Vitamine und Mineralstoffe: Wichtig oder lediglich ein Marketing Hype?

  • Vitamine und Mineralstoffe: Wichtig oder lediglich ein Marketing Hype?

Vitamine und Mineralstoffe stellen heute zutage die beliebtesten auf dem Markt erhältlichen Supplements dar, aber brauchen wir diese wirklich?

Wenn Du Dich ausgewogen ernährst und ausreihende Mengen an Nahrung isst, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du die täglich empfohlene Zufuhr der notwendigen Vitamine und Mineralstoffe zu Dir nimmst. Unter der Annahme, dass Du unter keinem Mangel an einem dieser zahlreichen Mikronährstoffe leidest, dann wird eine zusätzliche Einnahme eines Multivitaminprodukts keine zusätzlichen Vorzüge mit sich bringen, da Dein Körper einen Überschuss der meisten dieser Mikronährstoffe nicht für eine spätere Verwendung speichern kann.

Wenn Du hingegen dazu neigst, eine Menge der selben Nahrungsmittel zu essen (wie dies Bodybuilder häufig tun) oder wenn Du diätest und Deine Kalorienzufuhr unter Deiner Erhaltungskalorienmenge liegt, dann besteht eine gute Chance, dass ein Mikronährstoff Mangel vorliegt. Vitamine und Mineralstoffe sind für Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden essentiell und werden auch für Dein Training und die Fähigkeit Deines Körpers Fett zu verbrennen benötigt. Sie fördern den Energietransfer, verhindern Krankheiten und agieren als Co-Enzyme zur Unterstützung vieler chemischer Reaktionen. Ein signifikanter Mangel an jedem dieser Mikronährstoffe kann zu ernsthaften Krankheiten führen.

Ich persönlich empfehle meinen Klienten unabhängig von ihren Ernährungsgewohnheiten täglich einen Multivitamin- und Mineralstoffkomplex zu verwenden. Der einzige Weg festzustellen, ob es einer Person an irgendeinem diese Mikronährstoffe mangelt, besteht in einer Blutuntersuchung. Ein gutes Multivitaminprodukt kann als eine Art Versicherungspolice gegen mögliche Defizite dienen – und es gibt keine Nachteile: die Kosten sind minimal und Mikronährstoffe, die von Deinem Körper nicht verwendet werden, scheidet dieser ganz einfach und ohne negative Folgen über den Urin wieder aus.

Zusätzlich zu Vitaminen und Mineralstoffen gibt es eine Klasse an Mikronährstoffen, die als Antioxidantien bezeichnet werden und die einer zusätzlichen Supplementation bedürfen. Für Antioxidanten existieren keine offiziellen Empfehlungen bezüglich der täglichen Einnahme, was primär damit zusammenhängt, dass diese offiziellen Empfehlungen aufgestellt wurden, um Defizite zu verhindern und nicht um die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden zu verbessern - und Antioxidantien besitzen Vorzüge, die weit über die grundlegenden Funktionen des Körpers hinausgehen.

 

Antioxidantien

Antioxidantien sind so etwas wie die “Straßenkehrer” Deines Körpers, die diesem dabei helfen, sich vor Schäden zu schützen, die durch freie Radikale (instabile Moleküle, die Zellen und Gewebe des Körpers beschädigen können) hervorgerufen werden. Jedes Mal wenn wir atmen, verursacht die Sauerstoffaufnahme eine Produktion freier Radikale. Auch Umweltfaktoren wie Schadstoffe, Rauch und bestimmte Chemikalien tragen zur Bildung freier Radikale bei. Wenn diese nicht kontrolliert werden, dann können sie in Deinem Körper Chaos und Verwüstung anrichten und eine Vielzahl von Leiden inklusive Arthritis, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Demenz und Krebs verursachen.

