Die schöne, hässliche Wahrheit über die Teilnahme an Wettkämpfen

  • Die schöne, hässliche Wahrheit über die Teilnahme an Wettkämpfen

Hier ist eine kurze Zusammenfassung

  1. Auf die Bühne zu gehen kann Dein Selbstvertrauen steigern. Wenn Du Dich jedoch zu sehr davon vereinnahmen lässt, dann wird es Dich ich-besessen machen.
  2. An Wettkämpfen teilzunehmen kann Deine Fähigkeiten im Fitnessstudio und in der Küche verbessern, aber es wird bestimmte Wettkampfathletinnen dümmer und abhängiger machen.
  3. Die Kultur der Wettkämpfer feiert ernsthaftes Training und eine ernsthafte Ernährung. Diese Weltanschauung fördert die Bildung einer Gemeinschaft – aber einige dieser Ansichten sind dumm.
  4. Der Druck durch einen Wettkampf kann Dich dazu bringen, Deine Erwartungen zu übertreffen, aber er kann Dich auch dazu bringen Dinge zu tun, die Deinem Stoffwechsel und Deiner Körperwahrnehmung schaden können.
  5. Es gibt Preise, die Du gewinnen kannst, die weitaus wichtiger als Titel und Trophäen sind.

 

Solltest Du an Wettkämpfen teilnehmen?

Eine Frau, die ihren Körper mit Hilfe des schweren Eisens transformiert, wird sich irgendwann folgende Frage stellen: Habe ich das Zeug dazu, an einem Wettkampf teilzunehmen?

Die Antwort lautet ja, Du hast das Zeug dazu. Die wichtigere Frage ist jedoch, ob es das wert ist.

Wenn Du mit der Idee spielst, an einem Wettkampf teilzunehmen, dann sollten wir die Details klären. Sprechen wir über das, was Du nicht von Wettkampftrainern hören wirst.

Hier sind die vier wichtigsten Faktoren bezüglich Bodybuilding und Figurklasse Wettkämpfen, die Du in Betracht ziehen solltest, bevor Du an einem Wettkampf teilnimmst.

 

1 – Die Teilnahme an einem Wettkampf

Die guten Dinge

Mit der richtigen Einstellung kann die Vorbereitung auf einen Wettkamp ein Werkzeug für die persönliche Entwicklung sein. Genauso, wie wenn Du in der Öffentlichkeit sprichst oder auftrittst, bist Du auch bei Deinem Auftritt auf der Wettkampfbühne gezwungen, ein gewisses Risiko einzugehen, was Dir dabei helfen kann, Dein Selbstvertrauen zu steigern.

Du öffnest Dich selbst der Kritik anderer und wenn Du mental stark genug bist, dann wirst Du mit Deinen gefühlten Fehlern umgehen können, stolz auf Deine Fortschritte sein und der Welt sagen „seht euch das Ergebnis meiner harten Arbeit an!“

Und wenn Du all dies getan hast, dann kannst Du Dir in jeder anderen Situation sagen „Dies ist eine Kleinigkeit im Vergleich dazu, fast nackt auf eine Wettkampfbühne zu schreiten. Wenn ich das geschafft habe, dann werde ich auch dies schaffen.“

Dich auf Deinen Auftritt vorzubereiten, kann Dir einen gehörigen Schub an Selbstvertrauen geben. Du musst natürlich durch Deine Fortschritte ermutigt sein, da Du ansonsten erst gar nicht den Drang danach verspüren würdest, Dich für einen Wettkampf anzumelden.

Wenn Du auf die Bühne gehst, machst ist im Grunde genommen ein Statement, dass Du über eine angemessene Körperentwicklung verfügst und diese auch zeigen möchtest. Dies ist ein mutiger Schritt, wenn Du so etwas noch nie zuvor getan hast und um ein interessantes Leben zu führen, brauchst Du diese Art von Erfahrungen, die Dich mental und körperlich an Deine Grenzen bringen.

Du kannst nicht gleichzeitig Mauerblümchen und Wettkampfathletin sein. Diese beiden Dinge schließen sich gegenseitig aus.

Die gesamte Wettkampfvorbereitung wird Dir schonungslos bewusst machen, dass Du am Ende vor einer Menge Menschen stehen wirst und wenn Dir das hierfür nötige Selbstvertrauen fehlt, wird es genauso gut funktionieren, wenn Du so tust, als ob Du über dieses Selbstvertrauen verfügen würdest. Selbstvertrauen vorzutäuschen entwickelt Dein Selbstvertrauen.

