SUBSTANZEN Es gibt zurzeit 1107 Substanzen

Es wurden keine Übereinstimmungen gefunden. Bitte versuchen Sie es mit einem anderen Begriff.

Schisandra

Schisandra

Die Frucht der Schisandra Pflanze kann für die Herstellung von Medizin verwendet werden und stellt eine bekannte Heilpflanze im Bereich der traditionellen chinesischen Medizin dar. Schisandra wirkt über viele Mechanismen. Unter anderem besitzt Schisandra antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.

Die Schisandra Beere wird als Adaptogen charakterisiert, was bedeutet, dass sie dabei hilft, körperlichen und chemischen Stress im Körper zu reduzieren. Die in Schisandra enthaltenen Wirkstoffe reichern sich nach dem Konsum im Gewebe von Herz, Gehirn, Niere, Leber und Lunge an. Die Schisandrine A, B und C sind die bioaktiven chemischen Verbindungen in Schisandra. Sie sind in Form von Pulver, Tabletten, Kapseln und in flüssiger Form erhältlich.

Wofür wird Schisandra verwendet?

Menschen verwenden Schisandra, um ihre Energiespiegel, ihre körperliche Leistungsfähigkeit und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress und Erkrankungen zu steigern. Auch Konzentration, Koordination und Ausdauer scheinen sich zu verbessern, wenn ein Extrakt aus der Schisandra Frucht eingenommen wird.

Ein anderer Anwendungsbereich von Schisandra ist der Versuch die Leber vor Giften zu schützen oder Lebererkrankungen wie Hepatitis zu behandeln. Schisandra Extrakte senken die Spiegel eines Enzyms, das einen Marker für Leberschäden darstellt. Schisandra scheint die Leberfunktion bei Menschen, die unter Hepatitis leiden, zu verbessern.

Zusätzlich hierzu verwenden einige Menschen Schisandra, um zu versuchen normale Blutzuckerspiegel und einen normalen Blutdruck aufrecht zu erhalten, die Erholung nach Operationen zu beschleunigen, Seekrankheit zu verhindern, Infektionen zu verhindern oder die Sehfähigkeit zu verbessern.

Weitere Anwendungsbereiche umfassen den Versuch hohe Cholesterinspiegel, Husten, Asthma, Nervenschmerzen, Symptome des prämenstruellen Symptoms, nächtliches oder spontanes Schwitzen, sexuelle Dysfunktion, exzessiven Harndrang oder Durst, Depressionen, Reizbarkeit oder Gedächtnisverlust zu behandeln.

Es gibt jedoch nicht genügend wissenschaftliche Informationen, um sagen zu können, ob Schisandra bei irgendeinem dieser Anwendungsbereiche effektiv ist.

Potentielle Gesundheitsvorzüge von Schisandra

Schisandra kann die Leberfunktion unterstützen

Schisandra wird traditionell zur Behandlung von Erkrankungen der Leber wie Hepatitis und zur Verbesserung der Leberfunktion verwendet.

Im Rahmen einer Studie mit 45 Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion konnte eine Kombination von Schisandra und Sesamin (1):

  • Die Spiegel der Leberenzyme reduzieren
  • Die Glutathionspiegel erhöhen
  • Oxidative Schäden und Entzündungen unterdrücken
  • Linderung bei einer Fettleber bewirken

Für diese Wirkungen waren hauptsächlich die in Schisandra enthaltenen Antioxidantien verantwortlich. Diese helfen dabei die Leberfunktion aufrecht zu erhalten, während sie gleichzeitig Schäden verhindern (2).

Im Bereich der japanischen pflanzlichen Medizin wird eine Mischung aus Pflanzenextrakten mit dem Namen TJ-108 zur Behandlung von Hepatitis C verwendet und Schisandra scheint der Schlüsselinhaltsstoff dieser Mischung zu sein (3).

