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Ladies, 6 Gründe dafür NICHT an Wettkämpfen teilzunehmen

  • Ladies, 6 Gründe dafür NICHT an Wettkämpfen teilzunehmen

Jede Frau kann auf der Bühne antreten, wenn sie die Wettkampfgebühr bezahlt. Es spielt keine Rolle, wie gut Du bist. Dies ist ein Teil der Attraktivität dieses Sports. Und es öffnet die Tür für jeden, inklusive Menschen mit einer gestörten Selbstwahrnehmung, denen es eigentlich nicht zusteht eine bereits überfüllte Wettkampfbühne noch enger zu machen.

6 Gründe, nicht an Wettkämpfen teilzunehmen

Wenn Folgendes nicht auf Dich zutrifft, dann hast Du wahrscheinlich grünes Licht, um auf die Bühne zu gehen. Ich sagte wahrscheinlich. Es ist wie beim Kinder kriegen – nur weil Du es kannst bedeutet es nicht, dass Du es auch tun solltest. Es gibt vieles, was man berücksichtigen sollte.

1 – Dir ist es nicht wichtig zu gewinnen

An Wettkämpfen teilzunehmen ist keine Gelegenheit für körperliche Bestätigung. Es ist kein Ort, um allen anderen zu zeigen, wie viel Gewicht Du verloren hast und es ist auch kein Ort, an dem Dein Trainer seine Leistungen zur Show stellen sollte. Es ist ein Weg nach oben. Du nimmst ja auch nicht an einem Formel 1 Rennen teil, um zu sehen, ob Du gerade einparken kannst. Es gibt diese Vorstellung, dass an Wettkämpfen teilzunehmen vielen anderen Zwecken dient, als zu gewinnen – wie Deinen Körper zu transformieren, zu sehen, ob Du es kannst, Selbstvertrauen aufzubauen, Spaß zu haben, oder was auch immer. Ich gehöre jedoch der Schule an, die glaubt, dass Du an Wettkämpfen teilnimmst, um zu gewinnen.

Wettkämpfe sind – besonders auf einem nationalen Level und im Profibereich – ein ernsthaftes Geschäft. Schande über diejenigen, die legitime Wettkämpfe für irgendein anderes selbstsüchtiges Ziel missbrauchen, als zu gewinnen und in einer anderen Form als der eines Siegers auf die Bühne schreiten. Ich bereite keine Athleten für den zweiten oder den dritten Platz oder die Top 5 vor. Kein Trainer sollte so etwas tun.

Entweder du nimmst teil, um zu gewinnen oder Du solltest Deine Zeit, die Zeit der Zuschauer, die Zeit der Kampfrichter und die Zeit der anderen Wettkampfteilnehmer nicht verschwenden. Ich habe es satt Leute auf der Bühne zu sehen, die fett sind, keine Muskeln haben, schlampig aussehen, nicht posen können und keine Ausstrahlung haben.

Was viele nicht verstehen ist, dass es nicht der Wettkampf selbst ist, der den Wettkampfteilnehmer definiert, sondern die Wettkampfvorbereitung. So einfach wie eine Wettkampfvorbereitung klingen mag – nahezu alles Körperfett weg zu diäten, während Du so viel Muskelmasse wie möglich aufrecht erhältst – ist sie in Wirklichkeit wahrscheinlich das schwerste und härteste, das die meisten Wettkämpfer in ihrem Leben tun werden.

Ich bin die Steilwände im Yosemite Tal hochgeklettert, habe Borneo zu Fuß durchquert, habe die Survival Schule bestanden, indem ich nach 7 Tagen nur mit der Kleidung an meinem Körper meinen Weg zurück in die Zivilisation gefunden habe, ich habe 3 Kinder (2 davon Mädchen) großgezogen, war alleinerziehender Vater und habe zwei Scheidungen durchgemacht. Und ich würde alles hiervon noch 50 Mal machen, bevor ich mich jemals wieder auf einen Bodybuilding Wettkampf vorbereiten würde. So hart ist das Ganze.

2 – Du kannst die Diät nicht durchstehen

Der wichtigste und offensichtlichste Grund nicht an Wettkämpfen teilzunehmen, ist nicht dazu in der Lage zu sein, die Diät durchzustehen. Schlaflosigkeit, spontane Heulkrämpfe, emotionale Zusammenbrüche, unerträgliche Hungeranfälle, wiederholtes Abbrechen und Wiederaufnehmen der Beziehung zum Partner, ein zombiehaftes Verhalten, völlig irrationale Gedanken und eskalierende Körperdysmorphie sind nur einige der Probleme, die Frauen während einer strengen Wettkampfdiät erleben.