Dieser Prozess läuft folgendermaßen ab: Unser Körper besteht aus Milliarden von Zellen, die durch eine Reihe von Elektronenbindungen zusammengehalten werden. Diese Elektronenbindungen sind paarweise ausgerichtet, so dass ein Elektron das andere stabilisiert. In Reaktion auf unterschiedliche Ereignisse, wie z.B. den Sauerstoffkonsum, kann ein Molekül eines seiner Elektronenpaare verlieren, wodurch es zu einem instabilen freien Radikal wird. Diese freien Radikale versuchen dann, ihre verlorenen Elektronen zu ersetzen, indem sie ein Elektron von einem anderen Molekül „stehlen.“ Dies löst eine Kettenreaktion aus, bei der das zweite Molekül zu einem freien Radikal wird und ein drittes Molekül „attackiert“, welches dann seinerseits zu einem freien Radikal wird und ein viertes Molekül attackiert, usw.

Um eine Amok laufende Produktion freier Radikale zu verhindern, besitzt Dein Körper ein ausgeklügeltes internes Antioxidantiensystem. Unterschiedliche antioxidative Enzyme helfen zusammen mit Antioxidantien aus der Nahrung, die wir zu uns nehmen, dabei, freie Radikale im Zaum zu halten. Wenn die Spiegel freier Radikale jedoch einen kritischen Level erreichen, wird dieses System überlastet und es kommt zu Schäden im Bereich des zellularen Gewebes.

Körperliche Aktivitäten und Training verschlimmern diese Situation weiter. Aufgrund des gesteigerten Sauerstoffverbrauchs schießt die Produktion freier Radikale während des Trainings gen Himmel (auf bis zur zwanzigfachen Menge im Vergleich zum Ruhezustand), wodurch das körpereigene Verteidigungssystem überwältigt wird. Wenn diese extreme Produktion freier Radikale nicht kontrolliert wird, resultiert sie in einer Entzündung des Muskelgewebes, einer beeinträchtigten Muskelfunktion und einer verlangsamten Regeneration. Aktive Menschen weisen also einen noch größeren Bedarf für eine Supplementation mit Antioxidantien auf.

Auch wenn es Dutzende bekannte Antioxidantien gibt, sind zwei hiervon absolut unverzichtbar: Vitamin C und Vitamin E. Diese Vitamine sind Partner der Verteidigung – sie weisen eine synergistische Beziehung auf und arbeiten auf eine Art und Weise zusammen, bei der ihre kombinierten Wirkungen höher als einfach nur die Summe ihrer Einzelwirkungen ausfallen. Andere Antioxidantien wie Alpha-Liponsäure, Coenzyme Q10, Selen und Caroteinoide sind auch hilfreich – sie besitzen nicht nur bereits für sich alleine wichtige Gesundheitsvorzüge, sondern können auch dabei helfen, die Aktivität von Vitamin C und E zu regenerieren.

Antioxidantien können zwar über die Nahrung aufgenommen werden, aber es ist nahezu unmöglich nur über natürliche Nahrungsmittelquellen adäquate Mengen zu sich zu nehmen. Du müsstest z.B. 11 Gläser Orangensaft trinken, um Deinen Tagesbedarf an Vitamin C zu decken und drei Pfund Mandeln essen, um die notwendige Menge an Vitamin E zu Dir zu nehmen. Und da gezeigt werden konnte, dass Antioxidantien in niedrigen Dosierungen (bei Vitamin C und E sogar oberhalb der offiziell empfohlenen Mindestzufuhr) keinen adäquaten Schutz vor Gebrechen bieten können, ist eine Supplementierung keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Nebenwirkungen bei den empfohlenen Einnahmemengen praktisch nichtexistent sind, sind die Risiken minimal, während die potentiellen Vorzüge enorm sind.

