11 Mythen über Intermittent Fasting und Mahlzeitenfrequenz

  • 11 Mythen über Intermittent Fasting und Mahlzeitenfrequenz

Intermittent Fasting ist in den letzten Jahren enorm beliebt geworden. Hierbei handelt es sich um ein Ernährungsschema, das zyklisch zwischen Phasen des Essens und des Fastens hin und her wechselt. Es gibt jedoch immer noch eine Menge Mythen, die dieses Thema betreffen. Dieser Artikel räumt mit den 11 am weitesten verbreiteten Mythen zum Thema Fasten, Snacks und Mahlzeitenfrequenz auf.

1. Das Auslassen des Frühstücks wird Dich fett machen

"Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.” Es gibt immer noch diesen Mythos, der besagt, dass das Frühstück etwas Besonderes ist. Die Leute glauben daran, dass ein Verzicht auf das Frühstück zu exzessivem Hunger, Gelüsten und einer Gewichtszunahme führen wird.

Doch auch wenn Observationsstudien eine statistisch signifikante Verbindung zwischen dem Auslassen des Frühstücks und Übergewicht gefunden haben, könnte diese Verbindung durch die Tatsache erklärt werden, dass der stereotypische „Frühstücksverzichter“ insgesamt weniger gesundheitsbewusst ist.

Interessanterweise wurde diese Frage kürzlich durch eine randomisierte klinische Studie geklärt, die dem Goldstandard der wissenschaftlichen Studien entsprach. Diese Studie wurde im Jahr 2014 veröffentlicht und verglich bei 283 übergewichtigen und fettleibigen Erwachsenen die Auswirkungen des Verzehrs eins Frühstücks und eines Auslassens des Frühstücks (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24898236). Am Ende der 16-wöchigen Studienphase konnte kein Unterschied zwischen den Gruppen beobachtet werden.

Diese Studie zeigt, dass es für den Gewichtsabbau keinen Unterschied macht, ob Du frühstückst oder nicht, auch wenn es hier individuelle Unterschiede geben könnte.

Es gibt jedoch einige Studien, die zeigen, dass Kinder und Teenager, die frühstücken, dazu neigen, in der Schule bessere Leistungen zu erbringen. (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002822305001513)

Es gibt außerdem Studien mit Menschen, die langfristig Gewicht verloren hatten, die zeigen, dass diese Menschen dazu neigen, zu frühstücken (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16002825).

Dies ist eines der Dinge, die von Person zu Person variieren können. Das Frühstück ist für einige Menschen vorteilhaft, für andere hingegen nicht. Es ist jedoch mit Sicherheit nicht essentiell und es ist auch nichts Magisches an dieser Mahlzeit.

Fazit: Der Verzehr des Frühstücks kann für einige Menschen vorteilhaft sein, aber es ist nicht essentiell. Kontrollierte Studien zeigen keinen Unterschied zwischen dem Verzehr eines Frühstücks und einem Verzicht auf das Frühstück, wenn es um den Gewichtsabbau geht.

2. Häufigeres Essen erhöht die Stoffwechselrate

"Iss kleine Mahlzeiten, um die Flamme des Stoffwechsels am Brennen zu halten." Viele Menschen glauben, dass der Verzehr vieler kleinerer Mahlzeiten zu einer erhöhten Stoffwechselrate führt, so dass Dein Körper insgesamt mehr Kalorien verbrennt.

Es ist wahr, dass der Körper eine gewisse Menge an Energie für die Verdauung und die Aufnahme der Nährstoffe einer Mahlzeit verbraucht. Dies wird auch als die thermische Wirkung der Nahrung bezeichnet, welche bei Protein 20 bis 30%, bei Kohlenhydraten 5 bis 10% und bei Fett 0 bis 3% der konsumierten Kalorien ausmacht.

Im Durchschnitt liegt die thermische Wirkung der Nahrung irgendwo im Bereich von 10% der Gesamtkalorienzufuhr.

Das einzige, was hier jedoch eine Rolle spielt, ist die Gesamtmenge der konsumierten Kalorien – und nicht die Anzahl der Mahlzeiten, die Du zu Dir nimmst.

Der Verzehr von sechs Mahlzeiten a 500 kcal hat exakt dieselbe Auswirkung wie der Verzehr von der Mahlzeiten a 1000 kcal. Ausgehend von einer durchschnittlichen thermischen Wirkung von 10% entspricht dies bei beiden Szenarien 300 kcal.

Dies wird durch zahlreiche Humanstudien unterstützt, die zeigen, dass eine Erhöhung oder Reduzierung der Mahlzeitenfrequenz keinen Einfluss auf die Gesamtmenge an verbrannten Kalorien besitzt (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9155494).