Ich hatte nur selten Diätprobleme mit den Männern, die ich trainiert habe. Die meisten hätten roboterhaft Sand gegessen, wenn ich es ihnen gesagt hätte. Bei Frauen sieht das anders aus. Und da ein minimaler Körperfettanteil eine wichtige Vorbedingung für die Teilnahme an einem Wettkampf ist, ist die Fähigkeit eine Wettkampfdiät durchzustehen eine Grundvoraussetzung für den Erfolg einer jeden Frau auf der Wettkampfbühne. Anders als Männer haben Frauen eine tiefe emotionale Verbindung zum Essen. Während der letzten Jahrzehnte habe ich hunderte Wettkampfteilnehmer auf Wettkämpfe vorbereitet – die meisten davon waren Frauen – ich spreche also aus Erfahrung. Da gab es z.B. eine Wettkampfteilnehmerin, die eine Vorliebe für Erdnussbutter hatte. So etwas ist nichts Ungewöhnliches. Diese junge Frau dachte, dass sie ihre Leidenschaft für ihre geliebte Erdnussbutter kontrollieren konnte, indem sie, nach dem sie sich einen mageren Esslöffel davon gegönnt hatte, das Glas ihrem Nachbar zur Aufbewahrung übergab. Nun, an einem bestimmten Tag wurde der Drang nach einem extra Löffel dieser Leckerei eine Stunde nach der letzten Mahlzeit unerträglich. Sie klingelte bei ihrem Nachbarn, um an das Glas Erdnussbutter zu kommen, doch dieser war bereits zur Arbeit gegangen. Zwanzig Minuten später kam sie mit einer Leiter zurück, brach in sein Haus ein, stahl das Glas Erdnussbutter und aß die Hälfte davon.

Ich habe Kekskrümel in den Ritzen von Fahrersitzen des Autos einer Wettkampfteilnehmerin gefunden und Verpackungen von Schokoriegeln im Müll. Ich habe Kühlschränke mit Vorhängeschlössern versehen und stapelweise Junkfood unter Betten vorgezogen. Die Arten, auf die Frauen bei ihrer Diät zu schummeln versuchen, sind so kreativ wie heuchlerisch.

Zu Beginn neigen diese Probleme dazu, einen gewissen Grad der starken Selbstkontrolle zu fördern, können aber bald darauf ausarten und schnell außer Kontrolle geraten – es ist nicht ungewöhnlich für Wettkampfteilnehmerinnen, sich 2 Wochen vor dem Wettkampf kopfüber in den Resten eines Schokokuchens mit Eiscreme und Extrasahne in einem Insulinkoma wiederzufinden. Auch wenn man gelegentlich von einem Mann hört, der sich in einer ähnlichen Situation wiederfindet, beginnen statistisch gesehen mehr Frauen Wettkampfdiäten als Frauen Wettkampfdiäten erfolgreich beenden. Sicherlich beginnen alle mit den besten Absichten, aber wenn die Realität ihre zunehmend hässlicher werdende Fratze zeigt, wird die Situation schwer bis unerträglich. Andere kommen recht gut hiermit zurecht. Wenn Du zu diesen wenigen Glücklichen gehörst, dann ist eine Wettkampfteilnahme eine Option für Dich.

3 – Du bist nicht dafür gebaut

Nur weil Du diesen Sport liebst, heißt das nicht, dass auch er Dich liebt. Mutter Natur kann ein geringschätziger Charakter sein. Und einige Frauen können diäten wie sie wollen und werden trotzdem schmale Schlüsselbeine, breite Hüften, eine dicke Taille, dürre Beine, keinerlei Waden, formlose Bauchmuskeln, knochige Schultern und einen flachen Hintern haben – Eigenschaften, die auch der beste Trainier in 20 Jahren nicht ausmerzen könnte. Du kannst Deinen Körperbau in gewissem Umfang verbessern, aber Du kannst ihn nicht völlig verändern.