 

Vitamine, Mineralstoffe und der Sportler

Für eine lange Zeit hat man geglaubt, dass der Körper nur Proteine, Fette, Kohlenhydrate und eine Reihe von Mineralstoffen benötigt, um fit und gesund zu bleiben. Dann wurde jedoch entdeckt, dass diese Nahrungskomponenten nicht genug sind – zusätzlich hierzu ist eine Reihe weiterer Mikronährstoffe essentiell, um die Funktion des Körpers aufrecht zu erhalten. Diese vitalen Nahrungsbestandteile bekamen den Namen Vitamine.

 

Was sind Vitamine?

Vitamine sind organische Verbindungen, die dabei helfen, den Fett-, Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsel im Körper zu regulieren. Sie können vom Körper nicht selbst hergestellt werden und müssen über die Nahrung, die wir essen, zugeführt werden. Glücklicherweise benötigen wir nur winzige Mengen dieser Vitamine.

Vitamine stellen keine Energiequelle dar, aber sie spielen bei der Freisetzung der Energie, die in der Nahrung, die wir essen, gespeichert ist, eine entscheidende Rolle. Zusätzlich hierzu sind unser Enzym-, Nerven-, Hormon- und Immunsystem für ihre Regulierung und Kontrolle von Vitaminen abhängig. Deshalb sind Vitamine für eine gute Gesundheit, das Wohlbefinden und das Wachstum essentiell.

Vitamine werden in zwei Klassen unterteilt:

  • Wasserlösliche Vitamine: Diese Vitamine können im Körper nicht gespeichert werden und müssen deshalb regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden.
  • Fettlösliche Vitamine: Diese Vitamine können im Körper gespeichert werden und umfassen Vitamin A, D, E und K. Doch auch wenn diese Vitamine gespeichert werden können, sollten sie trotzdem ein Bestandteil einer guten Ernährung sein.

 

Was sind Mineralstoffe?

Mineralstoffe sind anorganische Elemente, die bei der Funktion des Körpers viele wichtige Rollen spielen. Neben ihren gut bekannten Rollen bei der Bildung starker Knochen und Zähne, helfen sie außerdem bei der Kontrolle des Nervensystems, des Flüssigkeitsgleichgewichts im Körpergewebe, der Muskelkontraktionen, einiger hormoneller Funktionen und der Enzymausschüttung.

Mineralstoffe sind genau wie Vitamine essentiell und können – wie auch Vitamine – vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Alle Mineralstoffe unseres Körpers müssen über die Nahrung zugeführt werden.

 

Wo bekommen wir unsere Vitamine und Mineralstoffe her und welche Rollen spielen diese?

Vitamin A: Vitamin A findet sich in zwei Formen in der Nahrung wieder: Retinol und Beta Karotin. Es ist wichtig für die Sehfähigkeit bei dämmrigem Licht, eine gesunde Haut und gesunde Oberflächengewebe – insbesondere solche, die Schleim absondern, wie z.B. die Verdauungsorgane, die Lunge und die Vagina. Zusätzlich hierzu schützt es vor Infektionen und ist für die Funktion des Immunsystems notwendig.

  • Nahrungsmittelquellen:Fischleberöl wie z.B. Lebertran, Leber, Karotten, mit Vitamin A angereicherte Margarine, Käse und dunkelgrünblättriges Gemüse.

Vitamin D: Vitamin D kommt in zwei Formen vor: Cholecalciferol und Ergocalciferol. Es ist für das Wachstum und die Aufrechterhaltung der Knochen und Zähne notwendig, da es die Absorption und den Stoffwechsel von Kalzium reguliert.

  • Nahrungsmittelquellen:Fetter Fisch, Eier, Milch, mit Vitamin D angereicherte Frühstückszerealien und Margarine. Vitamin D kann außerdem vom Körper durch eine Sonnenbestrahlung der Haut selbst hergestellt werden.

Vitamin E: Vitamin E ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Verbindungen, die als Tocopherole bezeichnet werden. Es wird für den Schutz der Zellmembrane und der Fette vor oxidativen Schäden, dem Schutz von Vitamin A und für die Funktion von Immunsystem und Nervensystem verwendet.

