Gesund oder nicht? 12 Getränke auf dem Prüfstand

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Gesund oder nicht? 12 Getränke auf dem Prüfstand

Hier ist eine kurze Zusammenfassung...

  1. Mandelmilch gibt Dir keinen der Vorzüge von Mandeln und besitzt darüber hinaus auch nicht die Vorzüge regulärer Milch.
  2. Bier ist ein nährstoffreiches Getränk, das - in moderaten Mengen genossen - etwa so gesund wie Wein ist.
  3. Wasser aus der Flasche ist nicht besser als Leitungswasser. Solange es sich bei Leitungswasser um hartes Wasser handelt und Du einen Filter verwendest, kann dieses gesünder als Wasser aus der Flasche sein.
  4. Brühe und Kaffee besitzen dieselben Gesundheitsvorzüge, auch wenn Paleo Anhänger einen übertriebenen Hype um Brühe machen.
  5. Gatorade ist kein legitimer Regenerationsdrink für Kraftsportler.
  6. Grüner Tee könnte das eine Getränk sein, das seinem Hype gerecht wird.
  7. Begrenze Säfte auf geringe Mengen, die mit Wasser verdünnt werden sollten.
  8. Rohmilch ist etwas Tolles, wobei Du Dir jedoch potentieller hygienischer Probleme bewusst sein solltest.
  9. Kein ernsthafter Kraftsportler würde Schokoladenmilch als vernünftigen Regenerationsdrink ansehen.

 

Potente Getränke

Es ist leicht, Menschen zum Konsum bestimmter Getränke zu verleiten. Alles was Du tun musst, ist eine vage Assoziation mit einer Frucht, einer Gemüsesorte, einer Heilpflanze oder einem Hauch einer Verbindung mit der Natur herzustellen und Du hast einen hierfür empfänglichen, durstigen Markt.

Hausiererei ist im Bereich der Getränkeindustrie wahrscheinlich weiter als im Bereich der restlichen Nahrungsmittelindustrie verbreitet, weshalb wir einen näheren Blick darauf werfen werden, welche Getränke gesund sind, und welche nicht.

 

1 – Mandelmilch

Die Idee hinter Mandelmilch klingt toll. Püriere ein paar Mandeln. Filtere den Abfall raus. Genieße reine, nussige Nährstoffe, Aromen, Proteine und Fettsäuren.

Zu dumm, dass das ganze so nicht funktioniert.

Mandelmilch gibt Dir nichts (oder kaum etwas) von den Vorzügen von Mandeln, welche Protein und gesunde Fette liefern, während sie Dir auch nichts von den Vorzügen regulärer Milch liefert, da es ihr an Kalzium mangelt.

Wenn Du das unlösliche Zeugs aus der „Milch“ herausfilterst, dann verlierst Du das Meiste von dem Zeug, wegen dem Du Mandeln eigentlich überhaupt erst essen würdest.

Natürlich fügen die Hersteller von Mandelmilch für gewöhnlich Kalzium und die Vitamine A, D und B12 hinzu, aber Du bekommst trotzdem nur sehr wenig Protein – etwa 1 Gramm pro Tasse, im Vergleich zu 8 Gramm bei Kuhmilch.

Es ist wahr, dass Mandelmilch im Allgemeinen 50% weniger Kalorien als Milch liefert, was darauf beruht, dass es ihr an signifikanten Mengen an Fett fehlt und da es sich nicht um ein tierisches Produkt handelt, enthält Mandelmilch auch weder gesättigte Fette noch Cholesterin (falls das überhaupt eine Rolle spielt).

Die ungesüßte Variante ist sogar noch kalorienärmer, aber achte auf das Etikett um sicherzustellen, dass Du wenigstens das mit Kalzium und Vitaminen angereicherte Zeugs bekommst.

Trotz der guten Absichten ist Mandelmilch also ein Getränk, das lediglich okay ist – es trägt nicht viel zu Deiner Gesundheit bei, aber es fügt Dir auch keinen Schaden zu.

Mandelmilch Bewertung: B-

 

2 – Bier vs. Rotwein

Interessanterweise handelt es sich bei Bier um ein recht nährstoffreiches Getränk, aber es ist wahrscheinlich das stereoptypische Bild des Bier saufenden Proleten, das es schwer macht, dieses Getränk mit etwas Gesundem in Verbindung zu bringen.

