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Pro Vegy - GN Laboratories

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Für Vegetarier und Veganer, sowie für alle Menschen, die kein Protein aus Milch- oder Sojaprodukten zu sich nehmen möchten, besonders gut geeignet ist.

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ProVegy Das hochwertige vegane Proteinpulver mit zahlreichen zusätzlichen Gesundheitsvorzügen, das nicht nur für Veganer und Vegetarier eine hervorragende Wahl darstellt!

Produkt Highlights:

  • Höhere biologische Wertigkeit als Kasein
  • Reines Erbsenprotein Isolat als einzige Proteinquelle
  • Fördert die Regeneration nach dem Training
  • Enthält eine der umfassendsten Greens & Phytonährstoff Komplexe
  • Reich an natürlichen Antioxidantien
  • Reich an Ballaststoffen
  • Kohlenhydrat- und fettarm
  • Frei von Laktose, Sojabestandteilen, Gluten
  • bessere Absorption und weitere Gesundheitsvorzüge
  • Verursacht keine Verdauungsprobleme und ist sehr gut verträglich
  • Enthält ausschließlich völlig natürliche Inhaltsstoffe
  • Frei von Aspartam und künstlichen Süßstoffen
  • Frei von genmanipulierten Inhaltsstoffen


Wir bei GN Laboratories sind stolz darauf, Ihnen unsere neue Innovation im Bereich der Protein Supplements vorstellen zu dürfen:

ProVegy!

ProVegy ist ein Proteinpulver, das Erbsenprotein Isolat als alleinige Proteinquelle enthält und deshalb auch für Vegetarier und Veganer, sowie für alle Menschen, die kein Protein aus Milch- oder Sojaprodukten zu sich nehmen möchten, besonders gut geeignet ist. Vergessen Sie Ihre Vorurteile gegenüber angeblich minderwertigen pflanzlichen Proteinquellen! Erbsenprotein liefert dem Körper alle essentiellen Aminosäuren, die er für die Regeneration und den Muskelaufbau benötigt, in ausreichenden Mengen und weist eine biologische Wertigkeit auf, die über der von Kasein liegt! Von seinem Aminosäureprofil her ist Erbsenprotein am ehesten mit dem in der Muttermilch enthaltenen Protein vergleichbar.

Da Erbsenprotein praktisch keine bekannten Allergenen enthält, stellt es für alle Menschen, die aufgrund von Allergien keine Sojaprodukte, Milchprodukte oder Eiprodukte vertragen oder die unter einer Laktoseintoleranz leiden, eine hervorragende, qualitativ hochwertige Alternative zu herkömmlichen Proteinpulvern dar. Auch die Hautprobleme und Verdauungsprobleme, unter denen zahlreiche Menschen bei einem regelmäßigen Konsum größerer Mengen anderer tierischer und pflanzlicher Proteinquellen leiden, konnten bei Erbsenprotein bisher noch nicht beobachtet werden. Zusätzlich hierzu geben wissenschaftliche Untersuchungen Hinweise darauf, dass Erbsenprotein die Cholesterinspiegel senken und die Insulinsensitivität verbessern könnte.

Im Vergleich zu anderen pflanzlichen Proteinquellen kann Erbsenprotein mit seiner hohen biologischen Wertigkeit glänzen, die die biologische Wertigkeit der meisten anderen Pflanzenproteine bei weitem übertrifft. Im Gegensatz zum weit verbreiteten Sojaprotein ist Erbsenprotein frei von Phytoöstrogenen, die im Verdacht stehen, bei Männern unerwünschte östrogenbedingte Nebenwirkung wie sinkende Testosteronspiegel und Wassereinlagerungen hervorzurufen. Und als zusätzlichen Bonus ist Erbsenprotein nahezu geschmacksneutral, was man z.B. von Sojaprotein nicht sagen kann, dessen gelinde gesagt gewöhnungsbedürftiger Geschmack praktisch immer hervorsticht.

Doch ProVegy ist weitaus mehr als einfach nur ein hochwertiges, sehr gut verträgliches Proteinpulver mit ausgezeichneter biologischer Wertigkeit. Durch die Zugabe eines der umfassendsten Greens- und Phytonährstoff Komplexe dieser Industrie, der über 50 (!) verschiedene Pflanzenextrakte und Quellen für natürliches Vitamin C enthält, kann ProVegy außerdem Ihre Gesundheit fördern und Ihr allgemeines Wohlbefinden, Ihre Regeneration nach dem Training, sowie Ihre Leistungsfähigkeit deutlich verbessern. Zusätzlich hierzu haben wir eine Matrix aus gesundheitsfördernden probiotischen Bakterien hinzugefügt, die eine gesunde Funktion des Verdauungssystems und des Immunsystems fördert und die Absorption der in ProVegy enthaltenen Aminosäuren und Nährstoffe deutlich erhöhen kann, so dass Sie das Meiste aus diesem Produkt herausholen können.

Um Ihren höchsten Ansprüche an ein gesundes Protein Supplement entsprechen zu können, haben wir bei der Entwicklung von ProVegy streng darauf geachtet, dass es ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe enthält und frei von genmanipulierten Pflanzenbestandteilen ist. Als Süßstoff verwenden wir ausschließlich Stevia und können Ihnen deshalb ein Produkt garantieren, das frei von Aspartam und anderen künstlichen Süßstoffen ist. Darüber hinaus ist ProVegy fett- und kohlenhydratarm und enthält im Gegensatz zu anderen Proteinpulvern gesunde natürliche Ballaststoffe.

Wie Sie sehen, ist ProVegy ein nachhaltiges, hochwertiges, gesundes und umfassendes Protein Supplement, dessen Vorzüge weit über die Vorzüge der meisten anderen auf dem Markt erhältlichen Protein Supplements hinausgehen. Aus diesem Grund stellt ProVegy nicht nur für Veganer und Vegetarier, sondern auch für jeden gesundheitsbewussten Sport eine hervorragende Wahl dar.

Die Greens & Phytonährstoff Matrix in ProVegy

Um ProVegy zu einem wirklich gesunden Proteinpulver zu machen, das auf dem Markt seinesgleichen sucht, haben wir diesem Produkt eine der umfassendsten Greens & Phytonährstoff Mischungen hinzugefügt, die die meisten erhältlichen Greens Produkte bei Weitem übertrifft. Ein so genanntes Greens Produkt ist ein Supplement, das eine Vielzahl unterschiedlicher Obst-, Gemüse- und Heilpflanzenextrakten enthält, um dem Körper wichtige Phytonährstoffe zu liefern, die er für die Aufrechterhaltung der Gesundheit und eine korrekte Funktion aller Körpersysteme benötigt.

In unserer hektischen Welt fällt es den meisten von uns schwer, auf täglicher Basis ausreichende Mengen an Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Auch die Beschränkung der konsumierten Nahrungsmittel auf wenige Quellen, die häufig bei Bodybuildern und Diätenden beobachtet werden kann, ist einer ausreichenden und abwechslungsreichen Zufuhr sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, die auch als Phytonährstoffe bezeichnet werden, nicht gerade zuträglich. Zusätzlich hierzu steigt der Bedarf an Phytonährstoffen während stressiger Phasen und durch starke körperliche Anstrengungen wie z.B. ein intensives Training. Viele Menschen versuchen diese mangelnde Zufuhr an Obst und Gemüse durch die Verwendung von Vitamin- und Mineralstoffsupplements wieder auszugleichen, doch Vitamine und Mineralstoffe stellen leider nur die halbe Miete dar. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthalten Obst und Gemüse tausende von Phytonährstoffen, die vor Krankheiten schützen können, die allgemeine Funktion des Körpers verbessern können und unzählige Gesundheitsvorzüge besitzen.

Eine isolierte Zufuhr dieser Phytonährstoffe durch künstlich hergestellte Produkte ist aufgrund der schieren Anzahl von unterschiedlichen Phytonährstoffen und der Tatsache, dass täglich neue gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzennährstoffe entdeckt werden, einfach nicht möglich. An dieser Stelle kommen Mischungen von konzentrierten Pflanzenextrakten ins Spiel, die diese Phytonährstoffe von Natur aus enthalten. Hierbei gilt, dass ein so genanntes Greens- und Phytonährstoff Produkt potentiell umso wirkungsvoller und gesünder ist, je mehr Pflanzenextrakte es enthält, da hierdurch ein breites Spektrum an Nährstoffen aus unterschiedlichen Quellen sichergestellt wird.

An dieser Stelle kann ProVegy mit seiner Mischung aus über 50 (!) Pflanzenextrakten glänzen, die Ihrem Körper alles liefern, was er benötigt, um auch höchstem Niveau funktionieren zu können. Die Aufzählung seiner Inhaltsstoffe liest sich wie das „Who is Who“ der bekanntesten und effektivsten Pflanzenextrakte und umfasst folgende Inhaltsstoffe:
ChlorellapulverHaferfaser gemahlen, Spirulinapulver, Luzernenkrautpulver, Bio-Gerstengraspulver, Hafer gemahlen, Tomatenpulver, Bio-Weizengras-Pulver, Acai-Extrakt 4:1Petersilienblätter gemahlen, Goji-Extrakt (50% Polysaccharide), QuercetinAcerola-Extrakt (17 % Vitamin C), Amla-Extrakt (30 % Tannine), Camu-Camu-Extrakt (25 % Vitamin C), Spinatpulver, BrokkolipulverDamianablätter gemahlen, Fruchtpulver Apfel, Artischockenextrakt 12:1, MacapulverMariendistel-Extrakt (80 % Silymarin), Reishipulver, Raupenpilz-Extrakt 10:1, Ingwerwurzel-Extrakt (5 % Gingerole), Shitake-Extrakt (10 % Polysaccharide), Maitake-Extrakt (10 % Polysaccharide), Ning Hong Tee-Mischung (Grüner Tee, Massaitee, Mate-Tee, Pu-Erh-Tee, Roter Tee, Löwenzahn, Fenchel, Pfefferminze, Schafgarbenkraut, Schachtelhalm, Lotusblüten, Cassis-Beeren, Weißdornfrüchte), Curcumin-Phosphatidylcholin-Komplex, Zimtextrakt 10:1, Inulin, Beta-Glucan (Hafer), Zuckerrübenfaser, Granatapfelkernmehl, Süssholzwurzelpulver, Rhodiola rosea-Extrakt (3 % Rosavin), Sibirischer Ginseng-Extrakt (0,8 % Eleutheroside), Basilikumpulver, Schisandrapulver, Astragalus-Extrakt (10 % Polysaccharide), Jiaogulan-Tee gemahlen und Ginsengwurzelpulver. Eine detaillierte Beschreibung der gesundheitsfördernden Wirkungen und Vorzüge eines jeden dieser Inhaltsstoffe könnte leicht ein ganzes Buch füllen, weshalb wir uns auf die wichtigsten Wirkungen der Gesamtmischung beschränken werden. Einer der wichtigsten Aspekte ist hierbei die große Menge unterschiedlicher Antioxidantien, die Ihnen unsere Phytonährstoffmatrix liefert. Antioxidantien neutralisieren so genannte freie Radikale, die im Körper im Rahmen natürlicher Stoffwechselprozesse entstehen und die Zellen des Körpers inklusive der DNA der Zellen beschädigen können. Freie Radikale werden mit dem Alterungsprozess und der Entwicklung zahlreicher Krankheiten in Verbindung gebracht. Während harter und intensiver Trainingseinheiten produziert der Körper besonders große Mengen an freien Radikalen. Durch den Verzehr von ProVegy nach dem Training können diese freien Radikale neutralisiert werden, wodurch die Regeneration stark gefördert wird und die Zellen des Körpers vor Beschädigungen durch freie Radikale geschützt werden. Des Weiteren gibt es Hinweise darauf, dass Antioxidantien den Alterungsprozess verlangsamen könnten.
Phytonährstoffe können jedoch noch weitaus mehr. Sie verbessern die Funktion des Immunsystems und fördern so die Aufrechterhaltung der Gesundheit, während sie gleichzeitig das allgemeine Wohlbefinden verbessern und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigern können. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass in ProVegy enthaltene sekundäre Pflanzennährstoffe die Produktion weißer und roter Blutkörperchen erhöhen und den pH-Wert des Blutes im gesunden Bereich halten könnten.
Neben Phytonährstoffen liefert die in ProVegy enthaltene Greens Mischung wichtige Ballaststoffe, die zur Senkung der Spiegel des „schlechten“ LDL Cholesterins beitragen und eine gesunde Verdauung fördern können.

Superfood Blend im Pro Vegy:

- CHLORELLA POWDER
- MILLED OAT FIBER
- SPIRULINA POWDER
- ALFAALFA HERB POWDER
- ORGANIC BARLEX GRAS POWDER
- OATS MELLED
- TOMATO POWDER
- ORGANIC WHEATGRASS POWDER
- ACAI EXTRACT 4:1
- CRUSHED PARSLEY LEAVES
GOJI EXTRACT (50% POLYSACCARIDES)
- QUERCETIN
- AMLA EXTRACT
SPINACH POWDER
BROCCOI POWDER
- GROUND DAMIANA
- APPLE FRUIT POWDER
- ARTICHOKE EXTRACT 12:1
MACA POWDER
MILK THISTLE EXTRACT (80% SILYMARIN)
- REISHIPOWDER
- CATERPILLAR FUNGUS EXTRACT 10:1
SWEETENERS STEVIOL GLYCOSIDES
GINGER ROOT EXTRACT (5% GINGEROLS)
- SHITAKE EXTRACT (10% POLYSACCARIDES)
MAITAKE EXTRACT (10% CASSIS BERRIES, HAWTHORN FRUIT)
CURCUMIN - PHOSPHATIOYLCHOLINE COMPLEX
CINNAMON EXTRACT 10:1
- INULIN
- BETA-GLUCAN (OATS)
- QUINOA POWDER
- POMEGRANATE SEED FLOUR
- LICORICE ROOT POWDER
RHOOIOLA ROSEA EXTRACT (3% ROSAVIN)
- SIBERIAN GINSENG EXTRACT (0,8% ELEUTHEROSIDES)
- BASIL POWDER
SCHISANDRA POWDER
ASTRAGALUS EXTRACT (10% POLYSACHARIDES)
- JIAOGULAN TEA ILLED
- GINSENG ROOT POWDER

Wie Sie sehen, ist ProVegy viel mehr als einfach nur ein Proteinpulver!

Die GN Laboratories Qualitätsgarantie
Wir verwenden nur die reinsten und hochwertigsten Inhaltsstoffe, die der Markt zu bieten hat. Unsere Produkte werden unter strengsten pharmazeutischen Bedingungen in einer GMP zertifizierten Einrichtung hergestellt. Um Ihnen eine gleichbleibende und höchstmögliche Qualität all unserer Produkte garantieren zu können, werden alle GN Laboratories Produkte regelmäßig im Labor auf Reinheit und Qualität all ihrer Inhaltsstoffe untersucht.

Bewertungen

  • Titel:Köstlich
    Ich bin begeistert vom Produkt.
    Geschmacklich sehr gut fuer ein pflanzliches Proteinpulver.
  • Titel:Gar nicht so übel
    Geschmack und Konsistenz sind definitiv anders als Whey oder casein Shakes aber wirklich nicht schlecht wenn man sich mal ne Alternative suchen oder etwas Abwechslung haben möchte. Habs mit Wasser gemacht um auf den Milchzucker zu verzichten und es Vegan zu belassen.
    Nicht erschrecken beim shaken...ist grün wie ne Erbsensuppe. ;)
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Einnahmeempfehlung (DE)


30 g Pulver (1 Messlöffel) in 250 ml Wasser einrühren oder mixen. 1 bis 3 Portionen am Tag, z. B. morgens nach dem Aufstehen und nach dem Training.



Zutaten:


Erbsenproteinisolat, Aroma (Vanille), Chlorellapulver, Haferfaser gemahlen, Spirulinapulver, Luzernenkrautpulver, Bio-Gerstengraspulver, Hafer gemahlen, Tomatenpulver, Bio-Weizengras-Pulver, Acai-Extrakt 4:1, Petersilienblätter gemahlen, Goji-Extrakt (50% Polysaccharide), Quercetin, Acerola-Extrakt (17 % Vitamin C), Amla-Extrakt (30 % Tannine), Camu-Camu-Extrakt (25 % Vitamin C), Spinatpulver, Brokkolipulver, Damianablätter gemahlen, Fruchtpulver Apfel, Artischockenextrakt 12:1, Macapulver, Mariendistel-Extrakt (80 % Silymarin), Reishipulver, Raupenpilz-Extrakt 10:1, Süßungsmittel: Steviolglycoside, Ingwerwurzel-Extrakt (5 % Gingerole), Shitake-Extrakt (10 % Polysaccharide), Maitake-Extrakt (10 % Polysaccharide), Ning Hong Tee-Mischung (Grüner Tee, Massaitee, Mate-Tee, Pu-Erh-Tee, Roter Tee, Löwenzahn, Fenchel, Pfefferminze, Schafgarbenkraut,Schachtelhalm, Lotusblüten, Cassis-Beeren, Weißdornfrüchte), Curcumin-Phosphatidylcholin-Komplex, Zimtextrakt 10:1, Inulin, Lactobacillus rhamnosus, Beta-Glucan (Hafer), Lactobacillus acidophilus, Zuckerrübenfaser, Bifidobacterium longum (microverkapselt), Streptococcus thermophilus (microverkapselt), Lactobacillus plantarum, (microverkapselt), Granatapfelkernmehl, Süssholzwurzelpulver, Rhodiola rosea-Extrakt (3 % Rosavin), Sibirischer Ginseng-Extrakt (0,8 % Eleutheroside), Basilikumpulver, Schisandrapulver, Astragalus-Extrakt (10 % Polysaccharide), Jiaogulan-Tee gemahlen, Ginsengwurzelpulver.

Acai Berry

Acai Berry (Acaifrucht)

Was ist es und wo kommt es her?

Die Acai Berry (Acaifrucht) ist eine relative kleine, runde, blauviolette Frucht. Sie erinnert an eine Traube oder an eine Blaubeere, ist jedoch kleiner und dunkler. Diese Frucht enthält einen großen Samen und nur geringe Mengen an Fruchtfleisch. Die Acaifrucht wird heute zutage häufig für Energiegetränke, Eiscreme, und bestimmte Energieriegel mit Müsli verwendet.

 

 

Was bewirkt die Acaifrucht?

Die Acaifrucht wird seit vielen Generationen von den brasilianischen Ureinwohnern verwendet. Diese Frucht besitzt zehnmal mehr antioxidative Vorzüge als Trauben und zweimal mehr als Blaubeeren.
An den Acaipalmen tief im brasilianischen Regenwald des Amazonas wächst eine der bemerkenswertesten und nahrhaftesten Früchte unseres Planeten. Acaifrüchte (Euterpe oleracea) wurden seit je her von den brasilianischen Ureinwohnern aufgrund ihres großzügigen Nährstoffgehalts, ihres angenehmen Geschmacks und ihrer unzweifelhaften Fähigkeit Gesundheit und Vitalität zu fördern hoch geschätzt.
Es konnte gezeigt werden, dass Acaifrüchte mehr Antioxidantien als Rotwein, Trauben, Blaubeeren und andere Früchte enthalten. Von diesen Früchten sagt man auch, dass sie das perfekte Nahrungsmittel der Natur darstellen.

 

Alfalfa

Bei vielen Menschen wahrscheinlich besser unter dem Namen Luzerne bekannt, ist diese Pflanze ein ständiger Begleiter des Menschen über Jahrtausende gewesen.
Alfalfa ist reich an Vitaminen, Mineralien, Enzymen und Chlorophyll, dem grünen „Blut" der Pflanzen. Besonders zu erwähnen ist der hohe Gehalt an Calcium, der gemeinsam mit Phosphor die Basis für unsere Knochen bildet.
Insbesondere aus dem arabischen Raum sind Überlieferungen erhalten, wonach auch die Menschen regelmäßig Alfalfa gegessen, als Teeaufguss getrunken und als Medizin verwendet haben.


Anwendung fand es bei Verdauungsbeschwerden, Herzerkrankungen, schlechten Zähnen, Augenleiden und Altersbeschwerden. Einige dieser Anwendungen wurden durch wissenschaftliche Versuche in den letzten Jahrzehnten bestätigt. Insbesondere in Amerika wurde sehr viel Forschungsarbeit geleistet und Alfalfa für unsere Zeit wieder neu entdeckt.


Die Araber fütterten damit sehr gerne ihre Pferde, weil sie erkannten, dass es die Pferde gesund erhält und sie schnell und ausdauernd werden. Sie gaben der Pflanze auch ihren heutigen Namen, der frei übersetzt so viel heißt wie „Vater aller Lebensmittel". Das Wort Alfalfa heißt wörtlich „hochqualifizierte Nahrung".


Beschreibung

Die Wuchshöhe beträgt etwa 1 Meter und ähnelt dem Klee. Sie hat auch ein tiefes Wurzel-System von manchmal bis zu 10 Metern Tiefe, was sie Dürren gut überstehen lässt. Wie andere Hülsenfrüchtler hat sie die Fähigkeit, mit Hilfe von symbiontischen Bakterien, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen, und ist dadurch in der Lage eine proteinreiche Nahrung unabhängig vom vorhandenen Stickstoff im Boden zu produzieren.


Was bewirkt Alfalfa?

  • schwemmt Giftstoffe aus den Gelenken
  • regeneriert die Knochenstruktur, da in hohem Umfang Calcium und Phosphor für den Skelettaufbau zur Verfügung gestellt wird
  • enthält reichlich Chlorophyll, den grünen Pflanzenfarbstoff, der blutreinigend und blutbildend wirkt
  • die in Alfalfa enthaltenen Ballaststoffe wirken positiv auf die Darmfunktion ein
  • steigert die Lebensenergie bei geistiger und körperlicher Erschöpfung
  • entsäuert Blut und Gewebe
  • Alfalfa ist reich an Rutin (ein Bioflavonoid), das vor dem Durchlässig- und Brüchigwerden der feinen Kapillaren schützt
  • entwässert durch seinen Gehalt an Vitamin K und Saponinen
  • Wirkt entzündungshemmend
  • den Säure-Basen-Haushalt regulieren helfen
  • das Immunsystem stärken
  • das Bakterienwachstum hemmen
  • die Gesundheit des Mundraums verbessern
  • die Wundheilung verbessern
  • den Stoffwechsel verbessern
  • die Zellen vor Freien Radikalen schützen
  • die Alterungsprozesse verlangsamen
  • die Energie und die Vitalität des Körpers positiv beeinflussen

 

Die Regeneration des Gewebes, des Skeletts und der Knorpel ist vom ausgewogenen Verhältnis Proteine, Magnesium und Vitamin C abhängig, das aber nur natürliche nicht denaturierte Pflanzennahrung liefert wie beispielsweise Gerstengras, Spirulina und Alfalfa. Wichtige verdauungsfördernde Enzyme sind in Alfalfa nachgewiesen worden (so viel wie in Gerstengras), u.a. auch Catalase und SOD (Superoxid Dismutase); beide Enzyme wirken als Zellschutz gegen Oxydationsprozesse. Die hormonartigen Substanzen Cumestrol und die Isoflavonoide in Alfalfa aktivieren die Östrogenproduktion und die Entwicklung der Brustdrüsen; sie begünstigen außerdem die Calciumeinlagerung in die Knochen. Während der Stillzeit wird die Muttermilchproduktion angeregt.
Alfalfa ist besonders reich an Calcium, Magnesium, Kalium, Mangan, Phosphor, Schwefel, Kupfer, Kobalt, Molybdän, Bor und Zink, Vitamine A und C, alle B-Vitamine incl. B12 und D.


Wer braucht Alfalfa?

  • Menschen mit nachlassender Knochendichte, z. B. unterstützend bei Osteoporose
  • Kinder und Jugendliche im Wachstum
  • Menschen, die unter Eisenmangel leiden
  • Menschen, die infolge einseitiger Ernährung z.B. bei Schlankheitskuren und Diäten nicht ausreichend Vitamine und Mineralien zu sich nehmen
  • Menschen, die ständig müde und erschöpft sind
  • Schwangere und Stillende
  • Hart Trainierende Athleten und Bodybuilder.

Bedarf im Sport

Alfalfa unterstützt die Aufnahme von Proteinen und Kohlenhydraten, beeinflusst das Verdauungssystem positiv und wirkt stark entwässernd. Vor allem die regulierende Wirkung des körpereigenen Wasserhaushaltes vermindert die Gefahr der Bildung von Cellulite und Übergewicht. Die natürlichen Wirkstoffe von Alfalfa schwemmen freie Radikale aus dem Körper und verringern das Herzinfarktrisiko. Durch die unter anderem entwässernde Wirkung beugt man den erwähnten Symptomen vor, entgiftet den Körper (Leberentgiftung), lindert Beschwerden bei Arthrosen und rheumatischen Schmerzen. Studien belegen den hohen Gehalt an Phytonärstoffen (z. B. Sapoinne) die wiederum den Cholesterinspiegel niedrig halten. Alfalfa enthält außerdem 8 wichtige Enzyme sowie Vitamin A, E, K, B6 und D. Vor allem Vitamin K ist für den Organismus besonders wichtig, da es bei der Blutgerinnung sehr ausschlaggebend ist. Alfalfa ist eine sehr gute Quelle für Kalk und Phosphor, die für starke Knochen und Zähne sorgt. Alfalfa stimuliert die Hirnanhangdrüse (Hypophyse), regt diese zu einer optimalen Hormonausschüttung an und ist somit das hervorragendste, natürliche Vitatonicum für Körper, Geist und Seele.


Dosierung

Einige Naturheiler empfehlen 500-1000 mg von getrockneten Blättern am Tag oder 1-2 ml Tinktur dreimal am Tag einzunehmen.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Alfalfa Blätter sind für die meisten Erwachsenen möglicherweise sicher und unbedenklich, doch eine langfristige Einnahme von Alfalfa Samen ist wahrscheinlich nicht sicher und unbedenklich. Alfalfa Samen Produkte können Reaktionen hervorrufen, die denen der Autoimmunkrankheit Lupus Erythematosus ähnlich sind.

Alfalfa könnte außerdem bei einigen Menschen die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht stark erhöhen. Aus diesem Grund sollte man während der Verwendung von Alfalfa auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten, was insbesondere für Menschen mit einem hellen Hauttyp gilt.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Eine Verwendung von Alfalfa in Mengen, die höher als lebensmittelübliche Mengen ausfallen, ist während Schwangerschaft und Stillzeit möglicherweise nicht sicher und unbedenklich. Es gibt Hinweise darauf, dass Alfalfa wie Östrogen wirken könnte und dies könnte die Schwangerschaft beeinflussen.

“Autoimmunerkrankungen” wie multiple Sklerose, systemischer Lupus Erythematosus (SLE), rheumatische Arthritis oder andere: Alfalfa könnte bewirken, dass das Immunsystem aktiver wird und dies könnte die Symptome von Autoimmunerkrankungen verschlimmern. Es gibt zwei Fallberichte von SLE Patienten, bei denen es nach einer längerfristigen Einnahme von Alfalfa Samen Produkten zu einer Verschlimmerung ihrer Krankheit kam. Wenn man unter einer Autoimmunerkrankung leidet, ist es am besten auf Alfalfa zu verzichten, bis mehr bekannt ist.

Hormonsensitive Erkrankungen wie Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Eierstockkrebs und Endometriose: Alfalfa könnte dieselben Wirkungen wie das weibliche Hormon Östrogen besitzen. Deshalb sollte man Alfalfa nicht verwenden, wenn man unter einer Krankheit leidet, die durch Östrogen verschlimmert werden könnte.

Diabetes: Alfalfa könnte die Blutzuckerspiegel senken. Aus diesem Grund sollten Diabetiker, die Alfalfa verwenden, ihre Blutzuckerspiegel sorgfältig kontrollieren.

Nierentransplantationen: Es gibt einen Bericht über eine Abstoßung einer Spenderniere nach einer dreimonatigen Verwendung eines Supplements, das Alfalfa und Trauben-Silberkerze (Black Cohosh) enthielt. Diese Reaktion beruhte wahrscheinlich mehr auf den Wirkungen von Alfalfa als den Wirkungen von Trauben-Silberkerze. Es gibt Hinweise darauf, dass Alfalfa die Funktion des Immunsystems verbessern könnte, was die Wirkung von Medikamente wie Cyclosporin, die zur Verhinderung einer Abstoßung von Spenderorganen verwendet werden, reduzieren könnte.

Wechselwirkungen

Bei einer Kombination von Alfalfa mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Hormonelle Verhütungsmittel (Antibabypille):

Einige Antibabypillen enthalten Östrogen. Alfalfa könnte in einigen Bereichen eine ähnliche Wirkung wie Östrogen aufweisen, die jedoch nicht so stark wie die des in Antibabypillen enthaltenen Östrogens ausfällt. Die Einnahme von Alfalfa könnte die Effektivität der Antibabypille reduzieren. Aus diesem Grund sollten während der Einnahme von Alfalfa zusätzlich Maßnahmen zur Verhütung wie z.B. Kondome verwendet werden.

 

Östrogenpräparate

Große Mengen von Alfalfa könnten in einigen Bereichen eine ähnliche Wirkung wie Östrogen aufweisen, wobei die Wirkung nicht so stark wie bei Östrogenpräparaten ausfällt. Die Einnahme von Alfalfa in Kombination mit Östrogenpräparaten könnte die Effektivität dieser Präparate reduzieren.

 

Medikamente, die die Funktion des Immunsystems reduzieren

Alfalfa scheint die Funktion des Immunsystems zu verbessern. Durch eine Verbesserung der Funktion des Immunsystems könnte Alfalfa die Effektivität von Medikamenten reduzieren, die die Funktion des Immunsystems reduzieren.

 

Medikamente, die die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht erhöhen

Einige Medikamente können die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht erhöhen. Auch Hohe Dosierungen von Alfalfa können die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht erhöhen. Die Einnahme von Alfalfa in Verbindung mit Medikamenten, die die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht erhöhen können, könnte das Risiko für Sonnenbrand, Bläschenbildung der Haut oder Hautausschläge bei Hautbereichen erhöhen, die der Sonne ausgesetzt sind. Aus diesem Grund sollte man einen Sunblocker verwenden und schützende Kleidung tragen, wenn man Zeit in der Sonne verbringt.

Aminosäuren

Aminosäuren

Die Aminosäure ist der Grundbaustein jedes Eiweißkörpers oder Proteins. Korrekt bezeichnet handelt es sich um Aminocarbonsäuren, die eine Aminogruppe (-NH2) und eine Carboxylgruppe (-COOH) enthalten.
Die Aminosäuren haben eine gemeinsame Grundbauweise, unterschiedliche Aminosäuren unterscheiden sich nur durch ihreCarboxylgruppe (R). Aminosäuren werden in letzter Zeit immer häufiger als sicheres und wirksames Mittel der Leistungssteigerung und Alternative zu anabolen Steroiden propagiert. Auch wenn ihre Wirkung nicht mit den Megadosen anaboler Steroide verglichen werden kann, ermöglichen sie dem Sportler permanente Fortschritte auf natürliche Art.
Im Gegensatz zu den Proteinkonzentraten werden Aminosäuren in isolierter Form nicht primär als Aufbaunahrung eingesetzt, sondern man schreibt ihnen pharmakologische und leistungssteigernde Wirkungen zu, so z.B. die Steigerung der Wachstumshormonsynthese (Arginin und Ornithin), Beeinflussung psychischer Vorgänge oder die Erhöhung der Wachstumshormonausschüttung (Tryptophan). Vor allem die verzweigtkettigen Aminosäuren Isoleucin, Leucin und Valin sollen zu einer Verminderung kataboler Prozesse, die vor allem durch intensive körperliche Belastungen hervorgerufen werden, einen wichtigen Beitrag leisten.
Aminosäurepräparate werden hergestellt, in dem ein Ausgangsprotein durch einen Hydrolyseprozess (Vorverdauungsprozess) in die Aminosäurebausteine zerlegt wird. Man unterscheidet drei Arten von Hydrolyseprozessen, die das Endresultat entscheidend beeinflussen können: die Säure-, Basen- sowie die enzymatische Aufspaltung.
Bei der Säureaufspaltung erreicht man die Hydrolysierung mit Hilfe aggressiver Säuren. Nachteilig hierbei ist, dass ein Teil der Aminosäuren schon beim Herstellungsvorgang zerstört wird. Bei dem Prozess werden Teile der schwefelhaltigen Aminosäuren oxidiert, wobei Asparagin und Glutamin in Asparagin- und Glutaminsäure umgewandelt werden. Bei der basischen Proteinaufspaltung werden Aminosäuren teilweise in die D-Form überführt oder ganz zerstört.
Eine Alternative stellt die enzymatische Hydrolyse dar, bei der die Aufspaltung unter Zuhilfenahme von Verdauungsenzymen geschieht, wodurch den Aminosäuren kein Schaden zugefügt wird. Die auf diese Weise gewonnenen Aminosäuren sind zwar teurer, jedoch qualitativ hochwertiger und effektiver. Sie sind auf jeden Fall den beiden anderen Verfahren vorzuziehen.
Wie bei den Proteinkonzentraten und Proteinhydrolysaten ist für die Güteklasse auch hier das Ausgangsprodukt von Bedeutung. Das Molkenprotein (Lactatalbumin) ist neben dem Eialbumin und Casein (Milcheiweiß) am hochwertigsten. Von Präparaten, die aus Plasmaprotein oder Kollageneiweiß hergestellt werden, ist allerdings abzuraten, da beim Herstellungsprozess oftmals absolut minderwertige Schlachtabfälle bzw. Sehnen von Schlachttieren verwendet werden.

 

* für den Säugling essentiell

Von den bekannten über 200 Aminosäuren kann der Mensch aber nur aus 22 Aminosäuren alle Eiweiße bilden, die er benötigt. Man unterscheidet zwischen essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren. Die essentiellen Aminosäuren kann der Körper nicht selber herstellen und müssen daher täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Die semiessentiellen (halb-essentiellen) Aminosäuren kann der Körper dagegen unter bestimmten Stoffwechselumständen nicht in ausreichender Menge bilden. Die übrigen nicht essentiellen Aminosäuren können vom Körper aus den anderen (essentiellen) Aminosäuren synthetisiert werden.
In der Natur liegen sie fast nur in der L-Form vor und haben alle den selben Grundaufbau.
R ist die Restgruppen, in dem sich die Aminosäuren unterscheiden. Die Aminogruppe kann als Base, die Carboxylgruppe als Säure fungieren. So liegen in natura die α-Aminosäuren in ionisierte Form vor. In Wasser sind sie deshalb meist gut löslich, hingegen in den meisten unpolaren Lösungsmitteln schlecht bis nicht löslich. Man kann die Aminosäuren nach verschiedenen Kriterien unterteilen:


Nach Säuregrad der Seitenkette:

  • säure Seitenkette
  • basische Seitenkette
  • neutrale Seitenkette

 

Nach Polarität der Seitenkette:

  • unpolare Seitenkette
  • ungeladene polare Seitenkette
  • geladene polare Seitenkette

 

 

 

Die wichtigsten Aminosäuren im Überblick

 

Arginin

 

Wirkung

Zu der Wirkung gehört, dass es die Durchblutung der Muskulatur verbessert, was wiederum für einen intensiveren Pump während des Trainings sorgt. Die Folge ist, dass mehr Nährstoffe in die Muskelzellen befördert werden. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Arginin bei Bluthochdruck und Insulinresistenz besonders sinnvoll ist. Eine unlängst erschienene Studie zeigt, dass Arginin die Kraftleistung im Training verbessern kann. Arginin ist der Hauptbestandteil der meisten Stickstoff (NO)- Pump- Produkte.

 

Funktion

Im Körper wird Arginin zu Stickoxid umgewandelt. Stickoxid ist wiederum eine Substanz, die zur Erweiterung der Blutgefäße führt. Ferner ist Stockoxid an der Weiterleitung von Nervenimpulsen beteiligt und kann sogar Muskelwachstum fördern. Arginin fördert des Weiteren die Ausschüttung von Insulin & Wachstumshormon.

 

Dosierung

Allgemein gesagt sind 3-5g in Form von L-Arginin oder Arginin-alpha-Ketogluterat (AAKG) 2-3x pro Tag auf leeren Magen ausreichend. Eine der Einnahmen sollte 30 – 60min vor dem Training stattfinden.