  • Nahrungsmittelquellen: Pflanzenöle, Eier, Vollkorngetreide, grünes Gemüse und Nüsse.

Vitamin K: Vitamin K steht für eine Anzahl von Verbindungen, zu denen auch Phylloquinon gehört. Es ist für die normale Blutgerinnung und den Energiestoffwechsel notwendig.

  • Nahrungsmittelquellen: Dunkelgrünes, blättriges Gemüse, Leber, Fleisch, Kartoffeln und Zerealien.

Vitamin B1: Vitamin B1, das auch unter dem Namen Thiamin bekannt ist, wird für den Energiestoffwechsel und insbesondere den Kohlenhydratstoffwechsel verwendet.

  • Nahrungsmittelquellen: Brot, Kartoffeln, Milch, Fleisch (insbesondere Schweinefleisch), Innereien, Vollkorngetreide und mit Vitamin B1 angereicherte Frühstückszerealien.

Vitamin B2: Vitamin B2, das auch unter der Bezeichnung Riboflavin bekannt ist, ist essentiell für die Verwendung von Energie aus der Nahrung – insbesondere aus Fetten und Proteinen.

  • Nahrungsmittelquellen: Milch, Fleisch, Leber und Eier.

Niacin: Niacin, das auch unter der Bezeichnung Nikotinsäure bekannt ist, wird für den Energiestoffwechsel benötigt.

  • Nahrungsmittelquellen:Fleisch, Kartoffeln, Brot und mit Niacin angereicherte Frühstückszerealien.

Pantothensäure: Pantothensäure, die auch unter der Bezeichnung Vitamin B5 bekannt ist, wird für den Energiestoffwechsel und die Produktion von Neurotransmittern für das Immunsystem benötigt.

  • Nahrungsmittelquellen: Hefe, Leber, Vollkorngetreide und Nüsse. Genau genommen findet sich Pantothensäure fast in allen Nahrungsmitteln wieder.

Vitamin B6: Vitamin B6 ist der Name einer Gruppe von Verbindungen, zu denen auch Pyridoxin gehört. Es ist für den Proteinstoffwechsel und insbesondere für den Hämoglobinstoffwechsel wichtig.

  • Nahrungsmittelquellen: Kartoffeln, Fleisch, Milch und Fisch

Vitamin B12: Vitamin B12 ist der Name für eine Gruppe von Verbindungen, zu denen Cyanocobalamin gehören. Es wird für die Blutbildung (rote Blutkörperchen), das Nervensystem und die DNA Synthese benötigt.

  • Nahrungsmittelquellen: Leber, Milch, Fisch und Eier.

Folsäure: Folsäure, die auch als Vitamin B9 und Vitamin M bekannt ist, wird für die Produktion roter Blutkörperchen, das Nervensystem und die DNA Synthese benötigt.

  • Nahrungsmittelquellen: Innereien und rohes grünes Gemüse.

Biotin: Biotin, das auch unter dem Namen Vitamin H bekannt ist, wird für den Protein- und Fettstoffwechsel verwendet.

  • Nahrungsmittelquellen: Leber, Nieren, Vollkorngetreide und Nüsse.

Vitamin C: Vitamin C kommt in unterschiedlichen Formen vor, zu denen auch Ascorbinsäure gehört. Es ist für die Aufrechterhaltung des Bindegewebes (inklusive Sehnen, Bänder und Gelenkknorpel) notwendig und unterstützt die Wundheilung, die Produktion von Hormonen und die Funktion des Immunsystems. Darüber hinaus schützt es Vitamin A und E.

  • Nahrungsmittelquellen: Frisches Obst (insbesondere Zitrusfrüchte) und Gemüse (insbesondere Kartoffeln).

