SUBSTANZEN Es gibt zurzeit 1008 Substanzen

Es wurden keine Übereinstimmungen gefunden. Bitte versuchen Sie es mit einem anderen Begriff.

Roman Chamomille

Was ist die römische Kamille?

Die römische Kamille ist eine Pflanze, deren Blüten zur Herstellung von Medizin verwendet werden.

Die römische Kamille wird für eine ganze Reihe von Verdauungsstörungen inklusive Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust und Blähungen aufgrund von mentalem Stress verwendet. Frauen verwenden römische Kamille bei Morgenübelkeit und schmerzhafter Menstrualperiode. Sie kommt außerdem bei Schmerzen und Schwellungen im Bereich der Nasen- und Mundschleimhäute, Schmerzen der Nasennebenhöhlen und rheumatischen Gelenkproblemen zum Einsatz.

Bei Schwellungen und Schmerzen wird römische Kamille direkt auf die Haut aufgetragen. Sie dient außerdem als Keimtöter in Salben, Cremes und Gels, die zur Behandlung von wunden Brustwarzen, entzündetem Zahnfleisch und Reizungen der Haut verwendet werden. Darüber hinaus wird römische Kamille bei Wunden, Verbrennungen, Ekzemen, Erfrierungen, Windelausschlag, Dekubitus und Hämorriden auf die Haut aufgetragen.

Römische Kamille wird manchmal mit anderen Heilkräutern gemischt und bei Leber- und Gallenblasenerkrankungen, Gallensteinen, Fettleber, chronischem Sodbrennen, Appetitverlust, Verdauungsstörungen, dem Roemheld Syndrom, Magenverstimmungen bei Kleinkindern und bestimmten Arten von Verstopfung oral eingenommen. Sie wird auch als „Blutreiniger“ und allgemeines weibliches Tonikum, sowie zur Verhinderung von Menstrualkrämpfen und einer unregelmäßigen Periode eingenommen.

Manche Menschen verwenden römische Kamille als Teil einer Inhalationslösung bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen, Heuschnupfen, wundem Hals, Ohrenentzündungen und als Schmerzlinderer.

In Nahrungsmitteln und Getränken werden das essentielle Öl und Extrakte der römischen Kamille als Geschmacksstoffe eingesetzt.

Das flüchtige Öl der römischen Kamille wird als Duftstoff bei der Herstellung von Seife, Kosmetika und Parfum, sowie als Aromastoff bei aromatisierten Zigaretten verwendet. Das Extrakt kommt auch bei der Herstellung von Kosmetika und Seife zum Einsatz.

Tees aus römischer Kamille werden als Haartönung und Conditioner, sowie zur Behandlung parasitärer Wurminfektionen verwendet.

Man sollte die römische Kamille nicht mit der so genannten echten Kamille verwechseln.

Wie effektiv ist römische Kamille?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um die Effektivität römischer Kamille bei Magenverstimmung, Übelkeit, Erbrechen, schmerzhafter Periode, Halsschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündung, Ekzemen, Verletzungen, wunden Brustwarzen, wundem Zahnfleisch, Leber- und Gallenblasenproblemen, Erfrierungen, Windelausschlag oder Hämorriden bestimmen zu können. Hierfür bedarf es weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen.

Wie wirkt römische Kamille?

Römische Kamille enthält Chemikalien, die dabei helfen können Blähungen zu reduzieren und die Muskeln zu entspannen und darüber hinaus eine beruhigende Wirkung besitzen. Abhängig von der Dosierung kann römische Kamille Übelkeit entweder lindern oder hervorrufen.

Gibt es Sicherheitsbedenken?

Römische Kamille scheint für die meisten Menschen sicher und unbedenklich zu sein, wenn sie als Medikament oder in Nahrungsmitteln oral eingenommen wird. In großen Mengen kann römische Kamille zu Erbrechen führen. Darüber hinaus kann römische Kamille bei Menschen, die empfindlich auf Besenkraut, Ringelblume, Gänseblümchen und verwandte Pflanzen reagieren, allergische Reaktionen hervorrufen.

