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Kümmel

Überblick

Kümmel ist eine Pflanze, um die sich in der Historie einige Legenden gebildet haben. So glaubte man früher, dass Kümmel die Kraft besitzt, den Diebstahl eines Objekts zu verhindern, das seine Samen enthält und dass Kümmel die Fähigkeit besitzt, zu verhindern, dass zwei Liebende das Interesse aneinander verlieren. Heute wird Kümmel eine heilende Kraft zugeschrieben und Öl, Samen und Frucht der Pflanze werden von einigen Menschen als Medizin verwendet.

Kümmel wird bei Verdauungsproblemen inklusive Sodbrennen, einem Aufblähen, Blähungen, Appetitverlust und milden Magen- und Darmkrämpfen verwendet. Kümmelöl wird außerdem verwendet, um das Abhusten von Schleim zu erleichtern, die Kontrolle über den Urinfluss zu verbessern, Bakterien im Körper abzutöten und Verstopfungen zu lindern.

Frauen verwenden Kümmelöl, um die Menstruation einzuleiten und Menstrualkrämpfe zu lindern. Stillende Frauen verwenden Kümmelöl, um den Milchfluss zu steigern.

In Mundspülungen und Hautlotionen kommt Kümmel zum Einsatz, um die lokale Durchblutung zu verbessern.

Bei Nahrungsmitteln wird Kümmel als Gewürz verwendet.

Im Bereich der industriellen Herstellung wird Kümmelöl bei bestimmten Medikamenten als Geschmacksstoff verwendet. Es wird auch als Duftstoff bei Zahnpasta, Seife und Kosmetika eingesetzt.

 

Wie wirkt Kümmel?

Kümmelöl könnte die Verdauung verbessern und Krämpfe im Bereich von Magen und Verdauungstrakt lindern.

 

Wie effektiv ist Kümmel?

Kümmelöl ist möglicherweise in Kombination mit anderen Heilkräutern bei Sodbrennen effektiv. Die Einnahme von Kümmelöl als Bestandteil einer spezifischen Kombination mit Pfefferminzöl scheint Sodbrennen, Völlegefühl und milde Krämpfe im Bereich des Verdauungstrakts genauso gut wie das Medikament Cisapride zu lindern. Auch ein anderes Kombinationsprodukt, das Extrakte aus bitterer Schleifenblume, Angelikawurzel, Kamillenblüten, Mariendistelfrüchten, Melissenblättern, Pfefferminzblättern, Schöllkraut und Süßholzwurzel enthält (Iberogast), scheint Symptome einer Magenverstimmung zu lindern. Diese spezifische Kombination scheint bei Sodbrennen, Krämpfen im Bereich des Verdauungstrakts, Übelkeit und Erbrechen eine signifikante Wirkung zu besitzen.

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Kümmel bei schlechtem Appetit, Verstopfung, Blähungen, einem aufgeblähten Gefühl, Menstrualkrämpfen, schlechter Durchblutung und Infektionen, sowie zur Einleitung der Menstruation oder zur Steigerung des Milchflusses bei stillenden Frauen treffen zu können.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Kümmel bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Die Verwendung von Kümmel in medizinischen Mengen scheint für die meisten Menschen bei einer Verwendung für bis zu 8 Wochen sicher und unbedenklich zu sein.

Kümmelöl kann Aufstoßen, Sodbrennen und Übelkeit hervorrufen, wenn es in Kombination mit Pfefferminzöl verwendet wird. Es kann bei empfindlichen Menschen Hautausschläge und Jucken hervorrufen, wenn es auf die Haut aufgetragen wird.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Die Verwendung von Kümmel in medizinischen Mengen könnte für schwangere Frauen nicht sicher und unbedenklich sein. Kümmelöl wird zur Einleitung der Menstruation verwendet und könnte deshalb eine Fehlgeburt verursachen.

Diabetes: Es gibt Bedenken, dass Kümmel den Blutzuckerspiegel senken könnte. Aus diesem Grund sollten Diabetiker, die Kümmel einnehmen, ihren Blutzuckerspiegel sorgfältig kontrollieren. Es ist möglich, dass die Dosierung der Diabetesmedikamente angepasst werden muss.

Operationen: Kümmel könnte den Blutzuckerspiegel senken. Es gibt Bedenken, dass Kümmel die Blutzuckerkontrolle während und nach Operationen beeinträchtigen könnte. Aus diesem Grund sollte man die Einnahme von Kümmel spätestens 2 Wochen vor anstehenden Operationen beenden.

 

Wechselwirkungen

Bei einer Einnahme von Kümmel in Kombination mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Diabetesmedikamente

Kümmel könnte den Blutzucker senken. Auch Diabetesmedikamente werden verwendet, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Die Einnahme von Extrakten aus Kümmel in Kombination mit Diabetesmedikamenten könnte ein zu starkes Absinken des Blutzuckerspiegels zur Folge haben. Aus diesem Grund sollte der Blutzuckerspiegel sorgfältig überwacht werden. Es ist möglich, dass die Dosierung der Diabetesmedikamente angepasst werden muss.

 

Dosierung

Folgende Dosierungen wurden im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen untersucht:

Oral:

  • Bei Sodbrennen: 50 bis 100 mg Kümmelöl in Kombination mit Pfefferminzöl pro Tag. Ein spezifisches Kombinationsprodukt, das Kümmel und mehrere andere Heilkräuter enthält (Iberogast) wurde in einer Dosierung von 1 ml dreimal täglich verwendet.

 

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