Rotwein befindet sich definitiv auf der gesunden Seite, solange er in Maßen genossen wird, aber die häufig wohlhabenden Snobs, die ihn trinken, sind ein wenig zu verzweifelt, wenn es darum geht, Rotwein in das Getränk der Götter zu verwandeln. Es handelt sich lediglich um verrottete Weintrauben, verdammt noch mal.

Trotzdem genießt Wein aufgrund seines Gehalts an Polyphenolen, die angeblich herzschützende Vorzüge mit sich bringen Ansehen, aber auch Bier enthält Polyphenole – sie stammen lediglich aus der Gerste statt aus Trauben.

Man sagt Wein außerdem nach, dass er das Risiko von Blutgerinnseln senkt, aber es ist wahrscheinlich eher der Alkohol, der hierfür verantwortlich ist und auch Bier enthält Alkohol.

Was die individuellen Nährstoffe angeht, gibt es keinen klaren Sieger. Bier enthält mehr Niacin, Vitamin B5, Vitamin B12, Folat, Selen und Silikon, während Wein mehr Kalzium, Eisen, Magnesium, Kalium, Zink und Mangan enthält.

Kalorientechnisch gewinnt Bier (es ist kalorienärmer), aber das hängt primär damit zusammen, dass Wein mehr Alkohol enthält.

Die einzige Kategorie in der Wein wirklich gewinnt, ist der Östrogen blockierende, Blutzucker senkende und angeblich das Leben verlängernde Nährstoff Resveratrol. Bier enthält diesen Nährstoff überhaupt nicht.

Natürlich sind die Vorzüge davon, Dein Resveratrol über Wein zuzuführen zweifelhaft, da Du nicht nur etwa 15 Flaschen Wein pro Tag trinken müsstest, um eine vernünftige Menge an Resveratrol zu bekommen, sondern dieser Nährstoff auch schlecht vom Körper aufgenommen wird. Es ist also besser sich auf Supplements zu verlassen, wenn es darum geht den Bedarf an Resveratrol zu decken.

Bier Bewertung: B

Wein Bewertung: B

 

3 – Knochen Brühe

Was alt ist, kommt wieder in Mode.

Es gibt wahrscheinlich keine Kultur, die nicht zu irgendeiner Zeit Füße, Knöchel, Sehnen und Knochen von Schweinen, Kühen, Hühnern und Fisch gekocht hat und die Brühe getrunken hat.

Und Brühe ist – vielleicht aufgrund des Paleo Hypes – als gesundes Elixier des neuen Jahrtausends wieder auf der Bildfläche erschienen. Sie soll angeblich Wunden heilen, das Immunsystem stärken und Knochen wiederaufbauen.

Das Problem ist, dass es nicht wirklich irgendwelche Studien gibt, die diese angeblichen Gesundheitsvorzüge belegen oder widerlegen. Genauso wenig gibt es nur ein Rezept für Brühe. Sie alle verwenden unterschiedliche Tierknochen, einige mit fettigem Knochenmark, andere ohne.

Einige verwenden unterschiedliche Gewürze und Kräuter und auch die Zeit des Kochens variiert enorm von 5 bis hinzu 24 Stunden.

Wir können jedoch eine wissenschaftliche Einstellung verwenden, um dies zu untersuchen. Zuerst einmal ist der Glaube daran, dass das Kollagen in der Knochenbrühe in unseren Gelenken eine neue Heimat findet ziemlich weit hergeholt, da die Hitze das Kollagen in einzelne Aminosäuren aufbricht. Selbiges gilt auch für die enthaltenen Enzyme und Vitamine – sie alle werden durch die Hitze in ihre Bestandteile zerlegt.

Aber es gibt zumindest zwei die Gesundheit betreffende Behauptungen, die wasserdicht sind. Eine im Jahr 2000 im medizinischen Journal „Chest“ veröffentlichte Studie berichtete, dass Menschen, die Hühnersuppe aßen, Linderung bezüglich der Symptome einer Infektion der oberen Atemwege verspürten.

Und Knochenbrühe im Allgemeinen könnte einen gewissen Wert als Sport Regenerationsgetränk haben, wie Mitglieder der LA Lakers kürzlich behaupteten. Die Brühe würde Elektrolyte ersetzen - aber Kool-Aid, Zucker und Salz würden dasselbe tun.