 

BCAA (Verzweigtkettige Aminosäuren: Leucin, Isoleucin, Valin)

 

Wirkung

Bei den 3 verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA) handelt es sich um Leucin, Isoleucin und Valin. Die Bedeutung dieser Aminosäuren im Bodybuilding ist seit Jahrzehnten bekannt. BCAA´s gehören zu den wichtigsten Aminosäuren für den Aufbau, sowie Erhalt und die Reparatur der Muskelzellen. Es hat sich ferner erwiesen, dass sie muskelprotein- und muskelglykogenschonende Wirkung haben. Sie wirken sich auch positiv auf die Fettverbrennung und das Immunsystem aus.

 

Funktion

Diese 3 Aminosäuren wirken synergisch (d.h. Eine Aminosäure fördert die Wirkung der anderen) und sollten deshalb zusammen genommen werden. Leucin ist die wichtigste Aminosäure dieser Gruppe, da sie wie der Funke für das Muskelwachstum wirkt. Die beiden anderen Aminosäuren liefern die Bausteine, wenn der Prozess erst einmal ins Rollen gebracht ist. Da die verzweigtkettigen Aminosäuren auch Glutamin schonen, wirken sie indirekt auf das Immunsystem.

 

Dosierung

BCAA´s sollten auf leeren Magen genommen werden. Am besten morgens vor dem Frühstück, vor dem Training & nach dem Training jeweils 5gr Leucin, 2,5gr Isoleucin & 2,5gr Valin.

 

Carnitin

 

Wirkung

Carnitin ist in erster Linie für seine Rolle im Fettstoffwechsel bekannt. Neue Forschungsarbeiten haben jedoch gezeigt, dass es auch die Muskelzellen vor dem Abbau schützen kann. Gleichzeitung hat es es eine positive Wirkung auf die Denkleistung und den Testosteronspiegel. Ferner kann es die Wirkung von Testosteron innerhalb der Muskelzelle verbessern.

 

Funktion

Carnitin ist eine aminosäureähnliche und vitaminähnliche Substanz.Es wird aus den Aminosäuren Lysin & Methionin sowie den Vitaminen C & B6 sowie Eisen hergestellt. Es unterstützt die Fettverbrennung, indem die es den Transport von Fettsäuren zu den Mitochondrien (die Kraftwerke im Körper) verbessert, wo die Fette oxidiert werden. Es besteht auch die Vermutung dass Carnitin die Durchblutung der Muskulatur erhöhen kann, was den Sauerstofftransport verbessert und die Muskelerschöpfung und Schäden in den Muskelzellen vermindert. Weitere Studien haben gezeigt, das Carnitin die Anzahl der Testosteron- Rezeptoren erhöhen kann. Da Testosteron für das Muskelwachstum von großer Bedeutung ist, kann man vermuten, dass die erhöhte Anzahl von Testosteron- Rezeptoren das Muskelwachstum verbessert. Im Gehirn liegen vor allem das so genannte Acetyl- L- Carnitin vor, wo es zur Verbesserung der Denkleistung beiträgt.

 

Dosierung

Man sollte pro Tag 2-4g Carnitin als L-Carnitin oder Acetyl-L-Carnitin auf nüchternen Magen nehmen. Dies sollte auf 2-3 Einheiten aufgeteilt werden.

 

Carnosin

 

Wirkung

Carnosin wirkt sich positiv sowohl auf die Muskelkraft als auch auf die Ausdauer aus. Daneben fördert es das Muskelvolumen und wirkt als Antioxidant. Auf diese Weise kann es sowohl das Muskelwachstum fördern, als auch durch intensives Training entstandene Muskelschäden reduzieren.

 

Funktion

Carnosin besteht aus 2 Aminosäuren (Histidin & Beta Alanin), weshalb es auch Beta Alanin- LHistidin bezeichnet wird. Es verbessert sowohl die Muskelkraft, als auch die Ausdauer, indem die beim Training entstehende Milchsäure neutralisiert. Es kommt auch ähnlich wie bei Creatin, zu einer Zunahme an Muskelvolumen. Ferner ist es ein Antioxidant, womit es Schäden an den Muskelzellen, die durch das Training hervorgerufen werden, minimieren kann.

 

Dosierung

1-1,5g zweimal pro Tag. Eine Dosierung am besten vor dem Training.

 

Citrullin

 

Wirkung

Diese Aminosäure wird im Körper zu Arginin umgewandelt und kann die Stickoxid (NO) und die Wachstumshormon- Produktion verbessern. Citrullin ermöglicht ein längeres Training, indem es das Einsetzen der Erschöpfung verzögert.

 

Funktion

Citrullin wird relativ zügig im Körper in Arginin umgewandelt. Auf diese Weise liegt mehr Arginin für die Stickoxid- Produktion und die Auslösung von Wachstumshormon vor. Ferner ist Citrullin auch am Abtransport von Ammoniak aus dem Körper beteiligt. Ammoniak ist ein schädliches Abfallprodukt des Aminosäurestoffwechsels, das schnell entsorgt werden muss, da es andernfalls die Denkleistung negativ beeinflussen kann. Citrullin- Malat ist die übliche Form dieser Aminosäure. Diese Kombination kann auch das beim Training entstandene Lactat (Milchsäure) neutralisieren. Auf diese Weise wird die Erschöpfung beim Training verzögert.

 

Dosierung

Man kann 3g Citrullin 2mal täglich auf nüchternen Magen nehmen. An Trainingstagen sollte man eine Dosierung 30- 60min vor dem Training nehmen, die zweite am Ende des Trainings.

 

Glutamin

 

Wirkung

Glutamin ist unter Bodybuildern beliebt, weil es die Regeneration nach dem Training, das Muskelwachstum und das Immunsystem unterstützt. Daneben hat es zahlreiche weitere Funktionen im Stoffwechsel, die für Athleten von Vorteil ist. Es kann auch den Wachstumshormonspiegel anheben, die Konzentrationsfähigkeit verbessern und möglicherweise das Verlangen nach Süßigkeiten reduzieren.

 

Funktion

Glutamin ist die am mengenmäßig häufigst vorkommende Aminosäure im Blutstrom. Dank ihrer Funktionen im Stoffwechsel kann sie den Abbau von Muskelprotein verhindern. Ferner wird Glutamin als Energiequelle für das Immunsystem herangezogen. Es kann auch die Speicherung von Glykogen (Kohlenhydraten) in der Muskulatur fördern und das Muskelvolumen verbessern. Es ist auch an der Produktion von Bicarbonat beteiligt (Substanz die Säure neutralisiert). Glutamin gehört nicht zu den lebensnotwendigen Aminosäuren, da der Körper diese aus anderen Aminosäuren synthetisieren kann. Die zusätzliche Zufuhr von Glutamin kann jedoch die körpereigenen Glutaminreserven schonen, was gerade bei intensiver Belastung von erheblicher Bedeutung ist. Wird der Glutaminspeicher angegriffen, besteht die Gefahr einer Beeinträchtigung des Immunsystems und des Muskelabbaus.

 

Dosierung

Man kann bis zu 5-10gr zwei bis viermal pro Tag auf nüchternen Magen nehmen. Am besten nach dem Aufstehen, vor & nach dem Training und vor dem Schlafen gehen,

 

Taurin

 

Wirkung

Taurin kann die Muskelkontraktion unterstützen, was einem erlaubt beim Training mehr Kraft zu entwickeln. Diese Wirkung trifft auch auf die Herzmuskulatur zu, weshalb es möglich ist, dass Taurin sowohl Ausdauer als auch Kraftleistung fördern kann. Taurin kann auch als Transportmolekül eingesetzt werden, da es in der Lage ist mehr Flüssigkeit in die Muskelzellen einzuschleusen. Dies kann das Muskelwachstum und die Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen. Zudem liefert Taurin der Muskulatur einen gewissen Schutz gegen aggressive Substanzen.

 

Funktion

Taurin ist ein Abbauprodukt des Cysteins (eine Aminosäure), aber nicht direkt eine Aminosäure. Es wird im Körper auf natürliche Weise synthetisiert und ist sowohl am Muskel- als auch am Gehirnstoffwechsel beteiligt. Ferner hat es auch eine Funktion bei der Verstoffwechselung von Fettsäuren. Körperliche Belastung führt zu einem Sinken des Taurin- Spiegels in der Muskulatur, weshalb manche Forscher der Meinung sind, dass eine gezielte Zufuhr von Taurin vor und während des Trainings die Ausdauer und Kraftleistung verbessern kann. Diese Ansicht wird teilweise durch Forschungsberichte untermauert.

 

Dosierung

2-6g pro Tag verteilt auf 2 Einheiten, am besten morgens und vor dem Training.

 

Tyrosin

 

Wirkung

Um die Intensität im Training zu verbessern, sollte man morgens Tyrosin nehmen. Tyrosin hat einen sehr guten anregenden Effekt auf den Geist und den Körper und kann sowohl die Konzentrationsfähigkeit verbessern als auch die Fettverbrennung ankurbeln und den Appetit senken. Des weiteren verstärkt Tyrosin die Wirkung von Koffein, da Koffein die körpereigenen Tyrosinspeicher leert.

 

Funktion

Tyrosin wird im Stoffwechsel über mehrere Stufen in das Hormon Noradrenalin umgewandelt. Noradrenalin ist ein wichtiges Hormon und Botenstoff im Nervensystem. Es erhöht die Aufmerksamkeit und die Stoffwechselrate, was wiederum die Fettverbrennung anregt. Die meisten Fatburner versuchen auf die ein oder andere Weise die Wirkung von Noradrenalin zu imitieren. Die Umwandlung von Tyrosin zu Noradrenalin geht über die Zwischenstufe des sogenannten Dopamins, einer Substanz welche die Aufmerksamkeit und Konzentration während des Trainings verbessern kann.

 

Dosierung

1-2g am besten morgens auf nüchternen Magen nehmen. Oder 1-2g vor dem Training, falls man müde und abgeschlagen ist. Wer Einschlafproblemen hat, sollte Tyrosin nicht nach 15 Uhr nachmittags einsetzen.

 

Tryptophan

 

Wirkung

Tryptophan ist eine lebensnotwendige Aminosäure, d.h. Essentiell!!

Tryptophan kann als Serotoninvorläufer zu innerer Ausgeglichenheit, besserem Schlaf sowie dem Abbau von Depressionen und Angstzuständen führen. Tryptophan verbessert auch die Erholung von Belastungen (zB. Training) und anderen Stressfaktoren. Außerdem vermag es Kopfschmerzen, sowie Heißhunger zu verringern.

 

Funktion

L- Tryptophan kann als natürliche Einschlafhilfe, Anti-Depresiva eingesetzt werden. Sehr sinnvoll zB. wenn man abends im Bett liegt und zu aufgekratzt ist und nicht einschlafen kann, liefert diese Aminosäure einen wertvollen Beitrag beim „Runterfahren“ des Körpers....

 

Dosierung


1-2gr auf nüchternen Magen 60min vor dem Schlafengehen.

Dandelion

Dandelion, Taraxacum Officinale, Löwenzahn

 

Orte und Wachstum

Wiesen, an feuchten aber auch an eher trockenen Plätzen wo andere Pflanzen schon nicht mehr gedeihen können. Es darf nur nicht zu feucht bzw. sumpfig sein.
Die Pflanze gilt als sehr anpassungsfähig, wächst üppig und regeneriert sich (z.B. nach Abgrasung durch Weidetiere) sehr schnell. Die Blätter wachsen in Rosettenform und haben gezahnte Ränder (daher der Name). Die Blüten haben eine satte gelbe Farbe, ähnlich der Sumpfdotterblume. Die Blütenblätter sind... (Sie kennen sie ja...) Die Blüten schließen sich bei Einritt der Dämmerung zum Zentrum hin. Das Auffällige an ihnen ist, dass sie sich bei schlechtem Wetter oder trüben Tagen, oder bei Herannahen eines Regen-Gewittertiefs wieder schließen bzw. erst gar nicht öffnen. Die Blüten sitzen auf einem 5cm bis 35 cm langen Stiel der innen hohl ist. Die Pflanze enthält in Stiel und Wurzel einen weißen Milchsaft.


Bestandteile/Inhaltsstoffe

Als da wären zu nennen, Kalium, Calcium, Mangan, Natrium, Schwefel, Kieselsäure, Cholin, Bitterstoffe, Stärke als Inulin (ca. 15%), Fette, Enzyme, Wachs, Schleim, Kautschuk, ca. 4,5% Zuckerstoffe, Lävulin und Taraxin.

Der Milchsaft ist eine, bei Austritt verlebende, Emulsion mit Gummi,-Harz,- und Kautschuckkörnchen als Suspension Einnahme bzw. Verzehr der Milch verursacht, wie schon Hahnemann bemerkte, Leibbeschwerden, weshalb sie als toxisch angesehen wird. Der Gehalt der einzelnen Stoffe schwankt stark und ist abhängig vom Zeitpunkt der Ernte. Im Frühjahr ist der Bitterstoffgehalt am höchsten. Im August ist der Inulingehalt am höchsten und im September der Taraxingehalt.


Vorbemerkung:

Löwenzahn ist sehr vielseitig. Er wird häufig auch als Nahrungsmittel angewendet. So zum Beispiel als Salat aber auch !als Futtermittel auf den Weiden und als Hasenfutter. Wobei allerdings nur die Blätter zur Verwendung kommen. Es ist beobachtbar, dass Weidetiere bei Verzehr von Löwenzahn die Blüten und Blütenstängel meiden und auch Hasen gibt man die Blutenstengel und die Wurzel nicht zu fressen. Der Milchsaft wurde früher zur Behandlung von Augenkrankheiten verwendet (griechisch: taraxis=Augenentzündung und akeomai= ich heile Taraxacum)


Seine phytotherapeutischen Anwendungsgebiete

Verdauungsbeschwerden, zur Blutreinigung z.B. bei Frühjahrskuren, Oberbauchbeschwerden (Leber-Galle, Bauchspeicheldrüse, Magenbeschwerden), Blasenleiden, Gelenkleiden, bei Beschwerden innerhalb des rheumatischen Formenkreises, Hautausschläge, zur Entschlackung.

Löwenzahn hat eine stark diuretische Wirkung (nicht Abends einnehmen! s.o.). Daher kann er auch gut bei herzbedingten Ödemen angewendet werden.
Im Bereich des Leber-Galle-Systems fällt Taraxacum off. besonders bei Stauungsikterus spezifisch auf.
Weitere Anwendungsgebiete sind Wassersucht, Gicht, Lungenblutungen, Verschleimungen der Lunge, Hämorrhoiden. Da Taraxacum off. starke diuretische Wirkung besitzt ist anzunehmen, dass es auch bei Nieren-Blasenleiden mit polyuretischem Symptombild (Blasenschwäche mit häufigem Harndrang, Nykturie) Wirkung zeigt. (s.u.)

Sicherheit und Nebenwirkungen

Löwenzahn ist für die meisten Menschen wahrscheinlich sicher und unbedenklich, wenn er in nahrungsmittelüblichen Mengen verwendet wird. Löwenzahl ist bei einer Verwendung in höheren medizinischen Mengen möglicherweise sicher und unbedenklich.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Sicherheit von Löwenzahnprodukten während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen sicherheitshalber auf Löwenzahnprodukten verzichten.

Allergien auf Besenkraut und verwandte Pflanzen: Löwenzahn könnte bei Menschen, die empfindlich auf Pflanzen der Asteraceae/Compositae Familie reagieren, allergische Reaktionen hervorrufen. Mitglieder dieser Pflanzenfamilie umfassen unter anderem Besenkraut, Chrysanthemen, Ringelblumen, Gänseblümchen und viele weitere. Wenn man unter Allergien leidet, sollte man vor der Einnahme von Löwenzahnprodukten seinen Arzt konsultieren.

 

Wechselwirkungen

Bei einer Kombination von Löwenzahn mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Antibiotika (Quinolon Antibiotika)

Löwenzahn könnte die Menge an Antibiotika, die der Körper absorbiert, reduzieren. Die Einnahme von Löwenzahn in Kombination mit Quinolon Antibiotika könnte die Wirksamkeit dieser Antibiotika reduzieren.

 

Lithium

Löwenzahn könnte eine entwässernde (diuretische) Wirkung besitzen. Die Einnahme von Löwenzahn kann die Lithiumausscheidung durch den Körper beeinträchtigen, was in erhöhten Lithiumspiegeln und ernsthaften Nebenwirkungen resultieren könnte. Aus diesem Grund ist es wichtig vor der Verwendung von Löwenzahn den behandelnden Arzt zu konsultieren, wenn man Lithium einnimmt. Es kann sein, dass die Lithiumdosierung angepasst werden muss.

 

Medikamente, die über die Leber abgebaut werden (Cytochrom P450 1A2(CYP1A2) Substrate)

Einige Medikamente werden durch die Leber abgebaut. Löwenzahn könnte die Geschwindigkeit, mit der die Leber bestimmte Medikamente abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Löwenzahn in Verbindung mit Medikamenten, die über die Leber abgebaut werden, kann Wirkungen und Nebenwirkungen einiger Medikamente verstärken. Aus diesem Grund sollte man vor der Einnahme von Löwenzahn den behandelnden Arzt konsultieren, wenn man Medikamente einnimmt, die über die Leber abgebaut werden.

 

Medikamente, die über die Leber abgebaut werden (glukoronidierte Medikamente)

Der Körper baut einige Medikamente ab, um sie ausscheiden zu können. Die Leber hilft beim Abbau dieser Medikamente. Löwenzahn könnte die Geschwindigkeit, mit der einige Medikamente von der Leber abgebaut werden, erhöhen. Dies könnte die Wirksamkeit einiger dieser Medikamente reduzieren.

 

Diuretika (kaliumsparende Diuretika)

Löwenzahn enthält signifikante Mengen an Kalium. Einige Diuretika können die Kaliumspiegel im Körper erhöhen. Die Einnahme von einigen Diuretika in Kombination mit Löwenzahn könnte die Kaliumspiegel im Körper zu stark erhöhen.

 

Referenzen

  1. Brooke, Elisabeth Von Salbei, Klee und Löwenzahn Bauer Freiburg 1996
  2. Arndt, Ursula Löwenzahn und Frühlingswiese, Eine Werkstatt
  3. Doll, Reinhard Die Gattung Taraxacum 158 S. m. 70 Abb. Ziemsen Wittenberg 1974
  4. Haerkoetter, Gerd u. Marlene Rund um den Löwenzahn Kochen, Heilen, Zauberei Eichborn Frankfurt 1987
  5. Hammelmann, Iris Gesund und vital mit Löwenzahn. 95 S. Falken-Vlg., Niedernhausen 2000
  6. Messerli, Karin Rucola, Bärlauch, Löwenzahn. Die besten Rezepte 64 S. AT Aarau 1999
  7. Scotto, Elisabeth /Christine Fleurent Kürbis, Löwenzahn, Kardonen Christian München 1997
  8. Struth, Thomas LöwenzahnzimmerPhotographien 160 S. Schirmer/Mosel 2001
  9. Topf, Helmut Der Löwenzahn. Taraxacum officinale 48 S. Westarp 2003
  10. Waggerl, Karl Heinrich Begegnung mit dem Löwenzahn 16 S. Text u. zahlr. Fototafeln m. Fotostudie v. Harald Doering u. botan. Erl. v. Gertrud Fast Obst- u. Gartenbauverlag, München (um 1965)

Ginseng

Ginseng, wer hat noch nicht von dieser Pflanze mit seiner wirkungsvollen Wurzel gehört? Die "Wurzel des Lebens aus Asien" oder die "Kraft der Erde" sind ihre Beinamen. Sie weisen schon auf die Geschichte des Ginsengs hin.


Geschichte des Ginseng

Der Ginseng wurde schon vor 2000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilmittel verwendet. Die Ginseng wurzel galt in Asien als Sinnbild für Gesundheit und langes Leben und durfte daher nur von Königen verwendet werden. Dadurch war die Wurzel wertvoller als Gold. Im chinesischen heißt die Ginsengwurzel „Jen Shen“ und bedeutet „Die Kraft der Erde in der Form eines Menschen“. In Korea wird sich auch „Wurzel des Lebens“ genannt. Noch immer gilt dem Ginseng eine große Wertschätzung.
Im 17. Jahrhundert wurde die Ginsengwurzel in Europa populär. Schon früh brachten arabische Seeleute die Pflanze in das maurische Spanien, wurde aber wieder vergessen. Erst im 17. Jahrhundert wurde sie wieder entdeckt, vor allem durch niederländische Seeleute.
Erst im 20. Jahrhundert wurde der Ginseng aufgrund seiner nachgewiesenen Wirkungen als Heilpflanze anerkannt.
Die Ginsengpflanze zählt zur Familie der Araliaceae. Diese bis zu 50 cm hohe Staudenpflanze besitzt eine etwa 15 cm lange und ca. 2 cm dicke, zylinder- bis spindelförmige, häufig geteilte, mit zahlreichen Nebenwurzeln versehene Hauptwurzel, deren Wurzelhals deutlich abgesetzt ist. Der einfache Stängel ist mit Langgestielten, fingerförmig gefiederten Blättern besetzt. Sie sind wirbelig angeordnet. Die Fiederblätter sind gestielt, länglich-eiförmig und haben einen doppelt gesägten Rand. Die Fieder werden nach außen hin kleiner. Die Blüten stehen zahlreich in einer Dolde, die auf einem langen Stiel im Blattwinkel steht. Die Blüte besitzt einen säumigen Blütenkelch, fünf gelblich-weiße Kronblätter, fünf Staubblätter sowie einen zwei- bis dreiflächigen Fruchtknoten mit zwei oder drei Griffeln. Die Pflanze besitzt männliche und zwittrige Blüten und entwickelt eine beerenartige Frucht.


Wirkstoffe

Die Wirkstoffe, die hauptsächlich in Ginsengwurzeln vorkommen, sind die Ginsenoside. Diese gehören zur Stoffgruppe der Saponine. Mittlerweile sind bis zu 30 Ginsenoside bekannt. Diese Ginsenoside werden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Die bestuntersuchten Ginsenoside sind die Ginsenoside Rg1 und Rg2. Diese wirken sehr unterschiedlich, wodurch sich auch das Wechselspiel der verschiedenen Wirkungen erklären lässt. Das Ginsenosid Rg1 wirkt stimulierend und erhöht den Blutdruck. Wobei das Ginsenosid Rg2 beruhigend und blutdrucksenkend wirkt. Neben den Ginsenosiden beinhaltet die Ginsengwurzel auch Vitamine und Mineralstoffe. Besonders erwähnenswert ist das Germanium. Das Germanium soll eine antibakterielle Wirkung besitzen und dazu auch gegen infektiöse Viren und Pilze wirken.

 

Wirkung

Die Wirkung der Ginsengwurzel ist nicht für bestimmte Krankheiten festgelegt. Die Wirkung wird eher in drei Bereiche für die Stärkung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit aufgeteilt:


Antriebskraft
Die Ginsengwurzel versorgt den Körper mit neuer Energie, um so den Antrieb für die gestreckten Ziele zu gewährleisten.

Konzentrationskraft
Eine weitere Wirkung ist die Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und der Gedächtnisleistung.

Widerstandskraft
Die Ginsengwurzel wirkt stärkend auf das Immunsystem und stärkt die Widerstandskraft des Körpers. Der Körper ist dadurch besser gegen Krankheiten geschützt.
Des Weiteren wirkt die Ginsengwurzel als Adaptogen. Bestimmte Über- bzw. Unterfunktionen werden auf die Bedürfnisse des Menschen adaptiert, d.h. ausgeglichen.

Erfahrungsfelder - Ginsengwirkung


Ginseng und Immunsystem

Bedingt durch die Stärkung des Immunsystems und der erhöhten Widerstandskraft des Organismus führen erfahrene „Ginsengkurer“ im Frühjahr und Herbst eine Ginsengkur durch, um so gegen Erkältungskrankheiten gewappnet zu sein.

 

Ginseng und erhöhte Zuckerwerte

Die Einnahme von Ginseng kann sich positiv auf erhöhte Zuckerwerte auswirken. Des Weiteren werden Folgeerscheinungen von Diabetes, wie z.B. Müdigkeit, Nervenleiden und Netzhauterkrankung, reduziert.

 

Ginseng und das Herz-Kreislauf-System

Ginseng wirkt sich regulierend auf den Blutdruck aus und führt gleichzeitig zu einer Stärkung der Herzkraft. Die adaptierende Wirkung von Ginseng bewirkt je nach Ausgangslage, dass zu hoher Blutdruck gesenkt wird oder zu niedriger Blutdruck erhöht wird.
Des Weiteren können Personen mit Auswirkungen von Durchblutungsstörungen, wie zum Beispiel Tinnitus, kalte Hände und Schwindel, von der Einnahme von Ginseng profitieren.


Ginseng und Leber

Bei einer längeren Einnahme von Ginseng wurde zum einen die Entgiftungsfunktion der Leber gestärkt und zum anderen eine schnellere Regeneration festgestellt.

 

Ginseng und Krebs

Aufgrund der stärkenden Wirkung des Ginsengs auf die Widerstandskraft des Körpers eignet sich Ginseng auch begleitend als Dauertherapie zur körperlichen Stärkung. Des Weiteren bietet es sich auch begleitend zur Chemotherapie oder nach Operationen an, um die Eingriffe besser zu verkraften.

 

Ginseng und Erschöpfungszustände

Ginseng sorgt für mehr Energie und Ausdauer, indem Ginseng den Zellstoffwechsel anregt und dadurch für eine vermehrte Energieproduktion sorgt.

 

Ginseng und Nervensystem

Einen ausgleichenden Einfluss hat Ginseng auf den Gehirnstoffwechsel, des Weiteren aktiviert Ginseng die Gehirntätigkeit. Auswirkung davon sind die Steigerung der Konzentrationskraft, der Gedächtnisleistung und der Stressresistenz.

 

Inhaltsstoffe der Ginsengwurzel stoppen antioxidative Prozesse

Eine der geläufigsten Theorien von Alterprozessen geht von der mit dem Alter zunehmend schädlichen Wirkung freier Radikale aus. Im Tiermodell gelang der Nachweis, dass Altersprozesse zur Hemmung des antioxidativen Systems und zur Anhäufung von Fettstoffwechselprodukten führen - Inhaltsstoffe der Ginsengwurzel schwächen diese Prozesse ab und schützen vor oxidativen Schäden. Eine der wesentlichen Grundlagen für Maßnahmen im Sinne von Anti-Aging ist die Verbesserung des antioxidativen Abwehrsystems, um Schäden durch freie Radikale zu begrenzen bzw. Alterungsprozessen vorzubeugen. Wissenschaftler des Instituts für Naturmedizin der Toyama-Universität in Japan benutzten ein Tiermodell (schnell alternde Mäuse), um die Beziehung zwischen Alterung und dem antioxidativen Abwehrsystem sowie die Wirkung von Ginseng-Saponinen (Ginsenosid-Rd) auf dieses System zu untersuchen. Zahlreiche Parameter des antioxidativen Abwehrsystems wurden gemessen: Glutathion/Glutathiondisulfid-Redox-Status, antioxidative Enzymaktivität und der Grad der Lipid-Peroxidation.

Bei den 11 Monate alten Tieren war der Redox-Status im Vergleich zu fünf Wochen alten Tieren deutlich reduziert. Nach 30-tägiger Fütterung mit 1 oder 5 mg (pro Kilogramm Körpergewicht) Ginsenosid-Rd hatte sich der Redox-Status 10 Monate alter Tiere signifikant verbessert. Durch Ginsenosid-Rd stiegen auch die Aktivitätswerte von Glutathion-Enzymen (Reduktase, Peroxidase) bei alten Tieren signifikant an. Darüber hinaus wurden Enzymaktivitäten (SOD, Katalase) gemessen, die darauf hinweisen, dass das antioxidative Abwehrsystem mit zunehmendem Alter blockiert wird.
Bei Tieren, die Ginsenosid-Rd erhalten hatten, waren solche Blockadeeffekte nicht zu beobachten. Indikatoren der Fettstoff-Peroxidation (Malondialdehyd) im Blutserum und in der Leber traten mit zunehmendem Alter vermehrt auf. Ginsenosid-Rd hingegen hemmte die Fettstoff-Peroxidation, die vor allem für Prozesse der Gefäßalterung von großer Bedeutung ist.
Offensichtlich greift Ginsenosid-Rd durch Veränderung des Redox-Status in einen Schlüsselmechanismus zur Verbesserung des Abwehrsystems ein, verhindert die zunehmende Blockade der antioxidativen Abwehr sowie die Anhäufung von Fettstoff-Peroxidationsprodukten und schützt vor oxidativen Schäden.


Bedarf im Sport

Ginseng-Präparate können die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigern. Insbesondere bei Sportlern konnte eine Steigerung der Leistungsfähigkeit durch Ginseng nachgewiesen werden. Für den Sportler sind die regenerativen und Anti-Stress-Eigenschaften des Ginseng von besonderer Bedeutung. Offensichtlich kommt es bei der Gabe von Ginseng zu einer verstärkten Einlagerung von Glykogen in der Leber und zu einer verbesserten Ausnutzung der Glykogenreserven der Muskulatur. So wird Lactat langsamer gebildet und auch verstärkt abgebaut. Auch lohnt sich die Einnahme von Ginseng in Situationen hoher Belastung, etwa im Hochleistungstraining, in der Wettkampfphase und zur besseren Regeneration nach anstrengenden Trainingseinheiten. Eine weitere Anwendung wäre denkbar zur Unterstützung der Leberfunktionen bei Einnahme oraler anaboler Steroide. Meine Empfehlung ist eine Tagesdosis von 1-2g am Tag. Es sind auch keine Nebenwirkungen bekannt.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Panax Ginseng ist für die meisten Erwachsenen bei oraler Einnahme für weniger als 3 Monate möglicherweise sicher und unbedenklich. Panax Ginseng ist bei einer Langzeitanwendung möglicherweise nicht sicher und unbedenklich. Wissenschaftler glauben, dass Panax Ginseng einige hormonähnliche Wirkungen besitzen könnte, die bei einer Langzeitverwendung schädlich sein könnten.

Die häufigste Nebenwirkung sind Schlafprobleme. Weniger häufig kommt es zu Menstrualproblemen, Brustschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz, hohem oder niedrigem Blutdruck, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Durchfall, Juckreiz, Hautausschlägen, Schwindel, Veränderungen der Stimmungslage, Vaginalblutungen und anderen Nebenwirkungen.

Ungewöhnliche Nebenwirkungen, von denen berichtet wurde, umfassen einen schweren Hautausschlag, der als Stevens-Johnson Syndrome bezeichnet wird, Leerschäden und schwere allergische Reaktionen.

Eine Creme für Männer, die zu früh zum Orgasmus kommen, die Panax Ginseng und andere Inhaltsstoffe enthält, scheint sicher und unbedenklich zu sein, wenn sie auf den Penis aufgetragen und nach eine Stunde wieder entfernt wird. Diese Creme kann leichte Schmerzen und Reizungen oder ein brennendes Gefühl hervorrufen. Es ist nicht bekannt, ob diese Creme bei wiederholter Langzeitanwendung sicher und unbedenklich ist.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Schwangere Frauen sollten Panax Ginseng nicht verwenden. Panax Ginseng ist während der Schwangerschaft möglicherweise nicht sicher und unbedenklich. Eine der in Panax Ginseng enthaltenen Chemikalien kann bei Tieren Geburtsdefekte hervorrufen.

Es ist nicht genug über Sicherheit und Unbedenklichkeit von Panax Ginseng während der Stillzeit bekannt, weshalb stillende Frauen sicherheitshalber auf Panax Ginseng verzichten sollten.

Kleinkinder und Kinder: Panax Ginseng ist für Kleinkinder und Kinder wahrscheinlich nicht sicher und unbedenklich. Eine Panax Ginseng Einnahme durch Kleinkinder wurde mit Vergiftungen, die tödlich enden können, in Verbindung gebracht. Über Sicherheit und Unbedenklichkeit bei älteren Kindern ist nicht genug bekannt. Bis mehr bekannt ist, sollte Panax Ginseng nicht von Kindern verwendet werden.

“Autoimmunerkrankungen” wie multiple Sklerose, systemischer Lupus Erythematosus, rheumatische Arthritis oder andere: Panax Ginseng könnte bewirken, dass das Immunsystem aktiver wird und dies könnte die Symptome von Autoimmunerkrankungen verschlimmern. Aus diesem Grund ist es am besten Panax Ginseng zu meiden, wenn man unter einer dieser Krankheiten leidet.

Blutgerinnungsstörungen: Ginseng scheint die Blutgerinnung zu beeinträchtigen. Man sollte Panax Ginseng nicht verwenden, wenn man unter Blutgerinnungsstörungen leidet.
Herzkrankheiten: Panax Ginseng kann am ersten Tag der Anwendung Herzrhythmus und Blutdruck geringfügig beeinflussen. Es kommt jedoch für gewöhnlich bei einer kontinuierlichen Verwendung zu keinen Veränderungen. Panax Ginseng wurde nicht bei Personen mit Herz-Kreislauf Erkrankungen untersucht. Man sollte Panax Ginseng mit Vorsicht verwenden, wenn man unter einer Herzkrankheit leidet.

Diabetes: Panax Ginseng könnte den Blutzuckerspiegel senken und eine Einnahme von Panax Ginseng in Verbindung mit Diabetesmedikamenten könnte den Blutzuckerspiegel zu stark senken, weshalb Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel sorgfältig kontrollieren sollten, wenn sie Panax Ginseng verwenden. Es ist möglich, dass die Dosierung von Diabetesmedikamenten angepasst werden muss.

Hormonsensitive Erkrankungen wie Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Eierstockkrebs und Endometriose: Panax Ginseng enthält als Ginsenoside bekannte Chemikalien, die wie Östrogen wirken können. Wenn man unter einer Krankheit leidet, die durch Östrogen verschlimmert werden könnte, sollte man Panax Ginseng nicht verwenden.

Schlafprobleme: Hohe Panax Ginseng Dosierungen wurden mit Schlaflosigkeit in Verbindung gebracht. Wenn man unter Schlafproblemen leidet, sollte man Panax Ginseng mit Vorsicht verwenden.

Schizophrenie: Hohe Panax Ginseng Dosierungen wurden bei Menschen, die unter Schizophrenie leiden, mit Schlaflosigkeit und Erregung in Verbindung gebracht. Wenn man unter Schizophrenie leidet, sollte man bei der Verwendung von Panax Ginseng vorsichtig sein.

Organtransplantationen: Panax Ginseng könnte die Aktivität des Immunsystems erhöhen. Dies könnte die Wirksamkeit von Medikamenten beeinträchtigen, die nach Organtransplantationen verabreicht werden, um die Gefahr einer Abstoßung des Spenderorgans zu reduzieren. Wenn man ein Spenderorgan erhalten hat, sollte man Panax Ginseng nicht verwenden.

 

Wechselwirkungen

Bei einer Kombination von Panax Ginseng mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Alkohol

Der Körper baut Alkohol ab, um ihn ausscheiden zu können. Panax Ginseng könnte die Geschwindigkeit, mit der der Körper Alkohol abbaut, erhöhen.

 

Koffein

Koffein kann die Funktion des Nervensystems beschleunigen. Durch eine Beschleunigung der Funktion des Nervensystems kann Koffein die Herzfrequenz erhöhen und ein Gefühl der inneren Unruhe hervorrufen. Die Einnahme von Panax Ginseng in Kombination mit Koffein könnte ernsthafte Nebenwirkungen inklusive beschleunigter Herzfrequenz und hohem Blutdruck hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man eine Kombination von Koffein mit Panax Ginseng meiden.

 

Furosemid

Einige Wissenschaftler glauben, dass Panax Ginseng die Wirksamkeit von Furosemid reduzieren könnte. Es gibt jedoch nicht genügend Informationen, um eine Aussage darüber treffen zu können, ob dies einen großen Grund zur Sorge darstellen könnte.