Und Du kannst natürlich auch nicht Revision einlegen und hoffen, das gängige Idealbild zu verändern. Entweder Du passt in dieses Idealbild oder nicht. Und dann gibt es noch einen besonderen Vorbehalt für Wettkämpferinnen in der Bikiniklasse – Du musst Brüste haben. Es gibt keine flachbrüstigen Profi Bikini Champions. Wenn Deine Klasse teilweise durch strategische Kurven definiert wird und Du nicht über diese verfügst, und diese auch nicht entwickeln kannst, dann machst Du Dir selbst etwas vor. Es kling grausam, unfair, chauvinistisch, sexistisch und gemein, aber so ist das Leben. Wenn Du ein Eis essen gehen willst, dann wirst Du Dich nicht mit Tapioka zufrieden geben. Wenn Du nicht über die notwendigen genetischen Charakteristika verfügst, die das Idealbild ausmachen, dann wird Dein politischer oder emotionaler Standpunkt zum Thema nichts ändern.

Auch wenn es nobel scheinen mag zu dem zu stehen, an was Du glaubst, werden die Kampfrichter nicht mit Dir übereinstimmen. Du musst über das verfügen, was notwendig ist. Du kannst den besten Trainer, den besten Ernährungsguru, die wirkungsvollsten leistungssteigernden Medikamente und Supplements, die besten Hairextensions, das beste Makeup, eine perfekte Sonnenbräune und die Eleganz und Beweglichkeit einer Katze auf der Bühne haben, die so viel Sexappeal ausstrahlt, dass ein Bischof ein Loch in ein Kirchenfenster treten würde – doch Du wirst durch all dies niemals Deine unvorteilhaften genetischen Veranlagungen kompensieren können. Du musst über das richtige Fundament verfügen, auf das Du aufbauen kannst. Wenn nicht, dann sind Wettkämpfe dieser Art nichts für Dich.

4 – Dir fehlt es an Muskeln

Während von Bikini Mädels erwartet wird, dass sie über die geringste Muskelmasse verfügen und von Bodybuilderinnen, dass sie über die meiste Muskelmasse verfügen, hat jede Klasse ein bestimmtes Ideal und alle erwarten einen bestimmten Grad an Muskulosität. Ein muskulöser Körper ist das Rückgrat aller Klassen – eine vollständige Muskulosität und eine ausgeglichene Symmetrie. Du musst am ganzen Körper über gut definierte Muskeln verfügen, inklusive Deiner Bauchmuskeln. Ein flacher Po macht Dich nicht zu einer Gewinnerin. Wenn Du nicht über gut entwickelte Muskelgruppen und Körperteile verfügst, die das Idealbild der Klasse widerspiegeln, in der Du antrittst, dann solltest Du lieber von der Bühne bleiben. Wenn Du einen Schwachpunkt in Deiner Entwicklung hast, dann solltest Du, auch wenn Du Deinen Sport liebst, so lange nicht antreten, bis Du diesen Schwachpunkt korrigiert hast.

Bei Wettkämpfen anzutreten sollte denjenigen vorbehalten sein, die über die notwendige Körperentwicklung in extrem guter Form bis ins Detail verfügen. Wenn Du nicht über eine solche Entwicklung verfügst, dann bleibe der Bühne fern, bis Du diese entwickelt hast. Du trittst an, um zu siegen. Darum geht es. Wenn Du noch nicht so weit bist, dann warte so lange, bis Du es bist.

5 – Du verfügst nicht über das notwendige Geld

Die Finanzen sind ein Hindernis, das einige Athleten von der Bühne fern halten sollte. Du solltest bereit sein, wenn Du auf die Bühne schreitest und hiermit meine ich nicht nur eine gute Körperentwicklung, sondern das vollständige Paket. Dies bedeutet nicht nur einen Killer Körper in einem extrem schicken Bikini, sondern auch Haare, Nägel, professionelles Makeup, High-Heels, Sonnenbräune, Startgebühren, Hotelkosten, Essen – die Liste ist lang. Und das ist nur der Wettkampftag.

Addiere die Kosten der Vorbereitung auf: der Trainer, der Choreograph oder Posing Trainer, Nahrungsmittel, Supplements und leistungssteigernde Medikamente (ja, selbst Bikini Mädels verwenden leistungssteigernde Substanzen). Diese Liste geht weiter, was insbesondere dann gilt, wenn unerwartete Ereignisse eintreten. Und wenn Du nach Abkürzungen suchst, dann gibt das nur Deiner Konkurrenz einen Vorsprung. Wenn Du glaubst, dass Du Deine eigene künstliche Bräune hinter der Bühne auftragen kannst, dass Du im Auto schlafen kannst, dass Du Dir am Tag der Show einen Bikini borgen kannst und dass Du Deine Haare einfach hochstecken kannst, dann hast Du bereits jeglichen Vorsprung, den Du vielleicht hattest, verspielt.