Es scheint keinen Grund dafür zu geben keine Brühe zu trinken und sie könnte auch ein paar Nährstoffe enthalten, die nützlich sein können. Wir wissen es jedoch bis jetzt noch nicht mit Sicherheit.

Knochenbrühe Bewertung: B

 

4 – Tafelwasser / Mineralwasser

Die meisten Menschen trinken Wasser aus Flaschen aus Bequemlichkeit, weil es angeblich gesund ist oder aus einer Kombination von beiden Gründen.

Ja, es ist bequem, aber stellen wir eines klar: Wasser aus der Flasche ist in den meisten Fällen völliger Humbug.

Eric Goldstein, Co-Direktor des amerikanischen National Resources Defense Council, sagte einmal "...Niemand sollte denken, dass Wasser aus der Flasche besser reguliert, reiner oder sicherer als Leitungswasser ist.“

Ein Teil des Wassers kommt aus Quellen oder anderen jungfräulichen Gegenden, die ohne Zweifel nur von Feen und Elfen bewohnt werden, aber mehr als 25% stammt aus den selben Quellen, aus denen auch unser Leitungswasser stammt. Es wird behandelt, gereinigt, in Flaschen abgefüllt und uns als „durch die Schenkel einer Jungfrau gefiltert“ oder als irgendein anderer grüner, Bio oder Bäume umarmender Schwachsinn verkauft.

In einem bekannt gewordenen Fall wurde Wasser aus einem Brunnen in der Nähe einer verseuchten Müllhalde als Quellwasser verkauft. In einem anderen wurde Wasser als reines Gletscherquellwasser aus Alaska verkauft, wobei es sich in Wirklichkeit lediglich um Leitungswasser aus Alaska handelte.

Im Jahr 1999 wurden in Amerika von offizieller Stelle 103 Marken Wasser untersucht und man fand heraus, dass auch wenn dieses Wasser im Allgemeinen unbedenklich war, mindestens ein Drittel aller Proben Bakterien oder chemische Verunreinigungen inklusive Karzinogenen enthielt, die die Grenzwerte für Leitungswasser überschritten.

Und mindestens zwei Marken enthielten Phthalate, welche das endokrine System durcheinanderbringen können und potentiell zur Entwicklung von Föten mit den Reproduktionsorganen von Eichhörnchen führen könnten. Auch wenn die Tester nicht glauben, dass die Flaschen selbst unter Verwendung von Phthalaten hergestellt wurden/werden, könnten diese Chemikalien beim Abfüllen in die Flaschen gelangt sein.

Die meisten Flaschen werden aus Polyethylen Terephthalat hergestellt, was anhand der Angabe PET oder PETE auf der Flasche erkennbar ist. Diese Flaschen sind wahrscheinlich sicher und unbedenklich, solange sie nicht bei warmen Temperaturen wie z.B. im Becherhalter Deines Hondas im Sommer gelagert werden.

In diesem Fall könnten toxische Chemikalien wie Antimon aus der Flasche ins Wasser übertreten. Bis jetzt ist sich niemand über die möglichen Langzeitfolgen dieser Chemikalien sicher.

Auch BisphenolA, eine Chemikalie, die sich in Polycarbonat wiederfindet, stellt ein Problem dar, da sie neurologische und verhaltenstechnische Probleme bei Föten, Babys und Kindern hervorrufen kann. Auch wenn BPA bei der Herstellung von PET nicht verwendet wird, findet es sich oft in Polycarbonat wieder, welches verwendet wird, um Plastikbecher und andere Hartplastikgegenstände herzustellen.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde überwacht die BPA Werte und inzwischen beginnen die Hersteller im Zuge einer gewissen Selbstregulierung die BPA Werte zu senken, da dieser Schadstoff inzwischen bei der Bevölkerung recht bekannt geworden ist.

Was Wasser in Flaschen angeht besteht das große Problem darin, dass dieses weniger stark als Trinkwasser aus der Wasserleitung überwacht und reguliert wird.

Die Sicherheitsempfehlungen für Wasser aus Plastikflaschen sind recht einfach:

  • Meide Wasser aus Wasserspendern, die aus Polycarbonat bestehen
  • Transportiere Wasser in Glas- oder Metallbehältern
  • Schütze Plastikwasserflaschen vor Hitze
  • Ziehe Leitungswasser als Alternative in Betracht. Es ist wahrscheinlich sicherer und auch deutlich billiger.