 

Medikamente, die über die Leber abgebaut werden (Cytochrom P450 2D6 (CYP2D6) Substrate)

Einige Medikamente werden durch die Leber abgebaut. Panax Ginseng könnte die Geschwindigkeit, mit der die Leber bestimmte Medikamente abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Panax Ginseng in Verbindung mit Medikamenten, die über die Leber abgebaut werden, kann Wirkungen und Nebenwirkungen einiger Medikamente erhöhen. Aus diesem Grund sollte man vor der Einnahme von Panax Ginseng den behandelnden Arzt konsultieren, wenn man Medikamente einnimmt, die über die Leber abgebaut werden.

 

Medikamente gegen Depressionen (MAO Hemmer (Monoamin Oxidase Hemmer))

Panax Ginseng könnte den Körper anregen. Auch einige Medikamente gegen Depressionen können den Körper anregen. Eine Einnahme von Panax Ginseng in Kombination mit diesen Medikamenten gegen Depressionen könnte eine zu starke Anregung hervorrufen. Dies kann Nebenwirkungen wie Angstzustände, Kopfschmerzen, Ruhelosigkeit und Schlaflosigkeit hervorrufen.

 

Diabetesmedikamente

Panax Ginseng könnte den Blutzucker senken. Auch Diabetesmedikamente werden verwendet, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Die Einnahme von Panax Ginseng in Kombination mit Diabetesmedikamenten könnte ein zu starkes Absinken des Blutzuckerspiegels zur Folge haben. Aus diesem Grund sollte der Blutzuckerspiegel sorgfältig überwacht werden. Es ist möglich, dass die Dosierung der Diabetesmedikamente angepasst werden muss.

 

Medikamente, die die Funktion des Immunsystems reduzieren

Panax Ginseng verbessert die Funktion des Immunsystems. Durch eine Verbesserung der Funktion des Immunsystems könnte Panax Ginseng die Effektivität von Medikamenten reduzieren, die die Funktion des Immunsystems reduzieren.

 

Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen

Panax Ginseng könnte die Blutgerinnung verlangsamen. Die Einnahme von Panax Ginseng in Verbindung mit Medikamenten, die auch die Blutgerinnung verlangsamen, könnte das Risiko für Blutungen und die Neigung zu Blutergüssen erhöhen.

Einige Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen können, umfassen unter anderem Aspirin, Diclofenac (Voltaren), Ibuprofen, Naproxen und weitere.

 

Stimulanzien

Stimulanzien beschleunigen die Funktion des Nervensystems. Durch eine Beschleunigung der Funktion des Nervensystems können Stimulanzien die Herzfrequenz beschleunigen und ein Gefühl der inneren Unruhe hervorrufen. Die Einnahme von Panax Ginseng in Kombination mit Stimulanzien könnte ernsthafte Nebenwirkungen inklusive beschleunigter Herzfrequenz und hohem Blutdruck hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man eine Kombination von Panax Ginseng mit Stimulanzien meiden.

Einige Stimulanzien sind Epinephrin, Phentermin, Pseudoephedrin und viele weitere.

Referenzen

  1. Arndt K. (HG.) (2001) Handbuch Nahrungsergänzungen-Bedeutung und Anwendung leistungssteigernder Substanzen für Bodybuilding und Kraftsport. Seiten: 185-189
  2. Bahrke MS, Morgan WP (1994) Evaluation of the ergogenic properties of ginseng. Sports Med 18: 229-48
  3. Fulder S (1998) Ginseng: Magical Herb Of The East. Thorsons Pub.Wellingborough

Green Tea

Grüner Tee hilft bei der Fettverbrennung

Nach neuesten Untersuchungen muss man zu dem Schluss gelangen, dass Tee und insbesondere grüner Tee bei und zur Gewichtsabnahme eine Rolle spielen kann. In einer von Wissenschaftlern der Universitäten Genf und Fribourg in der Schweiz durchgeführten Studie ist festgestellt worden, dass grüner Tee eine bemerkenswerte Wirkung bei der Fettverbrennung hat. Diese Tatsache ist fast zu gut um wahr zu sein, stellt der grüne Tee doch bereits eine der potentesten Substanzen im Arsenal der natürlichen gesundheitsfördernden Nahrungsergänzungssubstanzen dar. Bevor wir uns dieses uralte, wundersame Naturprodukt und die in ihm enthaltenen erstaunlichen chemischen Substanzen einmal etwas genauer ansehen, wollen wir jedoch die Schweizer Studie noch einmal kurz unter die Lupe nehmen.


Die Schweizer Studie zur Gewichtsabnahme

Nach sorgfältiger Untersuchung wurden 10 gesunde junge Männer im Alter von 24 - 26 Jahren für die Studie ausgewählt, die in ihrer Konstitution von mager bis zu leichter Fettleibigkeit reichten (8 - 30% Körperfett) und in ihrer täglichen Nahrungszufuhr einen Fettanteil von etwa 35-40% (die typische westliche Ernährungsweise) aufzuweisen hatten. Der durchschnittliche Anteil Körperfett liegt bei gesunden jungen Männern etwa bei 20% und bei jungen gesunden Frauen bei 27%. Im Verlaufe des Alterungsprozesses verlieren wir an Muskelmasse, während der Fettanteil im Durschnitt bis auf etwa 30% resp. 40% zunimmt. Für den gesamten Zeitraum der Studie (5 - 6 Wochen) wurde ein genauer Ernährungsplan eingehalten, um eine standardisierte Gewichtsmessung durchführen zu können. So bestand die Energiezufuhr zu 13% aus Proteinen, 40% aus Fett und 47% aus Kohlehydraten. Zusätzlich erhielten: Die erste Gruppe einen Grünen Tee Extrakt in Pulverform der in etwa 4 Tassen Tee entsprach, die zweite Gruppe erhielt entsprechend die gleiche Menge Koffein, dem fettverbrennende Eigenschaften zugeschrieben werden, während die dritte Gruppe ein Placebo erhielt.

Alle drei Gruppen erhielten diese zusätzlichen Nahrungsergänungsmittel dreimal täglich (Frühstück, Mittag- und Abendessen) und hatten sich schließlich für 24 Stunden in einem sog. Respirationsraum aufzuhalten, um eine genaue Messung des Energieumsatzes bzw. Energieverbrauchs zu ermöglichen.


Grüner Tee verbrennt Fett

Im Vergleich mit der Placebogruppe verursachte der Grünteextrakt eine signifikante Zunahme des Energieumsatzes, nämlich um die 4%. Das mag zunächst nur gering erscheinen, aber eine geringe Wirkung, die sich Tag für Tag wiederholt, summiert sich am Ende. Hinzukommt, dass diese 4%tige Zunahme zu 35-43% auf die Verbrennung von Fett zurückzuführen ist. Die Autoren kommen damit zu dem Schluss, dass "... die orale Gabe von Grünteextrakt die Fettverbrennung (Fettoxidation) erhöht und damit zu einer Gewichtsabnahme führt. ..." 3 Koffein zeigte dagegen im Vergleich mit der Placebogruppe keine bemerkenswerte Erhöhung, hauptsächlich deshalb weil die verabreichte Menge von 150 mg/täglich unterhalb der Grenze einer durch diese Substanz möglichen extra Fettverbrennung lag (Thermogenesis).


Noch eine Studie

Neusten Meldungen zufolge ist das Getränk aber auch für Sportler geeignet, denn japanische Wissenschaftler vom Biological Science Laboratoies in Tochigi haben im Tierversuch mit Mäusen gezeigt, dass Grüner Tee die Kondition der Tiere deutlich erhöht. Das Experiment wurde wie folgt durchgeführt: Die Mäuse mussten so lange wie möglich in einer Gegenstromanlage schwimmen.


Die durchschnittliche Schwimmleistung der Nager betrug dabei 26 Minuten. Anschließend wurden die Tiere entweder mit einer Standardkost ernährt oder sie erhielten zusätzlich einen Grüntee-Extrakt. Nach 10 Wochen Training zeigte sich zwischen den beiden Mäuse-Gruppen ein deutlicher Leistungsunterschied. Während die normal ernährten Tiere durch das regelmäßige Training im Schnitt immerhin 33 Minuten in der Gegenstromanlage durchhielten, konnten die mit Grüntee-Extrakt "gedopten" Mäuse ihre Ausdauer deutlich stärker erhöhen. Diese Tiere konnten ihre Leistung auf durchschnittlich 40 Minuten steigern. Weitere Untersuchungen der Forscher haben ergeben, dass der Tee-Extrakt den Fettabbau in der Leber erhöht. Für die Muskelarbeit wird dadurch mehr Energie zur Verfügung gestellt und die Tiere können über einen längeren Zeitraum ihre volle Leistung erbringen. Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass dieser Effekt nicht durch eine einmalige Dosis des Extraktes erreicht wird, sondern eine regelmäßige Anwendung erforderlich ist. Vermutet wird, dass die langfristige Anwendung zu einer Stoffwechselveränderung führen könnte, die die Fettverbrennung erhöht und die Kohlenhydratverbrennung reduziert.

Und sogar bei ernsthaft verletzten Muskeln kann Grüner Tee helfen. Die Duchenn´sche Muskelatrophie beispielsweise ist eine Funktionsstörung, die sich durch Muskeltod auszeichnet, der durch den Mangel an einem Protein mit dem Namen Dystrophin hervorgerufen wird. Im Rahmen einer Studie ist nun untersucht worden, ob bei Mäusen, die muskulare Dystrophie aufwiesen, die Antioxidantbestandteile des Grünen Tees den Gewebetod eines Muskels verzögern können. Vier Wochen lang, ab dem Tag der Geburt, wurden der Nahrung der kleinen Nagen 0,01 bzw. 0,05 Prozent Grüner-Tee-Extrakt beigegeben. Dieser Zusatz hat den Gewenetod (Nekrose) in den Fast-Twitch-Fasern erheblich und dosierungsabhängig reduziert – er zeigte bei der Untersuchung allerdings keinerlei Auswirkungen auf die Slow-Twitch-Fasern. Um auch beim Menschen eine positive Auswirkung zu erzielen, sollte man am Tag rund sieben Tassen Grünen Tee trinken.


Thermogenesis

Mit Thermogenesis wird die Wärmeentwicklung bezeichnet, wie sie besonders bei physiologischen Prozessen entsteht. Im menschlichen Körper tritt die Wärmeentwicklung primär durch eine Reihe chemischer Reaktionen auf, wobei aus Fettmolekülen Kohlendioxyd- und Wassermoleküle produziert werden. Die Reaktionen setzen thermale Energie - Wärme - frei, von der ein Teil zusammen mit dem Kohlendioxyd und dem Wasser vorwiegend über Lunge, Haut und Exkremente an die Außenwelt abgegeben wird.

Die freiwerdende Wärme kann unter Verwendung verschiedener physikalischer Maßeinheiten quantifiziert werden. Eine davon ist die Kalorie und Thermogenesis damit die Art der "Verbrennung" von Kalorien.
Es könnte sein, dass die Wirkung des Grünteextraktes zum Teil auf den Gehalt an Koffein in synergistischer Interaktion mit ... zu suchen ist, aber womit denn nun eigentlich? Mit Sicherheit ist davon auszugehen, dass es im grünen Tee einen weiteren Wirkstoff gibt, der für diese Wirkung verantwortlich ist. Nun, es ist heute kein Geheimnis mehr, da die von uns gesuchte Substanz einer anderen Gruppe wissenschaftlichen Forschern, nämlich den Krebsforschern, bereits gut bekannt ist.


Grüner Tee bekämpft Krebs

Grüner Tee gilt als eine Substanz, die in der Lage ist vor bestimmten Krebsarten zu schützen und nimmt damit unter den Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) einen Ehrenplatz ein. Gut kontrollierte Untersuchungen haben gezeigt, dass grüner Tee vor Krebserkrankungen des Pankreas, des Magen, der Brust und der Lunge zu schützen vermag. Kein anderes NEM kann dies für sich in Anspruch nehmen.

Obwohl es im grünen Tee eine Vielzahl chemischer Substanzen gibt, ragt eine unter ihnen weit hervor und wird von einigen Wissenschaftlern als die wohl vielversprechendste Substanz im Kampf gegen den Krebs angesehen, die je entdeckt wurde. Es ist dies epigallocatechin gallate (EGCG) und gehört zur Klasse der Katechine. Diese sind Mitglieder einer größeren Gruppe, der Polyphenole, die selbst wiederum einer noch größeren Gruppe zuzuzählen sind, nämlich den Flavonoiden.
Von den Flavonoiden haben Sie sicher schön gehört. Es handelt sich hier um die farbenfrohen Pigmentstoffe wie wir sie von so vielen Früchten, Gemüse- und Teesorten her kennen. Sie sind uns durch ihre starke antioxidative Wirkweise bekannt und verfügen über viele gut dokumentierte Eigenschaften zur Verhütung von und im Kampf gegen Krebs, Herzerkrankungen, Sehstörungen, Allergien, virale Infektionen und vielen anderen Krankheiten.

 

Grüner Tee ist ein antioxidatives Wunderkind

Unter all den Katechinen des grünen Tees ist EGCG bei weitem die pharmakologisch aktivste und wirksamste Substanz und zu allem Glück im Vergleich mit über der Hälfte all der übrigen Wirkstoffe in der größten Menge enthalten. In der genannten Schweizer Studie zur Gewichtsabnahme lag die Dosis des Grünteeextraktes bei 375 mg/täglich Polyphenole von denen 270 mg (72%) EGCG war.

EGCG ist ein Antioxidanz das mit Sicherheit künftig noch eine große Rolle spielen wird. Entsprechend einer Untersuchung der Universität von Kansas (USA) ist die antioxidative Wirkung im Hinblick auf einen Schutz der DNA vor Schädigung durch freie Radikale um das 100-fache stärker als die des Vitamin C und um das 25-fache größer als die des Vitamin E. Hinzukommt, dass EGCG in der Lage ist, die Reproduktion von Krebszellen zu stoppen und einen natürlichen Prozess des programmierten Zelltodes auszulösen, die sog. Apoptosis. Weiter wird durch EGCG die Produktion eines Enzyms namens Urokin. gehemmt, das für das Wachstum von Krebszellen benötigt wird. Bei Untersuchungen mit Tieren führt eine Blockierung der Urokin.produktion zur Schrumpfung von Tumoren, manchmal sogar zum völligen Verschwinden. Dies könnte wohl eine der wichtigsten Eigenschaften von EGCG sein. Die krebsverhütenden Eigenschaften des grünen Tees zeigen sich am eindrucksvollsten in jenen Teilen der Welt, in denen er regelmäßig täglich in relativ großer Menge getrunken wird (typischerweise 5 bis 10 Tassen täglich). Zum Beispiel zeigen epidemiologische Studien in asiatischen Ländern im Vergleich mit westlichen Ländern ein nur geringes Auftreten von Prostatakrebs, das auf den Konsum von grünem Tee zurückgeführt wird. Laboruntersuchungen zur biologischen Wirksamkeit von grünem Tee konnten belegen, das EGCG den Tod von Krebszellen der Prostata bewirkt.

 

Grüner Tee bekämpft auch Herzerkrankungen

Inzwischen spielt der grüne Tee auch eine Rolle im Schutz vor Erkrankungen des Herzens.7 Eine mit Nagetieren durchgeführte Studie zeigte, dass der grüne Tee den Anteil von Lipiden (Fetten) wie Cholesterol und zwar in besonderem Maße LDL (das "schlechte", das "low-density" Cholesterol) im Blut zu verringern vermag. Hinzukommt dass er die Oxidation des LDL blockiert, wodurch die Tendenz zu arteriellen Ablagerungen (Arterienverkalkung) und damit zu möglichen späteren Herzanfällen vermindert wird. Gleichzeitig trägt er zu Erhöhung des HDL Anteils, des "guten" Cholesterols bei und setzt den Blutzuckerspiegel sowie den Anteil von Triglyceriden herab, was möglicherweise die Auswirkungen eines im Alter zunehmenden sog Insulinwiderstandes umkehren könnte.

 

Warum muss es grüner Tee sein?

Grüner Tee (Camellia sinensis) ist keine besondere Teeart, sondern lediglich die Verwendung sehr junger, tief stehender Blätter der Teepflanze. Diese werden gleich nach dem Schnitt gedämpft, gerollt und getrocknet und anschließend für das kommerzielle Teeprodukt aufbereitet. Der bekanntere schwarze Tee wird von den gleichen grünen Blättern gewonnen, nur dass diese vor dem Rollen und Trocknen noch einem Fermentationsprozess unterzogen werden. Oolong Tee ist ein Zwischenprodukt mit teilweiser Fermentation.

Der Fermentationsprozess ist im wesentlichen ein Oxidationsprozess, bei dem eine Reihe wertvoller Polyphenole in den Teeblättern durch enzymatische Einwirkung zu weniger wirkungsvollen Substanzen um- und abgebaut werden, womit zugleich ein Teil des Medizinalwertes des Tees verloren geht. Oxidationsprozesse stellen für den grünen Tee kein Problem dar, weil die für die Oxydationsprozesse verantwortlichen Enzyme während des Dämpfungsprozesses inaktiviert werden. Die antioxidative Kapazität des grünen Tees ist um das 6-fache höher als die des schwarzen Tees.


Koffein und Ephedrin: Das dynamische Duo

Der Tee erhält seine adstringenten oder adstringierenden Eigenschaften von den enthaltenen Tanninen (wie sie auch im roten Wein enthalten sind) und seine stimulierenden Eigenschaften vom Gehalt an Koffein. Wie wir gesehen haben, ist Koffein ein thermogener Wirkstoff. Zusammen mit Ephedrin ist er aufgrund synergistischer Wirkungen zwischen diesen beiden Substanzen besonders wirksam. Ephedrin ist ein natürliches Stimulans und thermogenes Agenz das aus der Pflanze Ephedra gewonnen wird. Koffein und Ephedrin wirken nicht nur stimulierend im Hinblick auf die Thermogenesis, sondern sie unterdrücken auch den Appetit. Besonders vorteilhaft ist der Umstand, dass sie den Fettabbau fördern, die Muskelmasse aber unberührt lassen.
Kommt zu dieser bereits potenten Kombination jetzt noch die antioxidative Kapazität des Polyphenols EGCG hinzu, dann haben wir ein wirklich starkes Dreigespann.


Bedarf im Sport

Nehmen Sie ca. 250-500mg grüner Tee-Extrakt, standardisiert auf 50% EGCG 1- bis 2-mal pro Tag auf leeren Magen.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Grüner Tee ist für die meisten Erwachsenen bei einem Konsum in moderaten Mengen wahrscheinlich sicher und unbedenklich. Grünteeextrakt ist für die meisten Menschen bei oraler Einnahme oder auf die Haut aufgetragen über einen kurzen Zeitraum möglicherweise sicher und unbedenklich. Bei einigen Menschen kann grüner Tee Magenverstimmungen und Verstopfung hervorrufen. Es gibt Berichte darüber, dass Grünteeextrakte in seltenen Fällen Leberprobleme hervorgerufen haben.

Der Konsum von zu viel grünem Tee – mehr als 5 Tassen pro Tag – ist möglicherweise nicht sicher und unbedenklich. Grüner Tee kann in höheren Mengen aufgrund seines Koffeingehalts Nebenwirkungen hervorrufen. Diese Nebenwirkungen reichen von mild bis ernsthaft und umfassen Kopfschmerzen, Nervosität, Schlafprobleme, Erbrechen, Durchfall, Reizbarkeit, unregelmäßigen Herzschlag, Zittern, Sodbrennen, Schwindel, Tinnitus, Krämpfe und Verwirrung. Grüner Tee scheint die Absorption von Eisen aus der Nahrung zu reduzieren. Der Konsum sehr großer Mengen an grünem Tee ist wahrscheinlich nicht sicher und unbedenklich und kann sogar tödlich sein. Die tödliche Dosis Koffein in grünem Tee wird auf 10 bis 14 Gramm (150 bis 200 mg pro Kilogramm Körpergewicht) geschätzt. Ernsthafte Vergiftungen können jedoch bereits bei niedrigeren Dosierungen auftreten.

Koffein ist für Kinder in den Mengen, die für gewöhnlich in der Nahrung vorkommen, möglicherweise sicher und unbedenklich.

Grüner Tee interagiert mit einer Vielzahl von Medikamenten (Siehe Bereich Wechselwirkungen).

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Für schwangere und stillende Frauen ist grüner Tee in geringen Mengen – etwa 2 Tassen pro Tag – möglicherweise sicher und unbedenklich. Diese Menge an grünem Tee liefert etwa 200 mg Koffein. Der Konsum von mehr als 2 Tassen grünem Tee ist möglicherweise nicht sicher und unbedenklich. Der Konsum von mehr als 2 Tassen grünem Tee pro Tag wurde mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten und anderen negativen Nebenwirkungen in Verbindung gebracht. Außerdem kann Koffein in die Muttermilch übertreten und das gestillte Kind schädigen. Aus diesen Gründen sollten schwangere und stillende Frauen keine exzessiven Mengen an grünem Tee trinken.

  • Anämie: Der Konsum von grünem Tee könnte eine bestehende Anämie verschlimmern.
  • Angststörungen: Das in grünem Tee enthaltene Koffein könnte Angststörungen verschlimmern.
  • Blutgerinnungsstörungen: Das in grünem Tee enthaltene Koffein könnte das Risiko für Blutungen erhöhen. Aus diesem Grund sollte man keinen grünen Tee trinken, wenn man unter Blutgerinnungsstörungen leidet.
  • Herzkrankheiten: Das in grünem Tee enthaltene Koffein könnte unregelmäßigen Herzschlag hervorrufen.
  • Diabetes: Das in grünem Tee enthaltene Koffein könnte die Kontrolle des Blutzuckers beeinträchtigen. Wenn man grünen Tee trinkt und unter Diabetes leidet, sollte man seinen Blutzuckerspiegel sorgfältig kontrollieren.
  • Durchfall: Das in grünem Tee enthaltene Koffein kann – insbesondere in größeren Mengen – Durchfall verschlimmern.
  • Reizdarmsyndrom: Das in grünem Tee enthaltene Koffein kann – insbesondere in größeren Mengen – neben Durchfall auch die Symptome eines Reizdarmsyndroms verschlimmern.
  • Grüner Star: Der Konsum von grünem Tee kann den Augeninnendruck erhöhen. Diese Erhöhung beginnt innerhalb von 30 Minuten und hält für mindestens 90 Minuten an.
  • Hoher Blutdruck: Das in grünem Tee enthaltene Koffein könnte den Blutdruck bei Menschen mit hohem Blutdruck erhöhen. Diese Wirkung könnte jedoch bei Menschen, die regelmäßig grünen Tee oder andere koffeinhaltige Produkte trinken, schwächer ausfallen
  • Erkrankungen der Leber: Grünteeextrakt Supplements wurden mit mehreren Fällen von Lebeschäden in Verbindung gebracht. Grünteeextrakte könnten bestehende Erkrankungen der Leber verschlimmern.
  • Osteoporose: Der Konsum von grünem Tee kann die Menge an Kalzium, die über den Urin ausgeschieden wird, erhöhen. Dies könnte die Knochen schwächen. Wenn man unter Osteoporose leidet, sollte man den Koffeinkonsum deshalb auf weniger als 300 mg pro Tag (etwa 2 bis 3 Tassen grüner Tee) beschränken. Die Einnahme von Kalzium Supplements könnte dabei helfen, den Kalziumverlust auszugleichen.

 

Wechselwirkungen

Man sollte Grünteeprodukte nicht in Kombination mit folgenden Medikamenten zu sich nehmen:

Amphetamine

Stimulanzien wie Amphetamine beschleunigen die Funktion des Nervensystems. Durch eine Beschleunigung der Funktion des Nervensystems können Stimulanzien ein Gefühl der inneren Unruhe hervorrufen und den Herzschlag beschleunigen. Auch das in grünem Tee enthaltene Koffein könnte die Funktion des Nervensystems beschleunigen. Ein Konsum von Grünteeprodukten in Kombination mit Stimulanzien könnte ernsthafte Probleme inklusive beschleunigter Herzfrequenz und hohem Blutdruck hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man Grünteeprodukte nicht in Verbindung mit Stimulanzien zu sich nehmen.

 

Kokain

Stimulanzien wie Kokain beschleunigen die Funktion des Nervensystems. Durch eine Beschleunigung der Funktion des Nervensystems, können Stimulanzien ein Gefühl der inneren Unruhe hervorrufen und den Herzschlag beschleunigen. Auch das in grünem Tee enthaltene Koffein könnte die Funktion des Nervensystems beschleunigen. Ein Konsum von Grünteeprodukten in Kombination mit Stimulanzien könnte ernsthafte Probleme inklusive beschleunigter Herzfrequenz und hohem Blutdruck hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man Grünteeprodukte nicht in Verbindung mit Stimulanzien zu sich nehmen.

 

Ephedrin

Stimulanzien wie Ephedrin beschleunigen die Funktion des Nervensystems. Durch eine Beschleunigung der Funktion des Nervensystems, können Stimulanzien ein Gefühl der inneren Unruhe hervorrufen und den Herzschlag beschleunigen. Auch das in grünem Tee enthaltene Koffein könnte die Funktion des Nervensystems beschleunigen. Ein Konsum von Grünteeprodukten in Kombination mit Stimulanzien könnte ernsthafte Probleme inklusive beschleunigter Herzfrequenz und hohem Blutdruck hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man Grünteeprodukte nicht in Verbindung mit Stimulanzien zu sich nehmen.

 

Bei einer Kombination von Grünteeprodukten mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Adenosin

Das in grünem Tee enthaltene Koffein könnte die Wirkungen von Adenosin blockieren. Adenosin wird häufig von Ärzten verwendet, um einen Test des Herzens durchzuführen, der als Stresstest des Herzens bezeichnet wird. Aufgrund der möglichen Wechselwirkungen sollte man den Konsum von grünem Tee und anderen koffeinhaltigen Produkten mindestens 24 Stunden vor einem solchen Test beenden.

 

Antibiotika (Quinolon Antibiotika)

Der Körper baut das in grünem Tee enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Einige Antibiotika können die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Die Einnahme dieser Antibiotika in Verbindung mit Koffein kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weitere erhöhen.

 

Antibabypille

Der Körper baut das in grünem Tee enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Die Antibabypille kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Der Konsum von grünem Tee in Verbindung mit der Antibabypille kann Zittrigkeit, Kopfschmerzen, schnellen Herzschlag und weitere Nebenwirkungen hervorrufen.

 

Cimetidin

Der Körper baut das in grünem Tee enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Cimetidine kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Cimetidine in Verbindung mit grünem Tee kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

 

Clozapin

Der Körper baut Clozapin ab, um des ausscheiden zu können. Das in grünem Tee enthaltene Koffein scheint die Geschwindigkeit, mit der der Körper Clozapin abbaut, zu reduzieren. Eine Einnahme von Grünteeprodukten in Kombination mit Clozapin könnte Wirkungen und Nebenwirkungen von Clozapin verstärken.

 

Dipyridamol

Das in grünem Tee enthaltene Koffein könnte die Wirkungen von Dipyridamol blockieren. Dipyridamol wird häufig von Ärzten verwendet, um einen Test des Herzens durchzuführen, der als Stresstest des Herzens bezeichnet wird. Aufgrund der möglichen Wechselwirkungen sollte man den Verzehr von grünem Tee und anderen koffeinhaltigen Produkten mindestens 24 Stunden vor einem solchen Test beenden.

 

Östrogene

Der Körper baut das in grünem Tee  enthaltene Koffein ab, um es auszuscheiden. Östrogen kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Östrogenen in Verbindung mit Koffein könnte Zittrigkeit, Kopfschmerzen, schnellen Herzschlag und andere Nebenwirkungen hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man seinen Koffeinkonsum begrenzen, wenn man Östrogene einnimmt.

 

Fluvoxamin

Der Körper baut das in grünem Tee enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Fluvoxamin kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Fluvoxamin in Verbindung mit grünem Tee kann Wirkungen und Nebenwirkungen von Koffein erhöhen.

 

Lithium

Das in grünem Tee enthaltene Koffein kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Lithium ausscheidet, erhöhen. Wenn man Produkte zu sich nimmt, die Koffein enthalten und Lithium einnimmt, dann sollte man die Einnahme von koffeinhaltigen Produkten langsam reduzieren. Das zu schnelle Beenden der Koffeinzufuhr kann die Nebenwirkungen von Lithium erhöhen.

 

Medikamente gegen Depressionen ( Monoamin Oxidase Hemmer / MAOI)

Grüner Tee enthält Koffein. Koffein kann den Körper anregen. Auch einige Medikamente, die bei Depressionen zum Einsatz kommen, können den Körper anregen. Der Konsum von grünem Tee in Verbindung mit diesen Medikamenten könnte eine zu starke Anregung zur Folge haben. Dies könnte ernsthafte Nebenwirkungen inklusive schnellem Herzschlag, hohem Blutdruck, Nervosität und weiteren hervorrufen.

 

Medikamente, die die Leber schädigen können

Grünteeextrakte könnten die Leber schädigen. Die Verwendung von Grünteeextrakten in Kombination mit Medikamenten, die auch die Leber schädigen können, kann das Risiko für Leberschäden erhöhen. Aus diesem Grund sollte man auf Grünteeextrakte verzichten, wenn man Medikamente einnimmt, die die Leber schädigen können.

 

Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen

Grüner Tee könnte die Blutgerinnung verlangsamen. Der Konsum von grünem Tee Verbindung mit Medikamenten, die auch die Blutgerinnung verlangsamen, könnte das Risiko für Blutungen und die Neigung zu Blutergüssen erhöhen.

Einige Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen können, umfassen unter anderem Aspirin, Diclofenac (Voltaren), Ibuprofen, Naproxen und weitere.

 

Nikotin

Anregende Wirkstoffe wie Nikotin beschleunigen die Funktion des Nervensystems. Durch eine Beschleunigung der Funktion des Nervensystems, können anregende Wirkstoffe ein Gefühl der inneren Unruhe hervorrufen und den Herzschlag beschleunigen. Auch das in grünem Tee enthaltene Koffein könnte die Funktion des Nervensystems beschleunigen. Ein Konsum von Grünteeprodukten in Kombination mit anregenden Wirkstoffen könnte ernsthafte Probleme inklusive beschleunigter Herzfrequenz und hohem Blutdruck hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man Grünteeprodukte nicht in Verbindung mit anregenden Wirkstoffen zu sich nehmen.

 

Phenylpropanolamin

Das in grünem Tee enthaltene Koffein kann den Körper anregen. Auch Phenylpropanolamin kann den Körper anregen. Der Konsum von grünem Tee in Verbindung mit der Einnahme von Phenylpropanolamin könnte eine zu starke Anregung zur Folge haben und die Herzfrequenz erhöhen, den Blutdruck steigern und Nervosität hervorrufen.

 

Riluzol

Der Körper baut Riluzol ab, um es ausscheiden zu können. Der Konsum von grünem Tee kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Riluzol abbaut, reduzieren und so Wirkungen und Nebenwirkungen von Riluzol erhöhen.

 

Theophyllin

Grüner Tee enthält Koffein. Koffein wirkt auf eine ähnliche Art und Weise wie Theophyllin. Darüber hinaus kann Koffein die Geschwindigkeit, mit der der Körper Theophyllin abbaut, reduzieren. Der Konsum von grünem Tee in Verbindung mit der Einnahme von Theophyllin könnte Wirkungen und Nebenwirkungen von Theophyllin erhöhen.

 

Bei einer Kombination von Grünteeprodukten mit folgenden Medikamenten sollte man wachsam sein:

Alkohol

Der Körper baut das in grünem Tee enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Alkohol kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Ein Konsum von Alkohol in Verbindung mit grünem Tee kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

 

Fluconazol

Der Körper baut das in grünem Tee enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Fluconazol kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Eine Einnahme von Fluconazol in Verbindung mit grünem Tee kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

 

Diabetesmedikamente

Grüner Tee enthält Koffein. Koffein könnte den Blutzuckerspiegel erhöhen. Diabetesmedikamente werden verwendet, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Durch eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels könnte grüner Tee die Wirksamkeit von Diabetesmedikamenten reduzieren. Aus diesem Grund sollte man den Blutzuckerspiegel sorgfältig kontrollieren. Es ist möglich, dass die Dosierung der Diabetesmedikamente angepasst werden muss.

 

Mexiletin

Der Körper baut das in grünem Tee enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Mexiletin kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Eine Einnahme von Mexiletin in Verbindung mit grünem Tee kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

 

Terbinafin

Der Körper baut das in grünem Tee enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Terbinafin kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Eine Einnahme von Terbinafin in Verbindung mit grünem Tee kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

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Maca

Lepidium meyenii, genannt Maca, ist eine rettich-artige Knolle aus dem Hochland der Anden.

Dem Vernehmen nach wurde die Pflanze bereits zu Inka-Zeiten für Ernährungs- und Heilmittelzwecke verwendet. Maca ist außerordentlich nahrhaft, reich an Zucker, Eiweiß, Stärke und essentiellen Mineralien. Die Maca-Knolle wird gebacken oder gekocht und zerrieben zubereitet gegessen oder fermentiert, um ein Getränk daraus zu bereiten: Maca chicha.
In den USA und in Südamerika sind Maca-Präparate bereits ein Verkaufs-Hit.


Maca - eine widerstandsfähige Pflanze

Maca, botanisch "Lepidium Meyenii Walp" genannt, stammt aus Südamerika. Sie wächst in den Hochebenen der peruanischen Anden und ist dort extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt: Die Temperaturen liegen zwischen vier und sieben Grad und es weht kontinuierlich ein starker Wind. Die UV-Strahlung ist intensiv und der Boden sehr sauer. Die Widerstandskraft der Pflanze ist enorm. Sie wird noch ethisch korrekt in kleinbäuerlicher Weise auf unverbrauchten Böden angebaut und traditionell verarbeitet
Maca ist eines der ältesten peruanischen Volksheilmittel. Man sagt dort, die Wurzel mache "stark fürs Leben und stark für die Liebe". Die Pflanze wird etwa 20 Zentimeter hoch, hat eine Hauptwurzel und viele sekundäre Knollenwurzeln.
Der oberirdisch wachsende, grüne Teil der Pflanze wird von den Peruanern als Gemüse zubereitet.
Auch ein Teil der Wurzeln wird in den Anden frisch genutzt: sie werden gewaschen, gekocht und verzehrt. Die restliche Ernte wird getrocknet und vor dem Verzehr gekocht. Man kann die Maca-Wurzel auch zu Mehl verarbeiten.
Die ganzen, birnenförmigen Wurzeln werden vor allem als Stärkungsmittel für den gesamten Organismus und für Rituale verwendet, die im Zusammenhang mit Männlichkeit und Fruchtbarkeit stehen.


Inhaltsstoffe

Die Maca-Wurzel enthält viele wertvolle Eiweiße, viel Eisen, Zink, Magnesium, Kalzium, Kohlenhydrate, Phosphor, Zucker, Stärkestoffe, wichtige Mineralstoffe, nahezu alle Vitamine und auch hormonähnliche Substanzen. Letztere sorgen für eine bessere Durchblutung des Beckens und regen gleichzeitig die Testosteron-Bildung beim Mann und die Östrogen-Bildung bei der Frau an. Darüberhinaus enthält die Pflanze etwa 300 weitere Substanzen, wie Farbstoffe und ätherische Öle, die teilweise noch gar nicht genau untersucht wurden. Die Wirkung auf die Libido des Menschen erklärt sich wahrscheinlich durch die spezifische Zusammensetzung dieser Inhaltsstoffe.


Untersuchungen aus USA, Argentinien und Kanada haben zu folgenden Ergebnissen geführt:

  • Hilfe bei Kinderlosigkeit
  • Die regelmäßige Einnahme kann helfen, Stress und Stressfolgen abzubauen.
  • Man kann mit Maca chronische Müdigkeit bekämpfen.
  • Maca hilft, fehlende Energien im Organismus aufzubauen.
  • Maca kann zu großer Leistungsfähigkeit verhelfen, zum Beispiel auch im Leistungssport.
  • Sexuelle Lustlosigkeit kann abgebaut werden.
  • Maca ist bei Erektionsstörungen hilfreich.
  • bei Frauen fördert es die Fruchtbarkeit.
  • Menschen mit schlechter Laune und Depressionen fühlen sich besser.
  • Maca reguliert Menstruationsbeschwerden und -unregelmäßigkeiten.
  • Maca kann typische Probleme der Wechseljahre lindern.