 

Die schlechten Dinge

An einem Wettkampf teilzunehmen bedeutet, dass Du Dein Aussehen öffentlich bewerten lässt. Bei einem Wettkampf dreht sich alles darum, ein paar Kampfrichter dafür zu bezahlen, dass sie Deinen Körper mit den Körpern anderer Frauen vergleichen. Du bezahlst für eine Bewertung.

Wenn Du diese Idee zu erst nimmst und sie zu Deiner Welt werden lässt, dann wirst Du damit enden, abhängig von der Bestätigung durch andere zu werden. Du wirst andere Leute brauchen, die Dich ständig bestätigen, um Dich gut bezüglich Deines Aussehens zu fühlen.

Wenn Du Dich für einen subjektiven, nach dem Aussehen bewerteten Wettkampf anmeldest, trainierst Du Dich darauf, Dir Gedanken darüber zu machen, was andere über Dich denken. Natürlich ist dies bis zu einen gewissen Grad im täglichen Leben unvermeidlich. Uns ist wichtig, was andere Menschen über uns denken, weil wir keine Soziopathen sind. Wir mögen es, attraktiv zu sein und es ist natürlich, dass wir uns Anerkennung für die Arbeit wünschen, die wir im Fitnessstudio verrichten.

Aber wenn Du es nicht schaffst, das Gesamtbild zu sehen und Dich als ganze Person zu betrachten – und nicht nur als schönen Körper – dann wird die Abhängigkeit von der Bestätigung durch andere Amok laufen. Dein Selbstwertgefühl wird sich verschlechtern, wenn Dein Aussehen wichtiger als Dein Talent, Dein Intellekt, Deine Leidenschaft, Deine Kreativität, Deine Integrität und Deine Güte wird.

Wenn sich Deine Identität nur noch um die Anerkennung dreht, die Du für Dein Aussehen erhältst, wirst Du sowohl narzisstisch, als auch unsicher werden. Dies mag wie ein Widerspruch sein, doch dem ist nicht so.

Wenn Du an einem bestimmten Morgen nicht mit Dir selbst zufrieden bist, dann wirst Du verzweifelt auf die Meinung anderer hoffen, um Dich zu bestätigen und Deine Laune zu verbessern (Unsicherheit). Und wenn Du mit Dir selbst zufrieden bist, dann bist Du begierig auf das Feedback anderer, wie gut Du aussiehst (Narzissmus).

Das Internet ist voll von Wettkampfathleten, die von „likes“ und „Favoriten“ und Bestätigung von anderen abhängig sind, weil sich diese Menschen nicht selbst bestätigen können.

Dies ist der Beweis dafür, dass es keine Rolle spielt, wie spektakulär Dein Körper aussieht. Du kannst gleichzeitig ein Profi und ein unsicherer Narzisst sein. Wenn Du mehr Anerkennung erhältst, wird dies Dich nicht weniger süchtig nach Anerkennung machen. Das Ganze ist mit einer Sucht vergleichbar.

Hat eine Teilnahme an Wettkämpfen bei allen diese Folgen? Natürlich nicht. Aber Du musst hierfür von Anfang an ein sehr solides Körperbild von Dir selbst haben.

Du musst lieben, was Dein Körper tun kann – und nicht nur wie er aussieht. Und Du musst wissen, dass die Meinung anderer (positiv oder negativ) nicht wirklich etwas bedeutet. Meinungen spiegeln nicht den Wert Deiner Person wider.

Melde Dich nicht bei einem Wettkampf an, weil Du glaubst, dass dies Dir mehr Selbstvertrauen verleihen wird – es könnte sein, dass dies nicht hilft. Melde Dich an, weil Du auf täglicher Basis gesund bist. Melde Dich an, weil Du Dein Training und die Beherrschung Deines Körpers im Fitnessstudio meisterst.

 

2 – Die Wettkampfvorbereitung

Die guten Dinge

Du lernst. Du wächst. Du trainierst und isst bedachter, weil alles einem Zweck dient, um Dich bei Deinem Auftritt auf der Wettkampfbühne phänomenal aussehen zu lassen.

Es gibt nichts Vergleichbares. Alle Aspekte Deines Lebensstils werden methodisch – von Deiner Schlafenszeit bis hin zu Deiner Koffeinzufuhr, von Deinem Mahlzeitentiming bis hin zu Deinen Stuhlgang.

Es gibt einen Plan und einen überzeugenden Grund, diesen Plan auch einzuhalten. Wenn Du versucht bist, alle Bedenken in den Wind zu schlagen, dann musst Du Dir nur bildlich vorstellen, wie Dein Wettkampf ablaufen wird oder wie Du aussehen willst, wenn Du auf die Wettkampfbühne schreitest.