 

Funktion und Quellen von Mineralstoffen

Natrium: Natrium hilft bei der Regulierung des Flüssigkeitshaushalts und ist an der Freisetzung von Energie, der Funktion der Nerven und der Muskelkontraktion beteiligt. Darüber hinaus erhöht Natrium den Blutdruck.

  • Nahrungsmittelquellen: Salz, Brot und Zerealien, Schinken, Meeresfrüchte, geräucherter Fisch, Sojasauce und Nahrungsmittel, die unter Verwendung von Salz haltbar gemacht wurden.

Kalium: Kalium wird für das Flüssigkeitsgleichgewicht des Körpers benötigt und ist an der Membranfunktion, der Muskelfunktion und einer Reduzierung des Blutdrucks beteiligt.

  • Nahrungsmittelquellen: Kartoffeln, Gemüse, Greens Produkte, Schweinefleisch, Milchprodukte, Obst (insbesondere Bananen) und Obst- und Gemüsesäfte.

Kalzium: Kalzium wird für die Aufrechterhaltung gesunder Knochen und Zähne, die Blutgerinnung, die Hormonausschüttung und die Funktion von Muskeln und Nerven benötigt.

  • Nahrungsmittelquellen: Milch, Käse, Brot und Mehl, grünblättriges Gemüse und kleine fette Fische mit Gräten.

Magnesium: Magnesium ist am Muskeltonus und der Aktivierung von Enzymen beteiligt.

  • Nahrungsmittelquellen: Milch, Brot, Kartoffeln und Gemüse.

Eisen: Eisen ist für die Hämoglobinproduktion im Blut (rote Blutkörperchen), den Sauerstofftransport und die Aktivierung von Enzymen notwendig.

  • Nahrungsmittelquellen: Rotes Fleisch, Leber, Mehl und Zerealienprodukte, Kartoffeln und Gemüse.

Zink: Zink wird für das Wachstum, den Knochenstoffwechsel, die Aktivierung von Enzymen, die Freisetzung von Vitamin A aus der Leber, den Geschmackssinn und die Insulinspeicherung benötigt.

  • Nahrungsmittelquellen: Fleisch, Leber, Meeresfrüchte (insbesondere Austern), Milch, Brot und Zerealien.

Kupfer: Kupfer ist für die Enzymfunktion, die Blutbildung, den Knochenstoffwechsel, die Funktion des Immunsystems, die Nervenfunktion und den Energiestoffwechsel essentiell.

  • Nahrungsmittelquellen: Austern, Muscheln, Leber, Bierhefe, Vollkorngetreide, Nüsse und Kakao.

Mangan: Mangan ist für die Enzymaktivierung und die Zellstruktur notwendig und arbeitet mit Kalzium und Eisen zusammen.

  • Nahrungsmittelquellen: Vollkornbrot, Weizenkeime, Nüsse, Avocados, Erbsen und Tee.

Molybdän: Molybdän ist an der Enzymfunktion beteiligt.

  • Nahrungsmittelquellen: Leber, Nieren, Weizenkeime, Linsen, Sonnenblumenkerne, Eier und Bohnen.

Selen: Selen besitzt eine Enzymfunktion und schützt die Zellmembrane und Fette vor oxidativen Schäden. Selen arbeitet mit Vitamin E zusammen.

  • Nahrungsmittelquellen: Nüsse (insbesondere Paranüsse), Samen, Brot, Fisch und Fleisch (insbesondere Schweinefleisch)

Chrom: Chrom verstärkt die Wirkung von Insulin auf die Glukoseaufnahme durch die Zellen.

  • Nahrungsmittelquellen: Eigelb, Leber, Käse, Vollkornprodukte, Majonäse und Bierhefe.

Jod: Jod ist eine notwendiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone.

  • Nahrungsmittelquellen: Fisch, Seetang, Fleisch, Milch und jodiertes Speisesalz

Phosphor: Phosphor ist für die reguliert die Energiespeicher, den Knochenaufbau, die Membranfunktion und das Wachstum notwendig.