Im Rahmen unterschiedlicher mit Tieren durchgeführten Studien konnten Wissenschaftler das Potential von Schisandra Extrakten und Schisandrin B zur Verbesserung des Zustands bei einer nicht alkoholinduzierten Fettleber und alkoholinduzierten Leberschäden beobachten (4, 5)

Schisandra kann die kognitive Funktion unterstützen

Im Rahmen einer Studie mit 40 gesunden Frauen, die unter Stress standen, konnte eine einzelne Dosis einer pflanzlichen Zubereitung, die Schisandra enthielt, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Akkuratesse verbessern (6)

Darüber hinaus konnten Deoxyschizandrin und Schisandring – zwei Komponenten von Schisandra – bei unterschiedlichen mit Tieren durchgeführten Studien Beeinträchtigungen der Gedächtnisleistung lindern. Sie konnten außerdem Veränderungen des Gehirns verhindern, die durch die Gehirnalterung oder Alzheimer hervorgerufen werden (7, 8).

Schisandra könnte bei Alzheimer positive Auswirkungen besitzen

Eine Studie aus dem Jahr 2017 fand heraus, dass Schisandrin B positive Auswirkungen auf Alzheimer besitzt (9). Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass dies auf der Fähigkeit von Schisandrin B beruht, eine exzessive Bildung von Amyloid Peptiden im Gehirn zu blockieren. Diese Peptide sind eine der Komponenten, die für de Bildung von Amyloid Plaques im Gehirn verantwortlich sind, welche sich im Gehirn von Alzheimerpatienten wieder finden.

Eine andere Studie deutet darauf hin, dass Schisandrin B gegen Alzheimer und Parkinson helfen könnte (10). Dies basiert auf den entzündungshemmenden und neuroprotektiven Auswirkungen auf die Mikrogliazellen im Gehirn.

Schisandra könnte bei Angst und Schlaflosigkeit helfen

Schisandra konnte bei Ratten die Spiegel von Stresshormonen reduzieren (11). Darüber hinauf förderten bereits geringe Dosierungen bei Ratten und Mäusen Ruhe und Entspannung und verbesserten darüber hinaus die Schlafqualität (12).

Mit Tieren durchgeführten Studien zufolge könnte Schisandra dabei helfen die Veränderungen von Adrenalin- und Serotoninspiegeln zu kontrollieren, die durch Stress hervorgerufen werden. Darüber hinaus könnte Schisandra die so genannte adrenale Erschöpfung bekämpfen, die mit Stress in Verbindung steht und Angst reduzieren (13, 14).

Schisandra könnte Depression lindern

Eine mit Studie fand heraus, dass Schisandra bei Mäusen eine antidepressive Wirkung entfaltete (15). Weitere Studien desselben Forscherteams bestätigten diese Ergebnisse (16). Bisher wurden diese Wirkungen jedoch noch nicht beim Menschen untersucht.

Schisandra könnte Stress lindern

Man glaubt, dass Schisandra adaptogene Eigenschaften besitzt. Dies bedeutet, dass Schisandra dabei helfen könnte, den Körper resistenter gegen die Auswirklungen von Stress zu machen und die Abwehrkräfte gegen Krankheiten steigern könnte.

Schisandra könnte positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Lunge besitzen

Supplements die Schisandra Extrakte enthalten, werden traditionell zur Behandlung von Husten und Asthma eingesetzt.

Im Rahmen einer Studie mit 60 Patienten mit Lungenentzündung konnte ein Produkt, das Rhodiola, Schisandra und sibirischen Ginseng enthielt (ADAPT-232), im Vergleich zur Standardbehandlung alleine die Dauer der Antibiotikabehandlung reduzieren und die Lebensqualität verbessern (17).

Schisandra könnte die sportliche Leistungsfähigkeit steigern

Schisandra kann bei Sportlern die Stickstoffoxydspiegel erhöhen, was deren Leistungsfähigkeit steigern kann (18).

Bei Ratten und Mäusen verbesserte Schisandra die Trainingsleistung und die Ausdauer, indem es den Tieren dabei half, besser mit Stress zurecht zu kommen (19).