Bewertung Wasser in Flaschen: A

 

5 – Schokoladenmilch

Wer auch immer auf die Idee gekommen ist, Schokoladenmilch als Post-Workout Getränk zu vermarkten, ist mit Sicherheit der bei Milchproduzenten beliebteste Typ. Sie haben ihm wahrscheinlich sogar ein Denkmal gebaut.

Ich werde folgendes sagen: Schokoladenmilch ist ein brauchbarer Regenerationsdrink, wenn Du ein Badminton Spieler bist, der nach einem „harten“ Match ein wenig Schweiß unter den Armen verspürt.

Und Schokoladenmilch ist wahrscheinlich als Post-Workout Getränk genauso gut wie Gatorade – wahrscheinlich sogar besser, da sie ein wenig Protein enthält.

Doch das alleine macht Schokoladenmilch mit Sicherheit nicht zu einem guten Post-Workout Drink für einen ernsthaften Sportler, der bei seinem Sport seine Muskeln wirklich benutzt.

Schokoladenmilch enthält einfach nicht genug Protein und wenn Sucrose das funktionalste Kohlenhydrat wäre, das die moderne Ernährung zu bieten hat, dann könnten Ernährungsforscher und Biochemiker ihre Zeit genauso gut darauf verwenden, Warzen zu heilen oder etwas zu tun, das für die Menschheit tatsächlich von Nutzen ist.

Aber Du würdest das basierend auf der Publicity, die Schokoladenmilch in Fitness Blogs und Men's Health-Typ Magazinen bekommt, gar nicht mitbekommen. Natürlich unterscheiden diese Quellen im Allgemeinen nicht zwischen regulären Sportgetränken und ernsthaften Post-Workout Formeln, wie diese von Kraftsportlern verwendet werden.

Es gibt eine ganze Reihe von Studien, die bezüglich der Effizienz von Schokoladenmilch als Post-Workout Drink durchgeführt wurden. Etwa die Hälfte dieser Studien kommt zu dem Ergebnis, dass Schokoladenmilch nicht besser als ein Standard Kohlenhydrat-Elektrolyt Getränk ist, während eine Studie zu dem Ergebnis kam, dass Schokoladenmilch besser ist, aber diese Studie wurde auch von der milchproduzierenden Industrie finanziert.

In keiner der Studien wurde Schokoladenmilch mit irgendetwas verglichen, das Protein enthielt, was die Ergebnisse dieser Studien recht fragwürdig macht.

Trinke sie wegen ihres Geschmacks – wenn es sein muss – aber kein ernsthafter Kraftsportler würde Schokoladenmilch ernsthaft als Regenerationsgetränk in Betracht ziehen.

Schokoladenmilch Bewertung: D

 

6 – Kaffee

Obwohl Kaffee über 1000 biologisch aktive Verbindungen enthält und ein sehr komplexes Getränk darstellt, bekommt Kaffee nicht viel Respekt für seine gesundheitsfördernden Wirkungen.

Und anders als bei den angeblichen Gesundheitsvorzügen, mit denen andere Getränke propagiert werden, gibt es bei Kaffee tatsächlich wissenschaftliche Untersuchungen, die diese Vorzüge unterstützen.

Studien unterstützen z.B., dass Kaffee die DNA schützen könnte, während er gleichzeitig Melanome, Brustkrebs und Endometrialkrebs bekämpft und das Risiko für Diabetes vom Typ 2 senkt. Kaffeetrinker leiden außerdem seltener an verstopften Arterien.

All dies scheint jedoch stark von der täglich konsumierten Menge an Kaffee abzuhängen, da der Konsum großer Mengen an Kaffee einige der positiven Wirkungen wieder negieren kann. Wie bei den meisten Dingen scheint auch bei Kaffee eine moderate Menge am besten zu funktionieren.

Und natürlich sollten wir auch die anregenden Wirkungen von Kaffee und dass er uns besser, länger und härter trainieren lässt, nicht vergessen.

Kaffee Bewertung: A-

 

7 – Gatorade

Es wurde noch nie so viel Werbung für – und so viel Geld mit – so ziemlich nichts gemacht.

Du hast die Werbung gesehen und hast Dir vielleicht sogar ein paar Flaschen gekauft, um die gefürchtete Dehydrierung zu verhindern und Deine erschöpften Elektrolytreserven wieder aufzufüllen.