  • Nahrungsmittelquellen: Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Sojabohnen, Sojaprodukte, Hülsenfrüchte, und Weizenkleie.

 

Bekomme ich genug?

Die meisten Experten stimmen darin überein, dass eine ausgewogene Ernährung Dich mit allen Vitaminen und Nährstoffen versorgen sollte, die Du benötigst. Dies setzt voraus, dass Du eine Vielzahl unterschiedlicher Nahrungsmittel aus jeder der Nahrungsmittelgruppen und natürlich auch ausreichende Mengen diese Nahrungsmittel isst. Mit ausreichenden Mengen meinen wir genug Nahrung, um ein gesundes Körpergewicht aufrecht zu erhalten.

Natürlich weisen unterschiedliche Menschen einen unterschiedlichen Bedarf an diesen Mikronährstoffen auf und deshalb wurden hilfreiche Richtlinien von den Gesundheitsbehörden unterschiedlicher Länder aufgestellt. Hier gibt es unterschiedliche Richtlinien und Berechnungsgrundlagen.

So gibt es z.B. den geschätzten durchschnittlichen Bedarf, der die Menge an Nährstoffen angibt, die eine durchschnittliche Person benötigt. Einige Menschen werden weniger und andere mehr benötigen. Eine andere Berechnungsgrundlage, die auch als Referenznährstoffzufuhr bezeichnet wird, weist etwas höher angesetzte Werte auf, die den Bedarf von 97% der Bevölkerung decken sollen, was bedeutet, dass nur wenige Menschen (3 Prozent) mehr benötigen. Es ist hierbei wichtig sich daran zu erinnern, dass diese Richtwerte auf Populationen von Menschen und nicht auf einzelne Individuen abzielen. Sie stellen also nur Richtwerte und nicht Zielwerte, auf die Du abzielen solltest, dar.

 

Weisen Sportler andre Bedürfnisse auf?

Im Allgemeinen sollten Sportler alle Vitamine und Nährstoffe, die sie benötigen, über ihre normale Ernährung zuführen. Da Sportler mehr Energie als inaktive Menschen verbrauchen, essen sie in der Regel auch mehr, wodurch es ihnen möglich sein sollte, einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen durch eine gesteigerte Nahrungszufuhr zu decken (immer vorausgesetzt, dass die Ernährung ausgewogen ist).

Einige Studien haben jedoch gezeigt, dass viele Sportler keine adäquate Vitamin- und Mineralstoffzufuhr aufweisen. Dies könnte daran liegen, dass sie ihre Kalorienzufuhr reduzieren, um ihr Gewicht zu kontrollieren. Andere Gründe für eine inadäquate Zufuhr umfassen unregelmäßige Trainingsprogramme, die eine Mahlzeitenplanung schwierig machen und das Befolgen einer Modeernährungsform, die keine ausgewogene Nahrungszufuhr umfasst.

 

Werden Vitamin- und Mineralstoffsupplements Deine Trainingsleistung steigern?

Es wurden eine Menge Untersuchungen durchgeführt, um herauszufinden, ob Vitamin- und Mineralstoffsupplements die sportliche Leistungsfähigkeit steigern können. Bis jetzt gibt es nicht viele Hinweise darauf, dass bei Sportlern, die ausreichend Vitamine und Mineralstoffe über ihre Ernährung zuführen, irgendwelche Verbesserungen auftreten. Die einzigen Verbesserungen der Leistungsfähigkeit, die beobachtet wurden, kamen bei Sportlern zustande, die zuvor einen Mangel an einem Nährstoff aufgewiesen haben und bei denen die Einnahme eines Supplements diesen Mangel ausgeglichen hatte.

