SUBSTANZEN Es gibt zurzeit 1008 Substanzen

Es wurden keine Übereinstimmungen gefunden. Bitte versuchen Sie es mit einem anderen Begriff.

Zimtkassie

Was ist die Zimtkassie?

Die Zimtkassie ist eine Pflanze, deren Rinde und Blüten zur Herstellung von Medizin verwendet werden.

Produkte der Zimtkassie werden bei vielen Leiden verwendet, doch bisher hat die Wissenschaft die Effektivität für diese Anwendungen noch nicht bestätigt. Einige wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass Extrakte dieser Pflanze für eine Reduzierung der Blutzuckerspiegel bei Diabetes vom Typ 1 oder 2 unter Umständen nicht effektiv sind.

Außer bei Diabetes wird Zimtkassie bei Blähungen, Muskelspasmen, Magenkrämpfen, zur Verhinderung von Übelkeit und Erbrechen, bei Durchfall, Infektionen, Erkältungen und Appetitlosigkeit verwendet.

Einige Menschen verwenden Zimtkassie bei erektiler Dysfunktion, Hernie, Bettnässen, Gelenkproblemen, Symptomen der Menopause, Menstruationsproblemen und zur Einleitung einer Abtreibung. Darüber hinaus wird Zimtkassie auch bei Brustschmerzen, Nierenstörungen, hohem Blutdruck, Krämpfen, Krebs und als „Blutreiniger“ eingesetzt.

Zimtkassie kommt häufig als Inhaltsstoff von Sonnenmilch, Nasensprays, Mundspülungen, Zahnpasta und bei so genannten Gegenreizmitteln zum Einreiben zum Einsatz. Ein Gegenreizmittel ist eine Substanz, die an der Stelle, an der sie aufgetragen wird, Schmerzen und eine Schwellung mit dem Ziel hervorruft, Schmerzen und Schwellungen an einer anderen Stelle zu reduzieren.

Des Weiteren wird Zimtkassie bei Nahrungsmitteln und Getränken als Aromastoff verwendet.

Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Zimt Spezies, zu denen unter anderem Cinnamomum verum (Ceylon Zimtbaum oder echter Zimtbaum) und Cinnamomum aromaticum (China Zimtbaum, Zimtkassie oder Gewürzrinde) gehören. Der Zimt, den man als Gewürz kaufen kann, enthält in der Regel eine Kombination unterschiedlicher Zimtsorten. Bisher konnte nur von der Zimtkassie gezeigt werden, dass sie eine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel beim Menschen besitzt, doch auch Cinnamomum verum enthält den Inhaltsstoff, von dem man glaubt, dass er für eine Reduzierung der Blutzuckerspiegel verantwortlich ist.

Wie effektiv ist Zimtkassie?

Frühe Studien legen nahe, dass Zimtkassie bei der Kontrolle von Diabetes vom Typ 2 effektiv sein könnte, doch es gibt auch Studien, bei denen keine Vorzüge diesbezüglich beobachtet werden konnten.

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Zimtkassie bei Appetitverlust, Muskelspasmen, Magenkrämpfen, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Erkältung, Impotenz, Bettnässen, Menstrualproblemen, Brustschmerzen, hohem Blutdruck, Nierenproblemen, Krebs oder anderen Leiden treffen zu können. Hierfür bedarf es weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen.

Wie wirkt Zimtkassie?

Zimtkassie enthält eine Chemikalie Namens Zimtaldehyd, die eine Aktivität gegen Bakterien und Pilze aufweisen könnte.

Gibt es Sicherheitsbedenken?

Zimtkassie ist mit großer Wahrscheinlichkeit sicher und unbedenklich, wenn sie in den Mengen verwendet wird, die man für gewöhnlich in Nahrungsmitteln und bei medizinischen Dosierungen vorfindet.

Sie ist möglicherweise nicht sicher und unbedenklich, wenn sie in größeren Mengen über einen längeren Zeitraum eingenommen wird. Zimtkassie enthält große Mengen einer Chemikalie namens Cumarin, die bei Menschen, die empfindlich auf diese Verbindung reagieren, Lebererkrankungen hervorrufen oder verschlimmern kann.

Wenn sie auf die Haut aufgetragen wird, kann Zimtkassie gelegentlich Hautreizungen und allergische Hautreaktionen hervorrufen.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen:

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Verwendung von Zimtkassie während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt, weshalb schwangere und stillende Frauen Zimtkassie sicherheitshalber nicht verwenden sollten.