Ja, es ist wahr, dass der menschliche Körper Wasser siebenmal schneller absorbiert, wenn es mit den in Gatorade enthaltenen Kohlenhydraten kombiniert wurde, aber es gibt keine Hinweise darauf, dass Dein Körper dazu in der Lage ist, dieses Wasser einzubehalten.

Man kann es einfach testen. Du nimmst zwei Gruppen und wiegst diese. Dann trinkt die eine Gruppe Gatorade und die andere reines Wasser. Dann wiegst Du beide nach einiger Zeit erneut. Wenn die Menschen in beiden Gruppen davor und danach dasselbe wiegen, dann wird Gatorade vom Körper nicht besser als Wasser einbehalten.

Robert Robergs, ein Sportphysiologe an der UNM, führte genau dieses Experiment durch und Gatorade konnte die Marketingversprechungen nicht erfüllen.

„Wenn unsere Probanden Gatorade und Wasser tranken, mussten sie genauso schnell auf die Toilette“, erklärte Robergs.

Aber wer könnte es Dir verübeln ein Elektrolytgetränk wie Gatorade zu trinken? Wenn wir gerade von Elektrolytgetränken sprechen – wenn Du irgendwelche Aktivitäten ausführst, bei denen Du über eine Stunde lang schwitzt, kann es tatsächlich notwendig sein, Deine Elektrolyte wiederaufzufüllen und Du kannst dies tun, indem Du ein Elektrolytgetränk, Zucker und Salz kombinierst.

Genauso gut könntest Du einfach ein paar Tütchen Salz aus irgend einem Fast-Food Laden in einen Tetrapack Orangensaft schütten...

Doch egal wie sehr Du Deine Fantasie auch anstrengst, kannst Du Gatorade nicht als legitimen Regenerationsdrink für irgendeine Kraftsportart ansehen.

Gatorade Bewertung: C

 

8 – Grüner Tee

Grüner Tee könnte das eine Getränk sein, das den Hype erfüllt, der um dieses Getränk gemacht wird – oder zumindest einen großen Teil hiervon.

Dieses Getränk, das aus den getrockneten Blättern der Camellia sinensis hergestellt wird, ist angeblich für jedes Organsystem im menschlichen Körper von Vorteil. Es könnte vor Krebs schützen, die Leber schützen, die Arterien sauber halten, Krebs bekämpfen, Diabetes entgegenwirken und sogar Fett verbrennen.

Es enthält bescheidene Mengen an Koffein, aber es enthält auch Chemikalien wie Theobromin, welche den Blutdruck senken und Theophyllin, welches die Atemwege entspannt und das Herz etwas anregt.

Das Endergebnis ist eine nette leichte anregende Wirkung, die anders und weniger stark ausgeprägt als die Wirkung von Koffein ist. Aber auch wenn er anregend wirkt, besitzt Grüner Tee milde angstlösende Eigenschaften, was eine perfekte Kombination von Eigenschaften zu sein scheint.

Zu guter Letzt könnte Grüner Tee auch die Verwertung von Kohlenhydraten blockieren, was in Kombination mit seinen fettverbrennenden, den Stoffwechsel anregenden Wirkungen der Grund dafür ist, dass Grüner Tee seit langem als moderat wirksamer Fatburner angepriesen wird. Unglücklicherweise könnten einige seiner fettverbrennenden Eigenschaften abgeschwächt werden, wenn Du bereits viel Kaffee trinkst.

Die fettverbrennende Chemikalie ist Epigallocatechin-3-gallate, oder EGCG. Eine Tasse grüner Tee enthält etwa 50 mg, aber Du brauchst etwa 400 bis 500 mg, um eine fettverbrennende Wirkung zu spüren.

Um die fettverbrennende Reaktion zu verstärken, kannst Du grünen Tee mit etwas Fischöl kombinieren.

Grüner Tee Bewertung: A

 

9- Saft

Saft – insbesondere das Zeugs aus dem Supermarkt – stellt den ultimativen Widerspruch dar.

Es gibt Millionen ernährungstechnisch Minderbemittelte, die dieses Zeug jeden Morgen in sich hinein schütten und mit jeder Faser ihres Körpers glauben, dass sie ihrem Körper hierdurch etwas Gutes tun. Sie glauben, dass sie einen großen Teil ihrer ernährungstechnischen Bedürfnisse durch ein großes Glas Orangensaft decken können.