Meine Frau ist ein IFBB Profi in der Figurklasse. Ich kann Dir also aus Erfahrung sagen, dass der Weg zu den Profis, so sparsam wie sie ist, ein Vermögen gekostet hat. Und sie hatte einen Sponsor, der einen Teil der Kosten übernommen hat. Du musst alles auf einem sehr hohen Level tun. Wenn nicht, dann verschwendest Du nur Deine Zeit. Es gibt keine Stelle an der Du knauserig sein kannst, ohne dass dies sehr offensichtlich ist.

Und denke nicht eine Sekunde daran, dass Deine Freunde in Deinen Unterstützungsfond einzahlen werden, mit dem Du Deinen Weg auf die Bühne finanzieren willst.

6 – Du bist nichts besonderes

Ich muss kurz auf den Bikini Mädels herumhacken. Es gibt keine andere Wettkampfklasse, die mehr Teilnehmerinnen anzieht, als die Bikiniklasse. Bei jedem gegebenen Wettkampf wirst Du 25 mal mehr Bikini Wettkämpferinnen als Teilnehmerinnen in anderen Klassen sehen. Der Grund hierfür ist, dass ein Bikini Wettkampf im Vergleich zu allen anderen Klassen ein Spaziergang ist. Auch wenn ein Training mit Gewichten, Cardio, Ernährung und vielleicht sogar ein paar leistungssteigernde Substanzen den Weg auf die Bühne ebnen sollten, ist die Realität die, dass viele Bikini Mädels so aussehen, als ob sie sich mit Koks und Schönheitsoperationen auf den Wettkampf vorbereitet hätten.

Und heute zutage kann sich ein mit einem guten Körperbau gesegnetes Mädel, das als Kellnerin in einer Poolbar arbeitet, stolz in den Sozialen Medien als NPC Bikini Wettkampfathletin promoten, ohne je ein Fitnessstudio von innen gesehen zu haben. So wirkt es zumindest. Und dies ist für gewöhnlich eine Beleidigung für legitime Wettkampfathletinnen in anderen Klassen, die einen exponentiell härteren und schwereren Weg bis auf die Bühne vor sich haben. Hier ist das, was geschieht: Ein Mädel mit einem brauchbaren Körper beginnt zum ersten Mal in ihrem Leben mit Gewichten zu trainieren. Sechs Wochen später ermutigt sie ihr Trainer, Freund oder Ehemann dazu, an einem Wettkampf teilzunehmen. Während sich nicht einmal Gene Roddenberry etwas hätte vorstellen können, das weiter vom olympischen Ideal ist, klingt diese Ermutigung genauso schmeichelhaft wie aufregend und sie entscheidet sich dafür, es zu tun.

Dies erweitert diese Klasse um eine Tonne von Mädels, die auf der Bühne nichts zu suchen haben. Natürlich sehen sie braungebrannt, wohlgeformt und hübsch aus. Sie glitzern und die Kamera fängt ein, wenn sie sich dreht, vorbeugt und ihre Vagina bis in die dritte Zuschauerreihe schiebt. Dann werden Facebook und Instagram mit sexy Bildern überflutet und bevor Du Dich versiehst, werden zig andere Mädels, die auf der Bühne nichts zu suchen haben und noch schamloser sind, sich auf einen Wettkampf vorbereiten, da sie genauso wie dieses Mädel sein wollen. Letztendlich haben wir einen Schneeballeffekt, der die Bikiniklasse mit Teilnehmerinnen überflutet. Traurigerweise verfügen nur weniger als eine Handvoll dieser Mädels über die Voraussetzungen, die sie unter die Top 10 einer Profishow bringen werden. Dies zieht nur die Show in die Länge, füllt den Backstage Bereich mit frustrierten Teilnehmerinnen, schreckt echte Wettkämpferinnen ab, gibt den Kampfrichtern Augenkrebs und langweilt die Zuschauer. Zum Wohle aller Beteiligten solltest Du, wenn Du nicht über ein Siegerpotential verfügst - wie dies durch das Idealbild der Klasse und nicht den Trainer, der Geld an Dir verdient definiert wird – von der Bühne fern bleiben! Es gibt reichlich Poolbars, an denen Du Dich kostenlos in einem nassen T-Shirt zeigen kannst. Wettkämpfe sind etwas für Athletinnen.

