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Precatory Bean

Paternostererbse (Precatory Bean)

Überblick

Die Paternostererbse, die auch als Paternosterbohne und Krabbenaugenwein, sowie unter ihrem lateinischen Namen Abrus precatorius bekannt ist, ist eine Pflanze, deren Samen und andere Pflanzenteile als Medizin verwendet werden.

Trotz ernsthafter Sicherheitsbedenken verwenden Frauen die Paternostererbse, um die Geburt zu beschleunigen, einen Schwangerschaftsabbruch einzuleiten oder eine Schwangerschaft zu verhindern. Die Paternostererbse wird auch als Schmerzmittel für todkranke Menschen eingesetzt.

Die ganze Pflanze wird bei entzündlichen Schwellungen der Augen verwendet.

 

Wie wirkt die Paternostererbse?

Die Paternostererbse enthält Abrin, welches toxisch ist und die Zellen daran hindert, normal zu wachsen oder zu funktionieren. Die Paternostererbse enthält außerdem Chemikalien, die die Blutgerinnung beeinträchtigen, Entzündungen hemmen und Allergien lindern könnten.

 

Wie effektiv ist die Paternostererbse?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität der Paternostererbse bei einer Verwendung zur Beschleunigung der Geburt, zur Einleitung eines Schwangerschaftsabbruchs, zur Verhinderung einer Schwangerschaft, zur Linderung von Schmerzen bei todkranken Patienten und zur Linderung von Entzündungen der Augen treffen zu können.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität der Paternostererbse bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Die Paternostererbse ist nicht sicher und unbedenklich, da sie eine toxische Chemikalie enthält. Symptome der Toxizität umfassen Magenkrämpfe, gefolgt von schwerem Durchfall und Erbrechen, welche blutig werden können. Andere Symptome umfassen kalten Schweiß, Fieber, Schwäche und schnellen Herzschlag. Symptome können innerhalb weniger Stunden oder bis zu einigen Tagen später auftreten. Der Tod kann nach 3 bis 4 Tagen anhaltender Magenprobleme und anderer Symptome auftreten.

Wenn die Samen mit der Haut in Kontakt kommen, können Sie Entzündungen, Reizungen und ernsthafte Augenprobleme hervorrufen.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Die Paternostererbse ist für niemanden sicher und unbedenklich, doch einige Menschen sollten besonders vorsichtig sein:

Schwangerschaft und Stillzeit: Die Verwendung der Paternostererbse ist während Schwangerschaft und Stillzeit nicht sicher und unbedenklich.

Kinder: Kinder werden von den bunten Farben der Samen angezogen, was bedauerlich ist, da Kinder besonders empfindlich auf die toxischen Wirkungen der Paternostererbse reagieren. Kinder können bereits nach dem Schlucken eines einzigen Samens sterben. Falls der Verdacht auf einen Kontakt mit der Paternostererbse besteht, sollte man sofort ärztliche Hilfe anfordern.

 

Wechselwirkungen

Zum augenblicklichen Zeitpunkt liegen keine Informationen über Wechselwirkungen der Paternostererbse mit Medikamenten oder Supplements vor.

 

Dosierung

Eine angemessene Dosierung der Paternostererbse hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für die Paternostererbse treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

 

Referenzen:

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  2. Kuo SC, Chen SC, Chen LH, et al. Potent antiplatelet, anti-inflammatory and antiallergic isoflavanquinones from the roots of Abrus precatorius. Planta Med 1995;61:307-12.
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  6. Wang JP, Hsu MF, Chang LC, et al. Inhibition of plasma extravasation by abruquinone A, a natural isoflavanquinone isolated from Abrus precatorius. Eur J Pharmacol 1995;273:73-81.

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