Diabetes: Zimtkassie kann den Blutzuckerspiegel bei Menschen, die unter Diabetes leiden, beeinflussen. Diabetiker sollten, wenn sie größere Mengen an Zimtkassie zu sich nehmen, als normalerweise in Nahrungsmitteln vorkommen, auf Anzeichen für niedrige Blutzuckerspiegel achten und den Blutzuckerspiegel sorgfältig kontrollieren.

Erkrankungen der Leber: Zimtkassie enthält einige Chemikalien, die die Leber schädigen können. Aus diesem Grund sollten Menschen, die unter Erkrankungen der Leber leiden, Zimtkassie nicht in größeren Mengen, als diese normalerweise in der Nahrung vorkommen, verwenden.

Operationen: Zimtkassie kann den Blutzuckerspiegel beeinflussen und deshalb möglicherweise die Blutzuckerkontrolle während Operationen beeinträchtigen. Deshalb sollte man die Einnahme von Zimtkassie zwei Wochen vor anstehenden Operationen beenden.

Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten?

Zimtkassie sollte man nicht mit folgenden Medikamenten kombinieren:

Medikamente, die die Leber schädigen können

Die Einnahme sehr hoher Dosierungen von Zimtkassie kann die Leber schädigen, was insbesondere bei Menschen mit bestehenden Lebererkrankungen der Fall ist. Die Einnahme großer Mengen von Zimtkassie in Kombination mit Medikamenten, die auch die Leber schädigen können, kann das Risiko für Leberschäden erhöhen. Aus diesem Grund sollte man Zimtkassie in größeren Mengen nicht mit solchen Medikamenten kombinieren.

Bei der Kombination von Zimtkassie mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Diabetesmedikamente

Zimtkassie könnte den Blutzuckerspiegel senken. Auch Diabetesmedikamente werden verwendet, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Die Einnahme von Zimtkassie in Verbindung mit Diabetesmedikamenten könnte deshalb ein zu starkes Absinken des Blutzuckerspiegels zur Folge haben. Aus diesem Grund sollten Diabetiker während der Einnahme von Zimtkassie ihren Blutzuckerspiegel sorgfältig kontrollieren. Es kann sein, dass die Dosierung von Diabetesmedikamenten angepasst werden muss.

Gibt es Interaktionen mit Supplements und Heilkräutern?

Heilkräuter und Supplements, die die Leber schädigen können

Es gibt einige Bedenken, dass die Einnahme großer Mengen von Zimtkassie bei einigen Menschen ernsthafte Leberschäden hervorrufen könnte, was insbesondere bei Menschen gilt, die unter einer Erkrankung der Leber leiden. Die Einnahme von Zimtkassie mit anderen Produkten, die die Leber schädigen können, könnte das Risiko für Leberschäden erhöhen. Produkte, die die Leber schädigen können, umfassen unter anderem Kreosotbusch, Beinwell, DHEA, Gamander, Kava, Niacin, Flohkraut Öl, rote Hefe und andere.

Heilkräuter und Supplements, die den Blutzuckerspiegel senken können

Zimtkassie könnte den Blutzuckerspiegel senken und die Einnahme in Kombination mit Heilkräutern oder Supplements, die ihrerseits auch den Blutzuckerspiegel senken können, könnte bei einigen Menschen zu einem zu starken Abfall der Blutzuckerspiegel führen. Heilpflanzen und Supplements, die den Blutzuckerspiegel senken könnten, umfassen unter anderem Alpha-Liponsäure, Bittermelone, Chrom, Teufelskralle, Fenugreek, Knoblauch, Guar Gummi, Rosskastanie, Panax Ginseng, Flohsamen, sibirischen Ginseng und andere.

Gibt es Interaktionen mit Nahrungsmitteln?

Es gibt keine bekannten Interaktionen mit Nahrungsmitteln.

Verwendete Dosierungen

Die richtige Dosierung von Zimtkassie hängt von verschiedenen Faktoren ab, zu denen Alter, Gesundheitszustand und weitere gehören. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage über einen angemessenen Dosierungsbereich für Zimtkassie treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Einnahme einen Arzt oder Apotheker fragen.

Referenzen

  1. Blevins SM, Leyva MJ, Brown J, et al. Effect of cinnamon on glucose and lipid levels in non insulin-dependent type 2 diabetes. Diabetes Care 2007;30:2236-7.

