SUBSTANZEN Es gibt zurzeit 995 Substanzen

Es wurden keine Übereinstimmungen gefunden. Bitte versuchen Sie es mit einem anderen Begriff.

Tocopherole

Vitamin E (Tocopherole)
Tocopherole kommen in der Natur als ölige Flüssigkeiten vor. Chemisch gesehen sind Tocopherole Chromanderivate mit einer Isoprenoidseitenkette (Phytol) in 2-Stellung. Tocopherol gehört zur Gruppe der Terpenoide.

Aufgabe/Funktion

Die bedeutendste in der Natur vorkommende Verbindung mit Vitamin-E-Aktivität ist α-Tocopherol. Das im Wesentlichen in Sojaprodukten vorkommende γ-Tocopherol zeigt nur geringe Aktivität.

Eine seiner wichtigsten Funktion ist die eines lipidlöslichen Antioxidans, das in der Lage ist, mehrfach ungesättigte Fettsäuren in Membranlipiden, Lipoproteinen und Depotfett vor einer Zerstörung durch Oxidation (Lipidperoxidation) zu schützen. Freie Radikale würden die Doppelbindungen der Fettsäuren der Zell- und Organellmembranen angreifen. Tocopherol wirkt als Radikalfänger, in dem es selbst zu einem reaktionsträgen, da mesomeriestabilisierten Radikal wird:
Vitamin E hat bei manchen Tieren eine Funktion in der Steuerung der Keimdrüsen und wird daher auch als Antisterilitätsvitamin bezeichnet. Der menschliche Körper kann es speichern, so dass eine einmalige Gabe für längere Zeit wirken kann. Vitamin E soll gleichermaßen vor Herzinfarkten, Krebs und Alzheimer schützen, den Alterungsprozess verlangsamen, die roten Blutkörperchen schützen, Muskeln und Nerven stärken, wirkt im Stoffwechsel der Steroidhormone, die Durchblutung verbessern und Gefäßablagerungen verhindern.
Beim Zubereiten von Speisen liegen die durchschnittlichen Zubereitungsverluste bei 10%. Beim Wiedererhitzen von Bratfett wird das restliche Vitamin zerstört.

Vorkommen

Tocopherol kommt vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor: Getreide, Nüsse, Samen und Pflanzenölen, insbesondere Keimölen und kaltgepresste Speiseöle guter Qualität. Olivenöl, Milch und Eier sind häufig genannte Vitamin-E-Hauptlieferanten für den Menschen, aber auch viele Gemüse- und Obstsorten, sowie grüne Salate.


Besonders reiche Vitamin-E-Quellen sind:

  • Weizenkeimöl (174-176 mg/100 g)
  • Leinsamen (57 mg/100 g)
  • Sonnenblumenöl (50-62 mg/100g)
  • Walnussöl (39 mg/100 g)
  • Maiskeimöl (31-34 mg/100 g)
  • Distelöl (29-44 mg/100 g)
  • Sesamöl (28 mg/100 g)
  • Haselnüsse (27 mg/ 100 g)
  • Sojaöl (17-25 mg/100 g)
  • Erdnussöl (25 mg/100 g)
  • Mandeln (25 mg/100 g)
  • Palmöl (25 mg/100 g)
  • Sonnenblumenöl (25 mg/100 g)
  • Margarine (14 mg/100 g)
  • Olivenöl (12 mg/100 g)
  • Schwarzwurzeln (6 mg/100 g)
  • Leinöl (5,8 mg/100 g)

Wegen seiner antioxidativen Wirkung wird Vitamin E als Zusatzstoff (E 306-309) auch Lebensmitteln, Kosmetika (Sonnenschutzmittel) und Anstrichmitteln beigesetzt.

Mangelerscheinungen (Hypovitaminose)

Mangelerscheinungen beim Menschen sind bislang nicht bekannt, da alle Formen des Vitamin E offenbar ausreichend in der Nahrung vorhanden sind. Vermutet werden:

  • trockene, faltige Haut
  • Konzentrationsstörungen
  • Leistungsschwäche
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit
  • schlecht heilende Wunden.

Begünstigung von Arteriosklerose Folgen einer Überdosierung (Hypervitaminose)

  • starke Überdosierung: Behinderung der Aufnahme von Vitamin A und Vitamin K
  • Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden
  • Erschöpfung, Muskelschwäche
  • Verschlechterung der Blutgerinnung (vereinzelt in sehr hohen Dosen)
  • Vaginalblutungen (Scheidenblutungen)
  • Verschlechterung von Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Angina Pectoris (Erkrankung der Herzkranzgefäße und damit verbundene anfallartig auftretende Schmerzen hinter dem Brustbein)
  • Lebensgefahr

Bedarf

5-30 mg pro Tag. Empfohlene Tagesdosis bei Erwachsenen: 12 mg (Frauen)/14 mg (Männer) pro Tag. Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Männern wie Frauen eine tägliche Aufnahme von 22 Internationalen Einheiten (IU) an Vitamin E. Von den Lebensmitteln sind besonders Pflanzenöle, Nüsse und grüne Salate reich an Vitamin E.


Bedarf im Sport

Für Sportler empfiehlt sich eine Nahrungsergänzung mit Vitamin E, weil es hilft, die durch Training verursachten Muskelschäden in Grenzen zu halten, was den Regenerationsprozess beschleunigt. Meine Empfehlung eine Supplemetierung von 200-600I.E. am Tag, mit einer Mahlzeit einzunehmen.

Produkte mit den selben Inhaltsstoffen