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Serrapeptase

Serrapeptase

Überblick

Serrapeptase ist eine Chemikalie, die aus der Seidenraupe hergestellt wird. In Europa und Japan ist Serrapeptase ein häufig verwendetes Medikament, während Serrapeptase in Amerika als ernährungstechnisches Supplement klassifiziert wird.

Serrapeptase wird bei schmerzhaften Leiden inklusive Rückenschmerzen, Osteoarthritis, rheumatischer Arthritis, Osteoporose, Fibromyalgie Karpaltunnelsyndrom, Migränekopfschmerzen und Spannungskopfschmerzen verwendet.

Serrapeptase wird außerdem bei Leiden eingesetzt, die Schmerzen und entzündliche Schwellugen umfassen, wie Nebenhöhlenentzündungen, Laryngitis, Halsentzündungen, Entzündungen der Ohren, Schwellungen nach Operationen, Schwellungen einer Vene durch die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombophlebitis) und entzündliche Darmerkrankungen inklusive Kolitis Ulcerosa und Morbus Crohn.

Einige Menschen verwenden Serrapeptase bei Herzkrankheiten und Arteriosklerose.

Frauen verwenden Serrapeptase für nicht kanzerösen Knoten in der Brust und stillende Mütter verwenden Serrapeptase bei Brustschmerzen, die durch zu viel Muttermilch hervorgerufen werden.

Andere Anwendungen umfassen die Behandlung von Diabetes, Beingeschwüren, Asthma und Eiteransammlungen.

 

Wie wirkt Serrapeptase?

Serrapeptase hilft dem Körper dabei, Protein abzubauen. Dies könnte dabei helfen Entzündungen und Schleimbildung zu reduzieren.

 

Wie effektiv ist Serrapeptase?

Serrapeptase ist möglicherweise bei Gesichtsschwellungen nach Operationen effektiv, um die Nasennebenhöhlen frei zu machen.

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Serrapeptase bei folgenden Anwendungsbereichen treffen zu können:

  • Chronische Bronchitis: Neue Untersuchungen legen nahe, dass Serrapeptase nach vier Wochen der Behandlung bei Menschen, die unter chronischer Bronchitis leiden, Husten signifikant reduzieren und Sekretionen verdünnen kann.
  • Nasennebenhöhlenentzündung: Neue Untersuchungen legen nahe, dass es bei Menschen, die unter einer Nasennebenhöhlenentzündung leiden und Serrapeptase einnehmen, nach 3 bis 4 Tagen der Behandlung zu einer signifikanten Reduzierung von Schmerzen, Nasensekretionen und Verstopfungen der Nase kommt.
  • Kehlkopfentzündung: Neue Untersuchungen legen nahe, dass Serrapeptase Schmerzen, Sekretionen, Schwierigkeiten beim Schlucken und Fieber bei Menschen, die unter einer Kehlkopfentzündung leiden, nach 3 bis 4 Tagen der Behandlung signifikant reduzieren kann.
  • Halsentzündung: Neue Untersuchungen legen nahe, dass Serrapeptase Schmerzen, Sekretionen, Schwierigkeiten beim Schlucken und Fieber bei Menschen, die unter einer Halsentzündung leiden, nach 3 bis 4 Tagen der Behandlung signifikant reduzieren kann.

Auch bezüglich der Effektivität von Serrapeptase bei Rückenschmerzen, Osteoarthritis, rheumatischer Arthritis, Osteoporose, Karpaltunnelsyndrom, Diabetes, Beingeschwüren, Migränekopfschmerzen, Spannungskopfschmerzen, Asthma, Eiteransammlungen, Thrombophlebitis, Fibromyalgie, entzündlichen Darmerkrankungen inklusive Kolitis Ulcerosa und Morbus Crohn, Herzkrankheiten und Infektionen der Ohren gibt es nicht genügend wissenschaftliche Informationen.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Serrapeptase bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Serrapeptase scheint bei kurzzeitiger oraler Einnahme für bis zu 4 Wochen für Erwachsene sicher und unbedenklich zu sein. Die Langzeitsicherheit von Serrapeptase ist nicht bekannt.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen:

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Verwendung von Serrapeptase während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen besser auf Serrapeptase verzichten.

Blutgerinnungsstörungen: Serrapeptase könnte die Blutgerinnung beeinträchtigen, weshalb einige Wissenschaftler sich darüber sorgen, dass Serrapeptase Blutgerinnungsstörungen verschlimmern könnte. Wenn man unter einer Blutgerinnungsstörung leidet, sollte man die Verwendung von Serrapeptase mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Operationen: Serrapeptase könnten die Blutgerinnung verlangsamen. Es gibt Bedenken, dass hierdurch das Risiko von Blutungen während und nach Operationen steigen könnte. Aus diesem Grund sollte man die Verwendung von Serrapeptase mindestens 2 Wochen vor geplanten Operationen beenden.

 

Wechselwirkungen

Bei einer Kombination von Serrapeptase mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen

Serrapeptase könnte die Blutgerinnung verlangsamen. Die Einnahme von Serrapeptase in Verbindung mit Medikamenten, die auch die Blutgerinnung verlangsamen, könnte das Risiko für Blutungen und die Neigung zu Blutergüssen erhöhen.

Einige Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen können, umfassen unter anderem Aspirin, Diclofenac (Voltaren), Ibuprofen, Naproxen, Heparin, Warfarin und weitere.

 

Dosierung

Folgende Dosierungen wurden im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen untersucht:

Oral:

  • Zur Reduzierung von Schwellungen nach Nasennebenhöhlenoperationen: 10 mg Serrapeptase dreimal täglich am Tag vor der Operation, einmal am Abend nach der Operation und dann dreimal täglich für 5 Tage nach der Operation.

 

Referenzen:

  1. Mazzone A, Catalani M, Costanzo M, et al. Evaluation of Serratia peptidase in acute or chronic inflammation of otorhinolaryngology pathology: a multicentre, double-blind, randomized trial versus placebo. J Int Med Res 1990;18:379-88.
  2. Nakamura S, Hashimoto Y, Mikami M, et al. Effect of the proteolytic enzyme serrapeptase in patients with chronic airway disease. Respirology 2003;8:316-20.
  3. Shimizu H, Ueda M, Takai T, et al. A case of serratiopeptidase-induced subepidermal bullous dermatosis. J Int Med Res 1990;18:379-88.
  4. Tachibana M, Mizukoshi O, Harada Y, et al. A multi-centre, double-blind study of serrapeptase versus placebo in post-antrotomy buccal swelling. Pharmatherapeutica 1984;3:526-30.

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