Fazit: Es macht bezüglich der verbrannten Kalorien keine Unterschied, ob Du häufiger isst, oder nicht. Alleine die Gesamtkalorienzufuhr und die Aufteilung der Makronährstoffe spielen eine Rolle.

3. Häufigere Mahlzeiten helfen dabei, den Hunger zu reduzieren

Einige Menschen glauben, dass Snacks dabei helfen, Gelüste und exzessiven Hunger zu verhindern. Interessanterweise haben mehrere Studien dieses Thema betrachtet und die Ergebnisse sind durchwachsen.

Auch wenn einige Studien nahelegen, dass häufigere Mahlzeiten zu reduziertem Hunger führen, konnten andere Studien keine Auswirkungen finden, während wieder andere Studien zu dem Ergebnis kamen, dass häufigere Mahlzeiten den Hunger sogar steigern können (https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/acute-effects-on-metabolism-and-appetite-profile-of-one-meal-difference-in-the-lower-range-of-meal-frequency/4AE8C3FC32CE7E456B9606F1AF963E76, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0195666399902659, https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0038632, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4391809/)

Eine Studie, die 3 proteinreiche Mahlzeiten mit 6 proteinreichen Mahlzeiten verglich, kam zu dem Ergebnis, dass 3 Mahlzeiten sogar besser für eine Reduzierung des Hungers sind (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20339363).

Es scheint also vom Individuum abzuhängen, welche Mahlzeitenfrequenz besser ist. Wenn Dir Snacks zwischen den Mahlzeiten dabei helfen, weniger Gelüste zu verspüren und Dein Risiko für Fressanfälle reduzieren, dann sind sie eine gute Sache.

Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass Snacks oder häufigere Mahlzeiten bei jedem den Hunger reduzieren. Hier gilt also, dass unterschiedliche Ansätze für unterschiedliche Menschen optimal sein können.

Fazit: Es gibt keine konsistenten Hinweise darauf, dass häufigere Mahlzeiten den Hunger oder die Kalorienzufuhr reduzieren. Einige Studien zeigen sogar, dass häufigere Mahlzeiten den Hunger verstärken.

4. Viele kleinere Mahlzeiten können Dir dabei helfen Gewicht zu verlieren

Häufigere Mahlzeiten regen die Stoffwechselrate nicht zusätzlich an (es kommt also nicht zu einem gesteigerten Kalorienverbrauch). Sie scheinen außerdem den Hunger nicht zu reduzieren (was bedeutet, dass es auch nicht zu einer geringeren Nahrungszufuhr kommt).

Wenn häufigere Mahlzeiten keinen Einfluss auf die Gleichung der Energiebilanz besitzen, dann sollten sie also auch keinen Einfluss auf den Gewichtverlust besitzen.

Dies wird in der Tat auch durch die Wissenschaft unterstützt. Die meisten Studien, die zu diesem Thema durchgeführt wurden, zeigen, dass die Mahlzeitenfrequenz keinen Einfluss auf den Gewichtsverlust besitzt (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26024494, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26226640)

Eine mit 16 übergewichtigen Männern und Frauen durchgeführte Studie konnte z.B. keinen Unterschied bezüglich Gewicht, Fettabbau oder Appetit beobachten, wenn 3 tägliche Mahlzeiten mit 6 täglichen Mahlzeiten verglichen wurden (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19943985).

Wenn Du jedoch das Gefühl hast, dass es Dir leichter fällt weniger zu essen und weniger Junkfood zu Dir zu nehmen, wenn Du öfter isst, dann könnte diese Strategie für Dich effektiv sein.

Ich persönlich finde es verdammt unpraktisch so oft zu essen und es fällt mir hierdurch noch schwerer, eine gesunde Ernährung einzuhalten, aber es könnte bei anderen Menschen funktionieren.

Fazit: Es gibt keine Hinweise darauf, dass eine Veränderung Deiner Mahlzeitenfrequenz Dir dabei helfen wird, mehr Gewicht zu verlieren. Die meisten Studien zeigen, dass dies keinen Unterschied macht.

5. Das Gehirn benötigt eine konstante Zufuhr von Glukose

Einige Menschen glauben, dass ihr Gehirn aufhören wird zu funktionieren, wenn sie nicht alle paar Stunden Kohlenhydrate zu sich nehmen. Dies basiert auf der Ansicht, dass unser Gehirn ausschließlich Glukose (in Form von Blutzucker) als Energiequelle verwenden kann.