 

Die Analyse der Macawurzel ergab unter anderem nachstehende Werte:

Nährwertanalyse:

  • Protein 11,6%
  • Fett 0,9%
  • Wassergehalt 10,1%
  • Asche 4,7%
  • Kohlenhydrate 52,0%
  • Ballaststoffe / Nahrungsfasern 21,2%
  • Nährwert 270 kcal / 100g / 1130kJoule / 100g

 

Fettsäuren:

  • Einfach ungesättigte (c/s) Omega 9 c: Oelsäure 13,4%
  • Mehrfach ungesättigte (c/s) total 52,8%
  • Omega 6 c: Linolsäure 40%
  • Omega 3 c: alpha Linolensäure 12,8%
  • Gesättigte total 33,8%
  • Palmitinsäure 25,4%
  • Stearinsäure 3,8%
  • Henicosansäure 3,8%
  • Behensäure 1,4%
  • Lignorcerinsäure 1,2%

 

Zucker:

  • Fructose 5,9%
  • Glucose 5,2%
  • Saccharose 16,6%
  • Maltose <0,1%
  • Lactose 2,1%

 

Maca: Verdreifachung der sexuellen Aktivität

Die chemische Analyse ergibt den Nachweis biologisch aktiver aromatischer Isothiocyanate, speziell p-methoxybenzyl-Isothiozyanate, die bekannt aphrodisische Eigenschaften haben. Die weitere Analyse zeigt Glucosinolate, die möglicherweise die fruchtbarkeitsfördernden Effekte erklären.

Die Zeitschrift "Urology" veröffentlichte im April 2000 die Arbeit der chinesischen Forscher Zheng et al., die die Wirkung von Maca auf das sexuelle Verhalten von Mäusen gemessen hatten. Das Ergebnis dieser Untersuchung war frappierend: die mit Maca gefütterten Mäuse waren sexuell ca. 3-mal so "aktiv" wie die normal weitergefütterten Vergleichsmäuse. Zudem zeigten Mäuse mit Erektionsstörung - ja, man glaubt es kaum, so etwas gibt es auch bei Mäusen - deutliche Besserung der Symptomatik. Die Forscher schließen: "Die vorliegende Studie zeigt erstmals eine aphrodisische Aktivität von L. meyenii (Maca), einer Bergpflanze der Anden.
Der peruanische Wissenschaftler Gustavo Gonzales gab zwölf Männern zwischen 20 und 40 Jahren drei Monate lang Maca und untersuchte danach ihre Fertilität. Schon nach zwei Wochen konnte er eine durchschnittliche Verdopplung der Spermienzahl feststellen. Gleichzeitig wurden mehr männliche Hormone gebildet und die Probanden beschwörten, dass ihr sexuelles Verlangen deutlich zugenommen hätte.
Der Neurologe Fernando Cabieses, der ebenfalls die potenzfördernde Wirkung von Maca untersuchte, stellte fest, dass die Pflanze nicht nur die Erektionsfähigkeit steigert, sondern langfristig auch den allgemeinem Antrieb, sich sexuell zu betätigen - ganz ohne bekannte Nebenwirkungen.


Bedarf im Sport

MACA ist ein starker Natur-Extrakt mit anaboler Wirkung. Maca liefert Ihren Drüsen die Grundstoffe für eine bessere Hormonproduktion. Da dieser Vorgang ganz natürlich ist, fällt Maca nicht unter Doping.


Erhöhte Testosteron-Produktion

Und gerade für ambitionierte Kraftsportler erfreulich: der Körper reagiert auf die Einnahme der Substanz mit einer erhöhten Testosteron-Produktion. Dieser Effekt ist besonders relevant für Sportler, die Muskeln aufbauen wollen, denn bei andauernden Belastungen geht die natürliche Produktion des für den Muskelaufbau unerlässlichen Hormons zurück.


Aus diesem Grund wird Maca von vielen Bodybuildern und besonders von der Nahrungsergänzungsmittel-Industrie als natürliche Alternative zu schädlichen Dopingmitteln gepriesen. Verschiedene Hersteller geben an, dass als Ergebnis eigens in Auftrag gegebener Versuchsreihen bei über 90% aller Sportler deutlich messbare Erfolge erzielt wurden. Unabhängige medizinische Studien zur Wirksamkeit der Andenknolle als Muskelaufbaupräparat scheint es noch nicht zu geben.

 

Gesteigerter Blutkreislauf

Desweiteren soll Maca für einen deutlich verbesserten Blutkreislauf sorgen - dabei soll sogar gleichzeitig der Blutdruck deutlich gesenkt werden. Sauerstoff und Nährstoffe werden besser zu den Muskeln transportiert. Durch den Pumpeffekt wiederum sollen Trainingsleistung und Muskelwachstum steigen.

Maca ist eine Nahrung, und wird nicht in geringen Mengen verzehrt. Viele Kapseln enthalten 500mg getrocknetes Maca Pulver. In dieser Menge empfehlen viele, drei bis sechs Kapseln pro Tag zu sich zu nehmen.
Eines, woran Sie sich erinnern müssen, ist dass Maca kein Medikament ist und könnte ständig Supplementiert werden. Es für einen kurzen Zeitraum zu verwenden, werden Sie nicht die besten Ergebnisse erzielen. Meine Empfehlung ist eine Dosis von Minimum sechs bis zehn 500 mg Kapseln pro Tag. Das entspricht 3.000 bis 5.000 mg pro Tag.
Maca Pure ist ein standardisierter starker Extrakt, und es existieren verschiedene Empfehlungen. Ich schlagen vor, eine 450mg Kapsel zweimal Täglich zu sich zu nehmen, entspricht gleich 900mg pro Tag.
Je länger Sie Maca oder Maca Extrakt, zu sich nehmen desto mehr Wirkung haben Sie. Aber Vorsicht zu viel dem guten ist auch nicht gut. Studien habe ergeben dass keine Toxizität und keine Nebenwirkungen von Maca bekant sind. Tierische Studien ergaben, je länger Maca sie zu sich nahmen desto mehr wurden sie sexuell aktiv. Maca ist eine Alternative zu Anabole Steroide, das allerdings ohne Gefahren und Nebenwirkungen Ihre sexuelle Funktion drastisch erheben kann.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Maca ist für die meisten Menschen wahrscheinlich sicher und unbedenklich, wenn es in den Mengen eingenommen wird, die sich in der Nahrung wiederfinden. Maca ist bei einer Einnahme größerer Mengen als Medizin (bis zu 3 Gramm pro Tag) für bis zu vier Monate möglicherweise sicher und unbedenklich. Maca scheint von den meisten Menschen gut vertragen zu werden.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Sicherheit von Maca während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen sicherheitshalber auf Maca verzichten.

Hormonsensitive Erkrankungen wie Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Eierstockkrebs und Endometriose: Extrakte aus Maca könnten wie Östrogen wirken. Deshalb sollte man, wenn man unter einer Krankheit leidet, die durch Östrogen verschlimmert werden könnte, diese Extrakte nicht verwenden.

Mate

Mate-Strauch, Pflanze und Anbau

Der immergrüne Mate-Teestrauch (Ilex paraguayensis) ist eine Art aus der Familie der Stechpalmengewächse. In Südamerika gibt es etwa 280 Arten dieser Familie, davon allein 60 in Brasilien. Mate wächst wild als Unterholz der Araukarien-Wälder Brasiliens, Uruguays und Paraguays, auf dem Hochland zwischen den Flüssen Paraná, Paraguay, Uruguay und ihren Zubringern. Seit der späten zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird er vor allem in Paraguay, Argentinien und Brasilien auch in Kultur angebaut. Noch heute wird jedoch etwa die Hälfte des auf dem Markt befindlichen Mate von wildwachsenden Bäumen geerntet.

Der Mate-Baum hat eine oval zulaufende Krone und einen hellgrauen Stamm mit einem Durchmesser von 30 Zentimeter. Wild erreicht er eine Höhe von 12 bis 14 Meter, in der Kultur maximal 5 bis 6 Meter. Seine Blätter sind oval mit gekerbtem Rand und werden bis zu 20 Zentimeter lang und 8 Zentimeter breit. In der Blütezeit wachsen ihn dicke Büschel von 30 bis 40 weißen Blumen mit je vier Blütenblättern. Seine 6 bis 8 Millimeter dicke rotviolette Frucht besitzt vier bis sechs Samenkörner. Damit der Keimling die sehr harte Schale durchbrechen kann, muss die Frucht erst den Verdauungsapparat eines Vogels passieren ("ornitócora"). Optimale Wachstumsbedingungen für Ilex paraguayensis sind eine relativ gleichmäßige Durchschnittstemperatur von 20 bis 23 °C, mittlere-hohe Luftfeuchtigkeit und eine Höhe von 400 bis 800 Meter über Normalnull.
Für die Kultur des Mate-Strauches werden die Früchte mechanisch vorgeschädigt und in Wasser aufgeweicht. Die Keimung dauert bis zu drei Monaten; in den ersten beiden Jahren sind die kleinen Pflanzen lichtempfindlich und müssen beschattet werden. Die zweijährigen Jungpflanzen werden kurz über dem Boden abgeschnitten, die neu austreibenden Sprosse sind dann kräftiger und fülliger. Nach vier Jahren erfolgt die erste Ernte, die Folgeernten je nach Anbaugebiet in einem ein- oder zweijährigen Intervall.


Herstellung

Im südamerikanischen Winter (Mai-September) werden ganze Äste, optimal mit etwa zweijährigen Blättern besetzt, abgeschlagen. Gehandelt wird grüner Mate (Taragin) und gerösteter Mate (Mate real). Für letzteren werden traditionell die ganzen Äste, heute meist nur die Blätter, Blattstiele, Blütenstiele und die jungen Triebspitzen in Drahttrommeln über einem Feuer gedreht. Hierdurch werden die Enzyme zerstört und damit die Fermentation gestoppt, die Farbe bleibt erhalten und es entstehen charakteristische Aromen. Für den grünen Mate wird das zerkleinerte Erntegut bei 50 bis 60 °C etwa einen Monat lang fermentiert, dann für eine Minute auf 400 °C erhitzt, wobei der Wassergehalt von ca. 60% auf 25% fällt. Beide Sorten werden anschließend auf etwa 8 bis 9% Restfeuchtigkeit getrocknet und in Stückchen zerkleinert oder zu Pulver vermahlen und verpackt. Abhängig von der Region werden verschiedene Granularitäten verarbeitet und konsumiert. In Brasilien v.a. fein mit stark aromatischen Geschmack und Argentinien grob mit leichterem Aroma. Die Jahresproduktion Südamerikas liegt bei 200.000 bis 300.000 Tonnen.

Für Instant-Mate sowie Mate-haltige Erfrischungsgetränke werden die Aromakomponenten über Wasserdampf destilliert und mit Ether extrahiert. Das Aroma von Mate ist rauchig-erdig und etwas süß-säuerlich nach verwelktem Blatt, der fruchtig-bittere Geschmack wird in einigen Regionen wie Argentinien auch oft mit verschiedenen Geschmacksrichtungen "veredelt" (u.a. Orangengeschmack, Kirsche, Zimt, Pfefferminz).


Inhaltsstoffe und Eigenschaften

In den frischen Blättern sind 0,35 bis 1,7% Coffein, etwa 0,1 bis 0,2% Theobromin, Theophyllin und 4 bis 16% Gerbstoffe enthalten. Der Aufguss ist gelbgrün und enthält abhängig von der Stärke Coffein, Theobromin, Chlorophyll, Gerbsäure, ätherisches Öl und Vanillin. An Vitaminen finden sich die Vitamine A, B1, B2 und C. Das Aroma grünen und gerösteten Mates wurde gaschromatographisch getrennt und per Massenspektroskopie analysiert, dabei wurden von mehr als 250 Komponenten etwa 200 identifiziert. In absteigender Reihenfolge wurden Ketone, Aldehyde und aliphatische Alkohole, heterocyclische Verbindungen, Carbonsäuren und Lactone, Terpenalkohole, Furanone, Phenole, aromatische Verbindungen, Pyrazine und Pyrrole nachgewiesen. Pyrrole, Pyrazine und Furanone entstehen vor allem bei der Maillard-Reaktion während des Röstvorganges.

Eine Reihe therapeutischer Eigenschaften werden ihm zugeschrieben: anregend für Nerven, Muskeln und Stoffwechsel, harntreibend, die Speichel- und Magensaftbildung fördernd und damit hilfreich bei der Verdauung, schweißtreibend, aufgrund des Coffeingehaltes aktivierend und kreislaufstärkend. Durch seine gerbenden Wirkung kann er auch zur äußerlichen Behandlung von Hautirritationen (Ekzemen)angewendet werden.
In Deutschland ist er als "Droge" (=Arzneimittel) zugelassen (Bundes-Gesundheitsamt). Traditionell wird er als leistungssteigernd und hungerstillend eingeschätzt und als "Schlankmacher" (1 Stunde vor den Mahlzeiten) ist er wieder in Mode.


Bedarf im Sport

Mate eignet sich als Anregungsmittel für Training und Wettkampf. Mate wirkt stärker als Coffein, ohne jedoch wie dieses bei höherer Dosierung Handzittern und Unruhe hervorzurufen. Mate dürfte, ebenso wie Kaffe oder Tee, Konzentration und Koordination, wie auch Ausdauerleistung fördern. Mate ist nicht toxisch und in moderaten Dosierungen als sicher anzusehen.


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Sicherheit und Nebenwirkungen

Mate ist bei einer Einnahme für kurze Zeitspannen für die meisten Menschen möglicherweise sicher und unbedenklich. Mate enthält Koffein, welches Nebenwirkungen wie Schlaflosigkeit, Nervosität, Ruhelosigkeit, Magenverstimmungen, Übelkeit und Erbrechen, beschleunigte Herz- und Atemfrequenz, hohen Blutdruck, Kopfschmerzen, Tinnitus, unregelmäßigen Herzschlag und andere Nebenwirkungen hervorrufen kann.

Bei einer Einnahme in großen Mengen oder über einen langen Zeitraum ist Mate möglicherweise nicht sicher und unbedenklich. Mate erhöht das Risiko für Krebs im Mundraum, Speiseröhrenkrebs, Kehlkopfkrebs, Nierenkrebs, Blasenkrebs und Lungenkrebs. Dieses Risiko ist für Menschen, die rauchen oder Alkohol trinken, besonders hoch.

Bei einer Einnahme in sehr großen Mengen ist Mate aufgrund des Koffeingehalts wahrscheinlich nicht sicher und unbedenklich.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Kinder: Mate ist für Kinder möglicherweise nicht sicher und unbedenklich. Mate wird mit einem erhöhten Risiko für Krebs im Mundraum, Speiseröhrenkrebs, Kehlkopfkrebs, Nierenkrebs, Blasenkrebs und Lungenkrebs in Verbindung gebracht.

Schwangerschaft und Stillzeit: Mate ist bei einer Verwendung während der Schwangerschaft möglicherweise nicht sicher und unbedenklich. Es gibt Bedenken, da Mate das Risiko für die Entwicklung von Krebs zu erhöhen scheint. Ein anderer Grund für Bedenken ist der Koffeingehalt von Mate. Koffein gelangt durch die Plazenta in den Blutkreislauf des Fötus und generiert im Fötus Koffeinspiegel, die den Koffeinspiegeln der Mutter ähneln. Mütter sollten ihren Koffeinkonsum unter 200 mg pro Tag halten, was in etwa der Menge an Koffein von 2 Tassen Kaffee oder Tee entspricht. Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft viel Koffein konsumiert haben, zeigen nach der Geburt manchmal Symptome eines Koffeinentzugs. Hohe Koffeindosierungen wurden außerdem mit Fehlgeburten, Frühgeburten und niedrigem Geburtsgewicht in Verbindung gebracht. Als Wissenschaftler jedoch Mütter untersuchten, die während der Schwangerschaft Mate Tee getrunken hatte, konnten sie keine Verbindung zwischen dem Konsum von Mate Tee und Frühgeburten oder niedrigem Geburtsgewicht herstellen. Diese Studie wurde allerdings kritisiert, da sie die Menge an Mate oder Koffein nicht berücksichtigte, sondern nur betrachtete, wie oft diese Mütter Mate Tee getrunken hatten.

Mate ist auch während der Stillzeit möglicherweise nicht sicher und unbedenklich. Es ist nicht bekannt, ob die krebserregenden Chemikalien in Mate in die Muttermilch gelangen können, doch dies stellt einen Grund für Bedenken dar. Auch das in Mate enthaltene Koffein stellt ein Problem dar. Es kann bei gestillten Kindern Reizbarkeit und eine gesteigerte Häufigkeit des Stuhlgangs hervorrufen.

Alkoholismus: Häufiger Alkoholkonsum in Kombination mit einer Langzeitverwendung von Mate erhöht das Krebsrisiko um den Faktor 3 bis 7.

Angststörungen: Das in der Mate enthaltene Koffein könnte Angststörungen verschlimmern.

Blutgerinnungsstörungen: Koffein könnte die Blutgerinnung verlangsamen. Aus diesem Grund gibt es Bedenken, dass das in Mate enthaltene Koffein Blutgerinnungsstörungen verschlimmern könnte. Bis jetzt wurde diese Wirkung jedoch bei Menschen noch nicht beobachtet.

Herzkrankheiten: Das in der Mate enthaltene Koffein kann bei empfindlichen Menschen unregelmäßigen Herzschlag hervorrufen. Wenn man unter einer Herzkrankheit leidet, sollte man die Verwendung von Mate mit seinem Arzt absprechen.

Diabetes: Einige Untersuchungen legen nahe, dass das in Mate enthaltene Koffein die Art und Weise, auf die Diabetiker Zucker verarbeiten, beeinflussen und die Kontrolle des Blutzuckers erschweren könnte. Es gibt außerdem interessante Untersuchungen, die nahelegen, dass Koffein die Warnsignale eines niedrigen Blutzuckerspiegels bei Menschen, die unter Diabetes vom Typ 1 leiden, verstärken könnte. Einige Studien zeigen, dass die Symptome eines niedrigen Blutzuckerspiegels intensiver sind, wenn sie in Abwesenheit von Koffein beginnen, doch wenn der niedrige Blutzucker weiter besteht, sind die Symptome mit Koffein stärker. Dies könnte Diabetikern dabei helfen, niedrige Blutzuckerspiegel zu erkennen und zu behandeln. Ein Nachteil besteht jedoch darin, dass Koffein die Häufigkeit einer Unterzuckerung erhöhen könnte. Aus diesen Gründen sollten Diabetiker vor einer Verwendung von Mate mit ihrem Arzt sprechen.

Durchfall: Das in Mate enthaltene Koffein kann – insbesondere in größeren Mengen – Durchfall verschlimmern.

Reizdarmsyndrom: Das in Mate enthaltene Koffein kann – insbesondere in größeren Mengen – neben Durchfall auch die Symptome eines Reizdarmsyndroms verschlimmern.

Grüner Star: Der Konsum von Mate kann den Augeninnendruck erhöhen. Diese Erhöhung beginnt innerhalb von 30 Minuten und hält für mindestens 90 Minuten an. Wenn man unter grünem Star leidet, sollte man die Verwendung von Mate mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Hoher Blutdruck: Das in Mate enthaltene Koffein könnte den Blutdruck bei Menschen mit hohem Blutdruck erhöhen. Diese Wirkung könnte jedoch bei Menschen, die regelmäßig Mate oder andere koffeinhaltige Produkte konsumieren, schwächer ausfallen.

Osteoporose: Einige Wissenschaftler haben herausgefunden, dass postmenopausale Frauen, die täglich einen Liter oder mehr traditionellen südamerikanischen Mate Tee trinken, eine höhere Knochendichte aufweisen. Das in Mate enthaltene Koffein neigt jedoch dazu, Kalzium über den Urin aus dem Körper auszuscheiden, was zu schwachen Knochen führen kann. Aus diesem Grund empfehlen viele Experten, den Koffeinkonsum auf weniger als 300 mg pro Tag (etwa 2 bis 3 Tassen Mate Tee) zu beschränken. Die Einnahme von Kalzium Supplements könnte dabei helfen, den Kalziumverlust auszugleichen. Postmenopausale Frauen, die unter einem genetischen Problem leiden, das die Verwendung von Vitamin D durch den Körper beeinträchtigt, sollten besonders vorsichtig sein und die Menge an Koffein, die sie in Form von Mate und aus anderen Quellen zu sich nehmen, begrenzen.

Rauchen: Das Krebsrisiko ist bei Menschen, die rauchen und Mate über einen längeren Zeitraum verwenden, um den Faktor 3 bis 5 erhöht.

 

Wechselwirkungen

Man sollte Mate nicht in Kombination mit folgenden Medikamenten zu sich nehmen:

Amphetamine

Stimulanzien wie Amphetamine beschleunigen die Funktion des Nervensystems. Durch eine Beschleunigung der Funktion des Nervensystems können Stimulanzien ein Gefühl der inneren Unruhe hervorrufen und den Herzschlag beschleunigen. Auch das in Mate enthaltene Koffein könnte die Funktion des Nervensystems beschleunigen. Ein Konsum von Mate in Kombination mit Stimulanzien könnte ernsthafte Probleme inklusive beschleunigter Herzfrequenz und hohem Blutdruck hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man Mate nicht in Verbindung mit Stimulanzien zu sich nehmen.

 

Kokain

Stimulanzien wie Kokain beschleunigen die Funktion des Nervensystems. Durch eine Beschleunigung der Funktion des Nervensystems, können Stimulanzien ein Gefühl der inneren Unruhe hervorrufen und den Herzschlag beschleunigen. Auch das in Mate enthaltene Koffein könnte die Funktion des Nervensystems beschleunigen. Ein Konsum von Mate in Kombination mit Stimulanzien könnte ernsthafte Probleme inklusive beschleunigter Herzfrequenz und hohem Blutdruck hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man Mate nicht in Verbindung mit Stimulanzien zu sich nehmen.

 

Ephedrin

Stimulanzien beschleunigen die Funktion des Nervensystems. Das in Mate enthaltene Koffein und Ephedrin sind beides Stimulanzien. Eine Einnahme von Mate in Kombination mit Ephedrin kann eine zu starke Anregung und manchmal ernsthafte Nebenwirkungen und Herzprobleme hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man Mate und Ephedrin nicht zur selben Zeit einnehmen.

 

Bei einer Kombination von Mate mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Adenosin

Das in Mate enthaltene Koffein könnte die Wirkungen von Adenosin blockieren. Adenosin wird häufig von Ärzten verwendet, um einen Test des Herzens durchzuführen, der als Stresstest des Herzens bezeichnet wird. Aufgrund der möglichen Wechselwirkungen sollte man den Konsum von Mate und anderen koffeinhaltigen Produkten mindestens 24 Stunden vor einem solchen Test beenden.

 

Antibiotika (Quinolon Antibiotika)

Der Körper baut das in Mate enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Einige Antibiotika können die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Die Einnahme dieser Antibiotika in Verbindung mit Mate kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weitere erhöhen.

 

Cimetidin

Der Körper baut das in Mate enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Cimetidine kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Cimetidine in Verbindung mit Mate kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

 

Clozapin

Der Körper baut Clozapin ab, um des ausscheiden zu können. Das in Mate enthaltene Koffein scheint die Geschwindigkeit, mit der der Körper Clozapin abbaut, zu reduzieren. Eine Einnahme von Mate in Kombination mit Clozapin könnte Wirkungen und Nebenwirkungen von Clozapin verstärken.

 

Dipyridamol

Das in Mate enthaltene Koffein könnte die Wirkungen von Dipyridamol blockieren. Dipyridamol wird häufig von Ärzten verwendet, um einen Test des Herzens durchzuführen, der als Stresstest des Herzens bezeichnet wird. Aufgrund der möglichen Wechselwirkungen sollte man den Konsum von Mate und anderen koffeinhaltigen Produkten mindestens 24 Stunden vor einem solchen Test beenden.

 

Disulfiram

Der Körper baut das in Mate enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Disulfiram kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Disulfiram in Verbindung mit Mate kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

 

Östrogene

Der Körper baut das in Mate enthaltene Koffein ab, um es auszuscheiden. Östrogen kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Östrogenen in Verbindung mit Mate könnte Zittrigkeit, Kopfschmerzen, schnellen Herzschlag und andere Nebenwirkungen hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man seinen Koffeinkonsum begrenzen, wenn man Östrogene einnimmt.

 

Fluvoxamin

Der Körper baut das in Mate enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Fluvoxamin kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Fluvoxamin in Verbindung mit Mate kann Wirkungen und Nebenwirkungen von Koffein erhöhen.

 

Lithium

Das in Mate enthaltene Koffein kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Lithium ausscheidet, erhöhen. Wenn man Produkte zu sich nimmt, die Koffein enthalten und Lithium einnimmt, dann sollte man die Einnahme von koffeinhaltigen Produkten langsam reduzieren. Das zu schnelle Beenden der Koffeinzufuhr kann die Nebenwirkungen von Lithium erhöhen.

 

Medikamente gegen Depressionen ( Monoamin Oxidase Hemmer / MAOI)

Mate enthält Koffein. Koffein kann den Körper anregen. Auch einige Medikamente, die bei Depressionen zum Einsatz kommen, können den Körper anregen. Der Konsum von Mate in Verbindung mit diesen Medikamenten könnte eine zu starke Anregung zur Folge haben. Dies könnte ernsthafte Nebenwirkungen inklusive schnellem Herzschlag, hohem Blutdruck, Nervosität und weiteren hervorrufen.

 

Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen

Mate könnte die Blutgerinnung verlangsamen. Der Konsum von Mate in Verbindung mit Medikamenten, die auch die Blutgerinnung verlangsamen, könnte das Risiko für Blutungen und die Neigung zu Blutergüssen erhöhen.

Einige Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen können, umfassen unter anderem Aspirin, Diclofenac (Voltaren), Ibuprofen, Naproxen und weitere.

 

Nikotin

Anregende Wirkstoffe wie Nikotin beschleunigen die Funktion des Nervensystems. Durch eine Beschleunigung der Funktion des Nervensystems, können anregende Wirkstoffe ein Gefühl der inneren Unruhe hervorrufen und den Herzschlag beschleunigen. Auch das in Mate enthaltene Koffein könnte die Funktion des Nervensystems beschleunigen. Ein Konsum von Mate in Kombination mit anregenden Wirkstoffen könnte ernsthafte Probleme inklusive beschleunigter Herzfrequenz und hohem Blutdruck hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man Mate nicht in Verbindung mit anregenden Wirkstoffen zu sich nehmen.

 

Pentobarbital

Die anregende Wirkung des in Mate enthaltenen Koffeins kann die schlaffördernden Wirkungen von Pentobarbital blockieren.

 

Phenylpropanolamin

Das in Mate enthaltene Koffein kann den Körper anregen. Auch Phenylpropanolamin kann den Körper anregen. Der Konsum von Mate in Verbindung mit der Einnahme von Phenylpropanolamin könnte eine zu starke Anregung zur Folge haben und die Herzfrequenz erhöhen, den Blutdruck steigern und Nervosität hervorrufen.

 

Riluzol

Der Körper baut Riluzol ab, um es ausscheiden zu können. Der Konsum von Mate kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Riluzol abbaut, reduzieren und so Wirkungen und Nebenwirkungen von Riluzol erhöhen.

 

Theophyllin

Mate enthält Koffein. Koffein wirkt auf eine ähnliche Art und Weise wie Theophyllin. Darüber hinaus kann Koffein die Geschwindigkeit, mit der der Körper Theophyllin abbaut, reduzieren. Der Konsum von Mate in Verbindung mit der Einnahme von Theophyllin könnte Wirkungen und Nebenwirkungen von Theophyllin erhöhen.

 

Verapamil

Der Körper baut das in Mate enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Verapamil kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Verapamil in Verbindung mit Mate kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

 

Bei einer Kombination von Guarana mit folgenden Medikamenten sollte man wachsam sein:

Alkohol

Der Körper baut das in Mate enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Alkohol kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Ein Konsum von Alkohol in Verbindung mit Mate kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

 

Antibabypille

Der Körper baut das in Mate enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Die Antibabypille kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Der Konsum von Mate in Verbindung mit der Antibabypille kann Zittrigkeit, Kopfschmerzen, schnellen Herzschlag und weitere Nebenwirkungen hervorrufen.

 

Fluconazol

Der Körper baut das in Mate enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Fluconazol kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Eine Einnahme von Fluconazol in Verbindung mit Mate kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

 

Diabetesmedikamente

Mate könnte den Blutzuckerspiegel erhöhen. Diabetesmedikamente werden verwendet, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Durch eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels könnte Mate die Wirksamkeit von Diabetesmedikamenten reduzieren. Aus diesem Grund sollte man den Blutzuckerspiegel sorgfältig kontrollieren. Es ist möglich, dass die Dosierung der Diabetesmedikamente angepasst werden muss.

 

Mexiletin

Der Körper baut das in Mate enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Mexiletin kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Eine Einnahme von Mexiletin in Verbindung mit Mate kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

 

Terbinafin

Der Körper baut das in Mate enthaltene Koffein ab, um es ausscheiden zu können. Terbinafin kann die Geschwindigkeit, mit der der Körper Koffein abbaut, reduzieren. Eine Einnahme von Terbinafin in Verbindung mit Mate kann das Risiko für Koffein Nebenwirkungen inklusive Zittrigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerter Herzfrequenz und weiteren erhöhen.

Quercetin

Quercetin gehört innerhalb der Phytamine zur Klasse der wasserlöslichen Pflanzenpigmente (Farbstoffe). Es ist ein Flavonol und gehört zur Gruppe der Flavonoide, die den Polyphenolen zugeordnet sind. Mit Hilfe von Quercetin als Baustein können andere Flavonoide aufgebaut werden. Quercetin ist ein Phytoöstrogen, also ein pflanzliches Hormon, und gilt als das bisher am besten untersuchte Flavonoid. In vielen Untersuchungen haben sich eine Fülle von Wirkungen dieses Phytamins auf den Menschen gezeigt.

 

Quercetin – viele Funktionen im menschlichen Körper

Quercetin agiert wie ein Antihistamin und hat antiallergische und antientzündliche Wirkungen. Da es Entzündungen in den Atemwegen und Lungen verringern und allergische Reaktionen auf Pollen blockieren kann, trägt es zur Linderung von Heuschnupfen, Sinusitis und Asthma bei. Quercetin wirkt antithrombotisch, es kann die Zusammenballung von Blutplättchen hemmen und so der Bildung von Thrombosen vorbeugen. Quercetin ist ein wirksames Antioxidans, es schützt vor allem die LDL-Fraktion der Blutfette, das sogenannte "schlechte" Cholesterin, vor Oxidation. Als Antioxidans kann es auch die Gesundheit der Augen fördern. Quercetin wirkt auf die Zellen der glatten Muskulatur entspannend, dies trägt dazu bei, hohem Blutdruck und Rhythmusstörungen vorzubeugen. Quercetin blockiert weiter ein Enzym, dass zur Ansammlung von Sorbitol, einer Zuckerart, führt. Erhöhte Sorbitol-Mengen können bei Diabetes zu Folgeschäden beitragen. Ob Quercetin auch zur Vorbeugung solcher Schäden eingesetzt werden kann, muss noch genauer untersucht werden. Einige Phytoöstrogene haben antiöstrogene Wirkungen, die das Risiko für einige Krebsarten verringern können. Für Quercetin bestätigte sich in experimentellen Studien antiöstrogene Aktivität. Es zeigte sich beispielsweise, dass Quercetin das Wachstum von Prostata-Krebszellen hemmen kann.

 

Quercetin – in vielen Obst- und Gemüsesorten

Quercetin ist ein guter Grund sich an die bekannte englische Regel: "An apple a day keeps the doctor away" zu erinnern. Frei übersetzt bedeutet das, ein Apfel pro Tag kann gesund erhalten. Nun, ein wenig mehr an verschiedenen Obst- und Gemüsesorten sollte es schon sein. Fünf Portionen Obst und Gemüse täglich empfehlen Ernährungsfachleute und Mediziner. Zwiebeln und Schnittlauch sollte man auf keinen Fall vergessen, sie enthalten am meisten Quercetin. Auch Preiselbeeren und Schwarze Johannisbeeren enthalten viel davon, da sie aber recht wenig gegessen werden, zählt der Apfel zu den guten Quercetin-Quellen. Auch grüner und schwarzer Tee versorgen mit Quercetin. Kleinere Mengen kommen außerdem in grünen Blattgemüsen und Bohnen vor.

 

Gehalt von Quercetin in mg pro 1 kg

  • Zwiebeln 284-486 mg
  • Schnittlauch 245 mg
  • Preiselbeeren 156 mg
  • Schwarze Johannisbeeren 69 mg
  • Grünkohl 60 mg
  • Brombeeren 45 mg
  • Äpfel 21-72 mg

 

Quercetin – die gesundheitlichen Wirkungen

Quercetin kann durch seine vielen Funktionen im Körper zur Vorbeugung einiger Krankheiten beitragen:

  • zur Vorbeugung und Linderung von Allergien (u.a. Heuschnupfen)
  • zur Vorbeugung von Atherosklerose
  • zur Senkung von hohem Cholesterin
  • zur Vorbeugung einiger Krebsarten (Magen-, Lungen-, Pankreas- und Brustkrebs)
  • zur Vorbeugung von Augenkrankheiten (Katarakt, Retinopathie)

 

Quercetin – sicher in der Aufnahme

Die Einnahme von Quercetin gilt als sicher, Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Überdosierungen sollen jedoch vermieden werden, und die Anwendung während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.

 

Quercetin – die tägliche Zufuhr

Wieviel Quercetin wir täglich mit unserer Nahrung aufnehmen, ist nicht genau bestimmt. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 200 bis zu 500 mg Quercetin pro Tag aufgenommen werden. Ein Grenzwert für den Mangel an Quercetin ist nicht festgelegt.


Quercetin – zur Vorbeugung und Therapie

Quercetin kann bei vorhandenen Risiken für die oben genannten Krankheiten zur Vorbeugung eingesetzt werden. Die Gaben liegen meist zwischen 500 und 1500 mg täglich, die Dosierung sollte vom Therapeuten festgelegt werden. Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten sollte auf mögliche Interaktionen geachtet werden. Flavonoide schützen und fördern die Aufnahme von Vitamin C, daher werden sie oft kombiniert empfohlen.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Quercetin ist für die meisten Menschen bei einer kurzzeitigen oralen Einnahme möglicherweise sicher und unbedenklich. Quercetin wurde sicher in Mengen von bis zu 500 mg zweimal täglich für 12 Wochen verwendet. Es ist nicht bekannt, ob eine Langzeiteinnahme oder eine Verwendung größerer Mengen sicher und unbedenklich ist.

Quercetin kann Kopfschmerzen und ein kribbelndes Gefühl in Armen und Beinen hervorrufen. Sehr hohe Dosierungen könnten Nierenschäden verursachen.

Wenn Quercetin intravenös in angemessenen Mengen (weniger als 722 mg) verabreicht wird, ist es möglicherweise sicher und unbedenklich. Größere intravenös verabreichte Mengen sind möglicherweise nicht sicher und unbedenklich. Es gibt Berichte von Nierenschäden bei einer intravenösen Gabe größerer Mengen.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Sicherheit von Quercetin während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen sicherheitshalber auf Quercetin verzichten.

 

Wechselwirkungen mit Medikamenten:

Bei einer Kombination von Quercetin mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Antibiotika (Quinolon Antibiotika)

Eine Einnahme von Quercetin in Verbindung mit einigen Antibiotika könnte die Wirksamkeit einiger Antibiotika reduzieren. Einige Wissenschaftler glauben, dass Quercetin einige Antibiotika davon abhalten könnte, Bakterien zu töten. Es ist jedoch noch zu früh, um eine Aussage darüber treffen zu können, ob dies einen großen Grund zur Sorge darstellt.

 

Cyclosporin

Cyclosporin wird von der Leber verarbeitet und abgebaut. Quercetin könnte die Geschwindigkeit, mit der die Leber Cyclosporin abbaut, reduzieren. Eine Einnahme von Quercetin in Kombination mit Cyclosporin könnte Wirkungen und Nebenwirkungen von Cyclosporin verstärken. Aus diesem Grund sollte man vor einer Verwendung von Quercetin mit dem behandelnden Arzt sprechen, wenn man Cyclosporin einnimmt.