  2. Crawford P. Effectiveness of cinnamon for lowering hemoglobin A1C in patients with type 2 diabetes: a randomized, controlled trial. J Am Board Fam Med 2009;22:507-12.

  3. Baker WL, Gutierrez-Williams G, White CM, et al. Effect of cinnamon on glucose control and lipid parameters. Diabetes Care 2008;31:41-3.

  4. Felter SP, Vassallo JD, Carlton BD, Daston GP. A safety assessment of coumarin taking into account species-specificity of toxicokinetics. Food Chem Toxicol 2006;44:462-75.

  5. He ZD, Qiao CF, Han QB, et al. Authentication and quantitative analysis on the chemical profile of cassia bark (cortex cinnamomi) by high-pressure liquid chromatography. J Agric Food Chem 2005;53:2424-8.

  6. Miller KG, Poole CF, Pawloski TMP. Classification of the botanical origin of cinnamon by solid-phase microextraction and gas chromatography. Chromatographia 1996;42:639-46.

  7. Press release. Cinnamon capsules to reduce blood sugar are medicinal products! Efficacy has not been scientifically proven - some products contain high levels of coumarin. Federal Institute of Risk Assessment (BfM), Germany, November 11, 2006. Available at: http://www.bfarm.de/nn_425226/EN/press/press-releases/pm2006-14-en.html.

  8. Vanschoonbeek K, Thomassen BJ, Senden JM, et al. Cinnamon supplementation does not improve glycemic control in postmenopausal type 2 diabetes patients. J Nutr 2006;136:977-80.

  9. Verspohl EJ, Bauer K, Neddermann E. Antidiabetic effect of Cinnamomum cassia and Cinnamomum zeylanicum in vivo and in vitro. Phytother Res 2005;19:203-6.

  10. Onderoglu S, Sozer S, Erbil KM, et al. The evaluation of long-term effcts of cinnamon bark and olive leaf on toxicity induced by streptozotocin administration to rats. J Pharm Pharmacol 1999;51:1305-12.

  11. Drake TE, Maibach HI. Allergic contact dermatitis and stomatitis caused by a cinnamic aldehyde-flavored toothpaste. Arch Dermatol 1976;112:202-3.

  12. De Benito V, Alzaga R. Occupational allergic contact dermatitis from cassia (Chinese cinnamon) as a flavouring agent in coffee. Contact Dermatitis 1999;40:165.

  13. Khan A, Safdar M, Ali Khan M, et al. Cinnamon improves glucose and lipids of people with type 2 diabetes. Diabetes Care 2003;26:3215-8.

  14. Imparl-Radosevich J, Deas S, Polansky MM, et al. Regulation of PTP-1 and insulin receptor kinase by fractions from cinnamon: implications for cinnamon regulation of insulin signalling. Horm Res 1998;50:177-82.

  15. Jarvill-Taylor KJ, Anderson RA, Graves DJ. A hydroxychalcone derived from cinnamon functions as a mimetic for insulin in 3T3-L1 adipocytes. J Am Coll Nutr 2001;20:327-36.

  16. Anderson RA, Broadhurst CL, Polansky MM, et al. Isolation and Characterization of Polyphenol Type-A Polymers from Cinnamon with Insulin-like Biological Activity. J Agric Food Chem 2004;52:65-70.

  17. Kwon BM, Lee SH, Choi SU, et al. Synthesis and in vitro cytotoxicity of cinnamaldehydes to human solid tumor cells. Arch Pharm Res 1998;21:147-52.

  18. Koh WS, Yoon SY, Kwon BM, et al. Cinnamaldehyde inhibits lymphocyte proliferation and modulates T-cell differentiation. Int J Immunopharmacol 1998;20:643-60.

  19. Lee HS, Ahn YJ. Growth-Inhibiting Effects of Cinnamomum cassia Bark-Derived Materials on Human Intestinal Bacteria. J Agric Food Chem 1998;46:8-12.

  20. Electronic Code of Federal Regulations. Title 21. Part 182 -- Substances Generally Recognized As Safe. Available at: http://ecfr.gpoaccess.gov/cgi/t/text/text-idx?c=ecfr&sid= 786bafc6f6343634fbf79fcdca7061e1&rgn=div5&view= text&node=21:3.0.1.1.13&idno=21

Produkte mit den selben Inhaltsstoffen