Diese Gewissenhaftigkeit bezüglich Training und Ernährung führt zu Selbsterkenntnis. Du beginnst wie eine Maschine zu denken, anstatt Dich von Deinen Gefühlen leiten zu lassen, wenn es darum geht, ob Du trainieren gehst oder gesund isst.

Du wirst erkennen, wie Dein Körper auf kontinuierliche harte Arbeit reagiert. Du wirst Lektionen lernen, die Du nie lernen wirst, wenn Du nicht Deine Grenzen austestest, um an einem bestimmten Datum im Kalender bereit zu sein.

An einem Wettkampf teilzunehmen lässt Dich über die Grundlagen einer vernünftigen Ernährung und eines vernünftigen Trainings hinausschauen und Du wirst beginnen, alle noch so winzigen Details zu untersuchen. Gesunde Verhaltensweisen werden zu strategischen Verhaltensweisen und vieles hiervon sind Dinge, die Du lieben lernen wirst und auch noch lange nach dem Wettkampf nutzen wirst.

 

Die schlechten Dinge

Einige Wettkämpferinnen lernen nichts. Es gibt hierbei zwei Typen:

Der erste Typ ist eine Frau, die nicht in Form ist und glaubt, dass sie den Körper, den sie im Lauf ihrer Wettkampfvorbereitung erreichen wird, für immer aufrecht erhalten wird.

Dies könnte nicht weiter von der Realität entfernt sein. Frauen, die sich auf Trainer verlassen, um ihr Leben zu überholen, sind die Frauen, die nie lernen werden, wie sie alleine fit werden können.

Sich bei einem Wettkampf anzumelden ist der falsche Weg, um in Form zu kommen, wenn Du völlig außer Form bist. Warum? Weil das Befolgen der Instruktionen eines anderen zur Vorbereitung auf einen Wettkampf eine künstliche Situation darstellt. Es lehrt Dich nicht, wie Du Fitness in Dein tägliches Leben integrierst.

Es lehrt Dich lediglich, wie Du Deine Fitness zur Verantwortlichkeit eines anderen machst.

Und egal wie gut der Ernährungsplan oder die Trainingseinheiten Deines Trainers sind – wenn Du eine gesunde Ernährung oder Training nicht in Dein Leben nach dem Wettkampf integrieren kannst, wirst Du wieder zu Deinem bisherigen Lebensstil zurückkehren.

 

Der zweite Typ, der nichts lernen wird, ist die Frau, die bereits fit ist, aber einen schlechten Trainer engagiert

Viele Trainer werden darauf bestehen, dass Du Dich an jedes Wort von ihnen hältst und völlig von ihnen abhängig bist. Sie wollen, dass Du ihre Anweisungen blind befolgst, ohne kritisch über Deine langfristige Gesundheit oder Deinen Stoffwechsel nachzudenken.

Diese Trainer wollen, dass Du sie auch weiterhin brauchst und sie weiter bezahlst, so dass es sie gut aussehen lässt, wenn Du eine Trophäe gewinnst.

Dies kann sogar gefährlich sein, wenn sie Dich zu sehr hungern lassen, Dich dazu drängen illegale Substanzen zu verwenden und Dir sagen, dass Du jeden Tag zwei Stunden Cardiotraining absolvieren sollst.

Sicher, Du wirst am Wettkampftag vielleicht perfekt aussehen, aber Dein Körper wird danach ein Wrack sein und Du wirst nicht wissen, wie Du Dich richtig ernährst. Was ist der Sinn hiervon?

Ich kann Dir nicht sagen, wie viele Frauen mich kontaktiert haben, nachdem sie mit einem Wettkampfvorbereitungstrainer gearbeitet hatten, um mir zu sagen, dass sie nicht wissen, wie sie sich ernähren sollen.

Werde nicht zu einer dieser Frauen. Wenn Du während der Wettkampfvorbereitung nicht selbstständig denken kannst, dann wirst Du nicht wissen, wann sie vorbei ist.

Bezahle nicht dafür, die Schlampe von jemand anderem zu sein und bezahle sie nicht dafür, dass sie Dich dümmer machen. Wenn Dein Trainer ein Diktator ist, der Dir Dinge sagt, die idiotisch klingen, dann lauf.

Lerne für Dich selbst wie Du fit werden kannst, bevor Du die Zügel einem Wettkampftrainer übergibst. Noch besser ist es natürlich, wenn Du so fit wirst, dass es Dir nicht im Traum einfallen würde, die Zügel jemand anderem zu übergeben.