Was jedoch häufig übersehen wird ist die Tatsache, dass der Körper die Glukose, die er braucht, leicht mit Hilfe eines Prozesses, der als Glukoneogenese bezeichnet wird, selbst herstellen kann (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19640952). Doch dies wird in den meisten Fällen gar nicht notwendig sein, da der Körper Glukose in Form von Glykogen in der Leber speichert, die er verwenden kann, um das Gehirn über viele Stunden mit Energie zu versorgen.

Selbst während eines längerfristigen Fastens oder im Rahmen einer sehr kohlenhydratarmen Ernährung kann der Körper so genannte Ketokörper aus Nahrungsfetten herstellen (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19227486). Ketokörper können einen Teil des Energiebedarfs des Gehirns decken und hierdurch den Glukosebedarf signifikant reduzieren.

Während eines längeren Fastens kann das Gehirn also leicht durch Ketokörper und Glukose, die aus Proteinen hergestellt wird, mit ausreichenden Mengen an Energie versorgt werden.

Es macht auch aus evolutionärer Sicht keinen Sinn, dass wir nicht dazu in der Lage sein sollten ohne eine konstante Zufuhr von Kohlenhydraten zu überleben. Wenn dies der Fall wäre, müsste die Menschheit schon vor langer Zeit ausgestorben sein.

Einige Menschen berichten jedoch von einem Gefühl der Unterzuckerung, wenn sie eine Zeit lang nichts essen. Wenn dies auf Dich zutrifft, dann solltest Du vielleicht bei einer höheren Mahlzeitenfrequenz bleiben oder mit Deinem Arzt sprechen, bevor Du Deine Ernährung änderst.

Fazit: Der Körper kann Glukose selbst herstellen, um das Gehirn während längerer Fastenphasen mit Energie zu versorgen. Ein Teil des Gehirns kann außerdem Ketokörper als Energiequelle verwenden.

6. Oft zu essen und Snacks zwischen den Mahlzeiten zu sich zu nehmen ist gut für die Gesundheit

Es ist für den Körper ganz einfach nicht „natürlich“, sich in einem Zustand kontinuierlicher Nahrungszufuhr zu befinden. Während der menschlichen Evolution mussten die Menschheit immer wieder Phasen des Hungerns durchstehen.

Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass kurzzeitiges Fasten einen Prozess der zellularen Reparatur initiiert, der als Autophagie bezeichnet wird und in dessen Rahmen alte und dysfunktionale Proteine als Energiequelle herangezogen werden (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3106288/).

Der Prozess der Autophagie könnte dem Alterungsprozess entgegenwirken und das Risiko für zahlreiche Krankheiten inklusive Alzheimer reduzieren (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23773064, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19524509). Tatsache ist, dass Fasten von Zeit zu Zeit alle möglichen Vorzüge für die Stoffwechselgesundheit mit sich bringt (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S193152441400200X, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3946160/, https://ibimapublishing.com/articles/ENDO/2014/459119/).

Es gibt außerdem einige Studien, die nahelegen, dass häufige Snacks und häufiges essen negative Auswirkungen auf die Gesundheit besitzen können und das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöhen könnten.

Eine Studie fand z.B. heraus, dass eine Ernährung mit häufigerer Nahrungszufuhr in Kombination mit einer hohen Kalorienzufuhr eine stärkere Verschlimmerung des Zustands einer Fettleber hervorrufen kann, was darauf hindeutet, dass häufigere Snacks das Risiko für eine Fettleber erhöhen könnten (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4265261/).

Es gibt darüber hinaus einige Observationsstudien, die zeigen, dass Menschen, die öfter essen, ein höheres Risiko für bösartige Tumore im Bereich des Darms aufweisen (http://cancerres.aacrjournals.org/content/52/13/3589.short, https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF00051916).

Fazit: Es ist ein Mythos, dass häufige Snacks inhärent gut für die Gesundheit sind. Einige Studien zeigen, dass häufige Snack schädlich sind, während andere Studien zeigen, dass gelegentliches Fasten deutliche Gesundheitsvorzüge mit sich bringen kann.

7. Fasten versetzt Deinen Körper in einen Hungermodus

Ein häufig verwendetes Argument gegen Intermittent Fasting ist, dass es den Körper in einen so genannten Hungermodus versetzen kann. Diesen Behauptungen zufolge bringt Fasten Deinen Körper dazu zu denken, dass er am Verhungern ist, was zur Folge hat, dass er die Stoffwechselrate reduziert und verhindert, dass Du Fett verbrennst.