 

Medikamente, die über die Leber abgebaut werden (Cytochrom P450 2C8 (CYP2C8), Cytochrom P450 2D6 (CYP2D6), Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4) und Cytochrom P450 2C9 (CYP2C9) Substrate)

Einige Medikamente werden durch die Leber abgebaut. Quercetin könnte die Geschwindigkeit, mit der die Leber bestimmte Medikamente abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Quercetin in Verbindung mit Medikamenten, die über die Leber abgebaut werden, kann Wirkungen und Nebenwirkungen einiger Medikamente erhöhen. Aus diesem Grund sollte man vor der Einnahme von Quercetin den behandelnden Arzt konsultieren, wenn man Medikamente einnimmt, die über die Leber abgebaut werden.

 

Medikamente, die durch Pumpen in die Zellen transportiert werden (P-Glycoprotein Substrate)

Einige Medikamente werden durch Pumpen in die Zellen transportiert. Quercetin kann diese Pumpen weniger aktiv machen und die Menge an Wirkstoff, der vom Körper absorbiert wird, erhöhen. Hierdurch können die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente erhöht werden.

Milk Thistle

Namen: Silybum marianum, Mariendistel, Silymarin, Carduus marianus, Carthamus maculatus, Cirsium maculatum, Mariana mariana, Silybum maculatum.

Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete zweijährige Distel war im Altertum hauptsächlich als Gemüse bekannt und spielte als Arzneipflanze nur eine untergeordnete Rolle. Hildegard von Bingen erwähnte die Pflanze als Mittel gegen Seitenstechen entsprechend der Signaturenlehre, wobei von äußeren Pflanzenmerkmalen auf eine spezifische Wirkung ausgegangen wird (stechende Pflanze hilft gegen stechende Schmerzen). Erst Mitte des 19. Jahrhunderts erkannte man die Wirkung auf die Leber, die durch wissenschaftliche Untersuchungen im 20. Jahrhundert bestätigt wurde. Der Herkunft von Silybum marianum ist Argentinien, China, Rumänien und Ungarn.


Beschreibung der Stammpflanze

Ein- oder zweijährige, 60 bis 150 cm hoch werdende Pflanze mit aufrechtem, verzweigtem, reichlich beblättertem Stengel. Ungestielte, glänzend grüne, buchtig gelappte Blätter mit milchig überlaufenen Blattadern und dornigem Rand. Blütenköpfe einzeln, 4 bis 5 cm lang, mit purpurnen Röhrenblüten und langen, steif-aufrechten oder zurückgebogenen Hüllblättern mit dorniger Spitze. Früchte bis 7 mm lang, braungelb marmoriert bis schwarz, gekrönt von einem weißen Pappus.


Woher kommt der Name?

Ursprünglich wurde die Pflanze von Linné als Carduus marianus (abgeleitet vom lateinischen Wort „carduus“ = Distel) bezeichnet und erst später in die eigene Gattung Silybum überführt. Silybum leitet sich vom griechischen „silybon“ = Quaste ab. Unter diesen Namen war die Mariendistel in der Antike bekannt und wurde so auch von Dioskurides bezeichnet.
Der deutsche Name Mariendistel bezieht sich auf eine Legende. Die Muttergottes Maria soll beim Stillen einige Tropfen Milch über die Blätter vergossen haben, wodurch diese ihre weiße Marmorierung erhielten.


Inhaltsstoffe

Mindestens 1,5 %, im Durchschnitt 1,5 bis 3 % der als Silymarin bezeichneten Flavolignane, bei denen es sich um ein Gemisch aus den drei Hauptkomponenten Silibinin (Gemisch aus den Diastereomeren Silybin A und Silybin B), Isosilibinin (Gemisch aus den Diastereomeren Isosilybin A und Isosilybin B), Silychristin und Silydianin sowie einer Vielzahl von Nebenkomponenten. Als weitere Bestandteile zahlreiche Flavonoide, 20 bis 30 % fettes Öl, 25 bis 30 % Eiweiß und etwas Schleim.


Silymarin und seine Wirkweise

Die Leber - der Katalysator

Die größte Drüse des menschlichen Körpers leistet täglich Schwerstarbeit, zum einen, um zahllose Stoffe so aufzubereiten, dass sie für die körperlichen Bedürfnisse passend sind und zum anderen, um den Organismus von schädlichen Stoffen zu befreien.

Sie ist im Gegensatz zu vielen anderen Organen, die eine Überlastung durch allerlei Warnsignale ankündigen, ein im wahrsten Sinne des Wortes schweigsames Organ, welches sich praktisch nie durch unmittelbar spürbare Zeichen bemerkbar macht.
Als Stoffwechsel- und Entgiftungszentrale des Körpers reguliert sie nicht nur den Eiweiß-, Fett- und Zuckerstoffwechsel, sondern auch den Mineral-, Vitamin- und Hormonhaushalt und entsorgt gleichzeitig noch dem Organismus abträgliche Fremdstoffe. Bei ihrem 24stündigem Arbeitspensum muss die Leber Vieles verkraften und unsere moderne Lebensweise voller Hektik und Stress, mit unregelmäßigen, üppigen und oft zu fetten Mahlzeiten, häufiger einem Glas Alkohol zu viel und oftmals mit der Einnahme chemischer Arzneistoffe verbunden, zwingt das Organ praktisch permanent zu Höchstleistungen.


Service für den Hochleistungsmotor

Um uns die Lebensenergie ungeschmälert zu erhalten, muss die Leber als unser "Motor" gleichmäßig rund laufen. Eine gesunde Leber ist in der Lage eine gewisse Menge an Belastungen problemlos zu bewältigen.

Wird die Leber allerdings durch zu viele Fremdstoffe (Schadstoffe aus Nahrung und Umwelt, Alkohol, chemische Stoffe z. B. in Medikamenten) über das natürliche Maß hinaus belastet, so entstehen beim Fremdstoffabbau vermehrt hochreaktive, aggressive Stoffe, sogenannte "freie Radikale", welche die Zellmembranen angreifen und unsere Stoffwechselfunktionen nachhaltig beeinträchtigen können. Auch wenn dieses Entgiftungsorgan selbst nicht schmerzt, so spüren wir doch bald die...


Symptome der überlasteten Leber

  • Abgespanntheit
  • verminderte Leistungsfähigkeit bis hin zur andauernden Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Völlegefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und
  • Verdauungsstörungen

 

Wo kann die Marienditel helfen?

Mit lipophilen Auszugsmitteln gewonnene Trockenextrakte aus den Früchten enthalten den Wirkstoffkomplex Silymarin. Sie werden zur unterstützenden Behandlung von chronisch entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose oder durch Lebergifte, wie z.B. Alkohol, hervorgerufene Erkrankungen verwendet. Die Wirksamkeit des in den Früchten enthaltenen Silymarins konnte in verschiedenen klinischen Studien nachgewiesen werden. Die Wirkung beruht auf einem Schutz der Leberzellen einerseits, außerdem wird die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen gesteigert, das Gewebe der Leber kann gesunden. Teezubereitungen dagegen enthalten kaum Silymarin und werden volksmedizinisch bei Verdaungsbeschwerden eingesetzt.


Wirkungsmechanismus

Vermutlich sind verschiedene Mechanismen für die leberschützende Wirkung verantwortlich. An erster Stelle werden Membraneffekte genannt, d. h. es kommt zu einer Veränderung der äußeren Struktur der Hepatozyten mit dem Ergebnis, dass die Lebergifte nicht in das Innere der Zellen dringen können. Zum anderen bewirkt Silymarin eine Stimulierung der Biosynthese von Nuksleinsäuren und Proteinen in den Hepatozyten, was auf einer Steigerung der Aktivität der Polymerase I (rRNA-Polymerase). Neben diesen Effekten sind wahrscheinlich noch eine Reihe weiterer Effekte für die Wirkung verantwortlich, unter denen die antiperoxidativen Effekte am bedeutunsvollsten erscheinen. Aktivität der Zur Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen bei dementiellen Syndromen mit Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Gedächtnisschwäche, Konzentrationsstörungen, Stimmungslabilität mit Ängstlichkeit als wichtigsten Symptomen. Vor Beginn der Behandlung ist zu klären, ob die genannten Symptome nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen. Ferner bei peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen und bei Tinitus (Ohrensausen).


Energiekur für eine vitale Leber

Silymarin beugt vor und schützt die Leberzellen nicht nur durch seine membranstabilisierende Wirkung, sondern ist in der Lage, die hochreaktiven, aggressiven "freien Radikalen", die beim vermehrten Fremdstoffabbau auch vermehrt anfallen, abzufangen. Dadurch kann eine Zerstörung von Zellmembranen verhindert werden.

 

Weniger Juckreiz, bessere Leberwerte

Über einen Behandlungszeitraum von drei Monaten nahmen die Patienten ein bis drei Kapseln 140 mg Silymarin täglich ein. Unter der Behandlung besserte sich nicht nur die klinische Symptomatik (Übelkeit, Blähungen, Juckreiz, Müdigkeit und Oberbauchdruck), sondern auch die Leberfunktion.

Abzulesen war dies an einer Besserung oder sogar Normalisierung von GOT, GPT, AP und Bilirubin. Und bei fast allen Patienten, die zu Beginn der Studie erhöhte PIIIP-Werte aufgewiesen hatten, kam es zu einer teils ausgeprägten Senkung dieses Parameters, was als Ausdruck einer verminderten Fibrogenese zu werten ist. Mit dem Mariendistel-Extrakt steht eine effektive, einfach anzuwendende und – was bei vorgeschädigter Leber besonders wichtig ist – gut verträgliche Therapieoption bei chronischen Leberleiden zur Verfügung. Silymarin kann man laut Prof. Schuppan einerseits z.B. bei noch nicht sehr fortgeschrittener alkoholischer Leberschädigung geben – wobei Alkoholabstinenz natürlich oberstes Gebot ist. Andererseits profitieren auch ausbehandelte Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung (Hepatitis, alkoholische Zirrhose).

 


Bedarf im Sport

Athleten und Bodybuilder können vom Gebrauch der Milk Thistle profitieren. Sie verzehren gewöhnlich viele Nahrungsergänzungen auf einmal, um ihre Leistung zu verbessern. Der Gebrauch von mehreren Ergänzungen auf einmal kann Synergismus produzieren, der einen enormen Druck an der Leber bewirkt.

Nach einer Kur mit verschiedenen Substanzen wie z.B. Steroide, Pro-Hormone oder Thermogenics, können Athleten mit den gebrauch von Milk Thistle ihre Leber regenerieren und damit die Lebergesundheit sowie ihre Leistung fördern.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Mariendistel Produkte sind für die meisten Erwachsenen wahrscheinlich sicher und unbedenklich. Mariendistel besitzt manchmal eine abführende Wirkung. Andere weniger häufig auftretende Nebenwirkungen erfassen Übelkeit, Durchfall, Magenverstimmungen, Blähungen, Völlegefühl, Magenschmerzen und Appetitverlust.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Sicherheit von Mariendistelprodukten während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen sicherheitshalber auf Mariendistelprodukte verzichten.

Allergien auf Besenkraut und verwandte Pflanzen: Mariendistel könnte bei Menschen, die empfindlich auf Pflanzen der Asteraceae/Compositae Familie reagieren, allergische Reaktionen hervorrufen. Mitglieder dieser Pflanzenfamilie umfassen unter anderem Besenkraut, Chrysanthemen, Ringelblumen, Gänseblümchen und viele weitere. Wenn man unter Allergien leidet, sollte man vor der Einnahme von Mariendistelprodukten seinen Arzt konsultieren.

Hormonsensitive Erkrankungen wie Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Eierstockkrebs und Endometriose: Extrakte aus der Mariendistelpflanze könnten wie Östrogen wirken. Deshalb sollte man, wenn man unter einer Krankheit leidet, die durch Östrogen verschlimmert werden könnte, diese Extrakte nicht verwenden. Im Gegensatz hierzu scheinen die häufiger verwendeten Extrakte aus Samen der Mariendistel nicht wie Östrogen zu wirken.

 

Wechselwirkungen                                                              

Bei einer Kombination von Mariendistelprodukten mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Medikamente, die über die Leber abgebaut werden (Cytochrom P450 2C9(CYP2C9) Substrate)

Einige Medikamente werden durch die Leber abgebaut. Mariendistelprodukte könnten die Geschwindigkeit, mit der die Leber bestimmte Medikamente abbaut, reduzieren oder beschleunigen. Die Einnahme von Mariendistelprodukten in Verbindung mit Medikamenten, die über die Leber abgebaut werden, kann die Wirkungen einiger Medikamente verstärken oder reduziere. Aus diesem Grund sollte man vor der Einnahme von Mariendistelprodukten den behandelnden Arzt konsultieren, wenn man Medikamente einnimmt, die über die Leber abgebaut werden.

 

Medikamente, die über die Leber abgebaut werden (glukoronidierte Medikamente)

Der Körper baut einige Medikamente ab, um sie ausscheiden zu können. Die Leber hilft beim Abbau dieser Medikamente. Mariendistelprodukte könnten den Abbau dieser Medikamente durch die Leber beeinflussen. Dies könnte die Wirksamkeit einiger dieser Medikamente reduzieren oder verstärken.

 

Bei einer Kombination von Mariendistelprodukten mit folgenden Medikamenten sollte man wachsam sein:

Östrogene

Die Mariendistel könnte die Hormonspiegel im Körper reduzieren. Mariendistelprodukte könnten dem Körper beim Abbau von Östrogenmedikamenten helfen. Eine Einnahme von Mariendistelprodukten in Kombination mit Östrogenpräparaten könnte die Wirksamkeit von Östrogenpräparaten reduzieren.

Die Mariendistel enthält eine Chemikalie, die als Silymarin bezeichnet wird. Silymarin könnte der Bestandteil von Mariendistelprodukten sein, der dem Körper beim Abbau von Östrogen hilft.

 

Medikamente, die zur Senkung der Cholesterinspiegel verwendet werden (Statine)

Theoretisch können Mariendistelprodukte die Spiegel einiger Medikamente, die zur Senkung der Cholesterinspiegel verwendet werden (Statine), verändern. Dies könnte die Wirkung dieser Medikamente erhöhen oder reduzieren.


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Rhodiola

Der griechische Arzt Dioskurides war der Erste, der die medizinische Anwendung von "rodia riza" im Jahr 77 n. Chr. in seinem großen Werk "materia medica" beschrieb. Wegen des rosenartigen Geruchs eines frisch angeschnittenen Wurzelstocks gab der schwedische Botaniker Carl von Linné dieser Pflanze den Namen Rhodiola rosea.


Die Franzosen und Schweden setzten die Arzneipflanze Rhodiola rosea im 18. und 19. Jahrhundert medizinisch ein. So erwähnt sie noch 1974 die 9. Ausgabe des Französischen Arzneibuchs. Bereits 1775 fand Rhodiola rosea L. Eingang in die Schwedische Pharmakopoe. Die Volksmedizin Russlands und der skandinavischen Länder verwendete diese Pflanze über viele Jahrhunderte. Bereits die Wikinger setzten Rhodiola rosea zur Stärkung ihrer Kräfte und Ausdauer ein. Eskimos und Lappen sollen die Blätter dieser arktischen Nutzpflanze noch heute wegen ihrer anregenden Wirkung essen. Carl von Linné (1707 bis 1778) führte als Anwendungsgebiete den Leistenbruch, Scheidenerkrankungen, Migräne und Kopfschmerzen an. Zwischen 1775 und 1960 erwähnt die wissenschaftliche Literatur Schwedens, Norwegens, Islands, Russlands, Frankreichs und Deutschlands verschiedene medizinische Anwendungen.

Seit 1960 wurden mehr als 180 pharmakologische, phytochemische und klinische Untersuchungen veröffentlicht. Da die meisten davon entweder in slawischer oder skandinavischer Sprache vorliegen, blieben die Ergebnisse im übrigen Europa weitestgehend unbekannt.

Rhodiola rosea L. ist im deutschsprachigen Raum meist unter "Rosenwurz" bekannt und heißt in England "Golden Root", "Arctic Root" oder "Roseroot", in Schweden "Rosenrod" und in Frankreich "Rhodiole rose".

 

Anspruchslos und hoch hinaus

Es gibt über 200 Rhodiola-Arten. Rhodiola rosea ist eine widerstandsfähige Hochgebirgspflanze, die zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceen) gehört. Sie bevorzugt karge Böden und ist sowohl in den arktischen Regionen als auch in den Gebirgsregionen Europas und Asiens zu finden. Als wahre Überlebenskünstlerin wächst sie bis in Höhen von 4500 Meter über dem Meer.
Die Pflanze wird zwischen 10 und 35 cm hoch und hat einen knollenartigen Wurzelstock, das Rhizom. Daraus wachsen Stiele mit blaugrünen, fleischigen Blättern. Die Blattreihe unter dem Blütenstand ist ganzrandig oder leicht gezähnt. Die Pflanze ist eingeschlechtlich. Die männlichen Blüten unterscheiden sich mit ihrer typisch gelbgrün bis leuchtend gelben und häufig rötlichen Farbe von den wesentlich kleineren und teilweise verkümmerten weiblichen Blüten mit gelblich grüner Farbe. Die anfangs grünen und später purpurroten Balgfrüchte färben sich zur Reifezeit braunrot. In ihrer kurzen Vegetationsperiode zwischen Mai und September duftet die Pflanze ähnlich wie Rosen. In vielen Ländern wird sie als Tee oder Gemüse zubereitet. Zur Herstellung der medizinisch genutzten Extrakte dienen die knollenförmigen Speicherwurzeln. Die Extrakte werden zu Kapseln weiter verarbeitet.

 

In Russland intensiv erforscht

Die Verwendung von Rhodiola rosea in der traditionellen Volksmedizin ist vielfältig. Sie soll die körperliche Ausdauer erhöhen, die Arbeitsleistung steigern, langes Leben ermöglichen, Höhenkrankheit verhindern, Müdigkeit, Blutarmut, Impotenz, gastrointestinale Beschwerden, Infektionen und nervöse Störungen bekämpfen. In den Bergtälern Sibiriens erhielt das Brautpaar bei der Hochzeit ein Bündel der Wurzelknollen, damit sie viele, gesunde Kinder bekommen sollten. In Mittelasien war der Tee aus Rhodiola das probate Mittel gegen Erkältung, Schnupfen und Husten während der strengen Winter. Jahrhundertelang war nur einzelnen Familienmitgliedern der asiatischen Völker bekannt, wo die Wurzel geerntet und wie sie extrahiert werden konnte. Die chinesischen Kaiser nannten sie ehrfurchtsvoll "Goldene Wurzel".
1961 fand der russische Botaniker G. V. Krylov vom Botanischen Institut von Novosibirsk auf einer Expedition in das Altai-Gebirge in Südsibirien große Gebiete, in denen die "Goldenen Wurzeln" wuchsen. Auch erfuhr er von den Einwohnern, dass der Extrakt aus dieser Pflanze vor geistigem und körperlichem Stress, Giften und Erkältungen schützen sollte.
Seit 1969 ist Rhodiola rosea fester Bestandteil der offiziellen Medizin der Sowjetunion. 1975 führte das Sowjetische Ministerium für Gesundheit mit dem Präparat "Rhodiola Extrakt Flüssig" einen alkoholischen Extrakt gegen Müdigkeit, Infektionskrankheiten und zur Erhöhung der Vitalität, des Gedächtnisses und der Arbeitsleistung ein.
In Schweden wurde Rhodiola rosea im Jahr 1985 als pflanzliches Medizinprodukt eingeführt und im Phytomedizinischen Handbuch für Pharmazeuten als ein Mittel gegen Müdigkeit und Abgeschlagenheit beschrieben. Sechs Gruppen von Inhaltsstoffen sind inzwischen bekannt: Phenylpropanoide, Phenylethanoide, Flavonoide, Monoterpene, Triterpene und phenolische Säuren.

 

Standardisierung in zwei Stufen

Die Standardisierung des Extrakts von Rhodiola rosea verlief in zwei Stufen. In den Jahren um 1970 wurde Salidrosid aus der Gruppe der Phenylethanoide als Hauptwirkstoff angesehen. Die russische Arzneibuch-Kommission verlangte einen Gehalt von mindestens 0,8 Prozent Salidrosid für alle Tinkturen und Extrakte.
In den späten 80ern des vorigen Jahrhunderts fanden auf Grund wachsender Nachfrage auch andere Rhodiola-Arten Verwendung. Einige Arten waren pharmakologisch wirkungslos, andere hingegen wirkten sogar besser als reiner Rhodiola-rosea-Extrakt. 1986 konnten russische Wissenschaftler nachweisen, dass Rhodiola rosea und auch die anderen wirksamen Rhodiola-Arten drei Zimtalkoholderivate Rosavin, Rosin und Rosarin enthalten. Sie stammen aus der Gruppe der Phenylpropanoide und wurden unter dem Begriff Rosavine zusammengefasst. Die überarbeitete Sowjetische Pharmakopoe von 1989 zieht sowohl Salidrosid in mindestens 0,8 bis 1 Prozent als auch Rosavin in mindestens 3 Prozent zur Standardisierung heran. Immer wieder kommen Fälschungen auf den Markt. Die echte Rhodiola rosea lässt sich nur so identifizieren: Sie enthält Rosavine und Salidrosid stets im Verhältnis 3 zu 1.

 

Hilft dem Gehirn auf die Sprünge

Der genaue Wirkmechanismus von Rhodiola rosea ist noch nicht vollständig aufgeklärt, zumal die vielen Inhaltsstoffe sehr unterschiedlich im Körper wirken. Die Studien aus den letzten Jahren beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Einfluss von Rhodiola rosea auf die geistige Leistungsfähigkeit.
Wahrscheinlich beeinflussen die Inhaltsstoffe von Rhodiola rosea den Stoffwechsel einiger Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin, Noradrenalin und Acetylcholin im Gehirn. Die Neurotransmitter dienen der Verarbeitung von Informationen und der Speicherung im Gehirn. Das optimale Zusammenwirken dieser Botenstoffe ist verantwortlich für die geistige Leistung und letztendlich für das Gedächtnis. Vermutlich beeinflusst Rhodiola rosea die Ausschüttung dieser Botenstoffe positiv und fördert zudem die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für deren Vorstufen.
Stress beeinträchtigt das Konzentrationsvermögen, das Gedächtnis und mindert die geistige Leistungsfähigkeit. Hier wirkt Rhodiola rosea wahrscheinlich adaptogen. Das heißt: Ihre Inhaltsstoffe verbessern die Anpassungsfähigkeit des Organismus an außergewöhnliche Belastungen und erhöhen die natürliche Widerstandsfähigkeit. Adaptogene Stoffe eignen sich nicht zur Behandlung einer bestimmten Krankheit.

 

Schutz vor freien Radikalen

Ein Übermaß an freien Radikalen schädigt Gehirnzellen und gilt als eine der Ursachen für das altersbedingte Absinken der geistigen Leistungsfähigkeit. Rhodiola rosea enthält eine Reihe antioxidativer Stoffe, die die Gehirnzellen vor den schädlichen Einflüssen freier Radikale schützen sollen.
Das Neurologische Institut der Armenischen Staats-Universität in Yeriwan hat in einer randomisierten Doppelblindstudie an 54 Ärzten untersucht, wie sich Rhodiola rosea auf die geistige Leistungsfähigkeit sowie die stressinduzierte Ermüdung während der Dienstzeiten mit wiederholten Nachtschichten auswirkt. Nach einer mehrwöchigen Testperiode verringerte Rhodiola rosea die Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit während wiederholter Nachtdienste um nahezu 20 Prozent. Ähnlich positive Ergebnisse ergab eine Untersuchung mit 40 Studenten. Eine ebenfalls randomisierte, doppelblinde und Placebo kontrollierte Studie prüfte den Einfluss von Rhodiola rosea auf die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit während einer Prüfungsperiode. Rhodiola rosea konnte auch hier die geistige Leistungsfähigkeit sowie die neuro-motorischen Fähigkeiten deutlich verbessern. Dies zeigte sich auch an den besseren Examensnoten.

 

Mehr Kraft für Gestresste

Im Mai 2000 führte das Zentrum für Gesundheit und Epidemiologie des Gesundheitsministeriums in Moskau eine randomisierte, doppelblinde, Placebo kontrollierte klinische Studie mit 161 russischen Kadetten eines Institutes des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation durch. Es wurden vier Gruppen gebildet: Zwei Verum-Gruppen, eine Placebo- und eine Kontroll-Gruppe. Die Probanden der zwei Verum-Gruppen nahmen Rhodiola rosea in unterschiedlichen Dosierungen ein. Es zeigte sich, dass in den Rhodiola-Gruppen die Probanden unter Stress deutlich weniger ermüdeten und bessere mentale Funktionen zeigten als die in der Kontrollgruppe.
Heute wären Forschungen auf der Basis kontrollierter klinischer Studien nach modernen Standards sehr wünschenswert. Diese müssten sich mit den beschriebenen positiven Erscheinungen von Rhodiola rosea befassen, die Wirkweise und damit auch den medizinischen Einsatz der "Goldenen Wurzel" klären, um dieser Pflanze den Stellenwert einzuräumen, den sie sicherlich verdient. Wegen der fehlenden klinischen Studien können Rhodiola rosea und ihre Extrakte aktuell lediglich als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden.

 

Dauergebrauch und Stoßtherapie

Die derzeit angegebenen Dosierungen variieren je nach Prozentgehalt des Wirkstoffs Rosavin im verwendeten Extrakt. Für den Dauergebrauch wird eine Tagesdosis von 360 bis 600 mg eines Rhodiola-rosea-Extraktes mit 1 Prozent Rosavin oder 180 bis 300 mg eines solchen mit 2 Prozent Rosavin beziehungsweise 100 bis 170 mg eines mit 3,6 Prozent Rosavin angenommen.
Rhodiola-rosea-Extrakt sollte bereits einige Wochen vor der erwarteten Stresssituation und während der Dauer der Belastung eingenommen werden. Bei einer kurzzeitigen Belastung wie einer Prüfung kann der Anwender die Dosis verdreifachen, wobei er den Einnahmezeitraum von vier Monaten nicht überschreiten sollte. Hieran sollte sich eine einnahmefreie Phase anschließen. Nüchtern 30 Minuten vor dem Frühstück, beziehungsweise der Mahlzeit eingenommen, ist die Resorption am besten.
In den Studien sind unter den beschriebenen Dosierungen keine Nebenwirkungen aufgetreten. Toxische Wirkungen bei fachgerechtem Gebrauch sind nicht bekannt. Wie bei übermäßigem Kaffeegenuss kann es auch bei extrem hoher Dosierung von Rhodiola rosea zu Unruhe und Schlaflosigkeit kommen. Anwender sollten Extrakte aus Rhodiola rosea wegen ihrer anregenden Wirkung in der ersten Tageshälfte einnehmen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Frauen von einer Einnahme absehen.

 

Referenzen

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Wheat Grass

Weizen ist für viele Kulturen ein Grundnahrungsmittel. Leider wir auch hier wie beim Salz, Zucker usw. das natürliche Ursprungsprodukt raffiniert und dadurch wichtiger Stoffe beraubt. Interessant ist, das Weizengras, Gerstengras und Alfalfa die auf der Erde wachsenden Pflanzen sind, die zu einer bestimmten Zeit Ihres Wuchses den höchsten Anteil an Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren, Vitaminen und Chlorophyll gegenüber anderen Pflanzen aufweisen. Bevor der Stengel des Weizens zu sprießen beginnt, ist die Konzentration am Höchsten.
Pflanzen können ohne Licht nicht wachsen, für sie ist Sonnenlicht unabdingbar. Durch den Prozess der Photosynthese absorbiert Chlorophyll das Sonnenlicht. In dem jungen Weizengras ist eine hohe Konzentration an Chlorophyll enthalten.
Die Pflanzen werden geerntet, wenn sie den höchsten ernährungsrelevanten Wirkstoffgehalt in sich tragen. Laboruntersuchungen belegen deutlich, dass die Nährstoffe ihre höchste Konzentration haben, kurz bevor das Knoten bildende Gewebe der Pflanze sich verlängert und einen Stengel bildet. Dieses Stadium dauert nur wenige Tage und bedarf einer geschulten Beobachtung. Der Nährstoffgehalt ist also weniger abhängig vom alter und er Höhe der Pflanze, als vom Stadium ihres Wachstums.
Weizengras hat von allen Gräsern den höchsten Anteil an bioverfügbares Eiweiß, mehr Eiweiß als Kuhmilch und Eier. Pflanzliche Eiweiße werden von unserem Körper viel leichter verstoffwechselt als tierische. Weizengras enthält gemäß Laboruntersuchungen ein mehrfaches an Vitamin C im natürlichen Verbund gegenüber Orangen, eine mehrfache Konzentration von Kalzium gegenüber der Milch. Es enthält ferner das so seltene Vitamin B12, hohe Anteile an Selen sowie Antioxidantien.

Weizengras wirkt stark basisch und ist ein wichtiger Rohstoff zum Ausgleich des Säure-Basenhaushaltes.

 

Weizengras hat folgende Besonderheiten:

  • verglichen mit anderen Grünpflanzen hat es den größten Gehalt an Chlorophyll.
  • Es enthält alle essentiellen Aminosäuren (Eiweißbausteine) in einem ausgewogenen Verhältnis.
  • Es enthält Kalium, Phosphor, Calcium und 85 weitere Mineralstoffe und Spurenelemente.
  • Es enthält fast alle Vitamine, auch Vitamin B12 und B17!

 

Wirkungen beim Verzehr von Weizengras:

  • sehr stark basische Wirkung
  • benötigt nur geringe Verdauungsenergie
  • enthält alle lebenswichtigen Vitalstoffe
  • wirkt antibakteriell

 

Referenzen

  1. Rudolph C. The therapeutic value of chlorophyll. Clin Med Surg 1930;37:119-21.
  2. Lam and Brush. "Chlorophyll and Wound Healing: Experimental and Clinical Study," American Journal of Surgery. 80, 204-20 (1950) .

Astragalus

Was ist Astragalus?

Astragalus (Lateinischer Name Astragalus membranaceus, Astragalus mongholicus), der in China heimisch ist, wird seit Jahrhunderten im Bereich der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. In der westlichen Welt erreichte Astragalus in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts eine gewisse Beliebtheit. Es gibt über 2000 unterschiedliche Astragalus Spezies, doch die beiden miteinander verwandten Spezies Astragalus membranaceus und Astragalus mongholicus sind die Spezies, die primär für Gesundheitszwecke verwendet werden.

Historisch gesehen, wird Astragalus – in der Regel in Kombination mit anderen Heilpflanzen – seit  langem im Bereich der traditionellen chinesischen Medizin zur Unterstützung und Förderung der Funktion des Immunsystems eingesetzt. In China wird Astragalus immer noch häufig bei chronischer Hepatitis und als begleitende Therapie bei Krebserkrankungen verwendet. Es wird außerdem als Volksheilmittel bei Erkältungen und Infektionen der oberen Atemwege, sowie bei Herzkrankheiten eingesetzt.

Die Wurzel der Astragalus Pflanze wird typischerweise in Form von Suppen, Tees, Extrakten oder Kapseln verwendet. Im Allgemeinen wird Astragalus mit anderen Heilpflanzen wie Ginseng, Angelica und Süßholz kombiniert.

 

Was sagt die Wissenschaft

Die wissenschaftlichen Grundlagen für die Verwendung von Astragalus zu Gesundheitszwecken sind begrenzt. Generell fehlt es an qualitativ hochwertigen klinischen Untersuchungen und Humanstudien. Es gibt einige vorläufige Studienergebnisse, die darauf hindeuten, dass Astragalus entweder für sich alleine oder in Verbindung mit anderen Heilpflanzen potentielle Vorzüge für das Immunsystem, das Herz, die Leber und als begleitende Therapie bei Krebs besitzen könnte.

 

Nebenwirkungen und Risiken

Astragalus wir für die meisten Erwachsenen als sicher und unbedenklich angesehen. Über seine potentiellen Nebenwirkungen weiß man nicht besonders viel, da Astragalus in der Regel in Kombination mit anderen Heilkräutern eingesetzt wird.

Astragalus kann unter Umständen mit Medikamenten interagieren, die das Immunsystem unterdrücken. Hierzu gehören unter anderem Wirkstoffe, die von Krebspatienten oder nach Organtransplantationen verwendet werden. Zusätzlich hierzu könnte Astragalus die Blutzuckerspiegel und den Blutdruck beeinflussen.

Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass einige Astragalus Spezies, die man für gewöhnlich nicht in ernährungstechnischen Supplements vorfindet, toxisch sein können. Einige Spezies enthalten z.B. das Neurotoxin Swainsonin, welches bei Tieren bereits zu Vergiftungen geführt hat. Andere Astragalus Spezies enthalten potentiell toxische Mengen an Selen.

 

Referenzen:

  1. Astragalus. Natural Medicines Comprehensive Database Web site. Accessed at www.naturaldatabase.com on April 21, 2009.
  2. Astragalus (Astragalus membranaceus). Natural Standard Database Web site. Accessed at www.naturalstandard.com on April 21, 2009.
  3. Upton R. Astragalus. In: Coates P, Blackman M, Cragg G, et al., eds. Encyclopedia of Dietary Supplements. New York, NY: Marcel Dekker; 2005:25–30.

Beta Glucan

Beta-Glucane sind Arten von Ballaststoffen, die in den Zellen bestimmter Typen von Hefe, Algen, Bakterien und Pilzen vorkommen. Man findet sie auch in einigen Pflanzen wie Hafer und Gerste

 

Warum nehmen Menschen Beta-Glucane ein?

Beta-Glucane, die aus Hefe extrahiert werden, könnten dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Studien haben gezeigt, dass sie den Gesamtcholesterinspiegel und die Spiegel des schlechten LDL Cholesterins geringfügig senken können. Sie scheinen jedoch die Spiegel des guten HDL Cholesterins und der Triglyzeride nicht zu beeinflussen.

Die Wirkung von Beta-Glucanen wurde auch bei Menschen untersucht, die an bestimmten Arten von Krebs litten. Eine Studie konnte z.B. zeigen, dass die Kombination eines Beta-Glucans, das als Lentinan bezeichnet wird, mit einer Chemotherapie Menschen mit Magenkrebs dabei helfen kann, länger zu leben. Es bedarf jedoch weiterer Untersuchungen, um zu sehen, wie effektiv eine solche Behandlung wirklich sein kann.

Studien haben gezeigt, dass Beta-Glucane Menschen helfen könnten, die unter Gebärmutterhalskrebs, sowie Krebs im Bereich von Kopf und Nacken leiden. Sie könnten auch die Lebenserwartung bei Mensche mit fortgeschrittenem Krebs verlängern. Auch hier werden weitere Studien benötigt.

Beta-Glucane scheinen Krebszellen nicht direkt abzutöten. Wissenschaftler denken jedoch, dass sie dem Immunsystem dabei helfen könnten, Tumore und Bakterien besser zu bekämpfen.

Frühe Hinweise zeigen, dass die das Immunsystem stärkenden Fähigkeiten dieses Supplements auch bei Menschen, die unter AIDS leiden, helfen könnten. Darüber hinaus könnten Beta-Glucane das Risiko für Infektionen nach Operationen und Traumata reduzieren. Es werden jedoch weitere Studien benötigt, um zu zeigen, ob dies tatsächlich der Fall ist.

Supplementhersteller behaupten gelegentlich, dass die in Beta-Glucan Supplements enthaltenen Ballaststoffe dabei helfen können, das Sättigungsgefühl zu verstärken. Dies könnte während einer Diät dabei helfen weniger zu essen, was den Gewichtsabbau fördern würde. Es gibt jedoch bisher noch keine ausreichenden Belege dafür, dass Beta-Glucane einen Gewichtsverlust hervorrufen können.

 

Kann man Beta-Glucane natürlich in Form von Nahrungsmitteln zu sich nehmen?

Beta-Glucane finden sich unter anderem in bestimmten Pilzen, Getreideprodukten wie Hafer und Gerste sowie Bierhefe wieder.

 

Einnahmeempfehlung

Optimale Dosierungen von Beta-Glucanen wurden bisher noch nicht bestimmt. Supplement Inhaltsstoffe und deren Qualität können von Hersteller zu Hersteller stark variieren. Dies macht es schwer, eine Standarddosierung festzulegen.