Schisandra könnte sich positiv auf die Gesundheit des Herzens auswirken

Schisandra konnte im Rahmen zweier kleinerer klinischer Untersuchungen den Blutfluss und die Verfügbarkeit von Stickstoffoxyd steigern, was in der Theorie Herz und Blutgefäße schützen könnte (18, 20).

Es gibt jedoch bisher noch keine klinischen Untersuchungen, die die direkten Auswirkungen von Schisandra auf die Gesundheit des Herzens untersucht haben.

Im Bereich der traditionellen Medizin wird jedoch seit langem ein Supplement namens Sheng-Mai-San, welches ein Schisandra Fruchtextrakt enthält, zur Behandlung von Herzkrankheiten eingesetzt (21). Und im Rahmen von mit Ratten durchgeführten Untersuchungen war Schisandrin B dazu in der Lage, das Herzgewebe zu schützen und Schäden zu verhindern (22).

Schisandra könnte Symptome der Menopause lindern

Eine Studie aus dem Jahr 2016 untersuchte die Auswirkungen eines Schisandra Extrakts bei Frauen mit Symptomen der Menopause. Die Studie begleitete 36 menopausale Frauen ein Jahr lang und kann zu dem Ergebnis, dass Schisandra Symptome der Menopause wie Hitzewallungen, Schwitzen und Herzklopfen lindern konnte(23).

Dosierung

Abhängig vom zu behandelnden Leiden werden unterschiedliche Schisandra Dosierungen verwendet. Es wurden jedoch bisher noch keine optimalen Dosierungen für irgendeinen Anwendungsbereich festgelegt.

Kann man Schisandra über die natürliche Nahrung zu sich nehmen?

Ja, man kann die Frucht der Schisandra als Nahrungsmittel essen.

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

Bei einigen Menschen kann es zu allergischen Hautreaktionen oder Problemen im Bereich des Verdauungstrakts wie Appetitverlust, Magenschmerzen, Sodbrennen oder eine Übersäuerung des Magens kommen (24).

Risiken

Schwangere Frauen sollten Schisandra meiden, da die Frucht der Schisandra den Uterus stimuliere kann. Auch stillende Frauen sollten sicherheitshalber auf Schisandra verzichten, da es nicht genügend wissenschaftliche Informationen darüber gibt, ob Schisandra während der Stillzeit sicher und unbedenklich ist.

Man sollte Schisandra meiden, wenn man unter Epilepsie, gastroösophagealem Reflux, Magengeschwüren oder hohem Hirndruck leidet, da es Bedenken gibt, dass Schisandra diese Erkrankungen verschlimmern könnte.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um zu bestätigen, ob die Kombination von Schisandra mit anderen Heilkräutern sicher und unbedenklich ist.

Interaktionen

Es scheint keine Interaktionen zwischen Schisandra und anderen Heilkräutern oder Supplements zu geben. Man sollte jedoch vorsichtig sein, wenn man Schisandra mit Medikamenten, die über die Leber abgebaut werden, kombiniert.

Zusammenfassung

Schisandra weist eine lange Geschichte der medizinischen Verwendung in Russland und China auf. Diese Heilpflanze könnte bei einer Reihe von Leiden inklusive Hepatitis und Alzheimer effektiv sein. Schisandra ist jedoch nicht für jeden gedacht. Schwangere und stillende Frauen, sowie Menschen, die unter säurebedingten Magenproblemen leiden, sollten Schisandra erst nach Rücksprache mit einem Arzt verwenden. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte Schisandra nicht überdosiert werden.

Referenzen:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22610748
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22792122
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11154048
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3901324/
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26972505
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20374974
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17705144
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22773410
  9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28891753
  10. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0014299912004736
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17705144
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17127021
  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21757327
  14. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18515024
  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27225351
  16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27387555
  17. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16323290
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10228607
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19323371
  20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18317575
  21. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18162350
  22. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14757976
  23. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27763802
  24. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5378736/

Produkte mit den selben Inhaltsstoffen