Es ist tatsächlich wahr, dass ein langfristiger Gewichtsabbau die Menge an Kalorien reduzieren kann, die Du verbrennst. Dies ist der wahre „Hungermodus“ (der technische Begriff hierfür lautet adaptive Thermogenese) (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3673773/).

Dies ist ein realer Effekt, der sich auf ein paar hundert pro Tag weniger verbrannte Kalorien aufsummiert. Dies geschieht jedoch beim Gewichtsabbau unabhängig von der verwendeten Methode. Es gibt keine Hinweise darauf, dass dies bei Intermittent Fasting häufiger oder in stärkerem Umfang als bei anderen Gewichtsabbaumethoden der Fall ist.

In der Tat gibt es sogar Hinweise darauf, dass ein kurzzeitiges Fasten die Stoffwechselrate sogar erhöhen kann. Dies hängt mit einer drastischen Erhöhung der Norepinephrin (Noradrenalin) Blutspiegel zusammen, die den Fettzellen das Signal gibt, Körperfett aufzubrechen und den Stoffwechsel anzuregen (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12107252, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10837292).

Studien haben gezeigt, dass Fasten für bis zu 48 Stunden die Stoffwechselrate um 3,6 bis 14% steigern kann (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2405717). Wenn Du jedoch deutlich länger fastest, dann kann sich dieser Effekt umkehren und die Stoffwechselrate kann unter den Basiswert absinken (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3661473).

Eine Studie konnte zeigen, dass Fasten an jedem zweiten Tag für 22 Tage nicht zu einer Reduzierung der Stoffwechselrate führte, während die Probanden gleichzeitig 4% ihrer Fettmasse verloren, was für eine solch kurze Phase von lediglich 3 Wochen Dauer ein beeindruckender Wert ist (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15640462).

Fazit: Es ist falsch, dass kurzzeitiges Fasten den Körper in einen „Hungermodus“ versetzt. Die Wahrheit ist, dass die Stoffwechselrate während der ersten 48 Stunden des Fastens sogar steigt.

8. Der Körper kann nur eine bestimmte Menge an Protein pro Mahlzeit verwenden

Es gibt einige, die behaupten, dass wir nur 30 Gramm Protein pro Mahlzeit verdauen können und deshalb alle 2 bis 3 Stunden essen sollten, um unsere Muskelzuwächse zu maximieren. Diese Aussagen werden jedoch nicht durch die Wissenschaft unterstützt.

Studien zeigen keinen Unterschied bezüglich der Muskelmasse, wenn Du Deine Proteinzufuhr auf häufigere kleinere Portionen aufteilst (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17413096, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10867039, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10357740).

Der wichtigste Faktor ist für die meisten Menschen die verzehrte Gesamtmenge an Protein und nicht auf wie viele Mahlzeiten dieses Protein verteilt wurde.

Fazit: Der Körper kann leicht mehr als 30 Gramm Protein pro Mahlzeit verwenden und es ist nicht notwendig alle 2 bis 3 Stunden Protein zu konsumieren.

9. Intermittent Fasting lässt Dich Muskeln verlieren

Einige Menschen glauben, dass unser Körper damit beginnen wird Muskeln zu verbrennen und Muskelprotein zum Zweck der Energieversorgung heranziehen wird. Es ist wahr, dass dies allgemein während des Diätens geschieht, aber es gibt keine Hinweise darauf, dass so etwas bei Intermittent Fasting in größerem Umfang als bei anderen Diätmethoden geschieht.

Einige Studie legen sogar nahe, dass Intermittent Fasting besser für eine Aufrechterhaltung der Muskelmasse geeignet ist. Im Rahmen einer Metastudie bewirkte eine phasenweise Kalorienrestriktion einen ähnlich starken Gewichtsabbau wie eine kontinuierliche Kalorienrestriktion, wobei jedoch weniger Muskelmasse abgebaut wurde (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21410865).

Es gibt außerdem eine Studie, in deren Rahmen die Probanden dieselbe Menge an Kalorien wie normalerweise aßen, diese jedoch in Form einer großen Mahlzeit am Abend zu sich nahmen (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17413096). Diese Probanden verloren Körperfett und verzeichneten eine minimale (fast statistisch relevante) Zunahme an Muskelmasse in Kombination mit einer ganzen Reihe von positiven Auswirkungen auf andere Gesundheitsmarker.

Intermittent Fasting ist auch bei vielen Bodybuildern beliebt, die diese Form der Ernährung als effektiven Weg ansehen, große Mengen an Muskelmasse in Kombination mit einem niedrigen Körperfettanteil aufrecht zu erhalten.