Das essentielle Öl der römischen Kamille scheint sicher zu sein, wenn es inhaliert oder auf die Haut aufgetragen wird.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen:

  • Schwangerschaft und Stillzeit: Römische Kamille ist wahrscheinlich nicht sicher und unbedenklich, wenn sie während der Schwangerschaft in medizinischen Dosierungen oral eingenommen wird. Man glaubt, dass römische Kamille Fehlgeburten hervorrufen kann. Es ist nicht genug über die Sicherheit von auf die Haut aufgetragener Kamille während der Schwangerschaft bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere Frauen römische Kamille meiden.

Da nicht genug über die Sicherheit römischer Kamille während der Stillzeit bekannt ist, sollten stillende Frauen sicherheitshalber auf römische Kamille verzichten.

  • Allergien auf Besenkraut und verwandte Pflanzen: römische Kamille kann bei Menschen, die empfindlich auf Pflanzen der Asteraceae/Compositae Familie reagieren, allergische Reaktionen hervorrufen. Mitglieder dieser Pflanzenfamilie umfassen unter anderem Besenkraut, Chrysanthemen, Ringelblumen und Gänseblümchen. Wenn man unter Allergien leidet, sollte man vor der Einnahme von römischer Kamille seinen Arzt konsultieren.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Es ist nicht bekannt, ob römische Kamille Wechselwirkungen mit Medikamenten besitzt. Vor der Verwendung römischer Kamille sollte man den behandelnden Arzt konsultieren, wenn man Medikamente einnimmt.

Gibt es Interaktionen mit Heilkräutern oder Supplements?

Es existieren keine bekannten Interaktionen mit Heilkräutern oder Supplements

Gibt es Interaktionen mit Nahrungsmitteln?

Es existieren keine bekannten Interaktionen mit Nahrungsmitteln.

Dosierung

Angemessene Dosierungen von römischer Kamille hängen von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für römische Kamille bei unterschiedlichen Leiden treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

Referenzen

  1. Buckle J. Use of aromatherapy as a complementary treatment for chronic pain. Altern Ther Health Med 1999;5:42-51.
  2. Electronic Code of Federal Regulations. Title 21. Part 182 -- Substances Generally Recognized As Safe. Available at: http://ecfr.gpoaccess.gov/cgi/t/text/text-idx?c=ecfr&sid= 786bafc6f6343634fbf79fcdca7061e1&rgn=div5&view= text&node=21:3.0.1.1.13&idno=21
  3. Subiza J, Subiza JL, Hinojosa M, et al. Anaphylactic reaction after the ingestion of chamomile tea; a study of cross-reactivity with other composite pollens. J Allergy Clin Immunol 1989;84:353-8.
  4. Robbers JE, Tyler VE. Tyler's Herbs of Choice: The Therapeutic Use of Phytomedicinals. New York, NY: The Haworth Herbal Press, 1999.
  5. Brinker F. Herb Contraindications and Drug Interactions. 2nd ed. Sandy, OR: Eclectic Medical Publications, 1998.
  6. Gruenwald J, Brendler T, Jaenicke C. PDR for Herbal Medicines. 1st ed. Montvale, NJ: Medical Economics Company, Inc., 1998.
  7. McGuffin M, Hobbs C, Upton R, Goldberg A, eds. American Herbal Products Association's Botanical Safety Handbook. Boca Raton, FL: CRC Press, LLC 1997.
  8. Leung AY, Foster S. Encyclopedia of Common Natural Ingredients Used in Food, Drugs and Cosmetics. 2nd ed. New York, NY: John Wiley & Sons, 1996.
  9. Wichtl MW. Herbal Drugs and Phytopharmaceuticals. Ed. N.M. Bisset. Stuttgart: Medpharm GmbH Scientific Publishers, 1994.
  10. Schulz V, Hansel R, Tyler VE. Rational Phytotherapy: A Physician's Guide to Herbal Medicine. Terry C. Telger, transl. 3rd ed. Berlin, GER: Springer, 1998.
  11. Newall CA, Anderson LA, Philpson JD. Herbal Medicine: A Guide for Healthcare Professionals. London, UK: The Pharmaceutical Press, 1996.
  12. Blumenthal M, ed. The Complete German Commission E Monographs: Therapeutic Guide to Herbal Medicines. Trans. S. Klein. Boston, MA: American Botanical Council, 1998.

Produkte mit den selben Inhaltsstoffen