 

3 – Die Kultur

Die guten Dinge

Wenn Du Training und Ernährung ernst nimmst, dann ist es erfrischend auf Wettkampfathleten und andere Menschen zu treffen, denen es genauso geht – insbesondere dann, wenn Du normalerweise von Menschen umgeben bist, die dies nicht verstehen.

Wenn Menschen in Deinem sozialen Umfeld, auf der Arbeit und in Deiner Familie nicht an Ernährung und Training interessiert sind, dann kann es eine Last werden, Dich immer verteidigen zu müssen und Deinen Lebensstil zu erklären.

Es ist frustrierend Leute um sich zu haben, die nicht verstehen, warum Du als Frau überhaupt Muskeln aufbauen willst. Oder diejenigen, die Deine Nahrungsmittelauswahl nicht verstehen und annehmen, dass der Verzicht auf Kuchen und Pizza eine Essstörung darstellt.

Wen Du dann endlich andere Menschen mit einer Fitnessseinstellung um Dich herum hast, dann ist dies eine Erleichterung. Du kannst Deine Aufregung mit anderen teilen, Du kannst über Training fachsimpeln und Du kannst ohne mit der Wimper zu zucken einen Proteinshake aus Deiner Handtasche ziehen.

Es ist schön andere Menschen um sich herum zu haben, die Befriedigung dadurch erreichen, sich bei Training und Ernährung den Arsch aufzureißen. Es macht Spaß Ideen und Tipps mit anderen zu teilen. Menschen möchten ganz einfach in der Gegenwart von denjenigen sein, die verstehen, was sie machen und warum sie es machen.

Es macht ganz einfach keinen Spaß von all denjenigen kritisiert zu werden, die sich nicht um ihren Körper kümmern.

Diese geteilten Werte sind ein Vorzug der Bodybuilding Kultur. Niemand fragt Dich, warum Du am Wochenende trainierst, anstatt Party zu machen. Wir verstehen es. Wir unterstützen es. Und wir sind bei Dir.

 

Die schlechten Dinge

Es gibt einen Teil der Bodybuildingkultur, der nicht viel Sinn macht: die tue alles um zu gewinnen Mentalität.

Diese Mentalität glorifiziert einen unausgewogenen Lebensstil. Sie besagt, dass alles andere in Deinem Leben zum Teufel gehen muss, da Du ansonsten einfach nicht „hardcore“ genug bist.

Das mag vielleicht in gewisser Hinsicht für eine Handvoll Top Profis da draußen notwendig sein, aber mit Sicherheit nicht für die Tausenden gewöhnlichen Wettkampfathleten.

Wenn Dich Deine Wettkampfvorbereitung Dinge tun lässt, die Dein Familienleben, Deine Finanzen oder Deine langfristige Gesundheit aus dem Gleichgewicht bringen, dann bist Du ein Verlierer...egal wie viele Trophäen Du sammelst.

Wenn Du auf die Bühne gehst, dann besteht Dein Ziel darin, wie der Inbegriff der Fitness auszusehen, aber fit zu sein sollte Dein Leben verbessern – und Dich nicht von dem ablenken, was wichtig ist.

Ach ja, denkst Du vielleicht, dass an Wettkämpfen teilzunehmen Dir eine Karriere mit Geld und Ruhm bescheren wird? Sorry. Es gibt nur einen Arnold Schwarzenegger. Und niemand außerhalb der Bodybuilding Welt weiß, wer zum Teufel irgendeiner der anderen Top Wettkampfathleten ist.

Mit solchen Wettkämpfen wirst Du kein Geld verdienen. Du zahlst für sie. Du investierst Zeit, Energie und Geld. Eine Menge Geld (die Teilnahme an einer Amateurmeisterschaft im letzten Jahr hat mich über 3000 Dollar gekostet). Wenn die Teilnahme an einem Wettkamp Dir den Rest Deines Lebens versaut, dann ist diese Investition ihr Geld nicht wert.

Es gibt Geschichten über Menschen, die aufgrund ihrer Besessenheit von der Teilnahme an Wettkämpfen ihren Job, ihren Lebensgefährten und ihr Bankkonto verloren haben. Und all das, um bei einem Lokalwettkampf einen dritten Platz zu belegen. Aber es muss nicht so sein.

 

4 – Die Mentalität

Die guten Dinge

Der Druck der Wettkampfvorbereitung wird Dich lehren, dass Du zu mehr in der Lage bist, als Du denkst.

Wann immer Du Dir die Frage „Habe ich das Zeug dazu, dies zu tun?“ stellst, dann wirst Du die Antwort kennen wollen. Und diejenigen, die etwas unternehmen, suchen den Druck der damit einhergeht es herauszufinden. Sie testen ihren Mut.