Promoter, Sponsoren und Organisatoren, Oh My God!

Aus Sicht der Promoter ist das, was ich hier sage, Blasphemie. Ihr Ziel besteht darin, so viele Frauen wie möglich dazu zu bringen, an Wettkämpfen teilzunehmen, da jeder Teilnehmerin eine Startgebühr bezahlen muss. Stelle Dir einen großen Wettkampf auf nationaler Ebene mit 1000 Teilnehmerinnen vor, die jeweils 150 Dollar Startgebühr bezahlen. Rechne es Dir aus. Das ist ein netter Batzen Geld – und das, bevor die Sponsoren überhaupt erst ins Spiel kommen. Es steht eine Menge Geld auf dem Spiel und das meiste stammt von weiblichen Teilnehmern – hauptsächlich aus der Bikini Klasse (auch wenn die Mens Physique Klasse aufholt). Und hier liegt der Hase begraben. Wenn jeder auf mich hören würde (was sie nicht tun werden), dann könnten diese Leute leicht einen Verlust von 20% oder mehr ihrer Einnahmen sehen, weil es bei jedem Wettkampf auf nationaler Ebene mindestens so viele Teilnehmerinnen gibt, die nicht auf die Bühne gehören. Aber würdest Du lieber auf die Bühne gehen, weil Du manipuliert wirst, dies zu tun, oder würdest Du lieber der Bühne fern bleiben und Dein Geld und Deine Würde behalten?

Denke an die Zuschauer

Wenn Du jemals bei einer großen Show als Zuschauer warst, dann wirst Du wissen, was ich meine: selbst beim am besten organisierten Wettkampf dauert es ewig, bis mehrere hundert Teilnehmer aller Klassen über die Bühne geschleust wurden. Wenn Du Dir ansehen musst, wie 50 Frauen (die nichts auf der Bühne zu suchen haben) ihre 20 Sekunden zwischen Prejudging und Finale im Rampenlicht genießen, dann sprechen wir über Stunden langweiliger verschwendeter Wartezeit. So etwas ist absolut selbstsüchtig und hat mit dem Geist des Wettkampfs nichts zu tun. Wenn Du denkst, dass ein Wettkampf so etwas wie ein persönlicher Kreuzzug ist und jeder aus seinen eigenen Gründen daran teilnehmen sollte, dann liegst Du falsch. Wenn Du nicht gerade danach strebst, irgendwann Ms. Olympia von ihrem Thron zu stürzen, dann nimmst Du aus den falschen Gründen an Wettkämpfen teil. Wenn Du Spaß haben möchtest, dann fahre nach Disneyland. Wenn Du das Gewicht, das Du verloren hast, feiern möchtest, dann engagiere einen Fotografen. Abgesehen von Deiner Familie und engen Freunden interessiert sich niemand dafür, wie Du aussiehst, oder will seine Zeit verschwenden, während Du Dein Ding durchziehst.

Wir gehen nicht zu Baseball Spielen, um Sportlern zuzusehen, die nicht Baseball spielen können oder zu Autorennen, um Leute fahren zu sehen, die nicht Auto fahren können. Und wir wollen auch nicht zu einem Bodybuilding oder Bikini Wettkampf gehen, um schlecht vorbereitete Teilnehmerinnen zu sehen. Dies ist nicht nur ein Affront für den Sport, es ist auch eine Beleidigung für die Zuschauer, die dafür gezahlt haben, ECHTE Wettkämpferinnen gegeneinander antreten zu sehen. In einer Form auf die Bühne zu gehen, die weniger gut als so nahe wie möglich am Idealbild Deiner Klasse ist, bedeutet ganz einfach nur, in einer schlechten Form anzutreten und stellt nichts dar, was man der Öffentlichkeit zumuten sollte. Wenn wir gutes Geld bezahlen, um uns einen Wettkampf anzusehen, dann erwarten wir auch, dass wir Teilnehmer sehen, die alles geben. Wir werfen uns nicht in Schale, fahren zum einem Wettkampf und kaufen ein Ticket, um zu sehen, wer den letzten Platz erreichen kann.

Von John Romano | 01/20/16
Quelle: https://www.t-nation.com/powerful-words/ladies-6-reasons-not-to-compete

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