Fazit: Es gibt keine Hinweise darauf, dass Fasten größere Muskelverluste als eine konventionelle Kalorienrestriktion hervorruft. In der Tat zeigen einige Studien, dass Intermittent Fasting hilfreich sein könnte, wenn es darum geht, die bestehende Muskelmasse während des Diätens aufrecht zu erhalten.

10. Intermittent Fasting ist schlecht für Deine Gesundheit

Einige Menschen glauben, dass Fasten ungesund sein kann, doch nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Zahlreiche Studien zeigen, dass Intermittent Fasting und eine unterbrochene Kalorienrestriktion erstaunliche Gesundheitsvorzüge mit sich bringen können (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S193152441400200X, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3946160/, https://ibimapublishing.com/articles/ENDO/2014/459119/).

Intermittent Fasting verändert z.B. die Expression bestimmter Gene, die mit Langlebigkeit und dem Schutz vor bestimmten Krankheiten in Verbindung gebracht werden und es konnte gezeigt werden, dass Intermittent Fasting die Lebensspanne bei Versuchtieren erhöhen kann (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24048020, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2622429/, https://academic.oup.com/geronj/article-abstract/38/1/36/570019, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0047637400001093, https://www.karger.com/Article/Abstract/212538).

Es besitzt außerdem deutliche Vorzüge für die Stoffwechselgesundheit, zu denen unter anderem eine verbesserte Insulinsensitivität, reduzierter oxidativer Stress, reduzierte Entzündungsmarker und eine Reduzierung von Risikofaktoren für Herzkrankheiten gehören (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S193152441400200X, https://ibimapublishing.com/articles/ENDO/2014/459119/, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S095528630400261X, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17291990/).

Intermittent Fasting könnte außerdem gut für das Gehirn sein, da es die Spiegel eines Gehirnhormons namens Brain-derived neurotrophic Factor (BDNF) erhöhen kann. Dies könnte vor Depressionen und zahlreichen anderen Gehirnproblemen schützen (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16011467, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC151440/, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3022308/).

Fazit: Einige denken, dass Fasten schädlich ist, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Kurzzeitiges Fasten bringt deutliche Vorzüge für Körper und Gehirn mit sich.

11. Intermittent Fasting lässt Dich zu viel essen

Einige behaupten, dass Intermittent Fasting keinen Gewichtsabbau bewirken wird, da es zur Folge hat, dass Du während des Esszeitfensters zu viel isst. Dies ist teilweise wahr. Nach einer Fastenphase neigen Menschen automatisch dazu etwas mehr zu essen, als wenn sie nicht gefastet hätten. Mit anderen Worten ausgedrückt kompensieren sie die während des Fastens „verlorenen“ Kalorien, indem sie während der nächsten Mahlzeiten mehr essen.

Diese Kompensierung ist jedoch nicht vollständig. Eine Studie zeigte, dass Menschen, die einen ganzen Tag lang fasteten, am nächsten Tag nur 500 zusätzliche kcal zu sich nahmen (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12461679). Sie sparten am Fastentag etwa 2400 kcal ein und aßen am Tag darauf nur 500 kcal mehr, was einer Gesamtkalorienreduktion von 1900 kcal entsprach, was für lediglich 2 Tage ein sehr hohes Kaloriendefizit ist.

Intermittent Fasting reduziert die Gesamtnahrungszufuhr, während es gleichzeitig den Stoffwechsel anregt. Es reduziert außerdem die Insulinspiegel, erhöht die Norepinephrinspiegel und erhöht die Wachstumshormonausschüttung um bis zum fünffachen Wert (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10837292, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15640462, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC329619/, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1548337).

Aufgrund dieser Faktoren wird Dich Intermittent Fasting Fett verlieren und nicht aufbauen lassen. Laut einer Metastudie aus dem Jahr 2014, bewirkte Fasten für 3 bis 24 Wochen eine Gewichtsverlust von 3 bis 8% und eine Reduzierung des Bauchfettes um 4 bis 7% (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S193152441400200X).

Im Rahmen dieser Studie bewirkte Intermittent Fasting einen Gewichtsverlust von 0,5 Pfund pro Woche, während Fasten an jedem zweiten Tag einen Gewichtsverlust von 1,6 Pfund pro Woche bewirkte.

Die Wahrheit ist, dass Intermittent Fasting eines der effektivsten Werkzeuge für den Fettabbau darstellt. Zu sagen, dass es Dich mehr essen lassen wird, Dich in einen Hungermodus versetzen wird und in einer Gewichtzunahme resultieren wird, ist das genaue Gegenteil der Realität.

Quelle: https://www.healthline.com/nutrition/11-myths-fasting-and-meal-frequency#section1

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