Habe ich das Zeug dazu, fünf weitere Wiederholungen zu erzwingen? Kann ich noch so schnell rennen wie als Teenager? Kann ich größere Schultermuskeln aufbauen? Kann ich meine Kohlenhydrate zyklisch zu mir nehmen, ohne dass ich meinen Trainer als Babysitter brauche? Kann ich vor einem Publikum stehen und Selbstvertrauen ausstrahlen?

Du wirst die Antworten auf diese Fragen erst dann kennen, wenn Du es ausprobiert hast. Menschen, die sich nie fragen, wozu sie in der Lage sind, werden es auch nie herausfinden. Wenn Du Sachen ausprobierst, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Du andere Sachen ausprobierst.

Du wirst süchtig danach werden, herauszufinden, aus was Du gemacht bist. Du lernst durch Trial and Error. Du wirst weniger abhängig von Trainern werden, die Dir sagen, was Du tun sollst. Du wirst ermutigt und unaufhaltsam werden.

 

Die schlechten Dinge

An Wettkämpfen teilzunehmen kann Dir das Gefühl von Unzulänglichkeit verleihen. Selbst wenn Du enorme Fortschritte gemacht hast, kann eine Wettkampfmentalität eine nagende Erinnerung an Deine empfundenen Schwächen und Fehler sein. Deine Bauchmuskeln könnten härter sein, Deine Beine könnten schlanker sein und Deine Schultermuskeln könnten größer sein.

Sich dieser Neigung bewusst zu sein, kann Dir dabei helfen, die auszublenden. Aber wenn Du sie Amok laufen lässt, wirst Du nicht nur kontinuierlich unzufrieden sein, sondern vielleicht auch in Betracht ziehen, verbotene Substanzen zu verwenden.

Ich habe mich dafür entschieden, eine steroidfreie Sportlerin zu sein, aber es gibt Wettkampfathletinnen, die verbotene Substanzen verwenden – selbst wenn sie sich auf ihren ersten Wettkampf vorbereiten.

Ich war so verletzlich und verzweifelt besser zu sein, dass ich dies tatsächlich in Betracht zog, bevor mein Mann mir den Kopf zurechtgerückt hat.

Und das war nur ein Amateurwettkampf. Du kannst Dir also vorstellen, wie es auf nationaler Ebene oder auf Profiebene zugeht.... Ich verurteile die Wettkämpfer nicht, die verbotene Substanzen verwenden. Auch sie reißen sich beim Training den Arsch auf, aber ich werde Wettkämpfe niemals so ernst nehmen. Es gibt zu viele Risiken und ich mag meinen Körper zu sehr.

Was ist, wenn Dein Stoffwechsel aufhört, korrekt zu funktionieren, weil Dein Körper von illegalen Fatburnern abhängig geworden ist? Wird Dein Körper auch ohne die Hilfe von T3 später immer noch so phänomenal aussehen?

Die Verwendung verbotener Substanzen besitzt zu viel Potential mental verkorkst zu werden, was Dein Körperbild angeht, wenn Du nicht dazu in der Lage bist, die notwendige Muskelmasse oder Definition ohne die zusätzliche Unterstützung zu erreichen.

Welche Frau möchte schon abhängig von illegalen Substanzen werden, um ihre Schlankheit aufrecht zu erhalten? Wir sollten jede Frau bedauern, die den Fehler gemacht hat, ihren Körper und ihr Körperbild durcheinander zu bringen, nur um an einem Wettkampf teilzunehmen.

 

Werde ich es wieder tun?

Auch wenn es keine Preise zu gewinnen, keine Kampfrichter zu beeindrucken und keine Wettkampfbühne, auf die ich schreiten könnte gäbe, würde ich trotzdem weiterhin hart trainieren und bewusst essen.

Ja, ich werde weiter an Wettkämpfen teilnehmen, aber wahrscheinlich nicht beim selben Verband.

Und dieses Mal werde ich mehr Aufmerksamkeit darauf legen, Neues zu lernen und Spaß zu haben, als mir Gedanken darüber zu machen, den Kampfrichtern gefällig zu sein.

Selbstbestätigung, Autonomie und ein fitter Körper – das sind die Trophäen, auf die jede Frau stolz sein kann. Und diese Trophäen sind mehr wert, als die Trophäen, die Du auf der Bühne gewinnst.

Von Dani Shugart 

Quelle:https://www.t-nation.com/powerful-words/beautiful-ugly-truth-about-competing

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