Beta-Glucane wurden im Rahmen von Studien, die deren Wirkung bei Menschen mit hohen Cholesterinspiegeln und Diabetes untersuchten, oral eingenommen. Bei Untersuchungen mit Menschen, die an AIDS oder ernsthaften Infektionen erkrankt waren, wurden injizierbare Formen von Beta-Glucanen verwendet. Bei Untersuchungen mit Personen, die Verbrennungen erlitten hatten, wurden Beta-Glucane auf die Haut aufgetragen.

 

Risiken und Nebenwirkungen

Lösliche Formen von Beta-Glucanen, die aus Hefe oder Pilzen hergestellt werden, scheinen bei oraler Einnahme sicher und unbedenklich zu sein.

In einigen Fällen verabreichen Ärzte Beta-Glucane auch intravenös. Nebenwirkungen können Rückenschmerzen, Veränderungen des Blutdrucks, Frösteln, Durchfall, Schwindel, exzessiven Harndrang, Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und geschwollene Lymphknoten umfassen.

Es ist nicht bekannt, ob Beta-Glucane für schwangere oder stillende Frauen sicher sind. Einige Typen von Beta-Glucanen sind unter Umständen nicht als sicher und unbedenklich anzusehen, wenn man unter bestimmten Krankheiten wie AIDS, ARC, Diabetes und hohem Blutdruck leidet. In diesen Fällen sollte man die Verwendung von Beta-Glucanen mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Darüber hinaus können Beta-Glucane die Wirkung einiger Medikamente beeinflussen, weshalb man die Einnahme mit dem behandelnden Arzt absprechen sollte. Beta-Glucane sollten nicht mit nichtsteroidalen Entzündungshemmern oder Aspirin kombiniert werden, da eine solche Kombination Magen und Verdauungstrakt ernsthaft schädigen kann.

 

Referenzen:

  1. Murphy, E.A. Current Opinion in Clinical Nutrition and Metabolic Care, November 2010; vol 13: pp 656-661.
  2. Asano, T. Biophysical and Biophysical Research Communications, April 6, 2012; vol 420: pp 444-449.
  3. Cloetens, L. Nutrition Review. August 2012; vol 70: pp 444-458.
  4. Volman, J.J. Molecular Nutrition and Food Research, February 2010; vol 54: pp 268-276.
  5. Jesenak, M. Allergologia et Immunopathologia, Dec. 17, 2012.

 

Chlorella

Was ist Chlorella?

Chlorella ist eine einzellige grüne Süßwasseralge. Chlorella enthält im Vergleich zu anderen Pflanzen große Mengen an Protein und Chlorophyll, sowie große Mengen an Mineralstoffen wie Eisen und Magnesium und Vitamine wie Folat, Vitamin B6 und Vitamin B12 (1). Das in Chlorella enthaltene Protein enthält alle essentiellen Aminosäuren, die der Mensch für Wachstum und Gesundheit benötigt (2).

 

Woher stammt Chlorella

Chlorella ist weltweit ein beliebtes Lebensmittel und besonders beliebt in Japan, Taiwan und Korea (3). Chlorella kann in vielen unterschiedlichen Klimazonen und Gegenden angebaut werden.

 

Vorzüge von Chlorella

Chlorella wird als ernährungstechnisches Supplement konsumiert, da es eine gute Quelle für essentielle Aminosäuren, Mineralstoffe, Vitamine, Ballaststoffe und bioaktive Verbindungen darstellt (4, 5). Die wissenschaftliche Literatur enthält zahlreiche Berichte über die Gesundheitsvorzüge von Chlorella bei der Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes und anderen Krankheiten, sowie bei der Verwendung als Antioxidans, als Aktivator des Immunsystems, usw. (6 – 18). Im Rahmen von Humanstudien konnten folgende Vorzüge beobachtet werden:

 

  • Eine Reduzierung der Cholesterinspiegel bei Patienten mit erhöhten Serum Cholesterinspiegeln (19).
  • Eine Reduzierung der Übertragung von Dioxinen von der Mutter auf den Fötus über die Plazenta oder beim Stillen von Babys über die Muttermilch (20).
  • Eine Erhöhung der Knochendichte bei postmenopausalen Frauen (21).
  • Erhöhte Plasmaspiegel von Vitamin C und Vitamin E, sowie einer erhöhte Aktivität der Erythrozyt Katalase und der Superoxid Dimutase(3).
  • Ein reduziertes Risiko für mit der Schwangerschaft in Verbindung stehende Anämie, Proteinurie und Ödeme (1).
  • Eine gesteigerte SlgA Sekretion über den Speichel und möglicherweise eine gesteigerte Immunfunktion der Schleimhäute (22).
  • Eine die Immunisierung steigernde Wirkungen nach einer Grippeimpfung (23).

 

Nebenwirkungen von Chlorella

Eine Literaturrecherche in der wissenschaftlichen Fachliteratur legt nahe, dass bei einer oralen Einnahme von Chlorella in normalen Dosierungen nur selten unerwünschten Nebenwirkungen auftreten. Diese können eine verstärkte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht und allgemeines Unwohlsein umfassen.

 

Einnahme

Da es sich bei Chlorella um ein Nahrungsmittel handelt, wird es für gewöhnlich im Grammbereich konsumiert. Typische bei Studien verwendete Dosierungen liegen zwischen 5 und 10 Gramm pro Tag.

 

Chlorella Supplements

Chlorella ist entweder für sich alleine als Pulver oder häufiger in Kombination mit anderen beliebten Supernahrungsmitteln wie Spirulina, Weizengras oder Gerstengras erhältlich. Solche Supplements werden typischerweise als „Greenfood“ oder „Greens“ Supplements verkauft.

 

Kombination mit anderen Supplements

Wie oben bereits erwähnt wurde, wird Chlorella am häufigsten mit Spirulina, Weizengras und/oder Gerstengras kombiniert.

 

Sicherheit und Unbedenklichkeit

In normalen Mengen verzehrt ist Chlorella ein sehr sicheres und unbedenkliches Nahrungsmittel ohne bekannte Kontraindikationen.

 

Referenzen:

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Cinnamon

Zimt ist am besten als Gewürz bekannt, das auf Milchkaffee gestreut und bei Weihnachtsgebäck verwendet wird, doch Extrakte aus der Rinde des Zimtbaumes werden überall auf der Welt auch traditionell als Medizin verwendet.

 

Wofür wird Zimt verwendet?

Einige wissenschaftliche Untersuchungen haben herausgefunden, dass ein bestimmter Typ von Zimt, der als Zimtkassie bezeichnet wird, den Blutzuckerspiegel bei Menschen, die unter Diabetes leiden, senken kann. Andere Studien konnten solche Vorzüge jedoch nicht bestätigen. Studien, die Zimt zur Senkung der Cholesterinspiegel und zur Behandlung von Hefepilzinfektionen bei HIV Patienten untersuchten, kamen zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Laborstudien haben herausgefunden, dass Zimt Entzündungen hemmen könnte, antioxidative Eigenschaften besitzt und Bakterien bekämpft. Es ist jedoch unklar, was die Implikationen hiervon für den Menschen sind.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Studienergebnisse durchwachsen und es ist unklar, ob Zimt bei der Verbesserung der Gesundheit eine Rolle spielen kann.

 

Einnahmeempfehlung?

Da es sich bei der Verwendung von Zimt um eine Behandlungsmethode mit nicht erwiesener Wirkung handelt, gibt es keine offizielle Dosierungsempfehlung. Einige Quellen empfehlen ½ bis 1 Teelöffel (2 bis 4 Gramm) Zimtpulver pro Tag. Im Rahmen von Studien wurden zwischen 1 Gramm und 6 Gramm Zimt verwendet. Sehr hohe Dosierungen können toxisch sein.

 

Kann man Zimt natürlich über die Nahrung zu sich nehmen?

Zimt ist in unzähligen Nahrungsmitteln enthalten. Wenn man Zimt im Geschäft als Gewürz kauft, kann es sich hierbei um einen von zwei Typen oder um eine Mischung aus beiden handeln. Es handelt sich entweder um „echten“ Zimt, der auch als Ceylon Zimt bezeichnet wird und der leichter zu mahlen, aber weniger effektiv bei Diabetes ist, oder es handelt sich, was wahrscheinlicher ist, um den dunkleren Zimtkassie Zimt.

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

Für gewöhnlich besitzt Zimt keine Nebenwirkungen. Die Verwendung großer Mengen kann Mund und Lippen reizen und wunde Stellen hervorrufen. Bei einigen Menschen kann Zimt allergische Reaktionen hervorrufen. Auf die Haut aufgetragen kann Zimt Rötungen und Hautreizungen hervorrufen.

 

Risiken

Zimt scheint für die meisten Menschen bei einer oralen Einnahme von bis zu 6 Gramm täglich für einen Zeitraum von 6 Wochen sicher und unbedenklich zu sein. Einige Menschen können allergisch auf Zimt oder einen seiner Bestandteile reagieren. Sehr große Mengen an Zimt können toxisch sein, was insbesondere bei Menschen gilt, die unter Leberproblemen leiden. Da Zimt den Blutzucker senken kann, kann es bei Diabetikern notwendig sein, die Medikation anzupassen, wenn sie Zimt als Supplement verwenden. Menschen, die unter Krebsarten wie z.B. Brustkrebs leiden, die durch Hormone beeinflusst werden, sollten Zimt nicht einnehmen. Der Inhaltsstoff Cumarin, der in einigen Zimtprodukten enthalten ist, kann Leberprobleme verursachen. Aufgrund der mangelnden Daten bezüglich der Sicherheit sollte Zimt von Kindern oder schwangeren oder stillenden Frauen nicht als Supplement eingenommen werden.

 

Wechselwirkungen

Wenn man Medikamente einnimmt, sollte man vor der Verwendung von Zimt Supplements mit dem behandelnden Arzt sprechen. Zimt Supplements könnten mit Antibiotika, Diabetesmedikamenten, Blutverdünnern, Herzmedikamenten und weiteren Medikamenten interagieren.

 

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Damiana

Damiana ist ein wilder Busch, der in Mexiko und Zentral- und Südamerika wächst und traditionell zur Anregung des Sexualtriebs verwendet wird.

Wofür wird Damiana verwendet?

Es gibt begrenzte Hinweise darauf, dass Damiana den Sexualtrieb bei Tieren beeinflussen könnte. Damiana konnte im Rahmen einer Studie Ratten helfen, die impotent waren. Damiana besaß jedoch auf gesunden Ratten keine Auswirkungen. Es gibt bisher keine am Menschen durchgeführte Untersuchungen mit Damiana.

Andere Tierstudien fanden heraus, dass Damiana Angstzustände lindern und den Blutzuckerspiegel senken kann. Laboruntersuchungen konnten zeigen, dass Damiana Bakterien bekämpfen könnte. Eine kleine Studie fand heraus, dass eine Mischung von Damiana mit anderen Supplements – Yerba Mate und Guarana – beim Fettabbau helfen könnte. Es bedarf jedoch weiterer Untersuchungen, um dies zu beweisen.

Da die meisten dieser Studien mit Tieren oder im Reagenzglas durchgeführt wurden, ist nicht wirklich bekannt, ob die Einnahme von Damiana beim Menschen die gewünschte Wirkung zeigt.

Im Rahmen der traditionellen Medizin wird Damiana als Stimulans und zur Behandlung von Menstrualproblemen, Verstopfung und Nierenerkrankungen eingesetzt. Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Daten, die diese Arten der Verwendung unterstützen.

In den sechziger Jahren verwendeten einige Menschen Damiana als Partydroge. Es sollte ein mit Marihuana vergleichbares Hochgefühl verursachen. Es ist nicht klar, ob Damiana wirklich eine solche Wirkung besitzt.

 

Einnahmeempfehlung

Es gibt keine Standarddosierung für Damiana, weshalb man sich an die Anweisungen auf dem Etikett halten oder seinen Arzt fragen sollte.

 

Kann man Damiana natürlich über die Nahrung zu sich nehmen?

Viele Menschen nehmen Damiana in Form von Tee zu sich. In Mexiko wird Damiana als Geschmacksstoff bei alkoholischen Getränken und Nahrungsmitteln verwendet.

 

Risiken und Nebenwirkungen

  • Nebenwirkungen: Damiana wird generell als sicher angesehen, doch es kann Durchfall, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Halluzinationen hervorrufen. Sehr hohe Dosierungen – 200 Gramm Damiana Extrakt – können Krämpfe hervorrufen.
  • Risiken: Man sollte Damiana nicht einnehmen, wenn man unter Diabetes, bipolaren Störungen, Schizophrenie, Alzheimer, der Parkinsonschen Krankheit oder Brustkrebs leidet. Es ist nicht bekannt, ob Damiana für Kinder oder schwangere und stillende Frauen sicher ist.
  • Wechselwirkungen: Wenn man Medikamente einnimmt, sollte man vor der Verwendung von Damiana seinen Arzt konsultieren. Da Damiana den Blutzuckerspiegel beeinflussen kann, könnte es mit Diabetesmedikamenten interagieren.

Inulin

Inulin ist ein Ballaststoff, der sich in bestimmten pflanzlichen Nahrungsmitteln wiederfindet. Chicoreewurzel ist die Hauptquelle für Inulin in Supplementform.

Chicoree wuchs ursprünglich in Europa und Asien, wird aber heute auch in Amerika angebaut. Bereits die alten Ägypter verwendeten Chicoree vor tausenden von Jahren als Medizin.

Inulin wird vom Dünndarm nicht absorbiert. Wenn es den Dickdarm erreicht, wird es von Bakterien fermentiert.

 

Wofür wird Inulin verwendet?

Inulin wird häufig verwendet, um Verdauungsprobleme zu behandeln oder Verdauungsproblemen vorzubeugen.

Inulin kann Verstropfung reduzieren. Im Rahmen einer Studie hatten ältere Menschen, die 15 Gramm Inulin pro Tag einnahmen, weniger Probleme mit Verstopfung.

Inulin kann außerdem dabei helfen, die Menge nützlicher Bakterien im Darm zu erhöhen. Aufgrund dieser Wirkung wird Inulin auch als Prebiotikum bezeichnet. Prebiotika besitzen zahlreiche Gesundheitsvorzüge und können dabei helfen, die Menge an Kalzium und anderen Mineralstoffen, die aus der Nahrung absorbiert werden, zu erhöhen. Darüber hinaus unterstützen sie ein gesundes Immunsystem und lindern Verdauungsprobleme.

Zusätzlich hierzu könnte Inulin die Blutfettwerte senken.

 

Dosierung

Die empfohlene Dosierung variiert von Hersteller zu Hersteller. Bisher wurden noch keine optimalen Dosierungen für irgendwelche Anwendungsbereiche festgelegt.

 

Kann man Inulin über die natürliche Nahrung zu sich nehmen?

Viele Nahrungsmittel und Pflanzen enthalten Inulin. Hierzu gehören unter anderem Spargel, Bananen, Kletten, Chicoree, Löwenzahnwurzeln, Knoblauch, Artischocken, Lauch und Zwiebeln.

Inulin findet sich auch in einigen verarbeiteten Nahrungsmitteln als Ersatz für Fett wieder. Hierzu gehören unter anderem Schokoriegel, Joghurt, Käse und Eiscreme. Wenn Inulin auf eine bestimmte Art und Weise mit Wasser gemischt wird, kann es bei diesen Nahrungsmitteln die Textur von Fett nachahmen.

 

Risiken und Nebenwirkungen?

Inulin kann allergische Reaktionen hervorrufen, zu deren Symptomen Asthma, Hautausschlag und Kontaktdermatitis gehören.

Man sollte Inulin meiden, wenn man auf Mitglieder der Beifuß Pflanzenfamilie oder Chicoree allergisch reagiert.

Weitere Nebenwirkungen von Inulin umfassen ein Aufblähen, Magenkrämpfe, dünner Stuhl, Blähungen und häufigerer Stuhlgang.

 

Risiken

Inulin und andere Prebiotika werden im Allgemeinen als sicher und unbedenklich angesehen. Chicoree und aus Chicoree hergestelltes Inulin sollten von schwangeren Frauen jedoch gemieden werden, da Chicoree zu Fehlgeburten führen kann. Darüber hinaus kann Chicoree – und unter Umständen auch aus Chicoree hergestelltes Inulin – Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten und Supplements besitzen.

 

Interaktionen

Inulin kann die Menge an Kalzium, die vom Körper aufgenommen wird, erhöhen.

 

Referenzen

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  7. AltCareDex: "Inulin."

Erbsenprotein

Die Welt der Proteinsupplements wächst von Tag zu Tag. Mit mehr Marken, einer größeren Nachfrage und neuen Innovationen kommt eine größere Vielfalt von Produkten auf den Markt. Man ist bei der Wahl seines Proteinpulvers nicht länger auf entweder milchbasierte oder sojabasierte Proteine beschränkt, sondern hat Zugang zu einer großen Bandbreite von anderen Proteinen, zu denen unter anderem Rindfleischprotein, Fischprotein, Reisprotein, Hanfprotein und das sich einer steigenden Beliebtheit erfreuende Erbsenprotein gehören.

 

Erbsenproteinpulver

Erbsenproteinpulver ist ein vegetarisches Proteinsupplement, das hauptsächlich aus gelben Schälerbsen hergestellt wird. Erbsenprotein ist eine nachhaltige Proteinquelle, die im Allgemeinen eine hohe Verdauungsrate von 90 bis 95% abhängig von der Quelle und der Form des Proteins aufweist. Erbsenprotein besitzt außerdem den zusätzlichen Vorzug, dass es hypoallergen ist, was auf der Abwesenheit verbreiteter Allergene und Inhaltsstoffen wie Laktose, Gluten und Weizen, auf die einige Menschen mit Unverträglichkeitsreaktionen reagieren, beruht.

 

Erbsenprotein Isolat

Erbsenprotein kann genau wie andere Proteinsupplements in unterschiedliche Reinheitsgrade unterteilt werden, die unter anderem Erbsenprotein Konzentrat und Erbsenprotein Isolat umfassen. Erbsenprotein Konzentrat weist typischerweise einen Proteingehalt von über 80% auf, während der Rest hauptsächlich aus Kohlenhydraten und einer geringen Menge an Fett besteht. Erbsenprotein Isolate neigen hingegen dazu, einen höheren Proteingehalt aufzuweisen, der in der Regel bei über 90% liegt. Infolgedessen enthält Erbsenprotein Isolat auch weniger Kohlenhydrate und Fett.

 

Nährstoffgehalt

Erbsenprotein enthält die meisten Aminosäuren in hohen Mengen, was insbesondere für die essentielle Aminosäure Lysin gilt. Leider mangelt es Erbsenprotein an den schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin, was der Grund dafür ist, dass Erbsenprotein häufig entweder mit diesen Aminosäuren angereichert wird oder mit Reisprotein oder hydrolysiertem Wheyprotein gemischt wird, welche beide mehr Cystein und Methionin enthalten. Alternativ kann Erbsenprotein auch mit Reismilch gemischt werden.

 

Vorzüge von Erbsenprotein

Wie bereits erwähnt wurde, ist Erbsenprotein extreme hypoallergen. Frei von den am weitesten verbreiteten Allergenen wie Laktose, Gluten, Weizen und Milchprotein ist Erbsenprotein eine nachhaltige und umweltfreundliche Proteinquelle. Erbsen bedürfen keiner externen Bestäubung und die Pflanze neigt dazu, Stickstoff aus der Luft zu absorbieren, weshalb keine zusätzlichen Düngemittel notwendig sind. Anders als Sojaprotein wird Erbsenprotein nicht mit negativen Konsequenzen für die Gesundheit in Verbindung gebracht und darüber hinaus ist Erbsenprotein eine extrem kostengünstige Proteinquelle.

 

Geschmack und Löslichkeit

Erbsenprotein neigt dazu, eine körnigere Textur als Wheyprotein oder Sojaprotein aufzuweisen, doch dies ist nicht unangenehm. Die Textur von Erbsenprotein neigt dazu, die Sättigung im Vergleich zu cremigeren und flüssigeren Proteinshakes stärker zu fördern, was von Vorteil ist, wenn man Gewicht und Fett verlieren möchte oder ein Proteinsupplement als Mahlzeitenersatz verwendet. Erbsenprotein ist von Natur aus leicht süßlich und der Geschmack kann dadurch noch verbessert werden, dass man es mit kalter Reismilch mischt.

 

Erbsenprotein vs. Wheyprotein

Auch wenn Wheyprotein mehr verzweigtkettige Aminosäuren enthält und einen höheren Proteingehalt aufweist, benötigt der Körper nur 20 Gramm Protein auf einmal, um von den Vorzügen bezüglich der Muskelproteinsynthese profitieren zu können. Darüber hinaus neigt Erbsenprotein dazu, den höchsten Arginin Gehalt von den meisten erhältlichen Proteinquellen inklusive Wheyprotein aufzuweisen. Eine gesteigerte Argininzufuhr besitzt für Trainierende folgende Vorzüge:

 

  • Exogene Argininquellen können dabei helfen, die Wachstumshormonausschüttung zu fördern
  • Arginin ist an der Synthese von Kreatin beteiligt
  • Arginin ist ein Vorläuferstoff für die Stickstoffoxydsynthese

 

All diese Faktoren können Training und Leistungsfähigkeit über eine einfache Erhöhung der Muskelproteinsynthese hinaus positive beeinflussen. Was die Verdauungsrate anbetrifft, wird Erbsenprotein mittelschnell verdaut, was eine längere Zufuhr von Aminosäuren zu den Muskeln als bei Wheyprotein bedeutet.

 

Erbsenprotein Supplements

Erbsenprotein ist aufgrund seiner hohen Verdaulichkeitsrate und Bioverfügbarkeit, seiner niedrigen Neigung Allergien auszulösen und seines relative niedrigen Preises ein Protein, das sich einer zunehmenden Beliebtheit erfreut. Wenn man nach einer guten alternativen Proteinquelle sucht, dann stellt Erbsenprotein eine gute Wahl dar.

Reishi Pilz

Der Reishi Pilz wird seit tausenden von Jahren in vielen asiatischen Kulturen als traditionelle Medizin zur Verbesserung der Gesundheit und zur Verlängerung des Lebens verwendet. Er ist auch unter der Bezeichnung Lingzhi bekannt.

 

Wofür wird der Reishi Pilz verwendet?

Der Reishi Pilz wird zur Unterstützung der Funktion des Immunsystems, zur Reduzierung von Stress, zur Verbesserung des Schlafes und zur Reduzierung von Erschöpfung verwendet. Außerdem wird der Reishi Pilz bei Gesundheitsbeschwerden wie hohem Blutdruck, hohen Cholesterinspiegeln, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen, Erkrankungen der Atemwege wie Asthma, viralen Infektionen wie Grippe, HIV/AIDS, Krebs und Schmerzen während und nach einem Ausbruch von Gürtelrose, sowie zur Unterstützung einer Chemotherapie verwendet.

Es gibt wissenschaftliche Hinweise auf die Effektivität des Reishi Pilzes inklusive Laboruntersuchungen und einigen kleinen Humanstudien. Wissenschaftler beginnen damit, die chemische Zusammensetzung dieses Pilzes zu untersuchen, um besser verstehen zu können, ob und wie der Reishi Pilz bei unterschiedlichen Beschwerden helfen kann.

 

Dosierung

Die Dosierung kann von Faktoren wie Alter, Leiden, für das der Pilz eingesetzt wird, Form des Pilzes und allgemeinem Gesundheitszustand abhängen.

Folgende Dosierungen repräsentieren typische verwendete Mengen:

  • 1,5 bis 9 Gramm des rohen getrockneten Pilzes
  • 1 bis 1,5 Gramm Reishi Pulver
  • 1 ml Reishi Lösung

 

Kann man den Reishi Pilz natürlich über die Nahrung zu sich nehmen?

Der Reishi Pilz wird angebaut und als Nahrungsmittel verkauft, doch er kann zäh und bitter sein.

Wenn er aus Gesundheitsgründen verwendet wird, kommt er für gewöhnlich in getrockneter Form oder als Extrakt in Form von Kapseln, Pulver oder einer Lösung zum Einsatz.

 

Risiken und Nebenwirkungen

 

Nebenwirkungen

Wenn der Reishi Pilz über einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten verwendet wird, kann er Trockenheit im Bereich von Mund, Hals und Nase hervorrufen. Darüber hinaus kann er Nebenwirkungen wie Jucken, Magenprobleme, Nasenbluten und blutigen Stuhl hervorrufen.

 

Risiken

Die Einnahme des Reishi Pilzes kann riskanter sein, wenn man unter niedrigem Blutdruck leidet oder Medikamente zur Erhöhung des Blutdrucks einnimmt.

Höhere Dosierungen können das Risiko für Blutungen bei Menschen, die unter Blutgerinnungsstörungen leiden, erhöhen.

Schwangere und stillende Frauen sollten Reishi Pilze meiden, da es keine ausreichenden Untersuchungen zur Sicherheit während Schwangerschaft und Stillzeit gibt.

 

Interaktionen

Man sollte die Einnahme von Reishi Pilzen mit seinem Arzt absprechen, wenn man Medikamente einnimmt, die die Blutgerinnung hemmen können. Zu diesen Medikamenten gehören unter anderem Aspirin, nichtsteroidale Entzündungshemmer, Warfarin und Heparin.

Reishi Pilze können außerdem mit Medikamenten gegen hohen Blutdruck interagieren.

Zusätzlich hierzu sollte man mögliche Interaktionen mit einem Arzt abklären, wenn man Heilkräuter oder Supplements verwendet, die die Blutgerinnung hemmen oder den Blutdruck senken können. Beispiele für solche Produkte sind Fischöl und Ginko.

Schisandra

Die Frucht der Schisandra Pflanze kann für die Herstellung von Medizin verwendet werden und stellt eine bekannte Heilpflanze im Bereich der traditionellen chinesischen Medizin dar.

Schisandra wirkt über viele Mechanismen. Unter anderem besitzt Schisandra antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.

 

Wofür wird Schisandra verwendet?

Menschen verwenden Schisandra, um ihre Energiespiegel, ihre körperliche Leistungsfähigkeit und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress und Erkrankungen zu steigern.

Auch Konzentration, Koordination und Ausdauer scheinen sich zu verbessern, wenn ein Extrakt aus der Schisandra Frucht eingenommen wird.

Ein anderer Anwendungsbereich von Schisandra ist der Versuch die Leber vor Giften zu schützen oder Lebererkrankungen wie Hepatitis zu behandeln. Schisandra Extrakte senken die Spiegel eines Enzyms, das einen Marker für Leberschäden darstellt. Schisandra scheint die Leberfunktion bei Menschen, die unter Hepatitis leiden, zu verbessern.

Zusätzlich hierzu verwenden einige Menschen Schisandra, um zu versuchen normale Blutzuckerspiegel und einen normalen Blutdruck aufrecht zu erhalten, die Erholung nach Operationen zu beschleunigen, Seekrankheit zu verhindern, Infektionen zu verhindern oder die Sehfähigkeit zu verbessern.

Weitere Anwendungsbereiche umfassen den Versuch hohe Cholesterinspiegel, Husten, Asthma, Nervenschmerzen, Symptome des prämenstruellen Symptoms, nächtliches oder spontanes Schwitzen, sexuelle Dysfunktion, exzessiven Harndrang oder Durst, Depressionen, Reizbarkeit oder Gedächtnisverlust zu behandeln.

Es gibt jedoch nicht genügend wissenschaftliche Informationen, um sagen zu können, ob Schisandra bei irgendeinem dieser Anwendungsbereiche effektiv ist.

 

Dosierung

Abhängig vom zu behandelnden Leiden werden unterschiedliche Schisandra Dosierungen verwendet. Es wurden jedoch bisher noch keine optimalen Dosierungen für irgendeinen Anwendungsbereich festgelegt.

 

Kann man Schisandra über die natürliche Nahrung zu sich nehmen?

Ja, man kann die Frucht der Schisandra als Nahrungsmittel essen.

 

Risiken und Nebenwirkungen

 

Nebenwirkungen

Bei einigen Menschen kann es zu allergischen Hautreaktionen oder Problemen im Bereich des Verdauungstrakts wie Appetitverlust, Magenschmerzen, Sodbrennen oder eine Übersäuerung des Magens kommen.

 

Risiken

Schwangere Frauen sollten Schisandra meiden, da die Frucht der Schisandra den Uterus stimuliere kann. Auch stillende Frauen sollten sicherheitshalber auf Schisandra verzichten, da es nicht genügend wissenschaftliche Informationen darüber gibt, ob Schisandra während der Stillzeit sicher und unbedenklich ist.

Man sollte Schisandra meiden, wenn man unter Epilepsie, gastroösophagealem Reflux, Magengeschwüren oder hohem Hirndruck leidet, da es Bedenken gibt, dass Schisandra diese Erkrankungen verschlimmern könnte.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um zu bestätigen, ob die Kombination von Schisandra mit anderen Heilkräutern sicher und unbedenklich ist.

 

Interaktionen

Es scheint keine Interaktionen zwischen Schisandra und anderen Heilkräutern oder Supplements zu geben. Man sollte jedoch vorsichtig sein, wenn man Schisandra mit Warfarin oder Medikamenten, die über die Leber abgebaut werden, kombiniert.

Acerola

Acerola

Was ist Acerola?

Die Acerola, die auch unter der Bezeichnung Acerolakirsche bekannt ist, wird zur Herstellung von Medizin verwendet. Acerola ist reich an Vitamin C und enthält darüber hinaus Vitamin A, Thianin, Riboflavin und Niacin.

Acerola wird zur Behandlung und Vorbeugung von Skorbut verwendet – eine Krankheit, die durch einen Mangel an Vitamin C verursacht wird. Außerdem wird Acerola zur Verhinderung von Herzkrankheiten, Arteriosklerose, Blutgerinnseln und Krebs verwendet.

Einige Menschen verwenden Acerola zur Behandlung von Erkältungen, Druckgeschwüren, Blutungen im Auge, Zahnfäule, Infektionen des Zahnfleischs, Depressionen, Heuschnupfen und Kollagenstörungen. Sportler verwenden Acerola zur Steigerung der körperlichen Ausdauer.

 

Wie wirkt Acerola?

Die Gesundheitsvorzüge von Acerola basieren auf dem hohen Vitamin C Gehalt der Frucht.

 

Wie effektiv ist Acerola?

Acerola ist wahrscheinlich als Vitamin C Quelle zur Vorbeugung vor Skorbut effektiv.
Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Acerola zur Verhinderung von Herzkrankheiten und Krebs, sowie zur Behandlung von Erkältungen, Zahnfäule und Depressionen treffen zu können. Hierfür bedarf es weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen.

 

Gibt es Sicherheitsbedenken?

Acerola ist für die meisten Erwachsen möglicherweise sicher und unbedenklich. Mögliche Nebenwirkungen umfassen Übelkeit, Magenkrämpfe und Schlaflosigkeit. Zu hohe Dosierungen können Durchfall hervorrufen.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen:

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Verwendung der Acerola  während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen sicherheitshalber auf Acerola Produkte verzichten.

Gicht: Das in Acerola enthaltene Vitamin C könnte die Harnsäurespiegel erhöhen und Gicht verschlimmern.

Nierensteine: In hohen Dosierungen könnte Acerola das Risiko für eine Entwicklung von Nierensteinen erhöhen. Dies beruht auf dem hohen Vitamin C Gehalt von Acerola.

 

Wechselwirkungen

Bei der Kombination von Acerola mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:


Bei der Kombination von Acerola mit folgenden Medikamenten sollte man wachsam sein:

Östrogene

Acerola enthält große Mengen an Vitamin C. Große Mengen an Vitamin C können die Menge an Östrogen, die der Körper absorbiert, erhöhen. Eine Erhöhung der Absorption von Östrogen kann Wirkungen und Nebenwirkungen von Östrogen erhöhen.

 

Dosierung

Zurzeit liegen keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten vor, um eine Aussage bezüglich optimaler Dosierungen von Acerola treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich auf die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten oder einen Arzt oder Apotheker befragen.

 

Referenzen:

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Basilikum

Basilikum (Basil)

Was ist Basilikum?

Basilikum ist eine Pflanze, deren überirdisch wachsende Teile zur Herstellung von Medizin verwendet werden.

Basilikum wird bei Magenkrämpfen, Verlust des Appetits, Blähungen, Nierenerkrankungen, Wassereinlagerungen, Schnupfen, Warzen und Wurminfektionen verwendet. Es wird außerdem zur Behandlung von Schlangenbissen und Insektenstichen eingesetzt.

Frauen verwenden Basilikum manchmal vor und nach der Geburt, um die Blutzirkulation zu fördern und den Milchfluss einzuleiten.

Einige Menschen verwenden Basilikum als Gurgellösung.

Bei Nahrungsmitteln kommt Basilikum als Gewürz zum Einsatz.

 

Wie wirkt Basilikum?

Basilikum enthält viele chemische Verbindungen. Diese chemischen Verbindungen könnten dabei helfen, Würmer aus dem Verdauungstrakt zu entfernen. Basilikum ist außerdem eine gute Quelle für Vitamin C, Magnesium, Kalium und Eisen.

 

Wie effektiv ist Basilikum?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Basilikum bei Schnupfen, Verlust des Appetits, Blähungen, Magenkrämpfen, Störungen im Bereich der Nieren, Warzen, Wurmbefall, Schlangenbissen und Insektenstichen, sowie zur Förderung der Blutzirkulation treffen zu können. Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Basilikum bei diesen Anwendungen beurteilen zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Basilikum ist in den Mengen, die bei Nahrungsmitteln verwendet werden, sicher und unbedenklich und scheint bei Erwachsenen auch in medizinischen Dosierungen sicher zu sein, so lange die Einnahme nur kurzzeitig erfolgt. Bei einigen Menschen kann Basilikum einen niedrigen Blutzuckerspiegel verursachen.

Basilikum könnte nicht sicher und unbedenklich sein, wenn es über einen längeren Zeitraum verwendet wird. Es enthält Estragol, eine Chemikalie, die das Risiko für Leberkrebs erhöhen könnte.

Basilikumöl sollte man nicht verwenden, da dieses aufgrund seines Estragol Gehalts als nicht sicher angesehen wird.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen:

Schwangerschaft und Stillzeit: Basilikum scheint für schwangere und stillende Frauen sicher und unbedenklich zu sein, wenn es in nahrungsmittelüblichen Mengen verwendet wird. Größere Mengen könnten nicht sicher sein, da Basilikum Estragol enthält, welches bei Labormäusen Leberkrebs verursacht.

Kinder: Basilikum scheint für Kinder sicher und unbedenklich zu sein, wenn Mengen verwendet werden, die man auch in Nahrungsmitteln vorfindet. Größere Mengen könnten nicht sicher sein, da Basilikum eine Chemikalie namens Estragol enthält, die bei Labormäusen Leberkrebs verursacht.

 

Wechselwirkungen

Zurzeit liegen keine Informationen über Wechselwirkungen von Basilikum mit Medikamenten oder Supplements vor.

 

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von Basilikum hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für Basilikum treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

Broccoli

Überblick

Broccoli ist eine Gemüsesorte, deren oberhalb der Erde wachsende Teile zur Herstellung von Medizin verwendet werden.

Broccoli wird zur Verhinderung von Prostata-, Brust-, Darm-, Blasen- und Magenkrebs verwendet. Einige Menschen verwenden Broccoli zur Verbesserung der Funktion des Immunsystems.

 

Wie wirkt Broccoli?

In Broccoli enthaltene Chemikalien könnten vor Krebs schützende und antioxidative Wirkungen besitzen.