Doch leider liegen sie hiermit falsch. Alles, was sie bekommen, ist eine geringe Menge an Vitamin C, das ohne Zweifel hinzugefügt wurde, nachdem der Saft verarbeitet wurde in Kombination mit einer Überholspur auf dem Weg zu Diabetes vom Typ 2.

Hier ist das Problem: Saft aus dem Supermarkt ist größtenteils gefiltert und pasteurisiert und erinnert in dieser Hinsicht an raffinierten Zucker und weißes Mehl. Dem Endprodukt fehlt es so ziemlich an allem Guten, was die Natur uns zugedacht hat – abgesehen von dem Zeug, das die Hersteller später wieder hinzufügen.

Zusätzlich hierzu enthält ein Glas Saft aus dem Supermarkt so viel Zucker wie ein Schokoriegel.

Wenn Du ganz einfach nur vollwertiges Obst essen würdest, dann würde irgendwann Dein natürliches Sättigungsgefühl eintreten und wenn Du nicht gerade ein nach Obst gierender Baumaffe aus Borneo bist, würdest Du nach ein oder zwei Stück Obst aufhören. Bei Saft bekommst Du jedoch die konzentrierte Süße – das Äquivalent von mehreren Stück Obst in lediglich ein paar Schlücken.

Deshalb die Kalorie. Deshalb das Übergewicht. Deshalb die Überholspur in Richtung Diabetes vom Typ 2.

Auch Gemüsesäfte können, selbst wenn sie nicht so schlimm wie Obstsäfte sind, eine Menge Zucker enthalten und sie können sogar ein Ungleichgewicht im Säure-Basen Haushalt hervorrufen, wenn Du an dieses Zeugs glaubst.

Trinke ruhig Deinen Saft, aber begrenze die Menge und verdünne den Saft mit Wasser, so dass Du nicht mehr Zucker als durch ein Stück Obst zu Dir nimmst.

Was Gemüsesäfte angeht, bist Du meist auf der sicheren Seite, wenn sie recht schlecht schmecken. Wenn sie schlecht schmecken ist dies für gewöhnlich ein Zeichen, dass sie nicht viel Zucker enthalten.

Saft Bewertung: C+

 

10 – Kombucha Tee

Die Idee hinter Kombucha Tee ist verlockend. Es handelt sich letztendlich um Tee aus einer antioxidative, Phytochemikalien enthaltenden Pflanze, zu dem Zucker, ein Pilz und Bakterien hinzugefügt wurden.

Du trinkst ein lebendes Getränk, das letztendlich mit allen Arten von Mikroorganismen und probiotischen Nährstoffen gefüllt ist, die angeblich das Immunsystem anregen und gegen Krebs wirken. Wen stört es da, dass das ganze wie Bilgewasser der U.S.S. Dysentery aussieht?

Unglücklicherweise gibt es nur wenige Beweise, die die angeblichen Gesundheitsvorzüge unterstützen. Zugegebenermaßen enthält Kombucha Tee mehr Antioxidantien als jeder andere Tee, aber er ist wahrscheinlich zu problematisch, um zur „Must-Have“ Getränkeliste der meisten Menschen hinzugefügt zu werden.

Das Problem rührt von der Tatsache her, dass die meisten, die diesen Tee brauen im Allgemeinen keine Mikrobiologen sind. Der Tee wird häufig zu Hause unter nicht sterilen Bedingungen hergestellt und fermentiert unter Umständen zu lange.

Das Ergebnis ist manchmal eine giftige Brühe, die Magenverstimmungen, Infektionen, allergische Reaktionen und vielleicht auch, wobei die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, den Tod als ultimative Nebenwirkung zur Folge haben kann.

Industriell hergestellter, in Flaschen abgefüllter Kombucha Tee, der in Supermärkten und Bioläden verkauft wird, ist wahrscheinlich sicher und unbedenklich, aber aufgrund seiner dubiosen Auswirkungen auf die Gesundheit, liegt in seinem Konsum nicht viel Magie.

Kombucha Tee Bewertung: B-

 

11 – Milch

Von allen Getränken, die wir konsumieren, ist Milch vielleicht das verwirrendste.