Zusammengefasst kann man sagen, dass eine Supplementierung keine Leistungssteigerungen zur Folge haben wird, wenn zuvor kein Mangel an einem oder mehreren Vitaminen und Mineralstoffen vorlag. Falls Du jedoch unter einem Mangel leidest, dann kann sich ein Ausgleich dieses Mangels sehr wohl vorteilhaft auf Deine Leistungen auswirken.

 

Die Wahl des richtigen Supplements

Die meisten Menschen werden sich eines möglichen geringfügigen Mangels an Vitaminen und Mineralstoffen nicht bewusst sein, da die Symptome nicht gravierend sind. Gravierende Defizite sind in unseren Breiten hingegen nicht weit verbreitet.

Es kann jedoch trotzdem sinnvoll sein, ein Vitamin- und Mineralstoffsupplement als eine Art „Versicherungspolice“ zu verwenden, da dessen Einnahme zumindest nicht schaden wird und möglicherweise von Vorteil sein kann. Wenn Du Dich dafür entscheidest, ein solches Supplement zu verwenden, dann besteht die beste Wahl in einem gut zusammengestellten Multivitamin- und Mineralstoffsupplement, das alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe enthält.

 

Was ist mit Supplements, die nur spezifische Vitamine oder Mineralstoffe enthalten?

Es ist am besten, keine Supplements zu verwenden, die nur ein oder zwei spezifische Vitamine oder Mineralstoffe enthalten. Dies hängt damit zusammen, dass Vitamine und Mineralstoffe miteinander zusammenwirken und eine exzessive Menge von nur einem Vitamin oder Mineralstoff die Absorption oder Effektivität anderer Vitamine oder Mineralstoffe beeinträchtigen kann. Hier ist ein korrektes Gleichgewicht wichtig.

Darüber hinaus können einige Vitamine – insbesondere die fettlöslichen Vitamine – in exzessiven Mengen schädlich sein, da sie sich im Körper ansammeln und Probleme verursachen können. Bei wasserlöslichen Vitaminen werden überschüssige Mengen einfach über den Urin ausgeschieden und liefern keine zusätzlichen Vorzüge, was bedeutet, dass Du Dein Geld verschwendest.

Auf der Verpackung von Vitamin- und Mineralstoffsupplements ist in der Regel bei jedem Inhaltsstoff angegeben, wie viel Prozent des täglichen Bedarfs das entsprechende Supplement deckt.

Dir wird wahrscheinlich auffallen, dass viele Supplements die empfohlene tägliche Zufuhr überschreiten, was jedoch nicht notwendigerweise schädlich sein muss, da die Sicherheitspuffer groß sind.

 

Schlüsselpunkte

  1. Die meisten Vitamine und Mineralstoffe kann Dein Körper nicht selbst herstellen, weshalb sie über die Nahrung zugeführt werden müssen.
  2. Eine ausgewogene Ernährung sollte Dich mit allen Vitaminen und Mineralstoffen versorgen, die Du brauchst.
  3. Wenn Du bereits ausreichende Mengen aller Vitamine und Mineralstoffe über die normale Ernährung zu Dir nimmst, werden Supplements Deine Leistungsfähigkeit nicht steigern.
  4. Wenn Du einen geringfügigen Mangel an einem oder mehreren Mikronährstoffen aufweist, dann kann ein Supplement Deine Leistungsfähigkeit fördern.
  5. Starke Vitaminmängel sind in unseren Breiten selten.
  6. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K können Nebenwirkungen besitzen, wenn sie in sehr hohen Mengen eingenommen werden.
  7. Wenn Du ein Supplement auswählst, solltest Du ein gut ausbalanciertes Multivitamin- und Mineralstoffsupplement wählen.
  8. Supplements, die einzelne Vitamine und Mineralstoffe enthalten, sollten besser gemieden werden, da es schwierig ist, mit ihrer Hilfe das richtige Gleichgewicht zu erreichen.

 

 Quelle: https://www.muscleandstrength.com/articles/vitamins-and-minerals-important-or-hype.html