 

Wie effektiv ist Broccoli?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Informationen, um die Effektivität von Broccoli bei folgenden Anwendungen beurteilen zu können:

  • Verhinderung von Prostatakrebs: Einige Untersuchungen legen nahe, dass der Verzehr von Broccoli und verwandten Gemüsesorten wie Rosenkohl, Blumenkohl und Kohl dabei helfen könnte, Prostatakrebs zu verhindern. Andere Untersuchungen konnten hingegen keine Verbindung zwischen dem Verzehr dieser Gemüsesorten und einem reduzierten Prostatakrebsrisiko feststellen.
  • Verhinderung von Brustkrebs: Es gibt Hinweise darauf, dass der Verzehr von Broccoli das Brustkrebsrisiko bei jungen Frauen geringfügig reduzieren könnte. Der Verzehr von Broccoli scheint bei älteren Frauen nach der Menopause jedoch nicht dabei zu helfen, Brustkrebs zu verhindern.
  • Verhinderung von Darm- und Rektalkrebs: Einige Untersuchungen legen nahe, dass der Verzehr von Broccoli dabei helfen könnte, Kolorektalkrebs zu verhindern.
  • Verhinderung von Blasenkrebs: Es gibt Hinweise darauf, dass der Verzehr von 1,75 Tassen Broccoli oder Kohl pro Tag das Risiko für eine Entwicklung von Blasenkrebs um etwa 30% senken könnte.
  • Verhinderung von Magenkrebs: Einige Untersuchungen legen nahe, dass der Verzehr von Broccoli dabei helfen könnte, Magenkrebs zu verhindern.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Broccoli bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Broccoli ist in den Mengen, die als Nahrung verzehrt werden, sicher und unbedenklich. Es gibt jedoch nicht genügend Informationen darüber, ob Broccoli in größeren medizinischen Mengen sicher und unbedenklich ist.

Auf die Haut aufgetragen kann Broccoli bei überempfindlichen Menschen einen allergischen Hautausschlag hervorrufen.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen:

Schwangerschaft und Stillzeit: Broccoli ist für schwangere und stillende Frauen in nahrungsmittelüblichen Mengen sicher und unbedenklich. Größere medizinische Mengen sollten jedoch vermieden werden, bis mehr über deren Sicherheit bekannt ist.

 

Wechselwirkungen

Im Augenblick liegen keine Informationen über Wechselwirkungen von Broccoli vor.

 

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von Broccoli hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für Broccoli treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

 

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Braunalgen

Überblick:

Braunalgen (Brown Algae) sind essbare Algen, die vor der Küste von Japan, Korea und China wachsen.

Braunalgen werden bei einer ganzen Reihe von Leiden inklusive Krebs, Fibromyalgie, Arthritis, Stress, Gewichtsverlust, Herzkrankheiten, hohen Cholesterinspiegeln und vielen weiteren verwendet.

 

Wie wirken Braunalgen?

Braunalgen enthalten mehrere Chemikalien, die als Antioxidantien wirken. Man glaubt, dass diese Chemikalien den Körper vor Schäden schützen können, die zu Krebs und anderen Erkrankungen führen können. In Braunalgen enthaltene Chemikalien könnten außerdem Auswirkungen auf Entzündungen und das Immunsystem des Körpers besitzen.

 

Wie effektiv sind Braunalgen?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Wirksamkeit von Braunalgen bei Krebs, Fibromyalgie, Arthritis, chronischer Erschöpfung, Schlaflosigkeit, hohen Cholesterinspiegeln, Herzkrankheiten, Asthma, posttraumatischen Stressstörungen, Gewichtsverlust und einer Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Chemikalien treffen zu können.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Braunalgen bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen:

Es sind nicht genügend Informationen verfügbar, um beurteilen zu können, ob es sicher und unbedenklich ist, Braunalgen zur Behandlung bestimmter Erkrankungen zu verwenden.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen:

Schwangerschaft und Stillzeit: Es gibt nicht genügend verlässliche Informationen über Sicherheit und Unbedenklichkeit von Braunalgen während Schwangerschaft und Stillzeit. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen auf Nummer sicher gehen und auf Braunalgen verzichten.

 

Wechselwirkungen

Im Augenblickliegen liegen keine Informationen über Wechselwirkungen vor.

 

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von Braunalgen hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für Braunalgenprodukte treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

 

Referenzen:

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Camu Camu

Überblick

Camu Camu ist ein Busch, der in sumpfigen oder überfluteten Bereichen des Amazonas Regenwaldes in Peru, Brasilien, Venezuela und Kolumbien wächst. Die Früchte und Blätter dieses Busches werden als Medizin verwendet.

Camu Camu wird bei Virusinfektionen inklusive Herpes, Fieberbläschen, Gürtelrose und Erkältung verwendet. Camu Camu wir auch bei Augenkrankheiten inklusive Linsentrübung und grünem Star verwendet. Andere Anwendungen umfassen die Behandlung von Asthma, Arteriosklerose, Depressionen, Erkrankungen des Zahnfleischs, Kopfschmerzen und Osteoarthritis, sowie die Behandlung des chronischen Erschöpfungssyndroms.

Einige Menschen verwenden Camu Camu, um ihre Energie zu steigern und gesundes Zahnfleisch, gesunde Augen und eine gesunde Haut aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus kommt Camu Camu auch als Antioxidans und zur Anregung der Funktion des Immunsystems zum Einsatz.

Die Frucht wird als Nahrungsmittel gegessen.

 

Wie wirkt Camu Camu?

Die Camu Camu Frucht enthält viele Nährstoffe inklusive Vitamin C, Beta-Karotten, Fettsäuren, Proteinen und anderen. Sie enthält außerdem Chemikalien, die unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper besitzen könnten. Es gibt jedoch nicht genügend Informationen darüber, wie Camu Camu bezüglich der Behandlung oder der Verhinderung von Krankheiten wirken könnte.

 

Wie effektiv ist Camu Camu?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Wirksamkeit von Camu Camu bei Arthritis, Asthma, Fieberbläschen, Erkältung, Depressionen, Linsentrübung des Auges, grünem Star, chronischem Erschöpfungssyndrom, Erkrankungen des Zahnfleischs, Kopfschmerzen, Herpes und Gürtelrose treffen zu können.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Wirksamkeit von Camu Camu bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Es gibt nicht genügend Informationen, um eine Aussage darüber treffen zu können, ob die Camu Camu sicher und unbedenklich ist oder welche Nebenwirkungen sie besitzen könnte.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen:

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Verwendung von Camu Camu während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen besser auf Camu Camu verzichten.

 

Wechselwirkungen

Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine Informationen über Wechselwirkungen von Camu Camu mit Medikamenten oder Supplements.

 

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von Camu Camu hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für Camu Camu treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

 

Referenzen:

  1. Dib Taxi CM, de Menezes HC, Santos AB, Grosso CR. Study of the microencapsulation of camu-camu (Myrciaria dubia) juice. J Microencapsul 2003;20:443-8.
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Chlorophyll

Überblick

Chlorophyll ist ein grünes Pigment, das in Pflanzen vorkommt. Pflanzen verwenden Chlorophyll, um mit Hilfe der Fotosynthese Energie zu produzieren. Chlorophyll wird auch als Medizin verwendet. Häufig verwendete Chlorophyllquellen für Medizin umfassen Alfalfa (Medicago Sativa) und Seidenwurmausscheidungen.

Chlorophyll wird bei schlechtem Atem und zur Reduzierung des Geruchs bei einem künstlichen Darmausgang verwendet. Darüber hinaus wird Chlorophyll auch bei Verstopfung, zur Entgiftung und zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt.

Ärzte verwenden Chlorophyll intravenös zur Behandlung einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.

 

Wie wirkt Chlorophyll?

Es gibt zurzeit nicht genügend Informationen, um eine Aussage darüber treffen zu können, wie Chlorophyll wirken könnte.

 

Wie effektiv ist Chlorophyll?

Chlorophyll ist möglicherweise bei der Behandlung einer Bauchspeicheldrüsenentzündung effektiv. Eine intravenöse Injektion von Chlorophyll scheint Schmerzen und andere Symptome einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung zu lindern.

Chlorophyll ist möglicherweise ineffektiv, wenn es zur Reduzierung des Geruchs eines künstlichen Darmausgangs verwendet wird.

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Wirksamkeit von Chlorophyll bei schlechtem Atem, Verstopfung und zur Unterstützung der Wundheilung treffen zu können. Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Wirksamkeit von Chlorophyll bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Chlorophyll scheint bei oraler Einnahme für die meisten Menschen sicher und unbedenklich zu sein. Chlorophyll in Form von Injektionen sollte nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden.

Chlorophyll kann die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht stark erhöhen, weshalb man auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten sollte, was besonders wichtig ist, wenn man sehr hellhäutig ist.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen:

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Verwendung von Chlorophyll während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen besser auf Chlorophyll verzichten.

 

Wechselwirkungen

Bei der Kombination von Chlorophyll mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Medikamente, die die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht erhöhen

Einige Medikamente können die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht erhöhen. Auch Chlorophyll kann die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht erhöhen. Die Einnahme von Chlorophyll in Verbindung mit Medikamenten, die die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht erhöhen können, könnte das Risiko für Sonnenbrand, Bläschenbildung der Haut oder Hautausschläge bei Hautbereichen erhöhen, die der Sonne ausgesetzt sind. Aus diesem Grund sollte man einen Sunblocker verwenden und schützende Kleidung tragen, wenn man Zeit in der Sonne verbringt.

 

Dosierung

Folgende Dosierungen wurden im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen untersucht:

Intravenös:

  • Ärzte verabreichen Chlorophyll intravenös, um Schmerzen und Schwellungen im Bereich der Bauchspeicheldrüse infolge einer Bauchspeicheldrüsenentzündung zu reduzieren.

 

Referenzen:

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Ginger Root

Synonyme Bezeichnungen

Deutsch: Ginferwurzel, Ingberwurzel, Ingwerklauen, Ingwerwurzel, Ingwerzehen. Englisch: Ginger, ginger root, Jamaica ginger. Lateinisch: Radix Zingiberis, Rhizoma Zingiberis.


Allgemeines

Bei Ingwer handelt es sich um den Wurzelstock einer Pflanze, deren botanische Bezeichnung Zingiber officinale lautet. Sie kommt ursprünglich aus Südostasien, ist in fast allen tropischen Ländern verbreitet und wird mittlerweile aber auch in China, der Karibik und den USA angebaut.

Die Ingwerpflanze ist eine tropische Rhizompflanze mit bis über 20 cm langen, schmalen Blättern. Ihr ausdauernder Wurzelstock ist kriechend und verzweigt sich weit. Aus ihm bilden sich einjährige, über einen Meter hohe Triebe. Die gelben Blüten besitzen ein gelb-braun-violett geflecktes Staubblatt und sitzen in einem zapfenartigen Blütenstand.
Der Ingwer-Wurzelstock spielte schon seit der Antike in der chinesischen und indischen Medizin eine große Rolle. In einigen tropischen Ländern wird er traditionell als Mittel zur Bekämpfung der Bilharziose angewendet. In der asiatischen Küche wird Ingwer vor allem als Gewürz verwendet. Auch in der Lebensmittelindustrie findet der Ingwer bei der Herstellung von Ginger Ale (Ingwerbier) seine Anwendung.


Wirkung und Inhaltsstoffe

Medizinisch wirksamer Bestandteil des Ingwerwurzelstocks ist sein zähflüssiger Balsam (Oleoresin). Dieser besteht aus ätherischen Ölen und Scharfstoffen, den Gingerolen und Shoagolen.

Die Scharfstoffe wirken einem Brechreiz entgegen. Über den genauen Wirkungsmechanismus gibt es noch keine genauen Erkenntnisse, aber es wird eine direkte Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt vermutet. Außerdem fördert Ingwer die Speichel-, Magensaft- und Gallebildung und die Darmfunktion. Auch eine bakterien- und pilztötende Wirkung geht vom Ingwer aus.


Anwendungsgebiete

Die Anwendung von ingwerhaltigen Arzneimitteln oder Zubereitungen kann zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen und zur Vorbeugung einer Reise- oder Seekrankheit verwendet werden. Auch Schwindelgefühle können mit Ingwer behandelt werden.


Andere Anwendungen von Ingwer umfassen die Anregung des Appetits und allgemein die Unterstützung der Verdauung. In der Ayurvedischen Medizin wird Ingwer in der Migränebehandlung angewendet. Außerdem eignet sich Ingweröl zur Bekämpfung von Kartoffelkäfern. Eventuell hat Ingwer auch eine begünstigende Wirkung bei Magengeschwüren und rheumatischen Gelenkbeschwerden. Diese Anwendungen sind aber bisher nicht ausreichend untersucht.

In heißen Ländern ist Ingwer wegen seiner anregenden Wirkung auf die Schweißbildung als Zusatz in Kaffee oder Tee beliebt.


Die Stiftung Warentest schreibt über Ingwer

Ein tolles Naturheilmittel! Ingwer enthält eine geballte Ladung unterschiedlichster Öle. Das Gingerol zum Beispiel hat eine ganz ähnliche Zusammensetzung wie Aspirin. Es hilft bei Kopfschmerzen und Migräne, verdünnt das Blut. Andere Stoffe wirken schleimlösend (gut bei Bronchitis), bekämpfen Übelkeit und Erbrechen (bei Reisekrankheit) und bringen die Immunabwehr auf Trab.

Quelle: Stiftung Warentest

Sicherheit und Nebenwirkungen

Ingwer ist für die meisten Menschen wahrscheinlich sicher und unbedenklich. Bei einigen Menschen kann es zu leichte Nebenwirkungen inklusive Sodbrennen, Durchfall und allgemeinen Magenproblemen kommen. Einige Frauen berichten über zusätzliche Menstrualblutungen, wenn sie Ingwer einnehmen.

Wenn Ingwer auf die Haut aufgetragen wird, kann er Hautreizungen hervorrufen.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft: Die Verwendung von Ingwer während der Schwangerschaft ist umstritten. Es gibt Bedenken, dass Ingwer die Sexualhormone des Fötus beeinflussen könnte. Es gibt außerdem einen Bericht über eine Fehlgeburt während Woche 12 der Schwangerschaft bei einer Frau, die Ingwer gegen Morgenübelkeit eingenommen hatte. Mit schwangeren Frauen durchgeführte Studien legen jedoch nahe, dass Ingwer sicher gegen Morgenübelkeit verwendet werden kann, ohne das Baby zu schädigen. Das Risiko für größere Fehlbildungen bei Kindern von Frauen, die Ingwer einnehmen, scheint nicht höher als die gewöhnliche Rate von 1 bis 3 % auszufallen. Es scheint außerdem kein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt oder ein niedriges Geburtsgewicht zu bestehen. Es gibt jedoch Bedenken, dass Ingwer das Risiko für Blutungen erhöhen könnte, weshalb einige Experten von einer Verwendung kurz vor dem Geburtstermin abraten. Wie bei jedem Medikament, das während der Schwangerschaft verwendet wird, ist es wichtig, die Vorzüge gegen das Risiko abzuwägen. Aus diesem Grund sollten schwangere Frauen vor der Verwendung von Ingwer, dessen Verwendung mit ihrem Arzt absprechen.

  • Schwangerschaft: Es ist nicht genug über Sicherheit und Unbedenklichkeit von Ingwer während der Stillzeit bekannt, weshalb stillende Frauen sicherheitshalber auf Ingwer verzichten sollten.
  • Blutgerinnungsstörungen: Eine Einnahme von Ingwer könnte das Risiko für Blutungen erhöhen.
  • Diabetes: Ingwer könnte den Blutzuckerspiegel senken. Als Resultat hiervon kann es notwendig sein, dass die Diabetes Medikation durch den behandelnden Arzt angepasst wird.
  • Herzkrankheiten: Hohe Ingwer Dosierungen könnten einige Herzkrankheiten verschlimmern.

 

Wechselwirkungen

Bei einer Kombination von Ingwer mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen

Ingwer könnte die Blutgerinnung verlangsamen. Die Einnahme von Ingwer in Verbindung mit Medikamenten, die auch die Blutgerinnung verlangsamen, könnte das Risiko für Blutungen und die Neigung zu Blutergüssen erhöhen.

Einige Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen können, umfassen unter anderem Aspirin, Diclofenac (Voltaren), Ibuprofen, Naproxen und weitere.

 

Phenprocoumon

Phenprocoumon wird zur Verlangsamung der Blutgerinnung verwendet. Eine Einnahme von Ingwer in Kombination mit Phenprocoumon könnte das Risiko für Blutergüsse und Blutungen erhöhen. Es ist möglich, dass die Phenprocoumon Dosierung angepasst werden muss, wenn man Ingwer verwendet.

 

Bei einer Kombination von Ingwer mit folgenden Medikamenten sollte man wachsam sein:

Diabetesmedikamente                                       

Ingwer könnte den Blutzucker senken. Auch Diabetesmedikamente werden verwendet, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Die Einnahme von Ingwer in Kombination mit Diabetesmedikamenten könnte ein zu starkes Absinken des Blutzuckerspiegels zur Folge haben. Aus diesem Grund sollte der Blutzuckerspiegel sorgfältig überwacht werden. Es ist möglich, dass die Dosierung der Diabetesmedikamente angepasst werden muss.

 

Medikamente gegen hohen Blutdruck (Kalziumkanalblocker)

Ingwer könnte den Blutdruck auf eine ähnliche Art und Weise wie einige Medikamente senken, die bei hohem Blutdruck und Herzkrankheiten verwendet werden. Eine Einnahme von Ingwer in Kombination mit diesen Medikamenten könnte den Blutdruck zu stark senken oder einen unregelmäßigen Herzschlag verursachen.


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Mariendistel

Namen: Silybum marianum, Mariendistel, Silymarin, Carduus marianus, Carthamus maculatus, Cirsium maculatum, Mariana mariana, Silybum maculatum.



Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete zweijährige Distel war im Altertum hauptsächlich als Gemüse bekannt und spielte als Arzneipflanze nur eine untergeordnete Rolle. Hildegard von Bingen erwähnte die Pflanze als Mittel gegen Seitenstechen entsprechend der Signaturenlehre, wobei von äußeren Pflanzenmerkmalen auf eine spezifische Wirkung ausgegangen wird (stechende Pflanze hilft gegen stechende Schmerzen). Erst Mitte des 19. Jahrhunderts erkannte man die Wirkung auf die Leber, die durch wissenschaftliche Untersuchungen im 20. Jahrhundert bestätigt wurde. Der Herkunft von Silybum marianum ist Argentinien, China, Rumänien und Ungarn.


Beschreibung der Stammpflanze

Ein- oder zweijährige, 60 bis 150 cm hoch werdende Pflanze mit aufrechtem, verzweigtem, reichlich beblättertem Stengel. Ungestielte, glänzend grüne, buchtig gelappte Blätter mit milchig überlaufenen Blattadern und dornigem Rand. Blütenköpfe einzeln, 4 bis 5 cm lang, mit purpurnen Röhrenblüten und langen, steif-aufrechten oder zurückgebogenen Hüllblättern mit dorniger Spitze. Früchte bis 7 mm lang, braungelb marmoriert bis schwarz, gekrönt von einem weißen Pappus.


Woher kommt der Name?

Ursprünglich wurde die Pflanze von Linné als Carduus marianus (abgeleitet vom lateinischen Wort „carduus“ = Distel) bezeichnet und erst später in die eigene Gattung Silybum überführt. Silybum leitet sich vom griechischen „silybon“ = Quaste ab. Unter diesen Namen war die Mariendistel in der Antike bekannt und wurde so auch von Dioskurides bezeichnet.
Der deutsche Name Mariendistel bezieht sich auf eine Legende. Die Muttergottes Maria soll beim Stillen einige Tropfen Milch über die Blätter vergossen haben, wodurch diese ihre weiße Marmorierung erhielten.


Inhaltsstoffe

Mindestens 1,5 %, im Durchschnitt 1,5 bis 3 % der als Silymarin bezeichneten Flavolignane, bei denen es sich um ein Gemisch aus den drei Hauptkomponenten Silibinin (Gemisch aus den Diastereomeren Silybin A und Silybin B), Isosilibinin (Gemisch aus den Diastereomeren Isosilybin A und Isosilybin B), Silychristin und Silydianin sowie einer Vielzahl von Nebenkomponenten. Als weitere Bestandteile zahlreiche Flavonoide, 20 bis 30 % fettes Öl, 25 bis 30 % Eiweiß und etwas Schleim.


Silymarin und seine Wirkweise

Die Leber - der Katalysator

Die größte Drüse des menschlichen Körpers leistet täglich Schwerstarbeit, zum einen, um zahllose Stoffe so aufzubereiten, dass sie für die körperlichen Bedürfnisse passend sind und zum anderen, um den Organismus von schädlichen Stoffen zu befreien.

Sie ist im Gegensatz zu vielen anderen Organen, die eine Überlastung durch allerlei Warnsignale ankündigen, ein im wahrsten Sinne des Wortes schweigsames Organ, welches sich praktisch nie durch unmittelbar spürbare Zeichen bemerkbar macht.
Als Stoffwechsel- und Entgiftungszentrale des Körpers reguliert sie nicht nur den Eiweiß-, Fett- und Zuckerstoffwechsel, sondern auch den Mineral-, Vitamin- und Hormonhaushalt und entsorgt gleichzeitig noch dem Organismus abträgliche Fremdstoffe. Bei ihrem 24stündigem Arbeitspensum muss die Leber Vieles verkraften und unsere moderne Lebensweise voller Hektik und Stress, mit unregelmäßigen, üppigen und oft zu fetten Mahlzeiten, häufiger einem Glas Alkohol zu viel und oftmals mit der Einnahme chemischer Arzneistoffe verbunden, zwingt das Organ praktisch permanent zu Höchstleistungen.


Service für den Hochleistungsmotor

Um uns die Lebensenergie ungeschmälert zu erhalten, muss die Leber als unser "Motor" gleichmäßig rund laufen. Eine gesunde Leber ist in der Lage eine gewisse Menge an Belastungen problemlos zu bewältigen.

Wird die Leber allerdings durch zu viele Fremdstoffe (Schadstoffe aus Nahrung und Umwelt, Alkohol, chemische Stoffe z. B. in Medikamenten) über das natürliche Maß hinaus belastet, so entstehen beim Fremdstoffabbau vermehrt hochreaktive, aggressive Stoffe, sogenannte "freie Radikale", welche die Zellmembranen angreifen und unsere Stoffwechselfunktionen nachhaltig beeinträchtigen können. Auch wenn dieses Entgiftungsorgan selbst nicht schmerzt, so spüren wir doch bald die...


Symptome der überlasteten Leber

  • Abgespanntheit
  • verminderte Leistungsfähigkeit bis hin zur andauernden Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Völlegefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und
  • Verdauungsstörungen

Wo kann die Marienditel helfen?

Mit lipophilen Auszugsmitteln gewonnene Trockenextrakte aus den Früchten enthalten den Wirkstoffkomplex Silymarin. Sie werden zur unterstützenden Behandlung von chronisch entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose oder durch Lebergifte, wie z.B. Alkohol, hervorgerufene Erkrankungen verwendet. Die Wirksamkeit des in den Früchten enthaltenen Silymarins konnte in verschiedenen klinischen Studien nachgewiesen werden. Die Wirkung beruht auf einem Schutz der Leberzellen einerseits, außerdem wird die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen gesteigert, das Gewebe der Leber kann gesunden. Teezubereitungen dagegen enthalten kaum Silymarin und werden volksmedizinisch bei Verdaungsbeschwerden eingesetzt.


Wirkungsmechanismus

Vermutlich sind verschiedene Mechanismen für die leberschützende Wirkung verantwortlich. An erster Stelle werden Membraneffekte genannt, d. h. es kommt zu einer Veränderung der äußeren Struktur der Hepatozyten mit dem Ergebnis, dass die Lebergifte nicht in das Innere der Zellen dringen können. Zum anderen bewirkt Silymarin eine Stimulierung der Biosynthese von Nuksleinsäuren und Proteinen in den Hepatozyten, was auf einer Steigerung der Aktivität der Polymerase I (rRNA-Polymerase). Neben diesen Effekten sind wahrscheinlich noch eine Reihe weiterer Effekte für die Wirkung verantwortlich, unter denen die antiperoxidativen Effekte am bedeutunsvollsten erscheinen. Aktivität der Zur Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen bei dementiellen Syndromen mit Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Gedächtnisschwäche, Konzentrationsstörungen, Stimmungslabilität mit Ängstlichkeit als wichtigsten Symptomen. Vor Beginn der Behandlung ist zu klären, ob die genannten Symptome nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen. Ferner bei peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen und bei Tinitus (Ohrensausen).


Energiekur für eine vitale Leber

Silymarin beugt vor und schützt die Leberzellen nicht nur durch seine membranstabilisierende Wirkung, sondern ist in der Lage, die hochreaktiven, aggressiven "freien Radikalen", die beim vermehrten Fremdstoffabbau auch vermehrt anfallen, abzufangen. Dadurch kann eine Zerstörung von Zellmembranen verhindert werden.

Weniger Juckreiz, bessere Leberwerte

Über einen Behandlungszeitraum von drei Monaten nahmen die Patienten ein bis drei Kapseln 140 mg Silymarin täglich ein. Unter der Behandlung besserte sich nicht nur die klinische Symptomatik (Übelkeit, Blähungen, Juckreiz, Müdigkeit und Oberbauchdruck), sondern auch die Leberfunktion.

Abzulesen war dies an einer Besserung oder sogar Normalisierung von GOT, GPT, AP und Bilirubin. Und bei fast allen Patienten, die zu Beginn der Studie erhöhte PIIIP-Werte aufgewiesen hatten, kam es zu einer teils ausgeprägten Senkung dieses Parameters, was als Ausdruck einer verminderten Fibrogenese zu werten ist. Mit dem Mariendistel-Extrakt steht eine effektive, einfach anzuwendende und – was bei vorgeschädigter Leber besonders wichtig ist – gut verträgliche Therapieoption bei chronischen Leberleiden zur Verfügung. Silymarin kann man laut Prof. Schuppan einerseits z.B. bei noch nicht sehr fortgeschrittener alkoholischer Leberschädigung geben – wobei Alkoholabstinenz natürlich oberstes Gebot ist. Andererseits profitieren auch ausbehandelte Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung (Hepatitis, alkoholische Zirrhose).


Bedarf im Sport

Athleten und Bodybuilder können vom Gebrauch der Milk Thistle profitieren. Sie verzehren gewöhnlich viele Nahrungsergänzungen auf einmal, um ihre Leistung zu verbessern. Der Gebrauch von mehreren Ergänzungen auf einmal kann Synergismus produzieren, der einen enormen Druck an der Leber bewirkt.

Nach einer Kur mit verschiedenen Substanzen wie z.B. Steroide, Pro-Hormone oder Thermogenics, können Athleten mit den gebrauch von Milk Thistle ihre Leber regenerieren und damit die Lebergesundheit sowie ihre Leistung fördern.


Folgende Nebenwirkungen, können bei Überdosierungen auftreten

Übelkeit, Magenschmerz, Erbrechen und Kopfschmerzen. Um diese Komplikationen zu vermeiden, wird empfohlen die Anweisung des jeweiligen Produktes zu beachten.


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Pomegranate

Was ist Granatapfel?

Der Granatapfel ist ein Baum. Unterschiedliche Teile des Baumes und der Frucht werden zur Herstellung von Medizin verwendet.

Granatapfel wird für viele Leiden verwendet, doch bisher gibt es nicht genügend wissenschaftliche Daten, um die Effektivität von Granatapfel bei diesen Leiden bewerten zu können. Es ist bekannt, dass Granatapfel zur Reduzierung der Symptome von chronischen obstruktiven Lungenerkrankungen oder zur Verbesserung der Atmung bei Personen, die unter diesen Erkrankungen leiden, nicht effektiv zu sein scheint.

Granatapfel wird bei Krankheiten von Herz und Blutgefäßen inklusive hohem Blutdruck, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Arteriosklerose und hohen Cholesterinspiegeln verwendet. Granatapfel wird außerdem bei Leiden im Bereich des Verdauungstrakts inklusive Durchfall und Ruhr, sowie bei einem Befall mit Bandwürmern oder anderen Parasiten des Verdauungstraktes eingesetzt.

Einige Menschen verwenden Granatapfel bei Grippe, Stomatitis, Erkrankungen des Zahnfleischs, erektiler Dysfunktion, Diabetes, Übersäuerung (Azidose), Blutungen und HIV. Granatapfel wird außerdem zur Verhinderung von Prostatakrebs, Übergewicht und Gewichtsverlust verwendet. Einige Frauen verwenden Granatapfel, um einen Schwangerschaftsabbruch herbeizuführen.

Granatapfel wird zum Gurgeln bei einem wunden Hals verwendet und zur Behandlung von Hämorriden auf die Haut aufgetragen.

Granatapfel (Punica granatum) ist eine einzigartige Pflanze. Die einzige andere Pflanze, die eng mit Granatapfel verwandt ist, ist ein kleiner Baum, der nur auf einer einzigen Insel im Jemen wächst.

Granatapfel wird seit tausenden von Jahre zur Behandlung einer großen Bandbreite von Erkrankungen verwendet. Er wird in historischen griechischen, hebräischen, islamischen und christlichen Schriften und Mythologien erwähnt. Granatapfel wird in Schriften, die 1500 Jahre vor Christus verfasst wurden, zur Behandlung bei Bandwürmern und anderen Parasiten beschrieben.

Viele Kulturen verwenden Granatapfel im Bereich der Volksheilkunde. Ursprünglich stammt der Granatapfel aus dem Iran. Er wird primär in Mittelmeerraum, Teilen der USA, Afghanistan, Russland, Indien, China und Japan kultiviert. Der Granatapfel taucht auch in einigen königlichen und medizinischen Wappen auf.

Wie effektiv ist Granatapfel?

Granatapfel ist möglicherweise ineffektiv für die Behandlung chronischer obstruktiver Lungenerkrankungen. Der Verzehr von Granatapfelsaft scheint die Symptome und die Atmung bei Menschen, die unter chronischen obstruktiven Lungenerkrankungen leiden, nicht zu verbessern.

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um die Effektivität von Granatapfel bei folgenden Leiden beurteilen zu können:

  • Hohe Cholesterinspiegel: Einige Studien zeigen, dass Granatapfel den Gesamtcholesterinspiegel und den Spiegel des schlechten LDL Cholesterins zu senken scheint. Andere Studien konnten jedoch keine Vorzüge zeigen.
  • Hoher Blutdruck: Eine Studie legt nahe, dass der Verzehr von 50 ml Granatapfelsaft pro Tag für ein Jahr den systolischen Blutdruck (der obere Wert) um 5 bis 21 % senken kann. Der Verzehr von Granatapfelsaft scheint jedoch den diastolischen Blutdruck nicht zu senken. Andere Untersuchungen zeigten allerdings keine Auswirkungen auf den Blutdruck, wenn Probanden 240 ml Granatapfelsaft täglich über einen Zeitraum von 3 Monaten tranken. Es bedarf weiterer Untersuchungen, um diese Diskrepanz zu klären.
  • Arteriosklerose: Vorläufige Studienergebnisse legen nahe, dass der Verzehr von Granatapfelsaft dabei helfen könnte, die Arterien im Bereich des Halses frei von Fettablagerungen zu halten.
  • Erkrankungen des Zahnfleisch: Es gibt Hinweise darauf, dass das Einreiben des Zahnfleischs mit Schalen der Frucht des Granatapfels in Kombination mit Gotu Kola Extrakt Erkrankungen des Zahnfleisch lindern könnte.
  • Prostatakrebs: Frühe Untersuchungsergebnisse legen nahe, dass der Verzehr von Granatapfelsaft das Fortschreiten von Prostatakrebs verlangsamen könnte.
  • Herzkrankheiten: Einige frühe wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Verzehr von Granatapfelsaft den Blutfluss zum Herz verbessern könnte. Doch der Verzehr von Granatapfelsaft scheint eine Verengung der Blutgefäße im Herz (Stenose) nicht zu verhindern. Es gibt auch nicht genug Informationen, um zu wissen, ob der Verzehr von Granatapfelsaft dabei hilft, mit Herzerkrankung in Verbindung stehende Ereignisse, wie z.B. einen Herzinfarkt, zu verhindern.

Es gibt außerdem nicht genügend wissenschaftliche Daten, um die Effektivität von Granatapfel bei Bandwurmbefall, Übergewicht, Pilzinfektionen des Mundes, Durchfall, Ruhr, wundem Hals, Hämorriden und Symptomen der Menopause beurteilen zu können. Hierfür bedarf es weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen.

Wie wirkt Granatapfel?

Granatapfel enthält eine Vielzahl von Chemikalien, die antioxidative Wirkungen besitzen könnten. Einige vorläufige Studienresultate legen nahe, dass in Granatapfel enthaltene Chemikalien das Fortschreiten einer Arteriosklerose verlangsamen und möglicherweise Krebszellen bekämpfen könnten. Es ist jedoch nicht bekannt, ob Granatapfel diese Wirkungen zeigt, wenn man den Saft der Frucht trinkt.

Gibt es Sicherheitsbedenken?

Granatapfelsaft ist für die meisten Menschen wahrscheinlich sicher und unbedenklich. Bei den meisten Menschen kommt es nicht zu Nebenwirkungen. Einige Menschen können jedoch allergisch auf Granatapfel reagieren.

Auf die Haut oder das Zahnfleisch aufgetragen ist Granatapfel möglicherweise sicher. Bei einigen Menschen, die empfindlich auf Granatapfel reagieren, kann es zu einem Jucken, Schwellungen, laufender Nase und Atembeschwerden kommen.

Granatapfel ist möglicherweise nicht sicher und unbedenklich, wenn die Wurzel oder die Stängel verzehrt werden. Die Wurzel enthält ein Gift.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen:

Schwangerschaft und Stillzeit: Granatapfelsaft ist für schwangere und stillende Frauen möglicherweise sicher. Es ist jedoch nicht bekannt, ob andere Formen von Granatapfel, wie z.B. Granatapfelextrakt, sicher sind. Falls man Granatapfel verwendet, sollte man während Schwangerschaft und Stillzeit bei Granatapfelsaft bleiben.

Allergien auf Pflanzen: Menschen, die unter Pflanzenallergien leiden, reagieren mit höherer Wahrscheinlichkeit auch allergisch auf Granatapfel.

Operationen: Granatapfel könnte den Blutdruck beeinflussen. Dies könnte die Blutdruckkontrolle während und nach Operationen beeinträchtigen. Aus diesem Grund sollte man mindestens 2 Wochen vor geplanten Operationen auf Granatapfel verzichten.

Wechselwirkungen mit Medikamenten:

Bei der Kombination von Granatapfel mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Carbamazepin

Carbamazepin wird im Körper abgebaut. Der Verzehr von Granatapfelsaft könnte die Geschwindigkeit, mit der der Körper Carbamazepin abbaut, reduzieren. Die kann die Wirkungen und Nebenwirkungen von Carbamazepin steigern.

Medikamente, die über die Leber abgebaut werden (Cytochrom P450 2C9 (CYP2C9) Substrate, Cytochrom P450 2D6 (CYP2D6) Substrate, Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4) Substrate)

Einige Medikamente werden durch die Leber abgebaut. Granatapfel könnte die Geschwindigkeit, mit der die Leber bestimmte Medikamente abbaut, reduzieren. Die Einnahme von Granatapfel in Kombination mit Medikamenten, die über die Leber abgebaut werden, kann die Wirkungen und Nebenwirkungen einiger dieser Medikamente erhöhen. Aus diesem Grund sollte man vor der Einnahme von Granatapfel den behandelnden Arzt konsultieren, wenn man Medikamente einnimmt, die über die Leber abgebaut werden.

Medikamente gegen hohen Blutdruck (ACE Hemmer und andere Blutdrucksenker)

Granatapfel scheint den Blutdruck zu senken. Die Einnahme von Granatapfel in Kombination mit Medikamenten gegen hohen Blutdruck könnte den Blutdruck zu stark senken.

Rosuvastatin

Rosuvastatin wird im Körper von der Leber abgebaut. Der Verzehr von Granatapfelsaft könnte die Geschwindigkeit, mit der die Leber Rosuvastatin abbaut, reduzieren. Dies kann die Wirkungen und Nebenwirkungen von Rosuvastatin verstärken.

Tolbutamid

Der Verzehr von Granatapfelsaft könnte die Geschwindigkeit, mit der der Körper Tolbutamid abbaut, reduzieren. Dies kann die Wirkungen und Nebenwirkungen von Tolbutamid verstärken.

Warfarin

Der Verzehr von Granatapfelsaft könnte die Geschwindigkeit, mit der der Körper Warfarin abbaut, reduzieren. Dies kann die Wirkungen und Nebenwirkungen von Warfarin verstärken.

Gibt es Interaktionen mit Heilkräuter und Supplements?