In ihrer rohen, nicht pasteurisierten köstlichen Form, direkt von der Kuh, ist sie ein ernährungstechnisches Wunder. Aber schlechte hygienische Bedingungen und (legitime) Angst vor Rindertuberkulose haben am Anfang des 20. Jahrhunderts zu Gesetzen geführt, die ein Pasteurisieren von Milch erzwangen.

Unglücklicherweise scheint das Pasteurisieren der Milch einen Teil ihres Nährwertes zu nehmen, und sie als Getränk noch paradoxer zu machen. Zum einen tötet das Pasteurisieren die Milchsäure produzierenden Bakterien in der Milch ab, denen man nachsagt, dass sie vor Pathogenen wie Salmonellen schützen.

Paradoxerweise stammten die meisten Milch induzierten Salmonellenausbrüche von pasteurisierter Milch, aber das könnte eine unfaire Aussage sein, da die Anzahl der Menschen, die Rohmilch trinken, im Vergleich zur Anzahl der Menschen, die pasteurisierte Milch trinken, verschwindend gering ist.

Zu den anderen Nachteilen einer Pasteurisierung gehören die Zerstörung von Lysin und Thyrosin, was den gesamten Proteinkomplex der Milch für die menschliche Verdauung schlechter verfügbar macht. Die Pasteurisierung zerstört außerdem 50% des enthaltenen Vitamin C und 89% der anderen Vitamine.

Auch der Gehalt an Kalzium, Magnesium und Kalium sinkt und man muss auch die vollständige Zerstörung der Enzyme berücksichtigen, die dem Körper normalerweise dabei helfen würden, all diese den Körper aufbauenden Faktoren aufzunehmen.

Milchhersteller fügen der Milch nach dem Pasteurisieren wieder Vitamin D zu, aber wenn Du nicht gerade Vollmilch trinkst, oder Milch mit einem fetten Essen kombinierst, wird das fettlösliche Vitamin D nicht gut aufgenommen.

Was die industrialisiert gezüchteten Rinder im Allgemeinen angeht, werden diese mit Soja anstelle von Gras gefüttert, welches ihre natürliche Nahrung darstellen würde, und dies reduziert den Gehalt an CLA, der sich normalerweise in Milch wiederfinden würde, stark. Dies ist tragisch, da von CLA gezeigt werden konnte, dass es bei der Bekämpfung von Fettleibigkeit, Herzkrankheiten und sogar Krebs eine Rolle spielen kann.

Industrialisiert produzierte, pasteurisierte Milch enthält brauchbare Mengen an Protein, auch wenn dieses aufgrund der bereits erwähnten Zerstörung der Enzyme etwas schwerer verdaulich sein kann.

Wenn man all dies berücksichtigt, dann scheint Rohmilch die bessere Wahl zu sein. Es ist jedoch schwer, Rohmilch uneingeschränkt zu empfehlen, da der Mikrobiologe in mir immer noch etwas skeptisch wegen möglicher schlechter hygienischer Bedingungen ist.

Wenn Du jedoch Rohmilch von einer vertrauenswürdigen Quelle beziehen kannst, dann könnte diese es Wert sein, auf Deine Speisekarte der gesunden Getränke aufgenommen zu werden.

Rohmilch Bewertung: B+

Vollmilch Bewertung: B-

 

12 – Leitungswasser

Leitungswasser ist im Allgemeinen sicher und sauber und wenn Du auf Nummer Sicher gehen möchtest, kannst Du zusätzlich einen Wasserfilter verwenden.

Was den Unterschied zwischen hartem und weichem Wasser angeht, ist weiches Wasser ärmer an Mineralstoffen und einige sagen, dass hartes Wasser besser ist, da die enthaltenen Mineralien die Gesundheit fördern.

Einige epidemiologische Untersuchungen kommen sogar zu dem Ergebnis, dass die Rate der Herzkrankheiten in den Bereichen am niedrigsten ist, in denen hartes Leitungswasser vorherrscht. Auch viele Gesundheitsseiten teilen diese Ansicht.

Ob dies letztendlich wahr ist, ist fraglich, aber es klingt zumindest plausibel.

Glücklicherweise belassen die meisten Filter die Mineralien im Wasser und entfernen lediglich Schwermetalle, Chlor, Tote Verbrecher und andere Verunreinigungen.

Leitungswasser Bewertung: A

 

Von TC Luoma 

Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/drink-this-not-that

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