blutspiegel senken, was insbesondere bei einer chronischen Einnahme von über 6 Monaten Dauer gilt (69).

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