Heilkräuter und Supplements, die den Blutdruck senken können

Granatapfel scheint den Blutdruck zu senken. Die Verwendung von Granatapfel in Verbindung mit anderen Heilkräutern oder Supplements, die den Blutdruck senken, könnte einen zu starken Abfall des Blutdrucks zur Folge haben. Einige dieser Produkte umfassen Ingwer, Panax Ginseng, Tumeric, Baldrian und andere.

Gibt es Interaktionen mit Nahrungsmitteln?

Es existieren keine bekannten Interaktionen mit Nahrungsmitteln.

Dosierung

Die angemessene Dosierung von Granatapfel hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, zu denen unter anderem Alter, Gesundheitszustand und weitere gehören. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für Granatapfel für unterschiedliche Anwendungsbereiche treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

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Fenchel

Fenchel (Fennel)

Überblick

Fenchel ist ein ganzjähriges, angenehm riechendes Kraut mit gelben Blüten. Fenchel ist im Mittelmeerraum heimisch, findet sich heute jedoch überall auf der Welt wieder. Getrocknete Fenchelsamen werden häufig beim Kochen als nach Anis schmeckendes Gewürz verwendet. Man sollte Fenchel jedoch nicht mit Anis verwechseln, auch wenn beide Pflanzen ähnlich aussehen und riechen. Die getrockneten reifen Samen und das Öl des Fenchels werden zur Herstellung von Medizin verwendet.

Fenchel wird für unterschiedliche Verdauungsprobleme inklusive Sodbrennen, Blähungen, einem aufgeblähten Gefühl, Appetitverlust und Koliken bei Kindern verwendet. Fenchel wird auch bei Infektionen der oberen Atemwege, Husten, Bronchitis, Cholera, Rückenschmerzen, Bettnässen und Sehproblemen eingesetzt.

Einige Frauen verwenden Fenchel zur Steigerung des Flusses der Muttermilch, zur Förderung der Menstruation, zur Erleichterung des Geburtsprozesses und zur Steigerung des Sexualtriebs.

Fenchelpulver wird als Umschlag bei Schlangenbissen verwendet.

In Nahrungsmitteln und Getränken kommt Fenchel als Geschmacksstoff zum Einsatz.

Im Rahmen anderer Herstellungsprozesse wird Fenchelöl als Geschmacksstoff in bestimmten Abführmitteln und als Duftstoff in Seife und Kosmetika verwendet.

 

Wie wirkt Fenchel?

Fenchel könnte den Darm entspannen und Sekretionen im Bereich der Atemwege reduzieren.

 

Wie effektiv ist Fenchel?

Fenchel ist möglicherweise zur Behandlung von Koliken bei gestillten Kindern effektiv. Eine klinische Studie zeigte, dass gestillte Kinder, die unter Koliken litten und ein spezifisches Kombinationsprodukt, das Fenchel, Zitronenmelisse und Kamille enthielt, verabreicht bekamen, weniger lange als andere Kinder mit Koliken weinten.

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Fenchel bei Magenverstimmungen, Schwellungen der Luftröhre, Bronchitis, Husten, milden Krämpfen von Magen und Darm, Blähungen und Infektionen der oberen Atemwege treffen zu können. Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Fenchel bei diesen Leiden bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Fenchel ist in den Mengen, die man in Nahrungsmitteln vorfindet, wahrscheinlich sicher und unbedenklich. Es gibt jedoch nicht genug wissenschaftliche Daten, um eine Aussage darüber treffen zu können, ob Fenchel bei einer Verwendung in medizinischen Mengen für Erwachsene oder Kinder sicher und unbedenklich ist. Wissenschaftler haben jedoch ein Kombinationsprodukt für Koliken untersucht, das Fenchel, Zitronengras und Kamille enthält. Dieses Produkt scheint für Kleinkinder bei einer Verwendungsdauer von bis zu einer Woche sicher und unbedenklich zu sein.

Bei einigen Menschen kann es in Reaktion auf Fenchel zu allergischen Hautreaktionen kommen. Menschen, die allergisch auf Sellerie, Karotten und Beifuß reagieren, weisen ein höheres Risiko auf, auch auf Fenchel allergisch zu reagieren. Fenchel kann die Haut besonders empfindlich gegenüber einer Sonneneinstrahlung machen und das Risiko für einen Sonnenbrand erhöhen. Aus diesem Grund sollten hellhäutige Menschen auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten, wenn sie Fenchel verwenden.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Sicherheit der Verwendung von Fenchel während der Schwangerschaft bekannt, weshalb es für schwangere Frauen am besten ist, auf Fenchel zu verzichten.

Während de Stillzeit ist Fenchel möglicherweise nicht sicher und unbedenklich. Es wurde berichtet, dass es bei zwei gestillten Babys zu Schädigungen des Nervensystems kam, nachdem ihre Mütter einen Kräutertee getrunken hatten, der Fenchel enthielt.

Allergien auf Sellerie, Karotten und Beifuß: Fenchel könnte bei Menschen, die empfindlich auf diese Pflanzen reagieren, allergische Reaktionen hervorrufen.

Hormonsensitive Erkrankungen wie Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Eierstockkrebs oder Endometriose: Fenchel könnte wie Östrogen wirken. Wenn man unter einer Krankheit leidet, die durch Östrogen verschlimmert werden kann, sollte man Fenchel deshalb nicht verwenden.

 

Wechselwirkungen

Bei einer Kombination von Fenchel mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Antibabypille

Einige Antibabypillen enthalten Östrogen. Fenchel könnte einige der Wirkungen von Östrogen besitzen, doch Fenchel wirkt nicht so stark wie das in der Antibabypille enthaltene Östrogen. Die Einnahme von Fenchel in Kombination mit der Antibabypille, könnte die Wirksamkeit der Antibabypille reduzieren. Aus diesem Grund sollten Frauen, die die Antibabypille verwenden und Fenchel zu sich nehmen, eine zusätzliche Form der Geburtenkontrolle verwenden.

   

Östrogen

Große Mengen von Fenchel könnten einige der Wirkungen von Östrogen besitzen, doch Fenchel wirkt nicht so stark wie Östrogenmedikamente. Die Einnahme von Fenchel in Kombination mit Östrogenpräparaten könnte die Wirkung dieser Östrogenpräparate reduzieren.

 

Dosierung

Folgende Dosierungen wurden im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen untersucht:

Oral:

  • Für Koliken bei gestillten Kindern: ein spezifisches Kombinationsprodukt, das 164 mg Fenchel, 97 mg Zitronenmelisse und 178 Kamille enthielt, wurde eine Woche lang zweimal täglich verabreicht.

 

Referenzen:

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Lotus

Lotus

Überblick

Lotus ist eine Pflanze, deren Blüten, Samen, Blätter und Wurzelstamm zur Herstellung von Medizin verwendet werden.

Lotusblumen werden zur Stillung von Blutungen eingesetzt. Lotussamen werden bei Verdauungsbeschwerden inklusive Durchfall verwendet.

 

Wie wirkt Lotus?

Es sind nicht genügend Informationen verfügbar, um sagen zu können, wie Lotus als Medizin wirken könnte.

 

Wie effektiv ist Lotus?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Lotus bei Blutungen, Verdauungsproblemen und Durchfall treffen zu können. Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Lotus bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Es gibt nicht genügend Informationen, um eine Aussage darüber treffen zu können, ob die Lotus sicher und unbedenklich.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen:

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Verwendung von Lotus während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen besser auf Lotus verzichten.

 

Wechselwirkungen

Zum augenblicklichen Zeitpunkt liegen keine Informationen über Wechselwirkungen von Lotus mit Medikamenten oder Supplements vor.

 

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von Lotus hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für Lotus treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

Hafer

Hafer (Oats)

Überblick

Hafer ist eine Pflanze, deren Samen, Blätter, Stängel und Kleie (die äußere Hülle der ganzen Körner) zur Herstellung von Medizin verwendet werden.

Haferkleie und ganzer Hafer werden bei hohem Blutdruck, hohen Cholesterinspiegeln, Diabetes und Verdauungsproblemen inklusive Reizdarmsyndrom, Divertikulose, entzündlichen Erkrankungen des Darms, Durchfall und Verstopfung eingesetzt. Sie werden außerdem zur Verhinderung von Herzkrankheiten, Gallensteinen, Darmkrebs und Magenkrebs verwendet.

Hafer wird bei rheumatischen Gelenkschmerzen, Erschöpfung, einem Nikotin- oder Narkotika Entzug und zur Senkung hoher Harnsäurespiegel, die Gicht hervorrufen können, eingesetzt. Hafer wird außerdem bei Angstzuständen, Erregung und Stress, sowie bei Blasenschwäche und Nierenleiden verwendet. Andere Anwendungsbereiche umfassen Störungen im Bereich des Bindegewebes, Hautkrankheiten, ein Fettumverteilungssyndrom, das mit einer HIV Behandlung in Verbindung steht, sowie eine Verwendung als Tonikum.

Haferstroh wird bei Grippe, Husten, Blasenstörungen, Gelenkschmerzen, Augenleiden, Frostbeulen, Gicht und Eiterflechte verwendet.

Auf die Haut aufgetragen wird Hafer bei Störungen im Bereich der Haut inklusive Jucken, Hautrockenheit, fettiger Haut, nässenden Ekzemen und Kontaktdermatitis eingesetzt. Hafer wird auch bei Windpocken, Osteoarthritis und Lebererkrankungen auf die Haut aufgetragen und zu Fußbädern für chronisch kalte Füße oder müde Füße hinzugefügt.

In Nahrungsmitteln werden Haferflocken werden als Getreide oder Zerealien verwendet.

Im Bereich der industriellen Herstellung wird Hafer in einigen Badeprodukten und Seife verwendet.

 

Wie wirkt Hafer?

Hafer könnte dabei helfen, Cholesterinspiegel und Blutzuckerspiegel zu senken und den Appetit durch ein gesteigertes Sättigungsgefühl zu kontrollieren. Haferkleie könnte wirken, indem sie die Absorption von Substanzen im Darm blockiert, die zu Herzkrankheiten, hohen Cholesterinspiegeln und Diabetes beitragen.

 

Wie effektiv ist Hafer?

Hafer ist für folgende Anwendungsbereiche wahrscheinlich effektiv:

  • Reduzierung des Risikos für Herzkrankheiten, wenn Haferkleie als Teil einer fett- und cholesterinarmen Ernähung verwendet werde: In Amerika dürfen Haferprodukte, die mindestens 750 mg lösliche Ballaststoffe pro Portion liefern, damit beworben werden, dass sie das Risiko für Herzkrankheiten reduzieren könnten, wenn sie als Teil einer Ernährung, die arm an gesättigten Fetten und Cholesterin ist, verwendet werden.
  • Senkung der Cholesterinspiegel: Der Verzehr von Hafer, Haferkleie und anderen löslichen Ballaststoffen als Teil einer Ernährung, die arm an gesättigten Fetten ist, kann die Gesamtcholesterinspiegel und die Spiegel des schlechten LDL Cholesterins geringfügig senken. Pro verzehrtem Gramm löslicher Ballaststoffe (Beta-Glucan) sinkt der Gesamtcholesterinspiegel um etwa 1,42 md/dl und der Spiegel des schlechten LDL Cholesterins um etwa 1,23 mg/dl. Der Verzehr von 3 bis 10 Gramm löslicher Ballaststoffe kann den Gesamtcholesterinspiegel um etwa 4 bis 14 mg/dl senken. Es gibt jedoch eine Grenze, die bei 10 Gramm löslicher Ballaststoffe pro Tag liegt, ab der eine höhere Menge die Effektivität nicht weiter zu erhöhen schein.
    Der Verzehr von drei Schüsseln (28 Gramm pro Portion) Haferflocken kann den Gesamtcholesterinspiegel um etwa 5 mg/dl senken. Haferkleieprodukte können abhängig von ihrem Gesamtgehalt an löslichen Ballaststoffen bezüglich ihrer Fähigkeit, den Gesamtcholesterinspiegel zu senken, variieren. Vollkornhaferprodukte könnten bezüglich einer Senkung der Gesamtcholesterinspiegel und der Spiegel des schlechten LDL Cholesterins effektiver als Nahrungsmittel sein, die Haferkleie plus Beta-Glucan enthalten.
    Die amerikanische Gesundheitsbehörde empfiehlt zur Senkung der Cholesterinspiegel im Blut den Verzehr von etwa 3 Gramm löslicher Ballaststoffe. Diese Empfehlung stimmt jedoch nicht mit klinischen Untersuchungen überein, die zu dem Ergebnis kommen, dass mindestens 3,6 Gramm lösliche Ballaststoffe pro Tag notwendig sind, um die Cholesterinspiegel zu senken.

 

Hafer ist für folgende Anwendungsbereiche möglicherweise effektiv:

  • Senkung der Blutzuckerspiegel bei Menschen, die unter Diabetes leiden, wenn Haferkleie als Teil der Ernährung verwendet wird: Der Verzehr von Hafer und Haferkleie für 6 Wochen reduziert die Blutzuckerspiegel vor den Mahlzeiten, den 24 Stunden Blutzuckerspiegel und die Insulinspiegel bei Menschen, die unter Diabetes vom Typ 2 leiden, signifikant. Es gibt Hinweise darauf, dass der Verzehr von 50 Gramm Haferkleie pro Tag, die 25 Gramm lösliche Ballaststoffe liefern, effektiver als die Ernährung mit moderater Ballaststoffzufuhr von 24 Gramm pro Tag ist, die von der American Diabetes Association empfohlen wird.
  • Verhinderung von Magenkrebs, wenn Hafer und Haferkleie als Teil der Ernährung verwendet werden.

 

Hafer ist für folgende Anwendungsbereiche möglicherweise ineffektiv:

  • Verhinderung von Dickdarmkrebs, wenn Haferkleie als Teil der Ernährung verwendet wird.
  • Senkung des Blutdrucks

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Hafer zur Verhinderung des Fettumverteilungssyndroms bei Menschen, die unter einer HIV Erkrankung leiden, treffen zu können. Der Konsum einer ballaststoffreichen Ernährung inklusive Hafer in Verbindung mit einer adäquaten Kalorien- und Proteinzufuhr könnte eine Fettansammlung bei Menschen, die unter einer HIV Erkrankung leiden, verhindern. Eine Erhöhung der Gesamtballaststoffzufuhr um ein Gramm könnte das Risiko für eine Fettansammlung um 7% senken.

Auch bezüglich der Effektivität von Hafer bei einem Reizdarmsyndrom, Divertikulose, entzündlichen Erkrankungen des Darms, Verstopfung, Angstzuständen, Stress, Störungen im Bereich der Nerven, Blasenschwäche, Störungen im Bereich von Gelenken und Sehnen, Gicht, Erkrankungen der Nieren und Hautkrankheiten, sowie bei einer Verwendung im Rahmen eines Opium- oder Nikotinentzugs, für eine Blockierung der Fettabsorption im Verdauungstrakt und zur Verhinderung von Gallensteinen gibt es nicht genügend wissenschaftliche Informationen.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Hafer bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Haferkleie ist für die meisten Menschen inklusive schwangerer und stillender Frauen wahrscheinlich sicher und unbedenklich. Haferkleie kann Blähungen und Völlegefühl hervorrufen. Um diese Nebenwirkungen zu minimieren, sollte man mit einer niedrigen Dosierung beginnen und diese langsam auf die gewünschte Menge erhöhen. Der Körper kann sich so besser an die Haferkleie gewöhnen und die Nebenwirkungen werden wahrscheinlich verschwinden.

Das Auftragen von Hafer enthaltenden Produkten auf die Haut kann bei einigen Menschen Hautausschläge hervorrufen.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwierigkeiten beim Schlucken oder Kauen: Wenn man unter Schwierigkeiten beim Schlucken leidet oder wenn man aufgrund fehlender Zähne oder schlecht sitzender Zahnprothesen Schwierigkeiten beim Kauen hat, sollte man besser auf Haferprodukte verzichten, da schlecht gekaute Haferprodukte zu Darmverschluss führen können.

Störungen im Bereich von Speiseröhre, Magen und Darm: Wenn man unter Verdauungsproblemen leidet, die die Dauer der Verdauung verlängern, sollte man auf Haferprodukte verzichten, da diese Verdauungsprobleme einen Darmverschluss durch Haferprodukte fördern könnten.

 

Wechselwirkungen

Zum augenblicklichen Zeitpunkt liegen keine Informationen über Wechselwirkungen von Hafer mit Medikamenten oder Supplements vor.

 

Dosierung

Folgende Dosierungen wurden im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen untersucht:

Oral:

  • Bei hohen Cholesterinspiegeln: 56 bis 150 Gramm Vollkornhaferprodukte wie Haferkleie oder Haferflocken, die 3,6 bis 10 Gramm des löslichen Ballaststoffs Beta-Glucan enthalten, als Teil einer fettarmen Ernährung.
  • Zur Senkung der Blutzuckerspiegel bei Menschen, die unter Diabetes vom Typ 2 leiden: Ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Vollkornhaferprodukte, die 25 Gramm lösliche Ballaststoffe enthalten, werden täglich verwendet. 38 Gramm Haferkleie oder 75 Gramm trockene Haferflocken enthalten etwa 3 Gramm Beta-Glucan.

 

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Tomate

Tomate (Tomato)

Überblick

Die Tomate ist eine Pflanze, deren Frucht ein beliebtes Nahrungsmittel ist, doch Frucht, Blätter und Ranke der Pflanze werden auch zur Herstellung von Medizin verwendet.

Tomatenprodukte werden zur Verhinderung von Brustkrebs, Blasenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Darm- und Rektalkrebs, Magenkrebs, Lungenkrebs, Eierstockkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Prostatakrebs verwendet. Sie werden außerdem verwendet, um Diabetes, Herz- Kreislauf Erkrankungen, grauen Star und Asthma zu verhindern.

Einige Menschen verwenden Tomatenprodukte zur Behandlung von hohem Blutdruck, Osteoarthritis, Erkältungen, Schüttelfrost und Verdauungsproblemen.

 

Wie wirken Tomatenprodukte?

Tomaten enthalten eine Chemikalie namens Lycopen, von der man glaubt, dass sie beim Schutz vor Krebs eine Rolle spielt. Für den Körper ist es leichter Lycopen zu verwenden, das in Form von verarbeiteten Tomatenprodukten wie Tomatemmark oder Tomatensaft als in Form von frischen Tomaten zugeführt wird.

Das US Department of Agriculture (USDA) und Wissenschaftler der Purdue University entwickeln seit einiger Zeit eine Tomate, die doppelt so viel Lycopen wie gewöhnliche Tomaten enthält und außerdem länger lagerbar ist. Diese Tomate wird mit einem Hefegen modifiziert, das den Reifungsprozess verlangsamt, so dass sich mehr Lycopen in der Tomate ansammeln kann. Es wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis diese Tomate in den Handel kommen wird.

 

Wie effektiv sind Tomatenprodukte?  

Tomatenprodukte sind möglicherweise ineffektiv, wenn Sie zur Verhinderung von Blasenkrebs, Brustkrebs und Diabetes verwendet werden.

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Tomatenprodukte bei folgenden Anwendungsbereichen treffen zu können:

  • Gebärmutterhalskrebs: Es gibt einige begrenzte Hinweise, die nahelegen, dass der Verzehr von mehr Tomaten mit einem niedrigeren Risiko für eine Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs bin Verbindung steht.
  • Kolorektalkrebs: Wissenschaftliche Untersuchungen bezüglich der Auswirkungen von Tomaten auf das Kolorektalkrebsrisiko kommen zu widersprüchlichen Ergebnissen. Einige Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Tomaten oder Tomatenprodukte dabei helfen könnten, das Risiko für Kolorektalkrebs zu reduzieren, doch andere Studien, die nach Ansicht einiger Wissenschaftler ein besseres Studiendesign aufweisen, konnten keine Vorzüge von Tomaten finden.
  • Magenkrebs: Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine eindeutige Studienlage bezüglich der Frage, ob Tomaten oder Tomatenprodukte dabei helfen könnten, vor Magenkrebs zu schützen.
  • Lungenkrebs: Die Studienergebnisse bezüglich der Auswirkungen des Verzehrs von Tomaten oder Tomatenprodukten auf das Lungenkrebsrisiko sind durchwachsen. Einige Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Tomaten oder Tomatenprodukte dabei helfen könnten, vor Lungenkrebs zu schützen. Diese Studien wurden jedoch kritisiert, da sie die Rauchgewohnheiten der Probanden nicht berücksichtigten. Qualitativ hochwertigere, groß angelegte Studien konnten keine Verbindung zwischen dem Verzehr von Tomatenprodukten und dem Lungenkrebsrisiko feststellen.
  • Eierstockkrebs: Einige Untersuchungen legen nahe, dass der Verzehr von mehr Tomaten nicht vor Eierstockkrebs zu schützen scheint. Der Verzehr von Tomatensauce zweimal wöchentlich oder häufiger scheint das Risiko für Eierstockkrebs jedoch zu senken. Andere Studien legen nahe, dass eine gesteigerte Zufuhr von Lycopen über die Nahrung mit einem reduzierten Risiko bei prämenopausalen Frauen in Verbindung steht.
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs: Studienresultate bezüglich der Auswirkungen von Tomaten auf das Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko sind widersprüchlich. Eine groß angelegte Studie zeigte, dass der Verzehr von Tomaten oder tomatenbasierten Produkten das Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko nicht zu senken scheint. Andere Studien legen jedoch nahe, dass der Verzehr von Tomaten im Allgemeinen mit einem reduzierten Risiko für eine Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs in Verbindung steht.
  • Prostatakrebs: Studienresultate bezüglich der Auswirkungen von Tomaten auf das Prostatakrebsrisiko sind widersprüchlich. Einige Untersuchungen legen nahe, dass das Prostatakrebsrisiko bei Männern, die einmal pro Woche oder häufiger Tomatenprodukte inklusive Tomaten, Tomatensauce, Pizza oder Tomatensaft essen, geringfügig reduziert ist. Andere Untersuchungen konnten jedoch keine Vorzüge von Tomaten oder Tomatenprodukten feststellen.
  • Herz-Kreislauf Erkrankungen: Einige Untersuchungen legen nahe, dass der Verzehr von mehr tomatenbasierten Produkt mit einem reduzierten Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle bei Frauen in Verbindung steht.
  • Hoher Blutdruck: Vorläufige Studienergebnisse legen nahe, dass ein spezifisches Tomatenextrakt (Lyc-O-Mato) den Blutdruck bei Menschen mit unbehandeltem, leicht erhöhten Blutdruck geringfügig senken könnten.
  • Grauer Star: Der Verzehr von mehr als 3 Portionen Tomaten pro Woche könnte dabei helfen, grauen Star zu verhindern.
  • Asthma: Neue Untersuchungen legen nahe, dass die Einnahme eines spezifischen Tomatenextrakts (Lyc-O-Mato) die Symptome bei Menschen zu reduzieren scheint, die während des Trainings Asthmaanfälle bekommen
  • Arthritis
  • Erkältungen.
  • Schüttelfrost
  • Verdauungsstörungen.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Tomatenprodukten bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Tomaten sind sicher und unbedenklich, wenn sie als Nahrungsmittel verzehr werden. Ein spezifisches Tomatenextrakt (Lyc-O-Mato) könnte sicher und unbedenklich sein, wenn es für bis zu 8 Wochen verwendet wird.

Tomatenblätter sind nicht sicher und unbedenklich. In großen Mengen können Tomatenblätter Vergiftungen hervorrufen. Symptome einer Vergiftung können starke Reizungen von Mund und Hals, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen und leichte Krämpfe umfassen und in schweren Fällen kann eine solche Vergiftung tödlich sein.

Es ist nicht genug über Sicherheit und Unbedenklichkeit der Tomatenranke bekannt.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Tomaten sind für schwangere und stillende Frauen in nahrungsmittelüblichen Mengen sicher und unbedenklich. Größere medizinische Mengen von Tomatenprodukten sollten jedoch gemieden werden, bis mehr über deren Sicherheit bekannt ist.

 

Wechselwirkungen

Zum augenblicklichen Zeitpunkt liegen keine Informationen über Wechselwirkungen von Tomatenprodukten mit Medikamenten oder Supplements vor.

 

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von Tomatenprodukten hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für Tomatenprodukte treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

 

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Yarrow

Gemeine Schafgarbe (Yarrow)

Überblick

Die gemeine Schafgarbe ist eine Pflanze, deren oberhalb der Erde wachsende Teile zur Herstellung von Medizin verwendet werden.

Gemeine Schafgarbe wird bei Fieber, Erkältungen, Heuschnupfen, ausbleibender Menstrualperiode, Ruhr, Durchfall, Appetitverlust und Beschwerden im Bereich des Verdauungstrakts, sowie zur Anregung des Schwitzens eingesetzt.

Einige Menschen kauen die frischen Blätter der gemeinen Schafgarbe, um Zahnschmerzen zu lindern.

Gemeine Schafgarbe wird zur Stillung von Blutungen von Hämorriden und zur Unterstützung der Wundheilung auf die Haut aufgetragen. Darüber hinaus wird gemeine Schafgarbe als Sitzbad bei krampfartigen Leiden im Bereich des unteren Beckens bei Frauen verwendet.

In Kombination mit anderen Heilpflanzen wird gemeine Schafgarbe bei Blähungen, Völlegefühl, milden Krämpfen im Bereich des Verdauungstraktes und anderen Beschwerden im Bereich des Verdauungstraktes eingesetzt.

In Nahrungsmitteln werden die jungen Blätter und die Blüten der gemeinen Schafgarbe als Zutat von Salaten verwendet.

Im Bereich der industriellen Herstellung wird gemeine Schafgarbe als kosmetisches Reinigungsmittel und in Schnupftabak verwendet. Das Öl der gemeinen Schafgarbe wird in Shampoos verwendet.

 

Wie wirkt die gemeine Schafgarbe?

Die gemeine Schafgarbe enthält Chemikalien, die den Blutdruck beeinflussen und entzündungshemmende Wirkungen besitzen könnten.

 

Wie effektiv ist gemeine Schafgarbe?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von gemeiner Schafgarbe bei Fieber, Erkältungen, Heuschnupfen, Durchfall, Magenbeschwerden, Völlegefühl, Blähungen und Zahnschmerzen treffen zu können.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Informationen, um die Effizienz von gemeiner Schafgarbe bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Gemeine Schafgarbe scheint für die meisten Erwachsenen sicher und unbedenklich zu sein. Bei einigen Menschen könnte gemeine Schafgarbe bei oraler Einnahme Benommenheit verursachen und den Urinfluss erhöhen. Wenn gemeine Schafgarbe mit der Haut in Kontakt kommt, kann sie Hautreizungen hervorrufen.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Gemeine Schafgarbe sollte während der Schwangerschaft nicht oral eingenommen werden. Man glaubt, dass sie den Menstrualzyklus beeinflussen und Fehlgeburten auslösen könnte.

Es ist nicht genug über Sicherheit und Unbedenklichkeit von gemeiner Schafgarbe während der Stillzeit bekannt, weshalb stillende Frauen sicherheitshalber auf gemeine Schafgarbe verzichten sollten.


Allergien auf Besenkraut und verwandte Pflanzen: Gemeine Schafgarbe könnte bei Menschen, die empfindlich auf Pflanzen der Asteraceae/Compositae Familie reagieren, allergische Reaktionen hervorrufen. Mitglieder dieser Pflanzenfamilie umfassen unter anderem Besenkraut, Chrysanthemen, Ringelblumen, Gänseblümchen und viele weitere. Wenn man unter Allergien leidet, sollte man vor der Einnahme von gemeiner Schafgarbe seinen Arzt konsultieren.


Operationen: Gemeine Schafgarbe könnte die Blutgerinnung verlangsamen. Es gibt Bedenken, dass hierdurch das Risiko von Blutungen während und nach Operationen steigen könnte. Aus diesem Grund sollte man die Verwendung von gemeiner Schafgarbe mindestens 2 Wochen vor geplanten Operationen beenden.

 

Wechselwirkungen

Man sollte gemeine Schafgarbe nicht mit folgenden Medikamenten kombinieren

Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen

Große Mengen gemeiner Schafgarbe könnten die Blutgerinnung verlangsamen. Die Einnahme von gemeiner Schafgarbe in Verbindung mit Medikamenten, die auch die Blutgerinnung verlangsamen, könnte das Risiko für Blutungen und die Neigung zu Blutergüssen erhöhen.

Einige Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen können, umfassen unter anderem Aspirin, Diclofenac (Voltaren), Ibuprofen, Naproxen, Heparin, Warfarin und weitere.

 

Bei einer Kombination von gemeiner Schafgarbe mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Lithium

Gemeine Schafgarbe könnte eine entwässernde (diuretische) Wirkung besitzen. Die Einnahme von gemeiner Schafgarbe kann die Lithiumausscheidung durch den Körper beeinträchtigen, was in erhöhten Lithiumspiegeln und ernsthaften Nebenwirkungen resultieren könnte. Aus diesem Grund ist es wichtig vor der Verwendung von gemeiner Schafgarbe den behandelnden Arzt zu konsultieren, wenn man Lithium einnimmt. Es kann sein, dass die Lithiumdosierung angepasst werden muss.

 

Sedativa (Barbiturate)

Gemeine Schafgarbe könnte Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen. Medikamente, die Schläfrigkeit verursachen, werden als Sedativa bezeichnet. Die Einnahme von gemeiner Schafgarbe in Verbindung mit Sedativa könnte die Schläfrigkeit zu stark verstärken.

 

Bei einer Kombination von gemeiner Schafgarbe mit folgenden Medikamenten sollte man wachsam sein:

Säureblocker

Säureblocker werden verwendet, um den Säuregrad der Magensäure zu reduzieren. Gemeine Schafgarbe könnte die Magensäureproduktion erhöhen. Durch eine solche Erhöhung der Magensäureproduktion könnte Gemeine Schafgarbe die Wirksamkeit von Säureblockern reduzieren.

 

Medikamente, die die Produktion von Magensure reduzieren (H2-Blocker, Protonenpumpenhemmer)

Gemeine Schafgarbe könnte die Magensäureproduktion erhöhen. Durch eine Erhöhung der Magensäureproduktion könnte gemeine Schafgarbe die Wirksamkeit von Medikamenten zur Reduzierung der Magensäureproduktion reduzieren.

 

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von gemeiner Schafgarbe hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für gemeine Schafgarbe treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

 

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Kurkuma

Turmeric (Kurkuma)

Überblick

Turmeric ist eine Pflanze, die eines der Hauptgewürze in Curry darstellt und auch bei anderen Nahrungsmitteln als Gewürz zum Einsatz kommt. Die Wurzel des Turmeric wird jedoch auch zur Herstellung von Medizin verwendet.

Turmeric wird bei Arthritis, Sodbrennen, Magenschmerzen, Durchfall, Blähungen, Völlegefühl, Appetitverlust, Gelbsucht, Leberproblemen und Gallenblasenproblemen eingesetzt.

Darüber hinaus wird Turmeric auch bei Kopfschmerzen, Bronchitis, Erkältungen, Lungeninfektionen, Fibromyalgie, Lepra, Fieber, Menstrualproblemen und Krebs verwendet. Weitere Anwendungsbereiche umfassen Depressionen, Alzheimer, Wassereinlagerungen, Wurmbefall und Nierenprobleme.

Einige Menschen tragen Turmeric bei Schmerzen, Borkenflechte, Blutergüssen, Blutegelbissen, Augeninfektionen, entzündlichen Hautkrankheiten, Schmerzen im Mund und infizierten Wunden auf die Haut auf.

Im Bereich der industriellen Herstellung werden das essentielle Öl des Turmeric bei der Herstellung von Parfüm und das Harz als Geschmackskomponente und Farbstoff bei der Herstellung von Nahrungsmitteln verwendet.

 

Wie wirkt Turmeric?

Die in Turmeric enthaltenen Chemikalien könnten entzündliche Schwellungen reduzieren.

 

Wie effektiv ist Turmeric?

Turmeric ist bei folgenden Anwendungsbereichen möglicherweise effektiv:

  • Magenverstimmungen: Einige Untersuchungen zeigen, dass eine orale Einnahme von Turmeric bei Magenverstimmungen helfen könnte.
  • Osteoarthritis: Einige Untersuchungen zeigen, dass die Einnahme bestimmter Turmeric Extrakte durch Osteoarthritis verursachte Schmerzen im Bereich des Knies reduzieren kann. Im Rahmen einer Studie wirkte Turmeric bei der Reduzierung von Schmerzen genauso gut wie Ibuprofen.

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Turmeric bei folgenden Anwendungsbereichen treffen zu können:

  • Hautkrebs: Es gibt Hinweise darauf, dass ein Auftragen einer Turmeric Salbe dabei helfen könnte, Juckreiz und Geruchsbildung zu lindern, die durch Hautkrebs verursacht werden.
  • Rheumatische Arthritis: Curcumin, eine in Turmeric enthaltene Chemikalie, könnte dabei helfen, einige Symptome einer rheumatischen Arthritis zu lindern.

Auch bezüglich der Effektivität von Turmeric bei Gelbsucht, Hepatitis, Durchfall, Fibromyalgie, Leber- und Gallenblasenproblemen, Kopfschmerzen, Menstrualproblemen, Schmerzen, Borkenflechte, Blutergüssen, Augeninfektionen, Hautproblemen und Alzheimer gibt es nicht genügend wissenschaftliche Informationen.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Turmeric bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Turmeric ist bei einer angemessenen Verwendung für Erwachsene wahrscheinlich sicher und unbedenklich.

Turmeric ruft für gewöhnlich keine signifikanten Nebenwirkungen hervor. Bei einigen Menschen kann es jedoch zu Magenverstimmungen, Übelkeit, Schwindel oder Durchfall kommen.  

In einem Bericht erlebte eine Person, die sehr hohe Mengen Turmeric – über 1500 mg zweimal täglich – einnahm, einen gefährlichen abnormalen Herzrhythmus. Es ist jedoch nicht klar, ob Turmeric tatsächlich die Ursache für diese Nebenwirkung war. Bis mehr bekannt ist, sollte man exzessiv hohe Dosierungen von Turmeric meiden.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Eine orale Einnahme von Turmeric in medizinischen Mengen ist während der Schwangerschaft wahrscheinlich nicht sicher und unbedenklich. Turmeric könnte die Menstrualperiode fördern oder den Uterus anregen, wodurch die Schwangerschaft gefährdet werden könnte.

Es gibt nicht genügend Informationen bezüglich der Sicherheit von Turmeric während der Stillzeit, weshalb stillende Frauen Turmeric besser nicht verwenden sollten.

Gallenblasenprobleme: Turmeric könnte Gallenblasenprobleme verschlimmern. Man sollte Turmeric nicht verwenden, wenn man unter Gallensteinen oder einer Verstopfung der Gallengänge leidet.

Gastroösophageale Refluxkrankheit: Turmeric kann bei einigen Menschen Magenverstimmungen hervorrufen. Turmeric könnte außerdem Magenprobleme wie eine gastroösophageale Refluxkrankheit verschlimmern.

Operationen: Turmeric könnten die Blutgerinnung verlangsamen. Es gibt Bedenken, dass hierdurch das Risiko von Blutungen während und nach Operationen steigen könnte. Aus diesem Grund sollte man die Verwendung von Turmeric mindestens 2 Wochen vor geplanten Operationen beenden.

 

Wechselwirkungen mit Medikamenten:

Bei einer Kombination von Turmeric mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen

Turmeric könnte die Blutgerinnung verlangsamen. Die Einnahme von Turmeric in Verbindung mit Medikamenten, die auch die Blutgerinnung verlangsamen, könnte das Risiko für Blutungen und die Neigung zu Blutergüssen erhöhen.

Einige Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen können, umfassen unter anderem Aspirin, Diclofenac (Voltaren), Ibuprofen, Naproxen, Heparin, Warfarin und weitere.

 

Dosierung

Folgende Dosierungen wurden im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen untersucht:

Oral:

  • Bei Magenverstimmungen: 500 mg Turmeric viermal täglich.
  • Bei Osteoarthritis: 500 mg eines spezifischen Turmeric Extrakts (Meriva) zweimal täglich. Auch 500 mg eines nichtkommerziellen Produkts viermal täglich wurden verwendet.
  • Bei rheumatischer Arthritis: 500 mg einer spezifischen Zusammenstellung des Turmeric Inhaltsstoffes Curcumin (BCM-95®) zweimal täglich.

 

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